Das Siegel der Bestätigung aus dem Verborgenen
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Achter Blitz

eine Verheißung* von Gavs-ı A'zam aus dem Verborgenen (keramet-i gaybiye) über die Gefolgschaft des Qur'ans.

{(*Anmerkung): Die Veröffentlichung (neşri) derartiger Verheißungen und Hinweise aus dem Verborgenen (gaybî keramet ve işarat), die auf die Person (şahs) unseres Meisters (Üstad) offenkundig hindeuten (sarihan işaret), möchte unser Meister Bediüzzaman Said Nursî Hazretleri nicht (arzu etmiyor). Wir sind jedoch der Meinung (düşündük), dass dies in jetziger Zeit (bu zaman) absolut notwendig (kat'î lüzum) ist , ja geradezu eine Notwendikeit (ihtiyaç) besteht, dass die Gläubigen (ehl-i iman) über derartige beinahe offensichtliche Hinweise aus dem Verborgenen (gaybî işaret) Bescheid wissen. Daher möchten wir sie auch veröffentlichen (neşrediyoruz). die Herausgeber (Naşirler)}

Wie durch die Unterzeichner (imzalar) in dieser Abhandlung (risale) deutlich (gösterildigi) wird, schließe ich mich (iştirakim) an meine Kameraden (arkadaşlar) im Dienst (hizmet) am Qur'an an. Ein Teil davon wird mit meiner Unterschrift herausgegeben (imzam ile). Ein anderer Teil wird durch ihre Zustimmung (tasvib), ihre Meinungsfindung (istihrac) und ihre Bestätigung (tasdikler) geschrieben. Den Anteil (hisse), den sie mir über meine Grenzen hinaus (haddimden fazla) zuschreiben, akzeptiere (kabul) ich um ihretwegen (hatırı için) stillschweigend. Ansonsten steht es mir (hakkım) nicht zu, wie ich am Anfang dieser Abhandlung (risalenin başında) geäußert habe, einen solchen Anteil an Ehre (hisse-i şeref) zu haben. Jedesmal wenn ich vor zehn Jahren (on sene) diese Kasside aus dem Verborgenen (kaside-i gaybiye) gesehen hatte, kam es mir wie eine geistige Ermahnung (manevî bir ihtar) ins Herz (kalb) "Gib acht (Dikkat et)!" Ich pflegte diese Erinnerung (hatıra) aber aus zwei Gründen nicht weiter zu beachten (dinlemiyordum):

Erstens: Da einem wie mir ein beträchtlicher Teil meines Lebens (ehemmiyetli ömrü) unter dem Deckmantel von Ruhm und Ruf (şan ü şeref) durch meine Gier nach Rang und Ruhm (hubb-u câh) nahezu tödlich vergiftet wurde (zehirlenip öldügü), wollte ich nicht nochmals von neuem auf diese Weise (yeniden bu suretle) für meine eigenwillige Seele (nefs-i emmare) ein neues Tor zu meiner Ehre (şeref kapısı) zu eröffnen.

Zweiter Grund: Es gefiel mir (hoşuma) nicht, mich denjenigen gegenüber, die in einer so geordneten, beständigen Zeit (muannid zaman) selbst offensichtliche Dinge (bedihî dava) und augenscheinliche Zeugnisse (zahirî hüccet) nicht annehmen (kabul) wollen, derartige Hinweise aus dem Verborgenen (işarat-ı gaybiye) prahlerisch zu äußern (hodfüruşane izhar).

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Schließlich (nihayet) brauchten wir im achten Jahr meiner Gefangenschaft (esaret), in einer so äußerst schwierigen (işkenceli) und so beunruhigenden Zeit (sıkıntılı bir zaman) einen besonders starken Trost und eine Ermunterung (teselli ve teşvik). Mir wurde eingegeben (ihtar): "Das sollst du in einer derartigen Dankbezeigung für das Geschenk (tahdis-i nimet) und als einen geistigen Dank (şükr-ü manevî) allen bekannt (izhar) machen. Zudem hab keine Angst (korkma): es ist so machtvoll (kuvvetli) alle zu überzeugen (kanaat)."

Meine bedeutendste Absicht (mühim maksad) ist es, dass Ghavs-ı A'zam die Anerkennung (makbuliyet) der Abhandlungen (risaleler) über die Geheimnise (esrar) des Qur'ans bei dieser Bekanntgabe (izhar) gleichsam (nev'inden) unterzeichnet (imza basması). Meine zweite Absicht (ikinci maksad) liegt darin, durch die Bekanntgabe (izhar) der Verheißung (keramet) meines heiligen Meisters (kudsî üstad) die Ungläubigen (mülhid), die das Wunder der Heiligen (keramat-ı evliya) bestreiten, zum Schweigen (iskât) zu bringen und die geistige Fassung (kuvve-i manevi) meiner Gefährten (arkadaş) zu stärken, die vielen Ursachen (esbaba maruz) und Hindernissen ausgesetzt (avaika hedef) sind, nun im Dienst (hizmet) am Qur'an ihre Lust (fütur) verlieren, jedoch ihre Begeisterung zu steigern (şevklerini tezyid) und so ihre Trägheit (fütur) zu überwinden (izale etmek).

Es ist dies zwar für mich eine Art Prahlerei (hodfüruşluk) und ein beträchtlicher Schaden (ehemmiyetli zarar). Jedoch akzeptiere ich (kabul) diesen Schaden (zarar) für mich um meines heiligen Meisters (kudsî üstad) und meiner Gefährten (arkadaş) willen. Da diese Abhandlung (Risale) über Ghavs-ı A'zams Verheißung (keramet) mir Schritt für Schritt enthüllt (tedricen istihraç) wurde, ist sie in einige Abschnitte und Ergänzungen unterteilt (tetimmelere inkısam). Allmählich erleuchten und bestätigen (tenvir ve teyid) sie sich einander und gewinnt (peyda) die Verheißung dadurch an Klarheit (vuzuh). Auch wenn an einigen Hinweisen (işaretin bazısı) eine Blässe zu bemerken ist, vermag doch die Kraft (kuvvet), die jeder Hinweis durch die Gemeinsamkeit (ittifak) ihrer Gefährten (sair arkadaş) empfängt, diese Blässe schließlich zu beseitigen (za'fı izale eder).

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Ein staunenerregender (şâyan-ı hayret) Fall, in dem ein gutes Vorzeichen (tefe'ül) zu erblicken ist, und eine bedeutsame Prophezeihung aus dem Verborgenen (ihbar-ı gaybî)

Dieser Artikel stammt von Sabri, Süleyman, Bekir, Galib und Tevfik, sowie von Hüsrev, Hâfız Ali, Re'fet, Asım und Mustafa aus Kuleönü.

Eine feinsinnige (latif) frohe Kunde (müjde), in der ein gutes Vorzeichen (tefe'ül) zu erblicken ist: Unser Meister (Üstad), die Brüder Galib und Süleyman haben das Buch "Divan (Balladen und Gedichte)" von Ümmi Sinan aufgeschlagen, um darin ein gutes Vorzeichen (tefe'ül) für unseren Weg (meslek) und für die "Worte (Sözler)" zu erblicken. Dort fanden sie dann die folgenden Strophen (beyitler). Und dort sahen wir auch, dass der Ausdruck (lafz) "Worte (Sözler)" in seinem ganzen Divan nur in dieser einen Strophe (kafiyeler) auftaucht. Das also würde heißen, dass diese "Worte (Sözler)" sowohl "das wahre Wort (hak söz)" als auch "das lichtvolle Wort (nur söz)" sind.

Derim ki yardımcım Allah, Ich sage, dass Gott mein Helfer ist

Şefaatçım Resulullah. Mein Fürsprecher ist der Gesandte Gottes.

Ki bürhanım Kitabullah, Dafür ist das Buch Gottes mein Zeugnis.

Budur bendeki hak söz. Das ist für mich das wahre Wort.

Senin kapında kul çoktur, An deiner Schwelle gibt es viele Diener

Hesabı, haddi hiç yoktur, Ihre Anzahl ist unübersehbar.

Velâkin bir dahi yoktur, Jedoch gibt es unter ihnen nicht einen

Sinan-ı Ümmi gibi nur söz. Wie Sinan-ı Ümmi und sein lichtvolles Wort.

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Eine bedeutsame Prophezeihung aus dem Verborgenen (ihbar-ı gaybî)

Es handelt sich um ein Ereignis (hâdise) um den Qur'an, das erst achthundert Jahre nach seiner Zeit eingetreten ist und das Şeyh-i Geylanî mit seinem das Verborgene sehenden Auge (gayb-aşina gözüyle) bereits vorausgesagt (haber) hatte.

Şeyh-i Geylanî, der Große Pol (Kutb-u A'zam), der vor etwa achthundert Jahren gelebt hatte und berechtigter Maßen (bihakkın) mit dem Titel (ünvan) "der Große Helfer (Gavs-ı A'zam)" berühmt wurde (iştihar), weist (bakıyor) am Ende (âhirinde) seiner Kasside, die mit dem Satz (fıkra) "in der Gegenwart Gottes öffnete ich meiner Vorstellung die Augen und sah den Geliebten, der in den Herzen in Erscheinung tritt und alle Zeiten ganz und gar erfüllt.

نَظَرْتُ بِعَيْنِ الْفِكْرِ فِى حَانِ حَضْرَتِى.. حَبِيبًا تَجَلَّى لِلْقُلُوبِ فَجَنَّتِ

beginnt (başlayan), die auf der 562. Seite (sahife) des Ersten Bandes (birinci cild) der Sammlung der Gebete (Mecmuat-ül Ahzab) liegt, in fünf Strophen (satır) auf die Heiligkeit im Dienst (hizmetindeki kudsiyet) am Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, auf die Gemeinschaft (heyet) im Dienst (hizmet) am Qur'an in heutiger Zeit (şu zamanda) und auf unseren Meister (Üstad), welcher der Leitung (başında) voran steht, verheißend (kerametkârane) in fünffacher Hinsicht (beş vecih) hin und verweist auf ihn (gösteriyor). Hier sind nun diese fünf folgenden Strophen (beş satır şudur):

"Wende dich in aller Furcht und Verwirrung uns zu تَوَسَّلْ بِنَا فِى كُلِّ هَوْلٍ وَشِدَّةٍ "

"Ich werde dir mit meinem geistigen Beistand in allem Wirrwarr der Endzeit zu Hilfe eilen اَغِيثُكَ فِى اْلاَشْيَاءِ دَهْرًا بِهِمَّتِى "

"Ich bin für meinen Schüler Schutz und Beistand gegenüber allen Dingen, vor denen er sich fürchtet اَنَا لِمُرِيدِى حَافِظًا مَا يَخَافُهُ "

"Ich bin sein Beschützer in allem Übel und Wirrwarr وَاَحْرُسُهُ فِى كُلِّ شَرٍّ وَ فِتْنَةٍ "

"Mein Schüler, sei er nun im Osten oder im Westen مُرِيدِى اِذَا مَا كَانَ شَرْقًا وَ مَغْرِبًا "

"Werde ich ihm helfen, in welchem Land er auch sei اَغِثْهُ اِذَا مَا سَارَ فِى اَىِّ بَلْدَةٍ "

"Oh du, der du mein Gedicht vorträgst, sprich offen und fürchte dich nicht فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى فَقُلْهُ وَلاَ تَخَفْ "

"Fürwahr, du stehst mit den Augen des Allgütigen unter Seinem Schutz فَاِنَّكَ مَحْرُوسٌ بِعَيْنِ الْعِنَايَةِ "

"Sei ein Abdu-l'Qadir der Zeit und aufrichtig um Gottes (Allah) willen وَكُنْ قَادِرِىَّ الْوَقْتِ لِلّٰهِ مُخْلِصًا "

"Mögest du in meiner Liebe allzeit wahrhaftig, glücklich und umsorgt sein تَعِيشُ سَعِيدًا صَادِقًا بِمُحَبَّتِى "

Nach der fünften Strophe (beşinci satır) kommt der Abschluss (hâtime) seiner Kasside:

"Mein Großvater ist der Gesandte Gottes (Allah) Mohammed der Araber. Ich bin Abdu-l'Qadir. Meine Ehre und meine Herrschaft wird fortdauern. وَ جَدِّى رَسُولُ اللّٰهِ اَعْنِى مُحَمَّدًا ٭ اَنَا عَبْدُ الْقَادِرِ دَامَ عِزِّى وَ رِفْعَتِى "

So weist er (gösteriyor) in den oben angeführten fünf Strophen (satır) in fünffacher Hinsicht (vecih) und in fünfmaliger Übereinstimmung (tevafuk) auf denjenigen hin, der heute der Leitung (başında) im Dienst (hizmet) am Qur'an voran (başında) steht.

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Erste Hinsicht: In der letzten Strophe (âhirdeki satır) teilt er mit dem Ausdruck "glücklich und umsorgt sein تَعِيشُ سَعِيدًا " eindeutig (sarahat) seinen Namen mit und verkündet (haber), dass er hinsichtlich seines Lebensunterhalts (maişet) in Ehren und unbesorgt (izzet ve saadet) leben wird. So lebt denn unser Lehrer (hoca) seit seiner Kindheit (küçüklük) trotz seines armseligen Zustandes (fakr-ı hal) vollkommen genügsam (istigna-yı tam) und ist - in der Tat frei von Sorgen um seinen Lebensunterhalt (maişet) - ein sehr glücklicher Mensch (mes'ud bir zât).

Zweite Hinsicht: Am Anfang derselben Strophen (satır) sagt er zu diesem seinen Schüler mit dem Ausdruck وَكُنْ قَادِرِىَّ الْوَقْتِ sinngemäß: "Sei ein Abdu-l'Qadir deiner Zeit (vakt)!" Dieses Wort قَادِرِى ergibt nach numerischer Rechnung (hesab-ı ebced) 325. Ein Beiname unseres Meisters (Üstadımızın lakabı) ist "Nursî". Der numerische Wert (makam-ı ebcedî) von "Nursî" macht 326. Das ergibt eine Differenz von nur einer Ziffer (birtek). Diese eins ist gleichzeitig auch ein Elif. Das weist auf "elf" hin, was auf arabisch "Tausend" bedeutet. Das würde heißen, dass sich im Jahre 1325 ein Mann, der Scheych Geylani folgt (mensub bir zât), in der Art von Scheych Geylani darum bemühen wird, die Wahrheiten (hakikat) des Qur'ans zu verteidigen (müdafaa). In der Tat (hakikaten) begann unser Meister (Üstad) im Jahre 1326, im zweiten Jahr der Deklaration der Konstitutionellen Monarchie (Hürriyet), mit seinem geistigen Kampf (mücahede-i maneviye).

Dritte Hinsicht: Der Meister hat zwei Namen, "Said" und "Bedîüzzaman". Die Summe dieser beiden Namen ergibt nach numerischer Berechnung (makam-ı ebced) 329, wenn das Verdopplungszeichen (şedde) in dem Wort "ez-zaman" nicht mitgerechnet wird. Falls die zwei "dal" nur ein Mal berechnet werden, so ergibt die Berechnung 325. Dies weist genau darauf hin (işaret), bzw. deutet darauf hin (delalet), dass er in dem Ausdruck "Sei ein Abdu-l'Qadir der Zeit وَكُنْ قَادِرِىَّ الْوَقْتِ " angesprochen wird (muhatab)." Falls die Buchstaben "elif-lâm", die in dem Wort "ez-zaman" nicht ausgesprochen werden, mitgerechnet werden, so muss (lâzım) nach der Regel ein mal elif und lam zu dem Wort قَادِرِى gehören. Denn um der Bestimmung (tarif) willen muss ein elif und lam dazu gerechnet werden, nachdem das erste Glied (muzafünileyh) aufgehoben wurde. Sie gleichen sie auch in dieser Form einander (müsavi).

Vierte Hinsicht: In diesen fünf Strophen (satır) versichert der Ehrwürdige (Hazret) Scheych seinem künftigen Schüler (istikbalde bir mürid), indem er sagt: قُلْ وَلاَ تَخَفْ "Fürchte dich nicht (korkma), sondern sprich dich nur ruhig aus!" Du wirst nach Osten und nach Westen (şark ve garb) gehen. Du wirst von vielerlei Wirren und Schicksalsschlägen (fitneler ve şerler) heimgesucht werden und doch in all dem (umumun) auf irgendeine Weise (esbab-ı âdiye) gerettet (kurtularak) und beschützt (mahfuz) werden. Dieser Mann (zât) ist in seinem Dienst (hizmet) am Qur'an in der Tat (hakikaten) als ein Gefangener (esaret) nach Osten gegangen und musste in einer ähnlich merkwürdigen Gefangenschaft (acib bir esaret) neunzehn Jahre im Westen Vorderasiens verweilen und hat während dessen, genau so wie es der Ehrwürdige Scheych vorausgesagt hatte, viele Städte (çok şehirler) bereist, dabei seinen Kampf (mücahede) mit seinen "Worten (Sözler)" geführt und der Anweisung قُلْ وَلاَ تَخَفْ "Fürchte dich nicht!" folgend ohne zu zögern (çekinmeyerek) so gehandelt, wie der Ehrwürdige Scheych dies vorausgesagt hatte. Obwohl er innerhalb dieser fast zwanzig Jahre von zwanzig Wirrungen und schweren Schicksalsschlägen (fitne ve mehalik-i azîmeye) heimgesucht wurde, blieb er wie der Ehrwürdige Scheych es vorausgesagt hatte, wie in einem verborgenen Schutz und Schirm (hıfz-ı gaybî) bewahrt. Zudem hatte er in der Fremde (gurbet diyarında) ganz ungewöhnliche Gnadengaben (inayet) unverhofft (fevkalme'mul) und in einer Weise erfahren, dass darüber eine ganze Abhandlung (risale) geschrieben wurde, nur um diese Gnadengaben (inayat) aufzuzählen. Wie der Ehrwürdige Ghaus sagt, sehen wir, wie rund um ihn ganz augenscheinlich die sinngemäße Bedeutung (fıkrasının meali) des Ausdrucks bestätigt wird: "Fürwahr, du stehst mit den Augen des Allgütigen unter Seinem Schutz فَاِنَّكَ مَحْرُوسٌ بِعَيْنِ الْعِنَايَةِ ".

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Fünnfte Hinsicht: Unser Meister (Üstad) sagt selbst: " Als ich acht, neun Jahre alt war, gehörten die Bewohner (ahali) unserer Stadt und Umgebung (nahiyemiz ve etrafı) zum Nakschi-Orden (Tarîkat) und baten einen Herrn (bir zât), der dort als Gavs-ı Hizan berühmt (meşhur) war, um Hilfe (istimdad). Im Gegensatz (muhalif) zu meinen Verwandten (akraba) und allen Stadtbewohnern (ahaliye) rief ich immer: "Oh Gavs-ı Geylanî!" Ich war noch ein Kind (Çocukluk); und selbst wenn ich etwas so Bedeutungsloses wie eine Walnuss (ceviz) verloren hatte, rief ich "Oh Scheyh! ich schenke dir eine Fatiha, wenn du mich dieses Ding wieder finden lässt." Es ist zwar erstaunlich (acib), doch schwöre ich (yemin), dass mir der Ehrwürdige Scheych so tausend Male, durch seinen geistigen Beistand und durch sein Gebet (himmet ve duası) zu Hilfe eilte. Darum schenkte ich (hediye) nach dem Herrn des Prophetentums (Zât-ı Risalet) im Großen und Ganzen (umumiyetle) alle Fatiha und Gebete (ezkâr), die ich in meinem ganzen Leben (bütün hayatım) rezitiert habe, Scheych Geylanî. Indem ich in drei oder viererlei Hinsichten (cihet) zu der Nakschi-Tradition gehörte, war die Art und Weise und die Liebe (meşreb ve muhabbet) des Qadiri-Ordens spontan über mich dominant (ihtiyarsız hükmediyordu). Meine wissenschaftlichen Beschäftigungen (ilmin meşguliyet) hinderten mich (mani') jedoch bei meinen Ordensaufgaben (tarîkatla iştigal).

Dann eilte mir eine Gnadengabe Gottes (inayet-i İlahiye) zu Hilfe und vertrieb die Gottvergessenheit (gaflet) von mir. Damals gelangte durch eine günstige Gelegenheit (hüsn-ü tesadüf) das Buch (kitab) "Futuchu-l'Ghayb" des Ehrwürdigen Scheychs in meine Hände. Wie im 28. Brief (Yirmisekizinci Mektub) bereits erklärt, wurde jetzt der "Alte Said" durch den geistigen Beitrag und die Rechtleitung (himmet ve irşad) des Ehrwürdigen Scheychs zu dem "Neuen Said" (inkılab etmiş). Als ich nun das Futuhu-l'Ghayb aufschlug, um darin ein gutes Vorzeichen (tefe'ül) zu entdecken, sprang mir als erstes folgender Satz (fıkra) entgegen:

"Du bist im Hause der Weisheit. Suche also einen Arzt, der dein Herz heilen kann.

اَنْتَ فِى دَارِ الْحِكْمَةِ فَاطْلُبْ طَبِيبًا يُدَاوِى قَلْبَكَ

Das heißt: "Oh du Hilfloser (bîçare)! Da du ein Mitglied (aza) im Hause der Weisheit (Dâr-ül Hikmet) des Islam bist, als seist du ein Arzt (hekim), bemühst du dich, die geistigen Krankheiten (manevî hastalık) der Muslime zu heilen (tedavi). In Wirklichkeit aber bist du derjenige, der hier ganz besonders krank (en ziyade hasta) ist. Suche also zuerst nach einem Arzt (tabib) für dich selbst und finde deine Heilung (şifa) und dann kannst du dich um die Heilung der anderen bekümmern." So habe ich denn damals durch das Geheimnis dieses Satzes (tefe'ül sırrıyla) ohne Zweifel sowohl meine leibliche Krankheit (maddî hastalık) wie auch meine geistige Krankheit (manevî hastalık) erkannt. Und so sagte ich denn zu meinem Scheych: "Sei du mein Arzt (tabib)!" Und er wurde mit recht (elhak) mein Arzt. Er hat dann jedoch eine ziemlich ernsthafte (pek şiddetli) Wundoperation (ameliyat-ı cerrahiye) durchgeführt. Er vollzog an seinem Schüler (talebe), den er in seinem Buch "Futuchu-l'Ghayb" mit "Oh Gulam" ansprach (tabir), eine solche fürchterliche (pek müdhiş) Wundoperation. Und so habe ich mich denn an die Stelle dieses Gulams gesetzt (vaz'ettim). Doch sagte er mit besonders heftigen Worten (pek şiddetli hitab): "Oh du Heuchler (münafık)!" oder: "Du Scheinheiliger (riyakâr), der seine Religion für die Welt (dinini dünyaya) verkauft!" Zufolge solcher Anreden ertrug ich es nur, die Hälfte des Buches zu lesen. Danach habe ich dann dieses Buch beiseite gelegt (risaleyi terkettim) und es eine Woche lang nicht mehr aufgeschlagen (hafta bakamadım). Doch nach dieser Wundoperation überkam mich eine Freude (lezzet) und nun habe ich dieses segensreiche Werk (mübarek eser) mit Interesse (iştiyak) durchgelesen, so als hätte ich noch zuvor eine bittere Medizin (acı tiryak) oder Arznei (sulfato) getrunken. Dank sei Gott (elhamdülillah), dass ich nun meine Fehler (kabahat) bewusst wahrgenommen und meine Wunden (yaralar) verspürt habe. So wurde mein Stolz (gurur) in gewissen Grade gebrochen (kırıldı)." So endet nun hier die Darlegung unseres Lehrers (hoca).

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Dieser Lebenslauf (macera-yı hayatiye) unseres Lehrers (hoca) zeigt, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach (kuvvetli bir ihtimal) der Schüler (mürid) ist, den der Ehrwürdige Scheych hier anspricht, ja von dem er mit Nachdruck (ehemmiyet) redet, und der in Zukunft (istikbal) kommen soll. Es ist unter den Gottesfreunden (ehl-i velayet) allgemein anerkannt (kabul), dass der Ehrwürdige Scheych Ghavs-ı Geylanî der größte (azîmenin en a'zamı) unter den drei großen Heiligen (evliya) ist, die nach ihrem Hinscheiden (vefat) gleichsam noch weiter leben (hayat) und über ihre Schüler zu verfügen (tasarruf) vermögen. Und er sagte: "Die Sonne derer die vor uns waren ist untergegangen. Wohingegen unsere Sonne bis in die Ewigkeit nicht untergehen wird.

اَفَلَتْ شُمُوسُ اْلاَوَّلِينَ وَ شَمْسُنَا اَبَدًا عَلَى فَلَكِ الْعُلَى لاَ تَغْرُبُ

Diesem Satz (fıkra) zufolge steht er auch noch nach seinem Tode (ba'de-l memat) mit seinem Gebet und geistigen Beistand (dua ve himmet) vor wie hinter seinen Schülern (mürid). Es gehört zu der Besonderheit (şe'n) einer Persönlichkeit, die durch derartige außerordentliche wie einzigartige Wundertaten (hârika keramet-i acibe) berühmt wurde (meşhur bir zât), dass er sicherlich (elbette) bereits gesehen hat und und nun zeigt, dass in einer solchen Zeit (zaman) ein kostbarer Dienst (kıymetdar bir hizmet) am Qur'an durch einen seiner Schüler versehen wird (müridinin vasıtasıyla). Es gibt da jedoch ein Zeichen (bir îmadır), dass der Mann (şahıs), von dem der Ehrwürdige Scheych spricht, der sein besonderer Schüler und Lehrling (müridi ve talebe) ist und dem er seinen Schutz gewährt (himayegerde), erst nach Tausend Jahren (binden), also erst im vierzehnten Jahrhundert (ondördüncü asır) kommen wird.

Süleyman, Sabri, Zekâi, Asım, Re'fet, Ali, Ahmed Hüsrev, Mustafa Efendi, Rüşdü, Lütfi, Şamlı Tevfik, Ahmed Galib, Zühdü, Bekir Bey, Lütfi, Mustafa, Mustafa, Mes'ud, Mustafa Çavuş, Hâfız Ahmed, Hacı Hâfız, Mehmed Efendi, Ali Rıza.

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Eine Ergänzung (tetimme) zu dem Thema über den Artikel (fıkra) von Scheych Geylani, in dem er eine Prophezeihung gleich einem Wunder (kerametkârane) aus dem Verborgenen (haber-i gaybî) bespricht.

Das Wort "mein Schüler مُرِيدِى " in dem Ausdruck "Ich bin für meinen Schüler اَنَا لِمُرِيدِى " stimmt genau mit dem numerischen Wert des Wortes (kelime) "Molla Said" überein (tam tevafuk). Die Differenz (fark) beträgt lediglich ein einziges Elif. Was dieses Elif betrifft, so wird es nach den Regeln der Grammatik (kaide-i Sarfiye) als "elfün" gelesen. Arabisch heißt Elfün aber Tausend (bin). Das also heißt, dass hier ein bestimmter Schüler (mürid), der im Jahre 1294 zur Welt (dünya) kommen wird, in dieser Anrede (lafzı) "mein Schüler مُرِيدِى " beabsichtigt ist. Denn der numerische Wert des Ausdrucks "für meinen Schüler لِمُرِيدِى " ergibt 294, falls das lam mitgerechnet wird. Die Differenz (tevafuk) zu Saids Geburtsjahr (tarih-i veladet) ist also nur die Ziffer 1 (bir tek fark). Wenn man nach arabischer Zeitrechnung vorgeht, gibt es jedoch gar keine Differenz (fark yoktur). Der numerische Wert des Wortes "mein Schüler مُرِيدِى " ergibt 264, wenn das lam nicht mitgerechnet wird. Auch der numerische Wert des Wortes "Molla Said" ergibt 265. Da das Elif in dem Wort "Molla" auf Tausend hinweist (bine işaret), bleibt noch ein Rest (mütebâkisi) von 264 übrig.

Zusammenfassung: Dieser Mann (adam), der zur Zeit ein öffentlicher Ausrufer (dellâl) des Qur'ans und ein Diener der Unterscheidung (hâdim-i Furkan) ist, hat eine Bezeichnung (ism) und einen Beinamen (lakab). Die Bezeichnung "El-Kürdî" und der Beiname "Molla Said" werden in der Erklärung (fıkra) "Ich bin für meinen Schüler اَنَا لِمُرِيدِى " ganz klar (zahir) ersichtlich. Der Name "Nursî" (lakab) zusammen mit der Bezeichnung (ism) "Bedîüzzaman Said" sind durch die beigefügte Erklärung (fıkra) "Sei ein Abdu-l'Qadir der Zeit كُنْ قَادِرِىَّ الْوَقْتِ " offensichtlich (aşikâr) zu erkennen. In der Ermunterung (fıkra): "Sei aufrichtig um Gottes (Allah) willen. Mögest du in meiner Liebe allzeit wahrhaftig, glücklich und umsorgt sein لِلّٰهِ مُخْلِصًا تَعِيشُ سَعِيدًا صَادِقًا بِمُحَبَّتِى " liegen sogar ein Hinweis (işaret) auf Hulusi Bey, seinen bedeutendsten Gefährten (mühim bir arkadaş) im Dienst (hizmet) am Qur'an und aufrichtigen Schüler (hâlis bir talebe), sowie auch Hinweise (işaret) auf einige seiner weiteren Schüler (talebe).

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur
Rüşdü, Hüsrev
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Said sagt selbst:

Der Ehrwürdige Şeyh-i Geylanî möchte die Aufmerksamkeit (nazar-ı dikkat) auf den Dienst (hizmet) am Qur'an lenken und darauf hinweisen (işaret), dass der Dienst am Qur'an in dieser Endzeit (âhirzaman) ein Ereignis (hâdise) ist, gewaltig groß wie ein Berg (dag gibi büyük). Darum richtete er verheißungsvolle (kerametkârane), freundliche Worte, die weit über meine Begabung (istidad) und mein Anerkennung (liyakat) in diesem Dienst (hizmet) hinausgehen. Er deutet (göstermesi) sogar in gewissem Grade auf meinen Namen (ism) hin, da ich mit opferwilligen und fleißigen (fedakâr, çalışkan) Mitbrüdern zusammen arbeite, nicht vom Standpunkt einer Tugendhaftigkeit (fazilet) sondern vom Standpunkt der Standhaftigkeit (sebkatiyet) betrachtet. Das hatte mich lange Zeit (epey zaman) zum Nachdenken gebracht, ob das öffentlich zu verkünden (izhar), einen geistigen Schaden (manevî bir zarar) mit sich bringen würde, Stolz (gurur) oder Eigenlob (hodfüruşluk) bedeuten könnte. Darum habe ich mich acht oder zehn Jahre lang ruhig (tevakkuf) verhalten. Doch verspürte ich (hissettim) in diesen Tagen eine Ermahnung (ihtar), dies nun öffentlich zu verkünden (izhar).

Des weiteren tauchte in meinem Herzen (kalb) der Gedanke auf, dass der Ehrwürdige Scheych mir nicht die gebührende Ehre (pâye) bezeigt hat, sondern mir statt dessen mitteilt, dass einer seiner Schüler (mürid) namens Said einen bedeutenden Dienst (mühim bir hizmet) erweisen und so mit der Erlaubnis Gottes (izn-i İlahî) durch das Gebet und den geistigen Beistand des Scheychs (dua ve himmet) von allem Wirrwar und beunruhigenden Angelegenheiten (fitne ve bela) bewahrt bleiben wird (mahfuz kalacak).

Des weiteren werden aus einer großen Entfernung (uzak yerde) nicht die Steine (taşlar) gesehen; es werden vielmehr die Berge (daglar) gesehen. Was also in einer Entfernung (mesafe) von achthundert Jahren (sene) erkannt wird, ist die Bergesspitze (şâhika) eines Dienstes (hizmet) am Qur'an, es sind nicht solche Ameisen (karınca) wie Said. Da sich durch die Bekanntgabe und die Veröffentlichung (ilân ve izhar) dieser Verheißung (keramet) von Ghausi Geylani nun einmal die Begeisterung (şevk) der Schüler (şakird) des Qur'ans und seiner Diener (hizmetkâr) steigert, so wird ihre Begeisterung und ihre Einsatzfreude (şevk ve gayret) auf jeden Fall (elbette) noch mehr gesteigert (artar), wenn sie wüssten (bilseler), dass hinter ihnen (arkalar) solche Persönlichkeiten (zâtlar) wie Scheyh Geylani, welche die Helden der Helden (kahramanlar kahramanı) sind, die mit ihrem geistigen Beistand (himmet), ihren Gebeten (dua) und durch die Erlaubnis Gottes (izn-i İlahî) ihren Schutz (himaye) gewähren.

Kurzum: Ich habe dies bekannt (izhar) gemacht, um meine Mitbrüder (kardeş) noch mehr in Begeisterung (şevk) zu versetzen und ihre Einsatzfreude (gayret) zu steigern. Falls ich dadurch einen Fehler (kusur) begangen hätte, möge es mir Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) verzeihen.

"Fürwahr sind unsere Taten (amal) nach unserer Einstellung (niyet) zu bewerten. اِنَّمَا اْلاَعْمَالُ بِالنِّيَّاتِ "

.........

"Oh du, der du mein Gedicht vorträgst فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى " Auch in dieser Anrede (fıkra) ist der Ansprechspartner (muhatab) des Ehrwürdigen Scheychs ohne Zweifel Bedîüzzaman Molla Said.

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Zusammenfassung: Auf fünf Wörter (beş kelime) in diesen letzten fünf Strophen (beş beyit) seiner einzigartigen Kasside hat der Scheych seine besondere Aufmerksamkeit (medar-ı nazar) gerichtet und gebraucht sie zu einer Ansprache (mahall-i hitab). Was diese fünf Wörter betrifft, so sind diese Wörter (lafız) "für meinen Schüler لِمُرِيدِى ", "und mein Schüler وَ مُرِيدِى ", "Oh du, der du vorträgst وَ مُنْشِدًا ", "Sei ein Abdu-l'Qadir وَ قَادِرِى " und "glücklich وَ سَعِيدًا ". Said hat jedoch zwei Beinamen (iki lakab). Es sind dies "Nursî" und "El-Kürdî", während seine eigentlichen Namen "Molla Said" und "Bedîüzzaman" sind. Sie alle finden sich in diesen fünf Wörtern (beş kelime). In diesen fünf Wörtern, mit denen Hazret-i Gavs sich hier beschäftigt und sie verwendet (medar-ı teveccüh ve hitab), ist in einer offensichtlichen Form (aşikâr bir suret) nach den Regeln (kaide) der numerischen Berechnung (ilm-i cifir) ihr numerischer Wert (makam-ı ebced) der beiden oben erwähnten Namen und Beinamen (isim ve lakab) zu sehen, was keinen Zweifel aufkommen lässt (şübhe bırakmıyor), dass der Ehrwürdige Scheych am Ende (âhir) seiner Kasside mit dem Träger dieser Namen spricht, ihn tröstet (teselli) und ihn ermutigt (teşci'). "Das Ende fällt zugunsten derer aus, die gottesfürchtig sind. - Sure 7,128 - وَالْعَاقِبَةُ لِلْمُتَّقِينَ " nach dem Geheimnis (sırr) dieser Ayah versichert (teminat) er ihm seinen Erfolg (muvaffakıyet).

"Niemand kennt das Verborgene (ghayb) außer Gott (Allah). Und Gott (Allah) allein kennt die Antwort.

لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ ٭ وَاللّٰهُ اَعْلَمُ بِالصَّوَابِ

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Das Wort (kelime) "mein Gedicht نَظْمِى " in der Anrede (fıkra) "Oh du, der du mein Gedicht vorträgst فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى " ergibt den numerischen Wert (makam-ı ebced) von ein Tausend (bin). Das Wort "Risaletun Nur رِسَالَةُ النُّورِ " ergibt nach dem numerischen Wert (makam-ı ebced) mit nur zwei Ziffern Differenz (iki fark) gleichfalls ein Tausend (bin), wenn bei dem Ausdruck "die Abhandlungen des Buches des Lichtes رَسَائِلُ كِتَابِ النُّورِ " die beiden Verlängerungszeichen (iki medde) nicht mitgerechnet werden, das Verdopplungszeichen (şedde) jedoch als lam mitgerechnet wird. Die sinngemäß verheißende Bedeutung (meal-i gaybî) der Strophe (fıkra) "Oh du, der du mein Gedicht vorträgst, sprich offen und fürchte dich nicht فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى فَقُلْهُ وَلاَ تَخَفْ " würde also heißen: "Oh du Verfasser (mu'elif) der Risalatun Nur, fürchte dich nicht (korkma); sprich deine Worte (sözler) aus und veröffentliche sie. يَا مُؤَلِّفَ رِسَالَةِ النُّورِ جَاهِدْ بِهَا فَقُلْ وَلاَ تَخَفْ ". "Das Wissen (ilm) ist einzig bei Gott. وَالْعِلْمُ عِنْدَ اللّٰهِ "

In dem Ausdruck (fıkra) "fürchte dich nicht, sprich deine Worte aus فَقُلْهُ وَلاَ تَخَفْ " liegt eine staunenswerte Übereinstimmung (tevafuk): Der numerische Wert (makam-ı ebced) dieses Ausdrucks ergibt nach den klassischen Regeln der Berechnung (ilm-i cifir) 1332. In diesem Fall würde die sinngemäß verheißende Bedeutung (meal-i gaybî) der Strophe "Oh du, der du mein Gedicht vorträgst, sprich offen und fürchte dich nicht فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى فَقُلْهُ وَلاَ تَخَفْ " folgendermaßen heißen: "Oh du Inhaber der Risalet-ün Nur und der Worte (Sözler)! Achte auf mich (Bana bak)! Sei nicht unaufmerksam (Gafil davranma)! Im Jahre 1332 beginne mit deinem Kampf (mücahede); fürchte dich nicht (korkma), schreibe deine Worte (Sözler) auf und verkündige sie!" Auch wenn Said nach der Deklaration der Konstitutionellen Monarchie (Hürriyet) für eine kurze Zeit (zaman) seinen Kampf unterbrochen hatte (mücahede tevakkuf), so hat er doch in der Tat im Jahre 1332 das Buch "Ein Zeichen des Wunders (İşarat-ül İ'caz)" verfasst und beabsichtigt, aus dem Alten Said zu herauszuschlüpfen (sıyrılmak niyet) und in der Gestalt (suret) des Neuen Said mit aller Kraft (bütün kuvvet) seinen geistigen Kampf (mücahede-i manevi) wieder neu zu beginnen. Zwei oder drei Jahre später hatte er im Hause der Weisheit (Dâr-ül Hikmet) des Islam die Lichter (envâr) des Qur'ans ein oder zwei Jahre lang veröffentlicht (neşretmiş), indem er diesen Rat und den Auftrag (vasiyet ve emri) des Ehrwürdigen Gavs-ı Geylanî befolgte. Dank sei Gott, dass er bis heute so weiter macht (devam ediyor).

In dieser staunenswürdigen (şâyan-ı hayret) Anrede liegt der folgende Punkt, der unsere Aufmerksamkeit (cây-ı dikkat) verdient, dass nämlich der Ehrwürdige Ghaus vom 6. Jahrhundert (altıncı asır) direkt in unser Jahrhundert (şu asr) blickt. Eine entsetzliche Form (dehşetli bir nev'i), gleich der fürchterlichen, der entsetzlichen (feci', dehşetli) weltbekannte Zerstörung (meşhur fitne), wie die Vernichtung (felâket) von Hulago am Ende des sechsten Jahrhunderts (altıncı asr), geschieht nun abermals in diesem unseren vierzehnten Jahrhundert (asır), das so entsetzlich und voller Leid (çok elîm ve feci') ist, dass selbst die Toten (emvat) in ihren Gräbern (kubur) darüber weinen müssten. Diese beiden Jahrhunderte (asır) gleichen einander (tevafuk) so sehr, dass der Ehrwürdige Scheych von diesem zu jenem hinüber schaut.

Im Namen der Schüler (talebe) der Risale-i Nur
Re'fet, Hüsrev, Hâfız Ali, Sabri
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Im Zusammenhang (münasebetiyle) mit dieser wunderhaften Verheißung (Keramet) von Ghaus werden hier drei Punkte erläutert (beyan):

Erster Punkt:

Mit diesen fünf Strophen (satır) am Anfang (başında) der Kasside des Ehrwürdigen Ghaus wollte er auf eine erstaunliche, überaus einzigartige und sehr prägnante, liebenswerte Weise (nazdarane suret), durch die er seine Freude über das Geschenk (tahdis-i nimet) mitteilen wollte, mit Stolz (iftiharkârane) eine Angelegenheit (dava) mitteilen. Für diese einzigartige Angelegenheit (hârika dava), der in seiner zwei Seiten langen (iki sahifelik) Kasside Ausdruck verliehen wurde, müsste (lâzım) man als einen Beweis (delil) diese offensichtlich wunderhafte, einzigartige (hârika) Verheißung (keramet-i bahire), darlegen, die in etwa einem Wunder (mu'cize) gleicht. So hat er denn diese einem Wunder gleichende Verheißung (keramet), die den Verstand in Erstaunen (akılları hayret) versetzt und zeigt (gösterir), dieser Bedeutung würdig (mertebe lâyık) zu sein, offensichtlich verkündet (izhar), sodass er mit einem zeitlichen Abstand (mesafe) von achthundet Jahren (sene) mit der Erlaubnis Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk'ın izniyle) und Seine Inspiration (i'lam), so als hätte er unsere Zeit (zaman) mit all ihren Einzelheiten (tafsilat) gesehen, seine armseligen, schwachen Schüler (âciz, zaîf talebe) wie wir unterrichtet (ders) und sie ermutigt (teşvik). Wie diese Verheißung des Ehrwürdigen Ghaus aus dem Unsichtbaren (ihbar-ı gaybî) ein ganz offensichtliches Zeugnis (en bahir bürhan) für seine Voraussage (dava) ist, so gilt sie (hükmünde) gleichfalls als ein sicherer Beweis (hüccet-i katı) für die Wahrhaftigkeit und Erhabenheit (hakkaniyet ve ulviyeti) der Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur. Der Ehrwürdige Scheych unterzeichnet (imza) durch diese Kasside in der Tat die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) der "Worte (Sözler)".

Zweiter Punkt:

Nach der übereinstimmenden Ansicht der Mystiker (ehl-i tarîkat) und der Kenner der Wahrheit (hakikatça müttefekun aleyh) wird der Grundsatz (esas) praktiziert, dass ein Mensch (insan), der dem rechten Weg (Tarîk-ı Hak) folgen sollte (lâzım), seinen Blick (hasr-ı nazar) von seinem Ich (nazarını nefsinden) hinweg aufhebt (kaldırıp) und ihn ausschließlich auf seinen Scheych richtet, bis er schließlich (ede ede) ganz in seinem Scheych aufgeht (fena fi-ş şeyh), um das Ego und die Eigenwilligkeit (serkeşlik) seiner verbohrten Seele (nefs-i emmaresinin enaniyeti) zu brechen. Wenn er das Wort "ich" ausspricht, tut er dies und macht so die Wünsche seines Scheychs zu seinen eigenen usw. So schreitet er voran, bis er schließlich ganz in dem Propheten aufgeht (fena fi-r resul), ja bis er schließlich ganz in Gott aufgeht (fena fillah). Ein überaus opferbereiter und treuer (fedakâr ve sadık) Diener, ein Adjutant (yaver) macht so z.B. die Wünsche seines Herrn zu seinen eigenen, als ob er selbst der Herr und König (efendisidir ve padişah) seiner selbst wäre. Er sagt: "Ich möchte das so." das aber heißt: "mein Herr (seyyidim), mein Lehrmeister (üstadım), mein König (sultanım) möchte es so." Denn er hat sich selbst vergessen (unutmuş) und er denkt ausschließlich ihn (düşünüyor), wenn er sagt: "so befiehlt er es (Böyle emrediyor)."

Der außerordentlichen Freude (ezvak-ı fevkalâde) zufolge, die seine einzigartige (hârika) Kasside beinhaltet, sieht sich genau so auch Gavs-ı Geylanî durch das Erbe (irsiyet) des großen Geheimnisses (sırr-ı azîm) der Zugehörigkeit des Ehrwürdigen Scheychs zur Familie des Propheten (Ehl-i Beyt) und in der Vertretung (makamı noktası) der geistigen Körperschaft (şahs-ı manevî) der Familie des Propheten (Âl-i Beyt) und in der Vertretung (veraset) der mohammedanischen Wahrheit (Hakikat) der Persönlichkeit Mohammeds (Zât-ı Ahmediye Aleyhissalâtü Vesselâm) und da er vollkommen in Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) aufgeht (fena-yı mutlak) und so die Manifestation Seines Wesens erfährt (tecelli-i zâtî mazhariyet noktasında), hat er diese Worte in seiner Kasside ausgesprochen. Wer nicht seinesgleichen ist und seinen ekstatischen Zustand (makam) erreicht, darf nicht so sprechen (söyleyemez); falls er so spricht (söylese), ist er auch dafür verantwortlich (mes'ul).

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Da der Ehrwürdige Scheych im Hinblick auf die vollkommene Erbschaft (veraset-i mutlaka) des Ehrenwerten Gesandten (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) seinen segensreichen Fuß (kadem-i mübarek) auf seinen Schultern sieht, legt er seinen eigenen Fuß (kendi kademi) aus diesem Geheimnis (sır) her auf die Schulter der Heiligen (evliyanın omuzu). Das, was in seiner Kasside offensichtlich (zahir) erkannt wird, ist nicht Eigenlob oder Stolz (temeddüh ve iftihar), sondern eine Dankbezeigung für die Gabe (tahdis-i nimet) und eine erhabene Dankbarkeit (âlî bir şükür). Man kann darüber nur soviel sagen, dass er von der Haltung eines Flehens (makam-ı niyaz), welche die Haltung eines Liebenden (muhibbiyet makamı) ist, bis zu einer liebenswerten Haltung (nazdarlık makamı) aufgestiegen ist, welche die Haltung einer Geliebten (mahbubiyet makamı) ist. Das heißt, dass er von dem Weg der Schwäche und Armseligkeit (tarîk-ı acz ve fakr) in eine Art der Liebe (meşreb-i aşk), ja selbst der Ekstase (istigrak) hinübergewechselt ist. Er erzählt (yâdedip) mit Stolz (müftehirane) von den großen Gnadengaben, die Gott ihm erwiesen (niam-ı azîme-i İlahiye) hat und dankt Ihm (şükretmiş) dafür mit Recht (bihakkın).

Dritter Punkt:

Eine wunderhafte Tat (keramet) ist - wie das Wunder (mu'cize) selbst - die Tat (fiil) Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk), sein Geschenk (hediye), seine Güte (ihsan) und seine Gnadengabe (ikram). Sie ist keine menschliche Handlung (beşerin fiili). Derjenige (zât), bei dem eine wunderhafte Tat (keramet) deutlich wird (mazhar olan zât), ist sich manchmal dessen bewusst (bazan biliyor), manchmal auch nicht (bazan bilmiyor). Er merkt sie nachdem sie sich ereignet hat (sonra bilir). Wenn diejenigen, die durch eine Vorsehung im voraus (kabl-el vuku') wissen, dass sie da eine wunderhafte Tat vollbringen werden (keramet mazhariyet) und sich dem Gnadengeschenk Gottes (ikram-ı İlahîye) mit ihrem freien Willen (tevfik-i hareket) entsprechend verhalten, sich von ihrem egoistischen Stolz (enaniyet) ganz und gar losgesagt (tecerrüd) und wie der Ehrwürdige Ghaus eine Heiligkeit erworben haben (kudsiyet kesbetmiş), befürworten sie (kendisi sahib çıkar) mit der Erlaubnis Gottes des Gerechten (Cenab-ı Hakk) die geschehene wunderhafte Tat (keramet), während sie diese doch rundum kennen (her tarafını bilerek). Sie kennen sie bereits und machen sie bekannt (bilir ve bildirir). Darüber hinaus muss (lâzım) die wunderhafte Tat, da sie nun einmal eine Gnadengabe (keramet ikram) ist, selbst demjenigen, bei dem sie zutage tritt (keramet sahibi), nicht mit allen Einzelheiten (tafsilat) bekannt sein (meşhud).

Aufgrund dieses Geheimnisses (sırr) hat der Ehrwürdige Scheych durch die Mitteilung des Herrn (i'lam-ı Rabbanî) und die Erlaubnis Gottes (izn-i İlahî) dieses Zeitalter (asr) gesehen, uns um den Dienst (hizmet) am Qur'an herum beobachtet (müşahede) und mit einem liebevollen Blick (nazar-ı şefkat) betrachtet. Da diese fünf Strophen (beş satır) sich als eine lautere, wunderhafte Anrede (keramet), eine Ansprache der Wahrheit (intak-ı bilhak) und als eine Gnadengabe Gottes (ikram-ı İlahî) in Anbetracht der Erbschaft des Propheten (veraset-i Nebevi) zeigten, nahmen sie eine Gestalt an (şekil almış), die wunderhaft (mu'cizevari) ist und über das menschliche Vermögen (kudret-i beşer) hinaus geht. Sie sind nicht künstlich (sun'î) und nicht durch den Willen (irade) des Scheychs zustande gekommmen. Denn sie sind eine Ansprache (intak). Er hat durch seinen Geist und seine Heiligkeit (Ruh-u kudsî) verspürt und gesehen (hissetmiş, görmüş). Er kann dazu mit seinem Willen und Wollen (irade ve ihtiyar) nicht erreichen. Was den Verstand (akıl) betrifft, so kann er die Handlungen des Geistes (ruhun harekâtı) nicht umfassen. Wie schwach (âciz) die Sprache (lisan) ist, den feinsinnigen Vorstellungen (dekaik-ı tasavvuratı) des Verstandes (akl) Ausdruck zu verleihen (tercümesi), so ist der freie Wille (ihtiyar) genau so schwach (derece âciz), die feinsinnigen Handlungen (dekaik-ı harekâtı) des Geistes (ruh) zu erfassen.

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Der Ehrwürdige Ghaus besitzt einen dermaßen hohen Rang (yüksek bir mertebe) und erfährt dermaßen einzigartige Wundertaten (hârika bir keramet), dass ein Teil der Andersgläubigen (kâfirler) gesagt hat: "Wir können zwar die İslâmiyet nicht akzeptieren (kabul), doch können wir auch Abdülkadir-i Geylanîs Heiligkeit nicht bestreiten (inkâr)." Überdies können selbst Extremisten (müfrit) unter den Wahabiten, die ansonsten die Heiligkeit bestreiten (evliyayı inkâr), sie unserem Ehrwürdigen Scheych keineswegs absprechen (inkâr). Nach Ansicht (teslim) aller Mystiker (ehl-i tarîkat) können die Heiligen (evliya) nicht den Grad seiner Heiligkeit (derece-i celalet) erreichen.

So gehört es denn zu der Besonderheit (şe'ninden) einer lichtvollen Persönlichkeit (zât-ı nuranî), welche ein sonnenklares Wunder (mu'cize) Mohammeds (Aleyhissalâtü Vesselâm) und ein erhabener, nicht erlöschender Blitz (bârika) der İslâmiyet ist, mit ihren das Verborgene sehenden Augen (gayb-aşina nazarı) unser Jahrhundert (asr) zu sehen und uns durch eine solche wunderhafte Verheißung zu trösten (keramet izharı teselli) und zu ermutigen (teşci'). Ja wäre es denn überhaupt möglich (mümkün), dass ein Held der Heiligkeit (kahraman-ı velayet), der den Rang (makam) "König der Heiligen (Sultan-ül Evliya)" erworben hat, vor dessen islamischem Einsatz (hamiyet) die Könige seiner Zeit (zamanındaki padişahlar) erzittern, durch die Kraft seiner Heiligkeit (kuvve-i kudsiye) und mit der Erlaubnis Gottes (izn-i İlahî) Vergangenheit (mazi), Zukunft (müstakbel) und Gegenwart (hazır) gesehen hat und dessen geistige Unterstützung (tasarruf) sich nach der Überzeugung (tasdik) aller Heiligen auch nach seinem Tode (memat) genau so wie zu seinen Lebzeiten (hayatında) fortsetzt, unserem Zeitalter (asr) und seinen Schülern (talebe), armen Dienern (hâdim) des Qur'ans in diesem Zeitalter gleichgültig (lâkayd) bleiben könnte, die in vollkommener Armseligkeit und Schwäche (kemal-i acz ve za'f) im Dienst (hizmet) am Qur'an tätig und den Angriffen (hücum) der unbarmherzigen Feinde (insafsız düşman) ausgesetzt sind und des Trostes und der Sicherheit (teselli ve temin) bedürfen? Ja wäre es denn überhaupt möglich (mümkün), dass er nicht mit uns in Verbindung (münasebet) stehen sollte? Abgesehen (kat'-ı nazar) von acht oder neun, ja sogar fünfzehn starken Beweisen (kuvvetli delil) fände sich ein einfaches Zeichen (işaret kelâmında) in seinem Wort, das darauf hinweist (delalet), dass wir damit gemeint sind; auch ein versteckter Hinweis (hafî bir işaret) würde für uns bereits genügen (kâfi). Denn der Zusammenhang erfordert (makam iktiza) dies. Dies ist der Fall (hal), der den Erfordernissen (mutabık-ı mukteza) entspricht, und der Zusammenhang ist deutlich (münasebet kavî).

Oh meine Mitbrüder (kardeşler), die ihr mit mir zusammen die Gunst und das Gebet (teveccüh ve dua) des Ehrwürdigen Scheychs empfangt (mazhar)! Während dieser unser Meister (üstad) an uns denkt (düşünüp) und sich mit uns beschäftigt (meşgul), während wir uns in seiner Zukunft (istikbal) in der Finsternis des Nichtseins (adem zulümatı) befinden, wäre es dagegen unser würdig (lâyık), wenn wir uns der Zuneigung (teveccüh) dieses unseres Meisters (üstad) und unseres Herrn (Efendimiz), dem Stolz der Welten (Fahr-ül Âlemîn Aleyhissalâtü Vesselâm) gegenüber, welcher der Meister unseres Meisters (üstadımızın üstadı) und sein Großvater (ceddi) ist, die in jener Vergangenheit anwesend (mazide mevcud) und inmitten der Lichter (nur perdeleri) sind, gleichgültig verhielten (gaflet) und uns nicht auf sie stützten (istinad)? Da sie nun einmal an uns denken (düşünüyorlar), müssen auch wir mit aller Kraft und aus tiefster Seele (kuvvet ve ruhum) auf sie vertrauen (itimad) und bedingungslos (bilâ kayd u şart) ihren Anweisungen (emirler) folgen.

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Wie die drahtlosen (telsiz) Telegraphen und Telephone der Weltleute (ehl-i dünya) Nachrichten von Osten nach Westen (şarktan garba) überbringen können, so können auch derartige geistige (manevî) Telephone der Leute der Wahrheit (ehl-i hakikat) aus der Vergangenheit (mazi) über eine so große Entfernung (mesafe-i azîme) wie neunhundert Jahre Nachrichten in die Zukunft (müstakbel) überbringen, und sie können auch durch ihre geistigen (manevî) Fernrohre schauen. Es ist ja bekannt (malûm), dass schwache Zeichen an Kraft (kuvvet) gewinnen, je mehr von ihnen man gewinnen (içtima') kann, und dann als einen Beweis (delil hükmüne) verwenden kann. So werden selbst ganz feine Fäden (incecik ipler) zu einem unzerreißbaren Seil (kopmaz halat), je mehr von ihnen zusammen kommen. Allgemeine und generelle (küllî umumî) Eintragungen gewinnen ihre charakteristischen Merkmale (hususiyet), wenn sie sich häufen (içtima' ettikçe) und schließlich als ein klarer Tatbestand vorliegen (taayyün). Aufgrund dieses Geheimnisses (sırra) lässt die Vereinigung (içtima) von acht oder neun deutlichen Hinweisen (kuvvetli işaret) in diesen fünf Strophen (beş satır) des Ehrwürdigen Scheychs überhaupt keinen Zweifel oder Verdacht (şekk ve şübhe) aufkommen, dass der Ehrwürdige Scheych mit der Erlaubnis Gottes (biiznillah) für die Schüler (şakirdler) des Weisen (Hakîm) Qur'ans in heutiger Zeit (şimdiki) als Meister (üstadlık) dient und durch die Macht Gottes (bihavlillah) sie mit Seiner Liebe beschützt (şefkat altında himaye).

Die Vereinigung der Ränge des geistigen Poles (Cem'-i kutbiyet), der Einzigartigkeit (ferdiyet) und der Hilfsbereitschaft (gavsiyet)

Auf diesen drei Säulen (üç sütun) steht

Die Fahne der Erhabenheit (Râyet-i ulviyet) des wahrhaftigen (hakkanî) Scheychs

Die Anspache (hitab) Abdulkadirs wird durch die Inspiration Gottes (İlham-ı Huda) getragen

Das Buch (kitab) Abdulkadirs überwältigt alle Schwierigkeiten (Bâz-ül eşheb)

Der einzigartige Persönlichkeit der Zeiten (ferd-i ferîd-i deveran) ist

Der große Helfer (Gavs-ı A'zam), seine Ekzellenz (Cenab) Abdulkadir

Said Nursi
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Dieser Artikel (fıkra) stammt von den Schülern (şakirdler) der Risale-i Nur

"Sei ein Abdu-l'Qadir der Zeit und aufrichtig um Gottes (Allah) willen

وَكُنْ قَادِرِىَّ الْوَقْتِ لِلّٰهِ مُخْلِصًا

"Mögest du in meiner Liebe allzeit wahrhaftig, glücklich und umsorgt sein

تَعِيشُ سَعِيدًا صَادِقًا بِمُحَبَّتِى

Dem numerischen Wert (İlm-i cifir) zufolge lautet die obige Bedeutung (mana):" Oh Said! Sei der Abdülkadir deiner Zeit (zaman), erwirb die vollständige Wahrhaftigkeit (ihlas-ı tâmm), mach dir trotz deiner Armut (fakr) keine Sorgen um deinen Lebensunterhalt (maişet), nimm keine Dankesschuld (nâstan minnet) auf dich; so wie dein Name "Said der Glückliche" ist, so wirst du auch glücklich (mes'ud) versorgt werden! Da du mit deiner Leidenschaft zu mir treu bist (muhabbetimde sadık) und dich um Wahrhaftigkeit (ihlas) bemühst, wurden dir aufrichtige Schüler und Helfer (talebeler ve yardımcılar) wie Hulusi, treue Diener (sadık hizmetkâr) wie Süleyman und Bekir und Schüler (talebeler) wie Sabri gegeben, die ihre Aufgaben richtig zu schätzen wissen (tam takdir) und sich aufrichtig und begeistert (ciddî müştak) dafür interessieren." Der Sachverhalt (hal), den Ghaus hier allgemein verständlich berichtet (sarahat derecesinde ihbar), hat sich in der Tat - und dafür sei Gott dank (lillahilhamd)! - genau so ereignet (vuku'). Der Große (A'zam) Ghaus verkündet (beyan) die wichtigsten Punkte (mühim nokta) im Leben (tarihçe-i hayat) seines Schülers (mürid), den er mit dem Namen "Said" anspricht (tesmiye), wobei er im Geheimnis (esrar) der numerischen Berechnung (İlm-i Cifir) in acht- oder neunfacher Hinsicht (cihet) ganz deutlich dem Finger (başına parmagı) auf Said hinweist. Da die äußerliche Bedeutung (mana-yı zahir) der Strophen (beyitler) mit ihrer numerischen Bedeutung (maânî-i cifriye) sehr eng verbunden (yakın olmak) sind, unterstützen (teyid) diese Hinweise (işaret) einander in neunfacher Hinsicht (vecih), wodurch sie nun allgemein verständlich (sarahat derecesinde ihbar) wurden.

"Ich bin für meinen Schüler Schutz und Beistand gegenüber allen Dingen, vor denen er sich fürchtet

اَنَا لِمُرِيدِى حَافِظًا مَا يَخَافُهُ

"Ich bin sein Beschützer in allem Übel und Wirrwarr

وَاَحْرُسُهُ فِى كُلِّ شَرٍّ وَ فِتْنَةٍ
— 158 —
Dem numerischen Wert (İlm-i cifir) zufolge lautet die obige Bedeutung (mana):

Im Vierzehnten Jahrhundert (asır) wird Molla Said, der mit dem Beinamen (lakab) "der Kurde (El-Kürdî)" angerufen wird, mein Schüler (mürid) sein. Bei allem Übel und Wirrwarr (fitne ve bela) jenes Jahrhunderts (asr) voller Übel und Wirrwarr (fitne ve bela) bin ich mit der Erlaubnis Gottes (Allah'ın izniyle) und durch Seine Macht und Kraft (havl-ü kuvvet) sein Beschützer (muhafız)." Dieser Schüler (mürid) von Ghaus wurde etwa zwanzig oder dreißig Jahre nach der Deklaration der Konstitutionellen Monarchie (Hürriyet) inmitten von zwanzig Fällen einer gewaltigen Verwirrung (fitne-i azîme) in der Tat auf eine außergewöhnliche Weise (fevkalâde bir surette) beschützt. Er wurde vor den Übeln und Vernichtungen (şer ve mehalik), deretwegen er so besorgt (korktu) gewesen war, durch einen unsichtbaren Schutz (hıfz-ı gaybî) bewahrt.

"Mein Schüler, sei er nun im Osten oder im Westen

مُرِيدِى اِذَا مَا كَانَ شَرْقًا وَ مَغْرِبًا

"Werde ich ihm helfen, in welchem Land er auch sei

اَغِثْهُ اِذَا مَا سَارَ فِى اَىِّ بَلْدَةٍ
Dem numerischen Wert (İlm-i cifir) zufolge lautet die obige Bedeutung (mana):

"Als Said der Kurde, welcher der Schüler (müridi) von Ghaus ist, im Nordosten (şark-ı şimal) Asiens in russischer Gefangenschaft (esaret) und durch die Hand der Ketzer (ehl-i bid'a) im Westen Asiens im Exil (nefy) war, musste (mecbur) er aus diesen Gegenden (taraflar) Sibiriens flüchten (firar) und außergewöhnlich viele (fevkalâde) Länder durchreisen (seyr ü seyahat). Mit der Erlaubnis Gottes (Allah'ın izniyle) und durch die Macht und Kraft des Herrn (kuvvet-i Rabbanî) habe ich ihm damals geholfen (imdad) und bin ihm zu Hilfe (istimdad) geeilt." So ist Said, den der Ehrwürdige Ghaus mit dem Titel "mein Schüler (müridi ünvanı)" bezeichnet, in der Tat drei Jahre in der Gefangenschaft (esaret) im Nordosten (şark-ı şimal) Asiens vor der Vernichtung bewahrt (mehalik içinde mahfuz) geblieben. Er hat auf seiner Flucht (firar sureti) eine Strecke (mesafe) von drei oder vier Monaten (üç-dört aylık) zurück gelegt und dabei viele Städte (çok şehir) durchreist und blieb doch dabei bewahrt (mahfuz), genau so wie Ghaus es zuvor gesagt hatte.

"Oh du, der du mein Gedicht vorträgst, sprich offen und fürchte dich nicht

فَيَا مُنْشِدًا نَظْمِى فَقُلْهُ وَلاَ تَخَفْ

"Fürwahr, du stehst mit den Augen des Allgütigen unter Seinem Schutz

فَاِنَّكَ مَحْرُوسٌ بِعَيْنِ الْعِنَايَةِ
Dem numerischen Wert (İlm-i cifir) zufolge lautet die obige Bedeutung (mana):

Er sagt zu seinem Schüler (mürid), der mit seinem Titel Bedîüzzaman Molla Said angesprochen (yâdolunan) wird und seine regelmäßige Rezitation (evrad-ı muntazaması) hält: "Trag mein Gedicht (nazmım) vor, nämlich die Texte (makalât), die meinen Weg (meslek), meine Art und Weise (meşreb) und den Stil meines Kampfes (mücahedat) beschreiben! Das aber soll heißen, dass, was ich "mit meinem Gedicht" meine (nazmımdan murad), deine Abhandlungen (Risaleler), deine "Worte (Sözler)" und deine "Briefe (Mektubat)". Also "Sprich offen, fürchte dich nicht. فَقُلْهُ وَ لاَ تَخَفْ " und fange deinen Kampf (mücahede başla) im Jahre 1332 mit diesen "Worten (Sözler)" an! Denn du stehst durch die Gnade Gottes (inayet-i İlahi) in Seinem Schutz (hıfzındasın)."

— 159 —

Das Wort "vortragen مُنْشِدًا " weist mit seinem numerischen Wert (İlm-i Cifir) in der Tat auf "Molla Said" hin, mit dem Buchstaben ظ in dem Wort "mein Gedicht نَظْمِى auf die Risalet-ün Nur, mit dem Wort "mein مِى " sowohl auf den Band "Briefe (Mektubat)" als auch den Ausdruck "die Worte des Kurden Said كَلِمَاتُ سَعِيدِ الْكُرْدِى ". Die "Worte (Kelimat)" bezeichnen den Band "Worte (Sözler)". Das Zitat: "Sprich offen und fürchte dich nicht فَقُلْهُ وَ لاَ تَخَفْ " verweist auf das Jahr 1332. In diesem Jahr (tarih) liegt der Beginn seines Kampfes (mebde-i cihad). Er begann (başlamış) seinen Kampf (mücahede) in diesem Jahr (tarih) mit der Veröffentlichung (neşr) seines Kommentars (tefsir) "Zeichen des Wunders (İşarat-ül İ'caz)".

Drei Anspielungen, welche die Hinweise (işarat) der Verheißung von Ghaus aus dem Unsichtbaren (Keramet-i Gaybiye) bestätigen:

Erste Anspielung:

"Ich bin für meinen Schüler Schutz und Beistand gegenüber allen Dingen, vor denen er sich fürchtet اَنَا لِمُرِيدِى حَافِظًا مَا يَخَافُهُ "

Nach der numerischen Berechnung (İlm-i Cifir itibariyle) beträgt der Wert dieses Satzes zahlenmäßig (makam-ı ebced) 1336 und verweist somit auf dieses Jahr, was besagt, dass der Ehrwürdige Ghaus seinen Schüler (mürid), der in diesem zukünftigen Jahr (tarihte istikbal) bereits leben wird, auf die Anweisung Gottes (emr-i İlahî) hin in Schutz nehmen (muhafaza) wird. Daraufhin sage ich, meine Wenigkeit, Said: Das größte Unglück (büyük bir musibet), das die Menschheit (nev'-i beşere) bisher getroffen hat, ist in der Tat dieser Weltkrieg (Harb-i Umumî). Und inmitten dieser Zeit des Krieges (hengam) war ich auch von vielerlei Gefahren umgeben (tehlikeler maruz). In dem Jahr (tarih) des arabischen Kalenders, auf das der Ehrwürdige Ghaus hinweist, oder noch kurz davor, wurde ich aus einer solchen Gefahr auf wunderbare (hârika) Weise errrettet (kurtuldum). Einmal hatten mich sogar drei Kugeln (üç gülle) innerhalb einer Minute getroffen (isabet), was normalerweise (mukabil) lebensgefährlich gewesen wäre (öldürecek yere), und dennoch nicht verletzt (tesir etmediler). Während des Falles (sukut) der Provinz Bitlis war ich mit einigen meiner Schüler (mikdar talebeler) mitten in eine russische Kompanie (Rus askerlerinin bir taburu) hinein geraten. Sie haben uns eingekreist (sardılar) und aus allen Richtungen Schüsse auf uns (el ele ateş) abgefeuert. So sind denn all meine Kameraden (arkadaş) - außer vier von ihnen (dört tanesi müstesna) - als Märtyrer (şehid) gefallen. Wir haben vier Reihen ihrer Kompanie (taburun dört sıralar) durchbrochen und sind doch wiederum irgendwo (bir yere) mitten unter sie geraten. Sie waren über uns (üstümüz) und um uns herum (etrafım) und konnten sogar unsere Stimmen (sesimi) und unser Keuchen (öksürük) hören, uns aber dennoch nicht finden (görmüyor). Dreißig Stunden lang blieb ich unter diesen Umständen (o halde) mit gebrochenem Bein (yaralı iken) im Schlamm (çamur) stecken, wurde jedoch im Schutze Gottes (hıfz-ı İlahî) in der Ruhe meines Herzens (istirahat-ı kalb) bewahrt (muhafaza edildim).

Ich spürte (hissediyordum), dass ich mich in dergleichen vielen gefährlichen Situationen (müteaddid tehlikede) wie in dem Jahr des arabischen Kalenders (tarih-i arabî), auf das der ehrwürdige Ghaus hinweist, tatsächlich (hakikaten) irgendwie unter dem Schutz Gottes (hıfz-ı İlahî) befinde. Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) habe also (wohl) diesen meinen heiligen Meister (kudsî üstad) wie einen Schutzengel (melaike-i sıyanet) als Wächter ernannt (muhafız kılmış).

"Ich bin für meinen Schüler Schutz und Beistand gegenüber allen Dingen, vor denen er sich fürchtet اَنَا لِمُرِيدِى حَافِظًا مَا يَخَافُهُ "

— 160 —

Wie dieser Satz (fıkra) auf die wichtigsten Erlebnisse im Leben (mühim sergüzeşt) meiner Wenigkeit (fakir) hinweist, so weist er (işaret) auch unter der Bezeichnung "Schutz und Beistand (Hâfız)" auf neun Schüler (talebe) unter meinen Kameraden (arkadaş) hin, die sich rund um meine Wenigkeit (fakir) zum Dienst (hizmet) am Qur'an versammelt (toplanan) hatten. "Ich bin sein Beschützer in allem Übel und Wirrwarr وَاَحْرُسُهُ فِى كُلِّ شَرٍّ وَ فِتْنَةٍ " In diesem Satz (fıkra) liegen zwei Punkte (hüküm). Der Eine ist Schutz vor dem Übel (şer) und der andere ist der vor dem Wirrwarr (fitne). Was den zweiten betrifft, der in dem Satz "Ich bin sein Beschützer in allem Wirrwarr اَحْرُسُهُ فِى كُلِّ فِتْنَةٍ " zum Ausdruck kommt, so ergibt dieser Satz (cümle) 1344, wenn die Verdopplung (şedde) in dem Wort "alle كُلِّ " nicht mitgerechnet wird. So kann ich im Sinne meiner Dankbarkeit für diese Gnade ("tahdîsen linni'me") ganz offen zum Ausdruck (ilân) bringen, dass ich von diesem Jahr (tarih) an bis heute durch einen unsichtbaren Schutz (himayet-i gaybî) vor vielem beträchtlichen Wirrwarr (fitne-i mühimme) bewahrt wurde (mahfuz).

Zweite Anspielung:

"Mein Schüler, sei er nun im Osten oder im Westen

مُرِيدِى اِذَا مَا كَانَ شَرْقًا وَ مَغْرِبًا

"Ich werde ihm helfen, in welchem Lande er auch sei

اَغِثْهُ اِذَا مَا سَارَ فِى اَىِّ بَلْدَةٍ

Was diese Strophen (fıkra) betrifft, in denen er von seinem Schüler (mürid) berichtet und mit ihm spricht (bahsettigi ve konuştugu), so weisen sie auf das Jahr (tarih) hin, in dem er als Kriegsgefangener nach Osten deportiert wurde (şarka esareten) und ebenso auf das Jahr (tarih), in dem er in den Westen (garba nefy) verbannt wurde. Es ist dies wie folgt:

Die wahre Bedeutung (hakikî tabiri) dieses Satzes (fıkra) ist also folgende: "In der Zeit, in der mein Schüler im Osten in Kriegsgefangenschaft war اِذَا مَا كَانَ مُرِيدِى اَسِيرًا فِى شَرْقٍ ". Also lässt sich die Zeit meiner Kriegsgefangenschaft (zaman-ı esaret) aus dem Satzteil "in der mein Schüler in der Kriegsgefangenschaft im Osten war مَا كَانَ مُرِيدِى اَسِيرًا فِى شَرْقٍ errechnen. Der numerische Wert dieses Satzes beträgt 1337. So bin ich, meine Wenigkeit (fakir), in diesem Jahr des arabischen Kalenders (tarih-i arabî) aus meiner russischen Gefangenschaft (esaret) ganz allein aus der nordöstlichen Gegend (şimal-i şark tarafı), einen Monat Entfernung aus der Provinz Petersburg (Petrograd) geflohen. Obwohl es da vielerlei Arten Gefahren (enva'-ı mehalik) auf meinem Wege gab und ich kein Wort russisch kann, bin ich unter dem Schutz einer unsichtbaren Hand (muhafaza-i gaybiye) durch sehr viele Länder (pek çok bilâdı) gereist (seyr ü seyahat), bis ich auf meinem Wege (tarîk) über Warschau (Polen) und Österreich nach Istanbul gelangte und so einen langen Weg über die Erde (daire-i arz) zurückgelegt (seyahat) habe. Wie der Ehrwürdige Ghaus sagt, hatte ich während meiner Gefangenschaft im Osten (esaret-i şarkıye) und während meiner Reise durch so viele Länder (seyr-i bilâd-ı kesîre) mit Gottes Erlaubnis (izn-i İlahî) für meinen Hilferuf (istigaseme meded) jedes Mal eine Hilfe erfahren. Mit Gottes Erlaubnis (izn-i İlahî) muss also der Erhrwürdige Ghaus wie ein Engel (melek) diese Aufgabe (vazife) durch sein Gebet (dua) vollbracht haben.

— 161 —

"Mein Schüler, könnte nun im Westen مَا كَانَ مَغْرِبًا sein." Was diese Eintragung betrifft, so ergibt sich nach dem arabischem Kalender (tarih) das Jahr 1351. Das macht nach dem bekannten julianischen Kalender (meşhur Rumi tarihi) zwei Jahre Differenz (fark). Wie der Ehrwürdige Ghaus sagt, war ich in meiner Wenigkeit (fakir) tatsächlich im Jahre 1351 nach arabischem Kalender (tarih) während der gründlichen Umwandlung (mühim tahavvülât) der islamischen Kennzeichen (şeair) zum Dienst verpflichtet (hizmete mükellef), diese Kennzeichen (şeair) mit ganzer Kraft (bütün kuvvet) aufrecht zu erhalten (muhafaza). {Durch die Säkularisation unter Kemal Mustafa Pasha wurde nun alles, was bis dahin islamisch und mithin arabisch war, verboten und durch Türkisch ersetzt. Said Nursi fühlte sich jedoch dazu verpflichtet, die alte islamische Tradition weiterhin aufrecht zu erhalten. (AdÜ)} Die Stürme (fırtına) innerhalb einer solchen geistigen Verwirrung (manevî herc ü merc) konnten uns dabei keineswegs erschüttern (sarsmadı).

Das Wort (kelime) "im Westen مَغْرِبًا " ergibt 1292, wenn man die Nunation (tenvin) am Ende (âhir) mitberechnet. Das weist (işaret) auf das Vorjahr der Geburt (dünyaya gelmesi) meiner Wenigkeit (fakir), bzw. die Zeit im Mutterleib (rahm-ı mader) hin. Das Wort "könnte nun im Westen كَانَ مَغْرِبًا " ergibt dabei 1314. Ghaus weist (işaret) auf die Rettung (kurtulması) seines Schülers (mürid), den er in etwa zugleich mit dem Jahr 1314 erwähnt (mevzu-u bahis), aus einer sicheren Gefahr (mühim varta) hin und sagt, dass er zu seiner Hilfe (imdad) geeilt sei. Meine ehemaligen Schüler (eski talebe), die noch am Leben (hayat) sind, wissen, dass ich mit meinen Kameraden im Jahre (sene) 1314, 1315 oder 1316 von der Festung (kal'a) von Van, die zwei Minarette hoch ist und wie ein Berg (dag) aus einem einzigen Fels (sırf bir taş) besteht, zum Eingang einer Höhle (in kapısı) ging, die von alten Zeiten geblieben (eskiden kalma) und einer Art Zimmer (oda) gleicht. Da sind die Schuhe an meinen Füßen plötzlich ins Rutschen geraten (ayagımdan kuduralar kaydı) und so kam ich denn mit beiden Füßen plötzlich ins Rutschen (ayagım birden kaydı). Die Gefahr (tehlike) war hundert prozentig. Da ich nun keinen Halt (nokta-i istinad) mehr hatte, bin ich mit einer Kurve (kavis) von drei Metern in der Luft, als ob ich eine große Stufe betreten hätte (büyük bir istinad basmış), in den Eingang der Höhle (magaranın kapısı) hinunter geworfen worden. Sowohl ich als auch die dort anwesenden Gefährten (hazır arkadaşlarım) mit mir haben das für einen reinen Schutz Gottes (sırf bir hıfz-ı İlahî) und eine außergewöhnliche Hilfe aus dem Unsichtbaren (imdad-ı gaybî) gehalten, da meine Todesstunde noch nicht gekommen war (ecel gelmedi).

Da der Ehrwürdige Ghaus nun einmal in dieser seiner Kasside auf wichtige Ereignisse (mühim nokta) in meinem Leben (sergüzeşt-i hayatı) hinweist, so kann man auf jeden Fall sagen, dass er mit jenem Satz (cümle) auf diesen eigenartigen und zugleich gefährlichsten (tehlikeli) Vorfall in meinem Leben (sergüzeşt-i hayatı) hinweist.

Zusammenfassung: Wie die oben erwähnten Worte (mezkûr kelimat) des Ehrwürdigen Ghaus die wichtigsten Ereignisse (en mühim nokta) im Leben (tarih-i hayatı) meiner Wenigkeit (fakir) sinngemäß zum Ausdruck (manasıyla ifade) bringen, so kann die Übereinstimmung (tevafuk) mit ihrem numerischen Wert (hesab-ı ebced makamı) auf das Jahr dieser wichtigen Ereignisse (mühim nokta tarih-i vukuları) auf keinen Fall zufällig (tesadüf) oder das Werk eines bloßen Zufalls (tesadüf işi) sein. Die Kraft und Sicherheit (kuvveti kat'iyyeti) der weiteren Hinweise (işarat) steigern den Zufall bis zum Grade der Unmöglichkeit (tesadüfü muhal). Da diese Kasside aus fünf Strophen (beş satır) besteht, nun einmal eine wunderbare Erscheinung (keramet) ist, die wunderbare Erscheinung (keramet) wie das prophetische Wunder (mu'cize) durch Gott den Gerechten (Cenab-ı Hak) geschieht, von der Art (nev'inden) ist, dass Gott den Ehrwürdigen Ghaus in der Wahrheit zum Sprechen (intak-ı bilhak) bringt, und diese Kasside noch viele Geheimnisse beinhaltet (esrarı hâvi), die wir noch gar nicht erklärt haben (beyan etmedigimiz), so übersteigt sie noch das menschliche Begriffsvermögen (ihtiyar-ı beşer).

.........

Said Nursî
— 162 —

Ein subtiles gutes Vorzeichen (Latif bir tefe'ül)

Das Buch von Şeyh Sa'dî-i Şirazî "Garten (Bostan)" haben wir, Hâfız Hâlid, Galib und Süleyman aufgeschlagen, um aus den "Worten (Sözler)" eine gute Vorbedeutung heraus zu lesen (niyet). Die folgenden Strophen (Tefe'ül) sind uns dabei aufgeschlagen worden:

نِگَرْ تَا گُلِسْتَان مَعْنَا شُگُفْت ٭ بَرُو هِيچْ بُلْبُلْ چُنِينْ خُوشْ نَگُفْت
عَجَبْ گَرْ بِمِيرَدْ چُنِينْ بُلْبُلِى ٭ كِه اَزْ اُسْتُخَوانَشْ نَرُويَدْ گُلِى

Das heißt: "Komm und sieh! Die Wahrheit (hakikat) hat sich in Form eines Rosengartens (güller bagı) geöffnet. In einem solchen Garten der Wahrheit (hakikat bahçesi) hat noch nie eine Nachtigal (bülbül) einen so guten und schönen Klang (şirin ve hoş nagme) hervorgebracht. Wie könnte es auch sein, dass sich nach dem Tode einer solchen Nachtigal (bülbül öldükten) aus ihren Gebeinen (kemik) keine Rosen (güller) mehr öffnen sollten."

Diese sinngemäße Übersetzung (meal) steht unserer Absicht (maksad) so nahe, dass sie keiner weiteren Ausdeutung (tabir) mehr bedarf (lüzum). Unser Rosengarten (gülistan) ist jedoch aus dem ewigen Paradiese (ebedî Kur'an cenneti) des Qur'ans und erwächst aus ihm.

Mehmed Tevfik, Galib, Süleyman, Hâfız Hâlid, Said (R.A.)
— 163 —

{"Im Namen Gottes des Allerbarmers des Allbarmherzigen}

﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾

Ghaus, der in seiner berühmten (meşhur) Kasside im Grade einer Offensichtlichkeit (sarahat) etwas von uns, nämlich der Schar (hizb) des Qur'ans mitteilt, berichtet von uns noch an einigen anderen Stellen wiederum in Form eines Hinweises (işarî bir tarz). Zum Beispiel: Er erzählt nach dieser Kasside im Band "Sammlung der Gebete (Mecmuat-ül Ahzab)" auf der Seite 563 nochmals von jenem, seinen bekannten Schüler (malûm mürid), indem er in seiner Strophe sagt:

"Wenn mein Schüler im Osten oder Westen oder in einer Höhle oder in stürmischer See mich ruft, werde ich ihm zu Hilfe eilen.

فَمُرِيدِى اِذَا دَعَانِى بِشَرْقٍ اَوْ بِغَرْبٍ اَوْ غَارٍ فِى بَحْرِ طَامِى اَغِثْهُ

Er sagt: "Wenn er mich im Westen (garb) ruft, werde ich ihm zu Hilfe (imdad) eilen." Und das ist in der Tat wahr. Im Jahre 1339 nach arabischem Kalender (tarih), als ich eine furchtbare seelische Verwirrung (müdhiş bir buhran-ı ruhî), eine schreckliche Aufregung in meinem Herzen (dehşetli bir heyecan-ı kalbî) und einen chaotischen Wirbel in all meinen Vorstellungen (dagdagalı bir teşevvüş-ü fikrî) durchmachen musste, rief ich auf eine ganz besonders nachdrückliche Weise (şiddetli bir surette) den Ehrwürdigen Ghaus zu Hilfe (istimdad). Wie ich bereits bei ein oder zwei anderen Gelegenheiten (yerde) erwähnt habe, kam er mir durch sein Buch "die Entschleierung des Verborgenen (Fütuh-ul Gayb)", durch sein Gebet (dua) und seinen geistigen Beistand (himmetiyle imdadı) zuhilfe. So habe ich denn schließlich meine Verwirrung (buhran) überwunden. So ist es denn jener seiner Schüler (mürid) Said-ül Kürdî, meine Wenigkeit (bîçare), so wie er dies in seiner berühmten (meşhur) Kasside offensichtlich (kat'î) ausdrückt, den er so auch in dieser Kasside mit "mein Schüler فَمُرِيدِى " meint (murad). Denn nach der numerischen Berechnung (ebced hesabı) ergibt "er rief mich im Westen دَعَانِى بِغَرْبٍ " 1339. In diesem Jahr war ich in Istanbul, was im Verhältnis zu meinem Geburtsort als Westen (memleketime nisbeten garb) gilt. Der numerische Wert (makam-ı ebced) von "er rief mich im Westen دَعَانِى بِغَرْبٍ " stimmt mit dem Jahr meines Hilferufes (zaman-ı istimdadı tevafuk) überein. In dieser Berechnung ist das Wort "wenn اِذَا " nicht mit enthalten. Denn "wenn اِذَا " drückt hier die Zeit (zaman) aus und der Satz "er rief mich im Westen دَعَانِى بِغَرْبٍ " bestimmt hier diese unbestimmte Zeit (mübhem zamanı).

— 164 —

Noch ein Beispiel (ezcümle): Auf der Seite (sahife) 379 des zweiten Bandes (ikinci cild) der "Sammlung der Gebete (Mecmuat-ül Ahzab)" steht ein Bittgebet (münacat) des Ehrwürdigen Ghaus mit dem Titel "Ein Gebet zur Nacht (Vird-ül İşâ)" mit den folgenden Sätzen (fıkra):

"Derjenige, der zur Rettung gelangt ist und auch die anderen an das sichere Ufer bringt, {(Anmerkung): "gelangt und bringt فَالْوَاصِل " Dieses Wort (kelime), da es transitiv (müteaddî) ist, bedeutet, durch seine "Worte (Sözler)" zur Sicherheit (selâmet) zu bringen.} ist der glückliche, den Gott in seine Nähe gerückt hat.

فَالْوَاصِل اِلَى سَاحِلِ السَّلاَمَةِ هُوَ السَّعِيدُ الْمُقَرَّب ُ

{(Anmerkung): Wenn bei dem Wort "den Gott Gott in seine Nähe gerückt hat الْمُقَرَّبُ " der Buchstabe "Ra" trotz seines Verdopplungszeichens (müşedded) nur einmal berechnet wird, so stimmt der numerische Wert mit dem Beinamen "En-Nursî" genau überein, welcher der Beiname (lakab) unseres Meisters (Üstad) ist. Da liegt nur der Buchstabe "Wau" als Bindewort (atf). Durch die haargenaue Übereinstimmung (tam tevafuk) zeigt sich, dass mit dem, den Gott in seine Nähe (mukarreb) gerückt hat, jemand gemeint ist (murad), der aus Nurs stammt. Wenn der Buchstabe "Ra" in dem Wort "den Gott in seine Nähe gerückt hat الْمُقَرَّبُ " wegen seines Verdopplungszeichens (şedde) zweimal berechnet wird, stimmt der numerische Wert mit dem Wert von "Bediüzzaman Nursî" mit dem abgekürzten Buchstaben "ya" (ya-i muhaffef) überein. Es gibt da lediglich zwei Unterschiede (fark). Wenn die beiden Hemze, die Bindeworte sind, mitgerechnet werden, so stimmt der numerische Wert haargenau überein (tamına tevafuk) und weist (işaret) der Ausdruck "den Gott in seine Nähe gerückt hat الْمُقَرَّبُ " unmittelbar auf ihn hin.

Şamlı Tevfik, Süleyman, Ali}

"Diejenigen, die zugrunde gehen, sind die Unglückseligen, die Gott vom Guten entfernt hat, und die in die Qual stürzen werden.

﴿ وَ ذُو الْهَلاَكِ هُوَ الشَّقِىُّ الْمُبَعَّدُ وَ الْمُعَذَّبُ ﴾

Diese Sätze (fıkra) sind ein Art Kommmentar (tefsir) von Ghaus zu der Ayah: "unter ihnen gibt es dann welche, die unselig, und welche, die selig sind. - Sure 11,105 - فَمِنْهُمْ شَقِىٌّ وَ سَعِيدٌ ". Es gibt verschiedene Anzeichen (müteaddid emare), dass einige Merkmale (efrad), welche der umfangreichen (küllî) Bedeutung dieser Ayah zugehören, bei einigen bestimmten Personen (efrad-ı mahsusa), der umfangreichen Bedeutung (külliyet) dieser Ayah entsprechend (dâhil), sowohl im sechsten als auch im vierzehnten Jahrhundert (asır) zum Ausdruck kommen (irae ettigine). Nach dem Geheimnis der Übereinstimmung (tevafuk sırrıyla) liegt eine Übereinstimmung in dem Wort (kelime) "unter ihnen gibt es welche, die unselig, und welche, die selig sind. - Sure 11,105 - فَمِنْهُمْ شَقِىٌّ وَ سَعِيدٌ " nach der numerischen Berechnung (cifir) mit dem numerischen Wert der Namen der drei größten Unseligen (şakîler) dieser Zeit (zaman). Diese Übereinstimmung (tevafuk) gibt ein Zeichen (emare) darauf, weist sogar darauf hin (belki işaret), dass in der allgemeinen Bedeutung (külliyet)

{(Anmerkung): Wenn wir verstehen können, dass wir in der umfangreichen Bedeutung (külliyet) dieser Ayah unter Milliarden nur in gewissem Grade gemeint (murad) sind und dazu gehören und der Glückseligkeit (saadet) dieser Ehre zu entsprechen wissen (mazhariyetine mâsadak), und wenn wir dafür ewig danken würden (ebede kadar şükretsek), könnten wir dennoch dieser Gnade nicht mit gebührendem Dank (nimetlerin hakkını) entsprechen. Das Zeichen (işaret) des Ehrwürdigen Ghaus lässt jedoch erkennen (anlaşılıyor), dass wir dennoch gleich einem Tropfen aus dem Meer (denizinden bir katre) der umfangreichen (muhit) Bedeutung dieser Ayah einen Anteil haben (hissemiz var). "Dank sei Gott! Dies ist von der Gnade meines Herrn.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

}

dieser Ayah vor allem (kasden) auch diese Unglückseligen gemeint (murad) sind. So soll der Ehrwürdige Ghaus aufgrund dieses Zeichens (emare) in dieser Ayah unsere Zeit betrachtet haben (zamana bakmış). Er hat die oben erwähnten Sätze (mezkûr fıkra) zu einer Art seines individuellen Kommentars (hususî tefsir) zu der umfangreichen (küllî) Bedeutung dieser Ayah gemacht. Er sah seine Schüler (şakirdler), von denen er in seiner Kasside verheißend berichtet (kerametkârane bahsettigi), inmitten des Wirrwarrs der Endzeit (fitne-i âhirzaman). Auch hier steht sein Bittgebet (münacat) sinngemäß (meal) mit jener Kasside in Zusammenhang und berichtet, dass seine Schüler vor der Bosheit (şerr) der Unglückseligen (şakîler) ihrer Zeit (zaman) bewahrt bleiben werden (muhafaza).

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In diesem Satz (fıkra) liegt ein kleiner Hinweis (îma) von Ghaus. In dem Namen (lafz) "Said" hier liegt ein leichter Hinweis (hafî bir işaret) auf die Anmerkung (kelime) "er wird glücklich versorgt تَعِيشُ سَعِيدًا " in seiner berühmten (meşhur) Kasside. Durch den Satz (fıkra) "was diejenigen, die zugrunde gegangen sind, betrifft, so sind sie die Unseligen, die Gott vom Guten entfernt hat und die in die Qual stürzen. ذُو الْهَلاَكِ هُوَ الشَّقِىُّ الْمُبَعَّدُ " prophezeiht (haber) er die Zerstörung (felâket) von Hulago, welche nach seiner Zeit vorgekommen (vuku'bulan) war und der die Bibliotheken (kütübhane) in die Flüsse (nehir) Euphrat und Tigris (Dicle ve Fırat) geworfen hat, um die islamische Kenntnis und Wissenschaft (ulûm) zu vernichten. Er prophezeiht (haber) zudem aufgrund der obenerwähnten (mezkûr) Ayah die Unseligen (şakîler), die wie Hulago die islamische Kenntnis und Wissenschaft (ulûm) verhinderten (perde çeken).

Der Ehrwürdige Ghaus weist mit dem Satz (fıkra): "Derjenige, der zur Rettung gelangt ist und auch die Anderen an das sichere Ufer bringt, ist der Glückliche, den Gott in seine Nähe gerückt hat.

فَالْوَاصِل اِلَى سَاحِلِ السَّلاَمَةِ هُوَ السَّعِيدُ الْمُقَرَّب ُ

auf die Schar (hizb) des Qur'ans hin (işaret); und so weist er (gösteriyor) in der Tat auch mit dem Satz (fıkra) "Diejenigen, die zugrunde gehen, sind die Unglückseligen, die Gott vom Guten entfernt hat, und die in die Qual stürzen werden.

وَ ذُو الْهَلاَكِ هُوَ الشَّقِىُّ الْمُبَعَّدُ وَ الْمُعَذَّبُ

aufgrund des Hinweises (işaretine istinaden) der oben erwähnten (mezkûr) Ayah auf die einigen bekannten Menschen (malûm insan) hin, die sich wie Hulago und seine Minister (vüzera) verhalten, um die Kenntnisse und Wissenschaft (ulûm) des Islams zu vernichten (imha), da die numerische Berechnung (ilm-i cifir) dieser Ayah mit dem numerischen Wert ihrer Namen (isimler) übereinstimmt (tam tevafuk).

Es ist ja bekannt, dass eine Übereinstimmung (tevafuk) unter den vielen Schlüsseln (anahtar) ein wichtiger Schlüssel zur numerischen Berechnung (ilm-i cifr) ist. Wenn es sich dabei nur um eine einmalige Übereinstimmmung (tevafuk) handelt, so bezeichnet man sie nicht als einen Hinweis (delalet), sondern als einen kleinen Wink (hafî bir îma). Wenn aber die Übereinstimmung (tevafuk) in zwei Aspekten (iki cihet) desselben Themas vorkommt, so steigert sie sich von einem Wink zum Grade eines Anzeichens (îmadan remiz). Wenn nun etwas in zwei oder drei Aspekten desselben Themas übereinstimmt, so wird diese Übereinstimmung (mes'ele) zu einem Hinweis (işaret). Entspricht nun die Bedeutung der Worte (maânî-i elfaz) dem Hinweis der Buchstaben (işarat-ı harfiye) und ist die Haltung der Menschen (insanların ahvali), von denen mit diesem Hinweis berichtet wird (işaretle bahsedilen), dieser Bedeutung entsprechend (manaya mutabık) und desgleichen angemessen (muvafık), so steigert sich dieser Hinweis (işaret) bis zur Stufe eines Beweises (delalet derecesi). Zeigt sich nun dabei die Übereinstimmung (tevafuk) in sechs- oder siebenfacher Hinsicht (vecih) und die Bedeutung der Worte (mana-yı kelimat) entspricht dem Hinweis der Buchstaben (işaret-i harfiye) und ist dabei dem Erfordernis der Umstände (mukteza-yı hale) angemessen, so steigert sich dieser Beweis (delalet) bis zur Stufe einer Offensichtlichkeit (sarahat derecesi). Aufgrund dieses Grundprinzips (düstur) berichtet Scheych Geylani in seiner berühmten (meşhur) Kasside ganz offensichtlich (sarahat) von der Schar (Hizb) des Qur'ans und sagt auch (haber) in seinem Bittgebet (münacat) - "ein Gebet zur Nacht وِرْدُ الْعِشَاءِ " - mit einem Hinweis (işaret) aufgrund der oben erwähnten (mezkûr) Ayah offensichtlich (tasrihen) einen bestimmten Diener (hâdim) in dieser Schar (Hizb) des Qur'ans und seiner Gefährten (arkadaş) voraus.

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Wie der Große (A'zam) Ghaus die Zukunft (istikbal) und der berühmte Scheychu-l'Islam Ahmed-i Camî das Kommen von Ahmed-i Farukî Imam Rabbanî voraussagt, so prophezeiht (haber) auch Celaleddin-i Rumî den Nakşibendî-Orden. Noch viele Heilige (çok evliyalar) prophezeihten auf diese Weise, was später tatsächlich geschah (mutabık haber). Ein Teil von ihnen hat jedoch beinahe offensichtlich (sarahata yakın) prophezeiht. Die Prophezeihungen eines anderen Teils von ihnen sind zwar in gewissem Grade nur undeutlich (mübhem) und ganz allgemein (mutlak); da aber diese Personen, die prophezeiht worden sind (bahsettikleri zâtlar), Persönlichkeiten (büyüklükleri) von hohem Rang (büyük makam sahibi) und ist diese unbestimmte Prophezeihung (mübhem ihbar-ı gaybî) durch ihre Persönlichkeit (taayyünler) aus dem Unsichtbaren berechtigtermaßen (bil'istihkak) auf sich bezogen, so sagte z.B. Ahmed-i Camî: "Zu Beginn von jeweils vierhundert Jahren kommt ein bedeutender (mühim) Ahmed. Ahmed am Anfang eines Jahrtausends ist unter ihnen der bedeutendste (mühim)." Das heißt, dass er der Erneuerer (müceddid) für das kommende Jahrtausend ist. Obwohl er nur ganz allgemein (mutlak) so prophezeiht hat, hat İmam-ı Rabbanî durch seine Persönlichkeit (teşahhus) von solch hohem Rang (büyüklük) diese Prophezeihung aus dem Unsichtbaren (haber-i gaybî) zweifelsfrei (kat'iyyen) auf sich bezogen. Auch Hazret-i Mevlâna Celaleddin-i Rumî hat Nakşibendî und seinen Orden in einer nur undeutlichen Form (mübhem bir surette) vorausgesagt. Die Großartigkeit, Erhabenheit und Persönlichkeit (teşahhus) der Angehörigen des Nakschiordens haben diese Voraussage berechtigtermaßen (bil'istihkak) auf sich bezogen.

So wie der Große Ghaus verheißungsvoll (kerametkârane) eine Nachricht aus dem Verborgenen (ihbar-ı gaybî) bringt und von der Schar (hizbu) des Qur'ans mit einem Hinweis (işarî bir suret) berichtet, so berichtet er (haber) ebenfalls ganz offensichtlich (sarahaten) an zwei Stellen von einem gewissen Diener (hâdim) in der Schar des Qur'ans, diesem Said, meiner Wenigkeit (bîçare). Das Geheimnis (sırr) dessen, dass er seine Nachricht über ihn nicht undeutlich und nur ganz allgem (mübhem ve mutlak) vermittelt, liegt darin, dass meine Wenigkeit (bîçare), dieser Said, der keinen Rang (makam sahibi) besitzt, nicht zu den Großen (büyük) gehört und keine Persönlichkeit (teşahhus) vertritt, die einen verallgemeinerten Ausdruck (mutlak tabiri) personifizieren könnte, durch die Gnade Gottes (lütf-u İlahî) im Dienste eines Großen Ranges (büyük bir makam) steht, so als stünde er, während er doch nur ein einfacher Soldat (âdeta bir nefer) ist, im Dienste des Marschalstabs (müşiriyet makamı). So begnügt sich der Ehrwürdige Ghaus wegen seiner Kleinheit (küçüklük) und Bedeutungslosigkeit (ehemmiyetsizlik) im Gegensatz zu anderen Heiligen (evliya muhalif) nicht mit einem bloßen Hinweis (işaret), sondern deutet im Grade einer Offensichtlichkeit (sarahat) mit dem Finger auf sein Haupt (onun başına).

Im Verlauf meines Lebens (sergüzeşt-i hayatı) hatte ich viele wunderbare Ereignisse (hârika vakıalar) erfahren. Viele davon habe ich für mich behalten (çogunu gizledi). Da ich mich keineswegs (hiç bir vecihle) einer Wundertat für würdig (keramete lâyık) hielt, pflegte ich sie manchmal auf einen Zufall (tesadüf) oder manchmal auch auf andere Ursachen (başka esbab) zurückzuführen (isnad ediyordum). Nun bin ich jedoch zu der Überzeugung (kanaat) gelangt, dass diese wunderbaren Ereignisse (hârikalar) eine ganze Kette der Wundertaten (silsile-i kerameti) des Großen Ghaus bilden (teşkil). Das also heißt, dass wir durch sein Gebet (dua), durch seinen geistigen Beistand (himmet), seine Wundertat (keramet) und in der Art eines Gnadengeschenks (ikram) eine Art Güte Gottes (inayet-i İlahiye) für uns erfahren.

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Dazu hier ein Beispiel: Nachdem ich als ein Verbannter (menfî) nach Istanbul gebracht worden war (getirildigim) und nun im Haus der Weisheit des Islam (Dâr-ül Hikmet-il İslâmiye), das dem Amt des Scheychu-l'Islam (Meşihat-ı İslâmiye) unterstellt war, im Dienst (hizmet) am Qur'an tätig war, fragte ich jemanden, in dieser meiner innerlichen Verbundenheit nach dem Amt des Scheychu-l'Islam, indem ich sagte: "Wie ist der heutige Zustand (hal) des Amtsgebäudes (Meşihat dairesi) des Scheychu-l'Islam?" Oh weh! Ich habe eine solche Antwort erhalten (cevab aldım), dass ihretwegen mein Geist (ruh) und mein Herz (kalb) erzitterten. Meine ganze Vorstellungswelt (fikr) geriet ins Wanken und ich brach in Tränen aus (agladılar). Der Mann, den ich gefragt hatte, sagte mir: "Das Gebäude (o daire) dieses Amtes, das hunderte von Jahren die Lichter des islamischen Gesetzes (envâr-ı şeriat) ausstrahlte, wird heute als ein Gymnasium für Mädchen im reifen Alter (büyük kızların lisesi) und als ihr Spielplatz (mel'abegâhı) verwendet." Daraufhin bin ich in einen derartigen Geisteszustand (halet-i ruhiye giriftar) hineingeraten, so als stürzte die ganze Welt über meinem Kopf (dünya başıma) zusammen. Ich hatte überhaupt keine Kraft mehr (kuvvetim yok). All meine wunderbaren Fähigkeiten waren plötzlich von mir gewichen (kerametim yok). Vollkommen verzweifelt (kemal-i me'yusiyet) seufzte ich voll "Ach und weh! (âh vâh diyerek)". So wendete ich mich denn der Schwelle Gottes zu (dergâh-ı İlahiyeye müteveccih). Das herzzerreißende Wehgeschrei (hararetli âhları) so vieler Menschen (çok zâtlar), deren Herzen (kalbler) genau so wie unser eigenes brannten, haben sich meinem eigenen Weh-Geschrei (âhım) angeschlossen. Ich kann mich nun nicht mehr entsinnen (hatır), ob ich etwa Scheych Geylani um sein Gebet (dua) und seinen geistigen Beistand (himmet) als seine Hilfe (yardım) in unserem Gebet (dua) angerufen habe oder nicht. Auf jeden Fall diente sein Gebet (dua) und sein geistiger Beistand (himmeti), der das Weh-Geschrei all derer anfeuerte (âhlarını ateşlendiren), die uns gleichen, dazu, diesen Ort, der in alten Zeiten die Quelle der Lichter (eskiden beri nurlar) war, vor der Finsternis zu retten (zulmetten kurtarmak). Genau in jener Nacht ging jedenfalls ein Teil des Gebäudes (Meşihat) des Amtes des Scheychu-l'Islam in Flammen auf (kısmen yandı) und alle haben da gesagt: "Oh wie schade (vâesefâ)!" Ich und all diejenigen, die dabei innerlich mitverbrannten (yananlar), sagten jedoch: "Dank sei Gott (elhamdulilah)!" Und ich denke, dass dieser Brand (yangın) des Gebäudes des Justizministeriums (adliye dairesi), der zwei Millionen Schaden (zarar) für dieses arme Volk (fakir millet) verursachte, auch einen Sinn gehabt hat (böyle bir mana). Wolle es Gott (inşâallah), dass auch dies eine Besinnung und Entwicklung (ikaz ve intibah) zur Folge haben wird. Ja manchmal vermag das Feuer besser zu reinigen als das Wasser (Ateş bazan sudan).

Eine wahrhaftige Anekdote (Hakikatlı bir latife): Als der Sultan Süleyman, der Gesetzgeber (Kanunî), vierzig Brunnen mit vielem Wasser (kesretli suları) in Istanbul errichtet hatte, sagte Şeyhülislâm Zenbilli Ali Efendi zu ihm: "Da du Gesetze (kanunlar), die der Scheriya entgegengesetzt (hilaf) sind, von Europa herübergebracht hast, so hast du nun in Istanbul einen solchen Unrat zustande gebracht (bok sıçtın), dass all das Wasser (sular), das du uns nach Istanbul gebracht hast, es auch in hundert Jahren (yüz sene) nicht wieder reinigen könnte (temizleye), wolltest du es darüber fließen (üzerinden akıp) lassen."

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Frage: Die großen Heiligen (büyük veliler), wie der Große (A'zam) Ghaus, können manchmal (bazı evkat) die Vergangenheit und die Zukunft (mazi ve müstakbel) betrachten als wären sie gegenwärtig (hazır gibi müşahede). Weshalb berichten sie nun über die Zukunft (istikbal) nur mit verschwommenen Andeutungen (hafî remizler) oder verborgenen Hinweisen (gizli işaret), wohingegen sie doch über die Vergangenheit (mazi) ganz klar und deutlich (sarahat) Kunde geben können (haber)?

Antwort: "Das Verborgene kennt niemand außer Gott (Allah)! لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ " - Sure 27,65 - und "Er kennt das Verborgene. Er klärt niemanden über das Verborgene auf, außer einem dazu erwählten Propheten (Rasul).

﴿ عَالِمُ الْغَيْبِ فَلاَ يُظْهِرُ عَلَى غَيْبِهِ اَحَدًا اِلاَّ مَنِ ارْتَضَى مِنْ رَسُولٍ ﴾

- Sure 72, 26-27 - um sich vor dem heiligen Verbot (kudsî yasaga), das diese beiden Ayat zum Ausdruck (ifade) bringen, ein gutes Benehmen (hüsn-ü edeb) in Dienst und Anbetung (ubudiyetkârane) zum Ausdruck zu erbringen, sind sie von dem Weg der Deutlichkeit (tasrihten) zum Weg des Hinweises (işaret meslegi) übergegangen, sodass durch Hinweise (işaret) und Andeutungen (remz) bekannt gemacht wird, dass diese Voraussagen spontan und ohne Absicht (ihtiyarsız niyetsiz) allein durch die Mitteilung Gottes (talim-i İlahî) zustande gekommen sind. Denn wie man das Verborgene in der Zukunft (istikbalî olan gaybiyat) nicht durch Absicht oder Wille (niyet ve ihtiyar) erfahren kann, so kann man einen Mangel an Gehorsam (adem-i itaat) diesem Verbot (yasaga) gegenüber erahnen (işmam), wenn man mit Absicht eingreift (niyet ile de müdahale).

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Eine wunderhafte Anmerkung (nükte-i i'caziye) zu dem Hinweis (işarat) einer Ayah, welche die Verheißung des Ehrwürdigen Ghaus aus dem Verborgenen (keramet-i gaybiye) bestätigt.

Da diese Worte und Abhandlungen (Sözler ve risaleler), die aus dem Qur'an heraus tropfen (tereşşuh), eine Art rechtgeleiteter Kommentar (müstakim tefsir) zum Weisen (Hakîm) Qur'an und zutreffende (istikametli) und unwiderlegbare Beweise (kuvvetli delil) für die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) sind, gehört die ganze Würde, Hochschätzung (şeref ve takdir) und alles Lob (tahsin), die für diese Abhandlungen und Worte (risaleler ve Sözler) erwiesen werden, dem Qur'an und den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i iman). Und da nun der Sachverhalt einmal so ist, so sage ich unverzüglich (bilâ-perva) folgendes:

"Nichts Feuchtes und nicht Trockenes, das nicht in einer deutlichen Schrift verzeichnet wäre.

﴿ وَلاَ رَطْبٍ وَلاَ يَابِسٍ اِلاَّ فِى كِتَابٍ مُبِينٍ ﴾

{- Sure 6,59 -}

Nach dem Geheimnis (sırr) dieser Ayah muss es im Qur'an auf jeden Fall einen Hinweis auf die Rechtleitung (istikametine işaret) dieses zutreffenden Kommentars (istikametli tefsir) geben und gibt es ihn auch tatsächlich (evet var). Der Qur'an richtet sich insbesondere auf diesen Kommentar (tefsirine hususî). Die Ayah "unter ihnen gibt es dann solche, die unselig, und solche, die selig sind.

﴿ فَمِنْهُمْ شَقِىٌّ وَ سَعِيدٌ ﴾

{- Sure 11,105 -} in der Sure Hud

{(Anmerkung): Der Ehrenwerte Gesandte (Aleyhissalâtü Vesselâm) geruhte sogar zu sagen (ferman): "Die Sure Hud hat mich regelrecht umgeworfen. شَيَّبَتْنِى سُورَةُ هُودٍ ", d.h. die Ayah in der Sure Hud "Halte nun geraden Kurs, wie dir befohlen worden ist. فَاسْتَقِمْ كَمَا اُمِرْتَ " - Sure 11,112 - hat mich regelrecht umgeworfen (ihtiyarlattırdı). Denn sie ist von solch großer Bedeutung (ehemmiyeti azîmdir), d.h. sie befiehlt (emrediyor) eine vollständige Rechtleitung (İstikamet-i tâmme).}

gehört zu den besonderen Ayat (âyât-ı mühimme). Auf der Seite 233 findet sich die Ayah "Halte nun geraden Kurs, wie dir befohlen worden ist. فَاسْتَقِمْ كَمَا اُمِرْتَ " - Sure 11,112 - Sie ergibt nach ihrem numerischen Wert (makam-ı ebced) 1302, wenn das Bindewort "fa" (fâ-yı atf) nicht mitgerechnet wird. Das also heißt, dass der besondere Befehl (emr-i has) "Halte nun geraden Kurs اِستَقِمْ " eine allgemeine Ansprache (hitab-ı âmmı) an zahllos viele rechtgeleitete Personen (hadsiz müstakim efrad) gerichtet ist und im Jahre (tarih) 1302 (1886) die Befolgung dieses Befehls (emrinin imtisali) auf Rechtleitung (istikamet) durch eine gewisse Person (bir ferd) in einer Hinsicht an Besonderheit (hususiyet) erwerben wird. Das heißt, dass diese Ayah im 14. Jahrhundert (asır) einen Mann, der die Werke veröffentlichen (âsârı neşreden) wird, die den rechten Weg (sırat-ı müstakim) aus dem Qur'an ableiten (iktibas) und auf ihn zwischen den gefährlichen Wegen (sakîm yollar) ohne Orientierung (istikametsiz) weisen werden, unter zahllosen Angesprochenen (hadsiz efrad) mit einschließt.

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Außerdem muss diese Rechtleitung (istikamet) eine Besonderheit (hususiyet) haben, weshalb die Ayah mit ihrer Jahresangabe auf sie hinweist (tarihiyle işaret). In Wirklichkeit ist es sehr weit von der Möglichkeit, in diesem Jahrhundert (asır) durch individuelle Rechleitung (şahsen istikamet) eine besondere Eigenschaft (mümtaz bir hususiyet) zu erwerben. Das besagt, dass sie keineswegs eine individuelle Rechtleitung (şahsî istikamet) ist. Wenn das so ist, wird die Rechtleitung (istikamet) in diesem Jahrhundert (asır) einzig durch die feinsinnigen (esrar) Wahrheiten des Qur'ans möglich (imtiyaz), die durch den Einsatz dieses Mannes (adamın teşebbüs) verbreitet werden. Und wenn auch dieser Mann individuell (adam şahsen) nicht auf dem rechten Weg (gayr-ı müstakim) sein sollte, schließt ihn (idhal) die Ayah dennoch mit unter den Rechtgeleiteten (müstakim) ein, was auf diese Möglichkeit hinweist (imtiyaza remzeder).

Da die Tatsache (hakikat) nun einmal so ist, sage ich nachdrücklich offen (kat'î bir surette), dass mein Leben ohne Rechtleitung (hayatım istikametsiz) verlaufen ist. Mein Herz konnte sich von seinen Krankheiten (kalbim sekametten) nicht retten. Ich stehe vielleicht hundertfach fern (yüz derece) von der Befolgung dieser heiligen Anweisung (kudsî emrin imtisali). Nach dem Geheimnis (sırrı) der Ayah "Erzähle von der Gnade deines Herrn!

﴿ وَ اَمَّا بِنِعْمَةِ رَبِّكَ فَحَدِّثْ ﴾

{- Sure 93,11-} sage ich jedoch als meinen Dank für die Gnade Gottes (nimete bir şükür) folgendes: Was dieses Jahr (tarih) 1302 betrifft, so stimmt (tevafuk) es - nach dem arabischen Kalender (arabî tarih) - genau mit dem Jahr (aynı tarih) überein, in dem ich begonnen hatte, den Qur'an lesen zu lernen. Nach dem Julianischen Kalender (rumi tarih) stimmt es mit dem Jahr überein (tarihe tevafuk), in dem ich mit dem Studium angefangen (ilme başladıgım) hatte.

Wenn das so ist, so ist es auch möglich, dass meine Wenigkeit diese Person sein könnte, auf die hier hingewiesen (îma edilen ferd) wird. Wenn auf eine Person (ferd), die in der Tat (şahsen) in ihrem ganzen Leben krank und ohne Rechtleitung (sakîm ve istikametsiz) war, dennoch zu den Rechtgeleiteten (müstakim) gezählt wird, während sie doch alles andere als rechtgeleitet (gayr-ı müstakim) war, so ist der Hinweis auf die Rechtleitung (istikametle îma) in jeden Fall ein Hinweis auf die Rechtleitung der Werke (âsârın istikametine îma), welche diese Person verfassen (ferdin mazhar) wird, und bedeutet, dass die Rechtleitung ihrer Werke (âsârın istikameti) in diesem Jahr (tarih) beginnen und inmitten der Irrwege (dalalet yolları) und Wege der Finsternisse (zulümat tarîkleri) auf den rechten Weg (sırat-ı müstakim) hinweisen und der Anweisung "Halte nun geraden Kurs, wie dir befohlen worden ist. اِسْتَقِمْ كَمَا اُمِرْتَ " - Sure 11,112 - folgen wird (emrini imtisal). Die Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur haben - Dank sie Gott (lillahilhamd) - diesen wunderhaften (mu'cizane) Hinweis des Qur'ans aus dem Verborgenen (îma-i gaybî) in der Tat aufgezeigt (bilfiil göstermiş) und sind somit heute offensichtlich (meydanda).

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Den verborgenen Hinweis (gizli îma) der oben erwähnten Ayah bestätigt die Ayah: "Fürwahr die Schar Gottes (Allah) wird Sieger sein. اِنَّ حِزْبَ اللّٰهِ هُمُ الْغَالِبُونَ " - Sure 5,56 - Denn wenn der Buchstabe "Nun", der in dem Wort "Fürwahr اِنَّ " mit Verdopplungzeichen (şedde) steht, nur ein Mal berechnet (bir sayılsa) wird, so stimmt der Wert haargenau mit dem der oben erwähnten (tam evvel) Ayah überein (tevafuk). Damit stimmt mit dem Jahr (tarih) 1302, in dem ein gewisser Diener, (hâdim) der sich für die Tätigkeit (faaliyet) der Schar (Hizb) des Qur'ans eingesetzt (vasıta) hat, mit seinem Qur'an-Studium begonnen hatte, mit einer Differenz von nur zwei Ziffern überein (tevafuk). Falls der Buchstabe "Nun" mit Verdopplungszeichen (şeddeli) zwei Mal berechnet wird (nun iki nun), so ergibt der numerische Wert 1350. Die Tätigkeit (faaliyet) der Schar (Hizb) des Qur'ans, die sich in diesem Jahr um die Risale-i Nur versammelt (toplanan) haben, welche aus dem Qur'an herrührt (muktebes), mit ganzer Kraft (bütün kuvvet) im Dienst am Qur'an arbeitet, und ihr geistiger Sieg (manen galebe) über den Irrtum und Gottesverleugnung (dalalet ve zındıka) kam genau in dieser Zeit (zaman) zustande, deren Übereinstimmung (tevafuk) ein verborgener Hinweis (îma-i gaybî) auf ihren vollständigen Sieg (tam galebe) in der Zukunft (istikbal) ist.

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Frage: Ist es richtig, die Ereignisse in unserer Zeit (zamanın hâdisatı) als den Wirrwarr der Endzeit (fitne-i âhirzaman) zu bezeichnen? Dem entgegen heißt es doch (vârid olmuş) in einer Überlieferung (hadîs): "In der Endzeit (âhirzaman) wird niemand mehr "Allah! Allah!" rufen. Und dann wird der Weltuntergang kommen (kıyamet kopacak)."

Antwort: Erstens ist die Dauer (müddet) des Wirrwarrs der Endzeit (fitne-i âhirzaman) lang. Wir befinden uns in einem ihrer Abschnitte (faslında).

Zweitens: Mit dem Ausdruck "Niemand wird mehr "Allah! Allah!" rufen" ist nicht gemeint (murad), dass der Glaube an Allah aufgehoben wird. {(Anmerkung): "Aus meiner Gemeinschaft wird eine Schar siegreich auf dem Recht bestehen bis der Jüngste Tag anbricht. لاَ تَزَالُ طَائِفَةٌ مِنْ اُمَّتِى ظَاهِرِينَ عَلَى الْحَقِّ اِلَى قِيَامِ السَّاعَةِ " Diese Hadith bestätigt (takyid) die oben erwähnte Hadith.} Es heißt vielmehr, dass die Bezeichnung für "Allah" geändert werden (degiştirecek) wird. Zudem ist es ein Hinweis (işaret) darauf, dass, wie der große Weltuntergang (kıyamet-i kübra) kommen wird, wenn auf der Erde niemand mehr "Allah! Allah!" ruft, so auch in einem Land (memleket) eine Art Weltuntergang (kıyamet) ausbrechen wird, wenn dort niemand mehr "Allah! Allah!" ruft.

{(Anmerkung): Entsprechend diesem Hinweis aus dem Verborgenen (işaret-i gaybiye) geschah dies genau so (aynen vukua), wie wir es sieben Jahre (yedi sene) zuvor breits behandelt hatten. Und einjeder hat es so erfahren (herkes gördü). Denn das jüngste Erdbeben (geçen zelzele) erschütterte, als erinnerte (haber) es an das große Erdbeben (zelzele-i kübrası) des Weltuntergangs (kıyamet); und in der Tat kamen sie dennoch nicht zur Besinnung (akılları başları).}

"Wende dich in aller Furcht und Verwirrung uns zu تَوَسَّلْ بِنَا فِى كُلِّ هَوْلٍ وَشِدَّةٍ "

"Ich werde dir mit meinem geistigen Beistand in allem Wirrwarr der Endzeit zu Hilfe eilen اَغِيثُكَ فِى اْلاَشْيَاءِ دَهْرًا بِهِمَّتِى "

Die Bedeutung nach der numerischen Berechnung (İlm-i Cifirle manası): "Oh Said! Inmitten dieses Wirwarrs der Endzeit (âhirzamanın fitneleri), in der du lebst (yetişip) und von dem du betroffen (düştügü) bist, mache dir mein Gebet (dua) und meinen geistigen Beistand (himmetim) zu deinem Werkzeug (vesile) und lasse es dir dein Fürsprecher (şefaatçi) sein. So wolle es denn Gott (İnşâallah) und ich werde dir in all deinen Angelegenheiten (herşeyinde) und bei all deinen Arbeiten (her işinde) eine langen Zeit (her işinde), nämlich von deiner Kindheit (tufuliyet zamanından) an bis in jene Zeit voller Schikanen während deiner Gefangenschaft (işkenceli esareti) im hohen Alter (ihtiyarlıgın vaktinde)... nämlich vom Jahr 1294 (1878), bis zum Jahre 1345 (1929), ja vielmehr bis zum Jahre 1364 (1948) und noch eine längere Zeit hindurch (ziyade bir zaman) mit der Erlaubnis und Macht Gottes (Allah'ın izniyle ve kuvvetiyle) zuhilfe eilen (imdadına yetişecegim)."

"Herr (Rabbena)! Ziehe uns nicht zur Verantwortung, wenn wir einmal vergesslich waren oder einen Fehler begangen haben!

﴿ رَبَّنَا لاَ تُؤَاخِذْنَا اِنْ نَسِينَا اَوْ اَخْطَاْنَا ﴾

{- Sure 2, 286-}

Said Nursî