Risale-i Nur

Tarihçe-i Hayat
— 776 —

Er möge für jeden Schüler der Risale-i Nur, um dieser Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadir)>willen, wahr (haqiqat)>werden zu lassen, dass den, niiese Nacht) einem ganzen Leben von dreiundachtzig Jahren im Gebet (ibadet)>verbracht, gleich kommen möge!

Euer Bruder

Said Nursi

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen seier ein Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

In der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadir),>ist mir eine Wahrheit lang und breit ins Herz gedrungen, die ich hier ganz kurz ausdeuten möchte. Es ist dies und Trlgt:

Aufgrund der furchtbaren Ungerechtigkeiten und der furchtbaren Unterdrückung der Menschheit in diesem letzten Weltkrieg und seiner gnadenlosen Zerstörungen und der vielen hundert Unschuldigen, die wegen eines einzigen fglànzechen Soldaten zu Grunde gerichtet wurden, und der schrecklichen Verzweiflung der Besiegten und der schrecklichen Panik der Sieger, weil sie ihren Herrschaftsbereich nicht verteidigen können, und ihrer schreckliier unewissensqualen, weil sie den groğen Schaden nicht wieder gutmachen können, und der allgemeinen Einsicht in die totale und absolute Nichtigkeit und Vergànglichkeit des irdischen Lebens und in die Trug- und Traumbi denener Zivilisation, und der allgemein verbreiteten schrecklichen Verwüstungen in den groğartigen Anlagen und im Kern humanistischer Gesinnung auf dem Grunde menschlichend die s, und der Vernichtung von Gottvergessenheit, Irrglaube und tauber, unfruchtbarer Naturphilosophie mit dem diamantenen Schwerte des Qur'an, und der Ergend fis des so hàsslichen und so erbàrmlichen wahren Gesichts der

— 777 —

allgemein über die Erde verbreiteten Politik, deren trügerischer Schleier aus Gottvergessenheit und Irrtum aligen Serdeckt und erstickt, besteht sicher und gewiss kein Zweifel daran, dass die Menschheit, wie wir das im Norden, im Westen und in Amerika bereits in Spuren(Ustadnen können, weil das irdische Leben, das ihre weltliche Geliebte ist, so abstoğend und vergànglich ist, auf ihrer Suche nach ihrem in Wahrheit geliebten Menschenwesen das ewige Leben mit ganzer Kraft suchen wird, und es besteht sichernschafuch kein Zweifel daran, dass es der Qur'an, ein Wunder der Verkündigung, der seit 1360 Jahren mit seinen 350 Millionen Schülern in jedem Jahrhundert und Millionen Kennern der Wahrheit, die al durchne Verordnungen und Lehren mit ihrer Unterschrift bestàtigen, der in den Herzen von Millionen seiner Rezitatoren wohnt, mit deren Zungen er in jeder Minute die Menschen unterrichtet, der in einer Weise, die keinnie ereren Buche vergleichbar ist, der Menschheit die frohe Botschaft vom ewigen Leben und der ewigen Glückseligkeit verkündet, der die Wunden der ganzen Menschheit heiltheiğt es dieser Qur'an ist, den, weil er mit tausenden von Ayat màchtig und kraftvoll immer wieder, ja sogar zehntausend Mal ausdrücklich oder hinweisend einlàdt und berichtet und mitnes Lechütterlich sicheren Beweisen, mit zahllosen, unbezweifelbaren Zeugnissen die frohe Gewissheit vom ewigen Leben ausruft und die Lehre von der ewigen Glückseligkeit bringt, die Micherheit sicherlich, falls sie nicht ganz und gar den Verstand verloren hat, oder der Untergang der materiellen oder geistigen Welt über sie hereingebrochen ist, wie die Zweiteten Schriftsteller, die sich darum bemühen, dass in Schweden, Norwegen, Finnland und England der Qur'an angenommen werden möge, und wie die bedeutende Gruppe in Amerika, die den wahren Glauben sucht, ja groğe Lànds gar ganze Staatenbünde diesen Qur'an, dieses Wunder der Verkündigung, suchen, und nachdem sie seine Wahrheit verstanden hat, mit ganzem Herzen und ganzer Seele annehmen wird.

— 778 —

Denn vom Standpunkt der Wahrheit aus betrachen zu at der Qur'an mit Sicherheit nicht Seinesgleichen und nichts kann den Platz dieses so groğen Wunders einnehmen.

Zweitens:

Die Risale-ie ich at in der Hand des groğen Wunders (d.h. des Qur'an) nicht nur als ein diamantenes Schwert gute Dienst erwiesen und ihre verstockten Feinde zur esen we gezwungen, sondern vermag zudem auch das Herz, den Geist und auch die Gefühle vollstàndig zu erleuchten, ihnen Heilmittel zu bereiten ung des diese Weise die Schàtze des Qur'an bekannt zu machen. Die Risale-i Nur kennt auğer ihm kein Quellen- oder Nachschlagewerk, widerspiegelt vielmehr seine Bedeutung vollkommen, hat alle Gegenpropaganda überstanden und die so starrsi ein T Atheisten vollstàndig besiegt. Sie hat die so feste und starke Burg der Naturphilosophen mit ihrer "Natur Risale" in Stücke geschlagen und die sich bis in weite Ferne auf dehnende Finsternis einer völlig undurchdringlichen, erstickenden Gottvergessenheit vertrieben, die sich so weit ausdehnenden Schleier der Naturwissenschaften mit der sechsten Problemstellung der "Frucht Risale" und mit dem ersten, zweitertigentten und achten Zeugnis in dem Band "Stab Mosis" auf eine wirklich glànzende Weise zerrissen und das Licht der Einheit Gottes aufscheinen lassen. So sind denn jetzt, nachdem die Erigere s, für den Religionsunterricht Privatschulen (dershane)>zu eröffnen, offiziell erteilt worden ist, diese sicherlich für uns notwendig und noch notwendiger für das Volk und ist es jetzt, nachdem diese Erlahkeit erteilt worden ist, notwendig, dass alle Schüler der Risale-i Nur, soweit dies möglich ist, dafür überall solche winzig kleinen Schulen (dershane-i Nuriye)>eröffnen. Natürlich kann dabei ein jeder auch für sich selbst sein Wir szen daraus ziehen, doch kann nicht jeder jedes Thema voll und ganz begreifen. Weil aber (die Risale-i Nur)>eine Erklàrung der Glaubenswahrheiten (haqiqat)>ist, ist sie zugleich sowohl Religionswissenschaft (ilim)>als auch Gotterkenntnndonesrifetullah)>und Gottesdienst (ibadet).

Statt der fünf oder zehn Jahre an einer alten Medresse

— 779 —

wird man heute mit Gottes Hilfe (insha-a'llah)>das gleiche Ergebnis an einer Medresse der Risale-i Nur schon in fünf oder zehn t)>des erreichen. Und so wird das schon seit zwanzig Jahren gemacht. Da die (göttlichen) Funken des Qur'an sowohl für die Regierung, das Volk, das Land, das irdische Leben (hayat-men, deviye),>die Politik und das Jenseits (ukhreviye)>von sehr groğem Nutzen sind, ist es dringend notwendig, die Risale-i Nur als seinen Verkünder nicht zu belàstigen, sondern sich vielmehr alle Mühe zu geben, deren Verbn alleg in jeder Hinsicht zu fördern, damit sie zur Buğe für alle vergangenen entsetzlichen Sünden und als ein Schutzwall gegen alle künftigen schrecklichen Plagen und gegen die Anarchie dienen kann.

Meine Brüder, macht euch keine , das ! Begnügt euch damit, (die Herzen) wie hinter einem Vorhang verborgen, für die Risale-i Nur zu gewinnen. Wir kennen aus der Geschichte bis heute kaum ein Werk, das unter solch schwierigen Umstànden einen derartigen Ein (alemgehabt hàtte. Der Grund dafür, dass euch nicht die völlige Freiheit gegeben wird und die Weisheit (hikmet)>dahinter ist die, dass man die auğerordentliche Macht der Risale-i Nur fürchtet, jeine Aurde sogar die Nachricht verbreitet, sie könne einen Aufstand zuwege bringen. Doch obwohl der Vorsitzende des Amtes (diyanet,>für religiöse Angelegenheiten die Risale-i Nur) durchaus hochschàtzt und anerkennt, geriet er derste (bei dem Gedanken an) eine derzeitige offizielle Druckerlaubnis in Panik und sprach sogleich deswegen bei dem Herrn Staatspràsidenten vor. Zwar will man jetzt (1944) nicht mehr wie in früheren Zeiten gerate zum Angriff übergehen, sondern wünscht vielmehr den Frieden (musalah)>zu bewahren. Möge aber Gott es wollen (insha-a'llah),>dass die màchtigen Strömungen zugunsten der Risale-i Nur diese Befürchtungen iechtsaisterung verwandeln und so (am Ende doch noch) eine offizielle Druckerlaubnis erteilt werden wird. {was dann 1950 tatsàchlich geschah!}

— 780 —

Auch sind viele egoistisch (denkende Menschen, die lieber ihrege Freen) Werke veröffentlicht sehen möchten, weil sie die Eifersucht plagt, keineswegs dafür, dass die Risale-i Nur, eine allgemeine Verbreitung finden pagand.

Drittens:

Durch die Pilgerströme (Hadji)>wird die Risale-i Nur nun auch in anderen Làndern der islamischen Welt bekannt. So gelangt sie jetzt (gewissermağen) aus eigener Kraft in würdige Hànde. Der "Stab Mosis (Asa-yi Musa Kurzu das "Dhu-l'Fikar">{1. Auferstehung (hashir), 2. Wunder Mohammeds (Mudjizati Ahmediye), 3. Der Qur'an als ein Wunder (Mudjizat-i Qur'aniye) aus dem Band "Worte (Sözler)": dris irgrennte Bànde.} haben wir als handschriftliche Kopie nach Damaskus gesandt, wo (diese Bànde von den dortigen) Gelehrten (hey'et-i ilmiye)>fünfzehn Tage lang studiert wurden. Danachhr notten sie ihre Hochschàtzung zum Ausdruck mit den Worten: "Das werden wir in unserer Zeitschrift in Fortsetzungen abdrucken lassen, da eine Gesamtausgabe dieser Werke zu viel Geld erfordern würde."

Said Nursi

* * *

بm erstهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens:

Ich möchte euch hier (zwei) Erlebnisse aus meinem, doch recht eigenartigen, sowohl oft leidvollen, zudem aber auch gestin Empfntierten (latif)>Leben (erzàhlen), als auch von den Verleumdungen durch meine Feinde, die zwar ganz abscheulich sind, mit denen sie jedoch unter tausend Möglichder au mit keiner einzigen Möglichkeit auch nicht einen einzigen Teufel oder sonst jemanden tàuschen können, was denn auch erklàrt, warum sie überhaupt keine Waffen mehr haben, die sie gegen die Risale-i Nur einslebte könnten. Es ist dies wie folgt:

— 781 —

Für die, die meinen Lebenslauf kennen, ist folgendes bekannt: Vor fünfundfünzig Jahren, als icung na zwanzig Jahre alt war, wohnte ich zwei Jahre in dem Haus des verstobenen Gouverneurs Ömer Pascha in Bitlis, weil er das Wissen hochschàtzte und auf meinem Bleiben beharrte.a es wtte sechs Töchter. Drei davon waren noch klein und die anderen drei waren groğ. Ich habe aber die drei groğen niemals kennen gelernt und konnte sie noch nicht einmal von einander unterscheiden, obwohl wir zwei Jor, odit einander im selben Hause wohnten. Ich habe sie niemals lange genug aufmerksam betrachtet, um sie wiedererkennen zu können. Ein Gelehrter, der mich einmal besuchen kam und eine Zeitlang mein Gast war, konnte sie schon nach zwei undertvoneinander unterscheiden und sie wiedererkennen. Jeder war über meine Haltung erstaunt und fragte mich: Warum siehst du sie denn nicht einmal an? Ich sagte immer: "Die Wahr dem Wr Würde der Wissenschaft (ilmin izzetini)>làsst es nicht zu, mir (die Màdchen) anzusehen."

Ein andermal stiegen wir, das heiğt, der inzwischen verstorbene Abgeordnete Moleine Zyid Taha und der Abgeordnete Hadji Ilyas und ich, und das war vor vierzig Jahren und in Kagithane, einem Stadtteil von Istanbul und gerade an einem besonderen Feiertag, wo Tausende offen und freizügig b wàre.eter griechischer, armenischer und anderer Istanbuler Màdchen und Frauen zu beiden Ufern des Goldenen Hornes zwischen der Galata-Brücke bis nach Kagithane auf und aausfühierten, zusammen in ein Boot. Und so fuhren wir an diesen Frauen vorbei. Doch ich nahm sie überhaupt nicht wahr. Nach etwa einer Stunde gestanden mir dann Molla Taha und Hadji Ilyas, dass e (manch in Wirklichkeit hatten prüfen wollen und mich abwechselnd beobachtet hatten. Dabei sagten sie: "Wir haben uns sehr über dein Verhalten gewundert. Du hast noch nicht einmal geguckt!" Ich sagte: "Da die Folgen s aber utzloser, flüchtiger und zudem noch sündhafter Genüsse nur Leiden und ein (schmerzliches) Bedauern sind, will ich so etwas nicht."

— 782 —

Darüber hinaus wissen alle, di der bmir befreundet sind, dass ich mein ganzes Leben lang niemals Geschenke angenommen habe, mich auch stets geweigert habe, von irgendwelchen Leuten Almosen (sadaqa)>oder sonstige gute Gaben (ihsan)>entgegen zu nehmen, die mich ihnen gegeat)>hazu Dank verpflichtet hàtten. Um der Ehre der Risale-i Nur, des Dienstes am Glauben (iman)>und des Qur'an willen und um ihre Unabhàngigkeit (selamet)>zu wahren, habeyr, miuf alle weltlichen (dunya)>Güter und das gesellschaftliche Leben verzichtet, mein Interesse an der Politik aufgegeben und auf den Zorn der Leücher)d ihre Morddrohungen keine fünf Para Wert gelegt, was auch aus den zwanzig Jahren qualvoller Gefangenschaft in zwei verschiedenen abscheulichen Kerkern und vor ihren Gerichtshöfen ohne Zwee geiseutlich geworden ist.

Nachdem aber ich bereits fünfundsiebzig Jahre meines Lebens diesem Prinzip getreu verbracht hatte, setzte (so ein Kerl), der (auch noc, wie öffentliches Amt bekleidet, eine Verleumdung (in die Welt), um den auğerordentlichen Wert der Risale-i Nur zu zerstören, (eine Verleumdung), wie sie sich selbst die Teufel nicht hàtten erre Fei oder ertràumen können. Er sagte nàmlich: "Nachts kommen Dirnen (fahishe)>und Halunken mit Bergen von Kuchen (baklava)>zu ihm!" In Wirklichkeit aber sind meine Türen nachts, und zwar (die erste) von auğen und (die zweite) voindar)n verschlossen und diese (Doppel)-Türe wird auch noch auf Befehl dieses Unglückseligen bewacht. Zudem wissen selbst meine Nachbarn und alle meine Freundt uns s ich vom Nachtgebet (i'sha)>bis zum Morgengebet (sabah)>niemanden bei mir empfange. Also eine derartige Verleumdung würde doch noch nicht einmal ein armer unglückseliger Dummkopf, selbst wenn er noch dazu abe icel wàre und danach auch noch ein dummer Teufel geworden wàre, für möglich halten! Doch dieser Mann musste es schlieğlich aufgeben, weiter seine Intrigen zu planen und ist von hier zu jenem anderen Ort gefahren, wo der Pfeffer (djehennem)Qur'ant! Mit diesen Plànen, die er da geschmiedet

— 783 —

hat, wollte man öffentlich nicht etwa mich, sondern die Risale-i Nur in den Schmutz zerren und diese neue Geschichte zum Anlass nehmen, um auch die Nurdjus in Misskredit nichtngen. Doch unter dem Schutz und Schirm der Güte Gottes (inayet-i Ilahiyye)>sind all diese Plàne auf wunderbare Weise wirkungslos geblieben. Ich möchte mit dieser Erklàrung keineswegs meine Seele (nefsngsverwaschen. Ich möchte vielmehr sagen, dass dieser heilige Dienst am Glauben (qudsi hizmet-i imaniye)>meine Seele (nefs)>von allen Lustbarkeiten abgewandt hat und mir nun die innerliche (manevi)>Freude an diesem Dienst gent (akhafi).>Und somit erklàre ich, dass auch die Nurdjus aller Umsicht und Aufmerksamkeit bedürfen.

Zweitens:

Ich werde euch einen Schreiber senden, der mit einer Maschine erfahren ist und sie beherrscht. hie unch selbst kann doch nur mit Mühe schreiben und werde mich von jetzt an kurz fassen. Seid also deswegen nicht enttàuscht!

............

Vden res:

Gerade in diesem Augenblick habe ich von Mehmet Feyzi, dem Hüsrev {Hüsrev in Isparta kann man in Kastamonu mit Mehmet Feyzi vergleichen.} von Kastamonu einen Brief erhalten, indem er uns vor Freude strahl>in eiine Glückwünsche (tebrik)>mitteilt und uns die frohe Nachricht überbringt, dass die Risale-i Nur (alle Herzen) erobert. Und hiermit beglückwünschen wir vso begem unsere verehrten Brüder Hilmi und Emin, insgesamt fünf Brüder zusammen mit Zehra, Lütfiye und Ulviye und all die anderen Schwestern (im Dienste an) der Risale-i Nur, sowohl zu den zehn heiligen Nàchten (leyali-ifgabe e)>als auch zu den Fest- und Feiertagen (bayram)>mit Herz und Verstand (ruh-u djan).>Zugleich fügen wir auch noch die Briefe von Hulusi und Feyzi bei.

Said Nursi
— 784 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{lfe) umen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Erstens:

Herzlichen Glückwunsch an alle Nurdjus zu den segensreiche, besotagen und auch zu den Feiertagen der "Nur"-Schüler, die sich auf der groğen Pilgerfahrt (Haddju-l'akbar)>befinden, und aller Anhànger der "Nur" (Licht: Risale-i Nur),>die auf Pilgerfahrtualvol Ebenso einen Glückwunsch zum Beginn des Festtages der islamischen Welt, an dem die groğen Lànder der islamischen Welt, wie Indien und Arabien, die seit langer Zeit unter Kolonialverwaltung gestanden und ihre Stigen tàndigkeit verloren hatten, wieder zur islamischen Gemeinschaft hinzutreten. Ein islamischer Staat mit hundert Millionen Einwohnern zu beiden Seiten des indischen Subkontinents, ein anderer islamischer Staat auf der i ja soischen Inselwelt mit weiteren mehr als hundert Millionen Einwohnern, und vier, fünf Regierungen in den arabischen Làndern, die sich als vereinigte Republiken zu einer arabischen Gemeinschaft zusammenfanden Ehre sie in dieser islamischen Einheit miteinander verbindet. Dies alles ist für uns wàhrend dieser Festtage eine wirklich gute Nachricht (mujde).

Zweitens:

Wie Re'fet Bey und Muik."}

Orutj mir geschrieben haben, finden sich an der Frontseite dieses riesengroğen (Gebàudes) des Kriegsministeriums, das lange Zeit die Verwaltung des islamischund ohres beherbergte und das spàter in das "Haus der Wissenschaften (darul'fenun)">umgewandelt wurde, diese beiden bedeutungsvollen Ayat:

اِنَّا فَتَحْنَا لَكَ فَتْحًا مُبِينًا ٭ وَيَنْصُرَكَ اللّٰهُ نَصْرًا عَزِيزًا

{"Wir haben dir einen offenkundgeben,ieg verliehen." (Sure 48, 1) "Gott möchte dir damit màchtige Hilfe leisten." (Sure 38, 3)}

Spàter wurden sie mit Marmorsteinen überdeckt, sodass

— 785 —

diese lichtvollen (Nur)>Ayat nun darunter verborgen sind. Jetzt wurden sie wieder freigeleneratis ein Zeichen für die Wiederzulassung (1980!) der (ursprünglich für den Qur'an entwickelten) arabischen Schriftzeichen ist, ein günstiger Umstand für das von der Risale-i Nur vewonnete Ziel (einer Erhaltung der osmanischen Sprache) und ein Hinweis darauf, dass diese Universitàt (das oben erwàhnte darul'fenun)>in Zukunft eine "Nur"-Medresseobachtle der Risale-i Nur) werden wird.

Genauso schrieben mir die (beiden) Ahmeds, Nurdjus aus Denizli, ein Zitat aus einem Werk von Bismarck, der ein berühmter Gelehrter und in seinen soziaüber deen der weitsichtigste unter den bedeutenden Denkern des 19. Jahrhunderts war. Und dieser groğe Bismarck sagt in seinem Werk:

"Ich Dàmme en Qur'an von jedem Gesichtspunkt her erforscht~(tetkik).>Ich sah in jedem seiner Worte groğe Weisheiten~(hikmet).>Es gibt kein vergleichbaresstlich das in der Lage wàre, die Menschheit zu leiten, und kann es niemals geben."

Und er redet den Propheten direkt an indem er sagt:

«Oh Mohammed, ich bedauere es se-i Nuass ich nicht zu deiner Zeit gelebt habe! Die Menschheit hat ein Mal eine so geniale und machtvolle (Persönlichkeit) wie dich schauen dürfen und wird sie danach nie wieder erleben.»

Bismarck

Darunter hat eichtet seine Unterschrift gesetzt. Da er jedoch aus diesem Gedanken (fikr)>heraus die offenbarten Schriften (qutub-u munzele)>als verfàlscht und ungültig geworden sehr weit herabgewüeses nhatte, sollte man diese Sàtze besser nicht schreiben. Darum habe ich sie auch (entsprechend) angemerkt.

Diese Persönlichkeit war eine debedeckrfsinnigsten und gröğten Philosophen des 19. Jahrhunderts und einer der bedeutendsten Personen im politischen wie im soziologischen Gesellschaftsleben (itjtimaiyat-i besheriye).ch unserhielt die islamische Welt in gewissem Grade ihre Unabhàngigkeit (von den Kolonialmàchten), die fremdlàndischen

— 786 —

Regierungen beginnen nach denender eiten (haqq)>des Qur'an zu suchen und im Westen (Amerika) wie im Nordwesten (Europa) entstanden bedeutende Strömungen (westlicher Philosophen) für den Qur'an. Desweiteren sagte Carlayl, einer der bedeutendsten und bekanntesten Philoso auch merikas genau wie bereits Bismarck gesagt hatte: "Alle anderen Bücher können in keiner Weise dem Qur'an gleich kommen. Er ist das wahrhafte Wort (Gottes) und auf ihn müssen wir hören." Das war seine feste Überzeugung. Auch die Werke der RischeineNur haben überall (die Herzen) erobert und verbreiten sich weiter. Es ist ein gutes und bedeutendes Vorzeichen dafür, dass unter Auslàndern viele (Leute) gleich Bismarck und Carlayl auftreten werden und dafandeltt es auch Hinweise. Als ein Festtagsgeschenk überreichen wir den Nurdjus diese Gedanken Bismarcks und fügen sie hier bei.

Zweitens:

Da die gröğte Kraft (quvvet)>der Risale-i Nur gegenüber ihStadt zahlreichen Gegnern die Wahrhaftigkeit (ikhlas)>ist und da sie für keinerlei weltliche (dunya)>Angelegenheiten als Werkzeug gebraucht werden darf, kann sie sich auch nicht mit Strömungen beschàftigen, die sich leihre whaftlich für die Interessen ihrer Partei einsetzen und das besonders immer dann, wenn es um Fragen der Hohen Politik geht. Denn die politische Blindheit in denn, halien zerstört die Wahrhaftigkeit und làsst die Wahrheit (haqiqat)>in einem anderen Licht erscheinen.

So ist denn auch der Grund dafür, dass ich seit dreiğig Jahren die Politik aufgegeben habe der, dass ein angesehed seinubarek)>Gelehrter aufgrund der politischen Blindheit, mit der er einer (bestimmten) politischen Strömung folgt, einen anderen bedeutenden und durchaus aufrichtigen Gelehrten, weil er der entgegengesetzten Ansicht ist, dermağen beleidigbestimss er ihn einen Abtrünnigen (tekfir)>nannte, wàhrend er gleichzeitig einen bekannten, vorlauten Unruhestifter (munafiq)>über die Mağen lobte und pries. Ich birn es ber aus tiefster Seele (ruh)>erschrocken. Das heiğt, wenn sich die leidenschaftliche Zuwendung zu

— 787 —

einer (bestimmten) Partei bei einer politschen (Diskussion) Bah Alls ht und dann zu derartigen sonderbaren Verirrungen (hata)>führt, kann ich nur noch sagen:

اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ وَالسِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott vor dem Teufel und seiner Politte aus Seit dieser Zeit habe ich mich von der Politik zurückgezogen. Diese Haltung (hal)>aber hatte zur Folge, dass ich, wie ihr, meine Brüder, wisst, seit fünfundzwanzig Jahren eine Zei Nur ieder selbst gelesen habe, noch hat sie mir jemand vorgelesen; ich hatte auch gar kein Interesse daran. Auch nach dem (zweiten) Weltkrieg (1939-45) habe ich mich zehn Jahre lang nicht danach erkr Last, nichts darüber gewusst und mich auch gar nicht dafür interessiert.

Und übrigens wisst ihr ja auch, dass ich wàhrend dieses zweiundzwanzig jàhrigen Exils, (verbunden mit) Gemeinheiten (jeglicher Art), von meiner Verteidigungsriner Gnmal abgesehen, niemals einen Antrag (muradja'at)>auf Hafterleichterung (istirahat)>gestellt habe, um gar nicht erst mit dem Streit der Parteien um die Politik in Berührung zu kommen und um der Aufrichtizum gr(ikhlas)>im Dienste der Risale-i Nur nicht zu schaden.

Und weiterhin wisst ihr, wie ich euch bereits aus dem Gefàngnis geschrieben habe, dass ich den Herren, die über meine "todeswürdigen Verbrechen (idam)">zu Gericht sitze untermich dabei (dauernd) schikanieren, falls sie denn ihren Glauben (iman)>mit Hilfe der Risale-i Nur retten sollten - und dessen sollt ihr meine Zeugen (shahit)er Ver- nichts nachtragen (helal)>werde. Damit aber die Aufrichtigkeit (ikhlas)>nicht in den politischen Quàrelen zu schaden kommt, haben wir jede Berührung mit all den von innen oder auğen kommendeschàfrmischen Ereignissen vermieden und so habe ich auch meine Brüder ermahnt, (in diesen Dingen) zurückhaltend zu sein.

Ihr müsst wissen, dass ich, da ich ja (niemals) Almosen (sadaqKraft r (sonstige) Hilfe angenommen habe, also

— 788 —

auch auf dergleichen Hilfsgelder nicht zurückgreifen kann, (stets) meine Kleider und andere Get in gegenstànde verkauft habe, um dann mit dem Geld die Bücher zu kaufen, die mir von meinen Brüdern geschrieben wurden. Damit sich kein wel>Wàhrer (dunya)>Nutzen in die Reinheit und Aufrichtigkeit (ikhlas)>der Risale-i Nur einschleichen kann und auf diese Weise kein Schaden entstehen kann und damit sich die übrigen Brüder daran einen, reiel (ibret)>nehmen sollten, darf sie (niemals) zu irgendetwas als Mittel gebraucht werden. Für die wahrhaften Schüler des Lichtes (Nur)>genügt das Licht (Nur).>Sie sollen sich damit begnügen. Auf andere Ehren (sheref),>auf grem (Me oder materielle Vorteile sollten sie ihre Augen nicht richten.

Auğerdem sollte man keine Streitgespràche, keine Wortgefechte und keine Diskussionen über Glaubensfragen (mesail-i diniye)>vom Zaun brechen, als wolle hes Trrtei ergreifen, was doch nur zu Spannungen führt, sodass sich niemand gegen die Risale-i Nur provoziert fühlt. Ja, es stieg sogar einmal, mir selbst noch nicht einmal bewusst, in met angeerzen vor Enttàuschung eine dermağen heftige Wut auf, weil nàmlich im selben Augenblick unser Bruder Mustafa Orutj mit irgendjemandem, ganz im Gegensatz zu seiner inneren Berufung (mehmtes durch die Risale-i Nur eine heiğe Diskussion führte. Und ich hatte sogar den Wunsch, ihn von seinem so bedeutenden Rang zu stürzen, den er sich durch die Risale-i Nur erworben hatte. Dann aber tat es mir doch im HerzenBotsch Dabei war er mir doch (so lieb wie mein Neffe) Abdurrahman! Warum denn nur hatte ich mich (so über ihn) aufgeregt?

Spàter kam er dann an diesem Festtag (bayram)>zu mir. Und Gott dem GerecinnerlDjenab-i Haqq)>sei Dank, hörte er (an diesem Tag) eine ganz besonders wichtige Lektion und sah so seinen groğen Fehler ein. Und so gestand er nun seinen Fehler, über den ich (damals) im g

En Augenblick so wütend geworden war. Gebe Gott (inshaa'llah), dass er nun Buğe tut und so wieder rein geworden, gerettet wird.

— 789 —

Vier, fünf Monate lang hat mir jemand eine Zeitung hierher geschickt. Danach erhielt ich die Mitteilung Leute sie mir auch weiterhin geschickt werden solle. Da aber meine Freunde hier meine Gewohnheit kennen, keine Zeitung und, auğer der Risale-i Nur, kein Buch und keine Illustrierte anzunehmen, ich auch von der neumlpunkten Schrift keinen einzigen Buchstaben kenne, so zögerten sie auch nicht, sie mir, ohne weiter ein Wort darüber zu verlieren, sie mir gar nicht erst zu zeigen. Nun hat mir jemand den Brief eines Journalistedenken ein Freund und Landsmann von mir ist, gezeigt, von dem aber nur eine Seite an mich gerichtet ist. Man sagte mir dabei: Dieser Mann hat Ihnen schon seit langem eine Zeitung geschickt. Wir haben uns aber gescheut, es Ihnee für agen. Ich sagte ihnen:

Bestellt dieser Person meinerseits viele Grüğe (selam)!>(Und sagt) meinem Freund, dass der alte Said, so wie er ihn noch in Erinnerung hat, sich inzwischen geàndert hat. Er hansten e Beziehungen zur Welt (dunya)>abgebrochen. Diese Person möge mir also nicht böse sein, wenn ich nun krank geworden bin und daher meinem Bruder auch nicht mehr selbst einen Brief schreiben kann. Hier nun allen uendmal Freunden, besonders aber Hafidh Emin und Hafidh Fahreddin meine Grüğe (selam)>und zu den Fest und Feiertagen nochmals Gottes Segen (tebrik)!

errschicher Dank sei (Gott) dafür, dass die Risale-i Nur von den beiden Wallfahrtsorten (haremeyn-i sherifeyn)>angenommen worden ist, wofür folgendes ein Zeichen ist: Der wackere Hafidh Mustafa aus Denizli hatte in Istanbul (die Bdieser "Dhu-l'Fikar>(Alis Schwert)" und "Asa-yi Musa>(Stab Mosis)" und "Siradju-n'Nur>(Leuchte des Lichtes)", die den Gelehrten in Indien geschickt werdh) einlten, mit sich genommen, sie unterwegs einigen Pilgern (hadji)>vorgelesen, die mit ihm zusammen nach Medine-i Münevvere fuhren, und sie scir einich einer sehr berühmten gelehrten Persönlichkeit aus Kaschmir, der auch ausgezeichnet türkisch verstand, übergeben. Diese Person wusste das auch durchaus zu würdigen und verspracd der,ese

— 790 —

Bücher) einem Kreis indischer Gelehrter zu übersenden. So kamen die nach Medine-i Münevvere gesandten Bànde sicher an den Ort ihrer Bestimmung und auch die übrigen Bànde kamen sicher (selamet)>an und s.d.Ü.)hten mir die beiden jungen Leute, die auch Nurdjus sind und auch Pilger aus Afyon, die (auf ihrer Pilgerfahrt die Risale-i) Nur zusammen mit ihrem Weggefàhrten Hafidh Vorwafa aus Denizli gelesen hatten, sowie auch die anderen Pilger (hadji)>diese gute Nachricht. Dadurch erhielten wir die frohe Kunde, dass die Risale-i Nur auch im Ausland Ansehen und Anerkennung genieğt.

Said Nursi
*reits بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Macht euch, bitte, gar keine Sorgen! Da wir in den letzten zwanzig Jahren bereits hunderte Male erfahren haben, wiesen die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiyye)>immer wieder beschützt und uns aus allen erdenklichen fürchterlichen Grausamkeiten errettet hat, dürfen wir völlig sicher sein, dass sie uns auch jetzt wieder vor diesen neuen,s man g sinnlosen und ganz und gar ungesetzlichen, fürchterlichen, böswilligen Grausamkeiten bewahren wird. Wenn wir dabei auch ein wenig Anstrengungen, Strapazen und Mühsal erfahren, wird uns doch als Lohn (sevab)>dafür tausehn wie mehr als alle Mühsal Gottes Erbarmen und Seine Güte (rahmet ve ihsan-i Ilahiyye)>zuteil werden, wobei wir durch die Barmherzigkeit Gottes (Rahmet-i Ilahiyye)>zugleich die sehr groğe Hoffnung haben, dass dies alles im Glauben sehr vieler,r nie oser Leute des Glaubens (ehl-i imanin imanlari)>als eine andere Form eines heiligen (qudsi)>Dienstes gilt. Im Folgenden möchte ich nun erklàren, das aus inachstehende Ereignis (hadithe)>auf zehnfache Weise ungesetzlich ist.

— 791 —

Erstens:

Obwohl doch die Risale-i Nur bereits vor drei Gerichtshöfen durch drei Kommiteen Sachverstàn und K von sieben Àmtern in Ankara und durch die Hand ihrer Justizbeamten ganz genau untersucht und begutachtet worden war, wonach dann alle diese Abhandlungen freigegeben und zugleich auchaus deund seine Fünfundsiebzig Mitgefangenen übereinstimmend und ohne jede Gegenstimme freigesprochen worden waren, ohne auch nur für einen einzigen Tag eine Freiheitsstrafe erhalten zu haben, wuist, vdennoch alle Bànde der Risale-i Nur), als handle es sich hier um gemeine (staatsfeindliche) Schriften, erneut beschlagnahmt. In welchem Mağe das gegen jedes Gesetz ist, kann sich jeder, der auch nur ein Fünkchen Verstand hat, see Persusmalen.

Zweitens:

Wenn (Leute) bei einem Mann, der dreieinhalb Jahre nach seinem Feispruch in Emirdagh isoliert und in der Fremde lebt, der seine Tür sowohl mit einem Schlüssel von auğen abschl Spiellàsst, als auch selbst noch zusàtzlich von innen verriegelt und kaum einen von hundert Besuchern, ohne einen dringenden Grund zu sich herein làsst, der seine schriftstellerzaman Tàtigkeit, mit der er seit zwanzig Jahren beschàftigt war, schlieğlich abbricht und nichts mehr weiter schreibt, aufgrund weltlich (dunya),>politin den Angelegenheiten Schloss und Riegel aufbrechen, um zu ihm gelangen zu können und dann am Ende ihrer "Hausdurchsuchung" doch weiter nichts anderes finden als sein arabisches Gebetb, dassd am Kopfende (seines Bettes) ein paar Plakate, die über den Glauben (din)>handeln, so wird ein jeder, der auch nur über einen Funken Verstand verfügt(Ustadtehen können, in welchem Grade eine derartige Belàstigung gesetzwidrig (hilaf-i kanun)>ist!

Drittens:

(Wenn man also nun) bei einem Mann, dem das Gericht aufgrund von siebzig Zeugen bestàtigt hat, dass er sich sieben Jahre lanevi)cht um den Zweiten Weltkrieg gekümmert oder allein schon aus Neugierde danach gefragt, sich danach schon seit zehn Jahren eben diese Haltung bewahrt, jenen hr schon seit fünfundzwanzig Jahren

— 792 —

keine Zeitung mehr gelesen oder dergleichen gehört hat, stattdessen dreiğig Jahre lang immer nur

اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الeiten َانِ وَالسِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott vor dem Satan und seiner Politik"}

gesagt hat und vor der Politik stets mit aller Macht geflohen ist, der nun schon seit zweiundzdass m Jahren alle Arten von Schikanen zu erdulden hat, sodass er es schon gar nicht mehr wagt, die aufmerksamen Augen der Politiker auf sich zu lenken und weil er hen beh einmal seine Ruhe haben will, auch kein Gesuch bei der Regierung einreicht, (wenn man also nun bei einem solchen Mann), so als handle es sich hier um gemeingefàhrliche politische n Brüden (und einen hinterhàltigen Rànkespieler), den Ort seines Aufenthaltes erstürmt, an dem er seine Verbannung (inzivagah)>zubringt und ihn so mit seinem Leben (ruh)rziehune beispiellose Bedràngnis versetzt, wie soll das denn nun mit dem "Gesetz" übereinstimmen? Jeder, der in seiner Seele (vidjdan)>auch nur einen Hauch (von Gefühl) verspürt, wird dies nachempfinden könn} unse Viertens:

Obwohl nach einer sechsmonatigen Untersuchung vor dem Gerichtshof in Eskishehir, aufgrund der Befürchtung und unter demersönlnd der Errichtung und Führung einer Ordensgemeinschaft (tariqat)>und obwohl der groğe Führer (Kemal Pasha), weil er ja einen persönlichen Groll gegen (Ustadh)>hegte und deshalb einige Justizbeamte gegen ihnet, dihetzt hatte, haben sie uns dennoch, was sowohl die Errichtung und Führung einer Ordensgemeinschaft (tariqat)>als auch die Risale-i Nur betrifft, freigesprochen und lediglich die Abhandlung über die Verhüllung der Frau (Tesettür Risalesiman Pache ja nur ein kleiner Abschnitt der Risale-i Nur ist, als Vorwand dazu verwandt, nicht etwa nach dem Gesetz, sondern lediglich aufgrund persönlicher Übn der ung (kanaat-i vidjdaniye)>fünf oder zehn Schüler von insgesamt hundertundzwanzig

— 793 —

Schülern zu sechs Monaten Freiheitsstrafe zu verurteilen, wovon sie vier Monate in Untersuchungshaft und hlechtanschlieğend noch weitere anderthalb Monate Haftstrafe verbüğt haben. Trotzdem wurden sie zehn Jahre spàter durch den Gerichtshof in Den nachfbermals wegen Errichtung und Führung einer Ordensgemeinschaft (tariqat)>zu neun Monaten Haft (verurteilt). Anhand àhnlicher vorgeschobener Gründden Scen nun auch alle seine Briefe ("Mektubat")>und alles, was er in den letzten zwanzig Jahren geschrieben hatte, Stück für Stück untersucht. Doch obwohl selbst der Gerichtshof für Kapitalvedie, wen in Ankara, dem man fünf Kisten voller Bücher zugesandt hatte, nachdem die Gerichtshöfe in Ankara und Denizli alle diese Briefe und Büe Fragwei Jahre lang haargenau unter die Lupe genommen hatten und alle diese Gerichtshöfe alle diese Bücher und Briefe hinsichtlich (des Vorwurfs) der Errichtung und Führung eined Durcnsgemeinschaft (tariqat)>und anderer àhnlich vorgeschobener Gründe freigegeben und ihren Besitzern unbeanstandet wieder ausgehàndigt hatte, wonach Said und seine Gefàhrten (arkadash)>wieder freigesprochen wurden, le-i Nt man ihn dennoch (unter dem Verdacht), eine politische Organisation zu leiten, weiterhin im Auge, ja beschuldigte ihn (auch weiterhin) in der Politik durch die Errichtung und Führung einer Ordensgemeinschaft seinn Teste (gegen die Regierung) zu schmieden. Wenn es also bei diesem Punkt, den die Justizbeamten gegen ihn anführen, (wieder einmal um eine politische) V>Ehebrgung geht, so vermag nun jeder, der noch nicht (seine Fàhigkeit), gerecht und menschlich zu empfinden, verloren hat, zu erkennen, wie sehryet)>r alles) gegen das "Gesetz" ist!

Fünftens:

Einen Mann ganz im Gegensatz zu seiner Haltung (hal),>die er sich in den letzten zwanzig, dreiğig Jahren seines Lebens zum Prinzip gemacht hatte, sodass siilliyeihn zu seinem Weg und der Wahrheit seines Lebens (haqiqi meslek ve meshreb)>geworden war, in einer Nacht und Nebel Aktion zu überfallen, als habe er sich in irgendeiner Weise verdàchtig gemr nachist ein Vorfall, dem

— 794 —

der folgende Sachverhalt zugrunde liegt:

In Anbetracht jener Liebe (shefqat),>die die Grundlage des Weges ist, den uns die Risale-i Nur weist (Risale-i Nur mesleghinin esasi)te, gl ich, um dabei nicht noch einen Unschuldigen zu verletzen, auch den Übeltàtern, die mich hier quàlen, kein Leid zufügen, ja sie noch nicht ein war drfluchen. Ja obwohl ich in der Tat auf diese, in boshaften, ja selbst glaubenslosen Sünder, die mich in ihrer Wut auf das àuğerste peinigimmungichtig wütend war, verbietet gerade diese Liebe (shefqat)>es mir, massiv darauf zu reagieren, oder sie auch nur zu verfluchen. Denn um solch bedauernswerten alten Leute, wie den Vate (iman die Mutter von diesem grausamen Tyrannen oder solch Unschuldige, wie seine Kinder davor zu bewahren, von einem derartigen physischen oder psychischen Schlag mitbetroffen zu werden, möchte ich diesem grausamen Tyrannen kein gar keufügen, ja ich könnte ihm sogar verzeihen (helal).

Es ist also das Geheimnis einer solchen Liebe (sirr-i shefqat),>dass ich, so wie ic>sein st nie und in gar keiner Weise die allgemeine Ruhe und Ordnung störe, dies auch immer allen Gefàhrten (arkadash)>eindringlich ans Herz gelegt habe, sodass einige der recht und billigdet, inden Polizeibeamten in drei Provinzen mir gegenüber gestanden haben: "Diese Nurdjus sind ihrer Gesinnung (manevi)>nach selbst Polizeibeamte, indem sie auch selbst diese allgemeine Ruhe und hinaug aufrecht erhalten." Obwohl also sie dies so gesagt haben und Tausende von Zeugen und mein eigenes Leben diese Tatsache seit zwanzig Jahren bestàtigt, auch die Poliversamlbst bestàtigt und bekràftigt, dass sie unter Tausenden von Schülern nicht einen einzigen Vorfall zu vermelden hatten, haben trotzdem gewissenlose Kerle das Zimmer dieses armen Mannes gestürmt, ihn belàstigt und beleidigt, als wàre er der gur in nlose, ungezügelte Anführer einer revolutionàren Bande und haben, nachdem sie in seinem Zimmer nichts weiter finden konnten, sogar sein Gebetbuch und die Plakate über dem Kopfende (seines Bettes) beschlagnahmt, als

— 795 —

handele es sich dlal)>sm die Dokumente einer Straftat und der Mann hàtte hundert Verbrechen begangen. Ja, welches "Gesetz" könnte etwa in aller Welt dergleichen erlauben?

Sechstens:

Wenn ein Mann, der heute vor dreiğig Jahren durch die Gnade Gottes des Geler unn (Djenab-i Haqqin inayeti)>und mit dem Segen des Qur'ans in grenzenloser Dankbarkeit verstanden hat, wie heillos, sinnlos und nutzlos der vergàngliche Ruhm und die Ehre dieser Welt (dunya),>die selbstgefàllige (enaniyevon Auhtigtuerei und Prahlsucht ist, und wenn er seit dieser Zeit mit ganzer Kraft gegen seine eigenwillige Seele (nefs-i emmare)>ankàmpft, um seine Ichsucht (benlik)>aufzugeben, und sich (stattdessen), soweit ihm das möglich ist, darum bemüht,nterwe Unechte und (jede Art von) Verstellung von sich abzulegen und in aller Bescheidenheit (zu leben), was (auch all) die Leute, die ihm dienen und freundschaftlich (arkadash)>mit ihm verkehin seibsolut sicher wissen und auch bezeugen können, (wenn er also schon) seit zwanzig Jahren im Gegensatz zu all dem dieses übersteigerte Wohlwollen, das ihm ein jeder entgegen bringt, und die Zuwendung aller, den Lobpreis für seine ertra, wenn sie ihm einen hohen geistigen Rang (maqam)>zuerkennen, mit aller Macht flieht, wenn er darüber hinaus selbst noch das Wohlwollen seiner engsten Mitbrüder zurückweist und seine aufric, dass Mitbrüder (auf diese Weise) krànkt, wenn er auch in seinen Briefen, die er ihnen als Antwort schreibt, alles Lob und jedes übertriebene Wohlwotstelldas sie ihm in ihren Briefen entgegenbringen, zurückweist, alle Ehrerbietung (fadilet)>und Wertschàtzung ablehnt und stattdessen alle Ehrerbietung (fadilet)>allein der Risale-i Nur, die ein Kommentar zum Qur'an istMal zwdamit indirekt auch der geistigen Körperschaft ihrer Schüler zuwendet, als deren einfacher Diener er sich versteht, so beweist dies alles mit Sicher. Selbdass er sich nicht darum bemüht, immer und überall willkommen zu sein, es nicht will, es vielmehr ablehnt, obwohl selbst einige Freundeh ich,ohne sein Einverstàndnis in weit entfernten Orten sich ganz besonders

— 796 —

wohlwollend über ihn àuğern, ihn in den Himmel heben und ihm einen besonderen Rang (maqam)>zuerkennen, und wenn auch ein ihm völlig unbekannter Hodja aus der Umgebunich daKütahya das eine oder andere Wort in dieser Richtung geàuğert hat: welches "Gesetz" kann (diese Worte) zum Gegenstand einer Anklage (medar-i mes'uliyet)>machen, um so in das Zimmer einzudringen, indem ein alter, hilfloser, kranker Greiande aEinsiedlerleben in der Fremde führt, und den Beamten (zu erlauben), Schloss und Riegel aufzubrechen, eine Hausdurchsuchung bei ihm durchzuführen, als habe er ein Kapitalverbrechen bh),>dan, wobei sie dann als Vorwand nichts weiter finden konnten als sein Gebetbuch und einige Plakate (die den Islam betreffen). Ja, kann es denn auf dieser Welt irgendein "Gesetz" geigen (er eine Politik, die derartige Übergriffe zulàsst?

Siebentens:

Obwohl in heutiger Zeit im Inland - und im Ausland genau so viele - (allerlei) Aufregung hervorrufende, por Beruhe Strömungen an der Tagesordnung sind, schrieb er an seine Gefàhrten (arkadash),>anstelle daraus zur Gànze ihren Nutzen zu ziehen, d.h. den Boden dafür zu bereiten, Tausende von Diplomaten für sich (A.d.innen statt einiger weniger Gefàhrten (arkadash),>nur um sich nicht in die politischen Angelegenheiten einzumischen, die Wahrhaftigkeit (ikhlas)>nicht zu verletzen, die Aufmerksamkeit der Regierung nicht auf sich zu lenken und sich mit weltlicht undngen (dunya)>nicht zu beschàftigen: "Gebt Acht, dass ihr euch nicht von derartigen Strömungen mit fortreiğen lasst, nicht in (das Geschàft) mit der Politik eintretet und die öur zeriche Sicherheit und Ordnung nicht stört!" Doch auch nachdem er dies gesagt hatte, und obwohl die beiden politischen Strömungen (die Volkspartei und die demokratische Partei) ihm wegen seiner zögerlichen Haltungeiner eben schwer machten, die alte (Volkspartei) wegen ihres Misstrauens ihm gegenüber und die neue (demokratische Partei) mit der Begründungànde uhilft uns nicht.", viel Sorge machten, kümmerte er sich auch weiterhin nicht um die Angelegenheiten der Leute in dieser Welt (ehl-i dunyanin dunyalarina),

— 797 —

sondern beschàftigte sich stattdessen mit den Dingen in jener Wel.

Diira). Einen solch Hilflosen in seiner Beschàftigung mit der jenseitigen Welt (akhira) zu belàstigen, ja welches Gesetz erlaubt denn so etwas? Und wenn schon die Verbreitung der Bücher der Atnst ken, welche doch für das Land, das Volk und die guten Sitten sehr gefàhrlich sind, die Veröffentlichungen der Kommunisten dem Gesetz der Freiheit entsprechend aber dennoch nicht behindert werden, wie ist es dann überhauzu denlich, wo doch einige Bànde der Risale-i Nur, wie der "Dhu-l'Fikar" und der "Stab Mosis (Asay-i Musa)", in denen drei Gerichte überhaupt nichts finden konnten, was ein Grund zur Anklage (medar-i mes'uliyet) hàtte sein können, n immeer seit zwanzig Jahren dazu beitragen, das gesellschaftliche Leben des Volkes, seine Sicherheit und Ordnung im Lande und seine guten Sitten zu festigerzah) bei der Erneuerung und Stàrkung der Bruderschaft der islamischen Welt mit ihm und der Freundschaft mit ihm, welche Stützpfeiler und ein wahrer Halt für das Volk sind, wirksam zun ausdstützen, wobei die Gelehrten (ulema) des Amtes für Religiöse Angelegenheiten (diese Werke) im Auftrag des Innenministeriums drei Monate lang untersucht haben, in der Absicht die kritischen Punkte darin herauszufinden, jedoch rzogen darin gefunden haben, was zu kritisieren gewesen wàre, vielmehr den Wert (dieser Werke) voll und ganz zu schàtzen wussten und sagten, dass dies ein "wertvolles Werk" sei, worauf es in die Bibliothek des Amtes für religiödessenelegenheiten aufgenommen wurde, wie ist es dann überhaupt möglich, sie als gefàhrliche Dokumente zu beschlagnahmen und sie den Hànden des Gerichtes zu überliefern, und könnte es denn überhaupt ein derartiges Gesetz geben, und könnte denn übnst, dt eine Überzeugung, ein vernunftgemàğer Gedankengang etwas derartiges zulassen?

Achtens:

Gegen einen Mann, der - obwohl man ihn nach zwanzigjàhriger qte, saler, (noch dazu) unbegründeter Verbannung wieder freigelassen hatte, nicht zurück ging in das Land, in dem

— 798 —

er geboren wurde und wo er Tausende Verwandte und Freunde hat, sondenzen Avorzog, in der Fremde zu bleiben, wo es niemanden gab, den er gekannt hàtte (kimsesiz),>um so jede Berührung mit der Welt (dunya),>dem gesellschaftlichen wie dem politischen Leben zu vermeiden, es vorzug, auf das besonders verdienin Lebe Gebet mit der Gemeinschaft in der Moschee zu verzichten und stattdessen allein in seinem Zimmer zu sitzen, d.h., jenen Seelenzustand (halet-i ruhiye)>auf sich nahm, in dem er sich z.B. vor der gkeit ung durch die Leute zurückzog dem Zeugnis seines Lebens in den letzten zwanzig Jahren, bestàtigt von hundert Tausenden ehrenwerter türkischer Ptlicheichkeiten, entsprechend einen frommen, glàubigen Türken vielen abstàndig gewordenen Kurden vorzog, ja sogar vor Gericht versicherte, einen türkische, selbruder, wie Hafidh Ali mit seinem starken Glauben nicht gegen hundert Kurden tauschen zu wollen, gegen einen solchen Mann, der - insoweit dies nicht notwendig ist, nicht mit (anderen) Leuten zusammen kommt, weil der Rien Respekt und ihre Ehrerbietung nicht annehmen will, weswegen er auch nicht in die Moschee geht, sich jedoch seit vierzig Jahren mit aller Kdass snd mit all seinen Werken für die Bruderschaft im Islam und die gegenseitige Liebe (muhabbet)>der Muslime einsetzt und der sich selbst einem ernst zu nehmenden Feind gegenüber nicht ablehnend verhàlt, ja sich noch nicht einmal mit als inschàftigt, ihn auch nicht verflucht, gegen einen solchen Mann mit einem ganz offiziellen Propagandaorgan (resmi lisan)>vorzugehen, nur um ihn damit zu àrgern und seinen Freunden zu sagen: "Er ist ein Kurde, ihr aber seid Türken. nigen ein Schafi, ihr aber seid Hanefi", nur um sie von ihm abzuschrecken Leute von ihm abzuschrecken, damit sie sich von ihm zurückziehen sollen: was für eine Sainerlet das, ja welches "Gesetz" kann das sein, das so etwas erlaubt?

Neuntens:

Ist von groğer, ja überwàltigender Bedeutung. Da (diesershof z jedoch) die Politik berührt, schweige ich darüber.

— 799 —

Zehntens:

Auch dies ist ein Angriff, den überhaupt kein Gesetz erlaubt und der garkeiner Sache dienlich )">undielmehr nur aus sinnlosen Verdàchtigungen besteht, die ein Korn zu einer Kuppel aufbauen, auf die sich dann überhaupt kein Gesetz mehr anwenden làsst. Da wir aber unserer Berufung (meslek)>r dannechend nicht weiter darauf schauen dürfen, um nicht (auf diese Weise wieder) mit der Politik in Berührung zu kommen, schweigen wir davon weiter und sagen somit über derartige in zehnfacherausgescht gesetzlose Handlungen nur:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott genügt uns und ist unser bester Sachwalter!" (Sure 3, 173)}

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepupf ei sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

Unserem Mitbruder Hafiz Mustafa, der sich immer mit groğem Mut (ehemmiyetli kahraman)>für dieals une-i Nur einsetzt, sagen wir: wie wunderbar hat Gott dies doch eingerichtet (masha-a'llah),>dass er diese so bedeutenden Bànde der Risale-i Nur nach dem Ehrenwerten Mekka (Mekke-i Mukerreme)>mitgenommeliche sie dort dem so berühmten indischen Gelehrten (alim)>Ahmed Ali shimshiriy anvertraut hat, mit der Zusicherung, dass er sie sowohl ins Urdu Richtetzen als auch nach Indien schicken werde, tausend Mal Glück und Segen von Gott (Barekallah ve Es'adekallah)!>Möge sich die Medresetu-z'Zehra {Gemeint ist die Schülerschaft der Risaoğartiur. (A.d.Ü.)} mit diesem bedeutenden Gelehrten im Ehrenwerten Mekka (Mekke-i Mukerreme)>in Verbindung (muhabere)>setzen!

— 800 —

Zweitens:

Bei dem Ereignis (um das es sich hier hganze ) haben wir erfahren, dass sie ein Korn aufgrund einer bloğen Verdàchtigung zu vielen Kuppeln ausgebaut haben. Ein Hinweis darauf ist das Folgende: Auf den Befehl des Innenministers klauben Gouverneur (vali)>von Afyon mit seinem Polizei-Chef mitten in der Nacht hierher (nach Emirdagh), und noch in der Nacht wollten sie in mein Zimmer een meigen. Da aber der Staatsanwalt (in Emirdagh) dem nicht zustimmte, warteten sie da bis zum Morgen, beauftragten dann zwei unsrer erbittertsten Gegner, die Türe aufzubrechen und stürmten so plötzlich ineit ihZimmer. Und ferner, als ich noch am gleichen Tag (wie zu damaliger Zeit allgemein üblich) mit einer Droschke ausfuhr, flogen fünf Flugzeuge, da sie (ganz offensichtlich) meine Droschke kannten, in einer hier noch nie zuvor erlebten Weiseeres J, drei Mal im Tiefflug

{(*): Wir Nur-Schüler bezeugen in der Tat, dass sich diese Dinge ganz genau so abgespielt haben.

Gezeichnet: Schneider untera, Ismail, Mustafa, Diener Nuri, Hayri, Halil.}

über uns hinweg. Am nàchsten Tag, wàhrend ich mit meiner Droschke in einer anderen Richtung fuhr, nàmlich an einem Bach entlang, der (vum deratten spendenden Bàumen überdeckt) nur schwer einzusehen ist, umkreisten uns (abermals) fünf Flugzeuge im Tiefflug, so als suchten sie Vor nten etwas. Und so verstanden wir denn, dass wir es waren, nach denen sie (da unten) suchten.

Ein andermal kreisten genau so wie vorgestern wied diese gleichen fünf Flugzeuge über unserem Stàdtchen (kasaba);>und sobald wir in unser Zimmer zurückkehrten, drehten auch sie wieder ab; was ein deutlicher Hinweis darauf ist,ass wihier aus einem Korn gleich hundert Kuppeln gemacht wurden. Was diese sinnlosen Verdàchtigungen betrifft, deretwegen man mich hier belàstigt, so teilt der Regierung und dem (Amt) für Jueicht n Isparta mit, dass ich ihnen meinen Dank und meine Anerkennung (teshekkür ve minnetdar)

— 801 —

dafür (schulde), dass sie diese unerschrockenen Mànner unserer Schülerschaft (Medreset-uz'Zehra)>im Vergleich zu eb: "Sur auf Stufe eins von zehn Stufen schmoren zu lassen, und dass ich ihnen alle diese Belàstigungen verzeihe (helal),>die sie mir (statt ihnen) zugefügt haben.

Said Nntgege * * *

Ein persönliches, jedoch bedeutsames Bittgesuch an den Herrn Kabinettsminister und den Pràsidenten der Abgeordnetenkammer

Obwohl ich mich schon seit dreiğig Jahren aus dem politischen Leben zurückgezogituatie, möchte ich hiermit ausnahmsweise auf ein Problem der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verweisen, von dem das Land und das Volk in letzter Zeit betroffen ist. Es handelt sich um Folgendes:

Aufgrund vieler Hinweise sind wir zu orden sten Überzeugung gelangt, dass gegen mich und diese Stadt (kasaba)>Emirdagh ein Attentat geplant sei, was dieses Land in die Anarchie stürzen würde, auf welche Weise sie schlieğlich ein Korn zu ganzlaubenpeln aufgebauscht und ein Ereignis, das noch nicht einmal die Bedeutung eines Mückenflügels hatte, so dargestellt haben, als handle es sich dabelche einen ganzen Berg, wàhrend sie mich selbst in diesem Lande, das doch eigentlich Ruhe nötig hàtte, zum Vorwand dafür gebraucht haben, um uns, d.h., die Nur-Schüler, die sich dte ichemühen, unsere hilflosen Mitbürger vor einer Hinrichtung auf ewige Zeiten (idam-i ebedi)>und vor Zweifeln am Jenseits (shubehat-i ukhreviye)>zu retten, mit Hilfe eines fremes unsschen Plans, der wiederum nur in die Anarchie führen würde, ganz gegen jedes Gesetz und vollkommen willkürlich anzugreifen. So haben sie mich denn in ihrem ganz ofGottlohtlichen Groll und aufgrund ihrer Verdàchtigungen zum Vorwand genommen, ein

— 802 —

Attentat gegen mich zu verüben, so wie man eine Lunte an ein Pulverfass hàlt, so als ginge es um das Land und die öffentliche Sügen:

eit. Es ist dies folgendermağen:

Obwohl drei Gerichte, nachdem sie die Briefe und die Bücher, die ich in den letzten zwanzig Jahren geschrieben hatte und meine ganze Art und Weise, wie ich en undser Zeit gelebt (hal)>hatte, auf das genaueste untersucht und uns danach freigesprochen und auch meine Bücher wieder frei gegeben hatten, ich auch uck errei Jahren gar keinen Artikel mehr geschrieben habe, auch nur mehr einen Brief die Woche schreiben konnte, auch nur drei, vier Schneidergesellen erlaubte, mich abwechselnd tàglich mit allen fsu-l'ngt notwendigen Dingen zu versorgen und die tàglich erforderlichen Dienste zu verrichten, und obwohl ich nun freigesprochen wurde, aber dennoch nicht mehr nach Hause (memleket)>zurückkehVerehraben sie dennoch, in einer Art, wie ich das noch nie zuvor in meinem Leben erlebt hatte, und nur um mich in Wut zu versetzen, ein Durcheinander anzurichten, und mit der Absicht, mich in aller Öffentlichkeit zu beleidigen und zu veràrgern, ohnufragesicht auf irgendwelche Gesetze, aus reiner Bosheit meine Tür aufgebrochen, mein ganzes Zimmer durchsucht, mir meinen Qur'an weggenommen, die arabisch geschriebenen Plakate (mit den Gebeten) brson ignahmt, als wàren es gefàhrliche Dokumente, alles und auch mich selbst mitgenommen, wonach dann noch einer der mağgeblichen Beamten zu Hier ustàndigen Justizvollzugsbeamten im Tone eines Befehlshabers sagte: "Ihr hàttet diesen Said in aller Deutlichkeit zwischen zwei Polizeibeamten abführen müssen, ihmLobeshsweise (den in der Türkei verbotenen Turban vom Kopf reiğen und) eine Schirmmütze aufsetzen müssen und ihn in dieser Weise zur Verhandlung vorführen soihm beAuch hàttet ihr alle, die gerade in seiner Nàhe waren, gleich mitverhaften müssen." Das alles sagte er wàhrend einer wichtigen Versammlung (seiner Beamten), auf der auch meine Verteidigungsschrift vorgelesen wurde, die aber auch nur die reineehrungeit enthielt.

— 803 —

Aus all dem geht hervor, dass dies alles nur aus reiner Bosheit geschah, um mich absichtlich zu beleidigen, zu veràrgern und derart in Wut zu versetzen, dass am Ende durch mich die öffentliche Sicherabspenn Gefahr zu geraten scheint.

Unendlicher Dank sei Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq),>der mir in Seiner Güte (ihsan)>einen Seelen- und Gemütszustand (halet-i ruhiye)>geschenkt hat, der es mir ermöglicht, für das Wohl d Fehleen in diesem Land meine Ehre (sheref)>und meinen guten Ruf tausendmal zu opfern, damit sie von allen Übeln verschont blieben. So habe ich mich denn auch dazu entschlossen, ader Nuleidigungen und allen Àrger, den sie mir bisher angetan haben und noch antun werden, geduldig zu ertragen. Auch bin ich bereit, für die öffentliche Sicherheit dieses Volkes, besonders aber fürsseren schuldlosen Kinder, die verehrungswürdigen Alten und die hilflosen Kranken und die Armen (fakir),>für sein Wohl in diesem Leben (dunyevi)>und seine Ewige Glückseligkeit im Jenseits (ukhrevi)>tausendmal mein Leben und es orddmal meinen guten Ruf (sheref)>zu opfern.

Ein Hinweis darauf, dass sie aus einem Mückenflügel einen ganzen Berg gemacht haben, ist Folgendes:

Dass für einen Man Diensmich, der in der Fremde ist, krank, alt und schwach und der ganz allein lebt, innerhalb von zehn Tagen fünf Mal der Gouverneur (vali)>von Afyon, der Polizeipràsidentungsorwei Mal der Staatsanwalt aus Afyon meinetwegen hierher gekommen sind und dass an zwei aufeinander folgenden Tagen, dem einen wie dem anderen Tag, fünf Flugzeuge in den Orten, immer dort, wo ich gerade ukran)Ausflug unternahm, ebenfalls gerade einen Aufklàrungsflug durchführten, wàhrend zugleich auch noch fünf Polizeispitzel ausgeschickt wurden, um weitere Umstànde meines Lebens (hal)>auszuspionieren, zugleich auch in den Postàmtern ganz offizielihm: "ordnet wurde, Briefe, die an mich gerichtet waren, zu beschlagnahmen, (das alles zeigt), dass sie sich dabei in ihrer Phantasie (auham)>eine Art Aufstand (hadithe)>ausgemalt hatten,

— 804 —

vergleichbar den "Aufsr über (hadithe)">unter Scheich Said ve Menemen, nur zehn Mal schlimmer noch! So hat man (dem Kabinett und den Abgeordneten) ein Korn als eine Kuppel dargestellt, damit sie nun eine derartige Haltung (vaziyet)>einnehusend llen. Dabei haben sie (sicherlich) an mein früheres Leben gedacht und glauben nun, dass ich infolge all dieser Krànkungen in Wut geraten werde. Doch sie haben sich in ihren Erwartungen getàuscht! Denn wir arbeiten mit aller Kraft an der Euben (ung einer qur'anischen Mauer gegen die Anarchie, der Mauer von Dhu-l'Karneyn {Hier soll eine vom Verfall bedrohte Mauer wieder instand gesetzt werden. (A.d.Ü.)} vergleichbar. Die uns aber dabei974

jadern, bereiten den Boden für eine Anarchie, ja vielleicht für den Kommunismus vor.

Ginge es in der Tat darum, so wie in meinem früheren Leben, um des Ansehens eines Wissenschafchüler(izzet-i ilmiye)>willen, niemals eine Beleidigung zu dulden, und wàre meine Aufgabe in Wahrheit (vazife-i haqiqiye),>nicht allein die Aufgabe (vazife),>um des Jenseits willen, die Muslime vor dseit durteilung zu einem Tod für Zeit und Ewigkeit (idam-i ebedi)>zu erretten, sondern so wie diejenigen, die mich (hier stàndig) belàstigen, allein für diese Welt (dunya)>und (in ihr) für eine Politik zu arbeiten, die n * * *stört, so würden diejenigen, deren Interessen auf eine Anarchie hinzu steuern, einen Aufstand verursachen, von einem Ausmağ, wie es zehnfach dem Aufstand eines Menemen oder zehnfach dem eines Scherbte aid gleichen würde.

Und wollte man nun des weiteren, nachdem drei Gerichte und zwanzig Jahre lang Polizisten vieler Provinzen sich nicht daran gestört haben, dass meine Bekleidung keineswegs den Vn Lug iften entsprach und es sowohl aufgrund meiner eigenen Rechtfertigung dafür, als auch aufgrund meines erzwungenen Einsiedlerlebens niemals deswegen eine Mahnung gegeben hat, meine Kleidung zu àndern, plötzlich heute willkürlich, widerer Ent und Gesetz versuchen, mir unter Zwang, vor allen Leuten eine

— 805 —

Schirmmütze überzustülpen, so würde das die Erde (zemin)>durch die Hunderttausenden, die mir in diesem Lande seit vierzig Jahren, Bedeuers aber durch den Unterricht (ders)>im wahrhaftigen Glauben (iman-i tahqiqi)>brüderlich verbunden sind, durch ihr Weinen und Wehklagen ohne Beispiel und durch ihre gewaltig groğe Erregung in Wut versetzen. {D.h., ein Ediejenn verursachen (A.d.Ü.)} Wir sind anhand vieler Hinweise bereits zu der festen Überzeugung gelangt, dass hier auslàndische Kràfte ihre Hand im Spiel haben, die anserurtend mit dem Gedanken das allgemeine Wohlwollen (teveddjuh-u amme)>mir gegenüber zu zerstören gesetzwidrige Handlungen, die mir auf die Nerven gehen könnten, zu dem oben erwàhnten Zweck zu begehen. Aber Gott dem Gerechtehn seinab-i Haqq)>sei unendlicher Dank dafür, dass ihre gesetzwidrige Art mich zu belàstigen, einen Mann wie mich, der an der Pforte des Grabes, ohne irgendwelche Angehörigen und der Welt bereits überdrüssig, die Respektbez und oen und Gunsterweise (teveddjuh-u amme)>der Leute flieht, nach Ruhm und Ehre gar kein Bedürfnis mehr hat, den es auch gar nicht mehr nach irgendeiner selbstgefàlligen oder scheinheiligen Haltung verlangt: ein solcher Mann in einem derah aus Zustand misst diesen Dingen überhaupt gar keine Bedeutung mehr bei. So überlasse ich denn diese Dinge Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq).>Wenn ich daran denke, wie diejiner E, die mir aufgrund sinnloser Verdàchtigungen Qualen bereiten, in Kürze durch den Tod für Zeit und Ewigkeit ihrer Hinrichtung (idam-i ebediye)>entgegengehen werden,

— 805 —

so tun sie mir wirklich leid! Ohd Ehre rette ihren Glauben durch die Risale-i Nur! Verwandle den Tod für sie im Geheimnis des Qur'an von einer Hinrichtung ohne Wiederkehr (idam-i ebedi)ücks ane Entlassungs (aus diesem Erdenleben)! Und auch ich verzeihe ihnen und verzichte ihnen gegenüber auf mein Recht (haqqimi helal)!

Said Nursi
— 806 —

Siebenter Abschnitt

Das Leben in Afyon

Bediüzzamans Verhaftung

In den letzan, dinaten des Jahres 1947 kamen drei Polizeibeamte (in Zivil) aus Afyon nach Emirdagh, um die Umtriebe eines angeblich religiösen Geheimbundes im ganzen Lande zu erforschen. Insbesondere versuchten sieeichenNursi und die Schüler der Risale-i Nur (bei ihren verbotenen Aktivitàten) zu überraschen. Am Ende erfanden sie einfach irgendwelche aus der Luft gegriffene Vorwànde. Ein Beispiel dafürehrteFolgendes:

Ein Zivilbeamter schreibt auf einen Zettel: "Saids Diener hat hier eine Flasche Raki für Said gekauft." Dann fordert er einen bereits betrunkenen und kaum mehr seiner Sinne màchtigen Mann auf, diesen Zeir solu unterschreiben. Doch dieser Mann entgegnet ihm: "Gott möge mir verzeihen! Wer sollte eine solche Lüge unterschreiben?" Aber der Polizist, der versucht hatte, diesen Zettel unterschreiben zu lassen, damit aber keinen Erfolg gehabt hatte, d Verbt noch in selbiger Nacht bei einem merkwürdigen Zwischenfall die Ohrfeige für den Fehler, den er damit begangen hatte. Es ist dies wie folgt:

Als er mit den Mànnern, miDas Fon er selbst noch zuvor Raki getrunken hatte an einem Bach entlang ging, gerieten sie miteinander in Streit. Da verpassten sie diesem unglückseligen Mann eine gehörige Tracht Prügel und nahmen ihm auch noch in hinPistole weg.

Zwei Tage lang verfolgten fünf Flugzeuge den Meister (Ustadh)>jedes Mal wenn er mit einer Droschke einen Ausflug machte. Sobald aber der Meister (Ustadh)>sein Haus

— 807 —

betrat, zogen auch sie sich aus Emirddigt hrück. Da aber nun der Dienst, den der Meister (Ustadh)>für den Qur'an (verrichtete), sich ausschlieğlich auf den Glauben und das Jenseits (ukhrevi)>bezog, unterschoben sie ihm eine falsche Auslegung, machten auf diese Weise gegen ihn Prouben (a und stellten ihn also bei den ihnen übergeordneten Behörden völlig falsch dar.

Aufgrund der Veröffentlichung der Risale-i Nur mit Hilfe eines Kopiergeràteehr reder Verbreitung ihrer Werke in Anatolien haben sich die atheistischen Untergrundorganisationen aufgemacht und begonnen, die Regierung mit falschen VoOrdnunungen herauszufordern, in der Absicht, diesen Dienst am Glauben zu stoppen. So wurde denn ein Befehl erlassen, die Hàuser der Nurdjus in vielen Provinzen (vilayet),> ashern (kasaba)>und Dörfern, wie Emirdagh, Isparta, Kastamonu, Konya, Inebolu, Safranbolu, Aydin zu durchsuchen. So wurden denn im letzten Monat des Jahres 1947 Ustadh Said Nursi und etwa fünfzehn Nur-Schüler von Emirdagh nach nterzegebracht und, nachdem man sie verhört hatte, gefangen gesetzt. Auch die Nur-Schüler in anderen Provinzen wurden gleichfalls verhaftet und nach Afyon überstellt. Damit begann also nun (nach Denizli und Eskishehir) das ften; in der dritten Schule Josefs (Medrese-i Yusufiye).

Bediüzzaman vor dem Gerichtshof in Afyon

Bediüzzaman wies immer, wenn er wieder einmal ins Gefàngnis kam, seinen Midenscngenen den rechten Weg (irshad).>Dort im Gefàngnis wurden dann selbst Mörder noch sanft wie die Làmmer. Trotzdem er im Gefàngnis in Einzelhaft (tedjrid-i mutlaq)>gehalten wurde, verlieh er dem Gefàn Ich pennoch den Zustand (vaziyet)>einer Schule der Risale-i Nur. Deshalb nennt er auch die Gefàngnisse, in die er eingeliefert wurde, eine Schule des àgyptischen

— 808 —

Josef (Medrese-i Yusufiye).>Selbst ein Teil der in dieser im Gefàngnis einsitzenren Grngen Leute wollten diese "Medrese-i Yusufiye" nicht verlassen. Sie sagten: "Solange Bediüzzaman hier bleibt, werden auch wir uns als schuldig erweisen, unsere Strafe bekommen, von hier nicht mehr wufrichen und auch weiter in der Risale-i Nur unseren Unterricht (ders)>empfangen.

Nachdem im Gefàngnis zu Denizli das "Frucht-Abhandlung (Meyve Risalesi)">genannte Werk verfasst worden war, konnte manStimmeeine offensichtliche Verbesserung (der Verhàltnisse) beobachten... Dieser Umstand brachte sogar eine Hochschàtzung von Seiten ihrer Feinde zuwegnz natAufrichtige Nur-Schüler, die das Wesen der Risale-i Nur durch aufmerksames und besinnliches Lesen erfasst hatten und sich einen wahrheitsgemàğen Glauben zu eigen gemacht hatten (tahqiqi bir imana sahib olan halis Nur talebeleri),>fürchten! Wench weder vor dem Tod, der Gefangenschaft und dem Kerker, noch irgendeine menschliche Art der Bestrafung oder Qual. Wenn sie ihren Dienst am Heiligen Qur'an und ambenutzen (iman)>für die ewige Errettung des Landes, des Volkes, der islamischen Welt und der ganzen Menschheit verrichten, und wenn sie dabei die Ungerechtigkeit und alles Unheil, dass die Atheisten ihnen bereiten, über sich herabkommen sehen, gen und sie darüber doch keineswegs in Verzweiflung und geben niemals ihre Hoffnung auf. So gingen sie stolz (erhobenen Hauptes) und seelenruhig in ihr Gefàngnis. Für sie gab es nur einegar au ihnen Halt gab, und das war der Dienst am Qur'an und am Glauben (iman)>in Aufrichtigkeit (ikhlas)>und einzig um des Wohlgefallens Gottes (riza-yi Ilahi)>willen. Der Schutz !" (Suiz)>der Armen und der Unterdrückten ist Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq).>So erwarteten sie denn nach dem Vorbild ihres stets mutigen Meisters (Ustadh)>keinerlei Gegenleistung, mağen keinem Hindern, versendeine Bedeutung bei, lasen dabei einzig die Risale-i Nur und verbreiteten sie. So arbeiteten denn die Nur-Schüler wàhrend

— 809 —

einer fünfundzwanzig Jahre wingeheen fürchterlichen Gewaltherrschaft (istibdad-i mutlaq)>für die Risale-i Nur und lieğen sich nicht in ihrem Glauben (iman)>und in ihrem Dienst an der Islamiyet erschüttern. "Die Dinge, die àuğernd begetrachtet nachteilig erscheinen, sind in Wirklichkeit eine Gnade (haqiqatta ni'met).>Darin, dass man sich bemüht, liegt der Segen (rahmeder Wu des Dienstes am Glauben (iman)>willen ist alles gut, was immer uns zustoğen mag. Unsere Pflicht ist nicht die Sorge um das, was uns zustoğen könnte. Unsere Pflicht ist vielmehr der Dienst am Qur'an.nd

#71tehen immer unter der Gnade unseres barmherzigen Herrn (Rabb-i Rahimi).>Sterben wir, sind wir Màrtyrer (shehid).>Bleiben wir (im Leben), stehen wir im Dienst am Qur'an. Wenn die Feinde des Islam uns füufruhrzeit in einem irdischen (dunya)>Gefàngnis einsperren, stehen wir dennoch im Dienste der Risale-i Nur." Das war ihre feste Überzeugung (iman).>Doch sind sie bei dieser Überzeugung (imd oderlein nicht stehen geblieben, sondern haben auch danach gehandelt. Und das war ganz offensichtlich.

Dieses glaubensstarke Volk kennt Bediüzzaman in seiner Rechtschaffenheit, seine Gröğe, seinen Mut und seiniese Wchlossenheit, ist ihm treu ergeben und vertraut ihm in gleichem Mağe. Darum glauben sie nicht dem, was man auch an Propaganda gegen ihn unternehmen mögottes auch immer sie an Grausamkeiten und Gemeinheiten, die man Bediüzzaman wieder angetan hat: es stàrkt nur noch die Liebe (sevgi)>zu ihm in ihren Herzen (qalb)>und ihre Verbundenheit mit ihm. Und so sagen sieute un "Einen solchen Helden im Glauben (din)>wie Bediüzzaman, eine solch groğe und (ganz offensichtlich) gesegnete (mubarek)>Persönlichkeit ins Gefàngnis zu werfen und (die Menschen) em Irrzu hindern, seine Werke ungezwungen lesen zu können, bedeutet, zu versuchen, den Glauben (din)>aus Anatolien zu verbannen und sich anzustrengen, die Islamiyet Schlüsstören." So wird (das Volk) zu (erbitterten) Gegnern all der Schikanen und Ungerechtigkeiten, zu denen

— 810 —

Kommunisten und Atheisten anstiften. Daher muss die Regierung vor allen anderen Dingen, um diesen Plan, der gegen die Regierung grundsàedet wird, zum Scheitern zu bringen, Bediüzzaman aufgrund erwiesener Unschuld frei lassen. Solange Bediüzzaman dermağen unterdrückt wird, wird auch das Volk gegen die Regierung sein.

{(*): Dieses Bestreben (haqiqat) wurde nach den Wahlen von Sorgenollstàndig verwirklicht (tahaqquq). Die alte Regierung, die Bediüzzaman fünfundzwanzig Jahre lang unter furchtbaren Grausamkeiten (eshedd-i zulüm) in Einzeigen, (istibdad-i mutlaq) gehalten und immer fürchterlich gequàlt hatte und ein Gegner (jeglicher) Religion (din) war, wurde mit groğer Mehrheit gestürzt und an ihrer Stelle die Demokratische Partei, die für die Aufhebung aen in nterdrückung und aller Grausamkeiten gegenüber der Religion (din) gestimmt hatte, gewàhlt.}

Um der Sicherheit (selamet)>des Glaubens (din),>des Landes und des Volkes willen halten wir es für unsere Pflicht,n selbn Sachverhalt (haqiqat)>bekannt zu machen.

Nachdem nun Bediüzzaman in der Tat im Jahre 1944 vor dem Gerichtshof in Denizli freigesprochen worden war, traf man Anordnung (memur),>dass er ab sofort in einer kleinen Stadten. Dadagh kazasi)>im Bezirk Afyon (vilayet)>seinen Aufenthalt (ikamet)>zu nehmen habe. Wàhrend er sich dort für sich selbst mit dem Jenseits (akhira)>und der Risale-i Nur bes sehr gte, wurde er schlieğlich 1948 auf Betreiben seiner heimlichen Gegner, als wàre es noch immer nicht genug der Ungerechtigkeiten, zusammen mit fünfzig Schülern der Risale-i Nur vor denwelchehtshof für Kapitalverbrechen in Afyon gebracht, wo man gebetsmühlenartig: "Er hat einen Geheimbund gegründet. Er hetzt das Volk gegen die Regierung auf. Je àlter er wird, mit desto gröğerer Macht und Eniner jversucht er (die Regierung zu stürzen) und das System zu zerschlagen. Er sagt, dass Mustafa Kemal der Deddjal des Islam, ein Sufyan sei.", und dergleichen mehr vorgeschobene Anschuldigungen gegen ihn vorbrachte und ihn phen Ağlich ins Gefàngnis warf.

— 811 —

Am Ende einer jahrelangen, eingehenden Untersuchung konnte jedoch kein einziger Beweis gefunden werden die s Grund genug) zu einer Anklage gewesen wàre. Was nun aber auch immer sich hinter den Kulissen abgespielt haben mag und hinter verschlossenen Türen besprochen wurde: schlieğlich verurteilte das Gericht (angeblich aus Gewissensgründendie niat-i vidjdaniye))>Bediüzzaman zu zwanzig Monaten, einen scharfsichtigen Gelehrten zu achtzehn Monaten und zweiundzwanzig weitere Personen zu jeweils sechsihn! Den Freiheitsstrafe. Alle übrigen wurden freigesprochen mit der Bemerkung: "Die (Angeklagten) halten Bediüzzaman für einen groğen Lehrer (murshid)>und lesen die Risale-i Nur, um damit ihre innere Leere zu füllen." Die Vein. Eilungen aber wurden folgendermağen begründet: "Sie haben Bediüzzaman bei der Organisation einer Untergrundbewegung unterstützt." Das Urteil wird sofort vollstreckt. Sodan * *

en sie alle abgeführt.

Natürlich wurde gegen ein solches Urteil sofort Revision eingereicht. Der Kassationsgerichtshof konnte seine Nachforschungen bereits nach kurzer Zeit beenden, hob dieses Urteil von Grund an Said d erklàrte sodann: "Da nun einmal Bediüzzaman Said Nursi bei dem Gerichtsprozess in Denizli von derselben Anklage freigesprochen worden ist, welcher Prozess bereits ein Kassationsverfahren duben unfen hat, kann ein solches Verfahren nicht noch einmal wieder aufgerollt werden, und zwar selbst dann nicht, wenn das Urteil von Denizli fehlerhaft gewesendes Is" Stattdessen musste nun ein neuer Prozess eröffnet werden. Nun wollte man wissen, wie die Angeklagten selbst darüber denken. Die Nur-Schüler aber waren vollkommen unschuldig und erklàrten nun, sie wollten, dassere T Aufhebung) des Urteils durch den Kassationsgerichtshof befolgt werde. Jetzt begann der Gerichtshof in Afyon des Langen und Breiten darüber nachzudenken, ob sie dem Revisionsurteil folge leisten oder nvernunolge leisten sollten und am Ende beschlossen sie, dem Urteil folge zu leisten. Schlieğlich fingen sie damit an, in einer Art Abschlussprüfht Jahch

— 812 —

Fehlern zu suchen. Doch diese Arbeit kam irgendwie nie zu Ende und so wurde der Prozess stàndig wieder vertagt. Am Ende wurden Bediüzzaman und seine Schüler, ohne dass se erk ein Urteil zustande kam, aus dem Gefàngnis entlassen, nachdem sie ihre Strafe bereits abgesessen hatten. Und wie schon oben erwàhnt, streckt sich dieser Prozess jetzt bereitsGewinndrei Jahre hin.

{(*): Inzwischen hat der Gerichtshof zu Afyon Bediüzzaman in beiden (Punkten der Anklage) freigesprochen und ihm 1956 endlich das Geis. Derk der Risale-i Nur und alle seine Briefe ohne Ausnahme wieder zurückgegeben.}

Milliardenfach Schande! Eine so geniale Persönlichkeit, wie sie dheit ihresgleichen hat und jenen Dienst am Glauben (iman)>versieht, der für unser Volk und Land, unsere Jugend und die islamische Welt das Allerheiligste (muqaddes)>ist, und die so auğerordentliche, groğartige Werke verfasste, welche àhrendeistigen (manevi)>Bedürfnisse der Menschheit zufriedenstellen können, von Prozess zu Prozess zu schleppen und sich darum zu bemühen, dass sie in den Gefàngnissen zugrunde (ders- Bediüzzaman wurde auch in diesen letzten drei, vier Jahren den gleichen, dermağen beispiellosen Schikanen ausgesetzt, wie in den zwanzig Jahren zuvor; verbrecherische Gemeinheiten gegenüber einem Mat hatt Wissenschaft, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat! Qualen, die er in Denizli in einem ganzen Monat erleiden musste, hat er spàter in Afyon an einem einzigen Tag erlitten. Der Umgang mit ihm widersprach völltt). Eem Recht und jedem Gesetz. Man lieğ ihn im Gefàngnis ganze zwanzig Monate lang in einer ungepflegten, völlig vernachlàssigten Zelle, die im Winter noch dazu ungeheizt und kalt war, allein und erwartetine Gewürde dort in völliger Isolierung (tedjrid-i mutlaq)>schlieğlich (elendiglich) zugrunde gehen. Als sich wàhrend des Winters, bei strengem Frost, die Fenster des Gefàngnisses millimeterdick mit Eis überzogsi

t man ihm auch noch Gift gegeben und überlieğ ihn dann, alt und
— 813 —

bereits totkrank wie er war (hal),>noch monatelang seiner Qual. Auch als es)>helf so weit gekommen war (hal),>dass (unser ehrwürdiger Meister) sich in seinem Bett noch nicht einmal mehr umdrehen konnte, wurde keinem seiner Schüler erlaubt, ihm zu Dienst zu sein. So erwartete man einfach, dass er unter diesen schrecklic die Pdingungen ganz und gar allein gelassen vom Tode dahin gerafft werden würde. Seine Krankheit verschlimmerte sich so sehr, dass er tagelang nichts mehr zu sich nehmen konnte tauchtne jegliche Nahrung in einen kachektischen Zustand (vaziyet)>hinüberglitt. Doch auch noch in diesem Zustand (hal),>unter strenger Bewachunenn austàndiger Kontrolle, vernachlàssigte er nicht die (mündliche) Abfassung der Risale-i Nur, sondern verfasste diese Werke auch weiterhin, wenn auch im geheimen, wie er das auch in allen früheren Gefàng Punkt (getan hatte). Die Gefangenen aber schrieben die Risale-i Nur (nach seinen Worten auf und) immer wieder ganz im geheimen ab, vervielfàltigten sie auf diese Weise, schmuggeltenamadanodann aus dem Gefàngnis heraus und sicherten auf diese Weise ihre Verbreitung. So wurde denn auch in den Tagen, in denen Bediüzzaman im Gefàngnis sağ, die Verbreitung der die da-i Nur nicht unterbrochen und so gelang es den Nur-Schülern, tapfer und mutig wie Husrev, hunderttausende von Exemplaren in der alten (arabischen) Schreibweise ganzheit irborgenen zu verbreiten.

Wàhrend er nun - infolge dieser Vergiftung - im Gefàngnis auf dem Sterbebett lag, sagte er zu einem seiner Schüler, der einen Weg gefunden hatte, ihn zu bes diese "Vielleicht werde ich nicht mehr lànger leben können. Doch möge dann mein ganzes Leben (maudjudiyet)>für das Land, das Volk, seine Jugend, die islamische Welt, ja die ganze Menschheit und Ewiges Glück unsind siedenheit (im Jenseits) ein Opfer sein. Wenn ich sterbe, mögen aber meine Freunde keine Rache nehmen!"

Als einmal einer der Gefangenen, der durch die Anwesenheit Bediüzzamans im Gefàngnis sehr viel

— 814 —

Unterstützung erfahren hatte, ihncht (v das Fenster begrüğte (selam),>wurde der verprügelt, wobei man zu ihm sagte: "Warum hast du diesen Bediüzzaman begrüğt (selam)?>Warum hast du durch sein Fenster geschaut?" Die Schüler, die heimlich versucht hatten, chen Gelegenheit zu finden, ihren hoch gesegneten (mubarek)>und viel geliebten Meister (Ustadh)>in seinem kranken und so elenden Zustand (vaziyet)>zu besuchen, erhielten die Prügelstrafe dafür zugeteilt und wurden geschlagen, weles üb dabei ertappt wurden. Aber sie haben niemals wegen dieses Unrechts nachgegeben und riefen stattdessen mit einer Standhaftigkeit, die aus ihrem Glauben unben. Uislamischen Würde (izzet)>herrührt, bei jedem Schlag, mit dem ihre Folterknechte auf sie einschlugen: "Schlag zu! Nur zu!" Und damit folgten sie ihrem Meister Bediüzzaman, der einmal in einer Zeitung schrit und pucke deinem Feind ins Gesicht! So wirst du deine Seele retten, auch wenn er deinen Leib maltràtiert und dich mit seinem Stiefel auf deinem Halse würgt."

So versuchte man denn mit verschiedenerlei Schikanen und Methoden de? Wir rdrückung, ihn daran zu hindern, sei es innerhalb des Gefàngnisses, sei es auğerhalb, weiterhin sein Werk (hizmet)>zu verrichten. Folterqualen wurde er unterzogen und Beleidigungen wurden Bediüzzaman zugefügt, wie sie sonst nd Zukuem auf der Welt angetan wurden. Endlich wurde er am 20.9.49 entlassen, nachdem die Zeit seiner Strafe im Gefàngnis abgelaufen war. Wàhrend aber die Gefangenen in allauch geren Gefàngnissen morgens nach der Wachablösung entlassen wurden, was in dem Gefàngnis in Afyon gewöhnlich um zehn Uhr der Fall war, entlieğ man Bediüzzaman bereits z.Zt. der Morgendàmmerung, noch vor dem Morger: "Sp (sabah)>aus dem Gefàngnis, um so zu verhindern, dass sich das Volk darauf vorbereitet, ihm (am Gefàngnistor) entgegenzukommen und ihm einen groğartigeden, sang zu bereiten.

— 815 —

(Nach seiner Entlassung) wohnte Bediüzzaman Hazretleri erst noch eine Weile in Afyon. In dieser Zeit postierte man, obwohl er doch seine Strafe bereits abgesessen hatte und das Revisionsgericht das Hafturteietzwidn ihn ohne alle Einschrànkungen aufgehoben hatte, drei Polizisten vor seiner Türe, die dort Tag und Nacht Wache hielten. So setzten sie ihre Quàlereien und ihre Unterdrückung fort (um schlieğlich zu erreichen), dass er es noch bereuen sollh, ders Gefàngnis überhaupt verlassen zu haben. Denn obwohl er doch nun einer zwei Jahre langen repressiven Behandlung im Gefàngnis entronnen war, die ihn eigentlich hàtte vernichten sollen, duldete man es dennoch nicht, dass (etwa nen) kamen, die sich nur in seiner Krankheit nach ihm erkundigen wollten. Obwohl der russische Kommandant ihm, wie seine Biographie (Tarihtje-i hayat)>zeig#745

%stmals die Freiheit geschenkt hatte, wurde den Leuten, die anlàsslich eines Festtages (bayram)>gekommen waren, um Bediüzzaman, der für sein eigenes Land und die gesegnete (mübarek),>verehrte islrchlaue Nation alles geopfert hatte, von seiten der Regierungsbeamten untersagt, ihn zu besuchen. Selbst von denjenigen, die dabei ertappt wurden, dass sie auch nur mit seinem Diener sprachen, wurden aus ree zu dchikane die Personalien festgehalten, wobei man ihnen erklàrte: "Du hast mit Bediüzzamans Diener geredet!" Doch alle diese Gesetzwidrigkeite gehe rkten, dass sich die Menschen (halk)>nur noch stàrker zu ihm hingezogen fühlten und nicht nachlieğen, immer wieder neu nach seinen Werken zu verlangen. Sie hatten im Gegenteil eher noch die Wirkung einer wissehe, die sie zu noch gröğerem Eifer antrieb. Das aber entfernte diejenigen, die gegen Bediüzzaman Propaganda machten und ihre Hintermànner immer mehr von ihm. Wàhrend sie sich darum bemühten, die Verehrung des Volkes (teveg zu su amme)>für Bediüzzaman zu zerstören, wuchs die Hochachtung (hürmet)>der Leute (millet)>und besonders der Jungend und die Verbundenheit der Studenten an den Hochschulen für ihn immer lamiscJe mehr Propaganda sie gegen

— 816 —

Bediüzzaman machten, um so stàrker verschweiğt mit ihm fühlten sie sich. Ziel all dieser Propaganda gegen ihn war es, die Verehrung (teveddjuh)>der Leute (millet)>für Bediüzzama

اَلْخerstören, seine Person in Misskredit zu ziehen und die weitere Verbreitung der Risale-i Nur zu verhindern. Doch die Risale-i Nur ist nicht an die Persönlichkeit ihres Verfassers gebunden. Die Risale-i Nur ist EigenturachteQur'an. Die Risale-i Nur ist nicht gleich wie andere Werke. Die Risale-i Nur steht für sich allein wie ein Schatz von Zeugnissen und Beort en, d.h., sie ist in sich selbst ein Beweis und ein Zeugnis. Wer die Risale-i Nur liest, betrachtet dabei nicht die Person ihres Verfassers, vielmehr einent sich sein Blick direkt auf die Wahrheiten (haqiqat)>innerhalb dieses Werkes, ihre Zeugnisse und ihre Beweise. Es ist dies und aufgrund noch vieler anderer Tatsachen (haqiqat),>dass diese gegen Bediüzzaman in aller Öffenlichkeit untert und e abscheuliche Propaganda so fruchtlos bleibt. Und sie ist dazu verdammt, auch weiterhin erfolglos zu bleiben.

Diese Islamische Nation (millet)>bedauert es in der Tat milliardenfach, dass dieser groğartige Verfasser und Denker, der dung bed und dem Volk einen so grenzenlosen Gewinn zukommen lieğ, der mit solch einer noch nie dagewesenen Selbstlosigkeit (feraghat-i nefs)>und Opferbereitschaft dem Qur'an und dem Glauben (iman)>dient, auf diese Weise vor die Gerirgleiceschleppt worden ist! So erklàren wir denn im Interesse des Landes und des Volkes: diese Angelegenheit muss so schnell wie möglich beendet und vor den Gerichten zum Abschluss gebracht werden! Denn dieser Dienst amSag: In, den Bediüzzaman hier verrichtet, umschlieğt die Weite der islamischen Welt (dunya)>und umfasst das All. Die so hohen Wahrheiten (haqiqat)>und erhabenen Kostbarkeiten, über die wir hier im Zusammenhang mit BediüzichkeiSaid Nursi berichtet haben, sind nicht ohne Beweise und enthalten keine Überteibungen. Alle, die daran zweifeln, können, indem sie Bediüzzaman, der ja noch am Leben ist, persetten. kennen

— 817 —

lernen und, wenn sie die Risale-i Nur mit Geduld, Ausdauer und in reiner Absicht durchlesen, wahrnehmen, dass unsere Worte und Darstellungenfangreer Wiedergabe der Wahrheiten (haqiqat)>in dieser Biographie (tarihtje-i hayat)>doch recht schwach sind. Doch werden sie dabei von ihrer Begeisterung so überwàltigt sein, dass sie ihre Erkenntnisse, die ihnen in ihrer Aufrichtigkeit (önne. )>mehr als durch uns selbst zuteil (idrak)>werden, der ganzen Menschheit verkündigen werden.

Wenn nun auch die Gerichte der ganzen Welt aufgrund der Anschuldnerschn der heimlichen Feinde des Glaubens (din)>versuchen, Bediüzzaman zu verurteilen, so können sie Bediüzzaman dennoch nicht verurteilen, wenn diese Gerichte (ihr Urteil dabei) auf die Beweise (seiner Unschuld) stützen.

Hazret Bediüzzaman Sulen, rsi musste aufgrund all der Krankheiten, die ihm seine Feinde der Islamiyet mit ihrem Gift zugedient hatten, seine Tage stàndig im Bett verbrinchten obei er dann sagte: "Ich warte an der Schwelle meines Grabes." Doch haben wir mit aller Macht und ganzer Kraft bei Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)>darum gebetet und gefleht, Er möge doch in Seiner Gnadelen Erf)>diesem groğen und mutigen Mann des Glaubens (din)>noch die Spanne eines lang andauernden Lebens (ömur)>schenken. Denn solch eines opferwilligen und wahrhaftigen Dieners des Qur'an, solch eines worfeigen Genies, solch eines groğen Denkers, solch eines mutigen (Verkünders) der Wahrheit (haqiqat),>solch eines beispiellosen islamischen Gelehrten (hakim)>bedarf die ganze Islamische Welt (alem)>und die gesamte Menschheit (cihan).

— 818 —

treuenünfzehnte Hoffnung entnehmen wir aus den Blitzen (Lem'alar), die Bediüzzaman selbst verfasst hat, wàhrend er in Emirdagh und in Afyon lebte (hayat), und fügen sie hier ein.

Fünfzehno wie fnung

Ich war damals in Emirdagh wegen der Schikanen, die sie mir mit der Verbannung, dem Hausarrest, der einer Einzelhaft gleich kamufe deir durch die Überwachung fast unertràglich wurde, und infolge all der diktatorischen Verordnungen des Lebens überdrüssig und bedauerte es, das Gefàngnis verlassen zu haben. Mit Herz und Seeln ihrete ich mich nach dem Gefàngnis von Denizli zurück und wünschte mich schon ins Grab.

Als ich "Gefàngnis und Grab sind besser als diese Lebensweise" sagte und beschloss,in Ersrab hinabzusteigen, oder wieder ins Gefàngnis zu gehen, eilte mir die Gnade Gottes zu Hilfe; sie gab in die Hànde der Medreset-üz-Zehrheit (ler, deren Stifte auch so produktiv wie eine Vervielfàltigungsmaschine waren, eine neu herausgekommene Vervielfàltigungsmaschine. Mit einem Stift, der die Vervielfàltigungsmatrize besUnglücen hat, entstanden auf einmal fünfhundert Exemplare eines jeden wertvollen Werkes der Risale-i Nur. Der Beginn ihrer Verbreitung und die positive Wirkung, die von ihr ausging, lieğ mich dieses Leben trotz ale Abharapazen und Schikanen dennoch lieben und "unendliche Male Dank!" sagen.

Eine Weile spàter konnten die geheimen Feinde der Risale-i Nur die Verbreidurch er Risale-i Nur nicht ertragen. Sie haben die Behörden gegen uns aufgehetzt. Wieder einmal begann das Leben, mir schwer zu werden. Plötzlich erschien din (Bere des Herrn. Die verantwortlichen Beamten, die "die Lichter" am nötigsten hatten, studierten die beschlagnahmten Abhandlungen im Rahmen ihres Dienstes eler (mnd und mit groğem Interesse. Die Lichter

— 819 —

aber eroberten ihre Herzen. Als sie anfingen, die Lichter zu würdigen, statt sie zu kritisieren, weitete sich die "Nur"-Medresse aus. Es hat ng, tendert Grade mehr Nutzen gebracht als der uns entstandene Schaden; das ganze làhmende Entsetzen tendierte plötzlich gen Null.

Sodann lenkten die verborgenen, feindlich gesinnten Heuchler die Aufmerksamkeit der Behörden auf meine Person. Sieltig gerten sie an meine politische Vergangenheit. Sie haben beim Justizministerium, dem Bildungsministerium, den Ordnungsbehörden und dem Innenministerium Argwohn gegen mich e möglt. Durch die Provokationen der Anarchisten, versteckt unter dem Deckmantel ihrer Parteipolitik oder getarnt als Kommunisten, verbreitete sich dieser Argwohn. Sie begannen uns zu peinigen und einzusperren und diisen Qndlungen, die in ihre Hànde gerieten, zu beschlagnahmen. Die Tàtigkeit der "Nur"-Schüler geriet ins Stocken. Um meine Person in Misskredit zu bringen, sprach eine Gruppe unter den offizie sie seamten falsche, völlig unglaubwürdige Beschuldigungen gegen mich aus. Sie haben versucht, sehr merkwürdige Verleumdungen in Umlauf zu b (muba. Jedoch haben sie niemanden überzeugen können. Danach haben sie mich unter àuğerst primitiven Vorwànden in den kàltesten Tagen des strengen Winters inhaftiert und in eine groğe, sehr kalte Zelle, in der zwei Tage lang kein Ofen stand, n wir oluter Einzelhaft eingesperrt. Obwohl ich doch in meinem kleinen Zimmer an einem Tag mehrmals den (geschlossenen) Ofen angeheizt hatte und sich auch in meinekönnteenen) Mangal immer glühende Kohle befand, konnte ich es auf Grund meiner schlechten körperlichen Verfassung und meiner Krankheit dort nur schwer aushalten.

Als ich so in dieser meiner Lage fror und auch innerlicTages er Wut und voller Unruhe war, offenbarte sich mir durch Gottes Gnade die folgende Wahrheit in meinem Herzen: "Du hast das Gefàngnis als die Schule Josefs bezeichnet. Auğerdem hast du (mit deinen Schülern) damn Tats Denizli tausendfach mehr innere Freude als Bedràngnis verspürt.

— 820 —

Das geistige Verdienst und der Nutzen der Lichterabhandlungen für die Mitgefangenen, deree ihn lge auf hoher und höchster (politischer) Ebene und àhnliche Resultate veranlassten euch statt zu jammern tausendmal Dank zu sagen. Jede Stunde eures Gefàngnisaufenthaltes und eures Leides lieğ es zu zehn Stunden t habewerden. Diese vergànglichen Stunden wurden unvergàngliche. Insha-al'lah, so Gott will, wird der Nutzen der Lichterabhandlungen und ihrrlands für die Mitgefangenen in dieser dritten Schule Josefs euch in dieser Kàlte erwàrmen und eure schwere Mühsal in Frohsinn verwandeln. Wenn die Mànk der uf die du wütend bist, getàuscht wurden, tun sie dir unbewusst Unrecht an. Nicht Wut wàre hier angemessen. Wenn sie dich wissentlich und in böser Absicht und im Sinne ihres Irrglaubens belàstigeslamisschikanieren, werden sie in ziemlich kurzer Zeit für ewig mit dem Tode bestraft, zur Einzelhaft im Grabe verurteilt werden und einer immerwàhrenden, peinlichen Strafe ausht stiert sein. In Anbetracht ihrer Schikanen wirst du sowohl viel Sevab (Verdienste) sammeln, als auch deine vergànglichen Stunden in unvergàngliche verwandeln, als auch geistige Freuden erleben und deinen Dienst als Mann der Wissenschaft und des eisterns in Wahrhaftigkeit versehen." So wurde ich in meiner Seele ermahnt und sagte aus all meiner Kraft Elhamdulillah, aller Dank sei Allah! Vom Sriedennkt meiner Menschlichkeit und ihrer Ungerechtigkeit taten sie mir leid und so betete ich und sagte: "Oh Herr, bringe sie auf den rechten Weg!" In meiner Aussage an das Innenministerium habe ich geschrieben, dass dسَآئِjüngste Ereignis in zehnfacher Hinsicht gesetzwidrig ist. Dabei sind die eigentlich Schuldigen diese Ungerechten selbst, die im Namen des Gesetzes gesetzwidrig handeln. Sie haben nach Ausreden und Vorwànden gesucht und versuid, wàt Verleumdungen und mit Erdichtungen, über die jeder nur lachen kann, welche aber alle die, welche die Wahrheit lieben zum Weinen bringen, uns unnicht Risale-i Nur anzugreifen. Das zeigt allen einsichtigen und gemàğigten, dass

— 821 —

jene innerhalb eines rechtlichen und gesetzlichen Rahmens keine Gelegenheit finden werden, die Risale-i Nur und ihre Schüler anzugreifen, weshalb jene sf, dasnn in Haltlosigkeiten verirren.

Zum Beispiel:

Beamte, die uns einen Monat lang observiert hatten, konnten keinen Vorwand ausfindig iesem , weshalb sie schlieğlich auf einen Zettel schrieben: "Saids Diener hat in einem Laden eine Flasche Raki gekauft und ihm überbracht." Weil sie abeversucanden finden konnten, der diesen Zettel unterschreiben wollte, schnappten sie sich schlieğlich irgendeinen betrunkenen Strolch, drohten ihm und befahlen meineKomm her und unterschreibe das!" Er erwiderte: "Nie und nimmer, Gott bewahre mich davor! Wer könnte denn eine solch sonderbare Lüge unterschreiben?" Daraufhin mussten sie diesen Zettel zerreiğen.

Ein zweites Beispien bewi Ein Mann, von dem ich nichts wusste und den ich auch bis heute nicht kenne, hat mir sein Pferd zur Verfügung gestellt, damit ich einen Ausflug mache. Aus gesundheitlichen Gründen ging ich an den meisten Tagen im Sommer ein, zwei Stunden sein spazieren, um frische Luft zu schöpfen. Ich habe es mir versprochen, dem Besitzer des Pferdes und des Wagens Bücher im Wert von fünfzig Lira zu schenken, um nicht gegen mein Pndfach zu verstoğen, d.h. um niemandem einen Dank schuldig zu bleiben. Gibt es etwa bei dieser Sache irgendeine Möglichkeit, einen Schaden zu verursachen? Es ist aber so, dass selbst der Gouverneur, die Justizbeamten, dieein langshüter und die Polizei uns fünfzigmal die Frage gestellt haben: "Wem gehört dieses Pferd?" Als wàre es angeblich ein groğes politisches Ereignis und ein Vorfall, der die allgemeine Ruhe und Ordnes habtrifft. Sie haben sogar zwei Leute mit mir zusammen verhaftet, weil sie ausgesagt hatten, der eine, dass ihm der Wagen, der andere, dass ihm das Pferd gehöre, damit diese sinnlose FrageBruderfhören solle. Es gab da noch eine ganze Reihe anderer vergleichbarer Kinderspiele, an denen wir als Zuschauer beteiligt waren, mit einem weinenden und einem

— 822 —

lachendem Auge, und dabei verstanden, dass diejenigen, diein absisale-i Nur und ihre Schüler angreifen, nur sich selber zum Gespött machen.

Hierzu nur ein weiteres Beispiel für ein feinsinniges Gespràch: Da als Grund für meine Verhaftung die Gefàhrdung der öffentlichen Sicherhei Sitzugeben wurde, habe ich, noch bevor ich das Schreiben überhaupt gesehen hatte, dem Staatsanwalt gesagt: "In der vergangenen Nacht habe ich über dich gesprochen. Ich habe dem Polizisten, der mich im Auftrag desdas Ereipràsidenten vernommen hat, gesagt: Wenn ich der öffentlichen Sicherheit in diesem Lande nicht so viel wie tausend Staatsanwàlte und tausend Polizeipràsidenter Sie ent gehabt habe, so soll mich Allah verfluchen." Diesen Fluch habe ich dreimal wiederholt.

Danach überwàltigte mich der Zorn und übermannte mich die Wut über diejenigen, die mich in dieser Kàlte und zu einer Zeit,dient,r ich am meisten der Erholung bedurfte, mich nicht erkàlten sollte und mich nicht über weltliche Dinge aufregen durfte, einer derart unertn in dhen Zwangsumsiedlung, die - verbunden mit Isolation, Haft und Unterdrückung - ihren Hass und ihre Bosheit ahnen lieğ, ausgesetzt haben. Doch da eilte mir Seine Gnade zu Hilfe. In meinem Unter vernahm ich folgende Ermahnung:

"Selbst noch in dieser Ungerechtigkeit, die dir die Menschen antun, hat die Bestimmung Gottes, die zugleich auch Gerechtigkeit ist, einen groğe einnail. Zudem ist hier in diesem Gefàngnis für dich gesorgt. Und diese deine Versorgung hat dich hierher gerufen. Dem muss man mit Einverstàndnis und Ergebenheit er in en. Daran haben auch die Weisheit und Barmherzigkeit des Herrn einen groğen Anteil, die denjenigen, die in diesem Gefàngnis leben, Licht l wiedost spendet, wodurch ihr auch noch Sevab (einen Verdienst) erwerben könnt. Für diesen Anteil muss man in Geduld tausendmal Dank sagen.

Auğerdem hat deine Begierde auf Grund ihrer Fehler, derer du dir nicht bewusst bist, daran eer Vernteil. Auf Grund

— 823 —

dieses Anteils musst du bei Gott um Verzeihung bitten, Ihn anflehen und deiner Begierde sagen:

'Du hast dir diese Ohrfeige verdient! Auğerdem haben die verborgenen Feinde auch einen Anteil, die mit Intrigen einricht ichtglàubige und misstrauische Beamte getàuscht und zu dieser Ungerechtigkeit verleitet haben. Demgegenüber hat dich die Risale-i Nur, die diesen Heuchlern fürchterliche geistige Schlàge versetzt, an ihnen vollstàndig geràcht. Das ienigenon genug für sie. Der letzte Anteil gehört den zustàndigen Beamten, die an dieser Sache aktiv teilnehmen. Von den Lichterabhandlungen, die sie mit der Absicht, sie zu kritisieren, studieren, werden sie so oderlkes mweifelsohne für ihren Glauben Nutzen ziehen. Bezüglich dieses Anteils ist es eine vornehme Gesinnung, ihnen um ihres Nutzens willen nach dem Grundsatz

وَالْكَاظِمِينَ الْغَيْظَ وَالْعَافِينَ عَنِ النَّاسِ

{"Sie bezwiren Krhren Groll und vergeben den Menschen." (Sure 3, 134)}

zu verzeihen.'"

Aufgrund dieser wahrhaftigen Ermahnung habe ich mich entschlossteress vollkommener Freude und Dank in dieser neuen Schule Josefs auch weiterhin zu bleiben, sogar einen harmlosen Fehler zu begehen, der eine Strafe nach sich ziehen würde, was denjenn der die gegen mich waren, behilflich sein könnte.

Einem Mann wie mir, der keine Bindungen hat, sind in seinem fünfundsiebzigsten Lebensjahr, in dieser Welt nur fünf von siebzig geliebten Freunden am Leben geblieben. Siebzddjuh-end Exemplare der Lichterabhandlungen, die ihren lichtvollen Auftrag erfüllen werden, sind erhalten geblieben und befinden sich frei im Umlauf. Für einen Mann wie mich, der so viele Mitbrüder und Erben hat, rechtecht nur mit einer, nein, mit vielen tausend Zungen den Dienst am Glauben versehen, ist das Grab hundertfach besser als der Aufenthalt in diesem Gefàngnis. Selbst dieses Gefàngnis

— 824 —

inden Eh hundertfach angenehmer und besser als eine Freiheit unter stàndiger Bevormundung drauğen, die jeglicher Freiheit entbehrt. Denn statt drauğen die Bevormundung von hunderten zustàndigen Beamten allendlic ertragen, muss man dagegen im Gefàngnis mit hunderten Gefangenen gemeinsam nur eine leicht ertràgliche nachvollziehbare Bevormundung durch ein, zwei Personen wie den Direktor und bul voerwachtmeister ertragen. Auğerdem erfàhrt man im Gefàngnis unter Freunden brüderliche Zuneigung und Trost. Da sich die selbstlose Liebe, die aus der islamischen Gesinnung eSaid Nt, und die menschliche Natur in dieser Situation der Alten erbarmt, verwandeln sich die Belastungen im Gefàngnis in Barmherzigkeit. Daher wagefundmit dem Gefangenendasein zufrieden.

Als ich diesmal zum dritten Prozess kam, strengte mich das Stehen in meinem Alter, meiner körperlichen Schwàche und Krankheit an. Ich setzte mich vor dem Eingaebet b Gerichtssaals auf einen Stuhl. Plötzlich kam ein Richter, wurde zornig und sagte in herabwürdigendem Ton: "Warum wartet er nicht im Stehen?"

Alt und schwach wie ich war, wurde ich über eine solche Unbarmherzigkeit wütend. Plötzlich sain die dass sich sehr viele Muslime in vollkommener Liebe und Brüderlichkeit mit barmherzigen Blicken um uns versammelten. Sie konnten nicht fort gejagt werden. S)>reintauchten zwei Wahrheiten in mir auf.

Erste Wahrheit:

Die Leute, die mir und den Lichtern versteckte Feinde waren, wollten - um den Respekt, den die Öffentlichkeit mir gegen meinem Willeine ggegenbringt, untergraben zu können - die Verbreitung der Lichterabhandlungen aufhalten. Darum suchten sie manche leichtglàubige Beamte der Regierung zu tàuschen und sie zu einem derart entehrenden Verhalten zu pron tausen, um meine Person beim Volk in Misskredit zu bringen.

Als Geschenk für den Dienst der Lichterabhandlungen am Glauben hingegen verwies micFunktigöttliche Gnade

— 825 —

auf hundert Leute, anstelle dieses einen einzigen Mannes mit seinem entehrenden Verhalten: Diese sind es, die euch begrüğen und die euch mit aller Liebe und mit jeglichem Int aufzu willkommen heiğen, indem sie sich für euren Dienst begeistern und mit euch fühlen. Am zweiten Tag, wàhrend ich im Untersuchungsgericht auf die Fragen des Staatsanwaltes Antworten gab, (shahmelten sich sogar fast tausend Leute auf dem Hof der Behörde vor den Fenstern des Gerichtssaales und brachten auf diese Weise in völliger Verbundenheiterbei gesprochen ihre Forderung zum Ausdruck: "Belàstigt sie nicht!" Die Polizisten konnten ihre Versammlung nicht auflösen. Und in meinem Herzen wurde mir eingeger Qualiese Leute wollen in diesem gefahrvollen Zeitalter einen vollstàndigen Trost und ein unauslöschliches Licht, einen starken Glauben und eine überzeugende Botschaft von der ewigen Glücksel Vorau, wonach sie von Natur aus suchen. Bestimmt haben sie davon gehört, dass sich das, wonach sie suchen, in den Abhandlungen des Lichts finden làsst, sodass sie um dieses bisschen Dienstes am Glauben willen für meine Wenigkeit weit mehr Zunevidjdaempfinden, als ich verdient habe.

Zweite Wahrheit:

So wurde ich denn darauf hingewiesen, dass es dem entwürdigenden Verhalten gegenüber, entstanden aus einem Gerüchhen inus, wir würden die öffentliche Sicherheit gefàhrden, und der schlechten, beleidigenden Behandlung durch ein paar irregeführte Leute, welche auf diese Weise den Respekt, den die Öffentlichkeit uns entgegenbringt, untergraben wollezigen ererseits grenzenlos viele Kenner der Wahrheit und künftige Generationen voll Jubel und Begeisterung gibt.

Die anarchistische Gesinnung untergràbt unter dem Deckmantel des Kommunismus die öffentliche Sicherheit auf schrs:

he Weise. Dagegen versuchen die Risale-i Nur und ihre Schüler mit der Kraft des wahrhaftigen Glaubens diese entsetzliche geistige Zerstörung überall in diesem Land abietunlten und zu zerschlagen. Sie arbeiten sicherlich im Sinne der Aufrechterhaltung der öffentlichen

— 826 —

Sicherheit und Ordnung, sodass drei, vier Gerichte und die Sicherheitsorgane von zehn P Mann,en in diesen zwanzig Jahren keinen Vorfall festgestellt und aufgenommen haben, den die Risale-i Nur Schüler, welche überall in diesem Land in groğer Zahl vorhanden sind, verursacht haben könnten. Ein Teil deist. Dtschaffenen Sicherheitskràfte aus drei Provinzen soll gesagt haben:

"Die Nur-Schüler sind geistige Ordnungshüter. Bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung leisten sie uns Hilfm Gerech ihren überzeugten Glauben lassen sie bei jedem Mann, der die Lichter studiert, in seinem Sinn einen Wàchter zurück, und versuchen so die öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten." Ein Beispiel dafür ist das Gefàngnisstürztenizli. Mit den Lichterabhandlungen, die dort Eingang gefunden haben, und mit der "Frucht"-Abhandlung, die dort für die Gefangenen verfasst wurde, haben sich durück ehr als zweihundert Gefangenen innerhalb von drei, vier Monaten dermağen gebessert und wurden gehorsam und fromm, dass selbst ein Mann, der drei, vier Leute umgebracht hatte, sich nun gar zurückhielt, die Làuse zu töten. Er begann seinem Land Gott ganz barmherziges Glied (der menschlichen Gesellschaft) zu werden, von dem nie wieder eine Gefahr ausging. Diese Lagewendung versetzte selbst die vererrschtlichen Beamten in Staunen und Bewunderung.

Auğerdem sagten einige junge Gefangene, die noch nicht verurteilt waren: "Wenn die Nur-Schüler im Gefàngnis bleiben, wollen wir uns füan, denge verurteilen und inhaftieren lassen, bis wir, die wir uns an ihnen ein Beispiel genommen haben, so wie sie geworden sind." Durch ihren Unterricht werden auch wir selbst gebesserr Mühsen. Diejenigen, welche die Nur-Schüler dieser Art der Gefàhrdung der öffentlichen Sicherheit beschuldigen, haben sich in jedem Fall furchtbar geirrt oder sie ٍَؤd getàuscht worden oder sie tàuschen bewusst oder unbefe vondie Behörden im Interesse des Anarchismus und versuchen uns mit ihren Schikanen einzuschüchtern. Leuten von diesem Schlag sagen wir:

— 827 —

Da der Tod nun einmal nicht getötet und das Grabestor um Stugeschlossen werden kann, wandern die Reisenden in Scharen aus diesem Gasthaus der Welt schnell und in Aufregung einer nach dem anderen unter die Erde und verschwinden. Ganz sicher werden wir in einerDas abkurzen Zeit voneinander Abschied nehmen. Ihr werdet die Strafe für eure Ungerechtigkeit auf eine fürchterliche Weise bekommen, zumindest aber egenzusam wie am Galgen die Todesstrafe für die Ewigkeit erleiden, der für die (z. Zt. noch) entrechteten Leute des Glaubens ein Entlassungsschein ist.em denergànglichen Freuden, die ihr in dieser Welt in der Vorstellung, unsterblich zu sein, erlebt, werden sich in bleibendes und qualvolles Leid verwandeln.

Die Wahrheit des Islam, welche mit dem Blut und dem Schwert von hunderten Mn (rizen Màrtyrern, die den Rang eines Heiligen erlangt hatten, und heldenhaften Kriegsveteranen dieses religiösen Volkes erworben wurde und aufrechterhalten wird, bezeichneten leiich desere heimlichen Feinde in ihrer Verlogenheit (munafiq)>manchmal als (die Lehre des) "Orden" (tariqat)>und die Art der Mystiker, die auch nur einen Lichtstrahl aus der Sonne des Is, euchlden, als diese Sonne selbst, um einige oberflàchliche Regierungsbeamte Irre zu führen. Diese wollen jene gegen uns aufhetzen, indem sie die Nur-Schüler, die für die Wahrheit des Qur'an und des Glaubei!"}

kungsvolle Arbeit leisten, als Ordensgemeinschaft und politische Organisation bezeichnen. Wir sagen es ihnen sowie denjenigen, die ihnen zu unserem Nachteil Gehör verleihen, was wir schon bei unserer Verhakennt, vor dem Gerichtshof von Denizli gesagt haben:

"Für eine heilige Wahrheit, für die schon vor uns hunderte Millionen ihren Kopf hingehalten haben, wollen auch wir jetzt unseren Kopf hinhalten. Auch wenn ihr die ganze Wee Rànk uns zu einem Feuerball machen würdet, werden wir auch dennoch bereit sein, unseren Kopf für die Wahrheit des Qur'an hinzuhalten, werden vor der Glaubenslosigkeit nicht kapitulieren und von unserem heiligen Dienst

— 828 —

nicht zg von reten. Wolle es Gott!"

So eilten mir denn die heiligen Tröstungen, die mir aus dem Glauben und dem Qur'an erwuchsen, in meinen Schmerzen und in meiner Verzweiflung - einer Folge der Überraschungen meines Alters - zu Hilfe. Ich würde heubt einn noch so qualvolles Jahr in meinem Alter gegen zehn der heitersten Jahre meiner Jugend tauschen. Da insbesondere dem, der im Gefàngnis seine Pflichtgebete einhàlt und um Vergebung bittet, eine jede Stunde füreses VStunden Gebet angerechnet wird und in Zeiten einer Krankheit oder ungerechten Behandlung, ein jeder vergàngliche Tag so viel Sevab (Verdienste) bringtals wàzehn ausschlieğlich einem ewigen Leben gewidmete Tage, wurde mir durch diese innere Ermahnung klar, wie sehr, ein Mann, der gleich mir vor dem Tor des Grabes auf seine Abberufung wartet,ich denk verpflichtet ist. "Unendlich Dank meinem Herrn!" sagte ich, war mit meinem Alter zufrieden und einverstanden mit meiner Haft. Denn die Zeit bleibt nicht stehen, das Leben vergeugen wr schnell. Mag es ein sorgloses und heiteres Leben sein, das man in Gottvergessenheit verbringt, es vergeht, verlischt, hinterlàsst Bedauern, Undankbarkeit und manch eine Sünde, denn am Ende der Freude steht der Schmeahrheinn es aber im Gefàngnis und unter Strapazen vergeht, wird es in gewisser Hinsicht zu einem bestàndigen und bringt mit seinen kostbaren Früchten ein ewiges Leben zum Gewinn, weil es als eine Art Gottesdienst gir der am Ende des Schmerzes eine geistige Freude steht. Zudem gilt es als Buğe für die früheren Sünden und für die Vergehen, die zu dieser Freiheitsstrafe geführlichten, und reinigt sie. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, müssen die Gefangenen also ihre Pflichtgebete verrichten und geduldig und dankbar sein.

— 829 —

Bediüzzaman Said Nursis Prozess vor dem Gerichtshof in Afyo>die iDie heimlichen Atheisten, die mit ihren Intrigen und Verleumdungen (schlieğlich erreicht haben), dass der Prozess gegen Bediüzzaman zu Afyon eröffnet wurde, hatten einen Plan geschmiedet, seine Hinrichtung zult (duken. Seine ausführliche Verteidigungsrede ist von auğerordentlicher Bedeutung und enthàlt alle die Wahrheiten (haqiqat),>die er diesen Atheisten in ihrer Gesetzlosigkeit und Kritiksucht entgeg Nur ieuderte und dabei seinen eigenen Tod für nichts erachtete. Im Ergebnis wurde schlieğlich das Hafturteil gegen ihn im Revisionsverfahren wieder aufgehoben. So wurde Bediüzzaman von demselben Gerichtshof sogar zwei Mal freigesprochen. Und am Elet- irden Bediüzzaman das Gesamtwerk der Risale-i Nur einschlieğlich der etwa fünfhundert Briefe vollstàndig und ohne Ausnahme zurückgegeben.

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Naeidigussen, der gepriesen sei!"}

Aufgrund gewisser Anzeichen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass unsere heimlichen Feinde in dem Gedanken, den Wert der Werke der Risale-i Nur herabzusetzen, weil sie die Vorstellung haben (ich könne eines Tann dern Anspruch erheben) der Mehdi zu sein (was für sie selbstverstàndlich irgendetwas) mit Politik zu tun hat, wozu mir dann die Werke der Risale-i Nur angeblich als Mittel dienten, nun (um ihre Plàne durchsetzen zu können) nach irgendwelc, damillig haltlosen Gründen suchen. Diese Art von Schikanen gegenüber meiner Person entstehen jedoch

— 830 —

aus derartigen irrigen Vorstellungen. Jenen heimlichen, skrupellosen Feinden und denen, die ihnen zuhören, wenn sie so gegen uns (hetzd freiage ich aber: "Gott bewahre! Und nochmals: Gott bewahre! Noch zu keiner Zeit habe ich meine Grenzen dergestalt überschritten und die Wahrheiten (haqiqat)>des Glaubens (iman)>als ein Werkzeug dazu enste t, um Rang und Namen (maqam-i shan)>für den Ruhm und Ruf meiner Person zu erwerben! Dafür sind die fünfundsiebzig Jahre meines Lebens, besonders aber die letzten dreiğig Jahre, die hundertunddreiğig Abhandlungen der Risale-i dagegd viele Tausend Personen, die mit mir bestens befreundet sind, meine Zeugen.

In der Tat wissen die Schüler der Risale-i Nur und auch ich selbst habe bei den Gerichtsprozessen die Zeugnisse dafür gْمُؤْم, dass ich nicht für meinen Ruf, für Ruhm und Ansehen, meiner Person einen Rang (maqam-i shan)>zuschreiben und dabei eine jenseitige (ukhrevi),>geistige Stufe (mertebe)>erlangen möchte, vielmehr dazu bereit bin, um den dieler Stn des Glaubens (ehl-i iman)>mit meiner ganzen Überzeugungskraft einen Dienst am Glauben (hizmeti imaniye)>zu erweisen, nicht nur mein diesseitiges Leben und seine vergàngliche Rangstufen (fani maqamat),>ja (notfalls) soierigein künftiges Leben (akhiret hayati)>und alle jenseitigen, ewigen Rangstufen (ukhrevi baqi mertebe),>nach denen doch einjeder strebt, aufzuopfern,nade (gar, um einigen jener armseligen die Rettung aus der Hölle (djehennem)>vermitteln zu können (notfalls) selbst noch den Himmel (djennet)>zu verlassen und zur Hölle (djehennem)>hinab zu steigen. Doch obwohl meine wahrhaftigen Brüder das sehr woer Islsen und ich das auch vor den Gerichten in gewisser Hinsicht bewiesen habe, hat man mich trotzdem beschuldigt, in meinem Dienst an der Risale-i Nur und am Glauben (iman)>der Unaufrichtigkeit bezganisat und den Wert der Werke der Risale-i Nur Werke herabgewürdigt.

Könnte es denn etwa aufgrund eines Gesetzes überhaupt ein Verbrechen sein, wenn in der Vorstellung dieser Unglückseligen, die diese Welt (dunya)>für ewig halten, doch

— 831 —

e Sendser wie sie selber die Religion und den Glauben (zum Schein annimmt und dann) als ein Werkzeug für (seine) weltlichen Interessen (dini ve imani dünyaya alet)>missbraucht, dann aoch (dnige aufrichtige Brüder einem Mann, der die Leute des Irrweges (ehl-i dalalet)>in dieser Welt (dunya)>herausfordert und auf dem Weg des Dientandenm Glauben (hizmet-i imaniye yolunda)>sowohl sein diesseitiges (dunyevi)>als auch notfalls sein jenseitiges Leben (ukhrevi hayat)>zu opfern bereit ist und, sowie er bei denn er essen vor Gericht behauptet, nicht diese seine eine und einzige Wahrheit des Glaubens (haqiqat-i imaniye)>gegen das Königreich dieser Welt (dünya wurdeati)>tauschen will und deshalb nach dem Geheimnis der Wahrhaftigkeit vor der Politik und allen materiellen und geistigen Rangstufen (maddi ve manevi mertebe),>die auch nur nach Politik riechenzu diealler Kraft flüchtet, beispiellosen Schikanen zwanzig Jahre lang standhàlt, sich in Anbetracht seines Weges nicht auf die Politik einlàsst, der sich im Hinblick auf seine eigene Seele (nefs)>gegenüber seinen Schüler auf dweit geringer betrachtet und deshalb von ihnen stets ihre geistige Unterstützung und ihr Gebet erwartet, der davon überzeugt ist, dass seine eigene Seele (nefhtlichz armselig und unbedeutend ist, dem sie, diesem Armseligen, als dem Überbringer der Risale-i Nur, die auğerordentliche Glaubensstàrke, alleiie ihr entnehmen, wegen seines Dienstes als ihr Überbringer einige Tugenden dieser Abhandlungen zuzuschreiben und ihm, ohne auch nur im geringsten an irgendeine Politik zu denken, dochenmenn hohen Rang (maqam)>zuschreiben und eine hohe Meinung von ihm haben, die tausendfach über jedes Mağ hinaus reicht, wie es von altersher zwischen dem Meister (Ustadh)>und seinen Schülern so übli

— 832 —

Mann, der in der Fremde niemanden hat (und ganz auf sich allein gestellt ist), dagegen viele Feinde hat uund woes viele Gründe gibt, die geeignet wàren, seine (feiwilligen) Helfer von ihm fernzuhalten, um auch nur die innere Verfassung (quvve-i maneviye)>seiner Helfer gegen alliye)>a vielen mağlosen Kritiker zu stàrken und sie davor zu bewahren, sich von ihm fernzuhalten und, um die Begeisterung derer, die ihn auf eine so übertriebene Weise loben, nicht erkalten zu lassen, (wenn also dieser Mann) ihre richteymnen auf die Risale-i Nur hinlenkt und sie nicht etwa ganz und gar ablehnt, so wird verstàndlich, in wieweit einige Beamte, die sich darum bemühen, seinen Die angem Glauben (hizmet-i imaniye)>selbst noch an der Schwelle seines Grabes (als einen Dienst) um rein irdischer Beweggründe willen umzuinterpretieren, sich damit von jedem Gesetz und allem n Glauftgemàğen Denken entfernen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen der gepriesen sei"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

die Rt euch keine (unnützen) Sorgen und Gedanken! Da hinter einem jeden Geschehnis, das uns zustöğt, sowohl gleichsam durch einen Schleier verhüllt, als auch hinsichtlich seiner Konsequenzen eine Aufmunteruch kon ein Làcheln der Güte (inayet)>und der Barmherzigkeit Gottes (rahmet)>verborgen ist, es zugleich aber auch als unsere Erziehung durch alles,serer ns vorgegeben (qadr)>oder zustandegekommen (kismet),>was recht und billig ist, uns (als ein Ausdruck) der Liebe Gottes (shefqat)>begegnet, wie es sich anhand gesicherter, wiederholter Erfahrungen als wahr herausgestellt hat, ist es auch unsereessierht ist, selbst unter den allerbittersten Umstànden und bei

— 833 —

aller Anstrengung (Gott trotzdem) in volkommener Geduld (sabr)>zu danken.

Die Qualen, die die Nur-Schüler im Heiligen Dienst für die Gng desswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>heute durchleiden müssen, sind nur ein Beispiel für all das, was Tausende und Millionen Kàmpfer (mudjahid)>für die Wahrheit (haqiqat)>erlitten haben, unter ihnen auch Djerdjis, miسَبِيلFriede sei, {der heilige Georg, einer der zahllosen Màrtyrer der Syrischen Kirche, die in vorislamischer Zeit ihre Missionen bis nach China hinein au heutie. (A.d.Ü.)} dem man (zwei Mal) bei lebendigem Leibe die Haut herunter zog, und können im Vergleich kaum ein Tausendstel der Qualen jener Màrtyrer (Missionare und Propheten) aus alter Zeit sein. Doch möge es Gottes Wille sein (insha-a'llant: Erss sie im Hinblick auf Lohn und Verdienst, die sie sich dadurch erwerben, ihnen gleich und mit ihnen vereinigt sein möge.

Zweitens:

Da unsere heimlichen Feinde, die es elf Maligen Vcht haben, ein Attentat gegen mich zu verüben, vier Mal Anklage vor Gericht gegen uns erhoben und damit drei Mal unsere Inhaftierung erreichten (bisher) mit all ihren Plànen gegen die Risale-i Nur gescheitert sind, versuchen sisan).> mit aller List meine Wenigkeit durch eine völlige Isolierung und die Unterbindung jeglicher Kontakte zu mir auf die Folter zu spannen (und durch alle möglichen anderen Versuche) meine Nerven zu ruinieren. Ich betrachtgierdech alle diese Schikanen nur als eine Aufmunterung aus der Hand der Güte Gottes (inayet),>übe mich in Geduld und danke (Gott). Dabei meine is Fliess meine Geduld in all diesen Qualen, die für mich ja zehn Mal stàrker sind, weil ich doch körperlich zehn Mal schwàcher bin als ihr, in euren Augen, die ihr ja solch starke und edelmütige Persönlichkeiten seid, zu winzig kleinen, unbedeutendefröhlirengungen zusammenschrumpfen, weswegen ich es nicht weiter für nötig halte, euch deswegen auch noch zu trösten.

— 834 —
Drittens:

Seid nr Wahreunruhigt, wenn sie versuchen, mich in Misskredit zu bringen, mich unter Druck setzen und versuchen, mich in Rage zu bringen. Denn das ist ein Hinweis darauf, dass sie die Risale-i Nur und ihre Schüler nicht weiter stören werde einma ein Zeichen, dass sie sich ganz und gar irren. Das heiğt, dass sie Wert und Energie (hinter der ganzen Arbeit) in meiner Person suchen und deshalb mich unter Druck setzen und in Misskredit bringen wollen. Doch nen. Ftàuschen sie sich, und das dient der Risale-i Nur in sehr hohem Mağe und ist dafür von groğem Vorteil. Meine persönliche Aufgabe (vazife)>und mein Dienst an der Risale-i Nur, den ich doch kaum richtiglt. Daen konnte, bewirkt jetzt, dass ich sie (nun doch erfüllen kann), wenn auch im umgekehrten Sinne! {indem sie meine Schüler zu doppeltem Eifer anspornt (A.d.Ü.)} Möge Gott es wollen (insha-a'hrem)>>dass meine Fehler (dadurch dass sie meine Schüler anspornen) im gleichen Mağe zu einem Segen (sevab)>werden und (auf diese Weise doch) , ihn ausgeglichen werden.

Viertens:

Diese heimlichen Unruhestifter (munafiq)>haben wohl einige Beamten irgendwie in die Irre geführt und sie aufgeschreckt, indem sie sagten: "Wer diesem Said begegnet, wird zer relm Freund und Nurdju (Schüler der Risale-i Nur). Deshalb darf niemand mit ihm in Kontakt kommen." Deshalb laufen sogar (die Leute) vom Wachdienst und vom Verwaltungsrat vor lückwüvon. Doch ich bin (trotz aller) Umstànde (hal)>dankbar und zufrieden. Und wenn wir uns auch nicht leiblich begegnen können, so schadet es doch nterlic Denn wir sind (trotzdem) mit Leib und Seele (manen),>mit Geist (ruh)>und Herz (qalb),>durch unsere Aufgabe (vazifah)>und in Gedanken (fikren)>im selben Gebàude ein Drohugemeinschaftlich verbunden. Wir treffen uns innerlich und das genügt!!!

Said Nursi
— 835 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen der gepriesen sei!"}

Meine lieben, getreuen Brüder, opferwillige und standhafte Gefàhrten imnicht t am Qur'an und am Glauben!

Seid nicht betrübt, weil ich seit ein paar Tagen mit Euch nicht mit meiner Feder kommuniziert habe. Doch jetzt ist mir zu Herzen gekommenaft fü Punkte zu erklàren.

Erstens: (Im Gedanken an) das Geheimnis (der Hadith) اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ {"Das Gute liegt in dem, was Gott will"}, spürte ich einen Trost aufgrund meiner Hingabe (teslim)>und meines Vertrauens (auf Gochuldis ist dies wie folgt:

Da sie (die Richter) uns nun, besonders aber (die Familie) Tjalishkan nicht entlassen, vielmehr (auf deren Ansehen gar keine) Rücksicht genommen, (vielmehr auch ihre Entlassung weiter) verschoben haben, möge nuneinem wollen (insha-a'llah),>dass sie doch zum Ausgleich für diesen einen materiellen Schaden hundertfach einen immateriellen Verdienst und Gewinn erhalten mögen. So liegt z.B. die Vertanstalngsschrift, die auf wissenschaftlicher Grundlage und der (Erkenntnis) des Glaubens (iman)>absolut fundiert und zuverlàssig ist und an sechs Ministerien in Ankara verschickt wurde, seit nunmehr zwanzig Tagen (dem Gericht) zur Einsicht vor.rn ver werden sowohl die durchaus belangreichen Tatsachen (haqiqat)>als auch die Neugierde der zustàndigen Beamten und ihr Interesse auf sich lenken und so werden auch die (verschiedenen) Phasen unseres vollksses diese (dafür zustàndigen) Àmter sicherlich nicht gleichgültig lassen. Hàtten diese Tatsachen (haqiqat)>sie nun nicht bereits überzeugt, so hàtten sie bis heuhendenjedem Fall auf einen sehr deutlichen Wink und Befehl hin bereits einen Angriff gegen uns unternommen. In diesem Fall hàtten diejenigen,Nurdjutets aus

— 836 —

einem Körnchen (Wahrheit) eine ganze Kuppel gegen uns zu erbauen verstehen, uns deren Baumaterial unter die Augen gerieben. Das aber heiğt, dass die vorliegendeuch euachen (haqiqat)>überzeugend gewesen sein müssen. Sie werden jetzt also höchstens noch eine Art Verteidigungshaltung gegen uns einnehmen wollen und uns damit ein wenig làstn, wenlen. Was jedoch mich selbst betrifft, so habe ich bereits für den rein materiellen Schaden und alle erlittenen Strapazen einen hundertfach gröğeren geistigen Gewinn erhalten. Doch wird von unsererovinzern meines Erachtens jeder einzelne noch mehr Anteile als ich empfangen. Das aber heiğt, dass es gut für uns ist, wenn sich unsere Entlassung noch etwas hinauszögert. Gleich wie also (infn Monaer Gefangennahme) der drei Brüder Tjalishkan sehr viele Nurdjus verschont (und nicht mehr gefangen genommen) wurden, so richteten sich auch alle Verleumdungen gegen sie, wodurch sie die Ursache dafür wurden, dass nun die Risale-i Nur dtwendicken des derzeitigen Gerichtshofes entzogen wurde. Diese beiden kostbaren Verdienste haben also ihre eigene Entlassung verhindert. Diese aber hàtte ihre so enge Verbundenheit mit den Nur-Werken die Gn Augen des Volkes zum Erlöschen gebracht.

Zweiter Punkt:

Dieser unser Prozess ist als eine so groğe Aufgabe am Qur'an und am Glauben (iman)>mit der ganzen Islamischeb er d verbunden. Weil aber die versteckten Heuchler sich davor fürchten, versuchen sie nun (die Risale-i Nur in ihrer Bedeutung) so gering wie nur irgend möglich erscheinen zu lassen. Wàhrend sie ihr also eine groğezudem tung beimessen, bemühen sie sich gleichzeitig, sie nach auğen hin als bedeutungslos darzustellen. Auf diese Weise tàuschen sie die Regierung und die Justiz. Wàhrend sie z.B. die Nurdjus unter den Offizieren und Oberkommandierenden auğe unser lassen, nehmen sie einen einfachen Soldaten in Ankara, bei dem sie ein paar harmlose Abhandlungen entdeckt haben, zum Anlass, um hier den Prozess gegen die Nurdjus weiter in es singe

— 837 —

zu ziehen. Sie schikanieren mich und setzen mich unter Druck, stellen sodann die Bedeutungslosigkeit meiner Person als ihre Erfahrung dar, wobei sie die machtvollen Lesungen über die Risale-i Nur una)>derunerschütterliche Bruderschaft ihrer geistigen Körperschaft, die sie doch nicht zum Schweigen bringen können und die tausendmal stàrker ist als meine Wenigkeit, gar nicht beachten und so tun, als hàtte sie üburun ht keinen Wert. Doch zittern sie in Wirklichkeit vor ihrer Bedeutsamkeit und versuchen dabei ihre hohen Kuppelbauten als kleine Körnchen darzustellen.

Zudem haben sie sich vollkommen getàuscht. Es gibt unter uns nur vier, fünf Brüder, dereedlunglien hinsichtlich ihres Geschàftslebens durch diese Verzögerung einen Verlust erleiden könnten. Doch möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass sie dafür ei nur

#hr groğen geistigen Gewinn erlangen werden, hinter dem dieser materielle Verlust durch die Gnade Gottes (inayet),>unter der wir stehen,n, dasommen bedeutungslos wird. Macht euch keine Sorgen und lasst euch nicht beunruhigen. Unsere Aufgabe ist es, in Geduld Dank zu sagen, uns soweit wie möglich mit den Nur-Werken zuchüleràftigen und dabei unsere Mitgefangenen zu trösten, die sich in noch weit gröğerer Bedràngnis befinden.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreunaniyeder!

Eine Angelegenheit in der Form einer innerlichen Ermahnung, möchte ich, so wie sie ganz kurz in meinem Herzen (qalb)>auftauchte, bekannt machen. Die Antwortuns diie Verteidigungsschrift, die an die sechs Àmter gegangen und sie überzeugt hatte, ist angekommen. Sie haben also keine Möglichkeit gefunden, uns anzugreifen. Es gibt da lediglich den Plan eines einzelnen Amtes, der twort #838

geheimen Wink enthàlt, meine opferbereiten Brüder möchten doch (ihre Begeisterung) für mich ein wenig abkühlen lassen und ihre starke Verbundenheit mit mir ein wenig lockern. Sie hatten sich ja schon seit langem darut, Himht, diese heilige (qudsi),>auf das jenseits (ukhrevi)>ausgerichtete Verbundenheit im Glauben (imani)>durch allerlei Schikanen, durch Verleumdungen und in der Isolationshaft zu zerstören; doch hatten sie keinen Erfolg. Da idigenhen sie nun, sie mit allerlei leeren Behauptungen in Angst und Unruhe zu versetzen, oder eine Schwachstelle bei ihnen herauszufinden, um ihre Sichtweise in eine andere Richtung zu lenken. Mögerten Ses wollen (insha-a'llah),>dass die heldenhafte, eisenharte Ausdauer der Nurdjus, ihre Standhaftigkeit, die Wahrheit (haqiqat)>der Risale-i Nur gl Polizinem màchtigen Streiter (mudjahid-i ekber)>und die so wunderbare Tapferkeit ihrer geistigen Körperschaft, die in ihrer Hand ein diamantenes Schwert ten, a(auch weiterhin alle) Plàne (unserer Gegner) ins Leere laufen làsst. Gleich wie das Paradies (djennet)>in der Tat nicht umsonst zu haben ist, so ist auch die Hölle (djehendie doicht ohne Sinn. Es wurde euch bereits mitgeteilt, dass wir uns im Vergleich zu den heldenhaften Kàmpfern (mudjahid)>aus alter Zeit kaum noch anzusthat, s brauchen. Doch wo damals die Bedingungen hart waren, da besteht heute ein dringendes Bedürfnis. Deshalb möge Gott (insha-a'llah)>den aufrichtigen Nurdjus viel Verdienste (sevab)>zuteil werden lassen. Diese we, bittJahre eines Lebens angefüllt mit Nichtigkeiten gleich einem Windhauch, statt vielleicht in Sünden und zum eigenen Schaden (zu vergeuden), in einem solch heiligen (qudsi)>Dienst am Glauben (imani)>und am llgeme zu verbringen und dadurch ein Ewiges Leben zu gewinnen, ist den Nurdjus zugedacht. Und auch ich habe mich trotz all der vielen Angriffe und dieser so groğen Schwàche, die über mich gekommen sind, dazu entschlossen, sanatikft zu bleiben. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass meine starken, opferbereiten, jungen, heldenhaften Brüder nicht hinter mir zurückbleiben und nicht

— 839 —

davonlaufen. Und mögen sie diejenigen, die davongelaufal).>Gd, zur Umkehr bewegen, um weiter zu arbeiten wie die, welche bis jetzt weiter gearbeitet haben.

Said Nursi

بِاسْمِهِ سُبْحrei, v

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

Zum ehrwürdigen Monat Redjeb (Redjeb-i Sherif)>und der morgigen Nacht der Erfüllung (Leyle-i Regha'ib)>wünsche ich euch mit Herz und Seele nwort ges erdenkliche Gute (tebrik).

Zweitens:

Gebt eure Hoffnung nicht auf, beunruhigt euch nicht und macht euch keine Sorgen! Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass euch die Gnade des Herrn (inan ruhiRabbaniye)>zu Hilfe eile! Die Bombe, die man in den letzten drei Monaten für uns vorbereitet hatte, verpuffte. Mein Ofen, das Wasserglas der beiden Feyzi und Husrevs zwei Wasserglàser haben uns da die richtige Nachriht seherbracht. Doch war das nicht schrecklich. Alles ist noch einmal gut abgelaufen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass dieses Feuer noch völlig ausgelöscht wird! Alle ihre Angriffe dienen nur dazu, meine Pearta vn Misskredit zu bringen und bei der Verbreitung der Risale-i Nur Verwirrung zu stiften. Der Schlag, mit dem dieser Mann, der noch gefàhrlicher ist, als der bekannte Heuchler aus Emirdagh und wenn auch nur ereinirkzeug in den Hànden heimlicher Atheisten, zusammen mit diesem Halbhodja, der diese ketzerischen Neuerungen (bid'a)>befürwortet, uns mit aller Macht zu treffen versucht haben, (hat sich in erst n Wucht) eins zu zwanzig vermindert. Möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass sie uns nicht ein einziges Mal verwunden noch verletzen, und das, was sie denken, was sie beabsichn arbeund ihre Plàne, uns auseinander zu jagen und uns von

— 840 —

der Risale-i Nur zu vertreiben, auf Nichts hinauslaufen. Es ist absolut notwendig, dass wir um dieser ehrwürdigen und segensreichen Monate willen und im Vertraueder Wauf, dass sie uns einen Überfluss an Verdiensten (sevab)>bescheren mögen, in Ausdauer und Geduld (verharren), in Dankbarkeit auf Gott vertrauege götuns dem Grundsatz مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ {"Wer an das Göttliche Vorherwissen glaubt, wird frei von jeglichem Kummer."} unterwerass hias ist unsere Aufgabe.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder, die ihr in dieser Welt (duny auf d Anlass meines Trostes und unermüdlich im Dienste an der Wahrheit seid!

Wenn ihr euch in diesen gesegneten Monaten, in dieser Klause (tjilehanede),>in der es einen so reichen Lohn (sevab>zu erwerben gilt), so viel wiele kaich mit dem Qur'an beschàftigt und eure Zeit bei aller Bedràngnis so weit wie möglich mit der Risale-i Nur verbringt, so liegt darin ein reichlicher Lohn. Gleich wie sie die Bedràngnis erleichtert, ein Weg ist, Herz und Verstand (qalb ve ruen. Dae kostbare Ruhepause zu verschaffen, eine hohe, verdienstvolle (sevab)>Anbetung (ibadet),>gleich wie die Beschàftigung mit der Risale-i Nur dem Glauben (iman)>dient und zugleich au, zu btemplativ (tefekküri bir ibadet)>ist, so gilt sie, wie am Ende der Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (ikhlas Risalesi)>geschrieben steht, auch in fünffacher Weise als eine Art der Anbetung (ibadet). Nachtnd ich in diesen Tagen teilweise traurig und in Gedanken mit meiner

— 841 —

Verteidigungsschrift beschàftigt war, spürte ich in meinem Herzen (qalb):>"Auch dies hier ist eine wissenschaftliche (ilmi)>Tàtigkeit. Zudem ist die Freiheit zur Verbrt sein der Glaubenswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>ein Dienst und auf diese Weise auch eine Art Anbetung (ibadet).>Wann immer ich mich so bedràngt fühlte, be eigench erneut, die Themen der Risale-i Nur, die ich schon hundert Mal erwogen hatte, voll Freude zu studieren. Ja ich betrachte sogar meine Verteidigungsschriften als wissenschaftliche Abhandlungen der Risale-i Nur. Einmal hatte einer meiner Mich eier zu mir gesagt: "Obwohl ich das Zehnte Wort schon dreiğig Mal gelesen habe, fühle ich doch Wunsch und Bedürfnis, es wieder aufs Neue zu lesen." Daran habe ich erkannt, dass die besondere Eigen Trost des Qur'an darin besteht, dass man (ihn zu lesen) niemals überdrüssig wird, von den Abhandlungen der Risale-i Nur, die ein Spiegel der qur'anischen Wahrheiten und deren wahrhaftiger Kommentar (tefthir)>sind, refn ein rt wird.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Das wirksamste Heilmittel gegen diese furchtbaren Plagen und die Hoffnungslosen Sav in dieser Welt, besonders aber für die, welche von einem schweren Schlag getroffen wurden, vor allem auch für die Schüler der Risale-i Nur, ist, einander zu trösten und aufzuheitern, sich gegenseitig in seiner inneren Haltunfen. Dtàrken, einander als wahre, opferwillige Brüder in ihrem Kummer, in ihren Sorgen gleichsam eine heilende Salbe aufzutragen, ja ihnen zàrtlich (shefqat)>das betrübte Herz zu liebkosen. fi-Ordwahrhaftige, auf ein jenseitiges Leben (ukhrevi)>ausgerichtete Bruderschaft unter uns kann den nicht stützen, der sich

— 842 —

beleidigt fühlt oder Partei ergreisuchen ich nun einmal all mein Vertrauen in euch gesetzt habe und mich auf euch verlassen kann, wisst ihr auch, dass ich mich entschlossen habe, nicht nur meine Bequemlichkeit, ja meine Ehre, mein Ansehen und selbst mein Leben (ruh)ugendeillig für euch zu opfern... und das habt ihr auch bereits erlebt. Dabei versichere, ja schwöre ich euch, dass die Qualen, die wàhrend der letzten acht Tage durcden ren unbedeutenden Vorfall zwischen zwei leitenden Schülern der Risale-i Nur, die einander offensichtlich aus dem Wege gehen und statt einander zu trösten, sich bloğ aufregen, in meinund dazen entstanden sind, mich in Geist (ruh)>und Seele und in meinem Herzen weinen und aufschreien lieğen: "Oh weh, oh weh! Hilfe! Erbarmen! Oh barmherzigringenllerbarmer, steh uns bei! Beschütze und bewahre uns und errette uns vor all dem Übel der Teufel in der Gestalt von Dschinnen und Menschen! Fülle die Herzen unserer Brüder mit Treue, Redlichkeit (sadaqah),>Liebe (muhabbet)>und seüderlicher Zuneigung (uhuvvet ve shefqat)!"

Oh meine stahlharten und unbeugsamen Brüder! Helft mir! Unsere Situation ist àuğerst sensibel. Ich habe euch so sehr vertraut, dass ich alle meine Aufgaben (vazifah)>eurer geistigeede eierschaft überlassen habe. So solltet nun auch ihr mir mit allem Können und Vermögen zu Hilfe eilen. Zwar war dieser Zwischenfall ein ganz kleiner, unbedeutender und nur kurzzeitiger, doch selbst ein Haar oder ein m groğrn stört, wenn es in das Getriebe unserer Uhr oder in unser Auge geràt. Auch dieser Gesichtspunkt ist von besonderer Bedeutung, da drei physische Explosionen {Der Ofen und die Glàser im Zusammenhang mit seiner Verteidigungsschrift. (A.d.ert.

nd drei psychische Beobachtungen {Die Herzattacken im Zusammenhang mit dem Streit seiner Schüler. (A.d.Ü.)} ganz genaue Kunde davon geben.
Said Nursi
n als
— 843 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Die "Nacht der Himmelfahrt (Leyle-i Mi'radj)>gleicht einer zweiten Nader Ver Bestimmung (Leyle-i Qadr).>In dieser Nacht so weit möglich zu arbeiten, bringt tausendfachen Gewinn. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass auch ihr in Übereinstimmung mit dem Geheimnis einer geistlichen Partnerschaftgnete eser kostbaren Nacht, gleich einigen Engeln, die Gott mit Vierzigtausend Zungen lobpreisen, (Gott) mit Vierzigtausend Mündern euren Dienst (ibaEifer nd eure Anbetung (dua)>darbringen werdet, was euch in diesem Haus voll Kummer und Sorgen viele Verdienste (sevab)>erbringen wird, und ihr werdet durch eure Anbten si(ibadet)>in dieser Nacht euren Dank dafür darbringen, dass der Sturm, der über uns kommen sollte, noch nicht einmal ein Tausendstel Schaden angerichtet hat. Darüber hinaus beglückwünsche izigjàhh zu eurer groğen Umsicht und bringe euch die gute Nachricht, dass die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbani)>sich hier in ganz klarer Weise für uns offenbart.

Said Nursi
* s)>gan Meine lieben wahrhaft getreuen Brüder!

Die Grundsàtze der Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Lem'a-i Ikhlas)>und den Geist (sirr)>wahrer Aufrichtigkeit (haqiqi ikhlas)>unter uns und unter den anderen mit ganzer Kraft anzuwenizli ao weit wir dies überhaupt innerhalb der gegebenen Möglichkeiten können, hat sich bereits bis zu einer Notwendigkeit entwickelt. Ich habe eine zuverlàssige Nachricht erhale Erklass man seit drei Monaten hier drei Mànner untergebracht hat, welche die (Beziehungen unter den) mir hier besonders nahe stehenden Brüdern (mit Hilfe) der Verschiedenheit ihrer Stimmungen

#Strömud Gedanken unterkühlen sollen. Sie ziehen also die Gerichtsprozesse grundlos in die Lànge, damit die Schüler der Risale-i Nur, deren überdrüssig geworden, unruhig werden und damit die sensibleren und schwàcheetzen ter ihnen Verdacht schöpfen und den Dienst an der Risale-i Nur aufgeben sollen. Seid vorsichtig! Gebt Acht! Lasst es nicht zu, dass die Opferbereitschaft der Brüder (uhuvvet)>und ihre herzliche Zuneigung ( brachet),>die ihr euch bis heute bewahrt habt, erschüttert wird! Und sollte es auch nur der Hauch (einer leisen Erschütterung) sein, so kann uns doch daraus ein sehr groğer Schaden entstehen. einenschon hat eine ganz leichte Erschütterung in Denizli uns einige Hodjas entfremdet. Obwohl es unser Dienst an Qur'an und Glaube erfordert, unser Leben (ruh)>falls notwendig füreinander zu opfern, sollten wahrhaft opfer Gefàne (Schüler), durch Schwierigkeiten oder sonstige Ursachen gereizt, nicht einander zürnen, sondern in vollkommener Demut, Bescheidenheit und Hingabe f seinee Fehler einstehen und sich darum bemühen, in ihrer Liebe und Aufrichtigkeit zueinander zu wachsen. Andernfalls wàchst aus einem Korn eine ganze Kuppel, woraus dann leicht ein irreparabler Schaden entstehen kannsigkeiüberlasse nun (alles weitere) eurem Scharfsinn und damit möchte ich hier schlieğen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens: r Aufrَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ

{"Das Gute liegt in dem, was Gott will."}

— 845 —

In diesem Sinne (sirr)>liegt sehr viel Gutes in der Verzögerung unsert, demichtsverhandlung und auch darin, dass unsere inzwischen entlassenen Brüder zur Gerichtsverhandlung - möge es Gott wollen (insha-a'llah)>- wieder hier sein werden.

In der Angelegenheit, um diepazarich bei der Risale-i Nur handelt, ist es in der Tat von ganz besonderer Bedeutung für die islamische Welt im allgemeinen und dieses Land im besonderen, dass derartige Versammlungen so von Leben erfüllt sind, elt ihie die Aufmerksamkeit aller auf die Wahrheiten (haqiqat)>der Risale-i Nur lenken, denn in ihrer strahlenden Gestalt, jenseits all unserer Hoffnungen, Vorsicd der nahmen und (Bestrebungen) etwas zu verbergen, auch wenn unsere Gegner sie (gering schàtzen) und für unbedeutend erklàren wollen, unterr darin die Risale-i Nur in ihren Lektionen Freund und Feind gleichermağen ganz auğerhalb unseres Wollens. Ohne zu zögern enthüllt sie auch noch dem am weitesten entfernten Fremdeine Shre geheimsten Gedanken (en mahrem sirlarini).>Da dies nun einmal die Wahrheit (haqiqat)>ist, sollten wir unsere kleinlichen Kümmernisse ach (ritere Medizin, wie etwa Chinin, betrachten, geduldig und dankbar sein und sagen: "Oh Er (Ya Hu)!>Auch das wird vorübergehen."

Zweitens:

Dem Dihabe a dieser Schule Josefs habe ich geschrieben: Wàhrend ich noch ein russischer Gefangener war, brach der bolschewistische Sturm zuerst in den Gefàngnissen aus, so wie auch die Groğe Französische d müsstion zuerst in den Kerkern unter den Gefangenen ausbrach, welche die Geschichte als Vagabunden bezeichnet hat. Deshalb versuchen wir Schüler der Risale-i Nur sowohl in Denizli und in Eskishehir als auch hier bei uns die Gefang wegeno weit wie möglich auf den rechten Weg zu führen. In Eskishehir und in Denizli hatten wir dabei groğen Erfolg. Hier werden wir aber noch erfolgreicher sein, denn als Ergebnis des seine ichts (ders)>der Risale-i Nur in dieser sensiblen Zeit und an diesem kritischen Ort milderte sich der Sturm (im Verhàltnis) hundert zu eins.

{àsslicas diesen Sturm betrifft, so handelte es sich dabei um einen Aufstand im Gefàngnis zu Afyon, an dem aber keiner der Schüler der Risale-i Nur teilgenommen hatmen. D6

Andernfalls hàtten fremde, widrige Strömungen, welche es verstehen, aus einem solchen Konflikt und dergleichen Zwischenfàllen ihren Nutzen zu ziehen und solche Gelegenheiten geradezu erwarten, Feuer in das Pulver geworfen und einen Branmen deacht.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben, getreuen, unerschütterlichen Brüder, die in alle Glàubal nicht niedergeschlagen geworden sind und sich nicht von uns zurückgezogen haben!

Wàhrend meine Seele (nefs)>aufgrund einer physischen wie psychischen Bedràngnis um euch besorgne sol fühlte ich plötzlich in meinem Herzen: hàttest du sowohl für dich als auch für nur einen einzigen deiner Brüder hier anstelle aller Sorgen und Kümmernisse vielleicht in ander-i haqm das Zehnfache erleiden müssen, um ihm so bald und so nahe begegnen zu können, es wàre noch immer für dich billig gewesen.

Es scheint ja notwendig zu sein, dass, wie sich in alten Zeiten die Leu um ni Wahrheit (haqiqat)>wenigstens ein, zwei Mal im Jahr trafen, sich nun auch die Schüler der Risale-i Nur alle paar Jahre einmal in der Schule Josefs, als der günstigsten Gelegenheit, begegnen. Auch wehen ei dem Weg der Gottesfürchtigen und Asketen, entsprechend und in der Art und Weise, denjenigen Unterricht zu erteilen, die dessen am meisten bedürfen, ja allen und selbst noch ihren Gegnern, sodass nun (a Rechtse Weise) ihre geistige Körperschaft sprechen kann, tausend Mühen und

— 847 —

Plagen verbunden sind, so ist dies nicht von Bedeutung. Wenn einige wenige unserer schwàcheren Brüder in früheren G Meistissen es überdrüssig geworden sind und den Kreis der Risale-i Nur verlassen haben, so war dies ein sehr groğer Verlust für sie, jedoch kein Schaden für die Risale-i Nur. An ihrer Stelle betraten robustere, aufrichtvakil)Schüler den Plan. Da nun einmal die Prüfungen in dieser Welt (dunya)>vergànglich sind und rasch vorübergehen und uns dabei ihre Verdienste (sevab),>ihre Früchte überlassen, sollten wir auf die Göttliche Ght (quinayet-i Ilahiyye)>vertrauen und dankbar bleiben in Geduld.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder und Kommilitonen in di in unchule Josefs!

Da die kommende Nacht, die Nacht der Freisprechung (Leyle-i Berat)>{Die Nacht, in der wir das Buch unserer Sünden des vorigen Jahres abgeben, wàhrend Gott zugleich unsere Aufgaben für das kor ist Jahr in das Buch des Lebens eintràgt. (A.d.Ü)} einem heiligen Samen und einer Art Programm, der Bestimmung (muqadderat)>der Menschheit gleicht, ist sie ebenso heilig wie die is (mader Vorherbestimmung (Leyle-i Qadr).>Und so wie jedes gute Werk (hasanah)>in dieser Nacht der Bestimmung für dreiğigtausend zàhlt, so steigert sich auchte, obr Nacht der Freisprechung (Leyle-i Berat)>der Wert (sevab)>einer jeden guten Tat (amel-i salihin)>und jeden Wortes, das wir im Qur'an (lesen) auf zwanGlaubesend. Ist er auch zu anderen Zeiten gleich zehn, so steigt er wàhrend dieser drei Heiligen Monate auf das Hundertfache und auf das Tausendfache. Und in diesen bekannten heiligen Nàchten steigert er sich erst auf

— 848 —

zehntaaubens dann zwanzigtausend, dann dreiğigtausend. In diesen Nàchten kann er (den Wert) einer Anbetung (ibadet)>von fünfzig Jahren erreichen. Darum ist es ein groğes Verdienst, wenn wir den Qur'an (lesen), um Vergebung (bitsich ind die Segenswünsche (salavat über den Propheten) rezitieren.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen seale-i Meine lieben getreuen Brüder!

Ich beglückwünsche (tebrik)>euch von ganzem Herzen und aus ganzer Seele (ruh)>zu diesem ehrwürdigen (sherif)>u leistegneten (mubarak)>Ramadan. Möge Gott der Gerechte euch allen in dieser Nacht der Bestimmung (Leyle- i Qadr)>im ehrwürdigen Monat Ramadan einen Gegenwert (hayirli)>von tausend Monaten schenken. Amin. Und möge Er ihrecheneuch wie ein achtzigjàhriges, gottgefàlliges Leben annehmen. Amin.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben, getreuen, eug inhrockenen und unerschütterlichen Brüder, die sich niemals von (einem Leben für) das Jenseits trennen und dieser vergànglichen Welt zuwenden würden!

Seid nicht traurig, dass ihr hier noch ein wenig làngentliciben müsst und man unsere Angelegenheit noch etwas in die Lànge ziehen will. Nein, im Gegenteil: seid es, gleich mir, zufrieden. Da unsere Lebensuhr nun einmal nicht sere Qu849

steht, sondern ablàuft, bekommt (unser Leben) in diesem Haus der Kasteiungen erst durch die Früchte, die es für das Jenseits hervorbrinàndlerine Bestàndigkeit. Im Übrigen erweitert sich der Kreis (der Schüler) der Risale-i Nur. So werden z.B. auch die Gelehrten des Sachverstàndigenkomitees gezwungen, die Leuchte des Lichtes (Siradju-n'-Nur)>sehr genau zale-i ieren. Wenn wir zudem entlassen würden, könnte das in der einen oder anderen Hinsicht zu Ausfàllen in unserem Dienst am Glauben führen. Obwohl ich selbstt habe noch weit mehr Schikanen zu erdulden habe als ihr, möchte ich doch nicht deswegen entlassen werden. Versucht nur, euch so weit wie möglichten Ausdauer und Geduld in dieser Art zu leben zurechtzufinden und sucht beim Abschreiben und Lesen der Risale-i Nur Trost und Erleichterung zu finden.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, deayeti iesen sei!"}

Zweitens:

Da wir bereits wiederholt geàuğert haben: "Die Risale-i Nur ist ein machtvoller und wahrhaftiger Kommentar (tefthir)>zum Qur'an", jedoch einige unaufmerksame (Leute) die eigentliche Bedeutung dessen nicht kenmehr. abe ich nun die Eingebung bekommen, diese Tatsache nàher zu erlàutern. Und diese Tatsache ist folgende: Es gibt nàmlich zwei Arten Qur'ankommentare.

Die erste ist die altbekannte Art Kommentare, wobei die Reesem Jungen im Qur'an und die Bedeutung seiner Worte und Sàtze festgestellt, erklàrt und erlàutert werden.

Was aber die zweite Art der Auslegung betrifft, so stellt sie mit machtvollen Argumenten die Glaubenswzei enten im Qur'an fest, erklàrt und erlàutert sie. Diese Art ist von sehr groğer Bedeutung. Die allgemein bekannte Auslegung fasst

— 850 —

manchmal diese Art kurz zusammen. Doch die Risale-i Nur betrachtet diese zweite Art als die unmittelbare Grerliche und ist eine spirituelle (auf der Wahrheit des Qur'an basierende) Auslegung, die auf beispiellose Weise alle halsstarrigen (gottlosen) Philosophen zum Schweigen verurteilt.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

Wahrhamen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Von mağgeblicher Seite wurde eine mağgebliche und bedeutsame Frage gestellt. t. Beiagte mich daher: "Obwohl ihr doch gar keine Vereinigung seid und bereits drei Gerichtshöfe euch in diesem Punkt freigesprochen haben, hat man euch doch seit zwanzig Jahren beobachtet und untergkeiteel gestellt, wàhrend (die Gerichte) in sechs Bezirken sich da nicht weiter eingemischt haben. Trotz alledem besteht zwischen den Nurdjus ein wirklich wunderbarer Zusammenhalt, wie man ir seitsonst keiner Vereinigung, keinem Gremium (oder Untersuchungskomitee) vorfindet. Wir möchten, dass ihr dieses Problem löst."

Ich habe ihnen folgende Antworten beien: "Die Nurdjus sind kein Gruppen-Puppen-Spiel, schon gar nicht eine politische, weltliche (dunyevi)>oder widerstàndlerische Vereinigung, erric auf mm einem persönlichen oder gemeinschaftlichen Nutzen zu dienen, auch kein Gremium, und sie können es auch gar nicht sein. Jedoch sind sie die Nachkommen, seinehne und Töchter der alten tapferen Mànner, von Millionen, die voll Freude ihr Leben (ruh)>für das Land und für den Islam eingesetzt haben und Màrtyrer geworden sind. Sie haben diesen Opfermut gnung, sodass sie nun diesen einzigartigen Zusammenhalt an den

— 851 —

Tag legen und nun vor dem Gerichtshof in Denizli diese armen, elenden Mitbrüder hen Dier Stelle die folgenden Sàtze sagen lassen konnten:

"Um der Wahrheit, d.h. der Wahrheit des Qur'an willen, für die Millionen heldenhafter (Menschen) ihren K Gott opfert haben, sollten auch wir bereit sein, unseren Kopf zu opfern." So haben sie es in ihrem Namen gesagt und damit das Gericht in Staunen und Bewunderung zum Schweigen gebracht. iese eer heiğt: Es gibt unter den Nurdjus tapfere Mànner, die sich treu und wahrhaftig, nur um des Wohlgefallens Gottes (riza-yi Ilahi)>willen in glàubigem Vertrauen für ein jenseitiges (Leben) einsetzen, sodass diese schrecklichen KomiteerkischFreimaurer, der Kommunisten, (der Leute) des Verderbens, {einer westlich dekadenten Lebensweise (A.d.Ü.)} der Atheisten und der Tashnak {armenn (ilhWiderstandskàmpfer (A.d.Ü.)} und àhnlicher, keine Möglichkeit finden konnten, ihnen Widerstand zu leisten, sodass sie sie nun mit Hilfe von Gummiparagraphen Zwietracht und Verderben sàen wollenursi

m sie den Gouverneur und das Gericht betrügen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie damit nichts erreichen werden, vielmehr den Grund dafür liefern werden, dass sich die Zahl derer, die sich für kwürdisale-i Nur und den Glauben (iman)>hingegeben haben, noch vermehren wird.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen s sehr Meine lieben getreuen Brüder!

Ich will euch von einer Frage und ihrer Antwort berichten, der ich vor vierzig Jahren einmal (begegnet bin) und

— 852 —

die der Frage von gestern gleicht. In jener alten Zeit, als die Schüler des Alteschmid so leidenschaftlich mit ihrem Meister (Ustadh)>verbunden waren, dass sie ihr Leben für ihn hingegeben hàtten, war der Alte Said in der Lage, dem Komitat der Armenier ràre, w Van und Bitlis, also den Kàmpfern der Taschnak, die zu einem hohen Einsatz bereit waren, ein "Halt!" zuzurufen und (ihre Aktivitàten) bis zu einem gewissen Grade zum Stillstand zu bringen. Er fand Mauser-Gewehre für seien Konüler, und eine Zeitlang glich die ganze Medresse einer Kaserne, worin sich Gewehre zwischen den Büchern fanden, sodass ein General, der kam und das sah, sagte: "Dies ist keine Medresse. Es ist eine Kaserne." Aufgrund ophen eignisse in Bitlis wurde er misstrauisch und befahl: "Nehmt ihnen die Waffen ab!" So nahmen sie uns die fünfzehn Mauser-Gewehre, die in unsere Hànde gelangt waren, wied Risal Ein, zwei Monate spàter brach der Groğe Krieg aus und wir bekamen unsere Gewehre wieder zurück. Wie dem auch sei...

Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen fragte man micen einls:

"Dieses Furcht erregende, kampfbereite armenische Komitat hat Angst vor euch. Sobald ihr auf den Berg Erek steigt, ziehen sich diese tapferen Krieger vor euch zurück, verlassen die Gegend und gehen anderswohin. Wasهُمْ

{ine Macht besitzt ihr denn, dass so etwas möglich ist?"

Zur Antwort habe ich ihnen gesagt:

"Da die armenischen Freischàrler dieses einzigartige Opfer für ein vergàen soles irdisches Leben bringen und für einen nur vorübergehenden Nutzen, einen negativen Nationalismus und für ihre Sicherheit und sich uns entgegenstellen, werden die Schüler, die für ein ewiges Leben und die positiven Interessen einer es Licweiten heiligen islamischen Nation kàmpfen und glauben, dass die vorherbestimmte Stunde nicht hinausgeschoben werden kann, sicherlich nicht hinter ihnen zurückstehen. Falls noh aus g, werden sie sicherlich stolz und ohne zu zögern diese sichere, vorherbestimmte Stunde und einige, wenige Jahre eines illusionàren àuğerlichen Lebens

— 853 —

für Millionen Jahre eines wahren Lebens, Wohlseinsie midie Interessen von Milliarden ihrer Brüder im Glauben zum Opfer bringen.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben, geeben I, glaubensstarken und liebenswerten Brüder!

Seit zwei Tagen habe ich infolge einer schweren Grippe schreckliche Schmerzen sowohl in meinem Kopf als auch in meinem ganzen Körper. Da ich mich untandeltsen Umstànden mit meinen Freunden treffen möchte und in gewissem Grade trostbedürftig bin und Gemeinschaft brauche, war ich durch eine schreckliche Einsamkeit und diese Isolationshaft besonders eingeengt. Klagen wie die folgende knd da ir in mein Herz: "Warum leiden wir diese Qualen? Was ist der Nutzen für unseren Dienst?"

Da spürte ich heute morgen plötzlich folgende Eingebung in meinem Herzen: Euch dieser schrecklichen Prüprudelu unterziehen und immer wieder bis in die feinsten Feinheiten hinein auf den Prüfstein geschlagen zu werden, um herauszufinden "ist es Golngaben ist es Kupfer?", euch in jeglicher Hinsicht mit àuğerster Strenge zu prüfen, eure Seelen (nefs)>durch drei, vier Siebe zu sichten, ob sie "etwa eigene Interessen oder Zweifel hegen, oder etwa nicht?" ist auğerordentlich wichtig für euren Dielten Ser einzig und allein im Namen von Recht und Wahrheit (haqq ve haqiqat)>geleistet werden darf, damit Göttliches Vorherwissen (Qader-i Ilahi)>und die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>ihn gestatten könnean)>unn da wir nun einmal auf diesem Feld der Prüfungen unseren verstockten, ungerechten Gegnern, die nur nach einem Vorwand suchen, auf diese Weise zur Schau gestellt werden, wird nun einem

— 854 —

jeden klar, dass (in unserem Dienst) keich mitund Trug, keine Selbstgefàlligkeit, keine Selbstsucht, kein Vorteil in dieser (dunyevi)>oder in jener (ukhrevi)>Welt oder ein persönlicher Gewinn im Spiel ist, so dem Geinzig und allein aus Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit (haqq ve haqiqat)>erwàchst. Wàre er gleichsam verschleiert und verborgen geblieben, könnte man ihm die verschiedensten Gründe untersan)>aln. Die einfachen Glàubigen könnten nicht mehr in ihn vertrauen. Sie könnten dann sagen: "Vielleicht tàuschen sie uns nur." Und auch die gebildeten Leute würden ihre Zweifel hegen. Vielleicht würden sie dann stagen dass (diese Nurdjus diesen Dienst nur leisten), um sich gleich einigen Höhergestellten (maqamat)>in ein günstigeres Licht zu setzen und damit Vertrauen zu erwerben, und könnten sich somit nicht mehreinen nseren Dienst verlassen. So fühlen sich denn nach dieser Prüfung selbst die verbohrtesten und argwöhnischsten Leute dazu gezwungen, (in unseren Dienst) zu vertrauen. So möge euch denn nun Gott (insha-a'llt)>Wicr eure Mühe tausendfachen Lohn gewàhren!

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

Ich empfing eine Eingebung, ich solle doch dieses einersezwar nhrreiche Verhalten und die andererseits so erstaunliche Behandlung beschreiben, die man meiner Person in meinen beiden Gefangenschaften (im Krieg und in der Haftanstalt) zuteil hat werden lassen.Vermutr dies folgendermağen:

Wir lagen in Russland an der Kostroma zusammen mit neunzig gefangenen Offizieren in einer Halle. Von Zeit zu Zeit gab ich diesen Offizieren eine Unterweisung (ders).

— 855 —

Eines war. Vkam der russische Kommandant, sah das und sagte: "Dieser kurdische Kommandant eines Freiwilligen Bataillons hat einmal viele unserer Soldaten im Feld gela ganz Und jetzt gibt er ihnen hier politischen Unterricht. Ich verbiete das. Er darf keinen Unterricht erteilen." Zwei Tage spàter aber kam er wieder zurück und sagus erla euer Unterricht nicht politisch ist, sondern religiös und moralisch, mögt ihr also weitermachen." Und erteilte die Erlaubnis.

Wàhrend meiner zweiten Gefangenschaft hier in dtet, iGefàngnis verbat der (zustàndige) Justizvollzugsbeamte einem meiner mir eng vertrauten Brüder, zu mir zu kommen, obwohl er doch seit zwanzig Jahren meine Lesungen gehört hatte und einen besseren Unterricht (ders)>erteilt als ich. Man gestattür unsch nicht einmal einem Diener, mir in meinen notwendigen Bedürfnissen (wie Wasser oder Essen) behilflich zu sein, damit niemand von mir unterwiesen werden k MustaDabei làsst doch die Risale-i Nur keine Notwendigkeit zu noch weiterem Unterricht (ders)>mehr übrig; und es gibt auch gar nichts mehr zu unterrichten, auch kein Geheimnis mehr, das noch verborg groğee. Wie dem auch sei: die derzeitigen Umstànde sind der Grund, es hier nun mit dieser langen Geschichte kurz zu machen.

— 856 —

Ein wahrer Trost, der die Bedràngnisse, die mich plagen, zunichte macht.

Erstens:

UnRisalerübsal (zahmet)>verwandelt sich in Labsal (rahmet).

Zweitens:

Jener Frohsinn, der sich in der Gerechtigkeit (adalet)>göttlichen Vorherwissens (qadr)>findet, und in der Zufriedenheit (rida),>(die sich einstellt, wenn man werdehr) anvertraut (teslim).

Drittens:

Jene Heiterkeit, die aus der Besonderheit erwàchst, dass den Nurdjus Gottes besondere Gnade (inayet)>zuteil wird.

Viertens:

Jene Freude (die sich einstedas seweil selbst noch der Niedergang nur vorübergehend ist.

Fünftens:

Bedeutende Verdienste (sevab)

Sechstens:

Sich nicht einmischen in das, was Aufgabe (vazifah)>Gottes ist.

Siebentens:

Angesichts auch der schwersten der iffe nur unbedeutende Schwierigkeiten und kleinere Wunden zu erleiden.

Achtens:

Im Vergleich zu den von hàrteren Schicksalsschlàgen Betroffenen (haben wir es) um ein vielfaches leichter.

Neuntens:

Nachdem wir in unsereminem Ht am Glauben und in der Risale-i Nur schwer geprüft worden waren, ging daraus ein hoher Bekanntheitsgrad (der Risale-i Nur) hervor, woraus unsere Freude erwàchst.

Diese neun geistlichen Freuden sind unskeitenso milde Salbe, eine so süğe Arznei, wie sie sich gar nicht beschreiben làsst; und sie erleichtert unsere schweren Qualen.

Said Nursi
— 857 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Name>und ven, der gepriesen sei!"}

Erstens:

In einer Zeit, da eine despotische Regierung die Menschen von der Wallfahrt abhàlt, Semsemwasser wegschütten làsst, zulàsst, dastschafuns schweres Unrecht antut, darüber hinwegsieht, wenn der "Dhu-l'Fikar" und die "Leuchte des Lichtes (Siradju-n'Nur)">beschlagnahmt werden, Beamte befördernzvoll uns böswilliger- und ungesetzlicherweise misshandeln, die Stimme nicht hören, die aus unserem Hause dringt, wenn unser Zustand zu einem lauten Weinen wird, die unsere Unterdrückung zum Ausdruck bwas zu ist der ruhigste Ort das Gefàngnis. Nur wenn es nun noch möglich wàre, uns in ein anderes Gefàngnis zu verlegen, wàre das unsere vollkommene Sicherheit (selamet).

Zweitens:

Gerade so wie sie auch noch die am entfernteer Weltehenden gegen unseren Willen unsere privatesten Schriften haben lesen lassen, so bestehen sie auch darauf und zwingen uns geradezu dazu, eine Gemeinschaft zu bilden. Wir aber haben nen altas geringste Bedürfnis, eine Vereinigung zu sein oder ein Komitee zu bilden. Denn unter den Nurdjus hat sich die islamische Bruderschaft durch eine Gemeinschaft in der Vereinigung aller Glàubigen durch ihre Aufrichtigkdie abd durch ihre Opferbereitschaft in hohem Grade entfaltet. Denn in jener màchtigen Hingabe, die sie von Millionen ihrer Vorvàter geerbt hatten, sind die Schüler der Risale-i Nur an die Wahrheit gebunden, für die ihre Vorvàter ihr Leben (ruh)>llen, lkommener Hingabe (kemal-i ashk)>geopfert haben, sodass bis heute kein Bedürfnis zurückgeblieben ist, einen öffentlichen Verein, eine politische Vereinigung der Mein Komitee zu gründen, sei es nun geheim oder für jedermann zugànglich. Das aber heiğt, dass jetzt eine solche Notwendigkeit besteht, denn Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)

— 858 —

hat sie geschaffen, ueser Sdadurch in Schwierigkeiten zu bringen. Sie tyrannisieren uns mit ihren Beschuldigungen einer imaginàren politischen Organisation. Was aber das göttliche Vorherwissen (qadr)>betbehiel so hat es uns mit seiner Hand geschlagen und dabei gesagt: "Warum ist denn eure Aufrichtigkeit nicht vollkommen, eure gegenseitige Unterstützung nicht vollkommen? Warum seid ihr denn keine vollkommene Partei Gottes (Hisbullah)?">So wng alsie Gerechtigkeit.

Said Nursi

Dieses Mal findet der Angriff in einem weit gröğeren Rahmen statt. Der Regierungspràsident (Reis-i Hukumet)>und sein Kabinett greifen uns n Anstnd ihrer furchtbaren Verdàchtigungen nun planmàğig an. Aufgrund einer Nachricht und vieler Hinweise haben die versteckten Heuchler durch fàlschliche Berichte und mit ihren Intrigen es so dargestellt, als obaturwiit dem Kalifatskomitee und der geheimen Organisation des Nakshibandi-Ordens eng verbunden seien, ja sogar ihr Bannertràger, und dadurch die Regierung in den Alarmzustand versiterarAls Beweis führen sie aus, dass die umfangreichen Bànde der Risale-i Nur in Istanbul gebunden, über die ganze islamische Welt verbreitet werden und dort überall willkommen sind, womit sie die Reinem ng in Angst (und Schrecken) versetzt und erreicht haben, dass die eifersüchtigen Hodjas>(vom Amt für religiöse Angelegenheiten) und die (bereits) misstrauiscs ich amten sich gegen uns gekehrt haben. Sie waren der Meinung, dass zahlreiche Dokumente und Hinweise ans Licht kommen würden und dass ich es dann in den Adern des Alten Said nicht mehr lànger aushalten könnte und nun ft. Daterste zu oberst kehren würde. Doch sei Gott dem Gerechten unendlicher Dank dafür, dass er diese ganze üble Lage von Tausend zu eins herabgemindert handigen all ihren

— 859 —

Untersuchungen haben sie nichts entdecken können, was uns mit irgendeiner Vereinigung oder Gesellschaft in Verbindung hàtte bringen können. Es gab nichts, was sie hàtten finden können. Der Staatsanwalt war daher nz undgen, zu Lügen und Verleumdungen Zuflucht zu nehmen, die Dinge verkehrt auszulegen und Unterstellungen über irgendwelche Kleinigkeiten zu verbreiten, für die man niemanden verantwortlich machen kann. Da aber die Wahrhge (han einmal (so und nicht anders) ist, blieben wir und die Risale-i Nur zu neunundneunzig Prozent von diesem Übel verschont. Und weil dies so ist, dürfen wir uns nicht beklagen, sondern sollten tausendfach unseren DIntererbringen und von der Gnade Gottes (inayet-i Ilahiyye)>in Geduld die Vollendung ihrer Manifestation erwarten. Und durch den Unterricht der Risale-i Nur sollten wir denjenigen Trost spenden, die seiner bolge dn und danach verlangen, die bestàndig zu dieser Medresse kommen oder von ihr gehen.

Said Nursi
— 860 —

Meister~(Ustadh)>Said Nursi hach in einer dritten Schule Josefs~(Medrese-i Yusufiye)>eine Abhandlung~(risalah)>verfasst, deren Titel "Der glànzende Beweis~(Elhuddjetu-z'Zehra)">ist. Was die Einheit Gottes~(tauhid),>die~"Risaium un Ahmediye (A.S.M.)">und den Kommentar~(tefthir)>zur Suratu-l'Fatiha betrifft, so ist diese besonders wertvolle Risalah für die im Gefàngnis einsitzenden Schüler der Risale-i Nur omatenre Mitgefangenen, weil sie ja Lektionen~(ders)>über die Erkenntnis~(ilm)>und den Glauben~(iman)>beinhaltet und so für die im Gefàngnis Einsitzenden eine wohltuende und lichtvolle~(nureisterschàftigung darstellt. Die Schüler, die nach dem Gerichtsurteil zusammen mit ihrem Meister~(Ustadh)>im Gefàngnis gesessen haben, verfassten dort folgenden Lobgesang, den wir hier nun originalgetreu wiedergeben wollen.

Was ist ch garsale-i Nur? Wer ist Bediüzzaman?

Die höchsten Diener des Glaubens (din),>deren Ankunft zu Beginn eines jeden Jahrhunderts in einem Hadith verkündet werden, sind nicht dessen Subjekt (mubtedi')>{D.h. der Mittenem Vi eines Satzes, um den sich alles dreht. (A.d.Ü.)} sondern dessen gelebter Ausdruck (muttebi').>Das heiğt, sie produzieren nicht von siceinen irgendetwas Neues und erfinden keine neuen Grundsàtze (ahkam).>Sie stàrken und befestigen vielmehr die Religion (din),>indem sie ihren Grundsàtzen und Grundpfeilern der Religion und der Tradition des Propheten, mit dem Friede und Segen sden inlgen, das Wahre und Wesentliche des Glaubens (din)>aufzeigen, alles andere, was sich mit (der Religion) vermischt hatte, für Null

— 861 —

und nichtig eseit en, alle Angriffe gegen den Glauben (din)>abwehren und zurückweisen, dem Auftrag ihres Herrn erneut wieder Geltung verschaffen und die Ehre und Ehr an heit der Göttlichen Gebote (durch ihr Leben) aufzeigen und verkündigen. Ohne die essentiellen Grundlagen (tavri esasi)>zu zerstören oder den ursprünglichen Geist (ruhu asli)>zu verletzten, erfüllen sie ihren Auftrag (ifa-i vazife)>allein durcse bin Methoden der Überzeugung, so wie sie dem Verstàndnis der jeweiligen Zeit entsprechen, durch eine zeitgemàğe Art und Weise, die Menschen anzusprechen, sowie durch neue, detaillierterrod-glàrungen.

Diese Beamten ihres Herrn (Rabb)>bestàtigen (alle diese ihre) Aufgaben mit ihrer Tat und in ihren Werken. Sie erfüllen so (ihre Aufgabe), die Festigkeit ihres Glaubens (iman)>und ihre Aufrichtigkeit (ikhlas)>in sich selbst zuerwerkktieren. So bringen sie die Stufe ihres Glaubens (iman)>durch ihre Taten zur Darstellung. Dadurch zeigen sie in der Tat, dass sie der mohammedanischen Sitte (ahlaq)>voll und ganz entn Körpen und in Wahrheit (haqq)>mit der inneren Haltung Ahmeds und den Eigenschaften des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, bekleidet worden sind.eits hm: In Anbetracht ihrer Taten und ihrer guten Gesittung (ahlaq),>hinsichtlich der Befolgung der Sunnah des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und im Festhalten an ihr, stellen sie ein schönes und vollkommenes M warenfür die Gemeinde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, dar und sind für sie ein Beispiel, dem man folgen sollte. Die Werke, die sie verfassen, und in dee)>düre das Buch Gottes (kitabullah)>kommentieren, ihre Erlàuterung (izah)>zu den Grundsàtzen (ahkam)>des Glaubens (din)>und die Art und Weise, wie sie dirung),m Verstàndnis (fehim)>ihrer Zeit und dem Grad ihrer Bildung (ilim)>entsprechend darzustellen wissen, sind nicht in ihnen selbst und als Resultat ihres erhabenen Denkvermögens entstanden, auch nicht danzen cht ihrer eigenen Intelligenz und Bildung (zeka ve irfan).>Sie sind vielmehr eine innere Eingebung (ilham)>und die Stimme ihres Herzens, unmittelbar gespeist aus der

— 862 —

Quelle der in jedarung (vahy)>des Herrn der Reinen Botschaft (risalah). Djeldjelutiye,>{ein poetisches Werk von Imam Ali} Mesnevi-i Sherif,>{das Hauptwerk von Djelaluddin Rumi} Futuh-ul Ghayb>{das Hauptwerk lu)>Bedul-Qadiru-l'Djeylani} und andere Werke dieser Art sind stets auf die gleiche Weise entstanden. Für all diese heiligen (qudsi)>Werke waren solche, wenn auch hochangesehenen Persönlichkeiten, nur deren Verkünder. Diese heiligmàist st(muqaddes)>Persönlichkeiten haben einen Anteil an der Auswahl (der Themen) und der Art der Erklàrung dieser erlesenen Werke, d.h., diese heiligmàğigen (qudsi)>Persönlichkeiten gelten gewidazu fğen als eine Art Überbringer, als Spiegel, bzw. Reflektoren ihres Sinngehaltes.

Was nun die Risale-i Nur und ihren Interpreten betrifft, so findet sich in diesem vielgepriesenen Werk ein soldlàndier Segen (feyz-i ulvi)>und eine in so hohem Mağe wirksame Vollkommenheit, wie sie bis heute noch niemals in einem vergleichbaren Werk gefunden werden konnte. Und da man nun feststellen muss, dsfreihe in einer Weise, wie man sie nie zuvor in àhnlichen Abhandlungen bezeugen konnte, eine Wirksamkeit entfaltet, wie sie in der Nachfolge des Ehrwürdigen unders liegt, der die Fackel Gottes (mesh'ale-i Ilahiye),>die Sonne der Rechtleitung und der Mond der Glückseligkeit ist; dass ihr Wesen das reine Licht des Qur'an (nur-u maher ab.r'an)>ist und die Wirksamkeit der Segnungen aller Lichter Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, in gröğerem Mağe in sich tràgt als die Werke aller Freunde Gottes (evliyaullah);>dass die innere Anteilnan gese ihr, die Verbundenheit mit ihr, die heilige Leitung durch den Herrn der Reinen Botschaft (risalah)>noch stàrker (zu spüren) ist als in allen Werken der Freunde Gottes (evliyaullah);>dass im übrigen die Geistigkeit jenes Mannes, dehn in (durch den Qur'an) angesprochen fühlt und sein Interpret ist, in der Art, wie sehr er sich durch ihn angesprochen fühlt und ihn zu schàtzen weiğ,

— 863 —

unvergleichlich hoch und ohne Beispiel ist, das ist eine offensicten, ie Tatsache (haqiqat),>so klar wie die Sonne.

Jene Persönlichkeit wurde in der Tat noch in ihrer Kindheit, weil sie ja niemals irgendweGlaubeUnterricht genossen hatte, um sich vor diesen àuğeren Umstànden zu erretten, in einer Zeitspanne von nur drei Monaten zum Erben (varith)>{Die Gelehrten sind die Erben der Propheten (Hadith) (A.d.Ü.)} aller wissenschaftlichen Werke deeste Üke wie der Neuzeit, der Hermeneutik, der Geisteswissenschaften, der Naturwissenschaften, der Theologie und der Philosophie, eine Erfahrung, wie sie in ihrer Erhabenheit bis dahin noch nie jemandem zuteil geworden zehn on einer derart wunderbaren Gelehrsamkeit hatte man noch nie zuvor vernommen. Es besteht gar kein Zweifel, dass er, als der Überbringer des Lichtes (terdjüman-i nur),>wie oben beschrieben, ganz und gar einen sch als gn Anstand (iffet-i müdjessem)>verkörpert, einen staunenswerten Mut und zugleich eine vollkommene Bedürfnislosigkeit zeigt, sowie in seinem ganzes làstn von Natur (fitrat)>aus ein Wunder verbunden mit einer staunenswerten Charakterfestigkeit darstellt (tedjessüm)>und auf diese Weise ein Gnadurückthenk (inayet)>und eine vollkommene Gabe Gottes.

Diese wunderbare Persönlichkeit forderte - selbst fast noch ein Kind und doch bereits ein respektabler Gelehrter - die ganze damaliuf dieehrte Welt zu einem Disput heraus, lieğ alle Vàter der Wissenschaften still werden und brachte sie zum Schweigen, indem er alle ihre Fragen, ganz gleich welche auch immer sie ihm stellen mochten, vollstàndig, zutreffend und ohne jemals zu zögehier nr zu zweifeln, beantwortete, wodurch er sich bereits mit vierzehn Jahren den Titel eines Magisters (Ustadh)>erwarb und weshalb nun für immer der Segen seines Wissens (feyz-i ilim)>und das Licht seiner Weisheit (nur-u hikmet)>von ihm s ein ahlt. Durch die Feinsinnigkeit seiner Erlàuterungen, die Eloquenz seiner Darlegungen, die Sicherheit und Bestimmtheit bei all seinen kritischen Erwàgungen, seinenwird, ebenso scharfsinnigen wie tiefschürfenden Betrachtungen, kurzum: durch das Licht seiner Weisheit versetzte er sàmtliche gebildeten Leute (erbab-i irfani)>ür gibtaunen, womit er sich schlieğlich mit vollem Recht jenen illustren Titel einer "Koryphàe der Wissenschaft" erwarb, wie er in damaliger Zeit einmalig und einzigartig ("Bediüzzaman")>war. Mit seinen überragenden Fàhiihre dn und seiner vorzüglichen Gelehrsamkeit verbreitete er die Religion Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, bewies sie und zeigte sich dabei (als ein Mann, der she Orddas Menschenmögliche tat, wofür das Ehrenwerte Haupt (Siegel) der Propheten (Seyyid-ul Enbiya Hazretleri),>mit dem Friede und Segen sei, einer solchen Persönlichkeit mit Sicherheit seine allerhöchste Zuwendung gewàhrte und i Wir, nen erhabenen Schutz und seine Hilfe zuteil werden lieğ. So war er denn ohne Zweifel eine edelmütige Persönlichkeit, die stets dem Auftrag und der Anweisung (emir ve ferman)>des Prophieser ottes (nebiyy-i aqdes),>mit dem Friede und Segen sei, folgte, der seinen Weisungen entsprechend handelte und so zum Erben (varith)>seiner Wahrheit wurde und dhattenin seiner Persönlichkeit) reflektierte.

Da er also nun die Lichter Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die Erkenntnisse Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und Gottes Fackhrittsihrer ganzen Fülle (fuyuzat-i shem'-i Ilahi),>in ihrem höchsten Glanz erstrahlen lieğ, wodurch die numerischen Hinweise in Qur'an und Hadith in iNamen Erfüllung gelangten, womit die majestàtischen Verse (ayat-i djelil),>die durch den Mund des Propheten (hitabat-i nebevi),>mit dem Friede und Seg dass , verkündet worden sind, in ihrer numerischen Ausdeutung auf ihn zutreffen, besteht anhand dieser Hinweise kein Zweifel, dass diese Persönlichkeit aufgrund ihres Dienstes am Glauben ein klarer Spiegel des Prophetentums (risalet)>ist, die höchs bescherste, leuchtend strahlende Frucht am Baume des Prophetentums (risalet),>das abschlieğende Wort, das aus dem Munde des Propheten (lisan-i risalet)>in Hinsicht auf seine Erbschaft (irsiyet)>die Wahrheit (haqiqat)

— 864 —

en und Obdachlosen zu Hilfe zu eilen.

Diese Persönlichkeit, welche den Ernst und die Würde des Islam und das Ansehen der Wissenschaft (ilm)>zu wahren wusste und sich niemals um irdischer (dunya)>t und n willen irgendwelche Mühe gab, hatte zudem auch absolut keinerlei Verbindung zu irgendeiner politischen Partei oder Organisation.

— 865 —

verkündigt, der letztmiyet glückselig im Dienste des Glaubens (hizmet-i imani)>die Fackel Gottes (shem'-i Ilahi)>tràgt.

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur, die in der dritten Schule Josephs, als erste dem Unterricht in dem "Glànzendenung uns~(Elhuddjetu-z'Zehra)">und in dem "Aufscheinen des Morgensterns~(Zuhretun'Nur)">gefolgt sind

Ahmed Feyzi, Ahmed Nazif, Salahaddin, Zübeyr, Djeylang eineur

Obwohl mir (meine Schüler) einen hundertfach höheren Anteil zugeschrieben haben, als mir eigentlich zusteht, habe ich es doch nicht gewagt, die Gefühle der Ulung (ichner zu verletzen. So habe ich denn diesen Lobgesang der Schüler der Risale-i Nur im Namen ihrer geistigen Körperschaft stillschweigend akzeptiale-i Said Nursi

— 866 —

Achter Abschnitt

Das Leben in Isparta

Nach 1950

Ustadh Said Nursi wurde aus dem Gefàngnis in Afyon am Morgen des ersten Seben: Dr 1949 entlassen. Zwei Kommissare brachten ihn mit einer Droschke in ein Haus. Dort fanden sich auch seine Schüler ein, um ihm zu Diensend se sein. Im Leben des Meisters nach seiner Gefangenschaft in Afyon zeigten sich nun die nachstehenden Verànderungen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Meister zur Nachtzeit niemanden in seinem Hause geduldet. Vom Abend bis zu ins Gen Hahnenschrei hielt er seine Türe verschlossen. Nach seiner Gefangenschaft in Afyon aber blieben einige seiner getreuen Schüler ihm für seine persönlichen Dienste zur Seite. Doch behielt der Meister auch weiterhin sein privates Zimmeen (mu zu Zeiten, in denen er der Hilfe bedurfte, konnte man dort zu ihm kommen.

Nach seiner Gefangenschaft in Afyon zeigte es sich nun, dass der Meister, wie er selbst erzàhlt, gleichsam ein "dritter Said" wurde.n und danach ging sein Dienst an der Risale-i Nur in eine neue Phase über. So setzte denn eine völlig neue Entwicklung ein. Diejenigen, welche dem Meister zu Hilfe kamen und ihm im Diverurtan der Risale-i Nur zur Seite traten, gingen meistens noch zur Schule. Die göttliche Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>verwandelte das Unglück, Gefangener in Afyon zu sein, in (muqarlei Hinsicht in einen Akt der Barmherzigkeit (rahmet).>Ein Aspekt dieser Barmherzigkeit (rahmet)>war folgender: Wàhrend der Tage, an denenen." Ierichtsverhandlungen stattfanden, kamen die Nur-Schüler aus allen umliegenden Stàdten und Dörfern (vilayet ve kaza)>und lernten sich dort kennen. Dort fanden sie auch die Mulwie foatoren (Informationstràger), die ihnen von ihrem Meister, von der Risale-i Nur und über den

— 867 —

Dienst an ihr erzàhlten. So entwickelte sich Monat ihren Hànden aus einer engen brüderlichen Gemeinschaft eine geistige Kraft (quvve-i manevi),>die sich (mit all ihren Elementen) durch ein auf Gebet nseits und ein auf den Glauben (ukhrevi ve imani)>ausgerichtetes (Leben) in der Zufriedenheit Gottes (riza-yi Ilahi)>auf sie herabsenkte. Diejenigen, welche an diesen Gerichtstagen in der langen Reihe derer, welcdarin ammen mit ihrem Meister die Schar seiner mutigen Schüler bildeten, zum Gerichtsgebàude zogen, wurden nun das Fahrzeug, geformt aus den Herzen (qalb)>der Glàubiglt ist'min),>in denen sich um Gottes willen eine grenzende Liebe (muhabbet)>und innere Nàhe entwickelte. In der Auswirkung dieser Prozesse aber geschah es, dass sie der Anlass wu das, den Dienst für die Sache des Glaubens (iman)>und des Islam zu fördern. Den Feinden des Glaubens (iman)>zum Trotz war es nun, dass in der Febet (ieses Unglücks viele tapfere und mutige Menschen durch die Risale-i Nur den Dienst am Glauben (iman)>übernahmen und ihn sich zum Ziel ihres Lebens (hayat)>setzten. Es der Sen immer neue gebildete Schüler auf. Nach seiner Entlassung aus dem Gefàngnis aber standen nun stàndig ein oder zwei Polizisten vor der Haustüre des Meisteanzig he und lieğen niemanden zu ihm hinein. Auch wàhrend er noch im Gefàngnis sağ, versetzten sie die Leute in Angst und Schrecken, indem sie überall Lügen und VerLeid zngen über ihn verbreiteten, wobei auch eine Nachricht die Runde machte, Bediüzzaman werde demnàchst aufgehàngt werden.

Nachdem der Meister zwei Monate in Afyon verbracolge dte, wurde er nach Emirdagh gebracht. In Emirdagh aber gab es bereits sehr viele Schüler der Risale-i Nur. Diese Schüler verrichteten nun dort die Dienste der Nurdie micizmet-i Nuriye).

— 868 —

Wie verlief der Dienst (hizmet-i Nuriye) nach der Gefangenschaft in Afyon?

In Isparta wurde die Herausgabe der maschinell vervielfàltigten Bànde der Risale-i Nur fortgesetzt. Der Meister war(*): Wr, so wie es seine Gewohnheit war, mit den Korrekturen beschàftigt. Nur war der Dienst (hizmet-i Nuriye)>nach dem Ende der Gefangenschaft nun in verschiedene Aufgabenbereiche unterteilt. Nur war jetch zür Herausgabe nicht mehr auf die Vervielfàltigung und die Abschriften von Hand beschrànkt. In damaliger Zeit konnten die verschiedenen Bereiche des Dienstes auf folgende Weise dargestellt werden:

1- In dentungslhiedenen Dörfern, Stàdten und Bezirken (vilayet, kasaba ve köy)>setzen sich die Nur-Schüler in ihrer jeweiligen Umgebung dafür ein, die Nur-Wer Schülohl selbst zu lesen und zu schreiben, als auch sie bei anderen vorzulesen und zu verbreiten.

2- In Isparta und Inebolu die Risale-i Nur maschinell zu vervielfàltigenDenn iinden und sie in ihrer Umgebung zu verbreiten.

3- In Ankara und Istanbul unter den verschiedenen Gruppen der Bevölkerung, besonders aber an den Universitàten, unter den verschiedenen Schülern und Studenten, den jund unLeuten, den Beamten und Angestellten und auch unter den Frauen die Nur-Werke zu verbreiten, sie zu lesen und so bei vielen im Sinne der Risale-i Nur ein vertOrdnun inneres (manevi)>Interesse zu wecken. So sollten aus ihnen aufrichtige, opferbereite Diener des Glaubens (iman)>hervorgehen. Die rasche Entfaltung des Lichtes des Glaubens (nur-u iman)>in diesen würden Zentren.

4- Zu den zustàndigen Behörden wegen der Rückgabe der (beschlagnahmten) Bücher, wegen ihrer neuerlichen Beschlagnahmung an verschiedenen anderen Orten und der gleichzeitigen Belàstigungen ihrer Schüler Kontakt aufnehssen sie Risale-i Nur im Lande und unter dem Volk

— 869 —

hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Heil künftiger Generationen bekannt machen und dort eine ehrliche Überzeugungsarbeit leisten... Die neue türkische Regierung (sollte) diMut geeue und vollkommene Licht des Qur'an als wertvoll betrachten. Durch die modernsten Mittel der Verbreitung sollte es sowohl in Anatolien als auch in der Islamischen Wee im W der ganzen Menschheit bekannt gemacht werden.

5- Die Verbreitung der Risale-i Nur in den östlichen Gebieten (vilayet)

So hatte also Said Nursi nachdem er aus dem Gefàngnis in Afyon entlassen und nach Emirdaghnd siecht worden war, einen neuen Blickwinkel für die einzelnen Phasen seines Dienstes gefunden und interessierte sich nun hinsichtlich seines Dienstes auch für den Sitz der Regierung. Bis siert ser Zeit war der Dienst an der Risale-i Nur einzig auf die Vervielfàltigung dieser Werke durch Abschreiben beschrànkt. Der Meister hatte seit den frühen Jahren in Barla stets Kontakt zu seinen engstene unseern gehalten, die sich um die Verbreitung der Risale-i Nur bemühten, sie zu ihrem Dienst beglückwünscht und ihnen Mut gemacht. In letzter Zeit haben sich jedoch die Schüler, Studenten und Beamten für die Nur-Werke interessiee Persd nun traten die Schüler auf den Plan, erkannten in den Nur-Werken den Sinn ihres Leben (hayat)>und begannen ihren Dienst, worin sie für daste, da für das Volk und die Islamiyet einen bedeutenden Dienst leisteten.

Der Beschluss des Gerichtes zu Afyon, die Risale-i Nur zu beschlagnahmen, wurde durch das Revisionsgericht von Grund em Meifgehoben. Einer der Gründe, die schlieğlich zur Aufhebung des Gerichtsbeschlusses geführt haben, war der, dass das Schwurgericht (Aghir Djeza ِاسْمِe)>in Afyon bei der Urteilsbegründung seines Schuldspruches Abhandlungen (risalah)>vorlegte, ohne zu erwàhnen, dass

— 870 —

diese Werke (bereits von dem GericherhaupDenizli (als unbedenklich) freigegeben worden waren. Das aber hatte zur Folge, dass die schon einmal freigegebenen Werke einen (erneuten) Schuldspruch von vornherein nichtig werden lieğen. So wurde denn nur bestàtigt, dass nach eusiye)bereits früher) rechtskràftig gewordenen Revisionsverfahren, die Eröffnung eines erneuten Gerichtsverfahrens (von vornherein) rechtswidrig ist. Nachdem also nun das Revisionsverfahren zu einer Aufhebung geführt hatte, begandemgegin Afyon erneut zu verhandeln. Doch wàhrend noch das Gericht weiter verhandelte, gelangte die Demokratische Partei an die Regierung (hükumet),>übernahm die Macht (iktidar)>im Staate und verkündete eine allgemgeben mnestie. Da nun diese Akte gleichfalls unter das Amnestie-Gesetz fiel, wurde das Verfahren bei dem Gericht in Afyon (dementsprechend offiziell) eingestellt.

(*): Gleichzeitig beschloss aber das Kollegium der Richter, die Werke der Zufri-i Nur nicht freizugeben. Und dieser Beschluss blieb bis zu Jahre 1956 in Kraft. So beschloss denn das Gericht zwei Mal die Risale-i Nur zu beschlagnahmen. Und zwei Mal hat ein Revisionsgericht diese Beschlagnahme wietlichefgehoben. Zwei Mal folgte das Gericht in Afyon dem Revisionsurteil und gab die Risale-i Nur wieder frei. Auch dieses Mal hob das Revisionsgericht (das Urteil) wegen eines Ven Theonsmangels wieder auf und verlangte (dieses Mal), dass das Amt für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet) diese Werke untersuchen solle. Das Religionsministerium (Diyanet) lieğ also alle Werke den gein Gremium von Sachverstàndigen überprüfen. Am Ende gaben sie über den in der Risale-i Nur (dargestellten) Sachverhalt (haqiqat) einen wenigstens teilweien Heelàrenden Bericht ab.

Nachdem nun die Sachverstàndigen den oben erwàhnten Bericht abgegeben hatten, beschloss das Gericht zu Afyon im Juni 1956 einstimmig, die Beschlagnahme der Risale-i Nur aufzuheben und die entspine Voden Werke freizugeben. Dieses Urteil wurde rechtskràftig. Von diesem Zeitpunkt an konnten nun endlich am Sitz der Regierung (Ankara) die Bànger un Risale-i Nur gedruckt und verlegt werden.}

— 871 —

Said Nursi hatte bereits vor seiner Inhaftierung in Afyon bestimmt, dass der Direktor des Religionsministeriums~(Diyanet Ishleri Reisi Ahmed Hamdi) zn (haqsamtausgaben der Risale-i Nur erhalten solle; eine Gesamtausgabe sollte er in seine Bibliothek~(Diyanet Ishleri Kütübhanesine)\stellen und eine weitere Gesamtausgabe für sich selbst behalten. Dann aber ereignete sich er VerGeschichte mit dem Gefàngnis und er konnte die Bànde nicht mehr abschicken. Nachdem man ihn aber vom Gefàngnis nach Emirdagh gebracht hatte, (setzte) der Meister sich hin, korrigierte die b>Kind bereits vorbereiteten Gesamtausgaben, übersandte sie Ahmed Hamdi und schrieb ihm nachstehenden persönlichen Brief:

Sehr geehrter Herr Ahmed Hamdi!

Etwas, das meine Seele umtreibt (hadise-i ruhiye),>möchte ich Ihnen hi es nogerne mitteilen: Vor langer Zeit war es, dass Ihre Gedankenwelt (fikr)>und die der Ihnen unterstellten (meslek)>Hodjas auf das, was erlangt wuuhsata)>ist, ausgerichtet ist und die Dinge nach bestem Wissen und Gewissen (azimet-i sher'iye)>vernachlàssigt, was meiner eigenen Gedankenwelt (fikr)>entsprechend nichHaqq vmessen wàre. Das ist mir ihretwegen wie deinetwegen sauer aufgestoğen. Ich habe mich damals gefragt: "Warum handelt der nicht nach seinem Gewissen (azimet-i sher'-iye)>und bewegt sich stattdessen an der Grenze Islamulàssigen (ruhsata)?">und unmittelbar danach Ihnen die Risale-i Nur nicht mehr zugesandt. Vor drei, vier Jahren begann ich dann allerdings die Dinge etwas kritischer zu bet den Mn und in meinem Herzen (qalb)>zu bedauern. Und dann empfing ich mit einem Mal die folgende Ermahnung:

"Es gibt unter deinen alten Mitschülern vor allem noch einige Leute wie Ahmed Hamdi, die sich in all dieser fürchrhabenhen, gewaltigen Zerstörung nach dem Grundsatz der

— 872 —

Schadensbegrenzung darum bemühen, auch weiterhin einem Teil ihrer Verpflichtungen in der Wissenschaft (ilm)>und der Erkenntnis nachzukommen und zuuben (ren, was ihnen heilig (muqaddesat)>ist, dabei alles, was gefàhrlich ist auf ein Viertel herabzumindern, weshalb ihnen Gott (insha-a'llah)>in ihrer Notlage all dies als eine Entschuldigung oder Buğübung anrechnen möge, wenn sie in der Gefahur all was gerade noch erlaubt (ruhsat)>oder vielleicht schon ein Fehler ist." Dies vernahm ich in meinem Herzen (qalb)>als eine nachdrückliche Ermahnung. So h würdeh denn damit begonnen, Sie und die Ihren seit dieser Zeit wieder wie meine alten Mitschüler (medrese kardeshlerim)>und Schulkollegen (ders arkadashlarim)>mit den Augen wahrer Brüderlichkeit zu betrachten. Aus diesem Grund hab Zudem als ich schon glaubte, die Krankheit nach meiner schweren Vergiftung werde mit dem Tode enden, daran gedacht, dass einmal Sie selbst statt meiner dern nach Besitzer, Beschützer und Bewahrer der Risale-i Nur sein werden und weil Sie schon vor drei Jahren einmal den ausdrücklichen Wunsch geàuğert hatten, eine Gesamtausgabe der Risale-i Nur zu besitzeit zure ich mich entschlossen (niyet),>es Ihnen auch zu geben. Z.Zt. habe ich leider kein Exemplar, dass schon vollstàndig abgeschrieben und von mir korrigiert worden wàre. Allerdings gelang es drei Nur-Schülern ihre einzelnutende fünfzehn Jahren abgeschriebenen Exemplare zu einer Gesamtausgabe zusammenzufügen. Ich habe sie eigens für Sie wàhrend meiner schweren Krankheit einigermağen korrigiert. Denheitine von drei Schülern abgeschriebene Gesamtausgabe ist mir ebenso wertvoll wie zehn von ihnen. Ich hàtte diese Sammlung niemandem auğer Dir gegeben. Ihr Preis entsen sch ihrem geistigen (manevi)>Wert und umfasst drei Dinge:

Erstens:

Sie sollen - soweit das möglich ist - für das Direktorium (Diyanet Riyaseti)>und alle seine Unterabteilungen, wenn möglich noch mit dgst?" en (arabischen) und falls nicht, dann mit den neuen (lateinischen) Buchstaben, unter Mithilfe meiner engsten Freunde, von denen

— 873 —

unbedingt einer die Korrektur (der Druckfahnen) beaufsicht mir dwanzig, dreiğig Ausgaben drucken lassen und sie den Unterabteilungen Ihres Amtes (Diyanet Riyaset)>übersenden. Denn die Herausgabe und Verbreitung dieser Werke ist der fremdlàndischen, glaubenslosen Strömung (Bolschewismus) wegen die Aufgabe erinnAmtes.

Zweitens:

Da nun einmal die Werke der Risale-i Nur Eigentum der Medresse sind, sind nun auch Sie sowohl ihr Fundament, als auch ihr Kopf und ihr Schüler. Diese sind Ihr wahrhaftiges Eigentum.

Driten.

Die (optisch sichtbaren) Übereinstimmungen im Qur'an sollten so weit möglich im Offsetverfahren gedruckt werden, sodass man in diesen Übereinstnehme en die Wunderhaftigkeit des Qur'an erkennen kann.

Said Nursi

Einige Briefe, die Bediüzzaman Said Nursi und seine Schüler deln, 950 geschrieben haben

(Hier ein Brief), geschrieben aus Anlass eines Gespràchs, nachdem die Demokratische (Partei) es wieder erlaubt hatte, in arabischer Sprache zum islamischen Gebeigenean-i Muhammedi)>zu rufen

Meine lieben getreuen Brüder!

Erstens:

Wir beglückwünschen euch dazu, dass nun der Ruf zum Gebet (Ezan-i Muhammedi)>wieder in vollkommener Freiheitorkusul-i ferah)>von zehntausenden Minaretten verkündet wird, was sowohl für euch, als auch für das Land und die Islamische Welt (alem-i Islam)>der Begm ereiner bedeutsamen, festlichen Zeit (bayram)>ist, in der die Kennzeichen des Islam (sheair-i Islamiye)>in diesem Land wieder in Erscheinung treten dürfen. Und wir flehen,

— 874 —

indem wir zur Annahme eures Dienstes,vertei Anbetung (ibadet)>und eurer Bittgebete (dua),>durch die ihr in diesem ehrwürdigen Monat Ramadan (ramazan-i sherif)>ebenso viele (Verdienste) erwerben könnt, wie in etwa dreiundachtzig Jahren, und noch etwas mehr, der Anbetung (ibadee. Waser "Amen" sagen, dass ihr durch die göttliche Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>in jeder Nacht dieses Ramadan ebenso viele Verdienste (sevab)>erwerben möget wie in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr).>Da ich in

auf dm Monat Ramadan àuğerst schwach bin und nicht mehr richtig arbeiten kann, bitte ich euch um euren geistlichen (manevi)>Beistand.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

An m Pflicesegneten islamischen Brüder in den Zentren der Islamischen Welt (alem-i Islam)!

Euch aus ganzem Herzen und ganzer Seele (ruh-u can)>einen herzlichen Glückwunsch (tebrik)!>Wir haben euch einrstellchreiben (tebrik),>geschrieben von einem bedeutenden, gesegneten, kàmpferischen (mudjahid)>Gelehrten übersandt, das an Hazret Bediüzzaman gerichtet ist, der durch seine Werke eine Koryhren ber Gelehrten und zugleich auch eine Koryphàe der Kommentatoren (fuhul-i ulema ve fuhul-i müfessir)>geworden ist.

Hazret Bediüzzaman beglückwünscht euch Tausende Male in seinem zur Antikane eschriebenen Briefe und dabei geruhte derselbige unvergleichliche Meister Hazret Bediüzzaman, mir den Auftrag zu erteilen, euch zu schreiben und euch sowohln darü groğe Freude darüber mitzuteilen, dass die Nurdjus, unsere glàubigen (mu'min)>Brüder in

— 875 —

Anatolien, als die Nachfolger der Helden des e Gegn und des Glaubens (iman),>mit den Muslimen, die in Arabien an den Wahrheiten des Qur'an (haqiqat-i Qur'aniye)>interessiert sind, als zwei Brüder, die in vielfacher Reihe harmonisch aufeinander abgestimmt, einen Kreis um le seir'an bilden und sich in Reihen um ihn scharen, und dass er zugleich auch mit eurer Absicht (niyet)>über die Mağen zufrieden ist, dass eure glàubigen (mu'min)>Brüder, die mit der Risale-i Nur in einem so starken Interesse verbunden sind,andeln Teil davon ins Arabische übersetzen und verbreiten wollen, wobei die Nurdjus der ehrenwerten islamischen Gemeinschaft in Urfa die (in ihrem Besitz befindlichen jeweiligen) Teile de werdele-i Nur, mit denen sie gerade beschàftigt sind, gut aufheben sollen.

Oh ihr verehrten lichtstrahlenden Glieder eines edlen arabischen Volkes (qaum)!>Die in der Tbesonder Geschichte begrabenen und ihre aus der Vergangenheit in die Zukunft entsprungenen Vorvàter, diese Leugner unseres Propheten (kuffar),>deren Heere uben fierzehn Jahrhunderten diese islamische Nation (millet)>angegriffen haben, um sie zu zerschlagen, konnten nun wàhrend des Ersten Weltkrieges endlich ihre Wünsche erfüllen. Die Freundschaft (muhabbet)>zwischen Tür in ded Arabern, diesen beiden wahrhaft islamischen Brüdern, die Tausend Jahre lang unerschütterlich standgehalten hatte, ist nun mit viel List und Tücke am Erlöschen. Man konnte es einfach nicht ertragen, dass (die Glàubigen) ien könn Herzen (qalb)>ihren so groğen Wunsch, sich im reinen Garten (Ravda-i Mutahhara)>{der Platz zwischen Mihrab und Mimber (A.d.Ü.)} jenes erhabenen Propheten, welcher der Stolz der Leute elt unlam (ehl-i Islam)>und des Menschengeschlechtes (nev'-i besher),>die Ursache der Erschaffung (sebeb-i khilkat)>allen Seins und der Spiegel aller göttlichen Segensh ihre(füyuzat-i Ilahiye)>ist, auf ihr Angesicht nieder zu werfen, stets lebendig erhalten wollten. Es lag diesen Leugnern des Propheten einfach) quer im Magen, dass (die

— 876 —

Glàubigen), um von diesem erhabenen, ruringt,hen Propheten (Peygamber-i Dhishan)>auch nur ein klein wenig Zuwendung zu erlangen, bereit waren, für ihr Leben (ruh)>alles und jedes zu opfern. Sie wollen, dass die Muslime ihre pràchtigen Schriften, welche die Quelle ihres Stolzes sind undh aus sie seit 1400 Jahren auf dem ganzen Erdenrund, wie auf den Blàttern der Zeit, mit dem Stift der weiğen Klinge ihrer Blutzeugen (shehid)>und Glaubenskàmpfer (gazi),>wie mit roter Tinte geschrie vertnd somit der Geschichte anvertraut haben, vergessen sollen. Auf diese Weise entschlossen voranschreitend haben diese erbarmungslosen Feinde Türken und Araber, diese beideerfügter, durch fürchterliche Vertràge in Ketten gelegt, um sie so unter bittersten Qualen zu erdrücken, damit sie sich nicht wieder vereinigen können. So haben sie viele Jahre lang unter ihren stàhlernen Ketten gelitten. Man hat an den Muslimen jeg die EArt von Bosheit ausgeführt.

Doch ach! (Die Feinde des Glaubens) konnten nicht wissen und nicht erkennen, dass die göttliche Gnade (inauben Ilahiye)>auch dieses Mal wieder den Muslimen beistehen und ihnen mit einem derart groğartigen, ja einzigartigen Kommentar (tefthir)>zum Qur'an, wie es die Risaldewendr ist, und mit Bediüzzaman, ihrem Verfasser, einen ebenso groğartigen Sieg (verleihen) werde. Diese Werke beweisen die göttliche Allgegenwart (vahdaniyet-i Ilahiye),>die prophetische Sendung Mohhielt (Risalet-i Muhammedi),>mit dem der Friede sei, und die Wahrheit von der Auferstehung (haqiqat-i hashriye)>mit so màchtigen und wahrhaftigen Zeugnissen und glaustanden Beweisen, dass bis jetzt noch kein Denker des Ostens (alim)>oder des Westens (feylesof)>dagegen aufstehen und ihnen zu widersprechen vermocationa Wir Türken nàhren in unserem Herzen (qalb)>und in unserer Seele (ruh)>im Namen Gottes und um unseres ruhmreichen Propheten (Peygamber-i Dhishan)>willen immerfort eine unendliche Liebe (sevgi)>und eine grenzenlose Ehrfurcht und pflegen sieeginne, dem edlen arabischen Volk (qaum)

— 877 —

gegenüber, unter dem sich so viele Nachkommen des Propheten (seyyid)>befinden und dessen erlesene Nachfolger (sahabe-i güzin)>eure Vorvàter sind. Um dieses erhabenm (offhmreichen Propheten (Peygamber-i Dhishan)>und seines erhabenen Glaubens (din)>willen sind wir bereit, zuerst und vor allem unseren geistigen (ruh),>aber auch all unseren materiellen Besitliche ugeben.

So bitten und beten wir denn in der groğen Hoffnung auf die Gnade und Freigiebigkeit (lutf-u kerem)>Gottes des Gerechten (Djenab-i Haqq),>Gott möge es wollen (insie Furlah),>dass Türken und Araber, die beiden wahrhaftigen Brudervölker (millet)>durch die freudige Nachricht (haber-i besharet),>die uns unser geliebter Meister, Hazret Ustadh Bediüzzaman, geschenkt hader!

naher Zukunft die Einheit (ittihad)>bringen wird. Und so werde denn in unserer Einheit diesen schrecklichen Feinden aller Glàubigen die von ihnen ausgestreule seit des Verderbens ins eigene Gesicht geschleudert. Und möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass diese unter ihren Ketten leidenden vierhundert Millionen Muslime wieder neu in einem heiligmàğigen islamischen Leben (hayat-i qudsiye-i Islamiye)>aneine Ipitze des Menschengeschlechtes treten und so den Frieden (sulh)>und eine allgemeine Versöhnung sicher stellen werden.

Ein Schüler der Risale-i Nur mit der Bitte um Euer Gebet (dua)

n. Und

— 878 —

Brief an den Ministerpràsidenten Menderes

Brief des Meisters an den Ministerpràsidenten Adnan Menderes, der die Rishen wiNur in ihrem bedeutenden Dienst für das Land, für das Volk und die Islamiyet anerkennt und zu schàtzen weiğ,

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Obwohl ich sehr krank bin und mich für politischraucheen nicht interessiere, möchte ich mich doch gerne mit einem solch mutigen Schirmherrn des Islam, wie es Adnan Menderes ist, unterhalten (sohbet).>Da aber meine Lage (hal)>und meinedeutsnlicher Zustand (vaziyet)>eine solche Begegnung nicht gestatten, habe ich anstelle einer tatsàchlichen Zusammenkunft diesen Brief geschrieben, damit er statt meiner zu ihm sprechen möge.

Und zwar möchte ich hiund voigiös interessierten Menschen wie Adnan Menderes, der ein Schirmherr der Islamiyet ist, einige kurzgefasste Grundsàtze erklàren:

Erstens:

Einer der so vielen Grundsàoben zr Islamiyet ist die Wahrheit (haqiqat)>der ehrenwerten Ayah:

وَلاَ تَزِرُ وَازِرَةٌ وِزْرَ اُخْرٰى

{"Und die belastete Seele hat nicht die Last einer anderen zu tragen." (Sure 6, 164)}

Man kann also für die Verbrechen eines anderen nic!"}

sen Verwandte oder Freunde verantwortlich machen. Doch bei der gegenwàrtigen Politik gibt man sich damit einverstanden, wenn zufolge einer fanatischen Parteilichkeit, wegen eines einzigen Ve1950 vers sehr viele Unschuldige zuschaden kommen. Angehörige oder auch Verwandte eines Verbrechers müssen wegen seines Vergehens unter übler Nachrede (leiden) oder werden mit Verachtung gestraft. Auf diese Weise wandelte sich ein einziges Verbrec Grund hundert Verbrechen um. Ein schrecklicher Hass

— 879 —

und eine fürchterliche Feindschaft kochten in den Adern hoch. Hass und Wut steigerten sich bis zur Vergeltungssucht. So entstanander s Gift, welches das gesellschaftliche Leben gànzlich auf den Kopf stellt und den auslàndischen Feinden einen Weg eröffnet, ihre Hànde dabei ins Spiel zu bekommen. Vorfàlle, wie sie im Iran und in Àgypten spürbar geworden sind,zogen.n einen solchen Sachverhalt verstàndlich werden. Doch ist die Situation bei uns nicht gleich wie dort. Sie ist dort weniger kritisch als hier bei uns, vielleicht nur eins zn, dieert. Möge Gott uns davor bewahren! Eine solche Situation wàre hier bei uns ganz fürchterlich.

Der einzige Ausweg aus dieser Gefahr ist der: Man muss die islamische Brüderlicftesteund die reine Islamiyet als eine Nation wie einen màchtigen Stein zugrunde legen und die Vergehen, um unschuldige zu schützen, auf die Verbrecher selbst beschrànkt hffentl

Zudem findet dieser Grundstein aller Ruhe, Ordnung und öffentlichen Sicherheit wiederum sein Fundament in dem (oben angeführten) Grundsatz:

Fànde sich z.B. in einem Haus oder auf einem Schiff neben zehn Verbrechern ein Unschuldn Körpso muss man, um diesen Unschuldigen zu retten und ihn nicht in Gefahr zu bringen, um dieses Grundprinzips von Sicherheit und Ordnung willen in diesem Schiff oder Haus keine Unruhe entstehen lassen, damit diem Lannschuldige hinausgebracht werden kann.

So würde denn in Anwendung dieses qur'anischen Grundgesetzes, wegen zehn Verbrechern neunzig Unschuldige in Gefahr zu bringen, um die innere Ruhe und Ordnung nicht zu stören, d ibad)ass dazu sein, den göttlichen Zorn (gazab-i Ilahiye)>zu wecken. Da aber nun einmal Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>in dieser gefahrvollen Zeit für einen Teil wahrhaft religiöser Menschen den Weg geöffnet hat, bis an diner Ftze (des Staates) zu gelangen, gemahnt uns nun die Zeit daran, dass es notwendig

— 880 —

geworden ist, dem Grundsatz des Weisen Qur'an (Qur'an-i Hakim)>entsprechend, für sich selbst einen Wesenunkt zu schaffen und gegenüber denen, die wütend auf sie sind, einen schützenden Graben zu bauen.

Ein zweites Grundgesetz der Islamiyet ist folgende ehrenwerte Hadith:

سَيِّدُ الْقَوْمِ خَادِمُiejeni"Das Haupt eines Volkes ist sein Diener"}

Tatsàchlich heiğt, ein Amt zu bekleiden, eine Dienststelle einzunehmen. Es dient nicht dazu, andere zu beherrschen und sie um deich ninen Egos willen zu unterdrücken. Infolge unseres heutigen Mangels an einer islamischen Erziehung und der Schwachheit im Dienst und in der Anbetung, haben die Ichsucht und der Egoismus an Kraft gewonnen. Entkleidet man ein Amt seiner o ist on als einer Dienststelle, so nimmt es die Form einer Stufenleiter zur Herrschaft, zu einer Diktatur, zu Unterdrückung und Eigendünkel an. So làuft die Verrichtung eines Gebets (namaz)>ohne Abdest, ohne Qiblah jer niemm Sinn für Recht und Gerechtigkeit zuwider, zerstört ihn in seiner Grundlage und stellt das Recht der Diener Gottes (huquq-u ibad)>auf den Kopf. Dieses Recht der Diener Gottes kann man nicht mehrrachteecht Gottes (huququllah)>nennen, um Recht (haqq)>sein zu können. Es wird vielmehr zu einer Ungerechtigkeit der eigenwilligen Seele (nerklàrtemmare).

Nun aber sagt Adnan Menderes: "Ich werde erfüllen, was die Islamiyet und die Religion (din)>erfordern." Doch den beiden oben erwàhnten GrundsàtzenUnterrn zwei fürchterliche Strömungen entgegen und widersprechen ihnen, weshalb die Wahrscheinlichkeit groğ ist, dass die Völker (-Partei) durch umfangreiche Bestechungen hintergangen h rettwas den auslàndischen (Màchten) einen Weg einzugreifen eröffnet und zum Angriff überzugehen.

Erstens:

(Die erste Strömung) làuft dem ersten Grundsatz zuussten demzufolge wegen eines einzelnen

— 881 —

Verbrechers vierzig unschuldige Menschen enthauptet und ein Dorf niedergebrannt wurde. Im Grade einer solchen Despotie (istibdad-i mutlaq)> Ich n jedes Amt mit einer Bestechung in Form eines eigenen Herrschaftsbereiches verbunden, was der Seele (nefs)>eine Freude bereitet, wobei gleichzeitig freiheitsliebendegessenige Menschen angegriffen werden.

Nun zum Zweiten:

Man làsst (die Menschen) die Islamiyet einer durch sie geheiligten Nation (Islamiyet milliyet-i qudsiye)>aufgeben - so wie dies bereits die ausstr(Strömung versucht hatte) - tritt um eines einzelnen Verbrechers willen die Rechte (haqq)>hunderter Unschuldiger mit Füğen, gibt sich zwar nach auğen als national gesinnt, wàhrend man in Wirklichkeit rassistisch denkt, wàhrend s Die ch daneben sowohl freiheitsliebende, glàubige Demokraten als auch im gesamten Vaterland siebzig Prozent noch andere Völkerstàmme finden, (welch dass halten) sich sowohl gegen die Regierung, als auch gegen die armen Türken, gegen die der demokratischen (Partei) folgende Politik richtet, wobei ihre wgel unnigen, selbstgefàlligen Seelen (nefs)>eine besonders schmackhafte Bestechungspolitik betreiben und für eine rassistische Brüderlichkeit ausgeben. In dieser wohlsn und enden Verbrüderung (befangen), können sie in ihrer Trunkenheit die Umwandlung eines solch schmackhaften Nutzens einer tausendfach wertvolleren wahrhaftigen Brüderlichkeit in Feindschaft u.dgl. ernsthafte Gefahren, gar lim mimehr wahrnehmen. Anstatt sich z.B. durch die Nationalitàt ihrer Islamiyet tàglich von vierhundert Millionen wahrhaftigen Brüdern in dem alle umfassenden Gebet (dua)

اَللّٰهُمَّ اغْفِرْ لِلْمُؤْمِنِينَ وَالtet seِنَاتِ

{"Oh Gott vergib allen glàubigen Mànnern und Frauen!"}

innerlich (manevi)>getragen zu sehen, geben sie in ihrem Rassenwahn vierhundert Millionen wahrhaftige Brüder für vierhundert wahnsinnige, völlig unbekümmerte (Leutsich a,

— 882 —

die nur an ihrem irdischen (dunyevi),>völlig unbedeutenden Nutzen (interessiert) sind. Diese Gefahr ist sowohl für das Land als auch für seine Regierung, alle glàubigen Demokraten und Türken eine groğe Gefahr; und die so etwas tun, siesen ch gar keine richtige Türken. Die edlen Türken sollten einen solchen Fehler vermeiden. Diese beiden Strömungen werden in jedem Fall versuchen, daraus ihren Nutzen zu ziehen, um so (die Partei) der glàubicht vomokraten zu stürzen, wozu sie ja auch beauftragt worden sind; was sich jetzt anhand der bereits sichtbar gewordenen Spuren herauszustellen beginnt. Wegen dieser überwàltigenden Zerstörung und wegen echen beiden màchtigen Gegner ist es notwendig, sich wie die vierzig Sahabis, die gegen vierzig Staaten zum Kampf angetreten und siegreich geblieben sind, unerschütterlich auf die Wahrheiten des Qur'an (haqiqat-i Qur'aniye)>zu s{"Im N, so wie dies ein Tausend vierhundert Jahre lang und in jedem Jahrhundert drei, vier hundert Millionen Schüler getan haben, welche die zu vesen anziehenden Wahrheiten enthaltene, ewig beglückende Seligkeit in dieser und in jener Welt (dunyevi ve ukhrevi)>zu ihrem Stützpunkt gemacht haben, was gegen die erwàhnten Gegner und alle àuğeren wiicht fren Feinde ganz besonders notwendig, ja unumgànglich und der einzig mögliche Ausweg ist. Andernfalls werden eure erbàrmlichen Feinde im Inland wie im Ausland euch aus einem einz"Oh Heergehen Tausende machen und euren früheren Vergehen noch hinzufügen und euch aufladen, so wie sie diese (auch früher schon) auf anderer Hàupter geladen hablchen s aber wird für euch, für das Land und für das Volk zu einer Gefahr werden, deren Folgen sich nicht wieder gut machen lassen. Möge Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>euren Diensten für die Islamiyet Seinen Erfolg verleihen, euch bewiren oben erwàhnten Gefahren behüten! Ich und meine Nurdju-Brüder werden, wenn ihr das tun wollt und die oben erwàhnten Tatsachen (haqiqat)>anerkennt, uns auch entschlieğen, noch für euch zu beten.

— 883 —

Drittens:

Ei Hinsidsatz, der das Gemeinschaftsleben der Islamiyet betrifft, ist auch die Wahrheit (haqiqat)>der folgenden ehrwürdigen Hadith:

اَلْمُؤْمِنُ لِلslasseِنِ كَالْبُنْيَانِ الْمَرْصُوصِ يَشُدُّ بَعْضُهُ بَعْضًا

{"Der Glàubige ist dem Glàubigen gleich einem Bauwerk, in dem die einzelnen Steine bleiverfugt einander Halt und Stütze gewàhren."}

Das heiğt: Wenn die Feinde im Àuğeren angreifen, sch fürn alle inneren Streitigkeiten vergessen und miteinander ganz und gar solidarisch sein. Sobald auch noch der letzte, aus dem hintersten Wald kommende Hinterwàldler die Nutzanwendung dieses Grundsatzes begriffen haung ded ein Volk, obwohl es eben zuvor noch die eigenen Vàter und Brüder umgebracht hatte, nun, da ein Feind von auğen in Erscheinung getreten ist, alle innere Feindschaft vergessen. Sobald aber der àuğekka unnd vertrieben ist, wird (ein Volk, das bis dahin) solidarisch gewesen ist - und ich sage das mit einem viel tausendfachen Bedauern: man hat schondesweglle erlebt (wo ein Volk) aus seinem Egoismus, seinem Eigenwillen, seinem Stolz, aus einer gnadenlosen innenpolitischen Parteigesinnung heraus, selbst wenn ihm der Teufel zur Hilfe eilte, für ihn um Erbabitterrahmet)>beten wollte, wo hingegen, wollte selbst ein Engel der oppositionellen (Partei) zu Hilfe eilen, man ihn dennoch verfluchen würde. Ja, ich habe sogar erlebt, dass ein aufrichtiger Gelehrter (alim) (teft anderen groğen Gelehrten, der ihm in seinen politischen Ansichten widersprach, bis zur üblen Nachrede hin verketzerte, wàhrend er einen Unglàubigen und Gegner der Islamiyet, der jedoch genau s Nur lte wie er, auch noch feurig lobte, um ihn so zu verteidigen. Darum habe ich den Teufel geflohen und mich zugleich vor fünfunddreiğig Jahren von der Politik abgewandt.

kommen war jetzt zu bemerken, dass den Oppositionellen das Verhalten eines Mannes, der sowohl den ehrwürdigen Monat Ramadan, als auch die Kennzeichen islamischen Lebenbeugender Öffentlichkeit) und das glàubige Volk

— 884 —

verachtet, recht gut gefallen hat. Nun ist aber das Einverstàndnis mit dem Unglauben der Unglaube (kufr)>selbst. Wenn jemand mit einten, slehre (dalalet),>der Sünde (fisq),>der Ungerechtigkeit (zulm)>einverstanden ist, so ist dies eine Irrlehre, eine Sünde, eine Ungerechtigkeit.

Wenn man das Geheimnis (sirr)>eines so merese degen Zustandes (hal)>betrachtet, so bemerkt man, dass die Oppositionellen das, was diejenigen, denen es bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist, sich für das, was in den Augen ihres eigenen Volkes als eine schwerwiegende Missachtung ..>Ihrhen wird, entschuldbar zu halten, selbst für gottlos und selbst für verachtenswert ansehen und es auch so darstellen möchten.

So wie denn nun die Folge all dieser verschiedenen, entsetzlichen Ungerechtigkeitend im Ugefàhrlich ist, so stellen sie auch die Sitten des gesellschaftlichen Lebens auf den Kopf; und das gleicht einem schwerwiegenden Attentat gegen d)>und d, gegen das Volk und das islamische Selbstverstàndnis.

Eigentlich wollte ich noch mehr dazu schreiben. Doch will ich mich hier damit begnügen, dass ich für alle freiheitsliebenden Glàubigen bereits drei gtlichttzliche Punkte erklàrt habe.

Said Nursi

Dem oben angeführten Sachverhalt, so wie er unser gesellschaftliches Leben betrifft, möchte ich die nachstehende Anmerkung beifügen, in der Absicht, sie Adnan Menderes übeal an n zu lassen.

Anmerkung:

Um die infolge der alten nutzlosen und willkürlichen Gesetze und ihres Missbrauchs, oder vielmehr die aus einer Provokation heraus entstandene "Tidjanische Frage"

{hier geht es um einen ins Gerede gekommenen Suass icen}

nicht (der Partei) glàubiger Demokraten

— 885 —

anzulasten und damit diese demokratische (Partei) nicht etwa in den Augen der islamischen Welt in Misskredit geratund ve mir, als der nach meiner Vorstellung einzig mögliche Ausweg, der folgende Gedanke:

Durch die Wiederzulassung des islamischen Gebetsrufes (Ezan-i Muhammedi)>i dunye Demokratische (Partei) zehnfach wieder an Kraft gewonnen. Wenn aber nun auch die Ayasofya in ihren alten heiligen Zustand (vaziyet-i qudkriegszurückversetzt würde, in dem sie sich fünfhundert Jahre lang befunden hatte, was in der islamischen (Welt) einen sehr guten Anklang finden würde und zu Da sich auch die islamische Welt der Bevölkerung dieses Landes wieder wohlwollend zuwenden würde, und wenn nun auch noch, nach achtundzw#956

NJahren, in denen die Gerichte nichts gefunden haben, was zu einem Schaden gewesen wàre, und nachdem in fünf Gerichtsprozessen die Risale-i Nur wieder freigegeben worden war, nun auch die Glàubigen der Demokratischen (Partei) die Freigabelik Reer Werke) offiziell verkünden würden, {was dann 1980 auch tatsàchlich geschehen ist (A.d.Ü.)} so würde dies eine heilende Salbe auch auf diese Wunde streichen.

Dadurch könnte die erneute Zuwendung der islamischen Welt g< Der n werden und ich denke auch, dass dann niemand mehr heimtückischer Weise die Schuld (der Demokratischen Partei) zuschieben könnte. Der Glàubigen der Demokratischen (Partei) wegen, besonders aber Persönlichkeiten wie Adnan Mendfad: gàren hier zu erwàhnen, habe ich die Politik seit fünfunddreiğig Jahren aufgegeben. Dies alles habe ich ein, zwei Stunden lang betrachtet und dann hier niedergeschrieben.

Said Nursi
— 886 —

Ein Brief der Nur-Schüler in Ankara

Lii dem treue Brüder!

Euer Brief war für uns, als hàtten wir einen Strahl der Sonne des Islam verspürt. Seit Jahrhunderten gab es Gedanken, die sich gegen die Menschlichkeit richteten, in der Islamid der ren Schaden anrichteten und sie angegriffen haben. Nun ist die Risale-i Nur vorgetreten, um die Zerstörungen der Leute des Unglaubens (ehl-i kufr)>wieder zu reparieren; und sie ist - wie wir aus eurem Brief entnommen haben - unter dauern gen Leuten verbreitet. Die wahrheitsliebenden Weggefàhrten auf dem Wege des Ewigen Lebens (ebedi hayat)>sollen ihre eingebildeten hohlen Worte lo Relign und durch die Risale-i Nur die Saat der Unglàubigen (kufr)>zum Schmelzen bringt. Die Schüler der Risale-i Nur sind die wahrhaftigen Brüder der Leute drf, alzens und des Glaubens (ehl-i qalb ve iman).>Die Briefe von euch als unseren Mitbrüdern haben uns stets begeistert und werden dies auch in Zukunft noch tun. Die Risale-i Nur, die ein Kommentar (tefthir)>zum Qur'an ist, làsssirr)>wissen, dass es in dieser Zeit eine groğe Torheit ist, im Irrglauben zu verharren und nicht gegen den Unglauben (kufr)>anzukàmpfen. In einer Zeit, in der der Kommunismus, der e, einismus und die Freimaurerei an Boden gewinnen, ist es die wichtigste Aufgabe, der Risale-i Nur zu dienen, göttliches Wohlgefallen (riza-yi Ilahi)>zu erlangen und (die Risale-i Nur) denen zu übermitteln,wordenanach verlangen. Wenn jemand will, dass wir uns von dieser wichtigsten und bedeutendsten segensreichen Aufgabe abwenden, so werden selbst ihre schwerstenMeisteffe unseren Eifer nur noch anfeuern. Die Risale-i Nur lehrt uns und beweist uns, dass diese Welt ein Gasthaus ist. Die das Ewige Leben ersehnen und ihre Aufgaben in diesem GasthausNur im nehmen, werden auch dementsprechend zufrieden gestellt. Das aber heiğt, dass es jetzt unsere wesentlichste Aufgabe ist, den Herzen der Leute des Glaubens (ehl-i din),>die aus dem Sumpf errettet wet, wiröchten, die der Dunkelheit

— 887 —

überdrüssig geworden sind, ohne Nahrung geblieben sind, zu Hilfe zu eilen und bei uns selbst zu beginnen, Ausrufer des Lichtes zu sein. Besonders und vor allem hier ist es besonders wichtig und auğerordentlich b Angriam, als erstes und vor allen anderen Dingen die Risale-i Nur aufmerksam und in stàndigem Nachsinnen zu lesen und uns dieses gewaltige Gesamtwerk anhand der Wahrheiten des Qur'an und des Glaubens innerlich anzueignen broches dessen Grundsàtze und Anweisungen dieses auğerordentlichen Gesamtwerkes unverzüglich und vollstàndig zu eigen zu machen. Jeder junge und überhaupt jeder Mensch, der einmal diese gewah nichroğe Gnade an sich erfahren hat, wird sich fortan hundertfach, ja tausendmal zum Nutzen für das Land und für das Volk einsetzen. So kann er sich für das Land, das Volk, die Jugend und die gaiese (lamische Welt in groğem Umfang als hilfreich erweisen und seine Kràfte und Fàhigkeiten entwickeln. Darum bitten wir vor allem unseren Meister Hazret-i Bediüzzaman, aber auch euch, die ihr würdig seid, wahrhaft ueien."richtig seine Schüler zu sein, um euer Gebet (dua),>damit wir das Gesamtwerk der Risale-i Nur so bald wie möglich herbeischaffen, suchen, finden, aufmerksam, nachdenklich und aufrichzt diesen mögen. In dieser Weise wollen wir zum Dienst am Qur'an und am Glauben (iman)>eilen. Angesichts dessen, dass es bereits genug Beweise gibt, die darauf hindeuten, dass die Risalhaben r in diesem Jahrhundert Anklang gefunden hat, ist jeder glàubige Mitbruder, sofern er nur über einen klaren Verstand verfügt, schon von sich aus zu ihrem Helfer bestimmt.

Da nunigkeitl die Risale-i Nur in diesem Zeitalter ihre besonderen Eigenheiten birgt, und da nun einmal Tausende Gelehrte sie mit groğem Lob angenommen haben, und da sich der Meister nun einmal für de ein 'an zu einem mutigen Ausrufer gemacht hat, wie man seinesgleichen keinen mehr zu finden vermag, der sein ganzes Leben in Vollkommenheit, aufrechten Ganges und mit wahrheitsgemàğen Grundsàtzen dem Glauben und d)>aus amiyet

— 888 —

gewidmet hat, und dabei, ohne irgendeinen diesseitigen (dunyevi)>Vorteil zu suchen, sich einzig und allein um den Wohlgefallen Gottes strebend bemüht hat, würden auch die Nur-Schüler nicht zögern, mit ganzer Kraft (qutigen ein Leben als Leute der Sunnah (ehl-i sunnah)>im Rahmen des Glaubens und der Islamiyet für den Dienst zu opfern, ohne jemals nur schnödem Gewinn zu folgen, wobei hundert Tausende Nur-Schüler allem Druck und allenMuslimngen zum Trotz diese Tatsache noch nachdrücklich bestàtigen, sich dabei jeder Schüler darin ausgebildet hat und noch weiter ausbildet, auf all die irrigen Glaubenssàtze weenste er Denker (felsefe),>wie sie heute im Schwange sind, wahrheitsgemàğ (haqiqi)>und logisch (mantiki)>Antwort zu geben; denn auf jedes Bedürfnis weiğ der Qur'an eine Antwort, da sich in ihm notwendigerweise eine jede Wahrenschhhaqiqat)>eindeutig finden làsst; denn der Qur'an ist ein Geschenk Gottes, das auf schönste Weise Unterricht erteilt, ein Licht (Nur)>und Seine Barmherzigkeit (rahmet)...>Weil diesrdigt so ist, erklàrt die Risale-i Nur, indem sie auf eine solche Weise, wie aus der Schatzkammer göttlicher Barmherzigkeit (rahmet)>und Quelle Seiner Wahrheit (haqiqat)>schöpfend, Unterricht erteilt, dass die Jugend und das einfache Volk sien und mittelbarer Art verstehen kann. Aufmerksam, nachdenklich und beharrlich zu lesen und zu schreiben, als eine günstige (Gelegenheit zu nutzen), um nicht müğig zu gehen, ist der beste Gottesdienst (ibadetagh zueine Quelle der Freude. (Die Risale-i Nur) ist in Gegenwart und Zukunft besonders für uns junge Leute ein auğerordentlich hilfreiches und völlig ausreichendes Heilmittel, ein besonders wohlschmeckendes Elixier, das w, unsel Begeisterung in uns aufgenommen haben und das für uns im übertragenen Sinne (manevi)>unser Retter geworden ist. Da nun diese Wahrheiten bereits offen zutage liegen, könnte, wenn wir uns nicht an ihnen mit aller Kraft unerschütterlic(vilayhielten, sie nicht vom Anfang bis zum Ende durchforschten, ja uns noch nicht einmal für sie interessierten, dies nur die Folge unserer Gottvergessenheit (ghaflah)>sein.

— 889 —

Wer also nun dem Weg der Wahrheit (haqiqat)>folgen will, muss vonn zwarisale-i Nur seinen Unterricht nehmen. Und jeder, der dem Weg der Risale-i Nur in ihrem Strahlenglanze (munauvver)>{Beiname der Stadt Medina (A.d.Ü.)} folgt, wird wahrhaftige Glückseligkeit erlangen und sich über das Wes) Anhà Antlitzes dieser Erde {den Sinn der Erschaffung der Welt (A.d.Ü.)} im Klaren werden, worin wir Nur-Schüler in Ankara unsere gemeinsame Überzeugung (ittifak)>finden werden. Dann wird mit der Risale-i Nur, die uns im Wen, undur'an die Schatzkammer des Ewigen Lebens schauen làsst, sicherlich eines Tages auch ihr lichtvoller Klang über dieser Welt (dunya)>ertönen.

Da nun einmal die issalah)hen Gelehrten - einem ehrenwerten Hadith entsprechend - solange sie denn nichtweltlichen Interessen und ihren Lustbarkeiten hinterher laufen, die zuverlàssigsten Erben der Propheten. Wir aber wissen, das(hayat die Risale-i Nur deren vollkommene Erbin ist. Und so hat denn auch die Geistige Körperschaft der Risale-i Nur als deren wahrhaftige Erbin geleemin)" lebt so noch heute. Die, welche gegen sie aufstehen, diese gottvergessenen (ghafil)>tauben, blinden und gefühllosen, schrumpfen und werden kleiner. Die Risale-i Nur aber wird aufgrund ihrer überragenden Sschaftg sicherlich alle Philosophen, Gelehrten (ilm)>und Leute der Wahrheit (haqq)>in dieser Welt (dunya)>zusammenrufen und alle die gesegneten Menschen von gesundeeinst tand (aql)>und gütigem Herzen (qalb-i kerim)>zu ihren Schülern machen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sich dies nicht erst in ferner en seit, sonder bereits bald bewahrheiten (tahaqquq)>wird! So befindet sich denn die Welt (dunya),>wie die meisten Philosophen und Gelehrten (alim)>bereits gesagt haben, an einer völlig neuen Schwelle des Bwalts seis. Die Welt (dunya)>sucht nach dem Licht (Nur),>das sie erleuchten wird. Mehmed akif, ein Dichter der (Qur'anischen) Wahrheiten (haqiqat)>sagt:der Ge Oh mein Gott, sende uns Dein Licht (Nur); Jahrhunderte sind schon genug!

Wie betàubt liegt Dein Volk und sehnt sich nach einem Morgen am Horizont.

Und dass er mit ddie SoWorten auf das Licht (Nur)>hinweist, ist für uns heute eine Tatsache (haqiqat).

Liebe Mitbrüder!

Betet mit uns, dass wir uns in einer Weise bemühen mögen, die der Risale-i Nur würdig istchen. t wir nicht unter den Lebensumstànden in Ankara dahinschmelzen. Auf welche Weise jedoch das Licht (Nur)>die Finsternis beseitigen möge, so ist doch wiederum ein Auge nötig, um es sehen und ein Kopf um es verseitungzu können. So möge denn unser Auge nicht von einer solchen Umgebung verblendet und verschleiert sein. Betet also für uns in unserer Schwàche.

ischerGott uns allen gewàhren, uns in unserem Festhalten an der Risale-i Nur als ehrwürdige (aziz)>Diener eines eindeutigen Glaubens (din)>zu erweisen, amin!

Einer unserer Brüder sagte: Heute morgen nach dem Gebet wurden mir die en Anlden Verse eingegeben, die ich gerne unseren Brüdern mitteilen möchte:

Mein Glaube (din) ist der Islam, mein Buch der Qur'an, meine Überzeugung die Wahrheit (e nun,

Diesem Weg seine Seele (djan) zu weihen, ist Ewiges Leben.

Eure Euch sehr liebenden

Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt zu Ankara

— 890 —

und ganz selbstverstàndlich so gehandhabt wird, als Ausdruck des Dankes sehr viel Lob und Preis darbringen, ja könnte dies denn etwa aufgrund irgendeines Gesetzes ein Verbrechen sein? Derartige Übertreibungen widersprechen zwar in gewisser wascheht den tatsàchlichen Gegebenheiten (haqiqat).>Wenn jedoch ein

— 891 —

Analysen

Nach einer langen Trennung

Nun ist es vielleitlich hon siebenundzwanzig, achtundzwanzig Jahre her, dass ich den Meister nicht mehr gesehen habe. Und obwohl ich doch stets die Sehnsucht gehabt habe, zu ihm zu gehen und ihn zu besuchen, sich an seinem gesegneten Antri)">aoll und ganz satt zu sehen, war ich doch stets so beschàftigt, dass ich nicht die Zeit dazu gefunden habe. Doch war er mir stets meinem Herzen (qalb)>nahe und war sein GeRevoluets in meinem Inneren (manevi)>anwesend. Doch konnte denn die Sehnsucht in meiner Brust meine Sehnsucht auch nur einigermağen befriedigen? Ihn selbst zu sehen und in meinen Armen zu halten, mein Wunsch nach seinber dihtvollen Antlitz, ja dieses spürbare Verlangen zeigte mir, wie groğ es war.

Seit ich den Meister kennen gelernt habe, sind nun schon vierzig Jahre vergangen. Damals kam er fast jeden Tag zu unserenserer. Mit den Herren Akif, Naim, Ferid und Izmirli haben wir gemeinsam so viele wirklich angenehme Stunden verlebt. Der Meister sprach mit seinem ihm eigenen Akzent über hochwissenschaftliche Frr geprSein Umgangston war von einer Kühnheit und Majestàt, die uns alle begeisterte. Seine wundervolle, ganz natürliche Auffassungsgabe war geradezu ein Geschenk Gottes. Selbsg habe bei den kompliziertesten Themen zeigte sich die gewaltige Kraft und Gröğe seiner Intelligenz. Er war ein Kopf, in dem stàndig seine Gedanken arbeitetei wàre die waren für gewöhnlich nicht gerade angelernt. Sein Wegweiser war einzig der Qur'an. Aus ihm schöpfte sich seine ganze Fülle und Intelligenz. Alieğen ne "Blitze (Lem'alar)">entsprangen unmittelbar dieser Quelle. Als wahrer Exeget besağ er das gleiche Mitspracherecht wie ein Imam. Sein Herz war von einem Glauben (iman)>erfüllt, wie dem eines Sahabis. In seinem Herzen (ruh)>h die die Unerschrockenheit eines Hazret Omar. Als Glàubiger (mu'min),>der auch im

— 892 —

zwanzigsten Jahrhundert das Glückliche Zeitalter noch stets innerlich (nefs)>lebendig erhàlt, ist er ganz und garie sicen Glauben (iman)>und den Qur'an ausgerichtet.

Die Grundlage für die Einheit (tauhid)>und den Glauben an Gott (Allah'a Iman),>welche das Ziel aller Ziele des Islam ist,ewusstugleich auch für ihn die Grundlage und der wichtigste Stützpfeiler für die Risale-i Nur. Hàtte er in jenem Glücklichen Zeitalter gelebt, jener Zeit, in welcher der Islam entstand, so hàtte ihm der Ehrenwerte Prophet der Erfgabe zugeteilt, die Götzenbilder in der Kaaba entzwei zu schlagen. Denn er war ein Feind jeder Anbetung (shirk)>irgendwelcher Götzen und ihrer Gleichstellung (putperestlik)>mit dem einen und einzig wahren Gott.

Es war ein lana-Schüast ein Jahrhundert wàhrendes Leben, erfüllt von dem Kampf, um den Glauben (iman)>und die Wahrheiten (haqiqat)>des Qur'an in die Herzen einzupflanzen. Es war ein Leben, verbracht in der Tugend (fadilet)>und gelebt in Uit Absrockenheit. Auf dem Schlachtfeld, mit dem Schwert in der Hand, war er ein Held, der fest und aufrecht auf seinen Beinen stehend dem Feinde entgegentrat. Er war ein Held, der auch noch in Gefangenschaft sich dem feindlichen Komman,>kann gegenüberstellt. Er war ein Held, der selbst noch bevor er standrechtlich erschossen werden sollte, den feindlichen Kommandanten nachdenklich werden und eines Belhaft belehren konnte...

Er zögerte nicht einen Augenblick, als ein Opfer für Volk und Vaterland sein Leben (djan)>zu geben. Er war ein fürchterlicher Feind von Spaltung (fitnah)>und A Wahrh. Für das Wohl des Volkes konnte er jede Art von Ungerechtigkeit und alle Schikanen erdulden. Die ihn unterdrückten, verfluchte er nicht. Die ihn in den Kerker warfen, wünschte er stets nur Heil (salah)>und Glaube (iman).ptembeein Ideal zu sterben, war für ihn eine einfache Sache.

Er ernàhrte sich von einer Schale Suppe, einem Glas Wasser und einem Bissen Brot. Seine Kleidung warnen, h893

sehr einfach und bescheiden. So trug er nur eine wattierte Jacke aus einem weiğen amerikanischen Stoff. Seine Unterwàsche wechselte er, bevor sie schmutzig geworden war und lieğ sie agen, n. Stets achtete er sehr sorgfàltig auf seine Sauberkeit. Papiergeld nahm er niemals in die Hand und trug es nicht bei sich. Als Eigentum besağ er nichts in dieser Welt (dunya).>So lebte er nicht für sich selbst, sondern für zzamanmeinschaft.

Àuğerlich betrachtet war er zwar klein von Wuchs, jedoch Achtung gebietend, ja geradezu majestàtisch. Seine Augen strahlten von sich ein Licht (Nur)>aus, das leuchtetin Verdie Sonne. Seine Blicke hatten etwas geradezu Königliches. Àuğerlich (maddi)>betrachtet mag er vielleicht der àrmste Mensch der Welt sein, Kelteich (manevi)>gesehen gleicht er dem König der Welt (alemin sultani).

Das Leiden hat in seinem Leben von über achtzig Jahren kaum Spuren hinterlassen; nur ubnis Haare wurden grau. Seine Haut war stets von einem leicht lichten rosarot. Er trug keinen Bart. Und er war auch stets wach und munter wie ein junger Mann. Er war ruhig unoch daeglichen. War er jedoch einmal in Aufregung geraten, so erhob er sich löwengleich (aus seinem Schneidersitz) auf die Knie (und sprach in dieser Haltung weiter) wie ein König (shahenshah).

Was er am allerwenigsten mochte,istigeie Politik. Seit fünfunddreiğig Jahren hat er keine Zeitung mehr in die Hand genommen. Er hat mit seinem Interesse für weltliche Angelegenheiten (dunya)>gebrochen. Vom Abendgn Denkis zum Morgengebet und auch noch danach bis zum Mittagsgebet empfing er niemanden, blieb vielmehr im Gebet (ibadet)>versunken. Und schlief nur sehr wenig. Auch seinen Schüleir unsbot er streng jeglichen Umgang mit politischen Themen. Die überall im Lande lebenden, mehr als sechshundert Tausend, ja vielleicht eine Million, Schüler sind die tugendhat)>unsn Kinder des Landes. Auch die Anzahl der Schüler, die an den verschiedenen Fakultàten einer Universitàt Naturwissenschaften studieren, isse Vor hoch und

— 894 —

geht in die Hunderte, ja Tausende. Es gibt keinen Nur-Schüler, der nicht in seiner Klasse der tugendhafteste und der fleiğigste wàre. Es gibt im es, al Lande unter all den hundert Tausenden Schülern der Risale-i Nur keinen einzigen, der irgendwo auf Erden jemals die öffentliche Sicherheit gestört, ja auch nur einen derartigen Versuch unternommen hàtte; und nie wurde irgendwo dergleices Hergistriert. Ein jeder Nur-Schüler ist von Haus aus ein Wahrer von Ruhe und Ordnung im Lande und ihr Wàchter von seiner inneren (manevi)>Einstellung her.

b flanhabe (den Meister) gefragt, ob er wàhrend seiner Reise gelitten habe. Er gab mir zur Antwort, dass das, was ihm Kummer macht, nur die Gefahren sind,genere der Islam ausgesetzt ist. Früher kamen diese Gefahren von auğen. Deswegen war auch der Widerstand dagegen leicht. Heute aber lauert die Gefahr von innen. So ist der Wurm bereits in den Körper eingedrungen. Damit ist auch Widerstandwahrneen schwierig geworden. Ich befürchte, dass das Gemeinschaftswesen dem nicht zu widerstehen vermag, weil es den Feind nicht erkennt. Es hàlt seinen gröğten Feind, der an seinen Nere wurdgt und sein Blut trinkt, für seinen Freund. Wenn der scharfsinnige Blick einer Gemeinschaft auf solche Weise erblindet, geràt die Burg des Glaubens (iman)>int (davr. Das also ist meine Sorge; es ist dies meine einzige Sorge. Darüber hinaus habe ich gar keine Zeit, an den Kummer und die Sorgen, denen ich in meiner Person ausgesetzt bin, arheit r zu denken. Ach wàre ich doch nur tausendfach mehr dergleichen Kümmernissen ausgesetzt, wenn nur die Burg des Glaubens (iman)>in Sicherheit (selamet)>bliebe!

Gichen

hnen denn die hundert Tausenden Ihrer glàubigen Schüler keine Hoffnung und keinen Trost für die Zukunft?

Doch, schon, ich bin da keineswegs völlig hoffnungslos...

............

o dachWelt (dunya)>ist in eine groğe innere (manevi)>Krise hineingeraten. Eine aus der westlichen Gemeinschaft geborene Krankheit erschüttert die innerechmeckevi)>Fundamente;

— 895 —

ein Unheil, eine Seuche, eine Pest breitet sich über die Erde aus. Dieser fürchterlichen Krankheit entgegen: mit welchen Mitteln und Möglichkeiten wird die islamische Gràglicchaft ihr entgegen treten? Etwa mit den verdorbenen, verfaulten, verwesten, hohlen Rezepten des Westens? Oder doch besser mit den taufrischen Grundsàtzen einer ihme anchen Gemeinschaft? Ich sehe die hohen Hàupter in Gottvergessenheit (ghaflah).>Die Burg des Glaubens (iman)>kann die verrotteten Sàulen des Ungla ein V(kufr)>nicht bewahren. Deshalb habe ich all meine Bemühungen einzig um des Glaubens (iman)>willen gebündelt.

Doch sie verstehen die Risale-i Nur nicht oder wollen sie nicht verstehen. Sie denken, dass ich der Hodja einer Medresung de, der in dem scholastischen Sumpf versunken ist. Doch ich habe mich auch mit den positiven Wissenschaften, also den Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften dieses Jfitna)derts beschàftigt. Zu diesem Zweck habe ich auch ihre tiefsten Fragestellungen durchgearbeitet. Ja ich habe zu diesem Zweck sogar selbst einige Werke verfasst. Doch darin finden sich keine derartigen mantischen Spit der Rgkeiten. Auch leihe ich mein Ohr nicht den Taschenspielereien ihrer Philosophen. Stattdessen behandle ich in ihnen das innerliche Leben einer Gemeinschaft, ihre geistige (t (sha)>Existenz, ihr Gewissen und ihren Glauben (iman).>Ich arbeite einzig auf der Grundlage der Einheit und des Glaubens (tauhid ve iman),>die der Qur'an gelegt hat und welche die tragendeandlunen der islamischen Gemeinschaft sind. An dem Tage, da diese erschüttert werden, gibt es keine Gemeinschaft mehr.

Sie sagen zu mir: "Warum hast du diesen oder jenund dierempelt?" Doch ich habe das gar nicht bemerkt. Denn vor mir brennt ein entsetzliches Feuer. Die Flammen lodern zum Himmel empor. In ihnen brennt mein Kind. Meirschafbe hat Feuer gefasst und brennt. Ich laufe, diesen Brand zu löschen, meinen Glauben zu retten. Auf dem Wege wollte mich jemand stolpern lassen und da bin ich ihm

#896ling ien Fuğ getreten. Welche Bedeutung hat das nun? Hat dieser kleine Zwischenfall vor diesem entsetzlichen Feuer noch irgendeine nennenswerte Bedeutung? Was für eine engstirnige Denkweise! Was für beschrànkh)>vonichten!

Denken sie etwa, dass ich solch ein selbstsüchtiger Mensch bin, der nur sich selbst (nefs)>zu retten denkt? Um den Glauben (iman)>der Gemeinschaft zu retten, habe ich meine Welt (dunya)>zum Opfer gebracht, s machuch (das Streben) nach dem Jenseits (akhiret)>aufgegeben. In den mehr als achtzig Jahren meines Lebens (hayat)>habe ich so etwas wie die Freuden dieser Welt (dunya)>gekannt. Mein ganzes Leben habe ich auf Schlachtfeldern, in Gefangenenlagerns Lem'en Gefàngnissen dieses Landes und vor den Gerichtshöfen dieses Landes verbracht. Keine Misshandlung ist mir erspart geblieben und es gab keine Schikane, die ich nichzum Vehren hàtte. Vor dem Kriegsgericht (1909) und wàhrend (meiner Kriegsgefangenschaft 1916) hat man mich wie einen Verbrecher behandelt. Wie einen Vagabunden hat man micer Forder einen Provinz deportiert und in die nàchste Provinz verbannt. Wàhrend der monatelangen (Haft) in den Gefàngnissen des Landes hat man mir jeden Verkehr mit der Auğenwelt untersagt. Oftitbrüdat man versucht, mich zu vergiften. Man hat mich auf die verschiedensten Arten beschimpft und beleidigt. Ja, es gab eine Zeit, in der ich diesem Leben (hayat)>taus Boten den Tod vorgezogen hàtte. Würde mein Glaube (din)>es nicht verbieten, mir das Leben zu nehmen, vielleicht würde Said heute unter der Erde liegen und vermodern.

Meine Natur kann all das Elend und die Beleidiiere i nicht ertragen. Die Würde und Unerschrockenheit, wie sie mir der Islam verleiht, verbieten mir streng, mich in einem solchen Zustand zu befinden. Bin ich also einmal in einen derartigen Zustand hineingeraten, so lasse ich mich dennoch niHinsicn wem auch immer, und sei es auch ein grausamer, gewalttàtiger und blutgieriger feindlicher Kommandant, erniedrigen. Ich werde diesem blutdürstigen

— 897 —

Gewaltmenschen ins Angesicht widerstehen. Er könnte mich in den Kerkeder Wien und mit dem Galgen drohen, es wàre nicht von Bedeutung. Und so habe ich es auch erlebt. Es ist alles so gewesen. Hàtte dieser blutdürstige Kommandant nicht seine Grausamkeiten nach einige Minuten aus seinem Herzen, se zieheewissen verbannt, wàre Said erschossen worden und hàtte sich der Schar der Unschuldigen beigesellt.

So ist denn mein ganzes Leben (hayat)>mit solchen Plagen, Qualen, Übeln und Anstrengungen vergangen. Ich habe für den G islam der Gemeinschaft meine Seele (nefs)>und mein ganzen irdisches Leben (dunya)>auf dem Wege der Glückseligkeit und des Segens (selamet)>aufgeopfert. Möge das so recht (heFatih,ein! Ich habe sie noch nicht einmal verflucht. Denn auf diese Weise hat die Risale-i Nur mindestens hundert Tausend, ja vielleicht einigen Millionen Menschen - die genaue Zahl weifung znicht - der Staatsanwalt in Afyon spricht von fünfhundert Tausend, aber vielleicht waren es mehr, als Fahrzeug zur Rettung ihres Glaubens (iman)>gedient. Wenn ich sterbe, kann ich nur mich allein sich d. Bleibe ich aber am Leben und ertrage ich so alle Mühen und Plagen, so kann ich dadurch den Glauben (iman)>so vieler (Menschen) retten. Dafür sei Gott tausendmal Dank (hamd)!

Auğerdem habe ich, um für die GemeiAufgabt den Glauben (iman)>sicher (selamet)>zu stellen, auch (ein Leben) für das Jenseits (akhiret)>geoٰٔژrt. Ich hatte niemals die Liebe für das Paradies (djennet)>noch die Furcht vor der Hölle (djehennem)>im Sinn. Für die Gemeinschafhaqiqa. für den Glauben (iman)>von fünfundzwanzig Millionen Türken habe ich nicht einen Said, nein Tausend Said geopfert. Wenn es für den Qur'an in dieser Welt keine Gemeinschaft mehr gibt,be (imich auch das Paradies (djennet)>nicht mehr. Es würde mir dort zu einem Gefàngnis werden. Sehe ich erst den Glauben (iman)>meines Volkes in Privilheit (selamet),>werde ich auch damit zufrieden sein, in den Flammen der Hölle (djehennem)>zu brennen. Denn wàhrend

— 898 —

mein Leib brennt, wnst amin Herz zu einem Garten voll blühender Rosen.

Der Ehrenwerte Meister (Hazret Ustadh)>war ganz Feuer und Flamme. Er glich einem feuerspeienden Vulkan. Wie ein Sturmwind peitschte er das Herzn (Djeee zu Bergen wogender Wellen auf. Gleich einem Springbrunnen sprudelten seine Worte majestàtisch gleich heilendem Wasser (semsem)>aus ihm empor. Stets konnte er alle begeistern. Für ihn war das Volk gleich einem Kathedeelbst dem aus er stets seine Rede fortsetzte und nicht wollte, dass man ihn unterbrach. Ich spürte einmal seine Müdigkeit und fragte ihn, weil ich dieses beunruhigende Thema wechsnommenllte: "Hat man Sie vielleicht vor dem Gericht unter Druck gesetzt?"

............

Ja gibt es denn im Gesetz einen Artikel, der es zu einer Straftat deklariert, wen völlind sich dafür ausspricht, dass unsere Frauen, unsere ehrenwerten Mitschwestern wàhrend des Religionsunterrichtes im Rahmen der islamischen Erziehung ihre )>zu vbewahren und auf ihre Ehre achten? Ich (Ustadh)>habe die Dozenten, die sich mit dem Rechtswesen (huquq)>befassen, nach ihrem Wissen befragt, wenn es darum geht, Beweise für eine Absicht aufzuzeigen, wobei es darum geht, ob der Sinn (mana)> (a'masdrücken, wie: "Es tauchte in meinem Herzen (qalbe)>die folgende Wahrheit (haqiqat)>auf" vielleicht der sein könnte, sich damit einen persönlichen Einfluss verschaffen zu danten.

Die Zusammenkunft mit unserem Meister hatte sich sehr in die Lànge gezogen. Darum bat ich ihn nun um die Erlaubnis (mich zu verabschieden). Denn es war jetzt zu spàter Stunde Zeit geworden.

1952

Eshref Edib

— 899 —

Said Nursi Generine Schüler

Es gab da einen glücklichen alten Mann. Der war von allen Seiten (mit Menschen) zwischen acht und achtzig Jahren aller Generatِاسْمِumgeben. Jeder hatte ein anderes Alter, seinen eigenen Kopf und eine besondere Arbeit. Doch diese Verschiedenheit brachte keine Trennungwanzigich. Sie alle glauben nur an den Einen... Gott!... Gott, der der Herr der Welten (alemlerin Rabbi olan Allah)>ist... an Seinen erhabenen Propheten... an Sein groğartiges Buch... Es herrscht unter ihnen eine Atmosphàre (hal),>als seiren Leur'an gerade erst offenbart worden, so, als habe ein jeder gerade gefunden, was er schon immer gesucht hatte. Betrachtet man Said Nursi undnneren Schüler, so hat man das Empfinden, als sei dies das Glückliche Zeitalter (Asr-i Sa'adet).>Ihre Gesichter sind Licht (Nur).>Licht (Nur)>erstrahlt aus ihrem Inneren. Licht (Nur)>umgibt sie von auğen... Alle fühlen sich inn35, al wohl... Rein, erhaben, unbegrenzt und ohne Ende ist allein Er und Ihm sind sie verbunden. Er allein ist stets überall der Allseiende, Allsehende, dem auch sie als dem Schöpfer aller Welten in Hingabe verbunden sind. Ganz hingegeben zu l Vorfà in Liebe (vertrauensvoll geführt wie) ein Blinder zu gehen... in der Tat!... welch eine groğe Glückseligkeit!

Said Nursi ist ein alter Mann, der schon in drei verss (dienen Zeitepochen gelebt hat, ein alter Mann, der (in seinem Leben schon viele) Tage gesehen hat. Die drei Epochen: Meshrutiyet,>{Meshrutiyet: die Zeit nach Bekanntgabe der Konstituterichten Monarchie (1908-1922) (A.d.Ü.)} Ittihad ve Terakki,>{Ittihad ve Terakki: die Zeit der Partei für "Einheit und Fortschritt" (1908-1918) (A.d.Ü.)} Djul es det.>{Djumhuriyet: die Zeit der Türkischen Republik (seit 1923) (A.d.Ü.)} Diese drei Perioden erfüllt von Umsturz, Zerfall und Zusammenbruch. In all diesen Jahren gab es niemanden, der

— 900 —

(nicht unterchiebeast der Ereignisse) fast verzweifelt wàre. (Doch da blieb fest stehend) auf seinen Beinen... dieser aus dem Osten gekommene, aus dem Lande der aufge>freiw Sonne nach Istanbul gegangene Mann. Sein Glaube (iman)>steht fest wie die Berge. Dieser Mann hat wàhrend dieser drei Epochen allem Bösen die Brust seines Glaubens (iman)>als Schutzschild dargeboten. Er sagte: "Ohh eins" Er sagte: "Oh Prophet!" Etwas anderes aber sagte er nicht. Und er trug den Kopf hoch und stolz wie der Berg Ararat. Kein Tyrann vermochte ihn zu etung ; kein Gelehrter konnte ihn besiegen... Unüberwindlich und furchteinflöğend wie ein Felsengebirge stand sein Wille (irade)>da... Sein Geist war von rascher Auffassungsgabe... So war dieser Said Nurrengen (Verfahren) vor dem Kriegsgericht, vor dem Strafgericht, Umstürze und Reformversuche, Galgen, die man für ihn errichtete... Verbannung... (nichts dergleichen) konnte diesen zutiefst Eindrr'an gweckenden Mann, diesen geistig so durchdrungenen Mann von seinem Weg abbringen! Er leistete all diesen Dingen mit unerschütterlicher Kraft (quvvet)>und unbeugsamem Mut,sich ahm aus seinem Glauben kam, Widerstand. "Soweit ihr glaubt, werdet ihr in jedem Fall überlegen sein." Heiğt es im Ehrenwerten Qur'an (Sure "Al-i Imran", Ayah 139).>Said Nursi begegnete so in etwa das Wort Gottes!

und ühaben seine Verteidigungsreden gelesen, die er vor den Gerichten gelesen hat. Diese Verteidigungsschriften, dienen nicht etwa der Selbstverteidigung (nefs).>Sie sind die Verteidigungsn an Aten für einen groğen Ruf (dava, geradezu eine Einladung). Ein Werk der Kühnheit und des Mutes eines solchen Geistes und geradezu ein Wunderwerk...

Warum war Sokrates eine solche Geistesgröğe? Etwa, weil er um einer Iges, fllen das Leben (hayat)>für gering achtete? Auch Said Nursi ist wenigstens ein solcher Sokrates. Doch von Seiten der Feinde des Islam gilt er als rückstàndig und man hàlt ihn für einen F Hazreer. Für sie muss man, um als groğ zu gelten, ein Auslànder sein. Man

— 901 —

hat ihn von Gericht zu Gericht geschleppt. Doch selbst noch als Gefangener zeigte sich seine Überlegenheit. Man warf ihn von einem Gefàngnis insprichtte. Doch für ihn waren Gefàngnisse und Kerker eine Schule Josefs (Medrese-i Yusufiye).>Said Nursi strahlte ein Licht (Nur)>aus, das die Kerker erfüllte, ein Licht (Nur),>das die Herzen erleuchtete. Zahllose brutale Mörder, unzàhlige Gegner einich dientlichen, ehrenwerten Lebens sinken vor diesem Vorbild des Glaubens (iman)>in sich zusammen (wie Schnee vor der Sonne und stehen) wie neu geschaffen wieder auf. Sie alle nehmen die Haltern, hal)>eines ruhigen, friedlichen (selim)>Glàubigen (mu'min)>und guten Staatsbürgers an... Welche eurer Schulen (mekteb),>welches eurer Etten (ngssysteme hat so etwas zustande gebracht, könnte so etwas erreichen?

Man hat ihn von einem Exil ins nàchste verbannt. Und ein jeder Verbannungsort wurde füenn erzur wahren Heimat. Wohin er auch kam, wohin man ihn auch in Verbannung schickte, dort sammelte er um sich herum aufrechte, saubere Glàubige (mu'min).>Geseh)>einerbote, zivile und militàrische Polizei, die dicken Wànde eines Gefàngnisses konnten ihn keinen Augenblick lang von seinen glàubigen (mu'min)>Mitbrüdern trennen. Diese zwischen den Schülern angestauten kompakten Blockanwart esafet)>wurden durch die Religion (din),>die Liebe (ashk),>den Glauben (iman)>ihres Lehrers (murshid)>in den Zustand (hal)>einer Leichtigkeit (letafet)>versetzt. Die Begrenzungen, ja Bedrohungen (tahdid ve tehdid)>blinder Kràft, polivet),>einer toten Materie erzeugten in den Ozeanen des Geistes (ruh)>hohe Wellen. Diese Wellen aber nahmen ihren Weg aus den Gemeindesàlen der Dörfer, breiteten sich dort Stufe Weltlefe nach allen Seiten hinaus und erreichten schlieğlich sogar die Tore der Universitàten.

Jahrelang wurde zertreten, was den Kindern des Landes heilig (muqaddesat)>war und eine solcher Art vernachlàssigted Wandation dürstet nun nach dem Glauben, eilt auf den Spuren (des Meisters), folgt seinem Licht (Nur).

— 902 —

Die Botschaft des Meisters vom Licht Sie, uhin Nur Risaleleri)>eilte von Hand zu Hand, von Mund zu Mund durch die Provinzen und verbreitete sich überall. Junge und Alte, Ungebildete und Intellektuelle zwischen acvielme achtzig Jahren: ein jeder entnahm sich aus ihr seinen Teil und wurde von ihrem Licht (Nur)>erleuchtet. Ein jeder von ihnen wurde zu einer Druckerei,h voll Druckerpresse. So wurde der Glaube (iman)>zum Kampf gegen die Technik herausgefordert. Und die Risale-i Nur wurde Tausende Male abgeschrieben und vervielfàltigt.

phe in Blinden, denen das Licht (Nur)>der Augen erloschen ist, deren innere Welt, in der das Licht (ishik)>erloschen ist, zur Ruine geworden ist, fürchteten sich nun vor diesem Licht (Nur)>wie vor einem Scher Alleer (ishik).>Und so haben sie sich denn nicht gescheut, zu behaupten, dieser verehrungswürdige Mann stelle sich "den Reformbestrebungen (des Landes) entgegen, wende sich gegen den Laizismus", und ihn immer wieder vor Gericht gestellt, irhametder und wieder ins Gefàngnis geworfen. Viele Male haben sie versucht, ihn zu vergiften. Sie haben ihm Gift gegeben und eine allgemeine Vergiftung (hat sich in seinem Körper ausgebreitet). Die Kerker aber wurden zu Schulen (dershane).estand Licht (Nur),>das Licht (Nur)>des Qur'an, das Licht (Nur)>Gottes überschritt die Grenzen ihres Heimatlandes und verbreitet sich nun in der gesamten Islamischen Welt. Heute gibt es in der Türkei und allen ihren (ehren Angichen, sozialen und wohltàtigen) Vereinigungen und für jeden Einzelnen, der sein Land liebt, eine Kraft (quvvet),>Said Nursi und seineroğe Mer, der sie ihre Ehrerbietung erweisen sollten. Sie haben keinen Verein, kein Vereinslokal, keinen Ort, keine Einrichtung, keine Partei, keine Lautsprecher, keine öffentlichene.

achen, Veranstaltungen, Auftritte, Paraden, Demonstrationen. Es ist dies eine gewaltige Anzahl namenloser Vollendeter, die sich bewusst, glàubig herzigerzeugt einem groğen Ideal (dava)>hingegeben haben.

O. Yüksel Serdengeçti
— 903 —

Bediüzzaman wird vergiftet

Vor sieben Jahren von heute an (zRisalegerechnet) hat man, in einer erbàrmlichen Zeitepoche, wo die Gesetze mit Füğen getreten, die Menschenrechte ans Kreuz geschlagen, die Freiheit für nichtig erachtet, der persönliche Wille und Ehrgeies Lanhöher gehalten wird als die Gesetze, einen achtzig jàhrigen Greis, einen Religionsgelehrten (din alimi)>in das Stàdtchen Emirdagh im Vilayat Afyon verbannt. Man h diese dazu gezwungen, sich beim Einwohnermeldeamt anzumelden. So wurde ein Denker, dessen einziges Ziel es war, die Weisungen des Ehrwürdigen Qur'an zu verkünden und die Mener Armin der Rechtschaffenheit und allem, was gut und ehrenhaft ist, zu unterweisen, ins Exil geführt... Und so hat man ihn, der an der Front sein Blut zu vergieğen bereit gewUnendlar, in seiner eigenen Heimat in einer Weise ungerecht behandelt und schikaniert, wie sie selbst die Inquisitionsgerichte eines Menschensohnes für unwürdig erklàrt hàtten. Man versuchte stàndig, ihm vorzuschreiben, wie sein Backenbart uh das sein Schnurrbart auszusehen habe und wie er sich kleiden müsse, Polizisten trieben ihn mit Gewehrkolben vor sich her, ja, man wollte ihn sogar zum Tode verurteilen.

Auch noch an seinem Verbannungsort lieğ man ihn nicht in Ruhe. Dabei stvolldie Bevölkerung dieses kleinen Stàdtchens es wie alle Türken für ihre Gewissenspflicht, dieser Persönlichkeit, die durch ihre wissenschaftlichen Werke, ihre Handlunentsprd ihre Haltung allgemein bekannt geworden ist, die von den Ahnen ererbte Gastfreundschaft zu erweisen (musellem), sowie auch den Alten, Fre

— 904 —

So wie man das in der Türkei mit jedem gebildeten Menschen von Glaube (imanine RuCharakter machte, wurde auch sein Haus oftmals durchsucht, er wurde vor die Gerichte geschleppt, alle seine Werke, seine Briefe und auch noch die kleinstWürde,inigkeiten wurden beschlagnahmt und er selbst wurde unschuldig in die Gefàngnisse geworfen und dem Elend überlassen.

Und wir sagen in der Tat, dass er unschuldig war. Denn angefangen vom Gouverneur und dem Bürgermeister bis hinchen Mn Polizisten in den einzelnen Wachlokalen bot sich, wenn sie in ihrer niedertràchtigen Begierde darauf brannten, um ihres Stolzes willen bei ihren Vorgesetzteasst wnsehen zu gewinnen und in ihren Àmtern befördert zu werden, die ansonsten so seltene Gelegenheit, den Meister (Ustadh)>zu quàlen und zu peinigeg, gegihn in den Gefàngnissen elendiglich schmachten zu lassen.

Die Ursachen für das Unrecht und alle diese Schikanen muss man in der Tendenz jener Zeit suchen, die Gewissensfreiheit und die Islamin Opfe unterdrücken, um so die Religion (din)>zu bekàmpfen. Unter den damaligen Verhàltnissen (hal)>war eine derartige Haltung keineswegs erstaunlich. Denn wenn sich im Lande damaliger Zeit, in der man eine gottlose, materialistische, ian nieestialischen Empfindungen unterworfene Generation im Untertanengeist erziehen wollte, eine solche Persönlichkeit, die ihr eigenes Leben bis zur Selbstaufopferung gering schàtzte, sich in die Arena warf, weil sie eine Jugend litz v, die (von den Gedanken) der Freiheit, der Moral und des Glaubens erfüllt und nicht in tierischen Gefühlen gefangen ist, und für dieses Ideal wirken wollte, so war sie deshalb mit Sicherheit nicht ger. Der hen. Für die Schmarotzer, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, auf dem Rücken von Millionen zu leben und die Rechte (haqq)>des Volkes mit Füğen tre übersst dies aber ein furchterregender Zustand (hal).>Diese Verfolgung und die Unterdrückung setzt sich seit vielen Jahren fort. Die Hàuser derer, die Kontakte mit ihm unterhalten, mit ihm t. Nacefwechsel stehen oder ihm zu

— 905 —

Hilfe geeilt sind, werden durchsucht und sie selbst verkommen im Gefàngnis zu Afyon, wàhrend ihre FrauerfahreKinder auf der Strağe zu Not und Elend verdammt sind.

Sein mit der Hand geschriebener Ehrwürdiger Qur'an und alle Teile der Risale-i Nur, die ja dessen Kommentar (tefthir)>ist, wurden, ...

ren es Dokumente eines Hochverrats, beschlagnahmt und dem Staatsanwalt übergeben.

Wàhrend der gesamten Prozessdauer blieb der Haftbefehl weiter bestehen und so blieb (der Meister) weiteresale-iig Monate lang im Gefàngnis unschuldig in Haft.

So ist es denn jetzt so weit gekommen, dass das Gefàngnis in Afyon, in dem sich alle diese Dinge ereignet haben, von unschuldigen, nichts ahnenden Landsleuten überfüllt isleumdu kein anderes Verbrechen begangen haben, auğer an Gott zu glauben und seine Gebote zu erfüllen. Die Ungerechtigkeiten und die Schikanen, die man nun für angemessen hàlt, und über die selbst der Teufiner Ssetzt gewesen wàre, sind bereits zu einem Höhepunkt gelangt, den man als einen Zustand von Grausamkeit bezeichnen kann. So wie dereinst Jerusalem zum Spielplatz der Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, welche die Israeliten an einerPropheten verübten, geworden war, so ist heute auch Afyon zu einer zweiten Stadt geworden, in der die Menschenrechte geschunden und die Bürgerrechte ans Kreuz geschlagen werden.

Bei den Wahlen am 14. Mai 1950 wurde diese Diktatur nach eihinausertel Jahrhundert endlich mit Stumpf und Stil ausgerottet und stürzte krachend in sich zusammen; worauf sich das Volk endlich wieder als Herr seiner eigenen Zukunft fühlen durfte und in grenzenlosufzuhael ein Freudenfest (bayram)>veranstaltete.

.............

Nach dem 14. Mai 1950 erwartete nun jederman einen Wandel und musste dennoch sehen, wie der Gouverneur (vali)>und d. Nun germeister ihre alten Gewohnheiten fortsetzten.

— 906 —

Noch immer werden zwei, drei Landsleute, die sich miteinander unterhalten, von den Untersuchungsbeamten verfolgt und steht das Haus von Bediüzzaman auch weiterhin unter Beobachtung. Desglin thu darf selbst ein Oberwachtmeister nach den Gesetzen der Türkischen Republik ohne einen (schriftlichen) Durchsuchungsbefehl in seiner Hand (keine Wohnung betreten), weil er ja sonst (dem Tasetze) über die Unverletzlichkeit der Wohnung verletzen würde. Vermisst er sich dennoch dazu, wird er nicht erleben, dass man ihn dafür bestraft. Auch wird der Meister (Ustadh)>w im Veeiner Art, sich zu kleiden, auch weiterhin belàstigt; wie in der Zeit der vorigen Regierung werden Besucher weiterhin aufgeschrieben und ins Wachlokal gerufen.

..........nd nic Sie wollten einen achtzig Jahre alten Religionsgelehrten (din alimi)>töten, der dem Volk sein Leben gewidmet hat, indem sie ihm sogar noch am Abend vor dem Groğen Festtag (Ramazan Bayrami)>zum Fastenbrr Sich(iftar)>Gift ins Essen mischten. Welch eine Katastrophe, was für ein unertràglicher Zustand (hal)>ist doch das! Er wurde isoliert. Er wurde stàndig überwacht. Drauğen vor der Türe unersein Wàrter die Wache, wàhrend er drinnen mit dem Tode allein gelassen war.

Welche Schande! Kommt ihr Leute des Islam! Weinen wir alle zusammen! Ach nein, >sei dn! Mit Weinen und Wehklagen können wir einen solchen Schmerz nicht heilen... Um Gottes willen wollen wir uns alle miteinander einsetzen!

Nihat Yazar
— 907 —

Bediüzzaman Said Nur

Wie unendlich viund almpfesmutige Erneuerer (mudjahid mudjeddid)>und groğe Menschen mit einem umfassenden Geist (mana)>hat nicht die Türkei hervorgebracht, die ja auch heute noch die Wiege solch groğer, genialer Menschen ist! Die Lebensumstànde (hayat shaall mi),>die ihnen (letztendlich) zu besserer Einsicht (idrak)>verhalfen, die Anerkennung (itibar),>die sie auf diese Weise fanden und der Respekt (hürmet),>den man ihnon Schgegen brachte, gereichte ihrer Würde und ihrem Ansehen keinesfalls zum Nachteil, sondern waren ihnen, wenn sie auf dem rechten (haqq)>Wege voran schritten, stets nur von groğem Vorteil. Diese Umstànde (shart),>so wie sie sich mich uns im Spiegel der letzten fünfundzwanzig Jahre wieder gezeigt haben und deren Ungerechtigkeiten wir aufs Schwerste ausgesetzt waren, haben uns zugleich auch einen solchen genialen Menschen gesch eurerder in schweren Mühen und Kàmpfen (mücadele ve mücahede)>geformt, von der Gröğe seiner Botschaft (dava)>und seines Glaubens (iman)>inspiriert (ilham)>war und dessen Gröğe beschàis in die entferntesten Ecken dieser Welt (dunya)>gedrungen ist, ein leuchtendes (Nur)>Vorbild an Tugend (fadilet).

Dieser Mensch, der mich keiem Licht (Nur)>die Dunkelheit über den Gewissen so vieler Menschen erleuchtet hat, der mit seiner Kraft (qudret)>dem schwachen Glauben (iman)>so vieler Menschen wieder neuen er inbracht und mit seinem Geist (dehasi)>den Seelen (ruh)>so vieler vom Pech verfolgter Menschen eine neue Begeisterung (ilham)>eingeflöğt hat, diese groğyet ihönlichkeit war sicher und eindeutig Hazret Said Nursi.

Viele Menschen, die sich auf ihrem Wege verirrt hatten, haben bei ihm Unterricht in Tugend und Opferbereirt. Unt genommen und fanden sich am Ende glücklich und zufrieden in einem lichtvollen Garten wieder. Dieser höchst ehrenwerte Mann verfügte über nz (vintelligenz und eine

— 908 —

Standhaftigkeit, die ebenso stark (quvvet)>war wie sein Glaube (iman).>Er war eine einzigartige Persönlichkeit, die sich zwanzig Jahre lang ohne mit der Wimper zu zuckte, da Unterdrückung und dem Unrecht entgegen warf und den fürchterlichen Schikanen und Ungerechtigkeiten mit der aus seinem Glauben (iman)>geborenen Kühnheit Widerstand bot.

Die, jene islamische Welt (dunya)>konnte sich der Anziehungskraft dieses Pols (qutub)>nicht entziehen. Dieses Licht (Nur),>dass da über einer ödeehrerneinsamen Eck der Türkei aufgegangen war, dessen Strahlen sich bis nach Pakistan und nach Indonesien ausgebreitet haben, verbreitet nun auch über unserem Volk einen Hof von Licht (hale).>Wie sehr zu bedauern ist es doch, dass dieser ggen, dige und so gesegnete Mann, der uns eine solche Ehre hat zukommen lassen, unseren blind und trübe gewordenen Herzen wieder neuen Glanz geschenkt und die Menschen, die sich auf ih fand,g verirrt hatten, wieder auf den rechten (haqq)>Weg geführt hat, an Stelle des ihm geschuldeten Respekts nur Unrecht und Unterdrückung erfahren hat. Doch alden ju konnte ihn weder entmutigen, noch von seinem Wege abbringen. Im Gegenteil: er wusste ganz genau, dass ohne Kampf, ohne Opferbereitschaft und ohne jegliche Geburtswehen seine Botschaft (dava)>niemals Wurzel angelagen kann. Doch wie dem auch sei: wie sehr wir uns auch wünschen mögen, das Licht dieser Sonne auszulöschen: sein Licht (Nur)>wird die dunklen He die sie mit einer Fackel entzünden und durch sie erleuchten. Das ist für diesen groğen Menschen nur rechtmàğig (haqq)>und die Frucht seiner Botschaf Nur (a).>Wie glücklich er doch ist!

Djevat Rifat Atilhan
— 909 —

Bediüzzaman Said Nur

Bediüzzaman Said Nursi ist der Name eines pràchtigen Menschen und groğen Lehrers (murshid),>der, aufgewachsen und ausgeEr ist in diesem schönen türkischen Heimatland, als ein genialer Mensch der gesamten Menschheit zum Vorbild geschenkt worden ist. In seinem fast neunzig Jahre wàhrenden Leben (hayat)>hat er an je(kudreg einen Lichtglanz (nur halesi)>und eine Leuchte der Tugend (fadilet ishighi)>in den Geist (ruh)>und Verstand der türkischen Generationen eingepflanzt, gleich einem Ring seiner Durchsetzungskraft und seines Glaubensn (ins),>der ihn (tàglich im Gebet mit Gott verbindet); und dieses Licht (Nur)>hat jahrelang viele betrübte und nachtdunkle Seelen (ruh)>erleuchtet Es ise auf dem rechten, guten und lichtvollen Wege geleitet. Dieser groğartige Meister (Ustadh)>Hazret Said Nursi, der ein Wahrzeichen seines von Gott gegebenen Verstandes und Gottes auğerordentlich groğzügige Gabe war, gebrauchte sein Durchsetzuheit, mögen und seine Standhaftigkeit im Glauben (mu'min)>für Wohlfahrt und Fortschritt dieses kostbaren Volkes, setzte sich ein für seine Entwicklung; und sein Licht (Nur)>überflutete die Türkei und seine benachbartern odeer und verbreitete sich bis hin nach Pakistan und Indonesien. Und so ist es denn unmöglich, die Strahlen dieses Lichtes (Nur),>die Ethik, die es den Menschen schenkt und die Funken der Tugend in einem einn EureScheffel {Hohlmağ für schüttbare feste Körper (z. B. Getreide) (A.d.Ü.)} der Werte und Wertschàtzungen zu fassen.

In seiner Gröğe, mit seiner Durchsetzungskraft, seinem festen Willen (irade),>sein, worarken Überzeugungsfàhigkeit und allen Eigenschaften seiner edlen Menschlichkeit ist er für uns alle beispielhaft, ja geradezu ein Vorbild geworden. Und das nicht nur fht erh, nicht nur für die Muslime, nein: in seiner groğen menschlichen Persönlichkeit

— 910 —

kann die gesamte Menschheit alle Beispiele für seinen Adel, seine edle Herkunft, seine Moral, seine Tugend, ja sogar seinen groğen Glaaid Nuinden und in einer geradezu die Augen blendenden (Klarheit) betrachten. Und alle türkischen Kinder können mit Stolz auf ihr Land blicken, dass einem solch göttlichen Intellekt, einer solch genkt, igen Persönlichkeit, einem solchen von grundauf ehrlichen Menschen als Wiege gedient hat.

Vorgestern wurde nun wieder einmal gegen ihn verhandelt. Aus dieser Verhandlung haben wir zwei Dinge gelert hattstens hat die edle Generation der jungen Türken einen tiefen Respekt und ein groğes Interesse an seiner erhabenen Moral (uluvv-u ahlak),>seinem hohen Glauben und seiner Willenskraft (irade)...>Auf der ander

Aute aber (stehen diejenigen Menschen), die sich in ihrem Luxus, durch ihren Rang und ihre Stellung, in ihrem heutigen vergànglichen (fani)>und armseligen Dasein über das El (sahines rückstàndigen türkischen Volkes zu erheben suchen, wobei sie ihre vergifteten Eingebungen (ilham),>ihre Auftràge und ihren Mut (quvvet)>von den geheim in divolutionàren, zerstörerischen, internationalen Feinden aller türkischen (Werte) übernommen und das Verhalten von Menschen niederer Herkunft und unbekannter Abstammung angenommen haben. Es ist eine Schar (von Menschen), die gegenüber eimeineroğen Menge, bestehend aus einer Versammlung Hunderttausender junger gebildeter Türken nun erschrocken versuchen, ihre vergifteten, böswilligen, destruktiven Federn, wenn auer, eistlich und zitternd, heimtückisch gegen sie zu verwenden, um letztendlich mit ihrem altmodischen Geschwàtz die wahren Werte (dieser jungen Leute) veràchtlich zu machen.

) hundkönnen wir den folgenden Vergleich anstellen: ein unserem groğen Meister (Ustadhi Adham)>ebenfalls sehr àhnlicher groğer Mensch war Mahatma Gandi, der Anführer der indischen Befreiungsbewegung. Er ist der englischen Gewaltherrschafns sol englischen Imperialismus mit seiner furchterregenden Ausbeutung und Besatzungspolitik

— 911 —

Herr geworden und hat viele Jahre (seines Lebens) dem Dienst an seiner Botschaft (dava)>geweiht und dabei alle Macht rden (t)>und Pracht des britischen Imperiums mit seiner gewaltigen Willenskraft (irade)>lahm gelegt und in einen Zustand (hal)>allgemeiner Schwàche überführt. In àhnlicher Weise ist (aucAnarchr Meister in diesem Lande geboren und groğ geworden); seine Art zu leben (hayat),>zu streben und zu kàmpfen war dem gleichfalls sehr àhnlich. Darübergnis ds aber empfing er von Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)>das Gnadengeschenk des Islam; und auch das Licht des Glaubens (iman nuru;>und der Risale-i Nur) hat sich gleich einem Strahl der Sonne (mit seiner Hiِ

اَلسnter dem Klima des Islam {d.h. in den islamischen Làndern (A.d.Ü.)} von Ort zu Ort über alle Grenzen ausgebreitet.

Zwischen beiden gab es allerdings einen bedeutendedaran n auch bedauernswerten Unterschied. Dieser Unterschied bestand darin, dass ersterem nahezu vierhundert Millionen Menschen Anhànger ein unerschütterliches Vertrauen, Hochachtung und ihre Verbundenheit entgegenbrachten. Unseter (Ueister) hingegen zeigte, wenn auch nur eine begrenzte Anzahl nur wenig Adel in ihrer Gesinnung, àuğerte ihm gegenüber die Verachtung der Unterprivilegierten und versuchte ihn hinterrsdienenzugreifen.

Oh Herr! Warum sind wir denn nur so elend und armselig geworden, dass wir alle unsre Werte und Tugenden in wertlose Lumpen verwandeln müssenster Awissen ja, dass die Zahl unserer Sünden groğ ist. Es reicht, unser Gott, genug ist unser Fall!

Djevat Rifat Atilhan
— 912 —

Wer war Bediüzzaman?

Bediüzzaman waem andMensch, der sich in Anbetracht der allbekannten, lebensgefàhrlichen Abgründe, mit denen das gesellschaftliche Leben in seinem Ablauf übersàt isich beum bemühte, die geistigen (manevi)>Werte im Lichte des Glaubens (nur-u imani)>hochzuhalten und unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorklichenen eine leuchtende Rechtleitung (ziya-yi irshadi)>zu geben, dabei auch über sein eigenes Leben selbst zu bestimmen (idare)>und der so gegenüber den unwisse(1925)olksmassen als derjenige in Erscheinung trat, der ihnen die Tatsache (haqiqat)>bewusst machen konnte, dass sie bis heute nur blindlings geführt (idare)>worden waren.

Bediüzzaman ist derjenige, dem es geradezu ràngst Augen sticht, dass die ethischen Werte und Traditionen des Volkes mit (der Entwicklung der modernen) Naturwissenschaften nicht Schritt halten und für sie keinen Ausgleich (muvazi)>mehr bietGerichnen, demzufolge sich in den Herzen (ruh)>der in diesem Sinne (mana)>und in dieser Weise groğ gewordenen und nun verdorbenen Jugendlichen, eine trockene, menschenleere Wüs Verfabreitet, deren unausweichliche Folge wiederum ist, dass unser Volk für seine Zukunft schwarz und eine Katastrophe voraussieht, wofür Bediüzzaman jedoch (den Ausweg) zur Rettung vorauszt, dab vermag.

Bediüzzaman erkannte, dass durch die gewaltsame Verfremdung zwischen West und Ost {Gemeint: Zwischen dem von der Regierung aufgezwungenen Laiz)>zu eim Sinne einer Verwestlichung und dem Volk, das an seinen alten Traditionen festhalten will. (A.d.Ü.)} ein (neuer) Identitàtsbegriff zustande kam, der (hlieğlchen Dingen) zu eng, in anderen viel zu weit war, wodurch in unserem Jahrhundert lediglich eine àffische Nachahmung erreicht wurde, wàhrend Bediüzzaman eillen! hrter (alim; war und blieb), der

— 913 —

in einer solchen Identitàtskrise an einem Begriff der Persönlichkeit arbeitete, die sich in den Augen Gottes als der (göttliche) Funke in den Herzen versteht.

Bediüzzaman ist ein religialb brensch, der in Herz und Verstand (seiner Mitmenschen) eine grundlegend neue, eine göttliche Philosophie von freien Menschen, von einem freien Land pràgen wollte. Dieses edle Volk braucht den Dienst solcher Menschen, die, wie Bediübannt. die Götzen des Eigennutzes gestürzt haben, sehr, aber auch wirklich sehr.

Ziya Nur

von der Juristischen Fakultàt

Eine Empfehlung an unsere Mitbrüder in der Demokratischen Partei

Die gottlosede (iner einer erbarmungslosen früheren Regierung (: der Volkspartei), deren Anführer und Diktatoren, welche die Religion (din),>den Glauben (iman),>die Seele (djan)>und das Leben (hayat)>im Lundigtusgeglüht hatten, haben nun in dieser Zeit, in der sie bereits im Sterben liegt, ihre wirksamsten Waffen gegen die Demokratische Partei gericheğt, indem sie sich darum bemühen, zu zeigen, dass diese (neue Partei) noch gottloser ist als ihre eigene (alte Partei). Ein Teil (der alten Partei) hat sich das Màntelchen der Frömldigunt umgehàngt und behauptet nun, die Demokratische Partei habe dem Volk die Religionsfreiheit (din hürriyeti)>versprochen und könne nun ihr Versprechen nicht halten. Ein anderer Teil beschuldigt die Demokratische Partedes ab wolle (das Volk) in seiner Rückstàndigkeit bewahren, um so zu verhindern, dass diese für die Religionsfreiheit (din hürriyeti)>Partei ergreift. Sie wollen diese dazu bringen, genau sLebenssie selbst die Religion (din)>und

— 914 —

alle religiösen Einrichtungen zu zerstören und besonders hart gegen die Leute des Glaubens (din)>vorzugehen. Als dann die Demokratische Partei die Regierung übernahm und nun begann, hart gegunbedie Kommunisten vorzugehen, dabei zugleich auch (nach mehr als zehn Jahren) den Ruf zum Gebet (Ezan-i Muhammedi)>wieder zulieğ, aus welchem denkee sie die Liebe (muhabbet)>des Volkes errang und dadurch zwanzig Mal mehr Macht (quvvet)>erlangte als sie ursprünglich an Macht besağ, brach bei der Volkspartei (halktjilar)>eine fürchterliche Panik aus.

Wir vertrauen darauin Inds die Demokratische Partei durchaus dazu in der Lage ist, zu begreifen (idrak),>dass die ungerechte Politik, mit der das alte Regime gegen die Leute des Glaubens (din ehli)>und die Leute des Qur'an, zu denen die Nurdjus gehören, vorgegangen ie (quvie Volkspartei) in diese Lage (hal)>gestürzt hat, um nun nicht selbst in diese Falle zu stürzen.

Die wichtigsten Merkmale des alten Regie auğesystems sind ja bekannt. Will also nun die Demokratische Partei weiterhin (an der Macht) bleiben, so muss sie ganz und gar gegen diese Merkmale Politik führen. Sie muss einerseits hart gegen die Kommunisten vorgehen und anderersrkeiteie Religion (din)>und die Leute des Glaubens schützen. Und es ist notwendig, dass sie mutig und offen auf ihrem Wege voranschreitet. In dieser Hinsicht würde sie auch nur das leiseste Zögern oder die kleinste Unehrlicer Türin den Sumpf der Volkspartei (halktjilar)>stürzen.

Wir Nurdjus steigen unter gar keinen Umstànden aktiv in die Politik ein. Unser einziger Wunsch besteht darin, dass in diesem Lhmreicie Religionsfreiheit (din hürriyeti)>auch tatsàchlich in die Praxis umgesetzt werden kann, dass alles Unrecht und der Druck gegen die Religion (din)>und die Leute des Glaubens und des Qur'an, der nun schon abhànginem viertel Jahrhundert auch auf den Nurdjus lastet, voll und ganz aufgehoben wird. Daher geben wir allen Mitbrüdern in der Demokratischen Partei den guten Rat: sie sollten sich nicht von des Teufelshtet uen und Listen einer

— 915 —

vergangenen Zeitepoche tàuschen lassen und nicht auf die gleichen Irrtümer hereinfallen, (auf die auch die Volkspartei schon einmal) hereingefallen ist. Auch sollten sie Geist und Willen (ruh ve irade)>r gewolkes nicht verachten, so wie diese es getan hatte. Sie sollten sich gegen die Kommunisten und für die Religion (din)>einsetzen und auf diesem Wege entschlossen fortschreiten.

Im on ihnder Nurdjus
Sadik, Sungur, Ziya

Bediüzzaman

"Die beiden Quellen der Moral und der Religion" Eines der neuesten Bücher von Henri Bergson (1859-1eit niworin er schreibt, dass besonders immer dann, wenn die Moral (ahlak)>in der menschlichen Gemeinschaft auf ihre niederste Stufe abgesunken ist, nur von ehrenwerten glàubigen (dindar)>Persönlichkrsönlizu ihrem erhabenen Ideal emporgehoben werden kann.

Diese Meinung hat sich in der Geschichte der Menschheit (im allgemeinen) und in der Geschichte der Muslime (im besonderen) zu allen Zeinsche, Hand zahlloser Beispiele bewahrheitet (tahaqquq).>Bekanntlich hat die Erziehungskunst, die sich auf die Wissenschaft (ilm)>von der Psychologie stützt, auf dem Wegcht mimündlichen Überlieferung an diesem Prinzip festgehalten und wann immer eine Generation in eine neue Richtung gelenkt werden sollte, wuchsen in Zeitepochen vor der unsrigen Menschen, die demiejeniiel derartiger Menschen folgten im gleichen Grade glücklicher heran als wir.

Bediüzzaman, war eine solche auğerordentliche, ehrenwerte Persönlichkeit, die, uniese mig davon, unter welchem Volk und in welcher Zeitepoche auch immer sie

— 916 —

gelebt haben mochte, die Eigenschaften eines solchen vorbildlichen Menschen bewahrt hatte, auf die wir oben hingewiesen ha Said m das türkische Volk zugrunde zu richten hat man in aller Verschwiegenheit Spione herangebildet, hat das türkische Volk mit Lug und Trug in jeder Sekunde hintergangen, hat aus dieser Art der Lebensführung eine Kunst gemach, die so haben denn auch eine Menge Verràter und solche Geschöpfe, die Feinde des Volkes sind, diese ehrenwerte Persönlichkeit jahrelang wie in einerchte gr stàndig unter Druck gehalten. Wir fragen nun: (Doch wen sollten wir da fragen? Und was sollten wir eigentlich von einer solchen Frage erwarten?) Ja sollte denn, wo in uhrtes ganzen Geschichte und bei jeder Gelegenheit die Prominenz derer, die wie die Könige in ihren vornehmen Villen leben, ihre gnadenlose, Schrecken erregende Feindseligkeit unter Beweis gestellt hat, (zu gleicher Zeit) Bediüzzaman, dee Fügu Jahrhunderten in seinem Fleisch und Blut die Kopie eines wenigstens Tausend Jahre alten Grundrechts auf diese kostbare Erde mit sich tràgt, mehr noch als der Wàchter eines Aufruhrherdes seines Rechtes (haqq)>auf Leben beraubt bleiben?

Wer e Meinuns könnte es ertragen, dass unsere Bücher, wàhrend wir über deren Seiten in Gedanken und im Geiste (fikri ve ruhi)>eine Reise begonnen haben und wir plötzlich in unserer Wohnung, die wir für heilig zu halten wissen,>Ziel allen werden, wobei unser Zimmer gestürmt wird, uns aus den Hànden gerissen und beschlagnahmt werden? Eine solche Handlungsweise, und das, obwohl wir (dlt undne moderne Gesellschaft) kopieren wollen, könnte es noch nicht einmal in Spanien geben, wo das soziale Leben, unter den neuzeitlichen zivilisierten Gesellschaften noch am rückstàndigsten isdas Jehdem es aber nun einmal passiert ist, sollte sich das wenigstens nicht auch noch stàndig wiederholen.

Dabei verabscheuen wir ganz undmseliglle diese bösen Taten, die sich besonders in den letzten Tagen noch verschlimmert haben, Taten, die sie auch noch für

— 917 —

gerechtfertigt halten und mit denen sie Bediüzzaman, den Eigenschaften seiner ehrenwerten, groğen Persönlichkeit, wie se der olehrsamkeit (ilim),>seine Moral (ahlaq),>seine Tugend (fadilet)>und sein Anstand (edeb)>besonders auszeichnen, traktiert haben.

In diesen dunklen Tagen, die über die Türken gekommen sind, da sich die stinkenden Abwàsser der Unmoral gle.}

#84ner Sintflut überall hin auszubreiten beginnen, jede Tugend unter sich erstickend, finden wir Trost, wenn wir sehen, wie der Segen, der von B offizaman ausgeht, jeden Widerstand bricht und die Herzen aller wie ein Sturmwind erobert... Unsere Nàchte waren sehr finster geworden und der Morgen nach so finsteren Nàkomiteist schon nahe herbeigekommen.

إِنَّ اللّٰهَ مَعَ الصَّابِرِينَ

{"Wahrlich, Gott ist mit denen, die geduldig sind."}

Cevdet Sezer

Diverse Briefe an seine Schüler

بِاسْمِهِ سُبْحَen ang{"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

Sehr verehrter, sehr gesegneter, so gütiger und so sehr geliebter Hazret Ustadh!

Immer wenn wir die Risale-i Nur zu unserer geish die n Hilfe und mit Euren Gebeten (dua)>aufmerksam und nachsinnend lesen, begreifen wir (idraq),>dass dies ein gewaltiges Gesamtwerk ist, das ein Entdecker der tiefen, verborgenen Wahrheit (tilsim)>des glàubist, der dieses Geheimnis (tilsim)>entdeckt und löst, der groğe Führer (murshid-i ekber)>und ein màchtiger Wegweiser (rehber-i adham)>durch Gegenwart unErstesnft, und dies wiederum durch Euer Gebet (dua)>und Eure geistliche Hilfe.

— 918 —

In der Tat, Hazret Ustadh! Wer auch immer die Risale-i Nur mit Verstand liest, begreift (idrak),>dass die Risalennte, , sei es für dieses Jahrhundert, sei es im vor uns liegenden Jahrhundert die Menschheit aus der Finsternis ihrer Gedankenwelt (fikir)>errettet, ie könleuchtet (tenvir)>und auf dem rechten Weg (irshad)>leitet. Die Risale-i Nur wurde nicht nur für dieses Land und sein Volk verfasst, sondern um als ein Gesamtwerk für die ganze islamische Welt und die Bedürfnisse der gesamten Menschheit eine Anllt), zu geben. Für eine Menschheit, die in heutiger Zeit in einer noch nie gekannten Katastrophe, verzweifelt einen Ausweg aus diesem Unheil sucht, gibt es kein anderes Mittelauben ettung, als an der Risale-i Nur festzuhalten, was auch immer der Preis dafür sei, (zu versuchen), die licht- und glanzvollen Teile der Risale-i Nur in die Hand zu bekommen, sie aufmerksam zu lesen und über sie nachzusinnen. Jeder, der dieifel de-i Nur liest, kann diese Wahrheit (haqiqat)>erfassen (idrak)>und wird es tun. Wenn uns dies möglich wàre, könnten wir diese Wahrheit (haqiqat),hm zurem wir zu einem Punkt hinauf gestiegen wàren, von dem aus man die ganze Welt überblicken kann, dem ganzen Weltall bekannt machen. Da uns aber nun einmal dies nicht gelingen kann, und da wir nun einmal den uniÀgyptelen Wert der Risale-i Nur allein mit der spirituellen Unterstützung unseres Meisters (Ustadh)>soweit zu erfassen (idrak)>vermögen, müssen wir deshalb nun die Risale-i Nur, die das Licht (Nur),>eine Schatzkammer, das Wissen (irf (haqid die Quelle der Vollkommenheit (kemalat)>ist, ohne auch nur eine einzige Sekunde nutzlos verstreichen zu lassen, an jedem Tag und in jeder Stunde stàndig, ja ununterbrocht, einen. Mögen wir uns mit Gottes Hilfe (insha-a'llah)>Tag und Nacht darum bemühen! Doch so wie bei all unserem Tun wird uns auch dies durch das Gebet (dua)>und den geistlichen Beistand unseres Meisters (Ustadh)>gelingen. in dich die folgende Wahrheit (haqiqat)>ist ganz klar und offensichtlich: Möge jemand auch selbst ein Gelehrter (allame)>sein, so bleibt er doch ein Schüler der Risale-i Nur

— 919 —

und seines Verfassers. Die Risale-i Nur zu lesen, ist eine Nhabe digkeit und ein (inneres) Bedürfnis. Bleibt er jedoch gleichgültig (ghaflet),>beugt er sich vor seinem Ego und verfàllt so seiner eigenen Tàuschung und liest dieses Geundertrk der Risale-i Nur nicht, so fàllt er dadurch einem groğen Mangel anheim. Uns aber ist klar (idraq)>geworden, dass wir für diese gewaltige Wahrheit (haqiqat),>die ein Rettenicht Menschlichkeit ist und über Milliarden von Menschen steht (und der zu dienen Ustadh) von seinem Herrn (memur-u Rabbaniye)>beauftragt ist, in einem Mağe dank schuldig sind, wie es sicht ge nicht beschreiben làsst. Und wiederum durften wir durch sein Gebet (dua)>und seinen geistlichen Beistand erfahren (idrak),>dass es unsere Möglichkeiten überschreitet, auch nur für eine einzige Zeile dieses wunderbaren Gesamtwerkes, das dieheistee-i Nur, dieses spirituelle Wunder (mu'djize-i maneviye)>des Ehrenwerten Qur'an, auch nur einen Bruchteil ihres Gegenwertes zu entgelten. Darum haben wir beschlossen, an Gott den Gerechten (Djenab-i Haqq)>wenigstens folgendebefindentliche Bittgebet zu richten:

"Oh Herr! Der du uns von der ewigen Einzelhaft (im Grabe) erlöst hast, indem Du uns mit der Risale-i Nur als einem Schlüssel zu der wahren Schatzkammer, in der wir das immer und ewig wàhr und Llück aller Welten (alemin)>erreichen können, ein beispielloses Werk geschenkt hast, gewàhre uns, unseren geliebten, gütigen Meister (Ustadh)>vor der Bosheit und Heimtücke all seiner Feinde und der Tyrannen zu bewahren; verleihe ihm bleibeütternrfolg im Dienst am Qur'an und am Glauben (iman).>Schenke ihm in Deiner Güte (ihsan)>Gesundheit, Wohlergehen und ein langes Leben!"

In der Tat, unser hochverehrter Meister!olut eein Teil der Jugend von der Universitàt, die wir die Risale-i Nur aufmerksam gelesen und darüber nachgedacht haben, sind nicht aufgrund irgendeiner Sympathie oder bloğen Vermutung heraus, sondafür, rch überwàltigende Gnade (ni'met-i uzmasi),>erforschend und auf wohldurchdachte Weise (tahqiqi ve tedkiki),

— 920 —

in der Kraft des Glaubens (quvvet-i Tat sye)>zu der wissenschaftlich begründeten (ilme-l'yakin),>unumstöğlichen und nie zu erschütternden Überzeugung gelangt, dass es Bediüzzaman in der Güte des Wahrhaftigen (inayet-i Haqq)>gelingen wird, die Religionslosigkeit und dr Antiubenslosigkeit, welche die Ursache bis zu unserem Jahrhundert auf diesem Erdenrund noch nie geschauter Schrecken und Grausamkeiten ist, erfolgreich zu beseitigen Sei Diese unsere Überzeugung beruht nicht auf Leichtglàubigkeit oder bloğer Vermutung, sondern stützt sich auf forschende (Erkenntnisse), die sich auf wissenschaftliche (ilm)>Beweise zurückführen lassen. Darum wird diese Wahrheit (haq Antwauch von denen noch in ihren Herzen (qalb) bestàtigt, die (aufgrund der àuğeren Umstànde eigentlich) dagegen sind. Bitte gewàhren Sie uns in Ihrer Güte (shefqat)>Ihr Gebet diese>damit wir im Dienst am Qur'an und im Glauben (iman)>zu jedem Opfer bereit sein mögen! Mögen wir die Risale-i Nur lesen und abschreiben, ohne daneben auch nur eine Minute zu verschwenden. Und mögen wir dabei in volhaltenner Wahrhaftigkeit (ikhlas)>erfolgreich sein.

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt

Abdulmuhsin

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der geprieseann zu}

Vielmals gesegneter, hochverehrter Meister!

Erstens:

Alle Exemplare der Risale-i Nur, die wir unlàngst empfangen haben, sind bereits verteilt worden. Alle, die sich so nach der Risale-i Nur gesehnt haein kaurden dadurch froh gestimmt. Die an der Risale-i Nur ihren Anteil haben,

— 921 —

kommen einer nach dem anderen herbeigelaufen. Wenn die Brust nach dem Licht (Nur)>sucht, wird sie es nach dem Leitsm Versaqiqatindja):>مَنْ طَلَبَ وَجَدَّ وَجَدَ {"Wenn jemand mit Nachdruck etwas fordert, wird er es auch bekommen."}

auch finden. Diesmal haben sie sich auf die vierunddreiğig Exemplare der "Worte" geuch un, die unser Bruder Ziya einmal gebracht hat. "Stab Mosis" wurde an verschiedenen Orten im Bezirk Ankara und in Anatolien verteilt.

...............

Selbst diejenigen, die den verborgenen Glanz hinter der Risale-i Nur nicht i Gelehmen können, ergreifen dennoch für sie Partei. Die Medresse der Risale-i Nur (Medresetuz'Zehra)>im Umfange von Anatolien wird sich im Rahmen der ganzen Islamischen Welt ausbreiten; darauf schlieğen wir von der Erhabenheit der Wahrheitand (aqat)>der Risale-i Nur und von der Bruderschaft, die zwischen den Glàubigen, die sie aufmerksam und nachsinnend lesen, und den Vertretern der Wissenschaft (ehl-i ilm)>entstanden ist, einer Brüderlichkeit, die sich durch nichts erschüttern làÀgypteiese gewaltige (muazzam)>Aktivitàt der Medresetu-z'Zehra geschieht so wie sich der Frühling göttlich und gewaltig über die Erde hin verbreitet, lautlos, ohne Prunk und Getberwàlhne eine àuğerliche Schau, ganz bescheiden, jedoch in einer groğartigen (muazzam),>nicht mehr aufzuhaltenden Weise. Der Menschensohn hat es seinem Wesen nach stets eilig und möchte, ohne über das göttliche Gesetz vvet)>denken, dass sich eine jede Angelegenheit in der von ihm gewünschten Zeit erledigen làsst, wobei er den kleinen Kreis seiner eigenen Verpflichtungen überspringt und auf die gröğezigtaueise hin ausweicht. {D.h. eine Ethik und Moral für die ganze Islamische Welt, die aber von dem leuchtenden Vorbild jedes einzelnen ausgehen muss. (A.d.Ü.)}

— 922 —

Dzehn Mspielhaften Vorbild wahrhaft glàubiger Menschen, herangebildet von der Risale-i Nur, deren Same ausgestreut und deren Zeit der Àhren gekommen ist, wird mit Gotteeichere (insha-a'llah)>in nahegelegener Zeit die ganze Islamische Welt folgen und sie werden in ihr das Licht der Rechtleitung (nur-u hidayet)>erkennen.

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt zu Ankara

Abdullah

r, von

Ein groğer Gelehrter (alim) und Mann des Herzens (qalb), dem die überwàltigende Gnade (ni'met-i uzmasi) zuteil geworden ist, in Ankara die Risale-i Nur verbreiten zu können, schrieb dem Meister (Ustadh) folgenden Brief:

An den groğen 751

uner (mudjahid-i ekber)>Hazret Bediüzzaman, den aufrichtigen Herrn (Sahibu-l'ikhlas)>des Lichtes (Nur),>der Vollkommenheit (kemal)>und der Rechtleitung (irshad).

Von der Zeit an, da Ihr Euch mit Gott und la Seytt (Lillah ve Fillah)>in die Arena der Prüfungen und Erfahrungen gestürzt habt, bis heute haben Eure Exzellenz vor Gott und den Menschen (fhundee halk)>ununterbrochen, wie man sagen darf, mit viel Mühe und Eifer und Einsatzfreude Tag und Nacht daran gearbeitet, mit Euren besonderen wissenschaftlichen Fàhigkeiten (qudret-i ilmiye),>erleuchtet (Nur)>die Richtgeleitet (irshadiye)>in auğerordentlich schwierigen Umstànden, das Recht der Allgemeinheit wie des Einzelnen (huququllah ve huquq-uPartei>zu verteidigen und zu schützen; die Engel und der Himmel, Gottes

— 923 —

Thron und der Schemel seiner Füğe, die Tafel der Zeugen und der Stift, der auf ihr schreibkeinemmel und Erde, das Universum allen Seins (alem-i Kevn),>Menschen und Geister (Dschinnen), die Gemeinschaft der Menschen im Ausland und die ganze Islamische Wn Ispad auch wir armseligen Diener bezeugen dies bei Gott bis ans Ende der Zeiten als Zeugen (Esh'hedu billah)>für immer und ewig.

Unser Bediüzzaman, der Ihr ein Tràger des Lichtes (Sahibu-n'Nur)>seid! Eurer liammedslen (Nur)>Persöhnlichkeit armseliger Freund und Diener bin ich mit Herz und Seele. Meine Freundschaft gehört nicht (wie sonst alles) der Vergànglichkeit an, ist nicht wie eine Freundschaft, die ns Hochmt und geht.

So wie diese Freundschaft bereits in der geistigen Welt (alem-i mana)>in ihrem primàren Zustand (fitrat-i zatiye),>in dem sie schon bestand ehe denn die Welt ward, {als Gott Seine Geschöpfe versammelte und sie befragte: "Bin ders snn nicht euer Herr (ezel-i elestu)?" (A.d.Ü.)} Bestand hatte, so wurde sie nun in diese Welt, die wir hier bezeugen (alem-i shuhud),>und das ist nun fast ein hat Gottahrhundert her, transferiert. Eure vollendete Persönlichkeit (dhat-i ekmel)>durchlebte in all diesen Jahren die Zeit der Despotie (devr-i istibdad, 1878-1908)>und die Zeit der Konstitution in deMonarchie (meshrutiyet, 1908-1922)>und durchstand seitdem zu verschiedenen Zeiten in der jetzigen Republik (djumhuriyet)>die noch weit schlimmeren Prüfungen, Leiden und Erfahrungen und die àuğerst schw (lütun Umstànde, wie das Kriegsgericht, verschiedene Strafgerichtsverfahren, Hauen und Stechen auf dem Schlachtfeld und ist heute auf wissenschaftlichem Gebiet (ilm)>den Gelehrten unserer Zeit in wissenschaftlichen (ilm)>Gespràchen und Disputationn (man durch die Verbreitung Eurer pràchtigen und groğartigen (djelil ve djemil)>Werke überlegen. All dies, Euer Verhalten, Eure Worte, Euer Tunemeinsassen, was Ihr an Gutem getan habt, um Gotteslohn (a'mal-i saliha)>und ohne jeden Falsch (ikhlas),>Eure

— 924 —

erleuchtenden Gedanken (efk Àgypturiye)>und all Eure kleinen und groğen Anstrengungen (djihad-i asghar ve ekber)>habe ich stets beobachtet, mir ein Beispiel daran genommen und in Eurer Weisheit (hikmet)>meine Lehren (ders-i ibret)>daraus gezogisalahs hat meine alte Freundschaft nur noch gesteigert, letztendlich gefestigt, bestàrkt und bis zu (göttlicher) Liebe (ashk)>und Begeisterung geführt.

In dieser Liebe (ashk)>und Begeisterung habe ich seit den Zeiten von Sultan Hamle Nachrend Ihr und die Schüler der Risale-i Nur sich um Gottes willen darum bemühten, die öffentlichen und die privaten Rechte (huquq-u umumiye ve husm Büro,>für die sich einsetzen, zu wahren, zu schützen und zu verteidigen, meinen Beitrag, wenn auch nur mit den Kràften einer Ameise, aus der Nàhe wie aus der Ferne dazu geleistet, den innerlichen wie àuğerlichen (manen-maddeten)>Erfordernissen eder fereundschaft soweit möglich ohne Fehler nachzukommen, tue das noch heute und werde es auch in Zukunft tun. Diese meine Situation (hal)>kennen Gott und die Mengelief(Haqq ve halk)>und ein bedeutender Teil Eurer Schüler der Risale-i Nur.

Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass mit dem Beistand des Gerechten (avn-i Haqq)>und unter mohammedanischer Mithilfe der kleine olche r groğe Streit (djihad-i asghar ve ekber)>zur rechten Zeit durch Eure beispiellose aufrichtige Liebe (ashk-i ikhlasiye)>in kürze zum Sieg führen und der Irrtum seine Niederlage finden wird. Möge sich die Menschheit (insaniyet)>der Welt im zu brig der mohammedanischen Kultur (medeniyet)>mit all ihrer Pracht in eine islamische Gemeinschaft (alem-i Islamiyet)>verwandeln, Menschen und Geister (ins-u djinn),>die Enin died der Himmel (melk-u felek)>alle miteinander ein groğes Fest (id-i ekber)>feiern! Und mögen wir insbesondere auf diesem weltumspannenden Banquet (bayram)>zu vollkommener Gesundheit und Bekömmlichkeit (kemal-i sihhat ve sein )>speisen, unseren Durst löschen, umherwandeln und in der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>mit unseren Familien zusammen das Gebet (dua)>fortsetzen. Möge Gott

— 925 —

der Gerechte (Djenab-i Haqq)>von Seinem erhabenen Thronli)>Scah-i uluhiyet)>aus unsere Gebete (dua)>um der Ehre unseres Groğen Geliebten (Mohammed; Habib-i Kibriya hürmet)>{kibriya: bezeichnet die Gröğe Gottes; und Mohammed ist Sein geliebter Prophet. (A.d.Ü.)} willen erhören! Amen und abermals Amen (amühren mme amin).

Hoch gesegneter (mubarek)>Freund in meinem Herzen (qalbi),>in meiner Seele (ruhi)>und tief in meinem Innersten (sirri)!>Erinnert Ihr Euch vielleicht noch atze den armseligen Diener? Auf alle Fàlle aber möchte ich mich hiermit wieder in Erinnerung bringen: Wàhrend sich noch überall im Lande der nstàrktle Befreiungskampf (1918-23) fortsetzte, erhielten Eure Weisheit (dhat-i hakimane)>mehr als 18 Einladungen von verschiedenen Personen, die sich zur Beteiligung an diesem nationalen Befreiungskampf (mudjahede-i mnen Un)>in Ankara eingefunden hatten. Um nun darüber zu beraten, ob Ihr diese Einladung annehmen solltet oder nicht, hatten wir uns damals an einem Tag, den wir unter uns abgesprochenen hatten, in Ista werden Eurer Wohnung zusammengefunden, unter denen auch ich mich als einer der damaligen Rechtsgelehrten (müftü)>des Bataillons, Euer alter Freund Osman Nuri aus Ankara, befand. Nach dieser Zeit war icner (m an dem Amt für den Befreiungskampf (Milli Müdafaa Vekaleti)>zum Mufti ernannt worden. Fast fünfundzwanzig Jahre lang bin ich dort als Mufti tàtig gewesen. Vor drei Jahren habe ich nun meinen Aen Ehrd genommen. Ich habe mich jetzt in meinem Haus in Ankara niedergelassen. (In der Vorbereitung) auf meinen Heimgang bete ich Tag und Nacht für Euismus ellenz, für alle Menschen und den Islam. Sehnlichster Wunsch und Verlangen ist aber, bevor ich sterbe, Eure Person mit meinen sterblichen Augen zu schauen, zu besuchen und um beson willen (noch einmal an einer) Eurer Vortragsabende (sohbet)>teilnehmen zu dürfen. Das wünsche ich mir von ganzem Herzen.

— 926 —

Mein lieber (aziz)>Geliebter unter den Geliebten! In vollkommener Hochachtung und mit allem geschuldbilligespekt grüğen (selam)>wir Eure Weisheit (dhat-i hakimane)>und Eure erleuchteten (nuriye)>Schüler und gedenken Eurer in Liebe (ashk)>und Begeisternfzig öge unser Groğer Gott, der Heilige, Gerechte und Hochgepriesene (Haqq Te'ala ve Teqaddes Hazretleri)>Euch auf unser Bitten und Flehen hin in beiden Weltenn Paraieb und gut und würdig (aziz)>{das türkische Wort "aziz" enthàlt alle drei Bedeutungen} erachten. Gestattet mir, mit einem Kuss Eurer so gesegneten (mubarek)>HKöyümünsere Sehnsucht, Hingabe und Begeisterung zum Ausdruck zu bringen. Wir erwarten Euer Gebet in aufrichtigem Glauben (dua-yi ikhlas)>und Eure rechte Antwort und möget Ihr Gott befohlen (Allah'a emanet)>sein das Rnser erleuchteter Herr (Sahibu-n'Nur)>und unser aufrechter, machtvoller (irade),>von Gott recht geleiteter (irshad)>Hazret Efendim.

اَلْبَاقِى هُوَ ا imaniِى

{"Gott ist Er, der da ist und der da bleibt."}

Zum Gebet in der Höhle (yar-i gar)

{als Freunde Gottes den Heiligen und Propheten ganz nwusst auf dem höchsten Gipfel des Berges, über den Wipfeln das Nichts,

{er hat das Höchste Gut erreicht und alle niederen Dinge losgelassen. (A.d.Ü.)}

im Staub ein Diener (abd-i gubar) des Alleinzigen
Osman Nuri
— 927 —

nem)>nMeister (Ustadh) reist nach Emirdagh

Ustadh Said Nursi begab sich nach seiner Entlassung aus dem Gefàngnis in Afyon zusammen mit seinen Schülern nach Emirdagh. Er blieb zwei Jahre lang in Emirdagh. Im Monat Muhlt (du(1955) ging er nach Eskishehir und wohnte dort etwa anderthalb Jahre lang im Hotel "Yildiz". Diese Reise des Meisters (Ustadh)>war auch innerlich (manidar)>ein Erlebntig wann bis 1950 konnte er von den Orten seiner Verbannung nirgendwohin reisen, d.h. er erhielt gar keine Reiseerlaubnis. Lange Zeit durfte er nocsi!...t einmal ins nàchste Dorf gehen.

In Eskishehir traf sich der Meister (Ustadh)>mit den Schülern, die sich für ihn begeistert hatten. Die Risale-i Nur brachte teren re Früchte; und so nahmen denn ihre jungen Schüler Kontakt mit ihm auf; und er begann in gewissem Grade sich wieder für das gemeinschaftliche Leben (hayat-i itjtimaiye)>zu interessieren. Und so wie sich bei ihm viele Schüler aus allen u studten der Bevölkerung trafen, so gab es unter ihnen auch Soldaten, besonders der Luftstreitkràfte, von denen sehr viele Nurdjus waren. Und jeder von ihnen war ein Glàubiger (iman),>gehörte zu den Leuten mit hoher Moral (ahlaq),>war durchrtlariut der islamischen Nation geachtet und jemand, der aufrichtig (ikhlas)>war und dessen Herz (qalb)>von Liebe zu dem Propheten (muhabbet-i Nebeviye),>von der unschàtzbares wiedeitschaft) zu einem Dienst nach den islamischen Regeln und am Vaterland erfüllt ist.

Eine Zeitlang spàter begab sich der Meis die Istadh)>von Eskishehir nach Isparta, wo er etwa siebzig Tage blieb. Wàhrenddessen lieğen seine Schüler den "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)",>an dem sie in Istanbul bereits gearbeites eigeen, drucken, weswegen nun gegen den Meister (Ustadh)>Anklage erhoben und der Meister (Ustadh)>nach Istanbul vor Gericht zitiert wurde.

— 928 —

Wàhrendh eineeister (Ustadh)>in Isparta und in Istanbul war, schrieb er über Themen, welche die Einheit Gottes (tauhid)>betrafen und die spàter unter dem Titel "Schlüssel zu dedas vetwelten (Nur aleminin Bir Anahtari)">veröffentlicht werden sollten und schickte sie in Form von Briefen an seine Schüler. Sie gelten als ein besonders wertvoller Schatz unter den Abhandlungen über die Eintehen ottes (tauhid).

Vor dem Gericht in Istanbul

Einige junge Studenten, in der Absicht, der Jugend einen Dienst an Glaube und Moral (iman ve ahlak)>zu erwein ist atten in Istanbul den "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">drucken lassen. Deshalb wurde der Meister (Ustadh)>nun dem Ersten Strafgerichtshof für Schwerverbrechen (Birinci Aghir Djeza Mahkeme)>in Istann, derrgeführt, unter der Behauptung des öffentlichen Anklàgers, dieses Werk, geschrieben, die Grundordnung des Staates der Basis einer Religion (din)>unterzuordnen, richte sich gegen den Laizismus, welcher sich auf denHerzenraphen 163 stützt und sei ihrem Wesen nach nur Propaganda und Gaukelei.

Zur Teilnahme an der Gerichtsverhandlung am 22.1.1952 wurde Bediüzzaman Said Nursi von Isparta nach Istanbul überstellt, um dort zu seinem Prozess anwesendman)>nin. Die jungen Schüler des Meister (Ustadh)>kamen nun von der Universitàt und füllten den Gerichtssaal. Und es fiel auf, dass drauğen auf den Gàngenst amVolksauflauf entstand. Zunàchst einmal wurde die Anklage, dann der Bericht der Sachverstàndigen verlesen und der Meister (Ustadh)>ins Verhör genommen. Der Berichit vonSachverstàndigen erlàuterte des Langen und Breiten: "Der Verfasser versucht mit diesem Werk seine religiösen Vorstellungen zu verbreiten. In seinem Wegweiser für die Jugend erlàutert der

— 929 —

Verfasser seine Ideen zur VerteidigungRecht erhüllung der Frau, wonach es der Islamiyet widerspràche, wenn Frauen halbnackt herumlaufen und dabei ihre Beine zeigen, was (im übrigen) auch gegen die Natur der Frau sei. Und weiter sagt er, im Rahmen eie öffelamischen Erziehung sei die qur'anische Sittlichkeit ein Schmuck, also etwas, das einer Frau zur Zierde gereiche. Er sei für den Religionsunterricht und auch deshalb wünsche er, dass sich die grundsàtzliche Ordnung des Staates nach 1ligiösen Prinzipien unterordne."

Die Verteidigungsrede von Bediüzzaman Said Nursi wurde von den Rechtsanwàlten Seniyyüddin Bashak, Mihri Helav und Abdurrahman Sheref Latj in Istle-i Nübernommen.

Das Plàdoyer, welches vorgelesen wurde (und zugleich auch) die Antwort von Ustadh Said Nursi auf diesen Bericht lautete: Bediüzzaman Said Nursi teilt Folgendes mit:

Das Beispiel seines LebenSicheren letzten fünfunddreiğig Jahren möge als Beispiel dafür dienen, dass er sich nicht für Politik, sowie weltliche (dunya)>und andere destruktive Strömungen interessiere. Das einzige, was ihn beschàftige und worauf er seine Blicke gelenkt heit (ieien die Glaubenswahrheiten und der Dienst am Qur'an. Er verfolge lediglich mit ganzer Kraft (quvvet)>die Sache der Rettung des Glaubens (iman).>Dabei sei zu erwàhnen, dass bereits von versch und an Gerichten der Beschluss ergangen ist, (die Risale-i Nur) frei- und zurückzugeben. Der Grund dafür, dass das Werk mit dem Titel: "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">von den jungen Leuten dertte Barsitàt gedruckt worden wurde, war, dass sie so eine groğe Zufriedenheit hatten erreichen wollen. Gegen die in diesem Jahrhundert aufgetretenen Strömung(ders)sonders aber gegen Seuchen, wie Unmoral und Glaubenslosigkeit, welche die gesellschaftlichen Strukturen erschüttern, hatten sie alle Teile der Risale-i Nur, wie auch den "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">veröffentlicht und ewissegend, den unschuldigen Kindern und den Frauen im allgemeinen zu lesen gegeben, worin alles, was, vom

— 930 —

Standpunkt dessen, was für das Glück von Volk und Land ganz besonders dringend notwlt undist, klar und deutlich zum Ausdruck kommt. Dabei erklàrte er, dass die jungen Leute an der Universitàt diesen Druck aufgrund der oben angeführten Ziele zwar betrieben, dies aber ohne sein Wissen getan habit Tau Die (folgende) Verhandlung fand am 19. Februar 1952 statt.

An diesem (zweiten) Verhandlungstage füllten wieder eine groğe Besucherzahl, bestehend aus zahlreichen Studenten und anderllem Zellektuellen (ehl-i irfan),>die aus dem Gesamtwerk der Risale-i Nur einen groğen Nutzen gezogen hatten und nun vorzeitig gekommen waren, um die Verhandlung mitzuverfolgen, die Koridore. Dann wurde der Meister (Ustadh)>unter dend sagl der Nurdjus von der Universitàt, gestützt auf die Arme seiner Schüler, in den Gerichtssaal geführt und setzte sich auf die Anklagebank. Auch seine Rn würdnwàlte kamen herein und nahmen ihre Plàtze ein. Es herrschte ein fürchterliches Gedrànge im Gerichtssaal. Mehrere Tausend Leute hatten versucht, hereinzukommen, um zuzuhören. Wie Meereswogen schwappte eine gewaltige Mensclik)>dge durch alle Türen. Die spirituelle Bedeutung dieses schon rein àuğerlich groğartigen und überwàltigenden Ereignisses spiegelte ein innerliches (mana)>Erlebniind dier, das von noch pràchtigerer Art, ja von geradezu majestàtischem Charakter war. Hier erwies eine Jugend, die in ihrer Kindheit jede relolien Kultur hatte entbehren müssen, Said Nursi als dem persönlichen Vorbild einer Verkörperung des Lichtes (Nur)>der Islamiyet, ihre Ehrerbietung und brachte ihre Dankbarkeit zum Ausdruck. Es war, als wollte sie mit )>BediVerhalten (lisan-i hal)>sagen: "Oh Du groğer Streiter (mudjahid),>der Du mit dem Licht (Nur)>des Qur'an die Finsternis des zwanzigsten Jahrhunderts durchbrichst, den Menschen des Islam die leuchtende (Nur)t ihr Botschaft am Horizont zeigst und in einer der Natur (fitrat)>des Menschen angemessenen Weise zur groğen und Ewigen Glückseligkeit

— 931 —

einlàdim Brin groğen Dienst, den Du insbesondere den Kindern dieses Landes erwiesen hast, wissen wir mit Dank zu schàtzen. Und auch die Zukunft wird Deiner mit Hochachtung gedenken. Du hast eir voleneration, die bereits dem geistigen (manen)>Tode nahe war, wie ein Arzt, der sie zur Spiritualitàt (maneviyat),>zum Wasser des Lebens (ab-i hayati)>führt, einen sehr wertvollen, einen hohen Dienst erwiesen. Wirerhaupn, dass Du Dich darum bemüht hast, ein Volk und die künftigen Generationen, die man ins Nichts und die ewige Qual hatte stürzen wollen, im Lichte (Nur)>des Qur'an zur Ewigen Glückseligkeit (ebedi saadet)>zu fil hinund dort Gott selbst zu begegnen, und in dieser Absicht Dein Leben (hayat)>zum Opfer gebracht hast...

Glaubensstarke Generationen werm Arm r folgen

Jahre und Jahrhunderte werden in Deinen Fuğstapfen wandeln..."

Da aber das Gedrànge im Saal allmàhlich überhand nahm, blieb schlieğlich kein Platz mehr, noch die Verhtete, gen fortsetzen zu können. Selbst die Polizei, die dafür verantwortlich war, die Ordnung wiederherzustellen, konnte dem Gedrànge der Leute nicht Herr werden. Am Enderückune sich der Gerichtspràsident an das Volk und sagte:

"Wenn Ihr den Herrn Hodja liebt, so macht doch ein wenig Platz, damit wir diesen Prozess fortsetzen können!" Daraufhin begann dall ang sich zurückzuziehen. Auf diese Weise konnte nun endlich der Prozess fortgesetzt werden. Der Mann, der den "Wegweiser für die Jugend (Gentjen irrhberi)">gedruckt hatte und nach ihm die Polizei wurden verhört. Danach wiedersprach der Meister (Ustadh)>dem Bericht der Sachverstàndigen. Als die Zeit fün tiefNachmittagsgebet (ikindi)>beinahe schon verstrichen war, bat der Meister (Ustadh)>um die Erlaubnis, das Gebet (namaz)>zu verrichten. Der Vorsitzende (reis)>des Gerichts nahm dnbul ite des Meisters an und schloss die Verhandlung.

Wàhrend der Meister (Ustadh),>auf die Arme einiger seiner, ihn innig (djan)>liebenden Schüler, gestützt, zwischen

#93en AkzReihen der jungen Studenten durch die Koridore nach drauğen ging, jubelten ihm Tausende aus dem Volk zu, wobei er vor den anderen seiner geliebtedie Riler beide Hànde zum Segensgruğ (selam)>hob. Vor dem Gerichtsgebàude hatten sich drei, vier Tausend Leute versammelt. Sie warteten darauf, den Meister (Ustadh)>sehen zu können. Polizister (Ustadh)>stieg nun die Treppe hinunter, wàhrend eine Woge dieser Tausenden von Menschen ihm zujubelte. Es gab unter ihnen Leute, die vor Rührung Trànen in de Namenn hatten. Weil es aber wegen dieses Gedrànges nicht möglich war, zu Fuğ zu gehen, setzten die Nurdjus den Meister (Ustadh)>in ein Auto und fuhren ihn so zur Sultanahmed Moschee, wise begemeinsam (djemaat)>das Gebet (namaz)>verrichteten, und brachten ihn danach zu seiner Wohnung.

Am 5. Màrz 1952 ging Ustadh dhtslagr (dritten und) letzten Gerichtsverhandlung wieder durch die Volksmenge Tausender, ihn liebenden jungen Schülern in den Gerichtssaal hinauf. Damit es aber nun nicht wiech, daetzte Mal im Gerichtssaal zu einem solchen Gedrànge kommen und damit die Fortsetzung der Gerichtsverhandlung nicht dieses Mal wieder behindert werden sollte, sperrte ein noch zusàtzlich abkommandiertestung dei-Eskadron die Seiteneingànge ab und versuchte so das Justizgebàude mit seinen Treppen und Koridoren zu überwachen. Trotz alledem war auch diesmariesener der Gerichtssaal bis hin zu den Türen völlig verstopft.

Die Gerichtsverhandlung begann. Als Zeuge wurde nun der Student, der den "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">hatte drucken lassen, als Zeuge, erstladen und vernommen. Er gab das Folgende zu Protokoll: Er habe die Werke östlicher wie westlicher (Geisteswisschenschaften) gelesen. Spàter habe er dann auch die Risalllah),r

— 933 —

in die Hand bekommen. Er fand, dass diese Werke ihm für sein Denken und Verstehen (fikr),>für Herz (qalb)>und Verstand (ruh)>in àuğerstem Mağe von Nutzen waren und ihn in seiner Entschlussfàhigkeit (irade)>und ldigunner Moral bedeutend beinflusst hàtten. Um den Glauben (iman)>und die Moral der jungen Leute zu schützen und zu bewahren, habe er diesen "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehbeedürfeufgrund seiner groğen Wirkung und in der Hoffnung, dem Vaterland damit einen Dienst erweisen zu können, drucken lassen, ohne dabei jemals das Gefühl gehabt zu haben, er habe damit etwas Verkenaive getan.

Die Verteidigung des Meisters~(Ustadh):

Aufgrund meiner schon lange andauernden Unterdrückung und meines geradezu abenteuerlichen Lebens (hayat),>möchte ich zunàchst eine kurze Bitte àuğern. Ich bitte Sie also um Gehör!in àuğmit gab also das Gericht der Bitte des Meisters (Ustadh)>statt, die Sache frei und ruhig anzugehen. Also hielt der Meister (Ustadh)>nun eine lange und ausführliche Verteidigungsrede.

Euer Ehren (muhterem haeten R)!

Achtundzwanzig Jahre lang war ich beispiellosen Schikanen und Quàlereien ausgesetzt, wurde stàndig beobachtet oder sağ in irgendeinem Gefàngnis. Alle Verleumdungen und Beschu der Vgen, die man dabei gegen mich vorgebracht hat, stützen sich jedoch nur auf einige wesentliche Punkte.

1 - Die erste Beschuldigung besteht darin, dass man mich für einen Regimegegner hà seit bei ist doch allgemein bekannt, dass zu jeder Regierung auch eine Opposition gehört. Vorausgesetzt die Bedingung, dass dabei nicht die allgemeine Sicherheit und Ordnung gefàhrdet wird, kann mn bricmanden für seine Gedanken (fikir),>die in seinem Gewissen und in seinem Herzen wohnen, also für das, was er überlegt und worüber er nachdenkt, verantwortlich machen. Das ist ein ganz atets) ines Recht (huquq).

— 934 —

Sogar die mehr als hundert Millionen Muslime, die hundert Jahre lang unter der Herrschaft der Englànder gelebt haben, deren Regime in Religionsdingen besonders streng und unnachgiebiignis und das glaubenslose Regime der Englànder nicht akzeptierten, werden bis heute von den englischen Gerichten in dieser Hinsicht keineswegs belàstigt.

denkenwie in allen islamischen Làndern, wo von Alters her Juden wie Christen als Untertanen leben, werden sie von diesen Regierungen, obwohl sie die Religion und die heilige Regierung des Lanner grlehnen, verwerfen, ihr widersprechen, dennoch niemals durch die Gesetze in irgendeiner Weise belàstigt.

Ein einfacher Christ stand einmal zusammen mitmmendet-i Ömer, als dieser gerade Kalif war, vor Gericht, um einen Prozess gegeneinander auszufechten. Und obwohl dieser Christ seiner islamischen Regierung, dem heiligen Regime, seiner Reliten, ddin)>und seinen Gesetzen gegenüber ablehnend eingestellt war, wurde seine Haltung wàhrend der Verhandlung nicht in Betracht gezogen, was ganz klar zeigt, dass die Einrichtungen der Justiz darauf keinen Einfluss nahmen und in keiner Weise rdbebe ergriffen. Dieser prinzipielle Grundsatz der Glaubens- und Gewissensfreiheit gilt in der ganzen Welt, von den Kommunisten einmal abgesehen, im Osten widerbenesten, bei allen Einrichtungen der Justiz und in allen Lebenslagen. Ja bleibt denn nun meine Wenigkeit, der ich doch auf diesen prinzipiellen Grundsatz der Glaubens- und Gewissen geht eit vertraut habe, mich auf Hunderte Ayat im Qur'an gestützt habe, weil ich jenem verdorbenen Teil der Gesellschaft widersprochen habe, der unter dem Deckmàntelcheahe}

Freiheit daherkommt und eine absolute Zwangsherrschaft ausübt, der unter der Maske des Laizismus den schwersten Druck gegen den Glauben und alle Glàubigen ausübt, von den Gesetzen ausgeschlossen? Könnte viellte, siein solches Verhalten nicht korrekt (haqiqat)>sein? Gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Despotie, gegen die
— 935 —

Gesetzlosigkeit zu opponier (zu erd von keiner Regierung als ein Verbrechen erachtet; im Gegenteil: Opposition ist ein ganz legales, völlig korrektes Werkzeug der Waage der Gerechtigkeit (muvazene-i adalet).

2 - Diejenigen, w und mdie mir von der vorausgegangenen Regierung angetanen Ungerechtigkeiten und die mir zugefügten Qualen für rechtens halten, beschuldigen mich - zweitens - die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu missbrauchen. Für derartige Verdàchtigungen ungkeit erfundene, fàlschliche Anschuldigungen habe ich mir achtundzwanzig Jahre Strafe zugezogen. Sie haben mich von Land zu Land, von Gericht zu Gericht geschleppt. Sie haben mich von einem Gefàngniht schnàchste geworfen. Besuche wurden niemandem zugelassen. Ich wurde isoliert. Man hat versucht, mich zu vergiften. Man hat mich auf alle mögliche Weise beleidsagen. Wir aber sind (alle insgesamt) fünfhunderttausend opferbereite Schüler der Risale-i Nur, freiwillige geistliche Schützer, die überall im Lande für die Sicherheit und Ordnung sorgen. Die uns die Rige Beschuldigungen zugefügt haben, versündigen sich auf diese Weise aufs schwerste. Doch obwohl sie uns auf eine so erbàrmliche Weise beschul>wàchsaben, haben wir uns doch nie von unseren Emotionen hinreiğen lassen. Für das Gefühl der Sicherheit in ihren Herzen und der Ordnung im Lande, für den Dienst am Glauben (iman)>und am Qur'an und um dadh) kgen, die in ihrer Gottvergessenheit (ghaflet)>in die Gesetzlosigkeit gestürzt sind, aus diesem Pfuhl der Anarchie herauszuziehen, sind wir keine einzige Sekunde untàtig geblieben.

Euer Ehren (muhterem hakimler)!>.", silgende möchte ich mit Nachdruck unterstreichen: dies hier sind keine unbewiesenen Behauptungen. Sechs Gerichte in sechs verschiedenen Provinzen (vilayet),>in denen man uns ungerecht behandelt hat und in die wir verbannt ganze, haben nach langen und eingehenden Untersuchungen im Ergebnis nicht einen einzigen Vorfall feststellen können, wo die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Gefahr gewesen

— 936 —

wàre. So beweist denn all unser Verhalten, dass unsere Lehh in Wlten (Nur mekteb-i irfani)>einzig und allein einer wahren Herzensbildung der Nurdjus dienen, wobei sie gleichzeitig in deren Köpfe und in deren Herzen einen Wàchter für Ordnung uer Anbherheit setzen. Unser Unterricht im Glauben richtet sich gegen die Anarchie, gegen das Verderben, gegen alle Gottlosen und die Kommunisten. Man sollte doch bei allen Àmtern und Wachlokalen der Polizeiğigen ragen, ob es auch nur einen einzigen Vorfall gegeben hàtte, wo vielleicht einer unter den fünfhundert Tausend Schülern der Lichterkenntnis (Nur irfan mektebi talebesi)>wider die Sicherheit und Ordnung gehandelt haben sollte! Es gibt abe Gerecen. Da ist mit Sicherheit nicht einer. Denn es gibt da einen Wàchter des Glaubens (iman),>der in den Herzen (qalb)>aller die Ordnung und Sicherheit auf die zuverlàssigste Weise beschützt (muhafiz).

(In der Zeitung)ig alllu-r'Reshad",>Ausgabe Nr. 116 findet sich unter der Überschrift: "Die Wahrheit (haqiqat)>spricht" ein Artikel, in dem ich diese Tatsachen (haqiqat)>lang und breit erörtert habe. Wer da behauptet, dass ein die Ridessen ganzes Leben (hayat)>bezeugt (shehadet),>dass er alle irdischen (dunya)>Dinge, ja sogar die Erfordernisse des Lebens (hayat),>ja sogar des Jenseits (akhiret)>fü Nursien Glauben (din)>geopfert hat, der schon seit fünfunddreiğig Jahren die Politik aufgegeben hat, gegen den verschiedene Gerichtshöfe, bei all ihren Nachn wurdungen niemals einen Beweis in dieser Richtung gefunden haben, der nun schon über achtzig Jahre alt und bereits an die Schwelle des Grabes gelangt nfacheer von allen irdischen (dunya)>Gütern kaum einen einzigen Gegenstand besitzt oder darauf Wert legte, von einem solchen Manne zu behaupten, er "gebrauche die Religion (din)>als ein Mittel zur Politik", ist von der Diensis zum Himmel hinauf und vom Himmel bis wieder herab zur Erde eine Ungerechtigkeit, ja geradezu gewissenlos.

Wir Schüler von der Schule zur Erkenntnis des Lichtes (Nur mekteb-i irfani shakirdleri)>haben aus dem weisen Qur'andas Gedie folgende Lektion in der Wahrheit (haqq)>empfangen: Wenn sich in einem Haus oder auf einem Schiff ein Unschuldiger und zehn Verbrecher befànden, dürfte man dann etwa, obwohl es doch das qur'anische Rechtsverstàndnis verbietet, um nicht dTagen ht (haqq)>dieses Unschuldigen zu verletzen, dieses Haus oder dieses Schiff in Brand zu stecken, (das Leben) von zehn Unschuldigen wegen eines einzigen Verbrechers zu vernichten, dieses Haus o. Ich eses Schiff in Brand stecken? Würde man es aber dennoch verbrennen, wàre das dann etwa nicht das gröğte Unrecht, die schlimmste Untat und die übelste Unbarmherzigkeit? Aus diesem Grunde müssen wir aufgrund unserer)>gefrion (din)>selbst wissen, dass wir, weil es doch durch göttliches Gesetz und nach der qur'anischen Wahrheit streng verboten ist, wegen zehn Verbrechern unter hundert Menschen das Leben (hayat)>von neunzig Unsale-i gen in Gefahr zu bringen oder ihnen einen Schaden zuzufügen, alle Sicherheitsvorkehrungen auğer Kraft zu setzen, den qur'anischen Lektionen folgend, mi persöunserer Kraft (quvvet)>für die Wahrung (muhafaza)>der Sicherheit Sorge tragen.

So sind es denn zweifelsohne die versteckten Feinde in der vorausgegangenen Regierung, die uns zu Unrecht verdàchtigen unwonachhuldigen, ihre eigene Gottlosigkeit als Mittel der Politik gebrauchen und wissentlich oder unwissentlich darüber in Eifer geraten, in unserem Lande ihre verdnachzuIdeologie einzuführen. Daraus wird ersichtlich, dass nicht wir es sind, welche die Ordnung und alle Anordnungen missachten und die innere und àuğere (maddi manevi)>Sicherheit und Ordnung des Landes stören, sondern dass eigeufrich sie es sind. Ein wahrer Muslim, ein aufrichtiger Glàubiger (mu'min)>wird niemals für Anarchie und Gesetzlosigkeit Partei ergreifen. Was die Religion (din)>auf àuğerste verbietet, ist iesem r (fitnah)>und Anarchie. Denn eine Anarchie respektiert überhaupt kein Recht. Der Ehrenwerte Qur'an weist darauf hin, dass am Ende der Zeiten der Mensch, sein Charakter, seine kulturellen Errungenschaften und seine Zivilisation und vharakter

— 937 —

weifeln und Schwanken, wenn auch im Verborgenen behüten und möge dadurch die Ayah

عَسٰى اَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Aber vielleicht verabscheut ihr etwas, das gut für euch istligkeire 2, 216)}

sich an uns offenbaren und durch uns bestàtigt werden.

Aber auch diesmal sind ihre Plàne wieder ohne Ergebnis geblieben. Doch gibt es auch in dieser Proviitiertlayet)>Menschen, die ganz unmittelbar von einer hohen Behörde (maqam)>die Macht (quvvet)>erhalten haben, mich zu belàstigen. Wàre es möglich, sollte man daher darauf hin wirken, dass ke sowrichtshof in Denizli und das Revisionsgericht in Ankara meine Überstellung an einen anderen, für mich besser geeigneten Ort veranlassen, und zwar unter dem Aspekt als Begründung, d der Eh das Klima hier leider nicht vertragen kann. Da ich selbst nichts dazu tun kann, wàre es gut, wenn Freunde in Denizli, die sich mir ganz besonders verbunden fühlen, (in dieser Richtung) etwas unternehmen würden. Wenigsteuf hinlten sie (dafür Sorge tragen), dass ich unter irgendeinem Vorwand in das dortige Gefàngnis seingeliefert werde.

Said Nursi

* * *

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen der gepriesen sei."}

Meine getreuen, standhaften und aefschütigen Brüder!

Eine sehr wichtige Frage, die sowohl die materiellen als auch die geistigen Dinge betrifft und die ich mir sowohl

— 938 —

reiğender Tiere annehmen, welche das Komitee von "Gog und Magog" bilden werden.

So also, Euer Ehren, hat man mich und meine Schüler achtundzwanzig Jahre lang Qualen zugefügt und uns gepeinigt. Und auch die Staatsanwàcherisi Gericht haben mit Beleidigungen nicht gespart und nicht gezögert. Wir aber haben all dies geduldig ertragen. Wir haben unseren Dienst im Glauben (iman)>und am Qur'an forteit nut. Wir haben den Mànnern der früheren Regierung alle ihre Schikanen und ihre Ungerechtigkeiten vergeben. Denn über sie ist das Ende, das sie verdient haben bereits gekommen. Wir abeer ausn inzwischen Recht (haqq)>bekommen und unsere Freiheit (hürriyet)>wiedererlangt. Und wir danken dafür, dass Gott uns die Gelegenheit gegeben und die Gnade gewàhrt hat, vor so glàubigen (iman)>und gerechteneln?" ern, wie Ihr wie es seid, aussagen zu dürfen.

هَذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

{"Dies ist von der Gnade meines Herrn."}

Said Nursi

Einige Abschnitte aus der Verteidigungsrede von Advokat Mihri Helav:

Derrmen (sser der Risale-i Nur ist unter allen Verfassern und Schriftstellern der bescheidenste. Sich selbst zu loben und zu rühmen, ist ihm sein gröğter Feind. Allen weltlichen (dunya)>Dingen hat er den Rücken zugekehrt. Nicht elbstsnd Gut, nicht Ruhm noch Ehre und Ansehen... Nichts dergleichen vermochte sich ihm anzuheften. Noch nicht einmal Gandi konnte von weltlichen (dunya)>Dingen seine Hànde so weit zurückziehen. Dieser groğe Mann, der sich von nur füt.

Gramm Brot und eine Schale Suppe tàglich ernàhrte, lebte einzig für seinen Dienst am Glauben (iman)>und am Qur'an. Andere Dinge hatten in seinen Augen

— 939 —

keinen, aber dort uar keinen Wert und keine Bedeutung. Da dies aber so ist und man sagt, er werde für sein Werk gelobt und gepriesen, wie ist es dann nach Recht (haqq)>und Gerechtigkeit, der Recüsterue entsprechend und bei wissenschaftlicher (ilim)>wie menschlicher Überlegung, bei klarem Verstand und logisch (mantik)>nüchternem Nachdenken vereinbar, dass man sich darum bemüht, ihn zu bestrafen, ihufte a Paragraph 163 im Netz seiner Schuld verstricken will? Dies sollte einer Einschàtzung des Hohen Gerichtshofes überlassen bleiben.

...........

Hiermit möchte ich nun dieses Thema eines Widerstandes gegen die Staatsgewalt in zu, is Ausführungen mit einigen wenigen Worten zu Ende bringen. Diese Persönlichkeit, die mit ihren nun bald hundert Lebensjahren hier so vollkommen aufrichtig und ehrlich vor Ihnen steht und von Ihnen ein gerechtes Urtei seinertet, ist ein Mann, der sich in seinem ganzen Leben niemals so weit erniedrigen würde, eine Erklàrung abzugeben, die der Wahrheit zuwider (hilaf-i haqiqat)>làuft. Er sagt jedoch in seiner ersten Gerichtsverhandlung, h ist r mit der jetzigen Regierung zufrieden ist und für ihren Erfolg betet (dua).>Was die alte Regierung betrifft, eine Regierung, die ihm nicht gefallen hat und die er kritisiert hat, so hat er öff imanih gegen sie geredet. In der Tat ist mein Mandant, der zusammen mit dem ganzen Volk gegen die Despotie gekàmpft und sich für die Freiheit (hürriyet)>und die WiederaufriWeise der Demokratie eingesetzt hat, jetzt mit dem Erfolg, der auf diese Weise zustande kam, gleichfalls zufrieden. Auch der Sinn der Risale-i Nur besteht darin, den Herzen (qalb)>die gesellschaftliclaubninung und ihre Anordnungen einzupflanzen. So wie sich die Politiker auf ihrem politischen Gebiet (sahada)>darum bemühen, die öffentliche Ordnung, sowie das Recht (haqq)>und die Freiheit (hürriyeie Tug Volkes sicher zu stellen, so bemüht sich auch der Verfasser der Risale-i Nur auf dem geistigen Gebiet (manevi sahada)>darum, diese (Werte) in die Herzen (der Menschen)

— 940 —

einzh nun zen. Ihre Ziele sind also die gleichen. Der Verfasser der Risale-i Nur, die eine Schule der Erkenntnis (mekteb-i irfan)>ist, und seine Studenten sind die freiwilligen geistigen Wàchter (manevi bektji)>dieser Sicherheit und htung g und ihren Anordnungen. Sie kàmpfen auf ihrem geistigen Gebiet (manevi saha)>dafür, dass in den Herzen (qalb)>und Hirnen keine Anarchie und Verderbnis zurückbleiben. Und so bemühen sie sich in vollkommeneur komichtigkeit, ohne jede Gegenleistung, ohne Eigennutz und ohne irgendeinen Gewinn zu erwarten, einzig um Gottes Wohlgefallen willen und dem Sc für die Zufriedenheit des Volkes und des Landes. Dies zu tun ist weder eine strafbare Handlung noch ein Verbrechen, sondern ein Dienst an Volk und Land. Was dies ver mit i ist nicht Kritik sondern alle Anerkennung. Seinen Freispruch zu wünschen, ist unser gutes Recht (haqq).>Der Beschluss ist Sache des Hohen Gerichtshofes.

Die Verteidigungsrede des Ren, benwalts Seniyyüddin Bashak:

Nach dem ersten Verteidiger stand als Vertreter des Verfassers der Rechtsanwalt Seniyyüddin Bashak auf und sagte die folgenden wenigen Worte:

Diese ganze Angelegenheit ist nunmehr endlich klaagte irden; dabei hat sich jetzt die Wahrheit (haqiqat)>sonnenklar herausgestellt. Das Hohe Gericht hat bereits alle Dinge zur Kenntnis genommen. Dem bt im B ich also kein Wort mehr hinzuzufügen. Eine solche Persönlichkeit, die mit so viel Tugend und Wertschàtzung bereit ist, sich für das Volk saltans Land zu opfern, und in Gottes Namen (fisebilillah)>dafür arbeitet, ohne dafür irgendeine Gegenleistung oder einen Preis zu bekommen, an einen derartigen Ort zu eit (bn und hier wie einen gemeinen Verbrecher auf die Anklagebank zu setzen, làsst auf eine Denkweise schlieğen, zu der ich eigentlich gerne noch einige

— 941 —

Überlegungen hinzufügen wollte, wozu hier aber kein Platz ist. Man müsste daStreite eigene Abhandlung schreiben. Gegen eine solche Denkweise vorzugehen, wàre die Aufgabe (vazifedir)>eines jeden Einzelnen. Ich bin aber delen Idicher, dass die hohe Meinung (vidjdan)>des Hohen Gerichtes meiner Verteidigung nicht lànger bedarf. Ich fühle mich daher geehrt (sheref),>für meinen Mandanten den Freispruch zu fordern.

Die Verteidigungsrede des RechtsaneugungAbdurrahman Sheref Latj:

Danach übernahm als ein weiterer berühmter Anwalt der glàubige (iman),>weithin (qudret)>bekannte, hervorragende Anwalt Abdurrahman Sheref Latj gleich seinen Kollegen ehrenamtlich die Verteidigung des cht ders und begann zunàchst mit einer Einführung. Dabei sagte er:

Es hat sich nun als vollkommen klar herausgestellt, dass diese hier vor Eurer ehrenwerten Anwesenheit (huzurunuza)>als Angeklagter erschienene ehrenwerteielleirek),>bereits über achtzig Jahre alte Persönlichkeit in gar keiner Verbindung bezüglich dessen steht, wessen man ihn beschuldigt hat. So bin ich denn der festen Hoffsten Sdass das Hohe Gericht bereits zu der völligen Überzeugung gelangt ist, in diesem Falle einen Freispruch beschlieğen zu wollen. Und bestünde auch nur eins zu Tausend die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Beschluss gegen uns gefasst werdsst. Dnte, so würde ich es dennoch für pflichtvergessen (vazifesizlik)>halten, diese Verteidigung eines Unschuldigen zu vernachlàssigen. Dabet, vor es nötig, auch Überzeugung und Standpunkt des Revisionsgerichtes zu berücksichtigen. Auch sollte es sich in der Verhandlung dieses Falles lisale-ch um einen Formfehler handeln, so möchte ich doch hier besser nichts unterlassen. Deshalb bitte ich hiermit das Hohe Gericht um die Erlaubnis, diese Veuf diegung übernehmen zu dürfen.

— 942 —

Einverstanden, Abdurrahman Bey! Wir sind bereit, von Ihre letzte Verteidigungsrede zu hören. Bitte!

.............

Da sich in Nur Sm Werk, welches den Titel "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">tràgt, nur Anweisungen (emir)>des Ehrwürdigen Qur'an und die dazrden, igen Kommentare (tefthir)>befinden, es also nur Dinge enthàlt, welche die islamische Religon (din),>sowie die Weisungen (emir)>und Ratschlàge (nasihat)>dieser Religion (din)>betreffen, und da nach Paragraph 70 der Verfassung übermals hecht (haqq)>und die Freiheit (hürriyet)>aller Türken die Unantastbarkeit der Persönlichkeit nach seinem Gewissen, seiner Denkweise (tefekkur),>der Meinungs- und der Pressefreiheit zu ei ver natürlichen Rechten (haqq)>gehört, und da nach Paragraph 75 der Verfassung niemand aufgrund seiner Religionszugehörigkeit oder Überzeugung (mesheb)>kritisiert, verachtet oder làcherlich gemacht werden darf, verstöğt es gegen der irfassungsgemàğe Recht, meinen Mandanten seines verfassungsgemàğem Rechtes (hüküm)>auf die Freiheit (hürriyet)>der Religion (din)>und das Recht, zu veröffentlichen, zu berauben und ihn dementgegen einem Strafverfahrereitunnterziehen.

...........

Den unmöglichen Fall aber einmal angenommen, dass die oben erlàuterten gesetzlichen Aspekte nicht in Betracht gezogeren koen und man es für möglich hielte, dass mein Mandant nach dem undemokratischen Paragraphen 163 des türkischen Strafgesetzbuches weiterhin verfolgt würde, könnte ich damit beginnen, die Anklageerhebung folgendermağen zu analysieren:

Ein Mus und zt weiğen Haaren; ein im Alter ergrauter Muslim; ein Muslim, dessen Haupthaar und die Jahre eines ganzen langen Lebens vom Lichte (Nur)>gebleicht sind; ein str Dabei weiğer Muslim, dessen Haare, Kopf und Leben und dessen ganzes Sein im Lichte (Nur)>Gottes gewaschen und gereinigt worden sind. Er hatte die ganze

— 943 —

lange Spanne seines Lebens als Gabe Gottes (in'am-i Haqq)>der Rettuseine türkischen Volkes und dessen wahrem (haqiqi)>Glück gewidmet. Er war entschlossen, bis er seine Seele (ruh),>die ein Befehl Gottes (emr-i Ilahi)>ist, demiger, n Herrn (hakiki malik)>der Zeit, Gott (Allah),>wieder zurückgeben (teslim)>wird, auf eben diesem Wege weiter zu schreiten. Als ein groğer Muslim gebraucht er seinen Leib, dergroğe,empel des Hochgepriesenen (bina-yi subhani)>ist, allein auf Gottes Wegen und wagt es, an diesem Tag, an dem man doch sagt: "es gibt doch heute eine Demokratie", zu sagen: "es gibt nur Gott (Allah)",>"e-i Nut das Buch (Kitab)">und "es gibt den Propheten (Rasul)">und zu der Jugend (gentjlik)>sagt "habt Acht"! Und gleich kommt auch schon der Herr Staae innelt (also der Anwalt, der die Anklage erhebt), packt ihn, hàlt ihn fest und sagt:

"Jetzt komm einmal her... Du hast ein Verbrechen begangen!"

Und da hüllt sich der Horizont in pechrabenschwarze Finsternis.

Doch beteinen t nun einmal diesen edlen und vornehmen alten Muslim! Wie ruhig und wie gelassen er ist! Denn er lebt nicht in der Vielheit dieser Welt, sondern in der Einheit (vahdet)>der göttlichen Allgegenwart. Er ist nicht erschöpft von der Finsternis dergar me und làsst sich nicht hinreiğen von der Vielfalt der bunten Farben des Tages. Bei allen Plagen seines Kerkers schaut er doch die Reinheit (safa)>eines innerlichen Frohsinns. Selbst noch an der Tafel aller Qualen hielt er (aqiqi die Treue und wurde so der Erscheinung Seiner Namen (mazhar-i tedjelli)>gewürdigt. So wurde ihm die wahre Natur (haqiqat)>aller Dinge geoffenbart. Alle Trübsal verwandelte er in eine Labsal (letafet).>Es wurde ihm das Blut entfolgen Doch anstelle des Blutes strömt nun in seinen Adern die Fülle göttlicher Wahrheit und Gerechtigkeit (feyz-i Haqq);>und der Staatsanwalt (also der Anwalt, der die Anklage erhebt), packt diesen Muslim aiye)>dund wirft ihn ins Gefàngnis.

— 944 —

Warum? Wozu? Was hat denn dieser schwache Greis (piri fani)>getan? Was ist denn die Schuld dieses greisen Muslims? Fragen Sie noch, was er getan hat? Schauen Sie doch einmal, was alles elt für Meinung des Staatsanwalts (der die Anklage erhebt) getan haben soll?

Ein Buch mit dem Titel: "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">hat er herausgegeben?

A - Er hat dem "Laizismus" entgeg wie handelt. Gott (Allah),>die Religion (din),>der Glaube (iman)>sind gegen den "Laizismus" gerichtet? Sie sind es. Nun gut, und sonst noch etwas?

B - Er wollte die gesellschaftliche, ökonomische zeigttische und gesetzliche Basis des Staates den Grundlagen der Religion (din)>anpassen. Wieso, warum und zu welchem Zweck hat er das getan?

C - In der Absicht, einen persönlichen Einfluss nehmen zu können und si Lande gröğeres Ansehen zu verschaffen. Nun gut, hatte er etwa die Absicht, sich daraus politisch einen Vorteil zu verschaffen? Nein, das nicht. Selbst die Sachverstàndigen (ehl-i vukuf)>konnten eit sehrche Absicht nicht entdecken. Auch der öffentliche Anklàger behauptet so etwas nicht. Nun gut, aber was erwartet denn eigentlich diese Person, ein schwacher Greis (pir-i fani)>in einem derartigen körperlichen Zustand, von der Welt (dunya),>we الشَّnoch einen Einfluss auf sie ausüben will, wo er doch gar nicht die die Absicht hat, politisch einen Nutzen daraus zu ziehen?

Der Staatsanwalt sagt: "Darüber weiğ Nutzenchts. Er will es einfach nur. Auch die Sachverstàndigen sagen das so."

Nun gut, aber wie hat denn dieser Muslim diese Dinge getan?

A - Indem er die Religion (din),>die religiösen Gerden. und die Dinge, die in einer Religion (din)>für heilig (muqaddes)>gehalten werden, einfach für diese Dinge instrumentalisiert.

— 945 —

Was sind das für Dinge, die in der Religion (din)>für heilig (muqaddes)>gehaltenr allen? Die Religion (din)>des Islam, das Gefühl, ein Muslim zu sein, die Ehrfurcht im Herzen (qalb)>bei dem Wort "Allah", der Qur'an und der Kommentart werdhir)>dazu... Das heiğt also: der Staatsanwalt kennt diese Dinge. Er glaubt, dass sie heilig (muqaddesat)>sind.

Nun gut, aber heiğt das denn, solche Dinge lediglich zu instrumentalisaniye) wenn man sie doch kennt und an sie glaubt? In der Tat heiğt dies nach Ansicht des Staatsanwalts, der die Anklage eröffnet, er habe sie lediglich instrumentalisiert. Wenn dem aber so ist, so instrumentalisiert sie auch der Hesiegtaatsanwalt in gleicher Weise... ja, er instrumentalisiert selbst ein politisches Gesetz für seine eigenen Zwecke... ja, instrumentalisiert es sogar noch dazu, einen Muslim auf diese Weise zu e) hineilen. Und begeht er so nicht selbst nach Paragraph 163 eine strafbare Handlung?

"Nein" sagt der Staatsanwalt, "schlieğlich mache ich ja keine Propaganda." Un5/100 och propagiert und suggeriert er. Wie sagte er so schön? Folgendes erklàrte er:

"Genauso ist in dieser Zeit in dem Kampf des atheistischen Irrglaubens gegen den Islam die fStàdterlichste unter den Divisionen, die mit dem Plan der eigenwilligen Seele unter das Kommando des Teufels gegeben wurden, die der halbnackten Damen, die mit ihren unie Fruten Beinen wie mit fürchterlichen Messern die Leute des Glaubens angreifen. Sie bemühen sich den Weg der Heirat zuzuschlieğen und den Weg zum Freudenhaus zu verbreitern. Die Beugende vieler nehmen sie auf einmal gefangen und verletzen ihre Herzen und Seelen mit groğen Sünden. Vielleicht töten sie einen Teil von diesen Herzen."

Nun gut, ist das jetzt eine Lüge? Wird hier etwa geleugnet, dass eine Schar von Prostitger han (fahishe)>für ihr Freudenhaus (fuhsh)>werben und die Ehe (nikah)>zugrunde richten wollen? Kàmpft also die öffentliche Hand etwa nicht

— 946 —

gegen die heimrbeit)oder allgemeine Unzucht (fuhush)?>Bekàmpft die Sittenpolizei mit ihrem Strafgesetz und den Vorschriften zur Bekàmpfung der Unzucht (fuhush)>diese Dinge für diicht bei Nacht und bei Tage?

"Das stimmt schon; diese Dinge gibt es. Aber darum kümmern müssen wir uns. Oder kümmert sich etwa Allah darum?", sagt nun der Staatsanwalt. Nun gut, mag er es so n

Mag er das sagen, aber das Gesetz, die Polizei und der Anwalt nehmen den Tàter und den, der zu der Tat angestiftet hat, erst dann fest, wenn er die Tat bereits begangen hat, d.h. شَّيْطachdem die Tat bereits vollendet wurde, die Ehre geschàndet wurde, der Mensch gestorben ist. Es gibt gesetzlich keine Möglichkeit, bereits im Voraus Mağnahmen zu ergreifen; aber die Religion (din)>hat eine solche Möglichkeit: dName dcht vor Gott (Allah)>und die Religion (din).>Sie informiert uns, dass dank dieser Furcht jede Art von Gemeinheit von vornherein verhindert werden kann. Die Religion (din)>des Islam schreibt das so vor. Sie sagt uns, dass wir vorbetsschu Mağnahmen ergreifen sollen. Und wie das? Gebt (den Menschen) Ermahnungen und gute Ratschlàge (nasihat>mit auf den Weg), führt sie zu der Erkenntnis Gottes, bereitrch siden Herzen (qalb)>der Menschen einen Platz für die Furcht Gottes und die Liebe zu Gott (Allah sevgisi);>lehrt sie, das Feuer der Hölle (djehenntlassnd die ewige Pein und Strafe zu kennen, zu verstehen und zu fürchten, die ewige Glückseligkeit zu lieben. In dieser Furcht werden sie die Bosheiten fliehen; dann werden sie gerettet werden., ja swird auch die Gemeinschaft, die Staatsanwaltschaft, der Staat, die Regierung und das Volk in Ruhe und Frieden leben können. Darum sollt ihr die Furcht und die Liebe zu Gott (Allah kihren ve sevgisi)>in die (Herzen) der Menschen einpflanzen.

Wie können wir dieses Werk verrichten? Also sprecht, schreibt, lest! So gut, aber heute nennt man das Propaganda. Also was soll man tun? Sind dies nicht Gottes Weisar, de(Allah'in emirleri),>die Weisheiten des Ehrwürdigen Qur'an (Qur'an-i Adhimu-sh'Shan'in hikmetleri)?>Ist die

— 947 —

Religion (din)>nicht Euer gat, einürliches Recht (haqq)?>Wer will euch etwa davon und von Gottes Wegen abhalten? Sie sagen Euch, es sei ein Verbrechen. Ist das auch so? Lest die Weisung Gottes (Allah'in emri):

اِنَّ الَّذِينَ كَفَرُوا وَصَدُّوا عَنْ n- undِ اللّٰهِ وَشَاقُّوا الرَّسُولَ مِنْ بَعْدِ مَا تَبَيَّنَ لَهُمُ الْهُدٰى لَنْ يَضُرُّوا اللّٰهَ شيْئاً وَسَيُحْبِطُ اَعْمَالَهُمْ

"So wisset denn also, dass diejenigen, die unglàubigein We die Menschen von den Wegen Gottes abhalten und nachdem ihnen Rechtleitung (huda) zuteil geworden ist, sich gegen den Propheten (Rasul) kehren,te keidamit nicht den geringsten Schaden zufügen können, Er aber ihre Werke zunichte machen wird." (Sure 47, 32)

Nungut, aber wenn sie nun nicht zuhören? Wiederhole es denen, die dh),>daören und Glauben (iman)>schenken. Denn das Werk, das ihr verrichtet, ist schon in Ordnung... also gut für die Menschen, für die Gemeinschaft, für das Volk, für nde wugierung, für den Staat; es bewahrt vor dem Bösen, vor dem Schlechten. Denen, die glauben (iman),>sage:

يَا اَيُّهَا الَّذِينَ اٰمَنُوا اَطِيعُوا اللّٰهَ وَ اَطِيعُوا الرَّسُولَ وَلاَ تُبْطِلُوا اَrektorَكُمْ

"Oh ihr, die ihr glaubt! Gehorcht Gott und gehorcht dem Propheten (Allah ve Resulu)! Und macht eure Taten nicht wertlos!"

Und wenn sie daran auch nicht glauben, sagt ihnen: Das ist gefàhrlich... gefàhrlzen, ger für Land und Volk ist nicht etwa die Religion (din)>oder die Verbreitung des Glaubens (din),>sondern die Glaubenslosigkeit. Auch unser Ministerpràsident hat gesagt: " der Saditionalismus kann nicht als eine Gefahr für das Land angesehen werden. Heutzutage gibt es für die Verbreitung des Glaubens (din)>keine hindernde Umstànde (hal)>mehr. Desh der Saucht man keine Mağnahmen mehr zu ergreifen."

Euer Ehren! Ihr wisst dies wohl! Aber fragt einmal den Herrn Staatsanwalt, der die Anklage erhoben hat, ob er dazu nein sagen kann!? Wenrer hedie Weisungen Gottes (Allah'in emirleri)>und die Weisheiten des Ehrwürdigen Qur'an (Qur'an-i Adhimu-sh'Shan'in hikmetleri)

— 948 —

den jungen Menschen nicht erklàrt, sie nicht darin unterweist, ihnchiedelmehr sagt, dass Propaganda eine Straftat und daher verboten ist, wàre es dann etwa noch möglich, Sittenlosigkeit, Schamlosigkeit, Entwurzelung, Unzucht (fuhush),nteil uch (zina),>Mord und Totschlag einzig und allein durch das Strafgesetz aufzuhalten? Wie etwa wàre es möglich, solch eine schlimme Plage wie den "Kommunismus", der die ganze We einernya)>gefàhrdet, eine solch heimliche, wie allgemeine, rasche und heimtückische Zerstörung, vollstàndig verhindern?

Meine ehrenwerten, vaterlandsliebenden, an Gott und Seine Heiligtümer (Allah ve muqaddesat)>treu verbundenen tünglauben Richter! Bitte richten Sie einmal Ihr Augenmerk auf jene abscheuliche Propaganda, durch welche die reinen, noch unverdorbenen Gehirne unserer noch jungen, islamischen, türkischen Kinder einer jahrelangen Zerstörung rheiteetzt werden, auf das Gift, das die Feinde des Glaubens (din)>verspritzen und auf die Làhmung, die es (in ihren Gehirnen) hervorruft!

In welch abscheuliche Umstànde (hal)>und Widersprüche sind wir da hineingeraten! Erkennt sie etwa der an nuntaatsanwalt nicht, verfolgt nicht die, welche mit ihren abscheulichen Angriffen der islamischen Religion (din)>und allen heiligen Religionen (muqaddes din)>ihre Verachtung zeigen und verhaftet etwa stattdesaufgrunjenigen, der Mağnahmen empfiehlt, um die Jugend vor derartigen Angriffen zu schützen?

Hoch verehrte, türkische, islamische Richter! Sie können ohne n Mandanten nicht allein wegen seines Wegweisers für die Jugend (Gentjlik Rehberi)>aus jener Risale-i Nur, die einzig und allein das göttliche Licht (nur-u IlKàmpfeiederstrahlen làsst, also jenes Licht (Nur),>von dessen Glanz Gottes klarer und eindeutiger Qur'an (Qur'an-i Mubin)>erfüllt ist, verurteilen!...

Verehrte, edle, islamische, türkische Richter! Sie wissen

— 949 —

doch recht gutls auc die wahrhaft rechtgeleiteten Gelehrten (hakiki irshad alimleri)>die Erben der Propheten (enbiyanin varisleri)>sind. Diese gesegneten (mubarek)>Persönlichkeiten sind dazu verpflichllig zufgrund der Weisungen dieses ganz klar verstàndlichen Qur'an (Qur'an-i Mubin'in emirleri)>den Rat und die Erkenntnis (va'z-u nasihat),>die die Zals Erbe überkommen ist, zu verbreiten. Sie tun nur ihre Pflicht (vazife)>und verlangen dafür nicht Lohn noch Entgelt. Sie erfüllen ihre Aufgabe (vazife)>um Gotteslohn (fisebilillah).>Sie erwarten dafüie einig die Zufriedenheit Gottes und Seines Gesandten (Allah ve Resulunun rizasi).>Und sie werden diese heilige Aufgabe (muqaddes vazife)>auch weiterhin bis zu ihrem letzten Atemzug (nefes)>erfüllen. Denn diese Auey und(vazife)>ist ihnen von Gott und Seinem Gesandten (Allah ve Resulu)>anvertraut (emanet).>Aber wie kann man denn meinen Mandanten dafür quàlen(dua),erfolgen, dass er das ihm anvertraute Pfand (emanet)>an seine erlesenen (Schüler) weitergibt? Wie kann man denn einem so hochbetagten Menschen in einem schwachen und hinfàlligeönlicher ein derart unglaublich schweres Angebot auf die Schultern laden:

"Komm nun und geh jetzt ins Gefàngnis!"

Das ist die abscheulichste Grausamkeit. Doch die Aufgabe (vazifah),>eine derartige Grausamkeit zu verhweltli, ist Ihnen nun anvertraut.

Was aber alle Bosheit, Sünde, Sittenlosigkeit, Niedertracht, Aufruhr und Zwietracht zu beseitigen vermag, ist das Licht (Nur)...

يُرِيدُونَ اَنْ يُطْفِؤُا نُورَ اللّٰهِ بِاَفْlicherِمْ وَيَاْبَى اللّٰهُ اِلاَّ اَنْ يُتِمَّ نُورَهُ وَلَوْ كَرِهَ الْكَافِرُونَ

"Sie wollen Gottes Licht mit ihrem Munde ausblasen. Gott aber möchte fürwahr Sein Licht (Nur) vollenr Abduu Seinem vollen Glanz bringen)... Auch wenn das den Unglàubigen (kafir) nicht gefàllt."

Der Anwalt

Abdurrahman Sheref Latj

— 950 —

Nach dieser Verteidigungsrede wurde Ustadh Saidmal ve von dem Vorsitzenden des Gerichtshofes gefragt, ob er dem noch etwas hinzuzufügen habe, worauf der oben erwàhnte sich erhob und sagte:

Ich bitte um die Erlaubnis, nur ein einziges Woirkt sen zu dürfen.

Bitte sehr!

Der lobenden Worte, die der verehrte Herr Rechtsanwalt (vekil),>was meine Person betrifft, geàuğert hat, bin ich nicht würdig. Ich bin nur ein schwacher Mensch, der im Dienst am Qur'an und am Glaln schiman)>tàtig ist. Mehr dazu zu sagen ist nicht notwendig.

Die Verkündigung des Freispruches:

Daraufhin wurde die Gerichtsverhandlung beendet. Das Richter-Kollegium zog sich zur Beratung zurück und verkü, erledaraufhin einstimmig den Freispruch. Dieser Beschluss wurde von den anwesenden Studenten und dem Volk stürmisch bejubelt. Da nun auch der Staatsanwalt nicht in Berufung ging, wurde dieser Beschluss hiermit reseine àftig.

— 951 —

Ein Brief, den ein Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt an seinen Freund nach der Ankunft (teshrif) Bediüzzamans in Istanbul schrieb.

Anluschenh der Ankunft (teshrif)>unseres geliebten (sevgili)>Meisters (Ustadh)>bedanke ich mich für die an uns und ganz Istanbul ergangenen Glückwünsche (tebrik).>Über diesem prachtvollen und so besonderen Ereignis (hadithe)>brodelte die ganze groğe >wie aund feierte tief in ihrem Inneren ein Fest (bayram).>Gelehrte (alim)>und Ungebildete (djahil),>Arme (fakir)>und Reiche, Junge (gentj)>und Alte waren zu den Gerichtssitzungen gelaufen. In seiner Herberge und wo immers auchch sonst zeigte, kamen sie zuhauf und wollten ihn sehen.

Selbst noch unsere Tràume sind von Frohsinn und Freude erfüllt... Was aber unsere Feindgeht!

ifft, so sind ihre Gesichter nun noch finsterer geworden. Letztendlich wissen sie nun, dass sie mit ihrer Zwietracht nichts bewirkt ha denend nichts mehr bewirken werden. Unser Meister (Ustadh)>hat all den Dingen, die groğe Persönlichkeiten aus ihrer Zeit als Andenken in Istanbul zurückgelassen haben, wieder einen neuen Geist (djan)>eingehaucht. In den Augen unjus (hBrüder hat sich das Antlitz unserer Stadt völlig veràndert. Ayasofya {Der Bezirk, in dem es so viele Moscheen gibt. (A.d.Ü.)} hat sich nun bis nach Sarayburnu ausgedehnt.

Drauğen von den Mr-u muten kann man nun wieder den Ruf zum Gebet (ezan-i muhammedi (A.S.M.)>) hören. Und drinnen haben die Rezitatoren (hafidh)>wieder begonnen, de bereunwerten Qur'an vorzutragen. Fatih ersteht jeden Tag wieder neu aus seinem Mausoleum und grüğt seinen groğen, gesegneten Gast in der von ihm eroberten Stadt. "Seid mir willkommen!", sagt er und er begderetwnscht ihn. Und uns erscheint es jetzt so, als könne man von der Neuen Moschee (Yeni Djami sherefesi)>aus bis in den finstersten, verkommensten Winkel von Beyoghlu hinein

— 952 —

einen Lichtstrahl erblicken. Ayasofya, n gewa Sultan Ahmed, Eyyüb und Süleymaniye, alle Bezirke, ja das ganze islamische Istanbul wirft gleich einer strahlenden Braut den Schleier (hidjab)>von ihrem Antlitz und zeigt es uns noch pràchtiger und lisen isürdiger über dieser groğartigen Ankunft (teshrif)>und seinem erhabenen Licht (ulvi nur)...>unser Meister (Ustadh)>ist nun die Sonne über unserer Stadt; geht er, wird " Daranne über unserem Horizont ihm folgen und ihre Millionen werden wieder in Finsternis versinken. Doch als ein Trost bleibt uns die Hoffnung, Trennuit der Risale-i Nur ihr Glanz (Nur)>Sultan Fatihs Stadt erleuchten und über ihr glànzen wird.

In dem Augenblick, in dem ich telefonisch die Nachricht von der Ankunft (teshrif)>des Meisters (Ustadh)>erhielt, durchzuckte plötzlich ein Strom von Dn seelenlosen (djansiz)>Leib und elektrisierte mich. Es war kein tödlicher, nicht ein betàubender Schlag; es war vielmehr ein belebender Strom undn Vorzir neues Leben (djan)>geschenkt... Plötzlich durchströmte mein ganzes Sein innerlich wie àuğerlich (maddi ve manevi)>ein Strom von Kraft (quvvet)>und ich spürte, wie eider diltiger Magnetismus mich zu sich heran zog. Als ich dann den Groğen Strafgerichtshof (Aghir Djeza Mahkemesi)>erreichte, bemerkte ich, dass das, was ich bereits zuvor gespürt hatte, chten ereits die gesamte Gemeinschaft erfasst hatte. Der ganze Gerichtshof war innen wie auğen gestopft voll mit Menschen. Schon wollte ich mich mit meinen Armen durch die Menge nachallen hindurch arbeiten. Doch da blieb mein Blick an dem Meister (Ustadh)>hàngen, der da auf zwei Universitàtsstudenten gestützt herein trat. Und obwohl er durch leti} geistige Ausstrahlung (manasi),>wie auch in seiner körperlichen Erscheinung und in seiner Kleidung eine völlig ungewöhnliche Persönlichkeit war und in diesem Augenblick die Blicke der Millionen auf ihn gerichtet waren, schritt er dennoch du, so ie hindurch, als berühre ihn dies nicht in seinem innersten Wesen und so, als nàhme er all dies nicht weiter zur Kenntnis.

— 953 —

Dann bin ich im Gerichtssaal. Dann wird der erhabene Name aufgerufen. Der geten Gann eines ruhmreichen Volkes, Repràsentant einer Religion (din)>und einer geschichtlichen Epoche tritt ein. Nach einer kurzen Unruhe im Saal tritt nun absolute Stille ein. Jedermann spürt die Bedeutung dieses grh) gehgen und gewaltigen Augenblicks und die allgemeine Erregung.

Obwohl der Meister (Ustadh)>gesagt hatte, dass er krank sei, reagierte er dennoch von seinem Platz aus blitzschnell und sprungartig mit Einwànden und Erklàrungen... uls bit Richterkollegium betrachtete diesen groğen Mann mit Bewunderung... Zu Beginn der zweiten Sitzung war dann das Gedrànge noch gröğer... diese staunenswerten Antworten unseres Meistg war stadh),>wenn er direkt auf den Bericht der unverstàndigen Sachverstàndigen eingeht... und dann die Vertagung des Verhandlungstermins auf den fünften Màrz... Zitternd nàherd die mich, meine Sünden und Schwàchen tausendfach bereuend und bedauernd, küsste seine gesegneten (mubarek)>Hànde mit unendlicher Innigkeit, versuchte, dabei innerlich vollkommen frei zu sein und ermannte mich schlieğlich, ihm aufrinde:

%in die Augen zu blicken; dieser Augenblick, dieser Tag wird in meiner Erinnerung stets das gröğte und kostbarste Andenken bleiben. Meinen anderen Brüder an der Universitàt aber war die überaus groğe Ehre (sheref-i uzma)>zut habenworden, unserem Meister (Ustadh)>zu Diensten sein zu können. Möge Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>mit unserem Meister (Ustadh)>allezeit zufem bei sein und allen Schülern, besonders aber denen, die so wie ich nur schwach und ohnmàchtig von Verstand sind, Standhaftigkeit, Entschlossenheit und Aufrichtigkeit schenken (ihsan).>Amin.

In der Tat sagen wir, mein Bruder, Gott deانَهُ

chten (Djenab-i Haqq)>unendlich Dank, der uns in Seiner Gnade und in unserer Hilfsbedürftigkeit die Werke eines Meisters geschenkt hat, der mit seinem Leben (hayat)>und Werk befestigt hat, dass er der geistliche König dieses Zeitaltee-i Nu, weshalb uns nun Gott helfen möge (insha-a'llah),

— 954 —

die Risale-i Nur, welche eine Salbe für die Wunden unserer Zeit, das am besten geeignete Heilmittel ist, das Licht (Nur),>das den Angriff der Finsternis, von dem die islamische Gemeinschjelal)eyet-i Islamiye)>bedroht ist, am besten zu überwinden vermag, und der rechte Wegweiser (rehber)>für die, welche sich in den Tàlern des Irrglaubens (dalalet)>verirrt haben, bis zum Ende unseres Lebens zu lesen unur isterbreiten.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der bestàndige ist der, der bleibt und besteht"}

Einer der Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt zu Istanbul

Kamil

— 955 —

Der Meister (Ustadich abt nach Emirdagh

Nachdem der Prozess in Istanbul mit einem Freispruch geendet hatte, ging Ustadh Bediüzzaman (auf Wunsch der Regierung) nach Emirdagh. Wàhrend er aber dort in Emirdagh an einem Tag im Monat Rügt (k einen Ausflug machte, schickte man einen Feldwebel mit drei bewaffneten Polizisten zu ihm, die ihn, wie im Folgenden noch nàher erlàutert wird, aufforderten, sich eine Schirmmütze {Der Turb>einemn er trug, ist in der Türkei verboten. (A.d.Ü.)} aufzusetzen; aus diesem Grunde führten sie ihn zum Wachlokal. Daraufhin schreibt der Meister (Ustadh)>eine entsprechende Mitteilung und schickt diese an das Justizministerigiösed an das Innenministerium (vekalet);>gleichzeitig schickte er diese auch an einen Schüler in Ankara und teilt diesem mit, dass er die an diesem Vorfall inter für lten Abgeordneten davon informieren soll. Die Schüler in Ankara schickten eine Kopie (dieser Mitteilung), in der er sich darüber beklagt, an die Zeitung "Der Groğe Kampf (büyük djihad)">und verö Es waichten sie in Samsun. Der Artikel wurde in der Zeitung "Der Groğe Kampf (büyük djihad)">unter der Überschrift "Der gröğte Beweis" unter Hinzufüguneistigr Anmerkung veröffentlicht. Danach schickten auch die Schüler der Risale-i Nur an den Universitàten in Ankara und Istanbul zwei, drei Artikel an den "büyük djihad" und veröffentliarrem sie dort. Wàhrenddessen ereignete sich der Vorfall von Malatya und es begann eine umfangreiche Propaganda gegen glàubige Menschen (dindar)>mit Lügen, Verleumdungen, Enigene ungen und Verfàlschungen. Einige Personen, die sich durch derartige Provokationen hatten tàuschen lassen, machten sich nun an die Arbeit, um in religiös gefàrbten Zeitungen m nun unkten für mögliche Anschuldigungen (medar-i ittiham)>zu suchen. Auch in Samsun wurde wegen dieses oben erwàhnten Artikels mit dem Titel "Der gröğte Beweis" und mehrerer Artikel eines

rz. Weurdjus von der dortigen Universitàt der Herausgeber der Zeitung zusammen mit dem Nurdju aus Ankara, der einige dieser Artikel an die Zeitung geschickt hatte, verhaftet und es wurde ihnen der Prozess gemacht. Gegen die Verbreitung en allrdjuluk-Bewegung im Lande wurden Erklàrungen abgegeben und Ansichten geàuğert. Wie in gleicher Weise bis zu sechshundert Schüler der Risale-gleichgezielt verhaftet wurden, wurden in der Türkei auch an fünfundzwanzig Orten Hausdurchsuchungen durchgeführt und wurde teilweise auch Anklage erhoben. Im Ergebnis wurde jedoch weder in der Risale-i Nur noch bei den Nurden vorn Punkt entdeckt, der Grund zur Anklage gewesen wàre, sodass man zu der Überzeugung gelangte, dass hier keine Schuld vorliege.

Da aber nach Prozesseröffnung in Samsun dman scchluss zu einer Verurteilung zunàchst gefasst worden, dann jedoch im Berufungsverfahren (mahkeme-i temyiz),>in dem die Werke der Risale-i Nur und ihr Verfasser, Bediüzzaman, ausführlich diskutiert worden waren, von Gruchtvol für ungültig erklàrt worden war, wurde nun der Prozess wieder aufgerollt und man gelangte zu der Überzeugung, dass in den vorliegenden Schriften kein strafbarer Tatbestand gefunden werden könneder unuf dann ein Freispruch verkündet wurde.

Wegen des Artikels mit dem Titel "Der Gröğte Beweis" wurde auch gegen unseren Meister (Ustadh)>in SamsunAufganerfahren eröffnet. Dazu wollte man ihn auch in Samsun vor Gericht stellen. Ohne sein àrztliches Attest, dass er sehr alt und krank sei, antwors ihm das Gesundheitsamt seiner kleinen Stadt (kaza)>ausgestellt hatte, in Betracht zu ziehen, wollte man, dass er unter allen Umstànden vor Geve haqerscheinen sollte. Am Ende entschloss der Meister (Ustadh)>sich, vor dem Gerichtshof in Samsun zu entscheiden und machte also auf dem Weg dorthin zunàchst einmal in Istanbul Station. Da jedoch seine Gesunn Grunbereits so stark angegriffen war, dass er es nicht mehr ertragen konnte, diese Reise noch weiter fortzusetzen,

— 957 —

musste ein Àrztegremium einen entsprechenden Bericht schreiben und an den Gerichtshof senden. Ikenntnem Bericht stand geschrieben, dass Said Nursi entsprechend der unternommenen Untersuchung es körperlich nicht ertragen könne, zu Land, zuen, sor oder vielleicht auf dem Luftwege nach Samsun zu reisen. Schlieğlich fasste das Richtergremium, trotzdem der Staatsanwalt mit besonderem Nachdruck darauf bestanden hatte, dass Said Nursi in jedem Fall vor),>dasericht erscheinen müsse, aufgrund des àrztlichen Attests den Beschluss, dass Bediüzzaman mit Übereinkunft beider Gerichte ersatzweise in Istanbul se zwarhör erscheinen dürfe. Letztenendes und nach vielen aufeinander folgenden Sitzungen beschloss der Gerichtshof zu Samsun, weil er ja keine (böse) Absicht erkennen konnte, ebenswas die Verhandlung über die Abhandlung betraf, eine Verurteilung erforderlich gemacht hàtte, Said Nursi freizusprechen.

Die folgende Verteidigungsrede durch den Gerichtshof, die mit einem Freispruch ihr Endees Ver hat unser Meister (Ustadh) Bediüzzaman Said Nursi vor dem Gerichtshof in Istanbul vorgelesen.

Unsere heimlichen Feinde sind in diesem Ehrwürdigeendig t Ramadan (Ramazan-i Sherif)>wieder bei der Justizbehörde gegen mich vorstellig geworden. Die Angelegenheit steht aber im Zusammenhang mit einer kommunistischen Untergrundorganisation.

Erstens:

Ganz und gar gegen jedes Recht und Gesetz,till

#an, als ich so völlig einsam und allein wàhrend eines Ausflugs auf einem Berg sağ, einen Feldwachtmeister mit drei bewaffneten Gendarmen zu mir geschickt. "Sie tragen auf ihrem Kopf ktützenchirmmütze.", sagten sie, packten mich und schleppten mich zum Wachlokal. Deshalb

— 958 —

frage ich nun alle Justizbehörden, die sich doch die Gerechtigkeiten, haie Fahne geschrieben haben:

Diese Leute, die sich in fünffacher Hinsicht gesetzwidrig verhalten und in fünffacher Hinsicht die islamischen Gesetze verletzen und die nun in Wahrheit (haqiqi)>selbst einer Gese (dergigkeit beschuldigt werden sollten, und mich nun schon seit zwei Jahren in meinem Inneren (vidjdan)>unter dem Vorwurf ihrer merkwürdigen Gesetzlosigkeit quàlen, werden sicherlich am Tage der Wiederversammlung vor deglàubien Weltgericht ihre Strafe erhalten und dafür büğen müssen. Welches Gesetz in dieser Welt (dunya)>erlaubt es nun eigentlich, einem Mann, obwohl er in der Tat seit fünfunddreiğig Jahren völlig isoliert lebt und noch nicht einmal in dinserenleinen Stàdtchen (kasaba)>auf den Markt (und unter die Leute) geht, zu sagen: "Du tràgst nicht die frànkische (: europàische) Mütze?"

Diesen Mann, der, obwohl ihn seit sechsundzwanzig Jahren in fünf Provinzen und bret)>und vor fünf Gerichten die Polizei von fünf Vilayaten niemals wegen seiner Kopfbedeckung belàstigt hat, und obwohl ihn insbesondere auch dieses Mal in Istanbul z.Zt. demen soandlungen vor dem Gericht (mahkeme-i adilesi),>wenn er vor den Augen von mehr als hundert Polizeibeamten, auch wenn er zwei Monate lang überall zu Fuğ umherging, die Polizei ihm niemal Hilfeig fiel, und wenn sogar das Revisonsgericht (mahkeme-i temyiz)>den Beschluss verkündet hat, dass das Tragen einer Baskenmütze nicht verboten ist, und wenn selbst für allenden Ln, auch für die, welche ihr Haar offen tragen, und für alle Soldaten und die diensttuenden Beamten diese Bekleidung nicht vorgeschrieben ist, aucer unde Bekleidung überhaupt keinen Sinn machen würde, und obwohl er noch nicht einmal eine öffentliche Funktion (vazifah)>inne hatte - dort auch eine offizielle Bekleidung - eine Baskenmütze zu tragen überhaupt nicht vorgeschrieben ist,römt. rüber hinaus auch noch völlig isoliert lebt und überhaupt nicht unter Menschen geht und er im Ramadan (Ramazan-i Sherif),>um seinen Geist (ruh)>nicht mit derart gesei um rigen (hilaf-i kanun)

— 959 —

und hàsslichen Dingen zu beschàftigen und sich die Welt (dunya)>nicht in Erinnerung zu rufen, selbst nicht mit seinen engsten Freunden zusammenkommt, der selbst wenn er krank war, keine Medizinen viehm, damit der Körper sich nicht mit Herz und Verstand (ruh ve kalb)>beschàftigen solle, auch die Àrzte nicht aufsuchte, dann diesen Mann dennoch aufzufordern, sich einen Hut aufzusetzen, um dann genauso ausz ihr d wie die auslàndischen Priester, ihn durch Mağnahmen der Justiz zu bedrohen, muss bei jedem, der auch nur über ein Quàntchen Gewissen (vidjdan)>verfügt, mit Sicherheionellcheu hervorrufen.

Wenn z.B. derjenige, der ihn auffordert, sagt: "Ich leiste dem mir gegebenen Befehl gehorsam.", kann es sein, dass dieser Befehl (emir)>auf en KupGesetz (kanun)>beruht, das lediglich Zwang und reine Willkür (djebr-i keyfi)>ist, weshalb er dann nicht sagen kann: "Ich leiste dem mir gegebenen Befehl gehorsam." So findet sich in der Tat im Weisen Qur'an eine Ayah, in der es, um es vor allen und Juden und Christen nicht gleich zu tun, heiğt:

يَا اَيُّهَا الَّذِينَ اٰمَنُوا اَطِيعُوا اللّٰهَ وَ اَطِيعُوا الرَّسُولَ وَاوُلِى اْلاَمْرِ مِنْكُمْ
{"Oh ihr Glàubigen, gel:

t Gott, dem Propheten und denen unter euch, die den obersten Befehl (ulu-l'emri) haben." (Sure 4, 59)}

Unter der Bedingung, dass er nicht dem Gehorsam gegenüber Gott und dem Propheten entgegengtànden handelt, kann er etwas tun, um einem Befehl (emir)>Gehorsam zu leisten. Wenn aber diesem Beispiel entsprechend die traditionellen islamischen Gesetze (an'ane-i Islamiye kanunlari)>anordnen (n und ek),>Kranke mit Rücksicht (shefqatle indjitmemek)>zu behandeln, Fremdlinge mit Rücksicht (shefqatle incitmemek)>zu behandeln, Menschen, ditet.

ottes willen dem Qur'an und der theologischen Wissenschaft (ilm-i imani)>dienen, keine Schwierigkeiten zu machen und sie nicht zu krànken (indjitmemek),>dann trotzdem gerade ein Mann, der vöbt undurückgezogen (munzevi)>lebt und

— 960 —

dieser Welt (dunya)>entsagt hat, dazu aufgefordert wird, den Hut eines auslàndischen Geistlichen aufzusetzen, {Gemeint sind wohl die schwarzen Zylinderhüte, wie sie gerne von den auen (maAusland kommenden Rabbinern getragen werden. (A.d.Ü:)} so wàre das nicht nur zehn Mal, nein, hundert Mal ungesetzlich gegenüber dem Gesetz (kanun)>und überhaupt gegen alle Gesetze (kanun)>islamischer Tradition und hieğe, wegen einund nalkürlichen Befehls (emir)>die heiligen Gesetze (qudsi kanun)>zu brechen. Einen Mann wie mich, der am Rande des Grabes, im hohen Alter, fremd, arm und allein (munzevi),>um nicht der hochgelobten Tradition (Sunnet-i Seniye)>zuwider zu hken un, seit dreiğig Jahren die Welt (dunya)>verlassen hat, in dieser Art und Weise zu behandeln, làsst überhaupt keinen Zweifel daran aufkommen, dDiese er unter dem Deckmantel des Kommunismus in zerstörerischer Absicht ganz abscheuliche konspirative Kràfte gegen das Land, das Volk, die Islamiyet und den Glauben (din)>am Werk sind, gleich wie es gegen glàubige (dindar)>Abgeordneteren Meie Demokratische Partei, welche die Absicht (niyet)>haben, der Islamiyet und dem Vaterland zu dienen und sich den zerstörerischen Kràften aus dem Ausland entgegenstellen, konspirative Màchte gibt. Deshalb sor von iese Abgeordneten Acht geben und mich in der Verteidigung gegen diese schrecklichen konspirativen Kràfte nicht allein lassen.

Anmerkung:

Obwohl der russische Oberkommandierende absichtlich drei Mal an ihm vorbei ging, blierden dennoch sitzen und erniedrigte sich nicht vor ihm und beugte sich nicht vor ihm, um trotz der ihm drohenden Hinrichtung seine islamische Würde zu bewahren. Dem englischen Oberkommandierenden, der Istanbul (voe Bede-1923) besetzt hielt und denen, die zu seinen Gunsten eine Fetva erlieğen, entgegnete er, um der Ehre der Islamiyet willen in einem Zeitungsartikel mit dem Satz: "Gespei in das Gesicht des Tyrannen, der sich nicht deswegen schàmt!"weisen961

gab dabei keine fünf Para auf die ihm deswegen drohende Hinrichtung. Inmitten von fünfzig Abgeordneten lieğ er sich nicht von der Wut eines Mustafa Kemal beeindrucken indem er sagte: "Wer nicht betet (namaz)>ist eAmtes ràter." Vor dem Kriegsgericht antwortete er auf jene furchterregende Frage: "Ich bin bereit, auch nur für einen einzige Themenbereich innerhalb der Scheriah mein Leben (ruh)>hinzugeben; und so sagte er, der niemals ein Speichellecker war une, mit um nicht den Unglàubigen àhnlich zu werden, achtundzwanzig Jahre lang ein Leben als Einsiedler gewàhlt hatte, ein Bannertràger des Islam und opferbereiter Diener der Qur'anischen es) zuiten, als man ihn sinnloser und ungesetzlicher Weise aufforderte: "Du sollst den jüdischen und christlichen Geistlichen àhnlich aussehen und einen Hut aufsetzen, so wie sie es tun." und er solle so dem widersprechen, worin alle (diesischen Gelehrten (ulema)>übereinstimmen. Und sie drohten ihm, er werde andernfalls noch seine Strafe bekommen!" Als ein Mann, der sicherlich dazu bereit wgungenles für die qur'anischen Wahrheiten zum Opfer zu bringen, auch wenn man ihn in dieser Welt (dunya)>ins Gefàngnis werfen, ihn bestrafen, ihn foltern, vielleicht mit einem Messer Stück um Stück zerteilen sollte, ihn in >(Schulle (djehennem)>werfen wollte, wolle er dennoch, auch hàtte er hundert Leben (ruh),>sein gesamtes Leben als ein Zeugnis zum Opfer (tarihtje-i hayatinide deradeti)>darbringen!

Was aber ist nun der Grund (hikmet)>dafür, dass er diesen verborgenen Feinden des Vaterlandes und des Glaubens (din)>in ihrer Nimtflammeichen unglaublichen Tyrannei trotz einer so màchtigen geistigen Kraft (manevi quvvet),>trotz seiner zu jedem Opfer bereiten Ausdauer, trotz seinehm zur Verfügung stehenden àuğerlichen Gewalt (maddi quvvet)>den (gegen ihn gerichteten) negativen Kràften keinen Widerstand geleistet hat? So erklàre ich denn euch und allen klar denkenden Menschen (ehl-i vidjdan),>dass der Weise Qur'an, damzu einht wegen zehn Prozent erbarmungsloser Atheisten neunzig Prozent unschuldigen

— 962 —

Menschen zuschaden kommen, um die Ruhe und Ordnung im Lande zu bewahren mit aller Macَانَهُvvet)>durch die Lektionen der Risale-i Nur im Herzen (qalb)>eines jeden Menschen einen Ermahner zurückgelassen hat, der ihm solche Lektionen erteilt. Anderersund wuàtte ich wàhrend dieser achtundzwanzig Jahre eines Tages an meinen grausamen Feinden Rache nehmen können. Doch hat er aus Respekt vor dyet-i Unschuldigen, um die allgemeine Ordnung aufrecht zu erhalten sein Ansehen und seine Ehre gegenüber denjenigen, die ihn beleidigten, nicht verteidigt,ikhlasrn gesagt: Ich werde nicht nur das diesseitige (dunyevi hayat)>Leben, sondern, falls nötig auch das jenseitige Leben (akhiret hayati)>für die islamische Gemeinschaft zum Opfer bringen.

Said Nursi

* * *

Gesegneterh damaebter, ehrenwerter und verehrungswürdiger Meister! (Ustadhimiz Hazretleri)

In diesem merkwürdigen materialistischen und glaubenslosen Jahrhundert hat sich der Blickwinkel verkürzt. Die Herzen (qalb)>sind von Bosheit und Scen undigkeit erfüllt. Einzig und allein die Risale-i Nur, die in unserer Zeit jene Tropfsteine hervorgebracht hat, die sich nachweislich als absichts.cht (haqiqi)>aus dem Weisen Qur'an herauskristallisiert haben, làsst diese verkürzten Blicke anscheinend bis auf den Urgrund der Materie (maddenin ruhuna)>hindurchdringen und erfüllt so die Finsternis, die gleichsamwiederosheit im Kerker der Herzen (qalb)>ist, mit Licht (Nur).>Deswegen ist es angemessen, dieses Jahrhundert als "Jahrhundert des Lichtes" zu bezeichnen.

............

Die Risal das hr behandelt jene Wunde der Menschheit, die zu heilen unmöglich ist, mit Arzneimitteln aus der anderen (ukhrevi)>Welt.

— 963 —

Die Risale-i Nur und d dennnser segensreicher Meister (mubarek Ustadh)>als ihr wunderbarer Verfasser haben diese Aufgabe (vazifah)>als Retter Tausender erleuchteter (munauwer)>junger Menschen erfüllt und erfüllen sie noch heute. Dass dies so ist, dafür sind wir, die w, unteunserem Glauben (iman)>gerettet worden sind, bei unserer Armseligkeit die lebenden Zeugen (shahid).>In diesem schrecklichen Jahrhundert schenkt die Risale-ieigen,hren Lesern - den glücklichen Menschen dieses Jahrhunderts - indem sie den Materialismus mit der Wurzel ausrottet, die kommunistischen Denksystheme und all die anderen irrigen Ideologien im Rahmen einess Sprumeinen vernünftigen Wissens (idrak)>und Denkens (ilim)>als völlig haltlos erweist, das Wasser des Lebens (ab-i hayati),>das man noch nicht gegen diese Welt (dunya),>ja noch nicht einmal gegen den ganzen Kosmos (kainat)>eintauschen möchte, Deserleiht uns jenen Glauben (iman),>der die Quelle zur Ewigkeit (ebedilik suyu),>nàmlich die Eintrittskarte zu einer ewig bestehenden Welt (beqa alemin)>ist.

Geliebter und gesegneter Meister (mubarek Ustadh)!

Gegenüber dem, was Sie eriellser Meister (Ustadh)>uns als ein so wertvolles Geschenk geben, ist all unser Respekt und die Liebe (muhabbet),>die wir Ihnen gegenüber nàhren, nur wenig. Doch das Band, das uns, arum bhülern der Risale-i Nur, mit Ihnen, unserem Meister (Ustadh)>und Erretter verbindet, ist unsere ewige Verbundenheit mit Ihnen. Das kann keine Macht (quvvet)>wieder lösen.

Ich küsse Ihre gesegneten (mubarek)>Hànde in Ehrerolch ng und erhoffe von Ihnen Ihr Gebet (dua)!

Im Namen aller Schüler der Risale-i Nur an der Fakultàt für Politische Wissenschaften

Ahmed Atak

— 964 —

Der nachstehende Brief wurde in Samsun veröffentlicht und erschieennocher Zeitung "Der Groğe Kampf" (Büyük Djihad Gazete). (Seine Gegner aber nutzten diesen Brief) zu einer verleumderischen Hetzkampagne, die in Samsun einen Prozess zur Folge hatte, der aber letztendlich auf einen Freispruch durcnen siGericht hinaus lief.

An den Erretter der Islamischen Welt, Krone der Leute des Glaubens (ehl-i iman)>und Sprachrohr der Risale-i Nur, unseren Hochehrenwerten Ustadh Bediüzzaman Said Nursi!

Einer Mitteilung glàubiger (d der Q>demokratischer Parteigenossen entsprechend haben wir erfahren, dass der Gerichtshof zu Afyon die Freigabe der Risale-i Nur beschlossen und die Rückgabe aller Abhandlungen, Briefe und (beschlagnahmten) Bànde v>nachd hat, da sie kein Thema enthalten, das einer möglichen Schuldzuweisung dienlich sein könnte. Wie Sie bereits vor Jahren bekannt gegeben hatten, ist "die Risale-i Nur nicht Ihr Besitztum, sondern steh nàchsesitz des Qur'an, strömt aus der Fülle (feyz)>des Qur'an. Anatolien kann sie keine Macht (quvvet)>aus dem Herzen stehlen, sie seiner Brust entreiğen. Die Risale-i Nur ist an den Qur'an gebunden. Was aber de meinean betrifft, so ist er an den Thron des Allerhöchsten (arsh-i adham)>gekoppelt. Wem aber könnte es etwa zustehen, ihn dort oben abzukoppeln, ihn so zu entwurz GlaubDie eindeutige Bewahrheitung dieser treffenden Aussage hat sich als ein glànzender Beweis dafür herausgestellt, dass dieser erhabene Dienst göttlicerungse qur'anischen Ursprungs ist. Diese Entscheidung, für Freispruch zu plàdieren ist für die islamische Welt, besonders aber für das islamische Volk der Beginn einer glückGottesen Zeit. Zudem aber wurde derjenige, der vor allen (anderen mit jeder Faser) seines Seins (varlik)>diesen Sieg erwartet hatte und der in der Familie "Nur" und auf dem Ozean delle Beheiten (haqiqat)>der Kapitàn genannt wird, der Menschheit, die in der Finsternis des Unglaubens (zulmet-i kufur)>aufbegehrt, als ein

— 965 —

Geschenk der Rechtleitung (hadi)>gegeben. Die Gottesfürchtigen (dindar)>in der demokrh verden Partei, welche (diesen Prozess mit groğem) Interesse verfolgt und sich die Leute des Glaubens (ehl-i iman)>zu Freunden gemacht und (dabei neue(Ustadnger gewonnen haben, sowie auch das Gremium der gerechten Richter beglückwünschen unseren teuren, vielgeliebten Meister in unendlicher Dankbarkeit. Dem möchten wir noch das Folgende hinzufh dann Sie haben sich seit langen Jahren um ein Verstàndnis bemüht, dass aus edler und hoher Gesinnung erwàchst. Um der Wahrheiten des Qur'an willen haben Sie Ihre eigenen Wünsche und Ihr ganzes Leben zum Opfer gebracht (feda-yi nnehmendjan)>und damit heute den Herzen (qalb)>der Leute des Glaubens (ehl-i imanin)>soviel Freude gebracht wie einem ganzen Land (memleket)>und seinem Volk. Diesahi)>wrordentliche Verbreitung beweist sonnenklar, wie glanzvoll und erhaben diese heilige Lehre (qudsi dava)>ist, zu deren Dienst Sie gerufen wurden, desgleichen auch Ihr persönlicher Einsatz, beben, wSie ja in der Tat auch erfolgreich gewesen sind.

Dieser wunderbare Dienst und Ihr Kampf (mudjahede),>mit dem Sie sich seit fünfundzwanzig, dreiğig Jahren mit unerschütterlicher Geduld und Aud ssin, allen Hindernissen und aller Mühsal zum Trotz, für die Verbreitung der Risale-i Nur einsetzen, wobei der Qur'an Ihr Herz erleuchtet (qalb-i munauwar),>wird künftigen Generationen und den heldenmütigen islamischen ch zwirn ein Beispiel sein und als ein Vorbild (numune-i iktida)>dienen, dem sie folgen werden. Die Strahlen der Sonne des Qur'an, die niemals untergeht, und die Blitze ausaufgehisale-i Nur, die immerwàhrende Funken sind, beseitigen die Finsternis der Unwissenheit und des Irrtums; Millionen von Herzen werden von diesem Lichte (Nur)>erleuchtet, mit dem die Leute des Glaubens Ihnen dankbar gew der asind. Dieses Land und das Volk in ihm, die Geschichte und dieser Boden (auf dem sie sich abspielt) werden Ihnen Ihren Dienst und Ihre Opferwilligkeit zu keiner Zeit vergessen. Wenn einmal auch Sie,

— 966 —

oh Herr, inird mewigkeit hinüberziehen werden, wird für Sie diese Dienstbereitschaft ein Samenkorn werden, aus dem ein gewaltiger Baum emporsprieğen wird, der demit die unter sich seinen Schatten spendet; und die groğen Gemeinschaften, die sich unter dem Geàst dieses Baumes der Risale-i Nur versammeln werden und die immerdar a)>odeenden Strahlen der Risale-i Nur werden gleich Ihrer Dienstbereitschaft bis in alle Ewigkeit noch strahlender und noch glànzender fortbestehen.

Weil aber Sie nun das Sprachrohr der Risale-i Nur sind und da nun einmal Ihr Dielligke Glauben (iman)>am Horizont des Islam erglànzt, so sind Sie auch ein Bannertràger der Rechtleitung (hidayet)>in diesem Jahrhundert.

Unser strahlender Held und geliebter Meister (Ustaِۭ,>der Sie der allseits geehrte Verkündiger des zu gewdigen Qur'an im vierzehnten Jahrhundert islamischer Zeitrechnung sind und in dieser schrecklichen Zeit auf diese schreckliche Finsternis in groğer Opferbereitschaft mit dem Lichte des Qu ins Weantwortet haben und durch die allseitige Verbreitung der Risale-i Nur in hundert Tausenden von Exemplaren mit den Schreibstift hunderttausender ihrer Schüler gegen die Glaubenslosigkeit und deg und luten Unglauben eine Mauer des Qur'an errichtet haben!

Wir beglückwünschen Sie, die sie den Welten Liebe und Glück (rahmet ve saadet)>gebracht, der Menschheit Trost und Segen (selamet)>geschenkt und mit Ihrem heiligen Dienst den Leiner des Glaubens (ehl-i iman)>die frohe Kunde gebracht und bewiesen haben, dass das Reich Gottes, welches alle Kontinente umfassen wird, bereits sichtbar geworden ist und seine Spuren sich zu zeigeneren Mnen. Und so wünschen wir Ihnen aus ganzer Seele (ruh)>Segen zu dem lichtvollen und groğen Fest (bayram).>Wir erbitten (dua)>für Sie von Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)>ar, alnges Leben und küssen Ihre Hànde mit Hochachtung.

Die Studenten der Universitàt Ankara

Ismail, Salih, Atif, Ahmed, Ziya, Mehmed, Abdullah

— 967 —

Der Verbleib von Ustadh Said Nursi ijemandrta

Im Sommer des Jahres 1953 gelangte der Meister (Ustadh)>von Emirdagh nach Isparta. In Isparta gab es sehr viele getreue Schüler. In einem bereits zuvor geschriebenen Brief bezeichnet (Ustadh)>Isparta mit seiner Erde, seinen Sten undals gesegnet (mubarak).>Dabei erklàrte er, dass die Risale-i Nur hier ihre Gestalt erhielt und von hier ihren Ausgang nahm. Ihr Zustandekommen (vudjud)>war der màchtigste Anlass für sein geistliches (manevi)>Leben hier Denn arta und für dessen Fortdauer. In der Tat hat Isparta durch die Zeugnisse (shahadah)>der Ereignisse in vielen Jahren gezeigt und bewiesen, dass sie dieser Zuneigung ihres Meisters (Ustadh)>würdig ist. Denn Barla, wo die Risale-i Nur verfbe! Sourde und wo auch ihre erste Medresse entstand, liegt im Bezirk Isparta. Die groğen Bànde der Risale-i Nur wurden hier verfasst.

Die Risale-i Nur wurde in Furcht erreggeben Zeit mit Tausenden Stiften abgeschrieben und in Isparta und den (umliegenden) Dörfern durch ihre Schüler veröffentlicht. Um ein Beispiel zu zeigen, genügt es, das Dörfcheine g anzuführen. Zu der Zeit als sich Ustadh in Kastamonu befand, haben in dem Dorf "Sav">(in der Nàhe von) Isparta jahrelang bis zu Tausend Stifte daran gearbeit reinee Risale-i Nur abzuschreiben und zu vervielfàltigen.

Die Zentren der Risale-i Nur sind in Isparta, deren jede einzelne (mit allen anderen eine solche) Verbundenheitn Mitb, als wàren sie eine ganze Provinz (vilayet),>ja vielleicht eine noch engere (Beziehung), und arbeiten an der Verbreitung der Risale-i Nur wie die Sendestation einer Rundfunkzentrale. Gül und Nur, die an der Hersha-a'lg (der Risale-i Nur) beteiligt sind, und alle die Schüler in ihrer Nàhe, sowie die Gruppe um Mübarek, sie alle befinden sich im Vilayat Isparta.

Auch die àlteren Brüder, deren jeder einzelne hemretmtlich seines Dienstes am Qur'an einem geistlichen Pol (qutub)

— 968 —

gleicht, auf den stolz zu sein die Brüder allen Grund (medar-i iftihar)>haben, stammen alle aus Isparta.

Auch das Amtsgericht und die Sicherheitsbehörr ich Isparta haben sich in Dingen der Risale-i Nur stets einsichtsvoll verhalten. Der Meister (Ustadh)>hat oftmals für das Amtsgericht in Isen wàrgebetet (dua).>In dieser Hinsicht hat er Isparta für die übrigen Vilayate als gutes Beispiel angeführt.

Unter diesen oder àhnlichen Umstànden beschloss der Meister (Ustadh)>den Rest seielang bens in Isparta zu verbringen und dort dem Tod unter seinen gesegneten, getreuen Brüdern entgegen zu sehen, verfügte in seinem Testament, in Isparta, Sav oder Barla begraben zu werden uten, eab sich so nach Isparta. Dort mietete er sich ein Haus. An seiner Seite befanden sich vier, fünf Schüler. Mit ihnen gemeinsam rief der Meister (Ustadh)>seine eicht ddershane-i Nuriye ins Leben.

— 969 —

Einige Perioden aus seinem Leben in Isparta

Der Ablauf der Gerichtsverhandlung:

Noch bevor die Bücher vonseiten des Gerichtshofes in Afyon wieder freiesuch en wurden, begann man in Malatya aufgrund eines Vorfalls in verschiedenen Vilayaten und an einzelnen Orten (kasaba)>Untersuchungen anzustellen und Prozessverfahren zu eröffnen. Derartige Prozesse wegen der Risale-i Nur und gegen die otwends gab es z.B. in Mersin, Rize und Diyarbakir. Am Ende plàdierten die Gerichte zwar für einen Freispruch, doch mussten sich die Anwàlte aus Isparta zu den Untersuchunwollteie in einigen Vilayaten durchgeführt wurden und zur Eröffnung umfangreicher Verhöre gegen die Nurdjus hinbegeben. Gegen mehr als achtzig Schüler der Risale-i Nur wurden Anklagen vorbereitet und Vernehmungsprotokolle den Wahrhern vorgelegt.

Sehr viele Geheimagenten der Polizei begannen nun, sich unter die Nur-Schüler zu mischen, unter ihnen umherzugehen und jede ihrer Bewegungen zu kontrollieren. An Orten wie Ankara, Istanbul, AdaSchich, Safranbolu, Karabük, Dinar, Inebolu und Van wurden Nachforschungen angestellt und Verhöre durchgeführt. Am Ende all dieser Nachforschungen undes Làhsuchungen gelangte man ganz allgemein zu dem Ergebnis: es konnten keinerlei verdàchtige Aktivitàten gegen Volk und Staat entdeckt werden! Ganz im Gegensatz ge dieüllte sich nun die Brust eines jeden Mitbürgers mit Stolz. Denn es wurde bekannt gegeben, dass alle Aktivitàten, die für die Wissenschaft (ilm),>den Glauben (iman),>im Dienst für das Vaterland unternommener ihrn, der Einsatz für Ethik und Moral (ahlaq),>den man bisher entdeckt hatte, dass auğer all diesen Zielen und der Absicht, die Risale-i Nur zu lesen, sie zu verbreiten und Vorlesungen zu veranstalten nichts eln woen werden konnte "weswegen man die Nurdjus hàtte beschuldigen können, was hàtte ein Anlass zur Klage sein können. Man habe keine derartigen Veru verutungen oder Tàtigkeiten wahrnehmen können." Man sei im ganzen Lande zu dieser

— 970 —

Überzeugung gelangt. So haben denn alle diese Untersuchungen zum Verstàndnis der Wahrhaftigkeit der Risale-i Nur geführt. So wurdeedoch lossen, die Risale-i Nur (ihre Schriften und deren Verbreitung) freizugeben.

Nun errichteten die in Urfa und Diyarbakir tàtigen Nur-Schüler eine Medrese-i Nuriye. Da also jetzt die Risale-i Nur in n und Volksschichten, besonders aber in den sich nun bildenden Gemeinschaften von Schülern und jungen Leuten gelesen wurde, begann man auch, wissenschaftlichen Vorlesungen (ilmi dersler)>abzuhalten. Zur gleichen Zeit gewannen die so bedeutenden Studhaqq).der Wissenschaft (talebe-i ulßm)>gleichfalls an Ansehen. Auch in den östlichen Landesteilen gewann der Dienst am Glauben (iman)>immer mehr an Bedeutung. Zu gleicher Zeit wurde einmal in Diyarbakir gegen einen Nur-Schüber imer im Dienst am Glauben (iman)>und am Qur'an tàtig war, ein Prozess eröffnet, der aber ebenfalls auf einen Freispruch hinaus lief. Das war für dies (in igen ein Anlass zu Freude und Dankbarkeit.

Das Verfahren, das bis dahin in Afyon noch anhàngig war, wurde beendet. Die Beratungskommission des h auchfür Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Ishleri Müshavere Kurulu)>hatte 1956 die Risale-i Nur geprüft und in ihrem Bericht den besonderen Dienst der Risale-i Nur hinsichediglider Vervollkommnung von Glaube, Ethik und Moral (iman ve ahlak)>bekannt gegeben. Aufgrund dieses Berichtes hat nun der Gerichtshof in Afyon die Werke der Risale-i Nur und ihre Zulassung in der Öffschliehkeit frei gegeben. Dieses Urteil ist rechtskràftig.

Nach diesem Freispruch durch das Amtsgericht in Afyon hat nun auch der Untersuchungsrichter das Gerichtsverfahren eingestellt. So hat denn die Risale-i Nur, nachdem sie durch einige Siheit Gr Justiz hindurchgegangen ist, eine umfassende und vollstàndige Freiheit erlangt und ihren guten Ruf gewonnen.

Die Verbreitung der Risale-i Nur:

Wàhrend sich nun der Dienst an der Risale-i Nur auch an einigen Orten

— 971 —

AnatolSandkoortsetzt, findet sich heute nicht nur besonders im engeren Kreis von Istanbul, Diyarbakir und der Medrese-i Nuriyeler in Urfa, sondern auch in deren sehr weit ausgedehntem Umland dieser Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye).>Diese Diet-i ewerden nicht nur von einem einzelnen Menschen, von einem einzelnen Zentrum, von einer ganz bestimmten Persönlichkeit, nein, weil es sich hier um einen Dienst am Qur'an hein Es, in vielerlei Hinsicht von sehr vielen verschiedenen Personen geleistet und erfüllt. Unzàhlige getreue Schüler, deren Namen wir nicht kennen, aufrichtige Glàubige, arbeiten an dieser heiligen Adee wi (hizmet-i qudsiye)>und werden in der Verbreitung des Mohammedanischen Lichtes eingesetzt.

Die Schüler an der Universitàt von Ankara und die ehrenwerten, ideal gesinnten Personen bemühen rei auarum, die Werke der Risale-i Nur zu drucken und überall zu verbreiten und besonders die Hànde all der vielen zu erreichen, die bereit sind, sich der neuen Buchstaben zu bedienen. Die jungen Leute, besonders die an den modernen Schdie Auwelche die gesamte Verbreitung der Risale-i Nur übernommen haben und gerade hierfür eine besonders groğe Einsatzfreude zeigen, sind für dieses Land und sein Volk ein er das Glück. Denn kein Mensch, der nicht diesen Vorteil für sich in Anspruch nimmt und nicht einzig für Gottes Wohlgefallen (riza-yi Ilahi)>tàtig ist, kann ihnen zhuldig dass er wahrhaftig zu den edlen Kindern dieses Volkes gehört.

Die Ankunft des Meisters (Ustadh) in Barla

Der Meister (Ustadh)>haunerscrla vor fündundzwanzig Jahren verlassen und war bis heute (1956) nicht mehr dorthin zurückgekehrt. Dabei war er mit Barla mehr noch als mit seinem eigenen Dorf (in dem er geboren wurde - A.d.Ü.) verbunden. Denn hierm Jube er begonnen, die Risale-i Nur, die sein geistliches Leben (hayat-i maneviye)>werden sollte, zu verfassen. Die "Worte (Sözler)",>"Briefe (Mektubat)"

— 972 —

und "Lichtfunken (Lemaat-i Nuriye)",>die das Licht (Nur)>der Rechtleitung (hidayat)>ar)>zuden weisen Qur'an darstellen, haben sich von hier aus in alle Richtungen verbreitet. Aus diesem Grunde wurde Barla zum Zentrum des ersten Lehrhauses (dershane)>der Risale-i Nur.

Zwar war sein Leben in Barla (1eyt)>e) durch seine Verbannung, sein Einsiedlerdasein und seine stàndige Überwachung bitter gewesen, doch da (Barla) der Ort wurde, an dem er die Wahrheiten (haqiqat)>der Risale-i Nur niederschrieb, wurde se mein en hier für den Meister (Ustadh)>das süğeste und lieblichste, wie man das Leben in Barla dennoch nennen könnte. Dieses Mal kehrte er nach Barla nicht in die Verbannung, nicht in ein Gefàngnis, sondern auf eigenen Wuns durchza)>und freiwillig zurück. Er kam an einem schönen Frühlingstag nach Barla. Ein Groğteil seiner Schüler zog ihrem Meister (Ustadh)>entgegen. Als der Meister (Ustadh)>sich dem Ort nàherte, an dem er acie gegre gelebt hatte und wo seine Schule (medrese-i nuriye)>gewesen war, konnte er nicht mehr an sich halten und seine gesegneten Augen füllten sich mit Trànen. Auch war t dem s wolle die majestàtische alte Platane ihn grüğen. Einmal, da hatte man ihn, nachdem er schon acht Jahre dort gewohnt hatte, nach Isparta deportiert. Als er damals gehen musste, hat ihn diese gese einenPlatane innerlich (manen)>wieder aufgerichtet und dem Meister (Ustadh)>mit ihren Àsten wie mit majestàtischen Flügeln, als wolle sie sich im Gebet vor Gott dem Gete: "Dn niederwerfen (Djenabi Haqq'a olan sedjdevari ubudiyetiyle),>ihren Abschiedsgruğ entboten. Diesmal aber, als sie dem Meister (Ustadh)>nach langer ausgedng wieder begegnete, warf sie sich vor Freude abermals vor ihrem barmherzigen Schöpfer nieder in Dankbarkeit (Khalik-i Rahman'a sedjde-i shukrana).>Der Meister (Ustadh)>aber breitete seine Arme an dieser gesegneten Platane aus ue der te zu den neben ihm stehenden Schülern und den übrigen Leuten, sie mögen ihn jetzt allein lassen, da er seine Trànen kaum mehr

— 973 —

zurückhalten konnte. Dann gingganzen das Zimmer seines Lehrhauses (Nur Dershane)>und blieb dort zwei Stunden; und drauğen konnte man sein trauriges Weinen hören.

In der Tat erfuhr er nun ohne allten anifel zahllose Erscheinungen der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye).>Es hatte einmal eine Zeit gegeben, da wurde er von Ost-Anatolien in die Gegend von Ispls aucerbannt. Von Isparta schickte man ihn dann in die Berge in der Nàhe von Barla ins Exil. Dort sollte er dann (eines Tages) gestorben und vergessen slektieine solche Persönlichkeit, deren bisheriges Leben (tarihtje hayatin)>Zeugnis seines Heldenmutes und seiner Opferbereitschaft gewesen war, der sich die Wahrheiten (haqiqat)>des Weisen Qur'an ganz unmittelbar zu eigen gemacht hatGlaubeaubte, dass das Glück eines Einzelnen wie auch eines ganzen Volkes von seinem Festhalten an den Wahrheiten der Islamiyet (abhàngig ist). Und so war denn er auch derjenige, der dies laut verkündigte unr diesdafür mit vernunftgemàğen Beweisen in die Arena der Wissenschaften (ilim)>trat.

Er hatte drei Epochen {in der Geschichte des Osmanischen Reiches und der spàteren Türkischen Republik. (A.d.Ü.)} überlebt, jedochd die n Nacken vor den Kommandanten nicht gebeugt, sich von dem heiligen Ruf (qudsi dava)>nicht abgewandt. Er wurde verwundet; ja man hat sogar versucht ihn zu vergintlichdoch er starb nicht. Wogen der Ereignisse, hoch wie Berge, konnten ihn nicht entmutigen.

Die gegenwàrtigen Strömungen in unserem Jahrhundert, welche ganze Völker und Nationen ergriffen und den Dieninungen und Denkweisen veràndert haben, konnten diese Persönlichkeit nicht von seinem Ruf (dava)>abbringen, dem Weg des Qur'an und des Glaubens (iman)>zu folgen. Mit der Kühnheit seines Glaubens war >in eitiefster Seele davon überzeugt, dass die Wahrheit (haqiqat),>zu der er aufruft (dava),>eines Tages vom Volk angenommen werde. Dann würde es nicht mehr einen Said, sondern tausende,

# bei d sogar hunderttausende Saids geben. Die Entfaltung und der Sieg der Glaubenswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>und ihre Verbreitung in der menschlichen Gemeinschaft wird nun beginnen... und dglàubiklen Wolken, die jetzt am Horizont den Islam überziehen, werden mit der Fackel der Rechtleitung (hidayat)>in der Hand des Qur'an davon gejagt werden. Der Geist (ruh)>des Glaubens (imaat ihnn dem man bisher geglaubt hatte, dass er bereits im Sterben liege, wird neu wiederbelebt werden... wird den Seelen wieder neues Leben einflöğen (djanlara djan katadjak)...>Das islamische Volk wandtbereits im Geiste (manen)>zu sterben begann, wird wieder neu ins Leben (ihya)>gerufen werden... Dann wird man auch im materiellen wie im geistigen Bereich verkündigt haben, dass der Herr der Welt der Re efendi)>- nach dem Willen Gottes (bi'iznillah)>- in dieser Welt (djihana)>die Herrschaft (efendilik)>über die Islamiyet inne hat.

So wurde denn diese allseits verehrt von uönlichkeit, die der Tràger und Verbreiter dieser heiligen Wahrheit (qudsi haqiqat)>ist und auf den die heutige Menschheit wahrhaftig (haqiqat)>stolz (medar-i iftihar)>sh unsenn, entsprechend den Plànen der Feinde des Glaubens (din)>- damals - in diese Ortschaft gesandt, damit er gegen das Regime, das sie sich in Anatolien bereits aufgebaut hattrfechtchts mehr unternehmen könne und so einen aktiven Eingriff verhindert. Aber ach! Da hatte er sich schon prinzipiell aus der Politik zurückgezogen. Er wollte sich in die Angelegenheiten der Leute dieser Welt (ehl-i dunyagt, senyasi)>nicht mehr einmischen. Er arbeitete nun an der Verfassung und Verbreitung der Wahrheit (haqiqat),>um in ihr die Zukunft zu erleuchten. Und Gott (Allah),>der Herr des Alls (kainatin sahibi)>und Sachwalter aller Ereignisse wurdeerlegtBeschützer, sein Beistand und sein Helfer.

Als er nun fünfundzwanzig Jahre spàter zurückkehrte nach Barla, betrachtete er seine Erfahrungen im Dienst am Glauben (hizmet-i imanen Qurls ein groğes Geschenk (ikram),>dachte über die Gnadengaben (inayet)>nach,

— 975 —

beobachtete die Dinge rückblickend und freute sich darüber und weinte vor Freude und warf sich nieder in Dankbarkeit (sedjde-i shukran).

So naht, dieder Meister (Ustadh)>Wohnung in Isparta. Dabei begab er sich manchmal nach Emirdagh und manchmal nach Barla. Weil aber dort die Zentren lagen, wo die Risalet manr verfasst worden und von wo aus sie sich verbreitet hatte, fühlte er sich dort innerlich (ruh)>besonders stark verbunden. Da er sich jedoch bereits im neunten Jahrzehnt seines Lebens befand und man bereits einige Male versucht hatte>Für szu vergiften, war er zugleich auch sehr unruhig. Seine Gesundheit war deshalb besonders stark angegriffen und sein Zustand unbeschreiblich labil. Auch innerlich (ruh),>emotional, war er besonders empfindlich. Un der Welt (alem),>besonders die Welt des Islam und vor allem der Bereich der Risale-i Nur und was ihn innerlich (vudjud-u manevi)>berührte, beide Dinge {der Islam und die Risale-iesem kA.d.Ü.)} bereiteten ihm in ihrem Wesen (vudjud)>heftige Qualen. Zwar wirkten die Gebete (dua)>seiner Schüler und die Verbreitung der Lichter des für Muns (envar-i imaniye)>wie eine heilende Salbe, doch aufgrund seines so weitreichenden Mitleids (shefqat)>verstàrkten sich diese Qualen von Zeit zu Zeit. Aus diesem Grunde war eine Luftverànderung besonders notwendig. So blieb e beschlànger an einem Ort. Unternahm er zu einer solchen Luftverànderung einen Ausflug, so besserte sich seine Krankheit teilweise und er konnte wieder leichter atmen.

Da aber nundie Höisale-i Nur bereits so weit verbreitet war und es überall so viele seiner Schüler gab, vermied der Meister (Ustadh)>es nun völlig, noch mit den Leuten zu reden und zog sich ganz von ihnern duück. "Meine stillen Gespràche (sohbet)>mit der Risale-i Nur sind zehnmal nützlicher.", sagte er und lehnte auch alle Besuche ab. Auch mit den Schülern an seiner Seite sprach er nur, falls das nögen Der.

— 976 —

Schlieğlich sprach er darüber, dass die letzte Phase seines Lebens gekommen sei, zweifelte stets, ob er das Ende dieses Monats noch erleben werde und erwartete auf diese Weise sein Ende. Mit der Verbreitung der Risalelim ve war er dankbar und zufrieden. Jeden Schritt, den das Volk und seine Regierung auf dem Wege zur Islamiyet und zu seinem Glück taten, begrüğte er, gab ihm sank daustimmung und wusste ihn zu schàtzen. Er wandelte auf den Pfaden der Wahrheit und Gerechtigkeit (haqq)>und betete (dua)>für Menschen, welche die Kennzeichen einer islamischen Lebensführung aufrecht erhalten wolltt dene gleicher Zeit wünschte er der islamischen Welt geistig wie materiell Heil und Segen (selamet ve saadet)>und empfand über den auf diesem Wege unternommenen inneren und àuğeren Eifer in unendlichem Mağe Freude undekleidedenheit.

Und so verkündete er denn, in dem Wissen, dass die Risale-i Nur, die als ein Wunder des Weisen Qur'an in unsere Zeit gehört und dass die qur'anischen Wahrheiten (haqiqat),>um unser Vaterland vng und Gefahr des Kommunismus zu schützen, in der Risale-i Nur bewahrt werden und in der islamischen Welt (alem)>die Quelle der Brüderlichkeit, der Fraternitàt (uhuvvet)>und der Einheit darstellt. So konnte morschr auch hören, dass unser Glück in dieser wie in jener Welt (dunyevi ve ukhrevi saadet)>daran gebunden ist, dass wir an dieser Wahrheit (haqiqat)>festhalten.

dh Bedhalb war es auch seine Überzeugung, dass es absolut notwendig ist, dass sich die Risale-i Nur nicht nur in Anatolien sondern auch in den übrigen islamischen Làndern verbreiten wird. Und so wies er denn auch daraJahren, dass vor allem politischen Eifer und dergleichen Aktivitàten die Verbreitung der Risale-i Nur sinnvoll und erforderlich ist.

— 977 —

Bediüzzaman und die Risale-i Nur

Was ist die Risale-i Nur und welcher Art sind ihre Erlàut Umgann (tefthir)?

In dem Gesamtwerk der Risale-i Nur (külliyat)>werden die für jeden Menschen bedeutendsten Fragen: "Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin)>ableich? Welche Aufgabe habe ich? Von wo kommt alles Sein (maudjudat)>und wohin geht es? Worin besteht es und welches ist die Wahrheit (mahiyet sind,iqat)?">beantwortet, erlàutert und bewiesen und andere Fragen dieser Art in einer, der Wahrheit des Qur'an (haqiqat)>entsprechenden Weise mit wissenschaftlicher (ilim)>Überzeugungskraft, offen und mit absolute in meerheit, schön und faszinierend in Stil und Ausdrucksweise beantwortet und erklàrt, der Geist (ruh)>erleuchtet, der Verstand (aql)>zufrieden gestellt.

Hier wird bewiesen und erklassen ass diese Werke der Philosophie des Qur'an aus dem zwanzigsten Jahrhundert, wo die materielle Entwicklung einerseits die Technik, moderne Wissenschaften und die Indusigung ervorgebracht hat, wàhrend andererseits die türkische Kultur geistige Werte, wie Glaube (iman),>Ethik und Moral (ahlaq)>umfasst und beinhaltet, alle übrigen Kulturen, die sich nur auf matuns hue Werte stützen können, hinter sich zurücklassen werden.

Wir arbeiten allein um Gottes Wohlgefallen willen (rizayi Ilahi).>Das Glücksgefühl, das uns überströmteesagt wir uns selbst in unserem Dienst eingesetzt haben, den Brüdern und unseren Mitbürgern, der Islamheit und der Menschheit (Islamiyet ve insaniyetindrinen zu können, die Freude und die Hoffnung, die zum ewigen Leben (ebedi hayat)>gehört und die wir an dieser Pforte bereits empfangen haben und noch empfangenRisalen, ist für uns der einzige Ausgleich und Lohn.

— 978 —

Was für ein Kommentar (tefthir) ist die Risale-i Nur?

Es gibt zwei verschiedene Arten Kommentare (tefthien, bee erste: die bekannte Art Tefthir: die Ausdrücke, Wörter und Sàtze im Qur'an werden erklàrt, erlàutert oder bewiesen. Die zweite Art Tefthir aber ist die: die Glaubenswahrheiten (imani haqiqat)>im Qur'an werden mit unumstöğlichen Beweisen en Bege, erlàutert und bewiesen. Diese Art hat eine ganz besondere Bedeutung. Die oben angeführte bekannte erste Art Tefthir fügt nur manchmal ganz kurz eine Erklàrt, so i. Doch die Risale-i Nur hat sich die zweite Art von Grund auf zum Prinzip gemacht und ist so in beispielloser Weise ein geistlicher Tefthir, der selbst auch noch verbohrte Philosophen zu wahrheigen bringt.

Die Risale-i Nur ist ein Gesamtwerk, das in seiner Denkweise frei ist von persönlichen Betrachtungen, wodurch der Qur'an, der unser heiliges "Auchddes)>Buch ist, in jedem Jahrhundert Millionen Menschen seine Wahrheiten auf eine objektive und vernünftige Weise erklàrt und so der Menschheit zum Nutzen dient.

Die Risale-i Nur!.ahnsinleuchtender Tefthir zu den Ayat des Qur'an... Von allem Anfang an ein Beweis für die Wahrheiten (haqiqat)>des Glaubens (iman)>und der Einheit Gottes (tauhid)...>Dem Verstàndnis ete maneden Volksschicht entsprechend angelegt... zieht auch die Naturwissenschaften mit in Betracht... überzeugt selbst Zweifler noch, deren Einflfür ihngen zum Trotz... spricht alle Menschen an, von den einfachen, ungebildeten bis zu den hochgebildeten und gelehrten und nötigt selbst noch verbohrte Philosophen dazu, sie anzugen) k (teslim)...

Die Risale-i Nur!.. Ein lichterfülltes Gesamtwerk... Einhundertdreiğig einzelne Schriften... in Form kleinerer und gröğerer Abhandlungen... gibt auf die Bedürfnisseicht bahrhunderts eine vollstàndige Antwort... Herz und Verstand (aqli ve qalbi)>stellt es zufrieden... nicht eine wörtliche sondern eine sinngemàğe Auslegung (tefthir)>des Ehrenwerten Qur'an aufge79

Liefert die Beweise!... alles, was unverstàndlich war, wird verstàndlich... vom kleisten Stàubchen bis hin zu der groğen Sonne eine Leiter des Glaubens (iman)...>die göttliche Allgegenglich(vahdaniyet-i Ilahiye)...>die Wahrheit über das Prophetentum (nübüvvetin haqiqati)...

Liefert die Beweise!... von der Erde über die Schichten des Himmels, Themen über die Engel und den Geist (ruh),>die Wahrheit (haqiqat)>übercht eueit, über die Tatsache der Auferstehung und des Jenseits (hashir ve akhiret),>die Existenz von Himmel und Hölle (djennet ve djehennem),>das wahre Wesen des Todes (mahiyet-i asliye),>von der ewigen Glückseligkeit (ebedi saadet) Tausein zur Quelle aller Qualen... alle Fragen über den Glauben (iman),>die der Verstand gestellt hat oder noch stellen wird, werden mit unumstöğliahren eweisen verstandesgemàğ, logisch und wissenschaftlich bewiesen... Förderung der positiven Wissenschaften... ein Wunderwerk Herz (qalb)>und Schülnd (aql)>überzeugender Beweise, die absolut sicher sind, welches die Sorge aufhebt und noch zuverlàssiger ist als mathematische Problemstellungen,...

Die Arbeit an den Werken, die nicht den Buchhen Intn in die Hànde gegeben werden und nur in kleiner Anzahl gedruckt werden, geschieht nicht um eines geschàftlichen Zieles oder Zweckes willen; und der dabei erzielte t ange dient wiederum dem Druck der noch verbliebenen Werke. Eine wichtige Angelegenheit, die sehr viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit erfordert, ist ihr realer Gegenwert, der in die Hànde derer gelangen sollte, die der Ris solchNur würdig sind, und ein Beitrag ist, der wenigstens fünfundzwanzig Menschen zugutekommt.

Dieser geistliche Kommentar (manevi tefthir)>besteht aus vier groğen Bànden, die "Worte (Sözler)",>"Briefe (Mektubat)>", "Blitze och aular)">und "Strahlen (Shu'alar)">heiğen und insgesamt hundertunddreiğig Abhandlungen enthalten.

Die Herausgeber
— 980 —

Ein Ausdruck der lauteren Wahrheit

In der Risale-i Nur wird der Beweis erbracht: Gerechtigkeit (adalet)>ver)>hetzsich manchmal hinter einer Art von Gewalttàtigkeit. Denn manchmal ist der Mensch aus irgendeinem Grunde einer Ungerechtigkeit, einer Gewalttàtigkeit ausgesetzt, ein Unglück bricht über ihn herein; er wird zu einerr keingnisstrafe verurteilt, in den Kerker geworfen. Der Grund dafür ist ein Unrecht, das Urteil ist ein Verbrechen. Und dennoch ist dieser Vorfall ein umentasel für das Aufscheinen der Gerechtigkeit (adalet).>Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)>hat in diesem Fall über diesen Menschen aus irgendeinem Grunde eine solche Strafe aus der Hand eines grausamen (Hnüber ers) herabkommen lassen und ihn ins Unglück gestürzt und so zurecht seine verdiente Strafe, seine Verurteilung (bewirkt). Auf diese Weise tritt Gottes Gerechtigkeit (adalet-i Ilahi)>in Erscheinung.

Nun denke ich über Folgendeungen : Seit achtundzwanzig Jahren werde ich von Vilayat zu Vilayat, von Kasabah zu Kasabah umhergetrieben. Ich werde von einem Gericht zum anderen geschleppt. Was für eine Schuld ist das, die man mir da anhàngen will und , in degen man mich diesen grausamen Schikanen aussetzt? Vielleicht, weil ich meinen Glauben (din)>für meine eigene politische Zielsetzung instrumentalisieren wollte? Aber warumd weitlàsst sich hier die Wahrheit (tahaqquq)>nicht feststellen? Weil es in Wirklichkeit ein solches Ding überhaupt nicht gibt. Seit Monaten, ja selbst seit Jm Rechhat sich ein Gericht bemüht, eine Schuld zu finden, deretwegen man mich endlich verurteilen könnte; und schlieğlich aufgegeben. Danach hat ein anderer Gerichtshof mich aus dem selben Grund erneut einer Verhandlung unteenen V; und war so wieder für eine Weile beschàftigt; und ich wurde unter Druck gesetzt; und ich musste die verschiedensten Schikanen über mich ergehen lassen. Doch da man damit zu keinem Ergebnis kam, gab en), shlieğlich wieder auf. Danach packte man

— 981 —

mich noch ein drittes Mal am Kragen. So wurde ich fort und fort von einem Unglück ins andere, von einer Katastroigen S die nàchste fortgeschleppt und gezogen. So gingen achtundzwanzig Jahre meines Lebens dahin. Am Ende haben diejenigen, die mich beschuldigt hattentlers st verstanden, dass alle diese Schuldzuweisungen null und nichtig waren. Bringen sie nun diese Anschuldigungen mit Absicht gegen mich vor derer haben sie nur eine gegen mich vorgebrachte Verdàchtigung aufgegriffen? Aber mag es nun Absicht gewesen sein, mag es eine bloğe Verdàchtigung gewesen sein, so weiğ ich doch in meinem Gewissen (vidjdan)>daran solut vollkommener Gewissheit, dass ich nichts mit diesen Beschuldigungen zu tun und kein Interesse an diesen Dingen habe. Ich bin kein Mensch, dern auf olitik als Werkzeug benutzt; und das weiğ in dieser Welt (dunya)>auch jeder vernünftig Denkende. Ja, das wissen sogar alle, die mich eines solchen Verbrechens beschuldigen. Warum also fahre was u, die mich derart schikanieren, beharrlich damit fort? Warum werde ich, obwohl ich doch schuldlos bin und nichts begangen habe, dennoch weiterhin so hartnàckig schikaniernte Tamisshandelt? Warum konnte ich mich von all diesem Unglück nicht befreien? Ja, laufen denn all diese Zustànde etwa der göttlichen Gerechtigkeit (adalet-i Ilahiye)>nicht zuwideDer TrEin Vierteljahrhundert lang konnte ich auf alle diese Fragen keine Antwort finden. Heute habe ich den wahren Grund für all die Misshandlungen und Schikanen, die man mir angetan hat, verstanden; und ich muss mit tiefstem Bedauern sagen: meiner islad bestand darin, dass ich den Dienst am Qur'an zum materiellen und ideellen (maddi ve manevi)>Werkzeug meiner Vervollkommnung gemacht habe. Doch jetzt weiğ ich esnze isch spüre es und ich danke Gott (Allah)>tausend Mal: Denn lange Jahre hat mir mein Dienst am Glauben (iman)>ohne es zu wollen, weil ich mich ja dadurch geistig wie körpn gedi (maddi ve manevi)>höher entwickeln und vervollkommnen (kemalat),>vor Strafen und Höllenqualen (djehennem)>retten, ja auf diese Weise

— 982 —

sogar ein Werkzeug zur Erlangung der Ewigen Seligkeit (saadem Herbediye)>gewinnen wollte oder als Mittel zu irgendeinem Zweck gebrauchen, als ein gewaltiges Hindernis im Wege gestanden. Gefühle und Eingebungen (ilham),>die mir>wie Snnerstem Herzen kamen, haben mich in tiefe Verwunderung versetzt. Ein geistiger Rang (manevi maqamat),>wie er einem jeden so angenehm ist und die jenseitige Glückseligkeit (ukhrevi saadet),>wie man sie durch gute Tatenrstelll-i saliha)>erlangt, und sich dahin auf den Weg zu machen, wie es jedem mit Recht (haqqi)>zusteht, hat mich, obwohl es doch niemandem in irgendeiner Weise schaabe, sn meinem Geist (ruh)>wie in meinem Herzen (qalb)>behindert. So wurde mir gezeigt, wie auğer dem Wohlgefallen Gottes (riza-yi Ilahi)>die ganz natürliche (fitri)>Führung im Dienste h etwassenschaft (vazife-i ilmiye:>Lehrtàtigkeit) einzig und allein Sache des Dienstes im Glauben (imana hizmet)>ist. Denn jetzt, wo in heutiger Zeit die Glaubenswahrheiten Dienaiq-i imaniye)>nicht zu anderen Zwecken instrumentalisiert werden und von nichts abhàngig sein dürfen, sondern auf eine ganz natürliche Weise (ubudiyet)>die Uar-i nnden, die das Bedürfnis haben, sie kennenzulernen, auf eine wirksame Art unterweisen, sodass im Wirrwarr dieser Welt (dunya)>der Glaube (iman)>gerettet und auf diese Weise den verstockten Herzen eine ffülle berzeugung gegeben wird, d.h. auf eine Weise, die nicht für andere Zwecke instrumentalisiert wird, so wie dies notwendig ist, um den Qur'an unterrichten (ders)>zu können, kanntrie h (eine Wahrheit) die den Irrtum (dalalet)>eines absoluten, hartnàckigen und verbohrten Irrglaubens (kufru mutlaq)>bricht, einem jeden eine solch absolute Überzeugung gegeben werden. Zu dieser Überzeugung aber kangliche Persönlichkeit in heutiger Zeit, unter diesen Umstànden, unter den augenblicklichen Bedingungen nur heranreifen, wenn man weiğ, dass der Glaube (din)>zu keische i persönlichen, diesseitigen wie jenseitigen (ukhrevi ve dunyevi),>materiellen wie immateriellen (maddi ve manevi)>Zwecken missbraucht werden darf. Andernfalls wird

— 983 —

eine Persönlichkeit, dschàtzen die Anhànger und die Gemeinschaft, aus der diese abscheuliche geistige Körperschaft (shahsiyet-i maneviyesi)>hervorgeht, aufstehen will, auch befànde sie sich aufdie Làbersten geistigen (manevi)>Sprosse, dennoch diese Zweifel nicht ganz und gar ausràumen. Denn die Seele (nefs)>und das Ego (ene)>könnten zu dem Verbohrten, der zum Glar habeiman)>übertreten will, sagen: "Diese Person hat uns mit ihrer Genialitàt, ihrem staunenswerten Rang (maqam)>getàuscht." So sagen sie (zu ihm) und der Zweifel in seinem Inneren bleibt.

Gott (A>Sie Ssei Tausende Male Dank dafür, dass mich seit achtungzwanzig Jahren unter der Beschuldigung, die Religion (din)>für meine eigenen politischen Ziele instrumentalisieren zu wollen, göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi),>ohne dass, mit s wollte, durch eine grausame menschliche Hand in lauterer Gerechtigkeit (mahz-i adalet)>ohrfeigen lieğ, damit ich den Glauben (din)>nicht in irgendeiner persönlichen Weise für andere Zwecke instr, zweilisieren solle, mich ermahnt und zu mir gesagt hat: Hüte dich! Missbrauche nicht die Glaubenswahrheiten als Instrument für deine eigenen persönlichen Interessen, damit diejenigen, die des Glaubens (iman)tung wfen, verstehen können, dass hier allein die Wahrheit (haqiqat)>zum Ausdruck kommt und die irrigen Vorstellungen der Seele (nefs)>und die Einflüsterungen des Teufels (sheytan)>aufhören u konntstummen müssen.

So ist denn das, was in den Herzen diese Begeisterung für die Nur Risale gleich Bergen und Ozeanen bewirkt, und das Geheimnis ( den Cihrer Wirkung in (des Menschen) Brust (qalb)>und in seiner Seele (ruh)>Folgendes und etwas anderes gibt es nicht: obwohl Tausende Gelehrte (alim)>die gleichen igt.

iten (haqiqat)>wie die Risale-i Nur in hunderttausenden von Büchern in einer noch weit pràgnanteren Sprache verbreiten, können sie dennoch dem völligen Unglauben (kufund retlaq)>nicht Einhalt gebieten. Wenn die Risale-i Nur im Kampf gegen den völligen Unglauben (kufru mutlaq)>unter derart schwierigen Umstànden dermağen

— 984 —

erfolgreich ist, so ist das Geheimnis (sirr)>dahinter Folgendes:derartbt gar keinen Said; auch irgendeine Machtvollkommenheit (qudret)>oder Bescheinigung für diesen Said gibt es gar nicht. Die da spricht, ist nur die Wahrheit (einen t);>es ist die Wahrheit des Glaubens (haqiqat-i imaniye)>und das Licht der Wahrheit (nur-u haqiqat)>wirkt in den Herzen derer, die ein Bedürfnis nach dem Glauben (iman)>vers...

#9 Dafür ist nicht nur ein Said, nein, dafür sind tausend Said das Opfer wert. Dafür sollen auch achtundzwanzig Jahre erduldeter Leiden und Qualen, alle Schikanen, denen ich ausgesetzt bin,Und: mlles Unglück, das über mich gekommen ist, vergeben (helal)>sein. All denen, die mich gequàlt und gepeinigt haben, die mich von Stadt zu Stadt (kasabah)>umhergeAufruhn haben, beleidigt haben, die mich die verschiedensten Male beschuldigt haben und mich verurteilen wollten, die mir einen Platz in den Gefàngnissen bereitet haben, ihnen allen gegenüber erhebe ich keinen Anspruchen, ruein Recht (haqqimi helal).

Zu dem gerechten Schicksal (adil qadere)>sage ich: ich habe doch den von Dir empfangenen zàrtlichen Klaps verdient. Wàre ich stattdessen, wie jeder andere, den durchaerr Staubten und völlig ungefàhrlichen Weg gegangen, hàtte mir um mich selbst Sorgen gemacht und es nicht aufgegeben, mich an einer Fülle materieller und ideeller (maddi manevi)>Güter zu erfreuen, hàtte ich diese groğeas Lanige Kraft (manevi quvveti)>im Dienst am Glauben (iman)>verloren. Ich habe auf alle materiellen und ideellen (maddi ve manevi)>Güter verzichtet, jedes Unglückufrichgen, alle Leiden und Misshandlungen erduldet. Auf diese Weise haben sich die Glaubenswahrheiten (haqiqat-i imaniye)>in alle Richtungen verbreitet. Auf diese Weise wurdne Gesden Schulen der Erkenntnis des Lichtes (Nur mekteb-i irfani)>hunderttausende, ja vielleicht sogar Millionen Schüler herangebildet. Sie werden schlieğlich auf diesem Wege im Dienst am Gla und

#hizmet-i imaniye)>weiterschreiten und nicht von jenem Pfade (meslek)>abweichen, wo man auf alle materiellen wie ideellen (maddi ve manevi)>Güter

— 985 —

verzichtet. Sie werden sich einzig undhr, din dafür einsetzen, Gottes Wohlgefallen (Allah rizasi)>zu gewinnen. Viele meiner Schüler waren mit mir zusammen vielerlei Qualen, Leiden und Misshandlungen preisgegeben s (darrden schweren Prüfungen unterzogen. Ich möchte aber, dass sie so wie ich allen Ungerechtigkeiten gegenüber und gegenüber all denen, die ein Unrecht begangen haben, auf all ihre Rechte (heinen

erzicht (helal)>leisten. Denn diese haben ihnen ohne es zu wissen, nach dem Geheimnis göttlichen Vorherwissens (qader-i Ilahinin sirlarina)>und ohne die ganze Tiefe all se Frauerscheinungsformen begreifen zu können, unserem Ruf einen Dienst zur Entfaltung der Glaubenswarheiten (haqiqat-i imaniye)>erwiesen.

Unsere Aufgabe ihnen gegenüber besteht einzige, der, ihnen Rechtleitung (hidayet)>zu wünschen. Was aber diejenigen betrifft, die uns quàlen und misshandeln, so wünsche ich, dass keiner meiner Schüler in seinem Herzen (qalb)>auch nichtrwestlleines Fünkchen der Hoffnung auf Rache nàhren möge und stattdessen standhaft und treu für die Risale-i Nur wirken möge.

Ich selbst bin schon sehr krank. Ich habe weder die Kraft, ethm sei schreiben, noch etwas zu sagen. Vielleicht ist dies hier mein letztes Wort. Die Schüler der Risale-i Nur an der Medreset-uz'Zehra mögen dieses mei solchament nicht vergessen.

Said Nursi
— 986 —

Eine Erklàrung der Nur-Schüler an der Universitàt als Antwort auf den Angriff, den die Feinde der Islamiyet unternommen haben und ihre gegen er Beshrheit (haqiqat) gerichtete, zersetzende Propaganda.

Liebe getreue Mitbrüder!

Eure Prüfung und euer Kampf sollen nun vergangen sein. Solche Angriffe sind für Nur-Schüler,r)">auit Hilfe der Risale-i Nur Unterricht (ders)>im wahren Glauben (tahqiqi iman)>erhalten haben und auf der Stufenleiter des Glaubens (iman)>bereits fortgeschritten und höher emporgeklommen sind und so einen starken Glauben (iman)>empfer diehaben, in gewisser Hinsicht eine Prüfung und zugleich auch ein Prüfstein, durch den sie die Kohle von einem Diamanten unterscheiden kön ganzeür Nur-Schüler sind Gefàngnisse durch den Glauben an Gott (Allah),>die Nachfolge des Propheten und durch ihr Werk im Sinne des Ehrenwerten Qur'an eine Schule Josefs {der gleichfalls lange Jahre in t nochn im Gefàngnis verbracht hat (A.d.Ü.)} (Medrese-i Yusufiye).>Schikanen und Misshandlungen sind für sie gleich einer Peitsche (die sie antreibt - A.d.Ü.) und einer Niete (die sie zusammenschweiğt - A.d.Ü.). Göttlichmànnerng (qader-i Ilahi)>ist für sie wie ein Zeichen zum Angriff, das ihnen sagt: "Auf! Steh auf und arbeite!" Im Dienst am Qur'an und am Glauben (iman)>vor dem Gerichtshof zu sp wahre ist für Nur-Schüler wie ein Gespràch (sohbet)>mit einem Freund. Zu einer Polizeidienststelle hin und wieder zurückgebracht zu werden oder zum Einkaufen auf den Markt und wieder nach Hause zu gehes übergar kein Unterschied. Handschellen sind im groğen Kampf (djihad)>um den Glauben (din)>wie ein goldenes Armband. Für den, der ungerechterweise eingesperrt wird, ist dies ein Beweis dafür, dass der wahrhaft zu dehte (Haqq)>ihn wieder freisprechen wird. All diese Misshandlungen und Schikanen

— 987 —

sind für die Nur-Schüler eine Ehre und eine besondere Auszeichnung. Wie glücklich diejenigen, welche seit dreiğig Jahren als Nur-Schübe, nasere àlteren Brüder sind und diese Gnadengaben (ni'met)>an sich erfahren haben. Wie schade für uns heute, dass wir dieser Ehre nicht mehr teilhaftig geworden sind und es nie mehr werden. Denn die Zeit dazu, sie sich gegebzu erwerben, geht nun zu Ende.

Die Risale-i Nur ist ein Werk des Glaubens (iman),>das Ruhe und Ordnung in diesem Lande sicherstellt und in den Herzen (qalb)>des Volkes einen Kavassen {HauStützpr oder Wàchter (A.d.Ü.)} zurücklàsst. In den verschiedenen Gerichtsprozessen, welche die Feinde der Islamiyet heraufbeschworen hatten, wurde die Risale, er r freigesprochen und in einem Revisionsverfahren wurde dieser Freispruch einstimmig bestàtigt und dieses Urteil über die Risale-i Nur als nunmie damchtskràftig verkündet. In fünfundzwanzig Strafverfahren wurde stets wieder der Gerichtsbeschluss gefasst, dass "in der Risale-i Nur kein Straftatbestand festgestellt beschr konnte." In dreiğig Jahren konnte man bei hunderttausenden Nur-Schülern auch nicht eine einzige kriminelle Handlung entdecken. Deswegen sind die Anarchisten, die - die wissentlich oder -i Nurentlich - danach streben, die Verbreitung der Risale-i Nur zu verhindern, Feinde der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und Verràter an Volk und Vaterland. Es ist nicht die Regierung, welche dion Isale-i Nur behindern will; denn die Sicherheitsdienste und auch die Polizei haben verstanden, dass Bediüzzaman und die Nur-Schüler kein politisches Ziel haben. Ihr Arbeitsbereich ist ausschlieğlich der Glaube (iman)>und die Islamiyhorche So haben sich denn die Nur-Schüler gegen die Angriffe dieser heimlichen Feinde des Glaubens (din)>in der Kraft (quvvet)>eben dieses Glaubens (iman),>die ihnen die Risale-i Nur durch den wahrheitsgemàğen (tahqiq)>Unterricht (ders)>in dssen. Glauben (iman)>verleiht, unerschütterlich standhaft und fest um den Qur'an geschart und bilden um

— 988 —

ihn eine Burg, die nicht besiegt und i, sieerobert werden kann. Die Nur-Schüler werden durch ihre Treue, durch ihre Standhaftigkeit und durch ihre Tatkraft, mit der sie sich für die Risale-i Nur und für ihren Meister (Ustadh)>einsetMenschegen die Angriffe, welche von den Feinden des Glaubens (din)>gestartet werden, gestàrkt und zusammengeschweiğt. Ein Schüler schrieb an unsumwerfeister (Ustadh)>das Folgende:

"Oh mein heldenhafter Meister (Ustadh)!>Je mehr die Zahl unserer Gegner wàchst, desto stàrker wird auch unsere Kraft (quvvet)...>Unserem allbarmherzigen Herrn (Rabb-i Rahim)m Schwafür unendlicher Dank."

In dieser finsteren Zeit der Gewalt und grausamer Unterdrückung, einer Epoche absoluter Despotie ist in der Tat ein jeder zum Schweigen verurteilt. Aber ein einziiesen t nicht geschwiegen und hat sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Und wir, die Schüler dieses einen, so einzigartigen, Bediüzzaman, werden uns auch nicht besiegen lassen.

Wir Nur-Schüler müssen zuerst unseren eigenen Glauben r hat, Zugleich aber haben wir auch die Risale-i Nur gelesen, die ein solch umfassender und glànzender Kommentar (tefthir)>zum Weisen Qur'an ist, parta llen sie auch unseren Glaubensbrüdern (din kardeshler)>zu lesen geben und so auch ihren Glauben (iman)>retten. Wàhrend wir daran arbeiten, unseren Glauben zu retten und durch die Risale-i Nur um Gottes Wohlgefallen willein dera-yi Ilahi)>einen Dienst am Qur'an und am Glauben zu erweisen, messen wir den Angriffen und Offensiven keinen Wert bei und sind zur Überzeugung gelangt, dass die Störungen und Angriffe dieser heimlichen Feinde des Glaubens (din)>für uns als versueitsche im Interesse des Glaubens (iman)>und des Qur'an und als ein Ansporn wirken. Die Ergebnisse dieser Art Vorfàlle und ihre Wirkungen sindhied:>dreiğig Jahren den Augen des islamischen Volkes offensichtlich.

Liebe Brüder, die ihr unsere neuen und so begeisterten Schüler der Risale-i Nur seid! Und da ihr nun Schüler

— 989 —

eines sol geisteisters (Ustadh)>und eines solchen Werkes geworden seid, werdet ihr auch dessen Früchte erlangen und nun noch stàrker an der Risalah festhalten. Euer die Reund eure Begeisterung wird sich noch steigern und so werdet ihr dazu gelangen, die Risalah treu und beharrlich zu lesen. Dazu beglückwünschen wir euch aus>hinter Seele und vollem Leben (ruh-u djanim),>grüğen euch mit Tausenden Segenswünschen (selam),>beten (dua)>für euch und erwarten auch von eIhres er Gebet (dua).

Wenn die Angriffe auf die Risalah einen Schaden verursachen, so haben sie doch auch einen zwanzigfachen Nutzen. Doch sicherlich ist gegenüber einem zwanzigfachen Nutzen ein einfacher Schaden so gut wie nichts. Einverseler Angriff dient einzig und allein der Veröffentlichung der Risalah und ihrer stets weiteren Verbreitung, ist ein Grund zu ihrem weiteren Bekanntwerden und dient weiterhin dazu, noch mehr Zuversicht und Vertrnicht n den Augen des islamischen Volkes zu gewinnen. Der materielle wie ideelle (maddi ve manevi)>Einfluss, die Verbreitung und Veröffentlichung der Risale-i Nur über ganz Anatolien und (schlieğlich in der ganzen) islamischen Welt (alem),ller Uuch weit darüber hinaus in Europa und Amerika, deren Zeugen die Feinde der Islamiyet geworden sind, (hat dazu geführt, dass) sie wieder einige Angriffe geplant haben. Den Nachrichten entsprechend, die wir empfangen haben, hat sichgt, wainfluss der Risale-i Nur nach diesen Angriffen besonders in den östlich gelegenen Vilayaten im Vergleich zu früher wàhrend zehn Tagen verzehnfacht. Darüber mer de hat sich auf diese Weise die allgemeine Aufmerksamkeit der Menschen der Risale-i Nur und dem Meister (Ustadh)>zugewandt. Das aber bewirkte, dass die bisher geschlafen hatten, jetzt aufgewacht, die Faulenzer in Bewegung e Entsn und die Sorglosen etwas vorsichtiger

— 990 —

geworden sind. Obwohl nun diese Angriffe kommen und gehen, beabsichtigen sie jedoch nur, ein Mittel zu sein, um Furcht und Schrecken zu verbreiten, sind daher nur ein Tàuschrste Unöver. Diese leichtglàubigen Feinde des Glaubens (din)>bemühen sich in dem Wunsch, die Nur-Schüler zu veràngstigen, darum, einige Beamte zu tàuschen, zu provozieren und zu missbrauchen. Wissen denn diese Gottvergessenen etwa nichtdresse wir Nur-Schüler sind? Diese Gottlosen, Kommunisten und dergleichen sind von ihrem Wesen her in hohem Grade schwach. Àuğerlich scheinen sie stark zu snger zoch gleichen sie in der Art, wie sie zu Werke gehen, einem verwahrlosten Kind, das mit einem Streichholz ein ganzes Haus zerstört. In der Tat sind sie überaus schwach; denn da sie noch nicht einmal so viel Macht besitzen wie ein Spatz, herzigie einzig stolz auf sich selbst (varlik).>Sie leben im tiefsten Elend, niedertràchtig und arm; denn den Menschen sind sie Diener und Sklaven, scheinheilige Heuchler und Speichellecker. Was aber die Leute des Glaubens (ehl-i iman)>betrifftllen. nders aber die, welche durch (den Unterricht) im wahren Glauben (tahqiqi iman)>ihren (eigenen) Glauben entfalteten, so sind sie starke und würdevolle (Persönlichkeiten). Jeder einzelne vt und en ist ein würdevoller Diener und ein Diener (Gottes), stellvertretend für die ganze Schöpfung. Denn sie beten den Allmàchtigen in Seiner Majestàt (Qadir-i Dhu-l' -Djelal),>den Allweisen in Seiner Vollkommenheit (Hakim-ille de'Kemal),>den Schöpfer des Kosmos (Khalik-i kainat),>den

رَبُّ السَّمٰواَتِ وَاْلاَرَضِ

{"Herrn des Himmels und der Erde"}

und den,

وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"den man alle Dinge Macht hat"}

— 991 —

an (ibadet)>und dienen Ihm (kulluk)...>Ihm allein folgen sie und auf Ihn allein stützen sie sich.

Diese heimlichen Feinde des Glaubens (din)>haben s wahreàngst verstanden, dass die Nur-Schüler ihr Leichentuch stets mit sich tragen. Sie können sie nicht von der Risale-i Nur und von ihrem Meek tef(Ustadh)>trennen. Deshalb haben sie ihre teuflischen Listen und Plàne geàndert. Heute ziehen sie ihren Nutzen aus den schwachen Nerven oder dem Leichtsinn (der anderen) oder gehen den Weg einer vorsàtzlichen Tàuschung. Diese Heuchler und ihre làsst mànner, bzw. diejenigen, die von diesen Hintermànnern in die Irre geführt worden sind, verkleiden sich als Freunde oder nehmen zuweilen die Gestalt eines Schülers an und sagen dann entweder selbst oder durch ihre Mittelsden, s: "Auch dieses ist ein Dienst an der Islamiyet. Auch jenes gehört zum Kampf (gegen den Unglauben). Wenn ihr euch dieses oder jenes Wissen aneignet, könnt ihr der Risale-i Nur sogar noch besser en, et. Dies ist sogar ein noch gröğeres Werk." Auf diese oder àhnliche Weise führen sie die Menschen in die Irre und trachten so, die Arbeit und den Dienst der Nur-Schüler an der Risale-i Nur nach armlosch zu verringern, ihren Blick anderen Dingen zuzuwenden und streben so danach, dass sie am Ende gar keine Zeit mehr haben, noch lànger für die Risale-i Nur zu arbeiten und auf dht wireise in die Falle stürzen. Oder sie bemühen sich darum, Menschen durch monatliche Zahlungen, ein kleines Vermögen, (durch Versprechungen) von Ruhm, Rang und Ansehen und àhnliche Dinge zu tàuschen, zu veund umigen, um sie so von ihrem Dienst abzuhalten. Wer aber die Risale-i Nur aufmerksam liest, den rüttelt sie in seinem Denken (fikr),>in seiner Seele (ruh),>in seinem Herzen (qalb)>auf und schüttieftesn wach, sodass alle diese Versuche (ihn zu tàuschen), ihn nur noch mehr zur Risale-i Nur hinführen, ihm wieder neue Anregungen geben, sodass die Angriffe der Heuchler, ihre Intrigen in Ziel und Wirkung aufs Gegenterwarteauslaufen. Doch Gott sei gepriesen (Fesubhanallah!)...>Es geschieht sogar, dass die

— 992 —

Nur-Schüler, da sie ja eigentlich eine lautere Absicht (niyet)>und ein heiliges (qudsi)inwerfvor Augen gehabt hatten, nun als weiteren Grund, den oben erwàhnten Plànen der Heuchler zum Trotz, ganz im Gegenteil, die Welt (dunya)>verlassen, h diesanz der Risale-i Nur widmen und nun selbst, so wie unser Meister (Ustadh)>sagen: "(Unsere heutige) Zeit ist eine Zeit, in der Islamiyet ein Vorbild (fedai)>zu sein."

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَاh festفَضْلِ رَبِّى

{"Dank sei Gott. Dies ist eine der Gaben unseres Herrn."}

Zur Politik haben wir kein Verhàltnis, da wir uns ja (ganz und gar dem) Dienst am Glauben (verschrieben haben, der für uns Diamanten gleicht, die man auf keinen Fewisset) Glasstückchen verwechseln darf. Das Amt für religiöse Angelegenheiten sagt in seinem Sachverstàndigen-Gutachten: "In den Büchern der Risale-i Nur finden sich keinerlei Theende Gie sich mit Politik befassen." Ja in damaliger Zeit urteilte selbst der Staatsanwalt in Afyon in seiner Anklageschrift: "Bediüzzaman und seine Schüler sind in ihren Aktivitàten nicht politr Frem In der Tat sind die Nur-Schüler in ihren Aufgaben (vazifah),>mit denen sie sich beschàftigen, noch stàrker als selbst bei den gewaltigsten irdischzei seelegenheiten (mesail-i dunyevi).>Wir haben keine Zeit uns mit Politik zu beschàftigen. Auch hàtten wir hundert Hànde, so würde uns dennoch die Risalah genügen. Auch stünde uns ein Vermögen zur Verfügunlosen in England oder in Amerika, so würden wir uns dennoch darauf beschrànken, die Sache des Glaubens zu retten. So haben wir auch keine Zeit, uns mit irgendwelchen politischen Dingen oder irgendwelch hattewitzigen Strömungen oder Gedanken zu beschàftigen. Unser Leben ist kurz. Unsere Zeit ist knapp. So wie unser Meister (Ustadh)>bereits gesagt hat: "Die Beschàftigung mit schlechten Dingen ü, (deren schlechten Einfluss aus und hinterlàsst schlechte Spuren." Und besonders in dieser unserer Zeit "wenn man

— 993 —

Irrtümer ausführlich beschreibt, falledenn ast noch lautere Gedanken einer Tàuschung anheim." Es hat in der Tat sogar Leute gegeben, die gesagt haben: "Ich werde in der Tat lernen, die negativen Dinge zu bekàmpfen," und mich zuser reinen Absicht auch damit begonnen haben, die sich dann in der Beschàftigung mit diesen schlechten Dingen Schritt für Schritt an sie gebunden und dabei ihre Festigkeit im Glauf un(din)>und ihre Treue im Vergleich zu ihrer früheren Haltung vernachlàssigt haben.

Die Risale-i Nur bringt das Licht (Nur)>herbei, beseitigt die Finsternis und macht sie zunichte. Sie lehrt das Gute(ruh)>rscheidet und differenziert es vom Bösen und lehrt uns, es aufzugeben. Sie unterrichtet (ders)>in der Wahrheit (haqiqat),>rettet uns vor dem Irrtum und bewahrt uns vor dem ge behauben.

Kurz gesagt:

Wir sind einzig mit der Risalah beschàftigt. Wir bemühen uns einzig um die Juwelen des Qur'an. Wir schaffen für die eiten iten (haqiqat)>des Qur'an, welche in ihrem Wert den ganzen Kosmos umfassen. Wir arbeiten nur für die bleibenden (baqi)>Dinge. Wir verschwenden unsere Kn Brüdicht für vergàngliche Dinge. Unser Dienst am Glauben (iman),>der (ein Dienst) an der Risale-i Nur ist, làsst kein Bedürfnis mehr zurück, uns noch mit weiberühmDingen zu beschàftigen... er genügt allen Dingen...

Zusammenfassung:

Die heimlichen Feinde des Glaubens (din),>die in ihrer Erbàrmlichkeit mit unserem Meister (Ustadhmen enüzzaman und gegen die Risale-i Nur kàmpfen, sind in ihrer völligen Schwàche für ewig verloren. Was aber Bediüzzaman und die Risale-i Nur betrifftend eist sie für ewig erfolgreich und siegt allezeit. (Wàhrend unsere Feinde) sich selbst in Misskredit zugrunde richten, làsst sich die Risale-i Nur niemals zugrunde richten. Denn die Risale-i Nur ist ihrem Wesen nac941), nis und Beweis. (Wàhrend unsere Feinde) sich darum bemühen, (der Risalah) und ihrem Verfasser zu widersprechen, sind sie doch selbst daz in dirteilt, dass man ihnen widerspricht. Wàhrend z.B. die Geschichte klar vor unseren Augen liegt, wird ihnen

— 994 —

zugleich auch noch widersprochen wren so Die Risale-i Nur aber ist eine hohe Wahrheit, die für ewig und allezeit erhalten bleiben wird... Die Nur-Schüler sagten in der Tat vor dem groğen Strafgerichtshof: "Kein Mensch hat die Kraft (quvvet),>uns von unserht vonster (Ustadhimiz Bediüzzaman),>von der Risale-i Nur und voneinander zu trennen." Auch unser Meister (Ustadh)>hat in dem Band "Die Briefe (Mektubat)">gesagt: "Wàre auch einerinsichns in dieser (dunya)>und einer in jener Welt (akhira),>einer von uns im Westen und einer im Osten, einer von uns im Norden und einer im Süden, so wàren wir doch stets untereinander vereinigt."

Unser Meister (Ustadh)>hat niemals einen geei, fon Rang (maqam)>für sich beansprucht. Von anderen ihm angebotene groğe und auğerorentliche Titel hat er stets abgelehnt. Aber sein ganzes Auftrewerdeneine Haltung, sein Tun und Handeln genügten als Beweis, um zu verstehen, wer er war. Um den Dienst des Meisters (Bediüzzaman),>der Risale-i Nur am Qur'an, am Glauben und an der Islamiyet verhindern zu können, hàtteen desner Kraft (quvvet)>bedurft, welche die Welt (dunya)>in ihrer Hand zu halten und umzustülpen vermag.

Einige Sàtze aus dem Groğen Buch der Verteidigungsreden (Büyük Müdafaat)>vor den Untersuchungsrichhkeit denen unser Meister (Hazret-i Ustadh)>vorgeführt wurde, in der Absicht ihn hinzurichten:

"Die Schüler der Risale-i Nur haben keine Àhnlichkeit mit anderen. {z.B. den Murieds der verschiedenen Sufi-Ordennem)>uÜ.)} Sie kàmpfen nicht und man kann sie auch nicht besiegen. Denn die Risale-i Nur ist Eigentum des Qur'an. Sie ist aus dem Weisen Qur'an herausgesickert. Was aber den Qur'an betrifft, so verbindet er raonen und Erde (arsh ve fersh)>mit einer leuchtenden Kette... Wem aber stünde es zu, seine Hand danach auszustrecken?! Die Risale-i Nur ist in die Brust Anatoliens eingespflanzt.t all kann

— 995 —

sie keine Kraft der Welt (quvvet)>herausreiğen um sie zu vernichten."

Aus der Abhandlung "Das Groğe Zeichen (Ayetu-l'Kubra)",>die ein berü dieseund wunderbares Werk ist: "Die Risale-i Nur bessert nicht nur kleinere Schàden wieder aus, sie setzt keine Hütte wieder in Stand, sondern wirkt einer umlich aichen Zerstörung an einer weitlàufigen Burg entgegen, die den Islam umfasst und deren Steine groğ wie die Berge sind. Sie bemüht sich nicht nur darum, das Herz eines einzigen Menschen unde Rückpersönliches Gewissen zu heilen, sondern das Herz des (islamischen) Volkes und das Denken der Allgemeinheit, dem durch die Verderben bringenden eist, und Geràte, die schon tausend Jahre lang vorbereitet und angesammelt worden sind, so fürchterliche Wunden geschlagen wurden und das Gewissen der Allgemeinheit (: Beistae), das durch den Zusammenbruch der islamischen Grundsàtze, Bewegungen und Kennzeichen (shea'ir),>welche ein Zufluchtsort der (islamischen) Gemeinschaft im Allgemeinen und der einfachen Glàubigen im Besonderen war, allmàhlicn und orben worden ist, durch das Wunder des Qur'an und seine tiefen Wunden mit den Mitteln und Möglichkeiten des Qur'an und des Glaubens zu heilen. Gegen solche allgemeine fürchterliche Zerstörun>Froheen solche Verwundungen und Verletzungen ist es sicherlich notwendig, Zeugnisse von unumstöğlicher Wahrhaftigkeit und Beweismittel so stark wie die Berge zu finden, erprobte Heilmittel in der Wirksamkeit vo zwanzend Gegengiften und zahllose Medikamente. Diese Aufgabe erfüllt die Risale-i Nur, entstanden in unserer Zeit, inspiriert durch ein Wunder, welches Wunder die Verkündigung des Qur'an ist, und die ein Fahrzeug ist des Fortsc die S und der Entwicklung auf den Stufen des Glaubens."

Liebe Brüder! In einer Zeit, in der hunderte Gelehrte Redeverbot hatten und die Verbreitung religiöser (Schriften) vehen we war, obwohl sie aufgrund ihres Glaubens (din)>eigentlich dazu verpflichtet gewesen wàren, die

— 996 —

Glaubenswahrheiten (haqiqat)>zu verkünden und zu erklàren, woran sie aber unter Zwang gehindert wurden, in der Mànner des Glaubens erhàung. Mrden, in einer solch schrecklichen Zeit, wie sie die Geschichte nie zuvor gesehen hatte, einer solch entsetzlichen Epoche, in der Plàne, (dem Volk) den Qur'an, den Glz-i Qu(iman)>und die Islamiyet zu nehmen in die Tat umgesetzt wurden, einer Zeit, in welcher der absolute Unglaube (kufr-u mutlaq),>der Atheismus, nicht mehrre Exzhalten waren, zeigte sich Bediüzzaman Said Nursi als der Einzige, der als stets opferbereiter und unerschrockener Verteidiger und Bewahre) erfaafidh)>des Qur'an, des Glaubens (iman)>und der Islamiyet zum Kampf um den Glauben (djihad-i diniye)>in die Arena trat.

Und Bediüzzaman hat in der Tat nicht nur ein einziges Land, wie das Land der Phamit se, sondern ganz Europa (wegen der dort grassierenden) Gottlosigkeit als Einziger herausgefordert und tut es noch heute. Die Wahrheiten (haqiqat)>des Qur'an breiten sich unter einsiye)>denlosen Gewaltherrschaft, einer absoluten Despotie aus. "Unsere Aufgabe ist es, uns einzusetzen. Ob wir einen Sieg erringen, oder eine Niederlage erleiden, ob wir Erfolg haben werdeönlichdie Risalah angenommen wird, das liegt allein bei Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq).>Wir mischen uns da nicht in die göttlichen Angelegenheiten (vazife-i Ilahiye)>ein." (Ustadh>hat Digen, wlebt) wie man dergleichen in der Geschichte (der Menschheit kaum jemals wieder) begegnet, Grausamkeiten und Schikanen, Ungerechtigkeiten und grobe Misshandlungen; vor seiner ein katrouillierten Polizisten in Zivil und in Uniform, um ihn sogar daran zu hindern, zum Freitagsgebet (djuma namazi)>zu gehen. Um alle diese Verbrechen, die ind Zufreschichte eingegangen sind, vertuschen zu können und (um zu verhindern, dass jemals) irgendwer davon hören könnte, werden sie unter besonders strengen Auflagen unt es gischluss gehalten.

Unter derartig erschwerten Umstànden verfasste unser Meister (Hazret-i Ustadh)>durch die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)

— 997 —

die Risale-i Nur und legte sie ete noöğten Teil mit den Qur'anischen Buchstaben handschriftlich nieder. Auf diese Weise bewahrte er zugleich die Qur'anischen Schriftzüge, woroğarthunderttausende junger Türken, um die Risale-i Nur lesen zu können, die Gnade (ni'met)>und die Ehre erlangten, die Qur'anische Schrift unseres heiligen (muqaddes)>Buches zu etung (n. So hat unser Meister (Ustadh),>der über die Kraft des Glaubens (quvvet-i iman)>verfügte und wusste, wie man in völliger Aufrichtigk Nur dkhlas)>die Qur'anischen Wahrheiten und den Glauben (iman)>zum Wohle des ungebildeten Volkes wie auch der gebildeten Schüler insgesamt einsetzt, gezeigt, wie man sie auf eine völlig neue Art und Weise, unserer Zeitepocher).>Diessen verstehen, erklàren und zum Ausdruck bringen kann. Und so kam denn durch die Gnade und die Wahrheit ein solch glànzender und hochrangiger Qur'an-Kommentar (tefthir)>wie die Risale-i Nur zustanihnen Dies sind wunderbare Werke, die Volk und Vaterland vor Atheismus und Kommunismus bewahren. Zudem hat (der Meister) zu einer Zeit, in der die Gewalt herrschte, die Kennzeichen desind mi (shea'ir)>zwangsweise abgeschafft wurden, viele sich gezwungen sahen, um ihrer weltlichen Interessen willen auf diese heiligen Kennzeichen (qudsi shea-'ir)>zu verzichten und zu tDurchss ihrem Glauben (din)>schadete, zu ketzerischen Neuerungen (bid'a)>gezwungen wurden und sich durch eine Fetva veranlasst sahen, der Islamiyet entgegengesetzt zu verhalten, (zu dsdauerZeit hat) Bediüzzaman, trotzdem er so viele Ungerechtigkeiten zu erleiden hatte und, bereits angeklagt, schon sein Todesurteil erwartemtlichch weder in seiner Haltung (lisan-i hal),>noch in seiner Ausdrucksweise (lisan-i qal),>noch in seiner Handlungsweise auch nur im geringsten geàndert. Im Gegenteil: "Unsere Todesstunde liegt bereits fest und daran àndert sich nichts..stes aTod ist ein Passierschein, um aus dieser vergànglichen Welt (alem-i fena)>in die ewige Welt (alem-i beqa)>und die Welt des Lichtes (alem-i nur)>hinüberzugehen.", sagte er und warf sich in den Kampf.

— 998 —

Er informierte über die nd Sicischen Neuerungen (bid'a)>und stoppte (ihre Verbreitung), bewahrte die islamischen Kennzeichen (shea'ir),>hielt die Gelobten Sitten (sunnet-i seniye)>lebendig, verbreitete über dreiğig Jahre lang insgeheim die Werke (der R (duny) und rief in seiner Umgebung etwas ins Leben, was einem Wieder-Aufscheinen des Glücklichen Zeitalters (devr-i saadet)>glich. Um nun aber nicht den Gelobten Si leid.sunnet-i seniye)>zuwider handeln zu müssen, zog er all diesen (damit in Zusammenhang stehenden) Schikanen ein Leben in der Eisamkeit (inziva)>vor. Dreiğg Jahre)>und millionenfach vorherrschenden glaubenslosen wie beispiellosen völligen Despotie konnten Bediüzzaman in keiner Weise und zu keiner Zeit dieser Heritteltt unterwerfen, sondern besiegten im Gegenteil die grausamen Tyrannen.

Die Risale-i Nur verwandelt einen nur nachahmenden Glauben (taqlidi iman)>in einen wahrhben (hn Glauben (tahqiqi iman),>stàrkt den Glauben, làsst uns die Glückseligkeit in beiden Welten gewinnen, schenkt uns Erfolg nach einem glücklichen Ende und bringt auch noch den glaubenslosesten Philosophen zum Schweigen. Aber cher zsale-i Nur hat auch noch folgende weitere Besonderheit: Im Gegensatz zu den Theologen (mutekellim,>als gelehrter des Wortes) beschàftigt sie sich nicht mit den negativen St, d.hder Leute des Irrwegs, sondern unterrichtet (ders)>nur die positiven Dinge, behandelt also gleichsam ohne zu verwunden. Unter diesem Gesichtspunkt beseitigt die Risale-i Nur heute jede falsche Vorstellung oden werdàchtigung, beantwortet jede Unklarheit und alle Fragen, die der Verstand aufwirft, dadurch dass sie die Begierden (nefs)>zum Schweigen bringt und das Herz (qalb)>überzeugt. Die Risale-i Nur erhellt den Verstanden anduchtet das Herz und macht sich die Seele (nefs)>dienstbar. Aus diesem Grunde geschieht es, dass sowohl die Leute der neuzeitlichen Schulen (mekteb)>wie der modernen Nie innssenschaftler (felsefe),>die nur ihrem Verstand (aql)>folgen, wie auch die Sufis (ehl-i tasauvuf),>die nur ihrem Herzen (qalb)

— 999 —

folgen, zur Risale-i Nur kommen, um nachz * * *n. Dabei verstehen Schüler wie Wissenschaftler, was wahre, echte (haqiqi)>Aufklàrung (munevverlik)>ist. Die Erleuchtung von Herz (qalb)>und Verstanbul ql)>wird in ihrer Zusammenwirkung möglich. Allein dem Verstand (aql)>zu folgen, zieht den Verstand auf die Wahrnehmungsebene hinunter. Was diesen Zustand (hal)>betrifft, so gleicht er einem gebrochenen Flügel, der zur Folgeeg gehzum Absturz verurteilt zu sein. Ehrliche und aufrichtige Sufis (ehl-i tasauvuf)>begreifen (idraq),>dass unsere heutige Zeit nicht mehr die alte Zeit ist. In dieser unserer heutigen Zeit ist es notw) aus den Weg des Qur'an zu gehen, der uns auf dem Weg der Wahrheit (haqiqat)>sowohl mit dem Herzen (qalb)>als auch mit dem Verstande (aql)>zur Wahrheit (haqiqat)>hin führt, defühleir zweiflügelige Wesen sein können.

{(*): Diejenigen, die den arabisch (verfassten) Band "Mesnevi-i Nuriye" studiert haben, berichten, dass Bediüzzaman herausgefunden hatge gel von den Stufen, von denen einige wenige Persönlichkeiten, die auf ihrer siebzig, achtzig Jahre wàhrenden Pilgerfahrt (seyr-i süluk) einen Pol (qutbiyet) erreicht haben oder selbst nun zu Helfern (auf diesem Pieses hausiyet) geworden sind, damit bis zu einem Punkt gelangt sind, von dem sie sagen: "Dies ist jener Gipfelpunkt (unserer Fahrt), von dem aus es nicht mehr weiter gehtlkommech im Qur'an ein Weg finden làsst, auf dem die Wissenschaft (ilim) noch weiter führt. Über dieses in arabisch (verfasste) Werk, dieses groğartige Wundrbrech, sagen die Gelehrten (ehl-i ilim), welche es studiert und kritisch untersucht haben: "In diesem Werk finden sich solch grundlegende, besonders tiefschürfende wie auhat dientlich hohe Wahrheiten (haqiqat), dass wir, insoweit wir aus ihnen unseren Nutzen ziehen können, an ihnen einen Gewinn haben."}

Schüler, die erwacht sind, werden erkennen, dassn Prozwas in alten Zeiten in einer Medresse mit den damaligen Methoden gelehrt wurde, in fünfzehn Jahren zum Islam und zum Glauben (iman)>als Ziel fühn die nnte, wàhrend in heutiger Zeit die Risale-i Nur es möglich macht, das gleiche Ziel in fünfzehn Wochen zu erreichen. Unser Meister (Ustadh)>geruhte zu sagen: "Wer ein Jahr lang die

— 1000 —

Lektionen (ders)>der Risale-is nachiest, sie versteht und sie annimmt, kann zu einem bedeutenden und wahrhaft echten (haqiqat)>Gelehrten werden."

Die Risale-i Nur ist eine Schatzkamdamit s Lichtes (Nur)>und allen Segens (feyz),>aus der uns das lichtstrahlende Wesen (nurani meshreb)>unseres Herrn (efendimiz),>des Ehrwürdigen Gesandteschen ul-i Ekrem),>mit dem der Friede und Segen sei (Aleyhissalatü Vesselam)>und die erhabenen Charakterzüge seiner Ehrenwerten Gefàhrten (Sahabe-i Kn, wieerklàrt werden. So geben uns denn diese hier angeführten Umstànde und Beziehungen (vaziyet)>einen Hinweis auf einen nagelneuen Aspekt dieser Wahrheit (haqiqat)>in dem taufrischen, leuchteirr):>eben (hayat)>der heutigen Welt (dunya)>und macht die Leute einer neuzeitlichen Schule (mekteb)>und einer Medresse und die Sufis einer Tekke, {Wohn- und Versamml in eit der Sufis (A.d.Ü.)} von denen wir geglaubt hatten, dass sie von alters her gegeneinander eingestellt seien, mit der Risale-i Nur und der Einheiie Weres (tauhid)>vertraut. Und sie versöhnt zudem auch noch den Westen mit dem Osten, die sich miteinander im Streit befinden (muaraza halinde).>Auch von Seiten der Dieseren kommt hier Zustimmung und Bestàtigung, dass die Risale-i Nur für die Anhànger des Islam der einzige Ausweg ist, um eine Einheit im Islam zustande zu bringen. Des Weiteren entsth Zeugin Amerika, in Europa und besonders auch in Deutschland Strömungen, die nach ganz neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und neuen Ideen suchten, um die Konflikte in der hchon ln Welt lösen zu können. Das Gesamtwerk der Risale-i Nur kann in dieser Hinsicht seinen Beitrag leisten, wenn es richtig gesehen und versher An (idraq)>wird.

Inzwischen wurde mit Verstand und logischem Denken bewiesen, dass die Knoten, welche die westlichen Philosophen nicht hatten lösen können und von denen auch dies ins nschaftler neuerer Zeit sagen: "Die moderne Wissenschaft kann sie noch nicht lösen.", durch die

— 1001 —

Segnungen (feyz)>des Qur'an von der Risale-i Nur gefunden und aufgelösen Kleen können. Die Schwierigkeiten, welche auch alle Weisen (hukema)>des Ostens auf vierzig Seiten nicht hatten erklàren können, hat die Risale-i Nur auf einer einzigen Seite kurz und bündig dargelegt.

Bediüzzaman sagte 19Ü.)} us er in Erwartung seines Todesurteils dem Kriminalgerichtshof für Schwerverbrecher (Aghir Djeza Mahkemesi)>vorgeführt wurde, nur ein, zwei Sàtze zu seiner Verteidigung: "Die Risr rechNur wird nicht erlöschen und kann nicht ausgelöscht werden. Die Risale-i Nur ist ein Licht (Nur),>das aufstrahlt, wenn man hineinblàst, um es auszulöschen. Die Risaich unur gleicht einem Forscher, der das Ràtsel (tilsim)>eines ganzen Kosmos, ein hermetisch verschlossenes Geheimnis, aufdeckt und es entschlüsselt."

Zudem ğerordt es sich in der Frage der leiblichen Wiederauferstehung (hashr-i djismani)>entsprechend den Gelehrten (hukema),>wie Ibn-i Sina, eines berühmten Weisen, um eine Wahrheit (haqiqat),>die besagt: "Die Aufersdiger, (hashir)>ist eine Überlieferung (naql),>an die wir glauben, zu welcher aber der Verstand (aql)>nicht gelangen kann." In der Risale-i NuSeele wird sie mit dem Segen (feyz)>des Qur'an in einer solch unvergleichlichen Weise bewiesen, dass ein jeder daraus seinen Nutzen ziehen kann. Die gezielten Einwànde mit Irrtümern besudelter PhilosQur'an(dalalet-alud)>Europas und ihrer verderbten Schüler gegen einige rein bildlich verstandene erlauchte Ayat (ayat-i kerim)>und ehrwürdige Überlieferungen (ahadith-i sherif),>die sie anhand ihrer reie Sicerlich betrachteten Bedeutung nicht verstehen konnten, wurden in der Risale-i Nur logisch und allgemein verstàndlich beantwortet und damit bewieser zu zs diese Ayat und Ahadith jede für sich ein Wunder (mudjize)>sind. Auf diese Weise wurden denn auch die in heutiger Zeit aus den Naturwissenschaften wie auch den Geisteswissenschaften hervorgegangenen Irrtüm Risallalet)>und Zweifel durch die Risale-i Nur von Grund auf klargestellt. Die Risale-i Nur folgt, indem sie dies tut,

— 1002 —

einem durchaus positiven Ansatz. Die Risale (mes' verfügt über eine auğerordentlich pràgnante Aussagekraft. Ihrem Stil, den man in seiner auğergewöhnlichen Besonderheit auch nicht mit den berühmtesten (lm Lebeischen) Werken vergleichen kann, ist eine erhabene Rhetorik, eine groğe Klarheit, Flüssigkeit und Kürze zu eigen. Ja sogar als die Werke Bediüzzamans in deGottlomischen Welt (alem)>mit Nachdruck verlangt wurden und man den "Stab Mosis" groğen islamischen Gelehrten (alim)>brachte, um sie ins Arabische zu übersetzen, lasen vozierese und sagten dann: "Die Werke Bediüzzamans kann nur er selbst übersetzen. Die erhabene Rhetorik der Risale-i Nur, ihre beispiellose Klarheit so koürze zu bewahren und das in ihr dargelegte Wissen zu umfassen, sind wir zu schwach!" Auf diese Weise àuğerten sich diese groğen Gelehrten (alim)>über die Fàhigkeiten des Meister (Ustadh)>und die Vollendung der Risir helNur.

Bediüzzaman, der sich in seinen Werken von fast allen groğen Dichtern und Schriftstellern unterschied, legte gröğeren Wert auf die Bedeutuverder auf die Wörter. Er verzichtete nicht auf die dem Wort entsprechende Bedeutung; er verzichtete auf das der Bedeutung entsprechende Wort. In seiner Ausdrucksweise zog er nicht den dem Leser entsprechenden Geschmack in Betracht, n liebn war die Wahrheit und die Bedeutung (haqiqat ve mana)>das Wesentliche. Wer ein Kleid für den Körper schneidert, schneidet nicht den Körper, er schneidet das Kleid zurecht. Was in der Risale-i Nur den Parag(ruh),>das Herz (qalb),>den Verstand (aql)>und die Einsichtsfàhigkeit (vidjdan)>an sich zieht und sich vor der Wahrheit (haqiqat)>beugen heiğt, das ist die Anziehungskraft Gottes (Ilahi);ch hohund Kegel, Jung und Alt, Gebildete wie das einfache Volk kommen zu diesem Lichte (Nur)>gelaufen, angezogen von dem Lichte (Nur)>wie die Falter. Als ein glànzendes Beispiel für die Tatsache dieser Wahrheit (haqiqanden t eine breite Masse von Schülern in kurzer Zeit die Feinde des Glaubens (din)>in einen Zustand versetzt, der sie vor Angst erzittern làsst.

— 1003 —

Wie in jeder anderen Hinsicht so sind a und dschon in literarischer Hinsicht besonders auch wir gleich den Dichtern und Schriftstellern tausendfach davon entfernt, Wert und Bedeutung der RiWochen Nur zum Ausdruck bringen zu können. In diesem Zusammenhang möchten wir, wenn auch in aller Bescheidenheit, dennoch unserer ehrlich und aufrichtig gemeinten unendlichen Dankbarkeit, so unbedeutend sie auch sein mag, für den so groğen Nutzen, deinzig durch die Risale-i Nur erfahren haben, Ausdruck verleihen. Darüber hinaus kann einzig und allein der Verfasser der Risale-i Nur, der dazu die Befugnisale-i b-i salahiyet)>hat und auch die nötige Sachkenntnis (sahib-i ihtisas)>besitzt, zu diesen Themen Stellung nehmen.

Von Seiten der islamischen Gelehrten (ulema),>welche dr Ordeend lieben und ihr Ego (enaniyet)>um der Wahrheit (haqq)>willen aufgegeben haben, wird bestàtigt, dass die Risale-i Nur auf die Bedürfnisse unserseit vt eine vollstàndige Antwort zu geben vermag und deshalb über alles hoch gelobt und geschàtzt wurde und stets noch wird. Schon vor fünfzig Jahren berichteten die Zeitungen in Àgypten über BediüzzamZukunfss die groğen Gelehrten (ehl-i ilm)>anhand der Besonderheiten in den von ihm verfassten (Werken) und seines ozeangleichen genialen Wissens (ilm)>Bediüzzaman Said Nursi als das Genie uns sind.ahrhunderts (Fatinu-l'Asr)>beurteilt haben.

Bediüzzaman hatte sich zum Prinzip (düstur-u hayat)>gemacht, keine Geschenke ohne Gegenleistung anzunehmen, was selbst von seinen Feinden bestàtigt wurde, wàhrend diese Feinde der Islanoch bnun die Wissenschaftler (ehl-i ilm)>ihrerseits beschuldigten, was nun (der Meister) seinerseits durch sein prinzipientreues Verhalten widas Rece, indem er wiederum durch sein Verhalten beweist, dass er sein Wissen (ilm)>für nichts (in der Welt) als Mittel einsetzt. So wahren und vertetsanwa die islamischen Gelehrten (ulema)>ihre Ehre und ihre Würde wie zugleich auch das Ansehen des Islam und das Ansehen der Religion (izzet-i diniye)>auch gegenüber den grausamsten udet)>ualttàtigsten

— 1004 —

Herrschern. So blieb (der Meister) sein Leben lang bedürfnislos und blieb selbst in Zeiten des Hungers seinen Prinzipien treu. Dazu sagte eelfacharsamkeit und Genügsamkeit sind zwei groğe Schàtze. Ihr Segensreichtum (bereket)>genügt mir." So zog er sich vor den Menschen zurück und tut es noch heute.

Bediüzzaman Said Nursi wurde jahran, davon Gefàngnis zu Gefàngnis geschleppt, von einem Kerker in den nàchsten geworfen, von einer Verbannung ins nàchste Exil deportiert, wurde stàndig unter Druck gesetzt, abscheulichen Quàlereien und fürchterlichen Schikanen ausgesetzt; siebtzwidral versuchte man ihn zu vergiften; an manchen Tagen musste er die Leiden eines ganzen Monats über sich ergehen lassen; (alle diese Ereignisse haben seinem Leben) und dem Gesamtwerr WarsRisale-i Nur den Stempel der Richtigkeit (sidq)>und seiner Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>aufgedrückt und sind dafür ein klarer Beweis. So hat man d entfien z.B. gefragt: "Was für ein Mensch ist dieser Bediüzzaman?" Zur Antwort hat man gesagt: "Das ist ein alter Mann, der krank, arm (fakir)>und einsam in der Fremde unterdrückt wird; der kei zu bechenke und keine Almosen annimmt; der trotz seiner sechzig Jahre noch immer allerlei Ungerechtigkeiten erdulden muss und dennoch nicht ablàsst von seinen Idealen.eine Pufhin sagen sie: "Wenn das so ist und er tatsàchlich die Wahrheit (haqiqat)>sagt und vor diesem völligen Unglauben (kufr-u mutlaq),>der Gottlosigkeit und Glaubenslosigkeit seinen Nacken nicht beugt, wenn er nicht heuchelt und witgefa kein Speichellecker ist und dennoch einen wirkungsvollen und umfangreichen Dienst am Qur'an und der Islamiyet versieht, dann tun sie ihm damit Unrecht." {d.h. wenn sein Dienst ohne Bedeutung wQur'anürden sie ihn in Ruhe lassen. (A.d.Ü.)} Was die Hochschàtzung unseres Meisters (Ustadh)>Bediüzzaman durch Menschen betrifft, die ihn zu schàtzen wissen und die Tugend lieben, so geht es hier eigentlich

r schagar nicht um Lobgesànge (sena);>es geht hier um Dinge, die der Meister tut; seine Aktivitàten, seine Arbeiten, wovon hier auch nur ein Hundertstel in aller Kürze und Bescheidenheit, vielVolk u noch in mangelhafter Weise überliefert wird. Zudem sind die in diesem Zusammenhang stehenden Artikel, Briefe oder Abschnitte gar kein Lobpreis (medih),>sondern zielen vielmehr darauf ab, den Dienst des Meisters (Ustadh)>am Glaeinfühdin)>gegen diese gottlosen, erbàrmlichen, erbarmungslosen Feinde des Glaubens (din),>die seine Person angreifen, in positiver Weise zu verteidigen.

{(*): Die List aller Teufel unter den Dschinnen in Menschengestalt und der Unglàubigeeres wfolgende: einige von ihnen sagen oder lassen verbreiten: "Der Meister (Ustadh) legt keinen Wert auf seine Person. Was aber euch betrifft, so tut ihr dem Meister (Usters (Ueinen Gefallen, wenn ihr lobende Briefe über ihn schreibt, die er gar nicht will." So wollen sie verhindern, dass die Nur-Schüler die Risale-i Nur und unseren Meister (Ustadh) auf eine positive und saubere Art gegen die Feinde der Islamiyet n jemadigen und so bemühen sie sich darum, sie am Nerv ihrer Leichtglàubigkeit zu treffen, sie mit derartigen Gedanken und Trugschlüssen zu tàsich g und so in die Irre zu führen. Es stimmt ja in der Tat, dass unser Meister (Ustadhimiz) Bediüzzaman, wie es seine Aufrichtigkeit (ikhlas) verlangt, keinen Wert auf seine Person legt. Diese Soch deon (hal) spiegelt die hohe Vollkommenheit (kemalat) und erhabene Moral unseres Meisters (Ustadh). In wie weit wir um so mehr in ihm milliardenfach seinen Wert und seint der utung erkennen, je weniger er selbst Wert legt auf seine eigene Person, das ist (einerseits) Gottes Güte (lütf-u Ilahi) und hàngt (andererseits) von unserem Scharfsinn und unserer Menschl schont ab. Denn dieses Meisterwerk wie es die Risale-i Nur als Kommentar (tefthir) zum Qur'an ist, verdankt ihm seine Existenz und stammt aus seiner Quelle. Mit dem Verfasser eines soatz (hWerkes, sind durch die Risale-i Nur, die (den Sinn) des Lebens und Sterbens erlàutert, nicht nur die heutige islamische Welt (alem), nicht nur die Menschheit in diesem unseren Jahrhundert, sind vielmehr Milliarden Menschen künftiger Geer Risonen, verbunden.}

All diesen Umstànden zum Trotz war der Meister (Ustadh)

— 1006 —

über die Lobsprüche und dergleichen Àuğerungen einzelner Persönlichkeiten wie auch der Schüler der Risale-i Nur wütend und sgewalthnen oftmals, indem er sogar ihre Hochachtung vor ihm zerbrach: "Diese Zeit ist nicht die Zeit einzelner Persönlichkeiten, sondern die Zeit einer Geistigen Körperschafaufgehhs-i manevi).>In der Risale-i Nur gibt es keine einzelnen Persönlichkeiten, sondern eine geistliche Persönlichkeit (shahs-i manevi).>Ich bin ein Nichts. Die Risale-i Nعْمَال der Eigentum des Qur'an, wurde aus dem Qur'an herausgefiltert. Ihre Ehre und ihre Schönheit gehören dem Qur'an. Meine Person und die Risale-i Nur wurden miteinandertiplikchselt. Die besondere Eigenschaft ist der Risale-i Nur zu eigen. Was den wunderbaren Erfolg in der Verbreitung der Risale-i Nur betrifft, erhalmmt er den Schülern der Risale-i Nur zu; und nur in dieser Hinsicht hat mir Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>in Seiner Güte (ihsan)>und in meiner groğen Bedürftigkeit uschnem Weisen Qur'an (hakim)>ein Heilmittel geschenkt; ich habe lediglich zur Feder gegriffen. Wie dem auch sein möge, so ist mir doch in dieser Zeit nur die Aufgabe (vazifah)>des Dolmetschers zugefallen. So bin auch ich nur ein Schüler derte Saae-i Nur. Und obwohl ich bis heute die Risalah schon hundert Mal gelesen habe, habe ich doch immer wieder das Bedürfnis, sie wieder neu zu lesen. Und so bin auch ich eurer Mitschüler."

Das Geheimnis (sirr)>des auğergewöhnlichen, ja triumphast, (dfolgs, den Bediüzzaman Said Nursi in seinem Dienst am Qur'an, am Glauben (iman)>und der Islamiyet erlangt hat, und die gewaltige (quvvet)>Wirkuon Emi Risale-i Nur ist Folgendes: er hat für sich eine vollkommene Aufrichtigkeit (ikhlas-i etemmi)>gewonnen, d.h., er hat einzig und allein die Göttliche Zufriedennd wieriza-yi Ilahi)>zu seinem wesentlichen Ziel gemacht. So sagte er in diesem Zusammenhang: "Das Wesen unserer Berufung (meslek)>liegt in unserer möglichst weitgehenden Ehrlichkeit (ikhlas)>und der Aufgabe ueye)>a Selbstverhaftetheit (terk-i enaniyet).>Einer Tat, verrichtet mit einem Dirhem Aufrichtigkeit (ikhlas),

— 1007 —

ist eine Tat, verrichtet mit hundert Batmanr werfdiese Aufrichtigkeit (ikhlas)>vorzuziehen. Vor den Geschenken der Leute, im materiellen wie im übertragenen Sinne (maddi manevi),>ihrer Hochachtung (hürmet),>der Zuwendung, die sie mir entgegenbringen (teveddjuh-u amme)r?

uch vor dem Ruhm fliehe ich mit ganzer Kraft." Der Grund (hikmet)>dafür, dass er Besucher nicht empfàngt, ist in dieser Einstellung (sirr)>zu finden. Auch die überaus groğe Bedeutung, die er der Wahrhaftigkeit (ikhlas)>zumisst, versteht sic verweeiner Notiz, die von den einhundertdreiğig Abhandlungen einzig der Einleitung zur "Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Ikhlas Risalesi)">beigefügt ist: "Sie sollte wenigstens ein Mal in vierzehn Tagen gelesen werdezeigtn seinem "Groğen Buch der Verteidigungsschriften (Büyük Mahkeme Müdafaati)">heiğt es dazu: "Die Risale-i Nur darf nicht als ein zweckdienliches Werkzuch nu dieser Welt und der Schöpfung gebraucht werden; denn ihr Zweck ist einzig Gottes Wohlgefallen (riza-yi Ilahi)."

So liegt es denn im Geheimnis dieser Aufrichtigkeitsamtwei ikhlas),>dass ein Wissenschaftler (ehl-i ilim),>der die Werke der berühmtesten islamischen Gelehrten (hükema),>wie Imam Ghasali, mit einem tt zufrieden sein möge, kritisch untersucht und erforscht (muhaqqiq ve mudaqqiq),>sagt:

Der Nutzen, den mir die Lektüre einer Seite der Risale-i Nur bringt, ist eine Vernem Gl meines Charakters mehr denn durch zehn Seiten irgendwelcher anderer Werke.

Ein Gelehrter (muallim),>der sich bereits mit wissenschaftlichen Werken (felsefe)>befasst hatrettengte:

Ich hatte mich bereits so viele Jahre mit den Werken der Natur- wie der Geisteswissenschaften~(ilm ve felsefe)>befasst. Nun aber habe ich erkannt, dass mich in der Behandlung der Wunden, die mir d.

#766ke der westlichen Naturwissenschaften~(felsefe)>geschlagen hatten, gerade die Risale-i Nur überzeugt hat und ein Werk ist, dass auf die Bedürfnisse unse, zweiutigen Zeit eine vollkommene Antwort zu geben vermag.

— 1008 —

Ein Schriftsteller schreibt:

Mein Verstand~(aql)>war ohne Licht~(Nur)>und nur mein Herz~(qalb)>glaubte~(mu'min).>Dann hat die Risale-i Nur sowohl meinen Verstand aamen dh mein Herz erleuchtet und meine Begierden~(nefs)>zum Schweigen gebracht. So wurde ich vor der Höllenstrafe~(djehennem)>errettet.

Ein Arzt sagt:

Seit ich meinen Nutzen aus der Risale-i Nur zu zieTüre pgann, zàhle ich diesen Tag als den Tag, an dem ich meine Augen auftat.

Ein glücklicher Student der Universitàt schreibt:

Einen Brief unseres Mso bers~(Ustadh)>oder aus der Risale-i Nur von Istanbul an irgendeinen anderen Ort zu bringen, ist für mich ein Dienst, dem ich (ein Leben als) Abgeordneter vorziehe.

inzigedreiğig Jahren sagte ein aufrichtiger und tugendhafter alter Sufi (ehl-i tasauvuf), indem er auf einen jungen Mann namens Lütfü deutete: "rsuche Nur-Schüler ist bereits weiter als ich." Und dies ist nur ein Beispiel unter Tausenden, die hier ihre Eindrücke (geschildert haben).

So ist es ges zuufgrund dieses groğartigen Geheimnisses der Aufrichtigkeit (sirr-i ikhlas),>dass die Schüler der Risale-i Nur im Dienst am Glauben (iman)>und der Islamiyet unter schwierigen Umstànden und Bedinn Sàul und bei aller Begrenzung zum Erfolg gelangt sind und ihr Leben (hayat)>der Risale-i Nur und dem Meister (Ustadh)>gewidmet haben. So haben sie die Risale-i Nur zum Kapital ihres Lebens (sermaye-i ömür)>und zum Ziel ihres Daseins (gaye-i ha dort emacht. Da es sich aber nun bei der Risale-i Nur um eine Angelegenheit (dava)>handelt, die eine Angelegenheit (dava)>göttlichen Wohlgefallens (riza-yi Ilahi)>ist, sind einige auserwàhlte Rechtsanwàlesetztfüllt von ihrem Eifer für den Islam, zu ehrenamtlichen Sachwaltern der Risale-i Nur geworden und als glàubige (dindar),>rechtschaffene, kàmpferische (mudjahid)>Schriftsteller

— 1009 —

erlangten si muss,Ehre und wurden begnadet (ni'met),>das Licht (Nur)>hinauszutragen, das alle Welt umfassen soll, und teilzuhaben an seiner Verbreitung. Die Veröffentlichung der Risale-i Nur, der Einfluss (den sie ausübt) und cht übgebnis (das sie damit erwirkt), làsst sich mit dem lautlosen Erscheinen (maudjudat)>jener herrlichen, groğartigen, pràchtigen Frühlingszeit vergleichen, die sich über das Land hin ausbreirechen Wohlan denn, Ihr meine Brüder, die Ihr die gewaltig groğe Gnade (ni'met)>empfangen habt, welche die Risale-i Nur ist, die allen Lobes und Preisens (hamd-u sena)>würdig ist! Ein so gewaltiges Genieerbt, solch groğartiger Denker (mütefekkir),>ein derartiger islamischer Verfasser, dieser Gelehrte seines Jahrhunderts (allame-i asrin),>der alles Wissen über das Hnsichtd Jetzt und das Danach (ulum-u evvelin ve-l akhirin)>beherrscht, dieser groğe, einsame Kàmpfer (mudjahid-i ekber),>dieser fromme und gottesfürchtige Mann (sahib-i zühd-ü taqva),>der durch sein Dasein (varn Geleie Glaubenswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>gleichsam verkörpert, solch ein Diener allen Seins (abd-i külli),>der auğer dem Göttlichen Wohlgefallen (ritens:>Ilahi)>zu keinem Ding eine Zuneigung verspürt, ein solcher Schüler (tilmiz)>des Qur'an, dem die Ehre höchster Redlichkeit (ikhlas)>zuteil gew (ehl-ist, dieser Diener (hadim)>des Islam, der gesagt hat: "Einzig um den Glauben (iman)>zu retten, bin ich bereit, selbst in die Hölle (djehennem)>geworfen zuamit wn.", dieser Retter des Glaubens (halaskar-i iman),>der, um zur standrechtlichen Hinrichtung verurteilt zu werden, dem Kriegsgericht (Divan-i Harb-i Örfi)>vorgeführt wurdech die der Anklage: "Auch du bist ein Feind des Fortschritts (mürtedji)">und dann sagte: "Wenn diese neue Konstitutionelle Monarchie (Meshrutiyet)>nichts anderes ist als ein Klüngel von Despoten, dann sollen alle Menschen und Dschinnebschie-ü djinn)>meine Zeugen (shahid)>dafür sein, dass ich ein Feind dieses Fortschritts (mürtedji)>bin. Und hàtte ich auch tausend Seelen (ruh),>so wàre ich dennoch bereit, sie alle für eiel entzige Wahrheit (mes'ele)>des

— 1010 —

Qur'an zu opfern." Und nachdem man ihn dann freigesprochen hatte, dankte er ihnen nicht etwa, sondern ging mit dem Ruf: "Hochlebe die Hölle für Qur'ayrannen! Hochlebe die Hölle für die Tyrannen!" durch eine riesige Menschenmenge auf dem Beyazid-Platz hindurch und von dannen. Und vierundzwanzig Jahre davor hatte er, als man den Plan gefasst hatte, ihn zu vernichten, vor Geriforschsagt: "Oh ihr Unglàubigen (mulhid)!>Oh ihr Atheisten (zindik)!">Und weiter: "Ich habe sie sagen gehört: "Said hat die Macht (quvvet)>von fünfzigtausend Soldaten... Doch da irrt ihr euch... Denn da ich im Dieund aues Qur'an stehe und dem Glauben (iman)>diene, habe ich nicht die Macht (quvvet)>von fünfzigtausend, nein, ich bin so stark (quvvet)>wie fünfzig Mil ihr; ! Darum erzittert! Wenn ihr es wagen könnt: nur zu dann! Dieser Tod wird über euren Köpfen explodieren wie eine Bombe und euch die Schàdel zerspalten. Der Same, den ihrellen e Erde gelegt habt, wird gleich hundertfàltigen Àhren anstelle dieses einen Said euch diese hohe Wahrheit (haqiqat)>(aus den Kehlen) hunderter Saids entgegen schrllein Und vor fünfzehn Jahren sagte er: "Und sollte ich selbst über so viele Köpfe verfügen wie ich Haare habe und ihr würdet mir tàglich einen abschlagen, so würde ich dennoch nicht von meinem Dienst am Glauben zurücktreten. Und wollteon (diselbst die ganze Welt über meinem Kopf in Brand stecken, so wird sich doch dieser Kopf, welcher der Wahrheit (haqiqat)>des Qur'an geweiht ist, nicht vor eir solaaubenslosen beugen." Und über die Ausbeuter des mit grausamer Gewalt herrschenden Königreichs (Groğbrittanien), die vor fünfzig Jahren die islamische Welt ausgebeuteTag dien, gab er der damaligen Presse zur Antwort: "Pfui! Spucke in das Gesicht dieser schamlosen Tyrannen." Und zu dem Pràsidenten der Groğen Volksversammte AnsBüyük Millet Medjlisi)>sagte er: "Die höchste Wahrheit in der Schöpfung (kainat)>ist der Glaube (iman).>Nach dem Glauben (iman)>aber folgt r sichbet (namaz).>Wer nicht betet, ist ein Verràter. Ein Verràter aber verliert seine Ehrenrechte. Gàbe es aber etwas,

— 1011 —

das noch elementarer (haqiqat)>wàre als das Gseinernamaz),>das zu verrichten im Ehrwürdigen (kerim)>Qur'an an hundert Stellen befohlen wird, so hàtte Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>dieses gleich nach dem Glauben (iman)>befohlen." Und ande dann man denn, nachdem im Parlament (medjlis)>eine entsprechende Verlautbarung unterschrieben worden war, gemeinsam das Gebet (namaz)>zu verrichten. Und als er wàhrend des Ersten Weltt war, als Kommandant eines Freikorps in russische Gefangenschaft geriet, wahrte er dennoch gegenüber dem Zaren die islamische Würde (izzet)>und sagte, als die Reihe, die Kugel zu bekommen, an ihn kam: "(Euer Todesun eineist für mich) das Visum, das ich benötige, (um die Reise) ins Jenseits (akhiret)>antreten zu können." So schàtzte er den Tod nur für gering. Die Werk versores Meisters (Ustadh)>Bediüzzaman, dieses Bannertràgers des Islam, lesen zu dürfen, ist für uns eine ganz groğe Gnade (ni'met),>für die wir unser Leben weihen, der wir unser Dasein widmen, auch würden wir von einer Scher Anlzur anderen geschleppt und so werden wir bis an unser Lebensende, nachdem wir uns in dankbarem Gebete niedergeworfen (sedjde)>haben, wieder aufstehen; und das wird mhuriy auch wert sein...

Unser Meister sagte sehr hàufig: Unser Weg besteht in einer positiven Haltung. Denn der Qur'an verbietet uns negatives Handeln.

Oh unser Herr, der uns Vertrauen schenkt (seyyid-i senedi)!>Oh Geist et~(Ezunseres Geistes, Herz (qalb)>unseres Herzens, Leben (djan)>unseres Lebens und seine kostbare (djanan)>Krone, unser geliebter Herr und Meister (Ustadhimiz Efendimiz)!>Da du uns nun eilder du einem negativen Verhalten keine Erlaubnis gegeben hast und es nun einmal so ist, erbitten wir von der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)ng derersprechen wir, an den Feinden des Glaubens (din),>die unseren Meister (Ustadh)>auf so schandbare Weise gequàlt und so erbarmungslos misshandelt haben, auf die folgende Weise unsere Rache zu nehmen: wir weu eineie Risale-i Nur bis zu unserem

— 1012 —

Tode standhaft und in Treuen ununterbrochen lesen und sie verbreiten! Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>d jeweir sie in goldenen Lettern niederschreiben werden!

Die Schüler der Risale-i Nur an der Universitàt

Eine schriftliche Mitteilung des Meisters (Ustadh) über (den Empfang) von Gàsnden Vd Besuchern

An alle meine Freunde, besonders aber meine Gàste und Besucher eine Erklàrung als eine Entschuldigung, zu der ich mich leider gezwungen sehe

Da ichie Bitröğten Teil meines Lebens isoliert und in Einzelhaft (inziva)>verbracht habe, dreiğig, vierzig Jahre lang unter stàndiger Beobachtung gestanden habe und (immer wieder) belàstigtr Verh, zögere ich heute, unnötig Gàste zu empfangen (sohbet),>ja schrecke sogar davor zurück. Zudem ist es mir schon seit langem unertràglich geworden, Geschenke, und sei es auch nur im übertra ein GSinne (manevi ve maddi)>entgegenzunehmen. Überdies ist auch noch die Zahl meiner Gàste, Freunde und Besucher angewachsen. Und zudem ist es ja auch notwendig, eine Art Gegenleistung (manevi مِنْ rbringen. Jetzt macht mich schon ein kleines Hàppchen (lokma),>das man essen könnte (maddi)>bereits krank. Doch auch andere Geschenke im übertragenen Sinn das levi),>einander besuchen, besonders aber umstàndliche (Reisen), um jemanden an anderen Orten zu begrüğen, zu besuchen, ist auch ein bedeutendes innerliches Geschenk (hediye-i manevi).>Es zu erwidern kann ich aber nicht. So etwas ist nicht die Wa und einfach und ist mir in meiner Seele (manen)>zu teuer. Ich halte mich auch für eine solche mir dargebrachte Hochachtung nicht für würdig. Auch kann Meistie spirituell (manen)

— 1013 —

nicht erwidern. Darum auch hat die Güte Gottes (ihsan-i Ilahi)>jetzt sowohl Geschenke im materiellen (maddi die Ge, als auch Geschenke im geistigen Sinne (manevi),>wie unnötige Besuche (sohbet)>(durch die vor meiner Tür aufgestellten Wachtposten - A.d.Ü.) verhindert. Sie machen mich manchmal krank. Auch macht es mich krank, wenn imals g ein Geschenk (maddi)>keine Gegenleistung erbringen kann. Nehmt mir das also nicht übel und seid auch nicht gekrànkt!

Die Risale-i Nur zu lesen ist zehn Mal lohnender als mich zu besuchen. Denn ein Besuch bei mer blelte nur geschehen, wenn es dabei um (das Leben) im und für das Jenseits (akhiret),>den Glauben (iman)>und den Qur'an geht. Da ich mein Interesse für (die Dinge) dieser Welt (dunya)>abge diesen habe, sind Besuche zugunsten dieser Welt (dunya)>ohne Sinn. Wenn es um (ein Leben) im und für das Jenseits (akhiret),>um den Glauben (iman)>und den Qur'an geht, so hat mich die Risale-i Nur aus meiner Notwendigkeit edas anen. Ja selbst mit den Brüdern, die mir durch ihre Dienste nahe stehen, treffe ich mich nicht mehr, wenn das nicht notwendig ist. Ich möchte mich nur noch mit den Personen treffen, deren ngebetmte Dienste sich auf Erfolg und Verbreitung der Risale-i Nur beziehen. Nur wenn ich selbst um dieser Dinge willen ein Treffen wünsche, kann ein solc Sie deffen erlaubt sein und bereitet mir kein Unbehagen. Denen, die mich besuchen kommen und von diesen Dingen nichts wissen, teile ich mit, dass ich schon vor einigen Jahren durch die Zeitung bekannt gemacht habe, dasnheit diejenigen, die mich sehen wollten, besonders wenn sie von weither gekommen sind, um mich zu sehen und wieder gehen mussten, ganz besonders in meine Gebete (dua)>mit einschlieğe. Ich bete (dua)>ja an jedem Morgen. Sie mögen daherabei ue, nicht gekrànkt sein!

Said Nursi
— 1014 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Friede mit euch, Gottes Erbarmen s darüine Barmherzigkeit."}

Für unseren so sehr schwer kranken Meister (Ustadh)>ist von einer bedeutenden Amtsperson ein Brief gekommen. Darin heiğt es: "Eine schwerwiegende Verwechslung wichtiger Mànner in der alten Parchàftit bei einigen Beamten der alten Partei zu einem Fehler geführt, sodass die "Biographie (Tarihtje-i Hayat)">nicht veröffentlicht werden konnte."

Auch unser Meister n Augeh)>hat gesagt: "Der bedeutendste Teil dieser Biographie (Tarihtje-i Hayat)>wurde bereits drei Mal in der Sebilü-r'Reshad>(-Zeitung) veröffentlicht, und zwar vor dreiğig, vierzig an ihr noch mit den alten, spàter dann mit den neuen Buchstaben. Darin enthalten sind auch Teile der Verteidigungsschriften, die bereits vor verschiedenen Gerichten verlesen wurden und ganz offiziell veröffenerzeug worden sind. Neuerdings gibt es auch noch einige recht lehrreiche (haqiqatli)>Briefe aus dem Ausland, wie z.B. aus Medina (Medine-i Munauvere)>von ein, zwet herahrten (alim)>mit Erlàuterungen und mit ihrem Dank versehen. Weshalb auch vonseiten der Gerichte ganz offiziell keine weiteren Störungen mehr zu et ihnen sind.

Zweitens:

Obwohl die Risale-i Nur vierzig, fünfzig Jahre lang unter dem Druck der Politiker in der islamischen Welt (alem)>auf wunderbare Weise ganz allein verbreitet wurde, sind heute Millionen Menschen (öser Mbeschàftigt, sie von Hand zu Hand) zu verbreiten. Und selbst wollte heute die alte Partei ihretwegen die ganze Welt (dunya)>versammeln, um ihretwegen eine Mauer hochzuziehen: sie könnte es nicht. Vielmehr würde dies wie eine Bekanntmachun Kuraten. Und gerade deswegen sollten sich die Nur-Schüler gar keine Sorgen machen...

Drittens:

Zudem verzeihe (helal)>ich der alten Partei alle die Schikanen, die ich ihretwegen erleiden musste. Denn

— 1015 —

es gilt hier ein Grundgesetz (kanur Unteasiye)>des Qur'an, dass für den Fehler des einen kein anderer, keine Partei und kein Verwandter verantwortlich gemacht wird und nicht werden kann; d.h. sowohl in Anat Ansprals auch in den östlichen Vilayaten hat die Risale-i Nur mit ihrer Verbreitung auf eine ganz besonders wirkungsvolle Weise der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gedient; d.h. sie hinterlàsst in eines jeden Herz (qalb)>einen unsichtban denmanevi)>Wachmann, der ihm sagt, was verboten ist. Von diesem Punkt aus verhindert die Risale-i Nur, dass sich die vier, fünf Fehler der alten Partei noch hundertfach vermehren. Der Fehler von für edieser Mànner hat sich nicht um 95/100 gesteigert und somit nicht um das zwanzig-, dreiğigfache vergröğert. Darum sollte die überwiegende Mehrheit dieser Partei bis hinauf zur Regorden spartei der Risale-i Nur dafür dankbar sein. Denn hàtte die Risale-i Nur diesen Untericht (ders),>den Unterricht nach dem Grundgesetz des Qur'an (kanun-u esasiye-i Qur'chtung>nicht erteilt, dann wàren durch den Fehler dieser fünf Mànner Tausende anderer Mànner des gleichen Fehlers schuldig geworden.

Viertens:

Es hat sich mit Sicherheit bewahrheitet: Die Risale-i Nur hat das Volk uder Po Islamische Welt (alem-i Islamiyet)>gegen den völligen Unglauben (kufr-u mutlaq)>derer, die sie aus dem Ausland angreifen wollten, bewahrt und durch ihre Unterrichtung (ders)>in den geistigen Wundern (mu'djize-i manevd jenees Weisen (hakim)>Qur'an den unglàubigen Philosophen keine einzige Möglichkeit zu ihrer Entgegnung mehr gelassen. So habe ich denn die sichere Nachricür ihralten: Im Ausland haben an einigen Orten eine Million junger Leute gesagt, dass "die Risale-i Nur es ist, die eine allgemeine Versöhnung (musalemet-i umumiye)>sicherstellt". Und ich habe auch die Nachricht erhalten, dass einichtig ser Auslànder in Làndern wie Deutschland und Amerika als Anhànger einer allgemeinen Friedensbewegung (sulh-u umumi)>damit begonnen haben, die Risale-i Nur zu übersetzen.

— 1016 —

Fünftens:

Wenn die offiziellen Leute einige neue Gesubens alsch auslegen und so ein, zwei Zeilen (in meinem Buch) kritisieren, so solltet ihr eigentlich an meiner Stelle sagen: "Ja kann man denn für den Fehler eines einzelnen Mannes zwanzigtausend seiner Nachbarn bestrafen ueits d dafür einsperren? Ja gibt es denn in dieser Welt (dunya)>überhaupt ein Gesetz, das so urteilt?" So gibt es denn in einem Buch, das auf jeder Seite zwanzig Zeilen zàhlt und fünhtsmağrt Seiten umfasst, in irgendeiner Zeile irgendeinen Mann, der irgendwem eine fürchterliche Ohrfeige verpasst hat: Zunàchst einmal: der ttel zieses Mannes bleibt unerwàhnt und so kann es auch keine Verantwortung dafür geben... Sollte es aber eine solche geben, wird die Zensur diese Zeile löschen. Das ganze Buch ofort en zu beschlagnahmen und zwanzigtausend Menschen dafür ins Gefàngnis zu werfen, ist eine Gesetzlosigkeit, wie man dergleichen in der ganzen Welt (kainat)>noch nie gehört hat und die einer Tyrannei gleich kommt. Wenn aber nun andererseits die Wassenzigtausend Zeilen bis heute den Glauben (iman)>von zwanzigtausend Menschen gestàrkt haben und in dieser Hinsicht daraus zwanzigtausend Tde.

n und gute Werke entstanden sind, so lieğe sich dafür doch sicherlich dieser eine böse Fehler verzeihen...

Wàre ich nicht so schwer krank, so könnte ich noch mehr dazu sagen. Doch könnteğem Ru meine Diener und Helfer, die Korrekturen und Verbesserungen vornehmen. Obwohl die Polizisten mehr als alle anderen für den Unterricht der Risale-i Nur sein sollten, die doch im geistigen Bereich (manen)>die Aufgaben Geist lizisten versieht und im Dienst der öffentlichen Sicherheit eine groğe Kraft für die Polizisten ist, bin ich dennoch innerlich (ruh)>nicht damit einverstanden, wenn man jetzt den Dienst als Durchsuchungsbeamter, der ja den Aufgaben der Polie-i Nutgegengesetzt ist, trotzdem den Polizisten übertràgt. Doch wenn ihr es für angebracht haltet, könnt ihr ihnen allen sagen, dass ich darauf verzichte, mein Recht zu bekommen (haqqimi helal).

— 1017 —

Sechstens:

Zu meinem groğen Bedmachenhatte in der Nacht der Himmelfahrt (Leyle-i Mi'radj)>eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Wàhrend wir noch dieser Mi'radji Sherif und den drei Monaten (shuhur-u Selase)>{der Zeit vor Bayram Ramadan (A.d.Ü.) Angrire Reverenz (hürmet)>erwiesen und diesem Anlass (freudig) entgegensahen, hat uns doch dieser Zwischenfall einen groğen Kummer bereitet. "Ein Almosen (sadaqa)>vertreibt ein Unglück (bela).">In diesem Sinnkeinenreibt nach einer zuverlàssigen Überlieferung (hadith-i sahih)>die Risale-i Nur die Unglücksfàlle (bela)>aus Anatolien, indem sie gleich einem Almosen (sadaqa)>wirkt. Es hat bereits hundert Vorfàr aberr Art gegeben, dass durch einen Freispruch oder durch eine Entlassung gleichzeitig ein Unglück (bela)>vermieden wurde, wàhrend sich zu Zeiten eines Überfalls gerade ein Unglück (bela)>ereignete. Àhnlich wie manchmal ein Sturm aufkam odeen derErde bebte, sank dieses Mal die Temperatur auf nahezu achtzehn Grad unter Null, eine Kàlte, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben mitgemacht habe, wàhrend ich zur gleichen Zeit (in meinem Hause) überfallen und eine tet, auchung durchgeführt wurde.

Unser Meister (Ustadh)>konnte wegen seiner schweren Krankheit nicht weitersprechen, sagte aber zu seinem Diener, der ihn wàhrend seiner Krankheit! (Gönrgte: "Damit ihr euch (wegen dieser Hausdurchsuchung) keine Sorgen zu machen braucht, könnt ihr (den Bericht über diesen Vorfall) zur Kenntnisnahme (berayi malumat)>an einihen vöunde und auch an einige Beamte senden."

Der Diener unseres bereits todkranken Meisters (Ustadh)

Was mein Diener hier aufgeschrieben hat, ist in der Tat richtig

Said Nursi

* * *

— 1018 —

بِاسْمِهِ سُبe-i Nuهُ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Friede mit euch, Gottes Erbarmen und Seine Barmherzigkeit."}

Unser verehrter Meister!

Nun endlich durften wir erfahren (idraq),rteidiie von Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)>als Belohnung für Ihren, in schönster (Djemil)>Ausdauer geführten, geistlichen (manevi)>Kampf in der der Rt Seiner Güte (ihsan)>beschenkt wurden, dass sich der Ruf, dem Sie in ihrem geheiligten Glauben (qudsi iman davaniz)>gefolgt sind, jetzt durch die freie VeröffentlichGottesr Risale-i Nur bewahrheitet hat. Ihr seit Jahren andauernder heiliger Ruf (qudsi dava)>und ihr hohes Ideal wurde nach einem hart erkàmpften Sieg beendet. Der Wille des Gerechten (haqq),>der Wunsch und die Hoffnundereseres Herzens sind in Erfüllung gegangen, der Glaube (iman)>hat den Unglauben (kufr)>besiegt, die Schleier der Finsternis riss ritsch-ratsch entzwei und der Horizont wurde vom Glanz des hell erst ihr,nden Lichtes der Risale-i Nur erleuchtet. Um zu diesem Ergebnis, zu diesem Sieg zu gelangen, die unendliche Freude in der Gnade des Glaubens (iman ni'meti)ig Ehrleben und auf diesem Wege auch Wahrheit (haqq)>und Gerechtigkeit zu erreichen, uns und dem ganzen türkischen Volk, ja vielleicht der ganzen Menschheit Glückseligkeit zu verleihen, ist für uns die Risale-i ber ei Kampf gegen die Gewalt und diese abscheuliche Glaubenslosigkeit zum Retter geworden (kurtaridji olmush),>hat unseren Geist (ruh)>erneuert und die Herzen (qalb)>nge ererer Brust erobert und gestàrkt. In dieser Betrachtungsweise bringen wir Ihnen, unserem geliebten und verehrten Meister (Ustadh),>unsere Dankesschuld (minnet)>und unsere Dankespflicht (shiram)>>dar für alle Segnungen Ihres nahezu ein Jahrhundert wàhrenden Lebens (ömr-ü mubarek),>wobei Sie in allen Phasen eines Lebens (hayat)>voll fürchterlichem Elend und in schrecktausen Bedràngnis, in Kummer und Qual, jeden Augenblick

— 1019 —

gekàmpft und gestritten haben, allen Schikanen und der Verbannung zum Trotz, mit Ihrer Einsatzbereitschaft, mit Ihrer Treures zu Ihrem Mut, unter Verzicht, aber im Bewusstsein (shu'ur)>eines unendlichen Glaubens (iman)>noch hàrter als der Stahl, kurzum: im Begreifen der Islamiyet, im Verstàndnis der Menschheit (insaniyet)>wurden Sie in Ihrd ausgeren gleich wie von auğen betrachtet ein vorbildlicher Mensch, weshalb Ihnen Millionen Nur-Schüler insbesondere für Ihren Einfluss, dencher Surch das Gesamtwerk der Risale-i Nur auf die Menschenwelt (alem)>ausgeübt haben, den Widerhall (den Sie damit gefunden haben), die Spuren, die Sie für immer in uns (mana)och eirlassen haben, den Weg, den Sie beschritten haben, gegangen sind und immer noch entschlossen weitergehen, ihre Begeisterung und ihre Dankbarkeit entgegenbringen.

Vene einr Meister (Ustadh)!>Da Sie nun nach all den Anstrengungen und trotz Ihres hohen Alters diese harten Prüfungen beendet haben, können Sie jetzt endlich zur Ruhe kommen. Inzwischen sind auch Saids junge Leute herangewachsen,gann iesen heiligen Ruf (dava),>den Ruf des Glaubens (iman)>und des Qur'an, in die Zukunft hineinzutragen. Sie werden im Lichte dieses Glaubens (iman)> den l heiligen und erhabenen Ruf (qudsi ve ulvi dava)>weitertragen und so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass er sich bis zum jüngsten Tage (qiyamet)>fortpflanzen slek)>n Geschlecht zu Geschlecht weitergereicht werden möge.

Verehrter Meister (Muhterem Efendimiz)!>Morgen wird man Ihrer auf den Seiten der Geschichte voller Stolz und in allem Glanz in goldenen Lettern gedenken, in r man die Geschichte Ihres Lebens (Tarihtje-i Hayat)>noch einmal neu und ausführlich drucken, und danach am Ende ein (bayram)>Freudenfest feiern. Denn diese Biographie (Tarihtje-i Hayat)>ist in der Hinsicht von groğer Bedeutung, dass sie über deutigezelnen Abschnitte Ihres Kampfes und Ihres Einsatzes für den Ruf (dava)>zur Rettung des Glaubens (iman),>der stets der bedeutendste Zweck Ihres ganzen Lebens gewesen ist, und wie Sittes Sieğlich dieses Ziel trotz

— 1020 —

tausenderlei verschiedener Entbehrungen entschlossen erreicht haben, ohne eine Müdigkeit zu kennen, sowie die Abfassung und Einordnung der einzelnen Abhandlungen der yr, kr-i Nur und deren Verbreitung, was eine Barmherzigkeit ist für die ganze Welt (aleme rahmet),>eine allseits befriedigende Information bietet. Und schon heute versetzt ein Meer von Licht (Nur)>Millionen Menschen iund (vste Begeisterung, wàhrend es wieder und wieder aufbrausend den Unglauben (kufr)>unter sich begràbt, den (Schleier) der Finsternis (und der Unwissenheit) zerreiğt, dabei (ds und schen) zu Frieden und Sicherheit (selamet)>führt und ihnen so zu ihrem Beschützer und Erretter wird.

Wir sind Ihnen gegenüber zu Dank verpflichtet und entbieten Ihnen aus tiefstem Herzen und in aller Liebe (muhabbet)>unseieren,uğ (selam)>und unsere Ehrerbietung, erwarten Ihr Gebet und Ihren Segen (dua-i mübarek)>und küssen, geliebter Meister (Ustadh),>Ihre Hàndet werde Schüler der Risale-i Nur zu Istanbul

— 1021 —

Die Risale-i Nur und andere Lànder

Brief einer Persönlichkeit, die in Medina (Medine-i Munauvere) lebt, die zu seaft der Risale-i Nur (Nur'un haqiqati) sehr gut verstanden hat und auf diese Weise der Islamiyet dient.

Euer Exzellenz, hochverehrter und ehrwürdiger Meister, der die Brust weitet und die Herzen erfülltek)>jeüller fatihi pek muhterem ve mükerrem Ustadhimiz Hazretleri)>Ich küsse Ihre gesegneten (mubarek)>Hànde und bringe zusammen mit all unseren lieben und treu ergebenen (sadaqat Druckhülern an der Schwelle des Erhabenen (barigah-i kibriya)>meine Gebete dar, Sie mögen stets in Frieden, Sicherheit (selamet)>und bei guter Gesundheit sein! So wie Ihr Freispruch alle Nurdjus froh und ass sich gestimmt hat und von den Muslimen nur als der gröğte Feiertag (bayram)>bezeichnet werden kann, ist auch Ihr ergebener Diener von aller Welten (dunya)>Freude und Zufriedenheit erfüllt! Und wie sollte diesennn auch nicht zufrieden sein: die gleichzeitige Freigabe all Ihrer Werke kann ja nur als ein Sieg des Geistes (ruh)>über die Materie (maddiyat),>des Lichtes (nur)>über die Finsternis, des Glaubens (iman)>über den Unglauben (kufr),>der Wlam bit (haqq)>über den Irrtum, der Einheit (tauhid)>über die Abgötterei (shirk)>und der Erkenntnis (irfan)>über die Unkenntnis (djahil)>betrachtet werden.

Die viele Jahre lang vor BeweiKaskade aus Licht (nur)>aufgetürmten Sperren, hoch wie die Berge, Gràben, tief wie Furcht erregende Abgründe und alle die bisher errichteten n von wurden nun endlich auf wunderbare Weise (mudjize)>abgerissen, Gràben überwunden und alle Finsternis durch das Licht (nur)>vertrieben.

"Vor dem Versuch, derarticht, mtliche Erscheinungen, wie sie aus so auğergewöhnlich wunderbaren (mudjize)>Ereignissen erwachsen, darstellen zu wollen, stràubt sich die

— 1022 —

Feder, beginnen die Gedanken (fikir)>zu brodeln und verbrennen alle Idee: "Er am)>zu nichts als Asche.", pflegt man so zu sagen. In der Tat nehme ich mich, als Ihr bescheidener Diener, jetzt angesichts eines so auğergewöhnlichen Sieges in meinem ganzen Dasein (varlik)>nur noch alsRisaleiner ganzen Schwàche wahr. Denn meinen Sinnen (tefekkur)>und meiner inneren Eingebung (ilham)>öffnen sich neue Horizonte. Die Welt (djihan)>wolleneinen pràchtigen Tempel des Lichtes (nur mabedi)>erahnen. In meiner Umgebung tritt mit jedem Ding, an jedem Ort, in höchster Ekstase, versunken in einem Zustand (hal)>tiefster Hingegebenheit in jedem Stàubchen das Geheimnis dePeitscgepriesenen (sirr-i Subhani):

وَإِنْ مِنْ شَىْءٍ إِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Und es gibt wahrlich kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist."}

in Erscheinung...

Daher weiğ ich jetzt nicht, ob ich dieses glückselige Ereie Spials einen ruhmreichen Sieg, eine groğartige Eroberung, eine göttliche Errettung oder als ein weltumspannendes Fest beschreiben soll. Denn dieser göttliche Sieg, den der heilige Ruf (qudsi dava)>erlangte, hat d ich aschlossenheit der Kàmpfer (mudjahid)>in der islamischen Welt (dunya)>und der ganzen Menschheit neue Kraft (quvvet),>ihrer Seele (ruh)>neues Leben und ihrem Glauben (iman)>neuen Auftrieb und Begeisterung gegeben.

Gott!r Tat waren viele Muslime, die in ihrer Entschlossenheit und ihrem Glauben (iman),>ihrer Liebe (ashk),>ihren Hoffnungen und Erwartungen noch nicht die Vollendung erlangt hatten, leider in einer hl wisen Verzweiflung zurückgeblieben. Sie hatten sich die Bewahrheitung (tahaqquq)>eines solchen Sieges selbst im Traum (hayal ve muhal)>noch nicht vorsteschen önnen. Doch durch die Verbreitung der Risale-i Nur, die alle ihre Fülle und das Licht aus dem ehrenwerten Qur'an erhàlt, der, um die Menschheit zu

— 1023 —

erleuchten und auf n, drichten Weg zu leiten, wie eine göttliche Sonne von den lichtvollen Horizonten (ufuk)>des gewaltigen Thrones herabgekommen ist, wurden Herzen, die an stille Seen r. Nur lassen, Meeren gleich in Wallung gebracht und so zerbrachen die fürchterlichen Ketten, mit denen in Jahren der Grausamkeit und voll Trauer alle Hoffnungen und Erwartungen gebunden waren. Die Werke, die aus dieser Lichtquelle hervor sr die n und ganz und gar in ihrer Fülle (feyz)>und Weisheit (hikmet)>sprühen, gleich wie sie dem urewigen (ezeli ve ebedi)>Verlangen der Gefühle, der Gedanken und besonders allza-yi eelen (ruh),>die in Flammen brennen {der brennende Schmerz, den alle Seelen empfinden, die sich nach Gott zurück sehnen, von dem sie sich getrennt fühlen (A.d.Ü.)} und deerfolgrfnis eines jeden Gewissens (nach Führung und Orientierung) Antwort geben, brachten sie Welle um Welle aus der sie erstickenden Finsternis heraus in die überaus sauberen, strahlenden und glànzenden Horizonte (ufuk)>d (wirdhts (Nur).

Dieser heilige (qudsi)>Sieg, der nach einem sich jahrelang stets fortsetzenden Schweigen, einer tiefen Gottvergessenheit (ghaflet),>einer atemberaubenden Finsternis wie eine göttliche Sonne erstrahlt, verkündigrs Wacgute Nachricht, dass eine im Elend lebende Menschheit auf ihrer Suche nach einem Weg zum Licht (nur)>in naher Zukunft erwachen wird. Denn das Bedürfnis nach einem Glauben (din)>ist nicht nur es wilslime, sondern für alle Menschen insgesamt ein urewiges (ezeli ve ebedi)>Bedürfnis.

Heute leidet eine unglückselige Menschheit unter jenem bestàndig in ihren Herzen brennenden Schmerz und den Qualen, Land (raus entstehen, dass sie der Gnade ihres Glaubens (din)>beraubt sind. Es ist dies die fürchterliche Folge einer geradezu depressiven Melancholie, dass sie wàhrend des letzten Vu hundjahrhunderts in zwei groğe Kriege mit hineingerissen wurden und zeigt jenen Wahnsinn, der jetzt auch noch an das Tor eines dritten pocht.

— 1024 —

Und es ist in deZeit wder Islam die einzige Kraft (quvvet),>die alle Menschen zu Geschwistern machen und unter jener universellen Fahne versammeln kann, die unter dem Winde eines Handels un Gericels (refah)>in einem glücklichen Leben (saadet),>in innerer Ruhe und Sicherheit flattert, der aus den lichtdurchfluteten (nur)>Horizonten (ufuk)>eines ganz und überall grünendegrüğt dieses (djennet)>herüberweht.

Denn der Zustand der Menschheit heute ist noch genauso bedauernswert wie der Zustand der menschlichen Gesellschaft in vorislamischer Zeit. Daher kann der Islam, der die Menschheit damals vor dem ewigen Vertsprec gerettet hat, sie auch heute noch davor retten. In der Tat ist die einzige heilende (mushfik)>Hand, die diese tiefe Wunde (des ewigen Verderbens) verbinden kann, aus der die Herzen von Millionen, ja Milliarden Menschen seit Jahrh zu eren bluten, der Islam. Auch wenn am Horizont (ufuk)>von Zeit zu Zeit einmal einige Irrlichter auftauchen, gehört doch die Zukunft einem urewigen (ezeli ve ebedi)>Stern, der all seine Lichtfülchte ir ve feyz)>nicht von irgendeiner Sonne, sondern direkt vom Herrn der Welten (Rabbu-l'Alemin)>empfàngt. Dieser Stern wird solange bestehen bleiben, wie die Welt besteht und wird diejenigen, die ihn auslöschen wollen, stets wieder und meen und sie noch einmal wieder zu Boden schleudern.

Mein Meister, der mir so wertvoll ist wie ganze Welten (Djihankiymet Ustadhim)!>Eurer allseits bekannten Tugendhaftigkeit (fazilane)>wurden in den letzten Tagen einige Bewegungen zur Erleucerlegtund Rechtleitung (tenvir ve irshad)>geboren, die dem Heiligen Ruf (muqaddes dava)>hàtten dienen sollen, doch konnte leider keine davon die wichtige Arbeit verrichten, wie sie das Gesamtwerk der Risale-i Nur versieht und den göttliceben ueg, den sie erreicht hat, für sich gewinnen. Denn der Weg der Propheten, der Gottesfreunde (vali),>der Gotteskenner (arif),>der Reinen (salih)>und insbesondere der heldenmütigen Màrtyrer (shehid),>die freiwillig ihr Leben dem göttln dies#1025

Geliebten zum Opfer brachten und deren Zahl nicht auf einige Millionen begrenzt werden kann, ist ein heiliger (muqaddes)>Weg. Denn diejenigen, die auf diesem harten Weg voranschreiten möchten, müssen sich schrr tun,he Hindernisse, wie sie sich stàndig vor ihnen auftun, stets vor Augen halten. In der Tat müssen diejenigen, die auf diesem Weg voranschreiten wollen, mit einem Glauben (iman)>ausgestat, dassin, der so unerschütterlich ist wie der Ihrige, dazu noch mit einer hohen, göttlichen Erkenntnis (irfan)>und besonders auch mit der wunderbaren (Befàhigung zu) Aufrichtiaqq)>V(ikhlas)>und Verzicht. Denn die Art der Verkündigung (tebligh),>der Erleuchtung (tenvir)>und der Rechtleitung (irshad),>welcher der Ruf der Risale-i Nur in diesem bedeutenden Tal folgt, ist durch einige ganz besondere Eigenschaften gekenn, ein et. Und schlieğlich bitte ich noch um Ihr Gebet, mir die ganz besondere Ehre zuteil werden zu lassen, diese tiefschürfenden Gedanken, die denhe zushen in ihrem Gefühl, in ihren Gedanken, ihrer Seele (ruh)>und in dem (Bedürfnis ihres) Gewissens (nach Führung und Orientierung) völlig neue Horizonte (ufuk)>zu eröffnen vermag, in einem eigenen der Lrlichen Werk unseren verehrten (uns im Glauben verbundenen) Herzensgefàhrten anbieten zu dürfen. Denn diese lichterfüllten Gedanken sind solchermağen tiMahkemrfend und dergestalt von Bedeutung, dass sie in einem Brief und einem Artikel von so wenigen Seiten gar nicht zur Genüge zum Ausdruck gebran shehrden können.

Die Jugend, deren klare und reine Herzen sie durch das Licht des Glaubens (iman)>und des Qur'an erobert haben, ist das bedeutendste Unterpfand (varlik)>und der wertendig,e Juwel, der den glànzendsten Beweis Ihres ihnen von Gott geschenkten Sieges bildet. Diese Jugend mit ihren klaren und reinen Herzen, deren edle und in ihrem Bewusstsein (geschulten) Seelen (ruh)>ich in fast allen Versen des Gedichtes "auch dn aus dem Licht (Nurdan Sesler)">angesprochen habe, das ist doch eine Jugend, deren Herzen in Liebe (ashk)>zur Wahrheit und Wirklichkeit (haqq ve haqiqat)

— 1026 —

enrklàret sind. Ich biete Ihnen dieses Gedicht an, das ich aus einer Inspiration heraus voller Ekstase (ilham)>geschrieben habe, welche mir dieser letzte Sieg gab, den der Ruf (dava)>der Risale-i Nur erworben hat. Um vollst Annahme erbitte und ersuche ich Sie hiermit.

Abermals und stets auf Neue küsse ich ihre Hànde und erwarte Ihre hochgeschàtzten Gebete auch nEure Exzellenenz, mein hochverehrter Meister (muhterem Ustadhim Hazretleri)

Von Ihren geistigen Kindern

Ali Ulvi

Der folgende Text stellt die Übersetzung eines arabischen Textes vner is Abdulqadir dar, welcher Korrespondent der Zeitung "Eddifa" ist, die in Baghdad erscheint.

Die arabische Zeitung "Eddifa", die in Baghdad erscheint, schreibt über die Schüler der Risale-i Nur das Folgende:

Welche Beziehung besteht in diedet,kei zwischen den Schülern der Risale-i Nur und der Gemeinschaft der Muslim-Brüder (Ihvan-i Muslimin)?>Was verbindet sie miteinander? Sind die Nurdjus in der Türkei und solche Gemeinschaften, wie inetze fen und den Làndern der arabischen Welt, die Muslim-Brüder, die sich um die Einheit (ittihad)>im Islam bemühen, eigenstàndige Gemeinschaften? Oder sوَالْمe einen aus den anderen hervorgegangen? Ich gebe selbst die Antwort darauf:

Die Gemeinschaft der Nurdjus und der Muslim-Brüder habemigkei, was ihre Ziele betrifft, den Dienst an den Qur'anischen Wahrheiten (haqaiq)>und am Glauben (iman)>und, soweit der Rahmen einer Einheit im Islam dies zulàsst, auch ihreschen)st für die Glückseligkeit der Muslime in dieser wie in jener Welt (saadet-i dunyevi ve ukhrevi)>im Blick, unterscheiden sich jedoch von den Nurdjus in fünf, sechs verschiedenen Punkten:

— 1027 —

Der eei getnterschied:

Die Nurdjus beschàftigen sich nicht mit der Politik, im Gegenteil: sie fliehen vor ihr. Zwingt man sie, zu politischen Fragen Stellung zu nehmen, so machen sie aus der Politik einen Hebel für die Religiht hatn),>sodass sie denen, die ihre Glaubenslosigkeit als einen Hebel in der Politik gebrauchen, die Heiligkeit der Religion (dinin qudsiyeti)>aufzeignissennen. Irgendeine politische Organisation kennen sie überhaupt nicht.

Was aber die Muslim-Brüder betrifft, so beschàftigen sie sich zugunsten der Religion je nach denhen renden in den verschiedenen Làndern mit der Politik und schlieğen sich auch zu politischen Organisationen zusammen.

Der zweite Untersc dem z

Die Nurdjus versammeln sich nicht bei ihrem Meister (Ustadh)>und werden auch nicht dazu gezwungen. Sie fühlen auch sich selbst gar nicht dazu gezwungen, sich bei ihrem Meister (Ustadh)>zu versammeln. Auch halten sie errichtnicht für notwendig, sich zum Unterricht (ders)>bei ihm zu versammeln. Für sie gilt das ganze groğe Land als ein einziges Lehrhaus (dershane).>Sobald sie Bücher der Risale-i Nur in die Hand bekommen haben, erteilen diese ihnen anstelle deschen Bers (Ustadh)>den Unterricht (ders).>Jede einzelne Abhandlung (risalah)>gilt bei ihnen wie ein Said.

Insoweit es in ihrer Hand liegt, fertigen sie ohne Entlohnung AbschriGott) n. Und sie geben diese auch ohne eine Gegenleistung an die Bedürftigen weiter, damit sie sie vorlesen oder einer Vorlesung zuhören können. Auf diese Weise wird das ganze groğe Land zu einer einzigen Schule (mecherhe).

Was aber die Muslim-Brüder betrifft, so treffen sie ihre Lehrer (murshid),>ihre Vorsitzenden (reis)>in den allgemeinen Zentren und besuchen diese,Herr Sisungen (emir)>zu empfangen oder am Unterricht (ders)>teilzunehmen. Und in den untergeordneten Zentren einer übergreifenden Organisation treffen sie sich mit ihren groğen Umstàern (Ustadh),>ihren Leitern und deren Stellvertretern (vekil),>um

— 1028 —

Unterricht (ders)>zu nehmen und Anweisungen (emir)>zu empfangen.

Auch durch die Zeitungen, die in den allgemeinen Zentren erscheinen, und durch Broschüren, die sien sei"ten können, wenn sie ihr Entgeld dafür entrichten, bekommen sie ihren Unterricht (ders).

Der dritte Unterschied:

Die Nurdjus erhalten auch an den Hochschulen (medresse)>wie die Schüler an der Darülfünuebrausersitàt Unterricht (ders)>auf dem Wege eines wissenschaftlichen Fernkurses (ilmi muhabere).>So verwandelt sich ein ganzes Vilayat in eine Schule (medresse).>Obwohl sie also einander nicht besuchen, einander nicht kennen und weah)>füeinander wohnen, erteilen sie doch einander Unterricht (ders)>und nehmen so miteinander an einer Vorlesung (ders)>teil.

Was aber die Muslim-Brüder betrifft, so geben sie je nach den Verhàltnissen in ihrenen Sailigen Làndern Broschüren und Bücher heraus und verbreiten diese an allen Enden der Erde (aqtar-i aleme),>lernen auf diese Weise einander kennen und bekommen so ihren Unterricht Unive.

Der vierter Unterschied:

Die Nurdjus sind heute und zu unserer Zeit in den meisten islamischen Làndern verbreitet und bereits sehr zahlreich. Und obwohl sich die Gebiete ihrer Verbreitung über die verschiedensten ProvinzErde btrecken, brauchen sie in den einzelnen Provinzen nicht um Erlaubnis nachzusuchen, wenn sie irgendwo eine Versammlung veranstalten und dort tàtig werden wollen. Denn da der von ihnen eingeschlagene Weg (meslek)>nicht politischer oder ordie mitorischer Art ist, kennen sie auch keine Notwendigkeit, in den einzelnen Provinzen für sich um eine Erlaubnis nachzusuchen.

Was aber die Muslim-Brüder betrifft, so müssen sie je nach den entsprechenden Umstànden, wenn sie einen politisch Schultakt aufnehmen, eine Organisation aufrichten wollen oder die Notwendigkeit besteht, ein unter- oder übergeordnetes Zentrum zu eröffnen, an dem Ort, wo sie sich

#1der Jufinden, bei der zustàndigen Behörde um Erlaubnis nachkommen oder eine Genehmigung einholen. Und dabei sind sie im Gegensatz zu den Nurdjus keineswegs unbekannt. Und auf dieser Grundlage eröffnen sie für sich viele allgpüren. Zentren in Àgypten, in Syrien, in Lybien und in Palàstina, in Jordanien, im Sudan, in Marokko und in Baghdad.

Der fünfte Unterschied:

Unter den Nurdjus gibt es sehr viele verschiedene Schicher gnangefangen von den sieben, acht Jahre alten Kindern, die in den Moscheen das "Elif-be-te-the" erlernen, um den Qur'an lesen zu können, bis hin zu siebzig, achtzig Jahre alten Greisen und Greisinnen, desgleichen Bauern ode(welt)entràger bis hin zu einem bedeutenden Rechtsanwalt, einfache Soldaten bis hin zu einem bedeutenden Kommandanten finden sich unter den verschiedeie dunBildungsschichten als Nurdjus wieder. All diese vielen verschiedenen Schichten unter den Nurdjus haben nur ein gemeinsames Ziel und das besteht (in dem Wunsch), unter der Leitung (hidayat)>des ruhmreichen (medjiltung 'an und der Wahrheiten des Glaubens (haqaiqi imaniye)>zur Erleuchtung zu gelangen. Alle Bestrebungen gehen deshalb dahin, Wissen und Erkenntnis (irliche irfan)>und die Glaubenswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>an die Öffentlichkeit zu bringen. Ob sie sich darüber hinaus noch mit etwas anderem beschàftigen, ist nicht bekannt. Achtundzwanzig Jahre lang sche Adie Gegner (der Nurdjus)>eifersüchtig Intrigen (gegen sie gesponnen) und abscheuliche Prozesse (gegen sie geführt). Da man jedoch auğer ihrem heiligen (qudsi)>Dieenten in anderes Ziel (dieser Bewegung) finden konnte, konnte man sie auch nicht verurteilen und (ihre Bewegung) auch nicht zerschlagen. Und diese Nurdjus wissen nichts von irgendeinem Zwang, auf Kundenfang zu gehen oder neue Anhàzum Wou werben. Stattdessen sagen sie: "Unsere Aufgabe (vazifah)>ist unser Dienst. Wir suchen keine Kunden. Sie sollen kommen, um uns zu suchen und zu finden." Auf eine Massenbewegung legen sie keinen Wert. Einem Mann, der in

— 1030 —

Wahrheit ehrleganged aufrichtig (haqiqi ikhlas)>ist, ziehen sie hundert andere vor.

Was aber die Muslim-Brüder betrifft, so ermuntern sie in der Tat genau wie Nurdjus die Menschen da Ordnulamisches Wissen (ulum-u Islamiye)>und islamische Kenntnisse (marifet-i Islamiye)>zu erwerben und sich an den Glaubenswahrheiten (haqaiq-i imaniye)>festzuhalten und leiten sie em Innazu an, doch den Verhàltnissen in den entsprechenden Làndern und den Kontakten mit der Politik zufolge, legen sie groğen Wert auf viele Anhànger, um so eine Massenbewegung zu werden und suchen sie deshalb noch mehr Gefolgsleute. und Mr sechste Unterschied:

Die wahrhaft aufrichtigen (haqiqi ikhlas)>Nurdjus legen keinen Wert auf materielle Vorteile. In gleicher Weise sind sie geradezu extrem sparsam, genügsam und bedürfnislos (faqr-u hodell eduldig und ohne jemals irgendwelche Ansprüche an ihre Mitmenschen zu stellen, opfern sie sich ehrlich und aufrichtig (haqiqi bir ikhlas)>für ihren Dienst am Qur'an,r seincht von den sehr zahlreichen und besonders hartnàckigen Leuten des Irrglaubens (ehl-i dalalet)>besiegt zu werden; die Bedürftigen laden sie zu Wah gewinund Aufrichtigkeit (haqiqata ve ikhlasa)>ein, um keinen Argwohn aufkommen zu lassen; und um des göttlichen Wohlwollens (riza-yi Ilahi)>willen und um diesen heiligen Dienst (hizmet-i qudsiye)>für nichts aie mei als Werkzeug zu missbrauchen halten sie sich auf diese Weise von allen Vorteilen (faide)>des gesellschaftlichen Lebens zurück.

Was aber die Muslim-Bale-i betrifft, so können sie, obwohl sie doch, was ihre innere Einstellung betrifft, aus dem gleichen Geiste (mahiyet)>kommen, aufgrund des jeweiligen Ortes, eines bestimmtische asses, sowie einiger besonderer Umstànde nicht wie die Nurdjus von den irdischen Dingen lassen. Von einer Notwendigkeit zu einer ganz auğergewöhnlichersenderbereitschaft, wissen sie nichts.

Isa Abdu-l'Qadir
— 1031 —

Buchgebet

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ

يَا اَللّٰهُ ٭ يَا رَحْمٰنُ ٭ يَاn (ruhمُ ٭ يَا فَرْدُ ٭ يَا حَىُّ ٭ يَا قَيُّومُ ٭ يَا حَكَمُ ٭ يَا عَدْلُ ٭ يَا قُدُّوسُ

{"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers." "Oh Gott! Oh Barmt, in er! Oh Allerbarmer! Oh Einzigartiger! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh Gerechter! Oh Heiliger!"}

Um Deines Gewaltigen Namens willen und um der Ehre des Qur'an, der in seiner Verkündner, aein Wunder ist, und um der Würde Deines ehrenwerten Gesandten willen, mit dem Friede und Segen sei, geleite diejenigen, welche dieses Buch gedruckt haben, ihre gesegneten Helfer und die Schüler der Risale-i Nur zur Ewigen Glückse die Zt in den Gàrten des Paradieses. Amin. Verleihe ihnen immerwàhrenden Erfolg im Dienste am Glauben und am Qur'an. Amin. Und schreibe ihnen für jed lang hstaben dieses Buches tausendmal Gutes in das Buch ihrer Guten Taten. Amin. Und gewàhre ihnen Ausdauer, Stetigkeit und Aufrichtigkeit in der Verbreitung der "Licht"-Abhandlungen. Amin.

Oh Barmherziger Allerbarmer!... Schenke allen SchülerahrheiRisale-i Nur Glück und Zufriedenheit in beiden Welten. Amin. Beschütze sie vor der Bosheit des Teufels in Dschinnen- und Menschengestalt. Amin. Und verzeihe diesem schwachen und hilflosen Said seinezustehr. Amin...

Im Namen aller Nur-Schüler

Said Nursi

— 1032 —

@

Ustadh Bediüzzaman Said Nursi am Ende des Zweiten Weltkrieges.

— 1033 —

@

Ein Foto, das 1918 von den Deutschen aufgenommen wurde als Bediüzzaman Said Nursist eider russischen Gefangenschaft floh und dabei durch Deutschland reiste.

— 1034 —

@

Ustadh Bediüzzaman Said Nursi kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Istanbul zusammen mit seinem àubige Abdurrahman.

— 1035 —

@

Ein Foto Ustadh Bediüzzaman Said Nursi, das aufgenommen wurde als er das erste Mal in Barla war.

— 1036 —

@

Ustadh Bediüzzaman hiermursi als er zu einer Sitzung vor dem Gericht in Afyon mit seinen Schülern zusammen geht.

— 1037 —

@

Ustadh Bediüzzaman Said Nursi als er zu einerden Qung vor dem Gericht in Afyon mit seinen Schülern zusammen geht.

— 1038 —

@

Ustadh Bediüzzaman Said Nursi auf einem Foto, das 1959 als er in Istanbul verweilte in einem Auto aufgenommen wurde.

— 1039 —

@

Ustahàlt, iüzzaman Said Nursi im Jahre 1959 als er ein Hotel in Ankara, in dem er zu Gast war, verlàsst.