(Ein Anhang (zeyl) und eine Ergänzung (lâhika) zur Exegese (istihrac) von Hâfiz Ali über die Ayah, die als Dreiunddreißigste unter den Ayat angeführt wurde, die auf die Risale-i Nur hinweisen.)
Ich habe einen starken Beweis (kuvvetli bir delil) in der großartigen (azîm) Ayah
{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr im Lichte seines Herrn ist..." (Sure 39, 22)}
dafür entdeckt, dass ein Aspekt (ferd), der außerhalb ihrer sinngemäßen Bedeutung (mana-yi sarih) im Umfang (külliyet) der Bedeutungsebene ihres Hinweises liegt (mana-yi isarî tabakasi), die Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) ist.
Denn der Satz
{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr..." (Sure 39, 22)}
macht nach dem chiffrierten (hesab-i cifrî), alphabetischen (ebced) und numerischen (riyazî) Wert 1329 oder 1328, d.h. also, dass sich der Aspekt (ferd), der im Umfang (külliyet) des Fragepronomens مَنْ {"wer?" (wörtliche Übersetzung des Textes: "ist etwa wer?" (A.d.Ü.))} und in dem Hinweis (isaret) فَهُوَ {"sodass er"} liegt und in Betracht gezogen (medar-i nazar) wird, sich mit einem Hinweis (remzen) auf jenes entsetzliche Jahr (dehsetli tarih) bezieht, in dem sich der erste und der zweite Weltkrieg zu kommen vorbereiten sowie den Zustand (vaziyet) einer Person (sahs), die durch das Licht (nuruyla) der Weitung der Brust (insirah-i sadr)
{(Anmerkung): Eine Übereinstimmung (tevafuk) mit dieser Weitung der Brust (serh-i sadra) ist die, dass seit fünfundzwanzig Jahren ein ständiges Bittgebet (münacati) meines Meisters und - insoweit ich ihn und sein Leben (hal) verstanden habe -
"Oh Gott weite meine Brust für den Glauben und den Islam!" das für ihn wichtigste Gebet ist.}
in einen anderen Zustand (hal) gerät, sich von ihren früheren Bedrängnissen (sikinti) befreit und einen lichtvollen Weg (nuranî bir meslek) nimmt.
Das Wort نُورٍ مِنْ رَبِّهِ {"im Lichte seines Herrn..."}
aus dem Zitat:
{"sodass er nunmehr im Lichte seines Herrn ist..."}
steht sowohl numerisch (cifri) als auch nach seiner Beschreibung (suret) und Bedeutung (mana) mit dem Namen der Risale-i Nur und ihrer Bedeutung (mana) in Übereinstimmung (tevafuk), genauso wie das Jahr (tarih), auf das der Satz
{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr..."}
mit seinem numerischen Wert (makam-i cifrî) hinweist - nach meiner Erfahrung (tahkikat) - buchstäblich mit den Lebensumständen (vaziyet) meines Meisters, der das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur ist, übereinstimmt (tevafuk).
Denn in der damaligen Zeit, in etwa zu Beginn (mebde'ler) des Ersten Weltkrieges, gab mein Meister (Üstad) seine alte Gewohnheit (eski âdet) bezüglich der philosophischen Wissenschaften (ulûm-u felsefe) und dergleichen anderer hoher Geisteswissenschaften (ulûm-u âliye) auf {Er hatte bis dahin täglich ganze Bücher auswendig gelernt. (A.d.Ü.)} und begann sich innerlich vollständig zu öffnen (tam bir insirah-i sadr), um so seinen Kommentar (tefsir) "Hinweise auf das Wunder" (isarat-ül i'caz) abzufassen, welcher die Einführung (fatiha) der Risale-i Nur und ihre erste Stufe (birinci mertebe) ist, und setzte seine ganze Kraft (himmet) und Konzentration (efkâr) für den Qur'an ein. Die Übereinstimmung (tevafuk) damit ist ein machtvolles Anzeichen (kavî bir emare) dafür, dass in diesem Jahrhundert (asir) ein Aspekt (ferd), der im Umfang der Bedeutung dieses Hinweises (mana-yi isarî) {auf die im oberen Absatz behandelte Ayah (A.d.Ü.)} in Betracht gezogen (medar-i nazar) wird, das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur und der Repräsentant (mümessil) der geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) ihrer Schüler (sakird) ist (temsil).
Da sich nun einmal der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, sich mit seinem umfassenden Wissen (ilm-i muhit) und dem ihm zugrunde liegenden umfangreichen Willen (irade-i samil) in jedem Jahrhundert (asir) auf jede Person (ferd) beziehen und sie ansprechen (hitab) kann und laut der Übereinstimmung (ittifak) der islamischen Gelehrten (ülema), da nun einmal die Ayat außer ihrer eindeutigen Aussage (mana-yi sarihi) in der Tat auch noch Bedeutungen (mana) auf den verschiedenen Ebenen (tabaka) wie mit einem Hinweis (isarî) mit einer Formel (remzî) oder einem Zeichen (zimnî) haben,
und da nun einmal mit
{"Oh ihr Gläubigen"}
und dergleichen Anreden (hitab), welche die Gläubigen (ehl-i iman) in jedem Jahrhundert (asir), so auch die in diesem Jahrhundert, genauso wie die Gläubigen (mü'min) im Zeitalter der Glückseligkeit (Asr-i Saadet) mit inbegriffen (dâhil) sind,
und da nun einmal dieses Zeitalter (asir) im Hinblick auf die Islamiyet derart bemerkenswert und voller Gefahren ist, während der Qur'an und die Ahadith nachdrücklich (siddet) mit einer Nachricht aus dem Verborgenen (ihbar-i gaybî) berichten, um die Gläubigen (ehl-i iman) von diesem Wirrwarr (fitna) abzuschrecken,
und da nun einmal die chiffrierte (hesab-i cifrî), die alphabetische (ebced) und die numerische (riyazî) Berechnung seit langer Zeit schon eine zuverlässige (saglam) Berechnungsgrundlage ist und ein nicht zu widerlegender (kuvvetli) Hinweis (emare) sein kann,
und da nun einmal die Risale-i Nur, ihr Sprachrohr (tercüman) und ihre Schüler (sakird) sich im Dienst (hizmet) am Glauben (iman) und am Qur'an, ihren glänzenden und wirkungsvollen Aufgaben (vazife), eine besonders große Bedeutung erworben (kesbet) haben,
und da nun einmal diese große Ayah sich mit einer numerischen Berechnung (hesab-i cifir) auf diese Zeitepoche (asr) und die beiden Weltkriege bezieht, so wie sie mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem Erscheinen (zuhur) der Risale-i Nur übereinstimmt (tevafuk), zeigte sie dies auch anhand der entsprechenden Berechnungen (manen) im Voraus an. Mit Sicherheit ziehen wir hieraus aufgrund der oben erwähnten Gegebenheiten (mezkûr hakikat) und der beweiskräftigen Hinweise ohne Zweifel die Schlussfolgerung (hükmederiz), dass die Geistige Körperschaft (sahs-i manevî) der Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) im Umfang der Bedeutung (mana) dieser großartigen (azîm) Ayah auf der hinweisenden Ebene (isarî tabakasi) mit inbegriffen und ein Mitglied (ferd) ist, das mit in Betracht (medar-i nazar) gezogen werden sollte. Darauf weist diese Ayah hin, berichtet durch die Bedeutung ihres Zeichens (mana-yi remzi) davon und gibt - als eine Nachricht (haber) aus dem Verborgenen (ihbar-i gayb) - einen Funken ihrer Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caziye) zu erkennen, wie wir sagen könnten und auch sagen wollen.
Analyse: Ein ش und zwei ر ergeben zusammen siebenhundert. ف م ن ل zweihundert. ص د هی ا hundert. س م hundert. Der majestätische Name "Allah" macht siebenundsechzig. Zwei ل macht sechzig. فَهُوَ einundneunzig. Zwei oder drei Elif in dem Wort لِْلاِسْلاَمِ zwei oder drei. ح ist acht. نُورٍ مِنْ رَبِّهِ und "Risale-i Nur" sind zwei Ausdrücke, die beide das Wort نُور enthalten. In dem Wort "Risale" stimmt das ر mit dem ر in dem Wort رَبِّهِ überein. Wenn die Nunation in dem Wort نُورٍ mitgezählt wird und auch der Buchstabe ن in dem Wort النُّور mit der Verdopplung berechnet wird, so stimmen beide Worte miteinander überein. Der Ausdruck مِنْ به , der dem Wort نُورٍ folgt, ergibt siebenundneunzig und auch die Buchstaben هی ل س ergeben mit den beiden Elif in dem Wort "Risale-i Nur" zusammen siebenundneunzig und stimmen so beide miteinander genau überein. Wenn in der türkischen Sprechweise Risale-i Nur mit einem Hemze über dem "i" ausgesprochen wird, beeinträchtigt dies jedoch die Berechnung nicht.
Der fünfzehnte Vers in der Sure "Al-Maidah"
{"Wahrlich kam zu euch von Gott ein Licht und eine offenkundige Schrift. Gott leitet damit..." (Sure 5, 15-16)}
Am Schluss der Sure An-Nisa'
{"Oh ihr Menschen! Wahrlich kam zu euch ein Zeugnis von eurem Herrn und wir sandten euch ein klares Licht herab." (Sure 4, 174)}
Bei dergleichen Ayat habe ich ein machtvolles Anzeichen (kuvvetli bir karine) erkannt, dass die Risale-i Nur hinsichtlich ihrer Bedeutung (mana) und ihrer numerischen (cifir) Berechnung ein Aspekt ihrer Hinweise (mana-yi isarî) ist.
Was die zweite Ayah betrifft, die als eine Ayah aus der Sure "Nisa'" angeführt wurde, so hat mein Meister bereits in der Abhandlung über die "Hinweise" (isarat) aus dem Qur'an, die der "Erste Strahl" (Birinci Sua) heißt, ihren Hinweis (isaret) erklärt. Was die erste Ayah betrifft, {die erste der oben erwähnten Ayat (A.d.Ü.)} welche die fünzehnte Ayah aus der Sure "Al-Maidah" ist, so bekräftigt sie sowohl diesen Hinsweis (isaretini teyid) und bestätigt zugleich den Hinweis (isaratini tasdik) der Ayah
{"Ist denn einer, dem Gott die Brust geweitet hat..." (Sure 39, 22)}
Jeder, der diese Ayah unvoreingenommen (insaf) betrachtet, kann bestätigen, dass in diesem Jahrhundert (asir) die Risale-i Nur auf der Ebene (tabaka) ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarî) in der Tat ganz genau ein Aspekt (ferd) ihres heiligen Sinnes (kudsî mefhum) ist.
Da nun einmal der sinngemäße Zusammenhang (manevî münasebet) beweiskräftig (kavî) ist, dass die Risale-i Nur ein Aspekt (ferd) ihrer Bedeutung ist, und da nun einmal der numerische Wert (makam-i cifrî) dieser Ayah 1366, wenn die Verlängerungszeichen (medde) und die ungelesenen Hemze nicht mitgerechnet werden, 1362 ergibt, und da nun einmal die Risale-i Nur eine offenkundige Schrift (kitab-i mübin) ist, die das Licht und die rechte Leitung (nur ve hidayet) des offenkundigen (Mübin) Qur'ans verbreitet (nesreden), und da wir nun einmal keinen anderen kennen, der diese Aufgabe (vazife) unter diesen schwierigen Umständen (serait) besser erfüllen könnte, und da nun einmal die Ayat nicht wie andere Worte (kelâm) auf eine individuelle Bedeutung (cüz'î bir mana) beschränkt bleiben können (münhasir), und da nun einmal anhand eines verborgenen, hinweisenden Zeugnisses (delalet-i zimnî) regelmäßig in der Bedeutung des Wortes (mefhum-u kelâm) enthalten ist, und da nun einmal sehr viele Heilige (ehl-i velayet) - wie Necmeddin-i Kübra und Muhyiddin-i Arabî, mit denen Gott zufrieden sein möge - die meisten Ayat außer mit ihrer eindeutigen Bedeutung (mana-yi zahirî) sondern auch mit ihren esoterischen, hinweisenden (bâtinî ve isarî) Bedeutungen ausgelegt (tefsir) haben und sogar in ihrem Kommentar (tefsir) behauptet haben, dass mit Musa, mit dem Friede sei, und den Pharaonen Herz und Seele (kalb ve nefis) gemeint sind, und die Gemeinde (ümmet) sie deswegen nicht kritisiert haben, und viele der großen Gelehrten (ülema) sie bestätigt haben (tasdik), sind in jedem Fall durch das verborgene Zeugnis (delalet-i zimni) dieser Ayah für die Risale-i Nur anhand beweiskräftiger Zeichen (kuvvetli karineler) ihre Hinweise (isaret) sicher und sollte man daran nicht zweifeln.
Analyse: قَدْ جَاءَكُمْ 169. مِنَ اللّٰهِ 157. نُورٌ die Nunation mitgerechnet 306. وَ كِتَابٌ مُبِينٌ die Nunation mitgerechnet 631. يَهْدِى بِهِ اللّٰهُ 103. in summa 1366.
Wenn die Verlängerungszeichen (medde) und die Hemze, die nicht mitgelesen werden, auch nicht mitgerechnet werden, stimmt {die obige Analyse (A.d.Ü.)} nach islamischer Zeitrechnung (muharrem tarihi) genau mit diesem Jahr, d.h. genau mit dem Jahr 1362 überein. Sollte man jedoch bei der Nunation in dem Wort مُبِينٌ unterbrechen, dann ergibt sich das Jahr 1316, was sowohl auf die Einführungszeit (mukaddemat) der Risale-i Nur als auch - die Nunation mitberechnet - auf ihre Entwicklungszeit (tekemmül) und - wie im "Ersten Strahl" (Birinci Sua) bereits erklärt (beyan) wurde, nachdrücklich auf das Ziel der Ayat hinweist und mit dem altbekannten Jahr (meshur tarih) genau übereinstimmt (tevafuk).
Dies wurde geschrieben, um die übermäßige gute Meinung (hüsn-ü zann) eines bedeutenden Gelehrten (Hodscha) über den Meister (Üstad) zu mäßigen, und euch gesandt in der Absicht, dass ihr auch davon einen Nutzen (faide) gewinnen könntet.
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen nach der Anzahl der Sekunden und Minuten des Monats Ramadan."}
Unser lieber getreuer, ehrenwerter Bruder Hoca Hasmet!
Wir haben Ihren Brief über die Erneuerer (müceddid) mit Bewunderung (hayret) gelesen und unserem Meister (Üstad) darüber berichtet. Unser Meister sagt dazu:
Unsere Zeit erfordert sowohl wegen des Glaubens (iman) und der Religion (din), als auch wegen des gesellschaftlichen Lebens (hayat-i içtimaiye) und des islamischen Gesetzes (seriat), als auch wegen des allgemeinen Rechtes (hukuk-u âmme) und der islamischen Politik (siyaset-i islâmiye) in der Tat einen überaus bedeutenden Erneuerer. Dabei ist jetzt die vornehmste Aufgabe eine Erneuerung (tecdid vazifesi) zur Erhaltung (muhafaza) der Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniyeyi) als das Heiligste (mukaddes) und das Allergrößte. Die Bereiche des islamischen Gesetzes (Seriat), des gesellschaftlichen (hayat-i içtimaiye) und des politischen Lebens (siyasiye) verbleiben im Vergleich mit diesen beiden auf der zweiten, dritten oder vierten Stufe (derece).
Was die nachdrückliche Bedeutsamkeit (ziyade ehemmiyet) der Erneuerung der Religion (tecdid-i din) in den Überlieferungen der Hadise (Rivayat-i hadîsiye) betrifft, so geht es hier um eine Rückbesinnung (tecdid) auf die Wahrheiten des Glaubens (imanî hakaik). Da aber in der Vorstellung des einfachen Volkes (efkâr-i âmme), in den Augen der Menschen, die das Leben lieben (hayatperest insanlar), Aspekte des islamischen gesellschaftlichen Lebens (hayat-i içtimaiye) und einer religiös gefärbten Politik (siyaset-i diniye), welche äußerlich vielseitig (zahiren genis) und hinsichtlich der Regierung (hâkimiyet) faszinierend (cazibedar) sind, noch bedeutsamer erscheinen, betrachten sie die Dinge durch diese Brille (adese), von diesem Standpunkt (nokta-i nazar) aus und verleihen ihnen so ihren Sinn (mana).
Darüber hinaus ist es sehr weit davon entfernt, ja vielmehr sieht es ziemlich unmöglich aus, diese drei Aufgaben (vezaif) gleichzeitig bei einer Person (sahis) oder einer Gemeinschaft (cemaat) zu finden und perfekt erfüllt (mükemmel) zu werden und einander nicht widerlegen (cerhet) zu sollen. Das kann nur bei Hazret-i Mehdi, der in der Endzeit (Âhirzaman) die lichtvolle Gemeinschaft (cemaat-i nuraniye) der Familie des Hauses (Âl-i Beyt) des Propheten (Nebevî), mit dem Friede und Segen sei, repräsentiert (temsil), und bei der geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) seiner Gemeinde (cemaat) in dieser Zeit zusammen (içtima) sein. Unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass Er in diesem Zeitalter (asir) die Wahrheiten (hakikat) der Risale-i Nur und die Geistige Körperschaft (sahs-i manevî) ihrer Schüler (sakird) dazu brachte, dass sie diese Aufgabe (vazifesi) der Erneuerung (tecdid) bezüglich der Erhaltung (muhafaza) der Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) erfüllen konnten. Seit zwanzig Jahren leisten sie in diesem heiligen Dienst (vazife-i kudsiye) anhand ihrer wirkungsvollen (tesirli), erfolgreichen Veröffentlichungen (fatihane nesri) gegen die Angriffe (hücum) des mächtigen Unglaubens (kuvvetli zindika) und des Irrglaubens (dalalet) tüchtig Widerstand (mukabele) und retteten (kurtar) den Glauben (iman) von hundertausenden Gläubigen (ehl-i iman), was vierzigtausend Leute bezeugen (sehadet) können.
Er sagt jedoch, dass eine so arme, schwache und hilflose (bîçare) Person (sahs) nicht in Betracht gezogen (medar-i nazar) werden darf, um ihr eine Last (yük) aufzubürden, die doch tausendfach über ihre Grenzen hinausgehen würde. Doch lässt er Sie grüßen. Auch wir grüßen (selâm) eure Exzellenz (zâtiniz) und all diejenigen, die dort bei Ihnen mit der Risale-i Nur in Verbindung (alâkadar) stehen.
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}
Meine lieben Mitbrüder!
Ich habe durch eine geistige Eingebung (manevî bir ihtar) erkannt, dass ein einziger Hinweis (isaret) einer einzigen Ayah des Qur'ans in Form einer Botschaft aus dem Verborgenen (ihbar-i gayb) durch seine Übereinstimmung (tevafuk) einen Funken seiner Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caziye) zeigt.
{"Wollte denn einer von euch das Fleisch seines toten Bruders essen?" (Sure 49, 12)}
Der numerische Wert (makam-i cifrî) dieser ehrwürdigen Ayah - die Verdopplung (sedde) und die Nunation (tenvin) nicht mitgerechnet - ist 1351. Da die Grundform von مَيْتًا "tot" مَيِّتًا ist, {die erste Form ist das Adjektiv, die zweite das Adverb (A.d.Ü.)} so ergibt sich daraus das Jahr 1361. Damit schließt dieses Jahr (tarih) im Umfang der hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarî) dieser Ayah eine entsetzliche üble Unterstellung (dehsetli giybet) {wie sie der oben gestellten Frage zugrunde liegt (A.d.Ü.)} als ein gewaltig großes Ereignis (umûr-u azîm) mit ein. Und als ein solch gewaltig großes Ereignis kam genau diese eigenartige üble Unterstellung (acib giybet) {wie sie der oben gestellten Frage zugrunde liegt (A.d.Ü.)} in eben diesem genannten Jahr zustande. Es ist dies wie folgt:
Über einen Mann, der in diesen achtzehn Jahren niemals einen Hut aufgesetzt hat, {Seit dieser Zeit ist es in der Türkei Gesetz, eine Schirmmütze zu tragen anstelle eines Turbans (A.d.Ü.)} um die gelobte Sitte aufrechtzuerhalten (Sünnet-i Seniyeyi muhafaza için), und dem seit achtzehn Jahren wie in Einzelhaft (haps-i münferid) jeglicher Kontakt (ihtilat) untersagt und er gezwungen (mecbur) wurde, allein in seinem Zimmer sein Leben (hayat) zu fristen und der, da er in seinem privaten Gebetsraum (ibadetgâh) den mohammedanischen Gebetsruf (ezan) auf arabisch vortrug und "Gott ist groß" (Allahü Ekber) sagte und die Wahrheit (hakikat) der Bekenntnisformel: "Es gibt keine Gottheit außer Gott" (Lâ ilahe illallah) sonnenklar dargelegt hat, worauf er mit seinen hundert Gefährten in Haft genommen (taht-i tevkif) und verurteilt (mahkûm) wurde, da er aufgrund hunderter Zeichen und Hinweise (emare ve karine) vollkommen davon überzeugt (kanaat) war, dass es ihm durch die Gnade Gottes (inayet-i ilahiye) gelang, eine frohe Botschaft (müjde) aus den Hinweisen (isarat) des Qur'ans sowohl für sich selbst als auch für seine vom Unglück (musibetzede) betroffenen Gefährten mit der Absicht (niyet) einer Tröstung (teselli) zu erläutern, üble Nachreden (giybet) zu verbreiten und diese mit unflätigen Ausdrücken (galiz tabirat) zu veröffentlichen (teshir) und dadurch gegen seine unschuldigen Schüler (masum sakird), die durch seine Unterweisungen (ders) ihren Glauben retten (imanlari kurtaran), Hass (tenfir) auszustreuen und in ihnen Zweifel (sübhe) zu säen; als ob es in der Öffentlichkeit (ortalik) sonst nichts anderes gäbe, was als Grund zu einer Verleugnung (medar-i inkâr) herangezogen wird, {Gläubige sind ein öffentliches Ärgernis, Ungläubige hingegen nicht (A.d.Ü.)} und sie sonst überhaupt nichts sähen, was verboten (münkerat) oder ein Verbrechen (cinayet) wäre, in der Vorstellung (zan), nur einen angeblichen Fehler (mevhum bir hata) dieses Hilflosen (bîçare), was vor den Augen von achtzig Kritikern (müdakkikler) {Zeugen vor Gericht (A.d.Ü.)} acht Jahre lang verborgen (saklanan) geblieben ist, während seine inkompetenten, jedoch hartnäckigen Blicke (sathî ve inadî nazar) hingegen seine aufgrund einer auf rein persönlichen Ansicht (içtihadî) beruhenden Fehler entdeckt {Hier behauptet der Hodscha infolge seiner Inkompetenz, die Ansichten, die Üstad verbreitet, seien falsch. (A.d.Ü.)} hätten, ihn nun mit groben Ausdrücken (galiz tabir) zu tadeln, ist mit Sicherheit ein gewaltig großes Vorkommnis (azîm bir hâdise), anlässlich dessen der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, in diesem Zeitalter (asir) und in diesem Land (memleket) besonders (kasden) darauf hinweisen (isaret) möchte. So ist denn meiner Meinung nach - so wie jede Sure und manchmal auch eine Ayah und manchmal ein Wort (kelim) im Qur'an sich als Wunder (mu'cize) erweisen kann - auch dieser eine Hinweis (tek bir isaret) in dieser Ayah in Form einer Botschaft aus dem Verborgenen (ihbar-i gayb) ein Funke seiner Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caz).
Es gibt drei Anzeichen (emare), dass diese Ayah auf diese Kritik (giybet) hinweist, die sich in diesem Zeitalter (asir) auf die Schüler (sakird) der Risale-i Nur bezieht:
Erstens: In der Abhandlung (Risale) über die "Hinweise" (isarat) des Qur'an, die der "Erste Strahl" (Birinci Sua) ist, weist (isaret) die an fünfter Stelle angeführte Ayah auf die Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) hin:
{"Ist denn einer, der tot war, und den wir dann zum Leben erweckt, und dem wir ein Licht gegeben haben, in dem er unter den Menschen umhergeht..." (Sure 6, 122)}
Hier stimmt anhand überaus starker Zeichen (kuvvetli karineler) das heilige Wort {ein Wort aus der Heiligen Schrift (A.d.Ü.)} مَيْتًا {"tot"} nach der numerischen und alphabetischen (cifir ve ebced) Berechnung und entsprechend seinen drei verschiedenen Deutungsmöglichkeiten (cihet-i manasi) mit dem Namen Said-ün Nursî überein (tevafuk).
{"Wollte denn einer von euch... usw."}
diese Ayah ergibt nach ihrem chiffrierten und numerischen Wert (cifrî ve riyazî) 1361, genau in diesem Jahr (tarih) passierte dieses erstaunliche Vorkommnis. {die Kritik des Hodschas (A.d.Ü.)}
Unerwartet zeigte sich die Ayah
{"Möchte denn einer von euch das Fleisch seines toten Bruders essen?" (Sure 49, 12)}
welche die Kritik in fünffacher Hinsicht tadelt (zemmi zemmeden) und die Unterstellung (giybet) wundersamerweise (mu'cizane) in sechsfacher Hinsicht verbietet (zecreden), vor mir, nahm Gestalt (temessül) an und sagte zu mir sinngemäß (manen): "Sieh mich an!" Da sah ich sie an und sah plötzlich während der Rezitation nach dem Gebet (tesbihat), dass sie die Jahre 1351 bis 1361 aufwies. So habe ich denn unsere Situation (hal) folgendermaßen wahrgenommen: Von 51-61 bereitete sich {die Unterstellung (A.d.Ü.)} am Horizont von Istanbul, von wo die Risale-i Nur auf Hilfe (meded) wartete, insgeheim (âfâkinda) eine Art Angriff (taarruz) vor und platzte dann plötzlich im Jahre 61. {d.h. der Hodscha trat in diesem Jahr mit seiner Unterstellung, über der er zehn Jahre lang gebrütet hatte, an die Öffentlichkeit. (A.d.Ü.)}
Analyse: ت خ Tausend. م م ى ى hundert. ل ل ك ك hundert. Drittens ن ى م hundert. ح ح ح ب د dreißig. Viertens ى zehn. Fünf Mal elif, ein Mal هی ergibt zusammen zehn. Da die Nunation (tenvin) am Ende wegen des Haltens (vakfen) als "Elif" gilt, ergbit sich summa summarum (yekûn) 1351. مَيْتًا betrachtet man das Adjektiv hier in seiner Grundform, also als ein Adverb mit Verdopplungszeichen (asli yâ-i müseddede), so ergibt sich daraus 1361.
{(Anmerkung): Da diese Ayah uns hier ausdrücklich verbietet (men), kritisch auf diese Unterstellung (giybet) einzugehen, müssen wir diejenigen vergessen, die uns hier etwas unterstellt haben, dürfen sie unsererseits nicht gleichfalls ins Gerede (medar-i giybet) bringen. Möge sich etwas Derartiges um Gottes willen (insâallah) nicht noch einmal wiederholen.}
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen nach der Anzahl der gelesenen und geschriebenen Wörter der Risale-i Nur."}
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
In meinem Herzen (kalb) spürte ich das Bedürfnis (ihtiyaç), euch folgende drei Punkte zu erläutern (beyan):
Erstens: "Da in jedem Vorkommnis (hâdise) sowohl die Hand des Menschen (insan eli) als auch ein Einschreiten der göttlichen Vorsehung (kader müdahalesi) mit im Spiel sind, betrachtet der Mensch nur die äußerlichen Ursachen (zahirî sebeb), urteilt zuweilen ungerecht (haksiz) und begeht auf diese Weise ein Unrecht (zulm), wobei jedoch die göttliche Vorsehung (kader), da sie sich auf die verborgene Ursache eines Unglücks (musibetin gizli sebebi) bezieht, dennoch gerecht (adalet) handelt." Genau so lautet ein Grundsatz (kaide-i esasiye) in der Risale-i Nur.
Des Weiteren steht anhand von Erfahrungen (tecrübe) fest, dass sich in den Vorfällen (hâdise), die der Risale-i Nur bis jetzt zugestoßen sind, die Hand der göttlichen Gnade (dest-i inayet) als auch ein Aspekt Seiner Barmherzigkeit (vech-i rahmet) erkennen lassen.
Aufgrund dieser beiden Aspekte (cihet) entstand in meinem Herzen die Frage (kalbden bir sual): "Was ist der Aspekt der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit (vech-i adalet ve rahmet) hinsichtlich des Lichtes (Nur) etwa in diesem jüngsten Vorfall (hâdise) in Istanbul?" Die folgende Antwort (cevab) kam mir da in den Sinn (hatira):
Das hat die Leute, die über das Wissen verfügen (ehl-i ilim) und die etwas aufmerksam betrachten können (ehl-i dikkat) dazu geführt, auch die Risale-i Nur kritisch zu betrachten und aufmerksam (tedkik) zu erforschen. Mit Sicherheit wird ein Gelehrter (âlim), der die Risale-i Nur aufmerksam durchforscht (tedkik), für sie stimmen (tarafdar), nachdem er sie objektiv (insaf) betrachtet hat. Die Risale-i Nur wird im Kreise (daire) der Gelehrten (ülema) und über dem Horizont (âfâk) von Istanbul heraufdämmern (tezahür). Dies ist der Aspekt der göttlichen Gnade und Barmherzigkeit (vech-i rahmet ve inayet)!
Was aber den Aspekt der Gerechtigkeit (vech-i adalet) göttlicher Vorsehung (kader-i ilahî) betrifft, so verhält es sich damit folgendermaßen:
Einen beträchtlichen Teil der außerordentlichen Dienste am Glauben (imanî hizmet), die durch die Wahrheit (hakikat) der Risale-i Nur und durch die geistige Körperschaft (sahs-i manevî) ihrer Schüler (sakird) in Erscheinung getreten (tezahür) ist, ihrem hilflosen Sprachrohr (bîçare tercüman) zuzuschreiben und da sie den Dienst an der islamischen Politik (siyaset) und am gesellschaftliche Leben der Gemeinde (hayat-i içtimaiye-i ümme), welche in den Augen (nazar) der Weltleute (ehl-i dünya), der Politiker (ehl-i siyaset) und des einfachen Volkes (avam) erste Priorität (derece) hat, aber in Anbetracht der Wahrheit (hakikat nazari) und im Vergleich zum Glauben (iman) nur auf der zehnten Stufe an Bedeutung liegt, höher (racih) erachten als die Arbeit (çalismasi) an den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye), die in der ganzen Welt (kâinat) die größte Angelegenheit (mes'ele), die Aufgabe (vazife) und der Dienst (hizmet) ist; die übermäßig gute Meinung (hüsn-ü zan) der Gefährten (arkadaslar) dieses Sprachrohrs (tercüman) von ihm den Politikern (ehl-i siyaset) die Vorstellung (fikr) von einer revolutionären (inkilabci) islamischen Politik (siyaset) einflößt, daher gegen die Risale-i Nur im Hinblick auf das gesellschaftliche Leben (hayat-i içtimaiye) sich zu konfrontieren (cephe) und ihre Verbreitung (fütuhat) zu verhindern (mâni'), war durchaus möglich (ihtimal). Darin ist sowohl der Fehler (hata) als auch der Schaden (zarar) groß. Die göttliche Vorsehung (Kader-i ilahî), um diesen Fehler zu korrigieren (tashih) und diese Möglichkeit aufzuheben (ihtimali izale) und die Hoffnung (ümid) derer, die eine derartige Hoffnung hegen (besleyenler), zu mäßigen (ta'dil), ließ einen der Gelehrten (ülema) und aus den Nachkommen (sâdât) des Propheten und den Scheychs (mesayih) und den Freunden (ahbab) und den Landsleuten (hemsehri), die am meisten in solchen Fällen zu Hilfe (cihetlerde yardim) eilen und sich beteiligen (iltihaka kosacak) werden, als Gegner (muariz) hervortreten; damit hat sie diese extreme Haltung (ifrat) gemäßigt und handelte gerecht (adalet). Sie verurteilte (mahkûm) uns barmherzig (merhametkârane) zu diesem Vorkommnis (hâdise), indem sie sagte: "Für euch genügt der Dienst am Glauben (iman hizmeti), der die größte Angelegenheit (mes'ele) im Kosmos (kâinat) ist." Folgend brachte sie Dank sei Gott (lillahilhamd) diesen Gegner zum Schweigen (muarizi susturdu) und ließ dieses Feuer (ates) erlöschen. Die Heuchler (münafik) aber bemühen sich darum, dass es nicht wieder ausgeht.
Zweiter Punkt: Die aus diesem furchtbaren Wucher (ihtikâr) entstandene Not und Teuerung (kaht u galâ), Hunger und Elend (açlik ve zaruret) schädigen den Nerv des Lebens (yasamak damari) schwer. Diese Wunde ist ein Anlass (vesile), welcher die erhabenen Empfindungen für den Glauben (hissiyat-i ulviye-i diniye) in gewissem Grade zum Schweigen bringt und so eine Hilfe (yardim) für die Irrgläubigen (ehl-i dalalet) ist. So beginnt denn ein jeder zuerst an seinen Magen (mide) zu denken. Und auch das Herz (kalb) denkt mehr an Brot als an die Wahrheit (hakikat), eilt daher dem Leben (hayat) und dem Alltag zu Hilfe (yardim) und lässt seine wahre Aufgabe (vazife-i hakikiye) als zweitrangig erscheinen. Dagegen können die Schüler (sakird) der Risale-i Nur diese Periode als einen langen Monat Ramadan betrachten und dies zur Buße für ihre Sünden (keffaret-üz zünub) nutzen und in eine vorschriftsmäßige Askese (riyazet-i ser'iye) umwandeln. Dieses Unglück (musibet), das über die Unglückseligen (bedbaht) gekommen ist, die durch ihre öffentliche (alenen) Vernachlässigung des Fastens (nakz-i siyam) die Ehre (hürmet) des Ramadans missachtet haben, tut auch den Unschuldigen (masum) weh. Die Schüler (sakird) der Risale-i Nur und die Unschuldigen (masum) verwandeln dieses Unglück (musibet) jedoch zu ihren Gunsten (leh) und machen daraus (kalbeder) eine segenbringende Askese (riyazet). Sie treten ihm mit Genügsamkeit und Sparsamkeit (kanaat ve iktisad) entgegnen.
Dritter Punkt: er besteht aus zwei Abschnitten
Erster Abschnitt: Der Brief, den der Hoca Sabri über Feyzis Exegese (istihrac) an Feyzi geschrieben hat, ist durchaus lobenswert. Nachdem er in die Briefsammlung (Lâhika) aufgenommen wurde, haben wir jedoch einige Worte etwas abgemildert (ta'dil), damit die Hodschas nicht wieder فِيهِ نَظَرٌ {"das müssen wir erst noch genau betrachten"} sagen können.
Zweiter Abschnitt: Der berühmte Ali Riza Efendi, der größte unter den Istanbuler Forschern und Gelehrten (ulema), ehemals Fetva Emin (= vereidigter Rechtsanwalt) und lange Zeit Müfti-ül'enam (Rechtsgelehrter), sagte einmal nach der Lektüre solcher Abhandlungen wie "Hinweise im Qur'an" oder "Das Große Zeichen" aus dem Buch "Der Erste Strahl", zu Hafiz Emin, welcher ein bedeutender Schüler der Risale-i Nur war: "Ich bestätige, dass Bediuzzaman in dieser unserer Zeit der Religion des Islams ganz gewiss den größten Dienst erweist. Seine Arbeiten sind völlig korrekt. In einer solchen Zeit wie der unseren führt er ein Leben der Entsagung und gänzlicher Selbstentäußerung (nefs). Seine Risale-i Nur wird den Glauben (din) erneuern. Möge Gott, der Gerechte, ihm Erfolg verleihen. Âmîn"
Was nun aber die Kritik betrifft, welche manche heute gegen ihn vorgebracht haben, er lasse sich keinen Bart wachsen, so verteidigte er ihn mit einer kleinen Erzählung über Sultanü-l'Ulema, Mevlana Celaleddin Rumis Vater, indem er sagte: "Das ist von Bediuzzaman gewiss ein Ausdruck seiner persönlichen Freiheit. Ihn zu kritisieren gibt es da kein Recht." Und der verstorbene Hoca Mustafa befahl: "Schreibe nieder, was ich gesagt habe!"
Ich entbiete Bediuzzaman in vollkommener Hochachtung meinen Gruß. Um die Vollendung seines Werkes bete ich stets wie um die Vollendung meiner eigenen Seele. Möge er nicht bekümmert sein, wenn er sich durch vereinzelte Gelehrte (ulema) einer abfälligen Kritik ausgesetzt sieht. Denn es ist ein bekanntes Sprichwort, dass man nur nach "denjenigen Bäumen mit Steinen wirft, welche Früchte tragen." Setzen Sie Ihren Kampf, Ihre Bemühungen um die gute Sache fort! Gott, der Freigiebige und Gerechte, in Seiner Vollkommenheit gewähre Ihnen in Ihren Zielen und Wünschen recht bald den Erfolg zum Guten! Âmîn. Seien Sie Gott, dem Ewigen (Baki) und Gerechten (Hakk), anvertraut.
In dieser Weise hat ein gewiss kritisch Denkender, wortgewandt in den bekannten Geisteswissenschaften und einer der größten Gelehrten unserer Zeit, kompetent in Scheriah und Qur'an, die Risale-i Nur und deren Verfasser beurteilt. Die Schüler (talebe) der Risale-i Nur sollen vorsichtshalber (ihtiyaten) in dieser Angelegenheit (mes'ele) nicht seinen Namen gegenüber Unerfahrenen (yabanî) erwähnen und weitergeben (teshir), ihn jedoch in ihren Gebeten (dua) mit einschließen (dâhil).
Grüße (selâm) an alle Brüder
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und allezeit."}
Meine lieben, getreuen, scharfsinnigen (müdakkik) und rechtschaffen (müstakim) Brüder!
Es gibt da eine Wahrheit, die ich auch mit einer sehr ernsthaften Ermahnung klar machen muss. Entsprechend dem Geheimnis:
{"Es kennt niemand das Verborgene außer Gott."}
können selbst Leute, die im Rufe der Heiligkeit stehen, die verborgenen Dinge nicht wissen, wenn sie ihnen nicht zu wissen gegeben wurden. Auch die größten Heiligen (veli) können den Zustand ihres Gegners nicht kennen und ihn deswegen zu Unrecht bekämpfen. Die unseligen Auseinandersetzungen zwischen den zehn, denen (das Paradies) vorausverkündet worden war, bezeigen dies. Das heißt also, dass zwei Heilige, Leute von Wahrheit, die einander nicht anerkennen wollen, nicht deswegen ihren geistigen Stand (makam) verlieren. Nur darf man dabei nicht offensichtlich den Gesetzen (Scheriat) ganz und gar entgegenhandeln und sich nicht einer offensichtlich falsch verstandenen persönlichen Freiheit entsprechend verhalten.
Wenn man aus diesem Grunde im Geheimnis (sirr) der Ayah
{"Sie bezwingen ihren Groll und vergeben den Menschen." (Sure 3,134)}
diesem erhabenen, edelmütigen Grundsatz folgt, die gute Meinung der einfachen Gläubigen über ihren Scheych nicht zu verletzen, um so ihren Glauben vor einer derartigen Erschütterung zu bewahren und weil es notwendig ist, die Säulen (= Schüler) der Risale-i Nur vor ihrem zwar berechtigten, jedoch schädlichen Zorn über diese ungerechten Einwände zu schützen und so den Atheisten keine Gelegenheit zu bieten, die Gegnerschaft zwischen den beiden Gruppen der Leute des Rechten Weges (ehl-i haqq) auszunutzen, die einen mit den Waffen der anderen und deren Argumenten zu schlagen, eine Seite mit den Beweisen der anderen zu widerlegen und so beide (Kämpfer) zugleich zu Boden zu werfen und außer Gefecht zu setzen, sollten die Schüler der Risale-i Nur aufgrund der oben erwähnten vier Punkte ihren Gegnern nicht mit (Gefühlen) von Zorn und Wut und (Gedanken) der Widervergeltung entgegentreten. Stattdessen sollten sie nur die strittigen Punkte friedlich beilegen, um sich zu verteidigen und noch offene Fragen zu beantworten. Denn in unserer Zeit ist der Egoismus bereits weit fortgeschritten. Ein jeder Mensch bemüht sich darum, dass jenes Stückchen Eis, dem sein Ego gleicht und das seiner Statur entspricht, nicht schmilzt, sich nicht verformt. Er glaubt sich dafür entschuldigt und daraus entstehen (alle) Konflikte. Das schadet den Kennern der Wahrheit (ehl-i haqq), nutzt jedoch den Leuten des Irrwegs (ehl-i dalalet).
Der bekannte Fall von Kritik (in Istanbul) weist darauf hin, dass zukünftig einige Personen, die sich für gebildet (meschreb) halten und darauf besonders stolz sind, einige egoistische Leute, die von der islamischen Mystik angehaucht (sofî-mesreb) sind, einige Leute der Rechtleitung sowie einige Kenner der Wahrheit (ehl-i irsad ve ehl-i haqq), die ihre eigenwillige Seele (nefs-i emmare) noch nicht völlig abgetötet hatten und sich vor dem Abgrund ihrer Ruhmsucht noch nicht retten konnten, im Interesse ihrer Bildung (mesreb), die sie sich bereits erworben hatten und (aufgrund einer Art von) Berufung (meslek), die sie doch so populär gemacht hat, gegen die Risale-i Nur und deren Schüler opponieren werden, um sich so die Sympathie ihrer Gefolgschaft zu erhalten. Sie werden sich ihr im Gegenteil möglicherweise hartnäckig widersetzen. Angesichts solcher Vorkommnisse ist es jedoch notwendig, ruhig Blut zu bewahren, uns nicht erschüttern zu lassen, auch nicht mit Feindseligkeit zu reagieren und die Anführer unserer Gegner nicht in Verruf zu bringen.
Deshalb muss ich hier ein Geheimnis (sirr), das zu enthüllen mir bislang noch nicht in den Sinn gekommen war, nun doch noch enthüllen. Es handelt sich um Folgendes:
Die geistige Körperschaft der Risale-i Nur und die geistige Körperschaft einiger erlesener Schüler, welche diese geistige Körperschaft vertreten, weil sie den Status (makam) eines "Ferid" (d.h. eines unmittelbaren Schülers des Qur'an) an sich erfahren haben, unterstehen nicht dem geistigen Pol (qutub) eines bestimmten Landes, ja noch nicht einmal der Jurisdiktion des Groß-Pols (kutb-u azam), der von einigen, äußerst seltenen Ausnahmen, einmal abgesehen, normalerweise im Hidschas (d.h. entweder in Mekka oder in Medina) residiert, und brauchen sich auch nicht seiner Jurisdiktion zu unterstellen. Der gleichzeitigen Existenz zweier Imame vergleichbar, ist es dabei nicht erforderlich, ihn zu kennen. So glaubte ich früher, dass die geistige Körperschaft der Risale-i Nur einer dieser beiden Imame sei. Inzwischen wurde mir klar, dass der "Große Helfer" (Ghaus-ul'adham) zur gleichen Zeit den Status eines Poles (kutbiyet), eines Helfers (ghausiyet) und auch die "Schülerschaft des Qur'an" (ferdiyet) besaß. Auch in der Endzeit (âhir zaman) erfahren die Risale-i Nur und die mit (Scheych Geylani) verbundenen Schüler den Status dieser Schülerschaft (ferdiyet makam).
Aufgrund dieses großen Geheimnisses (sirr-i azîm), das ich eigentlich als rein vertraulich hätte behandeln wollen, sollten sich die Schüler der Risale-i Nur sogar durch einen Einwand gegen die Risale-i Nur, und käme er - den unmöglichen Fall einmal angenommen - aus dem ehrwürdigen Mekka und vom Groß-Pol (kutb-u azam) persönlich, nicht erschüttern lassen, vielmehr diesen Einwand des ehrenwerten Groß-Pols (mübarek kutb-u azam) als ein Kompliment auffassen und ihn als einen Gruß (selam) von ihm annehmen und, um seine Gunst erwerben zu können, die Punkte, die Anlass zu seiner Kritik gegeben haben, solch großen Meistern (ustadh) gegenüber erläutern und ihnen die Hand küssen.
Oh meine Brüder! Angesichts solcher entsetzlicher Strömungen und welterschütternder Ereignisse (hadith), die ein ganzes Leben (hayat) aus dem Ruder werfen können, sind eine unumstößliche innere Sicherheit (metanet) und stets ruhig Blut (itidal-i dem) erforderlich und eine grenzenlose Opferbereitschaft in sich zu tragen, vonnöten.
{"Sie ziehen das Leben in dieser Welt dem jenseitigen vor." (Sure 14, 3).}
Der tiefere Sinn (sirr) dieser Ayah weist in der Tat auf folgende Bedeutung (manah) hin: (Wenn Menschen) in unserer Zeit, obwohl sie doch vom Jenseits (âhiret) Kenntnis besitzen und daran glauben, dennoch dieses irdische Leben (dünya) lieben und es dem jenseitigen (âhiret) vorziehen, zerbrechliches Glas einem unzerstörbaren (baqi) Diamanten wissentlich, froh und zufrieden vorziehen, ohne die Folgen zu sehen, blind ihren Gefühlen folgend, ein Dirhem (3 g) von einem Genuss-Gift, das sie gerade zur Hand haben, einem Batman (8 kg) unverfälschten Genusses in einer zukünftigen (Welt) vorziehen, so ist dies eine fürchterliche Krankheit, geradezu eine Plage. Und dem Geheimnis (sirr) dieser Plage entsprechend finden sich sogar einige echte Gläubige (hakikî mü'min), die sich manchmal auf die Seite der Leute des Irrwegs (ehl-i dalalet) stellen und so einen fürchterlichen Fehler begehen. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), die Leute des Glaubens (ehl-i iman) und die Schüler der Risale-i Nur vor dem Übel (serr) dieser Plagen beschützen! Âmîn.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Die Erscheinung (cilve) einer besonderen Gnade Gottes (inayet-i ilahiye), die in der Lage ist, gegen zwei Unglücke (musibet), die eine vom Himmel (semavî), die andere hingegen auf Erden (arzî), aufzutreten (mukabele), welche die Verbreitung (intisar) und die Erfolge (fütuhat) der Risale-i Nur behindern, beginnt nun sichtbar zu werden.
Was dieses auf Erden (arzî) von den Menschen (insanî) verursachte Unglück (musibet) betrifft, so greifen (taarruz) - wie das in den Provinzen Isparta und Istanbul bereits geschah - auch in der Umgebung (havali) von Kastamonu die Irrgläubigen (ehl-i dalalet), um die Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur zu behindern (sed), die aufrichtigen Schüler (has talebe) und fleißigen Arbeiter auf die verschiedenste Weise und mit einem umfangreichen Plan an, um ihnen ihre Begeisterung (sevk) zu nehmen, sodass sie schließlich in Überdruss (fütur) verfallen. Da jedoch diese Aufrichtigen (hâlisler) niemals überdrüssig (fütur) werden, behindern (zarar) sie sie nun dadurch bei ihrer Arbeit, dass sie für sie noch einige zusätzliche Beschäftigungen (mesgale) finden.
Was nun das auf den Himmel zurückzuführende Unglück (semavî musibet) betrifft, so überwältigt (galebe) das Gefühl für das Leben (hayat) und den Unterhalt (yasamak) infolge des Wuchers (ihtikâr) das Gefühl für die Religion (hissiyat-i diniye) und denken die meisten Menschen daher ständig an ihren Bauch (mide) und an ihren Lebensunterhalt (maiset). Ja, die Schüler (talebe) der Risale-i Nur, die meistens zu den armen Leuten (fukara) gehören, werden sogar durch diesen Zwang (mecbur) genötigt, gegen dieses Unglück (musibet) anzukämpfen (çabalamak) und ihren Dienst an der Veröffentlichung (nesir hizmeti), der ihre wahre (hakikî) und wichtigste Aufgabe (vazife) ist, wieder abzubrechen.
Da die Menschen aus diesem Grund in ihren Gedanken (fikir) und Meinungen (zihin) vorsätzlich und ausdrücklich den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniyeye) gegenüber in gewissem Grade eine gleichgültige Haltung (lâkaydlik vaziyet) an den Tag legen, brach eine Zeit der Untätigkeit (tevakkuf) an, wohingegen Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), in Seiner Gnade und Allbarmherzigkeit (inayet ve rahmet) in einer anderen Form die Verbreitung (intisar) und alle Erfolge (fütuhat) der Risale-i Nur weiterhin ermöglichte. So begannen nun am Horizont (âfâk) von Istanbul z.B. unter den großen Gelehrten (üleman) der ehemalige Fetva Emin Ali Riza, Ahmed-i Siranî und unter den glänzenden Predigern (vaiz) Semsi u.dgl. Persönlichkeiten (zâtlar) sich ernsthaft mit der Risale-i Nur zu befassen (münasebetdar), sie kennen und schätzen (takdirkârane) zu lernen.
Des Weiteren haben wir mit Hâfiz Mustafa, obwohl wir eigentlich gar nicht daran gedacht (hatir) hatten, etwas mit den neuen Buchstaben (huruf) zu drucken, um vor allem sieben Abschnitte als den wichtigsten Teil (mühim parça) aus dem "Großen Zeichen" (Âyet-ül Kübra) als einen gemeinsamen Band (mecmua) zu drucken, und weiter noch drei, vier Abschnitte, welche die Jugendlichen (gençler) wachrütteln (uyandiran) werden, als eine separate Abhandlung (risale) zur Druckerei (matbaa) gebracht, damit sie dort gedruckt werden sollen.
Des Weiteren hatte eine bedeutende Persönlichkeit (mühim bir zât) den folgenden Versuch (tesebbüs) unternommen: d.h. sie hatte nämlich die Absicht (niyet) gehabt, einen Teil der wichtigsten Abschnitte mit Hilfe (muavenet) einer anderen hochrangigen (rütbeli) Persönlichkeit in Ankara zu drucken. Ich habe dem jedoch vorläufig noch nicht zugestimmt (muvafakat).
Kurzum, wenn eine Tür (kapi) ins Schloss fällt, öffnet die Gnade Gottes (inayet-i ilahiye) um der Risale-i Nur willen noch glanzvollere Türen zu neuen Wegen. Lobpreis (hamd ü sena) und Dank (sükür) sei Gott, dem Erbarmer, dem Allbarmherzigen (Cenab-i Erhamürrâhimîn) nach der Anzahl der geschriebenen und gesprochenen Worte (melfuz hurufat) der Risale-i Nur
{"Dies ist durch die Gnade meines Herrn."}
Aufgrund dessen braucht ihr wegen eurer Untätigkeit (tevakkuf) und dieser vorübergehenden (muvakkaten) Unterbrechung (fütur) nicht besorgt (merak) zu sein. Denn all die bis jetzt schon geleisteten Arbeiten gleichen Samenkernen (tohum), die in Zukunft (istikbal) ausreichend Ähren (kâfi sünbüller) hervorbringen können. Denn angenommen den unmöglichen Fall (farz-i muhal), dass nicht mehr weitergearbeitet werden könnte, würde es dennoch ausreichend (kifayet) sein. Denn es steht mit aller Klarheit (kat'iyyen takarrur) fest, dass man in dieser Zeit die Wahrheiten (hakikatlar) der Risale-i Nur genauso braucht (ihtiyaç), wie man auch Nahrungsmittel braucht (gida ihtiyaç). Wolle Gott (insâallah) es nun, dass dieses Bedürfnis (ihtiyaç) sie jetzt nicht mehr länger ihrer Untätigkeit (tevakkuf) überlässt, sondern sie wieder in Gang setzen wird (islettirecek).
Mit Hâfiz Mustafa haben wir uns an eurer aller statt unterhalten, jedoch nur eine ganz kurze Zeit. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihm und Tahirî zum Erfolg (muvaffak) verhelfen, wenn sie die Sachen nun zum Druck bringen werden (tab' mes'elesinde), âmîn.
Den Brief von Hâfiz Ali haben wir gelesen, und es hat uns so sehr glücklich (mesrur) gemacht, dass die beiden mit Haci Hâfiz, welcher der Lehrer (üstad) der "Licht-Schule" (Medrese-i Nuriye) ist, überaus aufrichtig (samimane) und brüderlich (uhuvvetkârane) verkehren und sich miteinander beraten (mesveret).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Der Inhaber (sahib) der "Lichtfabrik" (Nur fabrikasi) fragt nach dem Satz aus dem "Ersten Strahl" (Birinci Sua), in dem die an vierter Stelle angeführte Ayah behandelt (bahs) wird und der besagt, dass sieben Grundlagen (esas) der Wahrheit (hakikat) des Islams in einer glänzenden Weise bewiesen (isbat) werden und sagt dazu: Wir wissen doch, dass die Anzahl der Grundpfeiler (Erkân) des Islam fünf ist. Und fragt sodann weiter: "Wie wird der Pfeiler (rükn) über die Verpflichtung, Almosen zu geben (vücub-u zekat), in diesen Abhandlungen (risale) erläutert (izah)?"
Antwort: Die Grundpfeiler (rükünler) des Islams sind die eine Seite, die Grundlagen (esaslar) der Wahrheit (hakikat) der Islâmiyet sind wiederum die andere Seite. Die Grundlagen (esas) der Wahrheit der Islamiyet sind mit den sechs Säulen des Glaubens (erkân-i imaniye) {(Anmerkung): Da das Wort "zusammen" im "ersten Strahl" (Sua) gefehlt hat, entstand hier ein Missverständnis (sübhe).} und den Grundlagen des Dienstes und der Anbetung (esas-i ubudiyet) eine Zusammenfassung der Gesamtheit (mecmuunun hülâsasidir) der Fünf Grundpfeiler des Islams, nämlich fasten (savm), beten (salât), pilgern (hacc), Almosen (zekat) geben und die Bekenntnisformel (kelime-i sehadet). Es ist hier bezweckt (murad), dass sich in der Risale-i Nur, die diese sechs Grundpfeiler des Glaubens (rükn-ü imaniye) und diese Grundlagen des Dienstes und der Anbetung (esas-i ubudiyet) beweist, die Erscheinung (cilve) der سَبْعَ الْمَثَانِى {"die zweimal geoffenbarten Sieben" (die Sure "Fatiha", die aus sieben Ayat besteht und zweimal offenbart wurde)} manifestiert (mazhariyet). Was mit der Erläuterung zu der Verpflichtung bezweckt (izahindan murad) wird, Almosen (Vücub-u zekat) zu geben, ist nicht die Ausführung (tafsilâti) der Einzelheiten (teferruat) des Almosengebens (zekat), vielmehr soll damit gesagt sein, dass mit ihr der Grad der Notwendigkeit (derece-i lüzumu) und der bedeutende Wert des Almosengebens (zekat) im gesellschaftlichen Leben (hayat-i içtimaiye) bewiesen (isbat) wurde. Es heißt in der Tat, dass in den Abhandlungen (risale), die wir vor der Risale-i Nur geschrieben hatten und wie auch an verschiedenen Stellen der Risale-i Nur selbst ohne Zweifel und ganz offensichtlich bewiesen (vâzihan isbat) wurde, wie bedeutsam die Verpflichtung, Almosen zu geben (vücub-u zekatin), für das Leben in der Gesellschaft (hayat-i içtimaiye) ist.
Der Tod (vefat) der beiden kleinen Kinder (genç evlâd) unseres Bruders Sükrü Efendi, der in Isparta seine beiden Villen (kösk) für den Unterricht (ders) und die Veröffentlichung (nesir) der Risale-i Nur eine Zeitlang zur Verfügung (tahsis) stellte, hat mich sehr traurig (müteessir) gemacht. Es war damals, als seine unschuldige Tochter (masume kerime) erst fünf, sechs Jahre alt war und ich sie jedes Mal, wenn sie zu mir kam, zärtlich (sefkatle) fragte: "Wie heißt du?" Dann antwortete sie mir gewöhnlich in ihrer Unschuld, aber in vollkommenem Stolz (kemal-i fahr): "Hayrünnisa" (eine gute Frau) und dann musste ich lächeln (güldüm). Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), hat dieses gesegnete, unschuldige Kind (mübarek masume) unerwartet in Sein Paradies aufgenommen und rettete sie so aus dieser irdischen Hölle (dünya Cehennem). Was seinen verstorbenen Sohn (merhum mahdum) Hayati betrifft, so hat ihn seine Krankheit (hastalik) gemeinsam mit Hayrünnisa, wolle es Gott (insâallah), in die Richtung des Paradieses (Cennet tarafina) geführt. Von diesem Standpunkt (nokta-i nazar) aus betrachtet, beglückwünsche (tebrik) ich diese beiden Kinder. Auch ihren Eltern möchte ich sowohl mein Beileid (ta'ziye) aussprechen, als - wohlverstanden (manen) - sie zugleich auch beglückwünschen (tebrik), dass ihre beiden Kinder nun dem Geheimnis (sirr) der
{"ewigen Kinder" (Sure 56, 17)}
entsprochen haben. Ich habe sie beide mit den verstorbenen Schülern (vefat eden sakird) der Risale-i Nur in unsere Gebete (dua) mit eingeschlossen (dâhil).
Rüsdü Efendi soll an meiner statt (tarafimdan) Sükrü Efendi den "siebzehnten Brief" über das Beileid (ta'ziyenamesi) meinerseits (yerimde) vorlesen.
Sabri, der Kapitän der Risale-i Nur, schrieb mir die Nachricht vom Tode (vefat haber) des Vaters und der Mutter Veli Efendis, eines Mitbruders, der auf der Insel (ada) Nis lebt, und nach dem Druck (tab) des Zehnten Wortes dieses viele Monate in seinem Haus (hane) versteckt hatte, um es vor Gefahren zu schützen (tehlikeden muhafaza), und der mit seinem Vater und seiner Mutter mit uns aufrichtig verbunden (alâkadar) war. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), sich ihrer erbarmen (rahmet). Ich werde sie, wolle es Gott (insâallah), öfter zu Teilhabern (serik) an meinen geistigen Verdiensten (manevî kazanç) machen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
In heutiger Zeit, besonders aber in diesen letzten Tagen, ist für die Schüler der Risale-i Nur eine unerschütterliche Sicherheit (metanet), Gemeinschaftssinn und Vorsicht nötig. Dank sei Gott (Lillahilhamd) erwiesen sich (die Bauern) aus der Umgebung von Isparta als besonders heldenhaft, stahlhart und standhaft und gaben so den (Bewohnern) anderer Ortschaften ein gutes Beispiel.
Oh Hüsrev! Deinen (so sehr) erfreulichen Brief habe ich empfangen und bin (tief) beeindruckt. Dass du nun mit deiner Aufgabe wieder beginnst, hat uns (alle) überaus froh gestimmt. Sei uns tausendmal willkommen! Mach dir keine Sorgen, weil deine (real existierende) Schreibfeder anderthalb Jahre nicht tätig werden konnte. An deiner Stelle und in Erinnerung an deine Wunder (keramet) wirkende Schreibfeder ist nun ein Exemplar der "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye) in allen östlichen Provinzen wirkungsvoll unterwegs. Auch ein anderes, letzthin erstelltes Exemplar ist an deiner statt in istanbul an der Arbeit und Gott möge wollen (insâallah), dass es neue Horizonte (fütuhat) eröffnen wird. Denke daran, dass für die beiden wunderbaren Exemplare des hochangesehenen (Azîmüssan) Qur'an, die du geschrieben hast im ehrwürdigen (serif) Monat Ramadan, alle Verdienste (sevab), die du dir damit erworben hast, alles Gute und Schöne (tahsin) und aller Segen (tebrik), sowohl hier in unserer Gegend, als auch, insbesondere nachdem sie, wolle es Gott (insâallah) recht bald, gedruckt worden sind, aus der ganzen islamischen Welt (alem) mit unseren Gebeten (dua) um das Erbarmen Gottes (rahmet) über deiner Seele (ruh) herabregnen werden und danke dafür Gott!
Hâfiz Ali schreibt in seinem Brief, dass er sich entschlossen habe, mit den Hodschas in Islamköy in Liebe und Freundschaft (muhabbet ve dostluk) umzugehen, worüber wir uns denn gefreut (memnun) haben. Islamköy erlangte wegen seines so regen Interesses (alâkadarlik) an der Risale-i Nur in der Tat einen besonderen Status (imtiyaz) und einen ersten Rang (sebkat). So verwies ich denn immer wieder auf die Hodschas in Islamköy, die im Vergleich zu den Hodschas anderer Provinzen weit einsichtiger (insafli) waren und deren Hochschätzung (takdir) für die Risale-i Nur ich stets erfuhr, wenn ich dort war, und stellte sie hier in dieser Umgebung (havali) den Hodschas in ihrer Gleichgültigkeit (lâkaydlik) als gutes Beispiel (hüsn-ü misal) vor. Und wolle es Gott (insâallah), dass sie uns nicht enttäuschen (zarar) werden. So betrachte ich denn Islamköy gleich wie Nursköy {das Dorf, in dem Üstad geboren wurde} und die Hodschas dort als meine Verwandten (akraba) und sende ihnen meine Grüße (selâm). Daher nehme ich auch an (tahmin), dass die Lichtfabrik (Nur Fabrikasi) in diesem Dorf durch ihre Einsicht (insaf) und ihr Interesse (dostluklari) an der Risale-i Nur ohne große Schwierigkeiten (dagdagasiz) errichtet woren ist.
Lieber Bruder Sabri! Mein herzliches Beileid! Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), diese unsere Mutter in Gnaden aufnehmen (vâlidemizi magfiret eylesin)! Âmîn. Wegen des Merkmals (nisan) an deinen Zehen (parmak), das unsere Verwandtschaft (karabet-i nesebiye) miteinander erahnen lässt (ihsas), und auch wegen der Aufgabe (vazife) der Brüderlichkeit, die du seit sieben, acht Jahren unermüdlich und mit noch größerer Begeisterung (hararetli fa'alane) versiehst als Abdülmecid, {ein Bruder von Üstad} war deine Mutter seligen Angedenkens (merhume vâlide) bestimmt auch meine Mutter. Und ich lasse sie auch zusammen mit meiner Mutter an meinen geistigen Verdiensten (manevî kazanç) und Gebeten (dua) teilhaben. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), dir recht viel Geduld (sabr-i cemil) schenken (ihsan) und dieser zu Gott Eingegangenen (merhume) Sein Erbarmen in reichem Maße (garîk-i rahmet) zuteil werden lassen. Âmîn.
Meine lieben getreuen Brüder!
Ich bin auf eine absolut zuverlässige Weise und anhand tausendfältiger Erfahrungen zu der sicheren Überzeugung gelangt und spüre an den meisten Tagen: an einem Tag, an dem ich im Dienst an der Risale-i Nur stehe, empfinde ich, dem Grade meines Dienstes entsprechend, sowohl in meinem Herzen (qalb), in meinem Leibe und in meinem Kopf, aber auch, was meine Versorgung betrifft, wie sich die Dinge zum Besseren entwickeln und entfalten, (fühle) die Erleichterung und Gottes Segen (bereket). Auch habe ich den Eindruck, dass viele der Brüder, bei denen ich dort gewesen bin, als auch diejenigen hier sich in der gleichen Lage befunden haben und noch befinden. Und viele von ihnen bestätigen mir: "Auch wir empfinden das Gleiche." Wie ich euch bereits im vergangenen Jahr geschrieben hatte, liegt das Geheimnis (sirr) dessen, dass ich mit so wenig Nahrung auskommen kann, darin, dass dies ein Segen Gottes (bereket) ist.
Zudem gibt es da eine Überlieferung, dass Imam Schafii, mit dem Gott zufrieden sein möge, gesagt haben soll: "Ich verbürge mich für den Unterhalt (rizk) eines aufrichtigen Schülers der Wissenschaft (talebe-i ulûm)." Daher finden sie überall ihren Unterhalt (risq) in Fülle (bereket). Da dies aber nun einmal eine Tatsache ist und da nun einmal die Schüler der Risale-i Nur heute mit Recht den Titel eines aufrichtigen Schülers der Wissenschaft (talebe-i ulûm) verdienen, ist es doch sicher die beste Lösung, statt wegen des derzeitigen Hungers, in Not und Elend den Dienst an der Risale-i Nur aufzugeben, dabei die Sorge um das tägliche Brot als Entschuldigung anzuführen und dem täglichen Lebensunterhalt hinterherzulaufen, weiterhin dankbar und zufrieden an der Schülerschaft der Risale-i Nur entschlossen festzuhalten.
Die Sorge um den Lebenunterhalt (derd-i maiset) erfasst heute jeden und überall. Die Irrgläubigen (ehl-i dalalet) nutzen das aus (istifade). Aber auch die Beamten im religiösen Dienst (ehl-i diyanet) halten sich in der Tat für entschuldigt (mazur), wenn sie sagen: "Es ist die Notlage (zaruret)! Was können wir anderes tun?" Das also heißt, dass die Schüler (sakird) der Risale-i Nur diesem Unglück des Hungers (açlik) und der Not (zaruret) wieder mit dem "Licht" (Nur) entgegentreten (mukabele) müssen. Es ist nun die Aufgabe eines jeden Schülers (sakirdin vazifesi), nicht nur den eigenen Glauben zu retten (imanini kurtarmak), er ist vielmehr noch darüber hinaus dazu verpflichtet (mükellef), auch den Glauben (iman) der anderen {in Wort und Tat} aufrecht (muhafaza) zu halten. Das aber geschieht durch unerschrockene Beständigkeit (ciddî devam ile) in seinem Dienst (hizmet).
Wir hatten euch bereits geschrieben, dass ihr unseren Gegnern (muariz) nicht mit Hass (adavet) entgegentreten (mukabele) solltet. Vielmehr solltet ihr, soweit euch das möglich ist, allen Gottesfürchtigen (ehl-i takva) und den Gelehrten (ehl-i ilm) eure Freundschaft entgegen (dostane vaziyet) bringen. Auf ein Ding solltet ihr jedoch stets acht geben (dikkat): Ihr dürft es niemals zulassen, dass sie in euren Kreis so weit eindringen, dass dies schließlich zum Nachteil (zarar) der Risale-i Nur und zur Beeinträchtigung (ilisecek) der Unerschütterlichkeit (salabet) und Festigkeit (metanet) ihrer Schüler (sakird) führt. Wenn solche nicht mit gutem Willen und in reiner Absicht (niyet-i hâlise) zu euch kommen, werdet ihr am Ende in eurem Eifer nachlassen (fütur verirler). Gebärden sie sich arrogant (enaniyetli) und selbstgefällig (hodfürus), so untergraben sie die Beständigkeit (metanet) der Schüler (sakird) der Risale-i Nur und lassen ihre Interessen (nazar) von der Risale-i Nur weg nach außen (haricine) ziehen und abschweifen (çekip dagitir). Dann aber ist erhöhte Aufmerksamkeit (dikkat), innerliche Festigkeit (metanet) und besondere Vorsicht (ihtiyat) geboten.
In dieser Umgebung (havali) wurden in der Tat unter den Schülern (talebe) der Risale-i Nur über meine Erwartungen (ümid) hinaus zwei Tapfere (kahraman) ausgebildet: Vater Ahmed Nazif und sein Sohn Salahaddin. Diese beiden Männer (zât) arbeiten an der Veröffentlichung (nesir) der Risale-i Nur; und wie wir gesehen haben, so viel wie zweihundert Mann. So wohnt z.B. der eine von beiden, also der Sohn, in der Provinz Kars, von wo aus er sich auf wirksame Weise (tesirli) um die Korrespondenz (muhabere) kümmert, so auch um den Brief, den ich für euch beifüge (leffen) sowie um Rundschreiben, die er auch nach Van, Erzurum, Konya und auch hierher sendet. So ist er ein wahrer Abdurrahman.
Die Risale-i Nur ist nicht ein besonderer Orden (tarîkat), sondern einfach nur die Wahrheit (hakikat). Sie ist ein Licht (Nur), das aus den Ayat des Qur'ans herausgesickert (teressuh) ist. Sie rührt weder von der Gelehrsamkeit des Orients (sarkin ulûmundan) noch der Wissenschaft des Westens (garbin fünunundan) her. Sie ist besonders (mahsus) für diese unsere Zeit eine übersinnliche Erscheinung (i'caz-i manevî) des Qur'ans, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül beyan) ist. In ihr liegt kein persönlicher Vorteil (menfaat-i sahsiye). Wenn man auch nur die Worte und die Briefe (Söz ve Mektub) der Risale-i Nur vollständig liest, werden sehr viele Wahrheiten offenbar (hakikatlar tezahür) werden. Aus diesem Grund werden die Menschen von ihrer heutigen Absicht (düsünce), d.h. von ihrer Absicht, das Abschreiben der Risale-i Nur nur noch ein wenig hinauszuzögern (çekinmek) oder sich erst noch ein Weilchen davor zurückzuziehen (çekilmek), augenblicklich Abstand (derhal teberri) nehmen.
Mein lieber hochverehrungswürdiger Bruder! Beginnen Sie sofort mit dem Abschreiben und fürchten Sie sich nicht dabei! Der Dienst (hizmet) am Qur'an wird Sie dabei behüten (muhafaza). So wolle es Gott (insâallah)! Ein "Es möge vergangen sein" (geçmis olsun) für diejenigen, welche den anderen Efendi besucht (ziyaret) haben und die Brüder dort in der Umgebung (havali), welche die Risale-i Nur abschreiben. Der wahre Beschützer (Hâfiz-i Hakikî) wird Sie - so wolle es Gott (insâallah) - behüten (muhafaza). Da wir die Anweisung (emr) von Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge,
{"Angezündet wird die Leuchte des Lichtes durch geheime Verkündigung, angezündet wird die Leuchte der Leuchte durch die geheime Erleuchtung."}
befolgen (inkiyad) müssen (îcab), war es notwendig (lâzim) die Risale-i Nur im Geheimen zu lesen (okumak), im Geheimen abzuschreiben (yazmak) und im Geheimen zu verbreiten (nesretmek). Da es dadurch vorkam, dass diese Brüder diese Anweisung (emr) nicht befolgt (riayet) haben, bekamen sie einen zärtlichen Klaps (hafif sefkat tokadi), weswegen wir ihnen nochmals wünschen, es möge auch dies vergangen sein (geçmis olsun).
{(Anmerkung): Unser Bruder Salahaddin weist (isaret) auf das Ereignis (hâdiseye) hin, dass, genauso wie in Isparta geschehen, auch hier in der Umgebung Hausdurchsuchungen erfolgten (taharri), um die Bücher der Risale-i Nur zu finden, wonach sie dann in Untersuchungshaft (sikistirdiklar) genommen wurden, man jedoch unter dem Schutz Gottes (hifz-i ilahî) nichts finden konnte.
Feyzi}
Sie sollen überhaupt keine Sorgen (merak) haben. Es wird ihnen nichts geschehen. Sie können ihnen nichts antun oder auch nur unterstellen. Wegen dieses Vorkommnisses (hâdise) sollt ihr nicht traurig (müteessir) sein und nicht den Mut verlieren; im Gegenteil, ihr sollt euren Einsatz noch steigern, sodass ihr an diesem Ort der Prüfungen und Erfahrungen (tecrübe-i meydan-i imtihan) Erfolg (muvaffak) haben könnt. Sie werden uns noch öfter wegen der Risale-i Nur belästigen (ilisirler), euch jedoch weiter nichts antun (halt) können. Denn unter dem Schutz (himaye) und um der Gebete (dua) und des Segens (berekât) solcher Persönlichkeiten (zâtlar), wie Gavs-i A'zam (K.S.) und imam-i Ali (R.A.) willen, wird euch der allein wahre Beschützer (Hâfiz-i Hakikî) in Seinen Schutz (hifz) nehmen.
{"Dank sei Gott, dies ist von der Güte meines Herrn."}
Alle geistige Drangsal (ruhanî inkibaz) wird, wolle es Gott (insâallah), überwunden werden. So erfährt die Risale-i Nur das Geheimnis (sirr) der Ayah
{"Für die, welche glauben, ist er eine Rechtleitung (Der Qur'an ist eine Rechtleitung.) und ihre Heilung." (Sure 41, 44)}
erbitte von ihm deine Hilfe (istimdad). Da alle Schüler (talebe) der Risale-i Nur sich füreinander an ihrem Dienst und ihrer Anbetung (ibadet) beteiligen (hissedar), verleiht diese gewaltige (azîm) Ayah, die ihre ständige Rezitation (virdleri) ist, auch euch diese Heilung (sifa). Setzt also auch weiterhin eure Abschriften der Risale-i Nur fort. Nur lasst dabei eure Vorsicht walten (ihtiyata riayet ediniz)!
Ich grüße (selâm) alle meine Brüder mit Hochachtung (hürmet) und möchte euch nochmals anbefehlen (tavsiye), weiter an der Risale-i Nur zu arbeiten, meine lieben Brüder.
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}
Meine lieben Mitbrüder!
Diesmal schicken wir euch als eine Frucht (unseres Dienstes) diesen Brief.