Frage: Wir hatten Sie im vergangenen Jahr danach gefragt, weshalb Sie auch nach fünfzig Tagen noch immer kein Interesse (merak) für die weltlichen Strömungen (dünya cereyanlar) gezeigt, ja noch nicht einmal danach gefragt, sich danach erkundigt haben; worauf Sie uns damals auch eine Antwort gegeben hatten. Diese Antwort ist zwar wahr und soweit auch ausreichend (hakikat ve kâfi); während wir sie jedoch im Hinblick auf die Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur und ihren Dienst (hizmet) zum Wohle (menfaat) der islamischen Welt (âlem-i islâmiyet) in gewissem Grade betrachten sollten (lâzim), setzt sich derselbe Zustand (hal) seit dreizehn Monaten bis heute fort und Sie zeigen noch immer kein Interesse (merak) daran und fragen überhaupt nicht danach.
Antwort: Da die Menschen, die einander heute an die Kehle springen (bogusan insanlar), diejenigen sind, die der Ayah
{"denn fürwahr ist der Mensch grausam." (Sure 14, 34)}
in einem allgewaltigen Ausmaß (a'zam) entsprechen, ist es noch nicht einmal erlaubt, für sie Partei (tarafdar) zu ergreifen, derartige Ereignisse (cereyan) mit Interesse (merak) zu verfolgen oder ihrer verlogenen, irreführenden (yalan, aldatici) Propaganda zuzuhören, sich in Betrachtung ihrer Kämpfe (mücadele) voll Mitleid (müteessirane) mithineinziehen zu lassen, ja selbst diese merkwürdigen Grausamkeiten (acib zulümler) zu betrachten, ist unerlaubt (caiz degil). Denn die Zufriedenheit (riza) in Anbetracht einer Grausamkeit (zulm) ist selbst eine Grausamkeit (zulm); wer hier Partei ergreift, wird selbst zu einem Barbaren. Wer zu derartigen Dingen neigt (meyl), sollte der Ayah entsprechen:
{"Und zeigt keinerlei Sympathie für solche, die Grausamkeiten begehen, sonst erfasst euch das Feuer." (Sure 11, 113)}
Ein sicherer Beweis (kat'î bir delil) dafür, dass es sich dabei weder um das Recht noch um die Wahrheit (hak ve hakikat), die Religion (din) oder die Gerechtigkeit (adalet), sondern in der Tat um eine unmenschliche Grausamkeit (gaddarane bir zulüm) handelt, welche sich auf den Starrsinn (inad), den Nationalstolz (asabiyet-i milliye), den Vorteil seiner Artgenossen {der Herrenmenschen (A.d.Ü.)} (menfaat-i cinsiye) und das Ego (enaniyet) der eigenen Seele (nefs) stützt, desgleichen (emsal) in der Weltgeschichte (dünya) noch nicht vorgekommen (vuku'), ist das Folgende:
In einem Ort, in dem sich Tausend unschuldige Frauen und Kinder (çoluk-çocuk), Alte (ihtiyar) und Kranke (hasta) befinden, diese unter dem Vorwand (bahane), es befänden sich ein, zwei feindliche Soldaten unter ihnen, mit Bomben umzubringen, sich mit den Anarchisten zu verbünden (ittifak), die innerhalb der Strömungen der Schichten der Menschheit (tabakat-i beser) zeigt die Grausamkeit der Despoten (dehsetli müstebidler) der Bourgoisie und Extremisten (müfrit) unter Kommunisten und Bolschewisten, die das Blut von Tausenden, ja Millionen Unschuldiger (masum) sinnlos vergießen und diesen Krieg, der für alle Menschen nur ein Unglück (zarar) ist, fortsetzen (harbi idame) und einen Frieden (sulh) ablehnen.
So halten sich die islamische Welt (âlem) und der Qur'an mit Sicherheit zurück von solchem Gemetzel (bogusma), das mit überhaupt keinem Gesetz der Gerechtigkeit (kanun-u adalet) und der Menschlichkeit und mit überhaupt keinem Grundsatz der Wahrheit (düstur-u hakikat) und des Rechts vereinbar (hukuka muvafik) ist. Sie lässt sich nicht dazu herab (tenezzül), auf solch eine Hilfe (yardimcilik) angewiesen zu sein und beraubt sich so nicht ihrer Würde (tezellül). Denn unter ihnen herrscht eine ganz entsetzliche Despotie (firavunluk) und nur ihre Selbstsucht (hodgâmlik); geschweige denn, dass sie dem Qur'an und dem Islam helfen (yardim) wollten, würden sie im Gegenteil lieber ihre Hand ausstrecken, sie für sich zu unterwerfen (tâbi') und als ihr Werkzeug zu missbrauchen. Sich auf die Schwerter solch Grausamer (zalimler) zu stützen, dazu lässt sich die Wahrhaftigkeit des Qur'ans (hakkaniyet-i Kur'aniye) mit Sicherheit nicht herab (tenezzül).
Statt sich auf eine Kraft (kuvvet), die mit dem Blut von Millionen Unschuldiger (masum) getränkt wurde, auf die Macht und Barmherzigkeit (kudret ve rahmet) des Schöpfers des Kosmos (Hâlik-i Kâinat) zu stützen, ist für Leute des Qur'ans eine Pflicht und Notwendigkeit (farz ve vâcib). Die Glaubenslosigkeit und der Atheismus (zindika ve dinsizlik) stützen sich auf den einen derer, die sich heftig bekämpfen (bogusan), {eine der Krieg führenden Nationen (A.d.Ü.)} und sucht die Leute der Religion (ehl-i diyanet) auszulöschen (ezer). Um sich vor dem Druck (tazyik) eines solchen Atheismus (zindika) zu retten, wäre es da vielleicht eine Lösung (çare), sich auf die Seite der entgegengesetzten Strömung zu stellen? Doch bis heute war eine solche Parteinahme (tarafdarlik) nicht von Vorteil (menfaat); im Gegenteil brachte sie nur viele Nachteile (zarar) mit sich.
Zudem wendet sich der Atheismus (zindika) aufgrund seiner heuchlerischen Natur (nifak hasiyet) in alle Richtungen. Er macht sich deinen Freund (dost) zu seinem Freund und dir zu deinem Feind (düsman). Die Sünde (günah), die du durch deine Parteinahme (tarafdarlik) auf dich geladen hast, bleibt dir nutzlos (faidesiz) auf deinen Schultern. Da die Aufgabe (vazife) der Schüler (sakird) der Risale-i Nur der Dienst am Glauben (iman) ist, sind die Probleme des täglichen Lebens (hayat mes'ele) nicht ihr vornehmstes Anliegen (alâkadar) und so betrachten sie sie auch nicht mit Sorgen (merak). So habe ich denn, auch wenn ich mich aufgrund dieses Sachverhalts (hakikat) nicht nur dreizehn Monate, ja sogar dreizehn Jahre
{(Anmerkung): Seit genau sieben Jahren hält dieser Zustand (ayni hal) nun schon an. Er hat weder ein Interesse daran gezeigt, noch sich danach erkundigt, noch hat er auf andere Weise irgendetwas darüber erfahren. (Eine Anmerkung seiner Schüler)}
nicht mit diesen Dingen beschäftigt hätte, dennoch das Recht dazu (hakkim var). Ihr habt euch zwar damit beschäftigt. Doch was habt ihr - außer Sünden (günah)- dabei gewonnen? Ich habe mich währenddessen nicht mit diesen Dingen beschäftigt. Doch was habe ich dadurch verloren?
Was ist der Grund (sebeb) und der Anlass der Erwähnung (vech-i tahsis), dass - wie in der Abhandlung (Risale) "Hinweise (isarat) aus dem Qur'an" erklärt wird - unter den Leuten (ashab) des geraden Weges (sirat-i müstakim), die am Ende der Sure "Fatiha" als die Schar (taife) in der Ayah
{"diejenigen, denen Du Gnade erwiesen hast," (Sure 1, 7)}
beschrieben (tarif) wird, und unter den Kämpfern (Mudschahidin), auf die die Hadis
{"eine Schar aus meiner Gemeinde wird niemals aufhören, weiterzubestehen, usw."}
in der Endzeit (âhirzaman) hinweist, und in der hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarîsi) der drei Sätze aus der Sure "Ve-l'Asr" (Bei der Epoche) angefangen von
{"außer denen, die glauben," (Sure 103, 3)}
mit enthalten ist, in einer besonderen Form (hususî bir suret) ein Aspekt der aufrichtigen Schüler (sakird) der Risale-i Nur sind?
Antwort: Was den Grund (sebeb) dafür betrifft, so hat die Risale-i Nur etwa hundert Geheimnisse des Glaubens (din tilsimlari) und Rätsel (muamma) der Wahrheiten (hakaik) des Qur'ans entdeckt und gelöst (hall ve kesfet); durch den Mangel an Kenntnis jedes einzelnen Geheimnisses (tilsim) verfielen viele Menschen meistens dem Zweifel und ihrem Argwohn (sübehat ve sükûk), konnten sich nicht vor allen Unsicherheiten (tereddüd) retten und verloren so gelegentlich auch ihren Glauben (iman). Heute, kämen auch alle Ungläubigen (dinsizler) zusammen, könnten sie nach der Entschleierung dieser Geheimnisse (tilsimlarin kesfinden) nicht mehr {einen solchen Glauben (A.d.Ü.)} zerstören (galebe). In dem Abschnitt über die sieben Gnadengaben (inayat-i Seb'a) aus dem 28. Brief wurde bereits auf einen Teil von ihnen {einen Teil der Geheimnisse (A.d.Ü.)} hingewiesen (isaret). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass wir später diese Geheimnisse (tilsim) einmal in einer separaten Abhandlung (müstakil bir risale) zusammenfassen können.
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Der Dienst (hizmet), den die tapferen (kahraman) Tahirî und Hâfiz Mustafa verrichten, ist sehr schön. Die Maßnahmen (tedbir), die sie ergreifen, sind korrekt (isabetli) und richtig (hak). Auch die Beschlüsse (karar), die ihr im Gremium (divan) der Lichtfabrik (Nur fabrikasi) gefasst habt, gleich wie sie nun aussehen mögen, haben unsere Zustimmung (kabul). Auch die Abhandlung über die Hinweise (isarat) des Qur'ans - den gesamten Anhang (tevabi'ler) inklusive - ist sehr schön. Aus dem Brief, der an Seyyid Sefik gesandt wurde, sollte lediglich der Teil, der seine Person betrifft (sahsina ait), nicht aufgenommen werden. Die Zitate, die ihr aus der Briefsammlung (Lâhika) entnommen habt, sind sehr schön. Das bedeutungsvolle Schreiben (manidar fikra) des kleinen und zweiten Ali, welcher der Art (sistem) des Großen Ali nachfolgt, ist zwar recht gut, aber auch sehr kurz. Als Erstes sollen die drei, vier Unterweisungen (ders) für Jugendliche (gençler), - die wir Hafiz Mustafa erteilt hatten - mit der Kopiermaschine, wenn möglich mit den alten Buchstaben (huruf), wenn nicht, mit den neuen,
{(Anmerkung): Da es eine Aufgabe (vazife) der Risale-i Nur ist, die Worte (huruf) (Während die arabischen Buchstaben manchmal die Bedeutung eines ganzen Wortes haben, müssen die lateinischen Buchstaben erst zu den Wörtern zusammengefügt werden, die dann das entsprechende arabische Wort repräsentieren.) des Qur'ans zu schützen (muhafaza), werden - wolle es Gott (insâallah) - die neuen Buchstaben (huruf) im Rahmen der Notwendigkeit (zaruret) erlaubt sein.}
falls das Gremium (divanindaki heyet) der Lichtfabrik (Nur fabrikasi) es für zweckmäßig (münasib) hält und die Umstände es erlauben (hal müsaade), auf Matritze geschrieben werden. Auch an uns sollen einige Exemplare (nüsha) gesandt werden. Wir haben als Gegenleistung ihnen für den "Hinweis auf das Wunder" (isarat-ül i'caz), welche die Gesegneten (mübarek) abgeschrieben hatten, ein Exemplar per Post geschickt. Da der Festtag (Bayram) am Ende der Großen Pilgerschaft (hacc-ül ekber), die besonders kostbar (kiymetdar) ist, diesmal auf einen Freitag (cuma) fällt, haben diejenigen, die in diesem Jahr gepilgert sind, dadurch auch besonders viel gewonnen (çok kazanmislar). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), auch uns an ihren Gott wohlgefälligen Gebeten (hayirli dualar) teilhaben lassen (hissedar). Âmîn. Wir beglückwünschen (tebrik) euch wieder und wieder zu diesem Festtag (Bayram), alle Schüler (sakird) der Risale-i Nur zu ihrem Festtag (Bayram), die Gemeinschaft (heyetler) der Lichtfabrik und der Rosenfabrik (Nur ve Gül fabrikalar), die Schüler (sakird) der Lichtschule (medrese-i nuriye) und ihre Lehrer (üstad), die getreuen, unschuldigen (siddik ve masum) Kinder und die alten Analphabeten (ümmi ihtiyarlar) aus Barla, die Männer (rical) und Frauen (nisa), alle, jeden einzelnen von ihnen zu diesen Festtagen (Bayram).
Said Nursî
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen in der Anzahl der geschriebenen und gedruckten Worte."}
Meine lieben getreuen, fleißigen und umsichtigen Brüder!
Wir beglückwünschen (tebrik) euch zu den segensreichen (mübarek) zehn Nächten (leyali-i asere) und auch zum Opferfest (Kurban Bayram). Die Frage (mes'ele), die hier in Hâfiz Ali, dem Inhaber der Lichtfabrik (Nur fabrikasi sahibi), zur leiblichen Wiederauferstehung aufgetaucht (hatira) ist, ist wichtig und das Gleichnis (temsili) am Ende seines Briefes ist sehr schön und bedeutungsvoll (manidar). Durch diese Idee ist mir klar geworden (anladim), dass er die neun Zeugnisse für die Wiederversammlung (dokuz bürhan-i hasriye) gerne haben möchte, wie sie im "Neunten Strahl" (Dokuzuncu Sua) der Einführung über die Wiederversammlung (Mukaddeme-i Hasriye) folgen sollten. Leider wurde aber mein Auftrag, sie abzufassen (te'lif vazifesi), vor ein, zwei Jahren aufgehoben (tevakkuf). Die Themen (mesail) der Risale-i Nur entstehen nicht aus dem Wissen (ilim), durch Nachdenken (fikir), eine bestimmte Absicht (niyet) oder den Willen zu einem bestimmten Zweck (kasdî bir ihtiyar), sondern nahezu absolut immer (ekseriyet-i mutlaka) infolge einer Eingebung (sünuhat), wie ein Einfall (zuhurat) oder als eine Inspiration (ihtarat). Für diese neun Zeugnisse (berahin) besteht jedoch momentan kein echtes Bedürfnis (ihtiyac-i hakikî) mehr, sodass wir nicht zu einer solchen Abfassung (te'lif) geführt werden.
Der "Glaube an Gott" (iman-i billahi) und der "Glaube an den Jüngsten Tag" (iman-i bilyaum-il âhir) sind unter den Säulen des Glaubens (erkân-i imaniye) in der Tat zwei Pole (kutbu) und zwei Sonnen (günes) der Islamischen Welt (Âlem-i islâmiyet).
Die Zeugnisse (bürhan) für die erste hat die Risale-i Nur bereits voll und ganz erläutert (izah).
Was den zweiten Pol (kutub) betrifft, so wurde die leibliche Wiederauferstehung zum Teil ausführlich im "Zehnten Wort" (Onuncu Söz), im "Neunundzwanzigsten Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und im "Achtundzwanzigsten Wort" (Yirmisekizinci Söz), besonders mit einem Beweis (isbat) der leiblichen Genüsse (cismanî lezzet) und in den Abhandlungen (risaleler), wie der Einführung zur Wiederversammlung (kuvvetli hasr-i cismanî) besonders nachdrücklich bewiesen (isbat), wodurch selbst noch die Verbohrten (muannidler) zum Schweigen gebracht wurden. Da ihn {diesen zweiten Pol (A.d.Ü.)} nicht alles (mevcudat), was es in dieser Welt (dünya) gibt - wie den Glauben an Gott (iman-i billahi)- auf eine ganz offensichtliche (zahir) Weise zeigt, wird diese Versammlung (hasr) zum größten Teil (kism-i ekserîsi) unter den anderen Säulen des Glaubens (erkân-i imaniye) auf eine machtvolle Weise (kuvvetli bir suret) bewiesen (isbat).
Zum Beispiel: Alle Zeugnisse (hüccet), welche die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) des Qur'ans, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, beweisen (isbat), beweisen auf einer weiteren Stufe (derece) anhand der Beschreibungen und Erläuterungen (tasvir ve izahat) Tausender Ayat des Qur'ans diese leibliche Wiederversammlung (hasr-i cismanî). Wäre nun etwa noch eine weitere Erläuterung (izah) als die wunderhafte (mu'cizane) Behandlung und Erläuterung (bahis ve izah) des Qur'ans, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist (Mu'ciz-ül Beyan), über die leiblichen Genüsse (lezaiz-i cismaniye) im Paradiese (Cennet) notwendig (lüzum)?
Des Weiteren beschreiben und erläutern (tasvir ve izah) alle Wunder und Zeugnisse (mu'cize, hüccet), welche die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) des Ehrwürdigen Gesandten (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) beweisen (isbat), auf einer weiteren Stufe (derece) durch ihre außerordentliche Beredsamkeit (hârika belâgat) die leibliche Wiederversammlung (hasr-i cismanîyi), die leiblichen Genüsse (lezaiz) im Paradies (Cennet) und die leibhaftigen Leiden (âlâm-i cismanî) in der Hölle (Cehennem). Wäre nach dieser Erläuterung (izah) nun noch eine weitere Erläuterung (izah) vonnöten (ihtiyaç)?
Des Weiteren beweisen alle Zeugnisse und Belege (bürhanlar, hüccetler) die Notwendigkeit der Existenz (vücub-u vücudunu) Gottes, des Gerechten (Cenab-i Hakk), Seine Barmherzigkeit (rahîmiyet), Seine Weisheit (hakîmiyet), Seine Allwissenheit (ilim), Seine Allmacht (kudret), Seine Gerechtigkeit (âdiliyet), Seinen Schutz (hafîziyet) und alle Seine Heiligen Eigenschaften (sifât-i kudsiye). Sie beweisen (isbat) in gewisser Hinsicht (cihet) auch diese Wiederversammlung (hasr); des Weiteren erfordern (istilzam) sie hinsichtlich der Sendung Seiner Propheten (irsal-i Rusül) und der Herabsendung Seiner Bücher (inzal-i Kütüb), welche das Erfordernis Seiner Herrschaft (rububiyetin muktezasi) sind, gleichsam auch die Sendung (Risalet) Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei... Des Weiteren beweisen (isbat) sie, dass der Qur'an Seine Ansprache und Sein Wort (konusmasi ve kelâm) ist, was zugleich auch aufgrund dieser beiden Punkte ausführlich (tafsilât) die leibliche Wiederversammlung (hasr-i cismanîyi) beweist (isbat).
Zusammenfassung: In der Risale-i Nur wurden die beiden Pole des Glaubens (kutb-u imanî), der Glaube an Gott (iman-i billah) und der Glaube an den Jüngsten Tag (iman-i bilyaum-il âhir) genauso bewiesen (isbat), wie sie auch einander entsprechen (müsavi). Es gibt nur soviel; {also nicht mehr als die hier bereits angeführten (A.d.Ü.)} die leibliche Wiederversammlung (hasr-i cismanî) wurde zum Teil eindeutig (sarihan), zum Teil durch Hinweise (zimnî) oder indirekt (tebaî) bewiesen. Denn diese bezeugte Welt zeigt ihren Schöpfer (Sâni) sehr deutlich und offensichtlich (sarih ve zahir) und berichtet von dieser Versammlung (hasr) durch Hinweise (zimnî) und wie durch einen Schleier (perde). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass einmal einer oder mehrere der Schüler der Risale-i Nur diese neun Stufen (makam) und Zeugnisse (berahin) verfassen werden und die Schätze (hazine) der neun Abschnitte (fikra) der gewaltig großen (a'zam) Ayat zu Anbeginn (basinda) der Einführung über die Wiederversammlung (Mukaddeme-i Hasriye) anhand der Beweise (berahin), die in der Risale-i Nur verbreitet (müntesir) sind über die leibliche Wiederversammlung (hasr-i cismanî) und anhand der Eingebungen (sünuhat) und Inspirationen (ilhamat) in ihren Herzen (kalb) öffnen und den neunten Strahl (Dokuzuncu Sua) in einer noch glänzenderen (parlak) und noch machtvolleren (kuvvetli) Form als das Zehnte Wort (Onuncu Söz) vollenden werden (tekmil).
Allen unseren Brüdern, jedem Einzelnen von ihnen, senden wir unsere Grüße (selâm) und beglückwünschen (tebrik) sie zu den Festtagen (Bayram).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
{"Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist." (Sure 2, 216)}
Nach dem Geheimnis (sirr) dieser Ayah ist es infolge vieler Erfahrungen ein Zeichen (emare) dafür, dass oftmals scheinbare Misserfolge (zahirî muvaffakiyetsizlik) für uns jedes Mal ein Schleier der Gnade (inayet perdesi) waren, ja vielmehr sogar ein Beweis (delil) dafür, dass es gut (hayir) war, dass in diesem Jahr überall eine Art Angriff (taarruz) und von diesem Angriff eine Art vorübergehende Unterbrechung (cüz'î tevakkuf) kamen, zudem die Türen der Druckereien für die Risale-i Nur - sogar auch mit den neuen Buchstaben (huruf)- geschlossen wurden. Es war dies in gewisser Hinsicht eine Gnade und ein Schutz (inayet ve himayet).
Erstens: Falls der prächtige und machtvolle Dienst (kuvvetli hizmet) der Risale-i Nur, die sich nur auf den Glauben und auf das Jenseits (imana ve âhirete hasr-i nazar) beschränkt, sich aufgrund ihres Dienstes (vazife) nur wenig auf das gesellschaftliche Leben (hayat-i içtimaiye) bezieht, gar kein Werkzeug für irgendeinen Zweck (maksat) sein kann und auch gar keinen Anschluss (tâbi') an irgendeine weltliche Strömung (dünyevî cereyan) suchen will, um zur vollkommenen Wahrhaftigkeit (ihlas-i tâmmi) zu gelangen, in diesem Jahr, in dem die Menschen wegen einer grausamen Tyrannei (esedd-i zulüm) - wenn auch nur im Verborgenen - aufgrund dieser mangelnden Versorgung (rizik) mit Nahrungsmitteln eine entsetzliche Operation durchmachen müssen und die Bestimmung Gottes (kader-i ilahî) als Seine weisheitsvolle Gerechtigkeit (hakîmane bir adalet) ihnen, die sie - wegen ihrer Gier und ihres Wuchers (hirs ve ihtikâr) sowie der Almosen (zekat) und Spenden (cizye), die sie seit langem zu entrichten versäumt (teraküm) haben - ihre Grenzen bei weitem überschritten (tecavüz) haben, eine Ohrfeige versetzen will, in einer solchen Zeit einer allgemeinen medizinischen Operation (umumî bir ameliyat-i cerrahiye) aus dem Schleier ihrer Verborgenheit (tesettür perdesi) herausgetreten wäre und sich in einer offensichtlichen Form (asikâr bir tarz) zeigen würde, so würden Menschen, welche noch immer die erste Operation (ameliyat-i insaniye) durchmachen müssen, sie auf jeden Fall kritisieren. Auch bei denjenigen, die der zweiten Operation der Bestimmung (ameliyat-i kaderi) unterzogen wurden, würden ihre mangelnde Versorgung (rizik) und ihr Hunger entweder ihre Aufmerksamkeit (insanlarin nazarlari) vom Dienst (hizmet) ablenken und sie sich mit ihren Bäuchen beschäftigen (mesgul) lassen, oder die Wahrhaftigkeit dieses Dienstes (hizmetin ihlasi) in gewissem Grade verletzen, wobei dann die Sorge um den Lebensunterhalt (maiset derdini) ihren Anteil (hisse) daran hat.
Zweitens: Darüber zu schreiben besteht z.Zt. keine Notwendigkeit.
Drittens: Sich darüber zu äußern (izhar), passt (izin) jetzt noch nicht in unsere Zeit...Da aber nun einmal die Einsatzfreude (gayret), die Begeisterung (sevk) und der Fleiß (himmet) der Schüler (sakird) bis jetzt noch kein Bedürfnis (ihtiyaç) hinsichtlich der Druckereien (matbaa) verspüren lassen, möge Gott es so wollen (insâallah), dass diese ihren heiligen Dienst (kudsî hizmet) fortsetzen und mit ihren diamantenen Stiften (elmas kalem) die Lichter verbreiten (nesr-i envâr) werden. Da nun einmal die Drucker (matbaaci), obwohl wir die Herausgabe mit neuen Buchstaben (huruf), die ganz und gar zu unserer Lehre (meslek) im Widerspruch stehen (muhalif), für ein, zwei Abhandlungen (risale) zugelassen haben (kabul), dennoch davor zurückschreckten, ist ihnen dadurch ein großes wohltätiges Verdienst (hayr-i azîm) entgangen. Ihr sollt diese beiden Abhandlungen für uns, indem ihr sie unter zwanzig, dreißig von unseren tapferen (kahraman) Brüdern verteilt (tevzi'), zwanzig, dreißig Exemplare (nüsha) in der alten Schrift abschreiben lassen. Diese so große Wohltat (büyük hayri), welche die Federführenden (kalem sahibleri) fortdauernd einen Segen (hasenat) erwerben lässt, soll nun auch euch zukommen. Wenn es Exemplare (nüsha) von diesen beiden Abhandlungen (risale), die in der neuen Schrift (huruf) kopiert worden sind, gibt, sollt ihr uns einige Exemplare davon zusenden.
(Eine Ermahnung und Erinnerung (tenbih ve ihtar) an die Abhandlung (Risale) "Das Siegel aus dem Verborgenen" (Sikke-i Gaybiye) über die "Hinweise" (isarat) aus dem Qur'an, die "drei Wundertaten von Imam Ali" (Keramet-i Aleviye) und die "Wundertaten (keramet) von Gausu-l' Azam")
Was diese äußerst privaten Abhandlungen (mahrem risaleler) betrifft, so hat ein engstirniger Fremder (muannid bir nâmahrem) eine von diesen Abhandlungen, auf welche Weise auch immer, in die Hand bekommen. Da er durch seine überaus oberflächliche und eigenwillige Betrachtungsweise (sathî ve inad nazari) an ein, zwei Stellen einen unberechtigten Einwand (haksiz bir itiraz) erhoben hat, hat er so einen ziemlichen Wirbel (hâdise) verursacht. Obwohl diese Abhandlung (mecmua) für besonders nahestehende Schüler (has talebe) der Risale-i Nur, ja eigentlich nur für die nächsten dieser besonders nahestehenden (ehass-i havas) beschränkt sein sollte und ich sie eigentlich nur für die Veröffentlichung (intisar) nach meinem Ableben erlaubt (müsaade) hatte, kann sie nun wegen des oben erwähnten Vorfalls (hâdise) nur denjenigen Schülern (talebe), die einsichtig (ehl-i insaf) und mit der Risale-i Nur eng verbunden (alâkadar) sind und nur mit der Zustimmung (tensib) einiger der nächsten Schüler (sakird) gezeigt werden, was ja auch bei der Abfassung der Grundgedanke (fikr) war.
Zweiter Punkt: Diese Abhandlung - das "Siegel aus dem Verborgenen" (Sikke-i Gaybiye)- läuft vom Anfang bis zum Ende auf ein einziges Ziel (netice) hinaus. Sie beweist (isbat) anhand von ungefähr Tausend Hinweisen (emare), dass hier für die Bestätigung (makbuliyet) der Risale-i Nur eine verborgene Unterschrift (gaybî bir imza) gesetzt wird. Wenn auf eine einzige derartige Behauptung (dava) so viele, ja Tausende Hinweise (emare) und Anzeichen (îmalar) aus verschiedenen Hinsichten (cihetler) zutreffen, so beweist (isbat) dies nicht nur mit wissenschaftlicher Gewissheit (ilmelyakîn), sondern vielmehr mit augenscheinlicher Gewissheit (aynelyakîn), ja sogar im Grade einer wahrhaftigen Gewissheit (hakkalyakîn) diese Behauptung (dava).
Dritter Punkt: Für diejenigen, welche diese Abhandlung (risale) in- und auswendig studieren, ist es nicht notwendig, sich insbesondere mit den numerischen Berechnungen (cifrî hesabat) noch einmal zu beschäftigen. Es ist auch kein Fehler (zarar), wenn man einen Teil davon nicht versteht. Und es ist auch nicht notwendig (lâzim), das alles zu lesen. Nur sollte man auf Seite 224 am Ende des Kapitels (fikra) über die Wunder (Keramet-i Gavsiye) mit dem Artikel von Samli Hâfiz Tevfik beginnen und bis zum Ende des Buches weiterlesen, daran anschließend auch noch die Einleitung (mukaddeme) und schließlich die übrigen Teile nach Wunsch.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Die Briefe von Kâtib Osman, wie auch von ibrahim aus der Gemeinschaft der Gesegneten (mübarekler), auch von dem Inhaber (sahib) der Lichtfabrik (Nur fabrikasi) und von Hulusi-i Sâni sind vor ein, zwei Tagen angekommen. Sie haben unsere traurig-besorgten (merak ve mahsun) Herzen wieder mit Freude (müferrah) erfüllt. Allen Leuten (zâtlar), von deren persönlichen Grüßen (selâm) uns Kâtib Osman in seinem Brief schreibt, besonders (hâssaten) den tapferen (kahraman) Brüdern Rüsdü, Zühdü Bedevi, Nuri und allen übrigen (umum) sende ich meine Grüße und bete (dua) für ihre Sicherheit (selâm ve selâmet). Die frohe Botschaft (tebsir), dass Hüsrev bald hierher kommen wird, hat unsere Sorgen (merak) um ihn fortgenommen (izale). In welch wunderbarer Weise hat Gott es doch bewirkt (Mâsâallah), dass auch Kâtib Osman gleich wie Hüsrev über die Punkte schreibt, die ein Interesse wecken (mûcib-i merak)! Auch Halici ibrahim, der uns seinen Brief brachte, soll gesagt haben: "Es wäre möglich (ihtimal), dass Siddik Süleyman Rüsdü hierher kommen wird." Dieser tapfere (kahraman) Bruder soll mit Bestimmtheit (yakînen) wissen, dass ich mich mehr nach ihm sehne, als er sich nach uns (müstakim). Denn an jedem Tag ist er geistig (manen) in der ersten Reihe (birinci saf) des innersten Kreises (has dairesi) bei uns anwesend und nimmt auch innerlich (manevî) an unseren Verdiensten (kazanç) mit teil. Auf unserem Weg (meslek) ist eine persönliche Begegnung (sohbet-i suriye) wenig von Bedeutung. Zudem passt es (münasib) nicht, in dieser Zeit der bedrohlichen Umstände in unserem Lande (ameliyat-i dâhiliye hengâminda) und angesichts der hohen Reisekosten (yol masrafi) hierher zu kommen. Die argwöhnischen Weltleute (vehham ehl-i dünya) beobachten uns hier mit besonderer Aufmerksamkeit (dikkat). Wir haben sogar während dieser Fest- und Feiertage (Bayram) meine Tür für Besucher (ziyaretçilere) geschlossen gehalten.
In dem Brief von Hâfiz Ali ist von einem Vorhaben (tesebbüs) Rüsdüs die Rede. Es handelt sich dabei um vielleicht vier, fünf Lektionen (ders) für die Jugendlichen (gençler). Sie hatte ich bereits Hâfiz Mustafa gegeben, damit er sie drucken (tab) lassen soll. Doch lassen - Dank sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk'a sükür)- eure vielfachen Stifte eigentlich für die Druckerei gar kein Bedürfnis (matbaaya ihtiyaç) mehr. Wenn es euch einfach und billig (kolayca, ucuzca) möglich ist, könnt ihr das also in alter oder neuer Schreibweise (huruf) machen.
Hâfiz Ali zeigt in seinem Brief in vollkommener Bescheidenheit (kemal-i mahviyet) seine vollkommene Wahrhaftigkeit (kemal-i ihlas) und Verbundenheit (irtibat) mit der Risale-i Nur, welche ich schon von früher her als seinen besonderen Charakterzug (hasiyet-i mümtaz) hochschätze (takdir), und betet (dua) zugleich - indem er mich, einen Hilflosen (bîçare) jedoch als seinen Fürsprecher (sefaatçi) erwähnt - wohingegen ich seine vollkommene Aufrichtigkeit (kemal-i samimiyet) zu einem Fürsprecher (sefaatçi) mache und für sein Gebet ein "âmîn" sage.
Den segensreichen Brief (bereketli mektub) des gesegneten (mübarek) ibrahim aus der Gemeinschaft (cemaat) der Gesegneten (mübarek) in dem Dorf "Mübarek" habe ich gelesen. Darin sind viele Worte enthalten, die ich als sehr schön empfunden (memnun) habe. Besonders sein Traum, in dem er von dem Regen getrunken hat, der über meinem Kopf herab kam, und die Nachricht, dass sein Neffe Osman um ein Gebet bittet, damit er in Zukunft ein Schüler (talebe) der Risale-i Nur wird, hat uns sehr gefreut (mesrur). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), solche Gesegneten (mübarek) in diesem Dorfe mehren. Âmîn.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
An die Abhandlung über die Hinweise (Mecmua-i isarat) aus dem Qur'an (Mecmua-i isarat), die ihr abgeschrieben habt und die als eine Bestätigung aus dem Verborgenen (imza-yi gaybî) für die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) und Bedeutsamkeit der Risale-i Nur gilt, haben wir zweimal mehr als das, was ihr aus der Briefsammlung (Lâhika) ausgewählt (intihab) habt, hinzugefügt (ilâve). Wenn ihr aber auch für euch selbst eine solche Sammlung (mecmua) zusammengestellt habt, wollen wir auch das, was wir selbst noch hinzugefügt (ilâve) haben, an euch senden. Die furchtbaren Stürme (firtina) dieser Zeit beweisen (isbat), dass sich der Wert, über den diese Abhandlung (mecmua) spricht, in der Risale-i Nur wiederfindet.
In der Tat sagte Hazret-i isa Aleyhisselâm (Jesus Christus) in den Heiligen Evangelien (incil-i Serif): "Ich gehe, damit der Tröster (tesellici) zu euch komme.", d.h. Ahmed Aleyhissalâtü Vesselâm. Aufgrund seiner Aussage ist es als ein so großes Ergebnis (netice), Ziel (gaye) und Geschenk (hediye) des Qur'ans, diese Tröstung (teselli), die er der Menschheit (beser) gebracht hat.
Für den Menschen (insan), der sich inmitten der furchtbaren Stürme (dehsetli firtina) dieser Welt (kâinat) mit all ihrem Untergang (zeval), mit den Zerstörungen (tahribat) inmitten der Leere (bosluk) dieses endlosen Alls (nihayetsiz feza) mit allem verbunden fühlt, schenkt ihm eine wahrhaftige Tröstung (hakikî teselli) in der Tat nur der Qur'an dank jener Hilfs- und Anhaltspunkte, auf die er sich stützen und von wo aus er Hilfe erwarten kann. Diejenige aber, die ihm in dieser Zeit (zaman), in diesem Zeitalter (asir), das dieser Tröstung (teselli) am meisten bedarf (muhtaç), ihm diese Tröstung auf eine so machtvolle Weise (kuvvetli bir suret) erweist und sie ihm aufzeigt, ist die Risale-i Nur. Denn sie ist es, welche durch diese Naturphilosophie (tabiat), welche die Quelle (menba) der Finsternis (zulümat) und jeder irrigen Vorstellung (evham) ist, hindurch jenen Tunnel geschaffen und zum Licht der Wahrheit (hakikat nuruna) hindurchgetreten ist. In den meisten ihrer Abschnitte (parça) - wie dem "Sechzehnten Wort" (Onaltinci Söz)- entdeckt und erläutert sie hunderte Rätsel (tilsim) der Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und rettet so den Verstand vor Verleugnung (inkâr) und allen Unsicherheiten (tereddüd). Und so bewirkt sie von dieser Tatsache aus in dieser so viel Überdruss hervorrufenden (usandirici), so schrecklichen Zeit, auf eine niemals Überdruss hervorrufende Weise (usandirmayacak) mit steten Wiederholungen, dass diejenigen, die noch ihren Verstand (akl) beisammen haben, sich mit der Risale-i Nur beschäftigen (mesgul). Wie Ref'et Bey in seinem Brief schreibt: "Eine ganz offensichtliche Besonderheit (bâriz hasiyet) der Risale-i Nur ist, dass sie niemals Überdruss hervorruft (usandirmamak). Auch wenn sie hundert Mal gelesen wird, kann sie auch beim hundert und ersten Mal wieder mit Freude (zevk) gelesen werden." So hat er es völlig richtig gesagt.
Als das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur neben seiner eigentlichen Aufgabe (hakikî vazifesi) einmal auch einen Blick auf die künftigen Ereignisse (istikbaliyat) in dieser Welt (dünya) warf, rief dies gewissermaßen eine Art Verwirrung (müsevvesiyet) in ihm hervor, so pflegte er z.B. vor dreißig, vierzig Jahren zu sagen: "Ein Licht (Nur) wird kommen und wir werden eine lichterfüllte Welt (nuranî âlemi) erleben." Die Bedeutung dessen wurde damals jedoch noch in einem globalen Bereich (genis bir daire) und unter einem politischen Aspekt (siyaset) vorgestellt (tasavvur).
Des Weiteren stellte er (tasavvur) sich, indem er vor vierzehn, fünfzehn Jahren (1925) sagte: "Diejenigen, die Glaubenslosigkeit (dinsizlik) planen, werden fürchterliche Schläge vom Himmel herab (müdhis semavî tokatlar) bekommen." dieses entsetzliche Ereignis (dehsetli hâdise) in diesem großen und weiten Kreis rund um die Erde (küre-i arz) in einem engbegrenzten Land (dar bir memleket) und unter einer nur begrenzten Anzahl Menschen (mahdud insanlar) vor. In Wirklichkeit hat die Zukunft (istikbal) diese beiden Voraussagen aus dem Verborgenen (ihbar-i gaybiye) weit über alle Vorstellung (tasavvur) hinaus kommentiert und ausgelegt (tefsir ve tabir). Der Alte Said hat mit seiner Aussage "wir werden eine lichterfüllte Welt (nur âlemi) erleben." in der Tat die Bedeutung des Kreises der Risale-i Nur verspürt, stellte sie sich (tasavvur) aber in einem globalen politischen Umfeld (daire-i siyasiye) vor. Zudem sagte er anhand des Zeichens (remz) des Geheimnisses (sirr) aus der Sure "inna A'tayna", {"Wir haben dich in der Tat im Überfluss beschenkt." (Sure 108)} dass nach dreizehn, vierzehn Jahren diejenigen, die den Atheismus (dinsizlik) und die Glaubenslosigkeit (zindiklik) verbreiten, ganz fürchterliche Ohrfeigen (müdhis tokat) bekommen werden. Er hat sich diesen Sachverhalt (hakikat) nur in einem engen Umfang vorgestellt (tasavvur). Nun hat die Zeit diese beiden Tatsachen (hakikat) zur Gänze ausgelegt und kommentiert (tabir ve tefsir). In der Tat erweist sich vor allem die Provinz (Vilayet) Isparta als ein Kreis der Risale-i Nur und zeigt so diese erste Tatsache (hakikat) in einer besonders glänzenden und schönen Form. Was die zweite Tatsache (hakikat) betrifft, so haben diese entsetzlichen Ohrfeigen des Himmels (dehsetli semavî tokat), welche die Häupter der bösen Geister (ervah-i habise) treffen, welche die Auflehnung (tugyan) einer Zivilisation (medeniyet-i sefihe) in Ausschweifung und die Einimpfung der Pest des Materialismus (maddiyyunluk)
{(Anmerkung): Diese Pesterkrankung des Materialismus (maddiyyunluk taunu) hat in der Tat diesen abscheulichen Fieberanfall für die Menschheit (nev'-i beser) und dieses Beben auf dem ganzen Erdenrund (küre-i arza) verursacht.} planen und verwalten (idare), in einem globalen Umfang die Wahrheit (hakikat) dieses Geheimnisses (sirr) aus der Sure "inna A'tayna"* ganz und gar bewiesen (isbat).
Die folgende Frage ist mir eingefallen (hatir): Warum bedürfen (muhtaç) ein Vertrauen auf Hinweise der Übereinstimmung (isarat-i tevafukiye) und Eingebungen des Herzens (sünuhat-i kalbiye) in Bezug auf Fragen nach künftigen (mesail-i istikbaliye) irdischen (dünyevî) Geschehnissen, was die Erklärungen (beyanat) der Risale-i Nur betrifft, manchmal noch eines Kommentars oder einer Auslegung (tabir ve tevil), wo sich doch die Schlussfolgerungen (hükümler) der Risale-i Nur aufgrund zuverlässiger Zeugnisse (kat'î bürhanlar), was ihren Wahrheitsgehalt (hakaik) betrifft, wortwörtlich und ohne jeden Kommentar (tevilsiz) und ohne eine Auslegung (tabirsiz) als wahr (hakikat) herausstellen?
Die folgende Antwort wurde mir eingegeben (ihtar): In der Vorhersage der verborgenen (gaybî) Ereignisse (hâdisat), die in der Zukunft der Welt (istikbal-i dünyevî) und in den weltlichen Angelegenheiten (dünya isleri) erlebt werden, verbirgt sich Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen (Cenab-i Erhamürrâhimîn), so große Barmherzigkeit (rahmet) und in dem Verbergen des Verborgenen (gaybi gizlemek) liegt Seine so bedeutende Weisheit (hikmet). In dieser Hinsicht verbietet (yasak) Er die verborgenen (gaybî) Dinge vorauszusagen (haber) und nur in einer kurzen, verschlossenen (mübhem ve mücmel) Form, entweder durch eine Eingebung (ilham) oder eine Inspiration (ihtar), macht Er ein Anzeichen (emare) zu einem Anlass und lässt einen Teil der verborgenen Wahrheiten (gaybî hakikat) anhand einer visionären Entdeckung (kesfiyat) oder einem Wahrtraum (rü'ya-yi sadika) erahnen. Die persönlichen Formen dieser Wahrheiten (hakikat) werden erst bekannt, nachdem sie bereits geschehen (vuku) sind.
Meine lieben Mitbrüder! Die Briefe von Re'fet und Rüsdü, die Hilmi Bey uns neulich gebracht hat, haben uns sehr gefreut (sevindirdi). Da Hüsrev, Re'fet und Rüsdü sich schon seit langem gemeinsam der Risale-i Nur angeschlossen (intisab) hatten, kamen mir diese drei gleichzeitig in den Sinn (hatira), wenn ich mich auch nur an einen von ihnen erinnere (tahattur). Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass diese fürchterlichen Stürme (firtina) sie und euch nicht erschüttert haben (sarsmadi). Und wie wunderbar ist es doch auch, dass wir erfahren durften, dass Gott es gewollt hat (mâsâallah), dass Re'fet immer noch seine alte Treue (sadakat) und ganze Verbundenheit (alâkasi) ganz und gar bewahrt (muhafaza). Ein, zwei Jahre lang hatte ich von ihm weder einen Brief noch sonst irgendeine Nachricht über seine Lage (vaziyet) im Dienst am Qur'an (hizmet-i Kur'aniye) erhalten können und mir bereits deswegen Sorgen (merak) gemacht. Seine Worte in seinem letzten Brief: "Wann immer wir zusammenkommen, schlagen wir ein Buch aus der "Sammlung der Worte" (Sözler) {ein anderer Ausdruck für die Risale-i Nur (A.d.Ü.)} auf und lesen daraus vor. Wir ziehen daraus einen höchst angenehmen (tatli tatli) Nutzen und treffen uns in ihnen mit unserem Meister (üstad)." So haben sie uns dazu geführt, dafür in Freude zu danken (sürur ile sükür). Dass Rüsdü, der ja für seine Treue bekannt (sadakat) ist, in seinem Brief die Punkte, um deretwillen ich mir bereits Sorgen (merak) gemacht hatte, geklärt (beyan) hat, dabei auch seine Arbeit für das Licht (hizmet-i Nuriye) nicht unterbrochen (tevakkuf) hat und dass bei euch z.Zt. keinerlei Schikanen (sikinti) vorkommen, hat uns ebenfalls sehr gefreut (mesrur).
Eine subtile Übereinstimmung (latif bir tevafuk): Wir haben bemerkt, dass sich allein im "Neunzehnten Brief" (Ondokuzuncu Mektub), dem Brief über die "Wunder Ahmeds" (Mu'cizat-i Ahmediye ASM), den Ahmed Nazif diesmal trotz seiner vielen sonstigen Arbeiten (mesgaleler) abgeschrieben hat, insgesamt (mecmuu) 9833 Übereinstimmungen (tevafukat) fanden. So wurden wir denn davon überzeugt, dass sich in diesem Brief "Die Wunder Ahmeds" (Mu'cizat-i Ahmediye ASM) etwas ganz Einzigartiges (keramet) dargetan hat.