Briefe aus Emirdağ-2
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Meine Klage vor dem Großen Gericht am Jüngsten Tag und eine Anmerkung zu meinem Plädoyer

Meine lieben, getreuen Mitbrüder!

In diesem Sinne könnt ihr an die Demokraten, welche die Gerechtigkeit ehren, ein Gesuch schreiben. Ich selbst bin krank. Deshalb könnt ihr es so machen, wie ihr es für angebracht haltet.

In dem Brief, den wir tags zuvor erhalten hatten, berichtet unser Rechtsanwalt: "Sie arbeiten daran, unter unseren Büchern diejenigen, die ein Objekt der Anklage geworden sind, von denen zu trennen, die es nicht geworden sind." So wie sie das bis heute gemacht haben und das in dieser Weise keineswegs irgendeinem Gesetz (kanun) entspricht, picken sie in einer Abhandlung unter Tausenden Wörtern ein einzelnes Wort heraus und verwenden es als einen vorgeschobenen Grund, Anklage zu erheben, mit dem Gedanken im Hintergrund, diese Abhandlung (risala) nicht wieder zurückzugeben und so auf diese gehässige Weise die Verbreitung der Lichter (Nurlar) zu verhindern, außerdem gegen die Anklageschrift des Staatsanwaltes, obwohl das Revisionsgericht ihren Beschluss zur Gänze für ungültig erklärte, in der dieselbe Punkte erwähnt wurden, die sie in diesem Beschluss als Grund zur Anklage gezeigt haben nicht gegen uns waren, wir auf unserer Liste von Fehlern und Korrekturen (hata-savab) 81 Fehler (hata) und seinen Hass zweifelsfrei bewiesen haben, jetzt wieder mit demselben Hass die vierhundertseitige Abhandlung "Zülfikar" wegen einiger Zeilen über die Verschleierung der Frau (tesettür) und das Erbrecht (irsiyet), um die aufgrund der Aussage von Hunderttausend Kommentarbüchern (tefsir) in derselben Bedeutung (mana) vor dreißig, vierzig Jahren geschriebenen Sätze zu einem Grund zur Anklage zu machen und dann diesen umfangreichen Sammelband zu beschlagnahmen und uns nicht wieder zurückzugeben. Doch welches Gesetz der Welt könnte so etwas überhaupt zulassen?

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Des Weiteren haben sie alle Bücher im Gericht von Afyon - ausgenommen zwei kurze Abschnitte über die Wiederholungen (tekrarat) im Qur'an und über die Engel (melek) - zwei Jahre lang zurückgehalten und das, obwohl in Denizli wie auch in Ankara das Kriminalhochgericht (Agır Ceza Mahkeme) ihre Freigabe beschlossen und darin überhaupt nichts gefunden hatte, was strafwürdig gewesen wäre, und bereits beschlossen hatte, sie uns wieder zurückzugeben. Und obwohl dieselben Bücher der Stadtverwaltung in Isparta bereits einmal infolge ihrer Beschlagnahmung insgesamt in ihre Hände gelangt waren, dann aber insgesamt ihren Besitzern wieder zurückgegeben wurden, während "Zülfikar" und "Stab Mosis" (Asâ-yı Musa) unter dem Vorwand, dass man sie ohne Erlaubnis in der alten Schrift veröffentlicht habe, vor vier Jahren in Beschlag genommen worden waren, wurden uns nun alle hundertsiebzig Exemplare - weil sie überhaupt keinen Grund zur Anklage fanden - völlig unversehrt wieder zurückgegeben. Hundertfach stärker als unsere Einwände, die wir im Namen der Wahrheit (hakikat) gegen einige Chefs der alten Partei erhoben hatten und die sich dann als unser "schwerstes Verbrechen" erweisen sollten, bringen heute die offiziellen Zeitungen (resmî ceride) und auch religiöse Zeitschriften (dinî mecmua) genau dieselben Einwände vor. In einem privat gehaltenen Abschnitt der Risale-i Nur, in dem die Wahrheit einer Hadith anhand der Ereignisse dieser Zeit kommentiert (tefsir) wird, heißt es, dass das Oberhaupt dieser Chefs bei dem Vertrag in Lausanne seine Zustimmung dazu gegeben hat, die Türken, welche die Helden des Islams sind und von denen noch zu keiner Zeit auch nur ein Einziger zu irgendeiner anderen Religion (din) übergetreten wäre, zu Protestanten zu machen und - obwohl alle Gelehrten (ulema) des Islams einstimmig zu dem Urteil gelangt sind, dass es "keine Erlaubnis {den gesetzlich vorgeschriebenen Hut (A.d.Ü.)} dafür gibt" - ließ ihn dieser Mann durch Gesetze mit zehnfachem Druck gewaltsam im ganzen Land von allen unschuldigen Muslimen tragen - eine derart erstaunliche, allgemein verbreitete Gewalt (cebr-i umumî), wie sie in der Weltgeschichte (tarih-i beşer) ohne allen Sinn ist - und lässt ihn im Namen eines solchen Willkürgesetzes (keyfî kanun), das überhaupt gar keinem Gesetz (kanun) entspricht, von Gesetzes wegen gewaltsam vom ganzen islamischen Volk (millet) tragen. Dieser Mann mit seinem fürchterlichen Gedanken, wie er ihn zum Vertragsabschluss in Lausanne versprochen hat, ist mit Sicherheit der Beweis dafür, dass er nach der Prophezeihung einer Hadith der Religion des Islams sehr schaden wird und nun in dieser Zeit hier der Chef ist.

Obwohl nun die Dinge so liegen, das Gericht von Afyon nicht im Namen der Gerechtigkeit (adalet), sondern im Namen einer geradezu fanatischen Treue zu jenem verstorbenen Mann, am Ende seines Beschlusses, der auch noch in der alten Schrift veröffentlicht wurde, der wichtigste Grund zu unserer Verurteilung, durch den Hass des Staatsanwalts und das Gremium des Gerichtes besagte: "Said und seine Gefährten bezeichneten Mustafa Kemal als Sufyan - die Vernichtung der Religion - und versuchten die Treue zu ihm in ihren Herzen zu zerstören, weswegen wir sie verurteilen."

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Sollten jedoch nun gegen die Person eines verstorbenen und abgeschiedenen Mannes Tausend Mal derartige Enwände erhoben werden, wäre dies nunmehr nur noch eine rein persönliche Angelegenheit (şahsî bir dava). Würde das Gericht in dieser Angelegenheit ein Urteil sprechen, würde diese Angelegenheit dadurch mit Sicherheit eine höchst ungewöhnliche Bedeutung erlangen.

Die Werke des Lichtes (Nur eserleri) haben in der Hand solcher Männer viermal eine Freigabe erlangt. Der Justizminister verkündete jetzt dreimal öffentlich, dass die Werke des Lichtes (Nur eserleri) freigegeben (beraet) worden sind, da ja in diesen Werken kein Grund zur Anklage zu finden war, und erklärt das Urteil des Gerichtes in Afyon, das uns verurteilt hatte, für ungültig. Man sollte also jetzt - in der Regierungszeit der Demokraten, in der das ganze Volk von ihnen Gerechtigkeit (adalet), Mitgefühl (şefkat) und Dienst am Glauben (diyanete hizmet) erwartet - nach den fürchterlichen Intrigen der alten Diktatoren (müstebidler) - die Risale-i Nur nicht der Willkür jener haßerfüllten Leute überlassen, denn sie ihnen jetzt zu überlassen, wäre ein gewaltiger Verrat (hıyanet) gegenüber der Regierung der Demokraten und hieße die Hoffnung des Volkes auf einen Trost zu zerstören.

Mein Stellvertreter in Ankara ist Mustafa Sungur. Er schenkt uns mit seinem Telegram vom 17.11.1950 die frohe Botschaft: "Es wurde beschlossen, uns alle Abhandlungen (risale) wieder zurückzugeben." Der gerechte Justizminister verkündete dreimal die Freigabe. Nach dem Brief von Sungur wurde eine Anordnung zur Rückgabe erlassen und er sagte, dass er dies jetzt auch telefonisch noch einmal mitteilen möchte. Seit nunmehr sechzehn Jahren werden wir verleumdet und bespitzelt. Alle Akten werden sowohl vom Gericht in Eskischehir als auch durch das Gericht in Denizli in Afyon sinnlos herbeigeschafft. Trotz der Bekanntgabe der Amnestie und der Freigabe der Gerichte wurden diese segensreichen Werke (mübarek eserler) mit den Prozessakten vermischt und in einem Depot abgelegt, wo man sie nun verstauben lässt. Es ist daher jetzt erforderlich, diese Angelegenheiten der Lichter (Nurlar) nicht jenen wenigen Personen zu überlassen, die uns schon seit drei Jahren an der Nase herumgeführt haben.

Vielmehr möchten wir hiermit die Aufmerksamkeit des Ministerpräsidenten und des Justizministers auf diese überaus wichtige Angelegenheit hinlenken.

Said Nursî
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Anmerkung: Ein seltsamer Fall und eines der Beispiele für eine Ungerechtigkeit, die mit Gerechtigkeit (adalet) und mit Religion (din) nicht zu vereinbaren sind: Unser Qur'an-Exemplar, das vor drei Jahren beschlagnahmt worden ist, wurde uns trotz all unserer wiederholten Bitten nicht wieder zurückgegeben. Unseren gesegneten Qur'an, in dem zweitausendachthundert Mal der Name des Majestätischen (Lafza-i Celal) {einer der drei Namen, welche die Grundeigenschaften Gottes bezeichnen (A.d.Ü.)} in Gold geschrieben steht und der ein schon mit bloßen Augen erkennbares Wunder (mu'cize) des Qur'ans erkennen lässt, haben sie uns nicht mehr zurückgegeben. Jetzt sagt unser Rechtsanwalt: "Ihr sollt ein Gesuch an den Vorstand des Amtes für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Reisi) richten, damit er euch zurückgegeben wird." Es gibt dergleichen hunderte Beispiele, dass verschiedene Dinge nur mit Hass und mit fremdländischen Fingern so gegen uns hingedreht werden. Die Demokraten, die uns und der islamischen Welt (âlem) sehr viel Freude bereitet haben, sollten versuchen, die Lichter und die Nurcus vor derartigen Schikanen zu bewahren. Doch sollten sie dabei besonders vorsichtig vorgehen.

Im Namen der Nur-Schüler
Said Nursî
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist. (Sure 17,44) Der Friede sei mit euch, Sein Erbarmen und Sein Segen "}

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Ceylan, der für mich wie ein Abdurrahman ist und den Titel eines sehr kleinen Hüsrevs verdient, hat seine Aufgabe zwei-, dreimal durchaus zufriedenstellend gemeistert und abgeschlossen. Jetzt möchte ich ihn aber wie Sungur für eine noch größere Aufgabe als meinen Stellvertreter nach Ankara senden.

Zweitens: Ich habe euch Briefe einiger Leute zur Kenntnisnahme zugeschickt.

Drittens: Teilt mir mit, wieviel ich euch als Preis für die Exemplare des Bandes "Worte" (Sözler) und die "Biographie" (Tarihçe-i Hayat) in neuen Buchstaben und für den Cevşen mit alten Buchstaben, die aus Inebolu angekommen sind, schulde und die ihr mir noch senden wollt.

Friede, Barmherzigkeit und Gottes Segen seien über euch. (Allah'ın selâmı, rahmeti ve bereketi)

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Euer Bruder
Said Nursî
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Mein lieber getreuer Mitbruder Osman Nuri!

Da Gott, der Gerechte (Cenab-ı Hakk), nun einmal durch deine edlen Absichten und deine Wahrhaftigkeit (kudsî niyet ve ihlâs) die wichtigsten jungen Saids in Ankara um dich herum versammelt hat, und da du es nun einmal für notwendig erachtest, dass ich selbst nach Ankara kommen soll, sende ich dir stattdessen die Exemplare, die ich von dem Geld für meinen Lebenunterhalt gekauft habe, für meine kleine Schule des Lichtes (Medrese-i Nuriye). So hast du also nun entsprechend ihrer Anzahl ebenso viele Saids als Nachbarn bekommen.

Zudem sind auch all die jungen und fleißigen Saids wie Sungur, Ceylan, Tillo'lu Said, Sâlih, Abdullah, Ahmed, Ziya, die für mich mit ihrer über opferwillige Kinder weit hinausgehenden Treue (sadakat) noch stets durch ihre Dienste (hizmet) in jeder Hinsicht wie ein junger, fleißiger Said sind und zugleich wie fünf oder zehn meiner Abdurrahmane sowohl als meine Stellvertreter als auch deine Schüler gelten können. So überlasse ich es denn deiner Entscheidung, dass sie an meiner Stelle diese ganz kleine Schule des Lichtes (küçücük Medrese-i Nuriye) beaufsichtigen und an ihr eine Art Lehrtätigkeit ausüben.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Euer Bruder
Said Nursî
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Meine lieben getreuen, gesegneten Brüder!

Erstens: Es geht hier um ein Telegramm, das dem Staatspräsidenten mit Hüsrevs Unterschrift zugesandt wurde. Es wäre möglich, dass junge Hüsrevs in Ankara das Qur'an-Exemplar, das mit der Feder Hüsrevs geschrieben wurde, mit Offsettechnik drucken wollen. Ich habe da an so eine Möglichkeit gedacht. Ihr solltet also bei der Post in Isparta recherchieren, um was für ein Telegramm es sich da handelt. Informiert mich sodann darüber. Ich möchte das gerne wissen.

Zweitens: Diese schwache Kritik einiger Sufis, von der Bruder Rıfat Filiz aus Konya in seinem Brief berichtet, ist von keinerlei Bedeutung. Die Brüder sollen deswegen auch nicht bekümmert sein und in keiner Weise darauf reagieren. Vielmehr betrachte die Kritiken aller Gläubigen (ehl-i iman), besonders aber der Mystiker (ehl-i tarîkat) unter ihnen, und insbesondere die, welche sich an meine Person richten, wie eine Art gute Ratschläge (nasihat) oder als eine Art ihrer Komplimente (iltifat). Ich trage es ihnen nicht nach (hakkımı helâl). Heute, zu einer Zeit, da die Ungläubigen (ehl-i ilhad) uns ganz furchtbar schaden wollen, betrachte ich derartige schwache und noch dazu nur mich selbst betreffende Kritiken der Gläubigen, die doch unsere Brüder sind, als eine Art von Ermahnung und als eine Art Freundschaftsbeweis, um uns zur Vorsicht zu ermahnen.

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Drittens: Vor kurzem brachten die Wochenendblätter hier in Afyon infolge der Provokation verborgener Heuchler (münafık) auch mich mit einer Angelegenheit in Verbindung, mit der wir überhaupt nichts zu tun haben. Die Nurcus hier haben dem zwar widersprochen, doch handelt es sich dabei um etwas, worum man sich keine Sorgen zu machen braucht. Doch beglückwünschen wir die Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra zu ihrem Dienst am Licht (hizmet-i Nuriye), der einzigartig, durchaus wirkungsvoll und für die islamische Welt (âlem) von Nutzen ist, aus ganzem Herzen und tiefster Seele.

Allen Brüdern (kardeş) und Schwestern (hemşire) sende ich Tausende Grüße (selâm), bete (dua) für sie und bitte auch sie um ihre Gebete.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Euer Bruder
Said Nursî
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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Aus dem Dorf der "Gesegneten" (mübarekler) kamen Ali und Hacı Süleyman, aus der Gegend von Dinar Abdurrahman und Himmet und sein Landsmann, der ein bedeutender Nurcu ist und schon zuvor gekommen war, zu mir. Ich danke Gott, dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), vielmals dafür, dass Kuleönü, das Dorf der Gesegneten, so wie früher seine feste Verbundenheit (alâka) mit den Lichtern (Nurlar) auch weiter aufrechterhält.

Eine Wundertat (keramet) ihrer Treue (sadakat) und ihrer Wahrhaftigkeit (ihlâs) ist, dass - während ich die für mich extra zurückgehaltenen zehn gebundenen Bücher umstandshalber bereits nach Ankara abgeschickt hatte und zugleich von maßgeblichen und dabei weit entfernten Orten bei mir noch Bücher bestellt wurden - mir die "Gesegneten" (mübarekler) von Kuleönü die gebundenen Werke des Lichtes (Nur), die sie für sich angefertigt hatten, in genau derselben Menge, die ich abgeschickt hatte, als ein Geschenk der Medreset-üz Zehra gebracht haben. Besonders den vollständigen Band "Briefe" (Mektubat) und "Briefsammlungen" (Lâhika) mit der Handschrift von Büyük Mustafa, {von ihm persönlich kopiert (A.d.Ü.)} welcher der "Erste Abdurrahman" war, habe ich unter ihnen gefunden. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-ı Hakk), jedem von ihnen nach der Anzahl der Buchstaben dieser Bücher tausendfach Segen (bin rahmet ihsan) schenken. Âmîn.

Zweitens: Mustafa, einer der jungen, tapferen Männer des Lichtes (Nur), der sich im Gefängnis elf Monate lang überaus ernsthaft um das Wohlergehen Hüsrevs gekümmert hat und bei seiner Verteidigung ganz vorzüglich seine Antworten fand, kam gestern zu mir und sagte: "Ich möchte zu Bruder Hüsrev fahren, um ihn zu besuchen."

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Ich sagte: "Dieser Besuch ist durchaus sein als auch dein gutes Recht. Heute kamen jedoch vier Schüler (talebe) hierher und fuhren dann weiter nach Isparta. Daher ist er jetzt nicht mehr vonnöten. Da du auch im Auftrag der Risale-i Nur in einem wichtigen Dorf als Vorbeter (imam) dienst, dieser Dienst (hizmet) jedoch als mein persönlicher Dienst (şahsî hizmet) ein großer Beitrag für die Lichter (Nurlar) ist, kann er jetzt viel wertvoller sein als der Besuch bei Hüsrev. Wenn es in diesem Dorf keinen Dienst am Lichte (hizmet-i Nuriye) gäbe, benötigte ich dort noch einen aufrichtigen und opferwilligen Diener (hâlis ve fedakâr hizmetkâr) wie Mustafa. Ist dies aber so, dann verschiebe für jetzt deinen Besuch.

Drittens: Bruder Hacı Sabri aus Konya besuchte mich. Unsere so bedeutsame Unterhaltung (sohbet) zwischen mir, Sadık, Hayri und Mustafa, die bereits da waren, wurde so für Hacı Sabri ein wichtiger Unterricht (ders). Der Dienst (hizmet) der Säulen besonders der Medreset-üz Zehra und insbesondere von Hüsrev um den Glauben (iman) ist ein Beitrag für Volk und Land (vatan ve millet) und die ganze islamische Welt (âlem), und ihr Widerstand gegen die Intrigen (desise) der Atheisten und den Kampf der Gottlosen gegen den Glauben wahrhaftig eine gute Tat, die - einmal angenommen (farz-ı muhal) - Tausende Fehler (seyyie) daneben für entschuldbar erscheinen lassen. Wenn dem aber so ist, dann ist es auch notwendig, vor allem Hüsrev und die Säulen (erkânlar) wegen ihrer Handlungsweise (hareket) keineswegs zu kritisieren, sondern in vollkommener Wahrhaftigkeit (kemal-i ihlas) und Aufrichtigkeit (samimiyet) mit ihnen zusammenzuarbeiten (tesanüd) und ihnen ein wahrhaft aufrichtiger Bruder (tam kardeş) zu sein. Dies also war sinngemäß sein Unterricht (mealde bir ders). Möge Gott es denn so wollen (İnşâallah), dass auch Hacı Sabri, Hoca Sabri und Rüşdü und andere, ihnen gleich Gesinnte (emsaller), mit vollem Herzen und aus ganzer Seele (ruh-u canım) miteinander umgehen und so Hüsrev zu einem aufrichtigen Bruder (tam kardeş) werden. Dann werden auch die Verschiedenheiten ihrer Temperamente (meşreb) keine Spaltungen mehr zwischen ihnen ermöglichen.

Euer kranker Bruder
Said Nursî
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Meine lieben getreuen Mitbrüder, Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra und Verbreiter des Lichtes (Nur naşirleri)!

Erstens: Wir haben eine Sache so für richtig angesehen. Da stieg in meinem Herzen der Gedanke auf, sie der Zustimmung der Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra, die eigentlich über das Licht (Nur) das Sagen haben, zu überlassen. Es ist dies wie folgt:

Seit einigen Tagen nehme ich aufgrund der Wünsche der drei Gefährten, die mir dienen, vorübergehend für ein paar Tage von mir Unterricht zu bekommen, und aufgrund des Wunsches, eine kostbare Erinnerung, die ich früher meinen Schülern erteilt habe, wieder zu beleben, aus den gedruckten Lemaat jeden Tag eine Seite. {für unseren gemeinsamen Unterricht durch (A.d.Ü.).} Sowohl ich als auch sie nahmen dies mit großer Begeisterung und entsprechender Wertschätzung entgegen.

Da stieg in uns der Gedanke auf: der Grund dafür, dass von dieser gedruckten Abhandlung genauso wie von anderen gedruckten Abhandlungen kein Exemplar mehr übrig geblieben ist, liegt darin, dass die Feinde, die erkannt haben, dass sie sehr wertvoll ist, ihre Verbreitung verhindern und die Freunde sie wegen ihrer Bedeutsamkeit nicht mehr aus der Hand geben. Zu dieser Überzeugung sind wir also gelangt.

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Des Weiteren haben wir erkannt: Diese Lemaat gelten als Kern und Same eines bedeutenden Teiles der Risale-i Nur mit sehr schönen Leitsprüchen (vecize) und in einem Stil, der noch nie zuvor einem Dichter (edib) und Denker (mütefekkir) gelungen ist, und dass mit einer unfassbaren Leichtigkeit (sehl-i mümteni'), unnachahmlich, eine große gesellschaftliche Tatsache (hakikat-ı ictimai) {entspricht einer grundlegenden Erkenntnis (A.d.Ü.).} in einem kurzen Leitsatz dargestellt wird und zugleich ein poetisches (manzum) Buch, geschrieben in Prosa (nesir), ohne dabei die Poesie zu beachten, dabei jedoch in einer ganz leicht lesbaren Form, das vor siebenundreißig Jahren in dem heiligen Monat Ramadan innerhalb von zwanzig Tagen verfasst wurde, wobei ich jeden Tag ein, zwei Stunden daran gearbeitet habe, ein umfangreiches, dickes Buch, eine Art Mesnevi und darin an zwanzig Stellen - in der Art einer Inspiration aus dem Verborgenen (ihtar-ı gaybiye) - Prophezeihungen, die sich dreißig, vierzig Jahre später wortgetreu wie auch sinngemäß (meal) als wahr herausgestellt haben. So haben wir diese Punkte auf dem Exemplar, das wir in der Hand haben, angemerkt. Das zeigt, dass diese Lemaat ein Bote (müjdeci), ein Inhaltsverzeichnis (fihrist) der Risale-i Nur sind und ein Musterbeispiel (nümune), das ihr als ein Pflanzbeet dient. Dies ist die Überzeugung, zu der wir gelangt sind.

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Zweitens: Wir überlassen es der Zustimmung Hüsrevs, einem Tapferen des Lichtes (Nur kahramanı) und der Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra, ob unsere darin angemerkten Stellen dieser Lemaat unter dem Titel das "Dreiunddreißigste Wort" (Otuzüçüncü Söz) am Ende der "Worte" (Sözler) angeführt werden sollen.

Allen meinen Brüdern (kardeş) und Schwestern (hemşire) senden wir unsere Grüße (selâm), beten (dua) für sie und bitten sie auch um ihre Gebete.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Said Nursî

Anmerkung: Wenn ihr dem zustimmt, möchte ich das Exemplar der Lemaat, das ich bei mir habe, euch noch später zusenden.

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Meine lieben getreuen, wahren, wahrhaftigen und aufrichtigen Brüder und Schwestern!

Aus ganzem Herzen und tiefster Seele beglückwünschen wir euch zu den Festtagen (bayram) und auch zu den Festtagen derer, die in diesem Jahr in aller Freiheit aufrichtig die Pilgerfahrt vollzogen haben, sowie auch zum Beginn dessen, dass dieses Volk nach dem Zusammenbruch der Gewaltherrschaft in diesem Land die Freiheit im Rahmen des islamischen Gesetzes (hürriyet-i şer'iye) zu erfahren beginnt, zu dem geistigen Fest (manevî bayram) dieses Volkes, sowie zu dem geistigen Fest eines allgemeinen Erwachens der islamischen Welt (âlem) und dazu, dass die Zeit die Prophezeihungen der Risale-i Nur anhand der Wahrheiten des Qur'ans bestätigt, und dass die Menschheit im weitesten Kreise ihr Bedürfnis nach diesen geistigen Lichtern (manevî envâr) des Qur'ans verspürt.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Seyyid Sâlih bestellte bei euch die gebundenen Bücher des Lichtes (Nur mecmuaları) für die Gemeinschaft der Islamischen Bruderschaft, die in Aleppo (Haleb) und Umgebung durchaus von Bedeutung ist. Ich habe also zehn Exemplare der Bücher aus meinem privaten Besitz an ihn geschickt, damit er sie ihnen geben kann.

Zweitens: Ich bin sowohl mit Denizli als auch mit meinen Mitbrüdern dort eng verbunden. Während ich mich fragte, in welchem Zustand die Gefährten des verstorbenen (merhum) Hasan Feyzi und unser früherer Bruder Yakub Cemal sind und wo er ist, habe ich zur gleichen Zeit im Namen der Lichtbrüder (Nur kardeşleri) zum Festtag (bayram) eine hübsche Glückwunschkarte von Yakub Cemal in Denizli erhalten, was mir eine große Freude bereitet hat. Sie ließ mich voller Sehnsucht und Verlangen in meiner Phantasie in Denizli umherschweifen. Da habe ich denn "Wie wunderbar ist doch, was Gott hier geschaffen und gesegnet hat (Mâşâallah, Bârekâllah!)" gesagt.

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Drittens: Einige der Unglückseligen (bedbaht), welche die Nurcus seit zwanzig Jahren schikanieren (tazib) und in die Gefängnisse werfen, ziehen sich an einem einzigen Tag eine geistige Strafe (manevî azab) zu, die dem entspricht, was sie uns in einem ganzen Monat angetan haben. Wir pflegten dies zu erdulden, indem wir diese Ungerechten der Hölle (Cehennem) überließen. Die Heiligkeit des Dienstes am Glauben (hizmet-i imaniye) muss jedoch für diese Unglückseligen (bedbaht) auch schon in dieser Welt (dünya) einen Ort der Hölle der Gerechtigkeit Gottes (adalet-i İlahiye) bestimmt haben, sodass für einige der Spaß, den ihnen ihre völlige Gewaltherrschaft (istibdad-ı mutlak) in einem Jahr gemacht hat, zur Gänze wieder verloren gegangen ist, wie wir das manchmal erlebt haben und uns die Zeit gelehrt hat. Das also heißt, dass für uns der Schutz der Gerechtigkeit und Güte Gottes (adalet ve inayet-i İlahiye) genügt.

Viertens: Anlässlich des Hinscheidens (vefat) von Ali Osman wünsche ich sowohl seinen Verwandten als auch der Medreset-üz Zehra und dem Kreis des Lichtes (Nur) mein Beileid (ta'ziye). Auch wünsche ich ihm Gottes reichsten Segen. Er hat ja nun seine Aufgabe vollendet und ich schließe ihn mit den Tapferen des Lichtes (Nur) Hâfız Ali und Hâfız Mustafa in mein Gebet (dua) mit ein.

Tausende Grüße (selâm) allen meinen Brüdern.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}

Said Nursî
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Der hier nun folgende Text ist als privat (mahrem) gedacht und nur für die Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra bestimmt.

Dies ist eine wichtige Botschaft (müjde) für alle alten Frauen und zugleich eine Ermahnung (ihtar) für junge Frauen, die noch unverheiratet (bekâr) sind und vorerst allein (mücerred) leben wollen.

In einer Heiligen Hadith (Hadîs-i şerif) drückt

عَلَيْكُمْ بِد۪ينِ الْعَجَائِزِ

aus, dass der starke Glaube (iman) in der Endzeit (âhirzaman) besonders bei den alten Frauen zu finden ist: "Ihr sollt dem Glauben (din) der religiös gesinnten (dindar) alten Frauen nachfolgen.", so wie es diese Heilige Hadith berichtet (ferman).

Zudem ist eines der vier Prinzipien (esas) der Risale-i Nur die Liebe (şefkat). Und da die Frauen Heldinnen einer solchen Liebe sind, opfert selbst noch die Ängstlichste unter ihnen heldenmutig ihr eigenes Leben für das ihres Kindes.

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In heutiger Zeit stehen diese kostbaren Mütter und Schwestern jedoch vor einer schwierigen Situation. Es ist daher notwendig, eine dem Wesen einer Frau entsprechende Gegebenheit (hakikat-ı fıtriye), die ich hier jedoch nur privat (mahrem) äußern kann und die für eine Veröffentlichung keineswegs geeignet ist, für diejenigen jungen Frauen unter den Schülerinnen des Lichtes (Nur şakirdleri), die vorerst allein leben (mücerred) wollen oder dazu gezwungen sind, so zu erklären, wie dies mir in meinem Geist inspiriert wurde. Ich sage dazu also Folgendes:

Meine Töchter! Meine Schwestern! Diese Zeit gleicht nicht mehr der alten Zeit. Da anstelle der islamischen Erziehung (terbiye-i İslâmiye) die Erziehung angesichts einer heutigen zivilisierten Welt (terbiye-i medeniye) seit etwa einem halben Jahrhundert in unser gesellschaftliches Leben (hayat-ı içtimaiye) eingeführt wurde, - während ein Mann eine Frau als seine ewige Lebenspartnerin (refika-i hayat) zum Glück des irdischen Lebens, sowie - um sich vor sonstigen Sünden {Sünden die sich auf das eheliche Leben beziehen (A.d.Ü.).} zu bewahren - nehmen sollte - liebt er diese hilflose, schwache Frau unter seiner ständigen Vorherrschaft (tahakküm) nur während ihrer irdischen und daher vorübergehenden Jugendzeit. Manchmal bringt er ihr statt der Ruhe, die er ihr sonst verschafft, zehnfach mehr Mühsal und Anstrengungen. Wenn nach dem islamischen Gesetz die beiden Partner einander nicht entsprechen (küfüv), also Recht und Gesetz (hukuk-u şer'iye) nicht beachtet wurden, vergeht ihr Leben in ständiger Qual. Wenn dann auch noch die Eifersucht (kıskançlık) hinzukommt, verschlechtert sich die Situation noch weiter.

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So gibt es denn drei Gründe, die sie zu einer Heirat führen:

Erstens: Um die Fortpflanzung (tenasül) fortzusetzen, verleiht die Weisheit Gottes (hikmet-i İlahiye) als Lohn zu diesem natürlichen Dienst (fıtrî hizmet) auch eine natürliche Neigung (fıtrî meyil) und ein Verlangen (şevk) danach. Wenn nun diese Freude (zevk) auch in neun Minuten einen Genuss schenkt und dies im Rahmen des Gesetzes (meşru) geschieht, kostet dies den Mann darüber hinaus nur mehr eine Stunde Mühe (meşakkat). Die Frau muss jedoch für diese neunminütige Freude neun Monate lang das Kind in ihrem Leib Mühsal in Kauf nehmen und danach noch viele Jahre ihre Hilfe für das spätere Leben dieses Kindes einsetzen. Und d.h. also: da diese neunminütige natürliche Neigung sie zu derartigen jahrelangen Anstrengungen führt, wird diese Freude danach für sie nicht mehr von Bedeutung sein. Deswegen sollten sie Gefühl und Begierde (his ve nefis) allein nicht zu einer Heirat veranlassen.

Zweitens: Von ihrem Wesen (fıtraten) her braucht eine Frau infolge ihrer eigenen Hilflosigkeit (za'f) eine ständige Hilfe für ihren Lebensunterhalt (maişet). Doch anstatt sich nun demjenigen, der heutzutage keinen Unterricht (ders) in der Form einer islamischen Erziehung (terbiye) genossen hat, es stattdessen gewohnt ist, ohne jede Verantwortung umherzuschweifen (serserilik), dabei jedoch zugleich über seine Frau die Vorherrschaft (tahakküm) auszuüben, um eines kleinen Lebensunterhalts (iaşe) willen einer jeglichen Art seiner Vorherrschaft zu unterwerfen, dabei zugleich die Bedürfnisse ihres Mannes heuchlerisch (riyakârane) zu befriedigen und auf diese Weise den Dienst und die Anbetung Gottes (ubudiyet) und ihren Anstand (ahlâk), welche der Angelpunkt ihres diesseitigen (hayat-ı dünyevi) und jenseitigen (uhrevi) Lebens sind, zu vernachlässigen, ist es für eine Bäuerin zehnmal leichter, sich ihren Unterhalt (nafaka) durch eigene Leistung zu verdienen. So wie der wahre Versorger (Rezzak-ı Hakikî) die Nahrung der Kinder mit der Milch gibt, so gibt ihr auch derselbe allbarmherzige Schöpfer (Hâlık-ı Rahîm) ihre eigene Versorgung. Sich um dieser Versorgung willen einen Mann zu nehmen, der nicht betet (namazsız) und seine ethischen Werte (ahlâk) verloren hat, und sich heuchlerisch anzustrengen, um unter sein Joch (tahakküm) treten zu können, ist auf jeden Fall nicht das, was eine Schülerin des Lichtes (Nur talebesi) tun sollte.

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Drittens: Im Wesen (fıtrat) einer Frau schlummert allzeit die Neigung (meyelan), in steter Liebe mit ihrem Kind zu schmusen (okşamak). Die Vorstellung, dass ihr Kind ihr in dieser Welt (dünya) dient, in jener Welt (âhiret) als ihr Fürsprecher (şefaat) für sie eintritt und ihr nach dem Tode seiner Mutter (vâlide) durch seine guten Werke (hasenat) hilft, verstärkt diese natürliche Neigung (meyl-i fıtrî) und veranlasst sie zu einer Heirat. Stattdessen kann heutzutage durch die Einführung der zivilisatorischen Erziehung (terbiye-i medeni) anstelle der islamischen Erziehung nur noch eins oder zwei von zehn Kindern wahrhaft und opferwillig der Liebe (şefkat) seiner Mutter dienen und religiös gesinnt mit seinen Gebeten (dua) und Wohltaten (hasenat) in das Buch der Taten (defter-i a'mal) seiner Mutter Segenspunkte (hasene) eintragen lassen und im Jenseits (âhiret) - wenn er aufrichtig und fromm (sâlih) ist - als Fürsprecher (şefaat) für seine Mutter eintreten, da sich acht von zehn in diesem Zustand (hal) nicht beweisen können, soll diese natürliche Neigung (fıtrî meyl) und begehrliches Verlangen (nefsanî şevk) diese Hilflosen, Ohnmächtigen zu einem solchen schweren Leben, ohne eine absolute Notwendigkeit, nicht verleiten.

So sage ich denn aufgrund dieser oben dargestellten Tatsachen zu den jungen Frauen unter den Schülerinnen des Lichtes (Nur şakirdleri), die zurzeit noch ledig (bekâr) bleiben möchten, Folgendes:

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Solange sie keinen Mann finden, der ihnen entspricht, der religiös gesinnt (dindar) ist und sich an Sitte und Moral (ahlâklı) hält, sollten sie sich nicht so freizügig zur Schau stellen. Solange sie also keinen solchen Mann finden, sollten sie wie ein Teil der opferwilligen Schüler des Lichtes (Nur'un şakirdleri) ledig bleiben, bis ein sittsamer Anwärter, der ihr entspricht und zu ihrem ewigen Partner wird, der eine islamische Erziehung (terbiye) genossen hat, sich um sie bewirbt, sodass ihre ewige Glückseligkeit (saadet-i ebediye) nicht wegen eines nur vorübergehenden irdischen Vergnügens (keyf-i dünyevî) zerstört wird und sie in der Bosheit (seyyiat) unserer heutigen Zivilisation untergeht.

Said Nursî

Anmerkung: Meine Schwestern und meine Töchter sollten die Abhandlung über die Verschleierung der Frau (Tesettür Risalesi) lesen!