Eine einzige Bedeutung (mana) dieser Ayah aus dem Insgesamt ihrer Hinweise bezieht sich (auf die Zeit) von der Gründung unserer Republik (Hürriyet) bis zu diesem Zeitpunkt. Am dreißigsten Tag im zweiten Monat Tesrin (1358) stieg ich auf den Schwarzen Berg (Karadag). Da kam in meiner Erinnerung (die Frage) auf: "Wann sind eigentlich diese Katastrophen und die Zerstörungen über die Menschheit und insbesondere über die Muslime hereingebrochen, die sich noch heute fortsetzen, und wie lange werden sie noch andauern?" Da rückte mir plötzlich der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist und alle meine Probleme lösen kann, die Sure وَ الْعَصْرِ {"Die Epoche" (Sure103)} vor Augen und sagte: "Schau her!" Da sah ich hin: So wie (diese Sure) in jeder Zeitepoche (asr) zu uns spricht (hitab), so bezieht sie sich besonders auch auf unser Jahrhundert (asr).
Dabei ergibt sich in der Sure
{"Bei dieser Epoche! Der Mensch ist in der Tat verloren.",}
nach der Abdsched-Rechnung (makam-i cifr) aus der
Ayah
{"Der Mensch ist in der Tat verloren.",}
die Jahreszahl 1324, die den Beginn der Parlamentarischen Monarchie (hürriyet inkilabi) und damit die Umgestaltung des bisherigen Sultanats bezeichnet. (Es folgten) der Balkankrieg, die Kriege Italiens (in Afrika) und die Niederlage im Ersten Weltkrieg mit ihren abscheulichen Staatsverträgen, die Erschütterung (= Verbot) der Kennzeichen des Islams, die Erdbeben in unserem Land, die Feuersbrünste, die Stürme und die Katastrophen, die im Zweiten Weltkrieg droben und drunten, landauf und landab über diese Erde hinwegbrausten. Sie machen im Zusammenhang mit den Verlusten an Menschenwürde und Menschenleben (hasaret-i insaniye) die Wirklichkeit der Ayah in dieser Zeitepoche:
{"Denn der Mensch ist verloren.",}
im Zusammenhang mit dieser Zeitangabe ganz klar sichtbar, zeigen und beleuchten blitzartig dieses Wunder.
Zählt man am Ende der Ayah
{"Außer denen die glauben und gute Werke tun...",0}
am Ende des Wortes "salihat" ein "H" هی für ein "T" ت (= T-marbuta) und zusätzlich auch noch die drei Verdopplungszeichen (Schedde) mit, so erhalten wir nach der Abdsched-Rechnung (makam-i cifr) die Jahreszahlen 1358-1359, welche Zeitangabe genau dieses Jahr und das folgende Jahr betrifft. Als den einzigen Ausweg, sich aus all diesen Katastrophen und ganz besonders den geistigen Katastrophen zu retten, zeigen sich Glaube (iman) und gute Werke sowie im Umkehrschluss der einzige Grund für all diese Katastrophen: der Unglaube und die Undankbarkeit (küfr-ü küfran), Sünde und Ausschweifung. So erkennen wir denn diese gewaltige Größe und Heiligkeit (azamet ve kudsiyet), welche in der Sure وَ الْعَصْرِ {"Die Epoche"} liegt, bestätigen, was für ein weitreichender und umfassender Schatz trotz ihrer Kürze in ihr liegt und danken Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dafür.
Der Grund für die Errettung der islamischen Welt (alem) in dieser Zeitepoche (asr) aus der großen Katastrophe dieses fürchterlichen Zweiten Weltkrieges sind der Glaube (iman) und die guten Werke, (deren Nährboden) der Qur'an ist. Dementsprechend liegt der Grund für die Dürrekatastrophen und den bitteren Hunger, der die Armen getroffen hat, darin, dass sie die (geschmacksverstärkende) Süßigkeit des Hungers während der Fastenzeit nicht auf sich nehmen wollten sowie der Grund für die Verluste und Katastrophen, welche die Reichen (im Lande) getroffen hat, darin, dass sie die Armensteuer (zekat) nicht bezahlt haben, vielmehr stattdessen geizig gewesen sind. Auch der Grund dafür, dass Anatolien nicht zum Kriegsschauplatz geworden ist, liegt darin, dass die Risale-i Nur in ihrer überzeugenden (tahqiq) Art und auf überragende Weise den Herzen (qalb) von hunderttausend Menschen die Wahrheit des Heiligen Wortes (kelime-i kudsiyesinin hakikatini)
{"...außer denen, die glauben.",}
lehrt. Dies wird durch sehr viele Zeichen und durch die Überzeugung und aufmerksame Betrachtung Tausender Leute der Wahrheit (ehl-i hakikat) unter ihren Schülern bestätigt.
Zum Beispiel: Eines unter vielen Anzeichen (emare) ist, wie sehr viele Leute, welche die Risale-i Nur {die Arbeit an den Abschriften und ihrer Verteilung (A.d.Ü.)} unter Druck (sikinti) gesetzt oder sich von ihrem Dienst (hizmet) zurückgezogen haben, Ohrfeigen (tokat) bekommen haben, um zu zeigen, dass ein Grund für die jetzige allgemeine Bedrängnis (umumî sikinti) der Fehler (hata) ist, in diesem Jahr in der Umgebung dieser Provinz (memleket) die Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur auf eine umfassende (umumî) Art und Weise zu behindern (sikinti) und so die jetzige Zeit (devre) einer Art Unterbrechung (tevakkuf) auszulösen.
Eine Ergänzung zu der Anmerkung (hasiye) über die Sure Ve-l'Asr ("Bei der Epoche..." - Sure 103) mit dem Titel "Die Frucht des Berges" (Dag Meyvesi)
Was den Buchstaben ت aus dem Wort اَلصَّالِحَاتِ {"die guten Werke"} betrifft, so kann er nach numerischer Berechnung (cifir) als der Buchstabe هی gezählt werden, weil die Worte, die mit dem Buchstaben ت enden, meistens Haltestellen (vakf) sind; اِلاَّ "außer" wird hier mitgerechnet. In diesem Fall ergibt das 1358, was auf unsere Zeit hinweist. Da der Buchstabe هی nicht ausgesprochen wird, kann der Buchstabe ت unverändert bleiben. Wenn - wie in diesem Fall - die Verdopplungen (sedde) nicht mitgerechnet werden und اِلاَّ "außer" auch nicht mitgerechnet wird, so weist (isaret) es darauf hin, dass bis zu - in etwa zweihundert Jahren - eine große Schar mit dem Glauben (iman) und mit guten Werken (amel-i sâlih) ihren Kampf (mücahede) gegen die gewaltig großen Zerstörungen (hasarat-i azîme) fortsetzen wird. Am Ende der Sure "Fatiha" der Satz
{"den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast" (Sure 1, 7)}
weist auf das Jahr 1547 oder 1577 hin; und ebenso auch die Hadîs
{"eine Schar aus meiner Gemeinde wird niemals aufhören, weiterzubestehen. Sie wird der Wahrheit folgen, bis der Befehl Gottes (zum Untergang der Welt) kommt."}
Der erste Abschnitt weist mit seinem Zahlenwert (makam) von 1500 auf die Endzeit (âhirzaman) einer kämpferischen Schar (taife-i mücahidin) hin, der zweite Abschnitt mit seinem Zahlenwert (makam) von 1506 auf das Jahr ihres siegreichen Kampfes (galibane mücahede) und der dritte Abschnitt mit seinem Zahlenwert (makam) von 1545 mit nur einer geringen Differenz auf die verborgenen Hinweise (gaybî isaret) der beiden Sätze sowohl der Sure von der "Eröffnung" (Fatiha) als auch der Sure "die Epoche" (Ve-l'Asr) hin und stimmt mit ihnen überein (tevafuk). Jeder dieser drei Sätze der heiligen (serif) Hadith verweist also auf das Jahr (tarih) 1500 und die Hinweise, wie lang dieser Kampf sich fortsetzen wird, genauso wie der Satz
{"diejenigen, die glauben und gute Werke tun...",}
die Verdopplung wird nicht mitgerechnet, mit seinem Zahlenwert (makam) von 1561, und
{"die einander anweisen, sich an die Wahrheit zu halten, einander anweisen, sich in Geduld zu üben" (Sure 103, 3)}
die Verdopplung (sedde) wird mitgerechnet - jedoch ist in dem Wort بِالصَّبْرِ {"in Geduld"} der Buchstabe "lâm" enthalten - mit seinem Zahlenwert (makam) von 1560 mit ihnen übereinstimmt (istirak), {Üstad errechnet hier aus drei verschiedenen Sätzen die Jahre 1500, 1561 und 1560} weisen (isaret) mit ihren hinweisenden (mana-yi isarî) und numerischen (cifrî) Bedeutungen darauf hin, wie lange sich die Kämpfe (mücahedat) dieser großen Schar (taife-i azîme) hinziehen werden. Sie nähern sich (takarrüb) an den Zahlenwert (makam-i ebced) des Jahres, auf das die Sure Fatiha und diese Hadîs hinweisen (irae), und stimmen mit ihnen bis zu einem gewissen Grad (farkli bir derece) überein (tevafuk), entsprechen einander (tetabuk) genau in ihren Bedeutungen (mana) und zeigen damit auf einen glänzenden Funken der Wunderhaftigkeit des Verborgenen hin (lem'a-i i'caziye-i gaybiye).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Der Alte Said bemühte sich lange Zeit um die Gründung einer Universität "Medreset-üz Zehra" und erstrebte sie als das Ziel seiner Träume. Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), gestaltete in der Vollkommenheit Seiner Güte (kemal-i merhamet) die ganze Provinz Isparta zu einer einzigen Universität "Medreset-üz Zehra" um. Anstelle einer handvoll von Verwandten und Freunden (mahdud akraba ve ahbab) in unserem winzigen Distrikt (nahiye) Isparta verlieh Er mir diese segensreiche (mübarek) Provinz Isparta und schenkte mir in ihr Tausende meiner Mitbrüder. Ja, es wäre sogar denkbar, dass dieses kleine Isparta {der Distrikt, aus dem Üstad stammt} ursprünglich (asli) aus diesem großen Isparta hervorgegangen wäre. Meine ursprüngliche Heimat (vatan-i aslî) könnte dieses Isparta sein. Ich bemerke sogar, dass ich mich mit allen Einwohnern dort in Isparta, wer auch immer sie sein mögen, im Vergleich zu Menschen aus anderen Provinzen, besonders eng verbunden (alâkadar) fühle, wie auch viele unter ihnen sich sehr für die Risale-i Nur interessieren. Ja, sogar unter allen Polizisten (zabitan) hier gibt es eine Ausnahme (müstesna) und das ist Hilmi Bey, der auch aus Isparta stammt, der sich ganz besonders ehrlich für uns und für die Risale-i Nur interessiert (alâkadar) und der euch jetzt diesen Brief (hâmil-i mektub) hier bringt. Wir haben ihn in den Kreis der aufrichtigen Schüler (has sakirdler) der Risale-i Nur aufgenommen (kabul).
Die Hausdurchsuchung (taarruz) in Isparta und Sava betrifft in gewissem Grade auch die Allgemeinheit (umumî). In letzter Zeit gibt es - und zwar bis heute - im Rahmen eines entsprechenden Plans gegen die Erfolge (fütuhat) der Risale-i Nur überall dort einen Angriff (tecavüz), wo die Risale-i Nur sich verbreitet (intisar). Das hat in gewissem Grade der Begeisterung (sevk) und der Arbeitsfreude (nes'e) geschadet (zarar) und eine Phase der Unterbrechung (devre-i tevakkuf) bewirkt. Auch der Grund der jetzigen Dürre (kahtlik) ist diese Unterbrechung. Jedoch - Dank sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk'a sükür) - stärkt (takviye) die eiserne (çelik) Standhaftigkeit (metanet) der Tapferen (kahramanlar) von Isparta und ihrer Umgebung (havali) die geistige Kraft (kuvve-i maneviye) anderer Provinzen.
Da wegen einiger Unachtsamkeiten (ihtiyat) und Unvorsichtigkeiten (dikkat) etliche Probleme (zarar) entstanden sind, ist Umsicht und Vorsicht (ihtiyat ve dikkat) jederzeit notwendig (lâzim).
Da in Barla wegen der vorübergehenden (muvakkat) Unterbrechung {der Arbeiten (A.d.Ü.)} der Risale-i Nur eine Dürrezeit (yagmursuzluk) begann, während durch den Eingriff (müdahalesi) der Risale-i Nur, begrenzt auf den Kreis (daire) und die Umgebung (etraf) von Barla der Regen kam und durch die Begeisterung (istiyak) für die Risale-i Nur in Isparta - wie Hüsrev sagte - der Regen in außergewöhnlicher Weise zu Hilfe (imdad) kam, sagen wir anhand sehr vieler Anzeichen (emare) und durch das Zeugnis hunderter Vorfälle (hâdise), die hier im Zusammenhang (münasebet) mit der Risale-i Nur Gestalt (vücud) annahmen, dass dieser so allgemeine und umfangreiche Angriff (umumî ve genis bir taarruz) gegen die Risale-i Nur, die für dieses Anatolien eine lautere Barmherzigkeit (ayn-i rahmet) ist, in dieser eigenartigen Zeit und die Unterbrechung (ta'til), zu der sie in manchen Provinzen gezwungen (mecbur) wurde, uns zu der Überzeugung (kanaat) gebracht hat, dass diese Dürre und das Elend (kaht u gala) und dieser eigenartige Wucher (ihtikâr) die Fruchtlosigkeit (bereketsizlik) und den Hunger (açlik) zur Folge hatte. Emin und Feyzi und meine übrigen Gefährten (arkadas), die jetzt hier bei mir sind, sind auch derselben Überzeugung (kanaat).