Wir hörten (dinliyorduk) einmal zusammen mit zwei Universitätsstudenten aus dem Rundfunk in unserem Auto, von ferne (uzak) den heiligen Lobgesang zur Geburt des Propheten (mevlid-i şerif), wobei sich unser Auto bewegte (hareket) und durch keine Verbindungsschnur (tel) mit dem Rundfunksender verbunden war. Da habe ich zu diesen beiden Studenten, die Nurcus waren, zu dem Thema (bahsine dair) dieses "Schlüssels zum Licht (Nur Anahtarı)" gesagt:
Ein Beweis (delil) dafür, dass auch im Licht genauso wie im Leben und Sein (Nur'da dahi hayat vücud) unmittelbar die Erscheinung (tecelli) der göttlichen Macht (kudret-i İlahiye) unverschleiert und ganz offensichtlich zu erkennen ist, ist Folgendes: soviel Luft (hava) wie ein Nagel (tırnak) in diesem winzigen Apparat, ein klein wenig unsichtbares Licht (manevî az bir nur) nun nur die Worte (kelime) hört, die von dieser Maulid-Feier kommen, spricht sie und hört dabei noch Tausende, ja Millionen Worte zu gleicher Zeit und spricht sie zugleich. Verschiedene Worte in Tausenden Sendestationen hört sie (işitir) genauso wie wir sie jetzt hören, oder kann sie hören und uns mitteilen. Damit also wird etwas Kleinstes (cüz'î) zum Allgemeinsten (küllî).
Zudem hat diese winzig kleine mit nur ganz wenig Luft so viel Funktion (vazife) wie die ganze Atmosphäre (küre-i hava). Die kleinste Menge Luft wird so groß wie die ganze Erdatmosphäre.
Wenn sie nicht der Erscheinung der Urewigen Macht (cilve-i kudret-i ezeliye) zugeschrieben wird, so kommt ein erstaunlich abergläubischer Widerspruch (acib bir hurafeli tezad) zustande, wie niemand sich ihn überhaupt vorstellen (hayal) könnte. Da die Verwandlung von etwas in sein Gegenteil unmöglich (zıddına inkılabı muhal) ist, wird es sodann notwendig (lâzım), dass etwas so tausendfach Bruchteiliges in sein Gegenteil (zıddı), nämlich ein höchstes Ganzes (küllî), etwas Kleinstes (küçük) zum Größten (büyük), etwas Lebloses (camid), Unwissendes (cahil), Bewusstloses (şuursuz) und Schwaches (âciz) sich in etwas Mächtiges (muktedir), Entschlossenes (dirayetli), Wollendes (iradetli) und Bewusstes (şuurlu) verwandelt, welches hunderterlei Widersprüche (tezad), Unmöglichkeiten (muhal) und Arten von Aberglaube (hurafet) in sich enthält und ein Aberglaube ist, zu dem etwas Vergleichbares (emsal) sich nicht finden lässt.
Das also heißt, dass es offensichtlich die Erscheinung (cilve) der Urewigen Macht (kudret-i ezeliye) ist. Wie diese Erscheinung in der Atmosphäre (cilveyi küre-i havada) ganz allgemein dargestellt (umumen temsil) wird, bringt die folgende Heilige (şerif) Hadith sinngemäß (meal) zum Ausdruck. Es ist dies wie folgt:
Es gibt da einen Engel, der vierzigtausend Häupter hat. Und jedes Haupt hat vierzigtausend Zungen. Mit jeder Zunge rezitiert er vierzigtausend Lobpreisungen (tesbihat). Vierundsechzig Trillionen Lobpreisungen bringt er gleichzeitig zum Ausdruck. Die Erdatmosphäre (küre-i hava) ist also wie dieser Engel. Denn jedes gute Wort (kelime-i tayyibe) wird entsprechend der Anzahl der Lobpreisungen (tesbihat) dieses Engels auf der Seite der Luft (hava sahifesi) eingetragen und aufgeschrieben.
Die Erdatmosphäre (küre-i hava) sagt nun sinngemäß: "Diese Hadith berichtet (haber) über mich oder über den Engel (melek), dem ich anbefohlen (nezarete memur) bin. Denn alle Diskussionen unter den Menschen (insandaki bütün konuşmalar) und alle übrigen zahllosen Stimmen, obwohl sie miteinander vermischt (karışmalar) sind, ohne sie zu verwechseln (karıştırılmadan), genau mit denselben Worten (tam hurufat) und dem Dialekt (şiveler) der Sprecher und mit ihren spezifischen Stimmen (mümtaz sesler) ausgesprochen zu werden, zeigt, dass bezüglich dieser Arbeit, die mit einem ganzheitlichen Bewusstsein (küllî bir şuur) durchgeführt wird, die Aufgabe (vazife) auch nur eines einzelnen Luftmoleküls (tek bir zerre) mir, nämlich der Atmosphäre (küre-i hava), oder auch allen Ursachen (esbab) zuzuschreiben in gar keinerHinsicht (cihet-i imkân) möglich ist. Das ist also die Erscheinung des Einen (ehadiyet), der allgegenwärtig (hazır) ist und alles beobachtet (nâzır), und die Erscheinung (cilvesi) der urewigen Macht (kudret-i ezeliye), der den alles umfassenden Willen (ihatalı bir irade) und ein umfangreiches Wissen (muhit bir ilim) in sich selbst vereint. Einer unter Millionen Zeugen (şahidler) dafür ist das Rundfunkgerät."
Eine kurze Zusammenfassung des Themas (mes'elenin meali), das im "Dreizehnten Wort (Onüçüncü Söz)" im Zusammenhang mit dem Vergleich (müvazene bahsinde) zwischen der Weisheit (hikmet) des Qur'ans und der Weisheit der Philosophie (hikmet-i felsefe) bereits behandelt wurde, ist Folgendes: Die menschliche Philosophie (felsefe-i insaniye) zieht den Schleier des ganz Gewöhnlichen (âdiyat perdesi) über die Wunderwerke der göttlichen Barmherzigkeit (mu'cizat-ı rahmeti) und über die so einzigartigen Wunderwerke der göttlichen Macht (hârikulâde mu'cizat-ı kudret-i İlahiye). Die Beweise für die göttliche Allgegenwart (vahdaniyet delilleri), die unter diesen alltäglichen Gegebenheiten verborgen liegen, und diese wunderbaren Gnadengaben (hârika nimetleri) nimmt sie nicht wahr und legt sie nicht dar (göstermiyor). Es gibt jedoch einige wenige besondere Erscheinungen (bazı cüz'iyatı), die aus dem Alltäglichen (âdet) herausragen und die sie dennoch entdeckt hat und ihnen Bedeutung (ehemmiyet) beimisst.
Zum Beispiel: Sie nimmt die Wunderwerke der Macht (kudret mu'cizeleri) bei der Erschaffung des Menschen (hilkat-ı insaniye) nicht wahr und legt keinen Wert (ehemmiyet) auf sie, erblickt sie aber einen zweiköpfigen oder dreibeinigen Menschen, der aus der Ordnung herausgetreten (kaideden çıkmış) ist, so hält sie dies für ganz erstaunlich (istigrab) und lenkt mit einem lauten Schrei der Verwunderung (velvele-i hayret) alle aufmerksamen Blicke (nazar-ı dikkat) darauf. Sie versteckt das ganzheitliche und umfangreiche Wunder (umumî mu'cizat) unter dem Schleier des Alltäglichen (âdet perdesi) und stellt stattdessen die Dinge, die Einzelfälle sind und die gewohnte Ordnung verlassen (kanundan çıkmış) haben und deshalb abgesondert von ihren Artgenossen sind (taifesinden ayrılmış), als Lehrbeispiele (medar-ı ibret) vor.
Ein weiteres Beispiel: Die so einzigartige (hârika) und so wundersame Versorgung (mu'cizatlı iaşeleri) der Jungen (yavrular) in der Welt der Tiere (hayvandan) wie auch die der Menschenkinder (insandan) hält sie für ganz normal (âdi) und legt überhaupt keinen Wert (ehemmiyet) darauf. Fischer (balıkçılar) hingegen, die einen Käfer (böcek) gesehen haben, der - wie einmal eine Zeitung (gazete) in Amerika veröffentlicht (neşret) hatte - nun abgesondert von seinen Artgenossen (taife) und verlassen von seinem Volk (millet) in den Meeresboden (denizin dibine) hinuntergegangen war und nun als seine Nahrung (rızık) ein grünes Blatt im Maul hält, waren dadurch gerührt (aglamışlar) und haben ausgedehnt ausführlich davon berichtet (şaşaa ile ilân etmişler).
In Wirklichkeit liegen in einem noch so kleinen Jungtier (yavru) oder dem an der Mutterbrust (meme) gleichsam wie mit Wasser aus dem Paradies (âb-ı kevser) genährten (rızk) und gestillten Baby tausenderlei ähnliche Wunderwerke der göttlichen Barmherzigkeit und Güte (mu'cizat-ı rahmet ve ihsan). Der Mensch mit seiner eigenen Philosophie (felsefe-i beşeriye) nimmt sie jedoch nicht wahr, sodass er dafür danken (şükür), den barmherzigen Allerbarmer (Rahmanürrahîm) erkennen und Ihm dafür mit Dank (şükür) entgegnen könnte.
So zerreisst die Weisheit (hikmet) des Qur'ans den Schleier des Gewöhnlichen (âdiyat perdesi) und unterrichtet die Menschen (beşere ders) über diese ganzheitlichen (küllî), allgemeinen (umumî), einzigartigen Wunderwerke (hârika mu'cize) und außerordentlichen Gnadengaben (fevkalâde nimetleri), macht Gott unter ihnen bekannt (Allah'ı tanıttırır) und führt ihn im Namen des ganzheitlichen Dankes (küllî şükür) zu Dienst und Anbetung (ubudiyet).
So ist nämlich ein so erstaunlicher und recht merkwürdiger Fehler des Menschen (antika hata) in seiner Philosophie (felsefe-i beşer) der Folgende: Seine persönliche Entscheidungs- und Willensfreiheit (ihtiyar ve irade) reicht nicht einmal für das Sprechen aus (kâfi gelmiyor), das seine offensichtlichste und auch nur geringste Handlung (küçük fiili) ist: er kann sie nicht erschaffen (icad edemiyor). Denn dabei bringt er lediglich die Luft (hava) zur Artikulationsstelle (harflerin mahrecine). Infolge dieser einzelnen Handlung (kesb) erschafft Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) aufgrund dieser Handlung die einzelnen Wörter (kelimatı halkeder). Er schreibt auch in der Luft (hava) Tausende Kopien (nüsha) {für jeden Zuhörer eine (A.d.Ü.)} davon ab. So kann denn nun jeder mit einem Fünkchen Bewusstsein (zerre kadar şuur) selbst verstehen, welch großer Fehler (hata) es ist, diese außerordentlichen allgemeinen Wunderwerke der Macht (mu'cizat-ı kudret), die zu vollbringen alle Ursachen der Welt (esbab-ı kâinat) nicht imstande sind (âciz), eine Erschaffung des Menschen (beşer icadı) zu nennen, wo doch die Hand des Menschen (insanın eli) für eine solche Erschaffung (icad) viel zu kurz ist.
So ist ein Beispiel (misal) dafür, dass man eine Entdeckung (keşfiyat), nämlich den Rundfunk, der einem göttlichen Gesetz (kanun-u İlahî) zufolge, das Hunderttausend wunderbare Erscheinungen beinhaltet (hârikaları tazammun), als eine Art Annahme (kabul hükmünde) seiner - in Form seiner Werke - dargebrachten Gebete (fiilî dualarına) durch eine göttliche Inspiration (ilham-ı İlahî) erfunden wurde (keşfolan), um dem Menschen nützlich (beşerin istifadesi) und ein Mittel (vesile) zur Nutzanwendung für den Menschen (beşer istifadesi) zu sein, einem hilflosen Menschen in seiner völligen Schwäche (âciz-i mutlak) zuzuschreiben versucht und sagt: "Ha!... den Rundfunk hat der und der Entdecker (keşşaf icad) erfunden und er hat auch die Kraft (kuvvet) der Elektrizität erfunden. Und einige Entdecker (keşşaflar) arbeiten nun daran, ein Gerät zu erfinden (madde icad), um sogar das, was im Kopf des Menschen (beşerin kafasını) abläuft, da herauszulesen."
Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) hat diese Welt (kâinat) als ein Gasthaus erschaffen (misafirhane halketmiş), worin sich in der Tat all das findet, was für den Menschen notwendig und seiner würdig ist (insana lâzım ve lâyık). Seine Geschenke (nimetler), die in manchen Zeiten und Epochen (zaman ve asır) als eine Art Gastmähler verborgen (ziyafetler nev'inde) geblieben sind, gibt Er ihnen infolge einer Untersuchung (taharriyat), die aus einer Ansammlung von Meinungen (telahuk-u efkârdan) erwächst und ein Gebet in Form seiner Werke (dua-yı fiilî) ist, in die Hände (ellerine ihsan). Während man eigentlich dafür zu danken hätte (şükür etmek lâzım), sie in der Art einer Undankbarkeit (küfran-ı nimet) als Erfindung und Talent (hüneri) eines ganz gewöhnlichen, schwachen Menschen (âdi, âciz bir insanın icadı) zu betrachten und daraufhin diese Wunderwerke (hârikaları), die das Ergebnis (netice) eines allumfassenden Bewusstseins (küllî bir şuur), Wissens (ilim), Willens (irade), der Barmherzigkeit (rahmet) und der Güte (ihsan) sind, der Vergessenheit anheimzugeben (unutturup) und nur einen hauchdünnen Schleier (ince bir perde) dessen zu zeigen und auf einen unbewussten Zufall (şuursuz tesadüf), die Natur (tabiat) oder leblose Materie (camid madde) zurückzuführen, heißt das Tor zur absoluten Unwissenheit (zıd bir cehl-i mutlak) zu öffnen, die dem Wesen (mahiyet) der Menschheit (insaniyet) widerspricht, welche doch in der Schöpfung das Wertvollste (ahsen-i takvim) ist. Wenn dem aber so ist, ist es für den Menschen (insan) nach dem Grundsatz (düstur)
{"Und in jedem Ding findet er ein Zeichen, das beweist, dass Er ein Einziger ist."}
unvermeidlich (elzem), die Schöpfung (mahlûkat) wie ein Verhältniswort zu seinem Substantiv (mânâ-yı harfi) zu behandeln, was den Menschen erst zum Menschen macht (insan, insan olsun).
{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, außer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist. (Sure 17,44) Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und allezeit." Und mit Seiner Hilfe...}
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Erstens: Als ich dieser Tage in der Sure "Die Spinne (el'Ankebut)" (Sure 29) die Ayah
{"Diejenigen, die sich an Gottes statt Schutzherren nehmen, sind mit einer Spinne zu vergleichen, die ein Haus für sich gemacht hat. Das schwächste Haus ist das der Spinne. Wenn sie das nur wüssten!" (Sure 29, 41)}
las, überfiel mich plötzlich ein starker Zweifel (şiddetli bir vehim): "Das schwächste Haus ist das der Spinne (örümcegin hanesi). Wenn diejenigen, die Gott einen Teilhaber (Allah'a şerik) beigesellen - angenommen, sie wüssten das - nämlich, wenn die Oberhäupter der Qureyş, die den Glauben nicht angenommen haben (imana gelmeyen), das wüssten... " verglichen mit der Beredsamkeit (belâgat) dieser Ayah, so wie sie hier sinngemäß (manası) lautet, schien mir dieser Zusammenhang (vaziyet) hier nicht der entsprechende (münasib) zu sein.
Spontan habe ich nun gleichzeitig das Kapitel über die "Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye)" aus dem Buch "Zülfikar" aufgeschlagen, um es zu korrigieren (tashih). Da sprangen mir plötzlich die folgenden Zeilen in die Augen (satırlar nazarım): "Das erste Ereignis: Dies ist eine Begebenheit, die so berühmt geworden ist, dass sie einer gesicherten Überlieferung gleichkommt. Während sich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, mit Abu Bakr as'Siddiq, um sich vor seinen Verfolgern zu retten, in der Höhle von Hira verborgen hielt, kamen zwei Tauben herbeigeflogen und postierten sich - zwei Wächtern gleich - wartend am Höhleneingang. Gleichzeitig verschloss eine Spinne, einem Vorhanghüter gleich, auf wundersame Weise den Eingang der Höhle mit ihrem dichten Netz. Ja, als Ubeyy Ibn Khalaf, ein Anführer der Qureyschiten, den der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, später in der Schlacht von Badr mit eigener Hand töten sollte, die Höhle inspizieren wollte und schon seine Kameraden zu ihm sagten: "Gehen wir hinein!" entgegnete er ihnen: "Wie sollten wir das? Man sieht doch hier ein Netz, das so aussieht, als habe eine Spinne noch vor der Geburt von Hasret Mohammed dieses Netz gesponnen."
Auf einmal habe ich ein Wunder (mu'cize) an zwei Buchstaben dieser Ehrwürdigen (kerim) Ayah, nämlich لَوْ {"lau (= lw) = wenn"} erkannt und an stelle meines Zweifels den erhabenen Funken eines Wunders (lem'a-i i'caz) erkannt. Es ist dies wie folgt:
Da die Sure 29 "Die Spinne (el'Ankebut)" in Mekka geoffenbart (nâzil) wurde, berichtet sie, dass die Oberhäupter (reisler) der Qureyş, die den Glauben nicht angenommen hatten (imana gelmeyen), auf den Propheten ein Attentat (sû'-i kasd) ausüben würden und eine Spinne (örümcek), die unter den Tieren das Schwächste und Kleinste ist, (en küçük bir hayvan) dem heftigen Angriff (şiddetli hücum) dieser Oberhäupter mit ihrem geplanten Attentat entgegentreten (mukabele) und sie besiegen (galebe) werde. Das Netz, welches das Haus einer Spinne (örümcegin hanesi) ist und nur aus einem fadendünnen Schleier (perde) besteht, wird nämlich diesen mächtigen Oberhäuptern eine Niederlage (kuvvetli reisleri maglub) bereiten, so wie dies die Ayah schildert und weiter sagt: "Falls sie gewusst hätten, dass sie durch eines der schwächsten Tiere eine Niederlage erleiden werden (en zayıf bir hayvana maglub), würden sie ein solches Verbrechen (cinayet) - dieses Attentat - noch nicht einmal begonnen (teşebbüs) haben."
Wie mit einem Wort aus der Ayah
{"Heute wollen wir dich nun deinem Leibe nach retten" (Sure 10, 92)}
wunderbarerweise auf ein geschichtliches Ereignis (mucize-i tarihi)
{(Anmerkung): Ein Abschnitt aus dem Buch über die Wunderhaftigkeit des Qur'ans:
("Heute wollen wir dich nun deinem Leibe nach retten" (Sure 10, 92))
Dem ertrunkenen Pharao wird gesagt: "Heute will Ich deinen Körper retten, nachdem er ertrunken ist." Mit dieser Aussage wird der den Tod betreffende, ein abschreckendes Lehrbeispiel bildende Grundsatz in ihrem Leben, ausgedrückt, dass alle Pharaonen ihre Leichen aus der Vergangenheit heraus auf die Bühne der kommenden Generationen der Zukunft sandten, indem sie ihre Leichen aufgrund ihrer Vorstellung von der Seelenwanderung einbalsamierten. Übrigens wurde im letzten Jahrhundert im Gebiet dieses Meeres, wo er damals ertrank und an Land gespült wurde, ein Leichnam gefunden, eben jene Leiche des ertrunkenen Pharao, ein wunderbares Zeichen aus dem Unsichtbaren, Funke eines Wunders. Er wurde aus dem Meer der Zeit über die Wogen der Jahrhunderte hinweg an die Küste dieses Jahrhunderts* geworfen. Schon deshalb ist dieses einzige Wort allein schon ein Wunder.
(*): Eine weitere Anmerkung zu dieser Anmerkung: Im Zwanzigsten Jahrhundert (asır) fanden Wissenschaftler aus Europa (ecnebi) den Körper (cesed) eines Pharao. Wie die Zeitungen (ceride) berichten, haben sie ihn in ihr Museum gebracht.}
hingedeutet wurde, wird mit dem Hinweis (remiz)
{"wenn sie es gewusst hätten"}
der Ayah aus dieser Sure, die in Mekka geoffenbart wurde, auf das Ereignis (hâdise) in der Höhle auf dem Berge Hira, in dem es sich um einen außergewöhnlichen Schutz Gottes (hıfz-ı İlâhîye) und ein Wunder des Propheten (mucize-i Nebeviye) in der Art einer Nachricht aus dem Verborgenen (ihbar-ı gaybî) handelt, ein Funke der Wunderhaftigkeit (lem'a-yı i'câz) aufgezeigt, wobei diese Sure als "Die Spinne (Ankebût)" zu betiteln und ihrem unbedeutenden Netz eine so große Bedeutung (ehemmiyet) beizumessen, wie ich gesehen habe, genau zutreffend ist, weshalb jeglicher Zweifel oder Argwohn (şüphe ve evham) gegenüber dieser Ayah von grundauf zurückgewiesen (esasıyla reddetti) wird. Dafür habe ich Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) unendlich gedankt (şükrettim) und dabei erkannt, dass - genauso wie in den Suren des Qur'ans - auch in seinen Ayat, ja selbst in seinen einzelnen Sätzen (cümleler) und Worten (kelimeler) und sogar in seinen einzelnen Buchstaben (harfler) die Funken seiner Wunderhaftigkeit (i'câz lem'alar) verborgen sind.
{"Der Beständige ist der, der Ewig bleibt und besteht."}
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und allezeit."}
Meine lieben getreuen, unerschütterlichen, standhaften, opferbereiten Mitbrüder!
{"Bei der Morgendämmerung, bei den zehn Nächten" - Sure 89,1-2-}
Zu den Nächten, welche durch diese Ayah Lob erlangt haben (senasına mazhar), und zu den Festtagen (Bayram) wünsche ich euch mit Herz und Seele Gottes Segen (tebrik) und bitte euch zugleich um eure Gebete (dua) für die Heilung (şifa) meiner schweren Krankheit (şiddetli hastalık).
Zweitens: In dem Gedanken (fikr), die glänzende Verbreitung der Lichter (Nurların parlak fütuhatına) in gewissem Grade zu verhindern (mümanaat), belästigen die versteckten Atheisten (gizli dinsizler) einige Beamte (resmî memurlar) durch die missbräuchliche Anwendung ihrer willkürlich instrumentalisierten (âlet) Gesetze (keyfî kanunlar). Auch versuchen sie, einen kleinen Teil aufrichtiger (has) Nurcus maßlos zu schikanieren (fütur). So habe ich z. B. in diesen segensreichen Tagen (mübarek günler) aus Istanbul den im Sinne des Atheismus (dinsizlik damarı) verfassten Bericht der Sachverständigen {(Anmerkung): Er wird euch später (bilâhere) noch zu eurer Kenntnisnahme (bera-yı malûmat) zugesandt werden.} (ehl-i vukuf) über den "Wegweiser (Rehber)" erhalten. Wegen meiner schweren Krankheit (şiddetli hastalık) infolge einer Vergiftung (semli) überlasse ich euch jedoch nun (havale) dessen Beantwortung.
Die Aufgabe (vazife), diese Sachverständigen bezüglich dieses Werkes (bu eser hakkında), das vor zwölf Jahren verfasst wurde und im Rahmen einer Amnestie bereits wieder freigegeben wurde (aflar ve beraatlar), das bereits in fünf Gerichten (mahkeme) durch alle Hände gelaufen ist, dort nicht verboten (ilişilmeyen) sondern wieder zurückgegeben (iade) wurde, das zehntausend Menschen, besonders den Jugendlichen (adama, hususan gençler) unter ihnen ohne jeden Nachteil nur Vorteile (zararsız menfaat) gebracht hat und von dem während meiner großen Verteidigung (müdafaat) bewiesen wurde (ispat), dass es zusammen mit all seinen Beiträgen im Anhang (zeyiller) für dieses Land von großem Nutzen (vatana büyük faydası) ist, diese verständnislosen Sachverständigen (vukufsuz ehl-i vukuf) zum Schweigen zu bringen (ehl-i vukufu susturmak) und anhand der Beweise (deliller) darzulegen, dass sie im Namen des Gesetzes (kanun) ganz und gar gesetzwidrig (kanunsuzluk) handeln und in ihrem Justizpalast (adliye) im Namen der Gerechtigkeit (adalet) eine furchtbare Ungerechtigkeit (dehşetli zulüm) begehen und im Gegensatz zu ihrer Aussage bezüglich des Wegweisers (Rehber) "es besteht die Möglichkeit, dass sie die Religion für ihre Politik (dini siyasete âlet) missbrauchen" selber die Politik (siyaset) und ihre eigene Position innerhalb der Justiz (adlî vazifeler) für den Atheismus (dinsizlik) missbrauchen wollen, überlasse (havale) ich den Nurcu-Brüdern der Medresetü'z-Zehra und all ihren Niederlassungen (şubeler).
{"Der Beständige ist der, der Ewig bleibt und besteht."}
* * *
In Form von ein klein wenig Kritik (hafif bir itiraz) gegen den Bericht (rapor) der Sachverständigen (ehl-i vukuf) möchte ich hiermit den wahren Sachverhalt (hakikat-ı hal) darlegen (beyan etmek).
Wir sagen entgegen ihren Beschuldigungen (ithamlar), als gebrauchte ich das religiöse Empfinden der Leute (dinî hissiyat) als ein Instrument im Sinne meiner Politik (siyasete âlet): Allen, die mein Leben (hayatım) und mich persönlich kennen, rufe ich in den Zeugenstand (işhad), dass ich kein einziges Mal die Religion als ein Instrument für die Politik eingesetzt (dini siyasete âlet) habe, selbst dann nicht, als ich noch politisch interessiert (siyasî oldugum) war und noch mit meiner ganzen Kraft (kuvvet) versuchte, jede Art von Politik als ein Instrument für die Religion (siyaset dine âlet) einzusetzen und ihr zu dienen (tâbi'). Die Geschichte meines ganzen Lebens (tarih-i hayat) ist dafür Zeuge und auch meine Freunde können dies bezeugen (dostlarım şehadet). Als die parlamentarische Monarchie (Hürriyet) deklariert wurde und diejenigen, die das islamische Gesetz befürwortet hatten (şeriat isteyenleri), aufgehängt (astıkları) wurden, fragten mich vor dem furchtbaren Kriegsgericht der "Bewegungsarmee (Hareket Ordusu)" noch am selben Tag, an dem fünfzehn Leute aufgehängt wurden, der Vorstand und die Mitglieder des Kriegsgerichtes (divan-ı harb-i örfîsi): "Du bist ein Feind des Fortschritts! Man sagt, du hättest das islamische Gesetz befürwortet (Şeriat istemişsin)." Auf ihre Rede hin antwortete ich: "Ich bin bereit, für einen einzigen Punkt im islamischen Gesetz (Şeriatın bir tek mes'elesi) mein Leben zu opfern (ruhumu feda). Wenn die parlamentarische Monarchie (Meşrutiyet) aus den Despoten einer bestimmten Gruppe (fırkanın istibdadı) bestünde, die sich dem islamischen Recht entgegenstellt (hilaf-ı Şeriat), dann soll die ganze Welt mein Zeuge (dünya şahid) sein, dass ich ein Feind des Fortschritts (mürteciyim) bin." Ja wäre es denn überhaupt möglich (mümkün), dass ein Mann, der so spricht und seiner Verurteilung (i'dama) nicht einmal einen Wert (ehemmiyet) von fünf Para beimisst und dazu bereit ist, seine Welt (dünya) und alle Dinge, für die Scheriah zu opfern (feda), seinen Glauben (din) und das islamische Recht (şeriatı) für was auch immer und für irgendeine Politik (siyaset) missbrauchen (âlet) könnte?! Wer das für möglich (ihtimal) hält, könnte noch nicht einmal ein Sophist {ein Philosoph, der etwas zu beweisen versucht, was es gar nicht gibt. (A.d.Ü.)} sein.
Des Weiteren einen Mann, der es für einen großen Fehler (hata) hält, sich in diesem Land (vatan) um eines Unschuldigen (masum) willen gegen zehn vom Hass erfüllte Tyrannen (zalim gaddar) mit politischen (siyaset) Mitteln zu widersetzen, und der sich gegen zehn verbrecherische Tyrannen (zalim cinayetkâr) und diejenigen, die ihn schikanieren (işkence), nicht zur Wehr setzt (mukabele), ja ihnen noch nicht einmal einen Fluch (beddua) entgegenschleudert, wenn man einen solchen Mann, der es für sich selbst zum Prinzip seines Lebens (hayatına bir düstur) gemacht hat, die öffentliche Sicherheit nicht zu stören (asayişe ilişmemek), beschuldigen wollte, dass er die Religion für die Politik (dini siyaset) und darüber hinaus missbrauchen könnte, um die öffentliche Sicherheit (asayiş) zu stören, so liegt dieser Beschuldigung (ittiham) auf jeden Fall ein fürchterliches Hassgefühl (dehşetli bir garaz) zugrunde. Derjenige, der von dem Mann, gegen den seit 28 Jahren beispiellose Provokationen (ihanet), Schikanen (işkence) und Quälereien (azab) durchgesetzt wurden, und der anhand der Untersuchungen durch die Gerichte (mahkemelerin tahkikatı) hunderttausende opferbereite Freunde (fedakâr dostlar) hat, und von dem Mann, von dessen Schülern (talebe) kein einziger Vorfall (vukuat) anhand der Untersuchungen (tahkikat) von sechs Provinzen (vilayet) und sechs Gerichten (mahkeme) aufgenommen wurde, sagt, dass er die öffentliche Sicherheit (asayiş) in diesem Land (vatan) und die Politik (siyaset) gefährdet, ist mit Sicherheit ungerecht (haksız) von der Erde bis zum Himmel.
Sie sollten nicht denken, dass ich mich damit wegen dieser ungerechten Beschuldigungen von der Verantwortung (mes'uliyet) oder vor einer Verurteilung (mahkûmiyet) retten möchte. Ich versichere euch aber, dass auch die Freunde (dostlar), die mich gut kennen, bestätigen (tasdik) können, dass ich in diesen 28 Jahren absolut dessen sicher (kat'iyyen kanaatım) war, dass der Tod mehr als das Leben (ölüm hayattan) nützlich für mich (faideli), das Grab (kabir) zehnmal mehr als das Gefängnis (hapis) ein Ruheort (medar-ı rahat) und das Gefängnis zehnfach nutzvoller für meine Ruhe (istirahat) als diese Art von Freiheit (serbestiyet) wäre. Wenn nicht einige meiner Freunde deswegen traurig (dostlar mahzun) wären, wollte ich lieber für immer im Gefängnis bleiben (hapiste kalacaktım).
Wenn der Selbstmord gesetzlich erlaubt (şer'an intihar caiz) wäre, ist für einen Mann, den der russische Oberkommandant und der Oberkommandant der Alliierten (itilafçı), die Istanbul besetzt hatten (işgal eden), damals auf jeden Fall bereits zum Tode verurteilt (i'dam) hatten, und der sich in der Ratsversammlung (divan-ı riyaset) vor fünfzig Abgeordneten (meb'usun) trotz des mächtigen Zornes (şiddetli hiddet) des ersten Staatspräsidenten (Reisicumhur) nicht dazu herabwürdigte, sich zu erniedrigen (tezellüle tenezzül), der aber jedenfalls (elbette) ziemlich häufig (pek çok defa) von einem einfachen Gendarmen (jandarma) oder Gefangenenwächter (gardiyan) oder auch nur einem gewöhnlichen Beamten (memur) verächtliche Provokationen (tahkirkârane ihanetleri), Verleumdungen (iftira), Quälereien (tazib) und kaum erträgliche Schikanen (agır tacizler) hinnehmen musste, auf jeden Fall der Tod hundertfach angenehmer (hoş gelir) als das Leben (hayat).
Da sie den Wegweiser (Rehber) nun einmal zum Vorwand (bahane) nehmen, um mich derart schon auf einen bloßen Verdacht hin zu beschuldigen (evham ile ittiham), wegen etwas, woran man auch nicht im Entferntesten (hiç hatıra u hayale) gedacht hätte, sagen ich und meine Mitbrüder, weil wir durch die Wahrheit des Wegweisers (Rehber'in hakikatı) sowohl unseren Glauben (iman) als auch unsere Gesittung (ahlâk) vor dem Verderben (tehlike) gerettet haben: der Wegweiser (Rehber) wurde vor fünfzehn Jahren verfasst (te'lif) und drei Mal gedruckt (tab). Tausende Exemplare (nüsha), und dazu noch zehntausende Abschriften (nüsha) wurden in diesem Land (vatan) handschriftlich (el yazısı) verbreitet (intişar) und werden mit Begeisterung (iştiyak) gelesen. Unter Hunderttausend Lesern sagt nicht ein einziger, sei er nun dafür (muvafık) oder dagegen (muhalif), sei er nun religiös (dindar) oder atheistisch (dinsiz) gesinnt: "Wir haben durch ihn Schaden (zarar) erlitten" oder "Er ist für Land und Volk (vatan ve millet) gefährlich." So etwas haben wir niemals gehört. Wäre ein solcher Schaden entstanden - da dies eine Sache von großer Wichtigkeit (ehemmiyetli bir mes'ele) ist - würde er sich auch weiterverbreiten (intişar). Dagegen können wir an die Hunderttausend Zeugen (şahid) vorweisen, die sagen werden, dass wir durch ihn unseren Glauben gerettet (imanımızı kurtardık), unsere nationale Selbstachtung (seciye-i milliye) durch ihn erhöht und unseren Nutzen (istifade) aus ihm gezogen haben. Hunderttausend Zeugen (şahid) können wir für diesen Prozess - falls nötig - in den Zeugenstand rufen (davamıza gösterecegiz).
Ja könnte denn bei einem Mann, der zehn gute Werke (hasene) verrichtet hat, obwohl dabei ein kleiner Fehler nicht in Betracht (nazara alınmadı) gezogen wurde, ein Werk (eser), das Hunderttausend gute Taten (hasene) und Nutzanwendungen (faide) hervorgebracht hat, aufgrund der Vorstellung (tevehhüm) eines nur eingebildeten (vehmî), noch dazu völlig haltlosen Fehlers (asılsız bir kusur) zur Anzeige gebracht (medar-ı mes'uliyet) werden? Ja könnte denn irgendein Gesetz (kanun) der Welt (dünya), welches das gesellschaftliche Leben (hayat-ı içtimaiye) betrifft, einen solchen Fall (hal) überhaupt noch als Verbrechen (suç) bezeichnen?
Hier nun die Punkte (eser), welche die Sachverständigen (ehl-i vukuf), die dieses Werk untersucht (tedkik) haben, die aber keine Kenntnis (ulum) der islamischen wie der religiösen (dini) Wissenschaft besitzen (mâlik), als die Gründe für ihre Anklage (suç unsuru) anführen:
Erstens: "Es widerspricht dem Laizismus (lâiklige aykırı) und instrumentalisiert (âlet) den Glauben zu politischen Zwecken (dini siyaset)."
Dagegen hat der Verfasser (müellif) seit fünfunddreißig Jahren sein Interesse an der Politik) aufgegeben (siyaseti terk) und seitdem keine Zeitung (gazete) mehr gelesen und sagt auch seinen Schülern (şakirdler) immer: "Kümmert (meşgul) euch nicht um die Politik (siyaset)!", was diesen Anklagegrund (suç unsuru) ganz und gar haltlos (keser) macht.
Zweitens: "Sich für die religiöse Unterweisung (Dinî tedrisat) einzusetzen (taraftar), wird als ein Grund zur Anklage (suç) angeführt."
Dagegen sagen wir: Es gibt in der Welt (dünya) keinen einzigen Gläubigen (ehl-i iman), der so etwas als ein Verbrechen (suç) bezeichnen könnte. Besonders die Exemplare, die hier unter Verschluss (hapis) gehalten werden, haben allen Bedauernswerten (bîçareler) dort in der Art eines Trostes ihren Unterricht (teselli ders) erteilt. Dass sie sich für die religiöse Unterweisung einsetzen (tedrisata taraftarlık), drückten sie jedoch bereits damals aus. Dies aber zeigt, dass auch dieser Satz völlig unhaltbar (manasız) ist. {Religionsunterricht unter Strafe zu stellen (A.d.Ü.)} Es besserten sich (ıslah) sogar durch die Risale-i Nur im Gefängnis (hapis) dreihundert Leute in kurzer Zeit. Sie haben ihre Verbrechen bereut (cinayetler tövbe) und alle gemeinsam begonnen, das Gebet zu verrichten (namaz kılmalar). Das hat sogar die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) der zuständigen Beamten (alâkadar memurlar) auf sich gelenkt. Ein Teil dieser Beamten sagte daher: "Mehr als den Erfolg (faide) von fünfzehn Jahren Haft (hapis) hat die Risale-i Nur innerhalb von fünfzehn Wochen erbracht." Das haben sie einem gesagt, der im Gefängnis den Wegweiser (Rehber) abschrieb. Der Verfasser (müellif) sagte daraufhin: Einem Mann, der die Risale-i Nur, die aus 130 Büchern besteht (ibaret), und den Wegweiser (Rehber), der ein kleiner Abschnitt daraus ist, wenn auch nicht vollständig liest, nutzt das auf jeden Fall mehr als die Strafe einer fünfzehnjährigen Haft (hapisteki ceza) und genauso viel wie der Unterricht in einer Schule (medresede ders). Er bessert sich dadurch (ıslah-ı hal) und bereut seine Untaten (fenalıklar tövbe). Könnte etwa ein solcher Wunsch (temenni) nach einer Förderung (teşvik), den selbst diejenigen unterstützen (tasdik ettikleri halde), die mich ins Gefängnis gebracht (hapse sokanlar) haben, noch als Verbrechen (suç) angesehen werden?
Drittens: "Er setzt sich darin für die Verschleierung der Frau (tesettür) und für die islamische Erziehung (terbiye) ein." Das nannten sie als den Grund für ihre Anklage (suç).
Das war es denn, weshalb ich - wie schon in dem Gerichtsbeschluss (mahkemesinin kararname) in Afyon dargestellt wurde (neşredildi) - sowohl in Eskişehir als auch in Denizli und in Afyon, bereits vor fünfzehn Jahren in Eskişehir wegen meines Einsatzes (taraftarlık) für die Verschleierung der Frau (tesettür) vor Gericht gestellt (mahkeme ilişmiş) wurde. Damals hatte ich sowohl vor Gericht als auch während der Revision (temyiz) die folgende Antwort gegeben:
Die Gerechtigkeit, falls es diese auf Erden gibt, wird sicher einen ungerechten Gerichtsbeschluss, durch den ein Mann verurteilt wurde, weil dieser das Gesetz Gottes, das in 1350 Jahren und in jedem Jahrhundert mindestens 350 Millionen Menschen in ihrem gesellschaftlichen Leben über alles heilig war und sich unter ihnen als wahr und wirksam erwiesen hat, das von 350 tausend Kommentaren zum Qur'an bestätigt und durch deren Übereinstimmung bekräftigt wurde und von welchem unsere Väter seit 1350 Jahren fest überzeugt waren, kommentiert hat, wieder aufheben und diesen Gerichtsbeschluss revidieren.
So wie die Risale-i Nur mit Sicherheit bewiesen (kat'î isbat) hat, dass der Befehl (emri) dieser Ehrwürdigen (kerim) Ayah für die Verschleierung der Frau (tesettür) für die Frauen eine große Barmherzigkeit (merhamet) ist und die Frauen aus ihrem Elend befreit (sefaletten kurtardıgını), beweist (isbat) dies auch mein Artikel (makale) in der Zeitung Sebilürreşad in ihrer 115. Ausgabe unter der Überschrift (ünvan) "An meine gläubigen Schwestern (Ehl-i iman âhiret hemşirelerime)".
Viertens: "um sich persönlichen Einfluss zu verschaffen (Şahsî nüfuz temin)" wurde als ein weiterer Grund zur Anklage (suç unsuru) angeführt. Ihre Begründung (sebeb) dafür war, dass ich dort Ausdrücke, wie "Ich spreche im Namen der Geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur", "Mir wurde in mein Herz eingegeben (kalbe ihtar)", "Mir ist in Erinnerung (hatırıma) gekommen", "Mir ist in meinem Herzen eingefallen (kalbime geldi)", und "Die Risale-i Nur birgt den Vorteil (faide) sowohl einer Schule (mekteb) als auch einer Medrese als auch einer Tekke." Die Sachverständigen (ehl-i vukuf) haben diese Ausdrücke als einen Grund zur Anklage (medar-ı ittiham) angeführt.
Wir geben zur Antwort: Ein Mann, der mit bereits über achtzig Jahren nun vor dem Tor des Grabes (kabir kapısı) steht, sich schon seit vierzig Jahren mit einem Leben in der Zurückgezogenheit vertraut gemacht (inzivaya alıştırmış) hatte, der seit 28 Jahren im Gefängnis (hapis) in Einzelhaft isoliert (tecrid-i mutlak) worden war und sich danach in der Verbannung (nefiy) ganz und gar von der Welt abgewandt (dünyadan küsmüş) hatte, der schon seit 35 Jahren keine Zeitung (gazete) mehr gelesen hat oder sich hatte vorlesen lassen, der ohne eine Gegenleistung (mukabelesiz) nie im Leben (ömrüm) ein Geschenk (hediye) angenommen (kabul) hat, der selbst von seinen nächsten Verwandten (akraba), ja sogar von seinem eigenen Bruder (kardeş), niemals etwas ohne Gegenleistung (mukabelesiz) angenommen (kabul) hat, der es zu seinem Prinzip (düstur) gemacht hat, um Respekterweisungen (hürmet) oder Zuneigung (teveccüh-ü nâs) zu vermeiden, oder sich ohne Not (zaruret olmadan) mit irgendwelchen Leuten (halk) zu treffen, der von all seinen Freunden (dostlar) keine Belobigung seiner Person (medihlerini kendi şahsına) annahm, der dies sowohl der Gemeinschaft (heyet) der Nurcus als auch der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur stets überwiesen (havale) und immer gesagt hat: "Ich verdiene (lâyık) das nicht und es steht mir auch nicht zu (haddim). Ich bin nur ein Diener (hizmetkârım). Ich bin gleich einem Saatkorn in der Erde vergangen und verschwunden (çekirdek gibi çürüdüm gittim), dieser Mann gebraucht wie jeder solche Redewendungen (tabirleri herkes istimal ediyor), wie "Es ist mir eingefallen (hatırıma geldi)", oder "in den Sinn gekommen (fikrime geldi)", oder "die Idee gekommen (fikrime ihtar edildi)." Meine Absicht (maksadım), diese Redewendungen zu gebrauchen, war dabei Folgende: "Es ist nicht mein Talent (hüner), nicht meine Intelligenz (zekâm). Es liegt mehr in der Art einer Inspiration (sünuhat kabilinden)." wie man so sagt. Das sind auch Redewendungen, wie jeder sie gebraucht. Wenn es auch eine Inspiration (mana ilham) heißen soll, wie die verständnislosen Sachverständigen (vukufsuz ehl-i vukuf) meinen, sind sich alle Naturwissenschaftler (ehl-i fen) und Gelehrten (ehl-i ilim) darüber einig, dass alle - angefangen von den Tieren (hayvanat) bis zu den Engeln (melaikeler), ja, bis zu den Menschen (insanlar), jegliche Art eine Art Inspiration (bir nevi ilham), also eine Eingebung (sünuhat mazhar) erfährt. Derjenige, der dies als ein Verbrechen (suç) bezeichnet, muss dazu die Kenntnis (ilim) und die Wissenschaft (suç) verleugnen. Und was die Risale-i Nur betrifft, so ist sie lediglich ein Kommentar (tefsir) zum Weisen (Hakîm) Qur'an und dessen Auslegung (mana).
Fünftens: "Der Verfasser (müellif) ist der Überzeugung, eine Generation (nesli), die möglicherweise durch seine besonders ansprechende Verführung (cazibedar bir fitne) gefangengenommen (esiri) werden könnte (ihtimali), durch Antworten für diejenigen zu retten (cevablarla kurtaracagına), die von der Risale-i Nur Hilfe erwarten (meded umanlara)." Die Sachverständigen (ehl-i vukuf) haben auch aus diesem Satz einen Grund zu ihrer Anklage (medar-ı ittiham) gemacht. Jeder der sie aufmerksam (dikkat) betrachtet, kann verstehen, in welchem Grade sinnlos (manasız) es ist, die Aussage "Ich bin von einer offensichtlichen Wahrheit (zahir bir hakikat), die durch Hunderttausend Zeugen bewiesen (şahidle isbat) wurde und sich als eine Tatsache herausgestellt hat (meydana gelen), fest überzeugt (kanaat)." als ein Grund zur Anklage (medar-ı suç) anzuführen.
Sechstens: "Den Politikern (siyasiyyun), den Soziologen (içtimaiyyun), den Pädagogen (ahlâkiyyun) mögen die Ohren klingen (çınlasın)!" Diese Aussage haben sie als einen Grund zur Anklage (suç mevzuu) angeführt. In Wirklichkeit wurde gesagt, dass hier ein kurzer und leichter Ausweg (çareyi) entdeckt wurde, um die Jugendlichen vor dem Verderben zu bewahren (gençleri tehlikelerden kurtarmak), welchen auch die Politiker (siyasiyyun) und die Pädagogen (ahlâkiyyun) einschlagen sollten (tervic). In diesem Sinne (manası) wurde gesagt: "Ihre Ohren mögen ihnen klingeln (çınlasın)!" Derjenige, der dies als einen Schulderweis (suç) bezeichnet, muss in Anbetracht der Menschlichkeit (insaniyet itibariyle) besonders schuldig (suçlu) sein.
d Dschinnen in der Welt (dünyada insî ve cinnî) so ganz und gar untätig? Da sie ständig damit beschäftigt (meşgul) sind, Bosheiten (fenalıklar) anzuzetteln oder zu organisieren, wussten diese verständnislosen Sachverständigen (vukufsuz ehl-i vukuf) bestimmt nichts davon, sodass ihre Anklage sinnlos (manasız ilişiyorlar) wurde. Denn da hier nun einmal von einem "Geist (manevî)" die Rede ist und da er ihn nun einmal nicht bekannt (bildirmemiş) gibt, kann kein Gericht der Welt (dünyada) gegen jemanden einen Prozess eröffnen, indem es sagt, "Da du einen solchen Geist (manevî bir adam), d.h. den Teufel beleidigt (şeytana hakaret) hast, {d.h. du hast behauptet, dass du mit dem Teufel im Bunde die Menschen zum Abfall vom Glauben verführen willst, was eine Beleidigung ist. (A.d.Ü.)} werden wir dich jetzt vor Gericht stellen (mahkemeye verecegiz)." Mit Sicherheit kann man auf eine solche Verlautbarung auch nicht den geringsten Wert (zerre mikdar ehemmiyet) legen. Denn es ist der blanke Unsinn.
Achtens: "Von dem Verfasser (müellif) wird wiederholt und mit Nachdruck (mükerreren ve musırrane) erklärt und behauptet (beyan ve iddia), dass er sich auf die Grundlagen (esaslar) der Risale-i Nur stützt, die unmittelbar aus der geistigen Wunderhaftigkeit (i'caz-ı manevî) des Qur'ans, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist (Kur'an-ı Mu'ciz-ül Beyan), entstanden (çıkan) ist, herausdestilliert (süzülen) und zur Welt gebracht (tevellüd) wurde. Auf diese Weise sagte er, dass die Propaganda sich auf religiöse Beweise und Leitsätze (dinî delillere, telkinlere) stützt." Somit wird dies als Grund zur Anklage (suç unsuru) angeführt.
Obwohl berühmte Gelehrte (meşhur ülema) in Ägypten (Mısır), Damaskus (Şam), Bagdad, Pakistan und des Amtes (daire) für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti) sich in dem Sinne äußern und all diejenigen, welche die Risale-i Nur gelesen haben, es auch bestätigen (tasdik), dass die Risale-i Nur ein prägnanter, wahrhaftiger Kommentar (hakiki tefsir) zum Qur'an ist, dem Qur'an zugehörig (mal) und aus ihm hervorstrahlt (lemaat), werden diejenigen, welche die oben angeführte Erklärung (cümle) zu einem Grund der Anklage (medar-ı suç) gemacht haben, vor dem Großen Gericht am Jüngsten Tage (mahkeme-i kübra-i haşir) nach dem Grund dieses ihres Fehlers (hatasının sebebi) gefragt werden.
{"Gott ist unser befriedigender Anteil. Welch vorzüglicher Sachwalter." - Sure 3, 173-}
Widerspruch (itirazname) bezüglich des Gerichtsprozesses (mahkemesine) betreffend den "Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi)", Istanbul im Jahre 1952, eine Antwort an die Sachverständigen (ehl-i vukuf)
An die Erste Große Strafkammer
Aufgrund der Herausgabe und Veröffentlichung (tab'ı ve intişar) des "Wegweisers für die Jugend (Gençlik Rehberi)", eines Teils der Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur, wurde gegen den Verfasser (müellif) Bediüzzaman Said Nursî der Prozess (mahkeme) eröffnet. Dabei haben wir den Bericht der Sachverständigen (ehl-i vukuf) gelesen, die als Experten (bilirkişi) das Wesen (mahiyet) des Wegweisers für die Jugend untersucht (tedkik), dabei jedoch die Tatsachen (hakikatlar) vollständig verfälscht (tahrif) und aus ihm Gründe zur Anklage (suç mevzuu) so entnommen (mütalaa) haben, als wären sie Atheisten (dinsiz) und Feinde (düşmanlar) des Islam.
Da dieser Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi), ein Teil des Gesamtwerkes (Külliyatı) der Risale-i Nur, das aus 130 Abhandlungen besteht (parçadan müteşekkil) und als eine Schatzkammer (hazine) des Glaubens (iman), des Wissens (ilim) und der Tugend (fazilet) gilt, und da wir uns den erhabenen Wahrheiten (hakikat) in der Risale-i Nur mit Herz und Seele (ruh u can) verbunden fühlen, und da wir festgestellt (isbat edip) haben und wissen (bildigimiz), dass diese Schatzkammer der Werke (eserler hazinesi) im materiellen wie im geistigen Leben (maddî-manevî hayat) dieses Volkes (millet) ein Wegweiser für sein Glück (saadet rehberi) ist, lehnen wir diese Beschuldigungen (isnad) der Sachverständigen (bilirkişi) gegen den Wegweiser (Rehber) ab und schleudern das Unverständnis dieser Sachverständigen (ehl-i vukufun vukufsuzluk) mit ganzer Kraft (kuvvet) in ihre Gesichter, machen es allgemein bekannt und beweisen es (ilân ve isbat). Und so teilen wir denn (arz) dem Gremium des Gerichtes (mahkeme heyeti) das Folgende mit:
Der Bericht der Sachverständigen (ehl-i vukuf) ist ein Beispiel für ihre böse Absicht (sû'-i kasd), die dem Leben (hayat) dieses Volkes (millet) und in diesem Land (vatan), seiner Geschichte (tarih), seiner Tradition (an'anesi), allem, was ihm heilig (mukaddesat) ist, und seinen Gesetzen (kanun) ganz und gar fremd ist, den z.Zt. gültigen Gesetzen widerspricht (iftira), die Regierung verachtet (hükûmeti tahkir), durch die Herabwürdigung (tezyif) der tausendjährigen Geschichte dieses Volkes (milletin tarihini) und aller Vorväter (ecdad), dieses Volk verachtet (tahkir) und die Geistlichkeit (maneviyat) unserer heute in diesem Land (vatan) lebenden zwanzig Millionen Mitbrüder bedroht (taarruz). Für das Gericht der Justiz (mahkeme-i adalet) ist es unmöglich (gayr-ı mümkün), diesen Bericht in Betracht (nazar-ı itibara) zu ziehen.
So fragen wir auch diejenigen, die den Titel eines Sachverständigen (bilirkişi) tragen und dieses Dokument ihrer bösen Absicht (sû'-i kasd vesikası) unterschrieben (imza) haben: Ist denn dieses Volk (millet) - Gott bewahre (hâşâ)! - etwa ohne eine Religion (dinsiz)? Ist denn dieses Volk das gemeinste Volk (en sefih millet), das seit hunderten von Jahren seiner Religion und seines Glaubens (din ve iman) - Gott bewahre! - beraubt (mahrum bir vaziyet) ist? Haben dieses Volk und seine Vorväter (ecdad), welche eine glänzende Geschichte (parlak tarihi) ihres Volkes vergolden wollen (yaldızlayan), etwa in ihrem ganzen Leben (hayat) stets nur den Weg des Unglaubens beschritten (küfür yolu yürümüşler), der in der Welt (dünyaya) stets nur Ausschweifung und Irrtum verbreitet (sefahet ve dalalet dagıtan)?
Ja ist denn etwa das geistige Leben (maneviyat) der Könige wie Yıldırım, Fatih, Selim und Süleyman, die Istanbul eroberten (feth) und damit im geschichtlichen Leben der Welt (dünya hayatı) eine neue Epoche (yeni bir devir) eröffneten und mit ihrem Dienst (vazife) als Bannerträger (bayrakdarlık) des Qur'ans im Osten und im Westen (şarka-garba) das Licht der rechten Leitung (nur-u hidayet), Wissen und Tugend (ilim ve fazilet) verbreitet haben, Europa die wahre Zivilisation aufzeigten (hakikî medeniyeti ders) und durch das Licht (ziyası) der islamischen Kultur (medeniyet) die Menschheit erleuchteten (beşeriyeti aydınlatan), wodurch die machtvolle Größe ihrer Geschichte (koskoca bir tarih) von ihren Heldentaten erfüllt (kahramanlık dolu) ist, ja ist denn etwa dieses geistige Leben (maneviyat) des Volkes (millet), dem sie angehören (mensub), völlig im Gegensatz (tamamen aksine) zu dem, was {die Sachverständigen in ihrem Bericht (A.d.Ü.)} sie geschrieben haben, heute erloschen (sönmüş)? Hat es denn heute keine Ahnung mehr von der Religion (dinden haberi yok)? War es etwa ein anderes Volk (başka millet), das damals die İslâmiyet verbreitet (neşreden) hatte? Und gehörten etwa diese Kommandanten zur Geschichte eines anderen Volkes (başka bir millet)? Ist also die ganze Geschichte eine Lüge (tarih yalan söylüyor)? Ist es etwa eine Lüge, dass die Türken als die Helden (kahraman) der İslâmiyet die Fahne (bayrakdarlık) des Qur'ans über allen Völkern als Ehrenkrone (şeref tacı) getragen haben (taşıdıklar)? Oder etwa nicht (öyle mi)?
Oder ist es eine Lüge, dass dieses Volk (millet) durch den Empfang des Unterrichts (aldıgı bir ders) über die Wahrheiten (hakikat) des Islam seine Frauen und seine Töchter (kadınlar ve kızlar) mit dem Schmuck (zînet) qur'anischer Sittlichkeit (âdâb) verziert, der ihre Ehre und ihre Würde (haysiyet ve şeref) schützt (muhafaza) und verhindert hat (mani'), dass sie in Not und Elend (âdi ve kıymetsiz) verkommen? Ist das etwa eine Lüge? Sind etwa unsere Väter (ecdad) und Vorväter und unsere Mütter (anne), die in langen Jahrhunderten (uzun asırlar) - als Helden (kahramanlar) des Islam und aller Türken - bekannt geworden (maruf) sind und die wir dadurch kennen, dass sie zur Vollendung (kemal) ihrer Moral (ahlâk), der Ehre (namus), der Würde (haysiyet) und des Edelmutes (şeref) gelangt sind und auf die wir stolz (iftihar) sind, im Gegenteil zu unserem Stolz dem Befehl (emr) des Qur'ans nicht gefolgt (ittiba), die Wahrheit der Schönheit (güzelligin hakikatı) im Rahmen der islamischen Erziehung (terbiye) nicht mit dem Schmuck (zînet) der qur'anischen Sitte (âdâb) verziert haben und es stattdessen gewohnt waren, ihre Körper (vücudlarını çıplak) frei und offen zu zeigen (teşhir), oder etwa nicht (öyle mi)?
Oh ihr, die ihr einsichtig (ehl-i insaf) seid und einer heutigen Generation (nesl-i hazır) angehört, die auf ihre Geschichte (tarih), auf ihre Heiligtümer (mukaddesat), auf ihre Helden (kahraman) und segensreichen Väter (mübarek ecdad) stolz sein kann (iftihar)! Kommt und schaut! Teilt im Namen der İslâmiyet, die ihr als das Leben eures Lebens (hayatınızın hayatı), den Geist eures Geistes (ruhunuzun ruhu) kennt, im Namen des Qur'ans, der die Welt (kâinat) seit vierzehn Jahrhunderten erleuchtet (asır ışıklandıran), mit seinen heiligen, von Gott geoffenbarten Prinzipien (kudsî ve İlahî düsturlar) seit Tausend Jahren über Millionen eurer Väter sein Licht ausstrahlt (ecdadınızı nurlandıran), sie in die Ewige Glückseligkeit (ebedî saadet) hinüberführt, und im Namen eurer hundert Millionen Väter (ecdad), welche diesen Prinzipien (düstur) des Qur'ans gefolgt (ittiba) sind, im Namen eurer Mütter (anneler), Großmütter (nineler) und Schwestern (hemşireler), die auf dem Weg der guten Gesittung (ahlâk-ı hasene) und zur Erhaltung ihrer Ehre (namus muhafazası) vom Licht der islamischen Erziehung erleuchtet (terbiye ziyasıyla nurlanan) wurden, ihre Erziehung genossen (terbiye alan), den wahren Wert des Wesens einer Frau (kadınlıgın hakikî manası), ihre wahre Schönheit (hakikî güzellik) in ihrer Lebensweise (yaşayış), ihrer Bekleidung (giyiniş) und ihrem ganzen Leben (hayat) zum Ausdruck gebracht haben, teilt ihnen, die eure Geschichte (tarih) und eure İslâmiyet verachtend (tahkir) eine Urkunde ihrer bösen Absicht (sû'-i kasd vesikasını) verfasst und unterschrieben (imza) haben, diesen Verleumdern (müfteriler), die ihre Verachtung und Beleidigung (tezyif ve tahkir) überall verbreiten (savuran) euer Bedauern (teessüf), eure Zurechtweisung (tekdir) und eure Ablehnung (redd) mit.
So sagen diese Verleumder (müfteriler), um zu veranlassen (sebeb), dass unser Held des Islam (kahraman), der fast schon sein achtzigstes Lebensjahr erreicht hat, jedoch infolge etlicher Vergiftungsversuche (zehirlerden) heute ständig sehr krank (hasta) ist, dessen Leben (ömr) wegen seines Dienstes am Glauben (dinî hizmet) in den Gefängnissen (hapishaneler) zugrunde gerichtet worden ist (çürütülmüş), nun erneut eingesperrt und das Buch (eser) mit dem Titel "Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi)", das für die Jugendlichen (gençler), um sie vor dem Verfall ihrer Moral (ahlâksızlık) und vor der Gefahr der Unzucht (fuhuş tehlikesi), worüber sich heute alle Denker (münevverler) und viele Dichter und Pädagogen (edibler ve terbiyeciler) und diejenigen, die ihr Land und ihr Volk lieben (vatan ve milletperverler), beklagen (şikayet), zu schützen (muhafaza) und einen Unterricht (ders) in guter Moral (iyi ahlâk), hohes Ehrgefühl (namus), Glaube (iman) und edle Tugenden (fazilet ders) sicherstellt (temin), sodass sie ein nützliches Mitglied (uzv-u nâfi') des Landes und Volkes (vatana-millete) wird, und das zugunsten der Gerechtigkeit und öffentlichen Sicherheit (adalet ve asayiş) als vornehmste Kraft (kuvvet) für das Glück des Landes und Volkes dient (memleket ve milletin saadetine hizmet), dieses Buch beschlagnahmt (müsadere) und sein ehrenwerter Verfasser (müellif-i muhterem) zu einer Haftstrafe (mahkûmiyet) verurteilt wird:
Bediüzzaman setzt sich für die Verhüllung der Frauen ein (tesettür taraftarıdır). Er beschreibt (tasvir) Frauen, die ziemlich freizügig und unbedeckt (yarı çıplak, açık) nach draußen gehen, als eine Gruppe (fırka), die im Kampf (muharebede) gegen die İslâmiyet unter das Kommando des Teufels gestellt wurde. Er hält die freizügige Bekleidung der Frauen im heutigen gesellschaftlichen Leben (içtimaî hayat) mit ihren nackten Beinen (açık bacak) für eine Sünde. Bediüzzaman sieht die heutige ziemlich freizügig, unbedeckte (hâlihazır bu açık, yarım çıplak) Bekleidung als Problem vor einer Heirat (evlenmelere mani' olup) und als eine Aufforderung zur Unzucht (fuhşa teşvik) an. Wieder nach Bediüzzaman liegt das, was eine Frau schmückt und die wahre, beständige Schönheit (hakikî ve daimî güzellik) einer Frau nicht darin, sich im gesellschaftlichen Leben (içtimaî hayat) geschminkt (süslenmek) zu zeigen und ihren Körper offen zur Schau zu stellen (vücudlarını teşhir etmek), sondern im Schmuck (zînet) ihrer Moral (âdâb) entsprechend dem Qur'an und im Rahmen der islamischen Erziehung (terbiye-i İslâmiye). Bediüzzaman setzt sich für eine religiöse Unterweisung ein (dinî tedrisat taraftar). Durch die religiöse Unterweisung (dinî tedrisat), die er als die "Risale-i Nur" bezeichnet, so sagt er, werden sich die Gefangenen (mahkûmlar) innerhalb von fünfzehn Wochen bessern (ıslah olacaklar). (In den Gefängnissen (hapishaneler) in Denizli und in Afyon steht das jedoch durch die Zeugnisse (şehadet) der Justiz (adliye), der Gefängniswärter (gardiyan) und der Direktoren (müdürler) bereits fest.) Bediüzzaman ist fest davon überzeugt (kani), dass die Jugendlichen (gençler), die in einer Zeit vielfältiger Verlockungen (cazibedar bir fitneye) gefangen (esir) gehalten werden, durch die Wahrheiten der Religion (din hakikatlar) und die Glaubensunterrichte des Lichtes (Nur'un imanî dersleri) gerettet werden (kurtulacakları). Er ist wegen dieser Meinungen schuldig (fikirleriyle suçludur). Er muss (lâzım) nach dem Gesetz zu einer Haftstrafe verurteilt (kanunen mahkûm) werden. So sagen sie. Diese sind es also, die angeblich als Sachverständige (ehl-i vukuf), Professoren oder juristische (hukuk) Dozenten die Jugend dieses Landes (memleket gençlik) in Gerechtigkeit (adalet), Recht (hak) und Freiheit unterrichten (hürriyet dersleri) sollen.
Oh ihr Richter (hâkimler), die als Hüter (mümessiller) der wahren Gerechtigkeit (adalet-i hakikiye) das Recht der Allgemeinheit (hukuk-u umumiyeyi) und die Würde des Volkes (haysiyet-i milliyeyi) aufrechterhalten (muhafaza)! Wenn die Unterweisungen im Glauben (imanî dersleri) und die moralischen Ratschläge (ahlâkî telkinleri) in dem Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi) als ein Grund der Anklage (suç mevzuu) - dem Bericht der Sachverständigen (ehl-i vukuf) entsprechend - angenommen (kabul) werden und der Verfasser (müellif) wegen seines so bedeutenden Dienstes (hizmet) dafür verantwortlich gemacht (mes'ul tutuluyorsa) wird, dann ist es auch notwendig (lâzım), die Beleidigungen und Verachtungen (tahkir ve tezyif), die gegen dieses Volk (millet), wie wir das oben dargestellt (arzettigimiz) haben, und gegen die verehrten Väter (aziz ecdada), welche sich an seiner tausendjährigen Geschichte (tarih), seinen Gebräuchen (an'anesi), seiner Verwaltung, seinen herkömmlichen Gesetzen (idarî ve örfî kanunlar) und dem heiligen Glauben (mukaddes dini), der für ewig zur Quelle des Stolzes dieses Volkes (milletin ebedî medar-ı iftihar) geworden ist, den Wahrheiten (hakikat) der heiligen (mukaddes) İslâmiyet, der Unterweisung (ders) des heiligen (kudsî) Qur'ans und seinen heiligen Wahrheiten (kudsî hakikat) festhalten und die islamische Kultur (medeniyet) in ihrem vollendeten Glanz (kemal-i şaşaa) in der Welt bekannt gemacht (dünyaya ilân) haben, deren Ansehen (haysiyet) und Recht (hukuk) und deren Geist (maneviyat) gerichtet (savrulan) sind und die Schläge (anzunehmen), die ihnen versetzt werden (indirilen darbe) wie auch die ekelhaften Verleumdungen (igrenç iftira), die gegen sie ausgesprochen werden. Nur dadurch, dass man sich diese großen, geistigen Verbrechen gefallen lässt (manevî cinayetleri hoş görüp) und sie akzeptiert (kabul), kann der Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi), dem diese sogenannten Sachverständigen (ismî ehl-i vukufları) die Schuld zuweisen (suç isnad), für schuldig erklärt werden (suç sayılabilir). Nur in diesem Fall (cihet) kann der Verfasser verurteilt (müellif mahkûm) und können die Schüler (talebe), die den Wegweiser veröffentlicht (Rehber'i neşreden) haben, deswegen kritisiert (muahaze) werden; anderenfalls ist seine Verurteilung und eine Prozessführung (mahkûmiyeti ve muhakemesi) gegen sie, wie es die Gerechtigkeit nach dem Gesetz (adalet-i kanun) erfordert, auch nach den Grundsätzen (düstur) der Meinungs- und Gewissensfreiheit nicht möglich (mümkün). Es ist mit den demokratischen Gesetzen (kanunlar) einer republikanischen Regierung (Cumhuriyet idaresi), welche die Grundsätze (düstur) der Meinungs und Gewissensfreiheit (hürriyet-i fikir ve vicdan) im weitesten Sinne praktiziert (geniş manasıyla tatbik), überhaupt nicht vereinbar (aslâ kabil-i te'lif).
Falls der Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi) beschuldigt (ittiham) wird, weil er mit seiner Verbreitung (intişar) den Religionsunterricht in die Erziehung einbezieht (dinî terbiyeyi ders), was jedoch mit dem Säkularismus im Widerspruch (lâiklige aykırı) steht, dann fragen wir, was denn die Definition (mana) für "Säkularismus" ist. Stehen sich dann etwa der Säkularismus und die İslâmiyet als Feinde (düşmanlık) gegenüber? Oder bedeutet Säkularismus das Gleiche wie Religionslosigkeit (dinsizlik)? Oder ist der Säkularismus gleich der Freiheit (hürriyet) derer, welche die Religionslosigkeit (dinsizlik) für sich als ihre Religion angenommen haben (din ittihaz), um so die Religion (din) angreifen (taarruz) zu können? Oder gleicht der Säkularismus den Grundsätzen (düstur) einer absoluten Despotie (istibdad-ı mutlak), welche denjenigen, welche die Wahrheiten der Religion verkündigen (din hakikatları beyan) und die Unterweisungen des Glaubens verbreiten (imanî dersleri neşreden), ein Schloss (kilit) vor den Mund hängt und ihren Händen Handschellen (kelepçe) anlegt?
Da der Säkularismus eine Art der Gewissens- und Meinungsfreiheit (vicdan ve fikir hürriyeti) darstellt, wobei die Atheisten (dinsizler) und die Feinde der Religion (din düşmanları) jede Art eines Angriffs (hücum) oder einer Offensive (taarruz) gegen die Islamiyet unternehmen, wobei sie (neşreder) ihre anarchistischen Ideen (anarşik fikirleri) unter dem Vorwand (bahane) ihrer Gewissens- und Meinungsfreiheit (hürriyet-i vicdan ve fikir) verbreiten; wird aber ein Gelehrter (âlim) des Islam, der aufgrund des Grundsatzes von der Meinungsfreiheit (hürriyet-i fikir) inmitten eines Volkes (millet), das seit Tausend Jahren Bannerträger (serdar) der İslâmiyet war und auf die Gebräuche (an'anesi) und Gesetze (kanun) dieses Volkes seit Tausend Jahren achtend (ittiba'), um des Glückes dieses Volkes (milletin saadeti) willen Ehre und Sitte (ahlâk ve namus) aufrechtzuerhalten (muhafaza) einen Unterricht im Glauben (dinî bir ders) erteilt, was dem Säkularismus widersprechen (lâiklige aykırı) sollte, so wird er für schuldig (suçlu) erachtet und mit dieser Beschuldigung als verachtenswert hingestellt (mahkur gösterilir), weil er möchte, dass die Ordnung des Staates (devletin nizamları) diesen religiösen Glaubenstümern (dinî inançlara) entsprechen sollte. Wir halten es jedoch für unmöglich (ihtimal), dass etwas so Unmögliches (gayr-ı mümkün) möglich sein könnte. Und wir wissen zweifellos (şübhesiz), dass die Justiz (adalet) so etwas nicht zulassen (müsaade) wird.
In der Tat (hakikat-ı halde) ist der Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi), der einer aus 130 Abhandlungen (parçası) der Risale-i Nur ist und den die früheren Gerichte (geçen mahkemeler) frei- und wieder vollständig zurückgegeben (tamamen iade) haben, eine der allerersten Quellen (birinci vesileler) des Glücks (saadet) dieses Landes und seines Volkes (vatan ve millet). Hunderte von Schülern des Lichtes (Nur talebeler), die vor den Gerichtsprozessen (mahkeme) gesagt haben, dass sie diese Werke gelesen (eserleri okuyup) und sich durch deren Unterweisungen (dersler) vor dem Strudel (girdab) der Ausschweifung und des Irrtums (sefahet ve dalalet) bewahrt haben, sind heute Tausende türkische Jugendliche (gençler) wie wir, die durch ihr Leben (hayat) und ihren Dienst (hizmet) beweisen (isbat), dass sie durch diese Werke (eserler) zu nützlichen Mitgliedern (nâfi' bir uzuv haline) dieses Landes und Volkes (vatan ve millet) geworden sind und schlagen (çarpıyoruz) somit diese haltlosen Beschuldigungen (asılsız isnadları) in die Gesichter ihrer Verleumder (müfteriler) zurück.
Wie traurig ist es in der Tat, dass ein Werk (eser), das für die Sicherheit der öffentlichen Ordnung (asayişin teminine) und für die Bewahrung der Moral (ahlâkın muhafazası) als Quelle (vesile) diente und für die Justiz und die Polizei (adliye ve zabıta) Tausende Beiträge (fayda) lieferte, heute ganz und gar im Gegensatz zu diesem Sachverhalt (hakikatın tamamen aksine) als schuldig (suçlu), ja sogar als gefährlich hingestellt (tevehhüm) werden soll. Wir überlassen (havale) nunmehr diesen offensichtlichen Widerspruch (bedihî bir zıddiyet) dem Gewissen und der Einsicht (insaf ve vicdan) derer, die Einsicht und ein Gewissen haben. Entsprechend der Aussage (demeler) dieser Sachverständigen (ehl-i vukuf) über unseren Meister (üstad), dass er die Religion für die Politik instrumentalisiere (dini siyasete âlet), sagen auch wir: diese Sachverständigen (ehl-i vukuf) missbrauchen die Justiz (adliye) als ein Werkzeug für ihre Glaubenslosigkeit (dinsizlige âlet).
Bei einer weiteren Beschuldigung (isnad) in dem Bericht der Sachverständigen handelt es sich darum, dass der Verfasser (müellif) im Namen der Geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur spricht. Sie führen hier einige Ausdrücke (cümleler) wie: "in das Herz eingegeben worden (kalbe ihtar edildi)", oder eine wichtige Fragestellung (mes'ele-i mühimme), die mir in der "Nacht der Bestimmung (leyle-i kadir)" oder auch: "in meinem Herzen (kalb) aufgetaucht ist" als Begründung dafür an (ele alarak), dass in dem Verfasser (müellif) die Absicht (maksad) verborgen sein soll, sich so eine persönliche Anerkennung (şahsî nüfuz) für sich selbst verschaffen zu wollen (temin etmek).
Angesichts einer dermaßen sinn- und haltlosen Beschuldigung (asılsız ve manasız isnad) urteilt man (insan), dass diejenigen, die das Gehabe eines Sachverständigen (alanların bilirkişi) zur Schau tragen, von dem Wesen (mahiyet) eines Sachverständigen meilenweit entfernt sind und bleibt folglich verblüfft (hayret) vor ihrer Unwissenheit und ihrem Unverständnis (cehaletleri ve o vukufsuzlukları) zurück.
Hätten diese Sachverständigen (ehl-i vukuf) wenigstens mit Respekt (hürmeten) vor den Menschen deren Meinung (ciheti) aufmerksam studiert (mütalaa), könnten sie vielleicht in gewissem Grade davor bewahrt (kurtulurlardı) bleiben, sich so sehr in den Abgrund der Unwissenheit zu stürzen (cehalet deresine atılmak). Als Antwort auf ihre haltlosen Beschuldigungen (asılsız isnada) sind vor allem alle Werke (eserler) der Risale-i Nur und die Briefe, sowie das ganze Leben unseres Meisters (üstadımızın bütün hayatı) ein sicherer Beweis (kat'î delil) dafür, dass dieser ehrenwerte Herr (aziz zât) seine ganze Kraft (gayret) und seinen ganzen Dienst (hizmet) auf dem Weg des Rechtes (hak ugrunda) und nur um des Rechtes willen eingesetzt und nur um des göttlichen Gerechten (Hakk) willen gesprochen hat. Diese sogenannten Sachverständigen (ehl-i vukuf), die nur einen kleinen Teil aus dem Gesamtwerk des Lichtes (Nur Külliyatı) gelesen, sich jedoch in ihrer Glaubenslosigkeit fanatisch verhalten (dinsizlikte taassub) haben, haben diese Verleumdung einzig deshalb verbreitet (iftirayı savurmuşlar), um so ein Verbrechen anzetteln (suç isnad) zu können. Dagegen sagt dieser ehrenwerte Herr, während er eine Lektion (ders) aus der Risale-i Nur erläuterte (isah), unsere größte Lehre (ders) für uns ist unsere Schwäche (acz) und Armseligkeit (fakr), unsere Hingabe (şefkat) und unsere Besinnlichkeit (tefekkür).
In der Tat (hakikat-ı halde) hielt diese ehrenwerte Persönlichkeit (aziz zât) mit ihrem großen, umfassenden Dienst am Glauben (küllî hizmet) selbst noch die mörderischsten Schikanen in Geduld (câniyane işkencelere sabır) aus und setzte so ihren geistigen Kampf (mücahede-i maneviye) fort. Er überwand all die erbarmungslosen Angriffe (bîaman hücumları) des Unglaubens, des Irrwegs (küfür ve dalalet), der materialistischen Verleugnung des Weges (maddiyyun küfrî meslekleri) sowie die der Naturalisten (tabiiyyun) durch die Wahrheiten des Lichtes (Nur hakikatları), die er aus den Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) des Weisen (Hakîm) Qur'ans entnahm. So verbreitete er überall Hunderttausende Exemplare (nüsha ) der hundertdreißig Abhandlungen des Lichtes (Nurun risalesi) mit Hunderttausenden williger Schüler (müştak talebe), die ihm für seine Unterweisungen über den Glauben (imanî dersleri) dankbar (minnetdar) sind. Die Wahrheiten des Glaubens (iman hakikatları), die den Angriff (hücum) der Glaubenslosigkeit, besonders des Kommunismus in diesem Land (vatan) verhindern, beweist (isbat) er anhand absolut sicherer Zeugnisse und Belege (kat'î delil ve bürhan). Sie widerlegen die irrigen Wege (bâtıl meslekleri) des Unglaubens und des Irrglaubens (küfür ve dalâlet) durch Beweise (hüccet) für den Glauben an Gott (iman-ı billah) und Seine Allgegenwart (vahdaniyet-i İlahiye), welche einem diamantenen Schwert (elmas kılıncı) des Qur'ans gleichen. Diese Werke des Lichtes (nur eserleri) verbreiten sich heute in den großen Zentren (merkez) der islamischen Welt (âlem) mit vollkommener Wertschätzung und Begeisterung (kemal-i takdir ve istihsan). Ein Minister (vekil) aus Pakistan, der im vergangenen Jahr die Türkei besuchte (ziyaret), sagte zu vierzig, fünfzig Stundenten (talebe) einer Universität in etwa Folgendes:
"Meine lieben Mitbrüder! Ich habe das, was ich in der islamischen Welt (âlem) suchte, in der Türkei gefunden. Bediüzzaman gehört nicht nur euch; er gehört der ganzen islamischen Welt; und in kurzer Zeit wird die ganze islamische Welt ihn kennenlernen. Ihr sollt diese Werke des Lichtes (Nur eserleri) sorgfältig studieren. Ich will sie unter neunzig Millionen Muslimen verbreiten (neşredecegim). Ich hatte sehr viele Sorgen (endişelerim) um die islamische Welt und es gab noch sehr vieles, was ich den Meister fragen wollte. Ich war etwa eine Stunde bei ihm und so verschwanden alle meine Sorgen, während ich ihm nur zuhörte (dinlemekle). Ich habe Antworten auf alle meine Fragen erhalten. Jetzt kehre ich mit vielen, frohen Botschaften (müjdeler) bezüglich der Zukunft (mukadderat) der islamischen Welt wieder nach Pakistan zurück. Ich habe die türkische und die islamische Geschichte erforscht (tarihini tedkik). Viele Helden (kahraman), viele tapfere Männer (fedailer) des Islam und viele Patrioten (vatanperverler) waren In der Tat gekommen. Alle haben mit großer Opferbereitschaft und Tapferkeit (fedakârlık ve kahramanlık) dem Volk und Land (millete, vatana) gedient und man hat ihnen für ihre Dienste (millete, vatana hizmet) auch eine würdige Belohnung (mükâfat) verliehen. Jeder von ihnen hat seine Belohnung (mazhar) erhalten. Bis heute verfasste (eserleri te'lif) der Meister (Üstad) - und das seit mehr als zwanzig Jahren - diese Werke für das irdische und das jenseitige Glück (saadet-i dünyeviye ve uhreviye) dieses Volkes trotz aller Unterdrückungen und Schikanen (zulüm ve işkence), die sich nicht weiter beschreiben (tarife imkân) lassen, und verbreitete sie, und so verhinderte er (mani' olan) auch die Verbreitung (intişar) der glaubensfeindlichen Strömungen (din aleyhindeki cereyanları) in diesem Volk. Heute findet sich in Bediüzzamans Haus noch nicht einmal eine Lampe. So hat er denn alles aufgegeben (terkederek) und widmet sich nun einzig und allein noch dem Dienst am Glauben (dine hizmet). Und in jedem Fall wird die islamische Welt (âlem) bald diese Persönlichkeit (zât) in ihren Werken (eser) kennenlernen." Dies sagte ein solcher islamischer Gelehrter und Denker (âlim ve mütefekkir) wie Ali Ekber Şah. Denn er schätzte und würdigte ihn sehr hoch (takdir ve tahsinine mazhar).
Inzwischen sagen bereits einige unter den Abgeordneten der Demokraten (milletvekiller): "Die Schüler des Lichtes (Nur Talebe), welche die Lichtabhandlungen (Nur Risaleleri) Bediüzzamans lesen, durch sie ihren Unterricht (ders) erhalten und diese Werke verbreiten (eserleri neşreden), wurden durch diesen ihren Dienst (hizmet) zu einem Schutzwall (sed) vor der Verbreitung des Kommunismus in diesem Land (memleket). Da unsere Regierung (hükûmet) nun einmal gegen den Kommunismus ist, ist sie deswegen den Nurcus aufgrund dieses ihres Dienstes (hizmet) zu Dank verpflichtet (minnet)." Auf diese Weise drücken sogar die Abgeordneten ihre Anerkennung für diesen Dienst (hizmeti takdir) aus.
Von allen Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur ist jedes Exemplar (nüsha) mit seinen Tausenden Wörtern und Sätzen (kelime ve cümle) voll und ganz (serapa) ein Zeugnis und schon seit 25 Jahren ein Hinweis (şehadet ve işaret) auf das Wesen dieser Persönlichkeit (zâtın mahiyetine), ihren Dienst (hizmet), ihre Aktivitäten (faaliyet) und auf die allgemeinen Beiträge (küllî faydalar) in seinen Veröffentlichungen (neşriyat).
Während dieser Herr (zât), der den Unterricht seiner Schwäche und Armseligkeit (acz ve fakr dersi) für sich zu seinem Weg (meslek) gemacht und diese Lektion seinen Schülern weitergegeben (talebelerine ders) hat, in der Tat (hakikat-ı halde) infolge seiner allgemeinen Dienste (küllî hizmetlerinin), die wir oben bereits in gewisser Weise beschrieben (arzettigimiz) haben, der größten Lobpreisungen (medh ü senaları) seiner Schüler (talebe) und aller Gläubigen (ehl-i iman), ihrer Hochachtung (hürmet) und Liebe (muhabbet) über alles würdig (lâyık) ist, sie wahrlich verdient (elyak) und welche anzunehmen (kabul), ihm auch zusteht (hakkı), las dieser ehrenwerte Herr (aziz zât) im Gegensatz dazu (bilakis) mit denjenigen, die ihn besuchten (ziyaret), etwas aus den Werken (eserler) der Risale-i Nur und suchte stets (mütemadiyen) die aufrichtige Hochachtung (samimî hürmet) und das Lob (senalar) derjenigen, welche diese Werke in einem Unterrricht des Wissens und der Wahrheiten des Glaubens (ilim ve iman hakikatları dersinde) über alles Wissen und die Beweisführungen (ilim ve isbatları) in unserem Jahrhundert (asr) erkannt haben und davon begeistert (hayran kalanları) sind, zu vermeiden (kaçınmış). In verschiedenen Briefen (müteaddid mektublar) sagte er dazu Folgendes:
"Ich bin auch euer Unterrichtsgefährte in diesem qur'anischen Unterricht (ders). Da ich hier der Bedürftigste und Armseligste (muhtaç ve fakir) bin, wurden diese heiligen Wahrheiten (kudsî hakikatlar) mir als Erstem anvertraut (ihsan). Ich beanspruche keinerlei Vorrang (makam sahibi). Das würde mir selbst nicht gefallen (begenmiyorum). Diejenigen, denen ich gefalle, gefallen mir dabei auch nicht (begenenleri de begenmiyorum). Meine lieben Brüder, ich spreche nicht über die vielen verborgenen Fehler meiner Seele (nefsimin gizli çok kusurları), damit ihr nicht nun ganz und gar vor mir zurückschreckt (kaçırmamak)." So wies er denn alle Lobeshymnen und alle Achtung (medihleri ve hürmetleri), die ihm erwiesen wurden, zurück (reddetmiş). Als Ziel seines Lebens (gaye-i hayatı) erkannte er nur den Dienst an der Verbreitung (neşrine hizmet) der Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye). Er opferte (feda) alle weltlichen Interessen (dünyevî bütün menfaatları) um seines Dienstes (hizmet) willen. Gegen eine solche Persönlichkeit (zât), deren ganzes Leben ohne Ausnahme (hayatı bilâ-istisna) für diese Opferbereitschaft (feragat) und diesen Sachverhalt Zeugnis (hakikata şehadet) ablegt, haben diejenigen, die als Sachverständige (ehl-i vukuf) bezeichnet werden, eine derartige Beschuldigung (isnad) erhoben, wie sie selbst die ungerechtesten Menschen (haksızları) nicht hätten hervorbringen können.
Sie haben sogar, ohne einen sehr wichtigen "Sachverhalt (hakikat)" in dem Wegweiser (Rehber) mit der Überschrift "Ein wichtiger Sachverhalt (Bir Mes'ele-i Mühimme), der mir in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) eingegeben wurde (İhtar Edilen)" zu beachten, von dem Wort "Eingebung (ihtar)" den Beweis abgeleitet (delil), dass er sich auf diese Weise einen persönlichen Einfluss verschaffen (şahsî nüfuz temin) wollte. In Wirklichkeit enthält dieses Wort "Eingebung (ihtar)" eine Hervorhebung in der Wichtigkeit (ehemmiyet) einer solchen erhabenen Gegebenheit (yüksek hakikatları). Man braucht sich nur diesen "Sachverhalt (hakikat)" einmal durchzulesen. Darin wird bewiesen (isbat) und besonders eindrucksvoll erläutert (parlak izah), dass nach dem Zweiten Weltkrieg furchtbare Ungerechtigkeiten und Zerstörungen (dehşetli zulümleri ve tahribatları), denen zufolge in der Menschheit (nev'-i beşer) fürchterliche Verzweiflung (dehşetli me'yusiyetleri) und schreckliche Gewissensbisse (dehşetli vicdan azabları) aufkamen und von allen erkannt (umuma görünmesiyle) wurden, dass das irdische Leben (dünya hayatı) ganz und gar vergänglich und nur vorübergehend (fâni ve muvakkat) ist und diese Phantasieerzeugnisse (medeniyet) einer Zivilisation betäubend und täuschend (uyutucu ve aldatıcı) sind und so die erhabenen Fähigkeiten (istidadat), verborgen in der menschlichen Natur (fıtrat-ı beşeri), fürchterlich verletzt wurden und unter dem diamantenen Schwert (elmas kılınc) des Qur'ans die Gottvergessenheit und der Irrglaube (gaflet ve dalalet) widerlegt wurden (parçalandı) und daher - wegen der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit (geçici ve muvakkat) des irdischen Lebens (dünya hayatı) - die Menschheit (beşeriyet) nach dem ewig bestehenden Leben suchen (hayat-ı bâkiyeyi arayacagını) wird und dass nur der Qur'an vom Ewigen Leben (ebedî hayat) und der immerwährenden Glückseligkeit (daimî saadeti) frohe Kunde (müjde) bringt, und setzt sich folgenderweise fort:
Nachdem die Menschheit seine Wahrheit verstanden hat, wird sie sicherlich, wie die berühmten Schriftsteller, die sich darum bemühen, dass der Qur'an in Schweden, Norwegen, Finnland und England angenommen werden möge, und die bedeutende Gruppe in Amerika, die nach dem wahren Glauben forscht, ja es werden sogar große Länder und ganze Staatenbünde ihn mit ganzem Herzen und ganzer Seele annehmen, sofern die Menschheit nicht ganz und gar den Verstand verloren hat, oder der Untergang der materiellen oder geistigen Welt über sie hereingebrochen ist. Denn vom Standpunkt der Wahrheit aus betrachtet, hat der Qur'an mit Sicherheit nicht seinesgleichen und nichts kann den Platz dieses so großen Wunders einnehmen.
Euer Ehren, Ihr ehrwürdigen Richter (muhterem hâkimler)! Könnte etwa das Wort "Eingebung (ihtar)", das in der Überschrift (başında) dieses wertvollen Artikels (fıkra) geschrieben wurde, von dem wir nur den letzten Satz als Musterbeispiel (cümlesi nümune) angeführt haben, ein Grund für eine Anklage (suça mesned) sein? Wäre etwa dieses Schriftstück (şahsî bir nüfuz temini) abgefasst worden, um für sich selbst einen persönlichen Einfluss zu verschaffen? Oder verkündet und beweist es (haber veriyor ve isbat ediyor) mit seiner Erklärung (beyan), dass die Menschheit (nev'-i beşerin) begonnen hat, nach den Wahrheiten (hakikatlar) des Qur'ans zu suchen und dass in Zukunft (istikbal) der Qur'an in der ganzen Menschheit (beşeriyet) seine Anerkennung (hâkim) finden wird? Diesen Sachverhalt (husus) überlassen wir Eurer hohen Wertschätzung (yüksek takdirinize).
Die Erwähnung dieser Eingebungen (ihtarları beyan), die der Verfasser (müellif) der Risale-i Nur aus dem Unterricht (ders) des Qur'ans erhält und die erwiesenermaßen (isbat) lautere Wahrheiten (ayn-ı hakikat) sind, dient in der Tat als ein Zeugnis (hüccet) für die Wahrhaftigkeit der Unterweisungen und der Themen (derslerin ve mevzuların hakkaniyet), die er erklärt (beyan). Diejenigen, die sie aufmerksam betrachten (dikkatle bakanlar), können erkennen, dass sie in der Tat lauteres Recht und Wahrheit (ayn-ı hak ve hakikat) sind. Sie können spüren (hissedebilir), wie eine derart wunderbare (hârika) Persönlichkeit, die als ein Ozean des Glaubens (derya-yı iman), eine Schatzkammer der Einheit (hazine-i tevhid) und ein Meer der Weisheit (umman-ı hikmet) über die Ufer tritt (coşan), bei den künftigen Generationen und in Millionen Herzen und Seelen (kalb ve gönül) in vollkommenem Glanz (kemal-i şaşaa) leben und bejubelt werden (yaşayacagını ve alkışlanacagını) wird. Sie können verspüren (hissedebilirler), wie das türkische Volk (millet) genauso wie die tausendjährigen, heiligen nationalen Werte auf die es so stolz (kudsî mefahir-i milliyesi) ist, den tapferen Vätern (kahraman ecdadı) folgend (mümasil), die für die Welt zu Vorbildern geworden (dünyaya örnek) sind, sich wieder an den Wahrheiten (hakikatları) der İslâmiyet festhalten (sarılarak) und durch ihren Dienst (vazife) wieder als Bannerträger (bayrakdarlık) des Qur'ans in den Gefilden der Zukunft (istikbalin kıt'aları) geistig vorherrschen (hâkim-i manevî) wird. Um diese so erhabenen und so bedeutungsvollen Wahrheiten (ehemmiyetli hakikatları) richtig verstehen zu können, muss man (lâzım) Bediüzzamans Werk (eser) "die Predigt in Damaskus (Hutbe-i Şamiye)" durchlesen, die er vor einer Gemeinschaft (cemaat) von zehntausend Leuten vor vierzig Jahren im Jahre 1327 (1911) in Damaskus in der Umayyaden-Moschee (Şam'da Câmi-ül Emevî) gehalten (irad) hatte, wo auch hundert Gelehrte (ehl-i ilim) anwesend waren.
Nun aber verkündet (beyan) und berichtet (haber) diese ehrenwerte Persönlichkeit (aziz zât), die uns die Gunst (lütfunda) erwiesen hat, dieses Werk zu übersetzen (eserin tercümesi), der islamischen Welt (âlem), die in dieser Zeit im Elend und in der Gefangenschaft (perişan ve esaret) lebt, anhand von Beweisen (isbat) mit gewaltigen frohen Botschaften (pek azîm müjdeler), dass im Gegensatz dazu die negativen Aspekte der Zivilisation (medeniyetin seyyiatı) über ihre positiven Seiten (hasenatına galib) herrschen, in Zukunft (istikbal) jedoch in der Kraft (kuvvet) der İslâmiyet die positiven Seiten der Zivilisation (medeniyetin mehasini) überlegen sein und die Sonne (Şems) der İslâmiyet alle Völker und Länder (milletler ve kıt'alar) beherrschen (hâkim) wird.
Da diejenigen, die den Titel "Sachverständige (ehl-i vukuf)" tragen, nun einmal den Ausdruck "ein Sachverhalt, der ins Herz (kalbe ihtar) eingegeben wurde", falsch interpretiert haben (yanlış mana), ohne bis zu seinem wahren Sinn (hakikata nüfuz) vorzudringen, stellen wir dem Gericht die Übersetzung (mahkeme) des Werkes (eserinin tercümesi) "Die Freitagspredigt in Damaskus" vor, weil die Wahrheiten (hakikat) in diesem Werk "Die Freitagspredigt in Damaskus (Hutbe-i Şamiye), das die Geschicke (mukadderat) der islamischen Welt (âlem) von 1327 bis 1371 und noch in den Jahren danach betrachtet (nazar), den wahren Sinn (hakikat) des Wortes "Eingebung (ihtar)", das die "Sachverständigen (bilirkişiler)" missverstanden oder falsch ausgelegt haben, und seine umfassende Bedeutung (geniş manası) als eine sehr hohe Wahrheit vor Augen führt. Hier wollen wir nur einige Sätze zitieren und vorstellen (takdim), die am Schluss des bereits bewiesenen (isbat) Sachverhaltes in diesem Werk erwähnt werden (zikredilen):
"Ja, ich sage Ihnen anhand der Lektion, die ich in eigener Rechnung empfangen habe: Oh islamische Gemeinschaft! Ich bringe Euch die frohe Kunde, dass sich jetzt für die Araber die Anzeichen einer wirklichen Morgendämmerung des Glücks zu zeigen beginnen. Von ihrem Erwachen hängt das irdische Glück der islamischen Welt von heute, besonders aber das Glück der Osmanen und ganz besonders die Entwicklung des Islam ab. Und die Stunde, da die Sonne des Glücks aufgehen wird, ist nahe herbeigekommen. Der Verzweiflung zum Trotz sage ich aus meiner tiefsten Überzeugung, und alle Welt soll es hören: Die Zukunft gehört dem Islam - und nur ihm allein. Und die Wahrheit des Qur'ans und des Glaubens wird König sein. Wenn das aber so ist, müssen wir mit der jetzigen Fügung Gottes (kader-i İlahî) und unserer Bestimmung (kısmet) einverstanden sein, da für uns eine glänzende Zukunft (parlak istikbal) unser Anteil sein wird, während die Vergangenheit der Fremden nur einen Wirrwarr (müşevveş) hinterlassen hat."
"Wenn wir die islamischen Sitten und die vollkommene Wahrheit unseres Glaubens in unseren Taten zeigen würden, dann würden auch die Anhänger aller anderen Religionen sicherlich in Scharen den Islam annehmen. Ja vielleicht würden sogar ganze Staaten und Kontinente der islamischen Gemeinschaft beitreten."
"Oh meine Brüder in der Moschee der Umayyaden, wie auch Ihr alle meine Brüder in der großen Moschee der Islamischen Welt! Zieht auch Ihr Eure Lehre daraus! Zieht Eure Lehre aus diesen schrecklichen Ereignissen dieser 45 Jahre! Nehmt Euren ganzen Verstand zusammen und nehmt wieder Vernunft an! Oh Ihr Denker, Ihr Vernünftigen und Ihr Verständigen und Ihr, die Ihr Euch selbst für intelligent und gebildet haltet! Kurz gesagt: Wir Muslime, die wir die Schüler des Qur'ans sind, sind auch von den Beweismitteln abhängig. Wir treten mit Herz und Verstand und mit unserer ganzen Überzeugung für die Wahrheit des Glaubens ein. Wir verzichten nicht auf Beweismittel, wie dies einige Angehörige anderer Religionen tun, die nur ihre Geistlichen nachahmen. Deswegen werden in Zukunft Verstand, Wissenschaft und Technik vorherrschen. Und sicherlich wird auch der Qur'an, der sich auf vernunftgemäße Beweismittel stützt und dessen Schlussfolgerungen alle an die Logik geknüpft sind, die Zukunft beherrschen!"
"Ja, wenn nicht jetzt, so doch in dreißig, vierzig Jahren werden Wissenschaft und wahre Erkenntnis und die Werte der Kultur dieser drei Kräfte, nämlich das Interesse an der Wahrheit, die Einsicht und die Liebe zur Menschheit, mit dem notwendigen Rüstzeug versehen, zur Eroberung und Zerstörung dieser acht Barrieren an die acht Fronten der acht feindlichen Truppen geschickt haben; und sie beginnen schon diese in die Flucht zu jagen. Inscha-a'llah werden sie sie in einem halben Jahrhundert völlig in Verwirrung gebracht haben."
"Wenn es also in Amerika und in Europa Felder gibt, wo derartige Intelligenzen zu Wissenschaftlern und Forschern heranreifen wie ein Carlayl oder ein Fürst von Bismarck, dann kann ich nur aus meiner vollen Überzeugung sagen: Europa und Amerika haben den Islam in ihrem Schoße aufgenommen und werden eines Tages einen islamischen Staat zur Welt bringen, genauso wie die Osmanen Europa in sich aufgenommen und einen europäischen Staat zur Welt gebracht haben."
"Die Vorhänge, die verhinderten, dass die Sonne des Islam sich zeigen und die Menschheit erleuchten kann, öffnen sich und was ein Hindernis war, wird beiseite geräumt. Bereits vor 45 Jahren konnte man erkennen, dass ein solcher Morgen heraufdämmert. Im Jahre 71 begann die wahre Morgendämmerung, oder wird sie noch beginnen"
Euer Ehren, verehrtes Gremium der Richter! Hier eine Erwähnung der Rückgabe (iade) aller beschlagnahmten Werke nach der Untersuchung (tedkik) der drei Gerichte (mahkeme) und der drei sachverständigen Kommissionen (ehl-i vukuf) als die juristisch gesehen beste Antwort (hukukî en kat'î cevab) auf alle Verleumdungen (iftira) und Anschuldigungen (isnad) gegen den Verfasser (müellif) der Risale-i Nur.
Obwohl zudem das Leben (hayat) unseres Meisters in den vergangenen siebenundzwanzig Jahren und seine Werke in hundertdreißig Bänden (kitab) und Briefen durch drei Gerichte (mahkeme) und Beamte (memurlar) der Regierung eingehend untersucht (tedkik) wurden und obwohl er dazu gezwungen war, gegen diese Abtrünnigen (mürted) vorzugehen, die despotisch (zalim) und heuchlerisch (münafık) gegen ihn ihre Pläne schmieden, ja sogar geheime Befehle (gizli emir) zu seiner Hinrichtung (i'dam) erlassen wurden, konnten sie noch nicht einmal das kleinste Indiz (emare) dafür finden, dass er die Religion für die Politik instrumentalisiert (dini siyasete âlet). Das also beweist ohne Zweifel (kat'î isbat), das er die Religion nicht für die Politik instrumentalisiert hat. Wir, die Schüler des Lichtes (Nur şakirdler), die sein Leben (hayat) aus nächster Nähe kennen, betrachten staunend (hayranlık) diesen außergewöhnlichen Umstand (fevkalâde hale) und zählen ihn unter die Beweise (delil) für die wahrhaftige Aufrichtigkeit (hakikî ihlas) derer im Kreise der Risale-i Nur.
Aus diesem Grund (itibar) erwarten wir von eurem Sinn für Gerechtigkeit und Einsicht (adalet ve vicdan) die Pläne der versteckten (gizli), despotischen Feinde (zalim düşmanlar) seiner Dienste (hizmet) zugunsten des Glücks (saadet) in diesem Land und Volk (vatan ve millet), die ihn durch etliche Verleumdungen in Misskredit bringen wollen (iftiralar çürütmek), durch eure gerechte Entscheidung (âdilane karar) zum Scheitern (mahv) zu bringen und die falschen Anschuldigungen (isnadlar) dieser Verleumder (müfteriler) in ihre Gesichter zurückzuschlagen (çarpacak) und erweisen Ihnen hiermit unsere Hochachtung (hürmet takdim).