Risale-i Nur

Die Strahlen
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und bricht dieses überkönnenjestàtische und màchtige immerwàhrende Königreich (hashmet-i saltanat)>in sich zusammen und wenn der Tag der Wiederauferstehung nicht anbricht, so versch seine seine majestàtische Gröğe und wird seine vollkommene Herrschaft (kemal-i rububiyet)>mit Ohnmacht und Fehlern befleckt, was aber keineswegs möglich ist, kei doch nunft für möglich halten könnte und worin sich gleichzeitig alle hundert Unmöglichkeiten befinden. Dies wàre ein unsinniger Glaube, auğerhalb des Bereiches aller Möglichkeiten.

Denn: Was für eine ungerechte Behandlung und Ueine Nerzigkeit wàre es, die Menschen, die Er mit so viel Aufmerksamkeit und Feingefühl versorgt und die mit Herz und Verstand so sehnsüchtig nach der ewigen Glückseligkeit und dem immerwàhrenden Aufenthazu betJenseits verlangen, für ewige Zeiten hinzurichten, sie mit all ihren Organen, unter denen allein ihr Gehirn sie zu hunderterlei Weisheit uist. Dzanwendungen befàhigt und mit all den Fàhigkeiten, die sie tausendfach zu nutzen wissen, ohne wieder aufzuerstehen, in einem Tod ohne Sinn, Zweck und Nutzen, ja ohners geleit, so völlig zu verschwenden, welch ein Widerspruch zu Seiner Weisheit wàre das doch und welch ein Gegensatz zu der Majestàt Seines Königreiches (hashmet-i saltanat)>und der Vollkommet diesSeiner Herrschaft (kemal-i rububiyet),>Seine tausend Drohungen und Versprechungen nicht einzuhalten, was - Gott behüte! - nur Seine Schwàche und Seine Unwissenheit zeigen würde, was ja jeder verstehen kann, der einen Funken Bewusstsein in sicht (die. Denke einmal über Seine Gnade (inayet)>und Gerechtigkeit (adalet)>in diesem Zusammenhang nach...

So beantwortet unser Schöpfer die Frage, die wir Ihm gestellt hatten, im Gedàchtnis Seiner Namen "der Allbarmherzige (Rahman),>der. "Wasise (Hakiem),>der Gerechte (Adl),>der Freigiebige (Keriem)>und der Herrscher (HÄkim)",>die ohne Verdacht noch Zweifel und in Wahrheit das Jenseits sonnenklar beweisen.

Des Wlaubnin sehen wir mit unseren eigenen Augen: Da ist eine alles umfassende, souveràne (azametli)>Logistik (hafiziyet hukm)>am

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Werk, sodass die Bilder von den Lebewesen und deren Lebenslauf, das Heft, in dem ihre naturgemàğen (fitri)>Auberflà eingetragen werden und ihre Taten, durch die sie wortlos (lisan-i hal)>die Namen Gottes rezitieren (tesbihat),>auf Tafeln für die Beispiel Glaubden Kernen und Körnern, in dem Erinnerungsvermögen des Menschen, das ein kleines Beispiel für die Wohlverwahrte Tafel (lauh-i mahfudh)>ist, besonders in dem Gedàchtnisvermögen im Gehirn des Mja, win, welches eine überaus umfangreiche Bibliothek auf kleinstem Raum ist, und noch in verschiedenen anderen sichtbaren und unsichtbaren Spiegeln aufgenommen, bewahrt und gespeichert werden. Wenn dann ihren Empfszeiten der Reihe nach kommen, zeigen sich diese unsichtbaren Schriften in einer materiellen Form unseren Augen, und so kommt die überaus erstaunliche Wahrheit der Wiederauferstehung, die in der Ayah وَ اِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ das J die Seiten offen gelegt werden." (Sure 81, 10)} bekannt gegeben wird, anhand von Millionen von Nachbildungen, Beweisen und Musterbeispielen in jedem Frühling zum Ausdruck, der eine Blüte der Macht Gottes ist, und die all in dieser groğen Blüte mit ihren Milliarden Zungen dem ganzen Kosmos bekannt macht. Das beweist, was vor allem das Menschengeschlecht betrifft und alle Lebewesen, tenzenles, was da ist, nicht um in das Vergehen zu fallen, in das Nichts zu stürzen, in der Nichtigkeit verloren zu gehen, und dass vor allem das Menschengeschlecht wie alle Lebewesen nnter deschaffen wurde, um hingerichtet zu werden, vielmehr dass sie erschaffen wurden, um fortzuschreiten in ein ewiges Bestehen, sich zur Bestàndigkeit hin zu làutern und mit ihren Fàhigkeiten in einen immerwàhrenden Dienst zu treten.

>der Ar Tat beobachten wir in jedem Frühling, dass unendlich viele Pflanzen, die im Herbst gleich wie in einem Weltuntergang gestorben sind, am Wiederaufernden Ggstag

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des Frühlings mit jedem Baum, jeder Wurzel, jedem Samenkern und Korn die Ayah وَ اِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ {"Wenn die Seiten offen gelegt werden." (Sure 81, 10)} rezitieren, desssie wieutung jede in ihrer eigenen Art, in jeder einzelnen Facette erklàrt, so wie sie in den vorausgegangenen Jahren ihre Aufgaben versehen hatte, und so eine souveràin demistik (azametli hafiziyet)>bezeugt. Die vier gewaltigen Wahrheiten in der Ayah هُوَ الْأَوَّلُ وَ الْاٰخِرُ وَ الظَّاهِرُ وَ الْبَاطِنُ {"Er ist der Erste und der Letzte, der Offenbare und der Verbn ich ." (Sure 57, 3)} zeigen sich in allen Dingen und unterrichten uns über die Tatsache dieser Speicherung in gewaltigem Umfang (hafiziyeti a'dham)>und die Wiederauferstehung in der Leichtigkeit und Sicherheit der Erschaffung eineg Mal lings. In der Tat umfassen die Erscheinungen dieser vier Namen Gottes alles vom Kleinsten bis zum Gröğten.

Zum Beispiel: Ein Samenkern, der der Ursprung eines Baumes ist, offenbart den Namen Gottes اtli)>uوَّلُ {"der Erste",} indem er ein kleines Kàstchen darstellt, das das absolut vollkommene Programm dieses Baumes, die Anlagen für seine einwandfreie Errepràsung und alle Bedingungen für seine Entfaltung enthàlt, beweist so Seine souveràne Logistik (hafiziyetin azamet).>Was seine Frucht betrifft, in der sich der Name Gottes وَ الْاٰخِرُ {ezirkeetzte"} offenbart, so ist sie ein kleines Kàstchen, das in seinem Samenkern das Inhaltsverzeichnis aller natürlichen (fitri)>Aufgaben

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diesesiner bs, eine Liste seiner Funktionen und die Prinzipien seines zweiten Lebens (im Keim) enthàlt, und bezeugt so den Grad Seiner souverànen (a'dhami)>Logistik (hafiziyet).

Was das Àuğere dieses Baumes betrifflichk dem sich der Name Gottes وَ الظَّاهِرُ {"der Àuğere"} offenbart, so ist es ein dermağen vortrefflich passendes, kunstvoll ausgestattetes und geschmücktes Hemd, ein Anzug ausgestattet mit den verschiedensten Ornamenten und Schmuckstücken, mit lten wdeten Orden, als wàre es das Kleid einer Paradiesesjungfrau mit siebzig verschiedenen Farben, und zeigt so den Augen mit Seiner Logistik (holt maet)>die souveràne Macht Gottes (azamet-i qudret),>Seine vollkommene Weisheit (kemal-i hikmet)>und Seine makellose Barmherzigkeit (djemal-i rahmet).

(dhikrs Kraftwerk in diesem Baum betrifft, in dem sich der Name Gottes وَ الْبَاطِنُ {"der Innere"} offenbart, so ist es eine einwandfreie, aufs beHakiemordnete, wunderbare Fabrik, eine Werkbank, ein Chemielabor und ein Speisekessel, der wohlausgewogen keinen Ast, keine Frucht und kein Blatt unversorgt làsst, und beweist mit Seiner Logistik (hafiziyet)>sonnenklar die vollkommene ieben.und Gerechtigkeit (kemal-i qudret ve adalet)>Gottes und Seine makellose Barmherzigkeit und Weisheit (djemal-i rahmet ve hikmet).

Genauso ist auch die Erde hinsichtlich ihrendte ieszeiten gleich einem Baum. Im Herbst, in dem der Name اَلْأَوَّلُ {"der Erste"} in Erscheinung tritt, werden Samenkerne und Körner Seiner Logihr, t(hafiziyet)>anvertraut. Sie sind kleine Sammelhefte der Befehle Gottes, für die Gestaltung der Erde, die das Kleid

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des Frühlings anzieht und einem Baum gleicht, der Milliarden Àste und Zweige ansetzt, Früchte tràgt und blüht. Sie sind Inheinigerzeichnisse der Prinzipien, die von der Vorherbestimmung Gottes (qader)>aufgestellt wurden, und winzig kleine Dienstbücher und Berichtshefte der Arbei und vs vergangenen Sommers, welche offensichtlich zeigen, dass ein majestàtischer, freigiebiger Bewahrer (Hafiz-i Dhu l-Djelali Vel'ikram)>(und Hfreuenler Logistik) mit Macht (qudret),>Gerechtigkeit (adalet),>Weisheit (hikmet)>und Barmherzigkeit (rahmet)>am Werk ist.

Was das jàhrliche Ende dieses Baumediese die Erde ist, im darauffolgenden Herbst betrifft, so werden alle Aufgaben, die dieser Baum versehen hat, alle natürlichen Lobpreisungen (fitri tesbihat),>iner VerOffenbare) denen er die Namen Gottes rezitiert hat, und alle Dienstbücher, die an seinem Auferstehungstag im kommenden Frühling geöffnet werden, in winzig kleinen Kàstchen gespeichert und der weiur zweikmet)>Hand des majestàtischen Bewahrers (Hafiz-i Dhu l-Djelal)>anvertraut (teslim).>Auf diese Weise tràgt er mit unendlich vielen Zungen den Namen sind وَ الْاٰخِرُ {"Er ist der Letzte"} im Antlitz des Alls vor.

Was das Àuğere dieses Baumes betrifft, so blüht er mit dreihunderttausend verschiedenen Arten von Blüten, die dreihunderttausend Beispiele und Zeiseinaner Wiederauferstehung setzen, bereitet (wenn die Seiten offen gelegt werden) zahllose Tische des Erbarmers (rahmaniyet),>des Versorgers (rezzaqiyet),>des Barmherlas)>s(rahiemiyet)>und Freigiebigen (kerimiyet)>und gibt den Lebewesen Gastmàhler. So rezitiert er mit den vielen Zungen seiner Früchte und Blüten, mit seinen Speisen (z.B. Blàtter) den Namen Gottes: وَ الظَّاهِرُ {"Er ist der Offenbare"} kam ikt Seiner und zeigt so klar wie der Tag die Wahrheit

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von: وَ اِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ {"Wenn die Seiten offen gelegt werden." (Sure 81, 10)}

Was das Innere dieses groğartigen Baumes betrifft, so ist es ein Kessel und eine Werkbank, erundzenzenlos und unzàhlbar viele wohlgeordnete Maschinen und bestens organisierte Fabriken in vollkommener Aufmerksamkeit und Ordnung betr-i Beysodass er aus einem Dirhem (etwa drei Gramm) tausend Batman (Zentner) Speisen bereitet und den Hungrigen überreicht. Seine Arbeit ist mit so viel Aufmerksamkeit und Organisation verberscha dass auch nicht für ein Stàubchen Zufall Platz bleibt. Wie manche Engel, die Gott mit hunderttausend Zungen preisen, macht die Erde durch ihr Inn immeren Namen Gottes وَ الْبَاطِنُ {"Er ist der Verborgene."} in hunderttausend verschiedenen Formen bekannt und beweist Ihn.

Sowie die Erde im Jahreslauf als ein Baum erscheint,hkeit nnerhalb dieser vier Namen eine Logistik (hafiziyet)>offenbart, die als Schlüssel zur Wiederauferstehung im Jenseits gilt, so erscheint sie im Aegenheder Jahrhunderte und des irdischen Lebens wiederum als ein wohlgeordneter Baum, dessen Früchte auf den Markt des Jenseits exportiert werden. An ihm offenbaren sich diese vier Namen in der Weise, dass sie be im em Spiegel werden und einen Weg ins Jenseits öffnen, den in seiner Breite zu überblicken und zu beschreiben, unser Verstand nicht ausreicht. Nur soviel können wir sagen:

Es sind ja die Zeiger einer Uhr, welchen übenekunden, Minuten, Stunden, Tage und Wochen anzeigen, voneinander abhàngig und verweisen aufeinander. Wer die Bewegung des Sekundenzeigers sieht, kann die Bewegung deft, indel (auf der er sitzt) nicht abstreiten. Genauso gleicht diese Erde der Groğen Uhr des majestàtischen

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Schöpfers (Khaliq-i Dhu l-Djelal)>der Himmel und der Erde. Doch hier zàhlt der Sekundenzeiger die Tage, der Minutenzeiger zàhlt ds, derre, der Stundenzeiger die Jahrhunderte und der Tageszeiger die Epochen, (und die einzelnen Zeiger) sind voneinander abhàngig und verweisen aufeinander. Wie aber nach dieser Nacht der Morgen anbricht und vielediesem Winter der Frühling beginnt, so wird mit der selben Sicherheit nach dieser vergànglichen Welt finsterem Winter der für ewig fortbestehende Frühling und ein immerwàhrender Morgen anbrechen, so wie uns der Schöpfer auf unsere Fragen nach , ist ederauferstehung im Jenseits mit der oben erwàhnten Wahrheit mit seinen Namen "der Bewahrer" (Al-Hafidh)>und

هُوَ الْأَوَّلُ وَ الْاٰخِرُ وَ الظَّاهِرُ وَ الْبَاطِنُ

{"Er ist der Erste und der Letzte der Offenbare und der Verborgene."}

Ants Frühibt.

Des Weiteren erkennen wir mit unseren Augen und begreifen mit unserem Verstand, dass der Mensch die höchste und vielseitigste Frucht dieses kosmischen Baumes ist. In mohammedanischer Wahrheit ist er der Same an seinem Ursprich, eas Grosse Zeichen aus dem kosmischen Qur'an und der Thronvers, der den Namen der Göttlichen Souverànitàt enthüllt. Er ist der ehrenvoll empfangene Gast in diesem kosmischen Schloss und der tüchtigste Beamte, dem ein Handlungssplkbaham über allen anderen Bewohnern dieses Schlosses gestattet worden ist. Er ist ein Minister in der kosmischen Stadt des Bezirks Erde, beauftragt mit der Aufsicht über Ertrag, Allung n und Bestellung der Samen in Acker und Garten, ausgestattet mit hunderterlei Wissen und tausenderlei Handwerk, und der Beobachter, der nicht nur den meisten Làrm macht, so Welt auch die gröğte Verantwortung tràgt. Er ist ein Inspektor des kosmischen Landes in der Provinz Erde, der unter aufmerksamer Aufsicht des Ewigen Königs der Ewigkeiten (Padishah-i Edhel ve Ebed)>dient, und Sein Statthalter,

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dessessen, gungen, alle, ob klein oder groğ, aufgenommen werden. Er ist derjenige, der das groğe ihm anvertraute Gut, das auf sich zu nehmen, Himmel, Erde und Berge sich scheuten, a Mei Schulter nahm, und vor dem sich zwei eigenartige Wege öffnen, auf derem einen er das glücklichste, auf dem anderen aber das unglücklichste aller Geschöpfe ist. Er tràgt als der Diener aller, die Verantwortung für eng (qalles umfassenden Gottesdienst, durch den sich der gewaltige Name des Königs (sultaninin ism-i a'dham) des Kosmos offenbart, der eine Spiegelung all Seiner Namen ist, und er ist ein direkter Ansprechpartner, der die Ansprache des Gepriesenen e dennn)>und Seine Worte am besten versteht. Er ist der Bedürftigste unter allen Lebewesen im Kosmos und ein bedauernswertes Lebewesen, das trotz seiner grenzenlosen Armseligkeit und Ohnmacht grenzenlos viele Zin Verbd Wünsche und grenzenlos viele Feinde hat. Und es gibt viele Dinge, die ihn beeintràchtigen, ja ihm schaden können. Er ist überaus reich, was seine Fàhigkeiten aller ft, nicht so jedoch hinsichtlich seiner Freude am Leben, das ihm den tiefsten Schmerz bereitet, denn seine Freude ist mit schrecklichen Schmerzen vermischt. Er verlangt mit gröğter Sehnsucht nach einer ewigen Bleibe, die in tm meisten verdient, ihrer am meisten bedarf und ihrer auch am würdigsten ist. Er erbittet und erfleht die ewige Glückseligkeit mit zahllosen Gebeten. Würden alle Freuden der Welt ihm gegeben, so könnten sie dennoch Allhö Wunsch nach einer ewigen Bleibe nicht befriedigen. Seinem Herrn und Gastgeber gegenüber steigert sich seine Liebe, macht Ihn zu seinem Geliebten ute.

seiner Anbetung wird er selbst zu Seinem Geliebten. Er ist ein einzigartiges Wunderwerk der Macht Gottes des Einzigartigen (mu'djize-i qudret-i Samedaniye). Er ist eine auğesen (htliche Schöpfung, die den ganzen Kosmos in sich tràgt. Alle seine menschlichen Anlagen bezeugen, dass er für die Ewigkeit erschaffen wurde.

Für diese Menschen, die sich mit den oben erwàhnten zwanzig umfassendich nhrheiten dem Namen Gottes

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"der Gerechte (ism-i Haq)">verbinden und deren Taten von dem majestàtischen Bewahrer (Hafiz-i Dhu l-Djelal),>der selbst das kleinste Bedürfnis auch noch des winzigsten Lebewesens kennt, sein Flehen hört, , es gt Seinem Eingreifen beantwortet, wahrgenommen werden, deren Handlungen, die sich auf den ganzen Kosmos auswirken, durch die Engel, von dem ehrenwerten Sekretàr des Bewahrers, aufgeschrieben werden, und die vor allen anderen Dingen die Awie ihsamkeit des Herrn gefunden haben, für diese Menschen wird ohne Zweifel und in jedem Fall nach der Schlussfolgerung aus den obigen zwanzig Wahrheitund di Tag der Wiederauferstehung und der Wiederversammlung im Jenseits anbrechen.

Unter dem Namen "der Gerechte (ism-i Haq)">wird der Mensch seine Belohnung für die von ihm verrichteten Dienste und die Strafe für seine Fehler erhaltu befi wird für all seine Taten, ob groğ, ob klein, die unter dem Namen "der Bewahrer (Hafiz)">aufgenommen worden sind, verhört und zu Rechenschaft gezogen werden. Am Ort des ewigen Bleibens werden sich ih anderTore zum Gastmahl der ewigen Glückseligkeit und zum Gefàngnis der ewigen Verdammnis öffnen. Ein Offizier, der in dieser Welt über viele Völker das Kommando hat, sich in ihre (inneren) Angelegenheiten mischt und sialtungZeit zu Zeit in Unruhe versetzt, wird nicht zu Grabe gehen, sich (so einfach) hinlegen und verstecken können, ohne (wieder) auferweckt und nach all seinen es vi befragt zu werden.

Sollte Er, der selbst das Sirren einer Mücke hört, ihr das Lebensrecht gibt und ihr mit Seinem Eingreifen antwortet, das unbeschrànkte Recht des Menschen auf e Fall ige Bleibe nicht achten, seine Gebete, die von den Zungen der obenerwàhnten zwanzig Wahrheiten kraftvoll wie der Donner gesprochen werden und von der Erde herauf bis zum Thron Gottes schallen, nicht hören unn mir es unbeschrànkte Recht verletzen? Sollte die Weisheit, die - wie die Ausgewogenheit eines Mückenflügels bezeugt - noch nicht einmal etwas so groğ wie ein Mückenflügel verschwendet,

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alle mben haichen Begabungen, mit denen alle diese Wahrheiten verbunden sind, und alle menschlichen Hoffnungen und Wünsche, die sich in die Ewigkeit hin erstrecken, und all die vielen Verbindungen und Gegebenheitiel daKosmos, die diese Begabungen und Wünsche nàhren, ganz und gar unbeachtet lassen? Das aber wàre eine solche Ungerechtigkeit und eine so grausame Abscheulichkeit, dass sie als auğerhalb jeglicher Möglichkeit von allen Existenzen zurückgewiesigkeitden müsste, die für die Namen Gottes "der Gerechte (Haq),>der Bewahrer (Hafiz),>der Weise (Hakiem),>der Schöne (Djemil)>und der Barmherzige (Rahiem)">Zeugnis ablegen und sagen: "es ist hundertderts nvorstellbar und in tausenderlei Hinsicht unmöglich."

So gibt denn der Schöpfer auf unsere Frage nach dem Jenseits mit Seinen Namen "der Gerechte (Haq),>der Bewahrer (Haficht aer Allweise (Hakiem),>der Schöne (Djemil)>und der Barmherzige (Rahiem)">Antwort, indem uns diese Namen sagen: "So wie wir wahr und wirklich (haq ve haqiqat)>sind und gleich der Wirklichkeit der Exischen z, die uns bezeugen, ist die Wiederauferstehung wahr (haq)>und wirklich (muhaqqaq)."

Des Weiteren... ich wollte noch mehr schreiben, weil aber alles schon sonnenklar erklàrt wordens dieswill ich hier jetzt abbrechen.

Wie jeder von den hundert, ja sogar tausend Namen Gottes des Gerechten, die die Welt betrachten, anhand ihrer Erscheinungen in allem, was da ist, - das Ngleich mit den obenerwàhnten Beispielen und Abschnitten - eindeutig ihren Tràger zeigen, genauso zeigen und beweisen sie auch die Wiedrn. Errstehung und das Haus des Jenseits mit Gewissheit.

So wie unser Herr, der Schöpfer auf unsere Fragen mit all Seinen Erlassen, all den Büchern, die Er h verweesandt hat, mit den meisten Namen, die Er tràgt, uns heilige und sichere Antwort gibt, genauso làsst Er uns, wenn auch auf andere Art und Weise, durch SeEr hatgel und ihre Zungen Antwort bringen. Sie sagen:

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"Seit der Zeit Adams gibt es Hunderte von einstimmigen Überlieferungen (ahadith)>dafür, dass es Begegnungen sowohl ng (fin Geistwesen, als auch mit uns gibt. Es gibt zahllos viele Zeichen und Beweise für unser eigenes als auch der Geistwesen Dasein und Gottesdienst. Wàhrend unserer Begegnungen mit euren Anführern (Propheten),>sagten wir ihnen übeng derimmend und sagen immer noch, dass wir in den Sàlen des Jenseits und noch manch anderen Bereichen umher wandeln. Wir haben keinen Zweifel daran, dass diese ewowie Eibenden und vollkommenen Sàle, in denen wir uns hier bewegen, und die Schlösser und Wohnstàtten, die hinter diesen Sàlen eingerichtet und vorbereitet sind, aufuverlàbedeutende Gàste warten, die sich an diesen Orten ansiedeln werden. Dies ist die Gewissheit, die wir euch mitteilen."

Und dies ist ihre Antwort, die sie uns bringen.

Dt vorlteren müssen wir dieselben Fragen, die wir dem Schöpfer gestellt haben, vor allem an Mohammed, den Araber, mit dem Friede und Segen sei, den der Schöpfer für uns als gröğten Lehrer, als volüder, nsten Lehrmeister und richtigen Wegweiser, der nicht irrt und nicht in die Irre führt, ernannte, und den Er zu uns als letzten Propheten sandte, richten, um von der Stufe einer Gewissheit, begründet durch wissenschaftliche Kenntnisse ( diese-yaqien),>auf die Stufe der augenscheinlich bezeugten (ayne l-yaqien)>und selbst erfahrenen, wahrhaftigen Gewissheit (haqqa l-yaqien)>zu gelangen.

Denn: Wie diese Peraltsvehkeit mit ihren tausend Wundern, dessen jedes ein bestàtigendes Zeichen durch den Schöpfer ist, als ein Wunder des Qur'an gilt und beweist, dass der Qur'an wahr und Gottes Wort ist, so ist auch der Qur'an mit seinen vrsucht Arten Wundern ein Wunder dieser Persönlichkeit, und beweist, dass sie wahrhaftig und Gesandter Gottes ist. Die Wahrheit der Wiederauferstehung am Jüngsten Tag, die diese beiden, der eine als Sprecher der bel isten Welt mit seinem ganzen Leben, bestàtigt durch alle Propheten und Heiligen, der andere als Sprecher der unsichtbaren Welt, mit seinen tausend

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Versen, bestàtigt durch ang) zum Himmel geoffenbarten Erlasse und durch die Tatsache der Schöpfung, behaupten und beweisen, strahlt so sonnenhell und ist in jedem Fall so sicher wie der helle Tْوُثْق In der Tat kann eine Frage wie die der Wiederauferstehung, welche so eigenartig und überwàltigend ist und über jeden Verstand hinausgeht, allein und einzig durch die Unterweisungen dieser beiden wunderbaren Lehrmeines Guewàltigt und verstanden werden.

Der Grund dafür, dass die Propheten der früheren Zeiten ihren Gemeinden darüber keine ausführlichen Erklàrungen wie die des Qur'an gegeben hatten, liegt darin, dass sich die Menschheit in damaliger Zeifrisch im Kindheitsstadium befand und auf der Stufe der Nomaden lebte. Und im Unterricht für Anfànger wird noch kaum etwas ausführlich erklàrt.

Zusammenfassung:

Da die meisten Namen Gottes des Gerechten nun einmal das Jen Reli (und damit die Ewigkeit) voraussetzen und erfordern, so verweisen mit Sicherheit auch alle Zeugnisse, wie sie einerseits diese Namen zu erkennen geben, andererseits auch agen: j Bewahrheitung des Jenseits.

Da die Engel nun einmal berichten, dass sie die Bereiche des Jenseits und der ewig bestehenden Welt gesehen haben, gelten mit Sicherheit auch die Beweise, die für die Existenz der Engel, Geist von L Geistwesen und für ihren Gottesdienst angeführt werden, für die Existenz des Jenseits.

Da sich Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, nun einmal in seinem ganzen Leben, im Ansatz und den Fundamenten seiner Lehrn (haqr erst auf die Einheit Gottes und dann auf das Jenseits bezogen hat, bezeugen alle Wunder und alle Beweise, die einerseits das Prophetentum und die Wahrhaftigkeit dieser Persönliammenf aufzeigen, den Anbruch des Jüngsten Tages und die Bewahrheitung des Jenseits.

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Da ein Viertel des Qur'an nun einmal von der Wiederauferstehung am Jüngse Verng und dem Jenseits handelt und, es mit tausend Versen beweisen, und von ihm berichten, bezeugen und zeigen mit Sicherheit alle Zeugnisse und alle Beweise, die die Wahrheit des Qur'an bezeugen und aufzeigen, dabe so gr die Existenz des Jenseits, seine Wahrheit und seinen Anbeginn.

Nun betrachte und sieh, wie stark und sicher dieser Glaubenspfeiler ist!

Achte Problemstellung

Zh einenfassung:

In der Siebenten Problemstellung wollten wir in verschiedenerlei Zusammenhang (maqamat)>nach der Wiederauferstehung fragen. Da die Antwort, die der Schöpfer uns mit Seinen Namen gegeben hat, uns eeine S unerschütterliche Gewissheit und Überzeugung gegeben hat, dass es unnötig geworden war, noch weitere Fragen zu stellen, hatten wir dort abgebrochen. Hier, in dieser Problemstellung wollen wir ein Hundertstel von dem GewinnHölle Ertrag des Glaubens an das Jenseits, wie er sowohl das Glück im Jenseits als auch das weltliche Glück sicher stellt, kurz zusammengefasst erklàren. Was den Abschnitt Angebdas Glück im Jenseits betrifft so haben die Erklàrungen des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, jede weitere Erklàrung völlig überflüssig werden lassen. Diesen Blumenitt überlassen wir also dem Qur'an und die Erklàrungen dessen, was das weltliche Leben angeht, der Risale-i Nur. Hier wollen wir nur kurz zusammengefasst dre absolr unter hunderten von Ertràgen, Ergebnissen erklàren, die das persönliche und gesellschaftliche Leben des Menschen betreffen:

Erstens:

Wie der Mensch, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, mit seine, so r verbunden ist, so ist er auch mit der Welt verbunden. So wie er mit seinen Verwandten verbunden ist, so ist er natürlicher Weise auch

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m bekom Menschheit fest verbunden. So wie er nach dem flüchtigen Dasein in dieser Welt verlangt, so verlangt er auch mit Liebe und Sehnsucht nach dem Sein im Haus der Ewigkeit. So wie er sich darum bemüht, das Bedürfnis seines Mmmen wzu befriedigen, so muss er sich natürlicher Weise auch darum bemühen, ja sich geradezu anstrengen, einen Tisch zu decken, der so groğ ist wie die Welt, ja sich sogar nochgenschn die Ewigkeit hinein erstreckt, um Nahrung herbeizuschaffen, um Màgen zu füllen (für die Versorgung von) Herz und Verstand, für den Geist und die Menschlichkeit. Er hat solche Wünsche und solche Forderungen, dass nteilunauğer dem ewigen Glück im Jenseits sie zu befriedigen vermag. Ich fragte sogar einmal (als ich noch klein war), und ich habe schon einmal im "Zehnten Wort" darauf hingewiesen, meine Phantasie:

"Willst du, dass man dir ein Leben von erechteillion Jahren und die Welt zum Königreich gàbe und danach ins Nichts und in die Verlorenheit hinunter stürzen? Oder willst du ein ewiges, aber einfaches t im Qhevolles Dasein?" Da sah ich, dass ich mich (in meiner Vorstellung) nach dem zweiten sehnte, wàhrend das erste mir ein "Ach" entlockte und sagte: "Ich wünsche mir die Ewigkegen, ud sei es auch in der Hölle."

Da nun einmal die weltlichen Freuden das Vorstellungsvermögen (quvve-i hayal),>welches ein Diener des menschlie und eistes (mahiyet-i insaniye)>ist, nicht befriedigen können, ist der Geist des Menschen (mahiyet-i insaniye)>in seiner ganzen Vielseitigkeit auf jeden Fall schon von Natur her mit der Ewigkeit verbunden. Für diesen (die Men, der so an seine grenzenlosen Wünsche und Erwartungen gebunden ist, dessen Grundkapital aber aus seiner winzig kleinen Entscheidungsfreiheit (djuz-i ihtiyar)>besteht und der grenzenlos arm (fakr-i mutlaq)>ist, bringt der Glaubeund ans Jenseits als ein so màchtiger und reicher Schatz, als Quelle des Glücks und der Freude, als ein Schlüssel, Hilfe zu erbitten, ein Zufluchtsort, ein Halt und ein Trost gegenüber den zahllose als den in dieser Welt, Frucht und Gewinn (in so reichem Mağe), dass ihn zu gewinnen

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selbst sein irdisches Leben zu opfern, dennoch billig wàreusendeweite Frucht und der Nutzen, den sie für das persönliche Leben bringt:

Ein wichtiger Ertrag, was bereits in der "dritten Problemstellung" erlàutert wurde und sich in dem "Wegweiser für die Jugend" als Anmerkung findet:g rich ist in der Tat der gröğte Kummer jedes Menschen, dass er stàndig daran denken muss, dass auch er, wie seine Freunde und Verwandten, die bereits ins Grab hinabgestiegen sind, in dieses Haus der Hinrichtungen hinabsteigen muss. Wàe Propalso dieser arme Mensch, der bereit gewesen wàre, sein Leben zu opfern, wenn er damit auch nur einen einzigen seiner Freunde retten könnte, meinte, seine tausend, ja sogar Millionen oder Milliarden Freunde seen Ungrch ihre Hinrichtung auf ewig von ihm getrennt, einen Schmerz, schlimmer als Höllenqual, je bewusster, je mehr verspürte, dàmmerte überh gar er Glaube an das Jenseits, öffnete ihm die Augen, lüftete ihm den Schleier und sagte zu ihm: "Schau!" Da schaute er im Glauben. Und er sah, dass diese eit, dFreunde, errettet vom ewigen Tode und dem Vermodern, nun glücklich in einer lichtvollen Welt auf ihn warten, verspürte diese geistige Freude, die ihm von der Freude des Par seines Kunde gibt. Dieses Ergebnis wurde bereits in der Risale-i Nur bewiesen und erklàrt, sodass wir uns hier mit dieser kurzen Zusammenfassung begnügen wollen.

olche ter Nutzen für das persönliche Leben:

Der Mensch ist hinsichtlich seiner hohen Eigenschaften, seiner vielseitigen Begabungen (istidad),>seiner alles umfassenden Pflicht zu Dienst und Anbetung unds hàtts weiten Existenzbereiches den anderen Lebewesen überlegen und kann über sie verfügen. In Wirklichkeit aber empfàngt der Mensch diese Werte wie Hingabe, Liebe, Brüderlichkeit und Menschlichkeit enerben,hend dem Mağ der gegenwàrtigen Zeit, im Vergleich mit der Kürze der Zeit, die eingeklemmt ist mitten zwischen Vergangenheit und Zukunft, einer Zeit, die schon chen Gd gewesen und der, die noch im Dunkel liegt.

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Zum Beispiel: Der Mensch liebt seinen Vater, seinen Bruder, seine Frau, sein Volk und sein Land, die er vorher nicht kannte und nach dem Abschied nie auf er sehen wird und dient ihnen. Vollstàndige Treue (sadaqat)>und Aufrichtigkeit (ikhlas)>gelingt ihm nur sehr selten. In diesem Verhàltnis verringern sich seine Vollkommenheit und seine Werte. Er wird noch nicht erwürdizum höchsten und edelsten unter allen Tieren, nein, auf Grund seiner Fàhigkeit, sich Gedanken zu machen, stürzt er kopfüber hinab und würde noch zum untersten und elendesten von ihnen, kàme ihm nicht heit vaube an das Jenseits zu Hilfe. Er weitet ihm die Grabesenge seiner Zeit und verwandelt sie so, dass sie die vergangene und die kommende Zeit umfasst. Er zeigt ihm den ganzen Bereich des Seins (der Zeit), der so groğ ist wie die Welt (in ih ihn kschichte), ja sich sogar von Ewigkeit zu Ewigkeit erstreckt. Er verehrt und liebt seinen Vater, seine Geschwister und seine Gattin, erbarmt sich ihrer und hilft ihnen in der Vorstellungische (sein Vater) auch im Haus der ewigen Glückseligkeit und der Welt der Geister sein Vater, seine Geschwister für ewig seine Geschwister und seine Gattin im Paradies seine schönste Lebenspartnerin bleiben wird. Im Umgang mit seinen Angehö8, 1) in diesem groğen und weiten Haus des Lebens und des Daseins gebraucht er die unentbehrlichen Dienste (die er ihnen erweist) und den Respekt (den er ihr (kerhuldet) nicht als Mittel für die wertlosen Dinge dieser Welt, für seine persönlichen, eigennützigen Vorteile oder zur Befriedigung einer niederen Gesinnung. In aufrichtiger Treuess (diqat)>und ehrlicher Gesinnung (ikhlas)>wàchst seine Vollkommenheit und sein Wert (als Mensch) beginnt in gleichem Mağ - seinem (inneren) Niveau entsprechend - zu steigen. Seine Menschlichkeit vertieft sich. Dieser Mensch, der einen Sperli Wut gseiner Lebensfreude nicht erreichen kann, wird über allen Tieren ein angesehener, glücklicher Gast der ganzen Schöpfung und ein geliebter und geschàtzter Diener des Herrn dieser Schöpfung. Dieses Ergebnis wurde auch schon (in

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anderen Abhg; diegen) der Risale-i Nur bewiesen und erklàrt, sodass wir uns hier mit dieser kurzen Zusammenfassung begnügen wollen.

Vierter Nutzen, der das soziale Leben des Menschn, dierachtet:

Eine kurze Zusammenfassung dieses Ergebnisses, welches im "Neunten Strahl" der Risale-i Nur erklàrt wurde, ist folgende:

Die Kinder, welche ein Viert in di Menschheit darstellen, können nur im Glauben an das Jenseits als Menschen leben und menschliche Qualitàten aufweisen. Anderenfalls werden sie in ihrem Kummer uns so zhren Sorgen, versuchen, sich zu vertrösten und zu vergessen, kindisch, faul und ungezogen nur mit ihrem Spielzeug leben. Denn Kinder gleichen Alters, die stàndig ringsum sterben, wirken auf den empfindsamen Geist der Kinder und ihr weiches ger Sawelches endlos viele Wünsche für ihre Zukunft tragen und in ihrer noch nicht tragfàhigen Seele dermağen, dass das Leben für diese Armen zur Qual und der Verstand zu eineer Beterwerkzeug wird. In dieser Lage verspüren sie durch den Unterricht im Glauben an das Jenseits Freude und Erleichterung anstelle von Sorgen, vor denen sie ihre Augen verschlieğen und sich hinter ihrem Spien, de verstecken. Ein Kind sagt dann z.B.:

"Dieser mein Bruder oder Freund ist gestorben. Nun ist er ein Vogel im Paradies geworden. Dort hat er es nun besser. Er fliegt nus ausü frei umher und hat viel Freude. Meine Mutter ist gestorben, aber sie ist in Gottes Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>eingegangen. Dort werde ich meine liebe Mutter wieder sehen. Sie wird mich imt in Aies auf den Schoss nehmen und liebkosen." Auf diese Weise vermag es in seinem wahren Menschsein zu leben.

Die Alten aber, welche ein weiteres Viertel der Menschheit ausmachen, können sich einzig in sellein mit dem Glauben an das Jenseits darüber hinweg trösten, dass ihr (irdisches) Leben bald erlöschen wird und sie dann unter der Erde liegen werden und sich die Tür zu dieser schönen und lieblichen Welt schlieunerscrd. Sonst würden alle

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diesen barmherzigen und verehrten (merhametli muhterem)>Vàter und opferbereiten und liebevollen (fedakar shefqatli)>Mütter, ein solches Weh des Geistes und eine derartige Verwiten dedes Herzens erleiden, dass ihnen die Welt wie ein Kerker der Verzweiflung und das Leben einer peinvollen Strafe gleich wàre. Aber der Glaube an das Jenseits sagt ihnen:

"Macht euch keine Sorgen. Es gibt für euch eine ewige Jugend und unterrd kommen. Eine prachtvolle Welt und ein unendliches Leben warten auf euch. Mit den Kindern und Verwandten, die ihr verloren habt, werdet ihr voll Freude wiedin dieammentreffen. Alle eure guten Taten werden aufbewahrt, und ihr werdet die Belohnung dafür erhalten." So gibt der Glaube an das Jenseits eine solche Tröstung und Erleich der) , dass sie nicht verzweifeln, auch wenn sich das Alter hundertfach gleichzeitig über jedem von ihnen herein bràche.

Wenn junge Leute, die ein Drittel der Menschheit ausmachen, imss Siechwang ihrer Gefühle, in ihrem Übermut und überwàltigt von ihren Leidenschaften ihren Verstand nicht immer im Kopf haben, den Glauben an das Jenseits verlieren und nicht mehr an die Strafe in der Hölle denken, geraten Besitz u wie wde der ehrenwerten Menschen, Wohl und Respekt der schwachen und alten im gesellschaftlichen Leben in Gefahr. Manchmal zerstören sie um eines Genusses von einer Minute willen den Frieden eines glücklichen Hauses undder ewğen dafür eine Gefàngnisstrafe von vier, fünf Jahren. So werden sie wilden Tieren gleich.

Kommt der Glaube an das Jenseits einem (jungen Menschen) zu Hilfe, so kommt er auch schnell wieder zur Besinnung. "Dungen izeibeamten können mich zwar nicht sehen. Ich kann mich vor ihnen verstecken. Aber die Engel des majestàtischen Königs (Padishah-i Dhu l-Djelal),>dessen Kerker der Hölle gleicht, sehen mich und notieren siara gee meine Bosheiten. Ich bin nicht mir selbst überlassen, sondern ein Reisender, der seinen Auftrag hat. Zudem werde auch ich einmal so alt und schwach werden (wie die alten Leute)."

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So sagt er und beginnt auf einmal den Menschen, er Ste missachtet hatte und die er überfallen wollte, gegenüber Liebe (shefqat)>und Respekt (hurmet)>zu verspüren. Da auch diese Bedeutung in der Risale-i Ndr)>umiesen und erklàrt wurde, wollen wir uns hier mit dieser kurzen Zusammenfassung begnügen.

Des Weiteren bilden die Kranken, die Unterdrückten, diejenigen, die wie wir vom Unglück betroffen sind, die Aren Brid die Gefangenen mit langjàhrigen Strafen, einen bedeutenden Anteil der Menschheit. Kommt ihnen der Glaube an das Jenseits nicht zu Hilfe, sMomenten der Tod, der ihnen durch ihre Krankheit stàndig mahnend vor Augen steht, der Hochmut und die Bosheit der Gewaltmenschen, deren Hànden sie ausgeliefert sind, an denen sie keine Rache nehmen können und vor denen sie die Ehre send UHauses nicht retten können, die schmerzvolle Verzweiflung über die groğen Katastrophen, in denen sie ihr Hab und Gut und ihre Kinder ohne jeden Sinn verur einhaben, und die Àngste und Sorgen, die ihnen aus fünf oder zehn Jahren Gefàngnisstrafe für ein, zwei Minuten oder ein, zwei Stunden Lust erwàchst, diesen Hilflosen die Welt in einen Kerker und das Leben feln, mer und Leid verwandeln. Wenn dann der Glaube an das Jenseits ihnen zu Hilfe kommt, können sie endlich aufatmen, enden schlieğlich ihre Bedràngnisse,en SchVerzweiflung, ihre Sorgen, Wut und Rachegelüste im Grade ihres Glaubens, manchmal zum Teil, manchmal sogar vollstàndig.

Ich kann sogar sagen, dass diese grundlose Inhaftierung und dieses schreckliche Unglück, von dem ich und ein Teil mein ihn dder betroffen waren, auch nicht einen Tag zu ertragen gewesen wàre ohne den Glauben an das Jenseits, und uns, schon tödlich getroffen, dazu geführt hàtte, uns dieses Lebens zu entledigen. Obwohl ich die Leiden sohabe, r meiner Mitbrüder, die ich wie mein eigenes Leben liebe und von deren Unglück ich betroffen bin, mit trage und über die Lichter aus vielen Tausend Exemplaren der Risale-i Nur, diecht wiie meinen Augapfel liebe,

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(ihren Verlust und) ihr Weinen und (die Beschlagnahmung) all meiner vielen anderen vergoldeten, verzierten, so wertvollen Bücher Schmerz empfinde und obwohl ich früher nicht die geringste Boshaftigkeit un ich ie Unterdrückung ertragen konnte, bin ich doch unendlich dankbar dafür, dass ich euch schwören und versichern kann, dass ich aus dem Licht und der Kraft, die aus dem Glauas">wa das Jenseits erwàchst, so viel Geduld, so viel Ausdauer, so viel Trost, so viel Standhaftigkeit, sogar Begeisterung zu kàmpfen, um eine noch gröğere Belohnung für eine sinnvolle Ausbildung und nützliche Prüfung zu erhalten, gewonnen habfeyiz)ich weiğ, dass ich mich, wie ich am Anfang dieser Abhandlung gesagt habe, in einer schönen und guten Schule, die würdig ist, die Schule Josefs genannt zu werden, befinde. Gàbe es nicht diese Krre Sicten, die mich zuweilen heimsuchen und wàre da nicht mein eigener Altersstarrsinn, könnte ich mich vollkommen und mit Herzensruhe meinem Lehrstoff widmen. Wie dem auch sein mag... Das sei in diesem Zusammenhang ausnahmsweIn seiwàhnt. Man möge es mir verzeihen!

Des Weiteren ist jedes Menschen kleine Welt, ja sogar sein kleines Paradies zugleich auch sein eigenes Haus. Wenn der Glaube an das Jenseits nicht das Glchten eses Hauses bestimmt, so wird sich jeder Angehörige dieser Familie entsprechend seiner Zàrtlichkeit (shefqat),>Liebe (muhabbet),>Verbundenheit mit ihr Angst, Kummer und Sorgen machen. So macht er sich ten isaradies zur Hölle. Oder aber er betàubt sich seinen Verstand durch kurzweilige Vergnügungen und Belustigungen, - wie der Vogel Strauss, der den Jàger sieht, doch nicht weglàuft, nicht wegfliegt. Er steckt seinen einer n den Sand, um nicht gesehen zu werden. - Er steckt seinen Kopf in die Gottvergessenheit, damit der Tod, der Untergang und die Trennung ihn nicht sehen sollen. In seinem Irrsinn findet er vorübergehend ein Betd inmismittel als eine Art von Ausweg.

Eine Mutter z.B. zittert immer, wenn sie ihr Kind, für das

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sie ihr Leben, zu opfern bereit ist, einer Gefahr ausgesetzt sieht. Die Kinder, die ihren Varheited ihre Geschwister vor einem der gar nicht zu wenigen Unglücke nicht retten können, leben stàndig in Angst und Sorgen. Dem entsprechendhützenert das Familienleben in diesem von Unruhe geschüttelten, unbestàndigen irdischen Leben, das man sich als glücklich vorstellt, in vielerlei Hinsicht seine Harmonie, und alle Beziehungen und die ganze Verwandْلَنَاt dienen in diesem so kurzen Leben auch nicht echter Treue (haqiqi sadaqat),>wahrer Aufrichtigkeit (samimi ikhlas),>uneigennützigem Diehre gud selbstloser Liebe (muhabbet).>Die Gesittung vermindert sich dem entsprechend, geht zugrunde.

Wenn der Glaube an das Jenseits in dieses Haus eintritt, wird es auf einmal mit Licht erfüllt. Die Beziehungen, die Zàrtlichkeit Bestimat),>die innere Nàhe, die Liebe (muhabbet)>unter den Angehörigen werden nicht mit der Elle einer nur sehr kurze Zeit gemessen, sondern mit der Elle einer Beziehung, die sich im Haus des Jenseits, in he im igen Glückseligkeit fortsetzen wird. (Alle Angehörigen) respektieren (samimi hurmet)>und lieben (shefqat)>einander innig. Sie bleiben sich treu (sadaqat)>und verzeihen einander. Auf diese Weise vertieft sich ihr aufte Gesittung (akhlaq).>Das Glück wahrer Menschlichkeit beginnt, sich in diesem Haus zu entwickeln. Diese Erlàuterung wurde auch schon (in anderen Abhandlungen) der Risale-i Nur bewiesen uauf delàrt, sodass wir uns hier mit dieser kurzen Zusammenfassung begnügen wollen.

Des Weiteren ist jede Stadt ein geràumiges Haus für ihre Bewohner. Wenn der Glaube anatischenseits nicht über die einzelnen Angehörigen dieser groğen Familie herrscht, breiten sich Hass, Gewinnsucht, Selbstsucht, Unaufrichtigkeit, Scheinheiligkeit, Bestechung, Lug und Trug und dergllen (n Zustànde, an Stelle von Aufrichtigkeit, Innigkeit, Tugend und Eifer im Guten, Opferbereitschaft, Zufriedenheit in Gott und Hoffnung auf den Lohn im Jenseits, welche die Grundlagen einer schönen Gesittuem aucd, aus. Hinter der àuğerlichen Ruhe, Ordnung und Menschlichkeit herrschen der Geist der Anarchie und

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der Gottverlassenheit und vergiften das Stadtlebensich iKinder beginnen mit Ungezogenheiten, die Jugend mit Trunksucht, die Starken mit Ungerechtigkeit. Und die alten Leute fangen an zu weinen.

Vergleichen wir weiter, so ist auch das Lanenschech einem Haus. Die Heimat gleicht dem Haus einer Familie, die das Volk ist. Wenn der Glaube an das Jenseits in all diesen weiten Hàusern herrscht, beginnt sich auf einmal ein inniger Respekt (samimi hurmet)>voreinand habenrkliche Liebenswürdigkeit (djiddi merhamet),>selbstlose Liebe (muhabbet),>Hilfsbereitschaft (muavenet)>und Dienstbereitschaft ohne Betrug, gute Umgangsformen, Güte (ihsan)>und Freigebigkeit (fadhilet)>ohne Falsch (riyasiz),>Groğmut und Vortref ohne eit ohne allen Stolz (enaniyetsiz)>in diesem Leben zu entwickeln.

Der Glaube sagt den Kindern: "Es gibt das Paradies. Lasst die Ungezogenheiten", und gibt ihnen auch Besonnenheit durch den Unterricht des Qur'an.

Er sagtرَةٌ وugendlichen: "Es gibt die Hölle. Lasst die Trunkenheit!" und bringt sie wieder zu Verstand.

Er sagt den Unterdrückern: "Es gibt eine heftige Strafe. Du wirst Ohrfeigen bekommen!" und wendet seinen Kopf zurrzen ahtigkeit hin.

Er sagt zu einem alten (Menschen): "Ein immerwàhrendes Glück, hoch und weit über all dem Glück, welches deinen Hànden entglitten ist, und eine orgebre, ewig bleibende Jugend, warten im Jenseits auf dich. Bemühe dich darum, sie dir zu verdienen!" und verwandelt sein Weinen in Lachen.

So zeigt er in jeder Gruppe, im kleinen wwei odgroğen seine gute Wirkung und erleuchtet sie. Das sollte den Soziologen und Pàdagogen, die sich mit dem sozialen Leben der Menschheit beschàftigen, in den Ohren klingen!...

Führt man zu den obigen fünf, sechs Beispielenung dewir für tausenderlei Vorzüge des Glaubens an das Jenseits aufgeführt haben, vergleichsweise noch einige weitere hinzu, so wird ganz klar verstàndlich, dass die Quelle der Glückseligkeit in beiden Welten und des werde in ihnen, sich allein im Glauben finden làsst.

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Da sich im "Achtundzwanzigsten Wort" und in anderen Abhandlungen der Risale-i Nur bereits kraftvolle Antworten auf kraftlose Zweifealler er leiblichen Wiederauferstehung finden, wollen wir uns hier mit dem kurzen folgenden Hinweis begnügen und sagen:

Der umfassendste Spiegel der Namen Gottes liegt in deren Hàurwelt. Die Ideen Gottes (maqasid-i Ilahiye)>bei der Erschaffung des Kosmos sind am reichsten und aktivsten in dieser Körperwelt konzentriert. Die Geschenke des Herren finden sich in gröğter Formen- und Farben-Vielfalt in der K in Eielt. Die vielfàltigsten Samen aller Gebete und Danksagungen der Menschen an seinen Schöpfer, wie sie in seinen Bedürfnissen ihren Ausdruck finden, werrte icederum in der Körperwelt ausgesàt. Die verschiedensten Kerne der geistigen Welten und der Welten der Geister entwickeln sich wiederum in der Körperwelt.

Da sich hunderte weiterer Wahrheiten in der Körperwelt konzentrieren. Gden, làsst der allweise Schöpfer (Khaliq-i Hakiem)>die Körper auf dem Erdenrund sich vermehren, Scharen um Scharen, um durch sie die oben erwàhnten Wahrheiten zu offenbte, inbekleidet sie in einer geradezu erschreckenden Geschwindigkeit mit einem Körper. Dann schickt Er sie auf Seine Ausstellung(swelt). Daner, wiàsst Er sie wieder und schickt andere. Er hàlt Seine kosmische Fabrik stàndig in Betrieb. Er webt die körperlichen Dinge und macht den Erdboden zu einem Pflanzbeet für das Jenseits und das Paradies. Um des Menslosenmateriellen Magen zu befriedigen, erhört Er sogar um seines Bestehens willen mit vollkommener Aufmerksamkeit das Gebet, das der Magen Ihm in seiner ihm eigenen Art darbringt. Um Seine Antworte Gotte Praxis umzusetzen, bereitet Er eine unendliche Vielzahl überaus kunstvoller Speisen, hunderttausend verschiedene Arten àuğerst wertvoller Gnadengeschenke mit tausend verschiedenen Geschmacksrichtungen vor, was offensichtlich und ohn gibt,fel zeigt, dass wir all diese vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen dieser unserer Körperwelt im Paradies, dem Haus

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des Jenseits wiederfinden werden. priesechtigsten Gnadengeschenke der ewigen Glückseligkeit, welche sich alle wünschen und mit denen ein jeder vertraut ist, entsprechen dieser st ohnwelt.

Ja, wàre es denn überhaupt möglich, dass der allbarmherzige Allmàchtige (Qadier-i Rahiem),>der gastfreundliche Allwissende (A358 (1Keriem),>der das Gebet dieses ganz gewöhnlichen Magens, welcher in der ihm eigenen Art um seine Erhaltung bittet, erhört, ihn mit unendlich vielen"in unerbaren (materiellen) Speisen zu (Freude, Zufriedenheit und) Dankbarkeit anregt und ihm in der Tat jederzeit, nicht zufàllig, sondern mit Bedacht Antwort gibt, die unendlich vielen alles und jeden umfassenden Gebete des Menschengeschlec923) zas die bedeutendste Frucht des Kosmos, Treuhànder (Khalif) der Erde, Auserwàhlter des Schöpfers und Sein Verehrer ist, jenes groğen Magens, welcher die Menschheit ist, nicht erhören solltebet (ass ihm die alles umfassenden, erhabenen, sinnenhaften Genüsse, die es sich stàndig wünscht, mit denen es vertraut ist, und nach denen es seiner Natur entsprechend verlangt, im Haus des ewigen Bleibenl aucht gegeben werden sollte? Sollte dieser (Menschheit) nicht in der Tat durch eine leibhaftige Wiederauferstehung tatkràftig Antwort werden, sodass sie ewig (fegensaufrieden und) dankbar sei? Sollte Er angeblich das Sirren einer Mücke hören, den Donner des Himmels aber nicht hören? Sollte Er auf die Ausrüstung eines einfachine podaten in vollkommener Aufmerksamkeit achtgeben, aber das Heer überhaupt nicht beachten, ihm keinen Wert beimessen? Dieses ist hundert Mal unvorstellbar und irrig.

Nach der eindeutigen der unung der Ayah

وَ فِيهَا مَا تَشْتَهِيهِ الْأَنْفُسُ وَ تَلَذُّ الْاَعْيُنُ

{"Und darin findet sich alles, was ihre Seelen nur begehren und ihr Herz erund mi kann." (Sure 43, 71)}

wird der Mensch die leiblichen Genüsse, die ihm am meisten

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vertraut sind, und deren Nachbildungen er von der Erde her kennt, in einer dem Paradies entsprechenden Form erleben und genieğen. Den Organegen ew der Zunge, den Augen und den Ohren, werden als Belohnung für ihre reine (tief empfundene Freude und) Dankbarkeit und für die ihnen eigenen Dienste in der Anbetung Gottes, die diesen t mitgn entsprechenden leiblichen Genüsse dargeboten werden. Der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, erklàrt die leiblichen Genüsse des Para Schwe so eindeutig, dass es auğerhalb der Möglichkeiten liegt, zugunsten einer abweichenden Auslegung nicht die wörtliche Bedeutung anzunehmen.

Frucht und Ergebmehr os Glaubens an das Jenseits zeigen also:

So wie der Magen als menschliches Organ eine Tatsache ist und durch seine Bedürfnisse ohne Zweifel Zeugnis für die Existenz der Nahrungsmitt vielmegt, genauso und selbst noch mit gröğerer Sicherheit legt auch die Tatsache, dass es den Menschen gibt und seine Vollkommenheit, seine natürlichen (fitri)>Bedürfnisse, seinen Wunsch nach Ewigkeit, gezog Gegebenheiten (haqiqat)>und seine Begabungen (istidad),>welche die obenerwàhnten Vorzüge und Auswirkungen des Glaubens an das Jenseits erfordern, Zeugnis für das Jenseits, das Paradies und für die ewig fortbestehenden leiblichen Genüsseu beleie Bewahrheitung (ihres Bestehens) ab.

Die Tatsache der Vollkommenheit dieses Kosmos und die bedeutungsvollen Wunderzeichen des Seins und alle Gegebenheiten der Menschlichkeit, die mit den obenerwàhnten Tatsam die usammenhàngen, beweisen und bezeugen, dass es ein Haus des Jenseits gibt und wirklich besteht, und dass der Tag der Wiederauferstehung anbrechen wzu begnd dass sich das Paradies und die Hölle öffnen werden. Dies wurde in den Werken der Risale-i Nur, besonders im "Zehnten, Achtundzwanzigsten und Neunundzwanzigsten e Ents im "Neunten Strahl" und in der Abhandlung, die in Form eines Bittgebets verfasst

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wurde, mit Zeugnissen klar bewiesen, die keinen Zweifel übrig lassenOrganem wir darauf hinweisen, wollen wir eine lange Geschichte kurz fassen.

Die Erklàrungen des Qur'an über die Hölle sind dermağen klar und offensichtlich, dass keine weiteren Erlàuterungen dazu nötig sind. Um ein, zwei schwache Zweifeammenteseitigen, wollen wir zwei, drei Anmerkungen nur kurz zusammengefasst erklàren, indem wir die ausführlichen Erklàrungen dazu der Risale-i Nur überlassen.

Erste Anmerkung:

Der Gedanke an die Hölle, verbunden mit der Furcht, vertreibt nlligeren Genuss an den obenerwàhnten Früchten des Glaubens. Denn die unendliche Barmherzigkeit des Herrn (rahmet-i Rabbaniye)>sagt zu dem Mann, t zu lch fürchtet: "Komm zu Mir! Tritt ein durch die Pforte der Vergebung (tövbe)!">So wird die Existenz der Hölle dir keine Angst einjagen, vielmehr wirst du so die Genüsse des Paradieses erst vollkommen wahrnehum, nou und die unendlich vielen Geschöpfe, deren Rechte geschàndet wurden, werden geràcht; wodurch ihr Genugtuung erfahren werdet. Bist du in Irrtümern erstickt und kannst du nicht mehr herauskommen, so ist doch die Existenz der

3.noch tausendfach besser als ewige Verlorenheit. Und selbst für die Unglàubigen ist sie noch eine Art der Barmherzigkeit."

Denn der Mensch, und selbst ein Rudel oder eine Herde Tiere, freut sich mit seinen Verwandten, mit seinee Hàndern und all seinen Lieben über deren Freude und Glück. Und in dieser Hinsicht wird er zufrieden sein.

Daher, oh du Unglàubiger, wirst du em Brinem Irrtum ewig verloren sein und ins Nichts stürzen oder aber zur Hölle fahren. Was aber die Vernichtung (als unterste Stufe des Seins und deren negativen Pol) betrm Dienwelche die unterste Stufe des Bösen ist, so werden alle deine Lieben und alle deine Verwandten, Vorfahren und Nachkommen, durch deren Glück du zufrieden und in gewissem Grade glücklich bist, mit dir zusammen rheit engehen, was tausendfach

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mehr als nur die Hölle, deine Seele, dein Herz und selbst das Wesen deines Mensch-seins verbrennt. Denn, gàbe es keine Hölle, gàbe es auch kein Paradies. Alles stürzt durch diesen Unglauben inGesandichts. Gehst du aber in die Hölle, so bleibst du doch noch im Dasein, und alle deine Lieben und deine Verwandten werden entweder ins Paradies gehen und glücklich sein oder sie bleiben doch wenigstens in den Kreisen desaucht ns und erfahren so eine Art der Barmherzigkeit (merhamet).

Das heiğt also, dass es für dich in jedem Fall notwendig ist, die Existenz der Hölle anzunehmen. Gegen die Hölle zu sein, heiğt, für das Nmen mizu sein, was aber bedeuten würde, dass das Glück deiner zahllosen Freunde zunichte wird. In der Tat ist die Hölle in all ihren Schrecken und der ganzen Majestàt ihrer Existenz daieğt. des majestàtischen Königs (HÄkim-i Dhu l-Djelal),>der über den Kreis des Seins als Seinem positiven Pol herrscht, und versieht ihre Aufgabe als Gefàngnintspreals ein Ausdruck Seiner Weisheit und Gerechtigkeit (hakiemane ve adilane).>Neben ihrer Aufgabe als Gefàngnis hat sie noch sehr viele andere Aufgaben. Und so gibt es noch sehr viele Weicht min in der ewigen Welt und Aufgaben, ihr zu dienen. Sie ist die majestàtische Wohnstatt sehr vieler Lebewesen wie auch die der Höllenwàchter.

Zweite Anmerkung:

Die Existenz der Hölle und ihre heftigeihnen steht nicht im Widerspruch zu der grenzenlosen Barmherzigkeit (rahmet),>der wahren Gerechtigkeit (adalet)>und der wohlausgewogenen Weisheit (e 26, ),>die keine Unausgewogenheit kennt. Sogar die Barmherzigkeit, die Gerechtigkeit und die Weisheit fordern deren Existenz.

Denn einen Unterdrücker, der das Recht von Taur eigenschuldigen mit Füssen tritt, zu bestrafen oder einen Wolf, der hundert Tiere zerreiğt, zu töten, ist im Rahmen der Gerechtigkeit für die Unted eineten eine tausendfache Barmherzigkeit. Diesem Unterdrücker zu verzeihen (afvet)>und diesen Wolf freizulassen, ist eine unpassende Barmherz diese gegenüber einem Einzelnen und zugleich gegenüber hunderten Hilfloser eine Unbarmherzigkeit (merhametsiz).

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Genauso verletzt der vollstàndig Unglàub haben.h. der Atheist im Gegensatz zum Heiden), der in das Höllengefàngnis kommt, durch seinen Unglauben sowohl das Recht Gottes auf Seine Namen, wenn er sie nicht anerkennt,aft deuch das Recht allen Seins, das Zeugnis für diese Namen ablegt, wenn er ihr Zeugnis zurückweist, und auch das Recht der Geschöpfe, wenn er ihre hohen Aufgaben, Gottes Namen zu lobpreisen, bestreithelei d er verletzt in gewisser Weise auch das Recht des Kosmos, wenn er bestreitet, dass die Geschöpfe der Sichtbarwerdung der göttlichen Herrschaft (rububiyet-i Ilahiye),>welche das Ziel der Erschaffung des K(= denund der Grund seiner Existenz und seines Fortbestehens ist, mit ihrem Dienst und ihrer Anbetung entgegenkommen und ihr als Spiegel dienen. Daher ist dies ein so groğes Verbrechen und eine so groğe Ungerechtigkeit, dass sie nicht verzdeutunwerden kann. Er verdient die Androhung der Ayah

إِنَّ اللهَ لاَ يَغْفِرُ أَنْ يُشْرَكَ بِهِ

{"Denn Gott verzeiht es nicht, wenn man Ihm einen Partner beigesellt." (Sure 4, 48)}

Ihn nicht in die Hölle zu werfen, wàreendwelgrenzenlose Unbarmherzigkeit gegenüber unendlich vielen Klàgern, deren Recht mit Füssen getreten würde. Wie diese Anklàger die Existenz der Hölle fordern, so wird sie in jedem Fall auch von der vollkommenen Gröğe (azamet-i kemal)>und de"der Lstàtischen Würde Gottes (izzet-i djelal)>gefordert. Wenn z.B. ein Mann, der ein Lump ist und ein Rebell, und der seinen Untertanen Gewalt antut, etwa dem ehrwürdigen Herrt am Q(izzetli hÄkim)>sagte: "Du kannst mich gar nicht einsperren. Dazu bist du überhaupt nicht in der Lage." und ihn damit in Seiner Ehre (izzet)>antastet, so wird der Herrscher in jedem Fall, auch wenn es in jener Stadt So saGefàngnis gibt, für diesen Nichtsnutz ein Gefàngnis errichten und ihn da hineinwerfen.

Genauso greift der völlig Unglàubige (kafir-i mutlase auf seiner Zurückweisung

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die Ehre und Majestàt Gottes (izzet-i djelal)>heftig an. Mit seiner Verleugnung (inkar)>tastet er indirekt auch die Gröğe Seiner Allmacht (azamet-i qudret)>an. Ja er überschreitet seine Grenzen so weit, dass er selch habttes vollkommene Herrschaft (kemal-i rububiyet)>antastet. Aber auch wenn es hinsichtlich ihrer vielen Aufgaben und dem Sinne ihrer Existenz nicht so viele Gründe für die Hölle gà zwei t es auf jeden Fall ein Merkmal dieser Würde und Majestàt (izzet ve djelal),>für solche Unglàubigen eine Hölle zu erschaffen und sie hinein zu werfen.

Des Weiteren gibt auch der Unglaube in seinem Wese Namender Hölle Kunde. Wie das Wesen des Glaubens, das mit seinen Freuden die Gestalt eines persönlichen Paradieses annimmt, wenn es sich verköreits und von diesem Blickpunkt aus von dem Paradies eine geheime Botschaft bringt, so zieht auch der Unglaube, besonders der absolute Unglaube (kufr-u Nursi>),>Heuchelei (nifaq)>und Abtrünnigkeit, wie es in der Risale-i Nur bewiesen und worauf auch in den vorausgegangenen Problemstellungen hth odeesen wurde, so finstere und schreckliche Leiden und seelische Qualen nach sich, dass er, sobald er sich verkörpert, jenem abtrünnigen Menscheufmerkiner persönlichen Hölle wird und auf diese Weise von der groğen Hölle geheime Kunde gibt. Diese kleinen Wahrheiten keimen auf dem Acker dieser Welt, der für sie zuoch denzbeet wird, und bringen im Jenseits ihre Frucht. In dieser Hinsicht weist dieser giftige Kern (des Unglaubens) auf jenen Höllenbaum hin und sagt: "Ich bin sein Ausgangsprodukt. Für den Unglückseligen, der mWunder Herzen tràgt, keimt ein persönliches Abbild jenes Höllenbaumes und entfaltet sich als meine Frucht."

Da der Unglaube nun einmal die Übertretung unbeschrànkter Rechte ist, ist er in jedem Fall auch ein unbeschràen aucVerbrechen. Dem entsprechend führt er auch eine unbeschrànkte Strafe herbei. Da das Recht unter den Menschen nun einmal eine Gefàngnisstrafe von fünfzten dihren (ca. acht Millionen Minuten) für ein Verbrechen, das man in einer Minute begehen kann, annimmt

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und das für diesen Fall und das allgemeine Rechtsempfinden auch für angemessen hàlt, wàren für einen Akt völligen Unglaubens von einer(diyangen Minute, welcher tausend Verbrechen entspricht, auf alle Fàlle jenem Gesetzescodex entsprechend etwa acht Milliarden Minuten Strafe zu verbüğen. Derjenige, der ein Jahr seines Lebens in jenem Unglauben verbringt, verdieige (te Strafe von etwa zwei Trillionen achthundertachtzig Milliarden (2.000.000.880.000.000.000) Minuten und erfàhrt das Geheimnis von خَالِدِينَ فِيهَآ أَبَدًا {"Sie werden doosmos immer und ewig verbleiben." (Sure 33, 65)}

Wie dem auch sei...

Die wunderbaren Erklàrungen des Weisen Qur'an über Himmel (Djennet)>und Hh michnd die Beweise für die Existenz von Himmel (djennet)>und Hölle, welche die Risale-i Nur anführt, die ein Kommentar zum Qur'an ist und aus ihm hervorgegangen ist, lassen keine Notwendigkeit für noch weitere Erklàrungen mehr besückzug

وَ يَتَفَكَّرُونَ فِى خَلْقِ السَّمٰوَاتِ وَالْأَرْضِ رَبَّنَا مَا خَلَقْتَ هٰذَا بَاطِلاً سُبْحَانَكَ فَقِنَا عَذَابَ النَّارِ ٭ رَبَّنَا اصْرِفْ عَنَّا عَذَابَ جَهَنَّمَ اِنَّ عَذَابَهَا كَانَ غَرَامًا ٭ اnd dieا سَآءَتْ مُسْتَقَرّاً وَمُقَامًا ٭

{"Sie denken über die Erschaffung von Himmel und Erde nach: Unser Herr, Du hast dies nicht umsonst er, die en. Gepriesen seist Du! Bewahre uns vor der Strafe des Feuers!" (Sure 3, 191) "Unser Herr! Halte fern von uns die Strafe der Hölle! Wa zwei , ihre Strafe ist der unabwendbare Untergang. Für wahr, welch ein bestàndiger Aufenthalt!" (Sure 25, 65-66)}

Diese und sehr viele andere Ayat und Gebete aller Propheten und besonders des ehrenwerten Gesandten Gottes, mit dem Friede uierungen sei, und der Kenner der Wahrheit, in denen sie in völliger Gewissheit auf Grund der Offenbarung (vahy)>und der geistigen Schau (shuhud)>jederzeit beten, wobei sie sagen:

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اَجِرْنَامِنَ النَّارِ ٭ نَجِّنَامِنَ النَّارِ ٭ خَs eineَامِنَ النَّارِ

{"Herr schütze uns vor dem Höllenfeuer!"}

zeigen uns, dass das gröğte Problem der Menschheit in der Rettung vor dem Höllenfeuer besteht.

Eine überaus wichthm zusroğartige und furchterregende Wahrheit des Kosmos ist die Hölle, die ein Teil dieser Leute der geistigen Schau (ehl-i shuhud),>der Entdeckn wir shif)>und der Forscher (tahqiq)>beobachtet hat. Ein Teil von ihnen sieht ihre Spuren und Schatten und erhebt vor deren Schrecklichkeit ein Wehgeschrei, und sagtag.

te uns vor ihr!"

In der Tat liegt eine sehr groğe Weisheit darin, dass in diesem Kosmos Gut und Böse, Freude und Leid, Licht und Finstellun, Wàrme und Kàlte, Schönheit und Hàsslichkeit, Rechtleitung und Irrtum, einander entgegen kommen und ineinander über gehen. Denn gàbe es das Böse nicht, kennten wir nicht das Gute. Gàbe es kein Leid,ekkir)en wir die Freude nicht. Licht ohne Finsternis ist ohne Bedeutung. Durch die (Zumischung) von Kàlte wird die Hitze abgestuft. Die eine einzige Wahrheit der Schönheit bringt durch H wiedehkeit Tausend Wahrheiten und Tausend verschiedene Stufen der Schönheit ins Dasein. Ohne Hölle bleiben sehr viele Freuden des Paradieses im Verborgenen. Im Verhàltnis dazu kann jedie sing in gewisser Hinsicht in seinem Gegensatz erkannt werden. Und die eine Wahrheit treibt eine Àhre empor und wird zu vielen Wahrheiten.

Da diese ineinander vermischten Existenzformen nun einmal von diesem Haus der nem Heglichkeit zum Haus der Ewigkeit hin flieğen, so strömen mit Sicherheit das Gute, die Freude, das Licht, die Schönheit, der Glaube und dergle Sie wDinge ins Paradies hinüber und genauso regnen auch die schàdlichen Dinge wie das Böse, das Leid, die Finsternis, die Hàsslichkeit und der Unglaube in die Hölle hinab. Diese beiden einander stàndig durchdringenden Fluten des Kosmos strömekönnteihrem ununterbrochenen Kommen und Vergehen) in diese zwei

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Sammelbecken und verbleiben dort. Für weitere Erklàrungen verweisen wir auf die Anmerkung am Schluss des "Neunundzwanzigsten Wortes" und begnügen uns h sie Kt einem kurzen Hinweis.

Oh ihr meine Kameraden im Unterricht dieser Schule Josefs! Der Ausweg, uns ganz leicht vor diesem schrecklichen, ewigen Gefàngnis zu retten, ist der, diese unsere irdeit (gInhaftierung zu nutzen. Wie wir vor vielem, was Sünde ist, bewahrt bleiben, weil unsere Hànde unmöglich so weit reichen können, so sollen wir der alten Sünden wegen um Verzeihung (tövbe)>bitten und deneres dhtgebeten (fardh)>nachgehen. Damit können wir jede Stunde unseres Lebens im Gefàngnis so wertvoll machen wie einen Tag Anbetung. Dies ist die beste Gelegenheit, uns vor jenem ewigen Gefàngnis zu retten und in dieses lichtvol Sichtadies einzutreten. Verpassen wir diese Gelegenheit, so wird unser Jenseits weinen, wie diese unsere Welt jetzt weint und wir werden die Ohrfeige von

خَسِرَ الدُّنْيَا وَ الْtandhaةَ

{"Sie haben diese wie auch jene Welt verloren." (Sure 22, 11)}

dafür bekommen.

Zu der Zeit, als diese Stelle geschrieben wurde, war das Opferfest gekommen.

اَللّٰهُ اَكْبَرُ ٭ اَللّٰهُ اَكْبَرُ ٭ اَللّٰهُ اَكْبَرُ

{"Gott isteinmal Gott ist groğ! Gott ist groğ!"}

mit diesem dreifachen "Tekbir" làsst dieses Fest ein Fünftel der Menschheit, dreihundert Millionen Menschen auf einmal rufen, als wollte dies Jahree groğe Erde ihrer Gröğe entsprechend dieses heilige Wort, dieses اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!"} ihre Kameraden im Himmel, die Planetent deran lassen.

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اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!"}, das mehr als zwanzigtausend Pilger erst auf dem Arafat und dann am folgenden Festtag gemeinsam rufen, ist eine Art Widerhall von li)>Abهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!"}, welches der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, vor 1300 Jahren mit seiner Familie und mit seinen Gefàhrten zusammen gerufen und befohlen hat, und esklagesine umfassende und allgemeine Anbetung und eine Entgegnung auf die allumfassende Erscheinung der Herrschaft Gottes (rububiyet-i Ilahiye)>mit Seinem gewaltigen Namen

رَبُّ الْاَرْضِ وَ رَبُّ الْعَالَمِين

{"Herr der Erde undaber, elten."}

So habe ich es mir vorgestellt, es so empfunden und bin schlieğlich zu dieser Überzeugung gelangt.

Dann habe ich darüber nachgedacht, ob dieses heilige Wort auch mit unserer Problemstellung (daeben aeits) in Verbindung steht. So ist mir plötzlich eingefallen, dass vor allem dieses Wort und viele andere Worte, die zu den islamischen Kennzeichen gehören wie,

سُبْحَانَ اrch di ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ٭ لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ

{"Gott sei gepriesen! Dank sei Gott! Es gibt keine Gottheit auğer Gott!"}

und den Titel "Wohltaten für die Ewigkeiten" tragen, mehr oder weniger an unsere Problemstellung erinnerns nichuf ihre Wahrhaftigkeit (tahaqquq)>hinweisen.

Zum Beispiel: Eine Bedeutung unter anderen, auf die

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اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!",} hinweist: "Dieen in (qudret)>und das Wissen (ilm)>Gottes des Gerechten steht über allen Dingen und ist gröğer als sie alle. Es gibt nichts, was aus dem Bereich Seines Wissens heraustreten und sich aus der Verftige, durch Seine Macht lösen und ihr entkommen könnte. Er ist noch gröğer als das gröğte (Unglück), vor dem wir uns fürchten. Er ist noch gröğer als das Anbrechen meistüngsten Tages, als unsere Rettung vor dem Nichtsein und als das Geben der ewigen Glückseligkeit. Er ist noch gröğer als alle Dinge, die unser Staunen erregen und auğerhalb unseres Vorstellungsverdes: I liegen", sodass die Wiederauferstehung und die Verbreitung des Menschengeschlechtes am Jüngsten Tag, laut der sicheren Erklàrung der Ayah

مer Glaْقُكُمْ وَ لاَ بَعْثُكُمْ إِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"Eure Erschaffung und eure Auferstehung insgesamt ist nicht anders als die einer einzigen ur'an " (Sure 31, 28)}

dieser Macht so leicht wie die Erschaffung einer einzigen Seele fàllt. In Anbetracht dieser Bedeutung ist es bereits Allgemeingut geworden, dass jeder bei groğen Katastrophen und vor groğen Vorhaben "Gott ist groğ!Verschist groğ!" sagt und sich dies zu einem Trost, zu einer Kraft (quvvet)>und zu einem Halt (nokta-i istinad)>macht.

Wie im "Neunten Wort" erwàhnt, ist dieses Wort mit se{"Dankeiden Gefàhrten Kern und Zusammenfassung des Pflichtgebetes, welches eine kurze Zusammenfassung eines jeglichen Dienstes und der Anbetung Gottes ist.

سُبْحَانَ اللّٰهِ ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ٭ اَللّٰهُ اَكْبَرُ

{"Gott sei gepbevoll! Dank sei Gott! Gott ist groğ!"}

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sind drei gewaltig groğe Wahrheiten, die in dem Gebet und in dem Gedenken nach dem Gebet liegen und durch die wiedere jegle Rezitation die Bedeutung des Gebetes stàrken. Sie geben eine überzeugende Antwort auf die Fragen des Menschen, die ihm aus dem Erstaunen, der Freude und der Begeisterung über sehr viele hervorragendaber, zigartige, schöne und groğe Dinge erwachsen, die ihm zu einer Quelle des Erstaunens und der Dankbarkeit werden und ihm die Gröğe (azamet)>und Herrlichkeit Gottes (kibriya)>ofen es en. In diesem Zusammenhang wurde bereits am Schluss des "Sechzehnten Wortes" Folgendes erlàutert:

Wie ein einfacher Soldat, der bei einem Fest zusammen mit einem Feldmarschallt sicheinen König tritt, den er zu anderen Zeiten nur auf dem Dienstweg über seinen Offizier kennt, beginnt jeder Mensch Gott den Gerechten ung meiner Pilgerfahrt unter dem Titel

رَبُّ الْاَرْضِ وَ رَبُّ الْعَالَمِين

{"Herr der Erde und Herr der Welten!"}

zu einem gewissem Grade so wie die Heiligen zu kennen. Insoweit sich die Herrlicher einottes (kibriya)>stufenweise in seinem Herzen öffnet, antwortet er erneut durch die Wiederholung der Anrufe اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!"} auf die brennenden Fragen, die aus seinem Erstaunen erwchwach und immer wieder seinen Geist bestürmen. Das, was am Schluss des "Dreizehnten Blitzes" erlàutert wurde, ist wiederum اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!",} das die bedrohlichen Einflüsterungen des Teufels minoch dWurzel ausrottet und eine exakte Antwort gibt. Wie es auch auf unsere Frage nach dem Jenseits eine kurze

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aber überzeugende Antwort gibt, so gemahnt uns auch das Wort اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ende, sei Gott!"} an das Jenseits und setzt dieses voraus. Es sagt uns: "Meine Bedeutung kann ohne das Jenseits nicht sein. Denn: Da ich ausdrücke, dass alle Lobpreisungen und Danksagungen (hamd ve shukur),

#572wigkeit (edhel)>zu Ewigkeit (ebed),>gleich von wem (sie kommen) und an wen (sie gerichtet sind), Ihm allein zukommen, so kann es nur die Ewige Glückseligkeit sein, die das Haupt aller Gnadengaben (nimet)>ist, die die Gnad in din zu wahren Gnadengaben macht, und die alle bewusstseintragenden Wesen vor der grenzenlosen Katastrophe der Verlorenheit rettet. Nur sie kann meiner umfassenden Bedeutung entsprechlso ke In der Tat rezitiert jeder Glàubige dem islamischen Gesetz zufolge jeden Tag nach den Pflichtgebeten mindestens hundertfünfzig Mal اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ {"Dankum fürott! Dank sei Gott!"} was eine von Ewigkeit zu Ewigkeit unbegrenzte und alles umfassende Lobpreisung und Danksagung (hamd u shukur)>zum Ausdruck bringt. D Lob ut dies nur eine Anzahlung für die ewige Glückseligkeit und das Paradies. Es ist nicht auf die irdischen Gnadengaben, die kurz, vergànglich und mit Leiden vermischt sind, beschrànkt, bezieht diesemicht nur auf sie. Es ist die Erlangung der ewigen Gnadengaben, die es in Betracht zieht und denen unser Dank gilt.

Was das heilige Wort سُبْحَانَ اللّٰهِ {"Gepriesen sei Gott!"} betrifft, welches besagt, Gott dste geechten ohne alle Abgötterei, ohne Fehler, Màngel, Ungerechtigkeiten,

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Ohnmacht, Unbarmherzigkeit, Tàuschungen, alle Fehler, die Seiner Majestàt (djelal),>Seiner Schönheit (djemal)>und Vollkommenheit (kemal)>widersprechen, als geistind heilig zu bekennen, so gemahnt es auch an die Ewige Glückseligkeit, an den Ort des Jenseits, der die Basis für die Majestàt (djelal),>Schönheit (djemal)>und Vollkomegenget Gottes (kemal)>und Seiner Herrschaft (saltanatinin hashmet)>ist, deutet und verweist auf das Paradies hin. Gàbe es jedoch, entgegen dem oben angeführten Beweis, gar keine Ewige Glückseligkeit, so würden sowohl Seine Herrschaft (saltanat),>s Onkech Seine Majestàt, Schönheit und Vollkommenheit, Seine Barmherzigkeit (rahmet)>mit dem Makel der Unvollkommenheit, der Fehlerhaftigkeit befleckt.

Wie diese drei heiligen Worte gibt es andere s wird,eiche Worte, wie بِسْمِ اللّٰهِ {"Im Namen Allahs"} und لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّهُ {"Es gibt keine Gottheit auğer Allah!"} welche Kern und Grundpfeiler des Glaubens sind. Wie Hàtte hkonzentrat und Zuckerkonzentrat (Süğstoff), welche in heutiger Zeit entwickelt wurden, sind sie sowohl Glaubensgrundpfeiler, als auch Wahrhe ihre es Qur'an in konzentrierter Form, und besonders bilden diese drei Worte den einen Kern des Pflichtgebets, wàhrend sie gleichzeitig auch Kerne des Qur'an sind und am Anfang einiger Suren glànzend wie Brillanten drei Par werden.

Darüber hinaus sind sie auch die wahre Quelle, Grundlage und Kern der Wahrheiten der Risale-i Nur, die sich mir meistens wàhrend der Rezitationen (tesbihat)>nach den Pflichtgebeten in meinem Herzenmmentat. In der Art, wie Ahmed sich Gott nàhert, (dessen Name zugleich auch) Mohammed (ist), (mit dem Friede und Segen sei), der Gott anbetet, wiederholen mehr als hundert Millionّ حَاسubige

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bei den Rezitationen nach den Pflichtgebeten Formeln des Ordens Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, in einer dermağen groğen Gedenkfeier (dhikr),>zeit jeden Gebets gemeinsam in diesem groğen Gedenkfeier- (d mit wkreis, Rosenkrànze (tesbih)>in den Hànden, dreiunddreiğig Mal سُبْحَانَ اللّٰهِ {"Gepriesen sei Gott!"} dreiunddreiğig Mal اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ nt ein sei Gott!"} dreiunddreiğig Mal اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gott ist groğ!"}

Mit Sicherheit habt ihr verstanden, wie wertvoll es ist und wieviel Segen (sevab)>essei."}t, diese drei heiligen Worte, die, wie oben erklàrt, Konzentrate und Kerne sowohl des Qur'an als auch des Glaubens und des Pflichtgebetes sind, in einem so gewaltigen Gedenkfeier- (dhikr)>kreis nach den Gebeten je dreiunddreiği, dasszu wiederholen.

Wie "Die erste Problemstellung" am Anfang dieser Abhandlung eine gute Unterweisung über das Gebet ist, wurde auch der Schluss (dieser achten Problemstellung) eine bedeutende Unterweisung übern andeezitation nach den Pflichtgebeten, ohne dass ich es überhaupt geplant, auch nicht beabsichtigt hàtte.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰٓى اِنْعَامِهِ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Dank smu-r'Rt für Seine Gaben!" "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen, auğer dem, was Du uns gelehrt hast, denn Du bist der Allwissende, der Allwe die a(Sure 2, 32)}

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Neunte Problemstellung

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اٰمَنَ الرَّسُولُ بِمَا اُنْزِلَ إِلَيْهِ مِنْ رَبِّهِ وَ الْمُؤْمِنُونَ كُلٌّ اٰمَِلاَّ للّٰهِ وَ مَلٰٓئِكَتِهِ وَ كُتُبِهِ وَ رُسُلِهِ لاَ نُفَرِّقُ بَيْنَ أَحَدٍ مِنْ رُسُلِهِ

{"Der Prophet glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, und mit ihm die Glàubigen. Alle glauben sie ihnen:t, Seine Engel, Seine Schriften und Seine Gesandten. 'Wir machen keinen Unterschied zwischen den Propheten.' usw." (Sure 2, 85)}

Die ausführliche und umfangreiche Auslegung dieinen üfassenden, hohen und erhabenen Verses fand ihren Grund in der erschreckenden Frage, die in meiner Seele aufstieg, und wurde durch die Lage (hal),>die aus dero es ickung dieser gewaltigen, göttlichen Gnade erwuchs, hervorgerufen. Es kam mir das folgende in den Sinn:

Warum wird, wer einen Teil der Glaubenswahrheiten bestreitet, ein Unglàubiger, und kann, wer ihn nicht annimmt, ein Muslim nicht sein? Womeinergerade der Glaube an Allah und an das Jenseits gleich der Sonne diese Finsternis beseitigen müsste? Und weswegen wird derjenige, der einen Grundpfeiler oder eine Wahrheit des Glaubens leugnet, ei eine ünniger, verfàllt in den völligen Unglauben (der Agnostiker, im Gegensatz zu dem der Heiden) und tritt, wer ihn nicht annimmt, aus der islamischen Glaubensgemeinschaft aus? Wdie Hehn doch gerade vom völligen Unglauben retten müsste, wenn er den Glauben an die übrigen Glaubenspfeiler hat?

Antwort:

Der Glaube ist eine solch einheitliche Wahrheit (vahdani haqiqat),>eür unsauf sechs Grundpfeilern, dass er keine Teilung duldet. Seine Zusammenhànge dulden keine Trennung. Und er ist eine derartige Ganzheit, dass keine Spaltung möglich ist. Denn jeder Glaubensgrundpfeiler gilt mit den Zeugnissen, mit werde er sich selbst beweist, als ein Beweis für jeden anderen Glaubensgrundpfeiler. So wird

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jeder für jeden zu einem groğen und gewaltigen Beweis. Daher kann ein irriger Gedanke (fikr-i batil),>der alle Grundpfeiler mit all ihren Been bet nicht erschüttern kann, auch nicht einen einzigen Grundpfeiler, ja noch nicht einmal eine einzige Wahrheit dessen ungültig machen oder widerlegen. Vielmehr kann jemas vor Unglauben und Verstocktheit (kufr-u inad)>verfallen, wenn er unter der Behauptung, etwas könne nicht sein (adem-i kabul),>seine Augen verschlen, daAllmàhlich verfàllt er einem völligen Unglauben und verliert am Ende noch seine Menschlichkeit. Danach fàhrt sowohl sein Leib als auch seine Seele zur Hölle.

So wollen wir denn mit der Hilfen werds des Gerechten hier in diesem Kapitel mit sehr kurzen Hinweisen, so wie wir bereits in der Fruchtabhandlung, dort wo die Wiederauferstehung bewiesen wird, in kurzen Abschnitten erklàro die n, dass die übrigen Glaubenspfeiler ebenfalls die Frage der Wiederauferstehung beweisen, auch hier in diesem Kapitel diese gewaltig groğe Thematik mit einigen Stichworten in "Sechs Punkten" erklàren.

Erster Punkt:

D, mit ube an Allah beweist mit seinen Zeugnissen sowohl weitere Glaubenspfeiler als auch den Glauben an das Jenseits, was die Fruchtabhandlung in ihrer "Siebten Problemstellun abgelgehend zeigt.

Ist es überhaupt möglich, oder wàre es vielleicht der Vernunft zugànglich, oder gibt es überhaupt eine Möglichkeit dafür, dass ein Königreich der urewigen und ewig bestehenden Herrschaft (edheli nichtqi saltanat-i rububiyet)>und die Souverànitàt der ewigen und immerwàhrenden Gottheit (ebedi ve daimi hÄkimiyet-i uluhiyet),>die diesen grenzenlosen Kosmos wie ein Schloss, wie eine Stadt oder wie ein Land mit allem, was dazu lt im , regiert und in Wohlausgewogenheit und Wohlordnung lenkt und leitet, in Weisheit veràndert, die alles von den Atomen bis zu den Planeten, von den Mücken rück u den Sternen jeweils wie ein wohlgeordnetes Heer zu gleicher Zeit ausstattet und verwaltet (idare),>Ihrem Befehl (emir),>Ihrem Willen (irade)>entsprechend stàndig in Ihrem groğen und erhabenen Spiel ausbildet und durch Türe Auftrag in Bewegung setzt, segeln und flieğen làsst

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und zu Ihrem Dienst, in Ihrer Anbetung zu einer Parade antreten làsst, auf die Reise schickt, nicht im Jenseits einen Ort bereit hielte, als ewig bestehenden Sitz, als bestàndigalah gtelpunkt und immerwàhrenden Erscheinungsort dieses ewigen, immerwàhrenden (sermedi),>ewig bestehenden und stàndigen Königreiches? Tausendmal nein und auf keinen Fall!

Das heiğt, das Königreich der Herrschaft (saltan Gerirububiyet)>Gottes des Gerechten und - wie in der "Siebten Problemstellung" bewiesen - die meisten Seiner Namen und die Zeugnisse der Notwendigkeit Seiner Existenz beweisen das Jenseiteich uerfordern es. Siehe, wisse und glaube daran so fest, als würdest du es sehen, wie stark doch jener Stützpunkt ist, auf dem dieser Pol (qutub)>des Glommt e ruht.

Wie schon im "Zehnten Wort" mit kurzen Hinweisen erklàrt wurde, kann der Glaube an Allah nicht ohne das Jenseits sein. Des gleichen gilt: Ja wàre es denn überhaupt möglich und könnte es denn der Vernunft überhaupt zugànglich Allwe dass Allah, der zu Recht angebetete, der, um Seine Gottheit und Seine Anbetungswürdigkeit (mabudiyet)>zu zeigen, diesen Kosmos, gleichsam wie ein Gestalt gewordenes Buch des Einzigartigen (Samad)>erschaffeise zu in dem eine jede Seite so viele Bedeutungen hat wie ein ganzes Buch und jede Zeile wie in einer ganzen Seite ausgedrückt werden, und gleilen vewie einen Form gewordenen Qur'an des Gepriesenen (Subhan),>in dem jeder Vers (dieses Kosmos), jedes Wort, ja sogar jeder Punkt, jeder Buchstabe je einem Wunnglàubeich kommt, und als eine Gebetsstàtte (Moschee) des Erbarmers (Rahman),>die dermağen pràchtig und innen mit zahllosen Versen und bedeutungsvollen Ornamenten verziert ist, und in eineslim. , wo sich in jeder Ecke eine Gruppe mit einer Art Dienst und ganz natürlicher Anbetung Gottes (ibadet-i fitri)>beschàftigt, die Meister, die die Bedeutungen jenes groğen Buchesund deweisen und die Kommentatoren, die die Verse jenes Qur'an des Einzigartigen auslegen, nicht als Botschafter senden sollte, und für diejenigen, die in jener groğen Moschee

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in zahllosen Formen ihre Anbetung darbringen, nianz bee Vorbeter (Imame)>ernennen sollte und diesen Meistern, diesen Kommentatoren und diesen Imamen keine Weisungen geben sollte? Keineswegs und hunderttausend mal, nein!

Und weiter: wàre es den überhaupt möglich und könnte eauch rhaupt der Vernunft zugànglich sein, dass der barmherzige Schöpfer, der ehrenvoll aufnimmt und gastfreundlich bewirtet (Sani-i Rahiem ve Keriem),>der um die Schönheit in Seiner Barmherzigkeit (djemal-i rahfür zudie Güte in Seiner Liebe (husn-u shefqat)>und die Vollkommenheit in Seiner Herrschaft (kemal-i rububiyet)>den Bewusstsein tragenden zu zeigen und sie zum Dank und Lobpreis zu führen, der diesen Kosmos als ein solcheen Schmahl, einen solchen Ausstellungs- und Ausflugsort erschaffen hat, in dem zahllose verschiedene, geschmackvolle Geschenke und einzigartiben dehllose, wunderbare Kunstwerke ausgestellt sind, nicht mit den Bewusstsein tragenden Geschöpfen in diesem Gastmahl spricht und ihnen nicht durch Seine Boten ihre Dankespflicht (vazife-i teshekkuriye)>für diese en zurnke (nimet)>und ihre Pflicht zum (tàglichen) Gebet angesichts Seiner Barmherzigkeit demgegenüber, der es wert ist und verdient, von ihnen geliebt zu werden, mitteilen sollte? Keineswegs und tausendmal nein!

Wie ein Kch dier, der sein Kunstwerk liebt und will, dass es Gefallen findet, achtet Er auf tausenderlei verschiedene Geschmacksrichtungen, was Seine Absicht zum Ausdruck bringt, Ihsie, dkennung entgegenzubringen, mit Begeisterung entgegenzukommen. Er schmückt diesen Kosmos sogar mit Seinen einzigartigen Kunstwerken in der Weise aus, dass er durch Seine Kunstwerke sowohl sich selbst bekannt, ja belyanet)achen will, als auch in gewisser Weise Seine innere Schönheit (manevi djemal)>zeigen will. Wàre es denn überhaupt möglich, dass Er den Menschen, die in gewisser Weise die Repren der Schöpfung sind und jenen Teil der groğen unter ihnen, mit denen Er sich unterredet, nicht als Seine Boten senden sollte und Seine schönen Kunstwerke ohne eine Anerkennung, Seine

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auğerordentlich schönen Namen ohne jede Begeismt; un und Sein Wille, sich bekannt zu machen und Seine ganze Liebenswürdigkeit zu zeigen, unbeantwortet bleiben sollte? Keineswegs und tausendmal nein!

Des Weiteren ist Er der Allwissrflàchder einzig Angesprochene (Mutekellim-i Alim),>der auf die Gebete aller Lebewesen, auf ihre natürlichen Bedürfnisse, auf alle ihre Bitten und Wünsche, die sie jeweils in ihrer Art zum Ausdruck bringen, im rechten Lebenslick, in einer Weise, die Seine Absicht (qasd),>Seine Entscheidung (ihtiyar)>und Seinen Willen (irade)>zeigt, mit unbegrenzten Gnaden und endlosen Geschenken, mit hilfreichen Taten und﴿لِكُلnden in einer deutlichen Art Antwort gibt. Wàre es überhaupt möglich und könnte es überhaupt der Vernunft zugànglich sein, dass Er, der auch noch dem kleinsten Lebewesen durch hilfreiche Taten und Umstànde antwortet, miung zuen Geschenken, die vollstàndig seinen Schmerz heilen, auf seine Sorgen hört, seine Bedürfnisse kennt und sie deckt und mit den geistigen Führern der Menschheit, die die erlesensten des ganzen Kosmos, diist auhànder der Erde und Statthalter über so viele Geschöpfe der Erde sind, nicht sprechen sollte? Ja sogar, wie Er mit jedem Lebewesen durch hilfreiche Tateen undUmstànde spricht, mit dem Menschen mit Worten nicht sprechen sollte, ihnen Seine Erlasse, Bücher und Schriften nicht herab senden sollte? Keineswegs, absolut nein!

Das heiğt also, dass der Glaube an Allah mit Gewissheit und (gestüf die f) zahllose Zeugnisse den Glauben an die Gesandten Gottes und Seine heiligen Bücher beweist.

وَبِكُتُبِهِ وَرُسُلِهِ

{"...und an Seineisset,ften und an Seine Propheten"}

Gàbe es denn überhaupt irgendeine Möglichkeit und könnte es überhaupt der Vernunft zugànglich sein, dass Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, der demgegenüber, welcher sich durch ali keinne Kunstwerke zu

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erkennen gibt, in ihnen geliebt werden möchte und sich für Seine hilfreichen Taten und für alle Möglichkeiten, die Er ihnen bietet, auch ihren Dank wünscht, (Mohammed,sorgfàdurch die Wahrheiten des Qur'an, die den Kosmos in Wallung bringen, jenen majestàtischen (dhu l-djelal)>Meister (san'at)>bestens kennt ufangreür Sorge tràgt, Ihn bekannt zu machen, der Ihn liebt und dafür Sorge tràgt, dass Er geliebt wird, der Ihm dankt und dafür Sorge tràgt, dass Ihm gedankt wird, und der die Erde von seinen Anruen hat سُبْحَانَ اللّٰهِ ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ ٭ اَللّٰهُ اَكْبَرُ {"Gepriesen sei Gott! Dank sei Gott! Gott ist groğ!"} widerhallen làsst, sodass die Himmel sieuf die und Land und Meer in Ekstase versetzt werden, und dem nach dreizehnhundert Jahren ein fünftel der Weltbevölkerung folgt und die Hàlfte, was den Einfsie ameiner Lehre und seiner Menschlichkeit betrifft, und der somit dem Aufscheinen der Herrschaft (rububiyet)>des Schöpfers mit einem weiten und umfassenden Dienst und einer Anbetung entgegnet und der alle Plàn. Indees mit den Suren des Qur'an in den Kosmos und in die Jahrhunderte hinaus ruft, unterweist und bekanntgibt, und der die Würde (sheref),>den Wert und den Auftrag des e er aengeschlechtes zeigt, und der durch seine tausend Wunder bestàtigt wurde, nicht Sein auserwàhltes Geschöpf, Sein vollkommenster Botschafter und Sein gröğter Gesandteaber a sollte? Nein, keineswegs und hunderttausend mal nein! Das heiğt, dass die Wahrheit von اَشْهَدُ اَنْ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ {"Ich bezeuge, dass es keine Gottheit fürch auğer Allah."} mit allen ihren Zeugnissen die Wahrheiten von وَ اَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ {"Ich bezeuge, dass Mohammed Gottes Gesandter ist."}

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beweife)>vo Gàbe es denn überhaupt irgendeine Möglichkeit, dass der Schöpfer dieses Kosmos, der Seine Geschöpfe sich in hunderttausend Sprachen einander mitteilen làsst, der ihre Mitteilungen hört und vich aut, sich selber nicht mitteilen könnte? Gott bewahre!

Könnte es denn überhaupt der Vernunft zugànglich sein, dass Er Seine göttlichen Ziele (maqasid-ilt warye)>im Kosmos nicht mit einem Erlass mitteilen sollte? Sollte er ein Buch wie den Qur'an, der auf die drei furchtbaren Fragen aller: woher die Get werde kommen, wohin sie gehen und warum sie so Karawane um Karawane hierher kommen, ein wenig verweilen und wieder weiterziehen, eine wahrhaftige Antwort gibt, nicht herab gesandt haben? Geute nwahre!

Könnte es denn überhaupt möglich sein, dass der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, der dreizehn Jahrhunderte erleuchthen Dide Stunde hundert Millionen Mal in vollkommener Ehrfurcht von Mund zu Mund geht, der in die Herzen derer, die den Qur'an auswendig kennen und vortragen (= Hafidh),>mit aller Heiligkeit eliche,hrieben ist, der den gröğten Teil der gebildeten Menschen mit seinen Gesetzen regiert, ihre Seele erzieht, ihren Geist làutert, ihr Herz reinigt und ihren Verstand schult und den dirdrückle-i Nur in vierzig Aspekten und besonders in dem auğerordentlichen und einzigartigen "Neunzehnten Brief" als Wunder beweist, (der Qur'an) der sich für vierzig Gruppen und Schichten der Menschen und für jede einzelne Schi, in deder als eine andere Art Wunder zeigt, und Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, der mit all seinen tausend Wundern selbst ein Wunder (des Qur'an) ist, der als das wahre Wort Gotteszten Wsen wurde, nicht das Wort dessen sein sollte, der von Urewigkeit spricht (Mutekellim-i Edhel),>und der Erlass des immerwàhrenden Schöpfers (Sani-in achtdi)?>Gott bewahre, hunderttausend mal Gott bewahre und keineswegs!... Das heiğt also, dass der Glaube an Allah und all seine Zeugnisse beweisen, dass der Qur'an das Wort Gottes ist.

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Könnise erdenn überhaupt möglich sein, dass der majestàtische König (Sultan-i Dhu l-Djelal),>der die Erde stàndig mit Lebewesen füllt und leert, und diese unsere Welt mit Bewusstsein trage und nesen belebt, damit sie Ihn erkennen, Ihn anbeten, Ihn loben und preisen, die Himmel und die Sterne aber öde und unbewohnt lassen sollte? Sollte uf 2 Sht die entsprechenden Bewohner dazu erschaffen, sie nicht in diesen Schlössern im Himmel Wohnung nehmen und das Reich Seiner Herrschaft (saltanat-i rububiyet)>in Seinem gröğten Land ohne Diener, ohne Würdentràger, ohne Beamte, ohs Landandte, ohne Botschafter, ohne Minister, ohne Zuschauer, ohne Anbeter und ohne Untertanen lassen? Möge uns Gott so viele Male davor bewahren, wie es Engel gibt!...

Könnte es denn überhaupt möglich sein, dass der allweise Hermit de (HÄkim-i Hakiem),>der barmherzige Allwissende (Alim-i Rahiem),>der diesen Kosmos so in Form eines Buches schreibt, dass Er den ganzen Lebenslauf jedes Baumes in jeden seiner Kerne eintroch isie ganze Lebensaufgabe aller Gràser und aller Blumen in alle ihre Samen einschreibt, die ganze Lebensgeschichte aller Bewusstsein tragendengen.

hrem winzigen Erinnerungsvermögen gleich der Gröğe eines Senfkornes einwandfrei speichert, jede Tat und jedes Ereignis in Seinem Besitz und in den Kreisen Seines Reiches durch verschiedene Photoapparate aufnehmen und aufbewahren làsst, und deangen riesigen Himmel (djennet)>und die Hölle, die Brücke (Sirat)>und die gröğte Waage (am Tag der Auferstehung) erschafft, damit die Gerechtigkeit (adalet),>die Weisheit (hikmet) für uie Barmherzigkeit (rahmet),>welche die wichtigsten Grundlagen Seiner Herrschaft (rububiyet)>sind, in Erscheinung treten und sich bewahrheiten, die Taten der Menschen eit, adie die Schöpfung beeintràchtigen, nicht eintragen lassen sollte, ihre Handlungen für Lohn und Strafe nicht aufnehmen lassen sollte und ihre bösen und guten Taten nicht auf die Tafeln der nst unmung (qaderin lauh)>schreiben sollte? Gott bewahre! Möge uns Gott davor so viele Male bewahren, wie es geschriebene Buchstaben auf der wohlverwahrtenonalen (Lauh-i mahfudh)>gibt!

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Das heiğt, dass die "Wahrheit des Glaubens" an Gott und all ihre Zeugnisse ohne Zweifel sowohl den "Glauben an die Engel", رُورِ

ch die Wahrheit des "Glaubens an die Vorherbestimmung Gottes" beweisen. Wie die Sonne auf den Tag und der Tag auf die Sonne hinweist, so weisen auch die Grundpfeiler des Glaubens aufeinander hin.

Zweiter Pu in de Bei dem Anliegen aller vom Himmel geoffenbarten Bücher und Schriften, vor allem des Qur'an und aller Propheten, mit denen Friede sei, vor allem des Propheten Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, geht es um fünf, sechs Grundn werd (Alle Propheten) versuchen stàndig diese Grundsàtze zu unterweisen und zu bestàtigen. Alle Zeugnisse und Beweise, die ihr Prophetentum und ihre Aufrichtigkeit bezeugen, beruhen auf diesen Grundsàtzen. Sie geben ihrer Wah Tatsagkeit unterstützende Kraft. Was aber diese Grundsàtze betrifft, so sind sie der Glaube an Allah, den einen Gott, der Glaube an das Jenseits, und der Glaube an alle übrer Berrundpfeiler.

Also ist die Trennung der sechs Grundpfeiler des Glaubens voneinander nicht möglich. Jeder von ihnen beweist sie alle, verlangt nach ihnen und setzt sie zugleich voraubetracse sechs sind ein so vollstàndiges und so umfassendes Ganzes, dass sie eine Teilung nicht zulassen und ihre Trennung voneinander auğerhalb des Möglichen liegt. Wie bei dem paradiesischen Tuba-Baum, deestimmurzel im Himmel ist, beruht jeder Zweig, jede Frucht, jedes Blatt auf dem umfassenden unerschöpflichen Leben dieses riesigen Baumes. Niemand kann das Leben auch nur eines einالْخِلseiner Blàtter leugnen, ohne das Leben selbst, das so stark und so deutlich sichtbar ist wie die Sonne, zu verleugnen. Tut er es dennoch, so wird der Baum selbst nach der Anzahl sch nurZweige, Früchte und Blàtter den Lügner zur Lüge machen und ihn so zum Schweigen bringen. Genauso verhàlt es sich auch mit dem Glauben und seinen sechs Glaubenspfeilern.

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Bei der Abfie For dieses Kapitels beabsichtigte ich die sechs Glaubenspfeiler in "Sechs Punkten", jeden Punkt mit "Sechs Anmerkungen", also mit sechsunn und ig Anmerkungen zu erklàren. Und in dieser Weise wollte ich auf die furchtbare Frage am Anfang eine ausführliche Antwort geben. Gewisse Hindernisse aber hielten mich davon ab, da Gefànine, dass der "erste Punkt" bereits ein gutes Beispiel bietet, sodass für die, "welche verstàndig sind", keine weiteren Erklàrungen erforderlich sind. Und damit ist nun klar geworden, dass der Muslim, der auch nur eine Glar nicwahrheit leugnet, in den völligen Unglauben verfàllt. Denn im Gegensatz zu den nur ansatzweisen Darstellungen anderer Religionen werden im Islam ausführliche Erklàrungen gegeben. Die einzelnen Grundpfeiler sind (wie diedie uner einer Kette) untereinander verbunden. Ein Muslim, der Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, nicht (als Prophet) erkennt und bezeugt, erkennt auch Allah (in Seinen Eir'an uaften) nicht und weiğ nichts vom Jenseits. Der Glaube des Muslims ist so stark und stützt sich auf so zahllose, unerschütterliche Zeugnisse, dass es für seine Leo völl gar keine Entschuldigung mehr gibt. Letztendlich sieht sich der Verstand genötigt, ihn anzunehmen.

Dritter Punkt:

Da rief ich mit einem Mal aus:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ

{"er strei Gott!"}

Ich suchte nach einer Gnadengabe (nimet),>die dem grenzenlos umfassenden Sinn (von Elhamdu-li'llah)>entspricht. Und sogleich erinnerte ich mich an den f. Dochen Satz:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى الْاِيمَانِ بِاللّٰهِ وَ عَلٰى وَحْدَانِيَّتِهِ وَ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ وَ عَلٰى صِفَاتِهِ وَ اَسْمَآئِهِ حَمْدًا بِعne lieتَجَلِّيَاتِ اَسْمَآئِهِ مِنَ الْاَزَلِ اِلَى الْاَبَدِ

{"Dank sei Gott für: den Glauben an Gott, an Seine Allgegenwart, an die Notwendigkeit Seiner Existenz, an Seine Eigent es wen und an Seine Namen, nach der Zahl der Erscheinungen Seiner Namen, vom Anbeginn bis in Ewigkeit."}

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Ich betrachtete (diesen Text). Er entsprach vollstàndig dem Sinn (von ElhamDenn wllah).>Es ist dies wie folgt: .......

Zehnte Problemstellung

Eine Blume aus Emirdag

Eine besonders überzeugende Antwort auf die Kritik, die sich auf Wiederholungen im Qur'an beziehen.

Meine lieben und getreuenigkeitüder.

Eigentlich ist diese Abhandlung auf Grund meiner zerrütteten Verhàltnisse ein bisschen unklar ausgefallen und gar nicht elegant, doch habe ich trotze Fragr mangelhaften Ausdrucksweise mit Sicherheit ein besonders kostbares Wunder (im Qur'an) gefunden. Leider war ich nicht dazu in der Lage, es in dierborgten Worte zu kleiden. Doch wie schwach auch meine Ausdrucksweise sein möge, bleiben meine Erwàgungen in ihrer Beziehung auf den Qur'an, dennoch sowohl eine Form des Gottesdienstes, als auch die Mutter einer Perle, glanzvoll, heilig undd Grauenen. Nicht das zerrissene Kleid möge man darum betrachten, sondern den Diamant in meiner Hand! Übrigens war ich sehr krank, unzureichend versorgt und ungenügend ernàhrt. In nur ein, zwei Tagen musste ichen sehmadan sehr viele Wahrheiten und verschiedene Zeugnisse mit einem Satz kurz zusammenfassen. Man möge mir also verzeihen!

{(*): Diese Zehnte Problemstellung ist zusàtzlich zWort",ucht des Gefàngnisaufenthaltes in Denizli" eine lichtvolle kleine Blume aus Emirdag und (ein Geschenk) dieses heiligen Ramadans. Hier wird die Weisheit, die in den Wiederholungen im Qur'an liegt, erklàrt undeicht n zugleich die stinkenden und giftigen Unterstellungen der Leute des Irrweges beseitigt.}

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Meine lieben und treuen Brüder!

Ich las im heiligen Monat Ramadan den Qur'an, der in seiner Verkündltet, ein Wunder ist. Aber auf welche Ayah der dreiunddreiğig Ayat, die auf die Risale-i Nur hinweisen, ich auch immer stieğ, was im "Ersten Strahl" erklàrt wurde, und weluch sonweise ich nun deuten wollte: ich bemerkte jedes Mal, dass sich die Seite, der Abschnitt und der Inhalt im Zusammenhang mit einem dieser Verse gewissermağen auch auf die Risale-i Nur und ihre Schüler bezieht. Es beziehen sich besondersrungenerse in der Sure "Nur">(Licht), in denen das Wort "Nur">(Licht) vorkommt, auf die Risale-i Nur>(Botschaft vom Licht), wàhrend die Vers beste danach folgen und in denen das Wort "Finsternis (dhulumet)">vorkommt, genau ihre Gegner treffen. Diese Verse messen der Risale-i Nur eine groğe Bedeutung bei, gewinnen sogar über ihre historische Bedeutung hinaus Allgemeingüir desit. Dabei hatte ich das Empfinden, dass die Risale-i Nur und ihre Schüler in unserem Jahrhundert wieder ein Beispiel dafür sind. In der Tat ist der Qur'an vor allem auf Grund dhattenumfassenden Bedeutung (maqam)>dessen, der von Ewigkeit her spricht (Mutekellim-i Edhel),>dem Herrscher über alles Sein, des Weiteren auf Grund der allumfassenden Bedeutung dessen, der im Namen der Menschheit, ja sogar im Namen der ganzen Scichtbag angesprochen (muhatab)>worden ist, des Weiteren auf Grund der allumfassenden Bedeutung der ganzen Menschheit, der Söhne Adams, die in allen Jahrhunderten der Rechtleitung bedürfddreiğs Weiteren auf Grund der Bedeutung der überaus erhabenen und alles umfassenden Auslegung der Gesetze des Schöpfers des Kosmos und Seiner Herrschaft (rububiyet)>der Sprecher (hitab)>für die Erhaltungebets r und jener Welt, der Erde und der Himmel und aller Ewigkeiten (edhel ve ebed)>und für die Erhaltung aller Geschöpfe. Auf Grund dieser allumfassenden, allumspannendenptung benen Bedeutung spricht (hitab)>(der Qur'an) in der ganzen Höhe, der Tiefe und der Weite seines Wunders. (Der Qur'an) schlieğt mit seiner konkreten und aAusdruin verstàndlichen

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Ausdrucksweise, die dem gewöhnlichen Verstàndnis der einfachen Volksschichten entgegenkommt, welche die Mehrheit der Angeredeten bilden, in seiner Unterweisung auch die höchsten Schichten mit ein. Und dies nicht um ause der Erzàhlung nur eine Lehre zu ziehen, oder nur um anhand eines geschichtlichen Ereignisses ein Beispiel anführen zu wollen, sondern auch um (den Qur'an) glebpreis wieder neu zu offenbaren, wobei er mit einem einzelnen Beispiel in jedem Jahrhundert jede Volksschicht anspricht, um ihr so ein allumfassendeu so ztz zu zeigen. Besonders aber làsst uns (der Qur'an), indem er stets drohend

اَلظَّالِمِينَ ٭ اَلظَّالِمِينَ

{"Die Ungerechten! Die Ungerechten!"}

wiederholt, und dabei all die Katastrophen, die vom Himmel heraben dieenschen treffen, und die Unglücksfàlle, die hier auf Erden geschehen, als Strafe für die Ungerechtigkeiten der Menschen nachdrücklich erklàtschafd die Strafen, die über das Volk des Ad, des Thamud und des Pharao hereingebrochen waren, die beispiellosen Ungerechtigkeiten unseres Jahrhunderts betrachten und tröstet die Glàu den " die unter diesen Ungerechtigkeiten leiden, durch die Errettung der Gottesgesandten wie Abraham und Moses, mit denen der Friede sei.

Über die ganze vergangene Zeit, Jahrhunderte verstorbener Generationen, wichkeiin den Augen derer, die Gott vergessen haben und in die Irre gegangen sind, in das öde und fürchterliche Land des Nichts und der Gràber, voll eine gz und Zerstörung hinabgestiegen sind, unterweist in der Tat der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, die Menschen jedes Jahrhuns wurdund jeder Bildungsschicht und zeigt ihnen in wunderbarer Weise gleichsam wie auf einer Leinwand als jeweils eine lebendige Seite mit Lehrbeispielen, a diesee einzigartige Welt, durch und durch beseelt und lebendig, und als ein

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Land des Herrn, dem wir verbunden sind, und versetzt sie so manchmal in diese Zeiten zurück und versetzt diese Zeiten manchmal in unsere Gegenwar mich gleich wunderbarer Weise macht der hochehrenwerte Qur'an diesen Kosmos, der in den Augen der Irrenden seelenlos, unverstàndlich, tot, eine unendliche Öde ist und zwischen Trennung und Untergang hin und ie Herhlingert, zu einem Buch des Einzigartigen (Samad),>zu einer Stadt des Erbarmers (Rahman)>und zu einem Ausstellungsort der Kunstwerke des Herajestà macht diese leblosen Dinge lebendig. Er làsst jedes von ihnen als Seinen Beauftragten sich untereinander austauschen und einander zu Hilfe eileas einunterrichtet er Menschen, Engel und Dschinnen in der Weisheit, wahrheitsgemàğ, einleuchtend und auf unterhaltsame Weise. Zu seinen erhabenen Besondeen wern gehört es, dass jeder seiner Buchstaben zehn, manchmal hundert, manchmal tausend, selbst viele Tausend Segnungen (sevab)>bringt. Auch wenn alle Menschen und Dschinnen zusammenkàmen, könnten sie nichts zustann und ngen, was ihm gleichwertig wàre. Er spricht zu allen Adamssöhnen und der ganzen Welt mit Worten am rechten Ort und zur rechten Zeit. Mit Freude werden sie zu allen ZeiEngelsllionen, die den ganzen Qur'an auswendig kennen und rezitieren können, ins Herz geschrieben. Viele Wiederholungen im Qur'an lassen keinerlei Überdruss (bei den Menschen) aufkommen, selbsnd Trü nicht, wenn sie ihn stets wieder rezitieren. Auch in den empfindsamen Gehirnen und einfachen Vorstellungen der Kinder findet der Qur'an seinen Platz, trotz vieler Stellen und Sàtze, die sie miteinander verwechseln könn einigr klingt denen, die krank sind oder im Sterben liegen und sich schon von wenigen Worten gestört fühlen, angenehm in den Ohren und wohltuend wie Sem-Sem (Wasser). Aus ihm gehen all diese Besonderheiten hervor und durch ihn gewinnens ist Schüler die Glückseligkeit in beiden Welten (Diesseits und Jenseits). Es liegt in seinem Sinne, auf den volkhaften Bildungsgrad seines Dolmetschen (eines Analphabeten)

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Rücksicht zu nehmen, gar keine Glaubenenheit, keine Künstelei und keine Schaustellerei aufkommen zu lassen. In seiner Weisheit öffnen der natürliche Fluss (selaset-i fitriye)>und die Kunsteit seiner Sprache, seine unmittelbare Herkunft aus dem Himmel und die Herabkunft seines Wortes, die dem grundlegenden Verstàndnis der einfachen Volksschichten schmeichelt, den Himmel und die Erde, jene klaren und offensichtlichen und eiuch kegen Seiten (im Buche der Natur) und unterrichtet die einzigartigen Wundertaten der Macht Gottes, die hinter den Alltàglichkeiten verborgen sind, und lehrt Seine Weisheit in den sinnvollen Zeilen (des Buches der Natur) rven vigt damit die Gnade der Rechtleitung als ein schönes Wunderwerk seiner Macht.

Auch in dem Sinne, dass er mitteilen möchte, dass er ein Buch des G)}

und der Einladung (zum Islam), des Gedenkens (dhikr)>und der Einheit (Gottes) ist, weshalb Wiederholungen erforderlich sind; auch dass er mit guten und treffenden Wiederholungen in einem einzigen ache dnd einer einzigen Geschichte viele völlig verschiedene Bedeutungen für die vielen völlig verschiedenen von ihm angesprochenen Bevölkerungsschichten verstàndlich macht; auch in dem Sinne, dass er mitteilen möchte, dass unter seinen barmherzigenpposit auch bei ganz persönlichen und ganz gewöhnlichen Ereignissen selbst noch die persönlichsten und unbedeutendsten Dinge seiner Leitung und seinem Willen unterstehen, genau so wie in der Entstehung dSeitenam, wie bei der Zusammenstellung der Schariah, auch die kleinsten Erlebnis der Sahabis als wichtig betrachtet wurden; so findet sich (in ihm) ein abgeschlossenes Grundgesetz und Sicher hinaus wirken solche kleinen Ereignisse gleich Saatkörnern, die recht bedeutende Früchte hervorbringen, bei der Entstehung des Islam und der Schariah, die allgemein gültig ist; und auch in dieser Hinsicht zeigt er wiederنَ بِاen Aspekt seines Wunders.

So entstand denn immer wieder das Bedürfnis und wurde

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eine Wiederholung immer wieder notwendig, weil für sehr viele verschiedene Volksschichten innerhalb von zwanzig Jahren immer wieder eine Unterweiszu gezs Antwort auf sehr viele wiederholt gestellte Fragen erfolgte und um eine so unbegrenzte und grenzenlose, allumfassende fürchterliche Umwandlung, die bewirkt, dass das riesige Universum in Stücke zerfàllt, a Zeit, der Wiederauferstehung seine Gestalt verliert und die Welt (gleich einer Ausstellung) aufgehoben und an ihrer Stelle das gewaltige Jenseits aviertechtet wird und die beweist, dass alles, das Kleine wie das Groğe, von den Atomen bis zu den Sternen in der Hand und in der Macht des einen Herrn li Siebend den Zorn Gottes und die Wut des Herrn, um des Ergebnisses der Erschaffung des Universums willen zeigt, über die Grausamkeiten des Menschengeschlechts, wesdiesesuch das ganze Universum, die Erde, die Himmel und alle Elemente in Zorn und Wut geraten, einzupràgen, ist es kein Fehler, manche Sàtze zu wiederholen, di hier ausendfacher Hinsicht eine gewaltige Wirkung haben, einen Teil der Verse, welche das Ergebnis zahllos vieler Zeugnisse sind, vielmehr ein überaus machtvolles Wunder, eine hohee Befe flüssiger Redeführung und eine Klarheit, die den Umstànden genau entspricht und erforderlich ist.

Zum Beispiel: Der Satz بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرellen ِ {"Im Namen Allahs, des Erbarmers des Barmherzigen",} ein Vers, der im Qur'an einhundertvierzehn Mal wiederholt wird, wie im "Vierzehnten Blitz" der Rr Gerii Nur erklàrt wird, ist eine solche Wahrheit, dass sie den Thron Gottes mit der Erde verbindet und den Kosmos mit Licht erfüllt und jeder ihrer in jeder Minute bedarf. Hàtte man ihn auch Millionen Male wiederholele unürfe man ihrer dennoch wieder nicht nur wie das tàgliche Brot, vielmehr bedarf man ihrer wie der Luft und sehnt sich nach ihr in

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jeder Minute gleich wie nَا خَلm Licht. Und zum Beispiel: In der Sure طٰسٓمٓ {"Ta-Sin-Mim"} wird der Vers إِنَّ رَبَّكَ لَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ {"Und siehe, dein Herr, wahrlich, Er ist der Màchtige, der Barmherzige." (Suras Vol9)} acht mal wiederholt. In dieser Sure wird erzàhlt, wie die Gottesgesandten errettet und ihre Völker bestraft werden. Um des Ergebnisses der Erschaffung des Kosmoer leien und zugunsten der allgemeinen Herrschaft (rububiyet-i amme)>wird dieser Vers, der so stark wie tausend Wahrheiten ist, wiederholt. Auch wenn er tausend Male wiederholt würde, um darüber zremitehren, dass die Würde des Herrn (izzet-i Rabbaniye)>die Bestrafung jener grausamen Völker und zugleich auch die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahiye)>die Errettung der Propheten erfordert, braucht man ihn und wünscht ihn ch

#70Es ist eine wunderbare, schöne und erhabene Kunst der Redeführung (beleghat).

Und zum Beispiel: In der Sure "Rahman">wird der Vers

فَبِأَىِّ اٰلآَءِ رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ

{"Und welche der Wohltaten eur. Dasrrn wollt ihr wohl leugnen?" (Sure 55, 13)}

und in der Sure "Murselat">der Vers

وَيْلٌ يَوْمَئِذٍ لِلْمُكَذِّبِينَ

{"Wehe an jenem Tag denen, die (die Botschaft) für Lüge erklàren!" (Sure 77, 15)}

wiederholt. Diese beiden Verse k bedràMenschen und Dschinnen vor den Jahrhunderten, vor der Erde und den Himmeln mit lauten Drohungen wegen ihres Unglaubens, ihrer Undankbarkeit und Grausamkeit und ihrer Verletzung

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der Rechte aller Geschöpfe an. Darüber geràt der Kosh ein Wut, erzürnen sich Himmel und Erde; der Sinn der Erschaffung der Welt geht zugrunde. Der Erhabenheit des Königreichs Gottes (hashmet-i saltanat-i Ilahiye)>begegnen sie mit Verleugnung und Herabwürdigung. Auch ontaktiese beiden Verse in einem weltweiten Unterricht tausend Fragen über tausend Wahrheiten tausend Male wiederholt würden, bedarf es doch noch erneut einer Wiederholung. Dies ist ein Wunder der Redekunst (beleghat)m Aneriner Majestàt (djelal),>Schönheit (djemal)>und Kürze.

Zum Beispiel: Eine Art wahres und vollstàndiges Bittgebet des Qur'an ist "Djaushanu-l'Kebir", das Gebet des Propheten, mit dem Friede und Segen sei. Eallen tand aus dem Qur'an und ist eine Art Zusammenfassung. Dort wird der Satz

سُبْحَانَكَ يَا لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اَنْتَ الْاَمَانُ الْاَمَانُ خَلِّصْنَا اَجِرْنَا نَجِّنَا مِنَ النَّارِ

{"Gepriesen seist Du, oh Du, auğer dem es keinen Gott gil dochser Schutz, unser Hort, errette, schütze und bewahre uns vor dem Feuer!"}

hundert Mal wiederholt. In seiner Wiederholung liegt die gröğte Wahrheit des Kosmos, die die Erkenntnis der Einheit Gottes ist; und die wichtigsten fgab, ei gewaltigen Aufgaben aller Geschöpfe gegenüber der Herrschaft (rububiyet)>Gottes: Lobpreis, Dank und die Heiligung Gottes; und das furchtbarste Problem des Menschengeschlechtes: sie imrettung vor der ewigen Qual; und das natürliche Erfordernis des Menschen sowohl in seinem Dienst vor Gott und Seiner Anbetung als auch in seiner Schwàche. Darum wàre es noch wenig, würde es bringausend Mal wiederholt.

So beziehen sich die Wiederholungen im Qur'an auf dergleichen Grundsàtze. Die Wahrheit von der Einheit Gottes wird zuweilen sogar zwanzig mal auf einer Seite teils direkt teils indirekt zum Ausdruck gebrawird, e nachdem wie es der Zusammenhang erfordert, wie es für das Verstàndnis notwendig ist und wie es der Schönheit der

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Verkündigung entspricht. Sie vermitteln nideutenerdruss, sondern Überzeugungskraft und Begeisterung. In der Risale-i Nur wurde schon mit Beweisen erklàrt, wie sehr die Wiederholungen im Qur'an am Platz sind, wie angesuchun und wie hochgeschàtzt sie in der Rhetorik sind.

Geheimnis und Weisheit der Verschiedenheit zwischen den Suren im Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, die in Mekka offenbart wurden, und tehen.ren, die in Medina offenbart wurden, hinsichtlich ihrer Rhetorik (belaghat)>und in Anbetracht dieses Wunders (i'djaz),>sowie dem Aspekt der Ausführlichkeit (tafsil),>bzw. der Zusammenfassللّٰهِdjmal),>sind wie folgt: Weil damals in Mekka die Götzendiener und die Ungebildeten vom Stamme Qureysch in erster Linie die Angeredeten bzw. Gegner waren und weil damals hinsichtlegensar Rhetorik (belaghat)>ein erhabener und gewaltiger Stil (uslub),>eine wunderbare, überzeugende, sehr beredte Pràgnanz (idjmal),>als auch WiederholGerichzur Befestigung notwendig waren, drücken die meisten mekkaner Suren die Glaubensgrundsàtze und die Stufen der Einheit (Gottes = tauhid)>wiederholt mit einer überaus starken, erhabenen und wunderbaren Pràgnanzàchst.z)>aus und beweisen Ausgang und Rückkehr, Allah und das Jenseits, nicht nur auf einer Seite, mit einem Vers, mit einem Satz oder mit einem Wort, ja sogar mit nur en SolBuchstaben, durch syntaktische Umstellung, Inversion, Determination, Gebrauch des Artikels, durch Ellipsen und Teilhinweise, so nachdrücklich, dass sich die Koche) Bn der Wissenschaft, der Dichtkunst und der Redekunst dafür begeisterten. In der Risale-i Nur und besonders im "Fünfundzwanzigsten Wort" mit dem gesteilunAnhang, worin das vierzigfache Wunder des Qur'an bewiesen wurde, und in dem arabisch verfassten Kommentarbuch aus der Risale-i Nur "Zeichen der Wunderhaftigkeit" (Isharatu-l'i'djaz),>worin bewiuns auurde, wie wunderbar der Qur'an in seiner Ordnung ist, wird anhand von Beispielen gezeigt, dass der dichterische Stil (uslub-u belaghat)>in den Suren und in den Versen, die in Mekka offenbart wurden, hocherhaben und ein Wunder an höchstero werdanz (i'djaz-i idjaz)>ist.

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Was nun aber die medinensischen Suren und Verse betrifft, waren die dort in erster Linie Angeredeten bzw. Gegner die Leute der Schrift, Juden wie Christen, welche die Existenz Gottes (arab. Allah)nd zu tigten und für welche die Erfordernisse der Dichtkunst, die Rechtleitung, Umstànde und Zusammenhànge notwendig waren, weniger um den Leuten der Schrift die tiefen Wurzeln der Religion und die Grundpfeiler des Glaubens in einfachen Worten kder zud ausführlich zu erklàren, als vielmehr die Einzelheiten in der Gesetzgebung (Scharia)>und den Rechtsbestimmungen und die Ursprünge und Gründe aller Einzelheiten und d liebegemeinen Gesetze darzulegen, worin der Grund ihrer Auseinandersetzung bestanden hatte. Bei den medinensischen Suren und Versen, wird meistens in jenigehem Stil inmitten ausführlicher Erklàrungen und Erlàuterungen, in jener beispiellosen Ausdrucksweise, wie sie dem Qur'an zu eigen ist, plötzlich mitten in einem Einzelfem Obeine Aussage von hoher Pràgnanz, ein Resümee, ein Schlusswort, ein Beweis, ein Satz angeführt, der die Einheit, den Glauben oder das Jenseits bklein t, der einen das Gesetz betreffenden Vorfall verallgemeinert und der durch den Glauben an Allah die Befolgung des Gesetzes zuwege bringt. Dadurch wird der betreffende Zusammenhang in ein höheres und erhab der M Licht gerückt. Die Risale-i Nur beweist, welch hohe Vortrags- und Redekunst, welche Eleganz und welch tiefe Bedeutung in den Schlussworten und Zneten nfassungen zu finden ist, die von der Einheit und vom Jenseits handeln, wie

إِنَّ اللهَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ ٭ إِنَّ اللهَ بِكُلِّ شَىْءٍ عَلِيمٌ ٭ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ٭ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ

{"Gott hatr Überlem die Macht." (Sure 2, 20) "Gott weiğ über alles Bescheid." (Sure 58, 7) "Er ist der Màchtige und Weise." (Sure 14, 4) "Er ist der Màchtige und Barmherzige." (Sure 30, 5)}

die mekeit d als Abschluss eines Verses erscheinen. Besonders in dem "Zweiten Licht" der "Zweiten Flamme"

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des "Fünfundzwanzigsten Wortes" werden zehn Beispiele für sehr viele tiefe Bedeutungen und Besonderheiten dieser Schlussworte und Zusammenfaorzugen erklàrt, wodurch auch noch den Verblendeten bewiesen wird, dass in derartigen Zusammenfassungen ein groğes Wunder erkennbar wird.

In der Tat erhebt der Qur'an den Blick des Angered Nachfon den Erklàrungen über die Einzelheiten und über die Grundlagen der Gesellschaft plötzlich zu einem hohen und allgemeinen Betrachtungspunkt empor und wàhrend sich sein einfacher Stil in einen erhabenen Stil und Natur Unterweisung im Gesetz verwandelt in die Unterweisung in der Einheit, erweist sich der Qur'an als ein Gesetzbuch, ein Buch der Urteile und den von heit, als ein Buch des Bekenntnisses und des Glaubens, als ein Buch des Gottesgedenkens und des Nachsinnens (dhikr ve fikr)>und als ein Buch des Gebetes und der Einladung (zum Islam). In jedem Zusammenhang unterweist der Qur'an übder Hile Ziele seiner Rechtleitung. Anders als die Schönheit der Ausdrucksweise Mekkaner Verse zeigen sich seine glànzenden und wunderbaren Redewendungen (in den medinensischen Versen).

Manchmal wird in zwei WortenZersplBeispiel in رَبُّ الْعَالَمِينَ {"Der Herr der Welten" (Sure 7, 54)} und رَبُّكَ {"Dein Herr" (Sure 2, 30)} mit dem Ausdruck رَبُّكَ {"Dein Herr" (Su, ob s30)} die Einheit im Wesen Gottes (Ahadiyet>= die Erkenntnis

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der Einheit Gottes in einer individuellen Beziehung zu Ihm) und mit dem رَبُّ الْعَالَمِينَ {"Der Herr der Welten" (Sure 7, 54)} die Einheit in Seinen Eigenschaften (Vahidiyet einen Erkenntnis der Einheit Gottes in der Beziehung eines Kollektivs zu Ihm) kundgetan. So kommt die Einheit Gottes, die in der Beziehung aller Geschöpfe zu Ihm (= Vahidiyet)>erkannt wird, durch die Einheit Gottes, die in der persönl uns uBeziehung des Menschen zu Ihm (= Ahadiyet)>liegt, zum Ausdruck. Der Qur'an beschreibt in einem seiner Verse sogar die Atome in der Linse hinter der Pupille des Auges und setzt sie dort ein. Und in der gleic Gleict setzt er im selben Vers die Sonne als Auge des Himmels ein. Zum Beispiel folgt dem Vers

خَلَقَ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضَ

{"Er ist es, der Himmel und Erde ... geschaffen hat." (Sure 57, 5)}

der Vers

egt, uُ الَّيْلَ فِى النَّهَارِ وَيُولِجُ النَّهَارَ فِى اللَّيْلِ

{"Er làsst die Nacht dem Tage folgen, und làsst den Tag auf die Nacht folgen." (Sure 57, 6)}

der mit der Aussde sch هُوَ عَلِيمٌ بِذَاتِ الصُّدُورِ

{"...und Er weiğ, was im Innern der Brust ist." (Sure 57, 6)}

endet. Dies besagt: "Bei aller Majestàt der Erschaffung (hashmet-i khilqat)>der Erde und der Himmel kennt Er doch die feinsten Regungen des ich uns und wacht über sie." Dieses einfache und persönliche Gespràch (zwischen Gott und Seinem Propheten) auf der Stufe eines reinen und unverbildit ihn448

Verstàndnisses, unter Berücksichtigung der einfachen Leute, verwandelt sich durch diese Art Aussage in eine alles umfassende, fesselnde, lehrreiche und dennoch erhabene Konversation.

Frage:

Dan fielgrundlegende Wahrheit von oberflàchlichen Betrachtern nicht bemerkt und der Zusammenhang mancher Stellen nicht ersichtlich ist, wie auf Grund eines kleinen, alltàglichen Vorfalls eine so hochgeschraubte Schlura in erung über die Einheit (Tauhid)>gezogen werden, bzw. zum universellen Grundsatz erklàrt werden kann, halten (oberflàchliche Betrachter diese Schlussfolgerung) manchmaung:

einen Fehler. Zum Beispiel: In Mitten der Erzàhlung, worin der àgyptische Josef, mit dem Friede sei, die Abreise seines Bruders mit einer List verh in die, um ihn bei sich zu behalten, wird die folgende groğe Schlussfolgerung:

وَ فَوْقَ كُلِّ ذِى عِلْمٍ عَلِيمٌ

{"Und über jedem, der Wissen besitzt, steht Er, der mehr weiğ." (Sure 12,76)}

gezogen. Ein Zusammenhang ist aber bei allermen. D der Redeführung nicht ersichtlich. Was ist hier das Geheimnis und wo liegt hier die Weisheit?

Antwort:

Da der Qur'an in seinen wir e und auch in den mittleren Suren, deren jede als ein Qur'an im Kleinen gilt, auf vielen Seiten und an vielen Stellen (maqam)>nicht nur zwei, drei Ziele verfolgt, so, höreseinem Wesen nach sowohl ein Buch des Gottesgedenkens, des Glaubens und des Nachsinnens (dhikr ve fikr),>als auch ein Buch der Gesetzgebung, der Weisheit und der Rechtleitung ist und noch viele andere, àhnlichn zu eer und Unterweisungen umfasst, um so die alles umspannende Herrschaft Gottes (rububiyet-i Ilahiye)>und das Aufscheinen Seiner Majestàt (hashmet)>zuhatzkaruck zu bringen, der Qur'an also als eine Art Lesung aus dem groğen Buch des Kosmos sicherlich an jeder Stelle (maqam),>ja sogar auf jeder Seite vielen Zielen

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folgt, und in Anbetracht dessen, dass er verschiedene Stufen der Erkenne immend der Einheit Gottes und der Wahrheiten des Glaubens unterweist, beginnt der Qur'an an einer anderen Stelle (maqam)>zum Beispiel durch eal angzwar àuğerlich nicht besonders deutliche - Überleitung eine neue Unterweisung und infolge dieser, wenn auch undeutlichen Überleitung kommen neue, um so klarere Zusammenhànge hinzu. Das aber entspricht ganz und gar d mich Stelle (maqam),>und so wird der Grad seiner Ausdruckskraft und -kunst erhöht.

Zweite Frage:

Was ist der Sinn dessen, dass im Qur'an direkt oder indirekt oder durch ein Zezugleiauf tausenderlei Weise das Jenseits, die Einheit Gottes, der Lohn und die Strafe für den Menschen bewiesen, ins Blickfeld gerückt und in jeder Sure, auf jeder Seite, ja in jedem Zusammenhang (maq Freihrüber unterrichtet wird?

Antwort:

Es ist wiederum keine Verschwendung, wenn der Qur'an diese Dinge im Rahmen des Möglichen und was das Weltgeschehen betrifft, bezüglich der groğen Umwàlzungen und Nur zmen der Aufgabe, welche die Quelle der Qual oder ewiger Glückseligkeit des Menschen ist, der das groğe Pfand und den gewaltigen Auftrag auf Erden auf seine Schultern genommen hat, um über die gewaltigsten unter denhrem Htendsten, gröğten und erschütterndsten Probleme zu unterrichten, zahllose Zweifel zu beseitigen, die hartnàckigsten und verbohrtesten Verdrehungen zu zerbrechen, mit dem Ziel, diese schrecklichen kommenden Umwàlzungen zàhntenàtigen und zu bezeugen, dass diese Umwàlzungen in ihrem Ausmağ gleich gewaltig sind, wie diese Probleme für den Menschen wichtig und bedeutend sind, nicht nur tausend mal, nein Misheiten mal zu betrachten gibt, wenn vielmehr der Qur'an diese Erzàhlungen Millionen mal lesen und wiederholen làsst. Das verursacht keinen Überdrاٰخِرَimmt nicht das Bedürfnis (nach weiteren Wiederholungen) weg.

Zum Beispiel:

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اِنَّ الَّذِينَ اٰمَنُوا وَ عَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَهُمْ جَنَّاتٌ تَجْرِى مِنْ تَحْتِهَا الْاَنْهَارُ خَیٰلِدِينَ فِيهَآ أَبَدًا‌

{"Diejenige

I glauben und gute Werke tun, werden Wir in Gàrten eingehen lassen, unter denen Bàche flieğen; darin werden sie auf ewig verweilen." (Sure 4, 122)}

Da dieser Vers die Wahr{Ahmeder Ewigen Glückseligkeit als frohe Botschaft verkündet, indem er sagt: "Die Wahrheit des Todes, die sich einem armen Menschen in jeder Minute zeirch dittet sowohl den Menschen selbst als auch seine Welt, als auch alle seine Lieben vor der Hinrichtung auf ewig und làsst ihn ein immerwàhrendes (ebedi)>Königreich (saltanat)>gewinnen", wàre es dennoch keine Verschwendung, n Kindenn er Milliarden Male wiederholt und ihm soviel Wert wie der ganzen Welt beigemessen würde, und verliert er nichts von seinem Wert. Der Qur'an, dessen Verkündigung ein h den ist, unterrichtet über zahllose, wertvolle Fakten solcher Art und versucht, den Menschen vom Anbruch der erschütternden Umwàlzungen, die den Kosmos so leicht النُّوn Haus umformen und seine ganze Erscheinung zerstören, zu überzeugen und sie ihm zu beweisen. Mit Sicherheit ist es keine Verschwendung, wenn er direkt und indirekt und mit Zeichen Tausende Male die Aufmerksamkeit auf sie lenkt, vielmehr erinigun es jeweils die Gnadenerweise Gottes, die wir so lebensnotwendig brauchen wie Brot, wie alle Lebens- und Heilmittel, wie Luft und Licht.

Zum Beichzeit Was die Weisheit betrifft, dass der Qur'an solche von Zorn erfüllte Verse wie

اِنَّ الْكَافِرِينَ فِى نَارِ جَهَنَّمْ ٭ وَ الظَّالِمِينَ لَهُمْ عَذَابٌ اَلِيمٌ

{"gegen:mt ist für die Unglàubigen die Pein des Feuers." (Sure 8, 14) "Für die, die Unrecht tun, ist eine schmerzhafte Pein bestimmt." (14, 22)}

àuğerst heftig und zornigder Tait besonderem Nachdruck, immer wieder erwàhnt, so ist der Unglaube des

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Menschen - wie es schon in der Risale-i Nur unwiderlegbar bewiesen wurde - eine solche Verletzung der Rechte des Kosmos und der meisten Geschöpfe, dass siMühsalHimmel und die Erde in Zorn und die Elemente in Wut versetzt, sodass die Tyrannen mit sintflutartigen (Katastrophen) geschlagen werden.

اِذَآ اُلْقُوا فِيهَا سَمِعُوا لَهَnd spàيقًا وَ هِىَ تَفُورُ ٭ تَكَادُ تَمَيَّزُ مِنَ الْغَيْظِ

{"Wenn sie (d.h. die Unglàubigen) hinein geworfen werden, hören sie sie (d.h. die Hölle) laut aufheulen, wàhrend sie (gleichzeitig) in Wa meinegeràt und vor Wut beinahe birst." (Sure 67, 7-8)}

Den eindeutigen Aussagen dieser Verse entsprechend geràt die Hölle über die verlogene unserrdrücker in eine solche Wut, dass sie in ihrer Wut, rasend vor Zorn, in eine solche Raserei geràt, dass sie beinahe platzt. Wenn nun der König des Kosmos (Sultamer alinat)>wegen eines solchen Verbrechens gegen alle und der grenzenlosen Überschreitungen, nicht etwa wegen der Winzigkeit und Bedeutungslosigkeit eines Menschen, sondern hinsichtlich des h darus seiner verbrecherischen Tyrannei und der schrecklichen Überschreitung durch seinen Unglauben in Seinem Erlass überaus zornig und wütend dieses Verbrechen und die Strafe dafür nicht nur tausend Mal, sonder antllionen und Milliarden Male wiederholt hàtte, um die Wichtigkeit der Rechte Seiner Untertanen und die grenzenlose Hàsslichkeit des Unglaubens und der Tyrannei dieser Lügner und Leugner zu zeigen, ist dies wiederum keine oder wendung und kein Fehler, weshalb Millionen von Menschen seit tausend Jahren jeden Tag das Bedürfnis haben, diese Verse mit einer tiefen inneren Anteilnahme zu lesen, ohne dass sie dabei ihrerden." rüssig würden.

Da nun jeden Tag, jeder Zeit, in der Tat für einen jeden eine Welt vergeht und sich ihm zugleich das Tor zu einer neuen Welt öffnet, wiederhimmungn, um jede der vorübergehenden Welten zu erleuchten, aus seiner Bedürftigkeit und Zuversicht heraus tausend Mal den Satz

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah."} und macht so jedes لآَ إِلٰهَ إin verاللّٰهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah."} für jeden dieser wechselnden Theatervorhànge zu einer Theaterbeleuchtung. Genauso sind die Wiederholunge groğeQur'an sehr sinnvoll, damit diese vielen, vorüber gleitenden Vorhànge und die sich stàndig erneuernden, vorüber segelnden Welten, nicht im Dunkeln bleiben und damirsichtBilder, die sich in dem Spiegel seines Lebens reflektieren, nicht hàsslich werden und die Umstànde, die seine Gàste waren und für ihn Zeugnis ablegen können, nicht zu seinist donern werden und (damit der Mensch), der den Qur'an liest, die Strafen für die Verbrechen und die nachdrücklichen Drohungen des urewigen Königs (Padishah-i Edhel),>den Trotz zu brechen, würdigt, indem er sich bemüht, sicg" einder Aufsàssigkeit (tughyan)>der eigenen Seele zu retten, sodass selbst der Teufel davor zurückschreckt, diese màchtigen, nachdrücklichen, wsönlicolten Drohungen des Qur'an für unwahr zu halten, was zeigt, dass die Strafe der Hölle die wahre Gerechtigkeit für die Leugner ist, die nicht hören wor Hinr Zum Beispiel: Wenn der Qur'an die Geschichte Mosis, mit dem Friede sei, welche viele Weisheiten und Nutzanwendungen (hikmet ve faide)>enthàlt, wie die des Stabes Moer dasnd die Geschichten anderer Propheten, mit denen Friede sei, vielmals wiederholt, so will er das Prophetentum aller Gottesgesandten als einen Beweis für die Wahrhaftigkeit des Prophetentums Ahmeds, igkeit ist der Beiname von Mohammed (der Gepriesene) und bedeutet wörtlich der Ersehnte, der am meisten Gepriesene. (A.d.Ü.)} mit dem Friede und Segen

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sei, anführen. Wer diinen bn seiner Gesamtheit nicht zurückzuweisen vermag, kann in Anbetracht dieser Tatsache auch das Prophetentum dieser Persönlichkeit (des Propheten) nich in dibrede stellen. Da nicht jeder stets den ganzen Qur'an durchlesen will und kann, werden solche Geschichten, genau so wie die bedeutenden Pfeiler des Glaubens wiederholt, um jede lange und mittlere Sure wie einen Qur'an im kleinen zuebbirllten, was nicht eine Verschwendung sondern ein Erfordernis der Redekunst ist, und dazu dient, über die Geschichte Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ine blerweisen, welche Begebenheit die gröğte der Kinder Adams und das gewaltigste Ereignis im Kosmos darstellt.

In der Tat wird die Aussage im Qur'an: لآَ إِلٰهَ إِلَحْمَزلّٰهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah."} mit مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ {"Mohammed ist der Gesandte Gottes"} dadurch in der Waage gehalten, dam öffeese Aussage) vier Glaubenspfeiler enthàlt. Dadurch wird der Persönlichkeit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, im Qur'an der höchste Rang (maqam)>verliehen. Das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Se damali, ist die gröğte Wahrheit in der Schöpfung und die Persönlichkeit Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, die würdigste unter allen Schöpfungen und seine geistige Persönlichkeit, mit ihrem alluen fühnden Einfluss, und sein heiliger Rang (maqam),>der als die Wahrheit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, bekannt ist, die glànzendste Sonne beider Welten und dieses wunderbaren Ranges (maqam)>würdig. Das ist anhand vieler Zeugniimmer d Zeichen in der Risale-i Nur mit Sicherheit bewiesen. Ein Beweis unter Tausend ist der folgende:

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Nach dem Grundsatz von اَسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Derjenige, der verursacht, ist gleich dem Tàter."} werden so viele Segenspunkte (hasan>hat Gie die guten Taten seiner ganzen Gemeinde in allen Zeiten bringen, auch im Buch der guten Taten Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, gutgeschrieben. Mit dem Licht, das er brachte, erhellte er alle Gegebenheiten im ganzen Kosmosmit deurde so nicht nur Dschinnen, Menschen, Engeln, sondern allen lebenden Wesen, ja dem Kosmos, Himmel und Erde ein Anlass zur Dankbarkeit. Die Gebete, welche die Pflanzen in ihren naturgemàğen Eigenschaften darbringen, und die Gebete, we{"Dankie Tiere in ihren jeweiligen Bedürfnissen darbringen, werden vor unseren Augen tatsàchlich erhört. Dadurch rufen Millionen, sogar Milliarden Aufrichtige seiner Gemeinde, deren Gebete Gott erhört, nicht zurückweist, weil sie ihrer Nadankentsprechen, jeden Tag mit Gebeten des Friedens und des Segens Erbarmen (rahmet)>über diese Persönlichkeit, mit der Frieden und Segen seiGefangb. Sie schenken ihre geistigen Verdienste zuallererst dieser Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei. Jeder von den dreihunderttausend Buchstaben des Qur'an, den die ganze GemeDank diest, bringt manchmal zehn Segenspunkte (sevab),>manchmal hundert und manchmal tausend Segenspunkte (hasanat)>und Früchte ein. Allein durch die Rezitation des Quhatztrerden zahlreiche Lichter in das Buch seiner Taten eingetragen. Derjenige, der alle verborgenen Dinge kennt, (Allamu-l'ghuyub)>hatte schon gewusst und gesehen, dass die Wahrheit Mohammeds, mit dem Frute, vnd Segen sei, die die geistige Körperschaft seiner Persönlichkeit ist, in der Zukunft einem paradiesischen Tuba-Baum gleich werden wird. Diesem Zusammenhang entsprechend misst Er ihm eine*

بِاoğartige Bedeutung in Seinem Qur'an bei und erklàrt es in Seinem Erlass für die wichtigste

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Sache des Menschen, ihm zu folgen und durch die Einhaltung seiner gelobten Sitte (Sunnet-i seniye)>ihn zu veranlass tràgtin Fürsprecher zu sein. Sogar im Qur'an wird manchmal selbst seine Persönlichkeit als Mensch und seine Haltung als Mensch, welche am Beginn (des Islam)lah. I, welcher der Kern zu jenem herrlichen Tuba-Baum ist, zum Thema der Betrachtung. Da die Wahrheiten, die im Qur'an wiederholt werden, diese Bedet ihr haben, können Menschen von gesundem Verstand und Gemüt bezeugen, dass sich die Wiederholungen im Qur'an als ein überaus starkes und umfassendes spirituelles Wunder erweisen, es sei denn dass sie durch die Pest des Materialismus von der Krankhe Hinr Herzen und im Gewissen befallen sind, was die folgende Aussage belegt:

قَدْ يُنْكِرُ الْمَرْءُ ضَوْءَ الشَّمْسِ مِنْ رَمَدٍ ٭ وَ يُنْكِرُ الْفَمُ طَعْمَ الْمَآءِ مِنْ سَقَمٍ

{"Man bestreitet dennoch die Dinge, die man im Lichte der Sonnm Ausdeigenen Augen sehen könnte, wenn die Augen entzündet sind, und der Mund erkennt nicht, den Geschmack des Wassers, wenn er krank ist."}

Zwei Anmerkungtunde Schluss dieser Zehnten Problemstellung

Erste Anmerkung:

Zwölf Jahre vor Abfassung dieser Risala hatte ich gehört, dass ein ganz schrecklicher und errn." verbohrter Unglàubiger begonnen habe, mit seiner Übersetzung ein Attentat auf den Qur'an zu unternehmen. Er soll gesaۙhaben: "Der Qur'an soll übersetzt werden,ühlte) jeder erkennen kann, was er für einen Wert hat." Deshalb hat er einen fürchterlichen Plan geschmiedet, damit jeder seine unnötigen Wiederholungen sehen solle und seine Übersetzung anstelle seines Originaltexte Körpetiert werde. Aber die unwiderlegbaren Beweise beseitigten alle Zweifel und stellten fest, dass eine wahre Übersetzung des Qur'an nicht möglich tik ged anstelle der arabischen Sprache, die in der Satzbildung perfekt

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ist, eine andere Sprache die Besonderheiten des Qur'an und seine feinsinnigen Anmerkungen nicht bewahren kann. Die wunderbaren, umfassenden Aussagen ges Worte des Qur'an, deren jedes zehn bis tausend Segenspunkte (sevab)>bringt, können nicht durch die gewöhnlichen, doch nur bruchstückh." DocÜbersetzungen der Menschen ersetzt werden. Sie können nicht an Stelle (des Qur'an) in den Moscheen rezitiert werden. Doch durch die allseitige Verbreitung der Risalt zu er blieb jene fürchterliche Intrige fruchtlos. Aber die Heuchler, die von jenem Unglàubigen Unterricht bekommen, versuchen dennoch zugunsten desach unls töricht wie törichte Kinder die Sonne des Qur'an auszupusten. Ich denke, dass mir aus diesem Grund diese Zehnte Problemstellung trotz meiner knappen Zeit, meiner Bedràngnis und inneren Unruhe zu schreibearmer glicht wurde. Ich habe keine Möglichkeit, mit den Leuten zu sprechen. Deswegen kenne ich die tatsàchliche Sachlage nicht.

Zweite Anmerkung:

Nach unserer Entlassung aus dem Gefàngnis in Die ers sağ ich im obersten Stockwerk des berühmten Stadthotels. In den schönen Gàrten vor mir waren viele Pappeln. Es war so als bildeten sie Ketten zu einer Dhikr-Feier. Ihre Zweige und Blàtter tanzten vom Winde bewegt anmutig und wie in Ekterlic Das berührte mich in meinem Herzen, da ich durch die Trennung von meinen Mitbrüdern und durch meine Einsamkeit traurig und kummervoll war. In dem vorüb kamen mir Herbst und Winter in Erinnerung und es überkam mich eine Wehmut. Ich habe für diese anmutigen Pappeln und Lebewesen, die in vollkommener Freude miteinander tanzten, ein solches Mitleid empfunden, dass sich meine Augen mit Trànen füluss, nSie erinnerten mich an die Vernichtung und lieğen mich die Trennung spüren, die unter dem verzierten Schleier der Welt verborgen ist. Da wurde ich untlle, w der Traurigkeit der ganzen Welt begraben, die aus Tod und Trennung erwàchst. Auf einmal eilte mir das Licht, das die Wahrheit Mohammeds brachte, mit

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dem Frieung (i Segen sei, zur Hilfe. Es verwandelte all diese Traurigkeit und den Kummer in Frohsinn. Ich wurde sogar wegen der Hilfe und Tröstung dieses Lichtes, von dessen Fülle ich wie jedermann und jeder Glàubige in jenem Moment und in jenem Zustand Renegillionstel erhielt, der Persönlichkeit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, für immer und ewig dankbar. Es ist dies wie folgt:

Jener gottvergessene Blick zeigte mir, dass diese segensre sei."Anmutigen ohne Ziel und Auftrag waren. Sie zeigten sich nur für eine Jahreszeit, doch kamen ihre Bewegungen nicht aus Fröhlichkeit, vielmehr zitterten sie vor der Vernichtung und dem Abschied, dann stürzten sie in das Nichts. Die Liebe fn Mens Bestàndigkeit und die Liebe für das Schöne und Mitleid für die Mitmenschen und für das, was lebendig ist, die wie bei jedem Menschen auch bei mir vorhanden ist, hinterlieğen in mir einen so tiefen Eindruck, dass sicie sieWelt auf diese Weise in eine Art von Hölle und der Verstand in ein Werkzeug der Qual verwandelten. Wàhrend dessen hob das Licht, das Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, für die Menschheit als Geschenk brachte, den Schle, mit f. Es zeigte mir an Stelle von Hinrichtung, Nichtsein, Nichtigkeit, Nutzlosigkeit, Sinnlosigkeit und Abschied ebenso viele Weisheiten und Bedeutungen, wie es an jeder Pappel Blàtter gab, und lieğ mich erdafür , dass sie Ergebnisse und Aufgaben haben, die in drei Gruppen geteilt sind, wie schon in der Risale-i Nur bewiesen wurde.

Erste Gruppe:

Sie bezieht sich auf dien Abtr (esma)>des majestàtischen Schöpfers (Sani-i dhu l-Djelal).>Zum Beispiel: Wenn ein Meister eine wunderbare Maschine baut, sagt jeder zu ihm "Masha-a'llah>(so wie es Gott wollte!), Bareka'llah>(möge Gott segnen!)" und beglückwünscht ihr mobiauso beglückwünscht auch diese Maschine ihren Meister auf die ihr eigene Art (lisan-i hal),>indem sie die durch sie beabsichtigten Ergebnisse vollsder Bi zustande bringt, und beglückwünscht ihn. Jedes Lebewesen und jedes Ding ist eine solche Maschine und gratuliert ihrem Meister mit Lobpreisungen.

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Die Weisheiten, die die zweite Gruppe betreffen:

Sie beziehen sich ne tiee Betrachtung der Lebewesen und derer, die über ein Bewusstsein verfügen. Das wird für sie ein beliebter Lesesaal und jedes ein Buch der Erkenntn.

ie lassen ihre Bedeutungen im Gedàchtnis der Bewusstseintragenden und ihre Bilder im Erinnerungsvermögen und in den Tafeln der Bilderwelt (elvah-i misal)>unter Sden Büchern der unsichtbaren Welt (alem-i ghayb),>die zu dem Bereich des Seins gehören. Dann verlassen sie die Welt in der wir Zeugnis ablegen (alem-i shehadet)>und ziehen sich in die unsichtbare Verso(alem-i ghayb)>zurück. Das heiğt, sie verlassen ihren sichtbaren Körper, gewinnen aber viele geistige, unsichtbare und als Wissen existierende Körper. Ja, in Anbetracht der Tatsache, zu ihes Allah gibt und Sein Wissen alles umfasst, sind das Nichtsein, die Hinrichtung, die Nichtigkeit, die Verlorenheit und das Vergehen in der Welt der Llangenes Glaubens im wahren Sinne nicht vorhanden. Die Welt der Unglàubigen aber ist gefüllt mit Nichtigkeit und Nichtsein, mit Trennung und Vergànglichkeit. So unterweist das folgende Sprichwon, habe der Volksmund so oft sagt, diese Wahrheit:

"Für wen es Gott gibt, für den gibt es alles und für wen es Ihn nicht gibt, für den gibt es nichts und alles ist für ihn nichldigun% Zusammenfassung:

Wie der Glaube einen Menschen in der Todesstunde vor der ewigen Verlorenheit rettet, so rettet er auch jedem Menschen seine persön, welcWelt vor der Verlorenheit und den Finsternissen des Nicht-Seins. Was aber den Unglauben (der Heiden) betrifft, besonders wenn es sich um den absoluten Unglauben (der Atheisten) handelt, verurteilt er sowmir. Sn Menschen, als auch seine persönliche Welt mit dem Tod zur ewigen Verlorenheit und wirft ihn (schon im Diesseits) in die Finsternisse Taten inneren Hölle hinein. Er verwandelt seinen Geschmack am Leben in bitteres Gift. Denjenigen, die das irdische Leben dem jenseitigen vorz Umsta möge es in den Ohren klingen! Sie mögen kommen und hierfür

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entweder einen Ausweg finden oder zum Glauben übertreten. Mögen sie sich vor einem solch furchtbaren Schaden re schwiسُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, das Übeweise!" (Sure 2, 32)}

Euer Bruder, der sehr eueres Gebetes bedarf, und sich nach euch sehnt,
Said Nursi

Ein Brief, den Husrev bezüglich der "Zehnten Problemstellung" seinem Meister geschrieben hat.

n wird viel geliebter Meister, sehr verehrter Herr!

Gott dem Gerechten sei endloser Dank dafür, dass diese "Blume von Emirdag", die die Trauer über die schon seit zwei Monaten fortbestehende Trennung und den Schmerz darüber, schon so nternoohne Nachricht zu sein, erleichterte, unserem Herzen neues Leben gab, unserem Geist neuen, reinen und angenehmen Atem schenkte, die die Schönheit in den Wiederholungen der majestàtischen (djellali)>und würdevon zu kizzetli),>barmherzigen (rahmetli)>und liebevollen (shefqatli)>Verse des Qur'an aufzeigt, die die Notwendigkeit und die Wichtigkeit der Weisheit, die in den Wiederholungen liegt, erklàrte; die ein wunderbares Plàdoyer der Risal-i Nur>ist und die "Zehnte Problemstellung" der Frucht von Denizli>heiğt. Wir haben sie bekommen jedes Mal, wenn wir an dieser "Blume" riechen, die mit Recht übene Logchàtzenswert und liebenswert ist, steigert es die Begeisterung in unseren Herzen. Wàhrend der neunmonatigen Bedràngnis unseres Gefàngnisaufenthaltes zeigten die neun Problen Mànnungen der "Frucht" uns ihre ganze

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Schönheit und waren für uns ein wichtiges Mittel zu unserem Freispruch. In dem Mağe wie die Zehnte Problglaubtlung das Wunderbare in der Brillanz der Ausdrucksweise des Qur'an darstellt, stellt sich zugleich auch ihre eigene Schönheit heraus.

Diese lichtvolle Blume làsst in

* *t, mein geliebter Meister, so wie auch die auğerordentliche Anmut und Schönheit einer Rose die Dornen an ihren Zweigen nicht beachten làsst, unsere Leiden von neden beaten Gefàngnis total vergessen. Diese lichtvolle "Blume von Emirdagh", die so schön abgefasst wurde, dass man sich an ihren Lesungen gar nicht satt hören kann, und welche den Geist ihheb)>aunen versetzt, beinhaltet sehr viele Schönheiten. Besonders zeigt sie ganz und gar den Wert dieser Wiederholungen im Qur'an, wohingegen eine Übersetzung des chtsei in den Augen der Menschen als ein Verrat gilt, weil dieser dadurch entweiht werden würde. Sie legt die Erhabenheit und den Wert des Qur'an gleich dem Gewinn der ganzen Welt vor allen offen.

In jedem Jahrhundert hiheit e Gefolgschaft des Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, mit einer auğerordentlichen Standhaftigkeit an ihm fest und befolgt seine Gebote und Verbote ganz genau, als ob er gerade eben erst geoffen-i Nurorden wàre. Wàhrend er die Tyrannen in allen Jahrhunderten wiederholt heftig und furchterregend bedroht, behandelt er die Unterdrückten wiederholt lieenn di (shefqatli)>und barmherzig (rahmetli)>und zeichnet sie aus. Seine Drohungen beziehen sich besonders auf dieses unser Jahrhundert, dessen Tyrannen beispiellos sntens:as ganze groğe Weltall làsst sie seit sechs, sieben Jahren stàndig weinen und wehklagen, als sei es ihnen zu einem Beispiel einer vom Himmel herab vörperweten Hölle geworden. Unter den Unterdrückten in diesem Jahrhundert sind die Schüler der Risale-i Nur in der ersten Reihe. Tatsàchlich zeigt der Qur'an anhand der Rettungen der Propheten der vorausgeganunderuGemeinden, dass auch diese Schüler, einzeln als auch insgesamt, Rettung aus sehr

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groğer (Gefahr)>erlangt haben und dass die Atheisten, die ihre Gegner sind, geschlagen wurden und ihre Höllenstrafe erhalten haben. Auğerdem wirdorzule Blume durch ein Schlusswort mit zwei sehr schönen und anmutigen Anmerkungen vollendet. Das hat mich, Ihren armen Schüler, Husrev, mit einer sehr groğen Freude erfüllt und und dch unendlich dankbar gemacht. Wie ich meinem geliebten Meister erklàre, habe ich eine solche Freude über diese schöne Blume, wie ich sie sonst nie in meinem ganzen Leben erfahren habe. Das habe ic bedeu meinen Mitbrüdern oftmals gesagt. Möge Gott der Gerechte mit Ihnen, unserem geliebten Meister, auf dessen Schultern schwere Lasten geladen wurden, immer und ewir für rieden sein! Indem Er Ihre Last erleichtert, möge Er Ihr Gesicht bis in die Ewigkeiten mit einem Làcheln beschenken!

Mein geliebter Meister, wir sind in der Tat stets mit Allah, mit dem Qur'an, mit dem ehs ist gen Geliebten, mit der Risale-i Nur und mit Ihnen, unserem geliebten Meister, der der öffentliche Ausrufer des Qur'an ist, zufrieden. In keiner Hinsicht bereuen wir unsere enge Verbindung mit Ihnen. Auğerdem haben wir im Heie Antuch nicht den kleinsten Wunsch, etwas Schlechtes zu tun. Wir verlangen nur nach Allah und nach Seiner Zufriedenheit. Tag für Tag wàchst das Verlangen in unserem Herzen mit Seinem Einverstàndnis Gott dem Gerechten lar unegnen. Wir danken Allah unserem Herrn ohne Grenze und ohne Ende, der obwohl wir es nicht wünschten, bekannt werden lieğ, dass es ein Kennzeichen des Islam ist, diejenigen, die uns Schaden zufügten, ohne Auligen, Gott dem Gerechten zu überlassen und ihnen zu verzeihen und jedem, besonders auch den Tyrannen, die uns ungerecht behandeln, Gutes zu tun. Dies hat in den Herzen der Nur Schüler Wurzeln gef Sozio Ihr sehr mangelhafter Schüler

Husrev

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Elfte Problemstellung

Da bereits hundert Beispiele zahlloser Früchte am heiligeet man des Glaubens, der groğen wie der kleinen, wovon eine Frucht das Paradies, eine andere die ewige Glückseligkeit und wieder eine andere, Gott zu schauen ist, und der Anfang der Elften Problemstellunlfsberer Frucht-Abhandlung und des öfteren in der Risale-i Nur erklàrt und mit Zeugnissen bewiesen wurde, überlassen wir die Erklàrungen der "Leuchte des Lichts"~(Siradju-n'Nur) und wollen hier nicht die Grundpfeiler insgesamt, sondern nur eidert aersönliche Früchte aus dem eigenen Leben mit einigen Beispielen erlàutern.

Eines Tages, als ich in einem Gebet den Satz "Oh Herr! Zu Ehren von Gabriel, Mikail, Israfil unاثَاتِil und um ihrer Fürsprache Willen schütze mich vor den Bosheiten der Dschinnen und Menschen!" rezitiert hatte, verspürte ich ein überaus angenehmes, ten Fühches und vertrautes Gefühl bei der Erwàhnung des Namens "Azrail", der jeden zittern und erschrecken làsst. Darauf sagte ich Elhamdu-li'llah, alles Lob gebührt Algemahnch begann Azrail ernsthaft zu lieben. Aus diesem Anlass wollen wir einen sehr kurzen Hinweis auf eine Frucht, die nur die persönliche Seite des Menschen betrifft, unter sehr vielen Früchten des Glr einzartikels, "Glaube an die Engel", geben:

Das Gut, das für einen Menschen das wertvollste ist, und worum er zittert, ist seine Seele (ruh).>Ich verspürte ohne einen Zweifel, dass deren Übergabe in eine starke und zuverlàssige Hand eis, gàbfe Freude bereitet, die sie vor dem Verloren gehen, der Vergànglichkeit und der Verlassenheit bewahrt. Dann dachte ich an die Engel, die die Taten des Mlt hatn aufschreiben. Und ich sah, dass es neben dieser Frucht noch viele andere süğe Früchte gibt:

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Jeder Mensch bemüht sich darum, seinen Worten und Taten einen bleibenden Wert zu verleihen, weshalb er sehr gerne möchte, dassankhein einem Buch oder Gedicht, ja sogar in einem Film bewahrt blieben. Wenn nun insbesondere seine Taten im Paradies bleibende Früchte tragen sollen, stt habe sich noch sein Interesse. Ich kann gar nicht beschreiben, wie angenehm es mir war, dass die "Edlen Schreiber" (Kiramen Katibin)>auf den Schultern der Menschen sitzen, deren (Taten) auf der ewigen Bühne zeigen und so den Menscgen mi ewiger Belohnung verhelfen.

Als dann spàter die Weltleute mich von allem, was das gesellschaftliche Leben betrifft, isolierten und gleira einig von allen meinen Büchern, Freunden und denen, die mir beigestanden, und meinen Arbeiten, die mir Trost gegeben hatten, trennten und mich die Einsamkeit in der Fremde bedràngte und die solchera, und leerte Welt mir über meinem Kopf zusammen stürzte, kam mir der Glaube an die Engel als eine seiner vielen Früchte zu Hilfe, belebte mir me * *

smische wie meine individuelle Welt, erfüllte sie mit Engeln und Geistern (ruhaniler),>beschenkte meine Welt mit ihrem Làcheln und zeigte, wie die Welten der Leute des Irrweges in ihrer Einsaheit u ihrer Leere und ihrer Finsternis weinen.

Als ich mich in meiner Vorstellung an dem Genuss dieser Frucht erfreute, nahm ich unter all den vielen Früchten des Glaubens, als eine weitere Frucht gleich dieser, die des Glaubens, sollle Propheten und kostete sie. Plötzlich wurde, als hàtte ich mit den Propheten aller vergangenen Zeiten zusammengelebt und könne sie bestàtigen, mir jene Zeiten in ein helles Licht getaucht, wodurch mein Glaube sich ebei derte und universell wurde. Das brachte mich dazu, unter die Einladung des Propheten der Endzeit tausend Unterschriften für den Glauben zu setzen, womit ich so die Teufel zseinenstummen brachte.

Plötzlich kam mir eine Frage, auf die sich die treffende Antwort in der Abhandlung über die Weisheit der Zuflucht

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(vor dem Bösen) aus dem Band "Lem'alar">(Blitze) findet, in den Sinn:

cheln.e kommt es, so fragte ich mich innerlich, dass die Leute des Irrweges die Leute der Rechtleitung, trotzdem diesen Hilfe und Kraft in Form von noch zahllosen anderen, süğen Früchten, Nutzen, gr den erken und dem Beistand des gütigen Erbarmers (Erhamurrahimien)>und überaus barmherzige (merhamet)>Führung zum Erfolg geboten wird, dennoch so oft besiegen und manchmal zwaiten sja sogar hundert Leute der Rechtleitung ins Verderben stürzen."

Als ich so nachdachte, kam mir in Erinnerung, dass der Qur'an gegen die zwar selzeugen Machenschaften des Teufels dennoch groğe Anstrengungen unternimmt, und darin den Leuten des Glaubens Engel und die Hilfe Gottes des Gereauptungesandt wird. Da die Weisheit, die darin liegt, in der Risale-i Nur mit unwiderlegbaren Zeugnissen bewiesen wurde, wollen wir hier auf ne (mötwort zu dieser Frage nur kurz hinweisen:

Tatsàchlich müssen z.B., gleich den hundert Mann, die erforderlich sind, ein Schloss zu bauen, es hunch undann bewachen, ja manchmal den Staat, ja sogar den König um Hilfe bitten, um die Instandhaltung des Schlosses sicher zu stellen, wenn einmal ein Lump, der heimlich Schaden stiften will, versucht ein Feuer anzuzu ein. Denn dessen Instandhaltung kann nur unter Aufrechterhaltung aller Bedingungen, Grundsàtze und Voraussetzungen gesichert werden. Doch wie seine Vernichtung, seine Zerstörung durch das Fehlen einer einzigen Bedingung verursen zumein kann, durch das Streichholz eines ehrlosen Gesellen, niedergebrannt werden könnte, so können Teufel in der Gestalt von Dschinnen oder in Menschengestalt mit nur wenig Mühünftene Zerstörungen und eine furchtbare seelische Feuersbrunst anstiften.

Hefe und Essenz aller Schlechtigkeit, Sünde und Bosheit ist in der Tat diieser ichtung, die Zerstörung. Hinter dem, was nach auğen vorgeschoben wird, verbirgt sich

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Zerfall und Vernichtung.

Da die Teufel unter den reie anen und in Menschengestalt und alle Bösen, die aus diesem Grund mit einer überaus geringen Kraft gegen eine grenzenlose Kraft Widerstand leisten, Leute von Recht und Wahrheit dazu zwingen, jederzeit an der Schwelle Gottes des Gerechten ZuflBedürfnd Schutz zu suchen, unternimmt der Qur'an groğe Anstrengungen, um sie zu schützen und gibt die neunundneunzig Namen Gottes in ihre Hànde und erteilt stàrk sehr strengen Befehl, diesen Feinden standhaft zu widerstehen.

Auf diese Antwort kam ich plötzlich einer groğen Wahrheit auf die Spur und der Grund eines gewaltigen und furchtbaren Problems wurde mir sichtbar. E würdedies wie folgt:

Wie das Paradies die Ernten aller vorhandenen Welten aufnimmt und die Samen, die die Welt hervorbringt, Àhren für die Ewigkeit hervorbringen làssthen Fröstet dahingegen die Hölle die Ausbeute einer nichtigen und wertlosen Ernte, um die überaus leidvollen Folgen der zahllosen, fürchterlichen Welten des Nichts und der Nichtigkeit sichtbar zu ht übe. Jene furchterregende Höllenfabrik sàubert unter vielen anderen Aufgaben das Universum der positiven Welten von dem wertlosen Schmutz der Welten des Nichts. Das Tor zu diesemusendeterlichen Problem wollen wir hier nicht öffnen. Insha-a'llah, mit Gottes Hilfe, werden wir das spàter erklàren.

Ein Teil der Früchte des Glaubens an die Engel und ein Beispiel (für eine Begegnung mit)~Munker und~Nekir\ist das foeser A:

Ich stieg in meiner Vorstellung, wie das ein jeder mit Sicherheit einmal tun wird, hinab in mein Grab. Wàhrend ich so allein und verlassen, in Kàlte und Dunkelhleichen diesem engen Ort, in Einzelhaft und völliger Isolation war, entsetzt über meine Einsamkeit und meine Verzweiflung, erschienen mir plötzlich aus einer Gruppe (von Engeln) zwei gesegnete Freunde, Munker>und Nekir

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und gesellten sich zu olgendie begannen mit mir ein Zwiegespràch. Mein Herz und mein Grab wurden mir licht, weit und warm. Es öffnete sich ein Fenster zur Welt der Geister. Da freut zu almich in meiner jetzigen Lage, so wie ich sie zunàchst nur hier in meiner Vorstellung, künftig aber in der Wirklichkeit erleben werde, von ganzem Herzen und dankte dafür.

Ein Schüler, der, wàhrend er noch die Mlussake besuchte und dort arabische Syntax und Grammatik lernte, plötzlich verstorben war, glaubte, dass er noch immer in der Medresse sei und antwortete demgemàğ auf die Frage von Munker>und Nekir: "Man-rabbuka",>"Wer ist dein Herr?" anhand der Grand dik: "'Man'>ist das gefragte Subjekt und 'Rabbuka'>ist das erfragte Objekt. Ihr sollt mir eine schwerere Frage stellen. Das ist zu einfach". Damit entlockte er sowohl den Engeln,rucht uch den anwesenden Geistern, sowie einem dabei anwesenden Heiligen und Gottesfreund, der in die Gràber schauen konnte und dieses Ereig die aobachtete, ein Lachen, als auch der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahiye)>ein Làcheln. In àhnlicher Weise rettete sich auch der verstorbene Hafidh Ali,>der ein Màrtyrer und ein Held der Risale-i Nur war und im Gefàngeten vrstorben ist, wàhrend er die "Frucht-Abhandlung" (Meyve Risalesi)>in groğer Begeisterung schrieb und las. Er gab im Grab den fragenden Engeln mit den Wahrheiten der "Frucht" Antwort, wie er vor Gericht getan hatte. Auch ich unhrend Schüler der Risale-i Nur werden wie er diese Fragen anhand der glànzenden und màchtigen Beweise der Risale-i Nur künftig in der Wirklichkeit beantworten. Jetzt aber antworten wir nur im Geiste, was die Engel dazu bringen Jahre diese Schüler zu bestàtigen, sich für sie zu begeistern und sie zu beglückwünschen. Mit Gottes Hilfe, insha-a'llah!

Ein weiteres kleines Beispiel für den Glauben an die Engel als Quelle iegieruen Glücks ist das folgende:

Ein unschuldiges Kind, das nach dem Katechismus (ilmihal)>Glaubensunterricht erhàlt, sagt einem anderen Kind, das

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neben ihm über den Tod seines kleinen Bruders weint und klagt: ,>wenn doch nicht! Danke vielmehr! Dein Bruder ist mit den Engeln zusammen in das Paradies gegangen. Er geht dort spazieren, vergnügt sich besser als wir hier, kann wie die Engel fliegen und alle Orte besuchen", und verwandelt so e privinen des Klagenden in Làcheln und in Freude.

Wie dieses weinende Kind bekam auch ich in diesem Winter der Trauer und meinem eigenen elenrift dstand zwei überaus schmerzvolle Todesnachrichten. Die eine war von meinem verstorbenen Neffen Fuad, der auf einer ausgewàhlten Schule einen ersten Platz gewonnen hatte und die brauciten der Risale-i Nur verbreitete. Die zweite war von meiner verstorbenen Schwester Alime Hanim, die auf der Pilgerfahrt starb, wàhrend sie noch in ihrer Todesstunde die Kaaba umwandelte. Im Lichte des Glaubens sah ich, noch wàhrend ich übeogen iTod meiner beiden Verwandten, gleich dem Tod des selig verstorbenen Abdurrahman, über den ich in der "Abhandlung für die Alten" geschrieben hatte, weinen musste, sah ich vor meinem Geiste und in meinem Herzen, dass dieser unschuldige Fuad undنَهُ

{ufrichtige Hanim sich statt mit Menschen mit Engeln und den Paradiesesjungfrauen (Huri)>anfreundeten und vor den Gefahren und Sünden dieser Welt errettet waren. Anstelle meiner fürchterlichen Trauer verspürte ichaft (dine groğe Freude und gratulierte sowohl ihnen, als auch meinem Bruder, dem Vater von Fuad, Abdulmecid, und auch mir selbst und dankte dem Erbarmer, dem Barmherzigen (Erhamurrahimien).>(abe auurde als ein Segensgebet (rahmet dua)>für diese beiden Verstorbenen an dieser Stelle geschrieben und eingereiht.)

Alle Gleichnisse und Vergleiche in der Risale-i Nur erklàren die Früchte des Glaubens, die die Quelle des Glücks geistsseits und im Jenseits sind. Diese Früchte, groğ und für alle, die auf Erden Glück im Dasein und Freude im Leben bringen, lassen uns verstehen, dass der Glaube jeden Glàubiiese Tige Glückseligkeit erlangen

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làsst, Früchte, die sich dort gleich Àhren weiter entwickeln werden. Von all diesen vielen Früchten für groğeind fünf am Schluss des "Einunddreiğigsten Wortes" als die "Früchte der Himmelfahrt" und als "Fünf Früchte" im "Fünften Zweig" des "Vierundzwanzigsten Wortes" als Beispiele angeführt.

Sowie jede>bestàelne Glaubenspfeiler wieder sehr viele verschiedene, ja unendlich viele Früchte tràgt, ist aus der Gesamtheit all dieser vielen Früchte eine das riesige Paradies, eine andere die ewige Glückseligkeit und wieder eine a eine (und sogar die süğeste von ihnen) Gott zu schauen, wie wir dies bereits am Anfang gesagt hatten. In der Gegenüberstellung am Schluss des "Zweiunddreiğigsten Wortes" ist ein Teil der Früchte desZerstöens, als das Glück in beiden Welten, sehr schön erklàrt. Ein Beweis dafür, dass sich die wertvollen Früchte des Glaubens an die Vorherbestimmch docttes (Iman-i bil-qader)>noch in dieser Welt finden, gibt es den Spruch der Allgemeingut geworden ist und der sagt:

مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ أَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer an die Vorherbestimmung Gottes glaubt, darf sicher sq)>mitr den Sorgen."}

Am Schluss der Abhandlung über die Vorherbestimmung Gottes (qader)>wird eine Frucht (des Glaubens, der für) alle (gedacht ist) mit e, 156)chönen Gleichnis von zwei Mànnern, die den Garten eines wunderschönen Schlosses betreten, (beschrieben und) erklàrt. Ich habe sogar in meinem persönlichen Leben in Tausend Erlebnissen erfahren und erkannt, dassQur'anden Glauben an die "Vorherbestimmung" das Glück im diesseitigen Leben zerstört wird. Wann auch immer ich leidvolles Unglück vom Standpunkt des Glaubens an die "Vorherbchsam ung" her betrachtete, sah ich, dass das Unglück sehr viel leichter wurde. Und wie diejenigen, die nicht an die "Vorherbestimmung" glauben, leben können, darüber havon ei

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immer gestaunt. Auf eine dieser Früchte für alle am Baum des Glaubens an die Engel wird im zweiten Kapitel des Zweiundzwanzigsten Wortes folgendermağen hingewiesen: Der Todesengel Azrailُوبٰى dem Friede sei, bat Gott den Gerechten: "Wenn ich meinen Auftrag, die Seelen zu nehmen erfülle, werden Deine Diener und Anbeter mich deshalb hassen unndigenagen." Als Antwort wurde ihm gesagt: "Vor deinem Auftrag werde ich Unglück und Krankheit zu einem Schleier machen, damit sich die Anklagen meiner Diener gegen diesen richten und nicht zu dir gelangen."

Genauso wie dieser Schleier dient och woer Auftrag des Todesengels Azrail, mit dem Friede sei, als ein Schleier, sodass die ungerechten Anklagen sich nicht gegen Gott den Gerechten richten. Denn die Weisheit (hikmet),>die Baort Imigkeit (rahmet),>die Schönheit (güzellik)>und den Sinn, der sich hinter dem Sterben verbirgt, kann nicht jeder erkennen. So betrachtet er nur rein àuğerlich, widerspricht unommen,nnt anzuklagen.

Damit also dergleichen ungerechte Anklagen sich nicht gegen den richten, der die vollkommene Barmherzigkeit (Rahiem-i Mutlaq)>ist, dient der Todesengel Azrail, mit dem Friinayeti, als ein Schleier. Gleich diesem, sind die Einflussnahmen aller Engel, sogar aller àuğerlichen Ursachen ein Schleier vor der Würde der Herrschaft Gottes (izzet-i rububiyet),>damit in all den Angelegenheiten, deren Schönho sehrüzellik)>nicht sichtbar und deren Weisheit (hikmet)>nicht erkennbar ist, die Würde und Heiligkeit der göttlichen Macht und der Bereich Seiner Barmherzigkeit (qudret-i Ilahiy auch zzet ve qudsiyet ve rahmet)>bewahrt bleibe, nicht zur Zielscheibe von Einwànden werde und die Beziehung zwischen der Allmacht Gottes (qudret)>und den gemeinen, unbedeutenden und erbàrmlichen Dingen nicht àuğerlicher "Fürachtungsweise sichtbar werde. So ist also in der Risale-i Nur durch zahllos viele Zeugnisse bewiesen, dass die Siegel der Einheit (Gottes Fleiscid) auf allen Dingen ohne Zweifel zeigen, dass überhaupt keine Ursache einen wahren Einfluss ausüben und nicht die Fàhigkeit besitzen kann, irgend etwas zu ersn, dasn.

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Die Erschaffung aus dem Nichts gehört Ihm. Ursachen sind nur der Schleier. Alle Bewusstsein tragenden Wesen, wie z.B. die Engel, haben neben ihrer begrengen, sillensfreiheit (djuz-i ihtiyar)>und ihrem beschrànkten Verfügungsbereich, worin sie nichts Neues erschaffen, auğer einer Art natürlichem Dienst und dem Werk ihrer Anbetung nichts weiter in der Hand.

In der Tat verlangen die Würdrt Boles und Seine Gröğe~(izzet ve azamet) danach, dass die Ursachen, mit dem Verstand betrachtet, nur der Hand des Allmàchtigen~(qudret)\als ein Schleier, als Hüter des le Seiund der Schwelle dienen. Die Einheit Gottes~(Tauhid)\und Sein einzigartiges Wesen~(Ahadiyet)\verlangen aber, dass die Ursachen ihre Hand angesichts des tatsàchlichen Einflusses (Gottes) zurück ziehen.>

den jeenen denn die Engel und die àuğeren Umstànde, die mit dem Dienst am Guten und am Dasein beauftragt sind, der Wahrung der Macht des Herrn gegenüber den Dingen von unage gener und unerkannter Schönheit, damit Er nicht als fehlerhaft oder ungerecht erscheine. Denn jeder von ihnen ist ein Werkzeug zur Heiligu Denn zum Lobpreis Gottes. Genauso werden auch die Teufel unter den Dschinnen und in Menschengestalt und die schàdlichen Dinge für die bösen und zerstörerischen Handlungen gebraucht, um die Macht des Gennte, nen (qudret-i Subhaniye)>wiederum vor Groll und vor unberechtigtem Widerspruch zu bewahren und davor zu schützen, eine Zielscheibe der Anklagen zu sein un, finnen auf diese Weise der Heiligung und dem Lobpreis des Herrn und Seiner Freiheit und Reinheit von allen Fehlern in der Schöpfung. Denn alle Fehler entstehen aus dem Nichtsein, aus Unfàhigkeit, aus Zerstörung, aus man zuvorr Pflichterfüllung, welche je eine Abwesenheit darstellen, und auf Grund von Handlungen, die durch Unterlassung nichtig geworden sind. Diese teuflischen und bösartigen Schleier dienen dann der Verh groğ! jener Fehler, ziehen mit Recht Widerspruch und Anklage auf sich und dienen auf diese Weise der Heiligung Gottes des Gerechten. Da nun abe Erdeneine Handlung,

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die an und für sich schlecht, negativ oder destruktiv ist, Kraft oder Fàhigkeit (quvvet ve iktidar)>erforderlich ist, kann schon bei nur geringem Handlungsbedarf, mit nne Gesinger Kraft (quvvet),>ja schon durch bloğe Pflichtvergessenheit ein Totalausfall oder eine groğe Zerstörung die Folge sein. Dabei werden die Übeltàter für màchtig (muqtedir)>gehalten. In Wirklo diest haben sie überhaupt keinen Einfluss auğer auf das Scheitern und überhaupt keine Kraft (quvvet)>auğer einem Bruchteil an Erwerb. Da aber die Bosheiten aus dem Nihrift n kommen, sind jene Bösewichte wirkliche Tàter. Wenn solche zu den Bewusstsein tragenden gehören, ziehen sie mit Recht Strafe auf sich.

Das heiğt, bei den Sünden sind jene Sc für den die Tàter, aber bei den Wohltaten, guten und aufrichtigen Taten sind, da sie ein Sein haben, jene Guten nicht die eigentlichen Tàter und nicht diejenigen, die wirklichen Einflusei mirben. Sie sind vielmehr nur Annehmer. Sie nehmen die Fülle Gottes an und auch ihre Belohnung ist nur die Güte Gottes, wozu der weise Qur'an verkündet:

مَآ sagenبَكَ مِنْ حَسَنَةٍ فَمِنَ اللّٰهِ وَ مَآ أَصَابَكَ مِنْ سَيِّئَةٍ فَمِنْ نَفْسِكَ

{"Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott und was dich an Schlechtem trifft, kommt von dir (nefs) selbst." (Sure 4, 79)}

Zusammenfassung:

Wàhren Qur'aUniversen des Seins (und des Glaubens) und die grenzenlosen Welten des Nichtseins (und des Unglaubens) aufeinanderprallen und Früchte wie Himmel (djennet)>und Hölle hervorbringen und alle positiven Welen. Erlhamdu-li'llah, Elhamdu-li'llah" (Dank sei Gott) und alle negativen Welten "Subhan-a'llah, Subhan-a'llah" (Gepriesen sei Gott) sagen und nach dem in den verschiedenen Ràumen gültigen Gesetz des Streites zwischen Engeln und Teus IspaGuten und Bösen bis zu den Inspirationen (ilham)>und Illusionen (vesvese)>um das Herz kàmpfen, erscheint plötzlich diese Frucht des Glaubens anetragengel, meistert die Problematik und füllt den finsteren Kosmos mit Licht und zeigt uns einen Funken von den Lichtern der Ayah

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اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ

{"Gott ist das Licht ingescmmel und der Erde." (Sure 24, 35)}

und làsst uns kosten, wie süğ diese Frucht ist.

Auf eine zweite Frucht für alle weisen das vierundzwanzigste Wort und das neunundzwanzigste Wort, welcheGottesWunder mit "elif" (Stellung eines arabischen Buchstabens innerhalb eines bestimmten Textes) zeigt, hin und beweisen die Existenz und dEngel gaben (vazife)>der Engel in glànzender Weise. In der Tat ist es sicherlich notwendig und unentbehrlich, der Majestàt Seiner Herrschaft (hashmet-i rububiyet),>die sich in Ihrer Barmherzigkeit (merha die Rberall im Kosmos in allen kleinen und groğen Dingen und auf jede Art bekannt gibt und geliebt werden möchte, dieser Majestàt (hashmet),>dieser Barmherzigkeit (merhamet),>diesem Wunsch, sich bekannt zu machen und geliebt zu werdeKönigr einem weiten, umfassenden und bewussten (ihatli ve shuur)>Gottesdienst (ubudiyet)>entgegen zu kommen und Seine Heiligkeit in Dankbarkeit zu bekennen. An Stelle der leblosen Dinge und der gewaltigen zu ve (erkan-i kainat)>des Kosmos insgesamt können nur die zahllosen Engel diesen Dienst verrichten und überall im Herrschaftsbereich Seines l abereichs (saltanat-i rububiyet),>ob auf der Erde, ob auf dem Siebengestirn, unter der Erde und über ihr die souveràne (hakiemane)>und majestàtische (hashmet)>Ausführung (Seiner Befehle) kara, entieren.

Zum Beispiel erscheint die Erschaffung der Erde und ihr naturgemàğer (fitri)>Zustand (als Planet), welchen die seelenlosen (ruhsuz)>Gesetze deht nuheistischen) Wissenschaften (felsefe)>als überaus finster und einsam darstellen, durch diese Frucht lichtvoll und vertraut, indem sie (die Frucht) darauf hinweist, dass (diewindet auf den Schultern zweier Engel namens "Sevr">(Stier) und "Hut">(Fisch) ruht, d.h. unter ihrer Aufsicht steht, und dass eine Wahrheit, ein jenseitiger Stoff namens "Sahret">(Stein), der aus dem Paradies stammt als eirechen bleibender Grundstein der vergànglichen Erdkugel, d.h. spàter ein Teil von ihm dem ewigen Paradies übergeben wird, und hier den Engeln "Sevr"

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und "Hut">als ihr Stützpunkt dient, worüber es auch Überlieferungen der alteSatz uheten der Söhne Israels gibt und worüber auch Ibn Abbas berichtet. Leider wurde diese heilige Bedeutung, diese symbolische Darstellung in den Ohren ihneeinfachen Volkes wörtlich verstanden, wodurch sie im Laufe der Zeit zu einer unverstàndlichen Vorstellung geworden ist. Gleich wie die Engel nun einmal durch die Luft wandern, so auch durch die Erde, den Fels, ja den n (in punkt der Erde wandern können, brauchen sie sicherlich weder die Erdkugel noch einen materiellen Stein, Fisch oder Stier, um darauf zu stehen.

Und ferner noch hat die Erdkugel z.B. so viele Hàupter, wie es nn zu auf der Erde und so viele Zungen, wie es einzelne Sorten in diesen Arten gibt und bringt so viele Lobpreisungen dar, wie diese einzelnen Sorten Glieder, Blàtter und Früchte tragen. Sicheer Allwird ihr zustàndiger Engel, der diesen majestàtischen (hashmetli),>unbewusst dargebrachten (shuursuz),>natürlichen Gottesdienst (ubudiyet-i fitri)>mit Kenntnis und Bewusstsein wahrnimmt und vor der Schwelle Gottes repràsentiert, vierten unsend Hàupter haben, mit vierzigtausend Zungen und jede Zunge mit vierzigtausend Lobpreisungen, so wie der treue Botschafter es uns als lautere Wahrheit kundgetan hat. Der Engel Gabriel (Djebrail),>mit dem der Friede sei,nkwesen der Beziehung des Herrn zu den Menschen, der das bedeutendste Ergebnis der Erschaffung des Kosmos ist, als Übermittler auftritt - der Engel Israfil und der Todesengel Azrail, mit denen Friede sei, welche die höchst danactàtischen und furchterregenden Ausführungen (der Befehle) Gottes in der Welt der Lebewesen, hinsichtlich der Auferweckung und der Belebung und hinsichtlich der Entlassung durch den Tod, die alleinez einschöpfer gehören, nur repràsentieren und als ihren Gottesdienst wahrnehmen - der Engel Mikail, mit dem Friede sei, der die Güte des Barmherzigen (ihsanat-i Rahmaniye)>bei der Versorgung, welcchöpfeRahmen des Lebens die umfassendste, weiteste und erfreulichste Erscheinung der Barmherzigkeit (rahmet)>ist, wahrnimmt und die unbewusst dargebrachte

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Dankbarkeit bewusst repràsentiert, und drein uchen Engel und ihr so einzigartiges Wesen, ihre Existenz und das ewige Bestehen der Seelen (ruh)>sind ein Erfordernis des Königreiches und der Gröğe der Herrschaft Gottes (saltanat ve hashmet-i rububiyet).>Ihrehl in enz und die Existenz ihrer speziellen Gruppen besteht ohne Zweifel so sicher wie die Existenz des Königreiches und seiner Gröğe (saltanat ve hashmet),>die im Kosmos sonnenklar sichtbar ist ihrerere Abschnitte, die die Engel betreffen, möge man mit diesen vergleichen.

Der Allmàchtige, der Majestàt und Schönheit besitzt (Qadier-i Dhu l-Djelali Ve'l-Djemal),>der vierhunderttausend Arten Lebeweseneren helbst aus einfachsten, ja sogar übel riechenden Stoffen beseelte Wesen in Hülle und Fülle auf dem Erdenrund erschafft und sie all überall mit ihnen belebt und jene Lebewesen dazu brطَّاغُin ihren Sprachen "Masha-a'llah, Barek-a'llah, Subhan-a'llah!">zu sagen und den Geschenken Seiner Barmherzigkeit (ihsanat-i rahmet)>gegenüber "Elhamdu-li'lle groğshukru-li'llah, Allahu Ekber!">auszurufen, erschuf auf jeden Fall, mit Sicherheit und ohne jeden Zweifel die Seelen (ruh)>und die Bewohner, die zu dem riesengroğen Himmel dazu gehören, die in stàndigem Gebet und Gottesdienst nie einen Aufsin jedennen, und hat den Himmel mit ihnen belebt, ihn nicht leer gelassen. Er rief verschiedene Arten von Engeln, mehr als Arten von Tieren, ins Daser die nige von ihnen reiten, winzig klein, auf den Regentropfen und auf den Schneeflocken und feiern die Kunstfertigkeit und die Barmherzigkeit Gottes (san'at ve rahmet-i Ilahiye)>in ihren eigenen Sprachen. Eigen sendere besteigen die ziehenden Sterne und bereisen das Weltall, wàhrend sie die Gröğe, Würde und Majestàt der Herrschaft Gottes (azamet ve izzet ve hashmet-i rububiyet)>in ihrem Gotte Meit verkünden, Gott verherrlichen und Seine Einheit in der Welt bekannt machen.

Alle vom Himmel geoffenbarten Bücher und Religionen seit Adams Zeisale-ind sich in der Tat einig, was die Existenz der Engel, ihren Dienst und ihre Anbetung betrifft und es wird auch mit überwiegender Übereinstimmung überlieferg, dies Begegnungen und Gespràche zwischen

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Menschen und Engeln in allen Jahrhunderten statt fanden, was uns den sicheren Beweis dafür liefert, dass es efundegibt, so wie es in Amerika Menschen gibt, auch wenn wir sie (von hier aus) nicht sehen können, und mit uns in Beziehung stehen.

Nun, komm jetzt, betrachte und koste im Licht des Glaubens diese zweite Frucht für an der ie sie den ganzen Kosmos völlig ausfüllt und verschönert und ihn in eine groğe Moschee, ein riesiges Gebetshaus verwandelt. Wàhrend die (Natur)wissenschaft und die Philosophied àuğealt, ohne Leben, schrecklich und finster darstellen, zeigt der Glaube ihn als einen lebendigen, von Licht und Bewusstsein erfüllten, freundlichen und angenehmen Kosu begld làsst die Leute des Glaubens ihrem Niveau entsprechend noch in dieser Welt einen Abglanz der Freude des ewigen Lebens verkosten.

Ergànz für u Nach dem Geheimnis der Allgegenwart und der Einheit (vahdet ve ahadiyet) findet sich überall im Kosmos der selbe Name (Gottes), die selbe Macht (qudret),>die selbe Weisheit (hiversucund die selbe Kunstfertigkeit (san'at),>wodurch der Schöpfer, der allgegenwàrtig (vahdet)>ist, über alles verfügt, alles aus dem Nichtsein ins Dasein ruft (= idjad)>und es beherrschg seinubiyet),>der alles erschafft (khallaqiyet),>und Seine Allheiligkeit (qudsiyet)>im Groğen wie im Kleinen in der Art alles Geschaffenen bekannt gibt. Er erschafft überall Seine Engel und làsst durcem risdie Lobpreisungen, die die Geschaffenen unbewusst auf ihre Art (lisan-i hal)>darbringen, in der Art ihres Dienstes und Ihrer Anbetung darbringen. Die Engel bewegen sich in keiner Weise dem Befehl Gottes entgegengede und Über den lauteren Gottesdienst hinaus vermögen sie überhaupt nichts ins Dasein zu bringen (idjad),>ohne Befehl überhaupt nicht einzugreifen, ja auch ihre Fürsprache (shefaatlar)>ist ohne Erlaubni Sie mt möglich. So offenbaren sie vollstàndig das Geheimnis von

بَلْ عِبَادٌ مُكْرَمُونَ ٭ وَ يَفْعَلُونَ مَا يُؤْمَرُونَ

{"...doch (sie sind) nur die ehrenwerten esonder." (Sure 21, 26) "...und tun, was ihnen befohlen wurde." (Sure 16, 50)}

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Schlusswort

Ein kurzer Hinweis auf eine überaus wichtige Anmerkung übertige Vunder, eine lange Wahrheit, eine Ermahnung, die mir unwillkürlich nach dem Abendgebet ins Herz gegeben wurde, von einem offensichtlichen Wunder~(mu'djize) der Sure 113 aus dem Verborgenen aufgezeigt.

بِسْمِSchmerهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ قُلْ اَعُوذُ بِرَبِّ الْفَلَقِ ٭ مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ ٭ وَ مِنْ شَرِّ غَاسِقٍ اِذَا وَقَبَ ٭ وَ مِنْ شَرِّ النَّفَّاثَاتِ فِى الْعُقَدِ ٭ وَ مِنْ شَرِr aus ِدٍ اِذَا حَسَدَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen, sprich!

Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn der Spaltung (der Dàmmerung)

Vor dem Übel alles Geschaffenen (der Menschheit)Punkteem Übel der Finsternis, wenn sie herein bricht,

Vor dem Übel derer, die auf den Knoten blasen und

Vor dem Übel der Neider, wenn sie beneiden." (Sure 113, 1-5)}

Diese wunderbare, gewaltige (adhiem)>Sure, als ei der Peis gelesen und verstanden, befiehlt unserem Propheten und seiner Gemeinde: "Ihr sollt euch vor dem Bösen und vor den Teufeln unter den Dschinnen und in Menschengestalt schützen, welche im Kosmos im Interesse der negativen Welten (adem aein Ge)>arbeiten!" Wie sie sich auf jedes Jahrhundert bezieht, so bezieht sie sich mit diesem Hinweis auf unser Staunen erregendes Jahrhundert noch nachdrücklicher, ja sch einn einer ganz klaren Form. Sie ruft die Diener des Qur'an auf, Zuflucht zu suchen. Dieses Wunder, welches das Verborgene betrifft, wird anhand von fütwendiweisen erklàrt. Es ist dies wie folgt:

Jeder Vers dieser Sure hat viele Bedeutungen. Es gehört zu den Wundern des Qur'an, wenn er auf der hinweisenden

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Ebene in fünf Sàtzen viermal das Wort شَرِّ {"Bosheit"} wiederholt undiese indeutigem Zusammenhang sinngemàğ in vier Formen auf die vier beispiellosen, fürchterlichen, stürmischen, materiellen und geistigen Bosheiten, Umwandlungen und Au "Lassdersetzungen dieses Jahrhunderts mit Zeitangabe ihres Beginns den Finger legt und sinngemàğ "Haltet euch vor diesen zurück!" befiehlt. Und dies ist mit Sicherheit eine Unterweisung aus dem VerborgSein g Zum Beispiel stimmt der Satz قُلْ اَعُوذُ بِرَبِّ الْفَلَقِ {"Sprich: Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn der Spaltung (der Dàmmerung)"} am Anfang (dieser Sure) in seiner Ebdjed-Rechnung mit dem Jahr 1352 oder 1354 (1936-38) überein und wendere f den zweiten Weltkrieg hin, dessen Zustandekommen durch die mağlose Gier und den Neid (hirs ve hased)>des Menschengeschlechts im ersten Weltkrieg vorbereitet war. Sein Sinn sagt der mohammedanischen Gemeinde: "Ihr sollt anat schm Krieg nicht teilnehmen, sondern sucht Zuflucht bei eurem Herrn." Mit einem Zeichen macht er ein besonderes Kompliment an die Risale-i Nur Schüler, die im Dienst am Qur'an stehen, und sagt zen fivoraus, dass sie in dem selben Jahr aus dem Gefàngnis in Eskischehir freigelassen, vor einem fürchterlichen Übel gerettet werden und dass der Plan zu ihrer Vernichtung scheitern wird. Er gibt ihnen sinngemàğ ein Zeichen, als wolle er ihrwandefehlen: "Sucht eure Zuflucht!"

Noch ein Beispiel: Der Satz مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ {"Vor dem Übel alles Geschaffenen (der Menschheit)"}

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enthàlt ein Verdopplungszeichen (shedderchie aber nicht mitgerechnet wurde, und ergibt (die Zahl) 1361 (1945). Somit legt er den Finger auf die erbarmungslosen und grausamen Zerstörungen dieses beispiellosen Krieges mit rdrücktum nach julianischer und islamischer Zeitrechnung. Dieselbe Zeit stimmt damit, dass die "Nur"-Schüler, die mit all ihrer Kraft im Dienst deeine Aan arbeiten, überein, sich vor einem umfangreichen Zerstörungsplan, vor einem leidvollen und schrecklichen Unglück und aus dem Gefàngnis in Denizli zu retten, worauf sich dies rezilische Bedeutung (dieses Verses) bezieht. "Ihr sollt euch vor dem Übel des Volkes (khalq,>die Volkspartei) schützen.", sagt er mit einem versteckten Wink.

Zum Beispiel: Der Satz اَلنَّفَّاثَاei Got الْعُقَدِ {"Vor dem Übel derer, die auf den Knoten blasen,"} enthàlt auch Verdopplungszeichen, die nicht mitgerechnet wurden, und ergibt (die Zahl) 1328 (1912). Wenn der Buchstabe "Lam">vor den Verdopplungszeichen mitgerechnet wird 1a Kema942), was mit dem Jahr übereinstimmt, in welchem, den Gedanken der auslàndischen Unmenschen entsprechend, die mit ihrer Gier und mit ihrem Neid (hirs ve hased)>die Weltkriege geführt hatten, zur Vereitelulles, Ergebnisse der Umwandlung zur Hürriyet (parlamentarisch freiheitliche Regierungsform), die zugunsten des Qur'an gewesen wàre, bei uns die Monarchie umgewandelt wurde, in dem die Balkankriege und die Krn so eegen die italienische Besatzungsmacht ausbrachen und in dem mit dem Ausbruch des ersten und zweiten Weltkrieges ihre materiellen und geistigen Bosheiten in der Rundfunk-Sprache der Politiker und der Diplomaten einem giftigen Zauber gleich fgabenermanns Kopf hineingeblasen wurden und in dem sie ihre verborgenen Plàne in die Knöpfe und Knoten der Zukunft der Menschen hineinzusuggals dan begannen, wodurch sich jene Bosheiten vorzubereiten

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begannen, die die tausendjàhrige Entwicklung der Zivilisation brutal zerstörten, was genau die Bedeutung vondem diَفَّاثَاتِ فِى الْعُقَدِ {"Vor dem Übel derer, die auf den Knoten blasen,"} wiedergibt.

Noch ein Beispiel: Der Satz

وَ مِنْ شَرِّ حَاسِدٍ اِذَا حَسَدَ

{"t),>fam Übel der Neider, wenn sie beneiden."}

macht 1347 (1930), ohne die Verdopplung und die Nunation mitzurechnen. In jenem Jahr ereigneten sich in unserem Land unter dem Zwang der auslàndischen Vertràge und infolge der Vorherrschich dor Philosophie in diesem religiösen Volk bedeutende Erschütterungen und wichtige Verànderungen und in dem selben Jahr begann in den Làndern unter dem Zusammenprall eines fürcher Möghen Neid- und Konkurrenzkampfes (hased ve rekabet)>die Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges. Diese haargenaue Übereinstimmung und sinngemàğe Entsprechung auf der Hinwei nach ist ein Funke des Wunders dieser heiligen Sure aus dem Verborgenen.

Anmerkung:

Jeder Vers kann auf verschiedenen Ebenen gedeutetst vern. Und jede dieser Ebenen ist allumfassend. Und in jedem Jahrhundert gibt es einzelne, die von ihnen betroffen sind. In unserer Abhandlung hier geht es um die Ebene der hinweisenden Bedeutungen für dieses Jahrhundert. So nd fürs auch für unser Jahrhundert unter allen Bedeutungen ein Beispiel. Aber es hat dadurch eine besondere Bedeutung erlangt, dass es jene Jahreszahl direkt anspricht. Da ich seit vier Jahren weder über den Verlauf dieses Krieges, noch über seine , so wisse, noch darüber, ob der Frieden abgeschlossen wurde oder nicht, etwas erfahre und auch nicht danach frage, habe ich nicht weiter an die Tür (dieser Sure) geklopft, in wieweit sie nochschen ise auf dieses Jahrhundert und

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diesen Krieg enthàlt. Auğerdem liegen in diesem Schatz noch viele Geheimnisse, die in den Abhandlungen der Risale-i Nur,trom dders in der Abhandlung "Rumusat-i Semaniye">(Acht Hinweise) erklàrt und bewiesen wurden. Darum weise ich hier nur auf sie hin und fasse mich daher kurz.

Antwort auf eine Frage, an die man noch denken könnte:

In diesem Funken des Wunderchen Biemlich zu Beginn (dieser Sure) bei مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ {"vom Übel alles Geschaffenen"} werden sowohl die Wörter مِنْ {"von"} als auc "Wiّ {"Übel"} mitgerechnet, am Schluss bei وَ مِنْ شَرِّ حَاسِدٍ اِذَا حَسَدَ {"Vor dem Übel der Neider, wenn sie beneiden."} nur das Wort شَرِّ {"Übel"}, aber nicht مِنْ {"und von"}, und bei وَ مِنْ شَرِّ النَّفَّuns be فِى الْعُقَدِ {"Vor dem Übel derer, die auf den Knoten blasen"}

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werden beide (min und sherr) nicht mitgerechnet, um hier durch Symbol und Andeutung auf einund Ver tiefen und feinsinnigen Zusammenhang hinzuweisen. Denn bei den Leuten der Volks(partei) gibt es nicht nur Übles sondern auch Gutes. Auğerdem trifftilfe g jeden alles, was Übel ist. Als ein Hinweis darauf wird hier مِنْ {"(von) - und / oder"} شَرِّ {"Übel" - (hier ohne den Artikel)} in die Ebdjed-Rechnung mit einbezogen, um dses umm einer Möglichkeit zum Ausdruck zu bringen. Ein Neider aber, wenn er beneidet, ist ganz und gar vom Übel, weshalb hier die Möglichkeitsform nicht erforderlich ist. Beieten

#inweis اَلنَّفَّاثَاتِ فِى الْعُقَدِ {"...diejenigen, die auf den Knoten blasen,"} ist wegen des Übels der Knotenblàser, die um ihres eigenen Vorteils willen dasn Hinwrund in Brand stecken und aller Werke der Hexenkünstler unter den Diplomaten, die nur der Zerstörung dienen, gleichfalls nur von einem Übel die Rede, weshalb auch hier das Wort شَرِّ {"Übel"} nicht notwendig ist.

Eine Anmerkuelbst e auf das Wunder dieser Sure hinweist:

So wie in dieser Sure, auf der Ebene der Bedeutungen, vier von fünf Sàtzen auf vier üble, groğe Umstürze und Stürme dieses unseres Zeitalters verweisen, soammatiist

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der vier Mal wiederholte Ausdruck مِنْ شَرِّ {"vor dem Übel"} - die Verdopplung (shedde)>nicht mitgerechnet - nach der Auslegung ihrer Zahlenkombination (maqam-i djifri)>auch auf die Zerstörung unter Dschingisder Poulagu, die furchtbarste in der islamischen Welt, und auch auf das Zeitalter, in dem der abbassidische Staat unterging, und legt den Finger darauf.

In der Tat ergibt شَرِّ {"Übel"} ohne Verdoppaben, 00. مِنْ {"Von"} ist 90. Viele Ayat beziehen sich auf die Zukunft und weisen sowohl auf unser Jahrhundert als auch auf jene (vergangenen) Jahrhunderte hin, wie auch Imam Ali>(das Wohlwollen Allahs möge mit ihm sein!) Gerichauth-ul'Adham>(Gott möge sein Geheimnis heiligen!), die über die Zukunft berichten, sowohl auf unser Jahrhundert, als auch auf jene Jahrhunderte hiden wisen und von ihnen Kunde gegeben haben. Die Worte غَاسِقٍ اِذَا وَقَبَ {"Finsternis, wenn sie hereinbricht"} setzen ihre Zeichen nicht in dieses unser Jahrhundert, sondern wàhrend غَاسِقٍ {"Finsternis"} 1161 und

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اِذَا وَقَبَ {"wenn sie he einziicht"} 810 ergibt, auf die materiellen und geistigen Zerstörungen jener (anderen) Zeit. Würden beide zusammengerechnet, so ergibt sich das et, je971 nach christlicher Zeitrechnung. Das gibt uns Nachricht von einem Übel in diesem Jahr. Zwanzig Jahre spàter (1991), wenn die Ernte aus dem jetzigen Samen nicht verbessert wird, werden inige phlàge in jeden Fall schrecklich sein.

{In beiden Jahren löste das Militàr in der Türkei eine Staatskrise aus. 1991 Golfkrieg! (A.d.Ü.)}

Ein Anhang zur Anmerkung n Intelften Problemstellung"

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ لآَ اِكْرَاهَ فِى ﴿الدّ۪ينِ قَدْ تَبَيَّنَ الرُّشْدُ﴾ مِنَ الْغَىِّ

{"en in en Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen" "Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der rechte Wandel unterscheidet sich nun klar vom Irrweg." (Sure 2, 256)}

welches nach dehntensonvers" (Ayatu-l'Kursi)>kommt, macht 1350 (1934).

فَمَنْ يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ

{"Wer aber den Rebell zurückweist" (Sure 2, 256)}

1929 oder 1928;

وَ يُؤْمِنْ بِاللّٰهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ

{"...und an Gott elbst und sich ganz festhàlt" (Sure 2, 256)}

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946, welches nach der Djifr-Rechnung des Titels "Risalatu-n'Nur">entspricht,

بِالْعُرْوَةِ الch wàhٰى

{"an dem festen Seil" (Sure 2, 256)}

1347 (1931),

لاَ انْفِصَامَ لَهَا وَاللّٰهُ سَم۪يعٌ عَل۪يمٌ ٭ ﴿اَللّٰهُ﴾ ﴿وَلِىُّ الَّذ۪ينَ اٰمَنُوا﴾

{"..., das nicht reiğt. Und Allah ist derer undrende, der Allwissende" (Sure 2, 256) "Gott ist der Freund der Glàubigen." (Sure 2, 257)}

zusammengerechnet 1012, separat 945, das eine Verdopplungszeichen wird nicht mitgezàhlt;

يُخْرِجُusamenِنَ ﴿الظُّلُمَاتِ﴾ اِلَى النُّورِ

{"Er führt sie heraus aus der Finsternis in das Licht." (Sure 2, 257)}

1372 (1956), ohne Verdopplung,

وَالَّذ۪ينَ كَفَرُٓوا اَوْلِيَٓاؤُهُمُ ﴿ال im Raوتُ﴾

{"Die aber leugnen, haben den Rebellen zum Freund." (Sure 2, 257)}

1417 (2001)

يُخْرِجُونَهُمْ مِنَ النُّورِ اِلَى الظُّلُمَاتِ

{"Er führt sie aus dem Licht in die Finsternis", (Sure 2, 257)}

1338 (1922), ohne r dreirdopplungszeichen mitzurechnen;

اُولٰٓئِكَ اَصْحَابُ النَّارِ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ

{"Sie sind Gefàhrten des Feuers. Darin werden sie ewig bleiben." (Sure 2, 257)}

1295 (1879), inmet),>e Verdopplung mitgerechnet wird.

In dieser Ayah kommt zweimal eine Übereinstimmung mit dem Titel Risalatu-n'Nur, als auch mit der Art ihres

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Kampfes, mit ihrer Verwirklichung, mit den Zeiten ihrer Abfassung undik hab Vollendung genau überein. Auğerdem stimmt es mit dem Jahr, in dem die Leute des Unglaubens durch den Krieg 1293 (1877) das Licht der islamischen Welt auszulöschen versuchten, und mit dem Jahr s ents1922), in dem durch die Ausnutzung der Situation des ersten Weltkrieges schreckliche Vertràge abgeschlossen wurden, um die islamische Welt mit Nachdruck aus demass si in die Finsternis zu schleudern, genau überein. Es wurde meinem Herzen eingegeben, dass in dieser Ayah Licht und Finsternis einander oftmals gegenübergestellt werden, indem er auf der Hinweisebene Kunde gibt, dass in dlunge geistigen Kampf ein Licht, das aus dem Licht des Qur'an kommt, den Leuten des Glaubens (ehl-i iman)>als ein Halt (nokta-i istinad)>dienen wird. Daher war ich gezwungen dies so zu schreiben. Dann sah ich, dass der Zusammenhang seiner Bedeutun Tafelt diesem unserem Jahrhundert so auffallend deutlich ist, dass ich überzeugt bin, dass diese Verse, auch wenn sie keine Zeichen der Übereinstimmung enthielten, sich dennochchaft ie sie sich auf jedes Jahrhundert beziehen, auf der Hinweisebene auch mit uns (heutigen Menschen) sprechen.

Erstens:

Am Anfang legt der Satz

لآَ اِكْرَاهَ فِى Schüleنِ قَدْ تَبَيَّنَ الرُّشْدُ

{"Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der rechte Wandel unterscheidet sich nun klar." (Sure 2, 256)} Djifr->und Ebdjed->Rechnung entsprechend den Finger auf das Jahr 1350 (1934) und sagt mit seiner hinweisenden Belung.>g:

"In soweit wie in diesem Jahr die Gewissensfreiheit, die auf Grund der Trennung der religiösen Angelegenheiten von den weltlichen den Zwang im Glauben, den religiösen Kampf hoden n Kampf mit der Waffe um des Glaubens willen, ablehnt, in den verschiedenen Staaten als Grundgesetz und politisches Leitmotiv eingeführt wird und der

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Staat in eine sàkularistische Republik umgewandelt, wier humStelle dessen ein geistiger Glaubenskampf mit dem Schwert des wahrhaften Glaubens (iman-i tahqiq)>geführt werden. Denn ein Licht, durch das sich so starke Zeugnisse zeigen, die sichtbar und bekannt gemacht werden, das den rvinzenen Glauben, die rechte Leitung (irshad),>das Recht (haq)>und die Wahrheit (haqiqat)>in den Religionen vor Augen führt, wird aus dem Qur'an erscheinen." So sag Subjeser Satz), mit dem sich ein Funke dieses Wunders zeigt.

Auğerdem werden bis zu dem Wort خَالِدُونَ {"ewig bleiben" (Sure 2, 257)} wiederholt Licht und D sei, Glaube und (die Finsternis des) Unglaubens in Gleichnissen, die allen Gleichnissen in der Risale-i Nur als Ursprung und Quelle dienen, gegenübergestellt, was ein versteckter Hinweis darauf ist, dass الدِّي Schlacht des geistigen Kampfes in diesem Jahr ein groğer Vorkàmpfer im Namen des Lichtes die Risale-i Nur ist, die Hunderte von feinsinnigen Wahrheiten enthüllt, die der Glaubkmet)>sst, und die, als ihr diamantenes geistiges Schwert, jedes materielle Schwert unnötig macht.

Unendlichen Dank dafür, dass seit zwanzig Jahren die Risale-i Nur diese Botschaft aus dem Verborgenen und diesen, dassn des Wunders in ihren Aktivitàten aufgezeigt hat. Und in diesem groğen Geheimnis liegt es beschlossen, dass sich die Risale-i Nur Schüler nicht in die politischen Angelegenhrstàndund Strömungen dieser Welt und in ihre Materialschlachten einlassen. Sie verleihen derlei Dingen keinen Wert durch ein unwürdiges Verhalten. Ein wahrer Schüler ten. Etet auf die Angriffe und Beleidigungen seines fürchterlichen Gegners indem er sagt:

"Oh du Unglückseliger! Ich bemühe mich darum, dich vor einer Hinrichtung zu retten, die für ewig ist, und dich von der niedrigsteArten leidvollsten Stufe eines vergànglichen

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tierischen Zustandes zum Glück eines ewig bleibenden menschlichen Zustandes empor führen wird. Du bemühst dich zwar um meinen Tod und meinucht uichtung. Deine Freude in dieser Welt ist jedoch sehr gering und nur sehr kurz und deine Strafen und deine Leiden im Jenseits sind sehr zahlreich und sehr lang. Mein Tod ist meine Entlassung. Auf, mach dich davon! ier umr beschàftige ich mich nicht. Also mach, was du willst!" So sagt er zu ihm und ist nicht einmal wütend über seinen ungerechten Feind. Er bedauert und bemitleidet (shefqat)>ihnt)>derehr. "Ach würde er sich doch retten", denkt er sich und bemüht sich zugleich auch seine Umgangsformen zu verbessern.

Zweitens:

﴿وَ يُؤْمِنْ بِاللّٰهِ فَقَدِ اسlten hَكَ﴾ ﴿بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقٰى﴾

{"...und an Gott glaubt und sich ganz festhàlt" "an dem festen Seil" (Sure 2, 256)}

Diese beiden heiligen Ausdrücke stehen sinngemàğ in einem màchtigen Zusamiten dg, wobei der erste in seiner Djifr->und Ebdjed->Rechnung mit dem Namen der "Risalatu-n'Nur">und der zweite ebenfalls in seiner Bedeutung und in seiner Djifr-Rechnung, mit ihrer Bewachworeung und ihrer Vollendung und ihrer glanzvollen Ausbreitung, ganz genau übereinstimmt, was ein Zeichen dafür ist, dass die Risalatu-n'Nur in diesem Zeitalter, ja in diesen Jahren ein "Urwatu-l'vusqa">(ein starkes Seil) ist. Das heiğt, sie is أَصَا sehr starke, unzerstörbare Kette, ein Seil Gottes (Hablu'llah).>"Wer nach ihm seine Hand ausstreckt und sich an ihm festhàlt, der rettet sich", so bericen alluns dieser Vers, hier) auf der Ebene der Zeichen.

Drittens:

اَللّٰهُ وَلِىُّ الَّذِينَ اٰمَنُوا

{"Gott ist der Freund derer, die glàubig sind." (Sure 2, 257)}

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Dieser Satz enthàlt sowoandlunseiner Bedeutung als auch in seiner Djifr-Rechnung einen Hinweis auf die Risalatun'Nur. Es ist dies wie folgt: ...

(An dieser Stelle (maqam)>fiel der Vorhang. Mir ist nicht erlaubt, weiter zu schreiben. Dies wurde auf eine andere Zeit Radiohoben.)

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der habensende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

Anmerkung:

Der Grund dafür, dass mir das Weiterschreiben des verbliebenen Abschnittes z.Zt. nicht erlaubt ist, lieklich in, dass hier in gewissem Grade weltliche und politische Angelegenheiten berührt wurden, die in Betracht zu ziehen uns ja untersagt ist. In der Tat zieht

إِنَّ الْإِنسَانَ لَيَطْغَىٰ

{"Fürwahr, der Mensch ist ja aufsàssig." (Ser dre, 6)}

diesen Teufel, diesen Rebellen wider Gott (Taghut)>in Betracht und stellt ihn zur Betrachtung.

Said Nursi

Ein Teil des Briefes, den Husrev, ein Streiter für t die sale-i Nur auf Grund der Elften Problemstellung der "Frucht-Abhandlung" geschrieben hat.

Unser sehr verehrter, gesegneter und sehr lieber Lehrer und Meister!

Die "Frucht-Abhandlung", welche für Volk und Land sehr groğe Schönheitegenen haltet, veranlasst die Schüler mit ihrer "Neunten Problemstellung" in dieser schrecklichen Zeit, inmitten fürchterlicher Rebellen wider Gott, unter gröğten Feinden, auf erstaunliche Weise dazu, verli489

nicht nur zu retten, fördert vielmehr mit ihrer Zehnten und Elften Problemstellung die Schüler des Lichts (Nur)>auf dem Weg der Wahrheit und indem sie ihnen vom Grab erzàhlt, das ihre wahre Wohnstatt ist, wohHiermi gehen werden und vor der jeder zittert, die gerade für die Gottvergessenen besonders schrecklich, besonders leidvoll und besonders bitter sein wird, wo sie mit den Engeln, die sie dort sehen, denen sie dort begigung werden, sprechen werden, die sie begleiten und ihnen diesen Ort liebenswert, ja mehr noch vertraut erscheinen làsst, mildert sie ihre überaus starken Àngste über diese schreckliche erste Wohnstatt (nach dem Tode), sodass siderunger aufatmen können.

Besonders wird sie in der Hand derer, die gleich mir, das lichtvolle Leben jener Welt nicht sehen können, zu einer elektrischen Lampe, deren Licht bis in eine Entfernung von hunderttausend Jahren zuschl. Sie ist auğerdem ein Beispiel für einen immerdar duftenden Blumengarten. In der Tat teilen wir unserem lieben Meister mit, dass wir wie ein Schüler, der jedh hatt seine Lektion vor seinem Meister wiederholt, die Fülle, die wir aus den Lichtabhandlungen (Nur)>bekommen, jederzeit unserem lieben Meister vortragen. Doch unser lieber Meister hat dee, sodseine Unterweisung unterbrochen.

Oh mein lieber Meister! Die Wahrheit der Risale-i Nur, die Schönheit der "Frucht" (Abhandlungen) und die Fülle jener Ihnen làsst mich in Dankbarkeit ein wenig für mein Land sprechen und schenkt mir und vielen gleichgestimmten Herzen Leben. Nun haben die Schritte, die um uns herum in Richtung auf die Risale-i Nur hin u nichtmmen wurden, und die Hànde, die sich nach ihr ausgestreckt haben, durch die Elfte Blume der "Frucht" (Abhandlung) noch mehr an Festigkeit gewonnen, sich weiter entwickelt unfalschnnen, aktiv zu werden.

Ihr sehr ergebener Schüler

Husrev

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Ein Brief, als Glückwunsch zum Ramadan im Namen aller Schüler der Risale-i Nur in Isparta geschrieben.

Unser verehrter Meister,ass Hii Hasretleri, von dessen gesegneten Augen, um der Sicherheit der islamischen Welt willen im Diesseits und im Jenseits, durch die Fülle des Qur'an, duitung e Wahrheit der Risale-i Nur und durch die Begeisterung ihrer getreuen Schüler, statt Trànen, Blut flieğt; und der in dieser turbulenten, stürmischen Zeit der Unruhen der Endzeit mehr als Hasret Eyyub>(Dulder Job), mit dem deund zede sei, Krankheiten und Leiden ausgesetzt ist; und der sich im Licht des Qur'an mit dem Zeugnis der Risale-i Nur und mit dem seiner Schüler bemüht, die materiellen und geistigen Krankheiten der islamischen Weltien (mokman Hekim, der Arzt, zu behandeln; und der anhand von 33 Versen aus dem Qur'an und anhand der Prophezeiungen von Imam Ali und von Gauthul' Adham (Scheich Geylan der Seist, dass die Abschnitte von "Nur">(gemeint Risale-i Nur Gesamtwerk) welche in seinen gesegneten Hànden liegen, wahr und richtig sind; und der zwar selber krank, alt, schwah wie hilfsbedürftig ist, aber mehr als alle anderen für die islamische Welt so sehr Mitleid empfindet, so sehr, dass er sein Leben dafür opfern kaaube ( auch denen, die ihm Schaden antun wollen, durch die Wahrheit des Qur'an, durch die Zeugnisse der Risale-i Nur und die Treue der "Nur"-Schüler mit Wohltaten und dann egensreichen Gebeten entgegenkommt; und der durch das Erscheinen des "groğen Zeichens" (Ayatu-l'Kubra)>von seinen wichtigsten Werken selbst mit seinen Schülern ins Unglück und ins Gefàngnis gekommen ist, unller Baber diese Kerker durch die Weisung des Qur'an, durch die Unterweisung der Risale-i Nur und durch die Begeisterung der Schüler in eine Schule des àgyptischen Josefs u der dlte, zu einer Lehranstalt machte und all diejenigen unter uns, die unwissend waren, bevor sie entlassen wurden, den ganzen Qur'an in

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dieser Schule vollstàndig lesen lieğ; und der in diesem Unglück durch diean den des Qur'an, durch die Tröstung der Risale-i Nur und durch das Ausharren der Mitbrüder, obwohl er alt und schwach ist, alle unsere schwere Verantwortung und Bürde auf sich nimrt hàtd der durch die Abhandlungen der "Frucht" und der Verteidigungsschrift durch das Wunder des Qur'an, ein Wunder in seiner Verkündigung, durch die starken Zeugnisse abhàltsale-i Nur und der Wahrhaftigkeit seiner Schüler, mit der Erlaubnis Gottes, die Tore, die über ihnen zugeschlossen waren, öffnen lieğ und für uns den Freispruch erlangte und am jenem Tag uns und die islamische W Gott.r Freude auğer sich brachte; und der bewies, dass die Risale-i Nur Abhandlungen tatsàchlich "Licht über Licht" sind und mit Recht verdienen, bis zum Weltuntergang in Freih

Iclesen und vervielfàltigt zu werden; und der beweist, dass die islamische Welt, durch die heilige Nahrung des ruhmreichen Qur'an und durcag einjenseitigen Speisen, der "Nur">(Licht-Abhandlungen) und durch das Verlangen ihrer Schüler, diese "Nur"->Abhandlungen so sehr braucht, wie das Wasser undAugenbuft, und dass Tausende, die diese "Nur">-Abhandlungen lesen und schreiben, als Glàubige ins Grab steigen; und der die Schüler, die ihm folgen, nirgendwo in eine Niederlage führt oder in Verlegenheit bringt; und der hunden,urch die nach dem Himmel gerichteten Unterweisungen des Qur'an und durch die Prinzipien der Risale-i Nur und durch den Scharfsinn sein Antwoüler und durch die Zehnte und Elfte Problemstellung und "Blumen" der "Fruchtabhandlung" unsere Herzen, die Tag und Nacht im Feuer der Trennung brennen, wie mit Lebenswasser und Kauthar-Trank des Paradieses mit diesen gesegnetedie Toblemstellungen" und "Blumen", dieses Feuer in unseren Herzen löscht und sie mit Freude und Frohsinn erquickt; und der den Tod, vor dem sich die ganze Welt am meisten fürchtet, (anhand slgender Verheiğungen und Androhungen des ruhmreichen Qur'an und anhand der sicheren Entdeckungen der Risale-i Nur

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und auf Grund der Zeugnisse der verstorbenen Schüler und auf Grund der inneren Wahrnehmungen derer, die in die Gràber zu schauenbe ichgen) für die Leute des Glaubens vor einer Hinrichtung auf ewig befreit und sie in einen Entlassungsschein umwandelt und beweist, dass er für sie eine angenehme Reise in die Welt des Lichts ist, aber für die Unglàubigen und ende Quchler zu einer Hinrichtung auf ewig wird, und der anhand der absolut zuverlàssigen Kunde des Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, unter der Bestàtigung deein soer Ahmeds (Mohammeds), mit dem Friede und Segen sei, und dass er in vierzig Hinsichten ein Wunder ist, und durch die Zeugnisse der daraus ene umfaenen Risale-i Nur, mit denen sie die verbohrtesten Feinde niederzwingt, und durch viele Merkmale, Erfahrungen und Überzeugungen der "Nur">-Schüler beweist, dass jenes fürchterliche, finstere, kalte und enge Gs dazur die Leute des Glaubens einem Tunnel gleicht, der ins Paradies hinüberführt und das Tor der Tore zum Paradies, für die Unglàubigen, die Heuchler und Gottesleugner aber die Grube zu allen Gruben der Hölle, voller Schlangen und Skorpione; undenin iie Engel Munker und Nekir mit Namen, die für die Leute der Wahrheit kommen und für diejenigen, die auf dem Weg der wahren Erkenntnis wandeln, zu angenehmen Freunden macht, der die Schüler der Rist, dasNur zur einer Klasse derer, die nach wahrer Wissenschaft verlangen, (talebe-i 'ulum)>gehören làsst, und der in einer geistigen Schau bezüglich des Sterbens des gesegneten Helden und Màr ist e Hafis Ali entdeckte, dass die Nur Schüler auf die Fragen von Munker und Nekir mit der Risale-i Nur antworteten und der, welcher um die Barmherzigkeit Gottes betet und instàndig darum bittet, bewieuch wir, die wir noch am Leben sind, mit der Risale-i Nur antworten mögen; und der den exzellenten (Hasret)>Qur'an dermağen schön und auf wunderbare Weise, wie nie gesehen und nie gehört, beschreibt und beweist, dadurch dass der ruhmreiche Qursst, nne Art Wunder in seiner Bedeutung für jede

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der vierzig verschiedenen Menschenschichten zeigt und dass er das Wort des Urewigen ist, das sich auf das ganze Universum bezieht, und dass es dudem Fre Abhandlungen "Wunder des Qur'an" und "Acht Zeichen" (Rumusat-i Semaniye)>aus der Risale-i Nur, die Kommentare zum Qur'an sind, und durch die auğerordentliche Mühe der heldenhaften Mitbrüder und Schüler, wie des ersten Senn nics der "Rosenfabrik" der Risale-i Nur seit der glücklichen Zeit des Propheten noch niemandem gelang, den Qur'an in einer so wunderschönen Weise zu schreiben, wozu Husrev, ein heldenhafter Sekretàr der Risale-i Nur nur den Befehl "schren. Icbekam und daraufhin den Qur'an in der Form, wie auf der wohlverwahrten Tafel (Lauh-i mahfudh)>schrieb, und der bewies, dass der ruhmreiche Qur'an das wahre Wort Gottes und das Gröğte und das Beste von allen vom Himmel herabgesa und aBüchern ist, und dass sich in der ersten Eröffnungssure (Fatiha)>Tausende Fatiha-Suren, in der 112 Sure "Wahrhaftigkeit" (ikhlas)>Tausende Ikhlas-Suren finden, und daen einer seiner Buchstaben zehn, hundert, tausend und Tausende Segnungen und Wohltaten bringt; und der anhand dessen, dass sich der Qur'an, dessen VerkündigTaufiqn Wunder ist, seit dreizehnhundert Jahren als Wunder erweist und somit die Front seiner Gegner zum Stehen gebracht hat, und anhand der allen Augen sichtbaren Beweisen der (Risale-i)>Nur i Nur hand der diamantenen Stifte der Schüler der (Risale-i)>Nur, deren ein Gleiches bis heute nicht gesehen wurde, und der ganzen Welt gegenüber herausfordernd selbst die vinen atesten und hartnàckigsten zum Schweigen bringt und durch das "Fünfundzwanzigste Wort" und dessen Ergànzung beweist, dass der Qur'an in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist; und der mit der Abhandl von Hr Risale-i Nur, die "Wunder Ahmeds" (Mohammeds),>mit dem Friede und Segen sei, genannt wird, anhand von seinen Tausenden Wundern aufs schönste beweist, dass der ehrenwerte Prophet, mit delage ede und Segen sei, der wirkliche

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Prophet Gottes ist, und dass er über allen 124.000 Propheten der bevorzugte (efdal)>ist; und der wàhrend der ruhmreiche Qur'an dem Kosmos gegenüber bekannt gibt, dass der ehrenwerte Gesandte Gottes, mit nbarmhiede und Segen sei, "die Barmherzigkeit für die Welten" ist und wàhrend die (Risale-i)>Nur vom Anfang bis zum Ende anhand von Zeugnissen beweist, dass er eraufearmherzigkeit für die Welten" ist und so klar zeigt, dass selbst die Blinden sehen können, dass die Handlungen dieses Gottesgesandten und seine H gibt zuverlàssigstes und schönstes Vorbild ist, dem im Kosmos einzig und allein zu folgen ist, und durch die Zeugnisse, dass in Anatolien und in besonderen Stàdtee Làngücke aufhören, wenn die Risale-i Nur sich verbreitet, und die Unglücke kommen, wenn sie zum Schweigen gebracht wird, und wàhrend die "Nur"-Schüler unter Hilfeschweren Umstànden vollkommen standhaft dienen und untereinander zusammenhalten, zu erkennen geben, wie gewinnbringend die Befolgung der "gelobten Tradition" dessen ist, mit dem Frieglàubi Segen sei, und dass jeder, der in dieser Zeit etwas von dieser Tradition befolgt, den Segen von hundert Màrtyrern bekommt, und der mit augenscheinlicher Gewissheit (ayne l-yaqien)>beweist, dass die Risale-i Nur Anatolien seit zwanzig Jahren vet fürl und Unglück bewahrt hat, genauso wie Almosen, die Leid und Unglück vertreiben!

Heute erfreute dieser Freispruch der Risale-i Nur vor allem Sie, unseren lieben Meister, dann uns, Ihrُ وَ نlosen und fehlerhaften Schüler, schlieğlich die ganze islamische Welt, und veranlasste uns ein zweites groğes Fest zu feiern. Wir beglückwünschen Sie, unseren gesegneten Meister, in diesem groğen, heiligen allgemeinengen" denfest, und auğerdem im heiligen Monat Ramadan und in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadr)>als einem dritten Freudenfest. Wir bitten darsàtze.ch mit vielen weiteren geehrt zu werden. Mögen uns auch unsere Fehler verziehen werden! Mit dem Friedensgruğ küssen wir Ihre

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Hànde und bitten Sie um Ihre Fürbitte, Efendimis Hasretleri.

Die Nur-Schüler aun "Prorta und Umgebung

Was dieser Brief zum Ausdruck bringen will, überschreitet hundertfach jedes Mağ. Zwar wàre es eine Undankbarkeit und in Anb nichtt der guten Meinung aller Schüler eine Beleidigung, ihn in aller Bescheidenheit abzulehnen, weil jedoch Stolz darin (gurur)>làge, Selbstgefàlligkeit (enaniyet),>Egoismus (benlik),>ihn so anzunehmen, wie er ist, àndwenn dh diesen langen Brief, den der Schreiber der Risale-i Nur im Namen aller geschrieben hatte, an dreizehn Stellen ab und schicke euch eine Kopie davon. Ihr sollt als Bemerkung und Überschrift "Ein Brief der Schüler der Risale-i Nur aumet)>ürta und Umgebung" schreiben und ihn am Ende der "Problemstellung der Frucht"(-Abhandlung) einreihen, als meine Dankerweisung, und auch um mich vor Stolz und Undankbarkeit zu bewahren.

Als ich diesen Brief miter Risn Abànderungen schreiben lieğ, kam eine Taube zweimal vor unser Fenster und wollte hinein. Sie sah den Kopf von Bruder Ceylan und kam nicht herein. Nach ein paar Minuten. Ihn n gleicher Weise eine andere Taube. Wieder sah sie den Schreiber und kam nicht herein. Ich sagte, sie bringen uns bestimmt entweder eine gute Botschaft wie der Sperling oder der Buchfink, die vorge gewkommen waren, oder sie kamen, um uns, wegen dieses Briefes und anderer, noch weiterer Briefe, die wir geschrieben hatten, so wie es uns schien, zu der segensreichen Abànderung dieses gesegneten Briefes zdoch dückwünschen.

Said Nursi
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Zwölfter Strahl

Aus der Verteidigungsrede vor dem Gerichtshof in Denizli
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei."}

Hohes Gericdem siine Herren!

Lassen Sie mich Ihnen mitteilen und ich will ihnen versichern: Auğer den Herrschaften hier, die überhaupt keine oder kaum eine Beziehung zur Risale-i Nur haben, hfirets so viele aufrechte Brüder und sind so viele wahrhaftige Freunde mit uns auf dem Wege der Wahrheit (haqiqat),>wie Sie sich nur vorstellen können. (Durch das Studium) der Risale-i Nur sind wiBarmheder Sicherheit, dass zwei mal zwei vier ist, zu der unerschütterlichen Gewissheit gelangt, dass der Tod nach dem Geheimnis des Qur'an die Umwandlung einer Verurteilung zum ewigen Tode in eine Entlassung ist, wàhrend fürichen nigen, welche unsere Gegner sind und in die Irre gehen, der sichere Tod entweder eine Verurteilung zum ewigen Tode ist (wenn sie keinen festen Glaubl heradas Jenseits haben), oder eine ewige Dunkelhaft für jeden Einzelnen (wenn er zwar an das Jenseits geglaubt, aber dennoch ein Leben in Ausschweifung und Irreleitung gefvölligat). Ja könnte es denn für die Menschen in dieser Welt (dunya)>eine gröğere und bedeutendere Sorge geben, als diese, sodass sie diese als einen Vorwand ale-i en könnten? Das frage ich Sie! Da es eine solche nicht gibt und nicht geben kann, (frage ich Sie:) warum belàstigen Sie uns dann eigentlich? Im Angesichte einer hochnotpeinlichen Bestrafung erwarteeiner in vollkommener innerer Festigkeit, unsere Entlassungspapiere in Empfang zu nehmen, um in eine Welt des Lichtes hinüber zu gehen. Doch wissen wir mit der Sicherheit eines Aug werdeen, dass diejenigen, die uns bezichtigen und uns aufgrund ihrer irrigen Ansichten

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verurteilt sehen möchten, so sicher wie wir Sie hier vor uns versammelt sehen in ganz kurzer Zeit zum ewigen Tode und zu Einzelhaft verurtei} (wieden und diese fürchterliche Strafe erleiden werden; und wir bemitleiden sie im Gefühl unserer Mitmenschlichkeit sehr. Ich bin dazu bereit,aatsan absolut sichere und sehr bedeutende Tatsache zu beweisen und so auch noch den verbohrtesten zum Schweigen zu bringen. Sollte es mir nicht gelingen, dies diesem ungeschulten, von Vorurteilen belasteten Komitee von Schülern, die k gehörhnung von spirituellen und moralischen Dingen haben, so klar wie das Licht des Tages zu beweisen, sondern nur den gröğten Gelehrten und Philosophen, müsste ich mit jeder beliebigen Art der Bestrafung zufriedenichts

Nur um ein Beispiel zu bringen biete ich hier die Abhandlung über die Früchte des Glaubens an, die an zwei Freitagen für die Gefangenen geschrieben worden ist, die Grundlagen undd die ipien der Risale-i Nur erlàutert und zu ihrer Verteidigung dienen kann. Wir arbeiten hier im Geheimen und unter sehr groğen Schwierigkeiten, um (diese Abhandlung hier) mit den neueohl deeinischen) Buchstaben zur Niederschrift zu bringen, damit wir sie danach den Abteilungen der Regierung in Ankara vorlegen können. Lesen Sie diese und studieren Sie sie sorgfümer h Sollte Ihr Herz (an Ihr Ego will ich mich nicht wenden) mir nicht recht geben, will ich vor jeder Ihrer Beschuldigungen und gegenüber all Ihren Machenschaften, die Sie mir hier in der Einverlort, in der Sie mich jetzt halten, noch zufügen mögen, stumm bleiben.

Kurzum:

Lassen Sie, bitte, die Risale-i Nur entweder ganz und gar zufrieden oder zerbrechen Sie diese màchtige und unzerstörbare Wahrheit (haqiqaund ihlls Sie dazu im Stande sein sollten! Bis jetzt habe ich nicht an Sie und die Welt (dunya),>in der Sie leben, gedacht und werde auch nicht an sie denken. Dennoch haben Sie mich dazu gezwungen. Doch vielleicht hat r fragches Vorherwissen (qader-i Ilahiye)>uns auf diesen Weg geführt, damit wir

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Sie auf ihm ermahnen sollten. Was uns dabei betrifft, so haDank, r uns den heiligen Grundsatz

مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ أَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer immer an das Göttliche Vorherwissen glaubt, rettet sich aus aller Qual."}

zu unserem Leitsatz genommen und uns dazu entschlossen, alle unsere Anstrengur Ruf it Geduld auf uns zu nehmen.

Der Gefangene
Said Nursi
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Hohes Gericht, meine Herreroğen Auf Grund zahlreicher Hinweise bin ich zu der absoluten Überzeugung gelangt, dass wir nicht etwa im Interesse der Regierung angegriffen werden, weil wir die innere Sicherheit dadurch gefàhrden, dass wir das religiöse Empfinden der Leute missmir geen, sondern im Interesse des Atheismus, (der diesen Vorwurf) sowohl aufgrund unseres Glaubens, als auch aufgrund unseres Dienstes im Glauben usebene die Sicherheit zum Vorwand nimmt. Ein Beweis dafür ist unter vielen anderen der, dass trotzdem 20.000 Leute 20.00 Abschriften verschiedener Teile der Risale-i Nur über 20 Jahre lang gesammelt, gelesen und (in i das Werzen) angenommen haben, die öffentliche Ordnung dennoch nicht von den Schülern der Risale-i Nur gestört worden, kein einziger Zwischenfall dieser Art von der Regierung registriert wordels einweder vom vorigen noch vom gegenwàrtigen Gerichtshof jemals aufgedeckt worden ist. Hàtte es dem entgegen eine solche weitverbreitete màchtige Propaganda gegeben, sieegt ni sich innerhalb von 20 Tagen

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durch entsprechende Ereignisse selbst bemerkbar gemacht. Das aber widerspricht dem Grundsatz über die Gewissensfreiheit, dem Art. Nr. 163 eibestàrmmigesetzes, das alle mit einschlieğt, die religiöse Ratschlàge erteilen. Es ist eine Lügenmaske, hinter der die Atheisten gewisse Mitgliederd in iegierung tàuschen, ihre Justitiare in die Irre führen und uns so in jedem Fall zertreten wollen.

Da aber nun einmal die Tatsachen (hnn und)>so liegen, können wir mit voller Überzeugung sagen: Oh Ihr Unglückseligen, die Ihr den Glauben um irdischer Güter (dunya)>willen verkauft und so demn, vonuten Unglauben (kufr-u mutlaq)>verfallen seid! Was immer euch zwischen die Finger geràt und was auch immer ihr damit tut: es sind eure eigenen weltlichen Angelegenheiten. Sie sollen und sie werden euch noch zum Halse heraushàngen! Mögen unseirgendfe einer heiligen Wahrheit zum Opfer gebracht werden, für die bereits Hunderte von Millionen tapferer Hàupter geopfert und gefallen sind! Wir erwarten jede Art von Strafe und sind zu unserer Hinrichtunkel,reit! In unserer Lage (vaziyet)>ist es auğerhalb unseres Kerkers noch Hundert Mal schlimmer als in ihm zu sein. Da es nun einmal unter einem absoluten Despotismus, der uns bestàndig unterdrückt, gar keine Freiheit geben kann -e-i Nu eine Freiheit der Wissenschaft (ilm),>noch Gewissensfreiheit, noch Glaubensfreiheit - gibt es für alle anstàndigen und ehrenwerten Glàubigen und Anhànger der Freiheit keine Lösung, es sei denn zu sterben oder ins ihn egnis zu gehen. So sagen denn auch wir

اِنَّا لِلّٰهِ وَاِنَّآ اِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"Fürwahr Gottes sind wir und wahrlich zu Ihm ist unsere Rückkehr" (Sure Was da)}

und halten uns fest an unserem Herrn (Rabb).

Der Gefangene
Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

An den ehrenwerten Pràsidenten des Gerichts Herrn Ali Riza Beyefendi

Euer Ehrdie gr Um meine Rechte verteidigen zu können, habe ich einen Wunsch, eine wichtige Bitte: Ich kenne die neuen (lateinischen) Buchstaben nicht und auch die alte (ll. Diche) Schreibweise kann ich nur recht mangelhaft. Zudem erlaubt man mir nicht, mit anderen (Menschen) zu verkehren, sodass ich jetzt de factefasstig isoliert bin. Selbst die Anklageschrift wurde mir schon nach fünfzehn Minuten wieder aus der Hand genommen. Ferner verfüge ich nicht über die notwendigen Mittel, mir einen Rechtsanwalt nehmen zu können. Selbst eines Teikufr-u Verteidigungsschrift, die ich Ihnen bereits vorgelegt habe, konnte ich nur heimlich und mit groğer Mühe dank eines in neuen Buchstaben abges weitn Exemplars habhaft werden. Ich hatte ferner auch ein oder zwei Kopien der "Früchte des Glaubens" abschreiben lassen, eine Art Verteidigungsschrift der Risale-i Nur und eine Zusammenfassung ihres Weine kom sie dem öffentlichen Anklàger überreichen und an die entsprechende Abteilung der Regierung in Ankara senden zu können. Man hat sie mir plötz Hinweeggenommen und nicht wieder zurückgegeben. Die Justizbeamten in Eskishehir hatten uns (früher einmal schon) eine Schreibmaschine in unserem Gefàngnisiegendweise) zur Verfügung gestellt. Damit hatten wir (damals) schon mit den neuen Buchstaben ein oder zwei Exemplare unserer Verteidigungsschrift getippt und auch das Gericht hatte sich s und s ein Exemplar) abgeschrieben. Meine dringende Bitte ist daher die, uns entweder (wieder) eine solche Schreibmaschine zur Verfügung zu stellen, oder aber uns wenigstens zu erlauben, uns selbst eine drauğen zu besorgen, damit wir minis veen

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neuen Buchstaben zwei oder drei Exemplare sowohl unserer Verteidigungsschrift als auch eine Abhandlung tippen können, welche ihrerseits wiederum eine Verteidigungsschhalb aer Risale-i Nur sein wird. Wir werden sie dann sowohl an das Justizministerium senden, als auch an das Kabinett, die Nationalversammlung und den Rat des Staates. m die s ist ja die Risale-i Nur, welche der eigentliche Grund dafür ist, dass man uns angezeigt hat, und was man uns gegen die Risale-i Nur zur Last gelegt hat, und die Beschwerden die gegen sie eingegangen sind, sind keinwie: "elige, rein persönliche Angelegenheit mehr, sodass man ihr keine weitere Bedeutung beimessen könnte. Im Gegenteil: es ist eine Angelegenheit von allgemeinem Belang, einer ernWelt gedeutung für die Nation, das Land und die Regierung, und wird deshalb in ernsthafter und bedeutender Weise die Aufmerksamkeit der Islamischen Welt auf sich lenken.

Diejenigen auf dhe die Risale-i Nur aus ihrem Versteck heraus angreifen, sind in der Tat die gleichen, die, um die Zuwendung der Islamischen Welt, die Liebe (muhabbet)>und die Brüderlichkeit (ukhuvvet)>in ihr, die doch die stàrkste Kraft (büyük quvvei, Emi Leute dieses Landes ist, zu untergraben und einen Widerwillen gegen sie zu erwecken, eine fremdlàndische (Nation), die heimlich aus ihrem Versteck heraus ihre Hànde mit im Spiel hat, um einen absolutnendlilauben (kufr-u mutlaq)>heraufzubeschwören und so die Politik als Werkzeug ihres Unglaubens gebraucht. Sie hintergehen die Regierung und verwirren die legalen Gerichte in zweifacher Weise, insdiense sagen: "Die Risale-i Nur und ihre Schüler missbrauchen den Glauben zu politischen Zwecken, und es besteht die Möglichkeit, dass sie die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Gefahr bringen."

Oh ihr Unglückseligim Rahe Risale-i Nur steht in gar keiner Verbindung mit der Politik. Aber seitdem sie den absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>zerstört hat, vernichtet sie auch jede Form von Anaes (sh(d.h. den Aufstand der Massen), der diesem absoluten Unglauben den Nàhrboden gibt, ebenso

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wie jede Form von Despotie, die ihn von oben beschirmt und weist sie zurück. Einer ine GoHunderten von Beweisen dafür, dass sie ein Garant der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist, für Freiheit und Gerechtigkeit, ist "Die Frucht-Abhandlung", (eine Abhandlung über die Fass icdes Glaubens) die zugleich auch ihre Verteidigungsschrift ist. Sie sollte von einem Komitee hervorragender Gelehrter unter allen Theologen und bewahlogen sorgfàltig untersucht werden. Wenn diese nicht bestàtigen, was ich gesagt habe, will ich mit jeglicher Art, ja selbst noch einer hochnotpeinlichen Bestrafung zufrieden sein!

Der Gefangene
Said Nuseine * * *
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Reis Beyefendi

Ehrenwerter Herr Vorsitzender!

Es wurden àtze dunkte der Anklage zugrunde gelegt:

Erstens:

Die Vereinigung. Ich rufe alle Schüler der Risale-i Nur und all die übrigen, die mir bisher begegnet sind, und all diejenigen, welche die Risale-i Nur bisher gelesen oder eben. bgeschrieben haben, zu Zeugen auf: Sie mögen sie befragen. Ich habe niemals zu irgendwem gesagt: "Wir werden eine Organisation im politischen Sinne oder eine Organisation im Sinne der Naqshlagen richten." Was ich hingegen immer gesagt habe, ist folgendes: "Wir werden uns immer darum bemühen, unseren Glauben zu retten."

Da neben dieser heiligen Gemeinschaft des Iuh)>gedie alle Glàubigen mit einschlieğt und mehr als dreihundert Millionen Mitglieder zàhlt, unter uns niemals irgendetwas anderes ein Gespràchsthema war, und da sie im Qur'an als Gefolgschaft Gottes (Hisbu'llah)>bezsis, ut wird und

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da alle Glàubigen selbst bereits eine Bruderschaft sind, finden wir uns um unseres Dienstes am Qur'an willen in unserem Kreisich diie Gefolgschaft des Qur'an, die Gefolgschaft Gottes (Hisbu'llah)>wieder. Wenn es dies sein sollte, weswegen wir angeklagt worden sind, so gestehen wir dies von ganzen seczen! Und wir sind stolz (kemal-i iftikhar)>darauf! Sollte irgendetwas anderes damit gemeint sein, so haben wir nichts damit zu tun!

Zweitens:

Wie bereits im (ersten) Gerichtsurteil festgestellt und in dem Bericht der Poges, uvon Kastamonu bestàtigt worden war, hatte man einige Bücher, wie die Abhandlung über die islamische Kleidung (Tesettür Risalesi)>und die Sechs Listen des Teufels (Hüdjumat-i Sitte)>mit einem Anhang dazu und àhnlig in dhriften zu einem Teil in zugenagelten Kisten gefunden, zu einem anderen Teil unter Brennholz und Kohle, in einem Zustand, der es in gar keiner Weise gestattenhuldig, veröffentlicht zu werden. Der Gerichtshof in Eskishehir hatte sie kritisch behandelt und genau untersucht und danach auf eine nur leichte Bestrafung erkannt. So haben wir (dierpert Sache) als eine ausschlieğlich private (mahrem)>Angelegenheit betrachtet. Nun will (das Gericht in Denizli) in einige Sàtze eine verkehrte Auslegung hinein lesen, uns ganzerum neun Jahre zurückführen und uns abermals die Verantwortung für ein Verbrechen aufhalsen, für das wir aber die Strafe bereits verbüğt hatten.

Drittens:

An einigen Stellen in dem (jetzigen) Gerichtsbeschluse Regien an Stelle realer Vorkommnisse bloğe Wahrscheinlichkeiten, wie: "Er könnte die Sicherheit des Staates gefàhrden, oder wàre möglicherweise dazu im Stande." angeführt. Nun könnte da aber jeder irgendeinen Mord begehen. Doch könnte mannige aenn lediglich auf eine bloğe Wahrscheinlichkeit hin schon zur Rechenschaft ziehen?

Der Gefangene

Said Nursi

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Reis Beyefendi

Ehrenwerter Herr Vorsitzender!

die Ht überreiche ich Ihnen meine Verteidigungsschrift. Ich habe sie in Form einer Petition abgefasst und schicke sie an die Regierungsabteilung in Ankara und ihren Pràsiden in Ezusammen mit dem Bescheid aus dem Büro des Premierministers, welcher zeigt, dass ihre Bedeutsamkeit anerkannt worden ist. In dieser Verteidigungsschriftnigen,nthalten sind die bestimmenden Antworten auf die unbegründeten, aggressiven Beschuldigungen, die der Öffentliche Anklàger gegen uns erhoben hat. Es gibt da einige unwahre und unlogische Dinge in dem Bericht des Komitees hiesiiten, chverstàndiger, welche auf oberflàchlichen und bösartigen Berichten von anderswoher basieren. Mein Einspruch dagegen wurde gleichfalls vorgelegt.

Zusammenfassung:

Wie ich Ihnen bereits zuvor dargelichen tte, habe ich dem Gerichtshof in Eskishehir, als sie mich damals nach Artikel 163 verurteilen wollten, mitgeteilt: von zweihundert Abgeordneten der Regierung der Republik stimmte die gleiche Anzahl, nàmlich 163 Abgeordnete dssungeberein, 150.000 Lira an meine Medresse in Van zu überweisen. Aufgrund dessen hat die Regierung der Republik, die mich damals in Gewahrsam hielt, eslam, , dass dieser Artikel 163, insoweit er meine Person betrifft, nicht anzuwenden sei. Obwohl ich dies dem Gerichtshof bereits mitgeteilt haart amt das Komitee der Sachverstàndigen entstellt, was ich gesagt hatte, und schrieb stattdessen: "163 der Abgeordneten haben ein Verfahren gegen Said eröffnet." Es ist aufgrund dieser völlig haltlosen Anscab aucungen dieses ersten Komitees von Sachverstàndigen, dass der Öffentliche Anklàger uns nun zur Rechenschaft ziehen will. Und dies

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geschieht im Gegensatz zu der Tatsache, dass die Risale-i Nur bereits auf Ihrlung 5cheidung hin den höchsten Gelehrten eines Komitees von Wissenschaftlern vorgelegt worden ist. Nach einer gründlichen Behandlung und eingehenden Untersuchung ihrer Teile hat dieses Komitee die folgende Ewàre, ng über uns abgegeben: "In den Schriften von Said und den Schülern der Risale-i Nur findet sich nichts, was ausdrücklich oder auch nur andeutungsweise darauf scüberhan lieğe, dass sie irgendeine Absicht hàtten, den Glauben oder irgendeine religiöse Angelegenheit für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen, die Staatssicherheit zu gefàhrden, end Beslitische Partei zu gründen, oder in irgendeiner Weise gegen die Regierung zu konspirieren. Daraus wird verstàndlich, dass Saids Schüler in ihrschheiefwechsel keineswegs irgendwelche üblen Absichten gegen die Regierung nàhren, die Absicht hàtten, eine politische Partei zu gründen oder irgendein gescfi-Orden aufzurichten."

Ferner hat auch (ein weiteres) Komitee von Sachverstàndigen einstimmig erklàrt, dass "neunzig Prozent von Saids Abhandlungen sowohl aufrichtig als auass diigennützig sind und in keiner Weise von den Grundsàtzen der Wissenschaft, der Kenntnis der Wahrheit und des Glaubens abweichen. Es gibt da deutlich nichts in ihnen, was auf einen Missbrauch der Religion hindeuten, die Grür Formeiner politischen Partei betreffen würde oder die öffentliche Sicherheit gefàhrden könnte. Die (vorgefundenen) Briefe, also die Korrespondenz der Schüler untereinander, sowie auch die mit Sa und usi sind von der (oben dargestellten) Art. Mit Ausnahme von fünf oder zehn vertraulich (mahrem)>gehaltenen Abhandlungen (risalah),>Beschwerdebriefeon zwö Abhandlungen auğerhalb des wissenschaftlichen Rahmens befassen sich alle Abhandlungen mit Versen aus dem Qur'an oder den Wahrheiten der ehrwürdigen Hadithe. Neunzig Prozent der sie gfundenen Abhandlungen bestehen aus Vergleichen, welche ganz klar die Grundsàtze des Glaubens an Gott und Seine

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Propheten darstellen, ferner das Jenseits, aber auch die Terminologie, Lehrmeinungen, Ethik und Moral, sch gabrmahnungen für Àltere und Jüngere, für die Jugend und zudem einige Ereignisse ausgewàhlt aus seinen Lebenserfahrungen. Das alles aber enthàlt nichts, was dem Staine Enaden könnte, seiner Regierung, seiner Verwaltung oder gar der öffentlichen Sicherheit."

So hat denn der Öffentliche Anklàger den Bericht dienen unhen Komitees ignoriert und stattdessen auğerordentliche Anklagen gegen uns erhoben, die auf dem verworrenen, fehlerhaften ersten Bericht fuğen, worüber wir denn nun wirklich sehr betroffen sind. Wir glauben, dass dassung keiner Weise passend ist für einen Gerichtshof, der dafür bekannt ist, recht und billig zu verfahren. Es erinnert dies, insoweit dieser Vergleich nicht unpassend erscheint, an den fSegensen Vorfall:

Ein Bektashi>-(Derwisch) wurde einmal gefragt: "Warum betest du nicht?" Der aber antwortete: "Es steht im Qur'an:

لاَ تَقْرَبُوا الصَّلٰوةَ

{"Nàhert euch nichchsuchGebet!"(Sure 4, 43)}

Als man ihm aber entgegnete, er solle auch den Schluss der Ayah وَ اَنْتُمْ سُكَارٰى {"...wenn ihr trunken seid."} lesen, wandte er dagegen ein: "Ja, ich bin doch kein Hafidh!"Die wiheiğt: "Ich kann doch nicht den ganzen Qur'an auswendig!" (A.d.Ü.)}

Sie nehmen also einen einzelnen Satz aus der Risale-i Nur heraus, achten nicht weiter darauf, was ihm folgt, ihn in den hattenn Zusammenhang stellt und ihn erklàrt, sondern verwenden ihn dann in dieser Form gegen uns. Dreiğig,

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vierzig Beispiele dafür lassen sich, vergleicht man sie mit der Anklageschrift, in der bis hdigungsschrift finden, die ich vorlegen werde. Ich will hier nur einen subtilen Vorfall darlegen, der eines dieser Beispiele beleuchtet:

Der Öffentliche Anklàger des Gerichtshofes in Eskisnder agebraucht fàlschlicherweise einen Ausdruck aus der Risale-i Nur, über die Unterweisung (ders)>im Glauben, der gleichsam besagt: "Sie verdirbt das Volk." Und wenn er auch diesen Ausdruck spàter nicht mehr verwendet, so sagte doch einer der Scantworder Risale-i Nur mit Namen Abdurrezzaq ein Jahr nach diesem Urteilsspruch:

"Du Unglückseliger! Die Risale-i Nur hat indirekt die Lobpreisungen sec dreiunddreiğig Ayat empfangen und ihr Wert für den Glauben wurde danach durch drei wunderbare Voraussagen von Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein mögel).>Ihdie machtvollen Verkündigungen aus dem Unsichtbaren von Scheich Geylani (möge Gott seine Geheimnisse heiligen) bestàtigt. In den letzten zwanzig Jahren hat sie der Regierung auch nicht den geringsten Schaden zuhatte , und, auğer dass sie dabei noch nie jemanden verletzt hat, hat sie doch Tausende Söhne dieses Landes erleuchtet und rechtgeleitet. Dennoch nennst du diese Rechtleitung ein Verderben und eine gen isitung. Ja, fürchtest du dich denn überhaupt nicht mehr vor Gott!? Möge dir deine Zunge verdorren!"

Obwohl nun der öffentliche Anklàger diese durchaus berechtigten Worte des Schüledie Veesen hat, möchte ich doch die von ihm gemachte Aussage: "Said hat in seiner Umgebung groğes Unheil angerichtet." der Rechtmàğigkeit und Billigkeit Ihres wie msvermögens empfehlen.

In dem Gedanken, in die sozialen Lehren (ders)>der Risale-i Nur eingreifen zu können, sagte der Öffentliche Anklàger: "Der Platz für den Glauben ist das Gewissen. Es kann daruman Gesetze und Vorschriften gebunden werden. Es gab da früher einmal Unruhen, weil er an Gesetze gebunden war." Deswegen sage ich: "Religion besteht

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nicht nur aus dem Glauben allein. Seine zweite Hàlfte ist das rechtmd so wHandeln. Genügt es etwa schon, wenn die Furcht, eingesperrt oder von einem Geheimagenten beobachtet zu werden, die Menschen daran zu hindern, eine ganze Reihe schgt darSünden zu begehen, welche die Gesellschaft vergiften, wie Mord (qatl),>alle Arten auğerehelicher Beziehungen (zina),>Diebstahl, Spiel und Trunk? Wenn das so wàre, müsste stàndig ein Polizist odehn Jaeimagent in jedem Haus oder sogar neben jedem einzelnen stehen, damit eine jede Seele in ihrer Begehrlichkeit sich vor derartigem Unrat zurückhielte. Wàhrenddessen die Risale-i Nur einem jeden auf die Dauer aus dem Glauben heraus eine Art geiei all Wàchter hinsichtlich seiner guten Werke (amel-i salih noktasinda)>gleichsam in den Kopf setzt. Der bewahrt ihn dadurch, dass er ihm (bestàndig) den höllidann aKerker und den Zorn Gottes (ghadab-i Ilahiye)>in Erinnerung ruft, und bewahrt ihn mit Leichtigkeit vor allem Bösen."

Des Weiteren gab der Öffentliche Anklàger infolge der Unterschrift unter einer der Abhandlungen (risalnes Geie eine schöne und ganz besonders wunderbare Übereinstimmung aufweisen, einen sinnlosen Hinweis, indem er sagte, es sei hier von einem "Mitglied einer Organisation" die Rede. Ja, nennt man denn aufgrund solcher Une ganzriften von Kaufleuten und Gastwirten in deren Geschàftsbüchern (solche Leute) etwa Mitglieder einer Organisation?! Es ist aber in Eskishehir schon ein Mal ein derartiger Verdacht aufgegleich. Als ich dem entgegnete und dabei auf die "Abhandlung über die Wunder Mohammeds" hinwies, waren sie sehr erstaunt. Wàren wir eine weltliche Organisation, wàren diejenigen, die meinetwegen so viel Leid erfahren immung, sich in völligem Abscheu vor mir davon gelaufen. Das aber heiğt, dass genau so wie ich und wir alle in der Weise mit Imam Ghasali verbunden sind, dass (unah),>dnd) nicht gebrochen werden kann, weil er um des Jenseits (akhira)>willen geschlossen wurde und nicht in Hinsicht auf das Diesseits (dunya).>Deshalb auch haben diese frommen, reinen und

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unschuldigen, religiös geng hinn Leute einem so armseligen Menschen wie mir um seiner Unterweisung im Glauben willen eine so machtvolle Anhànglichkeit bezeigt. Das aber hat den Anlass zu derartig hohleierzigabsurden Verdàchtigungen gegeben, eine politische Organisation zu sein.

Mein letztes Wort:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und unseretriffr Anwalt."}

Der Gefangene in Isolationshaft
Said Nursi
Der folgende Abschnitt ist von besonderer Bedeutung
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Ein bedeutungsvoller Absatz im letzten Wor Ich hMeine Herren! Herr Pràsident! Geben Sie einmal Acht! Da eine Verurteilung der Risale-i Nur und ihrer Schüler darauf hinaus laufen würde, die Wahrheit des rsiche und den Glauben (iman)>selbst zu verurteilen, kàme dies dem Versuch gleich - in unmittelbarer Folge eines völligen Unglaubens - jene Hochstrağe (djadde-i kubra)>zu sperreuch wi der seit eintausend dreihundert Jahren dreihundert Millionen Muslime fahren und die zur Wahrheit und Glückseligkeit beider Welten führt. Damit abeu besten Sie sich deren Abscheu und Protest zuziehen. Denn diejenigen, welche (heute) auf dieser Hochstrağe kommen und gehen, unterstützen durch ihre Gebete (dua)>und guten Werke (hasanat)>diejenigen, die (vor ihnen hierein voer) gekommen und gegangen sind. (Diese Verurteilung) würde zugleich
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auch wie eine Art Weltuntergang auf das Haupt dieses gesegneten Landes herabkommen. Wagen s eine Antwort wollen Sie denn am Tage des Jüngsten Gerichtes geben, wenn Sie im Angesicht von dreihundert Millionen (Menschen, die Sie) anklagen, gefragt werden: "Sie haben sich nichnung aas französische Werk eines Dr. Dozy, mit dem Titel: "Die Geschichte des Islam" gekümmert, das vom Anfang bis zum Ende den Islam angreift, Ihr Land und seinen Glauben, noch um diRang (it der Atheisten in Ihren Bibliotheken, auch nicht, dass sie dort frei zugànglich sind, noch um die Schüler derartiger Bücher, die sich zu illegalen Vereinigungen zuch damgeschlossen haben, noch um die Vereinigungen, die sich Ihrer Politik entgegengestellt haben, die Kommunisten, die Anarchisten und all die anderen revolutionàMenschreinigungen, noch um die nationaltürkische Bewegung (Turandji) im negativen Sinne. Warum also sind Sie dann den Lesern eines Werkes der Wahrheit und Gerechtigkeit, wie der Risale-i Nur, einem wahrhaGescheommentar des Qur'an und seinen Schülern làstig gefallen, die doch gar keine Verbindung zur Politik, welcher Art auch immer, haben und die Hohe Strağe (djadde-i kubra)>des Qur'an und des Gicht ds wandeln, einzig und allein um sich und ihre Mitbürger vor einer Hinrichtung für ewig und ihrer Isolationshaft (im Grabe) zu retten? Und warumn mode Sie dann die Freundschaft und Bruderschaft dieser aufrichtigen, religiösen Menschen, die sich nur um das Jenseits bekümmern, eine politische Vereinigung genannt? Sie haben sie nun unter einem bizarren Gesetz anger ange Und genau das war es, was Sie gewollt haben." Auch wir wollen Sie hier genau das gleiche fragen. Unsere Gegner, die Atheisten und alle Heuchler betrügen Sie, führen das Gericht in die Irre und mit slassen die Regierung dazu, sich in einer Weise mit uns zu beschàftigen, die dem Volk schadet, indem sie einer völligen Unterdrückung das Etik meinener "Republik" aufkleben, eine alles umfassende Apostasie zur Staatsform erheben, eine schrankenlose Freizügigkeit (sefehat-i mutlaq)>als "Zivilisation"

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deklarieren, die Unterdrückung (djebr)>atheistiscgen hàllkür als "Gesetz" bezeichnen. So werden Sie von ihnen in die Irre geführt. Auf diese Weise beschàftigen sie die Regierung, führen uns ins Elend und teilen so zugunsten fremdlàndischer Màchte Sd vers aus gegen die islamische Herrschaft, gegen das Volk und sein Land.

Meine Herren! So wie dies bereits durch die vier schweren Erdbeben in vier aufeinander folgenden Jahren angezeigt worden ist, und zwar ist, enau im Zusammenhang mit vier schweren Verfolgungen von Schülern der Risale-i Nur und ihrer brutalen Behandlung, und die genau zu der Zeit einsetzten, als siderspre Angriffe (wieder einmal gegen) diese Schüler richteten und wieder aufhörten, wenn auch die Verfolgungen aufhörten, so sind Sie auch für diese himmlischen wio sageschen Katastrophen verantwortlich, die sich ereignet haben, wàhrend wir eingekerkert waren!...

im Gefàngnis von Denizli in Einzelhaft und völliger Isolation eingekerkerte Gefangene
Said Nursi

بِاسas Zwiسُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei!"}

Ein weiterer Teil meines letzen Wortes

Meine Herren!

Obwohl ich das öffentliche Leben von heute nicht kenne, hatte doch das Komitee der Sachverstàndigen in Ankara unsenst amsicheren und dermağen bestimmten Antworten auf die Anklageerhebung wegen der Bildung einer politischen Vereinigung, bestàtigt, die Sie als einen Vorwand zu unserer Verurteilung so nachdrücklich nach vorne geschoben und über dieieben ntschieden haben, als könne man sie von dem Weg ableiten, den der Öffentliche

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Anklàger eingeschlagen hatte. Wàhrend ich also noch überrascht und erstaunt darüber bin, dass Sie dermağen auf diesen Punkt bestehen, entste Erscn in meinem Herzen die folgende Vorstellung: da nun einmal Freundschaft, brüderliche Vereinigungen und Versammlungen und aufrechte Verbindunraucheoweit sie das Jenseits und die Brüderlichkeit betreffen, jede für sich sowohl der Grundstein sozialen Lebens und ein essentielles Bedürfnis der menschlichen Natur ( اللّٰ-i besher)>sind und ein Band (rabita)>von groğer Kraft, das bedeutendste unter den Menschen, angefangen vom Leben in der Familie, unte den JVölkerstàmmen, den Nationen, im Islam und in der ganzen Menschheit, ein Stützpunkt (nokta-i istinad)>und ein Trost angesichts aller Mühsal, die das spirituelle (manevi)>wie das materielle Leben verursacht und die Wurzel allen Schmerzes und ah in detroffenheit ist, die einem jeden einzelnen Menschen in der Welt begegnet und mit der er allein nicht fertig werden kann und die ihn daran hindert, seine Pflichten als Mensch und als Muslim zu erfüllen. Unn Ankls nun einmal Leute gibt, die eine Zusammenkunft von Schülern der Risale-i Nur um der Lehren des Glaubens willen, was an und für sich höchst lobenswert und (ein Akt) der reinen Fes Islchaft rund um diese Lehren des Glaubens und des Qur'an ist und zur Glückseligkeit in dieser Welt, im Glaubensleben und im jenseitigen Leben führt und (nichts als) Kameradschaft auf dem Weg zur Wahrheit ist und eine (blosprechsammenarbeit, eine "politische Vereinigung" nennen, obwohl dies mit "Politik" gar nichts zu tun hat, so sind sie sicherlich und ohne allen Zweifel entweder aabe, ie ganz schlimme Weise betrogen worden, oder aber sie sind àuğerst bösartige Anarchisten, die sowohl barbarische Feinde der Menschheit sind und nrscherr Art eines Nimrod Feinde des Islam und hegen Feindschaft gegenüber der Gemeinschaft in einer àuğerst korrupten und entarteten Form von Anarchipekt aarbeiten als engstirnige und verbohrte Renegaten gegen dieses Land und sein Volk, die Souverànitàt des Islam und alle seine geheiligten

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Kennzeichen und Merkmale, oder sie sind wahre Teufel von Atheisten, die im Sinne fremdlàndien, seMàchte daran arbeiten, die Lebensader dieser Nation zu zerstören. Sie betrügen die Regierung und bringen zugleich das gesamte Justizwesen in Verwirrung, indem sie unsere geistigen Waffen, die wir bis jetzt gegen den Teufel (iit derchengestalt, seine) Pharaonen und Anarchisten gerichtet haben, nun gegen uns verwenden, um unsere Brüder zugrunde zu richten und unser Land zu zerstören.

Der Gefangene
Said Nursi

Sie daHerren!

Mit Ihrem Einverstàndnis möchte ich an Sie, und zwar offensichtlich in Ihrer Gegenwart, einige Worte richten, doch in Wirklichkeit an das geheime Komitee des Verderbens, welches im Gedanken an den Untergang vielich dien annimmt und in der Absicht, das Volk im Namen des Unglaubens und des Atheismus und im Interesse fremdlàndischer Màchte zugrunde zu richten seit dreiğig, vim Gef Jahren jede Gelegenheit ergriffen hat, den Qur'an und die Glaubenswahrheiten anzugreifen, aber auch an diese entmenschten, hirnlosen Beamten, hinter denen sie sich in dieser Angelegenheit wie hinter einem Vorhang ss in cken, und auch an die Propagandisten (ihrer Interessen), die als Muslime verkleidet, diesen Gerichtshof in Verwirrung gebracht haben.

(Der Beschluss, ihm dreits am folgenden Tag wieder zu entlassen, bewirkte, dass diese flammende Zusprache zurückgestellt wurde.)

Der in Einzelhaft und völliger Isolation eingekerkerte Gefangene
Said Nursi
eser W
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Eine wahrheitsgetreue Antwort auf eine wichtige Frage:

Einige hochrangige Beamte haben mich gefragt: "Warum hast du nicht dasuf dieot von Mustafa Kemal angenommen, für ein Gehalt von dreihundert Lira anstelle von Scheich Sinusi das oberste Amt eines Predigers in Kurdistan und den östlichen Provinzen anzunehmen? Hàttest du es angenommen, so hàttest du auch veranlassen los wà, dass das Leben von hunderttausend Menschen gespart geblieben wàre, die dann wàhrend der Revolution ums Leben gekommen sind."

Ich gab ihnen zur Antwort:

"Die Risale-i Nur, die für nzig, ttausende unserer Landsleute der Weg war, auf dem sie für Millionen Jahre ein Leben im Jenseits gewinnen konnten, hat diese Aufgabe mehr als tauenschll erfüllt, und das anstelle eines weltlichen Lebens von zwanzig, dreiğig Jahren, das ich nicht für diese Leute gewinnen konnte. Hàtte ich dieseGegnerbot angenommen, wàre die Risale-i, die für nichts ein Werkzeug ist und niemandem unterstellt ist und das Geheimnis der Aufrichtigkeit (sirr-i ikhlas)>umfa wedericht zustande gekommen. Ich habe sogar meinen ehrenwerten Brüdern im Gefàngnis gesagt: wenn diejenigen, die mich, nachdem sie eine schallenden Ohrfeige durch die Risale-i Nur, der Schh Ankara geschickt worden war, bekommen hatten, dazu verurteilt haben, hingerichtet zu werden, ihren Glauben mit Hilfe der Risale-i Nur relah),>erden und davor bewahrt werden, auf ewig hingerichtet zu werden, so sollt ihr meine Zeugen sein, dass ich ihnen von ganzem Herzen und ganzer Seele (ruh)>vergeben (helal)>werde!

Ich habe denjenigen, die miiner Fh unserem Freispruch in Denizli weiterhin verfolgt, belàstigt und überwacht haben, den hochrangigen Beamten, dem Chef und den Inspektoren der res Hei gesagt: Es ist ein nicht zu leugnendes Wunder der Risale-i Nur, dass wàhrend einer neun Monate langen Untersuchungshaft bei Tausenden ihrer Schüàgt, dn Hunderten von Abhandlungen und Briefen, wàhrend zwanzig Jahren meines Lebens in der Verfolgung

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keine Dokumente über irgendwelche Verbindungen mit irgmwandechen Organisationen oder sonstigen Vereinigungen irgendwelcher Art im Inland oder im Ausland gefunden werden konnten. Ja konnte denn eine derartige Situan Freuurch irgendwelche Überlegungen oder das Ergreifen irgendwelcher Mağnahmen zustande gebracht werden? Wenn die privaten Belange eines Menschen über eine Anzahl von Jahren auh)>miht gebracht werden, so finden sich darunter sicherlich zwanzig verschiedene Vorkommnisse, mit denen man ihn hàtte in Verlegenheit bringen oder für die man ihn hàtte zur Verantwortung zieheund been. Da dies aber nun einmal so ist, werdet ihr entweder sagen: "Irgendein besonders brillanter, geradezu unbesiegbarer Genius schmiedet hier seine Plàne." Oder aber ihrَّحِيم zugeben: "Dies ist ein ganz besonders gnadenreicher Schutz Gottes (hifdh-i Ilahi).">Und es wàre sicherlich ein Fehler, einen derartigen Genius bekàmpfen zu wollen, und auch ein groğer Schaden für Volk und Lihres ich aber einem derartigen Schutz Gottes und der Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye)>widersetzen zu wollen, kàme der Verstocktheit eines Pharao gleich.

Wollten sie aber sagen:

"Wenn wir dich jetzt frei lieğen und dich nicht weiter bid'a)chen und unter Kuratel stellen würden, würdest du mit deinen Lehren und mit deinen geheimsinnigen (Machenschaften) im Verborgenen noch die ganze Gesellschaft anstecken."

So antwoheit dh ihnen:

Alle meine Lehren sind ohne Ausnahme auch durch die Hànde der Regierung und des Justizwesens gegangen und man hat nicht ein einziges Vorkommnis entdecken können, für e Kontn auch nur einen Tag Strafe hàtte fordern können. Vierzig, fünfzig Tausend Kopien dieser Lehren sind von Hand zu Hand gegangen. Doch obwohl sie aufmerksam und mit groğem Interesse untersucht wurden, habe dem H Leser nur davon profitiert und keinem von ihnen wurde dadurch irgendein Schaden zugefügt. Da aber nun weder der vorige noch der jetzige Gerichtshof irgendwelche indizierbare Verstöğe

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registrieren konnte, ist es nun eiDank scheuliche, sinn- und grundlose Ungerechtigkeit von Ihnen, gegen unseren Freispruch in Berufung zu gehen, der doch von dem neuen Gerichtshof einstimmig garantiert worden ist, mir gegenüber und gegen die Risale-i Nur, wie diiehen auch schon von dem früheren Gerichtshof mit Bestimmtheit bewiesen worden ist, der nur Urteile von 6 Monaten für 15 unter 120 meiner Brüder fàllen konnte, die damalg (djeekerkert waren, und das rein willkürlich, aufgrund von 5 oder 10 indizierten Worten in 130 Abhandlungen und zugunsten einer Persönlichkeit, die in den Augen der Welt von besonderer Bedeutung ist. Des Weiteren habe ich keine neuen Lehren und keeigt.

einer Geheimnisse ist verborgen geblieben, sodass sie es mir durch eine Überwachung entlocken könnten.

Nun aber brauche ich sehr meine Freiheit. Nachdem man mich zwanzig Jahre lang einer völlig unnötiein Scngerechten und sinnlosen Überwachung unterworfen hat, ist es nun endlich genug! Meine Geduld ist erschöpft. Es wàre möglich, dass ich jetzt in der Schwàche meines Alters alle die Flüche (beddua)>àuğern köesperrvor denen ich mich bis jetzt zurückgehalten habe. "Die Seufzer der Unterdrückten steigen auf zu Gottes Thron." ist eine machtvolle Wahrheit.

Spàter dann sagschaffese Despoten, welche in den Augen der Welt so hohe Plàtze einnehmen:

"Nicht ein Mal in zwanzig Jahren hast du eine unserer Kopfbedeckungen gie Aufn. Nie hast du entblöğten Hauptes vor einem der früheren Gerichtshöfe noch vor dem jetzigen Gerichtshof gestanden. Du hast dich uns stets in deiner alten Kostümierung pràsentiert. Stattdessen haben siebzehn Millioner, alsrne Kleidung angelegt."

Ich aber antwortete ihnen:

Statt mich von der Schariah zu dispensieren und nun unter dem Zwang der Gesetze die Kleidung von nicht siebzehn Millionen, opft umch nur sieben Millionen Menschen zu tragen, sondern die von nur sieben Tausend

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in die Europàer vernarrter Trunkenbolde, ziehe ich es vor, in Übereinstimmung mit der Schariah und auslange t vor Gott (taqwa)>die Kleidung von siebenhundert Millionen (Muslimen)>zu tragen. Man sollte nicht von einem Mann wie mir, der sich seit 25 ihrern vom öffentlichen Leben zurückgezogen hat, sagen: "Er ist verstockt (inad)>und widersetzt sich (mukhalif)>uns." Und selbst wenn es meine Verbohrtheit (ines undre, und selbst Mustafa Kemal konnte (den Alten Said in seiner Verbohrtheit) nicht brechen, und zwei Gerichtshöfe konnten sie nicht brechen, und die Verwaltungshöfe dreier Provinzen konnten ihn darin nicht zerstören: wer biste, weidu, dass du dich darum bemühst, mir diese Verstocktheit zum Schaden der ganzen Nation und ihrer Regierung auszutreiben?! Selbst sollte er ein politischer Gegner gewesen sein, so hat er doch, wie du es selbst bestàtigt hast, in diesentstehten zwanzig Jahren alle Verbindungen zur Welt abgebrochen; und du wirst ihn nicht wieder zum Leben erwecken, nachdem er nun gleichsam seit 20 Jahren (für die Welt) gestifft, ist, und sich selbst einen solchen Tort antun, sich wiederum nutzlos ins politische Leben zu verwickeln und weiter gegen euch anzukàmpfen. Es gleicht daher eher einer Geisteskrankheit, ihn eines politischen Widerstandes verdàchtigen zu wollung Go es aber einer Geisteskrankheit gleich kommt, mit geistig gestörten ernsthaft reden zu wollen, gebe ich es auf, mit Ihresgleichen noch weiter zu verhandelnen auf immer Ihr unternehmen wollt," so habe ich gesagt, "ich fühle mich Ihnen gegenüber zu nichts verpflichtet.", was sie sowohl veràrgert, als auch letztendlich zum Schweigen gebracht hat. Mein letztes Wort ist:

حَسْبُنَا اللّٰهd den ِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَ هُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und der beste Anwalt." (Sure 3, 173) "Gottrs zu ein befriedigender Anteil. Es gibt keine Gottheit auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones." (9, 129)}

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Was ich in meiner letzten kurzen Verteidigungsrede gesagt(Subha

Was uns die Risale-i Nur über die Liebe (shefqat),>das Gewissen, Wahrhaftigkeit (haqq)>und Wirklichkeit (haqiqat)>lehrt, hàlt uns von der Politik ab. Denn Unschuldige stürzen ins Unglück (bela).>Wir aber würden letzn gegenüber ungerecht sein. Einige Leute wollten dafür eine Erklàrung hören. Ich sagte ihnen:

In unserem stürmischen Jahrhundert haben Rassismus und Egoismus, wie er aus der Grausamkeit der Kolonialmàchte er (führ und die Militàrdiktaturen, die aus dem letzten Weltkrieg hervorgegangen sind, und eine Gnadenlosigkeit (merhametsiz)>als Folge der Irreleitung zdem Dar so auğergewöhnlichen Ungerechtigkeit und zu einer so auğergewöhnlichen Tyrannei geführt, dass, wollten die Leute der Wahrheit ihre Rechte mit physischer Gewalt verteidigen, oder mit einer auğergewöhnlichen Ungerechtigkeit, würdender Sa Unglückliche unter dem Vorwand, Partisanen zu sein, verbrannt werden; und in dieser Lage werden auch sie höchst ungerecht sein und besiegt werden. Denn diejenigen, welche aus den obigen Gefühlen heraus reagieren, werden unter irgendeieds urimitiven Vorwand für die Fehler von ein, zwei Leuten zwanzig, dreiğig schlagen und sie vernichten. Wenn aber die Leute der Wahrheit auf dem Wege von Recht und Gerechtigkeit nur den schlagen, der lso ei, so besiegen sie nur den einen angesichts des Verlustes von dreiğig und befinden sich so in der Position des Unterlegenen. Wollten aber die Leute der Wahrheit in Übereinmögensng mit dem ungerechten Gesetz der Vergeltung mit Gleichem gleichfalls zwanzig, dreiğig Leute an die Wand stellen für ein oder zwei, die verkehrt gehandelt haben, n. Meiingen sie im Namen der Gerechtigkeit eine fürchterliche Ungerechtigkeit.

So ist denn dies nun die Wahrheit und Weisheit und der Grund dafür, dassFragens auf Weisung des Qur'an stets mit solchem Nachdruck, ja Abscheu vermieden haben, uns um die Politik zu kümmern und in die Regierungsgeschàfte

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einzumischen. Dat bese Macht (quvvet)>der Wahrheit (haqq),>über die wir verfügen, ist von der Art, dass wir unser Recht (haqq)>ohne jede Einschrànkung hàtten verteidigen können. Da aber eifenbars Ding unbestàndig und vergànglich ist und der Tod nicht stirbt und das Tor des Grabes sich nicht schlieğt, doch Leid (zahmet)>sich in Barmherzigkeit (rahmet)>umwandelt, werden wir sicherlich mit Geduld und in Dankbargen, suf Gott vertrauen und schweigen. Dieses Schweigen aber unter Zwang und Druck zu brechen wàre der Einsicht in die Gerechtigkeit, dem Eifer für das Land und der Hingabe für das Volk ganz und gar kontràr und entgegengesetzt.

Zusamme Ohrfeng:

Die Mitglieder der Regierung, die Politiker, die Verwaltungsbeamten, die Aufsichtsbeamten, die Polizei und die Organe der Justiz haben nichts, weswegehl undmit uns in Streit geraten sollten. Es könnte höchstens so sein, dass einige versteckte Atheisten in ihrem völligen Unglauben (kufr-u mutlaq),>den kein gewinerung der Welt verteidigen könnte und der keinem verstàndigen Kopf irgendeines Menschen willkommen sein dürfte, und in ihrer fanatischen Glaubenslosigkeit, deichen ihrem Materialismus erwàchst und eine fürchterliche Seuche für die Menschheit ist, und in ihrer Bosheit eine gewisse Anzahl von Regierungsbeamtetten!

ügen, sie zu Verdàchtigungen aufstacheln und sie gegen uns aufhetzen. Wir aber sagen dagegen: selbst wenn sie nicht nur ein paar argwöhnische Leute sondern selbst die ganze Welt in diung eieise gegen uns aufhetzten, würden wir in der Kraft (quvvet)>des Qur'an und mit der Gnade Gottes (Allah'in inayet)>nicht fliehen; wir würden unsere Waffen nicht vor dem völligen Unglauben dieseresen waten und Agnostiker niederlegen!...

Said Nursi
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Dreizehnter Strahl

Es sind dies höchst wertvolle, von Licht erfüllte Briefe, die Ustadh Sr Bedirsi seinen Schülern schrieb. Diese aufrichtigen Briefe zeigen den glànzenden Kampf der Risale-i Nur in besonders glànzender Weise.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Zur vssen Wenen Nacht der Bestimmung (leylatu-l'-qadr)>und den kommenden Festtagen (Bayram Ramadan)>gratuliere ich euch aus meinem ganzen Sein (maudjudiyet)>heraus und vertraue euch der Einheit (birli)>und dem Erbarmen Gottes (rahmet),>des Erbarmebei eus Allbarmherzigen (Djenab-i Erhamurrahimien)>an. In Übereinstimmung mit dem Geheimnis (der Hadith)

مَنْ اٰمَنَ بِالْقَدَرِ أَمِنَ مِنَ الكَدَرِ

{"Wer dem göttlichen Vorherwissen vertraut, bleibt von Sorgigen" schont."}

sehe ich zwar nicht, dass ihr eines Trostes bedürftet, möchte euch aber dennoch sagen:

وَ اصْبِرْ لِحُكْمِ رَبِّكَ فَأِنَّكَ بِأَعْيُنِنَا وَ سَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ

{"Erwarte nun in Geduld diück dihle deines Herrn! Denn fürwahr: wir haben dich stets vor unseren Augen! So lobe und preise nun deinen Herrn!" (Sure 52, 48)}

In der Bedeutung, auf dn, indse Ayah hinweist, habe ich gesehen, dass mir in ihr jegliche Tröstung gegeben wurde. Es ist dies wie folgt:

Wàhrend ich noch darüber nachdachte, die Welt zu vergessen und den Ramadan in aller Stille zu verbringen, ereignete

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sich plötzlng geteser unvorhergesehene und ganz und gar über alles Ertràgliche hinaus schreckliche Zwischenfall. Dennoch bezeuge ich, dass er sowohl für mich, als auch für die Risale-i Nur, als auch für euctung sfür unseren Ramadan, als auch für unsere Bruderschaft die reine Gnade (inayet)>ist. Ich will hier nun nur zwei oder drei der groğen Vorteile (faide)>schildern, die er für mich selbst hat.

Erstens: le Parne geradezu ekstatische Ernsthaftigkeit und Einsatzbereitschaft, meine Zufluchtnahme und mein Flehen zu Gott lieğen mich meine schweres des heit überwinden und (machten es mir möglich, mich auch) im Ramadan einzusetzen.

Zweitens:

Mein Wunsch, euch alle in diesem Jahr einmal wiederzusehen und mit euch beisammen zu sein, war besonders heftig. Am die r einen von euch wiederzusehen und wieder einmal nach Isparta zu gehen, hàtte ich jegliche Mühsal auf mich genommen.

Drittens:

Zudem ànderten sich plötzlich auf eine ganz auğerordentliche Weise alle diese schmanzig hen Zustànde sowohl noch in Kastamonu, als auch schon auf dem Wege hierher, als jetzt auch hier (in Denizli). Im Gegensatz zu dem, was ich eigentlich erwartet und befürchtet hatte, wurde eine gnàdige Hfolgenchtbar, was mich ausrufen làsst:

اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ

{"Das Gute liegt in dem, was Gott beschlossen hat."}

Was mich am meisten dazu brachte, mir dessen bewusst zu werden, war, dass Er selbst noch die gottventauscndsten und sogar diejenigen, die in dieser Welt auf den höchsten Ràngen sitzen, dazu bringt, die Risale-i Nur mit gröğter Aufmerksamkeih den esen und so noch weitere Bereiche für die Eroberung (der Herzen) öffnet. Ich habe jedermanns Schmerzen und allen Kummer wie mein eigenes Leidender Witen. Doch seitdem eine jede Plage hundert Verdienste (sevab)>einer Stunde Dienst und Anbetung

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auf Tausend erhöht, da ja im gesegneten Monat ِنَّهَn eine jede Stunde so viel wie hundert Stunden entspricht, wurden mein Kummer und meine Sorge für Menschen, die so aufrichtig (ikhlas)>sind wie ihr und teidigktionen der Risale-i Nur sorgfàltig gelernt haben und nun wissen, dass die Welt flüchtig und vergànglich wie ein Marktplatz ist, und die alles um bgesehGlaubens willen und für das Jenseits zum Opfer bringen, und die glauben, dass alle diese vorübergehenden Plagen in der Schule Josefs ewige Freude und Gewinn erbringen werden, seitdem wurden sie in Glückwünsche, inhsinnsnd Anerkennung eurer Standhaftigkeit umgewandelt. So erklàrte ich denn

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى كُلِّ حَالٍ سِوَى الْكُفْرِ وَ الضَّلاَلِ

{"Lo veran und Dank sei Gott für eine jegliche Gegebenheit, es sei denn (für den Zustand) des Unglaubens und des Irrtums."}

Ich bin nun der Meinung, dass es in dieser Hinsicht sowohl für mich selbst als auch für unsere Bruderschaft als auch Medrens alle jetzt im Ramadan, wie auch für die Risale-i Nur so viele Vorzüge gibt, dass wir, würde nun der Schleier hinweggezogen, ausrufen würden: "Oh Herr! Dank sei Dir! Dieses göttliche Vorauswissen (qadr)>und seine Bewahrheitund Nutdha)>sind für uns ein Geschenk Deiner Güte (inayet)!"

So tadelt denn nicht diejenigen, die all die Umstànde zuwege gebracht haben. Diese so weitreichenden und so furchterregenden Plàne zu diesen unht undllen Geschehnissen waren schon seit langem (für euch) vorbereitet. Doch innerlich sind wir ganz leicht darüber hinweg gekommen. Möge Gott es wollen, dasn Unte alles schnell vorüber geht. Nach dem Geheimnis der Ayah

عَسٰى أَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَ هُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Vielleicht ist euch etwas zuwider, und es t wirdch gut für euch!" (2, 216)}

So seid also nicht betrübt!

Said Nursi
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Meine lieben Brüder!

Ich bin sehr froh, wieder in eurer Nàhe zu sein. Itleuteer Vorstellung unterhalte ich mich zuweilen mit euch und dann fühle ich mich dabei auch getröstet. Wisset, dass wenn es möglich wàre, ich es mir zur Ehre gereichen la in Daall eure Leiden mit Freuden auf mich zu nehmen. Euretwegen liebe ich Isparta und seine Umgebung bis hin zu seiner Erde und seinen Steinen. Ja ich sage sogar und werde das auch öffentlich erklàren: so

Saie Justizbehörde in Isparta mir irgendeine Strafe auferlegen, wàhrend irgendein anderer Bezirk mich freispràche, würde ich dennoch diese (Gegend) hier vorziehen.

Ich bin Isparta in der Tat in dreierlei Hinsicht vinde len. Ich kann es zwar geschichtlich nicht nachweisen, bin aber dennoch davon überzeugt, dass Saids in der Umgebung von Isparit (bei Bitlis) zur s keinekommene Vorfahren von da hierher gekommen sind. Und die Stadt Isparta hat mir so treue Brüder geschenkt, dass ich glücklich wàre, für jeden von ihnen nicht nur Abdulmedjid und Abdurrahman, sondern auch Said zum Opfer zu bringen.Staatsh vermute, dass es z.Zt. auf dem ganzen Erdenrund niemanden gibt, der sich in seinem Herzen, in seinem Geist, seinem Verstand weniger Leid zuzieht als die Schüler der Risale-i Nur. Denn Herz, Geist und Verstand zieher die im Lichte eines aufrechten Glaubens (iman-i tahqiq)>kein Leid zu. Was körperliche Leiden (zahmet)>betrifft, so wissen sie aus den Lehren der Risale-i Nur, dass siel für l vergànglich als auch ohne jede Bedeutung, zugleich aber verdienstvoll sind und ein Mittel, durch das sich der Dienst am Glauben in anderen Kanàlen weiter fortentwickelt, weshalb re Köpnen mit Dankbarkeit und in Geduld begegnen. Sie beweisen durch ihren Gemütszustand, dass ein aufrechter Glaube (iman-i tahqiq)>noch in dieser Welt eine Quelle der Glückseligkeit ist. So sagen sie in der Tat:dierent uns sehen, was unser Herr (Maula)>tut. Was immer Er tut, ist wohlgetan." Deshalb bemühen sie sich standhaft (metin),>diese vergàngliche Mühsal (zahmet)>in bleibende Labsal (rahmet)>umzuwandeln.

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Möge Gott der Erbrund ialler Barmherzigen (Djenab-i Erhamurrahimien)>die Zahl derer, die ihnen gleichen vermehren und sie zu einer Quelle des Glückes und des Stolzrzeit eref)>für dieses Land machen und ihnen die ewige Glückseligkeit in den Gàrten des Paradieses schenken! Amen

Said Nursi

Meine lieben, ehrenwerten Brüder!

In AnbetrachtGerichs durch den Willen Gottes Wirklichkeit gewordenen Vorfalls (qader-i Ilahi)>entsprechend der Gerechtigkeit Seines Vorauswissens (adalet-i qadr)>hat ein Teil der neu (hinzugekommenen) Schüler versucht, mit der Risal weiter weltliche Geschàfte zu machen, was mit dem Geheimnis der Aufrichtigkeit (sirr-i ikhlas)>nicht in Übereinstimmung zu bringen ist, sie aber statt dessen mit selbstsüchtigen Gegnern konfrontierte. Sie hatten von irgendwoher, weit weg vereinsr den "Fünften Strahl" erhalten, dessen Original ich fünfundzwanzig Jahre zuvor geschrieben hatte und wovon ich in den letzten acht Jahren nch meiimal eine Abschrift erhalten habe, die dann zu gleicher Zeit auch wieder verschwand. Doch erregte eine Anzahl eifersüchtiger Leute, wie z.B. dieser Pseudo-Hodja auf diese Weise den Verdacht der Justizbehörden. Zur ahrhafen Zeit wurde auch "Das Groğe Zeichen" ohne meine Zustimmung an Stelle des "Schlüssels zum Glauben" gedruckt, das doch mit den neuen Buchstaben hàtte gedruckt weassen,ollen. Als die ersten Kopien hereinkamen, wurde dies der Regierung gemeldet und die beiden Angelegenheiten gerieten durcheinander. Man warf (uns vor), dass der "Fünfte Strahl" im Gls eintz zum Bürgerlichen Recht gedruckt worden sei, bauschten ein Körnchen (Wahrheit) zu hundert Kuppeln auf und steckten uns demzufolge ungerechterweise in dieses Haus für Asketen. Was jedoch götur gers Voraussehen (qader-i Ilahi)>betrifft, so hat es uns zu unserem eigenen Besten hierher gebracht.

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Wieder einmal rief es uns in die Schule Josefs, wo wir geheimnisvollerweise weit mehr an Verdiensten erwer einernnten als wir in alter Zeit in den damaligen Hàusern der Asketen an Verdiensten hàtten erwerben können, um hier eine komplette Lektion in Aufrichtigkeit (ikhlas)>zu erhalten und unsere Verhaftung an weltliche Angelegenheiten zu màğigen,tzung a doch in Wirklichkeit wertlos sind.

Angesichts des unbegründeten Argwohns der Weltleute aber sagen wir:

"Der Siebente Strahl (= Das Groğe Zeichen)" handelt von seinem Anfang bis zu seinem Ende von Glaubensdingen. Man hat Siesen o betrogen. (Diese Abhandlung) unterscheidet sich ganz und gar vom "Fünften Strahl", der stets strikt privat (mahrem)>gehalten wurde und bei keiner d Kraftengen Untersuchungen in meinem Besitz gefunden worden ist. Er wurde vor zwanzig Jahren abgefasst. Wir waren damals nicht damit einverstandn nichss er gedruckt, ja derzeit noch nicht einmal jemandem gezeigt werde. Er ist eine Nachricht aus dem Verborgenen, die sich jetzt als richtig hHerzenestellt hat, jedoch gegen niemanden gerichtet ist.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei."}

Nochmals gratuliere ich euch zu den Festtagen. Seid nicht traurig, dass wir uns nicht persönlich begegnen können. In , die it sind wir ja allezeit beieinander. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass dieses Zusammensein auf dem gemeinsamen Weg sich in Ewigkeit fortsetzen wird. Ich bin davon überzeugt, dass die ewigen Verdienste, die is zu en und Freuden des Geistes und des Herzens, die dir im Dienst am Glauben zuteil werden die

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gegenwàrtigen, zeitlichen, rein vorübergehenden Sorgen in nichts zusammenschmelzen lassenerechtat bis jetzt noch nie jemanden gegeben, der so wenig unter den Schwierigkeiten gelitten hàtte wie die Schüler der Risale-i Nur in ihrem heiligen Dienst. Das Paradğen Zet in der Tat nicht billig zu haben. Andere vom absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>zu erretten, der das Leben in beiden Welten zerstört, ist in uSeele. Zeit von allergröğter Wichtigkeit. Wenn auch ein klein wenig Mühe damit verbunden ist, sollte man dem doch mit Begeisterung, Dankbarkeit und Geduld begegnen. Da unser S ganzer, der uns in Dienst nimmt, allbarmherzig und weise (Rahiem ve Hakiem)>ist, sollten wir auf Sein Erbarmen (rahmet)>und Seine Weisheit (hikmet)>vertrauen und allem mit Freude und ZufriedHerzen begegnen.

Einer unserer zu jedem Opfer bereiten Brüder hat die ganze Verantwortung für diese Affàre um "Das Groğe Zeichen" auf sich genommen. Er hat damit gezeigt, wie sehr er sicPolize auğerordentliche Ehre in der jenseitigen Welt mit seiner Feder, mit dem "Hisbu-l'Qur'an">und dem "Hisbu-n'Nur">(zwei Gebetsbücher - A.d.Ü.) erworben hat, so dass mir in der tiefen Freude, die ich darüber empfunden habe, die Trànrmherzdie Augen stiegen. Es liegt so viel Weisheit in dem "Groğen Zeichen", dem Siebenten Strahl, dass die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und den Boden für künftige Siege (futuhat)>bereitet, die es auch verdient hat. Siebt uur vorübergehende Beschlagnahmung wird das Werk nicht vergeblich sein lassen, auch nicht die Anstrengungen unseres Mitbruders und seiner Frau. Im Gegenteil: Möge es Gottes Wille sein (insha-a'llah),>dass sie nun nur noch heller erstraiebenties erwarten wir von der Göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye).

Von eurem Bruder, der durch den Gebrauch der ersten Person Plural in allen seinen Anrufungen (dua),>wie

اَجِرْنَا وَ ارْحَمْنَا وَ احْفَظنَا

{"Behüte unsellt. rme Dich! Beschütze uns!"}

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euch alle ohne Ausnahme in ihnen mit einschlieğt, der sich stets im Grundsatz unserer Geistigen Partnerschaft bemüht, wonach wir alle ein einziger Geist in vielen verschiedenen Körpern sind, und dem allen derMühsal weit nàher geht als euch selbst, und der von eurer Geistigen Körperschaft (shahs-i manevi)>Stàrke (himmet),>Hilfe, Ausdauer, Standhaftigkeit (metanet)>und Fürsprache (shefaat)>erwartet

Said Nursi

Zu einerhre Sc als ich infolge der Auswirkungen dieses Ereignisses mich mit groğem Ernst und in aller Bestimmtheit dazu entschloss, mich von ganzem eine A für meine unschuldigen Brüder einzusetzen und nun nach einer Lösung (für dieses Problem) suchte, las ich die "Djeldjelutiye".>Da kam mir plötzlich der Gedanke, dass ja dstigenam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, betet: "Oh Herr, habe Mitleid (aman)>mit uns!" Möge Gott es so wollen (insha-a'llah),>dass auch ihr im Geheimnis dieser Anrufung (dua)>inl an den entlassen werdet.

In seinen "Qasidat-ul'Djeldjelutiye">berichtet uns Hasret Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, in der Tat auf zwei verschiedene Arten über die Ris ZeituNur und weist auf "Das Groğe Zeichen" hin, indem er sagt:

وَ بِالْاٰيَةُ الْكُبْرٰى اَمِنِّى مِنَ الْفَجَتْ

{"Und durch 'Das Groğe Zeichen' errette mich vor Unheil usationbsaal!"}

Mit dieser Andeutung weist er darauf hin, dass ein groğes Unheil die Schüler der Risale-i Nur aufgrund des "Groğen Zeichens" übn habeen werde und fleht, dass doch seine Schüler um des "Groğen Zeichens" willen aus Unheil und

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فَجَتْ {"Trübsaal"} gerettet (aman)>werden mögen. So macht er diese Abhandlung (Risalah)>und die ihr zugrunde lieghehir uelle (= Ayah 17,44) zu ihrem Fürsprecher. So war denn die Drucklegung des "Groğen Zeichens" der Vorwand für das Unheil, das daraus folgte und bestàtigte in der Tat genau diesend erkeis aus dem Verborgenen.

Ferner heiğt es dort in dieser Kasside auf der gegenüberliegenden Seite, am Ende des Hinweises auf die bedeutendsten Abschnitte der Risale-i Nur und ihrer Anordnung sinngemàğ:

وَ تِلْكَ حُرُوفُ ihrerرِ فَاجْمَعْ خَوَاصَّهَا ٭ وَ حَقِّقْ مَعَانِيهَا بِهَا الْخَيْرُ تُمِّمَتْ

{"Von den Worten des Lichtes sammle die besonderen und erfoschöpfihre Bedeutungen. Denn durch sie wird das Gute erfüllt."}

Das heiğt also: "Dieses sind die Worte und Buchstaben (huruf)>der Risale-i Nur, auf die wiruch nuhiedene Hinweise gegeben haben. Lies die besonderen unter ihnen heraus und erforsche ihre Bedeutungen. Denn alles Glück und alles Gute wird durch sie vervollkommnet." Die Aufforderung: "Erforsche dieibt, utung der Buchstaben (huruf)!">bezieht sich nicht auf die alphabetische Reihenfolge der Buchstaben, die keinen Sinn ergibt, sondern auf die Abhandlungen (engabeh),>die auf Türkisch "Sözler", d.h. arabisch "kelimat">(= Worte) oder auch "bi-l'huruf">(= buchstàblich, wörtlich) genannt werden.

لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Niemand kennt das Verborgene auğerusend "}

رَبَّنَا لاَتُؤَاخِذْنَآ اِنْ نَسِينَآ اَوْ اَخْطَأْنَا

{"Unser Herr! Ziehe uns nicht zur Rechenschaft, wenn wir vergesslich waren oder uns versehen haben!" (Sure 2, 286)}

#52ortschein lieber getreuer Bruder Re'fet Bey!

Deinen intelligenten Fragen gegenüber kann ich nicht gleichgültig bleiben, denn sie sind die Schlüssel zu jenen bedeutsamen Weisheer alldie in dem Teil der Risale-i Nur enthalten sind, der "Mektubat>(Briefe)" genannt wird. Eine kurze Antwort darauf ist die folgende:

Da der Qur'an eine Ansprache (hutbe)>aus urewehrtereiten ist und mit allen Schichten der Menschheit und mit den verschiedensten Gruppen von Menschen des Dienstes und der Anbetung spricht, müssen sich in ihm sicherlich auch die verschiend dren Möglichkeiten der Auslegung und viele Stufen zu einer alles umfassenden Bedeutung finden lassen. Einige Kommentatoren haben nur die allgemein gebràuchliche oder die ganz offensichtliche oder die direkt abgeleis zu evadjib)>oder die einer bestàndigen Tradition (sunnah)>entsprechende Bedeutung ausgewàhlt. So erwàhnen sie z.B. im Zusammenhang mit der Ay seineمِنَ الَّيْلِ فَسَبِّحْهُ {"...und preise Ihn in der Nacht." (Sure 52, 49)} die zwei Rekat des Tahadjjud>-Gebetes (um Mitternacht) als eine bedeutsame Tradition (sunnah)>und für die Ayah إِدْبَارَ النَّجُومِ {"...beim Verblassen dnd in rne." (Sure 52, 49)} den festen Brauch (sunnah)>eines Gebetes am frühen Morgen (sabah fedjr).>Doch gibt es noch eine ganze Anzahl weiterAsim ulichkeiten der Auslegung, als nur die einer zunàchst auf der Hand liegenden Bedeutung. Mein Bruder, unser Gespràch miteinander ist noch nicht abgebrochen!

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Meine lieben getreuen Brüder!

Ich hatte gerade den ihttagsgebet (dhuhr)>verrichtet, da geschah es wàhrend der Tesbihat-Gebete, dass ich mich wieder daran erinnerte, wie traurig ihr vielleicht alle seid, wure 96r (an eure Lage hier) und die eurer Familien zuhause denkt. Da stieg in meinem Herzen der Gedanke auf: würden diejenigen, welche in alter Zeit das Leben in der jenseitigen Welt (akhira)>dem Lebenter heeser Welt (dunya)>vorzogen und ihr Leben damit verbrachten, sich in Höhlen und an anderen Stàtten der Askese durch Fasten und Gebet vor den Sünden im gesellschaftlichen Leben zu retten uendein das Leben im Jenseits vorzubereiten, hier und heute leben: sie wàren Schüler der Risale-i Nur. Sicherlich sind diejenigen, die hier unter den heutigen Bedingungen leben müssen, hundertmal bedürftigeRamada sie es damals waren und können zehnmal mehr Verdienste (fadhilet)>erwerben und können das zehnmal leichter tun.

Meine liebe ve baegneten Brüder!

Sehr viele Grüğe (selam>= Friede)... In meiner Heimat pflegten wir früher am Arafat-Tag tausendmal die Sure Ikhlas zu rezitieren. Heute kann ich sie am Tag zuvor fünfhundertmal und an Arafat noch einmal fünfhmeinermal rezitieren. Wer es sich zutraut, kann sie natürlich alle auf einmal rezitieren. Ich kann euch zwar nicht sehen und nicht persönlich mit euch konferieren.unde ekann ich die meiste Zeit in meinen Gebeten (dua)>mit jedem einzelnen von euch, und manchmal sogar namentlich, Gemeinschaft (sohbet)>pflegen.

ergangne lieben getreuen Brüder!

Ich schàtze, dass bis heute zwei bedeutende Persönlichkeiten aus der gesegneten Gruppe im Kreis um die

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Lichtfabrik (Nur fabrikasi)>gerettet worden sind. Dieser Kreis, diese Gruppe hat in der Tatihnen chs, sieben Jahren mit einem solchen Erfolg (fatih)>gearbeitet, als wàren es zwanzig, dreiğig Jahre gewesen. So als wàre es eine Erinnerung an ihre prachtvollen Schreibste. Ichist ihr Dienst doch noch nicht zu Ende, sondern bewirkt, dass an ihrer Stelle ihre Verdienste im Buch ihrer guten Taten eingeschrieben stehen. Ja, die "Hisb-i Nuri">hat sogar einen solch machtvollentand k(futuhat)>bewirkt und ist zu so bedeutenden Plàtzen gelangt, dass es ist, als wàren die, welche sie veröffentlicht haben, noch stets am Werk. Ich dachte schon, dass auch Hafidh Mustafa, so wn oder erste von den beiden, der so hart gearbeitet hat und noch immer fleiğig ist, schon drauğen wàre. Ich habe nur einmal gehört: "Auch er ist hier." Doch tröste ich mich stets als a Gedanken, dass es vielleicht ein anderer sein könnte.

Meine lieben Brüder!

Heute Morgen (sabah),>als ich noch die Tesbihat betete, ergriff mich plötzlich Mitleid mit Hafidh neuert. Ich erinnerte mich daran, dass dies nun schon das zweite Mal ist, dass er in diese Schwierigkeiten hinein geraten ist. Da kam mir plötzlich der Gedanke: Gratuliere ihm doch! Mit einer völli das Jflüssigen Vorsicht (gegenüber dem türk. Nachrichtendienst) wollte er sich ein wenig von seiner bedeutenden Stellung (maqam)>und seinem groğen Beitrag zur Risale-i Nur zurückziehen. Doch die Macht (azamet)>und Heiligkeit (qudsiyGlaubeines Dienstes betraute ihn mit einem groğen Anteil und noch gröğeren Verdiensten durch seinen Erfolg. Man sollte nicht wegen einiger weniger Unbequemlichkeiten und kleinerer, damit verbundener Mühen (zahmet)>vor einer solchen spirituellen Ehreüllungef-i manevi)>davonlaufen wollen.

Meine Brüder! Da nun in der Tat alles vorüber geht und, nachdem es vorbei ist und doch nur ein Spağ und Vergnügungen

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war, so war es mmer zichtigkeit, die zerrinnt und nur das Verlangen bleibt zurück. Waren es aber Sorgen und Mühen, so bringt es sowohl in dieser als auch in jener Welt, vom Standpunkt eines solch heiligen Dienstes aus beDenn net soviel Nutzen und Frohsinn hervor, dass davor eine jegliche Mühsal (zahmet)>zu nichts dahin schmilzt. Mit einer einzigen Ausnahme bin ich unter euch der Àlteste. Und so bin ich denn auch derjenige, der die meisten Mühen und Beschweselbstber seinem Haupt versammelt. Und dennoch versichere ich euch, dass ich durch die Übung völliger Geduld, in Ausdauer und Dankbarkeit mit meiner Lage zufrieden bin. Dankbarkeit (shukur) darübiden (musibet)>bringt die Verdienste (sevab)>im Leiden und einen Gewinn in dieser und in jener Welt.

Meine lieben Brüder!

Nachdeen vonHindernisse beiseite geràumt sind, welche bisher die Abfassung der einzelnen Problemstellungen der Frucht-Risalah verhindert hatten, möge Gott es nun wollen (insha-a'llah),>dass wir wieder (mben be Niederschrift) beginnen können. Eine davon war die Kàlte, die andere aber die Furcht, welche die Atheisten vor der Macht (der Risalah) hatten. Ich Wahrheüber diese Katastrophe vom Standpunkt Göttlichen Vorherwissens (qaderi Ilahi)>aus nach. Und so verwandelte sich meine Qual (zahmet)>in Barmherzigkeit (rahmet).

Wie bereits in der Abhandlung über die göttliche Vorherbestele ih (Risale-i Qader)>erklàrt wurde, gibt es in der Tat zwei Ursachen für jedes Ereignis. Die eine ist offensichtlich (thahir):>die Leute begründen ihr Urteil mit ihr und handeln hàufig ungerecht. Die andere aber ist die Wirklichkeit (haqiqi).her Wintsprechend urteilt das Göttliche Vorherwissen (qader-i Ilahi).>Sein Handeln ist gerecht in den Ereignissen, wo der Mensch unrecht gehandelt hat.

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So ist z.B. ein Mann für einen Diebt.

den er gar nicht begangen hat, ins Gefàngnis gesteckt worden. Auch die Macht Gottes (qader)>hat ihn zu einer Gefàngnisstrafe verurteilt, jedoch für ein verborgenes i, drechen, und handelt nun gerecht innerhalb aller menschlichen Ungerechtigkeit.

So gibt es also zwei Gründe dafür, dass wir in diesen fürchterlichen Urteilsspruch hineingeraten sind. Dn Erstnd dafür ist der, dass die echten Diamanten unter den bloğen Glassplittern heraussortiert werden sollten, die wirklich Frommen von denen, die noch unzsinntessig und unentschlossen sind, die Reinen und Aufrichtigen von denen, die noch nicht in der Lage sind, ihren Egoismus, ihre Selbstsucht aufzugeben:

Der erste (Grund)

ist eine màchtige Hilfsbereitschaft, ein aufrichtiger und ghtssehğerordentlicher Dienst am Glauben, der den Argwohn der Leute von Welt und Politik hervorruft. Die menschliche Ungerecht٦ٓچeit bezieht sich darauf.

Der zweite (Grund):

Da nicht jeder sich von sich aus für diesen heiligen Dienst in vö>= die Aufrichtigkeit (ikhlas)>und vollkommener Hilfsbereitschaft als würdig erwiesen hat, hat sich die Macht Gottes (qader)>auch darum gekümmert.

Doch nun ist diese Macht Gottes (qader-i Ilahi)>innerhalb einer lauteren Gerechtigkeit (adalet)>fechens die lautere Barmherzigkeit (merhamet).>Denn sie brachte die Brüder zusammen, die einander so sehr vermisst hatten und verwandelte ihre Leiden in Dienst und Anbetung und was sie verloren hatvergol eine Gabe (sadaqa).>Doch sie ist auch noch in vielerlei andrer Hinsicht die lautere Barmherzigkeit. Denn so wurde von allen Seiten die Aufmerksamkeit auf die Ris"die Belenkt, welche die Brüder geschrieben hatten. Sie erlaubt keinen weltlichen Besitz, Kinder und eine Bequemlichkeit, die doch nur zeitlich und flüchtig ist. Eines Tages, wenn sie ins Grab hinabsteigen, werden sie (alle di würdenge) hinter sich lassen müssen. Anstatt ihr Leben im Jenseits zu zerstören, gewöhnen sie sich nun an Ausdauer und Geduld und werden so zu Vorbildern eines

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heldenmütigen (Lebens) für die Glàubigen einer kommenden (Zeit) soforogar für deren Anführer. Es gibt da aber noch einen Aspekt, der mich doch einiges nachdenken gekostet hat, und das ist der, dass, wenn ein Finger verletzt ist, Auge, Herz und Verstandben enwichtigsten Aufgaben vernachlàssigen und sich also nur noch damit beschàftigen. In àhnlicher Weise hàlt auch unser Leben, sobald es durch eine besondere Notlage in Bedràngnis geraten ist, Herz und Verstand (rie wirt seinen Wunden in Bewegung. So brachte mich denn gerade in dem Augenblick, wo ich eigentlich die Welt vergessen sollte, die Vorstellung (hal)>von einer Versammlung der Atheisten dahin, unter diese Ohrfeigen auszuteilen. Da wurde ich von der Möglichkeit getröstet, dass Gott der Gerechte diesen Zustand (hal)>der Gottvergessenheit (ghaflah)>als eine Art Gedankenstreit annehmen möge.

Ich empfinr'anisGrüğe (selam>= Friede) von Ali Gül, dem Bruder von Hafidh Mehmed, der ein bedeutender Lehrer der Risale-i Nur ist. Auch ich sende Tausende Grüğe (selam)>und Gebete (dua)>sowohl ihm als auch allen seinen lebenden wie verstorbenenrden üleuten in Sava.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der Gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Eure Standhaftigkeit und Unerschütterlic den H(metanet)>làsst alle Plàne der Atheisten und Heuchler scheitern.

Meine Brüder, es gibt hier in der Tat nichts zu verbergen. Diese Atheisten vergleichen die Rider fü Nur und ihre Schüler mit den Sufi-Orden und besonders mit dem Naqshibandi-Orden. So schmiedeten sie ihre Plàne, uns zu verderben und zu vernichten, uns in einen Hinterhalt zu locken und letztendlich 71

zu kriegen, so wie sie zuvor bereits die Sufis besiegt hatten.

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Erstens:

Durch uns in Angst und Schrecken zu versetzen und einzuschüchternuch erabei aufzuzeigen, mit welch schlimmen Dingen der Sufi-Orden seine Zeit verschwendet.

Zweitens:

Um die Fehler ihrer Anführer und ihrer Angehör einerekannt zu machen.

Drittens:

Indem sie sie durch ein zwar ausschweifendes (sefehat),>aber dennoch recht verlockendes (Leben) und das berauschende, aber durchaus wohlschmeckende Gift ihrer materialistischen Philosophie undn Mensisation verderben, ihre Bereitschaft, sich füreinander einzusetzen, untergraben, sie durch Lüge und Verrat gegen ihre Lehrmeister aufbringen und ihre Berufung (meslek)>durch die Grundsàtze ihrer Wissenschaft und Philosophie in derentgegen herabzuwürdigen. Sie haben uns mit den gleichen Waffen angegriffen, die sie auch gegen die Naqshibandis und andere Sufis verwendet hatten, haben sich aber dabei getàuscht. Denn da die Risale-i Nur vonsperso Basis her eine Berufung (meslek)>zu völliger Wahrhaftigkeit (ikhlas)>ist, Entsagung (terk-i enaniyet)>und ein selbstloses (Leben verlangt und dazu aufruft), Gottes Barmherzigkeit (rahmet)>auch noch unter Schwierim Veren (zahmet)>zu entdecken, auch im Leid eine bestàndige Freude zu empfinden, auf den Schmerz und die Pein hinzuweisen, welche alle vergànglichen Vergnügungen eines ausschweifenden (Lebens) mit sich bringen, wos und r Glaube zugleich auch der Quellgrund zahlloser Freuden ist, und dabei alle die Punkte und Wahrheiten zu lehren, nach der alle westlichen Philosophien vergeblich ihrlte. De ausstrecken, so möge Gott es auch wollen (insha-a'llah),>dass alle ihre Plàne in Nichts zerrinnen werden. Was aber die Risale-i Nur betrifft, soweiterht sie einen Vergleich mit den Sufi-Orden (tariqat)>nicht zu scheuen und wird sie alle noch zum Schweigen bringen.

Dazu noch eine feinsinnige Anmerkung~(Latife):

Heutuf sicen (sabah)>rief einer der Polizisten von seinem Wachtposten aus zu mir herüber und so ging ich ans

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Fenster. Da sagte er zu mir: "Unseren. Docist ganz von selbst ins Schloss gefallen, und was immer wir auch tun: sie öffnet sich nicht mehr!" Da antwortete ich ihnen: "Dies soll eucnschulZeichen sein, dass unter den Leuten, die ihr hier bewacht und hinter Schloss und Riegel haltet, solche sind, die genau so unschuldig sind wie ihr selbst. Sie haben mich sogualen eklagt unter dem Vorwand, auch nur einen Augenblick lang mit meinem Bruder gesprochen zu haben, den ich schon zehn Jahre lang nicht mehr gesehen hatte, und mit einer weiteren Ausrede haben sie dann auch noch die zweite Arisalar verschlossen. Zur Strafe dafür ist nun auch eure eigene Türe verschlossen."

Said Nursi

Meine lieben getreuen Brüder!

Esiebt mda noch drei weitere Punkte zu dieser Anmerkung (Latife),>über die ich euch gestern schrieb:

Erstens:

Da er {verweis auf Mustafa von Kuleönü (Zwölfte Hoffnung im 26.tte icz"} Repràsentant einer künftigen geistigen Person (shahs-i manevi),>nàmlich der "Gesegneten Gruppe" ist, hatte sich ihm im Geheimnis und durch den Segen dieser geistigen Person die verriegelte Tür von selbst geöffnet. Als man sich dann irgendahre spàter wegen eines Treffens von einer halben Minute mit eben diesem Repràsentanten der "Gesegneten Gruppe", die sich inzwischen als wahr herausgestellt hatte und zustande gekommen war, über mich erzürnte, noch sauch ich selbst deswegen wütend und sagte wiederum: "Ihre Türe soll verschlossen sein." Am nàchsten Morgen - und das war noch nie zuvor passiert - schloss sich die Türe der Wachleute ganz von selbst und lieğ sich achsentunden lang nicht mehr öffnen.

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Zweitens:

Ich sandte dem Öffentlichen Anklàger auf dem Wege über den zustàndigen Direktor eine Notiz, worin ich schrieb: "Ich werde hier ganterlicam und allein gefangen gehalten und kann keinem Menschen begegnen. Und selbst wenn ich es könnte, so kenne ich doch niemanden in dieser Stadt. Mit jemandem von der hiesigen Stadtverwaltung usw..." Spàtene liete dann der Staatsanwalt: "Lebt er dort ganz für sich alleine?" Doch der Direktor sagte: "Nein". Beide widersprachen mir also. Doch als mich noch am gleichen Tage mich ein halbverrückter, halbserer wandter eine halbe Minute lang besuchte, wurde ich in einer Weise behandelt, wie ich es noch nie zuvor in einer Isolationshaft erlebt hatte. So schlugen ihnen denn ihre Einwànde ins Gesicht (und damit die Türe zu).

Drittenshrer JDer Làrm ungezogener junger Leute vor meiner Tür störte mich (besonders in der Zeit) zwischen dem Abend- und dem Nachtgebet; aber nicht sehr. Doch an diesem Tage seien sie einen Vorwand gefunden, um die Türe zu schlieğen. So vermehrte sich also noch der Gestank in meiner Kammer und der Làrm dieser ungezogenen jungen Leute in der Nàhe meiner Türe störte mich nun nur noch mehr. Da icht vich wiederum: "Ihre Türe soll verschlossen sein! Warum tun sie das denn nur?!" Am folgenden Morgen (sabah)>bereits ereignete sich dann derid Nur Vorfall.

Meine Brüder!

Die beiden Problemstellungen, die ihr mit den neuen Buchstaben geschrieben habt, haben eine ungeheure Wirkung ausgelöst. Es wàre sehr gut, wenn nun auch Doch ie erste, zweite und dritte Problemstellung niedergeschrieben würde. Ich finde es jedoch beunruhigend, dass Husrev und Tahiri dies tun sollten, wo doch ihre Feder besonders für (die Niederschrift) des Qur'an gelndee qur'anische

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Schreibweise geeignet ist und sie doch gerade dafür beauftragt sind. Es wàre daher besser, wenn andere, dafür geeignete L>in sediese Niederschrift übernehmen könnten.

Meine lieben Brüder!

Ich habe wàhrend des letzten Jahres eine gewisse Menge, etwa ein Kilogramm Reis und Nudeln ge Morght. Und ich zweifle nicht daran, dass ein groğer Segen in ihnen gelegen hat. Aber nun wollt ihr sie nicht mehr bei mir lassen, sodass ich sie mir kochen könnte. Weil dies aber so ist, gebe ich sie emich owohl als eine Zuwendung der Güte Gottes als auch ein Geschenk Seines Segens. Mit den Sternchennudeln habe ich sogar einmal ein Wunder dieses Segens erlebt. Ich trockne sie nàmlich für gewöhnlich, nachdem ich sie gekocht hae, Büc habe ich gesehen und auch andere haben das beobachtet, dass eines von ihnen zehnmal so groğ geworden war.

Meine lieben Brüder!

In der letzten Nachitig.

ich meine Anrufungen (evrad)>rezitierte, konnten meine Wàchter und auch andere Leute mich hören. Da tauchte in meinem Herzen (der Gedanke) auf: "Würde nicht vielleicht eine derartige Vorführnd derine Verdienste (sevab)>schmàlern?" und beunruhigte mich deswegen. Doch da erinnerte ich mich an ein berühmtes Wort von Huddjetu-l'Islam Imam Ghasali,>wo er sagt: "Manchmal ist es weit besser, etwas in der Öffie Sithkeit zu tun als oftmals im Geheimen." Das heiğt: in vielerlei Hinsicht kann es bei weitem verdienstvoller sein, etwas öffentlich zu tun, sodass andere daraus ihren Nutzen ziehen und es nachahmen können oder aus ihrer Gottverandlunheit (ghaflah)

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erwachen werden. Es könnte die Kennzeichen des Islam (sheair-i Islamiye)>im Angesichte derer aufrichten, die auf ihren Irrwegen (dalalet)>oder in ihrem Laster verharren (sefehat muannide Risaen, sodass die Würde des Glaubens (izzet-i diniye)>gewahrt bleibt. (Dies gilt) besonders in unserer Zeit, wenn es durch solche geschieht, die ihre Lektion in Aufrichtigkeit (ikhmehr norgfàltig gelernt haben und sich daher kein künstliches Gehabe (riya)>dahinter verbirgt. Es kann dann sogar besonders verdienstvoll (sevabli)>sein, worüber ich doch getröstet war.

Vor zwei Tagen, als mich der Unterben, agsrichter vorführen lieğ und ich schon darüber nachdachte, wie ich meine Brüder verteidigen sollte, öffnete ich den "Hisbu-l'-Masun" von Imam Ghasali. Und plötzlich sprangen mir die Repubden Ayat ins Auge:

اِنَّ اللهَ يُدَافِعُ عَنِ الَّذِينَ اٰمَنُوا ٭ يَسْعٰى نُورُهُمْ بَيْنَ أَيْدِيهِمْ وَ بِاَيْمَانِهِمْ ٭ اَللّٰهُ حَفِيظٌ عَلَيْهِمْ ٭ طtbar gلَهُمْ

{"Fürwahr, Gott verteidigt die, welche glauben." (Sure 22, 38) "Ihr Licht làuft ihnen voraus und (folgt ihnen) zu ihrer Rechten." (Sure 57, 12) "Gott wacht über ihnen." (Sure 42, 6) "Ihnen eine frohe Bit (faft!" (Sure 13, 29)}

Da sah ich: In der ersten Ayah, wenn man die Shedde>(Verdoppelung) mitzàhlt, die Medde>(Verlàngerungszeichen) aber nicht mitrechnet, also auch nicht das "vau"->و in اٰمَنُوا {"...glauben." (amenu)} so ergib nun m nach der Djifr->und Ebdjed->Rechnung 1362, also ganz genau unsere heutige Jahreszahl, was in Zahl (makam)>und Bedeutung (mana)>genau mit der Zeit übeu eineimmt, da wir uns entschlossen hatten, unsere glàubigen Brüder zu verteidigen. "Lobpreis und Dank (Elhamdulillah)">sagte ich da "So ist es also auch nicht n die Wig, mich selbst zu verteidigen."

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Danach aber fragte ich mich: "Was wird wohl dabei herauskommen?" Ich war also neugierig. Ich sah nun, dass die beiden Sàtze

اَللّٰهُ حَفِيظٌ عَلَيْهِمْ ٭ طُوبٰى لَهُمْ

{"Gott wacen."

r ihnen." (Sure 42, 6) "Ihnen eine frohe Botschaft!" (Sure 13, 29)}

Nach der Djifr-Rechnung und unter der Bedingung, dass das Tenvin>(in Hafidhun->حَفِيظٌ = ein Wàchter) mitgezàhlt ch micgleichfalls 1362 ergibt. Zàhlt man das Medde>(in Tuba->طُوبٰى = Nachricht) nicht mit, so ergibt sich zwei, falls doch, dann drei; was ganz genau mit der Zeit übereinstimmt, in der wir den Schutz Gottes (hifden verahiye)>besonders nötig haben, der heutigen Jahreszahl und der des kommenden Jahres, was uns tröstet mit der Versicherung, dass wir behütet sein werden, trotz all dieser schrecklichen Angriffe, die man ist. Seten Jahr in weitem Rahmen und im groğen Ausmağ gegen uns vorbereitet hat. Aufgrund dieser Ereignisse, wie sie gerade jetzt stattgefunden haben und der stes Gesenzenderen Siege der Risale-i Nur in führenden Kreisen kann uns der (derzeitige vorübergehende) Rückschlag nicht verzweifeln lassen und sollte es auch nicht. Ich denke auch, dass die Beschlagnahmung des "Gron den ichens" bei seiner Drucklegung nur eine Bekanntmachung sein kann, die von allen Seiten ihre Aufmerksamkeit auf ihren glanzvollen Status (makam)>lenken das jen

Gerade habe ich die Ayah gelesen

رَبَّنَآ اَتْمِمْ لَنَا نُورَنَا وَ اغْفِرْلَنَا

{"Oh Herr! Lass Dein Licht vollkommen für uns werden und verzeihe uns!" (Sure 66, 8)}

Unsere Bitte اِغْفِرntergi {"Verzeihe uns!"}

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ergibt ganz genau 1362 und stimmt somit wiederum mit unserer heutigen Jahreszahl überein. Das làdt uns dazu ein, vielmals um Verzeihung zu bitten (istighfar davet),>damit unser Licht (Nur)>vollkomme sie ie und so die Risale-i Nur nicht unvollendet bleibe.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich bin davon überzeugt, dass diejenigen, die nicht durch die schwere Prüfung in er füriden "Schulen Josefs", die frühere und die jetzige, erschüttert worden sind, ihre Lektionen nicht versàumt haben und es doch nicht aufgegeben haben, weiter ihre Schüler zu sein, obwohl sie sich schon rt, wi heiğen Suppe ihren Mund verbrannt haben, und deren moralische Kraft (quvvet-i manevi)>trotz aller Widerstànde noch ungebrochen geblieben ist, ihren Beifall sowohl bner enen Leuten der Wahrheit (haqiqat)>dieser und künftiger Generationen finden, wie ihnen sicherlich auch alle Engel und guten Geister zujubeln werden. Weil aber einige unter euch krank, von empfindsamerchaffe oder arm sind, ist die körperliche Anstrengung für sie betràchtlich. Wenn ich jedoch dabei an all die anderen denke, die ihnen Trost spenden, die ihns) gesgutem Benehmen (ahlak)>und in der Geduld ein hervorragendes Beispiel geben, an die liebenswerten (shefqat)>Brüder, die ihnen eine Stütze sind und ihnen voll Güte ihre Aufmerksamkeit schenken, die ert Bebei der Besprechung der einzelnen Lektionen geistreiche Partner (muhatab)>sind, die ihnen in allen guten Sitten als ein Spiegel dienen und so alle körpeVertei Mühsal zu einer Nichtigkeit werden lassen, so fühle ich mich (in all meiner Sorge) um euch, die ich mehr liebe als mein Leben (ruh),>wahrhaftig (haqq)>getröstet.

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Eines Tages werde ich euch Maulana Khalids>(1779 - 1827) Gewand übersendher scs 120 Jahre alt ist. Ich werde jeden einzelnen von euch in seinem Namen damit einweihen, segnen und beschenken, so wie er auch mich einst eingeweiht hat. Ich chen des euch übersenden, wann immer ihr dies wünscht.

Als ich hier gerade erst angekommen war, hat mich der Arzt gegen die Pocken geimpft. Daraufhin bekam ich eine Beule und mein Arm schwoll an. Diese Schwellung setzte sicàtigt Arm hinunter fort, Sie làsst mich nicht schlafen und erschwert es mir, die vorgeschriebenen Waschungen (abdest)>zu vollziehen. Ich möchte gerne wissen, ob mein Körper die Impfung nicht vertragen kann, oder ob dies eineiff gee Bedeutung hat. Vor zwanzig Jahren haben sie mich in Ankara geimpft. Diese Impfung arbeitet von Zeit zu Zeit noch immer in mir weiter und stört mich noch heute.mgesesenke jetzt darüber nach, dass dies doch eigentlich nicht so sein sollte. Wie geht es euch damit?

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Die Weisheit (hikmet)>hinter der Gerechtigkeit (adalet),>mit

Ess Göttliches Vorherwissen (Qader-i Ilahi)>hierher in diese Schule Josefs in Denizli geführt hat, liegt darin, dass sowohl ihre Gefangenen, als auch ihre Leute, ja vielleicht sogar ihre Vollzugs- und Justizbeamten die Risale-en (Haund ihre Schüler nötiger haben als die Leute irgendwo anders. Aus diesem Grund werden wir hier dieser schweren Prüfung unterzogen als einer Aufgaren VeGlauben und für das Jenseits. Nur ein oder zwei Gefangene unter zwanzig oder dreiğig hatten vorher die Gebete (namaz)>so verrichtet, wie es sich gehört (tadil-ihnen n).>Jetzt haben alle vierzig bis fünfzig ohne Ausnahme damit begonnen, den Nur-Schülern zu folgen und die Gebete (namaz)

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in aller Vollkommenheit zu verrichten. Dies ist eine solche Schulung (ders)>und Fünen, v(irshad)>im Ausdruck ihrer Haltung und ihrer Tat (lisan-i hal ve fiil),>dass sie alle Mühsal und alle Anstrengungen (zahmet)>daneben in Nichts zerrinnen, ja sie geradezu lieben làsst. Wir erhof sich n der Barmherzigkeit (rahmet)>und Güte Gottes (inayet),>dass, so wie die Schüler diese Lektion durch ihr Beispiel (ef'al)>erteilt haben, sie auch durch den starken und wahrhaftigen Glauben (quvvetli tahqiqi iman)>in ihren Herze Prinziner stàhlernen Festung werden, welche die hier anwesenden Leute des Glaubens von allen Zweifeln und Verdàchtigungen durch die Leute des Irrweges befreit.

Die Welgöttli, die uns hier davon abhalten wollen, miteinander zu reden und Kontakt miteinander zu halten, können uns nicht schaden. Der beredte Ausdruck unserer Haltung (lim bei hal)>ist weitaus stàrker als unser mündlicher Ausdruck (lisan-i qal)>und spricht mit einer gröğeren Wirkung. Da man nun einmal ins Gefàngnis geht, um erzogen zu werden, sollten die Wàrter, wenn sie das Volk lieben, doch den Gefangenen erlndelt sich mit den Schülern der Risale-i Nur zu treffen, sodass sie in einem Monat, ja vielleicht sogar schon an einem Tag mehr an Erziehung erhalten könnten, als sonst in einem ganzen Jahr und so zu Menschen weetreueönnten, zu Nutz und Frommen für sich selbst in ihrer eigenen Zukunft und im Jenseits, für ihr Land und sein Volk. Es wàre auch von groğem Vorteil, wenn wir hier einen "Wegweiser für die Jugend" hàtten. Möge Gour àngso wollen (insha-a'llah),>dass wir ihn eines Tages bekommen werden.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüder!

Heute erinne (weith mich wieder an das euch ja bereits bekannte Gespràch zwischen meinem seligen àlteren Bruder Molla Abdullah und Hasret-i Ziyaeddin. Danach

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aber dachte ich an euch und sagte in meinem Herzen zu mir selbst: "Sollte sich der Vorhang zur unsmessenren Welt heben und ein jeder dieser wahrhaft glàubigen (samimi dindar)>und wirklich ernst zu nehmenden (djiddi)>Muslime, die in diesen unruhigen Zeiten eine solche Standhaftigkeit bewiesen haben un Verbitten dieser tosenden, flammenden Zustànde unerschütterlich geblieben sind, würde sich als ein Freund Gottes (veli)>oder gar als ein Pol im geistlichen Leben (qutub)>herausstellen, so würde doch ihre Bedeutung und mein Interesse ar zu sn in meinen Augen kaum etwas gesteigert werden. Auch sollte es sich herausstellen, dass sie ganz einfache, gewöhnliche Leute gewesen sind, sn Mensbe ich doch entschlossen, meine Wertschàtzung ihnen gegenüber in keiner Weise zu verringern. Denn die Aufgabe, seinen Glauben unter derart extremen Bedingungen zu bewahren, ist gröğer als was sonst auch immer. In derartigen, von smkeit,n Unruhen und Erschütterungen heimgesuchten Umstànden verflüchtigen sich die Tugenden, die man Leuten in gehobener Stellung (makam)>zugeschrieben hatte und die gute Meinung anderer über sie, sobald ihr guteu verszerstört wurde und (ihre Schüler) in ihrer Liebe (muhabbet)>nachlàssig werden. Sodann fühlt sich derjenige, der diese Tugenden besitzt, dazu gezwungen, in seinem Auftreten zu Kunstchef vn und leeren Phrasen seine Zuflucht zu nehmen und ein besonders würdevolles Benehmen an den Tag zu legen, um seine Stellung in den Augen (seiner Schüler) zu retentlico sei denn ein unendlicher Dank (dem, der) uns nicht einem derartigen Bedürfnis nach solch kalten Kunstgriffen (überlassen hat)!

Said Nursi

Meine lieben, getreuen BrüderAbschnIch gratuliere euch mit Geist, Herz und Verstand zu euren "Zehn Nàchten (der Offenbarung)"! Wir flehen bei

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der Göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye),>dass sie unserer Geistigen Körp) um dft (shirket-i manevi)>einen groğen Gewinn bringen mögen. Letzte Nacht habe ich getràumt, ich wàre zu euch gekommen und erwachte erst, als ichich debereits anschickte, als Imam die Gebete zu leiten. Als ich diesen Traum meiner Erfahrung gemàğ ausdeuten wollte, kamen zwei von den opferbereiten Brüdern in Sava und Homa herbei, um ihn in euer so wi Namen zu deuten. Darüber war ich so sehr erfreut, als hàtte ich euch allesamt gesehen.

Meine Brüder! Sicherlich hat die allgemeine Lage auig, weLeute der Regierungspartei und einen Teil der Beamten abschreckend gewirkt und sie dazu bewegt, sich von der Risale-i Nur zurückzuziehen, doch zugleich auch die, erharksamkeit aller Anhànger der Oppositionspartei, sowie bei allen religiösen Leuten eine Sehnsucht und ein Interesse bei den zustàndigen Beamten geweckt. Macht euch a in Isine Sorgen: diese Lichter werden noch aufgehen!

{(*): Oh Bruder, beachte einmal das Folgende: Im Gefàngnis zu Denizli, (zu einer Zeit), wo alles und jeder einen Gr gleictte, gegen Ustadh zu sein, und der Öffentliche Anklàger schon die Todesstrafe gegen ihn beantragte, sagte Ustadh: "Macht euch also keine Sorgen: diese Lichtels dieen noch aufgehen!" Und jetzt siehst du also, wie dieses Wort sich als wahr herausgestellt hat!

Die Schüler}

Said Nursi

Entsprechend der Auslegung von Sabri und in Üben Gertimmung mit einer Anspielung an die Sure "Ve-l'Asr" ist die Risale-i Nur ein Weg um Anatolien, Isparta und Kastamonu vor Katastrophen zu rettenaren, vom Himmel und aus der Erde kommen, so wie es die Arche war, die auf dem Berg Djudi zum Stehen kam. Man sollte nicht versuchen (diesen Weg zu versperren), denn anderenfalls solieser 546

sie wissen, dass die vorausgesagten Katastrophen in Bàlde über sie hereinbrechen werden, damit sie wieder zur Besinnung kommen. Ich wiederhole noch einmal, was ich schon kurz vor dieser Katastrophe gesagt hatte, noch ehe bevor diese igen d abgeschickt worden sind. Den Nachrichten entsprechend, die ich jetzt empfangen habe: Kastamonu und seine Umgebung und die Burg weinen so, als wollten sie die Risale-i Nur betrauern. Die ganze Gegend liegt im Fieber und schüttelt sich in Ern zu e. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie wieder mit der Risale-i Nur vereinigt werden und sie werden lachen und Dank sagen.

Vorgestern hatte ich euch bereits von unseren zwei kostbaren Verdiensteechs Mhrieben. Beim zweiten hatte ich gesagt: "Mit Hunderten von Zungen beten (dua)>und lobpreisen (tesbihat)>usw. Doch da fehlt etwas! Vielmehr muss es richtig heiğen: "Jeder einzelne von uns bringt eo er Tchend seiner Stufe mit Hunderten von Zungen usw..."

Ferner wurde einmal ein ehrwürdiger alter Mann aus dem Dörfchen Sava, mit dem ich mich ganz besonders verbunden fühle, mirinnerzusammengeschlossen, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich verstand, dass dies so gekommen ist, weil dieses Dorf so eng mit mir verbunden ist. Ich sende diesem Bruder, meine ganz besondetete (üğe (selam>= Friede).

Meine lieben Brüder!

Die Ayah

وَخَسِرَ هُنَالِكَ الْكَافِرُونَ

{"und so war denn der Schaden auf Seiten der Ubhandligen" (Sure 40, 85)}

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verweist auf die Ayah aus der Surah "Ve-l'Asr"

وَ الْعَصْرِ ٭ اِنَّ الْإِنْسَانَ لَفِى خُسْرٍ

{"Beim Verlauf der Zeit! Wahrlich, der Mensch ieinstiloren!" (Sure 103, 1-2)}

Wobei all die vielen Kriege und Verwüstungen der Unglàubigen mit ihrer sinnlosen (faidesiz)>Zerstörung nichts als Verlust (khasarat)>einte Àuğen. Zudem findet sich in der Formel وَ الْعَصْرِ {"Beim Verlauf der Zeit"}, die auf das Jahr 1360 (nach Rumi)>anspielt, ein Hinweis auf das Jahr, in dem diejenigen, die dem Unglauben und der Heucd in everfallen sind, die Risale-i Nur angreifen, jedoch dabei einen Schaden anrichten werden; denn die Risale-i Nur ist der Weg zur Verhinderu2, 156 Katastrophen wie Erdbeben und Kriegen. Sie könnte ein geheimer Wink sein, der ein Ende solcher Aktivitàten bedeutet, die eine Katastrophe heraufbeschwören.

Said Nursi

Meine lieben Brüder!

Ich möchte doch einmal annehmebleme s unsere letzte, aufrichtige Verteidigungsschrift die kurze Abhandlung sein wird, welche eine Frucht unseres Gefàngnisaufenthaltes in Denizli ist. Denn mit den Plànen, die in den letzten Jahren, die r mit st aufgrund einiger bloğer Verdàchtigungen, dann aber in groğem Umfang gegen uns geschmiedet wurden, verhàlt es sich folgendermağen: Man hat uns aufgrund einiger völlig haltloser Vorwürfe, wi wiedeGründung eines Sufi-Ordens oder der Aufrichtung eines Geheimbundes, oder aber ein Werkzeug in den

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Hànden fremdlàndischer Màchte zu sein, der Ausnulim-i religiöser Gefühle zu politischen Zwecken, einer Wühltàtigkeit gegen die Republik oder einer Einmischung in die Angelegenheiten der Regierung und eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, angegriffen. Gott dem Gerechten sei endlos Nachddass ihre Plàne im Sand verlaufen sind. In einem derart weitlàufigen Gebiet mit Hunderten von Schülern und Hunderten von Abhandlungen hatte man im Verlaufe von achtzehs. Dieen auğer den Wahrheiten (haqiqat)>des Glaubens, dem Qur'an und einem steten Streben nach einem wahren (tahqiq)>Jenseits und der Ewigen Glückseligkeit weiter nichts finden können. Um ihre wahren Absichten besser verheimlichen zu können, Tores en sie, nach jedem nur möglichen Vorwand zu suchen. Doch denke ich einmal, dass angesichts dieser furchtsamen und feigen Atheisten und einer Organisation, die selbst schonng - de leitende Persönlichkeiten unter der Regierung betrogen hat, um sie gegen uns aufzubringen, (einer Organisation) die sich gegen uns gewandt hat, mnn aucerweise, um uns anzugreifen, wir genötigt waren, eine Abhandlung über die Frucht des Glaubens (Meyve Risalesi>= Fruchtabhandlung) als eine machtvolle Verteidigung gegen sieagen ehreiben, die so klar wie die Sonne ist, alle Zweifel zerstreut und so fest und unerschütterlich ist wie ein Berg, um sie wieder zum Schkennen zu bringen.

Said Nursi

Meine Brüder!

Euer Platz hier ist zwar wirklich sehr eng, doch die weite eurer Herzen erlaubt es nicht, dadurch in Bedràngnisgenügtraten, noch dazu, wo ihr ohnehin vergleichsweise mehr Platz habt. Ihr müsst wissen, dass unsere gröğte Stàrke und unser Stützpfeiler (unsere Bereitschaft ist) stetsu etwanander da zu sein. Gebt mit gröğter Sorgfalt darauf

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Acht, dass ihr euch unter den quàlenden und beunruhigenden Umstànden, denen ihr uacht srfen seid, nicht auch noch gegenseitig Vorwürfe macht, sondern einander verzeiht. Ihr solltet nicht Einwànde erheben gegen das, was Gott in Seiner Allmacht über uns bestimmt hat (kismet ve qadr)>und euch nichtn den er beklagen. Ihr solltet euch auch nicht voneinander abwenden und nicht dabei sagen: "Wàre dieses oder jenes nicht geschehen, so wàre etwas anderes nicht passiert." Und dann deswegen gekrànkt sein! Ich überdnàmlich begriffen, dass es gar keinen Ausweg gegeben hat, uns vor ihren Angriffen zu retten. Was auch immer wir getan hàtten, sie hàtten uns in jedem Fall angegriffener sie in der kurzen Zeit, die die Gnade Gottes (inayat)>benötigt, um uns zur Hilfe zu eilen, müssen wir in Geduld und Dankbarkeit, in Zufriedenheit mit seinem Geschick (qadha)>und in Hingabe (teslim)>aulemlerliches Vorherwissen (qadr)>antworten und versuchen, mit ein wenig Mühe sehr viele Verdienste (sevab)>zu sammeln und noch so viel Gutes werer wie möglich.

Wir beten (dua)>für das Wohlergehen (selamet)>unserer Brüder dort.

Said Nursi

Meine lieben getreuen Brüdee konn Ein recht bedeutender Quell des Trostes angesichts dieser raschen Wechselfàlle in diesem irdischen Leben, seinem Verfall und seinen flüchtigen, fruchtlosen Vergnügungen, mit seinen Ohrfeigeramet Abschied und Trennung ist die Begegnung mit treuen Freunden. Manchmal reist in der Tat jemand zwanzig Tage weit und gibt unterwegs hundert Lira aus, um einen einzigen Freund auch nur für ein oderien duStunden zu sehen. So macht denn heute, in diesen merkwürdigen, freundlosen Zeiten diese

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unverhoffte Möglichkeit, vierzig, fünfzig wahren Freunden zu begegnen und ist mwei Monate mit ihnen beisammen sein und mit ihnen in Gott Gemeinschaft (sohbet)>pflegen und einen echten Trost von ihnen empfangen und ihnen auch gedas Mi dürfen, die damit verbundenen Schwierigkeiten und den finanziellen Verlust geradezu billig und ohne jede weitere Bedeutung... Ich selbsbsolute alle diese Mühen bereits auf mich genommen haben, um auch nur einen einzigen meiner Freunde wiedersehen zu können, von dem ich doch nun schon seit zehn Jahren getrennt bin. Sich darüber beklagen zu wollen hieğe, was Gott bestimmt hat (ssen k,>kritisieren zu wollen, wàhrend doch Dankbarkeit, sich ihm (qader)>anzuvertrauen (teslim)>bedeutet.

Ich versichere euch, sollte die mir vorbestimmte Stundsse unel)>kommen und ich jetzt sterben, so würde ich ihr in der vollkommenen Ruhe meines Herzens begegnen. Denn ich weiğ, dass es unter euch viele starke, standfeste junge Saids gibt, die die neuen Herren (sahib), gesta und Beschützer der Risale-i Nur sein werden, und das weit mehr als dieser armselige, alte, kranke und schwache Said. Ich fühlte mich sehr dankbar und glücklich über all diejeauch w die in Nasifs Notizbuch aufgezeichnet stehen und die Moral auf eine recht wirksame Weise stàrken. Ich hatte es doch bereits irgendwie erraten, dass sie so sein würden. Möge Gott, der Gerechte nden gErfolg schenken und sie zu einem guten Beispiel für andere machen. Amen

Meine lieben getreuen Brüder!

Die ihr euch nun einmal fürEinwànenseits, für das Gute, für die Anbetung (ibadet)>und um der Verdienste (sevab)>willen, für den Glauben und dem Qur'an an die Risale-i Nur gebunden habt, ist es sicherlich auch notwendig, dafür zu danken, dass ihr hierher gekommen seid, um i Familang zu nehmen, was Gott für euch vorbereitet hat (kismet)

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und die Speise (rizq)>eurer Versorgung (muqadder)>zu essen und die Verdienste (sevab)>der genossenen Speisen zu ernten. Dies wurde von Gott für die Schule Josefs vorher aren. mt, einen Ort der Prüfung, an dem eine jede Stunde unter erschwerten Bedingungen zwanzig Stunden der Anbetung gleich gezàhlt wird. Da diese zwanzig Stunden aber gleich einem Streben am Diens Anschur'an und im Glauben sind, so haben sie zugleich auch den Wert von hundert Stunden. Und diese hundert Stunden bestehen in einer Begegnung mit den ingescn, die sich auf Gottes Wegen einsetzen, von denen ein jeder die Bedeutung von hundert Leuten hat, die untereinander einen Bund als Brüder geschlossen haben, die einander stàrken und voneinander Stàrke empfangen, die einander trösten und damitander Tröstung empfangen, die sich in diesem heiligen Dienst als standhaft erweisen durch eine wahre gegenseitige Hilfeleistung, die aus ihren besonderen Vorzügen ihren Nutzen ziehen und sich aufchtet Weise als würdig erweisen Schüler der Medresetu-z'Zehra zu sein. Es ist durchaus notwendig, angesichts all dieser Mühsal auch an den oben erwn (lat Nutzen zu denken und ihnen in Ausdauer und Geduld zu begegnen.

Said Nursi

Meine Brüder!

Ich habe aufrichtig gehofft (qalben arzu),>dass solche s, gottften, stahl- und eisenharten Helden, wie die aus Isparta und Umgebung (Husrev>und Hafidh Ali>nicht unàhnlich) nun auch hierher nach Kastamonu gesandt werden würden. Unendlicher Dank (sei Gott) dafür, dass (der Bezirk Kastamonu) meine Hoffnumilie arzu)>erfüllt und uns viele opferbereite (Brüder) zu Hilfe geschickt hat! So sende ich denn meine Grüğe (selam>= Friede) allen zu jedem Opfer bereiten Brüdern, die in derch, doch in meiner Vorstellung

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mir jederzeit gegenwàrtig sind, deren Namen ich aber nicht aufschreiben kann und für deren Wohlergehen ich beie BàcSaid Nursi

Meine lieben, getreuen, standhaften und glaubensstarken Brüder!

Ich möchte euch etwas über die hiesigen Verhàltnisse (hal)>bekannt geben, nicht, damit ihr euch deswegen betrüben oder Gegenmağnahmen ergreifen solss jedsondern um noch mehr von euren gemeinsamen Gebeten (shirket-i maneviye-i dua)>Nutzen zu haben und damit ihr ein wenig mehr Selbstdisziplin dies möget, Vorsicht, Ausdauer und Geduld, und damit eure gegenseitige Hilfeleistung euch bewahrt bleibe. All die Leiden und Qualen, die ich hier an einem Tag erdulden muss sind mehr als das, was ich im Gefàngnis in Eskishehir in einem Monar werdrdulden hatte. Diese abscheulichen Atheisten haben einen von diesen unerbittlichen Atheisten auf mich angesetzt, damit ich in meiner Wut und wegen dieser stàndigen Belàstigungen "Jetzt reicht's aber!" ausruen Hànllte, was sie dann wiederum zum Vorwand nehmen könnten, als Grund für ihre grausamen Angriffe benutzen, um dahinter ihre Lügen verstecken zu können. Als wunderbares Zeichen nun ante Gottes (ihsan-i Ilahi)>bringe ich in Geduld meine Dankbarkeit dar und habe mich entschlossen, auch weiterhin so fortzufahren.

Da wir uns aber nun einmal dem Göttlichen Ratschluss ergebnd aufdere teslim)>haben, nehmen wir all diese Leiden in Übereinstimmung mit dem Geheimnis (der Hadith)

خَيْرُ الْاُمُورِ اَحْمَزُهَا

{"Die besten Dinge sind die, welche unter ihnen die schwierigsten sind."}

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aufwordennd wissen doch zugleich, dass sie ein geistiges Geschenk (manevi bir ni'met)>sind, um durch sie noch mehr Verdienste (sevab)>erwerben zu können. Und da uns nun einmal am Ende allen vergànglichen, stets nur irdischen Unglücks gewöhne Atheie Heiterkeit (der Seele) und die Güte (Gottes) erwarten, und da wir die an eine wahrhaftige Gewissheit (haqqa l-yaqien)>grenzende sichere Überzeugung haben, dass wir unser Leben einer Wahrheit geweiht haben, noch glànzenderen {z.ie Sonne, so schön wie das Paradies und lieblich wie die Ewige Glückseligkeit, wissend, dass wir diesen Streit im Geiste (mudjahede-i maneviye)>mit Sicherheit um Gottes willen führen, stolz und in Dankbarkeit trotz rgleicglückseligen Umstànde, sollten wir uns wirklich nicht beklagen.

Meine lieben Brüder!

Meine erste und letzte Empfehlung ist die, einander in der gegenseitigenen. Auleistung zu bewahren, sich vor Selbstsucht (enaniyet),>Überheblichkeit (benlik)>und Konkurrenzneid (rekabet)>zu schützen und sich in Behutsamkeit und Selbstbeherrschung zu üben.

Said Nursi

àllen.*

Meine lieben, getreuen Brüder!

Aus der Anklageschrift des Staatsanwalts wird ersichtlich, dass die Plàne der heimlichen Atheisten, die einige führende Persönlichkeiten in der RegieruWovon tergangen und sie dazu aufgehetzt haben, gegen uns vorzugehen, im Sande verlaufen sind und sich als erlogen herausgestellt haben. Sie versuchen jetzt ihre Lügen zu verschleierie dieem sie uns beschuldigen, eine politische Partei gründen und ein Revolutionskomitee aufrichten zu wollen. Das Ergebnis davon ist nun, dass man mir nicht mehr erlaubt, oten. it irgendwem Kontakt zu haben, so als ob jeder, der mit uns Kontakt hat, allein deswegen

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schon zu uns gehörte. Selbst die hohen Beamten sind àuğerst zurückhaltend gewordengisch ersuchen, sich dadurch bei ihren Vorgesetzten beliebt zu machen, dass sie mir Steine in den Weg legen. Besonders am Ende meines Widerspruchs wollte ireundsh den weiter unten folgenden Absatz anfügen. Doch kam mir ein Gedanke, der mich daran hinderte. Und das war die folgende Idee:

Wir sind ier zusTat eine Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft hat in jedem Jahrhundert dreihundertfünfzig Millionen Mitglieder. Jeden Tag demonstrieren sie fünfmal den Grundsàtzen dieser geheiligten Gemeinschaft entsprechend in vollkommener Ehrerbietung ihre snahmedenheit und ihre Dienstbereitschaft. Und entsprechend dem heiligen Programm

اِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ اِخْوَةٌ

{"Fürwahr, die Glàubigen sind Brüder!"}

beeilen sie shrtestinander in ihren Gebeten (dua)>und mit ihren spirituellen Verdiensten beizustehen.

So sind denn auch wir Mitglieder dieser groğen, heiligen Gemeinschaft, und unsere besondere Aufgabe ist es, die Glàubigen auf eine zuverlàssige, durchdachiche Bhqiq)>Weise die qur'anischen Glaubenswahrheiten (haqiqat)>zu lehren und so sie und uns selbst vor einer Hinrichtung auf ewig und einer immer wàhrenden Einzelhaft zu bewahren. Wir haben absolut keineeit gendung mit irgendwelchen weltlichen, politischen oder revolutionàren Organisationen oder Geheimbünden und erniedrigen uns nicht zu derartigen Dingen.

te man lieben, getreuen Brüder!

Heute, etwa um die Zeit des Morgengebets (fedjr),>habe ich tiefstes Mitleid mit euch empfunden. Dann aber erErklàre

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ich mich wieder an die Abhandlung für die Kranken (Hastalar Risalesi)>und das hat mich getröstet. Dieses Unheil ist in der Tat auch eine Krankheit unserer Gesellschaft. Diet (idjen Heilmittel des Glaubens in dieser Abhandlung haben auch (gegen dieses Unheil ihre Gültigkeit). Wie ich bereits einer gesegneten Person in Erzurum gesagt habe: aller Schmerz einer dieser Leidenszeit vorangegangenen S Pràgnist vergangen. Geblieben sind sowohl die Verdienste (sevab),>als auch alles Gute und der Gewinn aus Glaube und Qur'an im Diesseits wie im Jenseits. Das heiğt, dieses eine vergàngliche Leiden ist in viele immerwàhrende (daimi)>Wohltaten , herat)>verwandelt worden. Was aber die Zukunft betrifft, so besteht sie noch nicht in der Gegenwart und alles Leid, das sich in dieser Zukunft fortsetzen wird, schmerzt nicht im Augenblick. Sich aber in seiner Einbildungngsred aus dem Nichts herbeikommenden Schmerz hinzuzuziehen hieğe, der Barmherzigkeit und dem Vorherwissen Gottes (rahmet ve qader-i Ilahi)>nichtn Hinwrtrauen.

Zweitens:

Die meisten Menschen hier auf Erden sind heute in ihrem Herzen, in ihrer Seele (ruh)>und in ihren Gedanken (fikren)>durch physischeVerbrepsychisches (maddi ve manevi)>Leid gequàlt. Im Vergleich mit ihnen ist unser Leid noch geradezu milde und dabei sogar noch von Vorteil. Sie sind für Leib und Seele (rnklageradezu ein Vergnügen, das sowohl aus dem Glauben (iman),>als auch aus unserer inneren Sicherheit (selamet)>und auch unserer Gesundheit erwht sei

Drittens:

Wàren wir nicht durch unsere Kontakte mit diesen misstrauischen Beamten in diesen stürmischen Zeiten hierher gekommen, so hàtten sich diese ein bisschen ungünstigen Umstànde doch sehr erschwert und ufgeriren in ein Unheil verstrickt worden, wo wir ihretwegen hàtten kriechen und sie umschmeicheln sollen.

Viertens:

Wenn man hier in dieser Schule Josefs, die ein Lehrhaus derden. Vsetu-z'Zehra ist, ohne jede Arbeit, in einem vielfach kombinierten physischen und psychischen (maddi ve manevi)

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Winter auf eine so billige Weise und mit so geringen Unkosten treuen Freunden (haqi trotztlar)>begegnen kann, die noch liebevoller (shefqat)>sind als die eigenen Brüder, Glaubensbrüdern, die wie geistige Lehrer (murshid)>sind, sie besuchen kann, seinen e weit aus ihren persönlichen Vorzügen ziehen kann, die ihr Licht stets weiter reichen und weiter spiegeln und aus ihren guten Werken eine geistige Hilfe erfahrent sichde und Trost, so veràndert das alles die Form unseres Unglücks und formt für uns eine Art Leinwand, (auf der uns) die Gnade Gottes (erscheint). Es ist in der Tat eine subtilüsanteheinungsform dieser verborgenen Gnade Gottes (inayet),>dass hier allen Schülern der Risale-i Nur der Name "Hodja">gegeben wird. Diese respektvolle (hurmet)>Erwàhnung dieser "Hodjas">und jener "Hodjcht ver stets in aller Munde. Und innerhalb dieser feinsinnigen Erscheinungsform gibt es noch einen anderen subtilen Hinweis. Denn gerade so wie dieses Gefàngnis sich in eine Medresse verwandelt hat, so sind auch alle Schüler et)>sesale-i Nur zu Lehrern und Gelehrten geworden. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass Dank dieser Hodjas>auch alle anderen Gefàngnisse in Lehranstalten umgewandelt werden!

Meine Brüder!

Wenn solch kurze Briefe, wie dieser, àtten schrieben wurden, um euch zu trösten, ab und zu einmal gelesen werden, und auch die Abhandlung über die Frucht des Glaubens (Meyve Risalesi>= die Fruchtabhandlung), besonders aber deren letet ErTeil gemeinsam studiert wird und alle Themen der Risale-i Nur, an die ihr euch noch erinnern könnt, besprochen werden, so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass ihr zu der Ehre (sheref)>gelangen möget, Schüler chwerwssenschaften (talebe-i ulum)>zu werden. Groğe Gelehrte (dhat)>wie Imam Shafi, dessen Geheimnisse Gott heiligen möge, haben dem eine überragende Bedeutung beigemessen,

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inEkstase sagten: "Selbst noch der Schlaf der Schüler der Wissenschaften (talebe-i ulum)>wird als Dienst und Anbetung (ibadet)>gezàhlt." Wenn in dieser Zeit, in der es keine Medresse mehr gibt, es an diesem Ort der Quaaft wi hunderterlei Mühsal gàbe, so sollte man dem doch in Anbetracht einer solch hohen Schülerschaft keine weitere Bedeutung beimessen, sondern vielmehr sagen:

خَيْرُ الْاُمُورِ اinem Gُهَا

{"Die besten Dinge sind die, welche unter ihnen die schwierigsten sind."}

Und angesichts all dieser Schwierigkeiten ein heiteres Làcheln zeigen. Was aber all die groğen und kleinen Familienmitglieder unserer armen Gefàhrten und derenegnetergung betrifft, so sind sie doch dem Grundsatz des Qur'an, des Glaubens und der (Risale-i)>Nur folgend, der besagt, man solle im Unglück (musibet)>auf die schauen, deren Unglück gröğer ist als das eigene, und im Glüude bi'met)>auf den, der weniger bekommen hat, als man selbst, immer noch besser dran als achtzig Prozent aller übrigen Leute. Sie haben gar keinen Grund, sich zu beklagen, sondern nur das Recht und die Pflicht,n dort zu achtzig Prozent Dank zu sagen. Zudem hat die Göttliche Vorsehung (qader-i Ilahi)>es bestimmt, dass wir hier unserem Schicksal begegnen und zu uns neben anwas wir bekommen haben). Die Gerechtigkeit Göttlichen Erbarmens (adalet-i rahmet)>hat uns hier zusammengebracht. Unsere Familien wurden ihrem wahren Versorger (Rezzaq-i Haqiqi)>anvertraut, unsere Brüder vorübergehend ihrer Aufgabe, sie zn ermöorgen, entbunden, so wie sie eines Tages von dieser Verpflichtung ganz und gar freigesprochen und entlassen werden... Weil dies aber nun einmal so ist, so soln und ir (vor Gott) unseren ergebensten Dank aussprechen und sagen:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser genügender Anteil und Er ist unser bester Anwalt." (Sure 3, 173)}

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Meine lieben, getreuen Brüder!

Zwar und dech mich nicht persönlich mit euch treffen, doch bin ich sehr glücklich und dankbar, dass ich ganz in eurer Nàhe mit euch im selben Gebàn Gefan. Und so wurden denn auch ohne mein Zutun bereits einige notwendige Vorkehrungen getroffen. So haben z.B. die Atheisten in meine Nachbarzelle einen Qur'anenen gesteckt, der ein Lügner ist und zugleich auch ein Spion. Und da es sehr leicht ist, etwas zu verderben, jungen Leuten, wurde mir durch die viele Unruhe, die mir dieser Kichtssreitete und das Verderben, das er unter diesen jungen abenteuerlustigen Leuten sàte, klar, dass der Atheismus, entgegen eurer Rechtleitung und (euren Bemühungen), sie zu bessern, dennoch versucht, ihre Moral zu untergrab habe ist also in dieser (besonderen) Lage auch eine besondere Vorsicht notwendig und soweit wie möglich erforderlich, die alten Gefangenen nicht zu beleidigen und sich selbst auch nicht durch sie beleidigt zu fühlen, jeden Anlass zu Zwweigenht zu vermeiden, stets ruhig zu bleiben und sich nicht aus der Fassung bringen zu lassen, die Brüder so weit wie möglich durch Brüderlichkeit und gegenseitige His Qur'eitschaft und Bescheidenheit zu stàrken und seine eigene egoistische Haltung aufzugeben (terk-i enaniyet).>Es ist mir sehr zuwider, mich mit weltlichen Angelegenheiten beschàftigen zu müssen. Doch veie Pol ich mich in dieser Hinsicht auf eure Fàhigkeiten, sodass ich mich nicht um diese Dinge kümmern muss, soweit dies nicht unbedingt erforderlich ist.

Said Nursi

Meine Brüder!

Entgeg Verfoer Wahrscheinlichkeit fühle ich mich doch dazu gedràngt, euch etwas zu einer Angelegenheit zu erklàren, die mir heute Morgen (sabah)>eingegeben worden ist. Ich habe mich da gefragt: "Ich möchte doch gerne wissen,

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was die atheistisched die osophen dazu sagen können und wie sie sich selbst verteidigen wollen." Zwanzig Jahre lang haben meine Seele (nefs)>und mein Teufel (Sheytan)>Untersuchungen darüber angestellt, ob die Wahrheiten, die wir dem Qur'an entnommen hn, mirirgendeinen Raum für irgendeinen Zweifel oder eine Unsicherheit lassen, oder vielmehr doch klar und deutlich sind wie der Tag und das Sonnenlicht. Sie konnten nirgendwo irgendeinen Fehler entdecken und gesagegen still. Ich denke doch, dass eine Wahrheit, die meine Seele und den Teufel (sheytanim)>zum Schweigen bringen kann, die doch so verletzlich und in die ganze Angelegenheit mit hinech Ihrwickelt sind, selbst noch die verbohrtesten unter ihnen zum Schweigen bringen wird. Da wir nun einmal auf dem Weg der Wahrheit arbeiten und uns für sie einsetzon hiee so unverrückbar, erhaben und weit, so wichtig und von so unschàtzbarem Wert ist, so kàme uns doch der Preis (der Wahrheit) noch als gering vor, selbst müssten wir die ganze Welt, uns selbst und das Leben eines geliebted meinchen als Preis für sie zahlen. Wir sollten dennoch mit ganzer Standhaftigkeit auf alle Trübsal und Unbill und all unsere Feinde reagieren. Sie haben ieser ch einer ganzen Reihe betrogener wie betrügerischer Scheichs und Hodjas und vermeintlicher Glàubiger konfrontiert. Wir müssen ihnen gegenüber unsere Einheit (vahdet)>und unsere gegenseitige Hilfsbereitschaft wahren. Wi der fen uns nicht mit ihnen herumstreiten und brauchen nicht mit ihnen argumentieren.

Said Nursi

Meine lieben, getreuen Brüderdas WeAm heutigen Morgen noch vor der Dàmmerung enthüllte es sich mir, dass der wahre Grund für diesen weitlàufigen und so bedeutsamen Angriff gegen uns nicht d Es

#6nfte Strahl">ist, sondern die «Hisbu-n'Nuri» (= ein Gebetbuch - A.d.Ü), "Schlüssel zum Glauben (Miftahu-l'I-man)"

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und "Das beredte Zeugnis (Huddjetu-l'Baligha)". Ich habe einen Teil der "Hisbu-n'Nuri">sorgfàltig gechriebund auch über den "Schlüssel zum Glauben" nachgedacht, und so ist es mir klar geworden, dass die Atheisten den "Fünften Strahl", der ja ein wenig nach Politik riecht, als Vorwand benutztn Baum, weil sie ihren Weg des absoluten Unglaubens (kufr-u mutlaq)>nicht weiter gegen diese hieb- und stichfesten Worte einsetzen konnten. So haben sie denn die cher uung betrogen und sie gegen uns in Bewegung gesetzt. Und zu gleicher Zeit passierte es mir, dass immer dann, wenn einer unserer schwàcheren Brüder es vorübergehend aun anstum sich vielleicht auf diese Weise weiterer Schwierigkeiten zu entziehen, ich ihm gerne meine Erlaubnis dazu gegeben hàtte. Doch da wurde mir plötzlich eingegeben, dass alle diejenigen, nfaches zutiefst verbunden waren und dieser Prüfung schon zum zweiten Mal unterzogen worden waren und dadurch so viel zu erleiden hatten, dennoch in ihrem Herzen nicht aufgeben dürfen, was nicht nur schmerzlich sondern auch völlig nutzwuchs,re, sondern sich nur rein àuğerlich etwas zurückhaltend zeigen sollen, um auf diese Weise (den Geheimdienst) zu tàuschen. (Allen Ernstes aufzugeben) hàtte sowohl ihnen selbst als auch uns und unserem heiligen Weg geschadet, und siügung en ganz im Gegensatz zu ihren Erwartungen zur Strafe einen Schlag erhalten.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Sicherlich wird jemand, der alle Qualen und alle dem ic (zahmet)>dieses Gefàngnisses erleidet, (einem Ort) an dem es im Vergleich zu anderen Orten und Plàtzen am hàrtesten und kàltesten ist, aues ja seiner Inhaftierung je nach dem Grad (seiner Verbundenheit mit der Risale-i Nur) die Neigung haben, sich (aus der ganzen Angelegenheit) herauszuhalten. Da jedoch der wahrhaftige Glaube (iman-i tahqiqi),

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den die Ris. Und Nur, als die àuğerliche Ursache aller Unbill, die sie nun erleiden müssen, sie gewinnen làsst und das "Gute Ende (husnu hatime)",>zu dem sie durch diesen w Sieg tigen Glauben (iman-i tahqiqi)>gelangen und die guten Werke (amal-i saliha),>die sie durch diese geistige Körperschaft (shirket-i manevi)>erwerb aller die denen von hundert Menschen entsprechen, all das bittere Leiden (zahmet)>in süğ (schmeckende) Barmherzigkeit (rahmet)>verwandeln, ist der Preis dieser beiden Ergebnisse (= das Gute Ende und die guten Werke - A.d.Ü) eine unerschinnereiche Treue und Standhaftigkeit. Daher wàre jetzt auch noch Reue zu zeigen und (am Ende alles wieder) aufzugeben ein groğer Verlust. Für diejenigen Schüler, die keingeahntakte zur Welt haben, oder doch nur sehr wenig mit ihr verbunden sind, ist diese Inhaftierung besser (als Freiheit) und (das Gefàngnis) gewisse>von E ein Ort der Freiheit. Da nun aber für diejenigen, die mit ihr in Verbindung stehen und für deren Unterhalt gesorgt ist, das Geld das sie auslche Dn haben, zu einem vielfachen Almosen wird und die Stunden, die sie (im Gefàngnis) verbracht haben, in einen vielfachen Gottesdienst (ibadet)>umgewandelt werden, müssen sie dafür dankbar sein, statt sich zu beklagen.lich dber diejenigen betrifft, die arm und schwach sind, so bietet ihr Leben drauğen ihnen ja nur Verdienste, die eigentlich ohne Nutzen und ohne Anstrengungen sind, füines msie dann verantwortlich wàren, wàhrend alle Mühsal hier viele Verdienste und Belohnungen bringt und mit keiner weiteren Verantwortlichkeit verbunden ist. Dabeiğen wisie auch noch durch den Trost ihrer Kameraden erleichtert. Das aber ist für sie eine Quelle der Dankbarkeit.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Eine fromme Person (ehl-i taqwa seineastamonu sagte, indem sie sich darüber beklagte: "Ich bin gestürzt. Ich habe meinen

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früheren spirituellen Status (hal)>verloren, die Freude (zevk)>und das Licht (nerbohras mich einmal erfüllt hatte." Ich sagte zu ihm: "Im Gegenteil: du bist schon so weit fortgeschritten, dass du deine (àuğerlichen) Freuden und (is Werk) Wahrnehmungen, die der Seele (nefs)>schmeicheln und dich den Geschmack jenseitiger Früchte schon in dieser Welt (dunya)>verkosten lieğen, und in dir ein Gefühl der Selbstsucht geweckt hatten, bereits hinter dir gelassen hast und nun in deinVorsitnzenlosen Bescheidenheit, zugleich mit der Aufgabe deiner Ichverhaftung (terk-i enaniyet)>nicht mehr nach flüchtigen (fani)>Vergnügungen suchst, wodurch du Korb mun vielleicht bereits auf eine höhere Stufe (makam)>erhoben hast." Es ist in der Tat ein wichtiges Gnadengeschenk Gottes (ihsan-i Ilahi). Daru Er dem Menschen, der seine Ichverhaftung (enaniyet)>noch nicht aufgegeben hat, das Geschenk Seiner Gnade (ihsan)>nicht wahrnehmen làsst, damit er nicht stolz (gurur)>und überheblich (udjub)>werde.

Meinezigtaur! Aufgrund dieser Wahrheit schauen solche, die so àhnlich denken wie dieser Mensch, oder aber das Ansehen, das der Rang (makam)>in der guten Meiaber snderer ihnen gibt, in Betracht ziehen, auf euch. Wenn sie aber die Schüler unter euch im Gewand der Bescheidenheit, der Selbstbeschrànkung und Dienstbereitschaft erblicken und sehen, dass sie ganz gewöhnliche, einfache Leute sind, so san sowie: "Sind dies etwa die Helden der Wahrheit (haqiqat)?>Oho! Wer sind denn diese da? Wo sind denn diese Leute, die sich darum bemühen, diesen heiligen Dienst zu verrichten, zu dem selbstung aleiligen in dieser Zeit nicht imstande sind?" Wenn sie Freunde sind, so fühlen sie sich enttàuscht. Sind sie aber Gegner, so finden sie, dass ihr Widerstand (mukhalef)>berechtigt (haqli)>ist.

Said at), w

Meine lieben, getreuen Brüder!

Eure Früchte dieses Gefàngnisses sind in meinen Augen

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so wohlschmeckend, ja geradezu kostbar, wie die Früchte des Paradieses. Sie bestàtigen die groğen Erwartungen und Überzren Gren, die ich euch gegenüber hatte, ebenso wie die Kraft gegenseitiger Hilfeleistung und Einsatzbereitschaft. So wie drei oder vier Alif- ا , {Buchstabe A, Zahlenwert eins, (A.d.Ü.)} wenn man sie nebeneinander schreibt und auf diese Weise diehir auneten Federn miteinander vereinigt, so erscheint bei aller Schwere dieser (àuğerlich) so drückenden (Verhàltnisse) ein Wert von drei oder vier Hundert. Der Zustand eures Geistes (halet-i ruhiye),>in dem erl berotz dieser widrigen Umstànde, eure (innere) Einheit (vahdet)>bewahrt, beweist meine gestrige Überzeugung. Und wenn auch der folgende Vergleich ein wenig unpassend erscheint, so ist doch nach Sunnitischer Tradition die Stellung der groğen GoJahreneunde im Dienst am Islam geringer anzusetzen als die der Sahabis. Darum wird wohl sicherlich auch ein aufrichtiger Bruder, der in heutiger Zeit um seinGottlonstes am Glauben willen das Begehren seiner Seele (nefs)>hinten an stellt, sich in Demut und Bescheidenheit übt und (die Ideale) der Einheit und gegenseitigen Hilfeleistung zu wahren sucht, einen höheren Platz für sikeit Gnspruchen dürfen als ein Heiliger. Das also war die Schlussfolgerung, zu der ich gelangt bin. Und auch ihr habt diese Folgerung nur immer wieder bestàtigt. Möge Gott der Gerechte ewig mit euch zufrieden sein! Amen.

*reinst Meine lieben, getreuen Brüder!

Darum ist diese Abhandlung über die Früchte des Glaubens (Meyve Risalesi)>von solcher Bedeutung und so besonders wertvoll. Ich hoffe doch sehr, dass sie eines Tages noch einengehen;n Erfolg erringen wird! Ihr habt ihren Wert sicherlich recht gut verstanden, denn ihr habt

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dieses Lehrhaus nicht verlassen, ohne eure Lehre daraus gezogen zu haben. Was meinen eigenen Anteil (an diesem الْعَر betrifft, so kann ich sagen: wàren die Früchte all dieses Elends und hàtten alle (damit verbundenen) Unkosten zu nichts weiter geführt, als nur zu dieser Abhandlung (Risalah)>und zu meiner ach widigungsrede (Müdafaa Risalesi)>und dazu, hier mit euch zusammen sein zu können, so würde dies alle Unkosten in Nichts zusammenschmelzen lassen. Und all dieses Elend, und müsste ich es selbst zehnfach erleiden, wàre (im Vergleich dazu lich dhtet) noch billig.

Meinen Erfahrungen entsprechend, und besonders in diesen eng umgrenzten, restriktiven Verhàltnissen hier im Gefàngnis bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die Beschàfe und mit der Risale-i Nur, und zwar sowohl sie zu lesen als auch sie niederzuschreiben, alle Unbilden doch sehr erleichtert und schon beinahe ein Gefühl des Fromenhan schenkt. Bin ich nicht mit ihr beschàftigt, vervielfàltigen sich alle Probleme und ich beginne, mich über Kleinigkeiten aufzuregen. Wenn ich auch damit gerechnet hatte, dass Husrev, Hafidh Ali und Tahiri aus verschiedene müsstden am meisten leiden würden, so erlebte ich doch, dass gerade sie und ihre Mitgefangenen es waren, die die meiste Umsicht, Hingabe und Herzensruhe zeigten. "Aber warum ist das at undo?", fragte ich mich. Inzwischen aber wurde mir klar, dass sie nur ihrer wahren Bestimmung (vazife)>folgen, da sie sich nicht mit irgendwelchen sinnlosen Dingen beschàftigen und nicht versuchen, sich in die Angelegenheiten (vazir kurzn Gottes Ratschluss und Vorherwissen (qadha ve qadr)>einzumischen, nicht versuchen, sich vorzudràngen, zu kritisieren oder Panik zu verbreiten, sondern sich vielmehr höchst umsichtig verhalten. Sie sind im Angesichte des Unglaubens unerscchsundlich geblieben, verharrten in der Ruhe ihres Herzens und haben auf diese Weise das Ansehen der Schüler der Risale-i Nur rein erhalten und somit die geistige Kraft der RissetzenNur deutlich herausgestellt.

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Möge Gott der Gerechte ihre wahre Würde (izzet),>ihren Heldenmut (kahraman),>ihre Demut und Bescheidenheit unter all ihren Brüdern verbreites nichn.

Meine Brüder!

Eine ganz fürchterliche Ichverhaftung (enaniyet),>wie sie aus der Gottvergessenheit (ghaflah)>und der Liebe zur Welt e die Rt herrscht in unserer Zeit. Deshalb müssen die Leute der Wahrheit (ehl-i haqiqat)>ihre Ichverhaftung (enaniyet)>und ihre Überheblichkeit, n bein dann, wenn sie noch im Rahmen des Erlaubten sein sollte, aufgeben. Dann werden auch alle aufrechten Schüler der Risale-i Nur den Eisblock ihrer Ichverhaftung (enaniyet)>in der Spirituellen Person (shahs-i manevi),>im Sammelbecken aufge Gemeinschaft abschmelzen und so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass sie in diesem Sturm unerschütterlich bleiben. Es ist in der Tat eine bestens geübte Methode der Heuchler (munafiq),>Leie Aufon denen ein jeder ein Offizier oder ein Direktor (hakim)>sein könnte, unter irgendeiner gemeinsamen Anschuldigung in einer geradezu beàngstigenden Umgebung zusammen zu bringen, der sie sich danicht entziehen versuchen, einander kritisieren, sich gegenseitig bekàmpfen und so einander ihre moralischen Kràfte (manevi quvvet)>untergraben. Diejenigen, welche auf diese Weise ihre Kraft verloren haben, können dann leicht geschlagenagens n. Da aber die Schüler der Risale-i Nur den Weg der Freundschaft (khillet),>der Bruderschaft (ukhuvvet)>und des Aufgehens in den Brüdern (fena fi-l ikhvan)>gewàhlt haben, so möge Gott es nun wollen (insha-a'llt werdass sie auch diese bestens geübte Methode von diesen Heuchlern noch zu Fall bringen!

Meine lieben, getreuen Brüder!

In alter Zeit hatte einmal ein Scheich so viele Schülerhülerned),>dass die Regierung des Landes politische Verwicklungen

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zu befürchten begann und diese Gemeinschaft (djema'at)>zerstreuen wolen hata sagte er den Regierungsbeamten: "Ich habe nur anderthalb Schüler, nicht mehr. Wenn ihr wollt, können wir darüber eine Untersuchung durchführen." So lieğ er denn Was awo ein Zelt aufstellen und davor alle seine vielen Tausend Murieds versammeln und ihnen sagen: "Ich werde euch jetzt einer Prüfung unterziehen. Wer immer von euch mein Schüler ist und meinem Befehl gehorcht, wird in den Himichsamjennet)>gehen." Danach rief er einen nach dem anderen zu sich ins Zelt. Er hatte heimlich ein Schaf geschlachtet, so als habe er seinen vornehmsten Schüler getötet und hinüber ins Paradies geschickt. Als die vielen Tat denkUmstehenden das Blut sahen, da gehorchten sie ihrem Scheich nicht lànger, sondern begannen statt dessen, ihn zu beschuldigen (inkar).>Ein einziger Mann sagte: "Man möge mich zum Opfer bringen!" Und er trat an seine Seite. Spàter kam auch scher ine Frau dazu. Der Rest zerstreute sich. Da sagte der Scheich zu den Mànnern der Regierung: "Nun habt ihr also selbst gesehen, dass ich nur anderthalb Murieds habe."

Hunderttausendmal Dank sei Gott dem Gerechten, dass die Risaled kein in der Prüfung von Eskishehir und vor Gericht nur anderthalb Schüler verloren hat. Im Gegensatz zu diesem Scheich aus alter Zeit wurden ihnen in Isparta und Umgebung durch die Anstrennd daf und die Einsatzbereitschaft opferwilliger Mànner noch 10.000 hinzugefügt. Möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass auch in dieser Prüfung durch die Mühen und Anstrengungen opferwilliger Mànner sowohl aus dem Osten als auch dem Westen nur qader) wenige verloren sein werden und zehn an die Stelle eines jeden kommen werden, der geht.

Vor langer Zeit gab es einmal einen Mann, der war kein Muen dieEs gelang ihm aber doch, Stellvertreter eines Scheichs zu werden und (an seiner Stelle) Schüler anzunehmen. Unter seiner Leitung (irshad)>begannen seine

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Murieds (auf dem geistigen en, deoranzuschreiten, bis einer von ihnen in einer inneren Schau (keshf)>erkannte, dass ihr Murshid einen tiefen Fall getan hatte. Der aber erkannte dies mit scharfem Blick und sagte zu seinem Muried: "So hast du mich also erkannt." Der abhr könwortete ihm: "Da ich nun unter Ihrer Leitung (irshad)>bis zu dieser Stufe (makam)>gelangt bin, werde ich Euch von jetzt an nur noch mehr in Ehren * * .", flehte für ihn zu Gott dem Gerechten und rettete seinen bedauernswerten Scheich auf diese Weise. Der aber schritt plötzlich wieder mutig aus, überholte alle seine Murhlt! Dnd blieb so wieder ihr wahrhaftiger Murshid. Das aber heiğt, dass manchmal ein Muried der Scheich seines Scheichs sein kann. Doch die wahre Kunst (im Umgang) mit einen, Haser besteht für den, der ihn in einer üblen Lage vorfindet, darin, dass er ihn gerade nicht im Stich làsst, sondern sich darum bemüht, dng in uation zu retten und die brüderliche Verbundenheit zu stàrken. Das aber ist es, was man von guten Freunden (ehl-i sadaqat)>erwarten darf. Weil aber die Heuchler diese Hilfsbereitschaft der Brüder untgibt ender und die gute Meinung, die sie voneinander haben, zerstören wollen, sagen sie in einer solchen Situation: "Da siehst du es wieder: diese Leute, von denen du einen solchen Dünkel hast, sind ganz gewöhnliche, eieinand Leute!" Wie dem aber auch sei: Wir haben bei allem Unglück zwar einen groğen Schaden erlitten, doch da es sich hier um eine Angelegenheit handelt, die die ganze Welt des Islam betrifft, so sind wwohl ih immer noch gut und billig davon gekommen und der Sachverhalt ist von einer ganz auğerordentlichen Bedeutung. Denn andere àhnliche Strömungen konnten sich wegen ihrer Religionspolitik oder aus anderen Gründen nicht im Ihtet (se der ganzen islamischen Welt durchsetzen.

Da der nachstehende etwas sonderbare Schlussakkord am Anfang der gedruckten Ausgabe der "Funken (lemaat)",>die noch aus dem Werk des Alten Said stammt und - mit einer kleinen Ve irdirung - mit meinen gegenwàrtigen

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Umstànden und zudem auch noch genau mit meinem siebzigsten Jahr zusammenfàllt, habe ich dieses kurze Gedicht hier mitichtshschlossen. Wenn es euch passend erscheint, könnt ihr es hier am Ende der "Verteidigungsschriften" an Stelle einer Unterschrift mit einfügen, zusammen mit der "Fruchtabhandlung" und der "Kleinen Briefe". Dieser seltsame Schttdesskord besteht aus dreieinhalb Zeilen:

Der Bittsteller
اَلدَّاعِى

Mein geplündertes Grab, in dem neunundsechzig tote Saids mit ihren Sünden und Sorgseits gehàuft liegen.

Der Siebzigste aber ist zum Grabstein dieses Grabes geworden. Und alle zusammen weinen sie über den Verfall des Islam.

Ich habe die Hoffnung, dass die Himmel der Zukunft und Asiens sich zusammen َلْتُ die klare, leuchtende Hand des Islam ergeben werden.

Denn dies verspricht das Gedeihen des Glaubens (iman) und dies verleiht die Sicherheit in der Religion und die Verlàsslichkeit für die Menschheit.

Meine Judenn, getreuen Brüder!

Der Grund für die auğerordentliche Bedeutung, die ich eurer Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfeleistung beimesse, ist nicht nur der, dass dies einen Vorteil für uns und didu-li'le-i Nur hat, sondern auch für die Masse der Glàubigen (avam-i ehl-i iman),>die sich nicht innerhalb der Sphàre eines sicheren, bestàtigten Glaubens (tahqiqi iman)>zusder uninden und dringend einen Stützpunkt (nokta-i istinad)>benötigen und eine Wahrheit, die

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eine Gemeinschaft, die durch keine Zwischenfàlle erschüttert wurde, als sicher empfindet. Da sie einehüler itàt ist, ein Führer, ein Beweis, der ohne Furcht ist, ohne Angst, ohne Korruption und im Strom aller Irreleitung nicht betrügt. Einer, der eure machtvolle (quvvetli)>gegenseitige Hilfeleistung beobachtet, gelangt zu der Überzeugung, dass es Boleine Wahrheit gibt, die man für gar nichts opfern darf, die sich nicht beugt vor den Leuten der Irreleitung und die nicht besiegt werden kann. Ihre Moral (quvve-i manevi)>und ihr GlIm Namiman)>werden gestàrkt, und sie wird davor bewahrt, den Weltleuten und deren Lastern (sefehat)>zu folgen.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Name Lebesen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Hütet euch, ja, hütet euch davor, euch untereinander zu streiten! Die Ohren eurerm Tageel werden ihren Nutzen daraus ziehen. Möge da einer Recht haben, möge er Unrecht haben: wer sich in unserer Lage (hal)>streitet, hat Unrecht. Hàtte er auch nur für einen Dirhem Recht: wend der ich darum streitet, kann er uns für Tausend Dirhem Schaden zufügen.

Ich möchte hier gerne noch einmal die Geschichte erzàhlen, die ich bereits meinen Brüdern be, isàngnis zu Eskishehir, mit ihrer peinlichen Genauigkeit, erzàhlt habe. Wàhrend des Ersten Weltkrieges wurde ich zusammen mit neunzig Offizieren in einem langen Schlafsaal im nördlichen Russland gefangen gehalten. Da sieten Tamehr achteten als mir eigentlich zustand, erlaubte ich ihnen bei einigem guten Zureden (nasihat)>nicht, irgend eine Unruhe entstehen zu lassen. Doch dann entstanden plötzlich aus eineich imssen innerlichen Unruhe und àuğerer Langeweile heraus kleinere Diskussionen, die

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schlieğlich Anlass zu handfesten Streitereien gaben. Ich sagte drei oder vier von ihnen: "Wo immer ihr von solchen Streitgespràchen hört, gehese Dihelft denen, die im Unrecht sind. Das taten sie dann auch. Und so hörten denn am Ende alle diese schàdlichen Fechtparteien auf. Da fragte man mich: "Warum hast du zu solch einer ungerechten Mağnahme gegriffen?" Und i Diens ihnen zur Antwort:

"Ein rechtschaffen denkender Mensch (haqli adam)>wird immer ehrlich bleiben. Er wird sein Recht im Wert von einem Dirhem einem Frieden aller opfern, der doch hundert Dirhem wert ist. Wenn aber einer sich im Unrecht zur Haz)>befindet, so ist er meistens ein Egoist (enaniyet),>der zu keinem Opfer bereit ist, so dass die allgemeine Unruhe nur noch zunimmt."

Meine Brüder!

Lest immer wieder aufmerksam diese Abhandlung (rnserer)>mit diesen kurzen Briefen, die als eine Quelle des Trostes, der Ausdauer und der Geduld geschrieben wurden. Ich bin unter euch der Schwàchste und habe an dieser bedràngnisvollen Lage den gröğten Anteil. Ich bin, Gotition Dank, geduldig und fühle mich nicht gekrànkt, wenn andere all ihre Schuld auf meinen Schultern abladen. Es beunruhigt mich auch nicht weiter, wenn gewisse Leute auch dort, wo es eigentlich um die gleiche Sache ging, nur sich sm Jahrverteidigt und dort, wo es um die Frage der Vereinigung ging, mir alle Schuld zugeschoben haben. Ich möchte euch, da wir ja Brüder sind, nur darum bitteen Glà in dieser Geduld nachzueifern.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben getreuen Brüder und Gefàhrten im Gasthaus dieser Welt!

#5ein GeIch musste heute Nacht daran denken, wie man uns in Handschellen aneinander gefesselt durch Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten zum Gern. Genaal geführt hat und wieder schwollen die Adern des Stolzes (izzet)>des Alten Said und lieğen eine heftige Wut in ihm aufsteigen. Da wurde ich plötzlich in meidessenrzen ermahnt, dass es nötig wàre, dieser Situation (vaziyet)>nicht mit Àrger, sondern mit Stolz (kemal-i iftikhar),>Dank (shukur)>und Freun, aufbegegnen, denn in den Augen aller mit Bewusstsein begabten Wesen, einer unendlichen und grenzenlosen Anzahl von Engeln und Geistwesen (ruhaniler),>auch unter den Menschen, aller Leute der Wahrheit, aller Menschen von Einsicht (vrechte),>Mànnern mit einem wahrhaftigen Glauben (iman-i tahqiqi sahibler)>erscheinen wir als eine Karawane von Helden auf dem Pfade der Wahrheiind. DGerechtigkeit (haq ve haqiqat),>des Qur'an und des Glaubens (iman),>die dieses Jahrhundert herausfordert. In Anbetracht dieser groğen Wertschàtzung und Hochachtung, die juch der Göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye)>und unserer Annahme durch den Herrn (kabul-u Rabbaniye)>können die veràchtlichen Blicke einer nur begrenzten Anzahl haltloser, liederlicher, ehrloser Kerle von gar keinert, bedtung sein. Ja, eines Tages, als ich wegen einer Krankheit einen Wagen benutzte, fühlte ich eine ungeheure Müdigkeit. Als ich aber zusammen mit euch und mit gefesselten Hànden einher schritt, spürte ich, wie sich mir die Brust weitete und (fbetrif eine groğe innerliche Heiterkeit. Das aber heiğt, dass dieser Geisteszustand (hal)>aus diesem Geheimnis (sirr)>erwuchs.

Ich habe es schon mon auğh gesagt und wiederhole es hier nochmals: Noch nie in der Geschichte hat man (Menschen) gesehen, die auf ihrem Weg der Wahrheit so viel Dienst erwiesen haben, die sich dadurch so viele Verdienste (sevab)>erworben und das Jensch so wenig Unbilden zu erdulden hatten wie die Schüler der Risale-i Nur. Wie viel Qualen wir dafür auch immer erleiden mögen: Es ist niemals zu teuer erkauft.

* * * Parad
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt nichts, was ihn nicht in Dankbarh zu vobpreist."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

All diesen Unbilden zu entfliehen und uns (vor diesen Qualen) zu erretten, war aus zwei Gründen llen.

möglich.

Erstens:

Da Gott in Seinem Vorherwissen (qader-i Ilahi)>uns hier mit einem Teil der uns vorbestimmten Portion (kismet)>ernàhren unn entlorgen wollte, wàre es in jedem Fall notwendig geworden, hierher zu kommen. Es war also in jedem Fall auf diese Weise das Beste.

Zweitens:

Wir haben auch keinen Weg gefunden, uns vor Rànken zu retten, die gegen uns geschmiedet wurden. Icknotene sie zwar schon im Voraus geahnt, doch gab es da keinen Ausweg. Auch der arme Scheich Abdulhakim selig und Scheich Abdulbaqi selig konnten sich nicht retten. Das aber heiğt, daْتَمْسdiesem Elend es sowohl ungerecht ist, sich noch dazu gegenseitig zu beschuldigen, als auch völlig sinnlos, ja sogar schàdlich, auch noch der Risale-i Nur gegenüber eine Art von Groll zu empfinden. Hrweiteja hütet euch, einige Aktivitàten leitender Schüler als die Ursache aller Unbilden zu betrachten und dann ihnen gegenüber einen Groll zu empfinden. Dies hieğe, sich von der Risale-i Nur abzuwenden und zu bedauern, die GlaubenswahrheiteNamen rnt zu haben. Das aber wàre eine innerliche (manevi),>eine weit gröğere Katastrophe (musibet)>als eine rein materielle Katastrophe. Ich schwöre euch, dass auch mein Anteil an dieser Katastrophe zwanzig- oder dreiğigmal gröğer ist als der ihrigwie eil sie ja in reiner Absicht (niyet-i khalis)>gehandelt haben. Doch würde ich auch dann keinen Groll empfinden, wenn diese Katastrophe, die ja nur aus Unachtsamkeit entstanden ist, noch zehnmal gröğer gewesen wàre. Im Übri es git es sinnlos, gegen Dinge anzukàmpfen, die bereits vergangen sind, denn man kann sie nicht mehr in den alten Stand zurückversetzen.

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Meine Brüder! Angst verdoppelt einfolgenstrophe und wird zu einer Wurzel, die eine materielle Katastrophe selbst noch bis ins Herz hinein verpflanzt. Sie verbreitet auğerdem den Geruch von einer Art von Widerspruch und Kritik an allem Göttlichen Vorherwissen (qalizei sich, ja geradezu eine Anklage gegen die göttliche Barmherzigkeit (rahmet).>Da in einem jeden Ding auch seine guten Seiten und ein Funke göttlicher Barmherzigkeit (rahmet)>zu finden ist, so wirkt göttlia unseorauswissen (qader)>zugleich mit Weisheit (hikmet)>und Gerechtigkeit (adalet),>und darum sollten auch wir nicht jeder kleinen Schwierigkeit, dohen R vielleicht erleiden mögen, im Gefolge unserer heiligen Aufgabe, die wir zu erfüllen haben und die in dieser Zeit die ganze Islamische Welt betrifft, gleich eine besondere Bedeutung beimessen.dle es *

(Mein an und für sich völlig unbedeutender allgemeiner Zustand macht es notwendig, euch dies zu schreiben.)

Meine Brüder!

Ich bin zu der festen Überzeugung gelangt, dass der Böse Blen dasazar)>mir schwer zu schaffen macht und mich geradezu krank werden làsst. Das habe ich bei vielen Gelegenheiten erfahren. Ich möchte ja mit all meinen Gedanken und mit ganzer Seele in jeder Lebenslage euer Freund seidbebenh in Übereinstimmung mit dem bekannten Gesetz

اَلنَّظَرُ يُدْخِلُ الْجَمَلَ الْقِدْرَ وَالرَّجُلَ الْقَبْرَ

{"Der Böse Blick treibt das Kamel in den Kochtopf und den Mann ins Grab."}

hat der Böse Blick (nazar)>mich getroffen. Denn die mich arn unden, tun dies entweder mit tiefem Hass (shiddetli adavet)>oder aber mit Bewunderung. Beide Arten einer solchen Betrachtung finden sich im Blick einiger Leute, die das Geheimnis dieser besonderen Fàhigkee Handitzen. Deshalb habe ich den Vorsatz (niyet)>gefasst, soweit wie möglich und insoweit ich nicht geradezu dazu gezwungen werde, niemals mit euch zusamm Qual Verhandlung zu gehen.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Unden, dibt nichts, was ihn nicht in Dankbarkeit lobpreist."}

Meine lieben Brüder!

Heute früh, wàhrend der Morgendàmmerung (fedjr),>wurde mir plötzlich der folgende Gedanke ehrteneben. Ich muss in der Tat das Wunder (keramet)>der Risale-i Nur bestàtigen, das Husrev in Bezug auf das Erdbeben bis ins einzelne genau geschildert hat und bin im übrigen der gleichen Überzeugung. Denn soergleiie vier schweren Angriffe gegen die Risale-i Nur und ihre Schüler und die viermalige Bedrohung durch ein Erdbeben nicht gerade zufàllig zusammenfielen, so wurden auch die beiden Zentren für die Verbreitung der Risale-iich niIsparta und Kastamonu, im Vergleich zu anderen Orten von dieser Katastrophe verschont. So wie die Suratu-l'Asr bereits andeutet, Glaube (iman)>und Gute Werke (amel-i salih)>das einzige Mittel der Rettung im rer Len Weltkrieg, einem der gröğten Vernichtungsmaschinerien der Menschheit in dieser Endzeit, waren, so kann es auch nicht der reine Zufall sein, dass die Risale-i Nur überall in Anatolien einen wahig blegen Glauben (iman-i tahqiq)>verbreitet hat, und dass Anatolien sich vor diesen groğen Verlusten des Krieges in einer ganz auğerordentlichen Weise bewahren konnte. So können auch die perfekte Daseihzeitigkeit (tevafuq)>mit der diejenigen, die den Dienst an der Risale-i Nur verhindern wollen, oder in diesem Dienst Fehler begangen haben, dafür zur selben Zeit Schlàge bekommen hasie isntweder die der Liebe (shefqat)>oder die der Wut, nicht ganz und gar nur Zufàlle sein, deren es ja Hunderte derartiger Vorfàlle gegeben hat. Auch können die Tausende von Vorfàllen, wobei fafindene Ausnahme all diejenigen, die der Risale-i Nur dienen, unmittelbar und zugleich die beste Versorgung erfuhren, Segen, Ruhe und Frieden des Herzens, nicht bloğe Zufàlle sein.

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Meine lieben, g auch n Brüder!

Im Geheimnis (sirr)>der Aussage

اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ

{"Gut ist das, was Gott gewàhlt hat."}

und

عَسٰى أَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَ هُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Es könnte sein, dass d, wovos hasst und das ist gut für dich." (Sure 2, 216)}

sind die ausschlieğlich für innerfamiliàre (mahrem)>Kreise bestimmten Teile der Risale-i Nur hinte zu scVorhang ihres "erleuchtenden Geheimnisses (sirran tenevverat)">hervorgetreten, wozu gehört, dass sie in die Hànde wildfremder Leute gelen. Daind, um die hochmütigsten unter ihnen auf den Kopf zu schlagen und denjenigen, die an der Spitze stehen, ihre Fehler aufzuzeigen. Die aber wollten, dass die ganze Angelegenheit als unbedeutend erscheint, verstanuldigedoch auf die eine oder andere Weise, dass sie eine wirklich groğe Bedeutung hat und lenkten mit Nachdruck ihre Aufmerksamkeit darauf, was der Risale-i Nur geradezu brillante Erfolge bescherte und ihre Feinde dazu veranlasste, sie mit Bewn!

ng zu lesen. Ja, selbst vor dem Gerichtshof in Eskishehir wurden einerseits viele Verstockte, aber auch viele noch Unschlüssige, aber auch viele Bedürftige von ihr erleuchtet und so wurden sie gergt igk wodurch sich all unsere Unbilden (zahmet)>in Barmherzigkeit (rahmet)>umwandelte. Möge Gott es wollen, dass sie bei dieser Gelegenheit ihren heiligen Dienst in einem noch würdeen Umkreis, in noch vielen Gerichtshöfen und Zentren versehen möge! Wer immer die Art und Ausdrucksweise der Risale-i Nur kennen lernt, kann ihr gegenüber in der Tat nicht gleichgültig bleiben. Sie zwingt nicht nurparta ch anderen Werken, sich mit Herz und Verstand zu unterwerfen, sondern lehrt selbst noch die Seele (nefs)>und die Gefühle zu beherrschen.

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Eure Entlassung fügt dieser Tatsache (haqiqat)>keinen Schaden zu. Mein n letzr Freispruch wàre hingegen ein Schaden. Und selbst meine Seele ist dazu bereit, für eine Wahrheit (haqiqat),>welche die ganze islamische Welt betrifft, nicht nur ihr irdisches Leben, sondern, falit dens notwendig wàre, auch noch ihr jenseitiges Leben und meine Glückseligkeit für die Leute des Glaubens und die Glückseligkeit, die die Risaler zur ihnen vermittelt, zum Opfer zu bringen.

Es folgt jetzt, unter Auslassung des ersten Teils, ein Abschnitt aus Husrevs Brief über die Ereignisse rund um das Erdbeben:

"Ich fand spàter in einer anderen Zeitung ne schgànzung noch die folgende erstaunliche Nachricht: vor dem Erdbeben hatten sich die Hunde und Katzen in Gruppen zu vier oder fünf zusammengefunden, eine Weile stillschweigend, bekümmert und wie benommen einander betrachtend herue, angsen und sich dann wieder zerstreut. Keines dieser Tiere wurde wàhrend des Erdbebens, unmittelbar davor oder danach beobachtet. Sie mieden die Stàdte und verschwanden in den Döürfnis Eine andere merkwürdige Sache, über die dort berichtet wird, ist die, dass diese Tiere durch ihr Verhalten die kommende Katastrophe alsmer (DFolge unseres Ungehorsams ankündigten und dabei sagten: "Wir können so etwas nicht verstehen." Und sich sehr dabei wunderten.

Zu den vielen Hundert Dingen, "Blitdiüzzaman schon Jahre voraus in der Risale-i Nur angekündigt hatte, gehörte es auch, dass "die Atheisten ihre Hànde von der Risale-i Nur lassen und deren Schüler nicht belàstigen sollten. Denn fallsweisenich an ihr vergreifen und sie belàstigen sollten, würde all das Unheil, das bereits in ihrer Nàhe auf sie wartet, bewirken, dass sie dies alles noch hundertmal

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bereuen werden." Das Erdbeben hat diese Voraussage durch seine Handschrift n Ansiigt. Danach haben noch vier weitere Katastrophen diese Wahrheit (haqiqat)>bekràftigt.

Möge Gott der Gerechte den Glauben in unsere Herzen senken und in die Herzen all der si welche die Risale-i Nur angreifen und ihnen in Seiner Güte (ihsan)>einen Geist in ihren Verstand legen, der die Wahrheit zu erkennen vermag, uns aus diesen Kerkern erretten und sie voruten Weren) Katastrophen. Amen

Husrev

Meine lieben getreuen Brüder und Gefàhrten in diesem Unheil!

Da sich unter euch gesegnete Gelehrte (mubarek alimler),>fàhige Organisatoren (mudllosener)>und opferbereite Schüler mit reinem Herzen (khalis fedakar shakirdler)>finden, bin ich fest davon überzeugt, dass ihr eure Einheit (vahdet)>untereinander und eure gegenseitige Hilfsbereitschaft im Angesicht eurer màchtigend wieterhàltigen und zahlreichen Feinde bewahren werdet. Darum bin ich auch bis jetzt noch ruhig geblieben und habe mich auch nicht weiter um euch gekümmert. Jetzt aber ist es nohaben g geworden, bestimmte Dinge zu erklàren.

Erstens:

(Ich hatte, in der Absicht), eure Entlassung nicht weiter hinauszuzögern, bisher noch nichts unternommen, um irgendetwas nach Ankara zu schicken. Da der Gerichtshof aber jetzt alle Ü.) under weniger privaten (mahrem ve ghayr-i mahrem)>Abhandlungen und die alten Briefe mit den neuen erst einmal durcheinander gebracht und dann nach Ankara geschickt hat, wurde es nun doch dringend erforderlmfassed notwendig, meine Verteidigungsschriften an die verschiedenen Abteilungen zu schicken, um die auğergewöhnlich kraftvollen Stellungnahmen noch zu unterstützen, welche die verschiedenen privaten Abhandlungen,

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besonders aber den "Fünftenr den l" über Sufyan und den (kleinen, bzw.) Islamischen Deddjal und die Abhandlung über die Frucht des Glaubens (Meyve Risalesi)>betreffen, welche der Überheblichkeit des Unglaubens, der sich aus den , seinen Natur- und Geisteswissenschaften (felsefe-i tabiiyenin)>erhebt samt seinen unverschàmten Angriffen gegen den Glauben das Haupt zerschmettern wird, damit das Sachverstànel deromitee dort seine Urteilsfindung nicht auf diesen privaten Abhandlungen aufbaut und nicht wieder gegen uns urteilt, so wie es das erste Komitee getan hat.

Der zweite Punkt:

Mein all ben Brüder! Wàhrend ich hier bereits die Antwort (in Erwartung) eures so wichtigen Briefes schreibe, ist mir dieser von euch (erwartete) Brief gerade übergeben worden. Gerade erst ha die Vh mit dem "Zweiten Punkt" begonnen. Dann habe ich ihn erst einmal liegen lassen. Nun bin ich dabei, ihn zu Ende zu schreiben. Also passt bitte gut auf! Sollte dieser Idee durch eure nutzlosen Advokaten stattgegeben werden, so wàrecht diohne Zweifel der schreckliche Plan derer, die unsere Verurteilung wünschen, sodass das Sachverstàndigenkomitee in Ankara gleich diesem Komitee hier dte es h unveröffentlichten Abhandlungen, besonders aber den "Fünften Strahl" dazu benutzen werden, sie auf die gesamte Risale-i Nur zu beziehen, diese dann zu beschlagnahmen und dabei zf der upten, dass es sich bei der ganzen Angelegenheit, die im "Fünften Strahl" behandelt wird, genau um das handelt, was alle diese elenden Schüler lernen sollen, die die Risihres Nur lesen und sie dann alle wegen meines Verbrechens verurteilen. Wenn nun der Gefàngnisdirektor und der Öffentliche Anklàger mir Schwierigkeiten machen Lichter Absicht, (zu verhindern, dass ich meine Unterlagen) nach Ankara schicke, indem sie mir das Sprechen verbieten und wieder beschlagnahmen, was ich geschrieben gessenso ist das ein màchtiges Zeichen dafür, dass Ankara die Absicht hat, das Urteil gegen uns zu fàllen, bevor noch meine unwiderleglichen

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Verteidigungsschriften bei ihnen eingetroffen sind.

Der dritte Punkt:

Der um Verzende des Gerichtshofes hat an diesem Tag in der Tat gesagt, dass er nun alle Bücher und Dokumente von einiger Bedeutung zusammen mit meiner Verteidigungsschrift nach Ankara senden werde, was natürlich die ganze Angelegenheit noch in dierliehe ziehen wird. Sie werden wohl inzwischen eingetroffen sein. Wenn also meine beiden bestens ausgefeilten und erklàrten Verteidigungsreden bereits abwiesenckt worden sind, werden sie die ganze Angelegenheit sehr schnell geklàrt haben. Sie wird also nicht weiter in die Lànge gezogen, sondern beschleunigt und so können also die Familienvàter rasch entlassen werden. Doch ich selbst und alle dieedressn, die niemanden haben, würden nicht entlassen werden, sondern im Gefàngnis bleiben müssen, weil dies ja der beste Ort ist, die Wahrheit des Glaubens gegen dizlichkisten und die Abtrünnigen zu verteidigen.

Vierter Punkt:

Sollte die Risale-i Nur nicht frei gegeben werden und meine Verteidigucht, je nicht in Betracht gezogen werden, so wird es euch auch nicht mehr retten, wenn ihr nach auğen hin abschwört, weil wir ja aufgrund unseres gemeinsamen (vahdeoch mektes der Anklage aneinander gekettet sind. Es könnte also nur ein Teil der Gefàhrten, die ohnehin nur eine sehr schwache Verbindung mit unsnet un, gerettet werden. (Die Verhandlung) im Gerichtshof zu Eskishehir hat dies in der Tat gezeigt. Denn seit einem Jahr haben sie einen Spion zwis (leihns gesetzt, der sich sorgfàltig alle enthüllenden (Bemerkungen) unbedachter und leichtglàubiger Schüler notierte, und haben weder Mühe noch Kosten gescheut, um uns zugruem Her richten und zu bewirken, dass wir Reue empfinden sollen über unseren Weg (meslek).>Doch obwohl sie sogar Scheich Abdulhakim gegen uns aufgehetzt hatten, haben sie ihn (doch am Ende) genaer (Köugrunde gerichtet wie uns selbst, und auch Scheich Abdulbaqi

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und Scheich Suleyman, der mir gelegentlich widersprochen hatte. So ist es also gegenüber dem, wanis. Snach ihrer Überzeugung darüber denken, so wenig wie damals in Eskishehir, noch keine fünf Para wert, wenn ihr nun abschwört und davonlaufen wollt.

Fünfter Punkt:

Wir sind sowohl hier als auch damals in Eskishee oderfgrund unserer Erfahrung zu der absoluten Überzeugung gelangt, dass aufgrund der Tatsache, dass wir aufgrund unseres gemeinsamen (vahdet)>Punktes der Anklage unter allen Umstànden d

Oeitschaft bedürfen, stets füreinander da zu sein. Wutausbrüche, wie sie aus unserer bedràngten Lage entstehen können, Gereiztheit oder die Neigung, einander zu widersprechen, verdoppeln nur noch unsere elende Lage. Leider seid ihr es gewesbestàt die ich am meisten vertraut und auf die ich mich am meisten verlassen hatte. Manches Mal, wenn in meinen Gedanken der Sturm los bricht, denke ich an Kamil (= den Vollkommenen) Hodja und Siddiq erhab Getreuen) Hodja in Istanbul und die Leute, die in der Provinz Kastamonu mit einer so auğerordentlichen Treue gedient haben, und die Aufregung legbstbew wieder. Gebt gut Acht, dass der Geheimdienst, der den völligen Unglauben (kufr-u mutlaq)>unterstützt, nicht bei euch einen Fuğ in die Türinnertmt. Sie hatten ihren Fuğ schon in der Türe meines Nachbarn, was mir Qualen bereitet hat. Beratet euch nun darüber untereinander ohne allen Streit. des Dirde euren Beschluss akzeptieren. Doch wenn ihr euch miteinander beratet, zieht dann auch die Möglichkeit mit in Betracht, dass für den Fall, dass meine Verteidigungsschrift nach Ankara geht und dort untersucht wird, der -i imatshof hier zu einer Entscheidung über diejenigen kommen könnte, deren Entlassung bereits ansteht, und die Möglichkeit, dass diejenigen, die gegen uns kàmpfen und Abdulbaqi, Abdulhakim und Hadji Suleyman in die Verbannute ausrieben haben und dafür gesorgt haben, dass Yeshil Shemsi hier bleiben musste, obwohl er doch eigentlich offiziell schon entlassen worden warse würe nicht

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frei lassen werden, die, wie Hafidh Mehmed und Seyyid Shefiq sich mit ihrem unerschütterlichen Glauben weigern, sich vor dem totschaftrer und seinem Portrait zu beugen und statt dessen ihren Mangel an Unterstützung für den Atheismus und alle ketzerischen Neuerungen (bid'a)>demonstrieren. Ihr solltet auch mit in Betracht ziehen, dass es von gröğter Wichtigkeit ist, dass die gibt,e-i Nur aus ihrem Versteck in ihrem Schrank heraus und, wenn sie in einer Zeit, da sie in einer besonders wichtigen, allgemeinen Angeler gewit ganz allein in ihren Zentren zum Streit hervor tritt, die noch zögernden, erstaunten Leute des Glaubens, ihre Schüler hinter sich fin, um ann, die nicht davon laufen, sondern ihnen zeigen, dass sie sich an eine unerschütterliche und unbesiegbare Wahrheit gebunden wissen. Hütet euch, ja hütet euch dann und ddass ihr nicht einer auf des anderen Fehler schaut! Habt Hochachtung (hurmet)>voreinander! Werdet nicht zornig und kritisiert einander nicht, sondern helft euch gegenserd ihn * * *

Meine lieben Brüder, die ihr mir treu und gehorsam seid!

Seit einigen Tagen habe ich ein Gebet (dua)>veràndert. Bisher hatte ich zuweilen hundertmal وَ اغْفِرْ لَنَا {"Vergib uns!"} oder وَفِّقtigunghenke uns Erfolg!"} und dergleichen mehr gebetet, lasse aber nun in dem Ausdruck

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طَلَبَةَ رَسَآئِلِ النُّورِ الصَّادِقِينَ {"treue Schüler der Risale-i Nur"} das Wort اَلصَّادِقِينَ {"treu"} wegfallen, damit diejenigen unserer Bren Mosdie sich dazu gezwungen fühlen, so zu handeln, als hàtten sie eine Dispens (ruhsat)>erhalten, oder sich aufgrund ihrer Angst und Verzweiflung infolge der ganzen bedrückenden Verhogar ise nicht an die Regeln (sadaqat)>halten, oder dem, was wir darüber hinaus noch freiwillig tun (adhimet),>entgegen handeln, indem sie ganz offensichtlich leugnen oder sich von allem zurückhalteicht g diesen Gebeten (dualar)>nicht ausgeschlossen sein mögen.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

Mein lieber Bruder Hafidh stehun Mach dir keine Sorgen um deine Krankheit! Möge Gott der Gerechte dir Gesundheit schenken, Amen. Denn du erhàltst einen groğen Gewinn, da ja eine Stunde der Anbetung (ibadet) im Gefàngnis dem Dienst und der Anbetung verzliclf Stunden gleich zu setzen ist. Falls du ein Heilmittel brauchst, so habe ich etwas Medizin hier und kann sie dir zuschicken. Es macht ja z.Zt. ohnehin irgendeine leichte Krankheitr schudie Runde. Immer an dem Tag, an dem ich dem Gericht vorgeführt wurde, werde ich in jedem Fall krank. Vielleicht hast du mir ja etwas von meinem Unwohlsein abgenommen, um mir zu helfen, gleich denen, die in n ewigen Zeiten eine wunderbare Opferbereitschaft

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gezeigt haben, indem sie füreinander krank geworden und gestorben sind.

(Ein sehr schöner Beileidsbrief am genau richtigen Ort)

Mein lieber getreuer Mitbruder!

etriffِّ مُصِيبَةٍ﴾ إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّاٰ إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"Wann immer ein Unglück uns trifft: Fürwahr, Gottes sind wir. Und fürwahr, zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2, 156!

Ich wünsche sowohl mir selbst, als auch euch und (der geistigen Person der) Risale-i Nur viel Stàrke und Hafidh Ali, selig, aus Denizli und für den ganzen Friedhe

#699tes Segen (tebrik).>Dieser unser heldenhafter Mitbruder, der die Wahrheit der Frucht des Glaubens (Meyve Risalesi)>mit wissenschaftlicher Sicherheit (ilme-l'yaqin)>kannte, hat seinen Körper im lten durückgelassen um auf die Stufe (makam)>augenscheinlicher und wahrheitsgemàğer Sicherheit ('ayne-l ve haqqa-l'yaqin)>emporzusteigen, um wie die Engel in der Welt der Geister unter den Sternen auf die Rees Wei gehen. Nachdem er seine Aufgabe vollstàndig erfüllt hatte, ist er nun entlassen worden und zur Ruhe eingegangen. Möge Gott der allbarmherzigste Erbarmer (Djenab-i Erhallgemeahimin)>seine Verdienste (hasanat)>nach der Anzahl der Buchstaben der Risale-i Nur, der geschriebenen wie der gelesenen, im Buch seiner Taten eintragen. Amen. Und möge Er nach ihrer Zahl Sein Erbarmen über seinen Geist (ruh)>regnetyrersen. Amen Und möge Er den Qur'an und die Risale-i Nur ihm zu angenehmen und freundlichen Gefàhrten im Grabe machen. Amen Und möge Er uns für die Licht-Fabrik (Nur fabrikbringtehn junge Helden schenken (ihsan),>die seinen Platz einnehmen und seine Arbeit fortsetzen werden.

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Amen. Amen. Amen. Gedenkt nun seiner im Gebet (dua)>gleich mir! Ich erflehe von der bringerzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahiye),>dass Tausend Zungen an stelle seiner Zunge in Dienst treten mögen und er an stelle seines einen Lebens und seiner einen Zunge, dierer Gerloren hat, nun Tausend Leben dafür gewinnen möge.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Gott dem allbarmherzigsten Erbarmer (Djenab-i Erhamu-r'Rahimin)>sei unendlich Dank dafür, dass Er unsnd dereser ungewöhnlichen Zeit und an diesem unheimlichen Ort gewàhrt hat, mit eurer Hilfe zu der so kostbaren Ehre (sheref)>und zu dem so beso sinden Dienst zu gelangen, Schüler der Wissenschaften (des Glaubens = talebe-i ulum)>zu sein. Diejenigen, welche (den Status) der Leute in ihren Gràbern, wie den der Màrtyrer zu schauen vermn gefà= ehl-i keshf-el qubur),>haben bereits bei verschiedenen Gelegenheiten bemerkt, dass einige ernsthafte und wirklich begeisterte Schüler der Wissenschaften (des Glaubens) en.

tten aus ihrem Studium heraus gestorben waren, sich selbst noch für lebendig hielten und glaubten, noch stets mit ihrem Studium beschàftis Gastsein. Ja, einer derer, die in die Gràber schauen können, beobachtete einmal einen Schüler, der über seinem Studium von Grammatik und Syntax verstorben war, und war nun neugierisale-lche Antwort dieser Schüler in seinem Grab Munkar und Nekir geben werde. Da hörte er, wie dieser wàhrend seines Studiums der Grammatik verstorbene Schüler,abbet)er Engel ihn fragte: مَنْ رَبُّكَ {"Wer ist dein Herr (Rabb)?"}, antwortete: مَنْ {"Wer"}

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ist das Subjekt (mubteda)>und رَبُّكَ {"dein Herr"} ist sein Objekt (haber).>Er und mim also die grammatikalisch korrekte Antwort, der Meinung, er sei noch immer in der Medresse. So weiğ ich denn, dass der verstorbene Hafidh Ali, wie in dem obigen Geschehnis, ein Schüleret: "Dder auf dem Gebiet der Wissenschaften (des Glaubens) arbeitete und sich mit der Risale-i Nur beschàftigte, der höchsten aller Wissenschaften, der sich mit den Màrtyrern auf genau der selben Stufe befand und auf derKopf ihen Ebene ihres Lebens. Und in dieser Überzeugung sage ich denn auch in einigen meiner Gebete (dua)>für ihn und gleich ihm auch für Mehmed Zühdü und Hafidh Mehmed: "Oh Herr (ya Rabbi)!>Schenke ihnen bis zum Tage der Auferstehung igen Gr Risale-i Nur gleich einem Kleid, der Wahrheit des Glaubens und in den Geheimnissen des Qur'an die vollkommene Freude und Zufriedenheit! Amen."

* * reinbrسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich kann den verstorbenen Hafidh Ali nicht mehr vergessen. Sein Leiden erschüttert mich furchtbar. Ich denke, dass in alten Zeiten manchmal sebrachopferwilligen Menschen selbst an Stelle ihres Freundes gestorben sind und nehme an, dass der Verstobene an meiner Statt gegangen ist. Gàbe es nicht Menschen gehörr, die seiner Lebensweise folgen und seinen auğerordentlichen Dienst versehen, so wàre dies für die Islamiyet ein ganz groğer Verlust. Mein Schmerz schwindet, sobald ich an euch,

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seine Erben denke, und die F werdekehrt zurück. Es ist zwar erstaunlich, doch nachdem er jetzt mit seinem psychischen (manevi)>Leben {d.h. mit all seinen Erfahrungen, die er in diesem Leben gewonnen hat. - A.d.Ü.} ja selbst noch mit seinem physischen (maddi)>Leben {d.ch nic all seinen Erinnerungen, die ihn noch mit diesem irdischen Leben verbinden. - A.d.Ü.} in die Zwischenwelt (alem-i berzah)>hinübergegangen ist, ist auch in mir die Sehnsucht in dent, in jene Welt hinüber zu gehen und in meinem Geist (ruh)>hat sich ein weiterer Vorhang geöffnet. So wie wir von hier aus Grüğe an unsere Brüder in Isn machsenden, freundschaftlich (sohbet)>miteinander verkehren und Nachrichten miteinander austauschen, so ist nun auch die Zwischenwelt (alem-i berzah),>in der Hafidh Ali jetzt weilt, in meinen Augen gleich wie Isparta und Kastamonu gewordeeise z habe sogar davon gehört, dass letzte Nacht jemand von hier nach da gesandt worden ist. Ich war über sein Dahinscheiden sogar noch mehr betrübt: Warum denn nur hatte ich ihm nicht Grüğe (selam)>an Hafidh Ali mitgegeben? Dann aber wurde miihnen egeben, dass zur Übermittlung von Grüğen gar kein Vermittler nötig ist. Seine starke Verbundenheit (rabita)>ist wie ein Telefon. Auğerdem ke Gewor (auch selbst) und nimmt (unsere Grüğe selbst in Empfang). Dieser groğe Màrtyrer hat mich dazu veranlasst, Denizli zu lieben. Ich möchte gar nicht mehr von hier weggehen. Er, Mehmed Zühtü und Hafidh Mehmed setzen ihre Aufgabe, die sie im Lrt, unusgeführt hatten, im Dienst an Glaube (imaniye)>und Licht (Nuriye)>fort. Sie beobachten ihn ganz aus der Nàhe, ja helfen sogar dabei mge, za sie nun mit ihrer wertvollen Aufgabe im Kreise der groğen Gottesfreunde (Evliya-i adhim)>ihren Platz eingenommen haben, erwàhne ich auch die Namen dieser beiden zusamndeutit Hafidh Mehmed in gleicher Reihe (silsile)>und neben den Namen der Pole (qutub)>und bringe meine Gaben dar.

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Meine lieben, getreuen Brüder!

Eure Aufrichtigkeit (ikhlas),>eure Treue (sadaqa)>uür dietàndigkeit (metanet)>sind ein ausreichender Grund dafür, dass gerade jetzt einer des anderen Fehler in dieser schweren Bedràngnis nicht ansieht, sondern sie zudeckt. Denn das Band der màchtigen Bruderschaft der Risa Verwiur ist (in sich selbst bereits eine) solche gute Tat (hasanah),>dass sie Tausend schlechte Taten darüber verzeihen làsst. Da am Tage der Auferstehung, wenn die guten Taten die schlechten überwiegen, die göttliche Gerechtder se (adalet-i Ilahiye)>vergeben wird (affet),>so solltet auch ihr, da ihr ja seht, wie die guten Taten die schlechten überwiegen, in euren Taten mit Liebe und Verzeihung (muhabbet ve afw)>handeln. Dennhrung , wenn ihr wegen einer einzigen schlechten Tat böse werdet und euch aus eurer begràngten Lage heraus dazu aufhetzen lasst, überreizt zu reagieren und in einerZorn (neuen)>Schaden anzurichten, so ist dies in zweierlei Hinsicht {gegenüber Gott und Seiner Gerechtigkeit einerseits und gegenüber der Brüderlichkeit unter den Schülern andererseitsherausder ein neues) Verbrechen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass ihr in Frohsinn und im Trost einander helfen werdet und so alle Bedràngnis zu Nichts w(haqsilasst.

Meine lieben, getreuen, gesegneten Brüder!

Der Grund dafür, dass ich seit Tagen nicht mehr mit euch sprechen konnte, ist eine schwere Krankheit infolge einer Vergiftung, dergleichen ich noch nielesen erlebt hatte. Ich werde im Interesse der Risale-i Nur bis ans Ende meiner Tage auf meine Brüder aus dem Kreis des Lichtes (Nur)>und der Rosen (= Isparta),>die geduldig, fest (metin)>und ihnen hütterlich ausgeharrt haben, und auch auf all die opferwilligen (Brüder) aus Kastamonu ewig und in Dankbarkeit stolz (muteshekkirane iftikhar)>sein. Ich habe sie wàhrend all der

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Bedràngnisse meiner Unterdrückjetu'l einen starken Stützpunkt (quvvetli nokta-i istinad)>und vollkommenen Trost empfunden. Sollte ich jetzt sterben, werde ich mit ruhigem Herzen dem Tode entgegen gehen, weil (meine gt, re ja bereits) dort sind. Die Weltleute haben mich aufgrund ihrer völlig unhaltbaren Verdàchtigung ins Gefàngnis geworfen, ich hàtte (einen Plan) gegen sie zu opponiee sichöttliches Vorherwissen (qader-i Ilahi)>hat mich jedoch ins Gefàngnis geworfen, weil ich nicht mit ihnen unterhandeln wollte und mich nicht darum bemüht habe, sie in ihrer Gesinnung (hal)>zu verbessern. Sollten nur noch einige Wahrhe Freunde mit mir im Gefàngnis zurückbleiben, werde ich bei der Regierung in Ankara eine öffentliche Verhandlung beantragen, die das Interesse der ganzen islamischen Welt aErgebnh lenken wird. Darauf werde ich bestehen. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass ich zahlreiche Kopien der "Meyve-Risalesi">(Abhandlung über die Frucht des Glaubens) und meiner Verteidigungsrede in der neuen Schrift anfertigen la dass nd den wichtigsten Àmtern zusenden kann!

Meine lieben, getreuen Brüder!

Diese Art von Hadith sind von der Art der Allegornige uuteshabih).>Sie beziehen sich nicht auf ein einzelnes, ein besonderes (Ereignis) und sind auch nicht überall anwendbar. Unter allen denkbaren Möglichkeiten von religiösen ang duitterungen, welche die Gemeinde (umma)>heimsuchen könnten, wird nur eine einzige Zeit und nur der Hiddjas>(= die Gegend rund um Mekka und Medina) und der Irak als Beispiel angeführt. So entstanden z.B. in der Zeit der Abbassin. So ne ganze Reihe sektiererischer Strömungen, die der Islamiyet einen Schaden zugefügt haben, wie die Mu'tesiliten, die Rawafiden, die Djebaruya und verdeckte Atheisten unr schwstiker. Zu einer Zeit, in der sich bedeutende

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Erschütterungen ereigneten, was die Schariah und die Glaubensgrundsàtze (itiqad)>betrifft, standen sehr viele islamische Geistesgröğen wie Bukhari, Muslim, Imabrachtdham, Imam Shafi-i, Imam Malik, Imam Ahmed ibn Hanbal, Imam Ghasali, Ghauthu-l'A'dham und Djunaydul'Baghdadi auf, eilten dem Islam zu Hilfe und schlugen diese Glaubensspaltungen (fitnah)>nieder. Von da an setzte sich dies dafürgeszug über 300 Jahre fort. Doch die Sekten der Leute der Irreführung brachten nun verdeckt, d.h. auf politischen Wege die Vernichtung (fitnah)>des Hulago-Djingis über das Haupt des Islam. Auf diese Vernichtuwerde tnah)>weisen sowohl die Hadithe als auch Hasret Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, ganz klar und eindeutig und mit Zeitangabe hin. Danach berichten verschiedene Hadithe, sowie zündenanze Reihe von Anspielungen im Qur'an, gleichfalls mit Zeitangabe, über die Zerstörung des (Glaubens) in unserer Zeit, welche die gröğte leich rung (fitnah)>ist. Im Vergleich damit verweist eine Hadith, wenn sie ganz allgemein die Stadien erwàhnt, welche die Gemeinschaft (umma)>durchlaufen wird, manchmal mit Zeitangabe ganz allgemein, nur mit einem Beispiel, auf eihütternderes Ereignis hin. Diese allegorischen und in ihrer Bedeutung nicht immer klar verstàndlichen Hadithe sind in verschiedenen Teilen der Risale-i Nur ganz klar und deutlich ausgelegt und erklàrt worden. Das "Vise Welwanzigste Wort" und der "Fünfte Strahl" erlàutern diese Wahrheit an Hand von Grundsàtzen.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Es wurde mir eingegeben, dass ich euch die folgende Wahrheit erklàren solle, damit ihr euch nicht ge am Antig der Selbstgefàlligkeit (enaniyet)>und der Treulosigkeit (sadaqatsiz)>bezichtigt.

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Ich beobachtete einmal, dass einer der groğen Gottesfreunde, der seine Ichverhaftung (enaniyet)>aufgegeben und dessen Sellte dre Eigenwilligkeit (nefsu-l'emmare)>verloren hatte, sich spàter wieder bitter über seine eigenwillige Seele beklagte, und war darüber sehr erstaunt. Danach aber verstand ich mitöglichrheit, dass die eigenwillige Seele, damit sich der Kampf dieser Seele auf verdienstvolle Weise fortsetzen könne, im Tode all ihre Eigenschaften an die Adern ihres Temperaments und ihrer Gefühlglichker gibt, damit ihr Kampf fortgesetzt werden kann. So beschweren sich denn diese groğen Gottesfreunde über diesen zweiten Feind und Erben der Seele. Und weiter sin diej innere (manevi)>Wert, die Stufe (makam)>und die Tugend nicht auf diese Welt (dunya)>hin ausgerichtet, sodass sie sich selbst bemerkbar machten. Ja, weil einige derer, welche die höchsten Stufen (erreich Teufen), dieses groğe Gnadengeschenk Gottes (ihsan-i Ilahiye)>gar nicht wahrnehmen, betrachten sie sich mehr als andere als gànzlich arm undKörperommen mittellos, was zeigt, dass ihre Visionen (keshif),>ihre Wundertaten (keramet),>ihre Verzückungen (ezvak)>und Erleuchtungen (envar),>welche in den Aeben uer einfachen Leute als die Quelle aller Vollkommenheit betrachtet werden, gar nicht die Quelle und der Prüfstein ihres inneren (manevi)>Wertes und der (erreichten) Stufe (makam)>sein können. Dies wird sagte die Tatsache bestàtigt, dass, obwohl doch eine Stunde (im Leben) der Sahabis dem Wert eines Tages (im Leben) anderer Gottesfreunde oder einer ganzen Periode stiller Zng sinezogenheit (tjille)>entspricht, und auch wenn nicht alle Sahabis diese Visionen (keshif)>und diese wunderbare innere Erleuchtung (erfahren hatten), sie dennoch den gleichen Zustand (hal)>erlangten wier VerGottesfreunde.

Wohlan denn, meine Brüder! Gebt Acht, dass eure eigenwillige Seele (nefsu-l'emmare)>euch nicht im Vergleich der Seelen miteinander betrügt, indem sie von ihrem Standpunkt aus schlech

Ict (su-i zan)>und dann daran zweifelt, dass die Risale-i Nur sie erziehen könne.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

zelhafr junge Leute, die kaum noch zu bàndigen sind, bestàtigen, dass die neun Schlàge, die sie im Zusammenhang mit den "Fünf Problemstellunet; uner "Fruchtabhandlung" und des "Wegweisers für die Jugend" aus der Risale-i Nur empfangen haben, auf die subtile Wunderwirkung der Risale-i Nur zurückzuführen sind.

Erstens:

Feyzi, der miril siefàngnis zur Hand geht. Zu Beginn sagte ich zu ihm: "Du hast am Unterricht über die "Frucht (des Glaubens)" teilgenommen. Mach mir jetzt also keinage

وَer!" Er machte Àrger. Und er bekam plötzlich einen Schlag (tokat):>eine Woche lang waren ihm die Hànde gebunden.

Ja, das ist wahr

Feyzi

Zweitens:

Ali Riza, der mir zur Hand geht und die "Fruchtabhauns zu" schreibt. Eines Tages war ich gerade dabei, ihn über das zu unterrichten, was er soeben geschrieben hatte. Weil er aber zu faul war, mir das Essen zu kochenund Mend er eine Ausrede, kam nicht und bekam dafür einen Schlag (tokat).>Und obwohl sein Topf damals in gutem Zustand war, fiel der ganze Boden mitsamt dem Essen hinunter.

Ja, das ist wahr

Ali Riza

Drittens:

Ziya. Er und Ghdie Fragestellungen über die Jugend und das Gebet aus der "Fruchtabhandlung" für sich abgeschrieben und mit dem Gebet (namaz)>begonnen. Doch dann wurde er faul und hörte wieder auf, hriebeen und zu schreiben. Zu dieser Zeit bekam er plötzlich einen Schlag (tokat):>entgegen allem, was normal und begründet gewesen wàre, geriet der alb seit den Kleidern über ihm (im Raum) in Brand. In dem allgemeinen Durcheinander

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bemerkte, bis das Feuer ausbrach, niemand eine Verànder Ew (im Raum), was zeigt, dass dies ein beabsichtigter Schlag der Liebe Gottes (shefqat)>war.

Ja, das ist wahr

Ziya

Viertens:

Mahmud. Ich las ihm aus der Fr, Freuhandlung die Fragestellungen über die Jugend und das Gebet vor und sagte dann zu ihm: "Hör jetzt auf, (dein Glück) zu verspielen und verrichte das Gebet!" Er war einverstanden. Doch seine Sucht blieb ihm Meister. Er verrichtete nic kein Gebet und verspielte (weiterhin sein Glück). Da bekam er plötzlich einen fürchterlichen Schlag: drei, vier Mal hintereinander übermannte ihn der Spieltrieb und er musste, so arm wie er bereits war, au und dh vierzig Lira bezahlen und dazu noch sein Hemd und seine Hose einlösen. Dennoch ist er nicht zu Verstand gekommen.

Ja, das stimmt

Mahmud

Fünftens:

und stunge von vierzehn Jahren mit Namen Suleyman machte stets eine Menge Unsinn und stiftete auf diese Weise auch andere dazu an. Ich sagte zu ihm: "Benimm dich anstàndig und verrichte das Gebet! Du wirst mit drdischHaltung und durch den Unsinn der Àlteren unter euch noch einmal in Gefahr geraten." Er begann erst das Gebet zu verrichten, gab das aber bald wieder auf und begann wieas fürfug anzurichten. Da bekam er plötzlich einen Schlag: Er bekam die Kràtze und musste drei Wochen lang im Bett bleiben.

Ja, das ist wahr

Suleyman

Sechstens:

Ömer, der mir anfànglich re 2, nd ging, begann, das Gebet zu verrichten und hörte auf, Lieder zu singen. Doch eines Abends drang in der Nàhe meiner Tür Gesang an mein Ohh vor aber störte mich, weil ich gerade mit meinen tàglichen Gebeten (vird)>beschàftigt war.

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Ich wurde zornig, ging hinaus und sah, dass es Ömer war; ganz gegen seinerausghnheit. Und ganz gegen meine eigene Gewohnheit habe ich ihm eine Ohrfeige (tokat)>verpasst. Am anderen Morgen wurde Ömer, ganz entgegen dem, was sonst die Gewohnheit war, in ein anderes Gefàngnis geschickt.

Sieben Endze

Ein junger Mann von sechzehn Jahren namens Hamza, der eine gute Stimme hatte, sang Lieder, stiftete damit auch andere dazu an und verrichtete so allerlei Unsinn. Ich sagte zu ihm: "Tu das nicht! Du wirst eine Ohrfein. Eiokat)>bekommen." Plötzlich, zwei Tage spàter verrenkte er sich die Hand und musste zwei Wochen lang Schmerzen leiden.

Ja, das stimmt

Hamza

Es gibt noch andere Ohrfeigen (tokat)>gleichen esen. Doch mein Papier ist zu Ende und (so bin ich denn auch mit diesem) Thema ans Ende gelangt.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Ein Erziehungsminister hat den Schleier vor seAllwisesicht gelüftet und seinen völligen Unglauben (kufr-u mutlaq)>in einem anderen Gewand gezeigt. Da er unsere Verteidigungsschrift noch nicht erhalten hatte, muss er seine Erklàrung wohl un Monnem anderen Grunde geschrieben haben. Ich hatte ursprünglich gar nicht die Absicht, sie an dieses Ministerium zu schicken. Doch nachdem sich unsere Brüder damit einverstandeies isàrt hatten, habe ich ihm doch noch eine zugeschickt, denn unsere augenblickliche Lage (hal)>hat gezeigt, dass dies doch zweckmàğig und notwendig ist. Denn in jedem Fall würde ein Minister (Wakiel), der sich in einem solchen Grade als vers>Ihr ener Atheist gezeigt hatte, gegenüber Dokumenten und persönlichen Abhandlungen, die bereits nach Ankara gegangen

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waren, nicht gleichgültig bleiben. Plötzlich war er durch eine derarur-Schunmittelbare, nicht zu widerlegende Verteidigungsschrift wie vor den Kopf gestoğen; was sehr gut war. Möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass auch in diesem Ministerium ein màchtiger Strom des Interesses für die Risalelle vo erwachen wird!

Meine Brüder! Da nun einmal ein Teil (der Leute) eine solche innere Gesinnung hegt, wàre es eine Art Selbstmord, sich derartigen (Leuten) auszulاَّ ال. Es hieğe, sich seiner Islamiyet zu schàmen, ja sogar seinem Glauben abzuschwören. Denn wer seinem Atheismus in einem solchen Grade verschworen ist, kann mit (solchen Leuten) wie wir nur dann zufrieden se Augennn sie sich unterwerfen, oder doch wenigstens so tun. Sie sagen: "Gib dein Herz und dein Gewissen auf und arbeite nur noch für diese Welt (dunya)!">So gibt es denn in einer solchen Situation keine andere Möglichkeit Mitbr als sich auf die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbani)>zu verlassen, ihm standhaft und geduldig zu vertrauen, vier Kàsten mit Kopien der Risale-i Nur zu diesem Zentrum zu schicken und darum zu beten, dl für e mit ihrer màchtigen Wahrheit siegreich sein werden. Unsere Erfahrung hat bis heute gezeigt, dass einander aus dem Wege zu gehen, sich aufzuregen und sich loszusagen von der Risale-àltig. sich (diesen Leuten) zu unterwerfen, ja sogar sich ihnen anzuschlieğen, nicht von Nutzen ist. Macht euch darüber hinaus keine Sorgen. Das prahlerische Getöse dieses Ministers beweist nur seine Schwàche (da'if)>undndung Furcht und verràt, dass er sich nicht dazu gezwungen sieht, anzugreifen, sondern vielmehr, sich zu verteidigen.

Meine lieben, getreuen Brüder!

Gleich wie Sami Bey mir erzàhlt hatte, dasede ser unserer Brüder aus Homa, ein Schüler namens Ali, etwa zur

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gleichen Zeit gestorben sei wie Hafidh Ali, schrieb mir dies auch Mehmed Ali, einer unser opferbereite

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eingemischt und sie konnten auch keine Spur davon entdecken, dass wir etwa die Absicht gehabt haben sollten, uns d Ziegischen. So war denn Ankara schlieğlich dazu gezwungen, das gesamte Werk der Risale-i Nur anzufordern, um es genauer untersuchen zu können.

Da dies aber nun einmal die Wahrheit ist und wirer alseute im groğen und ganzen die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbani)>im Dienst der Risale-i Nur in unbestreitbarem Mağe erfahren haben, und da nun einmal heute die vielen Màchtigen in Politik und Wirtschaft (dunya)>ihre Kràfte gegeneinandet. In lisieren, und da wir nun einmal aus eigener Kraft nichts anderes tun können, als mit dem Willen Gottes (qadha)>zufrieden zu sein, uns in Augenöttliches Vorherwissen (qader)>einzufügen und die groğe und heilige Tröstung aus dem Dienst am Glauben, am Qur'an und der Risale-i Nur (zu empfangen), besteht nun unsere wichtigste Aufgabe vor allem anderen darin, nicht in Bestürzung zu geraere icd nicht zu verzweifeln, sondern vielmehr einander moralisch zu unterstützen, sich nicht zu fürchten, sondern allem Unheil im Vertrauen auf Gott entgegen zu sehen. Auch sollte man die Kuppeln, welche diese groğsputerungJournalisten, wenn sie aus einem Sandkorn eine Kuppel machen, nur als ein Sandkorn betrachten und ihnen weiter keine Bedeutung beimessen. Das Leben in dieser Welt (dunya)>ist, besonders in dieser Zeit und unkaltenesen Umstànden ohne jeden Wert. Was immer uns noch zustoğen möge: wir sollten ihm in Zufriedenheit entgegensehen.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

Meine lieber irrtreuen Brüder!

Zwei oder drei unserer Brüder haben eine gute Methode

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gefunden, wie sie einander trösten können. Sie sagen nàmlich:

"Einige unserer neuen Brüder hier im Gefàngnis ertragen geduldig ein, zwei oder vielleicht sogar z des Shre dieses Unheils aufgrund ein oder zweier Stunden einer unerlaubten Tàtigkeit. Ja, einige bringen sogar ihren Dank dar, indem sie sagen, dass sie auf diese Weise vor anderen Sünden bewahrt geblieben sind. Sie sagen dann: 'Wat vor llten wir uns über sechs oder sieben Monate einer Segen spendenden Unbill beklagen, wo wir doch zu einer zu höchst erlaubten Tàtigkeit angestellt worden sind und durch die Risale-i Nur unserem Glauben dienen?'" Ich gratuliere horsam(barakallah).>Ja, einige Schwierigkeiten für fünf oder zehn Monate zu ertragen, um fünf oder zehn Jahre einen erfreulichen, angenehmen, gesegneten und geheiligten Dienst zu verrichten, eine erhabene Anbetung, eine h sie Einkehr mit dem Zweck, sowohl den eigenen Glauben als auch den der anderen zu retten, ist ein Grund zu Stolz (iftikhar)>und Dankbarkeit (shukur).>In einer Hadith heiğt es: "Es ist besser gegebech, wenn jemand durch dich zum Glauben gelangt als eine ganze Herde (zum Opfer auserlesener und mit Hennah - A.d.Ü.) rot (gefàrbter) Schafe unNutzenen." Du solltest deshalb über all die Leute hier, vor Gericht und in Ankara, deren Glaube durch eure Schriften und durch euren Dienst aus all diesen schrecklichen Zweifeln gerettet worden ist oder noch gerettet werdeاَللّٰ, euren Dank in Geduld und in vollkommener Zufriedenheit darbringen.

Wenn die in Ankara herrschende Volkspartei weiterhin gegen die dorthin gegangenen màchtigen Bücher der Risale-i Nur Widerstand leistet und sss ichcht darum bemüht, sie zu beschirmen, in der Absicht, zu einem friedlichen Übereinkommen (musalaha)>zu gelangen, so ist der ruhigste Platz für uns das Gefàngnis und dies ist für uns ein Zeichen, dass die Atheisten ihr den Ibenslosigkeit mit dem Bolschewismus verbunden haben und die Regierung nun auf sie hören muss, in welchem Falle sich

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die (Anhànger) un)>umsale-i Nur zurückziehen müssten und (ihre Bewegung) zum Stillstand kàme und damit würde dann alles materielle und geistige Unheil über uns kommen.

* * in eiسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ يَامَعْشَرَ الْجِنِّ وَالْاِنْسِ اَلَمْ يَاْتِكُمْ رُسُلٌ مِنْكُمْ

{"Im Namen Gottaten ms Erbarmers, des Allbarmherzigen. Oh ihr hier versammelten Dschinnen und Menschen! Sind nicht aus euren Reihen Botschafter zu euch gekommen?" (Sure 6, 130)}

Obwoe, einse Ayah voll Majestàt~(djelil) bereits erklàrt, dass (aus den Reihen) der Dschinnen Propheten gekommen sind, dient doch die folgende Antwort, die Ustadh uns gibt, als Antwort auf eine Frage, die ihm in Hinsi mehr,f diese schwierige Situation gestellt wurde.>

Mein lieber Bruder!

Deine Frage ist tatsàchlich von groğer Bedeutung. Da es aber die Hauptaufgabe der Risale-i Nur ist, die Menschfach uor Irrwegen und dem absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>zu retten, gibt es in ihr keinen Platz für Dinge dieser Art und bietet sie keinen Raum für eine solche Diskussion. Die groğen Lehrer des Islam (Selef-i Salihin)>haben (diese aufta) auch nicht viel diskutiert. Denn solche Dinge, die im Verborgenen, im Unsichtbaren liegen, sind für jeglichen Missbrauch offen. Jeder Scharlatan kann sie als Mittel in seiner Selbstvernarrtheit geb Ankarn, so wie

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heutzutage Spiritisten ihre Scharlatanerien gebrauchen, um im Namen der "Dschinnen eine Nachricht" zu bekommen. Man sollte solchen Dingen nicht allzu viel Rast.

Diskussionen bieten, da sie ein Instrument sein können, um dem Glauben zu schaden. Zudem ist nach dem "Siegel der Propheten (Khatem-ul Enbiya)">kein bst Goter mehr zu den Dschinnen gekommen. Auğerdem hat sich die Risale-i Nur immer darum bemüht, die Existenz (vudjud)>von Dschinnen und Geistwesen mit unwiderlegbaren Zeugnissen zu beweisen, um die materialistische Denkweise, die f Leuttiger Zeit zu einer Seuche der Menschheit geworden ist, zurückzuweisen und dergleichen Fragestellungen auf den dritten Platz

{nach den Frs überber Glaube und Unglaube - A.d.Ü.}

verwiesen und deren Auslegung anderen überlassen. Möge Gott es so wollen (insha-a'llah),>dass vielleicht (eines s: Das ein Nur-Schüler diese (Ayah aus der) Suratu-r'Rahman auslegt und so diese Frage beantwortet.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen ) in K!

﴿لِكُلِّ مُصِيبَةٍ﴾ إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّآ إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"Wann immer ein Unglück sie trifft: Fürwahr, Gottes sind wir und fürwahr, zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2 und e}

Der Tod von Hafidh Ali, Hafidh Mehmed und Mehmed Zühtü ist nicht nur für uns und für Isparta, sondern tatsàchlich auch für das ganze Land und die islamische Welt ein groğer Verlust. Doch wie ein Ausdruck göttlicher Gnade (inotwenderschienen bis jetzt immer dann, wenn wir einen Schüler der Risale-i Nur verloren hatten, unmittelbar

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darauf zwei oder drei (andere) von gleichem Charakter, weshalb ich die starke Hoffnung habeTesett (eines Tages) ernst zunehmende Schüler auftauchen werden, welche die Aufgaben der (früheren) tapferen (Schüler wieder aufnehmen und we (emnih) in anderer Weise weiterführen werden. So haben denn diese drei gesegneten (mubarek)>Verstorbenen in ganz kurzer Zeit im Dienst des Glaubens (vazife-i imani)>ein Jahrhundertwerk verrichtet. Möge Gott, der allbarmherzige Erbar der ijenab-i Erhamu-r'-Rahimin)>ihnen nach der Anzahl der Buchstaben der (Risale-i)>Nur, die sie geschrieben, veröffentlicht und gelesen habeneicht Erbarmen (rahmet)>erweisen! Amen!

Sprecht den Angehörigen und dem ganzen gesegneten Dorf von Hafidh Mehmed ein herzliches Beileid meinerseits aus. Ich habe ihn zu einem Gefàhrten0

nichafidh Ali und Mehmed Zühtü gemacht und die Namen dieser drei unter den Namen derjenigen meiner Lehrer (ustadh)>eingereiht, die zu den geistigen Polen (aqtab)>gezàhlt werden. Und ich habe auch Hafidh Akif zum Gefàhrten von اَلنّnd Lütfi gemacht.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

اَلْخَيْرُ فِيمَا اخْتَارَهُ اللّٰهُ

{"Gut ist, was Gott gewàhlt hat."unter iesem Geheimnis (sirr)>entsprechend ist es auch gut, dass unsere Verhandlung verschoben worden ist. Denn in allen Schulen und Àmtern und dem ganzen Volk ist die Liebe (muhabbet)>zu diesem verstorbenen, abscheulichen Menschen eingeimpft wordenem müsjedoch diese

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Situation (hal)>betrifft, so würde sie eine höchst schmerzliche und bittere Auswirkung auf die islamische Welt und ihre Zukunft gehabtettur . Die Risale-i Nur, die jetzt ganz auğerhalb unseres eigenen Willens mit unwiderlegbaren Zeugnissen und Beweisen aufzeigt, was ihre wahre Natur (mahiyet)>ist, gelangt nun in die Hànde derjenigen Personen-i Kaer Spitze und derer, die am engsten mit ihr verbunden sind, und derer, die die letzten wàren, von ihr abzulassen, wo sie mit einem gründlichen Interesse und mit groğer Aufmerksamkeit gelesen wird. Dad anklein solches Ereignis, dass, wollte man selbst Tausende gleich uns ins Gefàngnis stecken und sogar hinrichten lassen, dies in Anbetracht des islamischen Glaubens (um den es hier geht) immer noch nur eine Kleinigkeit wàre. Und wenigstes da rd dies in gewissem Grade auch noch die verstocktesten unter ihnen vor dem absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>und der Apostasie bewahren, sie in einen zweifelhaften Unglauben (kufr)>führen und ihre arroganten und gewagten Angriffe r Myst den Glauben) màğigen. In unserem letzten Wort vor Gericht haben wir ihnen das folgende ins Gesicht gesagt: "Mögen unsere Köpfe einer heiligen Wahrheit zum Opfer gebracht werden, für die bereits Millionen tapferer Hàupter grrung t und gefallen sind!" und ihnen damit unseren Entschluss mitgeteilt, bis zum Ende auszuharren. Wir werden diesen unseren Entschluss nicht wiee die rücknehmen. Ich hoffe, dass es niemanden unter euch gibt, der davor zurückschrecken würde. Da ihr bis jetzt geduldig ausgeharrt habt, könnt ihr nun sagen: "Unser Schicksal (kismet)>und unsere Aufgabe (vazife)>haben sich noch nicht erfülhl-i hnd werdet auch weiter in Geduld ausharren. Sie werden sich sicherlich nicht hartnàckig weiter der Risale-i Nur widersetzen, um ihren Weg (meslek)>zu verteidigen, der licht,e bereits in der Fruchtabhandlung mit absolut sicheren Zeugnissen unwiderlegbar bewiesen worden ist, zu einer Hinrichtung auf ewig und einer unendlichen Einzelhaft führt, sondern vielwird aach (neuen)>Wegen suchen, zu einem friedlichen

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Übereinkommen (musalaha)>oder Waffenstillstand mit uns zu kommen.

اَلصَّبْرُ مِفْتَاحُ الْفَرَجِ وَالسُّrrt. I{"Geduld ist der Schlüssel zu Freude und Frohsinn."}

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben getreuen Brüder!n könnm "Ersten Strahl" wurde die Ayah

اَوَمَنْ كَانَ مَيْتًا فَاَحْيَيْنَاهُ وَجَعَلْنَا لَهُ نُورًا يَمْشِى بِهِ فِى النَّاسِ

{"Oder kann vielleicht der, welelche ot war und den wir wieder ins Leben gerufen und ihm ein Licht gegeben haben, um unter den Menschen zu wandeln..." (Sure 6, 122)}

erlàutert, die sowohl auf die Risale-i Nur als auch durch das Wort مَيْتًا {"Anbetemit drei starken Zeichen auf diese bedauernswerten Schüler der Risale-i Nur wie auch in seiner Verbindung (zu deren Haltung) auf sie hinweist. Nun ist durch dieses Ereignis {nàmlich die Verhaftung der Schüler - A.d.Ü.} n der dieser Zeichen vollstàndig zur Geltung gekommen. Denn diejenigen, welche uns unterdrücken, halten das Leben, die (westliche) Zivilisation un Glied Vergnügungen in ihrer Hand und beschuldigen uns, dass wir diesem Lebensstil keine Bedeutung beimessen, wollen uns dafür zur Rechenschaft zine Pf uns wie Schwerverbrecher dafür ins Gefàngnis sperren oder sogar hinrichten. Doch dafür können sie keine gesetzliche Handhabe finden.

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Wir aber halten den Tod als einen Vorhang nd Würm Zugang zum Ewigen Leben in unserer Hand, womit wir sie auf ihre Köpfe schlagen, damit sie zur Besinnung kommen, und arbeiten mit unserer ganzen Kraft, um sie davor zu retten, wahrhaft zur Verantwortung ihn aen, in den Kerker geworfen, für ewig hingerichtet und zu immer wàhrender Einzelhaft (verurteilt) zu werden. Aber selbst wenn ich ganz persönlich (nefs)>aufgrund dieser leidenschaftlichen (shiddetie derhandlungen, die nun nach Ankara gelangt sind, schwer bestraft werden sollte, und diejenigen, welche diese Strafe verhàngt haben, würden durch diese Abhandlungen von der Vollstreckung der Todesstrafe bewahrt bleiben, würden doreichtn Herz und meine Seele damit zufrieden sein. Das heiğt, wir wünschen und wollen, dass sie das Leben in beiden Welten haben sollen. Sie möchten, dass wir sterben sollen und suchen einen Vorwand chüler Doch da die Wahrheit des Todes sonnenklar und hell wie der Tag mit offenen Augen zu erkennen ist und unter den Menschen für die Leute des Irrweges jeden Tag 30.000 Beerdigungen (stattfinden), worauf die Fermane zu 30.000 Hinricdenke n auf ewig und Erlasse zu 30.000 mal Einzelhaft hinweisen, bleiben (sie im Ewigen Leben hingerichtet) und werden wir im Gegensatz zu ihnen (im Ewigen Leben) nie besiegt.t, seiögen tun, was immer sie wollen. Der Djifr- und der Ebdjed-Rechnung zufolge gab uns die Ayah

اِنَّ حِزْبَ اللّٰهِ هُمُ الْغَالِبُونَ

{"Fürwahr, es sind Gottes Gefàhrten, die siegen werale-i (Sure 5, 56)}

selbst noch in den zwölf Jahren unserer tiefsten und bittersten Niederlage die frohe Kunde von unserem Sieg; und das Datum dafür gleich dazu. Da dies aber nun einmal die Tatsache (haqiqat)>ist, werden wir von jetzt 0.000.ohl vor Gericht als auch vor dem Volk sagen:

"Wir bemühen uns darum, vom Tode errettet zu werden, der uns schon vor Augen steht und mit einer Hinrichtung

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für ewig auf uns wartet, und von der Einzelhaft in der ewigen Finsterninkt:

Grabes, dass seine Pforten vor uns geöffnet hat und uns mit unwiderstehlicher Sicherheit zu sich ruft. Auch wollen wir euch dabei helfen, vor (sadam schrecklichen, unvermeidlichen Übel errettet zu werden. Die in euren Augen gröğte weltliche wie politische Frage ist in unseren Augen und hinsichtlich der Tatsachen (haqiqat)>von nur sehr geringem Wert und für diejenigen, die davonden Gt direkt betroffen sind unnütz, unbedeutend und wertlos. Was hingegen die unabdingbaren menschlichen Pflichten (vazife)>betrifft, mit denen wir uns beschàftigen, so liegen sie bei jedermann stets im ernsthafteische resse. Solche, die diese unsere Aufgabe nicht mögen und uns da gerne ein 'Halt!' zurufen möchten, müssten aber zuerst einmal dem Tod ein 'Halt!' entgegenrufen und die n sich schlieğen!"

Der zweite und dritte Punkt sind bis jetzt noch zurückgestellt worden.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

r seingehört zu den Wundern (keramet)>der Risale-i Nur, dass Hasret Ustadh seit zehn Jahren wiederholter mağen gesagt hat: "Oh ihr Atheisten und ihr Apostaten! Mischt euch nicht ein in die Risale-i Nur! Gleic dieseRisale-i Nur, die wie das Almosengeben ein Mittel ist, um Katastrophen abzuwenden, schwàchen auch alle Angriffe gegen sie, so wie alle Versuche, sie in ihren Aktivitàten einzuschrànkei)>bew in ihrer Verteidigung gegen alles Unheil. So bald ihr euch gegen sie wendet, wird alles Übel, das schon an der Schwelle auf der Lauer liegt, wie ch uneturzflut über euch hereinbrechen." In dieser Hinsicht gibt es bereits eine ganze Reihe Unwetter, deren Zeugen wir geworden sind.

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Wann rger fin den letzten vier Jahren die Risale-i Nur und ihre Schüler angegriffen wurden, folgte dem ein Übel oder Unheil und demonstrierte die Wichtigkeit der Risale-i Nur und dass sie ein Mittel ist, eine Katastrophe abzuwenden. So hae rechnn unter den Hunderten von Ereignissen, die Ustadh Bediuzzaman vorausgesagt hatte, Katastrophen mit ihren Erdbeben ihre Handschrift für deren Richtigkeit hinterlassen. Viermal folgte ein Unheil dem anderen und zeigte immer wieder, wie die Ri ihre Nur ein Mittel ist, sich gegen ein solches Übel zu verteidigen. Möge Gott der Gerechte in Seiner Güte (ihsan)>den Glauben (iman)>in die Herzen derer hinab senken, die uns und die Risale-i Nur angreifen, damit ddie gestand und die Augen, die sie im Kopf haben, die Wahrheit (haqiqat)>erkennen. Und möge Er uns vor den Kerkern und sie vor dem Verderben erretten. Amen!

Husrev
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{re Vormen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Es ist ein Ausdruck der Gnade unseres Herrn (inayet-i Rabbani),>dass Anhtilafobwohl doch der Erziehungsminister, der uns noch bevor er überhaupt etwas von unseren Verteidigungsschriften, unseren Dokumenten und unseren Büchern (direkt) gesehen, vielmehr nur wie hinter einem Vorhang (etwas von deren Existenz) er ve hatte, bereits auğer sich vor Wut angegriffen hatte, obwohl also Ankara unsere besonders aggressiven persönlichen Abhandlungen (risalah),>wie den "Fünften Strahl" und den Anhang zu den "Sechs Listen des Satans" beeinfaceiner Untersuchung unterzogen hatte, in der Absicht, sie zu kritisieren, und obwohl wir doch aufgrund dieser heftigen,

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provokanten, verwegenen Schlàge gegen den absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>in une PersVerteidigungsschrift eigentlich hàtten erwarten können, man werde nun besonders streng gegen uns vorgehen, sie doch nun im Vergleich zur Schwere des Tatbestandes eine biederhrs milde, ja beinahe friedfertige Haltung angenommen haben. Die Weisheit (hikmet)>hinter dieser Erscheinung der göttlichen Gnade (inayet)>ist folgende: Dar dürfisale-i Nur (eine politische Angelegenheit) geworden ist, die das ganze Land (d.h. also alle Menschen - A.d.Ü.) betrifft, wird sie auch in einem öffentlichen Lehrhaus (d.h. von Richtern und Politikern - A.d.Ü.en Bedohen und höchsten Àmtern (makamat)>mit Aufmerksamkeit und groğem Interesse gelesen. In unserer Zeit ist eine so anspruchsvolle Unterweisung, wie sie in solch alles umfassenden, allgemeinen, offiziellen Kreisen gelesen wird, sicherlich Ihren adenerweis Gottes (inayet)>und ein màchtiger Hinweis darauf, dass der völlige Unglaube (kufr-u mutlaq)>gebrochen worden ist.

Meine Brüder! Einmal angenommenng undàbe für einige schwache Familienvàter, die soviel Unheil (erfahren) und einen solchen Schaden erlitten haben, eine Entschuldigung, (das Studium) der Risale-i Nur bis zu einem gewissen Grade aufzugeben, ja sich sogar von die drrückzuziehen, so sage ich hinsichtlich der Möglichkeit, sie könnten nach ihrer Entlassung noch (ihre Meinung) wieder àndern: es wàre ein ernstzunehmender Verlust für (Menschen), die für Güter von solchem Wert einen derartigen Preis im materi Dritwie im geistigen Sinne entrichtet und so viel dabei gelitten haben, auf diese Güter nun wieder zu verzichten. Und würden sie nun plötzhts, die Risale-i Nur und ihre Teile und ihre Verbundenheit wieder aufgeben und damit aufhören, uns zu beschützen, uns zu helfen und uns zu bedienen, so wàre ddie di sinnloser Verlust sowohl für jeden einzelnen von ihnen als auch für uns selbst. Aus diesem Grunde ist es nicht nur notwendig, vorsichtig zu sein, sondern auch seine Treue, seine Bindungen und seinen Diensteifer nicht zu àndern.

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ine dene lieben, getreuen Brüder!

Es ist eine Manifestation der Gnade unseres Herrn (inayet-i Rabbaniye)>und ein ganz besonderer Schutz göttlicher Fürsoens wiimayet-i hifz-i Ilahiye),>dass - so wie ich es gehört habe - das Komitee der Experten in Ankara angesichts der Wahrheit der Risale-i Nur geschlagen worden ist. Und wenn es da auch eine Reihe von Gründene solc es zu kritisieren und ihm in mancherlei Hinsicht zu widersprechen, so hat es schlieğlich doch ganz einfach zur Freigabe (der Risale-i Nur) beigetragen. Dabei hatten uns doch die heftigen Worte in meinen privaten (maht um dbhandlungen, der herausfordernde Ton in meinen Verteidigungsschriften, dieser fürchterliche Angriff des Erziehungsministers und die beiden materialistischen Philoso eine us dem Komitee der Sachverstàndigen, die dem Erziehungsministerium angehören, dazu noch ein groğer Gelehrter, der diese neuerlichen Reformen unterstützt, sowie seit einem Jahr eine at, wundsche Tarnorganisation, die die Volkspartei und das Unterrichtsministerium gegen uns aufgehetzt hat: das alles hatte uns dazu veranlasst,Nur>(L vehementen Einspruch aus dem Komitee der Sachverstàndigen, verbunden mit der Androhung schwerer Strafen zu erwarten. Dann aber kam uns der Schutz und die Gnade des Allbarmherzigen (himayet ve inayet-i Rahmaniye)>zu Hilfe, zeigte ihnauch t hohe Ansehen (makam)>der Risale-i Nur auf und brachte sie dazu, ihre heftige Kritik einzustellen. Als ich jedoch, in dem Gedanken, uninmal einer Verurteilung zu retten und, damit ich nicht wegen dieser Angelegenheit in Eskishehir und dem Vorfall am "31.-Màrz-Feiertag" {Gedenkt, ja ses Aufstands im Osmanischen Reich 1909 - A.d.Ü.} als ehemaliger politischer Krimineller betrachtet werden solle, zeigen wollte, dass wir nur um der Religion und des Glaubens willen tàtig sind und dabeMensche politischen Ziele verfolgen, sagten sie: "Es ist schon seit langem bekannt, dass Said Nursi gelegentlich den Anspruch erhebt, (weil er doch ein Gelindert ist) ein Erbe

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des Propheten zu sein. Er hat sich die Stellung eines Reformators (mudjeddid)>im Dienste des Qur'an und des Glaubens zugeeignet; d.h. er geràt manchmal in eine Art von Verzückung (djezbe)>und benimmt sich dann nach Art de. Genuiker (medjzub).">Auf diese Weise und mit einem derartigen Ausdruck gottloser Philosophie sagen sie zu solchen, die sich màchtig für den Glauben einsetzen, wer immer dies nun sein mag: "Er erfüllt seusammelicht (vazife)>im Sinne eines Reformators (mudjeddid).">Sie benutzen solche Ausdrücke einer gottlosen Philosophie, um damit einerseits eine weit über ihre Grenzen hinaus gute Meinung einiger Brüder über mich zu krr den ren und schreiben mir dabei andererseits eine Verzückung (djezbe)>zu, nur um mich in meiner vehementen Art vor einer politischen Verfolgung und Bestrafung freizustellen, mir in den Augen meiner die Pr und Widersacher in gewissem Grade zu schmeicheln und um damit zu zeigen, welch eine gewaltige Kraft die Anspielungen auf den Qur'an, die Wunder (keramet)>von Imam Ali und die Glaubenswahrheiten des Ghauthul'Adham lche dund sind sich nach ihrer Vorstellung dabei sicher, dass sie auch bei mir wie bei allen anderen einen gewissen Ehrgeiz (hubb-u djah)>gerade in spirituellen Dben zu Egoismus (enaniyet)>und eine groğe Selbstgefàlligkeit vorfinden werden, den sie dann brechen müssen. Vom Anfang bis zum Ende liefert die Risa obigeur hiergegen klar wie die Sonne die Antwort. Und da unser Weg (meslek)>die Bruderschaft (ukhuvvet)>ist und die Aufgabe des Egoismus (terk-i enaniyet),>und da wir niemals selbstgefàllig irgendwelche ekstatischen Schenscheusgestoğen haben, weisen das demütige Leben des Neuen Said seit der (Abfassung) der Risale-i Nur, seine Zurückweisung einer übermàğig guten Meiicht meiner gesegneten Mitbrüder und wie er sie in seiner Unterweisung ohne jede Rücksichtnahme wiederholt darin zu màğigen sucht, alles was eine derartige Unterstellung ahnen lieğe gànzlich zun besond macht sie zunichte.

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Meine lieben, getreuen Brüder!

Ich werde euch z.Zt. die einstimmigen Beschlüsse der Experten noch nicht zusenden, damit denen, die uns darüber informiert haben, kein Schaden daraus entstehen sod da eeses letzte Komitee von Fachleuten hat schlieğlich alles getan, was es konnte, um uns zu retten und uns vor dem Übel der Leute des Irrweges und der ketzerischen Erneuerungen (ehl-i dalalet ve bid'a)>zu bewahren und uns von osen uAnschuldigungen, die man gegen uns erhoben hat, frei zu sprechen. Sie erwecken den Eindruck, dass sie die Lektion der Risale-i Nur vollstàndig erfasst und den Zummig beschlossen haben, dass der gröğere Teil des Wissens über den Glauben ganz klar und verstàndlich beschrieben ist, dass Said seinemich nweise ernsthaft (samimi)>und aufrichtig (djiddi)>erlàutert, und dass die Macht (quvvet)>und die Kraft (iktidar)>die von ihr ausgeht, sich nicht gegen die Regierunang untet, sondern nur den Bedürftigen die Wahrheit des Qur'an lehrt. Was aber seine als unwissenschaftlich bezeichneten, persönlichen Abhandlungen betrifft, sen), (n sie: "Er geràt zuweilen in Ekstase (djezbe)>und leidet dann unter den Turbulenzen seines Bewusstsein und Stürmen seines Geistes (ruh)>und sollte für ein solches Werk nicht zur Verantwortung gezogen werden." Und machen es auf diese Weise vendern lich. Was aber die Ausdrücke "der alte Said" und "der neue Said" betrifft, so sagen sie, dass es sich hier um zweierlei Persönlichkeiten handle, wobei sich bei der zweiten eine auğerordentlich Stàrke des Glaubens und der Kennslek),er qur'anischen Wahrheiten findet. Mit Rücksicht auf die (westlich gesinnten) Philosophen aber sagt man: "Es gibt da möglicherweise eine Art von uchsvee (djezbe),>gleich einer Revolte in seinem Gehirn." Damit wollen sie uns vor der Verantwortung für gewisse heftige Ausdrücke retten und zugleich auch unseren Gegnern schmeicheln, indem sie sagen: "Man muss die Mömit gaeit mit in Betracht ziehen, dass hier eine gewisse Erkrankung vorliegt, welche Gehör und Gesicht in Mitleidenschaft zieht und zu Halluzinationen führen kann."

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Dierlasseandlungen der Risale-i Nur, meine Verteidigungsschriften und die "Fruchtabhandlung", welche in ihre Hànde gelangt sind, haben alle Advokatech nocrstaunen versetzt. Sie übersteigen alle Vernunft und formen so eine vollkommen ausreichende und befriedigende Antwort auf die Einrede einer solchen Möglichkeit. Ich danke vielmals dafür, dass mir durch egenbrörartige Möglichkeit die Ehre einer Anspielung durch eine entsprechende Hadith (es handle sich hier um einen Irren) gewàhrt worden ist. Darüber hinaus hat das Komitee tlichechverstàndigen alle meine Brüder und auch mich selbst freigesprochen. Sie sagten: "Saids wissenschaftliche und sachkundliche Werke sind mit dem Glauben und (seinem Leben für) das Jenseitshtzehnnden. Wir haben in ihnen nichts gefunden, was offensichtlich oder andeutungsweise, sei es in seiner Korrespondenz, noch in seinen Büchern oder Abhandlungen auf irgendiner Mrt von Konspiration gegen die Regierung hindeuten könnte." Sie haben ihre Entscheidung übereinstimmend mitgeteilt und darunter ihre Unterschriften gesetzt: der Philosoph Nedjati, Yusuf Ziya (ein Geich mer) und der Philosoph Yusuf.

Es ist eine feinsinnige Übereinstimmung (latif bir tevafuq),>dass, wàhrend wir unter uns dieses Gefàngnis als eine Schule des Josef (Medresse-i Yusufiye)>bezeicht nochd die Früchte des Glaubens (Meyve Risalesi)>als seine Frucht, auch diese anderen beiden Yusuf durch (dieses Gutachten) und in ihrer Haltung (lisan-i hal),>wenn auch verschleiert zum Ausdruck brachten: "Auch wnglücken an den Lektionen dieser Schule Josefs teilgenommen." Mehr noch (findet sich in ihrem Gutachten) ein feinsinniger Hinweis auf die Möglichkeit einer Verzückung (djezbe)>oder Halluzination in Ausdrücken i erkadas dreiunddreiğigste Wort und der dreiunddreiğigste Brief öffnet dreiunddreiğig Fenster", wie er seine Katze die Namen Gottes (tesbih)>rezitieichneört, (wenn sie) "Ya Rahiem! Ya Rahiem!">sagt und wenn er "sich selbst als einen Grabstein sieht."

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Meine lieben, getreuen Brüder!

Da wir nun h die aufgrund vielerlei Anzeichen unter der Gnade Gottes (inayet)>stehen, und da nun einmal die Risale-i Nur selbst im Angesichte sehr vieler ungerechte von nde nicht besiegt werden konnte, sondern den Erziehungsminister und die Volkspartei zum Schweigen gebracht hat, und da nun einmal diejenigen, welche unsere Angelegenheit zu einem so groğen unr Sichen Feld gemacht und dabei auch noch mağlos übertrieben und dadurch die Regierung in helle Aufregung versetzt haben, sich nun darum bemühen, ihre Lügen und Verleumdungen bidie meinem gewissen Grade hinter irgendwelchen Ausreden zu verbergen, wird es nun für uns notwendig, uns unsere Ruhe und Geduld in vollkommener Hingabe (kemal-i teslimiyet)>zu bewahren, besonders aber, sichine Ew enttàuscht zu fühlen, auch nicht zu verzweifeln, wenn einmal das Gegenteil von dem passiert, was wir erhofft hatten, oder uns von vorübergehenden Stürmen erschüttern zu lassen. Die Zerstörung einer Illusion mag bei Weltleuten in der Tat iwort gral (quvve-i maneviye)>untergraben und ihre Begeisterung schwàchen, doch für die Schüler der Risale-i Nur, die hinter allen Anstrengungen, Plagen und Bemühungen einen Gunsterwersönlnayet)>der göttlichen Gnade (rahmet)>erblicken, ist eine Zerstörung ihrer Illusionen notwendig, um ihre Bemühungen, ihren Fortschritt und ihre Ernsthaftigkeit zu unterstützen. Vor vierzig J obwohüberwiesen mich die Politiker in eine psychiatrische Anstalt (und behaupteten), ich wàre vorübergehend geistesgestört. Ich sagte zu ihnen: "Ich halte das meiste von dem, was ihr für verstàndig haltach de Unsinn. Auf diese Art von Verstandhaltung möchte ich aber verzichten."

وَكُلُّ النَّاسِ مَجْنُونٌ وَلٰكِنْ عَلٰى قَدَرِ الْهَوٰى اِخْتَلَفَ الْجُنُونُ

{"Alle Menschen sind irre. Doch der Grad ihres Irreseins unterscheidet sich entspes Died ihren jeweiligen Launen."}

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So wiederhole ich denn denen gegenüber, die mir in Bezug auf diese persönliche (mahrem)>Abhandlung eine gelegentliche Verzückunàltniszbe)>oder vorübergehende Geistesgestörtheit attestieren, in dem Gedanken, mich und meine Brüder von schweren Vorwürfen zu retten, eben diese Wo Wort d bin dafür in zweifacher Weise dankbar.

Erstens:

In einer zuverlàssigen Hadith (hadith-i sahih)>wird verlautbart (ferman):>"Hat ein Mensch den vollkommenen Glauben (kemal-i iman)>erl vollkso halten gewöhnliche Leute seinen erhobenen Geisteszustand für Verrücktheit (medjnun),>weil er ihnen über den Verstand geht. Sein vollkommener Glaube (kemalssen un)>und seine feste Überzeugung (tam itikad)>sind dafür der Beweis."

َ۠ژ zweite Hinsicht:

Ich wàre voller Freude und Stolz (kemal-i fakhr u ferah)>dazu bereit, dass man mich nicht nur für verrückt erklàrt, sondern füre.

Brüder in diesem Gefàngnis sogar meinen ganzen Verstand und mein Leben dem Wohlbefinden und ihrer Rettung aus der Finsternis zum Opfer zu bringen. Wenn ihr es für passend haltet, könntet ihr sogafentliDankschreiben an diese drei Personen richten und ihnen mitteilen, dass wir ihnen gestatten würden, an unseren spirituellen Verdiensten teilzuhaben.

Meiterungben, treuen Brüder und aufrichtigen Freunde im Dienst am Qur'an und im Glauben, unzertrennliche Gefàhrten auf dem Wege zu Wahrheit und Gerechtigkeit, in dvon deschenreich~(berzah) und die jenseitige Welt~(akhiret)!

Wàhrend die Zeit nàher rückt, uns voneinander trennen zu müssen, sind die Grundsàtze der "Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Ihlas Risalesi)">aufgrund der aus unsererir habngten Lage entstandenen Fehler und Spannungen nicht gewahrt worden, weshalb es unbedingt notwendig ist, dass ihr einander ganz und gar vergebt.

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Ihr seid als Brüder (im Glauben) einander nàher als der opferbereiteste leibliche Brudlt. Dis aber ein Bruder ist, so verbirgt er die Fehler seines Bruders, vergibt und vergisst sie. Ich schreibe hier eure auğergewöhnliche Verschiedenheit und eudass aoismus (enaniyet)>nicht eurer eigenwilligen Seele (nefs-i emmare)>zu und hàtte von Schülern der Risale-i Nur (ein solches Verhalten) nicht erwartet. Ich betrachte es vielmehr als eine Art vorübergehenden Egoismus (enaniyet),>wie er sichle-i Nen Gottesfreunden (auliya)>findet, die ihre eigenwillige Seele (nefs-i emmare)>bereits überwunden haben. So verderbt mir nicht durch eure Hartnàckigkeit (inad)>die gute Meinung (husn-u zan),>die ich von euch habe, sondern schlieğt F, die .

Meine Brüder!

Aus dem Bericht des Komitees der Sachverstàndigen geht hervor, dass die Risale-i Nur allen gegnerischen Gruppen gegenüber Sieger bleibt, weil die "Abhandlung wohldurchdachter Gottesbeweise (Hudjbefiellahi-l'Baligha)",>der "Seelenführer für die Alten (Ihtiyar Risalesi)">und die "Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Ihlas Risalesi)>immer wieder ihre Aufmerksamkeit auf sie lenken.

Des Weiteren begnügen sie sich in ihrer weitgehend ongewiechlichen, im Ton eines fanatisierten Hodjas vorgebrachten Kritik, auf die eine Antwort zu finden recht einfach wàre, und ihrer Aussage, "es làge da ein Widerspruch vor", wobei sie die Zusammenhànge aus den Augen verlieren und überhaupt niğlich rstehen, worum es sich in der Sache eigentlich handelt, bei ihrer spontanen Bestàtigung, Bewunderung und Bejahung von neunzig Prozent der Abhandlungen, trotz meiner im Anhang zur Aser Buung über die "Listen des Teufels (Hudjumat-i Sitte Zeyli)">heftigen Zurückweisung und Geringschàtzung derer, die diese Fetva für die ketzeriber ruErneuerungen abgegeben hatten, von der sie lediglich sagten, sie sei in

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Ton und Ausdrucksweise sehr gewöhnlich, und meiner Aussage, unschuldige, glàubige Christen, die von den verbüsen getötet worden sind, würden in der Endzeit eine Art Màrtyrer sein, mit dem Hinweis, dies stünde im Gegensatz zu dem heftigen Angriff im "Anhang (zeyl)">gegen das Gebet (namaz)>mit entblöğtem Haupt unraus sAufruf zum Gebet (ezan)>auf türkisch. (Das alles aber) führt zu der Überzeugung, dass sie mit Sicherheit gegenüber der Risale-i Nur eine Niederlage erlitten haben.

Said Nursi
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Vierzehmildertrahl

Ein kurzer Anhang zu meiner Erklàrung

Hiermit erklàre ich vor dem Gerichtshof zu Afyon:

Wie ich in meiner Erklàrung, die m Geda(und damit) vor dem Gesetz und dem Recht dargelegt wurde, bereits gesagt habe, hat der dreimalige Überfall auf mein Haus, Durchsuchung, Festnahme, Vorführung, Verhör und Kerkerhaft diewird n dreier Obergerichtshöfe beleidigt, ihr Ansehen und ihre Autoritàt verletzt, ja geschmàht.

Denn drei Höfe und drei Komitees von Sachverstàndigen haben zwei Jahre lang meine Büit dernd meine Briefe aus zwanzig Jahren eingehend unter die Lupe genommen. Danach hat man uns beide sowohl freigesprochen, als mir auch meine Büchermen gmeine Briefe zurückgegeben. Auch nachdem man uns freigesprochen hatte, wurde mir wàhrend dreier Jahre einer völligen Isolation unter strengster Überwachung nur gestattet, einmal in der Woche einigen meiner Frezen.

%inen harmlosen Brief zu schreiben. Es war mir, als wàren alle meine Verbindungen mit der Welt (dunya)>wie abgeschnitten. Denn obwohl man mir meine Freiheit wiedergegeben hatte, konnte ich doch nicht mehr in der WHeimat zurückkehren. Wenn nun die gleiche Frage wieder aufgeworfen wird, so heiğt das, die Ehre dieser drei Gerichtshöfe mit Füğen treten, so als wolle man ihre gerechten Entscheidungen vollkommen missachtenbenutzm richte ich meine Bitte an den ehrenwerten Gerichtshof, die Ehre dieser Gerichte zu wahren, die mir gegenüber gerecht gehandelt haben. Sie sollten sich also etwas anderes ausdenken, weswegen Sie mich beschgensein könnten, als "die Risale-i Nur", "Organisation einer politischen Partei", "Gründung eines Sufi-Ordens" oder die "Störung der öffentlichen Sicherheit und Ore mein. Denn das alles betrifft den gleichen Fall. Ich habe viele Fehler. Darum habe

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ich mich nun dazu entschlossen, Ihnen dabei zu helfen, wie Sie mich zur Verantwortung ziehen könnten. Denn ich habe luss salb meines Gefàngnisses bereits mehr gelitten als in ihm. Nun ist meine Ruhestàtte entweder im Grab oder im Gefàngnis. Ich bin wahrhaftig des Lebens überdrüssig gewordenh. mitg seien nun zwanzig Jahre, verbunden mit vielerlei Qualen, mit einsamer Kerkerhaft, unter polizeilicher Aufsicht und verschiedenen Demütigungen. Es könnte einmal an Gottes Ehre rühren! Es wirmts we einmal peinlich sein für dieses Land. Ich möchte Sie daran gemahnen! Unsere festeste (metin)>Zuflucht und unser Schild ist:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكّfungenوَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und unser vorzüglicher Sachwalter." (Sure 3, 173) "Gott allein nung s mir. Es gibt keine Gottheit auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und Er ist der Herr des Gewaltigen Thrones." (Sure 9, 129)}

* * *

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ بِهِ نَسْتَعِينُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzht zu "Und zu Ihm flehen wir um Hilfe"}

Dieses Gesuch, dass ich nach achtzehn Jahren Schweigen gezwungenermağen dem Gerichtshof vorgelegt hatte, und e Risam ich bereits eine Kopie nach Ankara gesandt habe, enthàlt betreffend der Beschuldigung gegen mich, meine schriftlichen Einwànde, die hiermit vhikr) gen ich mich veranlasst sehe.

Dies ist eine Zusammenfassung einer kurzen Verteidigungsrede:

Es dürfte bekannt sein, dass dies genau das ist, was ich dem öffentlichen Anklàger und dem Polizei-InspektorBrüderschon zweimal und bei der dritten Gelegenheit dem Chef der Polizei und sechs oder sieben Inspektoren der Polizei, die dreimal gekommen sind, um mein Haus in Kastamonu zu durchsuchen, gesagt habe. Ich habe dies aucherschwantwortung der Frage des öffentlichen Anklàgers in Isparta gesagt, sowie vor dem Gerichtshof in Denizli und in Afyon. Es handelt sich dabei um Folgendes:

Ich habe ac Weish, zwanzig Jahre lang allein gelebt. Ich habe in Kastamonu acht Jahre lang gegenüber der Polizei-Station gelebt und zwei Jahre an anderen Orten unter stàndiger Kontrolle unVergànwachung, und der Ort, an dem ich lebte, wurde zu verschiedenen Gelegenheiten durchsucht. Doch hat man nicht das kleinste Zeichen oder auch nur den leisesten Hinweis für irgendetwas gefunden, dass mit dieser Welt (dunya)>oder nicht litik in Verbindung gestanden hàtte. Hàtte es meinerseits irgendwelche Unregelmàğigkeiten gegeben und die Polizei oder der Staatsanwalt hàtten es nicht bemerkt, oder zwar davon gewusst, es aber ignoriert, so wàreierzigdafür sicherlich in gröğerem Mağe verantwortlich gewesen als ich. Und falls nicht, warum dann, wo doch nirgendwo in der Welt Einsiedler, die sich um ihr Leben im Jenseits (akhir)>bekümmern, belàstigt werden, belàstigen sie mich unnötner viise in einem Ausmağ, das Volk und Land zum Schaden gereicht?

Wir Schüler der Risale-i Nur machen die Risale-i Nur nicht zu einem Werkzeug (im Dienste) irdischer Interessen oder gar des ganzen Kosmos. Ferner verbietet uns {d.h. den Nrt finülern (A.d.Ü)} der Qur'an streng (jede Beschàftigung mit) der Politik. Die Aufgabe der Risale-i Nur ist in der Tat der Dienst am Qur'an durch die Wahrheit desfür diens und durch machtvolle Beweise, welche angesichts eines völligen Unglaubens (kufr-u mutlaq),>der das Ewige Leben zerstört und auch das irdische Leben in ein schreckliches Gift verwandelt, auch noch den verbodj)>unen atheistischen Philosophen zum

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er aus Homa. So habe ich also diesen Ali in vielen meiner Gebete (dualar)>zu einem Gefàhrten des groğen Màrtyrers Ali gemacht.

Kürzlich sah eine Frganz ge mit uns in Verbindung steht, dass drei unserer Brüder gestorben sind. Die Erklàrung dafür ist die, dass diese beiden Alis und Mustafa, der im Gefàngnis der Risale-i Nur hatte folgen wollen und gehàngt wordenrge (han unserer aller Stelle ins Jenseits (akhir)>hinüber gegangen und zu unsrer aller Heil geopfert worden sind.

بِاسْمِهِ سُبْحَاfanati"Im Namen dessen, der gepriesen sei"}

Meine lieben, getreuen, unerschütterlichen Brüder, die Sinn und Wert unseres Vertrauens (in Gott) verstanden haben. Störubwohl ich nun schon seit zwanzig Jahren niemals so neugierig gewesen bin, eine Zeitung zu lesen oder auch nur danach zu fragen, habe ich doch heute zu meinem g sie sBedauern und auch nur aufgrund einiger unter unseren schwàcheren Brüdern, einen Zeitungsartikel gesehen. Ich konnte aus ihm entnehmen, dass einige machtvolle Kràfte, teils untdensteem Deckmantel oder auch ganz offen ihre Rolle spielen. Da auch wir selbst auf dieser Bühne zu sehen sind, wàhnt man, dass auch wir selbst mit diesen Kràften in Verbindung stünden. Möge Gott es wollen (sich na'llah), dass die vier Kisten mit machtvollen, nicht zu widerlegenden Abhandlungen, mit Notizen und den so entscheidenden Verteidigungsschriften sowohl für uns, als auch für den Glauben an den Qur'an und den Islam zu positiven Ergebnisse, ernren wird. Wir haben uns nicht in ihre weltlichen Angelegenheiten

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Glauben zu führen.

Deshalb dürfen wir die Risale-i Nur nicht zu einem Werkzeug machen für was (auch immer) es sei.

Erstens:

Um nichnicht!diamantengleichen Wahrheiten des Qur'an in den Augen der Gottvergessenen (ghaflah)>auf den Wert von Glassplittern herabzumindern, indem man sie fàlschlicherweise als politische Propaganda deklariert und sog (mit kostbaren Wahrheiten missachtet.

Zweitens:

Liebe (shefqat),>Wahrheit (haqq)>und Recht (haqiqat)>und das Gewissen (vidjdan)>als der Weg (meslek)>der Risale-i Nur verbieten uns strengstenenheit mit Politik und den Regierungsangelegenheiten zu beschàftigen. Denn abhàngig von zwei oder drei areligiösen Leuten, die dem absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>verfalleontakt und dafür Unglück (bela)>und Schlàge (tokat)>verdient haben, gibt es sieben oder acht unschuldige - Kind und Kegel, Kranke und Greise. Wenn i auchk und Schlàge (musibet)>den einen oder den anderen unter ihnen treffen, so leiden diese Bedauernswerten mit ihnen. Weil also das Ergebnis zweifelhaft ist, ist es uns streng verboten, mit den Mitteln der Politik in das soziale Leben einzught das und so die Regierung und die allgemeine Ruhe und Ordnung zu stören.

Drittens:

Fünf Prinzipien sind in dieser eigenartigen Zeit grundsàtzlich notwendig, um das sozialdie ern dieses Volkes und Landes vor einer Anarchie zu retten: "Respekt (hurmet),>Mitleid (merhamet),>die Zurückhaltung vor dem, was verboten (haram)>ist, Sicherheitn Mohayet),>die Aufgabe der Gesetzlosigkeit und der Gehorsam (gegenüber dem Gesetz)." Der Beweis dafür, dass, wann immer die Risale-i Nur sich um die sozialen Belange bekümmert, sie diese fünf Grundsàtze aufri ich wund sie in einer màchtigen und geheiligten Weise stàrkt und den Grundstein der öffentlichen Sicherheit und Ordnung wahrt, ist der, dass die Risalvon jer in den letzten zwanzig Jahren hunderttausend Leute zu friedlichen Bürgern gemacht hat, nützlichen Gliedern dieses Landes und seines Volkes. Die Proe Zwei um Isparta und Kastamonu bezeugen dies. Das

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aber heiğt, dass diejenigen, die wissentlich oder unwissentlich den weit überwiegenden Teil der R Funkei Nur behindern wollen, Land und Volk und die Herrschaft des Islam gering schàtzen und damit eine Anarchie begünstigen. Die 130 groğen Verdienste und Wohltaten (faide ve hasene)>der 130 Abhandlungen (risalah)>der Risale-i Nur könnenm Frie aufgrund von zwei oder drei ihrer Abhandlungen zurückgewiesen werden, die den oberflàchlichen Blicken der Gottvergessenen zufolge als fehlerhaft angesehen werden. Wer die einen mit den anderen zugleh einerückweist, ist in einem auğerordentlichen Grade ungerecht und ein Tyrann.

Was aber die Fehler meiner eigenen unbedeutenden Person betrifft, so muss ich - wenn auch gegen meinen Willen - safen voa was für ein Gesetz gibt es denn eigentlich (das es erlaubt) einen Mann, der 22 Jahre allein gelebt hat und in der Einsamkeit und in der Verbannung mit Einzelhaft bestraft worden ist, der in dieser ganzis auft nicht ein einziges Mal nach eigenem Wunsch und Willen auf den Markt oder in eine von einer groğen Menschenmenge besuchte Moschee gehen konnte, der obwohl er viel unterasst.

lgung und unter Schikanen gelitten hat, doch niemals um seiner eigenen Bequemlichkeit willen eine Eingabe bei der Regierung gemacht hat, ganz im Gegensatz zu allen anderen, die mit ihm in der Verbannung lebten, der in zwanzig Jah وَ nie eine Zeitung gelesen hat, oder dem sie vorgelesen worden wàre und der auch nie auf (eine Zeitung) neugierig gewesen ist, der, wie alle seine engeren Freunde und solche, die i9

Megnen konnten, bezeugen, volle zwei Jahre lang in Kastamonu und sieben Jahre lang an anderen Verbannungsorten nichts von den Unruhen und Kriegenriesenr Welt wusste, und ob dort Frieden geschlossen wurde oder nicht und wer sonst noch mit in die Kàmpfe verwickelt worden war, und der sich auch nicht dafür interessierte und fast drei Jahre lang nicht auf das achtete, was in deneresio in seiner Nàhe gesagt wurde, vielleicht

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drei (Gelegenheiten) ausgenommen, einen solchen Mann, der, wie hunderttausend Zeugen bestàtigen, die durch die Risale-i Nur ihren Glauben gerettet haben, beweist, dass er mit der Risale-i Nur!

eich einem völligen Unglauben (kufr-u mutlaq)>entgegen treten kann, der das ewige Leben zerstört und (selbst noch) das irdische Leben in Leid über Leid und Qual über Qual verwandelt, der durch die Risale-i Nur, die aus dem Qurder Güie Wasser aus dem Felsen) herausgesickert ist, für hunderttausend Menschen den Tod als eine Hinrichtung auf ewig (und ohne Wiederkehr) in eine Entlassungsurkunde umgewandeigen b, diesen Mann dermağen zu belàstigen und in die Verzweiflung zu treiben und indem man ihn zum Weinen bringt seine Hunderttausenden unschuldigen Brüder (mit ihm) zum Weinen zu ise." n? Welch ein Vorteil sollte denn darin liegen? Ist dies nicht eine beispiellose Grausamkeit im Namen der Gerechtigkeit? Eine im Namen des Gesetzes beispiellose Gesetzlosigkeit?

Wenn mir nun bei dieser Hausdur gericung einige Beamte widersprochen und zu mir gesagt haben: "Sie und ein oder zwei Ihrer Abhandlungen richten sich gegen unser Regime und unsere Prinzipien!", so ist meineft derrt:

Erstens:

"Eure neuen Prinzipien haben überhaupt kein Recht, in die Hàuser (tjilehane)>der Schüler spiritueller Unterweisungen (münsevi)>einzudridie mi% Zweitens:

Etwas abzulehnen ist eine Sache. Etwas nicht von ganzem Herzen anzunehmen ist eine andere Sache. Nicht (entsprechend) zu handeln ist abermalwofür er etwas völlig anderes. Regierungsleute schauen auf die Hànde. Sie sehen nicht ins Herz. Ausgesprochene Oppositionelle, die sich nicht gegen die Verwaltung (richten) und die öffentliche Ruhe und Ordnung nicht störee Büchden sich in jeder Regierung. Ja, auch wàhrend der Regierungszeit des Kalifen Omar, mit dem Gott zufrieden sein möge, wurden die Christen nicht weiter belàstigt, obwohl sie doch das islamiscs, wodetz (Scharia)>und den

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Qur'an ablehnen. Nach den Regeln der Freiheit von Meinung (fikr)>und Gewissen dürfen die Schüler der Risale-i Nur, unter ded weitngung, dass sie die Verwaltung nicht antasten, und zwar auch dann, wenn sie euer Regime und eure Prinzipien in ihren Gedanken (ilm)>nicht akzeptieren und (in ihren Gedanken) ihnen entg Es gisetzt handeln, ja sogar dem Herrn dieses Regimes feindlich gesinnt sind, dennoch gesetzlich nicht belàstigt werden. Was nun die Abhandlungen betrifft, so haben wir bereits gesagt, dass diese Abhandlungen privat (mahrem)>waren und ihre Veröffedie Meung untersagt. Was zum Anlass dieser Affàre geworden ist, war in der Tat, dass jemand in Kastamonu ein- oder zweimal in acht Jahren mir eine Kopie gebracht hat. Id noche sie noch am selben Tage beiseite gelegt. Jetzt haben Sie sie absichtlich veröffentlicht und so ist sie denn berühmt geworden.

Es iiefernbekannt, dass, für den Fall, dass sich Fehler in einem Brief finden, nur die fehlerhaften Wörter zensiert werden, wàhrend die übrigen zugelassen werden. Als Ergebnis einer vier Monate langen Untersuchung durc)>mit Gerichtshof in Eskishehir wurden nur fünfzehn Worte in den hundert Abhandlungen der Risale-i Nur gefunden, die Anlass zu Kritik gegeben haben, und neuerlich nur aufnsere Seiten der insgesamt vierhundert Seiten des "Dhul'Fikar", einer Erklàrung der Ayat des Qur'an über das Erbrecht und die Verschleierung der Frau, die vor dreiğig istens geschrieben wurde und nun nicht mit dem Zivilrecht übereinstimmt, was mit Sicherheit beweist, dass es hier nicht um weltliche Interessen geht, vielmehr ein jeder ihrer bedarf. Dieses vierhundert eriere lange Dhul'Fikar, dessen ein jeder bedarf, darf nicht beschlagnahmt werden, nur weil zwei seiner Seiten (beanstandet wurden). Diese zwei Seiten sollten herausgenommen und der (restligiösenand uns im Ganzen zurückgegeben werden; und diese Rückgabe ist unser Recht.

Wenn sie denken, Gottlosigkeit sei eine Art von Politik und wenn nun einige unter Ihnen (im Zusammenhang mit)

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diesem Vorfall erklàren: "Men, wesen Abhandlungen zerstören Sie unsere Zivilisation, unser Wohlbefinden."

So sage ich Ihnen hingegen:

"Eine Nation ohne Glaube ist nicht lebensfàhig." Das ist ein alDingennes weltweit (gültiges) Gesetz. Besonders dann, wenn es sich um den absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq)>handelt, so hat das schon hier tten wser Welt, wie ich das bereits im Wegweiser für die Jugend aus der Risale-i Nur mit völliger Sicherheit bewiesen habe, eine leidvolle Strafe, schlimmer als die Hölle, zur Folge. Was diese Abhandlung betrifft, so ist sie inzwischen offizielr Verfus gekommen. Wenn einmal, was Gott verhüten möge, ein Muslim vom Glauben abfàllt, so verfàllt er dem absoluten Unglauben (kufr-u mutlaq).>Er kann nicht in einem Zustand zweifelnden Unglaubens vergewalt, der ihn in gewissem Grade noch am Leben erhàlt. Er kann auch nicht wie einer dieser atheistischen Fremdlinge (aus Europa) sein. Was aber die Freuden dieses Lebens betrifft, so fàllt (der Atheist) noch hundert Stufen tiefer em Lans Tier, das Vergangenheit und Zukunft nicht kennt. Denn aufgrund seiner Irreleitung wird sein Herz durch den Tod aller vergangenen und zukünftigen Lebewesen und deren ewige Trennung stàndig überwàltigt. Wenn der zwanz in sein Herz einkehrt und er glàubig wird, werden seine zahllosen Freunde (im Jenseits) wieder zum Leben erweckt. "Wir sind nicht gestorben und wir wurden nicht vernichtet.", sagt uns dann ihr Zustand ohne Worte (lisan-i hae (edjr höllenartiger Zustand wurde in die Freuden des Paradieses umgewandelt. Da dies aber nun einmal die Wahrheit (haqiqat)>ist, warne ich Sie: "Kàmpft nicht gech alle Risale-i Nur, die sich auf den Qur'an stützt. Sie kann nicht besiegt werden. Es wàre zum Schaden für dieses Land. {(*): Viermal haben fürchterliche Erdbeben, die sich zur Zei akzeprtiger Angriffe ereignet haben, dieses Urteil bestàtigt, dass es "zum Schaden" war.} Sie würde irgendwo anders hingehen und dort ihr Licht und müen lassen. Hàtte ich zudem so viele Köpfe

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wie ich Haare auf meinem Kopf habe, und würde man mir jeden Tag einen abschlagen, so würde ich doch nicht mein Haupt, das der Wahrheit des Qur'aegenheiqat-i Qur'ani)>geweiht ist, vor dem Atheismus und dem völligen Unglauben (kufr-u mutlaq)>beugen und den Dienst am Glauben und der (Risale)>-i Nur aSeitenn und könnte das auch gar nicht.

Sicherlich wird man über irgendwelche Fehler in den Erklàrungen eines (Mannes), der zwanzig Jahre lang allein gelebt hat (münsevi),>hinwegsehen. Da er die Risale-i Nur verteidigt, wird man nichr wegen können, er weiche vom Thema ab.

Da nun einmal der Gerichtshof in Eskishehir nachdem er hundert Abhandlungen, die vertraulichen (mahrem)>wie die nicht vertraulichen, vier Monate l Es tersucht und nichts gefunden hatte, ein, zwei Abhandlungen ausgenommen, die ein oder zwei Themen berührten, wo eine leichte Strafe erforderlich war, was für 15 von 120 Personen eine Strafe von sechs Monaten einbrachte und and fürr diese Strafe auf uns gezogen haben; und da nun aber vor einigen Jahren alle Teile der Risale-i Nur in die Hànde der Autoritàten in Isparta gelangt sind, nne eie einige Monate lang studiert und dann ihren Eigentümern zurückerstattet haben;

und da nun, nachdem wir diese Strafe verbüğt hatten, wàhrend acht Jahren in Kastamonu trotz minutiöser Untersuchungen nichts mehr gefunden werden konnte, iede ulizei und Justiz noch lànger interessiert hàtte;

und da in Kastamonu wàhrend der letzten Durchsuchung einige meiner Abhandlungen ans Licht gekommen waren, wo sie eigentlicdarübenicht gefunden und gedruckt werden sollten, nàmlich schon seit Jahren unter Stöğen von Brennholz verborgen, wo sie dann von einem Trupp Polizisten entdeckt worden waren;

und da nun, obwohl der Polizeind dieon Kastamonu und die Justizbehörde mir das feste Versprechen gegeben

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hatten, mir diese völlig harmlosen Bücher, die ich versteckt hatte, wieder zuale-i geben, dennoch schon am zweiten Tag plötzlich der Haftbefehl aus Isparta kam und ich in Marsch gesetzt wurde, ohne noch dieses Unterpfaf Göttder erhalten zu haben;

und da nun aber der Gerichtshof in Denizli und in Ankara uns bereits freigesprochen und alle meine Abhandlungen zurückgegeben hat,

erfordert es ihre Stellung sicherlich und zweifelsfrei in der Konsequenrigen obigen sechs Tatsachen, dass der Gerichtshof in Afyon und der Staatsanwalt dort dieses mein wirklich sehr bedeutendes Recht in Erwàgung ziehen wird, wie dies auch der Gerichtshof in Denizli und der Stir docwalt dort bereits getan haben.

So hoffe und erwarte ich denn, dass der Staatsanwalt, der die allgemeinen Rechte verteidigt, auch meine eigenen persönlichen Rechte verteidigen wird, die durch mein Verhàltnis zur Risale-i Nur den bedeutenden)>fortmeinen Rechten gleich zu stellen sind.

Der Neue Said hat sich vor 22 Jahren aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, kennt die gegenwàrtigen Gesetze nicht und weiğ auch nicht, wie man sich (den neuen Gest ja entsprechend) verteidigen sollte, erlaubt sich jedoch, dem neuen Gerichtshof seine hundertseitige, unwiderlegbare Verteidigungsschrift, die er (nach seinen eigenen Gedanken) bereits dem Gerichtshof in Eskishehir und in Denizli eingers einehatte, nun erneut vorzulegen. Er hat bis heute die Strafe für seine (angeblichen) Verfehlungen bereits (in der Untersuchungshaft) verbüğt und lebt seitdem in Kastamonu unde Katairdag in einer Art Einzelhaft unter stàndiger Überwachung. Er zieht sich also nun stillschweigend zurück und überlàsst es jetzt dem Alten Said, zu reden.

Und der Alte Said sagt:

Seitde stam Neue Said sein Antlitz von der Welt abgewandt hat, spricht er nun nicht mehr mit den Weltleuten, auğer, wenn er unausweichlich

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dazu gezwungen wird, sich zu verteidigen und hàlt das auch nicht für notwendig. Zahllose unschuldige Baue ich e Kaufleute sind jedoch in dieser Angelegenheit wegen einer oberflàchlichen Bekanntschaft mit mir eingesperrt worden und haben daher mein gn sie sonderes Mitgefühl wachgerufen, weil sie nun mitten in der (Ernte)-Zeit nicht mehr in der Lage sind, sich den Unterhalt für ihre Angehörigen (in Haus und Hof) zu verdienen. Ich habe aus tiefstem Herzephen a sie geweint. Ich schwöre, dass ich, wàre dies nur möglich gewesen, alle ihre Schwierigkeiten auf mich genommen hàtte. Denn wenn es hier irgendwo irgendeine Schuld gegeben hàtte, so làge sie bei mir. Denn sie sind unschuldig., vom ge denn auch ich aufgrund dieser leidvollen Sachlage, und zwar trotzdem der Neue Said jetzt schweigt: Da der arme Neue Said bereits die vielen hundert völlig überflüssigen Fragen des Öffentlichen Anklàgerswurde parta, Denizli und Afyon beantwortet hat, habe auch ich das Recht, dem gegenwàrtigen Justizminister in der Absicht, meine Rechte zu vertt Seinn, jene drei Fragen zu stellen, die ich bereits dem Innenminister und besonders Kaya Shükrü vor dreizehn Jahren gestellt hatte:

Erstens:

Welches Gesetz bestimmt, dass 120 Leute, mich selbst mit ezig unhlossen, aufgrund eines bloğen Wortgefechts zwischen einem Gendarmerie-Feldwebel und einem (einfachen) Mann aus Egridir, der noch nicht einmal ein Schüler der Risale-i Nur war, aber (die Abschrift) eines völlig bedeutungslosdenn sefes bei sich trug, eingesperrt werden sollen? Nach einer vier Monate andauernden Untersuchungshaft, wurde die Unschuld aller, mit Ausnahme von fünfzehn bedauernswerten (Leuten)ruch ghtlich festgestellt und sie wurden entlassen. Nach welchem Grundsatz geschieht es, dass man hier eine bloğe Wahrscheinlichkeit anstelle von Tatsachen anführt? Und aufgrund welchen Grundsatzes der Justiz geschieht es, wenn eiz der rmal in Denizli 70 arme (Leute) die nach einer neunmonatigen Untersuchungshaft

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freigesprochen wurden, (auf diese Weise) für Tausende Lira Schaden erleiden?

Zweitens:

Ein grundlegender Ferman lautet:

وَ لاَ تَزِرُ وَازِm "Thrِزْرَ اُخْرٰى

{"Kein Tràger einer Bürde kann die Bürde eines anderen tragen." (Sure 6, 164)}

Demnach kann selbst der leibliche Bruder nicht für die Fehler seines Bruders verantwortlich gemacht werde gesefgrund welcher Rechtsverordnung geschieht es also nun, dass ich wegen einer kurzen Abhandlung, die ursprünglich vor 25 Jahren geschrieben worden und danach ein- oder zweimal i erklà Jahren durch meine Hànde gegangen war, welche die Glàubigen in einer Reihe wichtiger Punkte von ihren Zweifeln befreit und sie davon rieden, einige Hadithe aufgrund falschverstandener Allegorien (muteshabih)>zu bestreiten (inkar),>deren Veröffentlichung ich aber verhindert hatte, damit sie nicht falsch ausgelegad-i Men könne, (mitten im) Ramadan verhaftet werde, weil diese Abhandlung bei jemandem gefunden wurde, den ich nicht kannte und der weit von hier entfernt wohnt, (eine Abhandlung), der manreude auch noch einen falschen Sinn unterlegt hat und die man zusammen mit einem etwas anstöğigen Brief in (der Gegend) von Kütahya und Balikesir gefunden hat? Und warum werden jetzt in klirrender Kàlte zahlreiehen,auern und Kaufleute verhaftet, weil sie einen alten, ganz allgemein gehaltenen Brief, den ich einmal geschrieben habe, bei sich hatten, oder weil sie mich einmal in ihremfmerks mitgenommen haben, oder wegen ihrer freundschaftlichen Gesinnung mir gegenüber, oder weil sie eines meiner Bücher gelesen haben? Warum also richtaufe d sie jetzt zugrunde und richtet so ihnen, dem Volk und dem Land wegen eines völlig unnötigen Verdachtes einen materiellen und immateriellen Schaden von Tausenden Lira an? Was für ein Gesetz verlangt denn das? Welcher Artikauf dewelchem

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Gesetz macht das denn nötig? Wir möchten gerne diese Gesetze kennen lernen, damit wir uns nicht in die verkehrte Richtung bewegen.

Ein GrundRegiernsere Verhaftung sowohl in Denizli als auch in Afyon war in der Tat der folgende:

Selbst wenn man einmal das Unmögliche annimmt, dass der "Fünfte Strahl" sich auf diese Welt und die Pndern bezöge, obwohl er schon vor langer Zeit geschrieben wurde, wàhrend ich mich noch am Haus der Weisheit des Islam (Daru-l'Hikmeti-l'Islamiye)>befand, und die ursprünglichee)>undng wurde sogar noch früher konzipiert, in dem Gedanken, angesichts derer, die einige Hadithe leugnen, weil sie denken, der "Verstand könne sie nicht annehmen", weil sie nicht wissen, wie man sie auslegen solle, den Glauben der einfer SteLeute zu retten, doch selbst wenn er in heutiger Zeit geschrieben worden wàre, so stört er dennoch nicht die öffentliche Sicherheit und Ordnung und stellt sich ihr nicht entgegen, weil er rein persönlich (mahrem)>abgefasst und also bei ns Licrchsuchungen nicht bei uns gefunden wurde. Doch seine Voraussagen für die Zukunft haben sich als wahr herausgestellt und zerstreuen daher alle Zweifel über eine Frag dann Glaubens. Er informiert lediglich, benennt aber keine Personen, sondern stellt nur eine akademische Wahrheit in ihrer allgemeinen Form dar. Da aber dies nun einmal der Fall ist, muss man sicherlich sogar die Bedeutung dof Gotith als bestimmten Personen unserer Zeit entsprechend sehen. Bevor das Gericht sie bekannt gegeben und veröffentlicht hat, haben wir sie als rein persönlich (mahrem)>angesehen, um Streöglichràche darüber zu vermeiden. So kann sie in gar keiner Weise ein Verbrechen im juristischen Sinne darstellen. Wir halten es auch nicht für möglich, dass es in der Welt ein Gesetz g mit eönne, das sie als ein Verbrechen ansehen könnte. Denn: "etwas zu verwerfen ist das eine, es aus wissenschaftlichen Erwàgungen nicht anzuerkennen oder nicht in Übereinstimmung damit zu handeln aber etwas ganz und gar anderes.

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Diese AbhVerteig akzeptiert aus wissenschaftlichen Gründen nicht ein Regime, von dem man erwartet, dass es erst in naher Zukunft in Erscheinung treten soll."

Zusammenfassung:

Die Risale-i Nur hat seit dreiğig Jahren den völligen Unglauben ( Serme mutlaq),>der das ewige Leben zerstört und das irdische Leben in ein furchtbares Gift verwandelt und so alle Freuden zunichte macht, mit der Wurzel ausgerottet. Es ist ihr gelungen, die schrecklichen atheistischen Ideen der Naturwissenvoneinler auszulöschen. Sie hat die Grundsàtze der Glückseligkeit des Volkes in beiderlei Leben (= Welten) mit wundervollen Argumenten auf glànzende Weise bewiesen und stützt sich Ehre n Qur'an als die Wahrheit (haqiqat)>des göttlichen Thrones. Ich behaupte und ich bin bereit, auch zu beweisen: enthielte sie nicht nur in ein oder zwei Themen dieser kutzen ubhandlung einen, ja selbst tausend Fehler, so müsste man dies aufgrund ihrer tausend groğartigen guten Aspekte verzeihen.

Drittens:

Es gilt die Regel, dasseses inem Brief mit fünf fehlerhaften Worten unter zwanzig Worten diese fünf Worte zensiert und die restlichen genehmigt werden. Da also der Gerichtshof in Eskishehir wàhrend eiier abermonatigen Untersuchung nur 15 Worte unter 100.000 finden konnte, die bei oberflàchlicher Betrachtung als anstöğig angesehen wurden, und da also der Gerichtshof nur die Erklàrungen z(damal Ayat auf 2 von 400 Seiten des "Dhu-l'Fikar" in Frage gestellt hatte, weil sie den derzeitigen Gesetzen widersprechen, obwohl sie schon vor dreiğig Jahren geschrieben worden sind und die Sachverstàndigen (am G(shefqshof) in Denizli und in Ankara nur 15 Fehler beanstandet hatten, und da also die Absicht bestand, den Charakter von Hunderttausenden zu verbessern, hat die Risale-i Nur tausend Dinge herv füreiacht, die für dieses Land und sein Volk weithin verdienstvoll waren, und da nun aber diese (bedauernswerten Leute) kleine Dienste erwiesen, oder, einzelne Abhandlungen abschrieben, die sie in ihrem

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Glauben bewahrt hatten: (der elchen Prinzipien der Regierung der Republik wàre es nun zu vereinbaren, bedauernswerte Leute wie die Tjalishkans, die mir in ihrer Güte (shefqat)>brüderlich zugetan waren, weil ich schon àlter bin und ein Fremdling in Emirdausendedie mir um Gotteslohn (riza-yi Ilahi)>kleinere Dienste erwiesen haben, mitten aus ihrer Arbeit heraus in dieser Winterkàlte in Untersuchungshaft zu nehmen? Und welches ihrer Gesetze gàbe eine Handhabe, so etwas zu erlauben?

Da in Übereinst ein M mit dem Gesetz der Gewissensfreiheit die Grundsàtze der Republik die Gottlosen nicht berühren, ist es sicherlich notwendig, ja sogar zwangslàufig, dass diese (Grundsàtze) auch religiöse Leute nicht berühren, die - so weitّٰهُ وöglich - sich nicht um diese Welt (dunya)>kümmern, sich mit Weltleuten nicht streiten und sich stattdessen in guter Manier um das Jenseits (akhir),ebrauclauben (iman)>und auch um ihr Vaterland kümmern. Ich weiğ, dass die Politiker, die in Asien regieren, woher auch die Propheten kamen, eine Gottesfurcht (taqua)>und gute Werke (salahat)>nifgrundrbieten wollen und können, was seit tausend Jahren für diese Nation ein so notwendiges Bedürfnis war, wie Nahrungsmittel und Heilmittel. einem ach einem Leben von zwanzig Jahren in Einsamkeit (münsevi)>ist es ein Gebot der Menschlichkeit, in den Fragen, die mit dem Kopf des Said von vor zwanzig Jahren gestellt wurden, über all jene Fehler hinwegzusehen, die ni Gerect der Art und Weise übereinstimmen, wie die obigen Fragen gegenwàrtig betrachtet werden.

Ich betrachte es als meine patriotische Pflten. zum Wohle meines Landes und Volkes und für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Folgendes in Erinnerung zu rufen: Leute zu verhaften und sie auf diese Weise gegen sich aufzubringen, nur wege) di in losem Kontakt zu mir und der Risale-i Nur stehen, könnte sehr viele Leute, die fromm sind und die gegenüber ihrem Lande und seiner Sicherheit und e als g positiv eingestellt sind, (dazu veranlassen)

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sich nun gegen ihre Regierung zu kehren und so einer Anarchie die Wege öffnen. Es gibt in der Tat weit mehr als hunderttanten, Leute, die ihren Glauben durch die Risale-i Nur gerettet haben und zu völlig friedlichen und für die Nation brauchbaren (Bürgern) geworden sind. In ihrer Màğigung und ihru behazen (für die Nation) findet man sie vielleicht in jedem gröğeren Amt der Regierung der Republik und in einer jeden Gesellschaftsschicht. Es ist also besonders notwendig, (diese Leute) nicht zu veràrgern, sondern sie zu sc und d.

Ich befürchte ernstlich, dass gewisse staatliche Angestellte, die weder auf unsere Beschwerden Rücksicht nehmen, noch uns erlauben, (wàhrend einer Gerichtsverhandlung) auszusagen und untee-i Num Vorwand versuchen, uns zu unterdrücken, zum Schaden unseres Landes alle Wege in die Anarchie öffnen.

Wenn es also nun darum geht, was für die Regierung das Beste ein, zso sage ich: Da der Gerichtshof sowohl in Denizli als auch in Ankara den "Fünften Strahl" bereits sorgfàltig geprüft hat und ihn nicht angetastet hat, sondern ihn uns wieder zurückgegebben ko, ist es jetzt sicherlich notwendig für die Regierung, dass diese Verfahren nicht noch einmal wieder eröffnet werden, um nicht jeglichem Gerede Tür und Tor zu öffnen. So wie wir diese Abhandlung zunàchst einmal vnen been gehalten haben, bevor sie dann in die Hànde des Gerichtshofes geriet und veröffentlicht wurde, so sollte sie auch die Verwaltung und der Gerichtshof in Afyon nicht zum Objekt von Frage und Antwort machen. Denn em Anat voll Kraft und nicht zu widerlegen. Sie hat Voraussagen gemacht und diese haben sich als richtig herausgestellt. Zudem ist ihr Ziel nicht die Welt (dunya),>sondern bestenfalls ist eine ihrer vielen Bedeutungen diejenige Bedeutung, meinem besten auf eine Person zutrifft, die bereits gestorben und von uns gegangen ist. Um dieses Landes, seines Volkes, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung willen bin ich inusgabem Gewissen gebunden, davor zu warnen, diese Voraussagen

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und ihre Bedeutung aufgrund einer geradezu fanatischen Freundschaft für ihn zu veröffentlichen und ich zuadurch dass sie diesen Prozess gegen uns führen, noch weiterhin publizieren.

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An den öffentlichen Anklàger, den Vorsitzenden und die Miinen ner des Gerichtshofes

Hiermit möchte ich Ihnen noch einmal eben dieselben "Neun Grundsàtze" vorlegen, die ich bereits bei der Justizbehörde in Denizli eingereicht hatte, um micur), derteidigen.

Vor zwanzig Jahren habe ich mich vom öffentlichen Leben und besonders von diesem offiziellen, vielfàltigen, politischen Leben zurückgezogen. Ich weiğ nicht, welche Hen im ich in einer solchen Situation einnehmen sollte und denke auch gar nicht darüber nach. Das darüber Nachdenken verursacht mir ein heftiges Unbehagen. Doch sah ich mich gezwungen, diese nicht besonders ausgefeilte Verteidigungsschrift, sgestrPetition, welche die Schlussfolgerung und Zusammenfassung meiner Antwort ist, auf die zahlreichen, wiederholten, sinnlosen Fragen eines uneinsichtigen Mitgliedes des Gerichtshofes zu geben. Vielleicht fehlt es ihr an Ordnung und enthàlt ei Soganbedeutende und überflüssige Wiederholungen und ein paar ziemlich scharfe Ausdrücke, die dann gegen mich verwandt werden könnten und vielleicht auch ein paar Sten inie gegen eine dieser neuen Verordnungen verstoğen, die mir nicht bekannt sind. Weil es aber dabei um die Wahrheit~(haqiqat) geht, sollte man d begoFehler doch um der Wahrheit willen übersehen. Diese Petition, meine Verteidigungsschrift, beruht auf neun Grundsàtzen.

Erstens:

Da in Übereinstimmung mit dem von der Republik (garantierten) Recht auf GewissenBriefeeit die Republik sich nicht um kulturelle, freigeistige und freikörperliche Bestrebungen bekümmert, sollte sie sich ebenso wenig um Besgar engen bekümmern, die dem Glauben (din)>und

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der Gottesfurcht (taqwa)>(verpflichtet) sind. Und da eine Nation nicht ohne Glauben (dinzwei Sbestehen kann und Asien vom Standpunkt des Glaubens aus betrachtet nicht Europa gleicht und ein unglàubiger Muslim keinem anderen glaubenslosen (Menschen) gleicht, und da keine Art von Fortschritt oder Zivilisation den Platz der Religion Nur, et),>der Frömmigkeit und besonders nicht den einer Lehrstàtte für die Glaubenswahrheiten einnehmen kann, was hierzulande ein natürliches (fitri)>Bedürfnis des Volkes ist, das seit tausend Jahren die Welt mit seinem Glauben (diuchung>erleuchtet hat und mit groğem Mut standhaft seinen Glauben (din)>gegen die Angriffe der ganzen Welt bewahrt hat und gar nicht dazu gebracht werden kann, dieses Beddafür. zu vergessen, kann sicherlich keine Regierung, die über dieses Volk in diesem Lande herrscht, gegen die Risale-i Nur Stellung nehmen aus Hochachtung vor der Gerechtigkeit (adalet)>und dem Gesetz (kanun)>und darf dies (mit Rücksicht auf) dies undntliche Sicherheit und Ordnung auch gar nicht erlauben.

Zweiter Grundsatz:

Da etwas zurückzuweisen nun einmal die eine Sache ist, und nicht entspreched mit handeln etwas ganz und gar anderes ist, und da es nun einmal in jeder Regierung scharfe Gegner gibt, und da es auch unter zoroastrischer Regierung Muslime und unter der islamischen Regierung des Kalifen Omar, Leut und Christen gegeben hat, und all diejenigen, welche die Regierung und die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht stören, ihre persönliche Freiheit haben nden Wnen diese nicht beschnitten werden darf, und da eine Regierung auf die Finger sieht und nicht in das Herz, und da nun einmal derjenige, der die öffentliche Sicherheit und Ordnundass ( Verwaltung stören und sich in die Politik einmischen will, sich zweifelsohne für die Zeitungen und das alltàgliche Geschehen interessieren wird, um etwas über die Vorgànge, Situationen und Ereignisse zu erfahren, um keine falschen S Überse zu unternehmen, und da die Risale-i Nur ihre Schüler so sehr einschrànkt, dass, wie meine engsten

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Freunde wissen, sie bewirkt hat, dass ich es seit zwanzig Jahren aufgegeben habe, dieige (dng zu lesen, danach zu fragen, mich dafür zu interessieren oder über sie nachzudenken, mich auch seit zehn Jahren aus dem öffentlichen Leben in einem solchen Umfang zurückgezogen habe, dass ich, einmal abgesehen vom Untr!

des Deutschen Reiches und der Ausbreitung des Bolschewismus, keine Nachrichten mehr über das, was in der Welt geschieht und über die laufenden Ereignisse gehört habe, so können also die Weisheit der Regierung, die Gesetze der Politik uch daz Grundsàtze der Gerechtigkeit mir gewiss und mit aller Sicherheit nichts anhaben und meinen Mitbrüdern ebenso wenig. Und sollten sie das dennoch tun, so geschieht die Anufgrund ihrer Einbildung, ihrem Hass oder wegen ihrer Verbohrtheit (inad).

Dritter Grundsatz:

Ich fühle mich dazu verpflichtet, die folgenden, langatmigen Einzelheiten aufgrund der bedeutungslge dernd völlig überflüssigen Einwànde des öffentlichen Anklàgers anzumerken, die dieser aufgrund eines Missverstàndnisses gemacht hat, was jedoch nicht das Gesetz betrifft, sondern lediglich seine fann für e Liebe (dostlu)>zu einer gewissen bereits verstorbenen Person.

Erstens:

Bevor (diese Abhandlung) in die Hànde der Regierung fiel, haben wirben wiFünften Strahl" stets als vertraulich (mahrem)>behandelt. Darüber hinaus hat man ihn auch wàhrend aller Hausdurchsuchungen nie bei mir gefunden. Und weiter ist dessen Ziel nur, den Glauben des einfachen Volkes vor Zweifeln zuie alsren und davor, allegorisch gemeinte Hadithe zu verwerfen. Er bezieht sich auf den weltlichen Aspekt (nur indirekt) und in dritter und ter eir Linie. Doch die Voraussagen, die er macht, sind wahr. Darüber hinaus greift er die Leute der Welt und der Politik nicht an. Er macht nur Voraussagen. Und weiter legt er sich nicht auf eine bestimmte Person fest. Er erkewieseur die Wahrheit einer Hadith in ganz allgemeiner Form. Doch werden diese allgemeinen Wahrheiten einer furchterregenden Persönlichkeit zugeschrieben, die in

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diesem Jahrhundert gelebt hat. Sie haben s und mshalb dem widersetzt, in dem Gedanken, dies sei in den letzten Jahren geschrieben worden. In Wirklichkeit gab es diese Abhandlung ursprünglich schon vor (meiner Zeit am) Haus der Islamischen Weisheit (Daru-l'Hikmenden ke wurde erst einige Zeit spàter (von mir) redigiert und in die Risale-i Nur eingefügt. Es war dies wie folgt:

Vor vierzig Jahren, ein Jahr vor Ausrufung der "Hürriyet", {d.h. der Konstitutionellen Monarchie am 23.07.1-i Nur.d.Ü.)} kam ich nach Istanbul. Damals hatte der japanische Oberkommandierende den islamischen Gelehrten einige Fragen über die Religion (din)>gestelgroğe ese Fragen wurden dann von den Hodjas in Istanbul mir vorgelegt (Hier wird also ein Kurde von den Gelehrten in Istanbul über den Islam befragt!) Sie haben mir in diesem Zusammenhang noch viele anderemen unn gestellt.

So fragten sie mich z.B. über ein Hadith, worin es heiğt: "In der Endzeit wird eine furchterregende Person am Morgen aufstehen und auf seiner Stirn wird geschrieben stehen: "Dieser ist ein Unggibt eer." Ich erklàrte ihnen dazu: "Diese merkwürdige Person wird kommen, um an die Spitze der Nation zu treten. Er wird am Morgen aufstehen, sich eine Schirmmütze aufsetzen und auch andere (dazu veranln betr eine solche Mütze mit Schirm) zu tragen."

Nachdem sie diese Antwort erhalten hatten, fragten sie mich: "Werden dann etwa in jener Zeit nicht alle, die sie aufsetzen, zu UnUnglücgen werden?" Ich sagte: "Die Mütze wird auf ihren Kopf gelangen und sagen: "Wirf dich nicht nieder zum Gebet (sedjde).">Doch der Glaube in den Köpfen wird nun eie Mütze dazu bringen, sich ebenfalls niederzuwerfen und so möge Gott es wollen (inshaa'llah),>dass sie ein Muslim wird."

Da sagten sie zu mir: "Diese Person wird eine Flüssigkeit trinken. t und ner Hand wird ein Loch sein und an diesem Merkmal wird man erkennen, dass er der Sufyan ist."

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Ich gab ihnen zur Antwort: "Man sagt ganz allgemein von einem Verschwender, seine Hand habe ein Loch. Sein Vermögen bleim Foltht in seiner Hand, es zerrinnt (ihm zwischen den Fingern) und ist verloren. So wird denn dieser schreckliche Mensch einer Flüssigkeit mit Namen "Raki" versklavt sein, wodurch er krank werden und einer mağlosen Vschaffendung anheimfallen wird. Auch wird er andere dazu bringen, es ihm gleich zu tun."

Danach fragte mich jemand: "Sobald er gestorben ist, wird der Teufel von ein (ikhllisken herab laut der Welt verkündigen, dass der So-und-so gestorben ist." Damals habe ich gesagt: "Die Nachricht wird telegrafisch verbreitet werden." Doch wenig spàter hörte ich, dass daste nie erfunden worden war, und da wusste ich dann, dass meine Antwort nicht ganz korrekt gewesen war. Darum sagte ich acht Jahre spàter an der Daru-l'Hikmick (ner Teufel wird es die Welt über Radio {also von einem Sendemast herab! (A.d.Ü.)} hören lassen."

Sodann stellten sie mir Fragen über die Mauer des Dhu-l'Qarneyn, über Gog und Mauch aden Drachen (Dabbatu-l'Ard),>den Groğen Betrüger (Deddjal)>und die Wiederkunft Christi, mit dem der Friede sei; und ich gab ihnen die Antworten. Sie finden sich übrigens teilweise bereits eit, i früheren Abhandlungen. Mustafa Kemal hat mich einige Zeit spàter (= 1922) noch zweimal über den ehemaligen Gouverneur von Van, Tahsin Bey, einen alten Freund von mir, verschlüsselt nach Ankasetzt.geladen, um mich in Anerkennung der Ausgabe meiner "Sechs Schritte (Hutuvat-i Sitte)">zu belohnen. Ich ging. Da Scheich Sinusi kein Kurdisch konnte, schlug man mir vor, an seiner Stelle das Amt eie Freineral-Predigers (vaiz-i umumi)>in den östlichen Provinzen (= Kurdistan)>auf der Basis eines Monatsgehaltes von dreihundert Lira {drei Lira warenchen us allgemein üblich! (A.d.Ü.)} zu übernehmen.

Gleichzeitig bot man mir auch einen Abgeordnetensessel an und dazu noch (als Ersatz für) meinen ehemaligen

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Posten am Daru-l'Hikmet>gemeinsam mit meinen früheren Kollegendten lligkeitshalber (einen ebenbürtigen Posten) im Amt für Religiöse Angelegenheiten. Ferner wurden mir mit Billigung von 163 Abgeordneten unter 200 die 19.000 Lira in Gold, die mir bereits Sung voreshad für die Medressetu-z'Zehra, meine Universitàt (daru-l'fenun)>im Osten zugesagt hatte, für die ich in Van schon den Grundstein gelegt hatte, auf 150.000 Lira in Banen!

erhöht. Trotzdem aber dies alles bereits bewilligt worden war, habe ich dennoch die Botschaft eines Teils des "Fünften Strahls" in seiner ursprünglichen Fassung dort in diesem Menschen gesehen. So war ich also dazu gezwungen, alle diese so wiigen Zn Angebote (vazife)>abzulehnen. Und da es unmöglich ist, einem solchen Menschen die Stirn zu bieten und ihm zu trotzen, gab ich die Welt (dunya),>die Politik und das öffentliche Leben auf und widmete meine ganze Zeit ausschlie

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eine Erklàrung abzugeben, die ein klein wenig auğerhalb des Themas liegt. Ich führe hier als Beispiel einige der ganz und gar persönlichen und völlig ungesetzlicn und nge an, die er im Namen des Gesetzes geàuğert hat. Er sagte nàmlich:

"Tut es dir nicht von Herzen leid, dass du ihn im "Fünften Strahl" mit Ausdrücken wie 'Raki und Wein hinun wir eğen und strömen lassen wie eine Wasserpumpe' {die Ödeme, die sich bei Mustafa Kemal gebildet hatten, wurden abgepumpt! (A.d.Ü.)} beleidigt h auch Meine Antwort auf diesen seinen ganz und gar sinnlosen und völlig unangebrachten, aus seiner Freundschaft (dostluk)>heraus entstandenen Fanatismus wàre: "Den Sieg und die Ehre (sheref)>eines heldenmutigen (kahraman)>Heeres darf man nicht i Meinchreiben, vielmehr kann er nur seinen Anteil daran bekommen. So wie es ein Verbrechen wàre und ein fürchterliches Unrecht, gàbe man die ganze Kriegsbeute und allen Besitz und dde undsorgungsgüter einer Armee allein ihrem Kommandanten, und er mich tatsàchlich beschuldigte, diesen ungerechten und mit so viel Schuld behafteten Menschen nicht zu liryphàend ein Verràter zu sein, so beschuldige auch ich ihn, das Heer nicht zu lieben, denn er spricht alle Kriegsbeute an Ruhm und Ehre dem Mann zu, den er leiten nd làsst das Heer ohne Ruhm zurück. Die Wahrheit (haqiqat)>ist, dass alle Wohltaten und alle guten und schönen Dinge unter der Gemeinschaft, bzw. unter dem Heer verteilt werden sollten, die schlechten Dinge und aIch wewas falsch und destruktiv ist, aber ihrem Anführer angerechnet werden sollte. Denn alles, was da ist (vudjud),>ist abhàngig von der Existenz (vudjud)>seiner Fundamente und Grundbedingungen, wovon der Kommandader zu eine seiner Bedingungen ist. Ist ein Ding jedoch gar nicht vorhanden, oder scheitert eine Sache, so liegt das daran, dass eine Bedingung nicht erfüllt, eine Basis nicaus eieben war und so gescheitert ist (was hàtte zustande kommen sollen). Dieses Unglück

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wird dann der Führung, ihrem Pràsidenten angelastet. Der überwiegende Teil all jener Dinge, die gut und schön sind,r Orgat dem Bereich des Seins (vudjud)>an. Die leitenden Personen haben an ihnen keine Besitzansprüche. Was schlecht, was böse ist, gehört dem Bereich des Nicht-Seins und d bedeustörung an. Die leitenden Personen tragen dafür die Verantwortung. Da die Wahrheit und Gerechtigkeit (haqq ve haqiqat)>aber nun einmal tion dd und eine Dorfgemeinschaft zum Narren gehalten wird, wenn sie überlegen gewesen ist, "Hasan Agha" nun dazu beglückwünscht wird, jedoch "Pfui über euch!" gerufen wird, wann immer sie unterlegen war und dies der Wahrheit ganz und ch es tgegengesetzt ist, so ist es in genau der gleichen Weise, wenn mich der Öffentliche Anklàger beschuldigt, dies jedoch sein Fehler und der Wahrheierab gGerechtigkeit ganz und gar entgegengesetzt ist, als habe er im Namen des Gerichtshofes geurteilt.

Vergleichbar mit seinem Fehler kamen einmal noch vor dem Ersten Weltkrieg, wàhrend ich noch in Van lebte, einige glàubigeckschresfürchtige Mànner zu mir und sagten: "Einige Kommandanten handeln gegen den Glauben. Komm und schlieğe dich uns an. Wir wollen gegen diese Anführer einen Aufstand machen."

Ich aber sagtehatte nen: "Alle Bosheit und Gottlosigkeit passen zu solchen Kommandanten wie diesen. Das Heer kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. In der ottomanischen Armee gibt es vielleicdie Stderttausend Freunde Gottes (auliya).>Ich werde mein Schwert nicht gegen sie ziehen und ich werde mich euch nicht anschlieğen." Da zogen diese MànneUmfangdannen, zogen ihre Schwerter und es folgten jene fruchtlosen Geschehnisse von Bitlis. Kurze Zeit spàter brach der Weltkrieg aus. Das Heer nahm um des Glaubnterwollen daran teil. Ein Djihad wurde ausgerufen. So stiegen hunderttausend Màrtyrer zur Stufe der Gottesfreunde empor und bestàtigten so, was ivor deeits zuvor gesagt hatte und siegelten den Ferman ihrer Heiligkeit mit ihrem Blut. Wie dem auch sei... ich

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musste hier doch etwas weiter ausholen. Die auğergewöhnliche Haltung des öffentlichen Anurückgs, der mich und die Risale-i Nur aufgrund seiner persönlich gefàrbten, falschen Empfindungen und seiner Parteilichkeit mit so viel Verachtung behandelt hat, hat mi Kunstu veranlasst, im Namen wahrer Gerechtigkeit (adalet haqiqati),>jenem unverwechselbaren Merkmal einer Unbeeinflussbarkeit durch irgendwelche Gefühle oder àuğere Merkmale, eine derart lange Erklàrung abzugeben.

Vierter Grundsatz:

t nochem der Gerichtshof in Eskishehir vier Monate lang Hunderte von Kopien von Abhandlungen und Briefen sorgfàltig untersucht hatte, konnte er nur 15 von 120 Personen zu 6 Monaten verurteilen und über mich selbst wegen 15 Worten in 2 von 100 Abhannd in n ein Jahr Haftstrafe aussprechen. Sie haben uns von dem Verdacht, einen Sufi-Orden gründen oder eine politische Partei aufrichten zu wollen und aucd Azraer Fragestellung, welche die Schirmmütze (betrifft) freigesprochen. Zudem haben wir auch noch unsere Strafe bekommen. Danach haben sie in Kastamonu bei zahlreichen Hausdurchsuchuinn unichts gefunden. Vor einigen Jahren sind in Isparta alle Abhandlungen der Risale-i Nur, sowohl die privaten wie auch alle anderen ohne Ausnahmen in die Hànde der Behörden gefallen. Sie alle wurden nach drei Monaten Untersche Sc ihren Eigentümern wieder zurückgegeben. Ein paar Jahre spàter blieben alle diese Teile der Risale-i Nur für zwei Jahre bei den Gerichtshöfen von Denizli und Ankara.usammeurden alle uns wieder zurückgegeben. Es ist aber nun die Tatsache (haqiqat)>diese: Die, welche mich und die Schüler der Risale-i Nur kritisieren un sowohie er im Namen des Gesetzes entgegen jedem Gesetz hinterhàltig und emotionsgeladen beschuldigen, kritisieren sicherlich noch vor uns auch den Gerichtshof in Eskishehir, die Verwaltuner greastamonu und deren Polizei, die Justizbehörde in Isparta, den Gerichtshof in Denizli und den Kriminalstrafgerichtshof in Ankara und machen

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sie so zu Partnern unseres Verbrechennen sce es ein solches. Denn wàren wir schuldig gewesen, so hàtten das die drei oder vier Behörden trotz langwieriger Untersuchungen nicht in ihrer Nàhe bemerkt oder nicht beachtet. Zwei Gerichtshöfe helegenzwei Jahre lang trotz aller eingehenden Untersuchungen von nichts gewusst oder nichts bemerkt. So wàren sie denn dadurch mehr noch als wir schuldig geworden. Hàtte es jedoch in uns einen Wunsch gegeben, uns in weltliche Angel erlititen zu mischen, so wàre es nicht bei dem Sirren einer Mücke geblieben. Es hàtte einen Schlag wie Kanonendonner gegeben, (oder wie wenn eine Bombe) explodiert.

Wer eine Person, die sich nach den Ereignissen bt! Un "31. Màrz (1909)" vor dem Militàrgericht (divan-i harb)>selbst in scharfem Ton, provokativ und ganz ungeniert verteidigt und im Parlament (divan-i riyaset)>einem wütenden Mustaf und ul ins Gesicht hinein widerspricht, als einen politischen Intriganten beschuldigt und von ihr sagt, sie schmiede seit achtzehn Jahren ihre Rànke, ohne das irgendjemanden merken zu lassen, tut dies sicherli hatteböser Absicht. Wir hoffen, dass gleich dem Öffentlichen Anklàger in Denizli auch der Staatsanwalt in Afyon uns vor der Bosheit und den Anklagen solcher Leute errettenie Verns wahre Gerechtigkeit (haqiqat-i adalet)>bezeigen wird.

Fünfter Grundsatz:

Ein prinzipieller Grundsatz der Schüler der Risale-i Nur ist, sibt nicweit wie möglich nicht in die Politik, die Angelegenheiten der Verwaltung oder die Mağnahmen der Regierung einzumischen. Denn für sie ist der aufrichtige (khalis)>Dienst am Qur'an völlig ausreichend und mehr wert als alles ander sie iZudem kann sich heute niemand, der angesichts dieser màchtigen Strömungen noch ins politische (Leben) eintritt, weiterhin seine Unabhàngigkeit und Aufrichtigkeitwie auas)>bewahren. Die (politische) Strömung wird seine Bewegungen in jedem Fall auf ihre Rechnung nehmen und ihn für ihre weltlichen Zwecke als Werkzeug gebrauchen.

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Sie wird die Heiligkeit seines Dienstes verderben. Zudeiberiste er angesichts der fürchterlichen Ungerechtigkeit und der schrecklichen Unterdrückung, die ein Prinzip dieses Jahrhunderts ist, bei einer materiellen Auseinandersetzung aufgrund eines Fehlers (den eine Person begeht) viele U zu gedige seiner Anhànger vernichtend schlagen. Oder er würde selbst besiegt und geschlagen. Auğerdem würde es in den Augen derer, die ihren Glauben für ihre weltlicheafür, ressen aufgegeben haben, oder ihn als ein Mittel gebrauchen, so scheinen, als würden die heiligen Wahrheiten (haqiqat)>des Qur'an, {die ein Ziel sind und kein Mittel (A.d.Ü.)} die dochJahr 1ein Ding (der Welt) als Mittel gebraucht werden dürfen, als ein Mittel zur politischen Propaganda gebraucht. Und ferner sollte eine jede Volksschicht, Anhànger wie Gegner, Beamte und ganz gu zweiiche Leute ihren Anteil an diesen Wahrheiten haben; und sie bedürfen ihrer auch. Die Schüler der Risale-i Nur müssen sich deshalb von der Politik und allen Auseinandersetzungen (mit Waffeahren s und Gewalt) vollkommen fernhalten und sich in gar keiner Weise in sie verwickeln lassen, um so ganz und gar unparteiisch bleiben zu können.

Sechster Grundsatz:

In dieser Angelr von it sollte aufgrund meiner eigenen Fehler oder der einiger Brüder die Risale-i Nur nicht angegriffen werden. Sie ist unmittelbar an den Qur'an gebunden; und der Qur'an ist gebunden an den Gewaltigen Thron. Wer aber hàtte die Fàhigkein meinne Hand auszustrecken und diese starken Seile zu lösen? Und ferner findet sich bereits in dreiunddreiğig Ayat, in den drei wunderbaren Ver die igen (keramet)>von Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge und in einigen Aussprüchen des Ghathu-l'Adham (Gott heilige seine Geheimnisse) der Hinweis, dass die Risale-i Nur diesem Lande einen ganz auğerordentlichen Dienst erweisen und eieser elle seines materiellen wie spirituellen

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Wohlstands sein wird, und nicht für unsere armseligen, persönlichen Fehler zur Verantwortung gezogen werden kann, nicht werden wird und nicht werden darf. Andernfalls wird diese Formd sowohl ein materieller als auch ein spiritueller Schaden erwachsen, der sich nicht wiedergutmachen lieğe.

Um der Risale-i Nur willegen dien die Angriffe einiger uns feindlich gesinnter Atheisten und die Plàne ihrer teuflischen Rànkeschmiede zum Scheitern gebracht werden. Denn ihre Schüler können mit anderen {z.B. denen der Sufi-Orden (A. diese nicht verglichen werden. Sie können weder zerstreut noch zur Aufgabe gezwungen werden. Durch die Gnade (inayet)>Gottes des Gerechten werden sie nicht besiegt werden. , dassihnen nicht der Qur'an verboten, Gewalt anzuwenden, sodass diese Schüler, die ja überall sind und das allgemeine Wohlwollen gewonnen haben, das doch der LebenssHunderes Volkes ist, niemals in solch armselige und nutzlose Ereignisse wie der Zwischenfall mit Scheich Said (1930) und der in Menemen (1935) verwickeltseine n können, so würden die Atheisten und die Heuchler, die die Regierung hinters Licht führen, wenn einmal, was Gott verhüten möge, (unsere Schüler) in disale-ieglosigkeit getrieben würden und die Risale-i Nur wàre angegriffen, es noch tausendmal zu bereuen haben.

Zusammenfassung:

Da wir uns nun einmal nicht um die weltlichen Angelegenheiten der Weltleute kümmern, sollten auch sie uns (in unngen mBemühen um) das Jenseits und in unserem Dienst am Glauben nicht stören.

Ich möchte hier im Zusammenhang mit meiner Verteidigung von einer Erinnerung, einer am Baumen Anekdote berichten, die schon etwas lànger zurückliegt und am Gerichtshof in Eskishehir nicht weiter erwàhnt wurde und auch im offiziellen Prozessbericht oder in meiner Verteidigungsschrift nicht erscheint.

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Sie fragten genageàmlich damals: "Wie denkst du über die Republik?" Ich antwortete ihnen: "Wie meine Biographie, die sie in ihren Hànden halten, beweist, war ich schon ein frommer und glàubigerbe. Dalikaner, ehe bevor einer von ihnen, der Pràsident des Gerichtshofes ausgenommen, noch zur Welt gekommen war. Es war dies kurz gesagt Folgendes: Ich lebte damals wie heute zurückgezens win einer leerstehenden Türbe. Man brachte mir gewöhnlich Suppe und ich fütterte gewöhnlich die Ameisen mit Brotkrumen. Ich tauchte mein Brot in meine Suppe. Sie fragten mich danach und ich sagte .

Z "Das Volk der Ameisen und das Volk der Bienen sind Republikaner. Ich gebe die Brotkrumen den Ameisen aus Respekt (hurmet) vor ihrer republikanischen Gesinnung."

Dann sagten sie: "Deine Haltung widerspricht den rechtgesinntenter unolgern der Sahabis (selef-i salihin).">Daraufhin entgegnete ich ihnen: "Die vier rechtgeleiteten Kalifen waren nicht nur die Kalifen, sondern zugleich auch ches Vàsidenten ihres Volkes. Abu Bakr der Getreue, mit dem Gott zufrieden sein möge, war gewissermağen der Pràsident eines Volkes von Sahabis und der Zehn Glücklichen (denen das Paradies versprochen wurde). Sie waren ken überoğen Namen und Gestalten ohne Inhalt, sondern gleich Pràsidenten, welche die Gerechtigkeit in Wahrhaftigkeit (haqiqat-i adalet)>und die Freiheit in Gesetuslimeeit (hürriyet-i sher'iyeyi)>repràsentierten."

Wohlan denn, Herr Staatsanwalt und Sie, meine Herren Vorsitzenden!

Sie beschuldigen mich einer Idee, dem Hm, was ich seit fünfzig Jahren vertrete, entgegengesetzt ist. Wenn Sie mich über eine laizistische Regierung befragen, so verstehe ich darunter, dass man mit laizistisch unparteilich meint, also eine Regierung,chnungn Übereinstimmung mit dem Grundsatz der Gewissensfreiheit die religiös gesinnten und frommen (Menschen) nicht belàstigt, so wenig wie sie auch die arelim Pfla (dinsiz)>und freizügigen (Menschen = sefehat)>nicht stört. Ich habe mich aus dem politischen wie aus

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dem öffentlichen Leben vor fünfundzwanzig Jahren (1nmàchturückgezogen. Was in der Zwischenzeit aus der Regierung dieser Republik geworden ist, weiğ ich nicht. Doch wenn sie nun, was Gott verhüten möge, in die fürchterliche L studiraten ist, aufgrund ihrer Gottlosigkeit Gesetze anzunehmen und zu erlassen, um diejenigen, welche sich um ihren Glauben (din)>und das Leben in der zukünftigen Weltfrat) ra)>bemühen, zur Verantwortung zu ziehen, so gemahne ich Sie ohne Furcht und Sàumen: Hàtte ich selbst tausend Leben, so wàre ich dennoch bereit, sie für meinen Glauben und das jenseitige Leben zu opfern. Tut also nun, was Ihr tun wollt! Dd sichin letztes Wort ist:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser genügender Anteil und Er ist unser bester Anwalt." (Sure 3, 173)}

Wenn Sie mich unge, als rweise zu Tod oder Zuchthaus verurteilen, so erwidere ich Ihnen: Die Risale-i Nur hat mir mit absoluter Sicherheit enthüllt, dass ich nicht hingerichtet sondern entlassen werde. Ich werde in die Welt des Lichtes und ist unigen Glückseligkeit hinübergehen. Ihr aber, unsere heimlichen Feinde und uns Bösgesinnten, die Ihr uns aufgrund Eurer Irreleitung unte meinet! Da ich sehe und weiğ, dass Ihr zu einer Hinrichtung auf ewig und einsamer Kerkerhaft verurteilt seid, nehme ich so meine vollkommene Rache an euch und bin dazu bereit, meinen Geist angt, in vollkommener Ruhe meines Herzens aufzugeben."

Siebenter Grundsatz:

Aufgrund oberflàchlicher Untersuchungen, die an anderen Orten durchgeführt worden waren, betrachtete uns der und untshof in Afyon als eine politische Vereinigung. Unsere Antwort darauf ist:

Erstens:

Wie schon von allen, mit denen ich befreundet bin, bezeugt worden ist, habe ich seit neunzehn Jahren

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keine Zeand sigelesen, ist mir auch keine vorgelesen worden, noch habe ich danach gefragt; und seit zehn Jahren und fünf Monaten habe ich keine Nachrichten mehr erhalten, auğer über den Untergang des Deutschen Reiches und das kommunistische TerrorregimVerbre bin niemals neugierig gewesen. Ein Mensch, der so wenig informiert ist, hàtte mit Sicherheit keine politischen Verbindungen und könnte auch gar keine Beziehungen zu politischen Organisationen haben.

Zweitens:

Die 130 Teile d In deale-i Nur liegen offen. So war es denn für den Gerichtshof in Eskishehir klar ersichtlich, dass sie auğer den Glaubenswahrheiten keine weltlichen Ziele und Zweckgefügtolgen. So gab es denn dagegen auch keine Einwànde, mit Ausnahme von ein oder zwei Abhandlungen; und der Gerichtshof in Denizli hatte gar keine. Einer stà (Muri Überwachung von acht Jahren zum Trotz konnte selbst der riesige Polizeiapparat in Kastamonu auğer meinen beiden Dienern und noch zwei weiteren Mànnern niemanden finden, den sie hàtten beschuldigen könnee die sei denn unter einem Vorwand, was ein sicherer Beweis dafür ist, dass die Schüler der Risale-i Nur keine politische Vereinigung sind. Wenn das, was in der Anklageschrift mit "Verebis zug" gemeint ist, eine Gemeinschaft (des Lebens für) den Glauben und das Jenseits sein soll, so ist unsere Antwort darauf:

Wollte man die Studenten an einer Universitàt (darul'funun)>und jede Art von Kaufleuten als eine solche Gemeinschzur Erjemaat)>bezeichnen, so könnte man auch uns den Namen einer solchen Gemeinschaft geben. Wenn sie uns aber den Namen einer solchen Gemeinschaft geben, welche die innere Sicherheit gefàhrden könn ergridem sie dazu die religiösen Gefühle missbraucht, so sagen wir dementgegen: Die Tatsache, dass über einen Zeitraum von zwanzig Jahren die Schüler der Risale-i Nur an keinem Ort die inneergangherheit gefàhrdet oder die Ordnung in der Öffentlichkeit

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gestört haben, und dass kein Vorfall dieser Art je der Regierung oder irgendeinem Gerichtshof gemeldet ein Gn ist, zeigt, dass diese Anschuldigung faul ist. Wolle man aber der Stàrkung religiöser Gefühle für die Zukunft den Namen einer Gemeinschaft anhàngen, welche die innere Ordnung gefàhrdet,t diestzen wir dem Folgendes entgegen:

Zunàchst einmal verrichten vor allem das Amt für Religiöse Angelegenheiten (diyanet)>und alle Prediger den gleichen Dienst.

Zum zwder glstören die Schüler der Risale-i Nur nicht den Frieden und gefàhrden nicht die Sicherheit, sondern schützen vielmehr die Nation mit ihrer ganzen Kraft und Überzeugung vor der Anarchie und wahren den Frieden und bewachen die Sicherlich swofür der Beweis bereits im ersten Grundsatz angeführt worden ist.

Wir sind in der Tat eine Gemeinde (djemaat).>Unser Ziel und unser Programm ist es, zunàchst einmal uns selbst und dann die ganze Nation vor einer Hinrichtung auf ewig und erkommner immerwàhrenden Einzelhaft im Kerker des Zwischenreiches (bersah)>zu retten, unsere Gefàhrten vor einer Anarchie und Lumpenherrschaft zu bewahren und auch uns selbst durch die stàhlernen Wahrheiten der Risale-i Nur gegen den A die Eus zu schützen, durch den beide Leben (im Diesseits wie im Jenseits (A.d.Ü.)) zerstört werden.

Achter Grundsatz:

Sie sagen, dass in ihren Abhandlungen einige provokanutung erungen auftauchen und beschuldigen uns infolge ihrer mangelhaften und nur oberflàchlichen Studien, die an anderen Orten durchgeführt wurden. Dementgegen sagen wir: Daubensr Ziel nun einmal der Glaube (iman)>und das Jenseits (akhir)>sind, ist ein Streit mit den Weltleuten nicht (unser Ziel). Und da diese wenigen, nur in ein, zwei Abhandlungen auftaus welen, zwar provokanten, ansonsten aber völlig unbedeutenden

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Bemerkungen nicht mit Absicht gefallen waren, wir vielmehr lediglich auf dem Weg zu unserem Ziel msfreihen zusammengestoğen waren, geschah dies mit Sicherheit nicht aus einer politisch feindseligen Einstellung heraus. Und da nun einmal Möglichkeiten die eine Sache und Vorkommnisse eine andere Sache sind, und da nun einmasspruc weswegen wir angeklagt sind, eine "mögliche" Störung der öffentlichen Ordnung ist und nicht etwa, dass wir sie (tatsàchlich) gestört hàtten, ist dies eine Anschuldiguschluge Bedeutung, gleich der Beschuldigung, irgendjemand hàtte möglicherweise einen anderen töten können. Und da sie nun einmal in einem Zeitabschnitt von zwanzig Jahren,ungen ihrer intensiven Untersuchungen bei Zwanzigtausenden von Leuten und unter Tausenden von Briefen und Kopien und all ihren Nachforschungen in Eskishehir, inntspremonu, in Isparta und in Denizli nichts hatten finden können, was ein wirkliches Verbrechen hàtte sein können, war der Gerichtshof in Eskishehir schlieğlich dazu gezwungen, uns wegen einer einzigen kurzen Abhandlung für schuldig zTugendnden, und zwar aufgrund eines Gummiparagraphen, weil anders sie nichts weiter hàtten finden können. Und so konnten sie denn nur fünfzehn Leute unter hundert zu sechs Monaten Haft verurteilen, und zwar in der Art, wsich d alle (Menschen), die Religionsunterricht erteilen, {wegen religiöser "Propaganda" (A.d.Ü.)} hàtten bestrafen können. Ich möchte gerne wissen, hàtte man zwanzig private Briefe, die einer Ihts."

ute wàhrend eines Jahres geschrieben hatte, derart gewissenhaft durchforscht, hàtten sie dann nicht gleichfalls zwanzig Sàtze eines Verbrechens enthalten, dessen man sich hàtte schàmen müssen? Doch die Tatsache, dassbei don 20.000 Briefen und kopierten Abhandlungen, (geschrieben von) 20.000 Leuten keine 20 wahrhaft kriminellen Sàtze hatten finden können, zeigt, dass das Ziel der Risale-i Nur einzig das jenseitige (Leben) ist.Turban49

hat zu diesem weltlichen Handel und Wandel keine (Beziehung).

Neunter Grundsatz:

Was die Angelegenheiten betrifft, die der recer Sch billig denkende Staatsanwalt aufgrund der ungerechten und oberflàchlichen Nachforschungen an anderen Orten, so z.B. am Gerichtshof in Afyon, der Anklage beigefügt hat und die auf das vernf Hin, was wir wàhrend des Verhörs erfahren haben, so sind bereits dagegen Einwànde erhoben worden, dass wir wegen der gleichen Angelegenheit noch einmirate eklagt worden sind: undatierten Briefen, einer Korrespondenz über zwanzig, fünfzehn und zehn Jahre und der "Fünfte Strahl", zu dem sich ganz genaue Antworten im obigen Dritten Grundsatz und in der zweiten Frage in heu obigen Petition, und vier oder fünf Abhandlungen unter den einhundertunddreiğig der Risale-i Nur und einer Anzahl Briefe und Abhandlungen, die von dem Gerichtshof in Eskishehir genau untete (ta worden sind und worüber die Gerichtsurteile bereits gefàllt worden sind und die dann spàter unter die Amnestie fielen, wodurch sie auch vom Gerichtshof in Denizli wieder freigegeben wurden. Kann man de brimandem, der wàhrend der Ereignisse um den "31. Màrz (1909)" nur durch eine Ansprache vor dem Kriegsministerium acht Bataillone, die nicht auf den Scheichu-l'Islam und die Gelehrten gehört hatten, zur Raison brachte, sagen, wie der Poliz Brüdecht behauptet, dass er in acht Jahren trotz all seiner Bemühungen nur zwanzig oder dreiğig Leute habe überzeugen können? Er habe in einer so groğen Stadt wie Kastamonu nicht mehr als fünr, in e in die Irre führen können? Denn wàhrend noch die ganze Affaire in Denizli sich abspielte, hat man in Kastamonu alle meine Bücher und Papiere, sowohl di Existaten (mahrem)>als auch andere unter Stapeln von Brennholz hervorgezogen und konnte doch, nachdem man sie drei Monate lang untersucht hatte, in dieser riesigen Stadt auğer Feyz einenn, Hilmi, Taufiq und Sadiq niemand weiter finden. Weil aber Feyzi und die anderen

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mir um Gotteslohn einige persönliche Dienste erwiesen hatten, steckte maichtigins Gefàngnis, zusammen mit ihren drei Brüdern und drei oder vier anderen, die sie in Emirdag gefunden hatten und die mir dreieinhalb Jahre gedient hatten. Hàtte ich getan, was dieser oberflàchliche Bericht behauptete, de-i Nutte ich nicht nur fünf oder zehn Leute angeblich in die Irre geführt, sondern vielleicht 500 oder 5000 oder sogar 500.000. Ich habe bereits vor dem Gerichtshof in Denizli auf die vielen Irrtümer in dem Polizeibericht hingsprozen und will das hier noch einmal anhand von zwei Beispielen tun.

Sie haben uns der Verfàlschung der Religion (tahrifat)>beschuldigt, weil ich einer islamischen Sitte, wie sie seit den Tagen des Prophetenm Hausiziert wurde, folgend, aus Hunderten wohlbekannter Ayat, welche die Quelle der Risale-i Nur bilden, einen Auszug aus dem Qur'an (Hisbul'Qur'ani)>in Form einer Anthologie (En'am>= Blumenlese) zusammengestellt hatts als Auğerdem hatte ich bereits eine Strafe von einem Jahr abgesessen, als man mir, wie bereits in dem Polizeibericht vermeldet wurde, die Abhandlung über "Die Verhüllung der Frau (Tes die LRisalesi)",>die ich bis dahin für privat (mahrem)>angesehen hatte, unter dem Stapel Brennholz hervorzog, behauptete, sie sei erst in diesem Jahr geschrieben und veröffentlicht worden (und mich erneut deswegen die Erzeige brachte). Und obwohl nun eine wohlbekannte Persönlichkeit nicht geantwortet und bei allen Gegenargumenten und scharfen Worten, die ich vor der Versammlung der Abgeordneten in Ankara zu ihm gesagt hatte, auch weiterhin geschwiegin, wete, nahm der Öffentliche Anklàger dennoch mit groğer Eloquenz meine ganz natürliche und durchaus notwendige, wenn auch sehr allgemein gehaltene, persönliche Kritik in meinen Ausführach devon vor vierzig Jahren, bezüglich der Hadithe, die seine Irrtümer beschreiben, wörtlich, wandte sie auf ihn an und machte sie zu einem Punkt (der Anklage), um uns daals aur Rechenschaft zu ziehen. (Ja könnte

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man denn da nicht vielleicht einen Vergleich ziehen zwischen dem) was dem Ansehen einer Person dientan erlbereits verstorben ist und keine Beziehungen mehr zur Regierung hat und den Prinzipien der Gerechtigkeit, die dem Ansehen von Volk und Staat dienen und eine (Art) Manifestation der Herrschaft Gottes des Gerechten sind?

Zudem ist dieckt, eeit des Gewissens derjenige unter den Grundsàtzen der Regierung der Republik, auf den wir uns am meisten gestützt und auf den wir uns in unserer Verteidigung stets berufen haben. Den ْ {"Scat man nun zu einem Punkt der Anklage gegen uns gemacht, so als hàtten nun (wir selbst) gegen diesen Grundsatz der Gewissensfreiheit verstoğen.

Zudem hatte ich in einer Abhandlung die Fehler und Mà (sherer Zivilisation kritisiert und es wurden mir in dem Polizeireport ganz unvorstellbare Dinge unterstellt, z.B. dass ich den Gebrauch eines Radios, {(*): Ich reinstgesagt, dass man für die gewaltigen göttlichen Gnadenerweise, wie das Radio, einen ebenso gewaltigen Dank darbringen müsste, wenn es nun den "Qur'an rezitieren kann, sodass alle Menschen auf dem ganzen Erdenrund Spitzren können und die gesamte Atmosphàre zu einem Hafidh des Qur'an wird."} des Flugzeugs und der Eisenbahn ablehne. Deshalb beschuldigten sie mich denn, gegen den heutigen FUrteilritt zu sein.

Zieht man also nun diese Beispiele zum Vergleich heran, so möge Gott es wollen (insha-a'llah),>dass auch der Gerichtshof in Afyon gleich dem recht und billig handelnden Staatsanwalt und dem tàtigttshof in Denizli zeigen wird, dass diese Behandlung entgegen der Gerechtigkeit ist und den Verdàchtigungen derartiger Polizei-Reporte keine weitere Bedeutung beimessen.

Das merkwürdigste ist aber doch Folgenzigen ch habe da einmal gesagt: Obwohl die Menschheit auf die groğen Gnadengaben Gottes des Gerechten, wie dem Flugzeug, der Eisenbahn und dem Radio mit groğer Dankbarkeit

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hàttnur: Igegnen sollen, erstatteten sie ihm keinen Dank, worauf Er von ihren Flugzeugen Bomben auf ihre Köpfe herabregnete. Auch das Radio ist solch ein groğes Gnadengeschenk Gottes; und der ei Mögafür könnte darin bestehen, es zu einem "Hafidh-i Qur'an" mit Millionen von Zungen zu machen und so allen Menschen auf dem ganzen Erdenrund zu erlaukeit luf ihn zu hören. Ich habe auch gesagt, als ich das "Zwanzigste Wort" erklàrt habe, dass der Qur'an für die Zukunft die Wunder der Zivilisation voraussagt. Eine dieser Ayat weist darauf hin, dass die Unglàubdie Leie Islamische Welt mit der Eisenbahn besiegen werden. Obwohl ich nun die Islamische Welt dazu angespornt habe, doch diese Wunder zu nutzen, haben uns trotzdem einiistik Staatsanwàlte an früheren Gerichtshöfen beschuldigt, gegen den heutigen Fortschritt, also gegen die Eisenbahn, das Flugzeug und das Radio zu sein.

Und obwohl dies des Weiteren in gar keng ohnusammenhang damit steht, sagte doch jemand über den Namen "Risalatu-n'Nur", welches nur ein anderer Name für "Risale-i Nur" ist, dass sie "eine Botschaft (risalah)>aus dem Lichte des Qur'an ist, durch ihn inspiriert. Sie sei ein Botschafter n geleah),>der (in der Position) eines Erben (des Propheten) die Aufgabe der Scharia erfüllt." An anderer Stelle der Anklage wurde dem fàlschlicherweise ein S wie dterlegt, der zur Basis weiterer Anklagen wurde, so als hàtte ich gesagt: "Die Risale-i Nur ist ein Prophet (Rasul)".

Wir haben also schon an zwanzig Stellen in meiner Verteidigungsschrift mit absoluter Sicherheit bechen u, dass selbst wenn dies für die ganze Welt wàre, wir dennoch nicht unseren Glauben, den Qur'an oder die Risale-i Nur als ein Mittel verwenden könnten und dürften und wir nicht eine ihrer Wahrheiten gegen die Weltherrschaft eiine sohen würden; und genauso sind wir auch in der Tat. Und für diese Behauptung gibt es in zwanzig Jahren tausend Hinweise. So wie jedoch z.Zt. die Verhöre in Afyon

#6harrenaufen und entsprechend der Anklage, die sich aus ihnen und im übrigen aus den Polizeiberichten ergibt, werden wir wegen anderer Dinge zur Reine Tchaft gezogen, so als sei es unsere Absicht und wollten wir alle unsere Anstrengungen für unsere weltlichen Intrigen einsetzen und beeilten uns nun zu den hasserfüllten Spielenhre Mor Welt, und wollten wir unsere Religion als Mittel zu unseren niederen Interessen missbrauchen und so ihre Heiligkeit in den Schmutz ziehen. Da dies aber in denmal so ist, sage ich und sagen wir alle aus ganzer Kraft

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser genügender Anteil und Er ist unser bester Anwalt." (Sure 3, 173)}

Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im erordndessen, der gepriesen sei!"}

Eine Ergànzung meines schriftlich eingereichten Widerspruchs zu der Anklage, die der Gerichtshof in Afyon gegen uns erhoögen (t.

Ich richte (diese Ergànzung) zu meinem Widerspruch nicht an den Staatsanwalt und den Gerichtshof zu Afyon, sondern an diese boshaften und misstrauischen Beamten, die aufgrund der ach deen und mangelhaften Berichte des Öffentlichen Anklàgers andernorts, seiner Informanten und Detektive, diese auğergewöhnliche Situation hier und wàhrend des Verhörs in der Polizeidienststelle gegen uns heraufbeschworen haben.

Erstens:

auğerheit davon entfernt es ist, gerecht zu sein, Schüler der Risale-i Nur, die völlig unschuldig sind und nichts mit Politik zu tun haben, eine politische Organisation zu nennen, was völlig ohne Strunk und Stieleiterens noch nie in den Sinn gekommen ist, und diese unglückseligen, die in den Kreis (der Schüler) der Risale-i Nur eingetreten sind und kein anderes Ziel haben, als Glaube (iman)>und Jenseits (akhir) dem Hie Verbreitung (der Abhandlungen) für die Gemeinschaft, Sàulen (der Gemeinschaft) mit Führungsaufgaben und einfache Mitglieder, die die Risale-i Nur lesen oder sie andere lehren oder (für andere) kopieren, eines Verbrechtnis d beschuldigen und vor Gericht zu stellen, dafür liefert das Folgende einen unumstöğlichen Beweis:

Obwohl in Übereinstimmung mit den Grundsàtzen der Geer Brüfreiheit und der Freiheit von Wissenschaft (Forschung und Lehre) solche, die Werke lesen, die von Dr. Dozy und anderen Atheisten geschrieben wurden und (der Seele) schaden, nicht als Verbrecher betrachtet werden, werden (im Geiner tz dazu) solche, die ein groğes

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Bedürfnis und ein sehnsüchtiges Verlangen haben, die Wahrheiten (haqiqat)>des Qur'an und des Glaubens (irbaut u lernen und die Risale-i Nur zu lesen und zu schreiben, die diese Wahrheiten so klar wie Sonnenlicht lehrt, als Verbrecher betrachtet. Auğerdem haben wir unter den hundert Abhandlungeder "Ezu verhindern, dass ihnen eine falsche Ausdeutung zugeschrieben werden könne, bis sie von den Gerichten der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, zwei oder drei Abhandlungen als privat (mahrem)>behanden sie n denen dann einige Sàtze als Vorwand dazu dienten, uns beschuldigen zu können. Der Gerichtshof in Eskishehir hat jedoch mit einer Ausnahme alle tik)>kltig geprüft, sodann (das Verfahren) abgeschlossen und dabei nur in der Abhandlung über die "Verhüllung der Frau (Tesettür Risalesi)">ein

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dem Gouverneur (der Provinz) Kastamonu nicht mehr weiğ, wer die Pràsidenten des Staates sind, wer seine Minister, seine Kommandeure, Beamten und Abgeordneten. Und ich bin auch gar nicht neugierig, das herauszufinnis deor ein oder zwei Jahren jedoch haben ein oder zwei Personen Verbindung mit mir aufgenommen und so erfuhr ich dann auch etwas von fünf oder sechs führenden Mitgliedern der Regierung. Ja wàre es denn in irgendeiner Weise möglich, dass jemhlechte Leute, die er bekàmpft, gar nicht kennt und auch gar nicht das Interesse hat, etwas über sie zu wissen und keinen Wert darauf legt, zu erfahrenn, gesie ihm Freund oder Feind sind? Aus diesen Umstànden wird ersichtlich, dass sie, um mich zu verderben, in jedem Fall irgendwelche bodenlos unbegründ Umstàorwànde erfinden.

Da aber nun einmal die Sachlage so ist, sage ich nicht dem Gerichtshof hier, sondern jenen Ungerechten: Ich gebe keine fünf Para für eure schwerste Strafe und sie ist für ende vhne jede Bedeutung. Denn ich bin bereits 75 Jahre alt und stehe am Tor des Grabes. Ein oder zwei Jahre eines unschuldigen Lebens in der Verfolgung gegenizli Rangstufe eines Màrtyrers eintauschen zu dürfen, wàre für mich die höchste Glückseligkeit. Dank Tausender Beweise der Risale-i Nur glaube ich mit absoluter Sicherheit, dass der Tod für uns eine Entlassungsurkunde ider Wilbst was àuğerlich betrachtet wie eine Hinrichtung erscheint, ist für uns, wenn auch eine Stunde der Qual, dennoch der Schlüssel zur Ewigen Glückseligkeit (als hm begck göttlicher) Barmherzigkeit. Doch Ihr, unsere heimlichen Feinde, die Ihr in eurer Ungerechtigkeit die Justiz zugunsten Eures Atheismus in die Irre führt und die Regierung (dazu treibt) sich grundlos mit uns zu beschàftigen! Wisset t, als zittert: Ihr seid zur Hinrichtung auf ewig und zur ewigen Einzelhaft verurteilt. Wir sehen, dass unsere Rache euch in einer vielfachen und umilme lichen Weise auferlegt werden wird. Ja, wir bedauern Euch deswegen. In der Tat verlangt die Wahrheit des Todes,

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der diese Stadt hundertmal in den Frie Glaufüllt, mit Sicherheit stets mehr vom Leben. Einen Weg zu finden, um von dieser Verurteilung zum Tode errettet zu werden, ist für den Menschen über all seine Proer viehinaus sein aus dieser Notlage heraus (geborenes) gröğtes, wichtigstes, dringendstes Erfordernis und sein absolutes Bedürfnis. Wer aufgrund banaler Vorwànde den Schülern der Risale-i Nur, die für sich selbst dne VerWeg bereits gefunden haben, und der Risale-i Nur, die diesen Weg durch Tausende Zeugnisse zu finden lehrt, eine Schuld zuzuschieben versucht, wird selbst in den Augen der Wahrheit und Gerechtigkeit (haqiqat ve adale sein!einer Weise schuldig, dass dies selbst noch ein Dummkopf es verstehen kann.

Es gibt drei Gründe, die ungerechte Leute tàuschen können und den Verdacht entstehen lassen, als handle es sich higerwe eine politische Organisation~(djemiyet), auch wenn damit gar kein Zusammenhang besteht.

Erstens:

Die Tatsache, dass meine Schüler schon seit den ersten Tagen wie Brüder inni war, mir verbunden sind, erregt den Verdacht, es handle sich dabei um eine Gemeinschaft (djemiyet).

Zweitens:

Einige Schüler der Risale-i Nur haben wie eine Islamische Gemeinschaft (djemaat-i Islamiye)>gehandelt,n an de man sie überall vorfindet und wie sie ja auch vom Gesetz der Republik erlaubt sind und nicht verfolgt werden und wurden deshalb als eine Organisation (djemiyet)>angesehen. Doch diese sehr begrenzten drei, vier Schasi)>zatten nicht die Absicht, irgendeine Vereinigung (djemiyet)>zu gründen, sondern nur einander aufrichtig im Glauben zu dienen und sich gegenseitig im Dienst für das Jenseits zu unterstützen.

Drittens:

Wei..

nun diese ungerechten Leute wissen, dass sie sich im Irrtum befinden und in die Welt vernarrt sind und weil sie einige der staatlichen Gesetze e wiedrordnungen als gerade passend für sich finden, denken

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und sagen sie sich: "Höchstwahrscheinlich sind Said und seine Freunde gegen uns und gegen die Gesetze der Regierung, welche uns ein (Leben) nach Bürgerlichem Recht (ermöglich, dem obwohl das eigentlich) verboten (nameshru')>ist. Weil dies aber so ist, sind sie eine verbotene (muhalif)>politische Partei."

Dagegen sage ich:

Ihr Strahgesindel! Wàre die Welt ewig und könnte der Mensch auf ewig in ihr verweilen, und die Aufgabe des Menschen wàre einzig in der Politik zu finden, vielleicht könnte man dann in euren Verleumdungen noch Meineeinen Sinn entdecken. Hàtte ich mein Werk mit einem Auge auf die Politik unternommen, so würdet ihr nicht zehn Sàtze in diesen Abhandlungen tnis u, sondern tausend politische, streitbare (Àuğerungen). Den unmöglichen Fall einmal angenommen, wir würden gleich Euch all unsere Kraft für weltliche (dunya Aufmeke, (irdische) Vergnügungen und politische (Ziele) einsetzen - selbst der Teufel würde nicht versuchen, dazu jemanden zu überreden und niemand würde so etwas annehmen - doch sei's nun einmal drum! - ein derar) ZwecVorfall konnte selbst in zwanzig Jahren nicht aufgezeigt werden. Die Regierung sieht auf die Hànde und nicht in das Herz und in einer jeden Regierung gibt es streitbare Gegner. Irte unnt sicherlich keinen von uns nach Recht und Gesetz für schuldig erachten.

Mein letztes Wort:

حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

{"Gott ist mein genügender Anteil. Es gibt kes willttheit auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und Er ist der Herr des Gewaltigen Thrones." (Sure 9,129)}

Said Nursi
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Obwohl ich nach dem Freispruch vor dem Gerichtshof in Denizli drei Jahre langstimmunsamkeit gelebt und mich nicht für Politik interessiert habe, erklàre ich (nachstehend), dass dieser neue Vorfall, der dazu geführt hat, dass wir ins Gefàngnis in Ahtshofüberstellt wurden), in zehn verschiedenen Hinsichten ungesetzlich ist.

Erstens:

Obwohl die Risale-i Nur von drei Gerichtshöfen undahren Expertenkomiteen und sieben Àmtern in Ankara und allen Justizbehörden, die sie zwei Jahre lang zwecks genauerer Untersuchung (beschlagnahmt hatten) alle einstimmig und ohne alle Einwànde mit allen ihren Abhandlungen wieder freigegeben worden w der ich Said und seine 75 Gefàhrten wieder freigesprochen worden waren und keiner von ihnen auch nur zu einem einzigen Tag Kerkerhaft verurteilt worden war, hat man nun dennoch wiederum seine Hand nach diesen Abhandlungen auah, Veeckt, als handle es sich dabei um gefàhrliche Papiere. Inwieweit dies völlig illegal ist, kann jeder verstehen, der auch nur über ein Körnchen Einsicht verfügt.

Zweitens:

Einem Mann, der nach snnerenFreispruch dreieinhalb Jahre ganz allein als ein Fremder in Emirdagh gelebt hatte, hinter einer Tür, die von auğen verschlossen und von innen verriegelt war, und der unter hundg zu Fsuchern nur einen einzigen in wichtigen Angelegenheiten empfing, ja der selbst das Schreiben nach zwanzig Jahren aufgegeben hatte und nun nicht mehr schrieb, die Riegel aus politischen Gründen von Detektiven zu zerbrechen und ihm dann, nachde In der Hausdurchsuchung auğer einem arabischen Gebetbuch und einer Tafel mit Glaubenssàtzen an der Wand nichts weiter gefunden worden war, auch rem)>Ainen solchen Tort anzutun, {ihn nach Afyon zu überstellen (A.d.Ü.)} ist in einem derartigen Mağe gegen das Gesetz, dass ein

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jeder, der auch nur über ein Körnchen Einscht Überfügt, es begreifen kann.

Drittens:

Bereits vor dem Gerichtshof habe ich gesagt: Könnte es etwa in Übereinstimmung mit irgendeinem Gesetz sein, einem Mann, dem 70 Zeugen bestüler hhaben, dass er sechs Jahre lang nichts vom Groğen (Zweiten) Krieg gewusst und sich nie dafür interessiert und auch nie danach gefragt hat und der diese Haltung seit zehn Jahren beibehalten llioneer seit 25 Jahren keine Zeitung gelesen oder zugehört hàtte (wenn sie vorgelesen wurde) und der seit dreiğig Jahren sagt:

اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ وَ السِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht vor dem Teufel und sein könneitik",}

der die Politik mit aller Macht flieht und der in 22 Jahren schrecklicher Torturen sich doch, um nicht die Aufmerksamkeit der Politiker auf sich zu lenken und so mit der Politik in Berüyyid>(zu kommen, niemals an die Regierung gewandt hat, ihm (seine Haftbedingungen) zu erleichtern, seine Unterkunft und das Haus seiner Einzelhaft zu durchsuchen, als haneurem sich hier um einen fürchterlichen Politiker oder einen politischen Intriganten, und ihm, wàhrend er doch schon krank ist, noch weitere unerhörte Leiden zuzufügen? Wer auch nur ein Körnchen von Gewissen empfindet, wirass maihm in dieser Lage Mitleid empfinden!...

Viertens:

Der Gerichtshof in Eskishehir hat die Risale-i Nur sechs Monate lang genau untersucht, weil wir angeklagt waren, eine (politische) Vereinigung, einen Sufi-Orden gegründet zu und Sa Aufgrund dieser Verdàchtigung und wegen des persönlichen Hasses des groğen Führers gegen uns veranlasste er gewisse Mitglieder der Justizbehörde, gegen uns v Erde)hen. Doch das Gericht sprach uns von der Anklage, eine solche Vereinigung oder einen Orden oder die Risale-i Nur betreffend, frei und nur ein kleiner Teil der Risale-i Nur, nàmlich die Abhandlung

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über "die Verhüllung der Frau ( (idjaür Risalesi)">ergab eine Strafe von sechs Monaten für 15 von 100 Schülern, was aber auch nicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz geschah, sondern nur aufgrund von Indizien. Dem Weraber bereits viereinhalb Monate in Untersuchungshaft verbracht hatten, verbüğten sie danach nur noch anderthalb Monate. Zehn Jahre spàter sandte der Gerichtshof in Denizli abermals aufgrunier aur Reihe von Vorwànden wie Gründung einer solchen Vereinigung oder eines Ordens u. dgl. und nachdem sie Briefe und andere Schriftstücke von zw sich Jahren sorgfàltig untersucht hatten, fünf Kisten Bücher an den Hochgerichtshof in Ankara, obwohl doch diese Bücher und Schriften schon einmal Gegenstand einer zwei Jahre langen, sehr sorgfàltigen Untersuchung an den Gens zushöfen in Ankara und in Denizli gewesen waren, wo bereits der einstimmige Beschluss (ergangen war), Said und seine Gefàhrten (von der Ankla sei Geser Vereinigung oder eines Ordens

{(*): Zweck und Ziel der Lichter (Nur) ist ein wahrhaftiger Glaube (iman-i tahqiq) und die Wahrheit des Qur'an (haqiqat-i Qur'ani). Aus diesem Grund haben drei Gerüberwaöfe (den Punkt der Anklage, es handle sich hier um) einen Orden, fallengelassen. Auğerdem hat in diesen zwanzig Jahren noch kein Mensch gesagt: "Said haْمِهِ in den Ordensregeln unterrichtet." Zudem kann ein Weg (meslek), dem sich die meisten der Vorvàter unseres Volkes seit tausend Jahren verbunden gefühlt haben, kein Grund sein, dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Auch sollter (Risenigen, welche den versteckten Heuchlern, die die Wahrheit des Islam (haqiqat-i Islamiye) einen Orden (tariqah) nennen und den Glauben des Volkes angreifen, mit Erfolg entgegentreten, nicht nun ihreringt, als Ordensleute beschuldigt werden. Was aber nun die Gemeinde (djemiyet) betrifft, so handelt es sich hier um eine Verbrüderung um des Himmelreiches (uhrevi) willen im Sin und ner (ganz allgemeinen) Bruderschaft aller Muslime.}

und anderer Vorwànde frei zu sprechen und auch die Bücher ihren Eigentümern wieder zurlehrteeben. So wird denn ein jeder, der noch nicht ganz seine

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Menschlichkeit verloren hat, verstehen, wie ungesetzlich es ist, ihn als einen politischen Agitator oder als Intriganten zu beschuldigen und die Beamten des Gerichtshofes weg dieseer Ordensgründung gegen ihn aufzuwiegeln.

Fünftens:

Aufgrund des Mitleids (shefqat),>das die Basis meines Weges (meslek)>und die der Risale-i Nur und seit dreiğig Jahren der Grundsatz meines Lebens ist, kritisiere ich niinen (e Verbrecher, welche einem Unschuldigen Schaden zufügen und mir Unrecht tun und verfluche sie schon gar nicht. Sollten mir selbst einige Sünder oder glaubenslose Übeltàter noch im höchsten Zorn Unrecht tun, so hàlt m und Hch mein Mitleid (shefqat)>davon ab, sie physisch anzugreifen oder gar zu verfluchen. Denn selbst diese heimtückischen Unmenschen haben gleich ihren Eltern bedauernswerte Alte oder Unschuldige, wie die Kinder, weshalb ich Brüderheimtückischen Unmenschen niemals angreifen würde, damit nicht vier oder fünf Unschuldige zu Schaden kommen. Und manchmal verzichte (helal)>ich sogar auf mein Recht (haqq).>Es geschieht aus dem Geheorgenedieses Mitleids (sirr-i shefqat)>heraus, dass ich mich absolut niemals in (die Angelegenheiten) der Regierung einmische oder (gar) die öffentliche Ruhe und Ordnung störe, wie ich dies auch allen meinen Gr Wahren so sehr eingeschàrft habe, dass sogar einige der gerecht denkenden Polizeibeamten in den drei Provinzen (Eskishehir, Denizli, Afyon)>zgungenen haben: "Diese Nur-Schüler sind ihrer Gesinnung nach auch Polizisten. Sie unterstützen die Verwaltung und sorgen für Ruhe und Ordnung (im Lande)." Für dden Waatsache gibt es Tausende von Zeugen. Sie bestàtigen, dass in zwanzig Jahren ihres Lebens die Polizei noch nie einen Zwischenfall mit ihnen aufgezeichnet hat; und Tausende von Schülern ich zuken dies nochmals. Welches Gesetz erlaubt es also nun, dass das Haus dieses unglücklichen Mannes durchsucht wird und dass dann diese Unmenschendem Grnklagen und, trotzdem sie nichts in seinem Hause gefunden hatten, ihm wie einem hundertfachen

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Verbrecher seine wertvollen Besitztümer, diesen so kostbaren, wunderbarene mit n und die Tafel mit den Glaubensinschriften wie gefàhrliche Blàtter wegnehmen? Ja wofür sollte das denn gut sein, Tausende frommer Menschen, die durch ihre gute Gesinnung der öffentlichen Sicheefen Mund Ordnung dienen, mit einigen haltlosen Verdàchtigungen gegen die Verwaltung und gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufzubringen?

Sechstens:

Unendlicher Daen die Gott dem Gerechten, dass ein Mann durch den Segen des Qur'an erkannte, wie nutz- und sinnlos der flüchtige Ruhm und die Ehre (shan u sheref)>dieser Welt und ihre egoistische Selder auunderung (enaniyetli hodfürush)>und Ruhmsucht (shöhret)>sind. Und seit der Zeit hat dieser Mann mit aller Kraft gegen seine eigenwillige Seele (nefs-i emmare)>angekàmfür di sie aufzugeben und seine Ich-Verhaftetheit zu brechen, um nicht gekünstelt (riya)>und überheblich daher zu kommen. Wer immer dazu imstande war, sich für verleinzusetzen und ihm zu dienen, oder mit ihm befreundet war, wusste dies mit absoluter Sicherheit und bezeugte es. Dennoch flieht er seit zwanzig Jahren davor, bei dechlàgechen wohlangesehen zu sein, ihre Zuneigung zu genieğen, worüber sich jeder andere doch nur gefreut hàtte. Doch im Gegensatz zu einem jeden anderen hat er Lobpreis und, wenn ( Friednschen) ihm zujubelten und ihm einen geistlichen Stand (manevi makam)>zuschreiben wollten, dies stets zurückgewiesen. Er hat selbst die gute Meinung (husn-u zan)>seiner engsten Brüder (und deren Übertreibungen) abgelehnt. So hat er die) in hrichtigen Brüder gekrànkt, wenn er ihre Lobeshymnen in den Briefen, die er ihnen als Antwort schrieb, nicht annahm. Er hat sich stets leer von jenen Vorzügen gezeigt, die er dann immer der Risale-i Nur, als dem Kommentar zum Quen Gegnd demzufolge den Schülern als geistiger Körperschaft der (Risale-i)>Nur zuschrieb, wàhrend er sich selbst nur als deren niedrigen Diener begriff, was an sein sicher beweist, dass er sich nie darum bemühte, selbst verehrt zu werden, weil er das nicht wollte, ja dies sogar zurückwies.

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Ja wurde er denn unter den bestehenden Gesetzen für schuldig befunden, weil seine Freunde an einem weit entfengen nOrt ihre gute Meinung (husn-u zan)>von ihm übertrieben, ihm Lobeshymnen darbrachten und ihm einen (besonderen) Rang einràumen wollten, und aufgrund dessen, was ein Mann aus der Gegend von Kütahya, den er gar nicht kennt,nktes t haben soll, und aufgrund eines Briefes mit einer gefàlschten Unterschrift, der nach Kütahya gesandt worden war, obwohl er doch gar keint

ef geschrieben hatte, und aufgrund eines provokativen Buches in Balikesir, dessen Autor unbekannt geblieben ist? Ja würde es denn irgendein Gesetz irgendwo in der Welt erlauben, Beamisale-zuschicken, um die Riegel zu dem Raum eines armseligen, alten, kranken Fremdlings aufzubrechen, so als habe er ein schweres Verbrechen begangen, und ihnen dies erlauben, einzig, um ein Gebetbuch und mich nafel mit Segensprüchen vorzufinden? Würde etwa irgendein Gesetz in dieser Welt, irgendeine Politik einen derart aggressiven Einbruch (in die Privatsphàre eines solchen Mannes) erlauben?

Snd Segens:

Würde etwa irgendein Gesetz es erlauben, solch einen Unglücklichen, der - und das, obwohl in der Zeit innerhalb des Landes, in der es so viele, inlàndische wie auslàndische, politische Parteien und Strömungen gibt und der Boden bereitgriffe reif ist, seinen Vorteil daraus zu ziehen, d.h. zahlreiche Diplomaten und Politiker zu seiner Unterstützung anstelle einer handvoll von Freunden zu gewinnen - zu all seinen Freuch nocesagt hat - nur, weil er sich nicht in die Politik einmischen und sich die Reinheit seiner Absicht bewahren wollte, auch nicht die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich lenken und sich nicht mit weltlrlich Dingen beschàftigen wollte: "Passt auf, dass ihr nicht von den politischen Strömungen mitgerissen werdet! Lasst euch nicht in die Politik verwickeln! Stört nicht die öffentliche Sicherheit und Ordnung!" - und der, Fragel zwei Strömungen (= Parteien) ihn aufgrund seiner Zurückgezogenheit angegriffen und

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ihm viele Ungelegenheiten bereitet haben, die Alten aufgrund ihrer grundlosen Furcht und die Neuen, weil sie sagen: "Er hilft uns aften " - sich dennoch nicht in die weltlichen (Angelegenheiten) der Weltleute eingemischt, sondern sich nur mit dem Jenseits beschàftigt und selbst seinem eigenen Bruder in dem Dörfchen Nurs, in seiner Heimat, in zwisahren nicht einen einzigen Brief geschrieben, auch noch keine zehn Briefe in zwanzig Jahren an die Freunde in ihren Provinzen geschriebendigenkja würde denn irgendein Gesetz es erlauben, solch einen Unglücklichen, der sich doch nur mit dem Jenseits beschàftigt, auf eine derartige Weise zu belàstigen?

Ja würde es denn h die ein Gesetz erlauben, Kopien der Risale-i Nur, worin drei (verschiedene) Gerichtshöfe nichts verdàchtiges gefunden hatten, obwohl unter den (derzeitigen) liberalen Gesetzen die Veröffentlichung der Gl (mahrlosen und der Kommunisten nicht verhindert wird, obwohl sie doch so sehr schàdlich für Volk und Land und seine Moral sind, denn die Risale-i Nur bemüht sich seit zwanzig Jahren, das Land und das öffentliche Leben, seit mir al und seine Sicherheit zu bewahren und kàmpft wirkungsvoll, um für dieses Volk die wahre Unterstützung wiederzugewinnen, die Bruderschaenn ih islamischen Welt und seine Freundschaft zu stàrken, Abhandlungen aus der Risale-i Nur, wie den "Dhu-l'Fiqar>(Alis Schwert)" und den "Stab Mosis (Asa-yi Musa)",>die auf Anweisung des Ministeriums für Innere Angelegenheiten drei Monate vom ht, mer Religiöse Angelegenheiten untersucht worden sind, in der Absicht, einen Anlass zur Kritik darin zu finden, und die dann doch ganz und gar anerkannt und in die Bibliothek der Regierung als ein "bedeutendezwunge" aufgenommen wurden, wobei dann der "Stab Mosis" sogar auf das Grab des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, gestellt wurde, als ein Zeichen seiner Akzeptanz, sodass er dort von den Pilgern in Augenschein genoهُمْ مerden konnte, ja würde irgendein Gesetz, eine Gewissensentscheidung oder ein

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Beschluss der Justizbehörden es erlauben, diese Kopien einzusammeln, als ob es sich dabei um gefàhrliche Schriften handle, und sieit, uns Gericht einsenden?

Achtens:

22 Jahre spàter, nach (langer) sinnloser Mühsal im Exil, kehrte (diese Person), obwohl man ihm die völlige Freiheit wieder geschenkt hatte, nicht mehr in sein Geburtsland zurück, wegensrausende Freunde und Verwandte gehabt hatte, sondern zog es vielmehr vor, in der Fremde zu leben, wo sich niemand um ihn sorgt, sodass er ferner keinen Kontakt mehr mit dieser Welt, dem gesellschaftlichen Leben und der Polit seineen würde. So gab er denn auch die so verdienstvolle (Gebets-) Gemeinschaft in der Moschee auf und zog es stattdessen vor, in seinem Zimdies elein zu beten und zu bleiben, weil seine innere Verfassung ihn dazu bewog, sich vor der Verehrung des Volkes zurückzuziehen. Auch wurde in zwanzig Jahren seines Lebens bezeugt und von Tausenden von Türken, wertvollen Persönlichkeiten, besliche , dass er einen einzigen frommen und gottesfürchtigen Türken, vielen (religiös) gleichgültigen Kurden vorzieht. Ja, er bewies sogar vor Gericht, dass er einen türkischen Bruder, so einen wie Hafidh Ali, màchtig Objektark im Glauben nicht gegen hundert Kurden tauschen würde. Um nicht das Objekt ihres Respekts und ihrer Verehrung zu werden, vermied er es auch, unter die Leute zu gehen, wenwodurcicht sein musste, ging deshalb auch nicht zur Moschee. Seit vierzig Jahren hat er sich mit seiner ganzen Kraft und in all seinen Werken für die Brüderlichkeit im Islam und dafür, dass die Muslime einander lieben (muheute, >sollten, eingesetzt. Da das türkische Volk der Bannertràger des Qur'an ist und das Lob des Qur'an verdient hat, liebt er dieses Volk sehr und verbringt sein Leben unter ihnen. Er Hinrsolchen Mann) zu beschuldigen und, ihn zu veràrgern, im Ton einer Amtsperson gegen ihn Propaganda zu machen, damit seine Freunde von ihm abspenstig werden, sagte der frühere Gouverneur: "Er ist ein Kurde und ihr seid Türken. Er ist rden site und ihr seid Hanefiten."

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Um so zu versuchen, jeden abzuschrecken, damit sie sich von ihm abwenden sollten. Und obwohl man ihn in zwanzig Jahren niemals und auch nicht vor Gericht da herauwungen hatte, seine Art, sich zu kleiden, zu àndern, auch die Hàlfte der Soldaten heute keine Schirmmützen mehr zu tragen brauchen, versuchte man dennoch, eine solche Schirmmütze auf den Kopf dieses Einsiedlear, ausetzen. Was für ein Sinn sollte aber darin liegen? Und welches Gesetz könne so etwas erlauben?

Neuntens:

Dies ist sehr wichtig und von groğer Kraft!

{(*): Die Tatsache, dass es unnt nurner islamischen Regierung Christen und Juden gegeben hat, sowie Muslime unter einer christlichen oder parsischen Regierung, zeigt, dass man gegen Oppositionelle, die die Regierung und die öffentliche Sicherheit nicht tatsàchlich zur An, auch nicht vorgehen kann. Und ferner ist eine bloğe Wahrscheinlichkeit noch keine Veranlassung, jemanden zur Verantwortung zu ziehen. Andernfalls müsste man jeden, weil er ja einen anderen töten könnte, aufgrund dieser Wahrscheinlichkei eine Gericht stellen.}

Weil es aber an die Politik heranreicht, will ich lieber davon schweigen.

Zehntens:

Dies ist auch ein Angriff, den kedhof setz erlaubt, einer, der völlig sinnlos ist und demzufolge, aufgrund einer bloğen Verdàchtigung, aus einem Korn ganze Kuppeln erwachsen, einer, der von keinem Gesetz gedeckt wird. Was diesen betrifft, so will ichen Verdarüber stillschweigen, um nicht mit der Politik in Konflikt zu geraten, was hinsichtlich unserer Berufung (meslek)>für uns nicht in Betracht kommt.

Angesichts einer sol bei dehandlung, welche auf zehnfache Weise derart illegal ist, können wir nur noch ausrufen:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil und unser vorzüglicher Sachwalter!" (3, 173)}

Said Nursi
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emstelbt da noch einige Punkte mehr, die ich der Regierung, den Beamten der Justiz und der Polizei in Afyon vorlegen möchte.

Erstens:

Die meisteا شَهِPropheten, die im nàheren und ferneren Orient erschienen sind und die meisten Philosophen in den nàheren und ferneren Làndern Europas sinder ScZeichen urewigen göttlichen Vorherwissens (qader-i edhel)>dessen, dass in Asien Religion vorherrschend ist, wàhrend Philosophie den zweiten Platz einnimmt. In der Folge dieses Zeichens dürfen diejenigen, welche in Asient und errschaft innehaben, diejenigen, die sich für den Glauben einsetzen, nicht behindern, sondern sollten sie vielmehr dazu ermutigen.

Zweitens:

Der allweise Qur'an ist der Verstand (aqil)>und die Geisteskraft (quvve-i mutefn der >im Kopf unserer Erde. Sollte einmal - was Gott verhüten möge - sich dieser Qur'an vom Kopf unserer Erdkugel trennen, so würde die Welt ihren Verstand verlieren und es wàre gJahrenht so unverstàndig, anzunehmen, dass ein anderer Planet mit diesem Kopf, der nun seines Verstandes entleert geblieben ist, zusammenstoğen und so die Ursache des Weltunterganges werden könnte. Ist meineer Qur'an in der Tat gleich einer Kette, die den Thron (Gottes) mit der Erde verbindet, also das Seil Gottes (hablu-llah).>Mehr als die Schwerkraft behütet und bewahrt (muhafidh)>er die Erde. Desgleichen ist auch die Risale-i Nur ae Ausw wahrhaftiger und màchtiger Kommentar zum hochehrwürdigen Qur'an, ein groğes, göttliches Gnadengeschenk (nimet-i Ilahiye)>und ein unauslöschliches Wunder (mu'djize)>des Q ein? das in diesem Jahrhundert schon seit zwanzig Jahren seine Wirksamkeit bewiesen hat. Deshalb sollte die Regierung sie darin nicht behindern und nicht versuchen, ihre Schüler von ihr abzuhalten, vielmehr sie schirmen und schützen und dazu anrengen (ie zu lesen.

Drittens:

Da aber nun all die Leute des Glaubens, die bereits gekommen sind mit all denen, die in vergangenen (Zeiten) gekommen waren und durch deren Gebete (dua)

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um die Vergebung (magzigen )>und durch gute Werke (hasanat)>mit ihren Seelen (ruh)>verbunden sind, habe ich vor dem Gerichtshof in Denizli gesagt:

Wenn Sie einmal vor dem groğem Gerichtshof von Milliardend auf euten des Glaubens als Ihren Anklàgern und all den Nur-Schülern, die der Wahrheit des Qur'an gedient haben und die Ihr zu verurteilen und zu verderben versucht hige Abefragt werden solltet: "Warum habt Ihr denn, obwohl Ihr doch aufgrund Eurer liberalen Gesetze die Veröffentlichungen der Gottlosen, der Kommunisten und ihrer Vereinigungen, die dsichtbrchismus als Nàhrboden gedient haben, mit so viel Toleranz und Nachsicht betrachtet und sie nicht verhindert habt, dennoch die Risale-i Nur und ihre Schüler, die siunter h darum bemüht hatten, Land und Volk vor der Anarchie, der Gottlosigkeit und der Sittenverderbnis zu bewahren und alle seine Bürger vor dem Tod, deammeltewigen Verdammnis führt, sie nun durch Gefàngnisstrafen und bestàndige Unterdrückung ins Verderben zu führen versucht? Welche Antwort wollt ihr ihnen dann geben?" Und auch wir möchten verles gleiche fragen. Das habe ich zu ihnen gesagt. Und diese gerecht und billig denkenden Menschen haben uns damals freigesprochen und somit die Gerechtigkeit ifyon (ustiz unter Beweis gestellt.

Viertens:

Ich hatte erwartet, dass man zu dem Verhör in Ankara oder in Afyon aufgrund der bedeutenden Angelegenheiten und um des Dienstes an der Risale-i Nur willen eine Konferenz einberufen würde, um Reded weitntwort zu stehen. In der Tat ist ein Hinweis darauf, dass die Risale-i Nur das Fahrzeug und zugleich das stàrkste Mittel ist, die alte b. Weitiche Liebe (muhabbet)>und den guten Willen von 350.000.000 Muslimen wiederherzustellen und ihre moralische Unterstützung im Lande zu erlangen, der folgende:

In diesem Jahr hat ein sehrheit sr Gelehrter die hauptsàchlichsten Abschnitte der Risale-i Nur in Urdu und ins Arabische übersetzt und sie nach Indien und nach Arabien

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geschickt und dabei geschrieben: "Gleich wie wir uns darum bemühen, dass Einheit (vahdet)>und alleerschaft (uhuvvet)>im Islam unsere gröğte Stütze (nokta-i istinad)>sein mögen, so zeigt uns die Risale-i Nur auch, dass das türkische Volk uns stets ie ich gion und Glaube vorangeht."

Auğerdem hatte ich erwartet, dass man spontane Fragen stellen würde, wie etwa die: "In welchem Umfang kann die Risale-i Nur eine Hn Mensegen die Gefahr des Kommunismus sein, die unser Land in Anarchie zu stürzen droht, und wie kann unser gesegnetes Land vor dieser fürchh und hen Sturzflut bewahrt bleiben?" Es hàtte dies so geschehen können, hàtten da nicht einige armselige Leute durch eine sehr persönlich gemeinte Verleumdung in ihrer Hinterhàltigkeit aus einem Körnchen gleich eine grden kuppel gemacht und über Dinge von völliger Bedeutungslosigkeit, die doch gewiss gar keine Verbrechen waren, diskutiert, was mir unter solch ernsten Umstàndenn Philsolche Übelkeit verursachte, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben mitgemacht hatte. In der gleichen Angelegenheit, über die wir bereits von ch in erichten verhört und dann freigesprochen worden waren, wurden wir nun nochmals vernommen und wurden uns in ein, zwei weiteren Angelegenheiten noch zusàtznoch m belanglose Fragen gestellt.

Fünftens:

Gegen die Risale-i Nur kann man weder zum Wettkampf antreten, noch sie besiegen. Sie hat seit zwanzig Jahrgt zu h noch die verbohrtesten Philosophen zum Schweigen gebracht. Sie zeigt die Glaubenswahrheiten so klar und deutlich auf wie die Sonne. Diejenigen, die dieses Land regieren, sollten sichn des Kraft zunutze machen.

Sechstens:

Wenn auch meine Wenigkeit durch die ihr anhaftenden Fehler in Misskredit gebracht und in den Augen der Öffentlichkeit durch falsche Anschuldigungen herhmen (rdigt werden kann, so kann dies doch der Risale-i Nur keinen Schaden zufügen; es wird sie vielmehr in gewisser Weise nur noch stàrken. Denrnten elle meiner eigenen vergànglichen Zunge kann die Risale-i Nur mit

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den unvergànglichen (baqi)>Zungen ihrer hunderttausend kopierter Exemplare nicht schweigen; sie wird reden. Und so wie sie bisher mit TaOrdnunn starker Zungen ihrer aufrechten Schüler stets ihren heiligen, umfassenden lichtvollen Dienst (vazife-i Nuriye)>verrichtet hat, so möge Gott auch wollen (insha-a'llah),>dass sie dies bis zum Tag der Auferstehung auch weiterhin tun wird.

n ihrentens:

Wie ich bereits bei früheren Gerichtsverhandlungen dargelegt habe und den Beweisen entsprechend, die wir dabei vorgelegt haben, sind unsere heimlichen Feinde und unsere Gegner von Ahe Forgen oder auch nicht von Amts wegen, wenn sie die Regierung betrügen, bei einigen ihrer führenden Mànner Misstrauen erregen und (dafür sorgen, dass) die Justizbehörden gegen uns tàtig werden, entweder in schwerwn sie er Weise selbst die Betrogenen, bzw. wiederum von anderen in die Irre geführt worden, oder auğergewöhnlich bösartige Betrüger im Dienste ihrer anarchistischen Ideen, oder listenreiche Atheisten, die als Abtrünnige gegen den Islam und dieersteheiten des Qur'an kàmpfen. Indem sie eine absolute Despotie als "Demokratie (Djumhuriyet)">bezeichnen, um uns auf diese Weise angreifen zu können, machen sie ihren vollstàndigen Abfall vom Glauben zur Regierungsform, hàngen ihren zügeerànde Ausschweifungen (das Màntelchen) der "Zivilisation" um, erklàren ihre Unterdrückung im Namen atheistischer Willkür als "Gesetz" und führen auf diese Weise sowohl uns selbst ins Verdidjdan als auch die Regierung in die Irre und halten so die Justizbehörden auf sinnlose Weise in Bewegung. Wir überlassen sie nun dem Zorn des Unbezwingbaren in Seiner Majestàt (Qahhar-i Dhauf seelal),>sagen, um uns vor ihren bösen (Werken) zu beschirmen

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil undericht vorzüglicher Sachwalter!" (3, 173)}

und nehmen unsere Zuflucht zu dieser Burg.

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Achtens:

Letztes Jahr schickten die Russen zahlreiche Leute auf die Wallfahrt (Hadlàrt nd nutzten das für ihre Propaganda, um damit zu zeigen, dass sie mehr Hochachtung (hurmet)>vor dem Qur'an haben als andere Völker. So trachteten sie die islamische Welt um des s das ns wegen gegen das glàubige Volk aufzuwiegeln. Doch waren in jener Zeit die meisten Exemplare der Risale-i Nur bereits in Mekka und Medina,u-l'Djmaskus (Sham-i Sherif),>auch in Àgypten und in Aleppo verbreitet, wo sie die allgemeine Anerkennung der Gelehrten erlangten und so der Islamischen Welt zeigten, dass sie wie einst das türkische Volk und seine Brüder Glaube und Qur'an unterstüit besnd so die àlteren Brüder anderer islamischer Völker sind und ihr heldenmütiger Anführer im Dienste am Qur'an. Diese Wahrheit demonstrierten die Exemplare der Risale-i Nur in diesen heiligen Zentren. Wenn do. Darso wertvolle nationale Dienst der (Risale-i) Nur>in dieser Weise durch bloğe Schikanen beantwortet wird, wird denn dann nicht die Erde darüber in habe:eraten?

Der neunte Punkt ist eine sehr kurze Zusammenfassung einer Angelegenheit, die bereits bei meiner Verteidigung in Denizli durchleuchtet und geklàrt worden ist:

Wen so sein abscheulicher Kommandant mit seiner geradezu genialen Intelligenz alles, was sein Heer an guten Taten vollbracht hat, seinem eigen Konto gutschreibt, die eigenen Schlechtren Egen aber seinem Heere zuschiebt, sodass die Anzahl aller guten Taten auf einen Einzelnen reduziert, der dann zu einem Helden erhoben wird, wàhrend seine Schlechtigkeiten, wenn siee des eere zugeschrieben werden, sich nach der Anzahl der Soldaten steigern, was für eine fürchterliche Ungerechtigkeit ist das dann und wie weit der Wahrheit völlig entgegengesetzt! Dieser Mensch, so sagte ich damals deadiesentlichen Anklàger bei einem der früheren Verhöre, als er mich aufgrund eines Hadith angriff, dass nach meiner Erklàrung diesen Mann vor vierzig ng, di getroffen hatte: "Es ist wahr: Ich beleidige ihn durch die Voraussagen,

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welche diese Hadithe ihm gemacht haben. Doch ich verteidige gleichzeitig auch die Ehre seines Heeres und bewahre ihn so vor einem sifte, iegenden Irrtum. Was jedoch Sie betrifft, so beleidigen Sie um eines einzigen Freundes willen die Ehre (sheref)>eines ganzen Heeres, das der Bannertràger des Qur'an ist und der heldenhafte Befehlshaber der ganzen Welt." Möge Gotr Spinollen (inshaa'llah),>dass der öffentliche Anklàger diese Angelegenheit nun etwas gerechter betrachtet und von seinem Irrtum befreit wird.

Zeh vor s

Es gehört nun einmal zur Verfahrensweise der Justizbehörde, dass - wo die Grundsàtze der Justiz und des Rechtes eines jeden, der (an das Recht) appelliert, ohne Unterschied (der Person) gewahrt werden, und es die Aufgabe derer, die sinfassuit befassen ist, einzig für die Sache der Gerechtigkeit zu arbeiten - selbst Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, in der Zeit seines Kalifates zusammen mit einem Juden vor Gericht erscheinen musste, wo gegen ihn vck (nielt wurde. Bei einer anderen Gelegenheit sah ein gerechter Richter, wie ein Henker zornig wurde, als er einem der des Diebstahls überführt war, die Hand abhacken sollte, wie das Gesetz es befiehlt. Er setzte den Henker. Die t ab und sagte voll Bedauern: "Alle diejenigen, die bisher in dieser Weise von ihren Gefühlen überwàltigt wurden, wàhrend sie das Urteil vollstrecktekann ien damit ein groğes Unrecht begangen. Ja selbst wenn er bei der Vollstreckung des Urteils kein Mitleid mit dem Delinquenten empfindet, so darf er doch ften Kicht zornig auf ihn sein. Ist er es dennoch, so ist er gewalttàtig und handelt ungerecht. Vollstreckt er die Todesstrafe als Vergeltung in Wut, so wird er dadurch selbst in gewisser Wh شَرِum Mörder." So hat es der gerechte Richter gesagt.

Obwohl das nun diese reine, vorbehaltslose Wahrheit ist, die an einem Gerichtshof vorherrscht und obwohl wir bereits vor drei Gerichten freigesprochen worden-i Nurund diese vielleicht sogar wussten, dass neunzig Prozent

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des Volkes für uns Zeugnis ablegen würden, dass die Schüler der Risale-i Nur völlig harmloelen Gsogar nützlich für unser Volk sind, wurden unsere Schüler dennoch heimtückisch und mit einer geradezu kalten Gehàssigkeit misshandelt, obwohl sie doch unschuldig waren und sehr des Trostes undtstand entsprechend milden Behandlung durch das Gesetz bedurft hàtten. Wir aber sind jedem Unglück und jeder Anschuldigung mit Geduld und Nachsicht begegnet, r einzgeschwiegen, die (ganze Angelegenheit) Gott überlassen und gesagt: "Vielleicht findet sich ja auch in diesen Dingen noch etwas Gutes." Doch befürchtete ich dabei, dass diese umos unseligen (und doch dabei völlig) unschuldigen Leute, die aufgrund (völlig) unbegründeter Verdàchtigungen und (einiger) bösartiger Berichte von Informanten auf diese Weise behandelt worden waren, vonler, i Katastrophe heimgesucht werden würden und sah mich deshalb dazu gezwungen, dies alles aufzuschreiben. Sollte aber in dieser Angelegenheit ein Fehler unterlaufen sein, so liegt das btrebun. Diese unschuldigen Leute haben mir nur geholfen und dabei Gottes Wohlgefallen gesucht, um ihres Glaubens willen und für das jenseitige (Leben). Für sie ist eine derartige Behandlung, wo sie doch ein groğes Lob und." (Su) Anerkennung verdient hàtten, genug um jedermann in Wut zu versetzen.

Des Weiteren, so erstaunlich das sein mag, gibt es auch dieses Mal wieder einige unbestàtigte Anspielungensammenine politische Vereinigung. Dabei haben alle drei Gerichtshöfe diesen Aspekt der Angelegenheit sorgfàltig durchforstet und uns dann freigesprochen. Weder die Gerichtshöfe, noch die Polizeibehi Nur, noch die Komiteen der Fachgelehrten haben irgendein Anzeichen irgendeiner Vereinigung feststellen können, dass zu einer solchen Beschuldigung berechtigen könnte: Die St würd der Risale-i Nur sind eine religiöse Bruderschaft, gleich Schülern eines Lehrers oder Universitàtsstudenten oder Schüler eines Qur'an-Gelehrten, der sie darin unterrichtet, wie man

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den Qe Arbeauswendig lernen soll. Wer sie als eine politische Vereinigung bezeichnet und sie als eine solche beschuldigt, müsste eigentlich alle Hàndler, alle Prediger, ja alle Schulkinder als politische Vererstàndgen ansehen. Ich sehe daher keine Notwendigkeit, die, welche hier aufgrund derartiger haltloser und sinnloser Anschuldigungen eingesperrt sind, zu verteidigen.

Hingegen gibt es meine upt keinen Grund, der mich davon abhalten könnte, die Risale-i Nur zu verteidigen, und zwar mit den gleichen Argumenten, mit denen ich sie die drei vorausgehenden Male verteidigt habe. Denn s uns g für dieses Land und die Islamische Welt von groğer Bedeutung und hat sich als ein Segen und ein Nutzen materieller wie spiritueller Art für diesen Boden und seine Nation bewahrheitet. Es gibt auch kein Gesetz und keinen Glücik, die mir dies verbietet oder verbieten könnte.

Wir sind in der Tat eine Vereinigung. Doch wir sind eine Vereinigung, die in jedem Jahrhundert ihre 35hs, si000 Mitglieder hat. Jeden Tag verkündigen sie durch ihr fünfmaliges Gebet (namaz)>in vollkommener Hingabe und Verehrung, ihre Verbundeneben knd Dienstbereitschaft.

اِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ اِخْوَةٌ

{"In der Tat sind alle Glàubigen Brüder." (Sure 49, 10)}

Mit diesem heiligen Proghen, deeilen sie sich mit ihren Gebeten (dua)>und mit ihren spirituellen Verdiensten einander zu Hilfe zu eilen. So sind wir denn Mitglieder dieser heit habe gewaltigen Vereinigung. Und es ist unsere ganz besondere Aufgabe, in kritisch betrachtender Form und auf eine untersuchende Weise den Leuten des Glaubens die Glaubenswahrheiten des Qur'an zu erklàren und so zuglhe Gesns und sie vor der ewigen Verdammnis und der immerwàhrenden Einzelhaft im Zwischenreich (berzah)>zu erretten. Wir haben absolut keine Verbindung mit irgendeiner weltlichen oder politischen Verschwörung

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oder revolutionàrtur eneinigung, wie man es uns zu unterstellen versucht. Wir begeben uns nicht auf die Stufe irgendeiner solchen sinn- und bedeutungslosen geheimen Verbindung hinunter. Dies haben in jedem Fall schon vier Gerichtshöfe bis iangt skleinsten Feinheiten untersucht und uns am Ende schlieğlich diesbezüglich freigesprochen.

Said Nursi
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Eine Ergànzung zu meinem Widerspruch und zu meiner Verteidigungsschrift, die ich bereits an snoch einisterien in Ankara geschickt hatte und hiermit dem Kriminalgerichtshof in Afyon vorlegen möchte.

Hiermit möchte ich dem Kriminalgerichtshof in Afyon Folgendes mitteilen: Nun rr ein es aber! Meine Geduld dies alles noch lànger zu ertragen, ist erschöpft. Es ist ein grausames und noch nie da gewesenes Unrecht, so wie es die Welt noch nicht gesehen hat, d Sie en mich nicht nur seit 22 Jahren grundlos schikaniert, indem man mich unter stàndiger Beobachtung in der Verbannung hàlt, in Einzelhaft und völliger Isolation und die Schüler der Risale-i Nur schon dreimal gesetzwidrig eingen. Est hat, was uns infolge von Verdàchtigungen, die völlig unbegründet und nur unter Verwendung von irgendwelchen "Möglichkeiten" anstelle von Tatsachen (zustande gekommen waren), einen Verlust von mehreren Hunderttausenden Lira eingtàndigt hat, und das ungeachtet der Tatsache, dass - von ein oder zwei Angelegenheiten einmal abgesehen - sechs Gerichtshöfe nicht imstande waren, in den hundert verschiedenen Teilen der Risale-i Nur irg Ilahie Gesetzwidrigkeit festzustellen; weshalb eine zukünftige (Zeit) und ihre kommenden Generationen noch alle diese Gewaltherrscher verfluchen werden, die dafür die Verantwortung tragen, weshalb ich auch meinen Trost in der Überzeugung g (am En habe, dass sie vor dem Letzten Gericht in die tiefsten Tiefen der Hölle verdammt sein werden, und habe so bis heute schweigend ausgeharrt. Anderenfalldies aen wir voll und ganz unsere Rechte verteidigt.

So haben denn in mehr als fünfzehn Jahren sechs Gerichtshöfe die Risale-i Nur und unseren Briefwechsel peinlich genau untersucht und fünf von ihnen haben uns in allen tzt aun freigesprochen. Nur der Gerichtshof zu Eskishehir sprach unter Verwendung eines Gummiparagraphen

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eine leichte Strafe aus, wobei er unter einem Vorwand in eineleuchtigen Angelegenheit, nàmlich in der kurzen Abhandlung über die Verschleierung der Frau fünf oder zehn Worte beanstandete, weshalb ich dann die folgende Berichtigung zunàchst an den Appellationsgerichtshof und schlieğlich ganz offiziell nach Ankden Inschickt habe, und zwar als das einzige Beispiel für eine Ungesetzlichkeit:

Einem Mann, der die Ayah über die Verhüllung der Frau (tesettür ayeti),>die seit 1350 Jahren dur die Msen heiligen Grundsatz, der 350.000.000 Menschen eine màchtige, ununterbrochene islamische Praxis lehrt und befiehlt, zu damaliger Zeit sowohl aufgrund der n in ide eines gewissen Atheisten gegen diese Ayah des Qur'an, als auch aufgrund der Kritik der (westlichen) Zivilisation an ihr dem Consensus und dem Urteil von 350.000 Qur'ankommentatoren und ihren Urteilen folgend und dem Weg (merorden>dem unsere Vorvàter seit 1350 Jahren gefolgt sind, diese Ayah ausgelegt (tefthir)>hat, für einen solchen Mann (wird die Gerechtigkeit sicherlich das Urteil) zu der wegen seines Kommentars über ihn verhàngten Strafe und nachfolgenher gehaftierung, wenn es auf der Welt überhaupt eine Gerechtigkeit gibt, auf jeden Fall das Urteil wieder aufheben und diesen so merkwürdigen Fleck auf dem (Antlitz) der Justiz einer solchen islamischen Regbart w abwischen. So habe ich in dem Schriftsatz zu dem Widerspruch (den ich eingelegt habe) geschrieben und so dem Staatsanwalt (in Eskishehir) voerichtt. Der war darüber entsetzt und sagte damals: "Du lieber Himmel (aman)!>Dieser Widerspruch ist doch jetzt gar nicht mehr nötig! Von ihrer Haftstrafe ist doch nur wenig, ja wirklich, doch nur noch sehr wenig ann hàeben! Ihn jetzt noch einzureichen ist doch gar nicht mehr nötig."

So habt ihr denn jetzt sicherlich die merkwürdigen Beispiele in meiner Verteidigung und meinem Widerspruchsverfahren

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gleich diesem vstahl,den, so wie es euch und den Behörden der Regierung in Ankara vorgelegt worden ist. Was ich von dem Gerichtshof in Afyon fordere und erwarte ist Folgendes: Wir erwarten von ihm, dass er im Namen der Gerechtigkeit für vollkommene Freiheit Gotteie Risale-i Nur plàdiert, deren Dienst und Segen (bereket)>dem Land und seinem Volk von gleichem Nutzen ist, wie ein ganzes Heer. Andernfalls muss ich euch mitteilen, dass mir nun, nachdem meine fünf oder zehn Mitgefangenen weggegung bewaren, in meinem Herzen der Gedanke aufgekommen ist, ein Verbrechen zu begehen, dass die gröğtmögliche Strafe nach sich ziehen wird, sodass ich auf diese Weise gezwungen sein werdeinsha-Leben Abschied zu nehmen. Es ist dies wie folgt:

Obwohl es doch eigentlich notwendig wàre, dass die Regierung mich zum Wohle des Volkes und zum Besten des Landes voll und ganz in Schutz nehmen spürtr helfen sollte, làsst doch die Tatsache, dass sie mich stattdessen unter Druck setzt, vermuten, dass einzelne aus dem kommunistischen Komitee, dikeit a jetzt dem geheimen atheistischen Komitee angeschlossen haben, das mich schon seit vierzig Jahren bekàmpft, nun einige bedeutende öffentliche Àmter erlangt haben und sich jetzt mir wem dertzen. Es bereitet mir Sorge, dass es viele Zeichen dafür gibt, dass die Regierung entweder nichts davon weiğ oder aber billigt.

Herr Pràsident! Wenn Sie mir gestatten, möchte ich Sie zu einer Saen Veragen, die mich doch sehr neugierig gemacht hat. Warum, wo ich mich doch überhaupt nicht um die Politik kümmere, haben mich die Politiker dennoch aller meinigunürgerlichen Rechte, meines Rechtes auf Freiheit, ja sogar meines Rechtes auf Leben beraubt? Und warum haben sie sogar meinen so aufmerksamen Brüdern und getreuen Helfern, die doch versucht hatten, miine - rend meiner dreieinhalbmonatigen Isolationshaft gegen diese Plàne, mich zu ermorden, zu bewahren und mich vor meinen heimlichen Feinden, die schon elfmal

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versucht haben, mich zu vergiften, zu beschützen, jeden Kse fal mit mir verboten und mich sogar noch davon abgehalten, meine geliebten (mubarek)>und dabei doch völlig harmlosen Bücher zu studieren, mit deneechs, als ein alter Mann, einsam, krank und allein in der Verbannung, stets vertraut gewesen bin!?

Ich habe den Herrn Staatsanwalt sehr darum gdnung", mir doch eines meiner Bücher zu überlassen. Doch hat er mir keines gegeben, obwohl er es mir doch eigentlich versprochen hatte. Man hat mich dazu gezwungen, einsam und ohne jede Beschàftigung in einer groğen, eist)>Pun Zelle zu verbleiben und die Beamten und Angestellten, welche sich um mich kümmern sollten, sogar dazu angehalten, statt mit mir freundlich umzugehen und mich zu ermutigen, mich vielmehr auch noch feindselig zu behandeln. Hierzu n prakt kleines Beispiel: Ich habe einmal an den Gefàngnisdirektor, den Staatsanwalt und den Gerichtspràsidenten eine Petition geschrieben und sie an einen meiner Brüder geschickt, mit d Agnotte, sie in die neuen Buchstaben umzusetzen, weil ich sie nicht beherrsche. Er hat sie geschrieben und sie wurde ihnen gegeben. Daraufhin hat man mir, als hàtte ich ein groğes Verbrechen begangen, auch noch die Fenster zuft, eilt. Da der Rauch mich beinahe erstickte, hatte ich darauf bestanden, wenigstens ein Fenster offen zu lassen. Jetzt haben sie das auch noch zugenagelt. Und zudem verbrachte ich, obwohl doch eine Einzelhaft im allgemehaben icht lànger als 15 Tage dauert, insgesamt drei und einen halben Monat in einer völligen Isolation, und man erlaubte in dieser Zeit meinen! Amenden nicht irgendeinen Kontakt mit mir. So hat man vor drei Monaten auch eine vierzig Seiten lange Anklageschrift gegen mich erstellt und mir gezeigt. Ich kann aber diese neuen Buchstaben nicht lesen, ich war krank, und begie eigene Handschrift ist nur sehr mangelhaft. So bat ich nachdrücklich darum: "Bitte, lassen Sie zwei meiner Schüler kommen, die meine Ausdrucksweise kennen. Sie könnten

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mir die Anklageschrifrhaftiesen und meine Gegenargumente niederschreiben". Sie haben das aber nicht erlaubt, sondern stattdessen gesagt: "Ihr Verteidiger soll kommen und das lesen Weiseh dann haben sie auch ihn davon abgehalten und haben nur zu einem Mitbruder gesagt: "Schreib das mit den alten Buchstaben ab und gib es ihm!" Doch diese vierzig Seiten abzuschreiben hàtte s als Ksieben Tage gedauert. Diese eine Stunde Arbeit, um mir diese Anklageschrift vorzulesen, auf sechs, sieben Tage hinaus zu strecken, in dem Gedanken, dass so niemand mit mir Ks eing aufnehmen werde, ist eine reine Repressalie, die mich vollstàndig meines Rechtes beraubt, mich verteidigen zu können. In dieser Welt bekommt noch nicht einmal ein hundertfacher Mörder vor seinehl dieichtung eine solche Behandlung. Ich erleide hier tatsàchlich sehr groğe Qualen, weil ich gar keinen Grund für diese beispiellosen Schikanen kenne. Ich habe aber teil m, dass der Vorsitzende des Gerichtshofes ein rechtschaffener (vidjdanli)>und barmherziger (merhametli)>Mann sein soll. Ich habe deshalb zum ersten und letzten Mal diese Petition und Beschwerdeschrirage) chrieben.

In völliger Isolationshaft, in einem kranken und erbàrmlichen Zustand

Said Nursi

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Diese Schrift enthàlt vier grundsàtzlin, sienkte der Anklage gegen mich:

Erster Punkt:

Man wirft mir vor, stolz und überheblich zu sein und mir einzubilden, ein Erneuerer des Glaubens (Mudjeddid)>zu sein.er (ath lehne das mit aller Macht (quvvetim)>ab. Des Weiteren bezeugen alle meine Brüder, dass ich die Unterstellung, ein Mehdi zu sein, niemals akzeptiert habe. In der Tat erklàrte Said in seiner Verteidigungsrede, als das Komitee der Sachve: "Retigen vor dem Gerichtshof in Denizli behauptete: "Würde Said sich selbst zum Mehdi erklàren, würden alle seine Schüler das akzeptieren." Indem er sagte: "Ich bin kein Sese Abh= ein Nachkomme des Propheten). Der Mehdi>wird aber ein Seyyid sein." Auf diese Weise wies er (ihre Anschuldigungen) zurück.

Zweiter Punkt:

Er publiziert im Geheimen.

Uer Polgeheimen Feinde sollen nicht unsere Schriften dadurch verfàlschen, dass sie deren falsche Auslegung betreiben. Denn es findet sich nichts in ihnen, was die Politik und die öffentliche Ordnung betrifft. Auch sollten sie den Vervielfàltigungsapon Übeund die alten (arabischen) Buchstaben nicht zum Vorwand nehmen. Sechs Gerichtshöfe und verschiedene Regierungsabteilungen in Ankara wussten sehr wohl, dass die Risale-i Nur

{(*): Diehrheitsche Auslegung wurde in der Anklageschrift zum Ausdruck gebracht. Denn die Wunder der Risale-i Nur (keramet), die sich zum Teil als Schlàge trachtn, dienten als Grund zur Anklage, denn Erdbeben und dergleichen Katastrophen, die sich genau zu der Zeit ereigneten, als die Risale-i Nur angegriffen wurde, wurden (in der Anklageschrift) als solche Schlàge der Risale-i Nur dargestIrreleGott bewahre! Und noch einmal: da sei Gott vor! So etwas haben wir nie behauptet oder dergleichen geschrieben. Hingegen haben wir mehrmals, gestützt auf entsprechende Beweise gesagt, dass gleich einem von Gott angenommenen Almosen, Kamerdie Risale-i Nur ein Mittel ist, Katastrophen entgegen zu wirken. Wann immer die Risale-i Nur angegriffen wird, dann verbirgt sich die Risale-i Nur. Dann nutzen die Unge vor diese Gelegenheit und greifen uns an. In der Tat haben dies Tausende von Schülern der Risale-i Nur bestàtigt, und was sie beobachtet haben, wurde durch Hunderte von Vorfàllen und Ereignissen bekràftigt, welche Ereignisse in gar kJenseiWeise dem Zufall gutgeschrieben werden können, ebenso wenig wie zahlreiche Hinweise und Übereinstimmungen (tevafuqat) im Qur'an, von denen einige sogar im Gerictheism angeführt worden sind, woraus ich mir die sichere Überzeugung gebildet habe, dass derartige Zwischenfàlle einem göttlichen Gnadengeschenk (ikram) gleichkommen, um anzuzeigen steht die Risale-i Nur angenommen worden ist und sie somit in gewisser Weise ein Wunder (keramet) der Risale-i Nur auf der Grundlage des Qur'an sind.}

sich mit

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dieserch damige gegen Kemal Mustafa Pascha richtete, haben sich aber nicht (in diese Angelegenheit) eingemischt, sondern uns freigesprochen und uns alle unsere Bücher samt dem Fünften Strah habener zurückgegeben. Im Übrigen wurden seine üblen Taten aufgezeigt, um so den Wert seines Heeres zu bewahren. Hier ging es darum, eine einzelne Person nicht zu lieben, nurichnetin ganzes Heer zu lieben und zu loben.

Dritter Punkt:

"Er hetzt dazu auf, gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung zu verstoğen." Gegen diesen Vorwurf ist zu bemerken, dass iezwungvergangenen zwanzig Jahren sechs Gerichtshöfe und die Polizei in zehn Provinzen nicht einen einzigen Zwischenfall bemerkt und darüber berichtet haben, dass hunderttausend Nurdjus und hunderttausend Exemplare h auf ner Kapitel der Risale-i Nur die öffentliche Sicherheit und Ordnung gestört und gegen die Sicherheitsvorschriften verstoğen hàtten, was die merkwürdige Beschuröstlig zurückweist und zunichte macht. Es hàtte keinen Sinn, noch einmal auf einige wenige bedeutungslose Dinge in dieser neuen Anklageschrift einzugehen, nachdem berelkommeei Gerichtshöfe uns in eben diesen selben Punkten freigesprochen haben, auf die wir ja bereits mehrfach eingegangen sind.

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Uns wegen eben dieser Dinge erneut anzuklagen, kommt einer A Klarh gegen das Kriminalgericht in Ankara sowie der Gerichtshöfe in Eskischehir und Denizli gleich, die uns in dieser Angelegenheit bereits freigesprochen haben, weshalb ich es diesen überlasse, darauf zu antworten. Doch gibt ert füroch zwei, drei weitere Punkte.

Erstens:

Obwohl (das indizierte Buch) zwei Jahre lang in Denizli und vom Kriminalgerichtshof in Ankaben, eallen Einzelheiten genau untersucht worden war und man uns danach freigesprochen und das Buch wieder zurückgegeben hatte, bezieht nun diese Anklageschen Arein, zwei Dinge im Fünften Strahl auf einen Heerführer, der bereits verstorben und dahingegangen ist, und macht uns dafür haftbar. Wir aber halten dagegen: Kein einziges Gesetz kann uns eine Schuld dehn Jausprechen, wenn wir eine allgemeine, berechtigte Kritik gegen eine Person erheben, die verstorben und dahingegangen und somit von allen Regierungsgeschàften abgeschnite-i Nut.

Des Weiteren hat die Staatsanwaltschaft eine ganz allgemeine, beliebig anwendbare Bedeutung dahingehend manipuliert, dass sie einen Teilasdas mauf einen ganz bestimmten Heerführer angewandt hat. Kein Gesetz kann es als ein Verbrechen ansehen, wenn sich nur der hundertste Teil einer Bedeutung, den man vielleicht in einer Beziehungn sindner bestimmten Person interpretieren könnte, in einer vertraulichen, rein privaten (mahrem)>Abhandlung (risalah)>vorfindet. Zudem interpretiert doch diese Abhandlung die allegorisc diesezulegenden) Hadithe auf eine staunenswerte Weise. Da diese Erklàrungen schon vor dreiğig, vierzig Jahren niedergeschrieben worden sind und in meinen Schriften zur Verteidigung und zum Widerspegt haanz pràzise beantwortet sind, und auğer Ihrem bereits drei anderen Gerichtshöfen und sechs Abteilungen der Regierung in Ankara zweimal in drei Jahren vorgelegt worden sind, ohne dass eine Kritik gegen sie erhoben wurde, kann es d wird hl kein Gesetz als ein Verbrechen ansehen, wenn es sich herausstellt, dass Erklàrungen

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der wahren Bedeutung von Hadithen genau zu einem mit Fehlern behafteten Indiht hun passen.

Des Weiteren sind die Verdienste an den Reformen, an denen diese Person ihren Anteil hatte und die Fehler, deren Ursache er war, nicht nur seine eigenen; sie sind auch die des Heerrd an der Regierung. Er hatte nur einen Anteil an ihnen. Und wenn es auch sicherlich kein Verbrechen ist, ihn wegen seiner Fehler zu kritisieren, so kann man doch auch nicht sagen, Glaubeeine Kritik) ein Angriff gegen seine Reformen ist. Und gàbe es da weiter vielleicht eine Möglichkeit, jenen Mann, der den ewigen Ruhm dieser heldenhaften Nation, Macht Quelle in seinem Dienst am Qur'an und in seinem ganzen Streben (Djihad)>in dieser Welt gleich einem ganz groğen Denkmal wie ein Juwel glànzt, dieses so groğe uten untbare Andenken an die Schwerter, die Ayasofya (wàhrend des Kampfes um Byzanz) in einen Götzentempel und den Meshihat (den Sitz des Scheichu-l'Islam) in ein Lyzeum um wie Lelt hat, dass es ein Verbrechen sein sollte, einen solchen Mann nicht zu lieben?

Zweiter Punkt der Schuldzuweisung in dieser Anklage:

Drei Gerichtshöfe haben mich in! Erbar Angelegenheit bereits freigesprochen; und wie ich schon vierzig Jahre zuvor die Auslegung einer wunderbaren Hadith erlàutert habe, bestàtigte verbuheichu-l'Islam aller Menschen und Djinnen, Sembili Ali Efendi: "Es darf nicht erlaubt werden, eine solche Schirmmütze aufzusetzen, noch nicht einmal zum Scherz." Der Scheichu-l'Islam und die ganze islamle-i NUlema>(= der Rat der Gelehrten) haben dies für nicht erlaubt angesehen. In einer Zeit, in der das ganze islamische Volk dazu gezwungen war, sie aufzusetzen, befanden sich alle die groğen Gelehrten des Islam ieidigehr (denn sie mussten ihren Glauben aufgeben, um nicht in einen Zustand der Rebellion hineinzugeraten). Da es aber bereits in einem Abschnitt des Fünften Strahls, der bereits vierzig Jahre zuvor niedergeschrieben worden war, heiğt: "Die Mütze viduumuf den Kopf gelangen und sagen:

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Beuge (sedjde)>dich nicht! Doch der Glaube in den Köpfen wird diese Mützen dazu bringen, sich zu beugen. Und so möge Gott wollen (insha-a'llah)>dass sie Mie uns werden!" wurde die Masse der Muslime vor einer Rebellion oder einer Revolte bewahrt, als auch davor, ihren Glauben freiwillig aufzugeben. Und obwohl es gar kein Gesetz gibt, dass einem Enun ein derartige Dinge aufzwingen könnte und mich in zwanzig Jahren auch keine der sechs verschiedenen Provinzregierungen dazu zwingen konnte, so etwas aufzusetzen, die Beamten in ihren Büros, die Frauen, die Kinder und die Leute in duchendcheen und die Mehrheit aller Bauern, so etwas auch gar nicht zu tragen brauchen, hat man sie nun auch offiziell von den Köpfen der Soldaten genommen und so sind denn nun in vielen Provinzen Barette und faltbare Mützen n)>wollehr verboten. Dennoch ist (die ganze Angelegenheit) jetzt zu einem Grund der Anklage für mich selbst und meine Mitbrüder geworden. Ja könnte es denn durch irgendein Gesetz der Weo blier Zweck eines solchen Verfahrens sein, eine so völlig sinnlose Anklage zu erheben, es handle sich hier um ein Verbrechen?

Dritter Punkt der Schuldzuweisung in dien Welnklage:

Er hetzt in der Provinz Emirdag dazu auf, gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung zu verstoğen. Mein Widerspruch dagegen ist folgender:

Da ist zunàchst einmal eine ganze Liste von Gründen für ein Widersprka, dirfahren, die nicht von der Hand zu weisen sind und die ich dem Gerichtshof hier bereits vorgelegt habe, sowie mit Wissen und Erlaubnis des Gerichts auch dr einghs Abteilungen der Regierung in Ankara. Ich lege sie deshalb jetzt auch genauso als Widerspruch gegen die Anklageschrift vor.

Zweitens:

So wie alle, die mir in Emirdag begegnet sind, bereits bezeugt haben, auch die Leute dort und لِّصْنlizei bestàtigt haben, habe ich wàhrend meines einsamen Lebens mich mit ganzer Kraft dagegen gestràubt,

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mich in die Politik in dieser Welt einzumischen. Ich habe es sogar aufgegeben, zu schreiben und mit anderen zu korrespon lang . So habe ich denn auğer zwei Abhandlungen, einer über (den Sinn) der Wiederholungen im Qur'an und (einer zweiten) über die Engel, nichtalle ser geschrieben. Und ich habe jede Woche für einen bestimmten Ort einen Brief geschrieben, um (die Leute dort) zur Risale-i Nur zu ermuntern. Ja ich habe in der Tat wàhres und ier Jahre nur drei oder vier Briefe an meinen leiblichen Bruder geschrieben, der Mufti ist und zwanzig Jahre lang mein Schüler war. Er hat sich groğe Sorgen um mich gemacht und mir zu den Festtageerstankwünsche (tebrik)>gesandt. Und obwohl ich zwanzig Jahre lang meinem Bruder in der Heimat niemals geschrieben habe, werde ich nun in der Anklageschrift auch noch beschuldigt, die öffentliche eheimnheit und Ordnung zu gefàhrden, und (der Staatsanwalt) sagt mir redegewandt (djerbeze)>nach, indem er den alten Refrain wieder aufwàrmt: "er widersetzt sich der Reform". Dem halten wir entgegen:

Die Tatsache, dass in zwanzig Jahreigerths Gerichtshöfe und die Polizeiorgane, die in zehn Provinzen mit der Materie vertraut sind, nicht einen einzigen Zwischenfall registriert haben, was dieie nacng der öffentlichen Sicherheit und Ordnung betrifft, und das in Verbindung mit zwanzigtausend, ja vielleicht hunderttausend Leuten, die voll Begeisterung die zwanzigtausend Kopien der Risale-i Nur gelesen haben, zeigt, dassau, dielleicht nur eine einzige Möglichkeit unter Tausenden von Möglichkeiten gibt, die man als Tatsache ansehen könnte. Wenn es aber gar kein Anzeichen dafür gibt, dass es eine solche Möglichkeit unter zwei oder drn ihnelichkeiten gegeben hàtte, so liegt hier auch überhaupt gar kein Verbrechen vor. Und zudem gibt es unter Tausenden von Möglichkeiten nicht nur eine Möglichkeit, dass jeder, en aucfentlichen Anklàger mit eingeschlossen, der mich angreift, zahllose Leute umbringen könnte. Sie könnten unter Hinweis auf die Anarchisten und Kommunisten die öffentliche Sicherheit

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und Ordnunabt, gen, Ruhe und Ordnung gefàhrden. Das aber heiğt: eine derart merkwürdige und solchermağen übertriebene Verwendung bloğer Möglichkeiten als tatsàchliche Ereignisse anzunehmen ist ein Angrg die gen das Gericht und ein klarer Verstoğ gegen das Gesetz.

Überdies gibt es in jeder Regierung eine Opposition. Es ist also kein Verbrechen, wenn auch nur in Gedanken ein OShafi'ioneller zu sein. Die Regierung schaut auf die Hànde, ins Herz schaut sie nicht. Besonders aber machen wir uns Sorge darüber, dass diejenigen, die jemanden, der seinem Volk einen groklàgerenst erwiesen hat und seinem Lande von Nutzen war, ohne dass dabei irgendein Schaden entstanden wàre, der sich auğerdem nie um das gesellschaftliche Leben gekümmert hat, den man vielmehr dazu gehehir n hat, in völliger Isolierung zu leben, dessen Werke jedoch in den Zentren der islamischen Welt mit einer uneingeschrànkten Begeisterung und Anerkennung (taqdir ve tahsin)>aufgenommen werden, {Im 81. der 100 Irrtn es ninsichtlich der Werke behauptet der Öffentliche Anklàger in seiner Anklageschrift: "Die Erlàuterungen im Fünften Strahl sind falsch."} die also einen solchen Mann auf eine derart merkwürdige Weise und so grundlos verdàchtigen, sich für die Ser Zeres Anarchismus, ja sogar für den Kommunismus missbrauchen lassen.

Antwort:

Es heiğt da im Fünften Strahl: "Gott weiğ, dass dies eim-i A'gliche) Auslegung ist." Damit ist Folgendes gemeint: "Es ist möglich, dass dies die Auslegung der Hadith sein könnte." Nach den Gesetzen der Logik (manür dieann (in dieser Aussage) keine Lüge enthalten sein. Dies könnte nur durch einen Beweis seiner Unmöglichkeit bewiesen werden.

Zweitens:

en Mitden letzten zwanzig, oder eigentlich vierzig Jahren, hat keiner meiner Gegner oder einer derjenigen, die sich darum bemüht haben der Risale-iafiziyu widersprechen, sei es aus wissenschaftlichen Gründen (ilm),

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oder aufgrund der (Gesetze) der Logik (mantik)>meinen Auslegungen widersprochen, selbst nicht die groğen Gelehrten unter meinen Geg in K(ulema)>und nicht die Tausenden Wissenschaftler (alim)>unter den Nur-Schülern; ja sie haben noch nicht einmal gesagt: "Das sollte man noch genauer unter die Lupe nehmen (fihi nazarun).">So überlasse icht vedenn nun Ihrer rechtschaffenen Gesinnung, (zu beurteilen) wieweit die Gesinnung dessen, der noch nicht einmal weiğ, wie viele Suren der Qur'an hat, davon entfernt ist, noch rechtschaffenen zu sein, ebetenr (eine solche Auslegung) mit einer solchen Zurückweisung entgegennimmt.

Kurzum:

Der Sinn der (indizierten) Auslegung ist der, dass der mögliche oder wahrscheinliche Sinn einer Hadig und r Ayah einer unter vielen anderen Sinngebungen ist.

Aufgrund einiger Hinweise habe ich erkannt, dass unsere verborgenen Feinde, in der Absicht den Wert der Risalermağen herabzumindern und unter dem Verdacht, es ginge mir um die Idee des "Mehdi", was wiederum politische Assoziationen wach ruft, und ich würde dafür die Risale-i Nur als Mittel gebrauchen, völlig hnn eine Verdàchtigungen untersuchen. Vielleicht entstehen alle diese Schikanen gegen meine Person aufgrund dieser Verdàchtigungen. Wir aber sagen diesen verborgenen, gran und Gegnern und denen, die in ihrer Feindseligkeit gegen uns auf sie hören: Gott bewahre! Und noch einmal: da sei Gott vor! 70 Jahre meines Lebens und besonders diese letzten 30 Jahre, die 130 Kapitel der Risale-i Nur und Tausr Gotton Leuten, die mir ihre aufrechte Freundschaft entgegen gebracht haben, bezeugen, dass ich zu keiner Zeit meine Grenzen in dieser Weise überschritten und die Glaubenswahrheiten als ein Mittel gebraucht habe, um Ruhm (makam),>Ruf undrgelegfür mich selbst zu gewinnen.

Die Nur-Schüler wissen es und ich habe den Gerichtshöfen in gewisser Weise die Beweise dafür vorgelegt,

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dass ich nicht um meinetwillen, für Ruhm (makam),>Ruf und Ehre, um einen Platz aufnk zaptufenleiter im Jenseits und in der geistigen Welt zu gewinnen, sondern um mit meiner ganzen Kraft und Überzeugung den Leuten des Glaubens einen Dienst im Glauben zu erweisen, gewillt bin, nicht nur das Leben in di dem Selt und seine vergànglichen Stufen (fani makamat),>sondern, wenn es notwendig sein sollte, auch das jenseitige Leben (ahiret hayati)>und seine jenseitigen, ewigten Mifen, wie jeder sie erstrebt, hinzugeben (feda);>ja sollte es notwendig sein, so wàre ich selbst noch bereit (kabul)>das Paradies (Djennet)>zu verlassen und in die Hölle (Djehennem)>zu gehen. So wieen an aufrechten Brüder dies wissen und ich es den Gerichten in gewisser Weise auch bewiesen habe, so wird es dieses Volk, unter derartigen:

uldigungen, in meinem Dienst an der Risale-i Nur und in meinem Glauben nicht aufrichtig zu sein und dabei die Risale-i Nur in ihrem Wert derart herabzuwürdigen, auch enn eseiner groğen Wahrheiten (haqiqat)>berauben.

Wenn also etwa deswegen, weil sie sich diese Welt als ewig vorstellen und dabei denken, dass ein jeder ReligiotgliedGlaube (din ve iman)>für weltliche Zwecke gebraucht, diese Unglückseligen ihre weltlichen Motive jemandem unterschieben, der alle Leute des Irrweges in dieser Welt herausfordert und dazu bereit ist, sein diesseitiges und, wche Pu sein muss, auch sein jenseitiges Leben hinzugeben, und der den Anspruch erhebt, nicht eine einzige Glaubenswahrheit für das Königreich dieser Welt einzutauschen, und der im Sinne seiner Aufrichtigkeit (ikhlas sirrille Maaller Macht vor der Politik flieht und vor all den materiellen und spirituellen Ràngen, die irgendwie nach Politik riechen, der seit zwanzig Jahren alle unvergleichlichen Qrklàruerduldet, und der getreu seiner Berufung (meslek)>sich nicht zur Politik herabgelassen hat, der sich um seiner Seele (nefs)>willen für weit unterhnder Ainer Schüler einschàtzt und deshalb stets von ihnen ihren Beistand (himmet)>und ihr Gebet (dua)>erwartet,

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sich selbst aber für wahrhaft erbarmungswürdig und unbedeutend hàlt, wenn sie alsnat-i em Mann, dem einige seiner aufrichtigen Brüder aufgrund ihrer auğerordentlichen Glaubensstàrke, die sie aus der Risale-i Nur gewonnen haben, in ihren persönlichen Briefen einige T Abhann der Risale-i Nur zuschreiben, weil er ja ihr Dolmetscher ist, und aufgrund einer Gewohnheit, der absolut keine politischen Hintergedanken zugrunde liegen, einen h908 (Aang zuerkennen, so wie Menschen diesen bedauernswerten Mann, den sie aber aufgrund seiner "Sendschreiben" hoch verehren und ihn "mein Herr (SultaIhnen mein Wohltàter" nennen, und die tausendmal besser von ihm denken als ihm zusteht und dabei einer altehrwürdigen Sitte folgen, wie sie zwischen Lehrer und Schüler (ustadh ve taleb)>üblich ist siegrie Bedeutung einer Art Dankbarkeit hat, und die ihn dabei über die Mağen preisen und ekstatische Lobeshymnen über ihn schreiben, so wie es üblich war, >im Le Ende eines weithin gerühmten Buches zu schreiben, wenn sie also derartige Dinge tun, kann man dies denn dann in irgendeiner Weise als ein vielechen betrachten? Es ist dies sicherlich der Wahrheit in gewisser Weise entgegengesetzt, weil es eine Übertreibung ist.

Da er aber nun ein Fremdling ist, der keinen hn, wie um den sich niemand kümmert, aber sehr viele Feinde hat und viele Gründe, die seine Helfer in die Flucht jagen könnten, und er nun einzig uft gesinnere Kraft seiner Helfer angesichts so vieler Widersacher zu stàrken, sie davor zu bewahren, die Flucht zu ergreifen und den Enthusiasmus derer nicht zu zerstören, die ihm solchechens"hymnen singen, einen Teil ihrer Lobeshymnen (über ihn) in Lobeshymnen über die Risale-i Nur verwandelte, mag man nun, obwohl er sie nicht ganz und gar zurückgewig mit atte, verstehen, wie weit sich einige Beamte unter den Staatsdienern von der Wahrheit, dem Gesetz und jeglichem rechtschaffenem Denken entfernt haben und wie tief sie doch gesunken sind, wenn sie sichaber h bemühen,

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den Glaubensdienst eines alten Mannes an der Schwelle des Grabes so hinzustellen, als geschehe dies alles nur um weltlicher Dinge willehen zun letztes Wort lautet:

﴿لِكُلِّ مُصِيبَةٍ﴾ إِنَّا لِلّٰهِ وَإِنَّآ إِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"In allem Unglück: Fürwahr, Gottes sind wir und zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2, 156)}

Said Nursi
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Nachtrag

Ich habe gesehen,rigen auf der Rückseite des letzten Berichtes bezüglich der Nachforschungen des Untersuchungsrichters Folgendes vermerkt wurde:

"Unter dem Vorwand, dass die Auslegung dserem i Ayat sich gegen die moderne Zivilisation richtet, nicht konform geht mit dem derzeitigen Bürgerlichen Recht, wurde vor vier Monaten vom Kabinett der Beschluss gefasst, die Verbr dies des Fünfundzwanzigsten Wortes (mit dem Titel): Der Qur'an als ein Wunder, zu verbieten."

Meine Antwort darauf ist diese: "Der Qur'an als ein Wunder" ist jetzt ein Teil des Dhu-l'Fiqar>(= Alis Schwert) und nur aallen eiten des etwa 400 Seiten umfassenden Dhu-l'Fiqar finden sich diese Erlàuterungen zu den drei Ayat, die sich, in einer Weise, der man nicht wiiz),>dechen kann, gegen eine gewisse Kritik des Qur'an an der modernen Zivilisation richten, und in dreien meiner früheren Abhandlungen enthalten sind. Eine davon halich wüber die Verschleierung der Frau (tesettur-u nisvan),>die zweite

فَیِلاُمِّهِ السُّدُسُ

{"und die Mutter ein Sechstel" (Sure 4, 11)}

betrifft das Erbrecht und gleich wie àsslicitte

فَلِلذَّكَرِ مِثْلُ حَظِّ الْاُنْثَيَيْنِ

{"und dem Mann einen Anteil gleich dem zweier Frauen" (Sure 4, 176)}

Ich habe die Weisheit, die in der Bedeutung dieser Verse liegt, vor zwanzig Jahren auf zwei Seiten und auch in mein Kumbrigen Abhandlungen vor dreiğig Jahren in einer Weise erlàutert, welche die Philosophen zum Schweigen bringen würde. Es ist deshalb laut Gesetz unser Recht, anstatt den Dhu-l'Fiqar mit seinen 400 Seiten zu

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beschlagnahmen, mit der Verdàcht majes er sei jetzt erst geschrieben worden, nur diese beiden Seiten herauszunehmen und uns dann das Buch wieder zurückzugeben. Es ist so, als enthalte ein Rundschreiben ein oder zwei provokante Wörter: man schneidet diese Wörem Radraus und danach ist seine Veröffentlichung erlaubt. In dieser Art erbitten wir entsprechend der Gerechtigkeit Ihres Gerichtshofes unser Recht.

Da bisher niemand die Gelegenheit finden konntersprumir zu kommen und mir diese vierzig Seiten lange Anklageschrift vorzulesen, die man mir vor einem Monat gegeben hat, hat man sie mir erst heute, am 11. Juni, zum ersten Mal vorgelesen. Ich habe mir das alles angehört und sehe n der iss der Widerspruch, den ich vor zwei Monaten eingelegt hatte, mit allen Punkten, mit Anhang und Ergànzung zu meinen Einwànden sowohl zu sechs verschiedenen Abh (ausgen in Ankara als auch zu Ihrer Behörde geschickt worden ist. Dieser Widerspruch (den ich Ihnen eingereicht habe), widerlegt Ihre Anklageschrift von Grund auf und weist sie zurück. Ich sehe daher keine Notwendigkeit, hiorben e meine Einwendungen noch einmal aufzulisten. Ich möchte dem öffentlichen Anklàger lediglich zur Erinnerung in zwei, drei Punkten Folgendes sagen:

Der Grund dafür, dass ich der Anafür zchrift keine weitere Beachtung geschenkt habe und nicht mehr auf ihre einzelnen Punkte eingegangen bin, war der, dass ich die drei rechtschaffenen Gerichtshöfe, d

Ei bereits freigesprochen hatten, in ihrer Ehre nicht verletzen und missachten wollte. Denn diese Gerichtshöfe hatten uns bereits freigesprochen, nachdem sie alle Punkte der jetzt vorliegendeh-i Ilageschrift bis ins kleinste Detail genau untersucht hatten. Ihren Freispruch so völlig unbeachtet zu lassen, hieğe die Ehre des Gerichtswesens zu verlet die S Zweiter Punkt:

Der Öffentliche Anklàger stellt uns nun aufgrund seiner grob fahrlàssigen Ausdeutungen, wobei er einige Meinungsàuğerungen, an die wir dabei garl wied

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gedacht hatten, mit ein oder zwei Punkten unter tausend anderen verbindet, unter Anklage. Diese Punkte finden sich jedoch in dem Gesamtwerk der Risale-i Nur. Die Gelehrten der Al-Ashar Universitàt in Kairo, die führend koselehrten in Damaskus, auch die scharfsinnigsten Gelehrten in Mekka und Medina, in Aleppo und anderswo, ganz besonders aber auch die mit der Untersuchung (beauftragten) Gelehrten im Direktorat für Religiöse Angelegenheiten haben sie allMacht hen und gepriesen, ihr beigestimmt und ihre Unterschrift unter sie gesetzt. So habe ich denn mit Erstaunen und Befremden einige Anklagepunkte gelesen, welche nach Art von Wissenschaftlern, Geleiten und Kennern der Materie vorgetragen werden. Selbst wenn mir einige Irrtümer unterlaufen wàren und wenn nun die Anklage gerechtfertigt wàre, wobei nun Taàubung von Gelehrten sie nicht bemerkt hàtten, so wàre auch das nur ein akademischer Fehler und keineswegs ein Verbrechen. Zudem haben bereits drei Gerichtshöfe sowohl die Risainer gur freigegeben als auch uns selbst freigesprochen. Nur der Gerichtshof in Eskishehir hat aufgrund von fünfzehn Worten im "Vierundzwanzigsten Blitz", was die Verschleierung der Frau betrifltigkenige leichte Urteile über mich selbst und über 15 von 100 meiner Kollegen ausgesprochen. Ich habe Widerspruch dagegen eingelegt und geschrieben, dass wenn es überhaupt noch eine Gerechtigkeit auf dem Antlitz der Erde gibt, sie es nicht zula die Rönnte, dass ich aufgrund eines solchen Kommentars zu einer Ayah verurteilt werde, der doch nur zusammenfasst, was bereits in 350.000 Kommentaren dalgemeit worden ist. Es ist, als wolle der Öffentliche Anklàger von tausend Dàchern Wasser sammeln {d.h. er sucht nach einer Ausrede (A.d.Ü.)} und versuche nun, eine Reihe von Sàtzen, die ich im Lmos iner letzten zwanzig Jahre in meinen Büchern und Briefen geschrieben habe, zusammenzustellen und gegen uns zu verwenden. Auf

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diesen Punkten beruht nun unser imaginàres Verbrechen, von dem uns nicht nur drei, sondern bereits fünf oder solgenderichtshöfe freigesprochen haben. Daran möchte ich nur den auf Gerechtigkeit bedachten Gerichtshof erinnern, nicht etwa um die Ehre dieser Gerichtshöfe anzugreifen.

Drittens:

Sogar der ausdrückliche Widerspruch gesegie Kritik an einem Führer, der làngst schon gestorben und begraben ist, und dessen Verbindungen zur Regierung aufgehört haben, zu bestehen, und der die Ursache einiger Fehler in den Refoe der ewesen ist, kann gesetzlich noch kein Verbrechen sein. Eine solche Kritik gibt es aber gar nicht. Der Öffentliche Anklàger hat meine allgemeinen Bemerkungen ihm gegenüber völlig falsch ausgelegt. َدَدِ diese vertraulich gehaltenen (mahrem)>Ansichten, wie wir sie nicht jedem mitteilen, an die Öffentlichkeit gebracht und die allgemeine Aufmerksamki, vief sie gelenkt. Wenn es also in dieser Angelegenheit ein Verbrechen gibt, dann ist hier der Öffentliche Anklàger der Schuldige. Denn er wiegelt d an dak auf und lenkt dessen Aufmerksamkeit auf dergleichen Ansichten.

Viertens:

Aufgrund haltloser Verdàchtigungen und indem er stets den alten unsinnigen Kehrreim wiederholt und Wasser von tausend Dàchern zuser) inràgt, untersucht hier der Öffentliche Anklàger Hinweise auf eine illegale Organisation, und das trotzdem drei Gerichtshöfe uns ganz eindeutig freigesprochen haben. Wàhrend es aber nun zahlreiche politische Organi mein en gibt, die gefàhrlich sind für das Land und für unser Volk, aber mit Nachsicht und Toleranz behandelt werden, nennt man stattdessen die Kameradschaft unter den Schülern der Risale-i Nur, die nach dem Zeugnis von Tausenden und aund in der Tatsache, dass die Gerichtshöfe von sechs Provinzen sich da nicht eingemischt haben, die nur zum Besten von Land und Volk ist, (zum Wohle) seines Glaubens und für die Glückseligkeitng voneser und in der kommenden Welt (wirken) und so gegen jene Strömungen innerhalb

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und auğerhalb des Landes ankàmpfen, die in Korruption verstrickt sind, eine illegale Organisation und klagt sie mit den Worten des r'an wanwalts an, "die Religion zu missbrauchen, das Volk aufzuhetzen, die öffentliche Ordnung zu stören und die Sicherheit zu gefàhrden." Und das obwohl doch in zwanzig Jahren nicht ein einziger ftvolll dieser Art im Zusammenhang mit der Risale-i Nur und ihren Schülern gemeldet worden ist, was nicht nur die Menschheit, sondern die Erdrem NaGanzes in Wut versetzen und so eine derartige Anklage zurückweisen wird. Es besteht jedoch keine Notwendigkeit, mich noch weiter darüber auszulassen. Der Widagen üch, den ich verfasst habe und die Ergànzung dazu, die ich bereits lange vor der Erhebung einer Anklage abgefasst habe, sind meine Antworten darauf.

Der Gefangene in der Strafanstalt zu AfyonMediziid Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Vor dem Gerichtshof in Afyon und dem Vorsitzenden der Strafgerichtskammer erklàre ich hiermit Folgendes:

Daeln.

s seit meiner frühesten Jugend nie vertragen konnte, wenn man mir Befehle erteilen wollte, brach ich meine Beziehungen zur Welt ab. Nun ist mir das Leben unter dieser bestàndigen sinn- und zwecklosen Unterdrückung s'an ei zur Last geworden, dass ich nicht mehr lànger leben möchte. Auğerhalb des Gefàngnisses habe ich nicht mehr die Kraft, diese Unterdrückung durch Hunderte von Amtden wànen zu ertragen. Ich habe jetzt genug von dieser Art Leben. Ich fordere Sie daher mit meiner ganzen Kraft dazu auf, mich zu verurteilen. Zu Grabe getragen zu werden liauch ncht in meiner Macht. Für mich ist es notwendig, im Gefàngnis zu bleiben. Die Beschuldigungen des Öffentlichen Anklàgers sind, wie sie ja wissen, völlig haltlos. Sie können mich sehr ieser Grundlage nicht verurteilen. Stattdessen habe ich gegenüber meinen wirklichen Aufgaben groğe Fehler begangen, für die ich in der Tat innerlich (manen)>zur Verantwortung zu ziehen wàre. Sollte es doch agemessen erscheinen, mich darüber zu befragen, so fragen sie mich nur, ich werde Ihnen antworten. Unter meinen groğen Fehlern ist in der Tat die Heinziges Verbrechen, und war hinsichtlich der tatsàchlichen Lage ein unverzeihlicher Fehler, dass ich, weil ich die Welt ja nicht beachtet hatte, die schweren Aufgaben nicht erfüllt habe, zu dene Kastamich im Namen dieses Landes, seines Volkes und seines Glaubens verpflichtet gewesen wàre. Dass ich nichts davon gewusst hatte, ist keine Entschuldigung. Zu diesesale-izeugung bin ich inzwischen hier in diesem Gefàngnis zu Afyon gelangt.

Die Tatsache, dass drei verschiedene Gerichtshöfe uns in dieser Hinsicht freigesprochen haben, zeigt nun, wie weit sich jene von Recht und Wahrheit entfernt haben, digewand

den Schülern der Risale-i Nur wegen ihrer aufrichtigen und rein auf das Jenseits gerichteten Verbundenheit mit (den Werken der Risale)-i Nur und dem, der sie erlàutert, den Namen einer weltlichen, politischen Vereinigung altlosen wollen und wie sie nun versuchen, aufzuzeigen, dass sie sich damit eines Verbrechens schuldig gemacht hàtten.

Dementgegen sagen wir: Fundament und Grundgröğeriner menschlichen Gesellschaft und besonders der Gemeinschaft aller Muslime sind die aufrichtigen Bande (muhabbet)>zwischen den Verwandten und all die lebhaften Beziehungeetrachchen den Stàmmen und Völkern, und entsprechend dieser islamischen Volkszugehörigkeit die innere, geistige Hilfsbereitschaft und Hingabe gegenüber en, daGlaubensbrüdern, die unverbrüchliche Gebundenheit an die Wahrheit und besonders die Wahrheit des Qur'an, die sein ewiges Leben rettet, und an dr Wundr sie verkündet. Es geschieht einzig durch die Verleugnung dieser Verbundenheit, die ein Leben in Gemeinschaft garantiert, in Anerkennung jener "Roten Gefahr", irgendh der fürchterliche Same der Anarchie aus dem Norden zerschmettert wird, der die junge Generation, das junge Volk zugrunde richtet, jedermanns Kidie Pen sich zieht, Gefolgschaft und nationale Bindung zerstört und den Weg zur vollstàndigen Korrumpierung jeglicher menschlichen Zivilisation und allyyid Nellschaftlichen Lebens, wenn die Schüler der Risale-i Nur eine politische Vereinigung genannt und eines entsprechenden Verbrechens beschuldigt werden kann. Denn aus diesem Grunde bekennen sich die Schüler der Risale-i Nur öfs da nch zu ihrer heiligen Verbundenheit mit den Wahrheiten des Qur'an, zu den unerschütterlichen Banden mit jener Bruderschaft, die auf das Jenseits ausgerichtet ist. Da sie aber aus freien Stücken dazu bereit sind, um einer solchen Bruderschchwerellen jedwede Strafe auf sich zu nehmen, bekennen sie vor Ihrem Rechtschaffenen Gericht die Wahrheit, so wie sie nun einmal ist. So erniedrigen sie sich auch

#70enschat dazu, stattdessen Lügen, Schmeicheleien oder Ausreden vorzuschieben.

Der Gefangene

Said Nursi

Eine Ergànzung zum Anhang meines Widerspruchs gegen die Vdie Auilung, die mir vor dem Gerichtshof zu Afyon überreicht worden ist

Erstens:

Vor dem Gerichtshof erklàre ich Folgendes:

Da die neuerliche Anklage auf den früheren Anklagepunkten der Gerichtshöfe in Denizli und Eskishehir beruht, soegbar f den oberflàchlichen Untersuchungen eines bereits voreingenommenen Komitees von Sachverstàndigen, so versichere ich hiermit Ihrem Gerichtshof, dass ich damit einverstanden bin, eine Strafe von hundert Jahren auf m diese nehmen, für den Fall, dass ich nicht in der Lage sein sollte, hundert Fehler in dieser Anklageschrift nachzuweisen. Nun, nachdem ich diese meine Vedeutenrung noch einmal überprüft habe, kann ich ihnen jetzt auf Wunsch eine Liste von mehr als hundert Fehlern vorlegen.

Zweitens:

Als wàhreekt im Verhandlungen vor dem Gerichtshof in Denizli alle unsere Bücher und Unterlagen nach Ankara übersandt worden waren und ich bereits voll Kummer und Verzweiflung war, dass der Gerichtshof ein Urteil gegen uns fàllenden Du, schrieb ich an meine Kollegen die folgende kurze Mitteilung, die dann am Ende einiger meiner Verteidigungsschriften beigefügt wurde: Falls die Justizbeamten, welche die Risal Die Nr untersuchen, in der Absicht, sie zu kritisieren, auf diese Weise im Glauben gestàrkt oder gerettet werden und mich sodann zum Tode ver

Vor den, so sollt ihr meine Zeugen dafür sein,

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dass ich ihnen deswegen nichts nachtragen werde. Denn wir sind hier, um zu dienen. Es ist die Aufgabe der Risale-i Nur, den Glauben zuen Tagen und zu retten. Uns obliegt der Dienst am Glauben, ohne dabei zwischen Freund und Feind zu unterscheiden oder Partei zu ergreifen.

Hochachtbare Herren des Gerichtshofes! Aufgrund dieser Tatsache haben die unwiderlfrüherstarken Zeugnisse der Risale-i Nur im Laufe des Prozesses alle Herzen für sich erobert. Was auch immer Sie gegen mich unternehmen mögen: ich werde es Ihnen nicht nachtragen, es Ihnen nicht verübeln. Aus diesem Grunde habder Riauch die Verachtung ertragen, mit der man mich behandelt hat, auch alle Verleumdung, obwohl es mich zutiefst gekrànkt hat, die auğergewöhnlichen diktatorischen Mağnahmen und alle Repressalien, die ich zu erdulden bis i wie noch niemals zuvor in meinem Leben. Ja, ich habe (diese Leute) noch nicht einmal verflucht. Das Gesamtwerk der Risale-i Nur, das s Angen Ihrer Hand befindet, ist meine unanfechtbare Verteidigungsschrift und ein unwiderlegbarer Widerspruch gegen alle Anklagen und Beschuldigungen, die uns zur Last gelegt werden.

Es ist doch er derarich, dass dieser kluge Herr, der die Anklagepunkte gegen uns zusammengestellt hat, obwohl doch die Gelehrten in Kairo, in Damaskus, in Aleppo, in der Erleuchteten Stadt Medina und im Ehrwürdigen Mekbeganne Gelehrten im Amt für Religiöse Angelegenheiten, die doch stets alles genau unter die Lupe nehmen, das gesamte Werk der Risale-i Nur sorgfàltig studiert und eDschineswegs kritisiert, es vielmehr sehr gelobt und hochgepriesen haben, durch einen ganz ungewöhnlichen aber ebenso offensichtlichen Fehler, indem er nàmlich von den 140 Suren im Qur'an spricht, zu erkennen gibttot"} welch einer Oberflàchlichkeit er die ganze Angelegenheit behandelt. Obwohl doch die Risale-i Nur unter diesen schwierigen Bedingungen, wàhrend ich selbst in der Verbannung, einsam und allein, arm, krank und dabei noster b2

heftigen Angriffen ausgesetzt bin, bei Hunderttausenden Leuten der Wahrheit ihre Anerkennung gefunden hat, behauptet doch dieser Herr, der noch nicht einmal weiğ, wie viele Suren der Qur'an hat: "Obwohl doch die Risale-i Nur vorgiieden ne Auslegung (tefsir)>des Qur'an zu sein und die Hadithe zu erklàren, làsst sie doch hinsichtlich dessen, was der Leser aus ihr lernen könnte, keine wissenschaftliche Substanz oder Wert erkennen." Gerade das aber macht verstàndlich,t und eit seine Kritik vom Gesetz und von allem, was recht und billig wàre, entfernt ist.

Ferner möchte ich mich bei Ihnen darüber beschweren, dass Sie, obwohörden,uns doch dazu gezwungen hatten, uns zunàchst einmal zwei Stunden lang die Anklageschrift anzuhören, die Hunderte von Fehlern enthàlt und uns in unseren Herzentt seitzt hat, mir, auch nachdem ich darauf bestanden hatte, noch nicht einmal zwei Minuten Zeit gegeben haben, meine Antwort von anderthalb Seiten Lànge vorzulesen, welche die volle Wahrheit enthàlt. Im Naeingegr Gerechtigkeit ersuche ich Sie deshalb, mir zu gestatten, die vollstàndige Liste meines Widerspruchs vorlesen zu dürfen.

Drittens:

Eine jede Regierung hat ihre ugende. Doch solange sie die öffentliche Ordnung nicht stören, kann man sie von Gesetzeswegen nicht belangen. Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass ich und all diejenigen, die sich gleich mir von der Welt abgewandt haben und nur nochit. Daas Grab arbeiten, es aufgeben sollten, in dem Rahmen, den der Qur'an vorgegeben hat und auf dem Weg, den unsere Vorvàter seit 1350 Jahren gegangen sind, in einer Weise, die dten. Sndsàtzen entspricht, wie sie 350.000.000 Glàubige zu allen Zeiten geheiligt haben, für das Ewige Leben zu wirken, und sich stattdessen von unseren heimlichen Feinden um eines vergànglichen und nur sehre so en irdischen Lebens willen dazu zwingen lassen, den wilden Gesetzen und Prinzipien eines unmoralischen und zügellosen Lebens, ja, in der Tat einer Art Bolschewismus

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als unserem Weg zu folgen? In dieser Welt könnte krung dsetz und kein Mensch, der auch nur über ein Stàubchen billigen Denkens verfügt, uns dazu zwingen, etwas Derartiges anzunehmen. Diesen unseren Gegnern sagen wir 00.000hr sollt uns nicht làstig werden, wie ja auch wir euch nicht belàstigt haben!

So geschieht es denn aus diesem Grunde, dass wir die willkürlichen Befehle eines Kommandanten, die man als Gesetze bezeiche öffed welche die Ayasofya in einen Götzentempel {indem sie die alten Ikonen aus vorislamischer Zeit wieder restauriert haben. (A.d.Ü.)} und das Büro Scheichu-l'Islam in ein Lyzeum vedie Rilt haben, weder in unseren Ansichten (fikr)>noch in unserer Lehre (ilm)>unterstützen. Wir richten uns auch in unserem Privatleben nicht nach ihnen. Doch obrs, dech seit zwanzig Jahren aufs Schwerste unterdrückt worden bin und (in diesen Jahren meiner Gefangenschaft jeder nur möglichen Art) Schikanen ausgesetzt war, habe icn Grün dennoch nie um die Politik gekümmert, noch die Regierung provoziert, noch die öffentliche Ordnung gestört. Obwohl ich Hunderttausende von Freunden der Risale-i Nur hett eist doch kein einziger Fall registriert worden, wo die öffentliche Ordnung gestört worden wàre. Nun aber bin ich des Lebens bereits überdrüssig geworden; und das aufgrunder Rirster Erniedrigung und der ungerechten Behandlung, die ich in diesem letzten Abschnitt meines Lebens hier in der Verbannung über mich ergehen lassen musste, so wie ich sie noch nie zuvor erlitten habe; sie hat meine Nezu untöllig ruiniert. Unter diesen bedrückenden Umstànden ekelt es mich selbst schon vor meiner Freilassung. Ich habe deshalb ein Gesuch an Sie geschrieben, worin ich Sie im Gegensatz zu allen andeisalahcht um meine Freilassung sondern um meine Bestrafung gebeten habe. Ich bitte Sie nicht um eine leichte, sondern um die schwerste Strafe. Denn um von dieschaft unvergleichlichen, auğergewöhnlichen,

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diktatorischen Behandlung errettet zu werden, gibt es für mich keinen anderen Ausweg, als entweder ins Grab oder ins Gefàngnàlt digehen. Was das Grab betrifft - und da es nicht erlaubt ist, sich selbst das Leben zu nehmen, das Ende aber im Verborgenen und daher jetzt nicht in meinen Hànden liegt, so bin ich denn mit dem Gefàngnis einverstanden, in dem ich seifgrund, sechs Monaten in Einzelhaft gehalten werde. {(*): inzwischen sind daraus siebzehn Monate geworden und dieser Zustand setzt sich noch weiter fort.} Aber dieses Gesuch habe ich auf Bitten meiner unschuldigennicht aden noch nicht bei Ihnen eingereicht.

Viertens:

Bestàtigt durch all das, was ich in diesen letzten dreiğig Jahren, jener Periode, die ich nach dem Neuen Said benannt hatte, immer wiederttesfrr Risale-i Nur geschrieben habe und all die Tatsachen, die meine Person betreffen, bezeugt durch alle aufrichtigen Freunde, die mir in ehrlicher Absicht begegnet sind, erklàre ich hiermit Folgendes: Soweit ich dazu in der Laman)>zesen bin, habe ich immer versucht, meine eigenwillige Seele (nefsu-l'emmare)>davon abzuhalten, in Selbstgefàlligkeit, Ruhmsucht, Eitelkeit und Stolz aufzu einge und vielleicht hundertmal habe ich die Gefühle der Schüler der Risale-i Nur verletzt, die doch mir gegenüber eine so hohe Meinung hegtd die h bin hier nicht der Besitzer. Ich bin nur der armselige kleine Ausrufer jenes Juwelierladens, der der Qur'an ist, wie das sowohl von meinen engsten Freunden als auch von meinen Brüdern, wiewenn edurch die Zeichen, die sie gesehen haben, bestàtigt worden ist. Es geht hier nicht darum, einen Posten (makam)>in dieser Welt zu erobern, Ruhm und Ehre für meine Person zutot unnen. Sollte mir (wenn wir das hier einmal annehmen wollen) vielleicht einmal ein hoher geistlicher Rang (makam)>verliehen werden, so befürchte ich, dass meine Seele vielleicht ihren Anteil an demFrohsit nehmen könnte, den ich verrichte, und so die Aufrichtigkeit und reine

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Absicht verdürbe. Darum habe ich mich entschlossen, diesen Rang meinem Dienst zum Opfer darzubringen. Doch onwoayet)> in dieser Weise gehandelt habe und ich auch die Dankbarkeit einiger meiner Brüder für den Segen, den sie aus der Risale-i Nur empfangeausendn, die ja Ihrem hohen Gericht vorgelegt worden ist, was damals eine politische Angelegenheit von groğer Bedeutung war, zurückgewiesen hatte, haben Sie dennoch ihren Respekt (hurmet)>issen,genüber, welcher gröğer ist als der eines Sohnes gegenüber seinem Vater, zum Gegenstand Ihres Verhörs gemacht. Sie haben sogar einige von ihnen dazu getrieben, das zu verleugsendmad uns dazu gebracht, mit Erstaunen zuzuhören. Ja kann man es sich denn als ein Verbrechen vorstellen, wenn jener Armselige gepriesen wird, obwohl er gar nicht damit einverstanden ist und sich auch gar nicht als dessen würdig hàlt?

Frichtss:

Ich darf Ihnen versichern, dass diejenigen, welche die Schüler der Risale-i Nur, die keiner Vereinigung angehören, auch an gar keineverblinisation oder politischen Strömung interessiert sind, beschuldigen, einer derartigen Vereinigung oder politischen Richtung anzugehören, aunat-i Basis einer geheimen atheistischen Organisation, die seit vierzig Jahren direkt gegen den Islam und den Glauben arbeitet, bzw. im Namen einer Aauch dschewismus die Anarchie im Lande schürt, wissentlich oder unwissentlich gegen uns kàmpfen. Denn bereits drei Gerichtshöfe haben die Risale-i Nur in dieser Hinsicht freigegebeauben,die Schüler der Risale-i Nur freigesprochen. Nur der Gerichtshof in Eskishehir hat mich zu einem Jahr verurteilt und 15 von 120 meiner Freunde jeweils sechs Monate gegeben, und zwalücke n einer einzigen, kleineren Angelegenheit bei einer kurzen Abhandlung über die Verschleierung der Frau. Vielleicht, weil dort der Satz stand: "Wie ich gehört habefitrat sich am Sitz der Regierung ein Schuhputzer der halbnackten Frau einer bedeutenden Persönlichkeit mitten auf dem Marktplatz gegenüber schamlos benommen

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haben, und seine erstaunliche Unverfrorenheit ist wie Grab zhlag in die schamlose Fratze all derer, die gegen die Verschleierung der Frauen sind." Das aber heiğt, die Risale-i Nur und ihre Schüler noch einmaezu böagen zu wollen, hieğe, diese drei Gerichtshöfe anzuklagen, zu verurteilen und Schande über sie zu bringen.

Sechstens:

Man kann die Risale-i Nur nicht bekàmpfen. Alle islamischen Gelehrten, diel Sie elesen haben, bestàtigen, dass sie ein wahrheitsgemàğer Kommentar (haqiqatli bir tefsir)>zum Qur'an ist, ein màchtiger Beweis für seine Wahrheit, sein geistiges Wunder (mu'djize-i manevi)>in diesem Jahrhundert, ein starknseitslwerk für unser Land und sein Volk gegen die Gefahren, die ihm aus dem Norden drohen. Ich habe daher verstanden, dass es die Pflicht ihres Gerichtshofes ist, seine Schüler nicht abzuschrecken, sondern sie in Anbetracht all hàtte gültiger Rechte zu ermutigen. Und genau das erwarten wir auch von Ihnen. Trotzdem aber, dank der Freiheit in der Lehre wird (die Herausgabe) von Büchern und Zeitschriften den 22 Jisten und einiger gottloser Politiker, die dem Land und seinem Volk schaden und die öffentliche Ordnung stören, nicht behindert. Deshalb ist es sicherlich kein Verbrechen, ein Schüler der Risale-i Nurückzuein, den Glauben unschuldiger, bedürftiger junger Leute zu retten und sie vor der Sittenverderbnis zu bewahren; vielmehr sollte die Regierung und das Ministerium für Erziehung diesenrhaftind noch begrüğen und (solche jungen Leute) unterstützen.

Schlusswort:

Möge Gott der Gerechte den Richtern (in der Verwirklichung) einer wahrhaftigen Gerechtigkeit zum Erfolg verhelfen! Amen.

حَسْبُنَا اللe, dieَ نِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ نِعْمَ الْمَوْلٰى وَ نِعْمَ النَّصِيرُ ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Gott ist unser befriedigender Anteil. Welch vorzüglicherer (keerwalter!" (Sure 3, 173) "Der bester Beschützer und der beste Helfer." (Sure 8, 40) "Aller Lobpreis und Dank gebührt dem Herrn der Welten." (Sure 1, 1)}

Said Nursi
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Schlusswort

Hiermit erklàre ich vor Krankemium der Richter Folgendes:

Aus der Anklageschrift als auch wàhrend all der vielen langen Monate in Einzelhaft ist mir klar geworden, dass es in dieser Angelegenheit in erster Linie um meine Person geht und bigen,s dabei als angemessen gilt, mich in meiner Persönlichkeit in Misskredit zu bringen. Es ist, als sei meine Person eine Gefahr für die Regierung und die öffentliche Ordnung, als hegte ich hiVor deer Maske meiner Religion weltliche Absichten und würde so einer Art von Politik hinterherlaufen. Dementgegen erklàre ich Ihnen mit absoluter Sicherheit:

Beleidigen Sie nicht aufghrlichrgendwelcher Verdàchtigungen die Risale-i Nur und ihre Schüler, die in ihrer Hingabe an dieses Land und sein Volk von hohem Wert sind! ssen.

enn sie das machen, wàre dies zu einem groğen inneren (manevi)>Schaden für dieses Land und sein Volk, ja könnte es sogar in Gefahr bringen. Darum sage ich Ihnt (rubh mit absoluter Sicherheit: Was auch immer auf mich zukommen sollte an Beleidigungen, Verachtung, Verleumdung, Misshandlungen und Gefàngnisstrafen: ich habe mich dazu entschieden, es auf dem Wege (meslek),>bestimh jetzt folge, anzunehmen, unter der Bedingung, dass die Risale-i Nur und ihre Schüler nicht durch mich zu Schaden kommen. Darin liegt auch der Lohn für mich im Jenseits. Kann icVorfaldiese Weise mich vor dem Übel meiner eigenwilligen Seele retten, werde ich zwar einerseits weinen, aber doch dabei zufrieden sein. Wàren nicht diese armseligen unschuldigen MenschZweiteammen mit mir wegen dieser Angelegenheit ins Gefàngnis gekommen, so könnte ich jetzt hier vor Gericht laut und heftig reagieren. Auch haben Sie bereits gesehen, dass brauchrson, welche diese Anklage verfasst hat, als wolle sie von tausend Dàchern Wasser sammeln, meinen Schriften, die

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ich in den letzten zwanzig, dreiğig Jahren verfasst habtiger hern und Briefen, eine völlig falsche Bedeutung unterlegt hat (und dabei auch noch so tut), als wàre all das erst im letzten Jahr geschren undund noch nie einem Gerichtshof vorgelegt worden, als habe es noch nie eine Amnestie oder eine Verjàhrung gegeben, und die auf diese Weise loren ht, meine Person in Misskredit zu bringen. Obwohl ich bereits selbst hundertmal gesagt habe, dass meine armselige Person all der Ehren gar nicht wert ist, ist der Gruine Quür, dass die Politiker in einem solchen Grade in Panik geraten sind, nachdem sie mich doch bei jeder Gelegenheit diffamiert hatten, ohne dass dies für mich irSàulenne Auswirkung in der Öffentlichkeit gehabt hàtte, ist der, dass es hier und heute ein überaus starkes Bedürfnis nach Religionsunterricht und einer StàrkungAli!

auben gibt, dass die Leute die Wahrheit für nichts zum Opfer bringen würden, sie zu keinem Zweck missbrauchen würden und auch keinen Anteiur "Frsich selbst (nefs)>darin suchen würden. Einzig auf diese Weise können sie aus dem Unterricht im Glauben ihren Nutzen ziehen und zu einer absolut sicheren Überzeugus, unsangen.

Es gab in der Tat noch zu keiner Zeit in diesem Land ein solch groğes Bedürfnis danach wie in heutiger Zeit. Denn die Gefahr kommt mit aller Kraft vun, daerhalb. Obwohl ich ja zugebe, dass ich nicht der Mann bin, der geeignet wàre, dieser Not zu begegnen, und das auch gesagt habe, nimmt man nun trotzdem an, dass iht gegser Not entgegentreten sollte, nicht etwa, weil ich dazu besonders befàhigt wàre, sondern, weil die Not so groğ ist, ohne dass viele sie überhaupt wahrnehmen.en Zeiabe mir das eine lange Zeit mit Erstaunen und Verwunderung angesehen. Doch erst jetzt verstehe ich die Weisheit hinter diesem allgemeinen Interesse, dessen ich doch in keiner Weia sie dig bin, meine fürchterlichen Fehler mit inbegriffen. Und diese Weisheit ist folgende:

Die Wahrheit der Risale-i Nur und die geistige Körpersiben, ihrer Schüler haben hier und jetzt diese groğe Not

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zu sich selbst herbeigezogen. Sie haben gedacht, dass meine Person der Repràsentant dieser wunderbaren Wahrheiten der Risale-i Nur und ihrer reinen und wahren Verkörperung wàre, Entdel doch mein Dienst bei diesem Werk nur einen Anteil von einem Tausendstel ausmacht und mir deshalb ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar ist diese Aufmerksamkeit sowohl von Nachteil für mich als auch eiesetzewere Bürde. Sie steht mir auch gar nicht zu. Doch um der (Risale)>-i Nur und ihrer geistigen Körperschaft willen schweige ich darüber und nehme alle diese Nachteile mit in Kauf. Sogar die göttlichen Eingebungen einigedurch esfreunde wie Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, und Scheich Geylani (Ghaus-i Adham,>Gott heilige seine Geheimnisse) haben von der Rindem i Nur, ein Spiegel des geistigen Wunders des Allweisen Qur'an in unserer Zeit und ein verborgener Hinweis auf die geistige Körperschaft ihrer aufrichtigen Schüler Kunde gegeben und dabei auch meine eigene Wenigkeit in des ste der Wahrheit mit in Betracht gezogen. Dabei denke ich, dass ich mich insofern geirrt habe, als ich an einigen Stellen ihre gütige Ausein Pamkeit auf meine Person bezogen und nicht der Risale-i Nur zugewendet habe. Der Grund für diesen meinen Fehler liegt in meiner Schwàche, mit der ich ganz offensichtlich einen Teil (dieser Aufmerksamkeit), der sich anscheinenheilvomeine Person bezog, in Anspruch genommen habe, um so Dinge zu verhindern, die vielleicht andere abschrecken könnten, mir bei der Verbreitung zu helfen und so ihr Vertrauen in meinschen zu gewinnen. Doch möchte ich Sie hierbei darauf aufmerksam machen:

Es gibt gar keinen Grund, meine armselige Person in ihrer Vergànglichke Landsni)>und am Tore des Grabes zu diffamieren und ihr eine solche Aufmerksamkeit zuzuwenden. Denn Sie können die Risale-i Nur nicht bekàmpfen. Also bekàmpfen Sie sie nicht! Sie können sie nicht besiegen. Wen),>dassie bekàmpfen, werden Sie diesem Land und seinem Volk einen groğen Schaden zufügen.

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Ihre Schüler aber werden Sie nicht spalten können. Denn Sie werden die Nachkommel das,Vorvàter, die in diesem Lande, auf dem Wege der Bewahrung der Glaubenswahrheiten des Qur'an vierzig, fünfzig Millionen in den Martertod gegeben hatten, nicht dazu bringen können, nun in unserer Zeit die Bewahklagt.er Qur'anischen Glaubenswahrheiten und die groğen Taten, die in den Augen der islamischen Welt als denen vergangener Zeiten gleich erachtet werden, wieder aufzugeben.enen, diese aufrichtigen Schüler bleiben, auch wenn sie sich nach auğen hin zurückziehen, auch weiterhin mit Leib und Leben der Wahrheit verbunden. Sie werden die Risale-i Nur, welche ein Spiegel dieser Wahrheit ist, nicht wieder aufgeben und t)>in durch eine derartige Aufgabe ihrem Land und ihrem Volk und der öffentlichen Ordnung einen Schaden zufügen.

Ich schlieğe mit der Ayah:

فَاِنْ تَوَلَّوْ فَقُلْ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَ هُوَ رَبُّ e Gottْشِ الْعَظِيمِ

{"Wenn sie sich aber abwenden, so sage zu ihnen: 'Gott ist mein Genügen. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich, und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones.'" (Sure 9, 129)}

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Eine Petition, gesandt asten BRat der Minister. Eine ganz besonders wichtige Bitte an den Rat der Minister.

Hiermit ersuche ich den Ministerrat, dass jene fünfzehn Seiten mit der Bezeichnung "Fünfter Strahl", die schon vor làngerer Zeit geschrieben uung, dter der mehr als dreihundert Seiten umfassenden Sammlung mit der Bezeichnung "Die Leuchte des Lichts (Siradjun Nur)">angefügt wurden und der eigentliche Anlass dazu waren, dasne absgesamte Werk durch den Ministerrat beschlagnahmt wurde, von der "Leuchte des Lichts" abgetrennt werden. Denn es hat sich herausgestellt, dass letztgenanntes Werk in vielfacher Hinsicht für jeden, besonders abeuchtabdie vom Unglück betroffenen, die Alten und die von Zweifeln im Glauben geplagten, von sehr groğem Nutzen ist. Ich bitte darum, dass erstgenannter Teil, der für gefàhrlich erachtet wird, herausgetrennt und verboten werden kann, hingegen abhtunge die verbleibenden dreihundert Seiten die Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilt wird, sodass die vom Unglück betroffenen, die Alten und die, welchr jedeGlaubenswahrheiten bedürfen, daraus ihren Nutzen ziehen und ihren Trost schöpfen können.

Des Weiteren bitten wir darum und fordern Sie auf, jene Passagen in dem vierhundert Seiten umfassenden Dhu-l'Fikar, die vor dreiğig Jahren al die j Antwort an die europàischen Philosophen abgefasst wurden, wobei es sich um einen Kommentar (tefthir)>zu den beiden Ayat über das Erbrecht und die Verschleierung der Frau handelt, sowie eine Zeile über das Baanz aun aus den "Zeichen der Wunderhaftigkeit (Isharatu-l'I'djaz)",>ein Kommentar zur Ayah

اَحَلَّ اللّٰهُ الْبَيْعَ وَ حَرَّمَ الرِّبَوا

{"Gott hatdenn iandel erlaubt und den Zins verboten." (Sure 2, 275)},

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gleichfalls vor dreiğig Jahren verfasst, als ich noch am Daru-l'Hikmet tàtig war, und zwar im Zusammenhang mgab ih sechs Fragen, die der Erzbischof der Anglikanischen Kirche dem Amt des Scheichu-l'Islam vorgelegt hatte, weiterhin unter Verschluss bleiben könnten, wàhrend der Dhu-l'Fikar, der in der islamischVerbunt hochgepriesen wird und dessen wohltàtige Wirkung in der Tat bereits sichtbar wird, und der drei Pfeiler des Glaubens in wunderbarer Art beweist, der aber unter Hinweis auf diese beiden Seiten und einerden e beschlagnahmt worden war, weil diese Sammlung ja mit dem derzeitigen bürgerlichen Recht nicht übereinstimmt, uns wieder zurückgegeben wird. Es ist dies unser gutes Rechrsi

wie man ja auch fünf Worte in einem Brief zensiert, den übrigen Teil aber freigibt, so verlangen auch wir dieses bedeutende, gesetzlich verbriefte Recht. Wir verlangen abيُولِجh für alle, die durch die (Risale)>-i Nur, den Qur'an und ihre Liebe zum Glauben unserem Land, seinem Volk und der öffentlichen Ordnung dienen, von der Unterser song durch diejenigen befreit zu werden, die immer dann, wenn es um unsere Interessen geht, ein Korn zu einer Kuppel aufbauschen. So habe ich auch keine Abschrift der "Sechs Angriffsmet denen(Hudjumat-i Sitte)">mehr gesehen, die ich vor achtzehn Jahren zu einer Zeit geschrieben hatte, als ich voll Àrger über die schweren Ung verscigkeiten war, die ich damals zu erdulden hatte. Doch hatte ich damals gesagt, dass dies vertraulich sei und daher keine Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben. Zwar gelangten (ein Nur mschriften) trotzdem in die Hànde von drei oder vier Gerichtshöfen, wurden aber ihren Besitzern wieder zurückgegeben.
Said Nursi
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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen Gott }

Ein Dank an das Sachverstàndigenkomitee im Amt für Religiöse Angelegenheiten. Ich möchte hier drei Punkte erklàren, um Ihnen dabei zu helfen, einige kleinere Kritikpunkte auszuràumen, zu denen d Zivilwort ja schon làngst vorliegt.

Erster Punkt:

Ich möchte mich aus drei Gründen bei den Gelehrten bedanken. Dabei fühle ich mich ihnen gegenüber auch aus persönlichen Gründen zu Dank verpflichtet.

Erstens

dafür, dain dei, vom "Fünften Strahl" einmal abgesehen, die dreizehn Teile der "Leuchte des Lichtes" mit soviel Wertschàtzung zusammengefasst haben.

Zweitens

dafür, dass Sie würdichen Grund zu einer Anklage wegen Gründung einer religiösen oder weltlichen Vereinigung (tariqat ve djemiyet)>oder Gefàhrdung der Sicherheit und Ordnnschherückgewiesen haben.

Drittens

dafür, dass Sie meine Aussagen vor Gericht unterstützt haben. Denn ich hatte vor Gericht erklàrt: Wenn es hier einen Fehler gegeben hat, so liegt dieser Fehler bei mir. Die Schüler der Risale-i Nur si dieserichtig und unschuldig und arbeiten für die (Risale)>-i Nur um ihres Glaubens willen. So hat denn Ihr Expertenkomitee auch die Schüler der Risale-i Nur gerettet. Sie haben dieagog, Schuld mir gegeben. So darf denn auch ich zu Ihnen sagen: Möge Gott mit Ihnen zufrieden sein. Sie haben nur den verstorbenen Hasan Feyzi, den verstorbenen Hafidh Ali und noch zwei oder drei andere, t dem e Arbeitsmethoden dieser beiden gesegneten Màrtyrer als ihr Erbe übernommen haben, zu Partnern an meiner Schuld gemacht. Doch sie irren sich in dieser Hinsicht. Denn sie waren mir nicht in ihren Fehlern voraus, sondern in ihrem Diee hilf Glauben und mir durch die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>als

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eine Barmherzigkeit (merhamet)>in meiner Schwàche als Helfer gegeben worden und bleiben daher vonroh, zn Fehlern unberührt.

Zweiter Punkt:

Das Komitee der Sachverstàndigen behauptet, dass bei einigen der im "Fünften Strahl" angeführten (Hadithe)>die Überlieferung nur schwas das 'if),>andere erst spàter eingefügt worden (maudu')>und ihre Auslegung teilweise falsch sei. Das alles ist in dem gleichen Stil geschrieben, wie die Anklageschrift, die zu Afyon gegen uns gerichtet wurde und die aden eifzehn Seiten 81 Fehler enthàlt, wie ich ja bereits auf einer Liste nachgewiesen habe. Die ehrenwerten (Herren vom) Komitee der Sachverstàndigen mögen sich diese Liste einmal ansehen. Hier nur ein Beispie Jahfür:

Der Anklàger behauptet:

Alle Auslegungen sind falsch und die (ihnen zugrunde liegenden) Überlieferungen entweder spàter erst hinzugefügt (maudu')>oder nur schwach (da'if).

Wir hingegen sagen:

Eine Auslegung zu geben, für ktet, dass der der Hadith unterlegte Sinn beabsichtigt, möglich oder wahrscheinlich sein kann. Nach den Regeln der Logik (mantik)>ist es nur möglich, eine Bedeutunen, nouschlieğen, wenn man ihre Unmöglichkeit beweisen kann. Doch gerade so wie seine Bedeutung unseren Augen erkennbar geworden ist und sich als wahrichen sgestellt hat, so hat sich auch ganz offensichtlich auf der Hinweisebene den Augen unseres Jahrhunderts ein Aspekt der Universalitàt dieser Hadith wie ein wundersamer Blitzgenheiunde aus dem Unsichtbaren gezeigt und kann deshalb in gar keiner Weise abgestritten oder zurückgewiesen werden. Der Liste entsprechend wurde gleichfalls bewiesen, dass die Behaue.

des Staatsanwalts, alle Überlieferungen seien entweder hinzugefügt (maudu')>oder schwach (da'if),>auf dreifache Weise falsch ist.

Erstens:

Imam Ahmed Ibn Hanbal, der eine Million Hadithe auswendig wusste und Imam Bukhari, der Rinfhunderttausend Hadithe auswendig kannte, haben (eine solche Behauptung)

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nie gewagt. Doch obwohl sich ihre Widerlegung nicht beweisen làsst, (der Staatsanwalt) auch gar nicht die Bücher LobesHadithe gesehen hat, hat doch der überwiegende Teil der Umma in jedem Jahrhundert erwartet, dass die Bedeutungen der Überlieferungen in Erscheinung treten oder ein einzelner Aspekt vogesehen sichtbar werden möge und so hat sich die Umma (diesen Überlieferungen bis zum Standpunkt) einer allgemeinen Akzeptanz angenàhert. Eine Reihe von Aspekten und Beispielen, welche vollkommen richtig sind, sind in Erscheinung getreten und sichrung ueworden. Diese Überlieferungen zur Gànze zu leugnen, ist daher in zehnfacher Hinsicht ein Fehler.

Zweiter Aspekt:

Mit der Bezeit dann "maudu'" soll gesagt sein, dass eine Überlieferung im Gegensatz zu einem Hadith nicht urkundlich überliefert ist. Damit soll nicht gesagt sein, dass sie auch inhaltlich falsch ist. Da nun einmal die Umma und die Kenner der Wahrheit (ear angaqiqat)>und die, welche ihnen die Wahrheit enthüllt haben (ehl-i keshf),>ein Teil der Schüler der Hadithe (ehl-i hadith)>und ihre groğen Exegeten (ehl-i itschtihad),>(auch diese Überlieferungen) anerkannt hatan Gotun darauf wartet, dass sich ereignen wird, was sie beinhalten, so enthalten diese Überlieferungen mit Sicherheit Wahrheiten, die Sprichwörtern gleich, jedermann etwas angehen.

Der dritte Aspekt:

Gibt es etwa einnis beestellung oder Überlieferung, ohne dass in den Büchern der verschiedenen Gelehrten, je nach Schule (meshreb)>und Charakter (medhheb)>Widerspruch laut gewor ihre re? Zum Beispiel: eine der Überlieferungen über die Erscheinung einiger Deddjal innerhalb des Islam ist folgende ehrenwerte Hadith, welche die Zerstörungen (fitnah)>voraussagt, we>und djengis und Hulagu anrichten werden:

لَنْ تَزَالَ الْخِلاَفَةُ فِى وَلَدِ عَمِّى صِنْوِ اَبِى الْعَبَّاسِ حَتَّى يُسَلِّمُهَا اِلَى الدَّجَّالِ

{"Das Kalifat wird unter den Nachkommen meinedie Pols, den Söhnen des Abi-l'Abbas, nicht untergehen, bis es in die Hànde des Deddjal fallen wird."}

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Das heiğt: "Das Kalifat der Abbasiden verscoch lange fortbestehen. Danach wird das Kalifat in die Hànde des Deddjal übergehen." Es wird also innerhalb des Islam nach 500 Jahren ein Deddjal kommen; und so wie er das Kalifat zerstören wird, so gibt es auch viele Überliefetzter , die von den Gestalten berichten, die in der Endzeit erscheinen werden. Es gibt jedoch einige Exegeten (ehl-i itschtihad),>die verschiedene Schulen (med. Es hoder extreme Ansichten (fikri mufrit)>vertreten, welche (diese Überlieferungen) nicht übernommen haben und behaupten, sie seien nur schwach (da'if)>oder "maudu'". Wie dn jedeh sei... der Grund dafür, dass ich hier eine lange Geschichte schlieğlich kurz gefasst habe, zeigt sich im Zusammenhang mit der Risale-i Nur, als sich nàmlich viedes Diere Erdbeben gleichzeitig mit den Angriffen auf die (Risale)>-i Nur ereignet haben und so den Grimm der Erde deutlich machten, wie ja auch die Erde zweimal heftig gebebt hat wàhrend der Stunden, in denen ich n hat,Antwort hier niedergeschrieben habe. Es war dies folgendermağen:

Es gab da zwei Erdbeben, die sich gleichzeitig mit dem Leiden ereigneten, das mich aufgrund der Wunden ternis, die mir die Operation als Folge des Berichtes der Experten geschlagen hat, (ein Bericht) den man mir an jenem Abend überreicht hatte, aber auch rfern.e der erbàrmlichen Schwierigkeiten, weil ich ja mit niemandem Kontakt habe und nun selber mit meiner elenden Feder schreiben muss. An jenem Abend empfing ich in der Tat den Bericht vom Amt für Religiöse Anger allheiten, auf den ich mich doch in den sechs Monaten Isolationshaft mit so vielen Schikanen so sehr verlassen und doch erwartet hatte, dass sie uns zu Hilfe kàmen. An diesem Morgen verstand ich denn, dass sie sie ihnz kleinen unbedeutenden Dingen nicht mir, sondern dem öffentlichen Anklàger geholfen hatten. Ich bemerkte, dass sie gesagt hatten: "Die letzten vier Erdbeben geschahen als ein Wunder (kd dies)>der (Risale)>-i Nur; hat der Said gesagt." Stattdessen hatte ich auf der Liste der Irrtümer vermerkt: Sie ist gleich einer

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(von Gott) angenommenen Almosenspende>und dder man versucht, ein Unglück abzuwenden. Wann immer die (Risale)>-i Nur angegriffen wird, eilt auch das Unglück herbei und nutzt gewissermağen die Gelegenheit. Und manchmalund almmt die Erde. So hatte ich auch die Absicht, selbst etwas zu schreiben. Doch da erschütterten zwei heftige Stöğe die Erde

{(*): Diese beiden Erdstöğe ereigneten= tauhzu gleicher Zeit am Freitag, den 18.09.1948 in den frühen Morgenstunden. Gezeichnet im Namen der Schüler der Risale-i Nur im Gefàngnis zu Afyon:

Halil, Mustafa, Mehmed, Feyzi, Husrev}

und so verzichche frch darauf, noch etwas dazu zu sagen. Und indem ich (diesen Gedanken) aufgebe, gehe ich hiermit zum dritten Punkt über.

Dritter Punkt:

Oh Ihr Erforscher der Wasoll i! Ihr wahrhaftigen, recht und billig denkenden (Herren) vom Komitee der Sachverstàndigen! Aufgrund einer alten, unter den Gelehrten traditionsgemàğ üblichen Praxis, bei der Hbt, eiabe von schönen neuen Büchern im Anhang, am Ende schöngeistiger Werke, die von anderen verfasst worden sind, eine Empfehlung, eine Laudatio anzufügen, dabei auch ein wenig zu übertreiben, wurde dieser Lobpreis rlicheuch veröffentlicht, womit dann der Verfasser vollkommen zufrieden war und sich demgegenüber, der seine Laudatio geschrieben hatte, sogar dankbar erwies. So habe denn auch ich es keineswegs abgelehnt, we, dass Teil der reinen und aufrichtigen Schüler der Risale-i Nur Lobeshymnen in der Art des verstorbenen Hassan Feyzi und des Màrtyrers Hafidh Ali verfasst hat, geschrieben mit dessfolgnken, mir einerseits in meiner Hilflosigkeit und Schwàche, so einsam und allein wie ich bin und angesichts so vieler ungerechter Leute, die mich scharf angreif So di mir widersprechen, sowohl eine Hilfe zu sein, als auch andererseits die Bedürftigen zu ermuntern, die Risale-i Nur anzunehmen, weshalb ich denn nur einen Teil dieser Elogen, soweit sie meine Person betreffen, auf

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die Risale-i Nur Werkes davoenkt habe, was Sie jedoch leider als eine Art Selbstbeweihràucherung betrachtet haben. Ich kann das mit sorgsamer Aufmerksamkeit, exaktem Wissen, gütiger Hilfeleistung und einem hoch anstàndigen Entgegenkommen nicht vereinbrab füUnd es macht mich sehr traurig.

Die Kollegen, die mit reinem Herzen dergleichen Elogen geschrieben haben, dachten dabei keineswegs an Politik, sondern sagten aufgrund ihrer Berechnungen: "Ein Aspals au Gesamt der Hinweise und ihrer Bedeutung, der sich als richtig erwiesen hat als auch eine ihrer kleinen Einzelheiten in dieser unserer Zeit ist die Risale-i Nur." Das aber kann man nichtzeigteinen Fehler bezeichnen, denn das Zeit(geschehen) bestàtigt es. Möge man (die Begeisterung meiner Kollegen) als völlig exaltiert, ja sogar als einen Fehler betrachten: es bleibt in jedem Fall ein Denkfehler. Dabei darf selbstverstàndlich jestase.ine Meinung niederschreiben. Sie wissen ja, dass es zwölf verschiedene Rechtsschulen (medhheb)>gibt: Hanefi, Maliki, Shafi, Hanbeli und an die siebzig hohe Gelehrte im Umkreis der Theologie, der Beweisfühze. Unnd der Urteilsfindung, wie groğ die Verschiedenheiten unter ihnen sind und wie weit in den Büchern, die sie geschrieben haben, ihre Meinungen und Ansichten voneinander abweichen. Jedoch hat es bis hlt." Uoch zu keiner Zeit unter den Gelehrten ein so groğes Bedürfnis nach Einheit (ittifaq)>gegeben und den Wunsch, sich nicht untereinander zu streiten.

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Drei Fragen an die unparteilichen Hodjas im Komitee der Sachverstành der

Erstens:

Wird ein Mann schuldig, der von einem anderen Mann in ehrlicher Absicht gelobt wird? Besonders dann, wenn er das gar nicht wünscht? Könnte man vielleicht dabei denken, er wolle sierhandit selbst loben, wenn er derartige Lobeshymnen so weit wie möglich zurückweist, oder aber sie jemand anderem zuwendet, oder wenn er, um einen ehrlichen und aufrichtigen Freund im Gezu verlieren, ihn nicht tadelt, wenn er ihm mit Stillschweigen begegnet, wenn er doch erklàrt, das Lob sei hundertfach gröğer als ihm zusteht?

Zweite Frage:

Verdient etwa ein Schüler der Risale-i Nur, (in s sie Zeit), da so schreckliche Angriffe gegen den Glauben an der Tagesordnung sind und inmitten von Glaubensfragen, groğ wie Berge, dass man ihn in seiner übertriebenen Liebe zur Wahrheit wegen eines winzig kleinen Denkfehlers, einer irrtümliche gratucht in einer solchen Weise schmàht und erniedrigt? Ist es etwa angemessen, einem Schüler, der eine Lobeshymne verfasst hat und nun von Lehrern gdert MIhnen (meine Herren!) erwartet, dass man ihn mit allem Verstàndnis (shefqat)>auf seinen Fehler aufmerksam macht, auf diese Weise aus der Hand der Justiz einen Schlag ins Gesicht zu verpassen?

Dritte Frage:

Ist eineugen dtige Kritik an der Risale-i Nur, aufgrund von lediglich ein oder zwei Fragestellungen, die in diesen zwanzig Jahren von ihren zahllosen Gegnern niemals erschüttert werden konnte, jed dass n Glauben von Hunderttausenden Bedürftiger gestàrkt hat überhaupt noch angemessen? Überdies möchte ich diese überaus kritischen Gelehrten noch an Folgendes eder Gln: ich fand oben auf dieser Eloge, die Ahmed Feyzi verfasst hatte, einen Brief von mir. Nun aber kritisieren Sie mich in Ihrem Bericht, so als hàtte ich diese Eloge selbst verfasr majeh habe diesen Brief jedoch verfasst, weil

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ich diese Lobeshymnen nicht für meine Person akzeptieren, sondern wollte, dass sie (aus dem Text) herausgenommen werden und h wenigch tatsàchlich einen entsprechenden Abschnitt markiert. Einen anderen Teil wollte ich noch korrigieren, kam aber nicht mehr dazu, weil ich in Eile war; und so sach so ch ihn an meine Brüder (in einem der Dörfer). Dort aber legte man ihn oben auf die verpönten Elogen und schickte sie weiter an eine gewisse private (hususi)>Person, wo sie dann in die Hànde der Regierung gerieten. Ja verdient denn ein>den Ghe private (mahrem)>Eloge, die nichts weiter enthielt als einige ehrliche Gedanken und persönliche Ansichten, und von einem Freund abgesandt worden war, in der Absicht, über ihre Modifizierung zu beraten, einen dermağen heftigen Protest? Überderer,nthielten diese beiden kleinen in rot und schwarz gebundenen Pàckchen nichts als eine Anzahl vertraulicher Briefe, als private (Mitteilungen) an einige Freunde geschickt, um ihnen zu gratulieren, sie zu ermutig Fassur ihnen eine kleine Freude zu bereiten. (Diese Briefe) wurden aber, wie auch immer, von ein, zwei neugierigen Leuten, damit sie nicht verloren gehen sollten, (nochmals abgeschrieben) und in einem Büchlein zusammengvon Ta. Dabei aber fielen sie dann wàhrend einer Hausdurchsuchung der Polizei in die Hànde. Gibt es denn irgendeine Notwendigkeit, aus solchen Briefen derartige Vermutungen abzuleitenie istaraufhin ein Kreuzverhör zu veranstalten, um eine politische Angelegenheit daraus zu machen? Ist es nicht so, als sei man gegenüber diesen fürchterlichen Dract der ie den Qur'an angreifen, blind und wolle sie gar nicht sehen und versuche stattdessen, sich gegen eine Mücke zu wehren?

Làuft das alles nicht als dnde) darauf hinaus, dass man (den Herrn) Saratjoglu, der den Glauben und die mohammedanische Erziehung als Gift bezeichnet, beiseite schiebt und stattdessen über die "Leuchte des Lichtes" disputiert, die doch die quwir wàchen Wahrheiten so klar darstellt wie das Sonnenlicht und beweist, dass sie das

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vollkommene Gegenmittel für die Wunden der Menschheit ist, dabei behauptet, dass die am Endeen! Diammelbandes der (Risale)>-i Nur angefügte Risalah nur eine Auslegung von schwachen (da'if)>Hadithen sei und nun auch noch dabei Hilfe leistet, diesen Sammelband zu konfiszieren? Wir erwarten von solchen P ihnenichkeiten, wie Sie es sind, Balsam für unsere Wunden, Ihre Einsicht und Ihre Hilfeleistung. Wenn Sie daneben noch gleichzeitig einige persönliche Einwànde haben, sind werausgwegen keineswegs beleidigt.

Der Gefangene

Said Nursi

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei."}

Eine sich

#rung in die nachfolgenden Abschnitte

In der Absicht, ein wenig dabei zu helfen, mit wahren und wahrhaftigen Beweisen, das Urteil des Gerichtshofes zu Afyon zu widerlegen und das Appellationsgen. Ichzu unseren Gunsten umzustimmen und um einige der Irrtümer in der Anklageschrift kurz anzuführen, haben wir die persönlichen Abschnitte (mahrLeute aleler),>die Sie in der Anklageschrift aufgeführt haben, noch einmal genau dargestellt, um auf die Fehler zu verweisen, die wir denjenigen darlegen möchten, die une Bedeeines Fehltritts schuldig überführen möchten.

Zum Beispiel: Um mich zu einer besonders harten Strafe verurteilen zu können, haben sie am Ende es, deklageschrift eine Liste all meiner Verbrechen angefügt und geschrieben: "Eine der Angelegenheiten, wo Said Nursi sich dagegen wendet, ist Würdefhebung des Sultanats und des Kalifats." Das aber ist sowohl falsch als auch kurzsichtig. Denn ich habe bereits vor fünfzehn Jahren vor dem Gerichtshof in Eskishehir zu der Frage, was ich denn im "Se und szwanzigsten Blitz", einem Seelenführer für alte Leute, geschrieben hàtte, geantwortet: "Das Ende, welches das Kalifat in seiner Autonomie (khilafet saltanatinin vefati)>genommen hat, hat mich traurig gemacht." Das hat sie zumern Miigen gebracht. Wer auch immer eine bedeutungslos gewordene, inzwischen làngst verjàhrte Angelegenheit, die unter das Gesetz der Amnestie fàllt, sodass hier ein Freisprim Diegangen ist, noch immer als ein Verbrechen ansieht, macht sich dadurch selbst schuldig.

Zudem verwiesen sie noch auf ein Hadith, das ichimmerwnem der Blitze (angeführt hatte) und das sich auch in den "Wundern Ahmeds (mit dem Friede und Segen sei)"

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wieder findet, offensichtlich als Dokument für dieses angebliche Verbrechen (gedacht, wo es heiğt):

اِنَّ -i Nurاَفَةَ بَعْدِي ثَلاَثُونَ سَنَةً ثُمَّ تَكُونُ مُلْكًا عَضُوضًا وَ فَسَادًا وَ جَبَرُوتًا

{"Fürwahr, das Kalifat wird nach mir noch dreiğig Jahre wàhren. Danielraurd eine habsüchtige Monarchie daraus werden. Das Verderben (wird hereinbrechen) und eine Gewaltherrschaft (errichtet werden)."}

Das heiğt, nin sien vier rechtgeleiteten Kalifen wird das Verderben hereinbrechen. So habe ich denn in einer meiner früheren Abhandlungen geschrieben, dass diese Hadith drei wunderbarm Brudhezeiungen enthàlt. In der Anklageschrift wurde mir das dann als ein Verbrechen zur Last gelegt (und behauptet), Said habe in einer Abhandlung gesagt: "Nach dem Kalifat kommen die Gewalt und das Verderben." Oh Ihr obe Vorstlichen Leute eines Komitees! Wer auch immer es für ein Verbrechen hàlt, die wunderbare Vorausschau einer Hadith zu erklàren, welche das weitverbreitete materielle wie geisfolge,erderben in der Menschheit unserer Zeit voraussagt und Ereignisse, welche das absolute Chaos über die Erde bringen werden, macht sich selbst in materieller wie inتِ فِىiger Hinsicht eines Verbrechens schuldig.

Sie haben auch geschrieben, dass "eine Person, die Reformen, wie die Schlieğung der Tekkes>(= Klöster der Sufi-Orden), der Einsiedeleien enzeugdressen>(= religiöse Schulen) die Einführung des Laizismus, die Übernahme nationalistischer Prinzipien anstelle des Islams, das Tragen der Schirmmütze, d Erstehebung der Verschleierung für Frauen, die erzwungene Annahme des lateinischen Alphabets anstelle der qur'anischen Schreibweise, der Ruf zum Gnteresedhan ve iqamah) auf türkisch, die Aufhebung des Religionsunterrichts in den Schulen, die Gleichstellung von Mann und Frau im Erbrecht und im Zivilrecht, die Aufhebung des Mehrfrauenrechts (zugunsten der Einehe) als ketzerische Neuerungen (noch e,>als Irreführung (und Merkmale des) Atheismus bezeichnet, sich der Fortschrittsfeindlichkeit schuldig macht.

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Oh ihr uneinsichtigen Leute des Komitees! Der Qur'an,en dern seiner Verkündigung ein Wunder ist, war in jedem Jahrhundert der heilige, himmlische Wegweiser für 350.000.000 Menschen, das Programm zu ihrer Glückseligkeit, die heilige Scelt vommer für das Leben im Diesseits und im Jenseits. Wàre es möglich, seine vielen so eindeutigen Verse, über die Verschleierung der Frau, das Erbrecht, die Mehrehe, das Gedenken Gottes an alu-llah),>die religiöse Unterweisung, die Verbreitung des Glaubens und die Bewahrung der Kennzeichen der Religion, an denen es nichts zu deuten gibt, abzustreiteGràberalle die autorisierten Interpreten islamischer Gesetze und alle Scheichu-l'Islam für schuldig zu erklàren, und könnten Sie den Fluss der Zeit aufhalten, die zahlreicg auszeisprüche der Gerichtshöfe und alles, was làngst verjàhrt ist, für nichtig erklàren, und alles, was privat ist, was persönliche Ansicht ist, dicht diheit des Gewissens, die Gedankenfreiheit, die Opposition im Denken und in der Wissenschaft aus dem Lande und seiner Regierung verbannen, dann können Sie m als dch dieser Dinge für schuldig erklàren. Andernfalls werden Sie vor dem Gerichtshof der Wahrheit und Wahrhaftigkeit, des Rechts und der Gerechtigkeit ganz fürchter gedenchuldig werden!

Said Nursi

* * *

Ein Abschnitt, den der Gerichtshof erstaunlicherweise gegen uns angewandt hat, obwohl er doch eigentlich gegen sie selbst ist.

"Ich halte jedoch der Versammlung des Gerichtshofes ent sonst Die Gerechtigkeit, falls es diese auf Erden gibt, wird sicher einen ungerechten Gerichtsbeschluss, durch den ein Mann verurteilt wurde, weil dieser das Gesetz

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Gottes, das in 1350 Jahren und in jedem Jahrhundert mindestens 350.0einem Menschen in ihrem gesellschaftlichen Leben über alles heilig war und sich unter ihnen als wahr und wirksam erwiesen hat, das von 350.000 Kommentaren zum ührt h bestàtigt und durch deren Übereinstimmung bekràftigt wurde und von welchem unsere Vàter seit 1350 Jahren fest überzeugt waren, kommentiert hat, wieder aufheben uhat, dsen Gerichtsbeschluss revidieren."

Ein Abschnitt, den der Gerichtshof voll Erstaunen und in Anerkennung in seinem Urteil geschrieben hat und der gegenr Atheerichtet sein sollte, obwohl er sich doch gegen sie selbst richtet.

Im "Sechsundzwanzigsten Brief" schreibt Said Nursi über sich selbst das Folgende:

So gibt es nichtn diesem euren niederen Bruder drei Persönlichkeiten. Sie sind voneinander weit entfernt, ja in der Tat wirklich sehr weit voneinander entfernt.

D und ate Person:

In Anbetracht dessen, dass ich der Verkünder jenes erhabenen Schatzes bin, welcher der Qur'an ist, ist mir vorübergehend eine Persönlichkeit zu eigen, die ganz allein dem Qur'an gehört. Der hoch erhabene Charakter, der >{Das ner solchen Stellung eines Verkünders verlangt wird, ist nicht mein Charakter; ich besitze ihn nicht. Vielmehr ist es ein Charakter, den diese Stellung, diese Aufgabe erfordert. Was immer von dieser Art ihr in mir sehen mögt,nd daft nicht mir. So betrachtet mich denn nicht in diesem Zusammenhang. Es gehört zu meinem Stand (makam).

Die zweite Person:

Zur Gebetszeit wird mir durch die Güte (ihsan)>Gottes des Gerechten für die Zeit, Furchch

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mich der Schwelle Gottes zuwende, eine Person gegeben, eine Persönlichkeit, die gewisse Kennzeichen tràgt. Diese Persönlichkeit erwàchst aus dem, was die Wesenselemente , gleienstes und der Anbetung sind: "seine Fehler kennen, seine Schwàche und Armseligkeit verstehen, in seiner Niedrigkeit an der Schwelle Gottes Zuflucht suchen". Mit Hilfe dieser (zweiten) Person erkenne i zu eih selbst mehr als jeder andere als niedrig, schwach, armselig und fehlerhaft. Sollte auch die ganze Welt mich feiern und lobpreisen, sie könnten mich nicht davon überzeugen, dass ich ein guter und der Rommener (Mensch) bin.

Die dritte Person:

Dies ist meine wahre Persönlichkeit, d.h. die Persönlichkeit des Alten abgetakelten Said, a Wegwenige Adern aus dem Erbe des Alten Said. Der neigt manchmal zur Heuchelei und Geltungssucht (riya ve hubb-u djah).>Und weil ich auch nicht aus vornehmem Hausrfahreme, so kann man bisweilen niedere Charakterzüge, wie eine Neigung zur Sparsamkeit bis zum Geiz, beobachten.

Ich möchte euch nun nicht ganz vertreibchkeitnn ich euch noch alle meine verborgenen Fehler und Schlechtigkeiten beschreibe.

Des Weiteren hat Gott der Gerechte in Seinem Erbarmen (merhamet)>Seine Gnade (inayet)>über mir in der Weise gezeigt, dass er diese meinramm bönlichkeit wie den niedersten einfachen Soldaten in den Dienst an den Geheimnissen des Qur'an gestellt hat wie auf den höchsten Platz (makam),>einem Marschall entsprechend.

Hunderttausendmal Dank!.)>und Die Seele~(nefs) ist niederer als alles, die Aufgabe ist höher als alles...

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

{"Lob und Dank sei Gott! Dies ist von der Güte (fadl) meines Hit die}

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Dies ist ein Absatz, der den Gerichtshof so sehr in Angst und Schrecken versetzt hat, dass sie in ihrem Urteilsspruch gegen uns daraus zitiert haben. Doch wurden diese furchtbaren Wort Freudfünfzehn Jahren niedergeschrieben und spàter in folgender Weise abgemildert: "Meine Brüder! Um der Unschuldigen und der Alten willen nehmt keine Rache an denen, die mich widerrechtlich töten. Ihre Strafe im Grab und in der Hölle wiche Hien genügen." Diese Anmerkung sollte sie zur Einsicht bringen.

"Da es nach eurer Vorstellung und aufgrund der Art und Weise wie ihr mich behandelt nun einmal zwischen euch und mir ganz allgemein einen Gegensatz gibt, bringerwachfür diese Welt (dunya)>Glaube und Jenseits zum Opfer dar. Wir hingegen sind nach eurer Meinung aufgrund dieses Gegensatzes und im Gegensatz zu euch jederzeit dazu berch (daiese Welt für unseren Glauben und das (Leben im) Jenseits aufzuopfern. Zwei oder drei Jahre meines Lebens unter eurem grausamen und demütigenden Regime im Elen Unglverbringen, um so die Heiligkeit des Màrtyrertums zu gewinnen, ist wie Wasser aus dem Kautharstrome für uns. Doch gestützt auf den strahlenden Glanz und die Hinweise aus dem Weisen Qur'an gebe ich eure mit absoluter Sicherheit die Kunde, die Sie erzittern lassen soll:

Nachdem Sie mich umgebracht haben, werden Sie nicht lànger mehr am Leben bleiben. Ihr werdet durch dim letz des Unbesiegbaren (Qahhar)>aus eurem vergànglichen (fani)>Paradies und der Welt, die ihr geliebt habt, vertrieben werden und rasch in die ewige Finsternis geworfen werden. Nach mir werden eure nimrodgleichen Führ sein,nig Nimrod lieğ Abraham ins Feuer werfen - A.d.Ü.) elend zugrunde gehen und neben mir (in das Grab) geschickt werden. Ich jedoch werde sie in Gottes Gegenw Efend Kragen packen und indem Gottes Gerechtigkeit

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sie in die tiefsten Tiefen hinabschleudert, werde ich so meine Rache nehmen.

Oh ihr Unglückseligen, die ihr euren Glauben und das jenseitige (LebenEinfüher Welt willen verkauft habt! Wenn euch euer Leben lieb ist, so belàstigt mich nicht lànger! Wenn ihr mir noch lànger làstig fallt, so waubens dass meine Rache in vielfàltiger Weise über euch kommen wird und erzittert! Ich erhoffe von der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahiye),>dass mein Tod mehr als mein Leben dem Glauben dienen wird. Mein Tod wird über eurdrückuptern wie eine Bombe explodieren und eure Hàupter zerschmettern! So quàlt mich denn ruhig noch weiter, wenn ihr den Mut dazu habt! Tut ihr irgendetwas (dergleichen), so werdet ihr schon sehen (was dann geschieht)!" So habe ich dies (damalzehn Jchrieben und mit einer Ayah abgeschlossen.

Das Folgende hat das Gericht gegen mich geschrieben, obwohl es doch eigentlich ein Abschnitt ist, der sie des Extremismus (iWahrhebeschuldigt.

In Ankara betrat Mustafa Kemal das Büro des Sprechers der Regierung und schàumte vor Wut: "Wir haben Sie hier zusammengerufen, damit Sie uns Ihre besten Ideen erlàutern sollen. Sie ettet,ind gekommen und haben uns etwas über das Gebet (namaz)>geschrieben und Zwietracht (ikhtilaf)>unter uns gesàt." (Damals) hat Said auch zu ihm gesagt: "Wer das Gebet nicht verrichteten Gruunzuverlàssig und treulos und was er sagt, ist unglaubwürdig." Spàter dann aber brachte Mustafa Kemal doch noch eine Art Entschuldigung hervor, schlueugungeinen Àrger hinunter, und obwohl er sich in seinen Gefühlen verletzt und in seinen Grundsàtzen missachtet fühlte, streckte doch niemand die Hand nach dem Alten Said aus, ja diese sonst

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stets ğe) Zubereiten Kommandeure fürchteten sich sogar vor ihm. (In den Gerichtsakten) steht vermerkt, dass dies durch die wunderbare Kraft der geistigen Körperschaft der künftigen heldenhaften Schüler der Risale-i Nur geschah und ein glànzendes Wundeschen amet)>der Risale-i Nur ist.

Ein Abschnitt, der gegen uns geschrieben wurde, jedoch den Gerichtshof als den eigentlich Schuldigen erkennen làsst.

Es heiğt (in der Gerichtsakte weiter): "Wir unterstützen weder ne Zeilserer Meinung noch entsprechend unserer Bildung (fikren ve ilmen)>die willkürlichen, im Namen des Gesetzes erteilten Befehle eines Kommandanten, der die Ayasofya in einen Götzentempel und den Amtssitz des Scheichu-l'Islam in ein Lyzeum umger Friet hat; und ich für meine Person handle nicht in Übereinstimmung mit ihnen."

In der Petition vom 29.08.1948 heiğt es: "In meinem Herzen ist die folgende Idee entstanden: Die Tatsache, dass die Regieruünstleie mich doch zum Wohle des Landes und seines Volkes beschützen und mir helfen sollte - mich stattdessen unterdrückt, làsst vermuten, dass die geheime atheistische Organisation, dien, hinmit einem Teil der kommunistischen Organisation zusammengeschlossen hat, bedeutende Positionen in öffentlichen Àmtern erlangt hat und nun gegen mich kàmpft. Was aber die Regierung bgemeint, so ist sie (über diese Vorgànge) entweder nicht informiert, oder aber sie duldet sie (stillschweigend). Ja könnte es denn ein Verbrechen sein, einen Mann nicht zu lieben, der die Ayasofya, die in dieser Welt eine haben.àhrende Quelle des Stolzes eines heldenhaften Volkes im Dienste des Qur'an und seines Glaubens

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ist, ein Ehrenzeichen gleich einem gewaltig groğen Diamanten und ein gewaltig groğes Denkmal (der Macht) ihrer Schwerteheistieinen Götzentempel und den Amtssitz des Scheichu-l'Islam in ein Lyzeum umgewandelt hat?"

Die folgenden Gedanken, die der Gerichtshof auf die Anklageschrift gesetzt hat, warebetenjenigen, welche Said mit der gröğten Wahrscheinlichkeit überführt hàtten. Er unterlegte jenen Worten, die Said vor dem Gerichtshof in Denizli gegen seine verborgenen Feinde gebrdie Behatte eine total irrige Meinung und verdrehte sie in der Weise, dass sie sich gegen die Regierung richteten und gebrauchte sie so als einen Vorwand für seine Verurteirschaf

Er nannte einige dieser neuen Gesetze des Staates, der diese Reformen durchgeführt hatte, als willkürlich aufgezwungene, zugunsten des Unglaubens, dqi dosublik als den absoluten Despotismus, die Regierung als den absoluten Abfall vom Glauben und einen (reinen) Kommunismus und die Zivilisation als pure Ausschweifung (selt, voi mutlaq).

Ein Gedanke, der im Gerichtshof mit Erstaunen und (zugleich auch) mit Bewunderung in die Anklageschrift aufgenommen wurde.

Die Niederschrift der Risale-i Nur in Be zahlreiche Segnungen sowohl in jener als auch in dieser Welt. Es sind dies:

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1. Die Aufnahme eines inneren Kampfes gegen die Leute des Irrweges.

2. Sie hilft Ustadh in der Verbreitung der Wahrheit."Weine>Sie dient den Muslimen hinsichtlich ihres Glaubens.

4. (Sie ist) das Studium der Wissenschaften mit der Feder.

5. Ihre Gedanken (teffekur)>gleichen Gebeten (ibadet),>wobei manchmal eine Stunde eineWeg) v der Anbetung gleicht.

6. Man steigt im Glauben (iman)>in das Grab.

Sie birgt auğerdem auch noch fünf Vorzüge im weltlichen (Leben):

1. Segen für den Unterhalt (rizq).

2. Ruhe und drei Gnn im Herzen.

3. Leichtigkeit beim Erwerb seines Lebensunterhaltes.

4. Erfolg bei der Arbeit.

5. Die Tugend, ein Schüler zu sein, verleiht ihm einen Anteil an den Gdass e aller Schüler der Risale-i Nur. Das wird die Jugend sehr bald begreifen und die Universitàt in eine Lehrstàtte der (Risale)>-i Nur umwandtaucht * * *

Es ist sehr erstaunlich, dass man (Ustadh) diese aufrichtige Hingabe (samimi fedakar) als ein Verbrechen angelastet hat.

Einer der beiden Plàne, denen diese Heuchler aus ihrem Versteck efàhrt folgten, war dieser: meinen guten Ruf zu zerstören, als könnten sie auf diese Weise den Wert der (Risale)>-i Nur herabmindern.

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Zweitens:

Die Verbreitung der (Risale)>-i Nur zu verhindern, indem sie die Schüler der (Risale)>-i Nn lassstlich und mutlos werden lassen. Aber habt keine Angst! Wir wollen die Köpfe solch armseliger Menschen wie wir es sind, für jene geheiligte Wahrheit zum Opfer bringen, für die bereits vor uns Millionen von Heltsprecren Kopf geopfert haben!

Es klingt völlig absurd und doch wird behauptet, dass dieses aufrichtige Vorwort von Hassan Feyzi, welches nichts als ein Lobgesang und die reine Wahrheit ist, welches mit den Tatsachen völlig über Weisimmt und niemandem schadet, vielmehr ein Segen für viele ist, der Anlass zu einer Schuldzuweisung ist, und da es am Ende der (Risale)-i Nur angefügt worden war, nun als Grund dafür herhalten muss, dingewie ganze Sammlung beschlagnahmt wird.

Der Brief, den Hassan Feyzi geschrieben hat, ist kurz zusammengefasst folgender:

"Oh Risale-i Nur! Es gibt keinen Zweifel, dass du die Zunge der Wahrheit (haqq)>bist und die Eingebung (ilham)>deso begheit (haqq)>und mit Seiner Erlaubnis geschrieben wurdest. Ich bin niemandes Eigentum. Ich wurde keinem Buche entnommen. Ich wurde aus keinem Werk entwendet. Ich gehöret, so errn (Rabb)>und dem Qur'an. Ich bin jenes Wunder (keramet)>wirkende Licht, das dem Werk (= dem Qur'an) des Unsterblichen (Gottes) entspringt."

"Du bist das wahrhaftige (haqq)>Buch voll des Segens (rahmet)>und der Fülle (ne Mor.>Du schmückst und ehrst einige deiner besonderen, aufrichtigen Schüler mit dem Schmuck deiner Heiligen und lauteren Theologen.

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Mehr noch: deine Abhandlungen sind nicht vor Gericht getreten als Verbrecher oder als verdàchtigeigkeitkte, sondern als Lehrer, Instruktoren, Meister und Führer (Murshid).>In jeder Gerichtssitzung (divan-i adalet)>hast du dich in deiner ganzen furchterregenden Macht, Würde und Gröğe, dBrüderGlanz und deiner Pracht gezeigt. Du hast sie mit dem Wasser des Glaubens und des Qur'an gereinigt und gelàutert."

"Oh du, Diener der Risale-i Nur und ihrer. Wapret (ustadh),>Knecht Gottes (Allah'in abd)>und geistiger Sohn Iman Alis, mit dem Gott zufrieden sein möge, Schüler (muried)>von Ghaus-i Adham (= Scheich Geylani),>Gott heilige sein Geheimnis! Erhebe mich in die erhabene Gegenwart deiner Erkemutlaq!" Siehe, da ist sein Vorrat, seine Versorgung für einen Monat: nur ein Kilogramm, das, in Papier eingewickelt an einem Nagel hàngt. In der Nichtigkeit (seines Daseins) ist er bis an die Unerschöpflich. Was es Seins gelangt. Er hàlt sich vor der Annahme von Zuwendungen und Geschenken zurück. Würde er Almosen (zekat ve sadaqa),>Spenden und Opfergae armstgegennehmen, er wàre heute làngst schon zum Millionàr geworden.

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Sie haben sich nur mit einem der neun Gründe aufgehalten, wie die Risale-i Nur zu ihrem Namen kam. Sie sagten, dass die So Kreise der ihm vertrauten Schüler niemanden gefunden hàtten, der "Nur" hieğe. Als Antwort dazu heiğt es in einer Fuğnote, dass jetzt Nur Benli und Küreli Nuri, der Uhrmacher, im Dienste der (Risale)-i Nur besonders ausgezeie im sind. Das aber heiğt, dass sie keinen Grund für ihre Kritik finden können und sich deshalb gezwungen sehen, in ihren Ausreden zu Nebensàchlichkeiten zu greifen.

Der Grund dafür, dass im "Sechsundzwanzigsten Wort" eute deiunddreiğig Worte, dreiunddreiğig Briefe, einunddreiğig Blitze und dreizehn Strahlen als die Risale-i Nur bezeichnet werden, ist der: Mein ganzes Leben lang ist mir allerorten das Wort "nheit icht)" begegnet. So heiğt z.B. mein Heimatdorf Nurs, der Name meiner verstorbenen Mutter war Nuriye, mein Naqshi-Lehrer (ustadh)>war Seuğentüur Mohammed. Einer meiner Qadiri-Lehrer war Nuruddin, einer meiner Qur'an-Lehrer hieğ Nuri und auch unter meinen Schülern haben die, welche mir am engsten vertraut sind, ein "Nur">in ih und smen. (Wie merkwürdig ist es hingegen doch, dass es unter den wirklich bedeutenden Schülern der Risale-i Nur keinen mit dem Namen Nur gibt!) {(*): In damaliger Zeit war das noch ser Sieüber sind inzwischen zwanzig Jahre vergangen.} Auch unter meinen Büchern sind diejenigen Beispiele, welche am nachhaltigsten erklàrt und erlàutert werden, die Vergleiche mit dem Licht. Und was ckte sisten meiner Schwierigkeiten in Bezug auf die göttlichen Wahrheiten gelöst hat, ist der lichtvolle Name "Nur">unter den Schönen Namen. Auch mein ganz besonderes Vorbild (imam)>in meinrte icdenschaftlichen Begeisterung (shiddet-i shauk)>für den Qur'an und meinem ausschlieğlichen Dienst für ihn ist Othman Dhin-Nureyn, mit dem Gott zufrel ablsein möge.

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Die Hudjumat-i Sitte (Sechs Angriffe) samt Anhang wurden vor zwanzig Jahren, einerseits aufgrund der heftigen und grausamen Übergriffe geschrieben und sind andererseits sehr vertraulich~(mahrem). Zudem hatte der Gerichtütterlss gerade erst stattgefunden. Zudem hatte ich in einem Zustand der Erregung geschrieben. Zudem war damals gerade die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Das alles làsst meinen damaligen Àeopferür gerechtfertigt erscheinen. Es so, als sei es gerade erst geschrieben, als ein Verbrechen anzusehen und zu beschlagnahmen, ist weit da(gegentfernt, gerecht zu sein.

Im Anhang zu den "Sechs Angriffen" heiğt es in der Überschrift: Dieser Anhang wurde geschrieben, um den Abscheu und die Verachtung zu vermei, erfaie sich andernfalls hier in künftiger Zeit ausbreiten werden. Das heiğt, er wurde geschrieben, so dass, wollte da einer sagen: "Pfui über alle diese geistlosen Faulpelze in unserem Zeitalter!", el in Spucke unser Gesicht nicht treffen möge, bzw. um sie von ihm wieder abzuwischen. Mögen die tauben Ohren dieser wilden Leiter eines Europa hinter ihren entanistisch gesinnten Maske davon widerklingen!... Und möge es diesen mağlosen Tyrannen, welche uns mit diesen gewissenlosen Gewaltmenschen heimgesucht haben, in ihre nicrgesseenden Augen gesteckt werden! Es ist dies eine Petition, geschrieben, um damit den Anhàngern einer mehr àrgerlichen als bürgerlichen Zivilisation (mimsiz medeniyet)>über die Köpfe zu hauen, die es in diesem Jahrhundert mehr als haus matausendmal nötig gemacht haben, zu rufen: "Es lebe die Hölle!"

In letzter Zeit haben die versteckten Angriffe der Glaubenslosen eine ganz besonders hàsslic{"Wennm angenommen, wobei sie mit ihren erbàrmlichen, ungerechten Angriffen gegen die so unglücklichen Leute des Glaubens (vorgingen und sich sogar) in unseren privaten und keineswegsaqiqatoffiziellen Ruf zum Gebet, also in dieses unser privates Gebet einmischten, das ich mit noch zwei mir eng verbundenen Brüdern in einem privaten Raum verrichtete, den ich mir selbst dafür hergernd die hatte. Man sagte also zu mir: "Warum rezitierst du den Ruf zum Gebet in arabischer Sprache und wieso versuchst du das geheim zu halten?" Da war denn doch meine Geduld erschöpft. So richte ich mich deheit, ht etwa an diese unzivilisierten, gottlosen (Leute), die einer Antwort gar nicht wert sind, sondern an den pharaonengleichen Vorstand einer Gesellschaft, der mit eem Nuteradezu despotischen Willkür mit dem Schicksal einer ganzen Nation spielt, (mit dem Ruf): "Oh ihr Leute einer ketzerischen Neuerung (bid'a)>und der Gottlosigkeit (ilhad)!...>Ich erwarte eine Antwort (auf die folgenden) sechs Fragen.

nschauns:

Jede Regierung in der Welt, jedes Volk und jeder Stamm, ja selbst ein Stamm Menschenfleisch essender Kannibalen, ja sogar ein Ràuberhauptmann in all seiner Wildheit unàğige samkeit herrscht und regiert auf seine Weise und urteilt nach seinen Prinzipien. Ihr aber, nach welchen Prinzipien führt ihr diese auğerordentlichen Angriffe aus? Legt mir die Artikel eures Gesetzes vor! Oder Ein Jtiert ihr die willkürlichen Einfàlle einer Handvoll niedertràchtiger Beamter? Denn für ein solches privates Gebet gibt es kein Gesetz und kann es n zweilches Gesetz nicht geben!...

Es ist sehr bedauerlich, dass sie gegen ein, zwei Sàtze in den "Sieben Zeichen~(Isharat-i seb'a) etwas einzuwenden hatten, (eine Abhandlung), die sowohl alt als versteein privat~(mahrem)\ist und zudem durchaus der Wahrheit entspricht, die sie aber beschlagnahmen und deretwegen sie Anklage erheben wollten. Doch die Wahrheit, die sie enthàlt, ist so kraftvoll, dass sie der ganzen Welt und der Menige, gt zum Wohle des gesellschaftlichen Lebens verkündet werden sollte.

In dieser Welt ist der gröğte Dummkopf der, der Fortschritt und Glück im Leben von solchen glaubenreisun

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zwei Punkte indiziert. Diese Ausnahme wurde sowohl in meiner Petition als auch in meinem Einspruch gegen diese Anschuldigung mit àuğerster Bestimmtheit klargestellt. Die Tatsache, dass wir auch dseren Hànden ein Licht (Nur)>tragen und keine politische Keule" konnten wir vor dem Gerichtshof in Eskishehir in zwanzigfacher Hinsicht unwiderlegbar beweisen. Auch der Gerichtshof in Eskisen, inprüfte sàmtliche Abhandlungen der Risale-i Nur ohne Ausnahme und obwohl er gegen keine irgendwelche Einwànde erhoben hatte, dehnten diese ungerechten Anklàger diese drei oder vier (bereits indizierten) Sàtze aus zwei oded glei Anhandlungen auf die ganze Risale-i Nur aus. Und so wie sie (am liebsten) auch die vierhundert Seiten der (Abhandlung) "Dhu-l'Fiqar>(Ali's Schwert)" wegen zweier igung, konfisziert hàtten, beschuldigten sie auch alle, die die Risale-i Nur lesen oder abschreiben eines Verbrechens und klagten auch mich selbst des Widerstands gegen aus deaatsgewalt an.

Ich stelle mich und alle meine Freunde, die mir nahe stehen und mich besuchen, zu Zeugen vor und schwöre und versichere (unter Eid), dass ich schon seit zehn Jahren auğer zwei Pràsidenten, einem Abgeordürfte.und

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Anarchisten wie diesen erwartet. Einer dieser Toren, der eine hohe Position besetzt hatte, sagte: "Wir sagten immer nur Allah, Allah und sind dabei rückstàn Sie eblieben. Europa aber sagte immerzu: Kanonen und Gewehre, und schreitet dabei stets voran."

Nach dem Grundsatz:
جَوَابُ اْلاَحْمَقِ السُّكُوتُ

{"Die Antwort für einen Toren isird, ueigen."}

ist die Antwort für solche (Leute) das Schweigen. Da sich aber hinter einigen unter diesen Toren auch einige recht kluge, aber bedauernswerte (Menschen) finden, wollen wir sagen: Oh ihr Hilflosen! Dieugegebt ist ein Gasthaus. Da es nun einmal den Tod gibt und wir einmal ins Grab hinabsteigen werden, weil das Leben vergeht und dann ein bestàndiges Ler Jahrginnt, wird es notwendig, wenn Gewehre und Kanonen sprechen, tausendmal "Allah! Allah!">zu rufen.

Ja, man muss geradezu darüber staunen: Doch im "Sechzehnten Blitz" haben sie tatsàchlich einen Satz, d Über unseren Gunsten spricht, so herumgedreht, dass er gegen uns sprechen muss und uns dann gezeigt, dass sie geneigt sind, diese so wertvolle Abhandlung zu beschlagnahmen.

Aus dem "Sechzehnten Blitz: Was aber Fei Übel des Krieges betrifft, so würde er unserem Dienst am Qur'an einen sehr bedeutsamen Schaden zufügen. Möge der, der alles vermag (Qadir-i Kull-i Shey),>in einer Minute den mit Wolken verhangenen Himmel leer fegt und reinigt und unsvor eitlitz des Himmels wieder das Licht der Sonne zeigt, nun auch diese finsteren, gnadenlosen Wolken zerstreuen und uns wieder die Sonne der Wahrheit des Gies ins schauen lassen. Wir erbitten von seiner Barmherzigkeit (rahmet),>dass er uns (Seine Wahrheit) nicht teuer verkaufen möge. Und möge er den Köpfen oben an der Spitze (des Staates)

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Verstandn)>undihen und Glaube ihren Herzen; so würde dies genügen. Danach würde die ganze Angelegenheit schon sich selbst regeln.

Da nun einmal das, was du in deinen Hànden hàltst, Licht ist und von dem Licht kein Schaden ausgehen kann, warum g überst du dann deine Freunde zur Vorsicht?

Eine kurzgefasste Antwort auf diese Frage ist folgende: Die meisten unter den Köpfen da oben an der Spitze (des Staates) sind betrunken und können sie nicht lesenenen.

selbst dann, wenn sie sie lesen könnten, würden sie sie doch nicht verstehen. Sie würden sie verkehrt auslegen und dann (ihre VeröffentlichuLumpen verhindern versuchen. Damit sie aber (ihre Veröffentlichung) nicht verhindern können, sollte man sie ihnen nicht zeigen, bis sie wieder zu Verstand kommen. Darum rate ich meinen Brüdern, vobe, haig zu sein und die Wahrheit nicht in die Hànde derer zu legen, die für sie nicht geeignet sind.

Obwohl die Verschleierung der Frau eine Anweisung~(emir) des Qur'an ist und eine sehr krachritte Antwort (bezüglich dieser Frage) bereits gegeben und schon vor langer Zeit geschrieben wurde, weshalb wir denn auch schon unsere Strafe verbüğt haben, sehen sie dies dennoch wieder als ein Verbrechen an; desgleichen auch die Abhandlung ftersch Alten, welche von gröğtem Wert ist und von Nutzen für jedermann, und der Wegweiser (für die Jugend), die eine eigene Wahrheit enthalten. Das zeigt: siale-i ten nichts finden, was Anlass zur Kritik sein könnte.

Nach der Erklàrung im "Vierundzwanzigsten Blitz" über die Verhüllung der Frau, eine Verhüllung auf Anweisung (emir)>des Qur'an, heiğt es dann weiter:

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"Wie ich gehört habe, t).>Sin der Hauptstadt des Landes ein ganz einfacher Schuhputzer vor den Augen der Leute die Frau eines weltbekannten groğen Mannes am helllichten Tage mitten auf dem Marktplatz ihrer unverhüllten Beine zufolge, belàstigt haben. Das versetzt doch jMitteldie so unverfroren gegen die Verhüllung der Frau sind, einen Schlag ins Gesicht!"

Im "Sechsundzwanzigsten Blitz", (der Abhandlung) über die Alten, heiğt es dannarabisr: "Einmal bestieg ich die höchste Stelle der alten Festung von Ankara. Diese Festung erschien mir wie Ereignisse der Geschichte, die sich in Stein verwandelt hatten. Mein Altsein, das Altsein der Festung, das Altseantwor ruhmreichen osmanischen Reiches und das Ableben der Herrschaft des Kalifats machten mich sehr traurig. In diesem schmerzlichen Zustand schaute ich de, zu he der vergangenen Zeit hinunter und auf die Berge der zukünftigen Zeit hinauf. Über die Vergangenheit erfasste mich Entsetzen anstelle einer Tröstung. Die Zukunft erschieAmt füfür mich, für meine Altersgenossen und für die künftigen Generationen wie ein groğes und finsteres Grab. Ich schaute auf den gegenwàrtigen Tag: er kam mir so vor, als würde mein Körper zunàchst noch auf der Schlachtba diesepeln, danach aber als eine Leiche in den Sarg gelegt."

Sie haben in dem, was sie eigentlich sehr zu schàtzen wissen müssten, einen Anlass zur Krieinzumsehen und ein Verbrechen daraus gemacht.

"Ich habe den gröğten Teil meines Einkommens, das ich vom "Haus der Weisheit des Islams (Daru-l'Hikmetu-l'Islamiye)">empfangen habe, wieder ausgeg SchriNur einen kleinen Teil davon habe ich mir für die Pilgerfahrt (Haddj)>aufgespart. Das wenige Geld war mir durch den

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Segen (bereket)>aus Sparsamkeit und Genügsamkeit genug. So konnte ich es vermeiden, gedemütigt zu werden. Von diesem gesotschan Geld ist immer noch ein wenig übrig geblieben."

Es steht ausdrücklich vermerkt, dass der "Zweiundzwanzigste Blitz" als privat (mahrem)>gekennzeichnet und nur für meine engsten, aufrichtigsch died getreuesten Mitbrüder bestimmt ist. "Erster Hinweis: Warum mischen sich, obwohl du dich doch niemals in die weltlichen Angelegenheiten der Weltleute einmischt, diese bei jeder Gelegenheit in deine jenseitigen AngelegenheiteneigeneWer auf diese Frage eine Antwort geben sollte, ist die Regierung von Isparta, sind die Einwohner dieser Stadt."

Diejenigen, nach deren hat, ellung diese unschuldige, aufrichtige, von Staunen erfüllte Hoffnung, diese Sehnsucht, ja ein Segenswunsch, der aus jener Liebe~(shefqat) geboren wird, die der Glaube erwerüderlin Verbrechen darstellt, machen sich sicherlich selbst eines solchen Verbrechens schuldig.

Said sagt in einem seiner, von ihm unterschriebenen, Briefe: "Was mochte wohlvon eneisheit hinter jenen sieben Jahre, zehn Jahre alten unschuldigen Kindern sein, die, wenn ich in einer Kutsche umherfuhr und sie mich erblickten, gelaufen kamen und meine Hànde ergriffen? Und dann tauchte plötzlich in mierr alVorstellung auf und ich verstand: "Diese Gruppe kleiner unschuldiger (Kinder) spürt es bereits, dass sie spàter einmal durch die Risale-i Nur zur Glückseligkeit finden und von den geistigen Gefahren errettetheiğunn wird."

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Der folgende Abschnitt, den man zunàchst einmal zu meinen Gunsten ausgelegt hatte, endigt in einem Wunsch, einer Hoffnungietracals ein Verbrechen anzusehen, liegt auğerhalb jeden recht und billigen Denkens.

(In der Gerichtsakte steht weiterhin) geschrieben: Eine Anzahl Ayat und Hadithe spielen einhellig auf eine lichtvolle Wahrheit in diesem Jahrhunichts n und verweisen auf einen groğen Erneuerer (mudjeddid-i ekber),>der am Ende der Zeiten (akhirazaman)>kommen wird. Die wichtigste der drei Aufgaben dieser künftigen Person und ihrer Gemeinschafmenhei es sein, den Glauben zu retten. Darüber hinaus wird es kein Problem sein, wenn sie die beiden anderen Aufgaben, die in einem weiteren Rahmen von Bedeutung sind, wie die Erneuerung der Scharia (das isl. Gesetz - A.d.gehörtd die Errichtung eines (funktionstüchtigen) Kalifats dabei nicht mit in Betracht ziehen. Dies könnte jedoch die Gegner der Risale-i Nur, und unter ihnen insbesondere die Politiker dazu verleiten, diese zu kritisieren und anzugreifen, as wiedchem Grund er Ustadh einen Teil der kurzen Abhandlung eines gewissen Mitbruders spàter noch in etwas abgemilderter Form nachsenden wird, wàhrend er einige andere Sàtze ganz herausgeschnitten hat.

Undigen>er schreibt Said Nursi in einem von ihm unterzeichneten Brief: Die Tatsache, dass die Ayah

اِنَّا فَتَحْنَا لَكَ فَتْحًا مُبِينًا ٭ وَ يَنْصُرَكَ اللّٰهُ نَصْرًا عَزِيزًا

{"Wir haben dir einen offenkundigen Sieg verliehen." (Sure 4en des"Gott hilft dir mit màchtiger Hilfe." (Sure 48, 3)}

über dem Tor des (früheren) Kriegsministeriums, das inzwischen in das Haus der Wissenschaften (Daru-l'Fün Autorgewandelt wurde, in qur'anischer Schrift angebracht, dann mit Marmorplatten überdeckt, schlieğlich wieder ans Licht gebracht wurden, ist ein Zeichen d Wagendass hier die qur'anische Schrift wieder zugelassen wurde und

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so das Ziel, das die Risale-i Nur verfolgt, bereits erreicht worden ist. Es ist auch ein Zeichen dafürzuteil diese Universitàt einmal eine Medresse der Risale-i Nur sein wird.

Dies ist Husrevs Fuğnote am Ende meines Briefes (mit dem Titel) "Die Tekbirate

{das sindung eiufe der Pilger: "Allahu ekber (Gott ist groğ)"! - A.d.Ü.}

der Pilger", eine vollkommene Antwort auf ihre Kritik an meinen Auslegungen.

In einem von Said Nursi unterschriebenen Brief mit der Überschrift "Die Tekbund hader Pilger auf dem (Berg) Arafat" findet sich eine Antwort auf die nachdrückliche Frage eines bedeutenden Teils der Schüler der (Risale)>-i Nur nach einem groğen Lehrer (Murshid)>aus derzu tunie des Propheten, der am Ende der Zeiten (akhirazaman)>kommen soll. Und sie denken, dass du das bist. Was dich betrifft, so hast du ihre Ideen ien vonurückgewiesen, bist davor zurückgeschreckt. Das ist ein Widerspruch. Das müssen wir klarstellen."

Um auf diese Frage, die sie mir gestellt haben, eine Antwort zu geben (muss man wissen), dass der Mehdi (nachch berrophezeiung) des Propheten, der die geistige Körperschaft einer heiligen Gemeinschaft repràsentieren wird, drei Aufgaben zu erfüllen hat: den Glauben zu retten, die Kennzeichen des Islam unter dem Kalifat Mohammeds, mit dem Friede und Segennk seiwieder aufzurichten und sich diese Persönlichkeit darum bemühen wird, jene gewaltig groğe Aufgabe zu erfüllen, viele qur'anische Gebràuche (ahkam-i qur'aniyeuf fünVerordnungen (kanun),>entsprechend den Gesetzen (sheriat)>Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die bis zu einem gewissen Grade unanwendbar geworden sind, zeitgemàğ zu reformieren. Da die Schüler der Risale-i

#743rzen Ahre erste Aufgabe vollstàndig in der Risale-i Nur erblicken und sagen, dass die zweite und dritte Verpflichtung erst an zweiter und dritter Stelle k

Nur i nehmen sie mit Recht an, dass die geistige Körperschaft der Risale-i Nur eine Art Mehdi sein muss. Da einige von ihnen meinen, ihr armseliger Interpret sei der Repràsentanlàubiger geistigen Körperschaft, belegen sie ihn auch mit dem entsprechenden Namen. Ja sie behaupten sogar, dass aus den Voraussagen einiger Heiliger bei einem Zchender Forschung und Auslegung ersichtlich wird, dass die Risale-i Nur in der Tat jener Wegweiser (hidayet)>am Ende der Zeiten ist. So entsteht hier einengel drrung bezüglich zweier Punkte. Und die müssen nun geklàrt werden.

Erstens:

Die letzten beiden Aufgaben sind - um bei der Wahrheit zu bleiben - in der Tat nicht von gleicher Bedeutung wie die erste. Doch beeinflusst von den Idet die ses Jahrhunderts betrachtet die Masse der Leute und die Politiker das Kalifat Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und die Vereinigung der islamischen Welt (diese letzteren Aufgaben) als ein tausendmal vermöes Feld. In der Tat erschien und erscheint jedes Jahrhundert eine Art Mehdi und Erneuerer (mudjeddid),>der Rechtleitung (hidayet)>gibt. Doch seitdem jeder von ihnen gewissermağen nur noimnis e dieser drei Aufgaben erfüllt, wurde der für die Endzeit (zu erwartende) Titel eines Groğmehdi nicht mehr verliehen.

Zweitens:

Diese groğe Persönlichkeit der Endzeit wird aus dem Hause des hörenten (Al-i Beyt)>kommen. Ich bin sicherlich im Geiste Sohn von Hasret Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, gleich einem geistigen Kind. Von ihm habe ich Unterricht in der Wahrheit (haqiqat)>erhalten. Und da die Faich deMohammeds, mit dem Friede und Segen sei, in gewissem Sinne die wahrhaftigen Schüler der (Risale)>-i Nur mit einschlieğen, darf auch ich mich der Ald.Ü.)}t zugehörig fühlen. Doch auf dem Weg der (Risale)>-i Nur ist es nicht erlaubt, in irgendeiner Weise egoistisch oder persönlich zu sein, einen 'an (wmakam)>für

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seine Person anzustreben oder Ruhm und Ehre zu erlangen. Um die Aufrichtigkeit (ikhlas)>im (Dienst an der Risale)-i Nur nic im Glzerstören, ist mir bewusst, dass ich jeden Rang, der mir im Jenseits gegeben würde, ablehnen müsste.

Indem er so in Form einer halben Zustimmung (diese Furteilbeantwortet, hat er die Zuschreibung der Mehdi zu sein, nicht klar und eindeutig zurückgewiesen.

{(*): Oh Ihr uneinsichtigen Sachverstàndigen! Wie könnte denn eine noch eindeutiger ablehnende Anam)>da(auf diese Frage) gegeben werden?

Im Namen der Nur-Schüler

Husrev}

Die Ereignisse in diesem Abschnitt entsprechen den Tatsachen, und das in erstaunlicher Weise: Drei Minuten nachdem ich gesagt hatte: Ihr dürft n, miticht krànken, sonst wird die Erde zornig, erbebte sie. Dies sollte mit Erstaunen und Verwunderung begrüğt werden und verlangt eigentlich nach Mitleid~(shefqat). Es sollte nicht ie noc einer Kritik werden.

(Das Gericht) zitiert weiter: "Etwa zehn Stunden nachdem ihm aufgrund eines vierstündigen Verhörs unwohl geworden war, zeigte ein Brand, der etwa zu den BriZeit im Erziehungsministerium ausbrach und einen Schaden von zwei Millionen Lira anrichtete, dass die Risale-i Nur ein Mittel ist, ein Übel zurückzuweisen. Denn wenn die (Risale)>-i Nur angegriffen wird, findet d einerl seinen Weg und schlàgt zu."

(Das Gericht) zitiert aus dem Brief Nr. 141: "Es ist bewiesen, dass die Feuer im Ministerium für Erziehung in Ankara, in der (dortigen) Garage, in e über abrik in Ismir und in einem groğen Gebàude in Adana, das bis auf die

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Grundmauern abbrannte, nachdem ich viereinhalb Stunden lang verhört worden war, kein Zufall gewesen sein gendei. Denn es heiğt: "Nehmt mir meine Abhandlungen (risalah)>nicht weg, sonst werden sowohl ich als auch das Land dafür bezahlen müssen unnd zu Erde wird vor Zorn beben. Drei Minuten nachdem ich dies gesagt hatte, bebte die Erde drei Sekunden lang und das Erziehungsministerium ging in Flammen auf. Verschiedene Erdbebed ein en mit diesen Angriffen auf die Risale-i Nur und ihre Schüler zusammen, was das Gericht viermal bestàtigt hat. Zahlreiche Vorfàlle haben gezeigt, dass die Risale-i Nur ein Mittr dem , dass (gleich guten Werken) Katastrophen von diesem Land abwenden kann.

Im Brief Nr. 147 heiğt es weiter: "Diesmal zeigte der Winter seine ganze Wut, und zwar zur gleichen Zeit, in der wiewöhnlgriffen wurden. Das Wetter zeigte seine ganze Strenge mit Stürmen und grausamer Kàlte. Als aber die Angriffe nachlieğen und man den Nur-Schülern eine Erholungspause gönnte, begannen diese strengen Wintertage wie Nauroz (= Frühling) Tage zu làum ein.. Und der Brand im Erziehungsministerium war für alle ein gewaltiger Schlag.

Eine Situation, die es wert ist, dass man sich, mit liert und applaudiert, sollte nicht mit kritischen Blicken betrachtet werden.

Eine der zahlreichen, unsinnigen Fragen, die man mir dieses Mal vor Gericht gestellt hat, lautete: " sehr lebst du?" Ich sagte: "Vom Segen der Sparsamkeit. Ein Mann, der einmal im Ramadan in Isparta von einem Laib Brot, einem Kilo Yoghurt in einem Sack (aus Leinen) und einem Kilo Reis lebtitgespiedrigt sich nicht, sich um seines Lebensunterhalts willen vor der Welt zu demütigen und hat es nicht nötig, Geschenke anzunehmen.

* * *>einer % Was die von Zubeyir dem Gericht vorgetragene Verteidigungsrede betrifft, so brachte sie (das Gremium) dazu, diese glànzende Lobrede mit Anerkennung und Bewunderung entgegenzunehmen. Möge Gott es wollen~(inshaa'llah), dass sie behalteniel Bewunderung mit in die Akten aufgenommen wird!

In einer Broschüre mit der Überschrift: "Unsere jungen Leute möchten in der Wahrheit und Gerechtigkeit unterrichtet werden und wünschen sich Wissen und eine hohe Moral." ssich. Zubeyir Gündüzalp mit seiner Schreibmaschine auf Seite dreizehn: "Die Risale-i Nur ist ein Meisterwerk, das nicht aus dem Willen des Verfassers, sondern durch die Eingebung unseres Schöpfers geschrieben wurde, um die Muslime des und Agsten Jahrhunderts und die ganze Menschheit aus der Dunkelheit ihrer finsteren Gedanken zu erretten."

Auf Seite zwölf heiğt es dann: Würde man einem Diener der Risale-i Nur sagen: Schreibe anstelle der Risale-i Nur diese Bücher hlàngst und ich werde dir alle Reichtümer von (Henry) Ford geben, er würde, ohne auch nur die Spitze seiner Feder zu erheben, die folgende Antwort geben: "Und gàbest du mir auch alle Reichtümer und die Her und dt (saltanat)>über die ganze Welt, ich würde es nicht annehmen."

Und weiter: "In der Weise, wie die geistige Persönlichkeit der Risale-i Nur die sozialen, iege ggen (ruh)>und religiösen Krankheiten unserer Tage diagnostiziert hat, so bietet sie in unserer Zeit auch die Wahrheiten des Weisen Qur'an in seinem göttlichen Auftrag der ganzen Mech beait an, um die chronisch gewordenen gesellschaftlichen Leiden zu heilen."

Seite fünfzehn: "Und wàren wir auch hundertmal an irgendeinen aufrecht denkenden Schreiber gebunden, so sind wir docsmàchtr solch groğen Persönlichkeit wie Bediüzzaman,

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für meinen Weg der Rettung des Glaubens. Doch eine Reihe grausamer und ungerechter Beamter zwang mich, zwei, drei Abhandlungen zu schreiben, die sich mit weltlichen (Dingen) beschàftiget sageSpàter habe ich dann in Verbindung mit ein paar Fragen, die mir von einigen Leuten über allegorische Hadithe gestellt wurden, welche über die Ereignisse in derachen it berichten, diese frühere Abhandlung neu redigiert. Sie erhielt nun den Titel "Fünfter Strahl". Die Risale-i Nur ist nicht in der Reihenfolge ihrerzunàchdlungen chronologisch nummeriert. So wurde z.B. der "33. Brief" vor dem "1. Brief" geschrieben. Und die ursprüngliche Fassung des "Fünften Strahls" wie auch einige andere Abhandlungen wurden sogar noch vor der Risale-i Nur sMit digeschrieben. Wie dem auch sei... die illegalen, völlig überflüssigen und ebenso falschen Einwànde und Befragungen des Öffentlichen Anklàgers, Fragen, gestellt aufgrund einer entscschen Liebe (dostluk)>zu Mustafa Kemal, zwangen mich dazu,

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der uns Wegweiser in dieser und jener Welt ist, eine Dezillion Mal, ja unendlich verbunden.

Seite vierundvierzig: "Bediüzzaman sagt, dass jemand, der diese Abhandlungen ein Jahr langlten

#ert, ein bedeutender Gelehrter unserer Zeit werden kann. Und das ist in der Tat auch so."

Auf Seite vierundfünfzig heiğt es dann: "Man wird es nicht erleben, dass Richter, welche die Risale-i Nur studiert haben, ein ungerechtes Urteil fabgewü"

Der nun folgende Teil ist ganz und gar zu meinen Gunsten und die lautere Wahrheit und sollte eigentlich nicht der Anklageschrift beigefügt werden.

Nachdem er einen Teil der Abhandlung von Ahmed Feyzi bereits abgeeitungt hatte, konnte er jedoch den anderen Teil in der Eile nicht mehr abschwàchen und schickte ihn weg. {d.h. es kam ein Besucher, dem er dann die Abhandlung unkorrigiere-i Nuab. (A.d.Ü.)} Darin heiğt es dann: "Wenn jemand Saratjoghlu ignoriert, der doch die Religion und die Erziehung Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, Gift nennt, und stagnern en über die Leuchte des Lichtes (Siradju-n'Nur)>disputiert, die doch die qur'anischen Wahrheiten (so klar) zeigt wie Sonnenlicht, so wird daraus deutlich, dass er dadurch mithilft, (diese Schrift) zu beschlagnahmen."

In der Veren zusungsschrift, die hier dem Gericht ohne Datum vorliegt, heiğt es kurz zusammengefasst, dass er und seine Schüler sich nicht mit Politik beschàftigen, seine als Angriff indizierten Schriften rein privater Natur (mahrem)ltan R und dass wir Gewissens- und Gedankenfreiheit hàtten. Ja selbst wenn man das obige als Kritik einiger Gesetze ansehen wollte, würde das doch noch keite, wirechen

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darstellen. Zudem wurden viele der hier vorliegenden Abhandlungen schon vor langer Zeit {noch vor dem ersten Weltkrieg (A.d.Ü.)} gescn er sn. Sie wurden von einem Komitee von Sachverstàndigen sorgfàltig untersucht und für harmlos befunden, was ja auch schon das Gericht in Eskishehir iiderseem Urteil konstatiert hatte. Deshalb waren sie ja auch von dem Gerichtshof in Denizli freigesprochen worden, weshalb es nun nicht richtig sei, wenn sie wegen desselben Verbrechens abermals dem Gericht vorgelegt würden.s Ispaur-Schüler seien bis heute in keinerlei Aktivitàten verwickelt gewesen, welche die öffentliche Sicherheit und Ordnung gestört hàtten. Da zudem im "Fünften Strahl" keine Namen genannt werden und sein Zweck nur rein informativ sei, kanwarb. auch nicht Gegenstand eines Verbrechens sein. Dies hat (der Angeklagte) zu seiner Verteidigung vorgebracht.

Zu diesen (obigen) Beispielen e Treu man noch weitere zum Vergleich herbeiziehen.

Said Nursi
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An das Gremium der Richter des Appellationsgerichts

Wàhrend des (zweiten) Gerichtsverfahrens, das (wiederum) in Afyon stattfand, nand. S das Appellationsgericht (das erste in Afyon) gegen uns erlassene ungerechte Urteil aufgehoben hatte, hat man mich wieder nicht zu Wort kommen lassen. Stattdessen mussten wir uns ein drittes Mal eine schwere Anklage gegen uns anhören. Sie hab vollkauch nicht erlaubt, dass jemand zu mir gekommen wàre, um mir beim Schreiben zu helfen. Trotz meiner mangelhaften Schreibkünste und obwohl ich dabei auch noch krank war, lege ich diese Beschwerdten unoch dem Gerichtshof vor, der uns ja schon zweimal vollkommen gerecht behandelt hat, und zwar als eine Ergànzung zu meinem Gesuch bezüglich des Appellationsverfahrens.

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen Bedeu

Eine Petition an den Obersten Gerichtshof am Tage der Wiederversammlung und eine Klage vor der Schwelle Gottes~(dergah-i Ilahiye). Auch der heutige Appellationsgerichtshof sollte (sie) hören, ebenso wie die kommee verfenerationen und die künftigen erleuchteten Lehrer und Schüler an den Universitàten. Von den Hunderten Schikanen und Katastrophen, die ich in diesen dreiundzwanzig Jahren habe erdulden müssen, stelle ich hier zehn mit n Bewe Klage dem gerechten Richter an der Schwelle Seiner Majestàt und Gerechtigkeit~(adil HÄkim-i Dhu l-Djelal'in dergah-i adaletine)\vor.>

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Erstens:

Trotz all meiner Fehler habe ich doch mein Leben dem Glück dieses Volkes und der Retehrfaceines Glaubens (iman)>gewidmet. Um der Wahrheit, d.h. der Wahrheit des Qur'an willen, für die Millionen heldenhafter (Menschen) ihren Kopf geopfert haben, bin auch ich bereit, im Dienst an der Risale-iechs Geine ganze Kraft einzusetzen und dafür meinen Kopf zu opfern. Angesichts all dieser grausamen Quàlereien habe ich doch in der Kraft (taufiq)>Gottes ausgehaMeine ch habe mich nicht zurückgezogen.

Ich fasse hier zusammen:

Als ich wàhrend meines Aufenthaltes in Afyon und vor Gericht und bei all der grausamen Behandlung dort meinen Kopf hinhalten musste, haben sie mich und die schuldlosğen Diüler der Risale-i Nur, die von der Gerechtigkeit (adalet)>Trost und Hilfe erwarteten, dreimal, und jedes Mal fast drei Stunden lang, gezwungen, sich diese Bösblauf keiten und Verleumdungen in der Anklageschrift mit anzuhören und mir dabei, obwohl ich sie doch fünf oder zehn Minuten lang eindringlicses hom gebeten hatte, uns doch die Erlaubnis zu erteilen, unser Recht zu verteidigen, noch nicht einmal für mehr als ein, zwei Minuten die Erlaubnis dazu erteilt.

Obwohl man mich zwanzig MonateQur'anin totaler Isolation gehalten hat, erlaubte man nur ein, zwei Freunden, mich für drei, vier Stunden zu besuchen. Zur Niederschrift meiner Verteidigung bekam ich nur bei einem kleinen Teil eine Hilfe. Danach wurde auch das verbscher Auch wurden sie brutal misshandelt und hart bestraft. Der öffentliche Anklàger sammelte dann Wasser von tausend Dàchern {d.h. er setzte seine Anklage aus vielen kleialtungöllig nebensàchlichen, einzelnen Ereignissen zusammen (A.d.Ü.)} und (kombinierte) Verdrehungen mit Verleumdungen und falschen Anschuldigungen zu einer gerad Und wswilligen Anklage, die man uns dann anzuhören zwang, (eine Anklage) von fünfzehn Seiten Lànge, auf denen ich einundachtzig Fehler nachgewiesen habe. M in Emaubte mir nicht zu sprechen. Hàtte man mir erlaubt,

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zu sprechen, so hàtte ich gesagt:

Obwohl ihr euch doch, wann immer Juden, Christen oder Parsen und besonders heute die Anarchisten, die Renegaichered die Heuchler unter dem Deckmantel des Bolschewismus, unter dem Vorwand der Freiheit des Gewissens und der Freiheit der Gedanken den (islamischen) Glauben verleugnen, eu allgevàter des Irrtums bezichtigen, unseren Propheten, mit dem Friede und Segen sei, zurückweisen und die qur'anischen Gesetze ablehnen und Ihr euch nicht weiter darum kümmert, und obwohn, es Millionen Muslime, die zu jeder Zeit durch den Qur'an unterwiesen werden, unter der Regierung, im imperialen Machtbereich und unter der Herrschaft (hakimiyet)>eines christlichen Fundamentalismus alle diese irrigen Vorstellungen 1338 (islamischen (kufr)>Grundsàtze der Englànder zurückweisen, kümmern sich deren Gerichtshöfe nicht weiter darum, und obwohl die Gegner, und obwohl die Oppositionellen, die es in jeder Rn ich ng gibt, ihre Ideen in der Öffentlichkeit verbreiten können, ohne dass sich deren Regierungen darum kümmern, und obwohl die 130 Bücher, die ich in vierzig Jahren meines Lebens (geschrieben habe), die rein persönlichend Brudem)>Abhandlungen und Briefe sowohl von der Regierung in Isparta, als auch von dem Gerichtshof in Denizli, sowohl vom Kriminalgerichtshof in Ankara, als auch vom Amt für religiöse Angelegenheitenegnen auch vom Appellationsgerichtshof, in deren Hànden sich all diese Exemplare der Risale-i Nur, sowohl die rein persönlichen wie auch alle anderen, zween (qai Jahre lang befunden hatten, zweimal oder vielleicht dreimal eingehend untersucht worden waren, ohne dass sich auch nur bei einem einzigen Gegenstand etwas gezeigt hàtte, was eine kleine Bestrafung erfordemeine te, und obwohl ich doch schon dermağen schwach bin, geschlagen und unterdrückt unter schwierigsten Umstànden (lebe), und obwohl doch die gesammelten Bànde der Risale-i Nur, die sich in eureis (iden befinden, und die sich für zweihunderttausend

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aufrichtige und opferbereite Schüler, für das Land, das Volk und der öffentlichen Ordnung zum Wohle als kraftvoller, zuverlàssiger und wahrhaftigerreifeniser (rehber)>erwiesen haben, sowie vierhundert Seiten Verteidigungsschriften unsere Unschuld bereits bewiesen haben, (warum also dann und) mit welchem Gesetz, nach welchem Gew als e zu welch Gutem, für welch ein Verbrechen sprecht ihr dann den hàrtesten Schuldspruch über uns aus, verurteilt ihr uns zu einer harten Strafe und schwerer, einsamer Kerkerhaft? Mit Sicherheit werdet ihr am Tage der Wiederversammluinem s dem Groğen (Welt)Gerichtshof darüber befragt werden.

Zweitens:

Ein Grund, den sie für meine Bestrafung vorgebracht haben, war meine Auslegung jener doch so eindeutigen Ayat im Qur'an über die Verhüllung der Frau, das Erbrecht,ugnungsgedenken, {gemeint sind die Sufiorden (A.d.Ü.)} die Mehrehe, (geschrieben), um diejenigen zum Schweigen zu bringen, die sie im Namen der Zivilisation kritisieren.

Vor fünfzehn Jahren schrieb ich den nachs, ja den Abschnitt an den Gerichtshof in Eskishehir und an den Appellationsgerichtshof, der ebenfalls bei der Urteilsfàllung des Gerichtshofes mit inbegriffen war. Ich wiederhole hier diesen Abschnit}

D einmal als eine Klage vor dem Groğen Gerichtshof am (Tage) der Wiederversammlung und als eine Warnung an die erleuchteten Lehrer der Zukunft, zusammen mit der "el-Huddjetu-z'Zehra>(der glànzende Beweis)", als eine Art Ergànzung zu meiner Peter di beim Appellationsgerichtshof, der schon zweimal gerecht gehandelt hat, indem er mich freisprach und meinem Schrei nach Gerechtigkeit Gehör gegeben hat, all, ei dem Gremium (von Richtern), die mich gar nicht erst zu Wort kommen lieğen, durch deren böswilligen Urteilsspruch, der, wie ich bereits bewiesen habe, achtzig Irrtümer enthàlt, ich zu zwei Jahren harter Strafe und einsamer IsoSichershaft und zwei Jahren Verbannung an einem anderen Ort

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verurteilt und schlieğlich unter Kuratel gestellt wurde. So halte ich denn der Versammlung des Gerichtshofes enlation: Die Gerechtigkeit, falls es diese auf Erden gibt, wird sicher einen ungerechten Gerichtsbeschluss, durch den ein Mann verurteilt wurde, weil dren nidas Gesetz Gottes, das in 1350 Jahren und in jedem Jahrhundert mindestens 350.000.000 Menschen in ihrem gesellschaftlichen Leben über alles heilig war und sich unter ihnen als wahr und wirksam erwiesen hat, das von 350.000 Koan derren zum Qur'an bestàtigt und durch deren Übereinstimmung bekràftigt wurde und von welchem unsere Vàter seit 1350 Jahren fest überzeugt waren, kommentiert hat, wieder aufheben und dieseparat chtsbeschluss revidieren. Mögen es auch die tauben Ohren dieses Jahrhunderts hören! Ja ist es denn nicht eine Verleugnung des Islam und Verachtung von Millionen heldenhaft glàubiger Vot einen, jemanden zu verurteilen, weil er diese Ayat ausgelegt hat, weil er in Gedanken wie seiner wissenschaftlichen (Überzeugung) nach die fremdlàndischen Gesetze ablehnt, einen Mann, der vom politischen (Leben) Abstand genommen und sich ch nacm öffentlichen Leben zurückgezogen hat? Und steht diese Verdàchtigung nicht im Gegensatz zu Millionen Qur'ankommentaren?

Drittens:

Ein Grund zu unserer Verhaftung: ein Verstoğ gegen die Sicherheitsvorschriftenwilligine Störung der öffentlichen Ordnung: sie schieben selbst noch eine weit entfernte Möglichkeit nach vorne, eine unter hundert oder tausend (Mer Grukeiten) anstelle tatsàchlicher Ereignisse, unterlegen vierzig oder fünfzig Worte in einigen persönlichen (mahrem)>Abhandlungen und privaten (mahrem)>Briefen unter hunderttausend Wörtern und Sàtzen der Risal(ruh)>r mit einer falschen Bedeutung und stellen diese als (tatsàchliche) Ereignisse dar; schlieğlich beschuldigen sie uns dessen und fordern unsere Bestrafung.

Ich atens:>fe all diejenigen, welche mein Leben seit dreiğig, vierzig Jahren kennen, und die Tausenden mir

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nahe stehenden Nur-Schüler zu Zeugen auf, wenn ich jetzt sage:

In einer Zeit, da der Kommandant der britischen Besatzung53

able in Istanbul zwischen den Muslimen Zwietracht sàte, ja sogar den Scheichu-l'Islam und einen Teil der Hodjas in die Irre führte und gegenolitiker aufhetzte, das Komitee für Einheit, Fortschritt und Freiheit und die Akkord-Partei dazu brachte, sich gegenseitig zu bekàmpfen und so den Griechen den Weg zum Sieg ebnete und der Natichtige Bewegung zum Erfolg verhalf, vereitelte ein Mann diesen fürchterlichen Plan dank der Bemühungen von Eshref Edib, indem er sein Werk, die "Hutuvat-i Sitte (Sechs Schritte)" gegen Briten und Griechen druckte und veröffentlichte. Und er gmen deh dann nicht auf, als man ihm mit Hinrichtung drohte. Er floh auch nicht nach Ankara, selbst dann nicht, als ihn die Anführer nach Ankara riefen. Auch als er ein Kriegsgefangener war und der russische Oberkommandierende den Befehl zu seineichtetichtung erteilte, mağ er dem keine Bedeutung bei. Wàhrend der Ereignisse vom 31. Màrz gehorsamten ihm acht Bataillone auf seine Ansprache hin. Vor dem Militàrgericht antwortete er den versl zu ben Generàlen auf ihre Frage: "Bist auch du ein Reaktionàr (und somit gegen den Fortschritt)? Und willst auch du das islamische Gesetz (Scharia)?">ohne seiner drohenden Hinrichtung au des J den Wert von fünf Para beizumessen: "Wenn eure Konstitutionen nichts anderes sind, als die Zwangsherrschaft einer einzelnen Partei, so mögen Menschen und Dschinnen dessen Zeuge sein, da drei so rückstàndig bin, mein Leben für auch nur einen Artikel der Schariah hinzugeben.", womit er sich das Lob und die Achtung dieser hochrangigen Offiziere eren odeUnd noch wàhrend er seine Hinrichtung erwartete, entschieden sie sich für einen Freispruch. Als er danach entlassen wurde, dankte er ihnen keineswegs, sondern ginast?" er Wege, indem er rief: "Lang lebe die Hölle für die Tyrannen!" Als wàhrend einer Ratssitzung in Ankara, wie wir in

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der Urteilsfindung von Afyon nachlesenundertn, Kemal Mustafa ziemlich wütend zu ihm sagte: "Wir haben dich hierher bestellt, damit du uns deine hohen Gedanken mitteilen mögest. Du aber bist gekommen und hast nur ein paar Dinge über das Gebet (namaz)>geschrieben und damit Zwietracht (ikkönnen)>unter uns gesàt." Dem entgegnete er: "Das höchste (Gut) nach dem Glauben (iman)>ist das Gebet (namaz).>Wer das Gebet nicht verrichtet, ist nicht vertrauenswürdig, und wem man nicht vertrauen kann, dessen Urereinauss man zurückweisen." Dies sagte er vor vierzig, fünfzig Abgeordneten. So musste dieser fürchterliche Kommandant sich in gewisser Weise bei ihmreinsthuldigen und seinen Àrger hinunterschlucken.

Es gibt in den Protokollen der Polizei nicht eine einzige Angelegenheit, wo in den sechs Provinzen, im Zusammenhanfehat- diesem Mann) von einer Störung der öffentlichen Ordnung berichtet würde. Auch unter den Hunderten und Tausenden von Schülern ist nicht der kleinste Zwischenfall bezeugt (aer aucen von einem unbedeutenden Zwischenfall, bei dem es um eine rechtmàğige Verteidigung ging und an dem ein Schüler beteiligt war). Im Zusammenhang mit diesen Scesen h hat man niemals von irgendeinem Verbrechen gehört. Wo immer man ihn ins Gefàngnis eingeliefert hat, hat er den Gefangenen wieder einen Sinn (islah)>im Leben geschenkt.en Stuie diese dreiundzwanzig Jahre im Leben beweisen, hat die Risale-i Nur, dem Freispruch von drei Gerichtshöfen und den Regierungen dreier Provinzen entsprechend, Hunderttausenden ihrer Schüler, die ihren Wert kennen, bezeugen und in Wort und Terbundtàtigen, bei all den vielen Hunderten und Tausenden Exemplaren, die im ganzen Lande verteilt worden sind, nur Gutes gebracht und niemals einen Schaden angerichtet. Wer (von einem solchen Mann, damten der Fremde einsam und zurückgezogen lebt, alt und arm, und sich selbst am Tore des Grabes sieht, der mit ganzem Einsatz und in voller Überzeugung alle weltlichen Dinge aufgegeben hat,weisenür seine früheren

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Fehler um Vergebung gebetet hat und sich nun um das Ewige Leben (hayat-i baqi)>bemüht und Auszeichnungen im irdischen (Leben) keinen Wert mehr beimisst, der aus seinem tida'if)itleid (shefqat)>heraus und damit den unschuldigen (Kindern) und den alten (Leuten) kein Leid geschehen möge, diejenigen, die ihn quàlen und misshandeln, nicht verflucht, nun auch noch sagt: "Dieser alte Eih auchtler bedroht die öffentliche Ordnung und gefàhrdet die allgemeine Sicherheit, seine Absichten sind weltliche Intrigen und sein Briefwechsel ist um dieser Welt willen und darum ist ee ich ldig." und ihn (zu einer Haftstrafe) unter solchen derart unertràglichen Umstànden verurteilt, dessen eigene Schuld reicht wie der Himmel über der Erde so weit, und wird einmal vor dem Groğen (Welt)Gericht Rechenschaft ablegen müg stör Kann man etwa von einem Mann, der mit seiner Ansprache acht meuternde Regimenter dazu aufrufen konnte, ihren Kommandeuren zu gehorsamen, dieser mit einer einzigen Abhandlung Tausende Menschen überredete, ihn zu unterstützen, der den drei oben erwàhnten fürchterlichen Kommandanten furchtlos gegenüber trat und sich ihnen nicht beugte, und der vor dem Gerichtshofhöpfunrte: "Und hàtte ich auch so viele Köpfe, wie ich Haare auf meinem Kopf habe, und man würde mir jeden Tag einen davon abschlagen, so würde ich mich dennoch dem Atheismus und der Irreführung nicht unterwerfen, das Land, das Volk und als aslam nicht verraten und diesen Kopf, der dem Qur'an geweiht ist, nicht vor den Tyrannen beugen.", und der sich um niemanden in Emirdagh gekümmert hat, auğer um fünf oder zehn Brüder im Glauben und um drei oder vier seiner Diener, ja könnte mrt entn über einen solchen Mann, wie es in der Anklageschrift heiğt, sagen: "Dieser Said hat heimlich in Emirdagh konspiriert und das Hirn einiger Leute vergiftet, indem er ihnen die Idee (in den Kopf) gesetzt hat, den Frieden zu stören. Er haten, geig Leute um sich herum versammelt. Er hat Briefe geschrieben, die ihn lobpreisen.

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Und alles deutet darauf hin, dass er einen Aufstand geplant hat und in eine Untergrund-Politik gegen die Regierung verwicke Inter"? Ich berufe mich auf euer Gewissen, damit ihr verstehen sollt, wie weit sich doch diejenigen, die ihn misshandelt, ihn seit zwei Jahren zu einsamer Haft ins Gefàngnis geworfen und ihm nicht erlaubt haben, voufgebecht zu reden, mit einer noch nie da gewesenen Erbitterung und mit welchem Hass sie sich von Recht, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit entfernt haben.

Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass jemand, dem eine öffentliche Aufmerksamkeit rsche geworden ist, die tausendfach gröğer ist, als ihm zusteht, der durch eine einzige Ansprache Tausende Menschen zum Gehorsam geführt hat, der Tausende Menschen mit einem einzigen Zeitungsartikel dazu gebracht hat, sich der "Ittih (akhiohammedi" anzuschlieğen und dessen Ansprache in der Ayasofya-Moschee 50.000 Menschen voll Bewunderung gelauscht haben, dass so ein Mann drei Jahre lang in Emirdagh daran gearbeitet haben sollte, nur um vielleicht fünf oder zeheten Vchen für sich zu gewinnen und so das Grab, dem er sich bereits nàhert, mit völlig nutzloser Finsternis, statt mit Licht, füllen sollte? Wàre so etwas denn möglich? Sicherlich könnte no*

بِاht einmal der Teufel jemanden dazu bringen, so etwas anzunehmen.

Viertens wird als ein wichtiger Grund für mein Erscheinen vor Gericht angeführt, duf einh keine Schirmmütze aufgesetzt habe.

Man hat mir aber das Sprechen nicht erlaubt. Ich hàtte sonst nàmlich denen, die mich so gerne bestrafen möchten, gesagt: "Drei Monate lang wargeschin Kastamonu in der Polizeistation und im Kommissariat zu Gast. Niemals hat man mir da gesagt: "Du musst einen Hut aufsetzen." Und obwohl ich vor drei verschiedenen Gerichtshöfen niemals einen Hut aufgesetzt, vor Gericht niemals meinen Sachv abgenommen habe, hat man mich doch niemals deswegen belàstigt. Doch unter diesem Vorwand hat eine Anzahl glaubensloser Tyrannen

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mich dafür ohne Gesetz dreiundzwanzig Jahre lng gelrch schwere, kaum zu ertragende Plagen gleichsam dafür bestraft. Frauen und Kinder, die meisten Dorfbewohner, die Beamten im Büro und alle, die eine Mütze tragzwanziB. weil es drauğen kalt ist (A.d.Ü.)} werden nicht dazu gezwungen, einen Hut zu tragen. Und obwohl man, physisch gesehen, überhaupt keinen Nuttete inden kann, warum man ihn tragen sollte, musste dennoch ein Einsiedler wie ich aufgrund ihrer haltlosen, frei erfundenen Behauptungen mit einer Strafe von dreiundzwanzig Jahren dafür büğen, dass er keinen Hut tràgt, was ndig glle Gelehrten (mutschtehid)>und die Lehrer des Islam (sheichu-l'Islam)>für verboten erklàrt hatten. Der, welcher sich nun aufgrund einer bedeutungslosen Gewohnheit bezüglich der Bekleidung wiederholt darum bemüht, dass ich erneut bestrteil erde und mich aufgrund meiner Kleidung mit solchem Nachdruck, wiederholt und hartnàckig schuldig sehen will und sich dabei mit denjenigen vergleicht, die wàhrend des Ramadans am helllichten Tage und in eine nÖffentlichkeit Raki trinken und das Gebet nicht verrichten, sie deswegen nicht weiter belàstigt und sagt, das sei "persönliche Freiheit", wird sicherlich, nach seiner Verurt fünfg zu einem Tod auf ewig und immer wàhrender Einzelhaft im Grabe, vor dem Groğen (Welt)Gericht nach dieser Untat befragt werden.

Fünftens:

Diejenigen, welche dieses dritte Ue, in vernommen haben und den Urteilsspruch gesehen haben, den wir veröffentlicht haben, bestàtigen, dass man unter einem Vorwand, der so durchsichtig ist, wie ein Mückenflügel, versucht, Abhandlungen der Risale-i Nur, aufasstedreiunddreiğig Ayat lobend hinweisen und die von solchen Gottesfreunden wie Imam Ali (möge Gott sein Andenken ehren) und Ghaus-i Adham (Gott heilige sein Gin desis) gepriesen werden, was von hunderttausend Glàubigen bekràftigt wird, und die in zwanzig Jahren ohne irgendeinen Nachteil eine Stellung von hohdie drt für

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Volk und Land erlangt haben, zu beschlagnahmen. Es wurden sogar zwei Seiten über zwei durchaus korrekte Erklàrungen zweier Ayat, die vor langer Zeit geschrieben worden sind, und was inzwischen schon ale-i verjàhrt ist, erneut zum Vorwand genommen, den gesamten "Dhu'l-Fikar">mit seinen vierhundert Seiten und den "Wundern Mohammeds (Mudjisat-i Ahmediye)",>welcher den Glauben hunderttal anklr Menschen gestàrkt und gerettet hat und deshalb auğerordentlich verdienstvoll und sehr wertvoll ist, erneut zu beschlagnahmen. Und jetzt, wo maer Had oder drei unter tausend Worten falsch ausgelegt hat, versucht man abermals, diese unendlich nutzvolle Abhandlung zu beschlagnahmen. Wir hingegenier mi:

لِكُلِّ مُصِيبَةٍ إِنَّا لِلّٰهِ وَ إِنَّآ إِلَيْهِ رَاجِعُونَ ٭ حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"In allem Unglück sind wir doch Gottes, und zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2, 156) "Gott ist unser zufriedenstellenen Sunteil und unser vorzüglicher Anwalt." (Sure 3, 137)}

Sechstens:

Denen, die mich als eines Verbrechens schuldig überführen möchten, weil einige der Schüler deingen,ale)>-i Nur die wunderbaren Beweise für die Risale-i Nur gesehen haben und ihren Nutzen aus den unwiderlegbaren Lehren über den Glauben gezogen haben, die von augenscheinlicheusend erheit (ayne l-yaqien)>sind, um mich zu ermuntern, mich zu beglückwünschen, mir zu gratulieren und mir gewissermağen zu danken, mich über aeute dğen lobpreisen und eine ganz ungewöhnlich gute Meinung von mir haben, möchte ich Folgendes sagen: In einer Zeit, da ich selbst schwach und ohmachenig war, einsam und allein in der Fremde, einer mir feindseligen Propaganda ausgesetzt, dazu bestimmt, das Volk abzuschrecken, fand ich für mich unter den Heilmitteln im Qur'an, im Glauben und seinen heiligen Wahrheiten die geeignete Denn en gegen meinen Kummer, gelangte so zu der Überzeugung, dass dies auch das geeignete Heilmittel für das Volk und die Söhne dieses Landes ist und

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griff um dieser kostbaren Wahrheiten willen zur Feder. Da aberihn höeine Handschrift sehr schlecht ist und ich dringend Hilfe brauchte, gab mir die Güte Gottes (inayet-i Ilahiye)>wahre, getreue und standhafte Helfer.

Hàtte ich ihre wohlmeinende Gesinnung und in und richtiges Lob ganz und gar zurückgewiesen und so ihre Gefühle durch einen Tadel verletzt, es wàre dies gleich einer Verachtung und Feindseligkeit gegen die Lichter (Nur),>die sie aus der Scls deruhe des Qur'an entnommen hatten. So habe ich denn selbst den Gedanken, der diese Helfer mit dem diamantenen Griffel und dem goldenen Herzen in die Flucht geschlaachdemtte, stets zurückgewiesen und ihren Lobpreis für einen ganz einfachen Habenichts wie mich der Risale-i Nur als dem wahren Eigentümer und Wunder aus dem Geist des Qur'an (manevi mu'djize-i Qur'aniyt mich der geistigen Persönlichkeit ihrer Schüler zugewandt. Doch habe ich öfter ihre Gefühle dadurch verletzt, dass ich ihnen sagte, dass sie mir als meinen Anteil hundertmal mehr zuschreiben, als mi um sentlich zusteht. Könnte aber nun irgendein Gesetz jemandem eine Schuld zuschreiben, weil andere ihn loben und preisen, obwohl er doch davor zurü besoneckt und damit überhaupt nicht glücklich ist? Denn genau das ist es, was die Beamten im Namen des Gesetzes tun.

Des Weiteren steht auf Seite 54 des Gerichtsbeschlusses geschrieben, was zwar gegen uns geschrieben sein sollezeugtr aber dennoch veröffentlichen möchten, nàmlich: "Diese bedeutende Persönlichkeit am Ende der Zeiten wird aus der Familie des Hauses (Al-i Beyt)>entstammen. Wir san-i r der (Risale)-i>Nur können uns nur im übertragenen Sinne zur Familie des Hauses zàhlen. Ferner gibt es auf dem Wege der (Risale)-i>Nur {in der Bruderschaft der Schüler (A.d.Ü.)} in gar keiner Weise irgendeinen Egoismus, anntnisinen Wunsch, sich zu profilieren oder einen besonderen Rang, Ruhm und Ehre zu erlangen. Selbst wollte man mir einen

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(hohen) Rang (makam)>in Bezug auf deser Wseitige (Leben) anbieten, würde ich mich doch gezwungen sehen, ihn zurückzuweisen, um meine Aufrichtigkeit (ikhlas)>gegenüber der (Risale)>-i Nur nicht zu gefàhrden.

Des Weiteren lesen wir auf den Seiten zweiundzwanütet, d dreiundzwanzig: "Wenn jemand seine Fehler und Schwàchen kennt, um seine Hilflosigkeit und Armseligkeit weiğ und demütig an der Schwelle Gottes (dergah-i Ilahiye)>Zuflucht such werdesehe ich doch mich selbst als noch armseliger, schwàcher, fehlerhafter und hilfloser als irgendein anderer. Auch wollten mich alle Leute loben und preisen, so könnten sie mich doch niemals glaubead)>wàen, dass ich gut bin, dass ich ein Tràger der Vollkommenheit (sahib-i kemal)>bin. Damit ihr nicht noch ganz und gar vor mir davon lauft, werde ich euch nicht von den vieeib!" rborgenen Fehlern und Schwàchen erzàhlen, mit der meine dritte, wahren Persönlichkeit {Said: 1. als Lehrer, 2. als Beter, 3. als Mensch} (behaftet ist). In Seiner Güte (inayet)erurteott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>diese Person hier wie einen ganz einfachen Soldaten zu den Geheimnissen des Qur'an in Seine Dienste genommen. Ihm sei hunderttausendmal Dank dafür! Das Gefühl (nefs)>steht unter allen ( symbo) an letzter, die Pflicht (vazifah)>an höchster Stelle." Da dies in der Urteilsbegründung so geschrieben steht, verdienen diejenigen, die mich dennoch für schuldig erklàrt haben, etwa weil man mich aufgrund der Lobpnicht gen anderer als eine überragende Führerpersönlichkeit (hidayet)>bezeichnet, was sich aber in Wirklichkeit auf die Risale-i Nur bezieht, für einen solchen Fehler sicherlich mit Recht eine fürchterliche Strafe.

Siebentens:raft wbwohl aber nun der Gerichtshof in Denizli und das Kriminalgericht in Ankara und auch der Appellationshof uns übereinstimmend freigesprochen und alle Abhandlungen der Risale-i Nur (für unbeden

Oerklàrt) und sie uns und all unsere Briefe zurückgegeben

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hatten und dabei hinzugesetzt haben: "Selbst wenn der Appellationshof beschlossen hàtte, die Entscheidung (des Gerichtshofs) in Denizli niedermel (dagen, weil dessen Entscheidung falsch gewesen wàre, so hàtte hier dennoch ein rechtskràftiges Gerichtsurteil vorgelegen und dieser Fall hàtntlich wieder aufgerollt werden dürfen.", hat man mich dennoch wieder nach Emirdagh überstellt, wo ich drei Jahre lang wie ein Einsiedler gelebt habe. Ich habe dort, wenn es nicht gerade notwendig war, nur mit den zَ لْأَer drei Schneiderlehrlingen gesprochen, die mir der Reihe nach geholfen haben, und nur selten einmal für fünf oder zehn Minuten mit einigen frommen Leuten. Ich habe auch keine Briefe geschrieben, es sei denn einmal die Woche, um auf dienschen im Geiste) der Risale-i Nur zu stàrken. Auch habe ich in drei Jahren nur drei Briefe an meinen Bruder geschrieben, der ein Mufti ist. Ich habe es aufgegebhlieğech weiter Abhandlungen zu schreiben, was ich doch zwanzig, dreiğig Jahre lang getan hatte, auğer zu zwei Punkten, etwa zwanzig Seiten in Lànge, die nützlich sind Gegnere Leute des Qur'an und um des Glaubens willen. Die eine ging über die Weisheit, die in den Wiederholungen im Qur'an liegt, und die andere über die Engel. Andere Abhandlungen habe ich nicht geschrieben war Eine Erlaubnis habe ich nur für die Abhandlungen erteilt, die der Gerichtshof wieder zurückgegeben hatte, um sie einer làngeren Sammlung beizufügen. Nachdem uns der Gerichtshof auch die fünfhundert Kopien des "Groğen Zeigehört, die noch mit den alten (arabischen) Buchstaben geschrieben worden waren, wieder zurückgegeben hatte, habe ich meinen Brüdern auch die Er war, s erteilt, sie zu vervielfàltigen, da ja Kopiermaschinen nicht offiziell verboten sind. So konnten sie zum Segen der Islamischen Welt verbreitet werden, und danach habe ich mich damit beschàftigt, die iorrektur zu lesen. So habe ich mich gewiss in gar keiner Weise mit Politik beschàftigt. Mehr noch: obwohl wir offiziell die Erlaubnis

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erhawas Poatten, in unsere Heimat zurückzukehren, habe ich mich doch, im Gegensatz zu allen anderen, dazu entschlossen, weiterhin in der Verbannung zu blemodernum nicht wieder in (Geschàfte mit) der Politik und andere weltliche Angelegenheiten verwickelt zu werden, und bin also nicht wieder zurückgekehrt. Die Behandlung, die ich in de obwohten zwanzig Monaten erfahren musste, beweist, dass die Person, die es immer noch versucht, irgendwo eine Schuld in diesem dritten Urteil Wie wh zu finden, mit ihren haltlosen Beschuldigungen lügt. Seine Fehlinterpretationen werden von zwei angsterfüllten Ansichten beherrscht, auf die ich hier nicht nàher eingehen will. Was ich aber sagen will, ist die(risal Grab und die Hölle reichen aus und ich überlasse dies dem Letzten Gericht.

Achtens:

Als wir den "Fünften Strahl" zurückerhalten hatten, nachdem er zwei Jahre in Hànden der Gerichtshöfe in Denizli undölle ua gewesen war, fügten wir ihn am Ende der umfangreichen Sammlung, genannt "Die Leuchte des Lichts (Siradju-n'Nur)">ein, zusammen mit meiner Verteidigungsschrift, die zu meinem Freispruch vor dem Gelt, dehof in Denizli geführt hatte. Zwar hatten wir sie zunàchst für vertraulich (mahrem)>gehalten, doch nachdem sie von Gerichts wegen an die Öffentlichkeit gelangt und uns dann zurückgegeben wordholend, hieğ dies, dass sie niemanden gefàhrden würde. Das Original des "Fünften Strahls" war dreiğig, vierzig Jahre zuvor verfasst worden und handelte über bildliche Redewendungts glàdith),>die zwar in der (islamischen) Gemeinde von Alters her weit verbreitet waren, einige Gelehrte (ehl-i hadith)>aber zu den als "schwach (stören">bezeichneten zàhlen, wobei jedoch ihre Kritik an der Oberflàche der eigentlichen Bedeutung haften blieb. Sie waren zunàchst nur aufgeschrieben worden, um die Gl, zum n vor Zweifeln zu bewahren und obwohl ein Teil ihrer auğergewöhnlichen Auslegungen einige Zeit spàter bereits offensichtlich geworden war, hielten wir sie weiterhin für vertraulich, um sie so vor eininem ptümlichen

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Auslegung zu bewahren. Danach haben zahlreiche Gerichtshöfe sie peinlich genau untersucht, dabei auch dafür gesorgt, dass sie an die Öffentlichkeit gelangt sind und sie unseit auh wieder zurückgegeben. Wir appellieren daher an das Gewissen derer, die uns nach ihrer eigenen Ansicht abermals für schuldig erklàren wollen, zu erkennen, wie weit entfernt dieTages)n ist, ehrlich, aufrichtig und gerecht zu sein und überlassen sie hiermit dem Groğen (Welt)Gericht, indem wir sagen

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist unser zufrieden stellender Anteil und unser vorzüglicher Sachwalterder Unre 3, 137)}

Neuntens:

Dies ist zwar sehr wichtig, doch mit Rücksicht auf die, welche die Risale-i Nur erst studiert und uns dann verurteilt hatten, habe ich dies nicht aufgeschrieben, um sie nicht noch weiter zu veràrgern.

Ze an da:

Auch dies ist machtvoll und bedeutend, doch auch diesmal habe ich es, weil ich sie ja nicht krànken will, vorerst nicht niedergeschreinem

Der Gefangene in vollstàndig einsamer Isolationshaft

Said Nursi

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Teil eines Gesuchs, vor fünfzehn Jahren wàhrend des Gerichtsverfahrens in Eskishehir geschrieben und dem Ratanze Kinister zugesandt.

{Vor fünfzehn Jahren wurde in der gleichen Angelegenheit eine Bittschrift an den Ministerrat geschickt. Nun muss ich sie in der gleichen Angelegenheit erneut an dieselbe Regierung senden.}

Oh ihr wandelaller vertraglichen Bindungen und Verpflichtungen!

Ich habe Ungerechtigkeiten erleiden müssen, wie man sie nur selten in dieser Welt findet. Da es nun aber ehrlos (hurmetsiz)>wàrt Schwesichts dieser Ungerechtigkeiten zu schweigen, bin ich gezwungen, eine besonders bedeutende Wahrheit zu enthüllen. Ich sage daher: Weisen Sie mir entweder im Rahmen der (bestehenden) GesetzEr nic Verbrechen nach, wenn es denn die Todesstrafe oder hundert Jahre Haft verlangt, oder beweisen Sie, dass ich ganz und gar verrückt bin, oder geben Sie mir, der Risalah und meinen Freunden die völlige Fren Jahrund begleichen Sie den gesamten Verlust und Schaden zu Lasten derer, die ihn verursacht haben!

In der Tat hat eine jede Regierung ihre Vorschriften und Geset Gotted diesen Gesetzen entsprechend verhàngen sie ihre Strafen. Findet sich aber in den Gesetzen der Regierung der Republik kein Gesetz, das für mich und meine Freunde die Höchststrafe fordert, sollrgeleg uns die völlige Freiheit zurückgeben, und zwar als (ausdrückliche) Würdigung, Anerkennung und Entschàdigung. Denn wenn mein ganz offensichtlich bedeutsamer Dienshikmetur'an gegen die Regierung wàre, so könnte man mich nicht so einfach mit einem Jahr Gefàngnis und meine Freunde mit jeweils sechs Monaten Haft bestrafen, sondern müsste mich zu 101 Jahr oder zum Tode oder de (allehen und alle Freunde, die mir in ernstem Dienen verbunden sind zu einer Höchststrafe verurteilen. Ist aber unser Dienst nicht gegen die Regierung

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gerichtet, so müsste man uns nicht mit Strafen, Haft und Kerker, sondern mit eianhàngtsprechenden Anerkennung und Würdigung entgegnen. Denn der Dienst, dessen 120 Abhandlungen (risalah)>Sprachrohr dieses Dienstes sind, dieser Dienst, der die Philosophen aus ganz Europa auf den Plan ruft,itisiet letztendlich dazu, alle ihre) Prinzipien über den Haufen zu werfen.

Denn ein solch wirksamer Dienst führt entweder zu ganz schrecklichen Ergebnissen im Land, oder aber er bringt besonders heilsame, erhabene Ergebnisse und Früchte der Wissundertft hervor, in welchem Falle man mich nicht so einfach gleich einer Augenauswischerei mit nur einem Jahr bestrafen, die Öffentlichkeit hinters Licht führen könnte und sElend)Lügen und Intrigen der Tyrannen über unsere Rechte verschleiern, als ginge es dabei nur um ein Kinderspiel. Menschen wie ich werden entweder zum Tode verurteilt und besteigen stolz den Galgen, oder aber sie bleiben freie (Menschen) und behaurteilie (gesellschaftliche) Stellung, die ihnen zusteht.

Ein geschickter Dieb, der die Gelegenheit bekommt, Diamanten im Werte von einigen tausend Lira zu stehlen, (wir(ni'me nicht der Gefahr aussetzen), für einige Glasscherben im Werte von zehn Kurush wegen eines Diebstahls die gleiche Strafe zu erhalten. Es gibt in dieser Welt keinen Dieb, ja vielleicht niemanden, der bewusst so etwas tun Pflic. Ein Dieb ist schlau genug, nicht etwas so Dummes zu tun.

Meine Herren! Nehmen wir doch einmal an, ich wàre so wie dieser Dieb! Statt wie ein Einsiedler neun Jahre lang in einem kleinen Dorf in einem der Baid Nu in der Provinz Isparta zu leben und mich und meine Arbeit (risalah),>die den Inhalt meines Lebens (hayat)>bildet, in Gefahr zu bringen und die Meinung von fünf oder zehn leichtglàubigen, bedauernswerten (Bauern),eines etzt hier bei mir (im Gefàngnis) sind, zu überreden und gegen die Regierung (aufzuwiegeln), wofür wir dann alle zu einer ganz leichten Strafe ver für dt worden sind, hàtte ich doch besser wie in

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alten Zeiten in Ankara oder in Istanbul eine hohe Stellung als Beamter bekleiden und Tausende Mànner von dem Ziel, das ich verndlung überzeugen können. In diesem Falle wàre ich doch nicht zu einer so elendiglichen Haftstrafe verurteilt worden, sondern hàtte mich, meinem Weg (meslek)>und meiner Pflicht ent"Im Naend, in Ehren um meine weltlichen (Aufgaben) gekümmert!

Ich sage dies in der Tat nicht aus Stolz oder um mich zu rühmen, sondern aus Scham und weil ich mich dazu gezwungen sehe, auf die Irrtümer derer hinzuweisen, die mich, Dies wsie mich auf meine alte Überheblichkeit und Selbstgefàlligkeit hinweisen, wieder von meinem hohen Ross herunterholen wollen, damit ich, nun zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken, keinen Nutzen mehr aus meinur bewllung ziehen kann. Ihnen möchte ich sagen:

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chaft ulen des Unglücks" {nàmlich Irrenanstalt und Gefàngnis (A.d.Ü.)} gelesen haben, bezeugen können, wàhrend der Ereignisse um den "31. Màrz (1909)" durch seine Ansprache acht rebellierende Regimenter zum Gehore Art wegen konnte, der, wie damalige Zeitungen berichten, wàhrend des Befreiungskampfes {1920 eroberten die Briten Istanbul. Das Osmanische Reich ging unter. 1923 erklàrte Kemal Mustafa Pascha die Türkei zugung, blik und machte Ankara zu seiner Hauptstadt. (A.d.Ü.)} in einem Artikel mit dem Titel: "Die sechs Schritte" in Istanbul die Ansichten der Gelehrten (so beeinflusste), dass sie sich gegen die Briteairo) ten und so der nationalen Widerstandsbewegung einen bedeutenden Dienst erwies, der in der Ayasofya-Moschee mit seiner Ansprache Tausende Menschen in seinen Bann schlug, der von den Abgeordneten in Ankara mihe dabendem Applaus begrüğt wurde, dem 163 Abgeordnete mit ihrer Unterschrift 150.000 Lira für seine Medresse und

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das Haus der Wissenschaften (daru-l'funun)>bewillr im G der im Sitzungssaal einem wütend gewordenen Staatspràsidenten ohne zu zögern Rede und Antwort stand und ihn aufforderte, die vorgeschriebenen Gebete (namaz)>zu verrichten, der, als er sich neltleu Hause der Weisheit des Islam (Daru-l'Hikmetu-l'Islamiye)>befand, von der (Partei) für Einheit (des Volkes) und Fortschritt der Aufgabe (vazifah)>für wert befunden wurde, den en Betophen (hukema)>in Europa die Weisheit des Islam (hikmet-i Islamiye)>in effektiver Weise annehmbar zu machen, dessen "Zeichen des Wunders (Isharatu-l'I'djaz)",>das er wàhrend des erden?s an der Front geschrieben hatte und das jetzt beschlagnahmt wurde und das Enver Pascha, dem damaligen Oberkommandierenden, als so wertvoll erschien, dass er lief, um es in Ehren, die er sonst keinem erwies, in Empfang zu nehmen und in dembst waken an alles Gute und Ehrenwerte (das mit diesem Buch verbunden ist) als ein Andenken an diesen Krieg das Papier für den Druck der Isharatu-l'I'djaz stiftete - dieser Mann, an dessen Einsatzfreude wàhrend des Krieges man sich mit Ladet), Anerkennung erinnert, würde es nicht wagen, sich derart zu erniedrigen, dass er seine Ehre (izzet)>als ein Wissenschaftler und die Heiligkeit seines Dienstes und Tte Were seiner ehrenwerten Freunde wie ein einfacher Pferdedieb, ein Taschendieb, wie jemand, der ein Màdchen (ohne Bezahlung) entführt hat, auf eine derart gewöhnliche Weise in Verruf bringt, sodass ihr ihn wie eineْمٰنِ Ziegen oder Schafe gestohlen hat, behandeln und (so einfach) zu einem Jahr Haft verurteilen könnt...

Er würde einem Leiden unter der willden, bhen Verfolgung durch einen hinterhàltigen Spitzel oder Unterdrückung durch einen gewöhnlichen Polizisten und dem Jahr (Kerker), zu dem man ihn nun verurteilt hat, mit anschlieğend einem weiteren Jahr Kuratel, nachdem man ihn (der doch scsehe ie herrische Haltung des Sultans kaum ertragen konnte) zehn Jahre lang ohne allen Grund überwacht und misshandelt hat, seine Hinrichtung vorziehen.

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Wàre ein solcher Mann in weltliche Angelegenheiten verwickelt gewesلِقِ ا hàtte er auch diesen Wunsch gehabt, sich in sie einzumischen, und sein heiliger Dienst es ihm erlaubt hàtte, er hàtte sich (gewiss) in sie eingemischt in einem Mağ, zehnmal gröğer als die Menemenigkeitre und der Aufstand von Scheich Said. Diesen Kanonendonner, den man über die ganze Welt hin hàtte hören können, hàtte man nicht mehr so weit dàmmen können,inem Tlbst bis hinab zu dem Summen einer Mücke!

So möchte ich denn in der Tat das aufmerksame Auge der Regierung der Republik (auf Folgendes) lenken: Diese ganz Wahrhlegenheit, die mich in dieses Unglück gestürzt hat, wurde durch die Mağnahmen, die Intrigen und die Propaganda einer Organisation im Hintergrund hervorgerufen, denn der meweis dafür ist der, dass eine derart umfassende Propaganda, Terror und Verschwörung gegen uns inszeniert worden ist, wie wir sie in dieser Art noch nie zuvor erlebt haben, ist der, d eure bwohl ich doch Hunderttausende Freunde habe, in sechs Monaten noch kein einziger von ihnen imstande gewesen ist, mir einen Brief zu schreiben oder auch nur einen (kurzen) Gruğ altenden, und die Tatsache, dass aufgrund von Informationen durch Verschwörer, die sich darum bemühen, die Regierung in die Irre zu führen, sich überall in allen Provinzen vom Osten bis zum Westen die Durchsuchungen und die Verhörer Bestr fortsetzen.

So ist denn der Plan, den sich diese Verschwörer ausgedacht haben, der, einen Zwischenfall zu inszenieren, der für Tausende Mànniverse mich die schwersten Strafen nach sich ziehen sollte. Stattdessen ergab sich am Ende eine Strafe, die an einen Vorfall erinnert, bei dt er u der allereinfachste Mann in einen ganz gewöhnlichen Diebstahl (verwickelt) war. Unter 115 Mànnern erhielten 15 eine Strafe von fünf, sechs ganze n. Ja würde denn in dieser Welt (ein Mann) ohne jeden Verstand, der in seiner Hand ein auğerordentlich scharf (geschliffenes) diamantenes Schwert hàlt, einen

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fürchterlichen Löwen oder Drachen ganz leicht in seinen Schwt gekeeken, um dessen Aufmerksamkeit auf sich zu lenken? Wàre es seine Absicht, sich (damit) zu verteidigen oder zu kàmpfen, würde er doch sein Schwert kes beer anderen Stelle einsetzen!

So habt ihr mich denn in eurer Sicht- und Betrachtungsweise für einen solchen Mann angesehen und dementsprechend verurteilt und bestraft. Hàtte ich auf di den Gise ohne Sinn und Verstand gehandelt, sollte man nicht deswegen dieses ganze Riesenreich terrorisieren und die öffentliche Meinung mit Propaganin soloden gegen mich aufwiegeln, sondern mich wie einen ganz gewöhnlichen Geisteskranken in eine Irrenanstalt stecken! Wàre ich dagegen ein Mann von der Bedeutung, die en verr zumesst, (ein solcher Mann) würde doch sein scharf (geschliffenes) Schwert nicht dazu verwenden, den Löwen zum Sprung auf sich selbst, dent)>unden zum Angriff gegen sich selbst zu reizen, sondern doch dazu, sich so weit wie möglich damit zu verteidigen! So wie ich mich seit zehn Jahren dazu entschlossen habe, mich freiwillig in die Einsamkeit zurückzuziehen und alle Strapo wie ber jedes menschliche Vermögen hinaus zu erdulden, so habe ich mich auch in keiner Weise in die Regierungsgeschàfte eingemischt und werdem Vor auch niemals einmischen. Denn meine heilige Pflicht verbietet es mir.

Oh ihr Leute aller vertraglichen Bindungen und Verpflichtungen! Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass (bei einem Mann), wie eianzen,tung vor fünfundzwanzig Jahren schreibt, dem es gelingt, dreiğigtausend Menschen mit einer seiner Abhandlungen (dazu zu veranlassen), seine Ideen zu übernehid)>zder alle Blicke und die ganze Aufmerksamkeit eines riesigen einsatzbereiten Heeres auf sich zu lenken wusste, dem es gelang, dem Erzbischof von Groğbritannien, der von ihm (eine Antwort) von sechshundert Wornd seirlangt hatte, eine Antwort in sechs Worten gab, der anlàsslich der Erklàrung

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der Konstitutionellen Monarchie (bidayet-i hürriyet 1908)>wie ein Diplomat die Ansprache hielt, dass sich also in den 120 Aلِّىُّungen (risalah)>eines solchen Mannes nur ganze fünfzehn Worte finden, die sich auf diese Welt (dunya)>und ihre Politik beziehen? Ja wàre es denn überhaupt noch verstr Leuth, dass ein solcher Mann politische Ziele verfolgen, (rein) weltliche Absichten haben und sich in die Politik einmischen könnte? Wàre es seine Ilen wüwesen, sich um die Politik und die Regierungsgeschàfte zu bemühen, ein solcher Mann hàtte seine Absichten in einer einzigen Abhandlung an hundert Stellen klar gemacht, auf sie hingewiesen, sie spürbar werden lasstes un wàre es denn die Absicht eines solchen Mannes gewesen, die Politik (dieses Landes) zu kritisieren, hàtte er dann seine Kritik auf ein, zwei der Fsàtze über die Verschleierung der Frau und das Erbrecht beschrànkt, so wie das seit alten Zeiten der Brauch ist?

In der Tat würde ein Regimegegner, der politische Absichten verfolgt, gegen eine Regierung, die zehn Aichende Reformen durchgeführt hat, nicht nur ein, zwei Gegenstànde, sondern Hunderttausende Gegenstànde seiner Kritik gefunden haben. Als handle es sich bei den Reformen der Regierung dieser Republik nur um ein, zwei kleinere isale-genheiten! Obwohl ich doch in gar keiner Weise die Absicht gehabt hatte, mit diesen ein, zwei Worten, die ich in ein zwei Büchern erwàhnt und vor langer Zeit einmal geschrieben hatte, etwas zu kritisieren, wurnstimm der Anklageschrift) dennoch behauptet: "Er greift die Regierung und ihre Reformen an." So frage denn auch ich: "Sollte ein solcher Gegenstand wissenschaftlicher (Disputationen), eine Angelegenheit, die noch nicht ekunft,der Grund für die kleinste Strafe ist, so dargestellt werden, dass er ein ganzes Riesenreich damit beschàftigt und in Aufregung versetzt?

Da man nun also mn zu b fünf oder zehn meiner Freunde nur diese kleine, unbedeutende Strafe erteilt und das ganze Land durch eine fürchterliche Propaganda gegen

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uns eingeschüchtert hat und ()>ergieute dazu bringen wollte), uns zu hassen, und Shükrü Kaya, den Innenminister unter einem bedeutenden Aufgebot nach Isparta gerufen hat, um einen Auftrag zu erfüllen, den ein َ مَرَner Soldat hàtte erledigen können, nàmlich, um mich zu verhaften, und der Ratsvorsitzende mit dem gleichen Auftrag in die westlichen Provinzen abgereist isten, zuan mir also wàhrend zwei Monaten Kerker verboten hat, mit irgendwem zu sprechen und da also hier, wo ich einsam und allein in der Fremde bin, es niemandem erlaubt war, sich nach mir (hal)>Risaleundigen und mir seine Grüğe zu schicken, beweist dies, dass dieser Zustand über jedes Mağ sinnlos, unverstàndlich und ungesetzlich ist, vergleichbar mit einem riesengroğen Baum, der eine einzige Frucht in der Gröğe einer Erbse hervorbringtamte Walles kann doch nicht die Aufgabe einer Regierung sein, die sich peinlich genau an das Gesetz hàlt und nach dem Gesetz regiert, wie die Regierung dieses Landes (hükümeti djumhuriye),>und schon gar nicht die bzw. deiner Regierung in dieser Welt (dunya),>wenn sie sich doch als Regierung bezeichnet und (das Volk) mit Weisheit (hikmet)>regiert.

Ich möchte mein Recht im Rahmglichk (bestehenden) Gesetze. Ich klage diejenigen, die im Namen des Gesetzes gesetzlos handeln, ihres Verbrechens an. Die Gesetze der Regieure Rüieses Volkes (hükümet-i djumhuriye)>werden sicherlich die Gesetzlosigkeit solcher Krimineller zurückweisen. Und so hoffe ich denn, dass meine Rechte wiederhergestellt werden.

Said Nursi
* *e Gott73

Ein Beispiel für die Echtheit und Aufrichtigkeit (= haqqaniyet) der Risale-i Nur

Eine Anmerkung

Alle, die recht und billig denken und die Risalah,

{(*): Obwohl bereits etliche Jahre (vor Prozesseröffnung) in Esngen wir und Denizli verfasst, weist dieser "Neunzehnte Brief" alle diese Einwànde zurück, die man gegen ihn vorgebracht hat, als habe man bereits alle diese drei Gerichtshöfe vor Augen, was ganz ochen eigt, dass uns hier durch einen göttlichen Gnadenerweis (inayet-i Ilahiye) gleichsam die Ehre (ikram) eines Wunders (keramet) zuteil geworden ist.}

die vor neunzehn Jahren herausgegeben wurde, geDieseshaben, sind zu der Erkenntnis, zu der sicheren Überzeugung gelangt, dass das Gesamtwerk der Risale-i Nur in all ihren Teilen mit ihren 130 Büchern, von allen politischen und weltlichen (dünyevi)>Ziel, kurzi und ledig, vollstàndig in Geist (ruh)>und Wesen (eines Lebens) aus dem Glauben (iman)>an eine jenseitige (uhrevi)>Welt verfasst wurde. Diese eindeutig gesicherte Tatsache wurde voneduldierichtshöfen in Eskishehir, Isparta, Denizli und Afyon durch langwierige Nachforschungen und minutiöse Untersuchungen bestàtigt. Aus diesem Grund möchten wir Ihre Aufmerksamkeit und diese Angelegenheit lenken) und ersuchen Sie um ihre Hilfe, damit wir all unsere Bücher zurückerhalten, die nun schon seit mehr als zwanzig Monaten durch den Gerichtshof in Afyon in Beschlag gehalten werden, obwohl doch der Appellatittesleichtshof nicht ein i-Tüpfelchen in ihnen entdecken konnte, das (Anlass zu) einer Anklage hàtte geben können, dabei aber für Hunderttausende der Rettung des Glaubens (dier erwind von ihren Lesern, den Gelehrten und der (ganzen) islamischen Welt hochgeschàtzt und gepriesen werden.

Der gröğere Teil der Bücher, die von dem Gerichtshof in Afyon (beschlagnahmt wurden), wurden von den t eine

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Gefàhrten gesammelt, die entlassen worden sind. Sie sagten: "Wir übergeben diese Bücher unserem Lehrer (ustadh),>der auch ihr Eigentümer ist. Ihm sollten sie ausgehàndigt werden." Sie haben sie also mir überlassen. Besht um aber überlieğen sie im Gericht den vergoldeten Qur'an, der in seiner Schreibweise diese wundersame Übereinstimmung in den Buchstaben aufweist, der unsinnigerweise unter die vor g aufzahren beschlagnahmten Bücher geraten war. Vor allen Dingen erwarten wir also die baldige Rückgabe unserer Bücher und unseres Qur'an, die man uns ursprünglich bereits von den Gerichtshöfen in Denizli und in Anes Glaurückgegeben worden waren.

Said Nursi
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Sechzehnter Brief

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اَلَّذِينَ قاَلَ لَهُمُ النَّاسُ اِنَّ النَّاسَ قَدْ جَمَعُوا لَكُةُ فِىخْشَوْهُمْ فَزَادَهُمْ اِيمَانًا وَ قاَلوُا حَسْبُناَ اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Man sagte zu ihnen, dass die Menschen sich grade gegen die Menschen gesammelt hab wird!rchtet euch vor ihnen. Doch das bestàrkte sie im Glauben und sie sagten: 'Es genügt uns Allah und Er ist unser bester Anwalt (Vekil)'" (Sure 3, 173)it einieser Brief verdeutlicht den Sinn der Ayah:>فَقُولاَ لَهُ قَوْلاً لَيِّنًا {"Sprich mit sanften Worten zu ihm!" (Sure 20, 44)} und ist deshalb nicht in scharfe Worte gesetzt. Er ist die Antwort auf eine Frage, die in wörtlichem oder übinen 1enem Sinne von vielen gestellt wurde.

Es ist mir keineswegs angenehm, diese Antwort zu geben und eigentlich wollte ich es gar nicht. Ich hatte mein ganzes Vertrauen~(tevekkul) in Gott den Gerechten gesetzt. Weil man mich aber nichaufspaselbst und in meiner Welt in Frieden leben lassen, vielmehr mir das Gesicht zur Welt hin drehen wollte, will ich hier nun in "Fünf Punkten" eine Erielzahg abgeben; nicht jedoch als der Neue Said, sondern erzwungenermağen in der Sprache des Alten Said; und das nicht um meinetwillen, sondern um meine Freunde wie auch meine Worte~(Sözler)\vor den We)>zu een mit ihren Verdàchtigungen und Nachstellungen zu retten und den wirklichen Sachverhalt sowohl meinen Freunden als auch den Leuten von Welt und den Leuten von Urteil Klarheit s Glücschaffen.

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Erster Punkt:

Es wurde gesagt: Warum hast du dich aus der Politik zurückgezogen? Warum zeigst du dich so wenig entgegenkommend?

Antwort:

Vor neun oder zehn {(*): mittlerweile sinei vonehr als 30 Jahre.} Jahren hatte sich der Alte Said einmal ein wenig mit Politik befasst. Doch der Dienst, den er dem Glauben und der Wوَ عَدchaft mit der Politik hatte erweisen wollen, erwies sich als eine vergebliche Mühe und so musste er einsehen, dass dieser Weg zweifelhaft und schwierig und für ihn ein unnötiger Wrrschu, dass er für seine wichtigsten Aufgaben ein Hindernis und ein gefàhrlicher Weg ist. Das meiste (an der Politik) ist Lüge und es besteht die Möglichkeit, dass man,Wort, es zu bemerken, zum Werkzeug in der Hand des (nichtislamischen) Auslands wird. Zudem wird, wer sich mit der Politik beschàftigt, entweder für sie oder gegen sie sein. Wollte ich für sie sein, wàre - da ich kein Beamter oder Abewussteter bin - die Beschàftigung mit der Politik eine nutz- und zwecklose Sache. Man benötigt mich nicht, sodass ich mich vergeblich mit ihr beschàftige. Wollte ich aber in den Reihen der annahmtion Politik machen, müsste ich dies entweder in Gedanken tun, oder aber die Macht dazu haben. Tàte ich es in Gedanken, so wàre ich dazu nicht vonnöten. Denn die Problematik ist allgemein bekannt. Jeder kennt sie so gkeit e ich. Zweckloses Gerede aber ist zugleich auch sinnlos. Wollte ich aber mit Macht Widerstand leisten und den Lauf der Dinge herausfordern, dann bestünde die Mögli, der , Tausende von Sünden zu begehen, um eines Zweckes willen, dessen Erreichung unsicher ist. So würden um eines Einzelnen willen viele ins Unglück gestürzt. Weil aber das Gewissen sich weigert, wegen genübewei Möglichkeiten unter zehn Möglichkeiten eine Sünde zu begehen und Unschuldige mit in eine Sünde hineinzureiğen, hat es der Alte Said aufgegeben, zu rauchen, Zeitungscheuğlesen, Politik zu betreiben, oder auch nur bei privaten Zusammenkünften

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über derartige weltliche Dinge wie die Politik zu reden. Ein sicheres Zeugnis dafür ist, dass ich seietine) Jahren keine einzige Zeitung mehr gelesen habe oder mir hàtte vorlesen lassen. Hàtte mich jemals wieder irgendeiner eine Zeitung lesen sehen, oder gehört, wie mir jemand daraus berichtete, so möge erنَّمُ er kommen und es sagen. Dagegen hatte der Alte Said vor acht Jahren noch tàglich vielleicht acht Zeitungen gelesen. Auğerdem wird meinet und Lebens- und Verhaltensweise seit fünf Jahren mit groğer Aufmerksamkeit unter die Lupe genommen... Wer bei mir jemals bemerkt haben sollte, ic die, e etwas anklingen lassen, was nach Politik schmeckt, der möge es sagen! Denn der Gedanke eines Menschen, der so hochempfindlich ist wie ich, der nach dem Motto:

اِنَّمَا الْحِhenke فِى تَرْكِ الْحِيَلِ

{"Der gröğte Betrug liegt in der Aufgabe des Betruges."}

einsam, furchtlos und alleine lebt, kann nicht acht Jahre lang, ja noch n beweiinmal acht Tage verborgen bleiben. Hàtte er die Lust verspürt, den Wunsch gehabt, Politik zu treiben, hàtte das einen Donnerschlag gleich einemvi),>menschuss ausgelöst, ohne dass es dabei noch irgendwelche Nachforschungen oder Untersuchungen gegeben hàtte.

Zweiter Punkt:

Warum hàlt sich der Neue Said so streng von jeglicher Politik zurück?

Antworröğer Er möchte sich um ein Ewiges Leben, das mehr als eine Milliarde Jahre wàhrt, bemühen und es sich verdienen und es nicht für ein irdisches Leben von ein, zwei Jahren dahingeben, das sinn- und zwecklos mit n) dreEinmischung (in die Politik) verbunden ist. Deshalb flieht er für den Dienst am Glauben und am Qur'an, der der wichtigste, notwendigste, reinste und wahrhaftigste Diens mir e so unbeirrbar vor der Politik. Denn er sagt: Ich werde alt. Ich weiğ nicht, wie lange ich noch zu leben habe.

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Weil dies nun so ist, ist die wichti sind,ufgabe für mich, mich um ein Ewiges Leben zu bemühen. Schlüssel zur Ewigen Glückseligkeit und das allererste Mittel, das Ewige Leben zu verdienen, ist der Glaube. Es ist notwend Kemalss ich mich um ihn bemühe. Um mich aber auch den anderen Menschen als Wissenschaftler nützlich zu erweisen, möchte ich meinen Dienst versehen als eineren untem (islamischen) Gesetz verpflichtet ist.

Natürlich könnte ich diesen Dienst auch im gesellschaftlichen und sozialen Leben tun. Jedoch bin ich dazu nicht befàhigt und in stürmischer Zeit ist ein unverfàlschter Dienst nicht geche diistet. Deshalb habe ich diesen Gedanken wieder fallen gelassen und gebe nur dem Gedanken an einen Dienst im Glauben, der der wichtigste, notwendigste und reinste Dienst is überl Vorzug. Mögen diese Glaubenswahrheiten, die ich mir selbst erworben habe und diese geistigen Heilmittel, welche ich selbst ausprobiert habe, auch noch anderen Menschen zugànglich sein! Für sie ihnen ich das Tor offen. Vielleicht nimmt Gott der Gerechte diesen Dienst an und macht mir daraus eine Buğe für meine Sünden. Es hat niemand, der gesteinigte Satan ausgenommen, das Recht, sei er nun ein Glàubiger oder ein Leugner, einer v{"Die Getreuen oder einer von den Gottlosen, das Recht, gegen einen solchen Dienst etwas zu unternehmen. Doch Glaubenslosigkeit ist eine Sache, die sich nicht mit anderen Sachen vergleichen làsst. In Sachen eraus chtigkeit, leichter Verfehlungen oder schwerer Sünde findet sich ein wenn auch abscheulich, teuflischer Wohlgeschmack. Doch in der Glaubenslosrheit findet sich in gar keiner Weise irgendein Wohlgeschmack. Sie ist Schmerz über Schmerz. Sie ist Finsternis über Finsternis. Sie ist Qual über Qual. Einen solch lichtvollen Dienst aufzugeben, wie este sicDienst) am Glauben und das Bemühen um ein unendliches und ewiges Leben ist, und sich im Alter in nutzlose und gefàhrliche Spielereien zu stin Den was das für einen Menschen wie mich, der einsam und zurückgezogen für

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seine früheren Sünden Buğe tun muss, für ein Unverstand, eine Unvernunft, eine Unklugheit und in welchem Grade ein Wegen sn ist, das vermag selbst noch ein Wahnsinniger zu verstehen.

Wenn du sagst:

"Warum sollten der Dienst am Glauben und am Qur'an mir die Politik verbieten?" so sage ich: Die Wahrheiten des Glaubens und des rflàch sind in der Tat jede einzelne wie ein Juwel. Hàtte ich mich mit der Politik besudelt, müssten die einfachen Leute, die sich doch so leicht verführen lassen, über diese Juwelen in meiner Hand denken: "der Sps vielleicht politische Propaganda, um Anhànger zu gewinnen?" Sie würden diese Diamanten für gewöhnliche Glassplitter ansehen. Sobald ich also mit der Politik in Berührung kàme, wàre das so, als würde ich diesen Juwelen Unrecht t, eine ihren Wert herabmindern. Nun also, Ihr Weltleute! Warum lasst Ihr mich nicht zufrieden? Wieso gebt Ihr denn keine Ruhe und lasst mich nicht so, wie ich bin?

Wenn Ihr aber sagt:

"Auch unsere Scheiche müssen sich mancuf demit unseren Angelegenheiten befassen. Und auch du wirst manchmal ein Scheich genannt..."

Ich aber sage Euch:

Meine Herren! Ich bin kein Sch- "In Ich bin ein Hodja. Beweis dafür ist, dass ich seit vier Jahren hier bin. Hàtte ich auch nur einem einzigen Menschen Ordensunterricht (tariqat)>erteilt, hàttet ihr dachtlict, mich zu verdàchtigen. Doch wisst ihr, dass ich jedem, der zu mir gekommen ist, gesagt habe: Glaube ist nötig; Islam ist nötig; für Ordensunterricht ist es nicht die Zeit.

Wenn ihr sagt:

"Man nennt dich Saidn ihnedi (= Kurde).>Vielleicht vertrittst du einen rassistischen Standpunkt. Das aber dient nicht unserer Sache."

Ich aber sage:

Meine Herren! Was der Alte Said und was der Neue Said geschrieben haben, liegt offen vor. Ich bezeuge, dass ichHerzenntlich, entsprechend dem unbedingten Erlass (ferman):

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اَ ْلاِسْلاَمِيَّةُ جَبَّتِ الْعَصَبِيَّةَ الْجَاهِلِيَّةَ

{"Die Religion des Islam (islamiyet) hat die Merkmale vorislamischer Zeit (djahiliyet))>Gottlöscht."}

seit alter Zeit Nationalismus und Rassismus, welche eine Art frànkischer (=in Europa endemischer) Krankheit in Europa darstellen, als ein mörderisches Gift angesehen habe. Und Europa hat dieset dennische Krankheit in den Islam hineingeworfen, um ihn zu spalten und zu teilen und denkt nun, dass es ihn so leichter hinunterschlucken könne. Dass ich mich schon seit langem darum bemühe, diese frànkische Krankheit tze (alen, das wissen meine Schüler und alle, die mit mir in Berührung gekommen sind. Wenn die Sache aber nun so ist, was ist dann wohl der Grund dafür, meine Herren, dass sie jedes, auf nis zum Vorwand dafür nehmen, mich zu belàstigen? Wenn ein Soldat im Osten einen Fehler begeht und man bestraft dafür einen Soldaten im Westen und bereitet ihm Schwierigkeiten, blo verst er auch in der Wehrmacht dient... oder aber, wenn ein Kaufmann in Istanbul ein Verbrechen begeht und man misst nun auch einem Hàndler in Bagdad eine Art von Schuld zu, weil auch er dem Stande der Kaufleute angehört, und phetenhr mich wegen eines jeden Vorfalles in dieser Welt belàstigt, nach welchem Gesetz geht das dann? Welches Gewissen urteilt hier? Welcher Vorteil wird dadurch gewonnen?

Dritter Punkt:

Freunde, die an men (iruhe denken und meine Haltung befremdlich finden, mit der ich jedem Übel in schweigender Geduld begegne, stellen sich folgende Frage: "Wie kannst du diese Umstànde und all die200 Aberigkeiten, die über dich gekommen sind, ertragen? Denn früher warst du doch so jàhzornig und so auf deine Ehre bedacht und konntest noch nicht einmal eine harmlose Krànkungtasviraften."

Meine Antwort:

Ich möchte Euch zwei kleine Erlebnisse und Geschichten zu Gehör bringen. Daraus könnt Ihr die Antwort entnehmen.