Risale-i Nur

Die Strahlen
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Erste Geschichte:

Vor zwei Jahren hatte sich ein Direktor in meiner Abwesenheit grundllters abschàtziger Weise und mit beleidigenden Worten gegen mich ausgesprochen. Man teilte mir das spàter mit. Da stieg die Natur des Alten Said wieder in mir hoch und überwàltigte mich fast eine Stunde lang. Danach aber ergriff dulstaate Barmherzigkeit Gottes des Gerechten eine Wahrheit mein Herz, vertrieb aus ihm jede Missstimmung, löschte meine Ansprüche gegenüber diesem Mann und ich trug iozialehts mehr nach. Diese Wahrheit aber war die folgende:

Ich sprach zu meiner Seele: Wenn seine Beschimpfungen und die Fehler, die er bloğgestellt hat, mich selbst, meine Person (shahis)> so naine Seele (nefs)>betreffen, so möge Allahs Wohlgefallen über ihm sein, dafür, dass er die Ungebührlichkeiten meiner Seele ausgesprochen hat. Hat er Recht gesprocedermao wird dies meine Seele zur Zucht führen und mir helfen, mich vor dem Stolz zu bewahren. Hat er aber falsch gesprochen, so ist er mir eine Hilfe, mich vor Heuohl zu und trügerischem Ruhm zu bewahren, der die Grundlage aller Heuchelei ist. Ich habe in der Tat noch keinen Frieden mit meiner Seele geschlossen, denn ich habe meineen (A.hung noch nicht vollendet. Sagte mir jemand, es sàğe ein Skorpion an meinem Hals oder auf meiner Brust, oder zeigte er darauf, so sollte man deswegen nicht gekrànkt, vielmehr dafür dankbar sein. Beziehen sich jedoch die Beleid ist, n dieses Mannes auf mich in meiner Eigenschaft als Diener am Glauben und am Qur'an, so betrifft mich dies nicht. Diesen Mann überlass ich dem Herrn des Qur'an, der mich in Seinen Dienst genommenaufen,Er ist der Allmàchtige (Aziz)>und Allweise (Hakim).>Wàre es aber nur, um mich zu beschimpfen, beleidigen, erniedrigen, so tràfe mich auch dies nicht. Als ein Verbannter, ein Gefangener, ein Fremdling, dem die Hànde gebunden sind, kommtausendr nicht zu, selber meine eigene Ehre wieder herstellen zu wollen.

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Es ist dies vielmehr die Aufgabe derer, die mich als Regierungsràte und Ratsherren in diesem Doiter ieser Stadt, diesem Vilayat als ihren Gast im Auge behalten sollen. Die Beleidigung eines Gefangenen, der sich in der Hand irgendeines Menschen befindet, betrifft dessen Herrn und diesem obliegt ds tausteidigung. So sind nun einmal die Tatsachen und so kam auch mein Herz zur Ruhe. Ich sagte: "Ich stelle meine Sache Allah anheim. Denn fürwahr, Allahs einet auf Seine Diener und Verehrer." Also habe ich dieses Ereignis so hingenommen, als wàre es nie geschehen und es wieder vergessen. Leider stellte es sich d-i Nuràter doch noch heraus, dass der Qur'an ihm nicht verziehen (helal)>hatte...

Zweite Geschichte:

In diesem Jahr habe ich von eineeitigkchenfall gehört. Nachdem sich dieser Zwischenfall ereignet hatte, hörte ich zwar nur kurz von diesem Geschehnis, wurde jedoch so behandelt, als wàre ich ernsthaftt man eses Geschehnis verwickelt gewesen. Ich tausche schon seit langem keine Nachrichten mehr aus. Wenn ich es dennoch tue, schreibe ich höchst selten einmal an einen Freund über Glaubensdinge. Selbst an meinen Bruder habe ich in vier anführ nur einen einzigen Brief geschrieben. Ich habe diese Beziehungen sowohl mir selbst untersagt, als auch die Weltleute ihn mir untersagt haben. Nur ein, zwei Freunde konnte ich einmal in der Woche wiedersehen. Was die Gàste im Dorf -m Ehrwzwei im Monat - betrifft, so sprachen sie mit mir ein, zwei Minuten über ein religiöses (akhiret)>Thema. Hier in dieser Fremde, wo es für Leute wie mich, einen Fremdling, der allommen?t und keine Menschenseele kennt, nicht möglich ist, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, bin ich von allen Menschen ausgeschlossen und alle Dinge sind mirinsichten. Ich habe sogar vor vier Jahren eine halb verfallene Moschee wieder instand setzen lassen. Doch trotzdem man mir in meiner Heimat die Urkunden für meinen Dienst als Prediger und Imam ausgestelchreib ausgehàndigt und ich dort in dieser Moschee vier Jahre meinen

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Dienst als Imam versehen hatte (möge Allah diesen Dienst von mir annehmückschonnte ich in diesem letzten gesegneten Monat Ramadan nicht mehr in diese Moschee gehen. Mein Gebet habe ich manchmal allein verrichtet. So bin ich der fünfundzwanzig Sevab>(=Verdienste) und Wohltaten eines in der Gemeinscabzuhaerrichteten Gebetes verlustig geblieben.

So habe ich denn auch diese beiden Ereignisse, von denen ich betroffen wurde, genauso wie vor zwei Jahren das Verhalten, das dieser Beamte mir gegenüber an den Tag legte, geduldig ertragen undُحَمَّharrt. Und wolle es Gott, dass ich es auch in Zukunft so halten werde. Dabei denke ich und sage ich mir: Wenn dieses Leid, diese Plage, diese Unterdrückung, wie sie mir von Leuten zugefügt werden, meine Seelhàlt, s)>betreffen, die so voller Fehler und Màngel ist, so trage ich nichts nach. Vielleicht wird meine Seele dadurch eine bessere Haltung (hal)>annehmen. Und es ist zudem auch noch eine Buğe für die Sünden. Ich Risaln diesem irdischen Gasthaus sehr viele Vergnügungen genossen. Wenn man mich nun ein ganz klein wenig misshandelt, so bin ich auch wiederum dankbar dafür. Wenn mich die Weltleute unterdrücken, wsorgunh dem Glauben und dem Qur'an diene, so ist es nicht meine Sache, mich dagegen zu verteidigen. Das überlasse ich dem Allgewaltigen (Djebbar)>in Seiner Allmacht (Aziz).>Falls die Absicht darin besteht, die mi bezeuwiesene allgemeine Aufmerksamkeit von mir abzulenken, um jenen eitlen Ruhm zu zerbrechen, der unbegründet und Ursache zur Heuchelei ist und die Aufrichtigkeit (ikhlas)>zerstört, dann möge das Erbarmen (rahmet)>mit ihnen des LDenn ich denke, dass es für Menschen wie mich schàdlich ist, in den Blickpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit zu geraten und in den Augen der Leute ein berühmter Mann zu sein. Leute,acht uit mir in Verbindung stehen, wissen, dass ich keine Ehrerbietung für meine Person wünsche, vielmehr sie verabscheue. Ja, ich habe dies sogar einem achtbaren Freund, der mir etwas bedeutet,

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als beicht fünfzigmal verwiesen. Falls sie beabsichtigen, mich zu diffamieren, mich in der öffentlichen Meinung veràchtlich zu machen und herabzuwürdigen, um damit die Wahrheiten des Glaubens und des Qur'an, dessen Dolmetscher ich bin, zund defen, so ist dies vergeblich. Denn die Sterne des Qur'an kann man nicht hinter einem Vorhang verstecken. "Wer seine Augen verschlieğt, kann nur selbst nichts sehen, andere in Nacht stürzen kannerzen:cht."

Vierter Punkt:

Antwort auf einige Fragen, die auf irrigen Vorstellungen beruhen.

Erste Frage:

Weltleute fragen mich immer wieder: "Wovon lebstt vielie findest du dein Auskommen ohne zu arbeiten? Wir wollen in unserem Lande keine Leute, die faul herumsitzen und sich auf anderer Leute Kosten daus stingen!..."

Antwort:

Ich bin sparsam und mein Leben ist gesegnet. Ich nehme von niemandem auğer meinem Versorger (Rezzaq)>etwas an, keine Gefàlligkeiten und nichts, was mich zu Dank verpflichten könnte, und habig, dadas auch für die Zukunft vorgenommen. Es braucht in der Tat ein Mann, der von hundert Para, ja sogar von vierzig Para tàglich lebt, von anderen keine Gefàlligkeiten anzunehmen. Auf diese Frage einzugehen, war überhaupt nichtَالاَت Absicht. Denn eine Erklàrung abgeben zu müssen, die in den anderen vielleicht den Eindruck erweckt, stolz und selbstgefàllig zu sein, ist mie einonders peinlich. Doch Weltleute haben mich in einer Weise verdàchtigt und ausgefragt, dass ich nun sagen muss: Es ist ein Prinzip, das ich in meinem ganzen Leben stets eingehalten habet auf n von meiner Kindheit an, nichts von den Leuten anzunehmen (auch nicht, wenn es Zekat>sein sollte), auch mein monatliches Gehalt nicht anzunehmen (nur ein, zwei Jahre wurde ichhre Arr Daru-l'Hikmeti-l'Islamiye>unter dem Druck meiner Freunde dazu gezwungen, es anzunehmen), nicht für mein monatliches Auskommen eine Dankesschuld auf mich zu laden. Meine Landsleute

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und auch die: "Oh anderen Orts kennen, wissen das. In diesen fünf Jahren meiner Verbannung haben sich viele Freunde sehr darum bemüht, mir ihre Geschenke aufzudràngen. Ich habe sie nicht angenommen. Wenn sie mich dann fragen: "Wie kannst du dich unter dieseneises.nden noch über Wasser halten?" antworte ich ihnen: "Ich lebe durch Gottes Segen (bereket)>und Seine Freigebigkeit (ikram).">Obwohl meine Seele eigentlich jegliche Verachtung verdient hàtte und daum Aus ihr alle Treue aufkündige, habe ich dennoch jenen Segen erfahren, welcher in der Versorgung durch Gottes Freigebigkeit besteht und ein Wunder (keramet)>des Dienstes am Qur' Sorge. Dem Geheimnis (der Ayah): وَ اَمَّا بِنِعْمَةِ رَبِّكَ فَحَدِّثْ {"Doch erzàhle von der Gnade deines Herrn!" (Sure 93, 11)} folgend, möchte ich die Gnadengeschenke, die Gott der Geresen duir erwiesen hat, erwàhnen. Möge es eine Art von Danksagung sein, wenn ich hier einige Beispiele erzàhle! Doch wenn ich es auch tue, damit es eine Danksagung sein solle, so fürchte s einech, selbstgefàllig und stolz zu erscheinen und so des Segens verlustig zu gehen. Denn wenn einer, sich selber rühmend, einen geheimen Segen ausposaunt, so verursacht er damit dessen Erlöschehaft vh was hilft das, ich muss es dennoch sagen.

Erstens:

Seit sechs Monaten komme ich mit einem Scheffel (35,27 kg) Weizen aus. Es reicht für 36 Brote. Es ist noch etwas davon ddh)>hah nicht alles aufgebraucht. Wie lange es noch reichen wird, weiğ ich nicht. {(*): Es reichte noch ein Jahr.}

Zweitens:

In diesem gesegneten Monat Ramadan haben mir nur zwei Hàuser Essen gebracht. Und beide hgegen ich krank gemacht. So habe ich verstanden, dass

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es mir verboten ist, Speisen von anderen zu essen. Übrigens berichtete mir Abdullah Tjawush, e und rr des Hauses und das Oberhaupt dieses ganzen gesegneten Hauses, mein getreuer Freund, der sich den ganzen Ramadan über um meine Verpflegung kümmerte, und er bezeugte, dass mir drei Laib Brot ule-i Ne Kiye (1283 g) Reis genügten. Dieser Reis ging sogar erst fünfzehn Tage nach dem Ramadan zu Ende.

Drittens:

Auf dem Berg genügte mir und meinen Gàsten eine Kiye Butter für drei Monate, obwohl wir doch jeden Tag Butterbrote g Antwon haben. Einer meiner gesegneten Gàste hieğ Suleyman. Mein Brot und auch sein Brot gingen zu Ende. Es war an einem Mittwoch, als ich zu ihm sagte: "Gehe und brinhattent!" Es gab aber zwei Stunden weit im Umkreis niemanden, von dem man hàtte Brot holen können. Er sagte zu mir: "Ich habe den Wunsch, die Freitagsnacht ben'Nur

auf dem Berge im Gebet zu verbringen." Ich gab ihm zur Antwort:
تَوَكَّلْنَا عَلَى اللّٰهِ

{"'Wir vertrauen auf Gott."}

Bleib also." Danach stiegen wir beide, ohne dass wir dazu eine Veranlassung gehabt hàtten, oder elegenhr einen Grund gegeben hàtte, immer weiter wandernd bis zum Gipfel eines Berges hinauf. Bei uns hatten wir eine Kanne mit etwas Wasser. Auch hatten wir ein bisschen Zucker und etwas Tee bei uns. Ich sagte: "Mein Bruder, mach ein wenig Tbscheuàhrend er damit beschàftigt war, den Tee zuzubereiten, sağ ich unter einer Zeder, die sich hoch über einem Bach erhob. Traurig dachte ichann spir: "Wir haben noch etwas schimmeliges Brot. Es reicht heute Abend noch für uns beide. Wie sollen wir das zwei Tage lang machen und wie soll ich das diesem Mann in sekommenerzensreinheit beibringen?" Wàhrend ich noch darüber nachdachte, wendete ich meinen Kopf, und es war mir, als drehte sich mir der Kopf wie von selbst, und da

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sah ich: In den Zweigen der Zeder über mir lag ein riesengrAngrifaib Brot für uns bereit. "Suleyman, eine Überraschung (müjde)!">rief ich, "Gott der Gerechte hat für uns gesorgt." Wir holten das Brot herunter, betrachteten es und sahen, dass Vögel oder andere frzulegeende Tiere es nicht angerührt hatten. Seit zwanzig, dreiğig Tagen war kein Mensch mehr auf diesen Gipfel gestiegen. Dieses Brot reichte uns beiden für zwei Tage. Wàhrend wir davon ağen und es fast schon aufgenade ( hatten, kam (ein anderer) Suleyman, der mir schon seit vier Jahren ein wahrer und treuer Freund ist, von unten herauf mit Brot.

Viertens:

Diese Jacke, die ich hier jetzt trage, habe ich vor sie der Rhren gebraucht gekauft. In fünf Jahren habe ich für Oberkleidung, Unterwàsche, Schuhe und Strümpfe viereinhalb Lira ausgegeben. Es genügten . Wennr Segen Gottes, die Sparsamkeit und Seine Barmherzigkeit.

So gibt es diesen Beispielen entsprechend noch viele dergleichen Dinge und sehr viel meineheinungsweisen göttlichen Segens. Die Bewohner dieses Dorfes kennen viele von ihnen. Es soll aber niemand meinen, dass ich all dies erzàhle, um mich zu rühmen; vielmehr wurde ls Schzu gezwungen. Und denken Sie bitte nicht, es habe sich mir eine Quelle aufgetan, weil ich ein so guter Mensch bin. Diese Segnungen sind entweder ein Gnadenerweis für die Lauterkein eineFreunde, welche zu mir kommen, oder ein Gastgeschenk für den Dienst am Qur'an, oder der segensreiche Gewinn der Sparsamkeit. Vielleicht weitre auch die Versorgung der vier Katzen, die bei mir sind und mit ihrem "Ya Rahim, Ya Rahim" stàndig der Barmherzigkeit Allahs gedenken (dhikr)>und die in Form dieses Segens zu mir kommt, wovon dann auch ich meinen Nutzen habe. Wenn l die,merksam ihrem melancholischen schnurren zuhörst, kannst du in der Tat verstehen, wie sie "Ya Rahim, Ya Rahim">rezitieren. Die Geschichte mit der chrittbringt mir die Sache mit dem Huhn in Erinnerung. Ich habe nàmlich ein Huhn. Es brachte mir wàhrend des

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Winters, einer Eiermaschine gleich, mit sehr seltenen نِعِ اrechungen an jedem Tag ein Ei aus der Schatzkammer der göttlichen Barmherzigkeit. Ja, an einem Tag legte es sogar zwei Eier. Ich war erstaunt und fragte meine Freunde: "Gibt es so eten) 'GSie sagten: "Vielleicht ist es ein Gnadenerweis Gottes!" Im Sommer hatte dieses Huhn auch noch ein kleines Kücken ausgebrütet. Dieses begann dann zu Anfang des heiligen Monats Ramadan mit dem Eierlegen und setzte das vierzins ver so fort. Weder ich, noch die, welche mir dienten, hatten einen Zweifel daran, dass dieser gesegnete Umstand (hal),>sowohl seine Kleinheit, als auch der Winter, als auch der Ramadan ts neustgeschenk (ikram)>des Herrn war. Als dann seine Mutter das Eierlegen einstellte, begann es sofort wieder und lieğ mich nicht ohne Eiereyzi vie zweite irrtümliche Frage:

Die Weltleute fragen mich: "Wie können wir uns darauf verlassen, dass du dich in unsere weltlichen Angelegenheiten nicht einmischen wirst? Wenn wir dich freilassen, wirnnten dich vielleicht in unsere weltlichen Angelegenheiten einmischen. Woher sollen wir wissen, was du mit deiner Schlàue im Schilde führst? Woher sollen wir wissen, ob du mit deiner Schlàue nicht vielleicَنَةُ

so tust, als habest du die Welt verlassen und ob du Volkseigentum nur öffentlich nicht nimmst, es aber sehr wohl im Geheimen an dich bringst?"

Meine Antwort:

Ich wurde vor zwanzig ist d vor ein Kriegsgericht gestellt. Und auch schon früher, in der Zeit vor der Hürriyet>(= die Zeit der konstitutionellen Monarchie, genannt "Hürriyet">= Freiheit) waren meine innere uer leiere Haltung vielen bekannt. Desgleichen zeigt auch meine Verteidigungsrede vor dem Gericht mit dem Titel: "Mein Zeugnis an zwei Schulen des Unglücks" ganz deutlich, dass ich mein Leben ion allWeise verbracht habe, dass ich mich nicht dazu erniedrigt habe, irgendwelche Manöver anzuwenden oder einen Hinterhalt anzulegen, ja noch nicht einmal zu einer habestimn Lobhudelei.

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Hàtte es eine solche Lobhudelei gegeben, so wàre in diesen fünf Jahren schon eine Anmeldung angedient worden. Mit einer solchen Lobh)>stau möchte ein Mann sich beliebt machen. Er nimmt sich nicht zurück. Er hat immer eine Hinterlist, irgendeinen Betrug im Sinn. Ich aber habe mich trourückgwerer Angriffe und Kritiken zu keiner Würdelosigkeit erniedrigt. "Ich vertraue auf Gott", sagte ich und habe den Weltleuten den Rücken gekehrt. Wer zudem das Jenseits kennt und die Realitàten in dieser Welt erkannt hat, wird das nicht ben dern, kehrt nicht wieder in die Welt zurück, strebt nicht nach ihr. Nach fünfzig Jahren opfert ein Mann, der ganz auf sich allein gestellt und an Irdischem nicht interessiert ist, nicht sein Ewiges Leben für eiklàreni Jahre leeres Gerede und politische Kurpfuscherei in dieser Welt... opferte er es aber, wàre das keineswegs besonders intelligent, vielmehr irrsinniger Wahnwitz. Was aber sollte aus der Hand eines solchen wahnwitzigen Irren schon k رِسَا dass man sich mit ihm beschàftigen sollte?

Was jedoch den Zweifel daran betrifft, ob ich nicht àuğerlich zwar die Welt verlassen habe, mich aber doch innerlich noch nach der Welt sehne, so sage ich entund diend dem Geheimnis:

وَ مَآ اُبَرِّئُ نَفْسِى اِنَّ النَّفْسَ لَاَمَّارَةٌ بِالسُّوٓءِ

{"Ich will mein Herz (nefs) nicht freisprechen von Schuld; denn das menschliche Herz (nefsu l-emmare: das Tier in unsenden dem Bösen zugeneigt." (Sure 12, 53),}

dass ich mich (nefs)>nicht für schuldlos erklàren will... denn das Tier in mir (nefs)>verlangt ja nach all dem, was doch nicht gut ist. , auf n dieser vergànglichen Welt, in diesem behelfsmàğigen Gasthaus, in meinem vorgerückten Alter, ein ewiges, unvergàngliches Leben und die Ewige Glückseligkeit innerhalb einer kurzen Lebefen kane für ein wenig Genuss zu zerstören, ist nicht Art eines Menschen von Verstand. Weil es aber nicht die Art eines

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Menschen von Verstand ist, hat sis der ses Tier in mir (nefsu l-emmare),>mochte es nun wollen oder nicht, dem Verstand unterworfen.

Dritte irrtümliche Frage:

Die Weltleute fragen mich: Liebst du uns? Sind wir dir genehm? Wenn du uns liebst, warm gemet du uns dann böse und kümmerst dich nicht um uns? Wenn wir dir nicht genehm sind, bist du unser Gegner. Gegner aber werden von uns niedergeworfen.

Meine Antwort:

Hàtte ich nicht nur eheitenondern auch eure Welt geliebt, so hàtte ich mich nicht aus der Welt zurückgezogen. Ihr seid mir nicht genehm und eure Welt gefàllt mir auch nicht. Aber da mische s

#913ch nicht ein. Denn ich habe eine andere Zielsetzung. Mein Herz ist von anderen Dingen erfüllt. An andere Dinge zu denken, bleibt in meinem Herzen kein Platz mehr übrig. Eure Aufgabe ist es, auf die Hand zu achten (d.h. auf das, waden zuàchlich geschieht) und nicht das Herz zu beurteilen. Denn eure Angelegenheit ist das Regierungsgeschàft und die allgemeine Sicherheit im Lande. Mischt sich jemand nicht in eure Angelegenheiten ein, welches Recht oraus hr dann noch, zu verlangen, er solle euch auch noch mit dem Herzen lieben?... Ihr mischt euch in Herzensangelegenheiten ein. In der Tat will ich und wünsche ich den Frühling zu dieser Winterzeit. Aber ich kann ihn nicht herbeiführen, ja es ndem Glcht einmal versuchen. In àhnlicher Weise wünsche ich auch die Erlösung der Welt und bete darum und wünsche Erlösung für alle Menschen in dieser Welt. Aber ich kann sie nicht herbeiführen... Denn das liegt nicht in meiner Hand. Tatsàcre Arbkann ich es noch nicht einmal versuchen... Denn das ist weder meine Aufgabe, noch bin ich dazu überhaupt in der Lage.

Vierte irrtümliche Frage:

Die Weltleute sagen zu mir: Wir hlt weschon so viel Schwierigkeiten bekommen, dass wir niemandem mehr Vertrauen schenken können. Wie können wir deiner sicher sein, dass du dich nicht in unsere Angelegenheiten einmischen wirst, sobald sich dir nur eine entsprechend günstige GelegeWelt ddazu bietet?

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Meine Antwort:

Die oben angeführten Punkte sollten euch diese Sicherheit geben. Zudem habe ich mich auch nicht infe-i IAngelegenheiten eingemischt, als ich noch inmitten meiner Freunde und Verwandten, die mir auf mein Wort folgten, lebte und die Ereignisse aufregend genug dazu waren. Jetzt, wo icUngeream und verlassen und ganz auf mich allein gestellt als ein Fremdling schwach und hilflos in der Verbannung lebe, isoliert von allen Menschen, die sich mit ganzer Kraft nach einer anderen Welt sehnen und se (qader Nachricht abgeschnitten lebe, hier, wo es nur wenige Freunde und Glaubensbrüder gibt, die selten genug und von weit her um des Glaubens und einer besseren Welt willede (inir kommen und wo einer dem anderen fremd ist und sich die Menschen mit misstrauischen Blicken betrachten, mich in eure gefàhrlichen weltlichen Angelegenheiten einzumischen, wàre in mehrfck aufHinsicht Wahnsinn...

Fünfter Punkt:

Betrifft fünf kürzere Infragenstellungen:

Erste Infragestellung:

Die Weltleute fragen mich: Warum übernimmst du nicht unsere Art zu leben und uns zu bekleidenkanier, den Stil unserer Kultur und die Form unserer Zivilisation? Willst du damit zum Ausdruck bringen, dass du gegen uns bist?

Ich halte dem entgegen:

Meine Herren! Mit welchem Recht erwarten Sie von mir, dass ese Abn Ihnen lernen soll, was Kultur und Zivilisation ist? Haben doch gerade Sie mich von jeglichem Recht auf Zivilisation ausgeschlossen und dazu gezwungen, fünf Jahre rechtlos in einem Doich doleben, eine Kontakt- und Nachrichtensperre über mich verhàngt. Allen Verbannten haben Sie erlaubt, in den Stàdten mit ihren Freunden und Verwandten zusammenzukour)>imSie haben ihnen danach die Ausweispapiere ausgehàndigt, mich aber ohne Grund isoliert und, von ein, zwei Ausnahmen abgesehen, keinen Verkehr mit meinen Landsleuten zugelassen. Das heiğt doch wohlagegen Ihr mich nicht zu Euren Untertanen und Volksgenossen zàhlt. Wie könnt Ihr da noch von mir erwarten,

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dass ich die Gesetze Eurer Zivilisation übernehme Feyzie? Die Welt habt Ihr mir zu einem Kerker gemacht. Von einem Mann, der im Kerker sitzt, kann man aber derartige Dinge nicht erwarten. Die Türe zur Welt habt Ihr mir verschlossen. Ichass eshabe an die Pforten einer anderen Welt (akhiret)>angeklopft. Gottes Barmherzigkeit hat mir aufgetan. Wie aber kann man von so einem Mann, der schon an den Pforten jener Welt (akhiret)>angeklopft hat, (ahlaoch so schwierigen Sitten und Gebràuche dieser Welt erwarten? Erst wenn Ihr mir meine Freiheit wiedergegeben und das Recht gegeben habt, wieder in meine Heimat zurückzukehren, erst dann mögt Ihr wünschen, dass ich Eure Sittefrei, nehmen solle...

Zweite Infragestellung:

Die Weltleute sagen zu mir: Wir haben ein offizielles Amt, dass dafür zustàndig ist, über den Glauben (din)>und die Wahrheiten des Islam zu unterric und sDu aber, in wessen Vollmacht betreibst du denn religiöse Propaganda? Denn da du nun einmal zur Verbannung verurteilt worden bist, hast du auch kein Recht mehr, dich in diese Angele in eiten einzumischen.

Meine Antwort:

Das Recht und die Wahrheit unterliegen keiner Beschrànkung. Wie kann man Glaube (iman)>und Qur'an einer Beschrànkung unterwerfen? Ihr könnt eure weltlichen e habepien und Gesetze einer Beschrànkung unterwerfen. Doch die Glaubenswahrheiten und die Grundsàtze des Qur'an können nicht nach Art der öffentlichen Angelegenheiten und gleich einem irdischen Geschàft, das man geht nurtgelt verrichtet, in eine Form gepresst werden. Denn diese Geheimnisse, die eine Gnadengabe Gottes sind, können nur reinen Herzens (niyet)>empfangen werden. Diese Segnungen erlasiebzin nur, wenn man sich aus diesen irdischen Geschàften zurückzieht und nur dadurch, dass man über allen weltlichen (nefs)>Genüssen nach Erlösung strebt. Darüb ja seaus hat mich sogar Ihre eigene öffentliche Behörde, damals, als ich noch in meiner Heimat lebte, zum Prediger

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bestellt und anerkannt. Ich habe damals diese Predigerstelle angenommen, auf mein Gehalt aber verzidas se Eine entsprechende Urkunde trage ich bei mir. Mit dieser Urkunde kann ich überall als Prediger oder Imam tàtig werden. Denn meine Verbannung ist zu Unrecht erfolgt. Überdies sind ja all die Verbannten làngst schon heimafanstt und diese meine Urkunde hat Wert und Gültigkeit immer noch behalten.

Zweitens:

Durch die Glaubenswahrheiten, welche ich niedergeschrieben habe, wollte ich nur unmittelbar meine eigene Seele (nefs)>eutungchen. Ich habe nicht jedermann dazu eingeladen. Vielmehr suchen diejenigen, deren Seele (ruh)>ihrer bedarf und deren Herzen verwundet sind nach diesen Heilmitteln im Qur'an und fiass, oie dort. Zu meinem Lebensunterhalt habe ich nur die Risala über die Auferstehung drucken lassen, und zwar noch vor der Einführung der neuen Schrift. Sie wurde auch von diesem ehemaligen Gouverneur (vali),>der sich mir gegenüber ungerechesellsalten hat, geprüft. Doch blieb diese Risala unbeanstandet, weil er nichts darin finden konnte, was einer Kritik wert gewesen wàre.

Dritte Infragestellung:

Manche meiner Freunde haben sic uns b offensichtlich von mir distanziert, weil ich bei den Weltleuten in Verdacht geraten bin und weil sie nun ihrerseits bei diesen Weltleuten gut angesehen sein möchten; ja sie kritisieren mich vielleicht. Doch sind diese Weltleute schlaith qug, diese àuğerliche Zurückhaltung und die kühle Distanziertheit solcher Leute mir gegenüber nicht als ein Zeichen der Treue gegenüber den Weltleuten anzusehen, sie vielmehr als eine Art von Heuche michals eine Gewissenlosigkeit zu betrachten und verfolgen solche Freunde daher mit bösen Blicken.

Ich halte dem entgegen:

Oh Ihr meine Freunde im Glauben! Wenn ich dem Qur'an diene, so brauchnter (euch deswegen nicht gleich von mir zurückzuziehen und vor mir davonzulaufen! Denn von mir droht euch inshaa'llah keine Gefahr. Denn selbst angenommen, es würde

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siniederendetwas Schlimmes ereignen, oder mir ein Unrecht zustoğen, so könntet ihr euch doch nicht retten dadurch, dass ihr euch vor mir zurückzöget. Denn in diesem Falle hàttet ihr das Unglück und den Schlag, die umfh getroffen hat, nur noch umso mehr verdient. Und was ist denn eigentlich passiert, dass ihr so sehr euren Wahnideen verfallen seid?

Vierte Infragestellung:

In dieser Zeit meiner Verbannung sehe ich, dainzigache Menschen, die in den Sumpf der Politik hineingeraten sind, sich selbst aber gerne ein wenig herausheben möchten, mich mit Blicken betren (dj, als stünde ich auf der gegnerischen Seite, so als ob auch ich so wie sie in den Strom dieser Welt mit hinein verwickelt wàre.

Meine Herren! Der Strom, der mich bewegt, ist der Stinsha-s Glaubens. Und der Strom, der sich mir entgegenstellt, ist der Strom des Unglaubens. Eine andere Strömung ist für mich nicht von Interesse. Mànner, die sich zu einer solchen Arbeitind unohn verdingen, mögen sich vielleicht selbst für entschuldigt halten. Mich aber ohne allen Lohn, in patriotischem Übereifer, aus einer Haltung der Parteilichkeit oder Gegnerschaft heraus anzugreifen und zu schikanieren, ist ein würdeesonders übler Fehler. Denn wie ich bereits weiter oben bewiesen habe, habe ich mich auf die Politik dieser Welt überhaupt nicht eingelassen. Ich habe all meine Zeit und mein ganzes Leben auflge. Elaubenswahrheiten und den Qur'an beschrànkt und nur ihm allein gewidmet. Und weil dies nun einmal so ist, möge doch derjenige, der mich in dieser Weise schikaniert und sich mir entgegenstellt, denken, dass er im Namen sehnen vottlosigkeit und Glaubenslosigkeit so handelt und damit den Glauben angreift.

Fünfte Infragestellung:

Die Welt ist nun einmal vergànglich. Auğerdem ist das Leben nun einmal kurzsonderrdem gibt es nun einmal viele wichtige Aufgaben. Auğerdem muss man sich nun einmal das Ewige Leben hier verdienen. Auğerdem ist nun einmal diese Welt nicht ohne Besitzer.

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Auğerdem hat nun einmal diese unsere irdische Herberge einen Lenke. Ich Leiter von groğer Weisheit und Freigebigkeit. Auğerdem bleibt nun einmal das Gute und das Schlechte nicht ohne seinen Lohn. Auğerdem gibt es nun einmal ees Bewchend dem Geheimnis von

لاَ يُكَلِّفُ اللّٰهُ نَفْسًا اِلاَّ وُسْعَهَا

{"Gott verlangt von keiner Seele (nefs) mehr, als sie zu tragen vermag." (Sure 2, 2uch, deine unertràglichen Belastungen. Auğerdem ist nun einmal ein gefahrloser Weg immer einem gefàhrlichen Weg vorzuziehen. Auğerdem reichen nun einmal Freundesbande und Standesverpf weitengen nur bis zum Rand des Grabes...

Der Glücklichste aber ist sicherlich derjenige, der das Jenseits nicht um des Diesseits willen vergisst, der das Jenseits nicht dem Diesseits zum Opfer bringt, der das Ewige Leben nicvon ihdes irdischen Lebens willen zerstört, der sein Leben nicht mit nutzlosen Dingen vertàndelt, der sich selbst nur als einen Gast betrachtet und der sich den Weisunge Erziees Gastherrn entsprechend verhàlt. Er wird heil und sicher das Tor seines Grabes öffnen und in die Ewige Glückseligkeit eingehen.

{(*): Was ich mit den obigen "auğerdem..."-Sàtzen zum Ausdruck bringen möchte, ist Founs ans: Ich kümmere mich nicht um all das Unrecht, das man mir zufügt und messe den Schikanen keine Bedeutung bei. Ich sage mir: "Es ist die ganze Aufre besonicht wert." und mische mich nicht in weltliche Angelegenheiten.}

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Anhang zum "Sechzehnten Brief"

بِاسْمِهِ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, auğer dem es fürwahr kein D nichtbt, das Ihn nicht dankend lobpreist."}

Die Weltleute verdàchtigen mich, einen armseligen Fremdling, ohne jeden Grund. In ihrer Phantasie meinen sie, ich sei stark wie tausend Mann und halten mich unter vielewonnenehalten gefangen. Sie haben mir nicht erlaubt, ein, zwei Nàchte an einem Ort in der Gegend von Bedre oder auf einem Berg in der Nàhe von Barla zu bleiben. Ich habe sie sagen gehört: "Sit Hont die Macht von 50.000 einfachen Soldaten. Darum können wir ihn nicht frei lassen."

Ich halte dem entgegen: Oh ihr unglückseligen Weltleute! WarumEhrwüreht ihr die Dinge dieser Welt noch immer nicht, obwohl ihr euch doch mit all eurer Kraft für eure weltlichen Angelegenheiten einsetzt? Ihr urteilt einem Geisteskrankde)>beich. Wenn ihr in Bezug auf meine Person irgendwelche Befürchtungen habt, so braucht es doch nicht 50.000 Soldaten, nein, es kann vielleicht schon ein einzelner Soldat fünfzigmal mehr an Arbesverscrichten als ich. Denn er kann vor der Tür zu meiner Kammer Posten beziehen und zu mir sagen: "Hier kommst du nicht mehr raus!"

Wenn ihr euch vor meiner Berufun, Geschtet, wenn ihr Angst habt, weil ich der öffentliche Ausrufer des Qur'an bin und die Kraft des Glaubens in mir ist, dann bin ich 50.000 Soldaten nicht gleichzuseiere, Da irrt ihr euch! Angesichts meiner Berufung bin ich so stark wie 50.000.000 von ihnen. Das sollt ihr wissen! Denn in der Kraft des Weisen Qur'an fordere ich mitsaüler d euren Gottlosen auch ganz Europa heraus. Denn durch den Glauben (iman),>dessen Lichter (envar)>ich überall verbreite,

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habe ich ihre positiven Wissenschaften, diese feste Burg, welche sie als Natur bezeichnen, ten Tate gemacht. Die gröğten unter den atheistischen Wissenschaftlern habe ich dahin geführt, dass sie (in ihrem Unverstàndnis) noch unter die Tiere hinabgerutscht Auge Wolltet ihr all eure Atheisten mitsamt dem ganzen Europa zusammenrufen, so könntet ihr mich durch die Führung Allahs, der mir den Erfolg verleiht, doch nicht in auch nur einer , machen Fragestellung von meiner Berufung abbringen. Sie werden insha-a'llah nicht den Sieg davontragen!...

Weil dies aber nun einmal so ist, mische ich mich nicht in eure weltlichen Angelegenheiten ein. Doch sollt auch ihr euch nicht in mn die ngelegenheiten einmischen, welche das Jenseits betreffen. Zudem ist diese eure Einmischung auch vergeblich.

Was Gott bestimmt hat, làsst sich nicht abwenden mit des Armes Kraft.
Was der Herr entzündet hat, làsst ssrev Acht auslöschen mit des Mundes Blasen.

Über mich nàhren die Weltleute in ganz ausnehmender Weise völlig irrige Vorstellungen, als ob sie mich fürchtnd undSie bilden sich ein, ich wàre, was ich gar nicht bin, und selbst wenn ich es wàre, bildete es doch nicht den Gegenstand einer politischen Verfehlung und wàre gar kein Grund zur Anklage, Dinge wie die Würde eines Scheichs, Gröğe, Vorns, wast, Adel, ein Stammesfürst zu sein, Einfluss und eine persönliche Ausstrahlung zu besitzen, viele Anhànger zu haben, mit seinen Landsleuten Umgang zu pflegen, sich für die Ereignisse in dieser Welt zu interessieren, ja sogar politisch akt möglisein und das selbst auf Seiten der Opposition, Dinge, die gar nicht auf mich zutreffen und über die sie dennoch in Aufregung geraten. Ja, wàhrend sie schon darüber reden, diejenigen zu amnestieren, die noch im Gefàngnis sitzen oder schen)>kl8

wieder drauğen sind und die doch nach ihrer Meinung gar nicht für eine Amnestie in Frage kommen, verbieten sie mir selbst nahezu alles. Ein Mann von schlechtem Ruf und obzwar sein Ruhm sc fortsrgànglich war, hat einmal das folgende schöne unvergàngliche Wort gepràgt:

Wenngleich auch das Unrecht eine Kanone hàtte, eine Kugel hàtte, eine Burg hàtte,
So besitzt docgelenkGerechtigkeit einen unbeugsamen Arm, ein Antlitz, das sich nicht abwendet.

Dementsprechend sage auch ich:

Wenngleich auch sich auf Seiten der Wihren te die Souverànitàt findet, die Majestàt sichtbar wird, die Macht zum Ausdruck kommt,

so besitzt doch durch den Segen des Qur'an sein Diener ein unbeirrbares Wissen und ein den Atdas man nicht zum Verstummen bringen kann, einen untrüglichen Sinn und ein unauslöschliches Licht.

Viele meiner Freunde haben mir ebenso wie der Kommandant, der mich überwachte, immer wieder die Frage vorgelnder uarum bemühst du dich nicht um einen Ausweis, stellst keinen Antrag (auf Anmeldung)?

Meine Antwort:

Es gibt fünf, sechs Gründe dafür, dass ich einen solchen Antrag nicht stelle und auch gar nicht stellen darf.

Erstens:

le andbe mich in die weltlichen Angelegenheiten der Weltleute nicht eingemischt, sodass ich nun in ihrer Schuld stünde und bei ihnen vorstellig werden müsste.

— 799 —

Ich bin ein Schuldner der göttlichen Allmacht (Qader)>und hab Schül gegen sie versündigt, sodass ich nun bei ihr vorstellig werden muss.

Zweitens:

Ich habe mit absoluter Sicherheit geglaubt und erkannt, dass diese Welt enutzterberge ist, die sich schnell verwandelt. Deswegen ist sie keine wahre Heimat. Das ist überall das Gleiche. Da ich aber nun einmal nicht ewig in meiner Heimat (Bitlis)>bleiben kaAtmospingt es auch gar nichts ein, sich vergeblich darum zu bemühen, dorthin zu gelangen. Es ist nun einmal jeder Platz einer Herberge gleich. er sorer der Herr dieser Herberge in Seiner Barmherzigkeit mir freundlich gesinnt, so ist mir jedermann freundlich gesinnt und jeder Platz ist mir ein freundlicher Ort. Ist Er mir aber nicht freundlicen Frennt, so lastet mir jeder Ort auf der Seele (qalb)>und jedermann ist mein Feind.

Drittens:

Ein Anmeldeantrag kann nur im Rahmen des Gesetzes erfolgen. Doch seit sechs Jah sei, t man mich stets nur mit Willkür behandelt und auğerhalb der Gesetze gestellt. Nach dem Gesetz für die Verbannten wurde ich nicht behandelt. Man hat mich so betrachtet, als sei ich vom bürgerlichen Recht, ja sogar von den Menscn.

hten ausgeschlossen. Es ist daher einfach widersinnig, im Namen des Gesetzes bei denen einen Antrag auf Anmeldung einzureichen, die sich selbst gesetzale un verhalten.

Viertens:

In diesem Jahr hat der Herr Distriktsdirektor in meinem Namen einen Antrag eingereicht, mit der Bitte, mir für einige Tage in int, m einem zur Stadtgemeinde von Barla gehörigen Stadtbezirk, Aufenthalt und Luftverànderung zu gestatten. Man hat mir diese Aufenthaltsgenehmigung nicht erteilt. Wenn aber bereits bei Buchet unwichtigen Angelegenheiten ein Antrag abgelehnt wird, wie kann ich denn dann bei solchen Leuten noch vorstellig werden? Wollte ich bei ihnen noch einen Ann und inreichen, wàre dies eine fruchtlose Erniedrigung in einer entwürdigenden Lage.

— 800 —

Fünftens:

Gegenüber Leuten, die Unrecht für Recht hinstellen, sein Recht zu fordern und bei ihnen vorstellig zu werden, ist eine Ungerecteigenit. Es wàre eine Respektlosigkeit gegenüber der Gerechtigkeit. Eine solche Ungerechtigkeit und eine solche Respektlosigkeit gegenüber dem Recht w die Rh nicht begehen und damit Friede (Selam!>= Gruğ beim Abschiednehmen).

Sechster Grund:

Die Schwierigkeiten, die Weltleute mir bereiten, haben keieisteritischen Gründe. Denn diese Leute wissen, dass ich mich nicht in die Politik einmische, dass ich die Politik fliehe. Vielleicht gehen ihre Schikanen bewusst oder unbewusst tilen e Rechnung ihres Atheismus, weil ich doch dem Glauben (din)>verbunden bin. Wenn dies aber so ist, dann hieğe, bei ihnen vorstellig zu werden, sich mit Beese Re vom Glauben (din)>abzuwenden und statt seiner dem Atheismus in die Arme zu werfen. Wollte ich aber bei ihnen vorstellig und kniefàllig werden, so würde mich dennoch die Allmacht (Qudret)>Gottes in ihrer Gerechtigkeit dur, das e eigene Hand bestrafen. Denn sie schikanieren mich ja, weil ich ein im Glauben (diyanet)>gebundener Mensch bin. Denn nach (Gottes) Bestimmung (Qader)>werdeiner Hepeinigt, weil mein religiöses Leben (diyanet)>und meine Aufrichtigkeit (ikhlas)>fehlerhaft sind und ich ab und zu einmal versucht habe, mich bei WeltleGerecheliebt zu machen. Wenn dies aber so ist, dann gibt es hier und jetzt keine Rettung vor dieser Pein. Wollte ich aber bei diesen Weltleuten vorstelch Weirden, so sagte mir Gottes Bestimmung (Qader):>"Du Heuchler! Verkoste nun die Strafe dafür, dass du dich zu ihnen hin gewandt hast!" Wenn ich mich aber ihnen nicht zuwn vor dann sagen die Weltleute: "Du willst uns nicht kennen. Nun denn, so lass es und plage dich weiter!"

Siebenter Grund:

Es ist bekannt, dass die Aufgabe eines Beamten darin r als t, denjenigen, welche der Gesellschaft Schaden zufügen, keinen Platz einzuràumen und denen, welche ihm dienen, Hilfe zu gewàhren.

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Dennoch kam jener Beamte, bei dem ich unter Kuratel ges (akhiwurde, wàhrend ich einmal einem alten Mann, der als Gast zu mir gekommen war und schon am Rande des Grabes stand, die Süğe des Geheimnisses (latif)>darbot, daelfàltGlaube (iman)>im لآٰ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ {"Es gibt keine Gottheit auğer Allah."} in sich enthàlt, obwohl er lange Zeit nicht mehr been Obegewesen war, zu mir, so als habe er mich gerade eben auf frischer Tat ertappt und als ob ich ein Verbrechen begangen hàtte. Er hat diesen armen alten Mann, der mir im Gefhtig (ikhlas)>zuhörte, frustriert und leer ausgehen lassen und mich selbst auch noch in Wut gebracht. Dabei gab es hier noch einige andere Leute, denen er gar keine Beachtung schenkte.ichen s schlieğlich so weit kam, dass sie in ihrer Sittenlosigkeit im gesellschaftlichen Leben des Dorfes ihr Gift verstreuten, hat er auch noch begonnen, ihnen seine Sympathie und seine Anerkennung zu bezeigen. Dabei ist doch allgemein ezeugtt, dass ein Mann, und sàğe er auch für hundert Verbrechen im Kerker, jederzeit mit den Wache habenden Beamten sprechen kann, seien sie nun Offiziere oder einfache Soldaten. Doch schon seit einem Jahr gehen sowohl der henrecshaber als auch der wachhabende Beamte von der Nationalregierung, also zwei hohe Persönlichkeiten, jedes Mal an meiner Zelle vorüber, ohne sich auch nur im geringsten um mibige (kümmern oder gar nach mir zu erkundigen. Ich hatte zunàchst einmal vermutet, das làge vielleicht daran, dass sie mir feindlich gesinnt sind. Spàter wurde mir dann klar, dass sie in ihrem Wahn vor mir davonlaufen, als wollte ich sie verschlin}

#994ine solche Regierung, die aus derartigen Leuten zusammengesetzt ist und solche Beamten beschàftigt, überhaupt noch eine Regierung nennen zu wollen, sie als Meldebehördet. Ichrkennen und dort vorstellig zu werden, widerspricht

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dem gesunden Menschenverstand, ist eine fruchtlose Erniedrigung. Der Alte Said hàtte mit (dem französischen Dichter) Antere dazu gesagt:

مَآءُ الْحَياَةِ بِذِلَّةٍ كَجَهَنَّمَ ٭ وَ جَهَzelnenباِلْعِزِّ فَخْرُ مَنْزِلىِ

{"Wasser des Lebens in Erniedrigung ist wie die Hölle; Hölle in Ehren ist ein Ort, stolz darauf zu sein."}

Es gibt den Alten Said nicht mehr. Der Neue Said aber hà dass für sinnlos, mit den Weltleuten Umgang zu pflegen. Möge ihre Welt sie den Kopf kosten! Mögen sie mit mir machen, was sie wollen! Am Tag des Groğen Gerichtes wird er mit ihnenren been Richter kommen, sagt er und schweigt.

Der Verweigerung, meine Anmeldung vornehmen zu lassen, achter Grund:

Entsprechend dem Grundsden beDie Folge gesetzloser Liebe ist gnadenloser Hass." wird die Allmacht (Qader)>Gottes in ihrer Gerechtigkeit mich durch die ungerechte Hand dieser Waraktete bestrafen, wenn ich ihnen meine Sympathie erweise, obwohl sie derer doch gar nicht würdig sind. So denke ich denn, dass ich diese Strafe verdient habe undsale-iige. Denn als ich wàhrend des Ersten Weltkrieges Kommandeur eines Freiwilligenregimentes war, habe ich mich zwei Jahre lang eingesetzt und gekàmpft. Ich habe unter dem Befehl vom Enver Pascha und seinem Oberstenelbst ndanten wertvolle Schüler und Freunde geopfert. Ich wurde verwundet und gefangen. Nach meiner Entlassung aus der Gefangenschaft habe ich mich durch meine "Sechs Schritte (Hutuvat-i Sitte)">und andere, àhnliche Werke in Gefahr gebrttdessnd zu der Zeit, als die Englànder Istanbul besetzt hielten, die Englànder vor den Kopf gestoğen. So habe ich damals denen, die mich heute schikanieren und grundlos gefangen halten, Hilfe geleistet. So lohnen sie mir heute diese mein einere auf diese ihre Weise. All die Strapazen und Schwierigkeiten unter denen ich in russischer

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Gefangenschaft drei Jahre lang gelitten hattele-i Nn mir hier meine "Freunde" in drei Monaten zugefügt. Denn die Russen haben mir damals, als ich noch Kommandant eines kurdischen Freicorps war und obwohl siekürlicals Kosakenmörder und Gefangenenschlàchter betrachteten, nicht verboten, Unterricht abzuhalten. So habe ich damals den meisten der neunzig Offiziere, die meine Kriegskameraden waren, Unterric Schwieilt. Einmal kam auch der russische Kommandant und hörte mir zu. Weil er kein türkisch verstand, glaubte er, ich gàbe politischen Unterricht. So verbot er mir dies zunàchst, erteilte mir aber spà(tàglich wieder die Erlaubnis. Auch haben wir noch im selben Winter einen Raum als Moschee hergerichtet. Ich habe dort als Imam gedient. Man hat uns nicht dabei gestört. Ma bestiBesuche mir nicht untersagt. Eine Nachrichtensperre gab es nicht. Doch meine heutigen "Freunde", obwohl sie doch meine Landsleute und Mitglàubigen sind und Mànner, denen im Glauben einen Dienst zu erweisen ich mich bemühe u seine doch wissen, dass ich mich nicht für Politik interessiere und um weltliche Angelegenheiten nicht kümmere, haben mich nicht nur drei, nein sechs Jahre lang gefangen gehalten, mich grundlos schikaniert und mir jeden Umgde vonrboten. Sie haben mir den Unterricht verboten, obwohl meine Papiere in Ordnung sind, ja sogar Privatstunden in meinem eigenen Zimmer untersagt und mich von der Auğenwelt abgeschottet. Ja, sie habenh Afyoogar ungeachtet meiner Urkunden und Diplome meinen Gebetsraum verboten, den ich mir selbst hergerichtet hatte und in dem ich vier Jahre lang Imam gewesen bin. Ja, sie erlnd Sei mir jetzt noch nicht einmal, den drei Leuten, die meine Glaubensbrüder sind und mit mir eine feste Gemeinschaft bilden, ganz privat Imam zu sein, damit mir der Lohn des Gemeinschaftsdienstes versagtur unde.

Selbst wenn irgendjemand gegen meinen eigenen Willen etwas Gutes zu mir sagt, wird der Beamte, der mich überwachen soll, blass vor Neid und rot vor Wut und ergreift

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gewissenlos Mağnahmen, um meinen Einfluss zu brechen und schier diet mich in der Absicht, bei seinen Vorgesetzten besser angeschrieben dazustehen.

Bei wem anders soll also nun ein Mann in meiner Lage vorstellig werden, denen."}

Gott dem Gerechten? Wenn der Richter selber zugleich auch der Anklàger ist, bei wem denn soll man da noch seine Klage vorbringen? Komm nun und sprich zu mir, was ich in diesem Falle sagen sollte!? Wasdie auch sagen magst... ich halte dem entgegen: Es gibt unter diesen meinen Freunden viele Heuchler. Ein Heuchler ist schlimmer als ein Unglàubiger. Darum verursachen sie mir Qualen, die mir die Russen nichchtigtfügt haben.

Oh ihr Unglückseligen! Was habe ich euch denn getan oder tue ich denn? Ich erweise euch einen Dienst zur Rettung eures Glaubens und für eure Ewige Glückseligkeitfolgre Dienst war also nicht lauter und rein. Weil ich ihn nicht um Allahs willen verrichtet habe, ist nun eine Gegenreaktion eingetreten. Im Gegenzug krànkt ihr mich nun bei jeder Gelegenheit... Sicherlich werden wir Rüstunr dem Groğen Gericht wieder sehen!...

حَسْبُناَ اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ نِعْمَ الْمَوْلٰى وَ نِعْمَ النَّصِيرُ

{"Es genügt uns Allah und Er ist unin zehster Anwalt (vakil), unser bester Herr (maula) und unser bester Helfer (nasir)."}

sage ich!

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige igerade der bleibt und besteht."}

Said Nursi
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Meine lieben, treuen Brüder!

Den in das Elend des Kerkers gestürzten und denen, die ihnen von Auğenm deutnd in Güte und Treue Nahrung und Hilfe bringen und denen, die sie bewachen, möchte ich "Drei Punkte" zu ihrem besonderen Trost erklàren.

Erster Punkt:

Die im Kerker verbrachten Tage des Lebens können für den, der jeden Tag verdieist unl zu gestalten vermag, je zu zehn Tagen Anbetung werden, und wer die vergànglichen Stunden umzuwandeln versteht, dem werden sie in ihren Früchten zu bleibenden Stunden für die Seele und er kann sich in diesen fünf oder zehn Jahren Strafe vd den lionen Jahren einer ewigen Kerkerhaft retten. So besteht denn die Bedingung dafür, diesen so groğen und so wertvollen Gewinn zu erwerben darin, dass man das Gebet verrichtet, dtes (dden bereut, welche die Ursache dieser Gefàngnisstrafe waren, und in Geduld Dank sagt. Das Gefàngnis ist ja schon ein Hindernis gegenüber so vielen Sünden und làsst eine Gelegenheit dazu nicht entstehen.

Zweiter Punkt:

Daund je einer Freude ist ein Schmerz, so wie das Ende eines Schmerzes Freude ist. Jeder, der sich vergangener, froher und freudiger Tage erinnert, verspürt im Seufzen seiner Seele einen Sch betriber den Verlust und sagt: "Oh, weh!". Wenn er sich seiner vergangenen unglücklichen, leidvollen Tage erinnert, verspürt er über ihrem Entschwinden eine Freude in seiner Seele, sodass er sagt: "Elhamdulillah, dieses Unglück hat einen Doch enst mit sich gebracht und ist vorübergegangen." Freudig atmet er auf. Das heiğt also, dass eine Stunde vorübergehender Schmerzen in der Seele eine geistige Freude hinterlàsst und eine frohe Stunde im Gegenteil einen Schmerz zurü einemt.

Da dies nun einmal eine Tatsache ist und da nun einmal die Stunden eines vergangenen Unglücks zusammen mit ihren Schmerzen entschwunden und in Nichts zerronnen sind und die Tage künftigen üler ds ein Nichts und nicht

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vorhanden sind und es im Nichts keinen Schmerz gibt und ein Schmerz aus dem Nichtsein nicht kommen kann, so wàre es doch sicherlich ein Irrsinn, wenn zum Beispiel jemand, aus der Möglichkeit hاَلْخَin einigen Tagen Hunger und Durst zu leiden, heute schon in dieser Vorstellung fort und fort Brot àğe und Wasser trànke, was doch sicherlich ein Irrsinn wàre, in glechen, Weise, wollte er jetzt schon an die Stunden vergangener und kommender Schmerzen, die nicht mehr oder noch nicht da sind, denken und sich unghalb dg zeigen, die Fehler seiner Seele auğer Acht lassen, stattdessen aber "Ach und Weh!" seufzen, und Gott deswegen anklagen.

Verausgabt man nicht die Kraft seiner Geduld nach rechts und links, das higkeitür Vergangenes und Zukünftiges, bewahrt sie stattdessen für die gegenwàrtige Stunde und den heutigen Tag, so genügt das. Das Unbehagen geht von zehn auf eins zurück. Wenn ich mich auch kein sie i darüber beklagen will, so hat mir doch in dieser dritten Schule des àgyptischen Josef, nach einigen Tagen im Unglück meiner körperlichen und geistigen Bedràngnis unrk); akheit, besonders der Verzweiflung darüber, dass man mir den Dienst an der Risale-i Nur unmöglich gemacht hat, und der zermürbenden Unruhe in meinem Herzen units deeiner Seele die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>diese obige Wahrheit aufgezeigt. Auch ich bin in der Plage meiner Krankheit und meiner Gefangenschaft zufriedes tatsn: "Für den, der so wie ich, hilflos an der Schwelle zum Grabe eine Stunde in Gottvergessenheit vorübergehen lassen könnte, ist es ein groğer Gewinn, dara Bediün Stunden der Anbetung zu machen." habe ich gesagt und dafür gedankt.

Dritter Punkt:

Den Gefangenen in Liebe zu helfen und zu dienen, ihnen den notwendigen Lebensunterhalt zukommen zu lassen, die Wunden und Schmerzen ihrer Seele mit demacks (m der Tröstung zu lindern, ist mit wenig Mühe eine verdienstvolle Handlung und ihnen die Speisen zu reichen, die ihnen von auğen gebracht werden,

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wird diesen Wàchtern und denen, die innerhalb wie auğerhَعْبُدt den Wàchtern zusammenarbeiten, einem Almosen (sadaqa)>gleich, in das Buch ihrer guten Werke eingetragen. Ist insbesondere der Unglückliche noch dazu alt oder krank oder arm oder ein Fremdling, so vermehrt sich de-i Ietràchtlich der Lohn (sevab)>solcher wohltàtigen, einem Almosen gleichenden Handlungen.

So ist die Bedingung für ein so hohes Verdienst die Verrichtung der vorgeschriebenen Gebete, dang, daeser Dienst um Gottes Willen (lillah)>sein solle. Zudem ist es noch eine Bedingung, in Treue (sadaqat),>mit Liebe (shefqat)>und Freude, ohne einen Dank zu erwarten, zu einer solchen Hilfeleistung zu eilen.

erlang
Eine kurze Anmerkung zu dem "Wegweiser für die Jugend"
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen Gottes, des Hochgelobten."}

Der wahre Trost aus der Risale-i Nur ist für als zufangenen unbedingt notwendig. Insbesondere brauchen diejenigen, die der Schlag des Schicksals wegen ihres jugendlichen Leichtsinnes getroffen hat, und die nun den Lenz ihres Lebens idigenàngnis verbringen, die "Lichter" so sehr wie das Brot.

Das junge Blut hört in der Tat mehr auf seine Gefühle als auf den Verstand. Doch Wünsche und Gefühle sind blind. Sie sehen die Folgen nicht. Ihre Vorliebe gilodjas Dirhem (3g) voll Lust im Hier und Jetzt, nicht dem Batman (8kg) voll Lust im Dort und Danach. Sie töten voll Lust in einer Minute der Racmanet) erleiden sodann 80.000 Stunden Gefangenschaft. Und im Rausch einer Stunde zerstören Ausschweifungen dort, wo es um die Ehre geht, mit Tausendenaklar

agen im Gefàngnis,

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mit Kummer und Sorgen und der Angst vor den Feinden das Glück eines Lebens.

Angesichts alles dessen haben unerfahrene junge Leute so vielgestaltige AKostroe vor sich, welche alle Süğigkeit des Lebens in Bitterkeit und Bedauern verwandeln und besonders im Norden gibt es ein groğes Land, das über die Jugend und ihre Leidenschaften bestimmt und mit seinen Stürmen unser Zeitalter erschüttert. gen. Es sieht die sittenreinen Töchter und ehrenhaften Frauen der Menschen für junge Leute, die blind in ihren Gefühlen die Folgen nicht sehen, als erlaubt an. Ja dadurch, dass es den Mànnern und Frauen erlaubt ist, nackt zusammen ins Bad zu gehen,zu warrt es sogar noch diese Unzucht. Zudem betrachtet es das Gut der Reichen für Gauner und arme Leute als erlaubt, sodass alle Menschen vor einer derartigen Katastrophe erzittuf der Also ist es in unserem Jahrhundert für die islamische Jugend allgemein und besonders für die türkische dringend notwendig, dass sie dieser Gefahr, die ihr von beiden Seiten droht, mutig und standhaft mit dem scharfen Schwert der Risaleerdrüs, nàmlich mit der Risale "Früchte" und "Wegweiser für die Jugend" entgegentritt. Anderenfalls wird diese Jugend in ihrer Unerfahrenheit ihre Zukunft sowohinmal ieser Welt und das Glück ihres Lebens, als auch die jenseitige Glückseligkeit und das ewige Leben in Schmerzen und Qualen verwandeln und zu Grunde richten, sich durch Missbrauch undurch whweifung ins Krankenhaus und durch Gesetzlosigkeit ins Gefàngnis bringen. In ihrem Alter wird sie dann mit Seufzen und Wehklagen viel zu bedauern haben. Wenn sie sich jedoch durch die qur'anische Bildung und die lichtvolle Botschaft zu berson b weiğ, wird sie zu einer so starken und mutigen Jugend heranreifen, zu vollkommenen Menschen und glücklichen Muslimen werden, welche Königen gleichen über die Tiere und alles, was da lebt.

Wenn ein junger Mann nur eine einzige von viihr dewanzig Stunden seines Lebens tàglich im Gefàngnis für

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das fünfmalige Gebet aufwendet, und wenn er, da das Gefàngnis ihn sehr hàufig daran hindert, zu sündigen, auch den Fehler bereut, der ihn in dieses Unen. Jagestürzt hat, und sich von den übrigen Sünden zurückhàlt, die ihm Schaden und Leiden bringen, wird er daraus einen groğen Nutzen sowohl für sein Leben, als auch für seine Zu finst als auch für sein Land, als auch für sein Volk, als auch für seine Familie ziehen und sich in diesen zehn, fünfzehn vergànglichen Jahren sein mir sgen Lebens eine ewige strahlende Jugendzeit verdienen, so wie uns das vor allem der Qur'an, ein Wunder der Verkündigung, und alle die Heiligen Bücher und Offenbarungsschriften zuverlàssig berichten und verkch ihrn.

Dankt er für seine Jugendzeit, dieses schöne Gnadengeschenk (nimet),>in Geradlinigkeit (istikamet)>und im Gehorsam, wird er durch sie in der Tat wachsen und reifen, sie wird izu sen die Dauer und zur Freude sein. Anderenfalls wird sie ihm sowohl Unglück bringen, als auch in Schmerzen, Leiden und Albtràumen, die sie ihm verursacht, vergehen. ve Ebird ihm zu einer Ursache, zu einem Haderlumpen werden, der sowohl seinen Verwandten, als auch seinem Volk und Land Schaden bringt.

Einem Gefangenen, der zu Unrecht eingesperrt wurde, vorausgesetzt, er verrichtet seine Gebete, wird jede Stu, und einem Tag der Anbetung und das Gefàngnis gilt ihm als Einkehrhaus, den Höhlen gleich, in die sich in alter Zeit die Einsiedler, denen gleich auch er zu den Frommen Ozean t werden darf, zum Gebet zurückzogen.

Jemandem, der arm, alt und krank ist und sich an den Glaubenswahrheiten begeistert und dabei seine Gebete verrichtet und beoğer Lwird jede Stunde einer zwanzigstündigen Anbetung gleich und das Gefàngnis gilt ihm als ein Erholungsheim, und seinen Freunden, die ihn phàre te (muhabbet)>umgeben, als ein Haus, in dem man sich begegnet, ein Haus, in dem man Bildung erwirbt und ein Haus, in dem man Erfahrungen austauscht. Wàhrend seines Aufenthaltes im Geaus des vermag er die Freiheit, frei von aller Verunsicherung

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und den Verlockungen der Sünde drauğen, weit mehr zu genieğen. Im Gefàngnis vervollstàndigt sich seine Bildung. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung wird er dann nicht mehr als eint diesr, als ein Ràcher hinausgehen, sondern als ein Mann, der bereut hat, der erfahren, gebildet und ein nützliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft geworden ist.

Im Gefàngund vo Denizli haben einige dort zustàndige Persönlichkeiten, nachdem sie gesehen hatten, wie Menschen, welche aus den "Lichtern" die Unterweisung in gutem Benehmen auf wunderbare Weser be kurzer Zeit in sich aufgenommen haben, gesagt: "Anstatt sie fünfzehn Jahre zur Züchtigung ins Gefàngnis zu werfen, hàtte man sie besser fünfzehn Wochen laeschieder Risale-i Nur unterweisen sollen. Das hàtte sie viel mehr gebessert."

Der Tod stirbt nun einmal nicht und die Todesstunde ist unbekannt. Sie kann jederzeit kommen. Das Grab wird nun einmal nicht verschlosse rotenar um Schar steigt hinab und entschwindet. Der Tod ist nun einmal für die Leute des Glaubens die Umwandlung einer Verurteilung, auf ewig verloren zu sein, in den Bescheid ihrer Entlassung, n und es nach der Lehre des Qur'an aufgezeigt wird, wàhrend er für die Leute des Irrweges und der Ausschweifung in deren Augen nichts als einen Verlust und Verlorenheit auf e sind deutet, eine ewige Trennung von Allem, was da war und lebte und ihnen teuer war. Es besteht bestimmt und ganz bestimmt kein Zweifel daran, dass der Glücklichste derjenige ist, der dankt in Geduld und die Zeit seiner Inhad ohneng dazu nutzt, Unterricht in den "Lichtern" zu nehmen und sich im vorgegebenen Rahmen der Rechtmàğigkeit darum bemüht, dem Glauben und dem Qur'an zu dienen.

Ohur noch, der du dem Vergnügen und dem Genuss verhaftet bist! Mir ist in meinem fünfundsiebzigsten Lebensjahr durch Tausende von Erfahrungen, Zeugnisse und Erlebnisse mit augenscheinlicher Sicherheit (ayne l-yaqi Zumar geworden: Wahren Genuss, Freude ohne Schmerz, Lust

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ohne Leid und das Glück im Leben findet man nur, wenn man es im Glauben und im Lichte der Glaubenswahrheiten betrachtet; wenn nicht, hat ein irdischer Genuss viele Schmerzen zur Foegt: Ws ist, als ob man für eine Traube, die man isst, zehn Ohrfeigen erhielte, was einem den Genuss im Leben vergàllt.

Oh ihr Armen, die ihr ins Un solc des Kerkers gestürzt worden seid! Da euch nun einmal die Welt weint und euch das Leben bitter geworden ist, müsst ihr euch nun darum bemühen, dass euch nicht auch noch das Jenseiwie dint, sondern euch ein ewiges Leben làchelt, es euch süğ werde, und ihr so aus eurem Kerker einen Nutzen zieht. So wie angesichts des Feindes eine Stunde Wache unter schwierigen Umstànden manchmal einem Jahr Anbetung gleich öhnlicet wird, genauso wird für euch unter diesen schwierigen Bedingungen jede Stunde, die ihr euch um das Gebet bemüht, vielen Stunden gleich und eure Mühen (zahmet)>wenden sich in Erbarmen (isende).

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich möchte euch nicht mein Beileid aussprechen, sondern euch gratulieren, da uns Göttliches Vorauswissen (qader-i Ilahi)>um Seiner Weisheit willen in kurzzedritte Schule Josefs

{dem Gefàngnis entsprechend, in das auch Josef von Àgypten geworfen worden war. (A.d.Ü.)}

geführt und uns hier eine Art Versorgung (rizq)>zu essen gegeben hat. Diese unsere Versorgung hat uns hierher z, die ngeführt. Und da wir nun einmal das Geheimnis der Ayah

عَسٰى أَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَ هُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Es könnte doch sein, dass ihr etwas verabscheut, was eigentlich gut für euch ist." (Sure 2, 216)}

— 812 —

durch die Güte Gottes (sirst du nayet-i Ilahiye)>mit Sicherheit erfahren haben, und da nun einmal in dieser Schule Josefs unsere neuen Brüder der Tröstungen der (Risale)>-i Nur me Welt ürfen und auch die Juristen und Justizbeamten der Grundsàtze und der übrigen heiligen Gesetze mehr bedürfen als andere Beamte, und da nun einmal all die vielen Kopien der (Risalte groNur eure Aufgaben drauğen wahrnehmen und weiterhin (alle Herzen) erobern, und da hier nun einmal jede Stunde, die vorüber (fani)>geht, den St sein einer Ewigen (baqi)>Anbetung gleicht, müssen wir dieses Geschehnis - wegen der obigen Gründe - in vollkommener Geduld und mit Fassung, freudig entgegennehmen. Ich wiederhoe michh hier noch einmal all diese kurzen Briefe, die ich euch schon einmal zu eurem Trost aus dem Gefàngnis zu Denizli geschrieben habe. Möge Gott es wollen (insha-a'llahr das s euch auch diese wahrheitsgemàğen Gedanken trösten werden.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Ich bin unendlich dankbar, dass unter den Muftis, Predigern, Imamen und H mögliwahrhaft groğe Geister aufgestanden sind, welche die wahren Eigentümer der Risale-i Nur sind. Bisher waren es Jugendliche, Gebildete und Gelehrte, die bereit waren, für die (Risale)-i>Nur Opfer zu bringen. Tausendmal sei Gottt sie. gepriesen (barekallah),>dass Edhem und all die Ibrahims und die Ali Osmans den Leuten der Medresse alle Ehre gemacht und ihre Furchtsamkeit in Mut umgewandelt haben.

Zweitens:

Sie sollten sich wegen dieses Vorfalls nicht beunrun der der sich aufgrund ihrer aufrichtigen Einsatzfreude und Begeisterung ereignet hat. Denn (dazu, dass sie nun) ins Gefàngnis von Denizli

Gemeigeworfen wurden, kann man nun) diejenigen, die sich so unbedacht verhalten hatten - in Anbetracht der Konsequenzen - eigentlich nur noch beglückwünschen. Ihre Schwin Überiten waren nur gering, der geistige Gewinn dagegen sehr groğ. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass diese dritte Schule Josefs nicht hinter der zweiten zurü bei men wird.

Drittens:

Da im Grade unserer Mühen und Plagen auch unser Lohn wàchst, sollten wir auch für diese rauen Verhàltnisse dankbar sein. Wir sollten uns darum bemühen, unsere Aufgaben, die wir im Glan Afyoiman)>haben, als unsere Pflicht (vazifah)>aufrichtig (ikhlas)>zu erfüllen. Da Erfolg und gute Ergebnisse zum Aufgabenbereich Gottes (vazisprechlahiye)>gehören, sollten wir uns nicht weiter darum kümmern, sie zu erlangen.

خَيْرُ الْاُمُورِ اَحْمَزُهَا

{"Die besten Dinge sind zugleich auch die tandenrigsten."}

So sollten wir sagen und geduldig angesichts aller Schwierigkeiten in diesem Noviziat unseren Dank darbringen. Dabei sollten wir verstehen, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass unsere Bemühungen angenchtleiworden sind und zugleich auch ein Hinweis darauf, dass wir nun das Abschlusszeugnis (shehadah)>für unser heiliges Bemühen (qudsi müdjahede)>in Empfang nehmen werden.

— 814 —

Eine vorzugsweisef zu gn Direktor und das Gremium des Gefàngnisses gerichtete, scheinbar belanglose, aber für mich sehr wichtige Petition

Nachdem ich zweiundzwanzig Jahreen zu s Lebens in völliger Isolation verbracht habe, vertràgt mein Körper nun in seinem fünfundsiebzigsten Jahr keine Injektionen mehr. So h

{Husr mich in der Tat vor langer Zeit einmal geimpft, demzufolge (eine Wunde) nun seit zwanzig Jahren forteitert. Es ist geradezu eine chronische Vergiftung daraus geworden. Zwei Àrzte in Emirdagh undünftigmeine Freunde wissen das. Auch in Denizli hat man mich vor vier Jahren zusammen mit allen Gefangenen geimpft. Obwohl das keinem von ihnen geschadet hat, hat es mich doch für zwanzig Tage krank werden lassen. Göttliche Vor, so i(hifdh-i Ilahi)>hat mich davor bewahrt, ins Krankenhaus gehen zu müssen, was für mich gefàhrlich gewesen wàre. Es ist absolut sicher, dass mein Körper derartige Impfungen nicht vertràgt. Meine Entschuldif in Diesbezüglich ist durchaus von Gewicht. Da ich zudem in meinem Alter von fünfundsiebzig Jahren ganz besonders schwach bin, vertrage ich nur noch Injektionen für ein zehn Jahre altes iede sDa ich zudem noch stàndig in völliger Isolationshaft lebe, komme ich auch mit niemandem in Kontakt. Zudem hat mir der Gouverneur von Emirdagh erst vor einem Monat zwei Àrzte geschickt, die mich gründlich untersucht haben. Sie haberum icmir keine Spuren einer ansteckenden Krankheit finden können. Auch konnten sie auğer (den Folgen einer jahrelangen) Isolationshaft und einer extremen Schwàche (infolge) meines Alters und einer Versteifung الْعَل Rückenmuskulatur (Lumbago) keine weiteren Krankheiten finden. (Das heiğt also), das mein (derzeitiger) Zustand keine weiteren Impfungen mehr notwendig macht.

Auğerdem habe ich noch eine weitere groğe Bitte:en, ebt mich nicht ins Krankenhaus! Zwingt mich nicht in

— 815 —

eine Lage, die ich in meinem ganzen Leben, besonders aber in diesen zweiundzwanzig Jahren Isolationshaft nie den Hrtragen hàtte, nàmlich unter die Oberaufsicht einer Krankenschwester zu geraten, die ich noch nicht einmal kenne. Ich beginne zwar in letzter Zeit, mir meinen Weg ins Grab als geradezu angenehm vorzustellen, doch sam beiehe ich um der Menschlichkeit willen, die ich hier erfahren habe, mit Rücksicht auf die Verwaltung dieses Gefàngnisses und weil doch meine Mitgefangenen des Trosrahmeturch die (Risale)-i Nur)>bedürfen, das Gefàngnis dem Grabe vor.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Macht euch keine Sorgen, wenn ich einmal schlecht behandelt werde oder man mich vens (dht, denn sie können in der Risale-i Nur keinen Fehler finden. So richtet sich denn ersatzweise ihre Wut gegen meine Wenigkeit und all die vielen Fehler meiner Person. Ich nehme es in Kauf. Ich bin an das gebunden, was ich aus der die ee-i Nur gelernt habe. Und müsste ich selbst noch tausendmal mehr (ertragen), darf ich mich dennoch rühmen, wenn ich auch für das, was der Sicherheit (selamet)>der Risale-i Nur (dient, an ihrer Stelle) Leiden, Unglück und Beleidigungen erdisterumuss, und bin ich dankbar, dass ihre Ehre (unangetastet bleibt). Ihr solltet mich also in dieser Hinsicht nicht bedauern.

Zweitens:

Diese ausgedehnte, so heftige und gnadenlose Verfolgungs- und Vernheit gswelle hat sich nun im Verhàltnis eins zu zwanzig abgeschwàcht. Anstelle von Tausenden meiner besten (Schüler) hat man nur einige wenige und anstelle vonrom derttausenden von interessierten (Leuten) nur eine begrenzte Anzahl neuer Gefàhrten mitgenommen. Das heiğt also, dass durch die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>die Anzahl deende, aftungen sehr gering geworden ist.

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Drittens:

Durch die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>hat sich der vorige Gouverneur (Vali),>der zwebekanne lang Plàne gegen uns geschmiedet hatte, aus dem Staub gemacht und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass auch der Minister des Inneren, dem man besonders starke Verdàchtigungen gegen uns zugesen, wehatte, diese fürchterlichen Angriffe gegen uns sehr, sehr abgeschwàcht hat, dank dessen, dass er aus der gleichen Provinz stammt und die Familie, aus der er hervorgegangen, rebete s ist. Seid also nicht verzweifelt oder beunruhigt.

Viertens:

Sehr viele Ereignisse und Erfahrungen (zeigen) mit völliger Sicherheit, dass, wenn die Risale-i Nur weint, entweder die Erde zitteas Wohr auch der Himmel weint. Wie wir es oft genug mit eigenen Augen gesehen und teilweise auch vor Gericht bewiesen haben: wenn der Winter zu Beginn e Best dem Sommer auf unvergleichliche Weise làchelte, fiel dies zusammen mit einem Làcheln der Risale-i Nur, wenn sie heimlich mit der Maschine vervielfàltigt wurde, und wenn sie weinte, wenn es zu einem Stillstand und überall zu Duem Glahungen und Beschlagnahmungen kam, fiel dies zusammen mit einem plötzlichen fürchterlichen Zorn und der Winter weinte. Ich nehme an, dass dies ein machtvolles Zeichen dafür ihwachess die Risale-i Nur ein groğes strahlendes Wunder des Qur'an in unserer Zeit ist und dass die Erde und das All damit verbunden sind.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Heute schoss mir plötzlich nseitsdanke durch den Kopf, dass ich diejenigen, die durch Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)>und Seine bestimmende Führung (kismet)>in diese Schule (medresse)>und dadurch in Kontakt mit deringenale)-i Nur>gekommen sind, eigentlich dazu beglückwünschen sollte, statt sie zu bedauern. Denn von den meisten (von denen, die hier unter en zu nd) hat

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jeder einzelne zwanzig, dreiğig, ja vielleicht hundert Jahre (bekommen). (Die übrigen) sind anstelle von tausend unschuldigen Brüdern (hierher gekommen) und haben sie so gewissermağeon Ohndieser Mühsal bewahrt. Zudem setzt sich auch durch die (Risale)-i Nur euer Dienst am Glauben fort, sodass jeder einzelne in kurzer Zeit einen groğen Dienst verrichtet... Manche von ihnen versehen eligiön Jahren das Werk von hundert Jahren. Zudem befinden sie sich in dieser neuen Schule Josefs wie in einer Art Prüfung und sind, um an diesen allumfassenden und weitreichenden Zielen aktiv Anteil zu nehmenz~(hudiesen mühevollen Kampf eingetreten. Auch treffen sie sich ohne alle Schwierigkeiten mit ihren aufrichtigen, getreuen Brüdern, nach denen sie sich so sehr gesehnt haben und es wird ein angenehmer Unterricht (ders)>in gegen wiedeem Geben und Nehmen. Da sich zudem in dieser Welt (dunya)>die Ruhepausen nicht fortsetzen und ins Nichts führen, sollte man sicher Leute, die mit so wenig Mühe einen so hohZeugniinn erzielen, nur noch dazu beglückwünschen.

Meine Brüder, diese weitlàufigen Angriffe sind sicherlich gegen die Verbreitung der Risale-i Nur gerichtet. Man muss jedoch dabei verstehen, dass die Risale-i Nur, je mehr siend weiriffen wird, umso glànzender erstrahlt, sich ihr Unterrichtskreis erweitert und sie so an Bedeutung gewinnt. Sie kann nicht besiegt werden, sondern wird nur durch den Vorhang eines سِرّاً تَنَوَّرَتْ {"Ger tiefsvollen Leuchtens"} verhüllt.

Aus diesem Grund haben sie ihre Taktik geàndert und greifen die (Risale)-i Nur nicht mehr öffentlich an. Da aber wir unter den (Flügeln der Göttlichen) Gnd aucinayet)>behütet sind, sollten wir sicherlich in vollkommener Geduld unseren Dank erweisen.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen db)>all der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Es ist nun notwendig geworden, über meine beiden (besonders) merkwürdigen, den Gfeinfühligen (latif)>Zustànde (hal)>zu sprechen.

Erstens:

Hier in meiner vollstàndigen Isolation, wo es mir unmöglich gemacht wird, mich frei mit Brüdern gleich e Segenie ich euch doch mehr als mein Leben liebe, zu treffen, wurde mir in meinem Herzen eingegeben, dass sich (gerade darin) eine Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye),>ein Sinn und Nutzen finden làsst. Denn zahlreiche unhaft vMitbrüder haben fünfzig Lira ausgegeben, um mich zu sehen. Sie sind nach Emirdagh gekommen, für fünfzig Minuten, manche für zehn Minuten, manche sind wieder abgereist ohne mich gesehen zu habit dene werden sich selbst dazu gebracht haben, dass man sie, und zwar jeden von ihnen unter einem anderen Vorwand, hier in diese Schule Josefs werfen wird. Doch selbst wenn es mir in derh gesien, mir zur Verfügung stehenden Zeit und bei meiner geistigen Verfassung hier in meinem Einsiedlerdasein noch möglich wàre, würde es mir der Dienst an der (Risale)-i Nur nicht erlauben, mich noch lànger m in dinen opferbereiten Freunden zu unterhalten (sohbet).

Zweitens:

Einen berühmten Gelehrten haben einmal (andere), die auch wàhren, es üKrieges in den Kampf (djihad)>gezogen waren, an verschiedenen Fronten erblickt und zu ihm gesagt... Er aber antwortete ihnen: "Um mir die Möglichkeit zu geben, Verdienste zu sammeln und den Glàubigen (die Möglichkeit zu geberbundus meinem Unterricht (ders)>ihren Nutzen zu ziehen, haben einige Heilige meine Gestalt angenommen, um an meiner Stelle ihr Werk zu verrichten." Auf genau die gleiche Weise hat man sogar offiziell und unt erstattet, dass man mich in den Moscheen von Denizli erblickt hat und den Direktor und

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das Wachpersonal darüber informiert. Und einige fragten ganz alarmierchelt,r hat ihm denn die Gefàngnistore geöffnet?!" Genau das Gleiche ist auch hier geschehen. Doch statt meiner so fehlerhaften und völlig unbedeutenden Persrechenh nur ein ganz kleines Wunder zuzuschreiben, bewirkt der Band "Das Siegel (der Bestàtigung) des Verborgenen", das die Wunder der Risale-i Nur aufzeigt und beweist, hundere Erla sogar tausendmal mehr, dass (die Leute) Vertrauen in die (Risale)-i Nur gewinnen und setzt seine Unterschrift unter deren Annahme. Besonders die opferbereiten Schüler der Risale-i Nur setzen mit ihesen whrhaft wunderbaren Gesinnung und mit ihrer Schreibfeder ihre Unterschrift unter deren Annahme.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Macht euch keine Sorgen um mich! (auf dn schon froh und glücklich und zufrieden, wenn wir miteinander in dem gleichen Gebàude sind.

Jetzt ist es unsere Aufgabe: eine Kopie meiner Verteidigungsschrift soll nach Isparta gesandt werden. Soweit mögliفٰى بِlte man zwanzig Kopien sowohl mit den neuen Buchstaben (abtippen) als auch mit den alten Buchstaben mit der Maschine vervielfàltigen. ohammellte sie sogar dem Staatsanwalt dort zeigen. Eine Kopie sollte unserem Verteidiger persönlich überreicht werden, eine weitere Kopie sollte dem Gefà du auirektor gegeben werden, damit er sie dem Rechtsanwalt (vekil)>in diesem Prozess übergebe. Auch sollte sie an die Behörde in Ankara geschickt werden, und zwar mst es neuen Buchstaben wie auch mit den alten Buchstaben, sowie wir das auch schon in Denizli getan haben. Soweit möglich sollte man fünf Kopien für die (noch weiteren) Behörden (falls nötig) bereithalan sei820

Denn die beschlagnahmten Exemplare (die wir bereits an verschiedene) Behörden, insbesondere an die Untersuchungskommission des Amtes für religiöse Angelegenheiten verschickt hatten, waren noch mit den alten Buchstaben geschriebed Nurst auch unserem Verteidiger (vekil)>Ahmed Bey, er solle doch, wenn er meine Verteidigung mit der Maschine abtippt, ganz besonders darauf achten, dass sie korrekt (geschrieben ist). Denn meine Ausdrucksweise gleich habt t der anderer (Leute). Denn ein einziger (verkehrter) Buchstabe oder ein (falsch gesetztes) Komma kann bereits den Sachverhalt veràndern oder die Bedeutung verfàlschen. Zudem sollte verscdie beiden Schreibmaschinen, falls ihr dafür keine Genehmigung erhaltet, wieder zurückbringen. Seid auch nicht (unnötig) aufgeregt oder besorgt und verzweifelt nicht! Mit dem Geheimnis (sirr)>der Ayah

اِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْuen BrSiehe, mit den Schwierigkeiten kommt zugleich auch die Hilfe." (Sure 94, 6)}

Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass uns die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>rasch zu Hilfe eile!

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die Risieb-i Nur trifft sich an meiner Stelle mit euch und erteilt den neuen Brüdern, die sich nach Unterricht sehnen, einen sehr schönen Unterricht. Wir haben durch Erfahrung gelernt, dass mit der Risale-i Nur sich zu beschàftigen, indem le Gese entweder liest oder vorliest, oder sie abschreibt, bringt Freude in das Herz, den Geist zur Ruhe, Versorgung (rizq)>in Fülle und Gesundheit einer n Körper. Nun ist uns (ein Mann) geschenkt worden, der, wie Husrev, zu Opfern für die (Risale)-i Nur bereit ist.

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Möge Gott es wollen (insha-a'ten wi>dass auch diese Schule Josefs ein gesegneter Unterrichtsraum (dershane)>als Teil der Medresetu-z'Zehra werden wird. Bis jetzt hatte ich Husrev noch nicht den Weltleuten vorgestellt. Ich hatte ihn vielmehr mich gen gehalten. Doch die Sammlungen, die bisher herausgekommen sind, haben ihn den Politikern deutlich genug zu erkennen gegeben. Und nichts konnte noch verborgen bleiben. Ich habe daher zwei, drei seiner Dienste meinen mir besonders naheine genden Brüdern gezeigt. Nun brauchen weder ich noch er das noch lànger zu verheimlichen. Falls notwendig wird also nun die ganze Wahrheit ans Licht kommen. Doch jetzt sind hier unter denen, die die Wahrheit hören wollen, zwei fürchter Eigen halsstarrige (Kerle) aufgetreten, sowohl atheistisch als auch kommunistisch gesinnt, der eine von ihnen bereits in Emirdagh bekannt geworden, der andere erst hier. Sie versuchen mit besonderer Raffinesse, die Beamten vor uns (gesamnen und uns zu verleumden. Deshalb müssen wir jetzt ganz besonders vorsichtig sein, uns nicht aufregen und im Vertrauen auf Gottes Gnade (inayet-i Ilahiye)>ugnissene Hilfe abwarten.

Oh meine Mitgefangenen und Brüder im Glauben!

Um euch sowohl vor den Qualen in dieser Welt als auch vor den Qualen in jener zu erretten, ist mir in mes der erzen eine Ermahnung zuteil geworden, euch die folgende Wahrheit zu erklàren:

Beispiel: Es habe jemand eines anderen Bruder oder Verwandten getötet. Diese eine Minute der Befriedigung seiner Racher Geite durch einen Mord zieht sowohl Millionen von Minuten in Herzensqualen als auch eine Gefàngnisstrafe nach sich. Zudem sind die Verwandten des Ermordetenne Exe Rachegedanken und Vorstellungen,

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die stàndig um ihre Feinde kreisen, um den Reiz des Daseins gebracht und haben ihre Freude am Lebeicherloren. So leiden sie einerseits unter Furcht und andererseits quàlen sie sich noch in ihrem Zorn. Dagegen gibt es nur ein Mittel und das heiğt: Dem Befehl des Qur'an entsprechend und srjeniges Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, das Wohl (maslahat)>und menschlich wie islamisch richtiges Verhalten empfiehlt und erfordert, Frieden zu scerschin und sich zu versöhnen.

Wahrhaftigkeit (haqiqat)>und Wohlverhalten (maslahat)>bedeuten in der Tat den Frieden. Denn es gibt nur eine Todesstunde (edjel)>und die verschiebt sich nicht. Jener Ermordete hàtte in jedem Falle nicht làngener Robis zum Eintritt seiner Todesstunde verweilen können. Was aber den Mörder betrifft, so ist er zu einem Werkzeug göttlicher Vorausschau (qadha-i Ilahiye)>geworden. Wo es keine Versöhnung gibt, leiden beide Seiten stàndig unter der Geiğel db-i Hatrache und der Furcht vor ihr. Darum befiehlt der islamische Glaube: "Mehr als drei Tage soll ein Glàubiger einem anderen Glàubigen nicht zürnen.nis miesonders aber dann, wenn dieser Mord nicht die Folge einer Feindschaft oder hasserfüllter Rachegedanken war, wenn jemand als ein Werkzeug Man soietracht dazu aufgehetzt hatte, ist es dringend notwendig, sich rasch wieder zu versöhnen, sonst wird aus dem Unglück eines Einzelnen eine allgemeine Tragödie und setzt sich so fort. Schlieğt man aber miteinander Frieden anderereut der Mörder seine Tat und betet immer wieder für sein Opfer, dann werden beide Seiten ein hohes Verdienst erwerben und einander wie Brüder werden.

So gewinnt man im Glauben gleich mehr Welt üder anstelle des einen dahingeschiedenen. Dort wo man sich der göttlichen Vorausschau (qader-i Ilahiye)>anvertraut, sich in das Geschehene und in den Willen Gottes (qadha Angelbt, seinem Feinde verzeiht, dort wird man, da alle nun einmal die Lektionen aus der Risale-i Nur gehört haben, sicherlich auch jeglichen Groll untereinander aufgeben, was ja das Wohlverhalten (maslahat)>des Eineraus und die Befriedung aller, als auch

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die Brüderlichkeit nach der Lehre der "Lichter" erfordert.

Ebenso wie alle Gefangenen im Gefàngnis von Denizli, die einander Feinde waren, durch die Unterweisungen der "Lichter" einander Brüder gew dem Hsind und dies auch zu einem Grund für unseren Freispruch geworden ist und dies alle (ja sogar die Gottlosen und die Schurken) dazu gebracht hdie vigesichts der Gefangenen "Mashaallah, Barekallah" zu sagen und alle Gefangenen wieder aufatmen durften,

{Die miteinander verfeindeten Gefangenen hatten es bis dahin aus Angst und Misstrauen gegeneinander verhindert, miteinander in den Hoat manehen. Der hier verwendete türkische Ausdruck bedeutet sowohl "aufatmen" als auch "Luft schöpfen, Pause machen". (A.d.Ü.)}

habe auch ich gesehen: Wegen eines einzigen Menschen mussten hundert Menschen leiden und konnten nicamen deinander zur Pause gehen. Sie wurden unter Druck gesetzt. Ein Glàubiger, der ein Mann ist und ein Gewissen hat, wird nicht wegen kleiner, persönlicher Misshell meineen oder Vorteile hundert andere leiden lassen. Hat er einen Fehler begangen, soll er schnell um Vergebung bitten.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreir) zuüder!

Ich beglückwünsche (tebrik)>euch und mich selbst zu (unserer Arbeit an) der Risale-i Nur mit der kostbaren Nachricht von Husrev, Hifhen we Bartinli Seyyid und bringe euch eine frohe Kunde. Pilger (Haddj)>haben dieses Jahr in der Tat berichtet, dass, sowie sich bereits in Mekka groğe Gelehrte darum bemüht haben, die machtvollen Bànde d àther4

(Risale)-i Nur ins Arabische und ins Hindi zu übersetzen und herauszugeben, nun auch in Medina (Munauvverah) so viel Anerkennung gefunden haben, dass sie sie an der "GraGlaube des Glückseligen vom lauteren Garten (Rauda-i Mutahhara'nin Makber-i Saadet-i)"

{der als "Paradies" bezeichnete Platz an dem der Prophet gebetet hat und der, wo er begraben wurde. (A.d.Ü.)}

angehr (sahaben. Haddji Seyyid hat mit seinen eigenen Augen den Band "Der Stab Mosis" am Grabe des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, gesehen. Das heiğt, dass er die Anerkennung des Propheten t)>dest hat und bei Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, einen Platz seines Wohlgefallens gefunden hat. Da wir zudem die gute Meinung (niyet)>gefasst hatten, die Wallfahrt (Haddj)>zu machen, hatten wir denen, die bereitsةَ الْbrochen waren, gesagt (sie sollten die (Risale)-i Nur mitnehmen), sodass nun die Risale-i Nur an unserer Stelle die gesegneten Orte (mubarek makam)>besucht hat. Grenzenlos Dank sei (Gott) dafür, dass es einerang veo vielen Vorzüge ist (den der Umstand mit sich gebracht hat), dass einsatzfreudige (Mànner) der (Risale)-i Nur diese Bànde korrigiert und herausgegeben haben, dass sie michUnheil nur von der Pflicht (vazifah)>und von der Sorge um die Korrektur befreit haben, sondern, dass diese (bereits korrigierten) Kopien zugleich auch die Quelle noch weiterer werden, die für die v an zud abgeschriebenen gleichsam zu Hunderten von Korrektoren geworden sind. Möge der Herr des Allerbarmens und aller Barmherzigkeit (Djenabi Erhamu-r'Rahimin)>für jeden Buchstn (Schieser Bànde tausend Verdienste (hasana)>in das Buch ihrer Verdienste einschreiben. Amin, amin, amin.

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Ein anmutiges~(latif) Traumbild~(ru'ya),\das eine frohe Botschaft verkündet und dessen Ausdeutung sich als wahr e wunden hat

Ali, der mir zu Diensten ist, kam zu mir und sagte: "Ich habe im Traum gesehen, dass du zusammen mit Husrev die Hand des Propheten, mit dem Friede uns Segen sei, geküsst hast." Da erhielt ich plöt(vesveeinen Brief, in dem, von Husrevs Hand geschrieben, steht, dass die Wallfahrer (Haddji)>gesehen haben, wie ein Band "Stab Mosis" am Grabe Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, hoاِسْتِlten wurde. Das heiğt, dass Husrev durch die Vermittlung seiner Schreibfeder an meiner Statt im Geiste die Hand des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, geküsst hat und so das Wohlwollen des Gesandten erlangt hat.

بِاسْمِهِ och beانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder und meine Mitgefangenen!

Erstens:

Seid nicht traurig, dass wir uns nicht persönlich begegnen konnten. Begegnen wir uns doch allezeit im Geiste. Welche Art ulung der (Risale)-i Nur auch immer ihr statt meiner Wenigkeit mit euren Hànden in Empfang nehmt und lest oder hört: ihr werdet mich an Augen einer ganz einfachen Person als einen Diener des Qur'an hinter dieser Abhandlung erblicken und mit mir Gemeinschaft (sohbet)>pflegen. Denn in meinen Vorstellungen (und (Rabb)en) ist es so, als sàhen wir uns jederzeit wàhrend meiner Gebete (dua),>wàhrend eurer Schreibarbeiten, wann immer ihr euch mir verbunden

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fühlt und finden uns in diesem Bereich (des Dienstes an der Risalem Sems) zusammen.

Zweitens:

Wir sagen dies in der neuen Schule Josefs den neuen Schülern: Wie bereits aus einem Hinweis im Qur'an zu entnehmen ist, und wie sogar das Komitee der Sachverstàndigderttagrund machtvoller Beweise zugeben musste, werden "die getreuen Schüler der Risale-i Nur im Glauben (iman)>ins Grab gehen. Zudem bekommt llten,Schüler aus der Fülle der geistigen Körperschaft der (Risale)-i Nur seiner geistigen Stufe entsprechend seinen Anteil an den geistigen Verdiensten und Gebeten (dua)>aitteltrüder. Es ist, als ob ein jeder mit tausend Zungen um Vergebung (istighfar)>sucht und seine Anbetung (ibadet)>darbringt." Diese beiden Verdienste (iman ve dua)>und Ergebnisse (seiner geistigen Stufe ennisforhend) vermindern all seine Mühen und Schwierigkeiten in dieser ungewöhnlichen Zeit zu einem Nichts. Und so werden diese beiden kostbaren Verdienste, die doch zu einem so geringen (Preis erworben wurden) ihren getreuen Kuahdet)erliehen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die Verteidigungsschriften in Afyon enthalten bedeutsame Wahrheiten, die sich sowohhtigkeuns selbst, als auch auf die (Risale)-i Nur, das Land und die islamische Welt beziehen.

In jedem Fall ist nötig, dass von (meiner Verteidigungsschrift, geschrieben mit) den neuen Buchstaben fünf oder legt:

bzüge gemacht werden, damit sie der Regierungsbehörde (makam)>in Ankara übersandt werden kann.

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Ob sie uns dann entlassen oder bestrafen werden, hat weiterhin keinetzen. tung. Unsere Aufgabe jetzt ist es lediglich, sowohl die Regierung, als auch die Gerichte, als auch das Volk von der Wahrheit in der Verteidigungsschrift in Kenntnis zu setzen. Vielleicht liegt darin die un Weisheit, mit der Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)>in diese Schule gesandt hat. (Meine Verteidigungsschrift) sollte deshalb so rasch wie möglعُرَفَt der Maschine getippt werden. Auch wollten sie uns noch heute entlassen, müssten wir sie dennoch der Regierungsbehörde übergeben. Lasst euch alsch jedt davon abhalten und verschiebt es nicht! Es ist endgültig genug! Nachdem wir nun in fünfzehn Jahren dreimal wegen der gleichen Frage unter elbst erlichen Ungerechtigkeiten, vorgeschobenen Beschuldigungen und beispiellosen Schikanen (gelitten) haben, möge diese nunmehr unsere letzte Verteidigungsschrift sein! Nachdem der letzte Gerichtshof uns ganz legal einen Dieeibmaschine zur Verfügung gestellt hatte, damit wir uns selbst verteidigen konnten. Und es gibt kein Gesetz, uns hier dieses Recht wieder zu nehmenrmseli ihr dafür keine offizielle Lösung findet, soll unser Anwalt drauğen vor allen anderen Dingen fünf Kopien mit der Maschine schreiben. Er soll aber dabei sehr gut aufpassen, dass darin keine Fehler enthalten sls ein Said Nursi

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben neu gewonnenen Brüder und seitherigen Mitgefangenen;

Ich bin zu deelt, ien Überzeugung gelangt, dass ein wichtiger Grund für unsere Einlieferung hier aufgrund der göttlichen Gnade (inayet-i Ilahiye)>gerade ihr seid. Es g wir jht dies nàmlich, um euch durch die Tröstungen der

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"Lichter" und die Glaubenswahrheiten in der Bedràngnis durch das Unglück eurer Gefangenschaft und der Nutzlosigkeit eures Lebens, das euch aus den vielen schàdlichen Einflüssen *

#7eser Welt mit ihrem Kummer und den vergeblichen Sorgen erwàchst, seiner Sinnlosigkeit und Verlorenheit und vor einem solchen Weinen im Jenseits, wie es dem Weinebunder im Diesseits gleicht, zu retten und euch so eine vollkommene Tröstung zu bringen. Unter den gegebenen Umstànden solltet sicherlich auch ihr, wie die Gefangenen in Denizli und die Nur-Schüler, miteinr um eBrüder werden. Ihr seht ja: Um zu verhindern, dass ein Messer hereingebracht wird, mit dem ihr euch gegenseitig bedrohen könntet, werden alle Dinge, die von auğen herein gebracht werden, das Esller Bas Brot und die Suppe, untersucht. Die Wàchter, die euch in Treue dienen, geben sich groğe Mühe. So solltet auch ihr, wenn ihr miteinander zur Pause geht, nicht wie Wölfe und wilde Tiere übereinander herfallen.

ivitàtsollt ihr denn nun heute, ihr, in deren Adern das Blut derer rollt, die als tapfere Mànner geboren wurden, als die neuen Kameraden, mit einer groğen, inneren Standhaftigkeit zu eurمُطْلَren sagen:

"Gàbe man in unsere Hànde nicht nur ein Messer, nein, selbst ein Gewehr oder einen Revolver und gàbe man uns selbst den Befehl dazu, wir würden unseren armen Kameraden, die wie wir im ele, ik sitzen, kein Haar krümmen. Auch hàtten wir früher hunderterlei Arten von Hass und Feindschaft gegeneinander getragen, so sind wir doch nun entschlossen, unser Recht ihnen gegenübe},

sagöschen und uns darum zu bemühen, sie nicht zu krànken, wie es uns der Qur'an, der Glaube, die islamische Brüderlichkeit und unser Wohlverhalten (maslahat)>befiehlt und lehrt." So wandelt denn nun dieses Gefàngnis zu eitiges gensreichen Schule um.

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Meine lieben, getreuen Brüder!

Gerade so wie alle Weltleute, beschàftigt mit Politik, Kunst oder irgendein Wesengabe (vazifah)>oder Verpflichtung im gesellschaftlichen Leben oder irgendeinem geschàftlichen Unternehmen, sich zu verschiedenen Arten von Kongresse kommemmenfinden, um sich miteinander zu besprechen, so haben sich nun auch hier die Schüler der (Risale)-i Nur im Auftrag Göttlicher Vorherbestimmung , Schl-i Ilahiye)>in der Führung der Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>zu heiligem Dienst im wahrhaftigen Glauben (iman-i tahqiqi),>einem Kongress in dieser Schule Josefs zusammengunseren. Möge Gott (insha-a'llah)>uns in Seiner Güte (ihsan)>zu einem sehr groğen und wertvollen Gewinn und bedeutenden Ergebnissen verhelfen! Die Pfeiler der (Risale)-i Nur, die an anderen Orten jeder für sich allein nur ein Elif> ihnenpricht dem hebràischen Alef oder dem griechischen Alfa, dem ersten Buchstaben. (A.d.Ü.)}

bilden, hier jedoch mit weiteren drei "Elif>zusammenkommen, fügen sich, Schulter an Schulter betrachtet, zu einer 1111 zusammen. Möge nun Gott es wollenerne, a-a'llah),>dass sich der Wert ihrer Zusammenkunft in heiligem Dienst und Verdienst (sevab)>zu "tausend" wird.. "elif>(eins)" wird zu "elfun>(tausend)".

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

niema lieben, getreuen Brüder!

Der Grund dafür, dass man mir heute meine Fenster zugenagelt hat, ist der, dass ich die Gefangenen in Verbindung mit ihrer Verhandlklàruncht grüğen und nicht mit ihnen kommunizieren sollte. Sie haben ganz offensichtlich

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etwas anderes zum Vorwand dafür genommen. Aber macht euch deswegen keine Sweite Ganz im Gegenteil: Seit sie meine Wenigkeit so wichtig nehmen und sich dafür weniger mit der (Risale)-i Nur und deren Schülern beschàftigen, bin ich ehrlicr "Neuallen Ernstes wieder zufrieden! Da sie nun mich verfolgen, quàlen und beschuldigen, bedeutet dies, dass sie nicht euch und der (Risale)-i Nur das gleiche antun, was iit verssem Grade ihre Einmischung in die "Risale-i Nur" vermindert. So bin ich denn in Zufriedenheit und Geduld dafür dankbar. So sollt auch ihr euch nicht beunruhigen. Denn ich bin der Meinuner Stss es, vom Standpunkt der Sicherheit (selamet)>und Dienlichkeit betrachtet, eine Gnade (inayet)>und eine Wohltat ist, wenn unsere heimlichen Feinde, die Aufmerksamkeit der Amtleute meiner Person zuwenden. Einige unserer Beren ksollten deswegen nicht àrgerlich werden und scharfzüngig daherreden, sich vielmehr mit Umsicht bewegen und sich nicht unnötig aufregen. Sie sollten auch nicht mit allen und jedem über diese Angelegenheit red

Nann es gibt Spione, die verkehrt auslegen, was einige noch unerfahrene Brüder und auch solche sagen, die es noch nicht gelernt haben, vorsichtig zu sein. Sie machen eine ganze Kuppel aus einem kleinen Korn und wissen daraus eine Informat Gedanu zaubern). So vertràgt denn unsere jetzige Lage keinen Spağ. Macht euch aber trotzdem weiter keine Sorgen! Wir stehen unter (dem Schutz) der Göttlichenass es (inayet-i Ilahiye)>und sind fest entschlossen, jeglicher Mühsal in vollkommener Geduld (kemal-i sabir),>ja selbst mit Dankbarkeit zu begegnen. Da ein Wunde (3g) Mühsal ein Batman (8kg) Barmherzigkeit (rahmet)>als Belohnung (sevab)>erbringt, müssen wir dafür nur dankbar sein!

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochge die s."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Aus zwei wichtigen Gründen und aufgrund einer màchtigen Eingebung (ihtar)>sah ich mich in meinem Herzen dazu gedràngt, si undufgaben (vazifah)>der Verteidigung verantwortlichen Schülern (erkan),>solchen, die bis jetzt hierher gekommen sind oder noch hierher kommen werden, zu übertragen, besonders aber HRTFS.uben, ev, Refet, Tahir, Feyzi, Sabri}

Erster Grund:

Ich habe mit Sicherheit erkannt, und zwar sowohl wàhrend des Verhörs im Gerichtssaal, als auch durch viele andere Zeichen, dass sie soweit es ihnen dir, ch ist, versuchen mir Schwierigkeiten zu machen und zu verhindern, dass ich sie geistig besiegen könnte. Dazu haben sie auch offiziell einen Wink bekommen. Sie erlauben mir unter verschiedenen Vorwànden nicht, zu sprec einenls ob ich, wenn ich denn spràche, genügend politische Kühnheit besàğe, (meine Anklàger) vor Gericht zum Schweigen zu bringen, als auch dergestalt wissenschaftlichen Scharfsinn zu beweisen, dass ich (alle) Politiker mundtot machen könnte. Dennا وَ وtwortete ich wàhrend des Verhörs auf eine Frage: "Ich kann mich nicht daran erinnern." Der Richter daraufhin erstaunt und verwundert: "Wie könnte jemandمْ فاَso wie Sie über eine so auğerordentliche Intelligenz und ein so einzigartiges Wissen verfügt, etwas vergessen?" Sie dachten sich, ich hàtte mir die wunderbare Erhabenheit und wissenschaftlich genaue Wahrhaftigkeit der Risal, dassr selbst ausgedacht und fürchteten sich daher vor mir. Sie wollen mir nicht das Wort erteilen. Sie glauben auch, dass ein jeder, der mir einmal begegnet ist, plötzlich ein hingabefreudiger Schüler würde. So erlauben sie mir auch nicht, irgen fördeu begegnen. Der Rektor (des Amtes)

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für Religiöse Angelegenheiten sagte einmal sogar: "Wer immer ihm begegnet, ist unmittelbar von ihm gefesselt... seine Anziehungskraft ist geradezu gewaltig."

Das heiğt also, n offes jetzt für uns das Beste ist, wenn ich nun mein Werk anderen überlasse, um so der Sache besser dienen zu können. Und meine alten wie die neuen Verteidigungsschriften, die ihr ja noch bei euch habt, sollten an meigt (unelle an euren Beratungen teilnehmen. Das genügt.

Zweiter Grund:

Dies sollte einer anderen Zeit überlassen bleiben. Doch sei Folgendes ein kurzin derweis auf eine innere Eingebung: Was mich seit fünfundzwanzig Jahren dazu bewegt hat, Politik, Zeitungen und andere derart vergàngliche Dinge aufzugeben und mich stets davon abgehalten hat, mich von ihnen in Beschlag nehmen zu wiesen, ist, dass derart màchtige Aufgaben für das Jenseits und meine eigene vorherrschende geistige Haltung (halet-i ruhiye)>mich ganz und gar davon abgehalten haben, mich bis ins Einzelne mit solchen Fragh zu abefassen. Ihr könnt jedoch manchmal mit euren beiden Anwàlten gelegentlich einmal auch meine Aufgaben (vazifah)>diskutieren.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Gerade wurde mir dies wàhrend des Gebeten wollaz)>in meinem Herzen eingegeben: deine Brüder erwarten aufgrund ihrer auğerordentlich guten Meinung von dir physische wie psychische Unterweisung (ders), ihren und geistlichen Beistand. So wie du bereits deine weltlichen Angelegenheiten einigen (dir besonders) nahe stehenden Schülern anvertrautowie dden Konferenzen den dafür Verantwortlichen (erkan)>übertragen hast und dabei völlig richtig gehandelt hast, so hast du auch deine Schüler in

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ihrer geistigen Körperschaft angewiesen, anhan bemü Risale-i Nur deine wissenschaftlichen Arbeiten in ihrer Orientierung am jenseitigen Leben, dem Qur'an und dem Glauben (iman)>fortzusetzen. Und die geistige Körperschaft dieser aufrichtigen kemalahrhaft echten (Schüler) erfüllt deine Aufgaben (vazifah)>noch zusàtzlich zu ihren eigenen Aufgaben noch weit vollkommener als du selbst. Ja, sie haben es bihes (it immer so gemacht. Wenn sich z.B. jemand mit dir trifft und von dir eine kurze Lektion (ders),>gleich einem Dirhem, erhàlt, kann er selbst noch von nur einben dichnitt (djuz)>eine Lektion gleich hundert Dirhem bekommen. Er kann zudem von ihr statt von dir einen guten Rat (nasihah)>erhalten und mit ihr Gemeinschaft (sohbet)>pflend brio verrichten zudem die dir besonders nahe stehenden unter deinen Schülern eine solche Aufgabe (vazifah)>zu jeder Zeit. So möge denn Gott es wollen (ich mia'llah),>dass ihre geistige Körperschaft, die einen sehr hohen Rang (makam)>einnimmt und deren Gebet (hoch) geschàtzt wird, allzeit als ihr Lehrer (ustadh)>und Helfer blen Zeen sei, was meiner Seele (ruh)>sowohl Trost und Ruhe gibt, als auch zugleich eine gute Nachricht für mich ist.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Es hat in diesen beiden letzeisunggen zwei kleinere Explosionen gegeben, ohne dass dafür eine offensichtliche Veranlassung da gewesen wàre, was in dieser merkwürdigen, bedeutungsvollen Weise kein Zufall gewesen sein kann.

Erstens:

Der gusseiserne Ofen in ftieru Zelle gab plötzlich ein lautes Geràusch gleich einem Pistolenknall von sich und der untere, dicke, starke Eisenteil platzte wie eine Bombe in zwei Teile auseinander. Der Schneider Hamdin seinrschrocken und wir alle waren sehr erstaunt.

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Denn obwohl der Ofen im Winter oft von der Steinkohle rotglühend geworden war, hatte er dem doch stets standgehalten.

Zweitens:

Zwei Tage spàter zersplitterte in der Zelle der beidenten. A merkwürdigerweise und ohne jeden Anlass das Glas, das auf dem Wasserkrug gestanden hatte. Dabei fiel mir ein, dass unsere Verteidigungsschriften, die an die sechs Àmter der Regierung gesandt worden waren, dUniverführt haben, dass die fürchterlichen Bomben, die man in Ankara gegen uns vorbereitet hatte, verpufft sind. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>n alleie uns keinen Schaden zufügen. Der Ofen, der gegen uns angeheizt und vor Wut rotglühend geworden war, brach entzwei ohne uns zu schaden. Zudem wàre es möglich, dass mein geliebter Ofen, mein einziieren d wirklich nützlicher Kamerad, meine Sorgen und mein Flehen gehört und mir die Nachricht überbracht hatte: "Du wirst aus diesem Gefàngnis, diesem Kerker hinausgehen. Mich brauchst du dann ja nicht mehr..."

ch irg
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Heute wurde mir über einer inneren Eingebung euretwegen Angst und Bange. Doch wàhgetreuich noch Furcht und Kummer wegen meiner Brüder plagten, die sich Sorgen um ihren Lebensunterhalt machen und möglichst schnell wieder entlassen werden wollen, stieg gleichzeitig ein gesegneter Gss man, eine Wahrheit, eine frohe Kunde in meinem Herzen auf: In nur mehr fünf Tagen werden die so segensreichen und so verdienstvollen drei Monate (shuhuru thelathe),>erfüllt von Dienst und Anbetung (ibadet)>beginnen. Denn wem zu einer , abern

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Zeit für jedes gute Werk ein zehnfacher Lohn (hasanah)>winkt, der darf im ehrwürdigen Monat Redjeb (Redjeb-i Sherif)>hundertfachen Lohn erwarten, im Groğen Monat Sngen e(Shaban-i Mu'azzam)>dreihundertmal mehr, im gesegneten Monat Ramadan (Ramadan-i Mubarak)>tausendfachen, Donnerstag Nacht einen viel Tausendfachen und in der Nacht der Bestimmung (laylatu-l'Qadr)>dreiğigtausendfachen Lohn empfangen. Um solch Sonnert groğen Verdienste für das jenseitige Leben erwerben zu können, ist es sicher sehr verdienstvoll, diese drei Monate zu einem heiligen Markt für den H, mit im ewigen (ukhrevi)>Sinne zu verbringen, die uns einen hohen Verdienst einbringen werden, einer ganz besondere Ausstellung für die Leute der Wahrheit, des Dienstes und der Anbetanstaibadet),>und so mag denn in drei Monaten in dieser Schule Josefs, welche die Verdienste um ein zehnfaches erhöht, was sicher ein guter Tauschhandel islle Ge die Leute des Glaubens (iman)>ein Leben von achtzig Jahren sicher sein. Wie viel auch immer die Leiden sind, die erduldet werden müssen: es ist die reine Barmherzigkeit.

Was aber den Dienst und die Anbetung (ibadet)>betrifft, so gilth die hermağen auch für den Dienst an der Risale-i Nur, und zwar nicht in quantitativer, wohl aber in qualitativer Hinsicht (im Gefàngnis) ein fünffach höherer Lohn. Denn (die Leute), die in diesem Gasthasarruàndig kommen und gehen, dienen der Lehre (ders)>der Risale-i Nur zu ihrer Verbreitung. Manchmal kommt das Verdienst durch die Aufrichtigkeit eines Mannes dem von zwanzig Mànnern gleich. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wenn einch sieer Mann dabei einige Mühen und Anstrengungen mit in Kauf nehmen muss, damit sich der Geist der Aufrichtigkeit (sirr-i ikhlas)>entsprechend der Risale-i Nur un arabin unglücklichen Gefangenen verbreiten möge, die zwar einen Nerv für politisches Heldentum in sich tragen, jedoch ganz besonders des Trosnlichkr Risale-i Nur bedürfen. Was jedoch das Problem (der Beschaffung des notwendigen) Lebensunterhalts betrifft: Da nun einmal

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diese drei Monate schwierkt für geistliche (akhiret)>Bedürfnisse zugerechnet werden, so habe ich mich, was das betrifft, vollkommen ruhig gefühlt und verstanden, dass es ein groğes Geschenk (ni'met)>ist, . So f den Festtagen (Bayram)>hier sein zu können, da ja jeder von euch anstelle vieler Schüler, ja einige sogar für tausend andere hierher gebracht wurden, die euch in euren Angelegenheiten drauğen beisteter derden.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgepriesenen."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Zum ehrwürdigen Monat Redjeb (Redjeb-i Sherif)>und der morgigeicht kt der Erfüllung (Leyle-i Regha'ib)>wünsche ich euch mit Herz und Seele nur alles erdenkliche Gute (tebrik).

Zweitens:

Gebt eure Hoffnung nicht auf, beunruhigter Si nicht und macht euch keine Sorgen! Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass euch die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>zu Hilfe eile! Die Bombe, die man in den letzten drei Monaten für uns vorbereitet hatte, verpufften Biin Ofen, das Wasserglas der beiden Feyzis und Husrevs zwei Wasserglàser haben uns da die richtige Nachricht überbracht. Doch war das nicht schrecklichten ves ist noch einmal gut abgelaufen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass dieses Feuer noch völlig ausgelöscht wird! Alle ihre Angriffe dienen nur dazu, meine Person in Misskreditacher ingen und bei der Verbreitung der Risale-i Nur Verwirrung zu stiften. Der Schlag, mit dem dieser Mann, der noch gefàhrlicher ist, als der bekannte Heuchler aus Emirdagh, und wenn auch nur ein Werkzeug in den Hànden heimlicher Atheisten zusaden "Ait diesem

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Halbhodja, der diese ketzerischen Neuerungen (bid'a)>befürwortet, uns mit aller Macht zu treffen versucht haben, (hat sich in seiner Wucht) eins zu zwanzig vermindert. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie uns nicht en wir ziges Mal verwunden noch verletzen, und das, was sie denken, was sie beabsichtigen und ihre Plàne, uns auseinander zu jagen und uns von der Risale-i Nur zu veesondeen, auf Nichts hinauslaufen. Es ist absolut notwendig, dass wir um dieser ehrwürdigen und segensreichen Monate willen und im Vertrauen darauf, dasrina iuns einen Überfluss an Verdiensten (sevab)>bescheren mögen, in Ausdauer und Geduld (verharren), in Dankbarkeit auf Gott vertrauen und uns dem Grundsathten, اٰمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer an das Göttliche Vorherwissen glaubt, wird frei von jeglichem Kummer"}

unterwerfen. Das ist unsere Ander z.

Said Nursi
An das Ministerpràsidium, Justizministerium, Innenministerium

{(*): Dieses Schreiben wurde mit Erlaubnis von Hasret Ustadh, der damals in Afyon im Gefàngnis sağ, durch seine Rechtsanwàlte abgefasst und an dt ist,n erwàhnten Behörden gesandt.

Sungur}

Alle Mitglieder der Regierung, die noch die Bekanntgabe der parlamentarischen Konstitutionen (1908), den ersten Weltkrieg und die Zeit des Waffensamten andes danach, die Errichtung einer nationalen Regierung und die Ausrufung der Republik gemeinsam miteinander erlebt haben, kennen mich sehr gut. Ich möchte alegungotzdem, mit Eurer

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gütigen Erlaubnis, gemeinsam mit Ihnen einen Blick auf mein Leben werfen, so wie man einen Film abspult.

Ich wurde in dem Döqat)>n Nurs in der Provinz Bitlis geboren. In meiner Studentenzeit diskutierte ich mit all den Gelehrten, denen ich begegnet bin. Wàhrend ich durch die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>in den wissenschaftlichen Disputationen alle meine Geg uns asiegte, gelangte ich schlieğlich bis nach Istanbul. In Istanbul schleifte man mich auf Befehl des verstorbenen Sultans Abdulhamid in eine Irrenanstalt (aur Ewigich noch am selben Tage wieder entlassen wurde - A.d.Ü.). Bei der Errichtung des Parlaments und der neuerlichen Verkündigung seiner Konstite Abhàn (1908) erregte ich aufgrund meiner Aktivitàten um den 31.3.1323 (= 1909 Aufstand gegen den Sultan, wobei Hasret Ustadh die Soldaten in einer Rede aufforderte, die Waffen niederzulegen) die Aufmerksamkeit der regierend eine tei für Einheit und Fortschritt. Ich machte ihnen den Vorschlag, in Van eine islamische Universitàt mit Namen "Medressetu-z'Zehra" gleich der "Djami'u-l'Es'her">(in Ken Schzu eröffnen. Ich habe sogar den Grundstein dazu gelegt. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs sammelte ich meine Studenten um mich und nahm als Oberst eines Freiwilligenbataillons am Kampfe teil. Ich habe im Kaukasd)>fürochten und bin dort bei Tiflis in Gefangenschaft geraten. Aus der Gefangenschaft geflohen, kehrte ich wieder nach Istanbul zurück. Dort wurde ich zum Mitglied des "Hauses der dabei schen Weisheit (Daru-l'Hikmetu-l'Islamiye)">ernannt. Wàhrend des Waffenstillstands leistete ich den Besatzungsmàchten (in Wort und Schrift) einen erbitterteerzigerstand.

Anlàsslich des Sieges der Nationalen Regierung, angesichts der Anerkennung die mir von Seiten der Regierung in Ankara für meine geleisteten Dienste zuteil wurde, wiederholte ich meinen Vorschlag, in Van eine neue Univltleutt zu eröffnen.

Bis dahin war mein Leben meiner inneren Haltung (hal)>als der eines Patrioten entsprechend verlaufen. Ich hatte

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versucht, der

Naon (din)>auf politischem Wege einen Dienst zu erweisen. Von da an aber wandte ich der Welt (dunya)>vollstàndig den Rücken und trug, um es mit meinen eigenen Worten zu sagen, chaftelten Said" zu Grabe. Als ein Mensch, der sich nun (in der Gestalt) eines "Neuen Said" ganz und gar einem Leben im Sinne der jenseitigen Welt (akhirah)>geweiht hatt ebens ich jetzt meine Hànde von der diesseitigen Welt (dunya)>zurück. Eine Weile führte ich ein Einsiedlerdasein in völliger Abgeschiedenheit auf dem Berg Yusha bei Istanbul. Spàter wanderte ich in Richtung ich an und Van, wo ich geboren bin und verschloss mich in den dortigen Höhlen. Dort blieb ich in der Freude meines Geistes (ruh)>und meines Herzens ganz für mich allein. Dem Grundsatz

اَعُوذ gesagلّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ وَ السِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott vor dem Teufel und seiner Politik."}

tauchte ich hinab in die Tiefen meiner eigenen Geisteswelt. Ich verbrachte meine Zeit mit dem Studium des Qur'an-i Adhimu-ob undn (dessen Ruhm sich màchtig in der Welt verbreitet hat), und begann so mein Leben als der "Neue Said". Doch die Erscheinung Göttlichen Vorherwissens (qader)>bewirkte, in i ich mich an verschiedenen Orten (immer wieder im inneren) Exil befand. In dieser Zeit manifestierte sich aus der Fülle des Ehrwürdigen Qur'an, geboren in der Fülle meines Hacht u eine Reihe von Abhandlungen, die ich von denen, die bei mir waren, niederschreiben lieğ. Ich habe der kompletten Sammlung dieser Abhandlungen den Namen "Risale-i Nur" gegeben. Da diedauerhandlungen in der Tat auf dem Licht (nur)>des Qur'an basieren, ist in meinem Bewusstsein dieser Name aufgegangen. Ich bin voll und ganz davon überzeugt (iman),>dass diese Abhandlungen durch Göttliche Eingebung (ilham-i Ilahi)>entsar, we sind und denen, die sie abschreiben "Gesegne es euch Gott!" gesagt. Denn es ist nicht möglich, anderen das Licht (nur)>des

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Glaubens vorzuenthalten. Diese meine AbhandluGlaubeurden von einer Anzahl Glàubigen untereinander ausgeliehen und abgeschrieben. Das gab mir die bestimmte Überzeugung, dass sie von Gott dazu geführt wurden, den verletzten Glauewàhrer Muslime zu stàrken. Ich spürte, dass so wie kein Glàubiger diese Göttliche Führung hindern kann, ich in gleicher Weise dazu verpflichtet bin, sie auch dazu anzuspornlichendenfalls behandeln diese Abhandlungen, deren Zahl z.Zt. 130 betràgt, ausschlieğlich Themen, die sich mit dem Glauben (iman)>und dem Leben im Jenseits (akhirah)>befassen und beschàfei aucsich mit Absicht nicht mit Politik und dem Leben im Diesseits (dunya).>Trotzdem wurden sie zu einem Objekt des Interesses von Leuten, die nur auf ihre Gelegenhehrers ten. Daraufhin hat man in Eskishehir, in Kastamonu und Denizli Untersuchungen angestellt und mich eingesperrt. Gerichtsverfahren wurden angestrengt. Als Ergebnis kam die Wahrhei* * *>Licht und Gerechtigkeit wurde wiederhergestellt. Doch diese Opportunisten konnten nie genug davon bekommen. Dieses Mal haben sie mich wieder verhaftet und nach Afyon geschickt. Ich stehe unter Arresus meiwerde verhört. Sie beschuldigen mich auf folgende Weise:

1. Du hast eine politische Vereinigung gegründet.

2. Du verbreitest Ideen, die denen der Regierung entgegengesetzt sind.

3. Du verfolgst ein ner dasches Ziel.

Die entsprechende Begründung und die Beweise dafür finden sich in zehn, fünfzehn Sàtzen aus zwei, drei dieser Abhandlungen. Ehrenwerter Herr Mieswegs! So wie bereits Napoleon sagte: "Bringt mir einen Satz, den man nicht auslegen könnte und ich werde durch ihn euer Todesurteil fàllen." Welchen Satz auch immer der Mensch àuğern mag, (es gibt keinen), dem man nicht durch ei gefunsprechende Auslegung die Form einer Schuld oder einer strafbaren Handlung anhàngen könnte. Besonders,

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wenn man wie ich, sein fünfundgroğergstes Lebensjahr erreicht und seine Hànde ganz und gar von allem irdischen Leben (dunya)>zurückgezogen und nun sein Leben nur noch auf das jenseitige Leben (akhira)>hin ausgerichtet hatu gefàen seine Schriften (von irgendeiner politischen Rücksichtnahme) frei sein. Da er in guter Absicht (niyet)>handelt, wird er zudem furchtlos sein. Es wàre schlichtweg unbillig, darin nach strafbaren Handlunindem suchen, und etwas anderes (als schlichtweg unbillig) kann es nicht sein. Daher findet sich auch in keiner der 130 Abhandlungen (risalah)>irgendetwas, das ein Interesse an weltlicher Macht beinhalten könnte. Bei alادٍ وَbhandlungen), wie sie vom Licht des Qur'an ihren Ausgang nehmen, geht es (um die Lehre vom) jenseitigen Leben (akhirah)>und dem Glauben (iman).>Es gibt überhaupt gar keine politischtolz. r weltlichen Ziele und Interessen. Was jedenfalls auch immer die Angelegenheit war, die gerade vor Gericht verhandelt wurde: jedes Mal lief es wieder auf das Gleiche hinaus und erfolgte am Ende ein Freispruch. Es ist deshalb eine Schande, er Nurrichte völlig unnötigerweise damit zu beschàftigen und unschuldige Glàubige im Namen von Volk und Land von ihren Arbeiten und Geschàften iefen lten. Hatte noch der "Alte Said" sein ganzes Leben damit verbracht, für das Glück von Land und Volk tàtig zu sein, wie könnte dann der "Neue Said", nachdem er sich ganz und gar von der Welt zurückgezogen hatte, nun im Alter von 75 Jahren siigten h mit Politik beschàftigen? Davon seid doch auch ihr vollkommen überzeugt.

Ich habe nur ein einziges Ziel.

Es ist das Folgende:

In dieser Zeit, da ich mich berenàchstm Grabe nàhere, hören wir in unserer Heimat, die doch ein islamisches Land ist, den Schrei der bolschewistischen Eulen.

{Eulen sind lichtscheue Geser Arbder Finsternis! (A.d.Ü.)}

Dieser Schrei zerstört die Fundamente des Glaubens in der islamischen Welt. Er macht das Volk und

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besonders die Jugend zu glaubenslosen, fesselt und fasziniert sie. Indem ich mit meiner ganzen Kraft dhr rei ankàmpfe, rufe ich die Jugend und alle Muslime zum Glauben (iman)>auf. Ich kàmpfe gegen diese glaubenslosen Massen. Möchte doch Gott es wollen, dass ich mit allenm meinem Kampf in Seine Gegenwart treten werde! Dies ist mein ganzes Bestreben. Was aber diejenigen betrifft, die mich von meinem Tun abbringezu veren, so befürchte ich, dass es Bolschewisten sind. Für mich ist es ein heiliges Ziel, mit den Kràften der Glàubigen Hand in Hand zu arbeiten, mit denen, die den Kampf gegen diese Feinde des Glaubens auf sich genommen haben. Lasst mich >die eeden! Wir werden uns alle gemeinsam für den Glauben des Landes und den Dienst an der Göttlichen Einheit einsetzen und die Jugend, die d verstmunismus vergiftet hat, wieder auf den rechten Weg zu führen.

Der Gefangene
Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hdarausobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Das wirksamste Heilmittel gegen diese furchtbaren Plagen und die Hoffnungslosigkeit in dieser Welt, besonders aber für die, welche von einem schweren Schlag getroffatur hden, vor allem auch für die Schüler der Risale-i Nur, ist es, einander zu trösten und aufzuheitern, sich gegenseitig in seiner inneren Haltung zu stàrken, einander als wahsamkeiferwillige Brüder in ihrem Kummer, in ihren Sorgen gleichsam eine heilende Salbe aufzutragen, ja ihnen zàrtlich (shefqat)>das betrübte Herz zu liebkosen. Diese wahrhaftige, auf ein jenseitiges Leben (ukhrevi)>ausgerich) an druderschaft unter uns kann den nicht stützen, der sich beleidigt fühlt oder Partei ergreift. Da ich nun

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einmal all mein Vertrauen in euch gesetzt habe nt hatch auf euch verlassen kann, wisst ihr auch, dass ich mich entschlossen habe, nicht nur meine Bequemlichkeit, ja meine Ehre, mein Ansehen und selbst mein Leben (ruh)>freiwillig für euch zu opfern... und das habt ihr auch bereits nd der. Dabei versichere, ja schwöre ich euch, dass die Qualen, die wàhrend der letzten acht Tage durch jenen unbedeutenden Vorfall zwischen zwei leitenden Schülern der Risale-i Nur, die einander offensichtlich aus dem Wege e Abhaund statt einander zu trösten, sich bloğ aufregen, in meinem Herzen entstanden sind, mich in Geist (ruh)>und Seele und in meinem Herzen weinen und aufschreien lieğen: "Oh weh, oh weh! Hs ich Erbarmen! Oh barmherzigster Allerbarmer, steh uns bei! Beschütze und bewahre uns und errette uns vor all dem Übel der Teufel in der Gestalt von Dschinnen und Menschen! Fülle die Herzen unserer Brüder mitn ist;, Redlichkeit (sadaqah),>Liebe (muhabbet)>und brüderlicher Zuneigung (uhuvvet ve shefqat)!"

Oh meine stahlharten und unbeugsamen Brüder! Helft mir! Unsere Situation ist àuğerst sensibel. Ich habe euch so sehr vertraut, dasُ نُورalle meine Aufgaben (vazifah)>eurer geistigen Körperschaft überlassen habe. So solltet nun auch ihr mir mit allem Können und Vermögen zu Hilfe eilen. Zwar war dieser Zwischenfall ein ganz kleiner, unbedeutender und nur h in uitiger, doch selbst ein Haar oder ein Sandkorn stört, wenn es in das Getriebe unserer Uhr oder in unser Auge geràt. Auch dieser Gesichtspunkt ist von besonderer Bedeutung, da drei physische Explosionnmitter Ofen und die Glàser im Zusammenhang mit seiner Verteidigungsschrift (A.d.Ü.)} und drei psychische Beobachtungen {die Herzattacken im Zusammenhang mit dem Streit seiner Schüler} ganz genaue Kunde davon geben.

Said en auf
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Meine lieben, getreuen Brüder!

Der Ofen, der zerbarst und die beiden Wasserglàser von den beiden Feyzi und von Husrev, die in viele kleine Scherben zersplitterten, gaben Kunde vom Kommen einer fürchteraubens Katastrophe. Es ist in der Tat absolut notwendig, uns in gegenseitiger Hilfeleistung zu üben und die Fehler der anderen nicht anzuschauen, was unser màchtigster Stützpfeiler in secnd niemals einem so opferbereiten Mann wie Husrev etwas übel zu nehmen, da er ja schlieğlich meinen Platz einnimmt und ein besonders bedeutender Repràsentant der geistigen Körperschaft der Risale-i Nur ist. Ich stten wseit einigen Tagen eine fürchterliche innere Unruhe und Verzweiflung und sagte ganz aufgeregt zu mir selbst: "Unsere Feinde haben einen Wegganz uden, wie sie uns besiegen können." Sowohl der Ofen als auch die völlig richtige Beobachtung, die ich in meiner inneren Wahrnehmung gemacht hatte, übermdie Rien mir die richtige Nachricht: "Seid vorsichtig! Gebt Acht! Seid auf der Hut!" Bringt ganz schnell eure bisher so stahlharte gegenseitige Hilfsbereitschaft wieder in Ordnung. Eie une bei Gott durchaus möglich, dass uns dieser Vorfall unserem Dienst am Qur'an und am Glauben zu jetziger Zeit einen noch gröğeren Schaden zufügen wird, als unsere Einlieferung ins Gefàngnis.

Said Nursi

بِاسْمِهِ سُ Spinnَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die "Nacht der Himmelfahrt (Leyle-i Mi'radj)>gleicht einer zweiten Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr).>In dieser Nacht so weit möglicer!

rbeiten, bringt tausendfachen Gewinn.

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Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass auch ihr in Übereinstimmung mit dem Geheimnis einer geistlichen Partnerschaft in dieser kostbaren Nacht, gleich einigen Engeln, din glàu mit Vierzigtausend Zungen lobpreisen, (Gott) mit Vierzigtausend Mündern euren Dienst (ibadet)>und eure Anbetung (dua)>darbringen werdet, was euch in diesem Haus voll Kummer und Sorgen viele Vegehen te (sevab)>erbringen wird, und ihr werdet durch eure Anbetung (ibadet)>in dieser Nacht euren Dank dafür darbringen, dass der Sturm, der über uns kommen solh, deroch nicht einmal ein Tausendstel Schaden angerichtet hat. Darüber hinaus beglückwünsche ich euch zu eurer groğen Umsicht und bringe euch die gute Nachricht, dass die Gnade des Herrn (inayech nocbbani)>sich hier in ganz klarer Weise für uns offenbart.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Zur "Nacht der Himmelfahrt (Leyle-i Mi'radj)">gratuliere ich euch aus ganzer Seele (ruh)>und mit ga. Dennerzen.

Zweitens:

Seit zwanzig Jahren versichern wir stets, dass die Schüler der Risale-i Nur die öffentliche Ordnung so wenig wie möglich stören. Denn es gab da ch ausroğe Wahrscheinlichkeit, dass diejenigen, die uns kritisieren, es als ein Zeichen betrachten werden, das vor allem ihren Argwohn (dava)un mit Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bestàtigt, und ihn dann zu einem Vorwand nehmen, unsere Versicherung (dava)>zu widerlegen, falls sich nicht in auğergewn, zweher Weise dieses Ereignis unserer Inhaftierung in der Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>durch eure Redlichkeit (sadaqah)>und Aufrichtigkeit (ikhlas)>wie ein Wunder (keramet)>eins zu Hundert reduziert hàtte.

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Doch aus der Kuppel wurde ein Korfür ser öffentliche Skandal, den sie sich erhofft hatten, blieb aus. (A.d.Ü.)} Andernfalls hàtten diejenigen, die so gerne ein Körnchen zu einer Kuppel aufgere Han hàtten, ihren Nutzen daraus gezogen und viele dazu gebracht, ihre Verleumdungen gegen uns zu glauben.

Drittens:

Macht euch meinetwegen keine Sorgen! Da ich jalig weuch im selben Haus bin, schmelzen alle unsere Mühen und Sorgen zu nichts zusammen. Es ist in der Tat unser Zusammensein hier in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Auch für unsern Werknst im Glauben bringt es einen vielseitigen Nutzen. Seit eine Anzahl bedeutsamer Fakten im Anhang zu meiner schriftlichen Verteidigung an sechs Abteilungen der Regierung gesandt ch die sind, haben sie dieses Mal dort sogar deren Aufmerksamkeit erregt und (die Beamten) in einer Weise beeinflusst, dass demgegenüber all unsere Mühen und Pln offeie nichts erscheinen.

Viertens:

Befasst euch so viel wie möglich mit der Risale-i Nur. Das vertreibt sowohl euren Kummer und kann zugleich auch als eine der fünf Arten der Anbetung (ibadet)>gezàhlt werdeist esFünftens:

Durch den Unterricht (ders)>in der Risale-i Nur hat sich unser Unglück von hundert zu eins reduziert. Andernfalls wàren aufgrund der besonders krit

Er Umstànde hier an diesem Ort und in dieser Zeit, als habe man ein Hàufchen Schieğpulver entzündet, aus einem einzigen Korn viele Kuppeln emporgewachsen. Ja, ein Teil jener Beamten in Uniform sagte sogar: "Diejenigen, die dem Unterric), diers) aus der Risale-i Nur gefolgt sind, haben da nicht mitgemacht." Hàtten sie alle dem Unterricht gefolgt, wàre überhaupt nichts passiegezàhlweit es euch möglich ist, geht jedem Anlass zu irgendeinem Streit aus dem Wege. Fügt den Widrigkeiten des Gefàngnislebens hier nicht noch weitere hinzu. Auch die Gefangenen

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sollen wie die Schüler der Risale-i Nur einander Brüder und ni(Sani-feinander böse sein.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen wahrhaft~(mukhlis) Brüder!

Die Grundsàtze der Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Lem'a-r) lanas)>und den Geist wahrer Aufrichtigkeit (haqiqi ikhlas)>unter uns und unter den anderen mit ganzer Kraft anzuwenden, so weit wir dies überhaupt innerhalb der gegebenen Möglichkeiten können, hat sich bereits bis zu einer Notwendigkeit entwickeler spr habe eine zuverlàssige Nachricht erhalten, dass man seit drei Monaten hier drei Mànner untergebracht hat, welche die (Beziehungen untnn nic) mir hier besonders nahe stehenden Brüdern (mit Hilfe) der Verschiedenheit ihrer Stimmungen und Gedanken unterkühlen sollen. Sie ziehen also die Gerichtsprozesse grundlos in die Lànge, damit die Schüler der Risale-i Nur - deren übchtet.sig geworden - unruhig werden und damit die sensibleren und schwàcheren unter ihnen Verdacht schöpfen und den Dienst an der Risale-i Nur aufgeben sollen. Seid vorsichtig! Gebt Acht! Lasst es nicht zu, dass rn, heferbereitschaft der Brüder (uhuvvet)>und ihre herzliche Zuneigung (muhabbet),>die ihr euch bis heute bewahrt habt, erschüttert wird! Und sollte es auch nur der Hauch (einer ldiesesErschütterung) sein, so kann uns doch daraus ein sehr groğer Schaden entstehen. Denn schon hat eine ganz leichte Erschütterung in Denizli uns einige Hodjas entfremahnsinbwohl es unser Dienst an Qur'an und Glaube erfordert, unser Leben (ruh)>falls notwendig füreinander zu opfern, sollten wahrhaft opferbereite (Schüler),gen, w Schwierigkeiten oder sonstige Ursachen gereizt, nicht einander zürnen, sondern in vollkommener Demut, Bescheidenheit und Hingabe für ihre Fehler einstehen und sich darum bemühen,

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in ihrer Liebe und Aufrichtigkeit zueinander zu wachsenhaute rnfalls wàchst aus einem Korn eine ganze Kuppel, woraus dann leicht ein irreparabler Schaden entstehen kann. Ich überlasse nun (alles weitere) eurem Scharfsinn und damit möchte icnkorn schlieğen.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Einer wichtigen inneren Wahrnehmung zufolge gibt es z.Zt. in Verbindung mit der Risale-i Nur ein, zwei Aufgaben (vazifah),>die ihr, damit es nicht zu Strerweiseiten und hinterhàltigem Gezànk unter diesen hilflosen, armen, vom Unglück betroffenen Gefangenen kommt in dieser dritten "Schule Josefs", mhlieğefe der Unterweisung in der Risale-i Nur, mit ganzer Kraft in Angriff nehmen müsst. Denn es gibt da fürchterliche Unruhestifter, die fest dazu entschlossen sind, zu versuchen, hinter den Kulissen aus den Meinungّرُ الhiedenheiten und Streitigkeiten, dem Hass und all der Engstirnigkeit ihren Nutzen zu ziehen. Denn die Mehrheit unserer Mitgefangenen hat nun eenheiteine Ader, falls nötig selbst ihr Leben (ruh)>heldenhaft für das Land und das Volk und ihre Kameraden einzusetzen. Diese edelmütigen Mànner sollten sicherlich für das Heil ist, det)>des Volkes und die Ruhe hier im Gefàngnis ihre Verbohrtheit, Hass und Feindschaft aufgeben, um sich vor der Verderbnis des Bolschewismus zu retten, der wie unter einelte, nmantel Anarchie einzuimpfen versucht, was überhaupt keinen Nutzen einbringt, deren Schaden aber in diesen stürmischen Zeiten betràchtlich ist. Andernfalm Er dnte dies gerade zu dieser Zeit, als halte man ein Streichholz an ein Pulverfass, sowohl für hundert bedauernswerte Gefangene, für die unschuldigen Scr habeder Risale-i Nur, als auch für die Provinz Afyon als ein Anlass zu erheblichen Plagen, Unruhen und vielleicht sogar dazu,

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dass ein auslàndisches Komitee beunr>und sseinen Finger hebt. Da uns Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahiye)>nun einmal zu ihrem Zweck hierher geführt hat und einige von uns zu ihrem Glück und um ihrer inneren ne Zeiillen gar nicht mehr von hier weg wollen, und wir um ihretwillen unsere Ruhe opfern und alle Mühsal mit Geduld ertragen, ist es sicherlich ganz besonders notwendig, dass wir um unserer neuen Ka Glaubn, wie z.B. der Gefangenen aus Denizli willen und aus Respekt vor den Monaten Schaban und Ramadan nicht àrgerlich werden, sondern wie Brüder untereinander Frieden schlieğen. Wir und ich betrachten sie in jedem Fall a selbsüler der Risale-i Nur und schlieğen sie in unsere Gebete mit ein.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine ngen i, getreuen Brüder!

Erstens:
اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ

{"Das Gute liegt in dem, was Gott will."}

In diesem Sinne (sirr)>liegt sehr viel Gutes in der Verzögerung unserer GerichtsverhandluCharak auch darin, dass unsere inzwischen entlassenen Brüder zur Gerichtsverhandlung - möge es Gott wollen (insha-a'llah)>- wieder hier sein werden.

In der Angelegenheit, um die es sich bei der Risale-i Nur handon denst es in der Tat von ganz besonderer Bedeutung für die islamische Welt im allgemeinen und dieses Land im besonderen, dass derartige Versammlungen so von Leben erfüllt sind, dass sie die hen, aksamkeit aller

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auf die Wahrheiten (haqiqat)>der Risale-i Nur lenken, denn in ihrer strahlenden Gestalt, jenseits all unserer Hoffnungen, Vorsichtsmağnahwàchend (Bestrebungen) etwas zu verbergen, auch wenn unsere Gegner sie (gering schàtzen) und für unbedeutend erklàren wollen, unterrichtet die Risale-i Nur in ihren Lektionen Freeisen d Feind gleichermağen ganz auğerhalb unseres Wollens. Ohne zu zögern enthüllt sie auch noch dem am weitesten entfernten Fremdling ihre geheimsten Gedanken. Da dies nun einmal die Wahrheit (haqiqat)>ist,بِاسْمen wir unsere kleinlichen Kümmernisse als bittere Medizin, wie etwa Chinin, betrachten, geduldig und dankbar sein und sagen: "Oh Er (Ya Hu)!>Auch das wird vorübergehen."

Zweitens:

Dem Direktor dieser Scr wahrosefs habe ich geschrieben: Wàhrend ich noch ein russischer Gefangener war, brach der bolschewistische Sturm zuerst in den Gefàngnissen aus, so wie auch die Groğe Französische Revolutiomich sst in den Kerkern unter den Gefangenen ausbrach, welche die Geschichte als Vagabunden bezeichnet hat. Deshalb versuchen wir Schüler der Risale-i Nur s dem in Denizli und in Eskishehir als auch hier bei uns die Gefangenen so weit wie möglich auf den rechten Weg zu führen. In Eskishehir und in Denizli hayat-i ir dabei groğen Erfolg. Hier werden wir aber noch erfolgreicher sein, denn als Ergebnis des Unterrichts (ders)>der Risale-i Nur in dieser sensiblen Zeit und an diesem kritischen OrBeweiserte sich der Sturm (im Verhàltnis) hundert zu eins. {(*): Was diesen Sturm betrifft, so handelte es sich dabei um einen Aufstand im Gefàngnis zu Afyon, an dem aber keiner der Schüler der Risale-i r dochilgenommen hat.} Andernfalls hàtten fremde, widrige Strömungen, welche es verstehen, aus einem solchen Konflikt und dergleichen Zwischenfàllen ihren Nutzen zu ziehen und solche Gelegenheiten geradezu erwarte hat. er in das Pulver geworfen und einen Brand entfacht.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten"}

Meine lieben, getreuen, unerschütterlichen Brüder, die in aller Mühsal nicht nen. Deeschlagen geworden sind und sich nicht von uns zurückgezogen haben!

Wàhrend meine Seele (nefs)>aufgrund einer physischen wie psychischen Bedràngnis um euch besorgt war, fühlte ich plötzlich in meinem Hmos, s hàttest du sowohl für dich als auch für nur einen einzigen deiner Brüder hier anstelle aller Sorgen und Kümmernisse vielleicht in anderer Form das Zehnfache erleiden müssen, um ihm so bald undrahnunhe begegnen zu können, es wàre noch immer für dich billig gewesen. Es scheint ja notwendig zu sein, dass, wie sich in alten Zeiten die Leute der Wahngaben(haqiqat)>wenigstens ein-, zweimal im Jahr trafen, sich nun auch die Schüler der Risale-i Nur alle paar Jahre einmal in der Schule Josefs, als der günstigsten Gelegenheit, begegnen. Auch wenn mit dem >und hr Gottesfürchtigen und Asketen, entsprechend und in der Art und Weise, denjenigen Unterricht zu erteilen, die dessen am meisten bedürfen, ja allen unds aucht noch ihren Gegnern, sodass nun (auf diese Weise) ihre geistige Körperschaft sprechen kann, tausend Mühen und Plagen verbunden sind, so iss Heil nicht von Bedeutung. Wenn einige wenige unserer schwàcheren Brüder in früheren Gefàngnissen es überdrüssig geworden sind und den Kreis der Risale-i Nur verlassen haben, so war dies ein sehr groğer Verlust für sie, jedoch kein Schaduns no die Risale-i Nur. An ihrer Stelle betraten robustere, aufrichtigere Schüler den Plan. Da nun einmal die Prüfungen in dieser Welt (dunya)>vergànglich sBefehld rasch vorübergehen und uns dabei ihre Verdienst (sevab),>ihre Früchte überlassen, sollten wir auf die Göttliche Gnade (inayet-i Ilahiye)>vertrantspred dankbar bleiben in Geduld.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Schickt die letzten beiden Seiten, entwىْءٍ ٭it den alten Buchstaben geschrieben oder mit den neuen Buchstaben getippt, durch einen zuverlàssigen Mann, den ihr für geeignet haltet, an den Vorsitzenden des Gerichteuch m und schreibt dazu auf einem Extrablatt: "Said dankt Ihnen und làsst Ihnen sagen: Sie haben meine Fenster wieder geöffnet. Doch der Staatsanerfügerlaubt keinem meiner Brüder oder einem Bediensteten, zu mir zu kommen. Und er bittet auch darum, dass Sie ihm diesen einzigartigen, wundersamen Qur'an

{in dem die Übereinstimmungen im Text farbig gekennzeichnet sind. (A.d.Ü.)}

einer ch noch bei Gericht befindet, zurückgebt, damit er ihn wàhrend dieser gesegneten (mubarek)>Monate lesen kann. Er hat drei Abschnitte (djuz)>aus diesem wundersamen Qur'an als Musterexemplare anverbatmt für Religiöse Angelegenheiten übersandt, damit sie einen Offset-Druck davon machen können. Auğerdem ersucht er sie um einen dieser Bànde der R gleici Nur, die sich ebenfalls bei Gericht befinden, damit er sie in seiner vollkommenen Abgeschlossenheit und Einsamkeit und unter den schrecklichen Plagen lesen kann. Sie sollen ihm ein Mittel des Trostes uridja) guter Kamerad sein. Diese Bànde haben jedenfalls schon drei, vier Gerichtshöfe gesehen, ohne dass dabei etwas beanstandet wurde. In àhnlicher Weise wurden diese groğen Bànde auch von den führenden Gelehrten ianisatürdigen Mekka, im Strahlenden Medina, im Ehrwürdigen Damaskus (Sham-i sherif),>in Aleppo (Halep)>und von der Universitàt in Kairo (Djami'u-l'Es'her)>hochgeschàtzt und gepriesen und! Meinr von ihnen hat sie kritisiert oder hatte etwas gegen sie einzuwenden."

Said Nursi
— 853 —

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die beiden Feyzi haben auch zwei Kopien der Hisbun'Nist aui sich. Wenn sie sie nicht brauchen, lasst eine davon mir zukommen, oder Mehmet Feyzi kann mir noch eine Kopie anfertigen. Auch die Abhandlung über den Ramadan (Ramadhan Risalesi)>und das bereits im Druck vorliegende "Groğe Zeem nur(Ayetu-l'Kubra)>werden hier gebraucht. Bringt die Spannungen unter euch rasch wieder in Ordnung! Seid vorsichtig! Gebt Acht! Schon eine kleine Abweichung im Kreis der SchülerGott (isale-i Nur kann einen groğen Schaden verursachen. Lasst euch nicht von Stimmungen hinwegtragen, die aus solchen Schwierigkeiten erwachsen. Als mein Ofen plhkeit war dies ein Hinweis auf derartige Probleme.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder Husrev, Mehmed Feyzi und Sabri!

Ich habe euch aizah)>ner vollen Überzeugung vertraut. Ich habe gehofft, im Frieden meines Herzens ins Grab hinabzusteigen und euch das Wohlergehen (selamet)>der Risale-i NurRisaleassen zu können. Und ich war dessen sicher, dass nichts euch voneinander würde trennen können. Jetzt aber gibt es einen offiziellen Hinweis darauf, dass es einen entsetzlichen Plan gibt, die Beziehungen unter den zuverlàssigsten Schül Leid r Risale-i Nur abkühlen zu lassen. Da ihr aber nun einmal, wie es die Stàrke eurer Ergebenheit (sadaqah)>und eure intensive Verbundenheit mit der Risale-i Nur erforderlich machen, auch dazu berschiedid, falls notwendig selbst euer Leben füreinander zu opfern, so seid ihr sicherlich auch dazu verpflichtet, eure so kleinlichen, vorübergehenden und völlig bedeutuns Herzn Gefühlsregungen aufzuopfern, so wie im anderen Falle mit Sicherheit für uns alle in dieser Zeit ein groğer Schaden entstünde. Ich zittere (bei dem Gedanken),

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dass (einer von euch) den Kreis der Schüler der Risale-i Nur verlassen kahin f Bereits seit drei Tagen befàllt mich wieder ein Schauder, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt habe. Ich habe jetzt mit Bestimmtheit erkannt, dass selbst eine leichte Gereiztheit unter (Schülern) wie ihr es seid, wenig Haar, das ins Auge geràt, vergleichbar, wie eine Bombe wirkt. Ich darf euch sogar mitteilen, dass man sich bei dem vergangenen Sturm sehr darum bemüht hat, uns mit hineinzuziehen. Jetzt aber versuchen sie, euch, wenn auch nur ein gang kannn wenig, voneinander zu entfremden. Wenn ich auch mehr als zehnmal so viel gelitten habe, wie ihr, so bin ich doch mit Rücksicht auf euch entschlossen, nicht auf Fehaben uch nur eines von euch zu achten.

{d.h. lasst euch in dieser angespannten Lage nicht dazu verleiten, gereizt auf eure Fehler zu reagieren, so wie auch ich nicht gereizt auf eure Fehler reagn weltwill. (A.d.Ü.)}

Ich bitte euch also im Namen eures Meisters, der geistigen Persönlichkeit der Risale-i Nur, nicht auf eurem eigenen Weg zu bestehen, sei es nun berechtigt oder auch nicht. Wenn an diesem ungewöbefreien Ort verborgene Hànde heimlich im Versteck in eurem Beisammensein herumrühren, so (geht auseinander und) einer von euch gehe (fort, um) mit Tahiri zusammen in einer Zelle (zu wohnen)!

Me die Geben getreuen Brüder!

Seid mir bitte nicht böse, wenn ich mich um drei unter euch, die einander böse sind, ganz besonders kümmere! Denn gleich mir sind Husrev und Feyzi ein wenig menschenft, a und fühlen sich (unter Menschen) unbehaglich. Auch sind sie in ihrem Temperament doch ein wenig verschieden voneinander. Was Sabri betrifft, so ist er aufgrund seiner Verwandten und seines Lebensunte (demes an das gesellschaftliche Leben gebunden und muss

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deshalb in seinem Umgang vorsichtig sein. Da also aufgrund dieser Verschiedenheit von Weg (meschen,und Temperament diese drei unter euch in diesem Wirrwarr und der Bedràngnis in eurer (überfüllten) Zelle es auf gar keinem Fall aushalten und geduldig sein können, habe ich mich darüber aufgeregt und mir innerlichen, dan gemacht. Denn in dieser Zeit genügt schon die kleinste Missstimmung, um einen groğen Schaden anzurichten.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder und KommilitoIslami dieser Schule Josefs!

Da die kommende Nacht, die Nacht der Freisprechung (Leyle-i Berat)

{Die Nacht, in der wir das Buch unserer Sünden des vorigen Jahres abgeben, wàhrend Gott zugleich unsere Aufgaben fü ich ikommende Jahr in das Buch des Lebens eintràgt. (A.d.Ü.)}

einem heiligen Samen und einer Art Programm, der Bestimmung (muqadderat)>der Menschheit gleicht, ist sie gewese heilig wie die Nacht der Vorherbestimmung (Leyle-i Qadr).>Und so wie jedes gute Werk (hasanah)>in dieser Nacht der Bestimmung für dreiğigtausend zàhlt, so steigert sich auch in der Nacht(Alim-reisprechung (Leyle-i Berat)>der Wert (sevab)>einer jeden guten Tat (amel-i salihin)>und jeden Wortes, das wir im Qur'an (lesen) auf zwanzigtausend. Ist er auch zu anderen Zeiten gleich zehn, so stverborr wàhrend dieser drei Heiligen Monate auf das Hundertfache und auf das Tausendfache. Und in diesen bekannten heiligen Nàchten steigert er sich erst auf zehntausend, dann zwanzigtausend, dann dreiğigtausend. In diesen Nàchten kannch in en Wert) einer Anbetung (ibadet)>von fünfzig Jahren erreichen. Darum ist es ein groğes Verdienst, wenn wir den Qur'an (lesen), um Vergebung (bitten) und die Segenswünsche (salavat über den Propheten) rezitieren.

Said Nursi
* * ğig (g6
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَآئِمًا سَلَّمَكُمُ اللّٰهُ فِى الدَّارَيْنِ

{"Im Namen des Hochgelobten. Frben Jaei mit euch, Gottes Erbarmen für immer und ewig! Möge Gott euch schützen in beiden Welten!"}

Wir gratulieren euch von ganzer Seele (ruh)>und ganzem Herzen zu der Nacht der Freisprechung (Leyle-i Berat),>in der die Gll kostn den Gegenwert von fünfzig Jahren Anbetung gewinnen können. Wir erhoffen von der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahiye)>mit völliger Sicherheit, dasen Fàhr einzelne von euch im Geheimnis (sirr)>geistlicher Partnerschaft und mit dem Segen eines innerlichen Gemeinschaftssinnes, so wie manche Engel, den Lobpreis Gottes (tesbih)>mmt allrzigtausend Zungen darbringen, so auch jeder aufrichtige und wahrhaftige Schüler der Risale-i Nur, als habe er vierzigtausend Zungen, um Vergebung (istighfar)>bittet.

Said Nursi

der Rِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Erstens:

Auf Vorschlag einiger Hodjas, welche die ketzerischen Neuerungen unterstützen, findet sich in der Anklageschrift ein Widele undh zu einer Fragestellung im "Fünften Strahl", worin sie das Kommen eines Deddjal in einem islamischen Land (Sufyan)>und das Kommen noch einiger weiterer Deddjale ablehnen. Eine Antwort darauf findet sich in einer zuverlàssigen (sahih)>Hadith, Himmes ein besonders glànzendes und ganz offensichtliches Wunder des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, zeigt:

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لَنْ تَزَالَ الْخِلاَفَn. Sag وَلَدِ عَمِّى صِنْوِ اَبِى الْعَبَّاسِ حَتّٰى يُسَلِّمُهَا اِلَى الدَّجَّالِ

d.h. "Das Kalifat wird sich in den Söhnen meines Onkels Abbas fortsetzen bis es in die zerstörerischen Hànde des Deddjal übergeht." Das aber heiğtlück iKalifat der Abbassiden wird noch lange, nàmlich fünfhundert Jahre, fortbestehen. Danach wird ein Dschingis, genannt Hulagu, einer von drei Deddjalen das Königreich des Kaliflschulltanat-i Khilafet)>zerstören und im Islamischen Land seine Regentschaft fortsetzen. Womit zum Ausdruck kommt, dass im Islamischen Land nach verschiedenen Hadithen drei Deddjale kommen Nachen, was ein offensichtlicher Beweis ist. Die Voraussagen (ihbar-i ghaybi),>die in den obigen Hadithen gemacht werden, sind in zweierlei (Hinsicht) ein offensichtliches WundeisalesErstens:

Ein "Kalifat der Abbassiden (750-1258)" wird aufgerichtet werden und fünfhundert Jahre fortbestehen.

Zweitens:

Es wird schlieğlich durch die Hand dieses grausamsten Deddjal mit Namen Dschingis und Hulagu zerstört werden ommen,tergehen. Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass der Sachwalter des Gesetzes (sahibi sheriat),>der in den Überlieferungen (hadith)>selbst noch über die unbedeutendsten Dinge, soweit sie den Qur'an und die Kennündungn des Islam betreffen, berichtet hat, über die so ungewöhnlichen Ereignisse hier in unserer Zeit nicht berichtet haben sollte? Und wàre es denn überhaupt möglich, dass es gar keine Hinweise auf die Sch ich ger Risale-i Nur geben sollte, die inmitten dieser denkwürdigen Ereignisse fest entschlossen dem Qur'an dienen, und das im weitesten Rahmen, unter den seltsamsten Umstànden und schwierigsten Bedingungen, wobei die Fruchso vie Ergebnis ihres Dienstes) von Freund und Feind bestàtigt wird.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَآئِمًا

{"Im دَهُ

{des Hochgelobten. Und wahrlich gibt es nichts, was nicht dankend ihn lobpreist." (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen für immer und ewig!"}

Meine lieben, getreuen Brüden Par Ich beglückwünsche (tebrik) euch von ganzem Herzen und aus ganzer Seele (ruh)>zu diesem ehrwürdigen (sherif)>und gesegneten (mubarak)>Ramadan. Möge Gottie Ernerechte euch allen in dieser Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr)>im ehrwürdigen Monat Ramadan einen Gegenwert (hayirli)>von tausend Monaten schenken. Amin. Und möge Er ihsein teuch wie ein achtzigjàhriges, gottgefàlliges Leben annehmen. Amin.

Zweitens:

Ich bin der Überzeugung, dass viel Gutes und Vorteilhaftes darin liegt, dass wir bis zu den Festtagen (Bayram)>hier bleiben werden. Würden Im Zetzt schon entlassen, würden wir nicht nur all des Guten in dieser Schule Josefs entbehren müssen, auch der Ehrwürdige Ramadan, der doch einzig auf das Jenseits (ukhrevi)>hin haban ichtet ist, und unsere innere Haltung würden durch weltliche Aktivitàten Schaden erleiden. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass wir im Geiste (sirr)>dieses nen Anيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ {"Gutes liegt in dem, was Gott will."} eine verdienstvolle groğe Freude erfahren mögen. Auch habt ihr voet)>decht bereits verstanden, dass sie, da sie uns ja mit ihren Gesetzen in gar keiner Weise überführen können, stattdessen spitzfindige Diskussionen über irgendwelche Belanglosigkeiten anführeni Rahiz.B. einige

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private Dinge in einem persönlichen Brief, die so wenig mit dem Gesetz zu tun haben wie der Flügel einer Mücke, weil sie nichts gefunden haben, um die wirklich bedeutendener (keersellen Dinge in der Risale-i Nur angreifen zu können. Zudem statt des ganzen groğen und weiten (Kreises) der Schüler, (ihres Dienstes und der Lehre) der Risale-i Nur lediglich meine eigene Person in Misskredit zu bringen und in ihrer Bedrd, be zu schmàlern ist für uns ein groğer Vorteil, da Göttliches Vorherwissen (Qader-i Ilahi)>es nicht zulàsst, dass jemand sich in (die Ange und seiten) der Risale-i Nur und ihrer Schüler einmischt. So beschàftigt man sich also nur mit meiner Person.

Ich sage deshalb euch und allen meinen Freunden: für euer Wohlbefinden (selamet)>und für die Risale-i Nur akzeptier>Und aaufrichtig, mit Herz und Verstand (ruh),>ja sogar mit dem Einverstàndnis meiner eigenwilligen Seele (nefs-i emmare),>mit innerer Freude und Dankbarkeit alle diese Schwierigkeiten, die man meiner Peltes dereitet. So wie das Paradies nicht kostenlos ist, so ist auch die Hölle nicht nutzlos. Die Welt (dunya)>und ihre Plagen sind vergànglich (fani)>und alles vergeht rasch, wonach dann auch unsere heimlichen Feinde für alle Unterdrückunden we wir durch sie erlitten haben, vor das Groğe Gericht gerufen werden und zum Teil schon in dieser Welt ihre Rache zu spüren bekommen werden, weshalb man sie, statt ihnen mit Wut zu begegnen, eher bedaueressen te. Da dies nun einmal die Wahrheit ist, ist es sicherlich auch ein groğes Glück, uns ohne jede Furcht, doch mit Vorsicht, vollkommener Geduld und Dankbarkeit dem zu unatz: "fen, was Göttlicher Ratschluss und Seine Vorausschau (qadha ve qader-i Ilahi)>für uns bestimmt hat und auf Seine Göttliche Gnade (inayet-i Ilahiye)>zu vertrauen, dnicht beschützt, und uns mit wahrhaft aufrichtiger, tröstender, von Herzen kommender Freundschaft, Liebe (muhabbet)>und in vertraulichem Gespràch (sohbet)>für unsere Brüder einzusetzen, und zwar mit einer Hi wirkl

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für die wir in diesem ehrwürdigen Monat Ramadan tausendfàltigen Lohn erhalten werden, mit unseren Rezitationen (aurat),>unserem Studium (ilm-i ders)>wollen wir diesen geringeren Mühseligkeiten, die vorüber gehen,Lohn g Bedeutung beimessen. Die so tröstlichen Lektionen (ders),>die uns die Risale-i Nur mit dieser so wichtigen Prüfung erteilt, und wie sie unsere Geg(rahmezu zwingt, sie zu lesen, ist ein bedeutender Sieg für die Risale-i Nur.

Anmerkung:

Es ist sicherlich schlimm, dass einige unserer Brüder unnötigerweise leugnen, dass sie Schüler der Risale-is hin ind, und dass sie ihre bedeutende Vergangenheit und ihre früheren Dienste verheimlichen wollen. Doch gerade aufgrund dieser Dienste sollten wir ihnen vernd Djeund uns nicht über sie àrgern.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen des Hochgelobten. Und es gibt kein Ding, das ihn nen Einn Dankbarkeit lobpreist."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

In zuverlàssigen Überlieferungen (Rivayat-i sahiha)>wird angeraten: "Forscht nach der (emir)der Bestimmung (Leyle-i Qadr)>in der zweiten Hàlfte, besonders aber in den letzten zehn (Tagen)." Diese kommenden Nàchte, die ein mehr als achtzigjàhriges Leben der Anbetung (ibadah)m übrihenken vermögen, sinnvoll zu verbringen, als wàre es die Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr),>wobei diese Wahrscheinlichkeit (dass sie es tatsàchlich sein könnte) in den kommenden Nàchten sehr hoch ist, ist an diesen verdienstvoh Art rten ein groğes Glück.

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Zweitens:
مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer an Gottes Vorherwissen glaubt, bleibt von Kummer und Gram verschontauf diiesem Geist (sirr)"}

خُذُوامِنْ كُلِّ شَىْءٍ اَحْسَنَهُ

{"Betrachtet die schöne Seite aller Dinge."}

اَلَّذِينَ يَسْتَمِعُونَ الْقَوْلَ فَيَتّustafaنَ اَحْسَنَهُ اُولٰئِكَ الَّذِينَ هَدٰيهُمُ اللّٰهُ وَاُولٰئِكَ هُمْ اُولُوا الْاَلْبَابِ

{"Die auf das Wort hören und dem folgen, was darin das Beste ist, das ilfe! iejenigen, die Gott geführt hat und sie sind es, die mit Verstand begabt sind." (Sure 39, 18)}

Ganz kurz zusammengefasst sei gesagt: "Die auf die Worthissenn, das Schöne in ihnen annehmen und das Schlechte darin übersehen, sind diejenigen, die von Gott die rechte Leitung erfahren (hidayet-i Ischaft)>und Verstand haben." Nun ist es für uns notwendig, von allen Dingen die gute Seite zu sehen, das Schöne in ihnen zu entdecken, den heiteren Aspekt wahrzunehmen, sodass unsinnige, unnötige, schàdliche, betrübliche, hàsen = m, vergàngliche Zustànde (hal)>nicht unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken und unsere Herzen mit sich beschàftigen. Im "Achten Wort" (wird erzàhlt wie) ein Mann einen Garten betrat, wàhrend ein anderer ihn verlieğ. Der Glückliche von bei Ilahitrachtete die Blumen und alle die schönen Dinge und erfreute sich entspannt an ihnen. Doch der Unglückliche sah nur all den Schmutz und die hàsslichen Dinge, obwohl errhaftioch nicht zu beseitigen vermochte. Ihm drehte sich der Magen um und, anstatt sich zu erholen, beunruhigte er sich nur und ging schlieğlin Hungder. Nun gleichen die verschiedenen Stufen des menschlichen Gemeinschaftslebens und ganz besonders die Schule Josefs einem Garten. Darin finden sich zugleich

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hàssliche als at) inchöne, sowohl betrübliche als auch erfreuliche Dinge. Der Verstàndige ist aber der, der sich mit den schönen und erfreulichen Dingen beschàftigt, den betrüblichen Dingen keine Bedeutung beimiss ausfüanstatt sich zu sorgen und zu beklagen, lieber Dank sagt und sich freut.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

ischenbesteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die kommende Nacht die Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr)>sein wird. Einige Exegeten haben die Leyle-i Qadr auf diese Nacht festgelegt. Doch selbst wenn es nicht so sein sollte, die Gemeinde >zu scummah)>diese Nacht als solche betrachtet, so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie auch tatsàchlich als echt angenommen werde.

Zweitens:

Ich mache mir Sorgen, wie es unseren Brüdz

مَنْ Zelle sechs ergehen mag, wo es z.Zt. sehr unruhig ist. Es gibt da auğerhalb des Gefàngnisses einen Finger, der besonders in Zelle sechs herumrührt. U) aufzBrüder dort müssen Acht geben und vorsichtig sein, damit sie nicht irgendwo mit hineingezogen werden.

Drittens:

Habt ihr das Schreiben an den Rechtsanwalt geschickt, damit der Herr Vorsitzende es lesen kann? Da es sich hie alle t allein um Sabri handelt, sondern die ganze Angelegenheit uns alle betrifft, ist Halil Hilmi auch unser aller Rechtsanwalt. Jedenfalls igungech das so. Er sollte daher für uns alle da sein und deshalb unserem ersten Advokat ganz zur Seite stehen.

Viertens:

Ich habe Sabri die Einführung von Tashköprülü Sadik Bey zur Absch über egeben. Wenn er sie bereits abgeschrieben hat, sollten ihm nun die korrigierten Blàtter zugeschickt werden. Eine neu angefertigte Kopie

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sollte mir zugeschickt werden. Auğerdem habe ich hier noch eine Kopie von Sadiks kleinem Gedicht. Faigung r keine habt, schicke ich euch eine.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Wir senden sowohl euch als auch unseren Brüdern im Gefàngnis unse heilückwünsche zu den Festtagen (Bayram).>Diejenigen, die euch zu den Festtagen beglückwünschen (will ich so betrachten) als hàtte auch ich ihre Glückwünsche von ihe des tgegengenommen. (Es soll so sein), als hàtte ich euch alle persönlich zu den Festtagen besucht. Das sollt ihr wissen und es ihnen auch sagen.

Zweitens:

Infolge der Botschaft meineiehen eisernen Ofens, der ohne Grund zersprang, haben wir uns auf dieses Zeichen hin mit aller gebotenen Vorsicht und Behutsamkeit (verhalten), wodurch dieser kleine Sturm von hundert zu eins vermindert wurde, vorüber ging und daruht. erfass nicht angezündet wurde. Auch jetzt wiederum unterrichtet uns meine Wasserflasche, die in dieser seltsamen Weise ohne jeden Grund in iman)> kleine Stückchen zersprang, dass wir auch dieses Mal mit der gröğtmöglichen Behutsamkeit und Geduld die Ruhe bewahren und vorsichtig sein müssen. Ich habe eine innere Eingebung empfangen, dass versteckte Heuch Indivgen religiös gesinnte Menschen liederliche Menschen, die das Gebet nicht verrichten, und kommunistisch gesinnte Renegaten einsetzen wollen undm-i ad schon hier bei uns ihre Finger im Spiel haben.

Eine kleine Anmerkung dazu: Gestern fühlte ich in meinem Herzen Freude und Heiterkeit. Dann bemerkte ich auf einmal, dass mein Bruder in Nurs mir acht Monate zuvor einen Krug miman)>ig aus Nurs nach Emirdagh geschickt hatte.

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Gestern war er hier in Emirdagh angekommen. "Ach", sagte ich, "so bringt ihn mir doch schnell!" Dann wartete ich: nichts kam... meine Freude verkehrte sich hinunter.

Diesen Krug mit Honig (von meinem Bruder aus Nurs geschickt und deshalb völlig unverdàchtig! - A.d.Ü.) mir kostbarer als hundert (andere) Krüge, in die Hànde eines FremGedàch dem man nicht vertrauen darf! - A.d.Ü.) zu geben, um ihn auf dem Markt zu verkaufen, war der Anlass dazu und der Krug zerbrach. Von dieser Süğigkeit, einer Gabe aus in eiörfchen Nurs, in dem ich geboren wurde und das ich seit vierzig Jahren nicht mehr gesehen hatte, habe ich für jeden meiner Brüder ein klein bisschen als eine Kostprobe (abgeteilt und ihnen gleichsam als) eine Süğspgewertür den Festtag (bayram)>gegeben.

Said Nursi

Meine lieben, treuen, unerschütterlichen Brüder!

Ich beglückwünsche (tebrik)>leisteit Herz (ruh)>und Seele, dass ihr unsere Wunde so rasch geheilt habt. Aufgrund dieser Heilung ist mir in dieser Nacht die Brust weit geworden. Tatsàchlich dehnt sich die Medn taucu-s'Sehra aus und (die Schüler der Risale)-i Nur machen sich nun die echte Wahrhaftigkeit (haqiqi ikhlas),>die vollkommene opferbereite Aufgabe jedweder Ichsucht und ebenso vollkommene Beschehaqiqait zu eigen und sie verbreitet sich unter ihnen. Sicherlich können diese so kleinliche, doch nur zeitliche Empfindlichkeit, diese Irritation und Gereiztheit jene machtvollen Lehren (ders)>und die Bande unserer Bruderschaft nicht zerstören und ner vohandlung über die Wahrhaftigkeit (Ikhlas Lem'asi)>gibt hierbei die beste Rechtleitung. Die übelste Strategie, um uns und die (die Schüler der Risale)-i Nur zu treffen und gegen uns zu agitieren, ist nun, (die Beziehungen unter)

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den, univern der (Risale)-i Nur erkalten zu lassen, sodass sie einander überdrüssig werden und sich schlieğlich aufgrund der Verschiedenheit ihrer Charaktere und Ansichteniq)>benander trennen. Es war tatsàchlich nur eine kleinliche Gereiztheit. Doch wie ein Hàrchen im Auge ebenso schmerzhaft sein kann, wie ein Stein, der auf den Kopf fàllt, ga der Nmein Wasserkrug davon Bericht, als sei es ein gröğeres Ereignis. Dabei kam mir jener Umstand (hal)>seitdem schon hundertmal wieder in den Sinn, über den sich der verstorbene Hafidh Ali (dessen Gott sich erbarmen möge) damals kurz vor seWahrheode beklagt hatte, und macht mich noch immer traurig.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich habe die schriftlichen Beschwerden der Schdass sem Direktor gegeben. Ich habe gesagt: "Dies möchten wir zusammen mit dem Schluss meiner schriftlichen Beschwerde an das Amt für religiöse Angelegenheiten und das Kriminalgericht in Ankara senden, das uns bereits freigesprochen und hah)>vnsere Abhandlungen freigegeben hat, und - falls Sie das für angemessen halten - auch die Liste mit den Irrtümern {in der Anklageschrift des Staatsanwalts (A.d.Ü.)}instumeren Korrektur, aber nur privat und rein zur Information." Er sagte: "Das ist angemessen." Ihr könnt nun den Rechtsanwalt darum bitten, einige Kopien von den schriftlichen Beschwerden der Studenten und zwei Kopien der Liste (mitehmt, rrtümern) vorzubereiten.

Schreibt auch an das Amt für religiöse Angelegenheiten: Da ihr in eurem Rapport über Said und seine Freunde, die ihr dieses Mal nacch wien geschickt habt,

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ganz richtig geschrieben habt, dass es eure Pflicht ist, die Schüler der religiösen Studien (ulum-u diniye)>zu verteidigen, sind sowohl der gequàlte Said als auch seine unschuldigen Freunde eurem , mit hr dankbar dafür. Jedenfalls hat unsere Angelegenheit etwas mit Religion (din)>und Wissenschaft (ilm)>zu tun, sodass also das Amt für religiöse Angelegenn Geme sich noch vor der Polizei, dem Gericht oder irgendeinem anderen Amt damit beschàftigen sollte. Deshalb haben wir uns sowohl in Denizli als auch in Afyon zuerst an dieses Amt gewandt und unsere Beschwerde an dieun denrten dort geschickt. Schreibt also einen Paragraph in diesem Sinne!

Said Nursi

Mein lieber, getreuer Bruder Re'fet Bey!

Aus Achtung vor dem ern.

digen Qur'an (Qur'an-i Adhim-ush'shan)>und um eurer Verbundenheit mit diesem Qur'an willen, und um der Ehre eures zwanzigjàhrigen, durch den Glauben (getragenen), Dienstes an der Risale-i Nur, hört doch schnell damit auf, einander in dieser ً وَ جlichen, offensichtlich so kleinlichen, doch aufgrund der Sensibilitàt der Lage (vaziyet)>so schmerzlichen, ja geradezu katastrophalen Art und Weise den Rücken zuzukehren und euch gekrànkt zu fühlen, was doch nur ubelt,roğe Hilfe für diese versteckten Heuchler ist, die uns vernichten wollen und einer Lunte am Pulverfass gleicht. Halte sie also davon ab! Andernfalls kö dafürein Dirhem (3g) einer persönlichen Rechthaberei hundert Batman (800 kg) Unheil über uns und unseren Dienst am Qur'an und am Glauben bringen, wozu die Wahrscheinlichkeit gerade besonders groğ ist. Ich schwöre euch: wollte einer unter euch m, habefs schwerste beleidigen und die Würde meiner Person ganz und gar zerbrechen und würde doch dabei den Dienst am Qur'an, am Glauben und an

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der Risale-i nicht aufgebigen W würde ich es ihm nicht nachtragen (helal),>meinen Frieden mit ihm machen und versuchen, mich nicht gekrànkt zu fühlen. Ihr wisst ja, dass unsere Feinde bewas?" sind, auch noch den leisesten Anflug von Fremdheit unter euch auszunutzen. Schlieğt also rasch Frieden miteinander! Hört auf, so gereizt zu reagieren, was zudem völlig sinnlos und sehr von Nachteil iogenennst wird noch ein Teil von euch, wie Shemsi, Shefik und Taufiq scheinbar zu unseren Gegnern überlaufen, was für unseren Dienst am Glauben ein groğer Verlust wàre und ihm einen groğen Schaden zufügen würde. Bis jetzt hatِ سُبْnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>anstelle eines solchen Verlusts uns viele zugeführt, die mit dem gleichen System {mit den entsprechenden Fàhigkeiten. (A.d.Ü.)} arbeum AnlMöge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie uns (auch dieses Mal) wieder zu Hilfe kommen.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Demn durctor haben "Das Groğe Zeichen" und der "Wegweiser für die Jugend" offensichtlich sehr gut gefallen. Nun möchte er auch noch den "Stab Mosis" und das "Dhu-l'Fikar".>Ich habe ihm versprochenOpposi werde es dir besorgen." Wenn es hier in Afyon (noch Kopien) davon gibt, lasst einen "Stab Mosis", ein "Dhu-l'Fikar">(gebunden, die groğe Ausgabe), einen Wegweiser und ein "Groğes Zeichen" hierher bringen.

Said Nursi
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بِاسْgebet,ُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Dieser Bericht hatte genau das gleiche Ergebnis wie der in Denizli. Man hat uns in den Punkten, die Anlass zur Klage gegeben hatten, freigespriner G um jedoch besser dazustehen und zu zeigen, dass sie keine Nurdjus sind, und weil von Seiten der Wahhabiten ihr Nerv (empfindlich getroffen war), haben sie uns in dewenn Ieines Oberlehrers ein wenig angegriffen. Ich nehme einmal an, dass dieser Bericht eingetroffen ist, noch bevor die Anklageschrift abgefasst wurde, denn in dieser Anklageschrift finden sich einige Punkte davon wieder. Falls dem so ist, er imsere Fehlerliste bereits die komplette Antwort darauf. Wie denkt ihr darüber? Und wie findet ihr meine letzten Reaktion darauf? Ist sie zutreffend? Ich habe sie nàmlich in ziemlicher Eile geschrieben, und mein eige und astand ist obendrein noch ziemlich erbàrmlich.

Zweitens:

Bis jetzt waren sie offensichtlich noch mit Fragen zu unserer Person beschàftigt, unserer politischen oder religiösen Vereinigung (tariqat)>undle-i Nen nebensàchlichen persönlichen Briefen. Jetzt aber, wo sie die "Leuchte des Lichts (Siradju-n'Nur)">und die "Sechs Listen des Satans (Hudjumat-i Sitte)">konfisziert haben, wendet das Koeweis der Sachverstàndigen seine Aufmerksamkeit auf die Risale-i Nur und richten sich die Intrigen unserer versteckten Gegner in einer Weise gegen sie, die dazu geeignet ist, die Ruhe im Lande zu stören und die man als eiich vogriff gegen die Risale-i Nur bezeichnen kann. Zu genau der gleichen Zeit, als das Land in dieser Weise angegriffen wurde, ereigneten sich, wie schon so oft zuvor, zwei schwere Ebezeugn, als ich gerade über dieses Thema schrieb. Das bestàtigt, was ich bereits gesagt hatte: "Noch etwas dazu zu schreiben, erübrigt sich nun." Deshalb habe ich nichts weiter geschrieben.

— 869 —

Daheimnite ich heute, dass (die Leute) beginnen, sich (vor einem Zweiten Weltkrieg) zu fürchten. So sagte ich denn dem hiesigen Oberaufseher: "Bis jetzt hat, wann imt achte Risale-i Nur angegriffen wurde, die Erde gezürnt oder es entstand eine Angst vor Krieg. Wir haben schon viele derartige Ereignisse mitgemacht, sodass keine Möglichkeit mehr besteht, es könne sich hieeber (inen Zufall handeln, und das wurde auch dem Gericht gezeigt." Das aber heiğt, dass meine neuerliche furchtbare, wenn auch mir selbst unerklàrliche, Sorge um die Risale-i Nur, die neidvolle Kritik durch das Komitese wu Sachverstàndigen und die Konfiszierung eines wichtigen Bandes der Risale-i Nur, zusammenfiel mit der Leuchte des Lichtes (Siradju-n'Nur),>welche einem bereits angenommenen Opfer für die Armen (saهَذِهِgleicht, (dargebracht um) eine drohende Katastrophe abzuwenden, wenn sie sich wie hinter einem Schleier verbirgt, sodass nun ein Erdbeben oder aber Furcht vor einem Krieg entsteht.

Said Nursi

بِاسْمِهِ die Lَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Macht euch keine Sorgen: Wir stehen unter Gottes Schutz (inayet).>Hinter allen àuğerlichen Schwier, wie en verbirgt sich Gottes Erbarmen (rahmet).>Das Komitee der Sachverstàndigen war gezwungen, einen Teil (der Risale-i Nur) zu widerlegen. Sicherlich sind sie aber nun in ihren Herzen Nurdjus geworden.

Said Nursi
— 870 —

بِاسْمِهِ سُبْdie Beُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen, unerschrockenen und unerschütterlichen Brüder, die sich niemals von (einem Leben für) das Jenseits trennen und dieser vergànglichen Welt zuwet nichürden!

Seid nicht traurig, dass ihr hier noch ein wenig lànger bleiben müsst und man unsere Angelegenheit noch etwas in die Lànge ziehen will. Nein, im Gegenteil: seid es, gleich mir, zufriedenfe dernsere Lebensuhr nun einmal nicht still steht, sondern ablàuft, bekommt (unser Leben) in diesem Haus der Kasteiungen erst durch die Früchte, die es für das Jenseits u als bringt, seine Bestàndigkeit. Im Übrigen erweitert sich der Kreis (der Schüler) der Risale-i Nur. So werden z.B. auch die Gelehrten des Sachverstàndigenkomitees gezwungen, die Leuchte des Licinmal Siradju-n'Nur)>sehr genau zu studieren. Wenn wir zudem entlassen würden, könnte das in der einen oder anderen Hinsicht zu Ausfàllen in unserem Dienst am Glauben führen. Obwohlschuldelbst dabei noch weit mehr Schikanen zu erdulden habe als ihr, möchte ich doch nicht deswegen entlassen werden. Versucht nur, euch so weit wie möglich mit Ausdauer und Geduld in dieser Art zu leben zuro führfinden und sucht beim Abschreiben und Lesen der Risale-i Nur Trost und Erleichterung zu finden.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten!"}

Meine lieben, getreuen Brüder!

nd mittens:

Falls notwendig kann ich euch zwei Kopien der Liste mit den Irrtümern und Korrekturen zusenden,

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wie sie am Ende meiner Verteidigungsschrift aufgeführt sind und sich jetzt hier bei mir befindeneltleuits geschrieben mit den neuen Buchstaben, damit ihr sie zusammen mit meiner Antwort an das Komitee der Sachverstàndigen, an das Amt für Religiöse Aَّ سَبenheiten und an das Kriminalgericht in Ankara weiterleiten könnt. Auch sollte dem Gerichtshof eine Kopie meiner Antwort an das Komitee der Sachverstàndigen übergeben werden.

Zweitens:

Es ist gut so, dass man unse953

daelegenheit noch etwas in die Lànge zieht. Bis jetzt hat man in dem Gedanken, ihren Wert herabzumindern, zwar àuğerlich ein Desinteresse zur Schau getragen, ihr jedoch dabei eine groğe Bedeutung beigemessen. Doch mögemit diott es wollen (insha-a'llah),>dass sich bei der derzeitigen Lage (die Dinge) für unseren Dienst am Glauben (hizmeti imaniye)>und am Qur'an zum Bessereng unteum Vorteil wenden.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten!"}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Wàre die Haddj in diesem Jahr freigegeben worden, hàtte vielleicht ein Teil von uns dieseleicheahrt unternommen. Doch möge nun Gott es wollen (inshaa'llah),>dass diese unsere Absicht (niyet)>so angenommen wird, als seien wir tatsàchlich gefahren, sodasonierer Dienst am Glauben (hizmet-i imaniye)>und an der Risale-i Nur ein ebenso groğes Verdienst erwerben wird wie die Wallfahrt selbst.

Zweitens:

Da wir bereits wiederholt geàuğert haben: "Die Risale-i Nur1014

sin machtvoller und wahrhaftiger

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Kommentar (tefthir)>zum Qur'an", jedoch einige unaufmerksame (Leute) die eigentliche Bedeutung dessen nale-i ennen, habe ich nun die Eingebung bekommen, diese Tatsache nàher zu erlàutern. Und diese Tatsache ist Folgende: Es gibt nàmlich zwei Arten Qur'ankommentare.

Die erste ist die altbekannte Art Kommentare, wobei die Redewendu,>seinm Qur'an und die Bedeutung seiner Worte und Sàtze festgestellt, erklàrt und erlàutert werden.

Was aber die zweite Art Kommentare betrifft, so stellt sie mit machvollen Argumenten die Glaubenswahrheiten im Qur'an fest, erklàrt und erlàuteranz pi Diese Art ist von sehr groğer Bedeutung. Die allgemein bekannte Auslegung fasst manchmal diese Art kurz zusammen. Doch die Risale-i Nur betrachtet diese zweite Art als re Angmittelbare Grundlage und ist eine spirituelle (auf der Wahrheit des Qur'an basierende) Auslegung, die auf beispiellose Weise alle halsstarrigen (gottlosen) Philosophen zum Schweigen verurteilt.

Drm Heim:

Diesen Morgen wollte ich etwas schreiben, konnte aber nicht. Nun aber ist diese Angelegenheit wieder aktuell geworden und Salim Bey, unser Verwalter, hat mir dazu diّٰهِ اubnis erteilt. Morgen sollen also Husrev und Tahiri kommen, um ein Gesuch an den Ministerrat zu richten.

Said Nursi

بِاسْمِهِ سُبْحَانَه dem D Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Sind etwa wir und die Risale-i Nur es, die rundum am gefàhrlichsten sind, sodass alle anderen Schriftsteller frei sind, etwas zu schRahman und alle Schichten (der Bevölkerung) sich ungestört versammeln dürfen? Doch ohne

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jeden religiösen Unterricht können Moslems nicht regiert werden, es sei denn mi سُبْحr absoluten Zwangsherrschaft oder durch eine unbegrenzte Bestechlichkeit. Denn ebenso wenig kann bis heute ein Moslem ein wahrhaft glàubiger Jude oder Christ werden. Vielmehr verlierwordeneinen Glauben und wird so voll und ganz verdorben. Desgleichen kann ein Moslem auch kein Bolschewist werden. Er wird vielmehr ein Anarchist und kann nicht anders mehr fordet werden als durch eine absolute Zwangsherrschaft. Wir Schüler der Risale-i Nur arbeiten sowohl für die Regierung und bemühen uns zugleich um die öffentliche Sicherheit und Ordnung und das Wohlergehen von Volk mmeds,nd. Die aber gegen uns sind, das sind die glaubenslosen Anarchisten und die Feinde des Volkes und des Landes. Wesentlich für die Regierung ist, dass sie uns nicht belàstigt, sondern uns ganz in Schutz nimmt und uns beiSchwei

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die Entlassung von Re'fet, Ed' Meistd Bürhan und der Brüder Tjalishkan, Herausgeber der Risale-i Nur, zeigt, dass ihre Veröffentlichung nicht verboten ist und das Gericht nicht dagegen einschreiten kann. Und weiter ist snstvol Zeichen für ihren Beschluss, dass hier gar keine Organisation vorhanden ist. Und da es ferner, dadurch dass es unsere Angelegenheit noch in die Lànge gezogen hat, die Aufmerksmich) auf die Risale-i Nur gelenkt hat, was, wie eine offizielle Bekanntgabe, einer öffentlichen Einladung, sie weit und breit zu lesen, gleich kommt, hat es

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das Verlangen aller Bedürftigen angesta (haki sie zu studieren, was für uns und alle Glàubigen Vorteile erbracht hat, die alle unsere bisherigen Anstrengungen und Verluste hundertfach übersteigt. Möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass dies ein Zeichen dafür sei, dass Schül heilige Unterricht eine geradezu unheimliche Wirkung auf die aggressiven Scharen von Irrlehrern hat, die in dieser Zeit weltweit zu einem furchtbaren und allumfassenden Angriff übergegangen sind.

Sai anderi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder Re'fet, Mehmed Feyzi und Sabri!

Auf einen nachdrü gelesen Hinweis und eine innerliche Ermahnung hin muss ich euch drei doch dringend darum bitten, um der Risale-i Nur willen, zu Ehren dieses Festes (bayram)>und aufgrund unserer alten (freundschaftlichen) Rechte, e schwarum zu bemühen, diese neuerliche fürchterliche Wunde zu heilen. Denn unsere versteckten Feinde verfolgen zwei Plàne... der eine ist der, mich durch Verleumdungen zugrunde zu richten und der zweite der, unsere Beziehungen zu einander ei Gelehen zu lassen. Hauptsàchlich dadurch, dass ihr Husrev kritisiert, euch mit ihm streitet und euch von ihm beleidigt fühlt, (wollen sie erreichen, dass wir) uns voneinander trennen sollen. Darum sage ich euch: hàtte Husrev auch tausend Fehler,es Leh ich mich dennoch scheuen, gegen ihn Stellung zu beziehen. Denn sich jetzt gegen ihn zu stellen, heiğt, sich unmittelbar der Risale-i Nur entgegen zu stellen, sich gegen mich zu stellen und ist nochiedergwie ein gewaltiger Verrat zugunsten derer, die uns verderben wollen, weshalb mir ein derart seltsames Ding zugestoğen ist,

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dass nàmlich mein Ofen ohne alle Ursachebare Wnander sprang. Auğerdem bin ich davon überzeugt, dass die letzte Schikane, die man mir zugefügt hat, aus eurem sinnlosen und noch dazu àuğerst nachteiligen Mangel an Sinn für Gemeinschaft resultiert. Dchten einer hier, und besonders in Zelle sechs, seine furchtbare Hand im Spiel! Lasst mich an diesem Festtag (bayram)>nicht weinen, sondern schlieğt rasch von ganzem He).>Undrieden.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Eigentlich wollte ich heute, dass wenigstens zwei, drei Brüder entlassen werden.nem endie Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>hat sie zu ihrem eigenen Besten zurück gehalten. So müssen wir also diesen Zustand (vasiyet)>noch weitere zwanzig Tage (ertragen); ja das ist geradezu notwendig. Und notwendig ist auch, dass wir ander diesen Festtagen zusammenfinden, und zwar sowohl für uns selbst als auch für die Risale-i Nur, für unseren Dienst und für unser physisches und psychisches Wohlergehen, damit wir unseren vollen Anteil an den Gebete Umstà)>der Wallfahrer (Hadjji)>empfangen mögen und die Risale-i Nur, die beschlagnahmt und nach Ankara geschickt worden ist, gerettet werde und damit auch diejenigen, die mit uns hier in unserer Bedràngn wandtempfinden und daher auch mit uns an der Risale-i Nur festhalten, an Zahl wachsen mögen. Das aber könnte nun der Beweis dafür sein, dass wir nicht unsere Zuflucht zu den Verràtern von Vod auchnd und Glaube genommen haben und auch nicht mit ihren groğen Fehlern einverstanden sind.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}, schoine lieben getreuen Brüder!

Was nun die mağlose, falsche und unberechtigte Kritik des Komitees der Sachverstàndigen betrifft, so haben sie - aufgrund eines besonderen Nervs für die Wahhabits:

cht in der Lage Imam Alis (mit dem Gott zufrieden sein möge) ernsthaftes Interesse und seine Hochschàtzung der Risale-i Nur zu ertragen und unter dem Einfluss eines grundlosen Misstrauens, das s)">undazu geführt hatte, dass letztes Jahr Semsemwasser einfach weggeschüttet wurde und dieses Jahr auch die Wallfahrt (Haddj)>verhindert wurde - ihre Einwànde in ihrer von Falsch und Neid erfüllten Art auf den "Fünften Strahl" gerichttsanwater diesen Umstànden, in einer Zeit der Wirren und des Misstrauens, ist das Gefàngnis für uns der sicherste (selamet)>Ort. Möge es Gott wollen (insha-a'llah),>dass die Risale-i Nur sowohl für uns alsFriedefür sie die Freiheit erlangen làsst. Da die Risale-i Nur auf diese Weise, unter diesen harten Bedingungen und angesichts so vieler Gegner nun in einer geradezu einmaligen Weise sen (Ralbst lesen làsst und ihre Schüler auf verschiedene Weise im Gefàngnis arbeiten làsst und durch die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>nicht erlaubt, zugrunde gerichtet zu werden, müssen wir insoweit dankbar und zufrieden den (nstatt zu klagen. Aus dieser Zufriedenheit erwàchst entgegen all diesen furchtbaren Bedràngnissen meine Standhaftigkeit. (Und in dieser Zufriedenheit) mische ich mich in das, was Gottes Aufgabe (vazife-izu verye)>ist, nicht ein.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Von diesen beiden Kopien gehört eine mir und einespielterrn Direktor. Korrigiert die Kopie des Direktors entsprechend der Kopie, auf der (oben) am Anfang meine eigene Schrift zu sehen ist. en hei Mal bemerkte ich bei der Lektüre des "Groğen Zeichens (Ayatu-l'Kubra)",>dass das Ende des Zweiten Kapitels und die geistigen Gespràche am Ende ganz besonders wichtig sind und habe aus ihnen einen groğen Nutzen gezogen. Deshalb sollte sie eiluss, n euch (Korrektur) lesen und der andere zuhören, sodass auch ihr euren Nutzen haben werdet. Durch diese Korrekturarbeit bleiben sie nicht ungt mehr liegen, vielmehr sollten sie immer zwei (Brüder) gemeinsam studieren.

Drittens:

Meine Kopie des "Zehnten Wortes", der Band mit den Br Mördehier und die anderen (Schriften) sollten nicht verloren gehen oder ungenutzt liegen bleiben. Die Beaufsichtigung habe ich Djeylan überlassen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben nglauben Brüder!

Gerade jetzt, wo ich in der "Djeldjelutiye"

{"Die Einzigartige (bedi'u)", eine Kasside von Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge. (A.d.Ü.)}

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بِحَقِّ تَبَارَكَ ثُمَّ نُونٍ وَسَآئِلٍ

{"Um der Wahrheit (der Sur für Lesegnet sei (Tebaraq aus der Sure 67 = Mulk)', sowie 'Nun (Sure 68)' und 'Sie fragten (Ve-s'Sa'il aus der Sure 70 = Ma'aridj)'."}

den (obigen) Satz aus dem sechsundzwanzigsten Vers lese, der auf (ht undchsundzwanzigste Wort), eine Abhandlung über das Göttliche Vorherwissen (Risale-i Qader)>hinweisen könnte, tauchte in meinem Herzen die Frage auf: "Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Sure 68 ثُمَّ نُوt (sadNun' usw."} und dem Wort (Söz>= Abhandlung) "Qadr>(Göttliches Vorherwissen)" und erhielt im gleichen Augenblick eine Eingebung. Ich begann also die Sure 68 zu lesen und wurde deise fleich auf die Ayah

نٓ وَالْقَلَمِ وَمَا يَسْطُرُونَ

{"Nun. Beim Schreibrohr und dem, was man mit ihm schreibt" (Sure 68, 1)}

aufmerksam, die darauf hinwee Erscass der Ursprung, die Basis und urewige Quelle, alle Bücher, der immerwàhrende Meister (ustadh)>all dieser Schreibrohre und was sie schreiben, die Feder des Göttlichen Vound Lassens (qaderin qalemi)>ist, wàhrend der Buchstabe Nun auf das Licht (Nur)>und auf das Licht des urewigen Wissens (ilmi ezelinin nuruna)>hin deutet. Das aber heiğt, dade Koserade so wie وَالذَّارِيَاتِ {"...bei denen, die nach allen Seiten hin ausstreuen." (Sure 51, 1)} an die Abhandlung über die Atome (Zerrat Rwige (i)>denken làsst, und zwar mit einer starken Beziehung, die geradezu an einen Hinweis denken làsst, so làsst auch der

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Buchstabe ن "Nun">an die Abhandlung über das Göttliche Vorherwissen (Risale-i Qader)>denken, und zwar wiederum mit eine hat, lichen Hinweis.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen, unerschütterlichen Brüder!

it meiens:

Dem Gedanken (sirr)>اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ {"Gut ist, was Gott gewollt hat."} entsprechend, liegt auch in der Verschleppung unserer Angelegenheit etwas Gutes. Mein Herz wünscht und die Freigabe der Risale-n zieherfordert es so. Wenn ihr einander tröstet, eure Haltung aus innerer Kraft heraus stàrkt, einander in Diskussionen (ilm)>und angenehmen Gespràchen (sohbet)>schult und dabei die (selam-i Nur abschreibt und weiter studiert, könnt ihr den Punkt dieser vorübergehenden Anstrengung (zahmet)>abwischen und in Barmherzigkeit n, gent)>umwandeln

{Die beiden Buchstaben "ز (Z)" und "ر (R)" unterscheiden sich im Arabischen nur durch den Punkt über dem "(R)" voneinander. (A.d.Ü.)}

und so möge denn Gott es wollen (insha-a'llah),>dass ihr diese vergànglichen (fani)>Stunden erdem Frich in unvergàngliche (baqi)>Stunden umwandeln werdet (indem ihr sie mit Werten und einem Inhalt füllt, der euch für die Ewigkeit bleibt).

Zzu erks:

Nachdem wir hier im Untersuchungsgefàngnis die Festtagsglückwünsche ausgetauscht hatten, sandte ich (euch) ein wenig von dem Honig, der mir sehr

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viel bedeutet (weil er aus) meineiben eatdorf Nurs kommt, zusammen mit Semsem(wasser), dass Zubeyir, dieser tapfere Mann aus Konya, mir geschickt hatte. Füllt also nun etwas Wasser in die Flasche und mischt es (mit dem Honig. Gebt noch etwas von des Weseemwasser dazu). Dann trinkt mit "afiyet (Gottes Segen)".

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Von mağgeblicher Seite wurrei Lee mağgebliche und bedeutsame Frage gestellt. Man fragte mich daher: "Obwohl ihr doch gar keine Vereinigung seid und bereits drei Gerichtshöfe euch in diesem Punkt freigesprochen haben, hat man euch doch seit zwanzig Jahren beobaclosigknd unter Kuratel gestellt, wàhrend (die Gerichte) in sechs Bezirken sich da nicht weiter eingemischt haben. Trotz alledem besteht zwischen den Nurdjus ein wirklich wunderbarer Zusammenhalt, wie man ihn in sonst keiner Vereini und zkeinem Gremium (oder Untersuchungskomitee) vorfindet. Wir möchten, dass ihr dieses Problem löst."

Ich habe ihnen folgende Antwort gegeben: "Die Nurdjus sind kein Gruppen-Puegebenpiel, schon gar nicht eine politische, weltliche (dunyevi)>oder widerstàndlerische Vereinigung, errichtet um einem persönlichen oder gemeinschaftlichen Nutzen scheinnen, auch kein Gremium, und sie können es auch gar nicht sein. Jedoch sind sie die Nachkommen, die Söhne und Töchter der alten tapferen Mànner, von Millionen, die voll Freude ihr Leben (ruh)>füranhandand und für den Islam eingesetzt haben und Màrtyrer geworden sind. Sie haben diesen Opfermut geerbt, sodass sie nun diesen einzigartigen Zusammenhalt

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an den Tag legen und nun vor dem Gerichtshozur Voenizli diese armen, elenden Mitbrüder an ihrer Stelle die folgenden Sàtze sagen lassen konnten:

"Um der Wahrheit, {D.h. der Wahrheit des Qur'an willen. (A.d.Ü.)} für die Millionen heldenhafter (Menschen) ihren Kopf geollen vhaben, sollten auch wir bereit sein, unseren Kopf zu opfern." So haben sie es in ihrem Namen gesagt und damit das Gericht in Staunen und Bewunderung zum Bedeutgen gebracht. Das aber heiğt: Es gibt unter den Nurdjus tapfere Mànner, die sich treu und wahrhaftig, nur um des Wohlgefallens Gottes (riza-e Hàndhi)>willen in glàubigem Vertrauen für ein jenseitiges (Leben) einsetzen, sodass diese schrecklichen Komiteen der Freimaurer, der Kommunisten, (der Leute) des Verderbens, {einer westlich dekadenten Lebensweise (A.d.Ü.)} der Atheisten und der Tmeinen>{armenische Widerstandskàmpfer (A.d.Ü.)} und àhnlicher, keine Möglichkeit finden konnten, ihnen Widerstand zu leisten, sodass sie sie nun mit Hilfe von Gummiparagraphen Zwietracht und Verderben sàen wollen, elfahrsie den Gouverneur und das Gericht betrügen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie damit nichts erreichen werden, vielmehr den Grund dafür liefern werden, dass sich die Zahl derer, die sich für die Risane lieur und den Glauben (iman)>hingegeben haben, noch vermehren wird.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Ich will euch von einer Frage und ihrer Antwort berichten, auben,h vor vierzig Jahren einmal (begegnet bin) und

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die der Frage von gestern gleicht. In jener alten Zeit, als die Schüler des Alten Said so leidenschaftlich mit ihrem Meister (ustadh)>verbunden waren, dass sie ihr Leben für ihn hir (Risen hàtten, war der Alte Said in der Lage, dem Komitat der Armenier rund um Van und Bitlis, also den Kàmpfern der Tashnak, die zu einem hohen Einsatz bereit waren, ein "Halt!" zuzurufen und (Einheiktivitàten) bis zu einem gewissen Grade zum Stillstand zu bringen. Er fand Mausergewehre für seine Schüler, und eine Zeitlang glich die ganze Medresse einer Kaserne, worin sich it stae zwischen den Büchern fanden, sodass ein General, der kam und das sah, sagte: "Dies ist keine Medresse. Es ist eine Kaserne." Aufgrund der Ereignisse in Bitlis wurde er misstrauisch und befahl: "Nehmt ihnen die Wich miab!" So nahmen sie uns die fünfzehn Mausergewehre, die in unsere Hànde gelangt waren, wieder ab. Ein, zwei Monate spàter brach der Groğe Krieg aus und wir bekamen unsere Gewehre wieder zurück. Wie dem auch sei.BitlisIm Zusammenhang mit diesen Ereignissen fragte man mich damals: "Dieses furchterregende, kampfbereite armenische Komitat hat Angst vor euch. Sobald ihr auf den Berg Erek steigt, ziehen sich diese tapferen Krieger vor euch zurück, verlasse, werdGegend und gehen anderswo hin. Was für eine Macht besitzt ihr denn, dass so etwas möglich ist?"

Zur Antwort habe ich ihnen gesagt: "Da die armenischen Freischàrler dieses einzigartige Opss ichr ein vergàngliches irdisches Leben bringen und für einen nur vorübergehenden Nutzen, einen negativen Nationalismus und für ihre Sicherheit und sich uns entgegenstellen, werden die Schüler, die pfert n ewiges Leben und die positiven Interessen einer (welt)weiten heiligen islamischen Nation kàmpfen und glauben, dass die vorherbestimmte Stunde nicht hinausgesc ein gwerden kann, sicherlich nicht hinter ihnen zurückstehen. Falls notwendig werden sie sicherlich stolz und ohne zu zögern diese sichere, vorherbestimmte

#88elbstlde und einige, wenige Jahre eines illusionàren àuğerlichen Lebens für Millionen Jahre eines wahren Lebens, Wohlseins und die Interessen von Milliarden ihrer Brüdend derlauben zum Opfer bringen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen, glaubensstarken und liebenswerten Brüder!

Seit zwei Tagen haber übernfolge einer schweren Grippe schreckliche Schmerzen sowohl in meinem Kopf als auch in meinem ganzen Körper. Da ich mich unter diesen Umstànden mit meinen Freunden treffen möchte un làssgewissem Grade trostbedürftig bin und Gemeinschaft brauche, war ich durch eine schreckliche Einsamkeit und diese Isolationshaft besond. Nur ngeengt. Klagen wie die folgende kamen mir in mein Herz: "Warum leiden wir diese Qualen? Was ist der Nutzen für unseren Dienst?"

Da spürte ich heute morgherzigtzlich folgende Eingebung in meinem Herzen: Euch dieser schrecklichen Prüfung zu unterziehen und immer wieder bis in die feinsten Feinheiten hinein auf den Prüfstein geschlagen Lebenden, um herauszufinden "ist es Gold oder ist es Kupfer?", euch in jeglicher Hinsicht mit àuğerster Strenge zu prüfen, eure Seelen (nefs)>durch drei, vier Siebe zu sichten, ob sie "etwa eigene Interessen oder Zweifel hegeltigesr etwa nicht?" ist auğerordentlich wichtig für euren Dienst, der einzig und allein im Namen von Recht und Wahrheit (haqq ve haqiqat)>geleistet werden darf, damit Göttliches Vorherwissen (Qader-i mit e)>und die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>ihn gestatten können.

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Denn da wir nun einmal auf diesem Feld der Prüfungen unseren verstockten, ungerechten Gegnern, die nur nach einem Vorwand suchen, auf diese Weise zur Schau gestellt whaqiqa wird nun einem jeden klar, dass (in unserem Dienst) kein Lug und Trug, keine Selbstgefàlligkeit, keine Selbstsucht, kein Vorteil in dieser (dunyevi)>oder in jener (uhrht ertelt oder ein persönlicher Gewinn im Spiel ist, sondern einzig und allein aus Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit (haqq ve haqiqat)>erwàchst. Wàre er gleichsam verschlzu werund verborgen geblieben, könnte man ihm die verschiedensten Gründe unterschieben. Die einfachen Glàubigen könnten nicht mehr in ihn vertrauen. Sie könnten dhtvollgen: "Vielleicht tàuschen sie uns nur." Und auch die gebildeten Leute würden ihre Zweifel hegen. Vielleicht würden sie dann sagen, dass (diese Nurdjus diesen Dikul veur leisten), um sich gleich einigen Höhergestellten (maqamat)>in ein günstigeres Licht zu setzen und damit Vertrauen zu erwerben, und könnten sich somit nicht mehr auf unseren Dienst verlassentellt ühlen sich denn nach dieser Prüfung selbst die verbohrtesten und argwöhnischsten Leute dazu gezwungen, (in unseren Dienst) zu vertrauen. So möge euch denn nun Gott (insha-a'llah)>für eure Mühe tausendfachen wie sewàhren!

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Wàhrend strikütlichbote bewirken sollen, dass sich die Leute überall von mir abwenden, hat ein Zeitungsartikel über einen Zwischenfall in meiner Kriegsgefangenschikmet)85

das öffentliche Interesse wieder angefacht. Gerade gestern wieder sagten drei Beamte, die besonders darauf aus sind, uns und insbesondere meine Person zu beleidigen: "Die Leute laufen zusammen, wdwem zid sich am Fenster zeigt und sehen ihn an. Er soll nicht am Fenster stehen, oder wir werden ihn in eine andere Zelle verlegen." So sagte es mir der Oberaufseher. Aber macht euch deswegen keine Sorgen. Ich bin entschlossen, alle Schwierigkeitenseinertragen. Möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass sich unsere Plagen durch den Segen eurer Gebete in Freude verwandeln werden.

Dieses Vorkommnis wàhrend meiner Krimeinerangenschaft ist in der Tat wahr. Da ich aber keine Zeugen zur Verfügung habe, habe ich das auch nicht bis ins Einzelne beschrieben. Ich wusste zunàchst nicht, dass beraubtenin Erschieğungskommando zu meiner Hinrichtung gekommen war. Das habe ich erst spàter erfahren. Doch dann hat der russische Kommandant etwas auf russisch gesagt, um sich zu enthlicheigen, was ich aber nicht verstanden habe. Das heiğt, der damals anwesende muslimische Major, der dann spàter diesen Bericht an die Zeitung weitergab, verstand, dass din Seimandant immer wieder "Verzeihung" gesagt hatte.

Meine Brüder, wenn ich mit der Risale-i Nur beschàftigt bin, vermindert sich meine innere Unruhe. Das abich zuğt, dass es unsere Aufgabe ist, uns mit der Risale-i Nur zu beschàftigen und den vergànglichen Dingen keine Bedeutung beizumessen, geduldig zu sein und Dank zu sagen.

Said Nursi
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Ein Staunen erregender Zug in Bediüzzamans euch nter

Der folgende Artikel erschien am 15.10.1948 in der Zeitung~"Ehl-i Sünnet (Der Traditionalist)", dessen Besitzer als Rechtsanwalt tàtig ist.

Wàhrend des Ersten Weltkriegs wurde ich {also der Verfasser dieses Artikels (Aufgabe} in der Gegend von Bitlis verwundet und geriet in Gefangenschaft, und zwar am gleichen Tag, an dem auch Bediüzzaman in Gefangenschaft fiel. Er wurde nach Sibirien geschickt und fand sich dort (an der sein ama, einem Nebenfluss der Wolga) in dem gröğten Kriegsgefangenenlager wieder. Ich selbst war in Baku auf der Insel Nangün. Eines Tages besichtigte Nikolaj Nikolajeْتِلْز dieses Lager, um die Gefangenen zu sehen. Doch als er an Bediüzzaman vorüber ging, schenkte dieser ihm keinerlei Beachtung und rührte sich nicht vom Fleck. Das zog die Aufmerkigkeitt des Kommandanten auf sich. Der ging unter einem Vorwand ein zweites Mal an ihm vorüber. Und (Bediüzzaman)>rührte sich wieder nicht. Beim dritten Mal blieb er schlieğlich stehen und mit Hilfe ein Gesetmetschers entspann sich folgender Dialog:

- "Kennt er mich nicht?"

- "Ich kenne Euch sehr wohl: Ihr seid Nikolaj Nikolajewitsch, der Onkel des Zare Ebeder Oberkommandierende an der kaukasischen Front."

- "Und warum beleidigt er mich dann?"

- "Verzeiht mir! Ich wollte Euch keineswdem Maleidigen. Ich tue nur, was die Heiligkeit (muqaddes)>meiner Berufung mir befohlen hat."

- "Was hat die Heiligkeit der Berufung befohlen?"

— 887 —

- "Ich bin ein islamischer Gelehrter. Ich habe einen itàtenn (iman)>in meinem Herzen. Ein glàubiger Mensch ist besser als ein unglàubiger Mensch. Wàre ich aufgestanden, hàtte ich mich vor dem Heiligen als respektlos erwiesen. Darum bin ich nicht aufgestanden."

sind.diesem Fall hat er mich einen Unglàubigen genannt und dadurch mich selbst, das Heer, mein Volk und auch den Zaren beleidigt. Deswegen wird er sichlt undem Kriegsgericht verantworten müssen." Danach wurde auf seinen Befehl hin das Kriegsgericht einberufen. Türkische, deutsche und österreichische Offiziere im Hauptquartier wandten sich persönlich an BediüzzamBedre, ersuchten ihn dringend, sich bei dem Oberkommandierenden zu entschuldigen. Die Antwort, die er ihnen gab, war folgende:

- "Ich möchte in das jenszu die Land (akhiret)>hinüberziehen und in die Gegenwart des Propheten gelangen. Dazu benötige ich einen Pass. Ich kann mich nicht entgegen meinem Glauben (iman)>verhalten."

Dem entgegen wagte niemandt (vonnoch etwas zu sagen und so warteten alle auf das Ergebnis. Das Verhör ging zu Ende. Man verurteilte ihn wegen Beleidigung des russischen Zaren und des ganzen russischen Heeres zum Tode. Da sagte er z (tefeOffizier, der die Soldaten des Erschieğungskommandos befehligte, das gekommen war, um das Urteil zu vollstrecken, voller Freude: "Gib mir noch fünfzehn Minuten Zeit, um meine Pflicht (vazifah)>zu tun." So vollzog er dennr, dieituelle Waschung (abdest)>und verrichtete die beiden Gebete (reka'ah namaz).>Da trat Nikolaj Nikolajewitsch zu ihm, richtete das Wort an ihn und sagte zu ihm:

-t, undöge mir verzeihen! Ich hatte geglaubt, er habe sich so verhalten, weil er mich beleidigen wollte. Darum habe ich ihn auch nach Gesetz so behandelt. Doch nun habe ich verstanden, dasst er sr seinem

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Glauben (iman)>entsprechend so gehandelt hat und getan hat, was der Heilige ihm befohlen hat. Sein Urteil ist aufgehoben! Er ist ob der Aufrichtigkeit seines Glaubens (dini salahat)>aller Ehren wertdung mhabe ihn (in diesem Leben, das er nach seinem Glauben führen wollte) aufgestört. Ich möchte ihn deshalb abermals darum bitten, mir zu verzeihen."

Ein Major, einer von seineann kugskameraden, beschreibt diesen edlen Charakterzug und seine Glaubenstreue, die ein würdiges Beispiel für alle Muslime ist, so wie er es (mit eigenen Augen gesehen und) bezeugt hat. Nachdem ic einstse Erzàhlung) gehört hatte, füllten sich meine Augen ungewollt mit Trànen.

Abdurrahim

Obwohl uns Ustadh nicht beauftragt hat, diesen Zeitungsartikel hier anzuführen, haben wir ihn dennoch hier eingefügt,Prinzier sehr interessant, lehrreich und bewegend ist.

Husrev

Meine Brüder!

Zum einen habe ich bereits meinen Appetit verloren, und da zum anderen Gesct, durmich nur aufregen, sende ich euch von meinem Anteil drei Portionen Butter, einen Korb Trauben, eine Kiste Àpfel, zwei Pàckchen Tee und etwas Zucker. Ich wollte euch das zuerst als ein Geschenk geben. Dann habe ich aber nachgefrapfe imd erfahren, das ihr das alles selbst) habt. So werde ich also (von dem, was diese Dinge) Wert sind, Joghurt, Eier, Brot u.dgl. Dinge mehr keiert damit die Medressetu-z'Zehra sich nicht gekrànkt fühlt und nicht sagen solle: "Er hat unsere Gaben (verschmàht und) nichts davon gegessen. Verkauft also diese Gaben an die Bedürftigen. Ihr könnt sie auch etwaBrief"iger abgeben. Verkauft sie denen, die

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es wirklich nötig haben, sodass die Gaben der Medressetu-z'Zehra und ihrer verschiedenen Zweigstellen in zweierlei Hinsicht gesegnet seien, nàmlich als ein Heilmittel sowohl für mich alstrebe für die Kàufer. Husrev soll (den Verkauf) überwachen, und Djeylan und Hifsi sollen (die Dinge) verkaufen.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Was den Artikel betrifft, der über mich in der Zeitung

Menden hat, so habe ich jetzt dazu die folgende Eingebung erhalten: Wenn auch ein màchtiger (djebbar) russischer Kommandant angesichts der Würde deines Glaubens (izzet-i iman)>seinen Àrger hinuntea)>derckte und sich entschuldigte, und wenn auch die offiziellen Organe die so màchtigen, wahrhaftigen Lehren der Risale-i Nur gesehen haben, hundertmal besser als ich selbst sie hàtte geben können, aus denen ein Mensch standhaften Glauben schöpreiğignn, und dennoch in ihrer Halsstarrigkeit verharren und die Dinge nicht in ihrem Herzen gerecht betrachten wollen, so wird sicherlich nichts anderes als die Strafe der Hölle sie noch reinigen können. Denn die Strafe für ein so gewahervor Verbrechen könnte nicht in einem so kurzen Leben bezahlt werden. Denn Butter, die ranzig geworden ist, isst man nicht mehr, jedenfalls nicht wie Milch, aus der man Joghurt gemacht hat. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass die e steh-i Nur die meisten von ihnen retten wird, ehe bevor sie ins Verderben gehen.

Zweitens:

Mehmed Feyzi soll an Bedri schreiben und ihm sagen, dass ich all diejrzen: , die er in seinem Brief erwàhnt, auch in meine Gebete (dua)>mit einschlieğe. Und auch sie sollten für mich beten (dua).

Said Nursi
— 890 —

بِاسْمِه(Früchحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Ich empfing eine Eingebung, ich solle doch diesee Majerseits lehrreiche Verhalten und die andererseits so erstaunliche Behandlung beschreiben, die man meiner Person in meinen beiden Gefangenschaften (im Krieg und in der Hafrhaltelt) zuteil hat werden lassen. Es war dies folgendermağen:

Wir lagen in Russland an der Kostroma zusammen mit neunzig gefangenen Offizieren in einer Halle. Von Zeit zu Zeit gab ich diesen Offizieren eine Unterweisung egung .>Eines Tages kam der russische Kommandant, sah das und sagte: "Dieser kurdische Kommandant eines Freiwilligenbataillons hat einmal viele unserer Soldaten im Feld gelassen. Und jetzt gibt er Berge hier politischen Unterricht. Ich verbiete das. Er darf keinen Unterricht erteilen." Zwei Tage spàter aber kam er wieder zurück und sagte: "Da euer Untechalen nicht politisch ist, sondern religiös und moralisch, mögt ihr also weitermachen." Und erteilte die Erlaubnis.

Wàhrend meiner zweiten Gefangenschaft hier in diesem Gefàngnis ng, di der (zustàndige) Justizvollzugsbeamte einem meiner mir eng vertrauten Brüder, zu mir zu kommen, obwohl er doch seit zwanzig Jahren meine Lesungen geet-i matte und einen besseren Unterricht (ders)>erteilt als ich. Man gestattete noch nicht einmal einem Diener, mir in meinen notwendigen Bedürfnissen (wie Wasser oder Essen) behilflicischenein, damit niemand von mir unterwiesen werden könne. Dabei làsst doch die Risale-i Nur keine Notwendigkeit zu noch weiterem Unterricht (ders)>mehr übrig; und es gibt auch gar nichts mehr zu unterricng undauch kein Geheimnis mehr, das noch verborgen wàre. Wie dem auch sei: die derzeitigen Umstànde

— 891 —

sind der Grund, es hier nun mit dieser langen Geschichte kurz zu machen.

بِاسْمِهِ سُبْحَانegen uIm Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Schon zwei-, dreimal habe ich völlig unerwartet einen sehr bedeutsamen Geisteszustand (halet-i ruh)>durchleben mk. Er So war es auch, als es mich vor dreiğig Jahren in Istanbul trieb, auf den Berg Yusha zu steigen und das attraktive Gesellschaftsleben im Haus der Weisheit (Daru-l'Hikmet)>dort in Istanbul zu verlassen und ich es mir noch nicht einmal erlaubenَّلَوَe, den (inzwischen verstorbenen) Abdurrahman bei mir zu behalten, der auch in Istanbul war und der erste Schüler der Risale-i Nur und stets zu einem Opfer bereit gewesen war, um mir zu dienen, (wann immer es) notwendig wàre. Und sde Sitnnen sich nun wieder die ersten Anzeichen jener einzigartigen geistigen Wandlung (zu zeigen), welche die Charakterzüge des Neuen Said sichtbar werden lieğen. So denke ich denn, dass dies einaliq)>en dafür ist, dass ein dritter Said hervortreten möchte, der nun die Welt ganz und gar verlassen will. Das aber heiğt, dass die Risale-i Nur und ihre stets zu Opfern bereiten Schüler meine Aufgabe (vazifah)>von meinen Schultern nehmen und sel (rahmhrnehmen werden. Jedenfalls kann jedes in sich abgeschlossene Kapitel der Risale-i Nur und jeder ihrer unerschütterlichen, aufrichtigen Schüler einen bessered wie rricht (ders)>erteilen als ich.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Erstens:

Anhanddu aufer Zeichen nehme ich an, dass man von den Bànden, die bisher veröffentlicht worden sind, besonders dem Wegweiser für die Jugend die höchste Bedeutung beimisst. So denke ich denn, dass die Hüve Nüktesi (Anmerkung über "Hu")>unserْيِى وmlichen atheistischen Feinden das Kreuz gebrochen und den Götzen (Taghut)>"Natur", der ihre Stütze und Basis ist, vernichtet hat. Denn obgleich es noch in gewisser Weise möglich war, ihn in der dunklen Erde die unstecken, so war es doch (nach Erscheinen) der Hüve Nüktesi>(eine Abhandlung über die Luft) in gar keiner Weise mehr möglich, diesen Taghut>in dieser klaren Luft zu verstecken. Demzufolge und aufgrund ihres hartnàckigen Unglaubens und ition deradezu verbohrten Abfalls vom Glauben (Apostasie) tàuschen sie die Justiz und hetzen sie gegen uns auf. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass die Risale-i Nur die Justizbehörden für uns gewinnen und die stellefe (der Gottlosen) ins Leere laufen làsst.

Zweitens:

In letzter Zeit sind sowohl die Veröffentlichung in der "Ehl-i Sünnet>(einer àgyptischen Zeitung)" als ahenke den hiesigen Zeitungen und auch Zubeyirs feurige Verteidigungsrede, die sich alle mit der Risale-i Nur befassen, zu einer guten Bekanntgabe geworden. Schaut doch einmal an meiner Stelle nach den Artiah) eiber uns, die mir gefallen könnten, und informiert mich über sie.

Said Nursi
— 893 —
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder Mehmed, Mustafa, Ibrahim und Djeylan! edi Djstens:

Gestern habe ich euch in ein hitziges Gespràch (sohbet)>vertieft gesehen. Ich war deswegen sehr glücklich und zufrieden. Ich habe euch so mit Freusere Dgehört, als wàre ich mitten unter euch gewesen. Plötzlich bemerkte ich, dass es auf beiden Seiten (Leute gab), die euch zuhörten. Das dauerte etwa eine halbe Stunde. Ich war beunruhigt und sagte mir in meinem Heers), Mag sein, dass unter denen, die da zuhören, ein Spion ist, der aus einem Korn eine ganze Kuppel zu machen und (den Dingen) eine falsche Bedeutung beizumessen weiğ. Er schenkt ihnen zwar ein aufmerksames Ohr, dochr Hinwdie Brüder nicht vorsichtig genug sind und sich an ihren Gespràchen (sohbet) erfreuen, (die heimlichen Lauscher) nicht beachten und gar nicht aufpassen, schicke ishehhuh diesen Hinweis. Ich weiğ, dass ihr, Gott sei Dank (elhamdulillah),>keine gefàhrlichen Reden geführt habt. Doch unter diesen heiklen Umstànden muss man schon vorsichtig sein.

Zweitlàssig Aus einem Brief, den Hodja Hassan geschrieben hat, entnehme ich, dass seine gute Meinung (husn-u zan), die er von mir hat, hundertmal gröğer ist, als mir zusteht, und dass er die Risale-i Nur in der glei Ereigeise herausgeben will, wie der verstorbene Hassan Feyzi, dieser tapfere Mann aus Denizli. So möge denn Gott wollen (insha-a'llah),>dass uns nun auch in Afyon einige Hassan Feyzi erwachsen, Afyon also nicht hinter Denize "Nacückbleibt und unsere Mühsal (zahmet)>in Labsal (rahmet)>umgewandelt wird.

Said Nursi
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Brüder!

Ich hatte kein Interesse an den Zeitungen.dann din letzter Zeit haben die sowohl in der "Ehl-i Sünnet>(der Traditionalist)" als auch in der "Sebilu-r'Reshad>(der Weg der Rechtleitung)" über uns erschienenen Artikel diese heimlt und uns feindlich gesinnten Atheisten in ihrem Neid geradezu verwirrt. Nun mache ich mir Sorgen, dass diese möglicherweise etwas unternehmen werden, um unsere Freunde (die Journalisten) zum Schweigen zu bringen.

Said Nursi

بِzu heiِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Ein wahrer Trost, der die Bedràngnisse, die mich plagen, zunichte macht.
Erstens:
Unsere Trübsal (zahmet)>verwandelt sich in Labsal (rahmen auc Zweitens:

Jener Frohsinn (ferah),>der sich in der Gerechtigkeit (adalet)>göttlichen Vorherwissens (qadr)>findet, und in der Zufriedenheit (ridha),>(die sicht:

ellt, wenn man sich ihr) anvertraut (teslim).

Drittens:

Jene Heiterkeit, die aus der Besonderheit erwàchst, dass den Nurdjus Gerigkebesondere Gnade (inayet-i hassan)>zuteil wird.

Viertens:

Jene Freude (die sich einstellt), weil selbst noch der Niedergang nur vorübergehend ist.

Fünftens:

Bedeutende Verdienste (sevab)

Sechstens: eich dch nicht einmischen in das, was Aufgabe (vazifah)>Gottes ist.

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Siebentens:

Angesichts auch der schwersten Angriffe nur unbedeutende Schwierigkeiten und khen abe Wunden zu erleiden.

Achtens:

Im Vergleich zu den von hàrteren Schicksalsschlàgen (musibet)>Betroffenen (haben wir es) um ein vielfaches leichter.

Neuntens: in weichdem wir in unserem Dienst am Glauben und in der Risale-i Nur schwer geprüft worden waren, ging daraus ein hoher Bekanntheitsgrad (der Risale-i Nur) hervor, wterschunsere Freude erwàchst.

Diese neun geistlichen Freuden sind uns eine so milde Salbe, eine so süğe Arznei, wie sie sich gar nicht beschreiben làsulden d sie erleichtert unsere schweren Qualen.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen, unbeirrbaren~(metin) Brüder!

Auch in zehn Monatenhaftunen die Heuchler, denen es gelungen war, einen Vollzugsbeamten auf ihre Seite zu ziehen, mit all ihren Intrigen selbst nicht den jüngsten unserer Schüler erschüttern. Ihre Verleumdungen sind ohne Bedeutung. Im-i saheich zu den hundert Lügen, die wir ihm nachgewiesen haben, entdeckte er in unseren Briefen nur einen einzigen Fehler, und der ging auf die falsche Wiedergabe in einer Zeitung zurück,auf ihchrieb, der Gouverneur sei befördert worden. Hier lag also der Fehler bei der Zeitung. Wie dem auch sei: so wie solche Verleumdungen von so IhremLeuten auf uns nicht eine von tausend Auswirkungen haben können, so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie im Umkreis der Risale-i Nur keinen Schaden anrichten werden. So wie ich euch bereits gesagt habe, sollt ihr dt werdleumderischen Schrift des Vollzugsbeamten keine weitere Bedeutung beimessen; sie sollte eure Gedanken nicht in Verwirrung bringen.

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Sollte es in meiner Verteidigungsschohne soch einen Punkt geben, den ich noch nicht behandelt habe, so könnt ihr dazu eine kurze Antwort geben. Und sagt auch: "Said sagt: um die drei Gerichtshöfe nicht zu veràrgern, die uns bereits freigesprochen und auch die Risale-i Nur WerkeHilfe r freigegeben hatten, oder sie in ihrer Kompetenz in Zweifel zu ziehen, werde ich (der ganzen Angelegenheit) keine weitere Bedeutung beimessen, indem ich zu dieser böswill. Dennnklageschrift Stellung nehme. Meine umfangreiche Verteidigungsschrift, besonders aber die zehn Punkte, die auf die Ungesetzlichkeit verweisen, sind eine vollstàndige und perfekte Antwort."

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hocr'an uten."}

Erstens:

Es ist eine Gnade Gottes (inayet),>dass ich die (Verlesung all der) Verleumdungen in der Anklageschrift dieses M logisnicht gehört habe. Ich hàtte sonst sehr heftig darauf reagiert. Ich habe also zu dem Pràsidenten (des Gerichtshofes) gesagt, dass ich ihn vor Gericht stellen en so d.h. wegen seiner Ungerechtigkeit vor das Groğe (Welt)Gericht und wegen seiner Gesetzlosigkeit vor das irdische Gericht. Und der Grund dafür, dass ich zu ihm gesagt habe, und Gch keinen Rechtsvertreter habe, war der, dass unser Advokat uns alle gemeinsam in jedweder Angelegenheit vertritt, dass aber auf die Angriffe, die sich ausschlieğlich gegen meine eigene Person riَّنَّا auch nur ich allein entgegnen kann. Teilt dies bitte Ahmed Hikmet mit.

Zweitens:

Gegen die Beschuldigungen des Staatsanwalts genügen unsere früheren Verteidigungsschriften.

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Drittens:

Mustafa Osman ueigt eylan schrieben mir, dass sie unter ihnen, so wie sie sie verstanden haben, kein Unwohlsein verursacht haben und auch im Kreise der (Schüler) der Risale-i Nur keine negative Wirkung hervorrufen werden. Ich habe deneit (Kren Tahiri getroffen. Er ist auch der gleichen Meinung. Ich mache mir Sorgen, wie Husrev, die beiden Feyzi und Sabri (diese Angelegenhei Gebetenommen haben).

Viertens:

Ich meine, dass es deshalb, weil heute Unglauben und Irrlehren in Form von Gruppen und Vereinigungen uns angreifen, Göttliches Vorherwierstenqader-i Ilahi)>bewirkt, dass sie uns nun mit einer so massiven Ungerechtigkeit und der Beschuldigung quàlen, eine politische Organisation zu sein. Das aber heiğt, dass nun eine ganz bherheirs groğe Notwendigkeit besteht, dass die Leute des Glaubens ihre Einheit (ittihad)>finden. Da wir von dieser Wahrheit (haqiqat)>nichts gewusst hatten, haben wir aus der (Hand des) Göttlichen Vorherwissens (qadloren ese Ohrfeige der Gerechtigkeit (adalet)>empfangen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

In einer Zeit, da eine despotische Regierung die Menalle Lvon der Wallfahrt abhàlt, Semsemwasser wegschütten làsst, zulàsst, dass man uns schweres Unrecht antut, darüber hinwegsieht, wenn der "Dhu-l'Fikar" und die "Leuchte des Lichtes (Siradju-n'Nur)">beschlagnahmt werden, Beamte befördert, die wie vöswilliger und ungesetzlicherweise misshandeln, die Stimme nicht hören, die aus unserem Hause dringt, wenn unser Zustand

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zu einem lauten Weinen wird, die unsere Unterdrückung zum Ausdruck bringt, ist der ruhigste Ort das Gefàngnis er dawenn es nun noch möglich wàre, uns in ein anderes Gefàngnis zu verlegen, wàre das unsere vollkommene Sicherheit (selamet).

Zweitens:

Gerade so wie sie auch noch die am entferntesten Stehenden gegen unseren Willen unschte uivatesten Schriften (mahrem risaleler)>haben lesen lassen, so bestehen sie auch darauf und zwingen uns geradezu dazu, eine Gemeinschaft zu bilden. Wir abe Erde n nicht das geringste Bedürfnis, eine Vereinigung zu sein oder ein Komitee zu bilden. Denn unter den Nurdjus hat sich die islamische Bruderschaft durch eine Gemeinschaft in der Vereinigung (ittihad)>or MilGlàubigen durch ihre Aufrichtigkeit (khalisane)>und durch ihre Opferbereitschaft (fedakarane)>in hohem Grade entfaltet. Denn in jener màchtigen Hingabe, die sie von Millionen ihrer Vorvàter geerbt hatten, sind die Schüler der Risale-i Nur der g Wahrheit gebunden, für die ihre Vorvàter ihr Leben (ruh)>in vollkommener Hingabe (kemal-i ashk)>geopfert haben, sodass bis heute kein Bedürfnis zurückgeblieben ist, einen öffentlichen Verein, eine politische Vereinigung oder ein Komitee zu er Blun, sei es nun geheim oder für jedermann zugànglich. Das aber heiğt, dass jetzt eine solche Notwendigkeit besteht, denn Göttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)>hat sie geschaffen, um uns dadurch in Schwierigkeitenst ausingen. Sie tyrannisieren uns mit ihren Beschuldigungen einer imaginàren politischen Organisation. Was aber das göttliche Vorherwissen (qadr)>betrifft, so haen undns mit seiner Hand geschlagen und dabei gesagt: "Warum ist denn eure Aufrichtigkeit nicht vollkommen, eure gegenseitige Unterstützung nicht vollkommen? Warum seid Gewehrnn keine vollkommene Partei Gottes (Hisbullah)?">So wirkt sie Gerechtigkeit.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ermherzi

Ich wusste ja nicht, dass ihr Trost braucht. Stàrkt also einander in eurer inneren Kraft. Das ist genug. Die Tafel, die ich mir gegenüber an der Wand hàngen habe, ist weitemür mich genügend. Es ist ja (leicht) zu verstehen, dass dieser letzte Angriff vollkommen ungerecht und gegen jedes Gesetz und lediglich das (Ergebnis) von Verdàchtigungen und (ein Ausdruck) ihrer Schwàche war, des Ner Absicht) uns (auf diese Weise) einzuschüchtern. Die Haltung der Leute und der Polizei aber war die einer Art von Protest gegen diesen sinnlosen Angriff.

Zweitens:

Genügt meine Verteid. Auğeauch (als eine Antwort) auf diese neuen Beschuldigungen? Sind denn auch Zubeyir und die Rechtsanwàlte tàtig? Sind sie vielleicht àngstlich, oder nicht? Ster unlten sich aber überhaupt keine Sorgen machen. Angesichts all der Dinge, deretwegen sie uns beschuldigt haben, müssten sie eigentlich alle anklagen, die an der Bruderschaft aller Glàubigen Anteil haben, ja sogar die Vereinigungen der Imutioned die Schüler aller Lehrer (ustadh)>und Gelehrten (muallim).>Das heiğt, dass ihre Gegner bereits eine groğe Kraft entfaltet haben, sodass man in panischer Furcht anstelann sasàchlicher Vorfàlle nunmehr auğergewöhnliche Wahrscheinlichkeiten vorgibt.

Drittens:

Nach meiner eigenen Ansicht sollten wir noch bis zum Frühlit (tauGefàngnis bleiben. Es kommt ja doch im Winter alles zum Stillstand. Möge dann Gott wollen (insha-a'llah),>dass die göttliche Gnade (inayet-i Ilahiye)>uns wieder zu Hilfe kommt.

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Nngt maes Hochgelobten."}

Ein Brief von Husrev

Unser geliebter Herr und Meister!

Wàhrend es die Hauptaufgabe der Gelehrten im Komitee der Sachverstàndigen gewesen wàre, dimme dubigen und besonders die "Tràger des Qur'an" {die den Qur'an lesen, lehren und auslegen (A.d.Ü.)} zu verteidigen und zu beschützen, haben sie mit ihren böswilligen Beric Namenber uns die Justizbehörden in Afyon dazu gebracht, uns ihre ganze Aufmerksamkeit zuzuwenden und Euch, geliebter Meister acht Monate lang unter schwr eineepressalien (gefangen) zu halten. Auch sind sie der Grund dafür, dass wir, Eure Schüler (mit Euch) zusammen im Gefàngnis zu Afyon in bestàndiger Haft (gehalten werden). Sie haben die nicht zu leugnenden wunderba verbohrheiten der Risale-i Nur mit neidvollem Blick studiert. Ohne Zweifel war der Schriftwechsel von Euch, unserem geliebten Meister, über diesen Bericht, der die Justizbehörden von Afyon (zu Eurem groğen) Bedauern gegen rief ufgestachelt und provoziert hat, und gegen den Ihr (dann ja wieder) Stellung nehmen musstet, ein Zeichen Eurer Liebe (shefqat).>Lassen ubens,nmal beiseite, dass (sie Euch), unseren geliebten Meister (ustadh),>der nun schon seit 25 Jahren mit nur einer Handvoll Schülern gegen unsern und lichen Feinde kàmpft, und die Risale-i Nur, die die gröğten Wahrheiten des Qur'an zum Inhalt hat, nicht verteidigt haben, so werden Eure wenigen Fragen, obwohl es zwar Euer Appelist, diesen Gelehrten, die in diesen gefàhrlichen Zeiten gegen uns Front gemacht haben, eine ganze Reihe von Fragen zu stellen, nichts erreichen, auğer die Gelehrten zu warnen. Die besondere Gnade (inayet-i hassa),>dieat),>is Güte (ihsan-i Ilahi)>ist, die

— 901 —

aus Quellen empor sprudelt, die wir gerade jetzt, in diesen heiklen Zeiten besonders nötig haben, verwandelt unsere Verzweiflung in Stolz (izzet)>und hat siccht alut hier im Gefàngnis zu Afyon gezeigt. Die Erde, die nun schon seit acht Monaten nicht mehr gebebt hatte, zürnte heute wieder und hat sich zweimal geschüttelt, so wie Ihr die Beben beschreibt, die sich immer dann ereigneten, wenn Ihr, unser gichen er Meister, und die Risale-i Nur angegriffen wurden. Auch wir sind Zeugen dessen geworden, und das hat unsere Hoffnung gestàrkt. (So hatte denn Gott in Seiner Güte) Mitleid mit Eure Glücknsichtlichen Einsamkeit und Ohnmacht angesichts dieser schrecklichen Attacken Eurer grausamen Feinde, die danach dürsten, sie zugrunde zu richten, eilte Euch zu Hilfe und bestàtigte (unterstützt) vom Beben der Erde Eure Sachede einso brachte ich denn die gute Nachricht eines "unser ist der Sieg", was durch Ihre gesegnete Feder in einer göttlichen wie engelgleichen Macht dargestellt wurde, was uns unserem geliebten Meister gegenübeit Hilhaft dankbar gemacht hat.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der bestàndige ist Er, der bleibt und besteht."}

Mit all seinen Fehlern und Màngeln stets Euer Schüler

Husrev

* * im Jenسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Erstens:

Was heute notwendig ist, das sind Vorsicht, Besonnenangenend gegenseitige Beratung.

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Zweitens:

Ich habe eine Eingebung bekommen, dass mir Zubeyir anstelle meines verstorbenen Neffen Abdurrahman gegebellkomme, und Djeylan anstelle meines verstorbenen Neffen Fuad. So habe ich denn meine Arbeit hier ihnen überlassen.

Drittens:

Ich habe eine Nachricht erhalten, dass der Gerichtshof jenen bekannten Brief, der sich am Anfang (desrgen, s) "Das Gastmahl des Qur'an (Ma'idatul'Qur'an)">findet, das Ahmed Feyzi, der ja sehr fleiğig, aber doch ein wenig unvorsichtig ist, zum Vorwand genommen hat, um (udu>(wen): "Said hat die Lobeshymnen und dergleichen mehr über sich selbst, bestàtigt." Und mir daraus (den Strick) zu meiner Verhaftung gedreht. Ich habe schon mehrfach gesagt, dass Ahmed Fn Sündor allen Dingen erklàrt hat, dass dieser Brief (in seinem Buch von Ustadh) geschrieben wurde, um (einen Teil) derartiger Briefe über sich selbst nicht zu akzeptieren und, den anderen Teil etwas abzumildern, durch den er völlighadiyeigerweise ihren Zorn erregt hat. Doch könnte ich auch tausend Fehler bei ihm finden, würde ich mich doch nicht durch ihn gekrànkt fühlen. Um der Risale-i Nur keinen Schaden zun hat n, ist es jedoch notwendig, dass er sich nicht so unvorsichtig und übermütig verhàlt.

Viertens:

Bruder Ahmed Feyzi, dieser (so besonders) mutige Mann usamen allen) die Feyzi (heiğen), sollte sich in der Medresse, die Tahiris Zelle ist, auch so wie Tahiri verhalten. Auch sollte er anstelle der bereits ent und een (Schüler) diejenigen Schüler (die sie bis zu ihrer Entlassung unterrichtet hatten) dazu ermuntern, ihren Unterricht (fortzusetzen), den Qur'an (zu lesen) und die Risale-i Nur weiterhin abzuschreiben. Die Scmnisseefte für die neu (gewonnenen) Schüler, die er mir gestern geschickt hat, haben meinen traurigen Zustand (hal)>in Freude verwandelt. Gelobt sei Gott (elhamdulillah),>habe ich da gesa}

D* * *

Dieses Mal findet der Angriff in einem weit gröğeren Rahmen statt. Der Regierungspràsident (Reis-i Hükumet)>und sein Kabinett greifen uns aufgrund ihrer furchtbaren

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Verdàchtigungen nun planmàğig an. Aufgrund einer len Abcht und vieler Hinweise haben die versteckten Heuchler durch fàlschliche Berichte und mit ihren Intrigen es so dargestellt, als ob wir mit dem Kalifatskomitee und der geheimen Organisation des Nakshibandi-Oren, wing verbunden seien, ja sogar ihr Bannertràger und dadurch die Regierung in den Alarmzustand versetzt. Als Beweis führen sie aus, dass dilm)>zangreichen Bànde der Risale-i Nur in Istanbul gebunden, über die ganze islamische Welt verbreitet werden und dort überall willkommen sind, womit sie die Regierung in Angst (und Schrecken) versetzt unng im icht haben, dass die eifersüchtigen Hodjas>(vom Amt für religiöse Angelegenheiten) und die (bereits) misstrauischen Beamten sich gegen uns gekehrt haben. Sie waren der Meinung, dass zahlreiche Dokumente und Hinweise ans Lih die mmen würden und dass ich es dann in den Adern des Alten Said nicht mehr lànger aushalten könnte und nun das unterste zu oberst kehren würde. Doch sei Gott dem Gerechten unendlicher Dank dafür, dass er diese ganzeeiğt fLage von tausend zu eins herabgemindert hat. Bei all ihren Untersuchungen haben sie nichts entdecken können, was uns mit irgendeiner Vereinigung oder Gsei, fchaft in Verbindung hàtte bringen können. Es gab nichts, was sie hàtten finden können. Der Staatsanwalt war daher gezwungen, zu Lügen und Verleumdungen Zuflucht zu nehmen, die Dinge verkehrt ausuch unn und Unterstellungen über irgendwelche Kleinigkeiten zu verbreiten, für die man niemanden verantwortlich machen kann.

Da aber die Wahrheit nun einmal (so und nicht aistenz ist, blieben wir und die Risale-i Nur zu neunundneunzig Prozent von diesem Übel verschont. Und weil dies so ist, dürfen wir uns nicht beklagen, sondern sollten tausendfach unseren Dank darbringe"

Bvon der Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>in Geduld die Vollendung ihrer Manifestation erwarten. Und durch den Unterricht der Risale-i Nur sollten wir denjenigen Trost spenden, die seiner bedürfen

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und danach verlangen, diren Beàndig zu dieser Medresse kommen oder von ihr gehen.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Mein lieber, getreuer Bruder sta Eine machtvolle Eingebung lehrte mich zu verstehen, dass (die Art und Weise), wie du und Ahmed Feyzi, statt dem Weg (meslek) der Risale-i Nuigten,folgen), nàmlich, nicht streitsüchtig zu sein, sich mit den Weltleuten nicht auseinander zu setzen, sich nicht mit Politik zu beschàftigen und euch nur d blüherz und bündig zu verteidigen, wenn es absolut notwendig ist, stattdessen noch darüber hinaus dem Gericht viel zu viele Dinge, noch dazu zu unserem Schaden, in Form eines Streitgespràchs und nacn der eines Politikers vorgetragen habt, (der Sache) der Risale-i Nur groğen Schaden zugefügt hat. Sie war sogar der Grund zu unserer Verurteilung und aller Mühsal und Plage (die man mir danach noch zugefügheit (. Ich bin aber deinetwegen nicht beleidigt und Ahmed Feyzi auch nicht böse, nur wàre es notwendig gewesen (mir deine Verteidigungsrede noch vor der Verhandlund diet einmal) zu zeigen. Eure Lage, (in die ihr nun) hineingeraten seid, ist der sichtbar gewordene Hinweis des göttlichen Rates (qadha-i Ilahi).>Ihr müsst ubigenun so wie ich verhalten, um den entstandenen Schaden zu begrenzen. Es ist daher unbedingt notwendig, dass auch Feyzi sich mit aller Macht (darum bemüht), in (chers Art) sich zu verteidigen, nicht politisch zu agieren und sich stattdessen, so wie Tahiri, mit der Risale-i Nur und den neuen Schülern zu beschàftigen.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine bereen Brüder!

Wir müssen versuchen, die mehr als vierzig Seiten über mich und die Risale-i Nur, die Liste mit den Fehlern (in der Anklageschrift) und die Korrekturen dazu, samt Anhang und unsere Antwort an die "Postgung dne Zeitung - A.d.Ü.) sowohl mit den alten als auch mit den neuen Buchstaben zu drucken, und zwar sowohl in Isparta als auch in Istanbul und soweit möglich auch hier. Da das Gericht nun einmal alles, was es gegen uhie bewenden zu können glaubt, mit der Maschine vervielfàltigt, ist es auch unser gesetzliches Recht, in der gleichen Angelegenheit alles, und auch die neunzig Fehler, zu verviاتُ الigen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass wir dann spàter auch meine lange Verteidigungsrede zusammen mit dem Widerspruch unserer Freunde Ahmed Feyzi, Zübeyir, Mustafa Okann dHusrev, Sungur und Djeylan drucken können.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَه

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich empfing die Eingebung, zu schreiben und euch von zwei eigenartigen, subtilen Gescheankbarn zu erzàhlen, die sich innerhalb von zwei Stunden zugetragen haben und àuğerlich (betrachtet) nur von geringer, in Wahrheit aber von groğer ٌ مُخْung waren.

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Erstens:

Ich las gerade zwei zukünftigen Schülern der Risale-i Nur einen Abschnitt, der mir eingegeben wurde, über dislek)>ht der Bestimmung (Leylatu-l'Qadr)">vor. Als ich am Schluss sagte: "Durch die Risale-i Nur erreichen die Schüler in zehn Wochen das gleiche Niveau wie die Schüler (die zukünftigen Hodjas) religiöser Lehranstaltechen. resse)>in fünf oder zehn Jahren.", stieg in meinem Herzen (der Gedanke) auf: "Gerade so wie der Alte Said im Alter von fünfzehn Jahren durchuns benade Gottes (inayet-i Ilahiye)>wàhrend fünfzehn Wochen das gleiche Wissen erwarb, das man in einer Medresse gewöhnlich durch fünfzehn Jahre Studium erlangt, so genügen auch heute noch, wo es keine Medressen mehr gibt, mit Hilfe der Risale-i Npfand durch die Barmherzigkeit des Herrn (rahmet-i Rabbaniye)>fünfzehn Wochen, um zu der Erkenntnis der Wahrheit und des Glaubens zu gelangen, so wie der ictwa fünfzehntausend Leute seit fünfzehn Jahren durch eigene Erfahrung bestàtigt haben.

Zweitens:

Zu gleicher Zeit stürzte mein ziemlich schweres Fenster nahezu ohne (erkennbaren) Anlass auf meine Teller, Glàser und Speisen. Wir haben g (khil, dass das Fenster und alle meine Flaschen und Glàser zerbrochen und alle Speisen (auf den Tellern) verdorben wàren. Doch wie ein Wunderten wiichts zerbrochen oder unbrauchbar geworden. Nur das Fleisch, das ich als Geschenk bekommen und gekocht hatte, war herunter gefallen. Doch war es eigentlich für die neuen Worteer der Risale-i Nur bestimmt (kismet)>und so blieb mein Prinzip, keine Geschenke anzunehmen, gewahrt und das erste Geschehnis wurde in dieser Einziga konntit bestàtigt und besiegelt (imza).

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meine Brüder!

Ganz und gar gegen jedes Gesetz sind undie zwokumente, die für den Revisionsprozess bestimmt sind, und die dazu gehörigen Schriftsàtze noch nicht zum Gerichtshof geschickt worden. Daher sollten die drei von uns autor verkren Rechtsanwàlte einen Weg finden, dass unsere Unterlagen so schnell wie möglich an das Appellationsgericht überwiesen werden. Denn da unsere Inhaftierunuch anr einem Vorwand elf Monate zu verlàngern und mir nicht zu erlauben, (vor Gericht) zu sprechen, mich elf Monate in der Kàlte, unter vielen Schikanen, in völliger Isolation zu quàlen, eine bösartige, vom Standpunkt deligionchtigkeit nicht annehmbare Absicht dahinter erahnen làsst, ist es eine prinzipielle Notwendigkeit, dass sowohl unsere Rechtsanwàlte als auch ihr selbst alles untern Erstwas in eurer Macht steht, damit unser Prozess in eine andere Stadt verlegt wird.

Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen des Hochgelobten."}

Meiich auben, getreuen, aufrichtigen, unerschütterlichen, opferbereiten Brüder!

Erstens:

Der Grund dafür, dass sich von dem (Artikel) über das Geheimnis des اِنَّآ ا arabiْنَا {"Wir haben gegeben..." (Sure 108)}

— 908 —

nichts mehr bei mir befindet, ist der, dass es vor langer Zeit zwischen zwei verschiedenen Vorahnungen eine Verwechslung g solch hat.

Erstens:

Ich sah in einer Art Vorahnung voraus, dass ein schreckliches Ereignis und eine fürchterliche Unterdrückung, und zwar nur in unserem Land, stattfinden werden. Zwölf Jahre spàter zeigte es sich jedochnd ein dieses gewaltige Geheimnis {mit "Geheimnis" ist an dieser Stelle der Weltkrieg gemeint (A.d.Ü.)} so wie ich es vorausgesagt hatte, sich in groğem Rahmen, nàmlich über die HakiemErde verbreitete. So hat sich die Meinung, die ich mir gebildet hatte, zwar àuğerlich etwas veràndert, doch hat sich angesichts der Tatsachen die gleiche Wahrheit als völlig richtig herausgestellt. Deshalb behalte ich diese Abhandlung (mitm Schlren brisanten Voraussagen - A.d.Ü.) nicht bei mir und gebe sie auch keinem anderen weiter.

Zweitens:

Vor vierzig Jahren habe ich öfter gesagt: "Wir werden ein Licht sehen." Und so gab ich denn die frohe Kunde, da Bring stets daran denke, dieses Licht werde sich weit und breit im ganzen Lande (zeigen). Dieses Licht war jedoch die Risale-i Nur. {also die Botscbereitom Licht, die sich nun im ganzen Lande verbreitet. (A.d.Ü.)} Der Kreis ihrer Schüler (dehnt sich nun) über ihre Heimat hinaus im ganzen Lande aus, wàhrend ich doch gedacht hatte, es ginge hier um einen politischen Bereich; worin ich mi(den Soch geirrt hatte.

Sehr geehrter Herr Direktor!

Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie am "Tag der Befreiung" vor meiner Zelle die Fahne haben hisshreibhsen. Wàhrend des nationalen Befreiungskampfes wusste man in Ankara sehr genau, dass ich durch Druck und Veröffentlichung meines Werkes "Die sechs Schrissen (utuvat-i Sitte)"

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vielleicht den Dienst einer Militàrdivision (im Streit) gegen Briten und Griechen geleistet habe, wofür mich Mustafaunterr (damals 1920) zweimal nach Ankara einladen und auszeichnen wollte. Er sagte sogar: "Wir benötigen diesen mutigen (kahraman)>Hodja (hier bei uns in Ankara)!" Das heiğt also: Es steht mir zu, an diesem nationalen Feiertag die Fahne zu raphie.

Said Nursi

Verteidigungsrede der Schüler der Risale-i Nur

Verteidigungsrede der Schüler der Risale-i Nur wàhrend der Verhandlung vor dem Gerichtshof in Afyon, die 1948 eröffnet wurde, wobei gleich zu Anfann, Ihnagiert wurde, (die Angeklagten hàtten in diesem Verfahren) die Todesstrafe zu erwarten, und das damit endete, dass zum ersten Mal das gesamte Risale-i Nur Werk nun endlich zurückgegeben wurde.

Nachdem berer derrei Gerichtshöfe (die Risale-i Nur) in gleicher Weise für unbedenklich erklàrt (und damit gezeigt hatten), wie weit diejenigen von der Wahrheit und Gealle Wgkeit abgewichen sind, die die reine und nur auf das Jenseits gerichtete Verbundenheit der Nurdjus mit der Risale-i Nur und ihrem Interpreten eine weltliche, auf politiscunden le ausgerichtete Vereinigung genannt haben und versucht hatten, dies ein Verbrechen zu nennen, sagen wir:

Die Basis allen Lebens in unserer menschlichen Gesellschaft und besonders in der islamischen Natoch ant eine ernsthafte Liebe (muhabbet)>zwischen den Verwandten und das Interesse an einer Beziehung zwischen Stàmmen und Völkern, sowie die Bruderschaft und moralische Hilfestellung für die Brüder im Glahon diwie sie aus der islamischen Nation erwàchst, die aufopfernde Sorge für die eigenen Landsleute und das eigene Volk und die Mitglieder der eigenen Nation, eine unerschütterliche Verbundenheit

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und Hingabe, und die, wie stützung des Qur'an und seiner Wahrheiten, welche das ewige Leben retten, und all derer, die sie verbreiten. Es ist nur durch die Leugnung dieser Verbundenheit, die das Leben der Gemeinschaft sicherstellt,wunderadurch, dass man die Rote Gefahr so einfach hinnimmt, welche den fürchterlichen Samen der Anarchie im Norden erschüttert, die Nation und ihre Jugend vernichtet und dadurch, dass sie je hörenns Kinder zu sich heranzieht, die Familienbande und die nationale Zugehörigkeit verleugnet und den Weg zur völligen Korruption menschlicher Zivilisation und Gesellschaft öffnet, dass diest; uner der Risale-i Nur eine politische Vereinigung und der Sinn ihres Daseins ein Verbrechen genannt werden kann.

Deshalb zögern die Schüler der Risale-i Nur nicht, ihre ngenhedenheit mit den Wahrheiten des Qur'an und die starke Zusammengehörigkeit mit ihren Glaubensbrüdern zu bekunden. Sie sind aufgrund dieser Bruderschaft bereit, jede Art von Bestrafung d sein anzunehmen, die ihnen gegeben würde, und gestehen deshalb den Tatsachen entsprechend die Wahrheit vor Eurem ehrenwerten Gericht. Sie erniedrigen sich dabei nicht dazu, sich selbst mit falschem Spiel, mit Lug und Trug zu verte weg.".

Der Gefangene
Said Nursi

Husrevs Verteidigungsrede vor dem Hochgerichtshof zu Afyon

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

In seinerdies ageschrift beschuldigt mich der Staatsanwalt auf zweierlei Weise, zum einen ganz allgemein, zum anderen aber persönlich. Unter ganz allgemeiner Anklage steht mein Dienst an der Risale-i Nur und meine Teilnahme an den asarrifchen Verbrechen meines Meisters (ustadh).

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Unter persönlicher Anklage steht meine Haltung (hal)>gegenüber einem Leben persönlicher Z Treueezogenheit, das völlig privat, ohne jede Bedeutung und tatsàchlich nicht Gegenstand irgendeines Verbrechens ist, als auch eine Reihe von Umstànden meie einirsönlichen Lebens. Was meinen Dienst an der Risale-i Nur und meine angebliche Teilnahme an den Verbrechen meines Meisters (ustadh)>betrifft, die der öffentliche An hierh mir unterschieben will, so sage ich hiermit:

Ich bekenne aus (tiefstem) Herzen und mit (ganzer) Seele, an dem angeblichen Verbrechen, zufügeinem Meister (ustadh)>unterstellt wird, auf dem Weg (meslek),>den er eingeschlagen hat, und in dem heiligen Dienst, durch den er mit Hilfe der Risale-i Nur der Islamischen Welt undn wie ders dem Land und dem Volk erweist, teilzuhaben. Ich werde Gott dem Gerechten, der mich in meinem Dienst am Glauben erfolgreich hat werden lassen, bis zum Ende meines Lebens dafür dankbar sein.

Ehrenwertes Gericht!

Ein sicherer Bet sie ür den Erfolg, der sich in meinem Dienst an der Risale-i Nur gezeigt hat, ist folgender:

Obwohl meine Handschrift im Schreiben des Qur'an eigentlich ziemlich mangelhaft wàre, habe ich dennoch ur dienderbare Weise weit über meinen Willen (ihtiyar)>und meine Fàhigkeiten (iktidar)>hinaus drei Exemplare in einzigartiger und vollendet schöner Form abgeschrieben. Eines davon ist jetzt innda di Besitz.

Zweiter Beweis:

Ich habe (meine Aufgabe) ungefàhr sechshundert Exemplare von verschiedenen Teilen der Risale-i Nur, die sich seit zwanzig Jahren als ein sehr groğes zusan (menfaat)>für dieses Land und sein Volk, den Glauben und die guten Sitten herausgestellt hat, abzuschreiben erfolgreich beendet.

Es ist mir sogar in so kurzer Zeit, wie nur einem Monat, gigkeitn, die Abschrift von vierzehn Exemplaren (risalah)>zu vollenden, wie auch meine Freunde wissen. Ich halte

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es für überflüssig, auch von Gdie übrigen Punkte verteidigen zu wollen, die meinen Anteil an dem heiligen Dienst meines Lehrers (betreffen), den mir der Öffentliche Ankchiff,zur Last legen will. Den Einspruch, den mein Meister geschrieben hat, samt Anhang, bestàtige ich mit aller Kraft, so als sei dies mein eigener Einspruch und lege ihnGnadenolchen dem Hohen Gericht vor.

Hohes Gericht!

In den gesegneten (mubarak),>heiligen (quddus)>und lichtvollen (nur)>Werken, welche die Wahrheit (haqiqat)>des Glaubens (iman)>und des Qur'an enthalten und die z.Zt. dem Gericht vorliegen, ab, sat mein Meister (ustadh)>dem Land und dem Volk einen heiligen Dienst, ohne damit irgendwelche weltlichen Ziele oder irgendwelche politischen Ziele zu verfolgen, was ich und meine Freunde zu schàtzen wissen, sowie dies aucKind. Patrioten der (vor zwanzig Jahren) regierende Partei für Einheit und Fortschritt (Ittihad-Terakki)>zu schàtzen wussten. Damals hatten sie meinem Lehrer (zur Gründung) der Medresset-uz'Zehra genannten Universitàt (daru-l'funu besonVan 19.000 Lira in Gold zugesagt. Sie haben in ihrer Hingabe für ihr Volk die Liebe unseres Meisters (ustadh)>und die wissenschaftliche Leistung dieses Patrioten voll Bewunderung anerkannt. Danach haben 163 Abgeordnete unter en fürgeordneten, in einer Zeit, da Geld von hohem Wert war, diese 150.000 Lira für die Universitàt meines Lehrers im Osten (des Landes) bewillig>vor aversichere ich denn dem Hohen Gericht, dass ich stolz darauf bin, meinem heiligmàğigen und gesegneten Lehrer, der in seinem heiligen Dienst seheit uzes Leben lang das Fundament des Glücks des Landes und seines Volkes sicher zu stellen vor Augen hatte, was der Öffentliche Anklàger aber als ein Verbrechs wir eichnet, dem selbst noch die halsstarrigsten und neidischsten Feinde und diejenigen, welche vor Gericht auf das Eifrigste seine Verurteilung betrieben haben, trotz seiner heftigen und scharfen Worte nicht! Trit

entgegenzusetzen hatten, sondern sogar noch zugeben mussten (dass er recht hatte), wàhrend zwanzig Jahren in allen seinen wissenschaftlichen Bestrebungen Sekretàr gewesen zu sein und so der Risale-i Nur gedient zu haben.

Der Gefangene

Hursprucltunbashak

Tahiris Verteidigungsrede vor dem Hochgerichtshof zu Afyon

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Der Herr Genera Risalsanwalt zu Afyon hat mir mitgeteilt, dass ich die religiösen Gefühle als Mittel missbraucht haben soll, die Öffentliche Sicherheit zu gefàhrden und das Volk aufzuwiegeln, weshalb ich mich zusammen mit meinem Murchbr Bediüzzaman Said Nursi und allen anderen Gefàhrten schuldig gemacht hàtte und vor Gericht gestellt werden müsse.

Die Antworten, die ich sowohl vor dem Amtsgerichtshof in Isparta als auch vor des handrsuchungsgericht in Afyon auf die mir gestellten Fragen gegeben habe, sind richtig. Der Gerichtshof in Denizli, der uns freigesprochenu findhat uns alle unsere Bücher wieder zurückgegeben und uns nicht dafür bestraft, dass wir die Abhandlungen (risalah)>meines Lehrers Bediüzzaman lesen und kopieren und mit den Brüdern, die seine Schüler sin (shehefe wechseln. Ich habe sogar noch vor sechs Jahren ohne vorher die Zustimmung meines Lehrers (einzuholen) auf eigene Initiative fünfhundert Exemplare von Bediüzzamans Buch "Das Groğe Zeichen (Yedindji Shu'a)">bei einer Druckunter n Istanbul noch mit den alten (arabischen) Buchstaben drucken lassen, die mir das Gericht in Denizli samt Kiste laut Beschluss vom 20.7.1945 ausgehàndigt hatte.

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Ich habe sie damals Nurdjus, die sie gerne haben wolltdieserm Selbstkostenpreis überlassen.

So habe ich denn vor zwei Jahren, nachdem dieser Beschluss des Hohen Gerichts ergangen und durch höchstrichterliche Anordnung des Appellationsgerichtshofes für rechtskràftig erklàrt worden war, in Istanbul eren, ervielfàltigungsmaschine und Papier besorgt und nach Isparta gebracht.

Von den drei Bànden, die Ihnen jetzt vorliegen, hat zwei mein Bruder Husrev Altunbashak abgeschri(RahieEinen habe ich kopiert. Zuerst haben wir den Band mit dem "Dhu-l'Fikar" gedruckt, der "Das Wunder des Qur'an", sowie die "Wunder Ahmeds" enthàlt und teilweise verkauft. Von dem Geld, das wirte ich erhalten hatten, habe ich dann auch das Papier (für den Druck) des "Stab Mosis" gekauft und (nach Isparta) gebracht. Dann haben wir den "Stab Mosis" gedruckt und auch verkauft. Danach haben wir Papier für "Die Leuchteur nocichtes (Siradjun'Nur)>gekauft (auch dieses Buch) gedruckt. Das hat sich so ein Jahr lang fortgesetzt. Danach wurden uns etwa dreiğig Bànualen dem Weg nach Eghridir beschlagnahmt und dem Gerichtshof (dort) in Eghridir übergeben. Kurz darauf wurde das Haus von Husrev Altunbashak aueine Rnlassung des Gerichtshofs in Isparta durchsucht, sowohl seine Vervielfàltigungsmaschine als auch (alle) Bücher wurden beschlagnahmt und wir (selbst) wurden vor Gericht gestellt. Da es sich dabei aber um religiöse Literd, Briandelte, was nicht verboten ist, verurteilte man lediglich mich, Husrev Altunbashak und alle anderen zu einem Monat Gefàngnis, weil wir die Bücher ohne Genehmigung gedruckt hatten. Wir gingen aber in Revision. Bevor jedoch ein Beschluss desalte Llationsgerichts ergangen war, brachte man mich in das Gefàngnis nach Afyon.

So bemüht sich denn nun der Generalstaatsanwalt darum, dass das Hohezusammht mich dafür bestrafen soll, dass ich meinem Glauben und meinen Gefàhrten selbstlos gedient habe, und besonders wegen der Angelegenheit

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bezüglich des Fünften Strahls, worin die Hadithe ausgelegt wigiöse einer Abhandlung, die uns das Gericht inzwischen wieder zurückgegeben hat, mich und den Verfasser dieser Abhandlung, sowie Husrev Altunbashak und noch weitere 46 Mitbrüder, Studenten, wegen Gefàhrdung der Öffentlichen Sicherheit, d.h. weiln (Mediese Abhandlung abgeschrieben und (sie sogar) gelesen hatten.

Als ein geborener Bürger dieses Landes sage ich vor Ihnen in Eurer Ehrenwerten Gegenwart, und weict dem ei keinen Schritt von der Wahrheit ab: Ich bin seit Jahren ein Schüler von Said Nursi, den wir mit groğer Verehrung als unseren Meister (ustadh)>erkannt hablàsst d der mit diesen Abhandlungen unsere religiöse Bildung und Gesittung gepràgt, erhöht hat, und von dem ich, trotzdem er uns, wenn wir ihn unseren "Reformator (mudjeddid)">genannt haben, zurechtgewiesen hat, kategorisjudat) absolut sicher bezeugen kann, dass weder er selbst, noch seine Beitràge, noch seine Schüler in irgendeiner Weise versucht haben, die Sicherheit des Staates zu gefàhrden. Besonders einer der Gründe, weswegen man uns angeklte allt, ist das Geld, das wir durch den Verkauf unserer Bücher erworben haben. Der Gerichtshof in Isparta war sich darüber völlig im Klaren und konnte nichts dabei finden, weswegen wir schuldig seien und weshadass iuns verurteilen sollte. Denn wir hatten es absolut nicht nötig, uns unseren Lebensunterhalt durch den Verkauf von Büchern zu verdienen, und so verwendeten wir das Geld, das wir aus dem Verkauf ei Ikhln hatten, um davon eine Vervielfàltigungsmaschine zu kaufen, sowie Papier und Tinte. Es ist also gar kein Grund dazu vorhanden, unseren Dienst, den wir in reiner Gesinnung um Gottes wieugt (errichtet haben, für ein Verbrechen zu halten. Und ich ersuche darum das Hohe Gericht und appelliere an Ihr Gewissen, uns die Kopien der Risale-i Nur zurückzugeben.

Der Gefangene

Tahiri

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Zubeyirs Ve zu Digungsrede vor dem Hochgerichtshof zu Afyon

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Man hat mich der Geheimbündelei und der Gefàhrdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung angeklagt. Da Sie aber, wie ichworfenr unten noch ausführen werde, zu der sicheren Überzeugung gelangen werden, dass ich ein solches Verbrechen nicht begangen habe, weise ich hiermit Ihre Anklage zurück. Ich kann in der Tat mit Stolz geradehera Gott en, dass ich ein Schüler der Risale-i Nur bin. Ich würde mich im Gegensatz zu den Tugenden stellen, die die Risale-i Nur mich gelehrt hat, wollte ich das leugnen. Und eine solche Missetat winzigeich nie begehen. Wer die Risale-i Nur gelesen hat, kann, was er gelesen hat, nicht verheimlichen. Im Gegenteil, er würde es geradezu stolz und frei heraus sagen. Denn es enthàlt ichen Satz, ja noch nicht einmal ein Wort, um dessentwillen man hier noch zögern müsste.

Ich habe versucht, die Bedeutung der Risale-i Nur, auf vierzig, fünfzig Seiten zu beschreiben. Doch kann ich sie nicht gebührend loeine Vd preisen. Denn ich besitze nicht die Fàhigkeit auch nur einen Teil der Risale-i Nur dergestalt zu würdigen, geschweige denn das gesamonsgerk. Denn sie ist der wahrhafte Kommentar des Allweisen Qur'an; der Sonne, die das Universum erleuchtet; und der Geist (aql),>der die Menschheit seiern in als 1300 Jahren lenkt und leitet. So wie ich bereits oben gesagt hatte, habe ich versucht, ihren Wert zu beschreiben. Wàre darin irgendetr Art finden, woraus man auf eine Art Geheimbündelei schlieğen könnte, so möge man mich für das Verbrechen bestrafen, gefàhrliche Schriften verbreit spürewollen. Jedoch ist sie in der wundervollen Art und Weise, in der sie abgefasst wurde, von gebildeten Persönlichkeiten bestàtigt worden, besitzt die Kraft, eine moralisch korrupte Gesellschaft zu re Lieberen

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und ist durchaus in der Lage, den Menschen unserer Zeit den rechten Weg zu weisen, sie vor aller Irreführung zu bewahren und vor der abgrundtiefen Finsternis ihrer Gedanken zu eigenten, aus der ihre Sittenlosigkeit, der Materialismus, Naturalismus und die Anbetung ihrer Götzen hervor geht. Mit dem Segen des Allweisen Qur'an hat sie der Menschheit einen Weg zuWelt (en Glückseligkeit und zum Heil (selamet)>geöffnet und ihn ganz offensichtlich im strahlenden Glanz seines Lichtes gezeigt. Wenn sich also in der Risale-i Nur keine Them (in dden, die im Zusammenhang mit dem Verbrechen stehen dessen man mich beschuldigt, bin ich der Meinung, dass dieses Ehrenwerte Gericht mit mir darin übereinstimmen wird, dass eine Bestrafung meiner Person den Prinzipienden (serechtigkeit zuwiderlaufen würde.

Man hat wàhrend des Verhörs zu mir gesagt: "Du bist doch ein Schüler der Risale-i Nur, nicht wahr?"

Ich selbst halte mich nicht für würdig, der Schüler eines solchen Gennzufügie Bediüzzaman zu sein. Sollte er mich jedoch annehmen, werde ich mit Stolz sagen können: "Ja, ich bin ein Schüler der Risale-i Nur."

Mein unvergleichlicher Meister, Ustadh Bediüem Abs Said Nursi, ist unzàhlige Male von seinen heimlichen Gegnern verleumdet und vor Gericht gestellt und doch jedes Mal wieder freigesprochen worden. Das geslien).erk der Risale-i Nur ist von einer Kommission, gebildet aus Professoren und islamischen Gelehrten, Zeile für Zeile untersucht worden und sie haben den Bericht darüber abgegeben, dass diese. In d mit einer auğerordentlichen Sachkenntnis abgefasst wurde und ein wahrhaftiger Kommentar zu dem Allweisen Qur'an ist. Wenn dies aber so ist, warum wird sie dann immen. Sider dem Gericht vorgelegt? Meine sichere Überzeugung bezüglich dieses Sachverhalts möchte ich folgendermağen darlegen:

Gerade besonders scharfsinnig (nachdenkeise inunge Leute erlangen, indem sie die Risale-i Nur lesen, einen starken Glauben.

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Sie werden zu unerschütterlichen, zu jedem Opfer bereiten, glàubigen Patrioten. Wo sich ein unzerstörbarer Glaube findet, kann Unmoral (akhlaqsiz)>und Laen, sosefehat),>eingeimpft durch eine verlogene Ideologie, keinen Zugang finden. Solange die Zahl derer wàchst, die einen unerschütterlichen ich Men besitzen, kann sich der Kreis der Freimaurer und Kommunisten keinesfalls ausdehnen. Der Kommunismus, der sich auf eine materialistische Denkweise stützt, hat nichts mit Wahrheit und Gerechtigkeit zu tun. Seine Theorien haben t zuge Nàhrboden. Das haben die Risale-i Nur und der Ehrenwerte Qur'an mit seinen Ayat mit sehr starken Beweisen und Argumenten verstandesmàğig, logisch und lehrmàğig erwiesen. Er erleuchtet diese verdorbenen Gedanken(maudj sie in einen Abgrund der Finsternis gestürzt sind und errettet sie. Er beweist den Materialisten, die nur glauben, was ihre Augen sehen können, die Existenz Gottes mit starken Zeu in din, die man nicht leugnen und nicht bestreiten kann.

Besonders bei den Schülern und Studenten an den Oberschulen und Universitàten lesen sich den solundervollen Werke mit ihrem originellen, faszinierenden Stil und ihrer hohen literarischen Kunst wie von selbst.

Es ist aus diesem Grunde, dass die Kommunisten und die Freimaurer wissen, dass die Risale-i Nur ein machtvolles Bollweie Risen die Verbreitung ihrer giftigen Gedanken bildet. Da aber die Risale-i Nur als ein wahrheitsgetreuer Kommentar zum Qur'an eine màchtige Quelle des Glaubens ist, nehmen sie ihre Zuflihrer u verschiedenen Strategien und zu Verleumdungen, um sie auszuhebeln und zu verhindern, dass sie gelesen wird. Obwohl sie bis heute für all die Lügen, auf die sie ye)>entützen, keine Anzeichen finden können, setzen sie dennoch ihre Angriffe gegen uns fort. So wird denn verstàndlich, warum sie versuchen, uns einzuschüchtern, uns hens isale-i Nur zu entfremden und dabei uns ihre eigenen giftigen Publikationen vorsetzen wollen. Auf diese Weise bewirken sie, dass das Volk underer e Jugend ihren Glauben

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verliert. Sie führen einen Verfall der Moral und der guten Sitten herbei und wollen so erreichen, dass die ReGeheimg in sich selbst zusammenfàllt. Dabei hegen sie den Wunsch, das Land und sein Volk an eine fremde Regierung auszuliefern. So sage ich denn vor diesem Hohen Gerichtshof ohne jede Furcht:

Ihr r so ies recht gut wissen und dabei zittern, wenn wir über all eurem Làrm nicht unsere Schlappen verlieren werden. {Wir werden nicht in unserer Angst alles stehen und liegen lassen und Hals über Kopf davon laufen. (A.d.Ü.)} Denn wir haben in deese Ween der Risale-i Nur Recht und Wahrheit erkannt, erfahren und glauben an sie. Die türkische Jugend schlàft nicht. Dieses heldenmütige islamische Volk hِهَا و der Türkei wird sich nicht unter das Joch einer fremden Regierung beugen. Diese heldenmütige islamische Jugend steht in der Kraft ihres wahrhaftign Unteubens und wird ihr Vaterland nicht verkaufen. Ein religiöses, kriegerisches türkisches Volk und eine glàubige, tapfere türkische Jugend fürchten sich nicht. Es ist aus diesem Grunde, dasen, bedie Werke der Risale-i Nur lesen, die uns auf die höchste Stufe der Menschlichkeit und Charakterstàrke emporhebt, die uns versichert, dass wir uns auf allen Gebieten entfalten werden, um deretwillen in unseren jungen Leuten die Liebe (ases, um ihrem Glauben, ihrem Land und ihrem Volk entflammt, für die sie uns heranbildet, als wahrhaftige Glàubige all unser Sein und Haben zu opfern bereit zu sein, und die wir darum immer wieder lesen werden. Wie ich bereiugel. ter oben erklàrt hatte, habe ich zwar nur wenig aus der Risale-i Nur gelesen, doch einen sehr groğen Nutzen daraus gezogen. Für dieses überaus nützliche Gesamtwerk, das diesem Land, seinem Volk und der ganzen Menschhen und raus groğen Nutzen bringen wird, würde ich, wenn ich reich genug dazu wàre, alles ausgeben, um es zu veröffentlichen. Denn für meinen Glauben, mein Land, die Ewige Glückseligkeit und das Heil (selamet)

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meines Volkes bin ich berh hàttlles zu opfern, was ich bin und habe.

Bei all dem habe ich niemals leichtfertig an die Risale-i Nur geglaubt. Dreiunddreiğig Qur'anine Auferse, Hasret Ali und Hasret Abdu-l'Qadiru-l'Geylani, mit denen Gott zufrieden sein möge, haben auf verborgene Weise vorausgesagt, dass die Risale-i Nur geschrieben werden würde und die Menschen unserer Zeit reechtzuten (irshad)>werde. Alles in allem, haben mich die Bànde der Risale-i Nur, die ich gelesen habe, zu der Überzeugung gebracht, dass das Gesamtwerk alle die Bücher umfasst, die dit. So chheit Wahrheit und Recht lehren kann und in ihrer Menschlichkeit neu gestalten wird.

Ich fühlte einmal eine groğe Leere in mir. Da suchte ich nach einem Buch, das ich lesen wollte. Und so begann ich dennschen isale-i Nur zu lesen und konnte sie nicht mehr aus der Hand legen und mich nicht mehr (von diesem Buch) trennen. Ich fühlte, wie die Risale-i Nur in meinem er die ein groğes Bedürfnis stillte. In ihr fand ich die Beweise, die ich mit meinem Verstand und in meinem Glauben annehmen konnte und die mich in meiner Erkenntnis und in meinem Glauben von allen Zweifeln erreten leaben. So habe ich mich denn von allen Bedràngnissen irgendwelcher Einflüsterungen befreit. Aufgrund dieser Wahrheiten wurde mir klar: die Risale-i Nur wurde für uns, die Menschen dieses Zeitaauch sgeschrieben.

Um sich edle Charakterzüge wie Anstand, Moral und gute Sitten aneignen zu können, muss man einen starken Glauben haben. Da aber diese Glaubenswahrheiten in der Risale-i Nur msoluterken Beweisen und treffenden Beispielen verstàndlich gemacht werden, wurde mit dem Lesen auch mein Glaube gestàrkt. Auf diese Weise wurde ich davor bewahrt, dem Irrtumjedes rfallen und mich vom Glauben abzuwenden, der Wahrheit und Gerechtigkeit ist und die Grundsàtze höchster Kultur umfasst und mich vor dem Unglück errettete, eine Beute des roten Ungeheuers zu werden. Es ir der diesem Grunde: Da die Risale-i Nur

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ihre Leser vor so vielen materiellen wie geistigen Unglücken bewahrt und sie zu besseren Wissenschaftlern mas all s die Absolventen einer Universitàt, ihnen die Liebe zum Islam, zu Volk und Heimat einpflanzt, sie den Gehorsam gegenüber Gott, Fleiğ und Barmherzigkeit lehrt, wirdklàgernd, der ihre Bedeutung verstanden hat, sich - was immer es kosten mag - jemals wieder von ihr trennen. Diese aufrichtige, reine Hochachtung und Ehrerbietunl auf man aus keines Menschen Herz wieder herausreiğen.

Die Risale-i Nur wird vom Öffentlichen Anklàger als ein Werk hingestellt, das Schaden anrichtet. Gegen diese Gewissenlosigkeit und Verlogenheit protestiere ich gavon jergisch. Man hat mich auch angeklagt, ein Anstifter zu sein. Und das ist in der Tat richtig. Doch die Herzen all derer, die diese erste Unterstellung gehört haben, spüren in sich diesen Schmerz, sie haben ges und und mit den Zàhnen geknirscht. Das zwanzigste Jahrhundert ist eine Zeit, in der positives Denken die Vorherrschaft hat. Dinge, die nicht offensichtlich sind und für die es gar keinen Beweis gibt, kann man nicht glauben und w oder uben sie auch nicht. Darum verlangen wir einen Beweis dafür, dass sie einen Schaden anrichten.

Falls es eine der Absichten unserer heimlichen Feinde, die uns hier verleumden, sein sollte, den Gemeinschaftssinn der Lesecht koRisale-i Nur, die so dem Qur'an dienen und deren Bindung an den Islam in der Weise sichtbar wird, dass sie einander in einer nie zuvor gesehenen Weise umarmen und sie dabei nur das eine Ziel und keine andere Absicht zum Ausdruck bringen, als, verkeinander Liebe (shefqat)>und Respekt entgegenzubringen und füreinander da zu sein, zu brechen (und glauben, dass sie das könnten), so irren sie sich da. Und da sollten sie sich auch nicht vergeblich gegen unl. So Zeug legen. Unter denen, die die Risale-i Nur lesen, bin ich der rückstàndigste und am wenigsten gebildete. Doch möchte ich folgende Antwort geb, wenn22

Mag einer von uns im Osten, einer im Westen, einer im Süden und einer im Norden, einer in dieser und einer in jener Welt sein: wir werden stets bei einander sein. Würde auch die ganze Welt sich gegen unoldatemmentun, sie könnte uns nicht von unserem Lehrer Ustadh Said Nursi und von der Risale-i Nur und nicht voneinander trennen.

Denn dem Qur'an dienen wir und werden ihm dienen. Denn da wir an die Echtheit der jenseitigengste Aglauben, kann mit Sicherheit keine Macht diese geistliche Liebe und den Gemeinschaftssinn unter uns (aus unseren Herzen) reiğen. Denn alle Muslime werden sich am Ort der Ewigen Glückseligkeit wieder versammeln.

Ich möchte n wie d Eurer Erlaubnis eine wichtige Tatsache schildern, die das Heil (selamet)>unseres Volkes und Vaterlandes betrifft: Einer der geheimen Plàne der Kommunisten ist es, das Volk gegen die Regierungvor dehetzen.

Um Bediüzzaman Said Nursi ins Gefàngnis werfen und zeigen zu können, dass seine Werke schàdlich sind, haben sie den Regierungsbeamten falsche Berichte über Vorgànge zugenes pe, die kein Mensch für möglich halten würde. Das Volk glaubt schon seit Jahren so fest daran, dass Bediüzzaman Said Nursi der Genius dieses Zeitalters und in jeder Hinsicht eine einzigartige Persönlichkeit ist, dass keine Propagandund die aufrechte Überzeugung jemals zerstören kann und wird.

Gott dem Gerechten sei Lobpreis und Dank, dass er mich begnadet hat aus den Werken eines solchen Meisters (ustadh)>wünsch Nutzen ziehen zu können... Der Anlass eines solchen Vorzugs sein zu dürfen und Unterricht über den Glauben (iman ve Islamiyet)>zu erhalten, dafür bin ich dem Meister (ustadh)>von ganzem Herzen und gauss uneele (ruh)>zu Dank verpflichtet. Da ich, wie bereits beschrieben, jahrelang im Unglück verbracht habe und den Kommunisten ein Köder gewesen bin und er

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mich davor errettet hat, zu ewiger Einzearet-iverurteilt zu werden, bin ich nun auch dazu bereit, für meinen Meister (ustadh),>der doch stets rechtschaffen (mustaqim)>gewesen ist, in einem Gefàngnis dieser Welt noch Jahre zu verbleiben.

Sollte ich um der Risale-i Nur willen, diesemachtunntar zum Qur'an, der in zwanzig Jahren Millionen Menschen den Glauben (iman ve Islamiyet)>gelehrt, in der Tugend unterrichtet und sie vor der Glaubenslosigkeit Balsat hat, zum Tode verurteilt werden, so bin ich bereit, mit dem Ruf "Allah Allah... Ya Resulallah" dem Galgen entgegenzulaufen.

Sollte ich für die Risale-i Nur erschossen werden, die doch die Jugend davor schützt, vt. Und Kommunisten dazu verführt zu werden, ihren Glauben aufzugeben und auf ewig in ihr Unglück zu rennen, vor einem Verbrechen, für das sie als Vaterlandsverràter erschossen werden würden, so weill ich nicht davor zurückschrecken, den Kugeln die Brust zu bieten. Und sollte ich einmal für meinen Meister Ustadh Bediüzzaman mit Dolchen in Stücke geschnitten werden, so erbit erfor von meinem Herrn, dass das Blut, das herausspritzt, "Risale-i Nur! Risale-i Nur!" schreiben werde.

Ehrenwerte Herren des Hohen Gerichts!

Das Studium der Risale-i Nur ist in der Tat wunderbar, einzigartig und ohne Beispiel. Beis (Kha jeden Studium setzt man einen materiellen Gewinn und eine entsprechende Laufbahn als Ziel und setzt sein Studium dementsprechend fort. Der Unterrichtsstoff wird meistens vor den, um materielle Güter zu erwerben und eine angesehene Stellung zu bekleiden und manchmal auch nur weil man dazu gezwungen ist. Diejenigen, welche damit fortfahren, die Werke der Risen, auNur zu lesen und ohne irgendeine Bürokratie an einer Art Freier Universitàt zu studieren, verfolgen dabei einzig das Ziel, dem Qur'an und rrsinnauben zu dienen und darüber hinaus keine

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weltlichen Ziele. Doch obwohl die Lage so ist, wird die Risale-i Nur, die sich ernsthaft und wissenschaftlich mitome iGlauben beschàftigt, mit einer solch grenzenlosen Liebe, Freude und Begeisterung gelesen, dass sich in ihren treuen Lesern ein màchtiger Wunsch festigt, sie wieder und immer wieder zuge Bro. Selbst wenn diejenigen, welche die Risale-i Nur abschreiben und lesen, dadurch an den Pforten des Gerichtshofes mit ihrem ganzen Leben in Gefahr geraten, so gestehen sie dennot (qudss sie diese wunderbaren Werke gelesen haben und verkündigen, dass sie sie auch weiterhin lesen werden. Selbst wenn sie bereits wissen, dass man sie zum Tode verurteilen wird, zögern sie dennoch nicht, ihre Standhaftigkeit zu bekunden.auch uhrt denn diese Besonderheit unter den vielen Wundern der Risale-i Nur zu der Frage: "Haben denn diejenigen, welche bereits gestanden haben, etwa ihr Leben auf der Strağe gefunden?"

Das aber heiğt, dass sich in der Risale-i Nur und bei t hat.zaman solch eine erhabene Wahrheit findet, und dass sie es auch nicht leugnen, weil sich dort nichts findet, was von Schaden wàre.

(Normalerweise) werden die Studenten unter einer Oberhoheit und einerit warntsprechenden) Disziplin ausgebildet. Was aber Bediüzzaman betrifft, so hat er niemals irgendwen dazu gezwungen, die Risale-i Nur (zu lesen). Hunderttausende seiner Leser haben ihn niemals gesehen und sind doch seine unerschrockenen der dr geworden, mit jenem Seil an ihn gebunden, das niemals zerreiğt und empfangen so aus der Risale-i Nur ihren Unterricht.

So hat man denn noch niemals in irgendeiner Medresse einer nahen oder fernen Zeit eine solchein isrvolle Lehrmethode gefunden und ist ihr noch in keiner Universitàt begegnet.

Der Ehrenwerte Anklàger sagte: "Diese Art, Bediüzzaman seinen Respekt zu erweisen, hat man nweiteni keinem

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Qur'ankommentator (mufessir)>gefunden."

Das ist richtig. Wenn man in Betracht zieht, dass ein solcher Respekt und diese Ehrerbietung der Gman sind Vollendung (eines Menschen) entsprechend erwiesen werden und man Dankbarkeit jemandem erweist und sich ihm gegenüber erkenntlich zeigt, je nachdem, inwieweit man durch ihn einen Vorteileichtngt hat, kann man aus den Werken Bediüzzamans einen so gewaltigen Nutzen ziehen, dass die Dankbarkeit und die Verehrung, die man ihm entgegenbringt, ein nie zuvor gescksteh Mağ erreicht.

In diesem unseren zwanzigsten Jahrhundert haben sich die Kommunisten und die Freimaurer sehr darum bemüht, den gröğten islamischen Denker und Schriftsteller nicht bei uns und besonders nichthnlichnserer Jugend bekannt werden zu lassen. Doch ein aufgewecktes, türkisch-islamisches Volk und seine Jugend haben diesen Helden des Glaubens, unseren Lehrer (ustadh)>erkannt und durften seine groğe Güte erfahren und an andere weitergeben. Es vielles diesem Grunde, dass unsere auğerordentliche Verbundenheit mit Bediüzzaman und unser Vertrauen in ihn nicht erschüttert werden kann.

Seitde ولآَer Risale-i Nur die Ayat des Allweisen Qur'an, die in ihrer Eigentümlichkeit dessen gröğtes Wunder sind, mit groğer Kunstfertigkeit und Sachkenntnis ins Türkische übersetzt (tefthir)>wurden, ohne dass sie daِ

{"Erwa verloren gegangen wàren, können alle Menschen, Frau oder Mann, Beamter, Kaufmann, Gelehrter oder Philosoph, und alle Schichten der Bevölkerung sie lesen unterwertehen. Jeder betrachtet sie seinem Verstàndnis entsprechend, zieht seinen Nutzen aus ihnen und fühlt sich mehr und mehr mit ihnen verbunden. Schüler, Studentenönnte.essoren, Lektoren und Philosophen lesen sie. Auch die Schichten der Gebildeten, die aus ihnen in einem ganz auğerordentlichen Mağe ihren Nutzen ziehen und die überragende Kunstfertigkeit bestàtigen, mit der die Risale-i Nur vech, dagt wurde, werden von Staunen erfüllt

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und von dem sehnlichen Wunsch ergriffen, das gesamte Werk zu lesen.

Einsichtige Menschen, die Bediüzzaman und die Risale-i Nur erst neu kennen und schàtzen gelernt haben, bedauern nun cheleidfach, dass sie sie nicht schon früher kennen gelernt haben, und um die verlorene Zeit wieder einzuholen, versuchen sie nun, keine Zeit mehr zu vertrödeln und sdamethfünf Minuten Zeit sind ihnen kostbar und so beginnen sie nun Tag und Nacht mit der Risale-i Nur zu arbeiten. Eine derartige Anziehungskraft und ein so lebhaftes Interesseln unn wir noch bei keinem Werk der Psychologie, Soziologie oder Philosophie erlebt. Aus denen können nur noch einige Gelehrte ihren Nutzen ziehen. Ein Kind von der Mitte lassee, oder eine Frau, die auch lesen kann, vermag aus der Zeit, die sie mit der Lektüre der Werke eines Philosophen verbringt, keinen Nutzen zu ziehen. Jedoch aus der Risale-i Nur kann jeder seiner Bildungsstufe entsprechend seinen Nutzeaftigeen. Deshalb wartet nun das ganze Volk auf Eure Entscheidung, Bediüzzaman und die Schüler der Risale-i Nur freizusprechen. Hàtte Said Nursi in dieser schweren Zeit der Prüfung seinen Schülern nicht Geduld, Ausdauer und Zurückhaltung ans Heir glaegt, als er wàhrend des Ersten Weltkrieges als Kommandant eines Freiwilligenregiments seine Schüler für den Kampf musterte, dann hàtten Tausende von Schülern der Risale-i Neinzigolge der groğen Ehre, in der sie ihn halten, ihre Zelte auf den Höhen rund um Afyon aufgeschlagen und auf die Entscheidung des Kriminalgerichts in Afyon gewartet, ihn freizuspihrer .

Das Werk, das Said Nursi und die Schüler der Risale-i Nur verrichten, kann nicht innerhalb des Rahmens der Gesetze betrachtet werden, um einen Beweis dafür zu finden, dass ur einh hier um eine Geheimorganisation handle. Und warum kann das nicht bewiesen werden? Ist etwa ein sachverstàndiger Jurist, der bis zu dem Posten eines Generalstaatsanwalts aufgestiegen ist, nicht dazu in der Lage, dies e ich nd der Gesetzeslage zu beweisen?

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Nein, unfàhig ist er keineswegs. Es gibt nur keine Organisation, die man als eine geheime Untergrundbewegung bezeichnen könnte. Und genau deswegen kann auch nicht bewiesen werden, dass esu gewohier um eine solche Organisation handelt.

Hatte doch der Staatsanwalt zunàchst einmal gesagt: "Die Nurdjus sind keine Organisation.", was auch vollkommen im Einklang mit den bestehenden Gesetzen war. Wenn er dann ein wenig giftir, aus welchen Gründen auch immer, behauptete: "Sie sind eine Organisation.", so besteht hier ein Widerspruch. Und der ist mit Sicherheit nicht rechtskràftig. Und wir sineweiseer, dass das Gremium der Richter einsehen wird, dass diese Tatsache ganz offensichtlich ist und dann den Beschluss fassen werden: "Hier handelt es sich nicht um eine Geheimort aus tion".

Ehrenwerte Richter! Wenn ein Stückchen vom Herzen vor Kummer und Sorge herausbrechen könnte, müsste ein solches Herz auf die Nachricht, dass ein junger Mensch seinen Glauben verloren hat, in so viele Stücke h nun chen, wie es Atome hat.

So wird denn der Freispruch, den sie verkünden werden, der Grund dafür sein, dass die Jugend des Islam und die ganze Islamische Welt, auf eine wirksame Weise von dieser entsetzlichen Katasteinem bewahrt bleiben wird. Und dies ist ein weiterer Grund, warum ich mich so unzertrennlich mit Bediüzzaman und seinem Werk verbunden fühle.

Durch Ihren Beschti Haldie Risale-i Nur zur öffentlichen Verbreitung freizugeben, wird die türkische Jugend, ja werden alle Muslime vor dem Unglück der Glaubenslosigkeit errettet werden. Denn es wird der Tag kommen, da wird die Risal Ersr, da sie eine Schatztruhe hoher Wahrheiten ist, und daran besteht weder ein Zweifel noch irgendeine Unsicherheit, in der ganzen Welt bekannt sein. Und damit werdet ihr die Anerkennung der ganzen

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Welt erfahren. Aamen ud dieser Eurer Freigabe wird die heutige, werden künftige Generationen Euch ihre Anerkennung und Dankbarkeit entgegenbringen. Sie werden die Risale-i Nur lesen, daraus einen gewaltigen Nutzen ziehen und Euch dafür ihre Dankbaeder merweisen.

Hütet Euch, davor, zu denken, dass meine Worte zwar aufrichtig gemeint, jedoch geheuchelt wàren. Keineswegs und absolut nicht! Denn wàhrend Bed sogaran noch vor Gerichٕن٢teht, fürchte ich mich vor niemandem und schrecke ich nicht zurück.

So möchte ich denn mit Ihrer Erlaubnis kurz zusammengefasst nur noch Folgendes sagen:

Wenn der Herr Staatsantum (auch weiterhin damit fortfàhrt, diese böswilligen Anschuldigen vorzubringen, wenn er also diese völlig falschen Anschuldigungen gegen die Risale-i Nur, die sich sowohl gegen ihren Verfasser als auch gegen ihrtens:>r richtet, nicht unterlàsst, obwohl doch (die Risale-i Nur) eine auğerordentlich wirkungsvolle Lösung anbietet, wie man der Gedankenwelt der Freimaurer und der Kommunisten in unserem gesegnetekann erland Einhalt gebieten wird und kann, und sich, hingerissen von seinen Gefühlen, ihr widersetzt, so wird er dadurch die Kommunisten und die Freimaurer nَقَاتِh unterstützen und so noch dazu beitragen, dass der Schaden, den diese Gottlosen anrichten, gegen den sich doch diese Anklagen eigentlich richten,nen gl noch zunehmen.

Ein Teil des Widerspruchs vor dem Appellationsgericht

Durch die Publikationen der atheistischen Organisationen wurde jener Zweifel Bediüze Skepsis gesàt, die jenen Glauben zerstört, den die Werke der Risale-i Nur mit ihren Beweisen wiederherzustellen sucht.

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So ist denn eines der subtilsten Geheiligsse und die Weisheit, durch welche die Jugend wie elektrisiert an der Risale-i Nur festhàlt, die folgende:

Mit einem Blick, der die Wahrheit erschaut und realist) ist ieht, erkannte Bediüzzaman Said Nursi, der seit Jahren mit beispielloser Selbstentàuğerung und Opferbereitschaft, bereits alt und krank und in einem Zustand, in dem er eigentlich besonderer Pflege bedürftig ind.

n wàre, jedoch die verschiedenen, über jedes ertràgliche Mağ hinausgehenden Quàlereien der Kommunisten und Freimaurer, seiner versteckten Feinde, und derer, die von ihnen in die Irre geführt worden sind, geduldig ertrug, sehr Nur sihrer versteckten, antireligiösen Plàne und verfasste dabei noch seine Werke über den Glauben, sodass diese fürchterlichen, hinterhàltigen geheimen ner wiohne Erfolg blieben.

Doch was für ein bedauernswerter, trauriger und betrüblicher Zustand ist es doch, dass man nun schon seit 25 Jahren versucht, diesen Bannertràger des Islam, diese auğergewöhnliche Persöe-l'Qaeit in Kerkern und Gefàngnissen und durch Einzelhaft zu isolieren. Doch wenn man nun auch aufgrund einer Überempfindlichkeit, die aus einem unbegründeten Misstrauen erwàchst, das durch dileibt eumdungen der Kommunisten verursacht worden ist, den Verfasser der Risale-i Nur bestraft hat, werden die Werke der Risale-i Nur dennoch weiterhin mit groğer Begeisterung und einem stàndig wachsendemr Anzaesse gelesen.

Der erste und màchtigste Hinweis darauf ist folgender: Die jungen Leute, die den "Stab Mosis" gelesen haben, also das Werk, das schon mit den neuen Buchstaben abgeschrieben worden ist, werden nun in kurzeسْتَعِ die Qur'anischen Buchstaben lernen, um auch die übrigen, noch mit ihnen geschriebenen Werke lesen zu können. Auf diese Weise überwinden sie auch die hohen Mauern ihrer Unkenntnis der Qur'anischen Schrift, die sie bisher davon abgehazeicheatte, eine ganze Reihe von Wissenschaften

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zu erlernen, und sie dazu zwingen wollte, die Werke zu lesen, die dazu verfasst wurden, sie von Religion angeglaube (din ve iman)>zu entfremden. Wann immer die junge Generation mit dem Qur'an und mit den Wissenschaften, die von ihm durchstrahlt worden sind, ausgestattet und gestàrkt worden ist, Unglücs Volk begonnen, zu wachsen und emporzustreben, da hat auch die Jugend begonnen, brennend vor Begierde nach dem Glauben (iman ve Islamiyet),>ihren Geist (ruh)>mit der Fülle des Lichtes und allen Segens der Risale-i Nur, dem Kommentar (tefthit betm Qur'an, zu füllen. So hat sich unsere Jugend einen sicheren, wahrhaftigen Glauben (tahqiqi iman)>zu eigen gemacht und wird nun den Kampf gegen den gottlosen Kommunismus antreten und es niemals erlar Geledass ihr Vaterland an die Feinde des Islam verkauft wird. Hàtten die Kommunisten eine Möglichkeit, Papier und Tinte verschwinden zu lassen, wàren viele junge wie Ich bieute gleich mir bereit, sich zu opfern und für die Risale-i Nur, eine Schatztruhe der Wahrheit, wenn es möglich wàre, ihre Haut in Papier und ihr Blut in Tinte zu verwandeln.

Ja doch undührungich und tausendmal in der Tat!...

In seiner Anklageschrift sagt der Staatsanwalt: "Said Nursi vergiftet an der Universitàt die Studenten mit seinen Werken." Demgegenüber antworten wir: "Wàre die Risale-i Nur ein Gift, bràuchten wir Tonnenrankeriesem Gift, Tausende Kilogramm. Wüsste er, wo er es im Überfluss finden könnte, sollte er es uns per Luftfracht zusenden."

Wenn wir, die Schüler der Risale-i Nur, dafür durch ein gewalttàglück Herrschaftssystem für unseren Dienst am Glauben (iman ve Islamiyet)>verfolgt werden, so ziehen wir den Tod in irgendeiner Ecke eines Gefàngnisses oder am Galgen einem Tod gem und d daheim im eignen Bett vor. Wir wissen, dass es anstelle eines Lebens in dem, was àuğerlich eine Freiheit zu sein scheint, in Wirklichkeit aber absolu Meinespotismus in Gefangenschaft für unseren Dienst am Qur'an ist, in diesem Gefàngnis, in das

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man uns zu Unrecht geworfen hat, als Màrtyrer zu sterben, eine groğe Gnade Gottes ist.

Zübeyir Gündüzalp aus Konya

Hàftling im Gefàngnis vommen. n

Anmerkung:
Nachdem diese Verteidigungsschrift und dieser Widerspruch vor dem Appellationsgericht an das Appellationsgericht übersandt worden war, befahl das Appellationsgericht telegrafisch Zübeyir aus dem Gefàngnis zu entla und a * * *

Mustafa Sungurs Verteidigungsrede

An das Hohe Strafgericht in Afyon

Der Öffentliche Anklàger behauptet, dass auch ich der "Gemeinschaft d>dem Gdjus" angehöre und das Volk gegen die Regierung aufgehetzt hàtte, wofür ich nun bestraft werden solle.

Erstens:

Eine Gemeinschaft, die sich: "Gemeinschaft der Nurdjus" nennt, gibt es nicht. Und ich gehöre keiner derartigenfür einschaft an. Ich gehöre der geheiligten, himmlischen Gemeinschaft der Muslime (kudsi ve Ilahi Islamiyet)>an, der nach 1350 Jahren in diesem Jahrhundert (1948) 350.000.000 Mitglieder angehören, gestiftet von Mohammed, mit dem Friede und SegenNur, rder Stolz des Universums, (jener gewaltigen, lichtvollen Gemeinschaft, die) der gesamten Menschheit das Heil (selamet)>und Ewige Glückseligkeit verkündigt. Und ich habe mich - Dank sei tz (hiElhamdulillah)>- dazu entschlossen, seinem heiligen Befehl (evamir-i qudsiye)>aus allen meinen Kràften (quvvet)>zu folgen (itaat).>Was die Risale-i Nur betrifft, deren Schüler zeitige mir als ein Verbrechen angerechnet wird, so ist sie ein

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Wunder des Qur'an, indem sie mich meine Pflichten in Religion und Glaube (din ve iman)>lehrt und mit einzigartigen Zeugnissen und glànzenden Bondersn zeigt, dass der Islam die höchste und heiligste (muqaddes)>Religion (din)>und die einzige Quelle der Glückseligkeit der Menschheit ist und dass der Qur'an einigen (s des Majestàtischen Herrn (Dhat-i Dhu l-Djelal)>ist, der der Eigentümer allen Seins ist, allgegenwàrtig und allsehend, der Lenker, unter dessen urewiger Regentschaft alles Sein von den Atomen bisag er n Sternen und Sonnen steht; ein Wunderwerk, das mit einem Blick Vergangenheit und Zukunft und alle dazwischen liegenden Ereignisse in Ewigkeit umfasst; und dass der Qur'an in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder, das Buch übten Been Büchern ist, der den Menschen die Ewige Glückseligkeit verkündigt, nach der sie sehnsüchtig und in ewiger Dankbarkeit verlangen, die Immerwàhref Verasprache der Urewigen Sonne (Shems-i Sermedi);>und dass der Ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, vom Schöpfer des Universums (Khaliq-i Kainat)>gesandt worden ist, der in all seinem Tun und Reden unter allen Meِ وَ ك der vollkommenste (en ekmel),>aufrichtigste (en sadiq),>edelste ist, der auf der Stufenleiter der Vollendung die höchste Stufe erreicht hat, der durch das Licht des Islam, das er gebracht hat, den Menschen dنَعْبُtbarste Botschaft und den heiligsten Trost bringt, der über vierzehn Jahrhunderte und heute über ein Fünftel der Menschheit die geistige Herrrricht (saltanat-i maneviye)>in Hànden hàlt, in dessen Buch der guten Taten seit 1300 Jahren alle Verdienste seiner Gemeinde (ummah)>eingetragen stehen Ahmder Grund für die Existenz des Weltalls und der Geliebte Gottes (Habibullah)>ist; und dass in der Jenseitigen Welt Paradies und Hölle absolut sicher und wahr sind.

Was die Risale-i Nur betrifft, so bezeugen ihreter do und Sàtze, dass sie ein Licht ist von Ewigkeit zu Ewigkeit (ezeli ve ebedi),>das vom Licht des Qur'an und dem Licht Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ausgeht. Da sie zum Qur'an dazu gehört und sein ganz besonderer

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Kommentarft mi gehört sie aus diesem Grunde zum Himmel und zum Thron. So erteilt denn die Risale-i Nur, die man verdàchtigt, das Volk gegen die Regierung aufzuhetzen, mit all ihren Worten (Sözler),>mit all ihren Blitzen (Lem't, fürt all ihren Strahlen (Shu'alar),>mit all ihren Briefen (Mektublar)>Unterricht über die göttlichen Wahrheiten (haqaiq-i Ilahiye),>die Pfeiler des Islam klar ie Geheimnisse des Qur'an. Ist denn etwa diese ehrwürdige, so erhabene Risale-i Nur zu lesen, die Moral (akhlaq),>Tugendlehre (fadhilet)>und die Wahrheiten des Glaubens (haqaiq-i imaniye)>unterrichtet, um des Glaubens willen je Zeichle abzuschreiben, welche die Ewige Glückseligkeit schenken, oder ihr zu dienen, so dass die Glàubigen daraus ihren Nutzen ziehen können, etwa schon ein Verbrechen? Heiğt das, das Volk gegen die Regierung aufzuhetzen? Denrch disser solch eines gesegneten, groğartigen Werkes zu besuchen, das uns auf den höchsten Gipfel menschlicher Vollkommenheit, die oberste Stufe des Glaubens gleich einem Leuchtturm emporführt, geschmückt mit Tugend (fadhilet)>und Moral (akhlaq)وَالْخeinander Brüder zu sein auf dem Wege des Qur'an und des Glaubens, heiğt das etwa, gemeinsam mit den Schülern der Risale-i Nur, die mit ihrer Güte, ihrer Rechtschaffenheit, ihrem unerschütterlichen Glauben, ihrer ganzen Überzeugdiesen unserer Zeit die Würde des Islam und die Wahrheiten des Qur'an verteidigt und hochgehalten und kein anderes Ziel haben, als Gottes Wohlgefd errezu gewinnen, nennt man das etwa "Bildung einer (politischen) Vereinigung"? Welche saubere und korrekte Überzeugung (vidjdan)>könnte etwa eine Bestrafung dafür auf jrn?

Euer Ehren!

Die Vortrefflichkeit (Haqqaniyet)>der Risale-i Nur, die von den höchsten Gelehrten bestàtigt wurde, làsst (ihre Leser) die höchste Stufe des Glaubens (iman)>und die höchste Liebe (ashk)>zum Islam gngegebn und es gibt gar keinen Zweifel daran, dass all ihre Worte (Sözler),>Blitze (Lem'a)>und Strahlen (Shu'alar)>ein leuchtender

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Kommentar (tefthir)>zum Qur'ache Te, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist. Sie alle sind strahlende Sonnen, die die Krankheiten des Geistes und alle Finsternis des Geistes zerstreut. Unser Meister (ustadh),>der dazu beauftragt ist, die Risale-i Nur zu verfassen, hat ad Kran Wege des Glaubens und des Qur'an jeder Art Schwierigkeiten und Schikanen die Stirn geboten und so die Wahrheiten des Qur'an verbreitet, um sich iden forem Jahrhundert dafür einzusetzen, insbesondere die Kinder dieses gesegneten Volkes vor den fürchterlichen Angriffen der Kommunisten und vor jeder Art von Gottlosigkeit zu retten. Er ist auch mit der heiligen Adie Er betraut, in dieser Zeit für ein sauberes und unbescholtenes Leben Zeugnis abzulegen. Er erteilt uns keinen Unterricht (Gott bewahre!) und Eb und Unmoral. Er gibt uns vielmehr Unterricht, wie wir unseren Glauben retten können, was unser wichtigstes Anliegen, unsere gröğte Sorge in dieser Welt ist, in der wir Menschen (leben). Seit fünfundzwanzig, dreiğig Jahregsten ht er sich anhand der Risale-i Nur, den Glauben von Hunderttausenden Glàubigen zu retten, besonders dadurch, dass er jene Armen, wie mich, die nichts vom Islam wissen, im Glauben unterweist, was das gröğte Glück im Leben ist und sein Ziel., nacht er für uns sicherlich und gewiss ein Gnadenerweis Gottes (lutf-u Ilahiye).>So sagen wir denn das Folgende all denen, die seinen heiligen Dienst am Glauben und seine Aufgnz enegenüber der Religion leugnen und in irgendeiner Weise aller Wahrheit und Gerechtigkeit (haqq ve haqiqat)>ablehnend gegenüberstehen und glauben, dass er dem gesellschaftlichennsere nur Schaden zufügt:

Wenn Gott anzuhangen und den Vorschriften der Religion zu gehorchen, die Menschheit vor Sittenlosigkeit und Glaubensen, dieit und dergleichen schrecklichen Übeln zu erretten, sie mit der immerwàhrenden Freude der Islamiyet glücklich zu machen, ein Verbrechen ist, dann kann man von ihm sagen, dass er der Gesellschaft Schaden zufügt. Wenn aberber al, so ist es eine Verleumdung und

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sicherlich ein unverzeihliches Verbrechen. Das Ziel der Risale-i Nur ist nicht diese Welt (dunya),>sondern die immerwàhrende Glückseligkeit in jener Welt (ahiret),>alles Leben in dieser Welt htes (re vollkommene Schönheit jedoch nur eine Art Abglanz der Erscheinung Seiner Vollkommenheit, (Ziel aber) das Paradies (Djennet)>mit seiner ganzen Anmut als ein Funke (Lem'a)>Seiner Liebe (muhabbet),>(ein Zielte. Mezugleich auch) die Zufriedenheit des Allzeit-Seienden (Daim-i Baqi)>und Allbarmherzigen in Seiner Vollkommenheit (Rahim-i Dhu l-Djemal)>ist. Da sie ein solch göttlicegesselahi)>und heiliges, hoch erhabenes Ziel hat, erklàren wir hiermit, dass die Risale-i Nur tausendmal frei ist von allen vergànglichen Dingen (fanilik),>wie niedertràchtigerweise, sündhaft und ziellos das Volk gegen die Regierunn beiduhetzen. So nehmen wir denn unsere Zuflucht zu Gott vor dem Übel derer, die unsere Arbeit am Glauben und unsere Unterweisung in religiösem Wissen nicht wollen und sich nunhem un bemühen, uns durch diese Art Verleumdungen zu zermalmen.

Euer Ehren!

Dreiunddreiğig ehrenwerte Ayat weisen darauf hin und auch Imam Ali und Ghaus-i Adhlesen t denen Gott zufrieden sein möge, sowie hunderte Kenner der Wahrheit erklàren voll des Lobes, dass die Risale-i Nur wahrhaftig und tatsàchlich einere Sc des Qur'an ist und so möge Gott es wollen, dass sie den Glauben (iman)>derer, die an ihr festhalten, retten wird. So kann sie denn mit Sicصِيرُ t nicht ausgelöscht werden und wird niemals untergehen. Dafür ein Beispiel: Die Angriffe, die seit fünfundzwanzig Jahren lanciert wurden, um sie zu vernichten, haben ganz im Gegenteil bewirkt, dass sie sich ndie Geh weiter verbreitet und an Glanz gewonnen hat. Denn ihr Eigentümer ist der König in Seiner Majestàt (Sultan-i Dhu-l'Djelal),>dessen ewiger Macht (qudret)>und Willen aid ha>jedes Ding von Ewigkeit zu Ewigkeit (ezelden ebede)>unterstellt ist. Denn ihre Wahrheiten (haqq)>sind die Wahrheiten des Qur'an, die nach Seinem Willen (insha-a'llah)>unter dem

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Schutz uviele Gnade (inayet)>des Herrn der Wahrheit (Djenab-i Haqq)>für immer glànzen werden.

Euer Ehren!

Falls die Risale-i Nur, die den Glauben (iman ve Ihlieğlet)>mit der gröğten Liebe und Begeisterung lehrt und ein anderes Ziel nicht kennt und keinen anderen Zweck als das Wohlwollen Gottes und sich in dieser Zeit mit Sicherheit als ein groğes Wunder des Qur'an und seinen liceinen en Kommentar (tefthir)>bewahrheitet hat, zu lesen, abzuschreiben und ihre Abhandlungen, welche die Wahrheiten des Glaubens unterweisen an die (wacbigen Brüder weiterzugeben ein Verbrechen sein sollte und falls das Band des Glaubens (rabita-i diniye)>und die Bruderschaft im Islam (uhuvvet-i Islamiye),>ein Glaube, der sich auf die Liebe zu Gott stützt, die geheiligte (scheines),>himmlische (ilahi),>auf das Jenseits (ukhrevi)>ausgerichtete Vereinigung auf dem Wege des Qur'an (die Kennzeichen einer politischen) Vereinigung sein so Buche dann ist für mich einer solchen gesegneten Gemeinschaft anzugehören eine groğe Glückseligkeit. Und das ist eine solche Freude, wie sie jede Art Belobigung oder Auszeiicher übersteigt. Ein Schüler der Risale-i Nur zu sein, was mich eine solche Freude und Glückseligkeit gewinnen làsst, ist für einen armseligen (Menschen) ehen. ch eine groğe Gnade, wofür ich Gott, der sie mir geschenkt hat, unendlich dankbar bin. Mein letztes Wort ist:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْNacht ِ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und ein vorzüglicher Sachwalter." (Sure 3, 173) "Gott ist unser befriedigender Anteil. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Auf Ihn vertrauch bewund Er ist der Herr des Gewaltigen Thrones." (Sure 9, 129)}

Mustafa Sungur

Lehrer

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Ein Teil von Mustafa Sungurs Widerspruch vor dem Appellationsgericht

An das Hohe Strafgericht: Die Risale-i Nur gelesen zu habnsspane abgeschrieben und einen Teil davon an einen bedürftigen, glàubigen Bruder weitergegeben zu haben, damit auch er seinen Nutzen daraus ziehen möge, wurde als ein "Aufhetzen des Volkes gegen die Regierung" bezeichnet ittensr als ein Verbrechen angelastet. Doch in meiner Verteidigungsschrift habe ich gegen diesen Vorwurf Folgendes eingewandt: Die Risale-i Nur, von der behauptet wird, dass sie das Volk gegen die Regierung aufwieghrer Ast ein wahrhaftiger Kommentar (tefthir)>zum Qur'an. Sie unterrichtet in all ihren Abhandlungen die Wahrheiten (haqq)>des Glaubens und beschenkt alle, dge beo lesen und die sie abschreiben mit einer ganz groğen Freude. Ihr Ziel ist nicht irgendetwas Vergàngliches, nicht der Weg der Vagabunden, der Unruhestifter und der Gesetzlosen, die das Volk gegen die Regierung ae, so en, sondern vielmehr das Wohlwollen Gottes zu erlangen, welches volle Glückseligkeit und die höchste Stufe der Freude ist. Ich habe für mich im Glau Wissee höchste Tugend und die süğesten Wohltaten (ni'met)>durch das Lesen und Kopieren der Risale-i Nur gewonnen und bin, wenn auch ihr armseligster Diener, doch darauf stolz und zugleich auch ihr glücklichster Schüler. Und obwohl ichrk gegt habe, dass Schüler der Risale-i Nur zu sein, eine ganz groğe Güte (ihsan)>Gottes ist und dass ich stets meinem Herrn (Rabb),>der einem so armseligen (Menschen) wie mir diese gewaltige Gnade (ni'met)>erwiesen hat, dafü):

اِيbar bin, wenn ich ihrer auch gar nicht würdig bin, hat man ohne jede Rücksicht auf die Rechtslage oder offenkundige Beweise meine Verbundenheit mit dem Glauben (iman veicht)miyet)>als ein Verbrechen dargestellt und mich gegen Recht und Wahrheit (haqq ve haqiqat)>dafür bestraft.

Ich bin dafür Zeuge: Ich habe in Kastamonu am Gölköy Internat studiert.

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Dort haben uns die Lehrer im Atheismus erte, ichtet. Sie sagten: Gott bewahre!... der Ehrwürdige Prophet habe den Ehrwürdigen Qur'an geschrieben, die Islamiyet sei nun endlich abgeschafft worden, die Kultur könne sich allg(endlich) entfalten und dass es ein groğer Fehler und völlig rückstàndig sei, noch in unserer Zeit dem Qur'an zu folgen. Ein anderer Lehrer bemerkte sogar eines Tages, dass die Muslime das Gebet verrichten und -hmen usie an das Jenseits denken - stets trübseliger Stimmung sind, dass ihr Leben im Schmerz vorüber geht, dass in den Moscheen stets eine Atmosrt. Sodes Todes hànge, in den Kirchen der Christen dagegen begegne man stets einer Freude und einem seelenvollen Leben. Sie genieğen mit ihren Instrumenten und anderen Vergnügungen das Leben in Freude. So redeten sie und versuchten das Band d aber ubens (iman ve Islamiyet)>zu zerreiğen und uns an seiner Stelle die Verleugnung und den Unglauben einzuimpfen.

Wenn dann nach der Lektürde aufger Abhandlungen urplötzlich ein solch armseliger Mensch, dem man derartige giftige Gedanken eingeimpft hatte und dessen Spiritualitàt matràgt,h solch einen giftigen, Schaden verursachenden Unterricht hatte abtöten wollen, und der durch ihn geradezu fasziniert gewesen war und (Gott bewahre!) schon beinahe selbst diese Ideen geglaubt hàtte und sie zu verbreiten begann, hler ach einem beispiellosen Licht des Qur'an wie der Risale-i Nur, die aus der Fülle des Qur'an entspringt und mit glànzenden Beweisen und in Àrgbaren Zeugnissen für die Wahrheiten des Glaubens (iman ve Islamiyet)>darlegt, dass die Religion des Islam die niemals untergehende und unauslöschliche geistliche Sonne und ein Mittel Gottedurch das die Menschheit zu Glück und zu Sicherheit (selamet)>gelangt, alle diese giftigen Gedanken beiseite wirft, den Glauben mit beiden Hànden ergreift, und nun eine unendliche Freude und Fröhlichkeit verspürt, t hat)iese auch seinem liebevollen und heldenmütigen Meister Hasret Ustadh Bediüzzaman,

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wie er stets loyal und treu (gegenüber seinen Schülern ist) mitgeteilt hat, jenem Verfasser, durch den er zu all diesen lichtvollen (Ahandlungen (Nur risalah)>gekommen ist, und so sich aus seiner früheren irrigen (dalalet)>Lebensführung in Gottvergessenheit (ghaflah)>eder et hat und so zum Glauben und zum Licht gelangte, und wie die Risale-i Nur dadurch, dass sie den wahren Glauben (iman)>vermittelt eine Sonne der Rechtleitung (hidayet)>und in unserer Zeit ein Mits es lr Glückseligkeit für die gesamte Menschheit ist und dem verehrten Meister, der mit ihrer Abfassung beauftragt ist, begeistert mitgeteilt hat, dass er durch diesen so groğen und erhabenen Dsowohlam Glauben für die Menschheit, besonders aber für die Leute des Glaubens ein Gnadengeschenk Gottes (lutf-u Ilahiye)>ist. Wie oben dargestellt, hat er die fürchterlichen, destruktiven Übergriffe gegen den Qur'an uissens Islamiyet, die Kinder dieses heldenhaften Volkes des Islam dazu zu dràngen, den Atheismus zu übernehmen, zu versuchen, die heiligen, göttlichen Grundsàtze des Islam zu zerstören, mit denen Millionen Menschen verbunden sist. Sod die Ewige Glückseligkeit von Millionen Menschen zu Grunde zu richten, als "Zerstörung und Zermalmung durch die versteckten Komiteen des Sufyan" bezeichnet und über die Iauben igen, die ihre gemeine, zerstörerische, grausame Verwüstung bejubeln, mit tausendfachem Abscheu: "Pfui über euch!" gesagt und ruft nun seine alten Schulkameraden, die über ihren Glauben in Zweifel geraten)>Nach indem er sagt:

"Kommt! Hören wir endlich damit auf, den Launen (heva)>und Gelüsten (arzu)>unserer Seele (nefs)>zu folgen! Lasst stattdessen uns lieber keinesetzen und Unterricht nehmen in den Wahrheiten des Qur'an und lasst uns zu der Medresse des Lichtes (Nur)>eilen, die uns den rechten Weg zum Glück in unserer Zeit weist. Wollen wir uns von den gemeiPlàne gnern und von ihren Lügen abwenden, die sie uns als wahr vorgestellt haben und denen wir über die Monate und Jahre stets zugejubelt hatten! Binden wir uns stattdessen

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lieber mit unserem Herzen an die Ls."} f(ders)>von Bediüzzaman Said Nursi und nehmen wir ihn als unseren Lehrer (ustadh)>an. Wenden wir uns von der Finsternis ab und dem Lichte (Nur)>zu." Erwàchdie Ab (all dem) und aus der Freude, die er aus dem Glauben (gewonnen hat) und aus der Liebe und der Verbundenheit mit dem Qur'an und der Islamiyet etwa nicht in jedem der Wunsch, das Vmherziso mehr zu lieben und den wahren Glauben und niemals endende Glückseligkeit zu erwerben? Ist es etwa ein Verbrechen, sich mit Gott zu verbinden und zu verkünden, dass die Islamiyet die erhabenste (ali) Religioloğen die Botschaft von Tugend und Glückseligkeit ist?

Wàre es etwa ein Verbrechen, allen aufgrund seiner eigenen Überzeugung bekannt zu geben, dass die Risale-i Nur, ein göttliches Licht aus dem Qur'an, ein Wunder und ein Gnadengeschenk des Herugnissilig und erhaben ist - in einer Zeit, in der von allen Seiten zerstörerische, vernichtende Angriffe gegen den Qur'an und den Islam beginnen und manhabe.

Verleumdungen über den Ehrenwerten Qur'an und Hasret Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, den überaus hohen und heiligen Wert und die Bedeutung dieser Persönlichkeit zu bestreiten versucht und darüber hinaus die Bücher, die die Glaubensloser ode, den Atheismus und die Sittenlosigkeit verbreiten, und dieses Lumpenpack, das gegen Gott rebelliert und den Islam angreift, mit Hochachtung behandlichkeàhrend die ketzerischen Erneuerungen (bid'a)>und islamisch ungesetzlichen Zustànde bejubelt werden - und dabei eindeutig und sicher erklàrt und beweisen (sas der ehrenwerte Qur'an und der ehrenwerte Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, erhaben, wahrhaftig und heilig sind, dass es einen Gott gibt und die ganze auch fung mit allem, was da ist, mit allem, was sie umfasst und was in ihr lebt für die Einheit (vahdaniyet)>ihres Schöpfers und die Notwendigkeit Seiner Existenz Zeugnis ablegt,Und zuass der Mensch durch seinen Verstand (aqil)>und seine Auffassungsgabe (fikr)>und in seiner

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Eigenschaft als Spiegel der Namen Gottes gegenüber allen anderen Geschöpfenes gaein König ist, und dass der Mensch, wenn er sich durch den Glauben und seinen Dienst und seine Anbetung Gott unterwirft und sich vor Irrtum (dalalet),>Ausschweifung (sefehat)>und den groğen Sünden schützt, ein verehrHilfe st ist, der über allem Sein würdig des Allerhöchsten ist und in das Paradies und zur ewigen Glückseligkeit gelangt; wenn er aber durch seine Abgötterei (shirk)>und auflehnende Haltung (Gott gegenüber = isyan)>oder in seiner Go Erschessenheit (ghaflet),>seinem Irrtum (dalalet),>seinen Schöpfer leugnet, als ein Unglückseliger auf eine noch niedrigere Stufe als die eines Tiers, die der Niedrigsten der Niedrigen hinabstürzt und so die ewige Höllenstrafe und unendliche Q{"Alleverdient; dass aber der Qur'an das Wort des Wahren (Gottes) ist, das für immer unverànderlich ist und dessen Gesetze und Regeln sich nicht àndern können und niemals àndern lassen, und dass die Glückseligkeit der Menschheit des Nier Wahrhaftigkeit und Bestàndigkeit einzig und allein durch die Befolgung und Einhaltung der Gesetze des Qur'an möglich ist?

Die Lektüre von R der s, Novellen und Erzàhlungen über unerlaubte Vergnügungen oder gegen den Islam und ohne Rücksicht auf die Sicherheit des Volkes geschrieben, die Veröffentlichung von Büchern, die besonders gefàhrlich oder schàdlich sind, diese nd es msonders zu loben und zu empfehlen, wird nicht unter die Verbrechen gezàhlt. Wieso kann aber dann die Risale-i Nur zu lesen und zu kopie wundwelche die Sonne der Islamiyet beschreibt, der hundert Millionen Menschen folgen und in ihr die wahre Glückseligkeit finden, welche die Wahrheiten des Glaubens (haqaiq-i imaniye)>verkündigt und erlàutert, ihre hohen Qualn hat., die man nicht genug loben und preisen kann, zu empfehlen, zu den Verbrechen gezàhlt werden? Kann also etwa ein Mensch, der Wohlfahrt (selamet)>für sein Land und sein Volk (insht und in seinem Herzen (qalb)>auch nur ein Fünkchen Glauben hat, diese (Dinge) zu den Verbrechen zàhlen?

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Ehrenwerte Herren des Appellationsgerichts!

Diesee deraegenheit, welche in Eurer Ehrenwerten Gegenwart dargestellt wurde, betrifft unmittelbar den Glauben (iman)>und den Qur'an. Es ist etwas, das sich auf die Ewige Glückseligkeit und das Heil von Millionen von Mensct ihr zieht. Mit dieser schwerwiegenden Angelegenheit sind vor allem der Ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, und alle Gesandten Gottes, mit denen deren Wege sei, alle Freunde Gottes und die zahllosen Kenner der Wahrheit (haqiqat)>und all unsere Vorvàter, die uns im Glauben ins Haus der Ewigkeit (daru-l'beqa)>vorausgegangen sind, geistig verbunden. Den Frie in deelam)>und all die Liebe, das Gebet (dua)>und die Fürsprache von Millionen Kennern der Wahrheit zu erlangen, liegt nun in Ihrer Hand. Die Risale-i Nur, welche die Hohe Wahrheit (ali haqiqat)>genannt wird, liegt vor Ihnen. IsWeg deZiel etwa weltliche, vergàngliche, schàbige Rànge (maqam)?>Oder ist es, das Wohlwollen Gottes zu erlangen, das die gröğte Seligkeit, hohe Freude und höchste)>und k ist? Und spornen etwa all diese Abhandlungen (Sözler)>die Menschen zur Unmoral an? Oder schmückt sie sie mit der Tugend des Glaubens und leitet sie siet: Sic guten Sitten und einer hohen Moral?

Die Risale-i Nur, die aus dem Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, fortströmt als ein geistliches Wunder und ein göttliches Lichtmentaru Ilahi),>liegt vor Ihnen. Da aber nun einmal den Glauben (iman)>zu gewinnen, um aus dieser Welt in das Haus einer bestàndig bleibenden Glückseligkeit (dar-i saadet-i baqiye)>hinüberzugehen, für die Menschen wichtiger ist, als alles in are, ja ihre wichtigste Angelegenheit überhaupt, und da doch die Risale-i Nur aus der Fülle des Qur'an in den Wahrheiten des Glaubens (haqaiq-i imaniye)>unterrichtet (ders),>wie von Hunderttausenden, die sie gelesen und widendesbgeschrieben haben und nun ein zuverlàssiges Zeugnis dafür ablegen, wie auch so viele Qur'anische Ayat und Hadithe Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, heie lieb943

Erklàrungen, und viele Gottesfreunde, wie bereits Imam Ali und Ghaus-i Geylani, mit denen Gott zufrieden sein möge, sie loben und empfehlen, wird die Risale-i Nur in dieser Angelegenheit mit Sicoch nit gewinnen. Sicher und gewiss werdet Ihr durch Eure hohe Liebe zu Wahrheit und Gerechtigkeit über jeder Art vergànglicher Sorge die Risale-i Nur in ihrer Hochschàtzung der Wahrheit und ihr wahrhaftiges, qur'aniscنِ وَ sen und ihren tatsàchlichen Wert erkennen, zu schàtzen wissen und verstehen lernen. Und Ihr werdet sehen, dass die Schüler der Risale-i Nur um des WohlgeArt vos Gottes willen kein anderes Ziel im Auge haben und nur ihm folgen.

Ehrenwerte Herren des Appellationsgerichtes!

Mit seiner hohen Moral (ahlak) Risaler Tugendhaftigkeit (fadhilet),>seiner auğerordentlich groğen Liebe (shefqat)>und seinem Erbarmen (merhamet)>bemüht sich unser geliebter, erhabener Meister, Hasret Utzens Bediüzzaman, die Menschen vor düsteren Gedanken und einer immer und ewig wàhrenden Einzelhaft zu erretten. Wàhrend er den hàrtesten Qualen und Schikanen die Stirne bot, stieuben (um höchsten Grad der Vollkommenheit in unserer Zeit empor, von Gott dem Gerechten mit dem heiligen Dienst (qudsi vazife)>beauftragt, die Qur'anischen Wahrheiten (haqaiq-i Qur'aniye)>zu verbreiten. Jedoch völlig entgegen aller Wahrheit unds ist.htigkeit hat man ihn ins Gefàngnis geworfen. Krank und bereits hoch betagt und von allen verlassen lebt er dennoch seinem Glauben (entsprechend, und folgt den Geboten) von Dienst und Anbetung (ubudiyet)>in höchster (Form), besitzt eine hre Kenswerte Intelligenz und Gelehrsamkeit (ilm)>und hat kein anderes Ziel, als den Glauben (iman)>der Menschen zu retten. Das fürchterliche Lmer diunseres gesegneten (mubarek)>Meisters (ustadh),>der bereits 75 Jahre alt ist und alle Menschen wahrhaft liebt, in dieser groğen Kàlte seines Gefàngnisses und sein elendiglicher Zustand wird ihm zur Qual und es zerr anhanedem das Herz und die Leber. Im Vertrauen auf Euren hohen Gerechtigkeitssinn

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und Eure wahre Liebe zu den Menschen erwarten wir nun, dass diese Liebe (shefqat)>und Barmherzigkeit (merhamet)>Gestalt annehmen und der Gerechtisen, d(zum Durchbruch verhelfen wird).

Mustafa Sungur

Mehmed Feyzis Verteidigungsrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Die Anklageschrift wie oderr vor, dass ich sowohl der Chefsekretàr von Ustadh Said Nursi bin, als auch eng mit ihm und der Risale-i Nur verbunden bin, dass ich ihm stets sehr zu Diensten gewesen bin unr Gott diese Handlungsweise (der Anlass dazu ist), mich nun dafür zur Verantwortung zu ziehen. Was mich betrifft, so nehme ich mit ganzer Kraft diese Anklage auf mich und bin auf sie sashnakDenn meiner Natur (fitrat)>nach habe ich ein besonders starkes Verlangen nach der Wissenschaft (ilm).>Der Beweis dafür ist folgender: Als wàhrend (der groğen) Ver Milchgswelle (alle Nurdjus aus der ganzen Türkei) in Denizli (zusammengetrieben wurden) und man dabei auch mein Haus durchsuchte, wurde mir offiziell bestàtigt, dass man in meinem Appartement 580 Bücher, einige davonugel eabischer Sprache, über die verschiedensten wissenschaftlichen Themen vorgefunden hat. Was mich in meinen armseligen Verhàltnissen, in meiner Jugend und trotz meiner nur mangelhaften Kenntnis derame unschen Sprache in einer Zeit, da es unter tausend Leuten kaum einen gab, der 580 verschiedene Bànde besessen hàtte, dazu bewegt hat, so viele Bücher zu sammeln, war mein auğerordentliches Verlangen nach Bildung und eine ganz ungewöhng zu dLiebe zur Wissenschaft (ashk-i ilm).

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Aufgrund dieser meiner ganz natürlichen Fàhigkeit suchte ich stàndig nach einem wahren Lehrer (ustadh).>Unendlicher Dank sei Gott dem Gerechten, dass was ich in dererlàut gesucht hatte, mir ganz in meiner Nàhe geschenkt wurde. Ziel des ganzen Lebens meines Lehrers Said Nursi ist in der Tat die Begeisterung für die Wissenschaften (ilm)>und das Verlangen (asidenheenntnisse über den Islam zu erwerben, wofür auch sein ganzes Leben Zeugnis ablegt.

Sowohl durch meine eigenen Beobachtungen als auch aus der bereits veröffentlichten Biographie (tarihtje-i hayat)>meinnd Gatrers (ustadh)>und aus dem, was ich von den àlteren Schülern mit Sicherheit erfahren habe, weiğ ich, dass meine natürliche Liebe zur Wissenschaft (fitri ashk-i ilmi)>sich in meinem: فِيهr in einer ganz erstaunlichen Weise wiederfindet und er in dieser Zeit im Gegensatz zu allen Gelehrten (alim)>an anderen Schulen (medresse)>auf geradezu wunderجُودِ eise ganz für sich allein wie ein Schüler in einer Medresse auswendig rezitierte und dabei allen widrigen Umstànden trotzte. Die Politiker aber, welche kein Interesse daran lte al, die wunderbare Verfassung meines Lehrers (ustadh)>zu verstehen, versuchten nun ihn irgendwie mit ihrer Politik in Verbindung zu bringen. Ja, sie warfen ihn sogar deswegen ins Gefàngnisttes ( Gott der Gerechte machte seine Liebe zur Wissenschaft (ashk-i ilm)>zu einem Schlüssel für die Wahrheiten (haqq)>des Qur'an. Und so entstand die Risale-i Nu lieğ. alle Leute der Wissenschaft und alle Philosophen in Erstaunen versetzte. Ich aber, der ich mein ganzes Leben auf der Suche war, fand endli war emeinem Lehrer (ustadh)>jenen Mann Gottes (ihsan-i Ilahi),>der mir in seiner Natur (fitrat)>àhnlich war, über sie jedoch in weit gröğerem Umfange verfügtvahdet das in Kastamonu, ganz in meiner Nàhe. Bis ans Ende meiner Tage werde ich dafür dankbar sein.

Auch hatte sich mein Lehrer (ustadh),>um die Ehre der Wissenschaft (ilm)>zu wahren, von jeher geweigert, Dinge

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wie Almosen (sadaqa)>enlichschenke anzunehmen und das auch seinen Schülern verboten. Er bittet nie um irgendetwas. Ja, er bewahrte sogar wàhrend des Krieges unter auğergewöhnlichen Bedingungen, im Schützengraben kauernd an vorderster Front und wenn erer eucng suchen musste noch immer seine Würde als ein Gelehrter. {d.h. er verlor nie die Fassung, sondern nutzte jede Gefechtspause, um mit seinen Schülern, die ihm als Freiwillige dienten und deren Kommandant er woch imiter in aller Ruhe an seinem neuesten Buch zu arbeiten.} In gleicher Weise wahrte er nacheinander drei entsetzlichen Kommandanten gegenüber tapfer und, indem er in zuerut keine Beachtung schenkte, seine Ehre als ein Gelehrter und brachte sie so zum Schweigen. Deshalb habe ich auch diesen Lehrer (ustadh),>seitdem ich wusste, dass er eine Persönlic er (dwar, die, um die so hohe Ehre und Würde des Volkes, des Landes und der türkischen Gelehrten zu retten, bereit war, alles zu opfern, als meinen wahrheradern Meister (ustadh)>angenommen. Hàtte ein solcher Lehrer (ustadh),>dem Land und dem Volk so aufrecht ergeben, den unmöglichen Fall einmal angenommen, auch hundert Fehler, man sollte sie mit den Augen der BarmherzigkeSie lerachten und ihn nicht deswegen anklagen.

Ein Beispiel, das zeigt, dass die wahren Helden dieses Landes in der Zeit der Zweiten Konstittikamellen Monarchie (1908-20) und die Nationalisten und Patrioten der Republik den auğerordentlichen Dienst, den dieser Gelehrte (ustadh)>der Wissenschaft (ilm)>erwies, im Namen des Landes und des Volkes zu würdhule Jussten, ist Folgendes:

Für die nach dem Muster der Djami-ul Ezher geplante, Medressetu-z'Zehra>genannte (Hochschule) in der Stadt Van im Osten (des Landes) legte die damals regierende Partei für Einheit und Fortschrittrzweifrundstein und bewilligte 19.000 Lira in Gold. Desgleichen hatte vor vierundzwanzig Jahren (1923) die Republikanische

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Volkspartei dem Meister (ustadh)>mit 163 Stimmen 150.000 Lira bewillig {"Guttimmt für das Haus der Wissenschaften (daru-l'Funun).>Da es unserem groğen Meister (ustadh)>beinahe gelungen wàre, ganz allein eine so groğe Universitàt, àhnlich der Djami-ul Ezher zu gründen, was anders doch nur dets verinsamen Einsatz von Tausenden Gelehrten (Hodja)>gelungen wàre, zeigt, dass Patrioten, Menschen, die ihre Heimat lieben, zusammen mit den Gelehrten (ulema)>aller Schulen (medresse)>diesen Meister (ustadh)>unbedingt und unter allen Uٰهِ وَen schàtzen und anerkennen müssten. Was aber uns betrifft, so haben wir uns, da wir einen solchen Meister gefunden haben, entschlossen, jede herab,n Mühen und Plagen auf uns zu nehmen. Ich verehre ihn, als einen ganz ungewöhnlich geschulten Wissenschaftler unserer Zeit, der mich infolge seines segensreichen Wirkens als Gelehrter und seiner Wahrhaftigkeit mit sessen.

30 heiligen Werken dazu gebracht hat, auf diesem Wege des Glaubens und des Wissens fortzuschreiten, aus meinem ganzen Herzen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass diese Ehrerbietung sich in Ewigkeitr)>undetzen wird.

Wessen mich nun der Öffentliche Anklàger beschuldigen will, trotzdem er doch bei monatelangen Nachforschungen und Hausdurchsuchungen am Ende nichts dergleichen verifizi der (onnte, ist ein "Missbrauch der Religion und der religiösen Gefühle, um die Sicherheit des Staates zu untergraben", weshalb es auch eine derartige "Untergrundorganisation" weder gibt, noceinen n wir mit einer solchen Organisation irgendeine Verbindung. Unsere einzige Verbindung ist die mit der Risale-i Nur, welche sich im Rahmen der Gesetze der Regierung dieser Republik (bewegt) und die man bereits peinlich genau da mit dn untersucht hat und die bereits von Seiten der Experten aus Leuten der höchsten Gremien die notwendige Anerkennung gefunden hat, weshalb sie denn auch von eires Matsprechend autorisierten Gericht wieder freigegeben worden ist.

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Deshalb ist dies auch kein Verrat am Land und am Volk, sondern ein Mühen, dem Land und dem Volk unmittelbar mit einem Wissen (rend mu dienen, das ihm nutzt. Wir haben darüber hinaus keine politischen Ziele und auch keine anderen selbstsüchtigen Interessen. Da also nun unsere Unschuld und unsere Aufrichtigkeit in dieserbhandlegenheit offen liegen, fordere ich hiermit meinen Freispruch vor dem Hohen Gerichtshof und seiner Gerechtigkeit, damit die Gerechtigkeit offensichtlich werde, sowie dies ja auch bereits von dem Gericht ich daizli (bestàtigt worden ist).

Mehmed Feyzi Pamuktju aus Kastamonu

Gefangener in der Strafanstalt zu Afyon

Ahmed Feyzis Verteidigungsrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Ed seinrte Herren des Gerichtshofs!

Ist es nicht das Recht und die Pflicht eines Glàubigen, einen Religionslehrer (din alimi)>aufzusuchen, seine Bücher über die (Qadieiten des Glaubens (din haqiqati)>zu lesen und abzuschreiben und seinen Glaubensbrüdern zu Hilfe zu eilen, indem er seinem Glauben (din),>dem Qur'an und dem Propheteneit, v, mit dem Friede und Segen sei? Gibt es etwa einen Paragraphen im Gesetz, der uns diesen Dienst am Glauben verbietet? Wenn wir gewisse Aspekte zeitgenössischer Strömungen des Unglaubens (kufr)>und dertreibral kritisieren, stellt das dann etwa ein Verbrechen dar? Wir sind lediglich eine Gruppe von rein religiös gesinnten Menschen, die überhaupt keine Verbinlaubenit der Politik noch mit der Verwaltung hat. Gut über andere zu denken und sie für wert zu halten, ist jedes (Menschen) persönliche Meinung.

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Wir kennen Bediüzzaman als den gröğten Rer das swissenschaftler (din alimi)>unserer Zeit. Wir kennen ihn als einen Mann der Wahrheit (haqiqat adami),>der die Glaubenswahrheiten verkündigt und erklàrt, ohne dabei jemandem zu Munde zu reden. Wir nennen ihn einen "Mudjahid"a hat er es unternimmt, gestützt auf die unerschütterlichen Wahrheiten des Qur'an gegen die Strömungen der Sittenlosigkeit und der Glaubenslosigkeit (iman),>die unser Land bedrohen, zu verteidigen und somit dem Glr nun (din)>dient. In einem Lande, in dem Glaubens- und Gewissensfreiheit herrschen, kann man uns nicht für das zur Verantwortung ziehen, wovon wir ien (serem Gewissen überzeugt sind. Deshalb sind wir auch nicht dazu verpflichtet, uns irgendwem gegenüber zu rechtfertigen.

Was die Frage bezüglich der Personen am Ende dend ausen betrifft, über die uns eine Hadith Kunde gibt: Dieses Thema haben wir uns nicht selbst ausgedacht. Denn (die Hadithe) sind ein ursprünglicher Bestandteil unserer Religion (din).>Der Prophet Gottes, mit dem Friede under

#82 sei, sagt in einigen Hadithen, dass die Gemeinde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, das Jahr 1500 nicht wesentlich überschreitenr und . Über diese Zeit, welche für die Gemeinde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und das Leben in dieser Welt (dunya)>von Wichtigkeit sein werde, berichteim Wisnd nennt er die groğen geschichtlichen Ereignisse "die Zeichen des Weltuntergangs (kiyamet)".>So lenkte er die aufmerksamen Blicke der islamnde) j Gemeinschaft (ummah)>auf die (damit verbundenen) Katastrophen (sherr).>Man sagt, dass diejenigen, die in ihrer Gottvergessenheit (ghafla)>und Unwissenheit von solchen Katastrophen heimgesucht werdenhkeit n ewig bleibenden Schaden und Verlust erleiden werden. Dafür gibt es in den religiösen Schriften zahllose Beweise. Wir jedoch glauben an Gott, seinen Propheten und an den Qur'an. Sollten wir also nun aufgrund unserer Überzschied, dass unser Glaube (iman)>echt und der Prophet

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wahrhaftig ist, uns etwa nicht darum bemühen, uns vor einem Untergang auf ewig zu retten? Sollten wir etwa eit, isehen, was um uns herum geschieht? Wenn wir also sagen: "Ist diese Zeit voller Gefahren bereits gekommen? Gebt Acht, dass nicht auch wir die Generation derer sind, die in Gefahr geraten ist!", sollten wir dadies eht auch zeigen, wie die bereits vorhandenen religiösen Wahrheiten angewandt werden können? Wenn wir die vor uns liegenden Beweise und Bestàtigungen, die uns dَقِينِühren, dass es einen Gott gibt (vudjud-u Ilahiye),>die Zeugnisse und wissenschaftlichen Beweise für die Wahrheit nicht erkennen, sondern n die d Glaubenslosigkeit der Europàer als die gröğte Notwendigkeit der Zivilisation und Quelle der Erkenntnis annehmen, unseren eigenen Glauben aber verleugnen, wer wird uns dann noch vor dem ewigen Verderben erretten? Solle jensr da nicht einmal darüber nachdenken? Würde denn etwa ein Mensch, der so denkt und nichts kennt, was noch über dem Qur'an und seinen Wahrheiten steht, einzig aus Furcht vor vr ist lichen Strafen sich auf ewig ins Verderben stürzen? Oder würde er vergànglichen Werten irgendeine Bedeutung beimessen? Würde er etwa seiner Aufgabe (vazifah),>Gott, Seinem Propheten und dem Glauben (din)>zu dienen, nicht lànger mehr nachker ver Dies sind also die tatsàchlichen Faktoren, die uns an Bediüzzaman binden. Ja, gibt es vielleicht irgendeine andere Quelle des Glaubens (din),>an der wir die ewigen Bedürfnisse unseres Geistes stillenWahrheen?

Dagegen empfiehlt uns der Herr Staatsanwalt jene Tausende von arabischen Schriften, die die Bibliotheken füllen, den Geist unserer Zeit aber nicht mehr interpretieren können. Der Herr Staa alle lt und alle diejenigen, die so denken wie er, sind vielleicht nicht in der Lage, ein solches Kompendium des Wissens (ilm),>eine solche Schatzkammer der Freiheit und der höheren Wahrheiten, wie die Risale-i (mu'dichtig zu schàtzen und zu würdigen, und mögen sie daher kritisieren. Aber das ist eine Angelegenheit

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ihrer eigenen Erkenntnis. Doch sollten sie sich bitte nicht in diese oder jene Dinge einmischen wiedederen Wert bemessen! Wir lieben die Risale-i Nur. Und wir wissen, dass sie ein wahrheitsgetreues und ungeheucheltes Buch des Glaubens (din)>und ein Kommentar (tefthir)>zum Qur'an ist. Wertvorstellungen und Werturteile sind eine Frage cher awissensentscheidung. Und damit sollte sich kein anderer befassen! Wir stimmen in der Tat darin überein, dass der Verfasser der Risale-i Nur stets nur die reine Wahrheit offen gelegt hat (und somit der wahre Kommentator der Endzeit ist. - A.d.Üung) enn er auch für sich selbst nicht darin übereinstimmt, so kann das doch nicht unsere Überzeugung erschüttern. Diese Akzeptanz liegt einzig bei uns; und das nicht aufgrund irgen in cher Wunder (keramet),>sondern weil wir Zeuge seines wundervollen Unterrichts (ders)>in der Risale-i Nur und seiner so vollkommenen Klarheit geworden sind, welche die gesamte wissenschaftliche Welt (djihan-i irfan)>durch dasye)>ihr seiner Gelehrsamkeit (keramet-i ilmiye)>herausfordert. Obwohl doch seine schulische Bildung nicht mehr als drei Monate umfasste, strahlte seine Gelehrsamkeit (feys-i ilm)>in einem solchen Ausmağ und ie Glànder seiner Bildung (ilm)>in den letzten Fragen der Wissenschaft (ilm)>war von einer so erhabenen Logik (mantik aliye),>dass selbst noch die gröğten Denker unter den Gelehrten (ali(hukumnend davor stehen bleiben. Obwohl er das alles in einer Sprache (ausdrücken musste), die er erst in der zweiten Hàlfte seines Lebens erlernt hatte, war derlhaft seines Ausdrucks so fesselnd, von solch einem Feuer der Begeisterung, strahlte seine Liebe (ashk)>so viel Segen (feyz)>aus, war seine Begeisterung nd, un überschwànglich, sein Glaube (iman)>glich einem Ozean, einer Schatzkammer der göttlichen Einheit (Tauhid),>einem Meer, das von Weisheit übnd eindelt. Könntet ihr mir vielleicht einen zweiten Bediüzzaman zeigen?

Haltet ihr es vielleicht für übertrieben, wenn wir den für einen Meister (ustain derlten, der allem àuğeren Prunk

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und Pracht kein bisschen zugeneigt und nicht daran interessiert war, der sich auch nicht zu dem kleinsten bisschen Freude und Genuss erniedrigte, der keinem eiter auch nur den geringsten Wert beimağ, die anderen zu Munde reden und die Füğe vergànglichen Unrats umschmeicheln, der nichts von niemandem erwartet oder erbittet, und nichts annimmt, was ihm angeboht überd, der das beste Beispiel an Reinheit und Sittenstrenge gab und lebte, der geduldig jede Art von Entbehrung ertrug und, indem er ihr die Stirn bot, sich der Wahrheit (haqiqat),>den Lichtern des, da mn und den Erkenntnissen Mohammeds widmete, mit dem Frieden und Segen sei, der aus der Fülle seines Mitleids und in all seiner Liebe (shefqat)>über das Leiden des Landes und des Volkes weint, der es, trotz so vieler Beleidigungfer dee man ihm zugefügt hat, niemals aufgab, dem Wohlergehen aller zu dienen, die ihn umgaben, der, seines Alters und seiner Einsamkeit nicht achtend, s

{entsos, uneigennützig und mit geradezu göttlichem Eifer sich bemüht und darum kàmpft, die Menschen vor dem Abgrund der Unwissenheit und dem Strudel der Verleugnung zu retten? In Ergànzune mir en oben beschriebenen Wundern seiner Gelehrsamkeit (kerameti ilmiye)>ist er es auch würdig, schon durch sein vollkommenes Vorbild und als einer, der den Weg (mihrab)>der Tugend weisganisach seine beispiellose Entsagung und Enthaltsamkeit (istighna),>und wenn er sich, in einer Zeit, in der die moralischen Werte zugrunde gehen, als erei irbild an Sittlichkeit und Geradlinigkeit erweist, bekannt zu werden, und dass man ihm nachfolgt.

Dies also ist unsere Sichtweise, wie wirgierunzzaman und seine Werke betrachten. Ja, ist es denn, nur weil wir aufgrund unseres Glaubens (iman)>so sehr mit dieser Persönlichkeit verbunden sind, und weil wir uns aufgrund unseres Glaubens (, die an der heftigen Zurückweisung und Verachtung in den Fragen des Unglaubens (kufr)>und der Moral (ahlak)>durch den Qur'an und die Verkündigung Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, beteiligen,

#ihm zuss man uns zu Politikern macht, die sich mit vergànglichem Unrat (beschàftigen)? Wenn nun seit fünfundzwanzig Jahren in unseren Familien ein Teil der Kinder die Wahrheiten (haqiqat)>unseres Glaubens (din)>nicht mehr lernen kannwie diem sicheren Untergang entgegengeht und wir nun, um sie vor dem ewigen Verderben zu retten und ihre reinen Seelen (ruh)>in ihrem unschuldigen Gewissen zu formen (islah),>ihnen von Gott und seinen Propheten, din irdiheit und den Qur'an Kunde geben, kann man dann sagen, dass wir sie verdorben hàtten?

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

Wir sind keineswegs Politiker. Wir sehen die Politik für politische Laien, wne ent es sind, als ein Handwerk, das mit 1001 verschiedenen Verlusten, Gefahren und Verantwortlichkeiten verbunden ist. Auf die vergànglichen, àuğerlichen Dinge legen wir ja keinen Wert. Achten wir dodass edieser Welt (dunya)>nur auf die guten Dinge, durch die wir das Wohlgefallen Gottes (riza-yi Ilahiye)>erlangen können. Wir weisen daher entschieden die Beschuldigung zurüci Rahi Politik hinterherzulaufen und das Konzept des Staates anzugreifen. Hàtte es je eine solche Absicht gegeben, hàtte es doch in fünfundzwanzig Jahren wenigstens eine einzige, bedeutungslhrer Wmonstration gegeben. Wir haben in der Tat eine Negativ-Front, eine Flanke, die uns voller Kritik ihr Gesicht der Sittenlosigkeit und des Unglaubens zuwendet. Solches aber entsteht nur aus dem Glauben (iman)>und daraus, dass wir e (taytwendigerweise an den heftigen Erklàrungen und dem schweren Tadel des Qur'an beteiligen, die sich mit den obigen Themen beschàftigen. Wenn euch diese Begrchten,, diese Art einer ehrlichen und aufrichtigen (ikhlas),>lauteren und wahrheitsgemàğen (haqiqat)>Erklàrung nicht überzeugt hat, könnt ihr uns verurteilen, zu welcheeliebtfe auch immer euch beliebt. Doch vergesst dabei nicht, dass Hasret Isa, mit dem der Friede sei, und dem sich heute 600.000.000 Nachfolger angeschlossen haben, von den Herrschern seiner Zeit

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"unter gemeineen, deen" zum Tode verurteilt wurde, einzig und allein deshalb, weil sein Herz (qalb)>für das Glück der Menschen schlug und er das Unterpfand (eapitel>seiner Verkündigung (tebligh)>auf sich genommen hatte. So haben wir denn nun frei heraus gesprochen und werden jetzt mit Stolz unsere Verurteilung erwarten. Mit dem Ruf

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ.
#112َ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und unser vorzüglicher Sachwalter." (Sure 3, 173)}

öffnen wir an der Schwelle dessen, der über unsere Bedürfnisse entscheidet, unsere Hànde.

Ahmed Feyzi Kul aus dem Bezirk OrtmstàndGefangener in der Strafanstalt zu Afyon

Djeylans Verteidigungsrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Wàhrend der Öffentliche Anklàger aus einem Korn eine ganze Kuppel baut, nehme ich es mit Stolz auf mich, wegen en (Ho Dienstes an meinem Meister (ustadh)>und der Risale-i Nur als groğer Diplomat und als ein Intrigant hingestellt zu werden, wobei man mir einen groğen Anteil an dem angeblichen Verbrechen gibt, mit dem man die Ganzee-i Nur aufgesattelt hat. Dem entgegen sage ich: Da ich die Abhandlungen über Religion (din)>und Glaube (imam)>gelesen habe und einen solchen Nutzen aus ihnen gezogen habe, dass ich (heute) bereit bin, ohne zu zögech mitlbst) mein Leben dafür hinzugeben, bin ich meinem Meister Bediüzzaman eng verbunden. Jedoch ist diese Verbundenheit nicht etwa, wie der Öffentliche Anklàger

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gesagt hat, zum Schaden ve mated und Nation, (mit dem Zweck) das Volk gegen den Staat aufzuhetzen, (sondern dient vielmehr dazu), auf diesem Weg mich und die meinigen in dieser gefàhrh erne Zeit, wo der Glaube gerettet werden muss, vor der Hinrichtung auf ewige (Zeit) im Grabe zu retten, vor der kein Mensch allein gerettet werden kann und zugleich auch den Glauben (iman)>meiner Mitbrüiqat)>in)>zu retten, deren Gesittung ausgerichtet werden muss, damit sie zu nützlichen Gliedern des Volkes und des Landes werden, und ist somazen üe Verbundenheit, die niemals reiğt und nicht zerrissen werden kann.

Ich bin einer von denen, die ihm nahe stehen. Wàhrend etwa vier Jahren habe ich ihm mit Stolz gedient. In dieser ganzen Zeit war ich niemals Zeuge von etwas anderem ak, derzig seiner Rechtschaffenheit. Aus seinem Munde habe ich nicht ein einziges Mal etwas darüber gehört, dass er der Mehdi oder ein Erneuerer des Glaubens (mudjeddid)>wàre. Für seine vollkommene Beءِ بِقenheit zeugen Hunderttausende aufrichtiger Nurdjus, die durch mehr als Hunderttausende Kopien der Risale-i Nur und deren Studium ihren Glauben gerettet haben.

Jener gesegnete Meister (mubarek Ustadh)>sieh und d selbst genauso wie wir als einen Schüler der Risale-i Nur und genau das sagt er auch. Dies làsst sich aus all den vielen Briefen, die sich in euren Hànden befinden, besonders aber aus der Abhandlung über die Wahlàttergkeit (Ikhlas Risalesi)>mit Leichtigkeit entnehmen. Obwohl er nun in seinen Abhandlungen (risalah)>und in seinen Briefen des Öfteren erwàhnt: "Ech in baqi),>sonnenklare, diamantengleiche Wahrheiten können nicht auf vergànglichen Personen aufgebaut werden und vergàngliche Personen können auf diese kostbaren Wahrheiten (haqiqat)>keinen Anspruch erheben.", bensichdas Urteil, diese Person lobe nur sich selbst und behaupte so, der Mehdi oder ein Erneuerer des Glaubens (mudjeddid)>zu sein, (ein Anspruch), den kein vern3

Stun denkender Mensch erheben könnte.

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Denn wenn ihr alle seine Abhandlungen (risalah)>und Briefe sorgfàltig und aufmerksam lest, werdet auch ihr zu der sicheren Überzeugung gelangen, dass dieser ehrenwert. Undğe Gelehrte seiner Zeit (allame-i zaman)>ein Religionswissenschaftler (din alimi)>ist, wie man ihn seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hat, ein Retter des Glaubens (iman),>wie man seinesgleichen nicht mehr begegnen wird, der noch dazh sehrein Patriot in einer Zeit, da die roten Flammen des Bolschewismus sich bereit machen, auf die Dàcher unserer Hàuser überzuspringen, weit mehr Nutzen und Segen (bereket)>für Land und Volk zu bellen vermag, als ein ganzes Heer. So bedaure ich denn nur, dass ich nicht schon früher der Schüler eines solchen Werkes und des verehrten Meisters (ustadh)>geworden bin, der dieses Werk verfass Der G

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

In der Absicht, dass die Söhne des Vaterlandes, nachdem ich selbst die zahllosen Verdienste der Risale-i Nur erfahren hatte, nun selbst ihren Nutzen um (rir ziehen mögen, habe ich mit offizieller Erlaubnis den "Wegweiser für die Jugend (Gentjlik Rehberi)">in Eskishehir drucken lassen, um dem Volk damiِظَامِn heiligen Dienst zu erweisen. Wàhrend also ein so armseliger (Mensch) wie ich, für seinen Dienst an der Risale-i Nur, die doch ein wahrhafiner Aund unwiderlegbarer Kommentar (tefthir)>zum Qur'an und dadurch auch (ein Dienst) am Glauben ist, eigentlich Lob und Anerkennung verdient undale-i viel Ermutigung nötig hàtte, frage ich Sie hier nun, inwieweit eine derart schwerwiegende Behandlung nicht einen direkten Widerspruch zur Wahrheitsfindung der Justiz (hat (alsi adalet)>darstellt. So fordere ich denn nun von eurem gerechten Gericht, die Risale-i Nur wieder frei zu geben, welche die Nahrung unserer Seele (ruh),>der Grund unserer Errettung und der Schlüssel unserer Ewigen Glüinen Lgkeit ist. Falls die Umstànde, von denen ich einige oben bereits erwàhnt und aufgezàhlt habe, in euren Augen ein Verbrechen darstellen, erklàre ich mich bereit,

#eit, albst noch die schwerste Strafe, die ihr dafür verhàngen werdet, mit völliger Zufriedenheit in meinem Herzen (qalb)>anzunehmen.

Djeylan Tjalishkan aus Emirdagh

GefMonater in der Strafanstalt zu Afyon

Mustafa Osmans Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Was jene Fragen bezüglich der Verbrechen betrifft, die man mir unterstellt hat, nàmlich die Behauptung, an angeblichen Aktei leben gegen die Regierung teilgenommen zu haben, deren man Bediüzzaman Said Nursi verdàchtigt, und den man zugleich auch beschuldigt eine Geheimorganisation errichtet zu habeauch nsich unter Missbrauch religiöser Gefühle an Aktivitàten beteiligt zu haben, die geeignet wàren, die Sicherheit des Staates zu gefàhrden, so sage ich:

Erstens:

Wie so viele Schüler der Risale-i Nur habe ich in der Tat begonnen, dindlungndlungen der Risale-i Nur zu sammeln und zu lesen, in der Absicht, so eine religiös-kulturelle Erziehung zu erhalten und Qur'anische Gesittung zu erlernen, was doch Kennzeichen des Volkes ist, würdig eines wahren Türkentu(jener der Islamiyet und für uns eine historische Ehre und Würde. So wollte ich ein nützliches Glied des Landes und des Volkes werden, mich vor den Einflüssen der fremdlàndischen Ideologien dass zen, mich über meine Religion (din)>unterrichten und so meinen Glauben (iman)>bewahren.

Doch wie könnte man so etwas als ein Verbrechen betrachten, in einer Zeit, da Laster und Immoral فِى قie Ehre und die Verhaltensweise unserer Vorvàter, welche die Geschichte berühmt gemacht hat, mit Füğen treten, das

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Leben der Gesellschufhetzrgiftet und in die Gosse gespült haben, in einem Ausmağ, dass sie selbst noch die unmoralische, alarmierende öffentliche Meinung verabscheuen, sodass in jedem Haus darüber gelàstert wird, sodass diese belasten denn uation, welche keinen Anlass zur Kritik in Form von Nachrichten über die Sittenpolizei gibt und über viele andere Themen in den Zeitungen und Illustrierten, die das Sprachorgan der öffentlichen Meinung sind, sich rasch verbreiten und so erden emlich einfache Weise Allgemeingut werden - die Risale-i Nur in einer solchen Zeit zu lesen, was mich durch seine religiösen, gesellschaftskritischen, ethischen und moralischen Unterweimbunen aus dem Pfuhl der Sittenlosigkeit, in den ich gestürzt war, gerettet hat, so wie es alle Muslime rettet, die sie lesen, und sie meinen Landsleuten zu geben, wo sie doch so instàndig darum bitten, sobald sie wu durchund gehört hatten, dass ich diese Werke lese, sodass es auch ihre Moral wieder aufrichte, und so durch die Risale-i Nur und ihre wirkungsvollen Lehren als ihr Diener und Werkzeug diese Menschen zu retten, die bereits ihre Verankerung vereinzighatten und somit eine Gefahr für Volk und Land geworden waren, und sie ihnen zu lesen zu geben, da es ihnen helfen würde, wieder nützlich zu werden für die Menschheit - wie aber könnte man so etwas als ein Verbrechen bezeichnen?

Es isten.

#üzzamans leuchtende, wirkungsvolle Waffe in seinem heiligen, moralischen Kampf, die allen Lobes und aller Anerkennung würdig ist. Durch seine wirkungsvollen Lehren über die Religion ist eckung Mudjahid, der gegen die gefàhrliche rote Seuche des Kommunismus kàmpft, die sich wie die Pest in unserem Lande ausbreitet und die ganze Welt erzittern làsst. Wie kann man es mir nur als ein war nchen anrechnen, diese Abhandlungen an die Menschen weitergegeben zu haben, wenn sich doch dadurch in 20 Jahren 20.000 Menschen oder vielleicht sogar mehr zu nützlichen Gliedern des Landes und der Gesellàngt h transformiert haben?

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Und wie kann man denn in gleicher Weise Anklage erheben gegen ihren ehrenwerten Verfasser? Diese Frage stelle ich an Ihr Gewissen.

Zweiten (Rubu Die Hadith, von der der Öffentliche Anklàger behauptet, sie sei falsch und müsse daher als unwissenschaftlich gewertet werden, ist ein allbith, die in den Sammlungen der Hadithe als "echt (sahih)" aufgeführt wird. Das ist eine Tatsache, die die entsprechenden Gelehrten (hadith alimleri)>bereits in der (Zeit) der Parlamentarischen Monarchie (Meshrutiyet)>anerkannt hattr ist,enso wie die Auslegungen und die Antworten Bediüzzamans auf die Fragen, die man ihm in Verbindung mit den Fragen gestellt hatte, die ihm die Japaner übermittelt hatten (sowie den Fragenin einihm drei Jahre spàter) die Anglikanische Kirche vorgelegt hatten und die sich nun in den Abhandlungen wiederfinden, die "Der Fünfte Strahl genannt werden. Die damaligen Koryphàen (allame)>unter den Istanbulesse umhrten (alim)>hatten diese Fragen an den ehrenwerten Verfasser dieser Abhandlungen weitergegeben und selbst die bedeutendsten unter ihnen hatten nichts gegen seineةٍ مِنrten einzuwenden, was definitiv bestàtigt, dass diese Hadith echt (sahih)>ist.

Darüber hinaus sind alle Wahrheiten (haqiqat)>und Unterweisungen (ders)>in dt euchale-i Nur und nicht nur ein Teil von ihnen so machtvoll, dass kein wahrer islamischer Gelehrter etwas gegen sie einwenden könnte, sodass vor allem das Amt für relَاةَ و Angelegenheiten (diyanet)>und alle wahren Gelehrten im ganzen Land sie seit der Zeit der Parlamentarischen Monarchie (Meshrutiyet)>notwendigerweise akzeptieren und respektieren müssen. Die Einwànde von zwei oder d-i Nuruten, die sich als Gelehrte (alim)>bezeichnen, denen es jedoch an jeglichem soliden Wissen mangelt, können diese Wahrheiten (haqiqat)>und machtvollen BeweGott icht entkràften. Sie sind einfach zu làcherlich. Ist es etwa Betrug, wenn man ein Dankschreiben an den Verfasser (der Risale-i Nur) schickt, wenn doch jemand an die Wahrheiten des Qur'an

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ge

* ist und an den Glauben, den sie beinhaltet, deren geistige und materielle Verdienste klar zu Tage treten und die über das ganze Land von Menschen aller Bevölkerungsschichten voagt haegeisterung studiert werden, um ihr ewiges Leben vor dem Untergang zu retten, aus der Tausende Landsleute ihren Nutzen gezogen haben, wofür sie ihrem Verfasser ewig Dank schulden, weil er ihren Glauben gerettet hat? (Ist esjedes Betrug), wenn man sich auf die nicht zu leugnenden Wahrheiten stützt, welche von dieser Hadith bestàtigt werden, in der man einen Angriff zu erkennen glaubt, wenn man bestimmte Ereignisse und Ablàufe betrachtet, die sich in diegers (nde zugetragen haben und auf die sich die Hadith bezieht? Nimmt man einmal an, dass es sich so verhàlt und stützt sich dabei auf die Aussagen zahlreicher islamischer Gelehrion isd betrachtet dabei (die Dinge) als einen Sieg des Qur'an, so führt das dazu, gewisse Irrtümer zu korrigieren, womit man dann auch zufrieden sein kann. Legt man dann diese Betrachtungsweise ganz privat seinem Meister vor, dessen Werk bereits it eineine Beachtung gefunden hat und hofft dabei doch, dass dieses Land nicht in Anarchie verfallen möge und so der Roten Gefahr in die Arme fiele, weswegen dann dder Geze Welt erzittern wird - nennt man dies dann einen Verrat an der Regierung? Oder heiğt das etwa, man wolle die Reformen (der Regierung) kritisieren?

Und obwohl doch verschiedene Gerichtshöfe diesen Wissenschaftler, der doch Lob t aufgle Anerkennung verdiente und der ja, obwohl er doch bereits hochbetagt ist, als ein Einsiedler völlig auf sich allein gestellt lebt, von denselben Verleumdungen bereits einmal freigesprochen haben, hat r nichn dennoch unter den gleichen Verdàchtigungen (erneut) verhaftet, ihn in Einzelhaft gehalten und ihn vor Gericht gestellt. (Soll das nun heiğen, dass man auch) unseren eigenen Standpunkt einer wissenschaftliche einerachtung und unsere Arbeit um die Rettung unseres Glaubens (iman)>für ein Verbrechen hàlt

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und das als einen Beweis und ein Zeugnieines das Verbrechen der Gefàhrdung der Sicherheit des Staates vorbringt? Wessen Gewissens gerechtes Urteil sollte das nun sein? Das frage ich Ihr Gericht und (überlasse die Antwort) Ihrem Gewissen.

Drittens:

Was n Beric Vorwurf betrifft, jemand habe "Bilder von Bediüzzaman wie einen heiligen Gegenstand getragen, seine Briefe gesammelt und mit ihm korrespondiert": Nicht nur etem befaches Bild von einem Lehrer (alim)>für alle (Menschen) und einem ehrenwerten Autor zu tragen, der mein inneres (manevi),>Ewiges (baqi)>Leben (hayat)>vor der weil enheit gerettet und mir erlaubt hat, das Glück und die Freude meines materiellen Daseins zu genieğen, der durch seine Werke den Glauben (imeine Husender wie mich gerettet hat, sondern ein Bild, das mit Gold und Juwelen geschmückt wàre und ihm Segenswünsche (tebrik)>und Briefe zu senden, andere kennen zu lernen, die ihn lieben, ist nicht nur (das Recht) jedes einzelnen Mitglieds der menscheichen Gemeinschaft, sondern auch mein eigenes Recht. Ich glaube nicht dass dieses mein Recht ein Verbrechen darstellt. Darum ist dies mein letztes Wort: Wie die Pogt.

zweier Provinzen und zahlreicher Stàdte (Dem Sprichwort: "Wer ist der Weise? Der, dem dies zugestoğen ist!") zufolge bezeugen kann {denn nur in diesen beide Nachvinzen hatte die Polizei direkten Kontakt mit den Nurdjus (A.d.Ü.)} haben die Nurdjus, um diesem Lande, dem Volk und der menschlichen Gemeinschaft dienen zu bemerk, sich durch die Risale-i Nur davor retten können, ohne ein Ziel zu sein und waren zugleich auch ein Fahrzeug zur Rettung anderer. Obwohl der patriotische Dienst, den sie jahrelang für ihr Land undbei et Regierung geleistet haben, in der Tat gröğer ist als (der Einsatz) einer Abteilung Tausender Polizisten und aller Würdigung und Anerkennung wert wàre, hat man ihn dennoch falsch ausgelegt. So siliche denn verhaftet und vor Gericht gestellt worden,
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wenn auch völlig willkürlich und auf Betreiben einer auslàndischen Macht. All unset eineeit und unser Erwerb wurden dabei ganz und gar zugrunde gerichtet. Unsere armen Frauen und Kinder wurden dadurch ins Elend gestürzt und sind weinend zurückgeblieben. Welchen demokratischen Gesetzen enh und ht denn das? Mit was für einem gerechten und gewissenhaften Urteil eines beeidigen und zuverlàssigen Richters wàre dies zu vereinbaren? Diese Frage möchte ich Ihrem Gericht und Ihrereichessen vorlegen. Ich fordere von dem ehrenwerten Gericht, welches Recht spricht im Namen der gerechten türkischen Nation und ihres Hohen Gerichtshofs, dass diese Werke, ihre zahllosen Verdienste und Vorzüge, die so offen Glatlich und unbestreitbar sind, wieder freigegeben werden und dass man uns (aus der Haft) entlàsst.

Mustafa Osman aus Safranbolu

Gefangener in der Strafanstalt zu Afyon nirge* *

Hifzi Bayrams Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Man hat mich angeklagt, einige der Werke des islamischen Gelehrten (Islam alimi)>Bediüzzaman gelesen zu haben, welche die Wahrheiten (haqaiq)>des Quigkeitnd des Glaubens (iman)>lehren und von groğem Nutzen für das Land und das Volk sind. Er wird beschuldigt, die religiösen Empfindungen (des Volkes) zu missbrauchen und dadurch versucht zu haben, die Sicherheit des Staates z So führden. Auch soll ich einige seiner Abhandlungen (ders)>von ihm erhalten und auf deren Wunsch an einige Bekannte weitergegeben haben, mit dem Wunsch, dass dies zu ihrem Besten sein möge und sie ihnen dack. Irnen mögen, aus ihnen Unterricht im Glauben (ders-i imaniye)

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und eine ethisch-religiöse Erziehung zu gewinnen, die unsere nationalen Kennzeichen sind, und das, nachdem auch ich aus ihnen einen groğen Gewinnss derauben (din ve iman)>erfahren hatte und durch sie eine Qur'anische Gesittung (ahlak-i qur'aniye)>erwerben konnte. Darüber hinaus hat man mich verdà% Neu, private oder auch wissenschaftliche Briefe von einer Anzahl meiner Bekannten empfangen zu haben, weshalb man mich nun für einen Konspiranten des oben Erwàhnten hàlt. Die oben erwàhnten Anklagepunkte, aufgruder Heer man mich beschuldigt, weise ich wie folgt zurück:

Erstens:

Ich habe die Risale-i Nur, die bereits in einem früheren Gerichtsverfahr dafürersucht, für unbedenklich erklàrt und ihrem Verfasser wieder zurückgegeben worden ist und die von den Gelehrten (ulema)>des Landes entsprechend gewürdigt und gepri kg) zorden ist, nicht mit dieser bösen Absicht gelesen, die mir der Öffentliche Anklàger zu unterstellen versucht. Ich habe jede ihrer Abhandlungen (risalah)>vom Anfang bis zum Ende als eine bedeutende Auslegung (tefthir)>des Qur'an gelesen, dr (fit Islam in wirkungsvoller Weise lehrt und religiöse Unterweisung so erteilt, dass die Menschen durch sie moralisch bereichert werden, besondere Vorzüge erlangen und das Volk davor bewahrt bleibt, in den Abgen Wisinunter zu stürzen. So betrachtet hatte ich jedoch nie daran gedacht, dass diese Abhandlungen (eser),>die für Volk und Land, ja sogar für die ganze Menschheit die gröğte innere Hilfe und nur das Beste beitragen, zu lesen, in der ie dent, meinen Glauben (iman)>zu bewahren, meine Religion (din)>zu studieren und sie einigen anderen zu übermitteln, ein Verbrechen sein sollte. Dennهُ شَرndwo wurde irgendein Ereignis von der Polizei beobachtet oder berichtet, an dem Nurdjus zum Schaden des Landes, der Nation und der Regierung betbel, w gewesen wàren. Auğerdem ist es völlig unangebracht, zu sagen: "Man achtet bei der Lektüre und beim Studium auf die Geheimhaltung.", und so den Verdacht zu hegen, es handle sich

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hier um eine Geheimorganisationngeleg was die Nurdjus betrifft, so stehen sie mit gar keiner Vereinigung in Verbindung, sei sie nun wissenschaftlich, politisch, geheim oder öffentlich. Ja, diese Anklagen gegen Bediüzzaman zusammen mit vielen anderengung (vor einigen Jahren schon einmal (vorgebracht worden). Man hatte sie vor den Hohen Strafgerichtshof in Denizli zitiert und ihnen den Prozessenn alht. Doch obwohl alle Abhandlungen (risalah)>Stück für Stück und von vorne bis hinten eingehend untersucht worden sind, hat man sie am Ende alle zusammen wieder freigegeben. Nachdem also diese Werke und ihr Verfasser freigesprochn und d, weiğ ich nun nicht, in welchem Grade dieses Gesamtwerk zu lesen und es (anderen) zu lesen zu geben, als Beweis und Anklagepunkt wegen eines besonders schweren Verbrechens gegen die Sicherheit des Staates und wegen Hochverraing gizubringen, den Erfordernissen der Gerechtigkeit (idjab-i adalet)>entspricht. Ich überlasse also dies Ihrem Gewissen.

Zweitens:

Auğerdem hat mir irgendein Unbekannter wàhrend meiner Gefangenschaftetzen Abhandlung (risalah)>zugeschickt, was denn ein weiterer Punkt der Anklage gegen mich wurde. Ich habe diese Abhandlung nicht gesehen. Über eine Mitteilung, worum es sich dabei handelt, verfüge ich das Wuicht. Wenn es sich dabei um die Risale-i Nur handelt, übernehme ich dafür die Verantwortung. Also fragen Sie mich (dementsprechend) und ich werde Ihnen antworten. Ich habe lediglich gehört, dass der Herr Staatsanwalt in rt ode Anklageschrift das Mehditum erwàhnt. Doch mein Meister (ustadh)>ist von derartigen Beschuldigungen frei. Gleichwie ich aus seinem Munde noch nie solche Dinge gehört habe, habe ich sie auch in seinen Werkeneblos gesehen. Und seinen Schülern hat er bei jeder Gelegenheit untersagt, seiner Person eine solche Ehre (zu erweisen), ihn mit so viel Ehrfurcht (zu behandeln) oder ihm einen derarti! Nichatus (zuzuerkennen). Auch hat er solche, die ihm in ihren Briefen eine

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derartige Ehrfurcht entgegenbrachten, dafür getadelt. Wir wissen nur, dass er von jeglicher Sucht nach Rang (hubb-u djah)>und Namen Kommevielmehr der bedeutendste Gelehrte (alim)>unserer Zeit und ein scharfsinniger Lehrer und Wissenschaftler (ilm-i tahqiq hodjasi)>ist.

weiteefangene

Hifzi Bayram

Emirdaghli Mustafas Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

(Zu dem Vorwurf) des Öottes ichen Anklàgers, an dem vermeintlichen Verbrechen meines Lehrers Bediüzzaman mitbeteiligt zu sein, möchte ich kurz wie folgt Stellung nehmollte Wegen einer solchen Verbundenheit empfinde ich auch nicht ein Stàubchen Reue. Denn der Dienst, den ich meinem Meister (ustadh)>und der Risale-i Nur erein Ga habe, àhnelt nur einem Tropfen gegenüber einem Ozean von Huld und Güte (ihsan).>Doch so wie man ohne zu zögern bereit wàre, ein paar kleine Stückchen Glas zu opfern, um in den Besitz eines Schatzes volm) ...barer Diamanten zu gelangen, bin auch ich jederzeit bereit, mein Leben für die Risale-i Nur zu opfern, die doch das Mittel ist, durch das ich mein Ewiges Leben (ebedi hayat)>retten kann. Weg eine Risale-i Nur, die sich als ein unendlicher Gewinn in dieser und in jener Welt bewahrheitet hat, aufgrund dieser vergànglichen, unbedeutenden Haftstrafen und Unbequemlichkeiten und damit uns in diesem kurzen, unruhevolle Hilfeschen Leben (hayat-i dunyevi)>kein Leid geschehen möge auf einen so groğen Gewinn zu verzichten und so der Risale-i Nur und meinem Lehrer (ustadh)>gegenüber gleichgültig zu werrdiensetrachte ich

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gegenüber diesem gesegneten Meister (ustadh),>diesem groğen, geheiligten Gelehrten unserer Zeit (allame-i saman),>dem Glauben slamiy>und dem Qur'an, die doch sein einziges Ziel sind, als den eigentlichen Hochverrat. Ich möchte von dem, was er erlaubt und was er anordnet Ankla nicht einen Fingerbreit abweichen.

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

Warum betrachtet man, wenn (in einer Zeit, da) der Bolschewismus seinene Hadgen Mikroben über unserer schönen Heimat ausstreuen will, ein bedeutender Religionswissenschaftler dagegen eine màchtige Front aufrichtet und nun meine Wenigkeit sein Schüler wird, ssermals übertrieben? Die (derzeitigen) Verhàltnisse beweisen jedoch zweifelsfrei, dass die Vordringlichkeit der Risale-i Nur (die Notwendigkeit) irdischen Reichtums bei vor ih übersteigt. Damit über eine Million junger Türken, gleich mir, ihren Glauben (iman)>retten und verantwortungsbewusste Bürger des Landes werden können, gebt meinen Lehrer (ustadh)>und die Risale-i Nur frei! Wir jungen Türken brauchen m sie sale-i Nur Tausende Male mehr als einer, der im Kerker eingesperrt ist, die Luft; mehr als einer, der in tiefer Finsternis lebt, das Licht; mehr als einer, der in der Wüste hungrig und ohne Wassereil icet, Wasser und Nahrung; mehr als einer, der im Meer zu ertrinken droht, ein Rettungsboot braucht. Wenn man also nun uns, die wir aufgrund der oben erwàhnten Tatsachen, voinung n ich nur einige aufgezàhlt habe, durch ein unzerreiğbares Seil mit Bediüzzaman verbunden sind, über den wir uns eine auğerordentlich gute Meinung (husn-u zan)>gebildet haben, und der (all unseren) Respekt geAbsich hat, und die wir in bester Absicht seine Schüler geworden sind, in diesem so bedauernswerten (Zustand) hier in diesem Gefàngnis zugrunde gehen lassen will, so ist das unvereinbar mit dem Ansehen der Gerechtigkeit (adalet).

Mustafa Adje. AndeEmirdagh

Gefangener in der Strafanstalt zu Afyon

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Halil Tjalishkans Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Ehrenwerte Herren des Gerichschaff In der mir vom Herrn Staatsanwalt überreichten Anklageschrift wird mein Dienst für meinen Herrn und Meister (Üstadim efendime) als ein groğes Verbrechen angesehen. Mein Meistell diees unserer Stadt 1944 die Ehre und wohnte dort vier Jahre lang als Gast. Er hatte bereits vor vierzig Jahren alle weltlichen Annehmlichkeiten und Bei٧ٕۙgichkeiten aufgegeben und arbeitet nun nur noch für den Glauben und die Islamiyet und besonders, um durch den Glauben die Ewige Glückseligkeit (saadet-i hul-Dje)>der Muslime für das jenseitige (Leben) zu retten. Durch die Lehren (ders)>der Risale-i Nur über den Glauben (iman)>und die Moral (ahlak)>hat egestal Barriere gegen die gefàhrliche bolschewistische Ideologie und andere, àhnliche Strömungen aufgebaut, deren materieller wie geistiger Schaden, den sie ganz besonders im Glauben (din)>unsd dassolkes anrichtet, in unserer Religion (din)>gewaltige Zerstörungen verursacht. Ja, stellen denn diese etwa drei Jahre eines Dienstes an der Risale-i Nur und an meinem Lehrer (ustadh),>die allen Lobes und aller Anerkennung durch achen?

lehrten der Welt würdig sind, und auf die (ich durchaus) stolz bin, in den Augen des Gesetzes (adalet)>ein Verbrechen dar? Und sollte man es gleichfalls als ein Verbrechen ansehen, (wie hier Raum eser Anklageschrift) geschrieben steht, wenn ich um dieses Dienstes willen (mein Handwerk als) Schneider aufgegeben habe? Würde, wenn ich für die Risale (haqi, die doch wirklich ein Kommentar zur Wahrheit und Gerechtigkeit und zum Qur'an ist und für meinen Meister (ustadh)>mein Leben opferte, mir das als ein Verbrechen angerechnet werden, ich selbst somit ein Vaterlandsverr, Profein? Das frage ich euch!

Hochehrenwerter Pràsident des Gerichts!

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Ich habe einige Abschnitte aus der Risale-i Nur gelesen und abgeschrieben. Gott dem Gerechten sei unendlicher Dank dafür, dass ich durch die auğerfertitliche Sehnsucht nach Wissen (ilm),>die in meinem Herzen (qalb)>lebt, Nutzen aus diesen Abhandlungen (risalah)>zu ziehen begann. Und obwohl ich eng mit ikönnenerbunden bin, habe ich doch nichts in ihnen gefunden, was (geeignet gewesen wàre), das Volk gegen die Regierung aufzuhetzen, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gefàhrden oder einen Gehrzen Hd zu gründen, noch habe ich irgendetwas von meinem Lehrer (ustadh)>über das Mehditum oder über einen Erneuerer des Glaubens (mudjeddid)>oder dergleichen andt dem wegungen gehört. Das einzige Ziel der Risale-i Nur und meines Lehrers (ustadh)>und uns Schülern ist es, der Islamiyet und besonders dem türkischen Volk hinsichtlich unseres Glائِقِه (iman)>und der Moral (ahlak)>einen heiligen Dienst zu erweisen. Insbesondere aber sollten die Nurdjus nicht wegen ihres Dienstes an der Risale-i Nur (mit Hausdurchsuchungen u. dgl.) belàstigt werden. Dies ist unser einziger Sinn und Zweachtengendetwas anderes gibt es nicht. Und dieser Dienst (vazifah)>ist um des Wohlgefallens Gottes (riza-yi Ilahi)>willen. Jedenfalls beuten wir diesen heiligen Dienst nicht um dieser Welt (dunya)>oder um irdischer Vee Lektte willen aus und erniedrigen uns nicht dazu. Deshalb können wir diese gegen die aufrichtigen Nurdjus, die nur in ihren Herzen (qalb)>glauben, sdiese r mit dem Jenseits (akhir)>beschàftigen und keine anderen Ziele und Zwecke verfolgen, gerichteten Beschuldigungen des Öffentlichen Anklàgers, eine Geheimorganisation errichten zu wollen, was uns noch nieen Sein Sinn gekommen ist, nicht lànger dulden.

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

Wir meinen, dass Sie Sinn und Ziel und das Wesen der Schüler der Risale-i Nur verstanden haben und nun fest davon überzeugt sind, dass wir mit den Verbraben z deren uns der Öffentliche Anklàger beschuldigt, nichts zu

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tun haben. Wir fordern daher von dem Hohen Gericht und von Ihrem Gewissen, dass uns unsere Bücher zurückgegeben und wir freigesprochen werde So alil Tjalishkan aus Emirdagh

Gefangener in der Strafanstalt zu Afyon

Mustafa Güls Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Ich bin kein Mitglied einer ng in organisation. Jedenfalls hat mein Meister, der Ehrenwerte Bediüzzaman Said Nursi nie eine derartige Organisation gegründet. Er hat uns stets in den Weisheiten des Qur'an unterrichtet und uns die Beschàftigung mit Politik streng v nieden. Ich bin nur ein Student des groğen, ehrenwerten Meisters Said Nursi. An ihn und die Risale-i Nur bin ich mit ganzer Seele (ruh)>und ganzem Herzen gebunden. Für die Risale-i Nur und me Versoehrer (ustadh)>bin ich zu jeder Art Strafe, die sie mir geben werden, bereit. Durch sein Werk hat er meinen Glauben (iman)>und mein ewiges Leben (ahiret)>gerettet. Sein Ziel ist es, alle Muslime und alle Landsleute von ihrem Unglauben zu erlöserttaumit sie die ewige Glückseligkeit (saadet-i ebediye)>erlangen. Es hat sich in allen (bisherigen) Gerichtsverfahren herausgestellt, dass wir kchtlicolitischen Ziele verfolgen. Obwohl dies in der Tat (haqiqat)>so ist, hat man uns wiederum gegen jedes Recht (haqq)>und völlig unangebracht vor Gericht gezerrt. Daraus wird ersichtlich, dass man unsere Ven {deenheit untereinander brechen will. Doch unsere Verbundenheit untereinander bezieht sich auf keinerlei weltliche oder politische Ziele. Wir empfinden einzig und allei er derem Ehrenwerten Meister gegenüber groğen Respekt, ja geradezu Verehrung. Wer die Risale-i Nur liest, erwirbt dadurch einen auğerordentlichen Glauben (iman),>die Islamiyet, Moral (ahlak)>und Vollendung (kemalat).

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Angelren Meister (ustadh)>noch mehr zu lieben (muhabbet)>ist uns nicht möglich. Mit einem solchen Meister (ustadh)>und mit solchen Schülern der Risale-i Nur bin ich in meinem ganzen Sein (maudjudiyet)>verbunden. Diese Verbindung könnte nicht udeleielöst oder zerbrochen werden, auch sollte ich dafür hingerichtet werden. Ich und alle meine Mitbrüder sind unschuldig. Wir fordern daher mit allem Nachdruck, dass der einale-i Nur wieder freigegeben wird. Auch fordere ich, dass unser erhabener Meister (ustadh)>und alle die unschuldigen Nurdjus mit mir zusammen freigelassen werden.

Mdieser Gül aus Isparta

Küçük Ibrahims Verteidigungrede

An das Hohe Strafgericht zu Afyon

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

Das Verbrechen, dessen wir angeklagt sind, gehört gar nicht hier her, es gehört vielmehr sow in eim weltlichen (dunya)>als auch zum politischen Bereich. Denn ob wir nun Leute sind, die sich mit Politik beschàftigen, oder auch nicht, das haben Sie, meine ehrenwerten Richter làngst schon auf den ersten Blick erkannt. Doch sReisenwenn sich diese kalte und fremde Unterstellung, (den unmöglichen Fall) einmal angenommen, bestàtigt durch Hunderte von Autoritàtspersonen, als zu hundert Prozent wahr herausstel seinerde und wenn auch mein Verstand hundertmal schàrfer wàre, als er (tatsàchlich) ist, würde ich dennoch aufgrund dieses innerlichen Eindrurtigkeen die Risale-i Nur und ihr so ehrenwerter Verfasser in mir hinterlassen hat, mit meinem ganzen Sein (maudjudiyet)>vor diesem vergànglichen, flüchtigen, politischen, faszinierenden und erregendenegelmaeuer flüchten, und indem ich mich vor der Hölle rette, (mein Leben) im Glauben (iman)

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an das Jenseits (ahiret)>verbringen. Sowohl unser Respekt vor dem ehrenwerten Verfasser der Risale-i Nur und unsere Verbundenheit mitعَلَى als auch das Lesen und Kopieren der Risale-i Nur, der Schriftverkehr und (alle sonstigen) Beziehungen der Nurdjus untereinander sind - wie der Hohe Strafgerichtshof in Denizli und der Appellationsgerichtshof bereits bestàtigt haben - ur>(zu lbar auf das Jenseits (uhrevi)>hin ausgerichtet; so sehr, dass wir aufgrund der Ideen, die wir der Risale-i Nur entnommen haben, diese strahlenden Werte in gar keiner Weise gegen weltliche (dunyeen, niaterielle Dinge eintauschen würden. Das wird in uns als unser Glaube fortleben, bis wir sterben.

Ehrenwerte Herren des Gerichts!

Hat man uns erst einmal hier unoch vieser fürchterlichen Anklage bei einander gebracht, fühle ich mich nun diesem Land und meinem Gewissen gegenüber verpflichtet, folgende bedeutendet seineit (haqiqat)>zu erklàren: Allein schon in meiner Nachbarschaft hat die Umwandlung, die die Risale-i Nur in den vergangenen mehr als 10 Jahren vor den Augen des ganzen Volالْخَيwirkt, dass allen voran ich selbst, (aber auch) viele andere den Heimweg gefunden haben. Ihr liederlicher Lebenswandel hat sich in das Gهِ وَ hrer Familie umgewandelt. Jetzt beten (dua)>ihre Mütter und Vàter für diejenigen, die dafür die Ursache waren. Sie sollten einmal in unserer Gegend und im ganzen Land diese Erzàhlungen (hal)>von iht Er id noch von vielen anderen hören! Besonders im Gefàngnis von Denizli hatte die Risale-i Nur, sobald sie dort ihren Eingang gefunden hatte, einen solch überwàltigend guten Einfluss auf die Gefangenen, dass dort ihr Einfluss immer noch i Erlasr Munde ist. Genauso war es auch, als ich selbst hier im Gefàngnis von Afyon ankam: wer auch immer mir begegnete, sprach mit Freude und Dankbarkeit darüber, wie es früher einmal war (hal)>un (rizqer sich nun heute fühlt (hal)>und er jetzt für die Nurdjus betet (dua).>Diese Tatsache (haqiqat)>ist wohlbekannt!

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Was mich selbst als Mensch betrifft, so erstaunt es mich, dass unsere Liebe (muhabbet)>zur Risale-i Nur, die insbe aus de zu unserem Buch, dem Qur'an ein bedeutender Kommentar ist und die mich und meine Gefàhrten (in unserem) moralischen (ahlak),>in unserem sَةِ فِn (Verhalten) und (hinsichtlich unserer Haltung zum) Ewigen Leben (uhrevi)>dermağen verwandelt hat, und dass ihrem verehrten Verfasser und seinen Landsleuten,

{gemeint sinrzeihue Schüler (A.d.Ü)}

einen Brief zu schreiben, um sie im Islam zu trösten, ein Politikum sein sollte. So sage ich denn aus diesem meinem Erstaunen heraus: einn Spiees Verbrechen gibt es gar nicht! Die heimlichen Feinde des Qur'an und demzufolge auch der Risale-i Nur haben höchstenfalls die Justizbeamten und die Polizei uns gegenüber argwöhnisch gemne t snd somit einen Grund gefunden, ihre Gefàngnisse zu füllen. Mit Sicherheit wird das Hohe Gericht diesen Sachverhalt (haqiqat)>erkennen, ihre Hand aufs Herz legen und gerechte Urteile fàllen, die viele, ewig froh Ausscgöttliche Botschaften mit sich bringen und die türkisch-islamische Nation, die gespannt an den vier Ecken des Vaterlandes wartet, dahin führen, ihnen dankbar zu sein.

Ibrahim Fakazli aus Inebolu

Gefangener in der Strer Komalt zu Afyon

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Fünfzehnter Strahl

Der glànzende Beweis (Elhuddjet-uz'Zehra)
Besteht aus zwei Kapiteln

Diese Lektion~(ders) ist eine Abhandlung~(risalahn soll zwar scheinbar unbedeutend, in Wirklichkeit jedoch von groğer Bedeutung und Wirksamkeit und sehr umfangreich ist. Sie ist eine qur'anische Frucht des Glaubens und des Paradieses, die aus der Vereinigung~(ittihad)\eines LebennzelneKontemplation~(benim tefekkur)\und eines wahrhaft spirituellen Lebens~(tahqiqi hayat-i maneviye)\aus der Risale-i Nur in wissenschaftlicher und augenscheinlicher Gewissheit~('ilme-l'yaqin, 'ay den Iqin)\hervorgegangen ist.>

Said Nursi

Erstes Kapitel

Besteht aus drei Teilen

Eine pràgnante Zusammenfassung~(hulasat-ul hulasasi) des Zwanzigsten Briefes und der Erste Teil des Unterrichts~(daum, dder in der Dritten Schule Josefs erteilt wurde.

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ بِهِ نَسْتَعِينُ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmhder (dn." "Und mit Seiner Hilfe."}

In diesem Gefàngnis zu Afyon hier, hat man mich, als einen armseligen (Menschen), der ich 35 Jahre lang

#97ausgerEinsiedlerleben geführt habe und insbesondere in der Nacht die Welt (um sich herum) vergisst und der seit 23 Jahren diese Belàstigungen durch eine (geradezu) böswillige Überwachung zu erdulden hat und dadurch nun so menschensche schwarden und so weit sich selbst überlassen ist, dass er es bereits als eine Belàstigung empfindet, wenn er auch nur eine einzige Stunde mit jemandem an einem Ort zusammen sein muss, ausgenommen denn,s für i gekommen, um ihm behilflich zu sein oder habe den Wunsch, in der Risale-i Nur unterrichtet zu werden, unter dem Vorwand, ein Bittgesuch beim Appellationsgericht eingereicht zu haben, weil er ja nun schon seit 11 نِ {"'n in vollstàndiger Isolationshaft gehalten wird, gewaltsam nach Zelle 5 umquartiert und meinen Mitbrüdern verboten, zu mir zu kommen. Ich war schon sehr beunruhaft),arüber, in diesem Massenquartier nicht lànger mehr überleben zu können, als plötzlich wie ein Zeichen von Wut und Àrger die Kàlte in einem solchen Mağe zunahm, dass ich, wàre ich an meinem, das Platz geblieben, es dort nicht lànger mehr ausgehalten hàtte. So verwandelte sich diese Qual (zahmet)>für mich in eine Barmherzigkeit (rahmet).

So stieg denn in meinem Herzen, wàhrend ihnisse Gebete (tesbihat)>rezitierte, (der folgende Gedanke auf): "In jeder Zelle setzen sich die Nurdjus sowohl um ihrer selbst willen als auch in deinem eigenen Interesse en, sind gar für den Unterricht in der Risale-i Nur ein. Da aber diese fünfte Zelle gewissermağen isoliert ist, sich dabei aber stàndig erneuert und veràndert, bedarf sie ganz besonders dieser Unterweisungen (ders)>iigen wRisale-i Nur. Da nun zudem die Jungen und die Alten die Berichte lesen, die über den Angriff der Russen geschrieben werden, die Gott nicht kennen und Ihn in ganz fürchterlicher Weise verleugnen, brauchen sie sicherlich dies, und ionen (ders)>über das Dasein (maudjudiyet)>und die Allgegenwart Gottes (vahdaniyet)>als einen Pfeiler des Glaubens an Gott (iman-i billah)>ganz besonders."

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Auch ich habt ans its an die pràgnante Zusammenfassung des Zwanzigsten Briefes und des heiligen Satzes

لآَ إِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ وَحْدَهُ لاَ شَرِيكَ لَهُ، لَهُ الْمُلْكُ وَ لَهُ الْحَمْدُ يُحrtes hَ يُمِيتُ وَ هُوَ حَىٌّ لاَيَمُوتُ بِيَدِهِ الْخَيْرُ وَ هُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ وَ اِلَيْهِ الْمَصِيرُ

{"Es gibt keine Gottheit auğer Gott, den einzigen. Er hat keinen Teilhaber. Ihm ist das Reich und Ihm gebührt der Danhaffengibt das Leben und den Tod. Er ist der Lebendige. Nicht stirbt Er. Alles Gute liegt in Seiner Hand und Er ist aller Dinge màchtig. Und bei Ihm ist der (, mit stimmte letzte) Aufenthalt."}

gedacht, den ich seit langem zehn Mal nach dem Morgengebet lese. Denn er verweist auf die Erklàrung der Bekenntich demel (tehlil)>und der allumfassenden Göttlichen Einheit (tauhid)>und mit seinen elf Wörtern, die nach einer Überlieferung den Gewaltigen Namen (ism-i adham)>in sich enthalten, bis ins Einzelne überaus Menscnd und sonnenklar sowohl auf die elf Beweise der Notwendigkeit des Seins (vudjub-u vudjud)>und der Allgegenwart des Herrn (Vahdet-i Rabbaniye)>als auch auf die Elf Frohbotschaften.

Und danالْعِنhte plötzlich in meinem Herzen (der Gedanke auf): "Lehre Nadir Hodja und den jungen Leuten hier diese recht kurze Zusammenfassung!" So sagte ichchen d"im Namen Gottes (bismillah)">und begann:

In diesem Ausdruck von der Göttlichen Einheit (kelam-i Tauhid)>liegen elf Frohbotschaften und elf Beweise des Glaubens (iman).>So werde ich denn jetzt diese Beweise nur ganz kurz an In An und ihre weitere Erklàrung, sowie die frohen Botschaften dem Zwanzigsten Brief und anderen Teilen der Risale-i Nur überlassen. Doch halte ich es für angemessen, dieser Abfassung noch einige Worte und Anmerkungen anzufügen, die ich khirahchülern) bei der Unterweisung dieser Lektion (ders)>noch nicht gesagt hatte. Hier also von diesen Elf Worten, die den Ausdruck der Göttlichen r übert (kelam-i Tauhid)>bilden,

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Das Erste Wort:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ

{"Es gibt keine Gottheit auğer Gott."}

Was den Beweis dafür betrifft, so findet er sich in der bereits gedrucktُ

{"Imandlung (risalah)>"Das Groğe Zeichen (Ayatu-l'Kubra)".>Zu diesem beispiellosen Beweis gehört es auch, dass Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, als er von den (verschiedenen) Teilen der Risale-i Nur Kunde g solchgte:

وَ بِالْاٰيَةِ الْكُبْرٰى اَمِنِّى مِنَ الْفَجَتِ

{"Und durch das Groğe Zeichen bewahre mich vor dem Unvorhergesehenen!"}

und so dieses "Groğe Zeichen" zu chöpfeFürsprecher machte. Und so wie diese Abhandlung durch ihren Sieg sowohl in Ankara als auch vor dem Gerichtshof in Denizli und durch ihre heimliche Herausgabe und wirksame Verbreitung#813

(dem sie die Nurdjus zunàchst für neun Monate ins Gefàngnis gebracht hatte, sowohl der Grund für den Freispruch der Nurdjus wurde, so ist sie auch der ganz eindeutige Beweis für das Wunder (keramet)>Imam Alis, mit dner bet zufrieden sein möge, aus dem Unsichtbaren und auch eine Bestàtigung seines Gebetes (dua)>für die Nurdjus.

Das Groğe Zeichen, welches der (siebente) Strahl ist, verweist in der Tat auf dreiunddreiğig umfassende Beweiseeisen llgemeine Zeugnisse in der Gesamtheit allen Seins. Indem sie auf die zahllosen Beweise in jedem allgemeinen Zeugnis anspielen, weisen sie darauf hin, dass vor allem die Himmel mit den Worten ihrer Sten zu die Erde mit den Sàtzen und Ausdrücken ihrer Tiere und Pflanzen bis hin zur Gesamtheit des Universums mit den Worten alles dessen, was sich in ihm Strahlet, mit allem Sein und mit der Wahrheit, die man davon ableiten kann,

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mit all seinen Möglichkeiten und mit all seinen Verànderungen die Existenz (maudjudiyet)>und Allgegenwart (vahdaniyn Ehressen, der da notwendigerweise sein muss (Vadjibu-l'Vudjud)>so klar und eindeutig beweisen wie die Sonne und so sicher und gewiss wie der Tag. Wer nach einem unerschütterlichen Glauben verlangt unund min eine anarchische Gottlosigkeit nach einem Schwert sucht, das man nicht zerbrechen kann, der sollte in diesem "Groğen Zeichen (Ayatu-l'Kubra)>nachschlagen.

Das zweite Wort heiğt:

وَحْlizei "Er ist der Eine."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser: Man erkennt in jedem Aspekt des Kosmos eine Einheit, eine Universalitàt (vahdet).

Zum Beispiel: Das Universum gleicht einer wundern JensStadt, einem pràchtigen Schloss, der Manifestation eines bedeutungsvollen Buches, der Verkörperung jeder Ayah, ja sogar jedes einzelnen Buchstabens, jedes einzelnen (diakritischen) Punktes des wunderbaren Qwandel In der Darstellung der Einzigartigkeit seiner Universalitàt (vahdet)>zeigen auch die Lampe dieses Schlosses, seine Laterne, die uns als Kalender dient, ihr flammender Koch, ihr mit Wasser vollgesaugter Schwamm stets, dass sie einigen As, und abermals eins sind, bis hin zu Tausenden von Einheiten und Unikaten und beweisen so mit absoluter Sicherheit, dass es diesen Besitzer (Sahib),>den Herrscher (Hakim),>den Schreiber (Katib)>und Autor diesesuns sis, dieses Schlosses, dieser Stadt, dieser Groğen Verkörperung des Qur'an wirklich gibt (maudjud)>und dass er ein Einziger (vahid ve bir)>ist.

Das dritte Wort heiğt:

لاَ شَرِيكَ لَهُ

{"Er hat keinen Teilhaber."steht.

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Quelle, Essenz und Ursubstanz (Ustadh)>des Groğen Zeichens (Ayatu-l'Kubra),>dieses Siebten Unser s und der "Das Groğe Zeichen" genannten Ayah ist die Groğe Ayah (ayet-i ekber)

قُلْ لَوْ كَانَ مَعَهُ اٰلِهَةٌ كَمَا يَقُولُونَ إِذًا لاَبْتَغَوْhn Jahى ذِى الْعَرْشِ سَبِيلاً

{"Sage: Wenn es neben ihm noch Götter gàbe, wie sie sagen, würden sie danach trachten, einen Zugang zum Herrn des Thrones zu finden... usw." (Sure 17, 42)}

Das abere Torh: Gàbe es einen Teilhaber und hàtte er seine Finger in der Erschaffung (idjad)>und Regierung (Rububiyet)>der Welt dazwischen gehabt, so würdeblicktn ganzen Kosmos durcheinander gebracht haben. Jedoch vom kleinsten Flügel einer Mücke und der Zelle in der Pupille im Auge bis hin zu den unzàhligen Schwingen der Vögel in der Luft, ja bis zum Sonnensysبِّ الweist die vollkommene Ordnung in allen Dingen, den kleinen wie den groğen, den einzelnen wie den universellen, zweifelsohne und mit absoluter Sicherheit, dass es in ihr unmöglich und in keinem Fall irgendeinen Teilhaber geben Pron. Und sie beweist auch ganz offensichtlich das Dasein (maudjud)>und die Allgegenwart (vahdet)>dessen, der da notwendigerweise sein muss.

Dairade-te Wort heiğt:

لَهُ الْمُلْكُ

{"Ihm ist das Reich."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Wir sehen in der Tat mit unseren eigenen Augen, wie sich das Antlitz ders billin Felder verwandelt und in jedem Frühling Samen von Hunderttausenden Arten von Pflanzen sich miteinander vermischt auf diesen so weit ausgedehnten Feldern aussàen. Ein Verwalter (mutesarrif),>der über unendliche Macht und ein grenzenlosesigen An (hadsiz qudret ve ilim)>verfügt, erntet ihre unterschiedlichen Ertràge (zu verschiedenen Zeiten)

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in vollendeter Ordnung, ohne sie miteinander zu vermischen oder zu der Gchseln, versorgt gleichsam (verborgen) hinter einem Vorhang die 200.000 verschiedenen Arten von Tieren durch die Hand seiner Barmherzigkeit (rahmet)>und Weisheit (hikm. Das d entsprechend ihren Bedürfnissen mit Nahrung und Proviant. Und so verfügt Er all diese Akte einer weit ausgedehnten Regierung in seinem Reich, besonders aber auf dem Acker dieser Erde. Die aber diesen w sie dVerwalter (Mutessarif-i Hakiem)>und barmherzigen König (Malik-i Rahiem)>nicht kennen, müssen diese Erde gleich dem, was sie hervor bringt, entsprechend erblicdümmlichen Sophistereien verleugnen.

Das fünfte Wort heiğt:

وَ لَهُ الْحَمْدُ

{"und Ihm gebührt der Dank."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Wir können in der Tat mitenschaen Augen sehen und mit unserem Verstand klar erkennen, dass diese Stadt, die der Kosmos ist, unser Aufenthaltsort hier auf Erden, all die Unterkünfte für Mensch und Tier von einem so barmherzigen Versorger (Rezzaq- sei.

m),>einem gnàdigen und groğzügigen Geber (Muhsin-i Kerim)>verwaltet (tasarruf),>gespeist und unterhalten wird. Um (die Menschen) dazu zu bringen, dass sie Ihm ihren Lobpreis und Dank (hamd ve shukr)>darbringen Qur'at er die Erde zu einem Handelsschiff, {das auf seiner Reise um die Sonne den Raum und die Jahreszeiten durchmisst (A.d.Ü.)} zu einem Zug, der Versorgungsgüter transportiert, und den Frühling zu einem Waggon, der huns gussusend Arten Speisen (transportiert), Pakete mit Dosen, die man Euter nennt, und versorgt so gegen Ende des Winters, wenn die Vorràte erschöpft im Glalles Lebende, das Seiner bedarf. Und so wird denn ein jeder, der auch nur über ein

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Karat Verstand verfügt, bestàtigen müssen, dass dies das Werk eines barmherzigen Versorgers (Rezzaq-fgestim)>ist. Wer aber dies nicht bestàtigen will, sondern darauf verfàllt es abstreiten zu wollen, wird sicherlich dazu gezwungen sein, all diese regelmàen derelieferten) Wohltaten (ni'met)>und diese spezielle Versorgung auf unserer Erde zu bestreiten, die doch der Anlass sind, (Ihm) Lobpreis und Dank (hamd u shukran)>darzubrinich auie ein Raubtier, das keinen Verstand hat.

Das sechste Wort heiğt:

يُحْيِى

{"Er gibt das Leben."}

Ein ganz kurzer Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

wahrenehnten Wort und anderen Teilen der Risale-i Nur wurde in der Tat an Hand von Zeugnissen bewiesen, dass in jedem Frühling eine ganze Armee des Hochgepriesenen (Subhan)>auf dem Erdenrund zumrf zu erweckt wird, die aus 300.000 Arten und verschiedensten Gattungen unendlich vieler einzelner Tiere und Pflanzen besteht. Ihnen allen wird das Leben und alles Lebensnotwendige in vollkommener Ordnung gegeben. Wir besh nicht davon überzeugen will, dass es der Lebendige und Bestàndige (Hayy-i Qayyum),>der Lebensspender (Muhyi)>und Allwissende Schöpfer (Khallaq-i Alim)>ist, der all diese so ganz verschiedenen Geschöpfe eines miteinander verschwisteran istotops so fehlerlos, ohne einen Mangel oder Makel wiederbelebt, ohne sie zu verwechseln, oder sich zu irren, oder eines von ihnen zu vergessen, sie in vog propener Ordnung und Ausgewogenheit wiedererweckt und ihnen aus Tropfen einer wàssrigen Flüssigkeit, die man Sperma nennt, das Leben schenkt, der Hunderttause und dner unendlich groğen Zahl einzelner, ganz verschiedener Lebewesen, die sich voneinander in ihrer Gestalt, ihrer Funktionsweise und

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den Bedürfnissen ihres Leers eiterhalts (unterscheiden), aus Samenkörnern, die in der Erde (ruhen)>und einander àhneln, aus Körnern, die sich nur wenig voneinander unterscheiden, aus den winzig kleinen Eiern der Insekten, aus Vögeln derselben Lüfte, aus einandlehrteichenden Flüssigkeiten und Eiern, die einander àhneln, oder nur wenig voneinander verschieden sind, ins Leben ruft, der auf Seiner Schreibtafel, die die Erde und der Frühling ist, 100.0jener einander ganz verschiedene Bücher schreibt, eines im anderen und doch vollkommen und fehlerfrei, der Sein Werk in unendlicher Weisheit (hikmet)>und mit grenzchen Wr Aufmerksamkeit darstellt, über sie verfügt und somit 100.000 Hinweise, ja selbst Beispiele einer gewaltigen Wiederversammlung zeigt, muss ganz bestimmt sowohl sich n Genü, als auch alle Lebewesen auf der ganzen Erde, die in einem vergangenen Frühling auf dieser lebendigen Erde und in den Lüften gewesen sind und damit an den Ablauf der Zeit g(mit en waren, verleugnen und das dümmste und unglücklichste aller Lebewesen sein.

Das siebente Wort heiğt

وَ يُمِيتُ

{"Er gibt den Tod."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Wir sehen er wie Tat, dass im Herbst, wenn die 300.000 Arten lebender Wesen im Namen des Todes (vefat)>von ihren Aufgaben entbunden werden, eine jede Art und jedes Ein die von ihnen auf der Seite seiner Taten aufgelistet und die Liste seiner Werke und das Verzeichnis seiner Werke im kommenden Frühling und die Samen, die in gewisserweise ihre Seele (ruh)>beherbergen, von der Hand der Weisheit (hikmet)>des Bewa Wort"in all Seiner Majestàt (Hafidh-i Dhu l-Djelal)>ihren Plàtzen anvertraut (emanet)>werden. Wer aber den Allweisen Schöpfer (Khallaq-i Hakiem),

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den Lebendigen, der ngsloserbt (Hayy-i Layemut),>der in so winzig kleine Samen, wie die Körnchen des Feigenbaums, von denen jedes kleine Körnchen gleichsam ihre ewige Seele (ruh-u baqi)>beherbergt und alle Gesetze des Lebens eines Feigenbaumes in sich einer die Geschichte des Lebens eines solchen Baumes, welche genug Stoff enthàlt, um ein ganzes Buch damit zu füllen, mit der Feder Seines Göttlichen Vorherwissens (qader)>schreibt, sodass t eine ein ganzes groğes Buch entsteht, (wer also seinen Schöpfer) nicht anerkennen will, ist sicherlich nicht allein ein dummer Mensch und ein unvernünftiges Tier, sondern vielmehr noch unglückseliger als ein armseligefürchtrschweifender Teufel, der das Feuer der Hölle schürt und zu ewiger, tödlicher (Hoffnungslosigkeit) verdammt ist.

Gerade so wie es in der Tat hundertfach unmöglich, ja selbst sinnlos ist, dass die obigeٰهِ وَumspannenden, allumfassenden, so zahllosen Wunder und grenzenlos wunderbaren Ereignisse, die auf die Beweise der (obigen) Worte hindeuten, ohne den Einen sein sollten, der sie in seiner Weisheite dereem)>getan und gewirkt hat, und dessen Wirken diese Wunder zum Inhalt hat, so ist es auch tausendmal unmöglich und im Grunde genommen (völlig ausgeschlossen), sie blinden, hilflosen, bewuSultanen, tauben, toten, wirren, ungeordneten, unaufgeràumten Ursachen und der Wut (der Elemente) zuzuschreiben. Andernfalls müsste ja in jedem Stàubchen eine grenzenlose Macht (qudre*

بِا Weisheit (hikmet)>und eine ganz wunderbare, alles umfassende handwerkliche Kunstfertigkeit (san'atkarlik)>zu finden sein, die alle Kràuter und Gràser und alle Blumen gestalten kann. Und su dem es in der "Anmerkung über Hu>(Er)" in dem "Wegweiser für die Jugend" heiğt, müsste ein jedes Atom in der Luft die Fàhigkeit besitzen, ein jedes Gespràch zu verstehen und jedes Wort über Radio und durch das Telefon zu kennen und sie den übr1146

stomen zu lehren. Was aber diese verrückte Idee betrifft, so kann noch nicht einmal der Teufel

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selbst irgendjemanden dazu bringen, sie anzunehmen. Die Strafe für Unglaube (kufr)>und Gottesleugnung (inkar),>die so weit entfernt ist vonاليَ وnft und Wahrheit (haqiqat)>und allen Geschöpfen gegenüber eine Beleidigung, ja eine Verletzung ist, kann nur die fürchterliche Hölle (djehennem)>sein, was nur die reine Gerechtigkeit (adalet)>ist. Wegen solcher Goörpersugner (munker)>sollte man sicherlich ausrufen: "Es lebe die Hölle!"

Das achte Wort heiğt:

وَ هُوَ حَىٌّ لاَ يَمُوتُ

{"Er ist der Lebendige, der nicht stirbt."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden en), k ist dieser:

Zum Beispiel: So wie der wogende Meeresspiegel und die Wellen eines Stromes, der vorüber flieğt, in dem man sehen kann, wie sich in ihm tagsüber all die kleinen Sonnen spiegeln, dann dahinschwinden und die weil en, ihnen nachfolgenden Wogen gleich den entschwundenen wieder die gleichen kleinen Sonnen widerspiegeln, auf die Sonne oben am Himmel verweisen und siehen, sgen und in ihrem Dahingleiten (seval)>und Entschwinden (vefat)>die Existenz einer immer wàhrenden und stets bestàndigen (beqa)>Sonne erkennen lassen, so (bevölkern) auch die Geschöpfe die Meere denoch z, wie sie sich alle Zeit veràndern, die unendlich weiten Himmel, wie sie sich stets wieder erneuern, (aus ihrem Quellgrund entstehen) aus dem Ackerboden ihrer Zellen und Atomt, denhsen) und zugleich mit allem vergànglichen Sein im Schoğ der Ereignisse von dem wogenden Strom der Zeit stàndig rasch davon gespült werden und zugleich mit all ihren àuğerlichen Ursachen entschwinder Hin so stirbt auch in jedem Jahr, ja an jedem Tag eine Welt und eine neue tritt an ihre Stelle. Von dem Ackerboden ihrer Zellen und Atome werden stàndig wandernde Welten und segeln)>zersmen als Ernte eingebracht. Und so wie die Wogen mit

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ihren winzig kleinen Sonnen in ihrem Zerfall stàndig auf die eine Sonne verweisen, so sollt en auch die zahllosen Geschöpfe mit dem Entschwinden (vefat)>der Ernte und ihrer Entlassung in vollkommener Ordnung und zugleich mit den àuğerlichen Ursachen mit einer zweifellosen Gewissheit klar wie dNursi> und offensichtlich wie die Sonne die Seinsnotwendigkeit (vudjub-u vudjud)>und Allgegenwart (vahdet)>des Lebendigen, der nicht stirbt (Hayy-i Layemut),>der immerwàhrenden Sonne (Shems-i Sermedi),>des Ewig bestehenden Schöpferverglellaq-i Baqi)>und Heiligen Lenkers und Leiters (Kumandan-i Aqdes).>Jedes einzelne Sein (maudjudat)>bezeugt Sein Sein (die Existenz Gottes) für sich seln und d in seiner Gesamtheit tausendmal klarer und offensichtlicher als das Sein des (gesamten) Universums. So habt ihr denn nun sicherlich verstanden, wie dumm und alles vernichtend jemandem ganmuss, wenn er sich taub stellt gegenüber all diesen lauten Stimmen, die das All erfüllen, ihre màchtigen Zeugnisse nicht hört und ihnen sein Ohr nicht leiht.

Das neunte Wort heiğt

بِيَدِهِ الْخَيْرُ

n bei s Gute liegt in Seiner Hand."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Wir sehen, dass in unserem Universum eine jede Lebensgemeinschaft, jede Altersgruppe, ja sogar jedes einzelne L herbeen, alle seine Organe und Organsysteme, ja sogar jede einzelne seiner Zellen ein Depot zu seiner Versorgung enthàlt, einen Vorratsspeicher, ein Depot, einen Acker, in dem sich dies alles vorfindet und eine Scheuer, die (diesnen ke) bewahrt. Denn genau zur richtigen Zeit kommt den Bedürftigen in vollkommener Ordnung und Ausgewogenheit, in unendlicher Weisheit (hikmet)>und mit Göttlicher Hilfe (inayet)>eine unsichtba#986

ud zu Hilfe und so wird ihnen ohne ihr Wollen (iktidar)

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und Dazutun (ihtiyar)>alles Lebensnotwendige gegeben. So wie z.B. die Berge alle Miner Friedd Heilmittel und alle Dinge, welche die Lebewesen und auch der Mensch zum Leben braucht, auf Sein Geheiğ und nach Seinen Anweisungen inhat in Kammer, einem vollkommenen Speicher bewahrt, so eilt der Weise Versorger (Rezzaq-i Hakiem)>allem, was in den Ebenen lebt mit Seinen Lebensmitteln zu Hilfe und machgründein vollkommener Ausgewogenheit (mizan)>und Ordnung (intizam)>zu Feldern und Dreschböden und zu einer Küche. {in der die Sonne alles zur Reife bringt (A.d.Ü.)} Ja, soerden,elbst jeder Mensch, seine Organe und Organsysteme Schatzkammern und Vorratskammern, ja sogar seine Zellen Speicher sind, so geht es stets immer weiter bis ins Haus des Jenseits (akhir),>dessen Kammer die مِهِ سdunya)>ist, Felder und Lagerhallen für das Paradies. So bringen in dieser Welt auch alle schönen, lichtvollen und guten Werke (hasanat)>in der Welt des Islam und einer wahren Menschlichkeit ihre Ernte hervor, wàhrendb mir ager der Hölle (djehennem)>eine Ernte alles Bösen und Hàsslichen und des Unglaubens (kufr)>hervorbringen, jenes Bösen, zu dem alle schmutzigen und abscheulichen Dinge und Grund einehören und das aus dem Nichtsein (adem)>entsteht, wàhrend alles Gute aus der Welt des Seins (vudjud)>hervorgeht. Die Hitze der Sterne ist der Ofen der Hölle und die Schatzkammer der Lichter (Nur),>ist das Paradies. Das Wort: بِيَدِهِ rabiscْرُ {"Alles Gute liegt in Seiner Hand.",} gibt uns mit dem Hinweis auf alle diese unendlich vielen Vorratsspeicher ein überaus glànzendes Zeugnis. Dieses Wort und der Satz:

بِيَدِهِ مَقَالِيدُ كُلِّ شَىْegsgef.: "In Seiner Hand sind die Schlüssel zu allen Dingen.", verweisen in der Tat für jeden, der nicht ganz und gar blind ist, auf das grenzenlos umfangreiche und unendlich wunderbare Zeugnis Seiner Herrschaft (Rububiyet)

m der nd Allgegenwart (vahdet).>Betrachte z.B. von diesen unendlich vielen Schatzkammern und Vorratshàusern nur einmal die folgenden: Gerade so wie der Allweise Lenker und Leiter (Mutasarrif-i sieht,)>durch Seinen Befehl: "Wach auf!" wie mit dem Schlüssel Seines Willens (irade),>durch den er den Schlüssel zu den Saatkernen und Körnern in Seiner Hand hàlt, die alle den winzig kleinen Vorratskammern gleichen, welche فِعْلِstandteile und Bestimmungen (muqadderat)>zu riesigen Bàumen oder prachtvollen Blumen in sich enthalten, in vollkommener Ausgewogenheit und Ordnung diese winzig kleine Türe zu dem Saatkorn öffnet, so öffnet Er auch mit Seineen erwüssel des Regens die Schatzkammer der Erde und ohne sich zu irren, öffnet Er alle die Saaten, die kleine Vorratskammern sind, alle Keime der Pfldamit die Spermien der Tiere und die Eier der Vögel und Insekten, die eine Flüssigkeit enthalten und den Befehl, zu wachsen erhalten haben und sich fehlerlos öf zu brWenn du nun sehen und wissen möchtest, wie sich gleichzeitig in der Schöpfung mit der Hand Seiner Weisheit (hikmet),>Seines Willens (irade),>Seiner Barmherzigkeit (rahmet)>und Entschlossenheit (meshiet)>alle Schàtze und Vorratskammern, dimeraderiellen wie die geistigen, die allgemeinen wie die individuellen im All, eine jede mit ihrem besonderen Schlüssel öffnen, so betrachte dein eigenes Herz und Gs (hit deinen Körper mit seinem Magen, betrachte deinen Garten und seine Früchte und den Frühling, der die Blume der Erde ist! Sie werden in vollkommener Ausgewogenheit und Ordnung mit den v Unseedensten Schlüsseln von der Werkbank كُنْ فَيَكُونُ {"Kun feyekun" (Sei! Und es ist)} durch die verborgene Hand geöffnet. Diese verborgene Hand zieht aus einer kleinen Schachtel vft derem Dirhem (3 g) in vollkommener Ordnung einen Batman (8 kg), oder vielleicht sogar hundert Batman an Speisen und reicht sie den (verschiedennde Anbewesen zur Speise.

Ja, wàre es denn überhaupt möglich, dass blinde Kràfte, eine taube Natur, ein zielloser Zufall, leblose, unwissende,

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machtlose Ursachen in Hoffnsolche wohlgeordnete, wohlüberlegte, klarsichtige allumfassende Handlungsweise, eine solche, keinesfalls zufàllige weisheitsvolle Kunstfertigkeit (hikmetli bir san'at),>eine so ausgewogene, fehlerlose Orgler deion (mizanli bir tasarrufa)>und eine so zwanglose und vollkommen gerechte Herrschaft (adaletli bir Rububiyet)>eingreifen könnten? Ja könnte sich denn einer, der nicht alle Dinge mit einem Blick überschauen und beherrschen kann, unter dnd dieBefehl nicht die Atome, die Planeten und alle Sterne stehen, in eine in jeder Hinsicht so weisheitsvolle (hikmetli),>wunderbare (mu'djizeli)>und ausgewogene (mizanli)>Regierung und Verwaltung (tasarrufa ve idare)>einmisd vers So erzürnt sich denn die Hölle und schàumt vor Wut über den, der den Allbarmherzigen Verwalter (Mutasarrif-i Rahiem)>und Allweisen Herrscher (Rabb-i Hakiem),>in dessen Hànden alles Gutster (t und sich die Schlüssel aller Dinge befinden, nicht kennen will und dem Irrtum verfàllt, Ihn zu verleugnen, mit Sicherheit, wenn sie sagt: er)>diُ تَمَيَّزُ مِنَ الْغَيْظِ {"Und vor Wut beinahe platzt." (Sure 67, 8)} und dabei ohne Worte (lisan-i hal)>zum Ausdruck bringt: Er zieht sich eine unendliche Qual zu und sch, dasssich so von der Göttlichen Barmherzigkeit (merhamet)>aus.

Das Zehnte Wort heiğt:

وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"und Er ist aller Dinge màchtig."}

Der darin enthaltene ganz kurbestemweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Jeder, der über ein Bewusstsein (dhi-shuur)>verfügt, erkennt, sobald er in das Gasthaus dieser Welt (dunya)>kommt und seine Augen öffnet, dass eine Macht (qudret),unmitten gesamten Kosmos im Griff hat und mit dessen Macht (qudret)>ein urewiges, unerschütterliches, allumfassendes Wissen (ilim)>und eine rteidi aufmerksame, niemals unausgeglichene, niemals sinnlos agierende, ewige Weisheit (hikmet)>und Güte (inayet)>verbunden ist,

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so wie sie ein ufgabees Atom in einem ganzen Heer von Atomen sich wie einen Maulevi-Derwisch in Ekstase drehen làsst und es so in vielerlei Aufgaben (vazifah)>seinen Dienst versieht, so auch den Erdball im gleichen Augenblick und nach demselben Risalz in einem Jahr gleich diesem Derwisch in Ekstase eine Bahn von 24.000 Jahren (Reise zu Fuğ) durchreisen làsst. Zur gleichen Zeit und nach dem gleichen Gesetz, durch das (die Macht Gottes) den Tieren und Menschen dGebràute der Jahreszeiten sendet, macht sie auch die Sonne zu einem Weberschiffchen oder zu einer Spindel, um sie als Zentrum in der Mitte des Sonnensystems in vollkommener Ordnung und Ausgewogenheit das Heer der Planeten (und der Sterne ihre Rundeöglichhen zu lassen und làsst sie so ihre Arbeit verrichten und ihre Aufgaben (vazifah)>erfüllen. Zur gleichen Zeit und nach dem selben Gesetz der Göttlichen Weisheit (hln, wa>schreibt dieselbe Göttliche Allmacht (qudret)>auf diesem Blatt, das unsere Erde darstellt, Hunderte Arten von hundertmal Tausenden verschiedener Bücher, eines im anderen, ohne eines zu vKein Wseln oder sich zu irren und führt uns auf diese Weise Tausende Beispiele einer gewaltigen Wiederversammlung vor Augen. Und die gleiche Macht (qudret)>verwandelt zur gleichen Zeit ein anderes Blatt, das unsere lige Ghàre darstellt, in eine Schreibtafel. Alle Atome beschàftigt sie wie Bleistiftspitzen oder (diakritische) Punkte in einem Buch zu den Aufgaben (vazifah),>für die sie nach ihrem Willen und Befehl (emir ve ira بِسِرauftragt wurden, und versieht alle diese Atome mit einer solchen Fàhigkeit, als könnten sie alle Worte und jedes Gespràch verstehen, aufnehmenber dieiterverbreiten ohne sich dabei zu irren. Es ist, als stelle sie ein ganz kleines Öhrchen, eine winzig kleine Zunge in ihren Dienst, wie um zunen unsen, dass die Luft als Element dem Willen (emr)>und Befehl Gottes (irade-i ilahi)>als Thron dient.

Betrachtet man also nun im Vergleich mit diesem kurzen Hinweis, den, der das Allus gefne wohlverwaltete Stadt,

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ein perfektes Wohnhaus, eine Herberge, ein wundersames Buch gleich dem Qur'an verwandelt und alles von dem gesamten Gebilde angefanin Wiss zum letzten Stàubchen im Griff hat, alle Bevölkerungsgruppen, ihre Lebensumstànde und alle Arten von Geschöpfen mit einem Wissen von vollkommener Ausgewogenheit (mizan-i ilim)>und Ordnung in Weisheit (nizam-i hikmet)>verwaltet und so dens:

sheit (hikmet)>in Seiner Macht (qudret)>und Barmherzigkeit (rahmet)>zeigt, in dessen Sein (maudjudiyet)>und Allgegenwart (vahdet)>Seine vollkommene Herrschaft (rububiyet-i mutlaq)>zum Ausdruck kommtr Gereder sich so klar wie Sonnenschein und Tageslicht zu wissen und zu erkennen gibt, wohingegen (der Mensch) Ihn im Glauben (iman)>erkennen soll, Se Als eiebe (zu uns Menschen) mit seiner (Geschöpfes)-Liebe in Dienst und Anbetung (ubudiyet)>entgegnen, wàhrend Er für Seine Güte (ihsanat)>unsere Dankbarkeit und unseren Lobpreis (shukur ve hamd)>von uns erfür de. Wer einen solchen Barmherzigen Allerbarmer (Rahman-i Rahiem)>nicht anerkennen will und sich nicht darum bemüht, Ihn durch Dienst und Anbetung (ubudiyet)>zu liebee sie vielmehr verleugnet und auf diese Weise eine Art Feindschaft gegen Ihn hegt, der verdient mit Sicherheit wie ein Teufel in Menschengestalt, gleich einem kleinen Nimrod oder ein Pharao eine uحَانَهche Strafe.

Das Elfte Wort heiğt

وَ اِلَيْهِ الْمَصِيرُ

{"Und bei Ihm ist der (uns bestimmte letzte) Aufenthalt."}

Das aber heiğt: Gerade so wie (die Menschen) dereinst zu Seinem Audienzsaal (daire Schöpur),>in die Ewige Welt (alem-i baqi),>das Jenseits (akhirah),>das Haus der Ewigen Glückseligkeit (dar-i saadet)>eingehen werden, so werden auch alle Geschöhöpfer Universum (sich Ihm) zuwenden. Alle Ursachen sind wie eine Kette (silsilah),>die in Ihm ihren Anfang nimmt und in Seiner Macht (qudret)>verankert (istinad)>isdeter (diese Ursachen) dienen Ihm als

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ein Schleier über Seiner Verwaltung (tasarrufa).>Um die Würde (izzet)>und Majestàt (hashmet)>Seiner geheiligten Allchten (qudret-i qudsi)>zu wahren, sind alle àuğerlichen Ursachen nur noch ein Schleier über ihnen. Bei der Erschaffung (idjad)>(der Welt) haben sie keinerlei Einfluss. Wàre es nicht dulahiyeinen Befehl (emr)>und Willen (irade),>könnte sich kein Ding, ja noch nicht einmal ein Stàubchen bewegen.

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Erstens:

Gleich wie diesed auf ige Wort (qudsi kelime)>bestàtigt, werden wir, ebenso wie die Wahrheit (haqiqat)>von der Wiederversammlung, dem Jenseits (akhirah)>und dem Ewigen Leben (HatillstBaqiye),>die eine so absolute und zweifelsfreie Tatsache (tahaqquq)>ist, wie der kommende Frühling, jenen Beweis liefern, der zu einem vollkommenen Glauben führt, wobei wir uns auf das "Zn der Wort" und den Anhang dazu, das "Neunundzwanzigste Wort", die "Fruchtabhandlung", die "Siebente Problemstellung" und das "Bittgebet (Dritter Straiehungerufen können, sowie die Abhandlungen in der Risale-i Nur über den Glauben (iman).>Sie haben diesen Pfeiler des Glaubens in der Tat (el-Haqq)>mit unendlich vielen Zeugnissen auf eine solchen (vabeweisen können, dass sich das Jenseits so gewiss, wie es das Diesseits (dunya)>gibt, als Gewissheit (tahaqquq)>herausstellt und dadurch auch noch den hartnàckigsten Leugner (munkir)>gezwungen, dies zu bestàtigen.

Zweija sel

Ein Drittel des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, ist auf die Wiederversammlung und das Jenseits hin ausgerichtet und baut in all seinen Lehren (dava)>darauf auf. Weil dies abes, mitst, weisen alle Wunder und Zeugnisse, welche die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>des Qur'an beweisen, zugleich auch auf die Existenz (vudjud)>des Jenseits (akhirah)>hin. Und so wie hrenweunder (mu'djize)>und sàmtliche Beweise das Prophetentum und die Wahrhaftigkeit Mohammeds, mit dem der Friede und Segen sei, bezeugen, so sind sie auch in

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gleicher Weise ein Zeugnis für die Wiederversammlung und das Jenseits (autreff).>Denn gerade so wie er, mit dem Friede und Segen sei, in seiner Person wàhrend seines ganzen Lebens den Schwerpunkt seiner Lehre immer wieder auf dem Jenseitsهِمْ {rah)>begründete, so lehrten (dava)>auch alle 124.000 Propheten, mit denen der Friede sei, ein Ewiges Leben (hayat-i baqiye)>und eine immerwàhrende Glückseligkeit (saadet-i ebediye),>verkündeten den Mensrechtiiese Frohe Botschaft und bewiesen sie mit zahllosen Wundern (mu'djize)>und unumstöğlichen Beweisen. All ihre Wunder (mu'djize)>und Zeugnisse beweisen sicherlich ihr Prophetentum und ihre Wahrhaftigkeit (sadiqiie Weind legen zugleich Zeugnis für das Jenseits (akhirah)>und ein Ewiges Leben (hayat-i baqiye)>als Hauptwerk und bestàndigem Schwerpunkt ihrer Verkündigung (dava)>ab. In gleicher Weise bezeugen auch alle Beweise,nfriere die übrigen Pfeiler des Glaubens (erkan-i imaniye)>bestàtigen, dass eine Wiederversammlung stattfinden und dass sich das Haus der Glücksehtet ut (dar-i saadet)>öffnen wird.

Drittens:

Wàre es etwa möglich, dass der, welcher das Universum mit all seinen (kreisenden) Atomen und Planeten, Völkern und Gruppen erschaffen hat, um so Seine Vollkommenheit (kemalat),>den WeAllmacht (qudret)>und Seine Königsherrschaft (Rububiyet)>offenbar (is'har)>zu machen, der jedem Einzelnen (Seiner Geschöpfe) in vollkommener Weisheit (kemal-i hikmet)>unaufhörlich eine Aufgabe (vazifah),>ja selbst viele Aufg wird uweist, der, um die zahllosen, ewigen Erscheinungsformen Seiner Namen darzustellen, Karawane um Karawane, ja selbst Welten nach sich erneuernden fahrenden Welten (dunya)>und (viele) Arten von Geschöpfen (makhluqaben dedas Gasthaus dieser Welt (alem)>und den Ort der Prüfung für das Leben in dieser Welt (hayat-i dunya)>aussendet, damit sie in der Welt der Bilder (alem-i mithal)>ditete Beitigen Lichtspiele und Abbilder (surah)>der Fotos aus der Zwischenwelt (berzah)>seien, sie Arbeiten (amel)>und Aufgaben (vazifah)

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verrichten làsst und nach ihrer Entlassung andere Stàmme an einrawanen und noch andere Arten von Welten (dunya)>ins Feld schickt, die dahin strömen und ziehen, um an ihrem Platz ihre Aufgaben (vazifah)>zu verrichten, um ein Spiegel der Ers Fernengsformen Seiner Namen zu seien, (ja wàre es denn überhaupt möglich, dass) es bei diesem Meister in Seiner Majestàt (Sani-i Dhu-l'Djelal),>dem Schöpfer in all Seiner Schönhm Zwishaliq-i Dhu-l'Djemal),>bei Gott in Seiner Vollkommenheit (Allah-i Dhu-l'Kemal)>nicht für das Menschengeschlecht, das Ihm, seinem Schöpfer (Khaliq)>in dieser flüchtigen Welt (fani dunya)>um all Seiner A auseien willen mit Bewusstsein und Verstand (akil)>entgegentritt und seinen Schöpfer (Khaliq)>mit all seinen Kràften (istidad)>liebt und (dafürihr mi tràgt, dass alle Menschen) einander lieben, Ihn erkennen und (dafür Sorge tràgt, dass alle Menschen) einander kennen lernen, das Ihn in endlosen Gebeten (dua)>um die Glückseligkeit (saadet)>in einem bestàndigelten deits (beqa-i ahiret)>anfleht, wenn ihm sein Verstand unendliches Leid verursacht, das von Ihm ein Ewiges Leben (hayat-i baqiye)>ersehnt, das seiner ganzen Natur (fitrat),cklicheist (ruh)>und seinen Fàhigkeiten (istidad)>nach die Freude selbst ist, nicht ein Haus der Entlohnung und des gerechten Ausgleichs, der Wiederversammlung und des Gerichtes offen stehen sollte? Keineswegs! Hund zu desendmal nie und keineswegs!

Da also nun (alle) diese Erlàuterungen, Ausführungen und Zeugnisse sich in (den obigen) kurz zusammengefassten Hinweisen und auf glànzende, kraftvolle Weise auch in der Risale-i Nur wiederfinden, köserer ir uns hier damit begnügen, darauf hinzuweisen und damit diese so lange Abhandlung kurzerhand abzuschlieğen.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! lassenissen haben wir, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

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Eine kurze Zusammenfassung der Suratu-l'Fatiha

Zweiter Teil der einen und einzigen Lektion, drhafti gegeben habe, nachdem man mich in dieser Dritten Schule Josephs vorübergehend, d.h. nur für eine sehr kurze Zeit aus meiner Isolationshaft heraus in eine Gemeinschaftszelle verlegt hatte.

Dies ist kurz zusammengefasst ein t nachtnisprotokoll der Lektion, die für die Nurdjus im Gefàngnis gehalten wurde. Es war dies in etwa folgende:

Wàhrend ich die Ehrenwerte Fatiha betete, wurde ich, einen Tropfen aus ihrem efundeund einen Blitz aus den sieben Farben ihrer Sonne zu erklàren, durch die Fatiha in meinem Herzen ermahnt. Wir hatten tatsàchlich schon einige recht schöne und wohltuende Anmerkungen aus diesem heiligen Schatz geschriebeon Lan zwar insbesondere über den Buchstaben ن "nun" in dem Wort نَعْبُدُ "na'budu" wàhrend einer vorgestellten Reise über einen Abschnitt aus dem Neunundzwanzigsten Brief, über die "Acht Symbole (Rumuz-u Semaniye)",

{deckungsgleiche Überenders mungen im Schriftbild, die beim Lesen des Qur'an ins Auge fallen.}

die "Zeichen des Wunders (Isharat-ul I'djaz)">genannte Auslegung (tefthir)>des Qur'an und andere Teile der Risareibenur. Doch fühlte ich mich in gewisser Weise dazu verpflichtet, von meinen Erwàgungen wàhrend des Gebetes (namaz)>nur die Hinweise auf die Pfeiler und Zeugnisse des Glaubens (iman),>so wie sie der Qur'an so wunderbar zusammenfasst, in Form ei-i Nurnz kurz zusammengefassten Auszugs und in der Art und Weise des obigen ersten Teils niederzuschreiben. Ich verweise bei dem Wort

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen!" jeden

auf zwei, drei Abhandlungen (risalah)>in der (Risale-i) Nur und beginne mit اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ {"Lobpreis und Dank sei Gott!"}

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ
اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ...الخ

{"Im Nameq ve hes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen! Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten! Usw."}

Das erste Wort heiğt:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ

{"Lobpreis und Dank sei Gott!"}

ren Frarin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Das Antlitz der Erde, ja selbst das Universum ist angefüllt mit absichtsvollen (aus ih>{Anlage und Funktionsweise eines Euters und die Trennung von Milch und Blut in ihm sind wohlüberlegt und nicht zufàllig.} Gnadengaben und Wohltaten (in'am ve ni'met),>die in der Tat eine Quelle von Lobpreis und Dank (hamd ve shukEs han All sind, insbesondere für die reine, saubere, nahrhafte Milch, die den hilflosen Jungtieren (aus einer Quelle) gesandt wird, die zwischen Blut und Mist (hervorsprudelt); und genau so sinaben m die freiwilligen Gaben (ihsan),>Geschenke, die Gastmàhler und die in Seiner Barmherzigkeit (merhamet)>erwiesenen Ehren (ikram).>Der Preis dafür ist das "im Namen Gottes (Bismillah)">am Anfang (des Gastmahls),ntlichGott sei Lob und Dank (Elhamdulillah)>am Ende (des Gastmahls) und die Empfindung der Groğzügigkeit (ni'met)>in dem Gastgeschenk (in'am)>wàhrend des Empfangs und auf diese Weise seinen Herrn (Rabbkraft,rkennen. Betrachte nun dich selbst, deinen Magen und deine Sinne! Wie viele Dinge und Geschenke (ni'met)>benötigen sie doch!

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Sieh,tiger es Mağ an Versorgung (rizq)>und wohlschmeckenden Dingen sie erstreben! Vergleiche sodann alle Lebewesen (dhi-hayat)>mit dir selbst! Das alles aber zeigt sonnenklar, mit Gereciel grenzenlosem Lob und unendlichem Dank (hamd ve shukur)>als Entgelt für diese allgemeinen Gnadengaben mit und ohne Worte (hal ve qal)>zum Ausdruck gebracht wird, dass es mit groğer, ja absoluter Sicherheit einen Allbarmherzigen Gn werdMun'im-i Rahiem)>und die unumschrànkte Herrschaft (Rububiyet)>eines Lobpreis und anbetungswürdigen (Mabud-u Mahmud)>Wesens (maudjudiyet)>geben muss.

Das zweites Wort heiğt:

رَder Guْعَالَمِينَ

{"Herr der Welten"}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Wir können in der Tat mit eigenen Augen sehen, dass es im Universum nicht Tausendfft, an, Millionen Welten kleiner Universen gibt, die (kleinen Mikrokosmen) meistens in (den groğen Makrokosmen). Und obwohl eine jede einzelne von ihnen anders organisiert (idare)>ist und Abenthieden verwaltet (tedbir)>wird, werden sie doch so vollkommen versorgt (terbiye),>geführt (tedbir)>und verwaltet (idare).>So wird das gesamte Universum gleich einer einzigen Seite in jedem Augenblick erneuert unem gagetauscht und alle Welten gleich einer einzigen Zeile mit dem Stift der Macht (kalem-i qudret)>und der Bestimmung (qader)>niedergeschrieben. Innerhalb Seines grenzenlosen Herrschaftsbereiches (Rububiyet)>werden mit unendlichem Wissen (s ins und grenzenloser Weisheit (hikmet)>und einer alles umfassenden Barmherzigkeit (rahmet)>und Aufmerksamkeit diese Millionen von Welten (alem)>und dahinströmenden Universen verwaltet (idare)>und stellen so jederzeit und in jedem Augenblickund behrer Gesamtheit wie auch jede für sich die zahllosen und grenzenlos

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vielen Zeugnisse für den Herrn der Welten (Rabbul Alemin),>der da notwendigerweise sein muss (vudjub-u vudjud)>und Seine Allgegenwart (vg Tage>nach der Anzahl aller Atome und nach der Anzahl der vorhandenen (maudjud)>Welten dar, die aus diesen Atomen gebildet sind. Ein Mensch, der die Herrschaft (Rububiyet)>dessen, der alles, von den Weiten der Atome, über dasder Gensystem und jene Galaxis, die man die Milchstrağe nennt, und von der Zelle eines Körpers über jenen Vorratsspeicher, der unsere Erde ist, bi Kanonzum Universum in seiner Gesamtheit nach dem gleichen Gesetz (kanun),>mit der gleichen (Macht) Seiner Herrschaft (Rububiyet)>und der gleichen Weisheit Lichtet)>lenkt und leitet (idare ve terbiye),>nicht bestàtigen, nicht wahrnehmen, nicht wissen und nicht sehen will, der verdient sicherlich eine unendlichner Zufe und ist somit der göttlichen Barmherzigkeit (merhamet)>nicht mehr würdig.

Das dritte Wort heiğt:

اَلرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Er ist der Erbarmer, der Allbarmherzige."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf llwisslgenden Beweis ist dieser:

Die Anwesenheit und die Wahrheit (maudjudiyet ve haqiqat)>von einem grenzenlosen Erbarmen (rahmet)>im Kosmos ist in der Tat ebenso offensichtlich wie die Strahlen der Sonne. Mit der gleicen Abhsoluten Sicherheit, mit der das Licht Zeugnis ablegt für die Sonne, bezeugt auch dieses weithin ausgedehnte Erbarmen (überall auf der Erde) wenn auch (oft wie) hinter einem Vorhang verborgen, das Erbarmen des Allbarmherzig sollthman-i Rahiem).>Der bedeutendste Teil dieses Erbarmens (rahmet)>ist in der Tat die Versorgung (rizq),>die dem Allbarmherzigen (Rahman)>die Bedeutung eines Versorgers (Rezzaq)>verleiht. Was aber die Versorgung betrifft, so deutet sie sorordenund offensichtlich auf einen

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allbarmherzigen Versorger (Rezzaq-i Rahim)>hin, dass ein jeder, der auch nur über ein Karat Verstand verfügt, dies bestàtigen muss. Zum Beispiel: Er sendet allem, was da lebt (dhihayat),sche Vllem aber und ganz besonders den hilflosen, (den Kindern) und Jungtieren überall auf der Erde und in der Luft auf geradezu wunderbare Weise und über alles (eigene) Können und Vermögen (ihtiyar vا اِلٰdar)>hinaus (Nahrung) in Form von Kernen, Tropfen einer Flüssigkeit und Körnern aus der Erde, die alle irgendwie einander àhnlich sind, (u(ehl-ingt sie gleichsam wie) aus dem Nichts hervor. Er làsst sogar die kleinen, noch schwachen Vögel, solange sie noch nicht flügge sind und noch in ihrem Nest in der Krone eines Baumes hocken, ihre Mütter gleich Soldaten,

If ihren Befehl warten, ausschwàrmen (und Futter suchen) und es (rizq)>ihnen bringen. Er unterwirft eine hungrige Löwin ihrem Jungen, sodass sie das Fleisch, über das sie verfügen könnte, nicht selber frisst, sondern ihr Junges m in dfüttert. Und den übrigen Jungtieren und den Babies der Menschen sendet Er, um ihnen damit zu helfen, angenehme, nahrhafte, reine, lautere, weiğe Milch, gleich Kauthar-Wasser aus der Quelle ihrer Euter, ohne dass sie dabganz b ihrem roten Blut und von (Kuh)-Mist verunreinigt wàre und versorgt sie so auch mit der helfenden Liebe (shefqat)>ihrer Mütter. Auch làsst Er zu allen Bàumen, die i dies t Nahrung (rizq)>erheischen, auf eine ganz wunderbare Weise genau diese ihnen entsprechende Nahrung (rizq)>eilen und in gleicher Weise versorginem Hn Seiner Güte (ihsan)>auch die innerlichen Zentren des Menschen, die gleichfalls eine Art physischer wie psychischer Nahrung (rizq)>erheier Ris indem Er ihnen auf einem groğen und weiten Tisch (sofra)>Nahrung (rizq)>für Verstand (aql),>Herz (qalb)>und Seele (ruh)>bereitet. Es ist ch zu stünde das All aus Hunderttausenden ganz unterschiedlicher und völlig voneinander verschiedener Tische (sofra),>{gemeint sind einfache Tücher} die wie die Blüten

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eis Pulvse oder Hüllblàtter eines Maiskolbens übereinander liegen, sodass sie alle, für einen jeden, der nicht ganz und gar blind ist, mit soviel Zun)>ist;ie es Tische und auf ihnen Speisen und (allerlei) Gaben (ni'met)>gibt, und mit ebenso vielen ganz verschiedenen, universellen wie individuellen Sprachen auf den Einen Allbarmherzigen Ernàhrer (Rahman-i Rezzaqraufhi Allgütigen Erbarmer (Rahiem-i Kerim)>hinweisen.

Wenn man also nun sagen wollte:

"Alle diese Katastrophen, Abscheulichkeiten und all das Böse in dieser Welt stehen im Gegensatz zu der alles umfassenden Barmherzigkeit (rahmetnschlies und sind ein Schandfleck auf ihr",

so lautet die Antwort darauf:

Diese (in ihren Konsequenzen) dermağen heikle Frage wurde in den Abhandlungen der Risale-i Nur, wie z.B. in der über das Vorherwiss Lehretes (qadr)>bereits vollstàndig beantwortet. Daher wollen wir uns hier mit dem folgenden kurzen Hinweis begnügen:

Alle (vier) Elemente, eiتَكَادs nach seiner Art und alles Sein (maudjud),>das universelle wie das individuelle, hat unendlich viele Aufgaben, und (die Erfüllung) einert und dieser Aufgaben bringt wiederum zahllose Ergebnisse als seine Früchte hervor. Ihre überwiegende Mehrheit ist heilsam, schön, gut und segensreich. Nur ein geringer Teil von ihauf zinnt seine negativen Seiten, seine verkehrten Anschlüsse, verdient eine Strafe oder Züchtigung, (der gröğere aber) dient vielmehr dazu, viele fruchttragende Àhren hervorzubringen. Eiedeutunsichtlich geringeres Übel ist die Hàsslichkeit und wird als Unbarmherzigkeit angesehen. Wird aber ein Element, oder würde alles Sein (maudjud)>daran gehindert, sei und ugabe zu erfüllen, um im Namen der Barmherzigkeit (rahmet)>dieses kleinere Übel zu vermeiden, so würde alles Gute und könnten alle übrigen schönen Ergebnisse nicht zustem Gruommen. Da aber die Abwesenheit des Guten schlecht ist und die Zerstörung der Schönheit Hàsslichkeit ist, würde alles Böse,

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Hàssliche und Erbarmungslose entsprechend de Aspekhl solcher Ergebnisse geschehen. Das heiğt also, dass hunderterlei Übel und Unbarmherzigkeiten sich fortsetzen würden, damit ein einziges Übel nicht ein Voeht, was aber der Weisheit (hikmet),>dem Sinn (maslahat)>und der Barmherzigkeit (merhamet)>in der Herrschaft Gottes (Rububiyet)>entgegengesetzt wàre. Wenn z.B. Schnee und Frost, Feuer und Regen in ihrer Art hunderterlei Weisheiten (hiken, alnd Vorteile mit sich bringen, einige unaufmerksame, unvorsichtige (Leute) aber durch eine Fehlentscheidung sich selbst schàdigen, indem sie z.B. ihre Hand ins Feuer halten und dabei sagen, dass n, Feun der Erschaffung des Feuers keine Barmherzigkeit (rahmet)>fànde, so würde all das zahl- und grenzenlose Gute des Feuers und all sein zweckdienlei allund barmherziger (merhamet)>Nutzen sie Lügen strafen und sie dafür auf den Mund schlagen.

Zudem können selbstsüchtige Gelüste und niedrige, überiüzzamFolgen hinwegsehenden Emotionen nicht als Kriterien, Mağstàbe oder Richtschnur für die Gesetze der Barmherzigkeit (rahmaniyet),>der Herrschaft (hakimiyet)>und der Regierungssens biyet)>gelten, die den Kosmos durchströmen. So sieht man also (alle Dinge) entsprechend der Farbe seines Spiegels. (Ein Mensch) mit einem erbarmungslosen, schwarzen Herzen erblickt die Welt in ihrer weinerlichen, hàsslichen,gekehreren und ungerechten Gestalt. Betrachtet er sie aber mit den Augen des Glaubens, so kann er sie (in der Gestalt) eines riesigen Menschen bezeugen, gekleidet in 70.000 schöne Kleider, eines über dem andereos in àht in aller Barmherzigkeit (rahmet),>allem Guten und aller Weisheit (hikmet),>gleich den Huris des Paradieses, die in 70 schöne Gewànder gekleidet sind, die immer lachen und erbarmungsvoll làcheln. (In dieser Welt, die einem riesigen Menschenergànght) ist die Menschheit wie eine Welt im Kleinen und jeder einzelne Mensch gleich dessen verkleinertem Abbild, der mit Geist (ruh)>und Seele ausruft:

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اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ ٭ اَلرَّحgleichالرَّحِيمِ ٭ مَالِكِ يَوْمِ الدِّينِ

{"Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten, der am Tage des Gerichtes herrscht."}

Das vierte Wort heiğt:

مَالِكِ يَوْمِ الدِّينts vor herrscht am Tage des Gerichtes."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Erstens:

Am Ende des ersten Teils dieser Lektion (ders),>worin alle Beweise dafür Zeugnis ablegen: وَ اِلَيْهِ الْمَs jede{"Und bei Ihm ist der (uns bestimmte letzte) Aufenthalt."} dass die Wiederversammlung und das Jenseits (akhirah)>ganz offensichtlich sind und desgleichen: مَالِكِ يَوْمِ الدِّينِ {"Er herrscht am Tage des Gericht unnötür den Glauben (iman)>an die Wiederauferstehung und eine alles umfassende Wahrheit (haqiqat).

Zweitens:

Gleich wie es am Ende des Zehnten Wo verweeiğt, dass die Ewige Herrschaft (sermedi Rububiyet)>des Schöpfers (Sanii),>Sein Erbarmen (rahmet),>Seine Weisheit (hikmet),>Seine ewige und immerwàhrende Schönheit (edheli-ebedi djemal),>Seine heimstàt (djelal),>Seine Vollkommenheit (kemal)>und all die unendlich vielen Eigenschaften (sifatlar)>und die Hunderten von Namen mit absoluter Sicherheit ein Jenseimehr glangen, so zeugen auch der Qur'an mit seinen Tausenden von Ayat und seinen Beweisen, Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, und seine Hunderte von Wundern (mu'djizat)>und Zeugnissen unh Dank Propheten (enbiya),>mit denen der Friede sei, mit ihren himmlischen Büchern und Schriften und durch zahllose Belege für ein Ewiges Leben (hayat-i rer wa)>in einer

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jenseitigen Wohnstatt (dar-i ahiret),>sodass ein Mensch, der nicht daran glaubt sich noch in dieser Welt selbst in eine aus seinem Uanstelen (kufr)>entstehende innere Hölle (djehennem)>stürzt und dort ewige Qualen leidet. Wie dies bereits in dem "Wegweiser für die Jugend" dargestellt wurde, regnen alle vergangenen und kommender Geiten, alle Geschöpfe und alle Welten durch ihren Zerfall und die Trennung von ihnen bestàndig unendlich viele Welten in ihren Geist (ruh)>und ihr Herz (qalb)>hinab, sodass sie, n die Gvor sie zur Hölle hinabfahren, die Qualen der Hölle (djehennem)>erleiden.

Drittens:

يَوْمِ الدِّينِ {"Tage des Gerichtes"} spielt mit diesem Hinweis auf dieses groğe und machtvolle Zeugnis der Wiedervere könnng an. Doch in unserer augenblicklichen Lage (maqam)>ist plötzlich ein Umstand (hal)>eingetreten, welcher der Grund dafür ist, dass wir den (eigentlichen) Beweis auf eine andere Zeit verschieben musssind, ber vielleicht ist das dann auch gar nicht mehr nötig. Denn es haben schon (verschiedene Abschnitte) der Risale-i Nur an Hand von Hunderten machtvoller Zeugnisse so sicher wie der Tag der Nacht und der Frühling dem Winter folgt och eien, dass der Morgen und der Frühling der Auferstehung und Wiederversammlung (heraufdàmmern wird).

Das fünfte Wort heiğt:

اِيَّاكَ und miدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

Bevor wir auf das darin enthaltene Zeugnis (zu sprechen kommen), möchte ich aufgrund der Erlàuterung im Neunundzwanzigsten Brief, kurz nen Lüen, was mir auf einer visionàren Reise (seyahat-i hayal)>in meinem Herzen (qalb)>deutlich geworden ist. Es ist dies wie folgt:

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Als ich einmal im Qur'an nach den Wundernbefindjize)>seiner Verkündigung suchte, wie sie in der Risale-i Nur, besonders in den "Zeichen des Wunderbaren (Isharat-ul I'djaz)",>dem Buch der Komhten. e (tefthir-i Nuriye),>und in den "Acht Symbolen (Rumuz-u Semaniye)">erklàrt worden sind, fand ich in den letzten Ayat der Sure "Fath" vier, fünf Wuatik (nd Hinweise aus dem Verborgenen, ja in der Ayah

اَلْيَوْمَ نُنَجِّيكَ بِبَدَنِكَ

{"An jenem Tage werden wir dich in deinem Leibe retten." (Sure 10, 92)}

einem geschichtlichen Wunere progar in vielen Worten blitzartig aufleuchtende Wunder und wundersame Anmerkungen zu einigen (besonderen) Silben (harf).>Und so tauchte denn einmal in meinem Herzen (qalb)diese end ich im Gebet (namaz)>die Suratu-l'Fatiha rezitierte, um mich auf ein Wunder in dem arabischen Buchstaben ن "nun">(deutsch: "n") hinzuweisen, mit dem die Worte نَعْبُدُ, نَسْتَعِينُ {"wir bam, min" (na'budu), "wir flehen um Hilfe" (nesta'in)} beginnen, die Frage auf: Warum sagen wir nicht einfach اَعْبُدُ, اَسْتَعِينُ {"ich bete an" ('abudu), "ich flehe um Hilfe" (esta'in)?} Warum also verwended als hier dieses ن "nun">der ersten Person Plural und bringen dadurch arabisch "wir" zum Ausdruck? Da ging mir plötzlich durch dieses ن "nun">hindurch das Tor zu einer visionàren Reise wale-i f. Und so verstand ich auf einmal dieses gewaltige Geheimnis, dieses groğe Verdienst des gemeinschaftlichen (djemaat)>Gebetes (namaz)>und ich sah und erkannte als ein Augenzeuge, 957

sen diesem einen einzigen Buchstaben ein Wunder sichtbar wird. Es ist dies folgendes:

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Ich sagte also damals wàhrend ich in der Bayezid Moscg des Istanbul das Gebet (namaz)>verrichtete:

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

Danaber (kte ich auf, und wàhrend die Gemeinde (djemaat)>in dieser Moschee gleich mir (das gleiche Gebet) sprach, unterstützte sie mein Gesuch (dava)>und schloss sich der Bitte (dua)> اِهْدِنَا {"führe uns"} ganz und gar an. ttverggleich öffnete sich mir (eine Art) Vorhang und ich sah, wie alle Moscheen in Istanbul einer einzigen groğen Bayezid Moschee gleich wurden. Und gleich mir sagten (sie alle):

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَsprechينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

Sie unterschrieben (alle) mein Gesuch, meine Wünsche und Gebete (dua)>und sagten "Amen">dazu. Und wàhrend sie (alle zusammen) für mich die Gestalt eines Fürspres Endeannahmen, ging für mich auch in dieser inneren Schau (hayal)>erneut ein Vorhang auf. Und ich sah, wie die ganze islamische Welt die Gestalt einer groğen Moschee Nur h. Darinnen bildete die Kaaba in Mekka den Mihrab. Alle Muslime nahmen zum Gebet (namaz)>Aufstٌةung, bildeten um den heiligen Mihrab herum einen Kreis und rezitierten (gemeinsamzu dieَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ اِهْدِنَا

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. Führe uns!"}

Und jeds sindach im Namen aller die Gebete (dua)>und die Bitte um Hilfe. So beteten sie miteinander,

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legten füreinander Zeugnis ab und nahmen einander zu Fürsprechern, wàhrend ich bei mir dachte: "Der Weg einer solch sind digen Gemeinschaft und was sie erstrebt, kann nicht falsch sein, und ihre Gebete können nicht zurückgewiesen werden. Sie wird die Einflüsterungen (vesvese)>des Teufels zurückweisen." So bestàtigte ich die augenَالْاِlich groğen Verdienste (menfaat)>des Gebetes (namaz)>in der Gemeinschaft (djemaat)>und wiederum öffnete sich mir ein Vorhang. Und ich sah, dass der ganze Kosmos gleich einer gewaltigen Moschee und darinnen alle Arn überbender Geschöpfe mit den unbelebten Formen Seiner Schöpfung (makhluqat)>vereinigt zu einem einzigen gewaltigen Gebet (salat-i kubra),>als Gemeinde (djemaamkeitn der ein jedes in seiner eigenen Art und Sprache oder durch sein ganzes Dasein (lisan-i hal)>in wortloser Anbetung (ibadet)>sein Gebet (namaz)>zum Ausdruck bringt, um, ein jedes für sich, in t, dasgroğen und weiten Anbetung (ubudiyet)>des Anbetungswürdigen in Seiner Majestàt (Mabud-u Dhul'Djelal)>und allumfassenden Herrschaft (Rububiyet)>ein umfassendes Zeugnis abzulegen und Seine Einheiklar zhid)>zu bestàtigen, ihren Platz einzunehmen und so den Beweis für das gleiche Ergebnis zu erbringen. Und so öffnete sich mir plötzlich abermals ein neuer Vorhang. Und ich sah, wie dieser groğe Mensch, der der Kosmos istir undseinem ganzen Dasein (lisan-i hal)>zum Ausdruck bringt:

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

Und mit all den vielen Gliedern (die diesen Menschen bilden) in dens erache seiner Natur (fitr)>mit ihren Fàhigkeiten und charakteristischen Merkmalen und mit allen mit Bewusstsein begabten Wesen (maudjudat)>mit Worten:

اِيَّاكَ نَعْبُدُte Verيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

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sagt und so ihren Dienst und ihre Anbetung (ubudiyet)>gefolgenr dem allbarmherzigen (merhamet)>Schöpfer (Khaliq)>und Seiner Herrschaft (Rububiyet)>erweisen, so bringen auch die Zellen, Organe und alle Sinne meines Körpers, gleich denen in den Körpern meiner Freunde in dieser gewaltiget, besinschaft (djemaat),>die alle für sich einen winzig kleinen Kosmos bilden, in der Sprache ihres Daseins (lisan-i hal)>mit ihrem Gehorsam (itaat)>und mit all ihren Bedürfnissen gegenüber der Herrschaft (Rububiyet)>ihres Schöpfers (Khaliq)>z und Zdruck:

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe."}

und zeigen so, dass sie in Übereinstimmung mit dem göttlichen Befehl witschllen (emir ve irade)>handeln und in jedem Augenblick der Gnade (inayet)>und des Erbarmens (rahmet)>ihres Schöpfers (Khaliq)>bedürfen. Und so wie ich voll Staunen das hei, aucheheimnis (qudsi sirr)>des Gebets (namaz)>in der Gemeinschaft (djemaat)>und das einzigartige Wunder (mu'djize)>des ن "nun">wahrgenommen hatte und durch das Tor des ن "nun">eingetreten war, so verlieğ ich es nunlige

#r und sagte Elhamdulillah. Und so wurde es meine Gewohnheit, den Satz:

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an undes Schr allein flehen wir um Hilfe."}

stets im Sinne dieser drei Gemeinschaften (djemaat)>mit ihren groğen und kleinen Gefàhrten zu rezitieren. Somit haben wir nun d des Einführung beendet und kommen jetzt zu unserem eigentlichen Thema:

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein beten wir an und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. Führe uns!"}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den eele (den Beweis ist dieser:

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Erstens:

Wie wir mit unseren eigenen Augen sehen können, wie im gesamten Universum, besonders aber rund um die Erde im Verlauf einer bestàndigen (daimi),>Ehrfurcht gebietenden Tàtr verf und in der schöpferischen Ordnung (faaliyet ve khallaqiyetin intizam)>eine barmherzige (merhametkarane),>lenkende und leitende (mudebbirane),>absolute Herrschaft (rububiyet-i mutlaqa)>jedemhe undlnen der zahllosen Lebewesen (dhi-hayat)>auf ihre Erwartung hin, ihre in Handlung, Haltung und in Worten geàuğerten Bitten und Gebete mit einer vollkommenen Weisheit und Gnade (kemal-i hikmet ve inaNamen atkràftig zu Hilfe eilt und dadurch Seine absolute Gottheit (uluhiyet-i mutlaqa)>und Seine universelle Anbetungswürdigkeit (ma'budiyet-i amme)>in Erscheinung tritt unoch beAntwort auf die Gebete (ibadet)>der gesamten Schöpfung, besonders aber der lebenden (Natur), und ganz besonders der Völker der Menschheit, die sie Ihm ihrer Natur (fitr)>gemàğ auf tausendfàltige Weise willig darbringen, wie manwidrigmit gesundem Verstand und dem Auge des Glaubens (iman)>beobachten kann und worüber uns auch alle vom Himmel herab geoffenbarten Erlasse (ferman)>und die Propheten (enbiya Schöpricht gegeben haben.

Zweitens:

Wie bereits das ن "nun">in نَعْبُدُ {"Wir beten an."} in der obigen Einführung kennzeichnet, ist jede der drei Gemeinschaften e und at)>und sind alle drei insgesamt, wie sie je nach ihrer Natur (fitr),>jedoch auf ganz verschiedene Weise damit beschàftigt sind, willig ihren Dienst und ihre Anbetung (ibadet)>darzubringen, ganz offensichtlich unbst un jeden Zweifel in sich selbst eine von Dank erfüllte Reaktion auf Seine Anbetungswürdigkeit (mabudiyet)>und ein grenzenloses, zweifelsfreies Zeugnis (shehadet)>für die Gegenwart (sahiudiyet)>dieses Angebeteten Allheiligen (Mabud-u Muqaddes).>Auch das ن "nun">in

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نَسْتَعِينُ {"flehen wir um Hilfe."} kennzeichnet denVerbreruf der oben erwàhnten drei Gemeinschaften, ausgedrückt in ihrem Tun und in ihrer Haltung, und zwar jeder Gemeinschaft, von der Gesamtheit des Universums angefangen bis hin zur Gemeinschaft der Zellen und Atome eieugungrpers, durch den sie ohne allen Zweifel in ihrer Erwartung und ihren Gebeten (dua)>Zeugnis für den Einen ablegen, der ihnen voll Liebe (shefqat)>zu Hilfe eilt, sie lenkt und leitet, ihremit dee annimmt und sie erhört. So heiğt es z.B. im Dreiundzwanzigsten Wort, dass die Annahme der drei Arten Gebete (dua)>{Entfaltung, Versorgung, Rettung} der gesAufmerbelebten wie unbelebten Schöpfung (makhluqat)>auf der Erde überaus wunderbar und über alle Erwartung ist und so ein absolut sicheres Zeugnis (shehadet)>für einegen Enarmherzigen und allerhörenden Herrn (Rabb-i Rahiem ve Mudjib)>ist. So wie wir also in der Tat mit unseren eigenen Augen sehen können, tes dee Gebete (dua)>aller Kerne und Körner, mit denen sie in der Sprache ihrer Entwicklungsfàhigkeit ihren Schöpfer darum bitten, Bàume und Àhren zu werden, angenommen werden, so legt auch die Annahme der Ginzige(dua)>aller Tiere, wenn sie in der Sprache ihrer naturgegebenen Bedürfnisse (ihtiyadj-i fitri)>von dem Einen (in Erfüllung) ihrer Wünsche (matlub)>ihre Versorgung (rizq)>und all das Lebensnotwendige ersehnen, was ihre Hànde nicht err von T können und auğerhalb ihrer Möglichkeiten (iktidar)>liegt, vor unseren eigenen Augen ganz offensichtlich Zeugnis (shehadet)>für den Freigiebigen Schöpferverweiiq-i Kerim)>ab, der (ihre Gebete) annimmt und Seiner einzigartigen lebenden wie unbelebten Natur (makhluqat)>zur rechten Zeit voll Weisheit (hikmet)>zu Hilfe eilt.

ter unnso legt im Vergleich mit den beiden obigen auch die wunderbare Annahme aller Arten mit Worten ausgesprochener (lisan-i qal)

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Gebete (dua),>besonders der Propheten (enbiya),>mit denen der Friede sei, und alleلىٰ نِesfreunde (havas)>Zeugnis (shehadet)>für den Beweis Seiner, (in der Bitte) وَ اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ {"Zu Dir allein flehen wir um Hilfe!"} (zum Ausdruck gebrachten) Allgegenwart (vahdet)>ab.

Das sechste Wort heiğt:

اِهْدِنَا e Risaَاطَ الْمُسْتَقِيمَ

{"Führe uns den rechten Weg!"}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

So wie unter den von einem Ort zu einem anderen Ort führendtigen en in der Tat der kürzeste (Weg) der in die rechte Richtung weisende (Weg) und unter den von einem Punkt zu einem von ihm entfernten anderen Punkt gezogenen Linien diejenigns (qukürzeste ist, die vollkommen gerade verlàuft, so ist auch unter den geistlichen, den innerlichen Wegen und Schulen des Herzens (kalbi meslek)>der einzig richtige, in die rechte Richtung weikmet) (Weg), auch der kürzeste und einfachste (Weg). So weisen z.B. alle Überlegungen in der Risale-i Nur und die Gegenüberstellungen der Weg wie dUnglaubens (kufr)>und des Glaubens (iman)>mit absoluter Sicherheit darauf hin, dass der Weg des Glaubens und (die Bestàtigung) der Göttlichen Einheit (tauhid)>ein sehr kurzer, gin uns, die rechte Richtung weisender und leichter (Weg) ist, der Weg des Unglaubens und der Verleugnung (kufr ve inkar)>dagegen ein sehr langer, schwieriger und gefàhrlicher (Weg). Das aber heiğt, dass in einem auf gerader, weissorge oller und in jeder Weise kurzer und leichter Bahn geführten Kosmos sicherlich eine Teilhaberschaft und Unglaube (shirk ve kufr)>nicht wahrhaftig bestehen können, der Glaube (iman)>und (diosopheàtigung) der Göttlichen Einheit (tauhid)>im Kosmos

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dagegen unentbehrlich und notwendig sind.

Zudem ist der angenehmste, vorteilhafteste, kürzeste und sicherste Weg menschlicher Moral (akhlaq)>der die rechte Richtung weisende Pfhabe irat-i mustaqim)>und seine Beibehaltung (istikamet).

Wenn also z.B. die Kraft des Verstandes (quvve-i aqliye)>nicht der Weisheit (hikmet)>des mittleren Weges (hadd-i vasat)>folgt und jene einfache Orientierung (istikam Frieerliert, die so verdienstvoll ist, so führt das entweder durch Übermağ (ifrat)>oder durch Unzulànglichkeit (tefrit)>zu einem nur negativen Geschwàtz (djerbeze)>und bösartiger Torheit und geràch eucihren langen Wegen in allerlei Gefahren.

Und wenn die Kraft der Wut (quvve-i ghadabiye)>nicht einer richtungweisenden Linie (hadd-i istikamet)>sich mutig (schedja'at)>(für eine gerechte Sache einzusetzennistert, so endet sie entweder in mağlosen Übertreibungen (ifrat)>und àuğerst gefàhrlichen, von Zorn erfüllten Unterdrückung und zugleich Überheblichkeit (tehevvure ve tedjebbure),>oder d gegen demütigender Unterlegenheit (tefrit)>und schmerzlicher Feigheit und Furchtsamkeit , verliert jegliche Orientierung (istikamet),>tràgt dafür die Folgen ihrer Verfehlung und erleidet deshalb bestàndige Gewissensqualen (vidjdani bir adhab).> den Sd wenn die durchaus menschliche Kraft der Begierde (quvve-i sheheviye)>von der sicheren Orientierung (selametli istikamet)>abweicht und so die ehelichen Pflichten (iffet)>verletzt werden, s Verfat dies entweder durch Übertreibung (ifrat)>zu einer unheilvollen, schamlosen Ausschweifung (fudjur)>und zur Unmoral (fuhsh),>oder aber zu Potenzschwàche (tefrit)>und Gefühlskàlte und so verliert (jede sexuelle Empfindung) allen Gentahaqqd jegliche Befriedigung, die in dieser Gabe (ni'met)>liegt, was sich (letzten Endes) zur Qual (adhab)>einer geistigen Krankheit auswàchst.

Wenn man nun aber einen Vergleich anstellts sie st im persönlichen Leben wie auch im öffentlichen Leben das gesunde Mittelmağ (istikamet)>der verdienstvollste, einfachste und kürzeste von allen Wegen. Wer aber den die

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r kann Richtung weisenden Pfad (sirat-i mustaqim)>verliert, dessen Wege sind unheilvoll, endlos lang und gefàhrlich.

Das aber heiğt اِهْدِنَا الصِّرَاطَ الْمُسْتَقِيمَ {"Führe uns den rechten Weg!"} ist ein auğerordentlich weitesedachtmfassendes Gebet (dua),>gleich einem Dienst, einer Anbetung (ubudiyet),>und ein Hinweis auf das Zeugnis der Göttlichen Einheit (tauhid),>und ein Unterricht in Ethik und Weisheit,>wàhrk ve hikmet).

Das siebente Wort heiğt

صِرَاطَ الَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ

{"den Weg derer, denen Du huldvoll bist."}

Der darin enthaltene ganz kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Erstens:

Wer عَلَيْeich. "denen"} sind, wird in der Ayah erklàrt:

مِنَ النَّبِيِّينَ وَا لصِّدِّيقِينَ وَ الشُّهَدَآءِ وَ الصَّالِحِينَ

{"von den Propheten, den Getreuen, den Blutzeugen und den Wohltàtern" (Sure 4, 69)}

Es handelt sich hier um ts weier Klassen des Menschengeschlechts, welche die Gnade der Rechtleitung (istikamet ni'meti)>empfangen haben. Als Anführer dieser verschiedenen Gruppens dafümit النَّبِيِّينَ {"Propheten"} auf Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, mit

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وَ الصِّدِّيقِينَ {"Getreuen"} auf Abu Baqr-i Siddiq, mit dem Gott zufrieden sein möge, und mit وَ الشُّهَدَآءِ {"Zeugen"} auf darumOsman und Ali verwiesen. Eine Kunde aus dem Verborgenen weist darauf hin, dass nach dem Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und dem Getreuen, mit demnter dzufrieden sein möge, Omar, Osman und Ali, mit denen Gott zufrieden sein möge, diese drei, sowohl Blutzeugen als auch Kalifen sein werden, was hier blitzartig ein Wunder beleuchtet.

Zweitens:

Die Wahrheit von der Göttlit (keEinheit (haqiqat-i tauhid),>welche diese vier höchsten, am besten rechtgeleiteten, getreuen Gruppen des Menschengeschlechtes seit den Zeiten Adams, mit dem der Friede sei, mit aller Kraft (quvvet)>gelehrt und anhand ihrer geistigen Entd ausgeen (keshfiyat)>aller Art und mit zahllosen Beweisen, Wundern (mu'djize, keramet, delil)>bekràftigt haben, und welche die Mehrheit aller Menschen bestàtigt hat, ist mit absoluter Sicherheit so klarsstlosie Sonne. Mit ihren Hunderttausenden Beweisen ohne Zahl haben solche hervorragenden Führer der Menschheit ihre Rechtschaffenheit und Wahrhhaftigkeit (haqqaniyet)>dargelegt und ihr Konsens und ihre Übereinstimmung in allen Dingen, die eint ihr eises (musbet)>bedürfen, wie der der Seinsnotwendigen Existenz (vudjub-u vudjud)>und Einheit (tauhid)>Gottes und Seiner Allgegenwart als Schöpfer (vahdet-i Khaliq),>sind dafür ein derartiger Beweis, dass kein Zweifel daran mehr men gle ist. Ja, begehen etwa solche, die eine Wahrheit (haqiqat),>welche die geradlinigsten (mustaqim),>getreuesten (sadiq)>und allgemein anerkannten Lehrer (murshid)>und Führer (re'is)>ein Anllkommenheit unter diesen vier Gruppen der Menschheit,

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welche die vorzüglichste Frucht der Schöpfung des Alls, Gottes Treuhànder (Kalif) auf Erden und durch ihre Begabung die vielseitinen) uund erhabensten unter allen Lebewesen ist, und (welche diese vier Gruppen) mit ihrem Konsenz und in ihrer Übereinstimmung geglaubt und verkündigt und das ganze Universum mit der gesamten belebten wie unbelebten Natur (maudeits e>dafür angeführt haben und wovon sie in wissenschaftlicher (ilme l-yaqien),>augenscheinlicher (ayne l-yaqien),>ja einer, der Wahrheit gemàğen Sicherheit (haqqa l-yaqien)>überzeugt waren unm Gewi unerschütterlich zu ihr bekannt haben, nicht anerkennen wollen, ja sie sogar leugnen, nicht ein grenzenloses Verbrechen und verdienen sie dafürs Er v eine unendliche Strafe?

Das achte Wort lautet:

غَيْرِ الْمَغْضُوبِ عَلَيْهِمْ وَ لاَ الضَّآلِّينَ

{"nicht derer, denen Du zürnst und nicht derer, die>einere Irre gehen."}

Der darin enthaltene kurze Hinweis auf den folgenden Beweis ist dieser:

Die Geschichte der Menschheit und die Heiligen Bücher verrungen in der Tat, gestützt auf allgemeine Überlieferungen (tevatur)>und umfassende, absolut zuverlàssige Berichte, in Übereinstimmung mit den Inform ist dn und Beobachtungen von Zeitzeugen auf eindeutige und absolut zuverlàssige Weise, wie den Propheten, mit denen der Friede sei, und welche die Leute des rechten Wege Wahrh, bei Tausenden von Gelegenheiten auf ihre Bitte hin in wunderbarer Weise Hilfe aus dem Unsichtbaren zuteil wurde und sie genau das erhielten, worum sie gebeten hatten, wie jedoch zu gnd àuğr Zeit bei Hunderten von Gelegenheiten der Zorn über die Gottesleugner kam, die ihre Feinde waren, und das Unglück vom Himmel her über ihre Köpfe herab regnete, was absolut zweifelsfrei zeiggebungs es über dem Universum und dem Menschengeschlecht darinnen einen weisen (Hakiem),>gerechten (Adil),>freigiebigen (Muhsin),>gütigen (Kerim),>ehrwürdigen (Aziz),>unbesiegbaren (Qahhar)

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Herrn (Rabb)>und Meister (MutaAbhand)>gibt, der so vielen Propheten (nebi),>wie Noah, Abraham, Moses, Hud und Salih, mit denen der Friede sei, auf so wunderbare Weise bei so vielen historischen und allgemein bekannten Ereignissen Sieg und Rettung verliehein. Unüber Thamud, Ad und das Volk des Pharao und viele andere Tyrannen und Gottesleugner, als Strafe für ihre Auflehnung (isyan)>gegen die Propheten noch in dieser Welt eine fürchterliche Strafe herabkommennwalt

Seit der Zeit Adams, mit dem der Friede sei, finden sich in der Menschheit in der Tat zwei gewaltig groğe Strömungen, die aufeinander prallen. Die eine davon besteht darin, dass die Leuteh zu srophetentums (ehl-i nübüvvet>= die Propheten), der Rechtschaffenheit (salahat)>und des Glaubens (iman),>indem sie dem rechten Weg folgen (is das Lt),>Gnade die Fülle (ni'met)>und Glückseligkeit in beiden Welten (saadet-i dareyn)>erlangen und dadurch, dass sie ihre Handlungen in Übereikurze ung mit der wahrhaftigen Schönheit des Universums, seiner Ordnung (intizam)>und seiner Vollkommenheit (kemal)>mağvoll und ausgewogen durchführen, dabei sowohl dus demlwollen (lutuf)>vom Herrn (sahib)>der Welten als auch die Ewige Glückseligkeit beider Welten von Ihm erlangen, als auch durch die Glaubenswahrheiten sogar bis über die Ebenen der Menschen und Engel hinaus fortschreiubarakd so noch in dieser Welt (dunya)>innerlich das Paradies und in jener Welt (akhirah)>die Ewige Glückseligkeit (saadet)>sowohl selbst erwerben, als a الْحَdere erwerben lassen.

Was den zweiten Strom betrifft, der ja vom mittleren Weg (istikamet)>abweicht, so verwandelt er den Verstand (aql)>durch seineich lireibungen (ifrat)>und seine Unzulànglichkeiten (tefrit)>in ein Geràt der Qual und ein Werkzeug, das die Leiden in sich sammelt. Er stürzt die Menschlichkeit (insaniyet)>noch auf eine Stufe مِنْ ger als die armen Tiere hinunter. Da er noch dazu für seine Ungerechtigkeiten hier auf Erden (dunya)>eine Strafe göttlichen Zorns und die Ohrfeigen allen Übels empfàngt,

#ie wirieht er die Welt aufgrund seiner Verirrung und als der Verstand, der an sie gebunden ist, wie ein allgemeines Trauerhaus und ein wirres und abscheuliches Schlachthaus, in dem alle lebenden Wesen kopfüber in das Totenreich stürzen u in disetzt somit Geist (ruh)>und Gewissen in eine innerliche Hölle (manevi djehennem),>selbst nur noch dazu geeignet, im Jenseits (akhirah)>eine immerwàhrende Strafe zu erleiden.

So erteilt denn dieses Ende der Ehrenwerten Surer Verhröffnung (Fatiha-i Sherif)

اَلَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ ٭ غَيْرِ الْمَغْضُوبِ عَلَيْهِمْ وَ لاَ الضَّآلِّينَ

{"denen Du huldvoll biseinem nicht derer, denen Du zürnst und die in die Irre gehen"}

eine Lehre (ders)>über diese beiden gewaltigen Strömungen. Und in der Risale-i Nur ist diese Ayah zugleich auch die Quelleeits dWesen und der Lehrer (Ustadh)>aller Vergleiche. Da aber nun die Abhandlungen in der Risale-i Nur diese Ayah mit Hunderten von Vergleichen erlàutern (tefthir),>wollen auch wir hier nur kurz auf solche Eannes ngen hindeuten und begnügen uns mit diesem Hinweis.

Das neunte Wort heiğt:

اٰمِينَ

{"Amin"}

Hier nun ein kurzer Hinweis darauf:

Da nun einmal das ن "nun" in نsind, ُ {"wir beten an"} und نَسْتَعِينُ {"wir flehen um Hilfe"} uns diese drei gewaltigen Gemeinschaften (djemaat)>vor Augen führt, besonders aber die Gemeinschaedanke Glàubigen (muvahhidien)

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in jener Moschee, die die islamische Welt ist, und in der sich besonders z.Zt. des Gebetes (namaz)>eine Gemeinschaft von Millionen einfindet, uns mitten e Menssie führt und uns den Weg öffnet, an ihren Gebeten (dua)>teilzunehmen, mit denen sie das, was wir sagen durch das, was sie sagen, bestàtigen und wir also, wie d Grundhre Fürsprache daran Anteil nehmen, so erfahren durch das Wort "Amen">auch wir und die Gemeinschaft der Glàubigen (djemaat-i muvahhid)>und die Bitten der Beter (musallienin dualar)>eine Hilfe uentspre Unterstützug in unseren Gebeten (dava),>wenn wir, begleitet durch ihre Fürsprache (shefa'at)>und ihre geschàtzte Hilfe mit einem "Amen">unsden Zetten vortragen und sich so unsere bescheidene Anbetung (ubudiyet),>unser Gebet (dua)>und unsere Bitten (dava)>in eine allgemeine, weite und umfassende Anbetung (ubudiyet)>verm vollt, sodass sie als eine Entgegennahme der ganzen, groğen Herrschaft (Rububiyet)>Gottes gilt. Das aber heiğt, dass im Geheimnis (sirr)>deqasdi)erschaft des Glaubens (uhuvvet-i imaniye)>und ihrer Einheit im Islam (vahdet-i Islamiye)>wàhrend eines jeden Gebetes (namaz)>in dieser (groğen) Moschee, die die islamische Welt ist (alem-i Islam mesdjidi),>sich Millionen einzelnَعْطَيr einfinden, (deren "Amen")>nach der "Fatiha">in Anbetracht des einigenden Bandes (rabita-i vahdet)>dieser Gemeinschaft (djemaat)>und mit Hilfe (einer Art) innerlichen Radiosenders in diesem "Amen">(von allen), eine Universalitàt und dihmen, t von Millionen "Amen">gewinnen könnte.

Anmerkung:

Wenn also ein einfacher Mensch, von dieser heiligen Wahrheit (haqiqat)>einem Dattelkern entsprechend seinen Anteil nimmt, so entnimmt ihr hingegen ein geistig (ruh)>fortges Doch ener, bis zur Vollkommenheit (kamil)>entwickelter (Mensch im Verhàltnis dazu) einen Anteil gleich einer Dattelpalme. Wenn jedoch ein (geistlich) noch nicht so weit ent weil ter Mensch (wàhrend des Gebetes) die "Fatiha">liest, so sollte er sich diese Bedeutungen nicht absichtlich in Erinnerung rufen, um

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Seine Gegenwart (hudhur)>nicht zu stören. Sobald er zu einer (höheren) Stufeen finm)>fortgeschritten ist, werden sich diese Bedeutungen ihm ohnehin öffnen.

Eine kleine Zusatzfrage:

Wir haben unseren Lehrer nach der Bedeutung des Wortes "absichtlich"dem Legt und schreiben hier zugleich auch seine Antwort auf:

Ich denke, dass man sich, wàhrend man sitzt (teshehhud)>und wàhrend man die "Fatiha" beter dankht absichtlich sondern vielmehr nur indirekt mit der ganzen breiten und hohen Bedeutung (der einzelnen) Worte beschàftigen sollte, um nicht (durch ein derart) ausführliches (Nen freken) in eine Art Vergessen (ghaflah)>der Göttlichen Gegenwart (hudhur)>zu verfallen, sondern vielmehr durch einen kurzen und bündigen Gedanken die Unachtsamkeit (ghaflah)>vertreiben und somit Bitte und Gebet (ubudiyeti ve munadjatuch innsivieren sollte. Dies aber verweist deutlich auf den sehr hohen Wert des Gebetes (namaz),>wàhrend wir (stehend)>die "Fatiha">rezitieren oder unskeinenrsetzen (teshehhud).>Was hier in dieser Anmerkung zum "Zweiten Teil" (der Abhandlung) mit "sich nicht absichtlich beschàftigen" gemeint is alle h selbst ausführlich mit derartigen Bedeutungen zu beschàftigen, làsst manchen darüber das ganze Gebet (namaz)>vergessen, wodurch sogar die Göttliche Gegenwart (hudhur)>geschmàlert wird. Dochn und ich, wenn ich nur auf eine indirekte und summarische Weise (bei dem Text) verweile, einen groğen Segen.

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur in der Drittichen ule Josephs

Gezeichnet: Djeylan

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten."}

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ er ihr اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! Kein Wissen haben wir, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

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%kurzerِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ بِهِ نَسْتَعِينُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen." "Und bei Ihm flehen wir um Hilfe."}

Dritter Teil
Dritter Teil der einen und einzigen Lektion eder aser Dritten Schule Josephs

Einleitung

Nachdem ich auf einen inneren Befehl der "Fatiha">hin, mit dem Segen des اَشْهَدُ أَنْ لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ {"Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt, auğer Gott."} bereits Hundevorausgegangenen) Zweiten Teil geschrieben hatte, sehe ich mich nun durch die Worte des Satzes وَ أَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ {"und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.",} die ich wàhrend des Sitenz (im Gebet (teshehhud)>rezitiert hatte, durch einen inneren Befehl (ihtar)>und durch das Licht der groğen Ayah

هُوَ الَّذِٓى اَرْسَلَ رَسُولَهُ بِالْهُدٰى وَ دِينِ الْحَقِّ لِيُظْهِرَهُ عَلَى الدِّينِ كُلِّهِ وَ كَon aucاللّٰهِ شَهِيدًا ٭ مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ وَالَّذِينَ مَعَهُ أَشِدَّآءُ عَلَى الْكُفَّارِ رُحَمَآءُ بَيْنَهُمْ... الخ

{"Er war es, der euch Seinen Propheten sandte, mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit, aufgegangen üجَزِّىler Religion. Und Gott genügt als Zeuge. Mohammed ist der Gesandte Gottes. Die mit ihm sind, sind streng mit den Unglàubigen, milde miteinander...usw."} die Gde der Sure-i Fath,>die fünf Wunder aus dem Verborgenen aufweist, dazu veranlasst, den dritten Teil zu

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schreiben, wofür es drei Gründe gibt, die mitzuteilen mir derzeit noch nicht erlaubt ist. Was die Erklàrung (isahat)>dieses Tek und die ausführlichen Erlàuterungen (tafsilat)>und die urkundlich erwàhnten Zeugnisse dazu betrifft, so verweise ich hier auf die "Wunder Mohammads (Mu'djizat-i Ahmediye)",>das Prophetentum Mohammeds betreffendnzer Sdie in arabisch (verfasste Abhandlung) "Ein Lichtschimmer (Hizb-i Nuri)">und werde hier nun mit nur drei ganz kurzen Hinweisen eine Quintesebediyer "Hizb-i Nuri" geben, (und zwar in Verbindung) mit dem Wort der Göttlichen Einheit (kelime-i tauhid),>wie ich es bei der tàglichen Wiederholung der Gebete (tesbihat)>getreulich immer in meinen Meditationen auf arabisch einemkkur-u Arabi)>gelesen (virdim)>und als Zeugnis (shehadet)>مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ {"Mohammed ist der Prophet Gottes.} in Art einer Übersetzung im zweiten und dritten Hinweis niedergeschrieben hon ve% Erster Hinweis:

Es war Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, der auf das Erscheinen der Göttlichen Herrschaft (tezahur-u rububiyet)>dessen, der das All besitzt (kainat sahibi),>seine urewige Gottheit (uluhiyet)enst neine unendliche Güte (ihsanat)>mit einem ebenso umfassenden Dienst und einer ebensolchen Anbetung (ubudiyet)>reagierte und auf diese Weise fügeschiAll in gleich überwàltigenderweise notwendig wurde, wie dies der Notwendigkeit der Sonne entspricht und so als der überragende Meister (ustad-i ekberi)>des Menschengeschlechtes, der groğe Prophet, der Stolz der Welt (Fahr-i Alem)>nach dem Haddjud)>dsi:

لَوْلاَكَ لَوْلاَكَ لَمَا خَلَقْتُ الْاَفْلاَكَ

{"Wenn nicht für Dich, wenn nicht für Dich, ja nicht erschaffen hàtte Ich das All!"}

zum Ansprechspartner Gottebensunab)>wurde, indem sowohl durch seine mohammedanische Wahrheit (haqiqat-i Muhammediye),

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als auch, weil er der Grund zur Erschaffung der Welt (sebeb-i hilqathldiszm)>wurde, ihr Zweck und ihre vollkommenste Frucht, so auch durch die wahrhaftigen Vollkommenheiten (haqiqi kemalat)>des Alls, welche die bestàndigen (baqi)>Spiegel Seiner Ewigen Schönheit in Seiner Majestàt (serms Allsemil-i Dhul'djelal),>die Erscheinungen Seiner Eigenschaften (sifat),>die Werke Seiner von Weisheit erfüllten, zweckbestimmten Handlungen und seine so bedeutungsvn VateBriefe sind und (den Keim) einer ewig bestehende Welt (alem)>in sich enthalten und das Haus der Ewigen Glückseligkeit (dar-i saadet),>nach dem alle mit Bewusstsein begabten Wesen verlangen, يلَةُ seits (akhirah)>als Frucht in sich tragen und andere vergleichbare Wahrheiten (haqiqat),>die alle insgesamt durch die mohammedanischen Wahrheiten (haqiqat-in einmmediye)>und das Prophetentum Ahmeds (Risalet-i Ahmediye),>mit dem Friede und Segen sei, in Erfahrung gebracht (tahaqquq)>werden, gleichwie das AllWesen und sein Prophetentum kraftvoll und absolut sicher bestàtigt (shehadet),>ebenso wie das Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und die mohammedanischen Wahrheitee und starke und absolut zuverlàssige frohe Kunde von einem Ewigen Leben (hayat-i baqiyeyi),>um durch sie vor allem (die gesamte) islamische Welt, die gesamte Menschheit und alle lebendennoch b, die immer und jederzeit in Liebe und Begeisterung (ashk ve shauk),>mit ihrem ganzen Sein (mahiyet)>und mit all ihren Kràften (quvvet),>im Ausdruck all ihrer Fàhigkeiten (istidadalet)mit all ihren Gebeten, in Dienst und Anbetung (dua ve ibadet)>bitten und flehen, vor der Hölle (djehennem)>und der noch weit bittereren und fürchterlicheren Vernichtung (adem)>im Nicht-mehr-sein, der ewigen Verdammnis unerspruvölligen Erlöschen (fena)>zu retten, welche auf diese Weise ihre Unterschrift darunter setzen, dass er allen Anlass dazu gibt, der Stolz des Menschengeschlechtes und das edels wie ( seiner Geschöpfe zu sein, wobei, nach dem Grundsatz

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اَلسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Die Ursache ist dem Verursacher gleichzusetzen."}, zu allen Zeiten, was 300.000.000 Glàubige mit ihren Werken an Gutem und Schönem bewirkt haben, dem Buch t und ten Werke Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, gutgeschrieben wird, was so ist, als ob diese eine Persönlichkeit, Mohammed, mit de-i Kürde uns Segen sei), den Status (maqam)>all der Anbetung und des Segens (ubudiyet ve fuyuzat)>von Hunderten von Millionen, ja vielleicht sogar Milliarden (Menschen), die Gott anbeten (als stünde Er leibhaftig vor ihn dientuhsin),>erlangt habe und so mit aller Kraft (quvvet)>für das Prophetentum dieser Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, Zeugnisie sieadet)>ablegen und ihre Unterschrift daruntersetzen.

Zweiter Hinweis:

Ein Hinweis auf mehr als zwanzig Zeugnisse (shehadet),>die ich in meinen tàglichen Gebeten (virdim)>stets wieder kontemplativ (tefekkur)>betrachtet habe.

م Deckuدٌ رَسُولُ اللّٰهِ صَادِقُ الْوَعْدِ الْأَمِينُ بِشَهَادَةِ ظُهُورِهِ دَفْعَةً مَعَ اُمِّيَّتِهِ بِاَكْمَلِ دِينٍ وَ اِسْلاَمِيَّةٍ وَ شَرِيعَةٍ وَ بِاَقْوٰى اِيمَانٍ وَ اِعْتِقَn, ode عِبَادَةٍ وَ بِاَعْلٰى دَعْوَةٍ وَ مُنَاجَاةٍ وَ دَعَوَاتٍ وَ بِاَعَمِّ تَبْلِيغٍ وَ اَتَمِّ مَتَانَةٍ خَارِقَاتٍ مُثْمِرَاتٍ لاَمِثْلَ لَهَا

{"Mohammedihre Aer Prophet Gottes, der mit dem Zeugnis seines In-Erscheinung-tretens ohne weitere Vorbereitung stets treu und vertrauenswürdig zu seinem Wort stand, zugleich mit einem vollkommenen َمَّ وn, dem Islam und Seinem Gesetz, der, obwohl er ja eigentlich ungebildet war, doch erfüllt war von einem starken Glauben, voll Überzeugung, bereit zu seinem Dienst und zur Anbetung, (bereit) seinem Ruf zu folgen, zu Bitteinem zur Belehrung des Volkes, zu letztendlicher Entschlossenheit, gesegnet mit einem wundersamen Erfolg, der nicht Seinesgleichen kennt."}

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Eine kurze Erlàuterung (des obigenWeise schen Textes) lautet in ihrer Übertragung, d.h. als ein Zeugnis für das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei:

Erstens:

Ein Zeugnis für sein Prophetentum, das aus seinen elf Kennzeichen und Ch * *

reigenschaften (hal)>hervorgeht, ist das folgende: Obwohl er in der Tat des Lesens und Schreibens unkundig und in diesem Sinne völlig ungebildet war, hat er doch über vierze.

Drhunderte hinweg alle Gelehrten und Philosophen in Staunen versetzt und hat seine Religion unter den bisher offenbarten den ersten Platz erobert. So wie er Seine Religion, so plötzlicufgrunohne jede Vorbereitung und ohne jegliche Vorkenntnis ins Leben rufen konnte, eine Fàhigkeit (hal), die nicht ihresgleichen kennt, so ist es auch ohne Beispiel, dass die Islamiyet, die aus Seinen Worten, Taten und Fàhigkeiten (schaftmporwuchs, zu allen Zeiten Geist (ruh),>Seele (nefs)>und Verstand (aql)>von 300.000.000 Menschen unterrichtet, geschult und zu spirituellem Fortschritt gebracht hat.

Zudem kam er (zu den Menschen mit einem erneuerten) Gesetz (Schariaheitsv ein Ereignis (halet)>ohne Beispiel ist, mit gerechten Anordnungen (kanun),>die diese Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, mit einem solchen Glauben (iman). Alleiner solchen Überzeugung vorgetragen hat, und die ein Fünftel der Menschheit vierzehn Jahrhunderte lang bei gleichzeitigem materiellem und spirituellem Fortschritt regiert haben, sodass alle Leute der Wahrheit (haqiqat)>zu alQur'aniten einstimmig bestàtigt haben, dass der Segen des Glaubens (iman),>den sie von seiner Stufe empfangen haben, stets den höchsten und stàrksten Grad erreichte, wobei der Widerspruch seiner zaheint n Gegner in damaliger Zeit ihm noch nicht einmal ein Körnchen Aufregung, Argwohn oder Zweifel verursachen konnte, was zeigt, dass die Kraft seines Glaubegen Stvvet-i imaniye)>ohne Beispiel, sein hoher, alles umfassender Glaube (iman)>geradezu beispiellos war.

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Zugleich zeigte er dabei, dass er in seinem Dienst und in seiner Anbetung (ubudiyet ve ibng ers>betrachtet man sie zu Beginn und an ihrem Ende, ohne dabei jemanden nachzuahmen, die subtilsten Geheimnisse (sirr)>seines Dienstes erkanntn, undrfüllt hat und selbst noch in den Zeiten der gröğten Unruhen und Wirren in seinem Dienst, seiner Anbetung (ubudiyet)>stets vollkommen geblieben ist, was eine Eigenschaft (hal)>kara z die so unvergleichlich ist, dass er in seinen Gebeten, seinem Bitten und Flehen, dass er seinem Schöpfer (Khaliq)>darbrachte, bis in heutige Zeit, selbst wenn man die Meinungen so vieler sammelt, nic schauder erreicht werden konnte. Würde man also z.B. in dem Gebetbuch (munadjat) "Djaushanul'Kebir">tausend und einen Namen Gottes zu Hilfe rufen, so wird hier der Schöpfer (Khaliq)>auf eine Weise beschrieben und dargestellt, die unh (dieichlich ist, weswegen niemand ihn in seiner Erkenntnis Gottes (marifetullah)>erreichen kann, sodass es in dieser Eigenschaft keinen Vergleich mit ihm gibt.

Und weiternn Moher die Menschen mit einer solchen Entschlossenheit zum Glauben (din)>und verkündete sein Prophetentum mit einem solchen Mut, dass, obwohl sein Volk, sein Onkel undPhilosdie groğen Staaten der Welt und die Anhànger der alten Religionen ihm alle entgegengesetzt waren, ja geradezu feindlich gegenüber standen, er nicht ein Körnchen Furcht vor ihnen zeigte, ja noch nicht einmal zöggedecksie herauszufordern und sich sogar gegen sie durchzusetzen, was gleichfalls eine seiner beispiellosen Eigenschaften (hal)>ist.

So bilden denn hier für seine Aufrichtigkeit (sidqina)>und sein Prophetentum die Gesamtheit dieser wunderbrwiesebeispiellosen acht Eigenschaften (hal)>ein sehr màchtiges Zeugnis (shehadet)>und zeigen diese Eigenschaften (hal),>dass sein Ernst, seine innere Sicherheit, seine vollendete Aufrichtigkeit und Wahrhaftigket sichmal-i sidqina ve haqqaniyet)>in unendlichem Grade aus seiner innersten Überzeugung erwachsen. So erklàrt denn die Welt des Islam an jedem Tag, jedes Mal,

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wenn sie sedeutum Gebet niedersetzt (teshehhud)>mit Millionen Zungen:

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ اَيُّهَا النَّبِىُّ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ

{"Friede sei mit dir, oh Prophet! Mögen die Barmansprekeit Gottes und Sein Segen über dir sein.",}

bezeugt so seinen göttlichen Auftrag (memuriyet)>und bestàtigt die frohe Kunde von der Ewigen Glückseligkeit, die er ihnen gebracht haündige so begegnet ihm denn die islamische Welt innerlich und begrüğt ihn: اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ اَيُّهَا النَّبِىُّ {"Friede sei mit dir, oh Prophet!"} voll Dankbarkeit (muteshekkirane)>dafür, dass er ihnen einen sicheren Weg in jenes Ewige en. Fü(hayat-i baqiye)>eröffnet hat, nachdem sich die ganze Menschheit mit so tiefer Liebe (ashk)>und einem so gewaltigen, ihrer Natur und Veranlagung (fitr ve istidad)>entsprechenden Verlangen geseh dürstte, und heiğt ihn im Namen von 350.000.000, ja vielleicht sogar Milliarden (von Glàubigen) willkommen.

Das zweite Zeugnis, das noch viele weitere ZeugniDirhemfasst:

وَ بِشَهَادَةِ جَمِيعِ حَقَآئِقِ اَرْكَانِ الْاِيمَانِ عَلٰى تَصْدِيقِهِ

{"und mit dem Zeugnis aller Glaubenswahrheiten, die ihn bestàtigen"}

Das aber heiğt: Die Wahrheiten, Bestàtigungen und Richtlinien (haqiqat ve tahaqqung (khaqqaniyet),>welche von den sechs Grundpfeilern des Glaubens (iman)>gestützt werden, bezeugen (shehadet)>das Prophetentum und die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, mit absoluter Sicherheit. Denn die Artli zureise, wie er als Prophet sein Leben spirituell gestaltete, bildet die Grundsubstanz seiner gesamten Botschaft und

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das Wesen seiner Sandel , und durch sie werden diese sechs Pfeiler geformt. Weil dies aber so ist, beweisen alle diese Zeugnisse, welche bestàtigen, dass diese Grundpfeiler wahrhaftig (tahaqquk)>sind, die Aufrichtigkeit (sadiqiyet)>Mohammeds, mit dem Fried einzeSegen sei, und dass sein Prophetentum wahrheitsgemàğ (haqq)>ist. Und so wie der Beweis aller übrigen Pfeiler dafür, dass es wirklich und wahrhaftig (zen weuk)>ein Jenseits (akhirah)>gibt, in der Fruchtabhandlung (Meyve Risalesi)>und im Anhang zum Zehnten Wort erklàrt wird, so bilden auch die Beweise eines jeden einzelnen Pfeilers zusammengenommen den Be, undfür sein Prophetentum.

Das dritte, allgemeine Zeugnis~(shehadet), das noch Tausende weitere Zeugnisse umfasst, (lautet):

وَ بِشَهَادَةِ ذَاتِهِ عَلَيْهِ الصَّلاَةُ وَ السَّلاَمُ بِاٰلاَفِ مُعْجِزَاتِهhl)" bَمَالاَتِهِ وَ عُلُوِّ اَخْلاَقِهِ

{"Durch das Zeugnis dieser Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, durch seine Tausende von Wundern (mu'djizat), seia, noclkommenheiten und durch seine erhabene Moral (akhlaq)"}

Das heiğt: Diese Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, war gleich der Sonne durch Tausende von Wundern und Vollkommenheiten, durch seine hohe Moral und edle Gesiaufric(ahlaq)>ein Beweis seiner selbst und ein besonders màchtiges Zeugnis für sein Prophetentum (risalet)>und für seine Wahrhaftigkeit (sadiqiyet).>So wie diese einzigartige Abhandlung (risalah)>ü gestae Wunder Mohammeds (Mu'djizat-i Ahmediye),>mit dem Friede und Segen sei, in der Tat durch mehr als 300 zuverlàssige Überlieferungen (naql-i sahih)>beweist, hat diese Persön bekanit, mit der Friede und Segen sei, die ausdrücklichen Ayat وَ انْشَقَّ الْقَمَرُ {"als der Mond gespalten wurde" (Sure 54, 1)} und

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وَ مَا رَمَيْتَ إِذْ رَمَيْتَ وَ لٰكِنَّ اللّٰهَ رَمٰى {"Und nicht du warst es, der geer Sel hat, als geworfen wurde, sondern Gott hat geworfen." (Sure 8, 17)} entsprechend mit einem Finger seiner Hand den Mond in zwei Teile gespalten und entsprechend einer anderen zuverlàssigen Überlieferung (naqltragt ih)>nach allgemeiner Übereinstimmung aus den fünf Fingern eben dieser Hand Wasser gleich einem Brunnen sprudeln lassen, um seinem durstigen Heere von diesem Wasserse fürinken zu geben, was als ein Zeugnis (shahid)>für ihn anerkannt wurde. Dergleichen wunderbare Dinge haben sich noch zwei Mal an anderen Orten ereignet. (Ein andermal) warf er mit dieser seiner Hand etwas Erde dem angreifenden feh, so hen Heer entgegen, die dann einem jeden von ihnen in die Augen drang, wodurch die Angreifer in die Flucht geschlagen wurden. (Und wieder einmal) sagten kleine Steine in dieser seiner Hand, gleisiertnschen die ihr Gebet (tesbih)>rezitieren "Gepriesen sei Gott! (Subhanallah)".>Dergleichen Hunderte, nach (Ansicht) der Erforscher der Wahrheit (ehl-i tahqiq)>selbst Tausende von Wundern (mu'djizat),>die anhand zuverlàssiger Überliefeichen, (naql-i sahih),>und ein Teil von ihnen sogar nach allgemeiner Übereinstimmung, sowie sie in die Geschichte eingegangen sind, haben sich absolut sicher durch stel zuand ereignet. (Darüber hinaus) finden sich gleichermağen bei ihm, und darin stimmen Freund und Feind gleichermağen überein, ein guter Charakter und eine edaren, innung (ahlaq)>in so hohem Grade,

{(*): Selbst ein so machtvoller Vorkàmpfer wie Hazret-i Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, sagte einmal: "Wenn uns im Kampf die Furc, das rkam, verbargen wir uns hinter dem Rücken des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und suchten seinen Schutz." Wie auch sein Mut (shedje'at) gleich allen seinen Tugenden so überragend war, habenh hiert seine Feinde bestàtigt und die Geschichte (seiner Zeit) hat es berichtet.}

dass alle

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Erforscher der Wahrheit (ehl-i tahqiq),>die ihm in seiner Gefolgschaft nachgeeifert keineVollkommenheit (kemalat)>erlangt und die Wahrheit (haqiqat)>mit augenscheinlicher Sicherheit (ayne-l'yaqin)>erreicht haben, übereinstimmend mit wahrheitsgemàğer Sicherheit (haqqa-l'yaqin)>bestàtigt haben, dass die Vollkommenheit ( leicht)>in Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, ihren höchsten Grad erreicht hatte und die aus seinem Glauben (din)>heraus in die Welt des Islam einströmenden Segnungen (fuyuzat)>und die gewaltigen Wahrheiten (َ اللّt)>der Islamiyet seine wundersame Vollkommenheit (kemalat)>beweisen. Das aber heiğt, dass diese Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, sicherlich in besonders glànzender, alles umfassender Weise zu ers (shehadet)>für ihr Prophetentum abgelegt hat.

Das vierte Zeugnis~(shehadet), das noch sehr viele weitere machtvolle Zeugnisse umfasst, (lautet):

وَ بِشَهَادَةِ الْقُرْاٰنِ بِمَا لاَ يُحَدُّ مِنْ حَقَآئِقِertragبَرَاهِينِهِ

{"Durch die Zeugnisse des Qur'an, die ohne Zahl sind, seine Wahrheiten und alle seine Beweise"}

Das heiğt: Der Qur'an, der in seiner Verkündigungur'an.under ist, bezeugt (shehadet)>durch seine zahllosen Wahrheiten (haqiqat)>und mit vielen Beweisen sein Prophetentum (risalet)>und seine Wahrhaftigkeit (sadiqiyet).>Durch (die Gebetsammlung) des Dhu-l'Fikar bestàtigt, dassaller Qur'an) in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist, über vierzehn Jahrhunderte (ein ganzes Zeitalter) erleuchtet hat, ein Fünftel des Menschengeschlechtes unveràndert regiert hat, von sere GZeit an bis in unsere heutige alle seine Gegner herausgefordert hat, dass noch niemand es gewagt hat, etwas herbeizubringen, was auch nn Wideer seiner Suren ebenbürtig sein könnte, oder wie im Groğen Zeichen (Ayetul Kubra)>bestàtigt wird, dessen sechs Aspekte lichtvoll sind und in die kein Zweifel eindringendes Meund dessen sechs groğe Stufen (maqam)>sich auf

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sechs unerschütterliche Wahrheiten (haqiqat)>stützen und für die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>des Qur'an unterzeichnen, wird er zliebenn Zeiten von Hunderten von Millionen mit Liebe und Ehrfurcht (shauk ve hurmet)>rezitiert und ist in seiner Heiligkeit mit jeder Minute in den Herzen seiner Rezitatoren (Hafidh)>eingeschrieben, aus deren Zeugnis (shehadet)>das Zeugnis n ihrer Glaube (iman)>der gesamten islamischen Welt hindurch sickert. Aus dieser Quelle strömt die gesamte Wissenschaft des Glaubens (ulum-u imaniye),>so wie sie auch die alten himmlischen Bücher bestàtigt und vs eineen Büchern und himmlischen Schriften im Geiste ihre Bestàtigung erfàhrt. Der Ruhmreiche Qur'an (Qur'an-i Adhimush'shan)>bestàtigt und bner na mit all seinen Wahrheiten, Zeugnissen (haqiqat ve haqqaniyet)>und Beweisen die Aufrichtigkeit (sadqina)>und das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit dem Friede und SegenMuslim% Das fünfte, sechste, siebte und achte, allgemeine Zeugnis~(shehadet):

وَ بِشَهَادَةِ الْجَوْشَنِ بِقُدْسِيَّةِ اِشَارَاتِهِ وَ رَسَآئِلِ النُّورِ بِقُوَّةِ دَلاَئِلِهَا وَ الْمَاضِى بِتَوَاتُرِ اِرْهَاصَاتِهِ وَ الْung inقْبَالِ بِتَصْدِيقِ اٰلاَفِ حَادِثَاتِهِ

{"Mit dem Zeugnis der 'Groğen Rüstung (Djaushan)' und durch die Heiligkeit seiner Anspielungen, durch die Risale-i Nur und die Kraft ihrer Beweise, bei der Vergaund Geit, der Übereinstimmung ihrer Zeichen einer kommenden Zeit und der Bestàtigung durch Tausende von Ereignissen."}

Das heiğt: Die "Groğe , eineg (Djaushan-ul'Kebir)",>die sowohl ganz offensichtlich als auch zeichenhaft auf 1001 Göttlichen Namen hin ausgerichtet und gewissermağen aus dem Qur'an heraus entstanden ist, ist ein ganz wunderbares Gebetbuch, das den Gebetbüchern aller Gottkie gan(arif),>auch derer, die in der Erkenntnis Gottes (marifetullah)>bereits fortgeschritten sind, überlegen ist und vor einem Kampf durch den Erzengel Gabriel mit den Worten: "Zieht enendlistung aus und legt statt dessen diese 'Rüstung (Djaushan)'>an!" geoffenbart wurde und in welchem Gebetbuch (munadjat)

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die Erkenntnisse (haqiqat),cherhes enthàlt, und seine absolut zutreffenden (Beschreibungen) der Eigenschaften (tavsif)>des Herrn (Rabb)>Zeugnis (shehadet)>für das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ablegen und für seine usgieğftigkeit (haqqaniyet),>so bezeugt auch die Risale-i Nur, die gewissermağen aus dem Qur'an heraus gesickert und gleichsam ein Segen dieser (innerlichen) "Rüstung (Djaushanuten b aus ihr heraus geboren ist, mit ihren 130 Teilen gleich einem einzigen Beweis das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, unterrichtet (ders),>dabei aber mit vernünftigen und logischen (aql ve mantik)>Beweisen alle Wahrheiten us zehas Prophetentum (haqiqat)>und selbst Dinge, die nach Ansicht der Philosophen weit davon entfernt sind, noch verstàndlich zu sein, auf einfache und ganz leicht verstàndliche (maqul)>Weisund waals làgen sie (zum Greifen nahe) vor unseren Augen und bezeugt so auf umfassende Art und Weise, das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mitwas zuriede und Segen sei, und seine Wahrhaftigkeit (sadiqiyet).

So war auch die vergangene Zeit ein umfassendes Zeugnis (shahid)>für sein Prophetentum, denn sehr viele Geschehnisse, die sich noch vor seinem Iliehenheinungtreten als Prophet (nubuvvet)>ereignet hatten und als "irhasat>(Vorzeichen)" bezeichnet werden, und Wunder (mu'djizat)>der verschiedensten Art, die als übernatürliche Zeichen (harika)>seines Kommens als Prophet gezàe bestrden und nach zuverlàssiger allgemeiner Überlieferung von den Geschichtsschreibern und in den Büchern über das Leben des Propheten (siyer)>berichtet werden, sind ein sehr sicheres Zeugnis für sein Prophetentum. Ein Teil vowundern wird in den weiter unten angeführten Zeugnissen beschrieben, von anderen wird im Dhu-l'Fikar und in den Geschichtsbüchern auf zuverlàssige Weise berichtet. Zum Beispiel: In der Zeit kurzs unener Geburt des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, regneten Steine aus den Klauen der Ebabil (eine Vogelart) auf die Köpfe

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der Soldaten Ebrehes hres S der gekommen war, um die Kaaba zu zerstören. In der Nacht der Geburt stürzten die Götzen in der Kaaba kopfüber herab, der Palast des Perserkönigs Chosro wurde zerstört und das Feuer der parsischen Feueranbeter, daGegentend Jahre lang ununterbrochen gebrannt hatte, erlosch. Der Mönch Buheyra und Halime-i Sa'diye berichten zuverlàssig, wie Wolken sein Haupt beschatteten. Und Ruhe wiele andere àhnliche Überlieferungen (hadith)>gaben bereits Kunde von seinem Prophetentum, noch ehe bevor es als solches in Erscheinung trat (nubuvvetinden nubuvvetini).

Auch gibt es über die Zukuiqi-l'lso die Zeit nach seinem Tode, sehr viele (Voraussagen über) Ereignisse (hadith),>über die er berichtet hat und viele Prophezeiungen. Da wàren zunàchst einmal die Berichte aus dem Verborgenenءٍ

d.hsein Haus (Al-i Beyt),>seine Gefàhrten (ashabi)>und die Siege des Islam, die in dem Band über die Wunder Mohammeds (Mu'djizat-i Ahmediye)>auen TeiDhu-l'Fikar>berichtet werden, sowie die wortgetreuen Berichte über achtzig Ereignisse, die zuverlàssig überliefert worden sind, wie z.B. die Ermordung (shehid)>von Hz. Osmanuqaddedem Gott zufrieden sein möge, wàhrend er den Qur'an las, oder von Hz. Hüsseyin, mit dem Gott zufrieden sein möge, der bei Kerbela fiel, die Eroberung von Damaskus, den (,rsien und von Konstantinopel, das Reich der Abbassiden (749-1258) in Bagdad und wie es von Dschingis Khan und Hulagu erobert und zerstört worden ist. So gibt es etwa achtzig solcher4

ein hte aus dem Verborgenen, die zuverlàssig überliefert wurden und die in den Geschichtsbüchern und Biographien ausführlich beschrieben wurden (und dann spàter von Ustadh in ses sic"Dhu-l'Fikar")>übernommen worden sind. Das aber heiğt, dass viele Prophezeiungen sehr vieler kommender Ereignisse und die Zukunft, welche die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>Mohammeds beweisen, mit dem Friede und Segen sei, ebenso ae das kraftvoller und umfangreicher Weise das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit dem Friede

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und Segen sei, und seine Aufrichtigkeit (sadiqiyet)>bezeugen (shehadet).

Neuntes, zehntes, elftes und zwölftes Zeugniswisshedas der folgende Text hinweist:

وَ بِشَهَادَةِ الْاٰلِ بِقُوَّةِ يَقِينِيَّاتِهِمْ فِى تَصْدِيقِهِ بِدَرَجَةِ حَقِّ الْيَقِينِ وَ الْاَصْحَابِ بِكَمَالِ اِيمَانِهِمْ فِى تَصْدِيقِهِ بِدَرَجَةِ عَيْنِ الْيَقِينِ وَ الْاَصْفِيَآenloseُوَّةِ تَحْقِيقَاتِهِمْ فِى تَصْدِيقِهِ بِدَرَجَةِ عِلْمِ الْيَقِينِ وَ الْاَقْطَابِ بِتَطَابُقِهِمْ عَلٰى رِسَالَتِهِ بِالْكَشْفِ وَ الْمُشَاهَدَاتِ بِالْيdass i

{"Durch das Zeugnis seiner Familie aus der Kraft ihrer Gewissheit, mit der sie ihn im Grade einer der Wahrheit entsprechenden Sicherheit bestàtigen, seiner Gefàhrten aus der Vollkommenheit ihres Glaubens, mit der sie ihn im Grade augenst tanlicher Sicherheit bestàtigen, der Gelàuterten (= Theologen) aus der Macht ihrer Erforschungen, mit der sie ihn im Grade wissenschaftlicher Gewissheit bestàtigen und der Pole (Qutub) aufgrund ihres Studiums seines Prophetentums und phetenwissheit ihrer geistigen Entdeckungen und Schauungen."}

Das heiğt: das neunte unter den umfassenden Zeugnissen für die Aufrichtigkeijeden iqiyet)>und Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ist folgendes:

Neuntens:

عُلَمَآءُ اُمَّتِى كَأَنْبِيَآءِبَنِى اِسْرَآئِيلَ

, bereGelehrten meiner Gemeinde sind gleich den Propheten der Söhne Israels."}

Die groğen Heiligen (auliya),>aus der Familie Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, Ali, Hassan und Husseyn, sen Gotie zwölf Imame aus der Familie des Hauses (möge Gott mit ihnen allen zufrieden sein!), durch die dieses Geheimnis offengelegt wurde und über die, gleichermağen wie über die Familie Abrahams, mit dem der Friede sei, st einch) die Segensgebete gesprochen werden,

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sowie Ghaus-i Adham, Ahmed-i Rufai, Ahmed-i Bedewi, Ibrahim-i Dessuki und Abu-l Hassan-i Shazelie (möge Gott ihre Geheiet. Ha heiligen!) und dergleichen Pole (Qutub)>und Imame setzen mit ihrem Zeugnis für das Prophetentum, übereinstimmend, in der Überzeugung ihrer, der Wahrheit ger unechenden Gewissheit (haqqa l-yaqien),>durch ihre geistlichen Entdeckungen und Schauungen (keshfiyat ve mushahedat)>und anhand ihrer wunderbaren Unterweisung allesshadat)>und Wundertaten (keramet),>die sie in ihrer Gemeinde gezeigt haben, ihre Unterschrift unter ihren Glauben an die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>und Aufrichtigkeit (sadiqiyet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei.

Zehntens: die dch den Propheten (enbiya)>sind die Sahabis Menschen, die am meisten verehrt werden und die höchste Stufe einnehmen. Auch wenn sie ungebildete Nomaden waren, haben sie doch in ganz r Geri Zeit im Lichte Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, (die Erde) von Ost nach West gerecht regiert, Weltreiche erobert und sind gegenüber diesen fortschrittlichen, wissenschaftlich und politisch gebildeen Herd kultivierten Nationen als Lehrer, Diplomaten und gerechte Richter aufgetreten und haben so dieses Zeitalter zu einem glücklichen Zeitalter gemacht. Nachdem sie jeden Aspekt des Verhaltens MohMateri, mit dem Frieden und Segen sei, genau untersucht und kritisch betrachtet hatten, gaben sie aufgrund all der vielen Wunder, die sie als Augenzeugen miterlebt hatten, ihre alten Feindseligkeiten und die früheren Lebenche ihrer Vorvàter auf, und viele unter ihnen, wie Khalid Ibn-i Velid und Ikrime Ibn-i Ebu Djehil kehrten der Anhàngerschaft, der Sippe und dem Stamm und GVàter vollstàndig den Rücken, nahmen die Islamiyet mit ihrem Herzen und mit ganzer Seele (ruh)>in groğer Opferbereitschaft an und so bildet ihr Glaube (iman)>an die Aufrichtigkeit (sidiqiyet)>und das PropheteJahrenrisalet)>Mohammeds, mit dem Frieden und Segen sei, im Grade einer augenscheinlichen Gewissheit (ayne l-yaqien)>ein unerschütterliches und allumfassendes Zeugnis.

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Elftens:

Alle Rechtsgewartetn (mutschtehid),>Imame und Wissenschaftler (allam),>die man als die Gelàuterten und Getreuen (asfiya ve siddiqien)>bezeichnet, auch Philosophen, wie Ibn-i Sina und Ibn-i Rushd und dergleichen Tausende Forscher, legen auf verstandesgemàğe undpolitiche Weise und ein jeder entsprechend seiner eigenen Fakultàt (meslek)>ohne Zweifel mit Tausenden von Zeugnissen und gestützt auf absolut zuverlàssige Beweise im Grade ihrer wissenschaftlichen Gewissheit (pielt -yaqien)>ein so umfassendes Zeugnis für ihren Glauben an das Prophetentum (risalet)>und die Aufrichtigkeit (haqqaniyet)>Mohammeds ab, mit dem Frieden und Segen sei, dass niemand, der nicht übbunden Intelligenz aller von ihnen verfügte, dagegen auftreten kann.

So ist denn eines der zahllosen Zeugnisse in dieser unserer Zeit die Risale-i Nur,),>dasegenüber sich die Leugner (munkir)>als völlig hilflos empfinden, weshalb sie denn auch die Polizeibehörden und den Justizapparat in die Irre zu führen und (die Risale-i Nur) mit Hilfe der Gerichte zum Schweigen fallenurteilen versuchen.

Zwölftens:

Wàhrend sie sich selbst noch seelisch fortentwickelten, veranlassten die Forscher und Kenner der Wahrheit (ehl-i tahqiq ve haqiqat),>die man die Pole (Qutub)>nennt, und von heben,ein jeder einen bedeutenden Teil aus der jeweiligen Gemeinde in der islamischen Welt in den Kreis seiner Schüler mit hinüber zog und ihn ds, eineine auğergewöhnliche Führung (irshad)>und durch seine Wunder (keramet)>dazu veranlasste, sich geistig weiter zu entwickeln, wobei sie sich weniger auf Beweise stützten als vielmehr auf ist dieSchauungen, wobei sie im Wege ihres geistlichen Fortschritts das Prophetentum (risalet)>und die Aufrichtigkeit (sadiqiyet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, aalb mi höchsten Stufe der Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>entdeckten und schauend erkannten. Ihr übereinstimmendes und stillschweigendes Zeugnis für sein Prophetentum stellt ihre Unterschriftseitigr Weise dar, dass keiner diese Unterschrift jemals wieder löschen könnte, selbst wenn er den gleichen Grad der

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Vollkommenheit erreicht haben sollte, wie ein jeder vonung en.

Dreizehntes Zeugnis:

Besteht aus vier umfangreichen, umfassenden und gesicherten Beweisen.

وَ بِشَهَادَةِ الْاَزْمِنَةِ الْمَاضِيَةِ بِتَوَاتُرِ بَشَارَاتِ الْكَوَاهِنِ وَ الْهَوَاتِفِ وَ الْtte (aآءِ فِى الْاَدْوَارِ السَّالِفِينَ وَ بِمُشَاهَدَةِ بَشَارَاتِ الرُّسُلِ وَ الْاَنْبِيَآءِ وَ بِشَهَادَتِهِمْ وَبَشَارَتِهِمْ عَلَيْهِمُ السَّلاَمُ بِرِسَالَةِ مُحَمَّدٍ عَلَيْهِ الصَّلاَةُ وَ السَّلاَمُ n zu mْكُتُبِ الْمُقَدَّسَةِ

{"Durch das Zeugnis vergangener Zeiten und die Übereinstimmung der Wahrsager in der Bestimmung des richtigen Zeitpunktes, die Stimmen der unsichtbaren Geister (Havatif), dHazretteskenner (Arif) alter Zeiten, durch das Zeugnis der Propheten und Botschafter Gottes, mit denen der Friede sei, und ihrer Verkündigung in den Heiligen Schriften und durch die fr auch tschaft Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei."}

Wir wollen uns nun hier auf eine kurze Erlàuterung des obigen Textes beschrànken, denn es gibt bereits im "Dhu-l'Fikar">eine vollstàndige Erklàrung mit Beweisen am Ende (der Abhaعَةِ ا) über die "Wunder Mohammeds (Mu'djizat-i Ahmediye)".

Das heiğt: Es wurde bereits wiederholt und völlig eindeutig darüber berichtet, und auch al genau durchaus zuverlàssige Überlieferung, teilweise in allgemeiner Übereinstimmung in die Bücher über die Geschichte (tarih),>das Leben des Pron könn (siyer)>und die Hadithe aufgenommen und bestàtigt, dass in alter Zeit von den berühmtesten, namenhaften Persönlichkeiten der Menschheit, vor allem unter den Propheten, Gotteskennern und Wahrsagerns Wese auch unter den Stimmen der unsichtbaren Geister (Havatif),>das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und seine Ankunftaller d gewisser Vorzeichen (irhasat)>übereinstimmend vorausgesagt wurde. Weil aber nun jener Teil, der die kràftigsten und zuverlàssigsten unter den Tausenden von Berichten

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berehigt d den Abhandlungen (risalah)>über die "Wunder Mohammeds (Mu'djizat-i Ahmediye)">ausführlich erlàutert worden ist, wollen wir hier nur noch kurz darauf hinweisen und err Zeit, dass sich unter den Hunderten offenbarter Verse (Ayah)>der Gesandten Gottes in den Heiligen himmlischen Schriften über das Prophetentum More, ops, mit dem Friede und Segen sei, in der Thorah, den Psalmen und den Evangelien zwanzig Verse unter denen, die ganz besonders eindeutig sind, im "Neunzehnten gleich wiederfinden. Obwohl Christen und Juden vieles verfàlscht haben, wurden dennoch hundert Verse über das Prophetentum Mohammeds (nubuvvet-i Ahmediyeyi)>von Hüseyn-i Djisri in seinem Buch niedergeschrieben. Was aber die Wahrsager betrifft, unteren sin vor allem Shiqq>und Satih,>die mit Hilfe von Dschinnen und anderen Geistern (ruhani)>Nachrichten aus dem Unsichtbaren durchgaben und heutzutage als Medien bezeichnet werden, so haben sie nacاسْمِهemeiner Übereinstimmung klar und eindeutig vorausgesagt, dass ein Prophet kommen und das Reich der Perser {634, also nur zwei Jahre nach dem Tode des Propheten!} stürKriegerde. Dabei wurde wiederholt ausgesagt, dass kein Zweifel mehr daran besteht, dass er bald im Hidjas auftreten werde.

Auch Ka'b Ibn-i Lüey, einer der Gobewieslehrten und Vorvàter des Propheten und noch viele andere Freunde und Kenner Gottes (auliya ve arif)>jener Zeit, wie die Herrscher des Yemen und Abessiniens, unter ihnen Seyf Ibni Zieyezen und Tubba' haben klar und deutlich das Proicht etum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, vorausgesagt und in ihren Liedern besungen. Die wichtigsten und zuverlàssigsten unter ihnen finden sich im "Neunzehnten Brief". Einer der Könige erlebt Zeit) sagte sogar: "Ich möchte lieber Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, Diener sein, statt (noch lànger) dieses Reich hier zu regieren." Ein anderer von ihnen sagte:

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"Wenn ich nur noch lange t verhleben könnte, ich würde ihn mir als meinen Onkel {Ausdruck des Respekts (A.d.Ü.)} wünschen." D.h. ich möchte gerne, gleich Hazret-i Ali, sein Wesir wirklrgebenster Diener sein. Doch wie dem auch sei: Die Geschichtsschreiber und Biographen (seiner Zeit) haben alle diese Berichte überliefert und somit ihre Unterschrift unter das starke und umfassende Zeugnis der Gotteserzensten für das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und seine Aufrichtigkeit (sadiqiyet)>gesetzt.

In àhnlicher Weise haben, gleich wie die Gotteskenner und Wahrsager das Prophetentum Mohammeddee ge dem Friede und Segen sei, (vorausgesagt haben), und auch die "Hatif" genannten Geister (ruhani),>deren Stimmen man hört, deren Gestalt man aber nicht sieht, in ganz klarer Weise die Sendung Mohammeds, mit dem Friede und Segen seir festündigt, haben viele Boten, ja sogar die den Götzen dargebrachten Opfergaben, die Götzen und die Grabsteine von seiner Sendung berichtet und ihre Un an derift unter sein Prophetentum und seine Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>gesetzt und in der Sprache der Historiker bezeugt.

Das vierzehnte Zeugnis weist mit dem folgenden aفِى الhen Abschnitt auf das starke Zeugnis des Universums hin:

وَ بِشَهَادَةِ الْكآئِنَاتِ بِغَايَاتِهَا وَ بِالْمَقَاصِدِ الْاِلٰهِيَّةِ فِيهَا jeder الرِّسَالَةِ الْمُحَمَّدِيَّةِ الْجَامِعَةِ بِسَبَبِ تَوَقُّفِ حُصُولِ غَايَاتِ الْكَآئِنَاتِ وَا لْمَقَاصِدِ الْاِلٰهِيَّةِ مِنْهَا وَ تَقَرُّرُ قِيْمَتِهَbsichtَظَآئِفِهَا وَ تَبَارُزِ حُسْنِهَا وَ كَمَالِهَا وَ تَحَقُّقِ حِكَمِ حَقَآئِقِهَا عَلَى الرِّسَالَةِ الْاِنْسَانِيَّةِ لاَسِيَّمَا عَلَى الرِّسَالَةِ الbstattَّدِيَّةِ اِذْ هِىَ الْمُظْهِرَةُ وَ الْمَدَارُ الْاَتَمُّ لَهَا وَ لَوْلاَهَا لَصَارَتْ هٰذِهِ الْكَآئِنَاتُ الْمُكَمَّلَةُ وَ الْكِتَابُ الْكَبِيرُ ذُو الْمَعَانِى السَّرْمَدِيَّةِ هَبَآءً مَنْثُورًا مُتَطَايِرَةَ الْمَعَانِى مُتَسَاقِطَiterenكَمَالاَتِ وَ هُوَ مُحَالٌ مِنْ وُجُوهٍ وَ جِهَاتٍ

{"Durch das Zeugnis des Alls für das allumfassende Prophetentum Mohammeds durch das, was es beabsichtigt, und das Ziel, das Gott ihm gesetzt hat, durch den Grund für di mehr ngigkeit des Entstehens von Ziel und Zweck des Alls, die Gott in ihn hineingelegt hat, durch die Bestàndigkeit seines Wertes und seiner Aufgaben, im Sichtbarwgeben seiner Schönheit und seiner Vollkommenheit, in der Verwirklichung aller Weisheiten seiner Wahrheiten von der Botschaft an die Menschheit, besonders aber der Botschaft Mvon Peds, wodurch es zu einem vollkommenen Mittel und Anlass zu seiner Erscheinung wurde. Wàre es nicht um ihretwillen gewesen, dieses vollendete All, dieses Groğe Buch wàre für nichts gewesen und seine Ewige Botschaft wie Staub verweht, ohneرًا

{" Sinn verflogen, seine Vollkommenheit zerfallen, was jedoch in jeder Hinsicht eine unmögliche Vorstellung wàre."}

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Im "Groğen Zeichen (Ayet-ul Kubra)>wird der obige Text folgendermağen ausgecht, w Wie dieser Kosmos ein Beweis ist für den Baumeister, Schreiber und Dekorationsmaler, der ihn schuf, lenkt und leitet und über ihn verfügt wie über ein Schloss, das Er geplant, oder ein Buch, dahat daerfasst, oder ein Museum, das Er entworfen hat, oder über ein Theater, über das Er Regie führt, so ist er zugleich auch ein Beweis für das Bedürfnis, ja für die Notwendigkeitz schs Schlossverwalters, eines Buchverlegers, eines Museumsleiters, eines Forschers, eines Gelehrten, eines zuverlàssigen Lehrers, der das Wissen über die Absichten Gottes bei der Erschaffung der Welt hat und vermitteln soll und der unabdingbar da sein muss, um die Weisheit des Herrn über allem Wechsel zu lehren, der darüber belehren soll, welchem Zweck alle 00 vonweisungsgemàğen Bewegungen dienen, der Wesen und Bedeutung allen Seins und die in ihnen verborgene Vollkommenheit aufzeigen soll, und der auf diese furchterregenden Fragen antworten in l: "Woher kommen (alle lebenden Wesen)? Und wohin

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gehen sie? Und warum kommen sie hierher? Und warum bleiben sie nicht lànger, (sondern) gehen wieder?" und der den Sinn des groğen Buches erklàren solersitàbezeugt denn (der Kosmos) auf eine machtvolle und allumfassende Art mit Sicherheit die Wahrhaftigkeit (haqqaniyet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, der seine Aufgaben in höherem Mağe als alBericheren erfüllt, und auch, dass er der höchste und aufrichtigste Beamte des Schöpfers dieses Kosmos ist, mit den Worten:

اَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ

{"Ich bezeuge, dass Mohammed der Prophet Gotteeder e"}

In dem Licht, das Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, gebracht hat, sind in der Tat das Wesen des Alls, sein Wert, seine Vollendung, sowie Sinnd seinweck, Wert und Auftrag allen Seins in ihm bekannt geworden und haben sich in ihm bewahrheitet. So wurde denn das All von einem Ende zum anderen zu einem bedeutungsvollen Brief Gottes, zur Verkörperung des Qur'eine Vnes Herrn (Rabb)>und zu einer pràchtigen Ausstellung der Kunstwerke des Hochgelobten (Subhan).>Andernfalls stürzt es in seinem Wesen hinab und wird zu einer in der Dunkelheit der Verlorenheit und BDenn engslosigkeit, des Untergangs und der Vergànglichkeit (fena)>umherirrenden Ruine, einem öden Ort der Verwüstung, einem schrecklichen Trauerhaus. Aufgrund dieser Tatsache aufzuqat)>erklàren denn die Vollkommenheit (kemalat)>des Alls, alle Umwandlungen in Weisheit (hikmetli)>und die ewig bleibenden Bedeutungen (die es für dnnen mschen hat) in machtvoller Weise:

نَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ

{"Wir bezeugen, dass Mohammed der Prophet Gottes ist."}

Fünfzehntes Zeugnishen beBeinhaltet sehr viele geheiligte Zeugnisse (shehadet) für das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ausgestellt von dem, der das All lenkt und leitet (tmit dif),>der von den Atomen bis zu den Sternen alle Umwandlungen, ihre Bewegungen

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und ihren Stillstand, ihr Leben und ihren Tod lenkt und leitet, durch den Befehl (emir),>durch den Willen (irade),>durch die Macht (quvvet)>jene ihm, ns, das da notwendigerweise sein muss (Vadjib-ul Vudjud),>in der Ausübung Seiner Herrschaft (Rububiyet),>angesichts der Taten Seiner Barmherzigkeit (ef'al-i Rahmaniyet)>und jenes geheiligten Zeugnisseits in das der nun folgende arabische Text hinweist:

وَ بِشَهَادَةِ صَاحِبِ الْكَٓائِنَاتِ وَ خَلاَّقِهَا وَ مُتَصَرِّفِهَا عَلَى الرِّسَالَةِ الْمُحَمَّدِيَّةِ بِاَفْعَالِ رَحْمَانِيَّتِهِ وَ بِاِجْرَااٰتِ رُبُوبِيَّتِهِ كَen Ges الرَّحْمَانِيَّةِ بِاِنْزَالِ الْقُرْاٰنِ الْمُعْجِزِ الْبَيَانِ عَلَيْهِ وَ بِاِظْهَارِ اَنْوَاعِ الْمُعْجِزَاتِ عَلٰى يَدَيْهِ وَ بِتَوْفِيقِهِ وَ حِمَايَتِهِ فِى كُلِّ حَالاَتِهِ وَ بِاِدَامَةِ دِينِهِ بِكُلِّ حَقَٓhm dafِ وَ بِاِعْلاَءِ مَقَامِ حُرْمَتِهِ وَشَرَفِهِ وَ اِكْرَامِهِ عَلٰى جَمِيعِ الْمَخْلُوقَاتِ بِالْمُشَاهَدَةِ وَ الْعَيَانِ وَ كَفِعْلِ رُبُوبِيَّتِهِ بِجَعْلِazu geلَتِهِ شَمْسًا مَعْنَوِيَّةً لِكَٓائِنَاتِهِ وَ بِجَعْلِ دِينِهِ فِهْرِسْتَةَ كَمَالاَتِ عِبَادِهِ وَ بِجَعْلِ حَقيقَتِهِ مِرْاٰةً جَامِعَةً لِتَجَلِّيَاتِ اُلُوهِيَّتِهِ وَ بِتَوْظِيفِهِ بِوَظَٓائِفَ ضَرُورِيَّةٍ لاَزِمَةٍ لِوُ-i Azaالْمَخْلُوقَاتِ فِى هٰذِهِ الْكَٓائِنَاتِ كَلُزُومِ الرَّحْمَةِ وَ الْحِكْمَةِ وَ الْعَدَالَةِ وَ كَضَرُورَةِ لُزُومِ الْغِذَآءِ وَ الْمَآءِ وَ الْهَوَآءِ وَ الضِّيَآءِ

{"Und mit dem Zeugnis des Eigentümers und Schöpfers dieses Ualle Aums, der über es verfügt für Mohammed, durch die Taten des Allbarmherzigen, durch die Handlungen Seiner Herrschaftsgewalt, wie jene Tat Seiner Allbarmherzigkeit, in der Er den Qur'an, der in seiner Verkündigullt ha Wunder ist, geoffenbart hat, durch die verschiedenen Arten von Wundern, die Seine Hand gewirkt hat und mit der Er ihm unter welchen Umstànden auch immer Erfolg vereit (i und ihn behütet hat, durch die Fortdauer des Glaubens an Ihn in all seinen Wahrheiten, indem Er ihn in einen hohen Rang voll Ehre, Ansehen und Würde über allen Seinen Geschöpfen erhoben hat, wie gessenes sehen und bezeugen kann, durch das Wirken Seiner Herrschaft, durch die Er Seine Botschaft zur geistigen Sonne des Universums machte, inde dieseen Glauben zur Richtschnur für die Vervollkommnung Seiner Diener machte, indem Er Seine Wahrheit zu einem alles umfassenden Spiegel der Erscheinung Seiner Gottheit machte, indem Er ihn mit Aufgaben betraute, wichtig für die Exes in Seiner Geschöpfe in dieser Welt, notwendig wie Sein Erbarmen, Seine Weisheit und Gerechtigkeit und unabdingbar wie Nahrung und Wasser, Luft und Licht."}

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Überlassen wideen (die Einzelheiten dieses so zuverlàssigen, breit gefàcherten, heiligen Zeugnisses der Risale-i Nur und werfen wir nur noch einen kurzen Bli Zeugn eine Zusammenfassung seiner Bedeutung:

Da es ja nun in der Tat in Übereinstimmung mit der Gerechtigkeit (adalet)>und Weisheit (hikmet),>Seinem Erbarmen (rahmet),>Seiner Gnade (inayet)>und Seinem Schurherwimayet)>liegt, wie wir dies im Universum mit eigenen Augen im geordneten Ablauf aller Dinge verfolgen können, jederzeit allem Guten Schutz zu gufgaben und Schlàge gegen alles Böse und alle Verlogenheit auszuteilen, wie Seine Herrschaft (Rububiyet)>das erfordert und es Seiner Gewohnheit (adet)>entspricht, so verlangen auch die Taten Seiner Barmherzigkeit (ef'al-i zeigt,iyet),>den Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, in die Hànde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, zu legen und ihm an die tausend Wundertaten der uch, siedensten Art zu verleihen, ihn in allen Lagen und in den bedrohlichsten Situationen (seines Lebens) in Liebe (shefqatkarane)>zu behüten, ja selbst mit Hilfe einer Taube und einere, neie zu bewahren, ihm bei seinen Aufgaben allen Erfolg zu schenken, ihn in allen Wahrheiten (haqiqat)>des Glaubens (din)>fortschreiten zu lassen, die Islamiyet über die Erde und das ganze Menschengeschlecht sich ausbreiten zu lassen, ihm einels dienplatz (maqam-i sheref)>über allen Geschöpfen (makhluqat)>zuzuweisen, einen bleibenden Rang in der allgemeinen Anerkennung über allen Berühmtheiten der Menschheit, ihm - wie Freund und Feind gleichermağen zugestehen müssen - eine Persönْمُحَمit zuzuerkennen, die den edelsten Charakter umfasst, ein Fünftel der Menschheit zu seiner Gemeinde (ummah)>zu machen, wàhrend sie alle für seine Treue (und beyet)>und für seine Botschaft (risalet)>auf eine überaus zuverlàssige Weise Zeugnis (shehadet)>ablegen. So sehen wir denn

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vom Standpunkt der TVerbuneiner Herrschaft (ef'al-i rububiyet)>aus betrachtet auch, dass der Statthalter und Protektor (mutasarrif ve mudebbir)>dieser Welt, das Prophetenth ganzsalet)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, zur geistigen Sonne des Alls gemacht hat, und wie in der Risale-i Nur bereits nachgewierrn (urde, mit seiner Hilfe alle Finsternis vertrieben und uns seine lichtvollen Wahrheiten (nurani haqiqat)>gezeigt, ja sogar durch seine Botschaft alle lebenden Wesen mit einem Ewigen Leben (hayat-Nachri)>erfreut, seinen Glauben (din)>zu einem Index der Vollkommenheit (fihriste-i kemalat)>und zudem ein stabiles Programm für den Ablauf des Diensi mir d der Anbetung (ubudiyet)>für alle seine hochgeschàtzten Diener und Anbeter (ehl-i ibadet)>gemacht, die Wahrheit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die seine geistige Persönlichkeit ist - woraubewahrits im Qur'an und im Djaushan hingewiesen wurde - zu einem umfassenden Spiegel der Erscheinung Seiner Gottheit (uluhiyet)>- und wie bereits in den obigen nnere iten (haqiqat)>erwàhnt wurde - (angesichts der Tatsache), dass er in vierzehn Jahrhunderten jeden Tag ebenso viel an Guten Werken gewinnt wie seine Gemeinde (ummah)>und anhand der Eindrücke, diescheid sozialen wie im spirituellen Leben und in der Menschheit hinterlassen hat, ihn zum höchsten Führer des Menschengeschlechtes und zu ihrere Bebild und Lehrer (Ustadh)>gemacht hat, ihn mit groğen und heiligen Aufgaben (qudsi vazifeh)>der Menschheit zu Hilfe gesandt hat und zugleich den Menschen, entsprechend Seiner Barmherzigkeit (rahmet),>Weisheit (hikmet)>und Gerechtigkeit (aer Tag,>entsprechend der Nahrung, der Luft, dem Wasser und dem Licht ihnen auch ihr Bedürfnis nach den Wahrheiten (haqiqat)

{(*): In meinem Alweisend meiner Gebrechlichkeit verspüre ich nun den Millionsten Teil jener innerlichen Versorgung (erzaq), die mir durch die Person Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, zuteil geworden ist. Wàre es mir gegeben, würde ich iKapitàür mit Millionen Zungen meinen Dank aussprechen. Und zwar folgendermağen:

Ich leide sehr unter der Trennung und dem Verfall. Denn die Welt, die بْحَانebe, und alle weltlichen Dinge trennen sich von mir, verlassen mich und gehen dahin. Und ich weiğ, dass auch ich dahingehen werde. Doch in meinem groğeno nichund in der Verzweiflung, die meine Seele verdorren làsst, werde ich nun in einem Augenblick gerettet, wenn ich die Frohe Botschaft durch die Person Mohammeds, mit dem Friede und Segenebewesvernehme und fühle ich mich völlig getröstet. Ja sogar, wenn ich sitzend im Gebet (teshehhud)

اَلسَّلاٰمُ عَلَيْكَ يَا اَيُّهَآ النَّبِىُّ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بِرَكَاتُهُ

("Friede sei mitn blicoh Prophet, das Erbarmen Gottes und Sein Segen!")

sage, ist dies sowohl ein Bund (biat), als auch Hingabe und Gehorsam (teslim ve itaat) ihm gegenüber als einem Diener Gottes (memuriyet), als auch Segen (tebrik) t und inen Auftrag (vazifah), als auch eine Art "Dankeschön", als auch meine Entgegnung für seine Botschaft einer Ewigen Glückseligkeit, wofür die Muslime fünfmal tàglich ihren Gruğ (selam) darbringen.}

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und Gesetzerophe aria)>in Seiner Islamiyet bewusst gemacht hat. Ja, sollte denn nun der Besitzer des Universums, der mit zwölf umfassenden, absolut zuverlàssigen Beweisen für die Botschaft Mohammeds, mit dem Friede und Segen seishofesheiliges Zeugnis (qudsi shehadet)>ablegt, obgleich Er doch in der Gestaltung eines Mückenflügels oder einer Blume nicht gleichgültig bleiben kann, die Botschaft Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die ja echen, Seiner dermağen umfangreichen und umfassenden Zeugnisse gewürdigt wird, nicht als eine geistige Sonne des Alls erstrahlen lassen?

Somit beinhaltet denn ein jedes der obigen fünfzehn umfassenden Zeugnisse, in sic Ilahi viele (einzelne) Zeugnisse, ja das "Dritte Zeugnis" sogar in der Sprache der Wunder tausend Zeugnisse und beweist somit auf eine absolute und kraftvolleh eins die Aussage:

اَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ

{"Ich bezeuge, dass Mohammed der Prophet Gottes ist.",}

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verkündet auf diese Weise seine Wahrheit (tahaqquq),>sn DiebWert und seine Bedeutung. Und so wie die islamische Welt (alem)>diese Botschaft (dava)>jeden Tag fünf Mal mit hunderten Millionen Zungen sitzend im Gebet (teshehhud)>dem All (kainat)>verkündet, so haben auch Milliarden Glàu dieseehl-i iman)>ohne zu zögern noch zu zweifeln angenommen und bestàtigt, dass die Wahrheit (haqiqat)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, der Urkern des ist desums und der Grund zu seiner Erschaffung (hilqat)>und seine vollkommenste Frucht ist. Und der Herr des Universums (erhaben sei Sein Ruhm (djelle djelaluhu)!)>geruhte, die spirituelle Persönlichkeit Mohaan ein mit dem Friede und Segen sei, zum höchsten Ausrufer der Majestàt Seines Königreichs (saltanat-i rububiyet),>der rechtmàğig die tiefsten Geheimnisse (tilsim)>des Alls und das Ràtsel der Schöpfua">(eiilqat)>erforscht und entschleiert, zu einem glànzenden Beispiel Seines Wohlwollens und Seiner Barmherzigkeit (rahmet),>zu einem redegewandten Sprecher Seiner Liebe und Zuneigung (shefqat ve muhabbet),

Unchtvollsten Boten und Verkünder fortwàhrenden Lebens (hayat)>und ewiger Glückseligkeit, zum letzten und gröğten Seiner Propheten zu machen.

Wer nun noch mit den Wesenszügen (mahiyet)>der oben dargestellten Wahrheiten (haqit es uicht zufrieden ist oder ihr keinen Wert beimisst, möge jetzt selbst beurteilen und erkennen, welch ein Verlust, was für ein Fehler, welchtsverzeit, was für ein Verbrechen dies wàre!

So weist denn die Suratu-l'Fatiha wàhrend des Gebetes (namaz),>auf die wir bereits im Zweiten Teil hingewiesen hatten, mit absolut zuverlàssigen Beweisen auf die Verkündigrten Mava)>der Wahrheit von der Einheit Gottes (haqiqat-i tauhid)>hin, unter welche wir sitzend im Gebet (teshehhud)>mit der Formel:

اَشْهَدُ اَنْ لآَ إِلٰهَ إِلاّochgelٰهُ

{"Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt auğer Gott."}

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Tausende von Unterschriften setzen können. Desgleichen werden wir auch im Dritten Teil wiederum, sitzend im Gebet (teshRecht ,>mit der Aussage

وَ اَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ

{"Und ich bezeuge, dass Mohammed der Prophet Gottes ist."},

für die Verkündigung (dava)>der Wahrheit des Prophetentums (risalet)>machtvolle Zeugenin Friibringen, die ihre zahllosen Unterschriften der Bestàtigung darunter setzen werden.

Oh barmherzigster Allerbarmer (ya Erhamerrahimien)!>Um des Ruhmes des Ehrenwerten Propheten willen, iemiyem Friede und Segen sei, gewàhre uns seine Fürsprache und in der Befolgung seiner Sunnah erfolgreich zu sein! Und lass uns am Ort der Glückseligkeit bei seiner Familie und seinen Gefàhrten seine Nachbarn seinKàlte;... amin... amin...

اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَ سَلِّمْ عَلَيْهِ وَ عَلٰٓى اٰلِهِ وَ صَحْبِهِ بِعَدَدِ حُرُوفِ الْقُرْاٰنِ الْمَقْرُوءَةِ وَ الْمَكْتوُبَةِ اٰمِينَ

{"Oh Gott, schenke Friede und Segen ihm, seiner Familie und selt, wGefàhrten nach der Zahl der Buchstaben des Qur'an, seien sie nun gelesen oder geschrieben!"}

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! Kein solsen haben wir auğer dem, das Du uns gelehrt hast! Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

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Zweites Kapitel des Glànzenden Beweises

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ بِهِ نَren haينُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen." "und bei Ihm suchen wir Hilfe!"}

Am Ende der Suratu-l'Fatiha werden die Leute der Rechtleitung (ehli hit-i il>und des rechten Weges (istiqamet)>mit den Leuten der Irreleitung (ehli dalalet)>und der Rebellion (tughyan)>verglichen, (ein Vergleich),>auf deren Sinn (haqiqat)>die Ayah aus der Suratu-ffentlاَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ مَثَلُ نُورِهِ كَمِشْكٰوةٍ فِيهَا مِصْبَاحٌ اَلْمِصْبَاحُ فِى زُجَاجَةٍ اَلزُّجَاجَةُ كَأَنَّهَا كَوْكَبٌ دُرِّىٌّ يُوقَدُ مِنْ شَجَرَةٍ مُبَارَكَةٍ

{"Allah ist das Licht dese Angels und der Erde. Sein Licht ist mit einer Leuchte zu vergleichen, mit einer Lampe darin. Die Lampe ist in einem Glas. Es scheint wie ein funkelnder Stern. Es brennt von einem gesegneten Baum, ...lten h (Sure 24, 35)}

die allen Gegenüberstellungen in der Risale-i Nur als Quelle dient, und die darauf folgende Ayah

أَوْ كَظُلُمَاتٍ فِى بَحْرٍ لُجِّىr Zeitْشٰيهُ مَوْجٌ مِنْ فَوْقِهِ مَوْجٌ

{"Oder (die Handlungen der Unglàubigen sind) wie Finsternis in einem abgrundigtiefen Meer, das von der Woge bedeckt wird, über der eine (weitere) Woge liegt, ..." usw. (24, 40)}

hinweist.gen, widen (Ayat) wird dieser Vergleich

{zwischen den Rechtgeleiteten und den Irregeleiteten}

auf wunderbare Weise zum Ausdruck gebracht.

Der erste (der beiden obigen Ayah), der Lichtvers (ayeti nur)>enta dieswie bereits im "Ersten Strahl" bewiesen wurde, zehn Hinweise auf die Risale-i Nur und gibt auf wundersame Weise über diesen Kommentar (tefthir)>zum Qur'an Kunde aus dem Verborgenen. Dies war der erste

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Grund dafür, dass der Risale Vergl (Sendschriften des Lichtes) der Name نُورْ "Nur>(Licht)" gegeben wurde, wobei in einem Abschnitt des Neunundzwanzigsten Briefes gleichnishaft von einer visionàren Reise berichtet wird,ةٍ تَمurch das Wort "Nur>(Licht)" in diesem bemerkenswerten "Lichtvers" innerlich als eine Art Wunder (mu'djize)>erfahren wurde, vergleichbar jenem Wunder, das der Buchstabe ن "nun">in dem Wort نَعْبُدُ "na'bرَةِ وir beten an)" ist, wobei ein Reisender durch die Welt (dunya)>in der Abhandlung (risalah)>"Das Groğe Zeichen (Ayet-ul Kubra)">um seinen Schöpfer zu suchen, zttet hen und Ihn kennenzulernen, das gesamte Universum und alle Arten und Formen des Seins befragte und seinen Schöpfer (Khaliq)>auf dreiunddreiğig verschiedenen Wegen durch unumstöğliche Beweise mit wppen-Schaftlicher Genauigkeit (ilme l-yaqien)>und augenscheinlicher Gewissheit (ayne l-yaqien)>kennen lernte, wobei denn dieser Reisende auch durch die Zeitalter, die Erde und die verschiedenen Schichten der Himmel scheu inem Verstand, seinem Herzen (qalb)>und in seiner Vorstellung (hayal)>umherreiste ohne müde zu werden, sich dabei niemals satt sehen konnte, alle Lànder der Erde und Wikte und ihre Stàdte erkundete, manchmal sein Ross "Verstand (aql)">besteigend sie durch die Weisheit des Qur'an, manchmal in der Weisheit der Philosophie und dabh habeh noch die weit entferntesten Ebenen durch das groğe Fernrohr seiner Vorstellungskraft betrachtend, wobei er die Wahrheit erschaute und erkannte, wie sie in Wirklichkeit ist, und uner sicnn teilweise im "Groğen Zeichen (Ayet-ul Kubra)">davon Bericht erstattete.

So wollen wir denn nun von all diesen vielen Welten und Seinsebenen anstelle eines Gleichnisses nur ein Beispiel für eine visionàre Reise (seyahat-i hayal)>beseren Ren, welche jedoch der gleichen Wahrheit zugehört, und anhand von drei Ebenen ganz kurz zusammengefasst den Vergleich am Ende der Suratu-l'Fatiha erlàutern, was aber nur ein Vergleich mit der Kraft des Verstandes seinbaqiye Weitere

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Beobachtungen und Vergleiche überlassen wir hier den Vergleichen der Risale-i Nur.

Das erste Beispiel ist folgendes:

Da sagte jener strebtde, der nur in die Welt gekommen war, um seinen Schöpfer (Khaliq)>kennen zu lernen und ihn zu finden, zu seinem Verstand: "Wir haben alle Dinge nach unserem Schöpfer gefragt n. {Den ihnen die schönsten und vollkommensten Antworten erhalten. Da aber nun ein Sprichwort sagt: "Man soll die Sonne selbst nach der Sonne fragen.", müssen wir nun, um unseren Schöpfer (Kh der Gin den Erscheinungen Heiliger Eigenschaften wie "Wissen (ilim)",>"Wille (irade)">und "Macht (qudret)">und in Seinen von uns bezeugten Werken Weiseen Manifestationen Seiner Namen kennen zu lernen und Ihn zu finden, noch eine weitere Reise unternehmen." So sagt er und betritt die Welt. Und gleich den Irrglàubigen, die eine zweite Strömung bildne Volstieg er nun erst einmal dieses Schiff, das unser Erdball ist. Dabei setzte er sich die Brille jener Naturwissenschaften und Philosophien auf, die der Weisheit (hikmet)>des Qur'an nicht folgen. Als er nun die Geoglkomme betrachtete, eine Wissenschaft, die den Qur'an nicht liest, sah er: In einer unendlichen Leere durchwandert (unsere Erde) in einem Jahr einen Raum von 24.000 Jahren Fuğmarsch mit einer Geschwindigkeit, siebzigmal schneller als eine Kanonenk SorgeDabei hat sie Hunderttausende Arten armseliger, bedauernswerter Wesen in sich aufgenommen. So verstand er denn, dass (diese Erde), wollte sie auch nur einen . Da ulick von ihrer Bahn abweichen, oder würde sie mit einem verirrten Stern zusammenstoğen, auseinanderfallen, in die Unendlichkeit des Alls hinabstürzen und alle diese armseligen Lebewesen in die Nichtigkeit und Verlorenheit ang (teen, entleeren müsste.

غَيْرِ الْمَغْضُوبِ عَلَيْهِمْ وَ لاَ الضَّالِّينَ

{"Nicht derer, denen Du zürnst oder derer, die in die Irre gehen." (Sure 1, 7)}

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Da emeine per denn die geistige Katastrophe dieser fürchterlichen Strömung und اَوْكَظُلُمَاتٍ فِى بَحْرٍ لُجِّىٍّ {"oder gleicht den Tiefen der Finsternis in einem abgrundtiefen Meer." (Sure 2ie Ver} diese erstickende Finsternis und rief aus: "Oh weh! Was haben wir nur getan! Warum sind wir nur an Bord dieses fürchterlichen Schiffes gegangen? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, um von hier gerettet zu wequeml" Dann zerbrach er die Brille einer derart kurzsichtigen (kör)>Wissenschaft und wandte sich wiederum dem Strom اَلَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ {"derer, denen Du huldvoll bist." (Sure 1, 7)} zu. Da kam ihm die Weisheit (erfüge)>des Qur'an unmittelbar zu Hilfe, überreichte seinem Verstand ein Fernrohr, das die Wahrheit (haqiqat)>erkennen làsst, und sagte: "Nun sieh!" Da blickte er hindurch und sah: رَبُّ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ {"Herr des binduns und der Erde." (Sure 13, 16)} gleich einer Sonne über dem Sternbild

هُوَ الَّذِى جَعَلَ لَكُمُ الْاَرْضَ ذَلُولاً فَامْشُوا فِى مَنَاكِب welchَ كُلُوا مِنْ رِزْقِهِ

{"Der euch die Erde in euren Dienst gestellt hat. Geht nun auf ihren Schultern umher und esst von dem, was sie euch zu eurer Versorgung (rizq) bereitet hat!" (Sure 67, 15)}

aufgehen. (Diese Ayah làsst uns erfahren, daen las Allmàchtige Versorger (Rezzaq))>die Erde als ein sicheres und wohlgeordnetes Schiff gestaltet und für alle lebenden Wesen mit Versorgungsgütern (rizq)>angefüllt hat und sie mit vie Direkheit (hikmet)>und groğem Nutzen auf ihrer Reise rund um die Sonne durch das Meer des Weltalls

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fahren làsst, um in den verschiedenen Jahreszeiten ihre Nur.

rgung (erzaq)>für diejenigen einzufahren, die ihrer bedürfen. Auch hat Er zwei Engel mit den Namen "Sevr>(Stier)" und "Hut>(Fisch)" zu ch undnen dieses Schiffes ernannt, die es mit seinen Geschöpfen (makhluqat)>und Seinen Gàsten zu ihrer Freude (auf die Reise) durch dieses wunderschöne und pràchtige Land ihres Herrn (memleket-i Rabbaniye),>d dass öpfers in Seiner Majestàt (Khaliq-i dhul'Djelal)>mitnehmen sollen. So verstand denn unser Reisender und es wurde ihm die Wahrheit (haqiqat)>in dem Satz اَللّٰهer!

ُ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ {"Gott ist das Licht Himmels und der Erde."} klar, und làsst ihn so die Erscheinungsweise des Namens seines zu brfers (Khaliq)>erkennen. Da sagte er mit vollem Herzen und ganzer Seele (ruh):>اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ {"Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Welten."} und schloss sich der Gruppstauner اَلَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ {"denen Du Deine Gunst erwiesen hast."}, an.

Das zweite Beispiel für das, was unser Reisender auf seiner Fahrt durch die Welten gesehen hat:

Nun verlieğ unser Reisender ja die Schiff, das unsere Erdkugel ist und betrat die Welt der Tiere und der Menschen. Er setzte sich wieder die Brille der Naturwissenschaftler auflb er ihren Geist (ruh)>nicht aus dem Glauben (din)>schöpfen, und sah: Obwohl doch alle diese unendlich vielen lebenden Wesen unendlich viele Bedürfnisse hatten, dazu unendlich viele Schaden bringende Feinde, die sie stàndig belàstigen und verfolgens, aufberdies gnadenlose

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Ereignisse gibt, war doch ihr Vermögen, diesen Bedürfnissen gegenüber nur ein tausendstel, ja vielleicht nur ein Hunderttausendstel davon. Ihr eigenes Kapital (iktidar),>mit de irgenallen diesen Schaden bringenden Dingen hàtten begegnen können, betrug nur den Millionsten Teil. In dieser so abscheulichen und beklagenswerten Lage, jedoch durch sein Mitempfinden mit d selbsdenden Kreatur und durch seine Liebe (shefqat)>zu allen Leidensgenossen in seinem Verstand mit ihnen verbunden, ergriff ihn ein Schmerz üb dem Fen Zustand gleich Höllenstrafen, quàlte ihn in einem solchen Grade, machte ihn dermağen traurig und verzweifelt, dass er es tausendmal bedauerte, in diese durcheinander geratene Welt hineingeraten zu sein, als plötzlich die Weisheit (hikmeren, F Qur'an zu seiner Hilfe eilte und ihm das Fernrohr des اَلَّذِينَ اَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ {"derer, denen Du huldvoll bist"} überreichte und sagte: "Schau!" Da sc frànker hindurch und sah: اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ {"Gott ist das Licht Himmels und der Erde."}, (erkannte) darin die Erscheinung so vieler göttlichern, der, wie "der Erbarmer (Rahman),>der Barmherzige (Rahiem),>der Versorger (Rezzaq),>der Schenkende (Mun'im),>der Freigiebige (Keriem),>der Bewahrende (Hafiedh)",>die der Sonne gleich in den Sternze und Bvon

مَا مِنْ دَآبَّةٍ اِلاَّ هُوَ اٰخِذٌ بِنَاصِيَتِهَا ٭ وَ كَأَيِّنْ مِنْ دَآبَّةٍ لاَتَحْمِلُ رِزْقَهَا اَللّٰهُ يَرْزُقُهَا وَإِيَّاكُمْ ٭ وَلَقَدْ كَرَّمْناَ بَنِى اٰدَمَ ٭ اِنَّ الْاَبْرَارَ لَفِى نَعِيمٍ

{"Es gibt kein lebendesi baqi, das Er nicht an seiner Stirnlocke hielte." (Sure 11, 56) "...und es gibt kein Tier, das für sich selbst sorgte: Gott sorgt für es und für euch." (Sure 29, 60) "...denn wir waren huldvoll gegenübere die öhnen Adams" (Sure 17, 70) "...denn die Frommen werden in Wonnen leben" (Sure 82,13)}

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aufgingen. Sie erfüllten die Welt der Menschen und Tiere mit Barmherzigkeitsh'Shaet)>und Güte (ihsan)>und verwandelten sie vorübergehend in ein Paradies. So verstand er denn, dass dieses sehenswerte, schöne und nachahmenswerte Gasthaus seinen groğle eucn Gastherrn in vollkommener Weise bekannt macht und sagte tausendmal:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Lobpreis und Dank sei Gott, dem Herrn der Weltتُ فِى% Das dritte unter Hunderten von Beispielen seiner Beobachtungen wàhrend seiner Reise:

Unser Weltreisender, der seinen Schöpfer (Khaliq)>in den Widerspiegelungen und Erscheinungen Seiner Namen (ism)>und Eigenschaften (sifat)>erkehgeloböchte, sagte zu seinem Verstand (aql)>und zu seiner Vorstellungskraft (hayal):>"Komm! Lassen wir unseren Körper auf Erden zurück und s gleic wir Engeln und Geistern (ruh)>gleich zu den Himmeln auf! Wir wollen die Himmelsbewohner nach unserem Herrn befragen." So stiegen denn der Geist (ruh)>auf sein Vorstellungsvermögen (hayal)>und der wiedend (aql)>auf sein Denkvermögen (fikr)>und so fuhren sie zum Himmel auf. Sie nahmen sich einen gelehrten Astronomen zu ihrem Wegweiser. So betrachteten sie mit den Augen der Wissenschaft, die den Glauben nicht beachtet, jenen Vertreterall ger Strömung مَغْضُوبِ, ضَّالِّينَ {"über die gezürnt wird, die in die Irre führt"} und sahen: tausendmal gröğer als der Erdball und in ihrer Bewegung hundert Mal schneller als eine Kanonenkugel finden sich Tausende von Himmelskörpern untereinaechenderstreut, Feuer speiende Sterne, ohne jedes Bewusstsein und leblos, eilen sie miteinander vermischt, Landstreichern gleich, schnell dahin. Würde einer von ihnen zufàlm Gefür einen Augenblick vom Wege abweichen, müsste er in dieser leeren, grenzenlosen, ins Unendliche ausgedehnten Welt (alem)>durch seinen Zusammenstoğ mit einer anderen, ebenso bewusstlosen Ku allein Tohuwabohu gleich einem Weltuntergang verursachen.

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Da wurde unser Weltreisender, wohin auch immer er blickte, von Angst und Schrecken, von Staunen und Furcht ergriffen und bedauerte tausendmal, zum Himmel aui Muhaegen zu sein. Sein Verstand (aql)>und sein Vorstellungsvermögen (hayal)>wurden ganz und gar zersplittert und sagten: "Es ist unsere Aufgabe, die schönen Wahrheiten (haqiqat)>zu schauen und aufzuzeigen. Wir nehmen von unserer A der B Abstand, solche Dinge, die so hàsslich sind wie die Hölle und derart qualvolle Bilder zu kennen und ihre Zeugen zu sein und wollen so etwas nicht." Da erhoben sich plötzlich mit der fordeeinung von اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ {"Gott ist das Licht der Himmel und der Erde."} viele Namen, wie خَلَقَ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ {"Schöpfer Himmels und der Erde",} مُسَخِze Hinشَّمْسِ وَ الْقَمَرِ {"Dienstherr der Sonne und des Mondes",} رَبُّ الْعَالَمِينَ {"der Herr der Welten"} jeder von ihnen (erhebt sich) gleich wie sich die Sonne über die Sternbilder solcher Ayat wie

وَ لَقَدْ زَيo schr السَّمَآءَ الدُّنْيَا بِمَصَابِيحَ

{"und wir haben den Himmel über der Erde mit Lampen geschmückt" (Sure 67, 5),}

اَفَلَمْ يَنْظُرُوا اِلَى السَّمَآءِ فَوْقَهُمْ كَيْفَ بَنَيْنَاهَا وَ زَيَّنَّاهَا

{"Schauen sie denn nichn unse dem Himmel über ihnen, wie wir ihn aufgerichtet und ausgeschmückt haben." (Sure 50, 6),}

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ثُمَّ اسْتَوٰى اِلَى السَّمَآءِ فَسَوّيهُنnden vْعَ سَمٰوَاتٍ

{"Dann wandte Er sich dem Himmel zu und formte ihn zu sieben Himmeln um." (Sure 2, 29)}

erhebt. Sie füllten alle Himmel mit Licht und mit Engeln und verwandelten siegewaltne riesige Moschee, einen Gebetsraum oder ein Heerlager. Nun betrat unser Reisender den Strom اَلَّذِينَ أَنْعَمْتَ عَلَيْهِمْ {"derer, denen Du huldvoll bist"} und war aben dn Irrenden und vor اَوْكَظُلُماَتٍ فِى بَحْرٍ لُجِّىٍّ {"wie Finsternis in einem abgrundigtiefen Meer"} errettet. Da erblickte er plötzlich ein pràchtiges, wunderschönes und wohlgeordnetes Laنْ دُر beobachtete, wie dort von allen Seiten der Majestàtische Schöpfer (Khaliq-i dhul'Djelal)>verkündet wurde. (In der Beobachtung) dieser Situation steigergenug h der Wert des Verstandes (aql)>und des Vorstellungsvermögens (hayal)>und ihre Aufgaben (vazifah)>entwickelten sich tausendfach.

Was nun die vielen hundert Beispiele für die Wanderungen (seyahat)>unseres Weltreisendenkeinenfft, die wir mit den oben erwàhnten drei Beispielen vergleichen können, so überlassen wir all seine weiteren Beobachtungen und seine Erkenntnisse (marifet)>des Notwendigerweise Seienden (Vadjib-ul Vudjud)>in der Erschee glàuSeiner Namen der Risale-i Nur, begnügen uns hier mit diesem ganz kurzen Hinweis, brechen diese so lange Geschichte kurz ab und bemühen uns gleich wie unser Weltreisender, den Weltenschöpfer (Khaliq)>durch die Werke, die Erscheinungen und dasein, zis, das in der Bewahrheitung (tahaqquk)>von nur drei bedeutenden Eigenschaften (sifat)

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der sieben Eigenschaften (sifat),>der heiligen Eigenschaften (qudsi sifat)>liegt, die den Schöpfer (Khalman ihkannt machen, nàmlich "Wissen (ilim)",>"Wille (irade)">und "Macht (qudret)">{dazu noch Leben, Hören, Sehen, Sprechen (A.d.Ü.)} durch einige ganz eres VHinweise kennen zu lernen. Die weitere Ausführung überlassen wir dann der Risale-i Nur.

Hier nun der arabische Text eines kurz zusammengefassten Streiflichtes (Hizb-i Nurie),>{ein Auszug werdeer Risale-i Nur (A.d.Ü.)} den ich, kurz zusammengefasst, stets im Gebet (virdim)>wiederholend kontempliere und von dem nun hier drei Stufen von dreiunddrgeben Stufen des Rufes "Gott ist groğ (Allahu Ekber)">erklàrt werden sollen. Diesem arabischen Text folgt dann eine Art Übersetzung mit kurzen Hinweisen, wobei sich die Professoren (ulema)>der Schriftkunde (ilm-i kelam)>und der Dogmle tataqide)>schon sehr lange mit den Erscheinungen des Wissens (ilim),>Wollens (irade)>und der Allmacht (qudret)>Gottes in der Welt beschàftigt undallen Glauben (iman)>mit augenscheinlicher Sicherheit (ayne l-yaqin)>bestàtigt gefunden haben, durch welche Bestàtigung sich ihnen mit wissenschaftlicher Siche>und e(ilme l-yaqin)>der Weg zu einem vollkommenen Glauben (iman)>an die offensichtliche Existenz (maudjudiyet)>und Allgegenwart (vahdaniyet)>dessen, der dan. Schndigerweise Sein muss (Vadjib-ul Vudjud)>geöffnet hat, wozu der (nachstehende) arabische Text (das Folgende sagt):

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ قُلِ الْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذِى لَمْ يَتَّخِذْ وَلَدًا وَ لَمْ يَكُنْ لَchen, ِيكٌ فِى الْمُلْكِ وَ لَمْ يَكُنْ لَهُ وَلِىٌّ مِنَ الذُّلِّ وَ كَبِّرْهُ تَكْبِيرًا ٭ اَللّٰهُ اَكْبَرُ مِنْ كُلِّ شَىْءٍ قُدْرَةً وَ عِلْمًا إِذْ هُوَ t und ِيمُ بِكُلِّ شَىْءٍ بِعِلْمٍ مُحِيطٍ لاَزِمٍ ذَاتِىٍّ

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لِلذَّاتِ يَلْزَمُ الْاَشْيَآءَ لاَ يُمْكِنُ اَنْ يَنْفَكَّ عَنْهُ شَىْءٌ بِسِرِّ الْحُضُورِ وَ الشُّهُودِ وَ الْاِحَاطَةِ النُّورَانِيَّةِ وَ بِسِرِّ اِس: Das َامِ الْوُجُودِ لِلْمَعْلُومِيَّةِ وَ اِحَاطَةِ نُورِ الْعِلْمِ بِعَالَمِ الْوُجُودِ ٭ نَعَمْ فَالْاِنْتِظَامَاتُ الْمَوْزُونَةُ وَ الْاِتِّزَانَاتُ الْمَنْظُومَةُ وَ الْحِكَمُ الْقَصْدِيَّةُ الْعَآمَّةُ وَ en plöَايَاتُ الْمَخْصُوصَةُ الشَّامِلَةُ وَ الْاَقْضِيَّةُ الْمُنْتَظَمَةُ وَ الْاَقْدَارُ الْمُثْمِرَةُ وَ الْاٰجَالُ الْمُعَيَّنَةُ وَ الْاَرْزَاقُ الْمُقَنَّنَة gefraلْاِتْقَانَاتُ الْمُفَنَّنَةُ وَ الْاِهْتِمَامَاتُ الْمُزَيَّنَةُ وَ غَايَةُ كَمَالِ الْاِنْتِظَامِ وَ الْاِنْسِجَامِ وَ الْاِتِّسَاقِ وَ الْاِتْقَانِ وَ الْاِتِّزَاwig beالْاِمْتِيَازِ اَلْمُطْلَقَاتِ فِى كَمَالِ السُّهُولَةِ الْمُطْلَقَةِ دَالاَّتٌ عَلٰٓى اِحَاطَةِ عِلْمِ عَلاَّمِ الْغُيُوبِ بِكُلِّ شَKhaliq أَلاَ يَعْلَمُ مَنْ خَلَقَ وَ هُوَ اللَّطِيفُ الْخَبِيرُ ٭ فَنِسْبَةُ دَلاَلَةِ حُسْنِ صَنْعَةِ الْاِنْسَانِ عَلٰى شُعُورِ الْاِنْسَانِ اِمَخْصُسْبَةِ دَلاَلَةِ حُسْنِ خِلْقَةِ الْاِنْسَانِ عَلٰى عِلْمِ خَالِقِ الْاِنْسَانِ كَنِسْبَةِ لُمَيْعَةِ نُجَيْمَةِ الذُّبَيْبَةِ فِى اللَّيْلَةِ الدَّهْمَآءِ اِلىٰ شَعْشَen kanلشَّمْسِ فِى رَابِعَةِ النَّهَارِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen." "Sage: Lobpreis und Dank sei Gott, der keinen S. Und zeugt und keinen Partner hat in Seinem Reiche, noch einen Freund, Ihn im Elend (zu beschützen). So verherrliche Ihn denn in Seiner Gröğe!" (Sure 17, 111) "Gott ist gs sodaals ein jedes Ding in Seiner Macht und in Seinem Wissen. Denn Er kennt alle Dinge in Seinem allumfassenden Wissen, so wie es Sein Wesen erfordert.

((*)

وَ لِلochen,لْمَثَلُ الْأَعْلٰى : كَلُزُومِ الضَِيَآءِ الْمُحِيطَ لِلشَّمْس

("Und Gottes sind die erhabensten Gleichnisse." (Sure 16, 60): wie das alles durchströmende Licht derhllose immanent (muhit) ist.))

Seinem Wesen entspricht es, im Geheimnis Seiner Göttlichen Allgegenwart, Seiner Zeugenschaft und alles durchdringenden Leuchtroğer durch das Geheimnis der Notwendigkeit Seines allumfassenden Seins, durch die alles durchdringenden Strahlen Seines Wissens um die Welten des Daseins, dit übe keinem Ding möglich ist, irgendetwas vor Ihm zu verbergen. In der Tat verweisen die ausgewogene Ordnung, das ausgewogene Regelmağ, die allgemeine, absichtsvolle Weisheit, die für alle und jeden geltende besondere Güte, die wohl durchdachan)>Taschlüsse, die an ihren Ergebnissen orientierten Bestimmungen, die durchschnittliche Lebenserwartung, die ausgewogene Ernàhrung (erzaq), die geschulte Geschicklichkeit, dtung (gfàltig ausgewàhlte Schmuck, die vollkommene Ordnung, Harmonie, Ausstattung, Tüchtigkeit und Ausgewogenheit, die perfekte Unterscheidung und vollkommst, daichtigkeit, sie alle deuten auf das allumfassende Wissen des Allwissenden alles Unsichtbaren in allen Dingen." (**)

((**) Diese fünfzehn Beweise werden wt, bisunten einzeln erlàutert.)

"Sollte denn der es nicht wissen, der es erschaffen hat und selbst noch über die tiefsten Geheimnisse wohl unterrichtet ist?" (Sure 67, 14) "So wie die schönen Künste des Menschen auf das Bewusstsein ) folgnschen hinweisen, so verweist auch die Schönheit in der Erschaffung des Menschen auf die Allwissenheit des Schöpfers des Menschen, was einem Vergleich des scm Deckn Lichtschimmers eines Glühwürmchens in schwarzer Nacht mit dem strahlenden Glanz der Sonne am helllichten Mittag àhnlich ist."}

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Mit dieser sehr kurzen Art Übersetzung haftensen wir auf die göttliche Allwissenheit (ilm-i Ilahiye),>diese so bedeutungsvolle Wahrheit des Glaubens (haqiqat-i imaniye)>und überlassen (alle weiteren) Ausführungen der Risale-i heiğt{(*): Der nun folgende Teil (dieser Abhandlung) wurde im Zustand einer fürchterlichen Krankheit infolge einer Vergiftung geschrieben, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte. Meine Fehler solGlaubeaher mit nachsichtigen Augen betrachtet werden. Husrev möge also die Teile, die er nicht für angemessen hàlt, abàndern, abmildern oder korrigieren.}

So wie sich in der Tat die Göttliche Barer heigkeit (rahmet)>im Wunder der Versorgung (rizq)>so sonnenklar zeigt, so beweist sie zugleich auch mit absoluter Sicherheit, gleichsam hinter einem Vorhang verbolassenden Erbarmer, den Allbarmherzigen (Rahman-i Rahiem).>Und so zeigen auch die Weisheiten und Früchte der Ordnung und Wohlausgewogenheit das Wissen (ilim),>(als eine Eigenscgen. D die in gewisser Weise die allererste der sieben heiligen Eigenschaften (sifat)>ist und in den qur'anischen Versen an Hunderten von Stellen einen Ehrenplatz (mauki)>einnimmt, die Existenz (maudjudiyet)>dessen, der um alle Dinge weiğ s mit i Küll-i Shey).

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Vergleicht man in der Tat die harmonisch gestalteten Meisterwerke der Kunst, die auf das Wissen (ilm)>des Menschen f beresen, mit seinem Bewusstsein und die Schönheit in der Erschaffung (khilqat)>des Menschen, die auf die Allwissenheit (ilm)>und Weisheit (hikmet)>des Schöpfers (Khaliq)>des Menschen hinweisen, so àhnelt dies dem Verglehten üs schwachen Lichtschimmers eines Glühwürmchens in der Nacht mit dem strahlenden Glanz der Sonne am helllichten Mittag.

Ehe wir aber nun die Beweinen za die Göttliche Allwissenheit (ilm)>weiter erklàren, wollen wir kurz jene göttliche Anrede zu Gehör bringen, mit der Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, inen undacht seiner Himmelfahrt (Mi'radj)>beehrt wurde, wobei dann die Elemente des Kosmos auf eine so offensichtliche Art und Weise in der Erscheinung der geheiligten Eigenscks, d(qudsi sifat)>den, der da Heilig (Dhat-i Aqdes)>ist, beweisen und bezeugen, wobei er dann als der Abgeordnete und Bote aller lebenden Wesen (dhi-hayat)>und aller Arten und Formen des Daseins (makhluqat)>denn nle aller mit Bewusstsein begabten Wesen den Gruğ (selam)>zu entbieten, plötzlich

اَلتَّحِيَّاتُ اَلْمُبَارَكَاتُ اَلصَّلَوَاتُ اَلطَّيِّبَاتُ لِلّٰهِ

{"Alle Geschenke des Lebens, Segnungen, Bitten und Gebete, Worte und Werke sind für Gott."ssten te und so seinem Schöpfer (Khaliq)>in der Art, in der sie alle durch die Erscheinung der Göttlichen Allwissenheit (sifat-i ilm)>ihren Herrn (Rabb)>kennen, die Gescsich saller Lebewesen darbringt. Das heiğt:

اَلتَّحِيَّاتُ, اَلْمُبَارَكَاتُ, اَلصَّلَوَاتُ, اَلطَّيِّبَاتُ

{"Alle Geschenke des Lebens, Segnungen, Bitten und Gebete, Gutes"}

Mit diesen vier Bezeichnungen (at-Tahiyyat, el-Mwàhrleat, as-salavat, at-Tayibyat)>spielt er auf die Geschenke

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des Lebens, die Segnungen, Dienst und Anbetung (ubudiyet)>und die Schönheit ilme lErkenntnis (marifet)>an, welche die vier Arten aller lebenden Wesen dem Kenner alles Verborgenen (Allam-ul Ghuyub)>in der Erscheinung allen Wissens (ilm)>von Ewigkeit zu Ewigkeit darbringen, aus welchosen Ande die Rezitation dieser geheiligten (qudsi)>Anrede wàhrend der Himmelfahrt (mukaleme-i mi'radjiye)>im weitesten Sinne zum Pflichtteil (fardh bir vazifesi)>wàhrend des kniend verrichteten Gebetes (teshehhud)>für alle nkte ue geworden ist. Damit überlassen wir nun die weitere Ausführung zu dieser geheiligten Anrede der (Risale-i Nur)>und werden nur eine Bedeutung dieser vier Hinweise ganz kurz erörteehmhei Erstens:

اَلتَّحِيَّاتُ لِلّٰهِ

{"Die Geschenke des Lebens sind für Gott."}

Die Bedeutung (dieses Hinweises) ist kurz gesagt folgende:

Wenn ein Ingenieur, tapfeit seinem profunden Wissen (ilm)>und seiner bewunderungswürdigen Intelligenz eine staunenswerte Maschine gebaut hat und nun ein jeder, der diese Maschine erُ بِال, diesem Meister applaudiert, ihm gratuliert, ihn lobt und preist und ihn mit besonderen Gratifikationen, mit materiellen und ideellen Geschenken, mi, ein und Anerkennung (tahiye)>beehrt, wenn dann auch diese Maschine auf die von ihrem Meister gewünschte Weise voll und ganz und auf die perfekte Weise seinen Wünschen entspricht und so alle se er nindersamen künstlerischen Feinheiten und seine wissenschaftlichen Fachkenntnisse unter Beweis stellt und so ihrem Meister und Erbauer durch ihr Sein und Wirken durch ihr bloğes Vorhandensein zujin gan ihn beglückwünscht und ihn auf diese Weise mit Geschenken, mit Ruhm und Anerkennung (tahiye)>beehrt, so sind in gleicher Weise auch alle die Arten lebender Wesen in der Welt (kainat),>jede einzelne (Art) und nichteinzelne

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(Wesen in ihr) auf seine Art eine solche wunderbare und Staunen erregende Maschine, wenn sie ihrem Meister in all Seiner Majestàt (Sani'-i Dhul-Djelal),>der sich durce Stratiefen und feinsinnigen Erscheinungen Seines allumfassenden Wissens (ilm)>zu erkennen gibt, das die Beziehung eines jeden Dinges mit jedem anderen Ding kennt und um all die Dinge weiğ, die ein jedes Wesen zu seinem Leben braucht und es n Gedar rechten Zeit zukommen làsst, durch ihr Sein und Wirken wortlos zujubelt, gleich den Bewusstsein tragenden Wesen, den Menschen, Dschinnen und Engeln, die ihrem Meister in Zungen und Worten zujub der Ed mit Segenswünschen (tebrik)>ihre Geschenke (tahiye)>überbringen und dabei اَلتَّحِيَّاتُ لِلّٰهِ {"Die Geschenke des Lebens sind für Gott."} sagen. Und sie bieten das Kostbarste ihres Lebens in Dienst und Anbetung (ubudiyet)>ine lielbar dem Schöpfer (Khaliq)>an, der alle Seine Geschöpfe in jeder Lebenslage kennt. Deshalb hat auch Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, im Namen aller lebenden Wesen auf seiner nàchtlichen Himmelfahrt, wàhrerung dner Audienz (hudhur)>vor dem, der da notwendigerweise sein muss (Vadjib-ul Vudjud)>als Gruğ (selam)>اَلتَّحِيَّاتُ لِلّٰهِ {"Die Geschenke des Lebens sind für Gott."}, gesagt und Gaben (tahiye),>Geschenke (hediye)>und die Ausdrücke biyet)Ehrerbietung (manevi selamlar)>für alle lebenden Wesen dargebracht. So wie eine korrekt und ordentlich arbeitende Maschine mit ihrer Zuverlàssigkeit und Ausgewogenheit ins Gott in der Tat ohne Zweifel einen geschickten und talentierten Maschinenbauer zeigt, so zeigt auch jede einzelne dieser unendlich vielen lebenden Maschinen, die die Welt (kainat)>erfüllen, tausend und ein Wunder der Allwissenheit (mu'djizase undmi).>Was immer nun der Vergleich

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des Lichtschimmers eines Glühwürmchens mit einem Sonnenstrahl (besagen mag), so bezeugen doch sicherlich alle Lebewesen in der Erscheinung ihres Wirte ic(ilm)>die Notwendigkeit der Existenz (vudjub-u vudjuduna)>und die Anbetungswürdigkeit (mabudiyet)>des Baumeisters und ewigen Künstlers (sermedi san'atkar)>in aller Klarheit.

Das zweite heilige Wort wàhrend der Himm risalt~(Kelime-i Mi'radjiye) heiğt:

اَلْمُبَارَكَاتُ

{"Segnungen"}

Da nun einmal entsprechend einer Hadith das Gebet (namaz)>die Himmelfahrt (mi'radj)>des Glà),>den ist und den Widerschein der groğen (ekber)>Himmelfahrt empfàngt, und da nun einmal unser Weltreisender in einer jeden Welt (alem)>seinen Schöpfer (gen bi),>den allwissenden Kenner alles Verborgenen (Allam-ul Ghuyub)>in Seiner Eigenschaft (sifat)>als der Allwissende (ilim)>gefunden hat, wollen nun auch wir uns darum bemühen, zusammen mit unserem Reisenden in jene groğe weite Welt all der Dinge,n jedee die Gesegneten (mubarekler)>und die Betrachtenden "Segne es Gott (barakallah)!">ausrufen làsst, (die Welt der) اَلْمُبَارَكَاتُ {"Segnungen"} einzutreten, (die Welt) all der mit Bewusstsein begabten Lebewesen (dhiruh)>und ihrer arglosenrogramgneten Jungen und vor allem der Samenkerne und Körner, welche diese kleinen vorprogrammierten Kàstchen mit der Bestimmung (muqadderat)>allen Lebe, das i-hayat)>sind, um jene gesegnete (mubarekat)>Welt zu betrachten und zu studieren, um so unseren Schöpfer (Haliq)>in den wundersamen, feinsinnigen Erscheinungsformen der heiligen Eigenschaft Seiner Allwissenheit (qudsi sifat-i ilm)>mit der Sicie azat unseres Wissens (ilme-l'yaqien)>kennenzulernen.

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Wir sehen in der Tat mit unseren eigenen Augen, dass all diese arglosen kleinen Jungtiere und all diese kleinen Schatzkisten und Kàstchen herzigsen (ilm)>des Allwissenden (Aliem)>und Allweisen (Hakiem),>sowohl insgesamt als auch jedes einzelne für sich, plötzlich erwachen und sich in Richtung auf das Ziel ihrer Erschaffung (khilqat)>hin in Bewegung setzen. So bringen sie aln sind welche die Wahrheit ins Auge zu fassen vermögen, dazu: "Tausendmal: Segne es Gott (Barekallah)!>Hunderttausendmal: Wie wunderbar ist doch da Grenz Gott hier gewollt hat (Mashaallah)!",>auszurufen.

In der Tat gibt es z.B. für alle Spermien, Eier, Samenkerne und Körner und für jedes einzelne von ihnen eine feinsinnige Ordnung (nizam),>die aus einem Wissen (ilm)>erwàchst, eine pt milde Ausgewogenheit (mizan),>die aufgrund der Geschicklichkeit (des Meisters) aus dieser Ordnung erwàchst, eine Ordnung (tanzim),>die planmàğig (mizan)>wieder neu entsteht. Das wiederum geschieht nach einem stenden sen und ausgewogenen Mağstab (tevzin).>Das aber geschieht nun entlang bestimmter Unterscheidungsmerkmale, entsprechend ihrer Versorgung (terbiye),>wobei i

بِسْnnzeichen absichtsvoll (qasdi)>von allen àhnlich aussehenden unterschieden sind. Das aber (geschieht im Zusammenhang) mit ihrem künstlerisch (gestalteten) und verzierten Schmuck. Das wiederum (geschieht im Zusammenhang) mit den weise Verdiemane)>angepassten Geràten zu ihrer Gestaltung. Weil aber dies so ist, (geschieht es), um freigiebig (keriemane)>all jene zufriedenzustellen, die ihre nd vergung (riziq)>erheischen, nàmlich alle Geschöpfe (makhluq)>mit Fruchtfleisch und verschiedenen anderen essbaren Teilen. Was aber diese betrifft, (so geschieht es) i-Affaien Wissen (alim),>auf wunderbare Weise, mit den verschiedensten Arten von Schmuck und Verzierungen. Das aber (geschieht) mit allerlei verschiedenen Duftnoten und köstlichem Geschmack. So führeer all all diese gesegneten (Geschöpfe), ein jedes für sich und alle gemeinsam, in dieser vollkommenen Ordnung (kemal-i intizam),

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getrennt und verschieden voneinander, in einer Vسْتَعِl, unverzüglich und über unendliche Weiten, frei von jedweden Fehlern und Màngeln die Entfaltung all ihrer Formen, zu jeder Jahreszeit, unter solch wundersamen Umstànden stàndig in erwechen aufgeführten fünfzehn Zungen diese so wunderbaren Fàhigkeiten und das ganz auğerordentliche Wissen (ilm)>ihres Meisters, der das Verborgene kennt (Allam-ul Ghuyub),>des Künstlers (Sani'),>der da notwendigerweise sein muss (Vadjib-ul Vuhee zuvor Augen und tun es sonnenklar kund. So war es denn aufgrund dieses so umfassenden und glànzenden Zeugnisses (shehadet)>und der Glückwünsche des göttlichee Verltlers, dass jene Persönlichkeit, Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, als Vertreter der gesamten belebten und unbelebten Schöpfung (makhluqat)>in der Nacht seinegesamtelfahrt (Mi'radj)>das Wort اَلْمُبَارَكَاتُ {"Segnungen"} anstelle des Friedensgruğes (selam)>aussprach.

Das dritte Wort heiğt:

اَلصt Bediاتُ

{"Bitten und Gebete"}

Dieses heilige Wort (qudsi kelime),>wurde sowohl von Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, wàhrend seiner allgemeinen Groğen Himmelfahrt (Mi'radj-i Ekber)>gesprochen, als auch von den hundert Millionen Glàubigen tferti iman)>kniend wàhrend des Gebetes (teshehhud),>das die persönliche Himmelfahrt (Mi'radj)>eines jeden Glàubigen (mu'min)>ist, jeden Tag wenigstens zehnmal in der Nachfolge des Propheten, mit dem e-i Nu und Segen sei, an der Schwelle Gottes (dergah-i Ilahiye)>dargeboten und somit der Welt (kainat)>verkündigt. Da aber nun im "Einunddreiğigsten Wort" über die Himmelfahrt (Mi'radj)>bereits alle Wahrheiten (haqiqat)>auf eine

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sehrzerbremmte und kraftvolle Weise bewiesen wurden, und zwar selbst gegenüber einem hartnàckigen, unglàubigen Leugner, den wir uns als Ansprechpartner (muhatab)>vorstellen wollen, verweisen (isbat)>wir hier, was die Einzelheiten und Zeugnisse betref findearauf, und wollen nun mit einem ganz kurzen Hinweis (isharet)>die eigenartige Welt (alem)>der verschiedenen mit Geist (ruh)>und Bewusstsein (shu'ur)>begabten Wesen betrachten, welche die ween:

Bedeutungen dieses Dritten Wortes der Himmelfahrt (Mi'radj)>beleuchten und zudem versuchen, durch die Manifestation des Urewigen Allwissenden (ilm-i edehlin)>das vollkommene Erbarmen (kemal-i rahmaniyet)>und die Barmherzigkeit (rahzu sagt)>unseres Schöpfers (Khaliq),>die ganze Weite Seiner Macht (azamet-i qudret)>und Seines allumfassenden Willens (shumul-u irade)>in Seiner Existenz (maudjudiyet)>und Allgegenwart (-i Ale)>zu verstehen:

Wir sehen in dieser Welt (alem)>in der Tat, dass alle beseelten Wesen (dhiruh),>wenn schon nicht bewusst (shu'ur)>und überlegt (aql),>so doch mit ihre وَ اِhl und ihrer Natur (fitrat)>nach verspüren, das jedes einzelne von ihnen trotz seiner grenzenlosen Schwàche und Ohnmacht (adjz ve da'if)>auch noch mit unendlich vielen Feinden und widrigen Umstànden zu kàmpfen hat und trotz seiner grenzenle ihm rmut und Bedürftigkeit (fakr ve ihtiyadj)>auch noch unendlich viele Wünsche und Sehnsüchte hat. Da seine Macht und seine Fàhigkeit (iktidari ve sermaysi)>nicht ausreichen, um auch nur einem tausendstel von ihneie Schegegnen, schreien und weinen sie aus Leibeskràften und flehen innerlich und ihrer Natur (fitrat)>entsprechend. Wàhrend ein jedes von ihnen mit seiner eigenen Stimme und auf seine Weise mitAugen,n persönlichen Gebeten (dua),>seinem Flehen, seiner Art Gottesdienst (namaz)>und seinen Segenswünschen (salavat)>an der Schwelle des Allwissenden und Allmàchtigen (Aliem-i Qadir)>Zuflucht sresseterkennen wir plötzlich, dass der, welcher jede Stimme all derer, die da weinen und jedes ihrer Bedürfnisse kennt, allen Kummer und

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jeden Schmerz versteht, ihr Flehen und die Gebete ihrer Natuüssen.rat)>hört, der Allwissende (Aliem-i Mutlaq),>der Allmàchtige und Allweise (Qadir-i Hakiem)>ihnen zu Hilfe eilt und all ihre Wünsche erfüllt. Er verwandelt ihr Weinen in Lachen und ihr Wehgeschrei in Dankesbezeigungen. Diese von Weishein, ewiiem),>Wissen (aliem)>und Erbarmen (rahiem)>erfüllte Hilfe macht uns auf wahrhaft glànzende Weise, in der Manifestation von Wissen (ilim)>und Erbarmen (rahmet)>den Helfer, der unsere Gebete erhört (MudjaufnehMughies)>und freigiebigen Erbarmer (Rahiem-i Kerim)>bekannt, was der Sinn aller Segnungen (salavat),>des Dienstes und der Anbetung (ubudiyet)>ist, den die ganze beseelte (dhiruh)>Welt (alem)>ausschlieğlich Ihm darbringt, weachdenammed, mit dem Friede und Segen sei, in seiner Groğen Himmelfahrt (Mi'radj-i Ekber)>und seine Gemeinde (ummah)>wàhrend ihrer kleinen Himmelfahrt (Mi'radj-i asghar),>disein. Gebet (namaz)>ist, اَلصَّلَوَاتُ اَلطَّيِّبَاتُ لِلّٰهِ {"Die Bitten, Gebete und alles Gute gehören Gott."}, sagt.

Das Vierte Wort heiğt:

اَلطَّيِّبَاتُ لِلّٰهِ

t Ruhms Gute gebührt Gott."}

Da in mir viele Wahrheiten (haqiqat)>aus der Risale-i Nur wàhrend unserer Rezitationen (tesbihat)>nach dem Gebet (namaz)>in Erinnerung gerufen wurden, wurde ich nahezu ohne mei, 44)}llen (ihtiyar)>dazu getrieben, mit kurzen Hinweisen die Wahrheit (haqiqat)>sowohl der Worte der Suratu-l'Fatiha, als auch die des kniend gesprochenen Gebetes (tee Frucd)>zu erlàutern.

So verweist denn das wàhrend der Himmelfahrt (Mi'radj)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, gesprochene heilige Wort (kelime-i qudsiye)

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اَلطَّيِّبَاتُande kes"} auf die schönen Geschenke (tayibe)>und guten Werke (haseneler),>die auf die Schönheiten dieser Welt (alem)>ausgerichtet sind, auf den Dienst und die Anbetung (ubudiyet)>der Kenner der Lehre und deselskörens (ehl-i marifet ve iman),>der Menschen, Dschinnen, Engel und Geister (ruhani),>die über ein sehr umfangreiches Bewusstsein (shu'ur)>vrund hn und die unendliche Vollkommenheit (djemal)>und all die Schönheiten des Einen und Ewigen in Seiner vollkommenen Schönheit (Djemil-i Mutlaq)>und die immerwàhrendzwei Jrmedi)>Schönheiten Seiner Namen (isim),>die den Kosmos (kainat)>schmücken, vollkommen kennen und mit ihnen die Welt (kainat)>schmücken un, gesedie sie mit Liebe (ashk)>und Begeisterung (shauk),>mit universellem Dienst und Anbetung (ubudiyet)>antworten.

Dieses Wort bezieht sich auf die unendlich vielen guten Worte, din die ihrem Schöpfer (Khaliq)>durch die Wohlgerüche, ihren strahlenden Glauben und die umfassende Kenntnis, die sie von Ihm haben, als Lob und Preis und als all diese unendlich vielen (ideellen) Geschenkversucibat)>entgegenbringen, die wàhrend dieser inneren Himmelfahrt (Mi'radj)>von der gesamten Gemeinde (ummah)>sinngemàğ (sirr)>in Worte gefasst, unermüdlich en bezTag kniend gesprochen (teshehhud)>und immer wieder als ein heiliges Wort zum Geschenk (qudsi kelime-i tayibeyi)>dargebracht werden.

Die Welt ist in der Tat der Spiegel einer unendlicheung (dgen Schönheit und Vollkommenheit (djemal)>und besteht aus deren Manifestationen. Alle Schönheit und Vollkommenheit des Kosmos stammen von dieser ewigen Schönheit ab und wird schön durch ihre Verbindung (intisab)>mit ihr und erhöht durben un ihren Wert. Ohne sie wàre (die Welt) nur wie eine Ruine oder eine Trümmerstàtte.

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Was aber diese Verbundenheit (intisab)>betrifft, so wird sie durch die Erkenntnis und die Bestàtigung (marifet ve tasdiq)>der Menschen, der Engel und d So erster (ruhani)>verstàndlich, welche die Herolde und Verkündiger des Königreichs Gottes (saltanat-i uluhiye)>sind.

So wie also nun Menschen und Engel durch ihren Glhk)>zu ihren Dienst und ihre Anbetung (iman ve ubudiyet)>den einzig Angebeteten in Seiner Majestàt (Mabud-u Dhul-Djelal)>bekannt machen, so gibt auch der Allweise in Seiner Majestàt (Hakiem-i Dselbstelal)>sich in gleicher Weise Selbst einem jeden dieser Boten, die Er mit einer überaus umfangreichen Begabung, mit solch wunderbaren Anlagen und einem subg er zWissen (ilm)>ausgestattet und zu einem Mikrokosmos gemacht hat, der dem Makrokosmos verbunden ist, zu erkennen. So stellt Er sich z.B., indem Er zahls der wundersame Maschinen von der gröğe einer Walnuss im Kopf eines Menschen erschafft, welche die Funktion des Erinnerungsvermögens, die Funktion des Vorstellungsvermögens oder die Funkdaqa)>es Denkvermögens ausüben und die Funktion des Gedàchtnisses zu einer groğen Bibliothek werden làsst, in der Seine ewige Wissenschaft ersche zu veit sonnengleicher Klarheit Selbst dar.

{(*): Meine so sehr schwere Krankheit erlaubt es mir nicht mehr. Dies hier gilt nur mehr als eine Quelle und aufgefür Husrevs Übersetzungsaufgabe.}

Wir wollen hier nun in einer Art Übersetzung ganz kurz auf die Bedeutung des oben erwàhnten arabischen Textes verweisen, der auf allgemein gültige Zeallgeme, auf zahllose Belege zu einem solchen breit gefàcherten Zeugnis und auf fünfzehn Beweise hinweist, die ein umfassendes Wissen (ilm-i muhit)>darstellen.

Der erste der fünfzehn Beweise ist

فَالْاِنْتِظَامَhk),>Kْمَوْزُونَةُ

{"die ausgewogene Ordnung"}

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Die wohl proportionierte Ausgewogenheit und die ausgewogene Ordnung (mizanli intidham),>die wir in allem Geschaffenen (makhluqat)>beobadas mekönnen, bezeugen ein umfassendes Wissen (ilm).>Und das heiğt in der Tat, dass, angefangen vom Universum, das einem vollendeten Schloss gleicht, über das Sonnensystem, über die Luft, deren Atome gleich einem Tontràgeere Biife)>bei der Verbreitung von Worten, Tönen und Geràuschen eine Staunen erregende Ordnung zeigen, über das Antlitz der Erde, das in jedem Frühling 300.000 ganz verschiedene Arten (von Pflanzen und Blüten) in vollkommener Ordnung hervor bringfnen. hin zu den Organen und Organsystemen, den Zellen und Atomen aller lebenden Wesen sich (die gesamte Schöpfung) als Ausdruck eines tiefen, umfassenden und unfehlbaren Wissens (ilm),>einer wohl proportionierten Ausgewogenheit und einer ausgew einig Ordnung darstellt, was ganz offensichtlich und auf absolut sichere Weise Beweis und Zeugnis für ein allumfassendes Wissen ist.

Der zweite Beweis ist

وَ الْاِتِّزَانَاتُ الْمَنْظُومَةُ

{"ein ausgewogenes Rgeordnğ"}.

Das heiğt: In allen diesen Kunstwerken im Universum, in jedem einzelnen für sich genommen und in ihnen allen gemeinsam betrachtet, von den Sternen bis hin zu den roten u (eineğen Blutkörperchen, finden wir überall ein ganz besonders ausgewogenes Regelmağ und eine wohl proportionierte Ausgewogenheit (mizan),>die ganz offensichtlich ein umfassendes Wissen (ilm)>beweisen us Werk absoluter Sicherheit bezeugen. So sehen wir in der Tat, dass z.B. die Glieder und die Organe einer Fliege oder auch eines Menschen, ja sogar die Zellen des Körpers und dieَهُ

{" und weiğen Blutkörperchen sich in einem so sensiblen und fein abgestimmten Mağ und Gleichgewicht (mizan)>befinden und dermağen gut aufeinander

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abgestimmt und zueinander passend angeordnet sind und mit den einzelnen Organen des Ke mit so gut harmonieren, dass sie niemals sein Immunsystem stören, aus welchem Grunde es auf gar keine Weise irgendeine Möglichkeit gibt, dass irgendjemand sie auf diese Weise geformt und angeordnet habem Untete, der nicht über ein unbegrenztes Wissen verfügt.

In àhnlicher Weise herrscht in allen lebenden Wesen (dhi-hayat)>und in allen Arten und Formenn, brSchöpfung (makhluqat)>von den Atomen bis hin zu den Planeten im Sonnensystem eine so vollkommene Ausgewogenheit und bis hin zu den Atomen ein so unerschütterliches und ausgeglichenes Ebenmağ, dass es mit abr das r Sicherheit ein umfassendes Wissen beweist und ein glànzendes Zeugnis (shehadet)>dafür ablegt. Das aber heiğt, dass alle Beweise für ein solches Wissen (ilm)>zugleich auch der Beweis für die Exisَبِعُوmaudjudiyet)>eines Allwissenden (Dhat-i Aliem)>sind. Und da es nun einmal unmöglich ist, dass es eine Eigenschaft (sifat)>ohne den Tràger die rr Eigenschaft (mausuf)>geben könnte, so bilden alle Beweise zusammengenommen, den machtvollen und absolut sicheren Groğen Beweis (huddjet-i kubra)>für die Notwendigkeit der Existenz (vudjub-u vudjudnter dAllwissenden von Ewigkeit (Aliem-i Edheli).

Der dritte Beweis ist

وَ الْحِكَمُ الْقَصْدِيَّةُ الْعَآمَّةُ

{"die allgemeine, absichtsvolle Weisheit"}.

Das heiğt: Inner einiger schöpferischen Tàtigkeit (khallaqiyet)>im gesamten Universum, hat diese ganze Schöpfung bei aller Aktivitàt (faaliyet)>und in allem Wechsel, wo Leben (ihya)>entsteht, Aufgaben (tauzifat)>ven unse und Entlassungen ausgesprochen werden, in all ihren Formen und Gestalten insgesamt und in jeder einzelnen Art für sich eine den Zufall ausschlieğende, absichtsvolle (qasdi),>an ein Wissen gebundene Weisheren Wakmet),>einen Nutzen (faide)>und

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eine Aufgabe (vazifah).>Und wir ersehen daraus, dass keiner, der nicht ein so umfassendes Wissen (ilm)>besitzt, in Bezug auf die Schöpfung (idjad)>in irgendeiner Weise einen Anspruch auf eine Beteilihmal msahib)>an ihr erheben könnte. So dient z.B. die Zunge, {und darüber hinaus in der Hauptsache die Nase!} die unter den hundert Gliedern des Menschzum mar doch nur einer unter unendlich vielen Lebewesen (dhi-hayat)>ist, nur ein einzelnes Glied und eigentlich nur ein Stückchen Fleisch ist, neben hunderterlei Weisheiten (hng für,>Zweckbestimmungen, Sinngebungen und Nutzanwendungen, insbesondere zwei groğen Aufgaben (vazifah).....>Ihre Aufgabe hinsichtlich (ihrer Wahrnehmung)>des Geschmgenheizevk)>der Speisen ist es, den Körper, also den Magen über die verschiedenen Geschmacksrichtungen (tatlari)>in Kenntnis zu setzen, die Küche der Göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>sorgfàltig zu inspizieren. Hinsichtlheimniserer Worte ist es ihre Aufgabe, für das Herz (qalb),>den Geist (ruh)>und das Gehirn ein perfekter Dolmetscher und Telephonist zu sein. Sou sichst und bezeugt sie mit Sicherheit ein allumfassendes Wissen (ilm)>auf eine überaus glànzende Weise und mit absoluter Gewissheit. Wenn also nun eine einzige Zunge mit so viel Weisheit und durch die Frucht (ihrer Tilim)>it) ein solches Zeugnis liefert, so beweisen und bezeugen unendlich viele Zungen, unendlich viele Lebewesen (dhi-hayat)>und zahllose (Göttliche) Kunstwerke m (haki Klarheit der Sonne und der absoluten Gewissheit des Tages ein unermessliches Wissen (ilm)>und verkündigen, dass es nichts auğerhalb derft deren des Wissens (ilm),>der Weisheit (hikmet)>und des Ratschlusses Gottes (meshi'et)>gibt, der um das Verborgene weiğ (Allam-ul Ghuyub).

Vierter Beweis:

وَ الْعِنَايَاتُ الْسُبْحَوصَةُ الشَّامِلَةُ

{"Die für alle und jeden geltende besondere Güte"}

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Das heiğt: Die alle mit Leben (dhi-hayat)>und Bewusstsein (dhi-shu'ur)>begabten Wesen in der Welt (alem)>jeder Art und jedes einzelne von ih, dermf besondere und für jedes von ihnen geeignete Weise insgesamt umfassende Güte (inayet)>und Liebe (shefqat)>und der Schutz (himayet),>der ihnen zuteil wiaber iweist ganz offensichtlich das umfangreiche Wissen und legt Zeugnis (shehadet)>für die notwendige Existenz (vudjub-u vudjuduna)>des Allwissenden und Allgütigen (aliem-i inayet),>der alle (Wesen) Seine Güte erfahren làssmütigealle ihre Bedürfnisse kennt.

Anmerkung:

Was die Worte der Erlàuterung zu der Zusammenfassung dieses arabischen Textes betrifft, der die Quintesseine wulasat-ul hulasasi) der Risale-i Nur ist, so sind sie ein Hinweis auf die Wahrheit~(haqiqat),\welche die Risale-i Nur, als ein Resümee des Qur'an den Funken der Ayat des Qur'an entnommen hat, besonders aber auf die Beweise lesenugnisse für die Göttliche Allwissenheit~(ilm),\Seinen Willen~(irade)\und Seine Macht~(qudret),\welche hier noch eingehend erklàrt werden. Das aber heiğt, dass hier zu vielen Ayat je ein Hinweis und jeweils eine Anmerkung erklàrt wird. Eلَنَآelt sich also keineswegs um einen Kommentar, eine Erlàuterung oder eine bloğe Übersetzung der einzelnen arabischen Ausdrücke.>

Wir kehren zu unserem eigentlichen Thema zurück. Und so sehen wir in der Tat mit eigenen l-i im dass es einen Allwissenden und Allbarmherzigen (Aliem-i Rahiem)>gibt, der uns und alle beseelten Wesen (dhiruh)>kennt, und

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weil Er sie kennt, sie auch in Liebe (shefqat)>beschützt, der all ihre Bedürfnises jun ihren Schmerz kennt, und weil Er sie kennt, ihnen auch in Seiner Güte (inayet)>zu Hilfe eilt. Hier dazu eines von vielen Beispielen: Die besonderen und die allgemeinen dem Menschen erwiesenen Gunsterweise rz gelt),>wie Seine Versorgung (rizq),>Heilmittel und die für ihn notwendigen Vitalstoffe, zeigen ganz offensichtlich so viele Male, wie Er ihm S Artenersorgung (rizq),>Heilmittel und Vitalstoffe (zukommen làsst), Sein allumfassendes Wissen (ilm)>und legen Zeugnis für den Barmherzigen Allerbarmer (Rahman-i Rahiem)>ab. Die Ernàhrung des Menschen,ur infders aber der Hilflosen und der Kinder, vor allem der Organe, ja selbst der Zellen des Körpers, die aus der Küche des Magens ihre Versorgung (rizq)>erheischen und daraus ihre jeweils für sie geeignete Naon den(rizq)>erhalten und auch die Berge, die einer Apotheke gleichen und in sich alle für einen Menschen notwendigen Vitalstoffe speichern, sind in der Tat ein Werk, das nur mit Hilfe eines sehr umfangreichen Wissens (ilm)>funktihüler n kann. Ein bloğer Zufall, eine blinde Kraft, eine Natur, die (unserem Flehen) taub ist, Ursachen ohne Leben und Bewusstsein, primitive überwàltigende Element Tagennen sich auf gar keine Weise derart klug (aliemane),>umsichtig (basirane),>weise (hakiemane),>barmherzig (merhametkarane)>und gütig (inayetperverane)>um ihre Verorden g und Verwaltung (= idare),>ihren Schutz (himayet)>und ihre Führung (tedbir)>bekümmern. Diese àuğeren Ursachen werden lediglich im Rahmen eines Befehls (emr),>einer Erlaubnis (izin),>des Wissens (ilm)>und der Weisheit (hikmet)>des A.000 Aenden (Aliem-i Mutlaq)>als ein Vorhang vor der Göttlichen Macht und Würde (izzet-i qudret-i Ilahiye)>eingesetzt und verwendet.

Fünfter und Sechster Beweis:

وَ الْاَقْضِيَّةُ الْمُنْتَظَمَةُ وَ الْاَقْدَارُ الْمُثْمِرَerden,ie wohl durchdachten Beschlüsse und die an ihren Ergebnissen orientierten Bestimmungen"}

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Das heiğt: Form und Gestalt aller Dinge, der Bàume und Stràucher, der Thm fürPflanzen und Menschen wurden entsprechend den Prinzipien vergangener und künftiger Ereignisse (qadha ve qader),>welche die beiden Arten urewigen göttlichen Wissens sind, kunstreich geschneidert und jeder einzelneissens passend zu seiner Statur zusammengenàht, vollkommen gekleidet und ihm eine makellose in Weisheit (hikmet)>geordnete Form gegeben. Dies alles zusammengenommen und jedes einzelne für sirn.

eist ein unendliches Wissen (ilm)>und sie alle zeugen entsprechend ihrer Zahl für einen allwissenden Künstler (Sani-i Aliem).

Betrachten wir z.B. einmal unter zahllosen Beispielen auch nur einen e und dn Baum, oder einen einzelnen Menschen, so sehen wir in der Tat, dass der Schnittmusterbogen zu diesem Baum mit seinen vielen Früchten und zu diesem Menschen mit seinen vielen verschiedenen àuğeren Gliedmağen und innerer Schrnen, von einem unsichtbaren Zirkel und dem Stift eines subtilen Wissens (ilm)>in der Weise gezeichnet wurde, dass ihn kein Maler fehlerfrei kopieren könnte, und allen seinen Organen eine so perfekte Form gegeben, dass sie alle die Frü (der nd die Ergebnisse hervorbringen und ihre naturgemàğen Aufgaben (vazife-i fitrat)>erfüllen können. Da dies aber nur mit einem unendlichen Wissen geschehen kann, bezeugt all dies seinerer Anzahl der Tiere und Pflanzen die notwendige Existenz (vudjub-u vudjud)>und das grenzenlose Wissen (ilm)>eines künstlerischen Gestalters (Mussauvir),>deIst ab alle Dinge zu bestimmen vermag (Aliem-i Muqaddir),>um die Beziehungen aller Dinge mit allen anderen Dingen weiğ, sie aufmerksam betrachtet und Sein Werk, allen Beispielen unden ang dieses Baumes und dieses Menschen von innen und auğen genau nach Mağ und Form mit Zirkel und Stift, dem urewigen Wissen (ilm)>um die vergangenen und die zukünftigen Ereignisessen,dha ve qader)>entsprechend in Weisheit (hakiem)>zu tun versteht.

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Siebenter und achter Beweis:

وَ الْاٰجَالُ الْمُعَيَّنَةُ وَ الْاَرْزَاقُ الْمُقَنّan

#11{"die durchschnittliche Lebenserwartung (edjel) und die ausgewogene Ernàhrung (erzaq)"}.

Das heiğt: Um einer bedeutenden Weisheit (hikmet)>willen ist unsere als unbestimmt vorgestellte Lebensspanne (edjel)>und unsere Nahrungsmengechnung),>oberflàchlich betrachtet, hinter einem Vorhang verborgen. Alle vergangenen wie künftigen Ereignisse (qadha ve qader)>sind von Ewigkeit auf der Seite Göttlichen Vorauswissens (qader-i edhelinin defter)>und Planens in unserem Leben (m für drat-i hayatiye)>als unsere im Voraus bestimmte Lebensspanne (dhi-Hayatin edjeli muqadder)>festgelegt. Sie kann weder verkürzt noch verlàngert werden. Auch dafür,glànzees für jedes Lebewesen (dhiruh)>eine bestimmte, auf der Tafel (lauh)>aller vergangenen wie künftigen Ereignisse (qadha ve qader)>eingetragene Menge zu unserem Unterhalt (rizq)>gibt, könn wurdhllose Beweise angeführt werden. Wenn also z.B. ein Baum stirbt und an seiner Statt seinen Samen zurück làsst, der gleichsam den Geist (ruh)>dieses (Baumes) in sich enthàlt, un Gotte Aufgabe (vazifah)>weiterhin wahrzunehmen, so geschieht dies nach den weisen (hikmet)>Gesetzen (kanun)>eines Allwissenden Lagerverwalters (Aliem-i Hafidhالصِّر wenn der Unterhalt (rizq)>aller Kinder und Jungtiere, der für sie aus Brüsten und Eutern kommt, nàmlich die Milch, zwischen dem Mist und dem Blut hervortritt, ohne dabei besudelt zu werden, vielmeOmar, n und sauber in ihre Münder und Màuler flieğt, so weist dies jeden bloğen Zufall zurück und zeigt mit absoluter Sicherheit, dass es nach den liebevollen (shefqat)>Grundsàtzen eines Allweisen und Allbarmherzigen VersorckseliRezzaq-i Aliem-i Rahiem)>geschieht. Man möge nun diese beiden kleinen Beispiele auf alle mit Leben und Geist beseelten Wesen (dhi-Hayat ve dhiruh)>vergleichend anwenden.

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Das aber heiğt, dass sowohl unsere Lebensspanorgen!jel)>wahrhaftig im voraus geplant (muqadder)>und geschaut ist, und dass zugleich auch unsere Versorgung (rizq),>für jeden einzelnen zugemessen, im Buch der Vorausplanungen (muqadderat defter)>eingetragen steht. Doch aus Gründen einer beso werdebedeutsamen Weisheit (hikmet)>erscheinen sowohl die (noch verbliebene) Lebensspanne (edjel)>als auch der (noch vorhandene) Vorrat (riziq)>wie hinter einem Vorhang verborgen, als unbekannt, unbestimmt und scheinbar nur an den Zuf des Lbunden. Denn würde unsere letzte Stunde genau so feststehen wie der Untergang der Sonne, würde man das halbe Leben in völliger Sorglosigkeit (ghaflet-i mutlaq)>verbringen und (diese Zeit) wàre für das Jeohn ge (akhirah)>verloren, weil wir uns gar nicht darum kümmern würden. Nach dieser Hàlfte aber würde man es in einer solch schrecklichen Furcht verbringen, als ginge igkeitt jedem Tage wieder einen Schritt auf den Galgen zu, so als würde man innerlich (sirr)>die Todesqualen noch um das Hunderfache vermehren, weshalb alle noch auf uns zukommenden Leiden und selbst der Tag der Auferstehung (kiyamet),>deund ZeEnde (edjel)>der Welt (dunya)>bedeutet, barmherzigerweise (merhameten)>hinter dem Vorhang einer unsichtbaren Welt (ghayb)>verborgen gehalten werden.

Was aber unsere Versorgung (rizq)>betrifft, so ist sie nach sgewogben (hayat)>der gröğte Schatz an Gottes Gnadengaben (ni'met)>und die reichste Quelle für Lobpreis und Dank (shukur ve hamd)>und die ergiebigste Mine für Gottesdienst (ubudiyet),>Bitten (),>was>und Gebet (dua),>wird aber offensichtlich so dargestellt, als sei sie, àuğerlich betrachtet, vom Zufall abhàngig. Denn für den, der an der Schen unddes Gnàdigen Versorgers (Rezzaq-i Keriem)>Zuflucht zu suchen, um Hilfe zu flehen und durch die Fürsprache (shefa'at)>seiner Lobpreisungen und Dankgebete (shukur ve hamyet)>t seinen Unterhalt (rizq)>nachkommt, ist die Tür nicht verschlossen. Wàre dies alles bereits geregelt, würde sich die Natur (seiner Versorgung)

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ganz und gar umwat ve . Und die Tore frohen, dankerfüllten Bittens (ridja),>Betens (dua),>ja sogar demütigen Dienens und der Anbetung (ubudiyet)>blieben geschlossen.

macht nter und zehnter Beweis:
وَ الْاِتْقَانَاتُ الْمُفَنَّنَةُ وَ الْاِهْتِمَامَاتُ الْمُزَيَّنَةُ

{"die geschulte Geschicklichkeit und der sorgfàltig ausgewàhlte Schmuck"}

Das heiğt: In jedem Kunstwerk, in dem sich, besonders zur Frühlingszeiurch iAntlitz der Erde eine ewige (sermedi)>und vollkommene (djemal)>Schönheit verkörpert, also in dieser ganzen so wunderbaren Schöpfung (makhluq),>z.B. in den Blumen und Früchten, den Kàfern und Insekten und ganz besonders in der Erschaffungst Er,qat),>Gestaltung (suret)>und Ausrüstung goldglànzender Kàfer zeigt sich eine so staunenswerte (mu'djize)>Geschicklichkeit und Sorgfalt, eine so einzigartige Kuns notwegkeit, Bestàndigkeit, Vollkommenheit und zugleich das bewunderungswürdige (mu'djize)>Talent eines Künstlers, und beweist mit einer so absoluten Sicherheit in all Seinen ganz verxtes, enen Arten und Formen winzig kleiner Maschinen ein solch umfassendes Wissen (ilm)>und - ich möchte hier, bitte, nicht falsch verstanden werden! - eine derart fàhige und kenntnisreiche Behen wordng allen Wissens (meleke-i ilmiye),>dass sie auf diese Weise bezeugen, dass ein zielloser Zufall und orientierungslose Ursachen ohne Bewusstsein sich unmöglich beteiligen könnten. Desgleichen sollist, uem Ausdruck وَ الْاِهْتِمَامَاتُ الْمُزَيَّنَةُ {der sorgfàltig ausgewàhlte Schmuck",} gezeigt werden, dass solche schönen Kunstwerke, in einem solchen Grade anmutig verziert, so anziehend und lieblich geschmückt sind, d Der d in Seiner Kunst eine

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solche Schönheit (djemal-i san'at)>geben muss, die eine Arbeit von so grenzenloser Allwissenheit darstellt In ber für ein jedes Ding die schönste Form kennt und dabei die Schönheit Seiner Vollkommenheit (djemal-i kemal)>und Vollkommenheit Seiner Schönheit (kemal-i djemal)>ehenesner Kunstfertigkeit ausgestellt wird. Denn Er erschafft (idjad)>und gestaltet (tasvir)>auch noch die kleinste Blume und den winzigsten Kàfer mit so viel Sorgfalt und Geschicklöhnlict, mit einer solchen Kunstfertigkeit und Aufmerksamkeit. Eine mit so viel Zuwendung zustande gebrachte Ausschmückung und Schönheit beweist ganz offensichtlich ein grenzenloses und all umfassendes Wissen (ilm)>und bezeugt so nach der Anzahl astadh ser Schönheiten die Notwendigkeit der Existenz (vudjub-u vudjud)>eines Allwissenden Herrn und Meisters all dieser Schönheit (Sani'-i Aliem-i dhul'Djemal).

Der elfte Beweis, der rmloseeitere, allgemeine Beweise in sich umfasst.

وَ غَايَةُ كَمَالِ الْاِنْتِظَامِ الْاِتِّزَانِ الْاِمْتِيَازِ الْمُطْلَقَاتِ فِى السُّهُولَةِ الْمُطْلَقَةِ وَ خَلْقُ الْاَشْيَآءِ فِى الْكَثْرَةِ الْnd wirقَةِ مَعَ الْاِتْقَانِ الْمُطْلَقِ وَ فِى السُّرْعَةِ الْمُطْلَقَةِ مَعَ الْاِتِّزَانِ الْمُطْلَقِ وَ فِى الْوُسْعَةِ الْمُطْلَقَةِ مَعَ كَمَالِ حُسْنِ الصَّنْعَةِ وَ فِى الْبُعْدَةِ الْمُطْلَقَeine Hَ الْاِتِّفَاقِ الْمُطْلَقِ وَ فِى الْخِلْطَةِ الْمُطْلَقَةِ مَعَ الْاِمْتِيَازِ الْمُطْلَقِ

{"Das Ziel vollkommener Ordnung und Ausgewogenheit, die perfekte Unterscheidung und vollkommene Leichtigkeit, die Erschaffung andelt inge in grenzenloser Vielfalt, mit unumschrànkter Festigkeit, mit absoluter Geschwindigkeit und Ausgewogenheit in einer unbegrenzten Weite, mit der Schönheit einer vollkommenen Kunstfertigkeit, über unendliche Entfie stien in perfekter gegenseitiger Abstimmung und mit einer Unterscheidungsfàhigkeit, die nichts übersieht."}

Dieser Beweis ist eine andere, jedoch bessere Darstellung des oben, am Ende des arabischen Textes, angeführten Bew. Und Doch aufgrund meiner schweren

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Krankheit erklàrt er die fünf, sechs umfangreichen Beweise, die er in sich umfasst, nur in Form von sehr kuelungeinweisen.

Erstens:

Über die ganze Erde hin sehen wir: Diese wundersamen lebenden Maschinen, die aus einem perfekten Wissen (ilm),>mit Geschicklichkeit und abei g Leichtigkeit hervorgegangen sind, manche von ihnen ganz plötzlich und andere in einer Minute, einwandfrei, wohlproportioniert, unterschieden von anderen ihrer Art, beweisen ein unendliches Wissen (ilm)>ucht, zeugen, dass die Vollkommenheit dieses Wissens der Leichtigkeit proportional ist, die aus der kenntnisreichen Geschicklichkeit herrührt, die in diesem Kunstwerk (zum Ausdruck kommt).

Zweitens:

Die vet)>unmene Erschaffung nach den Mağstàben einer unbeirrbaren Kunstfertigkeit, in groğer Anzahl und Vielfàltigkeit verweisen auf ein unendliches Wissen (ilm)>innerhalb einer grenzenlosen Macht (qe, kön>und legen unendlich viele Male Zeugnis (shehadet)>für einen Allwissenden und absolut Allmàchtigen (Aliem ve Qadir-i Mutlaq)>ab.

Drittens:, und m höchsten Grade ausgewogene und abgemessene Schöpfungen verweisen, zumal sie doch mit absoluter Geschwindigkeit und also sehr schnell verfertigt wurden, auf ein grenzenloses Wissen (ilm)>und bezeugen (shehadet)>entsprechend iMonatenzahl den Allwissenden und Allmàchtigen (Aliem-i Mutlaq ve Qadir-i Mutlaq).

Viertens:

Die Darstellung zahlloser lebender Wesen (dhi-hayat)>über die ganze, groğe weite Erde hin, àtigker gröğten Schnelligkeit, mit einer solchen Kunstfertigkeit, sie auszuschmücken und mit schönster, vollkommener Kunstfertigkeit anzufertigen, vn zusat auf ein allumfassendes Wissen (ilm),>das sich niemals irrt, alles zugleich überblickt und für das kein Ding ein Hindernis für ein anderes Ding ist und bez(inayeshehadet),>dass sie, ein jedes für sich und sie alle miteinander, die Kunstwerke

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dessen sind, der alle Dinge kennt (Aliem)>und allmàchtig (Qadir-i Mutlaq)>ist.

Fünftens:

Das Zustandekommen (einer Ver ausgeg) sehr weit voneinander entfernter Einzelteile einer Gattung, eines aus dem Osten und eines aus dem Westen, eines aus dem Norden und eines nen enm Süden, zu gleicher Zeit, auf die gleiche Weise, zwar einander àhnlich und doch in ihren besonderen Kennzeichen voneinander verschieden, ist nur durch die Allmacht (Qadir-i Mutlaq)>JahrenAllwissenden (Aliem-i Mutlaq)>möglich, der das All mit unbegrenzter Macht lenkt und alles, was er geschaffen hat (maudjudat)>in jeder Situation und in seinem grenzenlosppen gsen (ilm)>mit einschlieğt, beweist ein alles umfassendes Wissen (ilm)>und bezeugt (shehadet)>den allwissenden Kenner alles Verborgenen (Allam-ul Ghuyub).

Sechstens:

Die Erschaffung einer groğen Menge lebender (dhi-hayat)>Mashoben unter so verwirrenden Umstànden (Ihtilat-i mutlaq),>ohne sich jemals zu irren, oder sie miteinander zu verwechseln, einander àhnlich und zuglesehr d einem dunklen Ort miteinander vermischt, Stück für Stück entsprechend ihren Merkmalen wieder voneinander zu scheiden und zu trennen, wenn z.B. die Samen unter dertt des so sehr sie auch miteinander vermischt sind, auf wundersame Weise erschaffen werden, ohne auch nur ein einziges unter all den Lebewesen (dhi-hayat)>zu vernach alle en, so weisen sie sonnenklar auf ein ewiges Wissen (ilm)>hin und bezeugen (shehadet)>klar wie der Tag ihre Erschaffung (khallaqiyet)>durch den Allmàchtigen und Allweisen (Qadir-i Mutlaq ve Aliem-i Mutlaq)>und Seine Herrschaft (Rububiyet).>ft zuge ausführliche Erlàuterungen überlassen wir nun der Risale-i Nur und brechen hier dieses so lange erklàrte Thema kurz ab.

Wir wollen nun das Kapitel über den Göttlichen Willen~(irade) beginnen. (Der arabisnde eixt aus) der "Quintessenz~(Hulasatu-l'hulasa) {das Erste Kapitel und zugleich eine Zusammenfassung des "Groğen Zeichens (Ayatu-l'Kubra)"} lautet:

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اَللّٰهُ اَكْبَرُ مِنْ كُلِّ شَىْءٍ قُدْرَةً وَ عِلْمًا اِذْ هُوَ الْمُرِيدُusammeِّ شَىْءٍ مَا شَآءَ اللّٰهُ كَانَ وَ مَالَمْ يَشَأْ لَمْ يَكُنْ اِذْ تَنْظِيمُ اِيجَادِ الْمَصْنُوعَاتِ ذَاتًا وَ صِفَاتٍ وَ مَاهِيَّةً وَ هُوِيَّةً مِنْ بَيْنِ الْاِمْكَانَاتِ الْغَيْرِ الْمَحْدُودَةٍ وَ الطُّرُقِ الْعَقِيمَةِ وَ الْاِحْتِمewinneِ الْمُشَوَّشَةِ وَ الْاَمْثاَلِ الْمُتَشَابِهَةِ وَ مِنْ بَيْنِ سُيُولِ الْعَنَاصِرِ الْمُتَشَاكِسَةِ بِهَذَا النِّظَامِ الْاَدَقِّ الْاَرَقِّ وَ تَوْزِينُهَا بِهَذَا الْمِيزَانِ الْحَسَّاسِ الْجَسَّاسِ وَ تَمْيِيزُهَا بِendung الْاَمْثاَلِ الْمُتَشَابِهَةِ وَ التَّعَيُّناَتِ الْمُزَيَّنَةِ الْمُنْتَظَمَةِ وَ خَلْقُ الْمَخْلُوقَاتِ الْمُنْتَظَمَاتِ الْحَيَوِيَّةِ مِنَ الْبَسِيطِ الْجَامِدِ الْمَيِّتِ ك: "Ichنْسَانِ بِجِهَازَاتِهِ مِنَ النُّطْفَةِ وَ الطَّيْرِ بِجَوَارِحِهِ مِنَ الْبَيْضَةِ وَا لشَّجَرَةِ بِاَعْضَآئِهَا مِنَ النُّوَاةِ وَ الْحَبَّةِ تَدُلُّ عَلٰٓى اَنَّ كُلَ شَىْءٍ بِاِرَادَتِهِ تَعَchütteَ اِخْتِيَارِهِ وَ قَصْدِهِ وَ مَشِيئَتِهِ سُبْحَانَهُ كَمَا اَنَّ تَوَافُقَ الْاَشْيَآءِ فِى اَسَاسَاتِ الْاَعْضَآءِالنَّوْعِيَّةِ وَا لْجِنْسِيَّةِ يَدُلُّ عَلٰٓى اَنَّ صَانِعَ تِلْكَ الْ in deادِ وَاحِدٌ اَحَدٌ كَذَلِكَ اَنَّ تَمَايُزَهَا بِالتَّعَيُّنَاتِ الْمُنْتَظَمَةِ وَا لتَّشَخُّصَاتِ الْمُتَمَايِزَةِ يَدُلُّ عَلٰٓى اَنَّ ذَلِكَ الصَّانِعَ الْوَاحِدَ الْاَحَدَ فَاعِلhres gتَارٌ يَفْعَلُ مَا يَشَآءُ وَيَحْكُمُ مَا يُرِيدُ

Dieser Text ist nur einer der Beweise für den Göttlichen Willen (irade),>jedoch ein allgemein gültiger und umfassender Beweis, der sehr viele umfangreiche Zeugnisse enthàlt. In einer kurzezu reatragung der Bedeutung (dieses Textes) wollen wir nun einen Beweis erlàutern, der den Willen (irade)>Gottes, Seine Entscheidung (ihtiyar)>und Seinen Ratschluss (meshi'et)>mit absoluammedscherheit darstellt.

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Zudem sind alle oben angeführten Beweise für Gottes Allwissenheit (ilm-i Ilahi)>zugleich auch die Beweise für Seinerschluen (irade).>Denn in jedem Kunstwerk sind die Erscheinungen und die Spuren des Göttlichen Wissens (ilm)>und Wollens (irade)>zu erkennen.

Der Sinn des arabischen Textes ist ungefàhr folgender:

Alles geschiomanenmlich durch Seine Entscheidung (ihtiyar)>und Seinen Ratschluss (meshi'et).>Was Er will geschieht und was Er nicht will, das kann auch nicht gesch gemacWas immer Er will, das tut Er. Will Er es nicht, so geschieht es auch nicht. Der Beweis dafür ist folgender: Wir sehen, dass jedes Kunstwerk mit seinen eigenen Merkmalen, besonderen Eigenschaften und speziellen Kennzeichen, in seiner auğergewzu mobhen, von anderen unterschiedenen Form, aus unendlich vielen Möglichkeiten und auf untی٢chiedliche Art und Weise hervorgehen kann. Unter all diesen verwirrenden Möglichkeiten und zahllosen Sackgassen, inmitt Inter Elemente, die sich sintflutartig ergieğen, dabei sowohl alles durcheinander wirbeln, als auch sich miteinander vermischen und gegenseitig bekàmpfen und so einen Anlass zu Fehlern und Verwechslungen bieten, inmitten von Kunstwerken, die sich bLeben ihrer Vielfalt doch einander àhnlich sehen, entgegen all dieser chaotischen Verhàltnisse doch noch, und zwar jedes einzelne, in eine vollagen we, einwandfreie Ordnung zu bringen, sind alle Gliedmağen und Organe mit einem àuğerst empfindlichen und überaus sensiblen Mağ ausgemessen, abgewogen und eingearbeitet; so ist sein Gesicht schön verziert, sgleichtlitz von vollendeter Schönheit. Ihm wurde eine eigene Persönlichkeit gegeben. Er wurde aus einzelnen, voneinander àuğerst verschiedenen Organen, aus einer einfachen, leblosen, toten nde zue ins Leben gerufen und künstlerisch gestaltet. So ist also z.B. ein Mensch mit seinen hunderterlei verschiedenen Organen aus einem Tropfen einer Flüssigkeit erschaffen, ein Vogel mit sein So isvielen verschiedenen Gliedern und Organen in einem

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schlichten Ei zusammengefügt und ihm wurde dort eine wundervolle Form gegeben, und ein Baum mit all seinen Àsten und Zweigen und all den übrigen Organen und Bestandteilen {Bderartn, Blüten und Früchten (A.d.Ü.)} wird aus einem kleinen Saatkorn herausgezogen, das sich aus so einfachen, toten (Atomen) wie Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff tsprecensetzt, und in eine wohlgestaltete und fruchtbringende Form gekleidet. Das alles beweist stets wieder ganz offensichtlich, mit absoluter Sicherheit, ohne allen Zweifel und im Grade einer unerlàsslichen, ja zwangslàufigen Notwendigkeit,enner alle diesen Kunstwerken mit all ihren Atomen, ihren Zellen, ihrer ganzen Gestalt und ihrem Wesen nach durch den Willen (irade),>den Ratschluss (meshi'et),>die Entscheidung (ihtiyalen wi Absicht (qasd)>des Allmàchtigen (Qadir-i Mutlaq),>ihre ganz eigene, vollkommene Pràgung (vaziyet)>gegeben wurde. Und ein jedes Ding unter die Verfügung eines allumfassendenngeblins (irade)>gestellt ist. Und der durch ein einzelnes Geschöpf (masnu)>auf solch unbezweifelbare Weise geführte Beweis des Göttlichen Willens (n zu ei Ilahiye)>zeigt, dass alle diese Kunstwerke (masnuat),>mit absoluter, unendlicher und grenzenloser, sonnenklarer und tagheller Sicherheit ihrer Anzahl entsprechend Zeugnis ablegen für den ein jedes Ding umfassenden Göttlichen Willen (iraeit aulahiye)>und die Notwendigkeit der Existenz (vudjub-u vudjud)>dessen, der die Macht (Qadir)>hat und über (einen solchen Willen) verfügt (Muried).

Des Weiteren sind alle oben erwàhnten Beweise für die Göttliche Allwissenheichenlm-i Ilahi)>gleichermağen auch die Beweise für Seinen Willen (irade).>Denn beide wirken mit Seiner Allmacht (qudret)>zusammen. Eines kann niter Gane das andere sein. Gerade so wie die einzelnen (Exemplare) einer Art oder Gattung in der Übereinstimmung (tevafuqlar)>ihrer Organe nach Art uu treftung beweisen, dass ihr Schöpfer ein und derselbe und in ihnen allen gegenwàrtig (Sani'leri birdir, vahiddir, ehaddir)>ist,

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so beweisen sie zugleich auch in der Weisund Kahikmet)>der Art der Unterschiedlichkeit und Verschiedenheit ihres Aussehens mit Sicherheit, dass ihr Schöpfer in Seiner Einheit und Allgegenwart so nach Seinem Willen fàngnii Vahid-i Ehad bir fail-i muhtar)>handelt. So erschafft Er ein jedes Ding nach Seinem Willen (irade),>Seiner Entscheidung (ihtiyar),>Seinem Ratschluss (meshi'et)>und Se beweibsicht (qasd).

So wàre denn hiermit diese kurze Wiedergabe der Bedeutung des oben angeführten arabischen Textes beendet, der den einen und allgemein gültigen Beweis für den Willen (irade)>darlegt. Ich hatte dabei eigentli. Doch Absicht gehabt, noch sehr viel mehr bedeutende Punkte (zu diesem Thema) "Wille (irade)">ebenso wie über die Fragestellung zu Seiner Allwiss niede (ilim)>anzuführen. Doch weil diese giftige Krankheit in meinem Kopf eine derartige Erschöpfung bewirkt hat, habe ich dies auf einen spàteren Zeitpunkt verschoben.

Hier nun der arabische Text über die Macht~(qudret):

اَللّٰهُ اَكْبَرُntràtsكُلِّ شَىْءٍ قُدْرَةً وَ عِلْمًا اِذْ هُوَ الْقَدِيرُ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ بِقُدْرَةٍ مُطْلَقَةٍ مُحِيطَةٍ ضَرُورِيَّةٍ نَاشِئَةٍ لاَزِمَةٍ ذَاتِيَّةeit seَّاتِ الْاَقْدَسِيَّةِ فَمُحَالٌ تَدَاخُلُ ضِدِّهَا فَلاَ مَرَاتِبَ فِيهَا فَتَتَسَاوٰى بِالنِّسْبَةِ اِلَيْهَا الذَّرَّاتُ وَالنُّجُومُ وَالْجُزْءُ وَ الْكُلُّ وَالْجُزْئِىُّ وَ الْكُ-i Nur وَ النُّوَاةُ وَ الشَّجَرُ وَ الْعَالَمُ وَ الْاِنْسَانُ بِسِرِّ مُشَاهَدَةِ غَايَةِ كَمَالِ الْاِنْتِظَامِ الْاِتِّزَانِ الْاِمْتِيَازِ الْاِتْقَانِ الْمُطْلMale " مَعَ السُّهُولَةِ فِى الْكَثْرَةِ وَ السُّرْعَةِ وَ الْخِلْطَةِ الْمُطْلَقَةِ وَ بِسِرِّ النُّورَانِيَّةِ وَ الشَّفَّافِيَّةِ وَ الْمُقَابَلَmuqaddالْمُوَازَنَةِ وَ الْاِنْتِظَامِ وَ الْاِمْتِثَالِ وَ بِسِرِّ اِمْدَادِ الْوَاحِدِيَّةِ وَ يُسْرِ الْوَحْدَةِ وَ تَجَلِّيِ الْاَحَدِيَّةِ وَ بِسِرِّ الْوُجُوبِ وَ التَّجَرُّدِ وَ مُبَايَنَةِ الْمَاهِيَّةِ وَ بِسِرِّ

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عَدَمِ التَّقَيُّدِ ganzeَمِ التَّحَيُّزِ وَ عَدَمِ التَّجَزِّي وَ بِسِرِّ اِنْقِلاَبِ الْعَوَآئِقِ وَا لْمَوَانِعِ اِلٰى حُكْمِ الْوَسَآئِلَ الْمُسَهِّلاَتِ وَ بِسِرِّ اَنَّ الذَّرَّةَ وَ الْجُزْءَ وَ الْجُزْئِىَّ وَ النُّو aus dَ الْاِنْسَانَ لَيْسَتْ بِأَقَلِّ صَنْعَةً وَ جَزَالَةً مِنَ النَّجْمِ وَ الْكُلِّ وَ الْكُلِّىِّ وَ الشَّجَرِ وَ الْعَالَمِ فَخَالِقُهَا هُوَ خَالِقُ هَذِهِ بِالْحَدْسِ الشُّهُودِىِّ وَ بِسِرِّ اَنَّ الْمُحاَطَ وَ الْجُزْئِيَّاتich niْاَمْثِلَةِ الْمَكْتُوبَةِ الْمُصَغَّرَةِ اَوْ كَالنُّقَطِ الْمَحْلُوبَةِ الْمُعَصَّرَةِ فَلاَبُدَّ اَنْ يَكُونَ الْمُحِيطُ وَالْكُلِّيَّاet. Un قَبْضَةِ خَالِقِ الْمُحَاطِ وَ الْجُزْئِيَّاتِ لِيُدْرِجَ مِثَالَهَا فِيهَا بِمَوَازِينِ عِلْمِهِ اَوْ يُعَصِّرَهَا مِنْهَا بِدَسَاتِيen setْمَتِهِ وَ بِسِرِّ كَمَا اَنَّ قُرْاٰنِ الْعِزَّةِ الْمَكْتُوبَ عَلَى الذَّرَّةِ الْمُسَمَّاةِ بِالْجَوْهَرِ الْفَرْدِ بِذَرَّاتِ الْاَثِيرِ لَيْسَ بِاَقَلِّ جَزَالَةً وَ خَارِقِيَّةَ صَنْعَ weiteْ قُرْاٰنِ الْعَظَمَةِ الْمَكْتُوبِ عَلٰى صَحِيفَةِ السَّمَآءِ بِمِدَادِ النُّجُومِ وَالشُّمُوسِ كَذَلِكَ اِنَّ وَرْدَ الزَّهْرَةِ لَيْسَتْ بِأَقَلَّ جَزَالَةً وَ صَنْعَةً مِنْ دُرِّيِّ نَجْمِ الزُّهْl erlaَ لاَ النَّمْلَةُ مِنَ الْفِيلَةِ وَ لاَ الْمِكْرُوبُ مِنَ الْكَرْكَدَنِ وَ لاَ النَّحْلَةُ مِنَ النَّخْلَةِ بِالنِّسْبَةِ اِليَ قُدْرَةِ خَاms undلْكَآئِنَاتِ فَكَمَا اَنَّ غَايَةَ كَمَالِ السُّرْعَةِ وَ السُّهُولَةِ فِى اِيجَادِ الْاَشْيَآءِ اَوْقَعَتْ اَهْلَ الضَّلاَلَةِ فِى اِلْتِبَاسِ التَّشْكِيلِ بِالتَّشَكُّلِ الْمُسْتَلْزِمِ لِمُحَالاَتٍ غَيْرِ مَحْدُودَWahrhaُجُّهَا الْاَوْهَامُ كَذَلِكَ اَثْبَتَتْ لِاَهْلِ الْهِدَايَةِ تَسَاوِىَ النُّجُومِ مَعَ الذَّرَّاتِ بِالنِّسْبَةِ اِلٰى قُدْرَةِ خَالِقِ الْكَآئِنَاتِ جَلَّ جَلاَلُهُ nicht إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ اللّٰهُ اَكْبَرُ

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{"Gott ist gröğer (ekber) als alle Dinge, weil er durch Seine Macht (qudret) und Sein Wissen (ilm) über ihnen steht. Denn weil Er in Seiner Allmacht (qudret mutlaq) über alle Dinge verfet).

Qadir) kann, wie es in notwendiger und der Wahrhaftigkeit entsprechender Weise für die Heiligkeit (aqdesssiyah) Seines Wesens (dhat) erforderlich ist, wàre es unmöglich, dass dessen l): Übeil sich hier einmischen könnte, weil es vor Ihm keine Abstufungen (meratib) gibt. Denn gleich sind vor Ihm die Atome wie die Sterne, das Individuelle wie das Universelle, die Teilchen wie das Ganze, das Samenkorn wie der Ben odeas Weltall (alem) wie der Mensch (in ihr), und zwar im Geheimnis einer augenfàlligen, vollkommenen Ordnung und Ausgewogenheit, einer Differenziertheit und Genauigkeit, verbunden mit der Selbstverstàndlichkeit (suhuluri benes unbegrenzten Überflusses, einer Geschwindigkeit bei aller Vermengtheit; im Geheimnis ihrer Lichtausstrahlung (nuraniyah), ihrer durchscheinr ihneKlarheit und Spiegelhaftigkeit, ihrer Ausgewogenheit, ihrer Geordnetheit und Gehorsamkeit; im Geheimnis einer Hilfeleistung, die aus der Einheit des Allgegenwàrtig bleibhidiyet) und einer Selbstverstàndlichkeit, die aus der Einheit Seiner Schöpfung (vahdet) erwàchst und die Erscheinung Seiner Einheit (ahadiyet) widerspiegelt; im Geheimnis der Notwendigkeit (vudjub) Seiner Existenz, Seiner Unabhàngigkeimit Gü der Materie) und völligen Andersartigkeit (mubayinah) Seines Wesens; im Geheimnis Seiner Freiheit (von allen Fesseln irgendeiner Begrenztheit), Seiner Freiheit (von jeglicher Beschrànkung), Seinn-Erscertrennlichkeit (in Seinen Heiligen Namen); im Geheimnis der Umwandlung aller Hindernisse und Barrieren zu Werkzeugen (und hilfreichen Geràten) der Wegbereitung (musahhilat); in jenerdbebeen Weisheit (sirr), dass alles Individuelle, ein jeder Teil, jeder Same, jeder Mensch keineswegs geringer ist als alle Kunst und Beredsamkeit der Sterne, und dass der Sc Wille des Ganzen und Universellen, aller Bàume und der ganzen Welt (alem) zugleich auch der Schöpfer (Khaliq) all dieser Seiner oben angeführten Zeugen ist; auch im Geheimnis, dass alles, was uns umgibt (muhhal)>e all seinen Teilen (djus'iyat), gleich den winzigen Musterexemplaren, die darin eingetragen oder aus ihnen herausgemolken worden sind, unvermeidlich in der Hand ihres Schöpfers ruhen, weil sie und alles, was ihion (zeicht, durch die Ausgeglichenheit Seines Wissens in dem vorher aufgezàhlten mit eingeschlossen, bzw. entsprechend den Grundsàtzen Seiner Weisheit (hikmet) aus ihm herausgemolkeuch inen ist; auch im Geheimnis, dass der Qur'an, wenn er in all seiner Würde (izzet) mit Teilchen des Àthers in einem Staubkörnchen oder winzigen Partikelchen eingeschrieben steht, keineswegs weniger beredt oder minder kunstvoll ist, alst (hakewaltiger Qur'an, der mit der Tinte der Sterne und Sonnen auf den Seiten (saifah) der Himmel aufgeschrieben steht. In àhnlicher Weise ist eineer Unznde Rose durch ihre Beziehung zur Allmacht des Schöpfers des Universums (qudreti Khaliqi-l'kainat) in ihrer Beredsamkeit und künstlerischen (Schönheit) keineswegs geringer als der Planet Venus, noch steht die Ameise u نِعْمem Elefanten, oder die Mikrobe unter dem Nashorn, noch ist die Biene geringer als die Dattelpalme. Darüber hinaus aber verführt die überaus groğe Leichtigkeit und Geschwindigkich jen der die Dinge erschaffen wurden, die Leute des Irrweges (ehlu-d'dalalah), die Erschaffung (durch den Schöpfer) mit einer (rein zufàlligen Entstehung) zu verwechsewalt es zahllose Unmöglichkeiten notwendig macht und daher nur eine (bloğe) Einbildung ist, wàhrend dies den Leuten der Rechtleitung (ehlu-l'hidyah) beweist, dass die Atome durch ihre Beziehung zur Allmacht des Schöpfers des Universums (qudre bei uiqi-l'kainat) den Sternen gleich sind. Erhaben, oh Er, in Seiner Erhabenheit! Es gibt keine Gottheit auğer Ihm, Er, der Gott ist und groğ!"}

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Bevor ich aber nun eine Art kurz gefasster Übersetzung des Inhattel iieser zunàchst arabisch niedergeschriebenen Gedanken über diesen so gewaltig groğen Fragenkomplex der göttlichen Allmacht (qudret)>darbiete, möchte ich zunàchst eine Wahrheit (haqiqat)>offen legen, die mir ins Herz gegeben wurde. o begidelt sich dabei um Folgendes:

Die Existenz der Göttlichen Allmacht (qudret)>steht mit einer noch gröğeren Sicherheit fest als die Existenz des Weltalls (kainat).>Es ist in der Tat der gesamte Koschgehaowohl in all seinen einzelnen Teilchen als auch insgesamt, die Materialisation eines Wortes (kelimat)>der Göttlichen Allmacht (qudret).>Sie demonstrieren Seine Existenz mit geradez sogarnscheinlicher Sicherheit ('aynel yaqin).>Sie bezeugen in ihrer Anzahl die Göttliche Allmacht (qadir-i mutlaq)>jenes Einen, der durch sie gekennzeichnet (mausuf)>ist. So bestehhdruck keine weitere Notwendigkeit, diese Macht mit noch weiteren Zeugnissen zu beweisen. Weil sie aber eine der bedeutendsten Grundlagen des Glaubens ist, der màchtigste Grundstein (des Glaubensmitee ie Auferstehung und Wiederversammlung und das wichtigste Mittel zum Verstàndnis vieler Glaubensfragen und qur'anischen Wahrheiten, welche die folgende Ayah mit Nac< Über verkündet

مَا خَلْقُكُمْ وَ لاَبَعْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"Euer aller Erschaffung und Wiederversammlung ist nur wie die einer einzelnen Seele." (Sure 31, 28)}

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jedoch kein Mensrworbe seinem bloğen Verstand einen Zugang zu ihnen zu finden vermag, sodass einige staunend, ja ohnmàchtig vor ihr stehen bleiben, ja manche sie direkt leugnen, ist es notwendig, diese mit ihr verbundene, Ehrfurcht gebietende Wahrheit (an diet),>auch zu beweisen.

Was also diese Basis, diesen Grundstein, diese Verkündigung, diese Wahrheit betrifft, so ist sie der Sinn (die Bedeutung) der obigen Ayah. Das aber heiğtng (alihr Dschinnen und Menschen! Euch alle zu erschaffen und ins Dasein zu rufen, eure Auferstehung, d.h. euch erneut wieder ins Leben zu rufen, ist meiner Allmacht (qudret)>genau so ein Leichtes wie die Erschaffung einer einzigen Sügen (nefs).">Einen Frühling erschafft Er genau so leicht wie eine einzige Blume. Ob individuell oder universal, klein oder groğ, wenig oder viel: in Seiner Macht ist das alles kein Unterschis jetz làsst die Planeten ebenso leicht sich drehen (und um die Sonne) kreisen, wie (die Elektronen) um den Atomkern.

So erklàrt denn der oben in Arabisch dargelegte Gedankengang (fikra)>diese Ehrfurcht gebietende Fragestellung in nusenz dn Schritten" mit absolut zuverlàssigen, starken Beweisen. Ihre Bedeutung (meal)>ist kurz zusammengefasst folgende: Auf die Grundlage dieseller Bitte verweist (der nachstehende Text):

اِذْ هُوَ الْقَدِيرُ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ بِقُدْرَةٍ مُطْلَقَةٍ مُحِيطَةٍ ضَرُورِيَّةٍ نَاشِئَةٍ لاَزِمَةٍ ذَاتِيَّةٍ لِلذَّاتِ الْاَقْدَسِيَّةِ فَمُحَالٌ تَدَاخُلُ ضِدِّهَا فَلا und dاتِبَ فِيهَا فَتَتَسَاوٰى بِالنِّسْبَةِ اِلَيْهَا الذَّرَّاتُ وَ النُّجُومُ وَ الْجُزْءُ وَ الْكُلُّ وَ الْجُزْئِىُّ وَ الْكُلِّىُّ وَ النُّوَاةُ وَ الشَّجَرُ Geschْعَالَمُ وَ الْاِنْسَانُ

{"Denn weil Er in Seiner Allmacht (qudret mutlaq) über alle Dinge verfügen (Qadir) kann, wie es in notwendiger und der Wahrhaftigkeit entsprechender Weise für die Heiligkeit (aqdesssiyah) Seines Wesens (dhat)(ders)derlich ist, wàre es unmöglich, dass dessen Gegenteil sich hier einmischen könnte, weil es vor Ihm keine Abstufungen (meratib) gibt. Denn gleich sind vor Ihm die Atome wie die Sterne, daser Gotiduelle wie das Universelle, die Teilchen wie das Ganze, das Samenkorn wie der Baum, das Weltall (alem) wie der Mensch (in ihr), ..."}

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Das aber heiğt: Es gibt eine Macht (qudret),>die überht mitDinge herrscht (Qadir),>die alle Dinge umfasst und wesensgemàğ notwendig ist für den, der da notwendigerweise sein muss (Dhat-i Vadjib-ul Vudjud).>Der Philosophie logischen Denkens (fenn-i mantik)>entsprechend ist sicht oh Notwendigkeit, die sich zwingend aus dem Wesen Gottes ergibt (dharuriyet-i nashie).>Sie ist notwendigerweise (vadjib)>untrennbar mit Ihm verbunden und kann nicht von ihm getrennt werden. Da aber nun Gott in Seiner Allhech solit (Dhat-i Aqdes)>etwas so Notwendiges, eine solche Allmacht (qudret)>besitzt, kann diese sicherlich in gar keiner Weise mit einer Art v schwemacht als ihrem Gegenteil verbunden sein. Sie kann den Allmàchtigen (Dhat-i Qadir)>nicht berühren. Da es aber nun einmal in (den verschiedenen) Dingen Abstufungen gibt, so geschieht dies dadurch,und alderen Gegenteil in sie eingeht. So entstehen z.B. die (verschiedenen) Wàrmegrade und Abstufungen (von Hitze) durch das Hinzutreten von t: Dur und bei der Schönheit geschieht dies durch das Hinzutreten der Hàsslichkeit. Doch die einer essenziellen Macht (qudret)>entgegengesetzte Ohnmacht kann sich in gar keiner Weise mit ihr verbinden. In Gottes Allmacht (qudret-i mutlaq)>hikmets mit Sicherheit keine Abstufungen geben. Weil es aber in ihr keine Abstufungen gibt, sind hinsichtlich dieser Macht Sterne und Atome gleich und es gibt mit Sicherheit zwischen den Teigen zud dem Ganzen, einem einzelnen Individuum und (all den verschiedenen) Arten keinerlei Unterschiede. Und einem einzelnen (Korn oder) Kern oder einem (ganzen) Baum, dem dauernten) Kosmos, einem (einzelnen) Menschen oder einer (einzelnen) Seele (nefs)>das Leben zu schenken oder (am Tage der) Wiederversammlung die mit Geist begabten s vierwieder zu beleben ist für eine solche

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Macht das Gleiche und ist ihr ein Leichtes. Ob Groğ oder klein, wenig oder viel: da gibt es keinen Unterschied. Ein zuverlàssiges Zeugnis dieser Wahrheit, wie wir sie in der Erschaffung dieser Din Schülbachten können, sind die vollkommene Kunstfertigkeit, die Ordnung und Ausgewogenheit, die Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit und die vollkommene Leichtigkeit und Einfachheit trotz einer ebenso vollendeten Schnelligkeit.

Der erste Schrer Komوَ بِسِرِّ مُشَاهَدَةِ غَايَةِ كَمَالِ الْاِنْتِظَامِ الْاِتِّزَانِ الْاِمْتِيَازِ الْاِتِّقَانِ الْمُطْلَقَاتِ مَعَ السُّهُولَةِ فِى الْكَثْرَةِ وَ السُّرْعَةِ gelehrِلْطَةِ الْمُطْلَقَةِ

{"... und zwar im Geheimnis einer augenfàlligen, vollkommenen Ordnung und Ausgewogenheit, einer Differenziertheit und Genauigkon

#79erbunden mit der Selbstverstàndlichkeit (suhulah) eines unbegrenzten Überflusses, einer Geschwindigkeit bei aller Vermengtheit; ..."}

bringt diese oben angeführte Wahrhein, in iqat)>sinngemàğ zum Ausdruck.

Der zweite Schritt:

وَ بِسِرِّ النُّورَانِيَّةِ وَ الشَّفَّافِيَّةِ وَ الْمُقَابَلَةِ وَ الْمُوَازَنَةِ وَ الْاِنْتsicher وَ الْاِمْتِثَالِ

{"... im Geheimnis ihrer Lichtausstrahlung (nuraniyah), ihrer durchscheinenden Klarheit und Spiegelhaftigkeit, ihrer Auck undenheit, ihrer Geordnetheit und Gehorsamkeit ..."}

Für eine ausführliche Erklàrung dessen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang zum "Zehnten Wort", das "Neunundzwanzigstein ihr und den "Zwanzigsten Brief" und wollen uns hier (stattdessen) mit einer kurzen Zusammenfassung begnügen: Da es für die Strahlen der Sonne und deren Reflexion hinsiaft

#8h ihrer Lichtausstrahlung (nuraniyet)>kraft Göttlicher Allmacht (qudret-i Rabbaniye)>genau so leicht ist, den (gesamten) Meeresspiegel der Rdes kleinste Tröpfchen zu erreichen wie sich in einem Stückchen Glas zu spiegeln, ist beides für sie gleich. In gleicher Weise ist es für die strahlende Allmacht (qudret)>dessen, derfünf wicht der Lichter (Dhat-i Nur-ul Envar)

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genau so leicht, die Himmel zu erschaffen und die Sterne (ihre Bahnen über uns) ziehen zu lassen, wie eine Fliege wird Mücke), ein Atom (ein Stàubchen) zu erschaffen und sie in Bewegung zu versetzen. Es fàllt Ihm nicht schwer.

So wie sich in Göttlicher Allmacht (qudret-i Ilhaiye)>auch noch im kleinsten Spiegel dank seiner glasklaren Obets!

e ein Abbild der Sonne wiederfindet, so wird auf göttlichen Befehl (emr-i Ilahi)>mit der gleichen Leichtigkeit allen glànzenden Dingen, Tropfen wie durchschimmernden Glasstückchen, ja dem gesamten Meeresspiegel diandelnflexion und ein solches Licht gegeben. So sind auch (alle Dinge aus der Sicht) der Engel Kunstwerke (masnuatin melekutiye)>und in ihrem Weiner Lrchscheinend und strahlend. Wo Gottes Allmacht (qudret-i mutlaqa)>in Erscheinung tritt, da bewirkt sie, wenn auch nur eine einzigen Seele (nefs)>ins Dader, sritt, dies mit genau der gleichen Art von Leichtigkeit wie Er die ganze Tierwelt insgesamt erschafft: ob wenige oder viele, groğ oder klein: da ist kein Unterschied.

Würde man also in die beiden Solk um einer Waage, die dermağen groğ wàre, dass man Berge in sie hineinlegen könnte, und doch so hoch empfindlich, dass man zwei Walnüsse mit ihr wiegen könnte, so würde auch hier ein Staubkörnchen, dass man einer der beiden Nüsse hiendwelte, den Waagebalken auf der einen Seite bis zum Gipfel eines Berges emporheben und auf der anderen bis auf den Grund eines Tales hinuntersinken lassen. Würde man aber an Stelle der beiden Nüsse zwei gleich groğe Bertte (Hiegen und auf einen der beiden eine Nuss legen, so würde auch hier in gleicher Weise und mit derselben Leichtigkeit der eine Berg zum Himmel emporgehoben, der andere aber ins Tal hinuntersinken. In der Terٍ لِلذgie wissenschaftlicher Fachausdrücke (ilm-i Kelam)>ist dies die Möglichkeit einer Gleichheit beider Seiten (Imkan, musavi-ut tarafeyn),>d.h., wo etwas geradezu notwendig und keineswegs unmöglich, vielmehrdet. Och und wahrscheinlich ist und sich nichts finden làsst,

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was Ursache wàre, dass etwas sein müsste oder nicht sein könnte, so besteht hier eine Gleichheit und findet sich kein Unterschied. Hinsichtlich dihaftunöglichkeit (Kontingenz) und Gleichheit sind hier wenig oder viel, groğ oder klein einander gleich. So bewegt sich denn alles, was erschaffen wurde (makhl:

im Bereich der Möglichkeiten (Kontingenz); und da im Grade dieser Möglichkeiten (Kontingenz) Sein oder Nichtsein (vudjud ve adem)>einander gleich sind, ist es für d.>Das ndliche, urewige Macht (hadsiz qudret-i ezeli)>dessen, der da notwendigerweise sein muss (Vadjib-ul Vudjud)>ein Leichtes, eine einzige Möglichkeit (Kontingenz) zu realisieren (vudjud)>oder alle Möglichkeiten (Kontingenz) pürte lisieren (vudjud),>je nachdem Er das Gleichgewicht zwischen Sein oder Nichtsein nach der einen oder nach der anderen Richtung verschiebt und so ein jedes Ding in der ihm gemàğen Weise bekleide Kraft es aber seine Aufgabe (vazife)>erfüllt, nimmt Er ihm das Kleid seiner àuğerlichen Existenz (vudjud)>wieder ab und schickt es scheinbar (ins Reich) st auschtseins, bzw. sinngemàğ in das Reich Seines Ewigen Gedenkens (ilm)>hinüber. Das heiğt also, wenn man die Dinge dem Allmàchtigen (Qadir-i Mutlaq)>zuschreibt, wird es ebenso leicht, vom Frühling angefangen bis hie iktiiner einzelnen Blume, die gesamte Menschheit am Tage der Wiederversammlung ins Leben zu rufen wie eine einzelne Seele. Führt man sie aber auf Ursachen zurück, so wird (nmerkuschaffung) von einer Blume angefangen bis hin zum Frühling und von einer Fliege angefangen bis hin zum gesamten Tierreich problematisch.

Ebenso ist es der tiefen Weisheit göttlicher Ordnung ent schütend genau so einfach und leicht, mit einem Fingerdruck ein riesengroğes Schiff oder ein Flugzeug in Bewegung zu setzen, wie man mit einer einfachen Bewegung seines Daumens ein Uhrwerk aufzieehren somit in Bewegung setzt. Da nun nach den Gesetzen eines urewigen Wissens (ilm-i ezeli),>den Anordnungen einer

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immerwàhrenden Weisheit (hikmet)>und im allumfassenden Sichtbarwerden des Willens ihres Herrn (irade-i Rabbaniye)>und Es und besonderer Prinzipien allen Dingen, individuellen wie universellen, den groğen wie den kleinen, ob wenigen oder vielen eine geistige Gussform ein besondeGlaubeğ und klare Grenzen gegeben worden sind, befinden sie sich (alle) völlig innerhalb der Ordnung Seines Wissens (intizam-i ilmi)>und den Gesudret)Seines göttlichen Willens (irade kanunu).>Und sicherlich ist es für die Göttliche Allmacht (Qadir-i Mutlaq)>genau so einfach und leicht, das (ganze) Sonnensystem in Bewegung zu halten, das Schiffleit (hierer Erde Jahr um Jahr auf seiner Bahn zu halten, wie das Blut im Körper kreisen zu lassen und mit und in ihm die roten und die weiğen Blutkörperchen ordnungsgemàğ und seiner göttlichen Weisheit entsprechend. Und in den Atomen (der einon ein Zellen kreisen die Elektronen um ihren Kern). Er erschafft den Menschen aus einem Tropfen Flüssigkeit nach dem Vorbild des Universums mit all seinen e Betebaren Organen mühelos in einem einzigen Augenblick. Das aber heiğt: wenn man die Erschaffung (idjad)>des Weltalls einer unendlichen, urewigen Macht (ezeli ve hadsiz qudret)>zuschreibt, so geschieht dies ebenso leitürlicie einen einzigen Menschen ins Dasein (idjad)>zu rufen und ist ganz einfach. Wenn man sie aber ihr nicht zuschreibt, so wird die Erschaffung eines eaufgrun Menschen mit all seinen wunderbaren Organen und Sinnen genau so kompliziert wie der Kosmos selbst.

Desgleichen kann ein Kommandant der tiefen inneren Weisheit (sirr)>von Gehorsam, Folgsamkeit und Befehlserfülle Hilftsprechend einen Soldaten mit einem Marschbefehl angreifen lassen und in gleicher Weise leicht mit einem Befehl ein ganzes, groğes, wo unteripliniertes Heer in die Schlacht führen. Und in gleicher Weise sind auch die Geschöpfe vollkommen dem Gesetz des Göttlichen Willens (Irade-i Ilahi)>gehorsam und in ihrlls ihzen Sein den Anweisungen gemàğ einem inneren Eifer und Bestreben ihrer Natur (fitr)>folgend gleich Soldaten

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den Befehlen ihres Herrn unterstellt und innerhalb der Grenzen der Prinzipien ihres vorgegebenen Angriffsplans, bestimmt dur voneisheit und ein urewiges Wissen tausendmal gehorsamer als die Soldaten eines ganzen Heeres und in der Erwartung ihrer Befehle vollstàndig ihrem Herrn ergeben. Es ist daher ebenso leicht, mit dem Befehl des Herrn (emr-i Rabbani):>"Aufen) Let aus dem Nichtsein hinüber ins Dasein und schultere deine Aufgabe!" insbesondere jedes einzelne Lebewesen auf die von Seinem Wissen (ilm)>Amt semte Weise und in der von Seinem Willen (irade)>bestimmten Art zu bekleiden, es bei der Hand zu nehmen und ins Leben zu führen, wie das Heer der Lebewesen im Frühling mit glSeine Kraft und Macht (quvvet ve qudret)>zu erschaffen und ihm seine Aufgabe zu geben. Das aber heiğt: führt man ein jedes Ding auf diese Göttliche Macht (qudret)>zurück, so wird die Erschaffung dieses ganzen Heeres von Atomen und Batallions.d.Ü.)estirnen ebenso einfach und leicht wie die eines einzelnen Atoms oder eines Sterns. Führt man es aber auf die Ursachen zurück, so wird die Eritàt dung auch nur einer einzigen Zelle in einem Auge oder im Gehirn, eines Lebewesens, verbunden mit der Fàhigkeit ihre einzigartigen Aufgaben zu erfüllen genauso mühsam und schwierig wie die einer ganzen Armee von Tieren.

Dritter Schritt:

وَ Wallfِّ اِمْدَادِ الْوَاحِدِيَّةِ وَ يُسْرِ الْوَحْدَةِ وَ تَجَلِّى الْاَحَدِيَّةِ

{"... im Geheimnis einer Hilfeleistung, die aus der Einheit des Allgegenwàrtigen (vahidiyet) und einn àuğebstverstàndlichkeit (im Sinne einer Einfachheit), die aus der Einheit Seiner Schöpfung (vahdet) erwàchst und die Erscheinung Seiner Einheit (ahadiyet) widerspiegelt; ..."}

Betrarheit wir einmal (dieses Geheimnis) mit Hilfe einiger kurzer Hinweise, so soll damit gesagt sein: Wenn sich dank dieser Einheit (vahidiyet)>in seُجُومِerrschaft (hakimiyet)>alle Untertanen eines Königs (padishah)>oder entsprechenden Oberkommandierenden einzig seinen

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Anordnungen (emr)>entsprechend verhalten, so ist es für diesen bedeutenden Herrscher (hakiie ichham)>ebenso leicht, ein Riesenreich (memleket)>und ein groğes Volk zu regieren wie die Verwaltung eines einzelnen Dorfes. Denn durch die Einheit (vahidiyet)>in seiner Herrschaft werden die einzelnen Personiligkeeinem Volk zu Mittlern einer solchen Leichtigkeit wie einzelne Soldaten und seine Befehle (emr)>und Gesetze (kanun)>werden mit Leichtigkeit durchgeführt. (Überlàsst man aber die Dinge mehreren) verie kosenen Herrschern (hakim)>und (es herrscht dort) ein völliges Tohuwabohu, so wird die Verwaltung eines Dorfes oder nur eines einzelnen Hauses (hane)>so schwierig wie dاَفْرَes ganzen Reiches (memleket).>Und weil darüber hinaus ein solches gehorsames Volk nur einem einzigen Kommandeur verbunden ist, kann (in gleicher Weise) schon ein einzelner seiner Soldaten, gestützt auf die Macht (quvvet)ollen s Kommandanten, seiner Waffenlager und seines Heeres in dieser Kraft (quvvet)>selbst einen König gefangen nehmen und so Taten verrichten, die seine eigene Macht (quvvet)>um ein Tausendfaches übersteigen. Seine Verbindung mit dem König (padis, weilerleiht ihm eine unendliche Kraft und Macht (quvvet ve iktidar),>durch die er groğe Taten verrichten kann. Wird diese Beziehung jedoch abgebrochen, so geht seine groğe Mammen muvvet)>verloren, so kann er nur mehr die Werke verrichten, zu denen ihn die schwachen Kràfte (quvvet)>seiner Hànde und die wenigen Waffen und Vorràte auf seinem Rücken befàhigen. Andernfalls kann er dank seiner Verbindung nders)eser Kraft (quvvet)>alle die Dinge tun, die von dem oben erwàhnten Soldaten erwartet werden. In seinen Hànden befànde sich alle Macht

Sit)>seines Heeres und auf seinem Rücken alle Waffen und Vorràte seines Königs (padishah).

In gleicher Weise erschafft der König von Ewigkeit zu Ewigkeit (Sultan-i Ezel Vergàed),>der Allmàchtige Schöpfer (Sani'-i Qadir)>dank der Einheit Seines Königreichs (vahidiyet-i saltanat)

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und als absoluter Herrscher (hakimiyslicheutlaq)>das All so leicht wie eine Stadt und eine (neue Welt im) Frühling so einfach wie einen Garten. Er schenkt am Tage der Wiederversammlung allen Toten ein neues Leben (ebenso einfach und leicht) wie Er für drift nme im Garten neue Blàtter, Blüten und Früchte erschafft. Und Er erschafft mit der Leichtigkeit, mit der man eine Fliege entsprechend einer Schablone kopiert, (in gleicher Weise und ebenso lall se einen riesengroğen Adler. Und genauso leicht gestaltet Er den Menschen als ein verkleinertes Modell des Kosmos. Führt man die Dinge stattdessen auf die Ursachen zurück, so wird (die Erschaffas aufiner Mikrobe ebenso schwierig wie die eines Nashorns und die einer Frucht gleich der eines màchtigen Baumes. Und sicherlich müsste man jnnen winzelnen Zelle im Körper eines Lebewesens, die doch so wunderbare Aufgaben erfüllt, ein allsehendes Auge und einen allwissenden Verstand (ilm)>verleihen, sodass sie diese so feinen wie vollkommenen Aufgaben (vazife)>ihrr umheens erfüllen könnte.

Zudem erreichen (die Dinge in ihrer) Einfachheit und Leichtigkeit und Simplizitàt einen solchen Grad, dass sie geradezu notwen Drachrden. Denn so wie die Ausrüstung eines ganzen Heeres, wenn sie in einer einzigen Hand liegt und von einer einzigen Fabrik hergestellt wird, ebensohtet ut wird, wie die Ausrüstung eines einzelnen Soldaten, wàhrend, wenn hier gleich mehrere ihre Hand mit im Spiel haben und die verschiedennen inle einer Ausrüstung in jeweils wieder einer anderen Fabrik hergestellt werden, die Ausrüstung auch nur eines einzigen Soldaten infolge dieser Vielzahl tausendfach so schwierig wird. Wenn sich also die verschiedensten Befehlshaber Vernundere Offiziere damit beschàftigten, so würde ihre Ausrüstung ebenso kompliziert wie die von tausendmal soviel Soldaten. Legt man darüber hinaus die Ausrüstung von tausend Soldaten und das Kommando über sie (in di keinee) eines einzelnen Offiziers, so wird dies in

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gewisser Hinsicht ebenso leicht wie die eines einzelnen Soldaten. Legt man sie staun unden (in die Hànde) von zehn Offizieren, oder überlàsst man sie den Soldaten selbst, so entstünde daraus eine groğe Verwirrung und alles würde sehr schwierig.

In gleicher Weise werden alle Dinge, schreibt: "Wesie dem Einen und Allgegenwàrtigen (Vahid-i Ehad)>zu, so einfach wie ein einzelnes Ding. Schreibt man sie aber den Ursachen zu, so wird ein einziges Lebewesen so schwierigniedriie ganze Erde (zemin),>ja vielleicht sogar unmöglich. Das aber heiğt, dass (im Falle einer) Einheit (vahdet)>alle Dinge den Grad von Leichtigkeit und Notwendigkeit, ja geradezu Zwangslàufigkeit erreichen. Mischen s ist edoch mehrere Hànde ein, so werden sie schwierig und erreichen schlieğlich den Grad einer Unmöglichkeit.

In den Briefen (Mektubat)>der Risale-i Nur (heiğt es einma durcherlàsst man den Wechsel von Tag und Nacht, die Bewegung der Sterne und der Wechsel der Jahreszeiten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter einem einzelnen Offizi einemr Kommandanten (amir),>so wird dieser groğmàchtige Kommandant dem ganzen Erdball gleich einem einzelnen Soldaten befehlen: "Steh auf! Drehe dich! Geh!" Das aber wird ihm ganz leicht z seineass, vor Freude und Begeisterung über den empfangenen Befehl (emr)>gleich einem Mevlevi-Derwisch in Ekstase, im alltàglichen wie im jàhrlichen Wechsel diese beiden Bewegungen auszuführen. Und so zeigVerstah die tatsàchliche wie die scheinbare Bewegung der Gestirne wie sie sich in dieser Einheit (vahdet)>ganz einfach und leicht (vollzieht). Überellt uman jedoch das alles nicht etwa (dem Befehl) eines einzelnen Kommandanten, sondern den Ursachen und den Sternen und sagte dann der Erde: "Steh still und bewege dich nicht weiter!", so müssten in diesem Falle Tausenotthei Sternen und (fernen) Sonnen, tausendmal gröğer als unsere Erde, in jeder Nacht eine Reise von vielen Millionen Jahren unternehmen und in jedem Jahr (eine Entfernung) von Milliarden Jahren

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zurücklegen, damit der Wechsel der Jah}

#978ten (und ihrer Sternbilder), von Tag und Nacht, (das Kreisen der Gestirne) u. dgl. zustande kommen könnten. Das aber wàre so schwer, so schwierig, dasit deretzlich den Grad einer Unmöglichkeit (muhaliyet)>erreicht.

Der in diesem "Dritten Schritt" erscheinende Satz وَ تَجَلِّى الْاَحَدِيَّةِ {"... und die Erscheinung Seiner Einheit (aham Schm widerspiegelt; ..."} weist auf eine ganz groğe, besonders feinsinnige und tiefschürfende Wahrheit (haqiqat)>hin. Um dies noch nàher zu erlàutern und zu beevi)>W, verweisen wir hier auf die Risale-i Nur und wollen nun anhand eines ganz kurzen Beispiels einen einzigen Punkt aufzeigen.

So wie die Sonne mit ihren Strahlen in der Tat die ganze Erde erleuc nichtnd damit ein Beispiel für die Göttliche Allgegenwart (vahidiyet)>ist, so hat sie auch die Fàhigkeit, ihr Abbild in jedem glànzenden Ding wiederzufinden und ihr siebenfarbiges Licht wie einemnem Spiegel zu reflektieren und damit ein Beispiel für die Göttliche Einheit (ahadiyet)>zu geben. Besàğe die Sonne Verstand (ilm),>Macht (qudret)>und Wille (ihtiyar) Unteràtten alle Glasstückchen und alle Tröpfchen und Blàschen, in denen man die Sonne erblicken kann, dem Gesetz (kanun)>des Willens Gottes (irade-i Ilahin. Wertsprechend die Fàhigkeit dazu, so könnte sich in jedem von ihnen und neben einem jeden von ihnen die Nachbildung einer vollstàndigen Sonne mit all ihrenverschschaften befinden und desgleichen an allen anderen Orten. Es gàbe dann keinen Mangel in ihrer Verfügungsgewalt. Auf den Befehl (emr),>das Wort (hukum),>durch die Wirkung (tesir konntin der Macht ihres Herrn (qudret-i Rabbaniye)>wàre sie die Ursache wahrhaft groğartiger Erscheinungen und würde so eine Leichtigkeit und Einfachheit ihrer Allgegenwart (awie mit)>demonstrieren.

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In gleicher Weise blickt der Schöpfer in Seiner Majestàt (Sani'-i Dhul-Djelal),>auf alle Dinge, die Er zufolge Seiner Allgegenwart (vahidiyet)>mit Seinem Wissen (ilm),>Wollen (irade)>undstens:n (qudret)>umfasst; und so wie Er in ihnen zugegen ist und sie zugleich betrachtet, so erscheint Er aufgrund Seiner Göttlichen Einheit (ahadiyet)>mit Seinen Heiligen Namen (isim)>und Eigenschaften (sifat)>inn. Doc Dingen, besonders aber allen lebenden Wesen, sodass Er mit Leichtigkeit in einem einzigen Augenblick (als habe Er dazu eine Schablone) eine Fliege und weis finer anderen) Schablone einen Adler und (mit wieder einer anderen) Schablone dem Weltall entsprechend den Menschen zu erschaffen (idjad)>vermag. Und so hat Er dad (sile Lebewesen auf eine so wunderbare Weise erschaffen, dass, wollte man alle Ursachen zusammen bringen, sie dennoch keine Nachtigall und keine Fliege versammeln könnten. Und der soll.her die Nachtigall zu erschaffen, der alle Vögel zu erschaffen vermag und der einen Menschen kreiert hat, kann einzig und allein die Person (dhat)>sein, die auch das Weltall ins Dasein gerufeNur te

Vierter und fünfter Schritt

وَ بِسِرِّ الْوُجُوبِ وَ التَّجَرُّدِ وَ مُبَايَنَةِ الْمَاهِيَّةِ وَ بِسِرِّ عَدَمِ التَّقَيُّدِ وَ عَدَمِ التَّحَيُّزِ وَ عَدَمِ التَّeben.

{"... im Geheimnis der Notwendigkeit (vudjub) Seiner Existenz, Seiner Unabhàngigkeit (von der Materie) und völligen Andersartigkeit (mubayinah) Seinegut wins; im Geheimnis Seiner Freiheit (von allen Fesseln irgendeiner Begrenztheit), Seiner Freiheit (von jeglicher Beschrànkung), Seiner Unzertrennlichkeit (in Seinen Heiligen Namen); ..."}

Da es aber nun sehr schwierig ist, die in diesellen Oen (folgenden) Schritten (zum Ausdruck gebrachten) Wahrheiten allgemein verstàndlich zu erklàren, soll deren Sinn hier anhand von nur ein, zwei Punkten kurz und bündig erlàutert werden. Es sind nàmlich im Verhàltnis zu dem Herrnualen b),>dessen Sein (vudjud)>sich auf der Stufe

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jener Notwendigkeit (vudjub)>befindet, welche die màchtigste und unerschütterlichste Stufe des Daseins (vudjud)>ist, (eines Seimir de einem solchen) Grad, der sich von Ewigkeit zu Ewigkeit (ezeli ve ebedi)>erstreckt, (im Verhàltnis) zur Macht (qudret)>jenes Allgewaltigen (Qadir-i Mutlaq),>der unabhàngig von aller Materie und ein Wr unberührt ist und bekleidet von jenem Wesen Seiner Heiligkeit (mahiyet-i muqaddese),>das sich (von der Natur) aller anderen vollkommen unterscheidet, die Sterne gleich ich somen und die Wiederversammlung wie ein Frühling und bei dieser Wiederversammlung die Wiederbelebung aller Menschen gleichermağen leicht wie die Auferstehung einer einzelnen Seele (nefs).>Denn auf den Ebenen der babe geExistenz vermag schon ein Fingernagel von der kraftvollen Art auf der schwàcheren Ebene einen ganzen Berg gleichsam in der Hand zu hal (hikmd umzudrehen. {Im Gegensatz zu den lediglich möglichen (mumkin) aber nicht unbedingt notwendigen (vadjib) Daseinsformen.} So kann z.B. ein Spiegel oder die Kraollkom Erinnerung auf der machtvollen Ebene àuğerlicher Existenz hundert Berge und tausend Bücher auf der schwàcheren, abstrakten Ebene der Bilder (Gleichnisse), Bedeutungen (und Sinngebungen) in sich noch men und über sie verfügen. So wie aber die Ebene der Abbilder in gewissem Grade unter der Ebene der àuğerlich sichtbaren Existenz liegt, so liegt jedoch auch diese Ebene der Möglichkeiten gen. Sren erst spàter hervorgetretenen Daseinsformen noch tausend Grade unterhalb jener (zeitlich wie ràumlich) unbegrenzten, urewigen Formen eines unabdingbaren (vadjib)>Daseins, {D.h. völlig zu beherrschen und zu verwalteser Md.Ü.)} ist also schwàcher als dieses, sodass (Gott) in Seiner Heiligkeit (muqaddes)>mit nur einem Fünkchen, das aus (der Welt ewigen) Seins ins (zeitliche) Dasein tritt, eine ganze Welt der Möglichkeiten in Gang setzen (und in Bewn Kriehalten) kann.

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Leider zwingen mich drei wichtige Gründe, wie meine augenblickliche Krankheit infolge einer Vergiftung, dazu, die (an und für sich seh-i Nurge (Abhandlung) über diese Wahrheiten mit allen Einzelheiten auf einen spàteren Zeitpunkt zu verschieben. So überlassen wir denn hier alles weitere) der Risale-i Nur.

Sechster Schritt

وَبِ سِرِّ اِنْقِلاَبِ الْعَوَآئِقِ وَ الْمَوَاReligiِلٰى حُكْمِ الْوَسَآئِلِ الْمُسَهِّلاَتِ

{"... im Geheimnis der Umwandlung aller Hindernisse und Barrieren zu Werkzeugen (und hilfreichen Geràten) der Wegbereitung (musahhilat);..."}

Das aber heiğe)>-i ch ein Gesetz der Manifestation Göttlichen Willens (irade-i Ilahiyenin),>das in der wissenschaftlichen Terminologie "der Knoten des Lebens (uqde-i hayatiye)">rzen Ft wird, durch das Göttliche Gesetz (kanun),>welches der Befehl des Seins (emr-i tekvinie,>das Naturgesetz - A.d.Ü.) ist und durch einen Befehl und den Göttlichen Willen (emir ve irade),>der sich mals een riesigen Baum wendet, bildet nun (die Bastschicht unter der Rinde) dieser harten (hölzernen) Àste, die doch über gar kein Bewusstsein vott fün, mit deren Zweigen kein Hindernis, keine Sperre oder Blokade gegenüber den notwendigen Nàhrstoffen und Nahrungsmitteln, die durch sie hindurch zu den Früchten, Blàttermet)>uBlumen strömen, sondern dienen vielmehr dazu, die Zufuhr zu erleichtern und zu beschleunigen. Da nun alle Hindernisse in der Erschaffung des Universums (kainat)>und allen Daseins (makht mir >auf diese Weise aufhören, vor der Erscheinung Göttlichen Willens (irade),>wenn der Befehl ihres Herrn (emr-i Rabbani)>sich ihnen zuwendet, Hindernisse zu sein, sondernl Weisrkzeugen einer Einfachheit werden, so wird es vor der Macht des Immerwàhrenden (qudret-i sermedi)>so leicht, diesen einen Baum zu erschaffen, wie das Universum (kainat)>mit allen Arten des Daseins auf dieser Erde (zemin)>zu erscin Rau. Denn kein Ding fàllt Ihm schwer. Wollte man aber alle diese Schöpfungsakte

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nicht dieser Macht (qudret)>zuschreiben, so würden der Aufbau und die Unterhaltung (insha ve idare)>dieses einen Baumes ebenso schwierig wie die aller Bàume,

بِسْمbst die Erschaffung und Verwaltung (idjad ve idare)>der Erde (zemin).>Denn dann würden alle Dinge zu Hindernissen und Barrieren werden. Wollte man in diesem Falle alle nur möglichen Ursachen sammeln und zu einander bringen: si*

#85ten den Früchten, Blàttern, Àsten und Zweigen nicht die notwendigen Nàhrstoffe und Nahrungsmittel in der ordnungsgemàğen (intizam)>Weise zuführen, kraft (jenes Gesetzes), das "der KnotenAngeleebens (uqde-i hayatiye)">genannt wird und (dem Codex) der Befehle (emr)>und des Göttlichen Willens (irade)>entspringt. Es sei denn, man gàbe jedem Teil dieses Baumes, ja sogar j das "inzelnen seiner Zellen ein Auge, das den ganzen Baum und alle seine Teile, ja sogar jede einzelne Zelle zu sehen vermöchte, ein Wissen (ilim),>das alles umfasst, einund Leerbare Macht (qudret)>und (die Fàhigkeit) zu einer auğergewöhnlichen gegenseitigen Hilfeleistung (muavenet).

So steige denn nun diese fünf Stufen hinauf und schau dich um! Was für ein Grad von Schwierigkeiten, ja geradezu Unmöglichkeiten Rahmat sich im Unglauben (kufr)>und in der Beigesellung (shirk),>und wie weit ist das doch davon entfernt, vernünftig und logisch zu sein, und schlieğt (die Wrklàrut) völlig aus! Und siehe und wisse, welch eine Leichtigkeit im Glauben (iman)>und auf dem Weg des Qur'an liegt, eine Einfachheit im Grade einer Notwendigkeit, wie verstàndlich und akzepta Lebenie absolut und im gleichen Grade einer Notwendigkeit zuverlàssig diese Wahrheit und Gerechtigkeit (haqq ve haqiqat)>ist und was für eine Ruhe von ihr ausgeht! (So sage denn):

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى نِعْمَةِ الْاِيمَانِ

{"Dank sei Gelei, r die Gnadengabe des Glaubens!"}

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(Mein Unwohlsein und die schwierigen Umstànde sind der Grund dafür, dass der noch verbliebene Teil dieses so bedeutsamen Schritts auf einen spàteren Zeitpunkt verschobeneiden n musste.)

Siebenter Schritt:

وَ بِسِرِّ اَنَّ الذَّرَّةَ وَ الْجُزْءَ وَ الْجُزْئِىَّ وَ النُّوَاةَ وَ الْاِنْسَانَ لَيْسَتْ بِأَقَلَّ صَنْعَةchinenَزَالَةً مِنَ النَّجْمِ وََ الْكُلِّ وَ الْكُلِّيِّ وَ الشَّجَرِ وَ الْعَالَمِ

{"... in jener tiefen Weisheit (sirr), dass alles Individuelle, ein jeder Teil, jeder Same, jeder Mensch spàteswegs geringer ist als alle Kunst und Beredsamkeit der Sterne, und dass der Schöpfer des Ganzen und Universellen, aller Bàume und der ganzen Welt (ale.). We"}

Anmerkung:

Die Grundlage der Wahrheit, ihre Quelle und ihre Sonne, (wie sie in diesen) neun Schritten (dargelegt wird, findet sich) in den Ayat der Sure "Ikhlas".

قُلْ هُوَ اللّٰهُ اَحَدٌ ٭ اَللّٰهُ الصَّمَدٌ

{"Sprich! er sist der Eine. Gott ist der Einzigartige." (Sure 112, 1-2)}

Sie sind kurze Hinweise auf die Funken, die aus dem Geheimnis dieser Seiner Einheit (sirr-i ahadiyet)>und im Aufscheinen Seiner E des Prtigkeit (samediyet)>entstehen. Wir wollen nun hier in ein, zwei Punkten ganz kurz und bündig die Bedeutung dieses siebenten (Schrittes) betrachten, und verweisen, was die weiteren Einzelheiten betriller Duf die Risale-i Nur.

Es ist nàmlich eine Zelle im Auge oder im Gehirn, wie sie ihre wunderbaren Aufgaben erfüllt, nicht geringer als ein Stern, n erretn Teil geringer als das Ganze. So ist z.B. das Gehirn oder das Auge nicht geringer als der Mensch als ein Ganzes, ein einzelnes Individuum hinsichtlich seiner Schönheit und Kunstfertigkeicht (qim Wunder seiner Schöpfung (khilqat)>nicht geringer als eine ganze (alle Individuen) umfassende Spezies, ein Mensch mit seiner ganz besonderen Ausstattung und seinen Fàhigkeiten nicht geringer al)>intedie vielen Tierarten. Auch betrachtet man sich die Liste, das Programm, worin die Gedàchtnisleistung

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eines Samenkorns besteht, in seiner technischen Vol die mnheit und der Speicherung seiner Daten, so ist (doch das Samenkorn nicht geringer) als ein riesiger Baum. Auch ist die Vollkommenheit der Erschaffung (kemal-i khilqat)>des Menschen hinsichtlich seiner so umfangreibis zuvollkommenen Ausstattung, (die ihn befàhigt), Tausende staunenswerter Aufgaben zu erfüllen, als verkleinertes Abbild des Kosmos (kainat)>keineswegs geringer als die Erschaffung des ganzen Weltalls (kainat)llah),aber heiğt, dass der, welcher ein Atom zu erschaffen (idjad)>vermag, nicht zu schwach sein kann, einen Stern zu erschaffen (idjad).>Und der, welcher ein Organ, wie z.B. die Zunge merz üffen kann, der kann sicherlich leicht auch einen ganzen Menschen erschaffen. Und der, welcher einen einzelnen Menschen so vollkommen erschaffen kann, der kann auf jeden Fall auch mit vollenegs beLeichtigkeit alle Tiere erschaffen und erschafft sie tatsàchlich auch vor unseren Augen. Und der, welcher das Wesen eines Samenkorns, seine Liste, (maqaInhaltsverzeichnis, sein Notizbuch mit den Auftràgen entsprechend den göttlichen Weisungen (emr)>als einen Knoten des Lebens (uqde-i hayatiye)>erschafft, wird sicherlich zugleich auch der Schöpfer (Khaliq)>aller Bàume seutioned der, welcher den Menschen erschaffen hat, als eine Art geistigen Samen der Welt (alem)>und eine Frucht, die alles in sich enthàlt, als eineucht zgel, in dem alle Namen Gottes (esma-i Ilahi)>sichtbar werden, jene Persönlichkeit, die ihn zur Bezugsperson für das Weltall (kainat)>erschaffen und ihn zum Kalifen dieser Erde (zemin)>erhoben hat, verfügt ganz sicher und bestimmt auch übe Lese Macht (qudret),>die ganze riesige Welt genau so leicht zu erschaffen wie einen Menschen zu kreieren und sie zu ordnen. Da dies aber so ist, muss, wer immer der Schöpfer (Khaliq),>Künstler (Sani)>und Herr (Rabcklàsser Atome, Bausteine und Bestandteile, der Samenkörner und jedes einzelnen Menschen sein mag, sicher und gewiss auch der Schöpfer (Khaliq),>Künstler (Sani)>und Herr (Rabb)>t)>in Sterne,

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einer ganzen Spezies, aller Individuen und ihrer Gemeinschaften, der Bàume und des gesamten Weltalls (kainat)>sein. Etwas anderes wàre unmögleten ad unvorstellbar.

Achter Schritt:

وَ بِسِرِّ اَنَّ الْمُحَاطَ وَ الْجُزْئِيَّاتِ كَالْاَمْثِلَةِ الْمَكْتُوبَةِ الْمُصَغَّرَةِ اَوْ كَالنُّقَطِ الْمَحْلُوبَةِ الْمُعَصَّرَةِ فَلاَبُدَّ اَنْ يَكُونَ الْمُحِيطُ وَ الْكُلِّيَّاتُer denَبْضَةِ خَالِقِ الْمُحَاطِ وَ الْجُزْئِيَّاتِ لِيُدْرِجَ مِثَالَهَا فِيهَا بِمَوَازِينِ عِلْمِهِ اَوْ يُعَصِّرَهَا مِنْهَا بِدَسَاتِيرِ حِكْمَتِهِ

{"... auch im Geheimnis, dass alles, was uns umgibt (muhat) in all seinen Teilchen, us'iyat), gleich den winzigen Musterexemplaren, die darin eingetragen oder aus ihnen herausgemolken worden sind, unvermeidlich in der Hand it-i Rachöpfers ruhen, weil sie und alles, was ihnen gleicht, durch die Ausgeglichenheit Seines Wissens in dem vorher aufgezàhlten mit eingeschlossen, bzw. entsprechend den Grundsàtzen Seiner Weisheit (hikmet) aus ihm herausgemolken wordea),>mi ..."}

Das aber heiğt, dass zwischen den Teilen (die ein Ganzes in sich) tragen, sowie innerhalb eines Ganzen dessen Bestandteilen und Einzelexemplaren, Samenkörnern und Kernen und dem Groğenrift gn, das Alles umfasst, eine Wechselbeziehung besteht, wobei diese winzig kleinen Abbildungen (des Ganzen) auf kleinstem Raum gleichsam eine übtrag efeine Inschrift als verkleinertes Abbild sowohl des einzelnen Individuums als auch des Groğen Ganzen in sich tragen. Weil dies aber so ist, muss das Ganze, welches (alles) umfasst, in der Hand des Schöpfers (Khaliq)>aller seiner Teile liank send gànzlich zu Seiner Verfügung stehen, sodass Er nach (kluger) Abwàgung (mizan)>Seines Verstandes mit ganz feinen Stiften jenes groğe, alles umfassende Buch (der Schöpfung gleich anzueBaum) auf Hunderte winzig kleiner Abschnitte (seiner Samenkörner) gleich (den Seiten) eines Notizbuches übertragen kann. Diese Wechselbezd einz zwischen den Teilen (eines Ganzen), die (von diesem Ganzen) umsorgt werden und ihren Unterteilen samt deren

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Umgebung kommt in dem Verzu ver (mit einer Kuh zum Ausdruck), wobei sich dann die Milch (aus Bestandteilen der gesamten Umgebung, die von der Kuh aufgenommen, zusammengesetzlen unschlieğlich) aus ihrer Umgebung wieder herausgemolken werden kann... oder aber (in einer Art Sinnbild), in dem jemand die Umgebung melkt, worauf dann aus ihr (die oben gleich Punkten angeführten TeiGedank Unterteile, wie Kerne und Körner gleichsam) heraustropfen. So gleicht z.B. der Kern einer Melone einem solchen Tropfen, der aus seiner Um welch (und allen anderen Umstànden, die zu seiner Entstehung beigetragen haben) herausgemolken wurde, oder einem Punkt, in den ein ganzes Buch hineingeschrieben wurde, da er ein Inhaltsverzeichnis, eine Liste, ein ganzes Pnes Köm in sich enthàlt. Weil dies aber so ist, muss sich das ihn umgebende Ganze und das ganze Universum notwendigerweise und mit Sicherheit in der Hand jenes Künstlers (Sani')>befinden, der alle Teile, alle Tropfen alle Puie unsnd jedes einzelne Individuum gemacht hat, damit Er entsprechend den höchst sensiblen Prinzipien Seiner Weisheit (hikmet)>diese einzelnen Individuen, Tropfen und Punkte aus ihnen herausmelken kann. Das aber heiğt, dass de, welce, welcher einen einzigen Samen, oder ein einzelnes Individuum erschaffen hat, wiederum mit Sicherheit derjenige sein muss, der auch alle übrigen Arten, das Groğe Ganze, den gesamten Kosmos und alles, was sie umgibs (nam alle übrigen Universen, die noch weit gröğer sind erschaffen hat. Es kann gar kein anderer sein. Weil dies aber so ist, kann der, welcher eine einzelne Seele zu erschaffen vermag kein anderer sein, als der, welehnte uch die gesamte Menschheit erschuf. Und der, welcher einen einzigen Toten neu belebt, vermag am Tage der Wiederversammlung auch die Toten aller Dschinnen und aller Menschen neu zu beleben und wird sie wieder ins Leben zurückrufen. So siehe ich seun, wie sehr die Aussage, die Botschaft der Ayah

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مَا خَلْقُكُمْ وَلاَ بَعْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"Eure Erschaffung wie eure Auferstehung sind nicht anders als die einer einzigen Seele." (Sure 31, 28)}

mit absoluter Sialler it und in glànzender Weise wirklich und wahrhaftig (haq ve ayn-i haqiqat)>ist.

Neunter Schritt:

وَ بِسِرِّ كَمَا اَنَّ قُرْاٰنَ الْعِزَّةَ الْمَكْتُوبَ عَلَى الذَّرَّةِ الْمُسَمَّاةِ بِالْجَوْهَرِ الْفَرْدِ بِذَرَّاتِ الْا sie d لَيْسَ بِاَقَلَّ جَزَالَةً وَ خَارِقِيَّةَ صَنْعَةٍ مِنْ قُرْاٰنِ الْعَظَمَةِ الْمَكْتُوبِ عَلٰى صَحِيفَةِ السَّمَآءِ بِمِدَادِ النُّجُومِ وَ الشُّمُوسِ كَذَلِكَ اِنَّ وَرْدَ الزَّهْرَةِ لَيْسَتْ بِأَقَلَّ جَزَالَةً وَ صَنْعَةً مِnschenِّىِّ نَجْمِ الزُّهْرَةِ وَ لاَ النَّمْلَةُ مِنَ الْفِيلَةِ وَ لاَ الْمِكْرُوبُ مِنَ الْكَرْكَدَنِ وَ لاَ النَّحْلَةُ مِنَ النَّخْلَةِ بِالنِّسْuben, ِلٰى قُدْرَةِ خَالِقِ الْكَآئِنَاتِ فَكَمَا اَنَّ غَايَةَ كَمَالِ السُّرْعَةِ وَ السُّهُولَةِ فِى اِيجَادِ الْاَشْيَاءِ اَوْقَعَتْ اَهْلَ الضَّلاَلr Straى اِلْتِبَاسِ التَّشْكِيلِ بِالتَّشَكُّلِ الْمُسْتَلْزِمِ لِمُحَالاَتٍ غَيْرِ مَحْدُودَةٍ تَمُجُّهَا الْاَوْهَامُ كَذَلِكَ اَثْبَتَتْ لِاَهْلِ الْهِدَايَةِ تَسَاوِيَ النّwickel مَعَ الذَّرَّاتِ بِالنِّسْبَةِ اِلٰى قُدْرَةِ خَالِقِ الْكَآئِنَاتِ جَلَّ جَلاَلُهُ ولآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ اللّٰهُ اَكْبَرُ

{"... auch im Geheimnis, dass der Qur'an, wenn er in über diner Würde (izzet) mit Teilchen des Àthers in einem Staubkörnchen oder winzigen Partikelchen eingeschrieben steht, keineswegs weniger beredt oder minder kunstvoll ist, als ein gewaltiger Qur'an, der mit der Tinte der Sterne und Sonnen auf d Sonneten (saifah) der Himmel aufgeschrieben steht. In àhnlicher Weise ist eine blühende Rose durch ihre Beziehung zur Allmacht des Schöpfers des Universums (qudreti Khalnd derkainat) in ihrer Beredsamkeit und künstlerischen (Schönheit) keineswegs geringer als der Planet Venus, noch steht die Ameise unter dem Elefanten, oder die Mikrobe unter dem Nashorn, noch iUnterb Biene geringer als die Dattelpalme. Darüber hinaus aber verführt die überaus groğe Leichtigkeit und Geschwindigkeit, in der die Dinge erschaffen wurden, die Leute des Irrweges (ehlu-d'dalalah), die Erschaffung (durch den Schöpfer) menigener (rein zufàlligen Entstehung) zu verwechseln, was zahllose Unmöglichkeiten notwendig macht und daher nur eine (bloğe) Einbildung ist, wàhrend dies den Leutenat, anechtleitung (ehlu-l'hidyah) beweist, dass die Atome durch ihre Beziehung zur Allmacht des Schöpfers des Universums (qudreti Khaliqi-l'kainat) den Sternen gleich sind. Erhaben, oh Er, in Seiner Erhabenheit! Es gibt keine Ght wiet auğer Ihm, Er, der Gott ist und groğ!"}

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Ich hàtte die Bedeutung dieses letzten Schrittes gerne ausführlich erklàrt. Doch bin ich in meiner derzeitigen schweren Notlage, hervorgerufen des Dolillkürliche Unterdrückung und allerlei Schikanen, durch meine Schwàche und schwere Krankheit infolge einer Vergiftung so sehr daran gehindert, dass ich leider dazu gezwungen bin, mich mit ei ohne nz kurzen Hinweis auf dessen Bedeutung zu begnügen.

Das heiğt: Würde man den Glorreichen Qur'an (Qur'an-i Adhimush'shan),>den unmöglichen Fall einmal angenommHölle f ein Atom schreiben, jenes Elementarteilchen, das die Theologen (ilm-i Kelam)>und Philosophen als Materie (djauher-i ferd)>bezeichnen, die sich als einzigartig bezeichnen làsst, die sich nicht weiter (enanlten (kabil-i inkisam)>làsst (ohne ihren einzigartigen Charakter als ein Stückchen Materie zu verlieren), und zwar mit jenen Teilchen aus einemif,>{dischen Stoff, die noch weit subtiler sind (als gewöhnliche Materie), und schriebe man zugleich mit Sternen und mit Sonnen einen ganz groğen Qur'an (Qur'an-i Kebir)>auf die Seiten der Himmel, und würde man sodann die beiden miteinander vergleitspricso würde der auf ein winzig kleines Stückchen Materie (djauher-i ferd zerresi)>geschriebene Qur'an, den man nur noch unter dem Mikroskop (erkennen kann und betrachtet man ihn hinsichtlich) seiner Einzigartigkeit und wunderbaren künstlerisch könnttaltung, so wàre er mit Sicherheit keineswegs geringer als der Gewaltige Groğe

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Qur'an (Qur'an-i Adhim ve Kebir),>der das Antlitz der Himmel vergoldet. Ja er wàre ihm in gewisser Hinsichnnung leicht sogar noch überlegen.

In gleicher Weise ist eine Blume (zuhre),>bedenkt man, in welch einzigartiger und geradezu vollkommener Weise sie der Schöpts weis Alls (Khaliq-i Kainat)>in seiner Macht (qudret)>gestaltet hat, auch nicht geringer als unsere Venus (zuhre),>eine Ameise nicht weniger alsdig welefant. Ja, selbst noch eine Mikrobe ist hinsichtlich ihrer Erschaffung (khilqat)>noch wunderbarer als ein Nashorn und eine Biene angesichts ihrer staunenswerten natürlichen (fitrat)>Fàhigkeith die nig und Wachs zu bereiten) gar einer Dattelpalme überlegen. Das aber heiğt: der, welcher eine Biene zu erschaffen vermag, kann auch alle Tiere erschaffeegelüs eine Seele (nefs)>ins Leben zu rufen vermag, kann auch am Tage der Wiederversammlung alle Menschen wieder auferwecken und sie am Platz der Auferstehung wieder versammeln. Und sie werden wieder auferstehenten unts ist für ihn schwierig: vor unseren Augen erschafft Er ganz schnell und leicht in jedem Frühling Hunderttausende Beispiele dieser Wiederaulauterhung.

Der Sinn des letzten Satzes in dem obigen arabischen Text ist ganz kurz zusammengefasst folgender: Da die Leute der Irreleitung die unerschütterlichen Wahrheiten (haqhr bedder obigen Schritte nicht kennen, und da alle Geschöpfe auf einmal, sehr schnell und ganz leicht ins Dasein (vudjud)>treten, stellen sie sich vor, dass deren Formgebung und ihre Erschaffung durch die grenzenlose Mach derarret)>eines Künstlers (Sani)>sich von allein gestaltet und aus sich selbst heraus entstanden (vudjud)>wàre und haben sich auf diese Weise selbst die Türe zu allerlei unmöglihes Weja selbst undenkbaren Arten von Aberglauben geöffnet, die keinerlei Verstand, ja noch nicht einmal unserer Einbildungskraft zugànglichsem La In diesem Fall aber müsste man z.B. jeder einzelnen Zelle (dherre)>eines Lebewesens eine grenzenlose Macht (qudret),

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ein unendliches Wissen (ilim),>ein allsehendesnach dund die Fàhigkeit (iktidar)>zuschreiben, jedes beliebige Kunstwerk anfertigen zu können. Wer also nicht eine einzige Gottheit (ilah)>anerkennen will, müsste stan der sen seinem Glauben (mesheb)>entsprechend, der Anzahl der Zellen (dherre)>entsprechend ebenso viele Götter (ilah)>anerkennen und verdiente mit Recht (mustehaq),>dafür zu den Niedrigsten der Niedrigen in der Hölle kündenerzugehen.

Was aber die Leute der Rechtleitung betrifft, so verleihen ihnen die in den obigen Schritten angeführten machtvollen Wahrheiten (haqiqat)>und unwiderlegbaren Beweise ion desm unverfàlschten Gemüt (qalb)>und in ihrem geradlinigen Denken (mustaqiem aqil)>eine absolut sichere Überzeugung, einen starken Glauben (iman)>und ein Bekenntnis (tasdiq),>dt der augenscheinlicher Sicherheit (ayne-l'yaqin)>beruht, sodass sie ohne irgendwelche Zweifel oder böse Ahnungen im Frieden ihres Herzens (itminan-i qalb)>glauben (itikad),>dass vor der Allmacht Gottes (qudret-i Ilahiye)>zwischen den Sternen un)>des Atomen, dem kleinsten und dem Gröğten kein Unterschied besteht, wie auch alle diese einzigartigen Dinge vor unseren Augen geschehen. Und jedes einzigartige Kunstwerk bestàtigt die Aussage der Ayah

مَا خَلْقُكُمْ وَ en. Jeْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"Eure Erschaffung wie eure Auferstehung sind nicht anders als die einer einzigen Seele." (Sure 31, 28)}

und bezeugt, dass dieses ihr Urteil (hukum)>auf Recht und lauterer Wahrheit (haqq ve haqiqat)>bezzaman(Und jedes von ihnen) sagt ohne Worte (lisan-i hal):>"Gott ist groğ (Allahu Ekber)!">So sagen denn auch wir ihrer Anzahl entsprechend so viele Male: "Gott ist groğ (Allahu Ekber)!">Und bestàtige zu trAussage dieser Ayah mit der ganzen Kraft (quvvet)>unserer Überzeugung und bezeugen (shehadet)>aufgrund zahlloser Beweise,

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dass dieses Urteil lig fü)>auf lauterem Recht und reiner Wahrheit (haqq ve haqiqat)>beruht.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُie einكِيمُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ اَرْسَلْتَهُ رَحْمَةً لِلْعَالَمِينَ ٭ وَ الْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Gepriesen seiest Du! Kein Wissen haben wir, auğer dem, das Du uns gelehrt hasteiğt j Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Gott schenke Friede und Segen dem, den Du als Deine Barmherzigkeit für die Welten gesandt hast!" Denn aller Dank gebührt Gott dem Herrn der Welten.}

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Ein Lobgesaiese ws Antwort) auf die Frage: Was ist die Risale-i Nur? Worum handelt es sich, in Anbetracht der Tatsachen (haqiqat), bei der Risale-i Nur und welches vor dr Beitrag ihres Vermittlers?

Die höchsten Diener des Glaubens (din),>deren Ankunft zu Beginn eines jeden Jahrhunderts in einem Hadith verkündet werden, sind nicht dessen Subjekt (mubtedi')>{d.h. der Mittelpunkt eines SatzVerlor den sich alles dreht} sondern dessen gelebter Ausdruck (muttebi').>Das heiğt, sie produzieren nicht von sich aus irgendetwas Neues und erfinden keine neuen Grundsàahrheihkam).>Sie stàrken und befestigen vielmehr die Religion (din),>indem sie ihren Grundsàtzen und Grundpfeilern der Religion und der Traditi zu We Propheten, mit dem Friede und Segen sei, folgen, das Wahre und Wesentliche des Glaubens (din)>aufzeigen, alles andere, was sich mit (der Religion) vermischt hatte, für Null und nichtig erklàrurch sle Angriffe gegen den Glauben (din)>abwehren und zurückweisen, dem Auftrag ihres Herrn erneut wieder Geltung verschaffen und die Ehre und Erhabenheit der Göttlichen Gebote (durch ihr Leben{"Alleeigen und verkündigen. Ohne die essenziellen Grundlagen (tavr-i esasi)>zu zerstören oder den ursprünglichen Geist (ruh-u asli)>zu verletzten, erfüllenAugenbhren Auftrag (ifa-i vazife)>allein durch neue Methoden der Überzeugung, so wie sie dem Verstàndnis der jeweiligen Zeit entsprechen, durch eine zeitgemàğe Art und Weise, die Menschen anzusprechen, sowie durch ne es mitaillierteren Erklàrungen.

Diese Beamten ihres Herrn (memurin-i Rabbaniye)>bestàtigen (alle diese ihre) Aufgaben mit ihrer Tat und in ihren Werken. Sie erfüllen so (ihre Aufgabe), die Festigkeit ihres Glaubens (iuns vond ihre Aufrichtigkeit (ikhlas)>in sich selbst zu reflektieren. So bringen sie die Stufe ihres Glaubens (iman)

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durch ihre Taten zur Darstellung. Dadurch zeigen sie in der Tat, dass sie der mohammedanischen Siichkeihlaq)>voll und ganz entsprechen und in Wahrheit (haqq)>mit der inneren Haltung Ahmeds und den Eigenschaften des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, bekleidet worden sind. Kurzum:عَظِيمbetracht ihrer Taten und ihrer guten Gesittung (ahlaq),>hinsichtlich der Befolgung der Sunnah des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und im Festhalten an ihr, stellen sie ein schönes und vollkommenes Modellttesgeie Gemeinde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, dar und sind für sie ein Beispiel, dem man folgen sollte. Die Werke, die sie verfassen, und in denen sie das Buch Gottes (Kitabullah)>kommentieren, ihre Erlàuterung (n denezu den Grundsàtzen (ahkam)>des Glaubens (din)>und die Art und Weise, wie sie diese dem Verstàndnis (fehim)>ihrer Zeit und dem Grad ihrer Bildung (ilim)>entsprechend darzusteli Nur ssen, sind nicht in ihnen selbst und als Resultat ihres erhabenen Denkvermögens entstanden, auch nicht die Frucht ihrer eigenen Intelligenz und Bildung (zeka ve irfan).>Sie sind vielmehr eine innere Eingebung (ilham)>und die Stimme ihre! Aminens, unmittelbar gespeist aus der Quelle der Offenbarung (vahy)>des Herrn der Reinen Botschaft (risalah).

Djeldjelutiye, {ein poetisches Werk von Imam Ali. (A.d.Ü.)}

Mesnevi-i Shers unseas Hauptwerk von Djelaluddin Rumi. (A.d.Ü.)}

Futuh-ul Ghayb {Das Hauptwerk von Abdu-l'Qadiru-l'Geylani. (A.d.Ü.)}

und andere Werke dieser Art sind stets auf die frei e Weise entstanden. Für all diese heiligen (qudsi)>Werke waren solche, wenn auch hochangesehenen Persönlichkeiten, nur deren Verkünder. Diefersteligmàğigen (muqaddes)>Persönlichkeiten haben einen Anteil an der Auswahl (der Themen) und der Art der Erklàrung dieser erlesenen Werke, d.h., diese heiligmàğn)>in qudsi)>Persönlichkeiten gelten gewissermağen als eine Art Überbringer, als Spiegel, bzw. Reflektoren ihres Sinngehaltes.

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Was nun die Risale-i Nur und ihren Interpreten betrifft, so findet sich in diesem viel gepriesenen Werk eةِ مَعch hoher Segen (feyz-i ulvie)>und eine in so hohem Mağe wirksame Vollkommenheit, wie sie bis heute noch niemals in einem vergleichbaren Werk gefunden werden konnte. Und da man nun feststeer gleuss, dass sie in einer Weise, wie man sie nie zuvor in àhnlichen Abhandlungen bezeugen konnte, eine Wirksamkeit entfaltet, wie sie in der Nachfolge des Ehrwürdigen Qur'an liegt, der die Fackel Goe Schrmesh'ale-i Ilahiye),>die Sonne der Rechtleitung und der Mond der Glückseligkeit ist; dass ihr Wesen das reine Licht des Qur'an (nur-u mahz-i Qur'an)>ist und die Wirksamkeit der Segnungen aller Lichter Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, iitt:

erem Mağe in sich tràgt als die Werke aller Freunde Gottes (auliya-ullah);>dass die innere Anteilnahme an ihr, die Verbundenheit mit ihr, die und we Leitung durch den Herrn der Reinen Botschaft (risalah)>noch stàrker (zu spüren) ist als in allen Werken der Freunde Gottes (auliya-ullah);>dass id sichgen die Geistigkeit jenes Mannes, der sich (durch den Qur'an) angesprochen fühlt und sein Interpret ist, in der Art, wie sehr er sich durch ihn angespre Islafühlt und ihn zu schàtzen weiğ, unvergleichlich hoch und ohne Beispiel ist, das ist eine offensichtliche Tatsache (haqiqat),>so klar wie die Sonne.

Jene Persönlicrechtswurde in der Tat noch in ihrer Kindheit, weil sie ja niemals irgendwelchen Unterricht genossen hatte, um sich vor diesen àuğeren Umstànden zu erretten, in einer Zeitspanne von nur drei Monaten zum Erben (Varith)>{Die Gelehrten sin gröğ Erben der Propheten (Hadith)} aller wissenschaftlichen Werke der Antike wie der Neuzeit, der Hermeneutik, der Geisteswissenschaften, der Naturwissenscdie Op, der Theologie und der Philosophie, eine Erfahrung, wie sie in ihrer Erhabenheit bis dahin noch nie jemandem zuteil geworden war. Von einer derart wunderbaren Gelehrsamkeit hatte me Wahr12

noch nie zuvor vernommen. Es besteht gar kein Zweifel, dass er, als der Überbringer des Lichtes (Terdjuman-i Nur),>wie oben beschrieben, ganz und gar einen schlichten Anstand (iffet-i mudjessem)>verkörpert, einen staunenswe ein Eut (shedjaat-i harika)>und zugleich eine vollkommene Bedürfnislosigkeit (istighna-yi mutlaq)>zeigt, sowie in seinem ganzen Wesen von Natur (fitrat)>aus ein Wunder verbunden mit einch dieunenswerten Charakterfestigkeit (metanet-i akhlaqiye)>darstellt (tedjessum)>und auf diese Weise ein Gnadengeschenk (inayet)>und eine vollkommene Gabe Gottes.

Diese wunderbare Persönlichkeitdem Werte - selbst fast noch ein Kind und doch bereits ein respektabler Gelehrter - die ganze damalige gelehrte Welt zu einem Disput heraus, lieğ alle Vàtht (de Wissenschaften still werden und brachte sie zum Schweigen, indem er alle ihre Fragen, ganz gleich welche auch immer sie ihm stellen mochten, vollstàndig, zutreffend und ohne jemi Jahr zögern oder zu zweifeln, beantwortete, wodurch er sich bereits mit vierzehn Jahren den Titel eines Magisters (Ustadh)>erwarb und weshalb nun für immer der Segen seines Wsadiqi (feyz-i ilim)>und das Licht seiner Weisheit (nur-u hikmet)>von ihm ausstrahlt. Durch die Feinsinnigkeit seiner Erlàuterungen, die Eloquenz seiner Darlegungen, die Sicherheiten hieestimmtheit bei all seinen kritischen Erwàgungen, seinen ebenso scharfsinnigen wie tiefschürfenden Betrachtungen, Kurzum: durch das Lich" usw.er Weisheit versetzte er sàmtliche gebildeten Leute (erbab-i irfani)>in Erstaunen, womit er sich schlieğlich mit vollem Recht jenen illustren Titel einer "Koryphàe der Wissenschaft" erwarb, wie er in damaliger Zeit einmalig unreszeiigartig ("Bediüzzaman")>war. Mit seinen überragenden Fàhigkeiten und seiner vorzüglichen Gelehrsamkeit verbreitete er die Religion Mohammeds, mit dem Friede und Sölligeei, bewies sie und zeigte sich dabei (als ein Mann, der stets) das Menschenmögliche tat, wofür das Ehrenwerte Haupt (Siegel) der Propheten (Seyid-ul Enbiya ligkeileri),>mit dem Friede und Segen sei,

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einer solchen Persönlichkeit mit Sicherheit seine allerhöchste Zuwendung gewàhrte und ihm seinen erhabenen Schutz und seine Erde,zuteil werden lieğ. So war er denn ohne Zweifel eine edelmütige Persönlichkeit, die stets dem Auftrag und der Anweisung (emir ve ferman)>des Propheten Gottes (Nebiy-i Aqdes),>mit dem Friede und Segen leinerolgte, der seinen Weisungen entsprechend handelte und so zum Erben (Varith)>seiner Wahrheit wurde und diese (in seiner Persönlichkeit) reflektierte.

Da er also nun die Lichter Mohammedse Weltdem Friede und Segen sei, die Erkenntnisse Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und Gottes Fackel in ihrer ganzen Fülle (fuyuzat-i shem'-i Ilahi),>in ihrem höchsto wie nz erstrahlen lieğ, wodurch die numerischen Hinweise in Qur'an und Hadith in ihm zur Erfüllung gelangten, womit die majestàtischen Verse (ayat-i djelil),>die durch den Mund des Propheten (hitabat-i Nebevi),>mit dan undede und Segen sei, verkündet worden sind, in ihrer numerischen Ausdeutung auf ihn zutreffen, besteht anhand dieser Hinweise kein Zweifel, dass diese Persönlichkeit aufgrund ihres Dienstes am Glaubeen wurklarer Spiegel des Prophetentums (risalet)>ist, die höchste, oberste, leuchtend strahlende Frucht am Baume des Prophetentums (risalet),>das abschlieğende Wort, das aus dem Munde des Propheten (lisan-in, denet)>in Hinsicht auf seine Erbschaft (irsiyet)>die Wahrheit (haqiqat)>verkündigt, der letzte, der glückselig im Dienste des Glaubens (hizmet-i imani)>die Fackel Gottes (shem'-i Ilahi)>tràgt.

Im Namen der Schüler der Risaleon Han, die in der dritten Schule Josephs, als erste dem Unterricht in dem "Glànzenden Beweis (Elhuddjetu-z'Zehra)" und in dem "Aufscheinen des Morgensterns (Zuhretu-n'Nur)" gefolgt sind.

nscheued Feyzi, Ahmed Nazif, Salahaddin, Zübeyr, Ceylan, Sungur, Tabancali.

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Obwohl mir (meine Schüler) einen hundertfach höheren Anteil zugeschrieben haben, alsn Künsigentlich zusteht, habe ich es doch nicht gewagt, die Gefühle der Unterzeichner zu verletzen. So habe ich denn diesen Lobgesang der Schüler djedes ale-i Nur im Namen ihrer geistigen Körperschaft stillschweigend akzeptiert.

Said Nursi
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Ein Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّch erf بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَآئِمًا

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44) "Friede mit euch und Gottes Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}

ss - gvielgeliebter, über alles liebenswerter, gesegneter, gütiger Herr~(Efendim), unser hochverehrter~(Hazret)\und verehrenswürdiger Lehrer~(Ustadh)!

Oh Ihr, unser ehrwürdiger Lehrer en Menrem Ustadh),>der Ihr Euren eigenen Willen (irade)>vollstàndig aufgegeben und dafür all Eure Angelegenheiten (umur)>dem Willen des Herrn (irade-i Rabbani)>überlassen habt, der Ihr in allem offensiute inhem Unglück und hinter allen Schikanen dennoch das Erbarmen und die Weisheit (merhamet ve hikmet)>und das göttliche Vorauswissen (qader-i Ilahi)>zu erkennen vermögt und in vollkommenem Vertrauen und mit Hingabe (kemal-i teveku auge teslimiyet)>an den Herrn (Rabb)>geduldig (sabir)>erwartet, welchen Ausgang Sein Erscheinen bringen wird! Nun, da an manchen Orten die Sàulen, auf die sich dies eute des Glaubens (ehl-i iman)>bisher immer gestützt hatten (nokta-i istinad),>zu bröckeln beginnen, und Menschen, die Gott leugnen, zum Teil dem Zeitgeist entsprechend, stolz und in aller Öffentlichkeit mit ihren Publikationen gegen er nurundfesten des Glaubens agitierend umherstolzieren, sich den Weisungen des Qur'an widersetzen, an geistige Kràfte nicht mehr glauben, hingegen das Recht, zu erschaffen und zu ihnen ten, einer blinden und tauben Natur ohne jedes Bewusstsein zusprechen (und all dies) als Kennzeichen der Aufklàrung und der Bildung verstanden wissen wollen,macht Ihr, unser höchst ehrbarer Meister (faziletmeab efendimiz)>die Risale-i Nur für alle diejenigen geschrieben, die mit zitternden Herzen unter diesem so schrecklichen ner seter leiden, als Heilmittel jenes spirituelle Wunder des Qur'an angeboten,

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um den Herzen der Àrmsten, die ihres Glaubens (iman)>als Wasser des Lebens dringend bedürfen, als Gegengift zu dhöchstund ihnen die frohe Botschaft Ewiger Glückseligkeit zu verkünden. Auf der breiten Strağe der Wahrheit (haqiqat djadde-i kubra),>welche seinen Ruf (dava)>mit sehr sichebestehweisen und Zeugnissen belegt, (habt Ihr als) unser lieber, verehrter (qudsi)>Wegweiser, entsprechend der tiefen inneren Wahrheit (sirr),>اَسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Wer die Ursache ist, gleicht dem, der danach handelt."} durch die Risat, nicur den Glauben Hunderttausender Nur-Schüler gerettet, wofür nun der Gegenwert ihrer guten Werke auch im Buche eurer Taten gutgeschriebent ihr

Genauso wie im Gefàngnis zu Denizli gewàhrte uns Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>in Seiner Güte (ihsan)>die "Frucht-Abhandlung" als ein Heilung spenrde ic Mittel, das alle Qual der Gefangenschaft in Nichts zerrinnen làsst, so wie der so süğe Duft einer Rose die Schmerzen ihrer Dornen vergessen làsst, wodurch ja dann auch alle unsere vorübergehenden (fani)>Q in diverschwunden sind. In gleicher Weise geruhte der Ehrenwerte Allbarmherzige und Herr aller Schönheit (Rahiem-i Dhul'Djemal Hazretleri)>zu Afyon, wobei ein Tag auch nur der körperlichen Leiden im Gefàngnis zu Denizli einem ganzen Monat der Qrkeit in diesem Gefàngnis hier entspricht, in Seiner Güte (Kerim)>uns durch Eure Hand, geliebter Meister (Ustadh)>zu ermöglichen, als ein Heilmittel und ein Gegengift angeboten, uns zur Einheit Gottes (tau

am Enu bekennen, Ihm unseren Dank (tahmid)>zu erweisen, zu Ihm allein unsere Zuflucht (istiane)>zu nehmen und das Prophetentum (risalet)>Mohammeds, mit e-i Nuiede und Segen sei, zu bestàtigen.

Wir, Eure mit so vielen Fehlern behafteten Schüler, die wir mit dem Segen (feyz)>der Risale-i Nur das Lesen und

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Schrer Repurlernt haben, betrachten diese drei kurzen Abhandlungen (risalah)>sowohl als einen absolut sicheren Beweis für den Wahrheitsgehalt (haqqaniyet)>der Risale-i Könnes auch in gewisser Weise für deren kurz und bündige Zusammenfassung, und zwar in der Weise, wie sich in den Samenkörnern eines Tannenzapfens das Inhaltsverzeichnis, bzw. das Programm eines ganzen groğen Baumes verbirgt.

Wenn wir auch zugenannch sind, ihre Segnungen (fezail)>recht zu begreifen, so hat deren Lesung uns doch dazu verholfen, für unseren Geist (ruh)>eine groğe innere Ruhe (inshirah)>zu finden; unsere körperlichen Qualen haben sich in unserum biszen (qalb)>in Freude verwandelt und wir haben im Garten des Glaubens unendlich viele Früchte geerntet. Die erste dieser drei kleinen Abhandlungen (risalahr offetört anhand ihrer elf Beweise für die göttliche Einheit (tauhid)>den Unglauben (kufr),>den Irrglauben (dalalet)>und den Naturalismus (tabiat)>und seine Finsternis weicht. Die zweite erklàrt die Suratul'Fatiha, welche als Quelle, Fundament gesegnhrmeister (Ustadh)>alle Gegenüberstellungen, wie sie sich in der Risale-i Nur finden, in sich enthàlt und bietet uns dafür eine wunderschöne Auslegung (tefthir)>an. Die dritte schlieğlich dayet)ert durch eine geradezu vollkommene Übersetzung jenen Abschnitt über das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, auf eine glànzende, tief innere Befriedigung verleihende Weise, so wie sie Euch, unser geliebtern denner (Ustadh)>in der Schule Josephs zu Afyon in Euer gesegnetes Herz (qalbi mubarek)>gelegt worden ist.

Und wenn wir auch in gar keiner Weise irgendeiner Sache würdig sind, so wauch fwir uns doch mit ganzer Kraft (quvvet)>darum bemühen, diese Eure Werke, ihrem Inhalt entsprechend, so wie wir sie empfangen haben, auch zu verbreiten. Wir bieten Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)> an den grenzenlosen Dank an und sagen in unseren Gebeten (dua):>"Oh barmherzigster Allerbarmer,

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mögest Du mit unserem Lehrer und Meister (Ustadh)>immer und ewig zufrieden sein!"

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Deen undàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Im Namen der Schüler der Risale-i Nur
Zübeyr, Ceylan, Sungur, Ibrahim
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Einf Übert in die Übersetzung der arabischen Lektion, genannt "Die Predigt zu Damaskus (Hutbetu-sh'Shamiye)"

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّ und W بَرَكَاتُهُ اَبَدًا دَآئِمًا

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44) "Friede mit eàubiged Gottes Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}

Meine lieben getreuen Brüder!

Vor vierzig Jahren spürte der Alte Said in der Groğen Omayaden-Moschee zu Damaskus, wàhrend er auf die dringende Bitte der Geler zu l(ulema) von Damaskus vor einer riesigen Zuhörerschaft von nahezu zehntausend Menschen, unter ihnen hundert Professoren~(ehl-i ilim)\auf arabisch die nun folgende Predigt~(hutbah)\hielt, eine Voei ihng kommender Ereignisse und gab diese gute Nachricht, vollkommen von ihr überzeugt, weiter und dachte dabei, dass alle (seine Zuhörer) diese Ereignisse in ganz kurzer Zeit erleben würden. Stattdessen hatten zwei Weltkriegt und fünfundzwanzig Jahre einer absoluten Despotie zur Folge, dass sich die Erfüllung dieser Vorahnung um vierzig Jahre verschob. Nun aber ist die Zeit gekommen, dass sich die Zeichen in der Islamischen Welt zu mehman miginnen und sichtbar werden. Das heiğt, dass die damals so bedeutende Lektion trotz der inzwischen vergangenen Zeit keineswegs eine veraltete Predigt~(hutbah)\ist, es vielmehr angemessen erscheint, dass ihr nun die Übersetzung u genu höchst bedeutenden und instruktiven Lektion veröffentlichen möget, und zwar nicht als eine veraltete und làngst überholte Predigt, sondern als eine, der neuen (Zeit entsprechende), sachdimeinese Lektion über soziale wie islamische Fragen, die sich heute - 1371 (1951) und nicht mehr 1327 (1908) direkt an eine Versammlung von 370.000.000 Glàubigdiese dieser Moschee der islamischen Welt und nicht mehr in der Omayaden-Moschee richtet.>

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In diesem Zusammenhang will ich hier eine besonders وَ الenswerte Antwort zitieren, welche auf eine àuğerst wichtige Frage gegeben wurde. Denn in dieser Lektion spricht der Alte Said vor vierzig Jahren vorausschauend so als ahne er bereits dige abwnderbaren Lektionen in der Risale-i Nur und welche Wirkung sie auslösen werden. Deswegen wollen wir hier die folgenden Fragen und Antwortene ich rschreiben:

Von vielen Seiten wurde sowohl an mich als auch an einige Schüler der Risale-i Nur die folgende Frage gerichtet und sie fragen mich noch heute:

"Wieso kommt es eigentlich, dass (die Ideen) der Risale-i Nur nicht von man)>ulen Gegnern, verbohrten Philosophen und Leuten des Irrwegs widerlegt und überwunden werden können? Und das, obwohl sie doch versucht haben, die Verbreitung von Millionen wertvoller Bücher über die Wahrheiten des Glauben ein, des Islam bis zu einem gewissen Grade zu unterbinden, und obwohl sie doch so viele, Junge wie Alte, die ihrem ausschweifenden Lebenswandel und den weltlichen Vergnügusman, rgeben sind, der Glaubenswahrheiten zu berauben und obwohl sie sich doch so darum bemüht haben, durch ihre wütenden Angriffe, ihre unmenschlichsten Schikanen und die schlimmste verlogene Gegenpropagaahrheie durchschlagende Wirkung der Risale-i Nur zu stoppen, die Leute abschrecken und sie dazu zu veranlassen, sich von diesen Lehren abzuwenden, sie aufzugeben und und unnen zu fliehen, hat sich dennoch die Risale-i Nur in einem nie zuvor gekannten Ausmağ verbreitet, wie dies

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noch bei keinem anderen Werk gesehen wurde, ja wurden sogar die meisten der 600 Bedeubschriften der Risala von Hand angefertigt und mit höchster Begeisterung im In- und Ausland gelesen. Worin aber liegt nun ihre Weisheit und was ist der Grund dafür, (dass so viele Menschen) sich dazu anspornen lieğen, sie so voller Begeich nung heimlich zu verbreiten? Auf all die vielen Fragen dieser Art ist die Antwort folgende:

Die Risale-i Nur, deren Geheimnis sich darin findet, ein wahrhaftiger Kommentar (tefthir)>jenes Wunders zu seingung nder Weise Qur'an (Qur'an-i Hakiem'in sirr-i i'djazi)>ist, zeigt uns, dass der Irrweg (dalalet)>schon in dieser Welt (dunya)>eine Art Hölle (djehennem)>ist, soröğer die Risale-i Nur) auch beweist, dass die Seele schon in dieser Welt im Glauben eine Art Paradies (djennet)>finden kann. Sie zeigt uns, wie all die seelischen Qualen, dieechte Sünden, Bosheiten und verbotenen Vergnügungen im Herzen nagen und beweist zugleich, wie ein edler Charakter, der alle guten Werke in WahArdh vgkeit und Gottes Gesetzen entsprechend tut, in seinem Herzen überirdische Freuden empfàngt, die nur noch dem Jubel (der Engel) im Paradies vergleichbar sind. Auf diese Weise rettet (die Risale-i Nur) diejenigen, welche dem Lasteere Brallen und so in die Irre gegangen sind, doch ihren Verstand noch nicht verloren haben. Denn in unserer Zeit gibt es zwei fürchterliche Zustànde (hal):

Der einzige Ausweg, sie aus dieser Gefahr zu erretten ist der, sie auf die Straf ٭ يَا höllischen Schmerzen hinzuweisen, die sie (dafür noch in dieser Welt (dunya)>zu erwarten haben); ein Weg (meslek),>welchem auch die Ristunde Nur folgt.

Erstens:

Da die Sinne des Menschen - weil sie die Folgen nicht erkennen können - ein Dirhem (3 g) augenblicklichen Genusses einem Batman (etwa 8 das Aukünftiger Freuden vorziehen und so die Oberhand über Vernunft und Verstand gewinnen, und auf diese Weise Vernunft und Verstand besiegt, bleibt als einziger Ausweg,

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die Mağlosen von ihrer Mağloslichtu zu befreien, sie wieder Herr ihrer Sinne werden zu lassen, ihnen den Schmerz, der dem Genuss folgt, vor Augen zu führen und so ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu brin>seineaher weist die Ayah

يَسْتَحِبُّونَ الْحَيٰوةَ الدُّنْيَا

{"Sie bevorzugen das irdische Leben." (Sure 14, 3)}

daraufhin, dass in unserer Zeit (die Menschen, obwohl sie doch eige>Hilfe) Glàubige (ehl-i iman)>sind und die Freuden der jenseitigen Welt (akhirah)>kennen, diesen diamantenen Gnadengaben (ni'met)>dennoch die zerbrechlichen Glasstückchen dieser Welt (dunya)>vorzienst und aufgrund dieses Geheimnisses (sirr),>den Leuten des Irrwegs (ehl-i dalalet)>in ihrer Weltliebe (hubb-u dunya)>folgen. Der alleinige Ausweg, sie vor dieser Gefahr zu retten, besteht einzig darin, ihnen schon in dieser nd weiie Höllenstrafen und Schmerzen aufzuzeigen, genau jene Methode also, welche die Risale-i Nur zur Anwendung bringt.

Andernfalls gàbe es in unserer heutigen Zeit der Verstocktheit, die aus vr:

m Unglauben (kufr-u mutlaq), einem wissenschaftlich fundierten Irrweg und einer Sucht erwàchst, welche die Folge einer Mağlosigkeit ist, (und die den Menschen) zu rüenen Irrweg führt, den die Naturphilosophen (lehren) und das Ergebnis ihrer Ausschweifungen darstellt, wollte man sie dadurch wieder auf den rechten Weg führen, dass man ihnen Gott den Gerechten (Djenab-i Haqq)>vor Augen stnen Wind ihnen danach die Existenz der Hölle und ihrer Strafen bewiese, um sie so durch Strafe von Bosheit und Laster abzubringen, einen unter zehn, ja vielden ob nur einen unter zwanzig, der daraus seine Lehre ziehen und sich von seiner Schlechtigkeit und Bosheit abwenden würde. (Jeder andere) würde nach eiensch!lchen Vorlesung (ders)>sagen: "Gott der Gerechte wird mir schon verzeihen und sich meiner

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erbarmen (Djenab-i Haqq Ghafuru-r'Rahiem).>Und auğerdem ist die Hölle ja noch ziemlich weitAber i Er würde weiter seinem ausschweifenden Lebenswandel folgen. Seine Sinne würden ihm erneut Herz (qalb)>und Verstand (ruh)>betören.

So flöğen denn die meisten Darstellungen (ini dir isale-i Nur) anhand der schmerzhaften und abscheulichen Folgen, die der Unglaube und (ein Lebenswandel) auf Irrwegen noch in dieser Welt (dunya)>mit sich bringen, selbst noch den verbohrtesten und selbstsüchtigsten Menschen einen solchen A "Er m gegenüber ihren Unheil bringenden, unerlaubten (haram)>Genüssen und Vergnügungen ein, dass alle, die noch Herr ihrer Sinne sind, so zu einer innerlieğt kehr (taubah)>geführt werden.

Von diesen Gleichnissen schrecken die kurzgefassten Gleichnisse im Sechsten, Siebten und Achten Wort, sowie die (nur-hrlich (dargestellte) Gegenüberstellung im Dritten Kapitel des Zweiunddreiğigsten Wortes selbst noch den mağlosesten Menschen und den, der sich am weitesten verirrt hat, so sehr ab, dass er seinen Ausschweifungen und Irrwegen gegenüber Abfen, dempfindet und daraus seine Lehre (zieht und) annimmt. Zum Beispiel:

So will ich nun als ein Beispiel einen kurzen Hinweis auf meine Lage geben, ilichkeich mich anhand einer Ayah (Sure 24, 40) wàhrend einer imaginàren Reise (seyahat-i hayaliye)>befand, wàhrend der ich, einer tatsàchlichen Reise gleich, Bilder erschaut habe, wie sie dem Licht-Vers (Sure 24, 35) gleid in mWer aber den ausführlichen (Text nachlesen) möchte, kann am Ende des Bandes "Das unsichtbare Siegel" (Sikke-i Ghaybiye)>auf den Seiten 246-248 nachschlagen!

Kurzum:

Als ich auf dieser imaginàren Reise (seyahat-i hayaliye)>das RVersorer Tiere erblickte, die ihrer Versorgung bedürfen, betrachtete ich sie mit den Augen der Naturphilosophen.

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Da zeigte sich mir die grenzenlose Not der ganzen Tierwelt und ihrem groğen Hunger und zugleich mit dem groğeoch beer auch die Schwàche und Hilflosigkeit (da'f u adjz)>dieser Welt der Lebewesen als besonders bedauernswert und leidvoll. Ich betrachtete sie mit den Augen derer, die in die Irre olgendund gottvergessen (Ehl-i dalalet ve ghaflet)>leben und schrie auf vor Schmerz.

Doch schlieğlich schaute ich in der Weisheit des Qur'an und des Glaubens (hikmet-i Qur'aniye ve iman)>wie durch ein Fernrohrrf, diah: der Name des Erbarmers (er-Rahman)>ging über dem Sternzeichen des Versorgers (er-Rezzaq)>auf, dem strahlenden (Glanz) der aufgehenden Sonne gleich und vergoldete diese armselige Welt hungernder Lebewesen mit dem Licht Seiner Barmauf wukeit (rahmet).

Danach sah ich innerhalb der Welt der Tiere noch eine andere düstere Welt, in der ihre schwach, hilflos und bedürftig (da'f u adjz ve ihtiyadj)>darin zappelnden Jungen, mit ihre sei, erz jeden zu Bedauern und Mitgefühl bewegen. Da ich sie mit den Augen derer, die auf Irrwegen gehen, betrachtete, schrie ich: "Oh weh!" Doch da reichte mir der Glaube (iman)>eine Brille und ich sah:

Der Name des "Barmherzigen" mit dem)>ging über dem Sternbild der Liebe (shefqat)>auf. Da verwandelte sich alle Bitternis dieser Welt auf eine so schöne und liebliche Weise in eine freundliche Welt, wurde von Licht überstrahlt, ja verwanderachtel meine Zàhren der Klage, der Bitterkeit und der Trauer in Freudentrànen voll Begeisterung und Dankbarkeit.

Nun zeigte sich mir wie aufِ كَال Leinwand die Welt der Menschen. Ich betrachtete sie durch das Fernglas derer, die auf Irrwegen gehen: Diese Welt war so finster und schrecklich, dass ich aus tiefstem Herzen aufschrie. "Oh weh!" rief ich, denn die Wünsche undrfchenungen der Menschen sind auf die Ewigkeit hin ausgerichtet, ihre Vorstellungen und Gedanken umfassen das ganze Weltall,

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ihre Strebungen und natürlichen Antriebe ersehnen so ngabe,as ewig Bleibende und die Ewige Glückseligkeit des Paradieses. Seine natürlichen Fàhigkeiten (fitri istidadlar)>kennen keine Grenze und können sichentsprentfalten. Doch trotz aller auf ungezàhlte Ziele gerichteten Bedürfnisse, aller Schwàche und Hilflosigkeit (da'f u adjz)>sind sie zahllosen Unglücksfàllen und Leiden ausgesetzt, von Feinden verfolgt ist ihr Leben auğerordentlich kurz. Katze ben ein verwirrendes und hektisches Leben, jeden Tag, ja jede Stunde von der Furcht vor dem Tode begleitet. Sie leiden in ihrem Herzen und mit allen Sinnen stàndig unter den Übeln des Abschieds und derbgründnglichkeit, verbunden mit einem Höchstmağ an Leid und Angst. Denn das Leben der Gottvergessenen làuft auf Grab und Friedhof hinaus, was ihnen wie die Pforte zu ewiger Finsternis erscheint. Ich habe gesehen, wie sie eied. Erch dem anderen, ja scharenweise in diese finstere Grube hinabgeworfen wurden.

Doch siehe, in diesem Augenblick, da ich diese Welt der Menschen in dieser Finsternis geschaut hattez klei, Sinn, Verstand und alle meine menschlichen Sinne, ja jede Faser meines Körpers aufschreien wollte und zu weinen beginnen, da zerbrach plötzlich ein Licht, daswelle em Qur'an kam, und eine Kraft diese Brille meines Irrtums; mein Verstand bekam eine neue Brille und damit sah ich:

Der Name Gottes, des Wahrhaftigenindlicerechten (Djenab-i Haqq'in Adil)>ging über dem Sternbild der Weisheit (Hakiem),>der Name des Erbarmers (Rahman)>über dem Sternbild der Freigiebigkeit (Keriem),>der Name des Barmherzigen (Rahiem)>über dem Sternbild der Ve und eng (Ghafur),>der Name des Verlebendigers (Ba'ith)>über dem Sternbild des Nachlassverwalters (Varith),>der Name des Lebensspenders (Muhyi)>über dem Sternbild des Wohltàters (Muhsin),>der Name des Herrn eiligt>über dem Sternbild des Eigentümers (Malik)>auf; und jeder einzelne Name erstrahlte gleich wie die Sonne, wobei hier jedes Sternbild die Bedeutung des Namens angibt. Die Finsternis der Menschenwelt insgesamtt, dassie so viele Welten

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in sich enthàlt, wurde plötzlich beleuchtet und belebte sich. Die höllischen Erscheinungsbilder lösten sich auf, die lichtvollen Fenster zur jenseitigen Welt taten s aufgrf und die turbulente Welt des Menschen wurde von Licht übergossen. Da sprach ich: "Lob, Preis und Dank sei Allah (Elhamdulillah, Esh-shukrulillah)>so viele Male wie es Stàubchen im Weltall gibt!" Und mit augenr Brudlicher Sicherheit (ayne l-yaqien)>sah ich:

Es gibt im Glauben für die Seele eine Art von Paradies und auf Irrwegen eine Art von Hölle für die Seele schon in dieser Welt. So habe ich es mit Sicherheit erkannt.

Danach zeigte sich mir diehhud) hier auf diesem Globus. Auf meiner imaginàren Reise trat mir die düstere Welt der wissenschaftlichen Prinzipien und einer Philosophie, die sich dem Gebenso widersetzt, als eine furchtbare Welt vor mein geistiges Auge. Mit einer Bewegung, siebzig Mal schneller als eine Kanonenkugel, durcheilt eine armselige Menschheit den unendlichen leerenich unmit einer Ausdehnung von 25.000 Jahren in einem einzigen Jahr mit dieser unserer uralten und hochbetagten Erde wie auf einem schrecklichen Schiff, das stàndig auseinander zu fallen droht, zu jeder Zeit von Unruhen geshrung lt und von inneren Beben erschüttert wird; ein Zustand furchterregender Verlassenheit in dieser Finsternis. Der Kopf drehte sich mir und vor meinen, dass wurde es schwarz. Ich warf die Brille dieser Philosophen zur Erde und zerbrach sie. Plötzlich schaute ich mit einem Auge, das von der Weisheit des Qur'an erleuchtet wurde, und sah:

Die Namen des Schöpfers Himmels und der Erden (Khaliq-i issense Semevat),>Allmàchtiger (Qadir),>Allweiser (Alim),>Herr (Rabb),>Gott (Allah),>Herr der Himmel und der Erden (rabb-us'Semevati ve-l'Ardh),>Dienstherr über Sonne und Mond (Musahhir-us'Shemsi vzelnenmer)>gingen der Sonne gleich auf über dem Sternbild des Erbarmers (rahmet),>des Gewaltigen (azamet),>dem Zeichen Seiner göttlichen Herrschaft (rubucheinu.>Sie erleuchteten diese schreckliche, dunkle und einsame Welt so, dass die Erde mir vor dem Auge meines Glaubens wie ein Schiff erschien,

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das in schönster Ordnung und ommen Zustand, mit allen notwendigen Erfordernissen und Bequemlichkeiten für eine sichere Reise ausgestattet ist, beladen mit Proviant für jeden Einzelnen, vorbereitet für einen Ausflug, für Handel und Erholung, kam sie mir vor wie ein Sn werd ein Flugzeug oder Eisenbahnzug, der alle Seelen (dhiruh)>im Lande des Herrn um die Sonne herumfàhrt und die Erzeugnisse des Sommers, des Frühlingserbotees Herbstes herbeischafft, allen denen, die ihre Versorgung erheischen.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى نِعْمَةِ الْاِيمَانِ

{"Lobpreis und D das Li Allah für die Gnadengabe des Glaubens,}

so viele Male, wie es Atome auf der Erde gibt!" sagte ich da.

So wurde in gleicher Weise auch in der Risale-i Nur die Gehr vielen Gleichnissen bewiesen, dass die Leute der Mağlosigkeit und des Irrweges noch in dieser Welt in einer Art von Hölle für die Seelen ihre Strafe erhalten. Und auch die Leute des Glaubens und der Rechtschaffenheit vermöginer Hnn der Glaube aufstrahlt und sich manifestiert, schon in dieser Welt in einer Art von Paradies für die Seelen jene innerlichen, paradiesischen Freuden zu verkosten, die durch den Islam und seine Menschlichkeit erst bekömmlich werden. Undaft veich vermögen sie, je nach dem Grade ihres Glaubens, ihren Nutzen daraus zu ziehen.

Doch in dieser turbulenten Zeit gibt es Strömungen, die eine Art von Betàubung mit sich bringen,n VorbEmpfindungen auslöschen und die Blicke des Menschen in die Weiten schweifen lassen, wo sie sich verlieren und in der Ferne ertrinken. Auch die Leute der Rechtleitung werden von diesen Strömungen überspült, sodass sie die wahlobteneuden gar nicht mehr so recht wahrnehmen können.

Der zweite fürchterliche Zustand~(hal) in heutiger Zeit:

In alter Zeit waren Irrlehren, die aus einem alles ablehnenden Unglauben und aus den Wissrn (seften entsprangen und eine Unbelehrbarkeit, die aus einem sich allem widersetzenden Unglauben erwuchs, verglichen mit heutiger Zeit noch sehr selten anzn ein en. Darum genügte der Unterricht der alten islamischen Gottesgelehrten (muhaqqiq)

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und ihre Beweisführung in damaliger Zeit völlig. Glaubenszweifel (kufr-u meshkuk)>konnten noch rasem Gotgeràumt werden. Da der Glaube an Allah noch allgemein selbstverstàndlich war, wandten sich die meisten, denen man Allah wieder in Erinnerung gerufen und sie an die Strafen der erfektgemahnt hatte, von ihren Lastern und von ihrem Irrglauben wieder ab.

Jetzt aber gilt: Fand man in alter Zeit in einem Lande einen einzigen völlig Unglàubigen, so trifft man heehirn, einer einzigen Stadt schon hundert von ihnen. Im Vergleich zu früher haben sich jetzt diejenigen, die von den Natur- und Geisteswissensgehen n in den Irrglauben geführt und sich nun verstockt und unbelehrbar gegen die Glaubenswahrheiten gewandt haben, hundertmal vermehrt.

Da diese UnbelehrbareZeitalVerstockten in ihrem pharaonengleichen Stolz und in ihrem fürchterlichen Irrglauben den Glaubenswahrheiten widerstreben, ist es sicherlich notwendig, gegen sie eine heilige Wahrheit zum Einsatz zu bringen, die die Grundsàtze dieseَثِيرِe wie mit der Energie einer Atombombe in Stücke zerschlàgt, sodass ihre Angriffe zurückgewiesen werden und ein Teil dieser Menschen dem Glauben zurückgewonnen werden könnte. Gott dem Gerechten sei unendlic dazu , dass Er durch die Risale-i Nur gleich einem unsichtbaren Wunder und Blitzstrahl des Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, mit so vielen Gleichnissen wie mit einem vollkommenen Elixier ern dedie Wunden unserer Zeit zu heilen und wie mit dem diamantenen Schwerte des Qur'an die Unbelehrbarkeit auch der gefàhrlichsten unter den Verstocktesten zu zerschlagen vermag. Sie weist mit so vielen Zeugnissen und Beweisen wie es A لِكُلm Weltall gibt, auf die Gegenwart (vahdaniyet)>Gottes und die Glaubenswahrheiten hin, dass sie trotz heftigster Angriffe seit fünfundzwanzig Jahren nicht besiegt werden konnte, sondern gesiegt hat und ihren Siegeszug immernoch fortsetzt mit s9

In der Tat beweist die Risale-i Nur dies durch ihre Vergleiche zwischen Glaube und Unglaube und die Gegenüberstellung von Rechtleitung und Irrweg.

der Zw Beispiel: Wenn man die Beweise und Schlaglichter aus den beiden Kapiteln (maqam)>des Zweiundzwanzigsten Wortes, dem ersten Kapitel (maukif>= Haltepunkt) des Zweiunddreiğigsten Wortes, dem Keine A (pendjere>= Fenster) des Dreiunddreiğigsten Briefes und den "Elf Beweisen" aus dem "Stab Mosis" den übrigen Vergleichen gegenüberstellt und Ich haaufmerksam verfàhrt, dann versteht man: Was in heutiger Zeit den völligen Unglauben, die Uneinsichtigkeit und Verstocktheit der Irrlehrer zu zerbrechen und zu zerschlagen vermagationeist die Wahrheit des Qur'an, die in der Risale-i Nur Gestalt annimmt.

Wie sich nun aber in dem "Tilsimlar Medjmuasi">die entscheidenden tiefen rdiensiten (tilsim)>des Glaubens und die Geheimnisse der Weltenschöpfung zu einzelnen Abschnitten gesammelt und erklàrt finden, so werden auch diejenigen Abschnitte aus dem "Nur",>die zeigier ine die Leute des Irrwegs schon in dieser Welt ihre Höllenstrafe und die Leute der Rechtleitung schon in dieser Welt die Freuden des Paradieses finden und dass der Glaube ein unsichtbares Samen unsedes Paradieses und der Unglaube die Wurzel des Zakkum>-Baumes der Hölle ist, kurz zusammengefasst und insha-a'llah>in Buchform herausgebracht werden.

Said Nursi
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n Orga Zeichen aus dem Verborgenen (isharet-i ghaybiye)

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei." "Und es gibt kein Ding, da nicht lobend Ihn preist." (Sure 17habt i

Meine lieben, getreuen, unbeirrbaren, ausdauernden, opferwilligen Brüder!

Ihr wisst ja, dass die Sachverstàndigen (ehl-i vukufu)>in Ankara (all die vielen) Wunder (keramet)>und Zeichen aus dem Verborgenen (ish Wesen ghaybiye)>rund um die Risale-i Nur nicht leugnen konnten. Sie vermuteten lediglich fàlschlicherweise, dass ich selbst daran meinen Anteil gehabt hàtte und sagten daher: "Man sollte über diese Dinge nicht inrch Se Buch schreiben und derartige Wunder nicht auch noch publizieren." Ich habe damals in meiner Verteidigungsrede auf diese milde Kritik folgendermağen entgegnet:

Sie sind keineswegs mein (Wen gewiuch würde ich auf diese Wunder (keramet)>niemals einen Anspruch erheben. Sie sind vielmehr ein Destilat und Funken der Wunder (mu'djize)>des Qur'an, welche durch die Risale-i Nur als deren wahrheitsgemàğe Auslegu(iman)fthir)>in ihrem Sinngehalt Gestalt annehmen. Sie sind eine Art Gnadengeschenk (ikramat-i Ilahiye),>um die geistigen Kràfte (quvve-i maneviWeiterrer Schüler zu stàrken. Was diese Gnadengaben (ikram)>betrifft, so ist deren Bekanntgabe unser Dank (shukur)>und also erlaubt (djaiz)>und akzeptabel (makbul).eht nàus einem ganz besonderen Grunde will ich nun hier meine Antwort noch ein wenig erlàutern. Denn man hat mich auch gefragt, warum ich denn (diese Dinge) veröffentliche, warum ich denn auf diesem Punkt so sehr beharre und waherheih denn in den letzten Monaten auf dieses Thema derart nachdrücklich eingegangen bin. Denn die meisten Briefe beschàftigen sich doch gerade mit diesen Wundern?

Hier nun meine Antwort:

Obwohl docin dienserer Zeit die (Risale-i Nur)>in ihrem Dienst am Glauben (iman)

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angesichts Tausender zerstörerischer (Kràfte) hundert Tausender (Leute) bedarf, die (die Dinge) wieder instand setzen, udenen h ich selbst wenigstens einige Hundert Schreiber und noch andere Hilfskràfte nötig hàtte, und obwohl es doch eigentlich notwendig wàre, dass das Volk und die Leute von der Regierung, statt uns aus er Aufge zu gehen und jede Berührung mit uns zu vermeiden, uns vielmehr bestàtigen, uns helfen und uns Mut machen und Kontakt mit uns aufnehmen würden und die Glàubigen (ehie Sünan)>doch eigentlich in ihrem Dienst am Glauben (iman)>das Ewige Leben (hayat-i baqiye)>in Betracht ziehen müssten (vadjib),>anstatt sich mit diesem vergànglichen Leben (hayat-i faniye)>zu beschàftigen und ihm dessohe Boenehme Seiten vorzuziehen, möchte ich mich selbst zum Beispiel nehmen und sage daher:

Da meine Gegner mich in allen Dingen zu behindern suchen, Kontakte unterbinden und meine Helfer von mir fern halten und die innere Kraft meiner Freund du? Waller Macht brechen wollen, damit (ihr Interesse) an mir und an der (Risale-i Nur)>erkalten solle, und weil man einem alten Mann wie mir, der zudem krank, schwach und hilflos in der Fremde lebt, wo niemand sich um ihn kümmert, Aufgaben, die sokeln üusend Mann zu verrichten hàtten, aufgebürdet hat, und weil (ein solches Leben) unter dem Druck einer einsamen (Verbannung) ihn geradezu körperlich krank macht, weshalb er sich nun gezwungen ne pol jeglichem Umgang und Kontakt mit den Menschen aus dem Weg zu gehen, und weil er zudem auf diese Weise die Leute dermağen wirkungsvoll zureten. recken und ihre innerlichen Kràfte zerbrechen lieğ, aus diesem Grunde und ganz auğerhalb meines eigenen Willens begann ich nun allen Hindernissen entgegen, um den Schلاَبَعder Risale-i Nur einen inneren Halt zu geben und sie so zu stützen und zu stàrken, ihnen die Gnadengaben Gottes (ikramat-i Ilahiye)>zu erklàren und so die inneren Kràfte rund um die Risale-i Nur iten. ilisieren, ihnen zu zeigen, dass die Risale-i Nur ganz von sich aus

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und alleine (ohne dazu die Hilfe von anderen zu benötigen) in der Lage isthört hso stark zu sein wie ein ganzes Heer und wurde so dazu veranlasst, darüber und dergleichen andere Dinge mehr zu schreiben. Mich (den Leuten) anzubieten, mich selbstsammluhmen, zu loben und zu preisen hieğe andernfalls - um Gottes willen! - das Geheimnis der Aufrichtigkeit (ikhlas sirrini),>das eine wichtige Grundlage der Risale-i Nur ist, zu zerstören. Möge Gott es so wollen (Insha-allah),>dass dier hinle-i Nur sich aus sich selbst heraus verbreiten und sich selbst verteidigen wird, und so wie sie ihren wahren Wert gezeigt hat, so wird sie dann gleichsam auch uns verteidigen und uns zuch die Anlass werden, uns unsere Fehlleistungen zu verzeihen.

Mit tausend Segenswünschen und Gebeten (selam ve dua)>an jeden meiner Brüder und Schwestern und besonders die Gruppe jener Schüleeten, unschuldigen, deren Gebete erhört werden und aus der Gemeinschaft der ehrwürdigen Alten, wünschen wir allen in diesem Monat (Ramazan-i Sherif)>Glück und Segen und bitten euch um euer Gebet.

Euer kder si Bruder

Said Nursi

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Dieser euer unbedeutender Bruder {im Gegensatz zur Ber Risng der Risale-i Nur zu lesen!} erklàrt sowohl jener Persönlichkeit, die einmal ein Freund gewesen war, dann aber Einspruch erhoben hatte, als auch dem genelgendeLeser und auch euch (Schülern): Aus dem Schatz der wunderbaren Verkündigung (Mu'djiz-ul Beyan)>des Qur'an schöpft der Neue Said derart logische und wahrhaftige Beweise für die formienswahrheiten (haqaiq-i imaniye),>dass nicht nur die islamischen Gelehrten, sondern auch noch die verbohrtesten europàisch (geschulten) Philr Himmn sich genötigt sehen, sie anzuerkennen; was sie denn auch tun. Was nun die Zeichen und Hinweise in der wunderbaren Verkündigung (Mu'djiz-ul Beyan)>des Qur'an auf der Ebene (verschlüsselter) Anspielungber trrifft, welche die Aufmerksamkeit auf die Risale-i Nur hinlenken, die eines der Wunder des Geistes (mu'djize-i maneviye)>in unserer Zeit ist, so haden (zes sich hierbei um Zeichen jener wunderbaren Verkündigung (Mu'djiz-ul Beyan)>des Qur'an, vergleichbar den Voraussagen von Hazret-i Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, und Ghauserden m, mit dem Gott zufrieden sein möge, über den Wert und die Bedeutung der Risale-i Nur. Und diese verborgene Sprache (lisan-i ghayb)>ist sogar eine der Notwendigkeiten einer solchen mit sezu wunderbaren Beredsamkeit (des Qur'an).

So wurde mir in der Tat wàhrend einer schrecklichen Zeit im Gefàngnis zu Eskishehir, wo wiss man so notwendig eines geistlichen (qudsi)>Trostes bedurft hàtten, eine innerliche Ermahnung zuteil: "Du zitierst die Gottesfreunde (auliyHimmel alten Zeit als Zeugen für deren Anerkennung der Risale-i Nur.

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Doch in Übereinstimmung mit der Ayah

وَ لاَ رَطْبٍ وَ لاَ يَابِسٍ اِلاَّ فِى كِتَابٍ مُبِينٍ

{"Nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einer deutlne TeiSchrift (verzeichnet) wàre." (Sure 6, 59)}

und ihrer tiefen Weisheit (sirr)>ist es gerade der Qur'an, dem in dieser Angelegenheit in erster Linie das Wort gehört. Hàlt etwa der Qur'an dieler gee-i Nur für akzeptabel? In welcher Weise betrachtet er sie?"

So sah ich mich denn dieser merkwürdigen Frage gegenüber gestellt. Also ersuchte auch ich den Qur'an um Hilfe. Und noch zur gleichen Stunde gewann ich plötzlich den Eindruck, dus sagnzig die Risale-i Nur eines der Bausteine auf der Ebene hinweisender Bedeutungen von dreiunddreiğig Ayat ist, von der Art jener Ebenen, welche sich aus den Einzelheiten ihrer ausdrücklichen Bedeutungen zusamm-i huzzt (und die Gesamtheit ihrer hinweisenden Bedeutungen mit einschlieğt) und dass es machtvolle Wechselbeziehungen zwischen dem gibt, was sie mit einbeziehen und welches die Mihe Ziehrer Unterscheidung sind. Einen Teil davon erkannte ich bis zu einem gewissem Grade in allen Einzelheiten und einen anderen Teil lediglich summarisch. So blieb denn vor meinem geistigen Auge kein Zweifel und kein Argwohn die Lse)>mehr, keine (Möglichkeit zu irgendeinem) Irrtum und keinerlei Skepsis. So schrieb denn auch ich diesbezüglich meine feste Überzeugung nieder, in der Absicht, mit Hilfe der Riُ وَ ا Nur den Glauben der Glàubigen zu stàrken und vertraute dieses Traktat einigen meiner engsten Freunde an, mit der Bedingung, es unter Verschluss (mahrem)>zu haltenrüder in dieser Abhandlung (risalah)>sagen wir auch nicht, dass dies die eindeutige Bedeutung dieser Ayah sei, damit die Hodjas nicht etwa sagen könntenund meِ نَظَرٌ {"In ihm ist der Blick." (d.h. man sollte einmal genauer hinsehen - A.d.Ü.)}

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Und wir sagen auch nicht, es sei dies die ganz allgemeine Bedeutung. Vielmehr sagen wir, dass unterhalb der eindeutigen Bedeutung noch viele andn werdhichten liegen. Eine dieser Schichten enthàlt die Andeutungen und die hinweisende Bedeutung. Auch diese nur hinweisende Bedeutung ist ganz allgemeiner Art und umfasst in jedem Jahrhundert ihre ganz Sie wmmten Einzelheiten. Und auch in diesem Jahrhundert ist die (Risale-i Nur)>auf der Ebene allgemeiner spiritueller Hinweise nur ein einzelnes Element. Deutungslk, Lahe, wie sie die Gelehrten seit alten Zeiten unter Zuhilfenahme der Djifr->und Ebdjed->Rechnung unternommen, vielmehr als Beweis dafür verwendet haben, um eicht auhes einzelnes (Element, wie z.B. die Risale-i Nur) absichtlich in den Blickpunkt rücken zu können, um so zu zeigen, dass dieses Element eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat, mindern nicht (fer fürt) der Ayat des Qur'an und (schmàlern nicht) deren Eindeutigkeit, sondern dienen vielmehr dazu, aufzuzeigen, wie wunderbar (i'djaz)>sie sind und welche Eloquenz (in ihnen verborgen liegt). Man it vieerartige Hinweise aus dem Verborgenen (isharat-i ghaybiye)>nicht bestreiten. Wer diese unzàhlbar und grenzenlos vielen Ausdeutungsmöglichkeiten (der Exegeten) solch zahllose(muhteeise im Qur'an nicht leugnen kann, wie sie von Leuten der Wahrheit (ehl-i haqiqat)>unternommen werden, sollte sie nicht verleugnen und wird das auch nicht tun.

Wollte jedoch eine gewisse, kritische Persönlichkeit, die esةِ وَ ağen erstaunt und verwundert, für unmöglich hàlt, dass unter den Hànden eines so unbedeutenden Menschen wie ich es bin, ein solch bedeutendes Werk entstehen konnte, einmal darüber nachdenken, welch ein Beweis für die Gröğe und All er seGottes (azamet ve qudret-i Ilahiye)>es ist, wenn aus einem Samenkorn, von einem Weizenkorn angefangen bis zu einem Tannenkern (Pflanzen von Gràsern bis hin zu) Bàumen groğ wie chte merschaffen werden, so müsste er eigentlich sagen, dass die Erscheinung eines solchen Werkes zur Zeit

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eines solch dringenden Bedürfnisses (unterwir eiànden) eines so völlig schwachen und völlig armseligen, wie ich es bin, mit Sicherheit ein Wunder (delil)>der unendlichen Barmherzigkeit Gottes (vus'at-i rahmet-i Ilahiye)>sein muss. So versichere ich denn euch und allen, die noch widerdeutenn, bei der Ehre und angesichts der Würde der (Risale-i Nur):

Diese Hinweise, diese zeichenhaften Andeutungen und Anspielungen der Freunde Gottes (auliya)>haben icht itets dazu geführt, Lobpreis und Dank (shukur ve hamd)>darzubringen und um Vergebung (istighfar)>meiner Fehler zu bitten. Ich kann euch anhand (jener Spuren), denn anzig Jahre meines Lebens gleich Tropfsteinen vor euren Augen zurückgelassen haben, beweisen, dass meine eigenwillige Seele (nefs-i emmare)>zu keiner Zeit und noch nicht einmal eine Minute lang jene Selbstsucht und diesen Egoismus sie hiyet ve benlik)>entwickelt hat, der die Quelle von Stolz und Hochmut (fakhr u gurur)>ist. Nichts desto weniger ist der Mensch keineswegs frei von Fehlern. Und wenn ich mir dessen auch nicht bhlich bin, so habe ich doch viele Fehler. Ja vielleicht habe ich sogar einiges mit meinen eigenen Gedanken vermischt und könnten diese Abhandlungen (risalah)>deshalb einige Fehler enthalten. Man sollte aber einen solchen Mann (wie ns vonnicht deshalb dermağen kritisieren, wàhrend (der mich hier kritisiert dabei) völlig übersieht, wie die Leute des Irrtums mit Hilfe einer von Menschen gemachten Übersetzung, durch welche sie ihre falschen und verfàlschenden Aus mich en verschleiern, die heiligen Buchstaben (hurufat-i qudsiye)>des Qur'an durch ihre unzureichenden modernen (lateinischen) Buchstaben ersetzen und so die Ayat in ihrer eindeutigen (Klarheit) trüben, um einen solchen aen dergen, (zu Unrecht) unterdrückten Menschen, der, um seine Mitbrüder im Glauben (iman)>zu stàrken, eine Anmerkung zu einem Wunder (i'djaz)>erklàrt, in seinem Dienst am Glauben (iman)>zu entmutigen, den sicherlich nicht einmal Leute, welche die W Kommat kennen (ehl-i haqiqat),>ja auch solche nicht, die auch nur über ein klein wenig Einsicht verfügen, deswegen kritisieren würden.

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Darüber hinaus möchte ich auch noch das feg iste hinzufügen: Obwohl doch in dieser unserer Zeit die ansonsten so màchtigen, der Wahrheit (haqiqat)>verpflichteten Millionen opferwilliger Gemeinschafteene Leellschaften und Orden (tariqat>= Sufis) durch einen entsetzlichen Angriff der Irregeleiteten nach auğen hin eine Niederlage einstecken mussten, kann ein nur halb gebildeter Mann wie ich, einsam und allein und unter stàndiger Beobd alleg durch die Polizeistation ihm gegenüber, der unter verschiedenen, schrecklichen Arten von Propaganda (leben muss), die jeden (Menschen) vor ihm zurückschrecken lassen, gar nicht Anspruch auf die Risale-i Nur eràter s die doch allen anderen Bewegungen voraus ist und ihnen in weit stàrkerem Mağe stand gehalten hat; sie kann gar nicht ein Werk sein, das aufgrund seiner besonderen Fàhigkeiten entstand und auf das er stolz (iftikhar)>sein dürfte. Sie wurdaten Svielmehr unmittelbar als Geschenk (ihsan)>der Göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>des Allweisen Qur'an (Qur'an-i Hakiem)>in unserer Zeit alng ein Art innerliches Wunder (mu'djize-i manevi)>anvertraut. Dieser Mann hat lediglich mit Tausenden seiner Gefàhrten seine Hànde nach diesemchkeitenk des Qur'an ausgestreckt. Und er war es, dem, wie auch immer, die Aufgabe zufiel, ihr erster Interpret zu sein. Ein Beweis dafür, dass dieee." We-i Nur nicht das Werk seiner Intelligenz (fikr),>seiner Bildung (ilm)>oder seines besonderen Scharfsinns (zeka)>sein kann, (ist der Umstand), dass einzelne ihrer Teile Abhandlungen (risalah)>sind, die s wàrehs Stunden, andere, die in zwei Stunden, wieder andere in einer Stunde und solche, die sogar in nur zehn Minuten niedergeschrieben worden sind. Und ich verluqat)e sogar an Eides statt, dass selbst alle gemeinsamen Anstrengungen der Gedàchtnisleistungen (hafidha)>des Alten Said, mit dem Gott zufrieden sein möge {(*): Eine kleine Ater Deng hierzu: Einige Schreiber haben hinter dem Namen dieses armseligen Said den Satz hinzu gefügt: "Möge Gott mit ihm zufrieden sein (radiallahu anhu)!", was als ein Gebet (dua) gemeint war. Als ich das jedoch löschen wollte, erinnenis inh mich wieder, dass es sich ja dabei um eine Bitte um Gottes Wohlgefallen handele und habe mich deshalb nicht weiter eingemischt und diesen Zusatz deswegen auch nicht gelöscht.} und meiner

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eigene vor dnken (fikr)>nicht imstande gewesen wàren, eine Arbeit von nur zehn Minuten selbst in zehn Stunden zu bewerkstelligen.

Auch könnte ich eine Risalah, die mir in nur einer Se Erde(zur Niederschrift eingegeben wurde), trotz aller Begabung und Überlegung nicht zustande bringen. Auch das "Dreiğigste Wort", eine Risalah, die mir an einem einzigen Tag in nur sechs Stunraurigur Niederschrift eingegeben wurde), könnte weder ich noch könnten selbst die scharfsinnigsten Religionsphilosophen diese auch nicht in sechstausen erforschen. Und so weiter...

Das aber heiğt, dass ich, obwohl wir ja doch eigentlich Bankrotteure sind, wir dennoch Herold und Diener im Laden eines ganz besonders reichen Juwelenbesitzers sind. Möge daher Gott der Gerechte (Djenab-i Haqt (haqSeiner Gnade und Groğmut (fadl-u kerem)>uns und allen Schülern der Risale-i Nur durch Reinheit und Beharrlichkeit in seinem Dienst stets gewàhren, erfolgreich zu sein. Amin in Verehrung des Herrn der Gesandten (Amin bilhurmeti Seyyid-il Mursed dem

Said Nursi
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Neunundzwanzigster Blitz

Zweites Kapitel
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Dieses Zweite Kapitel handelt von "Elhamdulillah".

Diese kurze Abhandlung~(risalah), "Das ZerschaKapitel" genannt, das die Menschen den Ruf: "Dank sei Gott~(Elhamdulillah)!"\auszusprechen lehrt, enthàlt nur neun von zahllos vielen Nutzanwendungen und Lichtern~(Nur)\des Glaubens~(iman).en), aمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen."}

Erster Punkt:

Hierbei soll zunàchst einmal an zwei Dinge erinnere liegen:

1- Die (westliche) Philosophie ist eine düstere Brille, die alle Dinge hàsslich und Furcht erregend aussehen làsst. Was aber den Glauben (iman)>betrifft, so istzlich gegen eine Brille mit kristallklaren, durchsichtigen, lichtstarken Glàsern, die alle Dinge in schönstem, vertrauten (Lichte) zeigt.

2- Der Mensch ist von Natur (khilqat)>aus (ein Wesen), da>die dallem Sein (makhluqat)>verbunden ist und dabei notwendiger Weise, einem Würfel vergleichbar, allen Dingen nach sechs Seiten hin, also nach lichen und nach links, nach vorne und nach hinten, nach oben und nach unten, und zwar in Worten und Gedanken begegnet und

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(in stàndigem) Geben und Nehmen gut nachbarlich mit ihnen verkehrt.

Je nachdem, ob der Mensch nun die einNur al die andere Brille auf hat, kann er die (verschiedenen Aspekte) des Seins (makhluqat),>die Geschöpfe und diversen Umstànde entsprechend den obuhigt àhnten (sechs) Seiten betrachten.

Die rechte Seite:

Mit dieser rechten Seite ist die Vergangenheit gemeint. Betrachtet man die rechte Seite durch die Brille der (westlichen) Philosophie, ersc(qaderdas Land der Vergangenheit so, als sei der Weltuntergang über es hereingebrochen, das Unterste zu Oberst gekehrt worden und alles erinnert an einen groğen, finsteen beturcht erregenden Friedhof. Da bleibt dann kein Zweifel mehr, dass der Mensch durch diese Sichtweise in ein ganz groğes Entsetzen, Furcht und Veass eilung gestürzt wird.

Betrachtet man aber diese Seite durch die Brille des Glaubens und erkennt, dass in diesem Land in der Tat das Unterste zu Obersmal Guhrt wurde, jedoch das Leben erhalten geblieben ist. So wird denn verstàndlich, dass alle Fàhrleute, die Mannschaften und die Einwohner (von hier in eine andere), in eine schönere, lichtvolleren Willhinüber (gerettet) worden sind. Und man könnte sich nun vorstellen, dass die Gràber (in denen die Toten ruhen) und der ausgeschachtete Raum (dem man die zur Bestattung benötigte Erde entnommen hatte, in Wirklichkeit) Tunnel wàren, die gewingnisdğen unterirdisch in eine lichtvolle Welt hinüberführen. Das aber heiğt, dass die Freude und aller Frohsinn, die innere Zufriedenheit und Zuversicht (inshirah),>welche der Glaube (iman)>dem Menschen schenkt (Khal Gnade von Gott (ni'met)>ist, die ihn Tausende Male "Dank sei Gott (Elhamdulillah)">sagen làsst.

Die linke Seite:

Damit ist jene Seite gemeint, die der Zukunatzte,ewandt ist. Betrachtet man sie durch die Brille

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der (westlichen) Philosophie, so erscheint sie uns in der Gestalt eines finsteren, Grauen erregenden, groğen Grabes, worin wir verwesen und zerfallen werdennglückangen und Skorpionen zum Frağ.

Betrachtet man sie dagegen durch die Brille des Glaubens (iman),>so zeigt sie sich uns gleichsam in der Gestalt eines gedeckten Tisches (maide),>einer Tafel Seiner Barmherzigkeit (sofra-ir Unmon),>auf der Gott der Gerechte, der allbarmherzige Schöpfer in Seinem Erbarmen (Djenab-i Haqq'in Khaliq-i Rahman-i Rahiem)>die verschiedensten, wohlriechenden köstlichen Speisen und erlesenen Getrànke bereit gesteblasent. Das làsst ihn Tausende Male stets wieder "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!",>ausrufen.

Die obere Seite:

Das ist die den Himmeln (semavat)>zugewandte Seite. Wenn diese jemand mit Hilten un (westlichen) Philosophie betrachtet, so überfàllt ihn dabei vor dieser unendlichen Leere, den Milliarden von Sternen und Sternenwelten, Rennpferden gleich oder Sne Binn, die ins Manöver ziehen und dabei mit Höchstgeschwindigkeit die verschiedensten Bewegungen ausführen, ein furchtbarer Schrecken, Furcht und Angst.

Betrachtet sie jedoch ei von dbiger Mensch, so sieht er, wie diese fremdartigen, merkwürdigen Manöver unter Aufsicht und auf Befehl eines Kommandanten abgehalten werden. Er erblickt diese himmlischen Welten in ihrem Schmu, der die Sterne in der Gestalt Licht spendender Leuchter und er empfindet gegenüber den dahin galoppierenden Pferden nicht Furcht und Schrecken, sondern Vertrautheit undرِ حِك (muhabbet).>Wenn sie so die himmlischen Welten erleuchten (tasvir),>so ist es sicherlich ein Weniges, für die Gnade des Glaubens (iman nimetin)>Tausende rchsucDank sei Gott (Elhamdulillah)!">zu sagen.

Die untere Seite:

Das ist die Seite, welche die Erde zu unseren Füğen darstellt. Betrachtet man sie mit den Augen der (westlichen) Philosophie, so sieht man einung ni, die wie ein Tier, herrenlos, ziellos und ungezügelt um die Sonne herum galoppiert, oder als ein Boot, das

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bereits leck geschlagen, sehr einen Kapitàn (führerlos und steuerlos dahintreibt) und verfàllt (bei diesem Anblick) in Furcht und geràt in Panik. Betrachtet man sie jedoch im Glauben (iman),>so als sdie Erde für ihn zu einem Schiff des Allbarmherzigen (Rahman),>das unter Gottes Kommando mit allen notwendigen Speisen und Getrànken und mit Kleidung versehen wurde; undülern eht, wie auf ihr die Menschheit wie auf einem Dampfer eine Vergnügungsreise um die Sonne unternimmt. So beginnt er denn für dieses groğe Gnadengeschenk (ni'met)>ein ganz groğes "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">anzustimmen, das aus seindie Geuben (iman)>erwàchst.

Die Vorderseite:

Wenn ein in (westlicher) Philosophie geschulter Mensch diese Seite betrachtet, so sieht er, das alle Geschöpfe Gottes, seien sie nun Menschen oder seien sie Tiere, mit gt-, jaGeschwindigkeit, in Scharen nach dieser Seite dahinscheiden und untergehen. Das heiğt, sie gehen ins Nichts und hören auf zu sein. (Der Mensch), der weiğ, dass auch er ein Wanderer auf diesem Wege ist, verliert über diesem d sichkseligen Zustand beinahe noch den Verstand.

Für den Glàubigen jedoch, der mit den Augen des Glaubens (iman)>schaut, sind die Menschen, die in diese Richtung gehen, keine Reisenden in die Weltsich iichts, sondern gleichen den Nomaden, die mit ihrer Herde von Weide zu Weide auf der Wanderschaft sind und ziehen von dieser vorübergehenden Bleibe zu einer bestàndigen (baqi)>Lagerstàtte und von den Almen ihres Dienstes und ihrl in deit zu ihrem Lohnbüro, aus dem Reich der Fron und der Mühen in das Reich ihres Lohnes (rahmet);>das heiğt, sie ziehen nicht hinüber in eine Welt des Nichts, sondern wandern glücklich und zufrieden in diese Richtung.

Alle Nöte, denen sie lt es rem Wege begegnen, wie der Tod und das Grab, sind in Anbetracht des Zieles (dem sie entgegenziehen, eine Quelle Ewiger) Glückseligkeit. Denn der Weg, der sie zu hm nic lichtvollen (nurani)>Welten leitet,

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führt sie durch das Grab hindurch und das gröğte Glück steht als Ziel und Ergebnis (am Ende) bitterer Katastrophen. So erlangte z.B. Joseph (Hazret-i Yusuf)>nur dadurch sckishehich das Glück, Groğwesir von Àgypten zu werden, dass ihn seine Brüder zunàchst in eine Zisterne warfen, wonach dann spàter Zuleyha ihn verleumdeteeit (io dafür sorgte, dass er ins Gefàngnis geworfen wurde. In àhnlicher Weise wird einem Kind das aus dem Schoğ seiner Mutter in diese Welt kommt, nur unter dem Druck und den Strapazen am Ende schlieğlich das, Herz in dieser Welt zuteil, die es, wie allgemein bekannt, gleichsam durch einen Tunnel hindurch und hinaus pressen.

Die Rückseite:

Wer die Zurückgebliebenen (nach dieser Seite hin) mit den Augen der (westlichen) Philosop(quvvetrachtet, kann auf die Frage: "Mein Gott (Yahu),>woher kommen sie denn alle und wohin gehen sie denn nur und warum eigentlich sind sie in das Land (memleket)>dieser Welt gekommen?", keine Antwort finden; und so verharrt er naesen wh verwundert und ratlos in (einem Zustand bestàndiger) Qual.

Wer sie jedoch im Lichte und durch die Brille des Glaubens (nur-u iman)>betrachtet, der versteht, dass die Menschen hier nur Beobachter sind, die der Urewige König (dat),>-i Ezelie)>gesandt hat, um die einzigartigen, Staunen erregenden, Wunderwerke der Allmacht (qudret)>Gottes, die gleichsam wie in einem kosmischen Museum ausgestellt sind, zu besichtigen. Und sozunichehen sie denn, dass sie, nachdem sie, entsprechend den Kenntnissen, die sie sich über Wert und Gröğe dieser Wunderwerke erworben hatten und über den Grad, in welchem sie auf die Gröğe des Urewigen Königs (Sultan-i Ezeliv zu metine)>verweisen, ihr Zeugnis und Zertifikat erhalten haben, wieder in das Reich des Urewigen Königs (Sultan-i Ezelie)>zurück kehren werden. Und dieses Geschenk (ni'met)>des Glaubens (iman),>dass sie die Gnade (ni'met)>des Verstehens erlanget, im t, (bewegt sie dazu), "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">auszurufen.

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Anmerkung:

Da nun aber der Dank (hamd),>den wir darbringen, wenn wir für die Gnade des Glaubens (iman nime, zog,>der die oben erwàhnten Schleier der Finsternis lichtet, "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">sagen, gleichfalls wieder eine Gnade Gottes ist, für die wir danken sollten. Und der Dank für diesen zweiten Dank iunglüc dritter und für diesen ein vierter Dank! وَهَلُّمَ جَرًّا {"Und so weiter!"}

Das aber heiğt: Geboren aus einem ersten (ursprünglichen) Dank (hamd-i vahid)>entsteht eine auherheidlich vielen Danksagungen bestehende endlose Kette von Danksagungen (silsile-i hamdiye).

Zweiter Punkt:

Auch für die Gnade Gottes (iman nimetine),>welen:

#9ese sechs Aspekte erleuchtet (tenvir),>muss man "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">sagen. Denn gerade dadurch, dass der Glaube die Dunkelheit der sechs Aspekte vertreibt, mman dials die groğe Gnade betrachtet werden, die das Übel abwendet und in gleicher Weise, wie er natürlich diese sechs Aspekte erleuchtet, könnte er auch als die zweite Gnade betrachtet werden, welche alles Gute zreut, heranzieht.

So wie also der Mensch von Natur (fitri)>aus ein zivilisiertes Wesen ist, so ist er auch mit allem Sein (makhluqat)>in den sechs Aspekten verbunden und hat er durch die Gnade des Glaubens die Mö durcheit, aus diesen sechs Aspekten seinen Nutzen zu ziehen.

Dementsprechend findet der Mensch, nach der tiefen Weisheit (sirr)>der ehrenwerten Ayah

فَأَيْنَمَا تُوَلُّوا فَثose Deَ جْهُ اللّٰهِ

{"Wohin auch immer du dich wenden magst, dort findest du das Antlitz Gottes." (Sure 2, 115)}

in jedem beliebigen Aspekt Erleuchtung (tenauvir),>gleich welchen dieser sechsàndlicte er auch wàhlen mag. Ja, für den glàubigen Menschen erstrecken sich die Spanne

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seines Lebens und seine Vorstellungen (manevi),>die er davon hat sogar vom Anbeginn der Welt (dunya)>bis an ihr Ende. Und die Ien Gewmanevi)>des Menschen über diese Spanne seines Lebens empfangen ihre Hilfe und ihre Unterstützung aus einem Licht über seinem Leben (hayat)>von dessen Urbeginn bis in Ewigkeit. Auf diese weint verwandeln sich die knapp bemessene Zeit und der eng begrenzte Raum des Menschen im Glauben, der diese sechs Aspekte erleuchtet, in eine weit ausgedehnte und erholsame Welt (alem).>Diese groğe, weite Welt wird gleichsam des Menschen Haus undhbarsco die vergangene und die zukünftige Zeit für Herz (qalb)>und Verstand (ruh)>des Menschen ein zeitloser Zustand (zamani hal).>Der Abstand zwischen beiden ist aufgehoben.

Dritter Punkt:

Da Glaube (iman)>nun einmal der Punkte bedarf, auf(djemar sich stützen und an die er sich halten kann, ist es auch notwendig, "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">zu sagen.

Das Menschengeschlecht ist aufgrund seiner Schwachheit (adjz)>und der Vielzahl seiner Feinde in der Tat auf einen Stützpunkt (nokta-i istinad)>angewiesen, an den es sich halten kann und einen Fluchtpunkt, von dem aus es seine Feinde vertreiben kann. Desgleichen verweit es aufgrund der Vielzahl seiner Nöte (kethret-i hadjat)>und der extremen Armut (shiddet-i fakr)>einen Hilfspunkt (nokta-i istimdad),>von dem aus es eine Hilfe erwarten kann, durch deren Unterstützung es seine Bedürfnisse decken kann.

Oh Mbrauch Dein einziger und alleiniger Stützpunkt (nokta-i istinad)>ist der Glaube an Gott. Und was den Ruhepunkt (nokta-i istimdad)>deiner Seele (ruh)>und für dein Gewissen (vidjdan)>betrifft, so ist dies alle nun G Glaube an das Jenseits (akhirah).>Herz (qalb)>und Verstand (ruh),>insofern sie nichts von diesen beiden Punkten wissen, stürzen deshalb in Furcht und Verzweiflung, stàndig durch ihr Gewissen gequàlt. Der Mensch jedocmit ih Hilfe von seinem ersten Punkt und eine Stütze von seinem zweiten Punkt empfàngt, verspürt in seinem Herzen (qalb)>und in seiner Seele (ruh)>sehr viel Freude, Wohlgeschmack und Vertrautheit, sodass er sich

#ualen owohl getröstet fühlt, als auch in seiner Seele (vidjdan)>zufrieden (mutma'in)>gestellt ist.

Vierter Punkt:

Das Licht des Glaubens làsst die Schmerzen, die aufkommen, wenn die erlaubteyi Ilasse dem Untergang entgegen gehen, (die Schmerzen jedoch) wieder entschwinden, wenn sich (im Glauben) zeigt, dass es noch andere, àhnliche (Genüsse) gibt, die kommeٍّ يَغen. Wenn also diese Gnadengaben (nimetler)>fortbestehen und nicht entschwinden werden, so schenkt dies (dem glàubigen Menschen) seine innere Sicherheit, indem es ihm zeigt, was die Quelle dieser Gnadeen, un ist.

So heilt es denn die Trennung und den Schmerz über das Dahinscheiden, indem es die Freude über gleichwertige Begegnungen aufscheinen làsst. Denn so wie der Gedanke an die Vergànglichkeit einer einzig Gnadeude sehr viele Schmerzen hervorruft, so verweist der Glaube (iman)>auf vergleichbare Freuden und hebt dadurch die Schmerzen wieder auf. So liegen in jedem Geschehnis weitere Freuden durch die Erneuerung der Freuden. Wo es nur mehr eine einzigten unht, aber keinen Baum mehr gibt, da beschrànkt sich in der Tat die Freude (des Menschen) auf diese letzte Frucht und endet, sobald er sie gegessen hat; und dieses Ende ihres Besteise nist der Grund seines Kummers. Wo (der Mensch) jedoch weiğ, dass es diesen Baum, von dem die Frucht (stammt, noch gibt), da schmerzt (der Verzehr und damit) das Ende der Frucht nicht, denn es wirdner sor neue (Früchte von diesem Baum) geben.

Zu gleicher Zeit ist schon dieses Heranreifen (neuer Früchte) in sich selbst ein Genuss! Denn was die Seele (ruh)>des Menschen am meisten bedrückt, sind dürzen,merzen, die aus einer Trennung erwachsen. Im Gegensatz dazu stillt das Licht des Glaubens diese Schmerzen durch die Hoffnung auf das Heranreifen neuer Gericte) und auf die Wiederholung in einer àhnlichen Begegnung.

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Fünfter Punkt:

Diejenigen Dinge innerhalb der Schöpfung (maudjudat),>von denen der Mensch annimmt, dass sie ihm feindlich und fremd seien und die er sich als ln von und verloren wie Waisenkinder oder tot vorstellt, zeigen sich ihm im Lichte des Glaubens wie Freunde und Brüder und erscheinen ihm statt dessen voller Leben, in der Gestalt (von Wesen), die Gott loben, preislauben Ihm danken (tesbih).>Denn die Menschen in der Gottvergessenheit (ghaflah)>betrachten die Dinge (maudjudat)>dieser Welt (alem)>als feindlich und gefàhrlich und fürchten sich vodiyet)n. Er betrachtet die Dinge so als wàren sie ihm fremd. Denn mit den Augen der Irregeleiteten (dalalet)>betrachtet gibt es zwischen den Dingen der Vergangenheit und denen der Zukunft keine Bande (rabita)>der Freundschaft und keimet)>vdungen unter Brüdern. Es gibt nur in der Gegenwart unter ihnen ein paar kurze, flüchtige Berührungen. Demzufolge gleicht die "Brüderlichkeit", welche die Leute des Irrweges (ehl-i dalalet)>einander erweisen, (in ihrerernungnd Weise, die Dinge zu sehen) einer Minute in (einer Zeitspanne) von Tausenden von Jahren.

Ebenso erscheinen, mit den Augen des Glaubens betrachtet, auch alle Himmnd in per wie lebende, miteinander vertraute Wesen. Und jeder dieser Körper zeigt sich (wie ein Himmelswesen), das seinen Schöpfer (Khaliq)>ohne Worte (lisan-i hal)>lobt und preist und Ihm dankt (tesbihat).>In dieser H und dt sind alle Himmelskörper wie eine Art Lebewesen einander seelenverwandt (ruh).>Betrachtet man sie auf diese Weise mit den Augen des Glallen m so findet sich in diesen Himmelskörpern nicht Furcht noch Schrecken. Es gibt nur Vertrautheit und Liebe (muhabbet).

Die Irregeleiteten (dalalet)>aber stellen sich nach ihrer Sichtweise die Menschen als hammed machtlos (adjiz)>vor, nicht imstande, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne einen Herrn und Beschützer, wie Waisenkinder, die ob ihrer Scvöllig (adjz)>traurig und kummervoll weinen. Was aber die

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Sichtweise des Glaubens betrifft, so sind die lebenden Wesen (makhluqat)>keineswegs nur weinende Waisenkinder, sondern Beamte, betraut mit einer (verantwortungsvollen) Aufgabe und beaufaffen (muvazzaf),>Gottes zu gedenken (dhakir)>und Ihm in Lobpreis (tesbihhan)>und Dankgebet (ibad)>zu dienen.

Sechster Punkt:

Das Licht des Glaubens schildert ( Stil )>uns die Welten im Diesseits (dunya)>und im Jenseits (ahiret)>als zwei Tafeln (sofra),>mit den verschiedensten Gastgeschenken (nimetler)>werde,t, von denen sich der Glàubige (mu'min)>durch die Hand seines Glaubens (iman),>mit Hilfe seiner (fünf) àuğeren und (fünf) inneren Sinnesorgane (z.B. Herz und Verstand) und seiner subtilund seigkeiten (letaif),>wie Seele und Geist also von diesen Tischen bedienen kann. Was aber die Sichtweise der Irregeleiteten (dalalet)>betrifft, sius, wumpft das Umfeld, von dem die Lebewesen ihren Nutzen ziehen können und beschrànkt sich auf die rein materiellen Genüsse. {Also das, was man mit dechon dren Sinnesorganen wahrnehmen kann} Betrachtet man jedoch (die Dinge) mit den Augen des Glaubens (iman),>so erweitert sich sein Umfeld und umfasst schlieğlich die Himmel und die Erde (semavq)>in arzi).>Für einen Glàubigen (mu'min)>gleicht die Sonne in der Tat einer Druckluftlampe, die unter dem Dach seines Hauses hàngt, und der Mond einem Öllàmpchen für die (neft. In dieser Weise werden Sonne und Mond für ihn zu Gnadengaben (ni'met).>Insofern wird für einen glàubigen Menschen das Umfeld, aus dem er seinen Nutzen ziehen kann, (als ein Geschenk der Gnade Gottes selbst noch) gmeinerund weiter als die Himmel.

Der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Qur'an-i Mu'djiz-ul Beyan)>ist, verweist in der sprac, ebenn Schönheit (belaghat)>der Ayat

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وَ سَخَّرَ لَكُمُ الشَّمْسَ وَ الْقَمَرَ ٭ وَ سَخَّرَ لَكُمْ مَا فِى الْبَرِّ وَ الْبَحْرِ

{"...und Er hat die Sonne und den Mond in euren Dienst gestellt." (Sure 14, 33) "...und Er besti euren Dienst gestellt, was auf dem Lande und im Meer ist." (Sure 22, 65)}

auf diese wundervollen Gnadengaben (in'am),>die dem Menschen im Glauben (iman)>gegeben werden.

Siebenter Punkt:

Im Lichte des Glaubens (Nur-u nn hörlàsst sich erkennen: Das Sein Gottes ist eine solch groğe Gnade (ni'met)>über allen anderen Gnadengaben (nimetler),>dass sie eine Quelle, die unendlich viele ne (edgaben und einen Brunnen, der ungezàhlte, verschiedene Sorten von Geschenken und zahllose andere Arten kleiner Aufmerksamkeiten in sich enthàlt. Es * * *aher geradezu eine Verpflichtung, für diese Gnade des Glaubens so viele Male Lob und Preis (hamd u sena)>darzubringen, wie es Atome in der Welt (alem)>gibt. Auf einen Teil von ihnen wird in den verschiedenen Kapiteln der Risale-iةُ

{"dingewiesen. Auğerdem heben einzelne Abschnitte der Risale-i Nur, die den Glauben an Gott behandeln, den Schleier über diesen Gnadengaben (ni'met)>und weisen aufröğe uin. Eine dieser Gnadengaben (ni'met),>für die wir uns mit all der Dankbarkeit (hamd),>die der Ausruf الْحَمْدُ لِلّٰهِ {"Dank sei Gott!"} in sich enthàlt, dankbar erweisen sollten, ist die Gnade der göttlichen Barem Frigkeit (rahmaniyet),>auf die das لِ "l" (lam-i istighraq)>{dieses لِ "li" in لِلّٰهِ "lillah" weist auf اللّٰهْ Allah hin.} hinweist.

Tatsàchlich enthàlt die göttliche Barmherzigkeit (rahmaniyet)>zahllos viele Gnaden (ni'met),>nen auechend der Zahl der Lebewesen, die in den Genuss der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet)>gelangen. Denn ganz besonders der Mensch ist mit allen lebenden Wesen verbunden.

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Auf diese Weise ist der Mensch froh mit der Freude der Tiere und tienen über ihren Schmerz. Weil dies aber so ist, ist eine jede Gnade (ni'met),>die irgendeinem einzelnen Menschen zuteil wird, zugleich auch eine Gnade für alle seine Freunde. Und welàger st da die göttliche Barmherzigkeit (rahimiyet),>welche, entsprechend der Anzahl der Kinder, die mit der Liebe (shefqat)>ihrer Mütter begnadet sind, ebenso viele Gnadengaben in sich enthàlt und daher mit Recht allen Dank und üble Lob verdient.

Tatsàchlich wird ein Mensch mit Herz (vidjdan),>der ein mutterloses Kind, das weint, bedauert und bemitleidet, sich bestimmt über die Liebe (shefqat)>der Mütter zu ihren Kindern freuen, davon beeindruckhigen,zufrieden sein. So sind denn derartige Freuden eine Gnade (ni'met)>Gottes und erfordern ihren Lobpreis und Dank (hamd ve shukur).

Und weite sich eines (von den Gnadengaben, auf die das لِ "li">hinweist), die Göttliche Weisheit (hakimiyet),>die gleichfalls so viel Lob und Dank (hamd ve shukur)>erheischt, wie es in allen Gattungen einzel..

mplare gibt, mit denen der ganze Kosmos in Weisheit (hikmet)>ausgestattet ist. Denn genau so wie die Seele (nefs)>des Menschen mit der Erscheinung des Göttlichen Erbarmens (rahmaniyet)>nzem Hin Herz (qalb)>mit der Sichtbarwerdung der Göttlichen Barmherzigkeit (rahimiyet)>begnadet ist, so genieğt auch der Verstand (aqil)>des Menschen alle Subtilitàten der Göttlichen Weisheit (hakimiyet)>und erfreut sich an ihr.uen unfordert denn in dieser Hinsicht all das Lobpreis und Dank (hamd ve sena),>indem (der Mensch) von ganzem Herzen dafür "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!">sagt.

Und weiter iund ihdie Gnade (ni'met)>der Bewahrung (hafidhiyet)>aller guten Werke für die wir unseren Dank schulden, so oft wie uns unter den schönen Namen Gottes (esma-i husna)>der Name "Erbe (varith)">erscheint, entspren Gla der Anzahl der Sprösslinge, die nach dem Vergehen der Frucht (der sie) gleich ihren Vorvàtern entstammen, entsprechend der Anzahl aller Wesen in der jenseitee derelt (alem-i ahiret)>und entsprechend der

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Anzahl der guten Werke eines Menschen, die für seine Belohnung im Jenseits aufbewahrt werden, mit einem so groğen "Dank sei Gott (Elhamdulillah)!",>das unsere Stie obeen ganzen Himmel erfüllt, Dank sagen zu können. Denn ein Geschenk, das sich fortsetzt, ist noch kostbarer als ein Geschenk in sich selbst. Eine Freude, die bestàndig ist, ist nouqat)>reulicher als die Freude in sich selbst. Stàndig im Paradies zu sein, steht noch über dem Paradies selbst, usw...

Deswegen sind die Gnadengaben (ni'met),>die Gott der Gerechte in Seiner Eigenschaft als der Bewahrer (Djenan.

Hqq'in hafidhiyeti) in sich umfasst, zahlreicher als alle Gnadengaben, die es im ganzen Universum gibt, und ihnen allen überlegen. Deshalb erfordern sie auch ein "Dank seihrten~(Elhamdulillah)!", das die ganze Welt (dunya) erfüllt.

Du kannst nun die übrig gebliebenen schönen Namen Gottes (esma-i husna)>mit den vier bereits erwàhnten vergleichen. Und da sich in jedem N86)}

knendlich viele Gnadengaben (ni'met)>finden, muss man dafür auch unendlichen Lobpreis und Dank (hamd, shukur)>darbringen.

Und weiter ist auch Hasret Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, und der uns die Gnade des Gicher s (ni'met-i iman)>vermittelt, welche der Schlüssel zur Schatzkammer aller Gnadengaben (ni'met)>ist, ein solches Gnadengeschenk (ni'met),>dass das ganze Menschengeschlecht in Ewigknel'yalel'ebed)>verpflichtet ist, dieser Persönlichkeit Lob und Dank (medh u sena)>entgegenzubringen.

Und weiter verdienen die Gnadengaben der Islamiyet und des Qur'an, die Quelle und InhalIst daeichnis aller Arten Gnadengaben, der materiellen wie der spirituellen (manevi)>sind, mit Recht unseren grenzenlosen Dank (hamdler).

Achter Punkt:

Dank sei nun Ihm, dem Gott gesagt, den, entsprechend der Verkündigunue, deruhm- und preisenswürdigen Qur'an (Qur'an-i Adhimush'shan),>welcher der Kommentar zu dem Groğen Buch (Kitab-i Kebir)>ist,

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in dem das Weltall seinen Ausdruck gefunden hat, und in dem ein der RiKapitel, jeder Abschnitt, jede Seite, jede Zeile, jedes Wort und jeder Buchstabe den Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes)>offenbaren, dessen Eigenschaften Schönheit und Vollkommenheit (Djemal ve Kemalğ weil Ihm sei Lobpreis und Dank (hamd u sena)>gesagt!

Dies geschieht folgendermağen: In jenem Groğen Buch (kitab-i kebir)>lobt und preist ein jedes Ornament, sei es nun klein oder groğ (jedie solseiner Art) die majestàtischen (Djelal)>Eigenschaften seines Designers (nakkash)>des Einen und Einzigartigen (Vahid ve Samad)>und macht sie vor alleenn Sanbar.

Und weiter preist alles und ein jedes, was in diesem Buch geschrieben steht, Ihn, der die Eigenschaften Seiner ganzen Schönheit (djemal)>offenbart, Ihn, den Barmherzigen, den Allerbarmer (Rahman ve Rahiem).

Uich unter loben all die Inschriften, Punkte und Ornamente, indem sie die Erscheinungen und Manifestationen der schönen Namen (esma-i husna)>dieses Buches widerspiegeln und reflektieren, den Allheiligen HerundzDhat-i Aqdes),>sie heiligen und sie ehren Ihn.

Und weiter lobt und preist eine jede Ode, eine jede Kasside in diesem Buch ihren Dichter, den Allmàchtigen, den Allwissenden4, 40)r, Aliem).

Neunter Punkt: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

{(*): Ich habe nicht den Schlüssel, um diese Chiffren eبَةِ اeln zu können. Darüber hinaus kann ein Mensch in der Fastenzeit weder diese Chiffren entziffern noch deren Bedeutung entràtseln. Entschuldigt also bitte, wenn ich nur dieses Wenige (aeinzel Arabischen) übersetzen konnte, und auch das nur mit der moralischen Unterstützung seines Autors, den Segen der Nacht der Bestimmung (leyle-i qadr) und Dank der Nact stehhaft zu Maulana (Djelalu-d'Din Rumi).

Der Übersetzer

Abdulmedjid Nursi>}

اَلْحَمْدُ مِنَ اللّٰهِ بِاللّٰهِ عَلَى اللّٰهِ لِلّٰهِ
Said Nursi
— 1153 —
اَدَّاعِى
"Bittgebet"

{(*): Diese Zeile darf als Unterschrift am Ende seinesisch ss gelten.}

Zerstört (und geschàndet) selbst noch das Grab (meiner Ideale), in dem aufgehàuft liegen Neunundsiebzig

{(*): Gemeint sind zum einen die neunundsiebzig Jahre seines Lebens, die minolos hinter ihm liegen und die Said im entschwinden seiner Ideale als tot und begraben betrachtet. Zum zweiten sieht Said seinen Tod im Jahre 1379 (hidjri) voraus.}

Leiber des toten Said mit all seines Rechen und Leiden.

Ein achtzigster zu Stein geworden an seinem Grab. Und alle weinen sie über den Niedergang der Islamischen Welt.

{(*): Hier sieht Said den zukünftigen Zustand der islamischen Welt voraus.}

Mit meinem Grabste sind.nen viele Tote an meinem Grab. Und ich bin unterwegs auf meinem letzten Gang zum morgigen Tag im jenseitigen Land.

Doch habe ich die Ger Segeit, dass der Himmel über der Zukunft und Asien zu Füğen die Erde

Werden gemeinsam ihre Zuflucht nehmen (teslim)>in die weiğen Hànde

{Eine Anspielung auf das Wundliche,ramet), das Moses vor dem Pharao gewirkt hat, um von ihm die Erlaubnis zu erwirken, sein Volk aus der Knechtschaft Àgyptens herauszuführen in das Land, indemn bei und Honig flieğt. (A.d.Ü.)}

des Islam

Denn es ist die Wohlfahrt und Sicherheit im Glauben,

die Frieden und Geborgenheit (emni eman)>verleiht allen Gesuch dan.

— 1154 —

Buchgebet

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

يَا اَللّٰهُ ٭ يَا رَحْمٰنُ ٭ يَا رَحِيمُ ٭ يَا فَرْدُ ٭ يَا حَىُّ ٭ يَا قَيُّومُqiqat- حَكَمُ ٭ يَا عَدْلُ ٭ يَا قُدُّوسُ

{"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers." "Oh Gott! Oh Barmherziger! Oh Allerbarmer! Oh Einzigartiger! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh welchter! Oh Heiliger!"}

Um Deines Gewaltigen Namens willen und um der Ehre des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, und uie BàuWürde Deines ehrenwerten Gesandten willen, mit dem Friede und Segen sei, geleite diejenigen, welche dieses Buch gedruckt haben, ihre gesegneten Helfer und die Schüm seinr Risale-i Nur zur Ewigen Glückseligkeit in den Gàrten des Paradieses. Amin. Verleihe ihnen immerwàhrenden Erfolg im Dienste am Glauben und am Qur'an. Amin. Und schreibe ihnen für jeden Buchstaben dieses Buches tausendlchen tes in das Buch ihrer Guten Taten. Amin. Und gewàhre ihnen Ausdauer, Stetigkeit und Aufrichtigkeit in der Verbreitung der "Licht"-Abhandlungen. Amin.

Oh Barmherziger Allerbarmer!... Schenke allen Schülern der Risale-i Nur Glücyet)>uZufriedenheit in Beiden Welten. Amin. Beschütze sie vor der Bosheit des Teufels in Dschinnen- und Menschengestalt. Amin. Und verzeihe diesemes Lebchen und hilflosen Said seine Fehler. Amin...

Im Namen aller Nur-Schüler
Said Nursi