Briefe aus Emirdağ-1
— 205 —
Teil eines Gesprächs mit dem Innenminister

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Einer Ungerechtigkeit, dergleichen in der Geschichte und auf Erden überhaupt noch nicht vorgekommen ist, für eine Unterdrückung und Greueltaten, wie sie in zehnfacher Hinsicht gesetzlos sind, bin ich zur Zielscheibe geworden. Es ist dies wie folgt:

Was für einen Sinn hat es eigentlich für Sie, dass Sie es für erforderlich halten, diesem hilflosen Said, der sowohl zufolge eines Giftmord-Anschlages nun in seinem einundsiebzigsten Lebensjahr bereits sehr alt, krank und schwach ist, ein Namenloser und beklagenswerter Heimatloser, der sich nun, nachdem er Mantel, Hemd und Pantoffeln verkaufen musste, um so für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können, in einem armseligen Zustand befindet, der, da er seit fünfundzwanzig Jahren ein Einsiedlerleben führt, nur mit einem unter Tausend Männern, der noch dazu vollständig loyal sein muss, sprechen kann, der auf diese Weise menschenscheu geworden ist und vor allen Menschen zurückschreckt, einer dessen Leben, obwohl unschuldig, zwanzig Jahre lang überwacht wurde, dessen Werke von drei Provinzrichtern durch Sachverständige aus Ankara von vorn bis hinten durchforscht wurden, der dann übereinstimmend freigesprochen wurde und dessen Werke, die dem Land und Volk niemals geschadet haben, sondern ihm nur von Nutzen gewesen sind und nun (auf Gerichtsbeschluss) wieder frei gegeben wurden, der sowohl im Ersten Weltkrieg als Sohn seines Landes wichtige Dienste erwiesen hat und der nun als wahrer Patriot mit all seiner Kraft daran arbeitet, dieses Volk, dieses Land vor der Anarchie und der Demoralisierung durch die Fremden zu bewahren, während (gleichzeitig) seine Werke im Umlauf sind, von dem vor Gericht siebzig Zeugen bewiesen haben, dass er in fünfundzwanzig Jahren nicht einmal eine Zeitung gelesen hat, ja nicht einmal daran interessiert war, der sich seit sieben Jahren nicht für den zweiten Weltkrieg interessierte, nicht danach fragte und nichts darüber wusste, von dem mit machtvollen Zeugnissen bewiesen wurde, dass er in all seinen Werken seine Beziehungen zur Politik ganz und gar gebrochen hat, ein völlig harmloser Mann, über den Eure Justizämter offiziell ausgesagt haben, dass er sich nicht in eure weltlichen Angelegenheiten einmischt, der, damit das Jenseits (ahiret) und die Reinheit seiner Absicht (ihlas) keinen Schaden (zarar) nehmen, entschlossen vor den Huldigungen des Volkes (teveccüh-ü âmme) flüchtet, der alle Bezeigungen der Hochachtung (hüsn-ü zan) und Wertschätzung (medih) von Seiten seiner Mitbrüder meidet und sie gar nicht mag: welchen Sinn macht es denn vor allem für Sie, der Sie doch der Innenminister (Vakil) sind, dass Sie es für erforderlich halten, den Gouverneur (Vali) von Afyon (mit seiner Überwachung zu beauftragen, die Polizei von Emirdag gegen ihn aufzuhetzen, ihn Tag um Tag die Qual gleich einem Monat Einzelhaft erleiden zu lassen, ihn dazu zu zwingen, in vollkommener Isolation, ganz für sich allein in Einzelhaft zuzubringen? "Welches Gesetz erlaubt eine solche entsetzliche Greueltat?", das frage ich den Herrn Innenminister vor dem höchsten Amt der Justiz, der doch das öffentliche Recht (hukuk-u umumiye) zu bewahren hat.

Der ungerechterweise von allen bürgerlichen Rechten, Menschenrechten und dem Recht auf ein Leben (in Freiheit) ausgeschlossene

Said Nursî
— 206 —

Vor ein paar Tagen kamen zwei bedeutende Obristen (miralay, beide waren Kommandanten der Gendarmerie), zu unserem Meister (Üstad), dazu noch ein ebenfalls bedeutender Abgeordneter (meb'us, er war einer der Anführer, müfettis, in der Partei). Nach einer langen Unterhaltung (sohbet) entschlossen sich alle drei in völliger Hingabe (kemal-i teslimiyet) zu einer Freundschaft (dostluk) mit dem Meister. Einer von ihnen ist nun bereits Schüler (talebe) der Risale-i Nur geworden. Der Abgeordnete (meb'us, müfettis-i umumî) war bereits ein Freund (dost) des Alten Said. Nachdem sie gegangen waren, bekamen wir den Bescheid (haber), dass durch diesen Mann der frühere Innenminister (dâhiliye vekil), der jetzt Generalsekretär (kâtib-i umumî) der Partei ist, Hilmi Bey, ausdrücklich persönlich den Meister (Üstad) besuchen und sich mit ihm auf freundliche Weise (dostane) unterhalten will. Darum bat der Meister dieses Schreiben, das wir euch hiermit übersenden, ihm so wie er es geschrieben hat, zu übergeben und mit ihm darüber (mevzu) zu sprechen. Der Meister hat uns auch erlaubt, es euch zur Inkenntnisnahme (bera-yi malûmat) zu senden, noch bevor er ihn besuchen wird.

Zudem hat er am Ende von Hüsnüs kurzer Abhandlung (risale), der das gesegnete Kind (mübarek mahdum) von Ref'et Bey ist, ein Gebet (dua) geschrieben, das wir ebenfalls beifügen und euch übersenden. Unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dafür, dass ein Landrat, der sowohl ein Nurdschu als auch ein wahrhafter Freund (dost) und religiös gesinnt (mütedeyyin) ist, jetzt hier zum Landrat (kaymakam) ernannt wurde. Außerdem senden wir euch nochmals den Abschnitt mit dem Titel "Ein Gespräch mit dem Innenminister (Dâhiliye Vekili ile bir hasbihal)", den wir euch bereits zuvor einmal gesandt hatten. Der Meister (Üstad) wird auch ihn noch vorlesen.

Es ist eine gute Nachricht (fâl-i hayir), dass die Anerkennung (kabul) der hohen Werte des Qur'an durch drei Staaten im Nordwesten (simal-i garb) Europas zugleich (tevafuk) mit der Veröffentlichung (intisar) des "Zülfikâr" erfolgte; und wenn es schon im vergangenen Jahr die Meinung (hüküm) des heldenhaften Nazif und auch von Yakub Cemal war, dass die Veröffentlichung des "Zülfikâr" zu einem großen Erfolg (fütuhat) im Inland wie im Ausland führen wird, was sich ja inzwischen bereits bestätigt (tasdik) hat, so schließen wir uns der Überzeugung (kanaat) dieser beiden Brüder an. In diesen stürmischen wie atheistischen Zeiten (ilhadli asir) ist es - wenn auch noch verborgen - in dem deutschen und in drei weiteren Staaten bereits offensichtlich (asikâr) geworden, dass die Menschheit (beser) es in eben dieser Zeit deutlich verspürt, wie dringend sie den Qur'an braucht (siddet-i ihtiyacini hissetmesi) und ihn auch tatsächlich akzeptiert, was ein großes qur'anisches Ereignis (hâdise-i Kur'aniye) ist. Selbst wenn auch keine drei Staaten, ja vielmehr auch nur zehn berühmte Persönlichkeiten (meshur adam) oder zehn Wissenschaftler (feylesof) in fernen Ländern gleichzeitig den Qur'an bestätigen (tasdik), ist das für uns und für die ganze islamische Welt (âlem) eine großartige frohe Botschaft (müjde) und gibt den einfachen Gläubigen (avam-i ehl-i iman) zugleich auch eine große geistige Kraft (kuvve-i manevi).

Die Weisheit (hikmet) hinter den Abhandlungen (risaleler) im Neunundzwanzigsten Brief der Risale-i Nur wie "Sechs Listen (Hücumat) des Satans" und der Anhang (Zeyl) dazu, "Die sieben Hinweise", die "Neun Andeutungen (Telvihat) zur Mystik" mit ihren Themen über die "Zeichen (rumuzat) im Qur'an" sowie die symmetrischen Übereinstimmungen (tevafukat-i Nuriye), die sich alle ineinander verschachtelt dennoch wieder zusammenfinden, dient dazu, zu bewirken, dass die Gerichtshöfe (mahkemeler) und die Sachverständigen (ehl-i vukuf) zum Schweigen gebracht werden und uns nicht dafür verantwortlich (mes'ul) machen können. Es ist, als wollten diese Zeichen (rumuzat), diese feinsinnigen (derin), tiefschürfenden (ince) Themen (mes'eleler) ihnen in der Sprache ihres Zustandes (lisan-i hal) sagen: "Kommt zur Einsicht (insaf) und belästigt nicht diejenigen, die in einem solchen Grade (derece) an den Geheimnissen (esrar) des Qur'an arbeiten!" Jetzt aber ist diese verschachtelte Form (vaziyet) überhaupt nicht mehr zweckdienlich (münasib). Denn diese Zeichen (rumuzat) und ihre Übereinstimmungen (tevafuk) kann von zwanzig nur einer anwenden (muhtaç) und begreifen (anlar). Die restlichen, noch vorhandenen Abhandlungen (risaleler), können jedoch neunzehn von zwanzig anwenden und begreifen.

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Die Schüler hier (Nur sakirdler) sagen: "Unsere Brüder in Denizli haben das Qur'an-Exemplar, in dem die symmetrische Übereinstimmung wunderhaft zu erkennen ist (Mu'cizeli Kur'an), drei Jahre lang betrachtet. Sie sollen uns nun erlauben, dass auch wir sie drei Monate lang betrachten können. Außerdem wollen wir uns darum bemühen, auch Hizb-i Nuriye genauso wie Hizb-i Qur'aniye mit der Offsettechnik zu drucken, nachem wir von hier aus mit den Brüdern in Istanbul Kontakt (muhabere) aufgenommen haben.

Sagt diesem Freund (dost) und unserem Bruder, welcher der muslimischen Gemeinschaft in Amerika durch den Amerikanischen Botschafter (sefir) in Istanbul das "Zülfikâr" und einen Stab Mosis (Asâ-yi Musa) senden möchte: Da die Köpfe der Botschafter mit der Politik (siyaset) beschäftigt sind und die Risale-i Nur nicht an der Politik interessiert (alâkasi) ist, kann ein politischer Kopf ihren Wert nicht so rasch erkennen (takdir). Des Weiteren sucht die Risale-i Nur nicht nach Kunden (müsteriler); die Kunden sollen nach ihr suchen und um sie bitten (aramali, yalvarmali). Amerika, das hier selbst noch die kleinsten Nachrichten (havadis) mit Interesse (merak) verfolgt, wird mit Sicherheit nach der Risale-i Nur suchen, deren Botschaft das größte Ereignis hierzulande ist. Von jetzt an liegt bei allen unseren Angelegenheiten (mes'ele) die Führung (emir) in den Händen der Schüler des engsten Kreises (has sakirdler) und in euren Händen, die ihr die geistige Körperschaft (sahs-i manevî) der Risale-i Nur repräsentiert (temsil). Und auch ich habe in ihr nun nur noch meine eigene Stimme (re'yim).

Euer Bruder, der allen Brüdern Tausende Grüße (selâm) sendet, für ihre Sicherheit (selâmet) betet und um ihre Gebete (dua) bittet...

Unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass die Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra {die Studenten dieser Hohen Schule (A.d.Ü.)} durch das Wunder (keramet) ihres aufrichtigen Zusammenhaltes (hakikî bir tesanüd) und durch ihre unerschütterliche Einheit (sarsilmaz bir ittihad) alle Schwierigkeiten (müskilat) und Hindernisse (manialar) überwinden und es ihnen gelingt (muvaffak), die diamantenen (elmas) Zülfikâre des Lichtes (Nur) und ihre außerordentlichen, wunderbaren Beweise (hârika mu'cizat) schnell zu den Bedürftigen zu bringen. Für dieses Ergebnis ist jede Anstrengung (zahmet), die wir dafür durchmachen müssen, auch wäre sie noch tausendfach größer, dennoch recht und billig und kaum erwähnenswert.

Bruder Ref'et schreibt in seinem Brief, dass drei unschuldige Kinder, Münevvere, Nazmiye und Saim mit Namen, in nur drei Monaten das arabische Alphabet erlernt haben, es ihnen sogar gelungen (muvaffak) ist, den ganzen Weisen (kerîm) Qur'an durchzulesen und in ihrer Reinheit (masum) neben dem Qur'anunterricht (ders) freiwillig (müstakane) auch noch die Wahrheiten des Lichtes (Nur hakikatlari) und die Lehren des Glaubens (hakaik-i imaniye) zu lesen. Dazu gratulieren (tebrik) wir ihnen, ihrem Lehrer und ihren Eltern. Möge Gott es wollen (insâallah), dass Münevvere und Nazmiye die Aufgaben (vazife) im Dienst (Nur hizmetinde), die von Abdülbâki und Mehmed Celal noch unerledigt geblieben sind, vollenden (tekmil) werden.

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Dem Kranken, über den uns der heldenhafte Burhan, dem wir wie allen Schülern der Risale-i Nur ganz besonders dankbar (minnetdar) sind, in seinem Brief schreibt, möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), die Genesung (sifa) geben und der verstorbenen (vefat) Mutter unseres Bruders Zekâi'n viel Erbarmen (rahmet) schenken, âmîn.

Sabri, der eine der Säulen des Lichtes (Nur'un erkâni) ist und dafür sorgt, dass die Hocas ihr Gesicht bewahren (yüzünü ak) können, schreibt mir in seinem Brief, gleichsam als Mittler des Lichtes (Nur'un santrali), dass so wie die verstorbenen (merhum) Hâfiz Ali und Hasan Feyzi nun auch Ahmed Fuad, der ihr Nachfolger (halef) ist und ihre Aufgaben (vazife) übernommen hat, für mich, ihren hilflosen Meister (bîçare üstadlari), der alt ist und bald seine Aufgabe beenden wird, sein Leben opfern (feda) und an seiner statt in das Zwischenreich (berzah) hinübereilen will. Genauso hat nun auch unser Bruder Sabri seine Seele (nefis) und sein Herz (qalb) davon überzeugt, mir wenn möglich als vierter den Rest seines Lebens (ömrü) zu schenken, wie er mir schreibt. Ich sage zu diesem sehr alten und unerschütterlichen Bruder, dessen Leben (hayat) noch für die Lichter (Nurlar) sehr von Nutzen (faideli) ist, Tausende Male: "Möge Gott dich segnen (bârekâllah)!" Ich nehme (kabul) das Leben (ömür) an, das er mir gibt; und wie auch das Leben von Ahmed Fuad gebe ich auch diese beiden noch übrig gebliebenen Leben (bâki ömrü) diesen meinen beiden Brüdern wieder zurück und vertraue (emanet) sie diesen beiden neu geborenen Saids an, damit sie an meiner statt dem Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye) und dem Licht (Nur) dienen (hizmet) werden.

Weiter schreibt er in seinem Brief, dass in dem Kreis der Unterweisung (halka-i tedrisi) des Oberschreibers (bas kâtib) der Medrese-i Nuriye in Barla, Samli Hâfiz Tevfik Yusuf, das Kind (mahdum) von Siddik Süleyman sowie die Kinder des verstorbenen (merhum) Mustafa Çavus und Ahmed im Unterricht während der Qur'anlesung (ders) auch die qur'anische Schrift und von den Lichtern (Nurlar) lernen und dass Hulusi und Hâfiz Hakki die Licht-Abhandlungen (Nurlar) mit Begeisterung (sevk) abschreiben. Das hat meine Hoffnung (ümid) auf die Schüler aus Barla gestärkt (kuvvet), mich innerlich erleichtert (derince bir ferah) und froh (sürur) gestimmt. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen zum Erfolg (muvaffak) verhelfen, âmîn. Und auch Erfolg (tevfik) als Begleiter (refik) geben, âmîn!

Der dem Brief von Sabri beigefügte Brief von Hüseyin, dem Neffen (hemsirezade) von Siddik Süleyman, der mir so oft zu Diensten (hizmet) war, als ich noch in Barla war, und an den ich so oft gedacht (hatirim) habe, hat mich sehr gefreut. Auch wurde meine Sorge (merak) um ihn dadurch beseitigt (izale). Wie wunderbar hat Gott es doch gewollt (mâsâallah), dass er seine alte Verbundenheit (alâkadarlik) mit mir in der gleichen Art (mahiyetinde) aufrechterhalten (muhafaza) hat wie Siddik Süleyman!

Die dem Brief von Sabri beigefügten Briefe von Sükrü, Süleyman, Osman Çavus, der Schüler (talebe) der Risale-i Nur in dem Dorf Cire der Proviz Egirdir, zeigen deren aufrichtige (samimî) und wahrhaftige Verbundenheit (alâkalar) mit den Lichtern (Nurlar). Dazu möchten wir sagen: "Möge Gott euch segnen (Bârekâllah)! Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), euch zum Erfolg (muvaffak) verhelfen".

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Einen Teil der mir anvertrauten (emanet) Abhandlungen (risaleler), die noch in Kastamonu geblieben waren, mir aber von Mehmed Feyzi und Emin, den Hüsrev und Rüsdü von Kastamonu, zugesandt wurden, habe ich erhalten. Mehmet Feyzi, welcher der Oberschreiber (serkâtib) der Risale-i Nur ist und - obwohl er krank war - ein Wörterbuch (lügatname) zum Stab Mosis (Asâ-yi Musa), den ich euch geschickt hatte, sehr schön geschrieben und wissenschaftlich (âlimane) abgefasst, dem auch am Anfang dieses Wörterbuches einen schönen Artikel (fikra) hinzugefügt und mir eigens noch einen Brief geschrieben hat, erweist trotz vieler Schwierigkeiten (müskilât) und Hindernisse (manialar), die er dort hat, eine außergewöhnliche Treue (hârika sadakat) und erhabene Verbundenheit (faik alâkasi) mit den Lichtern (Nurlar) und verrichtet in mehreren Hinsichten unerschütterlich seinen Dienst am Glauben (imana hizmeti). Das alles zeigt, dass auch er ein kleiner Hüsrev ist, doch gleichzeitig ein vollendeter Hasan Feyzi. Als ich jedoch dort war, waren da noch ein pensionierter Beamter (eski memur), der sehr einflussreich und auch selbstgefällig (enaniyetli) war und nach Art der Sufis (sofi-mesreb) lebte, sowie ein überaus bedeutender Gelehrter (malûmatli), ein mit der Welt sehr beschäftigter und zugleich politisch (siyasî) wie kaufmännisch interessierter Hoca. Da sie mich nicht weiter störten, hatte ich auch nicht versucht, sie in den Kreis des Lichtes (daire-i Nur) zu ziehen, wie auch sie mich nicht weiter gestört haben. Was jedoch Mehmed Feyzi betrifft, so gelang es ihm noch nicht, die Provinz Kastamonu vor ihrem Einfluss (nüfuz) zu retten, wie dies später die Brüder in Denizli erreicht (muvaffak) haben. Auch die Helden des Lichtes (Nur) wie Hilmi, Sadik und Ahmed Kureysî lebten damals auf den Dörfern, sodass der Dienst (hizmet) gewissermaßen einzig Feyzi überlassen blieb. Möge Gott es wollen (insâallah), dass es ihnen eines Tages auch in Kastamonu vollkommen gelingen (muvaffak) wird.

Die Zehras, Hacers, Lütfiyer, Ulviyer und Necmiyer in Kastamonu begleiten Feyzi bei seinem Dienst (Nur hizmeti) in einem anderen Bereich (nämlich dem Bereich der Frauen).

Feyzi berichtet in seinem Brief, dass eine offizielle Qur'an-Schule (resmî mekteb) nach den entsprechenden Vorbereitungen (tesebbüs) der Schüler (sakirdler) der Risale-i Nur eröffnet werden konnte, worauf als Erste die unschuldigen Kinder des Lichtes (Nur'un masumlari), vor allem die Kinder (mahdum) von Emin, in der Schule eingetragen wurden, wo sie als Erstes den Qur'an durchgelesen und zum Teil bereits begonnen haben, ihn auswendig (hifza) zu lernen. Daher gratulieren (tebrik) wir ihnen, ihren Vätern und allen Schülern (sakirdler) dort und bitten für diese unschuldigen Kinder Tausende Male, möge Gott sie segnen (bârekâllah).

Unsere angesehene Schwester Zehra kam zweimal um des Dienstes an dem Licht (Nur'un hizmeti) willen hierher und gab zweihundert Lira zur Deckung der Ausgaben für das an der Medreset-üz Zehra benötigte Papier (kâgid masrafina), was zeigt, dass es auch unter den Frauen solche gibt wie die Hüsrevs, Feyzis und Ahmeds. {und sich für ihren Dienst mit dem gleichen Eifer einsetzen (A.d.Ü.)}

Ich habe in Kastamonu mit den Unterschriften von Hâfiz Ihsan und von den Helden des Lichtes (Nur) Hilmi Bey und Emin einen gemeinsamen Brief erhalten. Ich begrüße (selâm) diese beiden alten, angesehenen, unerschütterlichen, standhaften (metin) Brüder, die Ihsans und alle die Schüler des Lichtes (Nur sakirdler) dort mit Sehnsucht (hasret) und großem Verlangen (istiyaklar). Dabei möchte ich gerne wissen, wo Ihsan ist, der doch im Gefängnis mit uns zusammen war und uns dort im Gefängnis so viele Dienste geleistet hat.

Die Mustafas, sowie Ahmed Fuad, Hifzi, Rahmi und dergleichen Brüder in der Umgebung von Safranbolu beweisen durch ihre wahrhaftige Treue (hârika sadakat) und Verbundenheit wirklich sichtbar, dass unser Dienst (Nur hizmeti) in diesen acht Jahren in Kastamonu nicht ohne Erfolg (akîm) geblieben ist und daher nun auch Safranbolu eine glanzvolle Medrese-i Nuriye werden wird. Die Mitteilung (telakki) in Mustafa Osmans letztem Brief, dass die Lichter (Nurlar) unter hunderten Jugendlichen und auch den Arbeitern in der Industriestadt (fabrikalar sehrinde) Karabük, zwei Stunden entfernt von Kastamonu, großen Anklang (fütuhat) finden wird, ist für uns eine bedeutsame und zugleich auch erfreuliche Botschaft (müjde).

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Mustafa Sungur und Rahmi, diese kleinen Helden des Lichtes (Nur), schreiben in ihrem schönen Brief, dass in ihrem Dorf Ahmed Fuad voller Eifer unterrichtet (ders), die beiden Großgemeinden (Nahiye) Eflani und Barla eine Medrese-i Nuriye geworden sind, deren Einwohner nun voller Hingabe (istiyak) die Abhandlungen des Lichtes (Nurlar) hören, dass vor kurzem zwei weitere junge Lehrer (muallim), die noch die alte Schrift beherrschen, in den Kreis der Lichter (Nurlar) eingetreten sind und dass die Kinder begonnen haben, die Buchstaben (huruf) des Qur'an zu erlernen und mit ihnen auch die Risale-i Nur abzuschreiben. Das ist eine großartige und sehr erfreuliche Nachricht (fâl-i hayir). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), diesen unschuldigen Kindern zum Erfolg (muvaffak) verhelfen und mit ihren Lehrern (üstad) und Eltern zufrieden (razi) sein. Sie sind im Gebet (dua) in den Kreis der unschuldigen Kinder miteingeschlossen. Wir gratulieren (tebrik) allen Einwohnern der großen Gemeinde (Nahiye) Eflani, besonders aber Ahmed Fuad, Mustafa und Rahmi.

Mustafa Sungur und Rahmi, diese kleinen Helden des Lichtes (Nur), haben in kurzer Zeit, und zwar Mustafa Sungur sehr schön die Elfte Problemstellung mit ihrem Anhang (Hatime) aus der Frucht-Abhandlung (Meyve) mit den alten Buchstaben, und Rahmi den Wegweiser für die Jugend (Gençlik Rehberi) gleichfalls mit den alten Buchstaben in bester Weise abgeschrieben und mir zusammen mit meinen Büchern, die aus Kastamonu nachgekommen sind, zugesandt. Das hat mich in der Tat so sehr zufrieden (memnun) gestellt, als wären meine guten alten Neffen (biraderzadeler), Abdurrahman und Fuad, wieder in diese Welt (dünya) zurückgekehrt.

In dem Brief, den ein in Balikesir Zugewanderter (muhacir) mit dem Namen Edhem Hoca, der ein Anhänger (mensub) Celaleddin-i Rumîs ist, seit etwa zwanzig Jahren als Dorfhoca dient, sich damit beschäftigt, die Kinder das Lesen des Qur'an zu lehren, der jetzt in Balikesir, in Kirkagaç und Umgebung voll und ganz der Risale-i Nur dient (hizmet) und in einem langen Brief, mit der Unterschrift (imza) des Imams des Dorfes Alamescid in der Provinz Sandikli, İbrahim Edhem, die furchtsamen Hocas im Namen der Schüler (Nur sakirdleri) in Balikesir, Kirkagaç und Umgebung zu den Abhandlungen (Nurlar) einlädt und sie dazu ermutigt, finden sich sehr bedeutende, wunderschöne Artikel (fikralar) und gibt es auch Ohrfeigen für diese furchtsamen Hocas. Dazu gratuliere (tebrik) ich diesem Mann wirklich. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihm Erfolg (muvaffak) schenken. Ich grüße (selâm) sowohl ihn als auch die vielen, neuen Nurcus, deren Namen sich in diesem Brief finden. Seinen langen Brief konnte ich wegen meiner Krankheit nicht korrigieren (tashih), ausbessern (islah) und abmildern (ta'dil). Denn es ist notwendig, seine allzuvielen Lobsprüche (senalar) über mich entweder ganz zu streichen oder doch wenigstens abzumildern. Ich sende eine Kopie davon, um sie in die Briefsammlung (lâhika) einzureihen. So wie bereits Hasan Feyzi und Ahmed Fuad die Lehrer (muallim) an die Abhandlungen (Nurlar) herangeführt haben, möge nun Gott es wollen (insâallah), dass auch dieser eifrige Bruder die Hocas an die Abhandlungen (Nurlar) heranführen wird.

Ich grüße (selâm) den Bäcker Mustafa, der mir ab und zu einmal durch seinen Sohn (mahdum) Brot ins Hotel in Denizli geschickt und auch Feuer gebracht und mir auch durch Tahir Çavus einen Brief gesandt hat.

Allen Tausende Grüße (selâm). Ich bete (dua) für ihre Sicherheit (selâmetler).

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Meine lieben getreuen Brüder!

Eine Frage, die den Umständen entsprechend (gewissermaßen unausgesprochen) in der Luft (maddi ve manevi) liegt und deren Antwort mir in den Sinn gekommen ist.

Man sagt: Warum akzeptierst du denn nicht diese unumstößliche gute Meinung der Nurschüler und ihre feste Überzeugung, was deine Person betrifft und ihre Begeisterung nur noch steigern könnte, wo es um deinen Rang und die Stufe deiner Vollkommenheit (makam ve kemalat) geht? Schreibst du all dies nur der Risale-i Nur zu und siehst dich selbst nur als deren unvollkommenen Diener?

Antwort: Unendliches Lob und Dank sei dafür, dass die Risale-i Nur über solche starken und unverrückbaren Stützpfeiler und über solch glänzende und scharfsinnige Beweise verfügt, dass es keiner weiteren Vorzüge und Fähigkeiten bedarf, die man sich als meiner Person zu eigen vorstellt. Sie sind im Gegensatz zu allen anderen Werken sonstiger Verfasser nicht von dessen Fähigkeit abhängig und entlehnen deren Akzeptanz und Stärke nicht von ihm. So stützt sich denn (die Risale-i Nur) schon seit zwanzig Jahren in aller Öffentlichkeit auf unwiderlegbare Zeugnisse und zwingt so meine äußeren (die gottlosen Lehren westlicher Philosophie) wie inneren (nefs) Feinde, sich zu ergeben. Wäre meine Person ein bedeutender Stützpfeiler für sie, würden meine Feinde, die Atheisten, gnadenlose Gegner, sich niemals geschlagen geben. Doch obwohl meine Feinde in ihrem Wahnsinn mit Lug und Trug auf jede Weise immer wieder versuchen, mich in Misskredit zu bringen und das allgemeine Wohlwollen der Leute mir gegenüber zu zerstören, können sie dennoch der allgemeinen Verbreitung der Risale-i Nur und dem Wert (den sie in den Augen der Leute hat) keinen Schaden zufügen. Selbst wenn es ihnen gelingt, einigen Schwachen, erst noch anfänglich Begeisterten den Kopf zu verdrehen, wird es ihnen dennoch nicht gelingen, sie dazu zu bringen, sich (von der Risale-i Nur) abzuwenden.

Aufgrund dieser Tatsache (hakikat) kann ich die gute Meinung, die mir (diese Leute) entgegenbringen und die weit über das hinausgeht, was mir zusteht, nicht akzeptieren, weil ja in dieser Zeit der Egoismus (enaniyet) vorherrschend ist (und diese Leute daher eine Gegenleistung von mir erwarten). Ich selbst hege nicht so, wie es meine Brüder tun, eine solch "gute Meinung" über mich. Und wäre denn die die religiöse Stufe (makam-i uhrevî), die meine Brüder ihrem armseligen Mitbruder zuschreiben, wahrhaftig meine Stufe im Glaubensleben (hakikî dinî makam), so gilt entsprechend (dem Satz) am Ende des Zweiten Briefes der gesammelten Briefe (mektubat): "Sollte ich - was Gott verhüten möge! - in dieser Vollkommenheit (kemalat), die man meiner Person als geistliches (manevi) Geschenk zuerkennt, mich selbst wiedererkennen, so wäre dies ein Beweis dafür, dass ich dies nicht bin. Wüßte ich selbst aber nichts davon, so ist es notwendig, ein derartiges Geschenk nicht anzunehmen." Sollte ich aber selbst auf einen derartigen Rang (makam) Anspruch erheben, so könnte hier der Egoismus (enaniyet) Platz greifen...

Bleibt noch als ein weiterer Punkt, dass man ja sagen könnte, dass jemand, der damit beauftragt (vazifedar) ist, die Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) für diese Welt (dunya) zu verbreiten, einen entsprechenden Rang (makam) innehaben sollte, um desto effektiver wirken zu können. Dem widersprechen jedoch zwei Dinge.

Erstens: Angenommen, es handle sich dabei um (den Rang) der Heiligkeit (velayet) und jemand strebe danach wissend und wollend, so widerspräche dies dem Wesen der Heiligkeit (velayet) und der Bescheidenheit. Niemand kann sich, wie die Sahabis, zu den Erben des Propheten (sahabis) rechnen oder dergleichen behaupten. Mit ihnen kann man sich nicht vergleichen.

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Zweites Hindernis: Wenn ein Mensch in vielerlei Hinsicht angreifbar ist, wenn er sterblich (fani) ist, wenn er nur für sich selbst reden kann, wenn er (an die Begrenzungen von Zeit und Raum) gebunden ist, (wenn er weiß, dass auch er) Fehler hat, so ist dies für (die Botschaft) der Risale-i Nur und die Verbreitung der Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) nur von Nachteil. Es gibt jedoch (in dieser Sache) dankenswerterweise einen Punkt: Weil meine politischen Gegner über diese oben erwähnten Tatsachen (hakikat) kein Wissen haben, denken sie stets nur an den alten ehrwürdigen, hochachtbaren Said und beschäftigen sich ständig damit, anstelle der Risale-i Nur meine Person verächtlich zu machen und deren Fehler aufzuzeigen. Manche fanatischen, selbstbezogenen Lehrer (enaniyetli hocalar) hetzen (die Leute) gegen mich auf, als wollten sie die Lichter (Nur) auslöschen. Stattdessen tragen sie dazu bei, den Glanz der Lichter (Nur) nur noch zu erhöhen. Denn diese Lichter entströmen nicht meiner Wenigkeit, sondern aus der Quelle der qur'anischen Sonne.

Zusammen mit dem aufrichtigen (hâlisane) Brief von İbrahim Edhem, dem Hoca in dem Dorf Alamescid, bekam ich sechs Zettel (pusla) von sechs noch ziemlich jungen, unschuldigen (masum) Kindern, die von großer Bedeutung und die unschuldigen Schüler (Nur'un masum sakirdler) sind, die durch den Unterricht (ders) dieses segensreichen (mübarek) Hocas ihren vollkommenen Anteil (tam hisse) erhalten haben und so in den Kreis des Lichtes (Nur dairesi) eingetreten sind. Sie haben sich dies selbst ausgedacht, es dann ihrem Lehrer gesagt, es dann mit ihrem eigenen Stift niedergeschrieben und nun wollen diese unschuldigen (masum) Segensreichen (mübarekler) diesem alten (ihtiyar) kranken (hasta) Said ein jedes mir einen Teil seines Lebens (ömür) geben. Das ist in der Tat (hakikaten) ein überaus staunenswürdiges (medar-i hayret) und schätzenswertes (takdir) Ereignis (hâdise-i Nuriye). Ich habe das segensreiche Geschenk (mübarek hediyeler) dieser Unschuldigen angenommen (kabul), gebe es diesen noch so winzig kleinen Saids als Geschenk wieder zurück und schenke es ihnen so wieder erneut. Mögen sie jetzt an meiner statt damit arbeiten. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), sie erfolgreich (muvaffak) werden lassen. Diese noch so winzig kleinen Saids sind aufgrund ihrer eigenen Anmerkung (isaretler) entsprechend: İbrahim, neun Jahre alt, Mustafa, elf Jahre alt, Halil İbrahim, zwölf Jahre alt, Emin Yilmaz, vierzehn Jahre alt, Mehmed, elf Jahre alt, Abdullah, zwölf Jahre alt.

Der Sohn und Erbe (mahdum ve vâris) des verstorbenen (merhum) Hâci Hafiz, der einer der Helden der Medrese-i Nuriye und segensreicher Lehrer (üstad-i mübarek) dieser Medresse war, Hâfiz Mehmed, schrieb mir in dem Brief, den er mir im Namen aller Schüler (umum sakirdler) dieser Medresse gesandt hat: "Die Arbeit mit den Abhandlungen (Nur'la istigalin) ist eine Medizin (ilâç) gegen alle Übel (bela') und Krankheiten, außer dem Tod. Diesen fürchterlichen Tod zeigen sie jedoch als das Tor des Paradieses (Cennet'in kapisi) und versetzen die Gläubigen (ehl-i iman) dadurch in Aufregung (heyecan) und Begeisterung (sevk)." Es gibt sehr viele Beispiele (hâdise) dafür, dass dieser Satz (fikra) wahr (hakikat) ist. Auch sein unschuldiges Kind (masum mahdum) hat nun begonnen, den Qur'an auswendig (hâfizlik) zu lernen. Möge Gott ihm darin Erfolg (muvaffak) verleihen (insâallah), und möge er so am Ende als ein neuer, gesegneter (mübarek) Hâfiz mit diesem Titel (ünvanlar) das Erbe seines Vaters und Großvaters fortsetzen.

In seinem äußerlich zwar nur kurzen, sinngemäß (manen) jedoch langen und bedeutungsvollen Brief schreibt Mustafa Yildiz, der in der Medrese-i Nuriye einer der Helden mit dem diamantenen Stift ist, dass das Buch mit dem Siegel der Bestätigung aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye), dessen Bearbeitung den Helden der Medrese-i Nuriye überlassen wurde, bereits vollständig auf Matrize übertragen wurde und es drei, vier Wiedehopfe (hüdhüd) bereits sinngemäß (manen) bejubelt haben, was zeigt, dass dieses Buch - wolle es Gott (insâallah) - als ein bestätigendes Siegel aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye) in einer prächtigen Form in der Medrese-i Nuriye herauskommen und einen sehr guten Anklang (fütuhat) finden wird.

— 213 —

Das kurze Bittgebet (münacat), das der heldenhafte Tahiri gesandt hat, ist korrekt (sihhatli). Lediglich der Abschnitt am Anfang ist bereits übersetzt worden. Derzeit erlaubt es mir mein Zustand (hal) nicht, es vollständig zu übersetzen. Es soll also unübersetzt bleiben. Dieses sehr kurze Bittgebet (münacat) zeigt, dass die Selbstgefälligkeit der Seele (enaniyet-i nefsiye) und die Sorge um das Leben (hissiyat-i hayatiye) bei der Abfassung der Risale-i Nur nicht dominant waren und so die Wahrhaftigkeit (ihlas) und Reinheit (safiyet) der Abhandlungen der Lichter (Nurlar) nicht angetastet werden konnten. Da ich im ersten Weltkrieg jederzeit bereit (muntazir) war, an der Front zu fallen (sehid), wurde der Kommentar zum Qur'an (Tefsir), "Ein Zeichen des Wunders" (İsarat-ül İ'caz) vollständig (tam) und aufrichtig (hâlis) verfasst. Auch die so machtvolle Erscheinung (kuvvetli tezahür) der Verbindung mit dem Tod (rabita-i mevt) in diesem Bittgebet (münacat) bewirkt, dass die Abhandlungen der Lichter (Nurlar) von reinem und aufrichtigem (safi ve hâlis) Wesen sind. Möge Gott es wollen (insâallah), dass die Interessen der eigenwilligen Seele (hissiyat-i nefsaniye) nicht in sie einzudringen vermögen.

Unter den bedeutenden jungen Schülern (sakirdler) aus Barla, wo die erste Medresse der Abhandlungen (Nurlar) entstand, mit der ich geistig (ruhen) sehr eng verbunden bin, finden sich auch ein Ahmed und ein Mehmed, neben dem Ahmed und dem Mehmed, die aus Denizli zu mir gekommen sind. Der hier zugewanderte (muhacir) Hâfiz Ahmed, mit dem ich in damaliger Zeit ebenfalls in engster Beziehung stand und der mir acht Jahre in Treue gedient hat, kam anstelle von Mustafa Çavus; Ahmed, der Sohn (mahdum) des verstorbenen (merhum) Mustafa Çavus, kam für seinen verstorbenen (merhum) Vater; der Barbier Mehmed kam für seinen Schwiegervater, den verstorbenen (merhum) Muhacir Hâfiz Ahmed und im Namen der Schüler (Nur sakirdler) in Barla. In der Tat habe ich mich darüber so sehr gefreut, als ob ich selbst nach Barla und in jene Zeit zurückgekehrt wäre. Wie wunderbar hat Gott es doch gefügt (mâsâallah), dass nun Barla zu spüren beginnt, dass es die erste Medrese-i Nuriye geworden ist und damit dort ernsthaft ein Erwachen (intibah) und ein Interesse (alâkadarlik) gezeigt hat, nun auch aktiv zu werden. Sogar Haci Bekir, der damals den Auftrag zum Druck des Zehnten Wortes erteilt hatte, hat untersagt, das Zimmer, in dem ich dort gewohnt hatte, zu verkaufen und alle Kosten für den Unterhalt (masraf) übernommen. Er hat auch eine Nachricht nach Barla gesandt, dass es als Gästezimmer (misafirhanesi) für die Schüler (Nur sakirdler) erhalten (muhafaza) bleiben soll.

Ich habe von unserem Bruder Hoca Sabri, der eine Kontaktperson für das Licht (Nur Santrali) ist, und von seiner Frau, die seit langem genauso wie er eine Nurdschu ist, und seinem kleinen Sohn (mübarek mahdum) Nureddin (Yasar) einen kurzen Brief erhalten. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen Gesundheit (sihhat), Wohlergehen (âfiyet) und Glückseligkeit (saadet) schenken (ihsan), âmîn.

Obwohl es überall ein Bedürfnis (ihtiyaç) nach Regen gab, kam erstaunlicherweise, und zwar nur hier in Emirdag, ein heftiger Regen und ein für das Wachstum durchaus notwendiger (faideli) Graupelschauer herunter, dessen Stücke so groß wie Haselnüsse waren, desgleichen man bisher noch nicht gesehen hatte. Zurzeit sind zwei Nurcubrüder bei mir, die mir sagen: "Sowohl das Eintreffen des Qur'an-Exemplars, {von uns bereits erwarteten, handgeschriebenen Exemplars mit den darin sichtbaren, wunderbaren Übereinstimmungen} das auf seine Wunderhaftigkeit (mu'cizatli) hinweist, als auch der Umstand, dass der Direktor der Sicherheitsbehörde (emniyet müdürü) ein Exemplar des "Zülfikâr", wegen dessen Beschlagnahme (müsadere) wir doch eigentlich einen ziemlichen Angriff (hücum) aus Afyon erwartet hatten, dieses anerkennend (takdir) las, als auch die drei maßgeblichen Beamten, die alle drei Ismail heißen, und in derselben Zeit wahre Schüler (sakird) und Verbreiter (nasir) der Abhandlungen (Nurlar) wurden, waren der Anlass zu diesem Regen." Denn anhand vieler Erfahrungen (tecrübeler) steht bis heute fest (sabit), dass durch die freie Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur die Unglücksfälle (belalar) beendet wurden, während durch alle Versuche, das zu verhindern oder gar die Lichter (Nurlar) zum Schweigen zu bringen, die Unglücke ausgelöst wurden. Das konnte sogar vor Gericht (mahkeme) bewiesen (isbat) werden. Aus dem diesmaligen Frühlingssturm (firtina) kann man daher entnehmen, dass wieder eine Dürreperiode angebrochen ist, weil zwei ausländische und zwei inländische, d.h. also vier Strömungen, jede mit ihrer jeweiligen Absicht (maksad), die Begeisterung (sevk) und den Arbeitseifer (sa'yler) der Nurdschus eindämmen und deren Gesichter auf ihre weltlichen (dünya) und politischen (siyaset) Interessen hinlenken wollen. Möge Gott es wollen (insâallah), dass auch diese Zeit bald wieder vorübergehen wird.

— 214 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Und es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht in Dankbarkeit lobpreist. Friede sei mit euch und Gottes Erbarmen und Sein Segen."}

Meine lieben getreuen Mitbrüder Tahirî, Sabri, Salahaddin, Mehmed und Mustafa!

Erstens: Zu Ehren dieser kommenden heiligen drei Monate (suhur-u selâse) und um der Ehre der Treue (sadakat) und Wahrhaftigkeit (ihlas) der Schüler (Nur sakirdler) willen, wollen wir hier einen sehr bedeutsamen Vorfall wieder zurechtrücken, der ein Grund zu einem Tadel (sebeb-i itab) und zu einer Ohrfeige war. Ihr sollt euch nicht deswegen grämen. Es ist dies wie folgt: In jener Nacht wurde ich in Form einer strengen innerlichen (manevî) Ermahnung (ihtar), wie ich dies noch nie zuvor erfahren hatte, zurechtgewiesen (itab) und mir mahnend (tazib) gesagt: "Du warst dazu verpflichtet (mükellef), die Wahrhaftigkeit (ihlas) und die Enthaltsamkeit (istigna) in den Abhandlungen (Nurlar) zu schützen (muhafaza), indem du nicht in das weltliche (dünya) Leben, seine Freuden (zevk) und seine Bequemlichkeit (keyf) hinabsteigst. Und du warst dazu beauftragt (vazifedar), gegen die Krankheit jener anzugehen, die nach dem Geheimnis (sirr) von

﴿ يَسْتَحِبُّونَ الْحَيٰوةَ الدُّنْيَا ﴾

{"Sie ziehen das weltliche Leben vor..."}

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in dieser Zeitepoche (asir) das Weltliche (dünya) der Religion (din) vorziehen und wissentlich die Diamanten (elmas) gegen Glasperlen (sise) eintauschen und dich stattdessen für das Licht einzusetzen (Nur vasitasi) und darum zu bemühen. Anhand von hunderterlei Erfahrungen (tecrübe) hast du auch verstanden, dass die Geschenke (hediye) der Menschen, ihre Gaben (ihsan), ja selbst noch ihre Art, dir zu helfen (yardimlar) dir überhaupt nicht guttun, ja dich sogar krank machen. Du erlebst doch jeden Tag, was da geschieht (eser) und erfährst, wie es auf dich wirkt (tecrübe). Stattdessen bist du nun dafür die Ursache (sebebiyet), dass sich die Gesichter opferwilliger Helden der Risale-i Nur, derer, denen du am meisten vertraust, mehr als ihrem Dienst (hizmet) deiner eigenen Bequemlichkeit (istirahat) zuwenden, usw. Dies und noch mehr wurde mir innerlich (manen) eingegeben und so wurde ich denn eindringlich zurechtgewiesen." Und nun fürchte ich mich vor noch einer weiteren innerlichen Ohrfeige (manevî tokat). Der einzige Ausweg (çare-i yegânesi) bei diesem Vorfall ist der, dass derjenige, der dieses Automobil gekauft hat, nun bekanntmachen wird: "Dieser unser Bruder Said konnte es nicht annehmen. Er hätte denn andernfalls in sich (manevî) einen fürchterlichen Schaden verspürt."

Zweitens: Das Auto soll jetzt zu Sabri nach Konya geschickt und dahin gebracht werden. Wenn er nicht damit einverstanden ist, soll es zu den Säulen (erkânlar) der Medreset-üz Zehra gebracht werden. Sabri soll deswegen nicht besorgt (merak) sein. Sein wunderbarer Dienst (hârika hizmet) für die Abhandlungen (Nurlar) in jedem Monat ist viel mehr wert als der Preis für ein Auto. Darum soll er auch nicht gekränkt (gücenme) sein.

Drittens: Ihr sollt ohne jeden Zweifel wissen, dass der Grund dafür, dass ich diesen furchtbaren Tadel (itab) erhalten habe, der war, dass der Fahrer während eines Ausflugs mit dem Auto sagte: "Es sind z.Zt. sehr kleine Autos neu auf den Markt gekommen, die zu einem Preis von etwa tausend Lira verkauft werden." Da sagte ich nach Art eines Wunsches (arzu), um meiner Bequemlichkeit (istirahat) willen: "Ach wäre uns doch ein solch kleines Auto zu unserer Verfügung anvertraut (emanet), um damit meine Nurcu-Brüder an anderen Orten besuchen (ziyaret) zu können." Doch hatte ich dazu noch gar keinen wirklich (hakikî) ernsthaften Entschluss (karar) gefasst. Doch obwohl es nur ein Wunsch (arzu) war, haben zwei unserer engsten Brüder hier diesen Wunsch für einen ernsthaften Entschluss gehalten und opferbereit dafür gesorgt, nicht nur tausend Lira, sondern an die viertausend Lira heranzuschaffen. Als sie dann hierher kamen, nahm ich dies sieben Stunden lang in meiner Zufriedenheit (memnuniyet) auf und dachte dabei, dass dieser Wunsch ein angenommenes Gebet (dua-yi makbul) wäre. Doch da erfuhr ich plötzlich in dieser Nacht diesen innerlichen Einspruch (manevî itiraz), diesen Tadel (itab). Und so begriff ich denn die Fehlerhaftigkeit meines Wunsches (arzumun hatasi). Diese Art innerlichen Tadels (manevî itab), den ich noch nie zuvor erfahren habe, hat drei Gründe, die ich jedoch ein andermal erläutern (izah) möchte.

Unsere fünf Brüder, welche dieses Auto gekauft hatten, sollen mit absoluter Sicherheit (kat'iyyen) wissen, dass ich durch einen Hinweis (isaret) zu der Überzeugung (ve kanaat) gelangt bin, dass nicht etwa alle fünf ein Auto als Gabe (sadaka), als Spende (ihsan), als Geschenk (hediye) gegeben haben, es vielmehr von ihnen hinsichtlich ihrer guten Absicht (hayirli niyetler) als Dienst (hizmet) im Kreis der Risale-i Nur innerlich angenommen (manen kabul) wurde, so als ob ein jeder von ihnen tatsächlich (bilfiil) ein Geschenk mit dem vollen Wert eines Autos gemacht hätte. Da nun ihr, meine Brüder, einmal eine solche Hochschätzung (hâlisane) eures aufrichtigen (hakkiniz) Dienstes (hizmet) bewiesen (makbu) habt, braucht ihr nun nicht deswegen traurig (müteessir) zu sein; vielmehr habt ihr mich von meinem innerlichen Tadel (manevî itab) befreit. So habt ihr nun die Gelegenheit (ihtimal), den Schaden rasch wieder auszubessern (tamir), der möglicherweise sowohl zu meinem Lebensprinzip (düstur-u hayatim) als auch zum Geheimnis der Wahrhaftigkeit (sirr-i ihlas) der Risale-in Nur werden könnte. Ferner soll dieses Auto nicht hier stehenbleiben. Es soll zu dem gebracht werden, der den größten Teil dafür bezahlt hat. Nachdem ich nun die drei wichtigsten Gründe erläutert habe, könnt ihr jetzt auch den Grund für meine Aufregung (telasimin hakikatini) verstehen. Ich bin bereits dazu gezwungen in diesen heiligen drei Monaten (suhur-u selâse) und bis zur Herausgabe weiterer wichtiger Bände mich drei Monate lang, auch wenn mir die Herrschaft über die ganze Welt (dünya saltanati) verliehen wäre, nicht weiter darum zu kümmern. Falls der Preis, den ihr für das Auto bezahlt habt, noch nicht gedeckt sein sollte, habe ich mich bereits entschlossen, den noch fehlenden Betrag auf jeden Fall (alâküllihal) zu ergänzen, auch wenn ich alles, was ich besitze, dafür verkaufen müsste.

Grüße an alle (Umumunuza selâm).

Tragt mir also bitte nichts nach (Hakkinizi bana helâl ediniz). Und auch ich möchte euch nichts weiter übel nehmen (Ben de sizi helâl ediyorum).

— 216 —

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Macht euch keine Sorgen! Die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye) wird auch weiterhin mit uns sein. Möge Gott es wollen (insâallah), dass auch diese jüngsten Angriffe (taarruzlar) ohne Erfolg (akîm) sein und zur guten Akzeptanz des Lichtes (Nur'un fütuhatina) beitragen werden. Nun soll ein Bruder nach Ankara fahren, um uns in dieser illegalen Angelegenheit (kanunsuz muamele) zwar ohne Panik, jedoch im Rahmen des Gesetzes (kanun) zu verteidigen. Er soll die Leute, wie den Inspektor (müfettis) der alten Partei, Hilmi Uran, den Inspektor der Provinz (Vilayetinin müfettisi) Afyon, den Abgeordneten (meb'us) Celal, Ahmed Hamdi im Präsidium des Amtes für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti) und Yusuf Ziya vom Sachverständigen-Komitee (ehl-i vukuf) aufsuchen und sich darum bemühen, diese illegalen, völlig willkürlichen Amtshandlungen gegen uns zu korrigieren.

Des Weiteren sollt ihr wegen der in Beschlag genommenen Bücher "Zülfikâr" und "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)" und wegen des Kopiergeräts der Polizei (zabita) und vor Gericht (mahkeme) sagen: "Die Vervielfältigung (teksir) dieser Exemplare ist für das Ausland; sie werden also ins Ausland geschickt. Da nun einmal im Norden drei Staaten den Qur'an angenommen (kabul) und begonnen haben, ihn in ihren Schulen (mekteb) zu unterweisen (ders), und da nun einmal Indien von seiner Regierung (hükûmet) Exemplare des Ehrwürdigen (kerim) Qur'an zum Selbstkostenpreis von zwei Millionen Lira in Auftrag gegeben hat, und da nun einmal die Bücher "Zülfikâr" und "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)" zwei Jahre lang von euren drei Gerichten (mahkeme) und den gelehrten Philosophen (feylesof âlimleri) durchforscht (tedkik) worden sind und sie alle übereinstimmend (ittifak) für unseren Freispruch (beraet) plädiert und diese Bücher sehr gelobt (takdir) und hoch geschätzt (tahsin) hatten, und da nun einmal diese beiden Bücher zwei scharfe Schwerter des Qur'an und zwei glänzende Zeugnisse (hüccet) für ihn sind, die selbst noch die Verbohrtesten dazu veranlassen, ihn anzunehmen (teslim), und da nun einmal Tausende Kritiker (ehl-i tahkik) und andere Geistesgrößen (ehl-i fen) bezeugen (sehadet), dass diese beiden Bücher stark (kuvvet) genug sind, sich gegen die atheistischen Strömungen, die von Norden kommen und diesen furchtbaren (dehset), destruktiven (tahrib) Anarchismus hervorrufen, voll und ganz durchzusetzen (mukabele), und da nun einmal die jetzige Regierung (hükûmet) Schulen (mekteb) für den Qur'an eröffnet und angeordnet hat, in diesen Schulen (mekteb) Religionsunterricht (dinî dersler) zu erteilen, ist diese Art und Weise, mit uns umzugehen, in jedem Fall beispiellos, ein Akt der Willkür (keyfî), eine Ungerechtigkeit (zulüm) und ein Verbrechen (cinayet) gegenüber dem Land (vatan), seinem Volk (millet), der öffentlichen Sicherheit (asayis) und der Gewissensfreiheit (hürriyet-i vicdan). Wir wollen jedoch mit eurer rein weltlich gesinnten Politik (dünya siyaseti) nicht unsere Hände schmutzig machen. Dennoch wollen wir euch nicht im Unklaren darüber lassen, dass wir unser Recht (hakkimiz) voll und ganz zu verteidigen (müdafaa) wissen und uns nicht von euch unter Druck (mecbur) setzen lassen!"

— 217 —

Tausende Grüße (selâm) an alle!

Sendet mir auch das Exemplar des "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)", das ihr für mich gebunden habt, wenn die Zeit dazu günstig ist. Der rein materielle Schaden, der entstanden ist, nachdem Hüsrev seine Aufgabe (vazife) bereits vollendet hatte, ist überhaupt nicht von Bedeutung. Die Exemplare des "Zülfikâr" sind bereits alle verteilt. Auch wenn bei dem "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)" ein geringer Verlust eingetreten ist, so möge doch Gott es wollen (insâallah), dass die Exemplare dennoch sehr viel geistigen Nutzen (manevî menfaat) bringen werden. Die Nurdschus sollten sich jedoch ihre Standhaftigkeit (sebat) und ihren Gemeinschaftssinn (tesanüd) bewahren (muhafaza), keineswegs in Panik (telas) geraten und sich ihre Begeisterung (sevkler) nicht nehmen lassen.

Euer Bruder
Said Nursî

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Da Isparta nun einmal zu einer Schule (Nur dershanesi) geworden und die Verwaltung (hükûmet) sowie auch die Polizei dort bis jetzt mehr als in anderen Provinzen tolerant (müsamahakâr) ist, ja die Nurdschus sogar wohlwollend betrachtet und sie kaum je behelligt, fühlen wir uns um des Segens (mübarekiyet) willen, der auf Isparta ruht, auch wegen des letzten Vorfalls nicht gekränkt, weil sie uns diesmal belästigt haben, sondern beglückwünschen (tebrik) sie sogar in gewisser Hinsicht dazu, dass es ihnen nun möglich wird, diese Abhandlungen (Nur'un eczalari) pflichtgemäß (vazifece) kritisch zu studieren (tedkik), sie zu lesen und ihren Nutzen (istifade) daraus zu ziehen. Das ist schließlich auch ihr gutes Recht (hakk). Also sollen sie vorerst einmal lesen. Ein Polizist (zabita) oder ein Angestellter der Justizverwaltung (adliye memuru), der stark im Glauben (imani kuvvetli) ist, kann Volk (millet) und Land (vatan) so nützlich (faidesi) werden wie zehn Mann. Darum ist unser materieller Verlust (maddî zayiat) im Vergleich zu diesem geistigen Gewinn (manevî faide) gar nicht von Bedeutung. Wenn sich eine Gelegenheit (münasib) dazu ergibt, grüßt (selâm) den Direktor für die Sicherheit (emniyet müdürü) und den Staatsanwalt (müddeiumumî) meinerseits und sagt ihnen: "Ich verfluche (beddua) euch keineswegs, im Gegenteil, ich bete (dua) für euch: "Oh Herr (Ya Rabbi)! Verleihe ihnen einen vollkommenen Glauben (iman-i kâmil) und ein gutes Ende (hüsn-ü hâtime) und bringe sie dazu, dass sie aus den Lichtern (Nurlar) ihren Nutzen (müstefid) ziehen."

Meine lieben getreuen Brüder!

Obwohl das Auto, das fünf Brüder für mich gekauft hatten, ohne einen Dank dafür zu erwarten (minnetsiz), zwar nun in gewisser Hinsicht genauso nützlich und nötig (faidesi ve lüzumu) wie vierzigtausend Lira war, um nun die Brüder in den verschiedenen Städten (kasabalar) zu besuchen und damit in gewisser Hinsicht zum Dienst (Nur hizmeti) beizutragen, habe ich es nicht angenommen (kabul), obwohl es äußerlich als Nachteil betrachtet wurde. Im Endeffekt wurde das jedoch zu einem unwiderlegbaren Zeugnis (hüccet) in der Hand der Schüler (Nur sakirdler), dass die hohe Wahrheit (hakikat) der Risale-i Nur sich zu gar keinem weltlichen Nutzen (dünyanin menfaati) herablässt und ihm zum Werkzeug (âlet) dient, auf absolute Weise durch diesen Fall (hâdise) als ein starkes Zeugnis (hüccet) gegen die Hocas und die Politiker (siyasîler), die uns dadurch kritisierten (mu'teriz), dass um der weltlichen (dünya) Angelegenheiten willen die Zwangsläufigkeit (zaruret) gegenüber dem Wissen und der Religion (ilme ve dine) besteht und so Schaden verursachen, um sie zum Schweigen zu bringen, welches wie ein starker Beweis (kuvvetli bir sened) wirkte, ein machtvolles Zeugnis (kuvvetli bir bürhan), das stärker ist als ein außergewöhnliches Wunder (hârika keramet). Sogar einige von denen, die durchaus argwöhnisch waren und sich von dem Licht (Nur) abwandten und nicht glauben wollen (inanmayan), dass sich das Licht (Nur) niemals für ein weltliches Ding (dünyanin hiçbir sey) herablässt, haben jetzt in vollkommener Hingabe (kemal-i teslimiyet) die Wahrheiten (Nurlarin hakikatina) annehmen (teslim) und erkennen müssen, dass sie über allen anderen Dingen stehen. Das aber heißt, dass die Gnade Gottes (inayet-i Hak) auch diesen Verlust für uns in eine Barmherzigkeit (rahmet) von großer Bedeutung verwandelt hat.

— 218 —

Anmerkung: Nachdem das Auto wieder verkauft worden war, wurden dreitausend Lira dieser Summe nach Emirdag gesandt, damit sie im Dienste der Risale-i Nur ausgegeben werden. Ich habe sie jedoch mit einer telegraphischen Überweisung zu den Eigentümern zurückgesandt. Heute habe ich gehört, dass die Freunde unter den Beamten dieses Vorfalls (hâdise) zu den Gegnern (muarizlar) gesagt haben: "Ein Mann, der sich nicht für drei- oder fünftausend Lira herabwürdigen lässt, ist ein Mann, der in dieser Zeit äußerst vertrauenswürdig (itimad) ist und sich mit nichts bestechen lässt.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Wir wünschen euch noch nachträglich aus ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) Glück und Segen (tebrik) zur heiligen Nacht der Himmelfahrt (Mi'rac-i Serif), die segensreich (rahmet), fruchtbar (bereket) und wunderbar (keramet) war und uns endlich den ersehnten Regen brachte. Und wir erbitten (niyaz) von Gottes Barmherzigkeit (rahmet-i İlahiye), noch mit vielen dergleichen Beispielen (emsal-i kesîre) beehrt (müserref) zu werden. Wir haben die feste Überzeugung, dass dies ein Zeichen (emare) ist, wenn auch in diesem Jahr genau wie im vergangenen Jahr in der vergangenen Nacht, der Nacht der Himmelfahrt (Mi'rac gecesi), in einer kaum vergleichbaren, noch nie zuvor gesehenen Art der Regen kam, und sich in der Nacht der Himmelfahrt (Mi'rac gecesi) und am darauf folgenden Tag noch fortsetzte, ein Zeichen (alâmet) dafür, dass der Kosmos (kâinat) und die Elemente (anasir) dieser heiligen (mübarek) Nacht gejubelt haben, dass das "Zülfikâr" und der "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) besonders bei den offiziellen Behörden (resmî daireler) einen so guten Anklang (fütuhatlar) gefunden haben. Etwa zur Hälfte dieser heiligen (mübarek) Nacht verschwanden plötzlich meine Beschwerden (rahatsizlik) und meine Schmerzen (sanci), die doch so heftig gewesen waren und mich in gewissem Grade an meiner Arbeit gehindert hatten, was mich zu der Überzeugung gebracht hat, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass die Gebete (dualar) meiner Brüder für meine Gesundheit und mein Wohlergehen (sihhat ve âfiyet) in dieser segensreichen (mübarek) Nacht angenommen (makbuliyet) worden sind; und so erhielt ich eine Art geistige frohe Botschaft (manevî müjde), dass ein Teil dieser Nacht mir aufgrund meiner schweren Krankheit mit jeder Stunde so viel Segen (sevab) gebracht hat wie sonst nur in zehn Stunden. Da dankte ich Gott (Allah'a sükrettim) und sagte dem barmherzigen Allerbarmer (Erhamürrâhimîn) meinen unendlichen Dank (hadsiz sükür).

Zweitens: Es besteht kein Zweifel daran, dass einem Kommandanten des Lichtes (Nur), Bruder Re'fet Bey, mit seiner Reise nach Ankara in kurzer Zeit ein großer Dienst (Nurlara hizmet) gelungen ist. Möge Gott es wollen (insâallah), dass sich schon bald ein Erfolg herausstellen wird und insbesondere die Angestellten (müntesibler) im Amt für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti) alle Werke des "Zülfikâr" und den "Stab Mosis (Asâ-yi Musa)" mit Lob und Hochschätzung (takdir ve tahsin) entgegennehmen; dass sie bereits versprochen haben, sie nicht zu kritisieren (tenkid), sondern sie zu beschützen und zu verteidigen (himaye ve müdafaa), ist bereits eine höchst bedeutsame Nachricht (hâdise) und eine prächtige Bekanntgabe (ilânname) für das Zülfikâr und den Stab Mosis (Asâ-yi Musa).

— 219 —

Ehrwürdiger Meister und mein höchst ehrenwerter Herr!

Da sich der Bauunternehmer, unser Bruder (Kardesimiz Müteahhid) İsmail Efendi, zu jeder Zeit persönlich mit Hizmi Bey trifft, überließen wir es ihm, die in unserer Angelegenheit (bu hususta) notwendigen Erklärungen (izahat) abzugeben, und so gingen wir denn direkt zum Präsidium des Amtes für die Religiösen Angelegenheiten (Diyanet Riyaseti). Dort fanden wir zunächst den Herrn Professor (müderris) Hasan Hüsnü Bey, den wir bereits kennengelernt hatten, als er bei uns in Isparta war. Er ist Mitglied (azas) der Beratungskommission (Heyet-i Müsavere) des Präsidiums des Amtes für die Religiösen Angelegenheiten. Ich habe mit ihm eine Weile persönlich gesprochen und ihm unsere Angelegenheit dargelegt (izahat). Danach sind wir zusammen in das Zimmer der Beratungskommission (heyet-i müsavere) gegangen und dort habe ich den Herrn Professor Yusuf Ziya angetroffen, dessen Unterschrift (imza) sich unter dem Bericht der Sachverständigen (ehl-i vukuf) in Ankara findet. Ich habe gesehen, dass die Dokumente vor ihm lagen, in denen über das Zülfikâr, den "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und über uns berichtet wird. Er bot mir einen Platz neben sich an und ich erklärte (izahat) ihm alles ausführlich. Ich habe zu ihm gesagt: "Weshalb kommt es eigentlich, obwohl doch Ihr Bericht und der Beschluss des Gerichtes (mahkeme) in Denizli und die Bestätigung (tasdik) des Revisionsgerichtes (Mahkeme-i Temyiz) bereits vorliegen, dennoch zu diesem Angriff (taarruz) gegen uns und gegen unsere Bücher, und weshalb schikaniert (sikinti) man uns trotzdem auf diese Weise? Da doch nun einmal unter einer demokratischen Regierung (cumhuriyet idaresinde) das Gesetz (kanun) über allem steht, ein Urteil (hüküm) eigentlich seine Gültigkeit (câri) haben sollte, wir also bereits vor dem Gesetz freigesprochen (beraet) worden sind, sollte man uns jetzt nicht noch weiter belästigen. Das zu verhindern wäre also durch einen gültigen Beschluss (isabetli karar) möglich, den Sie doch erteilen könnten. Andernfalls werden wir unser Recht (hakkimiz) selbst einzuklagen (araya) wissen." Das habe ich ihm gesagt. Daraufhin entgegnete (ilâve) er mir: "Das kommt daher, dass die Justizbeamten (adliye memurlari) und die Polizei (zabita) dort keine vollständige Kenntnis (vukuf-u tammeler) in Ihrer Sache (mes'ele) haben. Eure Dokumente (evrak) liegen aber jetzt vor mir. Ich werde also die Punkte (mütalaalar), die hier falsch verstanden (sû'-i tevehhüm) wurden, der Reihe nach klarstellen." Das sagte er mir und brachte so seine Hochachtung (takdir) vor diesen Werken zum Ausdruck. Danach überbrachte ich ihm noch die Grüße (selâm) unseres Meisters (Üstad) und auch er teilte mir zur Antwort seinen Gruß (selâm) mit und bat Sie auch noch um Ihr Gebet (duanizi).

Danach habe ich mich von ihm verabschiedet und ging dann zum Präsidenten des Amtes für die Religiösen Angelegenheiten (Diyanet Reisi). Auch mit ihm habe ich noch eine Weile gesprochen und ihm einiges erklärt (izahat). Er entgegnete mir: "Ich kenne den Ehrenwerten Hoca (Hazretleri) schon vom Haus der Weisheit (Dâr-ül Hikmet). Ich verehre (hürmet) ihn. Teilen (iblag) Sie ihm meine Grüße (selâm) und meine Hochachtung (hürmet) mit." Sie haben uns gesagt: "Wir werden noch die nötige Antwort geben und so möge es denn Gott wollen (insâallah), dass alles gut wird." Alle im Amt für die Religiösen Angelegenheiten Zuständigen (müntesibler) haben den Werken (eserler) ihre Hochachtung (takdir) entgegengebracht.

So habe ich denn verstanden, dass dergleichen illegale Aktionen nur dadurch möglich werden, dass sie beim Lesen (mütalaasi) religiöser Werke (âsâr-i diniye) keine guten Absichten (hüsn-ü niyet) haben und sie nach ihren eigenen Vorstellungen ausdeuten (mana). Am nächsten Tage traf sich dann Bruder Mehmed Efendi mit dem Herrn Abgeordneten von Erzurum, Meb'usu Vehbi Pasa. Auch dieser Herr sagte ihm: "Ich werde den Innenminister (dâhiliye vekili) ansprechen und lang und breit mit ihm über diese Angelegenheit (bu hususta) reden. Bringt dem Ehrwürdigen Meister (Üstad Hazretleri) meine Hochachtung (hürmet) und meine Grüße (selâm)." Danach überließ ich İsmail Efendi die Begegnung mit den Zuständigen der Partei, und so verließen wir Ankara.

Ihr Schüler
Re'fet, mit seinen Mängeln und Schwächen
— 220 —

Um die Blütenpracht dieses Frühlings

{(Anmerkung): Der beispiellos segensreiche Regen (rahmet) dieses Jahres, die Aufhebung jenes Gesetzes, dass alle Soldaten eine Schirmmütze zu tragen haben, die Eröffnung allgemeiner Qur'anschulen (resmen mektebler) und die Verbreitung (intisar) des Zülfikâr und des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa), um den Glauben (imani kurtarmak) auf wirksame Weise zu retten, sind ein Beweis dafür, dass sie noch viele dergleichen segensreiche (rahmetli) Ergebnisse bringen werden.

Tausende Grüße (selâm) an alle Brüder; wir beten (dua) für sie.}

schauen zu können, fuhr ich ein, zwei Stunden im Wagen spazieren. Auf eine noch nie zuvor im Leben geschaute Weise wuchsen alle Blumen, Gräser und Kräuter mehr als je zuvor. Sie öffneten ihre Blüten, sangen ihren Lobpreis (tesbihat) und priesen (takdir) ohne Worte (lisan-i hal) das Kunstwerk ihres Meisters in Seiner Majestät (Sâni-i Zülcelâl) und jubelten Ihm im Empfinden einer wahrhaften Gewissheit (hakkalyakîn) zu. So stieg denn in meiner gottvergessenen (ghafil), ungeduldigen Seele (nefs) jenes Gefühl auf, das nach einem Leben in dieser Welt (hayat-i dünyevîye) verlangt. Doch in meinem Herzen (qalb), das in aller Vergänglichkeit (fani) nach der Ewigen (baqi) Seligkeit strebte und dabei die gegebene Gelegenheit ergriff, wuchs im Ekel vor dieser Welt (dunya), überdrüssig aller Krankheit und der Bedrängnis dieses Lebens (hayat) ein brennendes Verlangen, in jene Zwischenwelt (bersah) hinüberzugehen und dort 90/100 meiner Freunde wiederzusehen. Doch da erhob sich in meinem Inneren (nefs) ein Einwand. Wegen dieses Einwandes aber zeigte sich mir plötzlich das Licht des Glaubens (iman nuru) und breitete sich in all meinem Empfinden und Gespür aus. Da sich unseren fünf Sinnen (maddi cihetinde) in so vielen Kunstwerken Schönheit (dschemal), Barmherzigkeit (rahmet) und das Leben (hayat) offenbart, ist der Erdboden gleichsam ein Schleier vor Gottes grenzenloser Barmherzigkeit (rahmet)... und nichts, was sich uns durch ihn zeigt, bleibt dem Zufall (basibos) überlassen. Dabei hat der Erdboden sicherlich seinen Anteil an jener Art Werkbänken, aus deren geistigen Zentren (manevi) all jene äußerlichen, materiellen Kunstwerke (hervorgehen), die ein Schleier über all der Pracht und Schönheit, der Vollkommenheit (dschemal), der Barmherzigkeit (rahmet) und dem Leben (hayat) sind und auf sie zurückgeführt werden können. Sicherlich sollten wir deswegen mit Ehrfurcht über diesen Erdboden schreiten, der unsere (stets alles geduldig) ertragende Mutter ist, an deren Brust wir unsere Zuflucht suchen und uns dabei ihre wahren (haqq), unvergänglichen, himmlischen (manevi) Blumen vor Augen halten, die noch weit liebenswerter sind und nach denen wir sehnsüchtig verlangen. Auf diese Weise wurden denn diese blinden Gefühle und alle Einwände meiner in diese Welt vernarrten Seele ganz und gar beseitigt und überwunden.

اَلْحَمْدُ ِللهِ عَلَى نُورِ اْلاِيمَانِ مِنْ كُلِّ وَجْهٍ

{"Dank sei Gott für das Licht des Glaubens in all seinen Aspekten!"}

Said Nursî

Meine lieben unschuldigen Kinder!

Ihr bemüht euch, Unterricht (ders) zu bekommen, um den Qur'an zu lernen. Da eine Umschrift mit den neuen Buchstaben, die ihr kennt, nur mangelhaft sein kann, sollte man, so weit wie möglich, nicht mit diesen neuen Buchstaben lesen.

Der Vorteil (faide) einer Kenntnis des Qur'an liegt zudem nicht allein darin, dass man ein Hâfiz werden, in der Welt (dünya) damit einen Rang (makam) erwerben und monatlich einen Lohn (maas) empfangen könnte, man sollte vielmehr daran denken, dass jeder Buchstabe (harf) zum mindesten von zehn bis zu Hunderten und Tausenden Früchten des Paradieses (Cennet meyveleri) an Gutem (hayrin) und Gewinne im Jenseits (âhiret faideleri) erbringt und ihn mit der Absicht (niyet) lesen, das Wohl (rahat) und die Glückseligkeit (saadet) des Ewigen Lebens (ebedî hayatin) zu erwerben.

Das Studium der Wissenschaften (fenleri ders) in den Schulen (mektebler), um sich den Lebensunterhalt auf dieser Erde (dünya maiseti) zu verdienen oder um sich einen Orden (rütbeler) zu verdienen, ist - wenn man dabei Wert und Nutzen (faide) dieses kurzen irdischen Lebens (dünyevî hayat) betrachtet - so ziemlich das Gleiche. Hingegen den Qur'an und die heiligen Worte (kudsî kelimeleri) des Qur'an und ihre lichtvollen (nurlu), auf Glauben (iman) beruhenden Bedeutungen (manalar) zu erlernen, ist in der Tat im Ewigen Leben (ebedî hayat) tausendfach wertvoller. Erstere sind wie Glasperlen, jene aber gleichen den Diamanten (elmas).

Zudem könnt ihr somit wahrhafte und nützliche Kinder (hakikî ve faideli evlâdlar) für eure Eltern werden. Da ihr nun einmal noch unschuldig (masum) und ohne Sünde seid, werdet ihr - wenn ihr mit einer solch heiligen Absicht (kudsî bir niyet) lest - unter die unschuldigen Schüler (masum sakirdleri) der Risale-i Nur aufgenommen (kabul) und so an den Gebeten (dua) aller Schüler euren Anteil bekommen und lichtvolle (nurlu) und segensreiche Schüler (mübarek talebeler) sein.

Ich wünsche viel Glück und viel Segen (tebrik) sowohl eurem Lehrer (üstad) als auch euch selbst, euren Eltern und eurem ganzen Land (memleket)!

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Wir möchten euch noch nachträglich von ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) zur Nacht des Göttlichen Beistands (Leyle-i Beratinizi) beglückwünschen (tebrik).

Zweitens: Es ist sehr gut, dass Re'fet Bey, der ein bedeutender Kommandant und Herausgeber (nasir) des Lichtes (Nur) ist, um des Dienstes (Nur hizmeti) willen nach Istanbul gefahren ist, und das ist sehr schön. Es war dort bereits ein Nur-Schüler wie er notwendig geworden. Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), möge ihm Erfolg (muvaffak) verleihen, âmîn.

Drittens: Ich möchte je ein Exemplar der beiden Bücher den Gelehrten (ülema) der Câmi-ül Ezher und jeweils ein weiteres Exemplar von diesen beiden den Gelehrten (âlimler) in der Umgebung des Begräbnisplatzes (Ravza-i Mutahhara) in Medine-i Münevvere und jeweils ein weiteres Exemplar von diesen beiden an das Gremium der Gelehrten (heyet-i ülema) im heiligen Damaskus (Sam-i Serif) senden und ließ auch dafür drei Exemplare des "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und ebenfalls drei des Zülfikâr vorbereiten. Darin befindet sich auch noch vorne jeweils ein Brief, den wir euch bereits zuvor gesandt hatten und nun als Grußadresse an die Gelehrten (ülema) der Câmi-ül Ezher beigelegt haben. Wir möchten beides - wolle es Gott (insâallah) - so schnell wie möglich abschicken.

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Viertens: Ich brauche in zweifacher Hinsicht dringend eure geistigen Verdienste (manevî hizmet), die ihr an meiner Stelle erbringt, weil ich dazu nicht in der Lage bin, als auch eure Gebete (dualar) und die Hilfe (imdad) eurer geistigen Leistungen (manevî kazanç).

Erste Hinsicht: Ich habe in meinem ganzen Leben (hayat) noch nicht die augenblickliche Kraftlosigkeit (kuvvetsizlik) und diese langsam wachsende Schwäche (za'fiyet) in mir gespürt. Ich kann meine regelmäßigen Gebete (evradlar) manchmal nur noch mangelhaft und mit großer Anstrengung rezitieren. Tatsächlich aber müsste ich in diesen segensreichen Tagen und Nächten (leyali-i mübarek) eigentlich hundertmal so viel tun. Und obwohl es eigentlich nötig wäre, wegen meiner Zugehörigkeit (hissem) zu eurer geistigen Körperschaft (sirket-i manevi) auch meinen Beitrag (yardim) zu leisten und mich euren Gebeten (dualar) mit einem tausendfachen Amen (âmînler) anzuschließen (istirak), kann meine Kraftlosigkeit (iktidarsizlik) zu dieser geistigen Körperschaft (sirket-i manevi) nur sehr wenig beitragen (yardim). Dafür ist dies die Lösung (çare): So wie euch meine Aufgabe (vazife) im Dienst (vazife-i Nuriye) übertragen wurde, erbitte (niyaz) ich auch von der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) meine Aufgabe (vazife) in dieser Körperschaft (sirket), indem ich mit eurer geistigen Hilfe (manevî yardimlari) rechne, eurer guten Meinung (hüsn-ü zanni) von diesem eurem armen Bruder entsprechend, die doch alles Maß meiner eigenen Möglichkeiten (haddim) und Fähigkeiten (istidadim) überschreitet, zu übernehmen.

Der zweite Grund für mein Bedürfnis: Da sowohl durch euch als auch durch einige Menschen, die nicht aus unserem Kreis sind, die außergewöhnlichen Verhaltensweisen (fevkalâde halleri), die aus den Wahrheiten (hakikat) der Risale-i Nur und der geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) ihrer Schüler (sakirdler) hervortreten, und ihre Folgen von diesem eurem hilflosen Bruder beschrieben werden, wohingegen diese bedeutenden Folgen doch sehr große Fähigkeiten (iktidar) und sehr viel Ausdauer (tahammül) voraussetzen, bringt mich meine so überaus wenige und rein persönliche Arbeit (sahsî çalismam) bei meiner Krankheit und Schwäche (za'fiyet) in jedem Fall dahin, dass ich dringend euren geistigen Beistand (manevî yardim) benötige (muhtaç). Damit aber nun euer geistiger Beitrag auch zu mir eilen kann, meine ich (niyet) "euch" mit all den Worten, die Personalpronomina in der "wir"- oder "uns"- Form (mütekellim-i maalgayr) genannt werden, wie اَجِرْنَا "Schütze uns!" oder اِرْحَمْنَا "Erbarme dich unser!" Darum verhalte ich mich immer so, als ob ich mit euch allen beisammen (umumunuzla) wäre. Sage ich also "âmîn", so ist dabei meine Absicht (niyet), dass es ein "âmîn" zu all euren Gebeten sein möge. So möge denn Gott (insâallah), der Barmherzige, der Allerbarmer, in Seiner Barmherzigkeit (Erhamürrâhimîn rahmetiyle) meine so überaus mangelhafte und nur geringe Arbeit wie ein vollkommenes (mükemmel) "âmîn" zu eurer großen Arbeit annehmen (kabul).

Fünftens: Ich möchte gerne wissen (merak), wie nach dem jüngsten Vorfall (sâbik hâdise) eure jetzige Verfassung (vaziyet) ist. Gott, dem Gerechten, sei Dank (Cenab-i Hakk'a sükür), dass die Reise des heldenhaften Tahiri nach Istanbul, um ein Kopiergerät und das Papier dazu zu kaufen, wie ihr in eurem Brief schreibt, zeigt, dass dieser Vorfall (hâdise) sang- und klanglos verlischt und daraus weiter kein Hindernis (mani') für die Herausgabe der Abhandlungen (Nurlarin nesrine) entstehen wird, ja vielmehr Gott es wollen möge (insâallah), dass sich auch in anderen Ortschaften überlegene Erfolge (galibane fütuhati) einstellen werden.

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Es handelt sich um den Stab Mosis (Asâ-yi Musa) und das "Zülfikâr", welche an das segensreiche Gremium der Gelehrten (mübarek heyet-i ülemaya) in der Umgebung des Begräbnisplatzes (Ravza-i Mutahhara)

عَلَى صَاحِبِهَا اَفْضَلُ الصَّلاَةِ وَالسَّلاَمِ

{"Der höchste Segen und Friede möge über den Herrn dieses Begräbnisplatzes sein.",}

gesandt wurden, um sowohl ein Mittel seiner Fürsprache (vesile-i sefaat) zu sein, als auch an diesem heiligen (kudsî) Ort die edlen Gebete (hayirli dualar) zu empfangen; auch sollten sie anstelle des Verfassers (müellif) diese segensreichen (mübarek) Orte und Stätten besuchen.

Bei diesem Abschnitt (fikra) wurde nur in den Büchern, die nach Damaskus, Ägypten und Indien gesandt wurden, anstelle von "dem Begräbnisplatz (Ravza-i Mutahhara)", "an Câmi-ül Ezher und an die islamische Gemeinschaft in Damaskus und in Indien" geschrieben. Genauso haben wir am Anfang von allen vier "Zülfikâr" und den vier "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) geschrieben und die beiden Bücher sowohl an Câmi-ül Ezher in Ägypten, als auch an die Gelehrten in Damaskus (Sam ülemasi) und auch an das Gremium, das in Indien Qur'an-Exemplare mit zwei Millionen Lira bestellt hat, gesandt.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Wenn Ihr "Stab Mosis" (Asâ-yi Musa) und "Zülfikâr", welche die Abhandlungen "Wunder Mohammeds (Mu'cizat-i Ahmediye)" und "Wunder des Qur'an" beinhalten, zu einer Zeit, die ihr dafür günstig (münasib) haltet, an die Gelehrten (ülema) in der Umgebung des Begräbnisplatzes (Ravza-i Mutahhara) sendet, so schreibt ihnen dabei, dass die Medreset-üz Zehra

{(Anmerkung): Da es noch viele Hindernisse für eine materielle Errichtung (maddî tesisi) der Medreset-üz Zehra gibt, besteht sie z.Zt. nur aus dem Kreis, gebildet aus der Gesamtheit (heyet-i mecmuasi) ihrer Schülerschaft (Nur sakirdleri).}

für die Abhandlungen (Nur risaleler) ein geistiges Kind (manevî mahdum) im Schulalter (talebe) ist, welche eines gewissen Feingefühls der Gelehrten (ülemanin sefkati) in der Umgebung des Begräbnisplatzes (Ravza-i Mutahhara)

عَلَى صَاحِبِهَا اَفْضَلُ الصَّلاَةِ وَالسَّلاَمِ

{"Der höchste Segen und Friede möge über den Herrn dieses Begräbnisplatzes sein.",}

noch sehr bedarf. Sie ist ihre Schülerin (sakird), die den ungestümen Angriffen ihrer Feinde ausgesetzt ist, auch wenn sie dabei wie ein kleines Amt, eine Art Filiale (subesi), in eurer großen Medresse fortwährend die Islamische Welt erleuchtet (tenvir). Deshalb erwarten wir von den Herren (zâtlar), den ehrenwerten Meistern (âlîkadr üstad), liebevollen Vätern (müsfik peder) und großen edelmütigen Wegweisern (hamiyetkâr mürsid-i a'zam) in ihrer erhabenen Einsatzfreudigkeit (ulüvv-i himmeti), dass sie diesem ihrem Kind (bîçare evlâd) geistig (manevî) voll und ganz behilflich sein werden. Was diese beiden Bücher (ders) betrifft, die euch, unseren doch so großen Meistern (üstadlar), hiermit vorgelegt werden, so sind sie gleich einem Schüler (taleb), der am Abend seine Lektion (ders), insoweit er sie verstanden hat, für seinen Meister (üstad) oder seinen Vater niederschreibt und ihm vorlegt (takdim). In diesem Sinne sollen auch diese beiden Lektionen (ders) den nachsichtigen Augen (nazar-i müsamahalari) dieser liebevollen Gelehrten (sefkatli allâmeler) dargeboten werden.

In dieser Weise sollt ihr ihnen einen Brief schreiben und ihnen meine Grüße (selâm) und meine Verehrung (ihtiram) darbieten (teblig). Ich küsse ihre Hände.

"Der Verfasser dieser Abhandlungen (risalelerin müellifi), Said Nursi, führt seit zweiundzwanzig Jahren ein Asketenleben (inziva). Da man ihn vollkommen isoliert hat, darf er auch nicht mit den Leuten (halklar) reden. Nur insoweit dies wirklich notwendig (zaruret derecesi) ist, kann er einmal kurz mit anderen Kontakt (sohbet) aufnehmen. Bei ihm findet sich überhaupt kein Buch. Einzige Quelle (manbalar) und alleiniges Nachschlagewerk (mehazler) zu all den einhundertdreißig Abhandlungen, die er verfasst hat, ist einzig und allein der Qur'an." Das sagt er und das können auch wir selbst aus vollem Herzen (kuvvet) bestätigen (tasdik). In den Abhandlungen (risaleler), die er in seinem kranken und elenden (perisan) Zustand hier in der Fremde (gurbet) manchmal sehr schnell geschrieben hat, können sich Fehler (sehivler) eingeschlichen haben, weswegen er sagte, dass er Gelehrte (allâmeler) wie Ihr es seid, darum bittet, sie mit Nachsicht (nazar-i müsamaha) zu betrachten. Wir kommen hiermit seiner Bitte nach (teblig) und küssen eure Hände.

Die Schüler (Nur sakirdleri)
Tahirî, Hayri, Mustafa, Sadik, Osman, Hüsrev, Tahir
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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Länder des Nordens, wie Schweden, Norwegen und Finnland, die bereits in ihren Schulen (mektebler) den Qur'an als das Buch angenommen haben (kabul), das zu ihrem größten Retter (halaskâr) geworden ist, sollen die Câmi-ül Ezher jetzt nach der Absicht (niyet) des Fastens (siyam) im Ramadan, das einer der vornehmsten Grundpfeiler des Islam ist, gefragt haben: "Gibt es vielleicht einen Weg der Erleichterung (çare-i tahfif) oder der Verzögerung (te'hir) während des Fastens an den sehr langen Tagen und Nächten des Nordens?" Also gibt es nicht nur diese kleinen Staaten in Europa, sondern auch noch einen weiteren Staat, der in der Geschichte einmal groß war und in der Welt (dünya) eine besondere Machtstellung (mevkii) innehatte, der sich aber heute {seine Interessen (A.d.Ü.)} nicht zeigt (izhar), damit man ihm keine politisch gefärbten Vorstellungen (siyaset manasi) unterschieben kann. Da er auf eine derart entsetzliche Weise und durch so entsetzliche Ohrfeigen erfahren hat, dass alles auf dieser Welt (dünya) sterblich und vergänglich (fena ve fânilik) ist und diese hohen Positionen (mertebeler) ins Nichts hinabsinken, kann er den wahren Trost (hakikî teselli) einzig und allein noch in den Wahrheiten (hakaik) des Qur'an finden. Man kann sich also vorstellen (tahmin), dass er geistig (manen) mit diesen kleinen {den oben erwähnten Staaten (A.d.Ü.)} zusammen ist.

Nachdem so das Wesen der Welt (dünyanin mahiyeti) erkannt wurde, gibt es auf jeden Fall nichts mehr, was in der Tat noch die Wunde dieser Enttäuschung (inkisar-i hayal) der Menschheit (beseriyet) zu heilen (tedavi) vermag, außer dem Ewigen Leben (hayat-i ebedi), das der Qur'an verkündet.

Mein lieber getreuer und heldenhafter Sabri!

Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), viele so Opferbereite wie Galib Bey im islamischen Heer ausbilden lassen. Dieser Herr dient dem Glauben (imana hizmet) im Westen genauso wie es Hulusi Bey im Osten tut. Er bemüht sich, durch Mystik (tarîkat), die Gläubigen (ehl-i iman) von einem Irrweg (dalalet) abzuhalten. Dieser Herr (zât) versuchte bereits lange bevor er die Risale-i Nur kennengelernt hatte, diesen Weg (Nur meslek) zu beschreiten. Später dann, wenn sich diese Bindung (Nurlarla münasebeti) noch weiter verfestigt (kuvvet) hat, wird sich auch sein Dienst (hizmet) dementsprechend erweitern. Denn es ist die Grundlage (esas) auf diesem Wege (Nur meslek), die Wahrheit (hakikat) in Acht zu nehmen, die gelobte Sitte des Propheten (Sünnet-i Seniye) und die verpflichtenden Gebote (feraiz), und sich dabei von allen schweren Sünden (günah) zu enthalten, wobei die Mystik (tarîkat) jedoch als zweit- oder drittrangig betrachtet wird. Unser Bruder Galib beabsichtigt, im Rahmen der Liebe für die Familie des Propheten (muhabbet-i Âl-i Beyt) unter den Aleviten eine Art mystischen Unterricht (tarîkat dersi) mit einer allgemeinen Übersicht (hülâsas) über alle Ordensschulen (tarîkatlar), also die Kadirî, Sazelî und Rüfaî, im Rahmen der gelobten Sitte des Propheten (sünnet-i Seniye dairesinde) zu erteilen, unter der Bedingung, dass sie die vier rechtgeleiteten Kalifen (Hulefa-yi Rasid) und die zehn Sahabis, denen das Paradies vorher verkündigt wurde (Asere-i Mübessere), nicht kritisieren werden. Im Namen der Wahrheit (hakikat) und mit der Absicht (hesab), den Glauben (iman) zu retten und vor ketzerischen Neuerungen (bid'alar) zu schützen (muhafaza), hat sein Vorhaben (hesab) drei, vier bedeutende Vorteile (faide):

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Erstens: Es hat den bedeutenden Vorteil (faide), die Aleviten vor allerlei negativen (fena) Strömungen zu bewahren und sie in gewissem Grade vor den extremen Einflüssen (müfrit) der heretischen Râfizî und der politisierenden Bektasî zu schützen.

Zweitens: Gleich, wie weit auch die Aleviten gehen mögen (ifrat), welche die Liebe zu den Leuten der Familie des Propheten (Hubb-u Ehl-i Beyt) zu ihrem Weg (meslek) gemacht haben, selbst wenn sie so heretisch werden würden wie die Râfizî, so stürzen sie doch nicht in die Glaubenslosigkeit (zindika), in den absoluten Unglauben (küfr-ü mutlak). Denn solange die Liebe zur Familie des Propheten (muhabbet-i Âl-i Beyt) die Grundlage (esas) ihres Geisteslebens (ruh) ist, verfallen sie nicht dem absoluten Unglauben (küfr-ü mutlak), der die Feindseligkeit (adavet) gegenüber dem Propheten (Peygamber) und seiner Familie (Âl-i Beyt) miteinschließt. Sie fühlen sich durch diese Liebe (muhabbet) fest mit der Islâmiyet verbunden. Und es ist ein großer Vorteil (faide), sie als solche im Namen der Mystik (tarîkat) zur Einhaltung der Tradition des Propheten (daire-i sünnet) zu bewegen.

Außerdem ist es in dieser Zeit ein gewaltiges Unternehmen (maslahat), die Aleviten zum Eintritt in den Kreis des Lichtes (Nur dairesi) zu bewegen, damit einige politische (siyasî) Strömungen, die der Einheit (vahdet) der Gläubigen (ehl-i iman) beträchtlichen Schaden zufügen, sie nicht für sich als Werkzeug (âlet) missbrauchen können, indem sie dabei deren angeborene Opferbereitschaft (fitrî fedakârliklar) ausnutzen (istifade). Da der Meister (üstad) der Schüler (Nur sakirdleri) nun einmal Imam Ali ist, mit dem Gott zufrieden sein möge, und auf dem Weg des Lichtes (Nur meslegi) die Liebe zur Familie des Propheten (hubb-u Âl-i Beyt) die Basis (esas) ist, sollten die wahren (hakikî) Aleviten in jedem Fall mit einer vollkommenen Begeisterung (kemal-i istiyak) in diesen Kreis eintreten.

Diese Zeit ist die Zeit, den Glauben (iman) zu retten. Da sich in dieser Zeit ketzerischer Neuerungen (bid'alar) während des geistigen Vorwärtsschreitens des Herzens (seyr-ü sülûk-ü kalbî) auf dem Weg der Mystik (tarîkat mesleginde) sehr viele Schwierigkeiten (müskilât) auftun, beschreitet der Kreis des Lichtes (Nur dairesi) den Weg der Wahrheit (hakikat meslegi) und verschafft den gleichen Gewinn (faide) wie die mystischen Wege (tarîkatlar). So teilt denn diesem Bruder meine Glückwünsche (tebrik) zum Ramadan und meine Grüße (selâm) mit. Auch möge er für uns beten (dua).

Die Glückwünsche (tebrikler), die seine kleinen und sehr fleißigen Kinder (masumlar), der siebenjährige Yilmaz und der dreizehnjährige Hüsnü und ihre ehrenwerte (muhterem) Mutter, die genauso wie sie an dem Licht (Nur) arbeitet, mit ihren segensreichen Stiften (mübarek kalemler) im Hause unseres aufrichtigen (hâlis) Bruders Hifzi in Safranbolu, das seine kleine Medrese-i Nuriye ist, geschrieben hatten, haben wir im Namen der Medrese-i Nuriye der beiden (umum) Provinzen Safranbolu und Eflani als paradiesische Segenswünsche (Firdevsî teberrük) dieses Ramadans entgegengenommen (kabul). Der Traum von Yilmaz hat sich als wahr herausgestellt, ohne eines Kommentares zu bedürfen.

Ein Auszug aus dem schönen, aufrichtigen (samimi) Brief von Mustafa Sungur, der wahrhaftig zu den kleinen Helden von Eflani gehört, soll in die Briefsammlung (Lâhika) aufgenommen werden. Mit Recht gilt, dass Mustafa Osman die beiden Namensvettern Mustafa Oruç und Mustafa Sungur als wirklich wahrhaftige Gefährten (arkadas) im Dienst (Nur hizmeti) gefunden hat, als eine Wundertat (keramet) seiner Treue (sadakat) und seines Erfolges (muvaffak). Wir grüßen (selâm) besonders Ahmed Fuad, welcher der Hasan Feyzi von Safranbolu ist, und all die anderen, deren Namen in ihren Briefen geschrieben stehen, jeden Einzelnen von ihnen, beten (dua) für sie und gratulieren ihnen zu ihrem außerordentlichen Fleiß (gayretlerini tebrik). Allen Brüdern senden wir Tausende Grüße (selâm).

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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Was die nun fehlerfreie, vollkommene (mükemmel) und so schöne Ausgabe des Buches "Leuchte des Lichtes (Siracünnur)" betrifft, so ist sie ein überaus wichtiger, neuer Beitrag zum Unterricht (ders) an der Medreset-üz Zehra. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass es im weiten Kreis (daire-i Nuriye) mit Interesse (merak) gelesen wird.

Zweitens: Wie die Briefe von Nihad und Abdurrahman İhsan zeigen, arbeitet Mehmed Feyzi, welcher der Hüsrev von Kastamonu ist, in völliger Begeisterung (kemal-i istiyak) und ohne sich jemals dabei verunsichern zu lassen, an den Abhandlungen (Nurlar), wird stets wieder dazu angetrieben und unterrichtet sie auch, worüber auch diejenigen, die von dort kommen, genauso berichten (haber). So erfüllt er seine Schülerpflicht (sakirdlik) voll und ganz. Möge Gott ihm zum Erfolg verhelfen (Allah muvaffak eylesin, âmîn!). Wir gratulieren auch Mustafa Osman, der ein Held des Lichtes (Nur) ist, zu seinem Dienst (Nur hizmeti), den er insgeheim in Karabük verrichtet (faaliyet), und den Schülern (sakirdler) in der Umgebung dort und in Eflani zu ihrer Begeisterung (sevk) und ihrem Fleiß und beglückwünschen (tebrik) sie zugleich zu der Heiligen Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir).

Anmerkung: Während ich das Buch "Leuchte des Lichtes (Siracünnur)" korrigierte, wurde ich traurig (müteessir), weil ich in diesem Ramadan nicht genügend Zeit für die mir wichtigen Rezitationen (virdler) finden konnte. Da überkam mich auf einmal die folgende Ermahnung (ihtar): Diese Abschnitte (mebhaslar), die du da gerade liest, sind in gewisser Hinsicht wie ein Gottesdienst (ibadet) und zugleich auch die Erkenntnis Gottes (ayn-i marifetullah) selbst, ein Gedenken Gottes (zikrullah), Seine Gegenwart im eigenen Herzen (huzur-u kalbî) und Ausdruck einer Liebe aus dem Glauben (muhabbet-i imaniye), welche die Rezitationen, die du ausgelassen hast, voll und ganz ersetzen. Daraufhin sagte ich: "Dank sei Gott! (Elhamdülillah)"

Soweit es sich ermöglichen ließe, wäre es am besten (münasib), wenn die Bücher, die nach Istanbul geschickt wurden, danach gebunden hierher kommen könnten. Zudem wäre es günstig, wenn zwanzig, dreißig Exemplare auch in Istanbul für mich gebunden (cildlen) und mir dann zugesandt werden könnten. Doch habe ich den Preis dafür jetzt nicht zur Hand, sodass ich ihn abschicken könnte. Außerdem geriete ich dann in eine Lage, in der ich vielen etwas schenken (hediye) müsste.

Da sich ein, zwei Ärzte, die zu den Säulen der Risale-i Nur gehören, weil ich mich, trotz meiner schweren Krankheit nicht bei diesen aufrichtigen (halis) und treuen (sadik) Seelen wegen meiner Krankheit gemeldet habe, keine Medizin genommen habe, trotz meiner so schweren Krankheit nicht um Rat gebeten, auch in dieser Zeit meines fortschreitenden Alters und in all meinen Schmerzen meine Krankheit nicht zum Thema gemacht habe, obwohl sie mich doch besucht hatten, viel Kummer und Sorgen um mich gemacht haben, sehe ich mich nun doch noch dazu gezwungen, diese ansonsten sehr persönliche (sirr) Tatsache (hakikat) bekannt zu machen. So schreibe ich euch dies denn, damit es euch vielleicht von Nutzen sein könnte.

So habe ich ihnen denn gesagt: Sowohl meine heimlichen Feinde als auch mein Ego (nefs) suchen mit Hilfe des Satans bei mir die empfindliche Stelle, wo sie mich packen und so meinem völlig aufrichtigen (ihlas) Dienst an der Risale-i Nur einen Schaden zufügen könnten. Mein schwächster Punkt und meine schrecklichste Behinderung ist aber (dort zu suchen), wo meine Krankheit (sitzt). Je wichtiger man aber diese Krankheit nimmt, desto mehr wird sie ihren Sieg über den Gemütszustand, den Leib und die Seele (nefs) davontragen. "Das ist notwendig! Das ist zwangsläufig!", sagt sie und bringt so Herz (kalb) und Verstand (ruh) zum Schweigen. So macht sie den Arzt zu einem despotischen Herrscher (hâkim). Der aber zwingt (den Patienten) dazu, seine Vorschriften zu befolgen und die (vorgeschriebenen) Medizinen einzunehmen. Weil dies aber so ist, schadet sie so einem opferbereiten und aufrichtigen (ihlas) Dienst. Zudem haben sich meine heimlichen Feinde auch darum bemüht, diesen schwachen Nerv (in mir zu ihren Gunsten) auszunutzen und tun dies noch heute. Und in gleicher Weise verfahren sie auch mit der Furcht, der Gier, mit Ruhm und Ehre... (Was jedoch die Angst, also den schwächsten Punkt im menschlichen (Leben), betrifft, so konnten sie damit bei mir nichts ausrichten, denn sie wissen genau, dass ich ihrer Todesstrafe keine fünf Para Wert beimesse).

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Danach haben sie sich auch viel mit der Sorge um das tägliche Brot, einer anderen menschlichen Schwäche, beschäftigt und sich auch hinsichtlich der (menschlichen) Gier große Mühe gegeben. Doch bis heute konnten sie auch aus dieser Schwäche keinen Nutzen für sich ziehen. Danach ist es ihnen klar (tahakkuk) geworden, dass die irdischen (dunya) Güter, für die sie opfern, was (nach islamischem Verständnis) heilig (mukaddesat) ist, in unseren Augen überhaupt gar keinen Wert haben; und es waren viele Ereignisse anhand derer ihnen das klar (tahakkuk) geworden ist! Ja, in diesen letzten zehn Jahren haben sie schon mehr als hundertmal an die Regierung eine offizielle Anfrage gerichtet: "Wovon lebt der denn eigentlich?" und über welche Rücklagen verfügt er denn?

Danach haben sie sich mit dem Ruhm und der Ehre des Menschen und mit seiner Stellung (beschäftigt), die auch mit zu seinen größten Schwächen (gehören), haben auch an dieser empfindlichen Stelle (versucht), mich zu provozieren, mir ihre abgekartete Verachtung gezeigt, mir auf eine besonders schmerzliche Weise Beleidigungen zugefügt und haben so (versucht), mir mit ihren Schikanen auf die Nerven zu gehen und haben doch damit in gar keiner Weise Erfolg gehabt. Endlich haben sie nun absolut verstanden, dass wir wissen, dass Ruhm und Ehre, die sie doch in dieser Welt (dunya) anbeten, nur eine Theatervorstellung und eine gefährliche (Art) der Selbstgefälligkeit ist. Ihrer Sucht nach Ruhm, Ehre und einer (hohen) Stellung in dieser Welt (dunya), auf die sie einen so außergewöhnlichen Wert legen, messen wir keine fünf Para an Wert bei... wissen vielmehr, dass sie in dieser Hinsicht geradezu verrückt sind.

Sich also einen geistigen Rang (manevi makam) zuzuschreiben, halten wir daher letztendlich für eine Schwachstelle bei unserem Dienst, auch in Anbetracht der Tatsache (hakikat), dass er von allen hochgeschätzt wird und jeder danach strebt, einen solchen zu erlangen und so auf der Leiter der Gottesfreundschaft (velayet) fortzuschreiten und zu wissen, dass man der Gnade Gottes (nimet-i Ilâhiyye) teilhaftig geworden ist, was den Menschen förderlich ist und ihnen darüber hinaus keinerlei Schaden zufügt. Doch in einer Zeit, in der ein derartiges Gefühl der Ich-Bezogenheit (benlik), des Egoismus (enaniyet), der Sucht nach dem eigenen Vorteil und der Sorge um die eigene (nefs) Sicherheit vorherrscht, erfordert es der Dienst am Glauben (iman), der auf dem Geheimnis der Aufrichtigkeit (ihlas) beruht und keinem anderen Zweck als Mittel dienen darf, nicht für sich selbst einen geistigen Rang (makam-i mâneviye) anzustreben. Deswegen ist es notwendig, in all seinem Verhalten dergleichen nicht zu erstreben, ja nicht einmal daran zu denken, um das Geheimnis der wahren Aufrichtigkeit (hakikî ihlâsin sirri) nicht dadurch zu beflecken.

Aus diesem Grunde haben diejenigen, die mich bei meinen Schwachstellen packen wollten, verstanden, dass ich, nach inneren Schauungen, Wundern und geistigen Vollkommenheiten (kesf- ü kerâmâti ve kemalât-i ruhîye), nach denen jedermann sucht, nicht suche, wo dies außerhalb meines Dienstes an der Risale-i Nur geschieht. So mussten sie sich denn auch in diesem Punkt geschlagen geben.

Friede (selam) jedem einzelnen unserer Brüder! Und für die kommende Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) erbitten wir von Gott, dem Allbarmherzigen (Rahmet-i Ilâhiyye), Er möge für jeden Schüler der Risale-i Nur, um dieser Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) willen, wahr (hakikat) werden lassen, dass doch (diese Nacht) einem ganzen Leben von dreiundachtzig Jahren im Gebet (ibadet) verbracht, gleichkommen möge!

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der bleibt und besteht."}

Euer Bruder
SAID NURSÎ
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist."}

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Ein heiliger Hadith (hadîs-i serif) sagt, dass während der letzten zehn Tage (asr-i âhir) im Monat Ramadan jede Nacht, besonders aber in den ungeraden Nächten, die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, dass sich gerade in ihr die Heilige Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadr) ereignet. Darum müssen sich die Nurdschus gerade in diesen Nächten darum bemühen, dieses gewaltige Licht (nur-u a'zam) in sich zu empfangen (istifade).

Zweitens: Hüsrev und Tahirî, diese beiden Brüder, die ihre Aufgaben (vazife) vollkommen erfüllen und tausend Hüsrevs und fünfhundert Tahiris zustande brachten, und einen Nurcu, der auch auf ihre Weise arbeitet, vor dem Friedensgericht anzuklagen... Möge Gott es so wollen (insâallah), dass es am Ende doch noch eine große Gnade (inayet) und ein Erfolg (fütuhat) sein wird. Macht euch also deswegen keine Sorgen.

﴿ عَسَى اَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ ﴾

{"Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, das gut für euch ist." (Sure 2, 216)}

Nach dem Geheimnis (sirr) dieser Ayah wird dieses Ereignis (hâdise) - wolle es Gott (insâallah) - für die Ungerechten (zulmedenler) zu einem Anlass (sebeb), die materielle und geistige Hölle (maddî-manevî cehennem) und für die Nurdschus das diesseitige und jenseitige Paradies (dünyevî-uhrevî cennet) zu erwerben.

Drittens: Wegen eines meiner letzten Briefe habe ich zu einem bedeutenden Beamten, der gestern zu mir kam, folgendes gesagt: Drei außergewöhnliche (hârika) Ereignisse (vakia) im Leben (sergüzeste-i hayat) des Alten Said waren, wie sich jetzt als wahr (tahakkuk) herausgestellt hat, Wundertaten (keramet) der Risale-i Nur, die bereits vorausgesagt worden waren. Es ist dies wie folgt:

Obwohl während des Ereignisses vom 31. März der Oberkommandierende (Baskumandan) der Bewegungsarmee (Hareket Ordusu) Mahmud Sevket Pasa über mich außergewöhnlich wütend war und an dem Tag, an dem sie vor dem Kriegsgericht (Divan-i Harb-i Örfî) über mich verhandelt haben, fünfzehn Männer mir gegenüber am Galgen aufgehängt haben, fragte mich Hursid Pasa, der Vorsitzende (reis) des Kriegsgerichtes, in eben dieser Situation "Hast du die Scharia (Seria) gewollt? Sieh einmal: diejenigen, welche die Scharia wollen, werden genauso aufgehängt wie diese." Ich entgegnete ihm: "Für einen einzigen Abschnitt (mes'ele) der Scharia bin ich bereit, hätte ich selbst tausend Seelen (ruh), sie zu opfern." Trotzdem und obwohl es infolge der Verleumdungen der Spitzel (muhbirlerin iftiralari) sehr viele Gründe gab, mich zu verurteilen, beschlossen sie völlig unerwarteterweise einstimmig meinen Freispruch (beraet).

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Obwohl überdies die "Sechs Schritte (Hutuvat-i Sitte)", also das, was ich gegen die Britische Besatzungsmacht derart provokativ geschrieben hatte, und meine verächtlichen (tahkirkârane) Worte an den Erzbischof von Canterbury Ende des Ersten Weltkrieges in Istanbul in die Hände des britischen Oberkommandierenden (baskumandan) gelangt waren und bereits zu hundert Prozent die Möglichkeit bestand, mich umzubringen, überwandt er dennoch seine Wut und tat mir nichts.

Zudem kam Mustafa Kemal in Ankara während der Versammlung des Präsidiums (divan-i riyaset), trotz all der vielen Abgeordneten (meb'uslar), mit einer kolossalen Wut im Bauch mitten in die Versammlung des Präsidiums (divan-i riyaset) gestürmt, schrie mich an und sagte zu mir: "Wir haben dich hierher gerufen, damit du uns etwas von hohen Ideen verkündigst. Du aber bist gekommen, hast nur etwas über das Gebet geschrieben und hast Zwietracht unter uns angestiftet." Ich entgegnete ihm in seiner Wut: "Wer das Gebet nicht verrichtet, ist ein Verräter. Das Urteil über einen Verräter ist, dass er als Zeuge abgewiesen (hükmü merduddur) wird." Dadurch hatte ich mich aber ganz fürchterlich blamiert (pot kirdim). {pot = Blamage, in arab. Buchstaben geschrieben leicht mit "put = Götze" zu verwechseln, d.h.: ich habe seine Götzen, sein Ego, seinen Hochmut zerbrochen. (A.d.Ü.)} Während die anwesenden Freunde unter den Abgeordneten in Panik (telas) gerieten und sich bereits vorstellten (tahmin), dass man mich dort in jedem Fall fertigmachen werde, entschuldigte (tarziye) er sich jedoch gewissermaßen mir gegenüber und überwand vor dem ganzen Parlament seine Wut, so als ob er eine fürchterliche Kraft (kuvvet) und Wahrheit (hakikat) über sich verspürte und zog sich zurück. Am nächsten Tag führte ich während eines persönlichen Treffens mit ihm im Präsidiumszimmer (riyaset) das Beispiel an, das sich in der "Ersten List (Birinci Desise)" des Teufels in den "Sechs Angriffen (Hücumat-i Sitte)" findet und mit dem Satz beginnt: "z.B. : die Moschee "Hagia Sophia" ist voll von tugendhaften und vollendeten Menschen (ehl-i fazl u kemal) usw..." und trug ihm eine Stunde lang das Ganze vor bis zur "Zweiten List". Obwohl ich dabei alle seine Gefühle (hissiyat) und zugleich auch seine Prinzipien verletzt hatte, unternahm er nichts gegen mich, ja bemühte sich sogar sehr, meine Zustimmung (taltifime) zu erlangen. Ohne Zweifel sind diese drei staunenswerten Verhaltensweisen (acib haletler) dieser drei Gewaltmenschen (cebbar) und außergewöhnlichen Kommandeure, die sich anscheinend vor dem "Alten Said" fürchteten, ohne Zweifel die Wirkung jener wunderbaren Kraft (hârika bir kuvvet) der Risale-i Nur und der geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) ihrer zukünftigen heldenhaften Schüler (kahraman sakirdler) und die glänzende Wundertat (parlak bir keramet) der Risale-i Nur.

Viertens: Wir wünschen unserem Bruder Yakub Cemal, der uns im Namen der Schüler (sakirdler) in Denizli zum Ramadan und zur Heiligen Nacht (Leyle-i Kadir) der Bestimmung seine Glückwünsche (tebrik) übermittelt hatte, tausendmal Gottes Segen (bârekâllah). Gott schenke ihm Erfolg (veffakakellah) im Ringen um seine eigene Seele (nefis).

Zu der Nachricht, dass dieser Bruder berichtet, dass wir hören, dass die Freunde (arkadaslar) in der letzten Ausgabe ihrer Zeitungen gelesen haben, dass in der Hauptstadt (payitaht) der Englischen Regierung ihre Prediger (hatibler) auf der Kanzel laut verkündigen: "England muss jetzt die İslâmiyet anerkennen" und die Ayat der Weisen Unterscheidung (Furkan-i Hakîm), {den Qur'an} welche alle wahren Bedürfnisse (hakikî ihtiyacat) der Menschheit (beseriyet) beinhalten, nacheinander vortragen, kommentieren (tefsir) und erklären (beyan), ein tausendfaches "Dank sei Gott (elhamdülillah)!" Nur so vermag dieser Staat in der Tat sowohl seine Welt (dünya) als auch seinen Reichtum (saltanat) und sein Glück (saadet) noch zu retten.

Wir wünschen Küçük Ali mit dem großen Geist (ruh), welcher der Held der Gesegneten (Mübarekler pehlivan) und ein Großer Abdurrahman des Lichtes (Nur) ist, wegen seines Erfolgs (muvaffakiyet) mit den Lemeat Tausende "Möge Gott ihn segnen (mâsâallah)!" und seinem unschuldigen Sohn (masum mahdum), Nur Mehmed, Tausende "Möge Gott ihn segnen (mâsâallah)!" und ihm auf seinem Weg zum Hâfiz Erfolg verleihen (veffakakellah)! Wir überlassen es eurer Zustimmung (tensib), dass die Abschnitte in dem Band "Blitze (Lem'alar)", also die Leuchte des Lichtes (Siracünnur), das Siegel aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye) und die Talismane (Tilsimlar) nun nicht mehr wiederholt werden sollten.

Tausende Grüße an alle.

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Ferner soll er über meine Person (benim sahsim hakkinda) das Folgende mitteilen: "Ohne jeden Zweifel hat sich für uns als wahr (tahakkuk) herausgestelt, dass dieser Mann, obwohl er seit sechs, sieben Monaten sehr krank ist, um nicht die Blicke anderer auf sich (kendi cismine) zu lenken und weil er sich selbst keine weitere Bedeutung beimessen wollte, noch nicht einmal die Ärzte aufgesucht, die er besonders gerne mochte, noch ihre Medikamente (ilâçlar) eingenommen hat. Außerdem hat er, um an dieser Welt (dünya) kein weiteres Interesse zu zeigen und seine Aufrichtigkeit (ihlas) im Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye) nicht zu vernachlässigen, in den letzten zehn Jahren - wie vor dem Gericht (mahkeme) bereits bewiesen (isbat) wurde - sich nicht um den Zweiten Weltkrieg gekümmert und sich nicht dafür interessiert (merak). Um des Weiteren keine Neigung zur Politik (siyaset) in sich aufkeimen zu lassen und keine weltlichen (dünya) Interessen in sich wachzurufen, las er schon seit fünfundzwanzig Jahren keine einzige Zeitung mehr und ließ sie sich auch nicht vorlesen. Er empfahl auch allen seinen Mitbrüdern und den Schülern (talebe), sich nicht weiter darum zu kümmern (karismayiniz). Und obwohl er sich zudem noch - alt und allein wie er ist - selbst um seinen Lebensunterhalt (maisetçe) kümmern muss, harrt er dennoch in aller Niedertracht (sikintilar) aus, mit der man ihn schon wegen eines bloßen Verdachtes (evham) quält, kümmert sich nicht um weltliche Angelegenheiten, fragt auch um seiner Ruhe (istirahat) willen seit zwanzig Jahren nicht wegen irgendetwas bei der Regierung (hükûmet) nach, lässt auch niemanden zu sich, insoweit es sich nicht um eine dringende Angelegenheit (zarurî bir hizmet) handelt, akzeptiert (kabul) auch von niemandem irgendwelche Hilfe und auch keine Geschenke (ihsanini kabul)." Und weiter sagt er:

"Um den Glauben (iman) zu stärken, was ich für den größten und notwendigsten Dienst (elzem hizmet) für dieses Volk (millet) und sein Land (vatan) halte, habe ich einige Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) sofort niedergeschrieben, die ich als ein geistiges Wunder (mu'cize-i manevi) des Weisen (Hakîm) Qur'an in dieser Zeit und ein Heilmittel (deva) für meine Schmerzen entdeckt hatte. Nachdem drei Gerichtshöfe (mahkeme) und ihre Sachverständigen (ehl-i vukuf) in Ankara sie zwei Jahre lang durchforscht (tedkik) hatten, entschlossen sie sich einstimmig zu einem Freispruch (beraet), da sie ja für dieses Volk und sein Land völlig ungefährlich sind. Daher habe ich - in der Absicht, diesen Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye) fortzusetzen - meinen Kameraden (arkadas) erlaubt, einige von ihnen zu vervielfältigen (teksir).

Außerdem hören wir von diesem Mann, dass dieses Land (memleket), sein Volk (millet) und diese Regierung (hükûmet) diese Werke dringend benötigen (muhtaç).

Ich erwarte von den Beamten (erkânlar) der Regierung, dass einige von ihnen sich aktiv für dieses Werk einsetzen (sahib) werden. Denn ich stehe bereits am Rande des Grabes, meine Hände sind mir gebunden und ich kann mich nicht mehr länger für sie einsetzen. So tröste ich mich denn mit der Hoffnung, dass Gott es wollen möge (insâallah), dass fromme (dindar) und einflussreiche Männer (muktedir zâtlar) wie Ahmed Hamdi sich an meiner statt um sie kümmern werden. So bete (dua) ich denn, dass Ihre heilige Verpflichtung (kudsî vazife), der Sie diesem Land (vatan) und der Islâmiyet als Gemeinschaft gegenüber nachkommen mögen, vor dem großen Gericht am Jüngsten Tag (mahkeme-i kübra) Ihr Fürsprecher (sefaatçi) sein wird.

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens: In der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir), ist mir eine Wahrheit lang und breit ins Herz gedrungen, die ich hier ganz kurz ausdeuten möchte. Es ist dies wie folgt:

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Aufgrund der furchtbaren Ungerechtigkeiten und der furchtbaren Unterdrückung der Menschheit in diesem letzten Weltkrieg und seiner gnadenlosen Zerstörungen und der vielen hundert Unschuldigen, die wegen eines einzigen feindlichen Soldaten zu Grunde gerichtet wurden, und der schrecklichen Verzweiflung der Besiegten und der schrecklichen Panik der Sieger, weil sie ihren Herrschaftsbereich nicht verteidigen können, und ihrer schrecklichen Gewissensqualen, weil sie den großen Schaden nicht wieder gutmachen können, und der allgemeinen Einsicht in die totale und absolute Nichtigkeit und Vergänglichkeit des irdischen Lebens und in die Trug- und Traumbilder der Zivilisation, und der allgemein verbreiteten schrecklichen Verwüstungen in den großartigen Anlagen und im Kern humanistischer Gesinnung auf dem Grunde menschlichen Wesens, und der Vernichtung von Gottvergessenheit, Irrglaube und tauber, unfruchtbarer Naturphilosophie mit dem diamantenen Schwerte des Qur'an, und der Erkenntnis des so hässlichen und so erbärmlichen wahren Gesichts der allgemein über die Erde verbreiteten Politik, deren trügerischer Schleier aus Gottvergessenheit und Irrtum alles überdeckt und erstickt, besteht sicher und gewiss kein Zweifel daran, dass die Menschheit, wie wir das im Norden, im Westen und in Amerika bereits in Spuren erkennen können, weil das irdische Leben, das ihre weltliche Geliebte ist, so abstoßend und vergänglich ist, auf ihrer Suche nach ihrem in Wahrheit geliebten Menschenwesen das ewige Leben mit ganzer Kraft suchen wird, und es besteht sicherlich auch kein Zweifel daran, dass es der Qur'an, ein Wunder der Verkündigung, der seit 1360 Jahren mit seinen 350 Millionen Schülern in jedem Jahrhundert und Millionen Kennern der Wahrheit, die alle seine Verordnungen und Lehren mit ihrer Unterschrift bestätigen, der in den Herzen von Millionen seiner Rezitatoren wohnt, mit deren Zungen er in jeder Minute die Menschen unterrichtet, der in einer Weise, die keinem anderen Buche vergleichbar ist, der Menschheit die frohe Botschaft vom ewigen Leben und der ewigen Glückseligkeit verkündet, der die Wunden der ganzen Menschheit heilt, dass es dieser Qur'an ist, den, weil er mit tausenden von Ayat mächtig und kraftvoll immer wieder, ja sogar zehntausend Mal ausdrücklich oder hinweisend einlädt und berichtet und mit unerschütterlich sicheren Beweisen, mit zahllosen, unbezweifelbaren Zeugnissen die frohe Gewissheit vom ewigen Leben ausruft und die Lehre von der ewigen Glückseligkeit bringt, die Menschheit sicherlich, falls sie nicht ganz und gar den Verstand verloren hat, oder der Untergang der materiellen oder geistigen Welt über sie hereingebrochen ist, wie die berühmten Schriftsteller, die sich darum bemühen, dass in Schweden, Norwegen, Finnland und England der Qur'an angenommen werden möge, und wie die bedeutende Gruppe in Amerika, die den wahren Glauben sucht, ja große Länder und ganze Staatenbünde diesen Qur'an, dieses Wunder der Verkündigung, suchen, und nachdem sie seine Wahrheit verstanden hat, mit ganzem Herzen und ganzer Seele annehmen wird.

Denn vom Standpunkt der Wahrheit aus betrachtet, hat der Qur'an mit Sicherheit nicht Seinesgleichen und nichts kann den Platz dieses so großen Wunders einnehmen.

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Zweitens: Die Risale-i Nur hat in der Hand des großen Wunders (d.h. des Qur'an) nicht nur als ein diamantenes Schwert gute Dienste erwiesen und ihre verstockten Feinde zur Aufgabe gezwungen, sondern vermag zudem auch das Herz, den Geist und auch die Gefühle vollständig zu erleuchten, ihnen Heilmittel zu bereiten und auf diese Weise die Schätze des Qur'an bekannt zu machen. Die Risale-i Nur kennt außer ihm kein Quellen- oder Nachschlagewerk, widerspiegelt vielmehr seine Bedeutung vollkommen, hat alle Gegenpropaganda überstanden und die so starrsinnigen Atheisten vollständig besiegt. Sie hat die so feste und starke Burg der Naturphilosophen mit ihrer "Natur Risale" in Stücke geschlagen und die sich bis in weite Fernen ausdehnende Finsternis einer völlig undurchdringlichen, erstickenden Gottvergessenheit vertrieben, die sich so weit ausdehnenden Schleier der Naturwissenschaften mit der sechsten Problemstellung der "Frucht Risale" und mit dem ersten, zweiten, dritten und achten Zeugnis in dem Band "Stab Mosis" auf eine wirklich glänzende Weise zerrissen und das Licht der Einheit Gottes aufscheinen lassen. So sind denn jetzt, nachem die Erlaubnis, für den Religionsunterricht Privatschulen (dershane) zu eröffnen, offiziell erteilt worden ist, diese sicherlich für uns notwendig und noch notwendiger für das Volk, und ist es jetzt, nachdem diese Erlaubnis erteilt worden ist, notwendig, dass alle Schüler der Risale-i Nur, soweit dies möglich ist, dafür überall solche winzig kleinen Schulen (dershane-i Nurîye) eröffnen. Natürlich kann dabei ein jeder auch für sich selbst seinen Nutzen daraus ziehen, doch kann nicht jeder jedes Thema voll und ganz begreifen. Weil aber (die Risale-i Nur) eine Erklärung der Glaubenswahrheiten (hakikat) ist, ist sie zugleich sowohl Religionswissenschaft (ilim) {(Anmerkung): Falls sie einer kennt und daher nicht zu studieren (taallüm) braucht, braucht er dennoch den Dienst und die Anbetung Gottes (ibadet), ersehnt die Erkenntnis Gottes (marifet), verlangt nach Seiner Gegenwart (huzur). Darum ist sie für jeden ein zielgerichteter Unterricht (lüzumlu bir ders).} als auch Gotterkenntnis (marifetullah) und Gottesdienst (ibadet).

Statt der fünf oder zehn Jahre an einer alten Medresse wird man heute mit Gottes Hilfe (Insâallah) das gleiche Ergebnis an einer Medresse der Risale-i Nur schon in fünf oder zehn Wochen erreichen. Und so wird das schon seit zwanzig Jahren gemacht. Da die (göttlichen) Funken des Qur'an sowohl für die Regierung, das Volk, das Land, das irdische Leben (hayat-i dünyevîye), die Politik und das Jenseits (uhreviye) von sehr großem Nutzen sind, ist es dringend notwendig, die Risale-i Nur als seinen Verkünder nicht zu belästigen, sondern sich vielmehr alle Mühe zu geben, deren Verbreitung in jeder Hinsicht zu fördern, damit sie zur Buße für alle vergangenen entsetzlichen Sünden und als ein Schutzwall gegen alle künftigen schrecklichen Plagen und gegen die Anarchie dienen kann.

Drittens: In diesem heiligen (Serif) Monat Ramadan hatte ich den dringenden Wunsch, den Qur'an in Freude und Begeisterung (zevk ve sevk) zu lesen. Stattdessen geriet ich jedoch infolge der Auswirkungen einer schmerzhaften Erkrankung, körperlicher und geistiger Anstrengungen (sikintilar), Erschöpfung (yorgunluk) und verschiedener Arbeiten (mesgaleler), die ich noch zu erledigen hatte, geradezu in helle Aufregung (telas). Wenn ich jedoch dann diese wunderhaften Abschnitte (mu'cizatli cüzler) aus dem Qur'an, die Hüsrev mit seinem schönen Stift (sirin kalemi) geschrieben hatte, und danach diesen glanzvollen, wunderhaften (keramet) Großen Auszug (Hizb-ül Ekber) aus dem Qur'an, der Hâfiz Ali und Tahirî so viel Segen (sevab) erwerben lässt, nacheinander zu lesen begann, bekam ich eine solche Freude und Begeisterung (zevk ve sevk), dass sie meine ganze Erschöpfung in nichts zergehen ließen. Während ich, ohne für irgendeine Einflüsterung (vesvese) Platz zu lassen, auf überaus glanzvolle Weise einem qur'anischen Unterricht (ders) von ihnen folgte, wünschte ich mir von ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh), beabsichtigte (kasd), wenn es möglich sein sollte, ja entschloss (azmettim) mich sogar, genauso wie diesen Großen Auszug (Hizb-ül Ekber) aus dem Qur'an im Offset-Druck nun - wolle es Gott (inshallah) - auch unseren wunderhaften Qur'an herauszugeben.

Said Nursî
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Dieses Mal war die Rückgabe der in Beschlag genommenen Bücher (müsadere kitablari) auf einen Befehl (emr) aus Ankara, durch den Sieg der Lichter (Nurlarin galebesi) und ihren geistigen Erfolg (manevî fütuhati) eine großartige Botschaft (fâl-i hayir). Es war dies ein Anlass zur vollkommenen Freigabe der Risale-i Nur und daher ein großartiger Erfolg (fütuhat), der dem Dienst (maslahat-i Nuriye) sehr förderlich war.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

{"Dank sei Gott! Dies ist aus der Fülle meines Herrn."}

Wir haben uns über die Glückwünsche (tebrikler) unserer am Lichte (Nur) so überaus fleißig arbeitenden Brüder Ali Osman und Çilingir Ali aus ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) gefreut und wünschen ihnen zu den Festtagen (Bayram) wie auch zur heiligen Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) und zu ihrem so außerordentlich wertvollen und überaus segensreichen (sevabli) Dienst (hizmet-i Nuriyeler) alles Gute (tebrik) und beten (dua) für ihren Erfolg (muvaffak) und um ihren Schutz (mahfuz). Sie haben sich so den Kreis (Nur dairesi) in gewisser Hinsicht bis in alle Ewigkeit zu Dank (minnetdar) verpflichtet. Möge Gott mit ihnen zufrieden sein (Allah razi olsun, âmîn)! Ali Osman, wir grüßen (selâm) die Brüder und Schwestern, deren Namen in deinem Brief stehen, jeden Einzelnen von ihnen, beten für sie und bitten auch sie um ihre Gebete (dualar). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), sich über Kâzims Seele (ruh), der für uns ein gesegneter (mübarek) Bruder war, Tausende Male erbarmen (rahmet) und sein Grab mit Licht erfüllen (kabrini pürnur etsin, âmîn)!

Es ist ein wundervolles Ergebnis (keramet) des segensreichen (mübarek) Stiftes von Ali Osman, wenn zur selben Zeit, in der die fünfzehn kurzen Abhandlungen (risalecikler) bei uns hier ankamen, auch zwei bedeutende Schüler (sakird) der Medrese-i Nuriye in Konya hier ankamen und sagten: "Wir brauchen genau diese Abhandlungen", sodass wir sie ihnen sogleich geben konnten. So wird sich denn Ali Osman nun in einem noch umfangreicheren Bereich Gottes Segen (sevab) erwerben können.

Wir grüßen (selâm) euch alle gemeinsam (umuma) und einen jeden Einzelnen von euch und beten (dua) für euch.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Der Lehrer (muallim) Mustafa Sungur, der einer der jungen Helden des Lichtes (Nur) ist, kam zu uns, um uns im Namen der Brüder in Eflani, in Safranbolu, in Kastamonu, in İnebolu, in Daday und in Araç zu den Feiertagen (Bayram) zu beglückwünschen (tebrik). Wir senden auch ihn als einen kleinen Said sowohl zu euch, als auch an alle übrigen Brüder, als unseren lebenden Glückwunsch (tebrik) zu euren innerlichen wie äußerlichen Feiern und Festtagen (maddî ve manevî bayramlar). Wir haben Çaliskan Mehmed, der ein Süleyman Rüsdü von Emirdag ist, nach Istanbul gesandt, damit er sowohl das Buch "Leuchte des Lichtes" (Siracünnur) bekommt, als sich auch über die Bücher informiert, die ins Ausland gesandt wurden.

Nachdem nun die Gegner (Nurlarin muarizlari) in gewisser Hinsicht überwunden worden (maglub) sind, folgen sie jetzt einem Plan, der uns zwar äußerlich nicht angenehm (hos) erscheint, tatsächlich jedoch nützlich (menfaatli) für die Lichter (Nurlar) ist. So versuchen sie etwa den Zusammenhalt unter den Nurdschus zu behindern, indem sie einige bedeutende Säulen (mühim erkânlari) in undurchsichtiger Weise dazu veranlassen, den Aufenthalt zu wechseln. In Wirklichkeit wird der Zusammenhalt unter ihnen durch einen solchen Abschied nicht unterbrochen, während sie zugleich an den Orten, zu denen sie gehen, dringend gebraucht werden. So veranlassen sie z.B. Muharrem nach Tavas, oder Mustafa Osman nach Karabük, oder Re'fet nach Istanbul u.dgl. mehr zu gehen, um so einige Brüder voneinander zu trennen. Auch diese Brüder gehen, ohne es selbst zu bemerken, so als wären sie aus freiem Willen (ihtiyarlar) dahin gegangen. Tatsächlich aber bereiten sie, in der Absicht den Zusammenhalt zu erschweren, auf eine vollkommen unbemerkte Weise den Boden vor.

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Es ist ferner noch einer ihrer Pläne, dass sie, obwohl wir doch nach ihrer Vorstellung eine Gefängnisstrafe verdient (müstehak) hätten, nicht für unsere Inhaftierung eintreten, sondern sagen: "Sie sollten besser doch nicht (aman!) eingesperrt werden." Der Grund dafür ist der: Das Gefängnis in Denizli könnte plötzlich zu einer Medresse (Nur medresesi) werden. Und diejenigen, die von dort aus in andere Gefängnisse überstellt wurden, haben sich bemüht, auch dort das Licht zu verbreiten (tenvir). Das hat unsere heimlichen Feinde so vollständig verwirrt (sasirtti), dass sie sich sogar für unsere Entlassung aus dem Gefängnis aussprachen. Darüber hinaus zögerten die Justizbehörden (adliyeler) in einer Art Hingabe (teslimiyet) an die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) der Risale-i Nur, um sich vor einer fürchterlichen zukünftigen (istikbal) Kritik (itiraz) zu retten, die Wahrnehmung der Bestimmungen (hükümler) ihrer willkürlichen Gesetze (keyfî kanunlari) hinaus und zogen sie nicht gegen uns in Betracht. Und einige verbohrte Atheisten (muannid bazi dinsizler) gaben angesichts ihrer Niederlage (maglub) gegenüber der Wahrheit des Lichtes (Nur'un hakikatina karsi) ihre Verbohrtheit (inad) auf. Und so sagten denn auch unsere heimlichen Feinde: "Die müssen unbedingt (aman!) aus dem Gefängnis entlassen werden. Sonst werden noch die Gefängnisse zu Medressen (Nur medreseleri)." So plädierten denn diese drei Gruppen {Die offenen Gegner und Kritiker, die heimlichen Feinde der Risale-i Nur und die Justizbehörden (A.d.Ü.)} einstimmig für unseren Freispruch (beraet). Das ist aber eine Gnadengabe (keramet) der Güte Gottes (inayet-i İlahiye) für die Risale-i Nur.

Gleich wie die fürchterlichsten drei großen Kommandeure dieses Jahrhunderts eingeschüchtert wurden und auf wunderbare Weise (hârika bir tarzda), sowohl während der Ereignisse des 31. März (Mart hâdisesi), der Oberkommandierende der Bewegungsarmee (Hareket Ordusu'nun Baskumandani), als auch während der Nationalen Bewegung (Hareket-i Milliye) gegen die Besatzungsmacht (istilâ) in Istanbul während des Ersten Weltkrieges dieser entsetzliche fremdländische Kommandant, der Istanbul besetzte (istilâ), eingeschüchtert wurde und uns nicht angreifen (taarruz) konnte, so verwandelte sich auch in Ankara - während der Versammlung des Präsidiums (divan-i riyaset) - die Wut (hiddet) des fürchterlichsten Anführers (reis) in eine Entschuldigung (tarziye). So haben also diese drei Justiziare (adliye), obwohl sie gegen meine provokative, ganz entschiedene Verteidigungsrede (müdafaat) tausenderlei Ausreden (bahane) zu finden suchten, gerecht (hakperest), friedliebend (musalahakârane) und einstimmig unseren Freispruch (beraet) beschlossen. Dies ist in jedem Fall eine Wundertat (keramet) der Risale-i Nur, die hinwiederum ein geistiges Wunder (mu'cize-i manevî) des Qur'an ist, wie ich dies in jener Nacht zweifelsohne als eine Ermahnung (ihtar) verspürt und niedergeschrieben habe. Doch habe ich es euch, noch ohne es zu korrigieren (tashih) und zu verbessern (islah), also noch völlig ungeordnet (müsevves), gesandt.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Eines von den beiden Exemplaren der "Leuchte des Lichtes (Siracünnur)" ist bereits vollständig, von dem anderen Exemplar haben wir nun den Rest in zwei Teilen erhalten. Er enthält nur sehr wenige Fehler. Wir senden euch, diesem Brief beigefügt, eine kleine Liste der Fehler und ihrer Korrektur (Hata-savab).

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Zweitens: Da Isparta nun einmal eine geistige (manevî) Medreset-üz Zehra ist und die Verwaltung (hükûmet) in dieser segensreichen Schule (mübarek dershane) uns bis jetzt so weit wie möglich tolerant (müsaadekârane) behandelt, allen voran auch der Sicherheitsdirektor (emniyet müdürü) mit der Risale-i Nur recht verständnisvoll (takdirkârane) umgeht, betrachten auch wir die Verwaltung dort mit Wohlwollen. So sollt ihr denn nicht gekränkt sein und auch wir werden uns nicht gekränkt fühlen, egal was sie uns auch antun mögen.

Des Weiteren kamen bis jetzt dadurch, dass sie kaum Druck (tazyikler) gegen uns ausgeübt haben, beachtliche positive Wirkungen (hayirlar) zustande. Denn da die Risale-i Nur jetzt aufgrund eines einzigen Beitrags (maslahat) überall völlig offen verbreitet (serbest nesretmek) werden kann, dies aber vielleicht unserem Geheimnis von der "Erleuchtung im Geheimen (Sirran Tenevverat)" entgegengesetzt (münafî) sein mag, liegt in ihren Empfehlungen (tavsiyeler) zu einer gewissen Vorsicht (ihtiyat) immerhin etwas Gutes (hayir).

Drittens: Auf die Glückwünsche (tebriklar) von Hâfiz Hasan, der zu den wichtigen Lehrern (muallimler) in Daday und zu den wertvollen Herausgebern des Lichtes (Nur nasirleri) gehört, von seinen beiden segensreichen Nurcu-Kindern (mübarek mahdumlari) und von unseren teuren Mitbrüdern, von dem Arzt Dr. Hakki, von Hüsnü und Tahir aus Araç und von Fuad in Daday, zum Festtag (Bayram) beglückwünschen (tebrik) auch wir sie noch nachträglich aus ganzem Herzen (canim) und tiefster Seele (ruh) sowohl zu den Feiertagen (bayramlar), als auch zu dem Erfolg im Dienst (Nur hizmeti), den sie durch ihre Ausdauer (sebatkârane) errungen haben. So fügen wir denn nun deinen Brief diesem Brief bei, um ihn in die Briefsammlung (Lâhika) einzureihen.

Viertens: Bruder Re'fet, der einer der Helden (Nur kahramanlari) ist, fand in İstanbul einen großen überaus bedeutenden Hoca namens Abdül'ehad, dessen Arbeitsstil (sistem) seinem eigenen entsprach, als einen Bruder, der mit der Risale-i Nur ganz und gar verwachsen ist. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), auch diese beiden stets erfolgreich (muvaffak) sein lassen, âmîn!

Fünftens: Seit einiger Zeit (mikdar) bin ich darüber erstaunt, wie die unschuldigen Kinder (mâsum çocuklar), im Alter von zwei Jahren bis zu zehn Jahren, in einer Weise, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte, in höchst inniger Verbundenheit (alâka), als ob sie die Hände ihrer Eltern, die sie schon so lange nicht mehr gesehen hatten, in schier ungebändigter Sehnsucht (istiyak) festhalten (sarilmalari), genau in der gleichen Weise, während ich gerade mit einer Kutsche einen Ausflug mache, sobald sie mich erblickt haben, von weitem angelaufen kommen, um meine Hände zu ergreifen (sarildiklari), und frage mich nun, was die Weisheit (hikmet) dessen sein möge. Da erhielt ich plötzlich die Eingebung (ihtar) und verspürte den Sinn (mana) dahinter, dass die Gruppe dieser doch noch so kleinen Unschuldigen (küçücük masumlar), in ihrer Vorahnung (hiss-i kabl-el vuku'), dass sie einmal durch die Risale-i Nur zur Glückseligkeit (saadet) gelangen und sich so vor geistigen Gefahren (tehlike-i manevî) retten werden, ja vielleicht einmal viele unter ihnen Schüler (sâkird) werden mögen, während mir - da ich ja mit der materiellen wie mit der geistigen (maddî-manevî) Luft {das Klima wie die Leute in Emirdag (A.d.Ü.)} von hier nicht zurechtkommen (imtizaç) konnte - wie allen noch in der Verbannung Lebenden (menfîler) ihre Entlassung (serbestiyet) anheimgestellt wurde, mir, damit ich dennoch nicht von hier weggehen (gitmemekligim için) sollte, wo doch alle Erwachsenen dabei gleichgültig (lâkayd) blieben, sagen wollten: "Wir sind im Kreis des Lichtes (Nur dairesindeyiz). Verlass uns nicht und geh nicht fort!"