Briefe aus Barla
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Ergänzungen zum 27. Brief

Zweiter Teil

Abschnitte (fıkralar) von Sabri Efendi, der ein zweiter Hulusi und ein großer Gelehrter (âlim) ist.

Ich hatte bereits damit begonnen, den vierten Teil (cüz) des Neunzehnten Briefes (Ondokuzuncu Mektub), der in außergewöhnlicher und einzigartiger Weise (fevkalhad ve hârikulâde) sinngemäß (manen) Tausend Arten des Wunders (enva'-ı mu'cizat) Seiner Exzellenz (Hazretleri), unseres Herrn (Efendim) Mohammed beinhaltet (ihtiva), welche die Menschen in Erstaunen versetzen (insanları hayrette bırakan), der in diese Welt gesandt wurde (Meb'us-u âlem) und mit dem Friede und Segen sei, Wunder, die einem jeden, der über ein Fünkchen Bewusstsein (cüz'î şuur) verfügt, auch den vollkommenen Glauben schenken (iman-ı kâmil), dessen sehr hoher (pek âlî) und großer Wert (azîm kıymet) feststeht und bereits anerkannt ist (müsbet ve müsellem), abzuschreiben (istinsah), um ihn anschließend dem oben erwähnten Herrn (mumaileyh Beyefendi) Hulusi zu übersenden (irsal), in dessen erhabenen Augen (nazar fâzılane) ich durch seine Zuwendung (teveccüh) über meine Grenzen hinaus (min-gayr-i hadd) zu seinem Repräsentanten (vekil) geworden bin.

Der Neunzehnte Brief (Ondokuzuncu Mektub), der Tausend Wunder Mohammeds beinhaltet (münderic), erklärt und verkündet (beyan ve müjde), wie ich in der Einführung (mukaddemen) dargelegt habe, sehr viele erhabene und lichtvolle (ulvî ve nuranî) Themen, wie ich sie mir nur wünschen (arzumun) konnte, und die Geschehnisse dessen, auf dem das Prophetentum (vekayi-i risaletmeabiye) ruht, wodurch der Geist und das Herz meiner Wenigkeit (ruh ve kalb-i âcizîyi) wie im Frühling der Welt (bahar-ı âlem) in eine Rose, ja einen ganzen Rosengarten (gül ve gülistanlık) verwandelt wurden. Obwohl es mein höchster Wunsch (ehass-ı emelim) ist, Lob und Preis (medh ü senayı) wie sie aus den Gefühlen (duygu), die ich im Herzen (kalben) spüre, erwachsen und dargelegt werden (lâzım-ül arz) sollen, in einer überaus prächtigen Form (parlak bir tarzda) darzubieten, begnüge (iktifa) ich mich hier mit Bedauern (maalesef) damit, dass ich gestehen muss, dass ich zu schwach (âciz) dazu bin, sie zum Ausdruck zu bringen. Eines habe ich jedoch deutlich verspürt (noktayı hissettim): auch wenn ihr während all dieser Geschehnisse (vekayi) gar nicht leiblich (cismen) dabei gewesen seid, habe ich mir dennoch vorgestellt (tasavvur), dass ihr seelisch (ruhen) mit Seiner Exzelenz (Hazret), unserem Herrn (Efendim), dem Haupt der Welt (Server-i Kâinat), zusammen gewesen seid. Denn ich bin jedenfalls davon überzeugt und glaube (kani' ve kailim), dass ihr diese Geschehnisse (vekayi-i mezkûre), auf die Ihr mit all ihren Bezeichnungen (künye), dem Ort (mevki) und der Kette der Zeugen, die sie überliefert haben (an'anesiyle) zitiert, und ich bin auch davon überzeugt (kat'iyyen müşahede), dass ihr sie auf diese Weise überliefert und niederschreibt (nakl ü tahrir).

Den Sechzehnten Brief (Onaltı Mektub) habe ich nach Atabey mitgenommen. Die meisten Stellen darin brachten einen Teil der Brüder (ihvan) zum Weinen (aglat). Mein Neffe (amcazadem) Zühdü Efendi hat, nachdem dieser "Sechzehnte (Onaltı)" vorgelesen worden war, gesagt: "Ein Fenster, das ich bis jetzt noch gar nicht kannte, ja noch nie gesehen hatte, und doch zu so viel Licht (nuranî) und geistiger Freude (sürur-u manevî) hinüber führt (ihtiva), hat sich heute in meinem Herzen aufgetan (kalbime açıldı). Auch wenn es meine Kräfte (iktidarı) übersteigt, die Eindrücke (netayic) zu beschreiben, die ich durch dieses Fenster erhalten habe, ist es doch mein höchster Wunsch (ehass-ı emelim), sie dem Meister mit Gottes Hilfe (avn-i İlahî) in einem Bittgesuch (arîza) darzulegen. Ich bitte Sie (rica) um Ihre Hilfe (tavassut) bei der Vermittlung (teblige) all meiner vielen Grüße (nihayetsiz selâm) an ihn und meiner besonderen Hochachtung (hürmet)."

Sabri

Ich wünsche von ganzem Herzen (gönül), dass ich rasch die ganze Risalet-ün Nur abschreiben möge und dann diese einzigartigen Perlen (dürr-i yektalar), wie sie sich in meinem Besitz (mâmelek) befinden, entsprechend meinen Fähigkeiten (istidad) zu studieren beginne.

Vor zwei Tagen ist es mir nun gelungen (muvaffak), die Abschrift des einunddreißigsten Wortes (Otuzbirinci) - die Sammlung der Diamanten (elmas külliyatı) - mit Hilfe Gottes des Gerechten (avn-i Hak) und der Güte Seiner Freigiebigkeit (inayet-i ekrem) zu vollenden (ikmal). Die Anmerkungen, die Bruder von Ahmed stammen, habe ich verstanden (derkenarı tefhim). Er möchte noch ein wenig lesen und dazu das Zehnte Wort (Onuncu Söz) bekommen. Dieses Wort (Söz) ist aber hinsichtlich seines geistigen Wertes (kıymet-i manevi) schwieriger noch als das Sein selbst (mevcudattan agır). Ich bin nun soweit, die Abschrift des zweiten Abschnitts (cüz) der Abhandlung über die Wunderhaftigkeit (İ'caz) des Qur'ans in Bälde zu beenden. Wenn ihr mir jedoch auch noch das 32. Wort (Otuzikinci Söz), nach dem ich so sehnsüchtig verlange (müştak), {abzuschreiben (A.d.Ü.)} gestatten (lütuf) würdet, werde ich kaum noch dazu in der Lage sein (âciz), euch aus diesem Anlass (vecih) meine daraus erwachsende Zufriedenheit (memnuniyet) darzubieten. Denn nachdem man erst einmal von dergleichen wertvollen und kostbaren (kıymetdar ve manidar) Werken gehört hat, steigert sich (artıyor) allmählich der Wunsch (iştiyak), sie auch sehen zu dürfen. Ich kann mich vor diesem Verhalten (tabiat) kaum mehr zurückhalten (men'etmek).

Sabri
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In dem lichtvollen 29. Wort (nurlu Yirmidokuzuncu Söz), dessen Abschrift (istinsah) mir vor kurzem (bu defa) gelungen ist (muvaffak), habe ich mich an den großen Segelschiffen (sefain-i kibriya) in den Meeren der Engel (melaike denizleri) festgeklammert und bin so mit ihnen mitgesegelt. Es wurde mit Nachdruck darauf aufmerksam gemacht (şiddetle ihtar), dass alle Handlungen (ef'al) des Menschen (beşer), mögen sie nun richtig oder falsch (hata-savab) sein, auf jeden Fall (kat'î) aus dem großen Buch (defter-i kebir) vorgelesen, um die allgemeine Präsenz (umumî yoklama) festzustellen, wobei dann überhaupt gar nichts, sei es nun Nutzen oder ein Schaden (nef' u zarar) geheimgehalten werden (mektum) wird. Während ich die Welt des beständigen Geistes (beka-i ruh âlemi) erschaute (temaşa) und die Urteile (ahkâm) während der Auferstehung und des Jüngsten Gerichtes (ba's ve mahkeme-i kübra), welches der höchste Wunsch (matlab-ı a'lâ) und das weiteste Ziel (maksad-ı aksa) ist, durch göttliche Vorsehung (kabl-el vuku) als Zuhörer (makam-ı istima) wahrnahm und schließlich über die Sprossenleitern (merdivenler) der "Mittel (Medarlar)" geistig hinauf zu den hohen Rängen (âlî makam) fortschritt (manevî suud), besonders im Zehnten Mittel (Onuncu Medar) und in der dritten und vierten Problemstellung (Mes'ele) wie ein Taucher (deniz dalgıçlar) in den Ozean der Geistlichkeit (derya-yı maneviyat) hinab tauchte und darin umher schwamm (dalıp yüzerken), bin ich so sehr tief in die Lichter der großen Wahrheiten (envâr-ı hakaik-i kibriya) und Freuden der erhabenen Feinheiten (ezvak-ı letaif-i ulya) eingetaucht, dass ich gar nicht mehr in der Lage (âcizim) bin, sie noch darzustellen und ausdrücken (arz u ifade) zu können.

Sabri

Seit mehr (mütecaviz) als einem Jahr studiere (taallüm) ich die Worte (Sözler) begeistert (şevk), bekomme meinen Segen durch Güte (inayetle tefeyyüz), werde erleuchtet und ermuntert (tergib ile tenevvür), erfreue mich sehr (hâhişle telezzüz), erlerne eine edle Gesinnung durch einen bloßen Hinweis (işaretle tahalluk); und so vervollkommne ich mich stufenweise (tedricle tekemmül). Ich bin der Überzeugung (kanaatındayım), dass einem Tag dieser bestimmten Zeit (muayyen müddetin), in der ich daran arbeite (sâî), um auf diesem Weg voranzuschreiten (tarîkında ilerlemege), selbst mein ganzes vergangenes Leben (umum hayatım) nicht gleich (mukabil) kommen kann.

Sabri
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Ein Abschnitt (fıkra) von Ali Efendi, der ein zweiter Sabri ist.

Die Worte (Sözler) sind ein scharfsinniger Arzt (hâzık doktor), der denen, die keine Augen haben, mit der rechten Leitung durch das Auge Gottes des Gerechten (hidayet-i Hak), denen, die keine Augen und kein Herz haben (göz ve kalbsiz), falls sie nicht von absoluter Zerstörung betroffen sind (inhidam-ı kat'iyyeye ugramamış), einem Herzen (kalb), falls sie in ihrem Bewusstsein keinen Riss (şuurunda çatlaklık) haben, durch die Führung (sevk) zum Nachdenken (düşünceye), durch die Erleuchtung (tenvir) und durch die Antwort (halli) auf die schwierigen Fragen (sual-i müşkil): "Woher komme ich? Wohin gehe ich? Weshalb bin ich hier?" jene Menschlichkeit (insaniyet) schenkt (bahşediyor), welche die menschliche Natur erfordert (insanlık iktiza).

Ali

Nochmals von Sabri

Da mir Ort und Zeit (zemin ve zaman) es bis jetzt nicht erlaubten (müsaid), in diesem Ozean des Lichtes (bahr-i muhit-i Nur) namens "Worte (Sözler)", seit mehr als zwei Jahren, in der Frage (husus) nach den Früchten nun das Ergebnis (semere ve neticesi) meiner Schiffsreise (seyr ü seyahat) zu erfahren und zu erkennen (görüp bilmek), war ich im Zweifel (mütereddid) und ratlos (mütehayyir), auf welche Höhe (dereceler) mein Geschäftskapital inzwischen angestiegen ist, oder besser gesagt, ob ich einen Handel (ticaret) abschließen könne (edinebildim) oder nicht (yoksa edinemedim).

Ich habe Dank sei Gott (Hamden-lillah) in diesem Monat der Barmherzigkeit (şehr-i rahmet) und der Vergebung (magfiret) verstanden, dass durch die Güte des Herrn (inayet-i Rabbaniye), die Hilfe des Propheten (muavenet-i Peygamberiye), den Segen (berekât) geistiger Unterstützung (himemat) und die Gebete meines Meisters (daavat-ı üstadaneler) das Startkapital des Wissens (sermaye-i ilmiye-i evveliye) Eures Dieners (bendegâne) um 99/100 gestiegen ist. Jene Wissensquellen (menabi-i ilmiye) und Gleichnisse für die Wahrheit (temsilât-ı hakikiye) verziehren und erleuchten (tezyin ve tenvir) meine Versammlungen (meclisler) so sehr, dass ich für die Darlegung dessen zu schwach (arzetmekten âcizim) {Sabri weiß sich kaum noch in der Lage, seinen Dank zum Ausdruck zu bringen. (A.d.Ü.)} bin. In diesem Zeitalter (asır), das dem Menschen (beşer) öfter einmal einen Knüppel zwischen die Beine wirft (ayagını kaydıran), weiß ich, dass es eine Pflicht (farz) ist, aus der Fabrik des Lichtes (Nur), die überaus wunderbare und ganz außerordentliche (gayetle hârika ve fevkalhad) Geräte und Werkzeuge (cihazat ve malzeme) verbreitet, jede Art Ausrüstung (techizat) zu entnehmen. In wieweit ich nun meinen Dank erweisen (îfa-yı şükran) sollte und meine Dankbarkeit auch mitteilen (arz-ı minnetdarî) möge gegenüber dem großen Besitzer (sahib-i a'zam) dieser Einrichtung (müessese), der mit Recht (bihakkın) jeder Art Lob und Anerkennung (sena ve sitayiş) würdig ist und sie auch verdient hat (seza ve lâyık) und für den es unmöglich (hamli imkânsız) ist, in irgendeiner Weise darüber der Scheinheiligkeit (riya) zu verfallen: ich kann dennoch meine Aufgaben und meine Verpflichtungen (vazife-i zimmetim) nimmer zur Gänze (hakkıyla) erfüllt haben.

Sabri

Es ist mir - Dank sei Gott (lehülhamd) - gelungen (muvaffak), dieses 28. Wort (Yirmisekizinci), eine Abhandlung mit vielen Lichtern (risale-i pür-nurları), nach der meine Wenigkeit seit langem aus ganzer Seele (ruh-u kemterane) so sehr verlangte (müştak) und deren jedes Wort (kelime) eine Schatzkammer voller Diamanten (elmas mahzeni) ist, durchzulesen und bis zum Ende abzuschreiben (kıraat ve istinsaha). In Anbetracht der Darlegung und des Ausdrucks (arz u ifade) über den Grad der Bedeutsamkeit (derece-i kıymet), Beliebtheit (ragbet) und Wichtigkeit (ehemmiyet) der Quelle der Diamanten (elmas menbaı), die aus mit Gold zu vergleichenden Buchstaben (altun-misal hurufat) gebildet sind - und das möge keine Übertreibung (mübalaga) sein - würde ich mich darum bemühen - wäre es möglich (mümkün) - ein paar Worte (kelimat) zu äußern, welche die unendlichen Wahrheiten (hakaik-i nâmütenahîsi) dieser kostbaren Abhandlung (risale-i kıymetdar) zu erklären und wiederzugeben (muvazzıh ve câmi'), sodass die Wahrheit auch in der Weise zum Ausdruck gebracht wird, die ihrer würdig (hakikat lâyıkıyla ifade) ist.

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Denn Seine Heiligkeit der Schöpfer der Welt (Hâlık-ı Âlem Hazretleri) wird nach der Erschaffung dieses Seins (mükevvenatı halk) und nachdem er jedes Wesen ins Dasein (icad) gebracht und mit seiner Aufgabe (vazife) betraut hat, mit dem Anbruch (hulûl) der Todesstunde der Welt (ecel-i âlem) diejenigen, die hinsichtlich ihrer Verantwortung (mes'uliyet) in dieser Welt (dünya) ihre Unfähigkeit (acz), Armseligkeit (fakr), Schwäche (za'f) und Bedürftigkeit (ihtiyac) wahrgenommen und begriffen (fehm ü idrak) haben und seinen ewigen Gesetzen (kavanin-i ezeliye) und den Grundsätzen Seiner Herrschaft (desatir-i Rabbaniye) gehorcht haben und ihnen gefolgt sind (imtisal ve ittiba), mit einer Gabe (ni'met) wie dem in dieser Abhandlung behandelten Paradies (mevzubahis Cennet) beehren (i'zaz edecek).

Da es besonders im Paradies (alelhusus Cennet) die größte Gabe (büyük nimet) ist, die Schönheit und Vollkommenheit des Herrn (cemal-i bâ-kemal-i Rabbaniye) zu schauen und mit ihr aufs Höchste geehrt (müşerrefiyet-i uzma) zu werden, ist demzufolge alles (binnetice) in dieser vergänglichen Welt (fâni âlem) mit ihren Augen (nâzır) voll Begeisterung (hayran) auf das Paradies (Cennet) gerichtet.

Da es nicht jedem gelingt (müyesser), die vielen Tore (ebvab-ı müteaddide) der offenkundigen Unterscheidung (Furkan-ı Mübin), des Großartigen (Azîm) Qurans, der die Quelle dieser Wahrheiten (hakaikın menba'ı) ist, zu öffnen (feth), die Kenntnis (ıttıla) seiner verschiedenartigen Geheimnisse (esrar-ı gûna-gûnu) zu erlangen und in den Ozean der Wahrheiten (derya-i hakaik) hinab zu tauchen, werden sie, nachdem die Tore (kapı) dieser verschiedenartigen Schatzkammern (künuz-u mütenevvia) mit dem wahren Schlüssel (miftah-ı hakikî) von fünf Fragen und fünf Antworten geöffnet (açıp) wurden, ganz aus ihrer Nähe (pek yakından) und in aller Offenheit (kemal-i sarahatla) dargestellt. Ich bin der Überzeugung und glaube (kail ve kani), dass dieser Aspekt (cihet) es zu recht verdient (hakkıyla şâyan), nicht nur von dem unzulänglichen Verstand (kasır aklı) dieses armseligen Dieners (abd-i âciz), sondern auch von denjenigen, die über eine ziemlich hohe Intelligenz verfügen (zekâlara mâlik), hochgeschätzt (takdir) zu werden.

Sabri

Der erhabene, großartige (âlî ve azîm) Stil und die Ziele (üslûb ve gayeler) in diesen Worten (Sözler), deren vollkommene Erhabenheit (Kemal-i ulviyet) und ihren unendlichen Wert (kıymet-i bînihayesi) darzulegen und auszudrücken (arz u ifade) ich nicht in der Lage (âciz) bin, brachten diesen Diener trotz seiner vielen Fehler (abd-i pürkusur) dennoch geistig ins Leben (ihya) und sozusagen in den Zustand der "Auferstehung nach dem Tode (ba'sü ba'de-l mevt)".

Sabri

Während ich den Zwanzigsten Brief (Yirminci Mektub) abschrieb, konnte ich ihn nur oberflächlich (sathî) durchsehen und durchlesen, weil meine Zeit mir dies nicht erlaubte (adem-i müsaadesi) und es mich sehr anstrengte (sa'y), meine Abschrift schnell zu beenden. Auch wenn ich nicht eingehend darüber nachdenken (derince düşünüp) und mir in meinem Gedächtnis einprägen (zihnimde takarrur) konnte, gestatte ich mir die Kühnheit (ictisar), mit der Erlaubnis Eurer Exzellenz (müsaade-i fâzılaneleri), Euch diese Wahrheit (hakikat) darzulegen, nämlich dass ich bezeuge (müşahedem), dass dieser Brief mit seinem mächtigen Inhalt (mektub-u azîm-ül mefhum) die Essenz der zusammengefassten Zusammenfassung (hülâsat-ül hülâsa zübdesi) und ein tiefliegender Brunnen (menba'-ı amîk) aller Abhandlungen des Lichtes (umum Nur Risaleler) darstellt, die mir bis jetzt zugesandt worden (şimdiye kadar tesyar) sind. Hinsichtlich der ausführlichen Erklärungen und Erläuterungen (tafsilât ve teşrihat) möchte ich mitteilen (arz), dass ich die feste Überzeugung (kanaat-ı kâmilem) habe, dass die sieben bedeutungsvollen Abschnitte (fıkra-i manidar), die in arabischer Sprache (ibare) geschrieben worden (tahrir) sind, für diejenigen, die mit Vernunft (zevil-akıl) begabt sind, in ihren türkischen Übersetzungen (mealler) enthalten sind (münderic). Das hat in mir noch einen anderen Wunsch (başkaca bir arzu) erweckt und ich habe daher gesagt:

Ach möge doch Gott der Erhabene (Huda-yı Müteâl), der alle Handlungen ermöglicht (Vâhib-ül A'mal) und die Hoffnungen (Vel-âmâl) weckt, Seine Heiligkeit (Hazretleri) in Ihrer Einzigartigkeit mir Ihre göttliche Führung (tevfikat-ı Samedanî) schenken (ihsan), sodass ich bei meinem hochgeschätzten Meister (üstad-ı âlîkadrim) die theologische Wissenschaft (fenn-i ilm-i Kelâm) studieren könne (taallüm) und gesegnet sein (tefeyyüz) möge. So habe ich mir gesagt. Dieser Wunsch (arzu) wird im Herzen eures Dieners (kalb-i bendelerî) für immer und ewig (ilelebed) verwurzelt bleiben (merkûz), denn er erwuchs (mütevellid) mir aus dem begehrenswerten Zwanzigsten Brief (Yirminci Mektub-u mergub), dessen unermesslichen Wert (kıymet-i bîpâyanı) ich zwar verspürt (hissedip) habe, dessen Erhabenheit und Heiligkeit (ulviyet ve kudsiyet) geziemend zum Ausdruck zu bringen (hakkıyla ifadeden) ich jedoch nicht (âciz) in der Lage bin.

Sabri
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Besonders im Ersten Wort (Birinci Söz) verdient es alle Anerkennung und Bewunderung (şâyan-ı takdir ve hayret), wie die Bedeutsamkeit (derece-i ehemmiyet) des "Im Namen Gottes (Besmele)" in einer beispielhaften Erzählung (suret-i temsiliye) behandelt wird. Auch wenn schon seit langem der Sinn (vücub) der Erwähnung (zikr) von "Besmele, Hamdele, Salvele"

{Besmele = im Namen Gottes

Hamdele = Dank sei Gott

Salvele = Friede und Segen sei mit ihm}

zu Beginn (ibtidası) eines jeden Buches von unseren verehrten Gelehrten (hoca efendiler) erläutert wird, wurde er so sehr ins Gedächtnis (zihinde) eingeprägt und verwurzelt (takarrur ve temerküz), da ein solches Gleichnis (temsil) wie es die Begierde zum Schweigen bringt (nefsi iskât), nicht gehört wurde (işitilmedi). Jeder Mensch (insan) vermag in etwa abzuschätzen (takdir), wie treffend und sinnvoll (musîb ve manidar) dieses Gleichnis (temsil) zu dem Wort über "Besmele" ist, welches das Erste Wort (Birinci Söz) ist.

Sabri

Von den drei Büchern habe ich vorerst nur das Zwanzigste Wort (Yirminci Söz) gelesen. Ich habe erfahren (ögrenerek), dass im Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'an, der "Gottes starkes Seil (Habl-i Metin-i İlahî)" und das "offenkundige Gesetz des Herrn (kanun-u Mübin-i Rabbanî)" ist, Konstruktionen wie Unterseeboote (taht-el bahr) und Flugzeuge (tayyare), die im vorigen Jahrhundert (asır) in Angriff (vücuda) genommen wurden, deren sich heute die Europäer (Firenkler medar-ı iftiharları) rühmen, die jedoch bereits vor mehr als 1300 Jahren mit einem Hinweis erwähnt (işaretle ifade) wurden. Die Prophezeihungen des Offenkundigen Buches (Kitab-ı Mübin), die in der Vergangenheit und Dinge in zukünftigen Zeiten (mazi ve müstakbel) kundtun, die damals noch gar nicht sichtbar (ihbarat-ı gaybiye) und dennoch richtig (sadıka) waren, und seine einzigartige Botschaft (beyanat-ı hârika) versetzen Freund (dost ve düşman) und Feind in Begeisterung und Erstaunen (meftun ve hayret). und somit bewies und bekräftigt (isbat ve teyid) diese Abhandlung nachdrücklich (bir kat daha), dass der Qur'an ein Wunder (i'caz) ist. Vom 23. und 30. Wort (Sözler) konnte ich nur die ersten drei, vier Seiten lesen. Ich bin wie ein Armer (fakir), der in eine Schatzkammer (mahzen) oder in eine Grube, gefüllt mit Juwelen (medfen-i mücevherat) hineingeraten ist und nun in seiner Gier schon gar nicht mehr (harîsane) weiß, welche Juwelen (hangi cevher) er zuerst nehmen soll.

Sabri
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Ich habe den fünften Abschnitt (cüz) des 19. Briefes (Ondokuzuncu Mektub), der mit dem Ozean der Wunder (Bahr-ı Mu'cizat) unseres Herrn, seiner Exzellenz (Efendimiz Hazretleri), des Stolzes der Welt (Fahr-i Kâinat) unsere verrosteten Seelen (paslı ruhları) in diesem nebligen Zeitalter (sisli asır) erleuchtet und erfreut (tenvir ve tesrir) und so ins Ewige Leben führt (saik-ı hayat-ı ebediye), erhalten und die angefertigte Abschrift des dritten Abschnitts (iade) ausgehändigt. Ich wurde unter den Wundern (mu'cizat) unseres Herrn (Efendim), des Stolzes der Welt (Fahr-i Kâinat) darauf, dass aus seinen Fingern Wasser floss (su akıtarak) und er so seinem Heer zu trinken (orduya içirmesi) bot, aufmerksam und versank in tiefes Nachsinnen (derin bir tefekkür). Während dessen verblieb mein Stift noch im Tintenglas (boya şişesi). Ich wollte in meiner Arbeit (vazife) mit dem Abschreiben (yazmak) eine kurze Pause (muvakkat bir fasıla) einlegen. So habe ich denn den Stift in der Hand gehalten (kalemi tuttum) und - um ihn nicht mit der Tinte (mürekkeb) daran zurück in die Schale zu legen - zu mir gesagt: ich schreibe mit ihm jetzt noch ein, zwei Worte (kelâm), bis die Tinte an dem Stift (kalemdeki mürekkeb) aufgebraucht ist und lege ihn dann beiseite. Ich habe also angefangen (aşladım) und dann noch eine halbe Seite (sahife) damit geschrieben. An dem Stift veringerte sich die Tinte nicht (boya kesilmedi). Ich habe noch über den Sinn dessen nachgedacht (hikmeti düşündüm), doch der Stift war trocken (kurudu).

Danach habe ich ein paar Mal den Stift aufmerksam in die Tinte (dikkatle boyaya) eingetaucht und damit geschrieben. Das habe ich ein paar Mal versucht (tecrübe). Sie konnte nur für jeweils eine halbe Zeile und schließlich für eine ganze Zeile (bir satıra kâfi) ausreichen. Das habe ich als eine Bestätigung des Wunders des Propheten (te'kid-i i'caz-ı Nebevî), das Hatib-i Bagdadî während seines Nachsinnens über das Geheimnis (sırr) der Ayah

﴿ ف۪ى يَوْمٍ كَانَ مِقْدَارُهُ خَمْس۪ينَ اَلْفَ سَنَةٍ ﴾

{"In einem Tag, dessen Ausmaß fünfzig Tausend Jahre sind" (Sure 70, 4)}

erfuhr (vakıa), angesehen (andırır).

Sabri

Warum sollten die Ausdrücke und Worte (tabirat ve elfaz-ı ta'zim), mit denen ich in meinen vorigen Briefen (arîzalar) meine Hochachtung erweise (takdim kılınan), nicht berechtigt sein (hak olmasın)? Denn von den Wissenschaftlern (müntesibîn-i ilmiye) unterschiedlichen Ranges, die diesen ersehnten 26. Brief (mektub-u mergubu), der so wertvoll (kıymetdar) ist, etwas von unendlicher Bedeutung (ehemmiyet-i nâmütenahiye) enthält und es in der Welt so schnell wie der Blitz (âleme berk-i hâtıf) und ein wahrhaft geistiger Sturm (satvet-i maneviye ve hakikiyes) öffentlich bekannt gibt und verkündet (i'lam ve ilân), vor zwanzig Tagen gelesen (mütalaa) haben, trat keiner (çıkmasın) und tritt auch keiner mehr hervor (çıkmıyor), der über die wichtigsten Punkte (nukat-ı mühimme), die heute für eine Korrektur (tashih) notwendig gehalten und an gezählten (aletta'dad) 28 Stellen entweder gestrichen oder hinzugefügt (ta'dil ve ilâve) wurden, sagen kann, dass diese erhabenen Worte (kelimat) und Ausdrücke (tabirat-ı âliye) überflüssig (zaid) oder unzureichend (noksan) seien.

Es besteht auch nicht der geringste Zweifel oder Argwohn (vâreste-i rayb u zunûn), dass dieser so außerordentlich augenscheinliche Erfolg (muvaffakıyet-i fevkalâde) in seinem geistigen Kampf (cihad-ı maneviye), den er den Böswilligen (eşhas-ı muzırra) heutiger Zeit angekündigt (ilân) hatte, diese elende und niederträchtige Schar (güruh-u hazele) zum Schweigen und Verstummen (iskât ve ilzam) brachte, wozu es in der Tat auch gehört, dass dies jeder, der selbst über ein Fünkchen (zerre) Einsicht (insaf) und Vernunft (iz'an) verfügt und auch nur ein wenig menschlich gesinnt (insaniyette hazzı) ist, zugeben (ikrar), gestehen (itiraf) und bestätigen muss (tasdik vecibeden).

Sabri
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Und hier abermals von Sabri:

Es ist mir durch die Güte Gottes (inayet-i İlahiye) gelungen, den Zweiundzwanzigsten Blitz (Yirmiikinci), welcher ein Ozean der Wahrheiten (bahr-ı hakaikı) ist und den Weg des Aufstiegs (râh-ı uruc) mit dem Reittier des Erfolgs (Burak-ı tevfik) zu den Wahrheiten des Himmels (hakaik-i semavat) zeigt (irae) und verständlich macht (tefhim), der geordnet und eingeteilt (tanzim ve tasnif) wurde und in dem jeder erhabene "Blitz" (lem'a-i ulviye) Tausende Âyât und Merkmale des Glaubens (alâim-i imanı), die dem Verstande geoffenbart (aklî ve naklî), außerordentlich erläutert (fevkalhad izah) und beweist (isbat) und der eine Leiter des Glaubens (mirkat-ı iman) und ein Spiegel des notwendig Seienden (mir'at-ı Vâcib-ül Vücud), des Barmherzigen (Mennan) ist und der ein diamantener Schlüssel (elmas bir miftah) zum Schloss in der Ewigen Welt (saray-ı dâr-ı beka) ist, fertig abzuschreiben (istinsah).

Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hakkı Efendi, einem wahrhaftigen (hakikî) Mitbruder und zudem auch einer unserer ersten (birinci bir kardeşimiz).

Immer wieder lesend und studierend (mütalaa ve kıraat), der Darlegung (serd) über das Studium (mütalaa) Eurer Werke (eserler), die so erhaben sind wie der Thron Gottes (arş), noch ein Wort (kelime), ja auch nur einen Punkt hinzuzufügen (birnokta ilâvesi), habe ich keinen Mut und keine Kraft (cür'et ve kudret). Daher sehe ich auch keine Möglichkeit (imkân), in diesem Zusammenhang (bab) das Lesen zur Diskussion (mütalaa dermeyan) zu stellen. Lediglich, diese so erhabenen (yüksek) und wie die Welt (cihan) so wertvollen und segensreichen (kıymetdar mübarek) Werke zu lesen und zu versuchen - trotz des Mangels an unserer Bildung (cehalet) - so viel wie wir verstehen (idrak) können, Nutzen und Segen (istifade ve istifaza) daraus zu ziehen und von ihnen profitieren (müstefid) zu können, ist für uns eine überaus große Gnade (nimet).

Hakkı
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Und hier nun noch einmal von dem Herrn Hakkı Efendi

Was wir vom Studium (mütalaa) dieses Werkes (eser) - so wertvoll wie die Welt (cihankıymet) - halten, wird uns gefragt (istifsar). Eine Meinung (mütalaa) über dieses erhabene Werk (yüksek eser), das mit den Feinheiten der Weisheit (dekaik-ı hikmet) und den Wahrheiten der Erkenntnis (hakaik-i ilmiye) ausgestattet und gefestigt (tezyin ve tarsin) ist, zu äußern (serdetmek), geht jedoch über meine Fähigkeiten (bidâam fevkinde) hinaus.

Hakkı

Ein Abschnitt (fıkra) von Hâfız Ali, der ein zweiter Sabri ist.

Mein Herr (Efendim)! Das 25. Wort (Yirmibeşinci Söz) ist für den Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist (Mu'ciz-ül Beyan), welcher der offenkundige Erlass (ferman-ı mübin) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) ist, ein solch wahrhaftiger Verkünder (muarrif-i hakikî), der die vollkommene Klarheit (vuzuh-u etemmi) in sich enthält. Dieses Wort fährt und segelt (seyr ü seyahat) auf dem Ozean der Wahrheit (Bahr-i hakaik), von außen mit Stahl (haricen çelik) bewährt. Es glänzt (mücella) und ist innerlich geschmückt (müzeyyen) mit diamantenen und achatenen Beweisen (elmas ve akik müberhen) und wie die Weise Unterscheidung (Furkan-ı Hakîm), die seine wahre Quelle (menba'-ı hakikî) ist, vermehrt und bewahrt (tezyid ve muhafaza) es für immer seine Jugend (daima gençlik), seine Beständigkeit (resanet), seinen Schmuck (zînet) und seine Schönheit (hüsn). Es lässt auf seine wohllöblichen Gesetze (ahkâm-ı memduha) auf gar keine Weise (hiç bir vecihle) auch nur den Schatten eines Makels fallen (nakîse getirmeyen) und ist auf diese Weise auch das Erzeugnis (mahsul) eines Himmelsschiffes (sefine-i semaviye). Dieses Wort (Söz), das den Gottvergessenen und gegen Gott Rebellierenden (gafil ve âsiler), deren Herzen mit Schorf überzogen (kalbleri kışırlanarak) sind und die in die Sackgassen der Philosophen (felsefe) hinein geraten sind (çıgırlarına sapan), furchtbare Schläge versetzt (şiddetle darbe-i müdhişe) und sie zugrunde (mühlike) richtet, ist eine Welle, die Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk), der den Gehorsamen (muti'ler) durch die Gnade seiner geistigen Hand (lütf-u dest-i manevîsi) im Diesseits wie im Jenseits (dünyevî ve uhrevî) unendliche Belohnungen schenkt (nihayetsiz mükâfatı ihsan), meinem Meister (zât-ı üstadaneler) Seine Güte (lütuf) erweist und ihn durch ein Fünkchen des Lichtes (nurun lem'ası), das von Seinem majestätischen Namen (ism-i celil) "der Geber (Vehhab)" ausgeht (tulû), erleuchtet (ziyalandırıp) und meinem Meister (üstad), der selbst die kleinsten Teilchen (zerreler) der Wahrheiten Gottes (hakaik-i İlahiye) wie Brillanten (pırlantalar) sieht und zeigt, während seiner Umsegelung (seyr ü seyahat) auf dem Meere der Wahrheit (hakaik denizi) begegnet ist. Als ich sah, wie hier eine Welle (mevceler) der anderen folgt (müteakib), jeder für sich auf ein Wunder (mu'cize), ja sogar selbst noch ein Tropfen (katre) trotz seiner Kleinheit (îcazıyla) auf dieses Wunder (i'cazı) hinweist, rezitierte (vird) ich mit meiner Zunge (lisan) den majestätischen Satz (cümle-i celile): "So wie Gott es wollte (Mâşâallah). Lobpreis und Dank sei Gott (Elhamdülillahi) für das Licht des Glaubens (nur-il iman) und die rechte Leitung des Allerbarmers (hidayet-ir Rahman)."

Ali
— 39 —

Hier wiederum ein Abschnitt (fıkra) von Sabri

Die diamantenen Abhandlungen (elmas risaleler), welche mit ihren Lichtern die Welt erleuchten (Nurları âlemi tenvir), deren Gebiet (kıt'ası) zwar klein, deren Wert (kıymet) jedoch sehr groß und erhaben (ulvî) ist, die mit gewaltig großem Sinn erfüllt (azîm-ül meal) und selbst mit Eurer edlen Schrift niedergeschrieben (hatt-ı ekremîleri muharrer) wurden, schreibe ich nun ab (istinsah) und tauche so in das Meer (deryasına dalıyorum) des 22. Lichtes (Yirmiikinci Nur) hinab.

Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Seyyid Şefik, einem bedeutenden Schüler (mühim bir talebe)

Ich bitte (istirham) Euch im besonderen (bilhassa), durch Euer 33. Wort (Otuzüçüncü Söz), das aus dem Genesungshaus Eures Herzens (Şifahane-i kalbiniz) stammt, unsere verwundeten Herzen (kalb-i mecruh), die in dreiunddreißigfacher Hinsicht krank (marîz) sind, zu behandeln (tedavi).

Seyyid Şefik

Dies ist der Brief von Küçük Hâfız Zühdü (dem Jüngeren), der - wolle es Gott (İnşâallah) - für den Qur'an einen großen Dienst (hizmet) verrichten wird.

Der unendliche Segen (nihayetsiz füyuzat), den die Abhandlung über die Wunderhaftigkeit (İ'caz) des Qur'ans, deren Abschrift (istinsahına) ich heute vollendet (muvaffak) habe, meiner Wenigkeit, diesem Euren Schüler (bîçare talebe), zukommen ließ (bahşetmiş), führte an meiner zum Tode verurteilten Seele (mevte mahkûm ruhuma) eine solche Operation (ameliyat) des behandelnden Arztes (tabib-i hâzık) durch, dass sie die Wunden meines Herzens (emraz-ı kalbiye), nach denen ich so süchtig (mübtela) war, behandelt (tedavi) und ihm von Neuem das Leben geschenkt (hayat bahşetmiş) hat, weswegen ich ihm meinen Dank darbiete (arz-ı minnetdarî) und meine Wenigkeit darum ersuche (âcizane istirham), auch die weiteren bunten Tore (renkli kapılar) der Schatzkammer (mahzen) dieser unvergleichlichen Juwelen (bînazir mücevherat) zu eröffnen (açılması).

Glänzende Strahlen (nuranî ziyalar), die einzeln aus dreiunddreißig Fenstern des 33. Briefes (Otuzüçüncü Mektub) funkelten (lemaan), spritzten durch ihre segenspendenden Lichter (feyyaz nurlar) Rosenwasser (gül-âblar) über das Herz meiner Wenigkeit (kalb-i âcizane). Ich bitte aber nun an der Schwelle des Einen inständig (bârigâh-ı Ehadiyet tazarru'), dass es der Segnungen (füyuzat) noch vieler weiterer Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleler) teilhaftig werden möge (hisseyâb), oh mein Herr (efendim)!

Hâfız Zühdü
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Hier nun wiederum ein Abschnitt (fıkra) von Sabri

"Eine persönliche Darlegung (maruzat)": Von den einzigartigen Abhandlungen des Lichtes (Nur risale-i ferîde), welche in diesem vierzehnten mohammedanischen Jahrhundert (asr) den Willen des Herrn (marziyat-ı Rabbaniye) und die Botschaft (tebligat) Mohammeds (ASM) mit Würde erfüllt (bihakkın îfa), sie durchführt (icra), bekannt gibt (i'lam) und durchdringt (infaz) und damit erfährt (mâsadak), wie verdient (elhak) mit dem Titel (tabiriyle) als der "Aufgang der Sonne des Segens (matla'-i şems-i füyuzat)" bezeichnet und geehrt (tavsif ve ta'zim) zu werden, werden meine Darlegungen (arîza) in der Seele meiner Wenigkeit (ruh-u âcizîye) reflektiert (in'ikas) und gehören nicht meinem unwerten Kapital (sermaye-i kemterane) zu. Sie habe ich aber nur aus dem Licht und Segen (füyuzat ve lemaat) der Risale-i Nur in Eile zusammen gerafft (derip çatıp) und beschrieben. Meine Darlegungen in die Sammlung (sıra) der Risale-i Nur einzureihen, ist ausschließlich (mahza) ein Zeichen Eurer gütigen Zuwendung (eser-i hüsn-ü teveccüh-ü kerimaneleri), hat mich jedoch in Verlegenheit (hicab) gebracht. Denn die sehr fehlerhaften Ausdrücke (pürkusur ifade) dieses armseligen Dieners (abd-i âciz), die im Vergleich zu dem Ozean (bahr-i muhit) nicht einmal wie ein Rinnsaal (cedvel) sein können, sollten offensichtlich (aşikâr) ihrem Wesen (mahiyet) nach keinen derartigen Platz von einem so hohen Rang (bâlâ bir mevki) einnehmen (yer tutacak). Ich wünsche mir (umarım) bei Seiner göttlichen Hoheit (Cenab-ı Kibriya), dass meine Darlegungen durch die Nähe (karîn) des Lichtes und die Strahlen (nur ve ziyalar) der lichtausstrahlenden, lichtvollen Worte (nevvar ve ziyadar Sözler) an Glanz (müstefid) gewinnen und von diesem Licht (ziyadar) erfüllt werden.

Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi

Im Grunde genommen ist Politik (esasen siyaset) eine Sache, von der ich nichts verstehe. Mich für die Erwartungen dieser oder jener einzusetzen (âmâline hizmet), ist etwas, was ich verabscheue (menfur). Entwürdigt zu leben (zilletle yaşamak) ist ein Zustand (hal), den ich nicht ertragen (tahammül) kann. Dank sei Gott (felillahilhamd) ist unser Gott ein Einziger (Allah'ımız bir), der letzte der Propheten ist ein Einziger (Peygamberimiz bir), unser Buch ist ein Einziges (kitabımız bir), unser Glaube ist ein Einziger (dinimiz bir) usw. Diese Reihe von "ein Einzigartigkeiten (birler)" ist das einigende Band (kaydını saglamlaştırmak), das uns dazu führt, einander (yekdigerimiz) um Gottes willen zu lieben (Allah için sevmek), wobei sie eine geistige (ruhî), herzliche (kalbî), ewige und unsterbliche Einheit (lâyemut bir birlik) sicher stellt (temin). Lobpreis und Dank (hamd ve şükürler) sei Gott dafür, dass wir Gläubige (mü'miniz) sind. Gegen Tausende von Plagen und Qualen (musibet ve acılar), denen wir im Leben begegnen (hayatta tesadüf) können, haben wir sehr wirksame Heilmittel (müessir deva) wie

مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer an die göttliche Vorsehung glaubt und auf sie vertraut, ist geborgen und bleibt frei von allen Sorgen."}

Zudem glauben wir (idrak) fest daran, dass für diejenigen, die im Diesseits ihre Aufgabe (vazifeler) beendet (nihayet) haben, das bereits versprochene (mev'ud), Ewige Leben (ebedî hayat) beginnt. Auch wir sind Reisende auf diesem Weg (yolun yolcusu), Gast in dieser Herberge (hanın misafiri) und Zeitarbeiter (muvakkat bir amelesi) in dieser Fabrik. Daher werden wir uns früher oder später (er-geç) an diese Schar (kafile) anschließen (iltihak) müssen.

Die Frucht unserer Freundschaft (arkadaşlıgımızın meyvesini), die einmal ohne Hintergedanken (garazsız), ohne eine Gegenleistung (ivazsız), ohne Enttäuschungen (pürüzsüz) und ohne irgendjemandes Willen gefolgt zu sein (arzusuna tâbi'), uneigennützig (sırf hasbî), ehrlich (ciddî), aufrichtig (hâlis) und wahrhaftig (muhlis) in dieser vergänglichen (fâni) und unbeständigen Welt (kararsız âlem), in der das Leben nur kurz (kısa), manchmal lästig (müz'iç), manchmal aufregend (dagdagalı) oder leidvoll (elemli) ist, begleitet von Trauer (hüzünlü) und steten Trennungen (firaklı), und nur der Acker (mezraa) für ein späteres, immerwährendes Leben (sermedî hayat) sein kann, angefangen (başlayan) hat, die Frucht einer solchen Freundschaft werden wir dann in einem Leben (hayat), das von allerlei Arten von Glück (türlü saadeti) erfüllt ist (câmi'), genießen (idrak) können.

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Wir haben da ein hocherhabenes Grundkapital (âlî sermaye) wie die Hoffnung und den Glauben (ümid ve iman). Hier nun die erhabenen Empfehlungen (âlî tavsiyeler) des ehrwürdigen Herrn und Lehrers (Hoca Efendi Hazretleri): Verrichte das fünfmalige Gebet (beş vakit namaz) täglich und korrekt (ta'dil-i erkân). Um noch weitere Gebete (ibadet) zu verrichten, hast du danach vielleicht nicht mehr die Kraft (gücün). Verrichte die Rezitationen (tesbihler) nach jedem Gebet (namaz); d.h. du brauchst dich nicht zu bedauern (teessüf), wenn du keine weiteren Rezitationen (başka zikri) verrichten konntest. Wende dich (terk) von den sieben Todsünden (kebair) ab. Denn wir haben nicht die Zeit (zaman), uns auch noch um die lässlichen Sünden zu bekümmern (sagairi arayacak). Folge dem Vorbild des Propheten (İttiba'-ı sünnet), denn du kannst in dieser Zeit leider keinen reinen (saf), aufrichtigen (hâlis) und wahrhaftigen Wegweiser (muhlis bir hâdî) finden, der zu befolgen wäre (arkasında) und dessen Lebensweise zu befolgen (harekâtı taklide) es wert ist. (Wenn du ihn findest, wird er dich bestimmt auf diesen Weg führen.) Vielleicht gibt es solche, die dich auf diesen Weg führen könnten. Wer aber kann Kohle und Diamanten (kömür ile elmas) von einander unterscheiden (fark)? Wenn das so ist, arbeite. Du kannst einen besseren Wegweiser (kılavuz) als diesen nicht finden. Solange wir den Heilung spendenden Leitsatz (şifabahş vecizesi):

مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer an die göttliche Vorsehung glaubt und auf sie vertraut, lebt geborgen und frei von allen Sorgen,"}

den ich in einer seiner Unterweisungen (ders) gelesen habe und ihn stets wiederhole (zikrettigim), so im Gedächtnis (hatırım) behalten, werden wir ohne Zweifel (şübhesiz) jede Plage und jede Qual (her musibet ve her elem) als geradezu angenehm (hoş) empfunden.

Mein lieber Mitbruder! Es kommt manchmal vor, dass alles und jedes und jede Handlung (muamele) für das Herz zu einer Belastung wird (kalbi incitiyor). Hier aber liegt die Heilung (tiryak):

﴿ فَاِنْ تَوَلَّوْا فَقُلْ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظ۪يمِ ﴾

{"Wenn sie sich aber abwenden, sollst du sagen: Gott (Allah) allein genügt mir. Es gibt keine Gottheit (ilah) außer Ihm (Hu). Auf Ihn vertraue ich und Er ist der Herr (Rabb) des gewaltigen Thrones." (Sure 9, 129)}

Ich werde allzeit sagen: Wir sind nicht nur um dieses vergänglichen Lebens (fâni hayat) willen Freunde (dostluk). Von diesem kurzen Leben (kısa hayat) Abschied zu nehmen (veda), ist für uns und nach unserer Überzeugung (itikadımız) der Anbeginn (mukaddeme) eines Ewigen Lebens (ebedî bir hayat). Wenn das so ist, brauchen wir auch nicht traurig (müteessir) zu sein. Wir haben jedoch noch nicht mit diesem Leben begonnen (o hayata başlamadık). Also müssen wir durch einen Briefverkehr (mürasele) diese Verbindung (muvasalayı temin) sicher stellen. Wir sollen auf Gott vertrauen (Allah'a güvenelim) und von Ihm Hilfe (meded) erbitten (dilemek).

﴿ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذ۪ى هَدٰينَا لِهٰذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتَدِىَ لَوْلاَ اَنْ هَدٰينَا اللّٰهُ لَقَدْ جَٓاءَتْ رُسُلُ رَبِّنَا بِالْحَقِّ ﴾
﴿ اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ مِنَ الْاَزَلِ اِلَى الْاَبَدِ عَدَدَ مَا ف۪ى عِلْمِ اللّٰهِ وَ عَلٰٓى اٰلِه۪ وَ صَحْبِه۪ وَ سَلِّمْ ﴾

{"Lobpreis und Dank sei Gott (Allah), der uns bis hierher recht geleitet hat! Wir hätten keine Rechtleitung gefunden, wenn nicht Gott (Allah) uns rechtgeleitet hätte. Die Gesandten unseres Herrn (Rusulu Rabbena) haben wirklich die Wahrheit (bi-l'haqq) gebracht." (Sure 7, 43)

"Oh Gott (allahumma), schenke Frieden und Segen unserem Herrn Mohammed, seiner Familie und seinen Gefährten von Ewigkeit zu Ewigkeit, nach der Anzahl all dessen, was das Wissen Gottes (ilmi-llah) umfasst."}

Hulusi
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Ein Abschnitt aus dem Brief (mektubun bir fıkrası), den Sabri geschrieben hat, nachdem er das 21. und 22. Wort abgeschrieben hatte

Dadurch, dass alle Abhandlungen der Lichter (Risalât-ül Envâr), jede einzelne für sich in einem besonderen Thema (mevzular), unzählbar und unberechenbar (hadd ü hesaba) viele Probleme lösen (müşkiller halletmeler), stelle ich, Euer Diener (bende), mir folgendes vor (tasavvur): auch wenn jemand, der aus dem Meere des Lichtes (Nur deryasından) trinken möchte und nur das erste, 21. und 22. Wort (Sözler) erhielte, andere jedoch nicht erhalten könnte, reichte (kâfi) dies bereits zur Behandlung und Heilung (def' u ref'e) der Wunden seines Herzens (maraz-ı kalbî) und für die Erleuchtung und Erheiterung seiner Seele (ruhu tenvir u tesrir). Das kann ich bezeugen, denn ich habe es so erfahren (meşhud ve müsellem). Denn das erste Wort (Birinci Söz) ist der Schlüssel zur Einheit (tevhid miftahıdır). Das erste Kapitel des 21. Wortes (Yirmibir'in birinci şıkkı) ist auch eine Leiter ins Paradies (mirkat-ı Cennet). Auch das Zweite Kapitel (İkinci şıkkı) ist für die Heilung (tedavi) der Wunden des Herzens (emraz-ı kalbiye) ein unvergleichliches Genesungshaus der Heilmittel (şifahane-i ecza). Durch die Elixiere und Heilmittel (İksir ilâçları) behandelt und heilt (tedavi ve kal') es die Wunden (maraz) der Einflüsterungen (vesvese), die sich ausnahmslos (bilâ istisna) in jedem finden können. Indem es in Herz und Seele (kalb ve ruh) die weiten Gärten (revzat-ı inşirahiye) öffnet (küşad), die mit dem ewigen und unendlichen (ebedî ve nâmütenahî) Segen und Licht (füyuzat ve envâr) des Weisen (Hakîm) Qur'ans erfüllt sind, ist es ein Weg der Rettung und Geborgenheit (râh-ı necat ve selâmet), der in die Ewige Glückseligkeit führt (saadet-i ebediyeye îsal). Was das 22. (Yirmiiki) betrifft, so ist es mit all seinen Zeugnissen und Blitzen (Bürhanlar ve Lem'alar) ein beispielloser Wegweiser (emsalsiz bir rehber) für jeden, der ein Mensch (insan) ist, um seine Überzeugung im Glauben (akaid-i diniye) zu stärken und zu festigen (tahkim ve tarsin), so wie ich es hier darlege (arz ederim), oh mein Herr (efendim)!

Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt aus einem Brief von Hüsrev

Lieber, sehr verehrter Meister!

Von Euren "Worte (Sözler)", das heißt von Euren Abhandlungen ist jedes einzelne ein großartiges Heilmittel. Von Euren "Worten (Sözler)" empfange ich sehr viel Segen. Soviel ich auch darin lese, immer möchte ich es noch einmal wiederholen. Und jedesmal, wenn ich sie wieder lese, empfinde ich so viel Geschmack daran, dass ich es gar nicht zu beschreiben vermag. Ich habe die feste Hoffnung, dass wer heute nicht alle "Worte (Sözler)", nein, auch nur einen Teil davon aufrichtigen Herzens liest, sich der Wahrheit hingibt, falls er ungläubig wäre, von seinem bisherigen Wege ablassen und, wenn er ein Sünder wäre, sich bekehren müsste...

Hüsrev
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt aus einem Brief von Re'fet Bey

Da Eure Worte (Sözler) rechtleitend (mürşidane) und besonders erhaben (yüksek) sind, muss man (îcab) sie sehr aufmerksam und kritisch (dikkatli ve tahlil) lesen. Die auf der Vernunft und der menschlichen Logik basierenden Beweise (delail-i akliye ve mantıkıye), die Ihr anführt (serdetmek), sind so klar und deutlich und doch zugleich staunenswert (tatlı ve hayretbahş), dass man - einmal angefangen - immer noch weiter lesen (okudukça okuyor) möchte. Man nimmt eine unendliche geistige Freude wahr (zevk-i manevî) und möchte sie nicht mehr aus der Hand (hiç elinden bırakmak) legen. Aus diesem Grund reicht es nicht aus (kâfi degil), sie einmal gelesen zu haben. Alle muss man stets bei sich haben und sie immer wieder lesen.

Re'fet

Auch dieser Abschnitt (fıkra) stammt aus einem Brief von Sabri Efendi

Mein Herr und Meister!

Diese wertvollen Diamanten (elmaslar) gleichen jenen Früchten (semereler) des Tubabaums, die Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) Seinem ehrwürdigen Geliebten (Habib-i Zîşanına) gesandt hatte, und die ununterbrochen stets wieder nachwachsen (nâmütenahî). Für meinen Meister (zât-ı üstadaneler), der diese einzigartigen Juwelen (bînazir mücevherat) hervor holt (ihraç), die Zeit ihrer Darbietung (teşhir) kennt und sie auf den Ausstellungstischen des Herrn (sergi-i Rabbaniye) und Mohammeds ausbreitet, bete ich (dua) in diesem Augenblick meinem mangelhaften Verstand (kasır aklım) und meiner untalentierten Zunge (istidadsız lisanım) entsprechend folgendermaßen:

اَللّٰهُمَّ احْفَظْ مُؤَلِّفَ هٰذَا الدُّرِّ الْيَكْتَا الَّذ۪ى هُوَ مَوْسُومٌ بِرِسَالَةِ النُّورِ وَ اَعْطِ قَلْبَهُ ﴿وَقَلْبَ صَبْر۪ى﴾ اَلَّذ۪ى هُوَ مَمْلُوءٌ بِالْحَقَائِقِ وَ الْاِبْتِهَاجِ وَ السُّرُورِ اٰم۪ينَ

{"Oh Gott (allahumma) schütze den Verfasser, diese einzigartige Perle, die mit der Risaleti-n'Nur gewürdigt wird. Seinem Herzen und dem Herzen Sabris, dessen Herz mit Wahrheiten erfüllt ist, verleihe Freude und Frohsinn. Amîn"}

Sabri
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Ein Artikel (fıkra) von Hulusi Bey

Die Eindrücke (ihtisaslar) von Hâfız Sabri Efendi, der mich - Euren leiblich weit entfernt wohnenden armen Schüler (bîçare talebe) - in Eurer Nähe repräsentiert (temsil), und anderer Herrschaften (zevat) von den Lichtern (Nurlar) wurden in einer besonders wertvollen (kıymetli), erhabenen (yüksek) und würdigen (lâyıklı) Weise ausgedrückt (ifade). In diesem Zusammenhang (münasebet) möchte ich hier einen Spruch (vecize) von Muallim Cudi wiederholen, den Ihr in einem Brief anlässlich seiner Kasside erwähnt habt:

وَمَا مَدَحْتُ مُحَمَّدًا بِمَقَالَت۪ى وَ لٰكِنْ مَدَحْتُ مَقَالَت۪ى بِمُحَمَّدٍ

{"Ich konnte mit meinem Artikel Mohammed keine Schönheit verleihen. Doch Mohammed hat meinem Artikel seine Schönheit verliehen."}

Das Geheimnis dieser Schönheit (sırrınca güzellik) findet sich also nicht in unseren Schriften, sondern entspringt den lichtvollen Worten (nurlu Sözler) und Briefen, die aus der Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'ans herrühren. Jeder gläubige Mensch (ferd-i mü'min) beschreibt etwas, das seinem Wesen nach schön (aslında güzel) ist, entsprechend dem Grad seines Verständnisses und seines Empfindens (derece-i fehm ü zevkine göre). Die Freude (lezzet) in der Schwäche und Armseligkeit (acz ve fakr), sowie die Erhabenheit (ulviyet) jenseits der Liebe (şefkat) und der Kontemplation (tefekkür) sind also in der Tat mit nichts zu vergleichen (kabil-i kıyas). {Alle Freude und Erhabenheit aus unserer Begegnung mit Gott erhebt uns weit hinaus über alles Irdische unserer Menschlichkeit. (A.d.Ü.)}

Mögen nun die Umstände in der Welt (hâl-i âlem) dazu günstig (müsaid) sein, möglichst viele Augen die Diamanten (elmaslar), die Ihr aus der königlichen Schatzkammer (hazine-i hassa) des Qur'ans heraus holt und für die Ihr der Formulierung Eurer Erhabenheit (tabir-i âlînizce) entsprechend den Dienst eines öffentlichen Ausrufers (dellâllık) verseht, erkennen zu lassen. Mögen die Betrunkenen (sarhoşlar), die sie erkennen, wieder nüchtern (ayılsa) und die Verirrten gerettet (mütehayyirler kurtulsa) werden, die Gläubigen sich freuen (mü'minler sevinse), die Grausamen (mülhidler), die Atheisten und die Götzenanbeter zum Glauben (müşrikler imana), zur Einsicht (insafa) und zur Vernunft (daire-i akla) gelangen. Ich bitte und bete (tazarru' ve niyaz) nun darum, uns durch Gottes Güte (eltaf-ı İlahiye), schließlich dieses glückliche und erhabene (mes'ud ve ulvî) Ende (netice) erleben zu lassen (idrak). Âmîn

Mein verehrter Meister (Muhterem Üstad)! Wie dankbar (müteşekkir) Ihr Seiner Heiligkeit, Gott in Seiner Majestät (Allah-u Zülcelal Hazretleri) auch immer sein möget: Gott hat es stets verdient (yeri). In der königlichen Schatzkammer (has hazine) im Schloss (saray) des Qur'ans, ist es Euch gelungen (muvaffak), durch eine Urkunde (tezkere) der Schwäche und Armseligkeit hier einzutreten. Und nun seht Ihr die Juwelen (cevherler), welche die Augen (gözler) nicht gesehen und von denen die Ohren (kulaklar) nichts gehört haben, und bringt die Menge (mikdar), die Euch zugestanden (me'zun) wird, Stern für Stern (necim) heraus. Ihr betrachtet sie erst selbst und dann verkündet ihr sie, indem Ihr sagt:

"Oh ihr Menschen! Hier betrachtet, der König des Kosmos (Sultan-ı Kâinat), der dieses Gasthaus (misafirhane) eröffnet hat, die Welten (âlemler) in Seiner Barmherzigkeit erschafft (rahmetiyle yaratan), euch in Seiner Weisheit ins Dasein (hikmetiyle halk) ruft und in diese Welt (âlem) bringt, verkündet durch Seinen ehrenwerten, geliebten (Habib-i Ekrem A.S.M.), Großen Botschafter (elçi) seit mehr als 1.300 Jahren euch die Weisheit der Erschaffung (hilkatteki hikmet), Sinn unseres Daseins (maksadı) hier und den Dienst (hizmet), den die Anbetung Gottes (ubudiyet) voraus setzt (iktiza) usw. Ich erkläre euch die erhabene Bekanntgabe (âlî tebligat), diese heiligen Gesetze (kudsî ahkâm) in einer Sprache (lisan), die Ihr verstehen könnt. Hört mir also bitte zu! Oh ihr Menschen, wenn ihr Augen habt, um zu sehen (gözünüz görüyorsa) und dabei vernünftig (aklınız) und einsichtig seid, so könnt ihr die Botschaft des Qur'ans erkennen und verstehen lernen und so zum Glauben gelangen." Wir haben der Bestimmung zufolge (hasb-el kader) - Dank sei Gott (felillahilhamd) - den Wunsch gezeigt (iştiyakını gösterdik), diese heilige Kunde (kudsî beyanat) aus der Nähe zu hören (dinlemek), zu betrachten (görmek) und aufzuzeigen (göstermek). Ihr habt uns auch diese Diamanten gezeigt (elmaslar) und uns von ihrer Echtheit überzeugt (uyandırdınız). Ihr habt uns die Wahrheit verkündet (hakikatı anlatıp) und bewirkt (vesile), dass wir dementsprechend den richtigen Weg wählen (yolumuzu dogrultmaya). Möge Gott (Allah) mit euch auf ewig zufrieden sein (ebeden razı olsun). Auch wenn wir uns nicht davor retten (kurtulamadık) können, der eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) unterwürfig und das Ziel (hedef) von Teufeln (şeytanlar) unter Dschinnen und Menschen (cinn ve ins) zu sein, so freuen wir uns (zevk) dennoch über diesen uneigennützigen Dienst (hasbî hizmet) am Qur'an. Auch wenn wir ihn nicht so verrichten, wie er es verdient (lâyıkıyla), so sind wir doch wenigstens auf dem rechten Weg (yol).

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اِنَّمَا الْاَعْمَالُ بِالنِّيَّاتِ

{"Für wahr, sind alle Taten von der inneren Einstellung (niyat) abhängig." (Hadith)}

Hulusi