Ich möchte hiermit (mecbur) all meinen Freunden (dost) und besonders all denjenigen, die mich einmal besuchen (ziyaretçiler) wollen, meine Entschuldigung übermitteln (özrümü beyan).
Mein Leben (hayat) habe ich zum größten Teil in der Isolation (inzivada) verbracht. Seit dreißig, vierzig Jahren stehe ich unter polizeilicher Beobachtung und bin ihren Angriffen (tarassud ve taarruz) ausgesetzt. Daher vermeide ich Unterhaltungen (sohbet), soweit sie nicht unbedingt notwendig sind, und scheue (tevahhuş) mich vor ihnen. Zudem empfand ich schon seit langer Zeit materielle und geistige (maddî ve manevî) Geschenke als lästig (agır). Zudem sind heute Besucher und Freunde (ziyaretçiler ve dostlar) besonders zahlreich geworden und ist es notwendig, sie geistig aufzufangen (manevî mukabele). Wie ein materielles Häppchen (maddî bir lokma) als Geschenk mich heute krank (hasta) macht, so ist es auch ein geistiges Geschenk (manevî bir hediye), mich zu besuchen (ziyaret), mir zu begegnen (görüşmek); und besonders wenn sie mit viel Mühen (zahmet) aus weit entfernten Provinzen (başka yerlerden) zu mir kommen, um mich zu besuchen (ziyaret) und mir die Hände zu schütteln (musafaha), so ist auch das ein bedeutendes geistiges Geschenk (hediye-i maneviye). Doch ich kann sie nicht empfangen (mukabele). Es ist für mich keine so ganz einfache Sache (ucuz degil). Es ist für mich vielmehr eine innerliche Anstrengung (manen pahalı). Und ich halte mich einer derartigen Hochachtung nicht für würdig (hürmete lâyık) und kann ihr innerlich nichts entgegen (mânen mukabele) setzen. Daher musste ich mir jetzt genauso wie jedes materielle Geschenk (maddî hediye) als ein Zeichen der Güte (ihsan) auch schon die bloße Unterhaltung (sohbet) als ein geistiges Geschenk (manevî hediye) (zaruret) untersagen, soweit es nicht dringend notwendig ist. Es beunruhigt mich manchmal genauso wie ein materielles Geschenk (maddî hediye), das mich schon krank (hasta) macht, wenn ich es nicht mit einem passenden Gegengeschenk (tam mukabil) erwidern kann. Ihr sollt euch also nicht deswegen gekränkt fühlen (hatırınız kırılmasın) oder mir deswegen böse sein (gücenmeyiniz).
Die Risale-i Nur zu studieren ist zehn Mal vorteilhafter (kârlı) als sich mit mir zu treffen. Denn bei einem Treffen (görüşmek) mit mir kann es sich ja nur um das Jenseits (âhiret), den Glauben (iman) und den Qur'an handeln. Da ich meine Beziehung (alâka) zur Welt (dünya) bereits abgebrochen habe, ist es auch sinnlos (manasız), mit mir noch über weltliche Angelegenheiten (dünya hesabına) zu reden. Was jedoch das Jenseits (âhiret), den Glauben (iman) und den Qur'an betrifft, so blieb denn nach der Risale-i Nur kein Bedürfnis (ihtiyaç) nach mir mehr übrig. Und außerdem ist da ja auch noch meine Biographie (Tarihçe-i Hayat) mit den Briefen (mektub) in ihr. Ich kann ja selbst mit meinen engsten Mitbrüdern (has kardeş), die sich um meine persönlichen Angelegenheiten (hizmet) kümmern, ohne eine Notwendigkeit (zaruret) nicht mehr sprechen. Nur wenn ich mich einmal mit einigen Leuten wegen der Verbreitung und der Veröffentlichung (fütuhat ve neşriyat) der Risale-i Nur treffen (görüşmek) möchte, dann kann mir ein solches Treffen (görüşmek) gestattet sein und es belastet (sıkıntı) mich auch nicht. Hinzusetzen (haber) möchte ich noch, dass ich vor einigen Jahren durch die Zeitungen bekannt (ceride ilân) gegeben habe, dass ich diejenigen, die diesen Aspekt nicht kennen, mich jedoch besuchen (ziyaret) und mit mir treffen (görüşmek) möchten, die von weither (uzak yerden) gekommen waren und nun, ohne sich mit mir getroffen zu haben wieder zurückkehren mussten (görüşmeden gidenleri), in meine persönlichen Gebete (dua) mit einschließen und jeden Morgen für sie beten werde. Mögen sie sich also deswegen nicht mehr gekränkt fühlen (gücenmesinler)!...
Unser lieber, sehr verehrter Mitbruder Sâlih!
Unser Meister (Üstad) sendet dir und den beiden frommen und wahrhaftigen Abgeordneten (milletvekil) viele Grüße (selâm) und betet (dua) für dich und für sie, indem er sagt: "Möge Gott sie Tausend Mal segnen (bârekâllah)!"
Unser Meister (Üstad) sagt:
Seit langer Zeit erwartete ich, dass sich in der Umgebung (taraf) von Urfa starke Hände (kuvvetli eller) zeigen, die sich für die Lichter (Nurlara) einsetzen werden. Denn dort befindet sich eine Art Mittelpunkt (merkez) sowohl Anatoliens als auch Arabiens und Kurdistans. Sollten die Lichter (Nurlar) dort Fuß fassen, so wird das auch die Verbreitung (intişar) in diesen drei Ländern (memleke) ermöglichen. Ich sage Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) unendliche Male Dank (şükrediyorum) dafür, dass Seyyid Sâlih, ein Held der Jugend (gençligin bir kahraman) und zwei sehr bedeutsame, tüchtige, religiöse Abgeordnete (dindar iki milletvekil) dieser Gegend damit begonnen haben, sich für die Lichter einzusetzen (Nurlara sahib). Ich sende ihnen also einige meiner ganz persönlichen Sammelbände (mecmua), die ich mit meinem Versorgungsgeld gekauft und trotz der extremen Schwäche (fazla rahatsızlık) infolge meiner durch die Vergiftung verursachten Krankheit (zehir hastalık) korrigiert habe (tashih). Obwohl sie von vielen Orten und von sehr bedeutenden Persönlichkeiten verlangt wurden, ziehe ich doch Urfa allen anderen Orten vor. Wolle es Gott (inşâallah), dass ich ihnen noch einen weiteren Teil senden kann.
Wolle es Gott (inşâallah), dass Seyyid Sâlih und die tüchtigen Abgeordneten (hamiyetkâr milletvekil) dort dem Qur'an und dem Glauben (iman) einen effektiven Dienst (tam hizmet) erweisen und es so ermöglichen werden, dass dort - wenn auch in etwas kleineren Ausmaßen (hal) - einmal so etwas wie die Medreset-üz Zehra in Isparta und die Câmi-ül Ezher in Ägypten entstehen wird und so der Weg bereitet wird (açmalar), dem Beispiel (nümune) der Medrese-i İslâmiye in Damaskus und der in Bagdad zu folgen (açmaya), so wie wir dies nun von der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i İlahiye) erwarten (ümid) dürfen.
Da nun einmal der Weg (meslek) der Risale-i Nur Freundschaft (hıllet) ist und Urfa der Geburtsort (menzil) İbrahims Halilullah ist, so wolle es denn Gott (inşâallah), dass die abrahimitische Freundschaft (hıllet) von dort wieder ausstrahlen (parlayacak) wird. Außerdem wünsche ich mir ganz besonders (cidden arzu), wenn ich diese entsetzliche - durch eine Vergiftung verursachte - Krankheit (semli hastalık) so weit möglich (ihtimal-i kavî) überstanden habe, im kommenden Winter nach Urfa zu reisen. {Üstad verstarb 1960 in der Nacht seiner Ankunft dort in Urfa (A.d.Ü.)}
Das Wort unseres Meisters (Üstad) endet hier. Wir senden euch nochmals unseren Gruß (selâm) und erweisen euch hiermit unseren Respekt (arz-ı hürmet).
Für alle Bewohner (halk) von Urfa, ihre Kinder (çoluk ve çocuk) und alle, die in ihren Gräbern (mezarda) ruhen, bete ich (dua) jeden Morgen. Ich grüße (selâm) alle Bewohner Urfas. Urfa ist gesegnet (mübarek) samt ihrem Stein und Staub (taş, toprak). Ich bin schon sehr krank (hasta). So sollen sie auch für mich beten (dua).
{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei; und fürwahr; es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist; Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}
Meine lieben getreuen Brüder!
In der 27. Nacht dieses heiligen (Şerif) Monats Ramadan, der in der islamischen Welt (âlem) als die Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) gilt, habe ich in einer Art Folge meiner Vergiftung (tesemmüm) heftige Magenschmerzen (mide) und noch eine andere fürchterliche Krankheit (dehşetli hastalık) verspürt, die in etwa meine Nerven (sinirler), mein Gewissen (vicdan) und mein Herz (kalb) ergreift. Diese beiden furchtbaren Krankheiten, die körperliche wie die geistige (maddî ve manevî), erweckten in mir ein Mitgefühl (şefkat hissi) und riefen in mir das Leiden aller Lebewesen (zîhayatların elemler) wach. Viel stärker als meine körperliche Krankheit (Şahsî hastalık) habe ich so einen leidvollen innerlichen Zustand (halet-i ruhiye) erfahren. Währenddessen (aynı zaman) ergriff mich eine weit tiefere Verzweiflung (hazîn bir me'yusiyet) als die oben erwähnten beiden entsetzlichen Krankheiten (dehşetli hastalık), indem ich besorgt war, dass ich am Ende meines mehr als achtzigjährigen Lebens (seksen küsur sene) in der letzten Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadre), die den Segen eines achtzigjährigen geistigen Gottesdienstes (manevî bir ibadet) gewinnen lässt, nicht mehr recht aktiv sein könnte, und drückte (ezdik) mich deshalb ein schmerzliches Gefühl (elîm his), eines, das mir auf die Nerven (asaba) geht und die wirkliche Aufgabe (vazife) der eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) überspült, wobei ein Geheimnis (sırr) der Ayah: "Gott ist unser Sachwalter." - Âyet-i Hasbiye - mir zu Hilfe eilte (imdadıma yetişti). Es hat diese drei Krankheiten beseitigt (hastalıgı izale edip). Unendlicher Dank (hadsiz şükür) sei Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk), dass ich sie auf diese unverhoffte Weise (hilaf-ı me'mul) überstand. Und in dieser Weise wurden auch auf meine drei Wunden (hastalık) drei heilende Salben aufgetragen (merhem sürüldü).
Was meine körperliche Krankheit (maddî hastalık) betrifft, so gilt jede Stunde Krankheit, (hastalık) wie in der Abhandlung von der "Seelsorge für die Kranken (Hastalar Risalesi)" bereits bewiesen wurde, für die in Geduld und Vertrauen (sâbir ve mütevekkil) zu Gott lebenden Menschen zum Mindesten (hiç olmazsa) ebensoviel wie zehn Stunden Gottesdienst (ibadet). In der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) bringt sie jedoch noch mehr Segen als der Gottesdienst (ibadet). Auch meine Krankheit (hastalık) wurde mir dadurch in dieser Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) zu einer vollkommen heilenden (tam şifa) Salbe (merhem); was meinen Dienst (hizmet) ersetzt, den ich aufgrund meiner Schwäche (iktidarsızlık) in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) nicht versehen konnte. Was nun das Leid betrifft, das mich im Geheimnis eines nahezu krankhaften (teellüm marazı) Mitgefühls (şefkat sırrı) mit der Krankheit (hastalık) und den Leiden (elem) aller Lebewesen (zîhayat) überkam, so hat die Erscheinung (tecelli) der göttlichen Barmherzigkeit (rahîmiyet-i İlahiye), der die Liebe (şefkat), die Barmherzigkeit (rahîmiyet) und das Erbarmen (rahmet) dessen, der diese Geschöpfe erschaffen hat (mahlukları yaratan), ganz und gar ausgereicht (tam kâfi), ihre Leiden (elem) für sie ganz plötzlich in Freude (lezzet), ja eine Art Glückszustand (mükâfat) zu verwandeln. Weil es aber nun sinnlos, ja geradezu ungerecht (manasız ve haksız) wäre, zu versuchen, die eigene Liebe (şefkat) noch weiter darüber hinaus zu steigern als die göttliche Barmherzigkeit (rahîmiyet-i İlahiye), so verwandelt sich das Leid (elem), das aus diesem Mitgefühl (şefkat) erwuchs, in eine geistige Freude (manevî sürur), ja einen Wohlgenuss (lezzet). Und so war es denn auch für mich nicht nur eine Salbe (merhem); es brachte mir vielmehr auch die Heilung (şifa).
Und was das geistige Leid (manevî elem) betrifft, das daraus erwächst, im letzten Teil meines Lebens (ömr) einen überaus wertvollen geistigen Schatz (manevî birhazine) zu verlieren, so arbeitet (çalıştık) ein jeder der aufrichtigen Schüler des Lichtes (Nur'un has şakirdleri) im Geheimnis der geistigen Körperschaft (şirket-i manevi) auch im Namen aller mit seinem Gebet (dua) und guten Werken (amel-i sâlih). So wie zudem durch die Beteiligung (iştirak) an den Gebeten (cemaatinin dualar) und Rufen der Gemeinschaften (tevhiddeki davaları) allen Seins und Lebens (mevcudat ve zîhayat) für die göttliche Einheit während des Sitzens im Gebet (teşehhüd) und in der Sure Fatiha, wie in den Abhandlungen "Der glänzende Beweis (El-Hüccet-üz Zehra)" und "der Schlüssel zum Licht (Nur Anahtarı)" erklärt wurde, besonders die Elemente Erde (toprak), Luft (hava), Wasser (su) und Licht (Nur), jedes wie eine Zunge (dil) alle Geschenke des Lebens (hayat hediyeler), die aus der Erde (toprak) kommen, und Segnungen und Segenswünsche (mübarekât ve tebrikât) aus dem Wasser und Schwingungen (temessül) des Dankes und des Gottesdienstes (şükür ve ibadet) aus der Luft und sichtbare wie unsichtbare (maddî ve manevî) Gastgeschenke (tayyibat) und Schönheiten (güzellik) aus dem Element "Licht (Nur unsurundan)", in der während des Sitzens im Gebet (teşehhüd) und in der Sure Fatiha Lob und Dank (şükürler ve hamdler), die aufgrund aller Gnadengaben in der Schöpfung (kâinattaki bütün nimetler) erbracht werden, und die umfangreichen Gottesdienste (ibadet) alles Geschaffenen (mahlukat), besonders der Lebewesen (zîhayat), ihre Hilferufe (istianeler) und ihre geistige Begleitung (manevî refakat) mit allen Kennern der Wahrheit (ehl-i hakikat), die auf rechten Wegen wandeln, gemeinsam mit all denjenigen, die auf dem Weg der Gläubigen (ehl-i iman) voranschreiten, und als eine Teilnahme (iştirak) an ihren Gebeten und Anrufungen (dua ve dava) in Form einer Bestätigung (tasdik) mit "Amin" und das umfangreiche Geheimnis (küllî sırr), dass man daran mit seinem "Amin" beteiligt (hissedar) wird, kam mir in dieser Nacht zu Hilfe (imdad). Das wurde für meine geistige leidvolle Krankheit (manevî elîm hastalık), die daraus erwuchs, dass ich wegen meiner schweren Krankheit (gayet hasta), Schwäche (zayıf) und Verzweiflung (me'yus) nicht in der Lage war, persönlich zu dienen (cüz'î bir hizmet), zu einem Elixier (tiryak), sodass ich eine geistige Freude (manevî sürur) verspürte, die ich in der Tat in meinem gesunden Zustand (saglam hallerimde) und in der Zeit meiner Jugend (genç zaman) und durch die Rezitation der freudigsten, genussvollsten Gebete (zevkli ve lezzetli evrad) nicht finden konnte. Unendlich habe ich gedankt (hadsiz şükür) und machte mit meiner fürchterlichen Krankheit (dehşetli hastalık) meinen Frieden (razı).
{"Dank sei Gott (Allah'a hamd olsun) so viele Male wie es Minuten und Sekunden (âşire) in den Monaten "Ramadan" aller Zeiten gibt."}
{"Der Beständige ist der, der ewig bleibt und besteht."}
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}
Unser Meister (Üstad) sagt:
"Ich möchte meinen lieben Brüdern (aziz kardeş), die sich mit mir treffen (görüşmek) wollen, mitteilen (beyan): Da ich es nicht ertragen (tahammül) kann, mich mit Menschen zu treffen, ohne dass eine Notwendigkeit (zaruret) dazu besteht, kann ich zudem jetzt wegen meiner Vergiftung (tesemmüm), meiner Schwäche (za'fiyet), meines Alters (ihtiyarlık) und meiner Krankheit (hasta) auch nicht mehr länger sprechen. Stattdessen teile ich euch nachdrücklich (kat'iyyen size haber) mit, dass jedes Buch der Risale-i Nur einem "Said" gleich ist. Welches Buch auch immer ihr aufschlagen (baksanız) möget: ihr könnt daraus zehnfach mehr euren Nutzen ziehen (faydalanır) als aus einer direkten Begegnung (karşıya görüşmek) mit mir. Es ist dann so, als hättet ihr mich persönlich (görüşmüş) getroffen. Zudem habe ich mich dazu entschlossen (karar), diejenigen, die sich um Gottes willen (Allah için) mit mir treffen wollten und wieder abreisen mussten, ohne mich treffen zu können (görüşmediklerine bedel), jeden Morgen in allem, was ich rezitiere, in all meine Gebete (dua) mit einzuschließen und dies auch stets weiter (devam) so zu tun."
Inzwischen ist es soweit, dass unser Meister (Üstad) schon seit zwei Monaten auch mit einem seiner Diener (hizmetkâr) nicht mehr sprechen kann. Sobald er etwas sagen will, bekommt er Fieber (hararet başlıyor). Den Sinn (hikmet) dessen erklärte er uns aufgrund einer inneren Eingebung (ihtara): "Die Risale-i Nur trägt dazu bei, dass die Leute mich nun nicht mehr brauchen (ihtiyaç bırakmıyor). Es ist also nicht mehr nötig (lüzum kalmadı), noch etwas zu sagen. Zudem kann ich in meiner Schwäche (âciz şahsım) höchstens noch mit zwanzig, dreißig Freunden (dost) unter Tausenden Freunden reden. Es könnte jedoch sein (ihtimali kavîdir), dass sich Tausende Menschen um dieser zwanzig Menschen willen gekränkt (recide) fühlen, was mich noch weiter am Sprechen hindert (men'edildim). Da ich sie persönlich nicht empfangen kann, sollen sie mir dies nachsehen (mazur görsünler)." Sogar an einem Festtag (bayram) Hände zu schütteln (musafaha) und jemanden anzuschauen, kann ich nicht mehr ertragen (tahammül).
{(Anmerkung -Haşiye): Da jetzt die Mitbrüder sowohl in Ankara als auch in Istanbul, in Samsun und in Antalya mit der Veröffentlichung (neşir) der Risale-i Nur begonnen haben, wurde er nun dazu gezwungen (mecbur), jetzt auch die engsten Freunde (has dostlar) wenigstens bis die Herausgabe der "Worte (Sözler)" abgeschlossen ist (tab'ı tamam), nicht mehr zu empfangen (kabul), damit die Komitees der verborgenen Feinde der Religion (din düşmanı) wegen dieser Veröffentlichung (neşriyat) keinen Verdacht (evham) mehr schöpfen können.}
Darum sollen sie sich nicht gekränkt fühlen (hatırları kırılmasın).
* * *
Dem Brief, den wir an einige Abgeordnete gesendet hatten, nachdem unser Meister (Üstad) mich wegen seiner Krankheit (hastalık) vor vier Jahren bevollmächtigt (tevkil) hatte, während der Gerichtsverhandlungen (mahkeme) betreffend die Angelegenheiten (işler) bezüglich der Risale-i Nur in Ankara zu verfolgen (takib), fügen wir hinzu, ihn nochmals euch, den verehrten Abgeordneten (muhterem meb'us), zu eurer sachverständigen Beurteilung (nazar-ı irfan) vorzulegen. Der Grund (sebeb) dafür ist der, dass dieser Sachverhalt (mes'ele) noch immer ein und derselbe ist. Ein weiterer ist jedoch in den letzten Monaten die Planung (teşebbüs) der Gründung (kurulması) einer neuen Universität in den östlichen Provinzen (şark vilayet).
Die gute Wirkung (hüsn-ü tesir) der Risale-i Nur durch ihre außerordentliche Verbreitung (fevkalâde intişar) während dreißig Jahren überall im In- und Ausland (dâhil ve hariç) und die Planung (kurulması) eines großen Hauses der Wissenschaft (dârülfünun) in den östlichen Provinzen (şark vilayet) seit 55 Jahren sind zwei wichtige Quellen (mes'ele), die miteinander zusammenhängen (takib), einander ergänzen (tamamlayan) und für die islamische Welt (âlem) in dieser Zeit von besonderem Interesse (şiddetli alâkadar) sein sollten. Diese beiden großartigen Ergebnisse (netice-i azîme) lenken die Aufmerksamkeit sowohl dieses Volkes, besonders der Einwohner der Ostprovinzen (şark vilayet) als auch der islamischen Völker (millet) mit ihren vierhundert Millionen Anhängern und der christlichen Welt (dünya), welche des Weltfriedens (sulh-u umumî) ganz besonders bedarf (alâkadar), und zeigen ihre Wirkungen (tesir). Sie sind Ereignisse von großer Bedeutung (ehemmiyetli hâdise), auf die wir stolz (medar-ı iftihar) sein dürfen. Sie sind zwei umfangreiche und allgemeine Quellen für die Veröffentlichungen und Bekanntmachungen (naşiri ve ilâncısı) der islamischen Religion (Din) und der Wahrheiten (hakikat) des Qur'ans.
Unser Meister (Üstad) arbeitet seit 55 Jahren mit einem gewaltigen Eifer (a'zamî gayret) anhand verschiedener Anlässe (müteaddid vesile) daran, in Ost Anatolien eine islamische Universität unter dem Namen Medreset-üz Zehra nach dem Vorbild (muvafık) der Câmi-ül Ezher zu gründen (kurulması) und vertrat dabei stets die Ansicht von deren unabdingbarer Notwendigkeit (kat'î lüzumu). In der Schrift unseres Meisters, in der er dem Staatspräsidenten (Reisicumhur) und dem Ministerpräsidenten (Başvekil) wegen dieses Projekts (mes'ele) seinen Segen (tebrik) gibt, steht zu lesen, dass dieses Haus der Wissenschaften im Orient (Şark dârülfünun) als eine Art Mittelpunkt (merkez) der islamischen Welt (âlem) unter den Muslimen ein Ansehen (makam) erwerben wird, auf den es stolz (medar-ı iftihar) sein kann. Dieses Haus der Wissenschaften (dârülfünun) verkörpert (tecessüm) Tausende, sehr liebe und gesegnete Gelehrte (aziz ve mübarek ülema) und Gotteskenner (ârifîn), Blutzeugen (şühed) und Wahrheitsforscher (muhakkik) unter unseren Vätern (ecdad), die in diesen Provinzen (vilayet) begraben sind, die sehr wertvolle und heilige (kıymetli ve kudsî) Dienste am Glauben (hizmet-i diniye) versehen haben, und die mit ihren Charakterzügen (haslet) geistig weiter bestehen werden. Es wird seine Aufgaben für den Glauben (vazife-i imaniye) in sehr weitem Umfang (geniş bir sahada) erfüllen.
Was den Grundunterricht (üss-ül esas dersi) dieser Orient-Universität betrifft, der würdig ist, eine Art ihres Programms zu sein, so ist er die Risale-i Nur, welche die Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) des weisen (Hakîm) Qur'ans kommentiert (tefsir) und alle Anhaltspunkte (mes'ele) seiner Botschaft anhand auf dem Verstand basierender Wissenschaften (fünun-u akliye) sowie der logischen (delail-i mantıkıye), positiven Beweise erklärt (tesbit) und verstandesgemäß unterrichtet (makulatla ders), und würdig ist, in den Universitäten und Schulen (mektebler) eines neuen Zeitalters (asr) unterrichtet zu werden.
Die Risale-i Nur entstand durch einen Schüler (talebe) verschiedener Schulen, die in Ost-Anatolien hier und da (yer yer) errichtet wurden (kurulmuş) sowie seine Meister (üstadlar), die seit Jahrhunderten in diesem Gebiet (havali) ihre Aufgabe als Quellen eines geistigen Lebenswassers (âb-ı hayat) versehen haben. Durch diese jüngsten lichtvollen Früchte (münevver meyveler) mögen nun diese verehrten Lehrer (muhterem üstadlar) wieder mit ihren Aufgaben (vazife) beginnen und ihre lichtvollen Aufgaben (vazife-i tenviriye), sowie ihren Dienst (hizmet) am Qur'an, auf diese Weise in weltweitem (cihanşümul) Ausmaß verwandeln (inkılab), worauf wir aus ganzem Herzen hoffen (ruhumuzla ümid) und was wir zugleich von der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i İlahiye) erbitten und erbeten (temenni ve niyaz). Für dieses unser Gebet (dua) sagen auch alle die Lebensumstände (şerait-i hayatiye) von Zeit und Ort (zaman ve zemin) und die Erfordernisse (lüzum) des Weltfriedens (müsalemet-i umumiye) "âmîn, âmîn" und das werden sie auch weiterhin sagen.
Da nun in der Tat die Risale-i Nur, die eine Frucht der Anstrengungen (faaliyet) um Wissen und Erkenntnis (ilim ve irfan) und dessen umfangreiches Ergebnis (netice-i külliye) ist, ein Programm des Hauses der Wissenschaften im Orient (şark dârülfünun) hinsichtlich der İslâmiyet ist, bringt sie diejenigen, die einen Dienst (hizmet) an diesem Volk (millet) und an der islamische Welt (âlem) versehen wollen, dazu, sich intensiv mit ihr (şiddetle alâkadar) zu beschäftigen. Die Nachfrage nach den Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleler) in Amerika und in Europa und ihre Verbreitung (intişar) dort und gerade heute zeigt die außerordentliche Wichtigkeit dieser unserer Botschaft (müddea).
Erste Lüge: Er beschuldigt mich (ittiham), indem er diejenigen, welche die Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleler) studieren, als Schüler (mürid) eines Ordens (tarîkat) bezeichnet, die Lehre eines Ordens (tarîkat dersi) zu verbreiten. Dagegen wissen diejenigen, die mich kennen (tanıyanlar), dass ich, wie das auch in den Gerichtsverhandlungen (Mahkemeler) festgestellt wurde, nicht die Lehre eines Ordens (tarîkat dersi) verbreite, sondern Unterricht (ders) in den Wahrheiten (hakikat) des Glaubens (iman) und des Qur'ans erteile. Diejenigen, die meinem Unterricht folgen (dersimi dinleyenler), werden als "Schüler des Lichtes (Nur Talebe)" bezeichnet. Unser Weg (meslek) folgt nicht den Lehren eines Ordens (tarîkat), sondern den Wahrheiten des Glaubens (imanın hakikatları).
Die zweite Lüge: Die Zeitung, welche diese Verleumdung (iftira) verbreitet, zitiert hier aus einer anderen Zeitung, verwechselt (karıştırma) dabei einige falsche Aussagen (tabirler) und berichtet nun: "Die jungen Leute (gençler) in Egirdir haben mit dem Kampf (mücadele) gegen Said und seine Schüler (müridler) begonnen." Dabei wissen diese jungen Leute (gençler) in ganz Isparta und Egirdir, dass dies absolut haltlos (aslı) ist. Ja diese jungen Leute (gençler) in Isparta und Egirdir haben sogar voll Zorn (hiddet) dagegen protestiert, als sie dies gehört haben. Dabei hat hier lediglich ein keineswegs mehr so junger Mann, der in Ankara wohnt und aus Egirdir stammt, mit ein wenig Kritik (tenkidkârane) etwas über seine Begegnung (görüşme) mit mir vor dreißig Jahren zu Papier gebracht. Das aber dann unter der Überschrift "Die jungen Leute (gençler) haben ihren Kampf (mücadele) begonnen" zu veröffentlichen (namını vermek): was für eine offensichtliche Lüge (zahir bir yalan) ist das! In Wirklichkeit betrachte (nazar) ich alle diese jungen Leute (gençler), gleich wer immer sie sein mögen, stets als meine Brüder (kardeş). Und dabei habe ich von einem Kampf (mücadele) eines dieser jungen Männer in Isparta oder Egirdir gegen mich oder meine Schüler (talebeler) überhaupt noch nie etwas gehört.
Dritte Verleumdung: Diese verleumderische (iftira) Zeitung berichtet aus dem Munde (dil) eines anderen: "Said und seine Schüler (müridler) schmieden heimlich im Untergrund ihre Politik (siyaset çeviriyorlar). Sie bemühen sich darum, die Ordnung umzuwandeln (nizamat degiştirme) und bringen dabei die Sicherheit in Gefahr (emniyeti bozmak)." Dass uns hingegen fünf Gerichte (mahkeme) schon vor 28 Jahren von dieser Lüge (yalan) freigesprochen (beraet) haben, zeigt, dass ich überhaupt keine Verbindung (alâkam) mit der Politik (siyaset) mehr habe. Dafür konnte überhaupt kein Hinweis (emare) mehr gefunden werden; was beweist, in welchem Maße dies eine Verleumdung (iftira) ist. Und alle meine Freunde (dostlar) wissen überdies, dass ich schon vor 35 Jahren von der Politik (siyaset) Abstand genommen habe. Auch dieser Sachverhalt (hakikat) wurde während der Gerichtsverfahren (mahkemeler) festgestellt.
Vierte Verleumdung: "Said Nursi bezeichnet einige Frauen als Teufel (kadınlara şeytandır)." Diese Verleumdung lautet im Klartext (iftiranın aslı): "Es gab damals in den Großstädten (şehir) {Die Zeitung spielt hier auf eine Episode an, die sich in längst vergangener Zeit einmal ereignet hatte (A.d.Ü.)} freizügig im Grade ihrer Nacktheit (açık-saçık) und besonders halbnackte (yarım çıplak) christliche Mädchen unter der Führung des Teufels (şeytan kumandasında), die so der islamischen Moral (ahlâk) einen Schaden (zarar) zufügen." Diese Aussage (bir söz) über einige unverhüllt (açık) über die Straße gehende Frauen derart zu verdrehen, ihr eine andere Form (başka suret) zu geben und sie derart zu verallgemeinern (mutlak teşmil) und nun einen Ausdruck (istimal) zu gebrauchen, der ganz abscheulich klingt (tabiri çirkinleştirip), ist besonders abscheulich (pek çirkin) und ganz offensichtlich eine Verleumdung (zahir bir iftira). In meiner Abhandlung (risale) mit dem Titel: "Ein Gespräch mit den Frauen (Kadınlarla muhavere)" erwähne ich, dass ich vor Frauen eine Hochachtung (hürmet) habe und ihnen eine große Bedeutung und sehr viel Wert (ehemmiyet ve kıymet) beimesse und sie sogar wegen ihrer Liebe (şefkat) viel weiter als die Männer sind. {Mütter zeigen ihren Kindern ihre Liebe viel häufiger und weit öffentlicher als Männer (A.d.Ü.)} Und da nun ein wichtiger Grundsatz (esas) der Risale-i Nur die Liebe (şefkat) ist, gedenke ich diesen meinen gesegneten Schwestern (mübarek hemşire) stets als meinen "verehrten Schwestern (Muhterem Hemşire)". Auch in ihrer Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit (samimiyet ve ihlasları) schätze ich sie daher besonders hoch (ziyade).
Die fünfte verächtliche Verleumdung (Hakaretkârane İftirası): In der Bedeutung einer Rückkehr zu den Gesetzen und der Moral (ahkâm, ahlâk) der İslâmiyet einen Rückschritt (gerilemek) zu sehen, ihr eine Fortschrittsfeindlichkeit (irtica) zuzuerkennen und dafür den Ausdruck "eine verdammte Idee (mel'un fikir)" zu gebrauchen ist die Verleumdung (iftira), durch die ein Gottesleugner (kâfir) die Erde (küre-i arz) in ihrem Beben zu erzittern bringen (titretecek) wird. Sie ist auch nicht nur ein Ärgernis (ihanet) für die Einwohner von Isparta und für die Schüler des Lichtes (Nur talebe), sondern auch für die ganze islamische Welt (âlem).
Eine Bitte an die Ordnungsbehörde (emniyetine bir maruzat) von Isparta, in der sich unser Meister Said Nursî seit zwei Jahren als Gast (misafir) aufhält.
1) Unser Meister (Üstad) Said Nursî verstand sich (telakki) in allen Provinzen (vilayet) und Städtchen (kaza) im Lande Anatolien, die er seit dreißig Jahren besucht, stets als Gast (misafir) der Polizei (zabıta). Die Polizeibeamten (efradı) sind mit ihm immer freundlich (dost) und hilfsbereit (himayetkârane) umgegangen. Unser Meister (Üstad), der vor dreißig Jahren in Isparta mit der Abfassung (te'lif) der Risale-i Nur begonnen hat, die ein wahrhaftiger, großartiger (hakikî ve parlak) Kommentar (tefsir) zum Qur'an ist, leistet in überaus wirksamer Weise einen Dienst (suret) an den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye); und dieser Dienst richtet sich einzig und allein auf das Jenseits hin (âhirete müteveccih) aus. Als einen diesseitigen Vorteil (dünyevî bir faidesi) stellt er aufgrund des Glaubens (iman) in den Herzen (kalb) einen beständigen Wächter (yasakçı) gegen alle Bosheiten (fenalık) auf. Es ist die Konsequenz (netice) dessen, dass er dadurch zur Sicherheit und öffentlichen Ordnung (asayişin temini) beigetragen hat.
Infolge der Ayah aus dem Qur'an
{"Und keiner wird die Last eines anderen tragen." - Sure 6,164}
die da lautet: "Für die Fehler (hata) des einen Menschen darf kein anderer verantwortlich (mes'ul) gemacht werden." und infolge eines Grundsatzes (düstur) aus dem Qur'an, der da heißt: "Das Recht (hakk) eines Unschuldigen (masum) darf auch nicht wegen hundert böser Menschen (şerir) außer Kraft (feda) gesetzt werden." welche die wahre Gerechtigkeit (adalet-i hakikiye) ausdrücken, verbreitet (neşretmiş) unser Meister (Üstad) in der Tat überall, indem er sagt, wegen zehn von hundert Ungerechten (zalimler) neunzig Unschuldigen zu schaden (masumlar zarar), widerspricht ganz und gar (tamamen zıd) der wahren Gerechtigkeit (hakikî adalet) und den Anweisungen (evamir) des Qur'ans, und im Zusammenhang mit allen ihm zugefügten Ungerechtigkeiten (zulüm) sagte er weiter: "Um der Sicherheit (selâmet) des islamischen Volkes (millet) willen opfere ich (feda) nicht nur mein irdisches Leben (dünya hayatı), sondern auch mein jenseitiges Leben (âhiret hayatı)" und sagt dies auch weiterhin (demiş ve demek).
Durch die Unterweisung (ders) der Risale-i Nur über die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und die Wahrheiten (hakikat) aus dem Qur'an in den Verteidigungsschriften (müdafaaları), die bei allen Gerichtsverhandlungen (mahkemeler) den Freispruch (beraet) bewirkten, unterrichtet (ders) unser Meister die Wahrheiten (hakaik), die auf den Weg zum diesseitigen und jenseitigen Glück (uhrevî ve dünyevî saadet) im gesellschaftlichen Leben führen (hayat-ı içtimaiye rehber), und leistet dadurch einen sehr großen Beitrag (vesile) für die Erhaltung (muhafaza) der Ordnung und der öffentlichen Sicherheit (asayiş ve emniyet-i umumiye), was durch die Bestätigung (tasdik) patriotischer Menschen (hamiyetperver zâtlar) feststeht, die sich mit dem Glück (saadet) im gesellschaftlichen Leben (hayat-ı içtimaiye) befassen. Seit dreißig Jahren haben die Gerichte (mahkemeler) infolge verschiedener Nachforschungen und Verhandlungen (müteaddid tedkikler) Freisprüche (beraet) erlassen und heute ist er wieder frei (serbest) und seine Werke (eserler) verbreiten sich in großem Ausmaß (vüs'at) überall in Anatolien und in den Zentren (merkez) der islamischen Welt (âlem), wie auch in manchen Ländern der westlichen Welt (garb memleketler) und genießen (mazhar) dort Anerkennung und Lob (takdir ve tebrik). Der Meister (Üstad) war nun eine bedeutende (ehemmiyet) Persönlichkeit, wurde bis hinein in seine persönlichen Geheimnisse (ince esrarı) mit großer Aufmerksamkeit (dikkat) in jeder Situation (hali tedkik) beobachtet und man konnte überhaupt nichts mehr vorweisen (gösterilememiş), wofür man ihn noch hätte verantwortlich (mûcib-i mes'uliyet) machen können.
In einer Zeit, in der einerseits eine ganz entsetzliche Zerstörung (müdhiş bir tahribat) von Religion (din), Moral (ahlâk) und Tradition (an'ane) durch den Kommunismus stattfindet, der halb Europa und ganz China beherrscht, und seine verderblichen, zerstörerischen, ungläubigen Regime (rejim-i küfrîsi) in aller Welt (umum dünya), gegen die Völker und Staaten (milletler devletler) sich entschlossen haben, Maßnahmen zu ergreifen (tedbir aldıran), während andererseits die ausländischen heimlichen (haricî, gizli ifsad) Verderbniskomitees gegen dieses Land (vatan) ein fürchterliches Durcheinander (müdhiş bir herc ü merc) anrichten, legen wir dagegen (ibraz) schon seit dreißig Jahren einen durchaus aufrichtigen (hâlis) und wirksamen (tesirli), weit verbreiteten Dienst (geniş bir hizmet) vor und zeigen durch die Verbreitung (intişar) von Hunderttausenden Exemplaren (nüshalar) der Risale-i Nur, welche die Werke (eserler) unseres Meisters (Üstad) Said Nursî sind, vielen Hunderttausend Lesern unsere aufrichtige Einstellung (hüsn-ü hali). Polizeilich (zabıta) wurde gegen die Schüler des Lichtes (Nur Talebe) kein einziger Vorfall gegen die öffentliche Sicherheit (asayiş) nachgewiesen. Daran halten wir als einem Zeugnis (şahid) fest und können so sagen, dass es absolut feststeht, dass die Risale-i Nur eine Schutzmauer des Qur'ans und des Glaubens (imanî bir sed) ist, die diese zerstörerische Strömung (tahribatçı cereyan) aufhalten kann. Selbst einsichtige Polizeibeamte (insaflı zabıta ehli) bezeugen (şehadet) diesen Sachverhalt (hakikat), der sich als wahr (tahakkuk) herausgestellt hat. Abgesehen von den geistigen und jenseitigen (manevî, uhrevî) Vorteilen des Dienstes am Glauben (iman hizmeti) erläuterte unser Meister (Üstad) damals auch einen weltlichen Vorteil (dünyevî faidesi), der für dieses Volk (millet) sehr wichtig ist. Die Zeit hat gezeigt, wie treffend seine Erklärung (ifade) ist. Damals hatte er gesagt: Heutzutage gibt es in diesem Land (memleket) hinsichtlich des Glücks in diesem Leben (saadet-i hayat) und in der Ewigkeit (ebediye) für Heimat und Volk (vatan ve millet) zwei fürchterliche Strömungen (müdhiş cereyan):
Bei der ersten handelt es sich um die geistige Besetzung (manevî istilâsı) einer im Norden (Şimal) entstandenen entsetzlichen atheistischen Strömung (dinsizlik cereyan) in diesem Land, der man mit den Wahrheiten (hakikat) des Qur'ans und den Lichtern des Glaubens (imanın nurları) begegnen sollte. Denn da diese atheistische Strömung (dinsizlik cereyan) mit einer geistigen Zerstörung (manevî tahribat) zu vergleichen ist, muss auch die Gegensteuerung eine entsprechende geistige Reaktion (manevî mukabele) sein. Die Risale-i Nur, gleich den Strahlen (lemaat) der Wahrheiten (Hakaik) des Qur'ans, kann dieser Strömung des Irrglaubens (dalalet cereyanı) gleich einer übernatürlichen Geisteskraft reparierend (manevî tamirci) entgegentreten und tut dies auch (edebilir ve etmiştir).
Bei der zweiten handelt es sich darum, die Feindseligkeit (adavet) der islamischen Welt (âlem) gegen das türkische Volk (millet) aufzuheben, das seit Tausend Jahren ein heldenhaftes Heer (kahraman bir ordusu) und Bannerträger (bayrakdar) der İslâmiyet ist, und ihr das Gefühl zu geben, dass die Türken genauso wie früher immer noch Helden (kahramanıdır) der İslâmiyet sind, und auf diese Weise einen durchaus elementaren Dienst für das Lebensglück (ehemmiyetli bir hizmet) dieses Volkes (millet) versehen, indem sie vierhundert Millionen wahrhaftige Mitbrüder (hakikî kardeş) für sich gewinnen (kazandırmak) lässt. Die Risale-i Nur, welche die Wahrheiten des Glaubens (iman hakikatları) in diesem Land verbreitet (neşrederek), setzt diesen großartigen Gewinn (azîm faide) in die Tat um.
Ein Schüler (talebe) der Risale-i Nur hatte einmal durch Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleleriyle), die er besaß, und durch Abhandlungen, die er daraus entnahm, die Propaganda der Russen im Grenzgebiet im Osten (şark hudud) und in der Umgebung (havali) aufgehalten. Auf diese Weise hat ein einziger Schüler (talebe) soviel wie ein ganzes Heer dem Land und Volk und der öffentlichen Sicherheit gedient (asayişe hizmet). Das Ziel und die Absicht (gaye ve maksad) der Risale-i Nur ist ganz und gar auf das Jenseits (uhrevî) gerichtet, um einen Dienst (hizmet) am Glauben (imana) im Rahmen des Einverständnisses Gottes (rıza-yı İlahî) zu versehen. Daraus folgernde Konsequenzen (netice), wie die weiteren irdischen guten Wirkungen (iyilik), sind indirekt ein Beitrag (faide) für das gesellschaftliche Leben (hayat-ı içtimaiye).
2) Da er seit dreißig, vierzig Jahren ein Einsiedlerleben (inzivada) führte und wegen der Isolierung (tecrid), der Krankheit (hastalık) oder des Gefängnisses (hapis) nicht ertragen konnte (tahammül), mit den Menschen zu sprechen wenn das nicht unbedingt notwendig war, weist er seine Freunde (dostlar), die von weither kommen, entgegen all ihren Erwartungen (hatırlarını kırarak) wieder zurück. Er empfängt (kabul) vom Abend bis zum Morgen des kommenden Tages noch nicht einmal seine Helfer (hizmetçiler), was eine derartige Tatsache ist, dass sich vor einer so offensichtlichen und augenscheinlichen Tatsache (hakikat) jedes weitere Wort erübrigt (lüzum yok). Es ist dies schon seit langer Zeit eine alltägliche Gepflogenheit (fıtrî seciye) unseres Meisters (Üstad) Said Nursî, sodass ihm das Einsiedlerleben (inziva) und die Vermeidung von Gespächen, die nicht unbedingt notwendig (zaruret) sind, bereits zum Lebensprinzip (düstur-u hayat) geworden ist. So hat er z.B. den einzigen noch lebenden Bruder in seiner Familie (hayatta kalan tek bir kardeş), der in einer nahe gelegenen Stadt (şehir) wohnt und den er seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat, nicht eingeladen, sich einmal mit ihm zu treffen. Zudem dürfen auch seine Diener (hizmetçiler) vom Abend bis zum frühen Morgen des kommenden Tages sein Zimmer nicht betreten, wenn kein dringender Notfall (şiddetli bir zaruret) gegeben ist. Wegen seiner schweren Krankheit (hastalık) und der Unerträglichkeit eines Gesprächs (görüşmeye tahammül) weist er viele Freunde (dostlar), auch die von weither (hariçten) gekommen sind, allen Erwartungen zum Trotz (hatırlarını incitip) wieder zurück.
Durch die Risale-i Nur steht hinsichtlich der öffentlichen Ruhe und Ordnung (asayiş) für die Polizei (zabıta), die sich seit dreißig Jahren um unseren Meister (Üstadımız) kümmert (alâkadar) und freundschaftlich mit ihm umgeht (dostane vaziyet), ein sehr bedeutsamer und wunderbarer Beitrag (ehemmiyetli hârika hizmet) unseres Meisters fest. Da er in seinem ganzen Lebenswandel (bütün hali) durch die Gerichte (mahkemeler) überwacht wurde (medar-ı tedkik) und sein ganzes privates Leben (hiçbir hali) niemals vor den Augen der Polzei verborgen (zabıtaca gizli) blieb, ist es eine Verpflichtung (vazife), erforderlich für diejenigen (iktizası), die sich um die Sicherheit (temin) im öffentlichen Recht (hukuk-u umumiye) kümmern, sich diese positive Überzeugung (müsbet kanaat), die sich auf eine Beobachtung (müşahede) von dreißig Jahren stützt, nicht durch die Erdichtungen gegen ihn (uydurmaları) von manchen heimlichen Feinden der Religion (gizli din düşmanları) zerstören zu lassen.
3) Unser Meister (Üstad) ist krank und kann deshalb noch nicht einmal zum Freitagsgebet (cuma) hinausgehen. Doch muss (muhtaç) er auch ab und zu einmal dringend frische Luft schöpfen. Aus diesem Grund geht er, wenn auch nur selten, manchmal in das Dorf Barla (Köyü), wo er ein eigenes Zimmer (mahsus bir oda) hat, in dem er vor dreißig Jahren zehn Jahre lang gewohnt (ikamet) hatte. Dort bleibt er dann eine Weile, bevor er wieder zurückkehrt (müddet kalır gelir). Manchmal geht er auch hier im Sommer (yaz mevsiminde) in die menschenleeren Gegenden außerhalb der Stadt (şehrin haricindeki), wo er zwei, drei Stunden Luft (teneffüs) schöpft, bevor er wieder zurückkehrt (eder gelir). Er kann jedoch, alt und krank wie er ist (İhtiyar, hasta), nicht mehr zu Fuß gehen (yayan yürüye) und nimmt ein Taxi für diese gelegentlichen Hin- und Rückfahrten (gidip-gelme), damit ihn die Leute (halk) nicht mit ihren Respekterweisungen (hürmetkâr vaziyeti) belästigen. Ansonsten geht er jedoch niemals in ein Dorf (köy) oder sonst eine bewohnte Gegend (meskûn hiçbir mahal). Aus den oben erwähnten Gründen begibt er sich auch niemals in jene Orte, in denen schon seit dreißig Jahren seine alten Freunde (dostlar) leben. Dies also ist seine Situation (hal ve vaziyet) und so sieht nun der wahre Zustand (hakikat-ı hal) aus.
Anmerkung: Der wahre Sachverhalt (hakikat), wie er in vielen Orten veröffentlicht (neşredilen) wurde, die Beschuldigung (ittiham) des Staatsanwalts (müddeî) wegen einer gewissen Unruhe (huzursuzluk) widerlegt und im Folgenden beim Generaldirektorium der Ordnungsbehörde (Emniyet Umum Müdürlük) in Ankara eingereicht wurde.