Briefe aus Kastamonu
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(Ein Thema (mes'ele), das mir hier plötzlich in Erinnerung (hatira) gekommen ist)

Für alle Dinge, ein jedes Unglück (musibet), besonders die von Menschenhand (beser eliyle) verursachten Unglücke der Diktatoren (zulümlü musibetler) gibt es, wie bereits in der "Abhandlung über die göttliche Vorsehung" (Risale-i Kader) erklärt wurde, zwei Gründe (iki sebeb):

Der erste: Der Mensch (beser) ist ein Wesen, das sich nach äußerlichen Ursachen (esbab) richtet.

Der zweite ist die göttliche Vorsehung (Kader-i ilahî). Der Mensch (beser) richtet sich nach den augenscheinlichen Ursachen (zahirî esbab), macht manchmal etwas Falsches (yanlis) und tut Unrecht (zulm). Die göttliche Vorsehung (kader) bezieht sich dagegen auf andere Gegebenheiten (nokta) und leistet so Gerechtigkeit (adalet). So wurden mir dieser Tage wegen meiner leiderfüllten Sorgen (elîm bir endise) als Antwort auf die Fragen, die ich mir innerlich (manevi) hinsichtlich der Gerechtigkeit der göttlichen Vorsehung (adalet-i kaderiye) gestellt hatte, drei Themen (mes'ele) eingegeben (ihtar), die den Kreis (daire) der Risale-i Nur betreffen:

Erste Frage: Warum bleibt eine Mutter (vâlide), die opferwillig ist und eine erhabene selbstlose Liebe (fedakâr, yüksek bir sefkat) in sich trägt, in heutiger Zeit von dem Anteil (mal) am Erbe (irsiyet) ihres Sohnes (veled) ausgeschlossen (mahrum)? Warum lässt die Göttliche Vorhersehung (kader) so etwas zu?

Die Antwort, die ich bekommen habe, ist folgende: Es ist dies so, dass die Mütter (vâlide) in heutiger Zeit (asir) ihre Liebe (sefkat) infolge einer Impfung (asilama) auf die falsche Weise gebrauchen, sodass sie ihre Kinder mit aller Kraft (kuvvet) für die Welt (dünya) und für die Schule (mekteblere) vorbereiten, indem sie sagen: "Mein Kind (evlâd) soll sich einmal Ruhm (san), Ruf (seref), Rang (rütbe) und ein Amt (memuriyet) verdienen." Selbst dann noch, wenn sie eigentlich fromm (mütedeyyin) sind, nehmen sie sie von einem Studium der qur'anischen Wissenschaften (ilim) weg und binden sie an diese Welt (dünya). Wegen dieses Fehlverhaltens (yanlisindan) trotz all ihrer Liebe (sefkat) hat sie also die Göttliche Vorhersehung (kader) zu dieser Ausgeschlossenheit (mahrumiyet) verurteilt.

Zweite Frage: Ich hatte Mitleid (acidim) mit einigen Leuten (zâtlar), die an der Risale-i Nur interessiert (münasebetdar) sind, indem ich sagte: "Obwohl doch sein berechtigter Anteil (hakki) zwei Drittel an dem Erbe (mal) seines Vaters war, warum hat es die Göttliche Vorhersehung (kader-i ilahî) dann zugelassen (müsaade), dass man von diesem Recht teilweise ausgeschlossen (mahrum) bleibt?"

Die Antwort, die ich erhalten habe: Obwohl der Liebe (sefkat) seiner Eltern gegenüber bedingungsloser (bilâ-kayd u sart), vollkommener Respekt (kemal-i hürmet) und Gehorsam (itaat) nötig war, ist in heutiger Zeit (asir) durch eine dermaßen sonderbare Einimpfung (asilamak) meistens dieser wahrhaftige (hakikî) Respekt und Gehorsam verdorben worden. So wurden sie ungerechterweise davon ausgeschlossen (zulmen mahrum), zwei Drittel zu erhalten. Die Göttliche Vorsehung (kader) lässt dies jedoch aufgrund ihrer Fehler (kusur) zu. Was die Töchter betrifft, so haben sie zwar in gewisser Hinsicht auch viele Fehler; da sie aber aufgrund ihrer Schwäche (za'fiyet) einer schützenden und liebevollen (himayetkâr ve sefkatkâr) Hand bedürfen und dieses Bedürfnis (ihtiyaç) gegenüber ihren Eltern noch fühlbar (hassasiyet) verstärkt haben, jedoch weiterhin respektvoll (hürmet) mit ihnen umgehen, erlaubte die Göttliche Vorsehung durch die ungerechte Hand des Menschen (beserin zalim eliyle) ihnen den Anteil (hak) ihrer Brüder teilweise und vorübergehend auch noch zu geben.

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Dritte Frage: Was ist der Grund dafür, dass manche religiös gesinnte Männer (mütedeyyin zâtlar) wegen ihrer weltlich orientierten Ehefrauen (dünyadar haremleri) große Probleme haben? In dieser Umgebung hört man häufig von derartigen Fällen (hâdise).

Die Antwort, die ich erhalten habe: Infolge der Fehler (hatalar) praktizierender Gläubiger (mütedeyyin zâtlar), die entgegen den Erfordernissen ihrer Religiösität (diyanetlerinin muktezasi) in heutiger Zeit einer freiheitlichen Gesinnung solcher Frauen (serbestiyet-i nisvan zamaninda) diese emanzipierten Frauen (serbest kadin) zu heiraten (dünyaya girismeleri), erlaubte es (müsaade) die Vorhersehung Gottes (kader) dafür durch die Hand dieser Frauen Ohrfeigen (tokat) zu bekommen. Was hier noch zu sagen wäre (mütebâkisi), wurde hier durch die unbeabsichtigte Einmischung (suursuz müdahalesi) einer gesegneten Frau (mübarek hanim) abgebrochen.

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens: Möge Gott unsere Gebete (dua) in diesem segensreichen (mübarek), heiligen (Serif) Monat Ramadan annehmen (insâallah), wenn auch unter der Bedingung (sart), dass sie aufrichtig (ihlas) gemeint sind. Doch aufgrund einiger Angriffe (taarruz) und um die Blicke (nazarlar) der Schüler (sakird) der Risale-i Nur auf die Welt (dünya) hin abzulenken und die Aufrichtigkeit (ihlas) und die Herzen aus ihrer Ruhe (huzur-u kalbi) aufzustören, wird diese vollkommene Ruhe (huzur) leider meistens in gewissem Grade beeinträchtigt. Ihr sollt aber deswegen nicht besorgt (merak) sein. Ihr sollt alles Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), überlassen und solchen Angriffen (taarruz) keine Beachtung schenken. Auch sollt ihr an Âtif schreiben, dass er nicht besorgt und nicht traurig (merak ve müteessir) sein soll. Das, was er erlebt hat, ist auch eine Bestimmung Gottes (kaza-i ilahî). Möge Gott es wollen (insâallah), dass dies, so wie der Vorfall (hâdise) mit Hâfiz Mehmed in Sava, zugunsten der Risale-i Nur umgewandelt wird.

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{(Anmerkung): Der Müfti in seiner mystischen Einstellung (tarîkatçi müftü), der Prediger (vaiz), der Hodscha und der Sufi (ehl-i tarîkat) in ihrem einseitigen Dogmatismus (taassub), angesehene Leute der Wissenschaft (ehl-i ilim) und der Orden (tarîkat), welche sich gegen Âtif stellen (muaraza) und ihn angreifen (hücum), stützen sich mit ihrer Gegensätzlichkeit (muaraza) im Interesse (hesab) des Regimes als ihrem allerletzten Vorhang (Sie suchen nach einem Grund, wie sie Âtif angreifen könnten und verstecken sich zugleich Schutz suchend hinter Partei und Regierung (A.d.Ü.)) auf ihre Parteischaft (tarafgirlik) und ihren Schutz (himayesi). Die Angelegenheit nahm die Gestalt eines Angriffs (taarruz) gegen den Weg (meslek) der Befolgung (müdafaa) der gelobten Sitte (sünnet-i seniye) an, für die Atif Partei ergreift. Diejenigen, die sich gegen die Risale-i Nur stellen, tragen (yardim) wissentlich oder unwissentlich zu der Gottesleugnung (zindika) bei, wofür ein Beweis (delil) ist, dass mich die Justiz (adliyece) diesmal bereits danach gefragt hat, ob Âtif, dieser Kurde, gegen das Regime arbeite. Das also heißt, dass seine Gegner (muarizlar) sich auf das Regime gestützt haben. Dem entgegen habe ich gesagt: Das Regime abzulehnen ist weder unsere Aufgabe (vazife), noch sind wir dazu überhaupt imstande (kuvvet), noch denken wir jemals daran und auch die Risale-i Nur erlaubt (izin) uns das nicht. Wir akzeptieren es nicht, wir leben nicht dementsprechend (das Ziel unseres Lebens liegt im Jenseits (ahir), nicht im Diesseits (dünya)) und wir wollen es nicht (istemiyoruz). Eine Ablehnung (red) ist das eine. Etwas nicht anzunehmen (kabul) ist etwas anderes. Nicht danach zu handeln ist auch etwas anderes. (Wir führen unser eigenes Leben, unabhängig davon, was andere tun oder lassen. (A.d.Ü.)) Während der Herrschaft (taht-i hükmünde) von Hazret-i Ömer (R.A.) wurden Juden und Christen nicht belangt (red), sie lehnen das Gesetz und die Justiz (kanun-u adalet-i ser'iye) nicht ab und kümmern sich auch nicht weiter darum (ilismeyen ve ilismiyordular). Das also heißt: nichts annehmen (kabul) und nichts bestätigen (tasdik) ist keine Straftat (suç) gegenüber der Verwaltung (idare). Unter der Regierung und der Politik (idaresi ve siyaseti) der mächtigsten Könige (kuvvetli padisahlar) haben verschiedene Oppositionelle und Leugner (muhalifler ve münkirler) gelebt. Wenn also nun - von diesem Standpunkt aus betrachtet - einer der Schüler (sakird) der Risale-i Nur ein besonders starker Gegner wäre und selbst den Gründer (müessis) dieses Regimes verfluchen würde, kann man ihn dennoch nicht für seine Ansichten (mefkûre) gesetzlich zur Verantwortung ziehen (ilisilmez), solange er nicht aktiv die Ordnung stört (idareye ilismese). Denn die Gewissensfreiheit (hürriyet-i vicdan) und die Meinungsfreiheit (hürriyet-i fikir) spechen ihn frei (tebrie).}

Des Weiteren hat mich die Unterbrechung {(Anmerkung): Inzwischen haben wir folgende Nachricht erhalten: Der Stadthalter (vali) von Denizli teilte dem hiesigen Stadthalter unter einer wichtigen Chiffre den Vorfall "mes'ele Atif" mit; und das nicht ohne dabei auch noch zu übertreiben (i'zam). Ihr solltet euch jedoch auch weiterhin auf den Schutz (hifz) des wahren Beschützers (Hâfiz-i Hakikî) stützen und keineswegs in Aufregung (telas) geraten, jedoch dabei vorsichtig (ihtiyat) sein. Dem noch verhafteten (hapsolan) Âtif und seinen Kameraden schenkt euren Trost (teselli). Sie sollen deswegen nicht besorgt (merak) sein. Denn Gott ist gütig und barmherzig (Allah Kerim ve Rahîm).} (tevakkuf) und der Rückstand des prächtigen Dienstes (parlak hizmet) von Atif und seine Sorge darum, dass der erhabene und umfangreiche Dienst des verstorbenen (merhum) Mehmed Zühdü Bedevi verschleiert (perdelenmesi) wurde, sehr traurig (mahzun) gemacht, wobei mir ein Brief in meine Hand gegeben wurde. Dieser Brief hat jedoch alle meine Sorgen (endise) beseitigt. Wenn im Dienst der Risale-i Nur eine Tür verschlossen wird, so werden zugleich wichtigere Türen geöffnet. Dieses Prinzip (kaide) hat hier wieder seine Geltung gezeigt. Büyük Hâfiz Zühdü, welcher der ältere Onkel (amuca) von Sabri, einer sehr bedeutenden Säule der Risale-i Nur und der Schwager (eniste) Tahiris, eines Tapferen (kahraman) der Risale-i Nur ist und eine Zeitlang in der vordersten Reihe (saff-i evvel) der Risale-i Nur die Führung ihrer Schüler (sakird), also die Führungsrolle (nâzirlik vazifesi) innegehabt hat und bis jetzt auch sein Herz (kalb) für die Risale-i Nur nicht geändert hat, zeigt in seinem Brief seine aufrichtige, vollkommene Treue (kemal-i sadakat) und Wahrhaftigkeit (ihlas); und Abdullah Çavus, der Hulusi, der Dritte ist, bestätigt in einer Anmerkung (hasiye), dass dieser alte und neue einsatzfreudige (gayyur) Bruder Büyük Zühdü, ohne auf amtliche Formalitäten (resmiyet) zu achten, den unschuldigen Kindern (masumlar) Qur'anunterricht (ders) erteilt, der zu den besonders wichtigen Aufgaben (mühim vazifeler) der Risale-i Nur gehört. Das zeigt uns, dass Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), uns anstelle des verstorbenen (merhum) Zühdü Bedevi nun diesen Büyük Zühdü gegeben hat. Anstelle der Unterbrechung (tevakkuf) Atifs nahm Er nun diesen feinsinnig denkenden (müdakkik) und durchaus fähigen Prediger (hatib) Büyük Hâfiz Zühdü für sich in Dienst (faaliyet). Dafür sagen wir nun Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), unseren Dank (sükür). Ihr sollt ihm meinen Gruß (selâm) ausrichten (teblig) und ihm mitteilen, dass er von nun an innerhalb der wahrhaftigen Schüler (has sakird) der Risale-i Nur an der geistigen Körperschaft des Lichtes (sirket-i maneviye-i nuriye) seinen Anteil (hissedar) haben und mit seinem Namen in unsere Gebete (dua) mit aufgenommen wird.

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى نَعْمَائِهِ

{Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Lobpreis und Dank sei Gott, dem Spender aller Gaben.}

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Aus der Reihe der Wundertaten (silsile-i keramat) der Risale-i Nur gibt es folgende beschützende, wunderhafte (himayetkârane ve mu'cizane) neue Gnadengaben (keramet) der Abhandlungen über die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye) und das wunderhafte (kerametli) "Neunundzwanzigste Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und den Kommentar zu den "Hinweisen auf das Wunder" (isarat-ül i'caz): Als während einer schweren Krankheit (siddetli hastalik) am Anfang dieses Heiligen (Serif) Monats Ramadan nach Aussage (ihbar) des Arztes, aufgrund deutlicher Anzeichen (kuvvetli emareler) und durch den plötzlichen Anstieg des Fiebers (hararet) auf über vierzig Grad offenbar (tebeyyün) wurde, dass sie durch eine Vergiftung (zehir) verursacht worden war, und zur selben Zeit, in der die Statthalter anderer Provinzen (hariç valiler) den mit einem Korn (habbe) vergleichbaren Vorfall (hâdise) unseres Bruders Atif, der hier sowohl durch die Justiz (adliye) als auch die Polizei (zabita) und die Stadtverwaltung (vilayet) chiffriert gegen die Risale-i Nur geführt (sevk) wurde, zu einer Kuppel (kubbe) aufbauschten, kam uns vor zwei Stunden die Abhandlung über die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye) aus Istanbul eilends zu Hilfe (imdad). Während sie noch auf dem Tisch waren, als ob die Abhandlung über das "Neunundzwanzigste Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und den gnadenreichen (kerametli) Kommentar zu den "Hinweisen auf das Wunder" (isarat-ül i'caz) aus der Stadt (kasaba) Tosya zu Hilfe käme, zur selben Zeit, in der sie in ihren vergoldeten Einbänden (yaldizli cildler) auf dem Tisch lagen, die Sorge darum, dass sie möglicherweise in Beschlag genommen würden (müsadere endise) und noch weitere mehr als fünfzig Abhandlungen (risaleler) in die Hände derer geraten würden, welche die Gebete nicht verrichten (namazsiz eller), und die Lage, in der ich wegen dieser schweren Krankheit (siddetli hastalik) nicht sprechen konnte, wurden diese drei wunderbaren Abhandlungen (kerametli risaleler) der Risale-i Nur zu einem so denkwürdigen (hârika) Schutz und Schirm (himayet ve muhafaza) vor dieser Vergiftung (zehir) zu einem Gegengift und Elixier (panzehir ve tiryak), worüber wir, die wir diesen Zustand kennen (muttali), noch immer voll Staunen (hayret) sind. Heute scheint es mir, als wäre da jetzt überhaupt gar keine Krankheit mehr (hastalik yokmus), nachdem solch kraftvolle, ja machtvolle Ohrfeigen (kuvvetli tokat) eine feindselige Haltung in Freundschaft (düsmanlik vaziyeti dostluga) verwandelt hatten.

Obwohl nun des Weiteren hohe Beamte der Justiz (adliyenin büyük memurlari) sowie Untersuchungskommissare gekommen waren, um eine gründliche Hausdurchsuchung (siddetli taharri) und Beschlagnahmungen (müsadere) durchzuführen, blieben die Abhandlungen (risaleler) allein schon dadurch, dass sie über die Wundertaten dieser Abhandlungen (o risalelerin kerametlerini) schon einmal etwas gehört hatten, unter deren geistigem Schutz (manevî himayet) bewahrt, ohne dass sie ihre Hände auch nur ein einziges Mal nach einem der mehr als fünfzig Bücher ausgestreckt hätten. Nur die Sammlung der Verteidigungsreden (Müdafaat), den Sechszehnten Brief (Onaltinci Mektub) und die Abhandlung über das Fasten im Ramadan (Ramazaniye Risalesi) haben wir ihnen zu lesen (mütalaa) gegeben. Am dritten Tag, zwei, drei Stunden bevor der politisch gesinnte Kommissar der Polizei (zabitanin siyasî komiseri) in Begleitung eines weiteren Untersuchungskommissars gekommen waren, um eine weitere, noch gründlichere Durchsuchung und Begutachtung (arama ve taharri) durchzuführen, waren jedoch alle Abhandlungen auf Befehl (kumanda) dieser drei Gnadenvollen Abhandlungen (kerametli risaleler) vom Tisch, damit sie nicht in fremde Hände gelangen sollten. Doch auch nach einer Durchsuchung (taharri) von zwei vollen Stunden hielten sie nur eine Karte aus Ankara mit Glückwünschen (tebrik) zum Monat Ramadan und die Abhandlung über das Fasten im Monat Ramadan in ihren Händen. Und nur diese haben sie mitgenommen, mit dem Versprechen (va'd), sie nach dem Lesen (mütalaa) wieder zurückzugeben. Dieses ganze Drum und Dran (hâlât), das auf die wunderhafte Übereinstimmung hinweisende Exemplar des Ruhmreichen Qur'ans (Mu'cizatli Kur'an-i Azîmüssan), das hochgelegt aufbewahrt wurde, die wunderhaften Exemplare des Auszugs aus dem Qur'an (i'cazli Hizb-i Kur'anî'nin nüsha) und die Abhandlungen des Auszugs des Lichtes (Hizb-i Nurî'nin risaleleri) beweisen diesen außerordentlichen Zustand (hârika vaziyet). Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), sei Lobpreis und Dank (hamd ü sena) nach der Anzahl ihrer Buchstaben (hurufati adedince) und in der Anzahl der Minuten und Sekunden (âsireler) des Monats (sehr) Ramadan. Dank sei Gott (elhamdülillah) für alle Umstände (alâküllihal).

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Zudem war ich über meine Krankheit traurig (teessür) und kam durch diesen Zwischenfall (hâdise) mit Âtif Leid in mein Herz (kalb). So hatte ich denn Mitleid mit ihnen allen; und aus dieser Sorge (endise), dass dieser Zwischenfall auch auf die Provinz Isparta übergreifen (sirayet) könnte, erwuchs mir eine innere Bedrängnis (sikinti). Doch in dieser gesegneten Stadt (mübarek sehir) trat die Risale-i Nur unter den Schleier "ingsgeheim erleuchtet sie" (Sirran tenevverat), sodass auch noch am dritten Tag nach diesen beiden Durchsuchungen (taharri) bis zum Abend diejenigen, die gekommen waren und wieder gegangen (gelen ve gidenler) sind, ununterbrochen polizeilich beobachtet (tarassut) wurden, auch das Haus (hane) von Emin durchsucht wurde, ohne dass dabei irgendetwas gefunden worden wäre. Als ich in diesem Zustand durchaus innerlich unruhig und traurig (muzdarib ve müteellim) war, brachten der Schutz der Güte Gottes (inayet-i ilahiye himayet), die sich bis jetzt durch die Barmherzigkeit des Barmherzigen Allerbarmers (Cenab-i Erhamürrâhimîn'in rahmetiyle) fortsetzt, die Zufriedenheit (riza), die Zuverlässigkeit (teslim), das Vertrauen (tevekkül), die Wahrhaftigkeit (ihlas) und die daraus erwachsende Tröstung (teselli) alle diese quälenden Dinge (müz'iç seyler) zum Scheitern. So sagten wir denn in vollkommenem Frohsinn (Kemal-i ferah) und in Geborgenheit (istirahat) "Sehen wir, was der Herr (Mevlâ) tut! Er tut gut, was er tut." So waren wir denn beruhigt (müsterih) in vollkommener Hingabe (kemal-i teslimiyet). Und das solltet auch ihr sein und darüber die Geduld (fütur) nicht verlieren!

Wir grüßen (selâm) alle unsere Brüder, einen jeden Einzelnen von ihnen, und beten (dua) für sie.

Ich selbst bin noch immer krank, jedoch ist mein Zustand deswegen keineswegs unerträglich (tahammül haricinde). Und auch der obige Zwischenfall (musibet) hätte ja eigentlich die glänzende Verbreitung (parlak nesriyat) der Risale-i Nur zum Stillstand (tevakkuf) bringen sollen.

Euer Bruder Said Nursî