Briefe aus Emirdağ-2
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Eine subtile Erinnerung an ein Gefängnis

In den Gefängnissen, besonders in dem Gefängnis in Afyon, pflegten die hilflosen Gefangenen - da die alten ungerechten Despoten, entsprechend ihrer Art zu täuschen, ab und zu einmal von einer Amnestie (af) redeten - mich zu fragen: "Wird es eine Amnestie geben?"

Ich pflegte ihnen dann zu sagen: "Diese ungerechten Herren pflegen zu täuschen." Da nun einmal die Schüler des Lichtes (Nur şakirdleri) zum dritten Mal ins Gefängnis gesperrt worden sind, in der Absicht die Gefangenen zu trösten und neunzig von hundert unter ihnen dazu zu bringen, wieder ihre Gebete (namaz) zu verrichten, hoffe ich bei der Barmherzigkeit Gottes (Rahmet-i İlahiye) mit ganzer Kraft, dass dies ein Vorzeichen (alâmet) dafür ist, dass die Gefangenen infolge einer Generalamnestie wieder freigelassen werden. Dies hoffe ich mit ganzer Kraft und so verkündige ich es ihnen. Und viele Male habe ich vielen Männern diesen Trost gespendet.

Unendlicher Dank sei Gott, dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), dass die tapferen Demokraten mich in dieser Hoffnung und in dieser Botschaft bestätigt haben und ein Anlass wurden, viele unschuldige Gefangene, die durch den Vorwand einiger willkürlicher und parteiorientierter (tarafgirane) Gesetze und vorgeschobener Gründe (kanunların bahanesi) sowie einiger vom Hass erfüllter Beamter im Interesse ihrer Parteischaft (tarafgirlik) erdrückt wurden, von ihrer Qual zu befreien. So haben sie denn den mutigen Teil des Volkes für sich und für die allgemeine Sicherheit und Ordnung (asayiş) gewonnen. Aus diesem Anlass haben sich sehr viele Gefangene wegen ihrer ernsthaften Verbundenheit mit den Lichtern (Nurlara) und den Nurcus voll und ganz gebessert (ıslah-ı hal), haben keinen Schaden mehr für Land und Volk (vatan ve millet) angerichtet, sondern sind vielmehr zu einer nützlichen Gruppe und zu einem Glied (hizb ve uzv-u nâfi') in ihm geworden.

Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ
اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Friede sei mit euch, Sein Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Seiner Exzellenz, unserem vielgeliebten Meister und Herrn.

Den Artikel mit der Überschrift: "Die Risale-i Nur kann nicht vernichtet werden," welcher in der Tat die Wahrheit (hakikat) ist, haben wir an die Privatadresse des Herrn Ministerpräsidenten und des Justizministers sowie noch an verschiedene andere Ministerien mit ihren offiziellen Adressen gesandt. Wir haben auch eine Kopie davon den Abgeordneten mitgegeben, mit denen wir gesprochen haben. Und sie alle sagen, dass sie sich in dieser Angelegenheit einsetzen werden. Auch Tahsin Tola aus Senirkent, der Abgeordnete aus Isparta, interessiert sich sehr dafür und sagte dazu: "Die Regierung hat jetzt begonnen, mit dem Kommunismus zu brechen. Dieser Kampf kann nicht nur mit der Polizei geführt werden. Die Nurcus kämpfen seit zwanzig Jahren dagegen und leisten so der Regierung einen großen Dienst. Heutzutage sind die beste und wirksamste der verschiedenen Strömungen im Lande die Nurcus."

Der Prediger und Abgeordnete (vaiz ve meb'us) Ömer Bilen sowie zwei weitere Abgeordnete namens Hasan Fehmi Ustaoglu und Fehmi Çobanoglu, diese beiden älteren Herren erweisen Ihnen sehr viel Respekt und senden gleichfalls ihre Grüße. Beide sagen, dass unser geliebter Meister (Üstad) ein wahrhafter Lehrer (mürşid-i hakikî) der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur dieses Zeitalters ist und fügen noch hinzu "Es ist sein Segen (himmet), weswegen dieser unerwartete Sieg errungen werden konnte."

Diese ehrenwerten Abgeordneten, die sagen, dass sie von Euch, unserem geliebten Meister (Üstad) in vielerlei Hinsichten Hilfe erfahren haben, sagen auch, dass sie mit großer Hoffnung, auf Eure Gebete (dua) und den Dienst (hizmet) der Risale-i Nur vertrauend, in die Zukunft schauen und sagen dann: "Wir erwarten von der Barmherzigkeit (rahmet) Gottes, des Gerechten (Cenab-ı Hakk), dass die İslâmiyet mit all ihrem Ruhm im Kreise der Menschenwelt erglänzen wird." Am gestrigen Mittwoch sprachen drei Abgeordnete untereinander, dass sie bei Gelegenheit gerne unseren Meister besuchen wollten.

Abdullah, Sungur
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Eine Zusammenfassung des Abschnitts mit der Überschrift: "Meine Klage vor dem Großen Gericht am Jüngsten Tage und eine Anmerkung zu meinem Plädoyer"

Dies ist eine Kopie des Gesuches, das unser Rechtsanwalt an das Revisionsgericht gesandt hat. Gegen den furchtbaren Beschluss, den Beschluss der Beschlagnahme, sollt Ihr den religiösgesinnten Abgeordneten - von euch zusammengefasst - sinngemäß sagen:

In dieser Art Beschlagnahme zeigt es sich, inwieweit sie gesetzeswidrig ist, sodass sie die Regierung der Demokraten nicht anerkennen und dass sie den Befehl des Justizministers nicht befolgen, ja sogar missachten. Außerhalb der Gerechtigkeit der Justiz dominiert hier ein fürchterliches Hassgefühl.

Die Bücher, die sie erhalten haben - alle ohne Ausnahme - wollen sie nicht wieder zurückgeben. So verdichten sie denn ein, zwei Wörter unter Tausenden als einen Vorwand, zu einem Anklagepunkt (suç mevzuu), um auf diese Weise die Verbreitung der Lichter (Nurlar) zu verhindern. Dabei haben wir dann in unserem Plädoyer anhand unseres Verzeichnisses ihre Fehler und unsere Korrekturen (Hata-Savab) nachgewiesen, dass sich in ihren Anklagepunkten, mit denen sie uns für schuldig erklären wollten, 81 Fehler befinden, wodurch ihr ganz offensichtlicher Hass zum Ausdruck kommt. Des Weiteren begehen sie eine Ungerechtigkeit, indem sie wegen des einige Zeilen langen Kommentars (tefsir) zu den beiden Ayat über die Verschleierung der Frau (tesettür) und über das Erbrecht (irsiyet), welche in Hunderttausenden auch heutzutage keineswegs verbotenen Kommentarbüchern geschrieben stehen, mit einer einzigartigen Ungerechtigkeit, die in der Welt überhaupt kein Gesetz zulassen würde, den vierhundertseitigen Sammelband (mecmua) Zülfikar beschlagnahmten und uns nicht wieder zurückgeben. Des Weiteren wurden alle Abhandlungen der Risale-i Nur, die sie in Afyon zwei Jahre lang einbehalten hatten, schon vorher durch die Gerichtshöfe sowohl in Denizli als auch in Ankara und in Isparta freigegeben (beraet) und ihren Besitzern wieder ausgehändigt. Und später hat das Ordnungsamt (hükûmet) in Isparta die beiden Bücher "Zülfikar" und "Stab Mosis" (Asâ-yı Musa) unter dem Vorwand einer Veröffentlichung ohne Genehmigung beschlagnahmt, uns jedoch, nachdem sie diese vier Jahre lang einbehalten hatten, hundertsiebzig Exemplare ohne jede Ausnahme wieder zurückgegeben.

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Unser allerschlimmstes Verbrechen (suç) aber war es, dass wir in einem vertraulichen (mahrem) Abschnitt der Risale-i Nur vor fünfzig Jahren, anlässlich eines Kommentars (tefsir) zu einer Hadith über Mustafa Kemal, der selbst durch sein Leben und Sterben (hayat ve memat) bestätigt hat, dass er diese fürchterliche Person (müdhiş şahıs) ist, die mittels einer Zwangsverordnung (cebrî kanun) befahl, einen Hut zu tragen, dass er im Vertrag von Lausanne versichert hat, den Glauben (din) und den Islam dieses gesegneten türkischen Volkes (mübarek Millet) aufzuheben, dass er trotz seiner so grausamen und schrecklichen Angriffe nicht einen einzigen ehrlichen muslimischen Türken zum Protestanten machen konnte, dass er mit seinen Taten bewiesen hat, dass er gegen das islamische Volk (millet) einen gewaltigen Schaden (pek çok zarar) anrichtet, von dem eine heilige Hadith berichtet, dass er der Sufyan, der Vernichter der Religion ist. "Wir bemühen uns, die Liebe zu ihm im Herzen zu vernichten." Mit dieser Anschuldigung (isnad) haben sie in ihrem Beschluss den Grund {Der Grund ist der, dass wir uns bemühen, die Liebe der Menschen zu Mustafa Kemal in ihren Herzen auszulöschen. (A.d.Ü.)} zu unserer Verhaftung bezeichnet. Das Revisionsgericht (Mahkeme-i Temyiz) hat diesen rechtswidrigen Beschluss des Gerichtshofes in Afyon aufgehoben und begonnen, einen neuen Prozess (dava) zu eröffnen. Nach dem Erlass einer Amnestie (af kanunu) wurde dieser Prozess mit allen Akten und mit allen Werken des Lichtes (Nur eserleri) zum Verstauben in ein Archiv geworfen und später durch das Justizministerium aufgrund eines Telegramms, das Sungur gesendet hatte, ein Befehl erlassen, alle Bücher zurückzugeben. Trotzdem haben sie kein einziges zurückgegeben und wollten diejenigen, die zum Thema der Anklage wurden, von Neuem untersuchen, ja sogar alle zum Thema der Anklage machen, wodurch sie die vollständige Freigabe der Risale-i Nur verhindern wollten. Es ist daher notwendig, die Aufmerksamkeit des Ministerpräsidenten und des Justizministers auf derartige Personen zu lenken, die solche Aussagen machen und uns seit drei Jahren täuschen. Und so besteht denn im Interesse des Landes und des Volkes die Notwendigkeit, sie nicht weiter mit den Angelegenheiten des Lichtes (Nur) zu beauftragen und stattdessen den in diesem Sinne die Gerechtigkeit verehrenden Demokraten ein entsprechendes Gesuch zu übersenden.

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Um unser Qur'an-Exemplar, in dem der Name des "Majestätischen (Lafza-i Celal)" in wunderhaft-symmetrischer Übereinstimmung augenscheinlich zu erkennen ist, zurückzubekommen, müssen wir ein Gesuch beim Amt für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti) einreichen. Wir bitten daher die freiheitsliebende Regierung der Demokraten, uns Nurcus mit besonderer Aufmerksamkeit vor den nur mit Hass und mit dem fremdländischen Finger gegen uns geschmiedeten Intrigen und Schikanen zu retten, was uns und der ganzen islamischen Welt eine ganz große Freude bereiten würde.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Wir gratulieren noch nachträglich von ganzem Herzen und tiefster Seele zum Geburtstag des Propheten (Mevlid-i Nebeviye).

Zweitens: Zu eurem Erfolg bei der Verbreitung des Lichtes (Nur) wird euch die islamische Welt gratulieren und euch zujubeln. Schon jetzt sind die Vorzeichen dafür erkennbar. Ein Beispiel dazu:

Der Erziehungsminister (Maarif Vekili) Pakistans ist um der Lichter (Nurlar) willen zu mir gekommen, hat einen Teil der Risale-i Nur mitgenommen und zu mir gesagt: "Ich werde mich darum bemühen, sie unter den neunzig Millionen Muslimen zu verbreiten." So hat er sie denn mitgenommen und ist wieder gegangen.

Und wie sehr auch die Heuchler (münafıklar) gegen uns arbeiten, so haben die Leute dennoch die Risale-i Nur in ferne Länder gebracht, sowohl in Europa als auch in Asien. Des Weiteren haben auch die Deutschen in Berlin, nachdem sie das Zülfikar erhalten hatten, dies in ihren Zeitungen jubelnd bekanntgegeben.

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Des Weiteren lesen die Gläubigen (ehl-i iman) hierzulande den "Stab Mosis" (Asâ-yı Musa) und das "Zülfikar", gegen die sich der alte Ministerpräsident und der Innenminister am heftigsten widersetzt und sie verboten hatten, in völliger Begeisterung und ohne auf ihr Verbot zu achten. So gibt es in Ankara sehr viele, die sie lesen.

Des Weiteren haben die Gefängnisdirektoren in einigen Ortschaften zweier oder dreier Provinzen beschlossen: "Wir wollen unsere Gefängnisse zu Schulen des Lichtes (Medrese-i Nuriye) machen, sodass auch unsere Gefangenen wie die Gefangenen in Denizli und Afyon durch die Lichter (Nurlar) gebessert werden."

Drittens: Der inzwischen verstorbene (merhum) Burhan war Analphabet und zugleich ein versteckter Held des Lichtes (Nur). Und so wünsche ich denn mein Beileid (ta'ziye) allen Bewohnern von Isparta, besonders aber seinen Verwandten als auch den Schülern (şakirdler) der Medreset-üz Zehra. Ich hatte diese Nachricht vor etwa fünf, sechs Tagen erhalten. So habe ich denn in diesen sechs Tagen bis heute mehr als tausend Mal für ihn gebetet (dua). Denn jedes Mal, wenn ich in diesen sechs Tagen etwa vierhundert Mal in meinem Gebet (vird) اَجِرْنَا مِنَ النَّارِ {"Rette uns vor dem Feuer!"} rief, auch ihn mit eingeschlossen. Denn alles, was ich auch immer rezitiere, das schenke ich Burhan.

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Viertens: Die Lichter (Nurlar) haben nun begonnen, die Schulen vollständig zu erleuchten. Das brachte diese Schüler dazu, dass sie mehr noch als die Studenten einer Medresse zu Besitzern (sahib), Verbreitern (naşir) und Schülern (şakird) der Lichter (Nurlar) wurden. Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass auch die Leute einer Medresse Schritt für Schritt für die Lichter (Nurlar) begeistern, die ihr wahres Eigentum und ein Ergebnis ihrer Schulung (medrese mahsulü) sind, auch ihre Eigentümer werden. Auch heute herrscht bereits seitens vieler Muftis und vieler Gelehrter (ulema) rege Nachfrage nach den Lichtern (Nurlar) und auch ein großer Bedarf. Heute sind die wichtigsten Leute einer Tekke die Leute des Ordens (ehl-i tarîkat). Es ist jedoch notwendig, ja geradezu unentbehrlich, dass sie mit all ihrer Kraft die Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleleri) aufleuchten lassen und sich zu eigen machen.

{(Anmerkung): Hier dazu ein bedeutendes Beispiel: Alle Anhänger Hacı Abdullahs aus Seydişehir haben sowohl in Kastamonu, als auch in Isparta wie auch in Eskişehir den Kreis der Risale-i Nur als den Kreis ihres Ordens (tarîkat) verstanden. Diejenigen unter ihnen, welche den Lichtern (Nurlar) begegnen, machen sie sich voll des Lobes zu eigen. Möge Gottes Segen Tausend Mal über ihnen sein (bârekâllah)!}

Bis jetzt konzentrierte ich mich immer nur auf die Wahrheiten des Glaubens (iman hakikatı) und sagte: "Jetzt ist nicht die Zeit der Orden (tarîkat zamanı). Denn diese ketzerischen Erneuerungen (bid'a) verhindern das." Nun aber hat es sich doch herausgestellt, dass es für jeden, der einem Orden folgt (tarîkat ehli), notwendig, ja geradezu unentbehrlich ist, in den Kreis der Risale-i Nur, die im Namen der Tradition des Propheten (Sünnet-i Peygamberî) heutzutage eine Zusammenfassung aller großen zwölf Orden (tarîkat) ist und sie in dem größten Kreis aller Orden liegt, den jeweiligen Kreis seines eigenen Ordens (tarîkat) sieht und dort eintritt. Zudem kann selbst noch der größte Sünder (günahkâr) unter den Leuten des Ordens (ehl-i tarîkat) nicht so schnell dem Atheismus (dinsizlik) verfallen. Sein Herz gibt sich nicht so rasch geschlagen. Deshalb können sie wahre, nicht mehr zu erschütternde, wirkliche Nurcus werden. Dabei ist es einzig und allein notwendig, nach Menschenmöglichkeit nicht den ketzerischen Neuerungen und jenen Todsünden (büyük günah) zu verfallen, welche die Gottesfurcht (takva) zunichtemachen.

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Fünftens: Es gibt gegen Glaubenslosigkeit (zındıka), Religionslosigkeit (dinsizlik), Anarchie und Materialismus (maddiyyunluk), welche heutzutage die größte Bedrohung sind, einzig und allein nur noch einen einzigen Ausweg; und der besteht darin, sich an die Wahrheiten des Qur'ans zu halten. Andernfalls lässt sich das Übel der Menschheit (musibet-i beşeri), das dieses riesige China in ganz kurzer Zeit in ein kommunistisches Land verwandelt hat, nicht durch politische und materielle Kräfte zum Schweigen bringen. Das, was es zum Schweigen zu bringen vermag, ist allein die Wahrheit des Qur'ans.

Was nun die "Nacht der Bestimmung" (Leyle-i Kadir) betrifft, so sind jetzt aufgrund der entsprechenden Abhandlung für die Jugend (Rehber Risalesi) ihre Spuren bereits sowohl in Amerika als auch in Europa zu erkennen. Daher liegt die wahre Macht unserer heutigen Regierung darin, sich auf die Wahrheit des Qur'ans (hakaik-i Kur'aniye) zu stützen und ihr zu dienen. Dadurch kann sie im Rahmen der islamischen Bruderschaft und der Einheit des Islams die Bruderschaft von dreihundertfünfzig Millionen erwerben, die ihr als ihren Rückhalt (ihtiyat kuvveti) dienen. Früher waren die christlichen Staaten nicht für diese Einheit (ittihad) des Islams. Aber jetzt, da sich der Kommunismus und die Anarchie auszubreiten beginnen, müssen nun sowohl Amerika als auch die europäischen Staaten auch für den Qur'an und für die Einheit des Islams eintreten.

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Sechstens: Ein Abgeordneter, der ein Schüler des Lichtes (Nur talebesi) ist, kam zu mir und sagte:

Ich bin zum Justizministerium gegangen und habe dort von dem Beschluss zur Beschlagnahme der "Lichter" (Nurlar) in Afyon berichtet. Da sagte der Justizminister Özyörük zu mir: "Ich habe dem Gericht in Afyon bereits Anweisung erteilt, die Lichter (Nurlar) vollständig wieder zurückzugeben. Sogar den "Stab Mosis" (Asâ-yı Musa), der sich noch bei mir befindet, werde ich dem Verfasser wieder zurückgeben." Das hat er mir selbst gesagt.

Diese Aussage von Halil Özyörük zeigt, dass er für die Demokraten und für die Lichter (Nurlar) einsteht.

Allen Tausende Grüße (selâm)

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Euer Mitbruder
Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist. (Sure 17,44) Der Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}

Meine lieben getreuen Mitbrüder und jungen Helden des Lichtes!

Erstens: Aus ganzem Herzen und tiefster Seele gratulieren wir Euch zu Eurem Dienst am Licht (hizmet-i Nuriye), den Ihr in einer Stadt wie Ankara auf wunderbare Weise verseht. Ihr habt über unsere Erwartung hinaus unter den Lehrern und Studenten (ehl-i maarif ve mekteb) in der Tat auf eine sehr bedeutende Weise dazu beigetragen, sie wachzurütteln. Diesen Dienst (hizmet), den Ihr in einem Jahr in einer Stadt wie Ankara verrichtet habt, hätte man ansonsten kaum in zehn Jahren verrichten können. Ihr dürft damit zufrieden sein, dass Ihr in einer so kurzen Zeit eine solche Aufgabe für den Glauben (vazife-i imaniye) erfüllen konntet. So lasst denn Eure geistige Kraft (kuvve-i manevi) nicht durch unbedeutende Ereignisse wieder beeinträchtigt werden. Sie sollen euch vielmehr dazu veranlassen, noch entschlossener zu arbeiten.

In einer Zeit, wo in dergleichen Ortschaften, in denen von innen und außen etwa zwanzig verschiedene politische und gesellschaftliche Strömungen voll Arroganz (hodfüruş) und Hass (garaz) aufeinanderstoßen, bewirkt Euer Dienst am Qur'an und am Glauben (iman), dass sich die Studenten an der Universität die Lichter (Nurlar) hochschätzend aneignen und versetzt alle Nurcus in Freude. Und so möge denn Gott in Zukunft es so wollen (inşâallah), dass auch die ganze islamische Welt (âlem) in eine solche Freude versetzt wird.

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Für Euren geringen Dienst (hizmet) gibt es dann einen großen Lohn. So wie manchmal während des Wehrdienstes eine Stunde Wache unter erschwerten Umständen wie ein Jahr Anbetung (ibadet) gilt, habt ihr Nurcus an der Universität in Istanbul auch in einer kurzen Zeit viel geleistet. Auch wenn der Ertrag Eurer Arbeit nur gering sein mag, seid Ihr dennoch damit zufrieden.

Wenn sich in vorderster Front einige Schwache zurückziehen, regt das bei den Mutigeren noch stärker das Gefühl ihrer Zusammengehörigkeit an. Der Rückzug einiger Ängstlicher soll bei den opferwilligen des Lichtes (Nur fedakârlar) bewirken, dass sie mit noch mehr Einsatz und Ausdauer, ja selbst noch mehr Begeisterung arbeiten.

Ihr habt von einer bedeutenden Wahrheit der Risale-i Nur eurer eigenen Natur entsprechend (fıtraten) in der Tat euren Unterricht erhalten. Doch sollt Ihr diese Wahrheit abermals aufmerksam in Betracht ziehen (nazar-ı dikkat); sie ist in etwa folgendermaßen:

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Unsere Aufgabe ist es, dem Glauben (iman) und dem Qur'an in Wahrhaftigkeit (ihlâs) zu dienen. Was aber uns den Erfolg zu schenken, bei den Leuten Anerkennung zu finden und die Gegner zu vertreiben betrifft, so gehören diese Dinge zum Aufgabenbereich Gottes (vazife-i İlahiye). Wir werden nicht versuchen, uns hier einzumischen. Auch wenn wir eine Niederlage erfahren sollten, so wird das nicht bewirken, dass unsere geistige Verfassung (kuvve-i maneviye) und unser Dienst (hizmet) dadurch Schaden nimmt. In diesem Punkt ist es notwendig, sich damit zufrieden zu geben.

So haben z.B. einmal die Leute zu Celaleddin-i Harzemşah, einem großen Helden des Islams gesagt: "Du wirst einmal Dschingis Khan besiegen." Er antwortete darauf: "Unsere Aufgabe ist es, zu kämpfen (cihad). Uns den Sieg zu schenken ist dagegen die Aufgabe Gottes (vazife-i İlahiye). Ich werde mich da nicht einmischen." Wie euer aufrichtiger Dienst (hâlis hizmet) bis jetzt zeigt, folgt auch ihr ohne euch erschüttern zu lassen, diesem Helden. Und wenn es unter Tausend Leuten nur ein oder zwei sind, welche die Botschaft von euch annehmen wollen, so sollt ihr euch dennoch dadurch wiederum nicht erschüttern lassen. Manchmal können ein, zwei Leute genauso bedeutend sein wie Tausend.

Zweitens: In Ankara ist in diesen Tagen die Aufmerksamkeit weitgehend den weltlichen Dingen zugewandt. Die regierende Partei konnte wohl noch keine Zeit finden, sich die vollständigen Prinzipien {Sie hatten noch nicht ausreichend Zeit, sich einmal grundlegend mit den Prinzipien der Nurcus zu beschäftigen. (A.d.Ü.)} anzueignen. Verschiedene Parteien bemühen sich sicherlich, für sich Anhänger zu finden oder ihre Fehler zu vertuschen. Für solche Strömungen im Ausland, die gegen die İslâmiyet und den Qur'an sind, müssen sich wohl im Inland einige Leute gefunden haben, sodass sie mit ihrer Propaganda diejenigen, die ernsthaft für den Qur'an arbeiten, verscheuchen, vertreiben, sie verängstigen, und unter denen diejenigen, die nicht wahrhaft opferwillig sind, oder weltliche Interessen und viele Freunde haben, verängstigen und auch die geistige Verfassung (kuvve-i manevi) unter den Nurcus zu zerstören suchen.

Said Nursî
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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Heute wollte ich euch einen Brief schreiben. Doch hatte sich meine Krankheit verschlechtert und ich war schon ziemlich unruhig, als im gleichen Augenblick Mustafa Gül und İbrahim Gül zu mir kamen. Da sie für mich sowohl ein Heilmittel als auch eine Tröstung sind und mir so zum Anlass großer Freude wurden, sende ich nun diese meine beiden gesegneten Brüder als meine Stellvertreter und gleichsam als einen Brief zu euch. Sie sollen beide als je ein Said euch statt meiner besuchen und beglückwünschen und euch auch noch andere Dinge über mich berichten.

Said Nursî

Die Antwort, welche der Staatspräsident Celal Bayar auf das Glückwunschtelegramm unseres Meisters mit seinem Telegramm gegeben hat.

Bediüzzaman Said Nursî
Emirdag

Außerordentlich beeindruckt von Ihren aufrichtigen Glückwünschen danke ich Ihnen sehr.

Celal Bayar
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Meine lieben getreuen und gesegneten Mitbrüder!

Erstens: Die erfolgversprechenden Abschriften des Lichtes (Nur) von der Medreset-üz Zehra, die ich dringend brauchte, die Sammelbände, die der tapfere Tahirî im Namen seiner verstorbenen Ehefrau (merhume haremi) und seiner beiden ebenfalls verstorbenen Töchter gesandt hat sowie den vollständigen Band Briefe, den vor zwei Wochen Mustafa, der gute Nachfolger des verstorbenen Hâfız Ali, noch zur rechten Zeit gesandt hat, den gesegneten Sammelband, den Re'fet Bey, ein unerschütterlicher Kommandant des Lichtes (Nur), mit eigenem Stift abgeschrieben hat, seinen Brief, in dem er von seinem sehr schönen und sinnvollen Traum erzählt, habe ich erhalten und mich sehr darüber gefreut. Für jeden Buchstaben dieser Abschriften möge Gott, der Barmherzigste der Barmherzigen (Cenab-ı Erhamürrâhimîn), jedem von euch Tausende Segnungen (hasene) verleihen. Und möge Er auch den Seelen der verstorbenen Hatice, Hicret und Âişe in ihren Gräbern Tausende Segnungen (rahmet) schenken. Âmîn.

Zweitens: Es hat mich sehr gefreut, dass ein Bruder namens Sabri, der ein zweiter Hüsrev ist, einem Brief von Mustafa Osman zufolge zu mir kommen wollte, um mir in meinem Haushalt behilflich zu sein. Ich akzeptiere das, so als ob er zu mir gekommen wäre und mir ein paar Monate gedient hätte. Aber zurzeit ist es nicht nötig, dass jemand von so weit hierherkommt, um mir in meinem Haushalt zu helfen. Sollte dies jedoch einmal notwendig werden, so würde ich euch deswegen benachrichtigen. In der Umgebung von Eflani beginnt man jetzt in der Tat kleine Helden in der Art der Helden in Isparta heranzubilden.

Drittens: Das Segensgeschenk (teberrük) der frischen Trauben, das Kâtib Osman, der eiserne Kopist und Schüler des Lichtes (Nur), aus dem Garten der Risale-i Nur gesandt hat und die überaus segensreichen Geschenke von Sava, das eine besonders bedeutende Filiale und ein Zentrum der Medreset-üz Zehra ist, habe ich entgegen meinen Prinzipien um ihretwillen angenommen. Wem auch immer ich davon etwas zu essen anbiete, dem werde ich das als deren Wohltat anbieten.

Viertens: Die wichtigsten Abschnitte aller Briefe Hüsrevs, der ein Held des Lichtes (Nur) ist, habe ich, als ich noch in Emirdag wohnte, und zwar besonders die Abschnitte, die eine kurze Zusammenfassung der Briefe beinhalten, die ich ihm geschrieben hatte, in einem Heft aufgeschrieben. Während ich aber noch im Gefängnis saß, hat es einem gut gefallen und so hat er es mitgenommen; und so ist es denn verschwunden. Nun habe ich jedoch nochmals vierzig von seinen alten Briefen bei mir. Und so möge Gott es denn wollen (inşâallah), dass ich diese mit Anmerkungen versehen kann. Sollte ich sie dann nicht hier schreiben lassen können, werde ich sie euch zusenden. Sie sollen dann abermals in einem Heft zusammengefasst werden. Vielleicht werden sie dann aufgrund ihrer Bedeutsamkeit vervielfältigt werden.

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Fünftens: Fünfzehn Exemplare des Bandes "Worte" (Sözler) hatte ich bereits nach Ankara gesandt. Sie haben dort einen großen Nutzen gebracht. Die dortigen Nurcus arbeiten tapfer, wenn auch vorsichtig und im Verborgenen.

Sechstens: Das Buch "Briefe" (Mektubat), das ihr nicht habt und das jedoch Hüsrev bestellt hatte, habe ich bereits korrigiert. Ich möchte es gerne jemandem mitgeben. Diesmal habe ich den 24. Brief (Yirmidördüncü Mektub) als sehr wertvoll, besonders feinsinnig, außerordentlich tiefschürfend, ja als nahezu reine Wahrheit (ayn-ı hakikat) erkannt.

Allen Tausende Grüße (selâm)

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Said Nursî
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Meine lieben, getreuen und gesegneten Brüder!

Erstens: Bruder Nazif Çelebi, welcher der Hüsrev von Inebolu ist, schreibt mir: Nachdem ich die Veröffentlichung des "Lichterfüllten Auszugs" (Hizb-i Nuriye) und der "Segensgebete für den Propheten" (Salavat) beendet habe, möchte ich das davon veröffentlichen, was Sie für geeignet (münasib) halten." Das fragte er mich. Nach meiner Meinung und eure Zustimmung inbegriffen, sind die "Blitze" (Lem'alar): "Seelsorge für die Kranken und Alten" (Hastalar ve İhtiyarlar), der kurze Beileidsbrief (ta'ziyename) für die Kinder, welcher der "Siebzehnte Brief" (Onyedinci Mektub) ist, der Einundzwanzigste Brief" (Yirmibirinci Mektub) und der kurze Brief über den Haushaltsdienst für die Alten (İhtiyarlara hizmet) besonders für die Veröffentlichung geeignet. Die Säulen (erkân) der Medreset-üz Zehra dürfen jedoch Sätze und Abschnitte nach eigener Entscheidung aufheben oder korrigieren. Noch weitere kurze, passende Abhandlungen können auch noch hinzugefügt werden.

Sendet also dem Sinn entsprechend dem tapferen Nazif schnell eine Antwort! Die Gebetsbücher "Cevşen-ül Kebir", der "Lichterfüllte Auszug" (Hizb-i Nuriye), sowie die "Segensgebete für den Propheten" (Salavat), die dieser Bruder veröffentlicht hat, sind für die Nurcus und für die Gläubigen (ehl-i iman) in der Tat eine große Hilfe. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-ı Hakk), ihm und seinen Helfern für jeden Buchstaben Tausend Segnungen (sevab) schenken, âmîn.

Zweitens: Die neue Regierung beginnt nun ganz allmählich zu begreifen, dass die wahre Kraft im Qur'an liegt. Sie könnten durch die Bruderschaft in der İslâmiyet und die Wahrheiten des Glaubens (iman) den Verheerungen des Feindes widerstehen. Ein Umstürzler (tahribçi) kann Zwanzig, die etwas in Stand halten wollen (tamirci), in Panik versetzen und sie manchmal in der Tat niederwerfen. Was eine Kraft, die sich das riesige China unterworfen hat, in einem bereits in etwa niedergeschlagenen Zustand vor einem weiteren Überfall auf die zwanzig Millionen Muslime hier zurückhält, sind nicht materielle Kräfte, Maßnahmen aus dem In- und Ausland oder Verträge; sondern einzig und allein die Wahrheiten des Qur'ans und des Glaubens (imanın hakikatları), welche eine Umkehrung der inneren Einstellung (maneviyat-ı kalbiye), die doch ihre größte Kraft ist, verhindern und die innerlichen Verletzungen heilen.

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Der Erziehungsminister der neuen Regierung muss wohl diese Tatsache verspürt haben, sodass er im Gegensatz zu seinen Vorgängern den größten Wert auf die Verbreitung der Wahrheiten des Glaubens (iman hakikatları) und auf den Religionsunterricht (din dersleri) legt. Ja, die Zeitungen schreiben jetzt sogar nachdrücklich, dass nun im Osten für ein Haus der Wissenschaften (Şark Dârülfünunu) - mit ihren Worten die "Orient-Universität" - hunderttausend Lira bewilligt wurden.

Die Universitäten sowohl in Ankara als auch in Istanbul erkannten mit Sicherheit die oben genannte Tatsache, dass es die Wahrheiten des Qur'ans und des Glaubens (iman) sind, welche gegen diese fürchterliche, vernichtende Gewalt sowohl das Land als auch die Jugend zu retten vermögen, weswegen die Studenten an der Universität in Ankara mit eintausendsiebenhundert Unterschriften den Erziehungsminister wegen der Einführung des Religionsunterrichts als Pflichtfach beglückwünscht haben.

Sie haben an der Universität Istanbul einem besonders wichtigen Beamten der neuen Regierung gesagt:

"In Anatolien gibt es im Interesse der Religion (din) eine starke Strömung... Auch wir wollen ihnen wenigstens in gewissem Grade keinerlei Möglichkeiten bieten, gleich wie auch nicht für die Linken." Auf diese Aussage hin erwiderte der Vertreter dieser Universität, obwohl er doch eigentlich gegen diejenigen ist, die religiöse Bücher veröffentlichen wollen, dem Beamten:

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"Wenn die Strömung, die Sie damit meinen, die Risale-i Nur ist, könnt weder Ihr noch Europa sie besiegen."

Anlässlich dieser Aussage entgegne ich dem, indem ich mir für ein, zwei Minuten den Kopf des Alten Said leihe, im Gegensatz zu meinem eigenen Weg und Temperament (meslek ve meşreb) das Folgende:

Glaube (iman) und Unglaube (küfür) kennen keine Mitte. In diesem Land kann es im Kampf des Kommunismus gegen die İslâmiyet keine Mitte geben. Rechts (sag) und Links (sol) und die Mitte setzen drei Wege voraus. Hätten sie stattdessen Briten und Franzosen genannt, könnten sie ja damit recht haben. Rechts ist die İslâmiyet, links ist der Kommunismus und die Mitte könnte man dann als das Christentum bezeichnen. Aber in diesem Land kann es gegen den absoluten Unglauben (küfr-ü mutlak) keine Religion (iman) und keinen anderen Weg (mezheb) geben außer dem Glauben (din) und der İslâmiyet. Wenn es sie ihn geben sollte, so würde es heißen, dass man die Religion (din) aufgibt und zum Kommunismus übertritt. Denn ein wahrer Muslim kann zu keiner Zeit Jude oder Christ werden. Es sei denn, er würde zu einem Atheisten (dinsiz) und so ganz und gar ein Anarchist.

Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass genauso wie der Minister für die Erziehung (Maarif) und der Minister für die Justiz (Adliye) so auch alle anderen Minister diesen entscheidenden Sachverhalt richtig verstehen. Wir bitten und beten daher bei der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) von ganzem Herzen und aus tiefster Seele, dass sie anstelle der Ausdrücke "Rechts" und "Links" sich auf die Kraft des Rechtes und der Wahrheit (hak ve hakikat), des Qur'ans und des Glaubens (iman) stützen und sich darum zu bemühen, dieses Land vor dem absoluten Unglauben (küfr-ü mutlak), der Anarchie, der Glaubenslosigkeit (zındıka) und deren fürchterlichen Zerstörungen zu retten.

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Vor ein, zwei Wochen sandte Ali Rıza, ein großer Lehrmeister (müderris) an der Câmi-ül Ezher in Ägypten (Mısır), einen dazu ausgewählten Herrn hierher. So kam dann vor zwei Tagen auch ein Gelehrter (âlim), der ursprünglich aus Buchara stammt und in Medine-i Münevvere in der Nähe des Grabes des Propheten ein Leben als Klausner führt und mit großen Gelehrten in Ägypten und besonders mit Mustafa Sabri Efendi korrespondiert, unserem ehemaligen Scheychülislâm, der im Haus der Weisheit (Dâr-ül Hikmet) mein Gefährte war, und ihm geschrieben hat, dass er in diese Gegend kommen wird, und der, da er in gewissem Grade einen bedeutenden Namen hat, zu mir. Ich habe als mein Geschenk an die Câmi-ül Ezher elf Bände aus meiner privaten Sammlung durch diesen Herrn als Geschenk für die Câmi-ül Ezher, die eine große Medresse in der islâmischen Welt (âlem) ist und laut Aussage dieses Gelehrten heutzutage siebenundzwanzigtausend Studenten (talebe) betreut, also diesem Herrn ausgehändigt.

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Zudem habe ich gesagt: vor allem Mustafa Sabri, Ali Rıza und Mehmed Zâhid Kevserî sollen statt meiner die Bücher des Lichtes (Nur mecmuaları) behüten und bewahren (sahib ve hâmi); sie sollen sie einmal erben (vâris) und daran arbeiten, sie ins Arabische zu übersetzen. Auch einen Brief habe ich an sie geschrieben. Dieser Herr hat dann dies alles mit sich genommen.

Ich grüße (selâm) alle Brüder und Schwestern (kardeş ve hemşire) und bitte sie um ihre Gebete (dua).

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Said Nursî
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Erstens: Unendlicher Dank sei Gott, dass jetzt in Ankara die jungen Saids und die Tapferen des Lichtes (Nur) dadurch dem Sinne nach eine kleine Schule des Lichtes (Medrese-i Nuriye) bilden, dass jeden Abend einer etwas aus einem Buch vorliest, die anderen dabei zuhören und so ihren Unterricht erhalten. Gelegentlich nehmen auch manche bedeutende Männer an den Konferenzen teil. Diesmal berichteten einige Abgeordnete dem Ministerpräsidenten, dem Innenminister und den Schülern des Lichtes (Nur Talebeleri) von der Verleumdung eines Journalisten in Afyon. Adnan Menderes und der Innenminister entgegneten ihnen in aufrichtiger Freundschaft und sandten ihnen die Nachricht: "Er soll sich gar keine Sorgen machen und die Hoffnung nicht aufgeben."

Und selbst der Journalist in Afyon soll gesagt haben: "Ich werde nach Emirdag fahren, dem Meister (Üstad) zwei Wünsche vortragen und ihn darum bitten, sie mir zu gewähren. Und ich werde mich auch bei ihm entschuldigen." Von dieser Zeitung, die gegen uns {einen derartigen Artikel (A.d.Ü.)} veröffentlicht hat, haben meine Schüler einhundertsechzig Exemplare gekauft und vernichtet.

Eigentlich wollte ich noch weiterschreiben. Doch aufgrund meiner Krankheit konnte ich nicht mehr weiterschreiben. Und da jetzt auch die Zeit knapp geworden ist, schließe ich hiermit.

Grüße an alle (selâm)

Tatsächlich arbeiten die Brüder in Aflani und Safranbolu genauso wie die Tapferen in Isparta ununterbrochen für die Lichter (Nurlar). Diesmal hatte jedoch in einem Teil der Exemplare des Wegweisers für die Jugend (Rehber) das Bittgebet (Münacat) gefehlt. So haben denn die Brüder in Eflani in ganz kurzer Zeit siebzig Exemplare dieses Bittgebetes noch in alter Schrift (eski harf) abgeschrieben und uns zugesandt. Danach haben wir die Abschriften des Bittgebetes am Ende der Exemplare des Wegweisers für die Jugend (Rehber) eingefügt. Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass auch dort viele "Sungurs" hervortreten und noch weiterhin hervortreten werden.