Briefe aus Emirdağ-2
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Ich möchte hiermit die Aufmerksamket der Demokraten auf eine besonders ernst zu nehmende Tatsache (hakikat) lenken:

Heutzutage gibt es drei Strömungen (cereyan) zum Schaden (zarar) des Qur'ans, der İslâmiyet und dieses Landes (vatan):

Erstens: die atheistische (dinsizlik) kommunistische Strömung. Diese Strömung könnte dreißig, vierzig von hundert Leuten schaden.

Zweitens: Eine Untergrundorganisation, die schon vor langer Zeit von den Kolonialisten (müstemlekât) aufgebaut wurde, um ihre Beziehung (alâkalar) mit den Türken zu beenden und den Atheismus (dinsizlik) innerhalb der Grenzen (daire) der Türkei zu verbreiten (neşretmek); ein Komitee des Verderbens (ifsad) mit Namen. Denn es könnte selbst zehn, zwanzig von hundert Leuten ins Verderben stürzen.

Drittens: Es ist ein Teil einer politischen Bewegung (siyasîler heyeti), die bestrebt ist, zu verwestlichen (garplılaşmak) und so zu werden wie die Christen, eine Art protestantische Konfession (Purutluk mezhebi) unter den Muslimen und denen, die nur sehr wenig von Religion (din) halten, zu verbreiten. Diese Strömung könnte jedoch kaum einen unter hundert, ja vielleicht kaum einen unter tausend dazu bringen (çevirebilir), sich gegen den Qur'an und die İslâmiyet zu stellen.

Wir, Diener (hizmetkâr) des Qur'ans und Nurcus arbeiten gegen die ersten beiden Strömungen (cereyan), um stets die Wahrheiten (hakikat) des Qur'ans zu bewahren (muhafaza). Bisher hatte uns unser Weg (meslek) dazu verpflichtet (mecbur), uns so weit wie möglich nicht um die Welt (dünya) und und ihre Politik (siyaset) zu kümmern. Heutzutage ist es aber nun doch notwendig (lüzum) geworden, uns in dieser Zwangslage darum zu kümmern (mecburiyetle bakmaya). Wir haben erkannt, dass die Demokraten uns Nurcus gegen diese ersten beiden furchtbaren Strömungen (müdhiş cereyan) eine Hilfe sein (yardımcı hükmünde) könnten.

Zudem waren die religiös Gesinnten (dindar) unter ihnen ihrer Auffassung entsprechend (meslek) stets gegen (muarız) diese beiden furchtbaren Strömungen (dehşetli cereyan). Was diejenigen betrifft, die nur sehr wenig von Religion (din) halten, dabei dem Weg (meslek) der Verwestlichung folgen (garblılaşmak) und so den Europäern (garblılar) nacheifern (benzemek), so helfen (yardım) sie der dritten Strömung. Diese Strömung (cereyan) könnte nun einmal kaum einen unter hundert, ja vielleicht kaum einen unter tausend dazu bringen, sich den Protestanten anzugleichen (çevirebilirler). Denn die Briten, die zweihundert Jahre lang zweihundert Millionen Muslime beherrschten (tahakküm), konnten kaum zweihundert Leute für das Christentum gewinnen (çevirememiş) und werden es nicht können.

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Des Weiteren hat man noch niemals in der Geschichte (tarih) davon gehört, dass jemals ein Muslim zum Christentum übergetreten (tercih) wäre und seiner Überzeugung zufolge eine andere Religion (din) der İslâmiyet vorgezogen hätte. Auch wenn ein kleiner Teil innerhalb der regierenden (iktidar) Partei im Namen der Politik (siyaset) zum Nachteil der Religion (dinin zararı) die dritte Strömung (cereyan) unterstützen sollte (yardım), ist die "Demokrat" Partei nun einmal in Anbetracht ihrer Auffassung (meslek) zwangsläufig dazu verpflichtet (mecburî vazife), die beiden ersten großen Strömungen (cereyan-ı azîme) zum Stehen zu bringen und sie schließlich aufzuheben (def'etmesi). Daher kann sie für dieses Land (vatan) und die İslâmiyet von großem Nutzen (faide) sein.

Aus diesem Grund (cihet) fühlen wir uns dazu gezwungen (mecbur), zugunsten (menfaat) des Qur'ans die Demokraten an der Regierung (iktidar) zu halten, und zwar nicht , weil wir von ihnen eine besondere Unterstützung (hayır) erwarten, sondern - da sie nach unserem Verständnis (bildigimiz) - ihren politischen Auffassungen (siyasetler) zufolge gegen (muârız) die ersten beiden furchtbaren Strömungen (cereyan) sind und daher eine Möglichkeit (sebeb), mit einem sehr geringen Schaden (pek cüz'î bir zarar), den ein kleiner Teil von ihnen dem Glauben (din) zufügen könnte, so als würde einem der kleine Finger abgetrennt (kesmek), statt dass der ganze Körper zerschnitten (vücud parçalanmak) würde, doch noch vor einem überaus umfangreichen Schaden (pek küllî bir zarar) bewahrt zu bleiben. Darum rufen (davet) wir alle Gläubigen zu Hilfe (ehl-i din yardım) für diese regierende (iktidar) Partei. Wir ermahnen (ihtar) diejenigen unter ihnen ernsthaft (cidden ikaz), die der Religion gegenüber indifferent (dinde lâübali) geblieben sind, und erinnern sie: "Haltet euch rasch an der Wahrheit (hakikat-ı İslâmiye) des Islam fest." Das Fortbestehen dieses Landes und Volkes (vatan ve millet), die Erhaltung ihres Lebens (hayat) und alles Glück (saadet) ist nur dadurch möglich, dass man sich auf die Wahrheiten (hakaik) des Qur'ans stützt, in der ganzen islamische Welt (âlem) einen Rückhalt, Kraft und Unterstützung (arkasında ihtiyat kuvveti) sucht, in der islamischen Bruderschaft (uhuvvet) vierhundert Millionen Geschwister findet und einen so großen Staat (muazzam bir devlet) wie Amerika, der sich im Interesse der Religion (din lehinde) ernsthaft einsetzt, als wahren Freund für sich gewinnt. Dies ist nur im Glauben (iman) und mit Hilfe der İslâmiyet möglich.

Wir, alle Nurcus und Diener (hizmetkârlar) des Qur'ans, teilen euch dies sowohl mit (haber) und beten (dua) zugleich auch für euren Erfolg im Dienst (hizmet muvaffakıyet) an der İslâmiyet. Zudem bitten (rica) wir euch darum, dass ihr die Risale-i Nur, die ein wichtiges Produkt (ehemmiyetli mahsul) dieses Landes (memleket) ist und diesem Land und seinen Leuten (ehemmiyetli mahsulü ve vatan) in der islamischen Welt (âlem) einen so großen Beitrag und Dienst (faide ve hizmet) leistet, vor jeglicher Inbeschlagnahme rettet (müsadere kurtarıp) und bei ihrer Verbreitung mithelft (neşrine hizmet). So könnt ihr die religiös Gesinnten in diesem Land (vatanda dindar) für euch gewinnen (taraftar) und Sicherheit (selâmet) erlangen.

Said Nursî
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Es ist lehrreich (medar-ı ibret), erstaunlich und zugleich erfreulich (hayret ve şükran), dass die versteckten, feindlichen Untergrundorganisationen (düşman komiteler), die sich mir seit fünfzig Jahren widersetzen, mit all ihren Intrigen (desise) die Justiz (adliyeyi) und die Regierung (hükûmet) gegen mich aufzuhetzen (sevketmek) versuchen und jede Art Ränke (desise) schmiedeten, die seit neunundzwanzig Jahren die Aufmerksamkeit (nazar) der Justiz (adliye) auf meine hundertdreißig Bücher und Tausende Briefe, die sie erforschen und durchsuchen (tedkik ve taharri) wollen zu lenken versuchten, sie nun wieder erneut darauf gelenkt haben. Fünf von diesen Justizbehörden (adliye) hatten bereits unwiderruflich einen Freispruch (kat'î beraet) beschlossen, da in allen Büchern kein Grund zu einer Anklage (suç yok) gefunden werden konnte. Aus Anlass (münasebet) des jüngsten Vorfalls (hâdise) in Malatya versuchten nun unsere verborgenen Feinde (gizli düşman) erneut die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) der Regierung (hükûmet) und der Justiz (adliye) auf uns zu lenken (çevirmeye). Daraufhin sagten 23 Gerichte (mahkeme) "Wir können keinen Grund (suç) zu einer Anklage finden."

{(Anmerkung): Die Rückgabe (iade) sämtlicher Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur in Denizli und dass sie in Istanbul und in Ankara alle in Beschlag genommenen (ellerine geçen) Bücher zurückgegeben (iade) haben, dass sie alle Abhandlungen (risaleler), die sie in Tarsus-Mersin in Beschlag genommen haben, wieder zurückgegeben haben, dass sie in Ankara nach einer viermonatigen Untersuchung (tedkik) die Freigabe (beraet) und Rückerstattung (iade) aller Abhandlungen beschlossen haben, dass diese Freigabe und Rückerstattung das Revisionsgericht (Temyiz) vier Mal verifizierte (tasdik), dass das Gericht in Afyon, das sich am meisten mit uns beschäftigte (ugraşan), erst nach vier Jahren zweimal die Freigabe und Rückerstattung beschlossen hat, zeigt, dass die Justizbehörden (adliyeler) wahrhaftig (hakikî) und vollkommen gerecht (adalet) ihre Arbeit machen, weswegen die neuen Versuche nicht mehr von Bedeutung (ehemmiyeti kalmıyor) sind.}

Obwohl es solche gibt, die gegen mich, der ich kaum eine Beziehung (münasebet) zu Weltleuten (dünya ehli) habe und eine Wahrheit (hakikat) wie die Risale-i Nur in keinem Fall für andere Dinge preisgebe (feda), in meinen 130 Büchern so sehr nach einem Vorwand (bahane) suchen, konnten sie dennoch nirgendwo einen Grund (suç) zu einer Anklage finden. Lediglich das Urteil in Eskişehir über die Verhüllung der Frau (tesettür) - wurde als einziger Grund zur Anklage - nachdem dieser Streitpunkt geklärt worden (cevab) war, in eine Gewissensfrage (kanaat-ı vicdaniye) umgewandelt. In Wirklichkeit sind in zehn Briefen, die ein Einzelner unter den Schülern des Lichtes (Nur talebe), die sich für ein gottgefälliges Leben einsetzen (takva tarafdar), innerhalb von zehn Tagen geschrieben hat, keinerlei Punkte (madde) zu finden, für die man ihn hätte verantwortlich (mes'ul) machen können. Der Grund dafür, dass die Justizbehörden (adliyeler) in einer Angelegenheit, die so grenzenlos vielfältig (kesretli) ist, keinen Grund zu einer Anklage (medar-ı mes'uliyet) vorfinden können, ist der, dass es hier nur zwei Möglichkeiten (hâlî) gibt:

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Ohne Zweifel sind es Gottes Schutz (hıfz-ı İlahiye) und Güte (inayet), mit der Er den Schülern des Lichtes (Nur talebe) und Dienern (hizmetkâr) des Qur'ans in dieser Hinsicht (cihet) Seine Barmherzigkeit (Merhamet) und Sein Erbarmen (Rahîmiyet) erweist, sodass alle Justizbehörden (adliyeler), die sich mit uns beschäftigen, zu einer so wunderbaren Gerechtigkeit (hârika bir adalet) geführt wurden und dazu, uns in keinerlei Hinsicht (hiçbir cihette) ungerecht zu behandeln. Obwohl es gegen uns tausenderlei Gründe (esbab) gegeben hätte, haben sie uns dennoch bei unserem Dienst (hizmet) an der Heiligen Wahrheit (hakikat-ı kudsiye) des Qur'ans noch geholfen (yardım). Und dafür sind wir mit Herz und Seele (ruh u canım) dankbar (teşekkür).

Bei den Gerichtsverhandlungen (adliyeler) alter Zeit saßen Könige (padişahlar) genau wie die Armen (fukaralar) zu ihrer Verhandlung (muhakeme) auf dem Boden (diz çöküp). Während der gerechten Regierungszeit (adaleti zaman) von Hazret-i Ömer (R.A.) wurde gegen ihn zugleich mit einem gewöhnlichen (âdi) Christen, gegen Hazret-i Ali (R.A.) zugleich mit einem einfachen (âdi) Juden ein Prozess (muhakeme) geführt. Diesem gewaltig großen Geheimnis (sırr-ı azîm) der Gerechtigkeit der Justiz (adliyelik adaleti), wie es in diesen Beispielen erkennbar wird und bei dem es um nichts anderes als das Recht (adliye) geht, haben diese Justizbehörden (adliyeler), wenn sie in unserer Angelegenheit (temas) gegen uns verhandelten (cihet), stets entsprochen (mazhar). Aus diesem Grund habe ich, obwohl ich seit acht Jahren so viele Schikanen (işkenceler), Gefängnisstrafen (hapisler) und Unterdrückung (tazyikatlar) erfahren musste, aufgrund dieses gewaltig großen Geheimnisses (sırr-ı azîme) mich nie über einen von den Justizbeamten (adliye adamlar) erzürnt oder ihn gar verflucht (küsmek ve beddua), sondern empfinde im Gegenteil in meinem Herzen (kalb) stets eine Art Dankbarkeit (minnetdarlık), trage ihm gegenüber darin meine Dankesschuld (teşekkür) und einen Segenswunsch (tebrik).

Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei; und fürwahr: es gibt kein Ding, das nicht lobpreisend Ihm dankt. Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}

Meine lieben getreuen, aufrichtigen und stets opferbereiten Mitbrüder!

Erstens: Aus ganzem Herzen und tiefster Seele (ruh u canım) beglückwünsche ich euch (tebrik) zu eurem außerordentlich lichtvollen Dienst am Glauben (nuranî hizmet-i imaniye).

Zweitens: Darüber, dass die religiösen Liberalen (dindar Ahrarlar) mich so begeistert (hararet) bei ihrem Kongress in Ankara mit einem Auftrag (vazife) im Amt (daire) für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti) einsetzen wollten (tavzif) und die Schüler des Lichtes (Nur talebeler) in der Medresetü'z-Zehra für diese Angelegenheit (mesele) zu einem Vermittler (vasıta) machten, damit ich diesen Auftrag annehme (kabul), sage ich:

Den Abgeordneten (meb'uslar) und ihren religiösen Gefährten (dindar arkadaş), die in dieser Versammlung (toplantı) diesen Vorschlag (teklif) gemacht haben, teile ich meine Dankbarkeit (teşekkür) und meine Grüße mit und bete (dua) sehr für ihren Erfolg (muvaffakiyet). Da ich aber körperlich volkommen schwach (ziyade zayıf), dazu sehr krank (şiddetli hasta) und schon alt (ihtiyar) bin und bereits hilflos (perişan) vor dem Tor des Grabes (kabir kapısı) stehe, daher auch nicht mehr in der Lage (iktidar) bin, diesen heiligen Dienst (kudsî vazife) zu verrichten, können an meiner Stelle die geistige Körperschaft (şahs-ı mânevî) der Risale-i Nur und die geistige Körperschaft (şahsiyet-i mânevi) der aufrichtigen und wahrhaftigen (has ve hâlis) Schüler des Lichtes (Nur şakirtleri) und der wahrhaftig opferbereiten (hakikî fedakârlık) der İslâmiyet an meiner statt, wie sie diesen heiligen Dienst (kudsî vazife) bis jetzt ehrenamtlich (gayr-ı resmî) und insgeheim (perde altında) versehen haben, wolle es Gott (inşaallah), nun auch in einer offiziellen (resmî) Form versehen. Und ich überlasse ihnen diesen Dienst (havale ederiz).

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Euer Bruder, der eures Gebetes bedürftig (duanıza muhtaç) ist
Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Hier geht es nun darum, wie ich in meinem Leben (hayat) den Glauben (iman) schon hier in dieser Welt (dünya) als eine Art Freude (lezzet) des Paradieses (Cennet) empfangen (temin) habe:

Seit meinem neunten Lebensjahr habe ich meine liebevolle Mutter (şefkatli vâlidem) nicht mehr gesehen und konnte also bei ihren Gesprächen (sohbet) nicht mehr anwesend sein. Ich habe also meiner Ehrfurcht bei ihren Gesprächen (hürmetli muhabbet) entbehren müssen und habe auch meine drei Schwestern (hemşire) seit meinem fünfzehnten Lebensjahr (yaşımdan) nicht mehr gesehen. Möge Gott sich ihrer erbarmen (Allah rahmet etsin)! Sie sind nun bereits zusammen mit meiner Mutter in die Welt (âlem) des Zwischenreichs (berzah) hinübergegangen. Daher habe ich auch ihre in der Welt (dünya) so fröhlichen (zevkli), genussvollen (lezzetli), geschwisterlichen Unterhaltungen (uhuvvetkârane sohbet), wie auch ihre Barmherzigkeit und Achtung (merhamet ve hürmet) mir gegenüber, entbehren müssen. Zwei meiner drei Brüder habe ich auch seit fünfzig Jahren nicht mehr wiedersehen können. Möge sich Gott (Allah) ihrer erbarmen (rahmet)! Ich habe auch die Gespräche (sohbet) dieser beiden so wertvollen (kıymetdar), frommen (dindar) und gelehrten (âlim) Brüder, die Freude (sürur) bei ihren respektvollen Gesprächen (hürmetkârane muhabbet) und ihre liebevolle Barmherzigkeit (merhametkârane şefkat) entbehren müssen. Wie die Risale-i Nur zeigt, dass im Glauben (iman) noch in dieser Welt (dünya) ein Samenkorn des Paradieses (Cennet çekirdek) liegt, wurde mir in meinem Geist (ruh) ohne Zweifel ein Fünkchen aus dem Kern des Paradieses (Cennet), der im Glauben (iman) liegt, eingegeben (ihtar), als ich heute mit meinen vier geistigen Kindern (manevî evlâd), die sich in meinem persönlichen Dienst (fedakâr hizmet) opferbereit um mich kümmern, einen Ausflug (seyahat) unternahm.

Da ich in diesem Leben ledig geblieben (ömrümde mücerred) bin und in dieser Welt (dünya) keine eigenen Kinder habe, habe ich die liebevolle Freude (şefkatkârane zevkler) und meine Zufriedenheit (memnuniyet) mit den Kindern entbehren müssen. Doch habe ich deswegen keinen Mangel (noksaniyet) verspürt. Daher hat mir Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) in Seiner Güte (ihsan) jedoch heute für meine vier Wunden einen Sinn (mana) eingegeben, der mich überaus froh (zevkli) gestimmt und sie in dreierlei Hinsicht geheilt (cihetle tedavi) hat.

Eine Hadith, die in der Risale-i Nur erklärt wurde, lautet:
عَلَيْكُمْ بِد۪ينِ الْعَجَائِزِ

{"Ihr sollt dem Glauben der frommen Alten folgen."}

Durch die alten Frauen (ihtiyar kadın), die aus der Risale-i Nur ganz wunderbar ihren Nutzen ziehen (hârika istifade) und sich geistig daran erfreuen (zevk-i ruhanî), schenkte mir die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) anstelle der Freude (lezzet), die mir aus der besonderen, barmherzigen Liebe (merhametkârane şefkat) meiner Mutter selig (merhume vâlide) erwuchs, Tausende Mütter in einer umfassenden und allgemeinen (küllî ve umumî) Form.

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Anstelle der liebevollen, geschwisterlichen Freude (şefkatkârane) und dem Frohsinn (sevinç ve sürur) meiner drei selig verstorbenen Schwestern (merhume hemşire) hat sie mir durch die Risale-i Nur Hunderttausende junge Frauen als Schwestern (hemşire) gegeben (ihsan). Durch ihre Gebete (dua) und durch ihre Verbundenheit (alâkadarlık) mit den Lichtern (Nurlar) schenkte (ihsan) sie mir anstelle dieser drei Vorteile (faide), die ich mit meinen Schwestern (hemşire) verloren habe, Tausende geistige Vorteile (faide-i manevî) und geistige Freuden (sürur-u ruhî). Es gibt Beweise und Zeichen (delil ve emare), die meine Mitbrüder kennen und viele Beweise dafür, dass dieser zweite Teil wahr (hakikat) ist.

Statt der materiellen und geistigen (maddî, manevî) Unterstützung, seiner Liebe und seines Mitgefühls (muhabbet ve şefkat) in dieser Welt, dessen ich nach dem Hinscheiden meines opferwilligen (fedakârane) Bruders selig (merhum kardeşimin vefatı) entbehren musste, hat die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) mir Hunderttausende wahrhaftige Brüder (hakikî kardeş) geschenkt, die mir gegenüber wahrhaft liebevoll (hakikî şefkat) sind, mich unterstützen und mir helfen (muavenet ve yardım), und die nicht nur dazu bereit sind, ihr Leben (hayat) auf dieser Erde (dünya), sondern vielmehr auch das Kapital (sermaye) ihres jenseitigen Lebens (hayat-ı uhrevi) zu opfern (fedai), um mir im Dienst (hizmet) der Risale-i Nur zu helfen (yardım).

Da ich in dieser Welt (dünya) keine leiblichen Kinder habe, habe ich den überaus genussvollen (zevkli meziyet) Vorzug einer Liebe (şefkat) gegenüber den Kindern entbehren (mahrumiyet) müssen. Anstelle einer solchen Liebe (şefkat) gegenüber ein, zwei Kindern werden Hunderttausende Unschuldige (masumlar) in Zukunft durch die Risale-i Nur geschult (beslenmeler) werden. So wird sich diese persönliche, ganz individuelle, liebevolle (hususî, cüz'î, şefkatkârane) Behandlung von drei Kindern in eine von Hunderttausenden umwandeln. Dafür gibt es schon heute vielerlei Anzeichen. Sogar diejenigen, die sich um meine persönlichen Angelegenheiten (bana hizmet edenler) kümmern, wissen, dass die unschuldigen Kinder (masum çocuklar) in Bolvadin und in Emirdag mir auf den meisten Straßen vielmehr Liebe (şefkat), Respekt (hürmet) und Verbundenheit (baglılık) erweisen als ihren eigenen Eltern. Es gibt noch viele Beispiele dafür, dass diese individuelle (cüz'î), persönliche (şahsî), private Freude (hususî zevki), dieser Genuss (lezzet), diese liebevolle Hochachtung (şefkatkârane hürmet) sich in tausenderlei umfangreiche, ganz allgemeine (küllî ve umumî) Formen verwandelte.

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Wie auch bei einem Teil der gesegneten Geistwesen (mübarek zîruh) ein Gefühl der Vorausschau (hiss-i kabl-el vuku') gegeben ist, verspüren (hissetmiş) auch diese unschuldigen Kinder (masum çocuk) in ihrer Seele (ruh) in einem solchen Gefühl der Vorausschau (hiss-i kabl-el vuku'), dass die Risale-i Nur sie wie ein Vater (babalık) im Diesseits wie im Jenseits (dünyevî, uhrevî) beschirmt und beschützt (terbiye ve muhafaza), sodass sie dem Diener des Lichtes (Nur'un hizmetkâr) gegenüber eine noch größere Hochachtung als ihren eigenen Eltern entgegenbringen. Ein kleines Mädchen, das noch kaum drei Jahre alt war und das ich noch nie zuvor gesehen und nie gekannt hatte, kam einmal ungeachtet aller Dornen (dikenlere basarak) barfuß zu mir gelaufen. Im Übrigen habe ich noch sehr viele Freunde (dost) in Bolvadin. Und auch wenn wir mit einem Auto sehr schnell (çok hızlı) vorbeifahren, können wir uns dennoch nicht vor ihnen retten (kurtulamak). Obwohl sie noch nie etwas von mir gehört und mich noch nie zuvor gesehen hatten, zeigen sie mir doch überall ein Interesse (alaka), wie sie es ihren eigenen Eltern nicht entgegenbringen (alâka). Ich habe erkannt, dass für mich auch hinsichtlich meiner eigenen Seele (nefs), meines Wunsches (heves) und meines Leibes (cisman) ein Korn des Paradieses (Cennet çekirdek) im Glauben (iman) liegt.

Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Damit diejenigen, die gekommen sind, um unseren Meister zu besuchen (Üstadı ziyaret) und wieder zurückkehren mussten, ohne ihn auch nur gesehen zu haben, weil wir sie nicht hereingelassen haben, sich jetzt nicht gekränkt fühlen (hatırları kırılmamak), sind wir nun dazu gezwungen (mecbur), einen ansonsten unbekannten, außergewöhnlichen Seelenzustand (ahval-i ruhiyesi) unseres Meisters (Üstad) bekannt zu machen (beyan). Wegen einer kleinen Unachtsamkeit (dikkatsizlik) heute, dachte (niyet) er sogar daran, unseren Dienst (hizmet), den er doch so dringend (gayet çok muhtaç) brauchte, wieder zu beenden. Doch obwohl ihm das, was wir jetzt hier niederschreiben, zuvor in den Sinn (hatır) gekommen war, verzieh er uns (afvetti) später und danach war's wieder gut (helâl). Hier ist also nun der folgende Sachverhalt (hakikat):

Wir haben ohne Zweifel (kat'iyyen) verstanden: Unser Meister (Üstad) hat den größten Teil seines Lebens (hayat) für sich allein (tecerrüd) verbracht. In seinem ganzen Leben nahm er Geschenke (hediye) nicht an, denn Geschenke ohne Gegenleistung (mukabilsiz) machten ihn krank (hasta). Heute kann er selbst Respekt (hürmet) oder auch nur ein freundschaftliches (dostluk) Gespräch nur mühsam (agır) ertragen. Wir haben auch öfter bemerkt: will man seine Hände (musafaha) schütteln oder seine Hand küssen (öpmek), so fühlt er sich dadurch dermaßen gestört (ruhen müteessir), so als hätte man ihm eine Ohrfeige (tokat) versetzt. Auch wenn man ihn nur anschaut oder gar aufmerksam (dikkat) betrachtet, so fühlt er sich dadurch bereits gestört (şiddetle müteessir). Auch wenn wir für ihn seine persönlichen Dienste (hizmet) erledigen, dürfen wir ihn dabei ohne Not (zaruret) nicht anschauen. Das Geheimnis (sırr) dessen und die Weisheit (hikmet) dahinter haben wir mit Sicherheit (kat'iyyen) so verstanden:

Da das Wesen (esas) des Weges (meslek) der Risale-i Nur eine aufrichtige Wahrhaftigkeit (hakikî ihlas) ist, stören (dokunuyor) ihn solche Vorfälle (tezahür), wie wenn er ein Gespräch führen (sohbet) soll, oder Leute ihm übertrieben ihren Respekt erweisen (fazla hürmet) wollen, die in heutiger Zeit des Egoismus (enaniyet) als ein Merkmal (alâmet) der Selbstsucht (nefisperestlik), der Scheinheiligkeit (riyakârlık) und der Falschheit (tasannu') gelten können, ganz besonders. Deshalb sagt er:

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"Wenn es sich bei demjenigen, der sich mit mir treffen will, um das Jenseits (âhiret) oder um die Risale-i Nur handelt, so hat hier die Risale-i Nur überhaupt nichts offengelassen, wofür mein eigener Beitrag (kat'iyyen ihtiyaç) noch vonnnöten wäre. Denn jedes ihrer Millionen Exemplare (nüsha) bringt so viel Nutzen (faide) mit sich wie zehn Saids. Wenn es sich bei solchen Treffen um die Welt (dünya) und um weltliche Angelegenheiten handelt, so ist das für mich nur ein Zeitverlust (vakti zayi'), da ich mich bereits definitiv von der Welt (dünya) abgewandt habe und deswegen die weltlichen Angelegenheiten für mich nutzlos (malayani) geworden sind, weshalb ich mich dann sehr gelangweilt (cidden sıkılır) fühle. Wenn es sich dabei um den Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur und ihre Verbreitung (intişar) handelt, so genügt (kâfi) an meiner Stelle (benim bedelime) ein Gespräch mit meinen wahrhaftigen, mir in meinem persönlichen Dienst (hizmet) opferbereit zur Verfügung stehenden Schülern, meinen geistigen Kindern (manevî evlâd) und meinen Mitbrüdern (fedakâr talebe), was meinen eigenen Beitrag dazu völlig überflüssig (hiç ihtiyaç yok) macht. Diejenigen, die einen langen Weg (uzun yerler) zurückgelegt haben und aus weit entfernten Ländern (uzak memleket) hergekommen sind, sowie alle übrigen Mitbrüder (başka kardeş) sollen deswegen nicht gekränkt sein (hatırları kırılmasın). Denn seit zehn Jahren rezitiere ich (okudu evrad) oder bete je nach Auftrag (tevkil) anderer jeden Morgen und erwähne dabei jedes Mal, wenn ich jemandem den Segen meiner Gebete (sevab bagışladık) zuwende: "Oh Herr (Ya Rabbi!), der Segen dieser Rezitation möge in das Buch der guten Taten (defter-i a'mal) derer, die gekommen sind, sich mit mir zu treffen und wieder zurückkehren mussten, ohne sich mit mir treffen zu können, eingeschrieben werden." Und so schenke ich ihren Seelen den Segen (ruhlarına hediye) meiner Gebete."

Den obigen Seelenzustand unseres Meisters (Üstadımızın halini) geben wir unseren Mitbrüdern (beyan) bekannt.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Die Schüler des Lichtes (Nur Talebe)
In seinem Dienst (hizmet)
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Ein Zitat aus der Ausgabe (nüsha) der Zeitung "Fortschritt (Ileri)" vom 13. April 1957, während der Meister (Üstad) Bediüzzaman mit seinen Segen bringenden Händen (ugurlu elleri) den Baubeginn einer neuen Moschee eröffnet (temeli atıldı).

Üstad Bediüzzaman Said Nursî hat den Baubeginn der Moschee auf dem Gelände der dritten Ausbildungsdivision (Egitim Tümen) eröffnet. (Von unserem Sonderberichterstatter (muhabir) aus Isparta)

Zur Feier (tören) des Baubeginns einer Moschee (câmiin temeli), der auf dem Gelände der dritten Ausbildungsdivision (Egitim Tümen), das vor einigen Jahren in Isparta eröffnet (teşekkül) wurde, in einer großartigen, öffentlichen Feierstunde (merasim) beschlossen (karar) wurde, wurde der Verfasser (müellif) der Risale-i Nur Üstad Bediüzzaman Said Nursî Hazretleri eingeladen, der sich gerade in Isparta befand. Der Meister, der mit viel Aufmerksamkeit empfangen (alâka karşılanan) worden war, entleerte bei dieser Feier mit seinen Segen bringenden Händen (ugurlu elleri) die erste Kelle Mörtel (temele ilk harc) und sprach dabei die Gebete (dua).