Briefe aus Barla
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Dritte Ergänzung (zeyl) zum 27. Brief (mektub)

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Said

Brief an einen Arzt, der von der Risale-i Nur ganz begeistert ist, und der durch ein eingehendes Studium der Risala erwacht ist. Mit dieser dritten Ergänzung (zeyl) steht er zwar kaum in Verbindung (münasebeti az). Dennoch soll er unter den Abschnitten (fıkralar) meiner Mitbrüder (kardeşler) als mein Abschnitt gelten.

Einen schönen Gruß! O glücklicher Arzt, der seine eigene Krankheit zu heilen hat. Mein inniger und verehrter Freund!

Zu diesem seligen Erwachen, das dein begeisterter Brief bezeugt, kann man dir wirklich gratulieren.

Wisse nun! In allem, was da ist, ist das Leben das kostbarste. Unter den Pflichten ist die kostbarste der Dienst am Leben. Unter den Diensten am Leben ist der kostbarste das Arbeiten für die Verwandlung dieses vergänglichen Lebens in das ewige Leben. Die gesamte Bedeutung und aller Wert dieses Lebens besteht darin, Kern, Anfang und Quelle des ewigen Lebens zu sein. Denn beschränkt man seinen Blick nur auf dieses vergängliche Leben, dann verdirbt und vergiftet man das ewige Leben. Es wäre das der gleiche Wahnsinn wie die Bevorzugung des augenblicklichen Blitzes vor der immerwährenden Sonne. In Wahrheit sind diejenigen Doktoren selbst am meisten krank, welche oberflächlich, und welche Materialisten sind. Wenn sie aus der heiligen Apotheke des Qu'ran die Medikamente des Glaubens als ein Gegengift zu entnehmen wissen, können sie sowohl ihre eigenen Krankheiten als auch die Wunden der Menschheit heilen. So wie dein Erwachen eine Salbe für deine eigenen Wunden ist, wird es dich - inscha-a'llah - auch zu einem Medikament für die Krankheit der Ärzte machen.

Außerdem weißt du auch, dass für einen verzweifelten, hoffnungslosen Kranken eine innere Tröstung manchmal heilsamer ist als tausend Medikamente. Dagegen fügt ein Arzt, der im Sumpf des Naturalismus erstickt ist, zu der leidvollen Verzweiflung dieser hilflosen Kranken noch eine Finsternis hinzu. Inscha-a'llah, macht dieses dein Erwachen dich für solch Hilflose zu einer Quelle der Tröstung und einem Arzt des Lichtes.

Du weißt ja, daß das Leben kurz ist, der notwendigen Arbeiten aber zu viele sind. Wenn du dir einmal deinen eigenen Kopf untersuchst, so wie ich das getan habe, wie viel nutzlose, wertlose, bedeutungslose Kenntnisse wirst du darin finden, tote Dinge gleich einem Haufen Holz! Denn ich habe diese Untersuchung vorgenommen und viele überflüssige Dinge gefunden. Es ist also notwendig, einen Weg zu suchen, um diese philosophischen Wissenschaften und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nutzbringend, erleuchtend und lebendig zu machen. Wenn du nun Gott den Gerechten um ein Erwachen bittest, den Erhabenen Weisen (Hakim-i Zülcelal) darum, deine Gedanken auf Sein Konto umzubuchen, dieses Holz mit Seinem Feuer in Licht umzuwandeln, dann werden deine nutzlosen wissenschaftlichen Kenntnisse als ein wertvolles, göttliches Wissen gelten.

Mein scharfsinniger Freund! Das Herz wünscht sich sehr, daß die Naturwissenschaftler vorwärts streben mögen mit einem Gefühl für die Notwendigkeiten - wie Hulusi Bey - entsprechend ihrer Sehnsucht nach dem Lichte des Glaubens und dem Geheimnis des Qur'an. Da nun einmal die "Worte" (Risale-i Nur) dein Gewissen angerührt haben, bedenke, daß jedes einzelne Wort nicht von mir stammt, sondern ein Brief des Verkünders des Qur'an an dich, und ein Rezept aus der heiligen Apotheke des Qur'an ist! Mit diesen "Nur"-Abhandlungen eröffne in meiner Abwesenheit einen Gesprächskreis mit mir. Und wenn du den Wunsch danach hast, schreibe mir einen Brief! Aber sei mir bitte nicht böse, falls ich nicht antworte! Denn ich schreibe schon seit langem sehr selten Briefe. Ja, sogar auf die vielen Briefe meines Bruders habe ich in drei Jahren nur ein einziges Mal geantwortet.

Said Nursî
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Oh großer Meister (Eyyühe-l Üstad-ül A'zam)

Ich küsse insbesondere Eure gesegneten Hände und den Saum Eures Gewandes (dest ü damen-i mübarek) und erbitte die Gebete Eurer Exzellenz (daavat-ı üstadaneleri), deren ich jederzeit und in jedem Augenblick bedarf (her ân u zaman muhtaç). Vor einer Woche habe ich den Brief, der mir durch Eure Gunst (lütufname-i ekremîleri) von Bruder Süleyman Efendi übersandt (irsal) wurde und verschiedene Zuwendungen (enva'-ı iltifat) von Euch beinhaltet, in vollkommener Sehnsucht (kemal-i hasret) erhalten und voller Stolz (müftehiret) gelesen. In einem Abschnitt (fıkra) wird da nach der Meinung meiner Wenigkeit (kanaat-ı âcizane) über die symetrischen Übereinstimmungen aus dem Verborgenen (tevafukat-ı gaybiye) gefragt. Dem entgegne ich mit Worten (kelimeleriyle icabet): "Jawohl, das ist richtig (Neam sadakte), oh verehrter Meister (eyyühe-l Üstad-ül Muhterem)." Denn diese erstaunlichen symetrischen Übereinstimmungen aus dem Verborgenen (tevafukat-ı gaybiye-i acibe) versetzen alle Schüler des Ozeans des Lichtes (bahr-i muhit-i Nur) und sogar die um diese Schüler versammelten Zuhörer (cemaat-ı müstemiaları) in Bewunderung und Begeisterung (mest ü hayran) und verpflichten sie, sich in Dankbarkeit niederzuwerfen (medyun-u secde-i şükran). Diese einzigartigen Wunder (mu'ciznüma kerametleri) der Lichter (Nurlar) können wir nur durch den mohammedanischen Spiegel (mir'at müşahede) bezeugen. Ein anderes Mittel (marifet) besteht darin, die folgende Wahrheit (hakikat) zu erkennen:

Der Spiegel (âyine) ist diese Welt (âlem). In ihr ist alles von dem Gerechten abhängig (Hak ile kaim). Durch den Spiegel (mir'at) Mohammeds wird Gott (Allah) allzeit erkannt.

{(Anmerkung -Haşiye): Es ist eine subtile Übereinstimmung (latif bir tevafuk), dass Sabri Efendi, der zweite Hulusi, mir diese Verse (beyt) schreibt, während entweder zur gleichen Zeit (zamanda) oder vielleicht ein wenig später (sonra) Hulusi Bey an einem Ort von einem Monat Entfernung (bir ay uzak) mir dieselben Verse (aynı beyt) schreibt. Die Übereinstimmung (tevafuk) dieser beiden Personen (iki zât), sowohl im Dienst (hem hizmet) am Qur'an als auch in ihrer Beziehung (münasebet) zu mir (hem bana) ist ein Kennzeichen ihrer Wahrhaftigkeit (alâmet-i muvaffakıyet).

Said}

Diese beiden bedeutsamen Verse (mısra'-ı manidar) füge ich in der Absicht (niyet) bei, meine ungereimte Darlegung zu veredeln (perişan arîzam şereflendirmek). Ich, Euer armer, schwacher (fakir ve âciz) Schüler, werde, seit dem Tag, an dem ich diese staunenswerten Wunder (hayret-feza keramet) des Qur'ans und Wunder des Propheten bezeugt (i'caz-ı Nebeviye müşahede) habe, in diesem Punkt (bab) ganz besonders nachdenklich (düşüncelere dalıyorum). Ich habe mich in der Absicht (maksad), diese Art einer so einzigartigen Übereinstimmung (tevafukat-ı acibe) in der Form einer vergleichbaren Übereinstimmung (müşabih tevafukat) anzutreffen, auch viel in anderen Büchern umgesehen, jedoch nichts dergleichen entdecken können. Sollte es dergleichen auch noch anderswo geben, dürfte dies jedoch nur sehr selten (pek nâdir) vorkommen. In dieser Form (Şu halde) zeigen sich (izhar) diese verborgenen Übereinstimmungen (tevafukat-ı gaybiye) in ihrer Gesamtheit (endam) in den Lichtern (Nurlar) als eindeutig erkennbares Wunder (keramet-i aleniye).

In der Sprache dieses Sachverhalts (lisan-ı hal) sprechen sie zu den Menschen (beşere hitaben) und sagen zu ihnen: "Oh ihr Söhne Adams (benî âdem), das, was in diesem benebelten Zeitalter (sisli asır) den Irrglauben (dalalet) aufzuheben, ihn zu beseitigen (ref' u selbedip), Rettung und Glück zu bringen (necat ve saadet bahşedecek), die giftigen Gerüche (semli kokuları) in eurem Hirn (dimagınız) in die mohammedanische Rose (verd) zu verwandeln, auf kurzem (kestirme) Wege, ja auf einem äußerst festen und geraden (muhkem ve müstakim) Weg, der in Sicherheit (tarîk-i selâmet) zur Errettung zu führen (necata sevkedecek) vermag, ist das lichtvolle Meer (derya-yı nuranî), in dem wir uns befinden und das sehr viele Wundertaten und wunderbare Wirkungen (keramat ve i'cazı) zu zeigen vermag. Und in Zukunft (âtiyen) werden noch unzählbare, verborgene Kennzeichen (daha nice âsâr-ı hafiye) mehr in Erscheinung (tezahür) treten." So also sprechen und rufen (diye nida ediyor) diese verborgenen Übereinstimmungen (tevafukat-ı gaybiye).

Mit der Erlaubnis Eurer Exzellenz (müsaade-i fâzılaneleriyle) habe ich hier noch eine weitere Darlegung (maruzat). Dabei möchte ich in dieser Hinsicht (cihet), jedoch ohne Ansehen meiner Person (şahsımı istisna), meine Meinung (meram) darlegen. Meine Wenigkeit bemerkt unter denen, die sehnsüchtig nach den Lichtern verlangen (Nurların müştak müşteriler), oder besser gesagt unter ihren begeisterten Schülern (yanık talebe), eine außerordentliche Übereinstimmung (tevafuk-u fevkalâde). Denn in diesem Zeitalter (asır), in dem Selbstsucht und Egoismus (enaniyet ve nefsaniyet) mächtig dominieren (hüküm-ferma), ist bei allen der Grad ihres Bedürfnisses und ihres Verlangens (derece-i ihtiyaç ve iştiyak) gleich, ihr gutes Benehmen und Verhalten (kâffesinin ahlâk ve etvar) bei allen gleich, die Art ihrer Auffassung (tarz-ı telakki) in ihrer Gesamtheit gleich, verbunden mit einander (yekdigerine karşı) in einer wahrhaften Verbindung (rabıta-i hakiki), die noch stärker als zwischen leiblichen Geschwistern unter einander wie auch ihren Eltern (ah-i lieb ve üm) ist, in ihrer Aufrichtigkeit (samimiyet) und Wahrhaftigkeit (hakikatperverlik) ernst und rein, so als ob jeder mit jedem im Wettbewerb (müsabaka) stünde, die Vorgehensweise (hatt u hareket), der sie als Brüder zu einander folgen (kardeşlikte takib), gleich. So bemerke ich denn (zanneder) noch viele weitere wunderbare Charakterzüge der Schüler des Lichtes (tullab-ı nuraniye), die einander gleichen, in dieser besonderen Reihe einer verborgenen Übereinstimmung (tevafukat-ı gaybiye). Ich denke, dass es die Aufmerksamkeit auf sich lenken muss (câlib-i nazar-ı dikkat), wenn die Schüler (talebe) die aus verschiedenen Provinzen (muhtelif beldeler) wie aus İstanbul, İzmir, Aydın, Kütahya, Isparta, Egirdir usw. ausgewählt und in jeder Klasse eingeschrieben werden, die selben Charakterzüge besitzen (hâssaları haiz), mein Herr, Eure Exzellenz (Efendim Hazretleri).

Sabri
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Mein liebenswerter und gütiger Meister (Üstad), mein Herr, Eure Exzellenz (Efendim Hazretleri)

Am zehnten des Heiligen (Şerif) Monats Ramadan - einem Samstag um halbzwölf - habe ich die Abhandlung über das Fasten im Monat Ramadan mit ihren neun Anmerkungen erhalten, wovon jede Anmerkung (nükte) eine frohe Kunde (müjde) von grenzenloser Weisheit und Wahrheit (hikmet ve hakikat) beinhaltet und diese uns bringt (havi ve mübeşşir). Dieses lichtvolle Werk (eser-i pürnuru), dessen meine Seele (ruh) so außerordentlich bedarf (muhtaç), nach dem sie so sehr verlangt (müştak) und das ohne Beispiel (nazirsiz) ist, habe ich in dieser Nacht voller Stolz und mit so viel Freude (kemal-i fahr u sürur) abgeschrieben. Das Orginal (asl) habe ich Hâfız Mahmud Efendi aus Nis wieder ausgehändigt (teslim). Und er hat es dann zu Hakkı Efendi gebracht. Am nächsten Tag habe ich diese Abhandlung (risale), die ich gerade abgeschrieben (istinsah) hatte, noch einmal aufmerksam (dikkatli) durchgelesen, ihre Übereinstimmung (tevafuk) mit meiner Abschrift (hattım) verglichen und dazu noch einen Brief (mektub) an Ali Efendi geschrieben. Als ich ihn gerade unterschreiben (imza) wollte, kam aus İslâmköyü ein Mann, der wohl mit dieser Aufgabe beauftragt (manen memur) wäre. Mit ihm habe ich ihn also an Ali Efendi gesandt. Ich habe keinen Zweifel (şübhe) daran, dass der Bote (vasıta-i irsal), der für diese Sendung ganz plötzlich und völlig unerwartet kam, ein offensichtlicher und klarer (sarih ve bâriz) Beweis für die Heiligkeit dieses Werkes (eserin kudsiyeti) ist.

Mein geliebter Meister (Üstad-ı Azizim)! Ich habe manchmal an die Lichter (Nurlar) gedacht und gesehen, dass sie wirklich sehr viele Wahrheiten und Weisheiten (hakaik ve hikmet) in sich enthalten (ihtiva). Ich sah jedoch, dass lediglich über das Fasten (sıyam) kein Thema angeschnitten wurde, das dem Dienst und der Anbetung (ibadat) in diesem Monat des Segens und der Vergebung (şehr-i rahmet ve magfiret) gewidmet ist. Ich wollte daher Euch, meinem Meister (üstad) gegenüber, einen Wunsch äußern (arîza takdim) und hatte deshalb eigentlich die Absicht (emel), Euch meine Bitte (niyaz) vorzutragen, den 30. Brief über den Heiligen Monat Ramadan zu schreiben, der gleichfalls aus dreißig Tagen besteht (ibaret). Ich hatte jedoch aus irgendeinem Grunde (sebeb) diesen Wunsch (arzu) wieder aufgegeben.

Dieses Mal redet die oben erwähnte Abhandlung (risale) aus dem Gesamtwerk des Lichtes (Külliyat-ı Nur) Euren Diener, meine Wenigkeit (abd-i âcize), so an (hitaben): "der verborgene Wunsch (hafî bir arz) und das Gefühl (his) in Deinem Herzen (kalb) steht auf unserer geistigen Tafel (levha-i manevî) mit sehr großen Buchstaben (harf), weshalb er auch in Erfüllung (is'af) gegangen ist." In dieser Art wurde sie mir also geschenkt (ihsan). Meine Wenigkeit (fakir) bekam diese Abhandlung über das Fasten im Ramadan, die ein elementares Bedürfnis (mühim bir ihtiyac) meiner Seele deckt und von Tausenden Weisheiten und frohen Botschaften (hikmet ve müjdeli) erfüllt ist. Dafür werfe ich mich vor dem, der den Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'an geoffenbart (inzal) hat, nieder (secde), danke (teşekkürler) dem hochwürdigen Ausrufer (dellâl-ı âlîşanına) der Lichter (Nurlar) grenzenlos und teile ihm mit (arzeyler), dass ich für Seine Exzellenz (fâzılaneleri) immer meine Gebete (dua) verrichte, die ich ihm stets schulde (borçlu), mein Herr, Eure Exzellenz (Efendim Hazretleri).

Sabri

Verehrter Meister (Üstad)

Das 27. Wort (Yirmiyedinci Söz) ermutigt die Moslems zu ihrem Dienst (hizmet) im Eifer und Einsatz (sa'y ü gayret) für diese erhabenen Religion (ulvî din). Diese Abhandlung (risale) gleicht dem Ziel am Horizont (ufukta hedef) und ist so ein Wegweiser (rehber) für die Gläubigen (ehl-i iman).

Dieses Wort wurde in den Herzen (söz kalbler) zu einer Sehnsucht (iştiyak) und in dieser Sehnsucht in der Tat zu einem Licht (Nur). Was den 33. Brief (Otuzüçüncü Mektub) betrifft, so ist er mit seinen 33 Fenstern eine Verkörperung des Daseins (varlık), die mit der Hefe der Wahrheit (hakikat mayesiyle) durchgeknetet wurde. Dieses wertvolle Werk (kıymetli eser) beschenkt in seiner Erhabenheit und Heiligkeit (ulviyet ve kudsiyet) die Menschen, die in ihrer Wahrnehmung (kuvve-i idrakiye) unempfindlich geworden sind, eine neue Empfindsamkeit (hassasiyet), den Augen, die wegen der Schleier ihrer Gottvergessenheit (gaflet perdeler) die Wahrheit nicht mehr erkennen können, wieder neue Kraft (nazarlara kuvvet) und den Gläubigen (ehl-i iman), welche die Wahrheit lieben (hakperest), Erhabenheit (ulviyet).

Wenn die Armen (zavallılar), die in eine grenzenlose Bedürftigkeit (hadsiz ihtiyaçlar) gestürzt sind, von Äußerlichkeiten (zahire) getäuscht der Materie (maddiyat) verhaftet sind und wegen ihrer Gleichgültigkeit (lâkaydlık) in die Verzweiflung (ye'se) gestürzt sind, dieses heilige Werk lesen (mukaddes eser karii), können sie verstehen (anlasınlar), dass sie, wohin auch immer sie gehen (giderler), wohin auch immer sie schauen (bakarlar), sie nicht aus den Grenzen des Reiches (hududundan dairesinden) des Allgewaltigen Schöpfers (Hâlık-ı A'zam), des barmherzigen Allerbarmers (Rahîm-i Rahman), aus Seinen Gesetzen (kanunun) und Seiner Verwaltung (idare) heraustreten können. Denn alles Sein (mevcudiyet), ein jeglicher Vorgang (vakıa), ein jeglicher Wechsel (tahavvülât), jegliche Gnade (inayet) und jegliche Gunst (iltifat) hält der majestätische Allmächtige (Kadîr-i Zülcelal) in den Händen Seiner Allgewalt (yed-i zabt).

Das also heißt, dass man sagen kann, dass uns selbst noch im kleinsten Stäubchen, da es den Schöpfer bekannt (Sânii ilân) gibt, ein kleines Beispiel (küçük nümune) des riesengroßen Königreiches des Kosmos (koca bir kâinatın saltanatı) gegeben (mevcud) ist.

Zekâi
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Verehrter, großer Meister (Aziz ve büyük Üstadım)

Ich lege Euch das 17. Wort (Onyedinci Söz), dessen Abschrift mir nach einer zwei-, dreitägigen Arbeit (sa'yim) durch die Gnade Gottes des Gerechten (inayet-i Hak) gelungen ist, zur Korrektur (tashih için takdim) vor.

Mein hochverehrter Meister (yüce Üstadım), was dieses 17. Wort (Onyedinci Söz) betrifft, so sind es Wahrheiten (hakikatlar), deren Verständnis noch stets wächst (mefhumu nâmütenahî). Hundert Tausende Male Dank (teşekkür) dafür! Jedes Wort (Söz) weist auf eine verborgene Krankheit (mahfî emraz) hin, von der die Menschheit betroffen (beşeriyetin mübtela) ist, stellt sie durch seine Lichter fest (nurlarıyla teşhis) und behandelt sie (tedavi). Sehr gut und recht wohl (pekâlâ, pek rânâ) verstehe ich, dass alles, was ein junger Mann (genç) gleich mir braucht, weil es ihn tröstet (teselliyetkâr), der verwundet (yaralı) und in seinem Inneren verletzt (manen zarardîde) ist, in der Risale-i Nur zu finden ist. Tausend Mal Dank dem Allgewaltigen Schöpfer (Hâlık-ı A'zam), der über mein Herz (kalb) die Lichter des Trostes (teselli nurları) ausgießt.

Zekâi

Während ich die Worte (Sözler), nämlich gerade die Beweise (berahin) der Abhandlung über die Wunder Mohammeds (Risale-i Ahmediye) abschrieb, ließ ich vielmals den Stift (kalem) aus meiner Hand sinken und verzehrten mich die Erinnerungen (anları) an jenes glückliche Zeitalter (asr-ı saadet) in meiner Sehnsucht (tahassürüyle) und meiner Trennung (hicran) von ihm. {*) die Erinnerung an das Glückliche Zeitalter des Propheten (A.d.Ü.)} In dieser Trennung (hicran) weinte mein Herz (kalbim aglamış), geriet meine Seele in Erregung (gönlüm coşmuş), trennte sich mein Geist von meinem Leib (ruhum vücudumdan), reiste in weite Fernen (uzaklar) und holte mir von dort Geschenke des Trostes (teselli tuhfeler).

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Wie könnte es anders sein, verehrter Meister (aziz Üstad)! Auch wenn wir nicht mehr im Glücklichen Zeitalter (Asr-ı saadet) leben, sehnen wir uns (müştakıyız) doch danach, und das genügt uns. Halten wir nicht das großartige Wunder (muazzam bir mu'cize), das der Prophet (Hazret-i Muhammed A.S.M.) uns überlassen hat, heute in unserer Hand? Verspricht uns (va'det) nicht dieses Buch (kitab) das Glück (saadet), dessen wir bedürfen und nach dem wir uns sehnen (muhtaç ve müştak)? Gibt es uns nicht die geistige Freude (zevk-i manevî), derer wir bedürfen (muhtaç), wenn wir uns wahrhaftig daran halten (hâlisane sarıldıgımız)?

Verehrter Meister (aziz Üstad), dieses großartige Buch (muazzam kitab), das wir heute in der Hand (elimiz) halten und ein Wegweiser für Menschen (insanlara rehber), deren Wahrhaftigkeit wir mit eigenen Augen erkennen können (gözümüzle gördügümüz) und ein großes Wunder (büyük mu'cize) ist, dessen erhabener Klang (ulvî sesler) mich, der ich im Strom dieser materiellen Welt (maddiyat içinde dünya) beinahe ertrunken wäre, in der Tat in schönster Weise getröstet (güzel teselli) hat, hat mir zugleich auch einen beständigen Rückhalt (sarsılmaz bir istinadgâh) verliehen. Unendlicher Dank dafür sei Gott dem Gerechten (Hakka nâmütenahî şükürler)!

Verehrter Meister (Muhterem Üstad)! Es kommt mir so vor, als ob sich meine Seele (ruh), die sich einer geistigen Glückseligkeit (manevî saadet) geöffnet hat, je mehr sie diese wertvollen Abhandlungen (kıymetdar risaleler) liest und abschreibt, Schritt für Schritt und dennoch in voller Begeisterung (coşacak) für eine geistige Freude (zevk-i manevî) und Ewige Glückseligkeit (saadet-i ebedî) vorbereiten (hazırlıklar) würde. Und dann geschieht es auch gelegentlich, dass sich diese Begeisterung (coşkunluklar) noch eine lange Zeit fortsetzt (hayli devam).

Verehrter Meister (Üstadım)! Siehe, in diesem Augenblick verliert die Welt in meinen Augen ihre Bedeutung (hiçten ibaret). Ich möchte in die Ewigkeit (ebediyet), die Unendlichkeit (sonsuz) und in die Welten der Glückseligkeit (saadet âlemleri) hinüber tauchen. Doch siehe, auch wollte man mir in diesem Moment (dakikalar) auch die ganze Welt anbieten: ich möchte mich nicht einmal einen Augenblick (nebze) von diesen süßen Träumen (tatlı hülyalar) abwenden lassen. Nein, weichen sollen (def'olsun) von mir diese albtraumartigen Stürme (kâbuslu fırtınalar) der Träume meiner Jugendzeit (gençlik rü'yaları)!

Meister, ich brauche Euer Gebet (Üstadım, duanıza muhtacım).

Zekâi

Hochwürdiger Meister (Faziletmeab Üstad)

Das erste, zweite, dritte, fünfte, sechste, siebte und achte Wort (Sözler) aus der Risale-i Nur, welche allesamt die Morgendämmerung des Lichtes (Nur sabahı) sind, habe ich abgeschrieben (istinsah) und lege sie nun Eurer Hoheit (taraf-ı âlîleri) zur Korrektur (bera-yı tashih) vor. Diese erwähnten Worte (Sözler) sind zwar nur kurz, jedoch von großer Bedeutung (mefhumlar). Sie rufen in uns tiefe Emotionen (hisler) wach und bieten uns so ihre erhabenen Ideen (ulvî fikir) an. Diese Worte (Sözler) fließen gleich klaren und reinen (berrak ve saf) Strömen, die allesamt in ihren voneinander unterschiedlichen Betten (mecralar) dahin strömen und doch am Ende in das große Meer (derya) münden. So genieße (istifade) ich, Euer Diener (bendeniz), denn von dem faszinierenden, erhabenen (latif ve ulvî) Rauschen dieser dahin fließenden Ströme (ırmak) in hohem Grade (hayli derece) und verschaffe mir so am Ende (sonlarında) die heilenden Medizinen für die Krankheiten (emraza), von denen vor allem schwache Menschen (beşeriyetin başta âcizleri) betroffen sind. Und ich versichere (emin) Euch, dass ich beabsichtige (emel), diejenigen, die in ihrem Schmerz und in ihrer Armut (acı, yoksulluk) depressiv geworden sind und mit derartigen Bedrohungen nicht mehr so recht klar kommen (muhayyilesi inkişaf) können, wieder etwas aufzumuntern (ikaz).

Verehrter Meister (aziz Üstadım)! Ich habe bemerkt (anlıyorum), dass ein lichtvolles Gesicht (nur sîma), ein lichtvoller Morgen (nur sabah) wieder vor mir erglänzte (parladı), während ich noch den Untergang (ufûl) meiner Hoffnungen bedauerte (ümidler teessüf), die Sterne (yıldızlar), die am Himmel meines Lebens (hayatımın seması) erloschen waren, und ich noch nach dieser Morgendämmerung (fecr-i sabah) Ausschau hielt. Möge Gott an Euren kostbaren Werken (kıymetli eserler) Seinen Wohlgefallen finden (Allah razı olsun), durch die ich den Wert und die Bedeutsamkeit (kıymet ve ehemmiyeti) des Lebens erkannt habe (anladım). Ich bin von Freude überwältigt (müstagrak-ı sürur), da ich auf diese Weise einen geistigen Halt (istinadgâh-ı manevî) für mein Herz gefunden habe. Möge mein Herr (Rabbim) meinem Meister (üstad) in beiden Welten (iki cihan) alle Ehre erweisen (aziz eylesin) und ihm seine Ziele in Erfüllung gehen (gayeleri vâsıl) lassen, âmîn.

Zekâi
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Mein verehrter Meister (Ey aziz Üstad)!

Es ist eine Tatsache, dass es ja Euer erhabener Befehl (emr-i âlî) war, bei der Abschrift der Worte (Sözler) nicht voreilig zu sein (acele). Ja wäre es denn überhaupt möglich (mümkün), dass ich es nicht eilig (acele) haben dürfte, von dem Wasser dieser erhabenen Quelle (ulu pınar), aus dem vor mir reines, kristallklares Wasser (billurî sular) fließt, nach Herzenslust (kana kana) zu trinken. Der Erkenntnis Eurer Hoheit (malûm-u âlî) entsprechend habe ich, Euer Diener (bendeniz), mit den Aufgaben in diesem Dienst (hususta vazifeler) erst sehr spät begonnen. Während ich diese Aspekte (cihet) in aller Klarheit erkenne und wahrnehme (vuzuh ile görüp idrak), könnte es denn dann noch möglich sein, dass ich mir Hände und Gesicht (elimi yüzümü) mit dem kristallklaren Wasser dieser erhabenen Quelle (ulu pınarın billurî suları) nicht waschen und mich nicht beeilen (isti'cal) sollte, mein Herz (kalb) damit zu reinigen (parlatmak).

Es ist eine große Gnade (azîm bir lütfu) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk), dass ich zwischen den Zeiten, in denen ich für den Erwerb meines Lebenunterhaltes (temin-i maişet) arbeite, auch noch Zeit finden kann, die wertvollen Abhandlungen (kıymetdar risaleler) abzuschreiben. Da ich aber diese Gelegenheit (fırsat) nicht versäumen will, beeile ich mich (acele). {beeile ich mich auch, sie gut zu nutzen (A.d.Ü.)} Der eigentliche Grund (sebeb) meiner Ungeduld (isti'cal) liegt darin, dass ich die tröstenden Lichter (tesellikâr nurlar), deren ich bedarf (muhtaç), nur in diesen Abhandlungen (risaleler) finde. Wie wachsame Handelsgesellschafter (harîs kumpanyalar) mit ihren häufigen Reisen (fazla seyr ü sefer) durch die Tunnel, in denen es keine Haltemöglichkeiten (tevakkuf imkânı) gibt, darauf stolz (iftihar) sind, werde auch ich, Euer Schüler (taleb), genau so gesegnet (istifadebahş) sein und mich dessen rühmen (müftehir), je mehr ich diese Abhandlungen, die so wertvoll wie die ganze Welt (cihankıymet risaleler) sind, noch lesen und abschreiben (okur yazarsam) kann.

Den Sechzehnten Brief (Onaltıncı Mektub) habe ich bereits durchgelesen (serâpâ). Ich war von Eurer Geduld und Eurem Gottvertrauen (sabır ve tevekkül) ganz begeistert, das Ihr trotz allerlei Anstengungen und Mühsalen (mezahim ve meşakkat) gezeigt habt. Und ich dachte mir, dass auch mein ganzes Dasein (mevcudiyet) auf diese Weise selbst noch in einer Einöde (ıssızlık) seinen Glanz (parlayacak) erhalten könnte. Und dabei habe ich mir gewünscht, gegen alle Angriffe und Schikanen (tehacüm-ü ızdırab) stets Geduld (sabırlar), ein Lächeln im Gesicht (güler yüzlü), ja ein gutes Gesicht (güzel yüzlü) zu bewahren.

Das 23. Wort (Yirmiüçüncü Söz) ist eine unsterbliche Erinnerung (ölmez bir teselli hatıra), welche die Menschheit (insaniyet) wie ein Echo (sayha) aus den Tiefen herauf (derin) anruft, die Menschen (insanlar) wieder an ihre Menschlichkeit (insanlık) erinnert, sie tröstet und ihnen die Wege aufzeigt, die erhabensten Stufen (en âlî makam) zu erreichen, die Leser zur Vervollkommnung (kariler tekâmüle) anleitet und in ihnen die legale Liebe (meşru aşklar) weckt. Doch nun habe ich angefangen, das Wort in die Länge (Sözü uzatmaya) zu ziehen. Denn ich bin noch zu schwach (âciz), das 23. Wort (Yirmiüçüncü Söz) seiner Würde entsprechend hochzuschätzen (lâyıkıyla takdir), welches doch eine Quelle zu Trost und zum Glück (teselli ve saadet) ist.

Ahmed Zekâi
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Ein Abschnitt (fıkrası) von Hüsrev

Mein lieber verehrter Herr und Meister (muhterem Üstadım Efendim)

Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) sei unendlicher Dank (bînihaye teşekkür) dafür, dass ich die Abhandlungen (risaleler) besitze, die uns äußerlich wie innerlich erleuchten (maddî ve manevî tenvir), formen und veredeln (yükselten), und unbeschreiblichen Segen (erişilmez feyizlere) über uns kommen lassen (müstagrak kılan); und ich mit dieser Würde beehrt (şerefe nâiliyetimden) werde, obwohl ich sie doch gar nicht verdient (lâyık) habe. Ich bin stolz (müftehir) darauf und von einer sehr großen Freude (sürur) darüber erfüllt, dass Ihr veranlasst (vesile) habt, diese Würde zu erreichen (şerefe nâil); und uns die frohe Botschaft (tebşir) übermittelt habt, dass wir im Dienst (vazife) am Qur'an, dessen Verpflichtung uns obliegt (husus üzerimize terettüb), auch in Zukunft erfolgreich sein (muvaffakıyet kazanacagım) werden. Verehrter Meister (Üstadım)! Ich bete (dua) allezeit für Euch, dass Ihr mit den allerbesten Gnadengeschenken (en güzeliyle nimetler) beschert, wie Ihr sie Euch gar nicht vorstellen (hatırınız) könnt, im Diesseits wie im Jenseits glücklich (dünyevî ve uhrevî mes'ud) sein werdet.

Mein verehrter Meister (Muhterem Üstadım)! Ich hatte große Sehnsucht nach Euch (özlemiştim). Dass die Bösgesinnten (hâinler) uns bei jeder Gelegenheit behindern (hususta engel), versetzt uns ohne Zweifel in große Betrübnis (çok müteessir). Die gegenwärtigen Umstände (hal) schmerzen zwar unsere Herzen (yürekler sızlatıyor), jedoch sind wir nicht in der Lage (elimizden gelmiyor), etwas dagegen zu unternehmen. In wessen Hand die segensreichen Abhandlungen (feyizli risaleler) des Lichtmeeres (Nur deryasını) auch gelangen mögen (eline geçerse), die Menschen (zâtı) werden von ihnen stets besonders fasziniert (ciddî rabtettigi). Sie sind unter denen, die nach ihnen verlangen (müştaklar) und für sie geeignet (ehil) sind, verbreitet (dolaşıyor).

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى

{"Dank sei Gott. Dies ist von der Gnade meines Herrn."}

Hüsrev

Ein Abschnitt (fıkra) aus Hüsrevs Brief (mektub), den er geschrieben hat, als er damit begann, die Worte (Sözler) abzuschreiben.

Seiner Exzellenz, meinem hochverehrten Herrn (Muhterem Efendim Hazretleri)

Das eine von den beiden Büchern (kitab), die Ihr uns das letzte Mal (sefer) zum Lesen gesandt (irsal) habt, habe ich von Bekir Aga empfangen. Ich habe einige Seiten aus diesem Buch gelesen und damit begonnen, eine Abschrift (nüsha) des Buches, die ich gerne für mich behalten möchte, abzuschreiben (istinsah). Ich habe gesehen, dass der Inhalt (münderecat) dieses Buches von Themen handelt (mesailden bahsetti), mit denen sich mein Verstand (dimag) ab und zu beschäftigt, und die kurzen Briefe (mektub) sehr große Wahrheiten (hakikatleri kucakladık) umfassen, und aus ihnen sehr großen Nutzen (müstefid) empfangen.

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Einerseits schrieb ich die Worte (Sözler) bis zum Sechsten Brief ab, andererseits war ich wegen der langsamen Entwicklung dieser Schreibarbeit ungeduldig (sıkılarak) geworden und begann daher zu lesen. Dabei ergriff mich eine sehr große Freude (sürur). Als ich beim sechsten Brief (Altıncı Mektub) angelangt war, habe ich gelesen, dass Ihr den traurigsten Teil (hazîn kısmı), den Eurer Trennung und Eures Lebens in der Fremde (gurbet) übersprungen habt (tayyet) und so nur ein Ausschnitt davon erzählt (hikâye) wird. Je mehr ich las, umso weniger konnte ich mich noch davor zurück halten, in meinem Herzen (kalb) mit Euch zusammen zutiefst gerührt zu weinen (hazîn aglamak). Ich habe sogar meiner Mutter (vâlide) neben mir daraus vorgelesen. Während ich las, weinte meine Mutter, aus ihren Augen strömten die Tränen (yaşlar) und ich musste mich dazu zwingen, nicht auch selbst (nefsime cebrediyordum) noch zu weinen. Andererseits dachte ich, ach wäre doch auch von dem übersprungenen Teil (tayyedilen kısm) ein wenig mehr geschrieben worden.

Hüsrev

Oh großer Meister (Üstad-ı Muazzam)

Das Wort (Söz), das nach Atabey gelangte, eine Frucht (meyve) des Heiligen (Şerif) Monats Ramadan ist und die Weisheiten des Fastens im Heiligen Monat Ramadan erklärt, ermahnt (ikaz) uns und macht uns mit den Weisheiten (hikmetler) vertraut (tasrih), die wir noch nicht kannten. Jedes Wort, das ich gelesen habe, und die erhabenen Wahrheiten (ulvî hakikat), die durch Euch zur Veröffentlichung gelangt (neşrettigi) sind, zu beschreiben und wert zu schätzen (tavsif ve takdir), ist die Zunge (lisan) meiner Wenigkeit nicht in der Lage (âciz). Ich sehe, verstehe und bin ganz davon überzeugt (iman), dass eine Zeit kommen wird, in der diese Abhandlungen der Lichter (Risalât-ül Envâr) und Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) wie ein Vulkan (dag), der erst glimmt und schließlich ausbricht (ateşlenen, feveran), zur Kraft einer Quelle (menba' kuvvetine) werden, von der Licht und Wärme ausstrahlt (nur-feşan). Und vielleicht tun sie dies ja bereits heute. Wie ein Aggregat, das durch einen Knopfdruck überall Licht ausstrahlen lässt (ziyaya müstagrak), werden sie sehr weite Entfernungen (mesafeler) von hier mit dem Licht (Nur) ihrer Ermahnungen und ihrer rechten Leitung (ikaz ve irşad ihata) umfassen.

Ein Gefährte des verstorbenen (merhum) Lütfü, der damals ein Schüler (eski talebe) des Lichtes (Nur) war

Zeki
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hüsrev

Mein verehrter Herr (Muhterem Efendim) und geliebter Meister (sevgili Üstadım)

Ihr fragt mich danach, was ich von einem Teil des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) halte. Was aber kann ich darüber schreiben und was für eine Meinung könnte ich dazu äußern (fikir dermeyan)? Das Licht (nurları) einer jeden Abhandlung (Risale) ist gleich, ihre Themen (mevzular) sind jedoch von einander verschieden. Ihre Schönheiten (güzellikler) sind unterschiedlich. Ihre Feinheiten (latiflikler) sind von einander verschieden und die Freuden (zevkler), die man durch sie empfängt, sind unterschiedlich. Das Licht (Nur) dieser Abhandlung (risale) ist genau so wie in allen anderen Abhandlungen und an allen Ecken (her tarafı parlak) und Kanten glänzend (her köşesi güzel) und schön. Aufgrund dieses bedauerlichen Zustands (hâl-i müessife), der uns in der Seele weh tut (ruhlarımız sızlatan) und unsere Herzen zum Weinen (kalblerimizi aglatan) bringt, bitte ich meinen geliebten Meister (sevgili Üstad) besonders um sein Gebet für eine schnelle Heilung (şifa-yı âcil) *. Auch wenn diese Heilung (şifa) und die von mir erwartete Genesung (deva) von der siebten, achten und neunten Anmerkung (Nükte) kamen, versetzen uns einige von den islamischen Kennzeichen (şeair), {der Esan in türkischer Sprache ist eine Krankheit (A.d.Ü.)} die im Gegensatz zu ihren tausenderlei Nutzen und Vorteilen (maslahat ve faide) ohne allen Sinn und Zweck (maslahat) umgewandelt (tebdil) wurden, in Kummer und große Verzweiflung (me'yus ve müteessir).

Mein geliebter Meister (sevgili Üstad)! Die Zeit muss bereits nahe herbei (takarrüb) gekommen sein, sodass - einerseits je mehr die Ungläubigen (mülhidler) ihre Angriffe intensivieren (tecavüzleri ziyadeleştikçe) - andererseits unser verehrter Meister (muhterem Üstad) durch den Segen (feyz), den er aus dem Qur'an erhält (nâil), die verborgenen Wahrheiten (gizli hakaik), welche aus dem Meer der Wahrheiten (hakikat deryası) brodelnd emporsteigen (kükreyip), öffentlich bekannt (izhar) gibt. Das vergrößert noch unsere Freude (sevincimizi artırmak). Da es nun einmal notwendig (zarur) ist, auf den Frühling (bahar) zu warten, um die Blumen (çiçekler) wieder schauen zu können, so warten (intizar) nun auch wir darauf, und zwar mit ganzer Konzentration (şiddet) und voller Ungeduld (sabırsızlık).

Hüsrev

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hüsrev

Mein geliebter, hochverehrter Meister, ja höchst ehrenwerter Meister!

Die Freude zu beschreiben (sürur tarif), die ich über den Brief (mektub) empfunden habe, den Ihr mir durch Bekir Aga zugesandt habt, steht weder der Zunge noch dem Stift (lisan ve ne de kalem) eines armen Schülers (âciz bir talebe) wie mir zu. Ich küsse euren Brief vor lauter Freude (sevinc), und obwohl meine Seele mit Euch zusammen lebt (ruhum sizinle yaşadık), bin ich doch körperlich (cismen) von Euch weit entfernt, und deswegen weine (aglıyor) ich. Es gab Zeiten, in denen ich die Tränen aus meinen Augen (gözler) dadurch lindern (teskin) konnte, dass ich Abhandlungen (risaleler) abschreibe oder etwas aus ihnen lese. Es kamen Zeiten vor, in denen mein Herz ununterbrochen weint (kalbim aglıyor). Oh mein geliebter Meister (sevgili Üstadım)! Ich habe einen sehr großen Wunsch (pek büyük istirham): Bitte verzeiht (afvediniz) mir! Obwohl ich seit zwei, drei Jahren keine Sympathie mehr für die Welt (dünyayı sevmez) empfinde, kann ich mich dennoch nicht von ihr loslösen (kurtulamadık), was ich zutiefst bedaure (müteessirim). Öde Ebenen (sahralar) und wasserarme Wüsten (çöller) wurden zur Wohnstätte (mesken) meiner Seele (ruh). In meiner Phantasie (hayalen) wandere ich dort (dolaşıyor) so, als ob ich noch nach etwas suchte (arıyor).

Und ich suche (arıyor) in der Tat noch nach etwas. Leider erscheint mir das, wonach ich suche, sowohl sehr nah (yakın) als auch sehr fern (uzak) zu sein. Ich weiß nicht, wie lange ich mich noch in dieser Lage abmühen (hal içeri çırpınacak) muss. Dennoch bin ich in der Tat zutiefst dankbar (müteşekkir). Wie könnte es denn auch sein, dass mein Dank nicht unendlich (teşekkür hadsiz) wäre? In zwei Wahrträumen (rü'ya-yı sadıka), die ich vor einem Jahr zwei Nächte hinter einander geschaut hatte, wurde ich zum Sekretär (kâtiblik) einer großen Rosenölfabrik (gülyagı) ernannt (tayin), deren Fundamente bereits gelegt (temelleri atılmak) wurden, und hatte gerade mit der Arbeit begonnen (işe mübaşeret). Zwei Monate nach diesem Traum (rü'ya) begann ich die Abhandlungen abzuschreiben (risaleleri yazmak). Besonders in der siebten und achten Problemstellung (Mes'eleler) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub) steht mit sehr klaren Worten (pek açık bir lisan) über die Anerkennung unseres Dienstes (hizmetimizin makbuliyeti) geschrieben, dass er im Einverständnis und zum Wohlgefallen Gottes (rıza-i İlahî) verrichtet wird. Das hat auch meine Wenigkeit, Euren Schüler (âciz talebe) glücklich (dilşâd) gemacht. Geliebter Meister (Sevgili üstadım), möge Gott mit Euch allzeit zufrieden (Allah razı olsun) sein.

Hüsrev
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Hochverehrter Meister (aziz Üstad)

Das dreiundzwanzigste Wort (Otuzikinci Söz), das aus drei Kapiteln besteht (mevkıftan mürekkeb) und dessen Abschrift ich vor kurzem beendet habe, lege ich Euch zur Korrektur (bera-yı tashih) vor. Ich weiß nicht, ob es nötig (bilmem lüzum var) wäre, zu schreiben, dass dieses Buch (işbu kitab) in den Augen meiner Wenigkeit (nazar-ı âcizî) ein kostbarer Schatz ist (giranbaha bir hazine). Wie wahr hat doch der Herr (zât) gesprochen, der gesagt hat, dass die Welt unermesslich (dünyanın ölçülmek imkânı) ist, und der Mann (adam), der behauptete (iddia), dass der Gedanke des Menschen (fikr-i beşer) ein grenzenloses Areal (nâmahdud bir arazi) ist. Mein Gedanke (fikr) ist in diesem Punkt eine Idee (fikir), welche aus dem Wachsen und Gedeihen (genişlemesi) meiner sich allmählich ausdehnenden Vorstellungen (inkişaf efkâr) und meiner eng begrenzten Auffassungsgabe (dar muhayyile) erwächst (mütevellid). Er stützt sich nicht (müstenid) auf die Absicht, zu erläutern (izah maksadı), dass die Welt (dünya) eine unermessliche Leere (ölçülmez bir boşluk) ist und die Vorstellung des Menschen (fikr-i beşer) unbegrenzbar ist (nâmahdud).

Das also bedeutet, dass meine Seele aus jeder Abhandlung (risaleden ruhum) ihre besondere Nahrung (gıda) bekommt. Ist wohl die immerwährende und ewige Freude (safa-yı sermedî ve cavidanî), die das 32. Wort (Otuzikinci Söz) meinem Herzen und meiner Seele (kalb ve ruh) beschert, der Grund (bâdî), mit diesem meinem langen Brief (uzun mektub) Eure Zeit zu beanspruchen (taciz) und so meine Freude zum Ausdruck zu bringen (mesruriyetimi izhar). Kurz gesagt, ich bin in einem solch süßen Traumzustand (tatlı bir sermestî) mit meinem Leben zufrieden (hayatımdan memnunum). Möge Gott es so wollen (İnşâallah), dass ich durch den Segen Eures Gebetes (duanız himmeti) in einem derartigen Traumzustand (meşru bir sermestî) innerhalb des erlaubten Rahmens in das Ewige Leben (hayat-ı ebediye) eingehen werde (vâsıl). Das wolle Gott (inşâallah).

Ahmed Zekâi

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hüsrev

Mein sehr verehrter, geliebter Meister!

Den dritten Teil des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) haben wir gemeinsam durchgelesen. Der Inhalt (münderecat) dieses Briefes versetzte uns alle in Begeisterung (şevk); und so wurden wir von allen Seiten von Freude (sevinç) erfüllt. Einerseits fordern die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) und die Abhandlungen des Lichtes (Risalat-ün Nur) gegen die Schicht der Materialisten (maddiyyunlar) und Anverwandter, deren Verstand in ihre Augen (aklı gözlerine) gerutscht ist, durch die Funken (kıvılcımlar) aus einigen Ayat des Weisen (Hakîm) Qur'ans heraus (meydan okuyarak), rufen sie mit der Wahrheit in ihren Köpfen (kafalarına hakikat) wach und erfüllen andererseits deren Herzen (kalb) mit allem Glanz und Segen (feyizler).

Laut der Aussage meines geliebten Meisters (sevgili Üstad) richtet sich der Qur'an (Furkan-ı İlahî) nicht nur an 18 Tausend sondern an 28 Tausend Welten (âlem). Dabei wird auf einige wichtige Punkte (nokta) seiner Aspekte (vecih) hingewiesen (işaret), mit denen sich noch dieses Jahrhundert (asır), wie auch alle kommenden Jahrhunderte beschäftigen werden. Dabei ist die gegebene Übereinstimmung (vaki' tevafukat) des Namens Gottes (Lafzullah) deutlich sichtbar (şekle ifrag), sodass sie denn in die Augen fällt (çarpacak) und die Aufmerksamkeit (nazar) auf sich lenkt. Den Ideen, die von meinem Meister (Üstadımın fikirleri) ausgehen und durch welche die bedeutungsvolle Übereinstimmung (manidar tevafukat) einiger Wörter (bazı kelimeler) in ihrer Schönheit augenscheinlich erkennbar wird (meydana çıkarılması) wird, schließe ich mich (iştirak ediyor) über meine Beschränkungen hinaus (haddim olmayarak) mit einer Kraft und einem Mut (kuvvet ve cesaret) an, den ich wiederum von meinem Meister (üstadım) empfangen habe.

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So möchte ich es denn mit einer geistigen Haltung (halet-i ruhiye), die aus der Freude (sürur) erwächst, die mich ganz und gar ergriffen (istilâ) hat, wagen (arzediyor), mich für jedes dazu notwendige Opfer (her fedakârlık) bereit (hazır) zu erklären, ein solches Exemplar des Ehrwürdigen (Kerim) Qur'ans kaligraphisch (yazılması) zu gestalten. Außerdem sage ich, dass ich es mir sehr wünsche (arzu), ein Exemplar des Ehrwürdigen (Kerim) Qur'ans mit eigener Hand in der so gewünschten Form (istenilen şekilde) zu schreiben und meinem geliebten Meister (sevgili Üstad) vorzulegen. Ich kann mir jedoch über die Dringlichkeit dieser Angelegenheit (mes'elenin müsta'celiyet) keine klare Vorstellung machen (düşünemiyord). Ein weiterer Grund dafür, dass ich auf der Annahme (kabul) meines Vorschlags und meines Wunsches (fikrim ve bu arzum) nicht beharren kann, ist der, dass die Mitbrüder von dieser Ehre ausgeschlossen (şereften mahrumiyet) bleiben könnten.

Geliebter Meister (sevgili Üstadım)! Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass die Zeit in der Tat bereits nahe herbei gekommen (zaman takarrüb) ist. Und möge Gott es so wollen (inşâallah), dass auch wir die verheißene Zeit bald erreicht haben (mev'ud vakte erişmiş) werden. Ich bin der Überzeugung (kanaat), dass der Grund (sebeb) für das Urteil (karar) der aufrechten vorausgegangenen Imame (selef-i sâlihîn) {die Imame der ersten und zweiten Generation nach der Entstehung des Islam (A.d.Ü.)} darüber, dass dem Qur'an keine Anmerkungen (haşiye) hinzugefügt werden dürfen (ilâve), der damaligen Zeit entsprach, und der Grund zu einer Erlaubnis (müsaade) neuzeitlicher Gelehrter (ülema-i müteahhir) daraus erwächst, dass die arabische Sprache z.Zt. nicht studiert (tahsil) werden darf. Denn wir leben heute in einem Zeitalter, in dem es nicht erlaubt ist, die arabische Sprache zu lesen oder zu schreiben. Daher hat mein geliebter Meister (sevgili Üstad) heute ein sehr großes Problem (ihtiyaç), seine Gedanken (düşündükler) über den Qur'an zum Ausdruck zu bringen. So hoffe und bete ich denn (rica ve istirham) darum, dass diese schöne Arbeit, die ein sehr großes Interesse (emr-i hayra) wachrufen wird, allen anderen Dingen vorgezogen (tercih) wird, damit sie schnell zu Ende (hemen ikmal) geführt werden kann. (Der Mitbruder Lütfü Efendi, ein Uhrmacher (Saatçi), ist auch der gleichen Meinung (kanaat).

Mein geliebter Meister (Sevgili Üstadım)! Möge Gott (Allah) mit Euch ewig zufrieden sein (razı olsun). Möge Er Euch in all Euren guten Werken zum Erfolg (hayırlı işinizde muvaffak) verhelfen. Mit diesem Gebet (dua) und in meiner Verbundenheit (müteşekkir) mit Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) möchte ich Euch meinen Dank (minnetdar) aussprechen und küsse Euren Rock (damen), mein verehrter Herr, Eure Exzellenz (muhterem efendim hazretleri).

Hüsrev

Oh mein Meister (Üstad)

Die Abhandlungen (risaleler), die Ihr als einen Spiegel des Qur'ans geschrieben habt, genügen (kâfidir), um zu erkennen und zu bezeugen (kabul ü teslim), was für ein großer Meister (büyük üstad) Ihr seid. Und so habt Ihr denn auch, oh verehrter Meister (aziz Üstad), durch Eure Abhandlungen (risaleler) die Schleier (perder) der Finsternis und der Gottvergessenheit (zulmet ve gaflet) zerrissen, welche die Islâmiyet verhüllt hatten. Die so lichtvollen Wahrheiten (nurlu hakikatler) unter diesen schmutzigen Schleiern (mülevves perdeler) habt Ihr wieder offen gelegt (meydana çıkardın). Eure unerschütterliche Entschlossenheit (sarsılmaz azmin) und Eure unerschrockene Festigkeit (kahraman metanet) sind als Eure ungebrochene Leistung (ârâmsız sa'yin) nicht ohne Frucht (semeresiz) geblieben. Ihr habt mitten in Anatolien einen Brunnen über der Quelle des Lebenswassers (âb-ı hayat çeşmesi) errichtet,

{(Anmerkung 1): Ich bin dafür dankbar (şükreder), auch wenn der Anteil eines Armen (bîçarenin hisse) wie mir an dem Segen und der Würde (sevab ve şerefte) in diesem heiligen Dienst (hizmet-i kudsiyede) auch nur ein Tausendstel dessen wäre, was Sie mir ursprünglich zugedacht (tasavvur) hatten. Die besonders Geschickten (ehl-i hüner) unter solch aufrichtigen Schülern (hâlis şakirdler) des Qur'ans wie Sie es sind, eilten mir dabei mit ihren diamantenen Stiften (elmas kalemler) zu Hilfe (imdad).

Said Nursi}

aus dessen Hähnen (çeşmenin muslukları) die Wahrheiten (hakaik) der Abhandlungen, die Ihr verfasst habt (yazdıgınız risaleler), und der Werke, die Ihr veröffentlicht habt (neşrettiginiz eserleri), hervor strömen.

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Die Quelle und der Ursprung (menba' ve madeni) wird aus dem Ozean (bahr) des Weisen (Hakîm) Qur'ans gespeist, der ewig (bâki) besteht. Eines Tages, an dem Ihr bereits von diesem Ort der Prüfung (dâr-ı imtihan) in die Welten der Glückseligkeit (saadet âlemleri) hinausgewandert seid, werden Eure wertvollen Werke (kıymetdar eserler) Euch in Eurem Namen weiterleben (yaşatacak) lassen. Was für ein Glück (ne mutlu) ist es doch, dass Ihr Schüler habt, die den Wert der von Euch eingefassten Quelle zu schätzen (kıymetini takdir) wissen, sie schützen und bewahren (muhafız ve müdafi) und im Notfall (îcab) aus Tausend Seelen (can) bereit sind, ihr Leben (hayat) zu opfern (feda), um die Bedeutungen Eurer Werke (eserlerin ahkâmı) öffentlich bekannt zu machen und sie zu lehren (ilân ve telkin), Schüler (talebe), wie sie Euch von Herzen teuer (candan sevdigin) sind. So könnt Ihr denn sicher (emin) sein, dass sie niemals etwas tun werden, was Eure Seele quälen (ruhunuzu muazzeb) könnte, wenn Ihr einmal im Lande der Jenseitigen (uhrevîler diyarında) seid. Eure Schüler (talebe) sind Euch mit Leib und Seele (can) verbunden (minnetdar) und dafür zu Dank (müteşekkir) verpflichtet, dass Ihr ihnen von nun an die Schlüssel (anahtar) vieler Geheimnisse (esrar) des Qur'ans anvertraut (tevdi') habt. Die segensreichen Lichter (feyizli nurlar), die Ihr heute verbreitet (saçmak), versetzen die wahhaftigen Menschen (hakikî insan) innerhalb der Menschheit (beşeriyet) in eine grenzenlose Freude (pâyansız sürur) und verkünden ihnen die Aufgabe (vezaif), zu der sie nun ihre Verpflichtung (mükellef) übernehmen werden. So ist denn Euer Dienst (hizmet) gar nicht mehr zu übersehen (inkâr) und Eure Opferbereitschaft (fedakârlık) einfach großartig und bewundernswert (azîmdir, azîmdir).

Geliebter Meister (Aziz Üstad)! Möge Euer Dienst (hizmet) in den Himmeln gerühmt werden

{(Anmerkung 2): Ich teile das Gefühl (his) dieses Mitbruders nicht (iştirak). Es genügt bereits das Wohlgefallen Gottes (Rıza-yı İlahî kâfi). Wenn es uns begleitet, dann ist alles unser Gefährte (yâr). Wenn es aber nicht unser Gefährte ist, dann ist es nicht einmal fünf Para Wert, auch wenn die ganze Welt uns zujubeln (dünya alkışlasa) würde. Wenn die Hochschätzung und Begeisterung (takdir, istihsan) der Menschen (insan) in solchen Angelegenheiten, in einer auf das Jenseits (amel-i uhrevî) hin ausgerichteten Werke (iş) hier der Beweggrund (illet) sind, so macht es dieses Werk ungültig (ameli ibtal). Wenn sie ein Anlass zur Bevorzugung (müreccih) sind, zerstört (kırar) das die Wahrhaftigkeit in diesem Werk (ameldeki ihlası). Wenn sie ein Mittel zur Förderung (müşevvik) sind, so wird die Reinheit aufgehoben (safvetini izale). Werden sie jedoch unaufgefordert von Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak) als Zeichen Seiner Anerkennung (alâmet-i makbuliyet) geschenkt (ihsan), dann ist dies etwas Gutes (güzel) unter den Menschen (insanlar) im Sinne der guten Wirkung dieses Werkes (hüsn-ü tesir) und dieser Lehre (amel ve ilm), worauf die folgende Ayah hinweist (işaret):

﴿ وَاجْعَلْ ل۪ى لِسَانَ صِدْقٍ فِى الْاٰخِر۪ينَ ﴾

("Verleih mir einen guten Ruf unter den Nachfolgenden." - Sure 26,84-)

Said Nursi}

und man von Euch in späteren Legenden (destanlar) berichten. Oh opferbereiter Meister (fedakâr Üstad)! Diejenigen, welche von Religion nichts (diyanet meded) erwarten, während sich die Gottvergessenheit dieser Gottvergessenen (ehl-i gafletin gafleti) nur noch steigert und sie ihre abscheuliche Trunkenheit (müdhiş sarhoşluk) auch noch als Literatur (edebiyat) bezeichnen, können einzig und allein durch Eure Werke und Eure Unterweisungen (âsâr ve telkinler) überwunden werden. Ihr habt aufgrund logischer, dem Verstand leicht zugänglicher Beweise (makul ve mantıkî delil) klar gelegt (isbat), dass Völker ohne Religion (dinsiz milletler) nicht länger existieren (payidar) können, ja sogar durch diese Welt (dünya) hindurch ziehen werden, ohne deren Menschlichkeit (insaniyet) kennen zu lernen. Eure Werke (eserler) sind so erhaben und umfassend (ulvî ve ihatalı) wie Euer Geist (ruh).

Mein geliebter Meister (Sevgili Üstadım)! Seid beruhigt (müsterih); Eure Arbeit ist nicht vergeblich (sa'yiniz beyhude). Eure unsterblichen Abhandlungen (lâyemut risaleler) werden ewig (ilelebed) unter wertvollen Menschen von Hand zu Hand (kıymetli eller) gehen. Sie werden den heutigen Atheisten (dinsizler) ihre Grenzen aufzeigen (haddi), ja sie vielmehr zum Glauben (iman dahi bahşedecek) führen. Ist das nicht Euer Wunsch (talebiniz)? Ist es nicht Euer Ziel (emel), eure Absicht (gaye), Eure Ermahnungen (ikaz) und Unterweisungen (irşad) im Rahmen des Glaubens (iman) zum Ziel (hedef) zu führen? Es besteht ja gar kein Zweifel (asla şübhe) daran, dass diejenigen, die sich heute in ihrer Unverschämtheit (edebsizler) im Unrat der Philosophie (felsefe mezbeleler) beklagen und darin herumkriechen (nâlân, sürünen), auf jeden Fall den richtigen Anstand und die Literatur (hakikî edebi ve edebiyat) in Euren Werken (eserler) entdecken werden. Und so wird es einmal sein (böyle olacak).

Ihr, verehrter Meister (muhterem Üstad), habt bereits für ein recht großes Volk (koca bir millet), das in Not (muhtaç) ist, einen unbeschreiblichen und unvergleichlichen (tarif ve mikyas) Dienst versehen. Dieses Volk (millet), dieser Boden (toprak) und dieses Land (vatan) können nie und nimmer ihre Schuld an Euch zurück erstatten (borçları ödeyemez). Ich wünsche (dilerim), dass Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) Euch den Lohn (mükâfat) für Euren großen heiligen Dienst (azîm, kudsî hizmet) in einer recht würdigen Form schenken möge (lâyık bir tarzda ihsan). Möge Er in dieser Welt und im Jenseits (dünya ve âhiret) mit Euch und mit Seinen so schwachen und fehlerhaften Dienern (âciz ve kusurlu hizmetçi) wie wir es sind, zufrieden (razı olsun) sein, âmîn.

Der Gefährte von Lütfü
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Dieser Abschnitt (fıkr) stammt von Hüsrev

Geliebter Meister (Sevgili Üstad)

Seitdem ich Euren Brief (mektub) erhalten habe, der mich aus einem Zustand errettete (vaziyetten kurtaran), der mir mit ermüdender Kraft (yorucu bir kuvvet) Tag und Nacht Sorgen bereitete (düşündüren), obwohl er doch völlig unbedeutend (kıymeti olmayan) war, bin ich von Freude erfüllt (sürur içinde), erweise Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) meinen unendlichen Dank (bînihaye teşekkürler takdim) dafür und bete (dua) fünf Mal täglich (beş vakit), dass Ihr Seine göttliche Gunst erfahren (eltaf-ı İlahiyeye mazhariyeti) möget. Besonders ist jedoch der Sachverhalt (keyfiyet), der meine Freude noch steigerte (sevincimi artıran) der, dass hier darauf hingewiesen (iş'ar) wird, dass Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) uns zu unserem lauteren Dienst (hizmet-i Kur'an) am Qur'an in Seine Obhut (istihdam) nimmt.

Verehrter Meister (Muhterem Üstadım)! Mit meinem jetzigen Zustand (vaziyet) bin ich sehr zufrieden (memnun). Ich mache mir dem Befehl Eurer Ehren (emr-i âlîler) zufolge um nichts mehr irgendwelche Sorgen (düşünmüyor). Das Einzige, worum ich mir noch Sorgen (bir şey varsa) mache, ist, dass ich die Abschrift (istinsah) der "Worte (Sözler)" aus der Risale-i Nur noch zu Ende (ikmal) führen und noch intensiv daran arbeiten (lâyıkıyla) kann, um noch viele weitere Gefährten (arkadaşları çogalmasını temin) dafür zu gewinnen. Ich verlasse mich (istinad) dabei nicht auf jene entliehene und nur zeitweilige Fähigkeit (âriyet ve emanet bir varlık), die ich dazu bei mir bemerke, sondern einzig auf die Macht und Gunst (kudret ve lütuf) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk).

Verehrter Meister (Muhterem Üstadım)! Ich lege Euch das 32. (Otuzikinci) und das 27. Wort (Yirmiyedinci Söz) vor, das ich bereits abgeschrieben habe. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen (bilseniz), welch eine Freude (sürur) ich verspüre, wenn ich die Eindrücke (ihtisasatları) unserer Gefährten im 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub) nachlese. Meine Freude (sevinç) ist den Gefühlen der Mitglieder (efrad) einer Familie oder Gemeinschaft (bir aile ve bir cemaat) vergleichbar, die mit einander nicht durch wertlose materielle Fäden (maddî ipler), sondern mit wertvollen geistigen Fäden (kıymetli ve manevî ipler) verbunden sind, ohne sich jemals von einander zu trennen (yekdigerine ayrılmamak). Ohne Zweifel (Şübhesiz) seid Ihr unser Meister (Zât-ı Üstadaneler) und unser Vorstand (başımızda), wobei die größeren unter uns zu älteren Brüdern (agabey) und diejenigen, mit denen wir zusammen arbeiten, zu unseren Mitbrüdern (kardeşler) geworden sind. Dabei bin ich über alles glücklich (fevkalhad bahtiyar), da ich zum inneren Kreis dieser Gemeinschaft (cemaatin içerisi) gehöre. Ihr, unser geliebter Meister (sevgili Üstad) wurdet dabei zu einem Werkzeug (vasıta), um im offenkundigen Qur'an (Kur'an-ı Mübin'in nurları) Lichter zu erkennen und sie zu verbreiten (ahz u neşri), wofür wir nun Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), der Euch uns zum Geschenk (sizi bize veren) gemacht hat, unseren unendlichen Dank (minnetdarlık tahdid) erweisen.

Hüsrev

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Oh verehrter Meister (Üstad-ül Muhterem)

Die siebente Problemstellung (Mes'ele) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub), dessen Abschrift (bil'istinsah) bereits Eurer Exzellenz vorgelegt (takdim-i huzur-u fâzılaneler) wurde, ist genau zur rechten Zeit erschienen (tam zamanı izhar-ı endam). Dieses segensreiche Werk (mübarek eser) ist eine Art Kurzgeschichte (tarihçeler) der Entstehung der Risalat-ün Nur und der Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur). Es wird andererseits als Urkunde (senedât) und sicheres Zeugnis (berahin-i kat'iyye) der Werke voller Lichter angesehen (âsâr-ı pür-envâr görülmek). Es hat zudem etliche Eindrücke (ihtisasat), die ich seit drei Jahren in meinem Kopf für mich gehalten (dimagımda mahsus) und bewahrt (mahfuz) hatte, dieses Mal offensichtlich gemacht (zahire çıkarmış). So wurde durch diese Problemstellung (mes'ele) und andere, ähnliche Problemstellungen (emsali mesail) deutlich, dass die Heiligkeit (derece-i kudsiyet), Erhabenheit (ulviyet) und das lichtvolle Wesen (nuraniyet) des Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans derartige Diamanten und geistige Juwelen (elmas ve mücevherat-ı maneviye) umfasst.

In der Tat muss man diese Tatsache klar (itiraf) erkennen und wissen, was für einen Reichtum (zengin) und welch ein erhebliches Vermögen (yüksek bir servet) die Schatzkammer mit ihren Juwelen (mücevherat hazinesi) beinhalten mag; wenn ihr Verkäufer (bâyii) oder öffentlicher Ausrufer (dellâl) nicht mit der Technik des Handels (usûl-ü bey' u şira) vertraut ist, kann er die Waren (emtia), welche die wertvolle Schatzkammer (kıymetdar hazine) umfasst und beinhaltet (müştemil ve muhtevi), für die er verantwortlich (zilyed) ist, nicht gebührend der Welt bekannt (lâyıkıyla âleme ilân) machen und der Öffentlichkeit darlegen (enzar-ı âmmeye vaz). Daher spricht (hitaben) der Ausrufer (dellâl) des Qur'ans, der in diesem Zeitalter des Wirrwars den Handel (bey' u şira) der Wahrheiten (hakaik) des Qur'ans gut (hakkıyla) verrichtet, nicht erst seit sechs Jahren sondern schon seit vierzig Jahren zu den Moslimen (ehl-i İslâm) und ruft ihnen mit dem folgenden Erlass des Herrn zu: (ferman-ı Rabbanîsiyle nida)

﴿ يَٓا اَيُّهَا الَّذ۪ينَ اٰمَنُوا هَلْ اَدُلُّكُمْ عَلٰى تِجَارَةٍ تُنْج۪يكُمْ مِنْ عَذَابٍ اَل۪يمٍ ﴾

{"Ihr Gläubigen! Soll ich euch einen Handel weisen, der euch von einer schmerzhaften Strafe erretten wird?" - Sure 61, 10-}

wodurch er die ganze (bil'umum) mohammedanische Gemeinde (Ümmet-i Muhammed), welche die Lichter des Glaubens braucht (envâr-ı imaniyeye muhtaç), zu Dank verpflichtet (medyun-u şükran) hat und dies auch noch weiterhin tut (eylemiş ve eylemek).

Sabri
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Oh verehrter Meister (Üstad-ül Muhterem)

Dieses Mal habe ich die zweite Ergänzung (İkinci Zeyl) zum 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub) und die fünfte und sechste Problemstellung (Mes'ele) des 28. Briefes abgeschrieben (bil'istinsah) und lege Euch das Original (asıl) zusammen mit der Abschrift (maa-suret takdim) vor. Ich, Euer Diener, habe bei der Abfassung (te'lif), Zusammenstellung (tesis) und Anordnung (tertib) des 27. Briefes (Yirmiyedinci Mektub) den Eindruck, dass es sich hier um ein sehr wichtiges Treffen (çok mühim bir isabet) handelt und die Absicht (gaye) bei der Abfassung dieses Briefes (mektubun te'lifi) keineswegs darin liegt, die Verfasser der Briefe (mektub sahibler) bekannt zu machen oder sie vorzustellen (ilân ve teşhir), sondern jeder mit seiner Meinung und seinem Verstand (zevil'efkâr ve elbab) in verschiedenen Graden (muhtelif-üd derecat) nur eine von hundert Eigenschaften und Wirkungen (hâssalar ve fevaid) der Lichter (Nurlar) erkennt (görerek) und nun versucht, den Ruf (nida) des öffentlichen Ausrufers (dellâl) des Qur'ans in gewissem Grade nachzuahmen (taklid), was eine besondere Freude aufkommen (zevk) und seine ihm eigene Tiefe wahrnehmen lässt (letafet ihsas).

Einige Personen, die das Meer des Lichtes (Nur deryası) nicht wahrnehmen können, fragen dabei interessiert (müştakane): "Welche Medikamente (mualecat) gibt es in der Apotheke des Lichtes (Nur eczahanesi), zu der ihr gehört (mensub), und worum handelt es sich (asıl mevzuları) dabei eigentlich?" Vorher war ich immer gezwungen (mecbur), auf diese Frage (bu suale karşı) wenn möglich (mümkün) jede Abhandlung der Risalet-ün Nur für sich aufzuschlagen, und so nicht - sie so weit mein Verstand reicht (aklım erdigi kadar) - zu erläutern. Heute aber bin ich so weit (hazırım), bis zu zehn Prozent der Themen (mevzu) der Risalet-ün Nur soweit wie möglich (mümkün mertebe) klar zu legen (ifade). Ich gebe so den 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub), der in etwa ein Inhaltsverzeichnis (nîm bir fihrist andırır) der Risalet-ün Nur erahnen lässt, weiter und teile so auch seinen Inhalt mit (veriyor ve bildiriyor). Dadurch kann ich mehr oder weniger (cüz'î-küllî) meiner Aufgabe (maksad) dienen. Nachdem der größte Teil der Lichter (Nurlar) abgefasst (geldik) worden war, wurde der 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub) sozusagen gleich einer Leuchtpistole (işaret tabancası) abgefeuert. Außerdem versieht er unter den Soldaten (askerler) des Lichtmeeres (Nur derya) die Funktion einer Art Wettbwerb (müsabaka vazifesi). Jeder Angehörige (müntesib) lebt auf dem Markt des Lichtes (meşher-i Nur) mehr oder weniger entsprechend seinem Talent (az-çok hüner).

Sabri
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Oh Meister (Üstad)

Ich beglückwünsche Euch zu diesem frohen Fest- und Feiertag (Îd-i saîd-i fıtrî tebrik) und aus diesem Anlass küsse ich die Hände und den Rock (dest ü damen-i kerimane) Eurer Exzellenz.

Mein Herr (Efendim), während der Geist meiner Wenigkeit (ruh-u âcizanem), der sich jederzeit von den Lichtern (Nurlar tegaddi) ernährt, wieder am vorigen Freitag auf ein nahrungsreiches Licht (mugaddi bir nura muntazır) wartete, wurde mir das dritte Kapitel des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) geschenkt und übersandt (ihsan ve irsal), durch das Euer armer Schüler (fakir talebe) geehrt (müşerref) wurde, daraus seinen Nutzen (müstefid) zog und wofür er auch dankbar (minnetdar) ist. Dieses wertvolle und bedeutungsvolle Werk (eser-i kıymetdar ve manidar), das bei mir nur für eine Stunde zu Gast (misafir) war, hat Abdullah jedoch gleich wieder mitgenommen. Ich bin wegen meiner Unfähigkeit (aczim) nicht in der Lage (ifade), den wertvollen Ornamenten (kıymetdar nakışlar) und dem bedeutungsvollem Inhalt (manidar mealler) dieses Werkes (eser), das ich wie im Traum (rü'ya-misal) geschaut habe und mit dem sich mein Verstand (dimag) seit einer Woche beschäftigt, Ausdruck (iktidar) zu verleihen.

Ich kann darüber nur so viel sagen (arzedebilecegim): dieses wertvolle Werk (kıymetdar eser) enthält und umfasst (münderic ve müştemil) in seinem Wesen (aslında) alle Ursachen und Beweise (kâffe-i esbab-ı sübutiye), seien es Zeugnisse (bürhanî), Urkunden (senedî), Beobachtungen (şuhudî) u.dgl. mehr. Diese sonnengleichen, wunderbaren Erscheinungen (güneş-misal i'cazlar) der ganzen (umum) Risale-i Nur, der Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) und ihre Wundertaten (kerametler), welche die Welten in Erstaunen (âlemleri hayret) versetzen, und alles, was die vorausgegangenen Werke des Lichtes, von denen Freund und Feind (dost ve düşman) sprechen und sie loben (itiraf ve takdir) an Schönheiten und Besonderheiten (güzellikler ve meziyetler) besitzen, haben sich alle sozusagen in diesem Kapitel versammelt (kısımda içtima). Oder ich könnte es auch so formulieren: wann immer ich eine Abhandlung über die Lichter (nurlardan bir risale) sehe, erfahre ich eine so ähnliche (bu gibi) oder noch intensiviere (daha ziyade) wahrhaftige Freude (zevk-i hakikî) und grenzenlosen Frohsinn (sürur-u nâmütenahî).

Was diese Staunen erregenden Erscheinungen und Beobachtungen (bu acib mahsusat ve meşhudat) betrifft, so bin ich sicher (emin), dass es bei den Gläubigen (ehl-i iman) eine vollkommene Überzeugung (kâmil bir kanaat) geben wird, zu sagen, dass dieses ein Wunder ist, das lediglich den Lichtern (Nurlara) zu eigen und auf sie beschränkt (münhasır bir i'caz) ist, und eine Gnade (keramet), die jeweils den Lichtern zu eigen (Nurlara mahsus) ist. Besonders den Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'an, der geplant und beabsichtigt (tahriri musammem ve menvî) wird, ihn kaligraphisch so zu gestalten, dass die symmetrische Übereinstimmung (tevafukat) und die Bedeutungen (tefsirat) sichtbar werden, wird offensichtlich (bedahet) von allen Gläubigen (umum ehl-i iman) und den Monotheisten (ehl-i tevhid) in vollkommener Begeisterung (kemal-i hahiş) und unendlicher Hochachtung (nihayetsiz hürmet) wahr genommen. Dadurch werden viele größtmöglich (ihtimal-i kavî) dazu angeregt in ihren letzten Tagen (âhir ömür) wieder Lust und Kraft (şevk u gayret) zu bekommen, ihn lesen zu können. Ich wünsche mir aus ganzem Herzen und tiefster Seele (bütün ruhumla diler), dass noch weitere ähnliche vorher noch nie dagewesene Werke (nâmesbuk âsâr) geschaffen werden und bitte (temenni eylerim) Gott den wahren Geber (Cenab-ı Mün'im-i Hakikî) um Eure Erfolge (muvaffakıyetler), mein Herr (efendim).

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der Ewig bleibt und besteht"}

Hâfız Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Mein ruhmreicher Meister und Herr (Üstad-ı Âlîşanım Efendim)

In den letzten beiden Nächten habe ich, wann immer ich (edebildigim vakitler) mir eine Gelegenheit (igtinam) zu Nutzen machen konnte, das erste Kapitel des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) abgeschrieben (istinsah). Meine Abschrift (kendi nüsham) überreichte ich Ali Efendi, gab sodann das Original (aslı) meinem lieben Meister (Zât-ı Üstad) wieder zurück und lege es Euch nun vor (iade ve takdim). Seit etwa einem Monat sind unsere Seelen (ruhlar) in einem Zustand wie verbrannt (yanık), enttäuscht (küskün) und verwelkt (solgun) und gleichen Wiesen (çimen), die Feuer gefangen (ateşe maruz) hatten. Wir haben sogar begonnen, mit den meisten Gefährten (arkadaşlar) brieflich zu korrespondieren (mektubla muhabere) und darüber beraten (müşavere), welcher Vorgehensweise (hatt-ı hareket) bezüglich dieses Sachverhalts (mes'ele) wir nun gemeinsam folgen (takib) sollten. Da ich als Diener (bende) hier an diesem Ort (taraf) unserem großen Meister (Üstad-ı A'zam) am nächsten (en yakın) bin, hatte ich vor (emel), mündlich oder schriftlich (şifahen veya tahriren) über diese Sache (bab) einen Bericht abzugeben (maruzat). Während dessen hat das 27. Wort (Yirmiyedinci Söz) als ein Elexier (iksir) gegen diese Sorgen (dertler), als ein Heilmittel (ilâç) und die Antwort des Heilers (cevab-ı şâfî), uns eine erhabene, noch klare (muvazzah) und ziemlich umfangreiche Antwort (şümullü bir cevab-ı âlî) geschenkt, die in einem sehr kurzen Satz (kısacık cümle), der in sich unendliche (nâmütenahî) Bedeutungen der Warheit (hakaik-i maânî) enthält, wobei ein jeder Satz (cümle) des Qur'ans, der die Bezeichnung (tabiri) eines großen Ozeans (bahr-i muhit-i kebir) verdient, in diesem Kapitel (kısım), besonders in der fünften, achten und neunten Anmerkung (Nükte), den Pleite gegangenen (müflis) philosophischen schädelköpfigen (felsefeci kuru kafa) Teufel (şeytan) dieses Zeitalters (asr) gezügelt, zum Schweigen (iskât) gebracht, oder besser gesagt, ganz und gar mundtot (ilzam) gemacht und dadurch unsere Seelen (ruhlar) erleuchtet (tenvir), erfreut (tesrir) und getröstet (teselli).

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Mein verehrter Meister (Üstad-ı Muazzez)! Was für eine reiche Schatzkammer (derecelerde zengin) der Barmherzigkeit Gottes der Ruhmreiche (Azîmüşşan) Qur'an ist, steht frei von allen Zweifeln (vâreste-i arz). Um die verschiedensten Diamanten und Brillianten (elmas ve pırlantalar), die diese Heilige Schatzkammer (hazine-i kudsiye) beinhaltet, zu entdecken (çıkartmak) und auf diese Weise denjenigen zu geben, die sie genau so brauchen (muhtaç) wie wir, übernimmt (deruhde) mein zweiter Meister (Üstad-ı Sâni) Hulusi Beyefendi die Aufgabe einer wahrhaft treibenden Kraft (tam bir muharriklik vazifesi) für den größten Teils des Gesamtwerkes der Lichter (Nurlar Külliyatının ekserisi). Wenn der Vergleich und die Bezeichnung erlaubt (teşbih ve tabiri caiz) sei, vergleiche ich ihn mit einem acht oder zehnbärtigen Sternschlüssel (yıldızvari), wie ihn die Uhrmacher (saatçi) für ein Uhrwerk verwenden. Dieser vielbärtige Sternschlüssel (müteaddid agızlı anahtar) setzt jedes Uhrwerk (saat) der Welt (âlemde mevcud) in Bewegung (tahrik) und nimmt es in Betrieb (işletir). Auch mein oben erwähnter Herr (beyefendim) macht genau dieselbe Aufgabe (aynen o halde) und stellt (istiyor) viele wichtige Fragen zur Wahrheit (mesail-i mühimme-i hakikiye), von denen man bisher vergleichsweise (emsali) noch nie etwas gesehen oder gehört hatte, an den Ehrenwerten (Hazret) Qur'an und den öffentlichen Ausrufer (dellâl) des Qur'ans.

Während der einzigartige Schatzkämmerer (hazinedar-ı bînaziri) des königlichen, geistigen Schatzes (hazine-i hassa-i manevi) in diesem Zeitalter (asır) diesen ehrenwerten Fragenden (kıymetdar sâil) mit den wertvollsten (kıymetdar), dem Geist vollkommene Nahrung (ruha tam bir gıdabahş) schenkenden geistigen Dingen (mevadd-ı manevi) aus dem Qur'an ehrt und beschert (i'zaz ve ikram), nehme ich als meine Wenigkeit (fakir), obwohl ich dieses Kreises nicht würdig (halkaya lâyık) bin und es gar nicht verdiene (müstehak), dennoch meine geistige Nahrung (gıda-yı ruhanî) zu mir, ohne selbst anwesend zu sein (ârâmsız), weswegen ich dem gegenüber, der diese Dinge ausschenkt (mevaidi ihsan), sie verteilt (getirene), und nach weiteren fragt (isteyene), unendlich zu Dank verpflichtet (hadsiz medyun-u şükran) bin. In seinem ehrenwerten Schreiben (lütufname-i ekremîleri), das ich vor kurzem (bu defaki) erhalten habe, steht geschrieben: "Da ich seine Kränkung für eine Tatsache (gücenmesini hazır farzederek) halte, korrespondiere ich (muhabere) mit ihm nicht mehr." Aus diesem Anlass fragte ich mein Herz und meine Seele (kalb ve ruh): "Was sagt ihr dazu?" Da habe ich nun von meiner Seele (ruh) die folgende wahrhaftige Antwort (cevab-ı hakgûyanesi) erhalten: "Möge Gott uns verzeihen (estagfirullah), hundert Tausend Mal (sadhezar) möge Gott uns verzeihen! Wir waren bereits gestorben (ölmüştük). Doch Dank sei Gott (lehülhamd), es wurde uns wieder ein neues Leben geschenkt (taze hayat bahşedildi). Wir haben keineswegs ein Recht (hakkımız yok), gekränkt (gücenmeye) zu sein. So setzen wir denn auch weiterhin unsere Bitt- und Dankgebete (teşekkür) fort, so wie es unsere Pflicht (borçluyuz) und unsere Aufgabe (vazifemiz) ist.

Hâfız Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey

Oh verehrter Meister (Üstad-ül Muhterem)

Vor kurzem (kerre) habe ich Euren gesegneten Brief (mübarek mektub), der die vierte bis neunte Anmerkung (Nükte) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) beinhaltet und den zweiten Abschnitt (İkinci Kısmı) des 29. Briefes, den Ihr als Schlusswort zu der Erklärung (beyan hâtimesi) des großen Geheimnisses der Gnaden (sırr-ı azîm-i inayet) der siebenten Problemstellung (Yedinci Mes'ele) des 28. Briefes bezeichnet habt, der die wunderhaften Weisheiten (mu'ciznüma hikmetleri) des Fastens im Monat Ramadan erklärt, und das lichtvolle Siegel des Wunders (münevver hâtem-i i'cazı) {gemeint ist die symmetrische Übereinstimmung (A.d.Ü.)} voll Dankbarkeit (kemal-i şükran) erhalten. Voll Begeisterung (iştiyak), mit Genuss (lezzet) und in geistiger Freude (zevk-i manevî) habe ich ihn oftmals (defaatle) gelesen. Jedoch fast zwei Wochen (iki hafta) lang konnte ich ihn nicht beantworten (cevab). Jetzt aber, an diesem segensreichen Freitag habe ich in der Absicht (maksad), die Eindrücke (teessüratı), den Segen (feyiz) und den Trost (teselli), die ich in meinem Herzen (kalbî) aus den Lichtern (nurlar) empfangen habe, kurz und bündig darzulegen (icmalen arz), begonnen (başladım), dieses Schriftstück (varakpare) im Vertrauen auf die Güte des Gerechten (lütf-u Hak) niederzuschreiben (tahrir).

Der 29. Brief beweist in Ergänzung (zeylen isbat) zu den Zeugnissen (bürhanlar) im 25. Wort (Yirmibeşinci Söz) mit seinen sechs Anmerkungen (altı nükte) für diejenigen, die sich auch nur ein Fünkchen (zerre) ihres Anteils (nasib) am Glauben (iman) bewahrt haben, vor allem, dass eine gleichwertige Übersetzung (hakikî tercüme) des Qur'ans nicht möglich (kabil) ist. Ihr beschreibt und erklärt (tarif ve mütalaa) die islamischen Kennzeichen (şeair) in einem sehr schönen Stil (üslûb), wodurch Ihr den bösen Gelehrten (ülema-üs sû') und ihrem Anhang (ashab) eine moralische Ohrfeige verpasst (manevî tokat aşkediyorsunuz) habt, die genau gesessen (mükemmel) hat. Um den Verstand zu der Erkenntnis (aklı takvim) hinzuführen, dass die Wahrheiten in diesem Brief (mektubdaki hakikatlar) aus dem Qur'an herrühren, folgt (imtisalen) Ihr dem Wunder seiner Beredsamkeit (belâgat-ı i'caz) und Prägnanz (îcaz) und führt (vaz') uns am Ende (nihayet) diese ehrwürdige (kerim) Ayah vor Augen (nazar):

﴿ لاَ يَسْتَو۪ى اَصْحَابُ النَّارِ وَاَصْحَابُ الْجَنَّةِ اَصْحَابُ الْجَنَّةِ هُمُ الْفَٓائِزُونَ ﴾

{"Nicht sind die Leute des Feuers gleich denen des Paradieses. Die Leute des Paradieses sind es, die gesegnet sind." - Sure 59,20 -}

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Euer armseliger Schüler (bîçare talebe), der für Euch betet (dua), weiß während des Studiums (mütalaa) der Lichter (Nurlar), die Ihr verfasst und versendet (ibraz ve irsal), unter den beiden positiven und negativen (müsbet ve menfî) Einflüssen nicht mehr, was er noch tun und wie er sich verhalten (ne yapacagını ve ne edecegini) sollte. Denn wir können unsere geistigen Aufgaben (manevî vazifemizi îfa) nicht erfüllen. Wir können sie {unsere Bücher (A.d.Ü.)} nur unter sehr wenigen Leuten und in einer sehr engen Umgebung (dar bir muhit) verbreiten. Die Ketzerei und die Irrtümer (bid'at ve dalalet) steigern sich täglich (artmak) und die Anweisungen (ahkâm) des Islam, angefangen von der Sunna und ganz besonders (hedef) der Qur'an werden rücksichtslos angegriffen (insafsızca hücum). In einer solchen Zeit und gerade für diese Wunden (yaralar) sind diese lichtvollen, Heilung spendenden Werke (nurlu ve şifalı eserler) richtige Salben (münasib merhem). Und deshalb macht es uns traurig (teessür), dass sie ausschließlich (vaziyette kalması) einer begrenzten Anzahl von Leuten (mahdud eşhas) und einzig diesen Armen (zavallılar) Hoffnung und Glaube (ümid ve imanlar) stärken können. Doch bleibt uns kein anderer Ausweg (başka çare), außer an der Schwelle Gottes (dergâh-ı İlahiye) unsere Zuflucht (iltica) zu suchen.

Es tut sich hier eine sichere Überzeugung (kat'î kanaat) vor. Ja bei aufmerksamer Betrachtung (dikkatle bakılsa) erkennt man, dass sich dieses Weltenschloss (saray-ı âlem) in der Tat Schritt für Schritt (hatve) seinem Untergang (inkıraz) nähert. Es fällt jede Stunde ein Ziegel von seinem Dach (çatısından tugla), ein Ziegelstein aus der Mauer (duvarından bir kerpiç) und auch der Putz (sıva) fällt herunter. Selbst die Beleuchtung (lâmbasının ışıgı) wird immer schwächer. Diese Karavanserei, von der man glaubt, sie könne niemals veraltern (eski), baufällig (yıpran) werden und einstürzen (yıkıl), sie ist nicht unveränderbar. Sie wird in jedem Fall einmal alt (eskiyecek) und baufällig (yıpranacak) werden, einstürzen (yıkılacak) und am Ende nur noch eine Ruine (degişecek) sein.

So beschleunigt (ta'cil) denn die Schwäche (za'flar), die den Menschen (beşer) und insbesondere die Moslime befällt (ârız) und noch fortwährend wächst (alettevali artmak), meiner Meinung nach (mütalaa) diesen Verfall (netice). Eurer Unterweisung (irşad) entsprechend sind wir aber nun einmal nicht zu einem Ergebnis (netice) sondern nur zu unserem Dienst verpflichtet (hizmetle mükellef). So müssen wir denn - ohne unsere Hoffnung aufzugeben - in Geduld und Ruhe (sabr u sükûn) beten und flehend (dua ve niyaz) an der Schwelle Gottes (dergâh-ı İlahî) um Hilfe bitten. Unser Schöpfer (Hâlık), der über ein umfangreiches Wissen (muhit ilim) und eine unerschöpfliche, unendliche Macht (zevalsiz ve nihayetsiz kudret) verfügt, tut gut - muss ich schon sagen - und wolle es Gott (inşâallah), erschafft Er auch das Gute (iyilikler halk).

Das Schlusswort zur Siebten Problemstellung (Yedinci Mes'elesinin Hâtime) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub) wurde in der Absicht (maksad) geschrieben, jede Art eines Zweifels (her türlü evham) an möglichen Hinweisen (ihtimalen) aus dem Verborgenen (gaybî işarat) zu beseitigen. Euer Gefährte (sıddık) hatte niemals etwas anderes im Sinn (his), als die Erkenntnisse (manalar) und Wahrheiten (hakaik), auf die Ihr - Dank sei Gott (elhamdülillah ) - in Euren gesegneten Werken hinweist (mübarek eserler delalet), mit Leib und Seele anzunehmen (mevcudiyetle kabul), zu bestätigen und deren heiligen Sinn (kudsî meânisi) in sich aufzunehmen.

Ja, unser verehrter Meister (aziz Üstad) begnügt sich nicht damit, nur sich selbst diese Juwelen (cevher) aus dem Qur'an zu zeigen. Er befiehlt vielmehr, uns - den Bedürftigen (muhtaçlar) - "Schaut (bakınız), betrachtet (görünüz) und zieht euren Nutzen (istifade) daraus! So sollt ihr sie dazu bewegen (vasıta), damit auch all die übrigen Bedürftigen (muhtaçlar), Verlangenden (müştaklar), Begeisterten (mütehayyirler) sie betrachten können." Meine Wenigkeit, euer Schüler (fakir talebe), sagt zu diesem Befehl (emre): "Auf mein Haupt (ale'r-re's)! So behält er die Dinge im Auge (ve-l ayn), hört und gehorcht (sem'an ve taaten)." Er wünscht sich (arzu) in Dankbarkeit (minnetdarane), soweit wie es ihm möglich (alâ kadr-il imkân) ist, und im Vertrauen auf Gott (mütevekkilen alellah) zu diesem Ziel im Dienst (emel ugrunda hizmet) zu sein.

Darüber hinaus ist die Erklärung (beyanat) der symmetrischen Übereinstimmung aus dem Verborgenen (gaybî tevafuk) mit ihren Beweisen (müdellel) und ihrer Überzeugungskraft (mukni') am rechten Platz (yerinde) und nicht übertrieben (fazla degil). Sie ist auf jeden Fall notwendig (lâzım) und bereits absolut erforderlich (mutlak ihtiyaç), oder wird es noch werden. Auch das lässt sich durch das angeführte Beispiel (misal) verstehen. Könnte überhaupt irgendetwas mit dieser unvergleichlichen Entsprechung und Ausgewogenheit (gaybî muvafakat, müvazenet) verglichen (kıyas) werden, die in diesen lichtvollen Werken (nurlu âsâr), welche als ein Kommentar (tefsir) unmittelbar aus der Heiligen Schatzkammer (hazain-i mukaddese) des Qur'ans für die Menschen (insanlar), besonders aber die Moslime dieses Zeitalters (asır) einer Quelle gleich hervorsprudeln (nebean), aufwallen (feveran) und alles überstrahlen (lemaan)? Keineswegs (aslâ)... Denn sie wurden mit aller Vorsicht und Sorgfalt (özene bezene) geschrieben, in jahrelanger Arbeit (emek) zusammengefasst (cem'edilmiş) und gestaltet (toparlanmış) und zuverlässig (emniyetle) zustandegebracht (vücuda). Dabei wurden die Regeln (kavaid) eines Komentars (tefsir) für den inhaltlichen und gedanklichen Zusammenhang (siyak u sibak-ı kelâm) befolgt und wurden mit Sorgfalt (ihtimam) beachtet. Aufgrund des öfteren Gebrauchs etlicher Wörter (kesret-i istimal) kamen symmetrische Übereinstimmung (çarpan tevafuk) und Ausgewogenheit (müvazenet) an manchen möglichen Stellen (muhtemelen bazı yerler) spontan zustande und ziehen nun die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) auf sich.

Der von Ahmed Galib Bey stammende Abschnitt am Ende (hâtimedeki fıkrası) ist sehr schön (hoştur). Da sich dieser Abschnitt (fıkra) auf den Ehrwürdigen (Hazret) Qur'an und die Worte (Sözler), welche eine Art lichtvolle Tropfen (nurlu reşehat) und Strahlen (lemaatı) aus der Schatzkammer der göttlichen Geheimnisse (mahzen-i esrar-ı İlahiye) bezieht, steigert dies noch seine Schönheit (güzelligini arttırmış). Möge Gott (Allah) die Zahl solcher Mitbrüder (kardeşler) noch weiter vermehren (arttır)! Möge Er sie alle (cümle) - und unter ihnen (meyanda) auch meine so überaus fehlerhafte Wenigkeit (fakir-i pür-taksir) - in den guten Dingen erfolgreich (muvaffak-un bilhayr) machen, âmîn!

Was das zweite Kapitel (İkinci Kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) betrifft, so erklärt (beyan) es neun Weisheiten (hikmetler) des Fastens im Ramadan bestens und in einzigartiger Weise (mükemmelen ve emsalsiz tarzda), wenn man sie mit dem speziellen Fernglas (has dûrbîn) des Qur'ans betrachtet. Möge Gott (Allah) mit unserem geliebten Meister zufrieden sein (sevgili Üstadımızdan razı olsun). Die Befolgung (riayet) des Fastens im Heiligen (Şerif) Monat Ramadan war hier in diesem Jahr sichtlich stärker (zahiren ziyade) als in den vorigen Jahren (evvelki seneler). Mein Herz wünschte (gönül arzu) sich, dass das erhabene Werk (âlî eser) noch vor diesem Ramadan in unsere Hände (elimiz) gelangen könnte (keşki). Wie Eurer Exzellenz ja bereits bekannt ist (malûm-u fâzılaneleri), hat das Haupt der Gesandten (Seyyid-ür Rusül), das Licht des Seins (Nur-ul Vücud), unser Ehrwürdiger Herr (Efendimiz Hazretleri), mit dem Friede und Segen sei, gesagt: "Die Religion ist ein guter Ratgeber (Eddin-ün nasiha)." Also hätte ich dem ehrenwerten Auftrag des Propheten (emr-i celil-i Nebevî) bereits nachkommen können (yerine getirmiş), wenn ich es mit unserer Gemeinde (cemaat) hier, wegen derer geringen Anzahl ich mich stets betrübte (azlıgından müteessir), aus diesem Anlass (bu sebeble) genau zur rechten Zeit (tam vaktinde) gelesen hätte. Leider konnte ich aufgrund der Entfernung zwischen (maddî uzaklık) uns dieser Ehre (şeref) nicht teilhaftig werden (mahrumiyet). {Das Werk über das Fasten im Ramadan wurde zwar noch rechtzeitig fertig, konnte aber nicht mehr pünktlich zugestellt werden. Dabei wäre es doch für alle Brüder eine besondere Ehre gewesen, es mit einander im Monat lesen zu können (A.d.Ü.).} Denn da die erste Offenbarung (ilk nüzulü) des Qur'ans nun einmal im Heiligen (şehr) Monat Ramadan erfolgte, war es nun angemessen und ganz hervorragend (enseb ve a'lâ), dass auch das Werk (eser) über die Weisheiten (hikmet) dieser segensreichen (mübarek) Ayah in diesem Jahrhundert (asır) und damit in unserer Zeit (şu zaman) und auch wieder in diesem Monat verfasst wurde. Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) uns alle auf beste Weise (hayırlısı) mit noch vielen dergleichen Werken beehren (emsal-i kesîre müşerref), âmîn!

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Das Siegel der wunderhaften symmetrischen Übereinstimmung (hâtem-i İ'caz) hat es mir ermöglicht, wertvolle Brüder (kıymetdar kardeş) im Dienst (hizmet) am Qur'an kennen zu lernen. Das ließ mich diese schönen, lichtvollen Verse (güzel nurlu beyt) erinnern:

Der Spiegel (âyine) ist diese Welt (âlem). In ihr ist alles von dem Gerechten abhängig (Hak ile kaim). Durch den Spiegel (mir'at) Mohammeds wird Gott (Allah) allzeit erkannt.

{(Anmerkung -Haşiye): Es ist eine subtile Übereinstimmung (latif bir tevafuk), dass der erste Hulusi und Sabri Efendi, der den Titel (ünvan) des zweiten Hulusi erhalten (alan) hat, obwohl sie örtlich von einander weit entfernt (çok uzak) liegen, mir mit denselben Versen (fıkra) ihre Briefe (mektub) schreiben.}

Dies ließ mich folgende weitere Verse (fıkra) zu dichten:

Der Spiegel (âyine) ist dieses Siegel (hâtem). In ihm steht jeder aufrichtig (sıdk) im Dienst (hâdim). Was im Spiegel (mir'at) des Meisters allzeit sichtbar ist, ist der Qur'an.

Gott in Seiner Majestät (Allah-u Zülcelal) möge mit ihnen allen zufrieden sein (razı olsun). Ich bitte (arzederim) um Eure kundige Einwilligung (tasvib-i ârifane), diese Verse (beyit) mit meiner Unterschrift (imza) in einen freien Winkel (boş köşesi) dieses gesegneten Spiegels (mübarek mir'at) zu setzen.

Hulusi
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ بِعَدَدِ حُرُوفِ رِسَالَةِ النُّورِ وَ مَكْتُوبَاتِ النُّورِ اَلْفَ اَمْثَالِهَا

{"Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen nach der Anzahl der Buchstaben der Risale-i Nur und der Briefe des Lichtes und tausendfach mehr."}

Oh verehrter Meister (Üstad-ül Muhterem)

Vergangene Woche habe ich zwei Eurer hocherhabenen Werke (eser-i âl-ül âlîni isimler), die fünfte und sechste Problemstellung (Mes'ele) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub) genannt, das eine über die Dankbarkeit (şükre), das andere als Antwort (cevab) auf eine Frage über die Heiligen Stätten (harem-i şerif) geschrieben, voll Freude (kemal-i şevk) erhalten und mit Genuss studiert (Zevk ile mütalaa). Dabei war ich sehr durstig (susamış). So habe ich denn angefangen, Eure Limonade (şeker şerbet) über die Dankbarkeit (Şükre), die überaus feinsinnig (manalı) und zuckersüß (tatlı) ist, im Namen Gottes (besmele) zu trinken. Für die Gabe und das Geschenk (in'am ve ihsan) des freigiebigen Schöpfers (Hâlık-ı Kerim), des allweisen Gebers (Mün'im-i Hakîm), des allbarmherzigen Versorgers (Rezzak-ı Rahîm), glorreich sei Seine Heiligkeit (Hazretleri) in Seiner Majestät (celle celalühü), dessen Gnaden (nimetler) für meine Wenigkeit, Euren Schüler (âciz talebe), unendlich und unbegrenzt (hadd ü pâyan) sind, unter dem Titel der Lichter (Nurlar) sagte ich: "Dank sei Gott (Elhamdülillah), Gott ist groß (Allahü Ekber)". Obwohl ich nicht in der Lage (elim ermez) war, keine Kraft mehr (gücüm yetmez) hatte, mein Sehvermögen nur noch unzureichend (nazarım erişmez) war, kurzum, in vollkommener Schwäche (acz-i tamm) darnieder lag, jedoch die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit (rahmetinden ümid) niemals aufgegeben habe, hat Seine Heiligkeit (Hazretleri) der Barmherzige Allerbarmer (Rahmanü'r-Rahîm hazretleri) meinen geistigen Durst (manevî susuzluk) durch die Hand meines verehrten Meisters (muazzez üstadım) gelöscht, wofür ich hundert Tausend Mal Lob und Dank (hamd ü şükr) gesagt habe und stets wieder sagen werde (eyledim ve edecegim).

In Euren segensreichen Worten (mübarek sözler) liegt ein so Heiliger Segen (kudsî feyiz), als ob Ihr Euren Schüler (talebe), der mit Interesse (alâka) studiert oder zuhört (mütalaa veya istima'), ihn bei der Hand hieltet und zu ihm sagtet: "Siehe (bak), das weist auf diese Bedeutung (mana delalet) hin und dieses ist für jenes (şu şunun) da. Der Zweck (maksad), die Absicht (gaye) und Weisheit (hikmet), die darin liegt, sind diese. Komm, gehen wir weiter nach oben und schreiten wir voran!" Und so führt (götürüyor) Ihr ihn und bringt ihn (çıkarıyor) von einer Quelle (menba) zu einer anderen Quelle, vom Fuße eines Berges bis zu seinem Gipfel (tepe), von einer Fußspur zum rechten Weg (izden yola), von der Wahrheit (hakikat) zur Erkenntnis (marifet). Ihr bringt ihn dazu, dass er dorthin gelangt (ziyaret), seine Erfahrungen (istifade) macht und den Segen (istifaza) empfängt. Dieses Mal bringt Ihr uns auf dieser Pilgerfahrt (seyr) zur Quelle des Stromes der Dankbarkeit (şükür nehrinin menba), auf den Gipfel des Berges der Dankbarkeit (şükür dagını tepesi), auf den Königsweg der Dankbarkeit (şükür çıgırının şehrahı) und durch die Wahrheit (hakikat), die in der absoluten Dankbarkeit (şükr-ü mutlak) liegt, zur Erkenntnis (marifet). Wie am Anfang (mebde) der Abhandlung so sagt Ihr auch an ihrem Ende (münteha):

"Im Orden der Besitzlosen (acz-i mendi) sind vier Dinge notwendig:

vollkommene Unterwerfung (acz-i mutlak = die Schwachheit des Menschen gegenüber der göttlichen Allmacht),

vollkommene Armut (fakr-ı mutlak),

vollkommene Hingabe (şevk-i mutlak = die Begeisterung des Herzens für Gott, seinen Herrn),

vollkommene Dankbarkeit (şükr-ü mutlak).

Oh ihr Freunde! (aziz = ein Mensch, der die Heiligkeit Gottes respektiert und Seine göttlichen Geschenke nicht zu irdischen Zwecken mißbraucht)."

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Wir entgegnen darauf, indem wir sagen: "Wir haben Euch verstanden und Ihr sagt die Wahrheit (Fehimtü ve sadakte)." Mit Gebet und Segenswünschen (dua ve salavat) beendet Ihr diese Pilgerfahrt (kudsî seyahat).

Da Euer bedürftiger, schwacher Schüler (talebe), dem Ihr eine so erhabene Liebenswürdigkeit (pek âlî şefkat) erwiesen habt und der - dadurch ermutigt (yüz bulan) - es gewagt hat (cür'et), mit seiner Frage die Aufmerksamkeit des Meisters (üstadının nazarı) in eine andere Richtung (başka tarafa) zu lenken, sagt Ihr nun etwa anhand der sechsten Problemstellung (Altıncı Mes'ele) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub): "Komm jetzt, gehen wir zu den Heiligen Stätten (Harem-i Şerif)! Ich erzähle ein wenig von der heutigen Lage und den Gründen (halini ve esbabı) dafür." Ich habe das gelesen und daraus meine Schlüsse (istifade) gezogen. Möge Gott dafür mit Euch zufrieden sein (Allah razı olsun).

Hulusi

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey

Die Siebte Problemstellung (Yedinci Mes'ele) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub), die uns vor kurzem durch die Güte und Gnade Gottes (lütf u inayet) geschenkt wurde, habe ich bereits mit allem Respekt (hürmet) in Empfang genommen und sie dann noch des öfteren mit aller Hochachtung (ta'zim) gelesen. Außerdem habe ich sie ein Mal Eurem neuen Schüler (yeni talebe) Hâfız Ömer Efendi, ein Mal meinem Vater, sowie meinem alten Lehrer (eski hocalarım) İbrahim Efendi, einem weiteren Bekannten (dostum) und auch ein Mal Fethi Bey vorgelesen. Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass ich die Möglichkeit finde, sie noch einmal zu lesen und auch anderen zu lesen zu geben (okur ve okuttururum). Durch Euren gesegneten Brief (mübarek mektub) habt Ihr vor allem meiner Wenigkeit (bîçare) und den Zuhörern (dinleyenler) auf die geistigen Wunden (manevî yara), welche durch die jüngsten Ereignisse (ahval-i ahîre) im Herzen (kalb) entstanden sind, eine besonders heil- und wirksame (mükemmel ve münasib) Salbe (merhem) aufgetragen.

﴿ لاَ تَقْنَطُوا مِنْ رَحْمَةِ اللّٰهِ ﴾

{"Gebt nicht die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes auf!" -Sure 39, 53 -}

Ihr ruft uns diese majestätische Forderung (nass-ı celili) wieder in Erinnerung (hatırlatarak) und habt uns so in Wahrheit (hakikaten) eine besonders große Frohe Botschaft (pek azîm bir müjde) überbracht, indem Ihr sinngemäß sagtet: Wenn ihr euch auf die Wunderhaftigkeit (i'caz) des Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans verlasst (dehalet), welche

مِنْ اَوَّلِ النُّزُولِ اِلٰى قِيَامِ السَّاعَةِ

{"Von Anbeginn seiner Herabsendung bis zum Tage der Auferstehung"}

fortdauert, woran kein Zweifel besteht (şübhe kalmayan), und diesen Bitternissen (acılar) mit wahrer Geduld (hakikî sabır) begegnet, werdet ihr - wolle es Gott (inşâallah) - in naher, lichtvoller Zukunft (yakın ve nurlu istikbal) die Gnade Gottes (Allah'ın lütfu) und die Geistlichkeit (ruhaniyet) seines Ehrwürdigen Geliebten (Habib-i Ekrem A.S.M.) erfahren (mazhar).

Um der Wunderhaftigkeit (I'caz) des Qur'ans willen, wie ihr sie dieser hilflosen Gemeinde (Bîçaregân-ı ümmet) mit der Erlaubnis Gottes (izn-i İlahî) erklärt habt (beyan), möge Gott in Seiner Majestät (Allah-u Zülcelal) mit unserem verehrten Meister (muhterem üstad) ewig zufrieden (ebeden razı) sein. Möge Er eure Hoffnungen (ümid), die Ihr im Interesse (hesab) des Ehrwürdigen (Hazret) Qur'ans hegt, in kürze (an-karîb) wahr werden lassen (mübeddel-i hakikat) und auch den Gläubigen (mü'min) in ihrer Geborgenheit im Glauben zum Erfolg (selâmet-i iman tevfik) verhelfen, âmîn.

Bevor ich die Siebente Problemstellung (Yedinci Mes'ele) des 28. Briefes (Yirmisekizinci Mektub) erhalten hatte, pflegte ich immer den Leuten (zevat), die sich ansonsten nicht mit segensreichen Worten (mübarek Sözler) befassen, oftmals zu sagen, dass mein Meister (üstad) seit sechs, sieben Jahren folgendes verkündet: "Der Wall um den Qur'an wurde abgerissen (surları yıkılmıştır) und nun richten sich alle Angriffe gegen den Qur'an. Jetzt ist die Zeit, den Glauben zu retten (imanı kurtarmak)." So kommen Schritt für Schritt die Ereignisse (hâdisat) zustande, durch welche die Richtigkeit (sıhhat) dieser Kunde (beyanat) von jedem Gläubigen (mü'min), der Augen und Verstand (gözü ve aklı) hat, bestätigt werden wird (tasdik).

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Dieser Brief (mektub) beweist, dass meine Wenigkeit, Euer Schüler bei der Verkündung der Anweisungen (emirlerini teblig) seines Meisters (Üstad) richtig gehandelt hat (sadık). Wie ich bereits mitgeteilt (arz ettigim vecihle) hatte, habe ich keinen Zweifel (şübhe) daran, dass die Briefe (mektub) viele Fragen (mes'ele) beinhalten, die mir in den Sinn gekommen (hatırıma) waren, ja mir bereits auf der Zunge (lisan) lagen, noch bevor ich sie erhalten (almazdan) hatte. Dies halte ich (addediyorum) jedoch für ein Wunder (i'caz) des Qur'ans. In dem Exemplar (nüsha) bei meiner Wenigkeit findet sich meistens bezüglich der symmetrischen Übereinstimmung (tevafukat) eine Ausgewogenheit (müvazenet). Die Gnade Gottes (inayet-i İlahiye) erscheint in der Tat in aller Klarheit, gleich aus welchem Blickwinkel (ayân beyan) man diese Übereinstimmung betrachtet.

Mein verehrter Meister (Muhterem Üstadım), ich habe durch die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) noch eine Wahrheit mit Gewissheit (hakikatı daha yakînen) verstanden. Es ist dies wie folgt: Der Unterricht (ders), den Ihr mir damals erteilt hattet, wodurch ich die Ehre hatte, Euch zu begegnen (şeref-i mülâki), widerspiegelt sich seitdem in allen weiteren Abhandlungen und Briefen (risale ve mektub) wieder. Der Unterschied (fark) besteht nur aus der Ausführung (tafsil), Erklärung (tavzih) und Erläuterung (izhar) der prägnanten Wahrheiten (mücmel hakaik) des damaligen Unterrichts (ders) in den weiteren Lektionen. Das also heißt, dass man dadurch, dass man den Glauben (iman) und den Qur'an zu seinem Grundsatz macht (esas ittihaz), eine beständige Quelle des Segens (feyz menbaı), eine immerwährende Lichtquelle (sermedî bir nur kaynagı) und eine unerschöpfliche heilige Schatzkammer findet (fenasız kudsî bir hazine), wodurch dann schließlich eine göttliche Burg (İlahî bir kale kurulmuş) errichtet wird.

Unser verehrter Herr (efendim), seine Exzellenz (hazretleri) der Höchste Prophet (Nebiyy-i Efham S.A.V.), welcher der Grund der Erschaffung des Kosmos (kâinatın halkına sebeb) war, ist nun einmal, nachdem er den Auftrag seiner Sendung (vazife-i risaletleri) bestens erfüllt hatte (mükemmelen îfa), mit dem Befehl Gottes (emr-i İlahî) in der Tat in die ewige Welt gereist (âlem-i bekaya teşrif), um deretwillen er in diese Welt (vücuduna bâis) gesandt wurde. Er hat für die Bewohner (sükkân) dieses Gasthauses (misafirhane), in das sie kommen (gelip) und es füllen (dolup), aus dem sie wieder herausgehen (geçecek) und es leeren (boşanacak), das verfällt (çürüyüp) und wieder neu aufgebaut (tazelenecek) wird, bis es schließlich am Ende wieder geschlossen (kapanıncaya kadar) wird, besonders für die Dschinnen und Menschen (cinn ü ins) als ein überaus erhabenes Geschenk (âlî bir hediye), einen vollkommenen Wegweiser und heiligen Lehrmeister (mukaddes bir mürşid), den Weisen (Hakîm) Qur'an zurück gelassen. Tatsächlich haben viele hohe Persönlichkeiten (zevat-ı âliye), welche die folgenden Jahrhunderte (müteakib asır) herangebildet haben, all ihre Probleme (müşkiller) durch den Qur'an gelöst (halletmiş) und all das, wonach sie suchten (aradıkları), stets im Qur'an gefunden.

So erweist (izhar) der Weise und Ehrenwerte (Hakîm ve Kerim) Qur'an in diesem Zeitalter (asr) ketzerischer Erneuerungen (bid'at) und der Finsternis (zulümat) wieder sein unsterbliches Wunder (lâyemut i'caz) in den "Worten und Briefen (Sözler ve Mektublar)". Dieser wirklich großartigen Arbeit (hakikaten azîm iş) dient unser lieber, verehrter Meister (muazzez ve muhterem üstad) durch die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) verdienter wie berechtigter maßen (elyak ve elhak) als Beauftragter und Mittler (memur ve vasıta). Von dieser Tatsache (hakikat) hatte ich mich durch die Güte Gottes (lütf-u İlahî) schon während der ersten Unterrichtsstunden (ders) fest überzeugt (iman ettim). Die weiteren lichtvollen Lektionen (nurlu dersler) trugen noch zur Stärkung dieses Glaubens bei (kuvvet-i imana vesile) und tun dies noch heute.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى

{"Dank sei Gott! Dies ist von der Güte meines Herrn."}

Mein geliebter und verehrter Meister (Aziz ve muhterem Üstadım)

Man sagt, dass diese Welt (dünya) für einen Gläubigen ein Kerker (mü'min zindan) ist. So haben die Lichter (Nurlar), zu deren Veröffentlichung (neşrine), Verbreitung (izhar) und Verkündigung (beyan) Ihr beitragt (vasıta), für uns diese finstere Welt (karanlık dünya) erleuchtet. Sie lehren (talim) uns die Wahrheit von der Erschaffung (hilkattaki hakikat). Sie berichten (tedris) uns von dem beständigen (bâki), unendlichen (daimî), immerwährenden (sermedî) glückseligen Leben (saadetli hayat). Wenn es diese Lichter (Nurlar) überhaupt nicht (Şahsen) gäbe, was sollte dann aus mir (halim) werden? Wenn ich diese Lichter (Nurlar) niemals erreichen (erişmeseydim) könnte, was sollte ich dann anfangen? Wenn ich bei der Veröffentlichung dieser Lichter (Nurların neşrine), zu der ich durch die Gnade Gottes (lütf-u İlahî) عَلٰى قَدْرِ الطَّاقَةِ وَالْاِمْكَانِ {"je nach meiner Kraft und Fähigkeit"} beitrage, niemals eingesetzt würde (çalıştırılmasaydım), wie könnte ich dann mit meinen Sünden (masiyet), in meiner Schande (kara yüz) und meinem Elend (perişan hal) an der Schwelle Gottes (dergâh-ı İlahiye) erscheinen? Dank sei Gott (elhamdülillah), wieder und immer wieder Sei Gott Dank, hege ich die Hoffnung (ümid), durch den Dienst (hizmet) am Qur'an als einen winzig kleinen (cüz'-i lâ-yetecezza) Ausdruck meiner reinen Absicht (niyet-i hâlise), dass diesem so mangelhaften Diener (abd-i pür-taksir) - wolle es Gott (inşâallah) - auch durch Euer Gebet (dua) die Barmherzigkeit Gottes zuteil (rahmet-i İlahiye nâil) werden wird.

Hulusi
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

بِاسْمِهِ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."

"Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44)}

Mein Herr (Efendim), sowie Licht vom Lichte (nur nurdan) nicht unterschieden werden (seçilemek) kann, sind auch die lichtvollen Schüler (nuranî talebe) des Lichtmeeres (nur deryasını), gleich wo immer sie nun sein mögen (nerede olursa olsun), alle auf das gleiche Ziel (bir gaye) hin ausgerichtet, in einer gleichen Geisteshaltung (bir zihniyet) auf einander abgstimmt, rivalisieren nicht (rekabetleri yok) miteinander, sind unter einander stets auf ihre besonderen Eigenschaften (evsaf-ı mümtaz) stolz und rühmen sich ihrer (müftehir ve mübahi), ziehen hinsichtlich ihrer Aufrichtigkeit (samimiyet) und Freundlichkeit (vefa) ihre Gefährten sich selber (şahsına tercih) vor, und hegen als einzigen Wunsch das Ziel, denselben Wunsch (yegâne emel) zu haben. Sie zeigen in ihren Worten (kalen) und Taten (fiilen) und in ihrem Verhalten (halen) eine Einigkeit (ittihad) und den legitimen, wahrhaften Gemeinschaftssinn (tesanüd-ü hakikiye ve meşrua), welcher ein besonders markantes Merkmal (alâmet-i mümtaze ve farikası) ihrer Einheit (tevhid) ist. So habe ich denn nun gar keinen Zweifel (şekk ve şübhem) mehr daran, dass dieser Sachverhalt (hal) ein Kennzeichen des Erfolgs (alâmet-i muvaffakıyet) ist.

Euer Schüler (talebe) H. S.

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Re'fet Bey

Mein sehr verehrter, geliebter Herr und Meister (aziz ve muhterem Üstadım Efendim)

Das Wort, das Ihr zuletzt veröffentlicht (neşrettiginiz Söz) habt, hat in mir, meiner Wenigkeit (fakir), sehr tiefe Wirkungen und Eindrücke (tesir ve intiba) hinterlassen. Doch konnte ich dem nicht entnehmen, was der Grund dafür (saikının ne oldu) war. Ich habe Eure Erhabenheit (Zât-ı âlîni) in diesem Wort (Söz) als ziemlich wütend (hiddetli) erfahren. Ein überaus feuriger Stift (ateşîn bir kalem) schüttete all Eure Leiden (elemlerinizi dökmüştü) aus. Ich war aber von der Wahrheit, die es beinhaltet (İhtiva ettigi hakaik), so berauscht und begeistert (mest ü hayran), dass ich es stundenlang (saatlerce) gelesen habe. Ich kann nicht mehr ein Wort (Sözler) den anderen vorziehen (tercih). Denn wenn ich eines für wichtig (mühim) erachte, zeigt sich ein anderes als noch wichtiger und wieder ein anderes als das allerwichtigste (ehemm). Aufgrund dessen vergleiche ich die Lichter (envâr) des Qurans mit den Sternen am Himmel (gökteki yıldız). Obwohl sich in der Tat die Sterne durch ihren Glanz (parlaklık) von einander unterscheiden, sind sie jedoch alle Sterne und erhalten ihr Licht (ahz-ı envâr) aus derselben Quelle (menba). Daher ist es so, dass sie sich von ihrem Wesen (keyfiyet) her nicht von einander unterscheiden (farkı yok). Eure Worte sind genau so. Auch wenn ich eines davon hundert Mal immer wieder lese, erfahre ich beim hundert und ersten Mal so eine große geistige Freude (zevk-i manevî) als ob ich sie zum ersten Male lesen würde. Auch das ist ein Zeugnis für ihre Erhabenheit (yüksekligine şahid). Ich denke, es ist gleichgültig, wieviel ich noch über all diese Dinge (bu bab) schreiben könnte, wobei ich doch mit Worten (Sözler) gar nichts zutreffendes mehr ausdrücken könnte, weswegen ich mir hier weitere Worte erspare (sözüme nihayet).

Re'fet
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Mes'ud Efendi

Oh mein verehrter Meister (muhterem Üstadım)

Zeit meiner Mannbarkeit (Hadd-i bülugum) bis heute (ân) hatte der vermaledeite Teufel (laîn şeytan) meinen auf das Jenseits ausgerichteten Geist (akl-ı uhrevî) und meinen Glauben (iman) in eine Truhe, gleich einem stählernen Tressor (zırhından mamul bir sanduk), eingeschlossen und sie sodann beide unter Druck (tazyik altına) gesetzt. Durch Euer Gebet (dua), durch Eure gute Einstellung (hüsn-ü niyet) mir gegenüber und Eure guten Ratschläge (nasihat) wurde dieser Tressor (zırh sandukası) des vermaledeiten Teufels schließlich durch die Faust des Gebetes meines Meisters (Üstadımın dua yumruk) nach sieben Jahren (laîn şeytan) geknackt. So habt Ihr mir meinen Glauben (iman) zurückgegeben (teslim ettin) und ich habe ihn wieder zurück bekommen (teslim aldıgım). Das kann ich beweisen (isbat), denn an dem Tag (tariht), an dem Ihr für mich gebetet (dua kabul) habt, nämlich am dritten Tage des Heiligen Monats (Şerif) Ramadan, bin ich bei Euch zu Besuch (bera-yı ziyaret) gewesen.

Nach meinem Abschied (müfarakat) hat mich Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) einen Traum schauen (rü'ya) lassen, den ich dann meinem geliebten Meister erzählt (sevgili Üstadım arz) habe. Nach der Auslegung meiner Wenigkeit (âcizane tefsir) würde ich wie der Mann, der mit einem Korb vor mir her ging, in ein abgrundtiefes Loch gestürzt sein, wenn ich nicht dem Lauf des Baches gefolgt wäre, der von Sonnenaufgang gen Sonnenuntergang (gündogudan günindiye) fließt, wenn ich nämlich nicht das Gebet empfangen hätte. {Der Meister hat für ihn gebetet und das war für ihn wie ein Geschenk (A.d.Ü.)} So stand ich denn vor einer Tür (kapının önünde). Doch unter dem Einfluss des Gebetes (müessir dua), das ich empfangen hatte, wurde ich nicht zu dieser schrecklichen Türe (korkunç kapı) herein gerufen. Und so sind wir denn auf meinem Heimweg (avdet) statt auf der breiten Straße (geniş bir cadde), auf der die Leute dicht an dicht (omuz omuza) gedrängt entlang gingen, auf einem abgeteilten Weg (mestur bir mevki) gegangen und so von aller Anstrengung und Mühsal (meşakk u mezah) verschont geblieben (iştirak). Das aber ist lediglich durch die Erhörung des Gebetes (dua kabulü) meines verehrten Meisters (Üstad-ı Muhterem) zu Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak) und den allen Widerstand brechenden Einfluss (mukavemetsûz tesir) der "Worte (Sözler)" möglich gewesen.

Obwohl auch ich dem Weg folgen (çıgırı takib) will, den mein Meister (Üstad) bereits eingeschlagen (hâdim) hat, so ist doch mein Dienst (hizmet), den ich ja ganz allein verrichte, noch nicht ausreichend (kâfi). Denn er dient einzig dazu, auf diese Weise einen jenseitigen Lohn (ancak âhiret menfaati) zu erlangen. Ich bete fünf Mal während der Gebetszeiten (vakitte dua) zu Gott in Seiner Heiligkeit und in Seiner absoluten Fülle (Cenab-ı Feyyaz-ı Mutlak Hazretleri): "Oh Herr, unser Herr! Lass mich meinem verehrten Meister (Üstad-ı Ekrem), der den stählernen Tressor (zırhlı çelik sanduk) des vermaledeiten Teufels (şeytan aleyhi-l la'ne), in der mein Glaube (iman) 27 Jahre lang eingeschlossen (kilitle) war, mit seinem Schmiedehammer aufgebrochen (balyozuyla kırarak) und mich so gerettet (tahlis) hat, seine Exzellenz (Hazretleri) Said-ün Nursî, der ein Kommentator (müfessir) des Qur'ans und sein jüngster Lehrer (son musannif) {In jedem Jahrhundert erscheint ein Lehrer, der den Qur'an wieder neu kommentiert. Dieser wird hier als der "jüngste Lehrer" bezeichnet. (A.d.Ü.)} ist und dem es gelungen war, mich am Tag der Wiederauferstehung, den ich im Traum (menam) zu erschauen vermochte, vor dem Sturz (agzından çevirmege) in ein abgrundtiefes Loch (gayya kuyusu kapısı) zu erretten vermochte (muvaffak), als ein Dienst (hizmet) für die Veröffentlichung (neşri) der Risale-i Nur, welche die Funken (lemaat) des Weisen (Hakîm) Qur'ans sind, am Tage der Wiederauferstehung (yevm-i mahşer) sein Bannerträger (sancaktar) sein. "Oh Herr (Rabbi), oh Barmherzigster aller Barmherzigen (Erhamerrâhim), Herr der Welten (Rabb-il Âlemîn), dem aller Lob und Preis (elhamdülillahi) gebührt", ist mein Gebet, das ich Gott dem Helfer (Cenab-ı Mevlâ) fünf Mal am Tag (evkat-ı hamse) zu den Gebetszeiten immer wieder darbringe (vird-i zeban). Ich bitte (istirham) Euch, mein Meister (Üstadım), dass Ihr meinen Wunsch akzeptiert (kabul), und küsse Eure Hände und Füße, mein Herr, Euer Exzellenz (Efendim Hazretleri).

Mehmed Mes'ud
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Ahmed Hüsrev

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَٓائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Mein verehrter Meister (Kıymetdar Üstadım)

Es war zwei Tage (iki gün) vor dem Datum des Briefes (tarih-i mektub). Ich war mit der Abschrift der dritten Ergänzung (Üçüncü Zeyl) des 27. Briefes (Yirmiyedinci Mektub) beschäftigt. Die Schriftstücke (kalemler) der Brüder (kardeş) Hulusi, Re'fet Bey, Zekâi, Sabri Efendi und anderer, welche ihre feurige Liebe (ateşîn muhabbet) und ihre von Herzen kommende Begeisterung (kalbî iştiyak) für die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) ausdrücken, versetzten auch mich in Aufregung (heyecana düşürmüştü). Währenddessen beehrte mich Bekir Aga mit einem Brief (mektubla teşrif) von Euch. Bekir Aga hatte seinem Gesicht im Gegensatz zu seiner sonstigen Gewohnheit (mu'tadının hilafı) sogar ein Lächeln aufgesetzt. Den Brief haben wir dann mit der gleichen Freude (mektubu aynı sevinç) gemeinsam geöffnet (açtık), nachdem wir ihn zuvor geküsst (ba'de-t takbil) hatten. Ein Schriftstück Eurer Exzellenz (varakpare-i fâzılane), der Achte Absatz (Remz) des achten Kapitels (Kısmı) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), welches aus acht Seiten (sahife) besteht, zeigte hier drei Mal die Übereinstimmung (tevafukat) mit einer acht.

Die freudige Erregung des Herzens (sevinçli bir heyecan-ı kalb), die aus der dritten Ergänzung (Üçüncü Zeyl) zum 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub) erwuchs, und das lächelnde Gesicht (sevimli yüzü) von Bekir Aga, das seinen Herzenswunsch (kalbî iştiyakı) nach seinem Meister (Üstad) und den Lichtern (Nurlar) zum Ausdruck bringt, und das höchste (yüksek), wunderbare (hârika), bezaubernde Wort (tatlı sözü) unseres geliebten Meisters (sevgili Üstad) im achten Absatz (Sekizinci Remiz), der zu Anfang (mebde) des Zieles der Übereinstimmung (tevafukat gayesi), die wir seit vier Monaten erwartet (dört ay bekledik) hatten, mit einem geistigen Licht (manevî bir nur) glänzt und lächelt (parlayan ve gülümseyen), brachte bei eurem armen Schüler (fakir talebe) einen so bedeutenden geistigen Zustand hervor (halet-i azîme tevlid), dass dieser Augenblick (dakika) ein Augenblick der Zeit (geçirdigi anlar) derer war, welche die Ewige Glückseligkeit erlangt (saadet-i ebediye nâil) und erlebt haben. In dieser Freude (sürur) habe ich Euren Brief (mektub) und den Achten Absatz (Sekizinci Remz) gelesen. Während ich las, entfielen meinem Mund (lisan), der doch meinem Herzen als Sprachrohr (kalb tercüman) dient, spontan (ihtiyarsız) nach jedem Satz die Rufe (nidalar) "Mein Meister (Üstadım) mögest du hoch leben (var ol), glücklich und zufrieden (mes'ud ve bahtiyar ol) sein!" Ich habe ihn erst (ilk) einmal mit Bekir Aga, dann (bir) mit Bruder Rüşdü Efendi und schließlich (bir) mit Bruder Re'fet Bey gelesen.

Ihr, mein geliebter Meister (sevgili Üstadım), habt seit Jahren die Schätze (define), die in dem großen Meer (bahr-i umman) des mit großartigen Zeugnissen (Azîm-ül Bürhan) ausgestatteten Qur'ans lagen (medfun), durch die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) in der Tat wieder emporgeholt (meydana). Nun erscheint (tezahür ediyor) und zeigt sich durch die Gnade Gottes (lütf-u İlahî) noch ein großartiger Schatz (azîm bir define) im Achten Absatz (Sekizinci Kısmı) des achten Abschnitts (Sekizinci Remzi) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) mit seinen überaus glänzenden (parlak) und alles überstrahlenden Lichtern (kamaştıran nurlar). Er lenkt die Aufmerksamkeit der Menschheit (beşerin nazarı) nolens volens (ister istemez) auf sich.

Noch ein Teil eines wichtigen Geheimnisses (esrar-ı mühimmesi) und großartigen Wunders (i'caz-ı azîme) jener göttlichen Unterscheidung (Furkan-ı İlahî), {gemeint ist der Qur'an (A.d.Ü.)} die seit 1.300 Jahren die Einsichtigen (sahib-i insaf) in Erstaunen versetzt (hayrette bırakan) und an allen Ecken der Welt (dünyanın her köşesi) und in jeder Bildungsschicht der Menschen (beşerin her tabakası), auf der Zunge der Dschinnen und Menschen im Himmel (beşer lisanı semavat), wie auf der Zunge der Engel und der Geistwesen (melek ve ruhanîler lisanı) den höchsten, erlesenen Rang (yüksek makam-ı mümtaz) besitzt, offenbart sich (karşımıza çıkıyor) uns mit einem wunderbaren (mu'ciznüma), niemals endenden (susmak bilmeyen) Echo, mit einem sanften Ruf (latif bir avaz) und seinem unerschöpflichen Segen (tükenmez bir feyiz).

Wie groß ist der Wert (kıymet) Eurer Abhandlungen (risaleler), die anhand der zahllosen ihnen aufgeprägten Siegel (damgalar) beweisen, dass dieser kostbare Qur'an (kıymetdar Kur'an) das Wort (kelâm) des Herrn (Zât) ist, der da notwendiger Weise sein muss (Vâcib-ül Vücud), des Herrn, der alles Sein (mükevvenat) stets in der Hand Seiner Macht (yed-i kudret) hält, es in der Größe Seiner Erhabenheit (azamet-i kibriyası) lenkt und leitet und vor der Größe Seiner Majestät (azamet-i celal) sich alles niederwirft (secde)? Welchen Wert (kıymet) soll man diesen Abhandlungen (risaleler) beimessen? Wie könnte man sie jemals mit anderen vergleichen (başkasıyla müvazene)? Wie könnte man auch nur daran denken (tahattur), dass eine andere Abhandlung ihnen überlegen (başkasının tefevvuk) sein könnte?

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Mein geliebter Meister (sevgili Üstad), der Ihr diese Abhandlungen (risaleler) verfasst und herausgebt (sahibi ve naşiri), welche ihr Licht (nurlar) über diese finstere Welt der Menscheit hin ausstrahlen (beşerin zulmetli sîması saçan), die jeglichen Irrglauben (akide) verwerfen (zîr ü zeber) und an Seine Stelle den Glauben an die Einheit Gottes (tevhid) einpflanzen, was alle Schüler (şakirdler) frohgemut stimmt (gülümseyerek), sobald sie diese mit einem freundlichen Gesicht (tatlı bir yüzle) betrachten und dabei auf eine angenehme und besonders wohltuende (hoş ve pek şirin) Weise sprechen. Ihr lebt durch Eure Abhandlungen (risaleler) im Herzen Eurer Schüler (talebeler kalbleri). Sogar lebt Ihr in einer solchen Weise, dass Ihr wie im Rauschen der Ströme (ırmakların çagladık) in einer göttlichen Liebe (İlahî bir muhabbetle), die sich fortsetzt (tevali) und niemals enden will (tükenmek bilmeyen), in den Seelen Eurer Schüler (talebelerin ruhları) lebt, die durch einen kleinen Wink (küçük bir işaret) von Euch zum Dienst bereit sind (müheyya). Auch wenn Ihr dereinst einmal vom vergänglichen Leben Abschied (hayat-ı fâniyeye veda) nehmt, bin ich dennoch voller Hoffnung (kaviyyen ümidvar), dass man Eurer doch in recht großen Gemeinschaften (büyük cemaatler) voll Hochachtung (hürmetle) gedenken wird, Euer Name überall in dieser und in jener Welt (dünya ve ukba) in Ehren aufgenommen (ihtiram) wird

{(Anmerkung): In diesem Sinne (bu makamda) teile ich das Gefühl (hissiyatı iştirak) meines Bruders Hüsrev nicht. In den Augen der Menschen (insanların nazarında) einen gewissen Rang (mevki kazanmak) zu erlangen und in aller Munde (dillerde yâd) zu sein, ist keine Ehre (şeref) für diejenigen, welche die Wahrheit (hakikatbîn) kennen. Geht es dabei um das Wohlgefallen Gottes (rıza-yı İlahî) und tritt dabei unter den Menschen eine Zuwendung (insanlarda teveccüh) als ein Funke dieses Wohlgefallens (rızanın cilvesi) zutage, so könnte dies in gewissem Grade (derece) noch als ein Kennzeichen dieses Wohlgefallens (emare-i rıza) annehmbar sein (makbul). Anderenfalls darf man sie nicht wünschen (arzu edilmemeli).

Da Hüsrev nun einmal ein Kenner der Wahrheit (hakikatbîn) ist, meint er (niyet) auf jeden Fall die Abhandlungen (risaleler) mit der Ehre (şeref), die er meiner Person zuschreibt (benim şahsıma havale). An dieser Ehre (şeref) sind bereits alle Schüler mitbeteiligt (umum talebe hissedar). Man darf sie nicht nur einem einzigen zuschreiben (tek birisine verilmez).

Said Nursi}

und Eure Abhandlungen (risaleler) großes Interesse (hâhiş) und rasch Anklang (revaç) finden werden.

Wie könnten meine Worte unberechtigt (sözlerim haksız) sein, mein Meister (Üstad), der Ihr selbst in gefährlichsten Situationen (en tehlikeli anlar) nicht zögert, die Wahrheit (hakk) zu sagen, der Ihr nicht schweigt und dabei einen so erhabenen Geist (pek âlî ruh) in sich tragt, der über seinen Schülern (talebe) jeden Augenblick Lichter des Trostes ausstrahlt (teselli nurlar dagıtan) und der in der Tat der verehrte öffentliche Ausrufer (dellâl-ı muhterem) des Ehrwürdigen (Kerim) Qur'ans in heutiger Zeit ist! Ich erbitte (niyaz) von Gott dem Herrn (Hazretleri), der da notwendiger Weise da sein muss (Cenab-ı Vâcib-ül Vücud), in Seiner Allbarmherzigkeit (rahmet-i İlahiye) für Eure Verbundenheit (merbutiyet) mit der offenkundigen Religion (din-i mübin) des Islam und für Eure große Liebe (muhabbet) und Eure erhabene Arbeit (sa'y) als Lohn (mükâfat) unzählbar und grenzenlos viel Segen (lâ-yü'ad ve lâ-yuhsa ecrler) in das Buch Eurer Wohltaten (defter-i hasenat) einträgt.

Wie könnte die Menschheit (beşeriyet) von heute Euch nicht ihren Dank für die Risalet-ün Nur schuldig (medyun) sein? Es ist dies nicht das Licht (nurlar), welches die Sonne (güneş) an unserem Firmament ausstrahlt (semamızda saçtıgı) und uns bei ihrem Untergang (ufûlüyle) eine andere Welt (âlem) zeigt. Ihr zeigt in Euren Abhandlungen (risaleler) durch die Lichter (nurlar), die aus dem gewaltigen Thron (arş-ı a'zam) des Qur'ans aufsteigen, ein unsterbliches (ölmez), unerschöpfliches (tükenmez), immerwärendes Licht (sermedî bir nur).

So sind denn diese Abhandlungen (risaleler) - jede einzelne für sich (başlı başına) - gleich Quellen, Flüssen (menba'ları ve mecraları) und Strömen (nehirler), die alle in den einen großen Ozean (bahr-i muhit-i umma) münden. Wie könnte denn derjenige, der durstig (susuz) ist, kein Wasser trinken, bis sein Durst gestillt (doyuncaya kadar) ist, ganz gleich zu welchem dieser Flüsse (nehirler) er auch kommen sollte? Wie könnte es denn sein, dass diejenigen, die sich Hände und Gesicht (el ve yüzler) waschen wollen, von diesen Flüssen keinen Gebrauch (enhardan istifade) machen? Wie könnten große Gemeinschaften (azîm cemaatler) nicht ihren Segen (tefeyyüz) aus ihnen schöpfen, indem sie ihre Bewässerungskanäle in alle Richtungen (hangi tarafa) öffnen, um Wasser auf ihre Felder (arazilerini iska) zu leiten?

Diese Flüsse (enhar) enthalten so gewaltige Heilungskräfte (azîm şifalar), dass Kranke (hastalar), jedwede Heilung in ihnen finden, wenn sie aus ihnen trinken. Und auch für tausenderlei verschiedene Wunden (bin türlü yaralar) finden Menschen (yaralılar) in ihnen einen Heiltrank (merhem) für ihre Wunden. Auch Greise (ihtiyarlar), die aus ihnen trinken, werden zu Edelleuten eines Ewigen Lebens (hayat-ı ebedi). Wenn junge Leute (tazeler) aus ihnen trinken, erhalten (elde) sie unmittelbar das Glück in beiden Welten (saadet-i dâreyn).

Müssten (ihtiyaç) etwa diejenigen, welche diese Abhandlungen (Risaleler) lesen, auch noch darüber nachdenken (tefekküre), um zu bestätigen (teslim), was für ein großes und erhabenes Herz (büyük ve âlî bir kalb) Ihr - mein geliebter Meister (sevgili Üstad) - habt (mâlik)?

Seit so vielen Jahren macht Ihr bekannt: "Ich bin ein öffentlicher Ausrufer (dellâl) des Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans und tausche diese Heilige Aufgabe (kudsî vazife) gegen gar nichts anderes (degişmem) aus." Der achtseitige (sekiz sahife) Achte Absatz (Sekizinci Remzi) des Achten Abschnitts (Sekizinci Kısmı) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), den Ihr vor kurzem veröffentlicht (kerreki neşir) habt und der Eure Bekanntmachung (ilânat) noch darübr hinaus bekräftigt (daha kuvvet), zeigt, wie schön (güzel) diese ist. Wäre es etwa möglich (mümkün), von diesen aufgezeigten Wahrheiten (gösterilen hakikat) nicht begeistert (meftun) zu sein?

— 81 —

Oh mein geliebter Meister (sevgili Üstad)! Ach würde es mir doch meine Fähigkeit erlauben (müsaid), mich mündlich und schriftlich auszudrücken (lisan ve kalem) und so für jede Abhandlung (risale) Lobeshymnen (medhiye) zu verfassen und Euch darzubieten (takdim), wie es ihrer würdig (lâyık şekil) wäre! Doch ach (heyhat)! Auch in dieser Angelegenheit (husus) - wie in allen anderen - bin ich völlig unbegabt (fakir).

Mein geliebter Meister (sevgili Üstad)! Es gibt da noch etwas, das unsere Freude noch steigert (sevinc artıran). Es ist in der Tat die Zustimmung Eurer Exzellenz (tensib-i fâzılaneleri), die Ergänzung (ilâve) der zwei Seiten (iki sahife) über die alphabetische Ordnung der Buchstaben (huruf-u hecaiye) im Qur'an, die unter dem Titel "Eine Anmerkung (nükte) zum Qur'an, die aus der Fülle des Gebetes (duasının feyzinden): "Der Schatz des Thrones (Kenz-ül Arş) erwuchs" veröffentlicht (neşredilen) wurden, zu diesem Abschnitt (kısım) zu bringen und auch diesen Abschnitt als Einleitung (baş taraf) zum Ehrenwerten (Kerim) Qur'an zu bringen (dercedilmesi), dessen Exemplar wir gerade mit symmetrischen Übereinstimmungen (tevafuk) und Anmerkungen (haşiye) kaligraphisch anfertigen, damit alle so mit Leichtigkeit (kolaylık) ihren Nutzen und Segen (umumun istifade ve istifaza) erhalten. Diese Zustimmung (tensib) ist auch nach unserer Ansicht sehr zutreffend (musîb) und lenkt den Blick (nazarını çeviriyor) Eures armen Schülers (fakir talebeniz) von der Vergangenheit in die Gegenwart (maziden hale) und von der Gegenwart in die Zukunft (halden de istikbale). Ihr zeigt die Lichter (nurlar), die in der Zukunft erglänzen (istikbal parlayan) werden, schon im Voraus und überhäuft (müstagrak kılıyorsunuz) uns so mit unendlich vielen Freuden (nihayetsiz sürur).

Ahmed Hüsrev

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von (Re'fet'in fıkrasıdır)

بِاسْمِهِ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Mein verehrter und hochehrenwerter Herr und Meister (Üstadım Efendim)

Ich habe den Absatz des Achten Abschnitts (Sekizinci Kısmı'nın Remzi) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) aufmerksam durchgelesen. Die wunderbaren Anzeichen (hârikanüma rumuzat), die er beinhaltet und die erhabenen Wahrheiten (yüksek hakaik), welche diese Anzeichen (rumuzat) ausdrücken, sind meiner Wenigkeit (fakir) von großartigem Nutzen (azîm istifade) gewesen. Sie haben mich zu tiefstem Nachdenken und Überlegen (tefekkür ve teemmül) geführt. Seit meiner Kindheit (Çocukluk) interessierte ich mich ganz besonders (çok merak) für die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i diniye) und nutzte jede Gelegenheit (fırsattan istifade), sie zu studieren und zu erforschen (tedkikat ve tetebbuat). Leider (yazık) gelang es mir aber nicht, meine Hoffnungen zu stillen (emelime muvaffak). Aus diesem Grund (sebeb) stürzte ich mehrmals in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit (yeis ve nevmîdi). Unendlicher Dank (nâmütenahî şükürler) sei dem gewaltigen Schöpfer (Hallak-ı Azîm), dass Er es uns ermöglicht hat, einem so großartigen Genie (dâhî-i a'zam) wie Eurer Erhabenheit (zât-ı âliye-i fâzılaneleri) zu begegnen, wie es seinesgleichen in jedem Jahrhundert (asır) nur selten anzutreffen (ender tesadüf) ist. So hat er mich denn zu einem verehrten Meister (üstad-ı muhterem) geführt, wie ihn meine Seele (ruh) seit dreißig Jahren mit einem so großen Verlangen (iştiyak) und einer solchen Sehnsucht (tahassür) erwartet hatte.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ثُمَّ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى

{"Dank sei Gott und abermals Dank sei Gott, dies ist von der Güte meines Herrn."}

— 82 —

Solche Wahrheiten (hakikatler) hat man nun einmal bis heute in gar keinem Werk (eser) gelesen oder gehört (görünmemiş ve işitilmemiştir). Es ist durchaus richtig (muvafık), dass sie niedegeschrieben werden, damit jeder Gläubige, der sie liest (okuyan her ehl-i iman), dadurch sowohl zu den Reichen des Geistes (agniya-i manevi) gehören als auch von den verborgenen Schätzen (hazain-i nâmütenahi) Kenntnisse erwerben (ıttıla' kesbetmek) und so die größten Bedürfnisse (ihtiyacat) des menschlichen Geistes (ruh-u beşer) befriedigen und so von den unendlichen Schätzen (hazain-i nâmütenahiye) des Weisen (Hakîm) Qur'ans einen Teil der Juwelen erhalten (kısım cevahiri elde) kann. Kurz gesagt (hülâsa), da die symmetrische Übereinstimmung (tevafukat) und ihre Kennzeichen (rumuzat) im Qur'an ein reges Interesse hervorruft (tebşirat-ı azîmeyi ihtiva), wird diese Abhandlung mit vollendeter Sorgfalt (kemal-i hassasiyet) verfolgt und studiert (takib ve tedkik). Aus diesem Grund erweise ich Euch meinen grenzenlosen Respekt und meine Hochachtung und küsse Eure gesegneten Hände (mübarek ellerinizden öperek). Zugleich bitte ich Euch (istirham) um Eure wohltuenden Gebete (dua-yı hayriye), damit Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) uns die Entfaltung unserer Herzen (inkişaf-ı kalbî ihsan) zuteil werden lasse, mein geliebter Meister und Herr (sevgili Üstadım Efendim).

Re'fet

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Rüşdü

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Aus Eurem Buch "Briefe (Mektubat)", mit dessen Lichtern (Nurlar) Ihr mein schwarzes Herz erleuchtet (kara kalbim nurlandır) habt, habe ich den Achten Absatz (Sekizinci Remzi) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), der das Geheimnis der symmetrischen Übereinstimmung der Buchstaben (tevafukat-ı hurufiye) in den ersten, 112., 113. und 114. Suren "die heilige Aufrichtigkeit (İhlas-ı Şerif), zwei Amulette (Muavvizeteyn), die Heilige Eröffnung (Fatiha-i Şerif)" in Bezug auf das Wunder des Qur'ans vor Augen stellt (sırlarını gösterir), zusammen mit meinen Mitbrüdern (kardeşler) gelesen. Dank sei Gott (şükür), tausendmal Dank sei Gott (bin şükür elhamdülillah). Im Staunen über die Geheimnisse (sırlar hayret) des Weisen, gewaltigen (Azîm-i Hakîm) Qur'ans, welcher das Wort Gottes (kelâm) ist, der da notwendiger Weise da sein muss (Cenab-ı Vâcib-ül Vücud) und dessen Exzellenz heilig (Tekaddes Hazretleri) sei, habe ich aus ganzem Herzen (bütün kalbim) und mit meinem Munde (lisanım) gesagt:

‌اَللّٰهُمَّ نَوِّرْ قُلُوبَنَا بِنُورِ الْا۪يمَانِ وَ الْقُرْاٰنِ‌

{"Oh Gott, erleuchte unsere Herzen mit dem Lichte des Glaubens und des Qur'ans."}

— 83 —

Verehrter Meister (Üstadım), es wäre völlig richtig (muvafık), wenn in der Einleitung (baş taraf) des mit einer symmetrischen Übereinstimmung (tevafukat), kaligraphisch neu geschriebenen Exemplars des Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans dieser Absatz (Remz ilâvesi) ergänzt wird, um das Recht zu verlautbaren und die Wahrheit bekannt zu machen (hak ve hakikatı ilân), wobei dieser Absatz auch in Euren glanzvollen Abhandlungen (risale-i pürnurların), von denen man, je mehr man sie liest, niemals satt (doymak) wird und man von denen man niemals genug bekommt (usanmak), und jedes mal, wenn man sie liest, man tausendfach mehr Genuss (fazla lezzet) erfährt als durch irdische Genüsse (dünya lezzetinden), und die unsere verfinsterten Herzen (kararmış kalbler) mit Licht erfüllen (nurlandıran), uns in unserer Sprache (bizim lisanım) über unseren Zustand aufklären (hallerim teşrih) und uns den rechten Weg (tarîk-ı hakk) weisen, angeführt (bulunması) werden und soweit möglich (mümkün) zu dem arabischen auch der türkische Text in die Einleitung (başına) zu dem Weisen (Hakîm) Qur'an gesetzt werden sollte (konulması). Dies wäre nach meiner Meinung (zannında) völlig richtig (muvafık), Euer Exzellenz und mein Herr (Efendim Hazretleri).

Rüşdü

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Lütfü Efendi, dem Uhrmacher (Saatçi)

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَٓائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Den Achten Absatz (Sekizinci Remzi) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), der das Geheimnis (sırlar) der symmetrischen Übereinstimmung der Buchstaben (tevafukat-ı hurufiye) in der ersten, 112., 113. und 114. Sure "die heilige Aufrichtigkeit (İhlas-ı Şerif), zwei Amulette (Muavvizeteyn), die Heilige Eröffnung (Fatiha-i Şerif)" in Bezug auf das Wunder (i'caz) des Qur'ans vor Augen stellt (gösteren), habe ich erhalten und gelesen. Die symmetrische Übereinstimmung (tevafukat), welche in dieser bereits veröffentlichten Abhandlung (işbu risale) erklärt wird, legt ein Geheimnis dar (sırrı meydana), dessen vergleichbares es bis heute nicht gegeben (emsali nâmesbuk) hat. Über dieses Thema eine Ansicht (hususa dair mütalaa) zu äußern übersteigt jedoch (fevkinde) bei weitem die Möglichkeiten meiner Feder (kuvve-i kalemiye) und liegt daher jenseits meines Vorstellungsvermögens (havsala-i mevcude). Ich bitte deshalb meinen Meister, es zu entschuldigen (afv-ı Üstadanelerine magruren), wenn ich - mit Verlaub (diyebilir) - sagen darf: da die Erklärungen (izahat) in der veröffentlichten Abhandlung (neşir buyurulan risale) ein überaus großes Zeugnis (pek büyük delil) dafür bieten, um selbst irgendeinen Misstrauischen (bedbîn) und Verblendeten (kör), Gottvergessenen (gafil) zur Besinnung bringen (uyandırmak) zu können, selbst ganz und gar verfinsterte Herzen (kararmış kalbler) zu erleuchten und auf den rechten Weg (tenvir ve irşad) zu führen, biete ich (arzeyler) aufgrund des bereits vorgestellten Beschlusses (tasavvurî kararı vechile) meines verehrten Meisters (muhterem Üstadım) an, da die Angelegenheit (husus) meinerseits völig richtig (muvafık) ist, diesen Absatz in die Einführung (baş taraf) zum Qur'an aufzunehmen (derc), damit jeder Mensch (her ferd) das Wunder (mu'cizat) in dem Zeugnis dieses großartigen Qur'ans (Azîm-ül Bürhan) zu erkennen vermag, Euer Exzellenz und mein Herr (Efendim Hazretleri).

Lütfü, der Uhrmacher (Saatçi)
— 84 —

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Âsım Bey

بِاسْمِهِ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}

Auch wenn ich jede Minute hundert Tausend Mal Lobpreis und Dank (hamd ü şükr) Seiner Heiligkeit (Hazretleri), dem Lebendigen Unsterblichen Gott (Cenab-ı Hayy-ı Lâyemut), König (Sultan) von Ewigkeit zu Ewigkeit (ezel ve ebed), dem Vollkommenen Allmächtigen (Kadîr-i Mutlak), der meiner Wenigkeit (fakir) in Seiner Güte und Freigiebigkeit (lütf u kerem) meinen Meister (Üstad) geschenkt hat, darbringen könnte, was auch immer ich täte (ki ediyorum), ich könnte damit noch nicht einmal einem Hunderttausendstel meiner Verpflichtung nachkommen (borcumu bile îfa edemem).

لَهُ الْحَمْدُ وَ الْمِنَّةُ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى

{"Lobpreis und Dank sei Ihm, dies ist von der Güte meines Herrn."}

In meiner Wenigkeit (fakir) und in all meinen Fehlern (pür-taksir) verstehe ich jetzt, dass ich in den 34 Jahren eines ununterbrochenen (bilâfasıla) Lebens als Soldat (hayat-ı askeriye) in all meiner menschlichen Schwäche (mukteza-yı beşeriyet) mehr oder weniger von den Stürmen und Wogen (fırtına ve dalgaları) meiner Sünden (masiyet) so geschüttelt wurde, dass von meinen religiösen Verpflichtungen (vazife-i diniye-i uhrevi) für das Jenseits (ubudiyet) und in Hinsicht auf meinen Dienst und die Anbetung Gottes vieles unterlassen worden (noksan kalmış) war und ich so, umhüllt mit der Hülle des Schlafes der Gottvergessenheit (hâb-ı gaflet perdesi) mein Leben verbracht (imrar-ı hayat) habe. Doch verspüre ich heute Reue (pişman) über diese Fehler vergangener Zeiten (kusurlu geçmiş zamanlar) und büße (nâdim) nun das Lachen in meiner Vergangenheit (evvelki güldükleri) mit dem Weinen (aglıyor) von heute. Dies wurde jedoch erst dadurch möglich (hasıl), das ich Euch, meinen Meister (Üstad) getroffen und so Eure Abhandlungen (risaleler) gefunden habe. Hundert Tausend Mal Dank (şükür) sei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak), der Euch meiner Wenigkeit geschenkt (fakir ihsan) hat!

Als ich vor vier Jahren nach Burdu kam, begann ich unter der Führung und durch die Vermittlung (delalet ve tavassut) unseres Bruders, Şeyh Mehmed Efendi, mit Euch zu korrespondieren (muhabere). Infolge dessen haben diese Abhandlungen (risaleler) jedoch die Schlüssel (anahtar), welche die Weisheit bringen (hikmetresan), Licht ausstrahlen (nurfeşan), Schwierigkeiten lösen (müşkilküşa), sowie Rätsel und Geheimnis (muamma-yı tılsım) des Kosmos (kâinat) entschleiern, in die Hände meiner Wenigkeit (fakirin eline) gelegt. So sind denn diese unschätzbaren Schlüssel (anahtar), so wertvollen Edelsteine (mücevherat), Brillianten (pırlanta) und Diamanten (elmas), über die etwas zu sagen (ne diyeyim), mir mein Herz (kalb) infolge der Mangelhaftigkeit (iktidarsızlık) meiner Zunge (lisan) und meiner Feder (kalem) nicht als Sprecher (tercüman) dienen kann, nur unzureichend geblieben.

Was die Schätze (defineler) und Funde der islamischen Gesetzgebung (Şeriat), der Wahrheit (hakikat) und der Erkenntnis Gottes (marifet hazine) zu entdecken vermag (küşad), sind einzig und allein diese Heiligen Abhandlungen des Lichtes (Nur risale-i şerifeler). Jede einzelne dieser Abhandlungen des Lichtes (Nur risaleler) ist lichtvoller (nurlu) als die anderen. Besonders die Abhandlung über die Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'ans ist Licht über Licht ("nur-un alâ nur"). Wie könnte ich sie nur beschreiben (tavsif)? Genau so wie jemand, der sich in einem Rosengarten befindet, der viel Freude (gülistan-ı ferahfeza) verbreitet mit seinen vielen, überaus seltenen (gayet nâdide), mannigfaltigen (hoş bu ezhar-ı latif), verschiedenartigen, (gûna-gûn) schönen Blumen, sich jedoch nicht entscheiden kann (mütehayyir kalıp), welche von ihnen den anderen vorzuziehen (tercih), zu pflücken (koparmak) oder auch nur an ihnen zu riechen (koklamak) wäre, und sich schließlich dazu enscheidet (karar), von allen einen Strauß zu pflücken (bir deste) oder einen Kranz (bir demet) zu binden, so führen auch diese Heiligen Abhandlungen (risale-i şerifeler) jeden, der sie abschreibt (yazanı), liest (okuyanı) oder hört (dinleyeni), in den Garten des Lichtes (nur bahçesi), taucht ihn in ein Meer des Lichtes (nur deryasına gark), bringt ihn zum Nachsinnen (mütefekkir) oder Staunen (mütehayyir). Was denn sonst könnte er tun, wenn nicht von allen Blumen einen Strauß zu binden? Was machen sie mit diesen Menschen (insan), wenn nicht, diesen Menschen in der Wüste (sahra) des Staunens und Nachsinnens (tahayyür ve tefekkür) in eine Art Rausch zu versetzen, seiner Sinne kaum noch mächtig (mest-i lâya'kıl)? Was machen sie, wenn nicht, ihn dazu zu bringen, sich von allen irdischen (dünyevî), menschlichen (beşeriyet) wie tierischen Eigenschaften (hayvaniyet hâssalar) zu lösen (tecerrüd), dem Schöpfer (Hâlık) zu einem immerwährenden Dienst und zur Anbetung (ubudiyet-i mütemadiye) anzuleiten, alle die tadelnswerten Unsitten (mezmum ahlâklar) zu verscheuchen und zu vertreiben (def' u tardetmek), so alle seine bösen Neigungen in sich zu ertöten (nefs-i emmareyi öldürmek) und statt dessen edlere Gefühle in sich zu erwecken (hissiyatıyla mütehassis)?

Ich kann sagen, dass diese Heiligen Abhandlungen des Lichtes (Nur risale-i şerifeler) Rosengärten der Paradiese (gülistan-ı cinan) sind. Für die Ruchlosen (bed-mayeler), die an diesen Rosengärten keinen Anteil (gülistandan istifade) haben können, und denen ein solcher daher auch gar nicht zuteil (nasibedar) wurde, ist dies daher hundert Tausend Mal bedauerlich (sad-hezar teessüf). Dergleichen (o gibiler) möge daher die Eingebung des Herrn zu Hilfe (ilham-ı Rabbanî erişsin) eilen, damit sie die Verborgenheit hinter dem Schleier der Gottvergessenheit (hicab-ı gafletten nihanı), welche die erste der beiden Tafeln (iki levha) am Ende (âhir) der Heiligen Abhandlung (risale-i şerifesi), also das 23. Wort (Yirmiüçüncü Söz) ist, in die Offenbarung (ayân) durch den Untergang der Gottvergessenheit (zeval-i gaflet) auf der zweiten Tafel verwandeln (tebdil) können.

Damit alle die Gläubigen, die an den einen Gott glauben (mü'minîn-i muvahhidînin), auf dem Weg der Rechtleitung (tarîk-ı hidayet) voranschreiten können (hatve-endaz), bete und bitte ich zu Seiner Heiligkeit (Hazretleri), zu Gott, der da notwendiger Weise (Cenab-ı Vâcib-ül Vücud) da sein muss, im Wort und in der Tat (kavlen ve fiilen), indem ich aus den heiligen Abhandlungen des Lichtes (Nur risale-i şerifeleri), die z.Zt. noch bei meiner Wenigkeit lagern (fakirde mevcud) und von denen ein Viertel mir noch nicht abzuschreiben gelungen ist, den Brüdern (ihvan) vor, auf die ich vertrauen (itimad) kann und bei denen ich spüre (hissettigim), dass sie sich für sie interessieren und sie lieben (muhabbet ve aşk), den verehrten Herren (zevat-ı muhterem) freitags im Hause meiner Wenigkeit (fakirhane), in dem wir uns treffen, selbst (bizzât) vor und gebe jedem auch einen Abschnitt aus der Sammlung des Lichtes (Nur parçalar) in die Hand (elleri). Und so lesen wir bis zum Abendgebet (akşam) und setzen manchmal unsere Lesungen noch bis in die Nacht hinein (geceler) fort. Wir alle bringen unseren Dienst und unsere Anbetung und unsere Bittgebete (ubudiyet ve niyazım îfa) Gott dem Allmächtigen Unwandelbaren (Cenab-ı Kadir-i Kayyum) dar. Für unseren Meister (Zât-ı Üstada) gedenken und rezitieren (yâd ü tezkâr) wir das Gebet unseres Meisters (dua-yı üstada) als unsere Dankesschuld (borc).

— 85 —

Möge Seine Heiligkeit (Hazretleri), Gott in Seiner Majestät und Vollkommenheit (Cenab-ı Zülcelal ve-l Kemal) meinen verehrten Meister (Muhterem Zât-ı Üstada) in seinem Dienst als Wegweiser (rehberlik), in seiner Führung (delalet) mit den Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleler) und öffentlicher Ausrufer des Lichtes (nur dellâllıgı), solange wie die Welten (dünyalar) bestehen und bis zum Ende aller Zeiten (ilâ-âhir-üd deveran) aufrecht erhalten (kaim). Dieses Gebet (dua) bringen wir mit meiner Frau (hemşire) gemeinsam nach jedem Gebet (namazın âhirinde) stets aufs Neue (vird-i zeban) dar, Euer Exzellenz und mein Herr (Efendim Hazretleri).

Âsım

Dieser Abschnitt (fıkra) über die "Worte(Sözler)" stammt von Murad Efendi

Lieber Freund!

Ich betrachtete ganz versonnen (seyre dalmış) den Regen der Erkenntnis (bârân-ı marifet) und den Segen der Weisheit (feyezan-ı hikmet), wie sie durch einen göttlichen Windstoß (İlahî bir hava) in Wallung geraten (coşup), aus dem Meere der Bildung (derya-yı maarif) hervor in den Himmel der Erkenntnis (sema-yı irfan) empor schießen (fışkıran), oder - zwischen dem Erdboden (zemin) und dem Himmel (âsuman) - wie sie vom Himmel der Erkenntnis (sema-yı irfan) durch einen göttlichen Windstoß (İlahî bir hava) auf den Boden der Bildung (zemin-i maarif) herab kommen. Während dessen kamen aus dem wogenden Meer (sırada coşan derya) unschätzbar wertvolle Juwelen (bahâ takdir cevahir) an die Ufer der Verkündung (sahil-i beyan) heraus. Und ich war gar nicht dazu in der Lage (iktidar), von ihnen wenigstens etwas mitzunehmen (gelmiyor) und hatte es auch gar nicht gekonnt (gelemiyordu). Was ich lediglich sehen und entnehmen (görüp alabildigim) konnte, war zwischen der Erscheinung ihrer Einzigartigkeit (bedi'in cilvesi) und der Freude an dieser einzigartigen Erscheinung (bediiyatın neş'esi) nur noch mein Erstaunen.

Murad

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

Als die Leute des Irrweges (ehl-i dalalet), die sich von den falschen Hoffnungen (âmâl-i bâtıla) und heuchlerischen Gedanken (efkâr-ı münafıkane) hinreißen lassen, um die urewigen Gesetze des Gepriesenen (kavanin-i ezeliye-i Sübhaniye), welche bereits das 52. Jahr (sâl) des vierzehnten Jahrhunderts (asr) erreicht hatten und dessen sicherer Aussagen (ahkâm-ı kat'iyye) {gemeint sind hier bestimmte Darlegungen des Qur'ans (A.d.Ü.)} zufolge bis zu jenem Tage des Urteils mit dem Freispruch für die Gläubigen (mü'mine beraet) und dem Urteil und dem Vollzug (kararının infaz u icrası) der ewigen Hinrichtung (i'dam-ı ebedî) für die Übeltäter (mücrim) beständig bleiben (bâki) werden, ganz und gar zugrunde zu richten (hedm ü imha), ihren ersten Zug machen (ilk hatve) {hier eine Anlehnung an das Schachspiel (A.d.Ü.)} wollten, brachte das Meer des Lichtes (Nur deryası), der Kommentator und Bannerträger (müfessir ve mümessil) des Qur'ans, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, äußerlich 33 Stück und geistig (manen) 33 Millionen Diamanten (elmas), Perlen (inci) und noch viele andere verschiedene Juwelen (mücevherat-ı mütenevvia) hervor, die wir der inneren Schau einer Vorhersehung (keşf-i kabl-el vuku') zufolge eine stählerne Burg (çelik kal'a) nennen. In einer Zeit (hengâm), in der die eigentliche Festung (asıl kal'a) im Rahmen dieser lichtvollen und grundlegenden Gestaltung (teşkilât-ı nuraniye ve mühimme) zu formen und zu festigen unentbehrlich (tanzim ve tarsini iktiza) ist, als ein einfacher Arbeiter (amele), hundert Tausend Mal über meine eigenen Möglichkeiten (haddimin fevkinde) hinaus, für diese heilige Aufgabe (kudsî vazife), auch meine Wenigkeit (abd-i âciz), diesen Diener, zu ernennen und zu akzeptieren (tayin ve kabul), vor diesem Beistand des Gepriesenen (tevfikat-ı Sübhaniye) vor dem Ort der Niederwerfung vor dem Herrn (secdegâh-ı Rabbaniye), es soll nicht so verstanden werden, als wolle ich mich damit besonders hervor tun oder selbst loben, falls ich diesen meinen sterblichen Leib (fâni vücud) unverzüglich opfern sollte (ârâmsız ifna), könnte ich im Rahmen dieser heiligen Aufgabe (mukaddes vazife) für die Ehre (müşerrefiyet) von gerade einer Minute keinerlei geistliche Dienste (ubudiyet) erwiesen haben. Daher begnüge ich mich (iktifa) damit, durch die folgenden heiligen Verse (kaside-i şerifesi) hier meinen Dienst und meine Anbetung darzubieten (arz-ı ubudiyet):

اِلٰه۪ى اَنْتَ ذُو فَضْلٍ وَ مَنٍّ ٭ وَ اِنّ۪ى ذُو خَطَايَا فَاعْفُ عَنّ۪ى

{"Oh Gott, Du bist der huldvolle Herr, ich aber bin voller Fehler. So bitte ich Dich denn um Vergebung.}

Sabri, der zweite Hulusi
(Hulusi-i Sâni Sabri)
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Ahmed Hüsrev

Mein geliebter Meister (Üstad)

Unter den derzeitigen Umständen (bu hal) habe ich auch über mich selbst einmal nachgedacht und dabei den heiligen Dienst (kudsî hizmet) betrachtet, dem ich hier folge (peşinde koştugum). Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) sei Lobpreis und Dank (hamdeder ve şükreder) für Seine Gunst und Güte (lütf-u ihsan). Wie ein Bruder einmal gesagt hatte, sage auch ich zu mir selbst (kendime diyorum):

Du oh Hüsrev bist nicht derjenige, der gut ist. Es ist vielmehr der Weg (yol), dem du folgst, der gut (iyidir) und schön (güzeldir), ja in der Tat geradezu prächtig (parlaktır) ist. Noch schöner als er und noch prächtiger als er und noch lichvoller (nurlu) als er könnte er gar nicht sein, so sage ich mir.

Mein geliebter Meister (Sevgili Üstadım), wir schulden Euch unseren Dank (medyunuz). Und wir schulden auch allen, die an Euren Abhandlungen beteiligt waren, unseren Dank (risalelere medyunuz). Auch Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), der uns zu Euch und zu Euren Abhandlungen geführt (risalelere ulaştıran) hat, schulden wir unseren Dank (medyun), lobpreisen und danken (müteşekkiriz ve hâmidiz) Ihm.

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Mein geliebter Meister (Sevgili Üstadım), Ihr sprecht in Eurem Brief (mektub) über meine Erschöpfung (yorgunluk). Nun bin ich zwar manchmal erschöpft (bazan yoruluyorum), doch mein Geist (ruh) läd in der Tat meine Seele (nefs), die wegen dieser Müdigkeit nach einer Erholung (istirahatı arzu) lechzt, dazu ein, ihre Aufgaben (vazifeye davet) zu übernehmen und vielleicht wird ja meine derzeitige Arbeit für mich als eine Buße für meine Sünden (keffaret-üz zünub) gelten. Denn die Barmherzigkeit Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk'ın rahmeti) ist allumfasend (vâsi'), so sage ich mir dabei. Während ich also mit solchen Gedanken (düşünce) froh und begeistert (şevk ve sevinc) einherschreite, steigert es meinen Zustand (hal) noch um ein Vielfaches (kat tezyid), dass meine Briefe (yazılar) meinen ehrenwerten Meister (kıymetdar Üstadım) zufrieden stellen (memnun).

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى

{"Dank sei Gott! Dies ist von der Güte meines Herrn."}

Ahmed Hüsrev

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Küçük Zühdü

Den Siebten Abschnitt (Yedinci Kısmı) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) habe ich diesen Abend (akşam) in meinem bescheidenen Zuhause (fakirhane) zusammen mit Bekir Aga und einigen persönlichen Freunden (bazı hususî arkadaş) gelesen. Wir sind alle zu der Überzeugung und zu dem Glauben (kanaat ve iman) gelangt, dass diese neue Abhandlung (risale) ausreicht (kâfi), um die Ungläubigen zum Verstummen (dinsizleri iskât) zu bringen.

Küçük Zühdü

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Sabri

In dem Augenblick (bir anda), in dem ich noch unter dem Schmerz der Wunden (cerihaların teellümatı) litt (müteellim), die durch die Angriffe (hücumlar), welche die Leute des Irrweges (ehl-i dalalet) von Zeit zu Zeit (vakit) gegen die Heiligtümer der Religion (mukaddesat-ı diniye) unternehmen (icra), in meinem Geist (ruh) verursacht werden, eilte mir (yetişerek) der verehrte (muhterem) Bekir Aga gleich wie ein Hızır zu Hilfe und brachte (sunup) mir den Siebten Abschnitt (Yedinci Kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub). Dieser aber wurde mir nun zu einem Heilmittel für meinen Schmerz (derdime derman).

Als in der Tat diese verborgene Perle (dürr-i meknun), welche zu den Präparaten (müstahzarat) der Apotheke (eczahane) des Qur'ans und jenem Tausendstel seiner Weisheit (hikmet) gehört, durch Fragen und Antworten (es'ile ve ecvibe), Andeutungen und klaren Erklärungen (işaret ve sarahat) mein betrübtes Herz (magmum kalbim) behandelten, es erfreuten (tesrir), mein kummervolles Gewissen erleuchteten (müteessir vicdan tenvir) und meinen besorgten Geist trösteten (mükedder ruhumu mahzuz), sagte ich mir: "Ach Herr (Aman ya Rabbi)! Du hast der wahren Gemeinde (hakikî ümmeti) Deines Gesandten und Geliebten (Resul ve Habib) Muhammed Mustafa (ASM) eine so unerschöpfliche Weisheit gewährt (tükenmez hazain-i hikmet bahşetmiş), dass dieser Heilige Schatz (hazine-i kudsi) 1351 Jahre lang mit seinen urewigen Gesetzen (ahkâm-ı ezelî) und seinem ewigen Erlass (ferman-ı ebedî) ein solches immerwährendes Leben geschenkt (hayat-ı bâkiye ihsan), dass Ihr wie die berühmten Gelehrten (ülema-i be-nâm), welche die wahren Erben der Propheten (hakikî verese-i enbiya) sind, aus einer der kürzesten Ayat viele unbegrenzte Wahrheiten (hakaik-i nâmütenahi) abgeleitet und entnommen (istinbat ve istihraç), und so die verwundeten Herzen (kulûb-u mecruhaları) in der Gemeinde (ümmet) Mohammeds durch das Lebenswasser (âb-ı hayatı) des Qur'ans, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, wieder ins Leben gerufen (ihya) habt.

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Oh Besitzer des Reiches (Mâlik-ül Mülk)! Oh majestätischer Schöpfer (Hâlık-ı Zülcelal)! Oh einzigartiger Herrscher (Hâkim-i Bîmisal)! Ich nehme meine Zuflucht zu Deiner Größe und Herrlichkeit (Zât-ı Azamet-i Kibriya) und bete zu Dir (niyaz) in folgender Weise: "Oh Gott (Allah), lass mich nicht in die Welt des Ewigen Lebens (hayat-ı bâkiye âlemi) hinüber gehen (göçürme), bevor ich nicht gesehen habe, wie die Gesetze (Ahkâm) des Qur'ans hochgehalten (i'lâ) werden, der Weg Mohammeds (tarîk-ı Ahmediye) an Boden (ibka) gewinnt, die Ziele und Zwecke (âmâl ü makasıdı) der wahren Erben der Propheten (hakikî verese-i enbiya) ihnen leicht gemacht und zur Erfüllung gebracht (teshil ü teysir) werden und Deine armen Diener (bîçare kulları) im lichtvollen Rahmen (daire-i nuraniye) des Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans und voller Freude (mes'udane) die Worte Gottes weiter tragen (i'lâ-yı kelimetullah)." Indem ich so sage, halte ich mir die Tafeln (levaih) des Qur'ans stets vor meine äußeren und inneren Augen (zahirî ve bâtınî gözleri), mein Meister und Herr (Üstadım Efendim).

Mit vielen Fehlern (Pür-kusur)
Euer Schüler (talebe) Sabri

Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Bekir Aga, meinem Mitbruder, der sich beeilt (yetiştiren), die "Worte (Sözler)" denen, die danach verlangen (müştaklar), zu überbringen (ellerine).

Die Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleler), die wir hier in unseren Händen (elimiz) halten, und welche die Wahrheiten (hakaik) des Qur'ans beinhalten (câmi'), versetzen uns (istigrak) jederzeit (an u zaman) wieder in das Licht (nurlar) auf dem Weg zur Wahrheit (tarîk-ı hakikat), und beseitigen so die Schmerzen (ızdırabı izale), welche die gegenwärtige Zeit (zaman-ı hazır) den Herzen (kalb) der Gläubigen (ehl-i iman) zufügen.

Dank sei Gott dem Gerechten (Hakk'a şükürler), dass wir gegen die Ereignisse (hâlât karşısında), die über die Gläubigen (ehl-i iman) hereingebrochen (musallat) und bereits unerträglich (gayr-ı kabil-i tahammül) geworden sind, innerhalb des lichtvollen Rahmens (nuranî dairesi) des Glaubens und der Rechtleitung (iman ve irşad) zu einer dem Recht und der Wahrheit (hak ve hakikat) würdigen Aufgabe in Dienst (vazife istihdam) gestellt worden sind. Das, was die einzige Quelle unseres Trostes (yegâne medar-ı tesellim) in dieser Zeit ist, sind lediglich die Wahrheiten (hakikatlar), die uns der Barmherzige Allerbarmer (Erhamürrâhimîn) durch Euch (tavassut) zukommen ließ (kavuşturmak). Mein Mund (Lisan) ist nicht in der Lage, meine Dankbarkeit (şükranlar) in Worte zu kleiden (tercüman). Ich weiß nicht, was ich noch darüber sagen könnte. Das, was ich dazu sagen möchte, besteht jedoch darin (ibaret), dass ich die Hoffnung (ümid) und den Wunsch (temenni) hege, dass ich und die Gläubigen (ehl-i iman), besonders aber die Mitbrüder (kardeşler), die sich mit den Abhandlungen (risaleler) beschäftigen, in beiden Welten (iki cihan) glücklich werden (mesrur) und Seine Heiligkeit (hazretleri) der Schöpfer des Kosmos (Hâlık-ı Kâinat) vor allem mit dem heiligen und so großartigen (kudsî ve pek azîm) Dienst unseres Meisters (Üstad) zufrieden sein (razı) möge. Es ist nicht möglich (mümkün), wegen der traurigen Ereignisse (ahval-i müessife) von heute unbesorgt (müteessir) zu bleiben. Möge Gott (Allah) es so wollen (inşâallah), dass alles noch gut werden wird. Ich aber bin nur ein einfacher Mensch (cahilim) und konnte nur dieses schreiben (yazabildim). Ich bin auch nicht imstande (âciz), den Wert (kıymet) dieser Worte (Sözler) zu beschreiben (tarif). Wie viel auch immer ich schreiben mag (yazsam), kann ich doch nicht ein Tausendstel der Bedeutsamkeit (kıymet) dieser Werke (eser) zum Ausdruck bringen.

Euer Schüler (Talebe)
Bekir, Emrullahs Sohn
— 89 —

Dieser Abschnitt wurde aufgrund der "Neun Ausdeutungen (Telvihat-ı Tis'a)" innerhalb der mystischen Orden (Tarîkat) geschrieben.

بِاسْمِهِ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه۪
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}

Mein geliebter, ehrenwerter Meister und Herr (Üstadım, Efendim)

Den neunten Abschnitt (Dokuzuncu Kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), den Ihr mir durch Bruder Hâfız Ali Efendi gesandt (irsal) habt, habe ich mit sehr großer Freude (sevinç) empfangen und gelesen (aldım ve okudum). Zum Teil mit meinen Mitbrüdern und zum Teil auch allein habe ich ihn fünf, sechs Mal gelesen und der lichtvolle Segen (nuranî feyizler), den mein Geist aus dieser Abhandlung (risalenin ruhuma) entnahm, steigerte mein Bedürfnis zu weiterem Lesen (ihtiyacım artıyordu). Diese so wertvolle Abhandlung (kıymetdar risale), die in solch erhabene (ulvî), lautere (nezih) und hohe Wahrheiten (âlî hakikat) des mystischen Weges (tarîkat) unterweist, nach denen ich seit Jahren so sehnsüchtig verlangte (müştak), konnte ich nicht mehr aus der Hand legen (elimden bırakamıyorum). Nach dieser Abhandlung (risale), der ich bei jedem Lesen wieder eine andere Freude (zevk) entnahm und die - wie die anderen Abhandlungen (risale), die ihre Mitgefährten (arkadaş) sind - bei jedem Hinsehen (bakış) eine andere Schönheit und Anmut (güzellik ve letafet) aufzeigt, und nach dem Inhalt (münderecat) der Ausdeutungen (levhalar), welche die erhabenen und hohen Wahrheiten (ulvî ve âlî hakikat) uns mitteilen, hatte ich (arıyor) etwa vier, fünf Jahre lang gesucht und konnte sie nicht finden (bulamıyor).

Mein geliebter Meister (Sevgili Üstadım), möge Gott (Allah) allezeit mit Euch zufrieden sein (ebediyen razı olsun)! Wie die Fische (balık), obwohl sie doch im großen Ozean (bahr-ı muhit) leben und auf den Aprilregen mit einem einzigartigen, mächtigen Interesse (şiddetli bir alâka) warten (ihtiyaç), und nicht, weil sie unter einer Dürre (susuz) leiden, sondern damit die wertvollen Dinge (zîkıymet şeyler), die sie in sich tragen, zustande kommen (husulü) können, so war auch mein Bedürfnis (ihtiyac) nach dieser Abhandlung (risale) so gewaltig groß (şiddetli). Unendlicher Dank sei Gott (bînihaye şükür) dem Gerechten (Cenab-ı Hak) und Seiner Heiligkeit (hazretleri), die unendlichen Segen (Feyyaz-ı Mutlak) spendet, dass Er auch die dunkle (karanlık) Seite meines Lebens (hayat) - viel mehr (fevkinde) als ich wünschen (arzular) könnte - erleuchtet (nurlandır) hat.

Zwar bin ich viel zu schwach (âciz), um mit meinem Stift (kalem) jemals die Wirkungen und die Eindrücke (tesir ve intiba) zum Ausdruck zu bringen (ifade), welche diese Abhandlung (risale) in Eurem armseligen Schüler (fakir talebe) hinterlassen (hasıl) hat. Doch halte ich diese wertvolle Abhandlung (kıymetdar risale) in der Tat für sehr bedeutsam (çok ehemmiyetli), die in ganz kurzen Sätzen (küçük cümleler) wie mit einem Schlüssel (anahtarlar) eine große und reiche Fundgrube und Schätze (define ve hazine) unter Vermeidung riesiger Abgründe (azîm girdablar) eröffnet. Zugleich unterrichtet (ders) sie uns darin, dass die mystischen Ordensschulen (tarîkat) ein Weg sind, der rein (nezih), erhaben (âlî), auserlesen (çok yüksek) und segensreich (feyizli) ist, und den man in seinem Frohsinn (sürurlu) und unersättlich (doyulmaz) in seiner Ekstase (zevkli), nicht mehr verlassen (bırakılmaz) sollte. Ich halte mich daher durchaus für berechtigt (çok haklı görüyorum), besonders den Brüdern (kardeşler), die zu einer solchen Ordensschule gehören (tarîkata mensub), jedoch vor den Anschuldigungen der Außenstehenden (haricin ittihamı) zurückschrecken, und denen es nicht gelingt (muvaffak), sich die Lehre anzueignen und sie zu verstehen (ögrenmek ve anlamak), sich jedoch dennoch weiterhin damit befassen (alâkadar) wollen, dazu zu gratulieren (tebrik), wenn sie diese Abhandlung besitzen (risale mâlikiyet).

Ehrenwerter Meister (Kıymetdar Üstad)!

Ich bitte Euch (niyaz), den noch verbliebenen Teil dieser Abhandlung (Risale) so rasch wie möglich (bir an evvel) zu vervollständigen und uns zu übersenden (ikmal ü irsali), damit wir daraus unser Nutz und Frommen (istifade ve istifaza) empfangen können. Dabei küsse ich Eure Hände und Euren Rock (dest ü damenler). Auch teile ich Euch noch mit (arz), dass ich mit unseren Gefährten zusammen ungeduldig (arkadaşlarımla birlikte sabırsız) auf ihre Vervollständigung und Übersendung warte (intizar), Eure Ekszellenz und mein Herr (Efendim Hazretleri)

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der bleibt und besteht."}

Euer geringer Schüler (Hakir Talebe)
Ahmed Hüsrev