{"Im Namen dessen, der gepriesen sei; und fürwahr; es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist; Der Friede (Selam) Allahs sei über euch und Sein Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}
Meine sehr lieben und treuen Brüder,
Meine Brüder, ich habe bei den Worten
{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}
und
{"sprich: Er ist Gott."}
in dem هُوَ {"Er"} ein verborgenes Zeichen der Einheit Gottes erblickt, als ich in meiner Vorstellung eine Reise durch die Welt der Gedanken unternahm und dabei die Luft von ihrer rein materiellen Seite her betrachtete. So habe ich bemerkt, dass der Weg des Glaubens in unendlichem Grade einfach und im Grade der Notwendigkeit leicht beschreitbar ist und dass sich auf dem Weg der Abgötterei und des Irrglaubens in unendlichem Grade Schwierigkeiten und tausende von Unmöglichkeiten finden. Diese Erklärung in ihrer ganzen Länge und Breite will ich hier in einer kurzen Anmerkung zusammenfassen.
Es kann in der Tat eine Handvoll Erde der Reihe nach hunderten von Blumen als Beet dienen. Wollte man dies der Natur, den Ursachen zuschreiben, so müsste man entweder annehmen, dass in diesem Beet hunderte unsichtbarer Maschinen oder Fabriken, vielleicht ebenso viele wie Blumen, in entsprechend kleinem Maßstab vorhanden seien, oder aber, es müsste jedes kleine Stäubchen dieser Erde alle diese ganz verschiedenen Blumen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und lebenden Organen herstellen können, als ob es über ein unbegrenztes göttliches Wissen und eine grenzenlose Macht verfügte.
Genauso müsste dann auch jedes Luftteilchen und ein jeder Windstoß, den der Wille und Befehl Gottes aussendet, ein Atemzug Luft, wie man ihn benötigt, um هُوَ {"Er"} zu sagen, oder so viel Luft wie unter unserem Nagel Platz hat, so viele Telefongespräche wie es in der Welt gibt, Telegrafengeräte, Radioapparate, so unendlich viele verschiedene Kommunikationszentren und Ämter, so viele Hör- und Sprechmuscheln enthalten, sodass es alle diese unendlich vielen verschiedenen Arbeiten gleichzeitig und in einem Augenblick bewerkstelligen kann, oder aber, es müsste ein Luftteilchen, in dem das Wort هُوَ {"Er"} schwingt oder jedes Atom eines Teilchens in der Atmosphäre so viele unsichtbare Persönlichkeiten und ihre Fähigkeiten in sich enthalten, wie es Telefongespräche und all die vielen anderen telegrafischen Nachrichten und Rundfunksendungen in der Welt gibt, alle ihre Sprachen kennen und gleichzeitig auch die übrigen Atome unterrichten und sich über sie verbreiten können, denn diese Funktion kann man tatsächlich zum Teil wahrnehmen und diese Fähigkeit findet sich in allen Luftteilchen. Hier wird ganz klar sichtbar, dass sich auf dem Weg der Leute des Unglaubens, der Naturalisten und Materialisten nicht nur eine Unmöglichkeit, vielmehr so viele Unmöglichkeiten, Unvorstellbarkeiten und Schwierigkeiten befinden, wie es Atome in der Luft gibt.
Führt man aber all dies auf den Göttlichen Meister in Seiner Majestät zurück, dann wird die Luft mit all ihren Atomen zu einem Seiner gehorsamen Soldaten. Sie kann das mit Erlaubnis und durch die Macht ihres Schöpfers, durch ihre Verbundenheit mit Ihm und auf Ihn gestützt, im Aufscheinen der Kraft ihres Meisters, in einem einzigen Augenblick, blitzschnell, so leicht, wie man هُوَ {"Er"} sagt und dadurch die Luft in Bewegung setzt. Das heißt, das, was die Feder der Macht unermüdlich, wunderbar und wohlgeordnet aufzeichnet, wird zu einer Seite, wobei die Atome die Spitze dieser Feder bilden und die Funktion dieser Atome darin besteht, die Punkte aus der Feder der Göttlichen Vorausschau zu formen. Das alles geschieht mit der gleichen Leichtigkeit, mit der sich ein einzelnes Atom bewegt.
Während ich also die Worte sprach:
{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}
und
{"sprich: Er ist Gott."}
untersuchte ich auf meiner Reise durch die Welt der Gedanken das Reich der Lüfte und studierte es als ein Element und erkannte diese umfassende Wahrheit mit augenscheinlicher Sicherheit in all ihren Einzelheiten und Zusammenhängen. So wie in dem Aussprechen des Wortes هُوَ {"Er"} und in der Luft, die man dazu benötigt, ein so glänzendes Zeugnis und ein Blitzstrahl der göttlichen Allgegenwart mit inbegriffen ist, so ist auch in seiner Bedeutung und in dem Hinweis, den es enthält, eine überaus lichtvolle Erscheinung der göttlichen Einheit in jedem Ding und ein sehr starker Beweis für die göttliche Einheit hinter allen Dingen enthalten und ein präziser Hinweis darauf, auf welche Person sich das Pronomen هُوَ {"Er"} in seinem offensichtlichen und verborgenen Sinne bezieht, woraus ich mit wissenschaftlicher Sicherheit erkannt habe, warum sowohl der Qur'an, ein Wunder der Verkündigung, als auch die Mystiker in ihrer Meditation über die Einheit dieses heilige Wort so oft wiederholen. Dafür ein Beispiel: Es ist ja doch so, dass man einen Punkt auf einem weißen Blatt mit zwei, drei anderen Punkten, die man daneben setzt, verwechselt und dass ein Mann, der viele verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigt, dabei durcheinander kommt, und dass ein kleines Lebewesen, dem viele Lasten aufgebürdet werden, darunter erdrückt wird, und dass eine Zunge und ein Ohr, die verschiedene Worte gleichzeitig aussprechen und aufnehmen, die Ordnung zerstören und Verwirrung anrichten. Dennoch habe ich, während ich mit dem Schlüssel und Kompass هُوَ {"Er"} durch das Reich der Gedanken reiste, mit augenscheinlicher Sicherheit gesehen, dass in jedes Luftteilchen, ja sogar in jedes einzelne Atom tausende verschiedener Punkte, Buchstaben, Worte gesetzt sind, oder gesetzt werden könnten, und dass sie dennoch nicht durcheinandergeraten und die Ordnung nicht zerstören und dennoch sehr viele ganz verschiedene Aufgaben erledigen, dass sie dennoch, ohne eine Verwirrung anzurichten, und obwohl jedes Teilchen und jedes Atom mit vielen sehr schweren Lasten beladen wird und dennoch sich nicht schwach zeigt, sie vielmehr ohne zurückzubleiben in vollkommener Ordnung trägt, ja obwohl tausende ganz verschiedener Worte, von unterschiedlichem Charakter und verschiedener Bedeutung in vollkommener Ordnung zwischen Ohr und Zunge ein- und ausgehen, etwas in diese kleinen Ohren hineintragen, ohne es zu verwechseln und zu verderben, von diesen winzigen Zungen ausgehen, und dass jedes Atom und Teilchen, während es seine bemerkenswerten Aufgaben wahrnimmt, in vollkommener Freiheit durch seinen ekstatischen Zustand, durch das Zeugnis und mit den Worten der obenerwähnten Wahrheit
{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}
und
{"sprich: Er ist Gott."}
sagt, sich hin und her bewegt und dass inmitten der Schallwellen, bei Sturm und Regen, Donner, Blitz und Unwetter ihre Ordnung nicht gestört wird, sie ihre Aufgaben nicht verwechseln und mit keiner ihrer Tätigkeiten eine andere behindern... Dies habe ich mit augenscheinlicher Sicherheit beobachtet.
Das heißt also, es müsste jedes Atom und jedes Molekül über eine grenzenlose Weisheit, unendliches Wissen und Können und über ein unermessliches Vermögen, Macht und solche Eigenschaften verfügen, wie sie ein absoluter Herr über alle Atome haben müsste, sodass es diese Aktivitäten durchführen könnte. Das sind aber so viele Unmöglichkeiten und Irrigkeiten, wie es Atome gibt. Auf diesen Gedanken kann auch kein Teufel kommen. Also wird die Luft im Grade einer lebendigen, augenscheinlichen und wissenschaftlichen Gewissheit zu einer Seite für die Feder der göttlichen Macht und Vorausschau, die der Herr in Seiner Majestät mit grenzenlosem Wissen und mit unendlicher Weisheit beschreibt, zu Seiten, die Er ständig umblättert, und die einer "Wohlbewahrten Tafel" in einer veränderlichen Welt, einer Schreibtafel für Seine ewig neuen Taten gleichen und zu einer Tafel, die Er beschreibt und löscht und wieder neu beschreibt, Ihm zum Zeugnis.
So wie uns also die Luft schon als das Transportelement der Stimme in ihrer obenerwähnten Einzigartigkeit die obenerwähnte Manifestation der Einheit und Gegenwart Gottes aufzeigt und damit die zahllosen Unmöglichkeiten des Irrglaubens sichtbar macht, so versieht die Luft diese subtile Aufgabe, während zu gleicher Zeit unter anderen wichtigen Dingen die Wellen der Elektrizität und des Lichtes und die Kräfte der Anziehung und Abstoßung durch sie hindurchgehen, und während zu gleicher Zeit und in vollkommener Ordnung zu allen Pflanzen und Tieren der für ihre Atmung, Fortpflanzung und andere lebensnotwendige Dinge erforderliche Bedarf gelangt. Dies hat mich mit augenscheinlicher Sicherheit zu der Überzeugung gebracht, dass sie mit absoluter Sicherheit beweisen, ein Thron für den Willen und Befehl Gottes zu sein und es ist ganz unwahrscheinlich, ja sogar völlig unmöglich, dass diese blinden vom Wind des Zufalls umhergetriebenen Kräfte, eine taube Natur, wirre und ziellose Ursachen, tote, starre, unvernünftige Materie sich in die Aufgaben der Luft einmischen, eine Seite in ihrem Buch beschreiben könnten.
Ich habe erfahren, dass jedes Atom und jedes Molekül durch seine Funktion ein
{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}
und
{"sprich: Er ist Gott."}
sagt. Gleich wie mir dieses "Hu!" zu einem Schlüssel wurde, um alle diese wunderbaren Funktionen des materiellen Aspektes der Luft zu erkennen, so wurde mir auch die Luft selbst gleich diesem "Hu!" zu einem Schlüssel für die Welt der Bilder und zur Welt der Bedeutungen.
Tausende Selam allen!
Meine Brüder, macht euch keine Sorgen! Begnügt euch damit, (die Herzen) wie hinter einem Vorhang verborgen, für die Risale-i Nur zu gewinnen. Wir kennen aus der Geschichte bis heute kaum ein Werk, das unter solch schwierigen Umständen einen derartigen Einfluss gehabt hätte. Der Grund dafür, dass euch nicht die völlige Freiheit gegeben wird und die Weisheit (hikmet) dahinter ist die, dass man die außerordentliche Macht der Risale-i Nur fürchtet, ja es wurde sogar die Nachricht verbreitet, sie könne einen Aufstand zuwege bringen. Doch obwohl der Vorsitzende des Amtes (für Religiöse Angelegenheiten, diyanet, die Risale-i Nur) durchaus hochschätzt und anerkennt, geriet er dennoch (bei dem Gedanken an) eine derzeitige offizielle Druckerlaubnis in Panik und sprach sogleich deswegen bei dem Herrn Staatspräsidenten vor. Zwar will man jetzt (1944) nicht mehr wie in früheren Zeiten (1925) zum Angriff übergehen, sondern wünscht vielmehr den Frieden (müsalâh) zu bewahren. Möge aber Gott es wollen (inshâ-allah), dass die mächtigen Strömungen zugunsten der Risale-i Nur diese Befürchtungen in Begeisterung verwandeln und so (am Ende doch noch) eine offizielle Druckerlaubnis erteilt werden wird, was dann 1950 tatsächlich geschah! Auch sind viele egoistisch (denkende Menschen, die lieber ihre eigenen) Werke veröffentlicht sehen möchten, weil sie die Eifersucht plagt, keineswegs dafür, dass die Risale-i Nur eine allgemeine Verbreitung finden könnte.
Macht euch keine Sorgen: das Licht (Nur) wird siegen!
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Erstens: Zwanzig Abschriften und das Geschenk (derslerini ve hediyesini) der Medreset-üz Zehra habe ich erhalten. Als Gegenleistung (mukabil) habe ich euch neunzig Banknoten, die von meinem Zehrgeld (tayinat), das ich während meines wissenschaftlichen Dienstes (vazife-i ilmiye) im Haus der Weisheit (Dâr-ül Hikmet) in die Hand bekommen hatte, und das von den Ausgaben (masraf) für die Abhandlungen (risalelerin), die ich damals drucken ließ, noch übrig geblieben war und mit dem ich meine Pilgerfahrt (hac) zu finanzieren beabsichtigt (niyet) hatte und das seit etwa zwanzig, dreißig Jahren für die Versorgung an meinem Lebensabend (ihtiyat erzakim) bestimmt war und das in meinen Augen den Wert von tausend Banknoten hatte, durch Hâfiz Mustafa übersandt, der ein bedeutender Herausgeber des Lichtes (Nur'un nasiri) und ein emsiger Nachfolger von Hâfiz Ali (Gott erbarme sich seiner) ist, um den heiligen Unterricht (kudsî dersler) der Medreset-üz Zehra zu ermöglichen (medar). Der Preis für diese neuen Abhandlungen (dersler) soll für mich genauso wie für die "Leuchte des Lichtes (Siracünnur)" und das "Siegel aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye)" siebeneinhalb Lira sein. Denn ich gerate doch recht häufig in die Lage, anderen ein Geschenk anbieten zu müssen (mecbur). Darüber hinaus akzeptiere ich selbst jede Abhandlung (ders) und jedes Exemplar wie tausend Geschenke von den Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra.
Zweitens: Durch die Pilgerströme (Hadschi) wird die Risale-i Nur nun auch in anderen Ländern der islamischen Welt bekannt. So gelangt sie jetzt (gewissermaßen) aus eigener Kraft in würdige Hände. Der "Stab Mosis" (Asa-yi Musa) und das "Zülfikâr"
{1.) Auferstehung (Haschir), 2.) Wunder Mohammeds (Mu'dschisat-i Ahmediye), 3. Der Qur'an als ein Wunder (Mu'dschisat-i Qur'aniye) aus dem Band "Worte" (Sözler): drei getrennte Bände}
haben wir als handschriftliche Kopie nach Damaskus gesandt, wo (diese Bände von den dortigen) Gelehrten (hey'et-i ilmiye) fünfzehn Tage lang studiert wurden. Danach brachten sie ihre Hochschätzung zum Ausdruck mit den Worten: "Das werden wir in unserer Zeitschrift in Fortsetzungen abdrucken lassen, da eine Gesamtausgabe dieser Werke zu viel Geld erfordern würde."
Außerdem braucht man eine längere Zeit, um jetzt dieses als Ganzes ins Arabische zu übersetzen (tercüme); es fehlen also dazu die Möglichkeiten. Darum versuchten mein früherer Schüler (talebe), der jetzt in Ägypten ist, und der Schüler (sakird), den ich erst kürzlich dahin entsandt hatte, das Buch aus ihren Händen zu retten, damit sie es nicht drucken sollten, nur um Geld zu verdienen. Diese Brüder geben es nur denen in die Hand, die es so gerne (müstaklar) einmal lesen wollen. Ich hatte jedoch keineswegs meine Einwilligung (izin) dazu gegeben, es zu drucken. Denn die Zeit ist jetzt noch nicht reif daür. Außerdem braucht man, um es ins Arabische zu übersetzen, ein kompetentes, hoch wissenschaftliches Gremium (heyet-i ilmiye) unter der Mitwirkung (istirak) der Gelehrten Ägyptens (Misir ülemasi). Wie dem auch sei: man hat also hier etwas voreilig gehandelt.
Der Grund dafür, dass ein Teil der Exemplare, die wir nach Istanbul geschickt hatten, um sie ins Ausland zu senden, noch nicht gesandt werden konnte, ist der, dass sehr viele gar kein Interesse (ragbet) zeigten, diese Bücher mitzunehmen, da sie ihre Pilgerfahrt (Hac) ungehindert vollziehen wollten, und der Mann, der diese Pilgerfahrt unternehmen wollte und dessen Händen die Bücher anvertraut (emanet) worden waren, uns schrieb: "An jeder Zollgrenze wird sehr aufmerksam (dikkat) kontrolliert und können Dinge mit irgendeiner Begründung (bahane) zurückgewiesen werden." Und weiter: "Dies soll per Post unmittelbar an folgende Adresse gesandt werden: "Mehmed Ali Mâlikî, Vaziye Mahalle-i Samiye, Mekke-i Mükerreme." So hat er diesen Weg für den besseren (münasib) gehalten und brachte also die Bücher nicht mit, damit er nicht mit einer Ausrede (bahane) an der Grenze wieder zurückgeschickt wird. Das war auch völlig zutreffend. Denn diese Bände jetzt in meinem Namen und dem meiner Schüler (Nur sakirdleri) abzuschicken, würde in jedem Fall die Idee (fikr) der islamischen Einheit und die Politik (siyaset) von der Einheit (ittihad) des Islam, die sich jetzt erst zu entwickeln (inkisaf) beginnt, zu einem Versuch werden lassen, die Risale-i Nur für sich zu einer Kraft (kuvvet) und zu einem Werkzeug zu machen und zugleich uns dazu zwingen (mecbur), uns für die islamische Politik zu interessieren. Wohingegen das Geheimnis der Wahrhaftigkeit (sirr-i ihlas), das sich auf dem Weg (meslek) der Risale-i Nur erschließt, nicht damit vereinbar sein kann, dass die Risale-i Nur ein Mittel (âlet) zu etwas anderem wäre, bzw. von etwas anderem abhängig (tâbi') sein könnte, außer zu den Wahrheiten (hakikatlar) des Glaubens (iman) und des Qur'an.
Des Weiteren braucht sie nicht nach ihren Interessenten (müsteriler) zu suchen, vielmehr sollen die Interessenten im Gegenteil, nachdem sie ihre wirklichen Bedürfnisse (hakikî ihtiyaci) gespürt haben, um der Behandlung ihrer Wunden willen nach der Risale-i Nur suchen... Wohingegen diese segensreichen Zentren (mübarek merkezler), zu denen sie geschickt werden sollen, jetzt nicht an ihr wahrhaftiges Bedürfnis (hakikî ihtiyaci) nach den Abhandlungen der Lichter (Nurlar) denken, sondern umständehalber (mecbur) vom Standpunkt (cihet) religiösen Lebens (hayat-i diniye) in der islamischen Welt (âlem)...
Da nun des Weiteren auf dem Weg des Lichtes (Nur mesleginde) die Selbstsucht (benlik), die Scheinheiligkeit (gösteris) und eine Art Sucht nach Ruhm (söhretperestlik) abgelehnt (merdud) wird, jedoch in dieser Zeit des Egoismus (enaniyet) die Menschen dazu zu bringen, sich für mich zu interessieren (satmaga) und von mir ganz begeistert zu sein (begendirmek), die Schüler (Nur sakirdleri) plötzlich durch diese Werke ein großes Ansehen (imtiyaz) gewinnen und die Aufmerksamkeit berühmter Ortschaften auf sich lenken, eine Art Scheinheiligkeit (gösteris) wäre, so erlaubt in dieser Hinsicht die Bestimmung Gottes (Kader-i İlahî) den Schülern (Nur sakirdleri) dies um der Aufrechterhaltung (muhafaza) einer aufrichtigen Wahrhaftigkeit (ihlas) willen jetzt nicht.
Viertens: Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), Süleyman Rüsdü, der ein Held ist und sich in seiner Treue (sadakat) durch nichts erschüttern lässt und mit seinem Bruder, der noch unschuldig (masum) ist, und die in ganz kurzer Zeit sehr wertvolle Dienste (hizmet) geleistet haben, ihnen bei ihrem geistigen und materiellen Handel (manevî ve maddî ticaretinde) im Diesseits (dünya) wie im Jenseits (âchirah) stets Seine Güte (ihsan) erweisen, âmîn!
Fünftens: Die Anmerkung über "Er (Hüve Nüktesi)" ist sehr feinsinnig (ince) und ist recht kurz und bündig ausgefallen. Doch wurde sie an euch geschickt, sodass ein jeder aus ihr ein sehr starkes Licht des Glaubens (nur-u imanî) verspüren möge. Es müssen aber dem Satz so ziemlich am Ende dieser Anmerkung
"Ein jedes Atom rezitiert in der Sprache seines ekstatischen Zustandes (cezbedarane hal):
{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}
und
{"sprich: Er ist Gott."}
und zieht weiter seine Bahnen." die Wörter "in der Sprache seines Zustandes (hal diliyle) und durch das Zeugnis (sehadeti) und die Sprache der oben erwähnten Wahrheit (hakikat)" hinzugefügt werden. Diese Anmerkung über "Er (Hüve Nüktesi)" und der "Fünfte Abschnitt" des "Neunundzwanzigsten Briefes" über meine geistige Reise durch die Ayah
{"Gott ist das Licht der Himmel"}
und der "Erste Abschnitt" ebenfalls im "Neunundzwanzigsten Brief" über meine geistige Reise (seyahat-i hayali) durch das Tor "wir" aus dem Wort "wir beten an" (Nun-u Na'büdü), die das Geheimnis der Gemeinschaft (cemaat sirrini) aufzeigt, sollen zusammen am Schluss des Buches "Das Siegel aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye)" oder an einer anderen Stelle, die ihr für geeignet (münasib) haltet, eingereiht werden. Ich überlasse es euch, wenn der Text über "Die Gnadengaben (İnayat)" in dem Buch "Das Siegel aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye)" noch nicht enthalten ist, dort eine spätere Zusammenfassung (hülâsa) einzureihen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Wie ich gehört habe, veröffentlichen die Verfasser (müellifler), deren Namen zu erwähnen wir nicht für angemessen (münasib) halten, unter anderen auch Semsi, etliche Abschnitte aus dem "Zülfikâr" und andere Abhandlungen (kisim) der Risale-i Nur unter ihrem eigenen Namen. Ich bin damit einverstanden (helâl), erlaube (memnun) es ihnen und bin damit zufrieden (raziyim). Auch sie gehören zu den Schülern (Nurun sakirdleri) und veröffentlichen die Lichter (Nurlar) auf ihre Weise. Seit zwanzig Jahren entnahmen und entnehmen bereits viele, ja sogar ganz bekannte Hocas und andere Verfasser (müellifler) in ihren Werken viele Themen (Nur mes'eleler). Wir geben uns aber nicht nur mit all diesen zufrieden (helâl), solange sie uns wenigstens noch freundlich gesinnt bleiben (dost zatlar), sondern verzeihen (helâl) auch denjenigen noch, die selbst ein offizielles Amt (resmî makamlar) bekleiden und selbst eigene Werke (eserler) verfassen, aber nicht für die Verbreitung des Lichtes (Nurlarin intisarlari) sind, sondern die Verbreitung (Nurun nesrine) verhindern (mani') wollen, in der Absicht (niyet), so mit ihren eigenen Werken Anklang (revaç) zu finden. Denn ihr Versuch, es zu verhindern (men'leri), dient nur dazu (vesile), sie auf eine andere und noch wirkungsvollere (faideli) Weise zu verbreiten und einen noch größeren Anklang (fütuhat) zu finden. Da ich mich jedoch nicht mit der gegenwärtigen Situation (hal-i hazira) beschäftige, habe ich von den Dingen keine Kenntnis. Ich habe jedoch - auch ohne es zu wollen - Folgendes gehört: Bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (resmî büyük zâtlar), die selbst eigene Werke (eser) verfassen und dabei das Licht (Nur) für sich selbst in Anspruch nehmen, sagen dabei: "Ihr könnt ja ruhig die Risale-i Nur lesen, aber ihr sollt sie nicht an andere weitergeben." Es ist, als würden die Lichter (Nurlar) ihre eigenen Werke in den Schatten stellen (setret). In Wirklichkeit bestätigen (tasdik) die Lichter (Nurlar) nur die Wahrheiten in ihren eigenen Werken (eser) und verleihen ihnen Kraft (kuvvet) und Anerkennung (revaç). Möge Gott es wollen (insâallah), dass sie es eines Tages einmal für unbedingt notwendig halten werden, sie nun auch ganz offiziell (resmen nesrine mecbur) zu veröffentlichen. Dann wird es so sein, wie der Richter in Izmir einmal sagte: "Die Risale-i Nur bleibt nicht unerkannt und ist anderen Büchern gegenüber unverwechselbar. Man kann sie nicht für sich in Anspruch (temellük) nehmen. Wo auch immer man sie finden könnte, wird sie sagen: "Ich bin aus dem Licht (Nur) gekommen."
Zudem kommen die wichtigsten Teile der Risale-i Nur schon seit acht Jahren nach Istanbul und auch die Schriftsteller (müellifler) dort lesen sie voller Begeisterung (kemal-i sevk). Im Grunde genommen ist die Risale-i Nur für jeden, unter der Bedingung, ihr ein Schüler zu sein (sakird olmak sartiyla), wie sein eigenes Werk (kendi mali).
Wir haben beschlossen, die gesegneten (mübarek) Brüder, die von Isparta zur Wallfahrt (hac) aufbrechen und dabei versprechen, ihre Wallfahrt im Geiste (manen) auch für mich zu machen, in dem engsten Kreis der Schüler (has sakirdler dairesi) all unserer geistigen (manevî) Verdienste teilhaftig werden zu lassen. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen in beiden Welten (iki cihan) Glückseligkeit (mes'ud) schenken, âmîn!
Ich werde die sechzig Banknoten, welche diesmal von den Kosten (fiati) für die Exemplare des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa), welche die Medreset-üz Zehra mir diesmal gesandt hat, noch übrig geblieben sind, in Kürze übersenden.
Zudem beglückwünsche (tebrik) ich das Handelshaus (Nur Ticarethanesi). Wolle es Gott (insâallah), dass unsere Korrespondenz (muhabere) in Kürze von dem Besitzer (sahib) des Handelshauses "Nur" übernommen wird.
Grüße (selâm) an alle und jeden Einzelnen von ihnen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Erstens: Ich habe hundert Exemplare des "Wegweisers (Rehber)" für fünfzig Banknoten von den Herausgebern (nasirler) erhalten und das, was ich bei dem Verkauf (fiati) meiner Exemplare des "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)" bekommen hatte, ihnen gegeben. Ich sende sie euch anstelle meiner sechzig Banknoten Schulden (borc) für die Exemplare von "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)", die ihr mir das letzte Mal geschickt hattet. Ihr könnt zwanzig, dreißig Exemplare für die Medreset-üz Zehra intern verwenden und den Rest (mütebâkisi) an solche Provinzen wie Denizli, Milas, Burdur, Antalya, Aydin, İzmir in einer Anzahl senden, die ihr für angemessen haltet (tensib). Ihr wirklich (hakikî) bedeutsamer Preis ist der, dass der Mann, der sie bekommt, sie auch mindestens zehn weiteren Leuten zu lesen gibt. Denn die Anzahl der Exemplare ist nur begrenzt.
Zweitens: Es hat mir sehr gefallen, wie ihr euch vor Gericht (mahkeme) veteidigt habt. Das habt ihr gut gemacht. Die Verschiebung (te'hir) des Termins auf den zweiundzwanzigsten Tesrin ist auch besser (hayirli). Schon der Teil der Bücher, den sie zurückgehalten haben, ist in gewisser Hinsicht bereits der Anteil für die amtlichen Leute (resmî adamlar). Und die sollten sie auch lesen! Und selbst wenn sie sie auch nicht lesen sollten, bekommen sie doch geistig ihren Unterricht (manevî ders) von ihnen, sobald sie sich in den Amtsstuben in ihrer Nähe einfinden und sich dort pflichtschuldigst (vazifeten) - und wenn auch noch so kurz (mücmelen) - mit den Wahrheiten (hakaik) dieser Bücher beschäftigen. Macht euch also gar keine Sorgen (merak) deswegen: die Entwicklung (inkisaf) und die Verbreitung (fütuhat) der Lichter (Nurlar) setzt sich allmählich fort und umfasst bereits viele von diesen amtlichen Leuten (resmî adamlar). Denn all diese amtlichen Leute (resmî adamlar) sind von einer gewissen Neugierde (merak) befallen und begeben sich nun auf die Suche. Sobald sie aber die Bücher gefunden haben, küssen sie ihnen die Hände, selbst wenn sie ihretwegen dafür Schläge (tokat) bekommen.
Drittens: Die Briefe von den beiden Kleinen, Ibrahim und Sâlih, die zu den Helden in dem kleinen Isparta gehören, haben mich ungewöhnlich froh (mesrur) gestimmt. Möge Gott sie tausendmal segnen (bârekâllah)! Diese beiden Brüder haben bedeutende Brüder in der Umgebung dort besucht (ziyaret), berichten von deren Gesundheit (sihhat) und Sicherheit (selâmet) und auch davon, dass die Provinzen im Küstengebiet (sahiller) des Schwarzen Meeres wie Ordu, Sinop, Gerze, Ayancik, Bartin, Zonguldak bereits von den Lichtern erleuchtet werden (Nurlarla münevver), und dass im Istanbuler Bezirk Üsküdar Nurdschus als Prediger (vaiz hocalar) im Licht (Nur) arbeiten. Wir haben auch einen sehr schönen Brief von einem neuen Bruder empfangen. Er hat in Gerze ein angesehenes Geschäft (ticaret), ist von den Lichtern (Nurlara) überaus begeistert (müstak) und voll und ganz entschlossen, auch für die Lichter (Nurlar) zu arbeiten.
Wir grüßen (selâm) İbrahim, Sâlih und auch diesen Mann (zât) sehr, beglückwünschen sie (tebrik) und beten (dua) für ihren Erfolg (muvaffakiyet).
Viertens: Unser fleißiger (fa'al) Bruder İbrahim Edhem, der Imam von der Alamescid-Moschee, fand die Prediger (vaiz) Ali Sentürk und (vaiz) Osman Nuri in ihrer Art zu arbeiten (sistem), Nurdschus mit Leib und Seele, die in den engsten Kreis der Schüler (has sakirdler) aufgenommen (kabul) wurden, wie sie es auch in ihrem Brief als aufrichtig (samimi), opferbereit und im Dienste einsatzfreudig (Nur hizmeti azimkârane) gewünscht hatten. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen zum Erfolg (muvaffak) verhelfen, âmîn! Ich grüße (selâm) ganz besonders Ali Riza, den Gemeindemüfti (müfti-i belde), dessen Name im Brief von Ali Sentürk steht und teilt ihm mit, dass er unter all den so bedeutenden Brüdern, die den Namen Ali Riza tragen und in den Kreis des Lichtes (Nur dairesi) eingetreten sind, für viele zu einem guten Beispiel (hüsn-ü misal) werden wird.
Tausende Grüße allen (Umuma binler selâm).
Aus unserem Qur'an-Exemplar, in dem die symmetrische Übereinstimmung wunderhaft zu erkennen ist (mu'cizeli), hatten wir bereits den Abschnitt, in dem sich die Sure "Ar-Rahmân" mit ihrer anmutigen, auffallend symmetrischen Übereinstimmung (tevafukat-i lâtifesi) befindet und noch einen weiteren Abschnitt mit derselben einzigartigen Übereinstimmung geschickt, um ihn in Istanbul dem Drucker Aziz zu zeigen. Er hat ihm sehr gut gefallen und er hat sogleich versprochen: "Wann immer ihr wollt, werde ich auch diese beiden Abschnitte, wie auch die beiden Bücher Hizb-i Kur'aniye und Hizb-i Nuriye, mit Offset-Technik drucken. Da ich versprochen habe, eine Million Qur'an-Exemplare nach Indien zu senden, wäre es sehr schön, auch dieses wunderhafte (mu'cizatli) Qur'an-Exemplar mit ihnen dahin zu senden." Möge Gott, der Gerechte, es so wollen (Cenab-i Hakk, insâallah), dass die Nurdschus dabei erfolgreich sein werden.
Ich habe fünfzig Exemplare des "Wegweisers (Rehber)" bei den Herausgebern (nasirler) bezahlt und gekauft und sende sie euch als Bezahlung (fiat) für das Buch "Zeichen aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye)". Zudem als einen gesegneten (mübarek fiati) Preis für dieses gesegnete (mübarek) Buch, zwei Töpfe (tencere), die mir bis jetzt gedient haben und die ich momentan nicht mehr brauche, aber niemandem geben wollte, einen wattierten Rock (entari), den ich fünfzehn Jahre getragen habe, ein sehr segensreiches Buch, eine Kanne, (çaydanlik), ein Rasiermesser (ustura), das mir seit vierundzwanzig Jahren als Klinge (tras) gedient hat, einen Bettbezug (çarsaf), der mir lange Zeit gedient hat, nach Schätzung und Bewertung (tahmin ve tensib) durch die anwesenden Personen: von dem Vater von Kilinç Ali und Ahmed Rasih, neun Lira für die Töpfe, neun Lira für die Kanne, neun Lira für das Rasiermesser (tras biçagi), noch dazu der wattierte Rock, der Bettbezug, die beiden Handtücher (havlu), die Unterhose (iç donu), ein wattiertes Hemd (gömlek): geschätzter (takdir) Gesamtwert: 125 Lira. Die anwesenden Personen haben diesen Preis (fiat) genannt. Ich habe noch weniger geschätzt und sage, dass dieser Preis nämlich zu hoch ist.
Allen selâm (Umuma selâm).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Erstens: Wir beglückwünschen (tebrik) euch zu den letzten zehn Nächten (Leyali-i aser) im Ramadan und wollen euch hier über zwei wunderbare (keramet) Wirkungen des Lichtes (Nur) berichten. Es ist dies wie folgt:
In den letzten Tagen hat die Verbreitung der Lichter (Nurlarin inkisafati) in vielerlei Hinsicht besonders durch das Kopiergerät die feindlich gesinnten Atheisten in Verwirrung gebracht (zindiklari sasirtti). So wollten sie über eine Einzelperson, jedoch auf schmerzhafte Weise aufgrund eines Vorfalls (hâdise), eine Intrige einfädeln, der viel Argwohn (evham) und Verleumdung (iftiralar) zugrunde liegen könnte, wobei dann ein armer, unbedachter (muhakemesiz) Mann das Opfer sein musste. Hier ganz in der Nähe des Hauses eines sehr bedeutsamen Schülers des Lichtes (Nur sakirdi), dessen Aufgabe (vazife) äußerst wichtig war, wurde dieser arme Mann von vier Kugeln getroffen. Der Arzt sagte, er würde zu hundert Prozent sterben. Obwohl es aufseiten dieses Verwundeten (mecruh) sehr viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie auch Zivilpersonen (resmî, gayr-i resmî) gab, die eine Anklage (dava) hätten erheben können, um mit einer neunzigprozentigen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg diesen bedeutenden Schüler (sakir) zu beschuldigen (isnad) und auf diese Weise (vesile) über einen vorgeschobenen Grund (bahane) alle Abhandlungen (Nur Risaleler) und Briefe bei einer Hausdurchsuchung (taharri) in die Hand zu bekommen, und so eine neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit gegeben war, mich und die Nurdschus aufgrund dessen mit diesem Vorfall in Beziehung zu bringen und so auch diesen unschuldigen Schüler (masum sakird) mit eigenartigen Verleumdungen (acib iftiralar) in Verruf zu bringen, eilte uns wiederum durch das Geheimnis (sirr) von
{"Du stehst durch die Gnade Gottes unter Seinem Schutz."}
die Gnade Gottes (inayet-i İlahiye) zu Hilfe (imdad).
Obwohl dieser Mann von vier Kugeln aus nächster Nähe direkt ins Gesicht getroffen wurde, ist er jedoch nicht gestorben. Auf wunderbare Weise konnte man überhaupt keinen Zeugen (sahid) finden; ja man konnte noch nicht einmal einen Hinweis (emare) finden. Der getroffene Mann sprach weder vor dem Gericht (mahkeme) noch zu seinem Vater, noch etwas zu seinen Brüdern, obwohl sie darauf bestanden, zu erfahren, wer auf ihn geschossen hatte, d.h. die Gnade Gottes ließ ihn nicht sprechen (söylettirilmedi). Wenn er etwas gesagt hätte, so würden die Heuchler (münafiklar), die aus einem Korn eine Kuppel bauen, erstaunliche Verleumdungen (acib iftiralar) erfinden. Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), beschützte (himaye) durch seine Güte und Freigiebigkeit (kerem) die Lichter (Nurlar) und die Nurdschus (Nurcular); und so fügte uns dieser Vorfall (hâdise) und die Explosion dieser Bombe weiter keinen Schaden zu. Wir sind zu der festen Überzeugung (kanaat) gelangt, dass dies eine Wundertat des Dienstes (keramet-i Nuriye) ist. Außerdem rettete dieser Mann, da er bereits einen Teil aus den Lichtern (Nurlar) gelesen hatte, durch ihre Wundertat (keramet) sein Leben (hayat). Zudem hieß ihn das Gefühl, das ihm aus dem wahrheitsgemäßen Unterricht (ders-i hakikat) erwuchs, in diesem seinem leidvollen Zustand (elîm vaziyetinde) und bei seiner unbeugsamen Natur (inadçi tabiat) schweigen (susturuldu), damit den Lichtern (Nurlar) kein Schaden zugefügt wurde. Die Gnade Gottes erlaubte ihm weder vor Gericht (mahkeme), noch mit seinen Verwandten zu sprechen (söylettirilmedi). Da er jedoch schon einmal zu mir gekommen war und mir versprochen hatte, von nun an seinen geraden Weg (istikamet) zu gehen und sich danach dennoch wieder falsch verhalten hatte, bekam er nun seine Ohrfeige. So haben wir denn verstanden, dass selbst dieser Schüler (sakird), der wegen etlicher Unachtsamkeiten (lâkaydliklar) beschuldigt (ittiham) werden konnte, trotz seiner vollendeten Treue (kemal-i sadakat) und Aufrichtigkeit (ihlas) einen zärtlichen Klaps (sefkat tokadi) bekommen hat.