Briefe aus Emirdağ-1
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Ein Gespräch mit der Polizei in Emirdag

Ich hätte da einmal eine Frage: Was ist der Grund für diese, mein Erstaunen hervorrufende (mûcib) seltsame (acib) Behandlung meines Rechtes (hukuk), das ich auch im Namen der Menschlichkeit (insaniyet) einfordere?"

Erstens: Meine Beschwerde (sekva), die ich schon seit einem Jahr bei mir bewahre, habe ich nicht eingereicht. Diesmal haben wir sie an einen Herrn geschickt, der sie durch die Polizei (zabita) an die Behörden (makamat) in Ankara weiterleiten soll. Ich habe gesagt, der Direktor des Ordnungsamtes (Emniyet Müdürü) in Afyon ist ein einsichtiger (insafli) Mann. Ihm habe ich auch eine Kopie davon per Boten geschickt. Als ich dann von ihm etwas zur Wiederherstellung meiner Ruhe erwartete, schrieb er im Gegenteil an die Leute, die mich bis dahin immer wieder belästigt (sikistiran) hatten: "Diese schöne Handschrift ist gar nicht von ihm. Forscht (tahkik) also weiter, wer dies geschrieben hat!" Eine derart handfeste (kuvvetli) Beschwerde (sekva), die doch ihren Wahrheitsgehalt in sich selbst (ayn-i hakikat) hat, nicht in Betracht zu ziehen, und sich stattdessen in völlig überflüssiger, sinnloser wenn auch harmloser Weise ausschließlich für diese Handschrift zu interessieren und mich allein schon deswegen ständig weiter zu belästigen, deswegen meine Ruhe zu stören (istirahatimi bozmak), ja wäre das etwa nicht so, als würde man auf tausend Lira keinen Wert legen und stattdessen auf fünf Para einen großen Wert legen? Obwohl Tausende Exemplare von hundertdreißig Abhandlungen von verschiedenen Leuten abgeschrieben wurden und drei Gerichte sie sehr sorgfältig überprüft haben und ein bedeutender Teil derer, die sie abgeschrieben hatten, mit mir an der Verhandlung teilgenommen haben, wurde ihnen dennoch nicht ein Fünkchen Verantwortung (medar-i mes'uliyet) davon zur Last gelegt und dabei gesagt: "Erforscht erst einmal, wer das für ihn geschrieben hat!" Ja gibt es denn irgendein Gesetz (kanun) oder einen Grund (maslahat) dafür, um so etwas erfragen zu können?! Oder wäre es etwa nötig, einen armen (bîçare) Menschen mit einem derartigem Scheingrund (bahane) aufs Polizeirevier (karakol) zu rufen, ihm Schwierigkeiten (endise) zu machen und ihm gerade durch meine eigene Mitteilung (ihbar) eine derartige Weisung zu erteilen? Und so teile ich euch denn mit (haber): Sobald ich es nur wünsche, gibt es Tausende, die für mich schreiben wollen; außerdem schreiben sie bereits überall, und zwar zugunsten des Volkes (millet) und des Landes (vatan).

Zweitens: Im Namen der Menschlichkeit (insaniyet) bitte ich euch darum, dass ihr mein Gesicht bis zum Festtag (bayram) nicht mehr nach der Welt (dünya) gerichtet halten sollt. So wie ich nicht an euch denke, sollt auch ihr meiner vergessen. Zwingt einen armen (bîçare) Menschen wie mich, der von dieser Welt gekränkt (dünyadan küsmüs) worden ist, in diesen segensreichen Monaten (mübarek aylar) nicht noch dazu, sich zum Schaden seines künftigen jenseitigen (âhiret) Lebens noch mit so überaus bedeutungslosen weltlichen Dingen (dünya isleri) zu befassen.

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Dieses jüngste Erdbeben (zelzele) hat mich sehr nachdenklich (mânidar) und besorgt gestimmt. Dann habe ich zu mir in meinem Herzen (kalb) gesagt: "Wenn es sich auch an anderen Orten ebenso schwer ereignet hat, hat es auf jeden Fall auch gegen die Schüler (Nur sakirdler) noch einen Angriff gegeben. Oder bezog es sich vielleicht nur auf meinen Brief?" Das habe ich mich gefragt. Man sagte: "In Ankara hat es nur ein wenig gebebt, in Afyon und Eskisehir etwas stärker und hier in Emirdag (kasaba) war es am Schlimmsten. Dabei ist es ganz erstaunlich, dass dabei überhaupt niemand zu Schaden gekommen ist, obwohl doch die Erde viermal heftig gebebt hat. Die Weisheit dahinter findet sich darin, dass es da einen ausdrücklichen Befehl (emir) gegeben hatte: "Bringt Said gewaltsam ins Regierungsgebäude (hükûmet)!" Da kamen die Nachtwächter mit einem Unteroffizier. Ich hatte meine Tür bereits abgeschlossen und verriegelt. Und so sagten sie denn zueinander: "Wir könnten jetzt kündigen. Aber seine Tür werden wir trotzdem nicht aufbrechen." So kehrten sie denn um und gingen wieder nach Hause. Und so war denn dieses ganz besondere Erdbeben gleich den Beben, die bereits in meiner Verteidigungsschrift behandelt wurden, auf die Risale-i Nur bezogen, sodass es diesmal örtlich begrenzt (hususî) geblieben ist und so trotz seiner Stärke wieder vorüberging, ohne großen Schaden anzurichten. Hätten sie tatsächlich die Tür zu dieser winzig kleinen Schule (Nur'un medresesi) hier aufgebrochen, wäre diese Ohrfeige (tokat) bestimmt härter ausgefallen und nicht nur eine bloße Warnung (ihtar) geblieben. So war denn dieser Angriff zwar klein, leicht und harmlos, ist mir aber dennoch, ich gebe es zu, noch nie so sehr auf die Nerven gegangen, wie dieses Mal. Jedoch um des Lichtes (Nur) und der Nurdschus willen habe ich es dennoch wundersam (hârika) ertragen. Denn jener Unglückselige (bedbaht) beschimpfte mich von seinem Schreibtisch im Regierungsgebäude (hükûmet) aus und schrie meinen Diener an: "Geh und sag's ihm!" Indem er das Ansehen der Regierung (hükûmetin nüfuzu) einzig auf seine eigene völlig haltlose Persönlichkeit (serseri sahsina) bezog, forderte er mich heraus und traf mich mitten hinein in jene schwache Stelle, die mir noch als eine Art Erbkrankheit von dem Alten Said geblieben ist. Dann aber zwang mich die unvermeidliche Notwendigkeit, alles zu ertragen (tahammül), diese jetzt so außerordentlich notwendige Ruhe (sükûn), dazu Umsicht, Geduld (sabir) und kühles Blut (itidal-i dem) zu bewahren.

Drittens: Dass Marangoz Ahmed, der zu den so ganz und gar fleißigen Helden der Schule (Medrese-i Nuriye) gehört und nun den verstorbenen (merhum), so wunderbar getreuen (hârika sadakatli) Marangoz Mustafa Çavus aus Barla völlig ersetzt, für mich an eine zwischenzeitliche (berzahî) Wohnstatt (menzil) in der jenseitigen (uhrevî) Welt, also ein Grab (mezar) auf dem Berg Davraz bei Sava denkt und mir davon schreibt, hat mich in große Freude versetzt und zu Tränen gerührt.

Meine lieben getreuen Brüder!

Wir beglückwünschen (tebrik) euch nochmals zum segensreichen (mübarek) Monat Ramadan. Dass die beiden heldenhaften Brüder und die segensreiche Tochter von Süleyman Rüsdü, welche neben den sieben Kindern aus der Abhandlung über das Wunder Mohammeds nun als das achte gilt, mit dieser wunderbaren (mübarek) Kopiermaschine an den "Zülfikâr-i Mu'cizat" arbeitet, und dass sie es opferwillig auf sich genommen haben, die schönen und sehr sorgfältig geschriebenen Abschriften von Hüsrev und Tahirî zu vervielfältigen, dazu beglückwünschen (tebrik) wir sie von ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) und sind von ihren wertvollen und fruchtbaren Diensten (hizmet) begeistert, die sie bis jetzt (sâbik) in so wunderbarer Weise an den Lichtern (Nurlar) geleistet haben, und sagen im Namen der Risale-i Nur Tausende Male: "Wie wunderbar hat doch Gott dies alles bewirkt (mâsâallah)!" und "Gott möge es segnen (bârekâllah)!" und "Gott möge euch zum Erfolg verhelfen (veffakakümullah)!"

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{(Anmerkung): Eine feinsinnige Übereinstimmung (latif bir tevafuk): Seit einem Monat fiel hier überhaupt kein Regen mehr und weinten unsere Herzen wegen des erzwungenen Müßiggangs (fütur), der infolge des bekannten Angriffs über die Nurdschus gekommen war. Zur gleichen Zeit, als vor zwei Tagen so unerwartet Hüsrevs frohe Botschaft (müjde) von der Kopiermaschine eintraf, heute zusammen mit Nazifs ausführlichem Brief ein Exemplar aus der Kopiermaschine in meine Hand gegeben wurde, mir diejenigen, die mir dienten, mitteilten, dass man in Eskisehir wieder begonnen hat, auf die mohammedanische Art (ezan-i Muhammedî) zum Gebet zu rufen, (was dreizehn Jahre lang (!) verboten gewesen war (A.d.Ü.)) der Mann, der dem bekannten Feldwebel (malûm çavus) den ausdrücklichen Befehl (emr-i cebrî) erteilt hatte, mich zu verärgern (ihanet), eine Ohrfeige bekommen hat, zu eben derselben Zeit der segensreiche (rahmet) Regen kam, so möge denn Gott es wollen (insâallah), dass jetzt endlich diese so vollkommene Entsprechung und Übereinstimmung (tam tamina tevafuk ve tetabuk) mit diesem großen Jubel (ferah), der Freude (sevinç) und Erleichterung (insirah) für unsere schon seit langem weinenden, so betrübten Herzen (kalb) ein gutes Zeichen (fâl-i hayir) ist.}

Meine lieben, getreuen und opferbereiten Brüder!

Die beiden Übereinstimmungen (tevafuk) der Glückwunschbriefe (tebrik) der Helden von Inebolu und die eigenartigen Besuche der beiden Vögel stimmen sehr nachdenklich (manidar). In dieser Zeit der Unterdrückung, in der die Nachforschungen der Regierung (hükûmet) nach diesem einen einzigen Mann, der meinen einzigen Brief geschrieben hat, für so wichtig erachtet wurden, wäre es in der Tat nicht zu viel verlangt, wenn zu diesem wunderbaren Erfolg (hârika muvaffakiyet) mit dem Band "Zülfikâr-i Mu'cizat" aus der Risale-i Nur, der mit dem Stift Ahmed Nazifs, der bis jetzt schon sehr viele Gegner hatte, der verfolgt wurde und der sich dennoch nicht dazu herabwürdigen lässt, etwas einfach geschehen zu lassen, geschrieben wurde, ein Band, der mit Tausenden Exemplaren Tausende Male mehr als meine Person sagt und mit Tausend Zungen und Tausenden Briefen frei und ohne ein Hindernis wirksam unterrichtet (ders), nicht nur die Vögel herbeieilen würden, sondern sich sogar eine Schar von Engeln (melek) und Geistwesen (ruhanî) verkörpern und dazu Glück wünschen (tebrik) könnten. Auch wir sprechen über diese kleinen Helden aus Isparta Tausende Male "Gott möge sie segnen (bârekâllah)!" und "Wie wunderbar hat doch Gott dies alles bewirkt (mâsâallah)!" und "Gott möge euch zum Erfolg verhelfen (veffakakümullah)!" Von ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) beglückwünschen wir sie und erinnern an die Notwendigkeit der Umsicht (ihtiyat) und Vorsicht (dikkat) in dieser sehr großen Aufgabe (vazife).

Ich habe einen Brief von unserem Bruder Mehmed Zekeriya, der sich in der Umgebung von İnebolu aufhält und den Lichtern (Nurlar) mit seiner schönen Handschrift einen großen Dienst (hizmet) leistet. Er hat meine Sorgen aufgehoben und mir eine große Freude bereitet. Er schreibt, dass er es sich jetzt zur Aufgabe gemacht hat, den Kindern beizubringen, den Qur'an zu lesen und ihnen Unterricht im Glauben (iman) zu erteilen, was ja heute eine Aufgabe (vazife) der Lichter (Nurlar) ist. Schreibt ihm also, dass dieser Dienst (hizmet) genauso wertvoll ist, wie der, den er früher für die Lichter (Nurlar) geleistet hat.

Des Weiteren erfüllen die vielen Abhandlungen (risaleler), die er bisher abgeschrieben hatte, nun an seiner Stelle den Dienst an der Verbreitung der Lichter (Nurlarin nesrine). Er soll also nicht besorgt sein. So bewahrt (muhafaza) er sich also auch weiterhin seinen alten Platz (makam) unter uns.

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In den letzten Tagen las ich aufgrund meiner inneren Unruhe das Gebet (Evrad-i Bahaiye) diesmal nicht auswendig, sondern aus dem Buch ab. An dessen Ende (âhir) las ich dann auch noch den Schluss (ihtitam-i Bahaiye), einen Abschluss (hâtime), den ich noch nicht kannte, weil ich ihn bis dahin noch nicht gelesen hatte. Auf geht's!, sagte ich, diesmal will ich auch das lesen. Da sah ich: Auf einer Seite standen zwischen den langen, sechseinhalb Zeilen neunzehn Mal die Worte "Licht Licht Licht (Nur)"... So bin ich denn zu der festen Überzeugung gelangt, dass auch Sah-i Naksibend genau wie Gausu-l'adham die Risale-i Nur und ihren heiligen Dienst (kudsî hizmet) visionär (kesfen) entdeckt, von ihr lobend berichtet (haber) und auf sie hingewiesen hat. Ich habe daraufhin nur diese sechs Zeilen, die Zeile am Anfang und die letzte Zeile zu meinem dreißigjährigen Gebet (Bahaiye virdime) hinzugefügt, in der Absicht (niyet), den Beistand dieser Engel (melek) für die Verbreitung der Lichter (Nurlarin intisarina) zu erbitten.

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens: Das Leiden der von dieser überwältigenden Feuersbrunst Betroffenen (musibetzede) in Isparta hat mich sehr stark mitgenommen. Denn so wie ich in vielerlei Hinsicht selbst zu einem Ispartaner geworden bin, ist diese segensreiche Stadt (mübarek sehir) mit ihrem Stein (tasiyla) und Staub (topragiyla) in meinen Augen von großer Bedeutung und gilt als die Câmi-ül Ezher der Lichter (Nurlar) und als der Sitz (merkez) der Medreset-üz Zehra.

Sagt zu diesen Betroffenen (musibetzede) meinerseits: So wie eine Überlieferung es ausdrückt (nass-i hadîs), gilt alles Hab und Gut der Gläubigen (ehl-i iman), die bei solchen Unglücken (musibet) zu Schaden gekommen sind, als Almosen (sadaka). Besonders jetzt in unserer Zeit verwandeln (inkilab) sich all ihre vergänglichen Güter (fâni mal) bis zum Hundertfachen eines Almosens in beständige (bâki), ja in ein Vielfaches ewiger (ebedî) Güter. Darum ist es notwendig, seine Lage in Geduld (sabir) zu betrachten und dafür zu danken. Möge ihnen Gott, der barmherzige Allerbarmer (Erhamürrâhimîn), noch in dieser Welt (dünya) für ihren Verlust, der als Buße für ihre Sünden (keffaret-üz zünub) gilt, seine Güte (ihsan) schenken (insâallah).

Mögen das Unglück und alle seine Folgen nunmehr vergangen sein (geçmis olsun)!

Möget ihr einen klaren Kopf bewahren (basiniz sag olsun)!

Macht euch keine Sorgen mehr um das, was jetzt nutzlos geworden ist (faidesiz merak etmeyiniz)!

Zweitens: Ein Grund für derartige Unfälle liegt in einem hässlichen Fehler des Menschen (beser). Daher ist Isparta, welche Quelle und die Medresse der Lichter (Nurlarin menbai) ist, mehr als alle anderen Orte verpflichtet (borçlu) und ist es seine Aufgabe (vazife), die Ehre (hürmet) dieses Heiligen Monats (Ramazan-i Serif) und seinen Wert aufrechtzuerhalten (muhafaza) und die Lichter zu schützen (Nurlari himaye) und verpflichtet, die islamischen Kennzeichen (seair) gegen Ausschweifungen (sefahet) aufrechtzuerhalten.

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لَوْلاَكَ لَوْلاَكَ لَمَا خَلَقْتُ اْلاَفْلاَكَ

{"Wäre es nicht für dich, ja wäre es nicht um deinetwillen gewesen, so hätte Ich sicherlich nicht die Welt erschaffen."}

Um diesen Satz zu erkären, wird der folgende Satz zitiert: "Auch wenn diese Anrede äußerlich an den Propheten, mit dem Friede und Segen sei, gerichtet ist, wendet sie sich eigentlich indirekt an das Leben (hayat) und die Lebewesen selbst...", bedarf jedoch einer Korrektur. Denn die universelle mohammedanische Wahrheit (hakikat) ist sowohl das Leben (hayat) des Lebens als auch das Leben der Schöpfung (kainat) als auch der Spiegel der gewaltigen Erscheinung des Gewaltigen Namens Gottes (İsm-i A'zam), das Licht (Nur) aller beseelten Wesen (zîruh), der Urkern des Kosmos (çekirdek-i aslî), das Ziel der Schöpfung (gaye-i hilkat) und die beste Frucht (meyve-i ekmel). {der Mensch ist die Frucht am Baum der Schöpfung (A.d.Ü.)} Daher bezieht sich diese Anrede zunächst unmittelbar auf ihn, sodann auf das Leben (hayat) und das Bewusstsein (suur) und am Ende auf den Dienst und die Anbetung Gottes (ubudiyet) nach seinen Anweisungen (hesab). {d.h. den Anweisungen des Propheten (A.d.Ü.)}

Ein anderes Beispiel: Hier nun einige Sätze, die naturwissenschaftlich (felsefe) zu verstehen sind: "Im Verlauf der Zeit (mürur-u zaman) bildete (bagla) sich die Erdkruste (kabuk), diese verwandelte (inkilâb) sich in Erde (toprak), danach kamen (husule) die Pflanzen (nebatat) zustande und am Ende entstanden (vücud) dann die Tiere (hayvanat)." Dergleichen Formulierungen sind vom Standpunkt der Erschaffung (icad) und der Schöpfung Gottes (hilkat-i İlahî) philosophisch (felsefe) zu verstehen, was jedoch nicht zu den Erklärungen der Risale-i Nur hinsichtlich der Kunst (san'at) und Erschaffung Gottes (icad-i İlahî) passt.

Mein lieber Bruder Abdülmecid! Wie dem auch sei: Trotz dieser winzig kleinen Fehler hast du also einen sehr genauen und vollständigen (mükemmel) Unterricht (ders) in den beispiellosen Zeugnissen über die Auferstehung (hasir) im "Licht (Nur)" bekommen, so wie du auch ein ganz besonderer Schüler (mümtaz sakird) des Alten Said gewesen bist, was ein beredtes (kuvvetli) Zeugnis dafür ist, dass du so wie Gott es wollen möge (insâallah) auch einmal ein ebenso vollkommener Schüler (mükemmel sakird) und ein aufmerksamer Lehrer (muallim) in der Risale-i Nur sein wirst. Ich möchte zu einer passenderen Zeit einige Wörter korrigieren oder etwas abschwächen, um deine Abhandlung unter dem Titel einer "Ausführlichen Anmerkung zur Frage der Wiederauferstehung" (Hasir Mes'elesine Bir İzahli Hasiye) in die Sammlung der Briefe (Lâhika) aufzunehmen und sie denen zusenden, die wie du von dem "Licht" (Nur) einen vollkommenen Unterricht erhalten haben. Du bist mit deinen Kindern und Fuat jeden Tag in meinen Gebeten (dua) und Gedanken (manevî) miteingeschlossen. Ich beglückwünsche (tebrik) dich von ganzem Herzen (canim) und in meiner Seele (ruh) dazu, dass du jetzt hinsichtlich deiner offiziellen Aufgabe (vazife-i resmi) den Kindern den ruhmreichen (Azîmüssan) Qur'an lesen lehrst. Dazu sende ich dir auch tausendfach Gottes Segen (bin bârekâllah).

Teilt (teblig) allen Freunden und Verwandten sowohl in deiner Umgebung als auch in meinem Heimatdorf (memleket Nurs) meinen Gruß (selâm) mit. Da die Bände "Zülfikâr Mu'cizat" und "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) mit den Kopiermaschinen in beiden Zentren (merkez) vervielfältigt werden, solltest du dich jetzt mit deinem schönen Stift, mit deiner Kenntnis, mit ganzer Kraft (kuvvet), aufmerksam und konzentriert um die Korrektur (tashih) kümmern.

Dein Bruder
Said Nursî

Ist Re'fet schon operiert worden? Wie geht es ihm jetzt? Ich bin darüber in Sorge. Und wir haben viel für ihn gebetet (dua). Den Band "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa), den Hatice, die Tochter des heldenhaften Ahmed aus Sava, abgeschrieben hat, hat der heldenhafte Tahirî jemandem in Istanbul anvertraut (emanet). Da dieses Exemplar die Frauen dazu anspornt, Nurdschus zu werden, darf es nicht verloren gehen. Wenn es nicht mehr gebraucht wird, also nicht mehr vonnöten ist, soll es wieder zu mir zurückgeschickt werden.

Zum Ramadan, zur Heiligen Nacht der Bestimmung (leyle-i kadr) und den kommenden Feiertagen sende ich euch meine herzlichen Glückwünsche (tebrik).

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Als ich in Kastamonu war, waren unter den engsten Schülerinnen (Nur'un has sakirdleri) viele mit den Namen Âsiye, Ulviye, Lütfiye, Zehra, Serife, Hacer, Necmiye, Nimet, Aliye jeden Tag in Gedanken geistig bei mir anwesend, um ihren Anteil an meinen Gebeten (dua) und geistigen (manevî) Verdiensten zu empfangen. Und genauso ist es auch heute noch.

Ich vergesse euch nicht. So sind mir dieser Tage auch Ulviye, Lütfiye plötzlich wieder eingefallen. Am nächsten Tag habe ich dann von ihnen beiden Briefe und Geschenke erhalten. Es war ein Zeichen ihrer Treue (sadakat). Und obwohl es seit alters her meine Gewohnheit (âdetim) ist, keine Geschenke anzunehmen, habe ich trotzdem in dieser Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) den Kittel (cübbe) und den Pullover (yelek) angezogen und sie so im Namen aller Schüler (Nur sakirdleri) in Kastamonu von Âsiye angenommen. Doch um nicht meinen Grundsätzen (kaideme) zuwiderzuhandeln, sollen sich Lütfiye und Ulviye dafür von meinen Abhandlungen (risaleler), die sich bei Emin befinden, aussuchen, welche sie wollen oder aber Mehmed Feyzi und seine Kameraden sollen auf meine Kosten diejenigen abschreiben, die sie ausgewählt haben.

Auch die unschuldigen Kinder dieser Schwestern, die häufig zu mir kamen, gehören zum Kreis der Unschuldigen unter den Schülern (Nur sakirdler) und ich erinnere mich öfter an sie.

Ich lobe (hamd), preise (sena) und danke (sükür) dem Herrn unendlich dafür, dass diese eure Briefe all meine vielen bedrängenden Sorgen sowohl über Hüsrev, seine Kameraden und ihr Kopiergerät als auch über Nazif, seine Helfer und deren Gerät, als auch darüber, ob sie diesen neuen heiligen Dienst (kudsî yeni hizmet) fortsetzen können, nun ausgeräumt haben. Dafür sei Gott Tausende Male Dank (elhamdülillah)!

Am vorigen Tag, nachdem ich eure Briefe erhalten hatte, machte ich sogar mit einem Wagen einen Ausflug. Da flog plötzlich ein Wiedehopf (hüdhüd-ü Süleymanî), der im Qur'an ein Lob erhalten hat, hin und her, als wollte er eine frohe Botschaft überbringen, hüpfte über die Straße, folgte unserem Weg fünfzehn Minuten lang, hüpfte auf der Straße von rechts nach links, flog auf, kam wieder zurück und verhielt sich auf eine derart erstaunliche Weise, wie wir sie noch nie zuvor beobachtet hatten. So bin ich denn zu der Überzeugung gelangt, dass ich morgen eine erfreuliche Nachricht bekommen würde. Das habe ich auch Nureddin gesagt, der den Wagen fuhr. Auch er war erstaunt über das merkwürdige Verhalten dieses Vogels. Plötzlich verschwand er wieder, weil wir sein Geheimnis (sirr) entdeckt hatten (ifsa). Am nächsten Tag habe ich sowohl den tröstlichen Brief von Nazif und die neuen Produkte seines Kopiergerätes als auch den Brief von Abdurrahman Salahaddin empfangen, den ich bereits erwartet hatte (medar-i merak), in dem er mir mitteilte, dass der Gouverneur (Vali) Nevzad, der mich in Ankara wegen dieses Hutes (sapka) belästigt (sikinti) hatte, Selbstmord (intihar) begangen hat und somit seine Ohfeige und seine Strafe mit eigener Hand bekam, und ferner, dass es überhaupt keine Angriffe (taarruz) wegen des Dienstes (hizmet) an das "Zülfikâr" gegeben hat, der Dienst sich also fortsetzt; dass also die Helden der Medreset-üz Zehra ihren Dienst an das "Zülfikâr" ohne Aufregung weiterverfolgen. So haben sie mir also die wahre Sachlage (hakikat-i hali) erläutert. Die Glückwunschbriefe der Helden von Atabey, mit denen ich in engem Kontakt stehe, der Erben (vâris) von Lütfü, sowie der Stellvertreter (vekil), der Nachfolger (vâris) und der zum Dienst (hizmet-i Nuriye) befähigten Kameraden des großen, leider inzwischen verstorbenen (merhum) Hâfiz Ali, von Tahirî und Abdullah Çavus, sowie die sinnvollen (manidar) und wahrheitsgemäßen (hakikatli) Antworten des Imams von Aliköyü Ali auf die Fragen der Verwaltungsbeamten (hükûmet) in diesem neuen Angriff, die sehr mannhaft (merdane) waren und auf eine Weise, wie es Schülern (Nur sakirdler) zukommt, habe ich also erhalten und sagte deshalb: So hat sich denn die frohe Kunde des Wiedehopfs als wahr erwiesen.

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Wie die Abhandlung "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa Risalesi) diejenigen, die in der Natur (tabiat) ertrunken sind, vor dem Irrtum (dalalet) rettet und in dieser Zeit für jeden, besonders aber für diejenigen, die dem Zweifel und der Verleugnung (inkâr) verfallen sind, notwendig und ein Elexir (tiryak) ist, genauso sind das "Zülfikâr" auch für die Gläubigen (ehl-i iman), für die Gelehrten (ehl-i ilm) und besonders für diejenigen, die den Qur'an auswendig kennen (hâfiz), unentbehrlich (elzem). Für jeden, der den Qur'an auswendig kennt (hâfiz-i Qur'an), ist dieser Band (mecmua) in dieser Zeit unbedingt notwendig (ihtiyac). Dieses Werk, das die Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'an in vierzigfacher Hinsicht erklärt, muss man in der Hand eines jeden Hâfiz finden können.

Bis jetzt hat die Weltgeschichte (tarih) noch zu keiner Zeit gezeigt, dass diejenigen, die sehr viele verschiedene Gruppen und Schulen (meslek) angegriffen haben, wie die Risale-i Nur es tut, in einem solchen Grade mit einer sehr geringen und kaum bedeutenden Kritik davongekommen wären. Ja, sie haben dafür sogar bei hundertfach geringerer Anstrengung einen hundertfach heiligeren Dienst (kudsî hizmet) geleistet, einen Kampf gekämpft (mücahede), und sind dafür doch nur ein-, zweimal inhaftiert worden, was doch nur unbedeutend und nur vorübergehend war, sich jedoch im Ergebnis als positiv (hayirli) herausgestellt hat, und sie haben zudem zwei, drei Gefängnisaufenthalte nicht als Unglück (musibet) sondern als eine Zeit der Gnade (inayet), ja als erfolgreich (fütuhat), erfahren.

Allen Tausende Grüße (selâm) und Gebete (dua) für ihre weiteren Erfolge (muvaffakiyet).

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass in diesen Zeiten (sira), in denen "Zülfikâr" und "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) unbedingt so oft vervielfältigen (teksir) zu müssen so sehr an der Zeit (hengâm) ist, während doch die Drucker in ihren unreinen Herzen {sie arbeiten nicht reinen Herzens und um Gotteslohn (A.d.Ü.)} noch zögern, dieses erstaunliche Gerät genau zur selben Zeit (zaman) so leicht in unsere Händen gelangt ist, was doch ein Hinweis aus dem Verborgenen (isaret-i gaybiye) für die Hochschätzung (makbuliyet) dieser beiden Bände ist, ein wunderbares Gnadengeschenk (hârika ikram) der Güte Gottes (inayet-i İlahiye) und zugleich ein Wunder (keramet) der Lichter (Nurlar).

Während sie mich um eines gewöhnlichen Briefes wegen achtmal ganz offiziell gequält und schikaniert haben, indem sie mich fragten: "Wer hat ihn geschrieben?", gleicht dieses Gerät, das achthundert Seiten auf eintausendfünfhundert Exemplare und eine Million Seiten steigert, mit Sicherheit einem Nurdschu, der in der Tat aus dem Verborgenen (gayb) zu unserer Hilfe gekommen ist, und einem Schreiber mit Tausend Stiften. Darum schadet es nicht, wenn einige Seiten ein wenig blass ausgefallen sind. Die sauber gedruckten Seiten genügen uns ja schließlich. Die Blätter, die nicht gut lesbar sind sollen also separat zusammengebracht werden und diejenigen, welche die diamantenen Stifte haben, sollen jeder ein, zwei Bogen korrigieren.

Einmal, als in einem Land der Zugverkehr eingeführt wurde, regten sich die Kutscher darüber auf und sagten: "Unsere Arbeit gilt nichts mehr." Als sich hingegen durch die Einführung des Zuges die Werksamkeiten im Lande vervielfältigten, verdoppelte sich zugleich auch der Bedarf an Kutschern. Möge also Gott es wollen (insâallah), dass sich in ähnlicher Weise auch die Anzahl derer, welche "das Licht (Nur)" abschreiben, nicht erlischt, vielmehr den Schreibern durch ihre Schrift im Buch ihrer Taten (defter-i a'mal) ihre guten Werke (hasenat) nur noch zahlreicher eingetragen werden.

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Ich habe mich gegen jede Art Schikanen (tazib) der Politiker (ehl-i siyaset) zu Geduld (sabir) und Ausdauer (tahammül) entschlossen, indem ich sage:

﴿ حَسْبُنَا اللهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ ﴾

{"Hasbünallahü ve ni'melvekil". "Gott ist mein Genügen: Welch vortrefflicher Sachwalter."}

Ich stehe mit Kâzim Karabekir seit alter Zeit in Verbindung. Behält er etwa immer noch seinen tapferen Weg (merdane meslek) bei, welcher der Grund zu dieser Verbindung (münasebet) war? Wenn er immer noch so wie früher ist und den Lichtern (Nurlar) keinen Schaden zufügt und wenn es möglich ist, dass er für das "Licht" einen Beitrag leisten (Nur faidesi) kann, und wenn er mir noch immer freundschaftlich (dost) gesinnt ist, könnt ihr ihm meinen Gruß (selâm) überbringen. Da sich aber nun einmal die Politiker (ehl-i siyaset) nicht dazu herablassen, sich um ihres Ewigen Lebens (hayat-i bâkiyesi) willen der Risale-i Nur zuzuwenden, erlaube auch ich es mir nicht, mich um dieses - im Vergleich zu jenem Leben (hayat) - nicht einmal fünf Para werten vergängliche Lebens (hayat-i fâniye) willen bei ihnen zu melden und mich um meiner Ruhe (istirahat) willen bei ihnen zu beklagen (sekva) oder gar sie um etwas zu bitten (rica).

* * * *

Wir haben zwei große und sehr schöne lichtvolle Geschenke (hediye-i Nuriye) von Küçük Ali erhalten, welcher der perfekte Erbe (tam vâris) des verstorbenen (merhum) Büyük Ali und in seiner vollkommenen Art (tam bir sistemi) ein vollendetes Abbild (tam misli) und der Nachfolger (helef) des verstorbenen (merhum) Abdurrahman und einer der Großen (pehlivan) unter den Gesegneten (mübarek) und ihr Held (kahraman) ist. Am Schluss des "Zülfikâr" ist aber der Abschnitt aus dem "Hizb-i Nuriye" nicht geschrieben worden; er soll also auch diesen Abschnitt mit seiner wunderbaren (hârika) Handschrift abschreiben und mir zusenden.

(Anmerkung): In meiner Heimat (memleket) ist es allgemein üblich (âdet), dass einer der Schüler der Medresse (Medrese talebeleri), sobald er ein Buch beendet hat oder mit einem neuen Buch beginnt, entweder etwas Süßes (tatli) anbietet oder eine Mahlzeit (meftuhane) serviert oder einen kleinen Nachtisch (mahtumane) reicht. Genau diese Regel (kaide) haben wir mit den Trauben (üzüm) von Kâtib Osman erlebt. Gleich nachdem ich die Korrektur (tashih) des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa), den er abgeschrieben hatte, beendet hatte, kamen als Nachtisch diese Trauben. Sie waren eine wahrhaft süße Feinkost (tatli bir latife) und eine anmutige Erinnerung an das Leben (sirin bir hatira-i hayat) in der Medresse .

Da im "Licht" (Nur) das Mitgefühl (sefkat) grundlegend (esas) ist, sind die Frauen in dieser Hinsicht den Männern weit voraus und halten sich deshalb mit aller Macht an den Lichtern (Nurlar) fest. Wenn ich hier die "Brüder" (kardes) anspreche, meine ich zugleich mit den Brüdern auch die "Schwestern" (hanim hemsire). Denn in all meinen Briefen sind stets auch sie meine Ansprechpartnerinnen (muhatab).

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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Macht euch bitte keine Sorgen (merak). Nur um eurer Gebete (dua) willen, teile ich euch nochmals von meiner Krankheit mit, was ich euch ja schon vorher geschrieben hatte, dass sie nämlich die Folge eines Attentates (sû'-i kasd) und z.Zt. besonders heftig ist. Verfallt aber nicht deswegen in Angst und Schrecken (telas). Unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dass meine Rezitationen (evrad), aber auch meine Korrekturarbeiten (vazife-i tashih), kein Hindernis für mich sind. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass darin ein großes Verdienst (sevab) und auch etwas Gutes (hayir) liegt. Ich selbst bin jedenfalls in gewisser Weise zufrieden. Darum sollt auch ihr nicht besorgt (müteessir) sein. Denn meine Aufgabe (vazife) ist nun nahezu beendet. Die Risale-i Nur, besonders ihre Bände (mecmua), aber auch ein jeder ihrer Abschnitte (nüsha) kann Saids Aufgabe besser erfüllen als eure gute Meinung (hüsn-ü zan) über ihn, und das tut sie ja auch. Ein jeder Opferbereite (haslardan fedakâri) unter den aufrichtigen Schülern (Nur sakirdleri) vermag die Aufgabe dieses Said vollkommen zu versehen. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass sie es auch in Zukunft stets einwandfrei tun werden. Sollte es eines Tages keinen Said mehr unter euch geben, können die Werke (mecmua), die doch Hunderte geistige (manevî) Saids sind, und Tausende sichtbare (maddi) Saids unter euch diesen aufrichtigen (hâlis) und vollkommenen Dienst versehen und tun es ja auch schon. Aufgrund dieser Tatsache (hakikat) messt bitte meiner Person und all den Dingen, die mich selbst betreffen, keine weitere Bedeutung bei. Nur betet (dua) recht häufig für mich. Helft mir in meiner Schwäche, meinem Alter und all dem, was mich so überaus traurig (teessürat) macht, mit euren Gebeten, von denen ich ja ohne Zweifel weiß, dass sie angenommen (makbuliyet) werden.

Die Auswanderung (hicret) der unschuldigen (masume), seligen (merhume) und segensreichen (mübarek) Nurdschu "Hicret" des heldenhaften Tahiri aus dieser Welt (dünya) hinüber ins Paradies (Cennet) hat mich wirklich (hakikaten) traurig gemacht. Der Abschied einer solchen Nur-Schülerin (Nur sakirdi), eines bedeutenden, fleißigen, unschuldigen Kindes hat mich um des Dienstes willen (Nur hesabina) sehr betroffen (müteessir) gemacht. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass an ihrer Stelle viele eintreten und ihren Platz nicht unausgefüllt lassen werden. So wie schon heute plötzlich ein noch ziemlich kleiner Haydar aus Usak auftauchte und uns fröhlich stimmte, indem er sagte; "Ich werde die Aufgabe (vazife) meiner heimgegangenen (hicret) Schwester übernehmen." Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), möge Hicrets Eltern und Verwandten beste Geduld (sabr-i cemil) schenken (ihsan) und Hicret ihnen zur Fürsprecherin machen und auch diese selig verstorbene (merhume) mit meiner eigenen verstorbenen (merhume) Schwester "Hanim" im Paradiese (Cennet) glücklich machen. Âmîn.

Teilt Usakli Haydar meinerseits mit, dass ich ihm alles Gute (tebrik) wünsche, für seinen Erfolg (tevfik) im Dienst (Nur hizmeti) bete (dua), nachdem er nun in die Gruppe der unschuldigen Kinder (Nur'un masumlar taifesi) aufgenommen wurde. Auch begrüße (selâm) ich seinen Lehrer (hoca) "İzzet" sehr.

Die Schüler (Nur sakirdler) haben sich niemals auf die Politik eingelassen und sind niemals Mitglied irgendeiner Partei geworden. Denn der Glaube (iman) ist Allgemeingut (mâl-i umumî). Er hat in jeder Gruppe die, welche seiner bedürfen (muhtaç) und die, welche ihn tragen (sahibler). Parteilichkeit gibt es darin nicht. Er bildet nur gegen den Unglauben (küfr), den Atheismus (zindika) und den Irrtum (dalalet) eine Front. Auf diesem Weg (Nur meslegi) ist die Grundlage (esas) die Brüderlichkeit aller Gläubigen (mü'minlerin uhuvveti).

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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Da ist noch eine Angelegenheit (mes'ele), über die zu euch zu sprechen schon seit langem notwendig (lâzim) gewesen wäre, was ich aber wieder vergessen hatte. Es ist dies Folgendes: Die meisten Ayat, die in der Abhandlung (Risale) über die "Wunderhaftigkeit des Qur'an (Mu'cizat-i Kur'aniye)" behandelt wurden, sind Ayat, die entweder für die Ungläubigen (mülhid) zu einem Anlass der Kritik (medar-i tenkid) wurden, oder gegen die es vonseiten der Naturwissenschaftler (ehl-i fen) Einwände (itiraz) gab, oder die den Einflüsterungen und Zweifeln (vesvese) der Teufel (seytan) unter Dschinnen (cinnî) und Menschen (insî) ausgesetzt waren. So erklärte das Fünfundzwanzigste Wort die Wahrheiten (hakikat) und den feinen Sinn dieser Ayah auf die Weise, dass anhand der wissenschaftlichen Regeln (ilmî kaideleri) bewiesen wurde, dass die Punkte, welche die Ungläubigen (ehl-i ilhad) und die Naturwissenschaftler für fehlerhaft hielten, Blitze der Wunderhaftigkeit (i'cazin lemaati) und Quellen der Vollkommenheit (kemalâtinin mense'leri) und der Beredsamkeit des Qur'an (belâgat-i Kur'aniye) sind. Um keine Unklarheiten (bulanti) hervorzurufen, wurden unmissverständliche Antworten gegeben, ohne dabei ihre Zweifel zu erwähnen. Nur im ersten Kapitel des Zwanzigsten Wortes werden mit einigen Ayat, wie:

﴿ وَ الشَّمْسُ تَجْرِى ٭ وَ الْجِبَالَ اَوْتَادًا ﴾

{"die Sonne läuft" (Sure 36, 38) - "und die Berge zu Masten" (Sure 78, 7)}

auch ihre Zweifel erwähnt.

Diese Abhandlung (risale) über die Wunderhaftigkeit des Qur'an (Mu'cizat-i Kur'aniye) wurde zwar überaus kurz und bündig (muhtasar) und in Eile geschrieben, sie erklärt aber die obigen Ayat in einer gelehrten (âlimane), tiefschürfenden (derin) und prägnanten Art, welche die Gelehrten (âlimler) hinsichtlich ihrer Rhetorik (ilm-i belâgat) und der arabischen Sprache (ulûm-u arabiye) in Bewunderung versetzt. Zwar kann dabei nicht jeder aufmerksame Zuhörer (ehl-i dikkat) ein jedes Thema (bahis) voll und ganz verstehen und seinen Nutzen (istifade) daraus ziehen, doch hat in diesem Garten ein jeder seinen wichtigen Anteil. Da sie in Eile und unter verworrenen Umständen (müsevves haletler) verfasst wurde, finden sich in ihrer Ausdrucksweise (ifade) und in ihrer Wortwahl (ibare) einige Fehler. Dennoch erklärt sie vom wissenschaftlichen (ilim) Standpunkt aus betrachtet den Sachverhalt (hakikat) einiger sehr wichtiger Fragen.

Da sich die Risale-i Nur nun einmal durch die Druckmaschine zu verbreiten beginnt und die Schüler und Lehrer, die die neue Wissenschaft und Weisheit lernen, in großer Zahl von der Risale-i Nur gefesselt sind, ist es mit Sicherheit notwendig, einen Sachverhalt zu erklären. Es ist dies wie folgt:

Es ist nicht die Wissenschaft als solche, die von der Risale-i Nur angegriffen und die von ihr scharf kritisiert wird, sondern nur ihr verderblicher Teil. Denn der Teil der Wissenschaft und der Lehre, welcher für das gesellschaftliche Leben der Menschen, die Ethik, die menschlichen Werte und für den Fortschritt des Handwerks dienlich ist, stimmen mit dem Qur'an überein. Vielmehr ist er dem Verständnis der Lehre des Qur'an dienlich und kann ihr nicht widersprechen. Diesen Teil berührt die Risale-i Nur nicht.

Was den anderen Teil der Wissenschaft betrifft, ist er ein Grund, die Menschen in den Irrglauben, die Glaubenslosigkeit und in den Sumpf des Naturalismus zu stürzen. Außerdem fördert er Ausschweifungen und ein liederliches Leben und hat die Gottvergessenheit und den Irrtum zur Folge und kämpft durch seine außergewöhnlichen Werke, die wie Zauberei wirken, gegen die wunderbaren Wahrheiten des Qur'an. Daher greift die Risale-i Nur in den meisten ihrer Abschnitte, prägnanten, überzeugenden Vergleichen und durch kraftvolle Gegenüberstellungen diesen Teil der Wissenschaft, der auf Abwege geraten ist, an und kritisiert ihn heftig. Die Risale-i Nur berührt aber nicht die geradlinigen und exakten Wissenschaften. Darum kommen Schüler und Lehrer zur Risale-i Nur, ohne zu zögern und ohne etwas gegen sie einzuwenden. Und so müsste es eigentlich auch sein.

Aber es ist möglich, dass unsere heimlichen Gegner, die in ihrer Verlogenheit einen Teil der Geistlichen auf eine ganz und gar sinnlose und unberechtigte Weise gegen die Risale-i Nur, die doch in Wahrheit Eigentum der Leute der Medresse und der Geistlichen ist, missbraucht hatten, auch das Ego einiger Adepten der Wissenschaft, das so stolz ist auf seine Bildung, kitzeln und es gegen die "Licht"-Abhandlungen missbrauchen. Aufgrund dessen ist es angemessen, wenn dieser Sachverhalt am Anfang der Werke "Stab Mosis" und "Dhulfikar" erwähnt wird.

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Ein Bruder aus dem Dorf Mülayim, einer Gemeinde der Stadt (nahiye) Eflani in der Provinz Safranbolu Eflani, der ein pensionierter Lehrer (muallim) und ein aufrichtiger Schüler (Nur has sakird) ist, möchte um der Veröffentlichung und des Druckes der Lichtabhandlungen (Nurlar) willen so ziemlich den größten Teil seines Vermögens spenden (teberru) und bittet daher um dessen Annahme (kabul). Ich kann die opferwillige und aufrichtige (hâlisane) Bitte dieses aufrichtigen und wahrhaftigen (hâlis ve has) Bruders nicht ablehnen. Da ich mich aber meiner persönlichen Grundsätze (kaide-i sahsiye) wegen nicht um irdische Dinge (dünya mallari) kümmere und deshalb keinerlei Beiträge (muavenet) für mich entgegennehme, kann ich den Sinn und Zweck (maslahat) in diesem Fall nicht erkennen. Ich überlasse daher diese Angelegenheit (mes'ele) Hüsrev und Tahirî, den beiden Helden in dem größeren und kleineren Isparta, und ihren Kameraden (arkadas), sowie Nazif und seinen Mitarbeitern (refik). Ich kann eine derartige, so große Wohltat, als einen Segen (sevab) für die Veröffentlichung der Werke (Nur'un nesri) nicht unterbinden (mani'). Ihr könnt also entweder die ganze beabsichtigte (niyet) Summe oder nur einen Teil davon annehmen. Von der Summe, die ihr annehmen wollt, könnt ihr den einen Teil für den Großraum Isparta gebrauchen und den anderen Teil für das Kopiergerät im inneren Isparta verwenden. Ihr könnt also das, was er von seinem Vermögen geben will, entweder als Spende (teberru), oder wie andere Spender für eine spätere Gegenleistung (mukabele) entgegennehmen, indem ihr ihm entweder etwas von den Lichtabhandlungen (Nurlar) gebt, oder was er sich sonst so wünscht, und so unseren aufrichtigen Bruder (has kardes) zufriedenstellen.

Während ich die "Acht Hinweise (Rumuzat-i Semaniye)" schrieb, war ich bei ihrer Abfassung sowohl in großer Eile und vertraute zugleich auf das, was ich noch im Gedächtnis (mahfuzat) hatte, und habe dann annäherungsweise zwei Vergleiche gemacht. Damit habe ich zudem aufgrund der Berechnungen alter Gelehrter (üleman) die Geheimnisse (esrar) der Buchstaben im Qur'an (hurufat-i Kur'aniye) hinsichtlich ihrer Wunderhaftigkeit (i'caz) verfasst. Später haben wir die Erklärungen des Verfassers des berühmten Großen Wörterbuches (Kamus-ül Lügat) von Mecdüddin-i Firuz Abadî in seinem sehr bekannten und hochgeschätzten Kommentar (tefsir-i meshur ve makbul) mit dem Titel "der Maßstab" (El-Mikyas) über Buchstaben und Wörter (hurufat ve kelimat) im Qur'an nachgeschlagen und gesehen, dass 90/100 mit unseren eigenen Berechnungen übereinstimmen (tevafuk). Nur an etwa fünf oder zehn Stellen konnten wir Widersprüche feststellen. Daraufhin habe ich noch eine kritische (tahkik) Berechnung angestellt. Da stellte es sich dann heraus, dass die unsrige richtig (tahakkuk) war, die seinige jedoch auf einem Fehler der Drucker beruhte. Da man aber nun einmal bei den Übereinstimmungen in derartigen großen Summen kleine Bruchzahlen und kleine Differenzen vernachlässigen kann, konnte ich daher keine Zeit mehr finden, den ganzen Qur'an mit all seinen Buchstaben (hurufat), Worten (kelâm) und Wörtern (kelimat) in einer wortgetreuen, kritischen (tahkik) Art zu berechnen und die Feinheit seiner Wunderhaftigkeit (letaif-i i'caziye) damit am Ende abzuschließen (tam takviye). Dazu ließen mir diese Bösgesinnten (zalim) keine Zeit. So habe ich mich denn mit meinen angenäherten Vergleichen (takribî mikyas), meinen Erinnerungen (mahfuzat), den Berechnungen alter Gelehrter (üleman) und den Zahlenangaben zu den Gebeten (dua) im Thronschatz der Gebete (Kenz-ül Ars) begnügt.

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Ich habe einen Brief von Nazif Çelebi erhalten, in dem er uns im Namen unserer aufrichtigen Schüler (hâlis kardes) in Inebolu zu unserem Festtag (Bayram) beglückwünscht (tebrik) und uns mitteilt, dass der Dienst (hizmet) am "Zülfikâr" in aller Vorsicht (dikkat), Achtsamkeit (ehemmiyet) und Umsicht (ihtiyat) fortgesetzt wird, dass er auch die "Wunder des Qur'an" (Mu'cizat-i Kur'aniye) beendet sowie einen Teil des dazugehörigen Anhangs (zeyiller) vollendet hat, und ebenso auch, dass der "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye), welche Abdurrahman Salahaddin mit den Missionaren aus Amerika in vier, fünf Monaten gemeinsam gelesen hat, in einer vertrauenswürdigen (emin) Weise in unserem Namen der Câmi-ül Ezher geschenkt (hediye) und übersandt hat, und ferner, dass Ahmed Kureysî, der ein bedeutender Schüler (Nur sakird) ist, für die Ausgaben ihres Kopiergerätes 500 Banknoten gab. Wir beglückwünschen (tebrik) diesen heldenhaften Bruder Nazif und die Nurdschus in Inebolu, die überaus ernsthaft (ciddî), standhaft (sebatkâr) und ihrem Dienst voll und ganz verbunden sind, sowie Ahmed Kureysî und seine Kameraden (rüfeka) sowohl zu ihrem Festtag (Bayram) als auch zu ihrem stets fortgesetzten Dienst und ihrer großen Treue (yüksek sadakat), sowie zum Druck des "Zülfikâr", zu ihrem Erfolg (muvaffakiyet) und zu Salahaddins Bemühungen, die Beziehung (münasebet) der Medreset-üz Zehra mit der Câmi-ül Ezher zustande zu bringen, von ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen Erfolg schenken. Âmîn. Und möge Er ihre Dienste (hizmet) voll und ganz annehmen (makbul). Âmîn.

Da die beiden Bücher, welche an die Gelehrten (ülema) der Câmi-ül Ezher gesandt wurden, nicht von mir korrigiert (tashih) wurden, finden sich bestimmt noch Fehler (sehiv) bei einigen Konsonanten (hareke) und in einigen arabischen Wörtern. Besonders in der Zusammenfassung der Zusammenfassung (Hülâsat-ül Hülâsa), die am Ende arabisch ist, habe ich nach den grammatischen Regeln (İlm-i Nahiv) bei den Konsonanten (hareke) in Exemplaren, die von anderen abgeschrieben wurden, viele Fehler (sehiv) gefunden. Darum sollt ihr jeweils ein Exemplar des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und des "Zülfikâr",

welche durch die Kontrolle (tedkik) der Hocas mit guten arabischen Kenntnissen gegangen sind, zu einer Zeit, die ihr für günstig (münasib) haltet, an die Câmi-ül Ezher senden und ihnen dabei schreiben, dass die Medreset-üz Zehra als eine Tochter (mahdum) und Schülerin (talebe) für ihre Abhandlungen (Nur Risaleleri) sehr der Zuwendung (sefkat) von Câmi-ül Ezher bedarf, eine Schülerin (sakird), die den Angriffen von heftigen Feinden ausgesetzt ist, ein kleines Amt (daire) und gewissermaßen eine Filiale (sube) dieser großen Câmi-ül Ezher, welche doch das Haupt (bas) aller Medressen ist und so die islamische Welt (âlem) stets erleuchtet (tenvir). Darum erwarten wir von ihrem erhabenen Beistand (ulüvv-ü himmeti), dass dieser hochgeehrte Meister (âlîkadr üstad), liebevolle Vater (müsfik peder) und große Lehrmeister (mürsid-i a'zam) sich freudig um seine hilflosen Kinder (bîçare evlâd) und Schüler (sakird) bemüht (hamiyetkâr) und ihnen bestens hilft. Was die beiden Bücher betrifft, die den nachsichtigen Augen (nazar-i müsamaha) dieser liebevollen Gelehrten (sefkatli allâme), unseren so hoch verehrten Meistern (üstad), vorgelegt wurden, so sind diese unsere beiden Lektionen (ders) {die beiden Bücher (A.d.Ü.)} in der Weise präpariert, dass ein Schüler (talebe) am Abend seinem Vater (baba) und Lehrer (üstad) seine Lektion (ders), insoweit er sie verstanden hat, niederschreibt und abgibt. So sollt ihr diesen Brief schreiben.

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Ich habe von unserem ganz besonders wichtigen Bruder Muharrem einen Brief erhalten, der uns im Namen von Hüsrev aus Denizli, mit dem ich in sehr engem Kontakt stehe, der ein überaus wichtiger Mittelpunkt (merkez) für die Risale-i Nur ist, in kurzer Zeit sehr viel Arbeit für das "Licht" (Nur) geleistet hat, und im Namen seiner überaus ernsthaften und treuen Mitarbeiter (sadik rüfeka), besonders des gerechten Richters (hâkim-i âdil), im Namen von Muharrem und Hâfiz Mustafa und aller anderen zu unserem Festtag begrüßt (Bayram tebrik), und dabei auch über Hasan Feyzis sehr heftige und gefährliche Krankheit berichtet. Dabei bin ich zu der festen Überzeugung (kanaat-i kat'iyye) gelangt, dass Hasan Feyzi genauso wie der selige Märtyrer (sehid) Hâfiz Ali den größten Teil meines Unglücks (musibet) mit übernommen und sich so geistig (manevî) aufgeopfert (fedakârlik) hat. So wie Hâfiz Ali aufgrund einiger Anzeichen (emare) an meiner statt in die Zwischenwelt (berzah) hinübergegangen ist, so ist es auch ein geradezu überzeugender Hinweis, dass unser Bruder Hasan Feyzi, der mir stets so viel Mitleid (aciyan) entgegenbringt und mich stets mit so viel Liebe (sefkat) betrachtet, während meiner genau gleichen Krankheit, zur selben Zeit, mit gleicher Dauer (müddet), in gleicher Art, mit den gleichen Symptomen (tevafuk), mit den gleichen Schwierigkeiten (sikinti) beim Stuhlgang, geistig (manen) meine Krankheit teilweise übernommen hat. Bei dieser Übereinstimmung (tevafuk) in vierfacher Hinsicht gibt es nur einen einzigen Unterschied: Meine Erkrankung war die Folge einer Vergiftung (zehir), einer Intoxication (tesemmüm), seine hingegen infolge einer Erkältung. Mit Sicherheit tröstet (teselli) ihn nun die "Abhandlung für die Kranken (Hastalar Risalesi)" an unserer Stelle und der Frage nach seinem Befinden während eines Krankenbesuches (iyadet-ül mariz). Das Bewusstsein aber, dass das geduldige Ertragen seiner Krankheit sehr verdienstreich (sevab) ist, verwandelt sein Unwohlsein (sikinti) in Frohgemutsein (sürur). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihm eine schnelle Genesung (sifa-i âcil) schenken (ihsan). Âmîn!

In Barla hatte ich einmal in der folgenden Abhandlung (risalah) dieses Gleichnis (temsil) dargestellt: Da reisen einmal zwei Männer nach Istanbul. Einer von ihnen hat bereits neunundneunzig seiner hundert Freunde in Istanbul. Darum möchte auch er sehnsüchtig (istiyak) dorthin reisen. Ein anderer aber möchte genau das Gegenteil usw. Etwa in diesem Sinne wurde nun das Folgende geschrieben. Ich bin also jetzt unter dem Einfluss meiner Krankheit genauso wie der Mann im obigen Beispiel und habe eine Zeitreise in meine Vergangenheit unternommen und bin in meiner Phantasie wieder in den Städten, in denen ich damals gelebt hatte, umhergewandert. In jeder Stadt konnte ich nur noch ein, zwei meiner damals noch hundert Freunde aus jener Spanne meines damals ach so schönen Lebens wiedertreffen. Die anderen sind nun schon im Land des Zwischenreiches (berzah)... Ich habe sogar gesehen, dass Molla Davud, in meinem Dorf Nurs auch mein einziger Vetter (amucazadem) und mein Schüler selig (merhum) zu meinen alten Freunden und Verwandten in das Zwischenreich hinüber gewechselt ist.

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In den Städten Barla und Kastamonu, deren jede eine in den letzten zwanzig Jahren für mich wie eine zweite Heimat gewesen waren, habe ich nur noch zwei von drei Freunden wiedergesehen, und auch die anderen beiden sind bereits auf dem Sprung zu gehen. Aufgrund dieser, wenn auch nur vorgestellten, Situation (hakikat) fällt es mir denn auch gar nicht mehr schwer, in das Zwischenreich, das wir in Wirklichkeit (hakikaten) im Licht der Lichter (Nurlarin isigiyla) lichtvoll (nuranî) erkennen, hinüberzuschreiten, vielmehr erfasst mich geradezu ein Verlangen (istiyak) danach. Dass diejenigen, die nun an meiner statt sowohl meine Aufgabe (vasife) erfüllen als auch mich selbst einen so großen Anteil an all dem Segen (sevab) für die gemeinsam geleistete Arbeit erwerben lassen und nach mir noch hunderte von Hüsrevs, Tahirîs, Mustafas, Nazifs, Osmans, Abdurrahmans, Alis, Sabris, Feyzis, Ahmeds, Mehmeds, Âtifs, Mustafas, Sadiks, usw. Mutige (bahadir) der Lichtabhandlungen (Nurlar) in der Welt (dünya) zurückbleiben, erleichtert mir den Abschied (ölüm) sehr. Nur im Hinblick auf meine Sünden (günah) sterbe ich, im Hinblick auf meine guten Werke (hasenat) lebe ich jedoch weiter, wofür ich Gott unendlich danke (Allah'a hadsiz sükrediyorum).

Erstens:
﴿ لِكُلِّ مُصِيبَةٍ اِنَّا لِلّٰهِ وَاِنَّا اِلَيْهِ رَاجِعُونَ ﴾

{"(In allen Leiden:) Fürwahr, Gottes sind wir. Und fürwahr, zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2, 156)}

Der Abschied (vefat) des seligen Hasan Feysi, der zu den Helden der Risale-i Nur gehört und den Platz (makam) von Hâfiz Ali ersetzte, ist ein großer Verlust (zayiat) für Denizli, für den Kreis der Risale-i Nur, für dieses Land und für die islamische Welt (âlem). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass er selbst durch seine so aufrichtigen (samimî), wahrhaftigen (hâlis) und außerordentlichen Erläuterungen (beyanat) und Unterweisungen (ders) den Boden zur Ausbildung vieler Hasan Feyzis an seiner statt vorbereitet hat, bevor er von uns ging. Gleich meinem Neffen (biraderzadem) Abdurrahman hat er in ein, zwei Jahren für die Lichter (Nurlar) ebenso viele wertvolle Dienste (hizmet) geleistet wie andere nicht in zehn Jahren. Sowohl er als auch Abdurrahman versahen eine zehnjährige Aufgabe in ein, zwei Jahren, als wüssten sie bereits, dass sie sehr bald von dieser Welt (dünya) würden scheiden müssen. Ich wünsche dem seligen Hasan Feyzi zu seinem Hinscheiden (vefat) aus dieser Welt um seiner selbst willen alles Gute und Gottes Segen (tebrik) und teile den Leuten in Denizli und dem Land (memleket), besonders aber dem Kreis des Lichtes (Nur), mein herzliches Beileid (ta'ziye) mit. Einen solchen wahrhaftigen Gläubigen (hakikî mü'min), einen feinsinnigen Gelehrten (müdakkik bir âlim), einen großen Dichter (edib), Lehrer (muallim), einflussreichen Prediger (tesirli bir vaiz) und Professor (müderris), der an den beiden so verschiedenen Flügeln der beiden Welten {Diesseits und Jenseits (A.d.Ü.)} (zülcenaheyn) lebt und steht, zu verlieren, ist ein großes Unglück (musibet). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), es so wollen (insâallah), dass aus dem Lagerfeuer der Helden (ocak), {Helden werden am Lagerfeuer (focolare) geboren (A.d.Ü.)} wie in Denizli, viele hervorgehen, die sich im Geiste (ruh) Hasan Feyzis den Abhandlungen (Nurlar) widmen und sie verbreiten (nasir) werden. So wie ein Korn in die Erde fällt und stirbt (vefat), jedoch mit hundert Körnern aus einer Ähre wieder aufersteht, setzen wir unsere Hoffnung (ümid) auf die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye), dass auch Hasan Feyzi so eine heilige Ähre (kudsî bir sünbül) hervorbringen wird. So werden noch viele Hasan Feyzis aus diesem Kreis des Lichtes (Nur) hervorgehen und ihre Aufgabe (vazife) noch wirksamer erfüllen.

Zweitens: Nun sollte aber auch ein jeder von uns unserem heldenhaften Bruder in das Buch seiner Guten Werke (defter-i hasenati), so wie er sie uns vorgelebt hatte (hayatta kaldigi gibi), unsere geistlichen (manevî) Verdienste schreiben, und zwar nicht nur im allgemeinen Rahmen (umumda), sondern auch ganz persönlich (hususî) diesem unserem Bruder schenken.

— 170 —

Ich habe mich entschlossen, auch ihm neben Hâfiz Ali, Hâfiz Mehmed, Ahmed aus Sava und Mehmed Zühdü als fünftem im engsten Kreis der großen Heiligen (evliya-i azîm) meine geistlichen (manevi) Verdienste zu spenden. Seine Artikel (fikralar) über die Abhandlungen (Nurlarin intisari), die unter schwierigen Umständen große Dienste (hizmet) bei der Veröffentlichung "des Lichtes" (Nur) geleistet haben, wie sie in der Briefsammlung (Lâhika) enthalten sind, könnt ihr am Schluss einiger Bände (mecmua), die ihr für angemessen (münasib) haltet, jeweils einen dieser recht bedeutsamen (tesirli) Briefe hinzufügen. Am Schluss des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und des "Zülfikâr" finden sie sich bereits, damit diese so lebendigen Artikel (canli fikralari) an seiner statt in den Abhandlungen (Nurlar) dienlich sein können.

Zudem teilt den Verwandten in seinem Haus, das einmal eine winzig kleine Schule (medrese-i Nuriye) war, seinen Gefährten und Schülern (talebe) und den Schülern (Nur sakirdleri) in der großen Schule (medrese-i Nuriye) in Denizli und Umgebung mein herzliches Beileid (ta'ziye) mit (teblig) und sagt ihnen an meiner Stelle: Ich bin in meinem ganzen Leben nicht in einem solchen Grade über den Tod eines Menschen (vefat) so betrübt (müteessir) gewesen und habe so sehr über ihn geweint.

Zudem hat sich jetzt der Grund meiner heftigen Wut und der Verwirrung in meinem Gedächtnis herausgestellt (tahakkuk), über die ich euch in meinem vorherigen Brief geschrieben hatte, und die mit dem Tage des Todes (vefat) unseres heldenhaften Bruders begonnen hat. Und diese Wirkung (tesir) hat sogar meine Willensfreiheit (ihtiyar) aufgehoben. Ich hatte dem, der bei mir seinen Dienst versah, bereits mein Testament (vasiyetim) mitgeteilt, der Meinung, dass ich sterben würde. Hasan Feyzi war mir wie meine andere Seele. So bekam ich denn die Nachricht von seinem Tode (ölmüs) und so ist er gestorben (ölüyor). Und sogar den Brief von seinem Tode (vefat) hielt ich ganz und gar im Gegensatz zu meiner sonstigen Gewohnheit (âdet) anderthalb Stunden in meiner Hand und öffnete ihn nicht. Wie dem auch sei ... Zu all diesen meinen bitteren Schmerzen kam mir am Ende die Güte Gottes (inayet-i İlahiye) zu Hilfe (imdad). So habe ich denn nicht nur allen Nurdschus aus ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) mein Beileid (ta'ziye), sondern sogar frohen Mutes (mesrurane) sowohl mir selbst als auch ihm Gottes Segen (tebrik) gewünscht. Möge also nun Gott ihn tausendmal segnen (bârekâllah), sich Tausende Male seiner erbarmen (rahmetullah). Dies ist nun endlich der Tag seiner Entlassung (terhis) und so eigentlich aller Grund zu Jubel und Begeisterung.

Drittens: Während ich noch mit Bedauern (teessüf) daran dachte, dass der selige (merhum) Hasan Feyzi in das Zwischenreich (berzah) gegangen war und seine Stelle (vazife) nun unbesetzt blieb und dass doch seine Eigenschaften (sifat) als ein großer Lehrer (muallim) mit seinen naturwissenschaftlichen Kenntnissen (mütefenninlik) an einer Schule der Wissenschaften (mekteb-i fünun), in denen er die Schüler der Lichtabhandlungen (Nurlar) förderte (sevk), für viele Schüler und Lehrer (mektebliler) ein prächtiges Vorbild (nümune-i iktida) war, bekam ich unerwartet einen Brief von Hâfiz Hasan aus Daday, der in der gleichen Art sowohl ein Lehrer (muallim) war, während er und seinen beiden Kinder (mahdum) zugleich auch Nurdschus sind, er auch den Namen Hasan trug und Ahmed Fuad, einen außergewöhnlichen und opferbereiten Lehrer (muallim) so wie diese beiden Hasan, in den "Kreis des Lichtes (Nur)" brachte (vesile). Von ihm hatte ich seit drei Jahren überhaupt keinen Brief mehr von ihm erhalten und wusste daher auch nichts von seinem Zustand (hal), auch nicht, ob er noch weiter für die Lichter (Nurlar) arbeitete. Da habe ich denn gesagt: ein Lehrer (muallim) Hasan ist gegangen, an seiner Stelle sind ein Lehrer Hasan und ein weiterer sehr opferbereiter Lehrer Ahmed gekommen.

Zu gleicher Zeit trat ein Hasan aus Bolvadin, der auf Wallfahrt (hac) gewesen und hier neu angekommen war, an meine Seite, trat in den Kreis des Lichtes (Nur) ein, nahm einige Abhandlungen (risalah) mit, und auch er begann nun das Licht voran (tenvir) zu tragen.

— 171 —

Drei, vier Stunden später kam Hayri, ein Arzt, der viele gute Werke (hayirli) tut und ein Hüsrev und Feyzi von Emirdag ist, zu mir und sagte: "Abdurrahman, einer der bedeutenden hiesigen Schullehrer (mekteb muallim) möchte Schüler (Nurlara talebe) werden. Wenn es Ihnen recht (kabul) wäre, möchten wir ihm den "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) geben." Ich sagte: "Gebt ihn ihm!" (Dieser Lehrer (muallim) diente "dem Licht" (Nur) im gleichen Maße wie Feyzi.)

Zudem las ich inzwischen den Brief des Bruders Mustafa Osman, der wie der verstorbene (merhum) Hasan Feyzi in einer nur kurzen Zeit viel gedient (hizmet) hat. Er war am selben Tag gekommen. In ihm spricht er von dem Schüler (mektebli) Mustafa, der dem Gymnasium in Kastamonu in gewisser Hinsicht teilweise die Ehre seines Besuches erwiesen (sereflendiren) hat und sich jetzt bemüht, die Universität (Dâr-ül Fünun) zu erleuchten (nurlandirmak), und von seiner vorsichtigen Korrespondenz (ihtiyatkârane muhabere), indem er an das Druckrecht (matbuat kanununu) erinnert, damit der Dienst an den Lichtern (Nurlar) wegen des Kopiergeräts (Nur makinesi) keinen Schaden erleidet.

{(Anmerkung): Wo einige Zeitungen (ceride), die den Kommunismus, den Atheismus und die Grundlagen (esas) des Anarchismus verbreiten, nicht durch das Druckrecht (matbuat kanunlar) beeinträchtigt (ilismedi) werden, wie kann es dann die Kopiermaschine für die Bücher "Zülfikâr" und "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) beeinträchtigen (ilisebilir), welche in einer sehr wirksamen (tesirli) Weise helfen (hizmet), den Grundstein dieses Landes (millet) und Volkes (vatan) (den Islam (A.d.Ü.)) aufrecht zu bewahren (muhafaza)? Und weshalb beeinträchtigen sie (ilisirler) sie eigentlich? Darüber bin ich allen Ernstes (hakikaten) erstaunt.}

Ich sagte: Unendlicher Dank (sükür) sei Gott dafür, dass zwar der eine Lehrer (muallim) entlassen (terhis) wurde, doch nun an seiner Stelle zwei Hasan und zwei Mustafa und drei Lehrer und noch ein fleißiger Lehrer mit ihrer Arbeit (vazife) auch die Aufgabe (vazife) des Helden von Denizli versehen. So weist denn dieser Sachverhalt (hal) darauf hin, dass nach dem Dahinscheiden von Hafis Ali an seiner statt Denizli gekommen ist und so seinen Schmerz (acisi) vergessen ließ; genauso ist auch ein Hasan Feyzi dahingegangen und wird an seiner statt nun ein Haus der Wissenschaft (dâr-ül fünun) kommen! Möge Gott es so wollen (insâallah), dass auch dieses seinen Schmerz (acisi) bald vergessen lassen wird.

Grüße (selâm) an alle Brüder!

Erstens: Der Dienst (Nur'a hizmetleri) des heldenhaften Nazif und seiner Kameraden (arkadas), die tatsächlich (hakikaten) im gleichen Geiste (ruh) und der gleichen Treue (sadakat) stehen wie Nazif, sei es nun mit dem Gerät oder auf andere Weise, ist eine Aufgabe, welche dieses Land (memleket) sehr zu Dank (minnetdar) verpflichtet. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen zum Erfolg (muvaffak) verhelfen, âmîn. Da die Erzeugnisse ihres Gerätes insbesondere sowohl verziert (zînetli) als auch klar (açik) und korrekt (sihhatli) {(Anmerkung): Auf den diesmaligen vierundzwanzig Seiten finden sich nur an zwei, drei Stellen ein ح "ch" aus dem ein خ "kh" wurde, sonst weiter nichts. Viele Wörter fehlen zwar, doch ist die Bedeutung (mâna) verständlich. Nur konnte ich noch nicht das Ganze durchsehen.} sind, ist dies ein großer Erfolg (muvaffakiyet). Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), hat Nazif viele Salahaddine und Ibrahime gegeben.

Er möchte, dass ich den Anfangstext des "Zülfikâr" mit meiner eigenen Handschrift schreibe. Da ich die vier Matrizen, die er mir geschickt hat, wegen meines Unwohlseins nicht selbst mit meiner Handschrift schreiben kann, soll nun mein ständiger Schreiber schreiben, was ich sage, und nur einige Wörter möchte ich selber schreiben.

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Ich habe von Bruder Nazif drei Arten materieller Geschenke (teberrük) erhalten, die er sowohl im Namen der Nurdschus in Istanbul als auch in Inebolu als Geschenk zum Festtag (Bayram) und zum Neuen Jahr geschickt hat. Ich habe sie alle, wenn auch gegen meine Grundsätze (âdet), in ihrem Namen akzeptiert (kabul). Möge Gott mit ihnen zufrieden sein, âmîn. Um ihretwillen habe ich meine Prinzipien (kaidem) gebrochen. Das geistige (manevî) und paradiesische (firdevsî) "Zülfikâr" des Lichtes (Nur), den Küçük Ibrahim, der ein zweiter Salahaddin ist, und auch die beiden Bücher, die uns Bruder Mustafa Osman, der den überwiegenden Teil der Worte in schönster Weise abgeschrieben hat und der getreu (sadakat) und mit dem Licht (Nur) verbunden (alâka) ist wie Nazif, im Namen der Nurdschus in Safranbolu gesandt hat, sie alle zusammen haben wir erhalten. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), nach der Anzahl der Buchstaben des "Zülfikâr" und dieser beiden Bücher die Verdienste für Ibrahim, Mustafa und Izzet und ihren Mitarbeitern (refik) und Helfern in das Buch der Guten Werke (defter-i a'mal) eintragen lassen und ihnen für jeden Buchstaben hundertfachen Segen schenken, âmîn.

In der Tat hat Mustafa Osman zwei bedeutende und sehr eifrige Flügel (cenah) gefunden. Genauso wie Nazif seinen Salahaddin und Ibrahim gefunden haben, so hat auch er den Lehrer Ahmed Fuad und Mustafa Oruç gefunden, der an der Universität (dâr-ül fünun) ist. Möge Gott es wollen (insâallah), dass er mit diesen beiden als seinen Flügeln in seinem Dienst (Nur hizmeti) viel gute Arbeit leisten wird. Ja, gewissermaßen (te'sirli) lindert in diesen Zeiten (sira) der Eintritt solcher Leute wie Mustafa Oruç und des Lehrers (muallim) Ahmed Fuad in den Dienst (hizmet-i Nuriye) sogar auf wirksame Weise den Schmerz über den Abschied (vefat acisi) Hasan Feyzis, des Helden von Denizli. Küçük Ibrahim wurde für Nazif zu einem zweiten Salahaddin und arbeitet zusammen mit seinen Kindern, seinem Bruder und seiner Ehefrau (rifika) mit Hilfe seines Gerätes sehr ernsthaft an dem Licht (Nur). Sâlih, Gülcü, Hüseyin, Osman, Zühdü, İzzet, Ömer und andere Nurdschus dort, deren Namen alle in deinem Brief stehen, setzen standhaft (sebatkârane) und ohne sich erschüttern (sarsilmadan) zu lassen ihren Dienst (Nur hizmeti) fort, was uns besonders glücklich (mesrur) macht. Dieses Land (memleket) wird ihnen überdies in Zukunft stets zu Dank (minnetdar) verpflichtet sein. Es ist einfach wunderbar, wie sehr Gott (mâsâallah) durch sie bewiesen hat, dass İnebolu nun ein kleines Isparta und eine vollkommene Medresse (medrese-i Nuriye) geworden ist.

Zweitens: An Mustafa Oruç, der ein sehr fleißiger Nurdschu der Universität (mekteb) ist, die mit dem Dorf "Nurs", mit meinem Beinamen (lâkab) "Nursi" und mit den Abhandlungen (münasebet) der Lichter (Nurlar) in Verbindung steht, und der mit seinen Fähigkeiten (kabiliyet) einem Abdurrahman oder Salahaddin gleich zu achten ist, haben wir, nachdem wir ihm vorher einige Bücher in der alten Schrift geschickt hatten, nun auf seinen Wunsch und auf seine Bemerkung hin, dass die Studenten (talebe) an der Universität sie sehr brauchen und danach verlangen (müstak), auch acht, neun Abschnitte in der neuen Schrift schicken lassen. Aber dieser junge Schüler (sakird) hat noch wenig Erfahrung (tecrübe) und das reicht nicht aus, um die Abhandlungen (Nurlar) gut zu bewahren (himayesi kâfi) und in würdige (lâyik) Hände legen zu können. Damit sie nicht ungelesen (muattal) liegen bleiben, ist es notwendig, dass die Schüler (Nur sakirdler) und besonders diejenigen, die in Istanbul selbst oder dort irgendwo in der Nähe wohnen oder dort gerade zu tun haben (ugrayan), ihm bei der Verbreitung des Lichtes (Nur'un nesri) wie auch bei seiner Bewahrung (himaye) behilflich sind.

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Drittens: Dass der verstorbene (merhum) Hasan Feyzi, der ein geistlicher (manevî) Held von Denizli ist, zu dem verstorbenen (merhum) Hâfiz Ali hinüberging, der ein Held von Isparta ist, macht uns zwar sehr traurig (müteessir), doch sagen wir, wie der getreue (siddik) Muharrem, der einer seiner weitaus besten Schüler (gayet has bir talebesi) und ein aufrichtiger Schüler (Nur'un hâlis bir sakird) ist: Er ist in gewisser Hinsicht nicht gestorben, vielmehr hat er seine Aufgabe (vazife) sehr schnell erledigt und ist in der Welt des Zwischenreiches (âlem-i berzah) zur Ruhe (istirahat) eingegangen, d.h. er wurde entlassen (terhis). Er und Hâfiz Ali helfen nun durch ihre geistige (manen) Fürsprache (sefaat) und durch ihre Werke, die sie zurückließen und durch die sie noch immer für das Licht wirksam (tesirli Nur hakkinda) sind, weiter und arbeiten somit geistig (manen) gemeinsam für das Licht (Nur). Da sie im Geiste (manevî) sicherlich als Märtyrer (sehid) gelten, so wie ein Schüler (talebe) der arabischen Grammatik (İlm-i Nahiv), von dem in der Elften Problemstellung der Fruchtabhandlung (Meyve'nin Onbirinci Mes'ele) die Rede ist, sich noch in der Medresse aufhält, erhoffen (ümid) wir doch sehr (kuvvet) von der Barmherzigkeit Gottes (merhamet-i İlahiye), dass Hasan Feyzi mit Hâfiz Ali über die Wahrheit (Nur hakikatlar) spricht und sie sich im Kreise der verstorbenen Nurdschus (vefat eden Nurcular) beschäftigen. Möge Gott, der Gerechte, es wollen (İnsâallah Cenab-i Hakk), dass sich noch recht viele Hasan Feyzis im Kreise um das Licht (Nur dairesi) ausbilden lassen und seine Aufgabe (vazife) in dieser Welt weiterführen werden.

{(Anmerkung): Bis wir einen neuen heldenhaften Bruder finden, der die verschiedenen Aufgaben (vazife) dieses verstorbenen (merhum) Bruders für "das Licht" (Nur) vollkommen erfüllen kann, einer, den die Brüder (sakirdler) als gut erkennen (tensib) und der ausgewählt (intihab) werden wird, nachdem sie sich darüber beraten (mesveret) haben, soll jeder Schüler beginnen, in der Art einer Arbeitsteilung (taksim-ül a'mal) diese Aufgaben, zu übernehmen. "Demirbas Ali Osman, in Isparta ist dir also diese Aufgabe zugefallen." Zudem soll jemand, der mit den Lichtern (Nurlar) genauso sehr wie seine Brüder verbunden (alâkadar) ist, nach der Beratung der dortigen Brüder sogleich die Funktion (vaziyet) von Hüsrev aus Denizli übernehmen, damit sein Platz nicht unbesetzt bleibt. Er soll die Kappe (takke), die ich ihm geschenkt hatte, bewahren (muhafaza), bis derjenige erscheint, der sie wahrhaft für sich beanspruchen (sahib) darf.}

Es war also jedenfalls ein Fehler, dass dieser gesegnete (mübarek) Bruder nicht vor den offiziell verordneten Medikamenten (resmi ilâçlar) zurückscheute, so wie ich das tat. Als ich selbst noch mehr litt (izdirab) als er, habe ich nicht nach materiellen Medikamenten (maddî ilâçlar) gefragt, indem ich sagte, dass mir das Gebet genügt ("Nurcularin duasi yeter"), habe niemanden nach seiner Meinung (fikr) über die Krankheit gefragt und sparte mir so jeglichen Argwohn. So gelang es also diesem verstorbenen (merhum) Bruder leider nicht, mir in diesem Punkt (muvafakata muvaffak) zu entsprechen. Da er in seinen prächtigen Artikeln (fikralar) über die Abhandlungen (Nurlar hakkinda) versprach, sich für diesen armen Bruder (bu bîçare kardes) {Ustadh spricht über sich selbst. (A.d.Ü.)} zu opfern (kurban), beendete er rasch seine Aufgabe (Nur vazifesi) und suchte in jener Welt die Ewige Ruhe (istirahat âlemi). So wünsche ich denn all seinen Verwandten wie auch all seinen - gleich Muharrem - ehrenwerten aufrichtigen Schülern (kiymetli ciddî talebeler) und den Nurdschus in Denizli und Umgebung nochmals mein Beileid (ta'ziye). Auch sollen sie - gleich uns - ihre geistlichen Verdienste (hasenat) diesem Verstorbenen (merhum) zuteilwerden lassen, so als wäre er hinsichtlich seiner geistlichen Verdienste nicht gestorben, sodass vielmehr dieser Segen (hasene) auch weiterhin in das Buch seiner guten Werke (defter-i hasenat) eingetragen wird. Mit diesen Worten senden wir ihnen allen Tausende Grüße (selâm) und ihm {dem Verstorbenen (A.d.Ü.)} tausendmal Gottes Erbarmen (rahmet).

Viertens: Es ist keineswegs merkwürdig (acib), dass sich dieser, einem Wiedehopf (hüdhüd) ähnliche, Vogel von Mustafa Yildiz, der zu den Helden aus dem Dorfe Sava, das einmal mit Tausend Stiften für die Abhandlungen (Nurlar) arbeitete, und ein bedeutender Schüler (sakird) "des Lichtes" (Nur) ist, sich gleich Salomos Wiedehopf (Hüdhüd-ü Süleyman) gegenüber den Arbeiten für "das Licht" (Nur isleri) so ungewöhnlich verhalten (hârika vaziyetleri) hat. Es gibt dafür noch mehr solche Beispiele. Die Verbundenheit der Vögel mit den Abhandlungen der Lichter (Nurlar) hat sich in vielen Fällen bewahrheitet (tahakkuk).

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Sadik Bey, der im Gefängnis (hapis) für mich, für den Zusammenhalt (ittihad) der Nurdschus und für den guten Umgang (tevafuk) der Gefangenen (mahpus) mit den Nurdschus zusammen mit Hilmi einen wirklich (hakikaten) unvergesslichen Beitrag (hizmet) geleistet hat und in seiner Heimat (memleket) vor seiner Inhaftierung und danach heldenmütig arbeitete und so seinem Namen (Sadik = der Getreue) voll und ganz entsprach, der mir im Namen seiner Verwandten wie auch seiner Mutter ihre Glückwünsche (tebrik) sendet und mir dabei mitgeteilt hat, dass er zuhause in meinem Namen ein Opfer (kurban) {zum Opferfest (Kurban Bayrami) (A.d.Ü.)} dargebracht hat, wünschen wir tausendmal Gottes Segen (bârekâllah) und sagen "mâsâallah". {es ist wunderbar, was ihr alle im Namen Gottes für uns getan habt. (A.d.Ü.)} Osman, Sâlihs Sohn, der ein Schüler (talebe) der Risale-i Nur ist und uns durch Sadik Bey seine Grüße (selâm) übermittelt, grüßen wir gleichfalls und teilen ihm mit, dass er nun in den Kreis des Lichtes (Nur dairesi) aufgenommen (kabul) wurde.

يُوزَنُ مِدَادُ الْعُلَمَاءِ بِدِمَاءِ الشُّهَدَاءِ

{"Bei der Wiederversammlung wird die Tinte, welche die Gelehrten für die Wahrheit verwandt haben, dem Blut der Märtyrer gleichgeachtet, erhält deren Wert."}

مَنْ تَمَسَّكَ بِسُنَّتِى عِنْدَ فَسَادِ اُمَّتِى فَلَهُ اَجْرُ مِاَةِ شَهِيدٍ

{"Wer in einer Flut der Ketzerei, inmitten eines Stroms von Irrlehren, an den Edlen Sitten und der Wahrheit des Qur'an festhält und ihr dient, wird den Lohn von hundert Märtyrern gewinnen."}

Anhand einer Inspiration (ilham), die von diesen beiden Überlieferungen (hadîs-i serif) herrührt, wollen wir hier nur einige von zahlreichen Segnungen (faide) der Niederschrift der Risale-i Nur sowohl in jener als auch in dieser Welt (dünyevî ve uhrevî) erläutern (beyan), welche in der Risale-i Nur erklärt und durch die Erfahrungen (tecrübe) ihrer Schüler (sakirdler) bestätigt (tasdik) worden sind.