Briefe aus Emirdağ-2
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Anhang zur Letztwilligen Verfügung (Vasiyetname)

Auf der dreißigsten Seite der Biographie (Tarihçe-i Hayat), die Eşref Edib veröffentlicht (neşret) hat, zählt er sechs Beispiele (nümune) für die besonderen Eigenschaften (hususiyet) Saids auf. Das siebte Beispiel ist, dass er nie in seinem Leben (ömr) ein Geschenk (hediye) ohne Gegenleistung (mukabelesiz) angenommen hat (kabul). Aufgrund seiner Genügsamkeit und seiner Sparsamkeit (kanaat ve iktisad) konnte er trotz seiner großen Armut (şiddet-i fakrı) damals - vor sechzig, siebzig Jahren - für seine Schüler (talebe) ihre tägliche Ration (tayinat) selber bezahlen. Ein heutiges Beispiel für seine merkwürdige Verhaltensweise (acib vaziyetin) und dessen Geheimnis (sırr) ist erst vor einigen Jahren bekannt (anlaşıldı) geworden. Daher ist nun die Zeit gekommen, im Anhang dieser letztwilligen Verfügung (vasiyetname) Folgendes zu schreiben.

Ich habe trotz großer Armut (şiddet-i fakr) und meiner Enthaltsamkeit (istigna) keine Geschenke (hediye) angenommen. Unendlicher Dank (hadsiz şükür) sei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk'a), dass die Einnahmen (sermaye) für die Risale-i Nur, die mit der Maschine geschrieben und dann veröffentlicht (neşredilen) wurde, was ja nicht verboten ist, heute in vier, fünf Provinzen, in denen die Medreset-üz Zehra inoffiziell (manevî) fortbesteht, für die Rationen (tayinat) der opferbereiten (fedakâr) Schüler des Lichtes (Nur talebe), die ihr Leben (hayat) der Risale-i Nur widmen (vakfeden) und keine Zeit finden können, um ihren Lebensunterhalt (nafaka) zu verdienen, in der Tat mit einem erstaunlichen Segen (acib bir bereket) auch weiterhin ausreichen (kâfi). Ich lege daher testamentarisch (vasiyet) fest, dass meine aufrichtigen, opferbereiten (hâlis, fedakâr) Mitbrüder über diese segensreiche Einnahme (mübarek sermaye) aus dem Verkauf (fiatı) der Exemplare des Lichtes (Nur nüshaları) nach meinem Tod weiterhin verfügen sollen, um mein Prinzip (kaide) wie damals vor sechzig, siebzig Jahren nach meiner heutigen Lage (düstur) auch nach siebzig Jahren genau so zu praktizieren (tatbik). Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass die Risale-i Nur frei gedruckt und veröffentlicht werden (tab' serbestiyet) kann. So lässt sich dann dieses Prinzip (düstur) in noch weiterem Umfang praktizieren (fazla inkişaf).

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Damals konnte (kabul) der Alte Said in Van die Ration (tayinat) von fünf Schülern, die sich dem Studium gewidmet (Evkaf) hatten, erstaunlicherweise (medar-ı hayret) von seinem wenigen Geld selbst finanzieren, deren Zahl gelegentlich bis zwanzig, dreißig, ja bis zu sechzig anwuchs. Durch den Segen der Genügsamkeit und der Sparsamkeit (kanaat ve iktisad) und - obwohl er seine eigenen fünf, sechs Mauser-Gewehre verkaufen musste - hat er sein Prinzip (kaidesi) der Enthaltsamkeit (istigna) nicht aufgegeben. Damals gab es viele, die ihn unterstützen (yardımcılar) wollten, wie den bekannten (meşhur) Tahir Paşa. Dennoch hat er seinem Prinzip (kaidesi) nicht entgegengehandelt. Mit einem Hinweis aus dem Verborgenen (işaret-i gaybiye) seines sechzig-, siebzigjährigen Lebensprinzips (düstur-u hayat) wurde ihm nach sechzig, siebzig Jahren durch Gottes Güte (inayet-i İlahiye) eine Frucht (meyve) seiner damaligen Genügsamkeit und Enthaltsamkeit (kanaat ve istigna) geschenkt (ihsan). Obwohl es so viele Gerichtsprozesse (mahkeme), Verbote (yasak) und Beschlagnahmungen (müsadere) gab und die Veröffentlichung in der alten Schrift (huruf) nicht genehmigt wurde (izin), schenkte (hediye) die Risale-i Nur selbst seit vielen Jahren die Ration (tayinat) der opferwilligen Schüler (fedakâr talebe) der inoffiziellen (manevî) Medreset-üz Zehra im Umfang (vüs'at) von vier, fünf Provinzen (vilayet).

In der Tat habe ich einen beträchtlichen Teil (kısm-ı mühimmi) dieser Exemplare (nüsha) als Geschenk (hediye) ohne jede Gegenleistung (mukabelesiz) an die Brüder in meiner Umgebung, in der islamischen Welt (âlem) und nach Europa gesandt. Das, was er für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung (nafaka) hat, gibt er für die Vervielfältigung der Lichter (Nur'un teksirine sarfettigi) aus. Dennoch genügten (kâfi) ihm die Einnahmen durch die Exemplare des Lichtes (Nur'un nüshaları) in einer erstaunlichen Weise (acib bir tarzda) sowohl für sich selbst als auch für seine aufrichtigen, opferbereiten (hâlis fedakârlar) Schüler. Da ich zu der absolut sicheren Überzeugung (kat'iyyen kanaat) gelangt bin, dass dies eine schöne Frucht (güzel meyve) und eine Weisheit (hikmet) des verborgenen Zeichens (işaret-i gaybiye) von damals ist, erkläre ich (beyan) am Schluss meiner letztwilligen Verfügung (vasiyetname):

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Diese letztwillige Verfügung (vasiyetname) soll nach mir zu der übrig gebliebenen Summe (bâki kalan tayinat) gelegt werden, die für die weiteren Rationen bestimmt ist, damit einige uneinsichtige Menschen (insafsız insanlar) nicht sagen können: "Obwohl dieser Said täglich mit fünf oder zehn Kurusch auskam (yaşadıgı) und von niemandem Geld bekommen (almadıgı) hat, sieht sein Erbe jetzt wie hunderte (yüzer lira) Lira aus. Wo hatte er die bloß her (nerede buldu?)?" Daher ist es angebracht, diese Tatsache (hakikat) dergestalt zu verdeutlichen (izhar).

Hiermit lege ich testamentarisch fest (vasiyet), unter der Aufsicht (nezaret) von Persönlichkeiten (zâtlar) wie Zübeyr, Ceylan, Sungur, Bayram, Hüsnü, Abdullah, Mustafa, die meine geistigen Kinder (manevî evlâdlar) und opferbereiten Diener (fedakâr hizmetkârlarım) sind, sowie Hüsrev und Nazif, Tahirî, Mustafa Gül, welche die aufrichtigen und wahrhaft (has ve hâlis) Tapferen des Lichtes (Nur'un kahramanları) sind, dieses mein Prinzip (düstur) aufrechtzuerhalten (muhafaza).

Said Nursî
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Wir senden euch zu eurer Kenntnisnahme (bera-yı malûmat) eine Richtigstellung (tekzib) entgegen den Lügen (yalan), die bereits in manchen Zeitungen verbreitet wurden.

Wir haben gesehen, dass einige gegnerische Zeitungen (muhalif gazeteler) die Beschuldigung (ittiham) gegen die Schüler (talebe) der Risale-i Nur "Sie haben einen mystischen Orden (tarîkat kurmuşlar) gegründet." nochmals wiederholt haben. Das hat aber mit den Tatsachen (hakikat) überhaupt nichts zu tun (alâkası yoktur). Denn dieser Sachverhalt steht durch die Beschlüsse der etwa zehn Kriminalstrafgerichte (Agır Ceza Mahkemesi) schon fest (sabit) und ist bereits rechtskräftig (kat'iyyet) geworden. Darüber hinaus konnte man in den Büchern und Briefen (dava) der Risale-i Nur, die damals in Beschlag (müsadere) genommen wurden und anschließend ohne irgendwelche Konditionen (bilâ-kayd u şart) ihren Besitzern (sahibler) wieder zurückgegeben (iade) wurden, nicht einmal ein winzig kleines Anzeichen (emare) eines mystischen Ordens (tarîkat) entdecken. Im Gegensatz dazu erklärt (beyan) unser Meister (Üstad) Said Nursi in seinen Briefen und Verteidigungsschriften (müdafaa) in nachdrücklicher Weise (kat'î bir lisan): "Diese Zeit ist keine Zeit der Orden (tarîkat); jetzt ist die Zeit, den Glauben zu retten (imanı kurtarmak). Es gibt sehr viele, die ohne Orden ins Paradies (tarîkatsız Cennet) gehen; aber es gibt niemanden, der ohne Glauben ins Paradies (imansız Cennet) eingeht." Und dieser Ausdruck wurde sprichwörtlich (ifadesi mevcud). Trotzdem dies eindeutig (sarahat) ist und obwohl alle Gerichte (mahkeme) und Staatsanwälte (müddei) seit dreißig Jahren noch nicht einmal ein winzig kleines Indiz (delil) für einen Orden (tarîkat) finden konnten (tesadüf), versucht (peşinde) eine Schar derer, welche die Religion (din) abschaffen (kaldırmak) wollen und die heutige islamische Entwicklung (inkişaf) irgendwie nicht akzeptieren (hazmetmek) können und die dem Glauben gegenüber indifferent (dine lâkayd), ja sogar feindlich (aleyhinde bir güruh) gesinnt sind, die Schulung in den Wahrheiten (hakikat) des Islam als "Orden" bezeichnen (tarîkat namını) und in diesem Land (vatan) einen Nährboden (zemin) für ihre Ideen (efkârları lehine) vorzubereiten. Auf jeden Fall wird der obige Artikel (vakıa), der durch die Intrigen (entrika) und Pläne heimlicher Atheisten (gizli dinsizler) lanziert wurde (ihdas), wie dies allzeit geschieht (defası), zugunsten (lehine) dieses Landes und seines Volkes (vatan ve millet) geklärt (tecelli) werden. Auch die Gerichte (mahkeme) in Aydın und Nazilli werden ihren gerechten Vorgängern (adaletli seleflerine) zufolge die Schüler des Lichtes (Nur şakirdler) frei (tebrie) sprechen.

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Während die Risale-i Nur, die überall in unserem ganzen Land (vatan sathında) und darüber hinaus in der ganzen islamischen Welt (âlem) und selbst noch in vielen Orten Europas guten Anklang (hüsn-ü kabule) gefunden hat und einen weltlichen Beitrag für die Türken leistet, um zu ihrer früheren Einheit (eski ittihad) in der islamischen Welt zurückzukehren erreicht (muvaffak) hat, was sich ergeben hat (netice), ohne dass die Schüler des Lichtes (Nur şakirdleri) dabei diese Frucht in der Welt (dünyevî semeresi) beabsichtigt hätten (niyetler), und während die Regierung (hükûmet), die ausdrücklich auf die İslâmiyet, die Religion (din) und die Gewissensfreiheit (vicdan) einen besonders großen Wert (kıymet) legt, und das, was die frühere Regierung (eski hükûmet) vernichtet (tahribat) hat, wieder zu reparieren versucht, die daran arbeitet (teşebbüs), Gesetze (kanun) zu erlassen, um diejenigen, die Heiligtümer (mukaddesat) zerstören, exemplarisch bestrafen zu können u.dgl. viele positive (müsbet) Ereignisse zu unserer Erleichterung (ferahlatıcı), eine solche, unhaltbare Behauptung (asılsız mes'ele) zu lanzieren, kann nur ein Produkt (mahsulü) derer sein, die gegen die Regierung (hükûmet) und die İslâmiyet sind, woran wir auch gar keinen Zweifel (şübhe) haben.

Noch einige Beispiele (delil) für ihre Lügen sind hier die Folgenden:

Über unseren Meister (Üstad) Said Nursî haben diese Gewissenlosen (vicdansız) eine ganz offensichtliche Verleumdung (apaçık bir iftira) erfunden, indem sie sagten: "Er lebt wie ein König (şah) oder Kaiser (padişah) und versorgt sich selbst von den eingenommenen Spenden (yardımlar)." Said Nursî ist eine Persönlichkeit (zât), die nicht einmal einen Teller Suppe (çorba) bei seinem Onkel (anca) essen würde, der in seinem Leben (hayat) niemandem (minnet) einen Dank schuldig blieb, der ein Geschenk (hediye) im Werte von fünftausend Lira ablehnte und zurückwies (red ve iade), ohne ihm auch nur für fünf Para Aufmerksamkeit zu schenken, der dem Prinzip seiner Enthaltsamkeit (istigna düsturu) während seines ganzen Lebens (hayat) selbst noch in den Zeiten, in denen er unter einer besonders gewaltsamen Behandlung (zalimane muameleler) und unter Entbehrungen (mahrumiyet) zu leiden hatte, nicht zuwider handelte (bozmayan) und auf diese Weise die Würde (izzet) des Islâm und die Ehre des Glaubens (şeref-i diniye) aufrechterhalten (muhafaza) hat.

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Das Prinzip (düstur) unseres Meisters (Üstadımız), Geschenke von irgendwelchen Leuten (halkların hediye) nicht anzunehmen (kabul), hat sich durch seine Lebensweise während achtzig Jahren bestätigt und sich in der Tat seit dreißig Jahren bei vielen Gerichtsverhandlungen (müteaddid mahkeme) aufgrund von Belegen (vesika) als wahr herausgestellt (tahakkuk) und wurde so vor aller Augen für Freund und Feind (dost ve düşman) offensichtlich. Inwieweit diejenigen von einem fürchterlichen Hass (dehşetli garazkâr) erfüllt sind, die in einer Zeit, in der diese offensichtliche Tatsache (bedihî hakikat) bereits allen bekannt ist (bilindigi bir zaman), eine solche Beschuldigung (ittiham) aufstellen, überlassen wir der Beurteilung (takdir) einsichtiger Leute (ehl-i vicdan).

Mit Einverständnis der Regierung (hükûmetin adaleti) in Ankara konnte unser Meister (Üstad) Said Nursî die Werke (eser) der Risale-i Nur schließlich drucken (basılmak) lassen. Die Einnahmen aus dem Verkauf einer gewissen Anzahl Bücher (bir mikdar kitab fiatları), die sein Anteil sind (hissesine düşen), gibt unser Meister den Schülern des Lichtes (Nur talebe), die ihr Leben (hayat) den Lichtern widmen (Nurlara vakfedip) und ihren Lebensunterhalt (nafaka) deshalb nicht selbst verdienen können (çıkaramayan), zu ihrer Unterstützung. Er selber lebt (yaşamak) dadurch in einer geradezu extremen Sparsamkeit und Genügsamkeit (iktisad ve kanaat), was inzwischen bereits allgemein bekannt (herkesin malûmu) geworden ist. Wir führen seine Lebensweise in mehr als achtzig Jahren als ein zuverlässiges Zeugnis (şahid-i sadık) dafür an, dass er sich in seinem ganzen Leben (ömr) nur durch seine außergewöhnliche Sparsamkeit (iktisad) über Wasser gehalten (idare) hat.

Noch weitere offensichtliche Verleumdungen (zahir yalanlar) in verschiedenen Zeitungen, die ihren Plänen folgen (takib), das Volk (halk) gegen die Regierung (hükûmet) der Demokraten aufzuhetzen, bestehen darin, das Gespräch (hasbihali) zwischen zwei frommen Männern (mübarek adam) in Nazilli über den heiligen (Şerif) Monat Ramadan in eine politische Diskussion (siyasetvari bir tarz) über die "Gründung eines islamischen Staates (devlet kurmak)" umzumünzen. Derartige Verleumdungen und Erfindungen (iftira ve bir uydurmalar) von Laien (acemîce) gleichen den Krämerseelen von Möchtegern-Politikern (sahte siyaset), die damit noch nicht einmal kleine Kinder zu täuschen (kandıramıyacak) wissen vermögen. Was sie mit solchen Lügen (yalanlar) bezwecken und erreichen (maksadlar istihsal) wollen, weiß jedoch niemand (meçhulü degil).

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Einen islamischen Verfasser (müellif) wie Said Nursi, der noch nie in Nazilli gewesen ist, dort auch niemanden kennt und seit vierzig Jahren stets sagt:

‌اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ وَ السِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott (Allah) vor dem Teufel (Scheitan) und der Politik (siyase).",}

der sein Interesse an der Politik (siyasetle alâkası) längst aufgegeben hat, der sein Leben (ömr) einzig und allein der Sorge (dava) gewidmet hat, durch die Wahrheiten (hakikat) des Qur'ans und des Glaubens den Glauben zu retten (iman imanı kurtarmak) und sich darüber hinaus nicht mehr um weltliche Dinge (dünyevî şeyler) kümmert, der nun mit seinen fünfundsiebzig Jahren bettlägerig geworden ist, der infolge der durch die Vergiftung verursachten Krankheiten (zehirli hastalık) ständig unter lebensbedrohlichen Anfällen (ölüm nöbetleri) leidet und deshalb sagt: "Ich stehe bereits vor dem Tor des Grabes (kabir kapısı"), der daher ganz besonders der Ruhe und Erholung (sükûnet ve istirahat) bedarf, durch derartige politische Verleumdungen (siyasî iftira) ins Gerede zu bringen (mevzubahs), ist in vielerlei Hinsicht ganz erbärmlich (vecihlerle vicdansızlık), eine abscheuliche Gehässigkeit (müdhiş bir gaddarlık) und ein Absturz in den Pfuhl (derekesine sukut) einer ganz gemeinen Verlogenheit (âdi bir yalancılık).

Irgendeinen Religionslehrer (din âlimi) unter irgendeinem Vorwand (bahane) zu verdächtigen (isnad), er könne ein Prophet (peygamberlik) sein, ist ein unmittelbarer Angriff (dogruya taarruz) gegen die İslâmiyet und eine Beleidigung (ihanet) des Qur'ans.

Unser Meister (Üstad) Said Nursî hat Zeit seines Lebens (ömrü müddetince) die gelobte Sitte (sünnet-i seniye) des Propheten befolgt (ittiba). Und er hat die Todesstrafe (i'dam cezaları) verabscheut, weil er keiner einzigen gelobten Sitte des Propheten zuwider handeln wollte (muhalif hareket etmemek). Um die gelobte Sitte des Propheten neu zu beleben (ihya) und den Glauben zu bewahren (imanı muhafaza), hat er hundertdreißig Werke verfasst (eser te'lif). Er kämpfte (mücahede) unter Geringschätzung seines eigenen Lebens (hayatını istihkar) gegen die blutrünstigen Feinde des Glaubens (hunhar din düşmanları), hatte am Ende Erfolg und gewann den Sieg (muvaffak ve muzaffer). So wurde das Werk (eser), das er über die Befolgung der Sitte Mohammeds (ittiba-i sünnet-i Ahmediye) geschrieben hat, in der Tat in dreißig Jahren in Tausenden von Exemplaren (nüsha) veröffentlicht. Auch sein Buch über die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye), das ein großartiges Werk (muazzam bir eseri) über den Ehrenwerten Gesandten (Resul-i Ekrem A.S.M. efendimiz) ist, auf den die Welt stolz (Fahr-i kâinat) ist, den letzten und wahren Propheten (son ve hak peygamber), ist inzwischen im Buchhandel erschienen (meydanda). Obwohl dies nun der wahre Sachverhalt (hakikat-ı hal) ist, kann man nun selber einschätzen (kıyas), wie weit diejenigen, die Said Nursî eine derartige Beschuldigung (ittiham) unterschieben wollen, von Recht und Wahrheit (hak ve hakikattan), von einer maßvollen Einsicht (insaf ve vicdan) entfernt sind. Sich eine derartige Beschuldigung (ittiham) auszudenken, würde nicht einmal dem Teufel (şeytan) in den Sinn (hatır) kommen.

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Einer der Gründe für diesen Vorfall (hâdise) dürfte aller Wahrscheinlichkeit (kavî) nach der Folgende sein: Da die Risale-i Nur dem Familienleben (aile hayat) eine große Beachtung (faide) schenkt und bewirkt (temin), dass die Frauen (hanımlar) in Ehren und Würden (iffet ve namus), glücklich und ohne Vorurteile (ismet ve saadet) leben, zeigen die Frauen ein reges Interesse (çoklukla ragbet) an der Risale-i Nur. Als ein gutes Beispiel (hüsn-ü misal) dafür wurden einige Artikel (makalesi) von Frauen veröffentlicht (neşrolunan), welche die Feinde der Religion (din düşmanları) gelesen und sie dazu bewegt haben, im Interesse (hesab) des Bolschewismus mit einigen erfundenen Vorwänden (uydurma bahaneler) zum Angriff (hücum) überzugehen. Es wird ihnen da aber kein Erfolg (aslâ muvaffak) beschieden sein. Völlig im Gegensatz zu ihren Zielen (maksadlarının tam aksine) entwickelt (inkişaf) sich die Verbreitung (neşriyat) der Risale-i Nur unter Männern und Frauen ganz hervorragend (hârika), und so wird es auch weitergehen.

Seine Schüler, die ihm in seiner Krankheit dienen (hizmet)
Tahirî, Zübeyr, Ceylan, Bayram, Sungur, Rüşdü
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بِاسْمِه۪ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Anlässlich einer äußerst wichtigen Gerichtsverhandlung (mühim bir mahkeme) hatte ich als mein letztes Wort (son sözüm) unter der Überschrift "Meine Klage vor dem Großen Gericht am Jüngsten Tag (Mahkeme-i Kübra'ya Şekva)" etwas niedergeschrieben, das in meine Biographie (Tarihçe-i Hayat) aufgenommen und dort ein paar Mal veröffentlicht (neşrolunan) wurde. Ein eigenartiges (acib), erstaunliches (garib), kleines Beispiel dieses Vorfalls (hâdise), welcher der Grund dieser Klage (şekvanın sebebi) war, die an das Revisionsgericht (Temyiz mahkemesi), die Vorsitzenden (reisler) des Gerichtes (mahkeme) und die Behörden (makamat) in Ankara gesandt wurde, wo ich angeklagt war, hat mich hier diesmal genauso betroffen (başıma geldik) gemacht. Meiner Klage (şekvaya) vor dem Großen Gericht (Mahkeme-i Kübra) am Jüngsten Tage möchte ich (beyan) nun noch Folgendes als eine kurze Anmerkung (haşiyecik) hinzufügen:

Vor zwei Tagen bin ich aus drei Gründen (bahane) nach Konya gefahren, wonach es mich so sehr verlangte (müştak) und das vor langer Zeit noch als die Schule der Wissenschaften (medrese-i ilmiye) in Anatolien galt:

Erstens: Meine zwei wahrhaftigen, lichtvollen Mitbrüder (hakikatlı nur kardeş) sind trotz aller Unkosten (masraf) in ihren bescheidenen Verhältnissen (fakir hal) zur Verhandlung (mahkeme) nach Izmir gefahren. Auf ihrem Heimweg sind sie dann bei mir vorbeigekommen. Um sie wenigstens teilweise vor hohen Kosten (masraf) zu bewahren (kurtarmak), wollte ich sie dann in meinem Auto bis nach Konya mitnehmen.

Zweitens: Ich wollte meinen eigenen Bruder, den ich fünfzehn Jahre lang unterrichtet hatte, der etwa zwanzig Jahre als Müfti gedient hatte, der nun heute als einziger unter meinen Geschwistern (kardeş) und den übrigen Verwandten (akraba) noch am Leben (hayat) ist, und seine Kinder besuchen (ziyaret), um ihn, dem ich in vierzig Jahren nur ein einziges Mal begegnet bin, nun einmal wiederzusehen (görüşmek).

Drittens: Ich wollte zudem auch Mevlâna Celaleddin einen Besuch abstatten (ziyaret için gitmiştim), der einer der bedeutenden Meister (mühim üstadları) des Alten und des Neuen Said ist, und dadurch wie İmam-ı Rabbanî und İmam-ı Ghazalî zugleich auch mein bedeutender Lehrer (mühim bir üstad), mit dem ich sehr verbunden (alâkadar) bin, da die Mevlevîs - also seine Schüler (müridler) - überall ein reges Interesse (alâkadarlık) für die Risale-i Nur zeigen.

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Wie in dem Artikel, der in meiner Biographie (Tarihçe-i Hayat) veröffentlicht wurde (neşredilen), zu lesen ist, dass ich mich mit den Menschen nicht mehr unterhalten kann (insanlarla görüşemedik), kann ich nun auch mit Besuchern (ziyaretçiler) nicht mehr reden. Genauso wie Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) mir eine Krankheit gegeben hat, um von allen Geschenken Abstand zu nehmen (hediyelerden men'etmek), {Geschenke - meistens etwas zu essen - macht ihn nur krank (A.d.Ü.)} so ist auch dieser hochachtbare Besuch (hürmetkârane ziyaret) eine Art geistiges Geschenk (hediye-i manevi) geworden. Denn meine Stimme klingt heute nur noch gebrochen (sesim kesilip). Ich wurde als ein Geschenk der Gnade (eser-i inayet) am Sprechen gehindert (konuşmaktan men' olundum), weshalb ich nun nicht mehr zum Hause meines Bruders gehen konnte, um mit ihm zu sprechen.

Ich sah mich also nun dazu genötigt, wenigstens zwei, drei Tage in Konya zu übernachten. So bin ich denn gezwungenermaßen (zarurî iken mecburî olarak) schon nach einer Stunde wieder zurückgefahren, nachdem ich mein Gebet (namaz) verrichtet hatte. Nachträglich wurde dann mein Aufenthalt (vaziyet) dort völlig überraschend derart dargestellt, dass schließlich alle Zeitungen darüber berichteten (neşrettiler). Und obwohl ich meinen eigenen Bruder, den ich in vierzig Jahren nur ein einziges Mal gesehen hatte, danach zwar zu seinem Haus gegangen bin, ihn aber nicht gesehen und gar nicht gesprochen habe, haben sie dennoch die ganze Angelegenheit (muamele) so dargestellt, als hätte ich mich dort mit Tausenden Menschen getroffen.

Die Art und Weise (vaziyetler), wie sich die Polizisten aufgrund ihrer Instruktionen (emre) mir gegenüber verhalten (aldıkları) haben, war zwar ein sehr großer Fehler (sehiv), entsprach (muvafık) jedoch meiner schweren Krankheit (şiddetli hastalık halime), und ich war deswegen nicht weiter beunruhigt (sıkılmadım), sondern war im Gegenteil damit einverstanden (bilakis helâl). Ich sagte: "Möge Gott mit ihnen zufrieden sein!" und habe ihnen dafür gedankt (teşekkür). Da ich Luftwechsel (tebdil-i hava) dringend benötige, muss ich im Sommer in den Bergen (daglar) sein und im Winter Wohnungen (menzil) an verschiedenen Orten mieten (kira), zwischen denen ich dann meine Reisen unternehme (gezmeye mecbur). Denn ich kann nicht längere Zeit am gleichen Ort verweilen, weil sich sonst meine Krankheit nur noch verschlechtert (şiddetleniyor). Darum beabsichtige (niyet) ich auch, gelegentlich wieder einmal nach Konya und noch anderen Orten zu fahren. So habe ich in Emirdag sogar für zwei Wohnungen (iki menzil) die Miete bereits bezahlt und noch eine weitere in Eskişehir. Ich hatte infolge dieser Verhaltensweise (vaziyet) bereits in Konya verspürt (hissetmiş), dass diese sinnlose Verhaltensweise (manasız vaziyet) mich zu einem derartigen Ortswechsel (tebdil-i hava) veranlasste und an dem Besuch dieser Wohnungen (menzilleri ziyaret) hinderte. Denn ich kann absolut mit niemandem reden. Es gibt viele illegale Handlungsweisen (gayr-ı kanunî muameleler) {der Polizei (A.d.Ü.)} wie diese, denen ich wider meine sonstigen Gepflogenheiten (âdetim hilafına) unterzogen werde. Diese meine Aussage (ifadat), durch welche die jüngste oben erwähnte Verhaltensweise beschrieben (mezkûr vaziyet beyan) wird, kann zur Klage vor dem Großen Gericht (Mahkeme-i Kübra'ya Şekva), wie oben bereits dargestellt, im Anhang veröffentlicht (zeyl olarak neşredilebilir) werden.

Said Nursî