Briefe aus Emirdağ-2
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Eine Ergänzung zu dieser letztwilligen Verfügung (vasiyetname)

Unser Meister (Üstad) verstand dadurch, dass er in diesem letzten Abschnitt seines Lebens (âhir ömr) an den Gesprächen (sohbet) mit den Menschen gehindert wurde, dass es in dieser Zeit durch die Achtung vor den Personen (şahsiyet ciheti) Fälle gibt, die den Menschen schaden (zarar) könnten. Um der lauteren Wahrhaftigkeit (a'zamî ihlas) auf dem Weg (meslek) der Risale-i Nur willen, wurde ihm diese Krankheit gegeben (hastalık). Denn da in heutiger Zeit die Heuchelei (riyakârlık) unter dem Deckmantel von Ruhm und Ruf (şan şeref perdesi) ihren Platz einnimmt, muss man (lâzım) um der lauteren Wahrhaftigkeit willen den Egoismus (enaniyet) voll und ganz fahren (terk) lassen. Die Freunde (dostlar) mögen von weitem ein Segensgebet (Fatiha) für meine Seele (ruh) sprechen und in dieser Weise für mich beten (dua) und mich geistig besuchen (manevî ziyaret). Sie sollen aber nicht zu meinem Grab (kabr yanına) pilgern. Die "Fatiha" - auch wenn sie nur von weitem gebetet wird - wird dennoch meine Seele (ruh) erreichen. In der lauteren Wahrhaftigkeit (a'zamî ihlas) auf dem Weg der Risale-i Nur - wenn man also seinen Egoismus ganz und gar loslässt (terk-i enaniyet) - spüre ich innerlich die Begründung (manevî sebeb) dafür. Diejenigen, die sich der Risale-i Nur gewidmet (vakfet) haben und mit mir einen unmittelbaren Umgang pflegten, mögen der Reihe nach (nöbetle) an meinem Grabe (kabr) stehen und die obigen Gedanken (mana) denjenigen mitteilen (bildirsinler), die vergeblich zu Besuch (lüzumsuz ziyarete) gekommen sind.

Said Nursî