{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."
"Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44)}
Es gibt fünf Gründe (sebeb), die uns dazu veranlasst haben, die Abschnitte (fıkralar) über die Risale-i Nur aus den Briefen von Hulusi Bey und Sabri Efendi auszuwählen und in die Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur aufzunehmen (idhal):
Erstens: Was Hulusi betrifft, so war sein reges Interesse (gayret) und seine große Aufmerksamkeit (ciddiyet) der wichtigste Grund (mühim sebeb), den letzten Teil der "Worte (Sözler)" und den größten Teil seiner "Briefe" abzufassen. Auch Sabri hat mit seinem aufrichtigen und ernsthaften Wunsch dazu beigetragen (sebeb), den "Neunzehnten Brief", der ein Drittel der "Briefe" ausmacht, zu verfassen.
Zweiter Grund: Diese beiden Personen (zât) wussten nicht, dass ein Mal ihre Eindrücke veröffentlicht (fıkralar neşredilecek) würden. Da sie davon nichts wussten, haben sie auch in einer ganz persönlichen Weise (hususî bir suret) geschrieben. Ihre Ausdrücke (ifade) waren überaus aufrichtig (samimî), ungekünstelt (tasannu'suz) und rein (hâlisane), ihre Freude groß (derece-i zevkleri) und ihr Interesse (şevk) an diesen Wahrheiten (hakaik) recht lebhaft. Daher ist ihr Lob (takdirat) nicht von der Art einer Laudatio (takriz), vielmehr haben sie die Wahrheit (hakikat), die sie erkannt und wahrgenommen (zevk) haben, in einer unmittelbaren, keineswegs übertriebenen (mübalagasız) Weise ausgedrückt (ifade).
Dritter Grund: Diese beiden Personen (zât) sind meine getreuen Schüler (hakikî talebe) und zuverlässigen Gefährten (ciddî arkadaş). Es gibt drei Charakterzüge (hâssa) der Schülerschaft (talebelik), Bruderschaft (kardeşlik) und Kameradschaft (arkadaşlık) im Dienst (hizmet) am Qur'an. Diese beiden Personen haben unter meinen Gefährten (arkadaş) in all diesen drei Bereichen den ersten Platz (birincilik) gewonnen.
Erster Charakterzug: Um alles was mir gehört (mensub), sorgen sie (tesahub) so, als wäre es ihr Eigentum (mallar). Wenn eine Abhandlung (Söz) geschrieben wird, freuen (zevk) sie sich so, als hätten sie sie selbst geschrieben und abgefasst (te'lif), und danken Gott (Allah'a şükrediyor) dafür. Zwar sind ihre Leiber von einander verschieden (cesed muhtelif), doch sind sie wie wahrhafte geistige Erben (hakikî manevî vereseler), deren Seele ein und dieselbe (ruhları bir) ist.
Zweiter Charakterzug: Unter all ihren Aufgaben in diesem Leben (makasıd-ı hayati) erkannten (biliyor) sie es als ihre größte und wichtigste Aufgabe, mit Hilfe dieser lichtvollen Abhandlungen (nurlu Sözler) dem Qur'an zu dienen (hizmet). Und sie sind fest davon überzeugt (telakki), dass der wahre Sinn und Zweck (netice-i hakiki) ihres Lebens in dieser Welt (dünya hayatı) und ihre eigentliche Aufgabe (vazife-i fıtriye) bei der Ankunft in dieser Welt dieser äußerst wichtige Dienst (hizmet) an den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) ist.
Dritter Charakterzug: Die selben Heilmittel (ilâç), die ich aus der heiligen Apotheke (eczahane-i mukaddese) des Qur'ans entnommen und an mir ausprobiert (tecrübe) habe, erproben sie selbst als Heilsalbe (merhem), nachdem sie nun ihre eigenen Wunden bemerkt (yaralarını hissedip) haben. Das was ich selbst empfinde (hissiyatım), nehmen auch sie in sich wahr (mütehassis). Sie tragen die Bereitschaft (gayret), den Glauben der Gläubigen zu erhalten (ehl-i imanın imanlarını muhafaza), im höchsten Grade in sich und verspüren (hissetmek) in sich selbst den Wunsch (iştiyak), die Wunden zu behandeln (yaraları tedavi), die in den Herzen der Gläubigen (ehl-i imanın kalbine) aus ihren Zweifeln (şübehat) und irrigen Vorstellungen (evham) entstanden sind, in einem hohen Grade ihres eigenen Mitempfindens (şefkat).
Vierter Grund: Was Hulusi Bey betrifft, so hat dieser Hulusi, nach dem Tode (vefat) meines Neffen Abdurrahman, meines einzigen geistigen Kindes (manevî evlâd) und Quelle meines Trostes (medar-ı tesellim) und möglicher Weise (muhtemel) mein wahrer Erbe (hakikî vâris) und eine Leuchte seiner Genialität (deha-yı nuranî sahibi), seinen Platz übernommen und den Dienst (hizmet îfaya) so begonnen, wie ich dies auch von dem selig Verstorbenen (merhum) erwartet hatte. Noch lange bevor (epey zaman) ich ihn das erste Mal gesehen hatte, richtete ich mich - als ich gerade die "Worte (Sözler)" schrieb - an eine geistige Person (şahs-ı manevî), die den gleichen Beruf ausübte, als meinen Ansprechpartner (muhatab) und so spiegelten meine Gleichnisse (temsilât) im großen und ganzen (ekseriyet-i mutlak) seinen Dienst (vazife) und sein Berufsleben (meslek) wieder. Das hieße also, dass Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) diese Person (şahs) mir im Dienst (hizmet) am Qur'an und am Glauben (iman) als Schüler (talebe) und Helfer bestimmt hätte (muîn tayin). Und so hatte ich ihn wohl ständig - wenn auch unwissentlich und noch bevor ich ihn eigentlich kennen lernte - bereits angesprochen und ihn so bereits unterrichtet (ders veriyormuşum).
Was Sabri betrifft, so hat er das besondere Merkmal (nişan), das auch ich von Natur (fıtraten) aus habe (mevcud). Ich habe es an all den Orten, die ich besucht habe, noch bei keinem anderen bemerkt. Doch bei Sabri findet man eben dieses selbe natürliche Merkmal (nişan-ı fıtrî). Unter all meinen Schülern (talebe) hat er zu mir eine Nähe verspürt (karabet hissetmiş), mehr als jede rein leibliche Verwandtschaft (karabet-i nesliye). Obwohl ich in dieser Umgebung (havali) nur sehr wenig erhoffte (ümid) und er auch erst sehr spät erwachte (uyandık), war er doch am weitesten fortgeschritten, was ein Hinweis (işaret) dafür ist, dass er auch ein zweiter Hulusi ist, ausgewählt (müntehab) und mir von Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hak) zumSchüler (talebe) und im Dienst (hizmet) am Qur'an als Gefährte bestimmt (arkadaş tayin).
Fünfter Grund: Ich akzeptiere (kabul) allen Lob und Preis (takdirat ve medhi) nicht für mich selbst (kendi şahsım). Denn ich habe dadurch einen großen Schaden (zarar) erlitten. Da ein Lob (takdirat) in mir (şahsım) eine Quelle (medar) von Ruhm und Stolz (fahr u gurur) hervorruft, hasse ich es (nefret) auf äußerste (şiddetle) und schrecke davor zurück. Da jedoch mir als einem öffentlichen Ausrufer und Diener (dellâl ve hizmetkâr) des Weisen (Hakîm) Qur'ans - vom Standpunkt dieser heiligen Aufgabe (vazife-i kudsiye) betrachtet - Lob und Preis (takdirat ve medhi) nicht mir gehören (bana ait), vielmehr den lichtvollen "Worten (nurlu Sözler)", ja sogar unmittelbar den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und den Geheimnissen (Esrar) des Qur'ans gehören, akzeptiere (kabul) ich es nicht mit Stolz (müftehirane), sondern in Dankbarkeit (müteşekkirane) Gott dem Gerechten (Cenab-ı Hakk) gegenüber. Da die beiden Personen (iki şahıs) diese Tatsache (hakikat) {Aller Lob, Preis und Dank gebühren Gott (Cenab-ı Hak) und dem Weisen Qur'an (A.d.Ü.)} mehr als alle anderen verstanden und dabei unwissentlich unter der Leitung ihres Gewissens (vicdanlarının sevkiyle) ihren Lob und Preis (takdirat ve medhi) niedergeschrieben haben, war dies der Grund (sebeb), ihn in die Abhandlungen (eczalar) der Risale-i Nur aufzunehmen (dercedilmeye). Möge Gott der Gerechte (Cenab-ı Hak) Schüler wie sie (bunların emsali) vermehren, ihnen zum Erfolg (muvaffak) verhelfen und sie nicht vom rechten Weg (tarîk-ı hak) abirren lassen. Âmîn.
{"Oh Gott, schenke uns, diesen beiden und allen Mitbrüdern, die ihnen gleich sind, im Dienst am Qur'an und im Glauben Erfolg, so wie sie Deine Liebe und Deine Zufriedenheit erlangt haben, um dessentwillen, dem Du den Qur'an herabgesandt hast, mit dem aller Friede und Segen sei, solange Tag und Nacht wechseln und die Gestirne kreisen."}