Das Siegel der Bestätigung aus dem Verborgenen
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Einige prachtvolle Abschnitte (parlak fıkra) und schöne Briefe (güzel mektub) aus der Risale-i Nur

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَ اِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ اَلسّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes (Allah) Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Eine wichtige Frage (mes'ele-i mühimme), die mir in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) eingegeben wurde (ihtar).

Erstens: In der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir), ist mir eine Wahrheit lang und breit ins Herz gedrungen, die ich hier ganz kurz ausdeuten möchte. Es ist dies wie folgt:

Aufgrund der furchtbaren Ungerechtigkeiten und der furchtbaren Unterdrückung der Menschheit in diesem letzten Weltkrieg und seiner gnadenlosen Zerstörungen und der vielen hundert Unschuldigen, die wegen eines einzigen feindlichen Soldaten zu Grunde gerichtet wurden, und der schrecklichen Verzweiflung der Besiegten und der schrecklichen Panik der Sieger, weil sie ihren Herrschaftsbereich nicht verteidigen können, und ihrer schrecklichen Gewissensqualen, weil sie den großen Schaden nicht wieder gutmachen können, und der allgemeinen Einsicht in die totale und absolute Nichtigkeit und Vergänglichkeit des irdischen Lebens und in die Trug- und Traumbilder der Zivilisation, und der allgemein verbreiteten schrecklichen Verwüstungen in den großartigen Anlagen und im Kern humanistischer Gesinnung auf dem Grunde menschlichen Wesens, und der Vernichtung von Gottvergessenheit, Irrglaube und tauber, unfruchtbarer Naturphilosophie mit dem diamantenen Schwerte des Qur'an, und der Erkenntnis des so hässlichen und so erbärmlichen wahren Gesichts der allgemein über die Erde verbreiteten Politik, deren trügerischer Schleier aus Gottvergessenheit und Irrtum alles überdeckt und erstickt, besteht sicher und gewiss kein Zweifel daran, dass die Menschheit, wie wir das im Norden, im Westen und in Amerika bereits in Spuren erkennen können, weil das irdische Leben, das ihre weltliche Geliebte ist, so abstoßend und vergänglich ist, auf ihrer Suche nach ihrem in Wahrheit geliebten Menschenwesen das ewige Leben mit ganzer Kraft suchen wird, und es besteht sicherlich auch kein Zweifel daran, dass es der Qur'an, ein Wunder der Verkündigung, der seit 1360 Jahren mit seinen 350 Millionen Schülern in jedem Jahrhundert und Millionen Kennern der Wahrheit, die alle seine Verordnungen und Lehren mit ihrer Unterschrift bestätigen, der in den Herzen von Millionen seiner Rezitatoren wohnt, mit deren Zungen er in jeder Minute die Menschen unterrichtet, der in einer Weise, die keinem anderen Buche vergleichbar ist, der Menschheit die frohe Botschaft vom ewigen Leben und der ewigen Glückseligkeit verkündet, der die Wunden der ganzen Menschheit heilt, dass es dieser Qur'an ist, den, weil er mit tausenden von Ayat mächtig und kraftvoll immer wieder, ja sogar zehntausend Mal ausdrücklich oder hinweisend einlädt und berichtet und mit unerschütterlich sicheren Beweisen, mit zahllosen, unbezweifelbaren Zeugnissen die frohe Gewissheit vom ewigen Leben ausruft und die Lehre von der ewigen Glückseligkeit bringt, die Menschheit sicherlich, falls sie nicht ganz und gar den Verstand verloren hat, oder der Untergang der materiellen oder geistigen Welt über sie hereingebrochen ist, wie die berühmten Schriftsteller, die sich darum bemühen, dass in Schweden, Norwegen, Finnland und England der Qur'an angenommen werden möge, und wie die bedeutende Gruppe in Amerika, die den wahren Glauben sucht, ja große Länder und ganze Staatenbünde diesen Qur'an, dieses Wunder der Verkündigung, suchen, und nachdem sie seine Wahrheit verstanden hat, mit ganzem Herzen und ganzer Seele annehmen wird.

Denn vom Standpunkt der Wahrheit aus betrachtet, hat der Qur'an mit Sicherheit nicht Seinesgleichen und nichts kann den Platz dieses so großen Wunders einnehmen.

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Zweitens: Die Risale-i Nur hat in der Hand des großen Wunders (d.h. des Qur'an) nicht nur als ein diamantenes Schwert gute Dienste erwiesen und ihre verstockten Feinde zur Aufgabe gezwungen, sondern vermag zudem auch das Herz, den Geist und auch die Gefühle vollständig zu erleuchten, ihnen Heilmittel zu bereiten und auf diese Weise die Schätze des Qur'an bekannt zu machen. Die Risale-i Nur kennt außer ihm kein Quellen- oder Nachschlagewerk, widerspiegelt vielmehr seine Bedeutung vollkommen, hat alle Gegenpropaganda überstanden und die so starrsinnigen Atheisten vollständig besiegt. Sie hat die so feste und starke Burg der Naturphilosophen mit ihrer "Natur Risale" in Stücke geschlagen und die sich bis in weite Fernen ausdehnende Finsternis einer völlig undurchdringlichen, erstickenden Gottvergessenheit vertrieben, die sich so weit ausdehnenden Schleier der Naturwissenschaften mit der sechsten Problemstellung der "Frucht Risale" und mit dem ersten, zweiten, dritten und achten Zeugnis in dem Band "Stab Mosis" auf eine wirklich glänzende Weise zerrissen und das Licht der Einheit Gottes aufscheinen lassen. So sind denn jetzt, nachem die Erlaubnis, für den Religionsunterricht Privatschulen (dershane) zu eröffnen, offiziell erteilt worden ist, diese sicherlich für uns notwendig und noch notwendiger für das Volk, und ist es jetzt, nachdem diese Erlaubnis erteilt worden ist, notwendig, dass alle Schüler der Risale-i Nur, soweit dies möglich ist, dafür überall solche winzig kleinen Schulen (dershane-i Nurîye) eröffnen. Natürlich kann dabei ein jeder auch für sich selbst seinen Nutzen daraus ziehen, doch kann nicht jeder jedes Thema voll und ganz begreifen. Weil aber (die Risale-i Nur) eine Erklärung der Glaubenswahrheiten (hakikat) ist, ist sie zugleich sowohl Religionswissenschaft (ilim) {(Anmerkung): Falls sie einer kennt und daher nicht zu studieren (taallüm) braucht, braucht er dennoch den Dienst und die Anbetung Gottes (ibadet), ersehnt die Erkenntnis Gottes (marifet), verlangt nach Seiner Gegenwart (huzur). Darum ist sie für jeden ein zielgerichteter Unterricht (lüzumlu bir ders).} als auch Gotterkenntnis (marifetullah) und Gottesdienst (ibadet).

Statt der fünf oder zehn Jahre an einer alten Medresse wird man heute mit Gottes Hilfe (Inşâallah) das gleiche Ergebnis an einer Medresse der Risale-i Nur schon in fünf oder zehn Wochen erreichen. Und so wird das schon seit zwanzig Jahren gemacht. Da die (göttlichen) Funken des Qur'an sowohl für die Regierung, das Volk, das Land, das irdische Leben (hayat-i dünyevîye), die Politik und das Jenseits (uhreviye) von sehr großem Nutzen sind, ist es dringend notwendig, die Risale-i Nur als seinen Verkünder nicht zu belästigen, sondern sich vielmehr alle Mühe zu geben, deren Verbreitung in jeder Hinsicht zu fördern, damit sie zur Buße für alle vergangenen entsetzlichen Sünden und als ein Schutzwall gegen alle künftigen schrecklichen Plagen und gegen die Anarchie dienen kann.

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Drittens: In diesem heiligen (Şerif) Monat Ramadan hatte ich den dringenden Wunsch, den Qur'an in Freude und Begeisterung (zevk ve şevk) zu lesen. Stattdessen geriet ich jedoch infolge der Auswirkungen einer schmerzhaften Erkrankung, körperlicher und geistiger Anstrengungen (sıkıntılar), Erschöpfung (yorgunluk) und verschiedener Arbeiten (meşgaleler), die ich noch zu erledigen hatte, geradezu in helle Aufregung (telaş). Wenn ich jedoch dann diese wunderhaften Abschnitte (mu'cizatlı cüzler) aus dem Qur'an, die Hüsrev mit seinem schönen Stift (şirin kalemi) geschrieben hatte, und danach diesen glanzvollen, wunderhaften (keramet) Großen Auszug (Hizb-ül Ekber) aus dem Qur'an, der Hâfiz Ali und Tahirî so viel Segen (sevab) erwerben lässt, nacheinander zu lesen begann, bekam ich eine solche Freude und Begeisterung (zevk ve şevk), dass sie meine ganze Erschöpfung in nichts zergehen ließen. Während ich, ohne für irgendeine Einflüsterung (vesvese) Platz zu lassen, auf überaus glanzvolle Weise einem qur'anischen Unterricht (ders) von ihnen folgte, wünschte ich mir von ganzem Herzen (canım) und tiefster Seele (ruh), beabsichtigte (kasd), wenn es möglich sein sollte, ja entschloss (azmettim) mich sogar, genauso wie diesen Großen Auszug (Hizb-ül Ekber) aus dem Qur'an im Offset-Druck nun - wolle es Gott (inshallah) - auch unseren wunderhaften Qur'an herauszugeben.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der bleibt und besteht."}

Euer Bruder
Said Nursî
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَ اِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِه
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes (Allah) Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Meine lieben Mitbrüder!

Erstens: Die außerordentlich engagierten Schüler (has şakirdler) des Lichtes (Nur) bestehen, aufgrund des Inhaltes (müştemilâtıyla) des Siegels aus dem Verborgenen (Sikke-i Gaybiye), auf (dava edip) einem sehr wichtigen Sachverhalt (ehemmiyetli bir hakikat), wobei Osman-ı Hâlidî, einer von den berühmten Heiligen (evliya-yı meşhure), der ein Mal in vierzig Tagen etwas Brot aß und danach vierzig Tage lang nichts mehr aß, eindeutig berichtet (sarih ihbarı) und seinen Söhnen (evlâdlar) gegenüber seinen letzten Wunsch (vasiyet) ausgesprochen hatte, und Topal Şükrü, einer von den berühmten Leuten des Herzens (meşhur ehl-i kalb) und der Gelehrten (âlim) in Isparta offensichtlich voraus (zahir haber) sagte, schenken aber in zwei Verwechslungen (iltibas) meiner Wenigkeit, ihrem unbedeutenden Mitbruder (ehemmiyetsiz kardeş) Said tausendfach mehr Beachtung (hisse vermiş) als das, was ihm zusteht. Obwohl ich seit zehn Jahren versuche, ihre Überzeugungen zu mäßigen (kanaat ta'dil), beharren diese tapferen Mitbrüder (bahadır kardeş) auf ihrer Überzeugung. Sie haben zwar einen wahren Sachverhalt (hak bir hakikat) erkannt, der jedoch, wie die Geschichte (macera) der beiden Hirten, die Männer des Herzens (ehl-i kalb çoban) waren, im achtzehnten Brief (Onsekizinci Mektub) in der Tat einer Ausdeutung bedarf (tabire muhtaç). Dieser Sachverhalt ist nun folgender (O hakikat da şudur):

Die Person (zât), auf die die Gemeinde (Ümmet) wartet und die in der Endzeit (âhirzaman) kommen wird, hat drei Aufgaben (üç vazife). Deren wichtigste, größte und wertvollste ist die Verbreitung (neşr) des wahrhaftigen Glaubens (iman-ı tahkikî) und die Bewahrung (kurtarmak) der Leute des Glaubens (ehl-i iman) vor einem Irrweg (dalalet). Sie haben diese wichtigste Aufgabe (ehemmiyetli vazife), so wie sie sein soll (bitamamiha), vollständig in der Risale-i Nur erkannt. Persönlichkeiten (zâtlar) wie İmam-ı Ali, Gavs-ı A'zam und Osman-ı Hâlidî haben aus diesem Grund (bu nokta) die Bedeutung jener Person (zâtın makamını), die kommen wird, in der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur in ihrer Vision (keşfen) gesehen, so wie sie auf sie hingewiesen (işaret) haben. Gelegentlich haben sie jene geistige Körperschaft (şahs-ı manevî) einem ihrer Diener (hâdim) zugeschrieben und schenkten diesem Diener ihre besondere Beachtung (mültefitane). Aufgrund all dieser Gegebenheiten (hakikat) versteht man nun, dass jene gesegnete Person (o mübarek zât), die später einmal kommen wird, die Risale-i Nur als ihr Programm verbreiten und in die Tat (neşr ve tatbik) umsetzen wird.

Die zweite Aufgabe (ikinci vazife) dieser Person (zât) ist das islamische Gesetz (Şeriat) durchzuführen und in die Tat (icra ve tatbik) umzusetzen. Die erste Aufgabe (birinci vazife) braucht keine materielle Kraft (maddî kuvvet), sondern kann durch eine feste Überzeugung (kuvvetli itikad), Wahrhaftigkeit (ihlas) und Treue (sadakat) erfüllt werden, wohin gegen für diese zweite Aufgabe (ikinci vazife) eine überaus große materielle Kraft (maddî bir kuvvet) und Herrschaft notwendig (hâkimiyet lâzım) ist, damit diese zweite Aufgabe erfüllt (vazife tatbik) werden kann.

Die dritte Aufgabe (üçüncü vazife) dieser Person ist, das islamische Kalifat (Hilafet-i İslâmiye) auf der Einheit (İttihad) des Islam aufzubauen (bina), sich mit den christlichen Geistlichen (İsevî ruhanîler) zu verbünden (ittifak) und so der Religion (din) des Islam zu dienen (hizmet). Diese Aufgabe (vazife) setzt eine machtvolle Herrschaft (saltanat), viel Kraft (kuvvet) und Millionen Opferwillige (fedakâr) voraus, um erfüllt (tatbik) zu werden.

Die erste Aufgabe (birinci vazife) ist drei-, vierfach wertvoller (kıymetdar) als die beiden obigen Aufgaben (iki vazife). Da diese zweite und dritte Aufgabe besonders glänzend (çok geniş), in einem großen, umfangreichen Bereich (daire) und auf eine prunkvolle Weise (şaşaalı bir tarzda) gelöst werden soll, erscheint dies jedoch in den Augen der Allgemeinheit und der einfachen Leute (umumun ve avamın) als noch wichtiger (ehemmiyetli).

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Von solchen, aufrichtigen Schülern (has Nurcular) und solchen Mitbrüdern (kardeş), deren ein Teil Gottes Freunde (evliya) sind, ihre Vorstellung (fikir), welche der Ausdeutung und Auslegung (tabir ve tevil) bedarf, darzustellen (ortaya atmak), wird die Weltleute (ehl-i dünya) und die Politiker (ehl-i siyaset) in Aufregung versetzen (telaşa) und hat sie bereits aufgeregt und verursacht nun ihre Angriffe (hücum). Denn sie können die Wahrheit und den Wert (hakikat ve kıymet) der ersten Aufgabe nicht erkennen. Sie denken nur noch an die Aspekte in der Öffentlichkeit (öteki cihetler).

Die zweite Verwechselung (iltibas) meiner Mitbrüder: Eine Persönlichkeit (şahsiyet), die sterblich (fâni) ist und in Misskredit gebracht werden kann, schreiben sie (veriyor) ihrem schwachen Mitbruder (âciz kardeş) zu, der die geistige Körperschaft (şahs-ı manevî) der Schüler des Lichtes (Nur şakirdleri) repräsentiert, die in einiger Hinsicht (bazı cihet) in jener ersten Aufgabe (vazife) als Bannerträger (pişdarlık) dienen. Diese beiden Verwechslungen (iltibas) schaden gleichermaßen in gewisser Hinsicht (cihet) der wahrhaftigen Aufrichtigkeit (hakikî ihlas) im Dienste der Risale-i Nur, sodass er in der Tat nicht als Werkzeug (âlet) für irgendetwas (hiçbir şey), ja noch nicht einmal für geistige und jenseitige Stufen (manevî ve uhrevî makamat) eingesetzt werden darf. Außerdem können sie die Politiker (ehl-i siyaset) dazu bringen, argwöhnisch (evham) zu werden und so der Weiterverbreitung (neşri) der Risale-i Nur schaden (zarar). Da die heutige Zeit (zaman) eine Zeit der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) ist, dürfen solche großen und ewig bleibenden Wahrheiten (bâki hakikat) nicht Persönlichkeiten (şahsiyet) zugeschrieben (bina) werden, die vergänglich und schwach (fâni ve âciz) sind und enttäuschen könnten (sukut)!

Zusammenfassung: Es wäre falsch (yanlış), dieser verheißenen Person (gelecek zât) einen Namen zu geben, weil sie dadurch ihre drei Aufgaben (üç vazife) insgesamt in Erinnerung (hatıra) bringt. Außerdem wird dadurch die Wahrhaftigkeit (ihlas) beeinträchtigt, die überhaupt nicht im Dienste des Lichtes (Nur'daki) für irgendetwas als Werkzeug (âlet) dienen darf. In den Augen des einfachen gläubigen Volkes (avam-ı mü'min) wird die Wirksamkeit (kuvvet) der Wahrheiten (hakikatlar) gewissermaßen verringert (noksan). Auch die Gewissheit aufgrund eines Zeugnisses (yakîniyet-i bürhaniye) verwandelt sich (inkılab) in die gesicherte Annahme (zann-ı galib) der Überzeugung der angesehenen Personen (kazaya-yı makbule). Die vollständige Überwältigung (tam galebe) der verbohrten Irrgläubigen (muannid dalalet) und hartnäckigen Gottesleugner (mütemerrid zındıka) wird nun von den ratlosen Gläubigen (ehl-i iman) nicht mehr länger erwartet (görünmemeye başlar). Die Politiker (ehl-i siyaset) beginnen nun argwöhnisch (evhama) zu werden und ein Teil der Gelehrten widerspricht jetzt (hoca itiraza). Darum diesen Namen den Lichtern (Nurlara) zuzuschreiben, erscheint daher als nicht angebracht (münasib). Statt dessen könnte man sie als Erneuerer des Islam (müceddid) oder als einen Bannerträger (pişdar) dieser verheißenen Person bezeichnen.

Tausende Grüße an all unsere Mitbrüder (kardeşlerimize binler selâm).

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht.}

Euer Mitbruder Said Nursî
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَ اِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَائِمًا ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes (Allah) Erbarmen und Sein Segen immer und ewig."}

Meine lieben, getreuen, unbeirrbaren, ausdauernden, opferwilligen Brüder!

Ihr wisst ja, dass die Sachverständigen (ehl-i vukufu) in Ankara (all die vielen) Wunder (keramet) und Zeichen aus dem Verborgenen (işaret-i ghaybiye) rund um die Risale-i Nur' nicht leugnen konnten. Sie vermuteten lediglich fälschlicher Weise, dass ich selbst daran meinen Anteil gehabt hätte und sagten daher: "Man sollte über diese Dinge nicht in einem Buch schreiben und derartige Wunder nicht auch noch publizieren." Ich habe damals in meiner Verteidigungsrede auf diese milde Kritik folgendermaßen entgegnet:

Sie sind keineswegs mein (Werk); auch würde ich auf diese Wunder (keramet) niemals einen Anspruch erheben. Sie sind vielmehr ein Destilat und Funken der Wunder (mudschise) des Qur'ans, welche durch die Risale-i Nur als deren wahrheitsgemäße Auslegung (tefsir) in ihrem Sinngehalt Gestalt annehmen. Sie sind eine Art Gnadengeschenk (ikramat-ı İlahiye), um die geistigen Kräfte (kuvve-i maneviye) ihrer Schüler zu stärken. Was diese Gnadengaben (İkram) betrifft, so ist deren Bekanntgabe unser Dank und also erlaubt und akzeptabel. Und aus einem ganz besonderen Grunde will ich nun hier meine Antwort noch ein wenig erläutern. Denn man hat mich auch gefragt, warum ich denn (diese Dinge) veröffentliche, warum ich denn auf diesem Punkt so sehr beharre und warum ich denn in den letzten Monaten auf dieses Thema derart nachdrücklich eingegangen bin. Denn die meisten Briefe beschäftigen sich doch gerade mit diesen Wundern?

Hier nun meine Antwort: Obwohl doch in unserer Zeit die (Risale-i Nur) in ihrem Dienst am Glauben (iman) angesichts Tausender zerstörerischer (Kräfte) hundert Tausender (Leute) bedarf, die (die Dinge) wieder instand setzen, und auch ich selbst wenigstens einige Hundert Schreiber und noch andere Hilfskräfte nötig hätte, und obwohl es doch eigentlich notwendig wäre, dass das Volk und die Leute von der Regierung, statt uns aus dem Wege zu gehen und jede Berührung mit uns zu vermeiden, uns vielmehr bestätigen, uns helfen und uns Mut machen und Kontakt mit uns aufnehmen würden und die Gläubigen (ehl-i imana) doch eigentlich in ihrem Dienst am Glauben (iman) das Ewige Leben (hayat-ı bâkiye) in Betracht ziehen müssten (vadschib), anstatt sich mit diesem vergänglichen Leben (hayat-ı fâniye) zu beschäftigen und ihm dessen angenehme Seiten vorzuziehen, möchte ich mich selbst zum Beispiel nehmen und sage daher:

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Da meine Gegner mich in allen Dingen zu behindern suchen, Kontakte unterbinden und meine Helfer von mir fern halten und die innere Kraft meiner Freunde mit aller Macht brechen wollen, damit (ihr Interesse) an mir und an der (Risale-i Nur) erkalten solle, und weil man einem alten Mann wie mir, der zudem krank, schwach und hilflos in der Fremde lebt, wo niemand sich um ihn kümmert, Aufgaben, die sonst Tausend Mann zu verrichten hätten, aufgebürdet hat, und weil (ein solches Leben) unter dem Druck einer einsamen (Verbannung) ihn geradezu körperlich krank macht, weshalb er sich nun gezwungen sieht, jeglichem Umgang und Kontakt mit den Menschen aus dem Weg zu gehen, und weil er zudem auf diese Weise die Leute dermaßen wirkungsvoll zurückschrecken und ihre innerlichen Kräfte zerbrechen ließ, aus diesem Grunde und ganz außerhalb meines eigenen Willens begann ich nun allen Hindernissen entgegen, um den Schülern der Risale-i Nur einen inneren Halt zu geben und sie so zu stützen und zu stärken, ihnen die Gnadengaben Gottes (ikramat-ı İlahiye) zu erklären und so die inneren Kräfte rund um die Risale-i Nur zu mobilisieren, ihnen zu zeigen, dass die Risale-i Nur ganz von sich aus und alleine (ohne dazu die Hilfe von anderen zu benötigen) in der Lage ist, ebenso stark zu sein wie ein ganzes Heer und wurde so dazu veranlasst, darüber und dergleichen andere Dinge mehr zu schreiben. Mich (den Leuten) anzubieten, mich selbst zu rühmen, zu loben und zu preisen hieße andernfalls - um Gottes willen! - das Geheimnis der Aufrichtigkeit (ihlas), das eine wichtige Grundlage der Risale-i Nur ist, zu zerstören. Möge Gott es so wollen (İnşâallah), dass die Risale-i Nur sich aus sich selbst heraus verbreiten und sich selbst verteidigen wird, und so wie sie ihren wahren Wert gezeigt hat, so wird sie dann gleichsam auch uns verteidigen und uns zu einem Anlass werden, uns unsere Fehlleistungen zu verzeihen.

Mit Tausend Segenswünschen und Gebeten (selâm ve dua) an jeden meiner Brüder und Schwestern und besonders die Gruppe jener gesegneten, unschuldigen, deren Gebete erhört werden und aus der Gemeinschaft der ehrwürdigen Alten, wünschen wir allen in diesem Monat (Ramazan-ı Şerif) Glück und Segen und bitten euch um euer Gebet.

Euer kranker Bruder
Said Nursî
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Es ist dies der erste Abschnitt von acht Abschnitten, welche die Sichtweise Gottes (makbuliyet) über die Risale-i Nur unterstreichen (imza) und mit Hinweisen aus dem Verborgenen (gaybî işaret) darüber berichten.

Zu demselben Thema finden sich in dieser Abhandlung neunundzwanzig Hinweise. Etwa Tausend Hinweise, Zeichen, Merkmale und Anhaltspunkte beziehen sich zusammen mit anderen Abschnitten auf dasselbe Thema im Grade der Offensichtlichkeit auf die gleiche Sache. Hinsichtlich der Einheit des Themas (vahdet-i mes'ele) bestärken sich diese Merkmale und bestätigen sich gegenseitig. Drei dieser acht Abschnitte beziehen sich auf İmam-ı Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, der anhand von drei Wundern aus dem Verborgenen (keramet-i gaybiye) die Risale-i Nur vorausgesagt hat.

Diese acht Abschnitte haben die Sachverständigen (ehl-i vukuf) in Ankara sehr genau überprüft (tedkik), ohne irgendeinen Widerspruch (itiraz) zu erheben. Sie haben lediglich gesagt: "Ein Wundertäter (keramet sahibi) schreibt nicht über seine Wunder." Ich habe ihnen hingegen geantwortet: "Dies sind nicht meine eigenen Wunder. Es sind die Wunder der Risale-i Nur. Die Risale-i Nur ist jedoch Eigentum des Qur'an und sein Kommentar (tefsir)." Da schwiegen sie still; was also heißen soll, dass sie damit einverstanden (kabul) waren. Es wäre zwar angemessener (münasib) gewesen, solche Gnadenerweise (ikram) nicht weiter zu beschreiben, jedoch solch zahllos vielen und mächtigen (kuvvet) Feinden gegenüber war es absolut notwendig, uns in unserer Schwäche und Armseligkeit - gering an Zahl - geistige Kraft (kuvve-i maneviye) und Hilfe aus dem Verborgenen (ghaybî imdad) zu erbitten, um mutig, standhaft und unerschütterlich zu bleiben. Darum habe ich geschrieben. Sollte sich mein Ego (benlik) darüber stolz erheben und so meinen Fall zur Folge haben, wäre das nicht von Bedeutung. Für diesen Dienst, d.h. um die Gläubigen (ehl-i iman) vor einem tödlichen Irrtum (dalalet-i mutlaka) zu bewahren und dafür, wenn nötig, wie mein irdisches Leben (dünyevî hayat) so auch mein jenseitiges Leben (uhrevî hayat) zu opfern, wäre ich freudig (saadet) und im Glauben dazu bereit. Ja, ich würde selbst noch die Hölle (Cehennem) für mich annehmen (kabul), wenn dadurch Tausende Freunde und Brüder ins Paradies (Cennet) kommen könnten.

Said Nursî
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(Eine Ermahnung und Erinnerung (tenbih ve ihtar) an die Abhandlung (Risale) "Das Siegel aus dem Verborgenen" (Sikke-i Gaybiye) über die "Hinweise" (İşarat) aus dem Qur'an, die "drei Wundertaten von Imam Ali" (Keramet-i Aleviye) und die "Wundertaten (keramet) von Gausu-l' Azam")

Was diese äußerst privaten Abhandlungen (mahrem risaleler) betrifft, so hat ein engstirniger Fremder (muannid bir nâmahrem) eine von diesen Abhandlungen, auf welche Weise auch immer, in die Hand bekommen. Da er durch seine überaus oberflächliche und eigenwillige Betrachtungsweise (sathî ve inad nazarı) an ein, zwei Stellen einen unberechtigten Einwand (haksız bir itiraz) erhoben hat, hat er so einen ziemlichen Wirbel (hâdise) verursacht. Obwohl diese Abhandlung (mecmua) für besonders nahestehende Schüler (has talebe) der Risale-i Nur, ja eigentlich nur für die nächsten dieser besonders nahestehenden (ehass-ı havas) beschränkt sein sollte und ich sie eigentlich nur für die Veröffentlichung (intişar) nach meinem Ableben erlaubt (müsaade) hatte, kann sie nun wegen des oben erwähnten Vorfalls (hâdise) nur denjenigen Schülern (talebe), die einsichtig (ehl-i insaf) und mit der Risale-i Nur eng verbunden (alâkadar) sind und nur mit der Zustimmung (tensib) einiger der nächsten Schüler (şakird) gezeigt werden, was ja auch bei der Abfassung der Grundgedanke (fikr) war.

Zweiter Punkt: Diese Abhandlung - das "Siegel aus dem Verborgenen" (Sikke-i Gaybiye) - läuft vom Anfang bis zum Ende auf ein einziges Ziel (netice) hinaus. Sie beweist (isbat) anhand von ungefähr Tausend Hinweisen (emare), dass hier für die Bestätigung (makbuliyet) der Risale-i Nur eine verborgene Unterschrift (gaybî bir imza) gesetzt wird. Wenn auf eine einzige derartige Behauptung (dava) so viele, ja Tausende Hinweise (emare) und Anzeichen (îmalar) aus verschiedenen Hinsichten (cihetler) zutreffen, so beweist (isbat) dies nicht nur mit wissenschaftlicher Gewissheit (ilmelyakîn), sondern vielmehr mit augenscheinlicher Gewissheit (aynelyakîn), ja sogar im Grade einer wahrhaftigen Gewissheit (hakkalyakîn) diese Behauptung (dava).

Dritter Punkt: Für diejenigen, welche diese Abhandlung (risale) in- und auswendig studieren, ist es nicht notwendig, sich insbesondere mit den numerischen Berechnungen (cifrî hesabat) noch einmal zu beschäftigen. Es ist auch kein Fehler (zarar), wenn man einen Teil davon nicht versteht. Und es ist auch nicht notwendig (lâzım), das alles zu lesen. Nur sollte man auf Seite 224 am Ende des Kapitels (fıkra) über die Wunder (Keramet-i Gavsiye) mit dem Artikel von Şamlı Hâfız Tevfik beginnen und bis zum Ende des Buches weiterlesen, daran anschließend auch noch die Einleitung (mukaddeme) {(Anmerkung): Nachdem das erste und siebte Kapitel des Buches gelesen wurde} und schließlich die übrigen Teile nach Wunsch.

Said Nursî
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Dieser Brief stammt von Şamlı Hâfız Tevfik.
﴿ بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَ اِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44)}

Zunächst einmal möchte ich allgemein mitteilen (malûm), dass ich eine Abhandlung (risale) über die Übersetzung (tercüme) der heiligen guten Ratschläge (nasayih-i kudsiye) entnommen aus den Briefen (mektubat) und ehrenwerten Abhandlungen (resail-i şerif) mit dem Titel "die Essenz der Abhandlungen und die Grundlage der Mittel (Zübdet-ür Resail Umdet-ül Vesail)" von Ziyaeddin Mevlâna Şeyh Hâlid, dem Pol der Kenner (kutb-ül ârifîn), vor dreizehn Jahren in der Provinz Bursa von meinem Lehrer (Hodscha) Hasan Efendi erhalten hatte. Irgendwie war es mir nicht gelungen, sie zu lesen (mütalaa), bis ich sie dieser Tage zufällig wieder in die Hand bekam, während ich unter meinen Büchern (kitablar) nach etwas suchte. Da sagte ich mir: "Dieser ehrenwerte Hazret-i Mevlâna Hâlid ist ein Landsmann meines Meisters (Üstadımın hemşehrisi). Er ist zudem auch der bedeutendste Herold (mühim kahraman) des Nakshi Ordens nach İmam-ı Rabbanî und Pîr des Ordens Tarîk-i Hâlidiye-i Nakşiye." Während ich die Abhandlung studierte (mütalaa), las ich den folgenden Abschnitt (fıkra) aus dem Lebenslauf (tercüme-i hali) von Hazret-i Mevlâna:

In den Büchern "Müstedrek" von İmam-ı Hâkim, "Kitab-ı Sünen" von Ebu Davud und "Şuab-ı İman" von Beyhakî, die zu den Leuten der sechs Hadith-Sammlungen (Ashab-ı Kütüb-ü Sitte) gehören, zitierten (tahric) den folgenden ehrenwerten Hadith:

اِنَّ اللّهَ يَبْعَثُ لِهذِهِ اْلاُمَّةِ عَلَى رَاْسِ كُلِّ مِاَةِ سَنَةٍ مَنْ يُجَدِّدُ لَهَا دِينَهَا

{"In jedem Jahrhundert sendet Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) einen, der den Glauben aktualisiert (müceddid-i din)."}

Mevlâna Hâlid-i Zülcenaheyn, der ehrwürdige Pol der Kenner (eşşehîr kutb-ül ârifîn), der Helfer derer, die zu Gott gelangt sind (gavs-ül vâsılîn), der Erbe (vâris) Mohammeds, der Vollendete der erhabenen und erneuernden Wege zu Gott (kâmil-üt tarîkat-ül âliye ve-l müceddidiye), auf den diese ehrenwerte (şerif) Hadith hinweist (mazhar) und seine Wahrheit zeigt (mâsadak), der ihn vollkommen repräsentiert (müzhir-i tâm) und dessen meditative Wahrnehmung Gott heiligen möge (Kuddise sırruhu)... usw.

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Desweiteren habe ich in seinem Lebenslauf (tarihçe-i hayat) gelesen, dass er im Jahre 1193 (1777) geboren ist. Und weiter habe ich gelesen, dass er im Jahre 1224 (1808) zum Hauptsitz (Saltanat) des indischen Königreiches (payitaht) Cihanabad gegangen ist. Unter dem geistigen Segen (füyuzat-ı maneviye) von Abdullah Dehlevî Hazretleri begann er mit seinem Erneuerungsdienst (müceddidlik) und wurde schließlich in die Liste (silsile) des Nakschi-Ordens aufgenommen.

Im Jahre 1238 (1822) zog er schließlich die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) der Politiker (ehl-i siyaset) auf sich, musste daher seine Heimat (vatan) verlassen und wanderte (hicret) nach der Provinz Damaskus (diyar-ı Şam) aus. Des weiteren habe ich gesehen, dass die Vorfahren (nesli) von Hazret-i Mevlâna bis auf Hazret-i Osman bin Affan, mit dem Gott zufrieden sein möge, zurück gehen (mensub).

Zudem konnte ich aus seinem Lebenslauf (tercüme-i hal) entnehmen, dass er durch seine Begabung (istidad-ı fıtrî) und außerordentliche Fähigkeit (kabiliyet-i hârika) bereits vor seinem zwanzigsten Lebensjahr einer der größten Gelehrten seines Jahrhunderts (a'lem-i ülema-i asr) wurde, zu den Koryphäen seiner Zeit (allâme-i vakt) zählte und in Süleymaniye, einer kleinen Stadt (kasaba), als Dozent (tedris-i ulûm) tätig war.

Dann habe ich über das Leben (tarihçe-i hayat) meines Meisters (üstad) nachgedacht und bemerkt, dass es in vier bedeutenden Punkten mit dem Leben von Mevlâna Hâlid übereinstimmt (tevafuk):

Erstens: Hazret-i Mevlâna kam im Jahre 1193 (1777) zur Welt. Mein Meister ist dagegen im Jahre 1293 (1877), also genau hundert Jahre nach Mevlâna Hâlid geboren.

Zweitens: Die Einführung und der Anfang (mukaddeme) seines Kampfes (mücahede) um die Aktualisierung des Glaubens (tecdid-i din) von Hazret-i Mevlâna ist das Jahr 1224 (1808), in dem er zu dem Regierungssitz (payitaht) in Indien gegangen war, wogegen mein Meister (Üstad) genau hundert Jahre später im Jahre 1324 (1908) zu dem Regierungssitz des osmanischen Königreiches (Saltanat) gegangen war und mit seinem geistigen Kampf (mücahede-i maneviyesine) begonnen hat.

Drittens: Die Politilker (Ehl-i siyaset) hatten gegen Hazret-i Mevlâna wegen seines außerordentlichen Ruhmes (fevkalâde şöhret) Verdacht geschöpft (tevehhüm) und seinen Wohnsitz (nakl-i mekân) in die Provinz Damaskus (diyar-ı Şam) verlegt. Dies geschah (vaki') im Jahre 1238. Desgleichen ging mein Meister (Üstad) genau hundert Jahre später, also im Jahre 1338, nach Ankara. Doch konnte er sich dort mit den Politikern nicht verständigen (uyuşamayıp), wies sie zurück, fühlte sich gekränkt (reddederek), kehrte wieder in die Provinz Van zurück (küserek) und begann dort auf einem Berg (bir dagda) ein zurückgezogenes Leben (inziva) zu führen. Nach dem Jahre 1338 erregte er aufgrund der Ereignisse rund um einen angeblichen Aufstand (hâdisesinin vukuu) in Gegenwart von Şeyh Said den Verdacht (vehim) der Politiker (ehl-i siyaset). Da sie sich aber vor unserem Meister (Üstad) fürchteten, deportierten (ikamet) sie ihn neun Jahre lang in die Provinzen (Vilayet) Burdur und Isparta.

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Viertens: Als Hazret-i Mevlâna Hâlid noch keine zwanzig Jahre alt war, erwies er sich bereits als einer der größten Gelehrten seiner Zeit (allâme-i zaman), weit über den Korypheen unter Gelehrten (fuhûl-ü ülema) und lehrte (ders) auch bereits selbst. Für diejenigen, welche die Biographie (tarihçe-i hayat) meines Meisters (üstad) bereits kennen oder doch schon davon gehört haben, ist bekannt (malûm), dass auch meinem Meister in seinem vierzehnten Lebensjahr der Mantel der Dozenten (icazet) verliehen wurde und er mit den größten Gelehrten seiner Zeit (a'lem-i ülema-i zamanla) Disputationen (muaraza) geführt hat. Er hat auch die Studenten unterwiesen (talebeleri tedris), die kurz vor ihrem Diplom standen.

Hazret-i Mevlâna Hâlid stammte aus dem Hause "Osman" (neslen) und setzte sich mit ganzer Kraft (kuvvet) für die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) ein. Auch mein Meister (üstad) folgt mit Hinblick auf den Dienst (hizmet) am Weisen (Hakîm) Qur'an der Art und Weise (meşreb) von Hazret-i Osman-ı Zinnureyn. Wie Hazret-i Mevlâna setzt er sich mit ganzer Kraft durch die Abhandlungen (ecza) der Risale-i Nur für die Belebung der Gelobten Sitte (Sünnet-i Seniyenin ihyasına) ein.

Der Übereinstimmung (tevafukat) in diesen vier Punkten zufolge erscheint die Wirksamkeit (tesirat) der Risale-i Nur hinsichtlich der Stärkung des Glaubens (takviye-i din) mit einem Abstand (fasıla) von genau hundert Jahren ebenso großartig (azîm) wie der Dienst (hizmet), den Hazret-i Mevlâna Hâlid im Orden Tarîk-ı Nakşiye versehen hatte.

{(Anmerkung): Da Hazret-i Mevlâna Hâlid aufgrund der allgemeinen Überzeugung (ittifak) seiner Millionen Gefolgsleute (etba) nun einmal der Erneuerer (müceddid) ist und somit die Prophezeihung der oben angeführten ehrenwerten (şerif) Hadith in Erfüllung gegangen (mâsadak) ist, so versieht die Risale-i Nur genau hundert Jahre später dieser vierfachen grundlegenden Übereinstimmung (cihet-i tevafuk) zufolge (entsprechend den oben erläuterten vier Punkten (A.d.Ü.)) denselben Dienst (vazife). Das also heißt, dass die Abhandlungen (ecza) der Risale-i Nur entsprechend der eindeutigen Ausage (nass) dieser Hadith den Auftrag (vazife) der Aktualisierung (tecdid) und Stärkung des Glaubens (takviye-i din) versehen.}

Mein Meister (Üstad) akzeptiert keinen Lobpreis (medh ü sena) für sich selbst. Hier aber handelt es sich um die Risale-i Nur und um den Qur'an. Somit gehört der Lobpreis den Geheimnissen (esrar) des Qur'ans. Es gibt da nur ein paar UInterschiede (fark) zwischen meinem Meister (üstad) und Hazret-i Mevlâna:

Erstens: Hazret-i Mevlâna hatte sich den folgenden beiden Flügeln (zülcenaheyn) angeschlossen. Er gehörte (sahib) also sowohl dem Kadirî-Orden als auch dem Nakşî-Orden an. Die Regeln des Nakşî-Ordens waren aber für ihn dominant (galib). Bei meinem Meister (Üstad) waren hingegen die Disziplin (meşreb) des Kadirî-Ordens und der Weg (meslek) der Şazelîs vorherrschend (hükmediyor). Ich habe einmal von meinem Meister (üstad) gehört, dass die Provinz (daire) Bagdad unter der geistigen Verfügung (taht-ı tasarruf) von Şah-ı Geylanî trotz seines Hinscheidens (ba'de-l'memat) so wie während seines Lebens (hayat) blieb, nachdem Hazret-i Mevlâna aus Indien die Disziplin des Nakşî-Ordens gebracht hatte. Hazret-i Mevlânas geistige Verfügung (manen tasarruf) hatte anfangs noch keinen Anklang (cây-i kabul) gefunden. Şah-ı Nakşibendis Geistlichkeit (ruhaniyet) und İmam-ı Rabbanî kamen nach Bagdad und besuchten Şah-ı Geylanî. Und sie baten (rica) ihn: "Mevlâna Hâlid ist dein Kind (evlâd). Akzeptiere (kabul) es!" Şah-ı Geylanî entsprach ihrer Bitte (iltimaslarını kabul) und nahm Mevlâna Hâlid auf (kabul). Erst danach wurde Mevlâna Hâlid plötzlich berühmt (parlamış). Dieses Erlebnis ist nach Ansicht der Leute der geistigen Entdeckung (ehl-i keşifçe) tatsächlich geschehen und wurde auch bezeugt (meşhud). Dieses geistige Ereignis (hâdise-i ruhaniye) hat damals ein Teil der Gottesfreunde (ehl-i velayet) bezeugt (müşahede) und einige haben es auch selbst im Traum (rü'ya) geschaut. Hier endet (hitam) die Darlegung (söz) meines Meisters (Üstad).

Der zweite Unterschied (fark) ist folgender: Mein Meister (Üstad) distanziert sich als Persönlichkeit (şahsiyet) von ihrer Bedeutung als Quelle allen Segens (merciiyetten azlediyor). Er verweist nur auf die Risale-i Nur als der einzigen Quelle (merci'). Hazret-i Mevlâna Hâlid in seiner Persönllichkeit (şahsiyet) war der Pol der Rechtleitung (kutb-ül irşad) und die Quelle allen Segens (merci) für seine Schüler als einzelne und im allgemeinen (has ve-l âmm).

Dritter Unterschied (fark): Hazret-i Mevlâna Hâlid fühlte sich beiden Flügeln (zülcenaheyn) verbunden. Er hatte jedoch den Erfordernissen seiner Zeit zufolge (muktezası) sowohl die mystische Lehre (ilm-i tarîkat) als auch die Befolgung der gelobten Sitte (Sünnet-i Seniye) als seinen Weg (esas) gewählt, wobei er die mystische Lehre (tarîkat) noch intensiver praktizierte und sich in dieser Hinsicht (sarf-ı himmet) besonders eingesetzt hat. Mein Meister (Üstad) hat sich dagegen den Erfordernissen (muktezası) dieser unserer schrecklichen Zeit (dehşetli zaman) entsprechend für die Lehre der Wahrheit (ilm-i hakikat) und die Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) eingesetzt (iltizam), wobei er die Mystik (tarîkat) als drittrangig betrachtete.

Zusammenfassung: Aufgrund des Versprechens Gottes (va'd-i İlahî) in der oben erwähnten ehrenwerten (şerif) Hadith, in der es heißt: "Am Anfang eines jeden Jahrhunderts sendet Gott der Gerechte einen Erneuerer (müceddid), der den Glauben aktualisieren (dini tecdid) wird.", ist Hazret-i Mevlâna Hâlid entsprechend der Überzeugung (tasdik) der meisten Kenner der Wahrheit (ehl-i hakikat) der Erneuerer des zwölften Jahrhunderts (asr). Da genau hundert Jahre später nun einmal mit genauer Übereinstimmung (tevafuk) in vierfacher Hinsicht (cihet) die Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur dieselbe Aufgabe (vazife) versehen, führt dies der eindeutigen (nass) Aussage dieser Hadith zufolge zu der Überzeugung (kanaat), dass die Risale-i Nur im Hinblick auf die Aktualisierung des Glaubens (tecdid-i din) als Erneuerer (müceddid) gilt.

Mein Meister (üstad) sagt stets: "Ich bin nur ein einfacher Soldat (nefer), versehe jedoch die Aufgaben eines Marschals (müşir hizmeti), d.h. dass nicht ich-selbst von Bedeutung (kıymet) bin, diese vielmehr in den Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur verborgen liegt, die aus der Fülle (feyz) des Weisen (Hakîm) Qur'ans herausgetropft (tereşşuh) {gleich dem Wasser einer Tropfsteinhöhle (A.d.Ü.)} sind und den Dienst (hizmet) eines geistigen Marschals (müşiriyet-i manevi) versehen."

Um meinen Meister (Üstad) nicht zu verärgern (kızdır), unterlasse ich es hiermit, seine persönlichen Vorzüge zu erwähnen (şahsını sena).

Şamlı Hâfız Tevfik
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Eine subtile Übereinstimmung (latif bir tevafuk), die Schüler (şakird) der Risale-i Nur - wie Re'fet Bey und Hüsrev - als Hinweis (işaret) auf den Segen (bereket) der Risale-i Nur entdeckt haben (bulduk).

Eine erstaunliche Übereinstimmung (tevafuk-u acibe), die zeigt (delalet), in welchem Grade (derece) die Risale-i Nur ein Segen (rahmet) für die Provinz Isparta ist.

Ein beachtliches Beispiel (mühim bir ferd) für den Segen (inayat), den die Risale-i Nur im großen und ganzen verbreitet (mazhar), ist folgendes: Die Provinz (Vilayet) Isparta hatte seit acht Jahren den Verfasser (müellif) der Risale-i Nur in ihrem Herzen bewahrt (sinesinde saklamış) und in einem so schönen Distrikt (şirin bir nahiye) wie Barla durch die Güte und Gnade (lütf u kerem) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) beschützt. In dieser Zeit verbreitete (intişar) sich die Risale-i Nur langsamerhand und verstärkte (takviye) den Glauben (iman) Tausender Menschen (adam) in Isparta und besonders die jungen Leute (gençler) haben von ihr sehr viel Heil und Segen (istifade ve istifa) empfangen.

Als das strapaziöse (sıkıntılı), so bittere (acıklı) Exil unseres Meisters (Üstad), das mit all seinen Schikanen (işkenceli) selbst noch die härtesten Herzen (katı kalbleri) zum Weinen brachte, in einer so schönen und anmutigen (latif ve şirin) Gegend wie Barla beendet war, wandte (müteveccih) sich der Blick unseres Meisters (üstad), welcher der Verfasser (müellif) der Risale-i Nur ist, mit Hilfe (avniyle) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) nach Isparta. Eine - wenn auch leicht durchschaubare - Aktion (harekât-ı zahiri) einiger ungerechter Weltleute (ehl-i dünya), die in Verdacht (evhama) geraten waren, wurde erneut der vorgeschobene Grund (sebeb-i âdi) und die Zielscheibe zu einer weiteren Ungerechtigkeit (zulme hedef). Und so wurde unser Meister nach Isparta deportiert.

Als unser Meister (üstad) Isparta mit seiner Ankunft beehrte (teşrif) war es jedoch gerade Hochsommer und die heißeste (en hararetli) Zeit des Jahres. Die Regenzeit war vorüber. Der Wasserstand in den Kanälen, die Isparte bewässerten (iska), sank ständig (azalmış). Ein bedeutender Teil der Quellen (menba'ı) war bereits versiegt. Die Blätter an den Bäumen begannen gelb (sararmaga) zu werden, die Gräser zu verdorren (kurumaga) und die Blumen zu verwelken (buruşmaga).

Da die Provinz (Vilayet) Isparta der Ort (mahal) ist, wo sich die Risale-i Nur am weitesten verbreitet (intişar) hat, bezeugen (müşahede) wir, die Schüler (şakird) der Risale-i Nur, die wir die Gnade des Herrn (inayat-ı Rabbaniye) durch die Risale-i Nur aus nächster Nähe erleben (şahid), noch ein weiteres, bedeutendes Vorkommnis (vakıa).

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Was dieses Vorkommnis (hâdis) betrifft, so ist es der Regen, der uns in diesem Sommer (mevsim) gleich nach dem der Verfasser (Müellif) Isparta durch seine Ankunft beehrt (teşrif) hatte, so reichlich beschert (kesretli yagması) wurde, wie dies ansonsten in hundert Jahren (asır) nur ein oder zwei Mal geschieht. Dieser Regen, der auf eine so außerordentliche Weise (hârika) auf uns herunter gekommen war, hat in Isparta das ganze Land wieder vollständig getränkt (tamamen iska). Den Pflanzen (nebatat) wurde ein neues Leben geschenkt (hayat bahşedilmiş). Die Gärten mit ihrem Obst und ihren Weinreben (baglar, bahçeler) erhielen ihre frühere Schönheit (letafet) wieder. Auch das Gesicht der Bewohner (halkın yüzleri), von denen die meisten im großen und ganzen auf dem Lande (ziraat) arbeiten, wurden wieder fröhlich (gülmüş) und ihre Seelen (ruhlar) dadurch, dass sie diesen Regen (yagmur) zu nutzen wussten (istifade) erquickt (inbisat), welchen die Risale-i Nur durch Gottes Gnade und Seinen Segen (inayat ve bereket) vermittelt (nâil) hatte.

Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) verwandelte in Seiner vollkommenen Barmherzigkeit (kemal-i merhamet) die unerträgliche, sengende (şiddetli ve hararetli) Hitze dieses Sommers (mevsim) in eine sanfte, schöne (şirin) und angenehme Form des Frühlings (bahar), als ob die Risale-i Nur mit ihren 119 Abhandlungen (risale) und mit der Zunge der 19 Tausend Wörter (kelime) um Regen gebetet (dua) hätte, um einerseits ihren Verfasser, unseren Meister (müellifi olan Üstadımız), willkommen zu heißen (hoşâmedî), sein betrübtes Herz (mahzun olan kalb) zu trösten, seine gramgebeugte Seele (gamnâk ruh) zu erfreuen und ihn andererseits dazu zu bringen, Barla zu vergessen (unutturmak), wo er acht Jahre gelebt hatte, und die Trauer über die Trennung (firak hüznünü) von seiner so prächtigen Platane (muhteşem çınar), von seinen Freunden (dost) und von allen mit denen er sich verbunden fühlte, von ihm wegzunehmen.

Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) hat uns einen so segensreichen Regen (bereketli bir yagmur) beschert, so ergiebig, wie wir ihn - nach dem, was unsere Alten (ihtiyarlar) uns erzählt haben - seit 1293 (1877) nicht mehr empfangen haben. Es war aber dies das Jahr, in dem unser Meister (üstad) geboren wurde (tarih-i veladet). Ein anderer Beweis (delil) dafür, dass eine solche Fülle (kesretli) des Regens, der ein umfangreicher Ausdruck des Segens (hâdise-i rahmet) ist, sich auf die Risale-i Nur gleichsam persönlich (hususî bir surette) bezieht, ist folgendes: An dem Tag, an dem unser Meister (üstad), der die Quelle (vasıta) aller Verbreitung der Risale-i Nur ist, nach Isparta kam, sah er, dass es dort glühend heiß (hararetli) und wegen der langen Regenlosigkeit staubtrocken (toz-toprak) war. So war er denn besorgt (telaş), dass er ein derartiges Klima nicht ertragen (dayanamama) könne, nachdem er aus einer Hochebene (yayla) wie Barla gekommen war. Als er am dritten und vierten Tag einen Teil der Gärten (bahçe) besichtigte, sah er, dass das Gemüse (sebze), die Gräser (ot) und die Blumen (çiçek) wegen der Dürre verwelkt und vertrocknet (buruştuk) waren. Er bat sehr betrübt (müteessir) um Wasser und verlangte geradezu nach Regen (yagmur taleb). Er fragte also unseren Gefährten (arkadaş) Bekir Bey, auf das Wasser hinweisend, das eine Mühle (degirmenleri) antreibt: "Ist diese Menge Wasser alles, was für die Versorgung von Isparta noch vorhanden (bu kadar) ist?" Bekir Bey antwortete: "Das Wasser von Gölcük ist bereits erschöpft. Da kommt nichts mehr. Es gibt also kein Wasser mehr außer diesem hier (sudan başka yok), das noch dazu ein Viertel von Isparta versorgt."

Da unser Meister (Üstad) in Isparta viele Schüler (talebe) hat, ersehnte er von ganzem Herzen (ruh) einen solchen Beginn des Regens. Und noch am selben Tag kam ein so reichlicher Regen, wie man in Isparta seit fünfzig Jahren ein solches Geschehnis (hâdise) nicht mehr erlebt hatte. Dieser Regen hat dem Land zu 99/100 nur Gutes (menfaat) gebracht. Daher kann man durchaus verstehen, dass eine solche Übereinstimmung (tevafuk) bestimmt kein Zufall (tesadüf) war. So verweist dieser Segen (rahmet) also auf die Risale-i Nur, die auch ein Segen (rahmet) für Isparta ist. Dank sei Gott (Lillahilhamd)! Dank (neticesi) einer solchen Gnade Gottes (kerem-i İlahî) sagt unser Meister: "Isparta ließ mich Barla vergessen (unutturdu). Es gibt etwas, das ich nicht vergessen kann, und das sind - wie dies überall der Fall ist - meine aufrichtigen Gefährten und Schüler (dost ve talebe) in Barla."

Seine Schüler (Talebe) Mustafa und Lütfü, sowie seine Diener (Hizmetkârı) Rüşdü, Hüsrev, Bekir Bey und Re'fet
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Dieser Abschnitt (fıkra) stammt von Süleyman Efendi, Mustafa Çavuş und Bekir Bey und verweist auf zwei machtvolle Zeugnisse (kuvvetli delil), welche das Ereignis bestätigen (dava isbat), das die Mitbrüder (kardeş) in Isparta in ihrem Bericht (fıkra) beschreiben.

Wir sind auch gleich den Mitbrüdern (kardeşler), wie Re'fet Bey und Hüsrev, zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass der umfangreiche Regen (umumî yagmur), der auf eine so außergewöhnliche Weise (hârika bir surette) herabgekommen ist, insbesondere auf den Segen (bereket) der Risale-i Nur zurückzuführen ist. Denn wir haben mit eigenen Augen in zwei Fällen (suret) selbst erlebt, dass dieser Regen ein Ereignis (hâdise) war, das in ganz besonderer Weise (şekil) mit dem Dienst am Qur'ans und der Risale-i Nur in Verbindung steht.

Fall Nr. eins (birinci Suret): Die Mosche (câmi) in Barla, in der unser Meister (üstad), der die Quelle aller Verbreitung (vasıta-i neşri) der Risale-i Nur ist, immer betete, wurde gesperrt (seddedildi). Als den Schülern in der Umgegend (hariçteki talebe) verboten wurde, die Risale-i Nur abzuschreiben und ihn zu besuchen (yanına gelmeler), begann diese Dürre (kuraklık). Und nun war Regen ein dringendes Bedürfnis (ihtiyac-ı şedid) geworden. Und sodann begann es zu regnen und es regnete (yagdı) überall. Lediglich in einem gewissen Umkreis (mıntıka) von Barla bis hin zu der Gegend rund um Karaca Ahmed Sultan gab es keinen Regen. Unser Meister (Üstad) war darüber sehr betrübt (müteessir). Er betete (dua) deshalb und sagte dann: "Hier wurde der Dienst am Qur'an verhindert (sed çekildi). Unser Gebetsraum (mescid) in diesem Dorf wurde gesperrt (kapandı). So ist es denn ein Zeichen göttlichen Tadels (eser-i itab), dass hier kein Regen kommt. Wenn dem aber so ist und darin ein Tadel (itab) des Qur'ans liegt, müssen wir die Sure Yâsin zu unserem Fürsprecher (şefaatçı) machen und um die Fülle und den Segen (feyz ve bereket) des Qur'ans beten." Unser Meister (Üstad) sagte also zu Muhacir Hâfız Ahmed Efendi: "Rezitiere 41 Mal die heilige (Şerif) Sure Yâsin." Also reziterte sie Muhacir Hâfız Ahmed Efendi zu einem Schilfrohr (bir kamışa okudu) und stellte sodann dieses Schilfrohr in ein Glas Wasser. Noch aber war gar kein Anzeichen (alâmet) von einem Regen zu erkennen. Während der Zeit des Nachmittaggebetes (ikindi namaz) sagte unser Meister (üstad) jedoch zu Muhacir Hâfız Ahmed Efendi aufgrund einer inneren Wahrnehmung, auf die er sich stets verlassen konnte (itimad ettigi bir hatıra): "Die Suren (Yâsinler) haben den Talisman geöffnet (tılsımı açtı). Der Regen wird nun kommen."

Noch in derselben Nacht hat es im Umkreis (daire) von Barla, wo es bis dahin noch nicht geregnet (yagdı) hatte, so sehr geregnet, dass die Mauer (duvar) von Çoban Ahmeds Garten (bahçe), die unter dem Wohnraum unseres Meisters (üstad) lag, von diesem Regen weggespült (yıkıldı) wurde. Şem'î und seine Gefährten (arkadaş), die am Ufer des Sees (deniz kenarı) jenseits von Karaca Ahmed Sultan mit dem Fischfang (balık avlamak) beschäftigt waren, haben jedoch von diesem Regen keinen einzigen Tropfen (damla yagmur) gesehen.

Dieser Vorfall (hâdis) zeigt also zweifelsohne (delalet), dass dieser Regen mit dem Dienst (Hizmet) am Qur'an eng verbunden (münasebet) war. Innerhalb dieses so umfangreichen Segens (rahmet-i âmme) liegt daher eine Besonderheit (hususiyet), sodass die Sure Yâsin zu einem Schlüssel und Fürsprecher (anahtar ve şefaatçı) wurde, weshalb es nur in diesem erforderlichen Umfang (kâfi mikdar) geregnet hat.

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Fall Nr. zwei (ikinci Suret): Während dieser Dürre (kuraklık) regnete es in Barla zwanzig, dreißig tagelang überhaupt nicht. Als der Brunnen (Çeşme) am Yokuşbaşı noch im Bau war, hatten unser Meister (üstad) und wir, nämlich Süleyman, Mustafa Çavuş, Ahmed Çavuş, Abbas Mehmed und noch andere unserer Mitbrüder (kardeş) in der Nähe seiner Quelle (menba) {Diese Quelle diente den üblichen Waschungen, während der Brunnen noch im Bau war. (A.d.Ü.)} gemeinsam das Gebet (namaz) verrichtet. Nach der daran anschließenden Rezitation (tesbihat) erhoben wir unsere Hände zu einem weiteren Gebet (dua) und unser Meister (üstad) verrichtete noch ein freies Gebet um den Regen (yagmur duası), wobei er den Qur'an zu seinem Fürsprecher (şefaatçı) machte. Auf einmal fielen bei strahlendem Sonnenschein (güneş) sieben, acht Regentropfen (damla yagmur) in die Hände eines jeden von uns. Dann ließen wir unsere Hände wieder sinken und der Regen (yagmur) hörte auf. Wir alle aber waren über diesen Vorfall (hâl) erstaunt (hayret). Es hatte bis zu diesem Augenblick seit zwanzig, dreißig Tagen nicht mehr geregnet. Nur während dieses Gebetes (dua) um den Regen fielen in jede Hand der da Betenden sieben, acht Tropfen, was zeigt, dass ein Geheimnis (sır) darin liegt. Unser Meister (Üstadımız) aber sagte: "Das ist ein Zeichen Gottes (işaret-i İlahiye). Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) sagt uns auf diese Weise (manen): Ich nehme das Gebet an (duayı kabul). Aber jetzt gibt es noch keinen Regen." Das also heißt, dass die Sure Yâsin später erst noch Fürsprache (şefaat) halten wird. In der Tat ist es dann auch so geschehen.

Kurzum: Wir bestätigen (tasdik) anhand dieser beiden machtvollen Zeugnisse (kuvvetli delil) eine Besonderheit (hususiyet), die unsere Mitbrüder (kardeş) in Isparta in diesem so allumfassenden Erbarmen (umumî rahmet) als einen Segen (bereket) der Risale-i Nur erfahren haben (dava).

Şem'î, Mustafa Çavuş, Bekir Bey, Muhacir Hâfız Ahmed, Süleyman aus Barla
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Dieser Brief (fıkra) stammt von Rüşdü, welcher der Süleyman aus Isparta ist und der treu (sadakat) seinen Dienst (vazife) genau so wie der Süleyman aus Barla erfüllt (tamamıyla), der ja auch wegen seiner Treue berühmt (Sadakatte meşhur) ist.

Mein lieber Meister (Üstad)!

Da ich die Briefe (fıkra) meiner Mitbrüder (kardeş) im 27. Brief (Yirmiyedinci Mektub) meiner eigenen Vorstellung und meinen Eindrücken (fikrime ve hissiyat) entsprechend (muvafık) vorfand, betrachtete ich sie von diesem Standpunkt (nokta-i nazar) aus als meine eigenen Briefe (kendi fıkralar) und hielt es nicht für notwendig (lüzum), noch einen weiteren Brief (başka fıkra) zu schreiben. Da sich jedoch in diesen letzten Tagen (âhirler) durch mich einige Dinge (bazı hâdise) im Zusammenhang (temas) mit der Wundertat (keramet) der Risale-i Nur ereigneten, war dies für mich wie eine geistige Ermahnung (ihtar), in diesem Zusammenhang (münasebet) auch noch einen persönlichen Brief (hususî fıkra) zu schreiben, der sich nun heute auch noch unter diesen persönlichen Briefen (hususî fıkralar) meiner Mitbrüder (kardeş) befindet. Daher möchte ich über einige subtile Übereinstimmungen (latif tevafukat) unter diesen Ereignissen (hâdise), einige Wahrträume (rü'ya-yı sadıkayı) und noch ein paar andere Vorfälle schreiben (birkaç hâdiseyi yazıyorum).

Diese Träume (rü'ya) habe ich innerhalb einiger weniger Tage (birkaç gün) einander folgend geträumt. Da sich in ihnen der Ehrenwerte Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) zeigte, handelt es sich hierbei um Wahrträume (rü'ya-yı sadıka). Denn einer Überlieferung (hadîsçe) zufolge steht fest (sabit), dass der Teufel einem Traum (rü'yada şeytan), in dem der Ehrenwerte Prophet (Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) geschaut wird, sich in diesem Traum nicht zeigen darf (rü'yaya karışamıyor). Alle diese Wahrträume (rü'ya-yı sadıka) sind zwar nur Träume (gerçi rü'ya) und können nicht als ein Beweis oder Zeugnis (delil ve hüccet) gelten, jedoch bringt ihre Einheit in ihrer gleichen Bedeutung (mealde ittifak) eine frohe Botschaft (müjde) und schenkt uns die Überzeugung (kanaat), dass die Risale-i Nur bei Gott angenommen (makbuliyet) wird und sich im Rahmen der Zufriedenheit (daire-i rızası) Seiner Exzelenz des Propheten (Hazret Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) befindet. Zum Beispiel:

Erstens: Rıza, ein Schüler (şakird) der Risale-i Nur erschaut in seinem Traum, dass seine Exzelenz der Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) in einer Moschee Seine Exzelenz (Hazret) Ebu Bekir-is Sıddık (Radıyallahü Anh) beauftragt: "Steige auf die Kanzel und halte eine Predigt (Çık hutbe oku)!" Ebu Bekir-is Sıddık steigt bis zur obersten Stufe zur Kanzel (minber) empor und hält dort oben seine Predigt (Çıkar hutbe okur). In seiner Ansprache (hutbe) sagt er zu der Gemeinde (cemaat): "Die Erläuterung (izahat) zu diesen Wahrheiten (hakikat), von denen ich gerade gesprochen habe, findet sich im 29. Wort (Yirmidokuzuncu Söz)."

Zweitens: Osman Nuri, ein Schüler (şakird) der Risale-i Nur, erzählt: "Ich sah im Traum (Rü'ya), dass der Ehrenwerte Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) seinem vornehmen Charakter (şemail-i şerif) entsprechend in einer überaus strahlenden Weise (gayet nuranî bir surette) angelehnt dasaß (dayanmış bir vaziyet). In diesem Augenblick erscholl der Ruf (bir sadâ geldi): Ein Adjudant (yaver) des Ehrenwerten Propheten (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) kommt! Die Tore öffneten sich wie von selbst (kendine açıldı). Der Meister (Üstad), als der Verbreiter (naşir) der Risale-i Nur, kam herein und der Ehrenwerte Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) begrüsste unseren Meister (Üstad) freundlich (şefkatkârane), wobei er sich erhob (dayandıgı). Ich aber erwachte unter Tränen (aglayarak uyandım).

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Drittens: Er war Şükrü Efendi, der für die Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur seine Villa zur Verfügung gestellt hatte (köşkünü tahsis). Zu ihm wurde im Traum (rü'ya) gesagt: "In deiner Villa ist der Ehrenwerte Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) gekommen." Daraufhin eilt er (koşarak) dahin. Er findet den Erhrenwerten Propheten (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) in einem überaus lichtvollen und freudigen (nuranî ve sürurlu) Zustand. Und so besuchte er ihn (ziyaret etmiş).

Viertens: Auch Nazmi war einer der Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur. Und zu ihm hatte man im Traum (rü'ya) gesagt: "Die Schüler der Risale-i Nur sterben nicht ohne ihren Glauben (imansız ölmezler). Und im Glauben steigen sie ins Grab (kabre iman)."

Da diese Träume (rü'ya) mit dem Ehrenwerten Propheten (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) im Zusammmenhang (münasebet) stehen, möchte ich hier noch von der Feinheit (letaifi) von ein, zwei feinsinnigen, kleinen Übereinstimmungen (tevafuk) erzählen, die während dieser Träume im Zusammenhang mit der Abhandlung über die Wunder Ahmeds (Mu'cizat-ı Ahmediye Risalesi) auftrat. Es ist dies wie folgt:

Als der 19. Brief (Ondokuzuncu Mektub), eine Abhandlung (ecza) aus der Risale-i Nur über die Wunder Mohammeds (mu'cizat-ı Ahmediye), mit der wir einige Male wunderhaftes (keramet) erlebt haben, korrigiert (tashih) wurde, und die Korrekturleser zu dem Kapitel kamen, in dem von sieben Kindern (yedi çocuk) die Rede war, die sieben verschiedene Wunder Ahmeds (mu'cizat-ı Ahmediye) erfuhren, ging meine siebenjährige Tochter (yedi yaşındaki kızım) namens Meliha überraschend aus dem Hause (hanemden çıkıp) und kam in die Villa (köşk), in der meistens mein Meister (Üstad) wohnte. Dort begann sie in ihrer kindlichen Unschuld (masumane) die Lesung (bahs) über diese sieben Kinder (yedi çocuk) mitzuhören. Obwohl sie recht gerne (çok sevdigi) Tee trank und ihr auch ein Glas Tee gebracht (verildi) wurde, hat sie nichts davon getrunken (içmedi), bis dieses Thema über die Kinder beendet war (bahsi bitinceye).

Zehn Minuten vor dieser Zeit wurden sowohl der 19. Brief (Ondokuzuncu Mektub) als auch die Abhandlung über die Himmelfahrt (Mi'rac Risalesi) von einander unabhängig Korrektur (tashih) gelesen. Von den 150 Seiten des 19. Briefes wird auf einer einzigen Seite über das Seufzen des Dattelstammes (kuru diregin aglaması) gesprochen. In der Abhandlung über die Himmelfahrt (Mi'rac Risalesi) ist nur in einer einzigen Zeile (birtek satır) von 600 Zeilen davon die Rede (ondan bahseder). So sprachen denn auf verschiedene Weise (tarz), zu verschiedenen Zeiten (vakit), verschiedene Leute (adam), aus verschiedenen Büchern (kitab) gemeinsam dasselbe Wort (birtek söz) aus. Das habe ich selbst so gehört (ben işittim). Es war das Seufzen des Palmstammes (kuru diregin aglaması). Zwei verschiedene Korrekturleser (tashihçi), jede Gruppe (iki kişi) bestand aus zwei Leuten (iki kısım), kamen zu demselben Wort (üstünde) und sprachen es gemeinsam aus. Ich sagte staunend (hayret): "Ihr beiden Gruppen (iki taraf) habt gerade dasselbe Wort (bir kelime) gesagt." So haben wir denn gemerkt (baktık), dass beide mit dem Korrekturlesen (tashih) der Himmelfahrt (Mi'racın tashih) zu diesem selben Wort (aynı kelime) kamen, während auch die Lesung des 19. Briefes (Ondokuzuncu Mektub) genau zu demselben Wort (aynı kelime) gelangt war. Alle die wir dort anwesend (hazır) waren, haben keinen Zweifel (şübhemiz kalmadı) mehr, dass diese Übereinstimmung (tevafuk) der siebenjährigen (yedi yaşında) Meliha bei dem Thema (bahs) von den sieben Kindern (yedi çocuk) und die Übereinstimmung (ittifak) dieser beiden Gruppen Korrekturleser (musahhih) mit demselben Wort (aynı kelime) ein Funke (şuaı) der Wundertat (keramet) in der Abhandlung (bahsin) über die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye) war.

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Die dritte Übereinstimmung (üçüncü bir tevafuk) im Zusammenhang mit dem Brief (mektubuyla münasebet) des Propheten (Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm): Aus einem gewissen Grund (sebeb) war es notwendig, die Liste der Bücher (kitabların listesini), die aus Milas gekommen sind und von dort versand wurden, zu verstecken (saklamak lâzım). Mein Meister (Üstad) wusste noch, dass er mir diese Liste gegeben hatte, um sie aufzubewahren (listeyi saklamak). Er hatte gedacht, dass er eines Tages diese Liste brauchen (listeye lüzum) und sie dann von mir wieder verlangen (isteyecek) werde. Er hatte sie aber bisher noch nicht wieder verlangt (istememiş). Er stand also in der Nacht auf, sah jedoch diese Liste neben seinem Gebetsteppich liegen (seccadesinin yanında) und wunderte sich darüber. Wie könnte sie aus ihrem Versteck (saklandıgı yerden) gekommen sein und jetzt hier (nasıl burada) liegen? Am nächsten Morgen fragte er mich (soruyor) also danach. Ich sagte zu ihm: "Ich habe sie nicht dorthin gelegt (getirmedim) und weiß es also nicht (haberim yok)." Ich war in dieser Nacht nicht zu ihm gegangen (çıkmamıştım). Und doch musste dies einen Sinn haben (bir mana var). So haben wir denn darüber nachgedacht (düşündük). Und noch am selben Tag wurde in den Büchern (kitab) der alten Ägypter ein Brief (mektub) des Ehrenwerten Propheten (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) an den Ägyptischen Herrscher Mukavkis entdeckt (bulunarak) und nach Istanbul geschickt (gönderilmiş). Das sollte der Grund (hak kazanmak) dafür sein, dass die Mitbrüder in Istanbul nun dieser Liste entsprechend Bücher aus Milas bestellen (kitab istemeye) konnten. Eine Kopie dieses Briefes (mektub) mit einer Photographie kam am Morgen nach jener Nacht zu uns. Und dies stimmte nun mit dem, was sich in dieser Nacht mit der Liste ereignet (geceki liste hâdisesi) hatte, überein (tevafuk). Wir haben nunmehr keinen Zweifel (şübhemiz kalmadı) daran, dass die Anwesenheit (bulunması) der Liste, die in ihrem Versteck lag (saklı olan), plötzlich dort eine Verheißung und ein Hinweis (istikbal ve bir işaret) auf die Ankunft (gelme) dieses Briefes des Propheten (mektub-u Nebevi) war.

In jenen Tagen (o günlerde) wurde der Ehrenwerte Prophet (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) im Traum geschaut und zugleich auch von der Risale-i Nur gesprochen, während in derselben Zeit auch der Brief (mektub) bei uns ankam (gelmesi), während in diesen Zeiten der 25. Blitz (Yirmibeşinci Lem'a) abgefasst (te'lif) wurde, der 25 geistige Heilmittel (deva-yı manevi) für die Kranken (hasta) erklärt, während dessen der 19. Blitz (Ondokuzuncu Lem'a) über die Sparsamkeit (iktisad) und danach der 26. Blitz abgefasst (te'lif) wurde, der 26 Hoffnungen (rica) für die Alten (ihtiyar) erklärt, dies alles zeigt eine Übereinstimmung (tevafuk), die keinen Zweifel mehr daran (şübhe bırakmıyor) übrig lässt, dass diese drei Abhandlungen (risale) die Anerkennung des Ehrenwerten Propheten (Hazret-i Peygamber Aleyhissalâtü Vesselâm) erlangt haben.

Noch ein Ereignis (hâdise), dessen Zusammenhang (münasebet) mit der Risale-i Nur sich als wahr herausgestellt (tahakkuk) hat, ist das folgende: Anhand vieler Anzeichen (emare) haben wir gesehen und sehen es noch immer (gördük ve görüyoruz), dass die Risale-i Nur'un für Isparta zum Segen (medar-ı bereket) geworden ist:

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Şükrü Efendi hatte sowohl seine eigene Villa (köşkü), als auch die Villa seines verstorbenen Bruders (merhum kardeş) Nuri Efendi für den Unterricht und die Abfassung (ders ve te'lif) der Risale-i Nur zur Verfügung gestellt. Doch während dieser Zeit hatte ein großer Teppichladen (haliçe binası), der neben seinem Haus (evine muttasıl) in der Stadt (şehir) stand, Feuer (ateş) gefangen. Obwohl dieses große Gebäude (büyük bina) vollständig ausbrannte, ist das Feuer nicht auf das Haus (hane) von Şükrü Efendi hinüber gesprungen (sirayet etmedi). Selbst das Lager für das Brennholz (ahşap odunluk), ein Anbau (müştemilat) des verbrannten Teppichladens (haliçe binası), das sich zwischen dem Teppichladen und dem Haus von Şükrü Efendi befand, verbrannte dabei nicht. Jeder der dieses Ergebnis betrachtete (vaziyeti gören), blieb staunend (hayret) davor stehen. Diejenigen jedoch, die sich mit der Risale-i Nur befassen (alâkaları), hatten keinen Zweifel (şübhe) mehr daran, dass, da Şükrü Efendi diese beiden Villen (köşk) für die Verfassung (te'lifi) der Risale-i Nur zur Verfügung gestellt hatte, durch ihren Segen (bereket) auf wunderbare Weise (hârika bir suret) sowohl sein eigenes Haus als auch das Haus seines verstorbenen Bruders (merhum kardeş) von diesem entsetzlichen Feuer verschont geblieben sind (müdhiş yangından kurtuldu).

Zudem wurde bereits anhand der Beweise (delil) erklärt, dass die Risale-i Nur im Sommer (yaz) der Anlass zu einem großen Regen und Segen (yagmur ve rahmet) war. Ein Ereignis, das in der Abhandlung (risalede kaydedilen hâdise) über die Verheißung von Gavs-ı Geylanî (Gott heilige sein Geheimnis) angeführt wurde, war eine Wundertat (keramet) der Risale-i Nur. Im Winter dieses Jahres (bu seneki kışta) wurde der Sitz der Tätigkeiten (merkez-i faaliyet) für die Risale-i Nur von Barla nach den Gärten von Isparta verlegt. In den Gärten sind Kälte und Stürme (soguk ve fırtına) viel heftiger als in der Stadt (şehirden çok şiddetli). Damit in diesem eisigen Winter (şiddetli kışta) der Unterricht (ders) der Risale-i Nur nicht unterbrochen (ta'til) wurde und auch der Veröffentlicher es dabei aushalten (naşiri de dayanabilmek) konnte, verging der Winter dieses Jahres (bu senenin kış) als ein Werk der Barmherzigkeit (eser-i rahmet) sehr milde (mutedil), und ein jeder weiß, dass bis heute ein solch milder Winter (kış), dessen manche Tage sommerlich warm (yaza benzer) waren, in den letzten Jahren in der Tat niemals wieder so erlebt wurden. Nun ist heute schon der zwölfte März, der 27. Februar alter Zeitrechnung. Heute ist der dritte Tag der berühmten stürmischen (fırtınalı altı meşhur) sechs Tage, die als die Sechs Stiere (Sitte-i Sevr) bezeichnet werden; und der Himmel ist so klar und schön (açıktır, güzeldir) wie der Nauros-Tag. Wir hatten bereits Anzeichen (emare) gesehen, um zur Überzeugung (kanaat) zu gelangen, dass die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahi) uns um des Segens (bereket) der Risale-i Nur willen mitten im Sommer einen Frühling (yaz ortasında bir bahar) beschert hatte. So sind wir auch zur Überzeugung (kanaat) gelangt, dass um des Segens (bereket) der Risale-i Nur willen auch mitten im Winter (kış ortasında) ein Herbst zustande (güz mevsim) kam.

In der Zeit (zaman), so kurz vor der Abfassung (te'lif) der Abhandlung über die Sparsamkeit (İktisad Risalesi), welche zu den Abschnitten (ecza) der Risale-i Nur gehört, wurde die Sparsamkeit unseres Meisters (Üstad) bei seinem Lebensunterhalt (maişet) besonders extrem (iktisadı ifrat). Ich, Hüsrev und noch viele andere Gefährten (arkadaş), wir alle wissen das. Obwohl unser Meister (Üstad) nicht krank war, haben wir einmal die ganze Nahrung (yedigi gıda), die er im Ramadan so zu sich nahm, zusammen gerechnet. Es waren dies ein Laib Brot (fıranca ekmek), eine halbe Okka (624g) Yoghurt im Beutel (kese) und 150 Dirhem (450g) Reis. Wir haben geschätzt (tahmin), er müsste mit so wenig Nahrungsmitteln wie z.B. drei Datteln (üç hurma) in 24 Stunden ohne weiteres zurecht gekommen (külfetsiz idare) sein. Da er darüber hinaus keinen Appetit (fazlaya iştihası) mehr hatte, aß er auch nicht mehr. Dieser Zustand (hal) war ein Hinweis (işaret) auf den Segen (bereket), das Gesegnet-sein (mübarekiyet) und die Wundertat (keramet) der Abhandlung über die Sparsamkeit (İktisad Risalesi), die abzufassen (yazdırılacak), ihm gleich nach dem Ramadan gelungen war.

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Noch ein Vorfall (diger hâdise), der auf den Dienst (hizmet) der Risale-i Nur an der Stärkung des Glaubens (takviye-i din) hinweist (işaret), ist folgendes: die Verse (fıkra) der Kasside eines bedeutenden Gelehrten (mühim bir âlim) in Isparta, die er vor etwa 30, 40 Jahren (sene evvel) über die Zukunft (istikbal), geschrieben hatte, stimmen mit der Risale-i Nur vollständig überein (tam tevafuk) und weisen auf die Risale-i Nur hin. Es ist dies wie folgt:

Ich habe ein hier berühmtes Gedicht (meşhur bir şiir) eines Mannes (zâtın), der Topal Şükrü Efendi heißt, möge Gott sich seiner erbarmen (Allah rahmet etsin) und sein Grab von Licht erfüllt sein (kabri pürnur olsun). Er war ein Mann des Herzens (ehl-i kalb) und der Stolz (medar-ı fahri) der Provinz Isparta. Ich habe es mitgebracht, es meinen Gefährten (arkadaş) gezeigt und zu ihnen gesagt: So wie dieser Mann (zât) über unsere, von Irrtümern überschattete Zeit (dalaletli zaman) spricht, so scheint es auch, dass einige seiner Verse (fıkra) den kommenden Weltkrieg (harb-i umumî) voraussagen (kerametkârane). Denn in seinem Gedicht (şiir) sagt er:

Staunenswert jene Zeit, in der die Tollwut die Tollwütigen (kuduzu kuduza) auf einander los gehen lässt.

Das aber heißt, dass die Ungläubigen der ganzen Welt (dünya kâfirler) über einander her fallen (musallat). Und zwei Zeilen weiter sagt er nochmals (yine diyor):

Auf dem Markt der Zeit (Sûk-i asr) sind Handel und Wandel (dad ü sited) nur noch Unglaube und Irrtum (küfr ü dalal).

Es gibt keine Kundschaft mehr (müşteri kalmadı), obwohl doch der Glaube (din) nur noch zu einem Spottpreis (ucuzdan ucuza) angeboten wird.

Das heißt: auf dem Marktplatz jener Zeit (asrın çarşı) wird der Handel (alış-veriş) in die Hand des Unglaubens (dinsizlik elinde) geraten. Der Unglaube (dinsizlik) wird vorherrschen. Der Glaube (din) wird zu einem Billigpreis hinabstürzen (ucuza düşecek) und die Kennzeichen des Islam werden verheimlicht. Und weiter sagt er:

Oh Şükri, ich kenne zwar die Geheimnissen des Verborgenen nicht (esrar-ı gaybdan bilmezem),

Doch mehr oder weniger schätze ich drei + dreißig (üç otuz).

Dabei legt er das selber aus (tefsir), nämich die 33 (otuzüç). Wegen des strengen Versmaßes (kafiyesi) sagt er drei + dreißig (üç otuz) anstelle von dreiunddreißig (otuzüç). Zudem sagt er zwischen den Zeilen (fıkra), mit denen er auf den Weltkrieg (harb-i umumî) hinweist, und jenen Zeilen, die besagen, dass die Regeln des Atheismus (dinsizlik düsturlar) mit ihren Gesetzen (kanunlar) auf dem Markt jener Zeit (asır çarşısı) vorherrschen werden, folgendes:

Zu Hilfe, oh Helfer (avn) der Scheriah! {(Anmerkung): Die "Scheriah" ergibt numerisch 980. Die "Risalet-ün Nur" ergibt numerisch 978, wenn der Buchstabe "lam" des Artikels (aslî) in dem Wort اَلنُّور mitgerechnet wird; und so stimmen sie beide (980 und 978) mit nur zwei Ziffern Unterschied mit einander überein (iki farkla tevafuk).} Zu Hilfe, oh Muhyiddin! {Gemeint ist Muhyiddin Arabi, also derjenige, der die Religion aus dem Atheismus eines Staates herausführen und die Islamiyet wiederbeleben will.}

Denn der Schmerz der Wunde künftiger Misshandlungen (elem-i rîş-i cefa) gelangt von der Brust (sîne) bis tief hinunter in das Sein (öz) des Menschen.

Nun bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass dieser Mann (zât) rief, in 33 Jahren möge eine Botschaft des Lichtes (Risale-i Nur) Isparta zu Hilfe (imdad) kommen und daher rief er: "Zu Hilfe, oh Helfer (avn) der Scheriah! Zu Hilfe, oh Muhyiddin!" Das aber heißt, dass er nach einem Licht (Nur) rief, das ungefähr 33 Jahre nach seinem Tode die Scheriah und die Kennzeichen der Religion (dinin şeair) Isparta erreichen werden. Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) muss wohl sein Gebet (dua) angenommen haben, sodass 30, 40 Jahre nach seinem Tode (vefat) die Risale-i Nur diese Aufgabe übernommen hat (vazifeyi görmüş).

Euer Schüler und euer Diener
Süleyman Rüşdü
— 27 —

Dieser Brief (fıkra), den Rüşdü, der ein Süleyman aus Isparta ist, wegen des Vorfalls (hâdise) der Beschlagnahme (müsadere) der Risale-i Nur geschrieben (yazdı) und seinem obigen Brief (fıkra) beigefügt (zeyil) hat.

Alîl Osman Çavuş, der ein ehrenwerter Mann (muhterem bir zât) von 80 Jahren war und als Nachbar (komşu) neben der Villa (köşk) von Şükrü Efendi wohnte, die als Zentrum (merkez) für die Schüler (şakird) der Risale-i Nur diente, sah einen Tag nach dem Überfall (hücum) auf die Veröffentlicher (naşir) der Risale-i Nur im Traum (rü'ya), dass die Sonne und der Mond (Güneş ile Kamer) gemeinsam in die Villa (köşk) eintraten und sie erleuchteten (parlıyorlar).

Bekir, Keçeci Mustafa Efendis Enkel (hafid) sieht ein, zwei Tage nach diesem schmerzlichen Vorfall (hâdise-i elîm) in seinem Traum (rü'ya), dass die Sonne (güneş) in Richtung des Gebets (kıble) aufgeht. Im strahlenden Gesicht (Şuaat) der Sonne wiedersspiegelt sich das Gesicht (suret) des Veröffentlichers (naşir) der Risale-i Nur und erscheint genau in der Scheibe der Sonne (güneşin kursu).

Und weiter träumt eine fromme Frau (mütedeyyin bir kadın) nach demselben Vorfall (hâdise), dass vom Himmel gesegnete Blätter (mübarek kâgıtlar) herabregnen. Und man fragt sie : "Was ist das?" Und im Taum (rü'ya) wird ihr gesagt: "Es sind die Blätter (sahife) der Risale-i Nur." Das heißt, dass nach der Auslegung (tabirce) dieses Traumes: Da die Risale-i Nur ein Kommentar (tefsir) zum Qur'an ist, dass sie ein auf den Himmel und auf die Inspiration (semavî ve ilhamî) zurückführbarer Kommentar (tefsir) zum Qur'an ist, der eine Offenbarung vom Himmel (vahy-i semavî) herab ist. Und außerdem ist sie wie der Regen (yagmur) eine segensreiche Barmherzigkeit (kesretli bir rahmet) für die Menschen (insan).

Als ob jeder Schüler (şakird) der Risale-i Nur fühlt, so wie alle Glieder eines Körpers (cesedin azalar), die in gewisser Hinsicht eine Störung (müessir), von der der Körper betroffen (ârıza) ist, dies verspüren (hissetmesi), haben vier Schüler (dört şakird) der Risale-i Nur den folgenden Vorfall (hâdise) ein, zwei Tage bevor er sich ereignete (vukuu), folgender maßen im Traum gesehen: Drei von ihnen, nämlich Mehmed Zühdü, Halil Ruhi, Mehmed Niyazi träumten, dass ihr Meister (üstad), der Veröffentlicher (naşir) der Risale-i Nur gestorben wäre (vefat etmiş). Das Sterben (vefat) lässt sich jedoch als eine Nachricht von der Unterbrechung (ta'til) des Dienstes an der Risale-i Nur auslegen (tabir). Der vierte (dördüncü) aber ist Fâzıl Bey, der träumt: Einen Tag vor diesem Vorfall (hâdise) durchstöbert er die Bücher (kitab) im Regal (raf), wobei ihm einige Bücher aus der Hand fallen (kitabları düşürür). Der Meister (Üstad) ärgert sich (hiddet) über mich. Doch ich sagte zu ihm: "Refet hat sie fallen (düşürdü) lassen." Da stürzten plötzlich Polizisten ins Haus und nahmen (alıyorlar) alles mit.

Des weiteren wurden siebeneinhalb Monate zuvor die Veröffentlicher (naşirler) der Risale-i Nur in ihren Sorgen (elîm) auf die Polizeistation gerufen. Vier Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur, zwei von ihnen, nämlich Rüşdü und Lütfi haben den Vorfall (mes'ele), so wie er geschehen ist, die anderen beiden mit ein wenig Ausdeutung (tabir) denselben Vorfall (hâdise) geträumt. Den letzten Vorfall haben wiederum vier Schüler (şakirdler) genau so gesehen, wie er geschehen ist. Dies zeigt, dass die Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur wie die Glieder eines Körpers (cesedin azaları) sind, sodass sie einen Vorfall (hâdise), von dem die Risale-i Nur betroffen wurde, wie die Glieder eines Körpers verspüren (cesedin azaları gibi hissediyorlar).

Des weiteren hat jemand am Tage vor diesem Vorfall (musibet gününden) zu Bekir, einem Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur, gesagt: "Dein Meister ruft dich (Üstadın seni çagırıyor)!" Als ob er mit dem Gefühl einer Vorhersehung (hiss-i kabl-el vuku') den entsetzlichen Vorfall (müdhiş musibet) verspürt hätte, von dem sein Meister (Üstad) am zweiten Tage betroffen wurde, den er jedoch durch die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) leicht überstanden hat, lief er, als verspüre er (hissetmiş), wie groß und schwer (büyük, agır) die Pläne seiner Feinde (düşmanların plânları) waren, kam weinend (aglayarak) vor Angst und in Panik (korkaklık ve halecan) gelaufen. Obwohl es überhaupt keinen äußerlichen Grund dafür (sebeb-i zahirî) gab, in all seiner Panik zu weinen (halecan ve aglaması), konnte er sich dennoch nicht davon zurück halten (teskin), vor Erregung zu weinen (heyecanını aglamasını). Das also heißt, dass der unglückselige Vorfall (musibet) mit der Risale-i Nur auf wunderbare Weise (kerametkârane) seine Schüler (şakirdler) bereits im Voraus warnte (ikaz ediyordu).

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Des weiteren begann unser Meister (Üstad) unterwegs, als er an demselben Tag dieses unglückseligen Vorfalls (musibet) von einem Ausflug heimkehrte, plötzlich ohne Grund auf die Weltleute (ehl-i dünya) wütend (hiddet) zu sein, wie Hüsrev und Mehmed berichteten (ihbarı). Eine bekannte Schmähung (meşhur bir şetmi), die er vor fünfundzwanzig Jahren in einer überaus eigenartigen Weise (gayet acib) - einzig in der damaligen Situation (o hale mahsus) - gesagt hatte, als zwei herzlose (kalbsiz) Männer von hohem Rang (rütbeli) ohne Grund (sebebsiz) zu seiner Zelle (koguş), in der er gefangen saß (mahpus) und vor dem Kriegsgericht (Divan-ı Harb-i Örfî'de) auf seine Verurteilung zum Tode (i'dam kararı) wartete, gekommen waren, nur um ihn zu beleidigen (tahkir), richtete er sich gegen diese grausamen und gehässigen (zalim ve garazkâr) Weltleute auf und schrie drei Mal wiederholend: " Was wollt ihr von mir?" Dann wurde er still (susuyor). In genau demselben Augenblick umstellten sieben, acht Polizisten (zabıta) die Villa (köşk) um die Villa zu durchsuchen (basmak), was mit genau derselben Zeit übereinstimmte (zamana tevafuk ediyor).

Ein lehrreicher Vorfall (Medar-ı ibret bir hâdise): Ein Vorfall unter hundert Vorfällen (hâdiseden bir hâdise), durch welche diejenigen, welche die Veröffentlicher (naşirler) der Risale-i Nur belästigten, in der Absicht, sie unter Druck (tazyik) zu setzten, um so bei der Obrigkeit (âmirler) Anklang zu finden (yüz bulmak), die aber im Gegensatz (aks-i maksadıyla) zu ihrer Absicht eine Ohrfeige bekommen (tokat yedik) haben, ist der folgende:

Ein Mann (bir adam) suchte grundlos (sebebsiz) einen Vorwand (kulp) gegen die Veröffentlicher (naşir) der Risale-i Nur, nur um der Willkür (keyf) einiger gehässiger Leute (garazkârlar) willen, um sie durch die Gerichtsprozesse (mahkemelerde) ins Elend zu stürzen, ja sie dergestalt zugrunde zu richten. Er zeigte sich jedoch als ein Freund (dost) und schlich sich überaus hinterhältig und heuchlerisch (hainane, riyakârlık) in unseren Kreis (daire). Mit etlichen Lügen (yalanlarla) täuschte er seine Obrigkeit (âmirler) und bewirkte so, dass ein fürchterlicher Schlag (müdhiş darbe) über die Veröffentlicher (naşirler) der Risale-i Nur herab kam. Geschweige dennn, dass er dadurch Sympatie und Rang (teveccüh ve makam) erwarb, bekam er im Gegenteil einen solchen Schlag (tokat), dass ihn sein Gewissen, falls er ein solches hatte (vicdan varsa), quälen musste (vicdan azabı çektirecek), solange er auf dieser Erde weilte (dünyada kaldık). So haben sie ihn von seinem leichten Dienst (kolay vazifesi) abgelöst und statt dessen einen anstrengenden Dienst (müşkil bir vazife) angeordnet und betrachteten ihn außerdem noch als einen Lügner (yalancı nazarı). So zog er denn eine allgemeine Empörung (nefret-i âmme) auf sich. Zudem holte er zwei Tage nach einer Durchsuchung (taharri hâdisesi) einen alten Mann (ihtiyar adam) von seinem Haus (hane) ab und unterwegs verstarb dieser alte Mann plötzlich (ihtiyar zât füc'eten vefat). So war er denn nun auch noch materiell und geistig dafür verantwortlich (maddiyeye ve maneviyeye maruz).

Diejenigen, welche die Risale-i Nur angreifen (hücum) wollen, müssen sich zuvor ihr Leichentuch (kefen) umhängen, ihr Elend (rezalet) annehmen und bereits ins Auge (göz) fassen, um in der Tat noch in dieser Welt (dünya) in eine geistige Hölle (manevî cehennem) einzutreten.

— 29 —

Des weiteren sah jemand, der nicht zu den Schülern (şakirdler) der Risale-i Nur gehörte und sich mit uns gedanklich nicht beschäftigte (zihnen meşgul), zwei Tage (iki gün) vor dem oben erwähnten unglücklichen Vorfall (musibet hâdisesi) in seinem Traum (rü'ya), dass sich in einer Ebene (ova) außerhalb (altında) der Provinz Isparta große Wälder (çok ormanlar) befinden. Doch ein wild schäumendes Wasser (kuvvetli bir sel) kam und riss viele Bäume dieses Waldes (ormanın çok agaçlar) um. Dann bebte plötzlich die Erde (zelzele-i arz). Der Boden spaltete sich (yer yarılıp) und der Veröffentlicher (naşir) der Risale-i Nur trat mit seiner Kutte (elbise) ehrfurchtgebietend (heybetli bir surette) hervor. {(Anmerkung): Das Erdbeben (zelzele) im vergangenen Jahr, also das Erdbeben (zelzele) in Izmir, ist wohl ein Anzeichen (emare), dass die Risale-i Nur wieder lebendig wird, hervor tritt (çıkması) und so diesen Traum bereits auslegt (rü'yayı tabir). Die Risale-i Nur war vor diesem Erdbeben (zelzele) wie begraben (defnolunmuş) und verbreitete sich (intişar) in der Tat unter einem tief verborgenen Schleier (gayet gizli perde). Nach dem Ausbruch (başladıktan) dieses Erdbebens (zelzele) trat sie dann (meydan-ı zuhur) mit ihrer alten noch stets hochangesehenen Kutte (eski elbise-i fahiresi) wieder hervor.} Und von Furcht ergriffen (korkusundan) erwachte er.

ZweiTage später wurden die Abhandlungen (ecza) der Risale-i Nur nach einer Durchsuchung (taharri) wie verbotene Dokumente (evrak-ı muzırra) in Beschlag genommen (toplayıp) und zu dem Regierungssitz (merkez-i hükûmet), also nach dem Innenministerium (dâhiliye vekalet) gesandt, mit der Idee, man wollte die Risale-i Nur stilllegen (ta'til) und somit geistig unter die Erde bringen (manen topraga defnetmek), was ein großer Fehler (hata) war, der die Erde (küre-i arz) erbeben lassen würde. Da gar keine der Behörden (hiçbir daire) etwas in der Risale-i Nur entdecken konnte, was nach dem Gesetz (kanunca) zu einer Anklage dienen (mûcib-i muahaze) oder zu verantworten wäre (mes'uliyet), wurde die Risale-i Nur, die nach ihrer Vorstellung eigentlich durch ein geistiges Erdbeben (manevî zelzele) gestorben und begraben sein (öldürdük, defnettik) sollte, wieder lebendig (dirilip) und kam nun aus ihrem Erdspalt (yer yarılıp) wieder hervor. Zudem weist dieser Traum darauf hin (rü'ya işaret), dass die Risale-i Nur nach einem großen Erdbeben (zelzele-i azîm) nun in dem wildströmenden Wasser (sel) diesem vom Unglück betroffenen (musibetzede) Land und seinem Volk (vatan ve millet) als Retter (halâskâr) und Helfer (müncî) zu Hilfe eilen wird (imdadına yetişecek.).

Der Schüler (şakird) der Risale-i Nur
(Yıldırım) Süleyman Rüşdü
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Bedeutende Abschnitte (mühim parçalar), entnommen aus der Sammlung des 27. Briefes (Yirmiyedinci Mektub'un Lâhikası)

Erste Eingebung: Im ersten Strahl (Şua) wurde bezüglich der Hinweise von zwei, drei Ayat gezeigt, dass es eine Heilige Botschaft (kudsî bir müjde) und einen ausdrücklichen Hinweis (kuvvetli bir beşaret) darauf gibt, dass die treuen Schüler (sadık talebe) der Risale-i Nur im Glauben (iman) ins Grab (kabr) steigen und zu den Leuten des Paradieses (ehl-i Cennet) gehören werden. Doch erwartete (bekle) ich stets, dass ein Beweis (delil) notwendig werden wird, der diese so bedeutende Eingebung (mes'ele) und diesen so wertvollen Hinweis (işaret) voll und ganz bestärken könnte. Darauf warte ich (muntazır) nun schon seit langem. Doch Dank sei nun Gott (lillahilhamd), dass mir da unerwartet zwei Zeichen (emare) ins Herz (kalb) kamen:

Erstes Zeichen: Je mehr der wahrhaftige Glaube (iman-ı tahkikî) sich von der auf rein wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Gewissheit (ilmelyakîn) der auf Wahrheit beruhenden Gewissheit (hakkalyakîn) annähert, wird er nach dem Urteil der Leute, die glauben und in sich gehen (ehl-i keşf ve tahkik), nicht mehr aufgehoben werden können, weshalb sie sagen: "Während der Mensch noch mit dem Tode ringt (sekerat), kann der Teufel (şeytan) mit seinen Einflüsterungen (vesvese) lediglich dem Verstand (akl) Zweifel (şübhe) einflößen und ihn in Unschlüssigkeit (tereddüd) stürzen. Gründet der Glaube jedoch in der Wahrheit (iman-ı tahkik), beschränkt er sich nicht nur auf den Verstand (akl). Er verbreitet sich vielmehr sowohl im Herzen (kalb) als auch in der Seele (ruh), öffnet sich der meditativen Wahrnehmung (sırr) und dergleichen noch weiteren Feinheiten (letaif) und schlägt dort seine Wurzeln (sirayet), wohin die Hand des Teufels (şeytan) nicht gelangen kann; so bleibt der Glaube (iman) dieser Menschen vor dem Untergang (zeval) verschont (mahfuz).

Der erste Weg, der ein Mittel zur Erlangung (vusul) dieses wahrhaftigen Glaubens (iman-ı tahkik) ist, besteht darin, in vollkommener Heiligkeit (velayet-i kâmil) durch Visionen und innere Schauungen (keşf ve şuhud) zur Wahrheit (hakikat) zu gelangen. Dieser Glaube aufgrund innerer Schauungen ist jedoch allein den großen Vollendeten unter den Heiligen (ehass-ı havassa) vorbehalten.

Der zweite Weg: Jener Weg des Glaubens an das Verborgene (iman-ı bilgayb), durch den Segen des Geheimnisses (sırr-ı vahyi) der Offenbarung (feyz) auf eine auf das Zeugnis (bürhan) und den Qur'an zurückführende Weise, in der Harmonie (imtizac) zwischen Herz (kalb) und Verstand (akl), mit einer Kraft (kuvvet) im Grade wahrhaftiger Gewissheit (hakkalyakîn), in jener wissenschaftlich begründeten Gewissheit (ilmelyakîn), die zwangsläufig und ganz offensichtlich (zaruret ve bedahet) ist, die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) zu bestätigen (tasdik). Was diesen zweiten Weg betrifft, so erfahren aufrichtige Schüler (has talebe) der Risale-i Nur, dass er ihre Grundlage (esas), ihre Hefe (mâye), ihr Fundament (temel), ihre Seele (ruh) ist und auf Tatsachen (hakikat) beruht. Auch andere, wenn sie die Dinge einsichtsvoll (insaf) betrachten, werden erkennen, dass die Risale-i Nur die Wege, die den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) zuwiderlaufen, als nicht begehbar (gayr-ı mümkin) und daher unmöglich (muhal), ja unvorstellbar (mümteni') darstellt.

Zweites Zeichen: Von den getreuen Schülern (sadık şakird) der Risale-i Nur werden so viele (kesret), wohlgefällige (makbul), aufrichtige (samimî) Gebete (dua) für ihr gutes Ende (hüsn-ü akibet) und die Erlangung eines vollkommenen Glaubens (iman-ı kâmil), dargebracht, dass der Verstand (akıl) es nicht für möglich hält, dass unter diesen Gebeten (dua) keines angenommen (kabul) werden könnte.

Hier ein Beispiel (Ezcümle): Ein Diener (hâdim) und einziger Schüler (şakird) der Risale-i Nur, der in vierundzwanzig Stunden außer den Gebeten (dua), die er hundert Mal für die Schüler (talebe) der Risale-i Nur darbringt, für ein gutes Ende (hüsn-ü akibet) der Schüler (talebe) der Risale-i Nur und dass sie die Ewige Glückseligkeit (saadet-i ebediye) erlangen (mazhar) mögen, wenigstens zwanzig, dreißig Mal für die Sicherheit ihres Glaubens (selâmet-i iman) und für das gute Ende (hüsn-ü akibet) ihrer selbst und dafür, dass sie mit ihrem Glauben ins Grab (imanla kabre) hinabsteigen mögen, dasselbe Gebet (dua) meistens innerhalb der (für das Gebet) annehmbaren Bedingungen (şerait) verrichtet.

Des Weiteren ist die Summe der Gebete (dua) der Schüler (talebe) der Risale-i Nur füreinander - mit ihren aufrichtigen und unschuldigen Zungen (samimî, masum lisan) - um des Glaubens (iman) willen, der in dieser Zeit in jeder Hinsicht am meisten von Angriffen bedroht ist (hücuma maruz), um der Sicherheit ihres Glaubens (selâmet-i iman) willen von einer solchen Kraft (kuvvet), dass die Barmherzigkeit und Weisheit (rahmet ve hikmet) Gottes es nicht erlauben (müsaade) würden, sie abzulehnen (reddine). Falls sie - angenommen - in Anbetracht der Summe abgelehnt würden, genügt (kâfi) es dennoch, wenn auch nur ein Einziges von ihnen angenommen (kabul) würde, damit ein jeder von ihnen in Sicherheit mit seinem Glauben (selâmet-i iman) ins Grab (kabr) gehen kann. Denn jedes Gebet (dua) umschließt zugleich auch alle (umum) anderen.

Said Nursî
— 31 —
Ich möchte euch von ein, zwei Vorfällen (hâdise) erzählen, die von den Wundertaten (keramet) der Risale-i Nur in dieser Gegend (havali) in Erscheinung getreten, d.h. unter vielen anderen wie Wassertropfen durchgesickert (tereşşuhat) sind:

Erstens: Ein aufrichtiger, schon alt gewordener Schüler (ihtiyar talebe), der Hatib Mehmed (möge Gott sich seiner erbarmen (Rahmetullahi Aleyh)) hieß, schrieb die "Abhandlung für die Alten" (İhtiyarlar Risalesi) ab. Fast schon am Ende der "Elften Hoffnung" (Rica), genau dort, wo von dem Tod des seligen (merhum) Abdurrahman gesprochen wird, schrieb sein Stift: "Lâ ilahe illâ hû" und seine Zunge sprach: "Lâ ilahe illallah" und so setzte er denn mit dem Siegel eines guten Endes (hüsn-ü hâtim) seinen Stempel (hâtem) unter die Seite seines Lebens (sahife-i hayat) und unterzeichnete (imza) mit seinem Tode (vefat) die mit einem Hinweis versehene Kunde (işarî beşaret) des Qur'an, dass die Schüler (talebe) der Risale-i Nur mit ihrem Glauben (iman) ins Grab (kabr) gehen werden. (Möge Gott ihn mit Seiner unendlichen Barmherzigkeit segnen.) (Rahmetullahi Aleyhi Rahmeten Vâsia.)

Zweitens: Während der Korrekturarbeit (tashih) an dem Inhaltsverzeichnis (fihrist), das ihr abgefasst habt, habe ich zu Tahsin gesagt: "Schreibe ab!", nämlich eine Seite, die ein Kopist (müstensih) versehentlich ausgelassen hatte. So begann er denn mit der Abschrift. Da wurden die tiefschwarze Tinte und der saubere Stift, als ein Zeugnis (hüccet) dafür, dass der Zweite Band des Verzeichnisses, das ihr abgefasst habt, angenommen worden ist (makbuliyet), überraschend zu einem wunderschönen Rot. Bis zur halben Seite betrachteten wir diesen erstaunlichen Vorfall (garib hâdis) in Bewunderung (taaccüb); danach wurde die Tinte erneut wieder tiefschwarz. Die andere Hälfte der Seite wurde also mit dem gleichen Stift aus demselben Tintenfass völlig schwarz geschrieben. Einmal erlebten wir in Barla in einer Villa in den Gärten (köşk) mit Şamlı, Mes'ud und Süleyman als Zeugen (müşahede) das gleiche Ereignis (hâdise) in einer ähnlichen Form. Es war dies wie folgt:

Da ich sie nicht mochte, habe ich dort einen Teil der schwarzen Tinte weggegossen; da verwandelte sich der Rest auf einmal in ein wunderschönes Rot, das mir sehr gefiel. Das hat die Schreiber (kâtib) der Risale-i Nur begeistert (şevk) und führte uns eine Spitze (uc) in der Kette der Wunder (silsile-i keramet) gleich einem Tropfstein (tereşşuh) vor Augen.

Said Nursî
— 32 —

Dieser Tage vernahm ich im Lauschen meines Herzens den folgenden Frage- und Antwortwechsel. Daraus möchte ich Ihnen hier eine Zusammenfassung geben:

Da sagte jemand: "Die allseitigen Vorbereitungen (tahshidat) der Risale-i Nur und ihr umfassender Einsatz aller Kräfte für Glaube (iman) und Einheit (tauhid) werden noch ständig verstärkt. Doch selbst den hartnäckigsten Atheisten zum Schweigen zu bringen, würde schon ein Hundertstel genügen. Warum aber sucht sie dann noch so fieberhaft nach immer neuen Beweisgründen (tahshidat)?"

Man gab ihm zur Antwort: "Die Risale-i Nur bessert nicht nur kleinere Schäden wieder aus, sie setzt keine Hütte wieder in Stand, sondern wirkt einer umfangreichen Zerstörung an einer weitläufigen Burg entgegen, die den Islam umfasst und deren Steine groß wie die Berge sind. Sie bemüht sich nicht nur darum, das Herz eines einzigen Menschen und sein persönliches Gewissen zu heilen, sondern das Herz des (islamischen) Volkes und das Denken der Allgemeinheit, dem durch die Verderben bringenden Mittel und Geräte, die schon tausend Jahre lang vorbereitet und angesammelt worden sind, so fürchterliche Wunden geschlagen wurden und das Gewissen der Allgemeinheit (Muslime), das durch den Zusammenbruch der islamischen Grundsätze, Bewegungen und Kennzeichen (Sheair), welche ein Zufluchtsort der (islamischen) Gemeinschaft im Allgemeinen und der einfachen Gläubigen im Besonderen war, allmählich verdorben worden ist, durch das Wunder des Qur'an und seine tiefen Wunden mit den Mitteln und Möglichkeiten des Qur'an und des Glaubens zu heilen. Gegen solche allgemeine fürchterliche Zerstörung, gegen solche Verwundungen und Verletzungen ist es sicherlich notwendig, Zeugnisse von unumstößlicher Wahrhaftigkeit und Beweismittel so stark wie die Berge zu finden, erprobte Heilmittel in der Wirksamkeit von tausend Gegengiften und zahllose Medikamente. Diese Aufgabe erfüllt die Risale-i Nur, entstanden in unserer Zeit, inspiriert durch das Wunder, ein Wunder, das die Verkündigung des Qur'an ist, und die ein Fahrzeug ist des Fortschritts und der Entwicklung auf den Stufen des Glaubens." Dies ist der Sinn eines langen Gesprächsablaufes, den ich zur Gänze mit angehört habe. Er erfüllte mich mit grenzenloser Dankbarkeit. Dies ist jedoch hier nur eine kurze Zusammenfassung.

Aufgrund dieses Ereignisses (hâdise) möchte ich einen Vorfall (vakıa) erklären, der mir in den letzten Tagen wieder einfiel (hatır):

Während ich am Schluss der Rezitation nach dem Gebet (namaz tesbihatı) dreiunddreißig Mal die Formel der Einheit (kelime-i tevhidi) wiederholte, kam mir ins Herz: eine heilige Hadith (Hadîs-i şerif) besagt: "Manchmal gilt eine Stunde Nachsinnen (tefekkür) genauso viel wie ein Jahr der Anbetung (ibadet)." Diese Stunde dient der Risale-i Nur. "Bemühe dich also, dir diese Stunde zu ermöglichen!", so wurde es mir eingegeben (ihtar). Und so dauerte - wenn auch nicht direkt beabsichtigt (ihtiyarsız) - ein besinnliches Gespräch (tefekkürî bir tekellüm), das eine Zusammenfassung der beiden Kapitel (tefsir) des Großen Zeichens (Âyet-i Kübra) ist, welche die beiden Kommentare zur Großen Ayah (âyet-ül kübra) aus dem Qur'an sind, genau eine Stunde. Dabei habe ich bemerkt, dass es aus einem wunderbaren Geheimnis (sırr), ausgewählt (müntehab) aus der Zusammenfassung (hülâsa) des ersten Kapitels (Birinci Makam) des Großen Zeichens (Âyet-ül Kübra), das ich euch übersandt habe, und aus lichtvollen (nurlu) und wohlgestalteten Abschnitten (tatlı fıkra), abgeleitet aus dem arabischen 29. Blitz (Yirmidokuzuncu Lem'a-i Arabiye), zusammengesetzt ist. Ich habe angefangen, es in vollkommener Freude (kemal-i lezzet) jeden Tag nachsinnend (tefekkürle) zu lesen. Nach ein paar Tagen kam mir in Erinnerung (hatır): Da die Risale-i Nur nun einmal ein Wegweiser (mürşid) in dieser Zeit ist, kann sie für ihre Schüler (talebe) zugleich auch ein großes Gebet (vird-i ekber) sein. So habe ich denn zu meinem Stift (kalem) gegriffen. Ich hatte mir schon lange vorgenommen (niyet), aus mehr als Tausend Ayat des Qur'an, welche spezielle Quellen (hususî menba) und eine Fundgrube aller Abhandlungen sind, anhand dieser Hinweise (işaret), die ich bereits in meinem Qur'anexemplar gemacht hatte, einen großen Auszug (Hizb-i A'zam) aus dem Qur'an zu machen. Nun habt ihr das Recht, das ich diesen großen Abschnitt (hizb-i a'zam) und dieses große Gebet (vird-i ekber) bei passender Gelegenheit auch an euch sende, damit auch die Gefolgschaft (mensub) der Risale-i Nur an dem einen oder anderen segensreichen Tag die Gelegenheit (hakkınız) hat, ihn zu lesen. Möge Gott es so wollen (inşâallah), dass er in Kürze an euch abgeschickt werden wird. Um einige Wörter zu übersetzen und einen Teil der Zusammenhänge verständlich (tefhim) zu machen, möchte ich, wenn ich dazu die Zeit finde, dem noch so etwas wie eine kurze Anmerkung (haşiye) hinzufügen.

Allen Brüdern und allen Gefährten im Dienst (hizmet) am Qur'an in Sehnsucht und Wunsch (hasret ve iştiyak) nach einem Wiedersehen

Tausende Grüße (selâm).

Said Nursî
— 33 —

Ein Abschnitt (fıkra) von Hilmi, Tahsin und dem Teehausbesitzer (Çaycı) Emin, Schülern (şakird) der Risale-i Nur. Es ist angemessen (münasib), diesen Abschnit (fıkra) dem "Siebenundzwanzigsten Brief" (Yirmiyedinci Mektub) beizufügen.

Da unsere Abhandlungen (risale) durch die Spitzel (casus) in den letzten Tagen mit großer Aufmerksamkeit (hassasiyet) beobachtet werden, zeigt auch der Schutz der Gnade Gottes (inayetin himayeti) durch eine Art Aufmerksamkeit (hassasiyet) Seine besondere Gunst (ikram). Hier dafür nur ein ganz kleines Beispiel (cüz'î bir nümune):

Was den Lebensunterhalt (maişet ciheti) der Schüler (şakird) der Risale-i Nur betrifft, so ist er eine Gunst Gottes (ikram-ı İlahî), die sich in einer winzigen, jedoch staunenswerten (şâyan-ı hayret) und überaus subtilen Übereinstimmung (latif bir tevafuk) offenbart, einem Ereignis (vakıa), in dem sich zweifelsohne jene Güte (keramet) zeigt, die im Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur zum Ausdruck kommt. Die Übereinstimmung (tevafuk) hat in diesem Fall (vakıa) ihre Quelle (menbaı) in einer Kette der Keramet (silsile-i keramet) der Risale-i Nur, die uns bei einer sechsmaligen Übereinstimmung (altı aded tevafukat) einer solchen Art (cins) eines Zusammentreffens (ittifak) zu der Überzeugung (hükmet) hat gelangen lassen, dass dies in der Tat die Wahrscheinlichkeit (ihtimal) eines bloßen Zufalls (tesadüf) von vornherein ausschließt. Es ist dies wie folgt:

Da wir seit ein paar Tagen unseren Meister (Üstad) nicht besucht hatten, ging ich mit meinem Bruder Emin, den Meister zu besuchen (ziyaret). Nachdem wir nachmittags gemeinsam das Gebet (ikindi namaz) verrichtet hatten, beehrte er (emr) uns mit den Worten: "Ich möchte euch etwas zu essen anbieten; hier ist euer Proviant (tayin)." Und noch einmal wiederholend sagte er: "Wenn ihr nicht esst, wird es mir zu einem neunfachen Verlust (zarar). Denn anstelle dessen, was ihr esst, wird Gott der Gerechte (Cenab-ı Hakk) es mir zukommen lassen."

Obwohl wir aber immer noch dafür um Verzeihung baten (rica), etwas zu essen abzulehnen, beehrte er uns (emr) weiterhin mit den Worten: "Esst, was euch bestimmt (rızk) ist; es wird zu mir kommen." Um uns seiner ausdrücklichen Empfehlung nicht zu widersetzen, begannen wir also nun, von der dargebotenen Butter und dem wohlschmeckenden Kürbis (kabak tatlısı) mit etwas Brot zu essen. Doch während wir noch zu Tisch saßen, kam zu unerwarteter Zeit und Weise ein Mann zur gleichen Zeit zur Tür herein. Er hielt in der einen Hand so viel frisches Brot wie wir gerade gegessen hatten und ebenso viel Butter (ein Stück von der Größe einer Haselnuss) wie wir gerade gegessen hatten und in der anderen Hand etwa ebenso viel wohlschmeckenden Kürbis wie vor uns auf dem Tisch stand. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn es gab für uns überhaupt keine Möglichkeit, dies alles in irgendeiner Weise auf den Zufall (tesadüf) zurückzuführen. So hatten wir denn mit eigenen Augen den Segen des Herrn (bereket-i Rabbanî) in der Versorgung (rızk) der Schüler (şakird) der Risale-i Nur geschaut. Unser Meister (Üstad) sagte (emr) jedoch: "Die Gabe (ihsan) wird zehnfach sein. Wobei diese Gunst (ikram) genau die gleiche Menge ausmachte; d.h. der Aspekt des Proviants (tayin) stand hier im Vordergrund. {Das heißt, es ging hier um die genaue Versorgung der Schüler und nicht um irgendein Almosen (sadaka). (A.d.Ü.)} Die Versorgung mit dem Proviant erfolgt hier also mit der Waage (mizan)." {d.h. nicht beliebig, sondern ausgewogen (A.d.Ü.)} Später dann, noch am selben Abend, zeigte sich jedoch auch noch der Aspekt eines Almosens (sadaka). Da haben wir dann gesehen, wie vom Brot das Zehnfache, von der Buttermehlhelva (tereyagı tatlısı) auch das Zehnfache und, da er den wohlschmeckenden Kürbis (kabak tatlısı) nicht so besonders mag, statt dessen von den Zuccinis (kabak) und den Auberginen, sauer eingelegt (patlıcan turşusu), ebenfalls das Zehnfache, ganz im Gegensatz zu unserer Erwartung (me'mulün hilafına), hereinkam, als ein geistiger Lohn (manevî ücret) für ein einwöchiges Studium (mütalaa) des "Zweiten Strahls" (İkinci Şua) aus der Risale-i Nur. Das haben wir mit eigenen Augen gesehen, d.h. die Süßigkeit des wohlschmeckenden Kürbisses (kabak tatlısının tatlılıgı) wurde in die Buttermehlhelva (tereyagı-un helvası) umgewandelt, während das sauer Eingelegte (turşu) gleich geblieben ist.

— 34 —

So wie die Schüler (şakird) der Risale-i Nur für ihre guten Dienste (hüsn-ü hizmet) eine rasche Belohnung (mükâfat) erfahren, sahen wir mit eigenen Augen auch hier, wie in Isparta geschehen ist, dass auch diejenigen, die im Dienst Fehler (hizmette kusur) begehen, gleichfalls {gemeint sind Anhänger wie Gegner der Risale-i Nur (A.d.Ü.)} Ohrfeigen bekommen. Über lediglich fünf, sechs unter weit mehr Vorfällen möchten wir hier berichten.

Erstens: Ich, mit Namen Tahsin, bekam eines Tages - weil ich in unserem neu eröffneten Laden (dükkân meşgalesi) zu viel zu tun hatte und daher der mir mit dem "Licht" anvertrauten Aufgabe (vazife-i Nuriye) durch meine Nachlässigkeit (tenbellik) nicht nachkommen konnte - zur gleichen Zeit einen zärtlichen Klaps (şefkatli bir tokat). Als ich nämlich in unserem Laden saß, kam jemand herein, vertraute mir ein Pfand (emanet) von hundert Lira an und bat mich, ihm dafür einen Hundert-Lira-Schein zu geben. Um dem Besitzer dieser Summe Geldes um Gotteslohn (Allah için) einen Dienst (hizmet) zu erweisen, ging ich also zur Zentralbank (maliye sandık), um diese Scheine umzutauschen. Man entdeckte jedoch unter ihnen (paraları sayarken) einen Falschen (kalp lira). So musste ich denn während eines dementsprechenden Verhöres (ifade) Rede und Antwort stehen, Rechenschaft ablegen (muahazeye maruz), und auch mein Haus wurde einer Durchsuchung (taharri) unterzogen (îcab). Dann wurde ich vor Gericht (mahkeme) gestellt. Da dies aber nur eine Zurechtweisung (terbiye) und ein zärtlicher Klaps (şefkat tokadı) war, zeigte sich hier wieder einmal die Güte der Risale-i Nur und rettete mich, ohne dass ich dabei Schaden (zarar) nahm.

Zweitens: Ein Mann (bir zât), der unserem Meister (Üstad) und der Risale-i Nur vier, fünf Jahre lang gelegentlich gedient (hizmet) und sie auch anderen zu lesen gegeben hatte und ihr ernsthafter Anhänger (tarafdar) war, erschien eines Tages plötzlich mit einer Zeitung religiösen Inhalts in seiner Hand. Da er jedoch dabei dem Vertreter (sahib) einer Strömung (cereyan) Sympathie entgegenbrachte (tarafdarane bir tavır), die dem Geist (meslek) der Risale-i Nur zuwiderlief (muhalif), fühlte sich der Meister (Üstad) innerlich sehr beunruhigt (canı çok sıkıldı). Ein, zwei Tage danach bekam dieser Mann dafür zwar einen Schlag, wenn auch nur einen zärtlichen Klaps (şefkatli bir tokat). Da sagte zu ihm ein Arzt: "Wenn Sie sich jetzt nicht operieren (ameliyat) lassen, werden Sie zu hundert Prozent daran sterben." So ließ er sich also gezwungenermaßen operieren. Doch mit Hinsicht auf die Zärtlichkeit (şefkat) empfing er rasch Hilfe (imdad) und so wurde er denn gerettet (kurtuldu).

Drittens: Ein Beamter (memur) pflegte die Risale-i Nur in vollkommener Begeisterung (kemal-i iştiyak) zu lesen. Dabei bemühte er sich öfter, dem Meister zu begegnen und dabei aufrichtig an seinen Unterweisungen (ders) teilzunehmen. Da wurde er plötzlich von einem Kommissar in Angst (evhem) versetzt. So hörte er denn auf, den Meister noch weiter zu besuchen und (die Risale-i Nur) zu lesen. Als er aber nun in eine andere Stadt fuhr, brach er sich unvorhergesehen und völlig überraschend ein Bein. So musste er denn einen Monat dort bleiben. Wiederum begleitete ihn die Zärtlichkeit (şefkat) wie ein Freund (yâr). Seitdem hat er nun wieder mit Begeisterung (şevk) begonnen, zu lesen.

Viertens: Eine bedeutende Persönlichkeit (zât) pflegte die Risale-i Nur mit völliger Hochschätzung (kemal-i takdir) sowohl zu lesen als auch abzuschreiben. Doch eines Tages verlor er jedes weitere Interesse (sebatsızlık) daran und erhielt dafür einen keineswegs mehr zärtlichen Klaps (şefkatsiz bir tokat): Seine Partnerin (refikası), die er sehr geliebt hatte, verstarb. Da aber auch seine beiden Söhne an einen anderen Ort verzogen, geriet er auf diese Weise in eine leidvolle (acınacak) Situation.

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Fünftens: Ein Mann (zât), der sich vier Jahre lang um die Angelegenheiten des Meisters an einem Marktflecken (çarşı) gekümmert hatte (hizmet), kündigte ihm eines Tages die Freundschaft (sadakatı bırakıp) und schlug einen anderen Weg ein (meslegini degiştirdi). Da erhielt er überraschend einen ganz und gar nicht zärtlichen Klaps (şefkatsiz bir tokat). Darunter leidet er nun schon seit einem Jahr.

Sechstens: Es handelt sich um einen Vorfall, von dem ein Hoca betroffen wurde. Vielleicht ist er jetzt noch immer ein wenig nachtragend (helâl etmez). Wir haben den Kontakt mit ihm verloren (görmüyoruz). Darum wollen wir jetzt über seine Ohrfeige auch nicht weiter reden (tokadı kaldı)!

Es gab noch viele andere derartige Vorfälle, weswegen wir keinen Zweifel (şübhe) mehr daran haben, dass sie auf jeden Fall Ohrfeigen (tokat) waren, die sich aufgrund von Nachlässigkeiten (kusur) gegenüber der Risale-i Nur ereigneten.

Die Schüler (şakird) der Risale-i Nur, die das bestätigen (tasdik), Hilmi, Emin, Tahsin

Auch ich kann das in der Tat bestätigen (tasdik)
Said Nursi
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Noch etwas Wunderhaftes (keramet) bei der so leichten Verbreitung (sühulet-i intişarı) der Risale-i Nur durften wir erleben, während wir diesen Brief schreiben und zu der Zeit, da wir die Güte (keramet) des Essens mit eigenen Augen wahrnehmen. Es ist dies wie folgt:

Wir hatten sieben, acht wichtige Abhandlungen (risale) und die Abhandlung über die "Hinweise (İşarat) des Qur'an" aus dem Buch "Strahlen" (Şua) zusammen mit einem wichtigen Brief in einem Sack für einen wichtigen Bruder in eine andere Stadt (şehir) gesandt. Unser Fahrer verlor jedoch dieses Paket. Dennoch gelangten diese Werke (eser) in einer derartigen Zeit, noch bevor Heuchler und Spitzel (münafıklar ve casuslar) darüber Bescheid (haber) wussten, durch eine vertraute (emin) Hand nach fünf Tagen wieder in unsere Hände, wodurch wir zu der sicheren Überzeugung (kat'î kanaat) gelangten, dass eine Gnade (inayet) uns beschützt (himaye).

Ein weiterer subtiler Schutz (latif bir himayet) der Güte des Herrn (inayet-i Rabbaniye) gegenüber der Risale-i Nur war Folgendes: In einem Augenblick undurchsichtiger Verhältnisse (karanlık bir vaziyet) während einer beängstigenden Zeit, in der Verdächtigungen (evham) und Schnüffeleien (tecessüs) der Spitzel (casuslar) und der Untersuchungsbeamten (taharri memurlar) die Behausung (menzil) unseres Meisters (Üstad) belauerten (sarma), stahl eine Maus eine Socke des Meisters. Wir haben noch lange danach gesucht und sie nirgendwo finden können. Endlich entdeckten wir dann das Mauseloch. Es war aber unmöglich, dass die Socke da hinein gekommen sein könnte. Jedoch zwei Tage später sahen wir, dass dieses Tier die Socke mit sich geschleppt und genau dort hatte liegen lassen, wo private (mahrem) Briefe und Dokumente (evrak) lagen, deren Inhalt (muhteviyat) wir längst schon vergessen hatten. Eigentlich hatten wir schon zwei Mal dort nachgesehen, konnten sie da aber nicht entdecken. Die Socke dahin zu bringen war jedoch nur dadurch möglich, dass sie über das Ofenrohr geklettert war, um dahin gelangen zu können. Nur ein überaus kluger und intelligenter Mann (kurnaz ve zeki) hätte dies zuwege bringen können. Da hier jedoch überhaupt keine Möglichkeit (ihtimal) für einen Zufall (tesadüf) blieb, sagte der Meister (Üstad): "Diese Briefe müssen wir von dort wegschaffen." Wir haben sie dann erst einmal durchgelesen. Ihr Inhalt war zwar keineswegs politisch (siyaset). Sie hätten jedoch einen wichtigen Grund (vesile) für diese argwöhnischen Spitzel (vehham casus) abgeben können, gegen uns aus einem Korn eine Kuppel (habbeyi kubbe) zu bauen. Wir haben sowohl sie als auch noch andere Dinge fortgeschafft, die als Vorwand (bahane) hätten dienen können. Wegen unserer Aufregung (heyecan) haben die Spitzel (casus) bereits Bescheid (haber) gewusst und dachten schon, dass wir uns auf irgendetwas vorbereitet hätten. Bevor sie jedoch hereinstürmten (hücum), kam Emin zwei Tage zuvor mit einem Sack ins Zimmer (menzil). Genau hinter ihm trat auch der Kommissar der Dienststelle (karakol) heimlich herein, ohne es jemanden merken zu lassen. Er fand jedoch in der Hand von Emin anstelle der Bücher nur einen Sack, in dem sich Jogurt befand, und änderte daraufhin seine Verhaltensweise (tavrı). Wie dem auch sei. Kurzum: entgegen aller Feinde und Spitzel (düşman ve casus), welche die Verbreitung (intişar) der Risale-i Nur verhindern wollten, kam ihnen nur eine einzige Maus (fare) entgegen und machte ihre Pläne null und nichtig.

Wir, Hilmi, Tahsin, Emin, Tevfik und Said bestätigen dies.
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Meine lieben Mitbrüder!

Ich bin mit euch zutiefst verbunden (alâkadar) und wünsche mir daher sehnlichtst (müştakım), mich mit euch zu treffen. Ich mache mir in diesem kalten Winter Sorgen (kışta merak) um euren Zustand (vaziyet). Während ich noch in meiner Vorstellung (hayal) mit euch rede, fallen mir ein, zwei Punkte ein (nokta hâtıra), die ich euch gerne erklären (beyan) möchte:

Erstens: Die meisten Weisheiten, die im Qur'an wiederholt werden und am Ende des Neunzehnten Wortes erklärt werden, finden sich in der Risale-i Nur. Dort findet sich auch die zweite Weisheit vollständig wieder. Diese Weisheit aber ist folgende:

Jedermann braucht jederzeit den Qur'an. Doch niemand ist dazu in der Lage, ständig den Qur'an zu lesen. Doch ist er wahrscheinlich dazu in der Lage, eine Sure zu lesen. Deshalb sind die wichtigsten Themen des Qur'an in seinen längsten Suren enthalten, wodurch sich jede Sure zu einer kleinen Qur'anausgabe gestaltet. Das heißt also, dass einige Themen, wie die Auferstehung (Haschir), die Einheit Gottes (Tauhid) und die Geschichte Mosis, wiederholt werden, damit sie niemandem vorenthalten bleiben. Weisheit von gleicher Bedeutung liegt auch darin, dass einzelne feinsinnige Glaubenswahrheiten und auch kraftvolle Zeugnisse dafür in verschiedenen Risalat wiederholt worden sind, ohne dass ich es bemerkt hätte, ganz ohne es zu wollen oder auch nur zu beabsichtigen. Ich war darüber sehr erstaunt und habe mich selbst gefragt: "Warum nur hat Gott gewollt, dass ich dies alles übersehen sollte?" Später wurde mir dann auf unumstößliche Weise klar, dass in dieser unserer Zeit jedermann die Risale-i Nur benötigt. Doch kann er nicht das Gesamtwerk erhalten. Und könnte er es erhalten, so kann er es doch nicht lesen. Stattdessen aber kann er einen kleinen Auszug aus der Risale-i Nur erhalten, der das Gesamtwerk in sich zusammenfasst und meistens kann er dann auch immer, wenn er das Bedürfnis dazu hat, über einige Themen darin nachlesen und so, gleich einem, der immer wieder das Bedürfnis nach Nahrung verspürt, gleichfalls immer wieder sein Studium aufnehmen.

Zweiter Punkt: Es wäre angemessen (münasib), wenn am Ende der kurzen arabischen Abhandlung (risalecik) mit dem Titel "Die Große Rezitation" (Vird-ül Ekber), welche aus dem Buch "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra) herausdestiliert worden ist, versehen mit einer Anmerkung als Kommentar (tefsir) zu der Ayah, die am Anfang der Abhandlung in Form eines Bittgebets (Risale-i Münacat) steht, nur noch die arabischen Texte (ilâve) hinzugefügt und mit ihr zusammen gelesen werden. Auch wir haben das in unseren Exemplaren (nüsha) so geschrieben.

Dritter Punkt: Meine lieben Brüder! In meinem Herzen (kalb) tauchte häufig die Frage auf: Warum hat İmam-ı Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, der Risale-i Nur und besonders der Abhandlung "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra Risalesi) eine so große Beachtung (ehemmiyet) geschenkt? So hatte ich auf den Sinn dessen gewartet. Dank sei Gott (Lillahilhamd) wurde er mir inspiriert (ihtar). Auf diesen Sinn, der sich mir entschleiert (inkişaf) hat, möchte ich jetzt nur einen kurzen Hinweis (işaret) geben. Es ist dies wie folgt:

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Da es eine besondere Eigenschaft (mümtaz bir hasiyet) der Risale-i Nur ist, den letzten und umfangreichsten Stützpunkt (istinad) des Glaubens (iman) wirksam und sicher (kuvvetli ve kat'î) kundzutun (beyan), zeigt sich diese Eigenschaft in der Abhandlung "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra Risalesi) ganz besonders glänzend. In diesem eigenartigen Zeitalter (acib asır) dehnt sich der Kampf zwischen dem Unglauben (mübareze-i küfür) und dem Glauben bis zum letzten Stützpunkt (nokta-i istinad) hinaus und stützt sich darauf. So kämpfen (çarpışıyorlar) z.B. zwei Bataillone (tabur) auf einem Kampfplatz (sahrada) gegeneinander, auf dem sich zuvor alle Streitkräfte (kuvvet) beider Seiten zu einer riesengroßen Feldschlacht (meydan muharebe) gegeneinander aufgestellt hatten. Dabei nutzt die feindliche Seite jedes Mittel aus (vasıtayı istimal), um ihr Bataillon mit allen für seinen Kampf erforderlichen Dingen (cihazat-ı muharribe) seines größten Heeres (ordu) auszurüsten (imdad) und seine geistige Verfassung (kuvve-i maneviye) ganz außerordentlich zu unterstützen (takviye), und nutzt dabei jede Gelegenheit (vesile) aus, um die geistige Verfassung des Bataillons der Gläubigen (ehl-i iman) zu zerschlagen und die Solidarität seiner Mitglieder (efradın tesanüdü) zu brechen. Ein interessanter Anreiz (istinadgâh) zieht die Leute an (temayül) und vernichtet so ihren Rückhalt (ihtiyat kuvveti). Gegen jeden einzelnen Soldaten des Bataillons der Muslime (Müslüman taburu) sendet sie eine sich auf den Geist (ruh) ihrer Gesellschaft (cem'iyet) und Kommunität stützende (mütesanid) Gemeinschaft (cemaat). In einer Zeit (hengâm), in der sie sich anstrengt, deren geistige Verfassung (kuvve-i mâneviye) ganz und gar zu vernichten (mahvet), tritt jedoch jemand wie Hızır hervor und spricht zu diesem Bataillon: " Sei nicht verzweifelt! Du hast einen so unerschütterlichen Stützpunkt (nokta-i istinad) und solch unbesiegbare (maglub), großartige Heere (muhteşem ordular) und unerschöpfliche Ersatzkräfte (ihtiyat kuvvetler), welche selbst die ganze Welt (dünya) nicht herausfordern könnte. Ein Grund eurer jetzigen Niederlage (maglubiyet) liegt darin, dass ihr gegen eine Gemeinschaft (cemaat) und ihre geistige Körperschaft (şahs-ı maneviye) nur einen einzigen Soldaten schickt. Strengt euch also an, sodass jeder einzelne Soldat mit einer starken geistigen Kraft (kuvvetli kuvve-i maneviye), die er von den Kreisen, die seine Stützpunkte (istinad noktalar) sind, diese geistig nutzt (manen istifade), zu einer geistigen Körperschaft (şahs-ı maneviye) und zu einer Gemeinschaft (cem'iyet) wird." So sagte er und so überzeugte er völlig (tam kanaat).

Genauso wurden auch die Leute des Irrweges (ehl-i dalalet), welche die Gläubigen (ehl-i iman) angreifen, da dieses Zeitalter eine Zeit der Gemeinschaften (cemaat zamanı) ist, durch die Gesinnung der Gesellschaft (cem'iyet) und ihre Kommunität zu einer geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) und zu einem bösen Geist (ruh-u habis). Dieser verdirbt das allgemeine Gewissen (vicdan-ı umumî) und das Herz der Gesamtheit (kalb-i küllî) in der islamischen Welt (âlem). Er zerreißt auch den erhabenen islamischen Schleier (perde-i ulviye), welcher die traditionelle Überzeugung (taklidî olan itikadları) des einfachen Volkes (avam) schützt, und verbrennt das vererbte Gefühl (hissiyat-ı mütevârise), welches das Glaubensleben (hayat-ı imaniye) am Leben erhält und traditionsgemäß (an'ane) überliefert wird. Während sich aber nun ein jeder einzelne Muslim für sich allein verzweifelt (me'yusane) vor diesem entsetzlichen Feuer zu retten versucht (çabalarken), eilte ihm die Risale-i Nur wie Hızır zu Hilfe (imdad). Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, entdeckte in seiner geistigen Schau (keşfen) die Abhandlung "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra Risalesi), welches als einen wunderbaren (hârika) dienstbereiten Soldaten (emirber nefer) in seinem Dienst (hizmet) das letzte Heer (ordu), {(Anmerkung): Eine Macht (kuvvet), die den Kosmos (kâinat) nicht zugrunde richten kann, kann es nicht in die Flucht jagen.} das den Kosmos umfasst (kâinatı ihata) zeigt und aus ihm materielle wie geistige Hilfe (maddî, manevî imdad) holt, die alle Widerstände verbrennt (mukavemetsûz). Und das zeigte er (Imam Ali) mit Nachdruck (ehemmiyet).

Die anderen Punkte im Gleichnis (temsil) kann man sich selber ausdeuten (tatbik), damit die Essenz (hülâsas) dieses Geheimnisses (sırr) sichtbar wird.

Said Nursî
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(Ein Artikel (fıkra) von Emin und Küçük Hüsrev Feyzi)
Hier handelt es sich um vier, fünf Wundertaten (keramet) bezüglich der Risalet-ün Nur.

Gesegnete (mübarek zât) Personen wie Hüsrev und Rüşdü, die unter unseren getreuen (sadık), aufrichtigen (hâlis), standhaften (metin) und beständigen (vefakâr) Brüdern (kardeş) im Dienst (Hizmet) am Qur'an unsere Vorbilder (sebkat) sind, haben verschiedene Artikel (müteaddid fıkralar) über die Segnungen (bereket) geschrieben, die den Dienern (hâdim) der Risale-i Nur als Zeichen (emare) dafür, dass ihre Aufgaben (vazife) gewürdigt (makbuliyet) worden sind, geschenkt worden sind. Wie die Artikel dieser Brüder (kardeşlerimizin fıkraları) wollen auch wir einige Ereignisse (hâdisat) beschreiben, die sich in jüngster Zeit genauso abgespielt haben (tezahür), wie wir dies selbst bezeugen können. Hier wollen wir nur einen Teil von ihnen als Beispiel (nümune) anführen.

Das Erste von ihnen ist das Folgende: Kürzlich machten wir zusammen mit dem Meister (Üstadımızla) einen Ausflug (kıra). Er geruhte, uns anzuweisen, Tee (çay) zu machen (emir buyurdu), und zwar jeden von uns jeweils zwei Gläser mit jeweils drei Stückchen Zucker zu trinken. Und so haben wir denn alle jeweils zwei Gläser Tee mit jeweils drei Stückchen Zucker getrunken. Nur Bruder Emin hat seinen Tee mit einem Stückchen Zucker weniger getrunken. Am Abend sind wir dann zum Zimmer unseres Meisters (Üstad) gegangen, der die Quelle der Verbreitung (menba-ı intişarı) der Risale-i Nur ist. Emin wollte sodann die Anzahl Zuckerstückchen, die wir gebraucht (sarfolunan şekerleri) hatten, wieder in die Zuckerdose zurücklegen. Die Dose nahm jedoch nicht mehr als acht Stückchen Zucker auf. "Gepriesen sei Gott" (Fesübhanallah) rief da Emin aus. An Stelle der siebzehn Stückchen Zucker war nun die Dose schon mit acht Stückchen Zucker bereits voll. Darüber waren wir nun sehr erstaunt (taaccüb). So hat uns denn dieser Vorfall (vakıa) im Grade einer Bezeugung (şuhud) zur Gewissheit (kanaat) gebracht, dass dieses Geheimnis (sır) eine Gnade Gottes (inayet-i İlahiye) und eine Güte des Herrn (iltifat-ı Rabbaniye) für die Risale-i Nur und ihre Diener (hâdim) gewesen ist.

Zweitens: Als der Meister gleichfalls am selben Tag die Abhandlung "Sechs Angriffe" (Hücumat-ı Sitte Risalesi), die ich, Mehmed Feyzi, bereits abgeschrieben und dem Meister (Üstad) zurückgebracht (teslim) hatte, an dem Ort, wo er sie versteckt hatte, nachsuchte, um sie mir zu geben, konnte er sie dort wider Erwarten (fevkalme'mul) nicht mehr finden. Da wandte er sich plötzlich im gleichen Moment in einer Weise, die seinen sonstigen Gepflogenheiten in der Weise widersprach (âdetlerinin hilafına), wie dies bisher noch niemals vorgekommen war, infolge dieses Vorkommnisses (hâdise) um, setzte seine Brille ab und wandte sich (müteveccih) der Treppe (merdiven) zu. Im selben Augenblick sahen wir, dass ein Spitzel (casus bir adam) in der Absicht der Verbreitung (intişar) und dem Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur einen Schaden (zarar) zuzufügen, unten an der Treppe stand, offensichtlich (zahiren) in der Absicht, ihn besuchen (ziyaret maksadıyla) zu kommen. Doch spürte er (hisseder) sogleich, dass der Meister (Üstad) ziemlich aufgeregt (telaşlı) war. Da lenkte der Meister (Üstad) seine bisherige Aufmerksamkeit (öteki nazar) um und auf seinen körperlichen Zustand (hâdise-i bedeniye) hin und sagte zu ihm: "Du siehst, dass ich im Augenblick gerade entschuldigt (mazurum) bin. So verschiebe denn deinen Besuch auf einen anderen Tag." Der kehrte also wieder um und ging. So blieben denn sowohl Mehmed Feyzi als auch die Abhandlung über die "Sechs Angriffe" (Hücumat-ı Sitte) und noch andere unserer Arbeiten von seinen Schnüffeleien (tecessüs) verschont.

Das Verschwinden (kaybolması) der Abhandlung "Sechs Angriffe" (Hücumat-ı Sitte) aus dem für sie bestimmten Versteck (saklandıgı muayyen yerinde), noch dazu auf diese so ungewöhnliche Weise (fevkalâde bir surette), war ein ganz außergewöhnlicher Vorfall (ehemmiyetli bir hâdise). Der ungewöhnliche Zustand (hilaf-ı âdet halet), von dem der Meister plötzlich betroffen war (Üstada ârız olan), und das Verschwinden dieser Abhandlung - von ihrer doch ansonsten für sie bestimmten Stelle - können keineswegs einem Zufall (tesadüf) zugeschrieben werden (hamledilmez). In der Tat haben wir eine Woche später diese Abhandlung (risale) ganz unerwartet (hilaf-ı me'mul) an einer anderen Stelle wiedergefunden. Auf Weisung (emr) des Meisters (Üstadımın emriyle) las ich sie mit meinem Bruder Emin mit großer Aufmerksamkeit (ehemmiyetli). Dabei gab uns der Meister (Üstad) seine Erläuterungen (izahat). Bis zu dieser Zeit hatten wir noch nie einen so bedeutenden und zugleich wunderbaren Unterricht (mühim ve tesirli ders) erhalten. Das also heißt, dass sich diese Abhandlung (risale) aufgrund dieser beiden bedeutsamen Geheimnisse (mühim sır) nicht gezeigt hatte. So lässt dieses Ereignis (hâdise) keinen Zweifel (şübhe) mehr daran, dass die wahrhaftigen und getreuen (ihlaslı ve sadık) Schüler (şakird) der Risale-i Nur jederzeit unter einem Schutz, der Gnade Gottes (hıfz u inayet) und stets unter Seiner Obhut (himayet) sind.

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Drittens: Unser Meister hatte einmal ein Kilogramm Käse. Meistens aß er von diesem Käse - weil er ihn mochte (hoşuna) - jeden Tag ein-, zweimal ein Stück. Zudem gab er auch uns davon zu essen. Und zumeist aß er von ihm, wenn er sonst nichts weiter zu essen hatte. So ging das sechs Monate lang weiter und immer noch hatte er hundert Gramm von diesem Käse übrig. Ich, sein beständiger Diener (hizmetçi) Emin und Kücük Hüsrev, sein Schüler (talebe) und Diener, haben dies ohne Zweifel (yakînen) selbst miterlebt und können es bestätigen. Jedoch nach Bekanntgabe (ifşa) dieses gesegneten Ereignisses (hâdise-i bereket) begann sich der Boden, der vorher nicht zu sehen gewesen war, zu zeigen und nun wurde eine stete Abnahme (noksaniyet) sichtbar. In der Tat ist das als ein Ausdruck seines Segens (bereket hususunda) ein staunenswertes (şâyan-ı hayret) Ereignis (hâdise). Des Weiteren reichte auch ein halbes Kilogramm Butter, obwohl er an den meisten Tagen reichlich davon verwendet hatte (fazlaca sarfoldugu), etwa für fünfzig Tage, was zeigt, dass zweifelsohne ein Segen (bereket) darin lag.

Wieder einmal an einem Festtag (Bayram Ramadan) hatten Tahsin und ich, nämlich Emin, ein Kilogramm feinen Zucker gebracht, obwohl der Meister (Üstad) damit nicht einverstanden war. Obwohl er meistens für Jogurt, Milch, Kürbis und noch andere Dinge manchmal zwanzig, dreißig Gramm Zucker verwendet hatte, blieben mehr als zwei Monate später dennoch von diesem Zucker mehr als zweihundert Gramm übrig, wofür die Ursache auf jeden Fall auf Gottes Segen (bereket) zurückzuführen ist.

Zudem hat unter allen Schülern (şakird) in dieser Gegend (havalide) jeder mehr oder weniger verspürt und ganz offen gesagt (itiraf): "Wenn wir an der Risale-i Nur arbeiten, spüren wir sowohl Segen (bereket), als auch Leichtigkeit (sühulet) bei unserer Versorgung (rızk), als auch eine ganz offensichtliche (zahiren) Weite (inşirah) in unserer Brust und Frohsinn (ferah) in unserem Herzen (kalb)." So kann z.B. ich selbst, Emin, ganz offen sagen, dass ich ein ganzes Jahr lang gearbeitet habe, bevor ich in den Kreis der Risale-i Nur eingetreten bin. Sobald ich aber ich in den Kreis der Risale-i Nur eingetreten war, lebte ich, obwohl ich doch im Jahr nur drei, vier Monate arbeiten konnte, ruhiger (müferrah) und glücklicher (mes'ud) als zuvor, weshalb ich nicht im geringsten daran zweifle, dass dies zu hundert Prozent aus dem Segen des Dienstes (hizmetin bereketi)

{(Anmerkung): Als Bruder (kardeş) Emin in unsere Stadt (memleket) kam, arbeitete er jeden Monat sehr fleißig (fa'al). Ich sehe, dass er jetzt nicht länger als drei, vier Monate arbeitet. Doch habe ich in der Tat keinen Zweifel daran, dass der Grund dafür in dem Segen des Dienstes (hizmetin berekâtı) an der Risale-i Nur liegt. Dies bestätige (tasdik) ich aus ganzem Herzen (kuvvet).

Feyzi}

der Risale-i Nur erwächst.

Zudem sagt unser Meister (Üstad) z.B.: "Auch ich bin anhand vieler Erfahrungen (tecrübe) zu der sicheren Überzeugung (kanaat-ı kat'iyyem) gelangt, dass ich, wann immer ich mich mit der Korrektur (tashihat) der Risale-i Nur beschäftigte (meşgul), hinsichtlich meiner Versorgung einen Segen (rızkımda bereket) als auch eine Leichtigkeit in einer überaus offensichtlichen Weise (zahir tarzda) erfahre. Wann immer ich nicht damit beschäftigt war, habe ich diesen Umstand (hal) nicht erfahren." Außerdem sagt unser Meister (Üstad) - und das können wir auch bestätigen (tasdik): "Ich habe in letzter Zeit verstanden, dass sowohl ich als auch meine Freunde (dost) bis heute das Gesicht dieser Tatsache (hakikat) in einer anderen Form erfahren haben. Es ist dies wie folgt: Obwohl im Gefängnis ein einziger Laib Brot für mich acht, manchmal zehn Tage ausreichte (kâfi), lebe ich hier und heute genau auf diese Weise. Sowohl ich als auch meine Brüder (kardeş) hatten das immer darauf zurückgeführt, dass ich ja nur wenig esse und kaum Appetit (iştahsızlık) habe. Wir haben jedoch anhand vieler Zeichen (emare) ohne Zweifel verstanden, dass dieser merkwürdige Umstand (acib hal) nur die Folge dieses Segens (bereket) war. Den Laib Brot, der für mich ein paar Mal acht Tage ausreichte (kâfi), konnte ich mit dem gleichen Appetetit (iştiha) in den Zeiten, in denen ich diesen Segen (bereket) wegen meiner Untätigkeit nicht erfuhr, in zwei Tagen manchmal in anderthalb Tagen aufessen. Also erhielt ich meinen ganzen Proviant (mükemmel tayinat) in den letzten sechzehn, siebzehn Jahren aufgrund des Segens (bereket), der aus dem Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur erwächst." In der Tat sind wir auch im Grade einer augenscheinlichen (aynelyakîn) Sicherheit zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass all diese vielen Ereignisse ein Segen (hâdisat-ı bereket) waren, der ein Strahl (şua) der geistigen Wunderhaftigkeit (i'caz-ı manevî) des Qur'an ist, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist. Er sagt sinngemäß (manen): "Oh ihr Schüler (şakird) des Qur'an! Das, was euch meistens von euren heiligen Aufgaben (vazife-i mukaddese) abhält, ist eure Sorge um den Lebensunterhalt (maişet telaşesi). Der wird euch jedoch durch die Fülle (feyz) des Quran in Form eines Segens (bereket) gegeben. Darum sollt ihr euch allein um eure Aufgaben (vazife) kümmern."

اَللّٰهُمَّ بِحَقِّ اِسمِكَ اْلاَعْظَمِ وَ بِحُرْمَةِ رَسُولِكَ اْلاَكْرَمِ يَسِّرْلَنَا خِدْمَةَ الْقُرْآنِ بِنَشْرِ رِسَالَةِ النُّورِ بِالدَّوَامِ بَيْنَ اْلاَنَامِ فِى عَالَمِ اْلاِسْلاَمِ آمِينَ آمِينَ آمِينَ

{"Oh Gott, erleichtere uns den Dienst am Qur'an in der Verbreitung der Risale-i Nur um Deines großen Namens und Deines ehrwürdigen Geliebten willen; âmîn."}

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Des Weiteren war zur selben Zeit dieser obigen gesegneten Begebenheiten (hâdisat-ı bereketi) durch ein Wunder (keramet) der Risale-i Nur das Haus eines Schülers, das hunderte Lira wert ist, bei einem entsetzlichen Brand in der Nähe überraschend verschont (kurtulması) geblieben. Eine Frau, die dank ihrer spirituellen Einstellung (âhiret cihetinde) sehr mit dem Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur verbunden war, wurde, als sie - trotzdem das ganze Haus bereits lichterloh brannte - dennoch nach oben eilte, um ihre Diamanten, ihre Juwelen (elmas ve mücevherat) und ihr Gold im dritten Stock dieses Gebäudes zu retten (kurtarmak) - rundum von dem Feuer eingeschlossen. Sie konnte ihre Juwelen nicht retten und war vielmehr auch selbst in höchster Lebensgefahr (tehlike-i kat'iyye). In diesem Augenblick erinnerte (hatır) sich auch das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur - tief ins Gebet versunken (şiddetli dua ederken), es möge doch das Haus seines Schülers (talebe) von den Flammen verschont (kurtarması) bleiben - auch an diese hilflose Frau und betete auch für sie, wobei er auch die Risale-i Nur als Fürsprecher (şefaatçi) erwähnte, in der Sorge, es könnte auch seine geistige Schwester (âhiret hemşiresi) von den Flammen bedroht werden. So flehte er denn für sie (niyaz): "Oh Herr (Ya Rabbi), erbarme dich (merhamet) ihrer!" Im selben Augenblick schlug diese Frau ein Fenster ein und stürzte sich vom zweiten Stockwerk hinunter in den Hof; und es war vollkommen ungewöhnlich, dass sie sich dabei weder etwas verstaucht noch irgendetwas gebrochen hatte. Darüber hinaus waren in diesem schrecklichen Flammenmeer, das selbst Kupfer und Eisen schmelzen ließ, nachdem das ganze große Gebäude (konak) ausgebrannt war, dennoch all ihre Juwelen und ihr Gold - ohne irgeneinen Schaden zu erleiden oder auch nur einen Kratzer davongetragen zu haben - in einem Sack Mehl unversehrt (muhafaza) geblieben. Sie fand sie und nahm sie wieder mit. Durch den Segen (bereket) der Risale-i Nur hat sie sowohl sich selbst, ihr Leben (can) als auch ihr Hab und Gut gerettet (malını kurtarmış).

Im gleichen zeitlichen Zusammenhang mit diesen oben geschilderten Ereignissen (mezkûr hâdisat) erhielten zur gleichen Zeit zwei Männer {(Anmerkung): Tatsächlich hat einer von diesen Angreifern (mütecaviz) sich dafür entschuldigt (dehalet) und sich so vor dem Tode gerettet (kurtuldu), während der andere ein Jahr lang gelitten (azab) hat und danach gestorben ist.} mit bedeutenden Funktionen (vazife), die ihre Grenzen in schikanöser Weise (muacciz) überschritten (mütecaviz) hatten, durch die Risale-i Nur auf wunderbare Weise (kerametkârane) noch während ihrer Attacken (tecavüz) und Schikanen (taciz), zwei Ohrfeigen (tokad), der eine auf seinen Kopf, der andere einen Schlag (sille) auf die Brust (ciger) *, was bei uns überhaupt keinen Zweifel mehr daran ließ, dass sie eine Ohrfeige zu unserem Schutz und zur Bewahrung (hıfz u himayet) der Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye) im Dienst (hizmet) für den Qur'an erhalten hatten, sinngemäß (manen) mit dem Hinweis: "Nun ist es aber genug! Haltet ein! Ihr habt eure Ohrfeige zu Recht verdient."

Risalet-ün Nur Şakirdlerinden
Emin ve Feyzi
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Ein zärtlicher Klaps (şefkat tokadı), den Mehmed Feyzi bekommen hat...

Mein Meister (Üstad) hat mir in der Tat den Auftrag erteilt, die Abhandlung über die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye) nach der Vorlage (tarz) von Bruder Hüsrev abzuschreiben. Ich, Feyzi, war jedoch ein wenig nachlässig. Überraschend wurde ich dann mit dem Jahrgang 28 einberufen (asker). Wieder sagte der Meister (Üstad) zu mir: " Schreibe die Abhandlung über die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-ı Ahmediye) ab. Ich werde dich jetzt noch nicht gehen lassen." So habe ich denn damit angefangen. Und auch mein Einberufungsbescheid (emir) blieb noch eine Woche liegen. Es kam mir etwas dazwischen (ârıza). Und so blieb auch meine Schreibarbeit (noksan kaldı) liegen. Und erneut bekam ich einen Stellungsbefehl (asker). Und wieder sagte der Meister (Üstad): "Geh und schreib ab!" So habe ich denn im Ernst (ciddî) angefangen, daran zu arbeiten. Und wieder blieb entgegen allem Erwarten (fevkalme'mul) auch dieser zweite Stellungsbefehl (emir) abermals liegen. Eine Woche später hatte ich dann wieder eine Entschuldigung (mazeret) und ließ meine Schreibarbeit (yazı) liegen. Dann sagte der Meister (Üstad): "Nun liegt deine Aufgabe (vazife) hinsichtlich der Risale-i Nur beim Militär (askerlik)." Und da kam auch schon plötzlich wieder der Befehl (emir). Und so habe ich denn einen zärtlichen Klaps (şefkat tokadı) bekommen und wurde in Dienst (vazife) gestellt. Gott, dem Gerechten, sei Dank (Cenab-ı Hakk'a şükür): Dort habe ich dann an der Risale-i Nur gearbeitet und mich in ihren Dienst gestellt (çalıştım ve çalıştırıldım). Wie es der Meister (Üstad) uns gesagt hatte, wurde ich nach sechs, sieben Monaten wieder entlassen (terhis) und habe meinen geliebten Meister (Üstad) wiedergefunden (kavuştum). Und möge mir Gott (inşâallah) meine Fehler (kabahat) verzeihen! So mögen denn die Risale-i Nur und die Brüder Hüsrev, Rüşdü und Sabri, die im Dienst (hizmet) am Qur'an unsere Vorbilder (sebkat) sind, meine Fürsprecher (şefi') sein, wenn ich den Meister (Üstad) darum bitte, mir meine Fehler (kusur) zu vergeben. Ich sehe ein (itiraf), dass ich für meine Nachlässigkeit (tenbellik) einen leichten Klaps (şefkat tokadını) dafür bekommen habe.

Ein fauler Schüler (tenbel bir şakird) der Risale-i Nur, der sich jedoch des Fleißes und der Arbeit (gayret ve faaliyet) seiner Mitbrüder (kardeş) mit ihren diamantenen Stiften (elmas kalemli) rühmt.

Mehmed Feyzi
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Eine Unterweisung (hakikat), die Mehmed Feyzi und anderen Schülern (şakirdler) der Risale-i Nur erteilt und erklärt (beyan) wurde.

Mein lieber Bruder Feyzi! Wenn du so wie die Helden (kahraman) in der Provinz (Vilayet) Isparta sein willst, musst du auch genauso sein wie sie sind. Eine besonders ansprechende (cazibedar) Persönlichkeit (zât), die ein bedeutender Scheych, ein geistlicher Lehrer (mürşid) und besonders ansprechender Heiliger (cazibedar evliya) aus dem Nakschi-Orden gewesen war - möge sich Gott seiner erbarmen (Allah rahmet eylesin) - der vier Monate lang ununterbrochen fünfzig, sechzig Schüler (şakird) der Risale-i Nur im Gefängnis (hapishane) hinreißend unterhalten (celbkârane sohbet) wollte, konnte doch nur einen einzigen Schüler vorübergehend zu sich heranziehen. Alle übrigen blieben diesem doch recht ansprechenden (cazibedar) Scheych gegenüber reserviert.

Der Dienst an der Risale-i Nur, welcher für sie ein hoher und kostbarer Dienst am Glauben ist, genügt ihnen und bestärkt sie darin. Diese Schüler haben in ihrem Herzen, d.h. mit dem ganzen Scharfsinn und Weitblick ihrer Seele (kalb) folgende Wahrheit verstanden: Wenn die Risale-i Nur mit einem Dienst verbunden wird, so rettet sie den Glauben, wird sie mit einem Orden (tarikat) oder der Würde eines Ordensoberen (Scheich) verbunden, so verhilft sie dazu, die Stufenleiter der Heiligkeit emporzuklimmen. Dient sie dazu, den Glauben eines Menschen zu retten, so ist dies noch bedeutender und verdienstvoller als zehn Gläubige die Stufenleiter der Heiligkeit emporzuführen. Denn der Glaube verhilft zur ewigen Glückseligkeit, sichert einem Gläubigen ein ewiges Königreich, so groß wie die ganze Erde. Die Heiligkeit aber erhöht ihm noch das paradiesische Leben und verleiht ihm einen tieferen Glanz. Einen Menschen zu einem König zu machen ist eine noch verdienstvollere Aufgabe als zehn Menschen zu Heiligen zu machen.

Wenn also dieses subtile Geheimnis von einem Teil deiner Brüder in Isparta nicht mit dem Verstande erkannt wird, so haben sie es doch mit der ganzen Scharfsinnigkeit ihres Herzens erkannt. Sie werden einen armen sündigen Menschen den Heiligen, falls sie einen solchen finden, und auch den Exegeten als Kollegen vorziehen. Käme in diese Stadt ein Kutub (ein Leitstern des Glaubenslebens), ein Gaus-u adham (ein gewaltiger Gelehrter) und sagte: "Ich werde dich in zehn Tagen auf die Stufe eines Heiligen (velayet) emporsteigen lassen." und du ließest die Risale-i Nur fahren und gingest mit ihm, du wärest denen, die in Isparta für ihr Ideal kämpfen, kein Bruder mehr!

Da die Schülerschaft (şakird) der Risale-i Nur, die im Rahmen der gelobten Sitte (sünnet-i seniye) des Propheten - Dank sei Gott (lillahilhamd) - bereits den vollkommenen Glauben (kemal-i îman) erlangt und insoweit Gestalt angenommen hat, dass sie die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) der Heiligen (evliya) und geistlichen Lehrer (mürşid) in dieser Zeit auf sich gelenkt (celbedecek vaziyeti) hat, werden sich nun die wahren geistlichen Lehrer (hakikî mürşid), die sich in jeder Zeit finden, in jedem Fall und in dieser Zeit für die Schüler (şakird) der Risale-i Nur interessieren (müşteri). Wenn einer von ihnen zu ihnen kommt und sich ihnen anschließt, messen sie ihm ebensoviel Wert bei wie zwanzig anderen Schülern.

Da zudem die angenehme, ja geradezu anheimelnde (zevkli ve cazibedar) Atmosphäre der Gottesfreunde (velayet tereşşuhatı) gegenüber den Anstrengungen (meşakkat), dem Kampf (mücahede) und der Mühsal (külfet) im Dienst (hizmet) der Risale-i Nur gegeben sind, könnte die Wahrheit (hakikat), über die hier - an Feyzi gerichtet - geschrieben (hitaben beyan) wurde, auch dort in dieser Umgebung nützlich (faidesi) sein, weswegen wir sie euch hier beigefügt (leffen) gesandt haben.

Said Nursî
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Dieser Brief (fıkra) stammt von Hüsrev

Mein lieber Meister (Üstad)!

Eure Schüler (talebe), die es sich zu ihrem größten Ziel (maksad) gemacht haben, euren erhabenen, aufrichtigen Unterweisungen (ciddî irşad) entsprechend zu handeln (adım atmayı), haben sich dankenswerter Weise (şâyan-ı şükran) in den letzten Tagen (son zaman) auch so verhalten. Der zweite Hulusi mit seinen fünf, zehn Gefährten (arkadaş); Hâfız Ali, mit zwanzig, fünfundzwanzig Gefährten (arkadaş) aus der Umgebung (civar); die Gesegneten (mübarekler), mit ihren dreißig, fündunddreißig Gefährten (refikler) und besonders Hacı Hâfız in seinem Dorf mit den überaus aufrichtigen Leistungen (gayret) seiner Ahmeds und Mehmeds und ihren im großen und ganzen (umumiyet itibariyle) ohne Übertreibung (mübalagasız) Tausend Federn und vielleicht noch mehr; auch in Isparta, die ganz zuletzt kommen (geride kalan), durch den Eifer und Einsatz (gayret ve himmet) der emsigen Schüler (faal talebe) wie der heldenhafte (kahraman) Rüşdü und Mehmed Zühdü, die alle Abhandlungen (risaleler) für sich abgeschrieben haben (kendine tamamen), Küçük Ali, Osman Nuri und besonders Mehmed Zühdü, der aus dreißig, vierzig Schülern, sogar in gewisser Hinsicht eine führende Stellung (mümtaziyet) erworben hat, der wie Küçük Hâfız Ali die Risalet-ün Nur schreibt und zudem in seinem Haus (kendi evinde) in drei Monaten bis zu 150 Kinder ungestört unterrichtet (okutması), und eure Schüler (talebe) in seiner Umgebung (civar) zusammen mit ihren Gefährten (arkadaş) jeweils fünfzehn, zwanzig aus verschiedenen Dörfern (köyler), sie alle arbeiten fleißig (gayretli) in ihrem Dienst (hizmet) am Qur'an. Wie die Gesegneten (mübarekler) bereits mitgeteilt haben, ist es den vierzig, fünfzig Männern (adam) in vier Dörfern (köy), die zuerst noch nicht einmal Elif-Ba lesen konnten, innerhalb von vier Monaten gelungen (muvaffak), die Risalet-ün Nur fehlerfrei (mükemmel) abzuschreiben. So sind wir denn zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass dies eine außerordentliche Wundertat (hârika bir keramet) der Risalet-ün Nur ist.

Ein Schüler (şakird) der Risale-i Nur
Hüsrev
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Dieser Brief (fıkra) stammt von Hulusi

Mein lieber Meister (Üstad)!

Ich hatte den 19. Brief (Ondokuzuncu Mektub) mitgenommen, um ihn bei einer Versammlung (meclis) und in der Nacht zum Freitag (meclis) vorzulesen. Es war jedoch eine von Unwettern (Şiddetli yagmur) durchpeitschte Nacht (gece). Um ihn in der Veranstaltung (meclis) vorzulesen, fuhr ich mit meiner Hand in meine Tasche (elimi cebime) und bemerkte mit Staunen (hayretle), dass dieses gesegnete Werk (mübarek eser) nicht an seinem Platz war. Die Tasche, in die ich das Werk gesteckt hatte (eseri koydugum ceb), hatte weder einen Riss (yırtık) noch ein Loch (delik). Ich hatte mich auch nirgendwo (hiçbir yerde) aufgehalten. Wäre es etwa möglich (kabil) gewesen, nicht über diesen Zustand zu staunen (hale hayret)? Jene Nacht habe ich schlaflos (uykusuz) verbracht und war sehr traurig (müteessir). Ich habe Hazret-i Gavs um dieses gesegnete Werk (mübarek eser) gebeten. Dank sei Gott (lillahilhamd) wurde es dann am nächsten Tag (ertesi gün) von einem Lehrer (muallim) gefunden, der mit dem Gebet begonnen hatte (namaza başlamış), nachdem er dieses Werk einmal mitgehört hatte (eseri dinlemekle). Wäre dieses gesegnete Werk (mübarek eser) bei einem derartigen Unwetter (Şakır şakır yagmur) und in diesem Schlamm (çamur) gefunden worden, könntet ihr es euch dann vorstellen (tahmin), dass es nun etwa nicht (degil mi) mehr lesbar sein würde? Es ist staunenswert (Şâyan-ı hayret), bemerkenswert (cây-ı dikkat) und lehrreich (medar-ı ibret), dass es nicht einmal einen winzig kleinen Fleck (ufak bir leke) bekommen hatte. Der wahre Beschützer (Hâfız-ı Hakikî) hatte dieses gesegnete Werk (mübarek eser) bewahrt, genau so wie all diejenigen, die Ihm von Herzen aufrichtig (manen ve cidden) verbunden sind. So traten die Funken (lemaan) der Erscheinung (tecelli) der Namen "der Beschützer (Hafîz), der Allwissende (Alîm) und der Allweise (Hakîm)" offensichtlich hervor.

Hulusi

In meine individuelle (mahrem) Auslegung (istihrac) des "Geheimnisses von "Wir haben dir‌ gegeben" (Sırr-ı İnna A'tayna) genauso wie in die Frohen Botschaft aus dem Unsichtbaren (gaybî müjde) "Ein Licht (Nur) wird aufgehen und wir werden es sehen" in der Abhandlung "Dialoge" (Münazarat Risalesi) entsprechend meiner numerischen Berechnung (cifr), hatte sich - obwohl sie aufgrund einer Inspiration und der tatsächlichen Gegebenheiten der Wahrheit (ilhamî ve hak bir hakikatı) entsprach - bei meiner persönlichen Auslegung (fikrimle olan tatbikat) ein Fehler eingeschlichen. Und dieser Fehler hatte mir Sorgen bereitet. Denn was die Frohe Botschaft vom Licht (müjde-i nuriye) in den Abhandlungen (risaleler) "Dialoge" (Münazarat) und "Eingebungen" (Sünuhat) betrifft, so hat sie heute in der Risale-i Nur tatsächlich Gestalt (hal) angenommen. Denn anstelle des erwarteten weiten politischen Kreises (daire-i siyasiye), was sich jedoch später als Fehler herausstellte, beseitigte sie (izale) diesen Fehler in der Form eines hohen Kreises des Lichtes (daire-i nuriye). Obwohl meine persönliche Auslegung (sırr-ı mahrem) des "Geheimnisses von "Wir haben dir‌ gegeben" (Sırr-ı İnna A'tayna) aufgrund meiner numerischen Berechnung (istihrac-ı cifrî) sinngemäß (meali) "über den Köpfen derjenigen, die der İslâmiyet Schläge versetzen, wird es eine so fürchterliche Explosion geben, die bis zum Ende der Welt (kıyamet) nicht vergessen werden wird." sich auf zwölf Jahre und einen sehr weiten Kreis bezog, legte ich (tatbik) sie im Gegensatz (aksine) zu dem Geheimnis der Frohen Botschaft des Lichtes (nur müjdesi sırrını) als einen engen Kreis und mit einer bestimmten Regierung aus (hususî bir hükûmet), wobei meine Vorstellung (fikr) diesen weiten Kreis nicht umfassen (ihata) konnte und deswegen die Form dieser Wahrheit (hakikat) geändert hat. In Wirklichkeit verschiebt sich der Gründer und das Haupt (müessi ve başı) dieses Regimes in genau demselben Jahr (tarih), auf das meine Auslegung (istihrac) hinweist, aus dieser Welt (dünya) und er bekam seinen Schlag.

— 46 —

Und noch im selben Jahr verschied der Mann, der Knopf und Schalter einer entsetzlichen Strömung (müdhiş cereyan) war, die sich wie unter einem Schleier verborgen hält und die meisten der Erde (küre-i arz) und den überwiegenden Teil der Menschheit (nev'-i beşer) ihrer Diktatur unterordnete, die ihr Knopf und der geistige (manen) Kopf über Tausenden von Köpfen, wenn auch der Furchtbarste von ihnen war. Zur selben Zeit, in der er selbst geohrfeigt wurde, verging kaum ein Jahr und alle Häupter dieser entsetzlichen Strömung samt ihrer Anhängerschaft (tarafdar) empfingen entsetzliche Schläge vom Himmel herab gleich einem katastrophalen Unwetter (musibet). Und sie werden diese Qual (azab) bis zum Weltende (kıyamet) erleiden müssen und erleiden sie schon heute. Die Strafe für ihre Verbrechen (cinayetlerin cezası), die sie an den vom Himmel geoffenbarten Religionen (edyan-ı semaviye) und an der İslâmiyet begangen haben, erfuhren sie in einem überaus weiten Kreis und erfahren sie noch heute (gördüler ve görüyorlar). Weil sie mit dem Schmutz einer eher ärgerlichen als bürgerlichen Zivilisation (mimsiz medeniyet) die Welt (dünyay) besudelt hatten, kam noch in demselben Jahr (tarih), das meine Berechnungen (istihrac) angegeben hatten, auf das Haupt der eher ärgerlichen als bürgerlichen Zivilisation eine solche Ohrfeige vom Himmel (semavî tokat) herab, durch die sie dann noch tiefer als bis in die finsterste Einöde herabstürzten.

Zusammenfassung: Bei der Auslegung des "Geheimnisses von "Wir haben dir‌ gegeben" (Sırr-ı İnna A'tayna) wurde der ansonsten so weite Kreis mit einem engen Kreis verwechselt (tatbik). Was die Frohe Botschaft des Lichtes (Nur müjdesi) betrifft, so wurde der enge und geistige (dar ve manevî), jedoch hohe Kreis als ein weiter, materieller (geniş ve maddî) Kreis, dargestellt (tasvir). Hunderttausend Mal danke ich (şükür) Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), dass er diese meine beiden Fehler durch eine machtvolle geistige Inspiration (kuvvetli bir ihtar-ı manevî) korrigiert hat (ıslah), wodurch er mich das Geheimnis von

﴿ يُبَدِّلُ اللّٰهُ سَيِّئَاتِهِمْ حَسَنَاتٍ ﴾

{"denen wird Gott einmal ihre schlechten Taten gegen gute eintauschen." (Sure 25, 70)}

erfahren (mazhar) ließ.

Said Nursî
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Dieser Brief (fıkra) stammt von Hüsrev

Mein ehrenwerter und überaus geliebter Herr und Meister (Üstadım Efendim)!

Den segensreichen Brief (mübarek fıkralar) unserer Mitbrüder (kardeş) Mehmed Feyzi und Emin, in dem die wahrhaftige Auslegung (hakikî tevil) einer Überlieferung (ehadîs-i müteşabihe) von drei allegorischen Überlieferungen (hadîsin üç cihet) über Jesus (Hazret-i İsa Aleyhisselâm), und den Antichrist (Deccal) in drei Aspekten erklärt und erläutert (beyan ve izah) wird, hat mein Mitbruder (kardeş) Sabri mir zugesandt. Ich habe ihn heute erhalten und durchgelesen (aldım, okudum). Ich war dadurch der Bedeutung (meal) dieser heiligen Überlieferung (hadîs-i şerif) und ihrer wahrhaftigen Auslegungen (hakikî tevil) so sehr bedürftig (muhtaç imişim), als hätte man mir, einem jahrelang dürstenden (susamış) in der sengenden Hitze (kızgın) der Sandwüsten (kum sahralar) das Wasser des Lebens (âb-ı hayat) gereicht. Mein Geist und mein Herz (ruh ve kalb) haben dadurch wieder frisches Leben erhalten, wurden neu aus tiefster Tiefe beseelt (nefs) und bis in meine letzten Zellen (letaifler) von einer Freude erfüllt (sürurla doldu), die sich von meinem sichtbaren Leib (zahirî cesed) bis in mein innerstes Herz (manevî kalb) erstreckt. So danke ich denn Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) unendlich dafür (hadsiz şükrettim), dass unser geliebter Meister (sevgili Üstad) uns, seine Schüler (talebe) und unsere Mitbrüder (kardeş) in Kastamonu, jeweils durch ihre Güte (lütuflar) erfüllen. Vor allem aber, geliebter Meister (başta sevgili Üstadım), haben wir drei besondere Ereignisse (üç ikram) erlebt, die auf die Wundertat (keramet) der Risalet-ün Nur und den Segen (feyz) dieses Briefes (fıkra) zurückzuführen sind.

Erstens: Unser Bruder (kardeş) Sabri, dessen Brief (mektub) ich hier beifüge (takdim), hatte - kurz bevor er diesen erhabenen Brief (âlî fıkra) erhalten hatte - einem anderen Bruder (kardeş) in etwa den Inhalt (münderecat) dieses Briefes (fıkra) mitgeteilt, als er von den Ereignissen (hâdisat) sprach...

Zweitens: Auch meine Wenigkeit, euer Schüler (hakir talebeniz) Hüsrev, hatte einen Tag vor der Ankunft dieses Briefes (fıkranın vusulü) mit Re'fet Bey über das folgende gesprochen und zu ihm gesagt: "Mein lieber Re'fet! Wir warten (intizar) auf die Herabkunft Jesu (Hazret-i İsa Aleyhisselâm). Dieser ruhmreiche Prophet (peygamber-i âlîşan) wird wohl zur Führung einer Strömung (cereyanın başına), die sich für die Religion einsetzt (din lehinde hareket), herabkommen müssen (nüzul etse gerektir). Und dieses Volk (millet) wird sicherlich muslimisch sein. Das entnehme ich so aus den letzten Briefen unseres lieben Meisters (sevgili Üstad). In dieser Erwartung (husus) ist meine Hoffnung stark (ümidim kuvvetli). Und so wolle es denn Gott (İnşâallah), dass es auch so geschieht (olacak)."

Drittens: Ich habe heute Abend (bu akşam) einen Brief (mektub) erhalten, den die Mitbrüder (kardeş) aus Atabey an meinen geliebten Meister (sevgili Üstad) geschrieben haben, ihn gelesen (okudum) und mich sehr drüber gewundert. Auch diese Brüder (kardeş) sprechen davon, dass der Erneuerer des Glaubens (müceddid-i din), von dem Osman-ı Hâlidî berichtet (bahsettigi), und der Herr (zâtı), dem Gott der Gerechte diese Ehre (şerefe Cenab-ı Hakk) gewährt, die Risalet-ün Nur ist, die unser geliebter Meister (sevgili Üstad) ist. Ich füge euch auch (birlikte) diesen Brief (mektub) mit bei (takdim).

Mein verehrter Meister (muhterem Üstadım), in diesen letzten Tagen bezeugen wir (müşahede) in der Tat während der außergewöhnlichen Tätigkeiten (faaliyet) im Dienste der Risalet-ün Nur viele wunderbare Ereignisse (kerametler). Ich kann sogar noch folgendes dazu sagen (diyebilirim): ein jeder eurer Schüler (talebe) erfährt an und für sich (başına), einmal (birer), ja vielleicht vielmals (kerratla) eine solche Güte (ikram) und eine solche Gunst (in'ama). Das kann ich sagen.

Mehmed Efendi aus Milas sagte: "In einem Dorf (karye) sollen Menschen die Arbeit (faaliyet) der Mitbrüder (kardeş) die Tausend Stifte (bin kalem) entschlossen und energisch ergriffen haben und mit ihnen diesen Weiler (köy) mit dem Licht (Nur) verbunden (sarılan) haben, für ein wenig übertrieben (mübalagalı) gehalten haben. Ich bin nun gekommen, um dem nachzuforschen (tahkiki)." Es war eine Wundertat (keramet) der Risalet-ün Nur, dass ein wertvoller, aktiver (kıymetli, faal) Schüler dieses Dorfes (köy) Marangoz Ahmed gerade bei mir war. So habe ich zu ihm gesagt: Da bin ich nun in der Tat in dieses Dorf gekommen. Ich befragte die Mitbrüder (kardeş) und die sagten nun zu mir: "Hier sind Frauen und Männer (kadın-erkek), Kind und Kegel (çoluk-çocuk); und sie haben Tausend Stifte (bin kalem), mit denen sie die Risalet-ün Nur abschreiben." Daraufhin sagte Marangoz Ahmed: "In unserem Dorf (köy) gibt es 350 Häuser (hane). Außer bei den beiden Hodschas und einem Hadschi, also insgesamt drei Männern (üç adam), findet sich die Risalet-ün Nur in all unseren Häusern (bütün evler) und alle, einschließlich der Frauen (kadınlar) und Mädchen (kız çocuklar) schreiben sie ab. Es gibt sogar unter den Analphabeten (ümmi), die älter als vierzig Jahre sind und abschreiben, zehn Mitbrüder (on kadar kardeş)." So hat er mir geantwortet und Mehmed Efendi aus Milas war von dieser Tätigkeit begeistert (bu faaliyete hayran oldu).

Euer Schüler
Hüsrev
— 48 —
Dieser Brief (fıkra) stammt von fünf Schülern der Risale-i Nur

Beşkazalızade Osman-ı Hâlidî Hazretleri ist eine Persönlichkeit (zât) aus der reinen Wissensquelle (menabi-i ilmiye) in Isparta und gehört zu den führenden Persönlichkeiten (rüesası) des erhabenen Nakschi-Ordens (Tarîkat-ı Aliyye-i Nakşiye). Er ist im Jahre 1292 oder 1293 in die Ewige Welt (dâr-ı beka) heimgegangen und hat seine geistigen Endeckungen und Erfahrungen (keşfiyat ve hâdisat) bezüglich seiner Gelehrsamkeit (meslek-i ilmiye) und seiner Praktik (ameliye) wie ein sicheres Zeugnis (hüccet-i katıa) und seine lauteren Verkündigungen (mahz-ı tebşirat) folgendermaßen an seine Erben (vârislerine vasiyet) weiter gegeben (tevarüs). Dabei sagte er: "Ein Erneuerer (müceddid), der den Glauben retten wird (İmanı kurtaran), wird hervortreten. Er soll jedoch bereits in diesem Jahr geboren (tevellüd) sein." Dieses erwähnte Jahr (tarih-i mezkûr) stimmt mit dem Geburtsjahr (tevellüd) unseres verehrten Meisters (Üstad-ı muhterem) genau überein. Er fügte dem noch hinzu (ilâve), dass eines von seinen vier Kindern (dört evlâd) diesen Herrn (zât) kennen lernen und mit ihm eine Unterredung (müşerref ve mülâki) haben wird. Diese wahrhaftige Besprechung (beyanat-ı hakikiye) ist dann folgendermaßen verlaufen (cereyan):

Im Jahre1327 nach Rumi (1911) hatte man den letzten der Kinder (evlâd) des oben erwähnten (müşarün'ileyh) Ehrenwerten (Hazretleri) Osman-ı Hâlidî, den inzwischen verstorbenen (merhum) Ahmed Efendi bei einer Feier in Atabey aus Anlass einer Beschneidung (sünnet) oder eines Diploms anlässlich des auswendig Lernens des Qur'ans (hıfz cem'iyet) gefragt: "Ihr sprecht immer von einem gewissen Erneuerer (Müceddid). Wo ist er und wer ist er?" Er entgegnete auf die ihm gestellte Frage (irad olunan sual): "Es gibt ihn tatsächlich (mevcud) und z.Zt. ist er in der Tat etwa 35 Jahre alt (yaşların)."

Zweitens: Unser Mitbruder (kardeş) Nuri aus dem Bezirk (Mahalle) Yenice in Isparta hatte den inzwischen verstorbenen (merhum) Ahmed Efendi gefragt: "Euer Vater (Pederiniz) soll gesagt haben, dass eines seiner Kinder (evlâd) mit jenem Erneuerer (müceddid) sprechen und sich mit ihm unterhalten (mükâleme ve musafaha) wird. Und wie verhält es sich nun damit (nasıldır)?" Der inzwischen verstorbene (merhum) Ahmed Efendi gab ihm zur Antwort (cevaben): " Das ist in der Tat richtig (evet dogru). Ich habe mich mit ihm getroffen (görüştüm)." Durch seine Antwort (cevab) erfuhren wir von dieser Tatsache (işbu) der geistigen Entdeckung und Verkündigung (keşfiyat ve beyanat) seines Vaters.

Eines der besonderen Gebete (müstesna tesbihat) des oben erwähnten (müşarün'ileyh) Ehrenwerten (Hazretleri) Osman-ı Hâlidî zum Lobpreis (tahmidat) ist die Ehrwürdige (kerim) Ayah

﴿ وَ اَنْ لَيْسَ لِلْاِنْسَانِ اِلاَّ مَا سَعىَ ﴾

{"Und dass dem Menschen nichts anderes zuteil wird, als das wonach er strebt." - Sure 53,39-}

Er nahm Zuflucht (sıgınarak) zu ihrem Segen und Beistand (fazl-u tevfik) und zog sich im Süden (cenub) von Isparta auf einen Berg (dag) in dem Gebiet (mevkid) von Sidre zurück, um die segensreichen vierzig Tage (erbaîn eyyam-ı mübarek) zu feiern. Mit der Absicht, sich auf die Lobpreisung zu konzentrieren (hasr-ı tesbihat), hatte er stets für jeweils vierzig Tage eine Versorgung (iaşe) von 40 Fladenbroten, für jeden Tag ein Fladenbrot (bezdirme), das zirka 50 Dirhem (150 g) beträgt. Er aß sie alle (tahsisat) innerhalb von ein, zwei Tagen auf und aß danach vierzig Tage lang (kırk günde) nichts mehr, sondern verbrachte seine Zeit (imrar-ı evkat) an diesem besonderen Ort (mevki-i mahsusa) mit dem Lobpreis (tesbihat). Nach der Beendigung (ikmal), bei seiner Heimkehr (avdet) klebten seine gesegneten Lippen (mübarek dudak) an einander, welche die Leute dann mit einem Messer (bıçak) wieder öffnen konnten (açarlar).

Trotz der Ausschweifung und Trägheit (sefahet ve atalet), von denen ein wenig später (ileride) dieses gegenwärtige Zeitalter (asr-ı hazır) bereits betroffen zu sein und noch zu werden (ugradıgı ve ugrayacagı) ohne Zweifel vorherzusehen und schon zu erwarten (me'mul ve melhuz) war, vergaß er nicht den Prozess der Alterung zu begrenzen (düstur-u şüyuhat) und den Chirurgen (cerrah) der verwundeten Elemente (anasır-ı mecruh), noch vernachlässigte er (ihmal) sie; und so erwies er ein zuverlässiges Zeugnis (şehadet-i kat'iyyesi) und unterzeichnete (imza) dann die Seite seines Lebens (sahife-i hayatı) im Jahre 1292 (1876).

Die Verzögerung (te'hir) der Medrese-i Zehra, mit deren Errichtung (tesis) in Van begonnen wurde, entsprechend dem Motto (fehva): "der Arzt ist für einen Patienten notwendig (hastaya elzem)", wurden 19 000 Goldstücke zur Verfügung (tahsisat) gestellt und dahinter stand König Reshad (Sultan Reşad). Noch vor kurzem (beride) wurde außerdem noch mit den Stimmen (inzimam-ı re'yi) von mehr als 160 der 200 Abgeordneten (meb'us) angenommen, dafür 150 000 Banknoten zur Verfügung zu stellen. Dennoch konnte sie in der Tat nicht zustande gebracht (mevki-i fiile îsal) werden. Auf jeden Fall muss wohl der absolute Allweise (Hakîm-i Mutlak), der absolute Allmächtige (Kadîr-i Mutlak) sie in noch besserer Form (daha ahsen sureti) gewollt haben, sodass der Urewige König (Sultan-ı Ezelî) durch Seine Gnade (lütfu), ohne um materielle Güter (maddiya) bitten zu müssen - dies ist von der Güte meines Herrn (Hâzâ min fazlı rabbî) und Dank sei Gott (Elhamdülillah) - Isparta zu einer Qelle für die Abfassung (te'lifine menba') der Risale-i Nur werden ließ, sodass sie zu einer geistigen (manevî) Schule "Medreset-üz Zehra" wurde. Wolle es Gott (inşâallah) - und darum bitten wir Gott den Allbarmherzigen, den Allerrbarmer (Cenab-ı Erhamürrâhimîn) - dass dies zu einem Anlass (vesile) für die Verzeihung (setri) unserer grenzenlosen Fehler (pâyansız kusurları) wird. Somit (işbu) wird diese geistige Werkbank (destgâh-ı manevî) gestärkt und die wertvolle, bedeutungsvolle, zuverlässige und berühmte Verheißung (meşhur ihbarat) von Osman-ı Hâlidî mit ihrem Ziel (hedef) noch klarer als der Tag (aşikâr bir hal) hervortreten, für den sie ausgegeben (masruf-u lehi) wurde.

Nachdem wir erfahren haben (muttali olduktan sonra), dass diese ununterbrochen fortlaufenden positiven Ereignisse (vekayi-i müsbete) auf uns, unsere Wenigkeit (âciz hizmetçi), die Diener, mit Nachdruck (ayrıca) unsere Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) auf unsere ursprünglichen Aufgabe (vazife-i aslîmiz) lenken, sagen wir Tausendmal Lob und Dank (hamd ü sena) und treten nun einzeln (birer) innerlich (vücud-u manevî) vor euch, unseren Meister (huzur-u Üstad) und küssen eure gesegneten Hände (mübarek elleri). So geben wir denn das obige hochachtungsvoll an all unsere Mitbrüder (kardeş) weiter, die uns zu unserem gemeinsamen Ziel zu Hilfe (gayeye yardım) eilen und mit uns zu derselben Werkbank (aynı destgâh) gehören, unter ihnen Küçük Hüsrev und Feyzi, Nazif, Emin, Tahsin, Tevfik und Hilmi.

Unter den Schülern (Şakird) der Risale-i Nur
Hasan, Osman, Tahirî, Abdullah, Hulusi-i Sâni Sabri
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Meine lieben Mitbrüder!

In letzter Zeit habe ich die Übereinstimmung (tevafuk) des Kommentars (Tefsir) und des Zehnten Wortes nachgeschlagen. Dann habe ich zu mir gesagt: All diese Rechenbeispiele (tafsilât) sind vielleicht eine Verschwendung (israftır). Es gibt sicherlich noch viele weitere wichtige Themen (mes'ele). Man sollte seine Zeit nicht so vergeuden. Da wurde mir plötzlich eingegeben (ihtar): All diese Übereinstimmungen (tevafuk) stellen einen besonders wichtigen Hinweis (mes'ele) dar. Da zudem durch diese Übereinstimmung (tevafuk) nun einmal eine besondere Gnade (inayet-i hâssa) und Gunst des Erbarmers (iltifat-ı Rahmanî) für die Risale-i Nur zum Ausdruck (tezahür) kommt, kann eine Empfindung der Dankbarkeit (hiss-i şükran), Zufriedenheit (memnuniyet) und dankbaren Freude (müteşekkirane sevinç) über diese Zuwendung (iltifat), gleich wie übertrieben (ifratkârane) sie auch sein sollte, keine Verschwendung (israf) sein. Die Zusammenfassung (mücmel) dieser Inspiration (ihtar) möchte ich in zweierlei Hinsicht erläutern:

Erstens: In jedem Geschehnis, gleich wie unbedeutend (cüz'î) es auch sein mag, zeigt sich die Erscheinung einer Absicht und eines Willens (kasd ve irade). Einen Zufall (tesadüf) kann es hier in Wahrheit (hakikî) nicht geben. In der Tat ist diese Anordnung der Buchstaben (hurufatın vaziyetleri) in den Worten, wenn es besonders viele (kesret) sind, auch ganz besonders gestört (dagınık), sodass man sie dem Zufall (tesadüf) zuschreiben könnte. Besonders beim Schreiben (kitabet) findet sich aber nun, da es in der Anordnung der Buchstaben, die miteinander in überhaupt keiner Beziehung (münasebet) stehen, und in die sich menschlicher Wille (ihtiyar-ı beşerî) nicht einmischen kann, eine Entsprechung (tenasüb), eine Ordnung (nizam). Und diese Anordnung (vaziyet) wird mit Sicherheit durch einen Willen aus dem Verborgenen (irade-i gaybî) gestaltet. So wie überhaupt nichts außerhalb des Bereiches Seines Wissens (daire-i ilim) und Seiner Macht (kudret) liegt, so liegt auch dies nicht außerhalb des Bereiches seines Willens (daire-i irade) und seiner Entscheidung (meşiet), sodass auch bei solch unbedeutenden (cüz'î) und weit verstreuten (dagınık) Dingen dennoch eine Entsprechung (tenasüb) beabsichtigt ist und sie so geordnet (tanzim) werden. Unter dieser Ordnung (tanzim) und dem Aufscheinen (cilve) eines allumfassenden Willens (irade-i âmme) erfährt man in Form einer besonderen Gnade (inayet-i hâssa) - in der Art eines Privilegs (imtiyaz) für die Risale-i Nur - eine besondere Zuwendung (teveccüh) und Gunst (iltifat). Um diesen feinsinnigen (derin) Sachverhalt erkennen zu können, betrachtete ich die Übereinstimmungen (tevafukat) in dem Kommentar (tefsir) "Ein Zeichen des Wunders" (İşarat-ül İ'caz) aufmerksam und erkannte und verspürte dieses Geheimnis (sırr) mit einer sicheren Überzeugung (kanaat).

Zweite Hinsicht: Wenn z.B. eine hoch gesegnete, heilige (mübarek ve kudsî) Person einem überaus armen und bedürftigen (fakir ve muhtaç) Mann, um ihm auf eine unerhoffte (ümid) Weise ihre Gunst (ihsan) zu erweisen (iltifatkârane), in einer Schale ein Geschenk (hediye) - eingepackt in eine Pappschachtel - überreicht, möchte dieser arme (bîçare) Mann dieser so bedeutenden Persönlichkeit sicherlich seinen Dank (teşekkür) tausendfach mehr als ihr Geschenk darbringen. Gleich wie verschwenderisch und übertrieben (israf ve ifrat) er mit seinem Dank (teşekkür) für diesen Gunsterweis (iltifat) ist, der so wertvoll wie Tausende ihrer Geschenke ist und den sie durch dieses Geschenk erweisen wollte, wird er {sein Dank für ihren Gunsterweis} doch hoch geschätzt (makbul). Und wenn er auch die Pappe, in die diese so gesegnete Person ihr Geschenk eingepackt hat, ihr zum Segen (teberrük) wie Zucker äße, auch die harte Schale (sert kabuk) der Walnüsse in ihrem Geschenk zu ihrem Segen (teberrük) verspeiste wie Brot und die Schale dieses Geschenkes (hediyenin kabını) wie ein gesegnetes (mübarek) Buch küsste und über seinen Kopf erhöbe, so würde das doch keine Verschwendung (israf) sein; genauso wurde auch an dem Gesicht der Risale-i Nur die Gunst (iltifat) der persönlichen Güte (inayet-i hâssa) des allumfassenden Willens (irade-i âmme) in dem Umschlag der Übereinstimmung (tevafuk) geschenkt (ihsan). Auf jeden Fall ist die Ausführung (tafsilât) und Beschreibung (tasvirat) dieser Übereinstimmung (tevafuk) eine Art des aktiven Dankens (teşekkürat) gleich den erregenden Talakmiten (heyecanlı tereşşuhat) der Freude (sevinc) und der Dankbarkeit (minnetdarlık). Das wird nicht als Fehler angesehen (Kusura bakılmaz). Es ist also keine Verschwendung (israf), wenn für ein Geschenk im Werte von vierzig Para für das Material, das die Gunst (iltifat) einer solchen Person zum Ausdruck bringt, in der Tat vierzigtausendmal gedankt (teşekkür) wird.

Said Nursî
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Meine lieben, getreuen Mitbrüder!

Auf euren Brief von voriger Woche, welcher aus eurer außerordentlichen Treue (sadakat) und edlen Gesinnung (ulüvv-ü himmet) erwuchs (tereşşuh), hier nun die Begründung für eine Antwort (cevabımın hikmeti), die eure gute Meinung (hüsn-ü zannı) bis zu einem gewissen Grade widerlegt (cerheden):

In dieser unserer Zeit, wo es derartige, alle anderen beherrschenden Strömungen, die alles und jedes Ding für sich in Beschlag nehmen, gibt, vermute ich, dass jene Persönlichkeit, die wir in Wahrheit erwarten und die im nächsten Jahrhundert kommen soll, einmal angenommen, sie wäre in dieser unserer Zeit schon unter uns, um nicht von diesen Strömungen in ihrer eigenen Bewegungsfreiheit behindert zu werden, sich aus der Welt der Politik zurückziehen und von den politischen Verhältnissen Abstand nehmen wird, um einem neuen Ziel zuzustreben.

Daraus ergeben sich nun drei Fragestellungen: Die eine betrifft das Leben, eine andere das islamische Gesetz (Scheriat), eine weitere den Glauben (iman). Vom Standpunkt des Glaubens aus betrachtet, ist der Fragenkomplex, der den Glauben betrifft, der wichtigste und der größte. Heute aber werden nach allgemeiner Ansicht und angesichts der bedrückenden Zustände in der Welt das Leben und das Gesetz (Scheriat) als die wichtigsten Dinge betrachtet. Doch wäre jene Persönlichkeit jetzt unter uns, sie würde sofort auf dem ganzen Erdenrund die Stellenwerte jener drei Fragenkomplexe verändern, er würde das, was in der Menschheit allgemein üblich ist, aber mit den Gesetzen Gottes (adetullah) nicht übereinstimmt, er würde in jedem Fall die schwerwiegendste Frage zum Grundproblem machen und nicht die anderen Fragenkomplexe zum Grundproblem machen, damit nicht der Dienst am Glauben in seiner Reinheit in den Augen der Allgemeinheit verdorben werde und damit auch für das klare Unterscheidungsvermögen einfacher Leute, das ja so leicht zu übertölpeln ist, realisierbar werde, dass dieser Dienst nicht als ein Mittel für andere Zwecke gebraucht werden kann.

Überdies sind seit zwanzig Jahren unter dem alles zerstörenden Einfluss dieser Diktatur die Sitten dermaßen verdorben worden, Treue und Beständigkeit sind verloren gegangen, sodass man unter zwanzig kaum einem mehr trauen kann. Unter diesen besonderen Umständen sind Beharrlichkeit, Festigkeit, Treue und eine geradezu nationale Begeisterung für das Volk des Islam notwendig, wenn es nicht unfruchtbar bleiben, wenn ihm kein Schaden entstehen soll.

D.h. der reinste, sicherste, wichtigste und erfolgreichste Dienst ist der heilige Dienst im Kreise der Schüler der Risale-i Nur. Wie dem auch sei‌ zu diesem Thema möge dies hier für heute genug sein.

Said Nursî
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Ein Abschnitt (fıkra) aus dem Brief von Hüsrev

Mein Meister (Üstad), sehen wir mit unseren eigenen Augen, dass die Ordensleute (ehl-i tarîkat) den ketzerischen Neuerungen (bid'alara) in der Tat nicht widerstehen konnten. Sie sind vielmehr in sie hineingestürzt und konnten dann nicht wieder herauskommen. Doch wurden ihre Anhänger (salikler) von zehn auf ein, zwei reduziert (inmiş). Des weiteren gestehen auch (itiraf) sie selbst zu, dass von ihren Wahrnehmungen (zevkler) und von ihren anziehenden Schönheiten (cezbedici güzellik) vieles nicht mehr in ihrer Hand geblieben (kalmamış) ist. Als eine lautere Güte (ihsan) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) bezeugen wir (müşahede) das prächtige, lichtvolle Gesicht (nuranî nâsiyesi) der Risalet-ün Nur. Funken und Lichter (lemaat-ı nuriye), die sich aus ihr widerspiegeln (in'ikas), decken all unsere Bedürfnisse reichlich (ihtiyacı kâfi ve vâfi). Sie versetzen jeden in Bewunderung (hayret). Des weiteren bringen sie die Leute der ketzerischen Neuerungen (ehl-i bid'a) dazu, sich zu verneigen (serfüru'). Und über die Zungen (lisanlar) solcher kommen Wörter (kelime), die Reue und Bedauern (nedamet ve teessüf) ausdrücken, wie z.B. "wir hatten ja keine Ahnung ("Bilmemiş)!"

In unserer Umgebung (muhit) haben alle Zungen der Ketzer (ehl-i bid'a lisanları) geschwiegen außer den anziehenden und hocherhabenen Wahrheiten (çok âlî hakikat) der Risalet-ün Nur, als ob sie sich in finsteren Abgründen (karanlıklı girdab) versteckt hätten und nicht mehr sprechen könnten (sokulmuş, konuşmu). Und auch wenn sie noch sprechen könnten (konuşsa), haben sie doch keine Wirkung mehr (tesirleri kalmamış). Hier spricht (konuşuyor) nur die Risalet-ün Nur mit ihren anziehenden und wundervollen (cazibedar ve i'cazkâr) Worten. Gegen die Ketzerei (bid'a) und die Finsternis der Irrwege (dalalet zulmetl) können nur ihre Schüler (talebe) durch ihren starken Glauben (kuvvet-i iman) wie mit einem stählernen Schutzwall (çelikten bir kal'a) widerstehen. Des weiteren ermöglicht die Risalet-ün Nur so außerordentliche Erfolge (fevkalâde fütuhat) und bringt uns auf eine so außergewöhnliche Weise (hârikulâde bir suret) dazu, die Gebote und Verbote (emir ve nehy) des Qur'ans zu befolgen. Nur ein einziger unter den Erfolgen, die wir des öfteren bezeugen (müşahedat) können, ist schon die Zusammenarbeit unserer Mitbrüder (kardeş) mit ihren Tausend Stiften (bin kalem) zu nennen... Und der Erfolg spricht für sich selbst (Sükût).

Hüsrev
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Dieser Brief (fıkra) stammt von Kâtib Osman und betrifft seinenTraum (rü'ya)

Am Samstag, dem 15. des heiligen Monats (Şaban-ı Şerif), in der Nacht des Freispruchs (Leyle-i Berat) habe ich geträumt, dass wir, nämlich die türkische Regierung (hükûmet), am Ufer (sahil) eines klaren Sees (büyük berrak göl), der so groß wie ein kleines Meer (küçük bir deniz) war, mit Engländern oder Deutschen Krieg führten (hükûmet). Während des Krieges (harb) begann sich vom Himmel (sema) eine nur in Umrissen erkennbare Gestalt (karaltı zuhur) zu zeigen. Diese hat die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) von uns allen auf sich gelenkt, wobei wir sagten: "Was ist das wohl, das da vom Himmel (semadan inen) herabkommt?" Und während sie sich uns noch näherte, nahm sie erst eine menschliche die Gestalt (bir insan), sodann die Gestalt einer Frau (bir kadın şeklini) an, bekleidet mit einem nahtlosen Gewand (ihramlı). Ihr Gesicht war fast dunkelbraun (parça esmer) und ihr Haupt mit einem großen, weißen Turban (büyük tülbend) umwickelt. Als sie in der Mitte des Sees (gölün ortasında) landen wollte, wurde dort rasch eine marmorne Kanzel (mermerden minber) aufgerichtet und so landete sie auf dieser Kanzel (minberin üzerine). Dann begann sie alle Briefe (umum mektub) vorzulesen, die sie von Euch, dem Erhabenen (zat-ı aliniz) erhalten hatte, und auf den beiden Seiten (iki tarafta) der Kämpfer wurde es still (sükûnet hasıl). Und während sie die Briefe vorlas (okudugu mektublar), hörten alle mit ganzem Herzen zu (can kulagıyla dinledi). Am Ende (nihayetinde) sagte sie dann noch: "Wenn ihr nach den Bestimmungen des Gesetzes (ahkâm-ı şer'iye) des Ehrenwerten (Hazret), Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans handelt, könnt ihr In der Tat noch gerettet werden (yakayı kurtarırsınız). Wenn ihr aber die Bestimmungen des Gesetzes (ahkâm-ı şer'iye) des Ehrenwerten, Ruhmreichen (Azîmüşşan) Qur'ans nicht befolgt (riayet etme), werdet ihr alle elendiglich zugrunde (mahv u perişan) gehen." Anschließend bin ich nach Hause gekommen (evime geldim). Re'fet Bey und Rüşdü Efendi sind auch zu unserem Haus (bizim eve) gekommen und haben zu meiner Wenigkeit gesagt: "Hast du dieses Geheimnis (sırr) {diese Briefe sind ein Geheimnis! (A.d.Ü.)} verraten? Diese Briefe wurden von der Kanzel herab (minber üzerinde) vorgelesen." Meine Wenigkeit gab zur Antwort (cevab): "Nein, meine Brüder (kardeş)! Habt ihr denn dieses Rätsel nicht verstanden (anlamadınız mı)? Diese Persönlichkeit (zât), die da gekommen ist, kam vom Himmel (sema) herab. Sie bringt also diese Briefe (mektubl) von dort mit. Wer aber bin ich denn überhaupt, dass ich diese Berichte (havadis) dorthin bringen könnte?" So habe ich zu ihnen gesagt. Dann wollte ich ihnen noch ein Geschenk geben (hediye ikram). Also habe ich danach gesucht und in einer Luke (delik) des Hauses vier Stückchen einer Süßigkeit (dört top helva) gefunden. Das eine habe ich dem einen, das andere dem anderen gegeben, die restlichen beiden Stückchen selbst gegessen (kendim yedim). Danach bin wieder aufgewacht und in meinem Mund war es noch immer süß (agzım tatlı).

Wir bitten euch um die Ausdeutung und warten auf sie (lütfen tabirini beklemekteyiz). Wolle es Gott (İnşâallah), dass sie um der Heiligen Nacht des Freispruchs (Leyle-i Berat) willen und durch den Segen eurer Gebete (duanız berekâtı) für uns segensreich (mübarekt) ist.

Euer Schüler (Talebe)
Kâtib Osman
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Eine Frucht des Schwarzen Berges

Meine lieben Mitbrüder!

Diesmal schicken wir euch als eine Frucht (unseres Dienstes) diesen Brief.

Eine einzige Bedeutung (mana) dieser Ayah aus dem Insgesamt ihrer Hinweise bezieht sich (auf die Zeit) von der Gründung unserer Republik (Hürriyet) bis zu diesem Zeitpunkt. Am dreißigsten Tag im zweiten Monat Teşrin (1358) stieg ich auf den Schwarzen Berg (Karadag). Da kam in meiner Erinnerung (die Frage) auf: "Wann sind eigentlich diese Katastrophen und die Zerstörungen über die Menschheit und insbesondere über die Muslime hereingebrochen, die sich noch heute fortsetzen, und wie lange werden sie noch andauern?" Da rückte mir plötzlich der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist und alle meine Probleme lösen kann,

die Sure وَ الْعَصْرِ {"Die Epoche" (Sure103)} vor Augen und sagte: "Schau her!" Da sah ich hin: So wie (diese Sure) in jeder Zeitepoche (asr) zu uns spricht (hitab), so bezieht sie sich besonders auch auf unser Jahrhundert (asr).

Dabei ergibt sich in der Sure

﴿ وَ الْعَصْرِ اِنَّ اْلاِنْسَانَ لَفِى خُسْرٍ ﴾

{"Bei dieser Epoche! Der Mensch ist in der Tat verloren.",}

nach der Abdsched-Rechnung (makam-ı cifr) aus der

Ayah

﴿ اِنَّ اْلاِنْسَانَ لَفِى خُسْرٍ ﴾

{"Der Mensch ist in der Tat verloren.",}

die Jahreszahl 1324, die den Beginn der Parlamentarischen Monarchie (hürriyet inkılabı) und damit die Umgestaltung des bisherigen Sultanats bezeichnet. (Es folgten) der Balkankrieg, die Kriege Italiens (in Afrika) und die Niederlage im Ersten Weltkrieg mit ihren abscheulichen Staatsverträgen, die Erschütterung (Verbot) der Kennzeichen des Islams, die Erdbeben in unserem Land, die Feuersbrünste, die Stürme und die Katastrophen, die im Zweiten Weltkrieg droben und drunten, landauf und landab über diese Erde hinwegbrausten. Sie machen im Zusammenhang mit den Verlusten an Menschenwürde und Menschenleben (hasaret-i insaniye) die Wirklichkeit der Ayah in dieser Zeitepoche:

﴿ اِنَّ اْلاِنْسَانَ لَفِى خُسْرٍ ﴾

{"Denn der Mensch ist verloren.",}

im Zusammenhang mit dieser Zeitangabe ganz klar sichtbar, zeigen und beleuchten blitzartig dieses Wunder.

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Zählt man am Ende der Ayah

﴿ اِلاَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَ عَمِلُوا الصَّالِحَاتِ ﴾

{"Außer denen die glauben und gute Werke tun...",}

am Ende des Wortes "salihat" ein "H" هی für ein "T" ت (T-marbuta) und zusätzlich auch noch die drei Verdopplungszeichen (Schedde) mit, so erhalten wir nach der Abdsched-Rechnung (makam-ı cifr) die Jahreszahlen 1358-1359, welche Zeitangabe genau dieses Jahr und das folgende Jahr betrifft. Als den einzigen Ausweg, sich aus all diesen Katastrophen und ganz besonders den geistigen Katastrophen zu retten, zeigen sich Glaube (iman) und gute Werke sowie im Umkehrschluss der einzige Grund für all diese Katastrophen: der Unglaube und die Undankbarkeit (küfr-ü küfran), Sünde und Ausschweifung. So erkennen wir denn diese gewaltige Größe und Heiligkeit (azamet ve kudsiyet), welche in der Sure وَ الْعَصْرِ {"Die Epoche"} liegt, bestätigen, was für ein weitreichender und umfassender Schatz trotz ihrer Kürze in ihr liegt und danken Gott, dem Gerechten ( Cenab-ı Hakk), dafür.

Der Grund für die Errettung der islamischen Welt (alem) in dieser Zeitepoche (asr) aus der großen Katastrophe dieses fürchterlichen Zweiten Weltkrieges sind der Glaube (iman) und die guten Werke, (deren Nährboden) der Qur'an ist. Dementsprechend liegt der Grund für die Dürrekatastrophen und den bitteren Hunger, der die Armen getroffen hat, darin, dass sie die (geschmacksverstärkende) Süßigkeit des Hungers während der Fastenzeit nicht auf sich nehmen wollten sowie der Grund für die Verluste und Katastrophen, welche die Reichen (im Lande) getroffen hat, darin, dass sie die Armensteuer (zekat) nicht bezahlt haben, vielmehr stattdessen geizig gewesen sind. Auch der Grund dafür, dass Anatolien nicht zum Kriegsschauplatz geworden ist, liegt darin, dass die Risale-i Nur in ihrer überzeugenden (tahqiq) Art und auf überragende Weise den Herzen (qalb) von hunderttausend Menschen die Wahrheit des Heiligen Wortes (kelime-i kudsiyesinin hakikatını)

﴿ اِلاَّ الَّذِينَ آمَنُوا ﴾

{"...außer denen, die glauben.",} lehrt. Dies wird durch sehr viele Zeichen und durch die Überzeugung und aufmerksame Betrachtung Tausender Leute der Wahrheit (ehl-i hakikat) unter ihren Schülern bestätigt.

Zum Beispiel: Eines unter vielen Anzeichen (emare) ist, wie sehr viele Leute, welche die Risale-i Nur {die Arbeit an den Abschriften und ihrer Verteilung (A.d.Ü.)} unter Druck (sıkıntı) gesetzt oder sich von ihrem Dienst (hizmet) zurückgezogen haben, Ohrfeigen (tokat) bekommen haben, um zu zeigen, dass ein Grund für die jetzige allgemeine Bedrängnis (umumî sıkıntı) der Fehler (hata) ist, in diesem Jahr in der Umgebung dieser Provinz (memleket) die Verbreitung (intişar) der Risale-i Nur auf eine umfassende (umumî) Art und Weise zu behindern (sıkıntı) und so die jetzige Zeit (devre) einer Art Unterbrechung (tevakkuf) auszulösen.

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(Eine Ergänzung zu der Anmerkung (haşiye) über die Sure Ve-l'Asr ("Bei der Epoche‌" - Sure 103) mit dem Titel "Die Frucht des Berges" (Dag Meyvesi)

Was den Buchstaben ت aus dem Wort اَلصَّالِحَاتِ {"die guten Werke"} betrifft, so kann er nach numerischer Berechnung (cifir) als der Buchstabe هی gezählt werden, weil die Worte, die mit dem Buchstaben ت enden, meistens Haltestellen (vakf) sind; اِلاَّ {"außer"} wird hier mitgerechnet. In diesem Fall ergibt das 1358, was auf unsere Zeit hinweist. Da der Buchstabe هی nicht ausgesprochen wird, kann der Buchstabe ت unverändert bleiben. Wenn - wie in diesem Fall - die Verdopplungen (şedde) nicht mitgerechnet werden und اِلاَّ {"außer"} auch nicht mitgerechnet wird, so weist (işaret) es darauf hin, dass bis zu - in etwa zweihundert Jahren - eine große Schar mit dem Glauben (iman) und mit guten Werken (amel-i sâlih) ihren Kampf (mücahede) gegen die gewaltig großen Zerstörungen (hasarat-ı azîme) fortsetzen wird. Am Ende der Sure "Fatiha" der Satz

﴿ صِرَاطَ الَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ ﴾

{"den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast" (Sure 1, 7)}

weist auf das Jahr 1547 oder 1577 hin; und ebenso auch die Hadîs

لاَ تَزَالُ طَائِفَةٌ مِنْ اُمَّتِى ظَاهِرِينَ عَلَى الْحَقِّ حَتَّى يَاْتِىَ اللّٰهُ بِاَمْرِهِ

{"eine Schar aus meiner Gemeinde wird niemals aufhören, weiterzubestehen. Sie wird der Wahrheit folgen, bis der Befehl Gottes (zum Untergang der Welt) kommt."}

Der erste Abschnitt weist mit seinem Zahlenwert (makam) von 1500 auf die Endzeit (âhirzaman) einer kämpferischen Schar (taife-i mücahidin) hin, der zweite Abschnitt mit seinem Zahlenwert (makam) von 1506 auf das Jahr ihres siegreichen Kampfes (galibane mücahede) und der dritte Abschnitt mit seinem Zahlenwert (makam) von 1545 mit nur einer geringen Differenz auf die verborgenen Hinweise (gaybî işaret) der beiden Sätze sowohl der Sure von der "Eröffnung" (Fatiha) als auch der Sure "die Epoche" (Ve-l'Asr) hin und stimmt mit ihnen überein (tevafuk). Jeder dieser drei Sätze der heiligen (şerif) Hadith verweist also auf das Jahr (tarih) 1500 und die Hinweise, wie lang dieser Kampf sich fortsetzen wird, genauso wie der Satz

﴿ اَلَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ ﴾

{"diejenigen, die glauben und gute Werke tun...",}

die Verdopplung wird nicht mitgerechnet, mit seinem Zahlenwert (makam) von 1561, und

﴿ وَتَوَاصَوْا بِالْحَقِّ وَتَوَاصَوْا بِالصَّبْرِ ﴾

{"die einander anweisen, sich an die Wahrheit zu halten, einander anweisen, sich in Geduld zu üben" (Sure 103, 3)}

die Verdopplung (şedde) wird mitgerechnet - jedoch ist in dem Wort بِالصَّبْرِ {"in Geduld"} der Buchstabe "lâm" enthalten - mit seinem Zahlenwert (makam) von 1560 mit ihnen übereinstimmt (iştirak), {Üstad errechnet hier aus drei verschiedenen Sätzen die Jahre 1500, 1561 und 1560} weisen (işaret) mit ihren hinweisenden (mana-yı işarî) und numerischen (cifrî) Bedeutungen darauf hin, wie lange sich die Kämpfe (mücahedat) dieser großen Schar (taife-i azîme) hinziehen werden. Sie nähern sich (takarrüb) an den Zahlenwert (makam-ı ebced) des Jahres, auf das die Sure Fatiha und diese Hadîs hinweisen (irae), und stimmen mit ihnen bis zu einem gewissen Grad (farklı bir derece) überein (tevafuk), entsprechen einander (tetabuk) genau in ihren Bedeutungen (mana) und zeigen damit auf einen glänzenden Funken der Wunderhaftigkeit des Verborgenen hin (lem'a-i i'caziye-i gaybiye).

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Eine Anmerkung, welche die Wunderhaftigkeit des Qur'ans betrifft (nükte-i i'caziye) und mir plötzlich in mein Herz (kalb) eingegeben wurde.

Da selbst noch die allereinfachste und allerkleinste Anmerkung im Qur'an von großer Bedeutung (kıymet) ist, wurde mir eingegeben (ihtar), heute einen kleinen Strahl (şua) aus den Hinweisen (işarat) des Qur'ans, der unsere Zeit (zaman) betrifft, im Zusammenhang mit der wunderhaften Anmerkung (nükte-i i'caziye) über die Sure "Bei der Epoche" (Ve-l'Asr) (Sure 103) eine Anmerkung zur Sure "Die Elefanten" (Sure-i Fil) (Sure 105) auf der Ebene der hinweisenden Bedeutungen (mana-yı işarî) anhand der Regel zu den Übereinstimmungen (tevafuk) zu erklären (beyan). Es ist dies wie folgt:

Da es das Erfordernis der Beredsamkeit (belâgatının muktezası) des Qur'ans ist, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist und der in allen Jahrhunderten mit der ganzen Menschheit (nev'-i beşer) spricht, durch die Verkündigung (beyan) eines berühmten, bestimmten historischen Ereignisses (hâdise-i cüz'iye) wie in der Sure اَلَمْ تَرَ كَيْفَ {"hast du nicht gesehen, was..." ("dein Herr mit dem Besitzer des Elefanten gemacht hat?" (Sure 105))} an ganz gewöhnliche Ereignisse erinnert (ihtar), die sich so oder so ähnlich in jedem Jahrhundert (umum asır) ereignen können und aus denen Menschen je nach ihrem Bildungsstand ihre eigenen Schlussfolgerungen (mana) auf der hinweisenden Ebene (tabakat-ı işariye) ziehen (ifade), blickt auch diese heilige (kudsî) Sure auf unser Jahrhundert (asr) herab, unterrichtet (ders) sie somit und ereilt die Übeltäter (fenalar) mit ihren Schlägen (tokat). Während sie auf der Ebene ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarî) über das größte Ereignis (hâdise) dieses Jahrhunderts berichtet (haber), weist (işaret) sie mit ihren drei Sätzen anhand der chiffrierten (cifir) wie der numerischen Berechnung (hesab-ı ebced) auf die Zeit desselben Ereignisses (hâdise), das als Strafe (ceza) dafür, die Welt (dünyayı) in jeder Hinsicht der Religion (din) vorzuziehen und einem Irrweg (dalalet) zu folgen, mit einem Vergleich (tetabuk) darauf hin.

Erster Satz: Der heilige (kudsi) Satz تَرْمِيهِمْ بِحِجَارَةٍ {"sie bewarfen sie mit Steinen" (Sure 105, 4)} welcher ausdrückt (ifade), dass man über den Köpfen (başlar) der Soldaten von Abraha, welche die großartige (Muazzama) Kaaba überfallen wollten, von den Fliegern "Ebabil" {Name des im Qur'an angegebenen "Flugzeugtyps" (A.d.Ü.)} aus Bomben vom Himmel herabregnen ließ, ergibt 1359 (1940) {numerisch} und weist (işaret) in Übereinstimmung (tevafuk) darauf hin, dass auf die Köpfe (başlar) der Verkündiger der Zivilisation (medeniyetçiler), welche die weltlichen (dünya) Dinge den religiösen (dine) vorziehen und die Menschheit (nev'-i beşer) vom Wege (yol) abbringen wollen, Bomben und Steine (taşlar) vom Himmel herabregnen werden.

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Zweiter Satz: Das heilige Wort (kelime-i kudsiye)

﴿ اَلَمْ يَجْعَلْ كَيْدَهُمْ فِى تَضْلِيلٍ ﴾

{"Hat Er nicht ihre List zum Scheitern gebracht?" (Sure 105, 2)}

verweist (işaret), wie diejenigen, die in dem Vorfall (hâdise) dieser alten Zeit mit Listen (hileler) angegriffen haben, um das Licht (Nur) der Kaaba auszulöschen, Schläge (tokat) bekommen haben, wobei sie selber ihr Unternehmen durch ihr Elend (yokluk) und durch die Finsternis (zulümat) ihres Irrtums (dalalet) genau ins Gegenteil (aks-ül amel) verwandelten und es sich gegen sie verkehrte, mit Übereinstimmung (tevafuk) auf genau dieses Jahr (aynı tarih) mit der numerischen Berechnung (makam-ı cifrîsi) des heiligen Wortes فِى تَضْلِيلٍ {"zum Scheitern"} 1360 (1941) hin, in dem dann die Gewalt (cebbar) erzwingenden und arroganten Irregeleiteten (ehl-i dalalet) unseres Jahrhunderts (asr), die sich genauso mit List (hileler), Trug (desiseler), und Unterdrückung (zulümler) die Kaaba der Himmlischen Religionen (Edyan-ı Semaviye) und ihre Gebetsrichtung (kıblegâh) im Interesse des Irrtums (dalalet) zu zerstören (tahrib) bemühten, für ihre Irreführung (tadlil) und Täuschung (idlâl) mit Schlägen (tokad) durch die Bomben vom Himmel herab bestraft (ceza) wurden.

Drittens: Wie der heilige Satz (cümle-i kudsiye)

﴿ اَلَمْ تَرَ كَيْفَ فَعَلَ رَبُّكَ بِاَصْحَابِ الْفِيلِ ﴾

{"Hast du nicht gesehen, was dein Herr mit dem Besitzer des Elephanten gemacht hat?" (Sure 105, 1)}

zu dem ehrwürdigen Gesandten (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) sagt: "siehst du nicht, wie Er die Ehrwürdige Stadt (Mükerreme) Mekka und die Großartige (Muazzama) Kaaba, welche deine gesegnete Heimat (mübarek vatan) und deine Gebetsrichtung (kıblegâh) sind, auf eine außergewöhnliche (hârikulâde) Weise vor deinen Feinden gerettet (düşman) hat und diese Feinde dafür ihre Schläge (tokat) bekommen haben?" dies in seiner offensichtlichen Bedeutung (mana-yı sarihi) ausdrückt, sagt dieser heilige Satz (cümle-i kudsi), der uns auch in diesem Jahrhundert anredet (hitab), in seiner hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarîsi): "siehst du nicht, wie dein Herr (Rabb) diese Leute von Welt (ashab-ı dünyaya), diese Gewaltmenschen (cebbar), welche die Welt anbeten (dünyaperest) und um ihrer Macht (menfaat) in der Welt willen alles Heilige (mukaddesat) niedertreten und Feinde (düşman) deiner Religion (din), der Islamiyet, des Qur'ans, der Rechtsgelehrten (ehl-i hak) und der Leute der Wahrheit (hakikat) sind, mit Seinen Schlägen (tokat) bestraft? Nun schau doch und sieh es dir an!" So drückt dieser Satz mit seiner hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarî) anhand seines numerischen Wertes (makam-ı cifrî) genau auf das Jahr (tarih) 1359 (1940) hinweisend (mana-yı işarî) auf eine Art Katastrophe vom Himmel (âfât-ı semaviye) herab wie Schläge (tokat) vom Himmel (semavi) herab als Strafe für den Verrat (ihanet) an der İslâmiyet aus. Nur tritt hier anstelle des Ausdrucks "Besitzer des Elefanten" (Ashab-il Fil) der Ausdruck "Herren der Welt" (Ashab-id Dünya). Das Wort "Fil"

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{(Anmerkung): Der Sinn (sırr) dessen, dass das Wort "Fil" gestrichen wird, ist Folgender: In alten Zeiten haben sich die Menschen zum Angriff auf die gewaltige, machtvolle (azamet, heybet) Größe ihrer furchterregenden Elefanten (die Nachfahren der Mammuts (Mahmudî) - A.d.Ü.-) gestützt. Heute jedoch stützen sie sich auf ihr irdisches Vermögen (dünya servetine), ihren Reichtum (malına) und finanzieren mit ihrem Vermögen ganze Flotten. Sogar eine Nation von vierzig Millionen brachte mit Hilfe solcher, den damaligen Elefanten (fil) gleichenden Flotten, vierhundert Millionen Menschen in Gefangenschaft (esaret). (ein Vergleich mit der Herrschaft der damaligen Kolonialherren (A.d.Ü.)) Die Prediger der Zivilisation Europas (medeniyetçiler) zerstören (imha) nicht durch den Beitrag (mehasini) ihrer Zivilisation, ihre menschliche Güte (iyilik) und ihre Nutzanwendungen (menfaatler), sondern durch die negativen Auswirkungen (seyyiat) dieser Zivilisation, durch Ausschweifungen (sefahet), durch den Atheismus (dinsizlik), durch ihre allgegenwärtige Herrschaft (hâkimiyet) über dreihundertfünfzig Millionen Muslime, die vor ihrer Gewaltherrschaft (istibdad) die Köpfe einziehen (serfüru') und welche die Ursache (sebebiyet) des Unglücks wurden, das wie vom Himmel (musibet-i semaviye) über sie herabkam. Diese selbstsüchtigen Tyrannen (gaddar zalimler), welche die Welt anbeten (dünyaperest), ließen der Bestimmung Gottes (kader-i İlahîye) eine Fetwa zu erlassen, Schläge (tokat) als Strafe (ceza) für ihre Tyrannei (zulümler) zukommen und für die Armen (fakir), die Unschuldigen (masum) und Unterdrückten (mazlum) ihr vergängliches Besitztum (fâni malları) und ihr Leben (hayat) zu ihrem Jenseits (âhiret) zu verwandeln und wertvoll (kıymetdar) zu machen und auch für ihre Sünden in dieser Welt (dünyadaki günahları) zu einer Buße (keffaret-üz zünub) zu machen. Ich habe überhaupt seit anderthalb Jahren keine Kenntnis über den Zustand (vaziyet) und die Phasen (safahat) dieser Weltanbeter (dünyaperestler) in diesem Unglück (musibet) und über die Abschnitte (sahife) des Zweiten Weltkriegs. Aber ihr Zustand (vaziyet) vor zwei Jahren, die Schläge (tokat), von denen diese heilige (kudsi) Sure in der Ebene (tabaka) ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarî) berichtet, dass sie ganz und gar ihre Köpfe eingezogen (başlarına iniyorlar) haben, und hat so eine ihrer hinweisenden Bedeutungen (mana-yı işarîsi) genauestens kommentiert (tefsir).}

wird also gestrichen und durch das Wort "Dünya" ersetzt.

Analyse:

تَرْمِيهِمْ بِحِجَارَةٍ : zwei ت macht 800. Zwei ر macht 400. Zwei م , ein ب , ein ح , ein ى macht 100. Da die Nunation nicht an der Stelle zu halten (vakf) ist, gilt als ن und macht 50. Ein هی , ein ج , ein (Elif) als Verlängerung macht neun. Ergibt insgesamt 1359.

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فِى تَضْلِيلٍ : ض macht 800. ف 80. ت 400. Zwei ى 20. Zwei ل 60. Die Nunation steht an der Stelle des Halts (vakf), so wird sie nicht mitgezählt. Ergibt insgesamt 1360.

اَلَمْ تَرَ كَيْفَ فَعَلَ رَبُّكَ بِاَصْحَابِ الْفِيلِ : Zwei "re" , ein "te" macht 800. Zwei "fe", zwei ك macht 200. Zwei ل , ein م macht 100. Ein ع , ein ص macht 160. Vier ب drei mal elif, ein ى , ein ح macht 29. Zwei د , ein elif aus dem Wort الدُّنْيَا , das anstelle des Wortes الْفِيلِ getreten ist, macht neun. Ein ن macht 50. Ein ى zehn. Ein elif macht eins. Ergibt insgesamt 1359, Wenn der Buchstabe Elif, der nicht mitgelesen wird, auch nicht mitgerechnet wird, so ergibt sich als Summe 1939. Sowohl nach der arabischen als auch nach der julianischen Zeitrechnung (tarih) stimmt dies mit den Zeiten der unterschiedlichen Arten dieser Schläge vom Himmel herab überein (tevafuk) und deutet mit seinem Finger darauf. {(Anmerkung): Diese Sure droht (tehdid) in der Bedeutung ihres Hinweises (mana-yı işarî), dass - wenn der Mensch voller Bosheit (pürşer beşer) durch diesen Schlag (tokat) nicht von der Abgötterei (şirk) weg und zur Dankbarkeit (şükre) gelangt und sich bei dem Qur'an entschuldigt (tarziye) - es in der Tat auch durch die Hand der Engel (melaike) über ihre Köpfe Steine vom Himmel (ahcar-ı semaviye) herabregnen wird.} Ich grüße (selâm) alle Brüder, jeden Einzelnen von ihnen, und bete (dua) für sie alle.

Euer Bruder
Said Nursî
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Eine Exegese (istihrac) von Feyzi, gleichsam einem zweiten Hüsrev

(Ein Anhang (zeyl) und eine Ergänzung (lâhika) zur Exegese (istihrac) von Hâfız Ali über die Ayah, die als Dreiunddreißigste unter den Ayat angeführt wurde, die auf die Risale-i Nur hinweisen.)

Ich habe einen starken Beweis (kuvvetli bir delil) in der großartigen (azîm) Ayah

﴿ اَفَمَنْ شَرَحَ اللّٰهُ صَدْرَهُ لِلْاِسْلاَمِ فَهُوَ عَلَى نُورٍ مِنْ رَبِّهِ ﴾

{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr im Lichte seines Herrn ist..." (Sure 39, 22}

dafür entdeckt, dass ein Aspekt (ferd), der außerhalb ihrer sinngemäßen Bedeutung (mana-yı sarih) im Umfang (külliyet) der Bedeutungsebene ihres Hinweises liegt (mana-yı işarî tabakası), die Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) ist.

Denn der Satz

﴿ اَفَمَنْ شَرَحَ اللّٰهُ صَدْرَهُ لِلْاِسْلاَمِ فَهُوَ ﴾

{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr..." (Sure 39, 22)}

macht nach dem chiffrierten (hesab-ı cifrî), alphabetischen (ebced) und numerischen (riyazî) Wert 1329 oder 1328, d.h. also, dass sich der Aspekt (ferd), der im Umfang (külliyet) des Fragepronomens مَنْ {"wer?" (wörtliche Übersetzung des Textes: "ist etwa wer?" (A.d.Ü.))} und in dem Hinweis (işaret) فَهُوَ {"sodass er"} liegt und in Betracht gezogen (medar-ı nazar) wird, sich mit einem Hinweis (remzen) auf jenes entsetzliche Jahr (dehşetli tarih) bezieht, in dem sich der erste und der zweite Weltkrieg zu kommen vorbereiten sowie den Zustand (vaziyet) einer Person (şahs), die durch das Licht (nuruyla) der Weitung der Brust (inşirah-ı sadr)

{(Anmerkung): Eine Übereinstimmung (tevafuk) mit dieser Weitung der Brust (şerh-i sadra) ist die, dass seit fünfundzwanzig Jahren ein ständiges Bittgebet (münacatı) meines Meisters und - insoweit ich ihn und sein Leben (hal) verstanden habe -

اَللّٰهُمَّ اشْرَحْ صَدْرِى لِلْاِيمَانِ وَ اْلاِسْلاَمِ

"Oh Gott weite meine Brust für den Glauben und den Islam!" das für ihn wichtigste Gebet ist.}

in einen anderen Zustand (hal) gerät, sich von ihren früheren Bedrängnissen (sıkıntı) befreit und einen lichtvollen Weg (nuranî bir meslek) nimmt.

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Das Wort نُورٍ مِنْ رَبِّهِ {"im Lichte seines Herrn..."} aus dem Zitat:

﴿ فَهُوَ عَلَى نُورٍ مِنْ رَبِّهِ ﴾

{"sodass er nunmehr im Lichte seines Herrn ist..."}

steht sowohl numerisch (cifri) als auch nach seiner Beschreibung (suret) und Bedeutung (mana) mit dem Namen der Risale-i Nur und ihrer Bedeutung (mana) in Übereinstimmung (tevafuk), genauso wie das Jahr (tarih), auf das der Satz

اَفَمَنْ شَرَحَ اللّٰهُ صَدْرَهُ لِلْاِسْلاَمِ فَهُوَ

{"Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, sodass er nunmehr..."}

mit seinem numerischen Wert (makam-ı cifrî) hinweist - nach meiner Erfahrung (tahkikat) - buchstäblich mit den Lebensumständen (vaziyet) meines Meisters, der das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur ist, übereinstimmt (tevafuk).

Denn in der damaligen Zeit, in etwa zu Beginn (mebde'ler) des Ersten Weltkrieges, gab mein Meister (Üstad) seine alte Gewohnheit (eski âdet) bezüglich der philosophischen Wissenschaften (ulûm-u felsefe) und dergleichen anderer hoher Geisteswissenschaften (ulûm-u âliye) auf {Er hatte bis dahin täglich ganze Bücher auswendig gelernt. (A.d.Ü.)} und begann sich innerlich vollständig zu öffnen (tam bir inşirah-ı sadr), um so seinen Kommentar (tefsir) "Hinweise auf das Wunder" (İşarat-ül İ'caz) abzufassen, welcher die Einführung (fatiha) der Risale-i Nur und ihre erste Stufe (birinci mertebe) ist, und setzte seine ganze Kraft (himmet) und Konzentration (efkâr) für den Qur'an ein. Die Übereinstimmung (tevafuk) damit ist ein machtvolles Anzeichen (kavî bir emare) dafür, dass in diesem Jahrhundert (asır) ein Aspekt (ferd), der im Umfang der Bedeutung dieses Hinweises (mana-yı işarî) {auf die im oberen Absatz behandelte Ayah (A.d.Ü.)} in Betracht gezogen (medar-ı nazar) wird, das Sprachrohr (tercüman) der Risale-i Nur und der Repräsentant (mümessil) der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) ihrer Schüler (şakird) ist (temsil).

Da sich nun einmal der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, sich mit seinem umfassenden Wissen (ilm-i muhit) und dem ihm zugrunde liegenden umfangreichen Willen (irade-i şamil) in jedem Jahrhundert (asır) auf jede Person (ferd) beziehen und sie ansprechen (hitab) kann und laut der Übereinstimmung (ittifak) der islamischen Gelehrten (ülema), da nun einmal die Ayat außer ihrer eindeutigen Aussage (mana-yı sarihi) in der Tat auch noch Bedeutungen (mana) auf den verschiedenen Ebenen (tabaka) wie mit einem Hinweis (işarî) mit einer Formel (remzî) oder einem Zeichen (zımnî) haben,

und da nun einmal mit يَا اَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا {"Oh ihr Gläubigen"} und dergleichen Anreden (hitab), welche die Gläubigen (ehl-i iman) in jedem Jahrhundert (asır), so auch die in diesem Jahrhundert, genauso wie die Gläubigen (mü'min) im Zeitalter der Glückseligkeit (Asr-ı Saadet) mit inbegriffen (dâhil) sind,

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und da nun einmal dieses Zeitalter (asır) im Hinblick auf die Islamiyet derart bemerkenswert und voller Gefahren ist, während der Qur'an und die Ahadith nachdrücklich (şiddet) mit einer Nachricht aus dem Verborgenen (ihbar-ı gaybî) berichten, um die Gläubigen (ehl-i iman) von diesem Wirrwarr (fitna) abzuschrecken,

und da nun einmal die chiffrierte (hesab-ı cifrî), die alphabetische (ebced) und die numerische (riyazî) Berechnung seit langer Zeit schon eine zuverlässige (saglam) Berechnungsgrundlage ist und ein nicht zu widerlegender (kuvvetli) Hinweis (emare) sein kann,

und da nun einmal die Risale-i Nur, ihr Sprachrohr (tercüman) und ihre Schüler (şakird) sich im Dienst (hizmet) am Glauben (iman) und am Qur'an, ihren glänzenden und wirkungsvollen Aufgaben (vazife), eine besonders große Bedeutung erworben (kesbet) haben,

und da nun einmal diese große Ayah sich mit einer numerischen Berechnung (hesab-ı cifir) auf diese Zeitepoche (asr) und die beiden Weltkriege bezieht, so wie sie mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem Erscheinen (zuhur) der Risale-i Nur übereinstimmt (tevafuk), zeigte sie dies auch anhand der entsprechenden Berechnungen (manen) im Voraus an. Mit Sicherheit ziehen wir hieraus aufgrund der oben erwähnten Gegebenheiten (mezkûr hakikat) und der beweiskräftigen Hinweise ohne Zweifel die Schlussfolgerung (hükmederiz), dass die Geistige Körperschaft (şahs-ı manevî) der Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) im Umfang der Bedeutung (mana) dieser großartigen (azîm) Ayah auf der hinweisenden Ebene (işarî tabakası) mit inbegriffen und ein Mitglied (ferd) ist, das mit in Betracht (medar-ı nazar) gezogen werden sollte. Darauf weist diese Ayah hin, berichtet durch die Bedeutung ihres Zeichens (mana-yı remzi) davon und gibt - als eine Nachricht (haber) aus dem Verborgenen (ihbar-ı gayb) - einen Funken ihrer Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caziye) zu erkennen, wie wir sagen könnten und auch sagen wollen.

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Analyse: Ein ش und zwei ر ergeben zusammen siebenhundert. ف م ن ل zweihundert. ص د هی ا hundert. س م hundert. Der majestätische Name "Allah" macht siebenundsechzig. Zwei ل macht sechzig. فَهُوَ einundneunzig. Zwei oder drei Elif in dem Wort لِلْاِسْلاَمِ zwei oder drei. ح ist acht. نُورٍ مِنْ رَبِّهِ und "Risale-i Nur" sind zwei Ausdrücke, die beide das Wort نُور enthalten. In dem Wort "Risale" stimmt das ر mit dem ر in dem Wort رَبِّهِ überein. Wenn die Nunation in dem Wort نُورٍ mitgezählt wird und auch der Buchstabe ن in dem Wort النُّور mit der Verdopplung berechnet wird, so stimmen beide Worte miteinander überein. Der Ausdruck مِنْ به , der dem Wort نُورٍ folgt, ergibt siebenundneunzig und auch die Buchstaben هی ل س ergeben mit den beiden Elif in dem Wort "Risale-i Nur" zusammen siebenundneunzig und stimmen so beide miteinander genau überein. Wenn in der türkischen Sprechweise Risale-i Nur mit einem Hemze über dem "i" ausgesprochen wird, beeinträchtigt dies jedoch die Berechnung nicht.

Der fünfzehnte Vers in der Sure "Al-Maidah"

﴿ قَدْ جَاءَكُمْ مِنَ اللّٰهِ نُورٌ وَكِتَابٌ مُبِينٌ يَهْدِى بِهِ اللّٰهُ ﴾

{"Wahrlich kam zu euch von Gott ein Licht und eine offenkundige Schrift. Gott leitet damit‌" (Sure 5, 15-16)}

Am Schluss der Sure An-Nisa'

﴿ يَا اَيُّهَا النَّاسُ قَدْ جَاءَكُمْ بُرْهَانٌ مِنْ رَبِّكُمْ وَاَنْزَلْنَا اِلَيْكُمْ نُورًا مُبِينًا ﴾

{"Oh ihr Menschen! Wahrlich kam zu euch ein Zeugnis von eurem Herrn und wir sandten euch ein klares Licht herab." (Sure 4, 174)}

Bei dergleichen Ayat habe ich ein machtvolles Anzeichen (kuvvetli bir karine) erkannt, dass die Risale-i Nur hinsichtlich ihrer Bedeutung (mana) und ihrer numerischen (cifir) Berechnung ein Aspekt ihrer Hinweise (mana-yı işarî) ist.

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Was die zweite Ayah betrifft, die als eine Ayah aus der Sure "Nisa'" angeführt wurde, so hat mein Meister bereits in der Abhandlung über die "Hinweise" (İşarat) aus dem Qur'an, die der "Erste Strahl" (Birinci Şua) heißt, ihren Hinweis (işaret) erklärt. Was die erste Ayah betrifft, {die erste der oben erwähnten Ayat (A.d.Ü.)} welche die fünzehnte Ayah aus der Sure "Al-Maidah" ist, so bekräftigt sie sowohl diesen Hinsweis (işaretini teyid) und bestätigt zugleich den Hinweis (işaratını tasdik) der Ayah اَفَمَنْ شَرَحَ اللّٰهُ {"Ist denn einer, dem Gott die Brust geweitet hat‌" (Sure 39, 22)} Jeder, der diese Ayah unvoreingenommen (insaf) betrachtet, kann bestätigen, dass in diesem Jahrhundert (asır) die Risale-i Nur auf der Ebene (tabaka) ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarî) in der Tat ganz genau ein Aspekt (ferd) ihres heiligen Sinnes (kudsî mefhum) ist.

Da nun einmal der sinngemäße Zusammenhang (manevî münasebet) beweiskräftig (kavî) ist, dass die Risale-i Nur ein Aspekt (ferd) ihrer Bedeutung ist, und da nun einmal der numerische Wert (makam-ı cifrî) dieser Ayah 1366, wenn die Verlängerungszeichen (medde) und die ungelesenen Hemze nicht mitgerechnet werden, 1362 ergibt, und da nun einmal die Risale-i Nur eine offenkundige Schrift (kitab-ı mübin) ist, die das Licht und die rechte Leitung (nur ve hidayet) des offenkundigen (Mübin) Qur'ans verbreitet (neşreden), und da wir nun einmal keinen anderen kennen, der diese Aufgabe (vazife) unter diesen schwierigen Umständen (şerait) besser erfüllen könnte, und da nun einmal die Ayat nicht wie andere Worte (kelâm) auf eine individuelle Bedeutung (cüz'î bir mana) beschränkt bleiben können (münhasır), und da nun einmal anhand eines verborgenen, hinweisenden Zeugnisses (delalet-i zımnî) regelmäßig in der Bedeutung des Wortes (mefhum-u kelâm) enthalten ist, und da nun einmal sehr viele Heilige (ehl-i velayet) - wie Necmeddin-i Kübra und Muhyiddin-i Arabî, mit denen Gott zufrieden sein möge - die meisten Ayat außer mit ihrer eindeutigen Bedeutung (mana-yı zahirî) sondern auch mit ihren esoterischen, hinweisenden (bâtınî ve işarî) Bedeutungen ausgelegt (tefsir) haben und sogar in ihrem Kommentar (tefsir) behauptet haben, dass mit Musa, mit dem Friede sei, und den Pharaonen Herz und Seele (kalb ve nefis) gemeint sind, und die Gemeinde (ümmet) sie deswegen nicht kritisiert haben, und viele der großen Gelehrten (ülema) sie bestätigt haben (tasdik), sind in jedem Fall durch das verborgene Zeugnis (delalet-i zımni) dieser Ayah für die Risale-i Nur anhand beweiskräftiger Zeichen (kuvvetli karineler) ihre Hinweise (işaret) sicher und sollte man daran nicht zweifeln.

Analyse: قَدْ جَاءَكُمْ 169. مِنَ اللّٰهِ 157. نُورٌ die Nunation mitgerechnet 306. وَ كِتَابٌ مُبِينٌ die Nunation mitgerechnet 631. يَهْدِى بِهِ اللّٰهُ 103. in summa 1366.

Wenn die Verlängerungszeichen (medde) und die Hemze, die nicht mitgelesen werden, auch nicht mitgerechnet werden, stimmt {die obige Analyse (A.d.Ü.)} nach islamischer Zeitrechnung (muharrem tarihi) genau mit diesem Jahr, d.h. genau mit dem Jahr 1362 überein. Sollte man jedoch bei der Nunation in dem Wort مُبِينٌ unterbrechen, dann ergibt sich das Jahr 1316, was sowohl auf die Einführungszeit (mukaddemat) der Risale-i Nur als auch - die Nunation mitberechnet - auf ihre Entwicklungszeit (tekemmül) und - wie im "Ersten Strahl" (Birinci Şua) bereits erklärt (beyan) wurde, nachdrücklich auf das Ziel der Ayat hinweist und mit dem altbekannten Jahr (meşhur tarih) genau übereinstimmt (tevafuk).

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Ich danke (teşekkür) denjenigen, die sagen und beweisen (isbat): "Du hast Fehler bei deiner Auslegung (içtihadında hata) gemacht." Ich bin ihnen aus ganzem Herzen und tiefster Seele (ruh u can) dankbar (minnetdar). Diejenigen, die bis heute meine Auslegung (içtihad) mit voller Überzeugung (kanaat) aufrichtig bestätigen, sind jedoch Tausende Gläubige (ehl-i iman). Obwohl viele von ihnen Gelehrte (ehl-i ilim) sind und meine Auslegung bestätigen, und obwohl ich sie in einer fürchterlichen Zeit (dehşetli bir zaman), in der ich eines heiligen Trostes (kudsî bir teselli) bedurfte, und mit einer reinen Absicht (niyet-i hâlisası), nur den Glauben der Gläubigen (ehl-i iman) durch die Risale-i Nur zu bewahren (muhafaza), und mit einer vollständigen Überzeugung (kanaat-ı tâmme), die ich aus den Hinweisen (işariye) des Qur'ans wie Tausende Esoteriker (ehl-i işarat) wie Necmeddin-i Kübra und Muhyiddin-i Arabi anhand der numerischen und der mathematischen Berechnung (cifrî ve riyazî hesabı) eine frohe Botschaft (müjde) erhalten habe, und obwohl ich sie für privat (mahrem) gehalten und unter dieser Bedingung erklärt (şartıyla beyan) habe, und obwohl ich gesagt habe, dass ich bereit (hazırım) bin, selbst den überaus verbohrten Atheisten (muannid dinsiz) meine Auslegung (içtihad) zu beweisen, über mich dennoch üble Nachrede (gıybet) zu machen, nach welcher Rechtsschule (mezhebl) in der Welt (dünya) dafür ein Gutachten (fetva) erlassen werden könnte, wo finden sie so ein Gutachten? Ich kann zwar alles mögliche vergeben (vazgeçerim), doch eine solch entsetzlich üble Nachrede kann ich vor der Audienz (huzur) der Gerechtigkeit Gottes (adalet-i İlahiye) nicht verzeihen! Sie sollen davor zittern (titresin!)! Die Klage eines Unterdrückten (mazlûmun şekvası), der sein Leben (hayat) opfert (feda), und alles, was er hat, um die gelobte Sitte (Sünnet-i Seniye) des Weltenstolzes (Fahr-i Âlem Aleyhissalâtü Vesselâm) zu bewahren, welcher der Ahne (ceddi) aller Nachkommen des Propheten (sâdât) ist, wird auf jeden Fall nicht unbeantwortet bleiben (cevabsız kalmayacak)!

Nur unter einer Bedingung (şart) kann ich verzeihen (helâl), wenn er nämlich den Kummer und die Sorge (endişe ve telaşı), die er in diesem Heiligen Monat (Ramazan-ı Şerif) mir und meinen aufrichtigen Mitbrüdern (hâlis kardeşlerime) zugefügt hat, im Sinne der Wahrheitsliebe (hakperestlik damarıyla) mit einem Edelmut (ulüvv-ü cenab), der eines großen Menschen würdig (büyüklere lâyık) ist, seine fanatische, egoistische Einstellung (enaniyet-i taassubkârane) um der Wahrheit willen einsichtig (hakikat ve insaf) opfert und sich dafür einsetzt, die Dinge wiedergutzumachen (tamire çalışması) und in der Art eines liebevollen und maßvollen Gelehrten (munsıf bir hoca) unseren Fehler (kusur), den er festgestellt hat, in Güte (lütufkârane) anmerkt und darauf hinweist (ikaz). Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) verbirgt und verzeiht die Fehler (Settar-ul Uyûb), wenn das Gute alles Schlechte (hasenat seyyiat) wieder löscht. Einer Wohltat (hasene) gegenüber, im Dienste am Glauben (iman) hundert Tausend Menschen einen Glauben (imanını tahkik) zu vermitteln, kann einen Fehler, den ein Armer (bir bîçare) wie ich in guter Absicht (hüsn-ü niyet) beim Verständnis (tefehhüm) einer Botschaft (müjde) des Qur'ans, die er sich anhand machtvoller Anzeichen (kuvvetli emare) durch Gottes Gunst vorstellte (inayet-i İlahiye tasavvur), und gäbe es selbst hundert Fehler (yüz yanlış) bei dieser Wohltat (hasenat) nicht entgegentreten und den Schleier, welcher seine Fehler überdeckt (setr-i uyûb perdesi), nicht zerreißen! Wie dem auch sei (Her ne ise).

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Wenn nur ich allein (şahsım) von dieser Angelegenheit (mes'ele) betroffen wäre, würde ich ihm aufrichtig (cidden) dankbar sein (minnetdar), weil er dadurch meine eigenwillige Seele (nefs-i emmare) in die Knie zwingt (tam kırmak). Was unseren Weg (meslek) betrifft, so blieb meiner eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) seit zwanzig Jahren (yirmi sene) nichts anderes mehr übrig (mecbur), als nolens volens (ister istemez) einzig diesem Weg zu folgen (meslege itaat), da in dieser Zeit nach unserer festen Überzeugung (kat'î kanaat) ein Dienst an der Wahrheit (hakka hizmet) nur durch vollständige Aufgabe der Eigenwilligkeit (terk-i enaniyet) versehen werden kann (olabilecek). Die Risale-i Nur und die Geschichte ihrer Entwicklung (mukaddemat) sind dafür ein sicheres Zeugnis (hüccet-i katıa). Aufgrund der Einwände und Tadel (itiraz ve ayıb), die einen Hass (garaz), eine Hartnäckigkeit (inad) und eine Art fanatische Haltung auf seinem Wege (taassub-u meslek) verspüren lassen (ihsas) und in der Art und Weise, wie sie daherkommen, um unsere verborgenen Geheimnisse (esrar-ı mestûre) offenkundig werden (işaa) zu lassen, sage ich in der Sprache (lisan) des Alten (Eski) Said: Hier ist jetzt euer Platz (İşte meydan)! Ich bin bereit (hazır), allen, angefangen von einem fanatischen Gelehrten (mutaassıb ülema), einem der größten Heiligen (büyük veli), bis hin zu den eingefleischten atheistischen (dinsiz) Philosophen und kritisch betrachtenden Denker (müdakkik hükema) die Grundsätze (dava) in der Risale-i Nur nachzuweisen (isbat) und habe dies sogar bereits bewiesen, sodass die atheistischen (zındık) Philosophen und Gottesleugner (mülhid), die sich ununterbrochen darum bemühen (mütemadiyen çalışan), mich zu vernichten (mahv) und hinzurichten (i'dam), diese Grundsätze (dava) nicht widerlegen (edemiyor) können und es bis heute nicht konnten (edememiş)!

Des weiteren wissen (biliyor) meine alten und neuen (eski ve yeni) Gefährten, die wie ihr es seid, dass ich in meinem ganzen Leben (bütün hayat) niemals etwas ohne einen Beweis behauptet (delilsiz davaları) habe. Mit einer Kraft (kuvvet), die ich besonders (bâhusus) aus dem Qur'an schöpfe, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, fordert die Risale-i Nur die Philosophen Europas heraus (meydan). Da die Risale-i Nur in dieser Zeit ein Ereignis (hâdise) des Qur'ans ist, das die Aufmerksamkeit (medar-ı nazar) auf sich lenkt, gibt es auf sie nicht nur ein, zwei Hinweise (işaret), sondern die Hinweise (işaret), die ich und die Schüler (şakirdler) der Risale-i Nur entnommen (istihraç) haben und die in fünf Abhandlungen (beş risale) niedergeschrieben wurden, in einer Hinsicht etwa Tausend (bir cihette bine). Wenn Tausend ganz dünne Härchen (incecik saç) zusammengebunden werden (toplansa), so erhält man ein starkes Tau (kuvvetli bir ip), und so kommt ein Hinweis beinahe schon einem Beweis (saraha) gleich. Denn da es sich dabei um dieselbe Tatsache (vahdet-i mes'ele) handelt, unterstützen (kuvvet) diese Hinweise (işaretl) einander. Einige Hinweise (bazı işarat) für schwach (zaîf) zu halten, um diese Tatsache deswegen abzustreiten (inkâr), entspricht nicht (muvafık) der Vernunft und der Wahrheitsliebe (insaf, hakperestlik). Wer etwas abstreitet (inkâr), ist nicht zu entschuldigen (mazur olamaz). Wenn es sich dabei besonders (hususan) um eine nutzlose (lüzumsuz), rein negative (zararlı), maßlos üble Nachrede (müfritane bir gıybet) handelt, so ist dies in heutiger Zeit für die Leute der Wissenschaft (ehl-i ilim) ein peinlicher Vorfall (hâdise-i elîme), der die Leute der Wahrheit (ehl-i hakikat) vor Kummer weinen lässt (aglattıracak).

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben Mitbrüder!

Ich habe durch eine geistige Eingebung (manevî bir ihtar) erkannt, dass ein einziger Hinweis (işaret) einer einzigen Ayah des Qur'ans in Form einer Botschaft aus dem Verborgenen (ihbar-ı gayb) durch seine Übereinstimmung (tevafuk) einen Funken seiner Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caziye) zeigt.

﴿ اَيُحِبُّ اَحَدُكُمْ اَنْ يَاْكُلَ لَحْمَ اَخِيهِ مَيْتً ﴾

{"Wollte denn einer von euch das Fleisch seines toten Bruders essen?" (Sure 49, 12)}

Der numerische Wert (makam-ı cifrî) dieser ehrwürdigen Ayah - die Verdopplung (şedde) und die Nunation (tenvin) nicht mitgerechnet - ist 1351. Da die Grundform von مَيْتًا {"tot"} مَيِّتًا ist, {die erste Form ist das Adjektiv, die zweite das Adverb (A.d.Ü.)} so ergibt sich daraus das Jahr 1361. Damit schließt dieses Jahr (tarih) im Umfang der hinweisenden Bedeutung (mana-yı işarî) dieser Ayah eine entsetzliche üble Unterstellung (dehşetli gıybet) {wie sie der oben gestellten Frage zugrunde liegt (A.d.Ü.)} als ein gewaltig großes Ereignis (umûr-u azîm) mit ein. Und als ein solch gewaltig großes Ereignis kam genau diese eigenartige üble Unterstellung (acib gıybet) ** in eben diesem genannten Jahr zustande. Es ist dies wie folgt:

Über einen Mann, der in diesen achtzehn Jahren niemals einen Hut aufgesetzt hat, {Seit dieser Zeit ist es in der Türkei Gesetz, eine Schirmmütze zu tragen anstelle eines Turbans (A.d.Ü.)} um die gelobte Sitte aufrechtzuerhalten (Sünnet-i Seniyeyi muhafaza için), und dem seit achtzehn Jahren wie in Einzelhaft (haps-i münferid) jeglicher Kontakt (ihtilat) untersagt und er gezwungen (mecbur) wurde, allein in seinem Zimmer sein Leben (hayat) zu fristen und der, da er in seinem privaten Gebetsraum (ibadetgâh) den mohammedanischen Gebetsruf (ezan) auf arabisch vortrug und "Gott ist groß" (Allahü Ekber) sagte und die Wahrheit (hakikat) der Bekenntnisformel: "Es gibt keine Gottheit außer Gott" (Lâ ilahe illallah) sonnenklar dargelegt hat, worauf er mit seinen hundert Gefährten in Haft genommen (taht-ı tevkif) und verurteilt (mahkûm) wurde, da er aufgrund hunderter Zeichen und Hinweise (emare ve karine) vollkommen davon überzeugt (kanaat) war, dass es ihm durch die Gnade Gottes (inayet-i İlahiye) gelang, eine frohe Botschaft (müjde) aus den Hinweisen (işarat) des Qur'ans sowohl für sich selbst als auch für seine vom Unglück (musibetzede) betroffenen Gefährten mit der Absicht (niyet) einer Tröstung (teselli) zu erläutern, üble Nachreden (gıybet) zu verbreiten und diese mit unflätigen Ausdrücken (galiz tabirat) zu veröffentlichen (teşhir) und dadurch gegen seine unschuldigen Schüler (masum şakird), die durch seine Unterweisungen (ders) ihren Glauben retten (imanları kurtaran), Hass (tenfir) auszustreuen und in ihnen Zweifel (şübhe) zu säen; als ob es in der Öffentlichkeit (ortalık) sonst nichts anderes gäbe, was als Grund zu einer Verleugnung (medar-ı inkâr) herangezogen wird, {Gläubige sind ein öffentliches Ärgernis, Ungläubige hingegen nicht (A.d.Ü.)} und sie sonst überhaupt nichts sähen, was verboten (münkerat) oder ein Verbrechen (cinayet) wäre, in der Vorstellung (zan), nur einen angeblichen Fehler (mevhum bir hata) dieses Hilflosen (bîçare), was vor den Augen von achtzig Kritikern (müdakkikler) {Zeugen vor Gericht (A.d.Ü.)} acht Jahre lang verborgen (saklanan) geblieben ist, während seine inkompetenten, jedoch hartnäckigen Blicke (sathî ve inadî nazar) hingegen seine aufgrund einer auf rein persönlichen Ansicht (içtihadî) beruhenden Fehler entdeckt {Hier behauptet der Hodscha infolge seiner Inkompetenz, die Ansichten, die Üstad verbreitet, seien falsch. (A.d.Ü.)} hätten, ihn nun mit groben Ausdrücken (galiz tabir) zu tadeln, ist mit Sicherheit ein gewaltig großes Vorkommnis (azîm bir hâdise), anlässlich dessen der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, in diesem Zeitalter (asır) und in diesem Land (memleket) besonders (kasden) darauf hinweisen (işaret) möchte. So ist denn meiner Meinung nach - so wie jede Sure und manchmal auch eine Ayah und manchmal ein Wort (kelim) im Qur'an sich als Wunder (mu'cize) erweisen kann - auch dieser eine Hinweis (tek bir işaret) in dieser Ayah in Form einer Botschaft aus dem Verborgenen (ihbar-ı gayb) ein Funke seiner Wunderhaftigkeit (lem'a-i i'caz).

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Es gibt drei Anzeichen (emare), dass diese Ayah auf diese Kritik (gıybet) hinweist, die sich in diesem Zeitalter (asır) auf die Schüler (şakird) der Risale-i Nur bezieht:

Erstens: In der Abhandlung (Risale) über die "Hinweise" (İşarat) des Qur'an, die der "Erste Strahl" (Birinci Şua) ist, weist (işaret) die an fünfter Stelle angeführte Ayah auf die Risale-i Nur und ihr Sprachrohr (tercüman) hin:

﴿ اَوَمَنْ كَانَ مَيْتًا فَاَحْيَيْنَاهُ وَجَعَلْنَا لَهُ نُورًا يَمْشِى بِهِ فِى النَّاسِ ﴾

{"Ist denn einer, der tot war, und den wir dann zum Leben erweckt, und dem wir ein Licht gegeben haben, in dem er unter den Menschen umhergeht‌" (Sure 6, 122)}

Hier stimmt anhand überaus starker Zeichen (kuvvetli karineler) das heilige Wort {ein Wort aus der Heiligen Schrift (A.d.Ü.)} مَيْتًا {"tot"} nach der numerischen und alphabetischen (cifir ve ebced) Berechnung und entsprechend seinen drei verschiedenen Deutungsmöglichkeiten (cihet-i manası) mit dem Namen Said-ün Nursî überein (tevafuk).

Zweites Zeichen: اَيُحِبُّ اَحَدُكُمْ {"Wollte denn einer von euch‌ usw."} diese Ayah ergibt nach ihrem chiffrierten und numerischen Wert (cifrî ve riyazî) 1361, genau in diesem Jahr (tarih) passierte dieses erstaunliche Vorkommnis. {die Kritik des Hodschas (A.d.Ü.)}

Unerwartet zeigte sich die Ayah

{(Anmerkung): Da diese Ayah uns hier ausdrücklich verbietet (men), kritisch auf diese Unterstellung (gıybet) einzugehen, müssen wir diejenigen vergessen, die uns hier etwas unterstellt haben, dürfen sie unsererseits nicht gleichfalls ins Gerede (medar-ı gıybet) bringen. Möge sich etwas Derartiges um Gottes willen (inşâallah) nicht noch einmal wiederholen.}

﴿ اَيُحِبُّ اَحَدُكُمْ اَنْ يَاْكُلَ لَحْمَ اَخِيهِ مَيْتً ﴾

{"Möchte denn einer von euch das Fleisch seines toten Bruders essen?" (Sure 49, 12)}

welche die Kritik in fünffacher Hinsicht tadelt (zemmi zemmeden) und die Unterstellung (gıybet) wundersamerweise (mu'cizane) in sechsfacher Hinsicht verbietet (zecreden), vor mir, nahm Gestalt (temessül) an und sagte zu mir sinngemäß (manen): "Sieh mich an!" Da sah ich sie an und sah plötzlich während der Rezitation nach dem Gebet (tesbihat), dass sie die Jahre 1351 bis 1361 aufwies. So habe ich denn unsere Situation (hal) folgendermaßen wahrgenommen: Von 51-61 bereitete sich {die Unterstellung (A.d.Ü.)} am Horizont von Istanbul, von wo die Risale-i Nur auf Hilfe (meded) wartete, insgeheim (âfâkında) eine Art Angriff (taarruz) vor und platzte dann plötzlich im Jahre 61. {d.h. der Hodscha trat in diesem Jahr mit seiner Unterstellung, über der er zehn Jahre lang gebrütet hatte, an die Öffentlichkeit. (A.d.Ü.)}

Analyse: ت خ Tausend. م م ى ى hundert. ل ل ك ك hundert. Drittens ن ى م hundert. ح ح ح ب د dreißig. Viertens ى zehn. Fünf Mal elif, ein Mal هی ergibt zusammen zehn. Da die Nunation (tenvin) am Ende wegen des Haltens (vakfen) als "Elif" gilt, ergbit sich summa summarum (yekûn) 1351. مَيْتًا betrachtet man das Adjektiv hier in seiner Grundform, also als ein Adverb mit Verdopplungszeichen (aslı yâ-i müşeddede), so ergibt sich daraus 1361.

Said Nursî
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﴿ بِاسْمِهِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44)"}

Zudem möchte ich noch meinem verehrten alten Freunde erklären, Leuten von Aufmerksamkeit und auch euch, dass der Neue Said unter dem Segen des Qur'ans, dessen Wort ein Wunder ist, das, was die Glaubenswahrheiten betrifft, dermaßen mit logischen und wirklichkeitsgerechten Beweisen behandelt, dass nicht nur die islamischen Gelehrten (ulema), sondern selbst die verbohrtesten Wissenschaftler Europas sich das eingestehen müssen und es zugeben werden. Und so wie Hazret Ali und Ghaus-i Azam, mit denen Gott zufrieden sein möge, in der für sie typischen Ausdrucksweise auf den Wert und die Bedeutung der Risale-i Nur hingewiesen und symbolisch angedeutet haben, so lenkt auch der Qur'an mit seinem Wort des Wunders die aufmerksamen Blicke auf die Risale-i Nur, welche ein Wunder des Geistes in unserer Zeit ist, weist mit Hinweisen, Zeichen, Andeutungen und Symbolen auf die Tatsache dieses Wunders hin, welches ein Erfordernis der wunderbaren Beredsamkeit dieser verborgenen Sprache ist.

In der Tat wurde mir im Gefängnis in Eskischehir, zu jener furchtbaren Zeit und in einem Augenblick, da ich heiliger Tröstung ganz besonders bedurfte, der innere Anruf zuteil: "Du wirst die Heiligen der alten Zeit als Zeugen dafür anführen! Denn entsprechend dem Geheimnis des Wortes:

﴿ وَلاَ رَطْبٍ وَلاَ يَابِسٍ اِلاَّ فِى كِتَابٍ مُبِينٍ ﴾

{"Es gibt nichts, was frisch oder trocken wäre, außer in dieser klar verständlichen Schrift."}

nimmt in diesem Beispiel der Qu'ran als Herr des Wortes den höchsten Platz ein. Würde wohl der Qur'an die Risale-i Nur akzeptieren? Mit welchen Erwägungen betrachtet er sie wohl?" Ich fand mich dieser seltsamen Frage gegenübergestellt. So ersuchte ich denn den Qur'an um Hilfe. Plötzlich spürte ich, dass in ihm dreiunddreißig Ayat enthalten sind, von denen ein Teil solche sind, deren Bedeutung persönlich eindeutiger Art (mana-yi sarihi) ist, während ein anderer Teil mehr zeichenhafte Bedeutung hat. Und innerhalb der Gesamtheit solcher symbolischer Zeichen ist die Risale-i Nur lediglich eine der möglichen Ausdeutungen. Doch gibt ihr In-Erscheinung-treten einen besonderen Hinweis und ist zugleich Grund für einen gewissen Vorzug. Dies alles spürte ich innerhalb einer Stunde ganz klar und deutlich und bemerkte auch, dass ein Teil bis zu einem gewissen Grade Erläuterung, ein anderer Teil aber Zusammenfassung ist. Für mich selbst bleibt danach auch nicht der geringste Zweifel, kein Argwohn oder die Möglichkeit einer Täuschung mehr übrig.

Auch ich habe dies, in der Absicht, den Glauben der Leute des Glaubens durch die Risale-i Nur zu bewahren, mit einer so absoluten Überzeugung geschrieben und es an meine wahrhaftigen Brüder weitergegeben, unter der Bedingung, dass sie es vertraulich (mahrem) behandeln. Und wir sagen in dieser Risala auch nicht, das sei der eindeutige Sinn dieser Ayah, sodass die Hocas sagen könnten: فِيهِ نَظَرٌ {"auch dies ist eine mögliche Betrachtungsweise".}

— 70 —

Auch wollen wir nicht sagen, wir hätten nun die symbolischen Zeichen erschöpfend ausgelegt.

Wir wollen vielmehr sagen, dass sich unter einer eindeutigen Aussage verschiedene Ebenen subsummieren lassen. Eine Ebene ist die der zeichenhaften, der symbolischen Bedeutung; und diese zeichenhafte Bedeutung ist wieder ein ganzer Komplex. Davon hat jede Generation einen winzigen Bruchteil. Auch die Risale-i Nur ist in diesem Jahrhundert auf der Ebene der symbolischen Zeichen ein einzelnes Exemplar innerhalb dieser Gesamtheit. Doch dieses Exemplar lässt eine Absicht erkennen, lenkt die Blicke auf sich, macht die große Bedeutung einer Aufgabe sichtbar. Durch die schon in alten Zeiten unter den Gelehrten (ulema) gebräuchlichen Methoden der Chiffrendeutung und anderer mathematischer Berechnungen nimmt sie die Gestalt eines Fingerzeiges, ja sogar eines Beweises an. Damit soll keine Ayah des Qur'ans und nichts, was daran unbestreitbar ist, geschmälert werden, vielmehr soll damit seiner Wunderhaftigkeit und der Treffsicherheit seines Ausdrucks ein Dienst erwiesen werden. Derartige Zeichen aus dem Verborgenen sind unbestreitbar. Vertreter der Wahrheit, welche diese unendlich vielen Hinweise, die sich im Qur'an finden und sich ohne alle Entsprechung und Kalkulation ergeben, nicht in Abrede stellen, werden auch dies nicht leugnen und können es auch gar nicht bestreiten.

Möchte aber nun jemand hier einwenden, er halte es für sonderbar, ja unwahrscheinlich, dass in der Hand eines so unbedeutenden Mannes, wie ich es bin, ein derart bedeutendes Werk entsteht, so möge er einmal darüber nachdenken, dass es doch ein Beweis für die gewaltige Macht und Größe Gottes ist, wenn aus einem Tannensamen von der Größe eines Weizenkorns ein Baum so hoch wie ein Berg emporwächst, und er wird gewiss sagen müssen, dass es ein Beweis für das allumspannende Erbarmen Gottes ist, wenn in einer Zeit der bittersten Armut, der tiefsten Not und des äußersten Mangels, wie sie die unsere ist, ein solches Werk in Erscheinung tritt.

Ich versichere euch und meinen Gegnern bei der Ehre und Würde der Risale-i Nur, dass diese Zeichen, die vorausschauenden Ankündigungen der Heiligen (auliya) und ihre Symbole mich stets zu Lobpreis und Danksagung bewegt haben und dazu, um die Vergebung meiner Verfehlungen zu bitten. Ich habe meiner Seele, welche gebieterisch (nefs-i emmare) nach Ruhm und Ehre verlangt, nie auch nur eine Minute ihre Ichsucht und ihren Egoismus vergönnt, welcher die Quelle des Stolzes ist und der Sucht nach Ruhm. Beweis dafür ist das Ergebnis der letzten zwanzig Jahre meines Lebens, welches vor euren Augen ausgebreitet liegt.

In der Tat kann ein Mensch bei aller Wahrhaftigkeit nicht frei bleiben von der Befleckung durch Fehler, Vergesslichkeiten und Irrtümer. Ich habe, unbewusst, viele Fehler. Vielleicht habe ich meine Vorstellungen mit der Risala vermischt, wodurch dann Fehler entstanden sind.

Als ob er die Verletzungen (incitme) der klaren Bedeutung (sarahat) der Ayah durch die irrigen Auslegungen (tevilât-ı faside) der Leute des Irrwegs (ehl-i dalalet), die ihre Verfälschung (tahrifkârane) unter einem Deckmantel (perde), die heiligen Worte (hurufat-ı kudsiye) des Qur'ans mit der Übersetzung eines Menschen (beşerin tercümesi) vertauschen oder ihre unzulänglichen Buchstaben (noksan huruf), unter dem Titel einer neuen Schrift (yeni hat), begehen, nicht sehen wollte, erhebt er einen so scharfen Einwand (itiraz), wie ihn der Widerwille (fütur) am Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye) auslöst, weil ein hilfloser, unterdrückter (bîçare mazlum) Mann eine Anmerkung über die Wunderhaftigkeit (nükte-i i'caziye) des Qur'ans erklärt (beyan) hat, um so den Glauben seiner Mitbrüder (kardeşlerin imanı) zu stärken. Noch nicht einmal derartige Herren (zâtlar) und auch kein Mensch, der über ein Fünkchen Vernunft (zerre mikdar insaf) verfügt, können dem nicht widersprechen (itiraz edemez).

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Und das möchte ich noch hinzufügen:

In dieser Zeit, wo Millionen mächtiger, aufrichtiger, opferbereiter Menschen, Männer von Charakter, im Kampf gegen diese furchtbaren Verirrungen offenkundig mit ihren Theorien gescheitert und untergegangen sind, kann ein so unwissender und kaum gebildeter Mensch wie ich, ein Mann, der in seiner Armseligkeit einsam und allein, unter andauernder Überwachung durch die gegenüberliegende Polizeistation steht und sich in einer Lage befindet, wo ständig von allen Seiten gegen ihn die übelste Propaganda angezettelt und er von jedermann verabscheut wird, nicht der Autor einer Risale-i Nur sein, welche diesen Theorien weit voraus ist und ihnen weit besser Widerstand zu leisten vermag. Sie kann unmöglich das Produkt seines besonderen Talentes sein, auf das er auch noch (berechtigterweise) stolz sein könnte. Sie ist vielmehr ein Wunder, das in heutiger Zeit ganz unmittelbar dem Geiste des Weisen Qur'ans entspringt, ein Gnadengeschenk der Göttlichen Barmherzigkeit. Dieser Mensch hat mit tausenden seiner Mitmenschen nach jenem Geschenk des Qur'ans seine Hände ausgestreckt. Wie dem auch immer sein mag, ist ihm als Erstem die Aufgabe ihrer Übertragung zugefallen. Es gibt in der Risale-i Nur Teile, welche zu dem Schluss führen, dass sie nicht auf der Arbeit seiner Gedanken beruhen, nicht ein Werk seiner Intelligenz und Gelehrsamkeit sein können. Es gibt einige Abhandlungen, welche in sechs Stunden, andere, die in zwei Stunden, wieder andere, die in einer Stunde und einige, die in zehn Minuten niedergeschrieben worden sind. Ich schwöre und versichere: Selbst die Gedächtnisleistungen des Alten Said einmal vorausgesetzt, könnte ich doch eine solche Arbeit von zehn Minuten aus meinen eigenen Ideen heraus auch in zehn Stunden nicht bewerkstelligen. Jene Zwei-Stunden-Risala kann ich bei all meiner Begabung und guten Auffassungsgabe auch in zwei Tagen nicht zustandebringen. Das Dreißigste Wort, eine Risala, die in sechs Stunden erwuchs, kann auch der gewissenhafteste, gläubige Philosoph in sechs Tagen sorgfältigen Schaffens nicht verwirklichen. Usw...

Das heißt, dass wir, obwohl doch völlig mittellos, Makler eines reichen Perlenkaufmanns und sein Handelsgehilfe geworden sind. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-ı Hakk), durch Seinen Segen und Seine Freigiebigkeit (fazl u kerem) uns und alle Schüler (şakird) der Risale-i Nur in diesem Heiligen Dienst (hizmet-i kudsiye) stets aufrichtig und wahrhaftig (hâlisane, muhlisane) zum Erfolg (muvaffak) führen.

Âmîn, um des Hauptes aller Propheten willen (Seyyid-il Mürselîn)...

Said Nursî
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ

Meine vielgeliebten, überaus getreuen, aufrichtigen Brüder und meine mit der Risale-i Nur vertrauten (emin) und wahrhaftigen (hâlis) Erben!

Eine ganz besonders bedenkenswerte (mânidar), machtvolle (kuvvetli) Übereinstimmung (tevafuk) und ein Beweis für die Treue (sadakat) der Schüler (şakird) ist eine offensichtliche Wundertat (keramet-i Nuriye), wozu ich eine innerliche Weisung (ihtar) bekommen habe, sie bekanntzugeben (beyan). Es ist dies folgendermaßen:

Zu derselben Zeit, in der ich mein Vermächtnis (vasiyetname) geschrieben habe und während schon die Polizei meinen vertrauten (itimad) Dienern untersagt hatte, zu mir zu kommen, nutzten die versteckten Heuchler (münafık) eine Gelegenheit, mit Hilfe eines Mannes, den ich gar nicht kannte, mir ein Gift, wirksamer als die vorausgegangenen neun Male, unterzumischen.

Zudem schreibt Hoca Haşmet, der aus Tunesien stammt und einer unserer gelehrten Mitbrüder ist, der vergangenes Jahr hierher gekommen war, um sich mit mir zu treffen und doch wieder zurückgehen musste, ohne mich getroffen zu haben, zur gleichen Zeit aus Yozgat: "Said soll gestorben sein. Einhundertdreißig Abhandlungen der Risale-i Nur sollen aufbewahrt (muhafaza) werden, damit wir sie später drucken können."

Zudem brachte zur gleichen Zeit der prachtvolle Brief von Halil İbrahim die Schüler (şakird) mit einer anrührenden Elegie (hazîn mersiye) zu meinem Tode (vefat) zum Weinen.

Zudem machten mich die letzten ein, zwei Briefe Hüsrevs, die er kurz vor dieser Zeit über meinen Tod (vefat) geschrieben hatte und in denen er, ganz entgegen seiner Gepflogenheit (âdet), mit dgl. Ausdrücken wie "noch zwei, drei Lebenstage" auf meine letzte Stunde (ecelim) hinweist, ein wenig traurig. Und ich machte mir bereits darüber Sorgen, ob ich jetzt tatsächlich scheiden werde.

Überdies sind in eben diesen Zeiten (hengâm), während ich noch am intensivsten an meine Aufgabe (vazife) im irdischen Leben (hayat-ı dünyevi) dachte und mir darüber große Sorgen machte, ob denn auch meine Schüler (şakird) nach meinem Tod (vefat) in dieser fürchterlichen Zeit an meiner statt diese Aufgabe erfüllen würden, plötzlich Denizli, Milas, Isparta, İnebolu, hundertfach über alle Erwartung hinaus und dermaßen behütend (sahabetkârane) und beschützend (iltizamperverane) zu dieser Aufgabe geeilt und haben auch alle anderen, die Lehrer (muallim) und Gelehrten (âlim), mit sich mitgerissen, wodurch sie mich in Staunen über Staunen versetzt haben.

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Kurzum: Diese fünffache Übereinstimmung (tevafuk) ist eine offensichtliche Wundertat (keramet-i Nuriye).

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

{"Lobpreis und Dank sei Gott. Dies ist von der Freigiebigkeit meines Herrn."}

Meine lieben Brüder! Seid nicht besorgt! Cevşen und Evrad-ı Bahaiye {zwei Gebetsbücher} haben auch diesmal die Gefahr dieses bedrohlichen Giftes überwunden. Die Zeit der Gefahr ist vorüber, doch die Krankheit (hastalık) besteht noch weiter fort.

Ich grüße (selâm) alle Brüder, jeden Einzelnen von ihnen, bete (dua) für ihre Sicherheit (selâmet) und wünsche ohne Zweifel, dass ihre Gebete (dua) angenommen (makbul) werden. Wir beglückwünschen (tebrik) euch von ganzem Herzen und tiefster Seele (ruh u canım), dass in Inebolu und Umgebung viele Frauen und viele Kinder (küçük yavru) angefangen haben, die Risale-i Nur abzuschreiben, und dass viele unschuldige Kinder (masum) Qur'an-Unterricht (ders) bekommen.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Beständige ist der, der bleibt und besteht."}

Euer Bruder, der eures Gebetes (dua) bedarf
Said Nursî