Briefe aus Emirdağ-1
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Das hier nun folgende betrifft in erster Linie mich selbst:

Die Aussage: "Wir hatten doch immer gedacht, dass es in dieser Provinz (vilâyet) hinsichtlich des Glaubens (din) zu Unruhen (unter der Bevölkerung) kommen würde.", die der Herr Staatspräsident neulich in Afyon gemacht haben soll, ist ein Beweis dafür, welch weiten Umfang der Plan gehabt hat, den man im vergangenen Winter gegen mich in böser Absicht geschmiedet hatte und der dann durch Gottes Güte (inâyet-i Ilâhiyye) und mit Hilfe eurer Gebete (dua) und meine eigene Geduld und Ausdauer schließlich doch noch gescheitert ist.

Das aber heißt (nichts anderes), als dass ein Geheimkomitee mich in die Enge treiben wollte, um (auf diese Weise durch mich irgendeinen) Vorfall (hadith) provozieren zu können. Doch alle Qual dieser Provokationen und einer Unterdrückung, die mir in ihrer ganz und gar ungesetzlichen und willkürlichen Art heftig auf die Nerven gehen und sich im Sinne der Einmischung eines gewissen Ausländers (Stalin?) mitten unter den Muslimen und (allen meinen) Landsleuten (ereignen, ist in Wirklichkeit doch nur für sie selbst und zwar noch) in dieser Welt (dunya) ein vollständiger Verlust, in jener Welt (âhirah) aber ein Höllenpfuhl (Cehennem) und ein Land für die Verlierer (sakar). Wir aber werden noch in dieser Welt (dünya) den Sieg erhalten, einen vollkommenen Lohn erwerben und - möge Gott es wollen (insâallah), dass wir auch in jener Welt (âhirah) das Paradies (Cennet) und das Wasser aus dem Kauthar-Strom verdienen werden. Das aber heißt, dass der Präsident und der Ministerrat diesen geheimen Plan wohl geahnt haben müssen, sodass nun hier alle Beamten, ja sogar der Gouverneur (vali), der Landrat (kaymakam) und die Polizei jede Begegnung mit mir vermeiden und einem Gespräch mit mir aus dem Wege gehen. Das hat mich doch sehr erstaunt! Dass wir jedoch in unseren Händen nur ein Licht (Nur) halten und sich da keine Keule findet, das haben sogar diejenigen verstanden, die auch nur ein Fünkchen Verstand besitzen. Merkwürdig ist nur, dass diejenigen Beamten, die sich doch eigentlich am meisten um mich kümmern sollten, gegen mich gebraucht und eingesetzt werden.

Ihr Nur-Schüler, ihr müsst sehr umsichtig, aufmerksam und besonnen sein! Denn es gibt geistige Unwetter und einige hinterlistige Heuchler können sich überall einschleichen. Und obwohl sie sich in ihrer Glaubenslosigkeit für die absolute Despotie einsetzen, treten sie in die demokratische Partei ein, um sie zu verderben, ihre Geheimnisse zu erfahren und zu vernichten.

Übringens möchten wir zu der Absicht von Salâhaddin, den "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) einem Amerikaner zu geben, sagen: "Alle Missionare, die Priester der Christen und die Nurdschus müssen äußerst vorsichtig sein. Denn in jedem Fall wird sich die nördliche Strömung (die Bolschewisten?) darum bemühen, jeden Einigungsversuch zwischen den Missionaren und dem Islam zu unterbinden, in dem Gedanken, sich vor einem Angriff der islamischen und der christlichen Religion (din) schützen zu müssen. Sie wird sich gegenüber den einfachen Volksschichten tolerant verhalten und die Muslime dadurch hinters Licht führen, dass sie die Bourgeoisie von ihrer Willkürherrschaft zurückhält und sie dazu auffordert, den einfachen Leuten dadurch zu helfen, dass sie ihrer Pflicht (nachkommen), die Armensteuer (vücub-u zekât) entrichten und sich an das Verbot (halten), Zinsen (hürmet-i riba) zu nehmen. (Auf diese Weise erhalten die Bolschewisten von den Muslimen ihre) Privilegien und wissen (sodann, selbst die Muslime) auf ihre Seite zu ziehen." Doch wie dem auch sei: da habe ich doch nun um euretwillen meine Grundsätze gebrochen und einmal einen Blick auf diese Welt (dunya) geworfen.

Said Nursî
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Meine lieben getreuen Brüder!

Auf eure ansonsten doch sehr wichtigen Briefe, muss ich mich hier leider nur mit einer einzigen kurzen Antwort begnügen.

Erstens: Man kann Re'fet, der mit seinen Fragen zur Entstehung sehr lichtvoller Wahrheiten (nurlu hakikat) beigetragen hat, nur dazu gratulieren (sâyan-i tebrik), dass er die unschuldigen Kinder über den Qur'an und die Abhandlungen der Lichter (Nurlar) unterrichtet (ders) und sich auch selbst noch mit den Abhandlungen in dem Band "Blitze" (Nur Lem'alari) beschäftigt, dabei auch mir und Hüsrev bei der Korrektur (tashihat) hilft und sich darum bemüht, den "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa), einsichtigen Gelehrten (insafli âlim) in Istanbul zu lesen zu geben. Auf seine letzte Frage kann jetzt noch keine Antwort gegeben werden, dafür ist die Zeit noch nicht reif.

Die Antwort, die der heldenhafte Burhan dem Vorsitzenden der "Freien Partei (Serbest Firkasi)" gegeben hat, ist schön. Nurdschus kümmern sich in der Tat nicht um politische Dinge. Ihr ganzes Leben (hayat) ist einzig und allein an die Wahrheiten des Glaubens (iman hakikat) gebunden. Bis jetzt haben in dem geheimen Komitee diejenigen, welche die Politik als Werkzeug ihrer glaubenslosen Auffassung und Verhaltensweise (dinsizlik ve zindika) missbrauchen, durch ihre absolute Despotie die Nurdschus unterdrückt. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass etwas (sebeb) hervorbricht, was diese Despotie zerbricht und die unschuldigen, unterdrückten (masum ve mazlum) Nurdschus rettet. Dazu ist aber viel Vorsicht und Aufmerksamkeit (ihtiyat) nötig. Da die Risale-i Nur über allen Strömungen der Welt (dunya) steht und Allgemeingut ist, kann sie sich nicht einer Partei zuordnen und ein Teil von ihr sein. Vielmehr kann sie sich entgegen den angreifenden Atheisten auf die Seite derer stellen, die recht haben. Sie hilft ihnen, wird ihr Freund und bietet ihnen Rückendeckung (ihtiyat kuvveti) als ihr Stützpunkt. Es geht hier jedoch nicht um die Unterstützung einer Politik, sondern vielmehr um die Verbreitung der Lichter (Nurlarin intisari) und deren positive Wirkung (maslahat). Deshalb können einige Brüder auch nicht im Namen der Lichter (nurlar), sondern nur in ihrem eigenen Namen auftreten. Dass dieses so besonders gesegnete (mübarek) Isparta bis heute für eine Schule (Nurlar medrese) war und selbst auch ihre Gegner sie kaum jemals eingeschränkt haben, kann ein Anlass dafür sein, dass sie hierzulande keine Haltung zugunsten einer Partei einnehmen, dass ihre Kritiker Reue zeigen und sich der Wahrheit (hakikat) zuwenden. Das könnt ihr aber besser beurteilen.

Der Brief von Salâhhaddin ist in gewisser Hinsicht von Bedeutung; denn die Gelehrten (âlim) in Amerika werden bestimmt der Abhandlung "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) gegenüber nicht gleichgültig bleiben. Wenn sie in die Hände derer gelangt, welche die Religion um der Religion willen (dini din için) lieben, wird sie zum Erfolg führen. Andernfalls wäre dies jedoch zweifelhaft, wenn sie sich nur, so wie einige selbstgefällige (enaniyetli) Hodschas unter uns, rein aufgrund ihres Strebens nach Erfolg darum bemühen, sie zu verbreiten und bekannt zu machen. Wie dem auch sei ... wir überlassen dies der Güte Gottes (inayet-i İlahiye).

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Meine lieben getreuen Brüder!

Güte (inayet) und des wunderbaren Erfolgs (hârika muvaffakiyet) erlangen werden, den ich selbst während meines Aufenthalts in Barla bei der Korrekturarbeit (tashihat) aller Schreiber und im Dienst der Abfassung (te'lif hizmeti) erfahren (tahakkuk) habe.

Zweitens: Wegen Tahirîs bedeutender Stellung (makam) in unserem Kreise (daire-i Nur) durch seinen unvergesslichen aufrichtigen Dienst (hâlisane hizmet) im Gefängnis von Denizli und durch seine unerschütterliche Treue (sarsilmaz sadakat) zu den Lichtern (Nurlar) und durch seine unbeirrbare Intelligenz und seinen unerschütterlichen Mut haben wir den ganzen diesmaligen Brief von ihm in die Sammlung der Briefe (Lâhika) aufgenommen. Ich sende meine Grüße (selâm) vor allem an seine Mutter Zübeyde, die eine der vornehmsten Schülerinnen (basta Nur'un sakirdler) ist, sowie an seine Verwandten und seine Ehefrau. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), mit ihnen für alle Zeit (ebeden) zufrieden sein. Âmîn!

Drittens: Ahmed Kureysî vom Stamme der Kureys gehört mit seinem ehrenwerten (muhterem) Vater und seinem Neffen Ahmed zu den besonderen Schülern (talebe) der Lichter (Nurlar) und zu denen, die sie auch verbreiten. Im Namen der Schüler (sakird) in der dortigen Umgebung wurden seine schönen Gedichte über die Lichter (Nurlar) in die Sammlung der Briefe (Lâhika) aufgenommen. Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), möge ihnen Erfolg verleihen. Âmîn.

Viertens: Wir haben besonders bedeutende Brüder in Egirdir (kasaba), deren Namen ich aber nicht aufgeschrieben habe. Ich habe da einen mit besonderer Aufmerksamkeit geschriebenen und wohl formulierten Brief, dessen Schrift mir wie die von Sabri aussieht und der von ihnen und Mehmed Sabri, der großen Kontaktperson (büyük santral), stammen könnte, über unseren fleißigen und zuverlässigen Bruder (ciddî kardes) Çilingir Ali erhalten. Auf seinen Wunsch haben wir ihn unverändert in die Sammlung der Briefe (Lâhika) eingereiht. Über ihn und all diejenigen, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen, rufen wir aus: "Großes hat Gott an ihnen getan (mâsâallah)! Möge Gott sie zum Erfolg führen (veffakakümüllah)!"

Mein lieber getreuer, hochherziger, alter wie neuer Bruder Yesil Sâlih!

Zu den Punkten in meinem Lebenslauf (sergüzeste-i hayat), nach denen du mich gefragt hast, möchte ich dir einige sehr kurze, bündige Hinweise geben. Möge Gott es wollen (insâallah), dass dir später einmal andere ausführlicher antworten werden. In die Geschichte einzugehen oder meine Wenigkeit (âdi sahsim) unter den Gelehrten (âlim) dieses Jahrhunders den künftigen Generationen (nesl-i âtîye) zu zeigen und ihnen bekanntzumachen, das möchte ich weder, noch bin ich dessen überhaupt würdig. Ich sage Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), unendlich Dank, dass Er mich nicht dahin gebracht hat, dass ich mir selbst gefalle, sondern mir meine entsetzlichen Fehler gezeigt hat.

Da nun aber sich unter den Menschen bekannt zu machen, eine Ruhmsucht (söhretperestlik) ist, besteht die Möglichkeit, dass dies auch als eine Art von Egoismus (enaniyet), eine Selbstgefälligkeit (hodfürusluk) und eine Heuchelei (riyakârlik) gilt. Das aber ist für unsereins nun ganz und gar vom Übel.

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Da ich nun einmal in diesem Zeitalter dazu gezwungen bin, körperlich und geistig (maddeten ve manen) allein zu leben und mich vom gesellschaftlichen Leben (hayat-i içtimaiye) zurückzuziehen, habe ich darüber hinaus mit Sicherheit kein Recht (hakkim) dazu, mich unter denen, die inmitten des gesellschaftlichen Lebens gelebt haben, in die Geschichte einzugehen und mich so den zukünftigen Generationen zu zeigen. Bleibt nur noch ein einziger Aspekt: Durch einstimmigen Beschluss der Gerichte (mahkeme) und der Gutachter (ehl-i vukuf) hat es sich als wahr (tahakkuk) herausgestellt, dass die Risale-i Nur für dieses Land (vatan) und dieses Volk (millet) von sehr großem Nutzen ist. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, nicht um meiner ansonsten bedeutungslosen, armen (bîçare), elendiglichen (perisan) und durchaus fehlerhaften Person willen, vielmehr nur um der Risale-i Nur willen, die das Eigentum (mali) und die sinngemäße Übertragung (meali) des Qur'an ist, möchte ich Hinweise zu Antworten auf Ihre Fragen geben und anschließend sollen dann auch die Risale-i Nur und ihre Schüler (sakird) mit ihren Ausführungen (izah) antworten.

Erstens: Eine erste Biographie (tarihçe) meines Lebens (hayat) wurde bereits vor dreißig Jahren von dem inzwischen verstorbenen (merhum) Abdurrahman geschrieben und gedruckt.

Zweitens: Eine Art Biographie (tarihçe) der Entstehungszeit (zuhur zamani) der Risale-i Nur, die Verteidigungsschrift (müdafaaname) im Gefängnis zu Eskishehir (daraus wurde später der Siebenundzwanzigste Blitz), die Abhandlungen zu den Verteidigungsreden (Müdafaa Risale) im Gefängnis zu Denizli (Elfter und Zwölfter Strahl), die "Abhandlung für die Alten" (İhtiyarlar Lem'asi) in dem Band "Blitze", die "Abhandlung über die Ayah Hasbunah" (Âyet-i Hasbiye Risalesi), die Abhandlungen (risale) "Sechzehnter Brief", "Sechs Angriffe" (Hücumat-i Sitte), "drei Hinweise" (İsarat-i Selâse), "Sieben Hinweise" (İsarat-i Seb'a) und noch weitere Abschnitte (Nur eczalari) können Ihnen dazu dienen, alle Ihre Fragen ausführlich zu beantworten. Des Weiteren möchte ich Ihnen gerne einmal die Abhandlungen (risale), die das Gericht (mahkeme) mir noch zurückgeben muss, die ich aber noch nicht in Händen habe, in Ihre Hände geben. Möge Gott es so wollen (İnsâallah), dass ich Sie niemals vergessen werde. Ihre Verbundenheit mit mir (alâkadarlik) in meinem Zustand (hal) hat mir meine so schweren Bedrängnisse (sikinti) sehr erleichtert. Möge Gott mit Ihnen zufrieden sein. Âmîn!

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Ein armer (bîçare) argwöhnischer (vesveseli), leicht erregbarer Mann, der auch mit den Atheisten (dinsizler) Umgang pflegt, hat eine Überlieferung (hadîs) über den Segen und den Wert (fazilet) des berühmten Gebetes des Propheten (meshur dua-i Nebevî) - den Cevsen-ül Kebir - gesehen, die über unseren Verstand (akil) hinausgeht, und geriet darüber in Zweifel. Er sagte: "Der Überlieferer (Râvi) ist einer der Imame aus der Familie des Propheten (Ehl-i Beyt). In Wirklichkeit sieht dies aber wie eine grenzenlose Übertreibung (mübalaga) aus. So heißt es darin z.B., dass für dieses Gebet (dua) ebensoviel Segen (sevab) gegeben wird wie für den Qur'an. Darüber hinaus kämen die großen Engel (büyük melaike) im Himmel, jedesmal, wenn sie jemanden erblicken, der diese Gebete spricht, von ihrem Thron herab und erweisen ihm eine große Hochachtung und Ehrerbietung (tevazu ile hürmet). Das entspricht aber gar nicht den Maßstäben der Vernunft (akil) und menschlicher Logik (mantik)." So bat er denn die Risale-i Nur um Hilfe (imdad). Ich habe eine Antwort aus dem Qur'an, dem Cevsen und aus den Lichtern (Nurlar) gegeben, die völlig befriedigend ist und der Vernunft (akil) und der Weisheit (hikmet) ganz und gar entspricht. Eine ganz kurze Zusammenfassung (icmal) davon möchte ich euch nun erklären. Ich habe ihm also folgendes gesagt:

Erstens: Im dritten Kapitel des vierundzwanzigsten Wortes (Yirmidördüncü Söz'ün Üçüncü Dalinda) finden sich jene zehn Pfeiler (usûl), die alle derartigen Zweifel von Grund auf auslöschen und beseitigen. Schlage also dort nach, dann wirst du dort deine Antwort finden.

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Zweitens: Der Prophet Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, dem jeden Tag so viele gute Taten (hasenat) wie die der ganzen Gemeinde gutgeschrieben werden, der zur Glückseligkeit (saadet) der ganzen Gemeinde (ümmet) beiträgt und in dem sich der gewaltige Name Gottes (ism-i a'zamin mazhari) widerspiegelt, welcher der Urkern des Kosmos (kâinat) und zugleich seine vollkommenste und umfassendste Frucht ist, erkannte die Größe jener hohen Stufe (mertebe) seines Gebetes (dua) und hörte über sie zugleich von Gabriel, mit dem der Friede sei, der ihm dies mitteilte. Er hat andere Menschen mit sich verglichen oder wurde mit ihnen verglichen. Also überkam ihn dieser überaus außerordentliche und einzigartige Segen (sevab) aus der großen Heiligkeit (velayet-i kübrasi) des Propheten Ahmed, mit dem Friede und Segen sei. Er ist nicht allgemein (umumî) und für jeden. Vielmehr liegt im Wesen (mahiyet) dieses Gebetes (dua) ein derart wunderbarer (hârika) Wert und ist dieser Segen (sevab) auch anderen in der Nachfolge (tebaiyet) dieser Persönlichkeit möglich, in der sich der gewaltige Name Gottes (ism-i a'zam) widerspiegelt; aber es hat überaus wichtige Dinge zur Voraussetzung. Es reicht nicht, dass man es nur vorträgt. Anderenfalls zerstört es das Gleichgewicht der Gesetze (müvazene-i ahkâmi) und beeinträchtigt die Gebote (farz).

Drittens: Wie dieses Gebet (dua), wenn es sich direkt auf den Propheten Mohammed bezieht, frei von Übertreibung ist und zur lauteren Wahrheit (ayn-i hakikat) wird, genauso ist es, wenn man die Wahrheiten der Hunderte schöner Gottesnamen (esma-i hüsna) in diesem Gebet (dua) betrachtet, auch nicht übertrieben, vielmehr um die Grenzenlosigkeit der Fülle (feyiz) zu zeigen, welche möglich ist, aus ihren grenzenlosen Erscheinungen entstehen und erwachsen zu lassen, hat der zuverlässige Berichterstatter (Muhbir-i Sadik), mit dem Friede und Segen sei, um der Förderung des Gebetes willen nur einen äußerst geringen Teil davon mitgeteilt, ihn vielmehr unbestimmt und offengelassen. Schließlich wurde im Laufe der Zeit dieser an und für sich mögliche, jedoch bis dahin offengelassene Sachverhalt (kaziye-i mümkine) zu einer feststehenden Tatsache und damit für allgemein gültig erachtet.

Viertens: Im Zwanzigsten Blitz über die "Wahrhaftigkeit (Lem'a-i İhlas)" findet sich eine Anmerkung (hasiye) dazu, dass es für einen einzelnen Menschen ein Paradies (Cennet) mit Entfernungen von fünfhundert Jahren Fußmarsch geben wird. Er soll auch dort nachschlagen und wird dann erkennen können, dass es sich bei der Verleihung eines solch riesigen Paradieses (Cennet) nicht um ein Besitztum (mâlikiyet) einer Art handelt, wie wir sie nicht kennen. Es ist vielmehr genauso, wie wenn ein Mensch über sein eigenes Haus als Besitzer (mâlik) auf vielerlei Arten verfügt und in ihm sein eigener Herr (sahib) ist, oder so, wie er auch auf diesem Erdenrund über die Dinge auch mit all seinen Sinnen und Gefühlen eine Art Besitzer sein, über sie verfügen (tasarruf) und sie nutzen kann.

Des Weiteren kann er sagen: "Diese riesige Welt ist mein Zuhause (hanem). Es ist mir gegeben. Und die Sonne ist meine Lampe." In solcher Weise beziehen sich einige, über alle Grenzen hinausgehende, wunderbare (hârika) und für den Verstand (akil) unzugängliche Segnungen (sevab) auf diese oben erwähnte Tatsache (hakikat).

Des Weiteren verkündet der Prophet Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, dem als Erstem jeder Lohn (sevab) und jede segensreiche Handlung (fazilet-i a'mal) innerhalb der İslâmiyet zugeschrieben wird und der, wo wir mit einem Gebet (dua) nur ein Fünkchen Segen (bir zerre sevab) erwerben, an demselben Gebet (dua) so viel Lohn (sevab) und Segen (feyz) wie ein Berg erwirbt, und dies nicht hinsichtlich der individuellen Rezitationen und Gebete (dua), des Gesetzes (seriat) und seiner Sendung (risalet), sondern vielmehr vom Standpunkt der Heiligkeit (velayet) Ahmeds und während seiner Unterweisungen (ders), die nicht für die Allgemeinheit gelten, die höchste Stufe, die ihm verliehen wird. Er ermuntert seine engsten Erben (vâris), die ihm ganz und gar nachfolgen (tebaiyet), zu dieser Stufe. Daraufhin habe ich gesagt:

وَالْعِلْمُ عِنْدَ اللّٰهِ لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Das Wissen ist bei Gott. Das Verborgene kennt niemand außer Gott."}

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Dieser Mann, der argwöhnisch war und in Zweifel verfiel, wurde - Gott sei Dank (lillahilhamd) - gerettet. Er gelangte vollkommen zur Überzeugung. Ich habe ihn auch zu euch gesandt, damit er auch einigen unter euch Nutzen bringen könne.

Euch allen Tausende Grüße (selâm).