Dritter Abschnitt des 27. Briefes und der Abschluss der dritten Ergänzung
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von dem ersten Ali, welcher der zweite Sabri und zugleich auch der zweite Hüsrev ist.
Oh Erhabener Meister (Ey Yüce Üstad)
Unendlicher Dank (çok şükürler) sei Gott dem Barmherzigen Allerbarmer (Cenab-ı Erhamürrâhimîn), dass Er uns durch Seine Barmherzigkeit (rahmetiyle) den Schlüssel (miftah) zur Schatzkammer der Wahrheiten (hazine-i hakaik) dieses großartigen, offenkundigen Buches (muazzam Kitab-ı Mübin) geschenkt hat (ihsan). Während die ganze Weltbevölkerung (dünya halkı) sich in einer Lage (halet) befindet, in der sie in großer Not (eşedd-i ihtiyaç), durstig (atş), ungeduldig (sabırsızlık), unsicher (mütereddid) und ratlos (mütehayyir) fragt: "Könnten wir etwa noch das Wasser des Lebens (âb-ı hayat) finden?", öffnen (açarak) diese gewaltig großen Wahrheiten (hakaik-i azîme) die Hähne (musluklar) des wohlbewahrten (mahfuz) und geschützten (mestur), gewaltigen (azîm) Semsembrunnens in einer Weise, in der es nicht möglich (kabil olmayan) wäre, Leuten mit verschiedenen Temperamenten (meşreb ehli), die gekommen sind, um etwas zu trinken, nichts zu trinken zu geben (içirilmemek). Mehr oder weniger (cüz'î küllî) können hier ja selbst noch Laien (pek âmi) mit einigen Tropfen ihren Durst stillen (hararetini kestirecek). Wir können in vielerlei Hinsichten und vollkommener Überzeugung bestätigen (kanaat-ı kâmile şahid), dass Ihr Eure erhabene Aufgabe (vazife-i âliye) mit der Veröffentlichung (münteşir), ungeheuchelt (tekellüfsüz) und ungekünstelt (tasannusuz) erfüllt. In einer Zeit (hengâm), in der Ihr in Eurem Dienst (vazife) dazu verpflichtet (muvazzaf) seid, aus einem unendlichen Wissen (ilm-i bînihaye) {gemeint ist der Qur'an (A.d.Ü.)} heraus und mit einem Blick (nazar) auf den Thron Gottes (arş-ı Huda) die Welt zum Lichte (lemaan) Seiner Barmherzigkeit (âleme rahmet) hin zu leiten, könnte man (mümkün) dem nichts mehr hinzuzufügen wagen (cesaret)!
Meiner Ansicht nach gelingt es selbst denjenigen (bence baîd), die einen umfangreichen (muhit) Geist haben und zu den erhabensten geistigen Herren (ehass-ı havas) mit ihren überlegenen Fähigkeiten (tam faik derece) gehören nicht, diese Werke (eserler), die vom Anfang bis zum Ende Licht (seraser nur) sind und sich mit der ganzen Welt der Möglichkeiten befassen (mümkinatla alâkadar), vollständig in sich aufzunehmen (massedebilme). Anstelle einer Armseligkeit (fakir) wie mir, die in jeder Hinsicht nicht einmal etwas Halbes (her hususta nısf), ja vielmehr überhaupt nichts (hiçin hiçi) ist, sie zu studieren (hususta mütalaa), in dieser Angelegenheit den Stift in die Hand (elime kalem) zu nehmen und meine verworrenen Gedanken (müşevveş fikr) diesen gesegneten erhabenen Gedanken (mübarek fikr-i âlî) beizumischen, fürchte (korkuyorum) ich mich und ich könnte es niemals wagen (cesaret). Was mein Ziel und Zweck (gaye-i maksad) ist, so betrachte ich, mein Meister (yalnız üstadım), mit meinem kurzsichtigen Blick (kısa nazar) in jeder Hinsicht allein Euren Erfolg (muvaffakıyet). Als Resultat (netice) Eurer Erfolge (muvaffakıyet) wird für uns ein segensreicher Tag (eyyam-ı mübareke) bereits - wenn auch vorerst nur aus weiter Entfernung (uzaktan uzaga) - sichtbar. Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass wir diesen verheißenen Tag (yevm-i mev'ud) durch den Segen Eurer Gebete (duanız himmeti) noch erleben (görecegiz) werden. Und wenn wir ihn auch nicht mehr erleben (görmezsek) werden, so besteht doch kein Zweifel (şübhesiz) daran, dass Eure Werke (eserler), die doch eine derart umfangreiche Verbreitung genießen (fütuhat-ı azîme nâil), ihn dennoch in einem hocherhabenen Zustand (pek bâlâ bir mevki) heldenhaft bezeugen (kahramanane müşahede) werden. Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) stets mit Euch zufrieden sein (razı olsun). Da ich mehr als das Gebet meiner Wenigkeit (dua-yı âciziye) nicht zur Sprache bringen (mütalaa) kann, überlasse ich diese Angelegenheit (husus) meinen Mitbrüdern mit ihren erhabenen Gedanken (fikr-i âlî) und reinen Herzen (kalb-i safi). Mit meinem Gesicht Eure Hände und Euren Rock (el ve etekleri) berührend bitte ich Euch wegen meiner nur laienhaften Worte (kırık dökük) um Verzeihung (afvınızı dilerim).
Lieber Meister (Üstadım), ich habe diese Dritte Anmerkung (Üçüncü Nükte) über die Sure "Kenziye" {Suratu-l'Fatiha, die erste Sure (A.d.Ü.)} gelesen (mütalaa). Über die Geheimnisse (sırlar), auf die die Buchstaben (hurufat) der Segensreichen (Mübarek) Sure "Alâk" {Sure 96} hinweisen (îma), war ich erstaunt (hayret), meinem Munde entsrömte spontan (gayr-ı ihtiyarî) der majestätische Name Gottes (lafz-ı celal) "Allah, Allah", mein Herz und meine Augen (öz ve gözler) wurden gerührt (hazîn hazîn) und ich weinte. Und folglich dachte ich dabei: So wie jedes Teilchen der Schöpfung (kâinatın her zerresi) für den Schöpfer des Kosmos Zeugnis (Hâlık-ı Kâinat şehadet) ablegt und frohgemut (gülümseyerek) über ihn berichtet (haber), so ist es offensichtlich (bedihî), dass auch die Buchstaben (harfler), welche dem Weisen (Hakîm) Qur'an zugrunde (vücudunu teşkil) liegen, der eine Landkarte des Kosmos (kâinatın harita) ist, in der Tat auf die Vergangenheit (mazi), die Gegenwart (hal) und die Zukunft (müstakbel) der Ereignisse der Weltgeschichte (hâdisat-ı kevniye) aus dem Zusammenhang (lisan-ı hal) heraus Zeugnis (şehadet) ablegen werden. Und so fand ich denn am Ende auch die Bestätigung (izah) zu meinen Überlegungen (düşünce) in dieser Anmerkung (nihayetteki ihtarı) und sagte nun "Dank sei Gott (elhamdülillah)".
Besonders die segensreiche (mübarek) Sure Rahman {Sure 55} beweist (isbat) den Irrgläubigen in ihren Gedanken (efkâr-ı bâtıla) und pharaonischen Vorstellungen (firavunmeşreb kafalar) dieser Zeit wie ein Blitzschlag (yıldırım-misal sâıka) in ganz offensichtlicher Weise (sarih bir surette), dass jede Sache die Angelegenheit des Barmherzigen Allerbarmers (Rahmanürrahîm) ist, und macht mit dem Hinweis (remz) der heiligen Buchstaben (kudsî harf) eines Satzes, der 31 Mal wiederholt wird (bir cümle tekrar), die aus Wellblech gezimmerten (çör-çöpten ibaret) Schutzhütten (tahassüngâh) der Naturalisten und Materialisten (tabiiyyun ve maddiyyun zîr ü zeber) ganz und gar zunichte. Lieber Meister (Üstad), wie Ihr in verschiedenen Zusammenhängen bereits erklärt (beyan) habt, wird der Allmächtige in Seiner Majestät (Kadîr-i Zülcelal) und Allweise in Seiner Vollkommenheit (Hakîm-i Zülkemal), der das Buch der Schöpfung (kâinat kitabı) geöffnet hat, einen Kommentator (müfessir), einen Beschreiber (muarrif) und die wahren Erben (verese-i hakikî) dieses Beschreibers, welche dieses Buch, bis es wieder geschlossen (kapayıncaya kadar) wird, alle die Seiten, Zeilen, Buchstaben und Punkte dieses Buches richtig erläutern (hakkıyla izah) und ihren Sinn (hikmet) aufzeigen werden, als Erfordernis (mukteza) Seiner Barmherzigkeit (rahmet) nicht fehlen lassen (eksik).
{"Dank sei Gott; dies ist von der Güte meines Herrn."}
In der Tat, lieber Meister! Ich sehe (şahidim), dass Ihr sehr müde seid und bis zur Erschöpfung arbeitet. Dabei sagt Ihr jedoch, dass die Heiligkeit dieses Dienstes (vazifenin kudsiyeti) nicht nur der Erschöpfung (yorgunluk) sondern vielmehr allen Dingen vorzuziehen (her şeye tercih) ist. Da Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) es Euch in dieser Zeit (zaman) auferlegt hat, die Führung (kumandası) einer der beiden so bedeutenden, gewaltigen Strömungen (cereyan-ı azîm) zu übernehmen, hört Euch die ganze Welt (dünya) bei der Erklärung (beyan) des Qur'ans (esrar) und seiner Geheimnisse innerlich (manen) zu und wird Euch - wolle es Gott (inşâallah) - alle Zeit (vakit) zuhören. In der Zeit (zaman) dieses geistigen Kampfes (manevî muharebe) führt das Ergebnis des Kampfes (netice-i muharebe) nicht nur die Menschen in den Untergang (insanların izmihlali), sondern wird auch von solchen Kämpfern (muharribler) geführt, welche die Verantwortung für die Zerstörung (netice-i tahribi) allen Seins (mevcudat) tragen und sie dazu missbrauchen (istimal). Wenn das so ist, seid Ihr mit Hilfe des Weisen (Hakîm) Qur'ans der Erfinder (icada vesile) segensreicher Werkzeuge (malzeme-i mübareke) vom neuesten Stand wie auch Panzerhemden (zırh), nicht nur für uns sondern auch für die Kinder (yavrular) der Moslime bis zum Ende der Zeiten (yevm-il kıyam), sodass sie nicht verwundet werden (yaralan) können. Lang lebe mein geliebter Meister (sevgili Üstad)! Möge mein Herr (Rabbim) Euch umgehend gegen Eure Müdigkeit (yorgunluk) den Segen von Tausend Kämpfern (ehl-i gazâ sevabı ihsan) gewähren, âmîn.
Auf Eure Verzeihung (afvınıza) vertrauend möchte ich folgendes sagen: Es ist dies nun einmal die Zeit für einen geistigen Kampf (manevî cihad zamanı); und wir sind Soldaten, die im aktiven Dienst stehen (muvazzaf askeriz) und sagen, dass wir uns auf unseren Wehrdienst freuen (askerlikten lezzet). Dabei ist der Feind (düşman) sowohl hinterhältig (dessas) als auch scheinbar stark (surî kuvvetlice), wobei - einem Leitsatz (düstur) zufolge - das Schwert (kılınç) dem Gegner (hasma) entsprechend gezogen (çekilir) werden wird. Da Ihr nun Eure Arbeit (sa'yiniz) vor unseren Augen ohne jede Aufregung und in aller Ruhe (telaşsız ve ârâmsız) verrichtet, müssen wir uns dessen bewusst (bilmeliyiz) bleiben, dass er uns durch sehr verführerische Dinge (cazibedar şeyler) - wie Rangsucht (hubb-u câh) und irdischen Reichtum (sermaye-i dünya) - täuschen will, die als eine Falle (hile tuzagı) an unserer Front (cephemiz) in betrügerischer Weise aufgestellt wurden. Um uns davor zu bewahren, diese Front (cepheyi bırakıp) zu verlassen, sondern sich von vergänglichen Dingen (âfil şeyler) nicht beirren zu lassen, und dabei überaus segensreiche und heilige (çok mübarek ve mukaddes) Dinge gleich wertlosen Dingen zu zertreten (ayak altında), bitte ich (niyaz) Gott in Seiner Größe (Cenab-ı Kibriya) und Erhabenheit (azamet), in Seiner Macht (kudret) und Seiner allumfassenden Barmherzigkeit (şümullü rahmet) einzig und allein darum, dass wir an dem allgemeinen Segen (himmet-i âmme) des Königs, um desentwillen die Welt erschaffen (Şah-ı Levlâk) wurde, und an den geschätzten Gebeten (makbul ed'iyeler) meines Meisters (Zât-ı Üstada) Tag und Nacht beteiligt (hissemend) werden mögen. Denn daran glaube (iman) ich fest und harre dessen stets in Geduld.
Dieser Abschnitt stammt von Hulusi Bey
Siebter Abschnitt (Yedinci Kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub)
1.) Er ist ein sicheres Zeugnis (kat'î bir hüccet) für die Richtigkeit der Überzeugung (kanaatleri isabet) derer, die mit der Änderung (tagyir) der islamischen Kennzeichen (Şeair) ganz und gar nicht einverstanden (aslâ razı) sind und sich die Ohren zu halten (kulaklarını tıkayanlar), weil sie diese nicht ertragen (tahammül) können.
2.) Er ist eine wirksame Kraft (müessir bir kuvvet) derjenigen, die zwar mit ihrer Auslegung (tevilkârane) behaupten "ich stimme nur äußerlich zu (zahirî muvafakat)", sich jedoch danach der ersten Schar (birinci zümre) anschließen.
{Sie sind zwar zunächst äußerlich dafür, schließen sich jedoch anach denen an, die dagegen sind. (A.d.Ü.)}
3.) Er ist ein heftiger Schlag (şedid bir tokat) gegen die Gruppe (ahzab) der "bösen Gelehrten (Ülema-üs sû')".
{Gelehrte, die den befohlenen Reformen zugestimmt haben. (A.d.Ü.)}
4.) Für diejenigen, die unter bestimmten Namen und bei verschiedenen Anlässen (muhtelif nam ve vesileler) ketzerische Neuerungen (gayesiyle bid'alar) im Interesse des Atheismus (dinsizlik) fördern, ist er ein überwältigender, machtvoller Schlag (kahir bir darbe-i kudret).
5.) Der fünfte und sechste Hinweis (İşaret) ist eine gewaltig starke Wahrheit (gayet kuvvetli hakikat), der Sonne (güneş) gleich, welche die Zweifel (vehimler) derer aufhebt (bertaraf) und denen Vertrauen schenkt (itimadları temin), die zu der Schar (zümre) derer gehören, die davon überzeugt (kanaat) sind, dass das Heil der Welt (ıslah-ı âlem) ausschließlich von dem Erscheinen (zuhur) des Hazret-i Mehdi zu erwarten (vâbeste) ist, und daran zweifeln (şübhe), dass dieser edle Herr (zât-ı âlîşan) in der Lage ist, auch dieser Erwartung (emirde muktedir) zu entsprechen.
6.) Der siebte Hinweis (Yedinci İşaret) umfasst Anleitungen (hâssaları câmi), die gleich einer lauteren Weisheit (mahz-ı hikmet) darauf hinweisen (delalet), wie dieser Kampf (mücahede) in unserer Zeit (bu asr) am besten (en makul) ausgeführt werden sollte (iktiza).
Auch diese kurze Beschreibung (vasfı) Eures schwachen Bruders (âciz kardeş) bezeugt auf jeden Fall seine Schwäche (aczine şehadet). So steht es denn meiner Wenigkeit (bîçare) in der Tat nicht zu, diese Wahrheit (hakaik) gebührend zu beschreiben (lâyıkıyla vasfeylemek).
Meine weltlichen Beschäftigungen (dünyevî meşgalem), persönlichen Angelegenheiten, die Pflege meines Vaters (pederime yardım) u.dgl. unvermeidliche Tätigkeiten und Gefühle (ahval ve duygu) wie ich sie vorher wie nachher (evvel ve âhir) bereits erwähnt hatte (arz), behindern mich sehr (çok mani') bei meinen Aufgaben im Dienst (hizmet) am Qur'an. Was tun? Doch sage ich dabei:
{"Dank sei Gott in jeglicher Lage (Elhamdülillahi alâküllihal)".}
Dabei bedarf ich und bedürfen wir (muhtac) alle sehr Eures Gebetes (dua). Und so beten (dua) wir stets für unseren geliebten Meister (sevgili Üstad).
Dieser Abschnitt stammt von Sabri
Seiner Exzellenz, meinem verehrten Herrn und Meister (Üstad-ı Ekremim Efendim Hazretleri)
Die Gesamtheit (kâffe) lichtvoller (nuranî), heiliger (kudsî) und segensreicher Worte (feyizli sözler), die mindestens seit vierzig Jahren (ekalli kırk sene) in der Welt der Wahrheit (hakikat âlemi) ihre Lichter ausstrahlen (nurlar saçan), öffnet (küşad) auf all ihren Entwicklungsstufen (safahat) Fenster, die den mystischen Orden (tarîkat) zu ihren geistigen Anweisungen (seyr-i sülûk) dienen, und bieten allen sehnsüchtig Verlangenden (müştak) einen Einblick (temaşa) und laden sie gleich einem Blitz (berk-i hâtif) mit dem unmissverständlichen Ruf (nida-i beligi) تَعَالَوْا اَيُّهَا الْاِخْوَانِ {"Kommt, all ihr, unsere Mitbrüder!"} ein (davet). Diejenigen, die Augen (nazar) wie die Falken besitzen (dûrbîn mâlik), erkennen sie sehr klar, folgen ihnen (aşikâre görüp ve dinleyip) {Erkennen solche Aufforderungen und folgen dergleichen Anweisungen (A.d.Ü.)} und suchen ihre Zuflucht (iltica) bei ihnen. {in einem Orden (A.d.Ü.)} Nachdem ich, dieser unzulängliche Diener (abd-i pürkusur), die Neunte Anmerkung (Dokuzuncu Nükte) im 29. Brief (Yirmidokuzuncu Mektub) gelesen hatte, welche mit ihnen Schulter an Schulter (omuz omuza) im Gleichschritt marschiert (yürüyen) und neun Tafeln {Abschnitte} der Glückseligkeit (dokuz levha-i saadet) beinhaltet, und soweit wie möglich erfahren (alâ kadr-il istitaa) habe, was Mystik (tarîkat) bedeutet und dass sie den Segen vom Ort der aufgehenden Sonne (menba'-ı fevz-i necat) und die Quelle der Fülle der Rettung ist. Ich habe noch einmal bestätigt (tasdik), dass sie unendlichen Segen (nihayetsiz füyuzat) und grenzenlos vielfältige geistige Freuden (ezvak-ı mütenevvi) inne hat. Dank sei Gott (Elhamdülillah) wurde durch diese Anmerkung (nükte) meinem Licht bedürftigen (nura muhtaç) Herzen unzählbare Lichter geschenkt (nurlar bahş).
Während ich in das Meer der Wahrheit (derya-yı hakikat) eintauchte, die mein Herz spürte (kalbi hissedip), meine Zunge (lisan) jedoch nicht in der Lage (muktedir) war, ihr Ausdruck (ifade) zu verleihen, teilte (arz ve mâba) ich euch mit, dass es dieses kostbare Werk (eser-i giranbaha) würdig wäre, dafür dankbar (şâyan-ı menn ü şükran) zu sein und ich mir des weiteren mit Herz und Seele (can u yürek) die Fortdauer, seine Fortsetzung (tevali ve temadi) wünsche und erhoffe (taleb ve temenni), bekam ich nun auch noch die abschließenden (tetimme) drei Abschnitte (telvih) geschenkt (ihsan).
Dieser Abschluss (hâtime kısmı) wurde mit seinen Unterweisungen und Ermahnungen (irşad ve ikazları), die den Ausweg (çare) zur Errettung vor den Abgründen (vartalardan kurtulmak) zeigen, tatsächlich zu einer Tafel der Glückseligkeit (levha-i saadet) und der Auferstehung zu einem neuen Leben (bâis-i hayat-ı mücedded). Was könnte man wohl zu denjenigen sagen, die blind von ihrem Star (bakar-körlere) stets davor davon laufen (kaçan), sich wenigstens von den eintausendundeiner Art von Früchten des Glücks (semere-i saadet) zu ernähren, welche dieser großen Straße (cadde-i kübra) {Der Lebensweg nach den Lehren des Qur'ans} überhaupt nicht würdig (aslâ lâyık) sind, welche die Schleier der Verleumdungen (iftira perdeleri) und unberechtigten Verdächtigungen (isnadât) sehen, diese unvergleichliche Fackel (meş'ale-i adîm-ül misal) hingegen zu löschen versuchen und einen Weg in die Täler (vâdi) der Finsternisse und Irrlehren (zulümat ve dalalât) öffnen wollen?
Mögen die Lichter (Nurlar), die mit ihrer unvergleichlichen Ausstrahlung (nazirsiz şu'leleri) das gegenwärtige Zeitalter (asr-ı hazır) beleben und erleuchten (ihya ve tenvir) und die zukünftigen Skizzen (istikbalin krokisi) in der rechten Weise ordnen und festlegen (tanzim ve tahkim), immerdar bestehen bleiben. So bitte ich (dilerim) denn Seine Heiligkeit, den Schöpfer in Seiner Erhabenheit (Hazret Bâri-i Teâlâ), der ganzen Gemeinde (bütün ümmet) Mohammeds (A.S.M.) den Erfolg bei der Verbreitung (ta'mim) dieser lichtvollen Werke (âsâr-ı pürnur) verbessern und erleichtern (muvaffakıyet ve müyesseriyet ihsan) zu wollen. Âmîn.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hüsrev
Mein geliebter Herr und Meister (Sevgili Üstadım Efendim)
Ich habe Euren liebevollen Brief erhalten (sevimli mektub), in dem Ihr uns fragt (sual), was wir von dem Fehler (yanlışlık) in einer Anmerkung (nükte) zum Qur'an halten (karşılandık), die aus dem Segen des Gebetes (duasının feyzi) "Schatz des Throns (Kenz-ül Arş)" entstanden ist, und uns auch die Gründe für diesen Fehler erklärt (hatasının esbabı izah). Ich habe diesen Brief (bu kısmı) und den Sechsten Hinweis (Altıncı Remiz), das die subtilen und erhabenen Übereinstimmungen (latif ve yüksek tevafukat) in der Sure el'Kauthar (Sure 108) erklärt, und noch einen Abschnitt (kısım) über die Mystik (tarîkat) durchgelesen, der noch größer als ein großer Eroberer (fatih) {ein durchschlagender Erfolg (A.d.Ü.)} geworden ist.
In dieser Woche waren meine Freude und meine Begeisterung (sevincim ve şevkim) sehr groß. Einerseits werden diese wertvollen Schätze der Wahrheit (mahzen-i hakaik), die seit Jahren abgeschrieben (istinsah) wurden, um sie danach zu drucken (tab'edilmesi) und in der islamischen Welt (âlem) zu verbreiten (neşredilme), in vertrauenswürdige Hände (emin vâdiler) übersandt. Andererseits erlebten wir (yaşıyorduk) die geistige Freude (zevk-i manevî) bei jedem Abschnitt (kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub), der uns mit seiner weit größeren Ausstrahlung (nuraniyet) als die bezaubernde Schönheit (cazibedar güzellik) dieses Frühlings (bahar) entgegen kam (karşımıza çıkan).
Wir haben zusammen mit unseren Kameraden (arkadaş) die zweite Anmerkung (nükte) zum Qur'an, wie sie aus der Fülle des Gebetes (duasının feyzinden) "der Schatz des Throns (Kenz-ül Arş)" entstanden ist, bevor wir Euren Brief (mektub) erhalten hatten, noch einmal durchgelesen. Da nun dabei niemand von uns die Absicht einer eingehenden Erforschung (tedkik gayesi) hatte, sind wir binnen zehn Minuten in den Lichtkreis (nuranî şu'leler) dieses gerade geschriebenen Abschnitts (kısm) hinein geraten. Denn während wir ihn noch lasen, war aus unseren Kehlen (agzımız) manchmal gar nichts anderes mehr zu hören, als ein Klang des Staunens (sadâ-yı hayret) und der Bewunderung (taaccüb) und reichte bereits die frohe Stimmung (beşaşet), die unsere Gesichter überströmte, und die geistige Freude (manevî zevk) die wir dabei erfuhren, zu ihrer Beschreibung aus (tarif kâfi).
Geliebter Meister (Sevgili Üstadım)!
Eine jede Abhandlung (risale) wird unter uns mit einer sehr großen Freude (sevinç) in Empfang genommen (karşılan), mit Bewunderung (hayret) gelesen und in der ihr gebührenden Weise respektiert (lâyık şekilde hürmet). Ich habe Euren Brief erhalten, in dem Ihr mich auf meinen Fehler (hatam), der mir irgendwie unterlaufen (vaki') war, aufmerksam gemacht habt. Andernfalls würden wir uns überhaupt niemals mit derartigen Dingen beschäftigen (meşgul) und auch niemals zögern (tereddüd), gegen diejenigen, die sagen wollten "hier ist ein Fehler (yanlış var)", dennoch dessen Richtigkeit zu verteidigen (hak dava), hättet Ihr, mein verehrter Meister (kıymetdar Üstad), uns nicht auf diesen Sachverhalt (hal) aufmerksam (ihtar) gemacht. Die Übereinstimmung der Buchstaben (tevafukat-ı hurufiye) der Sure "Kauthar (Sure 108)" und des Achten Hinweises (Sekizinci Remz) hatten wir bereits eingehend durchforscht (tedkikat) und dabei überhaupt keinen Fehler (noksan) entdeckt. Im Grunde genommen (esasen) war die Absicht bei unserer Durchforschung (tedkikat) nicht die, einen Fehler zu suchen, vielmehr ging es (vuku) dabei um die Erweiterung unserer Kenntnisse (tevsi'-i malûmat) sowie um den Empfang unserer geistigen Nahrung (manevî gıda). Heute Abend war ich mit meinen Mitbrüdern Re'fet, Lütfü und Rüşdü Efendi in meiner bescheidenen Hütte (fakirhane) zusammen und wir sprachen noch einmal über diesen Sachverhalt (bu husus). Dabei sagten wir alle: "Wir wissen, dass unser Meister (Üstad) überhaupt nicht zögern würde (çekinmek), uns irgendetwas zu sagen. Dieser Sachverhalt ist für uns ausreichend (kâfi). Zudem war so etwas bis heute noch nie passiert. Auch sind die Abhandlungen (risaleler) dafür das wichtigste Zeugnis (şahid). Sie wurden im Kreise derer (zâtların ellerinde), die ihr Wissen (ilm) sich selbst zuschreiben (isnad), in Umlauf gebracht und so auch ihre Richtigkeit bestätigt (tasdike mecbur).
Also, mein geliebter Meister (sevgili Üstadım)! Dieser Vorfall (hâdisat) stärkte unser Denkvermögen (takviye) noch weiter und verbindet uns (rabtediyor) nun noch stärker an Euch. Das gilt als ein ausreichendes und noch sichereres (kâfi ve daha kat'î) Zeugnis dafür, dass Ihr uns in jeder Hinsicht unter Euren Schutz und Schirm (himaye ve vikaye) nehmen werdet.
Geliebter Meister (Sevgili Üstadım)! In dieser Woche habe ich noch eine Anmerkung (nükte) erhalten, die Ihr mit eigener Hand (hatt-ı destiniz), mit so großer Mühe (zahmet) und mit Tausend Schwierigkeiten (müşkilât) geschrieben habt, und welche die Übereinstimmungen (tevafukat) im ganzen Qur'an aufzeigt. Darüber hinaus weist Ihr auch darauf hin, dass noch zwei weitere Listen hinsichtlich ihrer Übereinstimmungen (tevafukat) geschrieben werden sollen, die so allgemein (umumî) wie diese Anmerkung (nükte) sind, sich aber doch in ihren Formen von einander unterscheiden (tarzları ayrı). Wir erwarten sie in Ungeduld (sabırsız). Jedesmal, wenn wir an Eure Erschöpfung denken (yorgunluk hatırladık), tut es uns in unseren Herzen weh (yürekler sızlıyor). Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) Euch großen Segen schenken (hayr-ı kesîr ihsan), so wie Ihr dessen auch würdig (lâyık bir tarz) seid. Âmîn!
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hüsrev
Mein geliebter, hochverehrter Meister und Herr ( Sevgili Üstadım, Muhterem Efendim)
Eurer Exzellenz Hinweis (iş'ar-ı fâzılaneler) darauf, dass von Neuem in richtiger und auf eingehende Weise (hakikî ve esaslı bir suret) die Ayat, Worte und Buchstaben angemerkt (tesbit) werden, um die Abweichungen zu beseitigen (bertaraf), welche man bei der Gestaltung der Ayat, Worte (kelimat) und Buchstaben (hurufat) im Ehrenwerten (Kerim) Qur'an bemerken kann, ist es tatsächlich wert, als eine frohe Kunde (cidden şâyan-ı tebşir) betrachtet zu werden. Diese u.dgl. Fälle mehr (ahval) führen uns dazu, von Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak) stets um Erfolg (muvaffakıyet) bei den allgemeinen, erhabenen Aufgaben (ulvî ve umumî vazifesi) unseres Meisters (Üstad) zu bitten. Besonders der Stil des Briefes (mektub sureti), der an unseren Bruder Hacı Nuh Bey geschrieben wurde, u.dgl. weitere Briefe haben unser Leben verändert (hayatım degiştirmiş) und über unser Leben in der Zukunft (müstakbelde hayatım) die Lichter verbreitet (nurlar serpti). Zudem haben sie uns vor Scheinheiligkeit (riyakârlık), Schmeichelei (tabasbus), Unterwürfigkeit (temelluk) und ähnlichen sehr vielen gemeinen Gewohnheiten (ahlâk-ı rezile) bewahrt, mit welchen die Menschheit (insanlık) von heute belastet (giriftar) ist, und an ihrer Stelle die Samen der guten Charaktereigenschaften (ahlâk-ı hasene fidanları) ausgesät und so zum Wachstum (vücuda gelmesi) großer, festverwurzelter Bäume (şecere-i âliye ve nafize) beigetragen. Darüber hinaus kann ich sogar noch sagen, dass sie uns in ein ganz anderes Leben (bambaşka bir hayat) als die Gefühle (duygular) der heutigen Menschheit (bugünkü beşeriyet) geführt haben und allzeit die Empfindungen und Ideen (duyguları ve mefkûreler) am Leben erhalten (yaşatmak), indem wir sagen: "Wie kann unser Schöpfer (Hâlık) mit uns zufrieden (razı) sein, und mit was für einer Tat (sa'y) kann ich heute das Buch meines Lebens (sahife-i hayat) abschließen? Wir gehören zu der Gemeinde (ümmet) unsres geliebten (sevgili), Herrn (Efendim), des ruhmreichen Propheten (Peygamber-i Zîşan), mit dem Friede und Segen sei. Auf welche Weise (suret) aber sollten wir nun arbeiten (sa'y), um diejenigen aus seiner Gemeinde (ümmetler), welche denen folgen (arkalar), die den Weg des Irrtums eingeschlagen (dalalet yolunu tutan) haben, auf einen Irrweg (dalalete gidenler) geraten sind, wieder auf den Weg rechter Leitung (tarîk-ı hidayet) zu führen, sodass wir die Zufriedenheit (hoşnudiyet) des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, für uns gewinnen können (celbedebiliriz)?"
In den Seelen (ruh) Eurer Schüler (talebelerinizin ruhları), die ihrem Ehrenwerten Meister (kıymetdar üstad) gern bei jedem Schritt folgen (hatvede ittibaı), wurde das Wort, das die schönste Aussage ihres Meisters (üstadlarının en güzel fıkrası) ist, "dieser Kopf, der bereit ist, sich für den Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'an zu opfern (feda), {*) Üstad war bereit, sein Leben zu opfern (A.d.Ü.)} kann sich nicht vor anderen beugen (baş, başkalara)" in ihrem Leben (hayat) zu ihrem schönsten und größten Schlüssel und Leitsatz (miftah ve bir düstur).
Da wir in diesem Leben (hayat) mit dieser Freude (zevk) leben, fürchtet (korkmak) sich die vorgestellte Kraft (mevhum kuvvet), die in diesem Tal (vâdi) als Angt (korku) bezeichnet wird, vor dem Mut (cesaret), den Eure Schüler (talebeler) um der Wahrheit (hak) willen zeigen (gösterdik). Ich wünsche (temenni ederken) für Eure Schüler und meine Mitbrüder (talebeler ve kardeşler), die aus der geistigen Haltung ihres Meisters (üstadlarının halinden) jeden Tag und jeden Augenblick (her gün ve her an) ihre Lektion empfangen (ders alan), um der Zufriedenheit Gottes (Rıza-i İlahî) willen jeder möglichen Schwierigkeit (hal) gern die Stirn zu bieten (gögüs germeyi), gute Erfolge (hayırlı muvaffakıyetler) und Glück (saadet). Mein geliebter Meister (sevgili Üstadım)! Ich bete (dua) dafür, dass Ihr in einer viel schöneren Weise (güzel bir şekil) und in einer noch würdigeren Form (elyak bir tarz) als Ihr es verdient (lâyık) habt, die Gunst des Gepriesenen erlangen (eltaf-ı Sübhaniye nailiyetiniz) möget. Ich küsse Euren Rock (damen) in vollkommener Hochachtung (kemal-i hürmet) und Ehrfurcht (ta'zim), Eure Exzellenz und mein Herr (Efendim Hazretleri)!
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Nasuhizade Şeyh Mehmed Efendi
Der Nachtigal im Garten (Bülbül-ü Bagistan) des Qur'ans, seiner Exzellenz (Hazretleri), meinem Ehrenwerten Meister und Herrn (Üstad-ı Ekremim, Efendim)
Mein vollendeter Lehrmeister (Mürşid-i ekmel), mein Scheych Hacı Rahmi Sultan Hazretleri verschied im zweiten Jahre der Mobilmachung (seferberlik) hinüber in das Reich der Beständigkeit (irtihal-i dâr-ı beka). Vor einem Monat als Ihr Burdur beehrt (teşrif) {Üstad wurde in die Provinz Burdur verbannt, wo auch Scheych Mehmed lebte (A.d.Ü.)} hattet, war ich mit Rahmi Sultan selig (merhum) zusammen in einer Heiligen Moschee (câmi-i şerif) in der Gemeinschaft einiger Leute (cemaat) zusammen in tiefster Stille und innerer Versunkenheit (sükût-u hal-i murakabe). {ein Zustand jenseits allen Bewusstseins (A.d.Ü.)} Einige Heilige (veliler) geruhten, uns die Ehre ihrer geistigen Anwesenheit (ruhanî teşrif) zu erweisen. Und schließlich habt auch Ihr, mein Meister (Üstad), uns beehrt. Ich bin im Aufscheinen (zuhur) einer Ekstase des Erbarmens (cezbe-i Rahman) erwacht und wieder zu mir selbst gekommen (uyandım, kendime geldim). Nach einem Monat habt Ihr dann Burdur abermals beehrt (teşrif). So war ich auch an manchen Tagen bei Euren lehrreichen Unterhaltungen (sohbet-i irfaniye) zugegen. Und so wurde auch unseren Seelen (ruhlar) die Nahrung gereicht (gıda bahşolundu).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Âsım Bey
Eure Exzellenz, mein verehrter Meister und Herr!
Zwei dringende Gründe (sebeb-i mücbir) haben mich dazu geführt (hasıl), Euch diese Bittschrift vorzulegen (arîzamı takdim) und Eure Zeit auf diese Weise in Anspuch (tasdî) zu nehmen:
Zum ersten wird in einem Abschnitt (fıkra) des letzten ermutigenden Schreibens (Iltifatnameler) meines geliebten Meisters (Sevgili Üstad) gesagt: "Meine Wenigkeit (fakir), meinen ehrenwerten Bruder (aziz kardeşim) Hüsrev und andere erhabene (yüksek), wahrhaftige (ciddî) und aufrichtige (hâlis) Brüder und Schüler (kardeş ve talebeler) möge Gott der Gerechte bis zum Ende unseres Lebens (âhir-i ömrüm) im Dienst (hizmet) am Qur'an standhaft werden lassen (daim eylesin)."
Zu diesem Gebet (dua), Flehen (niyaz) und den Segnungen (himmetler) meines Ehrwürdigen Meisters (Muazzez Üstad) sagte ich aus ganzem Herzen (mevcudiyet) "Âmin" und sage es noch immer. Und auch meine inständige Bitte (niyaz) zu Seiner Heiligkeit (Hazretler), Gott in Seiner Ewigkeit (Cenab-ı Lemyezel) ist dies in gleicher Weise. {Âsım Bey macht hier das Gebet seines Meisters um die Standhaftigkeit der Brüder im Dienst zu seinem eigenen Gebet und sagt auch zu diesem Gebet sein "Âmin". (A.d.Ü.)} Das Gebet und der Segen (dua ve himmet) meines so verehrten und so geliebten Meisters (muhterem ve sevdigim Üstadım) lassen meine Tränen der Freude (sürur, sevinç) und des Glückes strömen. Den zweiten Abschnitt, der diesem Abschnitt (fıkra) und diesem Satz (cümle) folgt, zitiere ich hier wortwörtlich:
"Bei der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) bitte ich und hege ich die Hoffnung (ümid), Euch nach meinem Tode (öldügümde) als meine Erben (vâris) zurück zu lassen und in Ruhe und Frieden (ferah ile kedersiz) in mein Grab zu steigen." Diese Aussage ließ mich eingehend darüber nachdenken (düşündürdü) und dieser Wunsch (arz), diese Bitte (taleb) und diese Hoffnung (ümidi) meines Meisters (üstad) vor der Barmherzigkeit Gottes verschwindet nie (hiç çıkmıyor) auch nur eine Minute aus meinem Gedächtnis (zihnim), meiner Vorstellung (fikrim) und Phantasie (kuvve-i hayal). Aufgrund dessen sagte ich zu dieser Aussage (fıkra) aus ganzem Herzen (zerrat-ı mevcudiyetim) mein "âmîn" und rief inständig flehend (tazarru' ve niyaz) um die Güte und Freigiebigkeit (fazl u kerem) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk).
Darüber hinaus möchte mein Herz (gönül) und bittet (arzu) Euer Hochwürden (Hazret) ohne Heuchelei (riya degil) und gekünsteltes Getue (tasannu' degil) - es kommt aus meinem Inneren (içim) - um das folgende: meine Wenigkeit (fakir) möge vor meinem Meister (Üstad) ins Grab (kabr) steigen und bis ich an die erste Pforte (kapı) des Hauses der Ewigkeit (dâr-ı beka) komme, möget Ihr im Hause dieser Welt (dâr-ı dünya) sein, damit diesen - Euren armen und bedürftigen (fakir ve muhtaç) Schülern - durch die Gebete und Geschenke begnadet (dua ve hediye mütena'im), die Ihr nach Ihm senden werdet, Glück und Freude (şâd ve mesrur) zuteil werden. Und bei Eurer Ankunft in Ehren (teşrif) - das ist mein Gebet und meine Fürbitte (dua ve niyaz) an den Herrn der Welten (Rabb-ül Âlemîn), der Barmherzige Allerbarmer (Erhamürrâhimîn) - wird meine Seele (ruh) die Ehre haben (şerefiyle müşerref), Euch dort zu empfangen (istikbal). So taucht (hasıl) in meinem Herzen (gönül) dieser Wunsch (arzu)
{(Anmerkung -Haşiye): Tatsächlich (hakikaten) muss das Bittgebet des inzwischen Verstorbenen (merhumun münacatı) bereits unverzüglich angenommen (karin-i icabet) worden sein, sodass er innerhalb eines Jahres während einer Gerichtsverhandlung (mahkeme) anstelle seines Meisters (Üstadına bedel) verstorben und in die Ewigkeit hinüber (irtihâl-i dâr-ı beka) gegangen ist. Um zu verhindern, dass seinem Meister Unheil geschieht (Üstadına zarar gelmemek), sagte er, als er während der Gerichtsverhandlung verstarb: "Oh Herr (Yarabbi), nimm meine Seele auf (canımı al)! لاَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ ("Es gibt keine Gottheit außer Gott".) Möge Gottes Barmherzigkeit (Rahmetullahi) mit Seinem grenzenlosen Erbarmen auf ihm ruhen (rahmeten vâsiaten).
Sabri}
dazu auf, darüber und das Leben im allgemeinen lange Zeit nachzudenken (düşündürüyor). Noch größer und stärker (büyük ve şedid) als dieser Wunsch und diese Fürbitte (arzu ve niyaz) ist das Folgende: Ich wünsche mir von Herzen (gönül arzu), dass mein Meister (Üstad) noch sehr lange Zeit (zaman) im Haus dieser Welt (dâr-ı dünya) bleibt, infolgedessen Ihr Euren Heiligen Dienst (vazife-i kudsiye) weiter fortsetzt (devam) und durch die Herausgabe und die Verbreitung (teksiri ve intişarı) der Risale-i Nur und der Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur), welche die Lichter (nurlar) der Wahrheit und der rechten Leitung (hakikat ve hidayet) sind, diejenigen, die im Schlafe der Gottvergessenheit (hâb-ı gaflet) und in ihrem Irrtum befangen (dalalet) sind, und die Leute der ketzerischen Neuerungen (ehl-i bid'a) und des Unglaubens (mülhidler) auf den Weg der Wahrheit (tarîk-ı hak) und der rechten Leitung (hidayet) geführt werden. Darum möchte ich, dass Ihr, mein Meister (üstadım), noch lange Zeit leben (yaşamak) möget, wir Eure Führung nicht entbehren (eksik) müssen und nicht durch Eure Abwesenheit (gaybubet) als verwaist und namenlos (yetim ve öksüz ) zurückbleiben.
Es gibt noch vieles, was ich noch sagen möchte. Doch bin ich in meiner Unzulänglichkeit (kifayetsizlik) nicht dazu in der Lage (iktidar) und kann daher mein Stift (kalem) nicht meinem Herzen Ausdruck (kalbim tercümanı) verleihen. So überlasse ich (havale) denn auch diesen Wunsch (arzu) - wie jede Angelegenheit (her iş gibi) - Gott dem Erhabenen (Cenab-ı Kibriya).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hâfız Ali und wurde aufgrund einer Frage (istifsar) geschrieben, die ihm aufgrund eines unbedeutenden Zwischenfalles (mes'ele) mit den Worten: "Fühlst du dich gekränkt (Gücendin mi)?" gestellt wurde.
Oh hochverehrter Meister (Üstad-ül Muhterem)
Für meinen Ehrenwerten Meister (kıymetli Üstad), der kostbarer ist als ein jeder Abschnitt (safha) meines Lebens (hayat) und für den ich in Erfüllung auch nur eines einzigen Befehls (emri infazı) jederzeit bereit wäre (hazır ol), dieses Leben einem Nachtfalter (pervane-misal) gleich im Feuer zu opfern (ateşte yakmaga)!
Um einer solchen Wahrheit willen (hakikat ugrunda), zögert man (tereddüd) nicht, selbst für einen ruhmreichen König (Padişah-ı Zîşan), der ein kostbares Geschenk gemacht (kıymetli hediyeyi ihsan) hat, in der Tat sich dieses Geschenkes für würdig zu erweisen (sarfetmek). Genau so sind wir - mein Meister (Üstad) - dazu bereit (hazır), das Leben (hayat), das uns anvertraut (emanet) wurde und von dem es nicht bekannt (meçhul) ist, wann es wieder von uns genommen (alınacagı) wird, Gott dem wahren Geber (Cenab-ı Mün'im), auf dessen Befehl (emr) wir allzeit gehorsam und bereit (âmâde ve hazır) sind, was für ein Befehl, Sein anvertrautes Gut (emanet) betreffend auch ergehen sollte (emri vaki' olsa), wolle es Gott (inşâallah), ohne zu zögern (bilâ-tereddüd), Ihm als sein anvertrautes Gut (emanet) wieder zurückzugeben. Da Ihr nun einmal in der Nähe Gottes (kurbiyet-i İlahiye), des Königs ohne Ende (Padişah-ı Bîzeval) dazu beauftragt (memur) seid, uns Seine lauteren Befehle zu (emrini teblige) erteilen, ist auch Euer gesegnetes Wort (mübarek söz) gleichfalls wahr und reine Barmherzigkeit (hak ve aynı rahmet).
Des weiteren wird, mein Herr (Efendim), ein Gärtner (bahçıvan-misal) die unteren Äste (aşagı dallar) junger Bäume (fidanlar) abschneiden, um sie so bald wie möglich vor dem Angriff (taarruz) schädlicher Tiere (hayvanat-ı muzırra) zu bewahren (kurtarmak) und sie in die Höhe wachsen (yükselsin) können. Diese Bäume (fidanlar) haben gar kein Recht (haklar), zu sagen: "Der uns pflegt (tımar) und zu unserem Leben beiträgt (hayatımıza sebeb), belästigt uns (rencide) manchmal." Denn wenn sie in ihrer ursprünglichen Form (hal-i asıl) geblieben wären, so würde ein schädliches Tier (muzır hayvan) sie abbeißen und auch die Wurzeln in der Erde (topraktaki kökü) würden verfaulen (tefessüh) und so vergehen (yok olacaktı).
Eurem ganz und gar sündhaften Schüler (pür-zünub talebe), der ohne Übertreibung (mübalagasız) mit all seinen Fehlern (pür-kusurluk) nicht seinesgleichen (mislim) hat, wovon ich meine Seele manchmal schon selbst überzeugt (nefsim kabul) habe, während ich nicht nur bis zu den Knien (dizler), nicht bis zum Gürtel (belim), nicht bis zur Kehle (bogaz), sondern bis über den Hals (boyum), ja sogar selbst noch bis in mein Inneres (dâhil) hinein in schwarzen Schlamm (siyah çamurlar) eingetaucht zu verfaulen (tefessüh) begann, seid Ihr, mein Meister (Üstad) in der Tat wie "der Grüne (Hızır)" zu Hilfe geeilt und habt mir, dem Lokman gleich aus dem Haus der Genesung (şifahanesi) des Weisen (Hakîm) Qur'ans die Medikamente (mualeceler) geholt und mit meiner Behandlung (tedavi) begonnen. So habt Ihr zu jenem Geschenk des Lebens beigetragen (bahşına vesile), das dieses Namens eines Lebens (hayat ismine) auch würdig ist. Es ist jedoch nicht verständig (kâr-ı akıl), nicht dazu bereit zu sein, dieses Leben, um dessentwillen, der dieses Leben geschenkt (hayatı ihsan) und mir vermittelt (vesile) hat, auch aufzuopfern (ifna).
{(Anmerkung): Er hat wohl bereits verspürt (hissetmiş), dass er an meiner Stelle den Märtyrertod erleiden (şehid olacak) würde. Als ein Wunder (keramet) seiner standfesten Wahrhaftigkeit (kuvvet-i ihlas) konnte er dies voraussagen (haber). So erlitt er den Märtyrertod (şehid), wie er es gesagt hatte.
Said Nursî}
Des weiteren muss ein Patient von einer notwendig gewordenen Operation (hasta, ameliyata muhtaç) in Kenntnis gesetzt werden. Wir sind einem Arzt (eczacı) gegenüber, der seinen Patienten Tag und Nacht behandelt und versorgt (tedavi), hunderttausendfach zu Dank (teşekkür) und Seiner Heiligkeit (Hazretler), dem Allweisen in Seiner Vollkommenheit (Hakîm-i Pür-kemal), dem Allmächtigen in Seiner Unvergleichlichkeit (Kadîr-i Bîmisal), der diesem Mediziner die Apotheke (eczacıya eczahaneyi) anvertraut hat (teslim), unendlich zu Lobpreis und Dank (hamd ü şükre) verpflichtet. Doch bin ich sehr traurig (mükedder), weil ich meiner Verpflichtung (borcum) gar nicht nachkommen (îfa) kann. Möge Gott der Erhabene (Allahü Teâlâ) allezeit mit Euch zufrieden (ebeden razı olsun) sein.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey
Lieber Meister (Aziz Üstad), gütiger Bruder (Müşfik Kardeş) und verehrter Mitstreiter (Muhterem Mücahid)
Innerhalb der letzten beiden Wochen habe ich einige wunderbare Werke (mu'ciznüma eserler) erhalten, welche der Sechste Abschnitt (Altıncı Kısm) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) über einige Zeilen (nükte) im Qur'an genannt werden, die aus der Fülle des Gebetes (duasının feyzi) "Schatz des Throns (Kenz-ül Arş)" erwuchsen, sowie den Sechsten und Achten Hinweis (Sekizinci Remz ve Altıncı Remz) des Achten Abschnitts (Sekizinci Kısm) des 29. Briefes, die in zwei Etappen herauskamen (vürûd).
Den ersten Brief (mektub) habe ich in derselben Stunde des heutigen Tages erhalten (elime), in der ich mich so wie jeder Mensch (hasb-el beşeri) einmal innerlich ziemlich unter Druck gesetzt (sıkıldık) fühlte. Als meine Augen ein solches Licht (Nur), mein Verstand (akl) einen solchen Unterricht (ders), mein kranker Leib (hasta vücud) ein solches Heilmittel (ilâc), meine leidende Seele (muzdarib ruh) einen solchen Trost (teselli) und mein so unendlich grausames Ego (zalim nefs) eine solche innerliche Leitung (manevî terbiye) dringend brauchten (muhtaç), kam mir dieses Werk in der Tat zu Hilfe (eseri yetişmek); und zudem kam es neun Tage nach dem zweiten Werk, das in der Tat (hakikatte) drei Tage später zur Post gebracht worden war, was ohne Zweifel erkennen (gösteriyor) lässt, dass sich dieses Geschehen nicht ganz von alleine oder rein zufällig (kendine veya tesadüf) ereignet hat. Es hat sich nicht ganz von selbst ereignet, sondern wurde so verfügt (gelmiş degil, gönderilmiş). Es ist mir nicht zu Hilfe gekommen, vielmehr wurde mir diese Hilfe zuteil (Yetişmiş degil, yetiştirilmiş). Es geschah nicht absichtslos; dieser Dienst wurde vielmehr noch besonders beschleunigt (hizmete koşturulmuş). Ja es ereignete sich sogar von unsichtbarer Hand (dest-i gaybî) gerade in jenem dringenden Augenblick (lüzumlu bir anda), in dem es für Euren hilflosen Bruder (bîçare kardeş) dringend notwendig (muhtaç) war, für ihn, welcher der schwächste (zaîf), unfähigste (âciz), unwürdigste (liyakatsız) und sündhafteste (zebun) unter den Dienern (hâdimleri) des Qur'ans ist und ihm nun als klares Zeichen der Barmherzigkeit und Güte (mahz-ı eser-i rahmet ve inayet) dargeboten wurde.
{"Dank sei Gott! Dies ist von der Güte meines Herrn."}
Den Sechsten Abschnitt (Altıncı Kısım) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) habe ich am vergangenen Freitag gelesen, während mein Vater, Fethi Bey, Hoca Abdurrahman und noch ein anderer Herr (zât) anwesend waren (hazır). Ich habe ihn ein paar Mal nur für mich allein studiert (kendi hesabıma mütalaa) und werde mich nun darum bemühen, dass auch einige Leute (mahdud zevat), die ihn lesen werden und auch lesen sollen (okuyacak ve okunması) - wolle es Gott (inşâallah) - ihren Nutzen (istifade) daraus ziehen können. Diese lichtvollen Werke (nurlu eserler) besitzen zwei gegensätzliche Wirkungen (zıd tesiri haiz), wie liebkosend (okşamak) oder angsteinjagend (korkutmak). Es gibt keinen Zweifel (şübhesiz) daran, dass einer von diesen beiden Wirkungen (vasıta) bei den Menschen (insan) eintreten (müessir) werden. So ermahnt (ikaz) Ihr die Schüler und Diener (tilmizler ve hâdimler) des Weisen (Hakîm) Qur'ans in einer ähnlichen (müşabih) Form zur Wahrheit (hakikaten), wie durch die Grundlagen der Glaubenspfeiler (şerait-i imandaki esaslar), welche diese Wirkung (hakikat) vor Augen halten, und unterrichtet (ders) sie die folgenden sechs Punkte (altı esas) mit Recht, damit sie sich nicht in die Irre führen (aldanmamalar) lassen.
1) Anstelle der Rangsucht (Hubb-u câh) die Zufriedenheit Gottes (rıza-i İlahîyi), welche ein Aspekt des Glaubens an Gott (Allaha imanın bir manası) ist, als Beweggrund zu nehmen.
2) Anstelle von Angst (havf) und Zweifel (vehim) Glaube (iman) an das Vorherwissen Gottes (kader)...
3) Anstelle von Gier und Habsucht (hırs ve tama) entsprechend der Anleitung (delalet) der majestätischen Ayah (âyet-i celile)
{"Gott ist es, der allen Unterhalt beschert und Macht und Festigkeit zu eigen hat." - Sure 51,58 - der Glaube (iman) an den Qur'an und an die von Gott geoffenbarten Bücher (kütüb-ü İlahiye)....}
4) Anstelle des Gefühls eines negativen Nationalismus (menfî milliyetçilik hissi) den Weg (meslek) des großen Propheten (Nebiyy-i Efham), mit dem Friede und Segen sei, seine Exzellenz unser Herr (Efendimiz Hazretleri), der zu allen Dschinnen und Menschen (cinn ve ins) gesandt wurde (mürsel), den Glauben an die Propheten (Peygamberlere imanı), indem Ihr uns an dgl. folgende gesegnete (mübarek) Ayat erinnert:
{"Fürwahr, alle Gläubigen sind Brüder." - Sure 49,10 -}
{"Und haltet alle fest am Seil Gottes und zerteilt euch nicht!" - Sure 3,103 -}
5) Anstelle des Egoismus (enaniyet), unsere Schwäche (acz)... unsere Fehlerhaftigkeit einzugestehen (noksanımızı itiraf) und hinsichtlich der Veröffentlichung und des Schutzes (neşr ü muhafaza) der Heraussickerungen (tereşşuhat) des Qur'ans unseren Beitrag zu leisten (hissemize düşen hizmeti) und im Bewusstsein dessen, dass wir zu diesem Dienst verpflichtet (hizmetle mükellef) sind, nicht das Ergebnis im Voraus (neticeyi hesab) berechnen, d.h. in gewisser Weise (inzale) über unsere bloße Menschlichkeit (beşeriyet) hinaus wachsen und den Engeln (melaike) ähnlich werden, die zur Herabsendung der Bücher und Seiten Werkzeuge (vasıta) der Propheten (Kütüb ve Suhuf-u Enbiya) wurden und dadurch den Glauben an die Engel (meleklere imanı)...
6) Anstelle von Nachlässigkeit (tenbellik) und Bequemlichkeit (tenperverlik), Pflichtbewusstsein (vazifedarlık)... gegen die Zustände (haller), die für den Dienst (hizmet) am Qur'an keine Zeit (vakit) lassen, der doch heilig (kudsî) und wert (kıymet) ist, jede Stunde (saat) als einen Tag der Anbetung (gün ibadet) Gottes gelten zu lassen (lâzım), woran man keinen Zweifel (şübhe) haben sollte, auch an die Erhabenheit dieses Dienstes (hizmetin ulviyeti) denkend, seine Augen offen zu halten (dört açmayı), bevor wir die Gelegenheit verpassen (elden çıkmazdan), d.h. den Wert des Lebens zu schätzen (hayatın kadri) wissen, bevor wir dahingehen (ölmezden), in einer unmissverständlichen Sprache (kat'î bir lisan) den Glauben an das Jenseits (âhirete imanı) mit seinen Beweisen (delalet), Anzeichen (remz) und Hinweisen (işaret) in aller Klarheit zu unterrichten (sarahaten ders), erweist Ihr die Gunst, uns zu ermahnen (ikaz lütfunda).
Gott in Seiner Majestät und in Seiner Heiligkeit (Allah-u Zülcelal Hazretleri) möge mit Euch allezeit zufrieden (ebeden razı olsun) sein, um in Eurem wahrhaftigen Kampf und Dienst (ihlaslı mücahede ve hizmet), unter Gottes Erbarmen die Gemeinde (ümmet-i merhum) Mohammeds (A.S.M.) vor dem Irrtum zu retten (dalaletten kurtarmak), sie auf die königliche Straße (şahrâh) des Qur'ans zu führen (delalet) und standhaft und erfolgreich (daim ve muvaffak) machen, âmîn,
{"um des Hauptes der Gesandten (bi-hürmet-i Seyyid-il Mürselîn) und des offenkundigen Qur'ans willen (bi-hürmet-i Kur'an-il Mübin)!"}
Der Segen (füyuzat) des Werkes (eser) mit dem Titel (serlevha) "Eine Anmerkung (nükte) des Qur'ans, die aus der Fülle des Gebetes (duasının feyzi) "Schatz des Throns (Kenz-ül Arş) hervorgeht." und des achten Hinweises (ekizinci Kısmı) des achten Abschnitts (Sekizinci Remzi) des 29. Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) äußert sich auf eine kaum zu erklärende (tarif), nahezu unbeschreibliche (tavsif) und ganz besondere (âlî ve müstesna) Art und Weise (vaziyet).
Im ersten Werk versetzte mich die Übereinstimmung (tevafuk) der Buchstaben (hurufat) im ganzen Qur'an, auf die hinsichtlich ihrer Anzahl (aded itibariyle) hingewiesen wird und die erklärt (işaret ve izah) werden, von einem Erstaunen ins andere (garik-ı beht ü hayret). Das zweite Werk (eser), das auf die Übereinstimmung der Buchstaben (hurufatın tevafukat) in vier kurzen Suren zum Teil hinweist (işaret), zeigt mit Recht auf dieses Wunder (hakkan ki mu'ciznüma) hin. Von der geistigen Freude und Fülle (manevî zevk ve feyz) könnte ich nicht einmal ein Tausendstel dessen darlegen (arz), das ich für dieses beispiellose Werk (emsalsiz eserlere) empfinde, das von unserem geliebten Meister (sevgili Üstad) veröffentlicht wurde (mevki-i intişar). Es wird als die Übereinstimmung (gaybî tevafuk) aus dem Verborgenen bezeichnet, die von den Wundern, die bis jetzt verborgen (mahfî) geblieben waren und sich auf die Wunderhaftigkeit des (mu'cizeleri i'caz) Qur'ans beziehen, als ein Werk der Weisheit und der Barmherzigkeit (eser-i hikmet ve rahmet) des Propheten der Endzeit (Nebiyy-i Âhirzaman), auf den die Welt stolz (medar-ı fahr-i cihan) ist, den Grund der Erschaffung des Kosmos (sebeb-i hilkat-i ekvan) und der Herabsendung (nüzul) des Qur'ans, unserem Prophet (Peygamber), seiner Exzellenz, unserem Herrn (Efendimiz Hazretleri) Muhammed Mustafa, mit dem und seiner Familie und seinen Gefährten und seinen Ehefrauen (âlihi ve ashabihi ve ezvacihi) der Friede Gottes des Erhabenen (Sallallahü teâlâ) sei. Ich bin zu schwach für eine so große Gabe Gottes (azîm niam-ı İlahiye) und Freigiebigkeit des Gepriesenen (kerem-i Sübhaniye), die wir erfahren (mazhar) haben, meinen Dank (şükür) zu äußern.
{"Oh Gott, gewähre uns um Deines Geliebten willen, der ein Mekkaner, ein Medinenser, ein Haschimite und ein Qureyshite ist, die Erfüllung unserer Wünsche und die Verwirklichung der Absichten unseres Meisters Said Nursi."}
Ich hatte eine Kopie (suret) des Siebten Abschnitts (Yedinci Kısmı) des 29.Briefes (Yirmidokuzuncu Mektub) an den Bruder Abdülmecid Efendi gesandt. In seiner Antwort (cevab) schreibt er unter anderem: "Das schöne Mädchen (güzel kız), das die Tochter der Gedanken (bint-ül fikri) Seydas {Said Nursi} ist, zu betrachten, ist - außer Hulusi und Abdülmecid - wem auch immer, nicht erlaubt (caiz degil). Selbst ihre Familienangehörigen (mahrem) sind in dieser Angelegenheit Fremde (nâmahrem). Es wäre gut, wenn du an Seyda schreibst, dass es überhaupt keinen Vorteil bringt (menfaatı temin), wenn dergleichen Töchter aus dem Hause (kızlar dışarıya) gehen, sondern vielmehr einen ziemlich großen Schaden zur Folge (mazarrat intac) haben könnte. Die Wut (hiddet) des Alten Said ist auch in dem Neuen noch vorhanden. In der Tat sollte der Neue Said keine Zeit mit den Menschensöhnen (insan ogulları) vergeuden (izaa-i vakt). Sein Weg (meslek) und sein Temperament erfordern (meşreb iktiza) dies. Wie dem auch sei... Gott der Gerechte ist der wahre Beschützer (Cenab-ı Hak hâfız-ı hakikî)."
Auch meine Wenigkeit (bende) hat darauf sinngemäß in folgender Weise kurz geantwortet (kısaca şu mealde cevab):
Diese Überlegung ist für uns richtig. Ich finde aber diese Ansicht gegenüber dem Meister für unpassend. Seine Exzellenz hatte sich von dieser Welt abgewandt und kümmert sich nun in der Erfüllung seiner geistigen Aufgaben (manevî vazife) als Beauftragter um die Menschen, die sich den Lichtern zugewandt (alâkadar) haben. Denn derjenige, der diesen Mann für diese große Sache (emr-i azîm) in Dienst genommen hat, nimmt ihn auf jeden Fall unter Seinen besonderen Schutz (muhafaza). Ich bin nun zu der festen Überzeugung gelangt, dass sich seine Exzellenz, unser Meister, von uns abwenden würde, wenn wir unsere Verbundenheit mit den Lichtern beenden würden.
Die Sorge unserer lieben Mitbrüder ist an und für sich durchaus aufrichtig und auch berechtigt. Ich halte es jedoch keineswegs für richtig, wenn die Herrschaften, die sich um die Lichter (Nurlar) kümmern, deren Gemeinschaft (zevatın cemaatı) ja nur sehr klein ist, von diesen Wahrheiten (hakaik) ausgeschlossen bleiben sollten und dass dieses heilige Werk (kudsî eser) nun ganz und gar unter Verschluss (hapis) gehalten werden sollten. Ich halte das grundsätzlich für verkehrt. Unser Helfer, unser Beschützer, unser Beistand und unser Bewahrer ist Gott (hâfız Allah). Ich grüße (selâm) meine Brüder, die dem verehrten Meister (muhterem üstad) bei seiner heiligen Aufgabe (vazife-i kudsiyesi) in reiner Absicht (safi niyet), aufrichtiger Anteilnahme und entschlossener Einsatzfreude (ciddî şevk) helfen und dabei alle Einflüsterungen nicht beachten (desaisi bertaraf), bete für ihren Erfolg und bitte sie um ihre Gebete (dua). Mein Vater, Fethi Bey, Hoca Abdurrahman Efendi, der frühere Müftü Kemaluddin Efendi, Imam Hâfız Ömer Efendi und alle diejenigen, die sich mit seinen Worten (Sözler) verbunden fühlen, grüßen euch, beten für euch und bitten auch euch um eure Gebete (hayır dua).
Ich bitte zu Gott in Seiner Güte (eltaf-ı İlahiye) und flehe (niyaz) zu ihm abermals um die Erhaltung eurer Gesundheit (devam-ı âfiyet) und um euren Erfolg (muvaffak). Ich küsse eure segensreichen (mübarek) Hände in aller Ehrfurcht (kemal-i hürmet) und Hochachtung und bitte euch (hayır dua) um die Vergebung meiner Fehler (kusurumun afvını) und nachdrücklich auch darum (arz ve istirham), diesen euren armseligen Freund (bîçare sıddık) nicht von eurem Gebet auszuschließen.
{Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht.}
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Said
Der Brief (mektub), den ich wegen der Rückgabe des Geschenkes (hediye), das mir Hulusi, einer meiner besonders bedeutenden Schüler (talebe) hatte machen wollen, geschrieben hatte, wurde mit der Zustimmung (tensib) meiner Gefährten in ihre Briefsammlung (fıkralar) aufgenommen.
{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}
Meine lieben, getreuen, wahrhaftigen Mitbrüder Hacı Nuh Bey und Molla Hamid!
Ihr seid für mich von großer Bedeutung. Denjenigen, die sagen: "Eine echte und wahrhaftige Freundschaft (sıddık-ı vefiy) gibt es in unserer Zeit nicht mehr.", halte ich das folgende entgegen: Ein Leben in Wissenschaft und Studium (hayat-ı ilmiye), das ich zwanzig Jahre lang in Van verbracht hatte, und die Provinz Van selbst sind für mich von hoher Bedeutung. Dank sei Gott (Lillahilhamd) habt ihr mir diese Bedeutung unter Beweis gestellt und meine tiefen Empfindungen (şedid hissiyat) für die Provinz Van voll und ganz erwiedert. Darum möchte euch von einem lehrreichen Vorfall (medar-ı ibret) berichten. Es ist dies wie folgt:
Im vergangenen Jahr hatte ich durch Mehmed Efendi aus Barla, welcher der Geschäftspartner von Bekir Efendi ist, der sich selbst auf einer Geschäftsreise nach Istanbul befindet, einen Brief erhalten. Der Brief erschien mir ziemlich ungewöhnlich (hârika). Denn Hulusi Bey schrieb in diesem Brief: "Ich habe Nuh Bey getroffen." In demselben Brief teilt mir mein Bruder Abdul Mecid den Gruß und das Gebet (selâm ve dua) von Molla Hamid mit. Im selben Brief findet sich ein Schriftstück mit Unterschrift von Molla Abdülmecid, der in Nurşin-i Süflâ wohnte. Ich sagte: "Gepriesen sei Gott! (sübhanallah)" Es ist ein überraschender Anblick (levha-i temaşa), wie sich diese Menschen, die ich vor allen anderen gern mag, die jedoch in verschiedenen Provinzen (memleket) leben, in diesem Briefe treffen (tevafuk).
In diesem Jahr sollte derselbe Mehmed Efendi noch ein mal nach Egirdir gekommen sein. Nochmals brachte mir derselbe Mann das Telegramm desselben Nuh Bey. Ich sagte: "Gepriesen sei Gott! (sübhanallah)" So hatte ich denn den Eindruck (tahayyül), als sagte die Sprache des Zustands (lisan-ı hal) von Nuh Bey Herrn Mehmed Efendi "Mein Freund (dostum), ich möchte mit dir zusammen meinen Meister (Üstadım) besuchen." Später ging der Diener dieses Mehmed Efendi nach Egirdir und brachte die Briefe von Mehmed Efendi. Außerdem brachte er mir einen Brief von Nuh Bey über das Geschenk für mich. Da sagte ich mir: Diese Sache ist auf keinen Fall ein Zufall (tesadüf). So habe ich denn den Inhalt des Briefes aufmerksam betrachtet. Und so stellte ich mir denn vor (tahmin): An dem Tag, an dem Nuh Bey in Van dieses Geschenk für mich vorbereitete und mir senden wollte, wollte auch ich am selben Tag im Namen von Nuh Bey ein großes Geschenk im selben Wert an die Brüder (ihvan) in Van senden. So sind diese beiden Übereinstimmungen (tevafuk) für mich ein Hinweis, dass Nuh und Hamid für die Schülerschaft (talebelik) und die Bruderschaft von göttlicher Seite (min-tarafillah) auserwählt (intihab) worden sind. Denn ich bin zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass die Übereinstimmung für uns ein Zeichen für den Beistand Gottes (emare-i tevfik-i İlahî) ist. In den Abhandlungen (risaleler) werdet ihr einige Beispiele der Übereinsteimmung (tevafukat) erfahren.
Ich bitte euch sehr darum, euch nicht gekränkt zu fühlen, weil ich dieses Geschenk nicht annehmen (hediyeyi kabul) konnte. Und dafür, dass ich es nicht annehmen konnte, gibt es viele Gründe (adem-i kabulün). Einer der wichtigsten Gründe (sebeb) dafür liegt darin, die Aufrichtigkeit und die Wahrhaftigkeit (samimiyet ve ihlas) im Umgang mit meinen Mitbrüdern und Schülern (talebe) nicht zu verletzen. Zudem befinde ich mich nicht in einer dringenden Notlage (ihtiyacım), dank der Sparsamkeit (iktisad), dem Segen (bereket) und der Zufriedenheit (kanaat); und es liegt nicht in meiner Hand, nach weltlichem Hab und Gut (dünya malına) meine Hand auszustrecken. Das liegt außerhalb meines eigenen Wollens (ihtiyar). Zudem möchte ich einen feinsinnigen Grund (ince bir sebeb) mit einem Beispiel erläutern.
Ein angesehener Geschäftsmann, ein Freund (dost) von mir, brachte mir ein Päckchen Tee (çay) im Werte von dreißig Kurusch. Ich habe es nich angenommen (kabul). Er sagte: "Ich habe es aus Istanbul eigens für dich mitgebracht. Kränke mich nun nicht (beni kırma)!" Da habe ich es also angenommen, ihm aber ein Gegengeschenk von doppeltem Wert (iki kat fiatı) daraus gemacht.
Er sagte: "Warum tust du das? Was hat das für einen Sinn (hikmet)?"
Ich antwortete ihm: "Um den Unterricht (ders), den du bei mir erhalten hast, nicht auf den Wert von Glasperlen (şişe) herabsinken zu lassen. Um deines Vorteils (menfaat) willen verzichte ich auf meinen Vorteil. Der Unterricht über die Wahrheit (ders-i hakikat), den man bei einem Meister erhält, der sich nicht auf das Niveau der Welt (dünya) herabwürdigen lässt, in Habsucht und Elend (tama' ve zillet) nicht stürzt, für die Wahrheit (hakikat) weltliches Gut nicht annimmt und sich auf ein vorgetäuschtes (tasannu) Verhalten nicht einlässt, hat den Wert eines Diamanten, wohingegen der selbe Unterricht über die Wahrheit (ders-i hakikat), der von einem Meister (üstad) erhalten wird, der in Not geraten ist, und nun gezwungen (mecbur) ist, Spenden (sadaka) anzunehmen und nun vor den wohlhabenen Leuten (ehl-i servet) ein entsprechendes Verhalten vorzutäuschen und so im Elend seiner Habsucht (tama' zilleti) die Würde seiner Bildung (izzet-i ilmi) geopfert hat und so eine Neigung zur Heuchelei (riyakârlık) hat, sinkt so bei denen, die Spenden geben, um sympatisch (hoş) zu erscheinen und sich dabei erlaubt, die Früchte des Jenseits (âhiret meyveler) schon im Diesseits zu verzehren, vom Wert eines Diamanten zum Wert einer Glasperle (elmas derecesinden şişe) herab. Während ich dir also einen geistigen (manen) Schaden von dreißig Lira zufüge und dabei nach meinem Vorteil (menfaat) im Wert von dreißig Kurusch strebe, ist mir dies recht lästig (agır) und ich halte so etwas für uneinsichtig (vicdansız). Da du aber nun einmal opferbereit (fedakâr) bist, ziehe ich jedoch für deine Opferwilligkeit deinen Vorteil (menfaat) meinem Vorteil vor. So sei denn bitte nicht gekränkt (gücenme)! Nachdem er dieses Geheimnis (sırr) vertanden hatte, hat er nun meinen Standpunkt angenommen (kabul) und war nicht gekränkt.
Oh meine Brüder Nuh Bey und Hamid! Auch ihr solltet nun nicht gekränkt sein. Zudem solllen Sie, Nuh Bey, wissen, dass, euch in heutiger Zeit treu und liebevoll (vefadarane, şefkatkârane) von dort (havalide) mir zuzuwenden und zu mir zu kommen ein Geschenk (hediye) ist, kostbarer und mehr wert als Tausende ähnlicher Geschenke. Zudem ist es für mich ein ganz großes Geschenk (hediye), Tausend Lira wert (kıymet), um die Abhandlungen, die ich euch geschickt habe, aufzuheben, sie zu bewahren, euch um sie zu kümmern und an meiner statt zu schützen. Denn euch um diese Abhandlungen (risaleler), welche die Frucht (netice-i hayat) meines Lebens, meine Aufgabe gegenüber meinem Land, meine Verpflichtung (borçlar) gegenüber der Bruderschaft (uhuvvet) und die Zuwendung (muhabbet) meiner Mitbrüder in der dortigen Gegend (havali) zu erfüllen und euch aufrichtig darum zu kümmern (sahib), sie mit großem Ernst zu bewahren (muhafaza) und denjenigen, die sie zu schätzen wissen, zu bringen sich bemühen (vasıta), ist ein solches Geschenk, das Tausende von weltlchen Geschenken (dünyevî hediye) wert ist. Zudem sollt ihr sicher (emin) sein, dass ich den Wunsch (hatır) von Nuh Bey nicht zurückweisen würde, wenn mein innerlicher Verlust (manevî zarar) dabei nicht groß wäre. Bis heute bin ich - Gott dem Gerechten sei Dank (Cenab-ı Hakk'a şükür) - nicht in eine Notlage geraten, Geschenke annehmen (hediyeleri kabul) zu müssen. Von dem Wunsch, Reichtümer zu erwerben (tama'a girmeye ihtiyar), der in heutiger Zeit für die Gelehrten (ehl-i ilmin) ein Grund zu ihrem Sturz (sebeb-i sukutu) war, bin ich verschont geblieben (selbedildi). Wenn ich euer Geschenk angenommen (hediyenizi kabul) hätte, so hätte dies entweder vielen Menschen das Herz gebrochen (kalb kırılacaktı) oder mir ein fünfzigjähriges Prinzip zerstört (kaidem bozulacaktı).
Meinen damaligen Schülern (talebe) und Mitbrüdern, die dort und in der Umgebung (civarınızda) leben, jedem einzelnen von ihnen, sende ich meinen Gruß und bete für sie (selâm ve dua) und bitte sie um ihre Gebete.
{Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht.}
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Said
{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}
Mein lieber, treuer und fleißiger Bruder und mein Gefährte im Dienst (hizmet) am Qur'an, Re'fet Bey!
Eine jede Aufgabe, die du am Qur'an versiehst, ist gesegnet. Gott der Gerechte schenke Euch Erfolg; Er lasse Euch Eure Arbeit nicht verdrießen und mehre Euren Eifer. Ich will einen Grundsatz erklären, der für die Bruderschaft gilt. Ihr sollte Euch diesen Grundsatz wirklich zu Herzen nehmen. Das Leben ist eine Einheit und die Frucht einer Gemeinsamkeit. Zerfällt die harmonische Einheit, geht auch das innerliche Leben zugrunde.
{"Und streitet euch nicht und trennt euch nicht, sodass eure Kraft von euch geht." Qur'an: 8, 46}
Diesem Hinweis entsprechend verliert eine Gemeinschaft ihre Würze (tad,) wenn die gegenseitige Unterstützung nachlässt und der Zusammenhalt sich auflöst.
Ihr müsst wissen, dass die Ziffer eins drei Mal für sich getrennt geschrieben und zusammengezählt den Wert drei ergibt. Wie aber ihr Wert, die Zahlen hintereinander gesetzt, den Wert 111 ergibt, so entspricht auch der Wert von drei, vier Dienern der Wahrheit und Gerechtigkeit, wenn jeder für sich allein seine Arbeit verrichtet, dem von drei, vier Männern. Wenn in einer echten Bruderschaft einer die Vorzüge des anderen hervorhebt und sich die Brüder so gegenseitig unterstützen, bis sie einander gleich werden und sich so verhalten, dass sie ineinander aufgehen und dieses Geheimnis ihrer Selbstaufgabe unter ihnen sichtbar wird (tefani), dann erhalten diese vier Männer den Wert der vereinigten Kräfte von vierhundert Mann. Ihr gleicht den Maschinisten, welche die Generatoren in Betrieb halten, die nicht nur das große Isparta, sondern ein ganzes, großes Land mit Strom versorgen... Die Zahnräder der Maschinen müssen einander unterstützen. Sie sind nicht auf einander eifersüchtig, sondern freuen sich im Gegenteil, wenn der eine stärker als der andere ist. Angenommen, ein Zahnrad wäre mit Bewusstsein begabt, dann würde es sich freuen, ein noch stärkeres Zahnrad zu finden, weil es ihm die Arbeit erleichtern würde. Wenn Persönlichkeiten im Dienst an der Wahrheit und Gerechtigkeit, Qur'an und Glauben, auf deren Schultern die schwere Last eines großen Schatzes drückt, durch kräftige Schultern Hilfe erfahren, so erkennen sie diese Hilfe in Dankbarkeit an und sind stolz darauf. Öffnet einander niemals die Tore zur Kritik! Es gibt außerhalb unserer brüderlichen Gemeinschaft genügend, die man kritisieren könnte. Ich bin stolz auf eure Vorzüge. Sollte ich selbst dieser Vorzüge beraubt bleiben, so würde ich mich doch über diejenigen freuen, die ich bei euch vorfinde. Ich betrachte sie als meine eigenen. So sollt auch ihr einander mit den Augen eures Meisters betrachten... es sei denn so, dass ein jeder von euch die Vorzüge des anderen hervorhebt und herausstellt. Da ich das Gefühl der Brüderlichkeit (hiss-i uhuvvet), das Hâfız Ali Efendi aus İslâmköy, einer unter unseren Mitbrüdern, einem anderen Bruder, der gegen ihn hätte antreten (rakib) können, gegenüber gezeigt hat, für sehr wertvoll halte, möchte ich euch darüber berichten:
Dieser Bruder (zât) kam zu mir und ich sagte ihm, dass die Schrift (hattı) des anderen schöner als seine Schrift sei. Und so sagte ich zu ihm, dass dieser noch besser dienen (hizmet) könne. Da bemerkte ich, dass Hâfız Ali in vollkommener Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit (kemal-i samimiyet ve ihlas) auf ihn und auf dessen Fähigkeiten (tefevvuk) stolz war und sich darüber freute (telezzüz). Und er war dankbar und zufrieden (memnun), dass der Bruder den anerkennenden Blick (nazar-ı muhabbet) seines Meisters (üstad) auf sich gelenkt hatte. Dabei achtete ich auch auf sein Herz (kalb): und da war keine bloße zur Schau Stellung (gösteriş). Und ich spürte, dass er aufrichtig (samimî) war. So habe ich denn Gott dem Gerechten (Cenab-ı Allah) gedankt, dass es unter meinen Brüdern solche gibt, welche eine solche erhabene Empfindung (âlî hiss) in sich verspüren. Wolle es Gott (İnşâallah), dass eine solche Empfindung zu einem großen Dienst (hizmet) führen wird. Dank sei Gott (Elhamdülillah) dafür, dass sich eine solche Empfindung wenn auch langsam unter den Mitbrüdern hier in unserer Umgebung (civar) verbreitet. Dazu hier eine kleine Anekdote (latife):
Während unseres Gesprächs (sohbet) kam auch dein Name zur Sprache (bahis). Dabei wollte ich auch etwas über die Dankbarkeit in Erfahrung (Şükre) bringen: Ich fragte: "Hat Re'fet Bey die Abschriften (yazdıgı) von Hüsrev gesehen?" Bekir Aga antwortete: "Ja, er hat sie gesehen." Dann sagte er weiter: "Sie sind sehr schön. Hast du etwa dabei deinen Stift mitwirken lassen (karıştırmadın)?" Hüsrev sagte: "Nein. In der Abschrift (nüsham), die ich für mich behalten habe, war die Übereinstimmung nicht vollständig zu erkennen. In der Abschrift, die ich für den Meister geschrieben habe, ist sie aber vollständig zu sehen." So entstand denn ein kleiner Streit.
Ich habe in diesem Zusammenhang zu meinem Mitbruder Re'fet Bey gesagt: "Im Grunde genommen könnte die Übereinstimmung (tevafuk) auch fehlen. Ich hatte bereits empfohlen (tavsiye), dass sie ihren Stift nicht in bewusster Absicht gebrauchen sollen (karıştırmasınlar), damit die originale Schriftform (asıl vaziyet) keinen Schaden nimmt. Auch Bekir Aga hat gesehen, dass die Übereinstimmung (tevafuk) in der Schreibweise von Hüsrev zu erkennen ist, obwohl er in seinem ersten Manuskript den Rand (çıkıntı) nicht einhalten konnte. Darum hat Hüsrev eine Fähigkeit (meharet) gehabt, die Übereinstimmung (tevafuk) nicht zu beeinträchtigen. Ich hatte bei der Abschrift des Buches "Die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye)" bei der Übereinstimmung (tevafuk) der Texte über die Segnung (salavat) Mohammeds sogar empfohlen, der Betreffende solle sein Talent (meharet) mitspielen lassen. Unter den ersten Abschriften (müsvedde) ist selbst noch in der Abschrift (nüshası) eines unerfahrenen Schreibers (acemî bir müstensih) abgesehen von einigen Ausnahmen eine volle Übereinstimmung (tevafuk) zu sehen. Daher ist eine Übereinstimmung (tevafuk), die acht verschiedene Schreiber (müstensih) nicht beeinträchtigen (setredemedigi) konnten, auf jeden Fall überwältigend. Denn die Übereinstimmung (tevafuk) ist da. Du sollst auch Hüsrev helfen, damit ihm die Übereinstimmung (tevafuk), die in Wahrheit da ist und erwünscht wird, auch gelingen kann. Denn ihr bringt nicht etwas aus dem Nichts zustande, sollt aber das, was wirklich da (mevcud) ist, auch nicht zerstören (yok etmeyin).
An allen, die sich mit den "Worten (Sözler)" verbunden fühlen, sende ich meinen Gruß und bete (selâm ve dua) für sie.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hâfız Ali
Hochverehrter Meister!
Wie in der Neunten Problemstellung des Dritten Kapitels des 29. Briefes befohlen (emir) wurde, kann meine Wenigkeit für den Dienst (hizmet) am Qur'an als meinen Beitrag (hisse) zwei Jungen und ein Mädchen aus meiner näheren Verwandschaft (akraba-i taallukat) auswählen. Ich habe diesen Befehl erhalten und auf dem Heimweg darüber nachgedacht. Denn unter meinen Verwandten gibt es Kinder. Aber welche sollte ich für den Dienst auswählen (intihab)? Über meine derartigen Überlegungen wurde mir geistig (manen) mitgeteilt: Oh du Ali! Du bist nicht befugt, frei zu entscheiden (muhtar). Diese Wahl (intihab) gehört zu einer anderen Tür. Nach drei Tagen wurden zwei Kinder namens Yaşar und Necati sowohl meine Wegbegleiter (refik) als auch meine Unterrichtskameraden (arkadaş) und ich wurde zu ihren Gesellen (kalfa) ernannt. Da die Kinder die Buchstaben (hurufat) noch nicht richtig kannten, zeigte ich sie ihnen manchmal schreibend, manchmal aus einem Buch (kitab). Nach einem Monat fingen sie an, Qur'an zu lesen. In diesem fünften Monat gelang es ihnen, den ganzen Qur'an durchzulesen (hatme muvaffak).
{Dank sei Gott! Dies ist von der Güte meines Herrn.}
Mein segensreicher Meister! Über diesse Sache denke ich häufig nach. Während man wenigstens ein, zwei Jahre benötigte, um den ganzen Qur'an durchzulesen, kann diese großartige Leistung (emr-i azîm), so überraschend (me'mulün hilafında) sie zustande kam, niemandem zugeschrieben werden. Sie ist einzig und allein ein Tropfen (reşhası) aus dem großen Meer der Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'ans und durch den geistigen Beistand (himmet-i manevi) des Propheten der Endzeit (Nebiyy-i Âhirzaman) des Gesandten (Peygamber) Muhammed Mustafa mit dem Friede und Segen sei, der Stolz beider Welten (iki cihan fahri) und durch das Gebet meines Meisters (üstadımın duası), der zu der Bekanntgabe und Verbreitung dieser Wunderhaftigkeit (i'cazın izhar ve intişarı) beauftragt ist, und durch dergleichen so große Kräfte (kuvvet) zustande gekommen, wie nicht nur ich ein Zeuge dieser Tatsache (bu hale şahid) bin, sondern auch die meisten Bewohner unseres Dorfes (karye) fest davon überzeugt (iman) und sie bestätigen (tasdik) dies. Im Namen aller Gläubigen in diesem Dorf (köy ehl-i iman) danken wir unzählbar und grenzenlos (lâ-yüadd ve lâ-yuhsa) unserem Meister (Üstad), der uns diese gute Tat (emr-i hayra) ermöglicht hat, und ich wiederhole ständig mit der Zunge meiner Wenigkeit das Gebet (dua) "Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) mit euch ewig zufrieden sein."
Mein Meister! Es ist da noch etwas, weswegen ich auf den Befehl meines Meisters (emr-i üstada) warte, und das ist folgendes: Wenn Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) ihm die Gnade (ihsan) erweist, möchte der Schüler eures Kreises (şakird), Hâfız Yaşar, nach diesem Winter den Frühling {Der Schüler hatte den Qur'an durchgelesen, obwohl das verboten war. Und nun hat er das Gefühl, als stünde der Frühling vor der Tür. (A. d. Ü.)} kommen lassen (sebeb). Wie der Regen (yagmur) im April, der für das Öffnen der Knospen der verschiedenen Blumen (çiçekler) notwendig ist, so werdet auch ihr mit eurer Anwesenheit (vücud), so Gott will (inşâallah), inmitten solcher Blumen eine mohammedanische Rose wachsen lassen, woran es ja auch keinen Zweifel (şübhe) gibt. Ich bitte euch aus ganzem Herzen und tiefster Seele (hâsse ve duyguları) darum, dass ihr in der segensreichen Nacht zum Freitag (mübarek Cum'a) für diesen gesegneten Schüler (mübarek talebes) seines gesegneten Kreises (mübarek daire) mit dem Gebet nach Beendigung seiner Lesung (hatminin duası) des Qur'ans, das Gebet für den Beginn des Auswendiglernens (hıfzının ibtida duası) und das Gebet um die Vergebung meiner sehr fehlerhaften Wenigkeit (fakir-i pür-kusuru) spricht, und küsse in Ehrfurcht (hürmet) ihre Hand und ihren Rock (etek) und flehe um die Verzeihung meiner Fehler, eure Ekzellenz, mein Herr (Efendim Hazretleri).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt Hüsrev
Mein hochverehrter Meister!
Eure Abhandlung (serlevhasını) mit der Überschrift "Ein Geheimnis der Sure "Bir Sırr-ı İnna A'tayna", die ihr vergangene Woche an uns abgeschickt (irsal) hattet, haben wir erhalten. Im Grunde genommen vergeht ja gar keine Woche, in der keine neue überaus schöne Abhandlung (şirin birer risale), die unsere Freude (sürurlar) steigert in unsere Hand gelangt wäre. Hier lesen wir seit zwei Wochen diese wertvolle Abhandlung und können sie kaum mehr aus der Hand legen.
Diese Abhandlung (risale) steigert in der Tat nicht nur unsere Erwartung (intizar) des Sonnenaufgangs (tulû), die Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) dieser Gemeinde in der Zukunft (ümmet) versprochen hat, versetzt uns andererseits durch die darin enthaltene Wahrheit (hakikat) in Begeisterung. Während wir uns zudem noch vorstellen (tahayyül), wo und auf welche Weise (ne suretle) die Sonne in dieser Welt (âlem), deren Himmel (feza) von dunklen Wolken überzogen ist, wieder aufgehen wird und wie sie diese Finsternis und Unheil verbreitenden (zulmet ve âfet) Wolken beseitigen wird, gibt uns ein zweites, segensreiches (feyyaz) Schriftstück, ein weiterer Anhang (zeyl), die Aufgamgszeit dieser Sonne bekannt, befreit uns so von einer so großen und schweren Last (bâr-ı sakil), schenkt uns jenen tiefen Atemzug (nefes), den wir seit Jahren bekommen wollten (istedigimiz halde), aber nicht bekommen konnten, und zugleich eine Herzensfreude (dilşâd).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey
Diesmal habe ich mich sehr über euren gesegneten Brief (mübarek mektub) gefreut, der die zweite und dritte Anmerkung (Nükte) und den Anhang (Zeyl) dazu beinhaltet, die aus dem Segen des Gebetes (duasının feyzinden) aus der Schatzkammer des Thrones (Kenz-ül Arş) herrühren. Was diesen euren armen Bruder (âciz kardeş) betrifft, so ist euer Brief ein Beweis (delil) dafür, dass die Wirkung meiner Briefe, sei es auf meinen verehrten Meister (muhterem Üstad) oder den wertvollen Kameraden in der dortigen Umgebung (havali) nicht von mir stammt, sondern ich nur ein Werkzeug (vasıta) bin. Ich habe oftmals versucht, eurer Erhabenheit (zât-ı fâzılaneleri) einen Brief zu schreiben, konnte aber manchmal nicht einmal drei Wörter zusammen bringen. Ich spüre meistens, dass ich nur so viel zu schreiben imstande bin, wie viele Aussagen (ifadat) einer verborgenen Persönlichkeit ich aufnehmen kann. Das würde heißen, mir wurden sie eingegeben (yazdırılıyor). Gleichwohl (maamafih) betrachte ich euer Lob (takdirler) als ein Gebet (dua) und danke dafür (teşekkür). Ich beglückwünsche (tebrik) den Mitbruder namens Hüsrev, der den Dienst (hizmet) am Qur'an offensichtlich jeglichem irdischen wie materiellen Gewinn (dünyevî ve maddî menfaat) vorzieht. Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) die Anzahl solcher Hüsrevs vermehren und allezeit segnen (daim arttırsın). Âmîn!
Die Leute (zevat) kennenzulernen, die an diesem heiligen Dienst (kudsî hizmet) aus ganzem Herzen (candan) teilnehmen, ist eine frohe Kunde (müjde). Müftü Kemal Efendi hatte diesen Brief (mütalaa) gelesen. Ich habe ihn vor zwei Tagen (ziyaret) besucht. Er sagte zu mir: "All die subtilen Wahrheiten (dekaik ve hakaik), die bis heute niemandem zuteil geworden (muktedir) sind, wurden auch im Qur'an entdeckt und bekannt gemacht." So machte Müftü Kemal Efendi diesen Brief lobend bekannt und sagte ferner noch zu mir, dass ich euch seine Grüße und Gebete (selâm ve dualar) mitteilen solle. Bis jetzt habe ich diesen gesegneten Brief Fethi Bey, Hacı Baha Efendi, meinem Vater, meinem Schwager und Hacı Abdurrahman Efendi zu Gehör gebracht (dinlemege muvaffak). Ich werde auch, wolle es Gott (inşâallah), die erste Gelegenheit (fırsat) nutzen, ihn Hâfız Ömer Efendi vorzulesen.
Jeder Brief von euch ist für mich so wirksam (müessir), als schenke er mir ein neues Leben (hayat). Dieser gesegnete Brief (mübarek mektub) bereitete mir eine besonders große Freude und Zufriedenheit (memnuniyet ve sürur) angesichts der Abfassung (yazılış) des Vierten Zeichens, in dem auch verkündet wird, dass auch meiner Wenigkeit eine große Güte (ihsan) zuteil wird.
Vor langer Zeit hattet ihr angefangen, das Geheimnis der symetrischen Übereinstimmung (tevafuk sırrını) im Qur'an zu entschleiern. So möge man denn Lob und Dank (hamd ü şükr) man dafür sagen, dass es euch gelungen ist, aus der Wunderhaftigkeit des Qur'ans (i'caz-ı Kur'an) ein derartiges sehr wichtiges Kapitel zu entdecken und zu veröffentlichen (keşfi ve neşri), das bis heute nach der Weisheit Gottes verborgen (lihikmetin mahfî) geblieben war. Wie das erneute Erscheinen (vücudlar) des Tages nach der Nacht, des Frühlings nach dem Winter und des Jenseits nach dem Diesseits (dünyadan sonra âhiret) fortschreitet ohne Zweifel zu verspüren, je weiter ihr auf dem Weg, den ihr mit der Erlaubnis des Schöpfers (İzn-i Bâri) geöffnet habt, noch viele Wunder bezeugen (hârikalar meşhud) werden und davon euren bedürftigen Mitbrüdern (muhtaç kardeş) noch viele erhabene frohe Botschaften (âlî müjde) überbringen werdet. Was für ein Glück (bahtiyarlık) ist es, dass wir dieses Glück erleben (saadetlere mazhar) dürfen. Was für ein Unglück (bedbahtlık) ist es hingegen, vor diesen Lichtern die Augen zu verschließen. Was für ein Fehler (hata) ist es auch, dass man sich mit diesen Wahrheiten (hakaik) nicht gebührend beschäftigt (lâyıkı veçhile). Was für ein mörderischer und törichter (caniyane ve ahmakane) Geist ist es, der durch Pusten (üflemek) diese Sonne auszulöschen (söndürmek) gedenkt.
So habt ihr denn auf eurem lichtvollen Weg (ışıklı yol) durch den Hinweis des Herrn des Paradieseswassers (Sahib-i Kevser) dieses Paradieseswasser entdeckt. Mit der Erlaubnis des Fürsprechers am Tage der Wiederversammlung (Şefî-ul Mahşer) steht ihr an der Quelle des Flusses dieses Paradieseswassers (ırmagının menbaı) und tragt die folgende majestätische Ayah (âyet-i celile) vor:
{und ihr Herz gibt ihnen ein reines Getränk zu trinken. - Sure 76,21-}
Und rüttelt alle Volksschichten (her taife) auf und ermahnt (ihya, ikaz) sie durch eure lichtvolle Kunde (nurlu beyanat) mit den Worten "Oh Mensch (Ey nâs)! Wer auch immer sich ein Ewiges Leben (ebedî hayat) wünscht: hier ist das Wasser des Lebens (âb-ı hayat). Wer auch immer sich auf seinem Weg verirrt (şaşırmış) hat: hier ist ein Fahrzeug zur Rettung (vesile-i necat). Wer auch immer sich von seinem Unglauben und seiner Verbohrtheit (küfür ve inad) nicht abwendet, den erwarten die Qualen einer harten Strafe (şedid azab ve ikab) usw."
Ihr gebt euren Freunden (dost), Brüdern (kardeş) und Schülern (talebe), die sich bemühen, euch in eurem heiligen Dienst (kudsî hizmet) so weit wie möglich (tâka takibe) zu folgen, einen Becher (maşrab) in die Hand und befehlt uns dieses Paradieseswasser (mâ-i kevser) rasch zu verteilen, welches für die Bedürftigen Nahrung (gıda), für die Schwachen und Kranken ein Heilmittel (ilâç), für die Tyrannen und die Ungläubigen aber ein tödliches Gift (semm-i katil) ist. Jedesmal, wenn wir den Horizont der Wahrheit (hakikat ufkuna) betrachten, wobei der Blick durch euren heiligen Dienst (kudsî hizmet) und durch eure Unterweisung (irşad) noch geschärft wird, kommt es uns vor, als ob wir sähen, dass der Qur'an ein großer See (havz-ı ekber) ist, dessen Ufer so grenzenlos weit sind, dass niemand sie erfassen und für sich beanspruchen (tayin ve tahdid) kann. Aus dem Brunnen des Paradieseswassers (musluk), der einhundertvierzehn Lebenswasserkanäle (âb-ı hayat) mit der Bezeichnung der Suren, die aus der Quelle (menba) des Buchstabens " ب B", dem Bismillah der Sure Fatiha entsprechend, gespeist werden und deren jede über ihren eigenen Geschmack (lezzet), ihre eigene Wirkung (şiddet), ihre eigene Kraft (kuvvet) verfügt, fließt Paradieseswasser (fließt) in diesen See (havuza akmak).
Doch unser so winzig kleiner Verstand ist nicht dazu geeignet, diese hohen Dinge, diese erhabenen Ideen (idrak-i maâlî) zu begreifen.
Denn unser Prüfgerät (terazi) ist mit einer derart hohen Spannung (sıklet) überlastet.
Ich sende meine Grüße (selâm) an meine Mitbrüder (uhrevî kardeş), mit denen wir Hand in Hand, Schulter an Schulter gemeinsam standhalten und durch ihre gottgefällige Einsatzfreude würdig sind, hochgeschätzt (mazhar-ı takdir) zu werden. Ich bete (dua) für sie, wünsche ihnen Erfolg (muvaffakıyet) und bitte auch sie um ihre Gebete.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Âsım Bey. Aufgrund der Neun Andeutungen zur Mystik (Telvihat-ı Tis'a) geschrieben.
Mein geliebter Meister!
Wie soll ich es sagen! Diese heilige Abhandlung (risale-i şerif), von der ich so begeistert (müştak) bin, diese Worte (sözler), diese Wahrheit (hakikat), dieses Licht (nur) wurde meiner Wenigkeit von der Güte und Freigiebigkeit Gottes (lütf u kerem-i İlahî) geschenkt.
{Dies ist von der Güte meines Herrn!}
Cenab-ı Kadir-i Mutlak Hazretlerine Gott, dem Allmächtigen sei unendlich und zahlllos viel Lobpreis und Dank (hamd ü sena) dafür, dass ich euch, meinen Meister (Üstad), gefunden habe, und so diese Lichter (nur) und diese Wahrheiten (hakikat) erkannt, gelesen, geschrieben und mich ihnen hingegeben (gerdenbeste-i inkıyad) habe. Darüber hinaus flehe, bete und bitte ich um Hilfe bei Gott in Seiner Majestät und in Seiner Vollkommenheitund (Cenab-ı Zülcelal Velkemal) bei unserem Propheten, dem Stolz allen Seins (Mefhar-i Mevcudat), auf dem die besten Lobpreisungen (Aleyhi Ekmelü't-Tahiyyat) sein mögen, mit dem Friede und Segen sei, unserem Herrn, seiner Exzellenz und bei allen geistlichen Führern (Pîr), Lehrern (pîran) und Wegweisern (mürşidan) und bei Şah-ı Nakşibend, dessen Geheimnis geheiligt sei (Kuddise Sırruhu), und besonders bei euch, meinem Meister, dem ich mich mit all meinem Sein (mevcudiyet) hingegeben habe und ihm folge, um so den Segen durch eure Anweisungen (tavsiye) und das Gebet meines Meisters (dua-i üstada) erlangen zu können (feyizyâb); vertrauend auf Gott, oh mein großer Meister (Üstad-ı A'zam): dieser Neunte Abschnitt, der das Ziel, die Absicht, das Wesen, die Einzelheiten und die Bestandteile der mohammedanischen Ordenswege (Tarîkat-ı Muhammediye) gedenkt und erklärt, ist ein Licht der Mystik und der Wahrheit (nur-u tarîkat ve hakikat). Man kann nie satt werden (doyulmaz) von dem Lesen. Begeisterung und Freude (şevk u lezzet), die durch öfteres Lesen entstehen, ist unbeschreiblich. Besonders die Neunte Anweisung (Dokuzuncu Kısım) umfasst kurz und bündig alle Wahrheiten (hakikat) zusammengefasst. Folgende Anspielung möge nicht fehl am Platz (temsilde hata) sein: was ist es, was durch das Schilfrohr, in das Maulana blies, wallte und sprudelte (tugyan ve feyezan), wenn es nicht die Geheimnisse der Wahrheit (esrar-ı hakikat) ist, die Imam Ali, möge Gott ihn in Ehren aufnehmen (Kerremallahu Veche) in die Zisterne hinein gesprochen hat? Wo ist der Unterschied? Denn dieses Schilfrohr (ney) stammte aus dem Schilf, das in dieser Zisterne (kuyu) gewachsen ist.
Meine Auffassungsgabe (Kariham) ist nur begrenzt, meine Feder (kalem) nur unzureichend. Sie kann meinem Herzen (kalb) nicht zur Verständigung (tercüman) dienen. Ich kann nur so viel sagen: diese Abhandlung ist für diejenigen, wie meine Wenigkeit und Neulinge (mübtedi) eine große, ja machtvolle Unterweisung (ders), ein Wegweiser (mürşid) und für diejenigen reinen, die ihre Seele bis zu einer gewissen Zufriedenheit geläutert (mutmainneye erişmiş) und noch weiter vorangeschritten sind, ein Grundsatz und ein Lehrbeispiel (ders-i ibret). Sie ist ein unschätzbar wertvolles Wunderwerk der Mystik (şaheser-i tarîkat). Sie ist ein Licht, das die Wahrheit ausstrahlt (nur-u hakikat-feşan) und ein Rosengarten (gülistan). Ja mehr noch, ist sie eine unverfälschte Eingebung des Herrn (ilham-ı Rabbanî). Möge Gott der Beständige (Cenab-ı Lemyezel) euch, meinem Meister (Üstad) bei der Abfassung (te'lif) dieser und noch anderen kostbaren (âsâr-ı bergüzi) Werken, bei der Veröffentlichung und Bekanntgabe (neşr ü dellâl) der Lichter und Wahrheiten (envâr ve hakikat) lange Zeit beständig und standhaft (daim ve kaim) werden lassen. Er möge es euch, meinem Meister (Üstad) nicht an der Führung (başından) meiner Mitbrüder fehlen lassen. Sie lieben (sevenler) euch und besitzen Wunsch und Eifer (heves ve iştiyak), eure Rufe (nidalar), die ihr öffentlich bekannt (dellâl) macht, zu hören, wahrzunehmen, zu lesen und niederzuschreiben, dementsprechend zu handeln und zu leben. Âmîn um der Achtung des Hauptes der Gesandten (Seyyid-il Mürselîn) willen..
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Re'fet Bey.
Mein hochverehrter Meister!
Diese Beispiele (remizler) sind bewunderungswürdige (hayret-bahş), einzigartige Werke, die den Liebhabern (âşıklar) des Wissens (ilim), die sie lesen, unendlich viele Freuden (ezvak-ı nâmütenahî) und feinsinnige, erhabene (ulviye-i rakika) Gefühle bereiten. Durch diese erhabenen Gefühle (hissiyat-ı âliye) hat sich unser Leben so sehr erneuert (tazelendi), bitte ich, unter der Bedingung, dass wir in unserem neuen Leben standhaft (sabit-kadem) sein mögen, den großen Schöpfer (Hallak-ı Azîm) um langes Leben. Denn ich kann bei ihrem Studium nie genug (mütalaası) bekommen. Wie viel auch immer ich gelesen haben sollte, es kommt mir beim nächsten mal Lesen so vor, als ob ich es noch nie zuvor gelesen hätte. Es ist als ob ich ein neues Werk läse. Ich lese es mit einer grenzenlosen innerlichen Freude (zevk-i manevî) und einem unendlichen Genuss meines Herzens (hazz-ı ruhî).
So muss die wunderbarste Eigenschaft (hârika vasfı), sei es der Worte (Sözler) oder der Briefe (Mektubat), oder der Lehrbeispiele (remizler) nach meiner Schätzung in diesem feinsinnigen Punkt (ince nokta) liegen. Andere Bücher (Âsâr-ı saireyi), nachdem ich sie ein Mal gelesen hatte, habe ich kaum den Wunsch (heves) sie noch ein zweites Mal zu lesen. Wie oft ich auch aus den Lichtern des Weisen (Hakîm'in envârını) Qur'ans lesen mag, werde ich doch nicht satt (def'-i cû') davon. Besonders die Lehrbeispiele faszinieren (teshir) meine Wenigkeit und versetzen mich nahezu in Ekstase (hayret). Und so schreibe ich sie auch sogleich ab.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Ahmed Hüsrev
Wir haben den ersten und zweiten Blitz (Lem'alar) des Einunddreißigsten Briefes und ein bedeutsames Wunderwerk (mühim bir i'caz) erhalten, was das Zweite Zeichen aus dem Achten Kapitel des 29. Briefes betrifft, worin die beiden Ayah aus dem Weisen (Hakîm) Qur'an erklärt werden, die uns auf dem Weg der Wahrheit (tarîk-i Hak) leiten, die Wunden unseres Geistes (manevî yaralar) heilen, uns in unserer Überzeugung (düşünceler) von der Wahrheit (hakikat) bestärken und bestätigen (metanet), trotz aller dämonischen Drohungen (şeytankârane tehdidat) unserer Zeit unseren Mut (cesaret) bekräftigen, unseren Geist und unser Herz (ruh ve kalb) in jeder Hinsicht durch das Licht des Glaubens und der Wahrheit (iman ve hakikat) erleuchten und uns in unserer Arbeit ermutigen (sa'yimizde teşci'). Und wir haben sie gelesen. Doch den innerlichen Segen (manevî feyzi), den wir daraus schöpften, zu beschreiben (tarif), steht dem Herzen (kalb) eures armseligen Schülers (yoksul bir talebe) und seinem Schreibstift nicht zu.
Mein hochgeschätzter Meister! Wie könnten wir dem Schöpfer in Seiner Majestät (Hâlık-ı Zülcelal) nicht unendlich dankbar (minnetdarlık) sein, der uns doch unseren verehrten Meister (Üstad) zu einem Mittler (vasıta) gemacht hat, uns seine größten Gaben (nimet) in einer Zeit schenkt, in der wir sie so dringend brauchen, uns tröstet (teselli) und zufrieden (memnun) stellt. Zudem zeigt er uns das lichtvolle Antlitz (nurlu yüzü) der Zukunft und bringt uns dazu, auf dieses Licht (nur) zuzulaufen. Einerseits lässt Er die Zahl unserer Mitbrüder beständig wachsen (çogaltıyor), steigert auch unsere Liebe (muhabbet) und verstärkt dabei unsere materiellen und geistigen (maddî ve manevî) Kräfte. Und zugleich gibt er uns andererseits auch die Schlüssel zu den Schatzkammern (hazineleri anahtar) der Ewigen Glückseligkeit in die Hand.
Oh mein verehrter Meister! Möge Gott (Allah) mit ihnen allzeit zufrieden (ebeden razı) sein!
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Zeki
Ich wünschte mir, mich so bald wie möglich an einen Ort zurückzuziehen un meine Zeiten außerhalb der Arbeit (mesaîden hariç) in dieser erhabenen, heiligen (ulvî ve mukaddes) Schatzkammer im Dienste der Wahrheit (hazine-i hakikat) an diesen kostbaren (âsâr-ı giran-baha) Werken fortzusetzen. Ich bleibe aber vorläufig von der Wahrwerdung dieses meines erhabenen Wunsches umständehalber - d.h. nolens volens (bilmecburiye) - ausgeschlossen. Könnte ich wenigstens in diesen Tagen ein, zwei von euren Werken (eserler), die Funken des Schöpfungsbuches (kitab-ı kâinat) und sein Abglanz (nur-u timsal) sind, dessen Studium den Seelen und Herzen (gönül ve kalb) eine ewige und unendliche Freude (safa-yı sermedî ve cavidanî) vermittelt, bei mir haben, so würde dies für mich die Quelle einer unbeschreiblichen (nâ-kabil-i tarif) Freude und des Glückes (sürur u saadet) sein. Was für ein seltenes Geschenk (nimet) und was für ein unauffindbarer Schatz (define) würde dies werden!
Bereits vor langer Zeit teilte Bruder (agabey) Sabri Efendi mir mit, mir wenigstens einen Abschnitt aus den zuletzt verfassten heiligen und geheimnisvollen Lichtern (kudsî ve esrarlı nur) senden zu wollen (fikrinde olduklar). Wahrscheinlich konnte er aber keine passende Zeit (müsaid vakit) dazu finden, ihn abzuschreiben und mir zu senden. Zudem bereue ich es sehr (çok pişman), dass ich nicht einige Werke mitgenommen habe. Wenn ich auch nicht die Gelegenheit (fırsat) dazu finden konnte, mit anderen zusammen etwas (istifade) zu lesen, so könnte ich doch selbst etwas lesen (mütalaa) und so eine Kraftquelle (medar-ı kuvvet) für meinen geistigen Kampf (manen mücadele) gewinnen.
Kurz gesagt kann ich z.Zt. nun einmal von dieser Schatzkammer (hazine) keinen Gebrauch (istifade) machen. So habe ich denn recht, wenn ich mich als geschädigt (zararlı) betrachte. Wolle es Gott (İnşâallah), dass ich durch den Segen eures Gebetes (dua ) demnächst genügend Zeit und Gelegenheit (zaman ve bir fırsat) finden kann, um diesen Verlust wieder auszugleichen (zararları telafi).
Ich verbringe diese meine Tage,die zu einer mir bestimmten Lebenszeit (ömr-ü mukadder) gehören, mit Lobpreis und Dank (şükür ve hamd). Und ich bin zu einer solchen Überzeugung (kanaat) gelangt, dass mein Herz (kalb), jedes Mal, wenn ich es erforsche, mein Herz mir diese Überzeugung bestätigt (kanaatı takviye). Und ich hoffe (ümid), dass ich im Kampf mit meiner Seele (nefsimle mücadele) siegreich sein werde.
Mein geliebter Meister! Diese Trauer und diese Trennung (hicran ve firak) kann ich ertragen, weil sie nur vorübergehend (muvakkat) ist. Auch wenn unsere Trennung (ayrılıgımız) nur vorübergehend ist, macht sie mich doch traurig (müteessir). Jedes Mal, wenn ich ungewollt von unnützen (malayani) Dingen betroffen bin, sage ich: "Ach wäre ich doch bei meinem Meister (Üstad) gewesen!", und versuche ich, mir selbst, oder besser gesagt, meinem Herzen Hoffnung und Mut (ümid ve cesaret) zuzureden. Wie ein Wunsch (arzu), der abgelehnt wurde, noch an Intensität (kesb-i şiddet) gewinnt, verstärken sich (kesb-i kuvvet) auch mein Glaube und meine Hoffnung (iman ve emel) noch dadurch, dass meine Hoffnungen z.Zt. nicht in Erfüllung (husule) gehen können. Mein Wahrnehmungsvermögen erweitert (ruhum yükseliyor) sich und atmet durch die Fenster, die zu meinem Herzen (kalb) geöffnet werden, geistig (manen) kühlere Luft und weitet mir die Brust (nefes).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hulusi Bey
Mein hochverehrter Meister!
Dieser Brief (mektub) hat eine ganz besondere Bedeutung (mühim bir hususiyet). Er trägt die Überschrift (serlevha) "der Weg der Gottesfreundschaft (tarîk-ı velayet)" und behandelt hier ein so bedeutendesThema (ehemmiyetli bir mevzu). Dieses segensreiche und lichtvolle (mübarek ve münevver) Werk ist in der Tat eine Art Kommentar (tefsir) zu der majestätischen Ayah (âyet-i celile):
{Die Freunde Gottes brauchen jedoch keine Angst zu haben und sie werden auch nicht traurig sein. - Sure 10,62 -}
1.) Hier wird die Mystik (tarîkat) sehr schön beschrieben (tarif).
2.) Mit ihrem Beitrag (faide) wird aber ein Teil sehr schön als Beispiel (misal) angeführt.
3.) Dass diejenigen, die Sinn und Bedeutung (münasebet ve ehemmiyet) der Gottesfreundschaft (velayet) und der Mystik (tarîkat) verleugnen, zu einer irregeleiteten Schar (fırka-i dâlle) gehören, und der Fehler (hata) derer, welche diesen großen Schatz (hazine-i uzma) verschließen, zerstören (tahrib) und die Quelle dieses Kautharwassers austrocknen (menba'ını kurutmak) wollen, wird ihnen hier ins Gesicht geschlagen. Auf diesem Weg werden Beweise und Beispiele (delail ve misal) angeführt, welche diejenigen zu überzeugen vermögen, die ihre fünf Sinne (aklı başında) beisammen haben und einsichtig sind.
4.) Auf dem Weg der Gottesfreundschaft (meslek-i velayet) werden die Charakterzüge (vasıflar), die einander widersprechen (zıd), also die beiden Schulen (meşreb) der geistigen Beschreitung (seyr ü sülûk) allgemein verständlich erläutert und dargestellt (izah ve tavsif).
5.) Die Schulen (meşreb) von Einheit im Sein (Vahdet-ül Vücud) und Einheit in der Wahrnehmung (Vahdet-üş Şuhud) werden beschrieben und dabei die größten Gefahren (mühim varta) erläutert.
6.) Mit einer allgemein verständlichen Ausdruckksweise (fasih bir üslûb) wird sehr schön erklärt, dass der schönste unter den Wegen der Heiligkeit (velayet yolları) die Befolgung der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) ist, die wichtigste Grundlage (mühim esas) aller Wege der Gottesfreundschaft (velayet) und der Schulen der Mystik (tarîkat şubeleri) die Wahrhaftigkeit (ihlas) ist und dass diese Welt (dünya) ein Ort der Weisheit (dâr-ül hikmet) und ein Ort des Dienstes (dâr-ül hizmet) und kein Ort des Lohnes (dâr-ı ücret) ist.
7.) Hier wird dem Verstand zugänglich (fehme takrib) gemacht, dass die Scheria allumfassend (şümulü) ist und es nicht zu lässt (iktiza), dass die Mystik und die Wahrheit (tarîkat ve hakikat) zum Selbstzweck (maksud-u bizzât) gemacht werden. Anhand eines Beispiels wird hier beschrieben, dass die beiden Richtungen der Mystiker (ehl-i tarîkat), wenn sie außerhalb des Rahmens der Gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) und der Regeln der Scheria (ahkâm-ı şeriat) liegen, damit der gelobten Sitte zuwider laufen (muhalefet).
8.) Acht Gefahren (varta) auf dem Weg der Mystik (Tarîkat) werden aufgezählt und die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) auf sie gelenkt.
9.) Neun unter sehr vielen Vorzügen (fevaid) der Mystik (Tarîkat) werden kurz und prägnant unterwiesen (icmalen tedris).
Wie schade! Ich muss gestehen (itiraf mecburiyeti), dass ich diese erhabene Lehre (maâliyat) nicht so recht verstehen (fehm) und daher lediglich meinem Auffassungsvermögen (kabiliyet) entsprechend zu eigen machen (feyz) kann.
Zudem habt ihr meine Wenigkeit (bîçare) durch dieses euer segensreiches Werk (mübarek eser) viele Dinge gelehrt. Und so habt ihr denn meine bis dahin noch unzureichenden Kenntnisse berichtigt (bilgiler takviye). Manche fehlerhafte Überzeugungen (noksan kanaat), die ich mir durch das Studium (mütalaa), durch Unterhaltungen (musahabe), Predigten (va'z) und Ratschläge (nasihat) und bei Gesprächen mit Leuten (erbabı hasbihal) verschiedener Wege und Schulen (meslek ve meşreb) angeeignet hatte, habt ihr korrigiert (tashih) und richtig gestellt (saglamlandırdı).
Möge Gott in Seiner Majestät (Allah-u Zülcelal Hazretleri) all eure Wünsche und Ziele (matlub ve maksud) im Diesseits wie im Jenseits (dünyevî ve uhrevî) in Erfüllung gehen lassen (ihsan), insbesonders auch eure Gebete (dua) für die gesegnete mohammedanische Gemeinde (ümmet-i merhume-i Muhammediye) in der Gegenwart Seiner Gottheit (dergâh-ı uluhiyeti) annehmen. Möge Er unseren lieben und hochverehrten Meister (Üstad), der in Wahrheit an überhaupt nichts anderes als den Dienst am Qur'an und am Glauben (imana hizmet) denkt, für diese Gemeinde (ümmet) bewahren und ihn mit der Zufriedenheit Seiner Gottheit (rıza-i İlahî) beschenken. Amin, um des deutlichen (Mübin) Buches, des Qur'ans und des deutlichen Vorbildes (İmam-il Mübin) willen!
Alle Leute (zevat), denen ich diesen lichtvollen Brief (nurlu mektub) vorgelesen habe, schätzten seinen Inhalt (muhteviyat) hoch und stimmten (takdir ve tasdik) ihm zu. Ich bin sicher, dass sie einen großen Nutzen (istifade) aus ihm gezogen haben.
Mein hochverehrter, liebevoller Meister (Üstad)! Ihr versucht bei jeder Gelegenheit (vesile) diesen Schüler, meine Wenigkeit (âciz talebe), der sie um Gottes (Allah) willen liebt (muhabbet), zu ermahnen und zu unterweisen (ikaz ve irşad). So erteilt ihr mir geistig hocherhabene (manevî çok yüksek) Unterweisungen. Da ich aber körperlich und geistig (maddeten ve manen) nicht in eurer Nähe bin, kann ich von ihnen nicht so viel Segen (feyz) empfangen wie die wirklich hochverehrten und so wertvollen Brüder (kıymetli kardeş), die durch die Ehre eurer Unterhaltung beehrt (şeref-i sohbet müşerref) sind und im Dienst (hizmet) am Qur'an mit Gottes Hilfe großen Erfolg (tevfik-i İlahî) gehabt und viel geleistet (emek) haben. Den Grund dessen erkenne ich als die Überzahl meiner Unachtsamkeit und meiner Fehler (isyan ve kusur) und dass die Umgebung und die Umstände (muhitin, hâdisat) mich ständig an der Arbeit (iştigal) für die Lichter (Nurlar) hindern und als die Angriffe (hücum) meiner so eigensinnigen Seele (yaman nefsim) und der Teufel (şeytan) unter Dschinnen und Menschen (cinn ve ins), weswegen ich mein Misgeschick (bedbaht) verspüre.
Die Gnade Gottes (niam-ı İlahiye), die ich erfahren (mazhar) habe und für die ich gar nicht genug Dank (şükrünü yerine) sagen konnte, was mir hunderttausend Mal leid (yazık) tut, kennt in der Tat keine Grenzen (hadsiz). Obwohl Er mich jeden Tag, jede Stunde, ja sogar jede Minute und jede Sekunde daran erinnert (ihtar), dass mein Proviant (nasib) in diesem vergänglichen Leben (fâni hayat) zur Neige geht, gelingt es mir (mümkün) dennoch nicht, meine Hände ganz und gar aus der Welt (dünya) zurückzuziehen. Meine so starke Verbundenheit (kuvvetli merbutiyet) mit dem verehrenswürdigen (Hazret) Qur'an und mit meinem geliebten Meister (sevgili Üstad) und mein unerschütterlicher Glaube (lâ-yetezelzel iman) an die offenkundige Religion (Din-i Mübin) und die Scheriah, die unser Herr, seine Exzellenz (Efendimiz Hazretleri) der große Prophet (Nebiyy-i Efham), mit dem Friede und Segen sei, gebracht hat, werden mich durch eure gesegneten Gebete (mübarek dua) für diesen fehlerhaften Armen (fakir-i pürkusur), wolle es Gott (inşâallah), nicht auf dem Weg verloren sein (hüsranda koymaz) lassen. Dies stellt (teşkil) meine meine Hoffnung (ümidi) und meine einzige Tröstung (yegâne tesel) dar.
Der Weg, den ihr uns in diesem Brief und im Anhang (Zeyl) zum 26. Wort (Yirmialtıncı Söz) aufgezeigt habt (bahis) und dem ich auch über meine Kräfte hinaus (kadr-it tâka) mit Erfolg folgen möchte (tevfik-i hareket), ist der Weg (tarîk) von Schwäche und Armseligkeit (acz, fakr), aber auch von selbstloser Liebe (şefkat) und der Kontemplation (tefekkür). Er ist die kürzere (kestirme), aus dem Qur'an entnommene, lichtvolle Straße (nuranî cadde), die mein geliebter und verehrter Meister (Üstad) beschrieben hat, die er uns empfiehlt (tarif ve tavsiye) und auf die er uns führt (irşad). Wolle es Gott (inşâallah), dass ich von dieser Straße niemals abweichen (yoldan dönmem) werde. Das ist mein Wunsch (temenni), dass sich die Arbeiten (işler), die nicht enden wollen (eksilmeyen) und mir als eine meiner Pflichten (vazife) aufgebürdet werden, durch den Segen eurer Gebete (dua) in diesem Jahr auf beste Weise (hayırlısı) ein wenig verringern (azalır), sodass ich mich noch mehr dem wahren Dienst (hakikî hizmet) widmen kann.
{Und von Gott kommt der Erfolg.}
Dieser Abschnitt stammt von Sabri
Meinem Herrn, seiner Exelenz, dem großen Meister
Dieses Mal sagt die Risale-i Nur durch die wohltuenden und anmutigen Übereinstimungen (tevafukat) zu den lichterfüllten Reisenden (nuranî yolcular), während sie ihre geistige Hand (dest-i manevî) ausstreckt, mit erhobenem, ja leuchtenden Finger (ziyadar parmak): "Wir Wörter sind nicht ohne Führung und ungereimt verstreute (serpilmiş) Dinge, vielmehr einzigartige Sterne (misalsiz birer yıldızlar) am Himmel des Buches (Kitab-ı Semavi) des Qur'ans, die in einer vollkommenen Ausgewogenheit (müvazene-i tâmme), wahrhaftigen Übereinstimmung (tevafuk-u hakiki) und bei einem kritischen Vergleich (kıyas-ı kat'i) entdeckt wurden und funkeln (inkişaf ve temevvüc)." Die Übereinstimmungen (tevafukat) der Funken und Tropfen (lemaat ve tereşşuhat) des offenkundigen Buches (Kitab-ı Mübin), als würden dessen obere mit den unteren, deren Rechte sich mit den Linken begegnen (mukabele edercesi) sich ihre geistigen Hände (eyadi-i manevî) schütteln, wird auch im Zehnten Wort (Onuncu Söz) bezeugt. Die sinnvolle und weisheitsvolle Überseinstimmung und Wohlordnung (tevafuk ve intizamlar) dieses Wortes (Söz) versetzen Menschen, die in ihrem Bewusstsein (zîşuur) der Beschreibung wahrer Menschlichkeit (insaniyet) bestens entsprechen, durch diese Schönheit (letafet) in Ekstase und Bewunderung (mest ü hayran), als ob einige aufrichtige, wahre (samimî ve ciddî) Brüder und Gefährten, die fieberhaft (kemal-i hararet) einander herbeiwünschen und sehnen (müştak ve mütehassir), zusammen getroffen wären, so erglänzt jede Ayah und jedes Wort des ruhmreichen (azîmüşşan) Qur'ans, alle Worte und ganze Ausdrücke (kelime ve kelâmları), die er unter seine Führung (taht-ı tasarruf) genommen hat, wieder wie die Sterne (yıldız) glänzen, welche gleich zahllosen Lampen (elektrikler) an den Himmeln (semavat) stehen.
Ich denke, dass es eigenartig (şâyan-ı hayret) ist, dass dieses gesegnete Zehnte Wort (mübarek Onuncu Söz) als letztes die Übereinstimmung vorweist, so wie sein Inhalt eine wichtige Frage (mes'ele-i mühimme) nach der Wiederauferstehung (haşir) behandelt und so als letztes vom Ende des Lebens (hitam-ı ömrü) auf dieser Welt (kâinat) berichtet. Auch in der Risalet-ün Nur weist dieses Wort (Söz) als letztes die Übereinstimmungen (tevafukat) vor. Ich denke, dass auch dies eine Art besonderer Übereinstimmung (tevafuk) genannt werden kann. Die Flüsse des Qur'ans, welche auch die Flüsse im Paradies (Cennet nehirleri) heißen, mögen in den verschiedensten Arten und Klängen machtvoll dahinströmen (coşkun aksın), so wie die Sonne (şümus) des Qur'ans über den Völkern aufgegangen (akvam üzerleri) ist, die noch in einer Zeit der Unwissenheit (zaman-ı cahiliyet), einer Zeit der Krisen und der Führungslosigkeit (devr-i fetret) im Höchsten Grade bedürftig (ihtiyaçlı) waren, und sie in ziemlich kurzer Zeit erleuchtete, wuchs und dehnte und ein Fünftel der Menschheit (nev'-i beşer) ins Leben rief (ihya), sie mit ihrem ewigen und beständigen (ebedî ve daimî) Licht erleuchtete (nurla tenvir ve tevessü') und ihnen ihr Licht schenkte (izae), so möge es auch in diesem Zeitalter des Irrtums und der Verlorenheit (asr-ı dalalet ve hüsran) und in dem Jahrhundert der Ketzerei und Auflehnung (devr-i bid'at ve tugyan) für die verwundeten Seelen (yaralı ruh) der Leute des Glaubens (ehl-i iman) und der Gotteinheit (tevhid) zu einem Heilmittel (merhem) werden.
Die Gemeinde (ümmet) Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die vor sechs, sieben Jahren diese subtile frohe Botschaft (manzara) empfangen hatte, die gleich dieser anmutigen, einzigartigen (latif ve nazirsiz) mohammedanischen Rose (gül) duftet, nahm in der Tat aus der Sure El-Kauthar die Belohnung ihres Geistes und ihres Verstandes (mükâfat-ı ruhiyesini ve dimagiye) mit Lob und Dank ("bi-hamdihi ve-l minne") in Empfang. In diesem Punkt war mein Geist so sicher (ruh emin), dass die Leute des Glaubens und der Gotteinheit (ehl-i iman ve tevhid) schon seit langem die schmutzigen Programme der Leute des Irrwegs (ehl-i dalaletin) erkannt, die an die Verfinsterung und den Untergang (güneşin küsuf ve uful) der beständigen und immerwährenden (bâki ve sermedî) Sonne - wie der der İslâmiyet - wie die Wilden (canavarcası) zu arbeiten, für sich als ihre Aufgabe (vazife) hielten, und aus dem Schlaf der Gottvergessenheit (nevm-i gaflet) aufgewacht die beiden Suren, die der Sure El-Kauthar folgen, in ihrer Haltung und in ihrer Sprache (lisan-ı hal ve kal) vortrugen und zu den Ungläubigen sagten (zındıklara hitaben): "Wir können nicht in das Boot des Irrtums und der Ausschreitungen (dalalet ve sefahet) einsteigen, das auf dem Meer der Zwietrracht (nifak denizinde) steuerlos und zu Unrecht (serseriyane ve zulümkârane) umher fährt, wir dürfen nur in das lichtvolle (nuranî) und mit der Gotteinheit gewappnete (tevhid sikkeli) Schiff des Glaubens (iman) und des Islam, das dem Qur'an gehört, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, einsteigen. Sobald wir unsere Wohnstatt erreicht haben, werden der Erfolg und die Früchte unserer Arbeit (semere-i sa'yimiz) sichtbar und wahr."
So verkündet sie mit lauter Stimme und trägt den offenkundigen Erlass (ferman-ı mübin) اِذَا جَٓاءَ نَصْرُ اللّٰهِ {"Wenn die Hilfe Gottes kommt usw." - Sure 110 -} vor. Die Kunde und die Botschaft der Sure "El Kauthar" führte uns zu Kraft und Festigkeit (kuvvet ve metanet) und machte uns froh und munter (müjde ve beşaret). Durch ihre Kunde (maruzat) bekamen sie den Duft der Hilfe und des Erfolgs (nusret ve fütuhat) und traten scharenweise (fevc) in den Kreis des Qur'ans ein. Sie begriffen, dass Lobpreis und Dank (tesbih ve tahmid) dafür ihre wichtigste Aufgabe (ehemm vazife) ist und begannen bei Gott dem Herrn der Würde (Cenab-ı Rabb-ül İzzet Hazret), der eine Bitte um Vergebung (tövbelerini reddetmeyen) nicht zurückweist, eilig um Vergebung (istigfara şitab) zu bitten, und schlugen die Wege des Gebetes der Rettung und Erlösung (salah u felah ve fevz-i necat) ein.
"Möge mein Herr (Rabb) die Anzahl der wahren Erben der Propheten (hakikî verese-i Enbiya) vermehren und sie in ihren weltlichen und jenseitigen (dünyevî ve uhrevî) Wünschen und Zielen (âmâl ve makasıd) rasch zum Erfolg führen (muvaffak)." Während ich dieses Gebet (dua) wiederhole, wage ich es (takdime cür'et), euch dieses kleine Briefchen (arîzacık) vorzulegen, welches mich mein armseliger Stift (âciz kalem) anlässlich des Zehnten Wortes (Onuncu Söz) schreiben ließ (kumanda), und küsse insbesondere eure Hände und ehrenwerten Rock (dest ü damen-i muallâları), mein Herr (efendim).
Anmerkung: Was soll dieser hilflose Bauer (bîçare çiftçi) machen, auch wenn er sich mitten auf seiner Tenne wie ein Mevlevi-Derwisch im Kreise dreht? Ähnelten (benzeterek) doch seine Worte der Arbeit (sözlerini de işledik), die er da verrichtet, und er sagte das, was er da gesagt hatte, noch einmal. Und so kam er wieder zu der Stelle zurück (dönmüş), an der er schon einmal vorbei gegangen war? Während mein Meister (Üstad) mit raschen Schritten (hatveler), schnell wie der Blitz (yıldırım) davon eilt, wollte ich ihm wenigstens nach Art einer Ameise (karınca) folgen, in der Absicht (niyet), meine Verbindung mit ihm nicht abreißen zu lassen (irtibat kesilmesin). Und so nahm ich denn diese meine kaum mehr zusammenhängenden Sätze (perişan cümleler) wieder auf, um sie euch nun vorzulegen (derc ve takdim), mein Herr (efendim).
Dieser Abschnit stammt von Ahmed Hüsrev
Mein hochgeschätzter Meister!
Heute haben wir die beiden Briefe erhalten, die mit dem Bruder Süleyman Efendi gesandt (irsal) wurden, ein Brief, der den Fortbestand der Welt (dünyanın ömrü) erläutert, während der andere die Vorzüge des Gebetes (duasının fezaili) von Hazret-i Yunus, mit dem der Friede sei, aufzeigt, also den ersten Teil (Birinci Kısmı) des Elften Abschnitts (Onbirinci Kısmı) der 31 Blitze (Otuzbir Lem'a) des 31. Briefes (Otuzbirinci Mektub) und ihn auch schon gelesen.
Mein geliebter Meister (Üstad), dieser Abschnitt hat uns eine solche Freude (mesrur) bereitet, dass ich gar nicht in der Lage bin (tarifine muktedir), es zu beschreiben. Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) mit euch immerdar zufrieden sein (razı olsun).
Dies Abhandlung (risale) öffnet mit absolter Sicherheit (kat'î bir varlık) die Tore der Rettung (necat kapıları) für diese Gemeinde (ümmet). Sie berichtet (ihbar), dass diese düsteren Tage (zulümatlı günler) uns bald verlassen (veda) werden, ohne wieder zu kehren (avdet), und lädt alle ihre Schüler (şakirdler) ein, gemeinsam und eines Sinnes (bir agızdan) mit einander zu beten (münacat).
Mein geliebter Meister (Üstad)! Dem hochehrwürdigen (Hazretleri) Gott, erweisen wir (takdim) unseren unendlichen Dank (bîhisab şükrü), Ihm, der da notwendiger Weise sein muss (Cenab-ı Vâcib-ül Vücud), der unsere Zukunft (istikbal) mit den Lichtern erleuchtet, die aus dem Meer des Lichtes (nur deryası) emporsprudeln und den Sternen gleichen (nücum-misal nurlar), und uns in diesen trübsinnigen, so düsteren (kasvetli ve karanlıklı) Tagen gleich einem Albtraum (kâbuslu) mit einer sicheren Hoffnung (ümidle yaşatan) am Leben erhält und unsere Herzen (yüzüm) durch ein jeweils besonderes Licht (başka nur) erfreut, das in jeder Abhandlung (risale) funkelt. Und so möchte ich euch auch unser ungeduldiges Warten (intizar) auf die Ankunft unseres Meisters (Üstadımızın vürûdu) mitteilen, die unsere Freude (sevinc) noch verdoppelt, mein Herr (efendim).
Meine Brüder Hüsrev, Lütfü, Rüşdü!
Ich möchte euch etwas erklären, was im Verhältnis zwischen dem Lehrer (Ustadh) und seinen Schülern und den Schülern untereinander zum Segen (faide) dienen soll. Es ist dies wie folgt:
Ihr seid - obwohl mir das eigentlich gar nicht zukommt - sowohl in einer Hinsicht meine Schüler, als in anderer Hinsicht auch alle untereinander Mitschüler und in anderer Hinsicht auch meine Helfer und Berater.
Meine lieben Brüder, euer Meister ist nicht unfehlbar und es ist ein Fehler, ihn als fehlerlos anzusehen. Findet sich in einem Garten ein fauler Apfel, so schadet das dem Garten nicht; findet sich Falschgeld in einer Schatzkammer, so mindert das nicht den Wert der Schätze. Entsprechend dem Geheimnis, dass etwas Gutes zehnfach, ein Übel aber nur einfach gezählt wird, ist es nur recht und billig, dort, wo man das Übel, einen Fehler sieht, um des Guten willen keinen Ekel im Herzen aufkommen zu lassen und Widerspruch zu erheben. Da aber diejenigen Artikel, welche sich auf die Wahrheiten beziehen im großen und ganzen wie auch manchmal in ihren Einzelheiten in der Art von Inspirationen im Herzen auftauchen, so sind sie insgesamt unmittelbar zweifelsfrei und sicher.
Jedoch die Hinweise (işaret) auf die symetrischen Übereinstimmungen (münasebat-ı tevafuk) sind in ihrer absoluten, kurz gefassten (mutlak ve mücmel), ganz allgemeinen Form Eingebungen und Inspirationen (sünuhat-ı ilhamiye). Bei der Ausführung und ihren Einzelheiten (tafsilât ve teferruat) mischen sich manchmal in Unordnung geratene Gedanken (perişan zihnim) mit ein, oder etwas misslingt (noksan) mir. Und so mache ich einen Fehler (hata). Doch dieser Fehler in meiner Ausführung (teferruatta hatam) hat überhaupt gar keinen Schaden zur Folge (zarar îras). Da ich nicht dazu begabt bin, einen Stift zu führen und nicht zu jeder Zeit einen Schreiber (kâtib) finden kann, bleiben meine Ausdrücke deshalb nur äußerst kurz (tabiratım pek mücmel) und gleichen dabei einer Notiz, was dann das Verständnis erschwert (fehmi işkal).
Wisset, meine Brüder und meine Mitschüler, dass ich mich darüber freuen würde, wenn ihr mir einen Fehler, den ihr an mir seht, freimütig sagt. Ja selbst wenn ihr mich auf den Kopf schlüget, sagte ich doch, es möge recht und schön sein vor Gott. Mit Rücksicht auf die Wahrheit darf man keine anderen Rücksichten nehmen. Ich will nicht, um dem Egoismus meiner inneren Triebhaftigkeit (nefs-i emmare) zu schmeicheln, eine unverstandene Wahrheit verteidigen, sondern sie aus Achtung vor der Wahrheit annehmen mit Herz und Hand.
Ihr wisst, dass in dieser unserer Zeit der Dienst am Glauben sehr wichtig ist; doch sollte man diese Aufgabe nicht einem schwachen und hilflosen Mann aufladen, der in mancher Hinsicht kaum seine Gedanken zusammenhalten kann; man sollte ihm vielmehr nach Möglichkeit helfen. Es handelt sich dabei um kurze, gewissermaßen extrahierte (mücmel ve mutlak) Wahrheiten, für die wir dann zu einem Vermittler werden, damit sie hervortreten (çıkıyor) und sichtbar werden können (zahirî vesile). Was ihre Anordnung (tanzim), die Korrektur (tasfiye) und ihre Beschreibung (tasvir) betrifft, so sind sie in der Tat das Werk meiner ehrenwerten und besonders begabten (kıymetdar, muktedir) Mitschüler. Versuche ich manchmal in ihrer Vertretung (vekalet) etwas auszuführen und anzuordnen (tafsilât, tanzimat), so misslingt es mir nur (noksan kalıyor).
Ihr wisst ja, dass im Sommer (yaz) die Gottvergessenheit wegen weltlicher Sorgen (dünya gaflet) besonders vorherrscht (hükmeder). Viele unserer Mitschüler verfallen der Trägheit (fütura düşüp), geraten unter Druck (mecbur) und müssen Ihre Arbeit unterbrechen (ta'til-i eşgale). So können sie sich nicht mehr so richtig mit den Wahrheiten beschäftigen (hakaik ile tam meşgul).
Gott der Gerechte hat sich seit zwei Jahren in Seinem vollkommenen Erbarmen mit feinsinnigen Entsprechungen, welche im Vergleich zu den ernsthaften Wahrheiten gleichsam den Nachtisch oder das Kompott bilden, unseren Sinnen huldreich zugewandt und unser Gemüt mit Freude erfüllt. In Seinem vollkommenen Erbarmen hat Er durch diese feinsinnigen Entsprechungen, mit diesen Früchten unser Gemüt auf die ernsteren Wahrheiten des Qur'ans hingeleitet und unserem Geist mit diesen Früchten Nahrung und Kraft gegeben. Wie die Dattel, die zugleich eine Frucht darstellt als auch unsere Nahrung bildet, so vereinigt auch die Wahrheit in sich sowohl Schönheit als auch Erlesenheit und Vorzüglichkeit.
Brüder, wir brauchen in dieser Zeit sehr viel geistige Kraft gegen die Unbesonnenheit und den Irrtum. Aber leider bin ich nur wie ein kleiner Angestellter und ein sehr schwacher Mensch. Ich besitze keine wunderbaren Gnadengaben, dass ich die Wahrheit damit beweisen könnte. Ich besitze auch nicht (wie ein Scheich) die Gabe der Fürsprache (himmet), dass ich die Herzen damit anziehen könnte. Ich habe keine überragende Intelligenz, dass ich durch meine Genialität alle Welt überzeugen könnte. Ich bin vielmehr nur ein armseliger Diener an der Schwelle des Weisen Qur'ans. Den Starrsinn jener Unvernünftigen, die auf Irrwegen gehen, zu zerbrechen und sie zur Einsicht zu führen, erhalte ich manchmal Hilfe durch die tiefe Wahrheit des Weisen Qur'ans. Ich empfand diese Entsprechungen, die ein Wunder (keramat) des Qur'ans sind, wie eine göttliche Gnadengabe (ikram) und sie mit beiden Händen festgehalten. Tatsächlich habe ich die beiden Abhandlungen: "Ischaratül-I'caz (Hinweise auf das Wunder)" und "Risale-i Hasir (Abhandlung über die Auferstehung)", welche ein Resümee aus dem Qur'an darstellen, als einen sicheren Hinweis verstanden. Mögen sich nun vergleichbare Hinweise finden oder auch nicht: für mich sind sie ein Wunder des Qur'ans.
Wir haben eine Seite aus dem Buch "Ein Zeichen des Wunders (İşarat-ül İ'caz)" aufmerksam betrachtet und gesehen, dass alle Buchstaben (hurufat) am Anfang der Zeilen (satırlar) doppelt sind und die Buchstaben in einer außerorentlichen Anordnung (hârika bir intizam) stehen. Im Zehnten Wort (Onuncu Söz) sind der Anlass zur Übereinstimmung (medar-ı tevafuk) die Zahlen 3,4,5,6 und jede davon stimmen auf dreizehn überein. {Am Anfang einer Zeile kamen gewisse Buchstaben jeweils einige Male über einander vor. Diese Übereinstimmung erkennt man auf den dreizehn folgenden Seiten.} Auch diese dreizehn ist ein Schlüssel wichtiger Geheimisse (mühim bir esrar anahtarı) im sechsten, achten und vertraulichen vierten Zeichen (Remizler) {In dem Buch "Die acht Zeichen" taucht die Zahl "dreizehn" öfter auf, sei es als die Anzahl der übereinstimmenden Buchstaben oder folglich der Cifr-Rechnung.} so wie wir gesehen haben. Da haben wir keinen Zweifel (şübhe) mehr, dass es ein Wunder (keramet) des Qur'ans ist, das auf dem Papier ständig bleiben wird. Wir verstanden (telakki), dass es eine Gabe Gottes (ikram-ı İlahî) und unmittelbar eine Unterschrift zur Bestätigung (tasdikine bir imza) dieser Abhandlung (risale) und des Glaubens an die Wiederauferstehung (iman-ı haşrin) ist. Es ist nicht so wie in der Luft zu fliegen oder auf dem Wasser zu laufen. Sie sind vorübergehend (muvakkat) und können auf der Vollkommenheit und dem Willen (kemal ve ihtiyar) der jeweiligen Person zugeschrieben werden, ja sogar auf Überheblichkeit (istidrac) zurückzuführen ist. Das kann nicht unmittelbar der Wahrheit (hakikat) dienen; und ganz besonders nicht in heutiger Zeit.
Wie dem auch sei: Ich habe wegen dieser kleinen Sache viel geredet und auch viele Worte darauf verschwendet (israf). Da viel reden mit den Freunden (ahbab) gern gesehen wird (mergub), so wolle es Gott (inşâallah), dass mir diese Verschwendung (israf) dennoch verziehen werde.
Es ist dies der este und einzige, zehn Abschnitte (on fıkra) werte Abschnitt von Kuleönlü Sarıbıçak Mustafa Hulusi, der gleich nach dem Ableben (vefat) meines verstorbenen Neffen (merhum biraderzade) Abdurrahman in meine Hände gelangte und mich mit machtvollen Hinweisen (kuvvetli emare) in meinem Herzen daran gemahnte (kalbime ihtar), dass er mir anstelle von Abdurrahman gesandt wurde, der zu unseren besonders fleißigen und aufrichtigen (çalışkan ve hâlis) Brüdern gehört und den diamantenen Stift (elmas kalem) besitzt.
{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17,44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen nach der Anzahl der Buchstaben des Qur'ans und seiner Geheimnisse."}
Oh mein ehrwürdiger Meister!
Meine Wenigkeit, euer Schüler (âciz talebe), pflegte in meinen Gedanken (ruhum) rund um den Globus (küre-i arz) umher zu schweifen, manchmal nach Osten (şark), manchmal nach Süden (cenub), manchmal nach Westen (garb), manchmal nach Norden (şimal) und manchmal himmelwärts (sema). Ich wartete immer, von welcher Richtung die Hilfe (yardım) wohl kommen würde (erişecek). Meine Seele (ruh) suchte nach einem vollendeten Lehrmeister (mürşid-i ekmel). Während ich noch suchte, wurde mir auf einmal eingegeben (ilham): "Du suchst einen Lehrmeister (Mürşid) in der Ferne. Doch in nächster Nähe findest du Bediüzzaman. Dank der Risale-i Nur gilt diese Persönlichkeit (zât) als ein Erneuerer (müceddid). Sie ist sowohl ein Pol (aktab) als auch ein Zülkarneyn und zugleich auch ein Stellvertreter (vekil) Jesu Christi (İsa Aleyhisselâm), der in der Endzeit (âhirzaman) kommen wird, und somit sein Vorläufer (müjdecisi)." So wurde es mir gesagt. Daraufhin bin ich zu dem ehrwürdigen Meister (Üstad-ı Muhterem) hin gegangen. Er beauftragte mich (emir), die Abhandlungen (Risaleler) abzuschreiben. Ich habe dann fünfzehn Abhandlungen aus dem Band "Worte (Sözler)" abgeschrieben und ich lese sie noch stets. Meine Fähigkeiten (istidad) sind allerdings begrenzt (kısa) und meine Gedanken ziemlich ungereimt (fikrim müşevveş). Ich war daher nicht dazu in der Lage, aus den Abhandlungen (risaleler) den richtigen Nutzen (hakkıyla istifade) zu ziehen und so ihren Segen (istifaza) zu empfangen.
Später habt ihr mir dann den 22. Brief (Yirmiikinci Mektub) gegeben und ich habe ihn auch abgeschrieben. Und so habe ich ihn dann ein, zwei Mal mit meinen Gefährten (arkadaş) zusammen gelesen. Er hat die sichtbaren wie die unsichtbaren (maddî ve manevî) Wunden meiner Wenigkeit, eures Schülers (âciz talebe) geheilt, die sich seit meinem fünfzehnten Lebensjahr in der Vergangenheit angehäuft hatten (birikmiş) und schon ganz verschimmelt (küflü) waren. Dafür sei Gott Dank (Elhamdülillah). Danach aber hatte ich einen Traum (rü'ya gördüm), und dieser Traum war folgendermaßen:
In diesem Traum (menam) bin ich in Richtung der Kıble in die Stadt (vilayet) gegangen. Während ich noch in der Stadt spazieren ging, traf ich zwei große, seltsame Maschinen (acib fabrika). Diese Maschinen sahen nicht wie Maschinen in dieser Welt (dünya) aus. Und dann gingen diese Maschinen auch noch von rechts auf die Menschen zu (insanın sag cenahı). Beide hatten aber gar keinen Besitzer (sahibleri yok). Da bin ich in eine von ihnen hineingegangen. Eine von diesen Maschinen war groß, die andere klein. Ich dachte mir dabei, dass ich diese kleine Maschine steuern könne. Und so war ich denn ihr Herr (sahib)." Danach träumte ich noch folgendes:
Da ist eine ganz lange Kaserne (kışla), ausgerichtet nach der Kıble. Und in dieser Kaserne steht ein großer Backofen (fırın). Auch ich befinde mich im Bereich dieses Backofens und stehe aufrecht (ayak üzere) davor. Vor mir stand ein junger Mann (genç) unter anderen, frommen jungen Männern (ehl-i takva), namens Süleyman. Auf meiner rechten Seite stand noch jemand, namens Ismail, der auch ziemlich jung aussah. Es standen da schätzungsweise (alettahmin) etwa hundert Jugendliche aufrecht in der Nähe dieses Backofens zu meiner rechten und linken Seite. Ich war erstaunt (hayret). Nun kam eine bedeutende Persönlichkeit (zât) und öffnete vor diesen jungen Leuten (gençler) ein ganz kleines Taschentuch (ufacık bir mendil). Und aus diesem Taschenbuch verteilte er unter diesen jungen Leuten viereckige Mohnbrötchen (haşhaşlı). Danach verteilte er aus diesem Taschentuch noch für jeden eine Handvoll Rosinen (kuru üzüm). Und ich bemerkte dabei, dass weder die Rosinen noch die Brötchen aus diesem Taschentuch jemals enden wollten. Da war ich wieder erstaunt und mir wurde gesagt: "Diese segensreiche Persönlichkeit (mübarek zât) ist Said Nursî." Und da verstand ich, dass sich dieses seltsame Geschehen nur unter den Händen der Pole (aktab) ereignen kann. So sagte ich mir und da erwachte ich (dedim uyandım).
Während ich demzufolge die Abhandlungen (risaleler) auch weiterhin abschrieb, gelangte nun der Erfolg Gottes (Allah'ın tevfik) und der Segen des verehrten Meisters (Üstad-ı Muhteremin himmeti) zu mir. Und das begann nun, mir sehr sehr viel Nutzen (istifade) zu erbringen. Später versammelten sich all die jungen Leute, die ich bereits im Traum (rü'ya) gesehen hatte, um mich herum. Und einjeder von ihnen wurde mir zu einem Gefährten (arkadaş) und Schüler (talebe) des Qur'ans.
Und außerdem sind die Menschen in meiner Heimat (memleket) zu einem Teil auch Mystiker (ehl-i tarîkat) und leben gottesfürchtig (ehl-i takva). Da sich in unserer Umgebung (memleket) keine Gelehrten (hoca) für die grundsätzlichen und die innerlichen Erkenntnisse (zahir ve bâtın) finden, wurden wir öfter zur Zielscheibe (hedef) des Teufels (şeytan) und unserer Begierden (nefs) und erstickten in Zweifeln (evham). Je mehr aber wir die Abhandlungen (Risaleler) lasen, um so mehr wurden die Listen des verfluchten Satans (şeytan-ı laîn) und der Begierden und alle Zweifel (hilelerini ve evhamları) in den Abgrund der Hölle (Cehennem'in dibine) hinabgeworfen. Als wir die Abhandlungen (Risaleler) lasen, waren viele Gefährten sehr verwundert (arkadaşlar çok hayret). "Dieser große Bedi', woher findet er diese perlengleichen (lü'lü-misal) Worte und Sätze?" So hatten wir öfter zu einander gesagt. Achtet man einmal auf seine Ausdrucksweise, so erscheint sie einem zunächst als völlig nutzlos (istifade edilmez). Und dabei ist doch alles, was er sagt nur Weisheit (hikmet). Dabei ereignet sich vor unseren Augen etwas Wunderbares (dehşet) und verbreitet sich Licht (nur serpiyor).
{(Anmerkung): Mein Bruder (kardeşim) Mustafa hat zwei von drei Persönlichkeiten (şahsiyet) in der Tat richtig (fark) erkannt. Said als seinen Meister (üstad) sieht er als erhaben (âlî), während dieser Unterricht (ders) erteilt. Den Said, der sein hilfloser Freund (bîçare dost) ist, sieht er als den einfachen Menschen, der er auch in Wirklichkeit (hakikat) ist und es ist wahr, so wie Mustafa es sieht (gördügü dogrudur).
Said}
Das sagten wir immer wieder und lasen es immer wieder voll Begeisterung. Daher sind wir zu der festen Überzeugung gelangt (hükmettik), dass die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) für diejenigen, die sie studieren, ein großartiges Elexier (iksir-i a'zam) sind.
Mein Ehrwürdiger Meister! Die Wunden dieser meiner hundert Gefährten, die sichtbare und unsichtbare (maddî ve manevî) Wunden haben, werden durch diese Abhandlungen geheilt (risaleler tedavi). Manchmal kommen sogar diejenigen, die weit von uns entfernt wohnen, beinahe erstickt von Zweifeln (evhama bogulur); wenn meine Wenigkeit, euer Schüler, (âciz talebe), etwas aus einer Abhandlung (risale) vorliest, so werden ihre Zweifel (evham) beseitigt und schwanden also dahin. Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak), der absolute Segenspender (Feyyaz-ı Mutlak) und Große Schöpfer (Hallak-ı Azîm) nach der Anzahl allen Seins (mevcudat), der unbelebten Natur (camidat) bis hin zu den kleinsten Zellen und Atomen (zerre) mit euch zufrieden sein (razı olsun). Âmîn!
Möge Gott es wollen (inşâallah), dass ihr morgen, d.h. am Tage der Wiederversammlung (mahşer) vor allen anderen auf die Fürsprache (şefaati) des ehrwürdigen Propheten (Resul-i Ekrem) und verehrten Gesandten (Nebiyy-i Muhterem), unseres Herrn (Efendim), seiner Exelenz (Hazretleri) geehrt werdet. Âmîn.
Ihr bekommt die Gebete (dua) dieser jungen Leute (gençler), die sie jeden Tag und zu jeder Stunde verrichten. Wenn wir eine Abhandlung (risale) lesen, finden sich da wenigstens acht bis zehn Gefährten (arkadaş) zusammen. Aufgrund der Verführungen in der Endzeit (fitne-i âhirzaman) ist es in der Tat sehr wichtig und ein Grund zu danken (medar-ı şükran), dass diese jungen Leute zusammenkommen (gençler) und das wahre Wort (hak söz) hören können.
Dieser euer hilfloser Schüler (âciz talebe) hat nicht Arabisch gelernt und nie eine Medrese besucht. Ich pflegte stets türkische Bücher, die in alter Zeit geschrieben wurden, zu lesen. Doch konnte ich nie ein Heilmittel finden, um meine äußeren wie inneren (maddî ve manevî) Wunden zu heilen. Dabei waren doch mein Geist und mein Herz äußerst erregt (çırpınıyor) und es kam manchmal schon so weit, dass ich mir schon das Leben nehmen (intihar) wollte. Ich war sehr besorgt (merak) und verblieb in meiner Verzweiflung (yeis içerisinde), wobei ich mich fragte: "Was ist mit mir bloß los (halim nedir) und was soll bloß aus mir werden (ne olacak)? Und wo kann ich einen vollkommenen Lehrmeister (Mürşid-i kâmil) finden?"
Wie Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) in einer Zeit, die der Hölle (Cehennem) gleicht, eine Zeit erschafft (halk), die dem Paradiese (Cennet) gleicht, für jede Zeit die richtige Lösung (lâyık çare) herbei ruft und für jede Wunde (yara) die passenden Heilmittel (muvafık ilâc) schenkt, so bringt Er auch den verehrten Meister (Üstad-ı Muhterem) dazu, Abhandlungen (risaleler) für kranke Menschen (yaralı) wie wir in unserer Zeit in der es keine Medresen gibt, auf Türkisch zu verfassen (te'lif). Wie könnte ich nur dafür danken (şükredeyim)? Unendlicher und nie zu bezahlender (lâyüadd ve lâyuhsa) Dank sei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk)! Möge Er meinem ehrwürdigen Meister (Üstad-ı Muhterem) im Dienst (hizmet) am Qur'an zum Erfolg (muvaffak) führen und ihm in beiden Welten alle Würden (iki cihanda aziz) verleihen. Âmîn.
Zwar habe ich niemals arabischen Unterricht erhalten und auch keine fünf oder zehn Jahre in einer Medrese studiert, doch habe ich die Abhandlungen (risaleler) abgeschrieben und sie ernsthaft gelesen. Ich stelle mir aber vor (tahayyül), ich hätte bereits zwanzig Jahre in einer Medrese studiert. Der Grund dafür liegt darin, dass zu meiner Wenigkeit (âciz), gleich einem Bettler und Habenichts (fakir, miskin), viele Gelehrte (hoca), die doch Arabisch studiert haben, kommen und staunen (hayret) über das, was ich ihnen vorlese. Menschen (insan), die bereits die Ausbildung eines vollendeten Lehrmeisters (mürşid-i kâmil terbiyesi) erhalten haben, kommen zu mir und werden von den Worten hingerissen, die sie von mir hören (işittikleri kelimelere meftun). Viele Gelehrte knien dabei vor mir (iki diz üzerine) und sagen zu mir: "Lies uns aus der Abhandlung (risale okuyuver) etwas vor!"
Wenn meine Stimme soweit reichen könnte (sesim erişse), würde ich den jungen Leuten auf der ganzen Welt (küre-i arzdaki genç) mit ganzer Kraft (kuvvet) und mit lauter Stimme verkünden (bagırarak): "Diese Abhandlungen (Risaleler) ernsthaft zu lesen und abzuschreiben, ist besser (faik) als das zwanzigjährige Studium in einer Medrese und bringt noch mehr Gewinn (menfaatli)." Ist denn nicht der Sinn (maksad) des Studiums in einer Medrese vor allem der, sich selbst zu retten (kurtarıp) und auch dazu beizutragen, die Gemeinde (ümmet) Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, zu retten? Ich habe die feste Überzeugung (itikad), dass die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) das Wissen (ilim) eines zwanzigjährigen Studiums in einer Medrese erbringen.
Jede Abhandlung (risale) ist an und für sich ein vollendeter Lehrmeister (mürşid-i ekmel). Wenn irgend ein junger Mann (genç), dessen Herz (kalb) noch nicht verdorben ist, eine Abhandlung (risale) in die Hand nimmt und sie aufmerksam und voller Hingabe (dikkat ve teslimiyet) durchliest, so beginnt er, die Gebote (daire-i inkıyad) zu achten und bessert (ıslah) sich. Selbst ein Materialist (maddiyyun) eine Abhandlung in die Hand nimmt und sie durchliest (alıp okursa), kann gar keine Ausrede mehr (hiç bir bahane) finden, auch wenn er nicht zum Glauben (iman) gelangt. Wenn irgendein Atheist (dinsiz) eine Abhandlung durchliest und sie richtig (manası) versteht, gelangt er zum Glauben (iman). Wenn ein Philosoph sie durchliest, sagt er: "Ein noch tieferes Verständnis (yüksek akıl) als hier kann es nicht geben. Selbst alles Verständnis der Welt zusammen genommen (akıllar toplansa), könnten nicht darüber hinaus gehen (fevkine çıkamaz). Doch der Verstand (akıl) allein findet danach noch keinen Weg (yol)." Die Risale-i Nur spricht in der Sprache, in der sie konzipiert ist (lisân-ı hâl) zu dem einäugigen Deddschal, der in Europa vernarrt (meftun) ist: "Entweder du gelangst zum Glauben (iman), oder du wirst für die ganze Welt (dünya) zum Gespött (maskara) werden."
Nun meine lieben Mitschüler (ders kardeşler)! Meine Wenigkeit (fakir) suchte zwar nach einem, der ein vollendeter Lehrmeister (mürşid-i ekmel) und Pol (kutub) ist. Doch fand ich durch die Gnade (ihsan), Freigiebigkeit (kerem), Güte (lütuf) und Barmherzigkeit (rahmet) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk), durch die Bemühungen (sa'y) meines verehrten Meisters (Üstad-ı Muhterem) einhundertneunzehn vollkommene (kâmil), vollendete Lehrmeister (mürşid-i ekmel). Die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) sind mit all ihren 119 Abhandlungen, jede von ihnen ein vollendeter Lehrmeister und ein Pol (mürşid-i ekmel ve aktab).
Oh meine noch jugendlichen Mitbrüder (genç kardeşler), die ihr leiblich und seelisch (maddî ve manevî) verwundet seid! Und meine Mitbrüder in den Orden der Mystik (ehl-i tarîkat kardeşler), die ihr eines vollendeten Lehrers (mürşid-i ekmel) bedürftig seid! Der Grad der Vollendung (derece-i kemalât) und die Stufen des Glaubens (meratib-i iman) von Şeyh Abdülkadir-i Geylanî, Şah-ı Nakşibend, İmam-ı Rabbanî, İmam-ı Gazalî, Muhyiddin-i Arabî, Mevlâna Hâlid, mit denen Gott zufrieden sein möge (Radıyallahü anhüm) und deren Geheimnisse Gott heiligen möge (Kaddesallahü esrarehüm Hazretleri), finden sich in den Abhandlungen und in den Briefen (risaleler ve Mektubat).
{(Anmerkung): Mustafa, mein älterer Bruder selig (merhum), wollte die Schüler der Abhandlungen (risalenin şakirdleri) und die Schüler der Heiligkeit (velayetin şakirdleri) vorstellen und die Unterschiede (derece) zwischen beiden verständlich machen. Diese Frage (mes'ele) hat die Risale-i Nur bereits gemeistert. Außerdem stellt sie die Erkenntnisse eines Laien von der Einheit (tevhid-i âmi) und die wahrhaftige Erkenntnis von der Einheit (tevhid-i hakikî) klar. Außerdem erläutert die Risale-i Nur den Unterschied zwischen dem, der mit offen Augen (gözü açık) fortschreitet und dem, der mit geschlossenen Augen (gözü kapalı) fortschreitet. Außerdem entdeckt die Risale-i Nur die Welt im wachen Zustand (âlem-i yakaza) und die Welt des Traums (âlem-i menam). Außerdem trennt die Risale-i Nur die Welt der Bilder (âlem-i misal) von der bezeugten Welt (âlem-i şehadet). Außerdem zeigt die Risale-i Nur voll und ganz die große Heiligkeit (velayet-i kübra), die mittlere Heiligkeit (velayet-i vustâ) und die kleine Heiligkeit (velayet-i sugra) und den Unterschied (fark) zwischen ihnen. Sie macht die Gründe (sebeb) dessen verständlich, der durch eine Unterhaltung (sohbet) oder - wie das Beispiel der Gefährten des Propheten (Sahabelerin meseli) zeigt - von den Äußerlichkeiten mit einem Schritt (kadem) in die Wahrheit hinüber (zahirden hakikata) zu gehen. Außerdem tut die Risale-i Nur die Straße (cadde) der Scheychs der Mystik (tarîkat şeyhleri) und die der vier Imame (Eimme-i Erbaa) der Rechtsschulen kund. Außerdem stellt die Risale-i Nur die Unterschiede im Glauben (imanın farkları) klar, dem jemand durch wissenschaftliche Gewissheit (ilmelyakîn), augenscheinliche Gewissheit (aynelyakîn) oder wahrhaftige Gewissheit (hakkalyakîn) erlangt hat. Außerdem folgt die Risale-i Nur der Art und Weise (meşreb) von Hazret-i Ebubekir-i Sıddık (R.A.), Hazret-i Ömer (R.A.) und Hazret-i Osman (R.A.). Außerdem macht die Risale-i Nur durch den Kommentar (tefsir) zum Celcelutiye bekannt, dass sie ein geistiges Kind (veled-i manevî) von İmam-ı Ali (R.A.) ist, einen großen Wert hat und einen wichtigen Auftrag (kıymet ve vazife) erfüllt. Außerdem legt die Risale-i Nur die alegorischen (müteşabih) Hadithe von dem ehrwürdigen Propheten (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) über den Mehdi und Isa, mit dem Friede sei, über den Deddschal, über Gog und Magog und die Mauer von Zulkarneyn aus (tevil etmiş) und erklärt ihren eigentlichen Sinn (esas maksadı).
In den achten, achtzehnten und achtundzwanzigsten Blitzen (Lem'alar) und im achten Strahl (Sekizinci Şua) der Risale-i Nur wird erklärt, dass die Wunder der Gottesfreunde (keramat-ı evliya), wie İmam-ı Ali (R.A.) und Şah-ı Geylanî (R.A.) wahr sind (hak) und dass sie den gewaltigen Thron (Arş-ı A'zam) berachteten als sie noch auf der Erde (yerde) weilten. Außerdem haben alle Exegeten (müçtehid) eine frohe Kunde gebracht (müjde), indem sie sagten: "Einer unter den Theologen (mütekellim) wird kommen und wird die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und alle Fragen in einer allgemein verständlichen Form (vâzıh bir surette) erklären." Dies hat die Risale-i Nur durch die Ereignisse der Welt (hâdisat-ı âlem) erfüllt. (* Die Risale-i Nur erklärt uns die Wahrheiten des Glaubens und ihre Botschaft beginnt sich in der Welt zu verbreiten. (A.d.Ü.)) Außerdem sagten alle Gottesfreunde und Heiligen (meb'uslar veliler) in allen Jahrhunderten (asır) aufgrund ihrer Visionen (keşfiyat) voraus, dass einer kommen wird und im Osten ein Licht (şarktan bir nur) aufgehen wird. So haben sie die geistige Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur sowie auch die Geistige Körperschaft meines Meisters (Üstad) und die Geistige Körpeschaft der Schüler (talebe) voraus gesehen und erkannt, dass die Risale-i Nur für die ganze Gemeinde (ümmet) Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, mit besonderen Vorzügen (fazilet) ausgestattet ist, von besonderer Bedeutung und besonders wertvoll (ehemmiyet kıymet) ist, und dass die ganze Gemeinde (ümmet) der Anweisung (emr) des Propheten folgend in ihren Gebeten (virdler) gleich nach der Zuflucht vor der Qual im Grab (azab-ı kabir), vor den Verführungen (fitne) der Endzeit (âhirzaman) und vor dem Übel (şerr) des Deddschal Zuflucht bei Gott (istiaze) suchen und weiterhin suchen werden (etmelerini ve yapacagı), und dass die Risale-i Nur deren materiel und geistig (maddî ve manevî) Geschädigte zu kurieren (tamir) versucht. Daraufhin haben sie durch Hinweise und Zeichen (işaret, remiz) eine frohe Kunde (müjde) und gute Botschaft (beşaret) gegeben, wie die Risale-i Nur ihnen durch die Ereignisse in der Welt gleich wie in den Provinzen Eskişehir, Denizli, Afyon und İstanbul entspricht.
Zusammenfassung: So ist denn die Persönlichkeit (zât), auf die man seit Jahrhunderten (asır) gewartet und nach ihr Ausschau gehalten (muntazır) hat, nun die Risale-i Nur. Sogar der Meister (Üstad) selbst wartete eine Zeitlang auf die Ankunft einer solchen Persönlichkeit. In der Tat steht es weder Mustafa, meinem Bruder (agabey), noch mir zu (haddim), die Bedeutsamkeit und den Auftrag (kıymet ve vazife) der Risale-i Nur zu erklären (beyan). Wie könnte ich es auch (heyhât)! Da die Risale-i Nur ein besonderer Kommentar (has tefsir) zum Qur'ans ist, ist sie auch unmittelbar mit dem Qur'an verbunden (baglı). Was aber den Qur'an betrifft, so ist der mit dem Gewaltigen Thron (Arş-ı A'zam) verbunden. Darum auch kann der Qur'an die Risale-i Nur loben und preisen (medh ü sena). Er hat in der Tat laut des Ersten Strahls (Birinci Şua) mit 33 Ayat auf sie hingewiesen (işaret).
Meine Absicht (maksadım) mit diesem Schreiben ist, für Mustafa, meinen Bruder (agabey), von der Risale-i Nur um Hilfe (meded), vom Qur'an um Fürsprache (şefaat) und von meinem Meister um ein Gebet (dua) zu bitten.
Euer Schüler Küçük Ali}
Oh meine Mitbrüder und oh ihr Stellvertreter (halifeler)! Wollt ihr den Abschluss (münteha) der Ausbildung zum Mystiker (tarîkat) und Kenner der Wahrheit (hakikat) begreifen, müsst ihr die Abhandlungen (risaleler) ernsthaft studieren. So könnt ihr den Leuten des Höchsten (Bâlâdaki zâtlar) folgen und euch so der Hingabe an den Glauben (yüksek iman) annähern.
Oh meine Mitbrüder unter den Mystikern (ehl-i tarîkat)! Ich bitte euch ganz besonders, die Abhandlungen (risaleler) auch nur ein Mal (bir defa) zu lesen. Ich akzeptiere (kabul) dann alles, was ihr mir sagen würdet, wenn ihr nicht in jeder einzelnen Zeile (her bir satır) der Risalet-ün Nur und der Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) die Kraft eines ganzen Buches (bir kitabın tesirini) finden würdet.
Nochmals empfehle ich euch (tavsiye) nachdrücklich: lest! Lest (okuyun)! Je mehr man die Abhandlungen (risaleler) liest, Desto größer ist der Segen (feyzâver), den ihr Licht (nurlar) ausstrahlt. Je mehr man liest, um so größer ist die Begeisterung (iştiyak), die sie hervorrufen: sie verursachen keinen Überdruss (usanç). Wenn man andere Bücher (kitab) ein, zwei Mal durchliest, werden die Menschen ihrer überdrüssig (insana usanç). Das versuchen diese Abhandlungen (risaleler) nie. Je mehr man in ihnen liest, um so mehr flößen sie (telkin) die verschiedensten Haltungen innerhalb des Glaubens ein.
Ich komme auf die Auslegung des oben erwähnten Traumes (rü'yanın tabirine) zurück und werde versuchen, ihn so weit auszudeuten (tabir), wie es meinem Verstand möglich (aklım yetiştigi) ist. Möge Gott diese Ausdeutung zum Guten gelingen lassen (Allah hayretsin)!
Da waren eine große und eine kleine Maschine (fabrika). Die große Maschine ist mein ehrwürdiger Meister (üstad-ı muhterem). Die eigenartigen, ja einzigartigen, selbst unvergleichlichen Werkzeuge (âlet), die sich in dieser Maschine vorfanden, sind die Abschnitte (eczalar) der Risalet-ün Nur, in denen sich Worte (kelime) und Rufe zum Glauben finden, welche bis zu dieser Zeit noch nie ein Imam vorgetragen hat. Was aber jene kleine Maschine betrifft, so gleichen diejenigen, welche die Abhandlungen der Risale-i Nur durchlesen und abschreiben (okuyup yazarsa), dieser kleinen Maschine. Was die einzigartigen Werkzeuge (bedi' âletler) in ihr betrifft, so sind sie die Grundsätze (düstur) der Risale-i Nur, ihre Wahrheiten (hakikat) und die Themen über den Glauben (mesail-i imaniye). Die Menschen (insan), die sie lesen und abschreiben, finden so einen starken und unerschütterlichen (kuvvetli, sarsılmaz) Glauben. Was die Bewegung (hareket) dieser Maschinen betrifft, so ist sie die Arbeit der Leute (adam), welche die Abhandlungen (risale) mit Eifer (heyecan) und einer vollkommenen Begeisterung (kemal-i şevk) und lesen und schreiben. Was die Provinz (vilayet) betrifft, von der ich geträumt habe, betrifft, so ist sie die Risale-i Nur, welche die Wege der großen Heiligkeit (velayet-i kübra) aufzeigt. Um diesen Traum noch zu bekräftigen (rü'yayı takviye), möchte ich noch von einem anderen Traum (rü'ya) erzählen: "In meinem Traum (menam) bin ich zwei Mal zu Fuß (yaya) nach Istanbul gegangen. Als ich in Istanbul ankam, sah ich, dass alle Geschäfte (dükkân) offen standen und ihre Besitzer in ihnen nicht anwesend (sahibleri yok) waren. In diesen Geschäften standen Kisten (sandık) mit vielen riesengroßen Nägeln (mıhlar) und noch anderen Eisenstücken (demir). Als es daraufhin einen geistigen Segen (manevî rahmet) herab regnete, kehrte ich zu Fuß von Istanbul wieder zurück (yaya olarak avdet)."
Gott allein weiß (Allahu a'lem), was das bedeutet. Doch ist in der Welt (dünya) Istanbul eine große und schöne Stadt (memleket). Genauso zeigen uns auch die Abhandlungen (risaleler) und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur) die Wege der Großen Heiligkeit (velayet-i kübra). Jede Abhandlung (risale), welche die Zeugnisse der Wahrheit (hakikatın bürhanları), die so stark wie Eisen (demir) sind und den diamantenen Nägeln (elmas mıhlar) gleichen, allgemein bekannt macht (satışa çıkaran), ist eine lichtvolle Theke (meşher-i nuranî) und gleicht einem geistigen Geschäft (kudsî dükkân). An dieser Theke (sergi) werden die Lichter des Glaubens (imanî nurlar) ausgestellt, die Wege der Großen Heiligkeit (velayet-i kübra) angeboten, so wie ich mit der gleichen Sicherheit (derece) wie zwei Mal zwei vier ist, zu dieser festen Überzeugung (kanaatım) gelangt bin.
Die Ausdeutung (tabir) des obigen zweiten Traumes (rü'ya) muss wohl - Gott weiß es wohl! (Allahu a'lem) - das folgende sein: die Kaserne in Richtung der Kibla (kıbleye karşı kışla) ist ein Hinweis auf die langgestreckten Unterrichtsräume (geniş dershane) der jungen Leute (gençler) in der Provinz (Vilayet) Isparta, von denen jeder ein geistiger Soldat Gottes (manevî Allah'a asker) ist. Was die Persönlichkeit (zât) betrifft, welche die Brötchen (ekmek) verteilte, so ist sie der ehrwürdige Meister (üstad-ı muhterem) Said Nursî. Was den Backofen (fırın) betrifft, in der das Brot gebacken wurde, so ist er die eigene Medrese meines Meisters (üstad). Was die Empfänger (müşteri) der Brötchen aus diesem Backofen betrifft, so sind sie diejenigen, gleich mir und meinen Gefährten, welche die Abhandlungen (risale) studieren und daran ihre Freude (lezzet) empfinden und sagen هَلْ مِنْ مَز۪يدٍ {"Gibt es nicht noch mehr davon?"}
Der ehrwürdige Meister (üstad-ı muhterem) ist in der Tat ein Verteiler des geistigen Brotes (manevî ekmek) an die Menschen (insan). In diesem Backofen (fırın) liegen zwar noch viele Hinweise (işaret), Jedoch mein Verstand (aklım) reicht nur bis hierhin. Was die jungen Leute (gençler) betrifft, die aufrecht davor stehen, so ist dies ein Hinweis (işaret) darauf, dass die jungen Leute die Abhandlungen (risaleler) über den Glauben (iman) studieren und dadurch ihr Glaube gestärkt (kuvvet) wird. Was die köstlichen Rosinen und das Brot (üzüm ve ekmek) betrifft, was sich durch den Verzehr nicht verringert, so sind sie ein Hinweis (işaret) auf die Geheimnisse (esrar) des wunderhaften (i'caz) Qur'ans und die Lichter des Glaubens (imanın envârı), welche süßer (tatlı) als alle anderen Dinge sind und welche die Risale-i Nur verteilt. Was meine Wenigkeit, euren Schüler (âciz talebe) betrifft, der bei der Führung der jungen Leute (gençlerin başında) auf der rechten Seite steht, so ist dies ein Hinweis (işaret) darauf, dass ich durch die Gnade Gottes (ihsan-ı İlahî) und durch die Freigiebigkeit Gottes (ikram-ı İlahî) und durch den Segen (himmet) meines ehrwürdigen Meisters (üstad) diesen jungen Menschen (gençler) - wolle es Gott (inşâallah) - einen Vermitllerdienst (vesile) erweisen werde. Und bis dahin reicht mein Verstand (aklım). So weit konnte ich die Dinge ausdeuten (tabir). Ich bitte euch nun um die Korrektur (ıslah) meiner Träume (rü'ya) und ihrer Ausdeutungen (tabir).
Innerhalb von zwanzig Tagen habe ich noch einen Traum gehabt: Ich befand mich am Ufer (kenar) des Egirdir-Sees, d.h. auf dem Kies an seinem Strand (çakıllık). Am Ufer dieses Sees (denizin kenarı) war ein großes, weißes Zelt auffgebaut (çadır kurulmuş). In diesem Zelt saß mein Meister (üstad) Said, an den großen Mast (diregin dibinde) gelehnt. Dabei nahm er ein großes Buch mit einem roten Umschlag (kırmızı kaplı kitab) in die Hand und las etrwas aus diesem Buch vor, indem er sich an die Mast des Zeltes lehnte (diregine dayanarak). Danach kam von draußen aus der Richtung zur Kıble ein noch jung (genç) aussehender, grün gekleideter Mann namens Mahmut herein, bat um dieses Buch, das der Meister (üstad) in der Hand hielt und daraus eine Predigt (hutbe) vortrug, und nahmes in Empfang (istedi ve aldı). Dieser junge Mann, der Mahmut hieß, verließ das Zelt in Richtung der Kıble und sprach aufrecht stehend zu den Völkern (ayak üzere halklara): "Bis zu diesem Zeitpunkt (âna) hat noch nie ein Imam eine solche Predigt (hutbe) vorgetragen." So sagte er, nahm diese Predigt (hitabe) mit sich und schritt in Richtung der Kıble von dannen. In diesem Augenblick bin ich aufgewacht (uyandım). Möge Gott diesen Traum zum Guten ausdeuten (Allah hayretsin).
Ich werde nun versuchen, auch diesen Traum (rü'ya) auszudeuten so weit meine Kenntnis (bildigim kadar) reicht. Was dieses Meer (deniz) betrifft, so ist es die mohammedanische Gesetzgebung (Şeriat-ı Muhammedi). Was dieses Zelt (çadır) betrifft, so ist es die Provinz (Vilayet) Isparta. Was diese Predigt (hutbe) betrifft, so sind dies die Risalet-ün Nur und die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur). Was den grün gekleideten (yeşil elbise) jungen Mann (genç) namens Mahmut betrifft, der die Predigt (Hutbe) mitgenommen hat, so ist er entweder Şeyh-i Geylanî oder Imam Rabbani. Die Abhandlungen (Risaleler) beschreiben Mahmuts Weg des Ranges (makam). Die Risale-i Nur ist diejenige, welche in unserer Zeit die Predigt (hutbe) meines Meisters (Üstad) ist, welche die Menschen auf den rechten Weg leitet und den Glauben mit neuen Gleichnissen (mehdi ve müceddid) erklärt.
Oh ihr jungen Menschen (gençler) auf der ganzen Welt (küre-i arz), ihr Gelehrten und Nachfolger der mystischen Lehrer (hocalar ve halifeler)! Der Vorbote und Verkünder (pişdarı ve müjde) dessen, auf den die Menschen (insan) seit Tausend Jahren (bin sene) warten, der die Menschen auf die rechte Leitung führen soll (Mehdi Hazretleri), ist die Risale-i Nur, die mein Meister (üstad) bekannt gibt. Oh ihr, meine Mitbrüder (kardeşler)! Was könnte wohl von dem Studium und Verständnis (okuma, anlama) eines armseligen Schülers (âciz bir talebe) wie mir werden? Mit was für einer Frage an meinen Meister (Üstad) könnte ich ein Thema eröffnen (sual açabilir)? Wieviele Bücher (kitab) habe ich durchgelesen, sodass ich eine Frage (sual) stellen oder ein Problem meistern (mes'ele hal) könnte? Was für eine Frage (sual) sollte ich stellen?
Es gibt so viele Bücher auf der Welt (dünyada) und ihr habt bestimmt einige dieser Bücher gelesen. Aber habt ihr auch alles verstanden, was ihr in diesen Büchrn (kitablar) gelesen habt? Auf jeden Fall (alâküllihal) gibt es viele Stellen (mes'ele), die ihr nicht verstehen konntet. Eröffnet meinem Meister (Üstad) gegenüber eure Fragen (sual), damit sein Wissen (ilim) offenbar werden und die Wahrheit des Glaubens (iman hakikatı) erkannt werden möge, sodass dreihundertfünfzig Millionen Muslime auf der Welt (dünya) daraus ihren Nutzen (istifade) ziehen können. Wieviele Schwierigkeiten (müşkilât) auch immer ihr haben mögt: sie sollen gelöst werden (halledilsin), wodurch auch wir schwachen Menschen (âcizler) einen Nutzen (istifade) daraus ziehen können.
Oh ihr Gelehrten (hocalar) und Leute des Herzens (ehl-i kalb)! Ihr könnt die Antworten auf die Fragen (suallerin cevabları), die ihr stellen wollt, in der Risale-i Nur finden. Einer der Leute der Visionen und des Herzens (Ehl-i keşf ve kalb) fragte mich, einen armseligen Menschen (âciz bir insan) nach dem Mehdi, indem er sagte: "Wann wird er kommen?" So wusste er noch nicht vertehen, was der Mehdi ist. Er weiß auch nicht, wer die Dabbet-ül Arz sind. Darüber gibt es in den Abhandlungen (risaleler) jeweils ein Thema (bahis). Ihr solltet in diesen Abhandlungen (risaleler) nach der Antwort (cevab) auf jede schwierige Frage (müşkil sual) suchen und ihr werdet sie finden (arayınız, bulursunuz).
Oh ihr Gelehrten (hocalar) und ihr Stellvertreter der Scheychs (halifeler)! Ihr sollt nicht sagen: "Unser Wissen genügt uns (ilmimiz bize yeter)." Lasst euch dadurch nicht über euren Wissensstand täuschen (ilminize aldanmayın), wie ein Leuchtkäfer (yıldız böcegi), der schon mit seiner eigenen Leuchtkraft (şavk) zu frieden ist. Das, was ein Mensch (insan) kennt, reicht ihm nicht (kâfi gelmez) aus. Ein Mensh (insan) kann nicht alles (her mes'ele) allein begreifen. Ihr schlaft noch! Doch es reicht (yeter) bereits, dass ihr bis jetzt geschlafen habt! Jetzt ist es Zeit, endlich aufzuwachen (uyanmalı)...
Mein Vater, meine Mutter, all meine Gefährten und mein Bruder Ali senden euch viele Grüße (selâm), küssen eure beiden Hände und beten (dua) für euch.
Ein Artikel von Hafiz {hafidh = einer, der den Qur'an auswendig rezitieren kann.} Halid, eines Gelehrten, Forschers (müdakkik) und Lehrers (hoca) von reinem und aufrichtigem (ihlas) Herzen, der im Dienste der Risale-i Nur sehr viel Fleiß auf deren Niederschrift verwandt hat.
Von dem, was ich gegenüber Said Nursi, dem Bediuzzaman und Verfasser der Risale-i Nur, einem Mann, wie man ihn nur selten in der Welt antrifft, einem Diener des Qur'ans empfinde, möchte ich hier, wenn auch nur einen tausendsten Teil, zum Ausdruck bringen:
Mein Meister ist in sich ein Abglanz des Lichtes (Nur), eines Namens der Majestät (Celal) Gottes. Dieser ehrenwerte Name ist für ihn der Gewaltige Name (ism-i azam). Der Name seines Dorfes ist Nurs, der Name seiner Mutter Nuriye, der Name seines Meisters im Kaderi-Orden ist Nureddin, der Name seines Meisters im Nakschi-Orden Seyyid Nur Mehmed, seines Qur'an-Lehrers Hafiz Nuri, der seines persönlichen Imams im Dienste des Qur'ans ist Sinnureyn. Seine Gedanken und sein Herz werden von der Ayah des Lichtes erleuchtet und seine Gleichnisse vom Licht, mit denen er auch die schwierigsten Probleme erklärt, sind von hohem Wert. Die Bezeichnung seiner Abhandlungen als Abhandlungen über das Licht (Risale-i Nur) bestätigt weiter, dass der Name Nur (Licht) für ihn ein überragendes Merkmal ist. Die Risale-i Nur, ist die arabisch verfassten Teile dieses wunderbaren Werkes mit einbezogen, bis heute auf 119 Bände angewachsen. Jede einzelne Risala ist in ihrer eigenen Thematik wunderbar. Hoch und erhaben ist die Abhandlung über die Wiederversammlung, bekannt geworden als zehntes Wort, ganz wunderbar und besonders vielseitig. Sie beweist die Auferstehung und Wiederversammlung, welche für die Gelehrten bis dahin nicht mehr als eine Offenbarung gewesen war, nun auch verstandesgemäß mit starken und sicheren Argumenten. Mit ihrer Hilfe konnten sich viele ihren Glauben bewahren.
Mit dem Geheimnis der Ayah:
{"Er ist es, der der Sonne das Licht (Dhiya) und dem Mond seinen Schein (Nur) gegeben hat."}
kann ich sagen: die Risale-i Nur ist der Mond der Erkenntnis, der sein Licht aus dem Qur'an, welcher ein Wunder und die Sonne der Wahrheit ist, empfangen hat,
{Das Licht des Mondes gewinnt sein Licht (Nur) von der Sonne}
wobei die bekannte Tatsache, dass der Mond sein Licht von der Sonne empfangen hat, von der Astronomie auch noch wissenschaftlich bestätigt wird.
So kann ich also sagen, dass mein Lehrer, was den Qur'an betrifft, dem Mond gleicht, der sein Licht von dem ehrwürdigen Propheten, mit dem der Friede sei und der die Sonne am Himmel des Prophetentums (risalet) ist, empfangen hat, welche sich in der Gestalt der Risale-i Nur verkörpert.
Mein Lehrer gibt schon durch sein äußerliches Verhalten überragende Charaktereigenschaften zu erkennen, wie sie sich bei anderen nur selten finden und zeigt damit eine innerliche Haltung, die ihn hoch über alle anderen erhebt. Wenn man seine äußere Erscheinung betrachtet, sieht er aus, als könne er nicht einmal das Handbuch des Grundwissens (Ilmihal) lehren. Doch plötzlich siehst du, wie er sich in einen Ozean verwandelt; und wenn er dann spricht, gibt er im Rahmen des Erlaubten, was er von dem Ehrwürdigen Propheten, mit dem Friede und Segen sei, empfangen hat, entsprechend dem Gewinn, den er daraus gezogen hat, weiter. Zu Zeiten, wo er diesen Gewinn von dem ehrwürdigen Propheten, mit dem Friede und Segen sei, nicht empfangen hat, verhält er sich dem Neumond gleich (der das Licht weder empfängt noch gibt). Dann sagt er in seiner Bescheidenheit: "Ich habe kein Licht: ich habe keinen Wert." Dieser Charakterzug entspricht der wahren Demut. So lebte er ganz nach der folgenden Hadith:
{"Und wer bescheiden ist, den erhöht Gott."}
So ergibt es sich also aus diesem Charakterzug, dass er, vertritt einmal ein Schüler wie wir bei einem wissenschaftlichen Problem den entgegengesetzten Standpunkt, dessen Ansicht überprüft. Findet er, dass der andere Recht hat, so übernimmt er in vollkommener Bescheidenheit und mit Freuden dessen Meinung, ja unterwirft sich ihr. "Mascha-a'llah", sagt er dann, "Das habt ihr besser gewusst als ich. Möge es gut und schön sein vor Gott" Stets gibt er dem Recht und der Wahrheit den Vorzug vor der Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit. Auch ich habe bei manchen Fragen selbst den entgegen gesetzten Standpunkt vertreten. Er behandelte mich stets sehr freundlich und zuvorkommend. Hatte ich etwas falsches gesagt, korrigierte er mich stets mit Höflichkeit und ohne mich jemals in die Enge zu treiben. Fand er meine Antwort aber zutreffend und richtig, dann freute er sich sehr.
Besonders in den echten philosophischen Wissenschaften, d.h. im Bereich der Weisheit des Gesetzes (Scheriat) und der Islamiyet ist er geradezu ein Phänomen und jeglicher Menschenweisheit weit voraus. Ja, ich kann sogar sagen, dass er in diesen Wissenschaften selbst Platon und Ibn Sina (Avicenna) bereits hinter sich gelassen hat. Als er vor dreizehn Jahren - damals noch Mitglied am Haus der Weisheit ("Darül Hikmetil Islamiye") - die Abhandlungen von Abdu'l-Qadiru'l-Geylani der ihm von Klein-auf bis heute, mit Gottes Erlaubnis, Unterstützung, Schutz und Hilfe ist, ein Qutub (Pol) des Herrn und ein Licht auf einem Leuchter (Gottes Wohlgefallen über ihm!), genannt "Futuhu'l-Ghayb (Die Öffnung des Unsichtbaren)" einen Rat suchend aufschlug, öffnete sich ihm das Buch an der Stelle, wo es heißt:
{"Du bist im Hause der Weisheit (= Darül Hikmet). Suche einen Arzt, der dein Herz heilt!"}
Diese Stelle erlangte eine tiefe Bedeutung für ihn und hatte zur Folge, dass der Alte Said sich in einen Neuen Said verwandelte. Zu der Zeit, als er noch der Alte Said war, hatte er die Fragen der Engländer über die Religion feinsinnig und erschöpfend beantwortet. In der philosophischen Logik gibt es von ihm auch ein wunderbares Werk, "Talikat (Anmerkungen)" genannt, das die entsprechenden Abhandlungen von Ibn Sina sogar noch übertrifft. In der Problematik der Logik (eschkal-i mantikiye) erreichte er bis zu zehntausend mögliche Beweisführungen (kiyas-i istikrai), was in diesem Grad und Umfang noch kein Wissenschaftler vor ihm erreicht und gezeigt hatte. Aus einer Risala mit dem Titel "Sünuhat" (Eingebungen)" konnte ich entnehmen, dass der ehrwürdige Prophet, mit dem Friede und Segen sei, ihm in einer Medresse in der Welt des Geistes (alem-i mana) Unterricht erteilt hatte. Auf grund dieser geistigen Unterrichts hat er dann einen wunderbaren Kommentar (tefsir) mit dem Titel "Isaratu'l-Icaz (Hinweise auf das Wunder)" verfasst. Eines Tages sagte er mir darüber:
"Wenn die Ereignisse um den Weltkrieg und dessen Folgen es nicht verhindert, hätte ich mit Gottes Erlaubnis über die "Hinweise auf das Wunder" sechzig Bände geschrieben. Doch möge Gott es wollen (İnşâallah), dass die Risale-i Nur später einmal an die Stelle jenes wunderbaren Kommentars treten wird, der mir damals vorschwebte."
Während der sieben, acht Jahre meiner Gespräche mit dem Meister hatte ich viele einschneidende Begegnungen. Da aber
{"ein Tropfen als Beweis für das Meer"}
bereits genügt, meine ich, dass dieses Kapitel als Beweis für das Meer genügen sollte. Denn es kam die Zeit, mich von meinem Meister zu trennen. Darum habe ich mich mit dem Schreiben sehr beeilt.
Entsprechend der Ayah
{"Es ist fürwahr ein Freund an meiner Seite"}
bin ich der Überzeugung, dass mein Lehrer sich meiner, der ich doch so oft an seiner Seite geweilt und Anteil an seiner Freundschaft gefunden habe, im Gebet erinnern werde.
Dieser Abschnit stammt von Hulusi Bey
Mein lieber, ehrwürdiger, gütiger und sehr geehrter Meister!
Vor kurzem habe ich das vierteilige Inhaltsverzeichnis (fihrist) der Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur erhalten, die durch die Gnade Gottes (inayet) an uns abgesandt worden sind. Bis dahin hatte ich bereits den Dreizehnten und Vierzehnten Blitz (Onüçüncü ve Ondördüncü Lem'alar) des 31. Briefes (Otuzbirinci Mektub) erhalten, über die meine Eindrücke (ihtisas) niederzuschreiben mir aber nicht gelungen (muvaffak) ist. Die Erklärungen in diesem Inhaltsverzeichnis haben mich von allen vier Seiten erleuchtet (aydınlat). Wie die vier Rechtsschulen (mezheb-i hak), welche sich in ihrer Überzeugung (itikad) eins sind, sich jedoch in den besonders grundlegenden Weisheiten (metin hikmetler) hinsichtlich einiger Praktiken von einander unterscheiden, haben sie meiner Wenigkeit (fakir) die Wege gezeigt, die nach Recht (hakk), Wahrheit (hakikata), Ehrlichkeit (sıdka), Glaube (iman), Licht (nur) und Zufriedenheit (rıza) gehen. Die Arbeiten (meşgal) wegen einiger weltlicher Angelegenheiten (hâdisat-ı dünyevi) haben mich so sehr erschöpft (yormuş), wie ich es bisher noch nie erlebt hatte (başımdan geçmemiş). Unter der materiellen und geistig (maddî ve manevî) schweren Last eines riesigen Bereiches (koca bir daire) war ich beinahe überfordert (bunalmıştım), weil ich auf mich allein (tek başıma) gestellt war.
Mein lieber Meister! Durch die Kraft der Rezitation (evradın kuvveti), die in dem Ersten Blitz (Birinci Lem'a) des 31. Briefes (Otuzbirinci Mektub) empfohlen wird, durch den Segen (feyz) der Risale-i Nur, durch das erhörte Gebet (müstecab dua) meines gütigen Meisters (müşfik üstad), durch den offensichtlichen Segen (zahir himmet) von Hazret-i Gavs Geylani seiner Exelenz, welcher der Meister meines Meisters (üstadımın üstadı) war, wie er - Dank sei Gott (lillahilhamd) -, selbst mein unbedeutendes Bedürfnis (küçük hacet) zu befriedigen vermag, und durch den Segen (berekât) der Heiligen Segensgebete (salavat-ı şerife) für den Propheten, welche ich als Zeichen (eser) einer lauteren Güte und Fülle Gottes (lütf u fazl-ı İlahî) fortsetzen konnte, kam die Hilfe dessen, der mit dem Prophetentum beauftragt wurde (imdad-ı risaletpenahî), und unendliche Gnade, Güte und Gunst (in'am ve ihsan ve inayet) Gottes (Cenab-ı Allah) zustande. Infolge dessen bin ich hundert Tausend Mal - Lob und Dank (hamd ü şükürler) sei Gott dafür! - vor dem Sturz in Verzweiflung und Trägheit (ye'se ve fütura) verschont geblieben. Lediglich habe ich mich verspätet eurer geistigen Audienz (huzur-u manevî) mit einer Niederschrift (arîza) von ein paar Zeilen (satırlık) entgegen zu treten.
In der Tat sind die Leistung und die Einsatzbereitschaft (gayret ve himmet), die meine so wertvollen Mitbrüder (kardeş) durch ihre diamantenen Stifte (elmas kalem), durch die Vervielfältigung (teksir), die Einbände (cem') für die Bücher und durch die Veröffentlichung (neşrinde) der Werke des Lichtes (âsâr-ı Nur) erweisen, und die Unterstützung (muavenet), die sie für unseren geliebten Meister (üstad) bei seinem heiligen Dienst (kudsî vazife) erbringen, über jedwedes Lob (takdir) erhaben. Möge Gott in Seiner Majestät (Allahu Zülcelal) mit ihnen allen zufrieden sein (razı olsun) und sie bei der Veröffentlichung der Lichter (neşr-i envâr) des Qur'ans stets zum Erfolg (muvaffakıyet) führen.
Im dreizehnten und vierzehnten Blitz (Onüçüncü ve Ondördüncü Lem'alar) des 31. Briefes (Otuzbirinci Mektub) sind so großartige Lehrbeispiele (büyük dersler), so gewaltige Wahrheiten (azametli hakikatlar), so glänzende Weisheiten (şaşaalı hikmet) und lichtvolle (nurlu), heilige (kudsî), göttliche Segen (lahutî feyiz) enthalten, dass die Freuden (zevk), die dieser euer armseliger Bruder (bîçare kardeş) durch sie verspührt (hissedebildigi), kaum dazu in der Lage (imkân) sind, ihnen mit seiner schwachen Intelligenz (sönük zekâs), seinem kurzen Verstand (kısa düşünce) und seinem zerstreuten, manchmal verworrenen (perişan, müşevveş) Denken Ausdruck (ifade) zu verleihen.
Doch unser so winzig kleiner Verstand ist nicht dazu geeignet, diese hohen Dinge, diese erhabenen Ideen (idrak-i maâlî) zu begreifen.
Denn unser Prüfgerät (terazi) ist mit einer derart hohen Spannung (sıklet) überlastet.
Die Erklärung des dreizehnten Blitzes anhand von dreizehn Hinweisen, die Ayat der 113. Sure "das Frühlicht" (el-Felak) und der 114. Sure "die Menschen" (en-Nâs) und die Ayat
{"und sage: Herr! Ich nehme meine Zuflucht zu Dir vor den Einflüsterungen des Teufels. Mögest Du, oh Herr, mich davor behüten, dass sie sich bei mir einnisten!" (Sure 23, 97-98)}
zusammengezählt oder
{"ich nehme Zuflucht zu Gott vor dem gesteinigten Teufel.",} welches in jeder dieser beiden Suren gelesen wird, insgesamt mit seinem numerischen Wert und - wenn die erste Sure "am Anfang" (Fatiha) nicht mitgerechnet wird - verweist genau auf die 113. Sure und - mit einer subtilen Übereinstimmung (latif tevafuk) - ist zugleich ein Hinweis (işaret), auf den hier unsere Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) gelenkt wird. Am Schlus dieses Hinweises (işaret) wird dann die Wahrheit (hakaik), die in diesem Hinweis gezeigt wird, mit einigen passenden, recht prägnanten (enseb ve a'lâ) Worten ausgedrückt. Noch stärkere Kunde (kuvvetli beyan) als diese kann es nicht geben. Meine Eindrücke (ihtisas) möchte ich ganz kurz mit den Worten aus diesen Hinweisen (işaret) niederschreiben.
Erster Hinweis: Von dem Übel (şerr) des Teufels (Şeytan) und der Leute des Irrweges (ehl-i dalalet), die seine Mitarbeiter und Helfer (şerik ve muînler) sind, sich zu retten, ist nur dadurch möglich (kurtulmak imkânı), dass man nach der mohammedanischen Gesetzgebung (şeriat) lebt und an der Sitte (sünnet) Ahmeds festhält, mit dem Friede und Segen sei.
Zweiter Hinweis: Die Überzahl (kemmiyet) der Leute des Irrweges (ehl-i dalalet), die dem Unglauben (küfre) verfallen sind, ist nicht von Bedeutung, denn es gibt keinen Ausweg (çare) vor den Angriffen (tasallut) des Teufels (şeytan) und seiner Gehilfen (aveneler), außer Zuflucht (istiaze) zu nehmen, um Vergebung (istigfar) zu bitten, Schutz (iltica) zu suchen unter der Obhut Gottes (hıfz-ı İlahî) und an der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) gottesfürchtig (takva) festzuhalten.
Dritter Hinweis: Gegen die Schar des Teufels (hizb-üş şeytan), die äußerlich durch einen unbedeutenden Fehler (cüz'î hata) und durch ihre Auflehnung (isyan) eine sehr große Zerstörung (tahribat) anrichtet, muss man (lâzım) in der festen Burg (kuvvetli kal'a), der Burg des Qur'ans Schutz (iltica) suchen.
{Was dich an Gutem trifft, stammt von Gott; was dich an Schlimmem trifft, kommt von dir selber. - Sure 4, 79 -}
wird hier in gewisser Weise kommentiert (tefsir). Gegen die entsetzlichen Zerstörungen (müdhiş tahribat) des Teufels (şeytan), der mit seinem freien Willen (cüz'î ihtiyar) und nur durch seine Bearbeitung (kesb), ohne etwas ins Dasein (icadsız) zu bringen, Bosheiten verursacht (şerlere sebebiyet), muss (iktiza) man um Vergebung (istigfar) bitten, bei Gott Schutz (Allah'a iltica) suchen und die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) befolgen.
Fünfter Hinweis: Die nachdrückliche Ermunterungen und Anregungen (tergib ve teşviklerinin) des Weisen (Hakîm) Qur'ans sind völlig zutreffend (tam yerinde). Wenn die Gläubigen (ehl-i iman) sich von den Listen des Teufels (desais-i şeytaniye) hinreißen lassen, erwächst das nicht aus ihrer Glaubenslosigkeit oder aus der Schwäche (zaîflik) ihres Glaubens. Außerdem verfallen diejenigen, die eine Todsünde (günah-ı kebair) begehen, nicht dem Unglauben (küfr). Dies steht aufgrund der folgenden beiden Ayat fest (sabit).
{Wenn dann einer auch nur das Gewicht eines Stäubchens an Gutem getan hat, wird er es zu sehen bekommen. Und wenn einer auch nur das Gewicht eines Stäubchens an Bösem getan hat, wird er es ebenfalls zu sehen bekommen. - Sure 99, 7-8}
Letztendlich müssen sie die Namen Gottes des Erbarmers des Allbarmherzigen (Cenab-ı Erhamürrâhimîn), wie der Verzeihende (el-Ghafur) und der Allbarmherzige (er-Rahim) zum Zufluchtsort und zu ihrer Burg (melce' ve tahassüngâh) machen und vor dem Teufel Zuflucht (şeytandan istiaze) suchen.
Sechster Hinweis: Um sich vor den Einflüsterungen des Teufels (desais-i şeytaniye) zu retten, der die Vorstellung über den Unglauben (tahayyül-ü küfür) mit der Bestätigung des Unglaubens (tasdik-i küfür) zu verwechseln und die Annahme des Irrtums (tasavvur-u dalalet) als die Bestätigung des Irrtums (dalaletin tasdiki) darzustellen versucht, muss (îcab) man sich an den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und den festen Grundlagen (muhkemat) des Qur'ans festhalten (sarılmak), vor den Einflüsterungen (desise) durch den Punkt, aus dem der Teufel spricht (lümme-i şeytaniye), Zuflucht (istiaze) suchen und gegen die beiden geistigen Wunden (manevî yara) die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) zu einer Salbe (merhem) machen.
Siebter Hinweis: An das Vorherwissen Gottes muss (lâzım) man ohne Kommentar (kadere tevilsiz) glauben, was einer der Grundpfeiler des Glaubens (Erkân-ı imaniye) ist. Ein Gläubiger, der eine Todsünde (günah-ı kebir) begeht, bleibt trotzdem noch ein Gläubiger (mü'min). Gegen die Zerstörungen des Teufels (şeytanların tahribatı) jedoch treten 1001 Namen Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) in Erscheinung. Es wird jemandem gelingen (muvaffak), durch sie die Befreiung zu erlangen (kurtulmaga), wenn er den Weg (mezheb) der Leute der Wahrheit (Ehl-i Hak), welche der Sitte und der Gemeinschaft (Cemaat) des Propheten folgen (Ehl-i Sünnet), nicht verlässt und in die solide, feste (çetin ve metin) Burg des Qur'ans eintritt und sich den Erfordernissen (muktezasına) der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) entsprechend verhält (tevfik-i hareket).
Achter Hinweis: Wie die Menschen (insan) auf den Weg des Unglaubens und des Irrtums (küfür ve dalalet) in freier Entscheidung (ihtiyar) gehen und wie sie in dieser Art ihr Leben (hayat) verbringen können, wird hier auf schönste Weise (aliyy-ül a'lâ) verständlich erklärt. Es wird zudem erklärt (ders), wie schön es für die Leute des Glaubens (ehl-i iman) ist, in vollkommenem Glauben (iman-ı tam) und mit vollendeter Überzeugung (itikad-ı kâmil) unter den Schutz (himaye) des Qur'ans zu treten und sich freudig dem lichtvollen Kreis (daire-i nuraniye) der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) anzuschließen.
Neunter Hinweis: Hier wird erklärt (beyan), weshalb die Schar Gottes (Hizbullah) so oft von den Leuten des Irrweges (ehl-i dalalet), welche die Schar des Teufels (hizb-üş şeytan) sind, niedergeschlagen (maglub) wurden; was der Sinn (hikmet) dessen war, dass die Heuchler (münafık) in Medina damals auf ihrem Irrtum beharrten (dalalette ısrar) und nicht die rechte Leitung (hidayet) angenommen hatten, dass der ehrwürdige Prophet (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) in seinen beiden Schlachten niedergeschlagen (muharebedeki maglubiyeti) wurde und dass durch die Befolgung (ittiba) der Sitte (sünnet) des Hauptes der Gesandten (Seyyid-ül Mürselîn) die vorübehenden Schmerzen (muvakkat acılar) gelindert werden können.
Zehnter Hinweis: Da es die wichtigste Einflüsterung (mühim bir desisesi) des Teufels (İblis) ist, diejenigen, die ihnen folgen (tabi olan), dazu zu bringen, seine Existenz zu leugnen (inkâr), wird sie hier an Hand von vier Beispielen (misal) behandelt (bahs) und erläutert. Die Leute des Glaubens (ehl-i iman) können vor dem Übel der Teufel (şeytanlarının şerlerin) unter den Dschinnen und Menschen (cinn ve ins) nur dadurch Sicherheit erlangen (selâmete kavuşulacak), dass sie bei Gott ihre Zuflucht (Allah'a iltica) nehmen.
Elfter Hinweis: Hier wird der hilflose Mensch (bîçare insan), dessen Gestalt und Größe (cirm ve cismi) nur klein, dessen Untaten und seine Ungerechtigkeit (cürüm ve zulm) groß, dessen Schande und seine Sünden (ayb ve zenbi) maßlos sind, dazu aufgefordert (davet), sich vor der Wut des Kosmos (kâinatın hiddeti), dem Hass der Schöpfung (mahlukatın nefreti) und dem Zorn (öfke) alles Lebendigen (mevcudat) zu retten, in den heiligen Kreis (daire-i kudsiye) des Weisen (Hakîm) Qur'ans einzutreten und die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) zu befolgen.
Zwölfter Hinweis: Hier werden vier interessante Fragen (meraklı suale) darüber, dass es die lautere Gerechtigkeit (mahz-ı adalet) ist, den doch nur zeitlich begrenzten Sünden (mahdud günah) mit der Hölle (Cehennem) zu begegnen; dass also unsere Taten die Hölle verdienen (ceza-yı amel), das Paradies (Cennet) hingegen durch die Güte Gottes (fazl-ı İlahî) bewirkt wird; dass die bösen Taten (seyyie) als gemindert, die guten Taten (hasene) hingegen multipliziert eingetragen werden; dass der Erfolg (muvaffakıyet) der Leute des Irrweges (ehl-i dalalet) nicht darauf zurückzuführen (delalet) ist, dass auf ihrem Weg - keineswegs (hâşâ)! - die Wahrheit (hakikat) zu finden wäre oder aber, dass sich auf dem Weg der Leute der Wahrheit (ehl-i hak) etwas unhaltbares (za'f) befände, überaus klar und prägnant (fasih ve belig) beantwortet, somit die Leute des Glaubens (ehl-i iman) dazu angeregt (teşvik), der Hadith (düstur):
{"Das Haupt der Weisheit ist die Gottesfurcht.",}
nachzufolgen und sich auf der großen Straße (şahrah) des Qur'ans und der Sitte (Sünnet) einzureihen, die jede Art Glück umfasst (saadeti câmi').
Dreizehnter Hinweis: Hier wird hinsichtlich der Sicherheit (selâmet) des religiösen Lebens (hayat-ı diniye), des persönlichen Lebens, (hayat-ı şahsiye) des sozialen Lebens (hayat-ı içtimaiye) hinsichtlich des gesunden Denkens (sıhhat-ı fikir) und der Geradlinigkeit der Betrachtung (istikamet-i nazar) und Geborgenheit im Herzen (selâmet-i kalb), anhand dreier Punkte (nokta) eine sehr wertvolle Empfehlung (kıymetli tavsiye) für die hilflosen Menschen (bîçare insan) gemacht, die von den Einflüsterungen (desiseler) des Teufels (Şeytan) betroffen sind, dass sie die festen Grundlagen (muhkemat) des Qur'ans zu einer Messlatte (mizan) und die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) zu einer Waage (terazi) machen, um ihre Taten und ihre Erinnerungen (a'mal ve hatırat) zu messen und den Qur'an und die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) immer als einen Wegweiser (rehber) nehmen und dadurch bei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) Zuflucht zu suchen (iltica), damit sie sagen: "Ich nehme meine Zuflucht zu Gott vor dem gesteinigten Teufel". In der Art اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّج۪يمِ {"dessen Siegel aus Moschus besteht"} werden die 113. Sure "en-Nas" und die beiden Ayat, welche anhand von dreizehn Hinweisen (işaret) kommentiert (tefsir) werden, wiederholt zitiert und diese Unterweisung beendet (derse nihayet), die überaus angenehm, Begeisterung erweckend (zevkli ve şevkli) und mit einander zusammenhängend (alâkalı) erklärt, erläutert (beyan ve ifade) und die beiden Problemstellungen (iki mes'ele), die im ersten Kapitel (Birinci Makam) des 14. Blitzes (Ondördüncü Lem'a) behandelt werden (teşkil), sind sehr wichtig (mühim). Möge Gott (Allah) mit dem Bruder (kardeş) Re'fet Bey zufrieden sein (razı olsun), der ein Anlass (vesile) dazu wurde, dass diese Unterweisung (ders) so schön zum Ausdruck gebracht und niedergeschrieben (takrir u tahrir) wurde. Das zweite Kapitel (İkinci Makam) ist an und für sich ein Wunderwerk (şaheser) der Sechs Geheimnisse (altı sır), die bezüglich der Formel
{Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen}
besprochen wurden. Sie sind ein Schatz der Geheimnisse des Herrn (hazine-i esrar-ı Rabbanî), das nur diejenigen meditativ wahrnehmen können (zevk alabilir), welche dieses segensreiche Werk (mübarek eser) durch die Gnade (inayet) des Erbarmers, des Allbarmherzigen gelesen und verstanden haben (okuyup anlayanlar).
In einem früheren Brief (evvelki bir mektub) hatte ich spontan einige angenehme Eindrücke (hoş tefekkürat) besprochen, welche von dem segensreichen Werk (mübarek eser) "Das Erste Wort (Birinci Söz)", das von dem
{Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen}
handelt, in das Herz meiner Wenigkeit (kalb-i âcizî) gelangten. Mein ehrwürdiger Meister (muazzez üstad), der mir immer so liebevoll seine Gebete (dua) zuwendet und seine Unterweisungen zukommen (dersler istifade) lässt, hat mich auf meine früher gestellte Frage (sual) nach dem Sinn der Beschränkung (hikmet-i tahsisi) der Namen Rahman und Rahim in der Formel
{Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen}
mit einer zweiten, glanzvollen Antwort (mutantan bir cevab) beschenkt. Es wäre nur unzureichend (az), wie ich dem Barmherzigen Schöpfer (Hâlık-ı Rahîm) für ein solches Geschenk (mazhariyet) danken möchte (şükretsem).
Das Buch "Inhaltsverzeichnis (Fihriste)" konnte ich noch nicht Wort für Wort (harf) durchlesen. Wolle es Gott (inşâallah), dass ich es noch einmal lesen werde. Doch habe ich bereits erfahren (ihtiva), was der "Elfte Brief (Onbirinci Mektub)" beinhaltet. Ich bitte und flehe (tazarru' ve niyaz) zu Gott dem Gepriesenen in Seiner Güte (eltaf-ı Sübhaniye), dass es euch gelingen möge, auch die Werke, die noch nicht abgeschrieben worden sind, aber für den Erfolg (muvaffakıyet) ihrer Verfassung bei der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) erbeten werden, demnächst noch zu veröffentlichen (âsârın da neşrine). Ich habe es mir in meiner Erinnerung (hatıra) noch einmal klar vor Augen gebracht, wie der erste Sekretär des Gerichtes (mahkeme başkâtibi) sich durch das Dreißigste Wort (Otuzuncu Söz) bedroht fühlte (tehdid ettigini).
Das Inhaltsverzeichnis gleicht einem Rosenstrauß (Fihriste-i Gül-deste). Nicht alles, was im Inhaltsverzeichnis (Fihrist) aller Bücher (risaleler) angegeben steht, stimmt mit der Inhaltsangabe am Ende einer Abhandlung (yazılı oldugu tarzda) überein. Es zeigt somit seinen ganz eigenen Charakter (tamamen hususiyet). Es ist seiner Form (vaziyet) nach das, was man als eine zusammengefasste Zusammenfassung (hülâsat-ül hülâsası) der "Worte" und "Briefe" (Sözler ve Mektublar) bezeichnen könnte.
Möge Seine Exellenz (hazretleri), Gott (Allah) in Seiner Majestät und Vollkommenheit (Zülcelal ve-l Kemal), diejenigen, die ein Anlass (sebeb) zur Abfassung dieses guten Werkes (hayırlı te'life) waren, das ein ResümÇ (zübdesi) der Werke des Lichtes (Âsâr-ı Nur), der diamantene Schlüssel der Schätze (elmas anahtarı) des Lichtes (hazain-i Nur) und das lichtvolle Tor (nurlu kapısı) der Abhandlungen und der Briefe (resail ve mektubat) ist, und auch dessen Verfasser (müellif) mit dem Glück im Diesseits und im Jenseits (saadet-i dâreyne) belohnen. Âmîn!
Dieser Abschnitt (fıkra) über das Inhaltsverzeichnis (fihriste) stammt von Hüsrev.
Mein geliebter Meister!
Zu diesen einzigartigen Werken (misilsiz âsâra), die seit vielen Jahren (seneler) zustande gekommen (vücuda) sind, wird mit diesem Fünfzehnten Blitz (Onbeşinci Lem'as) des Einundreißigsten Briefes (Otuzbirinci Mektub) noch ein so einzigartiges Werk (misilsiz bir eser) hinzugefügt. Diese wunderbaren Werke (şaheserler) erhielten ein so wunderbares Werk (şah bir eser), diese außerordentliche Schönheit (hârika bediiyyat) ein so schönes ResümÇ (bedi' bir zübde), diese Staunen erregenden Niederschriften (acib te'lifat) einen so erstaunlichen Sammelband (acib bir mecmua), diese großartigen Wahrheiten (azîm hakaik) eine so großartige Sammlung der Wahrheiten (azîm külliyat-ı hakaik) und diese lichtvollen Abhandlungen (nurlu risaleler) ein so lichtvolles Inhaltsverzeichnis (nurlu bir fihriste). Dank sei dem Herrn in Seiner absoluten Fülle (Feyyaz-ı Mutlak Hazretleri) hundert Tausend Mal (yüzbinler şükrolsun), dass Er ein so einzigartiges Werk (misilsiz eser), wie es bisher noch nie einem Verfasser (müellif) gelungen ist, aus der Schatzkammer Seiner Barmherzigkeit (hazine-i rahmet) geschenkt und das Gesamtwerk des Lichtes (Külliyat-ı Nur), das 120 Abhandlungen erreichte, mit einem einzigartigen Inhaltsverzeichnis (misilsiz fihristes), das aus nicht weniger als 120 Seiten besteht, an einem Ort zusammen gebracht (toplamış) hat. Vorteile und Nutzen dieser Abhandlung (risalenin menfaati ve fevaidi) gibt es so viele, dass sie einer Erklärung (izah) nicht bedürfen. Diese wertvolle Abhandlung (kıymetdar risale) lobt sich selbst, so wie sie es verdient. Sie lobt sich sogar so schön (güzel), dass sich darüber hinaus jegliche Erklärungen (beyan) erübrigen.
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Dereli Hâfız Ahmed Efendi und handelt von seinem so bedeutungsvollen Traum (manidar rü'yalı).
Mein ehrwürdiger, liebevoller Meister (Üstadım Efendim)
Eines Tages, als ich in meiner Traumwelt (âlem-i menam) über einen Platz (sahra) wanderte, geriet ich in einen Auflauf sehr vieler Menschen (kalabalık ahali) hinein. Ich setzte aber meine Aufgabe (ders) mit der Rezitation der Einheitsformel (Kelime-i Tevhid) fort. Doch die Gesamtheit all dieser Menschen (ahalinin cümlesi) waren Christen (Nasara). Während wir also laut die Einheitsformel rezitierten, schlossen sich alle uns an (iştirak). Nach jedem hundertsten Mal sagte ich: "Mohammed ist der Gesandte Gottes (Resulullah). Die Christen aber sagten: "Jesus ist der Geist Gottes (İsa ruhullah)." Da sagte ich zu ihnen: "Oh Er! Wir bestätigen Jesus, mit dem Friede sei (Yahu biz İsa Aleyhisselâm'ı tasdik ediyoruz)." Dann trug ich ihnen die Formel der Einheit vor, indem ich sagte: "Jesus ist der Geist Gottes. Seht ihr: ich bestätige (tasdik) also euren Propheten (peygamber). Wie wäre es, wenn auch ihr unseren Propheten bestätigen wolltet?" Sie sagten: "Nein! Bevor Jesus, mit dem Friede sei nicht vom Himmel herabkommt und euren Propheten ganz klar (aşikâr) bestätigt, wollen wir ihn nicht bestätigen." Daraufhin tauchten an meiner Seite zwei Gefährten (arkadaş) auf. Wer diese Gefährten waren, wusste ich jedoch nicht. Nun sagte ich: "Beten (dua) wir also zusammen, damit Jesus, mit dem Friede sei, kommen möge. Ihr werdet sehen, dass er uns nur noch bestätigt." Dann beteten wir gemeinsam. Die beiden Gefährten sagten "âmîn" dazu. Als nun Jesus, mit dem Friede sei, daraufhin nicht kam, wurden wir sehr traurig (müteessir). Wir haben aber noch ein Mal gebetet. "Oh Herr (Ya Rabbi)! Weshalb lässt du es zu, dass wir uns vor diesen Leuten blamieren (mahcub)." So sagten wir. "Ist denn diese Religion keine erhabene (din âlî)?"
Im Laufe der nächsten ein, zwei Stunden - schätzungsweise - tauchten dann aus der Ferne nach einander drei Personen auf. Und Dank sei Gott (Elhamdülillah) kommt Jesus, mit dem Friede sei, auch mit ihnen mit. Und ich sah, dass der eine von ihnen einen Bart trug (sakallı), die beiden anderen aber waren noch bartlos (şâbb-i emred). Und ich fragte mich selbst: "Als Jesus, mit dem Friede sei, dreiunddreißig Jahre alt war, fuhr er in den Himmel auf (göge huruç). Weshalb bekommt er nun weiße Haare in seinem Bart (sakalında beyaz)?" Und in meinem Herzen (kalb) stieg der Gedanke auf: "Gott allein weiß (Allahu a'lem), ob dieser nun Jesus ist, mit dem Friede sei !?" Dieser Herr (zât) kam also mit seinen beiden Gefährten (arkadaş) zu uns. Ich habe ihn genau betrachtet. Er hatte das Gesicht meines Meisters (üstadımızın sîması) und war auch genau so gekleidet (elbise) wie er. Unter uns befand sich eine Höhle (magara). Nachdem er bei uns angekommen war, befahl er (emretti) seinen beiden Begleitern: "Es liegen Kruzifixe (salib), also Kreuze (haç), hier unter Verschluss (kilitli). Holt sie alle da herraus!" Und so holten sie sie heraus (Çıkardılar). Er hat sie alle vor den Augen der Christen zerbrochen und danach die Einheitsformel rezitiert und unseren Propheten bestätigt (Peygamberimizi tasdik). Danach sagten wir zu den Christen (Nasara): "Schaut her! Ein Bote Jesu, mit dem Friede sei, ist zu uns gekommen." Daraufhin haben alle ihn (tasdik) bestätigt.
Gott weiß das Richtige (Allahu a'lem). Eine Deutung dieses Traums (rü'yanın bir tabiri) ist die folgende: Er ist ein Zeichen (işaret) dafür, dass durch die Risale-i Nur, der unser Meister (Üstad) den Weisen (Hakîm) Qur'an zugrunde legt und sie veröffentlicht (neşret), ein Teil der Christen dazu gelangen werden, die Islâmiyet anzunehmen (kabul). Sie werden als moslimische Christen (Nasara Müslümanlar) oder gläubige Christen (Hristiyan mü'minler) gelten und die Worte unseres Meisters (Üstadımızın) gut heißen (hüsn-ü kabul) in der Art der Worte (sözleri nev'inden) Jesu, mit dem Friede sei.
In der Risale-i Nur findet sich eine solche Prägnanz (kuvvet), dass sie in der Tat selbst die verbohrtesten (muannid) Philosophen Europas dazu bringt, sie zu bestätigen (teslim). Monotheistische (muvahhid) Christen, die nach dem Licht des wahren Glaubens (hakikî iman nuru) suchen, welcher das wahre Bedürfnis (ihtiyac-ı hakikî) einer jeden Seele (ruh) ist, werden auf jeden Fall, wenn sie die Risale-i Nur betrachten, sie nach Art der Ratschläge (vesayası nev'inden) Jesu, mit dem Friede sei, annehmen (kabul) und sich daran festhalten.
Dieser Abschnitt stammt von Âsım Bey
Diese Abhandlung "Das Inhalsverzeichnis (Risale Fihristesi)" ist in der Tat eine Quelle des Lichtes (mecma'-ı hakikat) und eine Sammlung der Wahrheit. Es sind mit Recht die Inhaltsverzeichnisse (Nur fihriste) der Licht-Abhandlungen (menba'-ı nur). Ich kann nur so sagen: Das 33. Wort (Otuzüç Söz), jeder der 33 Briefe (Otuzüç Mektub) ist eine Lichtquelle der Wahrheit (menba-ı nur-u hakikat) und ein Rosengarten des Paradieses (gülistan-ı bag-ı cinan) in Hülle und Fülle (feyezanda). Ich bin daher zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass sie ein Werk von unschätzbarem Wert (eser-i cihankıymet) ist, das so zustande (vücuda) gebracht wurde, als ob aus verschiedenen Rosengärten (güller bagının) verschiedene Rosen gepflückt und in vier Abschnitten Rosensträuße (güller demeti) gemacht würden.
Diese Inhaltsverzeichnisse (Fihriste) zu lesen, führt den Menschen (insan) zur Begeisterung (iştiyak) und zu großem Eifer (gayrete sevk) und treibt ihn (kamçılıyor) gewaltig an, um auf jeden Fall und nolens volens (behemehal) Worte und Briefe (Söz ve Mektublar) all eure heiligen Abhandlungen (risale-i şerif) zu betrachten, zu lesen und abzuschreiben. Welche der fehlenden heiligen Abhandlungen (risale-i şerife) soll ich in meiner Wenigkeit (fakirce) nun als erstes abschreiben? Denn ich bin in einem panisch aufgeregten (mütelaşî ve heyecanlı) Zustand, wobei sich jeder mit jedem in einem Wettbewerb (müsabaka) des Lichtes und der Wahrheit (nur ve hakikat) hervortun möchte. Wolle Gott (inşâallah), dass ich sie alle durch den Segen des Gebetes (dua) meines Meisters (üstad) abschreibe. Und das möchte ich noch sagen (arz): die Abfassung (te'lifi) dieser Verzeichnisse (Fihriste), die auf das Drängen (ilhahı) meines Mitbruders (kardeş) Sabri Efendi hin und durch die Eingebung (ilham) meines Meisters (zât-ı üstad) zustande kam, war sehr zutreffend und gut (musîb ve hayırlı). Und zudem wurde sie zu einem Schlüssel grenzenlos vieler Wahrheiten (hakikatlere anahtar).
Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) unserem geliebten Meister (üstad) bleibende Gesundheit (âfiyet), ein langes und gesegnetes Leben (ömürlerine bereket) und Erfolg in all seinen Angelegenheiten (umûrunda muvaffakıyet) gewähren, damit wir ihn noch recht lange Zeit wie eine Krone des Sieges (tâc-ı zafer) über unseren Häuptern tragen können und im Dienst (hizmet) am Qur'an arbeiten bis wir müde werden (yorulalım) und doch noch weiter schreiten, sodass alle Gläubigen (mü'minîn) ihren Nutzen ziehen können und die Häupter der Leute der ketzerischen Erneuerungen (ehl-i bid'a) und der Gottesleugner (mülhidler) sich beugen müssen.
Dieser Abschnitt stammt von Küçük Ali, der Bruder von Sarıbıçak Mübarek Mustafa aus Kuleönü
Dies ist der Abschnitt eines jungen Mannes (gencin fıkrası), der für die Wunden unseres Zeitalters (asır) einen geistigen (manevî) Arzt braucht.
Mein geliebter, gütiger, verehrter Meister!
Da dieses Jahrhundert (asır), in dem wir uns heute befinden, eine Zeit der geistigen Mobilmachung (manevî seferberlik) ist, habe ich eines Tages gehört, als ich die Wunden meiner Seele (vücudumdaki yaralara) betrachtete und sie allmählich immer mehr wurden, dass die Leute überall bekannt (ilân) machten: "Geht von rechts nach links." Als sie einige der 32 Buchstaben verschwinden ließen und öffentlich bekannt machten, öffnete sich in mir noch eine neue Wunde, welche die früheren Wunden vergessen ließ. Wie im Qur'an ausdrücklich (nass) steht:
{"Als die Männer sich in die Höhle zurück zogen und sagten: Herr! Schenke uns Deine Barmherzigkeit und bereite uns in unserer Angelegenheit den rechten Weg!" (Sure 18,10)}
Unsere Herren (efendiler), die Leute der Höhle (Ashab-ı Kehf), fünf oder acht junge Männer (delikanlı), haben sich, als die unerträgliche (tahammül) Bosheit unserer Zeit kam, in jener Zeit von der Bosheit (o asırda fenalıktan), aus einem Chaos (fitne) geflüchtet und in einer Höhle Zuflucht (magaraya iltica) gesucht. Der Grund war: Kaiser (padişah) Dakyanus (Decius) erteilte die Anweisung, den Göttern seiner Zeit zu dienen (putperestlik). Auch die Gläubigen (ehl-i iman), die also dem rechten Glauben (Din-i Hak) folgten, mussten den Göttern ihre Opfer (kurban) darbringen und wurden gefoltert und hingerichtet (katliam), wenn sie sich weigerten. Darum zogen sich in dieser Zeit unsere Herren (efendiler), die Leute der Höhle (Ashab-ı Kehf), in eine Höhle (magaraya) zurück.
Genau so betrachtete ich unsere Zeit (asrımız) und unsere Wunden (yaralar) und sah, dass mein Geist (ruh) den ganzen Tag tief erschüttert (çırpınmakta) war. Da fragte ich mich: "Wie könnten wohl in einer so chaotischen (karmakarışık) Zeit wie dieser solche geistig verwundeten jungen Leute (manevî yaralı gençler) wie ich an jenem Großen Gericht (mahkeme-i kübra) vor Gott, der da notwendiger Weise sein muss (Cenab-ı Vâcib-ül Vücud), in seiner Heiligkeit und Herrlichkeit (Tekaddes Hazretleri) bei unserem Propheten (Peygamber) Muhammed Mustafa, mit dem der Friede sei, um seine Fürbitte (şefaat) bitten?" So weinte meine Seele (ruh) den ganzen Tag. Als damals Tausende körperlich und geistig (maddî ve manevî) Verwundete, Taubstumme (dilsiz), Gelähmte (nüzul), die Flüchtlinge (bedevi adamlar), die ganz und gar im Herzen verzweifelt (kalbi kararmış) waren und keinen Glauben mehr haben (imanı yok), zu Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, kamen, eine Stunde oder einen Tag im Kreise des Propheten (sohbet-i Nebevî) verweilten und dann als Führer oder Lehrer (rehber ve muallim) zu ihrem Volk oder Stamm (kavim ve kabile) wieder zurück kehrten. Da der Qur'an, den er bis zum Ende der Welt (kıyamet) als beständig (bâki) hinterließ und geistige (manevî) Ärzte, die der Qur'an ernennt (tayin), nun einmal für die Gläubigen (mü'min), die bis zum Ende der Welt kommen werden, ihre Aufgabe (vazife) als materielle und geistige (maddî ve manevî) Ärzte versehen werden, sagte ich mir, dass ich mich bei dem geistigen (manevî) Arzt melde (müracaat), der sich heute in unserer Provinz (hal vilayet) befindet. Während meine Seele (ruh) sich ständig bewegte, habe ich mich ratlos (bîhuş) niedergelegt.
Im meinem Traum (rü'ya) tauchten drei Menschen (şahıs) auf. Die Namen von zweien haben sie nicht erwähnt. Den dritten, meinen Meister (Üstad) Bediüzzaman, haben sie jedoch mit seinem Namen angeredet. Da habe ich sogleich seine Hand ergriffen und sie geküsst. Da hat mein Meister eilends einen Stift und ein Stück Papier (kalem ve bir kâgıt parçası) aus seiner Tasche herausgezogen und mir gegeben. Und sogleich bin ich aufgewacht (uyandım). Mein Vater und meine Mutter (peder ve vâlidem) gehörten jedoch zu den Leuten des Herzens (ehl-i kalb). Und so habe ich ihnen denn meinen Traum (rü'ya) erzählt. Und mein Vater entgegnete mir: "Dieser Herr (zât) kam einmal auch nach Barla. Seitdem sind bereits ein, zwei Jahre vergangen. Geh also jetzt zu ihm und stelle dich bei ihm vor (müracaat)." Doch ich sagte mir: "Ich habe noch nicht meinen Wehrdienst (asker) abgeleistet. Ich bin noch so jung (yaşım genç). Wie soll ich da mit meinen Wunden (yaralar) zu einem so großen geistigen (manevî) Arzt gehen {Er ist doch noch gar nicht reif für seinen Meister! (A.d.Ü.)} und wie könnte ich da seine Behandlung ertragen?" Im Traum wurde aber zu mir gesagt: "Geh (git)!" Und so wurde ich denn zwei Mal aufgefordert und am Morgen nach dem Aufstehen (sabahleyin kalkıp) bin ich sogleich zu ihm gegangen. Als ich jedoch meinen Meister (Üstad) sah, habe ich erst einmal ein, zwei Minuten lang nur gezittert (titredim). Dann aber sagte ich mir: "Gepriesen sei Gott (fesübhanallah)!" Doch meine Wunden (yaralar) begannen, als sie ihren Arzt erblickten, aus vollem Hals zu schreien (kuvvetleriyle bagırıyorlar). Sie würden ganz bestimmt die Heilmittel (eczalar), die er ihnen verschreiben wird, nicht ertragen (tahammül) können. So konnte ich kein Wort über meine Wunden heraus bringen (yaraları açamadım). Mein Meister (Üstad) hat mich dennoch als Schüler (talebelige kabul) angenommen. Er hat mir nachdrücklich die genaue Anweisung (tenbih) erteilt, die täglich fünfmaligen Gebete (farz) nicht zu vernachlässigen. Ein, zwei Monate nach meiner Rückkehr (avdet) bin ich dann sofort zum Wehrdienst (asker) gegangen. Bis zu meiner Entlassung (terhis) pflegte ich mir zwanzig Monate lang (yirmi mah mukaddem) mit diesen Wunden (yaralar) jede Stunde, ja jede Minute den Satz: اَلْمَوْتُ حَقٌّ {Der Tod ist war.",} in Erinnerung (kaziye) zu rufen und zu sagen: "Was wird wohl aus mir werden?" {Acaba benim halim ne olur? (Werde ich wohl nach meinem Tode in den Himmel oder in die Hölle kommen?) - A.d.Ü. -} Als ich schließlich wieder in meine Heimat zurück (memlekete avdet) kehrte und meinen Bruder (agabey) Mustafa erblickte, konnte meine Seele (ruh) endlich ein wenig aufatmen (genişledi) und ich sagte zu mir: "Wie war denn das nur möglich (nereden ileri geliyor)?" Ein, zwei Tage später erlebte ich dann in einer Nacht (rü'ya) während des gesegneten heiligen (mübarek Şerif) Ramadan im Traum noch eine dritte Anrede (hitab). Da war mein Meister (Üstad) Bediuzzaman am Rande unserer Provinz (memleket) und hielt einen Stab (asâ) in seiner Hand. Er war ein Hirte (çoban) und wurde in der Öffentlichkeit als Ausrufer (dellâllıgı ilân) bekannt. Denn er rief (ilân) mit lauter Stimme: "Ich bin ein Ausrufer (dellâl) des Qur'ans." Da war ich von Staunen (heyecan) erfüllt und erwachte (uyandım).
Schaut also, ihr meine Mitbrüder (kardeş) und Gläubigen (mü'min) in aller Welt! Seine Exelenz, mein Meister (Üstadım Hazretleri), ruft nicht nur die Bevölkerung unserer Provinz (memleket), sondern die Gesamtheit aller 350 Millionen Moslime (müslüman) zu jeder Stunde, in jeder Minute, und in jedem Augenblick mit lauter Stimme. Ihr sollt ihn nicht rein äußerlich mit euren Ohren (zahir kulagıyla) hören, sondern ihn mit dem Ohr des Herzens (kalb kulagıyla) hören. Wir sollen hören, wie er in jedem Augenblick laut in der Öffenlichkeit ruft. Während diese Diamanten und Juwelen (elmas ve cevherler), diese Prachtstücke (sergi), nun einmal in unserer Zeit (asrım) dargestellt werden, können wir nicht einmal einen von diesen Diamanten bezahlen (fiyatı), auch wenn wir den Verdienst (kazancım) unseres ganzen Zeitalters dafür geben würden. Jedoch noch bevor der Frühling (bahar) vorüber gezogen ist, sollen wir von allen Juwelen (cevher) etwas mitnehmen. Und was diese Juwelen betrifft, so sind sie die Abhandlungen des Gesamtwerkes (Külliyat) der Risale-i Nur.
Meine Wenigkeit (âciz) hat bereits damit begonnen, den vierten und fünften Arzt des 24. Wortes zu lesen und abzuschreiben. Als ich verspürte (hissedi), dass meine Wunden (yaralar), eine nach der anderen zu trocknen (kuruduk) begannen, habe ich mich entschlossen (karar), mit aller Kraft (kuvvet) die Briefe und die Worte (Mektubat ve Sözler) abzuschreiben. Meinen Mitbrüdern (kardeş), die genau so wie ich verwundet sind, und allen Moslimen (müslüman) rufe ich mit lauter Stimme (kuvvet) zu: "Oh weh (eyvah)! Wie könnten wir uns sonst in unserem Jahrhundert (asrım) mit so vielen Wunden (yaralar) zur Ruhe (istirahat) legen. Was den geistigen Arzt dieses Jahrhunderts (asrın manevî doktor) und seine Heilmittel (ilâç) betrifft, so ist er die Risale-i Nur und auch die Briefe des Lichtes (Mektubat-ün Nur), die aus dem Qur'an heraus tropfen (tereşşuh). An ihnen sollen wir uns stets festhalten (sıkı sarılalım)."
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von İbişoglu Mehmet aus dem Dorf Kuleönü
Mein Herr und ehrwürdiger Meister (Üstadım Efendi)
Es sind nun bereits fünf Jahre vergangen, seitdem mein Bruder (Kardeş) Mustafa mit der Abschrift der Abhandlungen (risaleler) begonnen hat. Leider habe ich inzwischen zwei Jahre versäumt (zayi'). Dabei nutze ich (istifade) seit drei Jahren jede Gelegenheit außerhalb meiner Dienstzeit (hizmet) {Mehmet teilt seine Zeit ein in Stunden, in denen er die Abhandlungen abschreibt, und Stunden in denen er in ihnen liest. (A.d.Ü.)} aus, mit anderen Gefährten (arkadaş) zusammen aus den Abhandlungen (risaleler) zu lesen, was für uns ein Segen (istifade) ist. Bewohner unseres Dorfes (köyümüz), die zu den Mystikern (ehl-i tarîkat) gehören, hatten damals für eine gewisse Zeit (bidayeten) dem, was mein Bruder (kardeş) Mustafa vorgelesen hatte, keine Beachtung (ehemmiyet) geschenkt.
Ich pflegte jedoch zu sagen: "Diese hier vorgelesenen Worte (Sözler) stimmen sowohl mit der Mystik (tarîkat) als auch mit der Wahrheit (hakikat) bestens überein (muvafık). Sie sind Heilmittel für die Wunden (yaralarına bir ilâçtır) heutiger Zeit." Wann immer ich in Verzweiflung (ye's) gerate, gehe ich zu meinem Bruder (kardeş). Er beauftragt mich dann, die Wahrheiten (hakikat), von denen ich bereits hörte, aus der Risale-i Nur vorzulesen, und nun hört er dabei zu. Durch den Segen (feyiz), den ich aus der Risale-i Nur empfing, wurden meine Wunden geheilt (yaralarım tedavi). Danach ging ich wieder nach Hause zurück. Ganz gleich über welches Thema (mes'ele) man sprechen möchte: man findet es in der Risale-i Nur auf die schönste Weise. Und doch gibt es leider so viele Menschen (insan), die den Wert dieser Worte (Sözler) nicht zu schätzen wissen. Dazu sage ich dann immer: "Ein Heilmittel (ilâç) für all ihre Worte findet sich in den Abhandlungen (risaleler)." Darum möchte ich der ganzen Welt (küre-i arz) mit aller Macht (kuvvet) laut und deutlich verkünden: "Es gibt doch Heilmittel (ilâç) für alle äußerlich wahrnehmbaren (hariçte görülen) Erkrankungen der Seele (marazlar)."
Oh meine Mitbrüder (kardeş)! Wir sollen sie nutzen (istifade). Wie unvernünftig (akılsızd) sind doch diejenigen, die den Segen (istifade) dieser Abhandlungen (risaleler) nicht erkennen. Vielmals gedankt (şükürler) sei sei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak), dass Er uns zu einer solchen ehrwürdigen Persönlichkeit (zât-ı muhterem) geführt hat. Lopreis und Dank (velminne) sei Gott (Lillahilhamd)!
Durch die Barmherzigkeit (rahmet), Güte (ihsan) und Gnade (eltaf) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) und durch den Segen (himmet) des ehrwürdigen Meisters (üstad-ı muhterem) kommen wir auch mit den Leuten der Mystik (ehl-i tarîkat) zusammen. Wir lesen jetzt öfter gemeinsam aus den "Worten (Sözler)". So bekommen auch sie dadurch reichen Segen (menfaatdar), denn sie haben sehr gut verstanden (tamamıyla anladılar), dass diese Worte wahr (Sözler hak) sind. Darum drängen (icbar) sie meinen Bruder (kardeş) sogar öfter, ihnen etwas aus ihnen vorzulesen. Mein Bruder (kardeş) Mustafa hatte mich einmal dazu ermutigt (teşvik), diese Abhandlungen (risaleler) abzuschreiben. Daraufhin habe ich das Zwanzigste Wort (Yirminci Mektub) mitgenommen, um es abzuschreiben. In dem Brief (mektub), den ich abgeschrieben (istinsah) habe, bemerkte ich dreierlei Übereinstimmungen (tevafuk). In den oberen Zeilen (satır) steht hier zwei Mal das Wort "unendlich (nihayetsiz)" untereinander und darunter in derselben Spalte drei Mal untereinander das Wort "Welt (dünya)". Ich war von dieser Übereinstimmung (hal) sehr beeindruckt (müteessir). In meiner Angst, die Sorge um die Welt (dünya) könne mich nicht mehr loslassen (salmayacak), hatte ich diese Abschriften bereits wieder aufgegeben (yazmayı bıraktım). Nun habe ich mich aber doch noch einmal dazu entschlossen (niyet). Auf diesen Entschluss (niyet) hin hatte ich dann diesen Traum (rü'ya): Der verehrte Meister (Üstad-ı muhterem) kam auf einem schwarzen Esel (siyah merkeb) zu mir geritten (râkiben). Und da habt ihr mir befohlen (emir): "Lege diesem Esel einen sicheren Halfter (saglam bir yular) an." Ich habe das Halfter, das mein Meister (üstad) mir gezeigt hat und das von allen Seiten festgekettet (zincir) war, dem Esel angelegt. Da war es nun fest gebunden und da saß es nun und wackelte nicht (kımıldanmayacak). Aus der Deutung dieses Traums habe ich verstanden, dass dieser Esel die Welt (merkeb dünya) ist. Und ich habe auch verstanden, dass durch den Segen eures Gebetes (duanızın himmetiyle) meine Welt nun, wolle es Gott (İnşâallah), festgebunden werde. Und indem ich mir sage: " وَ مِنَ اللهِ التَّوْفِيقُ {Der Erfolg kommt von Got,} hege ich die Hoffnung (ümid), dass es mir durch den Segen meines ehrwürdigen Meisters (üstad-ı muhterem) gelingt - wolle es Gott (inşâallah) - die Abhandlungen (risaleler) auch weiterhin abzuschreiben.
Als ich den 20. Brief (Yirminci Mektub) in meiner Hand mitnahm, war er nicht eingepackt. Und mir gegenüber war das Büro des Dorfschulzen (muhtar)! Daher versteckte ich diese Abhandlung (risaleyi saklamıştım). In dieser Nacht sah ich im Traum (rü'ya) meinen ehrwürdigen Meister (üstad-ı muhterem). Es gab da einen großen See (deniz). Und in diesem See sah ich ein Schloss (saray). Auch die Bewohner unseres Dorfes (köyün insanları) befanden sich bei diesem Schloss (sarayın etrafında). Meine Wenigkeit, euer Schüler (âciz talebe), ritt auf einem rotbraunen Pferd (doru ata) und kam so zu euch (zât). Da haben mich die Männer (adam) gefragt, wie ich denn über den See gesprungen (nasıl atladı) sei. Ich antwortete diesen Männern: "Mein Pferd hatte ganz neue Hufe (yeni nallı). Deswegen bin ich auch mühelos (zahmet çekmeden) hierher gekommen." In Wirklichkeit aber war der See ein bisschen zugefroren (incimad). Da trat mein Meister (üstad) zu mir heran und sagte zu mir: "Warum versteckt ihr die "Worte (Sözler)"? Die Worte werden von nun an für alle offen (meydanda) sein." Sodann habt ihr euch ein Pferd (at) von mir gewünscht. Da habe ich ihm noch ein Pferd gebracht, eines, das im Passgang (güzel yürüyüşlü atı) ging. Und sodann erwachte (uyandım) ich. Möge Gott diesen Traum als ein gutes Zeichen deuten (Allah hayretsin).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Hâfız Mustafa, dem kostbaren Gefährten von Mustafa aus dem Dorfe Kuleönü, dem mit dem diamantenen Stift (elmas kalemli)
Oh mein Herr und Meister (üstadım efendim), der mir den geraden Weg (tarîk-ı müstakim), der zu Gott dem Herrn (Cenab-ı Allah) in Seiner absoluten Fülle (Feyyaz-ı Mutlak), dem Einen Allgegenwärtigen (Vâhid-i Ehad) führt, gezeigt und dadurch veranlasst hat, mein Leben im Jenseits (uhrevî hayat) vor unendlichem Leid (elemli) und großer Gefahr (hatarlı) gerettet zu werden (kurtulmasına).
Vor drei Monaten hatten wir euch mit meinem Gefährten (arkadaş) Mustafa besucht (ziyaret), um die Brillianten (pırlanta) aus dem Laden (dükkân) der Diamanten und Perlen (elmas, inci) des Weisen (Hakîm) Qur'ans und unseren Fähigkeiten entsprechend (vüs'at) das jenseitige Taschengeld (uhrevî harçlık) zu bekommen. Aufgrund eines freundlichen Tadels (şefkatli bir tekdir), indem ihr sagtet: "Weshalb seid ihr gekommen?" {Diese Frage ist ein versteckter Tadel. (A.d.Ü.)} kehrten wir traurig (müteessirane) wieder zurück. Auf unserem Weg wurden wir von einem Sturmwind (fırtına) {Dieser Sturmwind war eine Strafe, die dem vorangegangenen Tadel folgte. (A.d.Ü.)} überrascht, der aus diesem liebevollen und segenbringenden (şefkatli ve ücretli) Tadel (tekdir) erwuchs. Nachdem ich damals gemerkt (anlayınca) hatte, dass ich das gesegnete Herz (mübarek kalb) meines Meisters (üstad) verletzt hatte, das einem großartigen Elixier (iksir-i a'zam) {eine Art lebenspendender Trank} gleicht, überkam mich noch eine weitere Trauer (teessür). Meine ohnmächtige Seele (zayıf ruh), die bis zu dieser Zeit so ganz und gar macht- und bedeutungslos (pek âciz) war, wehklagte (feryad) aufgrund dieser Trauer (teessür). Da haben wir verstanden, wie liebevoll (şefkatli) unser Meister (üstad) uns gegenüber ist, der in einer Abhandlung (risale) von einem zärtlichen Klaps (şefkatli tokat) und von unserer Ohrfeige in einem Unwetter (fırtınalı tokad) erzählt. Da verwandelte sich unsere Traurigkeit in Frohsinn (teessüratımız sürura).
{Dank sei Gott. Dies ist von der Güte meines Herrn."}
Die Umsiedlung (hicret) meines Meisters (üstad) nach Isparta - unsere Nachbarprovinz - in der gesegneten (mübarek) zwölften Nacht des gesegneten Monats Rebi'-ül evvel hat mich so froh und glücklich (memnun ve mesrur) gemacht, dass auch nicht ein Schimmer all meiner Wunden und Verletzungen (yaralar ve bereler) und kein Bedauern (teessür) mehr übrig blieb. Dank sei Gott (Elhamdülillah), in der zwölften Nacht des Monats Rebi'-ül evvel beehrte der gesegnete Herr (Efendim), der Stolz der Welt (mübarek Zât-ı Fahr-i Âlem), mit dem Friede und Segen sei, die Welt (dunya teşrif), welcher der Grund (sebeb) für die Erschaffung des Diesseits und des Jenseits (dünya ve âhiret) ist, diese Welt und das Jenseits von den Atomen bis hin zu den Sonnen (zerreden şems) alles Sein erleuchtete (mükevvenatı ziyalandıran), bis zum Ende der Welt (kıyamet) mit der beständigen (bâki), wie die Sonne (güneş) lichtvollen (nurlu), segenbringenden (feyizli) und essentiellen Gesetzgebung (gıdalı şeriat) das Tor zum Jenseits (âhiret kapısı) öffnete; in dieser so gesegneten Nacht (mübarek gece), die allem Sein den Frieden stiftete (mükevvenatı memnun), zog mein Meiser (üstad), d.h. dass er in der zwölften Nacht des Monats Rebi'-ül evvel in die Provinz Isparta einzog (hicret). Die Übereinstimmung seiner Einwanderung (hicretinin tevafuk) und das Zusammentreffen (tesadüf) mit dieser Nacht war der Grund, unseren Meister zu besuchen (üstadımın ziyaretine), um wiederum auf den Diamanten Markt (elmas çarşısında) die Juwelen (pırlanta) entsprechend unseren Fähigkeiten (vüs'at) zu erhalten. Wolle es Gott (İnşâallah), dass eure Umsiedlung (hicret) ein Auslöser (sebeb) zu großen Erfolgen (fütuhata) werden wird.
Wie denn auch während der Auswanderung (hicret) unseres Herrn, mit dem Friede und Segen sei, von Mekka nach Medina der Engel Gabriel, der Vertraute (Cibril-i Emin), ihm in einer Offenbarung (nüzul) die Eroberung (Feth) von Mekka voraus sagte (haber), worauf sich unser Prophet und unsere Herren (Efendiler), seine Gefährten (Sahab) freuten, wird auch die Umsiedlung (hicret) meines Meisters (üstad), die mit dieser Nacht übereinstimmt (tevafuk) und Erfolge (fütuhat) mit sich bringen wird (sebeb), mich und alle Moslime froh und glücklich (memnun ve mesrur) machen, mein Herr (efendim).
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von İmamoglu Hâfız Mustafa
Dies ist ein Brief (mektub) zur Erinnerung daran, dass alle Worte und Briefe (Söz ve Mektubat) die Aufgabe eines vollendeten Lehrers (mürşid-i kâmil vazifesi) vesehen.
Mein Herr und Meister!
Als ich vor einem Jahr die Worte und Briefe (Sözler ve Mektubat) abschrieb, erschienen mir einige Anmerkungen (nükte) als das geeignete Heilmittel (muvafık bir ilâç) für die Wunden meines Herzens (emraz-ı kalbi) und ich sagte mir: "Diesen Abschnitt (nükte) muss man in der Tat mit goldenen Lettern (altun yazı) schreiben.
{"Dank sei Gott. Dies ist von der Gnade meines Herrn."}
Dann wurde das Buch "Blitze (Lem'alar) herausgegeben. Mit seinem Segen (feyiz) diente es als der Schlüssel (anahtar) zu allen Worten und Briefen (Söz ve Mektubat). Es ist dies wie folgt: Ein Reisender, der in einem eisigen, gefahrvollen, stürmischen Wintertag (fırtınalı kış), in einer Zeit, in der die Raubtiere (yırtıcı hayvan) am wildesten und besonders aggressiv (azgın ve kuvvetli) sind, ohne jede Hilfe und ohne einen Begleiter (imdadsız, kimsesiz), unter Mühen, Not (düşe kalka) und Gefahren, auf einem schlammigen (çamurlu) Weg zu Fuß über eine weite Ebene (sahra) geht, während er dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in diesen Stürmen (fırtına) umkommen, oder von diesen Raubtieren (yırtıcı canavar) zerrissen werden würde, erblickte (tesadüf) dieser Reisende, der sich retten (kurtarmak) möchte, plötzlich ein Schloss (saray), das inmitten dieser Ebene (sahra) erbaut woren war, besser und mächtiger (kuvvetli) als aus Stahlbeton (çelik, polat), was diesen Reisenden ganz und gar fröhlich und zufrieden (memnun ve mesrur) werden lässt, sodass er nun noch schneller zu diesem Schloss gelangen will (çabuk yetişip), um sich vor den Raubtieren zu retten (halas), die ihn zerreißen wollen. Und er hat es dabei so eilig (acele), dass er am liebsten noch nicht einmal mit seinen Füßen den Boden berühren (temas) möchte. Und denjenigen, die ihm dazu verhelfen (vesile), dass er zu diesem Schloss gelangen (saraya girmesi) und es betreten kann, würde er gerne nicht nur all seinen Besitz übergeben (malını vermek), sondern sogar sein Leben dafür hingeben (canını feda).
Was die Worte und Briefe (Sözler ve Mektublar) betrifft, so bin ich hundert Tausend Mal der Überzeugung (kanaat), dass jedes Wort (Sözler) eine noch festere Burg (tahassüngâh) als dieses Schloss (kaleden daha saglam) ist, um sich in unserem Zeitalter (asrım) vor den Gefahren der Drachen (canavarlarının tehlikeler) unter Menschen und Dschinnen (ins ü cinn) retten zu können, so wie unser Reisender (yolcu) sich mit der Ankunft in diesem Schlosses (saraya rastgelmesi) vor allen Gefahren gerettet hat (tehlikelerden kurtuldugu). Dank sei Gott (Lillahilhamd), dass ich durch den Segen der Blitze (Lem'alar'ın feyzi) den Dienst (vazife) als den Schlüsel zu diesem Schloss entdecken konnte (sarayın anahtar). Um meine armselige, so hilflose Seele (bîçare zayıf ruh) vor jeglicher Gefahr (tehlike) zu bewahren bin ich hier eingetreten und habe gesehen: Wie die Paradiesesgärten (Cennet) aus acht Ebenen (tabaka) übereinander aufgebaut sind, die einander nicht gleichen (benzemedik), einander nicht die Sicht nehmen (mani') und deren Anmut (letafet) beim Eintritt den Genuss (lezzet) der vorher betretenen noch erneuert (taze). Genau verhält es sich auch mit den Abhandlungen (risaleler).
Dies ist ein Abschnitt (fıkra), in dem Şamlı Hâfız Tevfik, der sich an dem Diktat und der späteren Reinschrift (tesvid ve tebyiz) der Risale-i Nur öfter dienend (hizmet) beteiligt hat, eine Prophezeiung über die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) der Risale-i Nur ableitet (istihrac).
{Im Namen dessen, der gepriesen sei.}
Zunächst einmal möchte ich allgemein mitteilen (malûm), dass ich eine Abhandlung (risale) über die Übersetzung (tercüme) der heiligen guten Ratschläge (nasayih-i kudsiye) entnommen aus den Briefen (mektubat) und ehrenwerten Abhandlungen (resail-i şerif) mit dem Titel "die Essenz der Abhandlungen und die Grundlage der Mittel (Zübdet-ür Resail Umdet-ül Vesail)" von Ziyaeddin Mevlâna Şeyh Hâlid, dem Pol der Kenner (kutb-ül ârifîn), vor dreizehn Jahren in der Provinz Bursa von meinem Lehrer (Hodscha) Hasan Efendi erhalten hatte. Irgendwie war es mir nicht gelungen, sie zu lesen (mütalaa), bis ich sie dieser Tage zufällig wieder in die Hand bekam, während ich unter meinen Büchern (kitablar) nach etwas suchte. Da sagte ich mir: "Dieser ehrenwerte Hazret-i Mevlâna Hâlid ist ein Landsmann meines Meisters (Üstadımın hemşehrisi). Er ist zudem auch der bedeutendste Herold (mühim kahraman) des Nakshi Ordens nach İmam-ı Rabbanî und Pîr des Ordens Tarîk-i Hâlidiye-i Nakşiye." Während ich die Abhandlung studierte (mütalaa), las ich den folgenden Abschnitt (fıkra) aus dem Lebenslauf (tercüme-i hali) von Hazret-i Mevlâna:
In den Büchern "Müstedrek" von İmam-ı Hâkim, "Kitab-ı Sünen" von Ebu Davud und "Şuab-ı İman" von Beyhakî, die zu den Leuten der sechs Hadith-Sammlungen (Ashab-ı Kütüb-ü Sitte) gehören, zitierten (tahric) den folgenden ehrenwerten Hadith:
{"In jedem Jahrhundert sendet Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) einen, der den Glauben aktualisiert (müceddid-i din)."}
Mevlâna Hâlid-i Zülcenaheyn, der ehrwürdige Pol der Kenner (eşşehîr kutb-ül ârifîn), der Helfer derer, die zu Gott gelangt sind (gavs-ül vâsılîn), der Erbe (vâris) Mohammeds, der Vollendete der erhabenen und erneuernden Wege zu Gott (kâmil-üt tarîkat-ül âliye ve-l müceddidiye), auf den diese ehrenwerte (şerif) Hadith hinweist (mazhar) und seine Wahrheit zeigt (mâsadak), der ihn vollkommen repräsentiert (müzhir-i tâm) und dessen meditative Wahrnehmung Gott heiligen möge (Kuddise sırruhu)... usw.
Desweiteren habe ich in seinem Lebenslauf (tarihçe-i hayat) gelesen, dass er im Jahre 1193 (1777) geboren ist. Und weiter habe ich gelesen, dass er im Jahre 1224 (1808) zum Hauptsitz (Saltanat) des indischen Königreiches (payitaht) Cihanabad gegangen ist. Unter dem geistigen Segen (füyuzat-ı maneviye) von Abdullah Dehlevî Hazretleri begann er mit seinem Erneuerungsdienst (müceddidlik) und wurde schließlich in die Liste (silsile) des Nakschi-Ordens aufgenommen.
Im Jahre 1238 (1822) zog er schließlich die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) der Politiker (ehl-i siyaset) auf sich, musste daher seine Heimat (vatan) verlassen und wanderte (hicret) nach der Provinz Damaskus (diyar-ı Şam) aus. Des weiteren habe ich gesehen, dass die Vorfahren (nesli) von Hazret-i Mevlâna bis auf Hazret-i Osman bin Affan, mit dem Gott zufrieden sein möge, zurück gehen (mensub).
Zudem konnte ich aus seinem Lebenslauf (tercüme-i hal) entnehmen, dass er durch seine Begabung (istidad-ı fıtrî) und außerordentliche Fähigkeit (kabiliyet-i hârika) bereits vor seinem zwanzigsten Lebensjahr einer der größten Gelehrten seines Jahrhunderts (a'lem-i ülema-i asr) wurde, zu den Koryphäen seiner Zeit (allâme-i vakt) zählte und in Süleymaniye, einer kleinen Stadt (kasaba), als Dozent (tedris-i ulûm) tätig war.
Dann habe ich über das Leben (tarihçe-i hayat) meines Meisters (üstad) nachgedacht und bemerkt, dass es in vier bedeutenden Punkten mit dem Leben von Mevlâna Hâlid übereinstimmt (tevafuk):
Erstens: Hazret-i Mevlâna kam im Jahre 1193 (1777) zur Welt. Mein Meister ist dagegen im Jahre 1293 (1877), also genau hundert Jahre nach Mevlâna Hâlid geboren.
Zweitens: Die Einführung und der Anfang (mukaddeme) seines Kampfes (mücahede) um die Aktualisierung des Glaubens (tecdid-i din) von Hazret-i Mevlâna ist das Jahr 1224 (1808), in dem er zu dem Regierungssitz (payitaht) in Indien gegangen war, wogegen mein Meister (Üstad) genau hundert Jahre später im Jahre 1324 (1908) zu dem Regierungssitz des osmanischen Königreiches (Saltanat) gegangen war und mit seinem geistigen Kampf (mücahede-i maneviyesine) begonnen hat.
Drittens: Die Politilker (Ehl-i siyaset) hatten gegen Hazret-i Mevlâna wegen seines außerordentlichen Ruhmes (fevkalâde şöhret) Verdacht geschöpft (tevehhüm) und seinen Wohnsitz (nakl-i mekân) in die Provinz Damaskus (diyar-ı Şam) verlegt. Dies geschah (vaki') im Jahre 1238. Desgleichen ging mein Meister (Üstad) genau hundert Jahre später, also im Jahre 1338, nach Ankara. Doch konnte er sich dort mit den Politikern nicht verständigen (uyuşamayıp), wies sie zurück, fühlte sich gekränkt (reddederek), kehrte wieder in die Provinz Van zurück (küserek) und begann dort auf einem Berg (bir dagda) ein zurückgezogenes Leben (inziva) zu führen. Nach dem Jahre 1338 erregte er aufgrund der Ereignisse rund um einen angeblichen Aufstand (hâdisesinin vukuu) in Gegenwart von Şeyh Said den Verdacht (vehim) der Politiker (ehl-i siyaset). Da sie sich aber vor unserem Meister (Üstad) fürchteten, deportierten (ikamet) sie ihn neun Jahre lang in die Provinzen (Vilayet) Burdur und Isparta.
Viertens: Als Hazret-i Mevlâna Hâlid noch keine zwanzig Jahre alt war, erwies er sich bereits als einer der größten Gelehrten seiner Zeit (allâme-i zaman), weit über den Korypheen unter Gelehrten (fuhûl-ü ülema) und lehrte (ders) auch bereits selbst. Für diejenigen, welche die Biographie (tarihçe-i hayat) meines Meisters (üstad) bereits kennen oder doch schon davon gehört haben, ist bekannt (malûm), dass auch meinem Meister in seinem vierzehnten Lebensjahr der Mantel der Dozenten (icazet) verliehen wurde und er mit den größten Gelehrten seiner Zeit (a'lem-i ülema-i zamanla) Disputationen (muaraza) geführt hat. Er hat auch die Studenten unterwiesen (talebeleri tedris), die kurz vor ihrem Diplom standen.
Hazret-i Mevlâna Hâlid stammte aus dem Hause "Osman" (neslen) und setzte sich mit ganzer Kraft (kuvvet) für die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) ein. Auch mein Meister (üstad) folgt mit Hinblick auf den Dienst (hizmet) am Weisen (Hakîm) Qur'an der Art und Weise (meşreb) von Hazret-i Osman-ı Zinnureyn. Wie Hazret-i Mevlâna setzt er sich mit ganzer Kraft durch die Abhandlungen (ecza) der Risale-i Nur für die Belebung der Gelobten Sitte (Sünnet-i Seniyenin ihyasına) ein.
Der Übereinstimmung (tevafukat) in diesen vier Punkten zufolge erscheint die Wirksamkeit (tesirat) der Risale-i Nur hinsichtlich der Stärkung des Glaubens (takviye-i din) mit einem Abstand (fasıla) von genau hundert Jahren ebenso großartig (azîm) wie der Dienst (hizmet), den Hazret-i Mevlâna Hâlid im Orden Tarîk-ı Nakşiye versehen hatte.
{(Anmerkung): Da Hazret-i Mevlâna Hâlid aufgrund der allgemeinen Überzeugung (ittifak) seiner Millionen Gefolgsleute (etba) nun einmal der Erneuerer (müceddid) ist und somit die Prophezeihung der oben angeführten ehrenwerten (şerif) Hadith in Erfüllung gegangen (mâsadak) ist, so versieht die Risale-i Nur genau hundert Jahre später dieser vierfachen grundlegenden Übereinstimmung (cihet-i tevafuk) zufolge (entsprechend den oben erläuterten vier Punkten (A.d.Ü.)) denselben Dienst (vazife). Das also heißt, dass die Abhandlungen (ecza) der Risale-i Nur entsprechend der eindeutigen Ausage (nass) dieser Hadith den Auftrag (vazife) der Aktualisierung (tecdid) und Stärkung des Glaubens (takviye-i din) versehen.}
Mein Meister (Üstad) akzeptiert keinen Lobpreis (medh ü sena) für sich selbst. Hier aber handelt es sich um die Risale-i Nur und um den Qur'an. Somit gehört der Lobpreis den Geheimnissen (esrar) des Qur'ans. Es gibt da nur ein paar UInterschiede (fark) zwischen meinem Meister (üstad) und Hazret-i Mevlâna:
Erstens: Hazret-i Mevlâna hatte sich den folgenden beiden Flügeln (zülcenaheyn) angeschlossen. Er gehörte (sahib) also sowohl dem Kadirî-Orden als auch dem Nakşî-Orden an. Die Regeln des Nakşî-Ordens waren aber für ihn dominant (galib). Bei meinem Meister (Üstad) waren hingegen die Disziplin (meşreb) des Kadirî-Ordens und der Weg (meslek) der Şazelîs vorherrschend (hükmediyor). Ich habe einmal von meinem Meister (üstad) gehört, dass die Provinz (daire) Bagdad unter der geistigen Verfügung (taht-ı tasarruf) von Şah-ı Geylanî trotz seines Hinscheidens (ba'de-l'memat) so wie während seines Lebens (hayat) blieb, nachdem Hazret-i Mevlâna aus Indien die Disziplin des Nakşî-Ordens gebracht hatte. Hazret-i Mevlânas geistige Verfügung (manen tasarruf) hatte anfangs noch keinen Anklang (cây-i kabul) gefunden. Şah-ı Nakşibendis Geistlichkeit (ruhaniyet) und İmam-ı Rabbanî kamen nach Bagdad und besuchten Şah-ı Geylanî. Und sie baten (rica) ihn: "Mevlâna Hâlid ist dein Kind (evlâd). Akzeptiere (kabul) es!" Şah-ı Geylanî entsprach ihrer Bitte (iltimaslarını kabul) und nahm Mevlâna Hâlid auf (kabul). Erst danach wurde Mevlâna Hâlid plötzlich berühmt (parlamış). Dieses Erlebnis ist nach Ansicht der Leute der geistigen Entdeckung (ehl-i keşifçe) tatsächlich geschehen und wurde auch bezeugt (meşhud). Dieses geistige Ereignis (hâdise-i ruhaniye) hat damals ein Teil der Gottesfreunde (ehl-i velayet) bezeugt (müşahede) und einige haben es auch selbst im Traum (rü'ya) geschaut. Hier endet (hitam) die Darlegung (söz) meines Meisters (Üstad).
Der zweite Unterschied (fark) ist folgender: Mein Meister (Üstad) distanziert sich als Persönlichkeit (şahsiyet) von ihrer Bedeutung als Quelle allen Segens (merciiyetten azlediyor). Er verweist nur auf die Risale-i Nur als der einzigen Quelle (merci'). Hazret-i Mevlâna Hâlid in seiner Persönllichkeit (şahsiyet) war der Pol der Rechtleitung (kutb-ül irşad) und die Quelle allen Segens (merci) für seine Schüler als einzelne und im allgemeinen (has ve-l âmm).
Dritter Unterschied (fark): Hazret-i Mevlâna Hâlid fühlte sich beiden Flügeln (zülcenaheyn) verbunden. Er hatte jedoch den Erfordernissen seiner Zeit zufolge (muktezası) sowohl die mystische Lehre (ilm-i tarîkat) als auch die Befolgung der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) als seinen Weg (esas) gewählt, wobei er die mystische Lehre (tarîkat) noch intensiver praktizierte und sich in dieser Hinsicht (sarf-ı himmet) besonders eingesetzt hat. Mein Meister (Üstad) hat sich dagegen den Erfordernissen (muktezası) dieser unserer schrecklichen Zeit (dehşetli zaman) entsprechend für die Lehre der Wahrheit (ilm-i hakikat) und die Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) eingesetzt (iltizam), wobei er die Mystik (tarîkat) als drittrangig betrachtete.
Zusammenfassung: Aufgrund des Versprechens Gottes (va'd-i İlahî) in der oben erwähnten ehrenwerten (şerif) Hadith, in der es heißt: "Am Anfang eines jeden Jahrhunderts sendet Gott der Gerechte einen Erneuerer (müceddid), der den Glauben aktualisieren (dini tecdid) wird.", ist Hazret-i Mevlâna Hâlid entsprechend der Überzeugung (tasdik) der meisten Kenner der Wahrheit (ehl-i hakikat) der Erneuerer des zwölften Jahrhunderts (asr). Da genau hundert Jahre später nun einmal mit genauer Übereinstimmung (tevafuk) in vierfacher Hinsicht (cihet) die Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur dieselbe Aufgabe (vazife) versehen, führt dies der eindeutigen (nass) Aussage dieser Hadith zufolge zu der Überzeugung (kanaat), dass die Risale-i Nur im Hinblick auf die Aktualisierung des Glaubens (tecdid-i din) als Erneuerer (müceddid) gilt.
Mein Meister (üstad) sagt stets: "Ich bin nur ein einfacher Soldat (nefer), versehe jedoch die Aufgaben eines Marschals (müşir hizmeti), d.h. dass nicht ich-selbst von Bedeutung (kıymet) bin, diese vielmehr in den Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur verborgen liegt, die aus der Fülle (feyz) des Weisen (Hakîm) Qur'ans herausgetropft (tereşşuh) {gleich dem Wasser einer Tropsteinhöhle (A.d.Ü.)} sind und den Dienst (hizmet) eines geistigen Marschals (müşiriyet-i manevi) versehen."
Um meinen Meister (Üstad) nicht zu verärgern (kızdır), unterlasse ich es hiermit, seine persönlichen Vorzüge zu erwähnen (şahsını sena).
Eine erstaunliche Übereinstimmung (tevafuk-u acibe), die zeigt (delalet), in welchem Grade (derece) die Risale-i Nur ein Segen (rahmet) für die Provinz Isparta ist.
Ein beachtliches Beispiel (mühim bir ferd) für den Segen (inayat), den die Risale-i Nur im großen und ganzen verbreitet (mazhar), ist folgendes: Die Provinz (Vilayet) Isparta hatte seit acht Jahren den Verfasser (müellif) der Risale-i Nur in ihrem Herzen bewahrt (sinesinde saklamış) und in einem so schönen Distrikt (şirin bir nahiye) wie Barla durch die Güte und Gnade (lütf u kerem) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) beschützt. In dieser Zeit verbreitete (intişar) sich die Risale-i Nur langsamerhand und verstärkte (takviye) den Glauben (iman) Tausender Menschen (adam) in Isparta und besonders die jungen Leute (gençler) haben von ihr sehr viel Heil und Segen (istifade ve istifa) empfangen.
Als das strapaziöse (sıkıntılı), so bittere (acıklı) Exil unseres Meisters (Üstad), das mit all seinen Schikanen (işkenceli) selbst noch die härtesten Herzen (katı kalbleri) zum Weinen brachte, in einer so schönen und anmutigen (latif ve şirin) Gegend wie Barla beendet war, wandte (müteveccih) sich der Blick unseres Meisters (üstad), welcher der Verfasser (müellif) der Risale-i Nur ist, mit Hilfe (avniyle) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) nach Isparta. Eine - wenn auch leicht durchschaubare - Aktion (harekât-ı zahiri) einiger ungerechter Weltleute (ehl-i dünya), die in Verdacht (evhama) geraten waren, wurde erneut der vorgeschobene Grund (sebeb-i âdi) und die Zielscheibe zu einer weiteren Ungerechtigkeit (zulme hedef). Und so wurde unser Meister nach Isparta deportiert.
Als unser Meister (üstad) Isparta mit seiner Ankunft beehrte (teşrif) war es jedoch gerade Hochsommer und die heißeste (en hararetli) Zeit des Jahres. Die Regenzeit war vorüber. Der Wasserstand in den Kanälen, die Isparte bewässerten (iska), sank ständig (azalmış). Ein bedeutender Teil der Quellen (menba'ı) war bereits versiegt. Die Blätter an den Bäumen begannen gelb (sararmaga) zu werden, die Gräser zu verdorren (kurumaga) und die Blumen zu verwelken (buruşmaga).
Da die Provinz (Vilayet) Isparta der Ort (mahal) ist, wo sich die Risale-i Nur am weitesten verbreitet (intişar) hat, bezeugen (müşahede) wir, die Schüler (şakird) der Risale-i Nur, die wir die Gnade des Herrn (inayat-ı Rabbaniye) durch die Risale-i Nur aus nächster Nähe erleben (şahid), noch ein weiteres, bedeutendes Vorkommnis (vakıa).
Was dieses Vorkommnis (hâdise) betrifft, so ist es der Regen, der uns in diesem Sommer (mevsim) gleich nach dem der Verfasser (Müellif) Isparta durch seine Ankunft beehrt (teşrif) hatte, so reichlich beschert (kesretli yagması) wurde, wie dies ansonsten in hundert Jahren (asır) nur ein oder zwei Mal geschieht. Dieser Regen, der auf eine so außerordentliche Weise (hârika) auf uns herunter gekommen war, hat in Isparta das ganze Land wieder vollständig getränkt (tamamen iska). Den Pflanzen (nebatat) wurde ein neues Leben geschenkt (hayat bahşedilmiş). Die Gärten mit ihrem Obst und ihren Weinreben (baglar, bahçeler) erhielen ihre frühere Schönheit (letafet) wieder. Auch das Gesicht der Bewohner (halkın yüzleri), von denen die meisten im großen und ganzen auf dem Lande (ziraat) arbeiten, wurden wieder fröhlich (gülmüş) und ihre Seelen (ruhlar) dadurch, dass sie diesen Regen (yagmur) zu nutzen wussten (istifade) erquickt (inbisat), welchen die Risale-i Nur durch Gottes Gnade und Seinen Segen (inayat ve bereket) vermittelt (nâil) hatte.
Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) verwandelte in Seiner vollkommenen Barmherzigkeit (kemal-i merhamet) die unerträgliche, sengende (şiddetli ve hararetli) Hitze dieses Sommers (mevsim) in eine sanfte, schöne (şirin) und angenehme Form des Frühlings (bahar), als ob die Risale-i Nur mit ihren 119 Abhandlungen (risale) und mit der Zunge der 19 Tausend Wörter (kelime) um Regen gebetet (dua) hätte, um einerseits ihren Verfasser, unseren Meister (müellifi olan Üstadımız), willkommen zu heißen (hoşâmedî), sein betrübtes Herz (mahzun olan kalb) zu trösten, seine gramgebeugte Seele (gamnâk ruh) zu erfreuen und ihn andererseits dazu zu bringen, Barla zu vergessen (unutturmak), wo er acht Jahre gelebt hatte, und die Trauer über die Trennung (firak hüznünü) von seiner so prächtigen Platane (muhteşem çınar), von seinen Freunden (dost) und von allen mit denen er sich verbunden fühlte, von ihm wegzunehmen.
Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) hat uns einen so segensreichen Regen (bereketli bir yagmur) beschert, so ergiebig, wie wir ihn - nach dem, was unsere Alten (ihtiyarlar) uns erzählt haben - seit 1293 (1877) nicht mehr empfangen haben. Es war aber dies das Jahr, in dem unser Meister (üstad) geboren wurde (tarih-i veladet). Ein anderer Beweis (delil) dafür, dass eine solche Fülle (kesretli) des Regens, der ein umfangreicher Ausdruck des Segens (hâdise-i rahmet) ist, sich auf die Risale-i Nur gleichsam persönlich (hususî bir surette) bezieht, ist folgendes: An dem Tag, an dem unser Meister (üstad), der die Quelle (vasıta) aller Verbreitung der Risale-i Nur ist, nach Isparta kam, sah er, dass es dort glühend heiß (hararetli) und wegen der langen Regenlosigkeit staubtrocken (toz-toprak) war. So war er denn besorgt (telaş), dass er ein derartiges Klima nicht ertragen (dayanama) könne, nachdem er aus einer Hochebene (yayla) wie Barla gekommen war. Als er am dritten und vierten Tag einen Teil der Gärten (bahçe) besichtigte, sah er, dass das Gemüse (sebze), die Gräser (ot) und die Blumen (çiçek) wegen der Dürre verwelkt und vertrocknet (buruştuk) waren. Er bat sehr betrübt (müteessir) um Wasser und verlangte geradezu nach Regen (yagmur taleb). Er fragte also unseren Gefährten (arkadaş) Bekir Bey, auf das Wasser hinweisend, das eine Mühle (degirmenleri) antreibt: "Ist diese Menge Wasser alles, was für die Versorgung von Isparta noch vorhanden (bu kadar) ist?" Bekir Bey antwortete: "Das Wasser von Gölcük ist bereits erschöpft. Da kommt nichts mehr. Es gibt also kein Wasser mehr außer diesem hier (sudan başka yok), das noch dazu ein Viertel von Isparta versorgt."
Da unser Meister (Üstad) in Isparta viele Schüler (talebe) hat, ersehnte er von ganzem Herzen (ruh) einen solchen Beginn des Regens. Und noch am selben Tag kam ein so reichlicher Regen, wie man in Isparta seit fünfzig Jahren ein solches Geschehnis (hâdise) nicht mehr erlebt hatte. Dieser Regen hat dem Land zu 99/100 nur Gutes (menfaat) gebracht. Daher kann man durchaus verstehen, dass eine solche Übereinstimmung (tevafuk) bestimmt kein Zufall (tesadüf) war. So verweist dieser Segen (rahmet) also auf die Risale-i Nur, die auch ein Segen (rahmet) für Isparta ist. Dank sei Gott (Lillahilhamd)! Dank (neticesi) einer solchen Gnade Gottes (kerem-i İlahî) sagt unser Meister: "Isparta ließ mich Barla vergessen (unutturdu). Es gibt etwas, das ich nicht vergessen kann, und das sind - wie dies überall der Fall ist - meine aufrichtigen Gefährten und Schüler (dost ve talebe) in Barla."
Seine Schüler (Talebe) Mustafa und Lütfü, sowie seine Diener (Hizmetkârı) Rüşdü, Hüsrev, Bekir Bey und Re'fet
Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Süleyman Efendi, Mustafa Çavuş und Bekir Bey und verweist auf zwei machtvolle Zeugnisse (kuvvetli delil), welche das Ereignis bestätigen (dava isbat), das die Mitbrüder (kardeş) in Isparta in ihrem Bericht (fıkra) beschreiben.
Wir sind auch gleich den Mitbrüdern (kardeşler), wie Re'fet Bey und Hüsrev, zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass der umfangreiche Regen (umumî yagmur), der auf eine so außergewöhnliche Weise (hârika bir surette) herabgekommen ist, insbesondere auf den Segen (bereket) der Risale-i Nur zurückzuführen ist. Denn wir haben mit eigenen Augen in zwei Fällen (suret) selbst erlebt, dass dieser Regen ein Ereignis (hâdise) war, das in ganz besonderer Weise (şekil) mit dem Dienst am Qur'ans und der Risale-i Nur in Verbindung steht.
Fall Nr. eins (birinci Suret): Die Mosche (câmi) in Barla, in der unser Meister (üstad), der die Quelle aller Verbreitung (vasıta-i neşri) der Risale-i Nur ist, immer betete, wurde gesperrt (seddedildi). Als den Schülern in der Umgegend (hariçteki talebe) verboten wurde, die Risale-i Nur abzuschreiben und ihn zu besuchen (yanına gelmeler), begann diese Dürre (kuraklık). Und nun war Regen ein dringendes Bedürfnis (ihtiyac-ı şedid) geworden. Und sodann begann es zu regnen und es regnete (yagdı) überall. Lediglich in einem gewissen Umkreis (mıntıka) von Barla bis hin zu der Gegend rund um Karaca Ahmed Sultan gab es keinen Regen. Unser Meister (Üstad) war darüber sehr betrübt (müteessir). Er betete (dua) deshalb und sagte dann: "Hier wurde der Dienst am Qur'an verhindert (sed çekildi). Unser Gebetsraum (mescid) in diesem Dorf wurde gesperrt (kapandı). So ist es denn ein Zeichen göttlichen Tadels (eser-i itab), dass hier kein Regen kommt. Wenn dem aber so ist und darin ein Tadel (itab) des Qur'ans liegt, müssen wir die Sure Yâsin zu unserem Fürsprecher (şefaatçı) machen und um die Fülle und den Segen (feyz ve bereket) des Qur'ans beten." Unser Meister (Üstad) sagte also zu Muhacir Hâfız Ahmed Efendi: "Rezitiere 41 Mal die heilige (Şerif) Sure Yâsin." Also reziterte sie Muhacir Hâfız Ahmed Efendi zu einem Schilfrohr (bir kamışa okudu) und stellte sodann dieses Schilfrohr in ein Glas Wasser. Noch aber war gar kein Anzeichen (alâmet) von einem Regen zu erkennen. Während der Zeit des Nachmittaggebetes (ikindi namaz) sagte unser Meister (üstad) jedoch zu Muhacir Hâfız Ahmed Efendi aufgrund einer inneren Wahrnehmung, auf die er sich stets verlassen konnte (itimad ettigi bir hatıra): "Die Suren (Yâsinler) haben den Talisman geöffnet (tılsımı açtı). Der Regen wird nun kommen."
Noch in derselben Nacht hat es im Umkreis (daire) von Barla, wo es bis dahin noch nicht geregnet (yagdı) hatte, so sehr geregnet, dass die Mauer (duvar) von Çoban Ahmeds Garten (bahçe), die unter dem Wohnraum unseres Meisters (üstad) lag, von diesem Regen weggespült (yıkıldı) wurde. Şem'î und seine Gefährten (arkadaş), die am Ufer des Sees (deniz kenarı) jenseits von Karaca Ahmed Sultan mit dem Fischfang (balık avlamak) beschäftigt waren, haben jedoch von diesem Regen keinen einzigen Tropfen (damla yagmur) gesehen.
Dieser Vorfall (hâdis) zeigt also zweifelsohne (delalet), dass dieser Regen mit dem Dienst (Hizmet) am Qur'an eng verbunden (münasebet) war. Innerhalb dieses so umfangreichen Segens (rahmet-i âmme) liegt daher eine Besonderheit (hususiyet), sodass die Sure Yâsin zu einem Schlüssel und Fürsprecher (anahtar ve şefaatçı) wurde, weshalb es nur in diesem erforderlichen Umfang (kâfi mikdar) geregnet hat.
Fall Nr. zwei (ikinci Suret): Während dieser Dürre (kuraklık) regnete es in Barla zwanzig, dreißig tagelang überhaupt nicht. Als der Brunnen (Çeşme) am Yokuşbaşı noch im Bau war, hatten unser Meister (üstad) und wir, nämlich Süleyman, Mustafa Çavuş, Ahmed Çavuş, Abbas Mehmed und noch andere unserer Mitbrüder (kardeş) in der Nähe seiner Quelle (menba) {Diese Quelle diente den üblichen Waschungen, während der Brunnen noch im Bau war. (A.d.Ü.)} gemeinsam das Gebet (namaz) verrichtet. Nach der daran anschließenden Rezitation (tesbihat) erhoben wir unsere Hände zu einem weiteren Gebet (dua) und unser Meister (üstad) verrichtete noch ein freies Gebet um den Regen (yagmur duası), wobei er den Qur'an zu seinem Fürsprecher (şefaatçı) machte. Auf einmal fielen bei strahlendem Sonnenschein (güneş) sieben, acht Regentropfen (damla yagmur) in die Hände eines jeden von uns. Dann ließen wir unsere Hände wieder sinken und der Regen (yagmur) hörte auf. Wir alle aber waren über diesen Vorfall (hâl) erstaunt (hayret). Es hatte bis zu diesem Augenblick seit zwanzig, dreißig Tagen nicht mehr geregnet. Nur während dieses Gebetes (dua) um den Regen fielen in jede Hand der da Betenden sieben, acht Tropfen, was zeigt, dass ein Geheimnis (sır) darin liegt. Unser Meister (Üstadımız) aber sagte: "Das ist ein Zeichen Gottes (işaret-i İlahiye). Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) sagt uns auf diese Weise (manen): Ich nehme das Gebet an (duayı kabul). Aber jetzt gibt es noch keinen Regen." Das also heißt, dass die Sure Yâsin später erst noch Fürsprache (şefaat) halten wird. In der Tat ist es dann auch so geschehen.
Kurzum: Wir bestätigen (tasdik) anhand dieser beiden machtvollen Zeugnisse (kuvvetli delil) eine Besonderheit (hususiyet), die unsere Mitbrüder (kardeş) in Isparta in diesem so allumfassenden Erbarmen (umumî rahmet) als einen Segen (bereket) der Risale-i Nur erfahren haben (dava).
Şem'î, Mustafa Çavuş, Bekir Bey, Muhacir Hâfız Ahmed, Süleyman aus Barla
Die Gläubigen (ehl-i iman), besonders die Schüler (şakird) der Risale-i Nur von heute, die Gottes gedenken (zâkir) und an einen einzigen Gott glauben (muvahhid), haben eine solche Straße und einen Weg (cadde ve minhaca) gefunden, dass diese Straße sehr gerade (müstakim), sehr lichtvoll (nurlu) und sehr angenehm (sevimli) ist. Auf den beiden Seiten dieser Straße stehen Läden, welche Diamanten und Perlen (elmas, inci) verkaufen. Es steht fest (sabit), dass vor allem die Risale-i Nur, welche aus den eindeutigen (nass) Erklärungen des Qur'ans erwächst, die Kunde (beyyinat) der Ayat des ehrwürdigen (Kerim) Qur'ans, der Weisen Unterscheidung (Furkan-ı Hakîm) wiederspiegelt und mit all ihren 120 Abhandlungen in jeder von ihnen ein großer Lehrmeister (mürşid-i a'zam), ein vollkommener Lehrmeister (mürşid-i ekmel), eine feste Burg (kal'a-i hasin) und ein diamantenes Schwert (elmas kılınç) ist. Da dies aber nun einmal so ist, oh Lütfü, halte die Risale-i Nur fest (sıkı yapış), damit du einen vollkommenen Lehrmeister (mürşid-i ekmel) finden kannst. Auf deine Zunge (lisan) bringe die Formel für die Einheit (tevhid), damit du in diese feste Burg (muhkem kale) eintreten kannst. Sei ein Diener (hâdim) des Qur'ans, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist und der das Wort (kelâm) des vollkommenen Segenspenders (Feyyaz-ı Mutlak) ist, damit du dieses diamantene Schwert (elmas kılınc) in deiner Hand halten kannst.
Geh vorwärts (atla), indem du mit diesem Schwert {gemeint sind die Abhandlungen (A.d.Ü.)} ohne Angst (kılınçla, hiç havfsız) die Häupter der Gottesleugner (dinsizler) schlägst, die ihre Häupter im Rausch (sarhoşluk) in den Sumpf (bataklık) stecken. Anschließend must auch du den sicheren Beweisen (kat'î delil) wie
{"Halte nun geraden Kurs, wie dir befohlen ist." - Sure 11,112 -}
folgend ein wenig den geraden Kurs (hatt-ı müstakim) halten, der die glänzende (Garra) mohammedanische Şeriat ist und der von unserem Propheten (Peygamberimiz Sallallahu Teâlâ Aleyhi Vesellem) und unserem Herrn (Efendi) von Generation zu Generation (müteselsilen) bis zu unserem Meister (üstad) Said Nursi, dem Verfasser (müellif) der ganzen Risale-i Nur weitergereicht wurde, sodass er nun frei damit umgehen kann, damit am Ende dein Haupt Rettung (başın felâh) erlangt.
Am letzten Freitag (Cuma günü) fühlte ich mich innerlich (ruh) ständig in Bedrängnis (sıkıntı devam), während ich noch dabei war, für meinen Meister (üstad) die Abhandlung über das Geheimnis (sırr) von "Bismillahirrahmanirrahîm" {im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen} abzuschreiben (istinsah). Doch leider setzten mich meine kranken Nerven (emraz-ı asabiye) pausenlos unter Druck (istilâ) und so musste ich schließlich (pek âni) die Abschrift dieser wichtigen Abhandlung (o mühim risale) unterbrechen. Als ich sie wieder fortsetzen wollte und bereits ein paar Zeilen abgeschrieben hatte, bemerkte ich, dass ich wieder eine Zeile (satır) übersprungen und dort, wo ich gerade geschrieben hatte, einen Kleks (mürekkep) gemacht hatte. Noch immer befand ich mich in diesem beängstigenden Zustand (sıkıntı hâl). Ich vollzog also ein paar mal die Waschungen (abdest), habe mir all meine Schlechtigkeiten eingestanden (seyyiatım itiraf), reinen Tisch gemacht (ortaya döktüm), um Vergebung (istigfar) gebetet und sodann damit begonnen, die heiligen Gebete (mübarek dua) - segenbringende Gebete für den Propheten (salavat-ı şerife) - zu rezitieren. Da wuchs in meinem Herzen (kalb) der Wunsch, bei meinem Meister (üstad) um seinen Segen zu bitten (himmet isteyeyim). Und so sagte ich denn zu meinem Meister (Üstad) wie auch er zu seinem Meister (üstad) gesagt hat und sagte zu ihm (ben de derim ve dedim)...
Dieser Zustand (hâl) und diese innere Unruhe (vaziyet) setzt sich immer noch (el'an) fort. Er hat mich sogar so weit getrieben, endlich Schluss zu machen (intihar derece). Und so fragte ich denn: "Hilfe, oh Herr (Aman ya Rabbi)! Was ist die Weisheit (hikmet), die darin liegt?" Und so habe ich denn die Abschrift dieser Abhandlung (risaleyi) auf den nächsten Tag verschoben (ta'lik).
Nach diesem Abend, d.h. in der Nacht zum Samstag (cumartesi gecesi) habe ich geträumt (âlem-i menam): Mein Meister (Üstad) war in der Moschee (Câmi) in Zergendere bei Atabey. Ich ging wohl zum Morgengebet (Sabah namazı) dahin. Dort traf ich zufällig einen Kommisar der Polizeidienststelle (karakol kumandanı). Der fragte mich: "Wohin gehst du?" Ich sagte: "Zur Moschee." Er folgte mir und ging auch in die Moschee. Ich sah, dass mein Meister im Bett (karyola) lag. Außer unserer bekannten Gemeinde (cemaat) waren in ihr noch fünf, sechs Gendarmen. Die Gemeinschaft rezitierte weiter die Formel
{"Es gibt keine Gottheit außer Gott. Er ist ein Einziger. Er hat keinen Partner... usw."}
Der Kommisar, der mit mir zusammen eingetreten war, sagte zu unserer Gemeinde: "Um Gottes willen (Aman), was macht ihr denn da?" Er bewies (isbat) seine Hündischkeit (itlik) und seine Arroganz (magruriyet) und spuckte aus. In gleichen Augenblick spuckte mein Meister (üstad) in das Gesicht dieses Atheisten (dinsiz) und sagte zu ihm: "Verschwinde hier, du Dreckskerl (pis)!", und verjagte (tard) ihn. Zugleich habe ich meine Hand in ein Loch (delik) auf meiner linken Seite gesteckt und fand dort ein Bajonet (kasatura). Ein Mann (adam), namens Hasan, der sich überhaupt nicht unserem Weg und Verhalten (meslek ve meşreb) gemäß verhielt und unserer Art in jeder Hinsicht (cihetle muhalif hareket) widerspricht, nahm dieses Bajonet, zeigte mit dessen Spitze (ucu) auf diesen Atheisten und sagte zu ihm: "Ach mein Herr (aman efendim), oh mein Lehrer (aman hocam), befehlt (emir) ihr nur! Ich möchte das Werkzeug zur Auslöschung (imhasına sebeb) dieses Atheisten sein." Und dabei schlug er einmal auf seine reche Schulter und einmal auf seine linke Schulter und ging wieder weg. Alle Atheisten, die dies gesehen hatten, gerieten in Panik (tevehhüm) und und riefen: "Wir haben uns eine Plage auf den Hals geladen (bela bulduk). Niemand von uns geht nun mehr zu diesem Lehrer (hoca). Es gibt jetzt nur noch einen gewissen Edhem Çavuş. {(Anmerkung): Es ist bemerkenswert (cây-ı hayrettir), dass Edhem Çavuş, der sich in dieser Nacht in Keçiborlu aufhielt, (dem Meister) - besorgt (müteessir) wegen dieses Vorfalls (hâdise) - vor allen anderen zu Hilfe (imdad) kam.} Ihn wollen wir zu ihm senden, damit er für uns bittet und fleht (yalvarsın, yakarsın). Ach (aman) wir haben doch all dieses bereits aufgegeben (hepsinden vazgeçtik).
Früh am Morgen (sabah) habe ich dann diesen merkwürdigenTraum (garip rü'ya) meinen Mitbrüdern (agabey) Zühdü Efendi und Hâfız Ahmed erzählt. An diesem Tag wollte Hâfız Ahmed sogar meinen Meister besuchen (üstadımı ziyaret) und dabei zwei Krüge Wasser (iki bardak su) mit nach Isparta bringen. Meine Wenigkeit (fakir) hat sich darauf gefreut (memnun), dass er ihn besucht und ich habe ihn darum gebeten, ihm den Traum (rü'ya) zu erzählen, den ich in dieser Nacht gerträumt (gece gördüm) hatte. Und so erzählte er ihn ihm. Ich war jedoch von der so bitteren Nachricht (acıklı haber) sehr betrübt. {Der Meister war in der selben Nacht zur Stadtverwaltung gebracht und dort verhört worden. (A.d.Ü.)} Dann aber verstand ich, dass diese innere Unruhe (sıkıntı) in meiner Seele (ruh) daraus entstanden war.
{(Anmerkung): Es ist eine seltsame, wenn auch anmutige Übereinstimmung (latif tevafuk), dass Sıddık Süleyman, der acht Jahre in vollkommener Treue (kemal-i sadakat) und ohne mich zu verärgern meinen Dienst (hizmet) erledigt hatte, den so bedrückenden (gayet sıkıntı) Vorfall, der mir in der Nacht zum Samstag (cumartesi) in Isparta zugestoßen war, während derselben Zeit (aynı zaman) genauso wie ich die gleiche Unruhe (aynı sıkıntı) verspührte. Da er den Grund (sebeb) nicht kannte, kam er noch vor Sonntag (pazar) nach Isparta. Er hat den geistigen Grund (manevî sebeb) seiner Unruhe erkannt, denn es ist ja bekannt (malûm), was für ein reines Herz (selim bir kalb) Süleyman hat. Außerdem träumte noch in der selben Nacht auch Küçük Lütfi, der unter meinen nächsten Schülern (has talebe) durch die Feinheit seines Herzens (letafet-i kalbi) ausgezeichnet (mümtaz) ist, den im obigen Text (fıkra) angeführten Traum (mezkûr rü'ya), erlebte so eine innere Unruhe (sıkıntı), nahm somit an meiner eigenen Unruhe (sıkıntı) teil und nimmt durch ein wenig Auslegung (tabir) auch genau denselben Zustand (vaziyetimi müşahede) wahr.
Zusammenfassung: Das reine Herz (selim kalb) Süleymans und die feine Seele (latif ruh) Lütfis möchten also mir zu Hilfe (imdad) eilen, d.h. dass die Seelen der Schüler (şakirdlerinin ruhları) der Risale-i Nur untereinander verbunden (birbiriyle alâkadar) sind. Ihre Leiber sind zwar verschieden (cesedleri müteaddid), ihre Seelen aber sind eins (ruhları müttehid). هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبّ۪ى {Dies ist von der Gnade meines Herrn.
Ein Bruder (kardeşim), der Süleyman Rüşdü heißt, sagte am Morgen (sabah) vor dem Vorfall (hâdise) der kommenden Nacht (gece) zu mir und Bekir Bey: "Ich hatte in dieser Nacht einen Traum (rü'ya) und in diesem Traum habe ich euch, meinen Meister (üstad), auf dem Stuhl (makam) des Gouverneurs als Gouverneur (vali olarak) sitzen sehen und um euch herum standen eure Regierungsbeamten (hükûmet adamlari). In eurer Hand hieltet ihr einen Zettel (küçük bir kâgida), auf dem ihr euch Notizen gemacht habt. Denn ihr solltet eine Ansprache (nutuk) halten. Anschließend habe ich gesehen, dass ihr, mein Meister (Üstad) mit Bekir Bey und Hüsrev in eine Kutsche (fayton) eingestiegen und von dem Regierungsgebäude (hükûmet) wieder nach Hause (eve) gefahren seid." Am Abend (akşam) des nächsten Tages fand im Regierungsgebäude (hükûmet dairesi) genau derselbe Vorfall (ayni hal) statt. Und in der Kutsche saßen genau dieselben Männer (ayni adam) und kehrten unversehrt (selâmet) wieder nach Hause zurück. Da die Worte, die während des Verhörs gesagt wurden (Isticvab makamı), ganz genau richtig (tam yerinde) waren, erschienen sie ihm in der Form seiner Ansprache (nutuk). Außerdem träumte Hâfiz Ali noch in der selben Nacht von einem Angriff, einem Attentat (hücum ve sû'-i kasd), das gegen ihn verübt wurde. Also hat er am nächsten Morgen den Schirm (siperlik) wieder an seiner Mütze (kasket) angenäht, um sich so vor einem möglichen Angriff (hücum) zu schützen.
Kurzum: Die geistige Körperschaft (şahs-ı manevî) der Schüler (şakird) der Risale-i Nur zeigt wunderbarer Weise (kerametkârane) eine solche Sensibilität (hassasiyet), dass Hâfiz Ali mit seiner erhabenen Treue (ulvî sadakat), der erste Süleyman mit seinem reinen Herzen (selim kalbiyle), der zweite Süleyman mit seinem geradlinigen Denken (müstakim akl) und Küçük Lütfi mit seinem lichtvollen Gespür (latif nur) ihrem Meister (üstad) geistig (manen) zu Hilfe geeilt (imdad) sind und mit ihrer Anteilnahme (iştirak) seine Bedrängnis (sıkıntı) zu erleichtern (tahfif) versucht haben.
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