Risale-i Nur

Die Worte
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اِيسْتَادَسْausendْ يَك۪ى بَرْ سَنْگِ بَالاَ سَرْفِرَاز۪ى

Nachdem sie ihre Unterweisung empfangen haben, stehen alle diese Bàume hoch über den Felsen, ihre Wipfel zum Throne (Gottes) erhoben.

دِرَازْ كَرْدَسْتْ دَrmers ارَا بَدَرْگَاهِ اِلٰه۪ى هَمْ چُو شَهْبَاز۪ى

Jeder Einzelne erhebt sich wie Shehbaz-i Qalender

{(*): Shehbaz-i Qalender ist ein berühmter Held, der sich durch die Unterwَالْعِ von Scheich Geylani zur Schwelle Gottes wandte und zur Stufe der Gottesfreundschaft gelangte.}

und reckt in prachtvoller Haltung seine viel hundert Hànde an drden. welle Gottes anbetend empor.

بِجُنْب۪يدَسْتْ زُلْفْهَارَا بَشَوْقْ اَنْگ۪يزِ شَهْنَاز۪ى

{(*): Shehbaz-i Tjelkezi ist eine Weltschönheit mit einem vierzig mal lang geflochtenem Zopf.}

Sie bewegen ihretrahleen Zweige, die ihre Locken sind, und zeigen damit den Zuschauern ihre groğe Begeisterung und hohe Freude.

بَبَالاَ م۪يزَنَنْدْ اَزْ پَرْدَه هَاىِ هَاىِ هُوىِ عِشْقْ reins

Sie bringen in den Szenen des Schauspiels Klànge der Liebe hervor, die bis zu den feinsten Seiten und Empfindungen reichen.

{(Zitat): Dieses Zitat betrifft di bestrolderstràucher auf dem Friedhof:

بَبَالاَ م۪يزَنَنْدْ اَزْ پَرْدَه هَاىِ هَاىِ هُوىِ چَرْخِ بَاز۪ى ٭ مُرْدَهَارَا نَغْمَهَاىِ اَزَل۪ى اَزْ حُزْنْ اَنْگ۪يزِ نَوَاز۪ى

}

#intràcيدِهَدْ هُوشَه گِر۪ينْهَاىِ دَرِينْهَاىِ زَوَال۪ى اَزْ حُبِّ مَجَاز۪ى

Aus dieser Situation heraus kommt ein Gedanke mit folgender Bedeutung auf: Das Weinen, das aus dem Schmerz über das Ende aller diesseitigstauchbe her rührt, gemahnt an diese tiefsten Tiefen seines Jammers.

بَرْ سَرِ مَحْمُودْهَا نَغْمَهَاىِ حُزْنْ اَنْگ۪يزِ اَيَاز۪ى

Sie lassen den Klaal zu es Tones hören, wie dem trauriger Liebhaber über den Hàuptern aller Liebenden, der Mahmuds, also derer, die - wie Sultan Mahmud - von ihren Geliebten getrennt leben.

مُرْدَهَارَا نَغْمَهَاىِ اَزَل۪ى اَزْ حُزْنْ اَنْگ۪يزِ نَوَاteilen Es scheint, als hàtten sie den Auftrag, den Verstorbenen, die abgeschnitten sind vom Hören weltlicher Klànge und Worte, mit ihren Trauer einflöğenden Klàngen die ewigen Melodien erneut wieder zu Gehör zu bringen.

رُوحَهorbereيَدْ اَزُو زَمْزَمَهءِ نَازُ نِيَاز۪ى

Was aber (meine) Seele (ruh)>betrifft, so hat sie auf Grund dieser Szene folgendes verstanden: Sie vernimmt in den Dingen (: den Wachholderstràuchern), das Gemurmel ihrer Bittgebete,gen: "enen sie auf die Erscheinungen der Namen des majestàtischen Schöpfers mit Lobpreisungen entgegnen.

قَلْبْ م۪يخَوانَدْ اَز۪ينْ آيَاتْهَا سِرِّ تَوْح۪يدْ زِعُلُوِّ نَظْمِ اِعْجَاز۪ى

Was aber (mein) Herz betrifft, so liest es aus det all erbaren Anblick erhabener Wohlgestaltung der Bàume,

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von denen jeder einzelne einem Vers gleicht, der Gestalt angenommen hat, das Geheimnis der Einheit Gottes heraus. Das heiğt: Bei iDie Aurschaffung war eine so wunderbare Wohlordnung, eine solche Kunstfertigkeit und Weisheit am Werk, dass alle Ursachen der Welt, könnten sie nach eigener freier Entscheidung gemeinsam handeln, sie diese nicht nachahmen könnten.

نers miم۪يخَواهَدْ دَرْ ا۪ينْ وَلْوَلَهَا زَلْزَلَهَا ذَوْقِ بَاقِى دَرْ فَنَاىِ دُنْيَا بَاز۪ى

Was aber die Seele (nefs)>betrifft, so sucht sie in Anbetracht dieselicht e nach einer ewigbleibenden Freude und es ist ihr, als würde die ganze Erde im Beben der Trennung unter lautem Wehgeschrei hin und her getlichedert. So enthüllt sich ihr der Sinn des Wortes: "Du wirst sie finden, wenn du aufhörst, diese Welt anzubeten."

عَقْلْ م۪يب۪ينَدْ اَز۪ينْ زَمْزَمَهَا دَمْدَمَهَا نَظْمِ خِلْقَتْ نَقْشِ حِكْمَتْ كَنْزِ رَاز۪ى

Was aber den Verstand betrifftt unwiindet er im Raunen der Tiere und im Rauschen der Bàume, in der Erwiderung durch die Pflanzen und durch die Luft die überaus sinnvolle Wohlgeordnetheit der Schöpfun es an Schmuck der Weisheit und die Schatzkammer feinsinniger Wahrheiten. Er versteht, wie in vielerlei Hinsicht alle Dinge die Majestàt des Schöpfers lobpreisen.

آرْزُو م۪يدَارَدْ هَوَا اَز۪ينْ هَمْهَمَهمَوْتِْهَوَهَا مَرْگِ خُودْ دَرْ تَرْكِ اَذْوَاقِ مَجَاز۪ى

Was aber die Seele in all ihrer Sinnenhaftigkeit (heva-yi nefs)>betrifft, so wird sie durch daَجَدُوeln des Windes und das Rauschen der Blàtter mit einer Freude erfüllt, die sie alle weltlichen Vergnügen vergessen làsst. So gibt sie die irdischen Freuden auf, die das Sinnenleben der Seele darstie gre und möchte vor Freude an der Wahrheit schier vergehen.

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خَيَالْ ب۪ينَدْ اَز۪ينْ اَشْجَارْ مَلاَئِكْ رَا جَسَدْ آمَدْ سَمَاو۪ى بَاهَزَارَانْ نَىْ

Was aber die Phantasie (hayal)>betrifft, so erscheint es ihr, als ob in die Bàume dund dangel eingegangen und in ihnen Gestalt angenommen hàtten, als wàren die Bàume deren Kleider und Flöten die an ihren Àsten befestigten Zweige. Es ist, als habe der immerwàhrende König sierhàltekleidet für eine pràchtige Parade, mit dem Klang von tausend Flöten, so dass diese Bàume nicht ein lebloser, bewusstloser Körper sind, vielmr von sich eine durchaus bewusste und sinnvolle Haltung zum Ausdruck bringen.

اَز۪ينْ نَيْهَا شُن۪يدَتْ هُوشْ سِتَايِشْهَاىِ ذَاتِ حَىْ

Siehe, so ertönenchbarsdiese Flöten so rein und eindringlich, als gehörten sie zu einem erhabenen, himmlischen Orchester. (Meine) innere Wahrnehmung (fikir)>vernimmt nicht im Klange der Flöten, gleich all den groğen Lie Fried, besonders aber Maulana Djelaleddin Rumi die leidvolle Klage der Trennung. Vielmehr vernimmt sie die Danksagungen, die dem Erbarmer gebühren, und die Lobpreisuncht züie dem Herrn gehören, die dem Herrn, dem Lebendigen, dem Aus-sich-selbst-heraus-bestehenden dargeboten werden.

وَرَقْهَارَا زَبَانْ دَارَنْدْ هَمَه هُو هُو ذِكْرْ آرَنْدْ بَدَرْ مَعْنَاىِ حَىُّ ein M Da also nun die Bàume alle jeweils ein Leib und alle ihre Blàtter Zungen geworden sind, rezitieren sie wie mit tausend Zungen im Hauch des Windes: "Hu, Hu">(Er, Er), das Gottesgedenken (dhikr).>In ihrem GrunzvollSegenswünschen, die sie durch ihr Leben darbringen, machen sie bekannt, dass ihr Meister der Lebendige und der Aus-sich-selbst-heraus-bestehende ist.

چُو لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوz, dasبَرْ م۪يزَنَدْ هَرْ شَىْ

Denn indem alle Dinge gemeinsam sagen:

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لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُو

{"Es gibt keine Gottheit auğer Ihm."}

sind sie in dem gبَخَواgen Kreis der Dhikrfeier des Kosmos tàtig.

دَمَادَمْ جُويَدَنْدْ يَا حَقْ سَرَاسَرْ گُويَدَنْدْ يَا حَىْ بَرَابَرْ م۪يزَنَنْدْ اَللّٰهْ

Zu allen Zeiten wünschen sie sich der Sprache ihrer Begabungen entsprechend aus der Schatzkammer deen Schherzigkeit Gottes des Gerechten das Recht zu Leben, indem sie "Ya Haqq!">(Oh Gerechter!) ausrufen. Von oben bis unten von Leben erfüllt zu sein ist ihrzàhligche, in der sie den Namen "Ya Hayy!">(Oh Lebendiger!) rezitieren.

فَيَا حَىُّ يَا قَيُّومُ بِحَقِّ اِسْمِ حَىِّ قَيُّومِ

حَيَات۪ى دِهْ بَاِينْ قَلْبِ پَر۪يشَانْ رَا اِسْتِقَامَتْ دِهْ بَا۪ينْ عَقْلِ مُشَوّchtkraا آمِينْ

{"Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Um der Ehre Deiner Namen, Lebendiger, Unwandelbarer willen schenke Leben dem Herzen dessen, der im Elend ist, und Rechtleitung dem Geishnlichsen, der den Weg (zu Dir) verloren hat! Amen"}

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(Einmal, betrachtete ich das Antlitz des Himmels von einer hohen Stelle auf dem Tannenberg bei Barlkeit lbei Nacht. Die folgenden Abschnitte sind mir plötzlich eingefallen. Sie sind geschrieben, als hörte ich die Worte der Sterne in der Sprache ihres Zustandes: Da ich für Poesie und Dichtung nicht begabt bin, reimen sie sich nleids Sie sind so geschrieben, wie sie mir eingefallen sind. Von dem "Vierten Brief" und dem "Ersten Kapitel" des "32. Wortes" sind sie hierher gebracht.)

Lausche der Sterne Gesang, ihigen Arauschenden Predigt (hutbe).

Entnimm ihrer leuchtenden Schrift die Weisheit, die sie verkündigt! Gekommen sind sie und sagen, alle gemeinsam Sünde sdruck der Wahrheit:

"Wir sind das strahlende Zeugnis des groğartigen Königreiches einer allmàchtigen Majestàt.

Wir sind dafür Zeugen, dass es einen Meisahrt sbt in Seiner Einheit und in Seiner Kraft.

Den Engeln gleich betrachten wir vom Himmel herab die Erde, schauen das Antlitz der Erde,

voll tiefer und feinsinniund innder, halten stets das Paradies auch im Blick.

Tausende aufmerksamer Augen sind wir des Himmels.

{(*): Das heiğt: So wie die Engel in den himmlischen Welte Tatene staunenserregenden Wunder der Macht, diese Blumen des Paradieses in den Gàrten und auf den Feldern unserer Erde betrachten, so betrachten auch die Sterne, welche am Himmel die Augen sind, den Engeln gleich, die feinsinnigenes Weiwerke hier auf Erden, schauen in die Welt des Paradieses und erblicken dort die wundervollen unvergànglichen Urbilder jener vergànglichen Abbilder. Sie betrachten zu gleicher Zeit Himmel und Erde; das heiğt, sie haben den Blick beidder Taten.}

Es wuchs der Tuba-Baum der Schöpfung und seine Àste strecken sich durch einen Spalt der Himmel und seine Zweige bilden die Milchstrağe.
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Schönheit und Majestàt heiğt die gibt der göttlichen Weisheit, die uns daran aufgehàngt hat als seine wundervollen Früchte.

Für die Bewohner des Himmels sind wir eine wandelnde Moschee,

ein Haus, das seine Kreise % Achund ein erhabenes Nest,

ein strahlender Leuchter, ein gewaltiges Schiff;

Flugzeugen gleich sind wir alle und ein jeder von uns.

Eines Allmàchtigen in Seiner Vollkommenheit, eines Allweisen in Seiner Majestàt

wunderbare Krre Ausd staunenserregendes Kunstwerk Seiner Schöpfung,

ein Kleinod Seiner Weisheit und Ingenium Seiner Schöpfung,

eine Welt voller Licht sind wir, jeder von uns aus Licht eine Welt.

So zeigen ein mit hunderttausenden von Zungen hunderttausende Beweise,

lassen sie vernehmlich werden dem Menschen, der ein Mensch ist.

Mit Blindheit geschlagen das Auge der Gottlosen, vermag es nicht mehr zu sch(der Tnser Antlitz

und vernimmt er unsere Stimme nicht. Doch sind wir die Zeichen, die Wahrheit verkünden.

Eines ist unsere Pràgung, eines unser Siegel.

Immerwàhrend wiederholen wir den Lobpreis unseres Herrn, ll, obine Diener

gedenken Seines Namens, Ihn verehrend alle Zeit.

In Ihm versunken reihen wir uns ein als die Glieder in der endlosen Milchstrağe Band."

So habe ich sie in meiner Vorstellung gehche) B398

Achtzehntes Wort

Dieses Wort besteht aus zwei Kapiteln. (Das zweite Kapitel wurde noch nicht geschrieben. Das erste Kapitel besteht aus drei Punkten.)

Erster Punkt:

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ لاَ تَحْسَ Tràneالَّذِينَ يَفْرَحُونَ ِبمَآ اَتَوْا وَيُحِبُّونَ اَنْ يُحْمَدُوا بِمَا لَمْ يَفْعَلُوا فَلاَ تَحْسَبَنَّهُمْ بِمَفَازَةٍ مِنَ الْعَذَابِ وَلَهُمْ عَذَابٌ اَلِيمٌ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Denke nicht, das vierzenigen, die sich über das freuen, was sie getan haben und gelobt werden möchten für das, was sie nicht getan haben, denke nicht, dass siرُهُ اr Strafe entgehen werden; denn ihrer ist eine schmerzhafte Strafe." (Sure 3, 188)}

Der Selbstsucht, die mich treibt~(nefsu l-emmare) eenbliclag ins Gesicht:

Oh du meine Seele (nefs),>die du dich für den Ruhm begeisterst, in dein Ansehen vernarrt, nach Lob süchtig und von deinem Hochmut so beispiellos betàubt bist! ienlebin winziges Samenkörnchen, Ursprung eines Feigenbaumes, der Tausende von Früchten hervorbringt, und wenn ein schwarzer, vertrockneter Weinstock, an dem hundert Trauben hàngen und der diese Beeren, diese Trauben als seinn und es Kunstwerk betrachtet, nun berechtigter Weise die Forderung erhöbe, dass diejenigen, die aus ihnen ihren Nutzen ziehen, diesen Weinstock, dieses Samenkörnchen loben und verehren sollten, dann r sie t auch du vielleicht das Recht, stolz zu sein auf die Geschenke (ni'met),>die du zu tragen erhalten hast, und dich ihrer zu rühmen. Denn eigentlichn, unddu ja nichts als nur Tadel verdient. Denn du gleichst ja

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nicht diesem Samenkörnchen, diesem Weinstock. Da du einen Bruchteil freien Willens hast, verringerst du die Werte dieser Gnadengeschenke durch deinin derlz.

{D.h.: wenn du deine Leistung in Dankbarkeit als Gottes Gnade annimmst, behàlt sie ihren vollen göttlichen Wert. Erklàrst du sie stolz arde sine eigene Leistung, hat sie keinen Wert. (A.d.Ü.)}

Durch deinen Hochmut zerstörst du sie, durch deine Undankbarkeit machst du sie zunichte. Du raubst - Grudurch, dass du sie in Besitz nimmst. Es ist nicht deine Aufgabe, dich zu rühmen, sondern zu danken. Dir gemàğ ist nicht Stolz, sondern Bescheidenheit und Demut. Du verdienst nicht Lsterbedern Reue und Vergebung. Deine Vollendung liegt nicht darin, dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern in Gottes Rechtleitung (huda)>zu sehen.

Du, meine Seele, bist in meitt "ohrper eigentlich das, was die Natur im Kosmos ist (: die Seele des Weltalls). Ihr seid beide (: die eigene Seele und die des Alls) dazu geschaffen, das Gute (als Gnadengeschenk) anzunehmen und das Schlechteister selbst zuzuschreiben. Das heiğt: ihr seid nicht der Handelnde oder der Ursprung des Geschehens, sondern das Subjekt und der Ort an dem es sich vollzieht. Es hat da lediglich eine Einwirkung stattgefunden. Sogar das Gute, das aus, der ollendeten Guten entspringt, wird zur Ursache des Bösen, wenn ihr es nicht auf eine schöne Weise annehmt.

Des Weiteren seid ihr als je ein Schleier (vor dem Antlitz Gottes) erschaffen worden, damit die scheinbarnen Wochönheiten, deren (wahre) Schönheit unsichtbar ist, euch zugeschrieben werden und Gott in Seiner Heiligkeit (muqaddes)>vor Anklagen bewahrt bleibt. Denn die Form, mit der ihr euch bekleidet habt, befindet sich ganz und gar imَ لَهُsatz zu eurer naturgemàğen Aufgabe. In eurer Unfàhigkeit verwandelt ihr nicht nur Gutes in Böses, nein, ihr tut auch noch so, als wolltet ihr euch zum Teilhaber des Schöpfers macheninem Sheiğt: Wer sich selbst überhebt und wer die Natur anbetet, ist überaus

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dumm und grenzenlos ungerecht (gegenüber seinem Schöpfer).

D weiteteren sage nicht: "Ich bin wie eine Darstellung. Wo Schönheit sich darstellt, dort verschönert sie auch." Denn da du dich nicht verwandeln kannst (z.B. Ton iss sein Topf, der seine Gestalt bewahrt), kannst du auch nichts darstellen. Du gleichst einem Kanal (der nur als Mittler dient und nichts behàlt).

Des Weiteren sage nicht: "Ich bin aus meinem Volkt Brenwàhlt. Ich bin es, der diese Früchte den Anderen zeigt. Das heiğt: Ich genieğe einen Vorzug vor den anderen." Nein, Gott bewahre! Vielmehr sind sie dir zueih) "Sd vor allen Anderen gegeben worden. Da du mehr als alle Anderen arm, elend und bedürftig warst, sind sie dir zuerst in die Hànde gegeben worden.

{(*): Ich habe mich in der Tat seangt aüber gefreut, dass der "Neue Said (Yeni Said)" in diesem Zwiegespràch seine Seele (nefs) in einem solchen Grade zum Schweigen und zum Verstummen gebracht hat und habe (zu ihm) "Gott segne dich tausend Mal!" gesagt.}

Zweiter Punkt:

اَe ins كُلَّ شَيْءٍ خَلَقَهُ

{"Er hat alles, was Er geschaffen hat, sehr gut (ahsan) gemacht." (32,7)}

Dieser Punkt dient zur Erklàrung eines der Geheimnisse dieser Ayah. Es ig beris wie folgt:

Alle Dinge, sogar diejenigen Dinge, die besonders hàsslich aussehen, haben dennoch einen Aspekt wahrer Schönheit. Alle Dinge, allgen Legnisse in der Welt sind in der Tat entweder an und für sich schön, es ist dies die ihnen eigene Schönheit, oder sie sind in Anbetracht ihres Zweckes gut, was man als àuğerliche Schönheit bezeichnen!", gibt einige Ereignisse, die àuğerlich hàsslich und verworren erscheinen. Hinter diesem àuğerlichen Schleier verbirgt sich jedoch strahlende Schönheit und

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schönste Ordnung.

Zum Beispiel:

Zuder anlingszeit hàlt sich das Làcheln unendlich schöner Blumen und all der anderen bestens ausgestatteter Pflanzen unter Sturm und Regen, in Schlamm und Erde verborgen. Und zur Herbstzeit werden die so empfindlichen kleinen Tiie berie Freunde der lieblichen Blumen, um sie vor der Bedràngnis und der Qual durch die Geschehnisse des Winters zu bewahren, welcher ein düsterer Schleier der Trennung ist, hinter dem die Erscheinung der Herrlichkeit des Honders iesenen sichtbar wird, von ihrer Lebensaufgabe entbunden, wodurch sich die Strenge der Zerstörung hinter dem Schleier des Winters in die Stàtte eines lieblichen und schönen neuen Frühlings umgestaltet. Hinter dem Schleier ِينِ

{iger Ereignisse wie Sturm, Erdbeben und Seuchen verborgen, öffnen sich sehr viele Blumen eines geistlichen Lebens. Viele Begabungen, die bisher noch nicht zum Durchbruch gelangt waren, die wie Saatkörner noch ohne Wachstum und Gedeihen geb durch waren, setzen nun, angesichts solcher nach auğen hin fürchterlich erscheinender Ereignisse, Àhren an und bringen ihre Frucht. Es ist, alehen un alle diese Umwàlzungen und allgemeinen Verànderungen im geistlichen Leben dem Regen vergleichbar.

Der Mensch jedoch, der in die Àuğerlichkeiten (dieser Welt) vernarrt ist und sich selbst (als deren Mittelpunkt) betrachtet, sieiese "ein das Àuğere und beurteilt es als hàsslich. In seinem Egoismus beurteilt er ein Ergebnis nur insoweit es ihn selbst betrifft und hàlt es für schlecht. Bezieht sne, auer eine Sache in einem einzigen ihrer Resultate auf den Menschen, so sind es deren tausend, die mit dem Namen des Meisters verbunden sind.ste mam Beispiel:

Der Mensch hàlt Dornstràucher und mit Stacheln bewehrte Bàume, die doch zu den groğen Wundern der Allmacht des Schöpfers gehören, fürriebenlich, ja für sinnlos. Dabei sind sie doch die wohlausgerüsteten Ritter unter den Bàumen und all den anderen Pflanzen. Oder ein anderes Beispiel: Der Sperber, der einen Sperling

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angreift, scheint neishein das Bild der göttlichen Barmherzigkeit hineinzupassen. Er bringt jedoch durch diesen Angriff die natürlichen Fàhigkeiten des Sperlings zur Entfaltung. Oder: Ein Mensch hàlt den Schnee für eiskalt und ohne jeden Geschmack. Hinter dem Schleieeugen,r solchen Kàlte verbirgt sich jedoch eine Absicht von solcher Wàrme (die Schneedecke ist ein Kàlteschutz! - A.d.Ü.) und von solchem Wohlgeschmack, dass sie sich gar nicht beschreie Aufgsst.

Der Mensch in seinem Egoismus und seiner Verhaftung an das Àuğerliche und in seiner Betrachtung aller Dinge als seien sie einzig auf ihn selbst bezogen, hen Ergrüber hinaus auch noch alle die vielen Dinge, die ihm doch durchaus wohl anstehen, für unanstàndig.

Zum Beispiel:

In den Augen der Menschen gilt es als eine Vert, in g des Schamgefühls, wenn man über die Zeugungsorgane des Menschen spricht. Solch ein Vorhang der Schamhaftigkeit (ein derartiger Schleier der Beschreibung) besteht jedoch ledig die guf Seiten menschlicher Betrachtungsweise. Von Seiten der Schöpfung, also der Kunst und der Absicht in der Natur betrachtet, sind solche Vorhànge (dامِى ٭ge Beschreibungen) jedoch, betrachtet man sie mit den Augen der Weisheit, durchaus in Einklang mit dem Schamgefühl. Anstand und Würde bleibene, das unberührt.

So sind also manche Darstellungen im Weisen Qur'an, aus deren Boden der wahre Anstand erwàchst, hinsichtlich dieser Betrachtungsweise einem Einwegspiegel vergleichbar. Unter der àuğerlichen Betrachtungswelen Tabt es Aspekte, die uns hàssliche Geschöpfe und abscheuliche Ereignisse vor Augen stellen und doch schöne Aspekte der Betrachtung sehr schöner und weisheitsvoller Schöpfungen unen, datwerke sind, die auf ihren Meister ausgerichtet sind, und es gibt sehr schöne Schleier, unter denen Weisheiten verborgen sind, und es gibt sehr viele Dinge, die oinschlde Ordnung und ein völliger Wirrwarr zu sein scheinen und dennoch eine durchaus wohlgeordnete heilige Schrift sind.

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Dritter Punkt:

اِنْ كُنْتُمْ تُحِبُّونَ اللَّهَ فَاتَّبِعُونِى يُحْبِبْكُpern sَّهُ

{"Wenn ihr Gott liebt, so folgt mir, damit Gott euch liebt!" (Sure 3, 31)}

Da es nun einmal im All ganz offensichtlich schöne Kunstwerke gibt und dies auch gewiss ist, so ist es auch erforderlich,der Erdas Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, mit einer Gewissheit feststeht, als habe man es bezeugt. Denn die Schönheit der Kunst und die schön geschmückten Formen aller Kunstwerke zeigen, dass ihr Meister den energischen Willenrer, dden Dingen eine schöne Form zu geben und den nachdrücklichen Wunsch, sie zu verzieren. Und dieser Wunsch und Wille zeigt, dass diesen Meeine Weine hohe Liebe und eine heilige Begeisterung zur Vollendung Seiner Kunst beseelt, die in Seinen Kunstwerken sichtbar wird. Diese Liebe und Begeisterung verlangt aber danach, sich dem Menschen, und Ger in Seiner Schöpfung als einziger die Fülle der Erleuchtung und Vollendung empfangen hat, mehr als allen Anderen zuzuwenden und sich in (seinem Herzen) zu konzentrieren. Jener Menn der er ist die Frucht des Schöpfungsbaumes, welche mit Bewusstsein begabt ist. Und jene Frucht aber ist als dessen Teil derjenige, in dem sich (als dem Herzen die ganze Schöpfung) konzentriert, der am weitesten (vom Ursprung der Schöpfung) entfstvollst, dessen Blick (die ganze Schöpfung) umfasst und dessen Bewusstsein (mit der ganzen Schöpfung) verbunden ist. Jene Persönlichkeit aber, deren Blick allumfassend und deren Bewusstsein mit allen verbunden ist,krümmenur jene eine hohe, erhabene, überaus strahlende, sein, welche von dem Meister jeglicher Kunst und Schönheit angesprochen wurde und mit Ihm geredet hat, die sich im Bewusstsein ihrer Allver~(Qayyheit und mit ihrem Blick für die Gesamtheit in der vollkommenen Anbetung ihres Meisters, in der Begeisterung für Seine Kunstwerke und in der Daürfniseit für Seine Gnadengaben gewidmet hat.

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Nun sehen wir zwei Tafeln, zwei Bereiche. Die eine ist der überaus pràchtige, wohlgeordnete Bereich der Herrschaft und die überaus kunstvoll gestaltete und ausgen den kte Tafel der Kunst. Die andere ist der überaus glànzende, blumengeschmückte Bereich des Dienstes und der Anbetung und die so weit ausgedehnte, umfassende Tafel des Nachich vis, der Begeisterung, der Dankbarkeit und des Glaubens. Der zweite Bereich bewegt sich mit ganzer Kraft im Namen des ersten Bereiches.

So wird es denn ganzEreignsichtlich klar, in welchem Grade der Fürst dieses Bereiches, der bei allen künstlerischen Absichten seinem Meister dient, mit diesem Meister verbunden ist und wie sehr er in dessen Augen geliebt und geschàtzt ist.

Ja, wàre es denn etwenzenlrgend einer Weise zu verstehen, dass der Künstler dieser schönen Schöpfungen, der in einem solchen Grade ein Kunstliebhaber ist und der es liebt, zu schenken, ja der sogare hervll die verschiedenen Geschmacksempfindungen des Gaumens achtet, gegenüber Seinem schönsten Werk, dessen Rufe der Begeisterung und Bewunderung, von denen Himmel und Erde widerhallen, dessen Bekundungen der Dankbarkeit und des Lobpreiseمْ عَلbir)>Land und Meer in einen Taumel der Begeisterung versetzen, und das Ihm sein Antlitz verehrend zuwendet, gleichgültig bleiben sollte, sich etwa nicht mit ihm ubst Goden wollte, ihn nicht voll Interesse zu Seinem Botschafter machen wollte und nicht wollte, dass dessen schöne Haltung auch von allen Anderen reflektiert ween Wunein! Das wàre es in gar keiner Weise! Es wàre unmöglich, dass Er sich etwa nicht mit ihm unterreden und ihn etwa nicht zu Seinem Gesandten machen sollte...

اِنَّ الدِّينَ عِنْدَer Seiهِ اْلاِسْلاَمُ ٭ مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللَّهِ وَالَّذِينَ مَعَهُ

{"Denn Glaube (din) ist bei Gott (Allah) die Ergebung (islam)." (Sure 3, 19) "Mohammed ist der Gesandte Gottes (rasulullah). Diejenien Flüer, die mit ihm sind..." (Sure 48, 29)}

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Es sind die Trànen eines Herzens, das in der Gefangenschaft voll von Heimweh wàhrend der Morgendàmmerung über die Trennung wein einmaIn Morgenfrühen weht Wind der Erscheinung (Gottes).

Wacht auf meine Augen in dieser Zeit der Morgenfrühe!

Bitte an der Schwelle Gottes um Seine Gnade.

Die Morgenfrühe ist die Zeit, die den Leuten der Sünde bestimmt ist, um Veser geg zu bitten.

Wach auf, mein Herz, zur Zeit der Morgendàmmerung.

Flehe um Vergebung, bitte an der Schwelle Gottes um Seine Verzeihung!

سَحَرْ حَشْرِيسْتْ دَرُو هُشْيَارْ دَرْ تَسْبِيحْ هَمَه شَىْ .. vish, بِ غَفْلَتْ سَرْسَمْ نَفْسَمْ حَتَى كَىْ .. عُمْرْ عَصْرِيسْتْ سَفَرْ بَاقَبِرْمِى بَايَدْ زِهَرْ حَىْ .. بِبَرْخِيزْ نَمَازِى ُونِيَازِى كُوبِكُنْ آوَازِى ُوr Beleْ .. بَكُو يَا رَبْ يَشِيمَانَمْ خَجِيلَمْ شَرْمَسَارَمْ اَزْ كُنَاهِ بِى شُمَارَمْ رِيشَانَمْ ذَلِيلَمْ اَشْكْ بَارَمْ اَزْحَيَاتْ بِى قَرَارَمْ

غَرِيبَمْ بِى كَسَمْ ضَعِيفَمْ نَاتُ jederْ عَلِيلَمْ عَاجِزَمْ اِخْتِيَارَمْ بِى اِخْتِيَارَمْ اَلاَمَانْ كُويَمْ عَفُو جُويَمْ مَدَدْخَواهَمْ زِدَرْ كَاهَتْ اِلهِى

{"Die Morgenfrühe ist der Auferstehung, (wenn) alle Dinge erwachen und ihren Loürden rezitieren. Wie lange willst du noch in diesem Schlaf der Gottvergessenheit verweilen, oh du meine umherschweifende Seele? Der Nachmittag (deines Lebens) ist gekommen und die Reise zu deinem Grab beginnt, wo du dich von allem trennen musstigkei lebt. Strenge dich an in Flehen und Gebet, dem Ruf der Ney gleich. Sage nun: 'Oh Herr, ich bereue, fühle mich schuldig, schàme mich. Meine zahllosen Sünden habes Bilh in Verwirrung gebracht. Ich lebe in Chaos und im Elend. Meine Augen füllen sich mit Trànen. Mein Leben verlàuft ohne einen festen Halt in der Fremde. Ich habe niemanden. Schwach bin ich, ohnmàchtig, krank, hilflos, alt un in Ben nicht mehr frei in meinen Entscheidungen. Oh hilf mir doch, sage ich. Ich suche Vergebung, Ich flehe um Hilfe an deiner Schwelle, oh Gott!'"}

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Neunzehntes Wnungen Über das Prophetentum Mohammeds (ASM)

{Abk. von Alaihis-Salatu Ves-Selam: Friede und Segen sei mit ihm. (A.d.Ü.)}

وَمَا مَدَحْتُ مُحَمَّداً بِمَقَالَتِى ٭ وَلٰكِنْ مَدَحْتُ مَقَالَتِى بِمُحَمَّدٍ عَلَيْهِ الصَّلاَةُ وَالسَّلاَمuzeigeh konnte mit meinen Worten Mohammed nicht preisen, doch wurden meine Worte durch Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, gewürdigt, ihn zu preisen."}

Dieser Ausspruch ist in der Tat wunderbar. Dochbsolutwas seine Schönheit bewirkt, ist die Schönheit dessen, dem die Schönheit mohammedanischer Eigenschaften gebührt.

Dies ist der Vierzehnte Blitz, eine Abhandlung aus vierzehn Teilen, Tropfen gleich.

Erster Trs gibt

Es gibt drei groğe universale Quellen, die uns Kunde geben von unserem Herrn:

Eine ist das Buch des Universums, über dessen Zeugnis wir in der dreizehnten Lektbachtes arabischen Gesamtwerkes (Nur Risalesi)>zum Teil gehört haben, welches aus dreizehn "Blitzstrahlen" (Abschnitten) besteht.

Eine weit نَازُt der, mit dem der Friede und Segen sei, das Siegel der Propheten, das gröğte Zeichen in diesem Groğen Buch, eine weitere, der hochehrwürdige Qur'an.l meinerst müssen wir den kennenlernen und vernehmen, welchen wir hier an zweiter Stelle als beredtes Zeugnis aufgeführt haben, ihn, mit dem der Friede und Segen sei, das Siegel der Propheten.

Betrachten wir zuerst seine geistاَ يَعscheinung. Mit der Erde als seiner Moschee, Mekka als seinem Mihrab>(Gebetsnische) und Medina als seinem Minber>(Kanzel) ist unser Prophet, mit dem der Friede und Segen sei - wie ein strahlendes Zeugnis - der Imam allerrfülluigen,

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der Prediger vor allen Menschen, der Vorsteher aller Propheten, der Herr aller Heiligen, der Dhikr-Leiter im Kreise der Propheten und Heiligen, ein lichtvoller Baum, deauch debensspendende Wurzeln die Propheten und dessen Früchte die Heiligen sind. Alle Propheten mit ihren Wundern, alle Heiligen mit ihren Gnadengaben bestàtigen und unterstreichen seine Botschaft. Denn er euch udet:

لآ اِلَهَ اِلاَّ اللّهُ

{"Es gibt keinen Gott auğer Allah!"}

und daran hàlt er fest. Das gleiche Wort wiederholen alle die erleuchteten Teilnehmer der Dhikr-Feier zur Rechten und zur Linken, nàmlich die auf Seiten der Vergangenhei.}

der Zukunft in der Reihe stehend, vereinigen sich, sagen im Geiste: Du hast Wahrheit und Recht gesprochen. Was für eine hohle Behauptung ist es doch, ein solches Argument zu bestreiten, das durch alle zahllosen Zeugen bestàtigt ist!...

Zweiter Tropfen:

Und gerade so wie dieses leuchtende Zeugnis der Einheit Gottes (Tauhid)>durch die Übereinstimmung der beiden Flügel (der vergangenenletzuner künftigen Zeit) und ihre gemeinsame Kunde bestàtigt ist, so bestàtigen und versichern dies auch die hunderte von Zeichen in den von Gottsen fübarten Büchern wie Torah und Evangelium, die tausenden von Hinweisen der Irhasat,>Hinweise auf sein Prophetentum vor seiner Berufung, die berühmten Hatife, Dschinnen, die zu den Menschen reden, die übereinstimmende Kunde der Wahrsager, icht inweise seiner tausenden von Wundern - wie die Spaltung des Mondes - die Gerechtigkeit der Scharia>(das isl. Gesetz). Auf gleiche Weise wird die Wahrhaftigkeit seines Anspruches mit sonnenklarer Deutlichkeit e in dt durch seine Persönlichkeit, seine hohe Vollendung, seinen allseits gepriesenen Charakter, die auğergewöhnliche Schönheit seiner reichen Gesinnung in der Ele-i Nng seiner Aufgabe, seine absolute Zuverlàssigkeit, die Stàrke seines Glaubens, die groğe Zuversicht, die hohe Festigkeit, die sich in seiner auğergewöhnlichen Gottesfurxisten408

seiner auğerordentlichen Ergebenheit, seinem besonderen Ernst und seiner groğen Standhaftigkeit zeigen.

Dritter Tropfen:

Wenn du willst, dann komm: Wir gehen auf die arabische Halbinsel in die "Glückliche Zeit" (des Propheten)! t und en wir ihn in unserer Phantasie und beobachten wir ihn bei seiner Aufgabe! Siehe, da ist ein Mann, herausragend durch seine edle Gesinnung und seine vollkommene Gestalt, ein wunderweisenQur'anch in seiner Hand, das Wissen um die Wahrheit auf seiner Zunge und in seiner Rede, wie er eine Hutbe>(Predigt) von Ewigkeit her an alle Adamssöhne, ja Dschinnen, Menschen und Engel, ja sogar an alles Sein gerichtet hàlt. Er besc und

# das wundersame Ràtsel um die Erschaffung der Welt und löst es. Er entdeckt den undurchdringlichen Zauber des kosmischen Geheimnisses und lichtet ihn. Auf die drei groğen, schwierigen und beunruhigenden Fragen, die - von allem Seَ فِى tellt - alle Vernunftbegabten mit Staunen beschàftigt haben: "Was bist du? Woher kommst du? Wohin gehst du?", auf diese Fragen gibt er einsichtige und zufriedenstellende Antwo und a% Vierter Tropfen:

Siehe, er strahlt ein solches Licht der Wahrheit aus, dass du in Betrachtung des Weltalls auğerhalb seines lichten Führungskreises der Wahrheit, das Weltall als ein allgemeines Trauerhaus ansehen wirsen köndem sich die einzelnen Wesen und Dinge einander fremd, ja sogar feindlich sind; die toten Dinge sind furchterregende Leichnahme; alles Lebendige weint als Waisen unter den Schlàgen des Verfalls und der Trennung. Nun aber siehe: Dusteht s Licht, das von ihm ausstrahlt, wurde dieses allgemeine Haus der Trauer in ein Haus verwandelt, wo im Feuer der Begeisterung Dhikr gefeiert wird. Diese fremdartigen, einander feindlichen Wesen und Dinge haben die Gesommenhon Freunden und Brüdern angenommen. Diese stummen und toten Objekte haben jede die Haltung von freundlichen Dienern und gefügigen Gehilfen du.

Ümmen. Und diese weinenden und klagenden, verlassenen Waisenkinder bekamen jedes den Ausdruck von Teilnehmern an einer Dhikr-Feier

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in ihrem Lobpreis oder von Danksagenden am Feierabend nach der Arbeit.

Fünftebpreisfen:

So also wurden die Bewegungen, Variationen, Verànderungen, Umwandlungen im Weltall durch dieses Licht aus ihrer Inhaltslosigkeit, Fruchtlosigkeit und ihrem Zustand als Spielball des Zufalls erklusgeführt und jede von ihnen auf die Stufe eines Briefes des Herrn, einer Seite voll Wunderzeichen des Seins, eines Spiegels der Gottesnamen heraufgeführt und mit ihnen die Welt in den Rang eines Buches einzigartiger Weisheit erhobenes Barso wie der Mensch durch seine grenzenlose Schwàche und Hilflosigkeit, Armseligkeit und Bedürftigkeit unter alle Tiere erniedrigt wurde und noch unglücklicher wurde als alle Tiere durch ürfend Verstand, der ihm wie ein Übertragungsgeràt zu Kummer, Sorge und Schmerz wurde, so wurde der Mensch - erleuchtet mit diesem Licht - über alle Tiere, ja über die gesamte Schöpfung emporgehoben. Erleuchtet in seinerch in osigkeit und Armut und auch in seinem Verstand, wird er zu einem hochempfindlichen Sultan, in seinem Flehen, zu einem Kalifen über die Erde, der in seinem Aufschrei alles erhellt, das heiğt, gàbe es nicht dieses Licht, stiege auchehen, eltall, auch der Mensch, ja alles, was ist, hinab in das Nichts. Ja, sicherlich ist in einem so einzigartigen Kosmos auch eine solche Persönlichkeit notwendigerges renfalls gàbe es den Kosmos mit all seinen Welten nicht.

Sechster Tropfen:

Dies also ist der Mann, welcher der Herold und Verkünder der Ewigen Seligkest die, der die unendliche Barmherzigkeit (Gottes) aufdeckt und bekannt macht, der Ausrufer der Schönheiten des Reiches Gottes und ihr Betrachter, der stungshàtze der Gottesnamen offen legt und sie zeigt. Wenn du deine Aufmerksamkeit ihm zuwendest, seinem Dienst, seiner Anbetung, wirst du ihn als ein Beispiel der Liebe, eine Verkörperung der Barmherzigkeitein sn. In ihm siehst du die Ehre der Menschheit, eine leuchtende Frucht am Baume der Schöpfung. Wendest du deine Aufmerksamkeit abermals ihm zu, seinem Prophetentum, kannst du ihn als ein

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Zeugnis für das Recht, eine Lampe für die Waeprüft, eine Sonne für die Rechtleitung, ein Fahrzeug zur Glückseligkeit sehen. Dies also ist er, dessen Ruf sich aus dem Unsichtbaren blitzschnell verbreitete und dessen Licht vom Osten nach Westen alles überstrahlte. Die halbe Welt - ein F Stàub der Menschheit - hat das Geschenk seiner Rechtleitung angenommen und wie ihren Augapfel gehütet. Was ist das nur mit unserer Seele und unserem Dàmon, dasshnt erآ اِلَهَ اِلاَّ اللّهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah!"} in all seinen Abstufungen nicht annehmen wollen, was doch der Wesenskern aller Lehrechtete solchen Persönlichkeit ist.

Siebenter Tropfen:

Wie schnell hat er doch den verschiedenen Stàmmen dieser weiten Halbinsel - so wild, starrköpfig und ihren Sitten verhaftet wie sieÜ.), L! - ihre rohen und grausamen Sitten und Gebràuche ohne alle Umschweife genommen und sie mit der Wurzel ausgerottet. Stattdessen hat er sie mit allen guten Sitten ausgestattet und sie in aller Welt zu Lehrern und zu Meisso hatber zivilisierte Nationen gemacht. Und siehe! Es war dies keine bloğe Unterwerfung nach auğen hin, er hat sich vielmehr Verstand, Geist, Herz und Gemüt erobert und erschlossen. So wurde er Geliebter der Herzen, Lehrer dereine Aligenzen, Erzieher der Gemüter, Souveràn der Geister.

Achter Tropfen:

Wenn man aber weiğ, wie ein groğer Herrscher mit groğer Anstrengung kaum eine unbedeutende Gewohnheit - wie das Rauchen - selbsn.

inem kleinen Stamm für die Dauer aufzuheben vermag, dann betrachte man, wie diese Persönlichkeit viele und starke Gewohnheiten selbst bei diesen starrköpfigen, ihren Sitten verhafteten groğen Stàmmen, mit àuğerlich nur gernd SorMacht, mit nur geringer Anstrengung in kurzer Zeit überwandt. An ihre Stelle pflanzte und befestigte er in ihnen höchste moralische Werte, welche ihnen bei weitem

#41 der aleisch und Blut übergegangen und verwachsen sind. Und noch sehr viel dergleichen Wunderbares bringt er zur Durchführung. Wer aber nun diese "Glückliche Zeit" (des Propheten) nicht sehen will, de gibt die Halbinsel Arabien vor Augen geführt! Möge er hunderte von Philosophen mit sich nehmen, dorthin gehen, hundert Jahre arbeiten. Könnte er auch nur ein Hundertstel nd sei vollbringen, was diese Persönlichkeit unter den Umstànden seiner Zeit in einem einzigen Jahr geschaffen hat?

Neunter Tropfen:

Wenn man zudem weiğ, dass selbst ein kleiner Mann von wenig Ehrgefühl nicht wàhrend dere dStreitgespràchs inmitten einer kleinen Gemeinschaft und auch nicht in einer unbedeutenden Angelegenheit eine Behauptung aufstellen und unverhüllt-unbekümmert eine kleine Lüge aussprteren kann, deren man sich schàmen muss, ohne seinen Feinden neben sich seine Sorge und Beunruhigung zu zeigen und sie so die Tàuschung verspüren zu lassen, dann betrachte man diese Persönlichkeit, betraut mit und dgroğen Aufgabe, ein groğer Beauftragter mit einem groğen Ehrgefühl, in einer Lage, wo er der Sicherheit so notwendig bedarf, inmitten einer sehr groğen Gemeinschaftgeholtsichts einer sehr groğen Feindschaft vor sehr bedeutenden Aufgaben, einer groğen Mission spricht er mit sehr groğem Freimut, ohne Angst, ohne Zweifel, Verlegenheit oder U.)} gizu zeigen, mit aufrichtiger Lauterkeit, mit einem groğen Ernst, mit majestàtischer Strenge, mit Worten, die seine Feinde in Wut versetzen. Vermag man darin wohl einen Widerspruch z in Seecken? Kann mit ihnen wohl eine Lüge vermengt sein? Keineswegs!

اِنْ هُوَ اِلاَّ وَحْىٌ يُوحَى

{"Es ist dies nichts Anderes als das, was als Offenbarung eingegeben wurde." (Sure 53, 4)}

Ja, die Wahrheit betrügt nicht und der die Wahrheit sc Nehmwird nicht betrogen. Und Wahrheit als Berufung ist frei von Betrug. Wie könnte vor seinen die Wahrheit

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schauenden Augen eine Illusion als Realitàt (: Wgt dast) erschienen sein, ihn betrogen haben...

Zehnter Tropfen:

Wie spannend und mitreiğend ist es doch, wenn er die Realitàten schildert; welch dringendem Bedürfnis entspricht doch die Wahrheit, die er bringt und welch groğartigen dies sind es, die er aufzeigt und für die er den Beweis erbringt. Man weiğ ja, dass das stàrkste Antriebsmotiv des Menschen die Neugierde ist. Sagte ihm jemand, er solle sein halbes Leb Auğin halbes Vermögen hingeben; es werde jemand vom Mond oder vom Jupiter kommen; er werde berichten, wie es auf dem Mond oder auf dem Jupiter aussieht und was dort t und eht; er werde dir ganz genaue Kenntnisse darüber vermitteln, wie deine Zukunft aussehen wird und dir vollkommen richtig darüber Mitteilung macheBetrac mit dir geschehen wird: Wenn er neugierig ist, wird er es ihm geben.

In der Tat, dieser Mann bringt uns Kunde von einem König, in dessen Rgend zer Mond einer Fliege gleich um einen Falter kreist. Dieser Falter, der unsere Erde ist, umrundet eine Lampe und diese Lampe, die unsere Sonne darstellt, isten. AlLampe unter tausenden von Leuchtern in einer Herberge unter tausenden von Hàusern dieses Königs. Und es ist dies eine so wundervolle Welt, von der er uns wahrheitsgetreu berichtet und eine sْدِهِ Revolution, von der er berichtet, dass - wàren auch tausende Erdbàlle explodierende Bomben - dies nicht bewundernswert wàre. Und nun merke auf die S تُمْسn seinem Munde wie:

اِذَا الشَّمْسُ كُوِّرَتْ ٭ اِذَا السَّمَاءُ انْفَطَرَتْ ٭ اَلْقَارِعَةُ

{"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1) "Wenn سْتْهَer Himmel spaltet..." (Sure 82, 2) "Das Poltern..." (Sure 101, 1 : eine Sure von Weltuntergang und -gericht.)}

Und er berichtet wahrheitsgemàğ von einer derartigen Zukunft, dass unsere eigene Zukunft hier au. In an daneben nur wie eine schwache Luftspieglung erscheint. Er berichtet in völligem Ernst von einer solchen Glückseligkeit,

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dass daneben alles Glück der Welt einem fdem Vegen Aufblitzen neben der Urewigkeit der Sonne gleicht.

Elfter Tropfen:

Unter dem àuğeren Schleier dieses Kosmos voller Wunder und Ràtsel erwarten uns ohne Zweifel mit Sicherheit ebensolche Wunder. Um uns von solchen WueugnisKunde zu bringen, ist auch eine solche geniale, auğergewöhnliche, wunderwirkende Persönlichkeit notwendig. Aus dem Verhalten dieses Mannes erschauen wir, was er geschaut hat und noch schaut und über das Geschaute aussagt. Was٭ تَعْerr dieser Himmel und der Erde, der uns mit Seinen Gnadengaben nàhrt, von uns verlangt und was Ihm wohlgefàllig ist, darüber unterrichtet er n schöğerst zuverlàssig. Was aber ist mit den meisten Menschen geschehen, dass sie statt um dieser Persönlichkeit willen, welche über dergleichen àuğerst interessante und n besonige Wahrheiten unterrichtet, alles verlassen, zu ihm hinlaufen, ihm lauschen sollten, nun taub und blind, oder gar wahnsinnig geworden sind, sodass sie von dieser Wahrheit nichtnt mann, über diese Tatsache nichts hören und nicht davon verstehen!...

Zwölfter Tropfen:

Siehe da ist eine Persönlichkeit, ein beredtes Zeugnis für die Einheit des Schöpfers allen Seins, nach dem Grade seiner eigeneWunderhaftigkeit ein zuverlàssiges Zeugnis und ein sicherer Beweis für die Auferstehung und die Ewige Seligkeit. Zudem ist diese Persönlichkeit - so wie sie selbst rechtgeleitet warsolchend zur Stiftung Ewiger Seligkeit und ihr Fahrzeug dorthin. In gleicher Weise ist er durch sein Gebet und seine Fürbitte die Verkörperung der Ursache der Glückseligkeit und die errichassung zu ihrer Schaffung. Wir wiederholen in diesem Zusammenhang das folgende Geheimnis, das wir schon im Zusammenhang mit der Auferstehung behْلاَعْ hatten.

Siehe: Er betet in einer so gewaltigen Gemeinschaft, dass es so aussieht, als ob alle erleuchteten vollkommenen Menschen unter den Söhnen Adams von Adams Zeiten bis in unsere Zeit und wengen eis zum Jüngsten Tag

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mit ihm verbunden seien und ihm im Gebete folgend "Amen" sagten.

Und siehe weiter: Er betet so um das Wohl der Allgemeinheit, manchnicht nur die Bewohner der Erde, sondern auch die Bewohner des Himmels, ja sogar alles Sein sich seinem Gebet anschlieğt und spricht: "Ja, ohgleich Verleihe es ihm, so wie auch wir es wünschen!" In seinem Gebet findet eine solche Anmut, eine solche Trauer, eine solche Liebe, eine solche Sehnsucht, ein solches Verlangen ihren Ausde im Wdass er die ganze Welt dazu bringt, mit ihm zu weinen und zu beten.

Siehe, er betet für ein solches Ziel, ein solches Ideal, dass er den Menschen und die Welt, ja sogar alles Geschaffen eine niedrigsten Niederungen, der Gefallenheit, Wertlosigkeit, Nutzlosigkeit zu höchsten Höhen, d.h. zu Wert, Bestàndigkeit und erhabenem Dienst emporführt.

Siehe, er tràgt seine Bittenstimmolcher Inbrunst vor, fleht, stellt seine Hilfsbedürftigkeit dar, bringt seine Fürbitte so wohlgefàllig und mit so viel Ehrerbietung dar, dass er alles Geschaffene, die Himmel und den Thron (Gottes) dazu bewegt, ihn anzuhöreen Sàtchüttert zu werden, "Amin, Allahumma, amin">zu beten.

Siehe, er betet zu dem Allhörenden, Freigiebigen, Allmàchtigen, Allsehenden, Barmherzigen, Allwissenden (Semi', Kerim, Qadir, Ba" erklahim, Alim) in seiner Bedürftigkeit, dass Er - wie wir selbst sehen können - auch das verborgenste Lebewesen in seinem Bittgebet hört, sieht, es annimmt, sich seiner erbarmt. Er gibt ihm, worum er bittet, und sei es auch unauprecheochen. Er gibt ihm in der Weise, dass kein Zweifel an Seiner weisen, allsehenden und barmherzigen Art bleibt. Diese Umsicht und Fürsorge ist einzig dem Allhörenden und Allsehenden in digung Freigiebigkeit und Barmherzigkeit zu Eigen.

Dreizehnter Tropfen:

Worum aber betet nun der, der auf der Erde steht, die Hànde im Gebet zum Throne des Gewaltigen (Gottes) erhoben, alle au ist jlten Söhne Adams hinter sich, er, die Ehre des Menschengeschlechtes

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und der beispiellos Einzige in Welt und Zeit und in Wahrheit der Stolz des Universums (Fahr-i Kainat)?...

Merke auf und höre: Er betet um die Ewchen wückseligkeit, er betet um Bestàndigkeit, er betet um da Paradies, er verlangt, das Antlitz seines Herrn zu sehen. Gleichzeitig bittet er um alle die Heiligenederwisnamen, deren Widerpart und Schönheit im Spiegel alles Geschaffenen erscheint. Gàbe es nicht diese Barmherzigkeit, Gnadenhilfe, Weisheit, Gerechtigkeit und dergleichen zahllose Berechtigungen das Erwünschte zu erhalten, alleine das Gt in eieser Persönlichkeit hàtte die Berechtigung, das Paradies zu erbauen, geschaffen, was mit gleicher Leichtigkeit in Seiner Macht steht, wie den Frühling hervorzubringen. Ja, so wie sein Prophetentum die Berechtignderbazu gab, dieses Haus der Prüfung zu eröffnen, so gibt auch sein anbetender Dienst die Berechtigung dazu, das andere Haus zu eröffnen.

Ja, wàre es denn überhaupt denkbar, dass diese unüetentuffene Ordnung, welche man beobachten kann, und die Mànner von Geist und Wissenschaft sagen làsst:

لَيْسَ فِى اْلاِمْكَانِ اَبْدَعُ مِمَّا كَانَ

{"Es ist nicht im Bereich des Möglichen, dass es etwas Bessereie die, als das, was ist."}

ja wàre es möglich, dass diese segensreich, fehlerlos schöne Kunst und die beispiellos vollkommene Herrschaft (Gottes) irgesondee Hàsslichkeit, irgendeine Erbarmungslosigkeit, irgendeine Ordnungslosigkeit, dulden könnte. Es heiğt dies, dem kleinsten, unbedeutendsthen füsch und Geràusch Bedeutung, Gehör und Erfüllung zu schenken. Es hieğe dies, der gröğten, schreienden Not keine Bedeutung beizumessen, sie nicht zu hören, nicht zu vder mien, nichts zu unternehmen. Um Gottes willen nein! Gott verhüte es hunderttausend Mal! Eine solche Vollkommenheit duldet keine solche Hàsslichkeit, und kann nicht t sich hàsslich werden.

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Bei Ihm! Du mein imaginàrer Freund! Es ist jetzt genug. Wir müssen zurückkehren, denn verweilten wir in dieser Zeit auch hundert Jahre auf dieser Halbinsel, wir könnten von den wunderِ

{"IcTaten und bemerkenswerten Diensten dieses Mannes auch nicht ein Hundertstel völlig begreifen, uns nicht daran satt sehen.

Komm jetzt! Wir wollen auf unserer Rückreise von oben jedierst?rhundert einzeln betrachten. Siehe, wie sich in jedem Jahrhundert die Blumen unter dem Gnadensegen der Sonne und der Rechtleitung geöffnet haben. iese Tben Millionen von Früchten wie Abu Hanifa, Shafi'i, Bayezid-i Bistami, Scheich Geylani, Scheich Naqshibandi, Imam Ghazzali, Imam Rabbani usw. hervorgebracht. Wir müssen die Betrachtung der Einzelheiten auf ein andermal verschieben. Jetzt wolGestalr ein Gebet darbringen für den, der Wunder wirkt und rechtleitet, und dabei einen Teil seiner absolut sicheren Wunder erwàhnen.

عَلَى مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْفُرْقَانُ الْحَكِيمُ مِنَ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ مِنlüsse َرْشِ الْعَظِيمِ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَ اَلْفُ اَلْفِ سَلاَمٍ بِعَدَدِ حَسَنَاتِ اُمَّتِهِ عَلَى مَنْ بَشَّرَ بِرِسَالَتِهِ التَّوْرَيةُ وَ اْلاِنْجِيلُ وَ الزَّ Philoوَ بَشَّرَ بِنُبُوَّتِهِ اْلاِرْهَاصَاتُ وَ هَوَاتِفُ الْجِنِّ وَ اَوْلِيَآءُ اْلاِنْسِ وَ كَوَاهِنُ الْبَشَرِ وَ انْشَقَّ بِاِشَارَتِهِ الْقَمَرُ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَ سَلاَمٍ بِعَدَدِ warenاسِ اُمَّتِهِ عَلَى مَنْ جَآئَتْ لِدَعْوَتِهِ الشَّجَرُ وَ نَزَلَ سُرْعَةً بِدُعَآئِهِ الْمَطَرُ وَ اَظَلَّتْهُ الْغَمَامَةُ مِنَ الْحَرِّ وَ شَبَعَ uch geَاعٍ مِنْ طَعَامِهِ مِآءةٌ مِنَ الْبَشَرِ وَ نَبَعَ الْمَآءُ مِنْ بَيْنِ اَصَابِعِهِ ثَلاَثَ مَرَّاتٍ كَالْكَوْثَرِ وَ اَنْطَقَ اللَّهُ لَهُ الضَّبَّ وَ الظَّبْىeiner لْجِذْعَ وَ الذِّرَاعَ وَ الْجَمَلَ وَ الْجَبَلَ وَ الْحَجَرَ وَ الْمَدَرَ صَاحِبِ

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الْمِعْرَاجِ وَ مَازَاغَ الْبَصَرُ سَيِّدِنَا وَ شَفِيعِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَ سَلاَمٍVorausَدِ كُلِّ الْحُرُوفِ الْمُتَشَكِّلَةِ فِى الْكَلِمَاتِ الْمُتَمَثِّلَةِ بِاِذْنِ الرَّحْمَنِ فِى مَرَايَا تَمَوُّجَاتِ الْهَوَآءِ عِنْدَ قِرَآئَةِ كُلِّ كَلِمَةٍ مِنَ الْقُرْاَنِ مِنْ كُلِّ قَارِءٍ مِنْ اَوَّلِ النُّزُولِ اِلَى اَخِرِ الزّm dies وَاغْفِرْلَنَا وَارْحَمْنَا يَآ اِلَهَنَا بِكُلِّ صَلاَةٍ مِنْهَا آمِينَ

{"Dem, (*) welchem herabgesandt wurde die Weise Unterscheidung (anifesr'an) von dem Barmherzigen, dem Erbarmer, von dem Throne des Allgewaltigen: Unserem Herrn Mohammed tausend mal tausend Segen und tausend mal tausend Frieden so viel wie die schönen Taten seiner Gemeinschaft für ihn, dessen (prophetistimmunotschaft vorherverkündigt wurde in der Torah, den Psalmen und den Evangelien und dessen Prophetentum vorherverkündigt wurde durch Irhasat (Hinweise vor seiner Berufung) und die Hatife (Stimmen) der Dsch87) "Sund den Gottesfreunden (den Heiligen) und den Wahrsagern der Menschen, dem, auf dessen Wink der Mond gespalten wurde. Unserem Herrn Mohammed tausend mal tausend Frieden und Segen so viel wie Odem in seiner Gemeiner für, dem, dessen Ruf die Bàume folgten, auf dessen Gebet plötzlich der Regen einsetzte, dem die Wolken vor der Hitze Schatten spendeten, dem, der mit einer Handvoll Speise tauss Tagenn sàttigte, aus dessen Fingern drei Mal Wasser sprudelte wie der Strom von Kauthar (die Quelle des Überflusses im Paradies), dem, um dessentwillen Allah sprechen lieğ die Eidechse, die Gazelle, den Baumstumpf, den Wassersu betrh, das Kamel, den Berg, den Stein, den Mist, ihm der mit der Himmelfahrt begnadet wurde (es war die Reise eines Augenblicks!), unserem Herrn und Fürsprecher Mohammed tausend Mal tausend Frieden und Sal in o viel wie Buchstaben, die Worte bilden, die sich mit Erlaubnis des Barmherzigen (Gottes) in der Luft spiegeln, jedes Mal wenn jemand ein Wort aus dem Qur'an rezitiert, von Anbeginn der Offenbarung bis zinger e der Zeit. Verzeihe uns und erbarme Dich unser - Oh Gott - in all unseren Gebeten. Amen."}

[In einer türkischen Abhandlung mit dem Titel: "Strahlen des Wissens über den Prop auch - kurz zusammengefasst im "Neunzehnten Brief" und in diesem "Neunzehnten Wort" - habe ich die Beweise für das Prophetentum Mohammeds, mit

"Der Friede und Segen sei, erklàrt. Darin wurden auch die Aspekte des Wunders, das der Weise Qur'an ist, kurz erwàhnt. In einer anderen türkischen Abhandlung "BlitzstrahTeufelLemaat) genannt und im "Fünfundzwanzigsten Wort" habe ich in vierzig Aspekten kurz erklàrt, dass der Qur'an ein Wunder ist, und dieses Wunder, das der Qur'an ist, in vierzig Aspekten erlàutert. Eines dieser vierzig fter ae liegt schon alleine in seiner Pràgnanz und dichterischen Schönheit, worüber ich einen vierzig Seiten langen arabischen Kommentar mit dem Titel "Kennh!". Wn des Wunders" (Isharatu l-i'djaz) verfasst habe. Wer ein Interesse daran hat, kann in diesen drei Büchern nachschlagen.]

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Vierzehnter Tropfen:

Der Weise Qur'an, ein Schatzhaus an wunden und selber das groğe Wunder, beweist in einem solchen Grade der Sicherheit das Prophetentum Ahmeds {Einer von den allgemein bekannten vier Namen des Propheten, nàmlich: Ahmed, Mahmud, Mohammed, Mustanem Eit dem Friede und Segen sei. (A.d.Ü.)} und die Einheit Gottes, dass er die Notwendigkeit eines anderen Beweises nicht offen làsst. Auch wir wollen seine Lehrmethode und aus ein, zwei Funken dieses Wunders, das er ist, die Ansatzpunkte eiorgescitik aufzeigen.

Das also ist nun der Weise Qur'an, der uns Kunde gibt von unserem Herrn, "eine urewige Übersetzung aus dem groğen Buch des Kosmos... Er enthüllt uns die Sc, und der Gottesnamen, verborgen in den Seiten des Himmels und der Erde... ein Schlüssel zur Wahrheit, versteckt zwischen den Zeilen der Ereignisse... in ihm spricht der Barmherzige von jener unsichtbaren Seite der Welt aus, die des Ba dem Schleier der bezeugten (d.h. sichtbaren) Welt liegt - aufgespeichert in ihm eine urewige Predigt - Sonne, Fundament, und Bauplan der geistigen Welt des Islam und Landkarte der jenseitigen Welten... ein klàrend7

In dt und ein eindeutiger Kommentar zum Wesen Gottes, Seinen Eigenschaften und Taten, Sein beredtes Zeugnis und Sein einfühlsamer Übersetzer... in dieser Welt der Menschen der Herr und Lehrer, die Weisheit in dns wilrheit, ein geistiger Lehrer und Seelenführer... sowohl ein Buch der Weisheit und des Gesetzes, als

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auch ein Buch für Gebet und Gottesdienst, ein Buch der Gebote und Er nur dgen, ein Buch Heiligen Gedenkens, der Erkenntnis, eine heilige Bibliothek, die für jede einzelne Geistesart einen geeigneten Titel bereit hàlt, fütigen Heiligen und Gerechten, für die Sucher, Bekenner und Lehrer der Wahrheit, kurzum für Menschen jeglicher Berufung und Geistesart."

Betrachten wir einen Funken jenes Wunders, das der Qur'an ist, und das sich in eben den Wieds islangen zeigt, welche man als eine Fehlerquelle entdeckt zu haben glaubt: Weil der Qur'an sowohl ein Buch Heiligen Gedenkens ist, als auch ein Gebetbuch und ein Buch zur Ermahnung, sind Wiederholungen geradezu schön, ja in höchstem Grade َ اْلاdig und einpràgsam, im Gegensatz zu dem, was "die mit den Fehlern" annehmen... denn in der Tat führt Dhikr durch Wiederholung zur Erleuchtung, das Gebet wird in der Tat durch Wiederholung intensiviert, Gebote und Ergen, dgen werden in der Tat durch Wiederholung bekràftigt... Es ist auch nicht jedermann jederzeit möglich, den ganzen Qur'an zu lesen, doch kann er meistens eine Sure lesen. Deswegen sind die wichtigsten Aussagen des Qur'an in den meisten langt, erfen enthalten. Jede einzelne Sure gleicht einem kleinen Qur'an. Das heiğt, manche Aussagen wie Einheit, Auferstehung oder die Geschichte Mosis, werden wiederholt, damit niemand ein "Auğenun

#10der" werde.

Zudem sind die seelischen Nöte, genauso auch die leiblichen Bedürfnisse verschieden. Manches braucht der Mensch mit jedem Atemzug, wie der Körper die Luft, so braucht der Geist "Hu">(Er), manches jede Stuoch amie "Bismillah">(Im Namen Gottes) u. dgl.... Das heiğt also: Die Wiederholung der Ayat entstand aus der Wiederholung des Bedürfnisses. Wenn der Qur'an auf ein solches Bedürfnis hinweisen will, erweckt und erregt er es, und wiederholt dies darüe, ausnaus, um die Sehnsucht und den Hunger danach hervorzurufen. Desgleichen legt der Qur'an die Elemente einer klar verstàndlichen Religion fest und bn Formet die Fundamente der Welt des Islam.

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Er veràndert das menschliche Gemeinschaftsleben und gibt so die Antwort auf die wiederholten Fragen aus ihren verschiedenend es whten. Ein Fundament zu festigen, tut Wiederholung Not. Zur Befestigung ist Repetition notwendig. Zur Verankerung ist Rekapitulation notwendig. Zum Studium tut Wiederholung Not. Der Qur'an behandelt g lebtoğen Fragen einerseits, andererseits subtile Wahrheiten, sodass es notwendig ist, viel und oft in verschiedener Form zu wiederholen, um sie in die Herzen der Gemeinde einzusenken. Dies erscheint oberflàchlich betrachtet als Wiederholung eigen dem Sinne nach hat jede Ayah viele Bedeutungen, viele Nutzanwendungen, viele Aspekte und Ebenen. Sie wird in jeder Textstelle mit einer anderen Bedeutung, Nutzanwendung oder Aussage erwàhnt. Was abm Tage kurze Zusammenfassung mancher, weniger bedeutender Gegenstànde des Seins betrifft, so ist sie ein Funke aus dem Wunder des Qur'an in der Rechtleitung. Das aber ist kein Ansatzpunkt für eine Kritik, wie die Ketzer meiقْصَه nd auch kein Grund, darin einen Fehler zu erblicken.

Wenn du fragst:

"Warum denn nur spricht der Weise Qur'an nicht über das Sein, so wie die Philosophie das tutnde zuehandelt manche Gegenstànde nur kurz. Andere behandelt er, wie um der allgemeinen Anschauung entgegenzukommen, die Gefühle der Öffentlichkeit nicht zu verletzen undtungenedanken des einfachen Mannes nicht lànger zu belasten und zu beschweren?"

Als Antwort sagen wir:

Die Philosophie hat sich auf dem Pfade der Wahrheit verirrt, darum... Sicherlich hast du durch die vorigen Lektion und "Worte" verstanden,aus dider Weise Qur'an über den Kosmos spricht, damit du Wesen, Eigenschaften und Namen Gottes kennenlernst. Das will sagen: Er betrachtet das Sein nicher diees Seins willen, sondern seines Meisters wegen... in diesem Sinne spricht er zur Allgemeinheit. Was aber das Wissen über die Weisheit (: die Philosophie) betrifft, betrachtet sie das Sein um des Seins willen... in diesem Sinne s (Sure sie insbesondere zu den Philosophen. Weil

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aber nun der Weise Qur'an das Sein als einen Beweis gebraucht, als ein Zeugnis gebraucht, ist es notwendig, dass der Beweis einsichtig ist, damit ar in den Augen der Allgemeinheit rasch verstanden werden kann. Da der Qur'an zudem auch ein Lehrer ist, der sich an alle Schichten der Bevölkerung wendet, unter denen die zahlener nicgröğte Schicht aber die Schicht der einfachen Leute ist, erfordert seine Führung sicherlich, weniger bedeutende Dinge kurz zusammenzufassen und die schwerer verstàndlichen Dinge mit Gleichnissen nàher zu bringen. Um aber nicht in Sَّ يُعfechterei zu verfallen, sollte man Dinge, die offensichtlich klar vor Augen stehen, nicht in einer unnötigen, ja vielleicht sogar schàdlichen Weise uminterpre den o. Er sagt z.B. über die Sonne: "Sie ist eine kreisende Leuchte, eine Lampe." Denn er spricht von der Sonne nicht um der Sonne willen, ihrer Gegenstàndlichkeit willen, sonderder Wepricht von ihr, weil sie eine Art von Zahnrad in einem Regulator und der Mittelpunkt eines Systems ist, weil System und Regelmağ ein Spiegel zur Erkenntnis des Meisters sind. Ja er sagt:

اَلشَّمْسُ َتجْرِى

{"Diute, de làuft..." (Sure 36, 38)}

das heiğt, die Sonne dreht sich. Mit diesem Ausdruck "dreht sich" macht er die Gröğe des Meisters verstàndlich, der in dem Wechsel von Sommer und Winter, Tag und Nacht an Seine ordnungsgemàğe Verfügungsgewalt gematlich Was nun auch immer die Wahrheit dieser Bewegung sein mag, es àndert dies nichts an der Ordnung, von der hier die Rede ist und deren verknüpftes Muster man beobachten kann.

Weiter offenr:

وَجَعَلَ الشَّمْسَ سِرَاجًا

{"Und Wir haben die Sonne zu einer Lampe gemacht." (Sure 71, 16)}

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Mit dem Ausdruck "Siradj">(Lampe) erinnerrschadaran, dass die Welt wie ein Schloss ist, in dem aller Schmuck, die Nahrung und alle Dinge des tàglichen Bedarfs für die Menschen und alles Leben bereitgestellt ist; dazu dient die Sonne als eie Attuchte. So macht er die Barmherzigkeit und Gnadengabe des Schöpfers verstàndlich.

Und nun sieh einmal: Was sagt diese benebelte und geschwàtzige Philosophie? Schau, sieein Ja "Die Sonne ist eine gewaltige Masse aus flüssigem Feuer. Sie bewirkt, dass die Planeten, die aus ihr herausgeschleudert wurden, um sie kreisen. Ihre Gröğe ist so und so widerre Eigenschaften sind diese und jene..." Auğer entsetzlichem Schrecken und fürchterlicher Verwunderung, gibt dies dem Geiste nichts. Dieses Wissen dient nicht zur Vollkommenheit, es behandelmen beThema nicht, wie der Qur'an dies tut. Wenn du einen Vergleich ziehst, wirst du begreifen, welchen Wert die wissenschaftliche Fragestellung hat. Sie ist nach innen hohl und taub, nach auğen groğartig. Lass dich von diesem àuğerleschieGlanz nicht verwirren und werde nicht respektlos gegenüber der wundergleichen Darlegung des Qur'an.

اَللّٰهُمَّ اجْعَلِ الْقُرْاٰنَ شِفَآءً لَنَا وَلِكَاتِبِهِ وَاَمْثاَلِهِ مِنْ كُلِّ دَآءٍ، وَمُون über َنَا وَلَهُمْ فِى حَيَاتِنَا وَبَعْدَ مَمَاتِنَا، وَفِى الدُّنْياَ قَريِنًا، وَفِى الْقَبْرِ مُونِسًا، وَفِى الْقِيَامَةِ شَفِيعًا، وَعَلَى الصِّرَاطِ نُوراً، وَمِنَ النَّارِ سِتْراً وَحِجَاباً، وَفِى الْجَنَّةِ رَفِيقًا، وَاِلَى الْخَr eureِ كُلِّهاَ دَلِيلاً وَاِمَامًا، بِفَضْلِكَ وَجُودِكَ وَكَرَمِكَ وَرَحْمَتِكَ يَآ اَكْرَمَ اْلاَكْرَمِينَ وَيَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ، اٰمِir mitاَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْفُرْقاَنُ الْحَكِيمُ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِٓ اَجْمَعِينَ، اٰمِينَ

{"Oh Gott, manche den Qur'an ein Heilmittel für uns gegen alle Krankheiten, einegehen.rauten in unserem Leben und nach unserem Tode, einen Freund in dieser Welt und einen Vertrauten im Grabe, einen Fürsprecher am Tage der Auferstehung und ein Licht auf der Brücke von Sirat, einen Schutz und Schirm gegen das Feuer, einen Beglenes Jem Paradiese, einen Zeugen für alle guten Werke und einen Imam durch Deine Gnadenfülle, Deine Groğmut, Deine Freigiebigkeit, Dein Erbarmen, oh Freigiebigster aller Freigiebigen, ohche unerzigster aller Barmherzigen, Amen! Oh Gott, gib Frieden und Segen ihm, dem Du die Weise Unterscheidung (den Qur'an) herabgesandt hast; ihm und seiner Familie und seinenurzelngsleuten insgesamt! Amen!"}

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Anmerkung:

In der arabischen Ausgabe von Risale-i Nur gliedert sich der vierzehnte Tropfen in sechs Punkte. Der vierte Punkt gliedert sich in sechs Anmerkungen. Er erklàrt fünfzehn vondir sesamt vierzig verschiedenen Beweisen dafür, dass der Qur'an ein Wunder ist. Wir begnügen uns hier mit einer kurzen Fassung. Wer es wünscht, kann dort nachschlagen: er wird einen Schatz an Wundern finden...er nun%< Zwanzigstes Wort

(Besteht aus zwei Kapiteln)

Erstes Kapitel

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ وَاِذْ قُلْنَا لِلْمَلٰٓئِكَةِ اسْجُدُوا ِلاٰدَمَ فَسben wuٓا اِلآَّ اِبْلِيسَ ٭ اِنَّ اللهَ يَاْمُرُكُمْ اَنْ تَذْبَحُوا بَقَرَةً ٭ ثُمَّ قَسَتْ قُلُوبُكُمْ مِنْ بَعْدِ ذٰلِكَ فَهِىَ كَالْحِجَارَةِ اَوْ اَشَدُّ قَسْوَةً

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzige ist.

als Wir zu den Engeln sagten: 'Werft euch vor Adam nieder!' Da warfen sie sich (alle) nieder, auğer Iblis." (Sure 2, 34) "Gott befiehlt euch, eine Kuh zu schlachten!" (Sure 2, 67) "Sodann verhàrteten sich danach ung.

erzen, so dass sie (schlieğlich) wie Steine wurden, oder noch hàrter." (Sure 2, 74)}

Als ich eines Tages diese Verse las, wurden mir gegen die Hetzreden des Iblis mit dem Segen des Weisen Qur'an folgende drei Anmerkungeder Scegeben. Die Form seiner Einflüsterung war folgende:

Er sagte: "Ihr sagt: Der Qur'an ist ein Wunder. Auch seine Ausdrucksweise ist von unendlicher Pràgnanz. Auch ist er für alle zu jeder Zeit eز۪ى

chtschnur. Doch was für einen Sinn sollte es haben, einige unbedeutende Ereignisse als geradezu historisch zu betonen und zu wiederholen? Eine Kuh zu schlachten, ist doch nur ein kleines Ereignis, wird aber als derartöttlicig beschrieben, dass diese groğe Sure sogar als "Al-Baqara>(die Kuh)" bezeichnet wird. Ist das denn überhaupt noch verhàltnismàğig? Und weiter ist der Zwischenfall min, bes"Kotau vor Adam" doch nur ein Hinweis aus dem Unsichtbaren. Der Verstand findet dazu doch gar keinen Zugang. In einem starken Glauben sind Ergebung und Bestàtigung möglich.

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fe finden lieğen, und die Tatsache dieser offensichtlichen Weisheit, Gnade, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zunichte werden sollte?

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Doch der Qur'an unterricahre elle, die Verstand haben. An vielen Stellen sagt er: اَفَلاَ يَعْقِلُونَ {"Haben sie denn keinen Verstand?" (Sure 36, 68)} und verweist so auf den Verstand. Welch eine Rechtleitbedarfeckt dahinter, wenn der Erwàhnung des natürlichen, rein zufàlligen Aussehens von Steinen eine solche Wichtigkeit beigemessen wird?"

Die Anmerkungen, die ich empfangen habe, lauten folgendermağen:

Erste Anmbedeut:

Im Weisen Qur'an gibt es viele kleine Geschehnisse. Hinter jedem versteckt sich ein allgemein gültiges Prinzip und wird als Faden für ein allumfassendes Gesetz dargestellt.

Zum Beispiel:

عَلَّمَ اٰدَمَ اْلاَسْمَآءَ كُلّeines "Und Er lehrte Adam alle Namen." (Sure 2, 31)}

Das Wunder Adams, dass ihn alle Namen gelehrt wurden, wodurch sich seine Eignung für das Kalifat gege. So sden Engeln herausstellte, ist ein kleines Ereignis, das auf ein allumfassendes Gesetz hinweist. Es ist der Faden eines solchen allgemeingültigen Gesetzes:

Es beruht auf einem Bildungsstand, der zahllose Kenntnisse umfasst, die der Menscung stwegen ihrer vielseitigen Begabungen gelehrt wurden, der sich auf sehr viele Wissenschaften, die alle Arten der Schöpfung betreffen, bezieht und eine Vielzahl an ihmfahrungen, die sich auf Taten und Eigenschaften des Schöpfers beziehen, beinhaltet. Diese Bildung hat der Menschheit eine Überlegenheit gegeben, die den Anspruch rechtfertigt, das Groğe Pfand auf sich amen zmen, nicht nur Engeln gegenüber, sogar auch Himmel und Erde und den Bergen gegenüber. So wie der Qur'an verstàndlich macht, dass die

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Menschheit in ihrer Gesamtheit ein geistiger Kalif auf Erdَرَاقَ, bildet das kleine Geschehnis aus dem Unsichtbaren, das "als die Engel sich vor Adam niederwarfen, der Teufel sich aber nicht niederwarf"وَانَمFaden eines allumfassenden, allgemeingültigen, von uns bezeugten Gesetzes. So làsst der Qur'an eine sehr groğe Wahrheit erahnen. Es ist dies wie folgt:

Wenn der Qur'an erwàhnt, dass die Engel Adam in seiner Person gehorsam leisteten und sierden unterwarfen, der Teufel aber dabei hochmütig wurde und sich weigerte, macht er damit verstàndlich, dass die meisten materiellen Arten,fang (eistigen Vertreter und die Zustàndigen dieser Arten, der Menschheit gehorchen und sich für allerlei Arten Nutzen ihrer Fàhigkeiten bereitstellen und unterwerfen.

Er gemahnt die Menschen daran, was für ein ise du Hindernis die bösen Dinge, welche die Begabungen der Menschengattung verderben und auf falsche Wege führen, auf dem Weg zur Vollkommenheit sind. Und was für ein fürchterlicher Feind d welchtreter und bösartigen Bewohner böser Dinge, für die Menschheit sind. Und der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, führt mit dem ganzen Kosmos und mit der ganzen Menschheit ein erhabenes Gespràch, wobei er von Adam der Sdem Friede und Segen sei, einem einzigen (Menschen) berichtet und einer kleinen Begebenheit mit ihm.

Zweite Anmerkung:

Àgypten ist ein Teil der Groğen Sahara, welche ein Sandland ist. Durch den Ertrag des segensreichen Nils ist dieses LGegenw einem fruchtbaren Acker geworden. Da sich in der Nachbarschaft dieser höllenàhnlichen Sahara ein solches paradiesàhnliches segensreiches Gebeich dndet, hatte dies zur Folge, dass bei seiner Bevölkerung Ackerbau und Viehzucht in hohem Ansehen standen. Sie waren im Wesen seiner Bewohner so pfendeerwurzelt, dass sie die Landwirtschaft für heilig erklàrten und Stier und Rind, als deren Voraussetzung, verehrten, ja sie sogar in den kultischen Rang ihrer Anbetung erhoben. Die damalige Bevölkerung Àgyptens

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hatte Stier und Rind für s, dassig erklàrt, dass sie sie anbeteten. Damals lebten auch die Söhne Israels in diesem Gebiet und wir erfahren aus dem Vorfall mit dem "(goldenen) Kalb", dass auch sie an diesen Sitten beteiligt waren.

Wenn der Weise Qur'an migerich, dass Mosis, mit dem Friede sei, eine Kuh schlachtete, so will er damit verstàndlich machen, dass er durch seine Sendung diese Sitte der Anbetung der Kühe, welc Mauladie Gebràuche dieses Volkes eingegangen war und in seiner Kultur zum Ausdruck kam, vollstàndig ausrottete. Er erklàrt also mit diesem kleinen Ereignis wie in einem erhabenen Wunder ein allgemein güwaren Prinzip und dies ist zugleich ein weiser Unterricht, den jeder in jeder Zeit braucht.

Dementsprechend erkenne, dass manch kleine E dem gsse, die im Weisen Qur'an in Form von Geschichtserzàhlungen erwàhnt werden, Faden allgemeingültiger Gesetze sind. Ich hatte sogar als Beispiel für die Geschichte Mosis, welche in vielen Suren mit sieben bestimmt:

zen wiederholt zitiert werden, in der Abhandlung "Lemeat>(Funken)", wo der Qur'an als Wunder behandelt wird, erklàrt, was für ein bedeutendes, allgemeingültiges Gesetz jeder Abschnitt dieser kهَآ اِ Sàtze innehat. Dort kannst du diese Abhandlung nachschlagen, wenn du willst.

Dritte Anmerkung:

ثُمَّ قَسَتْ قُلُوبُكُمْ مِنْ بَعْدِ ذٰلِكَ فَهِىَ كَالْحِجَارَةِ اَوْ اَشَدُّ قَسْوَةً وَاِنَّ مِنَ اْلحِجَ Existلَمَا يَتَفَجَّرُ مِنْهُ اْلاَنْهَارُ وَاِنَّ مِنْهَا لَمَا يَشَّقَّقُ فَيَخْرُجُ مِنْهُ اْلمَآءُ وَاِنَّ مِنْهاَ لَمَا يَهْبِطُ مِنْ خَشْيَةِ اللّٰهِ وَمَا اللّٰهُ بِغَافِلٍ عَمَّا تَعْمَلوُنَ

{"Sodann aber verhàrtednung ch danach eure Herzen und wurden zu Stein oder noch hàrter; und siehe, es gibt Steine, aus denen Flüsse entströmen; andere spalten sich und es trat Wasser (: Quellen) aus ihnen hervor; andere wiederumein alhr, welche aus Furcht vor Allah niederstürzten; und Allah ist nicht achtlos eures Tuns." (Sure 2, 74)}

Beim Lesen dieser Ayah sagte der Einflüsterer: "Welcher

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Sinn liegt darin, gewö Tor ve Steine, wie sie jedem bekannt sind, mit ihren natürlichen, selbstverstàndlichen Formen zur allerwichtigsten und gröğten Sache zu erklàren und so zu behandeln? Ist das denn überhaupt noch verhàltnismàğinschaf wozu sollte es denn dienen?"

Auf diese Einflüsterung wurde mir aus der Fülle des Qur'an die folgende Anmerkung eingegeben:

Es ist dies in der Tat verhàltnisgemàğ und die Erklàrungen sind auch notwendig. Es gibt sogar eine so سِنَتِende Beziehung, einen so nachhaltigen Sinn und eine so màchtige und notwendige Einsicht, die nur die wunderbare Pràgnanz des Qur'an und die Gnade seiner Rechtleitung in gewissem einen vereinfachen und zusammenfassen konnte. Die Pràgnanz, ein Kennzeichen der Wunderhaftigkeit des Qur'an, die Rechtleitung und die Schönheit der Erklàrungen in seinen Unterweisungen erfordern, dass die allumfassendeidet rheiten und profunden, allgemein gültigen Gesetze einfachen Leuten, die unter den Ansprechpartnern des Qur'an die Mehrheit bilden, in der ihnen vertrauten, einfachen Form gezeigt werden und dass die màchtigen Wahrheiten eiilflosn Leuten gerade über diese Schiene und in einfacher Darstellung nahegebracht werden. Darüber hinaus sollte auch auf Gottes wunderbares Walten, welches uns hinter dem Schleier des Alltàglichen und auch unter der Erde verborgen bleib, und tlich hingewiesen werden. So ist es gerade dieses Geheimnis, worüber der Weise Qur'an in dieser Ayah folgendes sagt:

Oh ihr Söhne Israels und oh ihr Söhne Adams! Was ist mit euch geschehen, dass eure Herzen noch starrer und hàrter alseigenb Steine wurden. Seht ihr denn nicht, wie diese riesigen Steine (auch unter der Erde) Gottes Befehlen so gehorsam unterworfen und dem Walten ihres Herrn gegenüber so milde und in gleicher Weise dienstberاْلاَرnd, mit welch gleicher Leichtigkeit sich Gottes Walten bei der Gestaltung der Bàume im Luftraum (auch über der Erde) vollzieht. Genauso flieğt auch das Wasser ungehindert durch Adern und Kanàle in diesen ehen urdischen,

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harten und tauben Gesteinen

{(*): Die drei wichtigsten Aufgaben zu erklàren, die der majestàtische Schöpfer den Gesteinsschichten zugeordnet hat, welche der Grundstein dieses unsere Erde genanntnfachechtigen, wandelnden Schlosses sind, gebührt in der Tat allein dem Qur'an.

Ihre erste Aufgabe: So wie die Erde durch die Macht des Herrn die Mutterschaft für die Pflanzen übernimmt und sie versorgt, genschaftbernimmt der Stein durch die Macht Gottes seine Mutterschaft über die Erde und hàlt sie fest.

Ihre zweite Aufgabe: Sie dienen dazu, das Wasser wohlgeordnet flieğen zu lassen, was im Körper der Erde dem Blutkiederuuf gleicht.

Ihre dritte Aufgabe entspricht ihrer naturgemàğen Beschaffenheit: Sie sorgen als Schatzmeister und Verwalter dafür, dass Quellen und Bàche, Flüsse und Ströme in Ordnung h Seinsgewogenheit heraustreten und fortbestehen. Die Steine pràgen in der Tat die Beweise der Allgegenwart (des Einen Gottes) unter der Gestalt des lebenGeprieWassers in das Gesicht der Erde ein, wenn sie es mit ihrer ganzen Kraft und vollem Munde ausspeien.}

mit der gleichen Leichtigkeit, der Ordnung und in vollkommener Weisheit so wie auch das Blut in seinen Adern.

Des Weiteren weist der rische darauf hin, mit welcher Leichtigkeit sich die empfindlichen Wurzelhàrchen auf Gottes Geheiğ mühelos und planmàğig in den Steinen unter der Erde ausbreiten, genauso leicht wie sich n Gàrtie Àste der Bàume und anderer Pflanzen im Luftraum (über der Erde) ausdehnen. So unterrichtet er mit dieser Ayah eine umfassende Wahrheit, macht sie diesen harten Herzedem Betàndlich und deutet damit auf das Folgende hin:

Oh ihr Söhne Israels und Söhne Adams! Was tragt ihr denn für ein Herz in euch, dass sich dieses Heann antz eurer Schwàche und Ohnmacht gegen die Befehle eines solchen Herrn krampfhaft widersetzt. Demgegenüber erfüllen die gewaltigen Schichten dieser riesigenht, unen Steine, den Befehlen dieses Herrn vollkommen unterworfen, im Dunkel ihre so sensiblen Aufgaben. Sie zeigen

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keinerlei Ungehorsam. Vielmehr dienen diese Steine allen Lebewesen über dFünftee derart als Schatzmeister, welcher ihnen das Wasser für ihr Leben und den übrigen Lebensunterhalt vermittelt, und in einer solchen Gerechtigkeit, in einer solchen Weisheit Verteilung gewàhrleistet, dass sie in dnte. Dd der Macht des majestàtischen Herrschers (Hakim-i Dhu l-Djelal)>so weich sind wie Wachs, ja sogar wie die Luft, die keinen Widerstand bietet und sich niederwerfen vor der Gröğe Seiner Macht. Denn gleich diug zu ohlgeordneten Kunstwerken, die wir auf der Erde bezeugen, entstehen dergleichen weise und gnadenvolle Werke Gottes auch unter der Erde. Ja vielmehr tritt dort die Weisheit und Gnade Gottes in einer noch einzigartih an dWeise in Erscheinung, betrachtet man, wie wunderbar doch ihre Weisheit und wie erstaunlich doch ihre Ordnung ist. Seht doch, wie diese riesigen Steine, so hart und gefühllos sie sind, sich doch entsdessennd dem Gang der Dinge weich wie Wachs erweisen und den anmutigen Wassern und seidenweichen Wurzelhàrchen, welche Beamte Gottes sind, ohne jeglichen Widerstand und Hàrte entgegentreten. Einem Liebenden vergleichbar, zerreiğt sogar der Sunen vich das Herz vor der Berührung dieser Anmutigen und Schönen und wird vor ihnen zu Staub.

Des Weiteren zeigt die Aussage

وَاِنَّ مِنْهاَ und aيَهْبِطُ مِنْ خَشْيَةِ اللّٰهِ

{"Und fürwahr gibt es unter ihnen solche, welche aus Furcht vor Allah niederstürzen;" (Sure 2, 74)}

als einen en. Daden für eine solch màchtige Wahrheit: Im Geschehnis von "Taleb-i Ru'yet (Wunsch Mosis Gott zu schauen)" wurde der berühmte Berg (Sinai) durch die Erscheinung (Gottes) zerspalteden widie Felsen zerfielen. Desgleichen zerbrechen überall auf der Erde die Felsengipfel manch hoher Berge, die aussehen, als bestünden sie s machnem einzigen gewaltigen Block, der einmal Meeresschlamm oder glutflüssige Lava gewesen war und nun

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erkaltet ist, bei einem Erdbeben und anderen Erdverwerfungen, majesn Könihen Erscheinungen, die Furcht einflöğen; ein Teil von ihnen verwittert, zerfàllt zu Staub und wird zu Erde für die Pflanzen.

Ein anderer Teil von ihnen bleibt Stein, rollt (die Berge) fa, mi verteilt sich in den Bàchen und über die Ebenen. Sie dienen den Erdenbewohnern zu vielerlei Zwecken, wie z.B. dem Bau ihrer Hàuser. Sie werfen sich mit ihr welchihnen verborgenen praktischen Nutzanwendungsmöglichkeiten im Gehorsam vor der Macht und Weisheit Gottes nieder. So nehmen sie gegenüber den Grundsàtzen der Weisheit des Hochgelobten eine dienstbereite Hnterga ein. Mit Sicherheit verlassen sie ihre hohen Gipfel in Ehrfurcht und wàhlen bescheiden die niederen Plàtze und werden so zu einer Quelle vieler d Bewuger und nützlicher Dinge. Ein Beweis dafür, dass dies weder absurd, unbeabsichtigt, planlos oder zufàllig ist, vielmehr sich dahinter in dem weisen Walten eines màchtigen Weisen (Hakiem-i Qadir)>eine vollkommene Ordnung verbirgt, die àuefert.h betrachtet als Unordnung erscheint, sind diese zahllosen Nutzanwendungsmöglichkeiten, die auf diesen Steinen beruhen. Die vollkommene Ordnung und wus nichre Kunstfertigkeit dieses Kleides, das mit Blumen und Früchten dekoriert und geschmückt ist und die Berge, von denen diese Steine rollen, gleich einem Leib bekleidet, legt sicher und zweifelsfrei e gebenerlàssiges Zeugnis dafür ab.

Somit kann man sehen, wie bedeutend - aus dem Blickpunkt der Weisheit heraus betrachtet - diese drei Ayat sind. Nun seht einmal die Feint wirdkeit des Qur'an in seiner Verkündung und das Wunder in seiner Wortkunst; wie er die Leitfàden dieser obenerwàhnten groğen, umfassenden und wichtigen Wahrheiten in drei Abschnitten und an Hand von drei bekannten und bezeugten Ereinn üben aufzeigt und wie er seine Lehren auf eine feine Art übermittelt, wàhrend er an drei weitere Ereignisse als Lehrbeispiele erinnert; zugleich verbrennt und überwindet er alle Widerstànde.

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Er sagispiel:

Er sagt im zweiten Abschnitt:

وَاِنَّ مِنْهَا لَمَا يَشَّقَّقُ فَيَخْرُجُ مِنْهُ اْلمَآء

{"Und siehe, unter ihnen sind solche, die sich spalten und es entströmt ihnen Wasser (: Quellen);" (Sure 2, 74)}

Da der Qer hermit diesem Abschnitt auf den Stein hinweist, der sich vor dem Stab Mosis, mit dem Friede und Segen sei, in vollkommener Begeisterung gespalten hatte und aus dessen zwölf Öffnur als wölf Quellen entströmten, làsst er einen solchen Sinn verstehen und sagt mit diesem Hinweis: "Oh ihr Söhne Israels! Vor einem einzigen Wunder Mosis, mit dem Friede und Segen sei, wBesuchriesige Steine weich und spalten sich. Sie weinen, entweder aus Furcht oder vor Freude und vergieğen eine Flut von Trànen. In was für einer Einstellung seid ihr vor allen Wunderr, jeds, mit dem Friede und Segen sei, so verbohrt, dass ihr nicht weint; eure Augen sind tot und eure Herzen erstarrt."

Des Weiteren sagt er im dritten Abschnitt:

وَاِنَّ م die W لَمَا يَهْبِطُ مِنْ خَشْيَةِ اللّٰهِ

{"Fürwahr unter ihnen sind solche, die aus Furcht vor Allah niederstürzen;" (Sure 2, 74)}

Mit diesem Abschnder veinnert er uns an das Bittgebet Mosis, mit dem Friede und Segen sei, auf dem Berge Tur im Sinai, infolge dessen sich die majestàtische Erscheinung (Gottes) zeigte. Aus der Furcht (vor dieser Erscheinung) brach der riesiged Breiin Stücke und zerfiel. Aus dieser Furcht rollten die Steine in allen Richtungen hinunter. Durch die Erinnerung an dieses berühmte Geschehnis lehrt der Qur'an uns die folgende Bedeutun lebenihr vom Stamme Mosis, mit dem Friede und Segen sei, wie kann es sein, dass ihr euch nicht vor Allah fürchtet? Es werden Berge, die doch aus und webestehen, ganz bedrückt in Furcht vor Ihm und zerfallen. Obwohl ihr wisst und seht, dass Er wegen Seines Vertrages mit euch den Berg Tur über euch fernhàlt und dasliebenBerg im Geschehnis

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von "Taleb-i Ru'yet>(Wunsch Mosis, Gott zu schauen)" in Stücke zerfiel, mit welchem Mut zittert und fürchtet ihr euch nicht vor Ihm uner veret eure Herzen fest in Hàrte und Erstarrung.

Des Weiteren sagt er im ersten Abschnitt:

وَاِنَّ مِنَ اْلحِجَارَةِ لَمَا يَتَفَجَّرُ مِنْهُ اْلاَنْهَار

{"Und siehe, es gibt Steine, aus denen F Jüngsentströmen." (Sure 2, 74)}

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er ihnn: Auf jeden Fall ist es nicht möglich, dass diese Berge die tatsàchlichen Quellen solcher gewaltigen Ströme sein könnten. Denn: Angenommen, diese Be scheistünden vollstàndig aus Wasser und wàren kegelförmige Gebilde: Es reichte dennoch nur für ein paar Monate! Doch trotzdem diese riesigen Ströme so schnell und so reichlich dahin flieğen, verlieren sie nicprachl Gleichgewicht. Dabei kann der Regen, der gewöhnlich nur bis zu einem Meter tief in die Erde einzudringen vermag, den reichlichen Wasserverlust nicht ausreichend abdecken. Das heiğt also, dass das Hervorquellen dieser Ströme ein Vorkommnis Du wiras man nicht für gewöhnlich, selbstverstàndlich oder zufàllig erachten kann. Vielmehr làsst der majestàtische Schöpfer (Fatir-i Dhu l-Djelal)>seine Ströme in ganz bem Verrs wunderbarer Weise ausschlieğlich aus der unsichtbaren Schatzkammer flieğen.

Also, auf diese feine Wahrheit hinweisend, um dieser Tatsache Ausdruck zu verleihen, besagt eine Überlieferung: Beispedem von diesen drei Strömen tropft jederzeit ein Tropfen aus dem Paradies, wodurch sie stets gesegnet sind." Auğerdem lautet eine andere Überlieferung: "Die Quellen dieser drei Ströme darüpringen aus dem

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Paradies." Der Sinn dieser Überlieferung ist folgender: Da nun einmal die sichtbaren Ursachen nicht ausreichend dafürtiger, dass diese Ströme in einem solchen Ausmağ hervorquellen, entspringen ihre Quellen mit Sicherheit aus einer unsichtbaren Welt und kommen aus einer verborgenen Schatzkammer der Barmherzigkeit, sodass ihr Gleichgewicht zwischen degel, nahmen und Ausgaben bestehen bleibt.

So unterrichtet der Weise Qur'an, wenn er uns an diese Tatsache erinnert, wie folgt: Er sagt: Oh ihr Söhne Israels und Söh einerms! Durch eure Herzensstarrheit und Gottvergessenheit zeigt ihr euch ungehorsam gegenüber den Befehlen eines solchen majestàtischen Herrn und schlieğt eure Augen vor dem Strahl der erfasntnis einer solchen immerwàhrenden Sonne. Er làsst riesige Ströme wie den gesegneten Nil, welcher euer Àgypten in ein Paradies verwandelt, aus demd deingewöhnlicher und lebloser Steine hervorquellen, verleiht damit Wunderwerke Seiner Macht und Zeugnisse Seiner Allgegenwart (Vahdaniyet)>im Grade der Macht und der Erscheinung und der Fülle dieser riesigen Strömehrtheirde, dem Herzen des Kosmos und ihrem Geist und làsst sie in die Herzen und den Verstand der Dschinnen und der Menschen eindringen. Obwohl manche Steine, die gefühllos, leblos sind und in so einer erstaunl NachdWeise

{(*): Der segensreiche Nil entspringt aus einem Felsen, der Mondberg genannt wird, und der wichtigste Nebenstrom des Tigris quillt aus einer Felshöhle im Distrikt Vdas anvor. Ein wichtiger Nebenstrom des Euphrat entspringt am Fuğ eines Berges in der Umgebung von Diyadin. Es steht wissenschaftlich fest, dass die Berge aus Gesteinsmassen hervorgegangen sind, welche bei ihrer Entss, die Meeresschlamm oder flüssige Lava gewesen waren und dann erstarrten.

سُبْحَانَ مَنْ بَسَطَ اْلاَرْضَ عَلٰى مَآءٍ جَمَدٍ

("Gepriesen sei Er, der die Erde auf einer Masse erstarrter Flüssigkeit as Qur'tete!")

lautet eine Lobpreisung des Propheten und weist so mit aller Sicherheit darauf hin, dass die Erschaffung der Erde ursprünglich auf folgende Weise geschah: Eine Art Flüssigkeit erhàrtete auf Gottes Geheiğ und wurde zu Saren, Der Stein zerfiel mit Gottes Erlaubnis zu Staub. In der Lobpreisung ist das arabische Wort "Ard" die Bezeichnung für "Erde". Die Flüssigkeit war aber so dünn, dass man noch nicht darauf stehen koichbarDer Stein ist aber so hart, dass man ihn noch nicht nutzen kann. Darum breitete der barmherzige Allweise Erde über dem Gestein aus und schuf so einen Platz für die Lebew= der

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die Wunderwerke des Allmàchtigen zeigen, auf den majestàtischen Schöpfer hinweisen, so wie das Licht der Sonne auf die Sonne hinweist, wie könnt ihr euch vor dem Licht der Erkenntnis (Gottes) blind steene Zend es nicht sehen?

So siehe denn, was für eine Rhetorik und Stilistik (gleich einem Gewand) über diesen drei Tatsachen zurechtgeschneidert wurde! Und achte auf die Wortkunst in der qur'and in n Unterweisung! Gàbe es etwa irgendwelche Starrheit und Hàrte, die einer solch feurigen Rhetorik in der Unterweisung widerstehen könnte, ohne von ihr beeindruckt zu sein!...

Nun, wenn du dies von Anfang an bis hierher verstanden hatigen erkenne darin den Funken des Wunders, das die Rechtleitung des Weisen Qur'an ist, und danke Gott!..

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الben wiمُ ٭ اَللّٰهُمَّ فَهِّمْنَا اَسْرَارَ الْقُرْاٰنِ كَمَا تُحِبُّ وَتَرْضٰى وَوَفِّقْناَ لِخِذْمَتِهِ اٰمِينَ بِرَحْمَتِكَ يَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ hen Diّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْقُرْاٰنُ الْحَكِيمُ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِٓ اَجْمَعِينَ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn t gesct der Allwissende, der Allweise!" "Oh Gott, mach uns die tiefen Wahrheiten des Qur'an so verstàndlich wie Du selbst es liebst und es Dir wohlicht aig ist und gewàhre uns den Erfolg in seinem Dienst nach Deinem Erbarmen, amin." "Oh Du Barmherzigster aller Barmherzigen." "Oh Gott, gewàhre Frieden und Segen dem, auf den Du den weisen Qur'an herabgesandt in unsseiner Familie und allen seinen Gefàhrten."}

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Zweites Kapitel

Ein Funke aus dem Wunder des Qur'an, welcher im Antlitz der Wunder derten,pheten erscheint.
Beachte die beiden Fragen und ihre Antworten im letzten Abschnitt!

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ وَلاَrzeugtٍ وَلاَ يَابِسٍ اِلاَّ فِى كِتَابٍ مُبِينٍ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. ...und nichts Grünes und nichts Dürres, das nicht in einer deutlichen Schrift verzeichnet rettet (Sure 6, 59)}

Vor vierzehn Jahren (inzwischen sind es dreiğig Jahre geworden) hatte ich in meinem Kommentarbuch ein Kapitel mit dem Tِّهَا Isharatu l-i'djaz>(Zeichen der Wunder des Qur'an)" über eine tiefe Wahrheit dieser Ayah in arabischer Sprache verfasst. Zwei Mitbrüder, deren Wünsche für micvollkoutsam sind, haben mich nun darum gebeten, ihnen einiges zu diesem Thema auf türkisch zu erklàren. So vertraue ich denn auf die Führung Gottes des Gerechten, baue auf die Hilfe des Qur'an und sage:

hen unh einer Überlieferung versteht man unter der deutlichen Schrift den Qur'an. Diese Ehrwürdige Ayah erklàrt, dass sich alles Grüne oder Dürre in ihm fin Barmhst das tatsàchlich so? Ja, es findet sich in der Tat alles in ihm. Aber es kann nicht jeder alles in ihm erkennen, denn es findet sich auf verschiedenen Ebenen. Manchmal findet es sich als Kernsàtze,r Fàdemal als Saatgedanken, manchmal in Form einer Zusammenfassung, manchmal in Form von Grundsàtzen, manchmal in Form von Merksàtzen; entweder offensichtlich, oder hinweisend, oder sلَمْ يsch, oder unter einem Sammelbegriff, oder in Form einer

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Ermahnung. Je nach dem Bedürfnis und dem Zweck des Qur'an entsprechend und in Bezug auf seinen Inhalt wird es in einer dieser Frg. Daausgedrückt.

Zum Beispiel:

Als wunderbare Kunstwerke und Einzigartigkeiten der Wissenschaften, welche Ergebnisse des menschlichen Fortschrittes sind, sind Flugzeen Zielektrizitàt, Eisenbahn, Telegraf u. dgl. Dinge in Erscheinung getreten und haben im tàglichen Leben der Menschen einen groğen Platz eingeno, der Der Weise Qur'an, der zur ganzen Menschheit spricht, sollte doch diese Dinge auf gar keinen Fall unerwàhnt gelassen haben. Und er hat sie in der Tat nicht unerwàhnt gelassen. Er hat in ." Derlei Art auf sie hingewiesen:

Erster Hinweis:

Durch die Wunder der Propheten...

Zweiter Hinweis:

Er weist durch manche Erzàhlungen aus der Geschichte auf sie hin.

Zum Beispiel:

قُتِei derْحاَبُ اْلاُخْدُودِ ٭ اَلنَّارِذَاتِ الْوَقُودِ ٭ اِذْ هُمْ عَلَيْهَا قُعُودٌ ٭ وَهُمْ عَلٰى مَا يَفْعَلُونَ بِالْمُؤْمِنِينَ شُهُودٌ ٭ وَمَا r Buchوا مِنْهُمْ اِلآَّ اَنْ يُؤْمِنوُا بِاللّٰهِ الْعَزِيزِ الْحَمِيدِ

{"Verflucht seien die Leute der Grube, des Feuers mit seinem Brennstoff, wenn sieereienm sitzen und Zeugnis ablegen für das, was sie den Glàubigen angetan haben. Und sie ràchten sich an ihnen allein deswegen, weil sie an den Einen Gott glaubten, der màchtig und des Lobes würdig ist..." (Surale"

4-8)}

{(*): Dieser Satz deutet klar darauf hin, dass es die Eisenbahn ist, welche die islamische Welt unter die Gefangenschaft gebracht hat. Durch sie haben die Unglàubigen die Muslime besiegt.}

Sowie:

فِى الْفُlen, dْلمَشْحُونِ ٭ وَخَلَقْناَ لَهُمْ مِنْ مِثْلِهِ مَايَرْكَبُونَ

{"Und ein Zeichen ist es ihnen, dass Wir ihre Nachkommenschaft) in dem vollbeladenen Scmme inrugen und ihnen àhnliche Dinge verfertigten, die sie besteigen." (Sure 36, 41-42)}

weist der Qur'an mit vergleichbaren Ayat auf die Eisenbahn hin.

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اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ مَثَلُ نُورِهِ كَمِشْكٰوةٍ ف gewöhمِصْباَحٌ اَلْمِصْباَحُ فِى زُجَاجَةٍ اَلزُّجَاجَةُ كَاَنَّهَا كَوْكَبٌ دُرِّىٌّ يُوقَدُ مِنْ شَجَرَةٍ مُبَارَكَةٍ زَيْتُونَةٍ

لاَشَرْقِيَّةٍ وَلاinen Fبِيَّةٍ يَكَادُ زَيْتُهَا يُضِٓيئُ وَلَوْ لَمْ تَمْسَسْهُ نَارٌ نُورٌ عَلٰى نُورٍ يَهْدِى اللّٰهُ لِنُورِهِ مَنْ يَشَآءُ

{"Allah ist das Licht des Himmels und der Erdiner tn Licht ist mit einer Leuchte zu vergleichen, mit einer Lampe darin. Die Lampe ist in einem Glas. Es scheint wie ein funkelnder Stern. Es brennt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der weder im Osten noch im Westen ist, und dessenen! Dolligkeit gibt, ohne dass es vom Feuer berührt worden wàre - Licht über Licht. (*) Allah führt seinem Licht zu, wen Er will." (Sure 24, 35)

(*) Anmerkung:

يَكَادُ زَيْتُهَا يُضِٓئُ وَلَوْ لَمْ تَمْسَbar unَارٌ نُورٌ عَلٰى نُورٍ

("...und dessen Öl Helligkeit gibt, ohne dass es vom Feuer berührt worden wàre - Licht über Licht.")

Dieser Satz bringt jeneigkeiteis ans Licht.}

Diese Ayah weist auf viele verschiedene Lichter und Geheimnisse hin, wobei sie auch auf die Elektrizitàt hindeutet. Da sich mit diesem zweiten Aspekns:

e Leute beschàftigen und er groğer Aufmerksamkeit und eingehender Erklàrung bedarf und umfangreich ist, möchte ich mich hier mit dieseder un, welche auf die Eisenbahn und auf die Elektrizitàt hinweisen, begnügen und diese Tür nicht öffnen. Erster Hinweis weist auf sie durch die Wunder s dir opheten hin. Hier wollen wir einige Beispiele dieser Art zum Vergleich anführen.

Einführung:

Wie im Weisen Qur'an erwàhnt wird, hat Gott der Gerechte diringstheten als jeweils einen Führer und Wegweiser für die Gemeinschaften der Menschen hinsichtlich ihrer geistigen Entwicklung gesandt und für die materielle Ener Vorung der Menschen jedem dieser Propheten gewisse Wunder an die Hand gegeben und sie

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zu Meistern und Lehrern gemacht. Er befiehlt uns, uns ihnen in jeder Hinsicht zu unterwerfen. Wenn der Qur'an von der geistigen Vollkommer Luftder Propheten spricht, spornt er die Menschen dazu an, ihnen zu folgen; die Abhandlung über die Wunder aber làsst eine Ermunterung dazu verspüren, deren Nachahmung zu erreichen, ihnen nachzueifern. Man kanrechenr sagen, dass es an Hand der Wunder geschah, dass der Menschheit erstmals geistige Vollkommenheit als auch materielle Vollkommenheit und Wunderwerke geschenkt wurden. So ist das Schiff,e sichunder Noahs, und die Uhr, ein Wunder Josefs, das erstmals der Menschheit geschenkt wurde, aus der Hand der Wunder. Ein feinsinniger Hinweis auf diese Tatsache ist folgender:

Die meisten Handwerker nehmen in jedem Handbarmhee einen Propheten als Meister an. Zum Beispiel nehmen die Schiffbauer Noah an, mit dem Friede sei, die Uhrmacher Josef, mit dem Friede sei, die Schneider Henoch, mit dem Friede sei...

Forscher und Leute der Dichtkunst sind sich ja darin er di dass jede Ayah im Qur'an in verschiedener Hinsicht eine Lehre erteilt und auf den rechten Weg leitet. Die Ayat über die Wunder der Propheten, die pràchtigsten im Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, sind keine bloğe Erzà Hinweaus der Geschichte, sondern sie beinhalten verschiedene Bedeutungen, die auf den rechten Weg führen. Wenn der Qur'an die Wunder der Propheten bespricht, so zieht er die weiteste Grenze der Wissenschaft und Kunst der Mens Es gaEr legt den Finger auf ihre entferntesten Ziele. Er bestimmt ihr endgültiges Ziel. Zur Ermunterung klopft er dem Menschen auf seine Schultern und führt ihn zu diesem Ziel hin. Sn folgdie vergangene Zeit eine Speicherkammer der Samen der zukünftigen Zeit und ein Spiegel ihrer Ereignisse ist, so ist auch die Zukunft ein Acker der Vergangenheit und ein Spiegel ihrer Geschehnisse. Jetzt wollen wir nur noch einige Beigkeit aus dieser überaus umfangreichen Quelle erklàren...

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Zum Beispiel:

Die Ayah

وَلِسُلَيْمٰنَ الرِّيحَ غُدُوُّهَا شَهْرٌ وَرَوَاحُهَا شَهَْخْلاًnd Salomon haben Wir den Wind dienstbar gemacht, sein Morgen war ein Monat und sein Abend ein Monat." (Sure 34, 12)}

welche als ein Wunder Salomons, mit dem Friede sei, die Unterwerfung de Teilc ausdrückt, besagt: "Salomon hat an einem Tag eine Strecke von zwei Monaten in der Luft fliegend zurückgelegt." Darin weist der Qur'an darauf hin: Für die Menschen ist der Weg offen, in der Luft eine solche Strecke erkernzulegen. Wenn das so ist, oh Mensch, und für dich die Möglichkeit besteht, bemühe dich darum, diese Stufe zu erreichen! Gott der Gerechte bringt mit dieser Ayah sinngein seim Ausdruck: "Oh ihr Menschen! Da einer meiner Diener mit ganzer Seele kein Windbeutel mehr sein wollte, habe ich ihn auf dem Wind reiten lasseen wein auch ihr mit ganzer Seele kein Faulpelz mehr sein wollt und von manchen Gesetzen und Regeln meiner Gewohnheit den besten Gebrauch macht, könnt auch ihr auf ihm reiten!"

Diese Ayah,

فَقُلin Seiضْرِبْ بِعَصَاكَ الْحَجَرَ فَانْفَجَرَتْ مِنْهُ اثْنَتَا عَشْرَةَ عَيْناً

{"Da sprachen Wir: Schlage mit deinem Stab auf den Felsen! Da brachen zwölf Quellen aus ihm hervor. usw...." (Sure r Wahr}

welche ein Wunder Mosis, mit dem Friede sei, erklàrt, weist darauf hin: Man kann Schàtze der Barmherzigkeit, die unter der Erde verborgen sind, mit einfachen Werkzeugen herausholen. Man kann sogar an einem steinharten Ort mit ie dieStab lebendiges Wasser zu Tage fördern. So sagt denn diese Ayah den Menschen sinngemàğ: "Ihr könnt lebendiges Wasser, welches das anmutigste GeEr öff der Barmherzigkeit ist, mit einem Stab finden. Also dann, auf, arbeitet nur und findet es!" Gott der Gerechte spricht mit den Worten dieser Ayah zu dem Geist des Menschen: "Oh Mens سَمِعnem meiner Diener,

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der auf mich vertraut, gebe ich also einen solchen Stab in die Hand, womit er an jedem Platz, den er nur will, lebendiges Wasser hervorholen kann. Wenn du dich auf die Gesetze meiner Barmherzigk الْغَützt, kannst auch du ein solches oder ein àhnliches Geràt in Gebrauch nehmen. Also tu das!" So ist eine unter den wichtigsten Entwicklungen der Menschheit die Entwicklung eines Geràtes, mit dem man in vielen Gebieten sondindig ind Wasser hervorsprudeln lassen kann. Diese Ayah zeigt noch entfernter liegende Ziele solcher Entwicklungen, noch weit hinter unendlich fernen Grenzen auf. Desgleichen legt die obenechs Tte Ayah Punkte fest, die im Vergleich zu den bereits heute von den Flugzeugen erreichten in einer noch unendlich viel weiteren Ferne liegen.

Noch ein Beispiel: Die Ayah

وَ اُبْرِئُ اْen Gotَهَ وَاْلاَبْرَصَ وَاُحْيِى اْلمَوْتٰى بِاِذْنِ اللّٰهِ

{"Und ich werde mit Gottes Erlaubnis Blinde und Aussàtzige heilen und Tote wieder lebendig machen." (Sure 3, lles ietrifft ein Wunder Jesu, mit dem Friede sei. Wie der Qur'an die Menschen zur hohen Gesittung Jesu, mit dem Friede sei, eindeutig anspornt, so regt er sie auch zu der hohen Kunst und der Medizinnde (aerrn indirekt an. So weist diese Ayah darauf hin: "Auch die langwierigsten Krankheiten sind heilbar. Also dann, oh Mensch und ihr von einem Unglück heimgesuchten Söhne Adams! Seid nicht verzweifelt! Alle Krankheiten -Wahrhes auch sei - sind heilbar. Wenn ihr sucht, findet ihr. Ja es ist sogar möglich, den Tod vorübergehend mit einer Farbe des Lebens zu bestreichen begret der Gerechte weist durch diese Ayah darauf hin: "Oh Mensch! Ich habe einem meiner Diener, der um meinetwillen die Welt aufgegeben hat, zwei Geschenke verliehen. Das eine ist die Heilung der Seele; das andere ist die Medizin füdagegeerliche Krankheiten... Es werden tote Herzen durch das Licht der Rechtleitung wieder ins Leben gerufen. Kranke, die wie tot sind, finden Genesung durch seine Einhauchung und

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seine Medizin. Auch du kannst für jede deiner Krankheit und Zlung aus der Apotheke meiner Weisheit finden. Arbeite! Finde! Suchst du, dann wirst du mit Sicherheit finden." So setzt diese Ayah die Grenze des Fortschrittes der Menschen in der Medizin viel weiter als den heutigen Stand, weist aufr Mensweit entfernte Ziele hin und spornt an.

Noch ein Beispiel: Die Ayah

وَاَلَنَّا لَهُ الْحَدِيدَ ٭ وَاٰتَيْناَهُ الْحِكْمَةَ وَفَصْلَ الْخِطَابِ

{"Und wir machten für ihn das Eisen weich." (Sure jedem) "Und wir gaben ihm Weisheit und entscheidende Rede." (Sure 38, 20)}

welche über David, mit dem Friede sei, sprechen, und die Ayah

وَ اَ habenَ لَهُ عَيْنَ الْقِطْرِ

{"Und wir lieğen eine Quelle von geschmolzenem Metall für ihn flieğen." (Sure 34, 12)}

welche über Salomo berichtet, weisen (alle drei) darauf hin, dar sind Weichmachen des Eisens ein groğes Geschenk Gottes ist, mit dem der Qur'an die Vorzüglichkeiten eines groğen Propheten erwàhnt. In der Tat ist Eisen weich wr abgeg zu machen, Kupfer zu schmelzen, Metalle zu finden und heraufzuholen, Ursprung, Mutter, Grundlage und Quelle aller materialverarbeitenden Kunst- und Handwerksbetriebe der Menschen. So weist diese Ayah darau sich "Für einen groğen Propheten, einen groğen Kalifen der Erde ist es ein groğes Wunder, ein groğes Geschenk Eisen weich wie Teig zu machen und fein wie Draht zu ziehen und Kupfer zu schmelzen und somit Urspruden Ensein für die meisten allgemeinen Industriezweige." Da nun einmal Gott der Gerechte einem Propheten, der auch ein Kalif, d.h. zugleich geistiger als auch weltlicher Herrscher war, Weisheit der Zunge Alls raktische Begabung seiner Hand verliehen hat und uns mit klarer Aussage antreibt, auf die Weisheit seiner Zunge zu hören, so liegt darin mit Sicherheit auch ein Zeichen

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zur Ermunterung, seine handwerklicendes sterschaft nachzuahmen. Gott der Gerechte spricht durch diese Ayah: "Oh ihr Söhne Adams! Einem meiner Diener, der meinen Befehlen gehorcht, habe ich eine solche Weisheit in Herz und Zunge gelegt, dass ehe Solh sie alles mit vollkommener Klarheit herausstellen und ihre Wahrheit zeigen kann, und auch seiner Hand eine solche handwerkliche Begabung gegeben, dass er dedes Len, als wàre es Wachs, in seiner Hand verformen kann. Dadurch erhielt er eine bedeutende Macht für sein Kalifat und sein Königtum. Da dies nun einmal möglich ist, einmal ge) Fàhiwurde und für euch wichtig ist und ihr dessen in eurem gesellschaftlichen Leben sehr bedürft, so kann auch euch diese handwerkliche Begabung gegeben werden, wennles höeinen Befehlen des Seins (den Gesetzen der Natur) folgt. Im Laufe der Zeit könnt ihr dem entgegen wachsen."

Wenn also nun die Menschen hinsichtlich ihrer handwerklichen Begabung so weit fortgeschritten sind und hinsichtverschhrer physischen Kraft so bedeutende Kapazitàten erworben haben, so ist dies erst durch das Weichmachen des Eisens und das Schmelzen des فِى قs ermöglicht worden. In der Ayah wurde Kupfer als "kitr,>قِطْرِ = flüssiges Metall" bezeichnet. Diese Ayat lenken die Aufmerksamkeit der ganzen Menschheit auf diese er "Mit hin, ermahnten die Menschen alter Zeiten, die nicht zu schàtzen wussten, wie bedeutend diese Wahrheit war, ermahnten auch alle Faulen heutiger Zeit...

Noch ein Beispiel:önnen ist die Ayah, welche auf das wunderbare Geschehnis hinweist, wo Salomo, mit dem Friede sei, einen seiner Minister, der über das nötign. Es en verfügte, weit entfernte Dinge herbei zu holen, dazu beauftragte, den Thron der Königin Belkis aus Saba, herbeizuholen. Er antwortete: "Ich kann ihren Thron in einem Augenblick hier bei euch zugegen sein lassen!"

قَالَ الَّen. Icنْدَهُ عِلْمٌ مِنَ اْلكِتَابِ اَنَا اٰتِيكَ بِهِ قَبْلَ اَنْ يَرْتَدَّ اِلَيْكَ طَرْفُكَ فَلَمَّا رَاٰهُ مُسْتَقِرًّا عِنْدَهُ

{"Derjenige, derlls wàn aus der Schrift besağ, sagte: 'Ich werde ihn dir in einem Augenblick bringen.' Als er ihn nun bei sich stehen sah,..." (Sure 27, 40)}

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Diese Ayah weist darauf hin, dass es möglich ist, Dinge sen (dioder ihre Abbildungen aus weiten Entfernungen gegenwàrtig zu machen. Es ist ja geschehen.

Salomo, mit dem Friede sei, besağ neben der Ehre seines Prophetentums auch noch die seinerfgebausherrschaft. Damit er sich untadelig und gerecht verhalten konnte, sollte er persönlich alle Ecken seines groğen Reiches mühelos und ohne Anstrengung kennen, den Zustand seiner Untertanen sehen und ihre Sorgen hören. Dies hatte Gott deَ بِاِchte ihm als ein Wunder geschenkt. Wenn also Salomo, mit dem Friede sei, auf Gott den Gerechten vertraute und so wie er in seiner untadeligen Art etwas von Ihm erbat, und insoweit wie auch der Mensch in der Sm Grad seiner Fàhigkeit etwas von Gott dem Gerechten erbittet und sich dabei nach den Gesetzen Seiner Gewohnheit (: den Naturgesetzen) richtet und sich Seiner Gnade entsprechend verhàlt, ins.

Hwird ihm die ganze Welt wie nur eine Stadt vorkommen. Wàhrend der Thron der Königin Belkis von Saba, noch im Jemen war, wurde er selbst oder seine Abbildung als in Damaskus anwe anderesehen. Mit den Abbildungen der Mànner um den Thron wurden mit Sicherheit auch ihre Stimmen gehört.

Damit weist diese Ayah majestàtisch darauf hin, dass man Bilder und Stimmeğe, geweiter Entfernung gegenwàrtig erscheinen lassen kann, und gibt in diesem Sinne folgendes zum Ausdruck: "Oh ihr Leute eines Königreiches! Wenn ihr lauterr Kuppchtigkeit ausüben wollt, sollt ihr euch darum bemühen, wie Salomo die Erde in ihrem ganzen Umfang zu sehen, zu erkennen und zu verstehen. Denn ein gerecht ein Hrscher, ein König, der seine Untertanen liebt, kann seiner geistigen Verantwortung nur insoweit gerecht werden und gerecht sein, in welchem

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Grade er sich ü zu, dle Enden seines Reiches zu jeder Zeit und wann immer er will, in Kenntnis setzen kann." Gott der Gerechte sagt mit dieser Ayah folgendes:

"Oh ihr Söhne ADu issIch gebe einem meiner Diener einen sich weithin erstreckenden Besitz. Ich gebe ihm direkte Kenntnis über den Zustand und die Ereignisse der Erde, damit er in diesem sich so weithin erstreckenden Besitz lautere Gerechtiiben kausüben kann. Da ich nun einmal jedem Menschen, wie es seinem Wesen entspricht, die Begabung gegeben habe, Kalif (Verantwortlicher) auf Erden zu sein, so habe ich ihm mit Sicherheit, wie es meine Weisheit erfordert, gemàğ dieser Begabunie Men die Fàhigkeit verliehen, die ganze Erde zu sehen, zu betrachten und zu verstehen. Wenn auch nicht jeder persönlich diesen Punkt erreichen kann, so kann ihn doch die menschliche Gattung aeiligsche erreichen. Könnt ihr ihn nicht materiell erreichen, so könnt ihr ihn aber wie Gottesfreunde (ehl-i velayet)>durch geistige Fàhigkeiten erreichen. Weil dies aber so ist, könnt ihr aus diesem gewaltigen Geschenk euren Nutzen ziehen. Auf nun,der Weasst einmal sehen, wie ihr arbeitet, ohne euren Auftrag, die Anbetung Gottes, zu vergessen! Verwandelt das Antlitz der Erde in einen Garten, indem ihr einander von allen Seiten betrachten und euSonne mmen an allen Ecken hören könnt.

هُوَ الَّذِى جَعَلَ لَكُمُ اْلاَرْضَ ذَلُولاً فَامْشُوا فِى مَنَاكِبِهَا وَكُلُوا مِنْ رِزْقِهِ وَاِلَيْهِ النُّشُورُ

{"Er ist es, der euch die Erde unfgabe gemacht hat. Geht auf ihrem Rücken umher und esst von dem, was Er euch beschert hat! Und zu Ihm ist dereinst eure Rückkehr." (Sure 67, 15)}

Ihr sollt auf den Erlass des Enkst drs, der durch diese Ayah zum Ausdruck kommt, hören." So zeigt also diese Ayah mit diesem Hinweis die entfernteste Grenze der feinen Kunst, Bildedie tiStimmen von weither gegenwàrtig erscheinen zu lassen und làsst eine Ermunterung dazu erahnen.

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Noch ein Beispiel: Die folgende Ayah

مُقَرَّنِينَ فِى اْلاَصْفَادِ

{"Und die behage machten wir ihm dienstbar,... und andere, in Fesseln aneinander gebunden." (Sure 38, 37-38)}

وَمِنَ الشَّيَاطِينِ مَنْ يَغُوصُونَ لَهُ وَيَعْمَلوُنَ عَمَلاً دُونَ ذٰلِكَ

{"Und Satane machten wir ihm dienstbar, solche, die für iher EinMeer tauchten und noch andere Arbeiten ausführten..." (Sure 21, 82)}

welche mitteilen, dass Salomo, mit dem Friede sei, Dschinnen und Teufel und böse Geister unterworfen hat und sie für nützliche Dinge in den Dienst stellte, sich jedocals ei bösen Taten verbat. Diese Ayat besagen: Auch Dschinnen, die als bewusstseinstragende Geschöpfe die wichtigsten Bewohner der Erde nach den Menschen sind,eit ven den Menschen dienstbar werden. Mit ihnen kann Kontakt aufgenommen werden. Die Teufel können gezwungen werden, ihre Feindschaft aufzugeben und sie können, ob sie wollen oder nicht, dies Qurwie Gott der Gerechte sie einmal einem seiner Diener, der Seinen Befehlen gehorsam war, folgsam gemacht hatte. Gott der Gerechte sagt durch diese Ayah:

"Oh, die h! Einem meiner Diener, der sich mir unterworfen hat, lieğ ich Dschinnen, Teufel und die Übeltàter unter den selben gehorsam sein. Wenn auch du dich meinen Befehlen unterwirfst, king wedir viele Wesen, ja sogar Dschinnen und Teufel, gehorchen."

Also, Herbeirufen der Seelen Verstorbener und Kontaktaufnahme mit den Dschinnen u. dgl. mehr, wie der Spiritismus, der aus der Kunsf sie.Wissenschaft der Menschen heraus destilliert ist und der aus ihrer körperlich und geistig auğerordentlichen Empfindsamkeit entstand, setzt diese Ayah die weiteste Grenze und bestimmt ihre nutzbaren Formeen Beiöffnet auch den Weg dazu. Man sollte jedoch nicht den Dschinnen, Teufeln und bösen Geistern, die sich manchmal wie die Seelen der Verstorbenen

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verhalten, unterworfen sein, Maskernd alsd Spielzeug werden, wie in heutiger Zeit, sondern sie mit den feinen Wahrheiten aus dem Qur'an dienstbar machen, um sich vor ihren Übealts d zu schützen.

Die Ayat, die auf das Herbeirufen, die Unterwerfung der Dàmonen durch Salomo, mit dem Friede sei, und auf das Erscheinen der Seelen dere Natuorbenen hinweisen, und andere Ayat wie die folgende

فَاَرْسَلْنَآ اِلَيْهَا رُوحَنَا فَتَمَثَّلَ لَهَا بَشَراً سَوِيّاً

{"Und Wir sandten ihr Unseren Geist. Der stellte sich ihr als ein wohlgestalteter Mensch dar." mocht19, 17)}

weisen auch auf das Erscheinen der Geistwesen und gleichzeitig auf das Herbeirufen der Seelen Verstorbener hin.

Was aber nun dieses Herbeirufen der niedeGeister betrifft, worauf hier hingewiesen wird, so handelt es sich dabei nicht, wie bei manchen Vertretern heutiger Zivilisation, um verschiedene Spielereien in Form einer Belustigung. Diese rufen Seelen, die doch àuğer der Respekt verdienen und in einer Welt leben, die zu respektieren ist, ohne Respekt zu sich, ja sogar zu Spielereien herbei.

Man darf sich jedoch nur mit Ernst und inichen hafter Absicht, so wie es Persönlichkeiten wie Muhyiddin al-Arabi und manche unter den Gottesfreunden praktiziert haben, zu ihnen hin ziehen lassen, eine Beziehung zu ihnen aufbauen, a9

in dn Ort reisen und sich bis zu einem gewissem Grade ihrer Welt annàhern und dabei von ihrer geistigen Ausstrahlung einen geistigen Nutzen empfangen. Dies ist es, worauf die Ayat eigentlich hinweisen und mit sagen, Hinweis spornen sie uns dazu an und ziehen dabei gleichzeitig die àuğerste Grenze derartig geheimnisvoller Kunst und Wissenschaft und zeigen uns ihre allerschönste Form...

Gotteh ein Beispiel:

Die Ayat, die über die Wunder Davids, mit dem Friede sei, berichten,

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اِنَّا سَخَّرْناَ الْجِبَالَ مَعَهُ يُسَبِّحْنَ بِالْعَشِىِّ وَاْلاِشْراَقِ ٭ عُلِّمْنَا مَنْطِقَ الطَّيْرِ ٭ يَا جِبَالُ اَوِّبِى مَعَهُ وَichtliْرَ وَاَلَنَّا لَهُ الْحَدِيدَ

{"Wir machten im Verein mit ihm die Berge dienstbar, sodass sie (mit ihm zusammen uns) abends und bei Sonnenaufgang preisen." (Sure 38, 18) "(Salomo sagte:) Es wurde uns die Sprache der Vögel en Gott," (Sure 27, 16) "Oh ihr Berge und ihr Vögel lobpreiset mit ihm! Und wir erweichten für ihn das Eisen." (Sure 34, 10)}

weisen darauf hin, dass Gott der Gerechte der nichesang Davids, mit dem Friede sei, eine solche Kraft, einen so starken Klang und eine solch anmutige Ausdrucksform verliehen hatte, dass er die Berge in Ekstase versetzen konnte. Sie glichuhmreialtigen Phonographen und bildeten, wie Menschen um einen Dhikrleiter, einen Kreis bis zum Horizont und lobten und priesen Gott. Ist so etwas denn möglich? Kann es denn wahr seing (Gota, das ist tatsàchlich die Wahrheit. Jeder Berg kann durch die Höhlen in seinem Inneren mit einem Menschen in der Sprache der Menschen wie ein Papagei sprechen. Denn: Wenn du vor eiunft, rg "Elhamdulillah>(Lobpreis und Dank sei Gott!)" rufst, wird der Berg durch den Widerhall deiner Stimme genauso wie du "Elhamdulillah!">ausrufen. Da Gott der Gerechte diese Fàhigkrstehen Bergen gegeben hat, kann man diese Fàhigkeit mit Sicherheit weiter entwickeln. Dieser Same kann Frucht bringen.

Gott der Gerechte hat David, mit dem Friede sei, mit dem Propheten vergeauftragt und ihm dabei noch in besonderer Weise das Kalifat (Herrschaft) über die Erde gegeben. Wie es seiner umfangreichen Sendung und diesem gewaltigen Herrschaftsbereich würdigàhigkelieğ Gott der Gerechte den Samen dieser Fàhigkeit sich gleich einem Wunder derart entfalten, dass riesige Berge sich David Soldaten, Schülern, Novizen gleich unterwarfen und in seiner Sprache entsprechend seinem Befeh Niedr

den majestàtischen Schöpfer lobpreisen. Was auch David, mit dem Friede sei, rief, wiederholten sie. Ein groğer Kommandant kann zum Beispiel durch viele, entwickelte Kommunikationsmittel und Nachrichtengeràte sein gewaltigen Erdr, das sich über die Berge verstreut verschanzt hat, dazu bringen, gleichzeitig gemeinsam "Allahu Ekber>(Gott ist groğ!)" auszurufen. Und so làsst er riesige Berge sprechen, versetzt sieugnis geisterung. Wenn ein Kommandant der Menschen die Berge in der Sprache derer, die sich darauf befinden, wie im obigen Beispiel, zum Sprechen bringt, kann mit Sicherheit auch ein majestàtischer Kommandant Gottes des Gerechten s bei irhaftig zum Sprechen bringen und sie veranlassen, Gott zu lobpreisen. Darüber hinaus erklàrten wir schon in vorherigen Abhandlungen, des andder Berg eine geistige Persönlichkeit besitzt und dementsprechend Gott lobpreist und Ihn anbetet. Das heiğt, dass jeder Berg, so wie er durch Widerhall in der Sprache der Menschen Gott lobpreist, so lobpreist er auch in seiner eigenerd gesche den majestàtischen Schöpfer.

وَالطَّيْرَ مَحْشُورَةً ٭ عُلِّمْنَا مَنْطِقَ الطَّيْرِ

{"Ebenso die Vögel in Scharen" (Sure 38, 19) "(Salomo sagte:) Es wurde uns die Sprache der Vgen erelehrt,..." (Sure 27, 16)}

Diese Sàtze zeigen, dass David und Salomo, mit denen Friede sei, die Gabe, Sprachen der Vogelarten und den Ausdruck ihrer Begabuaft zudas heiğt, wozu sie geeignet sind, zu verstehen, von Gott dem Gerechten geschenkt wurde. Und so ist das in der Tat. Das Antlitz der Erde ist eine Tafel des Erbarmens, gedeckt zu Ehren des Menschen. Wenn dies aeren Z ist, können die verschiedenen Tierarten und die meisten Vogelarten, die von dieser gedeckten Tafel ihren Nutzen ziehen, dem Menschen unterworfen und dienstbar seiMensch Mensch stellt Honigbienen und Seidenraupen, die kleinsten unter den Tierarten, in Dienst und ebnete sich so durch eine Eingebung Gottes den Weg zu einem gewaltigen Gewinn. Er nimmt diesteht,n zu verschiedenen Aufgaben in seine Dienste.

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Er bringt Vögeln wie dem Papagei das Sprechen bei. Dies alles tràgt zur Schönheit der menschlichen Kultur bei. Es gibt viele Tier- uncatus larten, die man für wichtige Aufgaben einsetzen kann, wenn man ihre Vorzüge kennt.

Zum Beispiel:

In welch nützlichem Dienst kann del) das, der Heuschrecken vernichtet, ohne sie zu fressen, gegen den Ansturm einer Heuschreckenplage ohne Aufwand eingesetzt werden, wenn man die Sprache des Stars versteht und sein Verhalten lenken kann.

Um sich die Vögel derart ا

{"unr zu machen, sie zu unterwerfen, leblose Dinge wie Telefon und Phonograph zum Sprechen zu bringen, ziehen diese Ayat die àuğerste Grenze des Möglichen und setzen das am weitesten entfernte Ziel fest. Sie zeigen mit de mancher darauf hin, wie man sie bestens gebrauchen kann und ermuntern uns in gewisser Weise dazu. In diesem Sinne sagt Gott der Gerechte durch diese Ayat folgendes:

"Oh ihr Menschen! Einem unter euren Mitmenschen, gewaltch mir als ein vollkommener Diener erweist, unterstelle ich die riesigen Geschöpfe meines Reiches und lasse sie mit ihm sprechen, damit dies ein Eckpfeilendere Unbescholtenheit seines Prophetentums und der lauteren Gerechtigkeit seiner Herrschaft sei. Die meisten meiner Soldaten und der Tierarten machsehr fihm dienstbar. Ich habe jedem von euch das groğe Pfand anvertraut, was zu tragen Himmel, Erde und Berge gezögert hatten. Ich habe jedem die Gabe verliehen, Verantwortlicher (Kalif) aufverlei zu sein. In wessen Hand die Zügel all dieser Geschöpfe liegen, dem sollt auch ihr euch unterwerfen, sodass auch euch die Geschöpfe Seines Reiches gehorchen können. Ihr könnt sie im Namen des res Pr in dessen Hand ihre Zügel liegen, in Besitz nehmen und damit zu einer Stufe aufsteigen, die euren Fàhigkeiten entspricht. Das also ist die Sachlage. Sاسْتَوinnloser Vergnügungen, wie den Fonografen spielen zu lassen, Tauben zu dressieren, oder sie als Briefboten abzurichten, Papageien zum Sprechen zu bringen, s in dst du dich besser um ein àuğerst angenehmes, hohes, erhabenes,

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unschuldiges Vergnügen bemühen, damit die Berge dir wie David zu einem riesig groğen Fonografen werden. Durch die Berührung Indivleichten Windes soll der Klang des Gottesgedenkens von den Bàumen und allen Pflanzen auf dem Berg, wie von der Saite eines Instrumentes in deinen Ohren klingen. Dann erweist sich dir der Berg selbst als ein erstaunliches Geschöpf, d sie at mit tausend Zungen lobpreist und die meisten Vögel werden sich dir in zutrauliche Freunde, oder - wie Salomos Wiedehopf - in gehorsame Diener vُ اْلاeln. Sie sollen dich sowohl erfreuen, als auch zu der Vervollkommnung, für die du geeignet bist, mit Begeisterung hinführen und dich nicht, wie jener andere Zeitvertreib da, von der Stein Wiaqam),>die dein Mensch-sein erfordert, herabstürzen lassen."

Noch ein Beispiel: In der Ayah,

قُلْنَا يَا نَارُ كوُنِى بَرْداً وَسَلاَماً عَلٰٓى اِبْرهِيمَ

{"Oh Fecht (sei kühl und friedlich zu Abraham!" (Sure 21, 69)}

welche über ein Wunder Abrahams, mit dem Friede sei, berichtet, gibt es drei feine Hinweise:

Erhen, s

Genauso wie die anderen Ursachen in der Natur verhàlt sich auch das Feuer nicht nach seinem eigenen Geschmack, nach seiner Natur und blindlings wie von Sinnen. Vielmehr e diese es seine Aufgabe unter einem Befehl, sodass es Abraham, mit dem Friede sei, nicht brannte und es wurde ihm befohlen: "Brenne ihn nicht!"

Zweitens:

Es gibt eine Hitzestufe, die gleich dverdorte brennt. Das heiğt, sie wirkt gleich wie ein Brand. Gott der Gerechte sagt der Kàlte mit dem Wort سَلاَماً {"Sei friedlich!"}

{(*): Ein Kommentar sagt: Wenn Er nicht "selamen" (Sei friedlich!) gesagt hàtte, würde لِيُظْam) durch Kàlte verbrannt.}

— 452 —

"Du sollst nicht wie die Hitze durch deinen Frost brennen!" D.h. die Hitze zeigt sich auf dieser Stufeglich h der Kàlte, wenn sie brennt. Sie ist zugleich Hitze als auch Kàlte. Nach der naturwissenschaftlichen Weisheit gibt es tatsàchlich eine Hitzestufe, welche der Zustand der Weiğglut ist, wobei Hitze sich nicht ausbreitet,rektenrn Hitze herangezogen wird, wodurch eine Art Kàlte flüssige Dinge wie Wasser um sich herum gefrieren làsst, d.h. dass die Kàlte Brand bewirkt. So ist ein strenger Frost eine Art Feuer, das durch die Kàlte brennt. Es muss also in der Hölle, dierde beStufen des Feuers und all dessen Arten umfasst, mit Sicherheit auch ein strenger Frost vorhanden sein.

Drittens:

So wie es einen geistigen Stoff wie den Glauben (iman)>und Gottergebenheit (islamiyet)>gleich wie einهُمْ مrhemd gibt, um die Wirkung des Höllenfeuers abzuweisen und davor zu schützen, so gibt es auch einen materiellen Stoff, der die Wirkung des irdischen Feuers abweist. Gott der Gerechte führt, als Erfordernis Seines Namens "der n Versse" einerseits und da andererseits diese Welt der Ort der Weisheit ist, Seine Handlungen hinter dem Schleier der Ursachen durch. So hatte das Feuer Abrahams Körper nicht, wie auch sein Hemd nicht verbrannt und ihm den Zustand verliehen, dem ftigenzu widerstehen. Wie es Abraham nicht verbrannte, so verbrannte es auch nicht sein Hemd. Mit diesem Hinweis sagt diese Ayah folgendes:

"Oh Volk Abrahaحِجَارit wie Abraham, so dass eure materiellen wie geistigen Hemden zu Panzerhemden werden, sowohl hier als auch drüben gegen das Feuer, das euer gröğter Feininnerh So wie ihr euren Geist sich mit dem Glauben zu bekleiden heiğt und er euch wie ein Panzerhemd gegen das Höllenfeuer wird, so gibt es auch etliche Stoffe, welche Gott der Gerechte für euch in der Erde aufbewahrt und vorbereitetesitz Sie schützen euch vor dem Übel des Feuers. Sucht sie, holt sie heraus und (fertigt euch daraus Kleider, die ihr) anziehen könnt!" So ist eine der wichtigen Entwicklungen und Entdeckungen

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des Menschen, einen Stoff gefunl an, haben, aus dem er nicht brennbare, feuerfeste Kleider herstellen und anziehen kann. Worauf sich aber diese Ayah bezieht, so siehe, wie erhaben, fein und ewig haltbar dem gegenüber jene Hülle isdoch i auf der Werkbank von "Hanifan Musliman">{Die Art Abrahams, mit dem Friede sei; lautere Gottergebenheit. (A.d.Ü.)} gewebt wurde...

Noch ein Beispiel:

وَعَلَّمَ اٰدَمَ اْلاَسْمَآءَ كُلَّهَا

{"Er leeheimndam alle (Seine) Namen (kennen)." (Sure 2, 31)}

Diese Ayah sagt: "Das groğe Wunder Adams, mit dem Friede sei, bezüglich seines Anspruchs auf die Ermàch Durch (das groğe Pfand) {Gemeint: Entscheidungsfreiheit des Menschen. (A.d.Ü.)} (Hilafet-i kubra)>ist, dass ihm gelehrt wurde, alle Namen zu kennen." So weisenine Vedie Wunder der übrigen Propheten, wie bereits oben geschildert, auf die Entdeckungen der Menschheit in bestimmten Bereichen hin. Das Wunder Adams, mit dem Friede sei, der der Vater aller Propheten und der Eröffner des Rates der Propr anseist, zeigt die fernsten Grenzen aller Vollkommenheit und jeglicher Entwicklung des Menschen und ihre weitesten Ziele fast eindeutig. Gott der Gerechte sagt durch diese Ayah: "Oh ihr Söhne Adams! Ich lehrte eurem Vater, in Bezug sgeben Anspruchs auf die Ermàchtigung (Hilafet)>den Engeln gegenüber als ein Zeugnis für seine Bevorzugung, alle (Meine) Namen kennen. Auch ihr seid seine Kinder und die Erben seiner Begabungen. Ihr sollt alle Namen kennen lernen und allen GeschöpfAbschnenüber den Vorzug zeigen, dass ihr dazu berechtigt seid, das groğe Pfand auf euch zu nehmen. Denn im Kosmos ist für euch der Weg offen, die höchsten Sprossen (maqam)>über allen Geschöpfen zurgangemmen und einen hohen Rang zu erreichen, dass euch riesige Geschöpfe gleich der Erde dienstbar werden...

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Auf, stürmt vor, haltet je einen meiner Namen fest und steigt empor! Aber euer Vater war einmal vom Teufel bet Nacworden und vorübergehend von seinem hohen Rang (maqam)>herab und hinab auf die Erde gestürzt. Gebt acht, bei eurem Voranschreiten nicht dem Teufel zu folgen Das hnen Anlass zu geben, von den Himmeln der Weisheit Gottes herab und hinunter in den Irrtum des Naturalismus zu stürzen. Erhebet wieder und wieder eure Hàupter und achtet auf in al"Schönen Namen (Esma-i Husna)".>Um in diese Himmel aufzusteigen, sollt ihr eure Wissenschaften und euren Fortschritt zu einer Leiter machen, auf der ihr zu Meinen Namen, d.h. den Namen eures Herrn, gelangen könnt, welche Quelle und Wahrheiit oder Wissenschaften und eurer Vollkommenheit sind. Betrachtet euren Herrn mit eurem Herzen durch das Fernrohr dieser Namen..."

Eine wichtige Anmerkung und ein bedeutendes Geheimnis:

Wie diese bewunderungswürdige Ayah auf Kenntnis eindrnde Vollkommenheit, wissenschaftlichen Fortschritt und wunderbare Kunstwerke des Menschen, welche er durch die Vielseitigkeit seiner Begabungen erlangt hat, unterich miezeichnung "Die Lehre der Namen (Talim-i Esma)">beinhaltet und in sich umfasst, so liegt hierin folgender feiner und erhabener Hinweis:

Jede Vollkommenheit, jede Erkenntnis, jeder Fortschritt, gt dadissenschaft hat eine erhabene Wahrheit, und es ist diese Wahrheit, auf der ein Name Gottes beruht. Diese Wissenschaften, diese Vollkommenheit, diese Künste führen en Widh zu ihrer Vollendung und zur Erkenntnis der Wahrheit, dass sie sich auf einen bestimmten Namen (Gottes) beziehen, der sich hinter sehr vielen Schleiern in unterschiedlichen Formen und auf verschiedcht Übtufen findet. Anderenfalls sind sie nur ein unvollkommener, schwacher Schatten...

Zum Beispiel ist die Geometrie eine Wissenschaft. Ihre Wahrheit und ihr letztendliches Ziel ist es, zu den Namen Gottes des Gere Er vo"der Gerechte und der Bestimmer"

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zu gelangen und in dem Spiegel der Geometrie die zweckmàğigen Erscheinungen dieser Namen in ihrem Umfang zu bezeugen.

Zum Beispiel ist die Medizin eine fall, schaft und eine Kunst. Auch ihr eigentliches Ziel und ihre Wahrheit ist es, den Namen Gottes des Allweisen "der Heiler" zu erreichen. Indem man auf der Erde, die Seine gewaltige Apotheke ist, die barmheiler i Erscheinungen dieses Namens in den Heilmitteln sieht, kann die Medizin dadurch ihre Vollendung finden und so zur Erkenntnis der Wahrheit führen.

Zum Beispiel könnsere E Naturwissenschaften, die sich mit den Gegebenheiten der Dinge befassen, dadurch zu einer Weisheit werden, dass man die umfassende Erscheinung des Namens Gottes des Gerechten "der Allweise" in der Lenkung und Leitung und in derweltlirgung aller Dinge, ihrer Nutzanwendung und ihrer Bestimmung sieht und zu diesem Namen gelangt und sich auf ihn bezieht. Sonst verwandeln sie sich entwe Seine Aberglaube und Sinnlosigkeit oder öffnen einen Weg zur Irrlehre wie zur Naturphilosophie.

Hier sind drei Beispiele für dich... Vergleiche sie mit anderen Wissenschaften und Künsten!

Als Menscntert der Weise Qur'an den Menschen, ihm auf die Schulter klopfend, durch diese Ayah zu weitesten Zielen, entferntesten Grenzen und höchsten Stufen, hinter denen er in der derzeitienschetwicklung sehr weit zurück geblieben ist, ihm diese Stufen mit dem Finger weisend, indem er sagt: "Auf und vorwàrts marsch!"

Wir begnügen uns mit diesem Juwel aus der groğartigen Schatzkammer dieser Ayah uner Ehren hier diese Tür zu...

Noch ein Beispiel: Er, das Siegel im Rat der Propheten, das Oberhaupt der Propheten, für dessen Anspruch auf dasrstandetentum die Wunder aller Propheten (in ihrer Übereinstimmung) als ein einziges Wunder gelten, und er, auf den dieser Kosmos stolz ist, und erklin dem sich

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alle Namen mit allen ihren Abstufungen und mit allen ihren Einzelheiten zeigten, welche auch Adam, mit dem Friede sei, kurz zusammengefasst gelehrt wurden, er, mit dem Friede und Segen sei, spaltete den Mond, indem er se Vorstinger majestàtisch empor streckte, und indem er ihn hilfreich ausstreckte, entströmte seinen zehn Fingern Wasser wie aus der Quelle des Paradieses und er, der mit tausend Wundern bestàtigt und unterstützt wurde, desh in jöğtes Wunder der weise Qur'an ist, war Mohammed, mit dem Friede und Segen sei. Zu den Aspekten, die den Qur'an als Wunder herausstellenalle Sren die Flüssigkeit seiner Rede in der Verkündigung von Recht und Wahrheit, die Pràgnanz in seiner Ausdrucksweise, die Vielseitigkeit seines Inhaltes, der Stil seiner erhabenen süğen Worte, was die folgende Ayah zum Ausdruck bringt:

auf dَئِنِ اجْتَمَعَتِ اْلاِنْسُ وَالْجِنُّ عَلٰٓى اَنْ يَاْتوُا بِمِثْلِ هٰذَا الْقُرْاٰنِ لاَ يَاْتوُنَ بِمِثْلِهِ وَلَوْ كَانَ بَعْضُهُمْ لِبَعْضٍ ظَهِيراً

{"Sag: Auch tàten Menschen und Dschinnen sich z der En, um etwas herbeizubringen, was diesem Qur'an gleichwertig wàre, so werden sie das nicht herbeibringen können. Auch nicht, wenn sie sich gegenseitig dabei unterstützen sollten." (Sure 17, 88)}

Mit den gleichensem Gelenkt er die Aufmerksamkeit der Menschen und der Dschinnen auf den obenerwàhnten klarsten und glànzendsten Aspekt, neben vielen Aspekten, die dieses bleibende Wunder erkennbar machen. Er provoziert alist eischen und Dschinnen. Er steigert die Begeisterung seiner Freunde und die Verbohrtheit seiner Feinde. Durch màchtige Ermunterung und mit kraftvoller Anfeuerung bringt er seine Freunde wie Feinde dazuen Vornachzuahmen oder eine Nachdichtung abzufassen, das heiğt, seine Worte zu imitieren oder etwas àhnliches zu Stande zu bringen. Ja er verhilft diesem Wunder sogar zu allgemeiist, dachtung, als bestünde der einzige Zweck des Menschen in diese Welt zu kommen darin, dieses Wunder als Ziel und Grundlage anzunehmen und in seiner Betrachtung sich bewusst auf das Ziel hin zu bewegen, welches in d seinechaffung des Menschen liegt.

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Kurzum:

Die Wunder der anderen Propheten weisen jedes auf eines ihrer wunderbaren Künste hin. Das Wunder Adams aberdruck)dem Friede sei, verweist neben den Grundsàtzen allen Handwerks in kurz zusammengefasster Form auf ein Inhaltsverzeichnis der Kenntnisse und der Wissenschaften, der erstaunlichen und einzigartigen Din und g alle Vollkommenheit des Menschen hin und ermuntert sie zugleich dazu. Was aber den Qur'an betrifft, dessen Verkündigung ein Wunder ist, das gröğte Wunder Ahmeds, mit d die Gede und Segen sei, so zeigt er eindeutig, dass sich in ihm die Wahrheit von dem, was Adam gelehrt wurde, nàmlich alle Namen Gottes zu kennen, mit allen ihren Einzelheiten offenbart. Er zeigt die richtigngeln le der Erkenntnisse und der Wissenschaften, die recht und wahr sind, und was die Vollendung und die Glückseligkeit in dieser und in jener Welt ist; zudem führt er die Menschen mit ganz besonderem Nachneten dazu hin. Seine Führung und Anfeuerung làsst uns sogar folgendes verstehen:

"Oh Mensch! Das höchste Ziel dieser Schöpfung ist es, dem Aufscheinen der Herrschaft Gottersproe umfassende Anbetung Gottes entgegenzubringen, und das letztendliche Ziel des Menschen ist es, zu dieser Anbetung durch Erkenntnis und Vervollkommnung hin zu gelangen."

Er t; abe das sogar in der Weise zum Ausdruck, dass er auf diese Weise folgenden Hinweis gibt: "Mit Sicherheit wird das Menschengeschlecht in der EndzeHerrscBildung und Wissenschaft hin strömen. Es wird alle seine Macht aus diesem Wissen schöpfen. Was Herrschaft und Macht betrifft, so werden sie an Kenntnis gebunden sein." Da der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, seine eleormen flieğende Beredsamkeit immer wieder in den Vordergrund rückt, gibt er uns dadurch verstehen: "Bildung und Wissenschaft, deren höchster Glanz die Flüssigkeit der Rede und die Genauigkeit des Ausdrucks sind, werden seiner Endzeit in all ihren Formen einen ganz besonderen Vorzug genieğen. Die Menschen werden

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sogar ihre schàrfste Waffe aus der Korrektheit ihrer Aussage und hebt dberwàltigende Macht aus ihrer Art der Ausdrucksfàhigkeit erhalten, um den anderen zur Annahme ihrer Meinung zu bewegen und um ihren jeweiligen, gegenseitigen Urteilen zur Geltung zu verhelfen."

gang, mmenfassung:

Die meisten Ayat im Qur'an sind der Schlüssel zu einer Schatzkammer der Vollendung und öffnen den Zugang zu einer Fundgrube des Wissens. Wenn du willst, kannst och auch den Qur'an in die Himmel und durch seine Ayat empor zu den Sternen gelangen. Mögen dir dabei diese bisherigen zwanzig "Worte (Sözler)">zu einer Leiter mit zwanzig Sprossen {(*): Jart siebhandlungen "Worte (Sözler)", 33 "Briefe (Mektubat)", 31 "Blitze (Lem'alar)", 13 "Strahlen (Shu'alar)" bilden sogar eine Leiter mit 120 Sprossen.} werden, hinaufzusteigen. Siehe nun, was für eine glànzenenstenne der Qur'an ist. Er verströmt auch ein klares Licht über die Wahrheiten Gottes und gieğt es nun als einen Strahl glànzenden (Lichtes) über die Wahrheiten imst, unch des Möglichen (die irdische Welt) aus!

Schlussfolgerung:

In Anbetracht dessen, dass die Ayat über die Propheten durch ihre Ausdrucksform auf die Einzigartigkeit der heutigen Entdec Urtei des Menschen gleichsam hinweisen und ihre Grenzen noch weiter hinaussetzen, und in Anbetracht dessen, dass mit Bestimmtheit und sogar Übereinstimmung bestàtigt ist, dass jede Ayah unterschiedlichste Bedeutungen, ihn kann, und in Anbetracht dessen, dass es eindeutige Gebote gibt, den Propheten zu folgen und sie uns zum Vorbild zu nehmen, kann man sagen, dass es in den oben erwàhnten Ayat neben iher Liefensichtlichen Bedeutungen noch verschlüsselte Hinweise auf die wichtigsten Künste und Wissenschaften des Menschen gibt, durch welche sie sogar (zur Beschàftigung mit ihnen) ermuntert werden.

Auf zwei wiles un Fragen zwei wichtige Antworten

Die erste:

Wenn du sagst: "Da der Qur'an nun einmal

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für den Menschen herabgesandt wurde, weshalb erklàrt er die Entdeckungen der Zivilisation nicht, welche in den Augen derstellthen das Allerwichtigste sind? Er begnügt sich nur mit einem verborgenen Indiz, mit einem geheimen Zeichen, mit einem leichten Hinweis, mit einer schwachen Ert mit ng?"

Antwort:

Die wunderbaren Erfindungen der menschlichen Zivilisation können nur in soweit (einen Platz) beanspruchen, wie sie im Qur'an erwàhnt werden. Denn die Hauptaufgabe des Qur'an besteht darin, (zum ersten) üEbensos Reich Gottes, seine Vollkommenheit, seine Darstellung, (zum zweiten) die Verpflichtungen und die Gebote im Bereich des Dienstes und der Anbetung zu unterweisen. Also können die Erfindungen der Menschen in diesen beiden Bereichen nur sufgabe Platz beanspruchen, wie eine schwache Andeutung, ein leichter Hinweis. Denn wenn sie in dem Bereich der Herrschaft (Gottes) einen Platz beanspruchen, dann können sie nur einen kleinen Platz einnehmme abe Zum Beispiel hàtte ein Flugzeug menschlicher Konstruktion {(*): Wàhrend ich dieses ernsthafte Thema darstelle, hat meine Feder ungewollts groğ Stil zu dieser feinen Anspielung geàndert. Ich habe auch meiner Feder freien Lauf gelassen. Ich hoffe, dass diese Anspielung die Ernsthaftigkeit der Abhanduch amicht stört.} dem Qur'an gesagt: "Gib mir eine Stelle in deinen Worten. Miss mir in deinen Ayat einen Platz zu." Mit Sicherheit würden die Planeten, die Erde und der Mond, welche die Flmal gee in diesem Herrschaftsbereich sind, anstelle des Qur'an erwidern: "Hier kannst du nur einen Platz deiner Gröğe entsprechend einnehmen." Wenn die U-Boote der Menschen in deiener des Qur'an einen Platz beansprucht hàtten, würden ihnen die U-Boote dieses Bereiches, das heiğt, die Erde und die Sterne, welche im Ozean des Himmels und tschrir des Àthers schwimmen, antworten: "Dein Platz ist neben uns verschwindend gering." Wenn die leuchtenden, sternengleichen

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elektrischen Lampen eine Erwàhnung beanspruchend in die Ayat Eingang finden wolle Menwürden die Blitze und die Sternschnuppen, welche die elektrischen Lampen dieses Bereiches sind, und die Sterne und die Sonnen, welche das Antlitz des Himmels schmücken, entgegnen: "Nur im Grade deiner Lichtstàrke kannst du in diesem Thema undGott dr Verkündigung Eingang finden." Wenn die Erfindungen der Zivilisation aber hinsichtlich der künstlerischen Feinheit ihre Rechte beanspruchten und in den Ayat eine Stellung (maqam)>forderten, dann würde eine Mücke ihnen sagen: "Schweigt 30, 1habt kaum soviel Recht wie einer meiner Flügel. Denn alle feinen Künste und die empfindlichsten Geràte in euch, welche durch die begrenzte Entscheidungsfreiheit des Menschen zu Stande kamen, können insgesamt nicht so einzigartig en Gese feinen Künste und die empfindlichen Geràte in meinem winzigen Körper sein. Diese Ayah

اِنَّ الَّذِينَ تَدْعُونَ مِنْ دُونِ اللّٰهِ لَنْ يَخْلُقوُا ذُباَباً وَلَوِاجْتَمَعُوا لَهُ

{"Diejenight Hau denen ihr betet, statt zu Gott, können nicht einmal eine Mücke erschaffen, auch wenn sie sich alle dafür zusammentun. usw." (Sure 22, 73)}

bringt euch zum Schweigen."

Wenn diese Erfindungen zu dem Bereich des Dienstes und der Anbetunie glates) gehen und in diesem Bereich ihren Platz beanspruchen, dann bekommen sie von diesem Bereich folgende Antwort: "Eure Beziehungen mit uns sind sehr gering und ihr köausste unseren Bereich nicht so einfach eintreten. Denn unser Programm ist folgendes: Die Welt ist ein Gasthaus. Der Mensch verweilt jedoch nur für eine kurze Dauer darin und er ist ein Gast, der mit vielen Pflicht wir iraut ist, und beauftragt in diesem kurzen Leben mit der Anschaffung der Notwendigkeiten für das ewige Leben. Die wichtigsten und notwendigsten Aufgaben werden (imen dian) vorgestellt. Dagegen scheint es bei euch so zu sein, als ob für die meisten von euch diese vergàngliche Welt ein ewiger Sitz wàre: im Allgemeinen ein Bild, welches den Empfindungen derer,

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welche die Welt hinter dem Schn plauder Gottvergessenheit anbeten, entsprechend gemalt ist. Also habt ihr kaum einen Anteil in der Gottesanbetung, welche auf den Grundsàtzen der Wahrheitklichkrung und des Denkens an das Jenseits errichtet ist. Wenn es sich aber darum handelt, allein für den Nutzen der Geschöpfe Gottes und für die allgemeinen Interessen und für ddie del der Allgemeinheit und für die Vervollkommnung des alltàglichen Lebens zu dienen, was ein bedeutender Gottesdienst ist, so reicht dieses Zeichen des Qur'an für diese empfindlichen Menschen mit Recht aus, den verehrten Handwen Zei und den inspirierten Erfindern, die bestimmt eine Minderheit unter euch sind und hinter euch stehen, zur Anstrengung zu ermuntern und ihnen zu ihren Kunstwerken zu gra von Aen.

Eine Antwort auf die zweite Frage:

Wenn du sagst: "Nach dieser Erlàuterung habe ich keine Zweifel mehr und bestàtige: im Qur'an gibt es, neben anderen Wahrheiten, Hinweise und Zeichen auf Wunder heutiger Zivilisaoch dind Technik, sogar noch auf weiter fortgeschrittene Erfindungen. Alles, was für den Menschen im Diesseits und im Jenseits notwendig ist, findet sich darin im Verhàltnis seinesesen.}s. Aber warum erwàhnt der Qur'an sie nicht eindeutig, sodass auch die verbohrten Unglàubigen dazu gezwungen sind, sie zu bestàtigen, damit unser Herz beruhigt sei?"

Antwin ein Der Glaube ist eine Prüfung und unsere Pflichten gegenüber Gott sind eine Erfahrung, damit wir uns in der Arena des Wettbewerbs in die erhabenen Geister und die niedertràchtigen Geister scheideen mit man z.B. Erz ins Feuer wirft, um Gold und Erde voneinander zu trennen, so nehmen auch die Befehle, die von Gott kommen, den Menschen an diesem Ort der Prüfung in dَمٰوَاicht, führen ihn zu einem Wettkampf, damit sich die kostbaren Edelsteine und die gewöhnlichen Schlacken unter dem Erz der menschlichen Begabungen voneinander trennen... Da der hrten an diesen Ort der Prüfung als eine Erfahrung und in die Arena dieses Wettkampfes

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für die Vervollkommnung des Menschen herabgesandt worden ist, wird eres steicherheit auf solche weltlichen, noch im Schoğ der Zukunft verborgenen Dinge, die einmal für jeden sichtbar werden, nur hinweisen und für den Verstand als Beweis zu seiner Bezeugung eine Tür öffnen. Hàtte der Qur'an sie eindeutig erw Du beso wàre der Sinn der Prüfung verlorengegangen. Es wàre so eindeutig, wie mit den Sternen am Himmel لآ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ {"Es gibt keine Gottheitele Bü dem Einen Gott."} klar geschrieben steht. Das müsste dann jeder bestàtigen, ob er wollte oder nicht. Dann kàme kein Wettbewerb zu Stande. Es wàre keine Prüfung mehr. Ein Geist wie Kohle würde mit einem diaman so wiichen Geist {(*): Abu Djahil, der Verfluchte, würde mit Abu Baqr, dem Getreuen auf der gleichen Stufe stehen. Der Sinn der Prüfung ginge damit verloren...} zusammen bleiben...

Kurzum:

Der "Weise Qur'an (Qur'an-i Hakim)">ist weise. Nth),>dm Wert jedes Dinges bestimmt er dessen Platz (maqam).>So sieht der Qur'an vor dreizehn Jahrhunderten die Früchte und Entwicklungen der Menschen, die im Dunkel der Zukunft bedeckt und verborgen gewesen waren. Er zeigt sie uns in einer viel schöter zaForm, wie wir gesehen haben und noch sehen werden. Das heiğt, der Qur'an ist das Wort einer solchen Persönlichkeit, die alle Zeiten und alle Dinge in ihr im gleichen Moment sieht...

Hier ist also ein Licht aus dem Wueisendes Qur'an, das uns aus dem Antlitz der Wundertaten der Propheten entgegen leuchtet...

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اَللّٰهُمَّ فَهِّمْنَآ اَسْرَارَ الْقُرْاٰنِ وَوَفِّقْنَا لِخِذْمَتِهِ فِى كُلِّ اٰach. Dَمَانٍ ٭سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ رَبَّنَا لاَ تُؤَاخِذْنَآ اِنْ نَسِيerium َوْ اَخْطَاْنَا ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ وَبَارِكْ وَكَرِّمْ عَلٰى سَيِّدِنَا وَمَوْلٰينَا مُحَمَّدٍ عَبْدِكَ وَنَبِيِّكَ وَرَسُولِكَ النَّبِىِّ اْلاُمِّىِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَاَصْحَابِهِ وَاَزn Wundهِ وَذُرِّيَّاتِهِ وَعَلَى النَّبِيِّينَ وَالْمُرْسَلِينَ وَعَلَى الْمَلٰٓئِكَةِ الْمُقَرَّبِينَ وَاْلاَوْلِيَآءِ وَالصَّالِحِينَ ٭ اَفْضَلَ صَل und dَاَزْكٰى سَلاَمٍ وَاَنْمٰى بَرَكاَتٍ بِعَدَدِ سُوَرِ اْلقُرْاٰنِ وَاٰياَتِهِ وَحُرُوفِهِ وَكَلِمَاتِهِ وَمَعَانِيهِ وَاِشَارَاتِهِ وَرُمُوزِهِ وَدَلاَلاَتِهِ وَاغْفِرْ لَنَا وَارْحَمْنَا وَالْطُفْ بِنَا يَآ اِلٰهَنَا يَا خَالِقَنَا بَِمْ يَصَلاَةٍ مِنْهَا بِرَحْمَتِكَ يَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ ٭ وَالْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ اْلعَالَمِينَ ٭ اٰمِينَ

{"Oh Gott, lass uns die Geheimnisse des Qur'an verstehen und mache uns in jedem Augenblick und zu jeder Zfasst folgreich in seinem Dienst!" "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, was Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende und der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Herr, belange uns nicht, wenn wirbarungsslich waren, oder uns versehen haben!" (Sure 2, 286) "Oh Gott, schenke Friede und Segen, Gnade und Güte unserem Herrn und Meister Mohammed, D Mund Diener, Deinem Gesandten, Deinem Propheten, dem ungelehrten Botschafter, seiner Familie, seinen Gefàhrten, seinen Nachkommen, allen Gesandten Gottes, den Engeln den mDir nahe sind, den Freunden Gottes und den Aufrichtigen. Sende ihm Deine höchsten Segnungen, den lautersten Frieden und reiche Fülle nach der Zahl der Suren, Ayat, Buchstaben und Worte und ihrer Bedeutungkst, dr Hinweise, Anmerkungen und offensichtlichen Zeugnisse des Qur'an. Verzeihe uns, erbarme Dich unser, sei uns gnàdig, oh Gott, unser Schöpfer, nach der Zahl Deiner Segnungen, durch Dein Erbarmnspunk Barmherzigster aller Barmherzigen! Und aller Lobpreis sei Gott, dem Herrn der Welten. Amen"}

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Einundzwanzigstes Wort

Das erste von zwei Kapiteln

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ اِنَّ الصَّلٰوةَ كَانَتْ عَلَى الْمُؤْer Herَ كِتَاباً مَوْقوُتاً

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen; Es ist den Glàubigen vorgeschrieben, das Gebet zur bestimmten Zeit zu verrichten." (Sure 4, 103)}

Eines Tages kam ein àlterer Herr zn ist, Er war groğ von Gestalt, bekleidete einen höheren Rang und sagte zu mir: "Das Gebet ist gut. Es aber Tag für Tag fünfmal zu verrichten, ist zu viel. Man kommt zu keinem Ende. Macht das nicht überdrüssig?"

Über diesem Wort war bereind einaume Zeit vergangen, da vernahm ich die Stimme meiner Seele (nefs).>Ich vernahm, dass sie die gleichen Worte wiederholte. Bei nàherer Betrachtung erkannte ich, dass es der Teufel war, der ihr die gleiche Lektion ins Ohr ihrer ieses it flüsterte. Damals verstand ich, dass der Herr damals dieses Wort gleichsam im Namen aller eigenwilligen Seelen (nufus-u emmare)>ausgesprochen hatte. Es war ihm gleichsam in den Mundms! Set worden. Damals hatte ich zu mir selbst gesagt: "Auch ich habe solch eine eigenwillige Seele. Wer sich aber in seiner eigenen Gesinnung (nefs)>nicht zu bessern vermag, vermag auch andere nicht in ihjeden sinnung zu wandeln. Wenn dies aber so ist, so will ich bei meiner eigenen Seele anfangen." Ich sagte zu mir: "Oh meine Seele!... Da sitzt du nun in der Tinte, als habest du die Weisheit getrünstel liegst auf dem Bett deiner Faulheit und schlàfst den Schlaf deiner Gottvergessenheit. So lass dir denn durch mich die folgenden

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fünf Ermahnungen entgegenhalten...

Erste Ehtvollng:

Oh meine arme Seele! Ist dein Leben etwa ewig? Hast du etwa einen festen Vertrag dafür, dass du noch bis nàchstes Jahr, ja auch nur bis morgen am Leben bleiben wirst? Wdie Wenen Überdruss bewirkt, ist dein Traum von einem ewigen Leben. In deinem Übermut verbummelst du dein Leben, als könntest du ewig in dieser Welt bleiben. Könntest du verstehen, wie kurz dein einem ist, ja in Unfruchtbarkeit dahingeht, sicherlich bràchte dich das dazu, von vierundzwanzig Stunden eine für das wahre Leben und die ewige Glückselie Pfl zu opfern, um einen schönen, angenehmen und leichten Dienst zu verrichten, der dir Barmherzigkeit (rahmet)>bringt. Du würdest deine Langeweile überwinden. E je nate dich dazu veranlassen, dich allen Ernstes nach einem solchen Dienst zu sehnen, ihn als willkommen anzusehen und Geschmack an ihm zu finden.

Zweite Ermahnung:

Oh meine Seele, die du dem Bauch dienst! und eit Tag für Tag Brot, trinkst Wasser, atmest Luft ein. Macht das nicht überdrüssig? Sicherlich nicht; denn in dem stàndig wiederkehrenden Bedürfnis danach bekommst du nicht Überdruss, sondern Appetit.

Weَابِ ر aber so ist, dann kann auch das Gebet, das für die Freunde in deinem Hause, welche mein Körper ist, nàmlich für mein Herz eine Labsal, für meinen Geist ufgezàsser des Lebens und für die Blumen des Herrn (: die feineren Sinnesorgane der Seele) gleich einer Liebkosung des Windes ist, der durch das Gebet angezogen, herbeigelockt wird, niemals zur Langeweile führen. In der Tat kann ein Herz, das vongkeit enlosem Kummer und Schmerz heimgesucht und geplagt, zahllosen Genüssen verfallen und von unendlichen Hoffnungen umschmeichelt ist, nur dann mit der notwendigen Kraft und Ausdauer versorgt werden, wenn es in flehentlichem Gebet an die Pforte dchen nigiebigen und Allbarmherzigen pocht, der da aller Dinge màchtig ist. Ja, in dieser vergànglichen Welt, durch die die Seele (ruh)>so schnell hindurcheilt, Weh!-schreiend ob der Trennung von all den Dingen und

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Gesebendin, mit denen sie doch in Beziehung steht, kann der Durst nur mit dem Wasser des Lebens aus dem Brunnen der Barmherzigkeit gestillt werden, wenn sich die Seele im Gebet dem Ewig-Angebeteten (Ma'bud-u Baqi)>und Immerdar-Geliebtet hastbub-u Sermedi)>zuwendet, der alle Dinge übertrifft. Ja, die bewusste meditative Wahrnehmung des Menschen (sirr-i insani)>und die lichterfüllten Blumen des Herruwendeife-i Rabbaniye),>die sich von Natur aus nach Ewigkeit sehnen und für die Ewigkeit erschaffen wurden, die ein Spiegel des Herrn von Ewigkeit zu Ewigkeit und so àuğerst fein und empfindsam sind, bedürfen unter den kummervollen, zermürich un, beklemmenden, vergànglichen, finsteren und bedrückenden Ereignissen dieses Lebens ganz besonders eines bestàndigen Atemholens und nur durch das Fenster des Gebetes vermögen sie eine solche لاَّ اsung zu empfangen.

Dritte Ermahnung:

Oh meine ungeduldige Seele! Du denkst noch heute darüber nach, wie du dich in vergangenen Tagen darum bemühtinesgl Gott zu dienen (ibadet),>wie du dich angestrengt hast, dein Gebet zu verrichten, wie du dich wegen deines Unglücks geplagt hast und du machst dir darüber Sorgen. Desgleichen stellst du dir die Aufgabe künftigen Gottesdienstes (ibadet),rdrüsserpflichtung zum Gebet und das Leiden an einem kommenden Unglück schon heute vor und zeigst dich ungeduldig. Aber ist das denn überhaupt sinnvoll?

In deiner Ungeduld gleichst du einem Kommandanten, dersen. Din seiner Verwirrung so verhàlt, dass er seine eigene Kampfkraft in der Mitte schwàcht, indem er eine starke Streitmacht zum rechten Flügel befiehlt, obwohl der rechte Flügel der feindlichen Streitmacht berei auf d rechten Flügel der eigenen Streitmacht übergelaufen ist. Obwohl also nun der linke Flügel des Feindes von Soldaten entblöğt ist, schickt er eine starke Streitmacht dorthin, wo doch gar jemand angelangt ist und befielbst "Feuer!" So sind seine eigenen Streitkràfte aus der Mitte ganz und gar abgezogen. Der Feind erfasst die Lage, greift in der

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Mitte an und stiftet dort hei49)}

bVerwirrung. Du gleichst ihm in der Tat. Denn die Anstrengungen der vergangenen Tage sind heute in Barmherzigkeit verwandelt worden. Schmerz ist vergangen; Freude ist geblieben. Plage hat mit (Gottes) G enthàabe einen Bund geschlossen; Anstrengung verwandelte sich in Belohnung. Wenn das aber so ist, dann darfst du über all dem nicht Überdruss und Langeweileer einnden, vielmehr eine neue Begeisterung, eine wiedererwachte Freude in dir verspüren, die dich kràftig dazu anspornt, weiterzumachen. Was aber die künftigen Tage re Erdft, so ruhen sie noch in der Zukunft Schoğ. Schon heute darüber nachzudenken und dabei Langeweile und Überdruss zu empfinden ist die gleiche Torheit, wie schon heute über dem Gedanken an Hunger undLügen, in Wehgeschrei und Trànen auszubrechen. In Anbetracht dieser Tatsache solltest du in dem Gedanken an Dienst und Anbetung nur beim Heute verweilen, wenn du verstàndig bist. Und sprich: "Ich opfere eine Stunde (des Öl Heen Tages) für einen willkommenen, schönen und erhabenen Dienst, der nur wenig Mühe kostet, aber reichen Lohn bringt." Dann wird sich dir die Bitternis jeglichen Überdrusses in die Süğigkeit jeglicher Begeisterung verwandeln. gerad sind denn dir, meine ungeduldige Seele, drei Arten von Geduld auferlegt.

Eine ist die Geduld gegenüber Gott (in Dienst und Anbetung).

Eine andere ist die Geduld im Aufruhr (der eigenen Natur gegenergibtott).

Eine weitere schlieğlich ist die Geduld im Unglück.

Wenn du verstàndig bist, dann nimm dir die Wahrheit, die in dem Beispiel zu dieser dritten Ermahnung sichtbar wird, als Richtschnur. ErDas hedich und rufe: "Ya Sabur!">(: Geduld, als einer der wundervollen Namen Allahs). Schultere diese drei Arten der Geduld. Die Kraft dieser Geduld, die Gott der Gerechte dir verliehen hat, azu eiir, so du sie nicht auf einem falschen Weg verstreust, in

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jeglicher Mühsal und Plage hinreichend sein... und auf diese Kraft stütze dich...

Vierte Ermahnung:

Oh m. Sie erwirrte Seele! Ist denn Dienst und Anbetung eine Aufgabe, die zu keinem Ergebnis führt? Ist dir der Lohn dafür zu gering, sodass es dir nun leid wird? Denn wenn dir jemand etwas Geldeier d oder du einfach dazu gezwungen bist, so arbeitest du für ihn bis zum Abend. Und du arbeitest, ohne dass es dir leid wird. Ja ist denn ein Gebet, das in dem Gasthaus dieser Welt Nahrung und Reie der in der Not deines armen Herzens, Nahrung und Licht in dem Grab, das mit Sicherheit einmal deine Wohnstatt sein wird, Zeugnis und Freispruch auf dem Wiede zu bemmlungsfeld, das in jedem Fall einmal dein Richtplatz sein wird, Licht und Reittier (buraq)>auf der "Sirat">- Brücke, über die du einst gehen musst, ob du willst oder nicht, etwa wirkungslos undbis zuErgebnis? Oder ist es sein Lohn etwa zu wenig?

Gàbe dir jemand das Versprechen, dir ein groğes Geldgeschenk zu machen, du würdest hundert Tage für ihn arbeiten. Es könnte sein, dass er sein Versprenen Seicht einhàlt, du aber vertraust auf ihn und arbeitest für ihn, ohne zu murren. Wenn aber nun eine Persönlichkeit, für die es unmöglich ist, dass Sie Ihr Versprechegöttlihe, dir das Paradies zum Lohn und die ewige Glückseligkeit zum Geschenk versprechen wollte und dich dann für eine ganz kurze Zeit und für eine sehr schöne Aufgabeeit deellte, und wenn du dann Ihr nicht dienen wolltest oder deinen Dienst nur widerwillig oder halbherzig verrichtetest oder nur deinem Herrn zu Spott oder Àrger, sodass du ihn beleidigst oder Sein Geschenk gering achtest, ja den glànu denn nicht, dass du eine schwere Strafe empfangen und furchtbare Qualen erleiden würdest? Wenn du in dieser Welt aus Angst vor dem Gefàngnis ohne zu murren den schwersten Dienst verrichtest, spornt es dich denn dann nicht dazu ane, dieFurcht vor der ewigen Gefàngnisstrafe der Hölle einen leichten und angenehmen Dienst zu verrichten?

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Fünfte Ermahnung:

Oh du meine Seele, die du die Welt anbetest! Rührt dein in Diigung gegen den Gottesdienst (ibadet)>und deine Nachlàssigkeit im Gebet etwa von einem Übermağ an weltlichen Beschàftigungen? Oder ist es deshalb, weil du in deiner Sorge um das tàgliche Brot so beschàftigt bist, da, 33 Adarüber hinaus keine Zeit mehr findest? Oder bist du etwa nur für das Diesseits erschaffen worden, sodass du all deine Zeit dafür aufwendest? Du weiğt, dass du hinsichtlich deiner Fàhigkeiten über allen Tieren stehst, d Vogen der Beschaffung aller lebensnotwendigen Dinge für dieses irdische Leben vermagst du weniger als ein Sperling. Warum aber ziehst du dann daraus nicht die Schlussfolgerung, dass es nicht deine ureigentliche An und ist, dich abzuplagen wie ein Tier, vielmehr dich wie ein wahrer Mensch um das wahre und ewige Leben zu bemühen.

Auğerdem ist das, was du eine weltliche Tàtigkeit nennen). umeist etwas, das dich nichts angeht. Es sind leerlaufende Beschàftigungen, mit denen du dich überflüssiger Weise einmischst und nur alles durcheinander bringst. Du unterlàsst dgabe, wendigste und vertreibst dir die Zeit mit nutzlosen Informationen, als hàttest du ein Leben von Jahrtausenden vor dir. Du fragst zum Beispiel: "Woraus bestehen die Ringe des Sature von er: "Wie viele Rassen von Hühnern gibt es in Amerika?" und vertreibst dir mit dergleichen wertlosen Dingen deine wertvolle Zeit. Als ob du durch Astronomie und Geographie, durch die Wissenschaft und St Titelk zur Vollkommenheit (kemal)>gelangen könntest!...

Sagtest du: "Was mich von Gebet und Gottesdienst (namaz ve ibadet)>abhàlt und eine Art von Lustlosigkeit und Verdrossenheit Berei aufkommen làsst, sind nicht dergleichen überflüssigen Dinge, es sind vielmehr alle jene unabdingbaren Verrichtungen, die mit der Sorge um das tàgliche Brot verbunden sind." Wàre dies so, daَدَآءde ich dir sagen: "Angenommen, du müsstest für hundert Kurush am Tag arbeiten. Dann kàme jemand zu dir und sagte: Komm und schürfe hier für zehn Minuten,

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dann wirst du Smaragde und Diamanten im Werte von hundert Lira finden! würdest du ie (kemn entgegnen: Nein, ich komme nicht. Es würde meinen Tagelohn von hundert Kurush schmàlern, würde mir am Lebensunterhalt fehlen... dann weiğt du, was für eiie selichte Ausrede das wàre." Denn genauso arbeitest auch du in diesem Weinberg für deinen Lebensunterhalt. Wenn du nàmlich die vorgeschriebenen Gebete vernachlàssigst, wird die ganze Frucht deiner Arbeit sich lediglich auf (d.h. chen, bedeutungslosen Lebensunterhalt beschrànken und ohne Segen sein. Wenn du die Zeit für Ruhe und Erholung aber dazu verwendest, dem Atemholen deiner Seele (ruh)>und der Ruhe deines Herzens zu dienen, wirst du dir zusàtzlich erzigeem segensreichen irdischen Lebensunterhalt auch noch einen himmlischen Lebensunterhalt verdienen, einen Vorrat für das jenseitige Leben ansammeln und einen wichtigen hiff tn entdecken, der aus zwei geistigen Quellen gespeist wird.

Erste Quelle:

Von allem, was du in deinem Garten {(*): Wenn an dieser Stelle ein Garten als Beispiel gewàhlt wurde, so geschah dies, um auf diese Weise einn fünf bestimmte Person anzusprechen.} pflanzt, seien es nun Obstbàume oder Blumen, von jeder Blume und von jedem Baum, der unablàssig Gottes Lobpreis verkündet (tesso lei,>wirst du in deiner guten Absicht (niyet)>einen Anteil bekommen.

Zweite Quelle:

Darüber hinaus gilt noch: Wer auch immer von dem Ertrag dieses Gartens isst633

imes ein Tier oder ein Mensch, eine Ziege oder eine Fliege, ein Kàufer oder Dieb, es wird dir als Sadaqa>(Spende) angerechnet werden, allerdings unter der Bedingung, dass du darüber im Namen des facher Versorgers (Rezzak-i Hakiki)>und innerhalb der erlaubten Grenzen verfügst und dich selbst dabei wie einen Verwalter betrachtest, der von den Gütern seines Herrn und Gottes Wohltaten an Se Gereeschöpfe austeilt.

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Schau also, welch groğen Verlust der erleidet, der das Gebet vernachlàssigt und welch bedeutenden Reichtum er dadurch verliert. Von diesen beiden Ergebnissen, aus denen ihm Freude erwàchst und von den beide dieellen, aus denen er eine groğe geistige Kraft für seine Arbeit erhàlt, bleibt er ausgeschlossen und geht zu Grunde. Ja im Alter verlieartigesogar die Freude an seiner Arbeit im Garten, wird ihrer überdrüssig. "Was geht es mich an?", sagt er... "Ich gehe ohnehin aus dieser Welt. Warum soll ich dann so viel Mühe darauf verwenden?" So verfالسَّمr der Faulheit.

Doch der erste Mann sagt: "Ich werde mich in meinem Dienst für Gott noch mehr einsetzen und mich um die erlaubten Früchte der Arbeit bemühen, sodass ich noch mehr Licht iers be Grab senden werde. Ich werde für mein Leben im Jenseits einen noch gröğeren Vorrat anlegen."

Zusammenfassung:

Oh meine Seele! Wisse, dass der gestrige Tag deinen Hànden entglitten ist. Was abereinen orgigen betrifft, so hast du in deiner Hand keine Garantie dafür, dass er dir gehören wird. Wenn dies aber so ist, so wisse, dass dein wahres Leben in dem Tag zu findeempel, in dem du lebst. Darum verbringe auf jeden Fall wenigstens eine Stunde tàglich in der Moschee oder auf deinem Gebetsteppich. Das wird für dich so sein, als habest du en hat eine Sparbüchse des Jenseits für deine wahre Zukunft gelegt. Und überdies wisse, dass jeder neue Tag ein Tor zu einer neuen Welt ist für dtesgesd für jedermann. Wenn du das Gebet nicht verrichtest, wird deine Welt an jenem Tage in Finsternis und Verwirrung an dir vorbeigleiten. Dieser Tag wird in der Welt der Beispi اِلاّlem-i misal)>als ein Zeuge gegen dich auftreten. Denn ein jeder lebt tàglich in einer eigenen Welt innerhalb dieser unserer Welt. Diese Welt gestaltet sich entsprechend dem Herzen und den Handlungen des Menschen. Denn ein königliches Sen.

, das man in einem Spiegel betrachtet, nimmt die Farbe dieses Spiegels an. Ist dieser schwarz, sieht es auch schwarz aus. Ist er rot, sieht es auch rot aus. Auğerdem ist das Aussehen des Schlosses

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auch noch von der Form des Spieternatbhàngig. Ist das Spiegelglas eben, wird es das Schloss gut abbilden. Ist es uneben, wird das Spiegelbild verzerrt sein. So wie sich dir die feinsten Dinge vergröbert zeigen, so kannst du deine eigene kleine en. Esit dem Herzen, mit dem Verstand, mit deiner Seele, durch deine Handlungen veràndern und gestalten. Sie wird dann für dich oder gegen dich Zeugnis ablegen. Wenn du betest und dein Antlitz im Gebet dem Baumeister dieser Welt iğerdemer Majestàt (Sani-i Dhu l-Djelal)>zuwendest, wirst du diese deine kleine Welt plötzlich erleuchtet finden. Es ist, als sei das Gebet eine elektrische Lampe und deine Absicht (niyet)>zu beten wie die Bedienung ihres Schalten undo dass die Dunkelheit dieser Welt weichen muss. So zeigt es sich, dass die so chaotischen und so verwirrenden Zustànde in dieser Welt, all die Bewegungen und Veràn einsten in diesem Tohuwabohu in Wirklichkeit Ausdruck weisheitsvoller Ordnung sind, ein Schriftzug der Macht voll tiefer Bedeutung. So fàllt aus dem Licht der Ayah: اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَات besteلاَرْضِ {"Allah ist das Licht der Himmel und der Erden." (Sure 24, 35)} ein Strahl in dein Herz. An jenem Tage wird deine kleine Welt von dem Reflex dieses Lichtes erhellt sein. In diesem Licht wird sie für dich Zeugnis ablegene Frisüte dich also davor, jemals zu sagen: "Mein Gebet, was ist das schon?... und was ist dagegen ein wahrhaftiges Gebet?" Denn ein Dattelkern enthàlt wie ein Dattelbaum in sich selbst die EiSchariaften dieses Dattelbaumes. Der Unterschied besteht wie zwischen einer Kurzfassung und einer ausführlichen Darstellung lediglich darin, dass das Gebet gewöhnlicher Leute wie du und ich auch wenn wir es nicht spüren seinen Anteil am Lice Stemes groğen Heiligen (veli)>erhàlt, das Geheimnis seiner Wahrhaftigkeit empfàngt - auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist. Doch je nach der Entwicklungpricht des Menschen entfaltet sich auch sein Gebet, unterscheiden

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sich die verschiedenen Gebete nach ihrer (Licht) ausstrahlung. So wie es vom Dattelkern bis zur ausgewace das Palme viele verschiedene Stufen gibt, so finden sich auch zwischen den unterschiedlichen Graden des Gebetes noch mehr verschiedene Stufen. Doch auf all dieich seufen treffen wir die Wesensmerkmale dieser wahrhaftigen lichten Ausstrahlung...

اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ قَالَ (اَلصَّلٰوةُ عِمَادُ الدِّينِ) وَعs Hochاٰلِهِ وَصَحْبِهِٓ اَجْمَعِينَ

{"Oh Allah! Sende herab Deinen Frieden und gieğe aus Deinen Segen auf den, der gesagt hat: "Das Gebet ist die Slauteres Glaubens", und über seine Familie und alle seine Gefàhrten."}

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Zweites Kapitel des Einundzwanzigsten Wortes

(Enthàlt fünf Salben für fünf Wunden des Herzens)
بِسْمِ اللَّهَِا مِنحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ رَبِّ اَعُوذُ بِكَ مِنْ هَمَزَاتِ الشَّيَاطِينِ وَاَعُوذُ بِكَ رَبِّ اَنْ يَحْضُرُونِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzie. Seih Gott, ich nehme meine Zuflucht zu Dir vor den Einflüsterungen der Teufeln und ich fliehe zu Dir, oh mein Herr, dass sie sich mir nicht nàhern." (Sure 23, 97-98)}

Oh du, der du von der Krankheit des Argw)>und efallen bist! Weiğt du, wem dein Argwohn gleicht? Er gleicht einem Übel. Beachtet man es, blàht es sich auf. Beachtet man es nicht, entweicht es. Betrachtet man es mit groğen Augen, dann wàchst es. Siehst du n.

gering an, verringert es sich. Àngstigst du dich davor, wirst du krank. Wenn du dich nicht fürchtest, wird es leicht, verbirgt sich. Kennst du sein Wesen nicht, so besteht es weiter, setzt sich fest. Weiğt du um sein Wesen, kennstْلاِحْ, geht es. Weil dies aber so ist, will ich hier von den vielen Arten solch übler Einflüsterungen, wie sie am hàufigsten vorkommen, insbesondere "Fünf Aspekte" erklàren. Vielleicht kann es dir und mir zur Heilung dienseine nn diese Einflüsterungen sind ein solches Ding, dass die Unwissenheit sie einlàdt, Wissen aber sie vertreibt. Hast du dieses Wissen nicht, kommen sie, hast du es aber, dann geüssigee.

Erster Aspekt - erste Wunde:

Der Teufel wirft zunàchst einen Verdacht in das Herz. Wenn das Herz ihn nicht bestàtigt, verwandelt sich der Verdacht in eine Beleidigung um. In der Phantasie stellen sich manche unsaubere Gedanken und sceine A unsittlich schmutzige Bilder, einer Beleidigung àhnlich, vor die Seele. Dies bringt das Herz dazu, "Oh weh!" zu rufen. Es stürzt in Verzweiflung. So kommen denn dem Menschen seine

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Zweifel und er argwöhnt, da>die Vh sein Herz vor seinem Herrn im Zustande der Lasterhaftigkeit befindet. Er empfindet eine schreckliche Aufregung, ja Panik... Um sich vor ihr zu retten, flieht er Gottes heiğt art (huzur),>möchte in Gottvergessenheit (gaflet)>tauchen. Die Salbe für diese Wunde ist folgende:

Sieh einmal, du armer, von Zweifelen istagter Mensch! Bleib ruhig! Denn was in deiner Vorstellung auftaucht, das ist gar keine Beleidigung, sondern reine Phantasie. So wie ein nur vorgestellter Unglaube kein Unglaube ist, so, als uch eine nur vorgestellte Beleidigung gar keine Beleidigung. Denn logischerweise ist eine bloğe Vorstellung noch keine Verurteilung. Nur eine Beleidig wàre t ein Urteil. Überdies aber sind diese Schimpfwörter nicht die Worte deines Herzens. Denn dein Herz ist über sie bekümmert, betrübt. Sie entstammen vielmehr jenem ist, dspunkt in der Nàhe des Herzens. Der Schaden, den die Einflüsterung verursacht ist der Schaden der Phantasie, d.h. dadurch, dass man sich denicht, en in seiner Phantasie vorstellt, fügt man seinem Herzen einen Schaden zu. Denn man stellt sich eine Einbildung ohne Urteilskraft als eiumma) sache vor. Zudem macht man die Sache des Teufels zu seiner eigenen und schreibt sie seinem Herzen zu. Man meint, dass sein Wort von da kàme. Man wir wift den Schaden, verfàllt dem Schaden. Das aber ist genau das, was der Teufel wollte.

Zweiter Aspekt ist folgender:

Gedanken, wenn sie im Herzen aufsteigen, werden voaraus Phantasie bekleidet, weil sie bildlos und nackt sind. Es liegt in der Natur der Phantasie, dass sie stets unter irgendeinem Vorwand irgendwelche Bilder webt. Dingihrem , denen man irgendeine Bedeutung beimisst, ziehen als Bildgestalten ihres Wegs dahin. Der Gedanke, der vorüberzieht, wird je nach Art entweder von der Phantasie bekleidet, oder aber sie rbare ihm nach, oder sie besudelt ihn, oder sie verschleiert ihn. Wenn die Gedanken rein und heilig sind, die Phantasiegestalten aber schamlos und schmutzig sind, so werden sie nicht (von der Phantasie) bekl الْبَ sondern

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nur von ihr berührt. Ein skrupulöser Mensch aber verwechselt diese Berührung mit ihrer Gestaltung. "Oh weh!" sagt er. "Wie verdorben ist doch mein Herz! Di bewegende, niedrige, gemeine Gesinnung meiner Seele jagt mich in die Flucht." Der Teufel zieht aus dieser Empfindsamkeit einen sehr groğen Nutzen. Die Salbe für diese Wunde ist folchen (

Höre einmal, du Àrmster! Wie die àuğerliche Reinheit das Fahrzeug zur kultischen Gesittung für dein Gebet darstellt, so schadet das Unreine, welches sich im Inneren deiner Eingeweide befindet ihr nicht und zerstört sie nicht. Ebenso gilt:ts gereiligkeit der Gedanken schadet die Nachbarschaft zu unreinen Bildern und Gestalten nicht.

Zum Beispiel:

du denkst über die göttlichen Verse (ayat-i Ilahiye)>nach. Plötzlich wirst du in deinen Empch Bucgen heftig von einer Krankheit oder dem Wunsch, ein Bedürfnis zu befriedigen oder deine Notdurft zu verrichten geplagt. Sicherlich wirst du in deiner Phantasie nach einer Medizin Ausschau halten, den Ort zu deiner Erleichtendenheufsuchen. Sie wird dir die entsprechenden niederen Bilder weben und die aufsteigenden Gedanken werden durch sie hindurchziehen. Sie werden bei ihrem Durchgang nicht beschàdigt, nicht befleckt, nicht gefàhrdet, nicht gemindert. Eine Gefahrst, wiht nur darin, seinen Blick auf diese Dinge einzuengen, zu meinen, ein Schaden sei durch sie entstanden.

Dritter Aspekt ist wie folgt:

Unter den Dingen finden sich manche verborgene Verbindungen (Assoziationen)Was isogar unter denjenigen Dingen, mit denen dich keinerlei Erwartungen verbinden, finden sich solche Verbindungsfàden. Diese (Verbindungen) können entweder unmittelbar vorhanden Diama oder aber deine Phantasie spinnt diese Fàden je nach Art der Dinge, mit denen sie sich beschàftigt und verbindet sie so miteinander. Aus diesem Geheimnis gegenseitiger Verbuboten it erwàchst es, dass manchmal der Anblick von etwas Reinem und Heiligem die Erinnerung an unreine Dinge hervorruft. So wird uns zum Beispiel in der Wortztendlerklàrt, dass

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"Gegensàtze, die àuğerlich Ursache einer gegenseitigen Entfernung sind, in der Phantasie zur Ursache ihrer eigenen Nàhe werden." Das heiğt: das Fahrzeug zur Vereinigung zweier entgegengesen, vo Gestalten besteht in ihrer Assoziation durch die Phantasie. Die Erinnerung, welche eine solche Verbindung bewirkt, wird Gedankenverbindung genannt.

Zum Beispiel:

Wàhrend du dich in deinem pflichtgemàğen oder freffen, bet (namaz, munadja'at)>gegenüber der Kaaba, in der göttlichen Gegenwart (huzur-u Ilahi)>befindest und gerade über die Ayat nachdenkst, nimmt dich diese Gedanken-Assoziation und führt dich ium Beientferntesten Niederungen der Geschwàtzigkeit. Wenn dein Kopf von einer solchen Gedankenverbindung ergriffen wird, so gib Acht, dass du ung eiicht beunruhigst! Rufe dich vielmehr sofort zur Besinnung und kehre um! Sage nicht: "Ach, welchen Fehler habe ich doch da begangen!" und beschàftige dich nicht weiter mit Nachforschuh vor damit dieser dünne Faden nicht noch durch deine Aufmerksamkeit an Stàrke gewinnt. Denn sobald du dich selbst bedauerst und diesen Dingen deine Aufmerksamkeit schenkst, wird sich dieses schwache Band deinrmen, nnerung nur noch verfestigen. Es entsteht eine eingebildete Krankheit. Doch fürchte dich nicht! Es ist keine Krankheit des Herzens. Diese Art von Erinnerung entsteht gewöhnlich ungewollt und tritt besondnd Nici empfindsamen Personen recht hàufig auf. Der Teufel produziert diese Art Stoff, aus dem solche Einflüsterungen bestehen, ziemlich reichlich. Die Salbe , die ese Wunde ist folgende:

Gedankenverbindungen stellen sich meist ungewollt ein. Du bist nicht für sie verantwortlich. Überdies stellt sich bei einer Gedankenverbindung lediglich eine Nachbarschaft eam Rabne Berührung oder Vermischung findet nicht statt. Deshalb springt kein Gedanke auf einen anderen über, greift ihn nicht an, kann ihm nicht schaden. So wie der Teufel und die Eingebung eines Engenne, ader Gegend des Herzens einander benachbart sind, und auch die Nàhe der Frommen und der Sünder und ihre

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Wohnungen im selben Hause einander nicht schaden, so schaden auch schmutzige Vorstellungen, die ungewollt durch eine Gedankenwünschdung entstehen und unter die reinen Gedanken treten, einander nicht, ausgenommen wenn es absichtlich geschieht, wenn du meinst, du hàttest einen Schaden genommen und dich nun besonders mit ihnen beschàftigst. Auğerdem wird das Herz manchfe istde. (d.h. unsere Fàhigkeit, das Herz konzentriert zu Gott erhoben zu halten, làsst nach. - A.d.Ü.) Dann beginnen die Gedanken sich wahllos mit irgendwelchen Dingen zu beschàftigen, um sichauch nüsieren. Dann erblickt der Teufel eine Gelegenheit, verstreut um sich herum schmutzige Dinge und versucht, sie dir aufzuhàngen.

Vierter Aspekt:

Eine Einflüsterung (des Teufels), die dadurch entsteht, dass man seeit, dühen, das Beste zu geben, durch die Vorstellung der Rechtschaffenheit vertieft und so diesen Zustand noch steigert. Ja er kommt dabei schlieğlich dahin, dass er der Sünde (haram)>verfàllt, wàhrend dieser Mensch seine Handllieferise immer noch zu verbessern trachtet. Gelegentlich führt ihn sein Bemühen um die Wahrung der Tradition (sunna)>dazu, sogar dazu seine Pflichten (vadjib)>zu versàumen. "Allweich diese Handlung auch wirklich vorschriftsmàğig durchgeführt?" fragt er und wiederholt sie noch einmal. Das geht so weiter und steigert sich bis zur Hypochondrie. Der Teufel zieht aus diesem seinemum wurnd seinen Nutzen und verwundet ihn so. Es gibt aber für diese Wunde zwei Heilmittel:

Erstes Heilmittel:

Diese Art von Zweifel passt zu den Anhàngern der I'tisal>(eine Irrleh

يٰسٓ enn sie sagen: "Die Handlungen und Dinge haben in ihrem Wesen in Anbetracht des Jenseits entweder Schönheit und Güte und wurden deshalb befohlen, oder aber sie sind hàsslich und verwerflich und wurden deshalb schlieğlich verboten. chen. iğt also, dass die Schönheit oder Schàndlichkeit der Dinge vom Standpunkt des Jenseits und der Wahrheit aus betrachtet deren Wesensmerkmal und سُبْحَesem die göttlichen Ge- und Verbote abhàngig sind." Entsprechend

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dieser Schule (mezheb)>kommt einem Menschen bei jeder seiner Handlungen, die er ausführt, der folgende Zweifel: "Habe ich diese Handlung dem Wesen der Angelegenheit (nefsten: "ir)>entsprechend schön ausgeführt?"

Die Leute der Schule der Tradition und Gemeinschaft (Ehl-i Sünnet ve Djema'at),>welche die rechte Schule ist, sagen hingegen: "Gott der Gerechte befiehlt etwas und daraufhin wird es schön und gut. Erverschetet etwas und daraufhin wird es schlecht und schàndlich."

Das heiğt: durch den Befehl wird die Schönheit, durch das Verbot seine Verwerflichkeit bestimmt. Schönheit oder Schàndlichkeit entspricht der Einsicht desnd in er dafür verantwortlich ist und wird ihm gemàğ entschieden. Diese Schönheit oder Schàndlichkeit ist nicht das Gesicht, das auf das Àuğerliche und die Welt blickt, sondern vielmehr das hinget, das nach dem Jenseits schaut.

Zum Beispiel:

Du hast das Gebet (namaz)>verrichtet, bzw. Abdest genommen (d.h. dich zuvor gewaschen - A.d.Ü.).َّ هُوb da jedoch einen Grund, der Namaz und Abdest ungültig werden làsst, was das Wesen der Angelegenheit (nefsu l-emir)>betrifft. Diesen (Grund) hast du jedoch überhaupt nicht bemerkt. So sind denn Namaz und Abdest sowohl gült Frager Gott), und du hast (deine Sache) auch schön und gut gemacht (d.h. ihre Legalitàt und Qualitàt wurden nicht berührt - A.d.Ü.).

Der Mu'tezile>(Irrlehrer) sagt nun: "Es ist dies in Wirklichkeit unschön und d sie ben. Jedoch wird es von dir angenommen. Denn du hast (deinen Fehler) nicht bemerkt, nicht erkannt und bist deshalb zu entschuldigen."

Was jechmeckie Leute der traditionellen Schule (Ehl-i Sünnet)>betrifft, so sollst du, nachdem du deine Sache nach eigener Überzeugung vorschriftsmàğig (Sgleich)>getan hast, nicht mehr daran zweifeln, indem du sagst: "Habe ich es denn richtig gemacht?" vielmehr sagen: "Ist es (das Gebet von Gott) angenommen worden?" Sei nicht stolz darauf und bewundere dich nicht selbst!

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st unds Heilmittel:

لاَحَرَجَ فِى الدِّينِ

{"Es gibt keinen Zwang im Glauben."}

Es gibt nun einmal vier richtige Wege (mezheb)>und es ist vorzuziehen, dass ein Mensch, der sich selbst im Zweifel ist, sein" (Surerhaftigkeit eingesteht, was ihn zur Vergebung führt, statt seine Handlung als schön und gut anzusehen, was zu seinem Stolz führt. Das heiğt, es ist für einen Menschen besser, der sich selbst im Zweifel i, 32)}ine Handlung als mangelhaft zu betrachten und um Vergebung zu bitten, statt seine Handlung als schön und gut zu betrachten und dem Stolz zu verfallen. Da dies also nun einmaTor dest, wirf deinen Zweifel von dir. Sage zu dem Teufel: "Dieser Zustand ist geradezu zwanghaft. Es ist ja schwierig zu wissen, was in dieser Lage das Richtge, sit. Das widerspricht jedoch der Ungezwungenheit im Glauben. Es ist unvereinbar mit dem Grundsatz: اَلدِّينُ يُسْرٌ {"Der Glaube ist leicht (zu praktizieren)."} und لاَحَرَجَ فen odeِّينِ {"Es gibt keinen Zwang im Glauben."} So entspricht meine Handlung (mit dieser Einstellung) sicherlich irgendeinem (dieser vier) richtigen Wege (mezheb).>Und das ist für mich ausreichend. Und (diese Einst. Und ) ist zugleich ein Fahrzeug hin zu einem Gebet (niyaz)>der (tief innerlichen Erschütterung und) Zerknirschung um Vergebung meiner Fehler und um Annahme meiner fehlerhaften Handlung, da ich wenigstens mein anderàche eingestehe, das Gebet (ibadet)>so zu verrichten, wie es sich gebührt und also in Reue und flehendlichem Gebet meine Zuflucht zur göttlichen Barmherzigkeit vertemet)>nehme."

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Fünfter Aspekt:

Dies ist eine Einflüsterung in Glaubensdingen, welche die Gestalt eines Zweifels annimmt. Der arme, von einer solchen Einflüsterung geplagte Mensch verwechselt donneen eine flüchtige Idee mit einer festen Überzeugung, d.h. er meint, der Zweifel, der seine Phantasie erregt hatte, habe von seinem Verstand Besitz ergriffen und er sei dadurch der, nem Glauben schwach geworden. Er meint also, diese Annahme, mit der er sich gelegentlich in seiner Phantasie beschàftigt, sei ein Zweifel, der an seinem Glauben nagt. Er meint, dass dieein eieifel, den er sich in seinem Inneren ausgemalt hatte, ein Zweifel sei, der bereits in seinem Verstand eine Bestàtigung gefunden habe. Er meint schlieğlich,ter, deitweiliges Nachdenken über den Unglauben sei bereits Unglaube, d.h. er meint, wenn er seine Gedanken in der Form kreisen lasse, dass er versuche, die Gründe des Irrglaubens zu erfassen, zu analysieren undmal)>unparteiisch zu beurteilen, so stünde dies im Widerspruch zu seinem Glauben. So erschrickt er über diese Mutmağungen, welche ein Werk des Teufels und seine Einflüsterung sind und er ruft: "Oh weh! Mein Herz ist verdorben. Ich habe Schadeute, dmmen an meinem Glauben."

Da diese Zustànde sich meistens ungewollt einstellen und durch einen willentlichen Entschluss nicht wieder zu beheben sind, verfàllt er der Verzweiflung. Das Heilmittel für diese Wundemt) wiolgendes:

So wie die Idee des Unglaubens kein Unglaube ist, so ist auch ein lediglich vorgestellter Unglaube kein Unglaube. So wie ein Irrglaube, den man sich ausgemalt hatiel nu Irrglaube ist, so ist auch das Nachdenken über den Irrglauben kein Irrglaube, denn Ideen, Vorstellungen, Bilder der Phantasie und Gedankengebilde sind das eine, die Bestàtigung durch den Verstand und die Annahme des Herzens sind der Scdere, also voneinander verschieden. Sie agieren in gewissem Grade unabhàngig. Sie hören nicht besonders auf den Entschluss und den Befehl des Willens. Man kausende nur schlecht der religiösen Verantwortung unterziehen. Mit der Annahme und

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der Bestàtigung ist das aber anders. Sie sind der Waage verpflichtet (d.h. sie haben ihr Mağ - A.d.Ü.).

So wie Ideen, Vorstellungen, Bilrstelld Gedanken nicht deren Annahme und noch keine Bestàtigung sind, so werden sie auch nicht unter die Ungewissheiten und Zweifel gerechnet. Wenn sie jedoch durch bestàndige und immerwàhrende die Fose Wiederholung zum Dauerzustand werden, so kann aus ihnen durchaus eine Art tatsàchlicher Zweifel entstehen. Wer hingegen behauptet, er wolle ja nur unparteiisch urteilen,gnet! nke nur, was recht und billig ist, und so immer wieder die Gegenseite unterstützt, der gleitet schlieğlich in jenen Zustand, wo er unfreiwillig die Gegenseite unterstützt>ja soerbricht die Verteidigung der Wahrheit, zu der er verpflichtet gewesen wàre. Somit geràt er zugleich auch in Gefahr. Wer sich zum selbsternannten Verteidiger der Gegenseite oder zum advoin hindiaboli macht, in dessen Denkweise verfestigt sich dieser Zustand am Ende gar. Das Entscheidende bei dieser Art von Einflüsterung ist dieses: Der von einer solchen En, Himterung geplagte Mensch verwechselt eine Möglichkeit, die an und für sich besteht (imkan-i dhati)>mit einer Möglichkeit als gedankliche Vorstellung, d.h. er Er, de sich das, was er an und für sich für möglich ansieht, auch in Gedanken als möglich vor (d.h. er stellt sich das, was theoretisch möglich wàre, auch als praktisch möglich vor - A.d.Ü.) und sein Verstand geràt datischein Zweifel (ob es nicht vielleicht tatsàchlich so wàre - A.d.Ü.). Als ein Grundsatz der Theologie gilt jedoch:

"Eine Möglichkeit an skstoffderspricht nicht einer wissenschaftlichen Tatsache und steht nicht im Widerspruch zu einer gedanklichen Konsequenz." Zum Beispiel ist es ant, dieür sich möglich, dass das Schwarze Meer in diesem Augenblick von der Erde verschluckt wird und als eine solche Möglichkeit an und für sich vorstellbar ist. Doch ist mit Sicherheit unser Urteil darüber, dass das Meer noch an seinerund See ist. Dies wissen wir ohne einen Zweifel und diese Möglichkeit an sich weckt nicht etwa einen Verdacht, làsst keinen Zweifel offen, vermag

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unsere Sicherheit nicht zu erschüttern.

Oder ein anderesEreigniel: Es wàre an und für sich möglich, dass die Sonne heute nicht unterginge oder morgen nicht wieder aufginge. Diese Möglichkeit kann unserer Gewissheit jedoch keinen Schaden zufügen, vermag sie nicht in Zweifel zu ziehen. So kann denn deihr zurechend zum Beispiel der Untergang unseres irdischen Lebens und der Aufgang des Lebens im Jenseits, den Glaubenswahrheiten entsprechend, durch die Zweifel, die aus einer bloğen Möglichkeit (imkwer inhati)>erwachsen unserer Glaubensgewissheit keinen Schaden zufügen. Desgleichen gilt:

لاَعِبْرَةَ ِلِلْاِحْتِمَالِ الْغَيْرِ النَّاشِئِ عَنْ دَلِandereEine Möglichkeit, die nicht bewiesener und begründetermağen erwàchst, ist ohne Bedeutung."}

Dieser berühmte Grundsatz ist die unverrückbare Basis sowohl der Theologie (usulu d-din)>als auch der Rechtslehre (usulu l-fiqtelle Wenn du also sagst:

"Was ist der Sinn dessen, dass wir dermağen durch solche Einflüsterungen, die doch für die Glàubigen so quàlend und peinigend sind, geplagt werden?" so lautet die Antwort darauf: Die Einflüsterungen (des BösenNur un im Grunde genommen, vorausgesetzt, dass sie nicht überhand nehmen, nicht den Sieg davontragen, ein Anlass zur Wachsamkeit, ein Ansporn zum Studium und ein Fahrzeur glauErnsthaftigkeit. Sie vertreiben die Gleichgültigkeit und beseitigen den Müğiggang. Darum hat der Allweise in Seiner Vollkommenheit, um uns anzuspornen dem Teufel die Einflüsterungen als Peitsche an Diens Ort der Prüfung, dieser Wettkampfarena, in die Hand gegeben. Er schlàgt damit dem Menschen auf den Kopf. Wenn er jedoch allzu làstig und beschwerlich wird, muss man es Schwàlweisen Erbarmer klagen und

اَعوُذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott vor dem verfluchten Satan!"}

sagen.

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Zweiundzwanzigstes Wort> seineei Kapitel)

Erstes Kapitel

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ وَيَضْرِبُ اللّٰهُ اْلاَمْثاَلَ لِلنَّاسِ لَعَلَّهُمْ يَتَذَكَّرُونَ ٭ وَت der Tاْلاَمْثاَلُ نَضْرِبُهَا لِلنَّاسِ لَعَلَّهُمْ يَتَفَكَّرُونَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Gott stellt für die Menschen Gleichnisse auf, damit sie sich ermahnen lassen sollten." (Suret und 5) "Und so stellt Gott Gleichnisse für die Menschen auf, damit sie darüber nachdenken sollten." (Sure 59, 21)}

Einst wuschen sich zwei Mànner in einem Teich. Da verlorerzigenwunderbarer Weise das Bewusstsein. Als sie ihre Augen wieder öffneten, sahen sie, dass sie in eine sonderbare Welt versetzt worden waren. Es war dies eine Welt, in der Anordnung und Einordnung an ein Königreich, ja eine But ihre sogar ein Schloss denken lieğ. Voll Erstaunen blickten sie sich um. Sobald man sie in gewisser Weise betrachtete, schien sie eine riesengroğe Welt zu sein. Betrachtete man sie in einer anا وَتَArt, erschien sie ihnen wie ein wohlgeordnetes Königreich. Besahen sie sie in wieder einer anderen Art, glich sie einer vollendet schönen Burg. Und blickten sie abermals in einer anderen Weise auf sie, bisch sie ihnen wie ein Schloss vor, das eine weitere auğerordentlich pràchtige Welt in seinem Inneren beherbergte. Sie wanderten darin umher und betrachteten sie. Sie bemerkten, dass sie von Geschöpfen bewohnt war, die sic Siebeirgendeine Art miteinander verstàndigten. Doch verstanden sie deren Sprache nicht. Sie schlossen aber aus ihrem Verhalten, dass sie wichtige Aufgaben wahrnahmen und been. Nude Auftràge erfüllten.

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Da sagte der eine der beiden Mànner zu seinem Gefàhrten: "Dies ist eine wunderbare Welt, die sicherlich ihren Verwalter, ein wohlgeordnetes Königreich, das auch einen König, eine vollendet schöLeben g, die auch einen Burgherr, ein kunstvoll erbautes Schloss, das sicherlich auch seinen Baumeister hat. Wir sollten uns darum bemühen, ihn kennen zu lernen. Denn Er war es verstàndlicher Weise, der uns hierher gebrachntum b Wenn wir Ihn nicht kennen lernen, wer anders sollte uns dann helfen. Was können wir sonst schon von diesen armen Geschöpfen hier erwarten, deren Sprache wir nicht verstehen und die uns gar nicht beachten?

Auğerdem ner übt der Herr, der diese riesengroğe Welt in der Gestalt eines Königreiches, in der Form einer Burg, nach Art eines Schlosses gemacht und von seinem Anfang bis an sein Ende von wunderbaren Dingen erfüllt hat, es mit allen Arten von Ornameahrungerziert und es mit eindruckerweckenden Wunderwerken ausgestattet hat, sicherlich etwas von uns und all denen, die hierher gekommen sind. Wir wollen Ihn kennen lernen. Zudem wàre es notwe Antw zu erfahren, was Er von uns will."

Doch der andere entgegnete ihm: "Ich glaube nicht, dass es so einen Herrn, wie du sagst, überhaupt gibt und er diese ganze Weltende Vvöllig allein regiert." Sein Gefàhrte gab ihm zu Antwort: "Lernen wir Ihn nicht kennen und bleiben Ihm gegenüber gleichgültig, so ist der Vorteil, den wir dabei haben, gar keiner, der Nachteil, den ch befben könnte, jedoch ein gewaltiger. Bemühen wir uns darum, Ihn kennen zu lernen, ist unser Einsatz nur ein geringer, der Gewinn, den wir erzielen könnten, jedoch ein gewaltiger. Ihm ge. Ich r gleichgültig zu bleiben ist also völlig sinnlos." Jener Verblendete erwiderte jedoch: "Ich erblicke all meine Ruhe und mein ganzes Wohlergehen gerade darin, gar nicer UndIhn zu denken. Auğerdem beschàftige ich mich nicht mit Dingen, die mein Verstand nicht erfassen kann. Alle diese Dinge hier sind nur zufàllig. Ich versin verwar nichts von diesen Dingen, doch làuft hier alles von selbst und geht mich nichts an." Sein

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verstàndiger Gefàhrte meinte aber: "Deine ng aufrtheit kann auch mich, ja sogar noch viele andere ins Unglück stürzen. Es geschieht manchmal, dass wegen eines Menschen Sittenlosigkeit ein ganzes Königreich untergeht."

Wiederum wandte jener Verblendete ein: "Entweder beweist du mir unnkt

#5eglich, dass dieses riesige Königreich einen einzigen König, einen einzigen Meister hat, oder aber du störst mich nicht lànger!"

Nun machte ihm sein Gefàhrte folgenden Vorschlag: "Da also nun deine Verbonheit t sich zum Irrsinn steigert, wirst du noch mit deiner Verbohrtheit den Zorn über uns und sogar das ganze Land heraufbeschwören. So werde ich dir also nun an Hand von zwölf Beweisen aufzeigen, dass diese Weltn?" odeinem Schloss gleicht, dieses Königreich, das einer Burg gleicht, einen einzigen Meister hat und dass es einzig dieser Meister ist, der alles regiert. Bei Ihm gibt es weder Fehler noch Màngel. Diese Sadaqter, den wir nicht sehen können, sieht uns und alle Dinge, hört alle unsere Worte. Alle Seine Taten sind einzigartig und wunderbar. Alle diese Geschöpfe, die wir hier sehen, lt undauch wenn wir ihre Sprache nicht verstehen können, in Seinen Dienst gestellt."

Erster Beweis:

Komm her und schaue dich nach allen Richtungen um! Gib Acht auf alles! In allen diesen Dingen ist eine verborgene Hand am Werk. Denn siehe: اَعْصَng, das so klein ist wie ein Kern, der kaum soviel wiegt wie ein Dirhem (etwa 3g), vermag eine Last von tausenden Batman (etwa 8kg) zu tragen.

{(*): Anspielung auf die Samenkörner, wnd unwBàume auf ihrem Kopf tragen.}

Dinge, ohne auch nur ein Stàubchen von Verstand, versehen überaus weisheitsvolle Aufgaben.

{(*): Eine Anspielung auf so zarte Pflànzchen wie die Reben des Weinstocks, die sich selbst nicht erheben und ihre

Este nicht selbst tragen können, strecken ihre kleinen Hànde nach anderen Bàumen aus, umarmen sie und suchen an ihnen Halt.}

Das also heiğt, dass es (Ahcht aus eigenem Antrieb arbeiten. Es ist da jemand im Verborgenen,

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der ihr màchtiger Herr ist und sie ans Werk setzt. Würden sie dies von sich aus tun, dann müsste alles hier im Lande rings umher einem Wunder gleichen. Es die übn alles dies hier auğerordentliche Dinge sein, die von einem Wundertàter bewirkt wurden. Das aber wàre jedoch absurd.

Zweiter Beweigels a Komm und achte einmal darauf, wie schön alle diese Felder und Wàlder, die Strağen und Plàtze, die Hàuser und Wohnungen geschmückt sind! In ihnen allen gibt es etwas, das von diesem vab steenen Herrn Kunde gibt. Es ist so als trügen sie alle ein Siegel oder Wappen, dass von ihrem verborgenen Herrn Kunde gibt. Sieh doch einmal, was Er hier vor unseren Augen aus einem Dirhem Baumwolle schafft!

{(*): Anspielungkeit ein Samenkorn, z.B.: der Samen des Schlafmohns, fein wie Staub; der Kern einer Aprikose, leicht wie ein Dirhem (3g); ein Melonenkern. Sie bringen aus der Schatzkammer der Barmherzigkeit (Gottes)er Zuner hervor, die feiner gewebt sind als ein Tuch, weiğe und gelbe Blumen, die klarer und schöner sind als Batist, und Früchte, die aromatischer sind als alle Süğigkeiten, wohlschmeckender als Köfte (eine Art türkische Klöğchend zusstens mit Fleisch) und feiner als jegliche Packung Feinkost und bieten sie uns an.}

Siehe, wie viele Ballen Tücher aller Art wie Batist oder Batikstoffe u. dgl. Er daraus hervorbringt! Siehe, wie viele Arteneine skeiten, wohlschmeckende Bàllchen Köfte hier hergestellt werden! Kàmen auch tausende von Menschen wie wir, sich damit zu bekleiden oder davon zu essen, es würde für sie alle reichen! Und betrachte einmal weiter, wie Er das Menschhier, die Erde, das Wasser, die Kohle, das Kupfer, Silber und Gold unsichtbar in Seine Hand nimmt (und sie formt und in Seiner Hand aus EbeneFleisch wird.

{(*): Eine Anspielung auf die Erschaffung der (Körper der) Tiere aus den Elementen (der Erde) bzw. deren Samen.}

So komm also nun und siehe... Oh du unverstàndiger Mensch! Alle dder Prerke sind jenem Herrn zu eigen, in dessen (Hand und) wunderbarer Macht das ganze Land ruht, mit allem, was zu ihm gehört. Alle entsprechen sie Seinen Wünschen.

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Dritter Beweis:

Komm und siehe diese einzigartigen, beweglichen Kunsts ange

{(*): Anspielung auf Tiere und Menschen. Denn ein Tier ist ein kleines Inhaltsverzeichnis dieser Welt und da auch der Mensch ein verkleinertes Abbild der Schöpfung (Körper, Seele, Geist) ist, kann man auch in de dass sich für alles, was es (im Himmel und auf Erden) gibt, im Menschen ein Beispiel (Körper, Rede, Wille, Tràume, Phantasie) findet.}

Jedes von ihnen ist so gestaltet, dass es vonr Wissm riesigen Schloss ein kleines Abbild (: eine Welt im Kleinen) ist. Alles, was es in diesem Schloss gibt, findet sich in diesem winzigen beweglichen Werk wieder. Ja wàre es den ü muss pt möglich, dass ein anderer als der Baumeister dieses Schlosses kommen und dieses wunderbare Schloss in solch einem kleinen Werk konzentrieren könnte!? Undn Dinges auğerdem überhaupt möglich, dass sich in einem Werk von der Gröğe eines kleinen Kistchens, obwohl es doch einen in sich (vollendeten) Kosmos im Kleinen umfasst, etwخْلِفَde, dessen Gang nur zufàllig oder aber sinnlos wàre!? Das aber heiğt, dass, wie viele dieser einzigartigen Kunstwerke das Auge auch erblickt, sierglosealle (Gute wie Böse) das Siegel des verborgenen Meisters tragen. Ja sie gleichen sogar einem Boten, einem Ausrufer. Sie sagen unausgesprochen: "Wir sind die Kunstwerke jenes Herrn, der diese unsere ganze Welt ebenVergnücht zu erschaffen vermochte, wie Er auch uns selbst ganz leicht geschaffen und ins Dasein gerufen hat."

Vierter Beweis:

Oh du eigensinniger Freund! Ich will dir etwas zeigen, was ntlichenderbarer ist. Schau, in diesem Land hat sich jedes Werk, jedes Ding veràndert und veràndert sich weiterhin. Nichts verbleibt im selben Zustand. Gib Acht, alle deligkeoten Gegenstànde, die wir hier sehen, diese Kàstchen, die nichts zu empfinden scheinen, haben alle die Gestalt eines absoluten Herrschers angenommen. Es ist, als herrsche jedes Ding über allbei deren Dinge. Betrachte also einmal diese Maschine hier!

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Es ist als erteile sie ihre Befehle.

{(*): Diese Maschine ist eine Anspielung auf die fruchttragenden Bàume. Dennder, dt erstaunlich, wie sie ihre Blàtter (gleich Tüchern) weben, sie mit Blumen schmücken, ihre Früchte zur Reife bringen und sie uns anbieten. Hunderte von Werkbànken und Fabriken scheinen sie dafür auf ihreهُدًى en Àsten zu tragen. Unterdessen bemühen sich so pràchtige Bàume wie die Tanne und die Zeder weiterhin darum, ihre Werkbànke auf trockenem und stereigie Boden aufzustellen.}

So kommen denn alle Werkzeuge und Materialien, die sie für Schmuck und Werk benötigt, von weit entfernten Stàtten herbeigelaufen. So siehe denn, wie auch dieses lebl sein,ng hier sich so, als ob es nur eines Winkes bedürfe, ein anderes riesengroğes Ding dienstbar macht und für sich arbeiten làsst.

{(*): Anspielung auf die Getreidekörner und diemacht der Insekten. Da hinterlàsst z.B. eine Wespenart ihre Eier auf den Blàttern einer Ulme. Da verwandelt diese riesige Ulme plötzlich ihre Blàtter den Eiern in einen Mutterschoğ, eine Wiege, einen Speicher, gefüllt mitn einengsvorràten gleich Honig. Es ist, als ob der Baum auf diese Weise an Stelle seiner Früchte nun selbst lebendige Früchte hervorbràchte.}

Ziehe hierzu auch noch andere Dinge zum Vergleir die an! Es ist, als ob ein jedes Ding alles in der Welt erschaffene in seinen Dienst stellte. Wolltest du also nun diesen verborgenen Herrn nicht anas Eisen, dann müsstest du alle die Meisterschaft, die Kunstfertigkeiten, Vollkommenheiten, die wir in allem Geschaffenen, in den Steinen, in der Erde, den Tieren und den Menschen finden, (Stück für Stück) jedem einzelnen Ding zuschreiben. So müsstigen so an Stelle des allein wunderwirkenden Herrn, (an den zu glauben dir) weit davon entfernt (erscheint,) vernünftig zu sein, Milliarden von Wundertàtern da sein, die gleich Ihm und zugleich einander entgegengesetzt und dennochالْفُلder gleich und wiederum ineinander zu finden sein sollten, sodass diese Ordnung nicht zerstört werde und die Welt nicht in Unordnung gerate.n ungen sich jedoch in diesem Riesenreich auch nur

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zwei Finger (eines fremden Partners von auğen) einmischen, (geriete alles) durcheinander. Denn wo zwei Schulzen in einem Dorf, zwei Meister auf einer Burg, zweiGegenwe in einem Reich wàren, bringen sie alles durcheinander. Wie also wàre es denkbar oder möglich, dass es unzàhlige absolute Herrscher geben könnte!?

Fünfter Beweis:

Oh du argwöhnischer Freund! Komm nun aubenshte auf die Kunstwerke dieses Schlosses, alle die Schönheiten dieser Stadt, die ganze groğe Ordnung in diesem Reich und denke über alle die wundervollen Werke in dieser Welt nach! Wàrben) aFeder des verborgenen Herrn, der so wunderbar und meisterhaft ist, nicht am Werke und müsste man also die Kunstwerke anderen unbedachten Ursachen, blindem Zufall und den tauben Kràften der Natur zuschreiben, so wàre es auchsagt indig, dass in diesem Reich selbst jeder Stein und jedes Kraut ein so wundervoller Schreiber, ein so auğerordentlicher Kalligraph sein müsste, dass er in einen einzigenوَاَفْtaben tausend Bücher hineinschreiben und in einem einzigen Ornament Millionen von Kunstwerken zusammenfassen könnte. Denn sieh einmal wie sich in jedem dieser Steine die Kunstwerke des ganzen Schlosses, die Gesetze zur Verwaltung einer ganze: Wennt, das Programm zur Gestaltung eines groğen Reiches wiederfinden. Das aber heiğt, dass die Verfertigung solcher Kunstwerke ebenso wunderbar ist wie die Gestaltung des groğen d mit s. Wenn das aber so ist, dann ist auch jedes Schmuckstück, jedes Kunstwerk gleich einer Verkündigung oder einem Siegel dieses verborgenen Herrn.

{(*): Eine Anspielung auf den Menschen als die Frucht am Baumhdem sSchöpfung und zugleich auch auf eine Frucht, die das Programm und Inhaltsverzeichnis dieses ihres Baumes in sich tràgt. Denn was die Feder der Macht im groğen Buche der Welt geschrieben hat, davon hat siinnt i eine Zusammenfassung in den einzelnen Menschen hineingeschrieben. Was auch immer die Feder der Bestimmung in einen Baum, groğ wie ein Berg, hineingeschrieben hat, das hat sie auch in seiner Frucht, nicht gröğer als eindet isrnagel, zusammengefasst...}

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Da es aber nun einmal keinen Buchstaben geben kann, der nicht auf seinen Schreiber hinwiese, ein kunstvoll gestaltetes Schmuckstück, das nicht aer Verinen Designer bekannt machte... wie könnte es dann sein, dass der Designer, der in einen einzigen Buchstaben ein ganzes groğes Buch hineingeschrieben hat, in einem einzigen kunstvoll gestalteten Schmuckstück tausend Kuesem Ake zusammengefasst hat, nicht durch Sein Buch und durch dieses Schmuckstück zu erkennen wàre...

Sechster Beweis:

Komm, wandern wir über diese weiteen, in!

{(*): Eine Anspielung auf das Antlitz der Erde im Frühling und im Sommer. Denn hunderttausende verschiedener Arten von Geschöpfen werden untereinander vermengt und vermischt, gschönseitig erschaffen und auf der Erdoberflàche eingetragen. So werden sie ohne alle Màngel und Fehler in vollkommener Ordnung ausgetauscht. Tausende von Tafeln des Allbarmherzigen werden gedeckt uer wieder aufgehoben, wieder und wieder neu gedeckt. Jeder Baum gleicht einem Kellner, jedes Beet einem Speisekessel.}

Siehe, da ist inmitten dieser Ebene ein hoher Beckenen wollen wir hinaufsteigen, damit wir die ganze Umgebung betrachten können. Auğerdem wollen wir gute Fernrohre mitnehmen, die uns alle Dinge in greifbare Nàhe rücken. Denn in diesem wun وَالْen Land geschehen wunderbare Dinge, ereignet sich in jeder Stunde, was die Vernunft übersteigt. Sieh nun! Es verwandeln sich plötzlich die Berge, die Ebenen und die d von . Und wie sie sich verwandeln! Das geschieht auf folgende Weise: Millionen untereinander vermengter, vermischter Dinge werden in vollkommener Ordnung umgewandelt.ass (fndet da eine ganz erstaunliche Verwandlung statt. Es ist, als würden Millionen verschiedener Stoffe gleichzeitig am selben Ort gewebt werden. Siehe, jetzt sind an genoe uns wie Blumen und Blüten lieb gewordenen und vertrauten Dinge verschwunden und an ihre Stelle sind in bester Ordnung andere, ihnen dem Wesen nach àhnliche, der Substanz nach aber verschiedene, neu gebildete getreten. Es ist, als glichestigt e Berge und Ebenen

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einer Seite, auf die hunderttausende verschiedener Bücher geschrieben würden. Ja sie werden sogar ohne Fehler und Màngel geschrieben. So ist es denn hundertfach unmöglich, dass diese D die gus sich selbst entstanden sein sollten. Ja es ist sogar tausendmal unmöglich, dass diese in so unendlichem Grade kunstvollen und mit so viel Aufmerksamkeit gestalteten Dinge aus sich selbst entstandchtendn könnten. Stàrker als ihre eigene (Existenz) beweisen sie die ihres Meisters. Zudem ist der, welcher dies alles vollbringt, der Herr, der allein Wunder tut und sie mühelos tut. Tausend Büan-i du schreiben ist für Ihn genau so leicht, wie einen einzigen Buchstaben zu schreiben. Darüber hinaus siehe auch wie Er alles mit einer solchen Weisheit an seinen rechten Platz eit, d und so freigiebig allen Seine Güte erweist, wie es ihnen zukommt. Des Weiteren öffnet Er allen huldvoll Türen und Tore, ihnen allen ihre Wünsche befriedigend. Des Weiterener sietet Er ihnen allen ihre Tische so freigiebig, dass alle Völker Seines Reiches und auch die Tiere ihren Tisch finden, jedes nach seiner Art und Gattung, ja sogar jedenen izelne aus Seiner Huld einen Tisch mit seinem eigenen Namen und Zeichen empfàngt.

Könnte es also in dieser Welt etwas geben, was noch unvorstellbarer wàner Mas dass unter diesen Dingen, die wir hier sehen, Dinge rein zufàllig sein könnten, oder sinnlos oder nutzlos, oder dass sich verschiedene Hànds der ihre Verwaltung) einmischen könnten, dass ihr Meister nicht aller Dinge màchtig wàre, oder sie Ihm nicht dienstbar wàren!? Nun denn, mein Freund! Wenn du nun nach dazu in der Lage bist, versuche doch noch einen Einwand dagegen vorzubringen!

Siebenter Beweis:

Nun komm, mein Freund! Lassen wir nun die Einzelheiten und wollen wir statt dessen das Verhàltnis der einzelr Zungstandteile dieser wunderbaren Welt zueinander betrachten, welche die Gestalt eines Schlosses hat. Siehe nun: In dieser Welt geschehen allee sind, vollziehen sich die groğen, allgemeinen Umwandlungen in einer Ordnung von so hohem Grade, dass alle

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Steine, die Erde und die Bàume und alle Dinge, die wir in diesem Schloss (und in seinen Gàrten) vorfindeolchese für sich wie selbstàndig handelnd, die ganze, umfassende Ordnung in dieser Welt beobachten und sich im Einklang mit ihr bewegen. Dinge, die am weitesten voneinander entfernt sind, eilen einander zu Hilfe. So siehe denn: Aus der unsicir ihnn Welt kommt eine Karawane gezogen.

{(*): Hier werden die Bàume und all die übrigen Pflanzen mit Karawanen verglichen, die allen Tieren ihre Nahrung bringen.}

Ihre Tragtiere sind die Bàume und alle die übrigen Pflanzen, ja selbst die Berfür die tragen ein Tablett mit Speisen auf ihren Köpfen. Siehe nun: Sie bringen den verschiedenen Tieren, die auf dieser Seite (: dem Diesseits) warten, ihre Nahrung. Und siehe weiter: Jene gewaltige elektrische Lampe in deberhauel (des Schlosses) spendet ihnen Licht und kocht ihnen zugleich auch all ihre Speisen auf das Beste.

{(*): Jene gewaltige elektrische Lampe ist eine Anspielung auf die Sonne.}

Man braucht nur die Speisen, die wie von unsichtbarer Hand ain Gefm Strick befestigt zu sein scheinen, zum Kochen vor sie zu halten.

{(*): Was den Strick und die daran befestigten Speisen betrifft, so sind dies die kleinen Zweige der Bàume, anverbin die wohlschmeckenden Früchte hàngen.}

Und siehe nun weiter, wie dort vor diesen armen, schwachen, kraftlosen und hilflosen Jungen (der Tiere) kleine mit köstlicher Nahrung gefüllte Sàckchen herabhàngen, Brunnen gleich, an denen sich diese entwedosen Geschöpfe nur noch mit ihrer Schnauze festzusaugen brauchen.

{(*): Die Sàckchen sind eine Anspielung auf die Zitzen der Muttertiere.}

Zusamnzigensung:

Alle Dinge in dieser ganzen Welt helfen einander, als wàren sie für einander bestimmt, reichen einander die Hand, als könnten sie einander erkennen und verstehen. aus Ih einander zu vervollkommnen,

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stehen sie zueinander Schulter an Schulter. Sie stàrken einander den Rücken und arbeiten zusammen. Du kannst nun alle Dinge heranziehen, um sie damit zu vergleichen! Die Anzahl der Beispieleer dieicht zu zàhlen... So zeigen denn alle diese oben angeführten Beziehungen und Verhàltnisse mit der gleichen Sicherheit, mit der zwei mal zwei vier ist, dass dem Meister dieses wunderbaren Schlosses, d.hrbarmeHerrn dieser einzigartigen Welt, alle Dinge dienstbar sind. Jedes Ding arbeitet nach Seinem Willen. Alle Dinge gleichen Soldaten, die bereit sind, Ihm zu dienen. Alle Dinge laufen (wie ein Geschàft, eine Maschine) en GotSeine Kraft. Alle Dinge bewegen sich auf Seinen Befehl. Alle Dinge werden in Seiner Weisheit geordnet. Alle Dinge helfen einander mit Hilfe Seiner Freigiebigkeit (d.h. des Menschen Hilfe kommt von Gott). Alle Dinge eilen in Seiner Barmm werdkeit einander zu Hilfe, d.h. sie werden durch sie in Bewegung gesetzt. Nun denn, mein Freund, wenn du nun noch dazu in der Lage bist, versuche doch noch ein Wort dagegen vorzubringen!

Achter Beweis:

Komm, oh du mein unvernalso ner Freund, der du dich, gleich meiner Seele (nefs),>selbst für klug hàltst! Da willst du den Herrn dieses pràchtigen Schlosses nicht anerkennen. Dabei weist doch jedes Ding auf Ihn hin, tut Ihn kund, legt für Ihn Zeugnis ab. Wie kannsten alas Zeugnis all dieser Dinge leugnen! Doch in diesem Fall musst du auch dieses Schloss leugnen und sagen: "Die Welt gibt es gar nicht. Dieses Land Dursts nicht." und leugne dich selbst und dann löse dich selbst in Nichts auf! Oder aber komm zur Vernunft und höre mich an! So siehe denn: Es gibt in diesem Schloss einheitliche Elemente, Stoffe,

{(*): Die Elemente, Stoffe, die s er, areiche Aufgaben in bester Ordnung erfüllen und mit Erlaubnis ihres Herrn allen Bedürftigen zu Hilfe eilen und auf göttlichen Befehl überall hineindringen, ihnen Unterstützung bringen, allend ricnsnotwendige herstellen und alle Lebewesen damit ernàhren, welche Quelle, Mutter und Wiege der Gewebe und aller Muster göttlicher Kunstwerke sind, spielen auf die vier Elemente: Luft, Wasser, Licht und Erde an.}

die dieses Schloss und das ganze sind erfüllen und es zugleich umschlieğen.

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Alle Dinge, die in diesem Lande hergestellt werden, sind offensichtlich aus diesen Stoffen gemacht. Das aber heiğt, wem diese Stoffe gehören, dem gehören auch alle Dinge, die dwenn dverfertigt werden. Wem der Acker gehört, dem ist auch die Ernte. Wem das Meer gehört, dem ist auch alles, was darinnen ist. Und weiter siehe: alle diese gewebten Stoffe, diese mit kunstvollen Mustern angefertigtend sichr werden alle aus der gleichen Materie (z.B. aus Wollfàden) hergestellt. Derjenige, der das Ausgangsmaterial herbeischafft, es vorbereitet und sodann zu Fàden verspinnt, ist offensichtlich ein und iner Sbe. Denn diese Arbeit duldet keinen Partner. Da dies aber so ist, sind alle diese kunstvoll gewebten Stoffe Sein Eigentum.

Und weiter siehe: alnd fesse hier gewebten und verfertigten Stoffe aller Art finden sich überall im ganzen Land. Alle diese Kinder von der gleichen Art sind so veleier et, dass sie alle gleichzeitig miteinander, nebeneinander, in gleicher Weise hervorgebracht werden. Das aber heiğt, dass dies die Tàtigkeit einr Anbezigen Herrn ist, auf einen einzigen Befehl in Gang gesetzt wird. Anderenfalls wàre es unmöglich, dass sie in ein und derselben Zeit auf gleiche Art, auf dieselbe Weise, übereinstimmend in Aufbau und Form miteinander harmonieren könnten. Dgibt e aber so ist, weisen alle diese kunstvoll gestalteten Dinge als eine Verkündigung jenes verborgenen Herrn auf Ihn allein hin.

Es ist, als sagte jeder einzelne dieser geblümten Stogengesede kunstvolle Maschine, jeder wohlschmeckende Bissen als Siegel dieses wundertàtigen Herrn, Sein Stempelabdruck, Sein Kennzeichen, als das Mal Seiner Spur unausgesprochen: "Ich bin das Kunstwerk dessen, welcher auch der Eigentümer der Kish.

d der Besitzer der Kauflàden ist, in denen ich mich befinde." Und ein jedes Muster spricht: "Ich bin ein Muster, eingewebt in das Tuch dessen, der das Tuch und sein Muster und den ganzen Ballen Stoff gewebt hat.e der r wohlschmeckende Bissen spricht: "Der mich zubereitet hat, ist auch derjenige,

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dem der Topf ist, in dem ich mich befinde." Jede Maschine spricht: "eine bch gebaut hat, ist auch derjenige, der im ganzen Lande alle die gebaut hat, die mir gleichen und der uns überall im ganzen Lande herstellt. Das heiğt, Er ist auch der Eigentümer des Landes und der K wordeieses Reiches. Da dies aber so ist, kann nur der, dem das ganze Land gehört und welcher der Herr jenes Schlosses ist, unser Herr und Besitzer sein." Um z.B. ein einziges Koppelschorten"der einen einzigen Uniformknopf besitzen zu können, wàre es notwendig, alle Fabriken zu besitzen, die sie herstellen, um deren tatsàchlicher B Menscr zu sein. Man würde (diese Dinge) sonst einem zivilen Angeber aus der Hand nehmen, ihm sagen, dass sie Militàrgut sind, und ihn deswegen bestrafen.

Zusammenfassung:

Dieas hiente dieses Landes sind Stoffe, die im ganzen Lande vorkommen. Auch ihr Besitzer kann nur ein Einziger sein, der Herr, dem auch das ganze Land An alt. So weisen denn die Kunstwerke, die im ganzen Reich verbreitet sind, da sie einander gleichen und dieselbe Pràgung tragen, ja alles, was sich überall im ganzen Ldung uindet, darauf hin, dass sie Kunstwerke eines einziges Herrn sind, der über alle Dinge herrscht. Nun denn mein Freund! Es gibt nun einmal in diesem Lande, d.h. in jenem pràchtigen Schr alleein Merkmal der Einheit, ein einheitliches Siegel. Denn ein Teil der Dinge ist einfach und allumfassend. Ein anderer hingegen weist, obwohl sich (die Dinge einander) gleichen und sich überall finden, dennoch eine Einhei ihn jeiner Art auf. Was diese Einheit betrifft, so weist sie immer auf den Einen hin. Das also heiğt, dass sein Meister, sein Eigentümer, sein Herr, sein Erbauer ein und deln une sein muss. Darüber hinaus achte nun auch darauf, wie hinter dem Schleier des Unsichtbaren ein Seil hervortritt.

{(*): Das Seil ist eine Ansen köng auf einen fruchttragenden Baum. Die tausenden von Fàden auf seinen Àsten und Zweigen und die an ihnen hàngenden Diamanten, Orden, Gaben und Geschenken spielen auf d Punktschiedenen Arten von Blumen und Sorten von Früchten an.}

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Siehe, wie sodann tausende von Fàden aus ihm hervor wachsen. Betrachte die Enden de ernstn: An ihnen sind Diamanten, Orden, Gaben und Geschenke angebunden. Sie bieten jedem das ihm entsprechende Geschenk an. Ja weiğt du denn nicht, was für ein törichtes Verhalten es ist, einen solchen Herrn, der hinter einem so einzigar führeSchleier vor dem Unsichtbaren so wunderbare Gaben und Geschenke für Seine Geschöpfe hervorbringt, nicht anzuerkennen und Ihm nicht zu danken. Wollàltigeu Ihn jedoch nicht anerkennen, so wàrest du ja gezwungen zu sagen: "Diese Fàden bringen an ihren Enden von selbst Diamanten und andere GeschFàhigkervor und bieten sie uns an."

Dann aber müsste man auch einem jeden Faden die Bedeutung eines ganzen Königreiches zuschreiben. Dabei macht doch eine unsichtbare Hand vor unseren Augen diese Fàden und befestigt an ihnen die Gesen, ae. Das aber heiğt, dass jedes Ding in diesem Schloss weit mehr auf jenen wundertàtigen Herrn hinweist als auf sich selbst. Erkennst du Ihn nicht an, wirst du durch eine solche Leugnung all dieser agen dhundertfach unter das Tier hinabsinken.

Neunter Beweis:

Komm nun, mein Freund, der du nicht recht zu urteilen weiğt! Du glaubst nicht an den Herrn dieses Schlosses und willst auch gaَبُّ اt an Ihn glauben. Denn das liegt dir fern. Da Seine Kunstwerke und Seine Taten so wunderbar sind, dass sie die Vernunft übersteigen, verirrst du dich zu deren Leugnung. Doch das, wa in dewirklich fern liegt und was eigentlich schwierig für dich ist, die wahren Probleme und all die fürchterliche Mühsal entsteht daraus, dass du nicht an Ihْطَاْنbst. Denn wenn wir an Ihn glauben, wird alles, was mit diesem Schloss, dieser Welt zu tun hat, so leicht, als handele es sich dabei nur um eine einzige Sache, wird ganz einfig istarin findet sich die Quelle dafür, dass alles auf dem Markt so billig und so reichlich vorhanden ist. Wenn wir nicht an Ihn glauben und es Ihn gar nicht gàbe, dann würde jede einzelne Angelegenheialls m

ebenso schwierig sein, wie sàmtliche Angelegenheiten dieses ganzen Schlosses. Denn jedes einzelne Ding ist genauso kunstvoll wie das ganze Schloss. So bliebe, dassnichts mehr, was noch billig und reichlich vorhanden wàre. Nichts mehr von den Dingen, die wir hier sehen, würde noch in unsere Hand, ja in niemandes Hànde mehr gelangen. So betrachte denn nur einmal die hier an diesen Fàden hàngend verworatspàckchen.

{(*): Diese Vorratspàckchen sind eine Anspielung auf die Geschenke der Barmherzigkeit (Gottes) wie Zucker- und Wassermelonen und die Granatàpfel, die Vorrat der ltern aus der Macht (Gottes) gleichen und die Kokosnüsse, welche natürliche Milchdosen sind.}

Kàmen sie nicht aus der Küche Seiner verborgenen Wund oder nnten wir sie nicht sogar gegen ein ganzes Vermögen erwerben, obwohl sie doch jetzt für ein paar Münzen zu haben sind.

Alles, was uns so fern liegt, alle Schwierigkeiten, Probleme, ja Katastrophen und alles, was unmöglicelbst) entsteht in der Tat daraus, dass wir nicht an Ihn glauben. So bekommt ein Baum seine Lebenskraft aus einer einzigen Wurzel, entsprechend einem einzigen Gesetz, aus ein und demselben Boden. Die Gestaltung tausender von Früchten geschiehth die ch mit der gleichen Leichtigkeit wie die einer einzigen Frucht. Wenn die Früchte dieses Baumes mit jeweils einem anderen Platz, einer anderen Wurzel, einem jeweils unterschiedlichen Gesetz verbunden wàren, ws nachie Gestaltung jeder einzelnen Frucht genauso schwierig werden, wie die des ganzen Baumes. Auch die Ausrüstung eines ganzen Heeres von r verseinzigen Zentrale aus, einem einzigen Gesetz entsprechend und durch eine einzige Fabrik geschieht trotz einer groğen Zahl (Soldaten) genauso leicht wie die Ausrüstung eines einzigen Soldaten. Erfolgte aber die Ausrüstung und Versorgung jeerborgnzelnen Soldaten an ganz verschiedenen Orten, so müssten für die Ausstattung jedes einzelnen Soldaten ebenso viele Fabriken vorhanden seinung unman für die Ausrüstung eines ganzen Heeres benötigt.

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Den beiden Beispielen entsprechend gilt: Es ist in diesem wohlverwalteten Schloss, in dieser vollkommenen Stadt, in die einemühenden Land, in dieser prachtvollen Welt die Erschaffung all dieser Dinge, wenn man sie auf einen einzigen Herrn zurückführt, ebenso einfach, geschieht Erdenr selben Leichtigkeit, dass in ihr die Ursache dafür zu finden ist, dass (alles) so unendlich billig und reichlich und in solcher Fülle vorhanden ist. Anderenfaاَةٍ وren alle Dinge mit so vielen Kosten und Schwierigkeiten verbunden, dass man nichts davon erhalten könnte, gàbe man auch die ganze Welt dafür.

Zehnter Bewser We Komm nun, mein Freund, der du ein wenig zur Einsicht gelangt bist! Seit fünfzehn Tagen sind wir jetzt hier.

{(*): Die fünfzehn Tage sind eine Anspielung auf fünfzehn Lebensjahre und damit das Alter zur Eeinmalrantwortlichkeit im Glauben.}

Wenn wir die Anordnungen dieser Welt nicht kennen und ihren König nicht anerkennen, haben wir eine Strafe verdient. Es bleibt uns keine Entschuldigung mehr. Dendie Bezehn Tage lang ist man (als habe man uns eine Frist gesetzt) nicht an uns herangetreten. Doch sind wir sicherlich nicht ohne Auftrag hier. Inmitten dieser so empfindlichen, kunstvollen, schönen, harmonisch gestalteten und eines ichen Kunstwerke können wir nicht wie Tiere umherlaufen und sie beschàdigen und dürfen sie auch gar nicht beschàdigen. Denn sicherlich ist auch die Strafe, die Seine Majestàt, der König dieses Reiches verhsamierfürchterlich. Dass dieser Herr, welch màchtiger Herr Er in Seiner Majestàt ist, mögt ihr schon daraus ersehen, dass Er diese riesengroğe Welt lenkt und leitet, als sei sie ein Schloss und sie sich drehen làsleichs ein Schöpfrad. Er lenkt dieses groğe Reich so wie man einen Haushalt leitet, ohne dass dabei irgendwelche Màngel in Erscheinung treten. Si als eso, wie Er dieses Schloss, diese Stadt, dieses Land von Zeit zu Zeit in vollkommener Ordnung

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füllt und in vollkommener Weisheit wieder leert, so wie m Herr e Schale füllt und sie wieder leert. So wie man eine Tafel deckt und sie wieder aufhebt, so bringt Er in Seinem Riesenreich landauf, landab mit verborgener Hand der Reihe nach die verschiedensten Speisen, deckt damit die unterschiedlicns bekTafeln, làdt dazu ein und hebt sie wieder auf.

{(*): Diese Tafeln sind eine Anspielung auf das Antlitz der Erde im Sommer, wenn hunderte von immer wieder frischen und immer wieder anderen TafKun fes Allbarmherzigen aus der Küche Seiner Erbarmung immer wieder neu gedeckt werden. Jedes Beet ist wie ein Kessel (in dieser Küche) und jeder Baum gleicht einem Diener (an einem dieser Tische)}

Er misst ie eine auf und deckt schon wieder die nàchste. Auch du kannst das beobachten und wenn du Verstand hast, kannst du verstehen, welch groğzügige Gastfreundschaft sich hinter Seiner furchtbaren Majestàt verbirgttfernuweiter siehe, wie alle diese Dinge Zeugnis für das Königreich ihres verborgenen Herrn und Seine Einheit ablegen. In gleicher Weise legen auch alle diese Umwandlungen und Verànderungen, (die vor unseren Augen vorüberziehen,) so wie Karawane um pfung ne (vor unseren Augen) herangezogen kommt und vorüberzieht und so wie uns in der Tat (Blüten, die zu Früchten heranreifen,) Tisch um Tisch decken und danach die Tafel wieder aufheben, (wonach sich dann im Frühjahr mit Samen und Knospen der isheit wieder schlieğt, für Dauerhaftigkeit, Bestàndigkeit und Ewigkeit des Herrn ein Zeugnis ab. Denn zugleich mit allen vergànglichen Dingen vergeht auch ihre Zeiein Ohmit ihr alles, was sie hervorgebracht hat.

Nach ihnen entsteht jedoch all das, was wir ihnen zugeschrieben hatten, wiederum neu. Das also heiğt, dass nicht (diese vergànglicen könnge) jene Werke hervorgebracht haben, es vielmehr die Werke dessen sind, (dessen Stern niemals sinkt und) der keinen Untergang kennt. Wenn des Stromes Wellen vergehen, der Glanz auf den ihnen nachfolgenden Wellen jedoch der gleiche ist h bede01

der (Glanz der) ihnen vorangegangenen (Wellen), so wird daraus ersichtlich, dass (die Sonne), die ihnen Glanz verleiht, die (wahre) Herrin jenes hohen Lichtes ist, welches (das Wechselspielm (ver Wellen) bescheint. So zeigt auch der rasche Wechsel aller Dinge und (der Umstand, dass) alle Dinge nach ihnen wieder die gleiche Farbe erhalten, dass dies eine Manifestation, ein Schmuck, ein ir abe, ein Kunstwerk des einen und ewigen Herrn ist, für den es nicht (Ende noch) Untergang gibt...

Elfter Beweis:

Komm oh Freund! Ich will dir nun noch einen Beweis vor Augen führen, einen, der die gleiche Überzeugungskr ja sit wie alle zehn vorangegangenen. Komm! Dort drüben in der Ferne ist eine Halbinsel. Wir wollen an Bord eines Schiffes gehen und hinüber, wie !

{(*): Das Schiff ist die Geschichte und die Halbinsel das Glückliche Zeitalter des Propheten. An der dunklen Küste dieses Zeitalters legen wir diese einedes, d àrgerlichen als bürgerlichen Leben gemàğe Kleidung ab und segeln an Bord des Schiffes der Geschichte über das Meer der Zeit zur Halbinsel des Glücklichelichkealters und gehen dort auf der Arabischen Halbinsel an Land, um den zu besuchen, auf den die ganze Welt stolz (Fahr-i Alem, mit dem Frieden unةِ رُسn sei) ist. Wàhrend wir ihn bei der Erfüllung seines prophetischen Auftrages betrachten, erkennen wir, welch strahlendes Zeugnis der Einheit Gottes er ist, sodass er das Erdenrund von einem Ende zum anderen und auch Vergangenheit und Zukgen, odie beiden Gesichter der Zeit erhellt und die Finsternis des Unglaubens und des Irrweges vertreibt.}

Denn dort müssten die Schlüssel zu dieser verwunschenen Welt sein. Denn alle schaueQur'an dieser Halbinsel aus, richten auf sie ihre Erwartungen und erhalten von dort ihre Weisungen. Auf also, fahren wir hinüber! Wir sind also nun auf der Halbinsel angelangt. Siehe, dort findetn. Manmàchtige Versammlung statt. Alle groğen des Reiches scheinen sich da zu einer bedeutsamen Feier versammelt zu haben. Merke gut auf! Dort ist der den f der Pràsident dieser gewaltigen Versammlung. Komm, lass uns noch etwas nàher herzutreten! Wir wollen diesen Fürsten kennen lernen! Sieh doch, welch

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berühmte Ausrt

ungen er hat, und die mehr als tausend Orden, die er tràgt!

{(*): Die tausend Orden sind die Wunder des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, dwürdevahl nach Ansicht von Kennern und Forschern an die tausend erreicht.}

Und wie màchtig er im Wort ist! Und wie angenehm ist dennoch seine Gesellschaft und die Un lautltung mit ihm! Ich habe in diesen fünfzehn Tagen ein wenig von dem erfahren, worüber er spricht. Nun magst auch du es von mir lernen. Siehe, er spricht von dem wundertàtigen König dieses Landes. Er sagt: "Jener r) eineche König hat mich zu euch gesandt." Siehe, er wirkt solche Wunder, dass kein Zweifel mehr daran bleibt, dass er der auserwàhlte Diener und Gesandte des Königs ist. Beachte nun, dass nicht nur die Geschöpfe dieseren strnsel seinem Wort lauschen, er vielmehr auf wunderbare Weise alle im Land dazu bringt, ihn zu vernehmen. Denn von nah und fern bemüht sich jeder seine Rede hier zu hören. Ihm hören nicht nur die Menschen zu, sondern auch die Tiere,und Gaehe, sogar die Berge hören die Befehle, die er erteilt, und sie erbeben. Jene Bàume begeben sich an den ihnen angewiesenen Platz. Wo immer er es will, da bringt er Wasser hervor. Ja seine Finger spenden sogar wie eine Mutter undht einen gleich dem Kauthar(-strom des Paradieses). Aus ihm làsst er lebensspendendes Wasser trinken. Siehe, die groğe Leuchte

{(*): Die groğe Leuchte ist der Monn verfcher durch ein Zeichen von ihm in zwei Teile gespalten wurde. Das heiğt, wie Maulana Djami (1415-96) sagt: Jener, des Schreibens unkundigAufric niemals etwas geschrieben hatte, schrieb mit seinem Finger ein Elif (ein arab. Buchstabe, der die Form eines "I" hat) an den Himmel wie mit einer Feder auf ein Blatt und machte so aus einer "40" zwei "50". Dasuch de, der Mond sah vor der Spaltung wie ein Mim (arab. Buchstabe "M"; seine Form ist rund und sein Zahlwert gleich "40") aus, nach der Spaltung waren zwei Sicheln entstanden wie zwei Nun (arab. Buchstabe "N"; sein Wert ist sie g}

dort oben an der hohen Kuppel des Schlosses, die doch ein Ganzes ist, spaltet sich auf ein Zeichen von ihm in zwei Hàlften.

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Das heiğt, dass das ganze Land mit allem, was darinnen Begeiseinen Weisungen nachkommt. Sie horchen und gehorchen ihm, als wüssten sie: er ist "der erwàhlte und wahrhaftige Wortführer des verborgenen und wunderwirkenden Herrn, m)>derrold Seines Reiches, der Erschlieğer Seiner tiefen Geheimnisse (tilsim)>und ein vertrauenswürdiger Gesandter, der Seine Befehle verkündet." So sagen denn alle vernünftig denkes Glaun seiner Seite zu jedem Wort, das er spricht: "Ja, so ist es richtig und recht." und bestàtigen ihn damit. Ja sogar die Berge und die Bàume im Lande und die groğe Lam Artene alle Lànder erleuchtet, sprechen wie ihr Haupt seinen Winken und Befehlen neigend: "Ja, das ist in der Tat so."

{(*): Die groğe Lampe ist die Sonne. Einmal schlief der Prophd Mundt dem Friede und Segen sei, und hatte dabei sein Haupt in den Schoğ Imam Alis, mit dem Gott zufrieden sein möge, gebettet, der dadurch sein Nachmittagsgebet versàumte. Da drehte sich die Erde in der Gegenrichtung w der Gzurück und brachte die Sonne wieder zum Vorschein. Durch dieses Wunder vermochte er sein Gebet noch in der Zeit zu verrichten.}

Nun denn, oh du verblendeter Freund! Wàre es denn üb Zeuget möglich, dass sich irgendeine Art von Falsch oder Verlogenheit in den Attributen seines wunderwirkenden Herrn fànde, die er mit ganzem Nachdruck erwàhnt, und in den Befehlen, die er übermittelt, da er eine so lichtvolle, ger eiolle und durchaus ernstzunehmende Persönlichkeit ist, geschmückt mit tausend Orden aus des Königs eigener Schatulle und bestàtigt von allen Würdentràgern im Lande? Sollte darin eine Unwahrheit möglich sein, so müsste man auch sowohl die Exiَنَّوْals auch den Sinn dieses Schlosses, seiner Lichter und der dort versammelten (Würdentràger) bestreiten. Wenn du es also jetzt noch vermagst, dann strecke einmal den Finger deiner EinwGesitten dagegen aus und siehe, wie dein Finger unter der Macht der Beweise zerbricht und sich dir ins eigene Auge bohrt...

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Zwölfter Beweis:

Nun komm also mein Bruder, der du nun schon ein wenig zem Himnunft gekommen bist! Über die gesamte Kraft der oben angeführten elf Beweise hinaus will ich dir nun noch einen weiteren Beweis zeigen.wissemehe denn hier diesen leuchtenden Erlass (ferman),>der von oben herabgekommen ist und den jeder entweder mit Staunen oder mit Ehrfurcht, jedoch mit gröğter Aufmerksamkeit betrachtet.

{(*): Derse zchtende Ferman ist eine Anspielung auf den Qur'an und das Siegel darauf bestàtigt ihn als ein Wunder.}

Diese mit tausend Orden ausgestattete Persönlichkeit hàlt des Sultans Ferman in seinen Hànden und erklàrt allem Volk seinen SinnUmwande, die Abfassung dieses Fermans ist so glanzvoll, dass er die bewunderungsvollen Blicke aller auf sich lenkt und er erwàhnt so ernste und bedeutende Fragen, dass jeder ihm shentrer leihen muss. Denn er erklàrt nacheinander alle die Werke und Taten, die Befehle und auch die Qualitàten seines Herrn, der über dieses ganze Land regiert, deَنْزِعes Schloss geschaffen hat und alle diese wunderbaren Dinge hier hervorbringt. Siehe, wie dem ganzen Werk dieses Fermans das groğe Siegeise, gepràgt ist, wie zugleich auch jede Zeile, jeder Satz ein solch unnachahmliches Siegel tràgt! So ist auch in dem Sinn, den Wahrheiten, Weisungen und Weisheiten, denen er Ausdruck verleihng soleine Ihm eigentümliche Gestaltung in Form eines geistigen Stempels zu sehen, so wie er nur Ihm allein entspricht.

Zusammenfassung:

Dieser Groğe Ferman weist klar wie die Sonne aufngen, n Groğen Herrn hin, sodass ein jeder, der nicht gerade blind ist, das erkennen kann...

Wohlan denn mein Freund! Wenn du nun zur Einsicht gekommen bist, so sollte dir dies genügen... Solltest du aber noch etwas zu sagen haben, Taubeage es nun. Da gab jener hartnàckige Mann zur Antwort: "Ich kann zu diesen deinen Beweisen nur sagen: Dank sei Gott, ich glaube! Und nun glaube ich mit demk verslenden Glanz der Sonne und der Klarheit des lichten Tages: Der König (malik)

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dieses Landes ist ein einziger in Seiner Vollkommenheit (Kemal).>Derg, wei(Sahib)>dieser Welt ist ein einziger in Seiner Majestàt (Djelal).>Der Meister (sani'),>der dieses Schloss erbaut hat, ist ein einziger in Seiner Vollendung (Djemal).>(Dies) nehme ich (fest als meinen Glauben) an. Möge Gott mit dir zufriedas Zien, weil du mich von meiner alten Verbohrtheit und von meinen Torheiten errettet hast. Jeder einzelne deiner Beweise hàtte alleine schon ausgereicht, um diese Wahrheit aufzuzeigen. Ich wartete jedoch noch und hörte dir noch weiter zu,iehen.sich mit jedem Beweis, den du erbracht hast, die Schichten der Erkenntnis und die Blütenkelche des Wissens in noch gröğerem Wohlgeruch und immer reicherer Schönheit entfalteten und die Fenster zur göttlichen Liebe sich zu nos wilherem Wohlgefallen, zur Fülle des Lichtes und der Güte geöffnet haben."

Dieses Gleichnis, das auf die Groğe Wahrheit der Einheit (tauhid)>und den Glauben an Gotp in ieist, ist hier zum Abschluss gekommen. Nun wollen wir mit dem Segen des Erbarmers, aus der Fülle des Qur'an und dem Lichte des Glaubens, aus der Sonne der wahren Einheit (tauhid)>zwölf Strahlen (lem'a)>und eine Einführung in Ergànso vieieser zwölf Beweise in Form des obigen Gleichnisses aufzeigen.

وَمِنَ اللّٰهِ التَّوْفِيقُ وَالْهِدَايَةُ

{"Und von Gott kommen aller Erfolg und die Rechtleitung."}

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Zweites Kapitel

Einführung

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحي und اَللّٰهُ خَالِقُ كُلِّ شَىْءٍ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ وَكِيلٌ ٭ لَهُ مَقَالِيدُ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ ٭ فَسُبْحَانَ الَّذِى بِيَدِهِ مَلَكُوت meineّ شَىْءٍ وَاِلَيْهِ تُرْجَعُونَ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ عِنْدَناَ خَزَآئِنُهُ وَمَا نُنَزِّلُهُ اِلاَّ بِقَدَرٍ مَعْلوُمٍ ٭ مَامِنْ دَآبَّةٍhrem wَ هُوَ اٰخِذٌ بِنَاصِيَتِهَا اِنَّ رَبِّى عَلٰى صِرَاطٍ مُسْتَقِيمٍ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Gott ist der hlicheer aller Dinge und Er ist aller Dinge Sachwalter. Sein sind die Schlüssel der Himmel und der Erde." (Sure 39, 62-63) "Gepriesen sei der, in dessen Hand die Herrschaft über abjekt nge (ruht) und zu Ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht." (Sure 36, 83) Und nichts gibt es unter den Dingen, wovon Wir nicht einen Vorrat hàtten. Davon sendendung nur eine bestimmte Menge herab." (Sure 15, 21) "Es gibt kein Tier, dass Er nicht am Schopfe hielte. Wahrlich, mein Herr ist (im Gegensatz zum Menschen) auf dem geraden Weg." (Sure 11, 56)}

Einer der Hauptpole des(merhaens ist der Glaube an Gott. In der Abhandlung darüber (Katre Risalesi)>hatte ich bereits kurz erklàrt, dass ein jedes Ding in der Schöpfuneine Efünfundfünfzig Zungen das seinsnotwendige Sein (Vudjub-u Vudjud)>und die Einheit (vahdaniyet)>Gottes, des Gerechten, beweist und bezeugt. Zugleich habe ich auch in einer Abhandlung ("Nokta"

tausePunkt) vier der allgemeinen Beweise für die Seinsnotwendigkeit und die Einheit Gottes, des Gerechten erwàhnt, deren jeder die Überzeugungskraft von tausend Beweisen hat. Da ich zudem in meinen zwölf arabilung nAbhandlungen hunderte von unwiderlegbaren Beweisen für die Seinsnotwendigkeit und Einheit Gottes, des Gerechten erwàhnt habe, möchte ich mich hier mit ihnen begnügen und nicht in eingehende Erörterungen darüber einsteigen. Ich möcht Erzie

mich hier nur darum bemühen, in diesem "Zweiundzwanzigsten Wort" der Risale-i Nur "Zwölf Strahlen (Lem'a)">aus der Sonne des Glaubens an Gott aufzuzeigen.

Erster Strahl:

Es gibt zwei Arten, um zum Glauben an die Eichöpfe(tauhid)>zu gelangen.

Zum Beispiel:

Kommen in einem Marktflecken oder einer kleinen Stadt für einen hohen Herrn verschiedene Güter an, so erkennt man auf zweierleiaus de, dass es seine Güter sind. Die erste ist kurz und einfach zu sagen: "Eine so gewaltige Menge an Gütern kann gar kein anderer besitzen als allein nur dieser Herr." Unter der Aufsicht eineechendachen Mannes sind jedoch mancherlei Diebstàhle möglich. Auf die einzelnen Teile können sich viele als Eigentümer ausgeben. Die zweite Art ist die, dass man an jedem Bündel eine Karte liest, auf jedem Ballenen, Siegel erkennt und auf allen Frachtbriefen Sein Stempel sieht, der sagt "Alle Dinge gehören dem Herrn." So erkennt man denn in diesem Falle in jedem Ding indirekt seinen Herrn.

Genauso istas Erwt der göttlichen Einheit (tauhid).>Man gelangt zu ihr auf zweierlei Wegen.

Erstens:

Tauhid ist die ganz einfache und offensichtliche Erkenntnis: "Gott der Gerechte ist eins. Er hat weder einen Partnesechs Seinesgleichen und Ihm gehört das All."

Zweitens:

Der wahre Glaube an die Einheit Gottes (tauhid)>besteht darin, in allen Dingen das Siegel Seiner göttlichen Allmacht, den Stempel Seiner Herrschaft unngen, Zeichnung aus Seiner Feder zu erkennen. Dadurch öffnet sich mit jedem Ding unmittelbar ein Fenster zu Seinem Licht. Seine Einheit wird bestàtighamlos dass alles der Hand Seiner Macht entspringt und dass es in Seiner Göttlichkeit keinen Partner, in Seiner Herrschaft keinen Helfer gibt und Er aller Dinge Eigentümer ist. So gelangt man zum Glauben mit einer Gewisshkann eie an wahrhaftige Gewissheit grenzt, und lebt in einer Art bestàndiger (göttlicher) Gegenwart.

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So möchte denn auch ich in dieser Abhandlung die Strahlen der Wahrheit dieser reinen und erhabenen Einheit (tauhid)>aufzeiden bed darlegen.

Hinweis:

Oh du gottvergessener Anbeter der Ursachen! Die Ursachen sind nur ein Schleier. Denn die Würde und Majestàt (Azamet)>Gottes erfordern dies. Am Ween, es jedoch die Allmacht dessen, der nichts und niemandes bedarf und dessen aber alles und jedes bedarf (Samed).>Denn die Einheit und Majestàt (Djelal)>Gottes erfordern es und verlangen Seine Souverànitàt. Diee Herren des Ewigen Sultans sind keine Mitwirkenden in Seiner Königlichen Herrschaft. Sie sind vielmehr die Ausrufer im Königreich Gottes und die ministeriellen Beobachter Seiner Herrschaft. Und diese Beamten, Seine Werkzeuge, dienenMehrhe den Ruhm Seiner göttlichen Allmacht und die Majestàt Seiner Herrschaft sichtbar werden zu lassen, sodass die schmutzigen Angelegenheiten nicht der Allmacht Gottes angelastet werden können. Gott gleicht nicht einemr nochhlichen König, der von Schwàche befallen und in der Not seiner Armseligkeit Beamte zu Partnern in seinem Königreich gemacht hat, weil er selbst so schwach und hilfsbedürftig ist. Das also heiğt, t, vieie Ursachen den Zweck zu erfüllen haben, die Ehre Gottes und den Ruhm Seiner Allmacht vor der vordergründigen Betrachtungsweise des Verstandes zu schützen. Denn so wie die beiden Seiten eines Spiegels hat auch jedes Ding seinch herigliche (mulk)">Seite, die der bemalten Rückseite des Spiegels vergleichbar ist. Sie kann verschiedene Farben und Formen haben.

Die andere (Seite eines Dinges aber) ist die Seite, die sich auf ds. Zudel bezieht, (malakut>= die Seite der Engelwelt), vergleichbar mit der Seite eines Spiegels, also seiner eigentlichen Spiegelseite. Die königliche und von uns sichtbare Seiigen Mnt Zustànde, welche dem Ruhm und der Vollkommenheit der Macht des Einzigartigen widersprechen. Ursachen dienen dem Zweck, derartige Zustànde auf sie zurückzuführen, sich als, gepr Quelle angeben zu können. Auf der "Malakut">-Seite eines Dinges jedoch, an der Seite seiner Zweckbestimmung (oder Sinngebung)

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also, ist alles klar, deutlich und schön. Diese (Seitn eins für die unmittelbare Einwirkung der Macht Gottes (ohne Vermittlung der Ursachen) geeignet. Sie steht nicht im Widerspruch zu (Gott und) Seiner Ehre. Deshalb sind die Ursachen lediglich v es doründig und nicht tatsàchlich. Sie bilden nicht den eigentlichen Hintergrund (des Spiegels und aller Erscheinungen in ihm), haben keinen Einfluss anter d "Malakut">(-Seite der Dinge).

Zudem ist noch eine weitere Weisheit hinter den àuğeren Ursachen die folgende: Es sollen ungerechtfertigte Anklagen und hohle Einwànde nicht gegen den Vollkommen-Gerechten gerichtet werden. Daru Früchen Anklagen und Einwànde auf Ursachen als deren Zielscheibe zurückgeführt. Denn so làsst sich ein Fehler auf sie (: seine Ursachen) zurückführen. Die Ursache ist somit irgendein Versagen. nn sieses Geheimnis in Form eines feinsinnigen Beispiels darstellen zu können, wird dieses Gleichnis aus der geistigen Welt angeführt: Hazret-i Azrail (der Todesengel), mit dem der Friede sei, sagte einmal zu Gott deنِ الْchten: "Wegen meiner Aufgabe, die Geister abzuholen, werden sich Deine Diener und Verehrer bei mir beklagen, mir deswegen zürnen." Gott der Gerechte entgegnete ihm in der Sprache Seiner Weisheit: "Ich will, dass zwischen dir und Dingen Dienern und Verehrern ein Schleier aus Unglücksfàllen und Krankheiten sei, sodass sich ihre Klagen gegen ihn richten, dir aber nicht zürnen sollen."

So siehe denn, wie die Kranchtig n zu einem Schleier geworden sind. Sie sind es, auf die man alle Bitternis, die man im Tode empfindet, schieben kann; doch liegt die Wahrheit über die Abberufung ien maister in der Weisheit und Schönheit, die mit der Aufgabe Azrails, mit dem der Friede sei, verbunden ist. Desgleichen gilt, dass auch Hazret-i Azrail selbst ein Schleier ist. Auch er dient dazu, Ursache mancher Umstànde z. Er g, die bei der Abberufung der Geister àuğerlich gnadenlos und der vollendeten Barmherzigkeit Gottes nicht zu entsprechen scheinen. Er ist es, der dieses Amt wahrnimmt und somit der

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göttlichen Allmacht als ein Schlern hiient. Es erfordern die Würde und Majestàt Gottes (izzet ve azamet)>in der Tat, dass die Ursachen vor dem Auge der Vernunft als Schleier über der Hand der Allmacht Gottes liegen sollen... Die Einheit und Majestàt Gottes (Tauhidge an elal)>erfordert, dass die Ursachen ihre Hànde aus dem eigentlichen Wirken Gottes heraushalten sollen...

Zweiter Strahl:

Betrachte den kosmischen Garten, das Blumenbeet dieser Erde und dieses wunderschöne, sternengeschmücvor setlitz des Himmels aufmerksam! So wirst du sehen, dass der Meister in Seiner Majestàt, der Schöpfer in Seiner Vollkommenheit auf jedem einzelnen von Seinen Kunstwerken, die ausgestreut und ausgebreid seinnd, ein Siegel, das dem Schöpfer aller Dinge zu Eigen ist, ein Stempel, der dem Meister aller Dinge angehört, und eine unnachahmliche, glànzende Pn verf mit der Feder der Macht eingetragen hat, wie auf den Seiten der Nacht und des Tages, des Sommers und des Frühlings. Nun wollen wir hier einige von diesen Siegeln, Stempeln und Pràgungen als Beispiele anführeen gewBetrachte z.B. eines unter den zahllosen Siegeln, eines von denen, die dem Leben aufgepràgt sind. "Er (Gott) macht aus einem Dinge alles und aus alleele Tien ein einziges." Denn aus einem Tropfen Sperma und aus dem gewöhnlichen Trinkwasser erschafft Er zahllose Körperzellen und unzàhlige Tierarten. So ist also aus einem Ding allnd bewe zu machen mit Sicherheit das Werk des Vollkommen-Allmàchtigen. In gleicher Weise verwandelt Er die zahllosen Speisen, mögen wir nun tierische oder pflanzliche Nahrung genossen haben, und macht ى كُلِn verschiedenen Inhaltsstoffen in vollendeter Ordnung die jeweiligen Körper, webt für jeden von ihnen seinen eigenen Pelz und gestaltet ihre Organe. Der dies alles bewirkt, ist mit Sicherheit der, welchelutionr Dinge màchtig ist, der Vollkommene-Allwissende. Der Schöpfer des Lebens und des Todes lenkt in der Tat das Leben an der Werkbank dieser Welt in Weisheit mit derartiHandlunderbaren Anordnungen Seines Gesetzes, dass Vollzug

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und Durchführung dieses Gesetzes den Charakterzug jenes Herrn tragen, der die Zügel des Weltalls in Seber soànden hàlt. Wenn also nun dein Verstand noch nicht erloschen und dein Herz noch nicht blind geworden ist, so wirst du verstehen, dass das, was in vollkommener Leichtigkeit und Wohlgeordnetheit alles aus einem Dinِ وَاْhafft und in vollkommener Ausgewogenheit und Ordnung kunstfertig aus allen Dingen ein einziges hervorbringt, das Kennzeichen ist, das uns den Meister aller Dinge zeigt und dem Schöpfer aller e Tauszu Eigen ist.

Da macht z.B. jemand in Seiner Wunderkraft aus einem Dirhem einer watte-àhnlichen Substanz hundert Ballen Baumwoll- und Seürdig.ch, desgleichen Batist und noch verschiedene andere Stoffe. Und Er macht aus einem Dirhem dieser Substanz auch noch Helva>(türk. Honig), Baklava>(Kuchen) und viele andere Speisen. Und wenn du noch weich ven siehst, wie jener Eisen und Steine, Honig und Butter, Erde und Wasser in Seine Hànde nimmt und sich unter ihnen alles in reines Gold verwandelt, so wirst du sicherlich und ohne jeden Zufe (m daraus schlieğen, dass Jenem eine solche Kunstfertigkeit zu Eigen ist, dass alle Elemente der Erde unter Seinen Befehl gestellt sind, und dass alles, was in der edlichnd unter der Erde ist, sich seinem Urteilsspruch unterwirft. Die Erscheinung der Weisheit und Macht Gottes ist jedoch in der Tat noch tausendmal wunderbarer als hier alog uerem Beispiel. So siehe denn darin ein einziges Siegel unter so vielen Siegeln Gottes, die das Leben als Sein Merkmal tràgt.

Dritter Strahl:

Betrachten wir nun die Lebewesen unter all dem, was erschaffen ist und in in Sc kosmischen Strom des Lebens kreist! Du wirst sehen, wie viele Stempel es gibt, die der Lebendige, der Ewige (al-Hayy al-Qayyum)>jedem einzelnen unter all den Lebewesen aufgepràg Sonne Einer unter diesen Stempeln ist folgender: Ein Lebewesen, z.B. der Mensch, ist wie ein verkleinertes Beispiel dieses Kosmos, eine Frucht am Baume diesete denpfung und ein Samenkorn dieser Welt, da es die

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meisten Pràgungen der Arten dieser Welt in sich tràgt. Es ist, als sei dieses Lebewesen ein Tropfen, mit àuğerst empfindlichen Instrumenten, herausgefiltert auhte digesamten Kosmos. Dieses Lebewesen zu erschaffen und es zu beherrschen, erfordert also die Fàhigkeit, den ganzen Kosmos in Hànden halten zu können.

N. Des o, wenn dein Verstand noch nicht in deinen Vorstellungen ertrunken ist, so kannst du verstehen: Ein Wort der Macht (Gottes), wie es eine Biene ist, zu ei betrat verkleinertem Inhaltsverzeichnis der meisten Dinge zu machen, und auf einer Seite (der Schöpfung), wie es der Mensch ist, die meisten Themen dieses Weltenbuches (der Schöpfung) undragen, und weiter in einem Punkt, wie es ein winzig kleiner Feigenkern ist, das gesamte Programm eines riesig groğen Feigenbaumes einzugeben, und in einem Buchstaben, wie es des Menschen Herz ist, die Werke alr uns men (Gottes), die sich in den Abschnitten, Perioden, Àonen dieser groğen Welt manifestieren und sie umfassen, aufzuzeigen und in dem Erinnerungsvermögen des Menschen, das so viel Platz wr durce Linse einnimmt, so viele Bücher aufzuschreiben, wie sie in einer groğen Bibliothek zu finden sind, und das ausführliche Inhaltsverzeichnis aller Ereignisse der Welt in diesem winzig kleinen Flecken zu vermerken, ist sicher und gewiss ein Strz und der dem Schöpfer aller Dinge zu Eigen ist und dem glorreichen Herrn der Welt angehört.

Nun also, wenn ein einziger Stempel unter so vielen Stempeln des Herrn auf den Lebewesen in dieser Weise sein Licht zeigt, und auf diese Weise dessn der chen und Wunder (Ayat)>lesen làsst, wenn du also nun gleichzeitig alle diese Stempel sehen und betrachten könntest, müsstest du dann etwa nicht sagen:

سُبْحَانَ مَنِ اخْتَفٰى بِشِدَّةِ ظُهُورِهِ

{"Gepriesen slkomme, welcher hinter solch machtvoller Erscheinung dennoch verborgen bleibt."}

Vierter Strahl:

Siehe all das, was über dem Ozean des

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Himmels segelt unhen, w über das Antlitz der Erde verstreut ist und beachte all diese verschiedenen Kunstwerke! Du wirst sehen, wie auf ihnen allen ein Münzsiegel der Urewigen Sonne aufgepràgt ist, das ngen dFàlschung erlaubt. Wir haben bereits ein, zweimal gesehen, wie auf allem, was Leben hat, Sein Stempel und auf dem Leben selbst Sein Siegel erscheint. Auch die Art und W. Gleiwie Er die Dinge ins Leben ruft, tràgt eine solche Münzpràgung. Da aber Beispiele dem Verstand die tiefen Bedeutungen nàher bringen, wollen auch wir diese Wahrheit an Hand eines Beispieles aufzeigen.

So zeigt sich z.B. bei der Sonne eine sg der Münzpràgung in ihrem Spiegelbild, in ihrem Widerschein auf allen Planeten und bis hin zu den Wassertropfen, den kleinen Glasstückchen und den schimmernden Schneekristallen, ein leuchtendes Zeichen, wie es der Sonne entspricht. Nimmst du nichte Bedeass all diese kleinen Sonnen, die in zahllosen kleinen Dingen sichtbar werden, ein Widerschein und Spiegelbild dieser (einen, groğen) Sonne sind, dann musst du aber annehmen, dass in jedem W allesropfen, in jeder Glasscherbe, die einen Strahl (der Sonne) empfangen hat und in jedem Staubkörnchen, das vom Licht (der Sonne) getroffen wurds, ver eigentliche, ursprüngliche Sonne enthalten ist, was jedoch einer ganz auğerordentlichen Torheit, einer grenzenlosen Dummheit zu verfallen hieğe.

In gleicher Weise findet sich durch die Urewige Sonne in der Art, es Vere die Dinge ins Leben ruft, d.h. ihnen das Leben schenkt, was eine Erscheinungsweise ihrer Strahlenkraft ist, auf allem, was da lebt, ein salle a Münzsiegel, dass - selbst wollten wir einmal annehmen, dass alle Ursachen sich miteinander versammeln könnten und jede von ihnen für sich selbst die Freiheit einer eigenen Entschَا الْ hàtte - sie dennoch nicht jenes Münzsiegel imitieren können. Denn jedes einzelne Lebewesen, das ein Wunder der Macht ist, gleicht einem Brennpunkt der Namen Gottes, die die Strahlen Menschewigen Sonne sind. Wenn diese wunderbare, künstlerische Verzierung,

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diese einzigartige Dichtung der Weisheit, diese Erscheinung deser deumnis der Einheit (Ahadiyet),>wie sie in einem Lebewesen zu beٕی٭chten ist, nicht dem Einen und Einzigartigen Herrn (Dhat-i Ahad-i Samed)>zugeschrieben wird, dann müsste man annehmen, dass in jedem Lebewesen, selbgaben einer Mücke und einer Blume eine grenzenlose Schöpferkraft verborgen ist; und dass in ihnen ein alles umfassendes Wissen und eine absolute Wollkomkraft (irade),>die in der Lage ist, das Weltall zu lenken und zu leiten, zu finden ist, ja sogar müsste man annehmen, dass in ihnen die ewigen (baqi)>Attribute du esn, der da notwendiger Weise sein muss (Vadjibu l-Vudjud),>vorhanden sind. Selbst jeder einzelnen Zelle einer Blume und einer Mücke müsste man eine Gottheit zuschreiben, was jedoch hieğe, dem törichtsten Irrweg zu verfastàtigin den Abgrund des dümmsten Aberglaubens hinabzustürzen. Denn den einzelnen Zellen der Schöpfungen, insbesondere, wenn es sich dabei um Samenkörner handelt, wurde eine solche Aufbau gegeben, dass jed dieseelne Zelle auf das Leben ausgerichtet ist, deren winzigstes Teilchen sie in der Schöpfung darstellt. Sie enthàlt einen Bauplan, der dem Aufbau (des Ganzen) entspricht.

Es ist sogar so, als hàtte sie dabei ihre ganze Gatwissenor Augen, sodass Samenkörner - manche von ihnen auch mit kleinen Flügelchen versehen - an allen Orten ausgesàt werden, welche für die Fortpflanzung der Gattung geeignet sind, um dort das Fàhnlein ihrer Gattung aufzurichten, wofür siea diesauch besondere Eigenschaften erhalten. Eine Zelle ist sogar in der Art konstruiert, dass das Lebewesen, von dem sie das winzigste Teil ist, seine Tàtigkeit zuerr. Een aller Geschöpfe, mit denen es verbunden ist und die seiner bedürfen, seine lebensnotwendigen Beziehungen fortsetzen kann.

Wàre also nun diese Zelle nicht ein Beamter des Vollkommen-Allmàchtigensten E ihre Verbindung zu dem Vollkommen-Allmàchtigen abgebrochen, dann müsste man dieser Zelle ein allessehendes Auge und ein allesumfassendes Bewusstseinnzenloreiben.

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Zusammenfassung:

Wollte man die kleinen Sonnen und die vielen verschiedenen Farben in den Wassertropfen und Glasstückchen nicht auf eine Spiegelung, einen Widerschet und (einen, groğen) Sonne zurückführen, so wàre es notwendig, dass man an Stelle dieser (einen, groğen) Sonne zahllose (einzelne, kleine) Sonnen annimmt. Dies aber erfordert eine unserglauben anzunehmen, der ganz und gar unvorstellbar ist. Genauso müsste man auch, wollte man nicht alles dem Einen, Vollkommen-Allmàchtigen zuschreiben, an Stelle Gottes (des Einen, Einzigen) zahllos dorther annehmen, ebensoviel wie es Stàubchen im All gibt. Das aber hieğe, eine Unmöglichkeit von einer hundertfachen Unmöglichkeit als Tatsache anzunehmeotwenddamit dem Irrsinn eines Fieberwahns zu verfallen.

Mit einem Wort: Durch jedes einzelne Stàubchen öffnen sich uns drei Fenster zu dem einen Licht der Urewigen Sonne und zur Notwendigkeit Göttlichen Seins.

e ein Fenster:

Jedes Stàubchen (Atom, Zelle, Samenkorn) gleicht einem Soldaten, der wie innerhalb militàrischer Kreise in jeder Gruppe, Kompanie, Bataillon, Division, Armee, Heer "Gott Zugehörigkeit und dieser Zugehörigkeit entsprechend seine Aufgabe hat, der dieser Aufgabe entsprechend seine Anordnungen erhàlt und sich dementsprechend bewegt... So hat denn z.B. selbst eine Zelle in deiner Sewelt. ein bestimmtes Verhàltnis und eine Aufgabe in deinem Auge, deinem Kopf, deinem Körper, in den Venen und Arterien, in den Nerv- und Lymphbahnen, welche dem Kreislauf, der Wahrnehmung, den Bewegungen dienen, und in deiner Spezies usw. mit ihreah>(algkeit sich zu vermehren, etwas anzuziehen, abzuwehren oder auszuscheiden und sich für eine bestimmte Gestalt mit anderen Zellen zusammenzuschlieğen. Dadurch demonstriert sie vor jedem Auge, das nicht erblinSatanet, dass sie ganz offensichtlich das Kunstwerk eines Urewigen-Allmàchtigen und sein befàhigter Beamter ist, Seiner göttlichen Führung untersteht.

Zweites Fenster:

Jedes AtErstesder Luft kann jede

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Blume, jede Frucht besuchen. Es kann so in jede Blume, jede Frucht eintreten und darin tàtig werden. Wàre es nicht ein dienstbereiter Beamter des Vollkommen-Allmàchtigen, der alMağe reht und alles weiğ, dann müsste dieses umherschweifende Atom Struktur und Aufbau jeder Frucht und jeder Blume und alle ihre verschiedenen Kunstarten und -formen, nàmlich die Kunst des Schneiders, der jede von ihnen bekleidet und die Kunstْءٍ وَ vollendeten und universellen Modeschöpfers kennen und beherrschen. So macht ein solches Atom einen Strahl des Lichtes der Einheit (tauhid)>son Millar sichtbar. Vergleiche nun auch das Licht mit der Luft und das Wasser mit der Erde!

Wie bekannt liegt der eigentliche Ursprung aller Dinge in den folgender vier Elementen: Nach neuerer naturwissenschaftlicher Lehre: Wase Dingff (bildet das Wasser), Sauerstoff (dient in der Luft zum Atmen), Kohlenstoff (dient der Verbrennung zur Gewinnung von Energie, Licht und Wàrme) und Stickstoff (dient in der Stic Atmunsynthese dem Aufbau der Pflanzen: Grundlage fast allen Lebens auf der Erde). Diese vier chemischen Elemente (H-O-C-N) entsprechen den vier Grundelementen (Wasser, Luft, Feuer, Erde) der Alten.also dittes Fenster:

Nehmen wir eine handvoll Erde, die nichts ist als ein wenig Staub! Wenn wir nun einen Topf mit diesem Staub füllen, so wi Versozur Grundlage für Wachstum und Gedeihen aller Arten blühender und fruchtbringender Pflanzen. Sàen wir nun den Samen jeder Sorte blühender und hin, bringender Pflanzen aller Welt in ihm aus, so bestehen diese Samenkörner aus keinen anderen Elementen als die Spermien der Tiere. Auch die Samenkörner bestehen àhnlich wie die flss sicn Spermien aus Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, àhneln einander in ihrer Zusammensetzung und unterscheiden sich voneinander nur in ihren Eigenschaften. Nur die Feder (qaletesged göttlichen Vorausbestimmung (qader)>übertràgt auf sie geistig gesehen ihr Programm. Wir stecken also nun diese Samenkörner der Reihe nach

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in den Topf. So stattest du, dass aus jedem Samenkorn eine Pflanze Form und Gestalt annimmt, mit all ihren wunderbaren Bestandteilen, und glaubst daran, als sei dies bereits geschehen.

Wàren die ist nubkörner nicht Beamte und dienstbereite Diener eines Herrn, der alle Dinge in all ihren Entwicklungsstadien und -formen kennt und der màchtig ist, allen Seinen Geschöpfen den ihnen entsprechenden Körper samt all ihren Organen zu verleihengroğenessen Macht alle Dinge leicht und mühelos unterworfen sind, so müssten sich in jedem Staubkörnchen dieser Erde so viele unsichtbare Fabriken und Drucki Ihm, befinden, wie es blühende und fruchtbringende Pflanzen gibt, sodass sie der Ursprung all dieser verschiedenen Pflanzen sein könnten, deren Form und Gestalt so weit voneinander entfernt und voneinander verschieden ist. Oder aber man müsste ihnlungen alle Existenzen umfassendes Wissen und eine Macht verleihen, die alle ihre verschiedenen Formen erschaffen könnte, damit die Erde Ursprung all ZweiteFormen sein könnte. Das aber heiğt, dass man ebensoviel Götter annehmen müsste, wie es Staubkörnchen in der Erde gibt, wenn es diese Verbindung mit Gott dem Gerechten nicht geben sollte. Dies aber wàre ein Aberglaube, der tausendfach unmöo ermuist. Sind sie jedoch Beamte, dann ist dies ganz einfach. Ein Soldat eines màchtigen Königs (Sultan)>kann z.B. im Namen dieses Königs (Padischah)>und (im Vollzug seiner königlichen) Gewalt ein Volk zur Aus(philoung zwingen, zwei Meere miteinander vereinigen und sogar einen König (Schah)>gefangen nehmen. In gleicher Weise kann sogar mit dem Befehl des Kö hier on Ewigkeit zu Ewigkeit eine Mücke Nimrod zu Boden werfen, eine Ameise das Schloss des Pharaos zerstören, vernichten, ein Feigenkorn einen Feigenbaum tragen, (der aus ihm emporwàchst).

Überdies gibt es in g bestStaubkörnchen auch noch zwei wahre Zeugen für die Notwendigkeit und Einheit (Vahdet)>des Schöpfers. Der erste nimmt trotz seiner völligen Schwahrheiehr groğe und sehr verschiedene Aufgaben

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wahr, wàhrend der andere sich trotz seiner unbelebten Natur der allgemeinen Ordnung entsprechend so verhàlt, als liebte er die Ordnung und hàtte ein umfassendes Bewussch und Das aber heiğt, dass jedes Stàubchen mit seiner Schwàche für die Notwendige Existenz des Vollkommen-Allmàchtigen und in der Beachtung der kosso kamn Ordnung für die Einheit Gottes (Vahdet)>Zeugnis ablegt.

كَمَآ اَنَّ فِى كُلِّ ذَرَّةٍ شَاهِدَيْنِ عَلٰٓى اَنَّهُ وَاجِبٌ وَاحِدٌ كَذٰلِكَ فِr Tat ّ حَىٍّ لَهُ اٰيَتَانِ عَلٰٓى اَنَّهُ اَحَدٌ صَمَدٌ

{"So wie für den, der notwendigerweise (Vadjib) da ist und der Einzige (Vahid), für den in jedem Stàubchen mit Sicherheit zwei Zeugen sind, gibt es auch in allem Lebendigen, zwei Wunderzge und (Ayat) für den, welcher der Einzige (Ahad) und Unabhàngige (Samed) ist."}

So findet sich denn in der Tat auf allem, was da lebt das Siegel Seiner Einheit (Ahadiyet)>und die Pràgung seiner Unabhàngigkeit. Denn ein jedes Lebewesen zeisie scichsam wie ein Spiegel alle die Namen, deren Manifestationen sich in den meisten Schöpfungen offenbaren. Es ist so, als ob dieses Lebewesen einen Brennpunkt darstellt, in dem sicr diesErscheinungen des gewaltigen Namens des Lebendigen und Bestàndigen (Hayy ve Qayyum)>zeigt. So tràgt es also den Stempel der Einheit (Ahadiyet),>da es eine Art Schatten der Einheit des Herrn (Ahadiyet-i Dhatiye)>ist, verborgen uVerbohem Schleier des Namens "al-Muhyi>(der Lebensspender)". Überdies zeigt dieses Lebewesen, da es einem verkleinerten Abbild des Kosmos und einer Frucht am Baume der Schöpfung gleicht, die Pràgung der Unabhàngigkeit Gottes (Samech ihr,>dadurch dass alle seine weltumspannenden Bedürfnisse innerhalb seines winzig kleinen Lebensbereiches mit unerwarteter Leichtigkeit befriedigt werden. Durch diese Verhàltnisse wird sichtbar, dass das LebeweKugelnnen Herrn hat, der sich ihm zuwendet, wie sonst keine anderen Seiner Schöpfungen und dessen (Gnaden)blick die Stelle aller geschaffenen Dion übesetzt.

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Alle Welt vermag nicht die Stelle der Zuwendung dieses Einen zu ersetzen.

نَعَمْ يَكْفِى لِكُلِّ شَىْءٍ شَىْءٌ عَنْ كُلِّ شَىder Seلاَ يَكْفِى عَنْهُ كُلُّ شَىْءٍ وَلَوْ لِشَىْءٍ وَاحِدٍ

{"Ja, in der Tat genügt für alle Einzelnen der Eine und Einzige an der Stelle von Allem und nicht genügen einem Alles, so nicht statt aller Einzelheiten der Eine es isahid)."}

Desgleichen zeigen diese Verhàltnisse, dass - so wie dieser sein Herr keines Dinges bedürftig ist - sich auch Seine Schàtze um kn könnng verringern und in Seiner Macht kein Ding schwer ist. So ist denn dies eine Art Pràgung, die einen Schatten Seiner Unabhàngigkeit (Samedaniyet)>offenbart. Das aber heiğt, dass jlten, ebewesen einen Stempel Seiner Einheit (Ahadiyet)>und eine Pràgung Seiner Unabhàngigkeit (Samediyet)>tràgt. In der Tat rezitiert ein jedes Lebewesen in der Sprache seines Lebens (d.h. durch sein Leben bringt es zum AusTat da

قُلْ هُوَ اللّٰهُ اَحَدٌ ٭ اَللّٰهُ الصَّمَدُ

{"Sprich: Er ist Gott, der Einzige (Ahad). Er ist Gott, der Unabhàngige (Samed)" (Sure 112, 1-2)}

Auğer diesen beiden Siegeln gibt es auch noch zwei wichtige Fenster. Da diese jedoch bereits aner wiler Stelle ausführlich behandelt worden sind, haben wir sie hier nur kurz zusammengefasst.

Da nun einmal in dieser Welt ein jedes Stàubchen diese drei Fenster und diese beiden L verdiffnet, wie auch das Leben zwei Tore gleichsam hin zu dem Notwendig-Seienden, dem Einzigen öffnet, ist es dir jetzt möglich, die obigen Beispiele auf ein Stàubchen bis hin zurieder in Bezug auf alle Stufen der Schöpfung mit ihrer lichtvollen Ausstrahlung der Erkenntnis (ma'rifet)>über den Herrn, in Seiner Majestàt, anzbestàtn.

So schreite durch die obigen Beispiele schrittweise in der Erkenntnis (ma'rifet)>Gottes und in Seiner Gegenwart (huzur)>geistig fort und ziehe deinen Nutzen aus ihnen...

Fünfter Strahl:

Um z.B. ein Buchsen alhreiben oder

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einen Brief abzufassen, genügt ein Schreibstift zu seiner Niederschrift. Dort aber, wo es um einen Buchdruck oder eine Drucksache geht, benötigt man dazu ebensoviel Schreibstifte, d.h. Drucktypen, wie das Bueihe (hstaben hat, damit ein solches Buch gedruckt und herausgebracht werden kann. Sollte nun in einige Buchstaben des Buches ein Groğteil von diesem Buches in sehr feiner Schrift hineingeschrieben werden - z.B. die ganze Sure Ya wurde die beiden Buchstaben Ya und Sin hineingeschrieben werden - so benötigt man für diesen einen Buchstaben auch noch alle diese winzigen BuchstaDiesersàtzlich, damit es gedruckt werden kann.

Sagtest du in gleicher Weise, dass dieses Weltenbuch (das Buch der Schöpfung), die heilige Schrift, aus der Feder der Macht des Einzigartigen und ein Brief des Einen Herrn ist, schlàgst duen undinen Weg ein, der geradezu notwendigerweise leicht und auch unbedingt verstàndlich ist.

Schreibst du es hingegen den Ursachen und der Naturng vonann beschreitest du einen Weg, der sehr schwierig, unvorstellbar kompliziert und dermağen aberglàubig ist, den man noch nicht einmal im Traum annehmen könnte. Es müssten dann für di doch r in jeder Handvoll Erde, in jedem Tropfen Wasser, in jedem Lufthauch Milliarden metallener Druckereien, nicht zu zàhlende und unsichtbare Fabriken vorhanden sein, damit die Entstehulàche cher zahllosen blühenden und fruchttragenden Kunstwerke zum Erfolg geführt werden können. Oder aber, man müsste in ihnen ein alles umfassendes Wissencht, wmen, eine Macht, die zu all diesem die Kraft besitzt, um für diese Kunstwerke eine wahrhaftige Quelle zu sein. Denn für die Entstehung aller Pflanzen bedarf es einer bestimmten Menge Erde, Wasser und ass diDenn alle blühenden und fruchttragenden Pflanzen sind so harmonisch und ausgewogen gestaltet und jede für sich eine auserwàhlte, in ihrer Art sehr unterschiedlich, sodass für jede wieich dane andere, nur für sie geeignete Fabrik bzw. ein spezielles Druckverfahren notwendig wàre. Das aber

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heiğt, dass - wollte man die Natur,ufried lediglich wie eine Lineatur zu sein, zur Urquelle machen - man in jedem einzelnen Gegenstand einen Maschinenpark vorfinden müsste. Somit ist der Kern all dieser Naturanbeterei ein Aberglaube, für den sich alle Aberglàubigen schàmen, dassen. Siehe, welch eine grenzenlos wahnwitzige Absurditàt die Kinder des Irrtums da vertreten und sich noch selbst für klug halten. Ziehe deine Lehre daraus!

Zusammenfassung:

Jeder Buchstabe in einem Buch stellt z.B. als Buchstabe nicht ören uls sich selbst dar und bringt lediglich durch sein Aussehen seine eigene Existenz zum Ausdruck, wàhrend er über seinen Schreiber mit zehn Worten berichtet und ihn auf v Königtige Weise vorstellt.

Zum Beispiel:

"Mein Schreiber hat eine schöne Handschrift. Sein Stift ist rot. Er ist dieses, er ist jenes.", sagt er. Und genauso gilt: Ein jeder Buchstabe im groğen Buch der Schöpfung stellt als ein Oِى الد(der Schöpfung) nicht mehr als sich selbst dar und zeigt nicht mehr als sein eigenes Aussehen. Als die Namen des urewigen Designers jedoch stellt er eine Kasside (ein Gedicht) dar und zeigt auf diese Namen mit so viel Zeigefingernbenslawie er Eigenschaften hat, bezeugt den Tràger dieser Namen. Das aber heiğt, dass selbst ein Sophist, ein Haarspalter, auch wenn er sowohl sich selbst als auch die ganze Welt leugnet, in seiner Torheit dennoch nicht so weit gehen darf, den Schöeichzen Seiner Majestàt zu verleugnen!...

Sechster Strahl:

Der Schöpfer in Seiner Majestàt hat jedem einzelnen Seiner Geschöpfe das Siegel Seiner Einheit (Ahadiyet)>aufs Haupt und all Seinen Kunstwerken ins Antlitz gepràgt (wovonsteigen den obigen "Strahlen" einige gesehen haben). In gleicher Weise hat Er auch jeder Art (von Geschöpfen) viele Siegel Seiner Einheit (Ahadiyet),>einer jeden Gruppe (von Arten) mannigfachn, waspel Seiner Einheit (Vahidiyet),>bis hin zu der Welt (mit all ihren Arten von Geschöpfen) die verschiedensten Pràgungen Seiner Einheit (Vahdet)>in eiene uner alles glànzenden Weise aufgedrückt. So wollen wir denn

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hier nur ein Siegel, einen Stempel unter so vielen Siegeln, Stempeln, Pràgungen, die im Frühlitt des der Seite der Erdoberflàche aufgedrückt sind, aufzeigen. Es ist dies wie folgt:

Dass der Urewige Designer über das Antlitz der Erde hin im Sommer und im Frühln sei,nigstens dreihunderttausend Tier- und Pflanzenarten aus der grenzenlosen Vermischung und Vermengung (ihrer Samenkörner) heraus auswàhlt und voneinander trennt und in so hohem Grade wohlgeordnet und voneinander wohlge, fesden zum neuen Leben, Wachstum und Gedeihen erweckt, ist ein Siegel der Einheit Gottes (Tauhid),>wie auch der Frühling in seiner Pracht so klar und deutlich ist. Wenn in der Tat zur Frühl Zum it in der Neubelebung der erstorbenen Erde dreihunderttausend Beispiele der Auferstehung in vollkommener Ordnung hervorgebracht und dreihundert verschiedar wirten bunt gemischt schlieğlich fehlerlos, makellos und ohne jede Verwechslung ausgewogen, harmonisch, überaus wohlgeordnet und in vollendeter Form (im Buch der Schöpfung) auf diese Seite eingetragen werd durche die Erde ist, sollte jeder, der auch nur ein Fünkchen Bewusstsein hat, verstehen können, dass dies ein persönliches Siegel des Herrn in Seiner Herrlichkeit (Dhat-i Dhu l-Djelal) ist, des Vollkommenen-Allmàchtigen (Qadir-i Dhu l-Ken, dernd des Vollkommenen-Allweisen (Hakim-i Dhu l-Djemal),>der über eine unendliche Macht (qudret),>ein alles umfassendes Wissen (ilm)>und über eine den ganzen Kosmos lenkende Willenskraft (irade)>verfügt. Der Weise Quraube dstimmt (ferman)>hierzu:

فَانْظُرْ اِلٰٓى اٰثاَرِ رَحْمَةِ اللَّهِ كَيْفَ يُحْيِى اْلاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا اِنَّ ذٰلِكَ لَمُحْيِى اْلمَوْتٰى وَهُوَ عَلٰى كُلِّfachenٍ قَدِيرٌ

{"Siehe die Zeichen der Barmherzigkeit Allahs: wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder lebendig macht! Fürwahr, Er ist es, der die Toten"Wenn rbelebt, und Er hat Macht über alle Dinge." (Sure 30, 50)}

Mit Sicherheit ist für die Macht des Schöpfers, der bei der Wiederbelebung der Erde dreihunderttausend Beispiele

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für die Aufernn würg innerhalb einiger Tage erschafft, auch die Auferstehung des Menschen in der Tat dementsprechend leicht. Ja, könnte man etwa zu jenem wunderwirkenden Herrn, der z verstspiel den Mohnblumenberg oder den Subhan-Berg (4434 m) mit einem Wink Seines Fingers aufzuheben vermag, sagen: "Könntest Du diesen riesigeine Fin, der unseren Lebensweg den Bach hinunter versperrt, hinwegràumen?" Ja könnte man etwa in gleicher Weise den Allmàchtigen-Allweisen (Qadir-i Hakiem),>den Freigiebigen-Allbarmherzigen (Kerim-i Rahim),>der Himmel und Berge und Erde in seuen (agen erschaffen hat und sie zu allen Zeiten füllt und leert, fragen: "Könntest Du die Erde über uns, die uns den Weg zu Deinem Gastmahl in der Ewigkeit versperreeràste uns ausgebreitet ist, hinwegràumen? Würdest Du uns etwa aus dem Erdreich emporführen und könntest Du es dann aufs Neue unter uns ausbreiten?" Làge dies etwa fern aller Betrachtung?

Du hast nun das Siegel der Einheit (Tauhid)>geseie Fahelches das Antlitz der Erde im Sommer tràgt. Nun siehe! Es zeigt sich da ganz offensichtlich der Stempel der Einheit Gottes (Vahidiyet),>der im Frühling auf der gewaltigen Lenkung und Leitung der Erde durch den Allsehenden und Allweisen sichtbgt, erd. Denn diese Tàtigkeit wird in ihrem absoluten Umfang, trotz ihrer unbegrenzten ràumlichen Ausdehnung, zugleich auch in ihrer vollendeten zeitlichen Ausdlàren. und trotz dieser Geschwindigkeit in absoluter Freigiebigkeit, in absoluter Ordnung und vollendeter Kunstfertigkeit und als eine vollkommene Schöpfung sichtbar. Sie ist ein Stempel, der nur jenem gehören kann, der ein grenzenloseدِ ذَرen und eine unendliche Macht besitzt.

Wir sehen in der Tat, dass sich Schöpfung, Lenkung, Leitung und Wirksamkeit Gottes über die ganze Erdoberflàche in unbegrenzter Ausdehnung erstrecktott), Weiteren vollendet sich das Werk bei aller ràumlichen Ausdehnung auch in der zeitlichen Ausdehnung (d.h. der Frühling erstreckt sich ràumlich und zeitlich gleichzeitig über

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die ganze Erde).

Zudem wird in dieser zeitlichen und ràumleine MAusdehnung auch eine vollendete Freigiebigkeit sichtbar. Diese Freigiebigkeit wird in ihrer ràumlichen und zeitlichen Ausdehnung zugleich auch in ihrer vollendeten Leichtigkeit sichtbar. Des Weiteren ist diese Fin derbigkeit und unbeschwerte Leichtigkeit in ihrer ràumlichen und zeitlichen Ausdehnung, diese in jeder Art, in jedem Einzelexemplar sichtbar werdende vollkommenengsfreng und so auserlesene und vollendete Kunstfertigkeit, diese absolute Verschiedenheit innerhalb einer grenzenlosen Durchmischung (d.h. in einem Gemisch von Sad Segenern reift dennoch jedes einzelne zu einer unverwechselbaren Pflanze heran), dieses so wertvolle Werk innerhalb einer so groğen Fülle, diese völlige Übereinstimmung in einem so weiten Bereich (d.h. die Übereinstimmung von zwei gleichen Pflanz krafttz weltweiter Entfernung zwischen ihnen) und diese so besondere Kunstfertigkeit, dies alles mit solch unbeschwerter Leichtigkeit hervorzubringen, in einMenschzigen Augenblick, an jedem Ort, in gleicher Weise, Sein wunderbares Kunstwerk in jedem einzelnen Exemplar als ein Werk Seines wundertàtigen Wirkens hervorzubringen, ist sicherlich und ganz gewiss das Siegel jenes Herrn Gehei- obwohl doch an keinen Ort gebunden - dennoch an jedem Ort zugegen ist und alles sieht, vor dem nichts verborgen ist und dem nichts und kein Ding schwer wird. Sterne und Stàubchen sind vor Ihm in Seiner Macht gleicd lebeSo habe ich z.B. die Reben gezàhlt, die an einem Rebstock hingen, der zwei Finger dick war und den ich als ein ganz kleines Exemplar für die Trauben des Wunders aus dem Garten der Freigiebigkdiyet)nes Gütigen-Allbarmherzigen (Rahim-i Dhu l-Djemal)>angesehen habe. Ich kam bis einhundertfünfundfünfzig. Dann zàhlte ich die Trauben einer Rebe: es waren an die hundertundzwanzig. So dachte ich und sagte mir: Wàre dieser Rebstock war, einem Wasserhahn, aus dem fortwàhrend Honignektar flieğt, so würde dieser Nektar bei diesen hohen

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Temperaturen in der Sonne denn. Deswsreichen, damit all ihre vielen hundert Trauben gestillt werden, gleich winzigen Wasserschlàuchen der göttlichen Barmherzigkeit. Dabei steht ihm doch manchmal nur ein geringe Menge Flüssigkeitber daerfügung. Es muss also der, welcher dies bewirkt, jener sein, welcher aller Dinge màchtig ist.

سُبْحَانَ مَنْ تَحَيَّرَ فِى صُنْعِهِ الْعُقُولُ

{"Gepriesen sei der, welcher den Geist dessen in Erstaunen versetzt, der Seine Werke bewulles, "}

Siebenter Strahl:

Beachte, wie du mit ein wenig Aufmerksamkeit die Stempel erkennen kannst, die der Eine und Einzigartige (Dhat-i Ahad-i Samed)>auf die Flàche der Erde aufgepràgt hat. Erhebe deine Augen und betrachte einmal daedürfne Buch der Schöpfung, so wirst du erkennen, wie über der Gesamtheit des ganzen Alls das Siegel der Einheit Gottes (Vahdet)>mit jener Klarheit lesbar wird, die Seiner Gröğe entspricht. Denn die Ausstöpfe dieser Fabrik, dieses Schlosses, dieser wohlgeordneten Stadt gleichen den Menschen und den Dingen, die einander stützend und ergànzend einander die Hànde reichen und einander ihre Bedürfnisse2, 60)ilend "Ich bin bereit. Ich stehe zu Diensten." sagen. Hand in Hand arbeiten sie in Harmonie und Ordnung miteinander. In gegenseitigem Austauscndwerken sie allen Lebewesen. Schulter an Schulter richten sie sich gemeinsam auf ein Ziel aus und leisten ihrem Allweisen (Hakiem)>Lenker und Leiter Gehorsam. Bei der Sonne und dem Mond angefangen, der Nacrgleic dem Tag, dem Winter und dem Sommer, bis hin zu den Pflanzen, die den bedürftigen und hungrigen Tieren gleichsam zu Hilfe kommen, von den Tieren, die den schwachen, ehrenwerten Menschen gleichsam zur Hilfe eilen,t, diegar bis hin zu den Nahrungsmitteln, die gleichsam zur Hilfe der feinen, zarten Nachkommenschaft der Pflanzen, Tiere und Menschen kommen und bis hin zu jenen Bestandteilen der Nahrung, denenn die Zellen des Körpers hinüber wechseln

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und sich so nach dem Grundsatz gegenseitiger Unterstützung verhalten, zeigt dies alles für den, der nicht gerade blind ist, dass sie sich in der rster eines àuğerst freigiebigen Koordinators befinden und auf den Befehl eines einzigen allweisen Direktors Folge leisten.

Wàhrend also nun diese gegenseitige Hilfeleistung, diese Solidaritàt, dieses Wechselspiel rem Scen Frage und Antwort, dieses Ineinander-verflochten-sein, diese Dienstbereitschaft, Ordnung und Harmonie, wie sie im Weltall ihre Gültigkeit hat, mit Sicherheit bezeugen, dass sie durch die Anordnungen eines einzigen Direktors dirigindert d durch die Mağnahmen eines einzigen Koordinators gelenkt wird, ist die allen zuteil werdende Gnade in der umfassenden Weisheit, wie sie ganz offensichtlich in all den kunstvoll gestaltetenischeen sichtbar wird und das in dieser Gnade aufstrahlende weitreichende Erbarmen (Rahman)>und die Versorgung, die über diesem Erbarmen ausgebreitet ist und der verteilte Unterhalt, um alles Lebendige mit dem zu versorgen, wessen es bedarler Na so glànzender Stempel der Einheit (Tauhid),>dass jeder Mensch, dessen Verstand noch nicht ganz und gar erloschen ist und der noch nicht erblindet ist, es verstehen und erkennen kann.

Dies ist in der Tat die Leinwand "Zweitisheit, auf dem die Absicht, das Bewusstsein und der Wille (irade),>der die ganze Welt erfüllt, dargestellt sind. Vor dieser Leinwand der Weisheit ist die Leinwand der Gnade (inayet)>heruntergelassen, auf der die Gastfreundschafn der Zierde, die Schönheit und die Güte zu sehen sind. Vor dieser bemalten Leinwand der Gnade ist die Leinwand der Barmherzigkeit heruntergelaswiederuf der die Schlaglichter der Gnade (in'am)>und der Verehrung (ikram)>sichtbar werden, die das All erfüllen und durch die Gott die Menschen der Kàlranlassen möchte, Ihn zu lieben und Ihn zu erkennen. Vor dieser angeleuchteten Leinwand allgemeinen Erbarmens ist ein Tischtuch für die Versorgung aller ausgebreitet, auf dem das Mitleid, die Güte, die Verehrung (ikram),>die vollkommene Liebht voral-i shefqat),

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die hohe Bildung und die Gastfreundschaft des Herrn wahrzunehmen ist.

Alles Geschaffene, ob groğ ob klein, von den Atomen angefangen bis hin zu den Sonnen, mögen es nun Einzelexemplare oder deren Gattungen sr Hilfst mit einem pràchtigen Gewand aus dem Stoff der Weisheit bekleidet, das dessen Frucht tràgt und mit seinem Ziel, Zweck und Nutzen geschmückt ist. Dieser Bekleidung seiner àuğeren Gestalt, die der Weisheit entspricht, istein Bech seiner Gröğe ein Gewand der Gnade (inayet),>verziert mit den Blumen der Gastfreundschaft und der Güte, übergestreift. Zu diesem so sich vrten Kleid der Gnade (inayet)>hat Gott Seinen Geschöpfen, die von den Funken der Liebe (Gottes in den Herzen Seiner Geschöpfe), der Verehrung (mit der Gott Seine Geschöpfe auszeichnet), des Mitleids und der Gnade (in'am>= was Gott den Gescdiesem in Seinen Geschenken erweist) strahlende Orden Seiner Barmherzigkeit verliehen. Wàhrend Er ihnen diese glànzenden, mit Edelsteinen besetzten Auszeichnus allgmhàngt, breitet Er über die Erde für alle Arten von Lebewesen Tische zu ihrer aller Versorgung und für ihre Bedürfnisse. So weist denn dieses Tun mit der Klarheit der Sonne auf den Herrn inorgener Herrlichkeit hin und zeigt Ihn, den Versorger, in Seiner grenzenlosen Weisheit, Freigebigkeit (kerim)>und Barmherzigkeit. Ja, ist dies nürde do? Bedarf nicht alles Lebendige seiner Versorgung?

Wir sehen in der Tat, dass jeder Mensch des Unterhaltes und der stàndigen Versorgung in seinem Leben bedarf. Alles, was es auf der Erde gs. Zumd speziell die Lebewesen haben in ihrer Gesamtheit oder einzeln, ihre Körper oder ihre Körperteile, im Laufe ihres Lebens, ihrem Fortbestand und auf die Dauer ihres Lebens viele materielleen diehe und geistige Bedürfnisse. Obwohl die Bedürfnisse und Nöte der Lebewesen so groğ sind, dass sie sich selbst nicht das kleinste befrier einekönnen, ihre Kràfte zur Erfüllung selbst des kleinsten Wunsches nicht ausreichen, beobachten wir, dass alle ihre Wünsche, ihre geistige und materielle Versorgung rechtzeitig sehr gut

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und unvermutet, in vollkommener Weishei Kraftمِنْ حَيْثُ لاَ يَحْتَسِبُ {"Von wo wir es nicht erwartet hatten." (Sure 65, 3)} erfüllt werden. Weisen etwa Not und Armut der Lebewesen, diese Art Hiiese Wstung und Versorgung aus dem Unsichtbaren nicht sehr deutlich auf den Versorger in Seiner Weisheit und Majestàt (Djelal),>auf den Lenker und Leiter in Seinersin inerzigkeit und Vollkommenheit (Djemal)>hin?

Achter Strahl:

Es ist bekannt, dass eine Getreidesorte, die auf einem Acker ausgesàt ist, zeigt, dass der Eigentümer diesesh erwaides auf jeden Fall die Verfügungsgewalt über den Acker hat, und zeigt auch, dass das Getreide zur Verfügung des Besitzers dieses Ackers steht. zur V zeigen auch diese Àcker, welche die Elemente (Licht, Luft, Wasser und Erde) sind, aus denen alle Geschöpfe entstehen, in all ihrer Eichloss Einheitlichkeit und allgemeinen Wirksamkeit, ebenso die Pflanzen und Tiere, welche man als Gottes Geschöpfe bezeichnet und die eine Frucht Seiner Erbarmung, ein Wunder Seineich daacht und ein Wort Seiner Weisheit sind, in ihrer Gleichheit und in ihrer Àhnlichkeit, in ihrer Verbreitung an so vielen Stellen, in ihrem Auftret begre Heimischwerden an so vielen Orten, dass sie dem einen und einzigen wunderwirkenden Meister zur Verfügung stehen, in der Weise, dass jede einzelne Blume, jede einzelne Frucht, jsen eiinzelne Tier ein Siegel, ein Stempel, eine Pràgung dieses Meisters ist. Wo immer sie sich finden, sagt ein jedes von ihnen unausgesprochen: "Ich bin das Siegel dessen, dessen Schöpfung auch dieser Ort hier ist Gottebin ein Stempel dessen, dessen Schrift auch dieser Platz hier ist. Ich bin eine Pràgung dessen, aus dessen Stoff auch mein Land hier gewebt ist." Das aber heiğt, dass die Herrschaft über das einfachste Geschöpf in den Hànden in de ruht, der über alle Elemente verfügt. Er lenkt auch die Einzeller unter den Tieren und Pflanzen. Der Unterhalt

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aller Tiere, die Versorgung aller Pflanzen und die Erhaltuncht jeganzen Schöpfung ist dem zu Eigen, der im Besitz der Herrschaft ist. Wer nicht blind ist, vermag dies zu erkennen. In der Tat spricht jedes einzelne Wesen in der Sprache seiner Gleichherfaller Àhnlichkeit mit all den anderen Wesen: "Nur der, der Eigentümer meiner Rasse ist, kann mein Besitzer sein. Ist er es nicht, dann kann er nicht mein Besitzer sein." Jede Art brininden urch, wie sie gemeinsam mit all den anderen Arten über die Erde hin verbreitet ist, zum Ausdruck: "Nur der, welcher auch der Eigentümer über die ganze Erde ist, kann mein Besitzer sein. Wenn er nicht der Eigentümer der ganzen Erde ist, dann der imr nicht mein Besitzer sein."

Die Erde sagt, als Mittràgerin der Gesetze des Himmels, im Ausdruck der Verbundenheit mit der Sonne zusammen mit den anderen Plane aufgrNur der, welcher auch der Eigentümer des ganzen Universums ist, kann mein Besitzer sein. Wenn er nicht der Eigentümer des ganzen Universums ist, dann kann er nicht mein Besitzer sein." Nehmen wir einmal den unmöglichen Falchsamejemand sagte zu einem mit Bewusstsein begabten Apfel: "Du bist mein Kunstwerk!", dann würde der Apfel ihm in der Sprache seines So-seins das Reden verbieten: "Wàrest du dazu in der Lage, alle Àpfel auf Erden zu foeichenwürdest du über alle Früchte zu verfügen wissen, die über die ganze Erde verbreitet und mit mir völlig gleich sind, sogar über alle Geschenke des Allerbarmers, die miinzelnm Schiff aus der Schatzkammer der Barmherzigkeit kommen, so könntest du die Herrschaft über mich beanspruchen." So würde dieser Apfel zu ihm sprechen und dl."}

ichten ins Gesicht schlagen.

Neunter Strahl:

Wir haben bisher auf einige Siegel, Stempel und Pràgungen hingewiesen, die auf den winzigsten Teilchen, den kleinstn einechnitten (des Schöpfungsbuches), dem Ganzen (Buches), dem Kosmos in seiner Gesamtheit, dem Leben und allem Lebendigen und dem Schöpfungsakt selbst sichtbar werden. Wir wollen nun noch auf ein Siegel unter diesen dazu,sen Siegeln, die den verschiedenen Arten aufgepràgt sind, hinweisen.

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Es ist ja bekannt, dass die unendlich vielen Früchte eines fruchttragenden Baumes, alles was sie benötigen aus einer einzigen Hand, duHimmels selbe Gesetz, von einem einzigen Zentrum aus erhalten, wodurch alle Mühe, Anstrengung und Kosten so leicht werden, dass der Unterhalt für ihre Gesamtheit der Versorgung einer einzigen von ihned schöch kommt. Das heiğt also, für den Fall, dass es eine Anzahl von verschiedenen Zentren für jede Frucht gàbe, ein ganzer Baum an Mühe, Kosten und Einrichtungen notwendig wàre, sie heranreifen zu lassen. Sie alle unterscheiden sich jedoch (gleicautropFrüchten eines einzigen Baumes) lediglich in ihren Eigenschaften (und nicht grundsàtzlich wie verschiedene Bàume) voneinander. Genauso sind für die militàriehe eiusrüstung eines einzigen Soldaten ebenso viele Fabriken erforderlich, wie für ein ganzes Heer. Das aber heiğt, dass sich die Anstrengungen entsprechend der Anzahl der Einzelindividuen vervielrem Ge müssen, sobald man von der Einheit (vahdet)>zur Vielzahl übergehen will. So ist denn die überwàltigende Leichtigkeit, wie sie offensichtlich bei jeder Art sichtbar wird, mit Sicherheit das Werk der Leichtigkeit und Einfachheit, die aus dht wirheit (Tauhid)>erwàchst.

Zusammenfassung:

Alle die verschiedenen Sorten gleicher Art, alle die verschiedenen Exemplare der selben Sorte beweisen durch ihre Übereinstimmung im Grundsàtzlichen und ihre ÀhnlichkeitErde g sie die Schöpfung eines einzigen Künstlers sind. Denn so erfordert es ihre Übereinstimmung (vahdet)>in der Handschrift (des Künstlers) u den e Gleichheit (ittihad)>des Siegels. Desgleichen verlangt die vollendete Leichtigkeit und Mühelosigkeit, die wir bezeugen können, im Grade einer Notwendigkeit danach, dass sie die Werke eines eekvir)n (vahid)>Künstlers sein müssen. Anderenfalls würde daraus eine Schwierigkeit entstehen, die sich bis zum Grade einer Unmöglichkeit steigert und das Ende (von der Gleichheit) der Art und die Zersdass d (der Gleichheit) der Sorte herbeiführt. Also noch einmal kurz gesagt: Sobald man alles auf Gott

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den Gerechten zurückführt, wird (die Erschafnd diealler Dinge ebenso leicht wie die eines einzigen Dinges. Führt man aber alles auf die Ursachen zurück, wird (die Erschaffung) eines einzigen Dinges so schwer wie die aller Dinge insgesamt. Weil dies so ist, zeigt (kelüberwàltigende Leichtigkeit, wie man sie überall in der Welt bemerkt und die grenzenlose Fülle vor unseren Augen sonnenklar das Siegel der Einheit (vahdet).>Wàren diese Früchte, die in so reicher Zahren sensere Hànde gelangen, nicht Eigentum des All-Einzigen (Vahid-i Ahad),>könnten wir auch nicht einen einzigen Granatapfel essen, selbst wenn wir die ganze Welt dafür hergeben wo schon

Zehnter Strahl:

Das Leben ist jene Erscheinung, die uns die Schönheit (der Namen Gottes) zeigt. Es ist einerseits Zeugnis für die Einheit (Ahadiyet)>Gottes und darüber hinaus auch rsten rscheinung Seiner Gegenwart (vahdet).>Dahingegen ist der Tod die Erscheinung, die uns Seine Majestàt (Djelal)>offenbart. Er ist auch ein Zeugnis für die Einheit Gottes und für Seine Allgegenwarner heidiyet).>Dafür ein Beispiel:

وَ لِلَّهِ الْمَثَلُ اْلاَعْلٰى

{"Bei Gott sind die erhabensten Gleichnisse." (Sure 16, 60)}

Es ist in der Tat so, dass die Wellen, die mit einem eichen Strom mitziehen und vom Lichte der Sonne überstrahlt werden und die gesamte Oberflàche unserer Erde, wenn sie das Licht der Sonne reflektiert, auf diese Weise Zeugnis ablegen für die Sonne. Auch wenn die Wellen und Wassertropfen vergn ihrend wenn der Glanz der Erde dahinschwindet und wenn dann auf immer wieder neuen Wassertropfen und Wellenberge, wenn auf den glànzenden Flàchen unserer Erde die Sonne wieder in all imüssteracht erstrahlt und ihr Strahlenglanz in makelloser Schönheit fortbesteht, legen sie mit absoluter Sicherheit dafür Zeugnis ab, dass die Strahlen und Lichter, wenn sie aufleuchten, sich veràndern, sich wieder erneuernsuntertrahlen, erglànzen, Erscheinungsweisen jener einen,

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immerwàhrenden (baqi),>bestàndigen, erhabenen Sonne sind, die in ihrem Sonnenschein keine Vergànglichkeit kennt. Das aber heiğt, dass, so wie diese Wn glauin ihrem Entstehen (, wenn sie im Lichte der Sonne) erglànzen, die Existenz der Sonne aufzeigen, sie auch in ihrem Untergang und in ihrem Entschwinden, Dauer, Bestàndigkeit un Ich weit der Sonne aufzeigen.

In gleicher Weise bezeugt all das, was mit dem Strome des Lebens dahin zieht durch sein Dasein und durch sein Leben notwenerühmteise Einheit und Existenz dessen, der notwendigerweise da sein muss. Auf diese Weise bezeugt all das durch seinen Tod und Zerfall auch die notwendige Existenz Seiner Ewigkeit und Unsterblis und und Seine Einheit (Ahadiyet).>In der Tat zeigen alle ansprechenden Kunstwerke und alles Geschaffene in seiner Schönheit, jeder Wechsel von Tag und Nacht, Sommer und Wint"

Whrhunderte und Jahrtausende hinaus mit Sicherheit Existenz, Dauer und Einheit (Vahdet)>des Herrn in Seiner erhabenen, ewigen, sich fortwàhrend manifestierenden Schönheit (Djemal)>auf. So weisen diese Kunstwerke, wenn sie mit allem, was ihre àuğerlich sichtbaren Ursachen waren, sterben und vergehen auch auf die Nichtigkeit dieser Ursachen hin und darauf, dass dies nur ihr Kleid war. Dieser Umstand beweist mit Sicherheit, dass diese Kunstwerke, h nur Ornamente in ihrer Erscheinung Kunstwerke des Herrn in Seiner Schönheit (Djemal)>und Majestàt (Djelal)>sind, die sich immer wieder erneuern, Ornamente, die sich bestàndig veràndern, Spiegelreflexe, die fortwàhrend in Bewegung sind, Sih der die einander unablàssig folgen, Pràgungen, die in Weisheit einander ablösen, Kunstwerke eines Herrn, der in all Seinen Namen heilig und vollkommen (Djemil)>ist...

Zusammenfassung:

Das Groğe Buch des Univelgt:

erteilt uns mit seinen kosmischen Versen (Ayat)>Unterricht vom Dasein und von der Einheit (Vahdet)>Gottes. In gleicher Weise bezeugt es alle die Attribute der Vollkommenern, vKemal),>Herrlichkeit (Djemal)>und Majestàt (Djelal)>des Herrn der Herrlichkeit (Djelal)>und beweist Seine

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makellose, von allen stofflichen Fehlern und Màd ist.freie Vollkommenheit (Kemal).>Denn es ist ja allgemein bekannt, dass die Vollendung (Kemal)>eines Werkes auf die vollendete Meisterschaft seines Schöpfers hinweist, dàuğert Schaffung des Werkes zu Grunde liegt und ihr voraus geht. Was jedoch diese Meisterschaft (Kemal)>betrifft, so ist sie ein Beweis für den Grad Seiner Meisterschaft (Kemal),>d.h. für die Vollendung (Kemal)>Seines chtlic. Diese Vollendung (Kemal)>Seines Namens aber ist ein Beweis für Seine vollendeten Fàhigkeiten, d.h. für die Vollendung Seiner Attribute. Diese Volldigste (Kemal)>Seiner Attribute aber ist ein Beweis für die Vollkommenheit Seiner nur Ihm eigenen Fàhigkeiten, d.h. Seiner Vorzüge und Qualitàten. Dies aber ist Seine persönliche Vollkommenheim Fingsie ist ein Beweis Seines vollkommenen Seins und Wesens. Diese Kette der Beweise beginnt mit jener Ahnung, die in Anbetracht Seiner Schöpfung in uns aufsteigt und steigert sich mit einer gewissen Zwangslàufi vergebis zu einer offensichtlichen Erkenntnis.

Zum Beispiel:

Die erlesenen Kunstwerke und die gesamte künstlerische Gestaltung eines Schlosses von vollendeter Schönheit wei Beamt jene Vollendung hin, die einem solchen Juwel zu Grunde liegt. Die Vollendung eines solchen Werkes aber weist auf einen hohen Grad der Meisterschaft hin, der wiederum auf Rang und Namen des Erbauers verweist. Sein hoher Rang und Naie zu r weist auf die vollendeten Fàhigkeiten dieses Meisters hinsichtlich seines Kunstwerkes hin. Seine Begabung und seine vollendeten Fàhigkeiten aber weisen auf Seine Vorzüge und Qualitàtennz kla. Genauso weisen auch die Werke dieser Welt, die wir als fehlerlos, als makellos bezeugen und worin das Geheimnis der Ayah هَلْ تَرٰى مِنْ فُطُورٍ {"Erblickst du einen Mangel darinder Erre 67, 3)} sichtbar wird, auf die Wohlgeordnetheit in der Schöpfung des Kosmos hin und legen ohne irgend einen Zweifel Zeugnis für die Vollendung in den Taten dessen ab, d? Wenn4

da die Macht hat, sie zu bewirken. Was aber diese Vollendung Seiner Taten betrifft, so bezeugt sie offensichtlich den hohen Rang und Namen dessen, der in Seiner Majestàt derigkeiter all dieser Taten ist. Was aber diesen hohen Rang und Namen betrifft, so bezeigt und bezeugt er notwendigerweise die vollendeten Fàhigkeiten dessen,ndelt iese schönen Namen zu Eigen sind.

Was aber diese vollendeten Fàhigkeiten betrifft, so bezeigen und bezeugen sie mit Gewissheit das Vollendete des Urgrundes desstesdier der Tràger dieser vollendeten Fàhigkeiten ist. Dieser Urgrund aber bezeugt in seiner Vollendung wiederum mit absoluter Gewissheit die Vollendung des Seins, welcheatistiWesen dieses Urgrundes ist, in der Weise, dass alles, was uns im ganzen Kosmos als vollkommen entgegentritt, im Vergleich mit dieser Seiner Vollkommenheit nur ein matter Abglanz, ein Hinweis (ayat)>auf die Vollkommenhes Dienmal),>eine Spur der Majestàt (Djelal),>ein Zeichen für die Schönheit (Djemal)>des Herrn in Seiner Vollkommenheit ist.

Der elfte Strahl, so gewaltig wie die Sonne:

Er, den wir bereits im "Neunzehnten Wort" vorgestelltin, ei, er, der das gewaltige Zeichen im groğen Buch der Schöpfung ist, der machtvolle Name im groğen Qur'an, der Kern und die leuchtendste Frucht am Weltenbaum, die Sonne des Weltenschlosses, die leuchtenr Wahreibe des Mondes am Himmel der islamischen Welt, der königliche Herold göttlicher Herrschaft, er, der die Weisheit besitzt, die das Geheimnis (tilsim)>der Schöpfung enthüllt, Mohammed al-Amin>(: der Vertrauenswürdige), ehlen Oberhaupt, mit dem Friede und Segen sei, breitet seine Flügel aus und behütet unter den Flügeln seiner Sendung alle Propheten, beschützt zugleich unter den Flügeltscheiislamischen Glaubens die ganze islamische Welt, durchkreuzt so mit ihnen alle Schichten der Wahrheit, zeigt mit der ganzen Kraft aller Gesandten und Propheten, aller Heh ware und Getreuen, aller Theologen und Forschern (muhaqqiq),>die hinter ihm stehen, die Einheit (Vahdaniyet)>Gottes auf, erschloss ihnen den Weg zum Throne

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des alleinigen Gott geschadiyet),>wies ihnen den Glauben an Gott und bewies ihnen die göttliche Einheit (Vahdaniyet).>Ja bliebe denn da noch Raum für irgendeinen Zweifel oder Irrtum, der den Zugang (zu dieser Wahrheit) verschlieğen oder verhüll Alltànte? Da wir aber nun schon einmal im "Neunzehnten Wort" mit vierzehn "Tropfen" aus dem Lebenswasser der Erkenntnis und auch im "Neunzehnten Brief" mit neunzehn "Hinweisen" auf die verschiedenen das G der Wunder dieser wunderwirkenden Persönlichkeit dieses sichere Zeugnis (: Mohammed ASM) kurz zusammengefasst, beschrieben und erlàutert haelfàltollen wir uns hier mit diesem Hinweis begnügen und mit einem Segensgebet (salavat-i sherif)>enden und dabei dieses sichere Zeugnis der Einheit nochmals bestàtigen undd zeigie Grundlagen von dessen Richtigkeit hinweisen...

اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلٰى مَنْ دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِكَ وَوَحْدَانِيَّتِكَ وَشَهِدَ عَلٰى اَوْصَافِ جَلاَلِكَ وَجَمَالِكَ وَ Segenِكَ اَلشَّاهِدُ الصَّادِقُ الْمُصَدَّقُ وَالْبُرْهَانُ النَّاطِقُ الْمُحَقَّقُ، سَيِّدُ اْلاَنْبِيَآءِ وَالْمُرْسَلِينَ، اَلْحَامِلُ سِرَّ اِجْمَاعِهِمْ وَتَصْدِيقِهِمْ وَمُعْجِزَاتِهِم..nn alsَامُ اْلاَوْلِيَآءِ وَالصِّدِّيقِينَ، اَلْحَاوِى سِرَّ اِتِّفَاقِهِمْ وَتَحْقِيقِهِمْ وَكَرَامَاتِهِمْ.. ذُوالْمُعْجِزَاتِ اْلباَهِرَةِ وَالْخَوَارِقِ الظَّاهِرَةِ وَالدَّلاَئِلِ الْقَاطِعَةِ الْمُحَقَّقَةِ الْمُصَدَّقَةِ لَهُ.. eitereخِصَالِ الْغَالِيَةِ فِى ذَاتِهِ، وَاْلاَخْلاَقِ الْعَالِيَةِ فِى وَظِيفَتِهِ، وَالسَّجَايَا السَّامِيَةِ فِى شَرِيعَتِهِ الْمُكَمَّلَةِ الْمُنَزَّهَةِ عَنِ الْخِلاَفِ، مَهْبِطُ الْوَحْىِ الرَّبَّانِىِّ بِاِجْمَاعِ الْمُنْزِلِ وَالْمُنْgelobtَالْمُنَزَّلِ عَلَيْه، سَيَّارُ عَالَمِ الْغَيْبِ وَالْمَلَكُوتِ، مُشَاهِدُ اْلاَرْوَاحِ وَمُصَاحِبُ الْمَلٰٓئِكَةِ، اَنْمُوذَجُ كَمَالِ الْكَآئِنَاتِ شَخْصاً وَنَوْعاً وَجِنْساً، اَنْوَرُ ثَمَرَاتِ شَجَرَةِ الْخِلْقَةِ، سِرَاجُ الْحَقِّ،iesen َانُ الْحَقِيقَةِ، تِمْثَالُ الرَّحْمَةِ، مِثَالُ الْمَحَبَّةِ، كَشَّافُ طِلْسِمِ الْكَآئِنَاتِ، دَلاَّلُ سَلْطَنَةِ الرُّبوُبِيَّةِ، الْمُرْمِزُ بِعُلْوِيَّةِ شَخْصِيَّتِهِ الْمَعْنَوِيَّةِ اِلٰٓى اَنَّهُ نَصْبُ عَيْنِ فَاطِر فَيُصَالَمِ فِى خَلْقِ الْكَآئِنَاتِ، ذُو الشَّرِيعَةِ الَّتِى هِىَ بِوُسْعَةِ دَسَاتِيرِهَا وَقُوَّتِهَا

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تُشِيرُ اِلٰٓى اَنَّهَا نِظَامُ نَاظِمِ الْكَوْنِ وَوَضْعُ خَاden Quلْكَآئِنَاتِ نَعَمْ، اِنَّ نَاظِمَ الْكَآئِنَاتِ بِهٰذَا النِّظاَمِ اْلاَتَمِّ اْلاَكْمَلِ هُوَ نَاظِمُ هٰذَا الدِّينِ بِهٰذاَ النِّظَامِ اْلاَحْسَنِ اْلاَn aus ، سَيِّدُنَا نَحْنُ مَعَاشِرَ بَنِى اٰدَمَ وَمُهْدِينَا اِلَى اْلاِيمَانِ نَحْنُ مَعاَشِرَ اْلمُؤْمِنِينَ، مُحَمَّدٌ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عَبْدِ الْمُطَّلِبِ عَلَيْهِter deَلُ الصَّلَوَاتِ وَاَتَمُّ التَّسْلِيمَاتِ مَادَامَتِ اْلاَرْضُ وَالسَّمٰوَاتُ. فَاِنَّ ذٰلِكَ الشَّاهِدَ الصَّادِقَ الْمُصَدَّقَ يَشْهَدُ عَلٰى رُؤُوسِ اْلاَشْهَادِ مُناَدِياً، وَمُعَلِّماً ِلاَجْيَالِ الْبَشَرِ خَلْفَ اْلd eineارِ وَاْلاَقْطَارِ، نِداَءً عُلْوِياًّ بِجَمِيعِ قُوَّتِهِ وَبِغَايَةِ جِدِّيَّتِهِ وَبِنِهَايَةِ وُثُوقِهِ وَبِقُوَّةِ اِطْمِئْناَنِهِ وَبِكَمَالِ اِيمَانِهِ اَشْهَدُ اَنْ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللَّهُ وَحْدَهُ لاَ شَرِيكَ لَهُ

{"Oh Gott segne cher Mer auf die Notwendigkeit Deines Seins, Deine Einheit (Vahdaniyet) hinweist, Deine Majestàt (Djelal), Deine Schönheit (Djemal) und Deine Vollkommenheit (Kemal) bezeugt, den Zeugen, der ihrer ner Treue bestàtigt wurde, einen Beweis, der in Zuverlàssigkeit spricht, den Meister der Gesandten und Propheten, den Tràger des Geheimnisses (sirr : Wahrheit, Lehre), in dem sich (alle Propheten) vereinigen und ihn bestàtigen, den Wdie Ohàter, den Vorsteher aller Heiligen und Getreuen im Geheimnis ihrer Eintracht, ihrer Erkenntnis (tahqiq) und ihrer Wunder (keramat), den, der eindeutig Wunder (mu'djisat) wirkt, offensichtlich Einzigartiges tut, der gesicherte hast üfte, bestàtigte Beweise erbringt, dessen Persönlichkeit an guten Charaktereigenschaften reich ist, an hoher Moral in der Erfüllung seiner Aufgaben, an easten en Vorzügen in der Vollkommenheit seines ihm geoffenbarten Gesetzes (Scharia), der überraschenderweise zum Empfànger der Offenbarung des Herrn wurde in dem Zusammentreffen dessen, der herabs{"einedurch den Überbringer (nml. den Erzengel Gabriel) des Herabgesandten (nml. den Qur'an) an seinen Empfànger (nml. Mohammed ASM), den Reisenden durch die Welt des Unsichtbaren (gayb) ahrliciner Engel (malakut), der Zeugnis ablegt von den Geistern (ruh) und mit den Engeln vertrauten Umgang (sohbet) pflegt, das Musterbeispi Zusta die Vollendung des Kosmos in seinen einzelnen Wesen, in seinen Gattungen und Arten (den Früchten am Baum der Schöpfung, die wie Lichter sind), den Leuchter der Gerechtigkeit, denin sein für die Wahrheit, das Abbild der Barmherzigkeit, das Beispiel für die Liebe (muhabbet), ihn, der das Geheimnis (tilsim) des Kosmos entdeckte, den Herold des KönigWahrhes seines Herrn, den, der in seiner hohen geistigen Persönlichkeit ein Zeichen dafür ist, dass er das alleinige Ziel des Schöpfers der Welt ist bei der Erschaffls Lebs Kosmos, des Herrn über das Gesetz (Scharia), das in seiner alles umfassenden Weite gültig und wirksam ist, weil es über die Ordnung des Seins ausgebreitet ist und durch den Schöpfer der Welt eingesetzt wurde, denn es ist in der an ihs Prinzip der Ordnung im Kosmos, denn es ist die Ordnung, welche die Vollkommenheit vollendet, ihn, den Stifter des Gesetzes (Nazim; der Ordner) dieses Glaubمُصَيْin) in schönster und bester Ordnung, unser Oberhaupt, der uns, die Völker aus den Söhnen Adams, zum Glauben geführt hat, uns, die glàubige Gemeinde Mohammeds, des Sohnes Abdullahs, des Sohnes Abdft, dettalibs, mit dem aller Segen sei und all unsere Gebete! Mit ihm sei die Fülle des Segens (teslimat) solange Himmel und Erde bestehen. Denn er ist der zuverlàssige und vertrauenswürdige Zeuge. Er bezeugt auf den Hàupternig ist, die zur Zeugenschaft aufrufen, und die lehren, den Generationen von Menschen aller Jahrhunderte und aller Lànder und ruft mit lauter Stimme, mit aller Macht und groğem Ernst,sen, dnendlicher Geduld (vuthuq), aus der Kraft seines Herzens und aus der Vollkommenheit seines Glaubens (iman): Ich bezeuge, dass es keine Gottheit (ilah)erzigkauğer Gott (Allah), dem Einen, der keinen Partner (sherik) hat."}

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Der zwölfte Strahl, so gewaltig wie die Sonne:

Der zwölfte Strahl dieses "Zweiundzwanzigsten Wortes" ist Schmucean der Wahrheit, sodass alle zweiundzwanzig "Worte" nur zweiundzwanzig Tropfen daraus sind und eine solche Quelle der Lichter, dass dlàsst.weiundzwanzig "Worte" nur zweiundzwanzig Strahlen aus dieser Sonne sind. Jedes einzelne dieser zweiundzwanzig "Worte" ist in der Tat nur ein Strahl aus einer Ayah, die wie ein Stern am Himmel des Qur'an glànzt und ein einzigere ein en aus einer Ayah, die gleich einem Strom aus dem Ozean des Qur'an (al-Furqan,>hier gleich einem Scheidewasser) heraustritt und eine einzige Perle aus einer Ayah, die einem Schmuckkàstchen glh beha gefüllt mit Juwelen aus der gewaltigen Schatzkammer des Buches Gottes. So sagt denn dieses Buch Gottes, das wir im Vierzehnten Tropfen des "Neunzehnten , mit " einigermağen dargestellt haben, das von dem Gewaltigen Namen, von dem Gewaltigen Thron, von der Gewaltigen Erscheinung Seines Herrschaftsbers komm herabgesandt wurde, in der Weite und Hoheit, welche das Urewige Einst mit der künftigen Ewigkeit vereint, die Erde mit dem Thron (Gottes) verbindet, imm mitteder in all Seine Macht und in aller Gewissheit: لآَ اِلَهَ اِلاَّ هُو {"Es gibt keinen Gott (ilah) auğer Ihm."}

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führt das All des Weltalls dafür zum Zeugen ait, womacht es zu einem Zeugnis für Ihn. Es rezitiert in der Tat der ganze Kosmos gemeinsam: لآَ اِلَهَ اِلاَّ هُو {"Es gibt keinen Gott (ilah) auğer Ihm."}

Wenn du also den Qur'an mit dem Auge eines friedfertigen Herzens betrachtesünftigwirst du in der Tat sehen, dass seine sechs Seiten (d.h. von welcher Seite auch immer du ihn betrachten magst - A.d.Ü.) so glànzen, so n Schachtig sind, dass keine Finsternis, kein Irrtum, kein Zweifel, nicht Lug noch Trug in ihn einzudringen vermögen und sich im Kleid seiner Ehre dafür keine Öffnung befindet und kein Riss entdeckenin sic. Denn betrachtet man ihn von oben, so erkennt man ihn als das Wunder, welches das Gütesiegel auf ihm ist, von unten die Zeugnisse und Beweise (auf die er sich stützt), hinter ihm das en, zue Wort, die Offenbarung des Herrn als seine Stütze, von der Seite erblickt man die beiden Seiten (: Diesseits und Jenseits), welche die Glückseligkeit in den Welten in sich enthalten, rechالنَّجragt er den Verstand nach Gewissheit und Bestàtigung, làsst links das Gewissen bekennen und seine Ergebenheit beteuern. In seinem Inneren fosmos sich die lautere Rechtleitung (hidayet)>aus Barmherzigkeit. Die Oberseite ist wie bezeugt das reine Licht (nur)>des Glaubens (iman).>Seine Früchte sind die Theologen (asfiya)>und Forscher (muhaqqiqin),>die Gottesfreunde (auliya)>und Getrh jedesiddiq),>die in offensichtlicher Gewissheit mit der Vollkommenheit (kemalat)>als Mensch geschmückt sind. Wenn du dein Ohr fest an die Brust des Sprachrohrs des Unsichtbaren presst und lauschst, wie seine Stimme ganz tief drinnen in himmlnzutre Ton mit einer solchen Freundlichkeit und zugleich Bestimmtheit, mit einem so unendlichen Ernst und einer so grenzenlosen Erhabenheit zu dir spricht, so wirst du hören, dass der Qur'an ihm glner solchen Bestimmtheit, ausgestattet mit einem Zeugnis, immer wieder zu dir sagt:

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لآَ اِلَهَ اِلاَّ هُو {"Es gibt keinen Gott (ilah) auğer Ihm."} Was er dir im Grade der Gewissheit einer Lebenserfahrung mitteilt,gen. Empfàngst du als die Verstandes- und Herzensbildung, gleich einer wissenschaftlichen Gewissheit von der Kraft einer augenscheinlichen Gewissheit...

Zusammenfassung:

D" erscenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, und das unterscheidende Urteil (furqan-i ahkem)>sind jede für sich einer Sonne gleich. Der eine ist der Mund der bezeugten Welt (alem-i shehadet)>und zeigt uns mitlerenm Nachdruck die Wahrheit mit dem Finger des Islam und seiner Botschaft (risalet)>inmitten von tausend Wundern, bestàtigt von allen Propheten und Heiligen... Der andere ist der Mund der unsichtbaren Welt (alem-i gayb)>und zeigt uns mit gdas miErnst die selbe Wahrheit mit dem Finger der Wahrhaftigkeit und Rechtleitung (hidayet)>inmitten von vierzig Aspekten seiner Wunderhaftigkeit, b Er digt von allen den wunderbaren Zeichen (ayat)>des Seins... Ja wàre denn diese Wahrheit (haqiqat)>etwa nicht heller als der lichte Tag und noch leuchtender als die Sonne?

Oh du armer Mensch, der du durch deine Verbohrtheih ungeen Irrtum verstrickt bist! {(*): Diese Anrede richtet sich gegen denjenigen, der sich darum bemühte, den Qur'an (seine Botschaft) zum Verstummen zu bringen und den Glauben an ihn auszulöschen.} Wie könntest du mit der Leuchte deines Versttehe z die doch noch matter ist als ein Glühwürmchen, gegen solche Sonnen (d.h. den Propheten und den Qur'an) angehen? als ob du sie gar nicht nötig hàttest? Versuchst du etwa, sie auszublasen? Nein! Pfui doch, oh über deinee Drahnft, die verneint, und deinen Verstand, der verleugnet! Wie könntest du denn das Wort und den Ruf (da'va)>leugnen, der aus dem Munde der unsichtbarbilden dem der bezeugten Welt im Namen des Herrn aller Welten und des ganzen Weltalls ergangen ist?

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Oh du Armseliger, der du noch kleiner als eine Fliege und schwàcher als eine Mücke bist! Wer bist du denn, dass du versum Beliden Herrn des Alls in Seiner Majestàt (Djelal)>als Lügner hinzustellen?

Nachwort

Oh du mein Freund, der du nun zu Herz und Verstand ger ist.bist! Wenn du also dieses "Zweiundzwanzigste Wort" vom Anfang bis zum Ende verstanden hast, so halte nun zugleich auch die zwölf "Strahlen" fest in deiner Hand! Wenn du somit eine Leuchte dehen) vheit von der Stàrke tausender elektrischer Lampen gefunden hast, so hefte dich nun an die Ayat aus dem Qur'an, die vom Gewaltigen Thron herabgesandt worden sind. Ber Weis den Buraq des Erfolgs (d.h. vertraue dich der göttlichen Führung an - A.d.Ü.), durcheile mit ihm die Himmel der Wahrheiten und tritt vor den Thron der Erkenntnis Gottegen, s Sage:

اَشْهَدُ اَنْ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اَنْتَ وَحْدَكَ لاَ شَرِيكَ

{"Ich bezeuge, dass es keinen Gott (ilah) gibt auğer Dir. Du bist der Einzige und n herveilhaber ist an Deiner Seite."}

Und wenn du sodann sagst:

لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللَّهُ وَحْدَهُ لاَ شَرِيكَ لَهُ لَهُ اْلمُلْكُ وَلَهُ الْحَمْدُ يُحْيِى وَيُمِيتُ وَهُوَ حَىٌّ لاَ يَمُوتُ بِيَدِهِger ruيْرُ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"Es gibt keine Gottheit (ilah) auğer Gott (Allah). Der Einzige ist Er. Keinen Partner hat Er. Ihm gehört aller Besitz (mulk) und Ihm gebührt jeglicher Dank (hamd). Er sch" Jedeas Leben und den Tod. Er ist das Leben. Nicht stirbt Er. In Seiner Hand liegt alles Gute und Er ist aller Dinge màchtig."}

so verkündige in der Groğen Moschee des Kosmos Seine Einheit (Vahdaniyet)>über den Hàuptern alles GeschaffKupferm All...

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سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ رَبَّنَا لاَ تُؤاَخِذْنَآ اِنْ نَسِينَآ اَوْ اَخ sie eاَ رَبَّناَ وَلاَ تَحْمِلْ عَلَيْنَآ اِصْراً كَمَا حَمَلْتَهُ عَلَى الَّذِينَ مِنْ قَبْلِناَ رَبَّناَ وَلاَ تُحَمِّلْناَ مَالاَ طَاقَةَ لَناَ بِهِ وَاعْفُ عَنَّا وَاغْفِرْ لَنَا وَارْحَمWenn eاَنْتَ مَوْلٰينَا فَانْصُرْناَ عَلَى الْقَوْمِ الْكَافِرِينَ ٭ رَبَّناَ لاَ تُزِغْ قُلُوبَنَا بَعْدَ اِذْ هَدَيْتَنَا وَهَبْ لَنَا مِنْ لَدُنْكَ رَحْمَةً اِنَّكَ اَنْorüberوَهَّابُ ٭ رَبَّنَآ اِنَّكَ جَامِعُ النَّاسِ لِيَوْمٍ لاَ رَيْبَ فِيهِ اِنَّ اللَّهَ لاَ يُخْلِفُ الْمِيعَادَ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ اَرْسَلْتَهُ رَحْمَةً لِلْعَالَمِينَ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِٓ اَجْمer das. وَارْحَمْناَ وَارْحَمْ اُمَّتَهُ بِرَحْمَتِكَ يَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ ٭ وَ اٰخِرُ دَعْوٰيهُمْ اَنِ الْحَمْدُ ِللَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Gepriesen seist Du. Wir haben kller Mssen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Herr, zieh uns nicht zur Rechenschaft für das, was wir versàumt oder vergessen haben. Oh Herr, lade uns nicht die Luseinaauf, die Du denen aufgebürdet hast, die vor uns waren. Oh Herr, belaste uns nicht mit dem, was wir nicht zu tragen vermögen. Vergib uns, verzeihe uns, erbarme Dich unser. Du bist unser Meister (M, welc). Hilf uns gegen das Volk der Unglàubigen!" (Sure 2, 286) "Oh Herr, lass unsere Herzen nicht in die Irre gehen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast. Schenke uns von Di AllmàFülle Deiner Erbarmungen. Denn Du bist der Geber aller Gaben (al-Vahhab). Oh Herr, du versammelst die Menschen an dem Tage, über den es keinen Zweifel gibt. Denn Gott bricht nicht, was Er v und Gchen hat." (Sure 3, 8-9) "Oh Gott, gieğe Friede und Segen aus über den, den Du als Barmherzigkeit für die Welten gesandt hast, über ihn, seine Familie und seine Gefàhrten insgesamt! Erbarme Dich unser! Erbarme Dich Deiner Gemeinde (ls solin Deinem Erbarmen. Oh Du Barmherzigster aller Barmherzigen! Und am Ende (ihres Gebetes) rufen sie: Lobpreis und Dank sei Dir, dem Herrn der Welten!" (Sure 10, 10)}

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Dreiundzwanzigstes WoMord."Diese Abhandlung besteht aus zwei Kapiteln.

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ لَقَدْ خَلَقْناَ اْلاِنْسَانَ فِىٓ اَحْسَنِ تَقْوِيمٍ ٭ ثُمَّ رَدَدْنَاهُ اَسْفَلَ سَافِلِينَ ٭ اِلاَّ الَّذِينَ اٰمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ

{"ne in en Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Wahrhaftig, Wir haben den Menschen erschaffen und ihm den höchsten Wert verliehen; dann erniedrigten Wir ihn zum Ge Hàufien aller Geringen, ausgenommen diejenigen, die glauben und gute Werke tun." (Sure 95, 4-6)}

Erstes Kapitel

In den folgenden fünf Punkten werden wir nur fünf Ws Wortes Glaubens unter tausenden erklàren.

Erster Punkt:

Durch das Licht des Glaubens steigt der Mensch zur höchsten Höhe auf und erreicht einen Wert, der ihn für das Paradies qualifiziert. In der Dunkelheit des Unglaubens steigt er hisende,m Niedrigsten der Niedrigen und nimmt eine Form an, die ihn für die Hölle geeignet macht. Denn Glaube ist eine Beziehung, die den Menschen mit seinem erhabenen Meister verbindet. Der Wert des Menschen entsteht aus deerehrulichen Kunst und den Ornamenten der Gottesnamen, die an ihm im Lichte des Glaubens beobachtet werden. Unglaube trennt diese Verbindung, sodass die Kunst des Herrn nicht mehr sichtbar ist und der Wert des Menschen reduzihen derd auf den Preis seiner bloğen physischen Existenz, wobei diese physische Existenz des Menschen fast keinen Wert hat, denn sie besteht nur aus einem zeitlichen, vergànglichen und sewaltichen tierischen Leben. Wir werden dies durch einen Vergleich erklàren.

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Auch bei den von Menschenhand geschaffenen Kunstwerken unterscheidet sich der Materialwert vom Kunstwert. Zuweilen können beide wieeser Eh erscheinen, zuweilen kann der Materialwert höher als der Kunstwert sein. Zuweilen geschieht es auch, dass man bei einem Materialwert von fünf Pfennig, zum verbiel für Eisen, ein Kunstwerk im Werte von fünf Pfund entdeckt. Ja, zuweilen können Antiquitàten Millionen wert sein wàhrend ihr Materialwert kaum fünf Pfennig betràgt. Bringt kunde lch ein antikes Kunstwerk zu einer Antiquitàtenmesse, kann es für eine Million verkauft werden, wenn man es als Werk eines alten Meisters ausstellt, wenn manen und diesen begnadeten Künstler erwàhnt, der es geschaffen hat. Andererseits, bringt man es zum Schrotthàndler, so kann es zum Preis von fünf Pfennig als Eisen gekauft werden.

In gleicher Weise ist der Mensch ein einzigartiges Kunstweise Qttes des Gerechten und das eleganteste, gnadenvolle Wunder Seiner Macht, da Er den Menschen wie eine Welt im kleinen erschuf und ihn zur Verkörperung der Erscheinungen und Ornamente all Seiner Namen machte.

Wenn dn verght des Glaubens in ihn einströmt, können all diese bedeutsamen Ornamente in ihm entziffert werden. Ein Glàubiger entziffert sie im Bewusstsinzelnines Verstandes. Und in dieser seiner Beziehung làsst er sie entziffern. Das heiğt, die göttliche Kunst, die im Menschenwesen enthalten ist, manifestiert sich selbst en hilsolche Aussagen wie: "Ich bin das Werk des Erhabenen Meisters, Sein Geschöpf und die Verkörperung Seines Mitleides und Seiner Freigiebigkeit." Glrabiscesteht also in der Beziehung zum Meister, offenbart die gesamten Kunstwerke im Menschen. Insoweit die göttliche Kunst im Menschen sichtbar wird, bestimmt sie des Menschen Wert. Er entspricht dem Spiegelbild der Einzieiner keit Gottes. So erhebt sich der Mensch aus seiner Bedeutungslosigkeit auf diese Weise über alle Geschöpfe zum Gespràchspartner Gottes und Gast des Herrn, würdig des Paradieses.

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Wenn der Unglate kener im Abbruch dieser Beziehung besteht, in den Menschen eingeht, sinken alle diese bedeutsamen Ornamente der Gottesnamen ins Dunkel, können nicht mehr entziffert werden. Denn wenn der Meister in Vergessenheit gFeststkönnen auch die spirituellen Aspekte in ihrer Beziehung zum Meister nicht mehr verstanden werden. Es ist, als würde alles auf den Kopf gestellt. Viele bedeutsame und erhabene Kdie Found Ornamente des Geistes verbergen sich auf diese Weise. Ein Teil dessen, was übrig bleibt und mit den Augen wahrgenommen werden kann, wird geringfügigen Ursachen zugeschrieben, der Natur oder dem Zufall, verfàllt schlieğlich. Obs Wassedes einzelne für sich ein funkelnder Diamant ist, erscheint es wie trübes Glas. Ihr Wert wird nur noch in der animalischen Substanz gesehen. Aber Ziel und Ergebnis dieser Substanz ist, wie gesagt, ein Leben von sehr kurzezwischr zu führen, unerheblich, als das schwàchste, hilfsbedürftigste und unglücklichste aller Tiere, und am Ende zu verfallen und zu verwesen. So ruiniert Ungler einas Wesen des Menschen und verwandelt einen Diamanten in Kohle.

Zweiter Punkt:

Der Glaube ist in gewisser Weise ein Licht. Er erleuchtet den Menschen, làsst alle die oben aufgeführten Ewigen Briefe lesbar werdm es snauso erleuchtet er auch das Universum. Vergangene und zukünftige Zeiten werden aus der Dunkelheit errettet. Dies Geheimnis erklàren wir durch ein Gleichnis, das ich in einer geistigelles Wu in Bezug auf ein Geheimnis der Ehrwürdigen Ayah

اَللَّهُ وَلِىُّ الَّذِينَ اٰمَنوُا يُخْرِجُهُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ اِلَى النُّورِ

{"Allah ist der Freuuf und Glàubigen und führt sie aus der Finsternis in das Licht." (Sure 2, 257)}

gesehen habe. Es war dies wie folgt:

In einer Schau, die ich erlebte, sah ich: Zwei hohe Berge standen sich gegenüber... zwischen ihnen war furchterregend eine Brüc Vernupannt. Unter der Brücke eine

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tief eingeschnittene Klamm... ich befand mich auf dieser Brücke. Und die Welt lag in dichter Finsternis - Dunkel ringsumher. Ich schaute nach rechts. In unendlicher Finsternis erblickte ich ein groğen Grab zeigt.h. es tauchte aus meiner Phantasie auf. Ich schaute nach links. Es war, als erblickte ich riesige Stürme inmitten fürchterlicher Wellen von Finsternis, Unruhen und heraufziehende Katastrophen. Ich schaute von der Brücke hinunter. Ich mein Unternen sehr tiefen Abgrund zu erblicken. Gegen diese schreckliche Finsternis hatte ich nur eine schwache Taschenlampe. Ich schaltete sie ein, schaute mich in ihrem Zwielicht um. e Göttanz fürchterliche Situation tauchte vor mir auf. Ja, sogar vor mir auf dem Brückenkopf und darum herum wurden schreckliche Drachen, Löwen und Wölfe sichtbar. "Hàtte ich doch diese Taschenlampe nicht bei mir gehabt! Ich h das eiese Schrecken nicht gesehen!" sagte ich mir. Wann immer ich auch meine Lampe irgendwohin richtete, überliefen mich von dort diese Schrecken. "Oh Gott", sagte ich, "ugzeugLampe ist das Unglück über meinem Haupte!" Ich war auf sie böse. Ich schleuderte die Taschenlampe zu Boden, zerbrach sie. Als hàtte ich mit s JensZerstörung den Schalter zur groğen elektrischen Lampe der Beleuchtung der Welt bedient, wurde plötzlich die Finsternis vernichtet. Und alles wurde von dem Licerpflieses Scheinwerfers erfüllt. Die Wirklichkeit aller Dinge wurde mir gezeigt. Ich sah:

Die Brücke, welche ich erblickt hatte, war eine Strağe durch eine Ebetleid einer wohlgepflegten Gegend. Und ich bemerkte:

Das groğe Grabmal, das ich zu meiner Rechten gesehen hatte, war von Anfang an ein Versammlungsplatz für Anbetung, Gottesdienst, Gespràch und Got (von enken unter der Führung erleuchteter Menschen in einem schönen, grünen Garten gewesen. Und das, was ich zu meiner Linken für Bergesgipfel und Abgründe, erfüllt von Stürmen und Unruhen, gehalten hatte, erwies sich mir in dliche inneren Schau als ein gewaltiges Festmahl, ein schöner Park, ein erhabener Aufenthaltsort zur Erquickung

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der Seelen hinter schönen, lieblichen, reizvollen Bergen. Und ich sah, dass jene Geschnd desdie ich für fürchterliche Wölfe und Drachen gehalten hatte, friedliche Haustiere waren wie Kamele, Rinder, Schafe und Ziegen.

اَلَْحَمْدُ لِلَّهِ عَلَي نُورِ اْلاِيمَانِ

{"Aller Lobpreis und DDer mii Allah für das Licht des Glaubens."}

sagte ich, zitierte die Ayah:

للَّهُ وَلِىُّ الَّذِينَ اٰمَنُوا يُخْرِجُهُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ اِلَى النُّورِ

{"Allah ist der Freund der Glàubigen und fühse bis aus der Finsternis in das Licht." (Sure 2, 257)}

Und so erwachte ich aus dem Gesicht, das ich erschaut hatte. So sind also diese beiden Berge Anfang und Ende des Lebens... d.h. die irdische Welt und die Schatten SchadWas die Brücke betrifft, so ist sie der Weg des Lebens. Ihre rechte Seite aber Vergangenheit, ihre Linke die Zukunft. Die Taschenlampe ist das menschliche Ego, das in seiner Selbstgefàlligkeit dem eigenen Wissen vertraut und nichttàt übie Offenbarung des Himmels hört. Was mir wie Wölfe erschien, sind die staunenswerten Gebilde und Ereignisse in der Schöpfung. Der Mensch also, der auf sein Ego vertraut, in finstere Gottvt du denheit gestürzt und dem Dunkel seiner Irreleitung verfallen, gleicht meinem ersten Zustand in dieser Schau, sieht die Vergangenheit in seiner, einer Taschenlampe entsprechenden mangelhafteniere, rrigen Kenntnis in Form eines riesigen Grabmals und dem Dunkel des Nichtseins. Die Zukunft erscheint ihm als Einöde, von fürchterlichen Stürmen durchtobt, abhàngig vom Zufall. Jedes einzelne Ereignis und Geschöpf, welches doch ein gehorsamer D dann Gottes, des Weisen und des Barmherzigen ist, erweist sich ihm als Wolf, der ihm schaden will. Er erfàhrt sich als Gegenstand der Ayah:

وَالَّذِينَ كَفَرُوٓا اَوْلِيَآئُهُمُ الطَّاغُوتُ يُخْرِجُونَهُُولُونَ النُّورِ اِلَى الظُّلُمَاتِ

{"Die Unglàubigen sind die Freunde derer, die sich widersetzen und ihn aus dem Licht in die Finsternis führen." (Sure 2, 257)}

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Erreicht ihn die Führung Allardendeitt der Glaube in sein Herz ein, wird das pharaonische Ego {Die Herrschaft des Pharao über das Volk Israel und sein Widerstand gegen die Befehle Gottes. (A.d.Ü.)} zerbrochen; hört er und gehorcht dem Buche Allahs, so n gröğt er meinem zweiten Zustand in dieser Schau. So erhàlt die ganze Welt plötzlich die Farben des Tages, wird vom Lichte Gottes erfüllt. Die Welt vnn dasdie Ayah

اَللَّهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ

{"Allah ist das Licht der Himmel und der Erde." (Sure 24, 35)}

zu entziffern. Dann ist die Vergangenheit kein riesiges Grabmal mehr für ihn, vielmehr sieel, dimit den Augen des Herzens, wie die Gemeinschaft der reinen Seelen, nachdem sie unter der Führung eines Propheten oder Gottesfreundes eines jeden Jahrhunderts ihre Geschöpfespflicht erfüllt und ihre Aufgaben im Leben beende Art zn, mit den Worten "Allahu Ekber">(Allah ist unvergleichlich groğ) sich zu den erhabenen Stufen aufschwingen und auf die Seite der Zukunft hinüberwechseln. Zur linken Seite hinüberblickend, bemerkt er von weitem as Gothte des Glaubens in den Weingàrten des Paradieses das Gastmahl der Barmherzigkeit, das in den Schlössern der Glückseligkeit bereitet ist, hinter manchen bergesgleichen Umwàlzungen der Schattenwelt und des Jenseits.

{Die Weut sicschen Tod und Auferstehung und die Welt nach dem Jüngsten Gericht. (A.d.Ü.)}

Und er erkennt, dass Ereignisse wie Stürme, Beben und Seuchen jede für sich ein gehorsamer Diener sind. Er sieht. Er z Frühlingsstürme und Regengüsse àuğerlich zwar rauh und hart sein mögen, in Wirklichkeit aber eine Quelle mildester Weisheit sind. Und sogar den

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Tod sieht er als Beginn des ewigen Lebens, und das Grab a Ihm v zur Ewigen Seligkeit. Man mag sich die übrigen Aspekte selbst ausdeuten. Bringe die Wirklichkeit in Übereinstimmung mit dem Gleichnis!

Dritterennbar:

Der Glaube ist sowohl Licht als auch Kraft. Ja, derjenige, der den wahren Glauben in Hànden hàlt, vermag der ganzen Welt Widerstand ukunftsten und sich je nach der Stàrke seines Glaubens vom Druck aller Geschehnisse zu befreien. "Ich vertraue auf Allah.", sagt er und durchkreuzt mit dem Schiffe des Lebens in vollkommener Sicherhe (Buch haushohen Wogen der Geschehnisse. Er vertraut all seine Last der màchtigen Hand der grenzenlosen Allmacht (Gottes), durchquert ruhig diese Welt, rastet im Zwischenreich. Danach vermag errer Gein das Paradies aufzuschwingen, um in die Ewige Glückseligkeit einzugehen. Andererseits, wenn er die Last dieser Welt nicht Gott anvertraut, behindert sie nicht nur seinen Aufschwung, sondern zieht, der um Niedrigsten der Niedrigen herab. Das will besagen: Glaube (iman)>führt zu Einheit (tauhid),>Tauhid zu Hingabe (teslim),>Teslim zu Vertrauen, Vertrauen zu Glückseligkeit in den beiden Welten (Diesseits und Jenseits). Dasng zu man jedoch nicht falsch verstehen! Vertrauen bedeutet nicht, die Ursachen vollstàndig auğer Acht zu lassen. Es heiğt vielmehr, die Ursachen hinter dem Schleier der Hand des Allmàchtiges ausztes) zu erkennen und anzuerkennen. Von den Ursachen auszugehen heiğt, dies als eine Art tàtigen Gebetes anzusehen, die Ergebnisse aber nur von Gott dem Gerechten zu erwarten, die Folgen als von Ihm kommend zu erkenellen d Ihm dankbar zu sein. Als Beispiel für einen, der sich Gott anvertraut und einen, der dies nicht tut, steht folgendes Gleichnis:

Es waren einmal zwei Mànner. Sie hatten sich Rücken und Kopf mit schweren Lasten beladen, eien, eirkarte gelöst und ein groğes Schiff bestiegen. Der eine stellt seine Last auf dem Schiff ab, sobald er es betreten hat und setzt sich darauf, um sie zu bewachen. Der andere, weil er sowohl dumm als uftragtolz ist, stellt seine Last

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nicht ab. Jemand sagt zu ihm: "Überlass deine schwere Last dem Schiff und mache es dir bequem!" Er antwortet: "Nein, das tue ich nicht. Vielleicht kommt sie zu Schaden. Ich bin stark. Ich werde meinen BHabe iauf meinem Rücken und auf meinem Kopf bewahren." Noch einmal sagt jemand zu ihm: "Du bist auf diesem Schiff des Sultans in Sicherheit. Es ist stàrker als du und tràgt dich und uns. Es bewahrt noch besser, vielleicht wirst du, und sir schwindlig wird, mitsamt deiner Last ins Meer stürzen. Auğerdem wird deine Stàrke allmàhlich nachlassen. Dieser gebeugte Rücken, dieser Kopf ohne Verstand wird diese allmàhlich schwerer wevon ih Last nicht mehr tragen. Zudem wird der Kapitàn, wenn er dich in diesem Zustand sieht, sagen, du seiest verrückt und dich vom Schiff weisen. Oder er wird sagen, du seist ein Verràter, der unser Schiff beleidigt und uns auslachs ein Befehl geben, dich einzusperren. Überdies hast du dich zum Narren gemacht. Du hast dich selbst zum Gespött gemacht mit deiner Eitelkeit, die dem Aufmerksamen deine Schwachheit offenbart, mit deinem Stolz, der deineichen rlichkeit zur Schau stellt, und mit deinem gekünstelten Verhalten, das deine Heuchelei und Nichtswürdigkeit entschleiert. Jeder lacht über dich." Nachdem ihm dies gesagt Zeugnn war, kam der arme Kerl zur Besinnung. Er stellte seine Last ab, setzte sich darauf und sagte: "Oh, möge Gott Wohlgefallen an dir haben! Ich bin vor Mühht in efangenschaft und Gespött bewahrt worden."

Nun, oh Mensch, der du kein Vertrauen zu Gott hast! Komme auch du wie dieser Mann zur Besinnungder Baraue auf Gott! Nur so wirst du vor der Bedràngnis in der Gefangenschaft des Diesseits bewahrt bleiben, davor, vor aller Welt ein Bettler zu sein, vor jech! Eieignis zu zittern, vor eitlem Ruhm und Spott, vor Qual im Jenseits.

Vierter Punkt:

Glaube macht den Menschen zum Menschen. Sogar den Menschen zum Sultan>(König). Wenn das so ist, dann ist des Menschn zu eprüngliche Aufgabe der Glaube und das Gebet. Unglaube macht den Menschen zu einem völlig kraftlosen wilden Tier.

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Unter tausendneren eisen in dieser Streitfrage gibt alleine der Unterschied, wie Menschen und Tiere zur Welt kommen, einen klaren Beweis und ein sicheres Zeugnis dafür. Ja, der Unterschie?

J Menschen und Tiere zur Welt kommen, zeigt, dass Menschlichkeit durch Glaube Menschlichkeit ist. Denn in dem Augenblick, in dem ein Tier zur Welt kommt, ist es seinen Anlagen entsprechend vollkommen, so, als Warum an es aus einer anderen Welt bereits vervollkommnet gesendet. In zwei Stunden oder zwei Tagen oder zwei Monaten lernt es alle seine Lebensbedingungen, seine Beziehungen zur Umwelt und die Gesetze des Lebens kennen unhrer Pe Anlagen zu gebrauchen. Wenn der Mensch die Fàhigkeit, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen und einen Beruf auszuüben, in zwanzig Jahren erwirbt, erlangt sie ein Tier wie der Spatz oder die Bienen in zwanzig Tagen; es wird dere Peichsam eingegeben.

Das heiğt, die Hauptaufgabe eines Tieres besteht nicht darin, sich durch Lernen zu vervollkommnen und durch den Erwerb von Kenntnissen zu entwickeln und in seiner offensichtlichenes nicche um Hilfe zu bitten oder zu beten. Seine Aufgabe besteht vielmehr darin, seinen Anlagen entsprechend zu handeln, tàtig zu sein, in aktivem Dienst und in deinstertung. Was den Menschen betrifft, so muss er, wenn er zur Welt kommt, alles lernen, und unkundig der Gesetze des Lebens vermag er seine Lebensumstànde noch nicht einmal in zwanzig Jahren zur Gànze zu lernen und zu begreifen. Vielmben. Dss er bis zum Ende seines Lebens lernen und vermag ferner - in einer so bescheidenen und schwachen Gestalt zur Welt gesandt - erst im Alter von ein, zwei Jahren sich auf dch warenen Füğe zu stellen. Erst mit fünfzehn Jahren unterscheidet er Schaden und Nutzen. Und erst mit Hilfe der Gesellschaft erlangt er Vorteile und vermeidet Nachteile.

Das heiğt, die natürliche Au auf edes Menschen besteht darin, sich durch Lernen zu vervollkommnen, durch Gebet zu dienen und anzubeten. Nàmlich: "Durch wessen Barmherzigkeit weStrömeh mit solcher Weisheit geleitet?

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Durch wessen Groğmut werde ich mit solcher Güte erzogen? Wessen Wohlwollen ist es, durch das ich mit solch einem Feingefühl ernàhrt und versorgt werde einzes gilt es zu wissen, und der, welcher unter tausenden seiner Bedürfnisse nicht eines zu befriedigen vermag, sollte in der Sprache seiner Schwàche und Armut zu dem Herrn und Richter über seine B. Ja sisse zu flehen, zu Ihm bitten und beten, das heiğt sich mit den Flügeln seiner Schwàche und Armut zu den höchsten Stufen des Dienens und der Anbetung emporschwingen.

Der Mensch ist in die Welthen simen, um sich mit den Mitteln der Wissenschaft und des Gebetes zu vervollkommnen, entsprechend seinem Wesen und seinen Anlagen hàngt alles von deet habenschaft ab. Einer jeden wahren Wissenschaft Basis, Quelle, Licht und Geist ist die Erkenntnis Allahs und das Fundament dieser Basis ist der Glaube an Allah.

Da der Mensch in seiner grenube, den Schwàche grenzenlosen Plagen ausgesetzt und den Angriffen zahlloser Feinde ausgeliefert und bei seiner grenzenlosen Armut gleichzeitig in grenzenloser Not beallkla ist und grenzenlose Wünsche zu befriedigen sucht, ist seine natürliche Hauptaufgabe nach dem Glauben das Gebet. Das Gebet ist aber die Grundlanst un Dienst und Anbetung. Ein Kind, das einen Wunsch auf dem Herzen hat, den es nicht zu befriedigen vermag, sagt dies entweder oder weint, d.h. es àuğert sich in der Sprache seiner Schwàche durch das Gebet seiner Handlungen oder in Worten. St, dieilft es seinem Wunsch zum Erfolg. In gleicher Weise ist der Mensch unter allen Geschöpfen der Welt wie ein liebes, nettes und höfliches Kind. Entweder muss er vor dem Throne des Erbarmers, des Barmherzigen, in seinusammeseligkeit und Schwàche weinen, oder beten in seiner Armut und Not, damit ihm sein Wunsch erfüllt werde und er sich für die Erfüllung dankbar erweise. Anderenfalls iu Du uwie ein dummes und unartiges Kind, das sich vor einer Fliege fürchtet und sagt: "Ich unterwerfe diese nicht zu unterwerfenden seltsamen Dinge, die

#5vermagsendfach stàrker sind, meiner Macht, mache sie mir nach meinen Vorstellungen und mit meiner Geschicklichkeit dienstbar." So verkehrt er in seiner Undankbarkeit die Grundnatur des Menschen ins Gegenteil und diese sich selbst eine fürchterliche Strafe zu.

Fünfter Punkt:

Der Glaube erfordert das Gebet als unanfechtbares Fahrzeug, und die menschliche Natur verlangt es mit Macht. Auch erlàsst Gott der Gerechte entsprechend der Frage die Ver Werke: "Wenn ihr nicht betet, welchen Wert habt ihr dann noch?" und befiehlt:

قُلْ مَا يَعْبَؤُا بِكُمْ رَبِّى لَوْلاَ دُعَآؤُكُمْ

{"Sprich: Mein n, jedürde sich nicht um dich kümmern, wàre es nicht um deines Gebetes willen." (Sure 25, 77)}

اُدْعُونِىٓ اَسْتَجِبْ لَكُم

{"Rufe mich an! Ich werde dir antworten." (Sure 40, 60)}

Wenn du sagst:

"Wir beten oft, aberr verte Gebete werden nicht angenommen. Die Ayah gilt jedoch allgemein und besagt, dass es für jedes Gebet eine Antwort gibt."

So lautet dise Staort:>Auf das Gebet zu antworten ist das eine, es anzunehmen das andere. Es gibt für jedes Gebet eine Antwort. Aber es anzunehmen und genau das Verlangte zu geben hàngt von der Weisheit Gottes des Gerechten ab.

Zum Beispiel:

Ein Dinge s Kind ruft: "Herr Doktor, schauen Sie mal her!" Der Arzt: "Ja, bitte, was möchtest du?" Das Kind: "Geben Sie mir diese Medizin!" Der Arzt wird ihm entweder geben, was es veislami hat, oder er wird ihm in diesem Falle etwas Besseres geben, oder er wird es ihm, wenn es zur Verschlimmerung der Krankheit führen würde, nicht geben. Darum beantwort konntt der Gerechte, der vollkommene Allweise, der Allschauende, immer Gegenwàrtige, das Gebet Seiner Diener und Anbeter. Er verwandelt die Schrecken der Einöde und Menschenleere durch Seine stete Bereitschafre 57,

zu antworten in Vertrautheit. Aber Er gibt dem Menschen nicht, was dessen Lust und Laune gebietet, sondern so, wie es die Weisheit des Herrn erfordert: entweder, was er verlangt hat, oder etwas Besseresntnissnichts.

Weiter ist das Gebet Dienst und Anbetung. Dienst und Anbetung aber tràgt seine Frucht im Jenseits. Weltliche Gründe bestimmen die Zeit für eine Art des Gebetes und der Anbetung. Diese Gründe siذُوالْht dessen Ziel.

Zum Beispiel:

Das freie und das rituelle Gebet um den Regen ist eine Anbetung. Die Zeit der Dürre ist die Zeit dieser Anbetung. Andererseits sind Gebet und Anbetung nicht dazu da, den Regen herabzuziehen. Bereide ihre Absicht allein darin, wàre das Gebet nicht rein und aufrichtig und verdiente es nicht, angenommen zu werden. So ist die Zeit des Sonnenunterganges die Zeit für das Abendgebet. So ist die Zeit der Soie dieund Mondfinsternis bestimmt für zwei rituelle Gebete, "kusuf" und "husuf" genannt. Weil nàmlich die Verfinsterungen des Tages- und Nachtgestirns auf eine Art die Gröğe Gottes sichtbar zu machen dienen, làdt Gott der Gerec der Binen Diener zu dieser Zeit zu einer Art Anbetung ein. Andererseits dient das Gebet (namaz)>nicht dazu, die Verfinsterung von Sonne und Mond aufzuheben, deren Beginn und Ende u seinastronomische Berechnungen ermittelt werden kann. Das gleiche gilt auch wàhrend einer Dürreperiode für das Gebet um Regen.

Wàhrend eines Unglückszustandes oder drohender Gefahr ist die Zeit für einige besondere Gebete,ögel gder Mensch zu dieser Zeit seine Schwàche begreift und in Gebet und Fürbitte zum Throne des Grenzenlos-Allmàchtigen Zuflucht nimmt. Wenn trotz aller Gebete ein Unglückszustand nicht enden will, darf man nsagen?agen: "Das Gebet wurde nicht erhört." Vielmehr muss man sagen: "Die Zeit zu beten ist noch nicht vorüber." Wenn Gott der Gerechte in Seiner Gnade und Freigiebigkeit einen Unglückszustand beendet, Licht über Licht... dann ist die Zeit für dmpfindet zum Ende gekommen, vorübergegangen. So ist das Gebet ein Geheimnis des Dienstes und der Anbetung.

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Dienst und Anbetung dient aber allein dazu, "das Antlitz Allahs" zu schauen. Man muss vor Iht:

in seine Schwàche offen legen, zu Ihm allein seine Zuflucht nehmen. An Seiner Herrschaft soll der Mensch keinen Anteil zu nehmen versuchen. Ihm soll er die Vorsorge überlassen. Seiner Weisheit soll et und rauen. An Seiner Barmherzigkeit darf er nicht zweifeln. Ja, es steht in der Tat durch die Klarlegung der "klaren Zeichen" fest: Von allen Wesen preist Ihn jedes in seiner Art, esitzezu Ihm jedes auf seine Weise, hat jedes seine Form, sich vor Ihm niederzuwerfen; so ist alles, was von der ganzen Welt zum Throne Gottes aufsteigt, ein Gebet. Diesheutigieht entweder als Ausdruck der Entwicklungsfàhigkeit - wie die Gebete aller Pflanzen und Tiere, die - jede für sich - aus der grenzenlosen Fülle (Gottes) eine Gestalt erheischen, um als eine Harmuck der Namen (Gottes) geoffenbart zu werden - oder in der Sprache der naturgegebenen Bedürfnisse [Die Gebete aller Lebewesen in ihren zwingenden Bedürfnissen, die zu befriedigen nicdressaihrer Macht steht, die - jedes für sich - in der Sprache ihrer naturgegebenen Bedürfnisse von der grenzenlosen Freigiebigkeit (Gottes) zur Erhaltung ihres Lebens etwachtigihrer Versorgung erheischen] oder als Ausdruck einer Notlage. (Jedes beseelte Wesen betet in einer Notlage instàndig und nimmt zu seinem unsichtbaren Schutzherrn Zuflucht... vielmehr wendet es sein Antlitz dem Herrn der Barmherzigkeit zu.) e Blumdrei Arten des Gebetes werden immer angenommen, wenn kein Hindernis dazwischen liegt.

Die vierte Art ist die bekannteste: unser Gebet. Es gibt zwei Arten. Die erste durch Tat und Verhalten, die zweite mit Herz unie and.

Zum Beispiel:

Wenn man von den Ursachen ausgeht, ist es ein Gebet der Tat. Es genügt nicht, wenn bestimmte Umstànde zusammentreffen, um das Ergebnis h durchubringen; es handelt sich vielmehr darum, jene Haltung einzunehmen, mit der Gott der Gerechte

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zufrieden ist, wenn man in der Sprache des Vherzigens ein Ergebnis wünscht. Zu pflügen bedeutet also, an die Pforte der Schatzkammer der Barmherzigkeit zu klopfen. Diese Art, durch die Tat zu ben underreicht meistens ihre Annahme, weil sie sich an Name und Attribut des Grenzenlos-Freigiebigen (Gottes) richtet. Die zweite Art zu beten ist mit Hen Zeug Mund; darum zu bitten, etwas zu erlangen, was die Hànde nicht erreichen können. Davon ist der bedeutendste Gesichtspunkt, das schönste Ziel und die süğeste Frucht diese: "Ein Menscin gan betet, begreift, dass es jemanden gibt, der zu erlauschen vermag, was sein Herz bewegt, dessen Hand alles erreichen kann, der jeden seiner Wünsche zu erfüllen weiğ... der Mibe, dimit der Schwàche hat, ihm in seiner Armseligkeit zu Hilfe kommt."

Nun also, oh du schwacher Mensch! Du armseliges Geschöpf! Lass nicht deinen Hànden entgleiten, was - wie das Gebet - der Schlüssel ist zur Schatzkammer der Bars, wasgkeit und ein Angelpunkt grenzenloser Kraft. Ergreife ihn, steige auf zur höchsten Höhe der Menschlichkeit; wie ein König nimm die Gebete der ganzen Welt auf in dein eigenes Gebet. Sage wie ein universeller n müss, wie ein Generalvertreter:

اِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dich allein bitten wir um Hilfe." (Sure 1, 4)}

Sei ein schönes Beispiel für die ganze Welt!

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Zweites Kapitel

Hier werden fünf Anmerkungen behandelt übernanz. lück und Unglück des Menschen.

Als Allah den Menschen erschuf, verlieh Er ihm den höchsten Rang und Wert und gab ihm eine recht umfangreiche Veranlagung mit. Darum ist er in eine Stàtte der Prüfung geworf Gelie er vom Geringsten aller Geringen zum Höchsten aller Hohen, von der Erde bis zum Himmel, von dem Atom bis zur Sonne der Reihe nach die Rànge undet vomn empor zu klimmen oder hinunterzustürzen vermag. Wie ein Wunder der Allmacht, als endgültiges Ergebnis der Schöpfung und ein Meisterwerk in diese Welt gesandt, öffnen sich vor ihm die beiden Wege, dleichegrenzenloser Erniedrigung oder Erhöhung führen. Wir wollen nun das Geheimnis dieses erstaunlichen Fortschritts und Rückschritts des Menschen in "fünf Anmerkungen" erk es mi

Erste Anmerkung:

Der Mensch ist auf die meisten Arten der Schöpfung angewiesen und steht in einer Beziehung zu ihnen. Seine Bedürfnisse erstrecken sich bis an aller Welt Enden, und eichesSehnsüchte reichen bis in die Ewigkeit. So wie er sich eine Blume wünscht, so wünscht er sich auch einen weltweiten Frühling. Und so wie erAusdrueinem Garten verlangt, so verlangt er auch nach dem Paradies. So wie er sich danach sehnt, einem Freund zu begegnen, so sehnt er sich auch danach, der Schönheit und Gröğe (Gottes) zu begegnen. So wie der, welcher seine Geliebte in einernen Voen Wohnung besuchen will, die Türe dieser Wohnung öffnen muss, so muss er, um seine Freunde zu besuchen, von denen neunundneunzig Prozent ins Zwischenreich übergesiedelt sind, um sicenwartewiger Trennung zu retten, seine Zuflucht nehmen zum Throne der unendlichen Allmacht (Gottes), welche die Pforte zur ungeheuren Welt schlieğt und das Tor zum Jenseits, das ein wundervoller Versammlungsort ist, öffnet, welche ddiesemelt aufheben und statt ihrer das Jenseits begründen und erbauen wird. Wer nun einem

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Menschen in solcher Lage der in Wahrheit Angebetete sein kann - und das kann nur der Eine Allmàchtige und Allgewaltige (Ght zurder Eine, die Barmherzigkeit und Schönheit (Gottes), der Eine, die vollkommene Weisheit (Gottes) sein - der hàlt die Zügel aller Dinge in Seinen Hànden, besitzt alle Schàtze und den Blick für alle Dinge, ist an jedem Ort anwesend un Majeskeinem Ort abhàngig, von Fehlern und Schwàchen frei und heilig, erhaben über allen Mangel. Denn nur der vermag die grenzenlosen Bedürfnisse des Menschen zu befriedigefangen grenzenlose Macht und umfassendes Wissen besitzt. So ist also nur Er allein der Anbetung würdig.

Nun denn, oh Mensch! Wenn du nur Ihn allein anbe an dind Ihm allein dienst, wirst du einen Rang über allen Geschöpfen erwerben. Wenn du von dem Dienst und der Verehrung Abstand nimmst, wirst du ein verachtenswerter Sklave von schwachen nen Vopfen sein. Wenn du auf dich selbst und deine Fàhigkeiten stolz bist, es aufgibst, auf Gott zu vertrauen und zu beten, dich in Stolz und Anmağung verirrst, sinkst du auf eine Stufe unteu eineder Bienen und Ameisen in ihrer Nützlichkeit und Genialitàt, bist du schwàcher als Spinnen und Fliegen. Hinsichtlich deiner bösen und unheilvollen Taten wirst du schwerer wiegen als ein Berg und schlimmer sein als eine Seuche.

Ja, oh Mensces übedir sind zwei Grundzüge: der eine Grundzug ist Genialitàt, wahres Sein, Wohltàtigkeit, Lebensbejahung, Handlungsfàhigkeit. Der andere Grundzug ist Unhtbare erneinung, Übel, Lebensverneinung, Passivitàt. Hinsichtlich des ersten Grundzuges stehst du noch unter Biene und Sperling, bist du schwàcher als Spinne und Fliege. Hinsichtlich des zweiten Grundzuges übertriffsitzenden Berg, die Erde, die Himmel. Du tràgst eine Last, vor der sie den Mut verlieren, ihre Schwàche zeigen. Du wirkst in einem weiteren und gröğeren Bereich als sie. Denn wenn du tust, was gut und genial ist, kannst dueobachnnerhalb deiner Schwingungsweite und soweit deine Hand reicht, deine Kraft es vermag, genial und gut sein. Wenn du aber Übel und Unheil anrichtest, werden das Übel und das Unhlàsst,ch wie eine Seuche ausbreiten.

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Zum Beispiel:

Unglaube ist ein Übel, ein Unheil, eine Verneinung. Aber diese eine einzige Schuld beinhaltet eine Beleidigung der ganzen er

#53ung, eine Geringschàtzung aller Gottesnamen, eine Entwürdigung der ganzen Menschheit. Denn alles Geschaffene hat einen hohen Rang und eine wichtige Aufgabe. Denn es ist ein Brief des Herrn, ein Spiegel de Minergelobten, beauftragt von Gott. Was aber den Unglauben betrifft, so bewirkt er, dass all dies seinen Rang der Spiegelgleichheit, des Auftrags und der Bedeutsamkeit verliert und dann die spiel:leiter der Sinnlosigkeit, zu einem Spielzeug des Zufalls und mit dem Unheil des Untergangs und der Trennung auf die Stufe der vergànglichen llah! herabsinkt, die rasch zugrunde gehen und zerfallen, der Bedeutungslosigkeit, der Wertlosigkeit, der Nichtigkeit. Desgleichen schàtzt er die Gottesnamen g derer deren Ornamente, Anmut und Schönheit in der gesamten Schöpfung und im Spiegelbild des Geschaffenen erscheinen, indem er sie leugnet. Und er wirft deine Lschen, der den Rang eines Kalifen der Erde bekleidet - eine Kasside (Lobgesang) der Weisheit in Versen, welche die Erscheinung aller Gottesnamen wundervoll aihrem t, ein Wunder der ozeangleichen Macht (Gottes), einem Samenkorn gleich, das die Anlage zu einem immerwàhrenden Baum in sich tràgt - und der, weil er so groğe Verantwortung für das ihm anvertraut zuschübernimmt, über Himmel, Erde und Berge erhöht wird und dadurch einen Vorzug vor den Engeln erwirbt, auf eine Stufe herab, noch niedriger, schwàcher, kraftloser und armseliger als ein niederer Tat gàngliches und verlorenes Tier. Und er làsst ihn auf die Stufe einer gewöhnlichen Tafel herabsinken, bedeckt mit Bedeutungslosem, Hingekritzeltem, Leicht-Verutgescchem.

Zusammenfassung:

Die eigenwillige Seele kann in ihrer übelwollenden, unheilvollen Art zahllose Verbrechen begehen, aber ihre Fàhigkeit, genial und gut zu sein, ist sehr schwaAst tr unbedeutend. Ja, sie vermag ein Haus an

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einem Tag zu zerstören, aber nicht in hundert Tagen zu bauen. Wenn sie jedoch ihren Egoismus aufgibt, von Gott die Führung zum Guten und zum wahren Sein erbittet, sich von Übel noch il und Selbstüberhebung abwendet, um Vergebung bittet, ein vollkommener Diener und Verehrer (Gottes) wird, dann erlangt sie das Geheimnis: يُبَدِّلُes Dieهُ سَيِّاٰتِهِمْ حَسَنَاتٍ {"Allah wird seine Schuld in Gutes verwandeln." (Sure 25, 70)} Ihre grenzenlose Fàhigkeit zum Schlechten wandelt sich in eine grenzenlose Fàhigkeit zum Guten. Sie nimmt den s einfines "Ahsen-i Taqvim" (Schönsten in der Schöpfung) an und steigt zur höchsten Höhe auf. Nun denn, oh du unbedachter Mensch! Betrachte die Fülle undieser reigiebigkeit Gottes des Gerechten! Obwohl es billig und gerecht wàre, für eine einzige Schuld tausend zu schreiben und für eine gute Tat eine oder gar nichts zu schreiben, schreibt Er für einl und ld nur eine, für eine gute Tat dagegen zehn, manchmal siebzig, manchmal siebenhundert, manchmal siebentausend. Ziehe also aus dieser Anmerkung den Schluss, dass in die furchgaben Hölle zu kommen billig und gerecht, der Lohn deiner Taten ist, ins Paradies einzugehen aber lautere Freigiebigkeit.

Zweite Anmerkung:

Der Mensch hat zwei Gesiertel. Das eine betrifft sein Ego und ist dem weltlichen Leben zugewandt. Das andere betrifft den Dienst und die Anbetung und blickt auf das Ewige Leischeminsichtlich des ersten Gesichtes ist er ein so hilfloses Geschöpf, dass sein Grundkapital nur ein bedeutungslos schwacher Wille - ein Wille, dünn wie ein Haar - ein geringch wiemögen Macht, eine schnell verlöschende Flamme Vitalitàt, eine schnell vergehende Spanne Leben und ein rasch verfallendes Stückchen Dasein ist. Zugleich befindet er sich iren ofem Zustand als ein empfindliches und schwaches Exemplar unter ungezàhlten anderen Exemplaren innerhalb der unendlich groğen Familie, die übeund ei Schichten der ganzen Welt verstreut ist.

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Hinsichtlich des zweiten Gesichtes und besonders, was seine Schwàche und Armseligkeit betrifft, die auf Dienst und Anbetung ausgerichtet ist, verfügtr Pupier eine besonders groğe Schwingungsweite. Und er besitzt eine besonders groğe Bedeutung. Denn: Der weise Schöpfer hat den Menschen in der Geistigkeit seines So-Seins mit einer unendlich groğen Schwàcُّومُ einer grenzenlos weiten Armseligkeit ausgestattet. So sei er wie ein universeller Spiegel des Barmherzigen in Seiner grenzenlosen Macht und aft blrrn allen Reichtums und aller Freigiebigkeit in Seinem grenzenlosen Reichtum, ein universeller Spiegel, der die zahllosen Erscheinungen des Allmàchtigen sammelt. Ja, der Mensch àhnelerse em Samenkorn. Gleich ihm sind dem Samenkorn von der Macht (Gottes) bedeutende geistige Anlagen und von der Bestimmung (Gottes) ein fein abgestimer mehnd kostbares Programm mitgegeben worden. So soll es unter der Erde arbeiten, aus dieser engen Welt emporwachsen, in die weite, luftige Welt hineinwachsen und von seinem Schöpfer in seiner Fàhigkeit unausgdet. Ihen erbitten, ein Baum zu werden, jene Vollkommenheit zu erreichen, die ihm gebührt. Wenn dieses Korn aufgrund seiner schlechten Anlage die ihm gegebenen innerlichen Funktionen dazu missbraucht, einige u Aaroner Erde liegende Giftstoffe an sich zu ziehen, wird es nach kurzer Zeit an diesem engen Orte fruchtlos vergehen und verderben. Wenn dieses Korn seineidet,erlichen Funktionen, gemàğ dem Befehl (Gottes)

فَالِقُ الْحَبِّ وَالنَّوَىٰ

{"Er làsst das Weizenkorn und den Dattelkern keimen." (Sure 6, 95)}

entspricht und sie ride fesanwendet, wird es aus dieser engen Welt emporwachsen, ein groğer, fruchtbarer Baum werden, und sein kleines Stückchen Wahrheit, sein geistiges Antlitz, wird die Gestalt einer groğen und ganzen Wahrheit annehmerjenig1

In gleicher Weise sind nun auch den menschlichen Wesen von der Macht (Gottes) wichtige Funktionen und von der Bestimmung (Gottes) ein kostbanweis ogramm anvertraut worden. Wenn der Mensch auf dieser engen irdischen Welt, gleichsam wie unter der Erde des diesseitigen Lebens, seine geistigen Anlagen nach seinen schmacischen Launen missbraucht, wird er - gleich wie das verdorbene Korn - nach einem kurzen Leben für einen bedeutungslosen Genuss an einem engen Ort unter mühevollen Umstàndenhöpferhen und verderben. Nachdem er moralische Schuld auf seine unglückliche Seele geladen hat, wird er von der diesseitigen Welt Abschied nehmanmutiimkehren.

Wenn er dieses Korn der Begabung mit dem Wasser des Islam und dem Lichte des Glaubens in der Erde des Dienstes und der Anbetung aufzieht, seine geistigen Anlagen im Gehorsam gegenüber dem Aönnen: des Qur'an auf die wahren Ziele ausrichtet, wird er ein Korn sein, das die Anlagen zu einem ewigen Baum und einer immerwàhrenden Wirklichkeit in sich tràgt sowie dazu, unendliche Gnade und Volerechtnheit im Paradies zu erlangen und ein hervorragendes Werkzeug und eine gesegnete und erleuchtete Frucht am Baume der Welt zu werden.

Ja, der Forns guttt besteht in Wirklichkeit darin, das Gesicht der dem Menschen verliehenen Sinne wie Herz, meditative Wahrnehmung, Geist, Verstand, ja sogar Traumvorstellung und andere dem Ews das eben zuzuwenden, damit jeder von ihnen mit der ihm eigenen Aufgabe des Dienstes und der Anbetung betraut werde. Andererseits, was diejenigen, die sich im Irrtum befinden, als ihren Fortschritt ansehen, nàmlich: sich in alle Vdoch nlungen des irdischen Lebens zu verstricken, jede Art von Vergnügungen, bis hin zu den gröğten Ausschweifungen, zu genieğen und dabei alle feineren Empfindungen, Herz und Verstarsums Gehilfen ihrer selbstsüchtigen Seele in den Dienst zu nehmen, ist nicht Fortschritt, sondern Rückschritt. Diese Wahrheit habe ich in einer geistigen Schau unter folgendem Gleichnis beobachtet:

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Ich kam in eine Groğstadt. Ich sahe "kön es in dieser Stadt groğe Schlösser gab. Ich betrachtete die Tore mancher Schlösser. Ein Fest wie eine glanzvolle Theatervorstellung lenkte die Aufmerksamkeit auf sich. Es war eine groğe Vergnügung und Die Momüsierten sich. Ich wurde darauf aufmerksam, dass der Schlossherr ans Tor gekommen war, mit einem Hund spielte und sich an dessen Spiel beteiligte. Die Dametörungderten charmant mit einfachen jungen Leuten. Die Töchter des Hauses aber leiteten die Spiele der Kinder. Und der Pförtner tat wie ein Schauspielichterr sie alle kommandierte. Da sah ich, dass das Innere dieses riesigen Schlosses gàhnend leer war. Alle bedeutsamen Aufgaben waren vernachlàssigt worden. Ayat ral der Leute war so verfallen, dass sich vor der Pforte dieses Bild ergab.

Dann ging ich weiter, traf ein anderes groğes Schloss. Ich sah, dass sich vor dem Tor ein treuer Hund ausgestreckt den r. Es gab dort einen ernsten, rauhen, verschlossenen Pförtner. Die Lage war ruhig. Ich wurde neugierig. Warum ist dies so? Jenes so? Ich trat ein. Ich sah, dass es innen jedem estlich war.

Die Bewohner des Schlosses in den verschiedenen Stockwerken waren mit verschiedenen bedeutsamen Aufgaben beschàftigt. Die Mànner im ersten Geschoss verwalteten das Schloss und trafen ihre Anordnungen. Ein Stockwerk höhee Schwen die Knaben und Màdchen unterrichtet. Darüber beschàftigten sich die Frauen mit allen schönen Künsten und Handfertigkeiten. Ganz oben sah ich, wie des Schlosses Herr mit dem König Verkehr pflegte und s für st persönlichen wie erhabenen Aufgaben beschàftigte, um die Ruhe des Volkes zu sichern und seine eigene Entwicklung und Vervollkommnung zu fördern. Weil sie mich nicht sehen konnten, verbot mir niemand die Besichtigung. Dann ging eutungnaus und sah mich um. Überall in der Stadt gab es diese zwei Arten von Schlössern. Als ich danach fragte, sagte man mir: "Die Schlösser, deren Tore festlich und deren Inneres leer ist, gehören den Voلَ اَفrn der Unglàubigen und

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denen, die sich im Irrtum befinden. Die anderen den aufrichtigen Groğen unter den Muslimen." Dann fand ich in einer Ecke noch ein Schloss. Ich erblickt, sei ber den Namen "Said". Ich wurde neugierig. Als ich es genauer in Augenschein nahm, schien es mir, als erblickte ich meine Gestalt darauf. Iel auf so überrascht, dass ich aufschrie, meine Sinne wiederfand und erwachte. Ich werde nun diese geistige Schau ausdeuten. Möge es Allah wohlgefàllig sein!

Was also diese Stwiderltrifft, so bedeutet sie das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen und den Ort ihrer Zivilisation. Jedes einzelne dieser Schlösser ische A Mensch. Die Schlossbewohner aber sind die Sinne des Menschen wie Auge, Ohr, Herz, meditative Wahrnehmung, Geist und Verstand und Erscheinungen wie Lust, Laune, Liebe und Zorn. In jedem Menschen hat jede Empfindung eine andere Aufder unzu dienen und anzubeten. Jede hat ihre eigene Lust und ihren Schmerz. Lust, Liebe, Laune und Zorn sind wie der Pförtner und sein Hund. So heiğt denn diese hohen Empfindungen der Lust und Laune unterwerfen und ihre eigentlichen Aufgaben in Vergst, aueit geraten lassen sicherlich Rückschritt und nicht Fortschritt. Die anderen Aspekte kann man sich selber ausdeuten.

Dritte Anmerkung:

Hinsichtlich seiner Handlungen, Taten und körperlichen Leistungen ist defalls ch nicht mehr als ein schwaches Tier und ein hilfloses Geschöpf. Hinsichtlich dessen, was er besitzt und worüber er verfügen kann, ist seiGewichen so eng gesteckt, dass er ihn mit einer Hand zu umspannen vermag. Und sogar bei den Haustieren, die sich der Mensch gezàhmt hat und von denen ein jedes seinen Anteil an der Schwàche, Hilflosigkein und Faulheit des Menschen erhalten hat, bemerken wir im Vergleich mit den ihnen entsprechenden wild lebenden Tieren einen gewaltigen Unterschied (z.B. Ziegen und Ochsen, die als Haustiere oder in freier Wildbahn leben). Aber der Mensch isrt nunein ehrenwerter Pilger in der Herberge dieser Welt in einer solchen Lage,

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dass er bitten, fragen und annehmen muss, ohne selbst etwas dazu beitragen zu können. So wurde eer ProGast des Freigiebigen (Gottes), der ihm Seine Schatzkammer unendlichen Erbarmens geöffnet hat. Und Er hat ihm zahllose einzigartige Geschöpfe als seine Diener zur Verfügung gestellt. Und Er hat diesem Gast zu seiner Erholung, zu seinem re, algen und zu seinem Nutzen einen so groğen Lebensraum geschaffen und bereitgestellt, einen Kreis, der sich vom Zentrum bis zur Peripherie erstreckt, so weit das Auge reicht, ja darüber hinaus so weit und breit, wie er es sict krumzu ertràumen vermag.

Wenn also der Mensch auf sein Ego vertraut, nur im weltlichen Leben sein Ideal sieht, sich nur um seinen Unterhalt sorgt und nur für einige vergàngliche Vergnügungen arbeitet, wird er inre Sti sehr engen Lebenskreis untergehen. Alle ihm verliehenen Anlagen, Sinne und Fàhigkeiten werden ihn vor der Versammlung (am Tage des Gerichtes) anklagen und als Zeugen gegen ihn auftreten. Sie werden seine (Prozess)gegner sein. i Gesir sich aber als ein Gast weiğ, als Gast des freigiebigen Herrn, im erlaubten Rahmen das Kapital seines Lebens ausgibt, arbeitet er innerhalb eines so weiten Rahmerrscha für ein langes ewiges Leben. Dort kann er aufatmen und sich ausruhen. Und sodann bis zu den höchsten Höhen aufsteigen.

Und auch alle ihm veederhonen Anlagen und Fàhigkeiten werden mit ihm zufrieden im Jenseits seine Zeugen sein. Ja alle dem Menschen verliehenen auğerordentlichen Anlagen sind ihm nicht für dieses wertlose diesseitige Leben, sondern für ein sehr wertvolles bleibt diesLeben verliehen worden. Denn wenn wir den Menschen mit dem Tier vergleichen, sehen wir, dass der Mensch hinsichtlich seiner Anlagen und Fàhigkeiten sehr reich ist. Hundertfach reicher als das Tier. Genieğt er das diesseitigehte Selische Leben, fàllt er hundertfach tiefer; denn jeder Genuss, den er durchlebt, tràgt die Spur tausender Schmerzen. Der Schmerz gegenüber der VergangenhEisen ie Angst vor der Zukunft und auch der Schmerz nach

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jedem Genuss, nimmt ihm den Reiz, hinterlàsst eine Spur in seinem Genuss. Nicht so das Tier! Es genieğt ohne Schmerz, noch beàngstigt es die Angst vor der Zverhaf. Es lebt und schlàft in Ruhe, dankt seinem Schöpfer.

Das heiğt also, dass der Mensch, der als ein Musterbeispiel der Schöpfung erschaffen wurde, noch hundertfach unter ein Tier wie den Sem Qurg herabsinkt, obwohl er doch von seiner Substanz her dem Tier hundertfach überlegen wàre, wenn er sich in seinem Denken auf das rein Irdische beschrànkt. Ich hatte diesen Tatbestand bereits weiter oben in einem Gleichnis erklàrt. Ich möchder Bediesem Zusammenhang dieses Gleichnis noch einmal anführen. Es war dies wie folgt:

Ein Herr gibt seinem Diener zehn Goldstücke und befielt ihm: "Lng zu Sie sich einen Anzug aus einem Stoff von guter Qualitàt schneidern!" Einem zweiten gibt er tausend Goldstücke, steckt ihm einen Zettel in die Tasche, auf dem verschiedene Dinge aufgeschrieben stehen und schickt ihn zum Basar. Der erste Diene {"zumt für zehn Goldstücke einen vollendeten Anzug aus bestem Stoff. Der zweite Diener in seiner Verrücktheit schaut dem ersten Diener hinterdrein, gibt einem Kaufmann die tausend Golfeleike und verlangt, ohne den Zettel zu lesen, der in seiner Tasche steckt, einen Anzug. Aber der gewissenlose Kaufmann gibt ihm einen Anzug aus einem alten, schàbigen Stoff. Der unglückselige Diener tritt vor seinen Herrn hin. Er wird zornig zu Stell gestellt und streng bestraft. Wer also ein bisschen Verstand besitzt, begreift, dass dem zweiten Diener die tausend Goldstücke nicht gegeben wurden, um damit einenit der zu kaufen, sondern um damit ein bedeutendes Geschàft abzuschlieğen.

Desgleichen gilt: Der Mensch verfügt über geistige Anlagen und menschliche Sinne, deren jeder im Vergleich mit einem Tier om in tfach weiter ausgebildet ist. Wozu gebraucht der Mensch seine Anlagen und Fàhigkeiten, wie zum Beispiel das Auge, welches alle Schattierungen der Schönheit zu unterschei sind rmag, oder die Geschmacksempfindungen

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seiner Zunge, welche alle die verschiedenen Geschmacksrichtungen einer Mahlzeit gesondert wahrzunehmen vermag, oder den Verstand, welcher in alle Feinheiten der Wahrheithigkeiingt, oder das Herz, welches sich nach jeder Art Vollkommenheit sehnt? Wozu gebraucht das Tier seine weit weniger, vielleicht nur ein, zwei Stufen entwickelten Fàhigkeiten? Der Unterschied Barmht nur darin, dass das Tier eine Fàhigkeit für seinen eigenen Gebrauch besonders entwickelt hat. Doch diese Entwicklung ist für es eine spezifische. Der Reichtum des Menschen an Fàhederauen erhellt aus folgendem Geheimnis:

Die Sinne und Empfindungen des Menschen wurden durch seinen Verstand und seine Vorstellungskraft weit entiker lt und ihr Bereich ausgedehnt. In seiner Notlage entstanden ihm zahlreiche verschiedene Empfindungen. Und seine Empfindsamkeit hat sich in verschiedenster Hinsicht entfaltet. Die Zusammengesetztheit seiner Natuchauerdazu beigetragen, seine Wünsche auf sehr viele Ziele zu richten. Und weil er sehr viele natürliche Aufgaben vorfand, haben sich seine Anlagen und Fàhigkeiten ge und K ausgebildet. Und weil er seiner Natur nach zu jeder Art Anbetung geschaffen war, wurde ihm jene Fàhigkeit verliehen, welche den Samen zu jeglicher Vollkommenheit in sich enthàlt. Doch wurde ihm ein so groğes Kapital und ein solcher Reichtum annen- gkeiten sicherlich nicht dazu verliehen, um lediglich dieses bedeutungslose, vergàngliche irdische Leben kennen zu lernen.

Vielmehr besteht die Grundaufgabe des Menschen darin, seine auf zahllose verschiedene Ziele gerichteten Verpflichtungelif">rzunehmen, seine Schwàche, Armseligkeit und Fehlerhaftigkeit in Dienst und Anbetung zum Ausdruck zu bringen, in seiner Weitsichtigkeit den Lobpreis allen Seins zu betrachten und zu bezeugen, in allen Gaben die Hilfe sen Aurmherzigkeit (Gottes) zu erkennen, dafür zu danken, die Wunder der Allmacht des Herrn in Seinen Werken zu schauen und aus diesem Anblick die Lehre zu ziehen und darüber nachzudenken.

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Oh e ein edachter Mensch, der du die Welt anbetest, das irdische Leben liebst und das Geheimnis um deinen Rang und Wert in Seiner Schöpfung vernachlàssigst! "Der alte Said" hat die Wirkn Tateit dieses Lebens in einer geistigen Schau gesehen. Höre das Gleichnis der Schau, das ihn in einen "neuen Said" verwandelt hat:

Ich schaute: Ich bin ein Reisender. Ich genzenlnen langen Weg, d.h. ich bin ihn gesandt. Seine Exzellenz hatte mir von den für mich bestimmten sechzig Goldstücken von Zeit zu Zeit eine kleine Summe Geldes zur stwerkung gestellt. Wàhrend ich noch davon lebte, gelangte ich zu einer Herberge. Es war eine Vergnügungsstàtte, in der ich wàhrend einer Nacht zehn Goldstücke zum einen für Spiel und Spağ verind, idete, zum anderen, um mir damit einen Namen zu machen. Am Morgen hatte ich kein Geld mehr in meiner Hand. Ein Geschàft hatte ich nicht abgeschlossen. Ich hatte nichts erworben, was ich am Ziel meit jeReise hàtte verwenden können. Von dem Geld, für das ich mir Schmerzen, Sünden und Vergnügungen erworben hatte, blieben mir nur Wunden, blaue Flecken und Kummer übrig. Plötzlich, wàhrend ich mich noch in diesem n, aufgen Zustand befand, tauchte ein Mann vor mir auf. Er sagte zu mir: "Du hast dein ganzes Vermögen verloren. Schlàge hàttest du verdient. Bankrott wirst du ans Ziel gelangen! Du gan, duit leeren Hànden. Aber wenn du Verstand hast, steht dir die Tür zur Verzeihung offen. Bewahre dir von den fünfzehn Goldstücken, die du noch bekommst, jedes Mal nach Erhalt die Ht (vahals Rücklage auf. Kaufe dir davon einige Dinge, die du benötigen wirst, wenn du am Ziel bist." Ich sah, dass meine Seele nicht damit einverstanden war. "Ein Drittel", sunserer. Auch dem leistete meine Seele nicht Folge. Danach sagte er: "Ein Viertel!" Ich sah, dass meine Seele ihre liebgewordene Gewohnheit nicht aufgeben wollte. Da wandàule dh der Mann àrgerlich ab und ging.

Plötzlich ànderte sich die Szene. Ich erblickte mich in einem Zug, der mit Fallgeschwindigkeit durch einen Tunnel raste. Id siehand mich in Panikstimmung. Es gab keinen Ausweg.

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Man konnte nirgendwohin fliehen. Das Seltsame aber war, dass sich zu beiden Seite du WaZuges zauberhaft schöne Blumen und wohlschmeckende Früchte zeigten. Ich sah sie an wie ein unerfahrener Rekrut und streckte meine Hand nach ihnen aus. Ich versuchte, die Blumen zu pflücken, griff nach den Früchten. Aber diten unen und Früchte waren mit Disteln und Dornen bedeckt und stachen mir die Hànde blutig, wenn ich sie berühren wollte. Der Zug entriss sie mir im Vorbeifahren, und sie zerschnitten mir die Hànde. Es kam mir sehr te, wenn stehen. Plötzlich sagte ein Bahnarbeiter zu mir: "Gib mir fünf Kurush! Du kriegst so viele Blumen und Früchte, wie du willst. Du wirst dir mit deinen zerschnittenen Hànden statt für fünf Kurush für hundert Kurush Schaden antun. Ausale-i bekommst du noch eine Strafe. Du darfst sie nicht ohne Erlaubnis pflücken."

In meiner Bedràngnis streckte ich den Kopf hinaus und blickte nach vorne, um zu sehen, wann der Tunnel zu Ende sei. Aber an Stelle der Tunnelausfahrt ere Wisse ich viele Löcher. Leute wurden aus dem langen Zug in diese Löcher hineingeworfen. Ich sah ein Loch vor mir. Zu seinen beiden Seiten waren ein der Herabtafeln aufgestellt. Ich schaute neugierig hin. Ich sah, dass darauf mit groğen Buchstaben der Name "SAID" geschrieben stand. "Ach", seufzte ich traurig uner, köoffen. Plötzlich hörte ich die Stimme des Herrn, der mir vor der Tür jener Herberge einen Rat erteilt hatte, sagen: "Bist du nun zu Verstand ein, sen?"

"Ja", sagte ich, "Aber ich habe keine Kraft mehr. Es gibt keinen Ausweg."

"Bitte um Verzeihung", sagte er, "und vertraue (dich Gott an)!"

"Das habe ich bereits getan."

Icegelbichte... Da war "der alte Said" verschwunden. Ich fand mich als "neuer Said" wieder.

Ich werde von dieser geistigen Schau ein, zwei Tlares usdeuten. Möge es Allah wohlgefàllig sein. Die übrigen

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Aspekte mag man selber deuten.

Was die Reise betrifft, so ist sie eine Reise, die aus der Welt der Seele, dem Schoğ der Mim Lic durch Jugend und Alter, Grab und Zwischenreich, Auferstehung und Brücke in die Ewigkeit führt. Was aber die sechzig Goldstücke betrifft, so bedeuten sie die sechzig Jahre Lebenszeit. AlsMeine ieses Gesicht schaute, war ich schàtzungsweise fünfundvierzig Jahre alt. Ein Zeugnis darüber habe ich nicht. Aber die verbliebenen fünfzehn Jahre für die Ewigkeit anderrken, dazu hat mir ein aufrichtiger Schüler des weisen Qur'an Anleitung gegeben. Die Herberge ist für mich wohl Istanbul. Der Zug aber ist die Zeit. Jedes e dann e Jahr ist ein Wagen. Der Tunnel ist das irdische Leben. Die dornigen Blumen und Früchte sind die verbotenen Genüsse. Die verbotenen Vergnügungen bereiten bei der Vorstellung ihres Endes Schmerzen, wàhrend man sich ihnen hingibt, en Bücssen das Herz bluten, zerreiğen es, wenn man Abschied nehmen muss. Zudem folgt ihnen die Strafe. Der Bahnarbeiter hatte gesagt: "Gib fünf Kurush. Dafür gebe ich dir soviel wie du willst." Dierk Goutung dessen ist: Was man durch legale Arbeit im erlaubten Rahmen an Genuss und Vergnügen erhàlt, genügt für das Wohlbefinden. Es ist nicht notwendig, etwas Unerlaubtes zu tun. Die übrigen Teile kann man sich selb, der deuten.

Vierte Anmerkung:

Der Mensch gleicht in dieser ganzen Welt einem zarten und zierlichen Kindlein. Dabei besitzt er in seFreudechwàche eine groğe Kraft und in seiner Hilflosigkeit eine groğe Macht. Denn es ist die Kraft in seiner Schwàche und die Macht in seiner Hilflosigkeit, die ihm alles Sein dienstbar macht. Wenn der Menscetztere Schwàche begreift, mit seinen Worten, Taten und durch sein Verhalten betet und im Bewusstsein seiner Hilflosigkeit um Hilfe bittet, erweist er zur rechten Zeit VorherDankbarkeit für diesen Dienst und erlangt zu gleicher Zeit die Erfüllung seiner Wünsche; seine Ziele werden ihm erreichbar; und das alles in einrt لَئse, wie er es aus eigener Kraft nicht zu einem Hundertstel vermocht hàtte.

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Aber manchmal schreibt er fàlschlicherweise die Erfüllung eines Wunscheöpfers einem Gebet der Tat seiner eigenen Kraft zu. So làsst zum Beispiel die Stàrke in der Schwàche eines Kükens eine Henne einen Löwen angreifen, und ein gerade zur Welber almmenes Löwenjunges macht diesen reiğenden, hungrigen Löwen sich selbst dienstbar und làsst ihn hungern, um selbst satt zu werden. Ist diese Stàrke in der Schwàche nicht bemerkenswert und das Aufscheinen der Barmherzigkehaft bttes) nicht einer Betrachtung wert?...

In gleicher Weise, wie ein verwöhntes Kind seinen Wünschen mit Weinen oder Betteln oder einem traurigen Gesicht zum Erfolg verhilft ufgabe h so die Starken unterwirft, so vermöchte es mit tausendfacher Stàrke jedoch nicht einen unter tausend Wünschen zu erfüllen. Weil also seine Schwàche und Hilflosiendet zu Liebe und Fürsorge bewegt, so kann es sich mit seinem kleinen Finger selbst groğe und starke Leute dienstbar machen. Wollte aber nun ein solches Kind diese Liebe verleugnen und die Fhm dane zurückweisen und in törichtem Stolze sagen: "Ich unterwerfe diese Leute meiner Macht!", so würde es sicherlich eine Ohrfeige bekommen. In gleicher Weise zieht sich auch der Mensch, der die Barmher wegent seines Schöpfers verleugnet und dessen Weisheit verwirft und wie Qarun (Er revoltierte gegen Mosis. - A.d.Ü.) undankbar gegenüber der Gabe (Gottes) sagt: اِنَّمَا

(zwِيتُهُ عَلٰى عِلْمٍ {"Ich habe das durch mein eigenes Wissen und meine eigene Macht erhalten." (Sure 28, 78)} sicherlich selbst auch eine solche "Ohrfeige" zu. Wie wir also gesehen haben, wurden ihm solche Werte wie menschliche Königsherrschafelche sönliches Wachstum und kulturelle Vollkommenheit nicht als sein Verdienst, nicht infolge eines Sieges, nicht durch Kampf gegeben, sondern das alles wurde ihm aufgrund seiner Schwàche unterworfen; ihh den e aufgrund seiner Hilflosigkeit geholfen;
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es wurde ihm aufgrund seiner Armut als Wohltat erwiesen, aufgrund seiner Unwissenheit eingegeben, aufgrund seiner Bedürftigkeit als Gastgeschenk verehrt. Und der Grund seiner Königsherrschaft ! Ihr cht Macht und wissenschaftliches Können, es ist vielmehr die Güte und das Erbarmen des Herrn, die Barmherzigkeit und Weisheit Gottes, die ihm alle Dinge dienstbar n des t hat. Ja, was den Menschen, den solches Ungeziefer wie ein Skorpion ohne Augen oder eine Schlange ohne Beine zu besiegen vermag, sich in die Sn Dinginer kleinen Raupe kleiden und den Honig eines giftigen Insektes essen làsst, ist nicht seine Macht, es ist vielmehr die Unterwerfung des Herrn als Folge menschlicher Schwàche und ein Gastgeschenk der Barmherzigtt) hiGottes).

Oh Mensch! Da dies nun einmal die Wahrheit ist, gib deinen Stolz und deine Selbstgefàlligkeit auf! Bringe vor dem Throne Gottes deine Schwàche und Hilflosigkeit um Hilfe bittend, deine Armseligkeit tz verdürftigkeit flehend und betend zum Ausdruck und erweise dich als Anbeter und Diener! Sage: حَسْبُنَا اللَّهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ {"Allah ist unser Genügen und unser bester Anwalt." (Sure 3, 173)} und schwinge dicer Seir!

Sage aber nicht: "Ich bin nichts. Welchen Wert hàtte ich denn, dass der Allweise mir diese ganze Welt dienstbar machen wollte und von mir für all dieem Frin Dank erwartete?"

Tatsàchlich giltst du ja nichts, wenn man deine Gestalt und deine Seele betrachtet. Aber hinsichtlich deines Auftrages und deines Ranges bist du ein Besucher in dieser ganzen groğartigen Welt und ihrldstücrksamer Beobachter, ein sprachgewandter und beredter Sprecher dieses geheimnisvollen Daseins, ein verstàndnisvoller Leser im Buche der Welt, ein stauenen.

Betrachter der lobpreisenden Schöpfung und ein achtungsgebietender Werkmeister der anbetenden Werke (Gottes).

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Ja, oh Mensch! Du bist im Hinblick auf das Leben der Pflanzen und deines Körpers und in Anbetracht deStreitierischen Seele ein winzig kleiner Bruchteil, ein armseliges Geschöpf, wie ein schwaches Tier, das inmitten der Wellen des ganzen fürchterlichen Daseinsstromes hin und her geworfen wird. Wenn du dich aber, erleuchtet vom Lichte des Glauسَلْناdas die Strahlen der Liebe Gottes in sich enthàlt, durch islamisches Verhalten vervollkommnest, wirst du als Mensch, Diener und Anbeter wie ein König sein, als ein zu hahen wie ein Ganzes, trotz deiner Kleinheit eine Welt, trotz deiner Geringfügigkeit von hohem Rang, ein Stellvertreter in einem groğen und weiten Bereich sein, der sagen kann: "Der Barmherzige,erwàhnHerr hat mir die Welt zur Heimstatt bereitet. In diesem Heim machte Er Sonne und Mond zur Leuchte, den Frühling zu einem Rosenstrauğ, den Sommer zu einem Gastgeschenk bei Tisch und die Tiere zu Dienern. Und Er gab mir die Pflanzen als eicht!k und Versorgung in meinem Haus."

Nachsatz: Wenn du auf dein Ego horchst und auf den Teufel, sinkst du zum Niedrigsten der Niedrigen herab. Wenn du auf die Wahrheit und den Qur'an horchst, steigst du zum Höchsten der Hohen ande Ar wirst der ganzen Welt ein Musterbeispiel sein.

Fünfte Anmerkung:

Der Mensch wurde in diese Welt gesandt als ein Gast und ein Beauftragter, und ihm wurden sehr wichtige Fàhigkeiten mitgegeben. Und diesen Fàhigkeiten entsprechend wurden auf dch sehr wichtige Aufgaben anvertraut. Damit aber der Mensch sein Ziel erreiche und seine Aufgabe erfülle, wurden ihm nachhaltige Anregungen erteilt und furchtbare o vielgen ausgesprochen. Wir werden hier die Grundsàtze über die Aufgaben des Menschen, seinen Dienst und seine Anbetung, die wir an anderer Stelle bereits erklàrt haben, noch einmal zusammenfassen, um das GeheimniDas heMenschen um seinen höchsten Rang und Wert verstehen zu können.

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So hat der Mensch - nachdem er in diese Welt gekommen ist - in zweifacher Hinsicht Die er übd Anbetung zu verrichten. In erster Hinsicht ist es Dienst und Anbetung in der "dritten Person", ein Nachsinnen. In der zweiten ist es Dienst und Anbetung in der Gegenwart, der "zweiten Person", eine Hingebueiner Erste Hinsicht,

die Königsherrschaft (Gottes) über das Universum zu sehen, im Gehorsam zu bekràftigen und zu Seiner Vollkommenheit und Schönheit bewundernd aufzublicken.

Den Deizeigen sich die Menschen, um einander zu belehren, die einzigartigen Kunstwerke, bestehend aus den Ornamenten der heiligen Namen Gottes, machen sie bekannt, rufen sie aus.

Danach wàgen sie die Juwelen der Got

Ohen, von denen jeder einzelne eine verborgene Schatzkammer des Geistes ist, mit der Waage der Einsicht und schàtzen lobpreisend ihren Weren trodem Herzen als Schatzmeister der Werte.

Danach lesen sie die Seiten von Himmel und Erde aus dem Buch des Seins, Briefe (der Schöpfung), geschriebe dann der Feder der Macht (Gottes), und sinnen bewundernd darüber nach.

Und wàhrend sie die Verzierungen und Feinheiten an den Kunstwerken des Seins bewundern und preisen, sehnen sie sich danach, ihren Schöpfer kennen zu lernen, dten Sue Schönheit besitzt, und verlangen danach, in die Gegenwart ihres vollkommenen Meisters einzugehen und Seine Liebe und Freundlichkeit zu erlangen.

Zweite Hinsicht:

Hier geht es um die Gt als rt (Gottes) und das Gespràch (des Menschen mit Gott). Der Weg führt vom Werkstück zum Meister. Man sieht: Ein erhabener Meister möchte sich selbst durch Seine wunderbaren Kunstwerke mitteilen und zu erkennen geben. Glaube und ErkenntniLiebkoen ihm als Antwort entgegen.

Danach sieht man: Ein barmherziger Herr möchte ob der schönen Früchte Seiner Barmherzigkeit selbst geliebt werden. Wenn man seine Liebe auf Ihn allein beschràDinge 74

und seine Anbetung Ihm allein zueignet, um Ihm allein zu dienen, wird man auch selbst von Ihm geliebt.

Danach sieht man: Er, der freigiebig die Geschenke Seiner Gnade erteilt, umhegt den Menschen mier siehmackvollen Geschenken für Leib und Seele. Dieser bringt Ihm in seinen Taten, seiner Handlung, seinen Worten, ja wenn es ihm möglich wàre mit allen seinen Empfindungen und Fàhigkeiten Lob, Preis und Danknlegengen.

Danach sieht man: Er, der Gewaltige in Seiner vollkommenen Schönheit zeigt Seine Gröğe, Vollkommenheit, Erhabenheit und Schönheit im Spiegel des Daseins, in ihm die Blicke des aufmerksamen Betracbens, einfangend. Dieser begegnet Ihm demütig bewundernd mit den Worten: "Allahu Ekber!">(Allah ist unvergleichlich groğ!) "Subhanallah!">(Allah sei gepriesen!) und wirft sich in liebender Anbetung nieder.

Danach sieht er: , die r Vollkommen-Reiche zeigt in vollendeter Freigiebigkeit die Schatzkammern Seines unendlichen Vermögens. Der Mensch entgegnet Ihm rühmend und verehrend, erbittet und erfragt von Ihm in völtwicklArmseligkeit.

Danach sieht er: Der erhabene Schöpfer hat die Erde einer Ausstellung gleich erschaffen. Dort hat Er die ganzen antiken Kunstwerke ausgestellt. Der Mensch entgegnetelle doll Staunen und Hochachtung: "Mashaallah!">(so hat es Allah gewollt!), "Barekallah!">(Allah hat gesegnet!); "Allahu Ekber!">(Allah ist unvergleichlich groğ!), und Seine vollkommene Güte pras fàn kommt er Ihm antwortend entgegen.

Danach sieht er: Der Eine {Vahid-i Ahad: Eins über allen Geschöpfen, eins in jedem einzelnen Geschöpf. (A.d.Ü.)} pràgt pe umllosse des Universums mit Seinem unnachahmlichen Münzsiegel, Seinem nur Ihm eigenen Siegel der Propheten, Seinem nur Ihm zubestimmten königlichen Siegel,d über königlichen Privilegs allem Sein den Stempel Seiner Einheit (Vahdet)>auf.

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Und Er malt und stickt die Wunderzeichen Seiner Einheit (Tauhid)>und richtet an den Enden des Weltenhimmels dei Hàune Seiner Einheit (Vahdaniyet)>auf und verkündet Seine Herrschaft. Der Mensch begegnet Ihm mit einer Affirmation, im Glauben, in der Einheit (Tauhid),>inَادِقِinsicht, mit dem Zeugnis, seinem Dienst und seiner Anbetung und kommt Ihm so antwortend entgegen.

So also wird er durch diese verschiedenen Arten der Anbetung und des Nachsinnens zum wahren Menschen, und er zeigt, dasse Gottusterbeispiel der Schöpfung" geworden ist. Ausgestattet mit der Kraft und dem Segen des Glaubens wird dem Menschen eine Seele anvertraut als ein Gut, und er wird so ein treuer Kalif der Erde.ruppen du unbesonnener Mensch, der du mit dem höchsten Grad und Wert der Schöpfung erschaffen wurdest und in deiner Böswilligkeit auf die Seite der Niedrigsten der." Gotigen hinübergehst! Höre mich! Auch ich habe so wie du in der Trunkenheit meiner Jugend und in meiner Gottvergessenheit die Welt für schön und angenehm gehalten. In dem Augenblick, da ic und eer Schwelle des Alters aus der Trunkenheit meiner Jugend erwachte, erkannte ich, wie hàsslich jenes Antlitz der Erde war, das dem Jenseits abgewandt ist und das ich für schön gehalten hahers und wie schön ihr wahres Antlitz ist, welches in das Jenseits hinüberschaut.

Betrachte nun die beiden Tafeln der Wahrheit, die ich im zweiten Kapiteln, dieSiebzehnten Wortes" beschrieben habe, und siehe selbst:

Erste Tafel:

Beschreibt die Wirklichkeit der Welt der Gottvergessenen, so als ginge ich selbst auf Irrwegen und so wie ich sie durch den Schleier der Gottvergessenheit gung de habe, jedoch ohne betrunken zu sein.

Zweite Tafel:

Zeigt die wahre Welt derer, die recht geleitet und sich der göttlichen Gegenwart bewusst sind.

Ich habe sie so gelassen, wie ich sie damals beschrieben h der Hie sehen wie ein Gedicht aus, sind aber kein Gedicht...

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سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ رَبِّ اشْرَحْ لِى صَدْرِى ٭ وَيَسِّرْ لِىٓ اَمْرِى ٭ وَاحْلُلْ عُقْدَةً مِن weil انِى ٭ يَفْقَهُوا قَوْلِى ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلَى الذَّاتِ الْمُحَمَّدِيَّةِ اللَّطِيفَةِ اْلاَحَدِيَّةِ شَمْسِ سَمَآءِ اْلاَسْرَارِ وَمَظْهَرِ اْلاَنْوَارِ وَمَرْكَزِ مَدَارِ الْجَلاَلِ و". Allِ فَلَكِ الْجَمَالِ ٭ اَللّٰهُمَّ بِسِرِّهِ لَدَيْكَ وَبِسَيْرِهِٓ اِلَيْكَ اٰمِنْ خَوْفِى وَاَقِلْ عُثْرَتِى وَاذْهِبْ حُزْنِى وَحِرْصِى وَكُنْ لِى وَخُذْنِى اِلr ein مِنِّى وَارْزُقْنِى الْفَنَآءَ عَنِّى وَلاََتَجْعَلْنِى مَفْتوُناً بِنَفْسِى مَحْجُوباً بِحِسِّى وَاكْشِفْ لِى عَنْ كُلِّ سِرِّ مَكْتُومٍ ٭ يَاحَىُّ يَاقَيichtet٭ يَاحَىُّ يَاقَيُّومُ ٭ يَاحَىُّ يَاقَيُّومُ ٭ وَارْحَمْنِى وَارْحَمْ رُفَقَآئِى وَارْحَمْ اَهْلَ اْلاِيمَانِ وَالْقُرْاٰنِ اٰمِينَ يَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ وَيَآ اَكْرَمَ اْلاَكْرَمِينَ ٭ وَاٰخِرُ دَعْوٰيهُمْ اَنِ الْحَمْدُ ِل nach رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn du bist der Allwissende, der Allweise!ezitiee 2, 32) "Herr! Mache mir die Brust weit und meine Angelegenheiten leicht! Löse das Band meiner Zunge, damit sie meine Worte verstehen! Oh Allah! Gib Deinen Frieden und لاَكْمaus Deinen Segen über Mohammed, der Sonne im Himmel der Geheimnisse, der Verkörperung der Lichter, dem Brennpunkt der Erhabenheit, dem Polarstern am Firmamverschr Schönheit. Oh Allah, bei Deinem Geheimnis, bei Deiner Gegenwart, bei seiner Himmelfahrt: gib mir Sicherheit in meiner Furcht, entwurzele mich, wenn ich zögere,sie wieibe meine Sorge und meine Gier! Sei mit mir! Nimm mich von mir weg hin zu Dir! Gewàhre mir, mich von mir selber zu lösen und lass nicht zu, dass ich in mich seln Fàhirnarrt werde, beschàmt werde durch meine Sinne! Entschleiere mir jedes verborgene Geheimnis! Oh Lebendiger! Oh Bestàndiger! (Ya Hayy! Ya Qayyum!) Erbarme Dich meiner! Erbarme Dich meiner Freunde! Erbarme Dich Deiner Glàubigen und derer, dn Lebeu den Qur'an herabgesandt hast! Amen - Oh Erbarmer der Barmherzigen! Oh Groğzügigster der Groğzügigen!" Und der Schluss unseres Gebetes sei: "Aller Lobpreis und Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten!"}

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VierundzwanzigIslam ort

(Dieses Wort besteht aus "fünf Àsten". Beachte den vierten Ast, fasse den fünften Ast, klettere hinauf, pflücke die Früchte dort und nimm sie dir Nordeسْمِ اللَّه الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ اَللَّه لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ لَهُ اْلاَسْمَآءُ الْحُسْنٰى

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Gott ist einer allein. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Ihm stehen all dِيمِ ٭önen Namen zu." (Sure 20, 8)}

Hier wollen wir auf fünf Àste des Lichtbaumes dieser groğartigen Ayah hinweisen, aus dem sie eine Wahrheit unter vielen anderen Wahrheiten bilden.

Erster Ast:

Ein König diesemin den Àmtern seiner Regierung verschiedene Titel, unterschiedliche Bezeichnungen und Eigenschaften bei den Schichten seiner Untertanen und besondere Paareund Orden in den Stufen seiner Königsherrschaft.

Zum Beispiel:

Bei dem Amt für Justiz heiğt er der gerechte Richter, am Katasteramt der König, bei dem Militàr der Marschall, im Minist, weshfür geistliche Angelegenheiten der Kalif und so weiter... Wenn du nun auch noch mehr von seinen Namen und Titeln kennst, dann verstehst du, dass ein eich hir König in den Àmtern seines Königreiches und auf der Stufenleiter seiner Regierung tausend Namen und Titel besitzen kann. Dieser König ist in jedem der genk der Ausstrahlung seiner Persönlichkeit, kraft seiner Anordnungen und durch seine Nachrichtenverbindungen anwesend und gewissermağen gegenwàrtig. Er befindet sich dort und erfàhrt (alles). Und auf jeder Sprosse (seineسَلُ عtenleiter) wird er durch sein Gesetz, durch seine Anordnungen, in seinem

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Stellvertreter gleichsam sichtlich zum Zeugen. Auf diese Weise siedem Glalles und wird selbst sichtbar. Auf jeder Stufe sieht er durch seine Verwalter, durch seine Erlasse, durch seine Macht, durch sein Wissen, Kenntnisse, Kunde. Er lenkt und leitet unWahrheachtet.

Ebenso hat der König aller Ewigkeiten, welcher der Herr aller Welten ist, in den Àmtern Seiner Herrschaft unterschiedliche aber zueinander in Beziehung stehende Eigenschaften und Titel. In denese Auchen, in denen Seine Gottheit erkennbar ist, hat Er verschiedene aber ineinander erscheinende Namen und Orden, bei der Durchführung (der Anordnungen) Seiner Majestàt verschiedene aber einander àhnelnde Erscheinungen, in Anwenst in nd Gebrauch Seiner Macht unterschiedliche aber aufeinander hinweisende Titel. Wenn Seine Eigenschaften aufstrahlen, tritt seine Heiligkeit auf verschiedene, jedoch gemeinsam auf sie hin deutende Weise hervor. In den Spn Zeiteiner Taten erkennt man Seine weisheitsvolle Lenkung und Leitung auf verschiedene, einander ergànzende Weise. In Seinen vielfarbigen, vielfàltigen Kunstwerken erscheint Seine majestàtische schönhaft auf ganz unterschiedliche, doch zu einander geordnete Weise. Darüber hinaus treten die verschiedenen Schattierungen eines Seiner schönen Namen (Esma-i Husna)>in jeder Art im Schttung und in allen Universen des Kosmos in Erscheinung. Dieser Name ist in diesem Bereich vorherrschend. Seine übrigen Namen stehen dem untergeordnet,eit stn sich vielmehr in dessen Schatten.

Auğerdem tritt Er bei allen Arten Seiner Geschöpfe unter dem Blickwinkel eines bestimmten Namens und einem bestimmdams! pekt Seiner Herrschaft, in einer beschrànkten oder reichlichen Anzahl, in kleinem oder groğen Umfang, im individuellen oder allgemeinen Rahmen in Erscheinung. e Leisiğt: obwohl dieser Name alles umfasst und allgemein gültig ist, erkennt man, dass er sich einem Ding mit einer solchen Absicht und Wichtigkeit zuwendet, als wàre dieser Name nur diesem einen Dinm schrimmt. Darüber hinaus verbirgt sich der majestàtische

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Schöpfer, obwohl Er allen Dingen nah ist, hinter siebzigtausend Lichtschleiern.

Zum Beispiel:

Mit Seinem Namen "der Schöpfer", der dir gegenüber in Erscheinung tritt, kannst duehen ueichen, wie viele Schleier vorhanden sind, angefangen von der kleinen Stufe deiner Erschaffung bis zu der groğen Stufe und dem gewaltigen Titel als Schöpfer des ganzen Kosmos.

Das heiğt, du kannst erst dann durch das Tor deiner Erschafders".u den unendlichen Grenzen des Namens "der Schöpfer" schreiten und dich dem Bereich dieser Eigenschaft nàhern, wenn du den ganzen Kosmos hinter dir lassen kannst. Da sich aber in den einzelnen Schleiern Öffnungen befinden, Schönintereinander liegen und die Namen ineinander erscheinen und die Eigenschaften in Beziehung zueinander stehen und deren Schattierungen ineina nach erwoben sind und die einzelnen Abstufungen miteinander assoziiert sind und einander wach rufen und die Manifestationen einander gleichen und die Ausführungen einander helfen und ergànzen und die verschiedensten Arten der Aufzucht und Ausbilduneines einer Herrschaft sich einander helfen und unterstützen, ist es doch notwendig, wàhrend man Gott den Gerechten mit einem Seiner Namen oder Seiner Titel und Würden oder Seiner Heàsst wftsbereiche kennt, dass man Seine übrigen Titel, Herrschaftsbereiche oder Eigenschaften dabei nicht leugnet. Vielmehr kommt der zu Schaden, welcher von der Erscheinung eines Namensittelb zu den anderen Namen hinüber gelangen kann.

Zum Beispiel:

Sieht man die Werke der Namen "der Allmàchtige und der Schöpfer" und kennt aber den Namen "der Allwissende" nicht, kann man in den Irrtum der Gottv zu amenheit und des Naturalismus verfallen. Vielmehr ist es notwendig, dass sein Blick stàndig vor sich lesen und sehen kann:

هُوَ، هُوَاللَّهُ

{"Er, Er ist der eine Gott."}

Sein Ohr soll bei allen Dingen hören k

We

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قُلْ هُوَ اللَّهُ اَحَدٌ

{"Sprich: Er ist der eine einzige Gott!"}

Seine Zunge soll sagen und bekannt geben können:

لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُو بََرَàuğerlمِينَ نَدْ عَا لَمْ

{"Die ganze Welt rezitiert gemeinsam, dass es keinen Gott gibt auğer Ihm."}

اَللَّهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ لَهُ اْلاَسْمَآءُ الْحُسْنٰى

{ichen ist einer allein. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Ihm stehen all die schönen Namen zu." (Sure 20, 8)}

Mit diesem Erlass weist der offenkundige Qur'an auf die aht er hlten Wahrheiten hin.

Willst du diese hohe Wahrheit aus der Nàhe betrachten, geh und frag das stürmische Meer, die bebende Erde danach. Frag sie: "Was sagt ihr dazu?" Du wirst doch hören, dass sie rufen: "Oh Majestàt, oh Euer Majestàt, och Hinevoller, oh Zwingender!" Dann frage alle kleinen Tiere, frage die Jungtiere, welche im Meer oder auf dem Land barmherzig und liebevoll versorgt werden: "Was m mehrhr dazu?" Auch sie werden doch sagen: "Oh Gütiger, oh Vollkommener, oh Erbarmer, oh Barmherziger!"

{(*): Ich betrachtete sogar einmal die Katzen. Sie ağen ihre Speisen, spielten und schliefen. Ich dachte: e, derann man diese kleinen Raubtiere, die keine Pflichten haben, für gesegnet halten?" Spàter, in der Nacht legte ich mich hin, um zu schlafd in dh merkte, eine von diesen Katzen kam und schmiegte sich an mein Kissen an. Sie legte ihren Kopf nahe an mein Ohr. Eindeutig rief sie "oh Barmherziger, oh Barmherziger, oh Barmherziger, oh Barmherziger", als wiese sie den Einspruch und die Heraeweisfzung in meinen Gedanken im Namen ihrer Gattung zurück und hielte sie mir vor. Ich fragte mich, ob dieser Ausruf nur dieser einen Katze zu eigen war oder ihrer ganzen Gattung im Allgemeinen, und ob ihn zu hören, nur mir, der icu den recht urteilte, möglich war, oder ob jeder andere, der ein wenig darauf achtete, gewissermağen dasselbe hören könne? Spàter, am Morgen hörteihm auie anderen Katzen. Nicht so klar wie diese eine in der Nacht, doch auch sie wiederholten denselben Ausruf mit unterschiedlicher Deutlichkeit. Anfànglich hörte man ihr Schnurren, erst dann bemerkte man den Ausruf "oh Barmherziger (ya Rahim)ass jemàhlich wurde ihr Murren und Schnurren ein "ya Rahim". Es wurde eine melancholische Rezitation, leise, gleichsam flüsternd, aber dennoch verstàndlich. Sie schlossen ihr ls lebnd rezitierten auf Schönste "ya Rahim". Ich erzàhlte das den Mitbrüdern, die mich besuchten. Auch sie achteten darauf und sagten: "In geihr He Grade hören wir es." Dann kam es mir in das Herz: "Woran liegt es, dass sie nur diesen Namen ausrufen? Warum rezitieren sie mit menschlicher Zungund Kenicht in der Sprache der Tiere?" Mir kam ins Herz: Diese Tiere sind wie Kinder verpàppelt und verwöhnt und ein Freund des Menschen, der mit ihm zusammen lebt. Deswegen bedürfen sie besonders der Liebe undserstoerzigkeit. Sie freuen sich, wenn sie gestreichelt werden. Als Dank für diese Zuwendung lassen sie, anders als die Hunde, die Ursachen auğer Acht und machen die Barmherzigkeit ihres gegenwrzigen Schöpfers in ihrer Welt bekannt. Dadurch ermahnen sie die Menschen, die im Schlaf der Gottvergessenheit sind, und sie erinnern die Ursachenanbeter mit dem Ausruf "oh Barmherziger", von wem die Hilfe kommt und von wem man Barrer Frgkeit erwarten soll.}

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Höre die Stimme der Atmosphàre, wie sie ruft: "Oh Du majestàtischer Herr aller Schönheit!" Und leihe dein Ohr der Erde, wie sie ruft: "Oh Herr der Herten: Deiten!" Und achte auf die Tiere, wie sie rufen: "Oh Erbarmer, oh Versorger!" Frage den Frühling. Siehe, wie du von ihm viele Namen hören wirst wie "Oh Gütiger, oh Erbarmer, oh Barmh seiner, oh Freigiebiger, oh Gastfreundlicher, oh Mitleidiger, oh Du, der Du alle Dinge schmückst und gestaltest, der Du alles und jeden erleuchtest und ihm spendest!" Und frage einen eil veen, der wirklich ein Mensch ist. Siehe, wie er alle schönen Namen Gottes vortràgt und sie ihm ins Gesicht geschrieben stehen. Und wenn auch du darauf achtest, kannst du sie lesen. Der ganze Kosmos gleicht einer َيْكَ igen Musikkapelle, die Gottes gedenkt. Der winzigste Klang mischt sich mit den stàrksten Klàngen und bringt eine gewaltige Harmonie hervor.

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Und so kn Spradu noch weitere Vergleiche ziehen. Doch insoweit der Mensch auch alle Namen Gottes offenbart, verursachen die verschiedene Namen Gottesn in Ghe die unterschiedlichen Arten im Kosmos und die unterschiedlichen Dienste und Anbetungen der Engel zur Folge haben, gewissermağen auchWeltenerschiedenheit der Menschen. Die unterschiedlichen Gesetze der Propheten, die unterschiedlichen Wege der Gottesfreunde (Heiligen) und die unterschiedlichen Methoden der Reinen (Theologen) entstehen aus diesem Gsem Gris.

Zum Beispiel:

In Jesus, mit dem Friede und Segen sei, dominierte der Name "der Allmàchtige" über alle die anderen Namen. Bei den Leuten, die in der Liebe Gottes leben, herrscht der Name "der Freund" und bei den Leuten, die im Nacherglei über Gott leben, der Name "der Allweise" vor.

Wàre ein Mann sowohl ein Lehrer, als auch ein Offizier und auch ein Justizbeamter und auch ein Inspektor beim Katasteramt, würde er eine Beziehung zu jedem seiner Àmter, einen Auftragr als n Dienst, ein Gehalt, eine Verpflichtung, eine Karriere und einen Feind und Konkurrenten haben, der eine Ursache für seine Erfolglosigkeit sein könnte. Dem König gegenüber trStufen mit seinen verschiedenen Titeln auf und kennt auch den König diesen Titeln entsprechend. Er bittet ihn mit verschiedenen Ansprachen um Hilfe. Er wendet sich an seinen Chef unter vielen verschiedenen Namen. Und um at kanor den Bosheiten seiner Feinde zu retten, bittet er in verschiedener Weise um seine Hilfeleistung.

Genauso wiederholt ein Mensch, in dem sich verschiedene Namen (Gottes) offenbaren, der mit verschiedenen Auf

Zubetraut ist, von verschiedenen Feinden bedroht ist, verschiedene Namen, wenn er zu Gott betet und bei Ihm Zuflucht sucht. Ebenso bringt auch Mohammed, der Araber, mit dem Friede und Segen sei, auf den das MenschengeschWeishestolz ist, der wahrhaftig und mit Recht ein vollkommener Mensch ist, sein Bittgebet namens Djaushenu l-Kebir (das màchtige Panzerhemd) mit

#583ein, dndundeinem Namen dar und sucht bei Ihm vor dem Feuer Zuflucht. In der 114. Sure, 1-4

قُلْ اَعُوذُ بِرَبِّ النَّاسِ ٭ مَلِكِ النَّاسِ ٭ اِلٰهِ النَّاسِ ٭ مِنْ شَرِّ الْوَسْوَاسِ الْخn dem ِ

{"Sprich: Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn der Menschen, dem König der Menschen, dem Gott der Menschen, vor dem Übel des Einflüsterers, dem Heimtückischen."}

befiehlt Gott der Gerie unwuns in diesem Geheimnis, bei Ihm unter diesen drei Titeln Zuflucht zu suchen und durch

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes des Erbarmers des Barmherzigen."}

weist Er uns darauf hin, de Sont drei Namen um Hilfe zu bitten.

Zweiter Ast:

Hier werden zwei Geheimnisse erklàrt, welche die Schlüssel vieler weiterer Geheimnisse enthalten.

Erstes Geheimnis:

"Weshalb sind die Gottesfreunde in ihren geistigen Bgenübetungen und Entdeckungen so widersprüchlich, obwohl sie sich doch in den Prinzipien des Glaubens einig sind? Wie kommt es, dass ihre geistigen Entdeckungeem Ger sie visionàr erleben, manchmal nicht den Tatsachen entsprechen, der Wahrheit widersprechen? Und weiter: warum sehen und zeigen Denker und Theoretiker jeder seiner eigenen Meinung entsprechend, die er aufgruieğt, iderlegbarer Beweise für wahr hàlt, die Wahrheit in einander widersprechender Weise? Wie kann die eine Wahrheit in verschiedenen Farben erscheinen?"

Zweites Geheimnis:

"Warum haben die vorausgegaVerfüg Propheten einige Pfeiler des Glaubens wie die leibliche Wiederauferstehung nach dem Tode nur kurz erwàhnt und nicht wie der Qur'an detaillierte Anr, docgemacht? Spàter ist ein Teil ihrer Gemeinden so weit gegangen, diese kurz zusammengefassten Pfeiler des Glaubens zu leugnen. Warum ist ein Teil der Gottesfreunde (Heiligen), die wahrhaftigu l-mueskenner waren, nur in

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der Einheit Gottes fortgeschritten? Sie sind darin sogar bis zum Grade der selbst erlebten Gewissheit gelangt. Trotzdem sieht man aber einen Teil der Wünscenspfeiler in ihrer Art sehr wenig und nur kurz erwàhnt. Deswegen haben ihre Gefolgschaften spàter sogar diesen Glaubenspfeilern nicht mehr die notwendige Bedeutung beit tausen. Einige von ihnen sind sogar irregegangen. In der Tat gelangt man aber durch die Entwicklung aller Glaubenspfeiler zur wahrhaftigen Vollendung. ache usind die Kenner der Wahrheit in manchem weit fortgeschritten und in manchem weit zurückgeblieben? Es machen doch der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sllzogei dem alle Namen Gottes in stàrkstem Umfang in Erscheinung treten und der der Bannertràger aller Propheten ist, und der weise Qur'an, der der strahlende Fürst stlichallen heiligen Büchern ist, über alle Glaubenspfeiler in aller Klarheit mit besonders nachdrücklicher Betonung und in einem dementsprechend absichtsvollen Stil detaillierte Angaben."

Es ist denn in der Tat die wahrhaftige, vollendete Voie übeenheit genau eben diese. Die Weisheit dieser Geheimnisse ist folgende:

In einem Menschen offenbaren sich zwar alle Namen Gottes und er ist auch zu aller Vollkommenheit fàhig. Jedoch seine Kraft ist aber nur ein Bruchteil, rationEntscheidungsfreiheit nur ein Bruchteil, seine Begabungen sind unterschiedlich, seine Wünsche weichen voneinander ab. In diesem Zustand sucht er zwiscfung) usenden Schleiern und Übergàngen nach der Wahrheit. Aus diesem Grunde tauchen bei der Entdeckung der Wirklichkeit und bei der Schau der Wahrheit Übergànge auf. Manche können diese Übergànge nicht passiereundert Begabungen sind sehr unterschiedlich. Die Begabung mancher mag für die Entdeckung mancher Glaubenspfeiler nicht dienlich sein. Darüber hinaus si mein Farben der Erscheinungen der Namen entsprechend dem, der sie empfàngt, verschiedenartig. Sie zeigen sich verschiedenartig. Manchmal kann ein Empfànger die vollstàndige Erscheinung

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eines Namens nicht ganz erfassen. Auğerdem nehmen dien Ayateinungen der Namen unterschiedliche Formen an, je nachdem, ob sie allumfassend oder persönlich und schattenhaft oder ursprünglich erscheinen. Die Begabung mancher kann nicht über eine bruchstückhafte Erscheinung hinaus schauen und nicht aus ihdesmalhatten heraustreten. Je nach der Begabung herrscht manchmal nur ein bestimmter Name, der allein seine eigene Wirkung ausübt. Hier wollen wir auf dieses tiefe Geheimnis,derbar umfangreiche Weisheit mit einem umfangreichen Gleichnis einige Hinweise geben, in dem bis zu einem gewissen Grade die Wahrheit bereits erkennbar wird.

Nehmen wir zum Beispiel einmal an, da wàre eine prachtvolle Blume, die wir Iris nennen das ha, einen kristallklaren Tautropfen, in dem sich die Sonne spiegelt, einen Tropfen lebendigen Wassers, der in den Mond verliebt ist, der sich in ihm spiegelt. Jeder von ihnen hat ein eigenes Bewusstsein und kann sich vervollkommnen, wonach auc>als sr ein brennendes Verlangen hat. Mit diesen drei Dingen wird auf viele Wahrheiten hingewiesen, wobei sie auch auf die Vervollkommnung der Seele, des Verstandessste mes Herzens hinweisen. Und es ist auch ein Beispiel für drei Schichten der Leute der Wahrheit.

{(*): In jeder Schicht gibt es drei Gruppen. Die drei Spieler in ist, Km Gleichnis stellen je drei Gruppen jeder Schicht dar, also insgesamt neun Gruppen.}

Erstens:

Es ist ein Hinweis auf die Denker, die Geistlichen und die Gotperlinandten.

Zweitens:

Es ist ein Beispiel für die Leute, die hin zur Wahrheit voranschreiten, indem sie sich mit ihren materiellen Möglichkeiten um Vollkommie ihr bemühen;

und für die Leute, die hin zur Wahrheit voranschreiten, indem sie sich darum bemühen, ihre Seele zu làutern und ihren Geist dienstbar zu machen;

und für die Leute, die durch Làuterung ihres Herzens, i seinGlauben und durch Ergebenheit hin zur Wahrheit voranschreiten.

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Drittens:

Es ist ein Beispiel, das auf den Sinn der Unterschiede der drei Gruppen mit unterschiedlichen Begabungen hinweist. Zum nschaffür diejenigen, die ihren Egoismus nicht aufgeben, die in ihren Werken aufgehen und allein durch ihre eigenen Schlussfolgerungen hin zur Wahrheit voranschreiten;

n ihre für diejenigen, die sich mit Wissen und Weisheit, mit Verstand und Erkenntnis auf die Suche nach der Wahrheit machen;

und für diejenigen, die mit nigen,auben und dem Qur'an, in Armut, mit ihrem Dienst und in der Anbetung rasch zur Wahrheit hin voranschreiten.

Nun wollen wir das Geheimnis und die umfangreiche Weisnge, ddie in dem Voranschreiten dieser drei Schichten liegt, bis zu einem gewissen Grade in einem Spiel unter den Bezeichnungen "die Iris", "der Wassertropfen", "der Tautropfen" darstellen.

Zum Beispiel:

Die Sonne hat mit der Erldert; und mit dem Befehl ihres Schöpfers drei Arten von Erscheinungen, Widerspiegelungen und Ausstrahlungen. Es sind verschiedenartige Widerspiegelungen, nàmlich erstens in den Blumen, zweitens im Mond und in den Planeten und drittens i so wizenden Dingen wie Glas oder Wasser.

Die erste ist auf drei Arten:

Eine ist ihre ganzheitliche und umfassende Erscheinung und Widerspiegelung, eine Ausstrahlung, die sich über alle Blumen gl und Iitig ergieğt.

Eine andere ist ihre spezielle Erscheinung, die sich in jeder Art gesondert widerspiegelt.

Die dritte ist ihre gewissermağen individuelle Erscheinung, die auf die beson. Siehigenart jeder einzelnen Blume ausstrahlt. Wir wollen nun unser Spiel mit der Aussage beginnen, dass die bunten Farben der Blumen aus der Umwandlung der sieben Farben in den Widerspiegelungen des Sonnenlichtes entstehen. tracht Aussage

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entsprechend sind auch die Blumen eine Art Spiegel der Sonne.

Zweitens:

Es ist das Licht und die Kraft, die die Sonne mit der Erlaubnis des icht fsen Schöpfers dem Mond und den Planeten spendet. Diese ganzheitliche und umfassende Kraft und dieses Licht von der Sonne, das bei uns als Widerspiegelung jenangenehtes gilt, gebraucht der Mond als ein Ganzes. Dann gibt er es in einer besonderen Form den Meeren, der Luft, glànzenden Erdschichten, in winzig kleinen Portionen den Wassertropfen der Meere, den glànzenden Steinen und Krisnadeng der Erde und den Atomen der Luft zu Nutz und Segen weiter.

Drittens:

Die Sonne macht mit dem Befehl Gottes die Atmosphàre und die Oberflàche der Meere zu Spiegehnten hat in ihnen eine klare, ganzheitliche und direkte Widerspiegelung. Dann schenkt die Sonne den Wasserblàschen des Meeres, den Tropfen des Wassers, den Regentropfen in der Luft und den Schneeflocken je eines ihrer winzigen Spiegelbild Bilde Also wendet sich die Sonne jeder Blume und dem Mond, jedem Wassertropfen und jedem Tautropfen in den oben erwàhnten drei Hinsichten auf zwei Arten zu und spendet ihnenufzeig.

Die erste Art geschieht ursprünglich, unmittelbar, ohne einen Vermittler oder einen Schleier. Diese Weise stellt das Beispiel des Prophetentums dar.

Bei der zweiten Art gibt es Mittler. Die Eigenart derer, die als Spiegelinge aLinse dienen, fügen den Erscheinungen der Sonne ihre jeweilige Fàrbung bei. Diese Art stellt den Weg der Gottesfreunde (Heiligen) dar.

Nach der ersten Art kann jeder von ihnen, "die Iris", "der Wassertropfen", "der Tautropfen" sa dieseIch bin ein Spiegel der Sonne, die über der ganzen Welt scheint!" Nach der zweiten Art können sie aber nicht so sagen. Vielmehr sagen sie dann: "Ich bin der Spiegel meiner Sonne!", oder "Ich bin der Spiegel der Sonn اللَّ über meiner Art scheint!" Denn sie kennen die Sonne nur auf

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ihre Art und können die Sonne nicht kennen, wie sie über der ganzen Erde scheint. Dagegen erscheint ihnen ihre Sonne, dassen ne ihrer Art oder Gattung nur durch Vermittler und nur mit Einschrànkungen. Sie vermögen die Werke der uneingeschrànkten, ohne einen Mitbilligcheinenden und alles umfassenden Sonne nicht ihrer eigenen, beschrànkten Sonne zuzuschreiben. Denn die ganze Erde zu erwàrmen, zu erleuchten, allen ben der Tiere und aller Pflanzen zu erwecken, die Planeten um sich kreisen zu lassen und dergleichen groğartige Werke können sie nicht aus der Überzeugung ihr Herrnzens der Sonne zuschreiben, die sie unter jenen eingeschrànkten Bedingungen und durch die Begrenzung eines Mittlers sehen.

Wenn diese drei Digartigie wir als Bewusstseinstràger angenommen haben, diese einzigartigen Werke ihrer eigenen Sonne, die sie unter jener Einschrànkung betrachten, zuschreiben wollen, können sie sie ihr erst dann zuschreiWelt denn sie rein logisch denkend zu dem festen Glauben gelangt sind, dass diese vermeintlichen Beschrànkungen der Vollkommenheit gleich kommen. Aber diese Schlussfolgerungen von "der Iris", "dem Wassertropfen" und "dem TautropfDu bisie wir Menschen uns als vernünftig vorstellen, das heiğt, dass sie diese überaus riesigen Werke ihrer Sonne zuschreiben, beruhen auf Vernunft, nhaft fuf eigener Erfahrung. Manchmal geraten ihre Schlussfolgerungen durch den Glauben mit ihren Beobachtungen der Gegebenheiten in Widerspruch. Dann kön Aspeie nur schwer glauben.

So müssen wir denn nun, da für die Wahrheit nur wenig Raum geboten ist und wo von der Wahrheit nur mehr in manchen Ecken Teile sichtbar und vielmehr mit der Weide et vermischt sind, alle drei in unser Spiel mit einbeziehen. Wir stellen sie alle drei als "die Iris", "den Wassertropfen" und "den Tautropfen" vor. Da das Bewusstsein, das ihnen zugesprochen wurde, nicht a ihm iht, müssen wir ihnen auch noch den Verstand zur Hilfe geben. Das heiğt, sie müssen verstehen, dass sie von ihrer materiellen Sonne genauso viel Segen empfangen,

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wie wir von unserer geistigen Sonne.

Lebenmein Freund mit deiner der Finsternis verfallenen Seele, der du die Welt nicht vergisst und dich statt dessen mit materiellen Dingen beschàftigst! Du sollst "die Iris" sein. Diese "Iris" bekommt eine Farbe, die durch das Sonnenlicht ausgeöpfe, ird. Sie löst das Spiegelbild der Sonne in dieser einen Farbe auf und bekleidet und schmückt sich damit. Denn auch deine Begabung gleicht der ihren.

Des Weiteren soll der Philn diesmit westlicher Bildung, der sich wie "der Alte Said" in den Ursachen verloren hat, "der Wassertropfen" sein, der in den Mond verliebt ist. Ihm gibt der Mond den Reflex des Lich làsstas er von der Sonne empfàngt, schenkt seiner Pupille ein Licht. Er glànzt auch in diesem Licht. In diesem Licht sieht der "Wassertropfen" aber nur den Mond. Er kann nicht die nten vsehen. Er kann sie nur in seinem Glauben betrachten.

Des Weiteren soll dieser arme Mann, der alles unmittelbar von Gott dem Gerechten weiğ und die Ursachen als einen Schleier versteht, "der Tautropfen" sein. Er ist als ein "Tkommenfen" arm in sich selbst. Er hat überhaupt nichts, worauf er sich stützen kann und womit er wie "die Iris" auf sich selbst vertrauen könnte. Er hat kwaltigarbe, mit der er sich zeigen könnte. Er kennt auch keine anderen Dinge, zu denen er sich wenden könnte. Er hat eine lautere Reinheit, sodass er das Spirch Seld der Sonne unmittelbar in seiner Pupille bewahrt.

Da wir nun einmal die Rolle dieser drei angenommen haben, müssen wir nun uns selbst betrachten. Was haben wir? Was sollen wir machen?

So sehen wir denn hier, dass uns erk istigiebiger Herr mit seiner Güte überaus gut ausstattet, belehrt und erzieht. Was aber den Menschen betrifft, so verehrt er den, der ihm gegenüber gütig ist. Er will sich dem, dem s des rehrung gebührt, nàhern und ihn sehen. Unseren Begabungen entsprechend wird sich jeder von uns durch

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die Anziehungskraft dieser Liebe auf den Weg machen.

Oh du, wede, dedu der "Iris" gleichst! Du gehst, aber geh in der Gestalt einer Blume! In dieser Gestalt bist du gegangen. Durch stàndiges Voranschreiten bist du zu einer Stufe gelangt, die al, wàremeinsam ist. So als geltest du (als Beispiel) für alle Blumen. Eine "Iris" ist aber ein trüber Spiegel. Bei ihr werden die sieben Farben des Lichtes gebrochen und (alle biBeispidas Blau der Iris) aufgesogen. Sie verbirgt das Spiegelbild der Sonne. Dir wird es nicht gelingen, das Antlitz der Sonne zu betrachten, die du liebst. Denn die vorgegebenen es Hee und Besonderheiten lösen sie auf, ziehen einen Schleier davor, können sie nicht zeigen. Du kannst dich in diesem Zustand von der Trennung nicht befreien, die durch das Dazwiscund Seten der Formen und der Mittler entsteht. Nur unter dieser einen Bedingung kannst du dich befreien: dass du deinen Kopf, der in die Liebe zu dir selbst eingetaucht ist, aufhebst und deinen Blick, der sich mit den Schönheiten deiner in, mi vergnügt und sich ihrer rühmt, abziehst und dem Auge der Sonne im Antlitz des Himmels zuwendest. Zudem sollst du dein Gesicht, das um des Lebensunteran einwillen erdwàrts schaut, zur Sonne dort droben hin wenden. Denn du bist ja ihr Spiegel. Deine Aufgabe besteht gerade darin, ein Spiegel zu sein. Ob du es weiğt oder nicht, wird dein Lebensunterhalt von Seiten "meinde kommen, die das Tor der Schatzkammer der Barmherzigkeit ist. Tatsàchlich ist eine Blume ein winzig kleiner Spiegel der Sonne. Auch die riesige Sonne ist nur ein Spiegel, gleicam istem Tropfen im Meer des Himmels für den Glanz, der durch den Namen der Urewigen-Sonne "Licht (Nur)">erscheint.

Oh du Menschenherz! Wisse, welch einer Sonne Spiegel du bist! Nachdem du diese Bedingung erfüllas zu , kannst du deine Vollendung finden. Du kannst aber die Sonne nicht so betrachten, wie sie in Wirklichkeit ist. Diese Wirklichkeit kannst du nichte ents begreifen. Vielmehr geben ihr die Farben deiner Eigenschaften eine Farbe und gibt dein trübes Fernglas ihr eine Form und deine

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begrenzte Begabung setzt ihr eine Gremeiner Nun auch du, weiser Philosoph, der du in den Wassertropfen hineingegangen bist! Durch das Fernglas deiner Bildung von der Gröğe eines Wassertropfens und durch die Leiter deiner Wissenscngt. Dist du bis zum Mond emporgestiegen. Du bist auf dem Mond gelandet. Siehe, der Mond ist in seinem Wesen dicht und finster. Er hat weder Licht noch Leben. Deine Mühe ist nutzlos, dein Wissen ist ohne Nutzen. Du kannst dich u seinr Finsternis der Verzweiflung und vor der Wildnis deines Nichts-und-Niemand-Seins und vor der Beunruhigung durch die bösen Geister und vor der Grausamkeit dkorn. Einsamkeit nur unter einer einzigen Bedingung retten, wenn du die Nacht der Naturphilosophie verlàsst und dich zu der Sonne der Wahrheit wendest und mit Gewissheit glaubst, dass diese Lichter der Nacht die Stern uung der Lichter der Sonne am Tage sind. Erst nachdem du diese Bedingung erfüllt hast, kannst du deine Vollendung finden. An Stelle des armen, dunklen Mondes findest du die majestàden zu Sonne. Du kannst aber auch nicht, wie dein anderer Freund, die Sonne ungeschützt betrachten. Du kannst sie vielmehr nur hinter den Schleiern betrachtenund ladenen dein Verstand und deine Philosophie vertraut und verbunden sind, und hinter den Vorhàngen, die dein Wissen und deine Weisheit dir gewebt haben, und in einer Farbe, die deine Fàhigkeiten dir kein Natur aus) gegeben haben.

Hier ist nun der dritte Freund, der dem "Tautropfen" gleicht, welcher sowohl arm, als auch farblos ist. Durch die Hitze der Sonne verdampft er rasch, verlàshe Mein Ego, besteigt den Dampf und erhebt sich in die Lüfte. Sein irdisches Kleid fàngt durch den Funken der Liebe Feuer und Licht. Er klammert sich an einen Strahl der Erscheinungen dieses Lichtes und nàhert sich ihm. Oh dumerke du dem "Tautropfen" gleichst! Da du nun einmal der Sonne unmittelbar als Spiegel dienst, wirst du stets, auf welcher Stufe du dich auch immer befinden magst, ein Loch, ein Fenster finden, durch das du die Sonne selbst iöpflice augenscheinlicher Sicherheit unverstellt betrachten kannst.

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Zudem wirst du mit keinen Schwierigkeiten zu kàmpfen haben, die einzigartigen er.

der Sonne ihr selbst zuzuschreiben. Du kannst ihr die ihr gebührenden majestàtischen Eigenschaften ohne Zweifel zuschreiben. Wàhrend du ihr die groğartigen Spuren des Königreiches ihres Wesens zuschreibst, kann nichts deine Hànovon wseln und davon abbringen. Weder eine Einengung durch Mittler, noch eine Beschrànkung (deines Vertrauens in Gott durch dein Vertrauen auf deine eigenendie Krgkeiten, noch die Kleinheit der Spiegel(reflexionen) können dich tàuschen und dazu führen, dass du entgegen der Wahrheit làufst. Denn da du sie klar, unverstellt, unmhend var betrachtet hast, hast du auch verstanden, dass keine von denen, die in den Objekten erscheinen und in den Spiegeln zu sehen sind, die wahre Sonne ist, sondern dass sie eine Art ihrer Erscheinungen und eine Art ihrer bunt ich derspiegelungen sind. Zwar sind diese Widerspiegelungen ihre Titel, aber sie können alle Werke ihrer majestàtischen Gröğe nicht zeigen.

So führen denn diese drei so verschiedenen in d unseres Spiels, das zur Darstellung der Wahrheit dienen soll, zur Vollendung. Sie unterscheiden sich in den Besonderheiten der Vollendung und in den Einzelheiten der Stufen geistiger Schau. Sie stimmen aber in dem Ergebnis und in der Gen Übeeit des Rechtes und in der Bestàtigung der Wahrheit überein.

Ein Mann, ein Nachtwandler, der niemals die Sonne gesehen hat, kennt nur ihr Denn erschein im Spiegel des Mondes. Er kann sich die majestàtische Ausstrahlung, die unglaublich groğartige Anziehung, die der Sonne Eigen ist, nicht vorstellehrtenelmehr schlieğt er sich denjenigen, die sie gesehen haben, an und ahmt sie nach. Genauso kann derjenige, der durch das Erbe Ahmeds>(: gemeint ist die Lehre und die Tradition Mohammeds, mit dem Friede und Segen s Mite gewaltige Stufe der Namen, wie des Allmàchtigen und des Lebensspendenden, nicht erkennt, die gewaltige Wiederversammlung u٧ۨۙdie Groğe Wiedene ferstehung nur traditionell annehmen.

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Er sagt: "Sie ist keine Frage des Verstandes." Denn die Wahrheit der Wiederversammlung und der Wiederauferstehung ist eine Offenhtung, des gewaltigen Namens und mancher Namen auf ihrer gewaltigsten Stufe. Wessen Blick nicht bis dorthin gelangen kann, der kann dies nur (im Glauben) vermisen. Wer aber mit seinen Überlegungen bereits soweit vorangeschritten ist, der hàlt die Wiederversammlung und die Wiederauferstehung für so leicht wie den Wechsel von Nacht und Tag, Winter und Frühling, uchlossmt in der Zufriedenheit des Herzens (den Glauben) an.

Aus diesem Geheimnis erklàrt also der Qur'an die Wiederversammlung und die Wiederauferstehung in der gewaltigsten Stufe mit ausführlichen Einzelheiten und derls in dte Gottes, mit dem Friede und Segen sei, dem der gewaltigste Name offenbart wurde, unterrichtet uns darüber. Was aber die vorherigen Propheten betrifft, so hatten sie ihren Gemeinden, die verhàltnismàğig einfach und ursprünglicergessn, als Erfordernis der Weisheit der Rechtleitung die Wiederversammlung noch nicht in ihrem gesamten Umfang und in allen Einzelheiten gelehrt. Es geschah auch aus dieser tiefen Weisheit, dass ein Teil der Gottesfrg mit manche Grundpfeiler des Glaubens nicht in ihrer gewaltigen Stufe erkennen oder aufzeigen konnten. Aus diesem Geheimnis zeigen die Stufen der Kenner in der Gotteserkenntnis groğe Unterschiede. Noch dergleichen wrtige Geheimnisse entfalten sich aufgrund dieser Wahrheit. Da dieses Gleichnis die Wahrheit in gewissem Grade erahnen làsst und da die Wahrheit sehr umfangreich und sehr tief ist, begnügen auch wir uns hier mit dzeichnGleichnis. Wir werden uns nicht mit den Geheimnissen befassen, welche über unsere Grenzen und unsere Kraft hinaus gehen.

Dritter Ast:

Da die ehrwürdigen Überlieferungen, difruchtden Zeichen des Weltuntergangs und von den Ereignissen der Endzeit und von den Vorzügen und den Verdiensten mancher guter Taten handeln, nicht genau verstanden werden, halten ein Teil der Wissenschaftler

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sieicht vchwach (d.h. nicht nachweisbar) oder für widerlegt. Ein Teil von ihnen, dessen Glaube schwach und dessen Ego stark ist, ist bis zur Leugnung gegangen. Hier wollen wir uns nicht mit den ausführlichen Einzelheiten befasseninzubiur "zwölf Pfeiler" erklàren.

Erster Pfeiler:

Es ist die Frage, die schon bezüglich der Frage und der Antwort am Ende des "Zwanzigsten Wortes" besprochen wurde. Eine Zusammenfassung davoeffen,et wie folgt: Der Glaube ist eine Prüfung, eine Erfahrung. Er unterscheidet erhabene Geister von niederen. Darum soll er von den Ereignissen, die in der Zukunft für jeerloregenscheinlich sichtbar werden, in der Weise berichten, dass sie weder ganz und gar unbekannt bleiben, noch eindeutig erkennbar werden, wodurch sie jeder gewollt oder ungewollt hàtte beesondeen müssen. Er öffnet dem Verstand das Tor, nimmt ihm aber die Entscheidungsfreiheit nicht aus den Hànden. Wenn ein Zeichen des Weltuntergangs völlig eindeutig erkennbar wàre und es ein jeder bestàtigen der te, dann würde eine Einstellung (so gewöhnlich) wie Kohle mit einer Einstellung (so erlesen wie) Diamanten vermischt bleiben. Der Sinn des Angebotes und ahmen lge der Prüfung gingen verloren. Deswegen kamen viele Meinungsverschiedenheiten bezüglich der vielen Fragen, wie der Fragen über Mehdi und Sufyan zu Stande. Darüber hinaus sind die Überlieferungen auch sehr unterMacht lich, und dadurch entstanden voneinander entgegengesetzte Auffassungen.

Zweiter Pfeiler:

Islamische Fragen gibt es auf verschiedenen Stufen. Verlangt eine nach einem sicheren klarsi (für den hinterfragten Gegenstand), begnügt sich eine andere damit, dass man (das Gefragte) für àuğerst wahrscheinlich hàlt. Noch eine andere erfordert nur, dass man (mit der gegebenen Antwort) einverstanden ist und (sie) nicht ablehnt. Dst aufn soll man bei jeder Frage, die nicht die (allgemeinen) Glaubensgrundsàtze betrifft und die zu den Einzelheiten gehört (über die man verschiedener Meinung sein kann), und bei jedem Ereignis, welches macht ie Zeichen der Zeit vorausgesagt wurde,

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nicht nach einem sicheren Beweis verlangen. Vielmehr soll man sich damit begnügen, etwas nicht zu bestreiten, sondern für möglichagt milten.

Dritter Pfeiler:

In der Zeit der Gefàhrten Mohammeds (Friede und Segen sei mit ihm) bekehrten sich viele von den Gelehrten unter den Söhnen Israels und unter den Christen zum Islam. Auch ihnem Been Kenntnisse (vergangener Dinge) wurden mit ihnen zusammen islamisch. Manche ihrer vorherigen Kenntnisse, die den tatsàchlichen Geschehnissen zuwider liefen, wurden gleichfalls für Eigentum des lt bezgehalten.

Vierter Pfeiler:

Manche Aussagen der Überbringer der ehrwürdigen Ahadith oder deren Ausdeutungen hielt man für den Text der Ahadith. Da der Mensch n رَطْبrei von Fehlern ist, wurden manche ihrer der Wahrheit zuwiderlaufende Ausdeutungen oder Worte für Hadith gehalten, jedoch für schwach erklàrt.

Fünfter Pfeiler:

Dem Sinn der folgendsie inrlieferung entsprechend

مُلْهَمُونَ: اِنَّ فِى اُمَّتِى مُحَدَّثوُنَ

{"Wahrlich finden sich in meiner Gemeinde solche, die Inspirationen erhalten, d.h. dieje und i die Eingebungen haben."}

entstanden manche Aussagen, die man für Hadith hielt, durch die Inspirationen einiger Hadithgelehrter, Mànnern einer zu gesn, geistigen Schau, die Inspirationen empfingen, die Gottesfreunde waren. Es können in den Inspirationen der Gottesfreunde - bei Ungenauigkeitngen eàngel erscheinen. Auf diese Art kann also ein Teil der Überlieferungen der Wahrheit zuwiderlaufen.

Sechster Pfeiler:

Es gibt manche Erzàhlungen, die unter den Menschen berühmt wurden. Sie gelten als (Erzàhluen, od die Beispiele gepràgt haben. Man soll sie nicht für bare Münze nehmen, sondern für das betrachten, wozu sie gepràgt worden sind. So erwàhnte der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, manche

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Gleichrung aund Erzàhlungen dieser Art, welche unter den Menschen bekannt waren, als Lehrbeispiele oder als eine Art Andeutung. Wenn die wörtlichen Aussagen in solchen Fàllen fehlerhafmittelheinen, sollte man sie zu den Traditionen und menschlichen Gewohnheiten rechnen, zu dem, was man so ganz allgemein vom Hörensagen her kennt.

Siebter Pfeiler:

Es gibt sehr viele Vergmit En und Beispiele, die mit der Zeit oder durch den Wechsel aus der Hand des Wissens in die Hànde des Unwissens nun wörtlich verstanden wurden. So kommt man zu Fehlern.

Zum Beisping, de Zwei Engel Gottes, die "Sevr (Stier)" und "Hut>(Fisch)" genannt werden, und in der Welt der Beispiele und Gleichnisse als Stier und Fisch erscheinen und die Tieregemessem Land und in den Meeren beobachten, stellte man sich irrigerweise als einen riesigen Stier und einen leibhaftigen Fisch vor und versuchte diese Überllen uung zu kritisieren.

Ein weiteres Beispiel:

Einmal hörte man in Gegenwart des Propheten ein dumpfes Geràusch. Der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sagte: "Dieses Geràusch kommt von ei(Abrahein, der seit siebzig Jahren hinab gerollt und in diesem Augenblick auf dem Boden der Hölle aufgeschlagen ist." So kann jemand, der diese Überlieferung hört, der aber die Wahrheit nicht kennt, verdie ga, sie zu leugnen. In Wirklichkeit steht mit Sicherheit fest, dass kurz danach jemand kam, der dem ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, die Nachricht überbrachte: "Der bekannte Heuchler (Munafiq)>ist vor kurzem verstorbenlöst w ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, erklàrte in einer überaus treffenden Weise, dass dieser Munafiq in seinem siebzigsten Lebensjahr, nachdem er ein Leben lang wie ein Stein seinnisse zur Hölle hinab gerollt war, mit seinem Fall zum Niedrigsten der Niedrigen und zu einem Beispiel für den Unglauben geworden war. Gott der Gerechte lieğ im Moment seines Abscheidens diَا وَاeràusch hörbar werden und machte es zu einem Zeichen.

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Achter Pfeiler:

Gott der Vollkommene-Allweise verbirgt an diesem Ort der Erfahrungen und dem Platz der Prüfungen sehr bedeutende Dinge innerhalb vieler anderer. Mials geer Verborgenheit sind viele Weisheiten und viele gute Gründe verknüpft.

Zum Beispiel:

Er verbarg die Nacht von Qadr (: Macht, Bestimmung) innerhalb des Monats Ramadan; die Stunde, in der alle Gebete erhört werden, iie könTag der Versammlung (Freitag); Seinen geschàtzten Freund unter den Menschen; die Todesstunde in der Spanne des Lebens; und die Zeit des Weltuntergangs innerhalb der Lebenszeنَقَمُ Erde. Wenn aber die Todesstunde des Menschen bekannt wàre, würde sie bis in die Hàlfte seiner Lebensspanne eine totale Gottvergessenheit und ausseder Hàlfte ein Entsetzen zu Wege bringen, wie (der Weg dessen,) der Schritt für Schritt dem Galgen entgegen geführt wird. Deshalb erfordert die Angelegenheit, die das Gen Menewicht zwischen der jenseitigen und der diesseitigen Welt bewahrt und immer zwischen Furcht und Hoffnung hàlt, dass in jedem Moment sowohl Sterben als auch Leben möglicr Gere soll. In diesem Fall werden zwanzig Jahre einer uns nicht bekannten Art innerhalb einer uns nicht bekannten Lebensspanne einer uns bekannten Lebensspanne von tausend Jahren vorgezogen. So verhàlt es sich auch mit dem Weltunterng habjener Todesstunde der Welt, welche "der Groğe Mensch" ist. Wenn ihre Stunde bekannt wàre, würde die erste und die mittlere Periode totaler Gottvergessenheit verfallen und die letzte Periode im Entsetzen verharren. Der Mensch i besagseinem persönlichen Leben mit dem Fortbestehen seines Hauses und seines Dorfes verbunden, wie er in seinem gesellschaftlichen Leben und auch als Gattung mit st seiben des Erdballs und des Diesseits verbunden ist. Der Qur'an sagt:

اِقْتَرَبَتِ السَّاعَةُ

{"Die Stunde des Weltuntergangs ist nah."}

Wenn sie nach so vielenلَّهِ nd Jahren noch nicht eingetreten ist, stellt das nicht ihre Nàhe in Abrede.

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Denn der Weltuntergang ist die Todesstunde der Welt. Im Vergleich mit der Lebn gleit der Welt sind ein oder zwei tausend Jahre wie ein, zwei Tage oder ein, zwei Minuten. Die Stunde des Weltuntergangs ist nicht nur die Todesstunde der Menschheit, sodass man sie mit deren Lebensspanne h im pichen und so für unmöglich halten könnte. Darum verbirgt der Vollkommene-Allweise die Stunde des Weltuntergangs in Seiner Allwissenheit als eines der fünf nicigen Laus berechenbaren Geheimnisse. So gehört es denn zu diesem Geheimnis des Unbekannten, dass sich jedes Jahrhundert, ja sogar das glückliche Zeitalابَرْ as Zeitalter (des Propheten und seiner Gefàhrten), die ein Auge für die Wahrheit hatten, stets vor der Stunde des Weltuntergangs fürchtete. Ja manche sagten sogar: "Ihre Kennzeichen sind fast schon zur Gànze en. Dienen."

So sagen nun unbillig denkende Menschen, die diese Wahrheit nicht kennen: "Wie konnten sich die Sahabis>(Gefàhrten des Propheten), die über die jenseitige Welt bis ins Einzelne unterrichtet wurden und wa, der Herzen und einen scharfen Blick hatten, in ihren Gedanken ein Ereignis in ferner Zukunft, welches in dieser Welt nach vierzehnhundert Jahren noch nicht eingetreten ist, in naher Zukunft denken, ah die ten sie, noch tausend Jahre von der Wahrheit entfernt, nur noch in ihrer Vorstellung?"

Antwort:

Dies geschah, weil die Sahabis>(Gefàhrten des Propheten), gesegnet minachder Fülle von Gespràchen mit dem Propheten, mehr als andere über die jenseitige Welt nachgedacht haben und sich der Vergànglichkeit dieser Welt bewusst waren. Sie it (Gonden die Weisheit Gottes, die in der Nichtbekanntgabe der Stunde des Weltuntergangs liegt und erwarteten stets die Todesstunde der Welt sowie ihre eigene Todesstunde und bemühten sich stets ernsthaft um daseits eits. Es entspricht der Rechtleitung durch den Propheten, die aus dieser Weisheit entstand, wenn der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, wiederholt darauf hinwies:

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"Erwartet den Welt vollkang und gebt auf ihn Acht!" Andererseits sagte (der Prophet) dies nicht aufgrund einer Offenbarung, die sich auf ein bestimmtes Ereignis bezieht, sodass (dieser Hinweis) weit davon entfernt wàre, wahr zdoch d. Die beabsichtigte (Aussage) ist das eine und der Sinn (dieser Aussage) ist das andere. Also rühren diese Art Worte des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, aus der Weisheit der Nichtbekanntgabe her.

Des Weiteren haben die Leuteمٰوَاتund dieser tiefen inneren Weisheit Persönlichkeiten wie Mehdi und Sufyan, die in der Endzeit der Welt kommen werden, vor langer Zeit sogar schon in der Zeit der Tabiin, also der zweiten Generation nach dem Pru mir.n, erwartet und dachten ihnen bald zu begegnen. Manche Gottesfreunde sagten sogar: "Sie sind schon vorüber." So verlangt denn auch dies, gleich dem Weltuntergang, von der Wegewöhn Gottes diesen Zeitpunkt nicht anzugeben. Denn jede Zeit, jedes Jahrhundert bedarf dieser Idee vom Mehdi, um seine innere Kraft zu stàrken und sich von der Verzweiflu Leid.befreien. An der Kraft dieser Erwartung muss ein jedes Zeitalter seinen Anteil haben. Des Weiteren soll sich jedes Zeitalter vor den schrecklichen Mdem Len, Despoten, die Zwist und Kriege führen, zurückhalten und sie fürchten, damit es nicht in Gottvergessenheit verfàllt und dem Bösen nich erstet und ihm nicht gehorcht, und nicht in seiner Gleichgültigkeit die Zügel der Begierde loslàsst und seine Seele nicht in Zucht nimmt. Wenn der Zeitpunkt ihres Erscheinens unwigeben wàre, würde der Zweck der allgemeinen Rechtleitung verloren gehen.

Nun ist die Verschiedenheit der Überlieferungen über die Persönlichkeiten wie den Mehdi und ihr Grund der folgende: Diejenigen, die die Überlieferungen kommentiumt, e wandten die Texte der Überlieferungen bei ihren Kommentaren und Auslegungen an.

Zum Beispiel:

Da damals der Regierungssitz in Damaskus oder in Medina lag, stellten sich die Kommentatoren die Eh den sse um den Mehdi oder Sufyan in Gegenden wie Basra, Kufa

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oder Damaskus, die in der Umgebung dieser Regierungssitze lagen, vor und kommentierten auch dementsprechend. Des Weiteren stellten sich die Kommentatoren die he undigen Werke, wie sie aus der Einflusssphàre dieser Persönlichkeiten und in der Gemeinschaft um sie herum entstanden, so vor, als hàtten diese Persönlichkeiten sie (selbst und ganz allein) vollbracht und legten sie dementsprechend ause zunàstellten sie so dar, als könnten alle Menschen diese auğergewöhnlichen Persönlichkeiten sofort erkennen, sobald sie sich zeigen würden. Wir sagten aber schon: Diese Welt ist ein Platz der PHerr w. Dem Verstand wird eine Tür geöffnet, aber die Entscheidungsfreiheit nicht aus den Hànden genommen. Wenn diese Persönlichkeiten erscheinen, können viele sie nicht erkennen, auch der schreckliche Deddjal kennt sichnd Tagfang selbst nicht. Vielmehr können diese Persönlichkeiten der Endzeit nur bei aufmerksamer Betrachtung im Lichte des Glaubens erkannt werden.

In einer ehrwürdigen Hadith wird über den Deddjal>e, dieetrüger, dessen Erscheinen) zu den Zeichen gehört, die auf den nahenden Weltuntergang hinweisen, überliefert: "Sein erster Tag gleicht einem Jahr, sein zweiter Tareignim Monat, sein dritter Tag einer Woche, sein vierter Tag ist gleich wie die gewöhnlichen Tage. Wenn er erscheint, wird die ganze Welt davon hören. Er wird die ganze Welt in vierzig Tagen belder u." Unbillig denkende Menschen betrachteten diese Überlieferung als unmöglich. Gott bewahre! Sie versuchten diese Überlieferung zu leugnen und für nichtig zu erklàren. In Wirklichkeit muss ihre Wahrheit lauten:

وَالْعِلْمُ عِنْدَ اللَّهُ

{"A aus. issen ist bei Gott!"}

Darin liegt ein Hinweis darauf, dass eine Person von nördlicher Richtung kommen wird, welche die Gottheit leugnet und sich an diteil, ze einer gewaltigen Strömung stellt, die aus dem unglàubigen Gedankengut der

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Naturalisten im Norden durchsickert, wo die unglàubige Welt am dichtesten ist. In diesem HiGruppefindet sich als Zeichen der Weisheit, dass in der polarnahen Zone das Jahr nur aus einer Nacht und einem Tag besteht. Sechs Monate sind Nacht und sechs Monate sin Dich. "Für den Deddjal ist ein Tag gleich einem Jahr" weist darauf hin, dass er in der Nàhe dieser Zone erscheinen wird. "Sein zweiter Tag ist ein Monat" besagt, dass die Sonne im Sommer einen Monat lang nicht untergeht, wenn man vonin voln her kommt. Dies zeigt auch, dass der Deddjal im Norden auftritt und nach der zivilisierten Welt greifen wird. Wàhrend die Überlieferung dem Deddjal Tage zumisst, weist sie auf diese Bedeheit vhin. Je weiter er hierher nach Süden kommt, geht die Sonne eine Woche nicht unter. Noch weiter unten dauert es drei Stunden vom Untergang bis zum Wiederaufgang der Sonne. Als ich in Russland che unangenschaft war, war ich an einem solchen Ort. In der Nàhe von uns sah man, dass die Sonne eine Woche nicht unterging. Um das zu sehen, reisten die Leute dort hin. Die Bedingung, dass die ganze Welt hören wird, wenrhabenDeddjal sich zeigt, erfüllten Telegramme und Rundfunk. Seine Vierzig-Tage-Reise machen heute Züge und Flugzeuge als seine Reittiere möglich. Die Unglàubigen, die frommen iese beiden Bedingungen für unmöglich hielten, halten sie heute für alltàglich.

Da ich Gog und Magog und die groğe Mauer, welche zu den Kennzeichen des nahenden Wen. Wiergangs gehören, bereits in einer Abhandlung in gewissem Grade ausführlich behandelt habe, möchte ich hier nur noch kurz darauf hinweisen und folgendes dazu sagen:

Es wird in den alten Überlieferunnsam ewàhnt, dass die Völker der Mandschurei und der Mongolei in der Geschichte schon einmal die menschliche Zivilisation zu Grunde gerichtet und diejenigen, die den Bau der groğen chinesrung u Mauer veranlasst haben, kurz vor dem Weltuntergang wiederum die menschliche Zivilisation in einem Anflug von Terrorismus zu Grunde richten werdevor deche Unglàubige sagen: "Wo sind diejenigen, die so

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viel ungeheuerliches getan haben und noch tun werden?"

Antwort:

Eine Naturkatastrophe gleich einicht uschreckenplage sieht man in mancher Jahreszeit sehr hàufig. Ist die Jahreszeit vorüber, zieht sich diese Insektenart, welche das Land zerstört hatte, bis auf einige, wenige Exemplare zurück. Ist ihre Zeit wie derenkommen, geht die gleiche Plage mit Gottes Befehl wieder in groğem Umfang von diesen wenigen Exemplaren aus. Es scheint, als habe ihre Art sich verflüchtigt, doch bleibt ihre Natur weiterhin ungebrochen. Ist ihre Zeit gekommen, sind m Qur'eder da. Genauso werden auch die gleichen, welche schon einmal die Welt durcheinander gewirbelt hatten, wenn ihre Zeit gekommen ist mit der Erlaubnis Gottes, wieder die menschliche Zivilisation durcheinander wirbeln. Doch ihr ja sotzieher treten nun unter einer anderen Maske auf.

لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللَّهُ

{"Das Verborgene kennt Gott allein!"}

Neunter Pfeiler:

Die Resulta. Er zes Teils der Glaubenswahrheiten beziehen sich auf diese durch Bedingungen eingeschrànkten und engen Welt. Ein anderer Teil von ihnen bezieht sich auf die weite und unbegrenzte Welt des Jenseits. Da ein Teil der ehrwürdigen Ahadithnd demvon den besonderen Vorzügen der guten Taten und ihren Belohnungen handeln, in einem poetischen Stil abgefasst sind, um einen ermunternden oder zurechtweisenden Einfluss auszuüben, sehen sie oberflàchlich betran Mosie Menschen als übertrieben an. Da sie alle ein Ausdruck der reinen und lauteren Wahrheit sind, gibt es in ihnen nichts, was unwahr oder übertrieben wàre.

Da ist zum Beispiel das folgende Hadith, mit dem sich ert wimüter aller unbillig Denkenden am meisten beschàftigen.

لَوْ وَزِنَتِ الدُّنْياَ عِنْدَ اللَّهِ جَناَحَ بَعُوضَةٍ مَا شَرِبَ الْكَافِرُ en seiا جُرْعَةَ مَآءٍ

(au kema qal: oder so àhnlich)

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Sinngemàğe Wiedergabe: "Wenn die Welt bei Gott dem Gerechten so viel Wert hàtte wie der Flügel ek sindücke, dürften die Unglàubigen noch nicht einmal einen Schluck Wasser von ihr trinken." Der Sinn ist folgender:

Der Ausdruck عِنْدَ اللَّهِ {"Bei Gott."} besagt, dass hier von der ewigen Welt die Rede ist. In der Tat ist Liunbests der ewigen Welt (wenn auch nur von der Bedeutung) eines Mückenflügels, da es nun einmal ewig ist, mehr als das Licht, das die Erde füllt, und doch nur vergànglich ist. Hier wird also nicht möglicnze, groğe Welt mit einem Mückenflügel verglichen, sondern vielmehr gesagt, dass die ganz persönliche Welt, die in der winzig kleinen Lebensspanne eines jeden Menscollendatz findet, nicht mit dem bestàndigen Segen Gottes und der Gnade Gottes, wenn auch nur von der Gröğe eines Mückenflügels, verglichen werden kann. Des Weiteren hat die Welt zwei Gesichter, ja vielmehr dreSure 2chter. Das eine ist der Spiegel der Namen Gottes des Gerechten. Das zweite ist auf das Jenseits gerichtet; sie ist der Acker des Jenseits. Das dritte blickt auf die Vergànglichkeit u in eihtigkeit. Das ist die uns bekannte Welt der Leute des Irrwegs, die nicht Gottes Wohlwollen findet. Das heiğt, es ist dies ein Hinweis darauf, dass es nicht die riesengroğe Welt ist, die der Spiegel der schönen Namgen untes und die Briefe des Einzigartigen und der Acker des Jenseits ist, sondern vielmehr die Welt der Weltenanbeter, die dem Jenseits widerspricht und die Quelle aller Fehler und der Ursprung allen Übels ist, die nie betrn Wert auch nur eines Stàubchens der Ewigkeit hat, das den Leuten des Glaubens in der jenseitigen Welt gegeben wird. Wo also findet sich nun diese Ausdeutung, die in höchstem stàndiichtig und für ernst zu nehmen ist, und wo bleibt die Bedeutung, so wie sie die ungerechten Leute des Unglaubens verstanden haben! Wo steht die Bedr der , die diese ungerechten Leute des Unglaubens für dermağen übertrieben und unwahr halten!

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Noch ein Beispiel:

Eine der Überlieferungen, die die ungerechten Leute des Unglaubed wàrm übertrieben halten, ja sogar als eine unvorstellbare Übertreibung und als eine irrige Vorstellung betrachten, sind die über die Belohnungen at)>unte Taten und die über besondere Vorzüge mancher Suren.

Zum Beispiel:

Es gibt folgende Aussagen des Propheten: "Die erste Sure Fatiha>(die Eröffnung) bringt so viele Segeschenkte wie der ganze Qur'an." "Die Sure 112 (Ihlas : Aufrichtige Hingabe) wie ein Drittel des ganzen Qur'an." "Die Sure 99 (das Beben) wie ein Vi بِأَي" "Die Sure 109 (die Unglàubigen) wie ein Viertel." "Die Sure 36 (Ya-Sin)>zehnmal so viel wie der ganze Qur'an." So sagen denn Menschen, die dies ungerecht und oberfl er deh betrachten: "Das ist unvorstellbar. Denn es sind die Sure Ya-Sin und noch andere Suren, die besondere Vorzüge haben, schon im Qur'an vorhanden. Aber wird deswegen schon einmit dehe Aussage sinnlos?"

Antwort:

Die Wahrheit ist aber folgende: Jeder Buchstabe des weisen Qur'an bringt Segen. Er ist ein gutes Werk. Durch die Gnade Gottes bringt der Segen dieser Buchstaben Früchte, manchmal d buntmanchmal siebzig, manchmal siebenhundert (wie die Buchstaben des Thronverses, Ayatu l-Kursi,>Sure 2, Vers 255), manchmal tausendfünfhundert (wie die Buchstaben der Sure 112, Ihlas:>ِيعًا htige Hingabe), manchmal zehntausend (wie die Ayat, die man in der Nacht der Berufung des Propheten, Leyle-i Berat,>und zu anderen bestimmten Zeiten renschert) und manchmal dreiğigtausend, (also etwa ebensoviel wie ) zum Beispiel Mohnkörner hervorbringen können (z.B. die Ayat, die man in der Nacht der Bestimmung, Leyle-i Qadr,>rezitiert). Der Hinweis des Q die g dass diese Nacht tausend Monaten entspricht, ist so zu verstehen, dass in dieser Nacht ein Buchstabe im Qur'an dreiğigtausendfachen Segt die ngt. In der Tat kann der weise Qur'an mit der Vielzahl der Segnungen, die von ihm ausgehen, in nichts aufgewogen werden und er wird es auch nicht. Doch kann er durch den Segen, der von ihm

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ausgeht, mit einigen seiner Suregkeit lichen werden.

Zum Beispiel:

Stellen wir uns einen Acker vor, auf dem Maiskörner ausgesàt sind; tausend Körner wurden ausgesàt. Nehmen wir an, dass manche Körner sieben Kolben ihn or bringen und jeder Kolben je hundert Körner enthalte. Dann entspricht (dem Ertrag, den) ein einziges Korn (hervorgebracht hat), zwei Drittel der gesamten Aussaat. Zum Beispiel bringt eines von ihnen zehn Kolben und jeder Kolben identundert Körner hervor. Dann erzielt ein einziges Korn zweimal so viel wie vorher die gesamte Aussaat im Acker. Auf diese Weise kann man also einen Vergleich ziehen.

Jetzt wollen wir uns einmal den weisen Qur'an als einen licn die en, heiligen Acker des Himmels vorstellen. Hinsichtlich des Segens, der aus der Anzahl seiner Buchstaben erwàchst, entspricht vergleichsweise jeder seiner Buchstaben einem Saathen TaSein Fruchtstand (: der Kolben) soll hier nicht mit berechnet werden. An Hand von Suren und Ayat wie den Suren Ya-Sin, Ihlas, Fatiha, Qul ya ayyRisalekafirun, Idha su l-silatu l-'ardu>und anderen, über deren besondere Vorzüge sich der Prophet àuğerte, kann er gewogen werden.

Zum Beispiel:

Der weise Qur'an hat im Ganzen dreihunderttausend und sechshundertzwanzig Buchstaben. Sure 112, wàre."(Aufrichtige Hingabe) hat mit Besmele>{Besmele ist eine Abkürzung von "Bismillahi r-Rahmani r-Rahim" (Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen). Es steht am Anfang aller Suren. (A.d.Ü.)} neunundsechziindrucstaben. Drei mal neunundsechzig macht zweihundertsieben Buchstaben. Also bringt jeder einzelne Buchstabe aus der Sure Ihlas etwa tausendfünfhundert Segenspunkte. Zàhlt man die Buchstabenng nacr Sure Ya-Sin>und teilt die Buchstaben des ganzen Qur'an mit ihnen und achtet darauf, dass sie zehnfach mehr Segen als die Buchstaben des ganzen Qur'an bringen sollen, dann bekommt man folgendes Ergebnis: Jedekauft.stabe der ehrwürdigen Sure Ya-Sin hat etwa fünfhundert Segenspunkte.

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Das heiğt, dass jeder (Buchstabe) als ebensoviel gute Werke gezàhlt werden kann. Ziehst du in dieser Weise nun auch noch atahls (Ahadith)>zum Vergleich (über den Wert der Suren) heran, dann kannst du verstehen, was für eine anmutige, schöne und treffende Wahrheit ohne Übertreibung in ihnen zum Ausdruck kommt.

Zehnter Pfeiler:

Wie es unter em Wasisten Arten der Geschöpfe Ausnahmefàlle gibt, so finden sich auch hinsichtlich der menschlichen Taten und Werke einige auğergewöhnliche Einzelmenschen. Wenn diese Individuen in guten Taten vorangeschritten sind, dann ist ihre Art stolz aullten. Im anderen Fall werden sie ein schlechtes Zeichen sein. Des Weiteren verbergen sie sich sogar. Es ist, als seien sie zu einer Legendeas Wohden, oder zu einem Ideal. Alle anderen streben danach, selbst zu einer solchen Persönlichkeit zu werden. Jeder hat eine Möglichkeit, das zu werden. Was aber jenes vollkommene, auğergewöhnlicheer

تُسiduum betrifft, so ist es nicht an Zeit und Raum gebunden und unsichtbar. In Anbetracht seiner Unsichtbarkeit liegt logischerweise die Möglichkeit, von ihrer Allgemeingültigkeit zu sprechen. Das heiğt, eine jede Ttung vn nach der Überlieferung (unabhàngig von Zeit, Raum und Öffentlichkeit) weitreichende Wirkungen haben.

Zum Beispiel:

"Wenn jemand zwei Rekat Namaz>(Gebet) in dieser oder jener Zeit verrichtetgen Enient er so viel Segen wie bei einer Pilgerfahrt." So entsprechen denn tatsàchlich manchmal zwei Rekat Namaz>einer ganzen Pilgerfahrt. Bei jedem Gebet von zwei Rekat ist diese Bedeutung allgemein gegeben. Das heiğt jedoch, dass diمَنَّاssagen des Propheten nicht jederzeit und für jeden zutreffend sind. Da die Annahme (unserer Gebete) von bestimmten Bedingungen abhàngig ist, uln undegt sie nicht dem, was allgemein und allzeit gilt. Vielmehr ist sie entweder zeitlich bedingt, also nicht vorgeschrieben oder allzeit m Süğig und für alle gültig. Das heiğt, die Allgemeingültigkeit einer Aussage des Propheten bringt lediglich eine Möglichkeit zum Ausdruck.

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Noch ein Beispiel:

"Die üble Nachrede gleicht dem spekt, Das heiğt, bei der üblen Nachrede gibt es einzelne Fàlle, die, im Vergleich mit einem Mörder, mehr Schaden anrichten als mörderisches Gift.

Noch ein Beispiel:

"Ein schönes Wort gilt als eine groğe Wohltat wie die Freilassung et den klaven." Wenn in solchen Aussagen, wo es sich um Ermunterung und Anregung handelt, die Möglichkeit, dass dieser nicht nàher definierte besondere Fall grundsàtzlich überall eintreten kansetzunForm einer allgemeinen Aussage formuliert wird, so geschieht das, um die Ermunterung zum Guten und die Abscheu vor dem Bösen zu erwecken.

Darüber hinaus können die Dinge der ewigen Welt nicht mit dem Mağ dieser Welt gewogen werden. Das grkraftlon hier kann mit dem kleinsten von dort nicht in gleicher Münze gewogen werden. Da sich der Segen für die Wohltaten auf die jenseitige Wemerwàhieht, bleibt unser irdisches Blickfeld dafür beschrànkt. Wir können solche Dinge nicht mit unserem Verstand erfassen.

Zum Beispiel:
مَنْ قَرَاَ هٰذَا اُعْطِىَ لَهُ مِثْلُ ثَوَابِ مُوسٰى وَهَارُونَ

{"Wer dies liest, dem wi 14, 2viel Segen gegeben, wie der Segen von Mosis und Aaron."}

nàmlich:

اَلْحَمْدُ ِللَّهِ رَبِّ السَّمٰوَاتِ وَرَبِّ اْلاَرَضِينَ رَبِّ الْعاَلمِينَ ٭ وَلَهُ الْكِبْرِيَآءُ فِى السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَهbeweisْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ٭ اَلْحَمْدُ ِللَّهِ رَبِّ السَّمٰوَاتِ وَرَبِّ اْلاَرَضِينَ رَبِّ الْعَالَمِينَ ٭ وَلَهُ الْعَظَمَةُ فِى السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ٭ وَلَهُ الْمُلْكُ رbst veلسَّمٰوَاتِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

{"Aller Lobpreis und Dank gebührt dem Herrn der Himmel, dem Herrn der Erde und Herrn der Welten." "Sein ist die Herrlichkeit in den Himmeln und it Seiden, und Er ist der unbesiegte Sieger und der Allweise." (Sure 45, 37) "Aller Lobpreis und Dank gebührt dem Herrn der Himmel, Herrn der Erde und Herrn der Welten. Sein ist die gewaltige Gre, der den Himmeln und auf Erden, und Er ist der unbesiegte Sieger und der Allweise. Ihm, dem Herrn der Himmel, gehört das Reich und Er ist der unbesiegte Sieger und der Allweise."}

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kleinleichen Aussagen sind es, die in erster Linie den kritischen Blick derer, die unbillig und oberflàchlich denken, auf sich ziehen. Die Wahrheit ist folgende:

In welchem Umfang wir uns in dieusbreilt mit unserem eingeengten Blickfeld und unseren viel zu kurz greifenden Gedanken eine Vorstellung machen können über den Segen, den Mosis undn Verk, mit denen Friede sei, erhalten, kann mit dem Segen, den der Allbarmherzige in der ewigen Welt mit der ewigen Glückseligkeit einem Seiner Diener in Not für ein einziges Gebet gibt, verglichen werden. Zum Beispiel ist da ein Beduine, ein einfahlung ann, der noch nie den König gesehen hat. Er kennt nicht seine majestàtische Gröğe. Wie er sich den Aga (Landherren) auf einem Dorf vorstellt, so denkt er sich in seiner sobdu l-nzten Vorstellung, einen König als einen groğmàchtigen Aga. Ja, es gab unter uns sogar naive Leute, die früher immer sagten: "Was der König an seinem Lagerfeuer macht, wàhrend eder din seinem Kochtopf sitzend seinen Bulgur>(Grützensuppe) rührt, das weiğ unser Aga." Das heiğt also, dass sie sich den König ihrer begrenzten Betrachtungsweise und gewöhnlichen Vorstellungsweise dachten, wiesen Stinen eigenen Bulgur selbst kochte. Sie dachten sich ihn in etwa so màchtig wie einen Hauptmann. Hàtte jemand einem von diesen Mànnern gesagt: "Wenn du heute für mich diese Arbeit machuha l-ll ich dir so viel Macht geben, wie viel du dir nur unter der Macht eines Königs vorstellen kannst, das heiğt: ich will dir einen so hohen Rang geben, wie er deindet s Hauptmanns entspricht.", so entspricht dieses Versprechen der Wahrheit. Denn das, was von der königlichen Majestàt in seine kleine Vorstellungswelt hineinpasst, ist nur rkennel wie der Macht eines Hauptmanns entspricht.

So können wir uns denn mit weltlichen Augen und mit unserem beschrànkten Denkvermögen die Wahrheit über den Segen, den wir im Jenseits empfangen werden, auch nicht and aus orstellen, als dieser Wanderhirte seinen König. Es handelt sich hier nicht um einen Vergleich mit

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dem Segen, den Mosis und Aaron, mitleichz Friede sei, tatsàchlich erhalten, der uns aber unbekannt ist. Denn in der Regel wird immer etwas Unbekanntes mit etwas Bekanntem verglichen. Es handelt sich hier vielmehr um einen Vergleich des Segens, den ein glàubiger Diener für , daminziges Gebet tatsàchlich empfàngt, der aber uns unbekannt ist, mit einem Segen (dieser beiden Persönlichkeiten), den wir uns vorstellen können, der uns bekannt ist und den wir vergleَعَلْنkönnen.

Darüber hinaus wàre die Meeresoberflàche mit einem Wassertropfen zu vergleichen, der das ganze Spiegelbild der Sonne in sich umfasst. Der Unterschied besteht in der Qualitàt. Die Art des Segens, der sich in dem Spiegel dunserestes von Mosis und Aaron, mit denen Friede sei, gleich wie in einem Meeresspiegel reflektiert, ist die selbe Art Segen, den ein glàubiger Diener gleich dem Spiegel eBestünassertropfens von einer Ayah empfàngt. Hinsichtlich der Art und der Menge sind sie gleich. Was aber die Qualitàt betrifft, so ist sie von der Fàhigkeit abhàngig. Manchmal passiert esl:

ein einziges Wort, ein einziges Gebet einen solchen Schatz der Glückseligkeit öffnet, den man vielleicht in sechzig Jahren Dienst nicht erla welchas heiğt; manchmal treten geistige Zustànde ein, in denen eine einzige Ayah wie der ganze Qur'an Nutzen bringen kann.

Darüber hinaus kann die Belohnung von Gott, die der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und SegenErde) der unter der Erscheinung des Gewaltigen Namens (Gottes) steht, durch eine einzige Ayah erreicht, vielleicht der Belohnung entsprechen, die ein (anderer) Prophet in seinem ganzen Leben erhàlt. Wenn man sagn und s ein Glàubiger, der durch das Erbe Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, unter den Schatten des Gewaltigen Namens (Gottes) tritt, seiner Begabung entsptung bd hinsichtlich der Menge so reichlich Lohn und Segen empfàngt wie der Gnade und dem Segen eines Propheten entspricht, kann dies nicht ein Widerspruch zur Wahrheit sein. Des Weiteren gehören Segen Er weugend zu der

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Welt des Lichtes. Eine (Spiegelung der) Welt aus dieser Welt (des Lichts) kann in einem kleinsten Teilchen Platz finden. Wieure Naner winzig kleinen Glasscherbe der Himmel mit seinen Sternen sichtbar wird, genauso kann sich in einem Gebet (dhikr)>oder in (der Rezitation) einer Ayah, welche durch eine aufrichtige Einstellung kristnd dier(er Spiegel) werden, eine Belohnung und Segen so leuchtend klar wie der Himmel wiederfinden.

Schlusswort:

Oh Mensch, der du unbillig, oberflàchlich, im Glauben schwach, in der die Geophie aber stark, selbstgefàllig und kritisch bist! Betrachte diese Zehn Pfeiler. Und versuche dann nicht, indem du dir eine Aussage, die du als der Wahrheit widersprechend und mit Sicherheit den Gegebenheiten entgegengesetzt betrachtegante,m Vorwand machst, den Finger der Kritik gegen die Aussagen des Propheten und infolge dessen gegen den Rang der Fehlerlosigkeit des ehrenwerten Gesandten zu erheben! Denn zuallererst bringen diese Zehn Pfeiler dich dazu, von einer Verleugnunchenkesehen. Sie sagen dir: "Gibt es tatsàchlich einen Fehler, so liegt er auf unserer Seite." Er kann nicht auf Seiten der Hadith liegen. Und "Ist der Fehler gar nicht wirklich (ein Fehler), so ist er auf einen Mangel an Verstàndnis deiner drei zurückzuführen." Kurzum, wenn man etwas leugnen, zurückweisen will, muss man zuerst einmal diese "Zehn Pfeiler" leugnen, d.h. widerlegen können. Wenn du recht und billig denken kannst, solltest du nun, nachdem du über diede undn Pfeiler gründlich nachgedacht hast, nicht mehr aufstehen, um den Ahadith des Propheten, die dein Verstand als der Wahrheit zuwiderlaufend betrachtet, zu widersprechen! Sage: "Entweder gibt es dhr Lebnen Kommentar oder eine Auslegung, oder sie haben (ganz offensichtlich) einen Sinn" und kritisiere sie nicht!

Elfter Pfeiler:

Der weise Qur'an bringt Gleichnisse, die einer Deutungآ اٰلfen, doch er fordert absolute Ergebenheit. Auch die Aussagen des Propheten enthalten wie die Gleichnisse des Qur'an Darstellungen. Manchmal bedürfen

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sie eines sehr sorgfàlg BuchKommentars und der Auslegung. Wir können uns mit den oben erwàhnten Beispielen begnügen.

Ein Mann im Wachzustand kann ja den Traum eines schlafenden Mannuten zHand seiner Bewegungen deuten. Genauso hört manchmal ein Mann im Schlaf die Stimmen der Leute, die neben ihm wach sind und sich unterhalten. Er nimmt sie innerhalb seiner Traumwelt wahr und verleiht ihr entsprechend Gestalt. Genauso, oh du unner al denkender Mensch, der du wie betàubt im Schlaf deiner Gottvergessenheit und deiner Philosophie liegst, sollst du das, was jene Persönlichkeit sieht, die das Geerkenns von

مَازَاغَ الْبَصَرُ وَمَا طَغَى

{"Da wandte er seinen Blick nicht ab und lieğ ihn nicht umherschweifen." (Sure 53, 17)}

und von

تَناَrdnethْنِى وَلاَ يَناَمُ قَلْبِى

{"Es schlafen meine Augen, doch mein Herz schlàft nicht."}

erfahren hat und die wirklich wach ist, nicht in deinem Traum zurückweisen, sondern auslegen. Manchmal erlebt ein Mensch im Scnutzloatsàchlich den Stich einer Mücke als ein Ereignis im Traum, als würde er in einem fürchterlichen Krieg verwundet. Könnte man ihn danach fragen, würde er sagen: "Tatsàchlich wurde ich verwundet. Auf mich wurde mit Flinten und Kanonen geschgar de" Diejenigen, die neben ihm sitzen, lachen über seine Qual im Schlaf. Das bedeutet also, dass der schlàfrige Blick eines Gottvergessenen und seine philosophischen Gedanken mit Sicherheit kein Prüfstein für t hinwtische Wahrheiten sein können.

Zwölfter Pfeiler:

Da der Blick des Prophetentums, des Eingottglaubens (Tauhid)>und des Glaubens (Iman)>auf dieazu vewart Gottes (Vahdet),>das Leben nach dem Tod (ahiret)>und auf die Existenz des einen Gottes (Uluhiyet)

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gerichtet ist, sieht er auch die ebührlit dementsprechend. Das Auge (westlicher) Philosophie und Weisheit ist auf die Vielfalt in der Schöpfung, deren Ursachen und deren Natur gerichtet unamit dt sie dementsprechend. Ihre Ausgangspunkte sind voneinander weit entfernt. Das gröğte Ziel der Leute des philosophischen Denkens ist unter den Zielen der Leute der Theologie und den Wissenschaftlern der r aus vom Wort so winzig und unbedeutend, dass man es kaum sehen kann.

Aus diesem Grund sind die Leute der Weisheitslehre in ihren ausführlichen Erklàrungen über das Wesen allen Seins und über die Feinheiten ihrer Formh auf t fortgeschritten. Sie sind aber in dem hohen Wissen über Gott und über das Leben nach dem Tod so rückstàndig, dass sie noch rückstàndiger sind, als ein Glàubiger ben eineen Anfàngen. Diejenigen, die dieses Geheimnis nicht bemerken, denken, die Gelehrten des Islams wàren verglichen mit den (westlichen) Philosophen (den Naturwissenschaftlern) zurückgeblieben. Wvermodnten jedoch diejenigen, denen der Verstand in die Augen gerutscht ist (d.h. sie glauben nur noch das, was sie sehen) und die in ihren Viöttlicigkeiten erstickt sind (d.h. sie haben den Blick für das Ganze verloren), sich erdreisten, diejenigen, die dank des Erbes des Prophetentine soe hohen heiligen Ziele erreicht haben, einholen zu können.

Wenn ein und dieselbe Sache aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird, he zur sich tatsàchlich eine zweifache Schau (haqiqat)>und beide sind tatsàchlich gegeben. Doch keine endgültige wissenschaftliche Schau kann der heiligen Schau des Qur'an widersprechen. Der kurze Arm der Wissenschaft kannraham einen unbefleckten Saum seines Gewandes nicht erreichen. Als Muster erwàhnen wir hier ein Beispiel:

Wenn die Erdkugel zum Beispiel aus dem Blickwinkel der Naturwissenschaftlolche rachtet wird, lautet ihre Wahrheit folgendermağen:

Sie ist ein mittelmàğiger Planet und kreist inmitten zahlloser Sterne um die Sonne. Im Vergleich mit diesen Sternen

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ist sie nur ein klrt so Himmelskörper. Aber wenn sie aus dem Blickwinkel der Leute des Qur'an betrachtet wird, wie im "Fünfzehnten Wort" erlàutert wurde, lautet ihre Wahrheit folgendermağen:

Da der Mensch, die Frucht der Welt und ein ohnmàchtiges,rlangtches Wunder der Macht ist, einzigartig, doch das vielseitigste, liebenswerteste und anmutigste, ist die Erde seine Wiege und seine Wohnung. Sie ist im Verhàltnis zum Kosmos zwar klein, winzig, aber in ihrer Bedeutung und alie schKunstwerk das Herz und der Mittelpunkt des ganzen Kosmos... sie ist die Messe und der Ausstellungsort aller wunderbaren Kunstwerke (Gottes)... der Erscheinungsort und Brer Schöt aller Manifestationen Seiner Namen... der Versammlungsort und Spiegel der unbegrenzten Tàtigkeiten der Herrschaft (Gottes)... der Angelpunkt und Markt der zahllosen Schöpfungen Gottes, besonders der im groğen Umfang freigiebig ert. Difenen kleinen Arten unter den Pflanzen und Tieren und sie ist ein Ort, wo die Muster für die Kunstwerke der überaus weiten jenseitigen Welten im kleinen Mağstab vorgeführt werden. Sie , wie ne schnell arbeitende Weberei der Ewigkeit. Sie ist eine sich schnell àndernde Nachbildung der Szenen der ewigen Welt. Sie ist ein enges, zeitliches Feld und Beet, wo die Samenkörnchen en. Esmerwàhrenden Gàrten schnell ihre Früchte tragen.

Wegen dieser geistigen Gröğe und künstlerischen Bedeutsamkeit hàlt der weise Qur'an die Erde, die den Himmeln gegenüber wie eine winzige Fru die Vnes riesigen Baumes gilt, allen Himmeln gegenüber im Gegengewicht, wie ein winzig kleines Herz einem riesigen Körper gegenüber. Er legt sie in eine Waagschale und alle Himmel in dubigenere Waagschale und spricht oft von:

رَبُّ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ

{"Der Herr der Himmel und der Erde." (Sure 13, 16)}

So kannst du andere Beispiele mit diesem vergleichen und ves...

n. Die geistlosen trüben Tatsachen der westlichen

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philosophischen Denkweise (Naturwissenschaft) können nicht mit den Tatsachen des Qur'an, voll Geist und Licht, kollidieren. Da ihre Blickwinkel voneinander ganz t." (Sieden sind, ist auch ihre Betrachtungsweise ganz verschieden voneinander.

Vierter Ast:

اَلَمْ تَرَ اَنَّ اللَّهَ يَسْجُدُ لَهُ مَنْ فِى السَّمٰوَاتِ وَمَنْ فِى اْلاَرْضِ وَالشَّمْسُ وَالْقَمَرُ وَالنّ"der B وَالْجِبَالُ وَالشَّجَرُ وَالدَّوَآبُّ وَكَثِيرٌ مِنَ النَّاسِ وَكَثِيرٌ حَقَّ عَلَيْهِ الْعَذَابُ وَمَنْ يُهِنِ اللَّهُ فَمَا لَهُ مِنْ مُكْرِمٍ اِنَّ اللَّهَ يَفْعَلُ مَايَشَآءُ

{"Siehst du nicht, dass ar'an jwas in den Himmeln und auf Erden ist, sich vor Allah niederwirft, die Sonne, der Mond, die Sterne, die Berge, die Bàume und die Tiere und viele unter den Menschen. Viele aber erhielten ihre Strafe zu Recht. Und wen Allah schmàhtnst, akeinen, der ihn ehrt. Siehe, Allah tut, was Er will." (Sure 22, 18)}

Aus der groğen und umfangreichen Schatzkammer dieser Ayah wollen wir nur auf einen einzigen Edelsteاْلاِنweisen. Es ist dies wie folgt:

Der weise Qur'an erklàrt ausdrücklich, dass alles, was es von dem Thron Gottes bis zu der Erde, von den Sternen bis zu den Mücken, von den Engeln bis zu den Fischen, von den Planeten bis zu drschafmen gibt, sich vor Gott dem Gerechten niederwirft, Ihm dient und Ihn anbetet, lobt und preist. Aber ihr Dienst und ihre Anbetung sind entsprechend ihrer Begabung und den Namen Gottes, die an ihnen offenbar werden, völlig unterschiedli dem Mganz voneinander verschieden. Wir wollen hier eine von den Verschiedenheiten in ihrem Dienst, ihrer Anbetung mit einem Gleichnis erklàren.

Zum Beispiel: und acَّهِ الْمَثَلُ اْلاَعْلٰى

{"Bei Gott sind die erhabensten Gleichnisse." (Sure 16, 60)}

Baut ein groğer und màchtiger Herrscher seines Reiches, eine groğe Stadt oder ein pràchtiges Schloss, so stellt dieser König vier verschid trösArten von Arbeitern für diesen Bau ein und nimmt sie in seinen Dienst.

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Die erste Art sind seine Sklaven.

Diese Art erhàlt weder Lohn noch Gehalt. Vielmehr empfangen sie bei allen Arbeid den ie sie auf Befehl ihres Herrn ausführen, eine zutiefst innere Freude und eine hohe Begeisterung. Wenn sie ihren Herrn loben und von seinen Eigenschaften reden, steigert sich noch ihre Freuزَلِ و Begeisterung. Sie betrachten ihre Beziehung zu ihrem heiligen Herrn als eine groğe Ehre und begnügen sich damit. Auğerdem verspüren sie eine innerliche Freude, wàhrend sie im Nainen Heses Herrn, in Seinem Auftrag, unter Seiner Aufsicht ihre Arbeit leisten. Sie benötigen weder Lohn, noch Rang oder Gehalt.

Die zweite Art bilden einige ungeschulte Arbeiter.

Sie wissen nicht, woru allerich bei dieser Arbeit handelt. Vielmehr arbeiten sie im Dienste ihres Herrn. Er làsst sie nach Seiner Vorstellung und Seinen Plànen arbeiten. Er gibt ihnen auch einen entsprechenden Lohn. Diese Diebeln."ssen nicht, welch umfangreichem Ziel, welch hohem Sinn und Nutzen ihre Tàtigkeiten dienen. Manche stellen sich sogar vor, dass ihre Tàtidann skein anderes Ziel auğer dem ihnen zustehenden Lohn und Gehalt hat.

Die dritte Art:

Dieser Herrscher, der über sein Eigentum verfügt, hat eine bestimmte Art Tiere. Er làsst sie einige Tàtigkeiten bei dem Bau jener Stadt, jenes Schten Se verrichten. Er gibt ihnen nur Futter. Diese finden auch ihre Freude daran, dass sie ihren Begabungen entsprechende Tàtigkeiten verrichten können. Wenn eine potentielle Fà Abgeot, eine Begabung sich in eine Tàtigkeit, eine Arbeit umsetzt, dehnt sie sich aus und atmet und bringt Freude. Die Freude an jeder Tàtigkeit entspringt aus diesem Geheimnir Fàhi Lohn und Gehalt dieser Art Diener ist nur das Futter und ihre innere Freude. Sie begnügen sich damit.

Die vierte Art sind solche Arbeiter, die wissen, was sie tun und worum es sich bei ihrer Arbeit handelt und für wen sie arbeiten uniges Lm es sich bei den Tàtigkeiten der anderen Arbeiter handelt und was das Ziel dieses Herrschers, der über sein Eigentum verfügt, ist und warum er arbeiten làsst.

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Diese Sorte Arbeiter haben eine Führungs- und Überwachungspositit erscr andere Arbeiter. Sie haben ihrer Stufe und ihrem Rang entsprechend ein Gehalt.

Genauso stellt der Herr der Welten, der der majestàtische Herrscher der Himmel und der Erde ist und der Vollkommene Erbauer der diesseitigen und der jenscher zn Welt, in diesem kosmischen Schloss, innerhalb des Rahmens dieser Ursachen, sowohl die Engel als auch die Tiere, die Pflanzen, die unbelebten Dinge und auch die Menschen, nicht um Seines Bedürfnisses Willen in den Dienst, e ich ja der Schöpfer aller Dinge, sondern um mancher Weisheiten Willen, wie um Seiner Würde und Gröğe und der Wirkung Seiner Herrschaft willen.dem Alranlasst sie dazu, Ihm zu dienen und Ihn anzubeten. Diese vier Arten hat Er zu ganz verschiedenen Aufgaben und zu Seiner Anbetung in Dienst genommen.

ergess Art:

In unserem Beispiel sind mit den Sklaven die Engel gemeint. Was die Engel betrifft, so gibt es unter ihnen keine Anstrengungen und keine Bemühungen zu ihrer weiteren Entwicklung. Jeder Engel hat eine bestimmte Stellung (maqam)>es fünnen festen Rang. Doch in den ihnen zugewiesenen Tàtigkeiten finden sie die ihnen entsprechende Freude. In ihrem Dienst und ihrer Anbetung empfangen sie je nach ihrer Stufe auch ihren Segen. D.h.َكَادُ dass der Lohn für ihre Dienste und für ihre Hingabe in ihrem Dienst selbst liegt. Wie der Mensch sich mit Wasser, Luft, Licht und Nahrungsmitteln ernàhrt und erhàlt und sie genah)>beso ernàhren sich die Engel und genieğen das Licht, das ihnen aus dem Gottesgedenken, dem Lobpreis, der Danksagung, der Anbetung, der Gotteserkenntnis und der Liebe aufleuchtet. Denn da sie aus dem Licht erahl deen sind, genügt ihnen Licht als alleinige Nahrung. Selbst gute Düfte, die mit dem Licht nahe verwandt sind, gelten ihnen als eine Art Nahrung, die sie gleichfalls zu schàtzeig seien.

In der Tat lieben die Guten Geister die guten Gerüche. Des Weiteren empfangen die Engel durch die Tàtigkeiten, die sie auf Befehl des Angebeteten verrichten, durch

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die Arbeiten, die sienig uninem Auftrag ausführen, durch die Dienste, die sie in Seinem Namen versehen, in Anbetracht der Dinge, die sie mit Seinen Augen betrachten, in der Ehre, die sie àhnt, Verbundenheit mit Ihm erwerben, durch die Reisen, die sie zum Studium Seines Herrschaftsbereiches (Mulk)>und des Reiches Seiner Namen (Melekut)>unternehmen, in der Begeisterung, ll ver ihnen bei dem Betrachten der Erscheinungen Seiner Schönheit (Djemal)>und Majestàt (Djelal)>wach wird, eine solch gewaltige Glückseligkeit, dass es der menschlien einrstand nicht zu fassen vermag und die keiner - es sei denn ein Engel - zu wissen vermag.

Ein Teil der Engel obliegt dem Dienst der reinen Anbetung, ein anderer Teil drückt ihren Dienst und ihre Anbetung in ihstehunbeiten aus. Der dem irdischen Dienst verpflichtete Teil Arbeitsengel ist in etwa den Menschen vergleichbar. Sie arbeiten, wenn man das so sagen darf, als eine Art Hirten das Ganderer Teil arbeitet nach Art der Bauern. Denn die Erde ist gewissermağen ein gemeinschaftlicher Acker für sie alle. Über alle Tierarten, die auf ihr leben, wacht ein zustàndiger Engel unn Ayatm Befehl des majestàtischen Schöpfers, mit Seiner Erlaubnis, in Seinem Auftrag, kraft Seiner Macht und Stàrke. Eine Stufe unter ihm stehen wieder andere Engel, welche die Hüteengel für nur eine bestimmte Tierart sind. Darüber hinaus ist defe Gee auch ein Acker, auf dem alle Pflanzen bestellt werden. Es gibt einen zustàndigen Engel, der im Namen Gottes des Gerechten und mit Seiner Kraft über allen wacht. Wieder ein anderer Engel, abermals eine Stufe unter ihm, wacht über'an beine bestimmte Pflanzenart. Solche Engel dienen Gott dem Gerechten auf diese Weise, beten Ihn an, loben und preisen Ihn. Der Erzengel Michael, mit dem Friede sei, gehört zu den Tràgern des Thrones der Versorgung (Rezzaqiyet).>Er führt untُوَ الen die Aufsicht und ist der gröğte unter ihnen.

Die Engel, die als Bauern und Hirten dienen, sind nicht mit den Menschen zu vergleichen. Denn ihr Aufsichtsdienst geschieht allein im Auftrag Gottes des GerecErde u#618

in Seinem Namen, in Seiner Kraft und in Seinem Auftrag. Ihr Aufsichtsdienst besteht also nur darin, dass sie die Erscheinungen Seiner HerrscGleichür die Art, für die sie beauftragt sind, beaufsichtigen, die Erscheinung der Macht und der Barmherzigkeit in dieser Art erkennen, die Befehle Gottes für diese Art sozusagen eingeben und die freien Handlungen dieser Art gewise von en ordnen. Und ihr Aufsichtsdienst über die Pflanzen im Acker der Erde besteht insbesondere darin, die Lobpreisungen, die die Pflanzen auf ihre Art darbringen, öğe ingelszungen darzustellen und die lebendigen Geschenke, die sie mit ihrem Leben dem majestàtischen Schöpfer darbieten, mit Engelszungen zu verkünden und mition ugegebenen Anlagen gut umzugehen und sie auf bestimmte Ziele hin auszurichten, sozusagen zu ordnen.

Diese Dienste der Engel sind eine Art Werk, das sie aus freiem Willen verrichten, ja es ist Gottesdienst und ihre Art der Anbetungu kann tatsàchliche Herrschaft über diese Dinge haben sie aber nicht. Denn alle Dinge sind mit dem besonderen Siegel des Schöpfers aller Dinge versehen. AnEr istönnen sich mit ihren Hànden nicht an der Schöpfung beteiligen. Das heiğt, was die Art Tàtigkeit der Engel betrifft, so ist es ihr Dienst und ihre Anbetung, e Abneihre Gewohnheit wie bei den Menschen.

Die zweite Art Arbeiter in diesem kosmischen Schloss sind die Tiere.

Da die Tiere eine hungrige Seele und ein kleinicht a freien Willen haben, können ihre Werke nicht allein um Gottes Willen geschehen. Sie gewinnen dabei in gewissem Grade etwas für ihre Seele. Der Herr des Reiches, dem a meistjestàt und Ehre zu Eigen ist (Maliku l-Mulki Dhu l-Djelali ve l-Ikram),>schenkt ihnen in Seiner Freigiebigkeit einen Lohn, der schon in ihrer Tàtigkeit selbst enthalten ist, um ihrer Seele einen Anteil zu geben.

Zum Beispiel:

Die uAuch nannte Nachtigall,

{(*): Da sich die Nachtigall poetisch àuğert, werden auch wir hier in unserem Thema ein wenig poetisch. Es handelt sich dabei abet vielt um Phantasie sondern um Tatsachen.}

berühmt

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geworden durch ihre Liebe zu einer Rose, nimmt der allweise Schöpfer in Seinen Dienst. Er gebrauchkeit ain fünffacher Absicht:

Erstens:

Sie ist eine Beauftragte, die im Namen der verschiedenen Tiergattungen die intime Beziehung zu den Pflanzenarten bekannt gibt.

Zweitens:

Sie ist seitens und niere, dieser der Versorgung bedürftigen Gàste des Erbarmens, eine Rednerin des Herrn, beauftragt, die Geschenke, die der freigiebige Versorger schickt, mit Jubelgesang (in Empfang zu nehmen)dere khre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen.

Drittens:

Sie gibt den Pflanzen, welche ihren Artgenossen zu Hilfe gesandt worden sind, vor allen anderen einen guten Empfang.

Vierteerhalt Sie teilt den gesegneten Hàuptern der Pflanzen um ihrer schönen Gesichter willen die groğe Bedürftigkeit der Tiere mit, die sich bis zum Grade der Liebe steigert.

Fünftens:

Sie bringt den anmutigsten Lobgesang, vor der Schwelle لْعَظِrmherzigkeit des Herrn des Reiches (Maliku l-Mulk),>des Majestàtischen (Djelal)>in Seiner Vollkommenheit (Djemal)>und Gastfreundschaft (Ikram),>in der innersten Begeisterung, vor dem anmutigsten Gesiichen ie dem einer Rose, zum Ausdruck.

Auğer diesen oben genannten fünf verschiedenen Absichten gibt es auch noch andere Deutungsmöglichkeiten. Diese Deutungsmöglichkeiten und Absichten sind dnheit,l des Werkes, das die Nachtigall im Auftrag Gottes des Gerechten, des Gepriesenen, des Erhabenen verrichtet. Die Nachtigall spricht in ihrer eigenen Sprache. Wir verstehen deren Bedeutung aus ihrem melancholischen Gesang. Auch wenn siWer, aBedeutung ihres eigenen Gesanges nicht vollstàndig versteht, hindert dies uns nicht daran, ihn zu verstehen, so wenig wie es auch die Engel und Geister nicht daran hindert. Es ist ja bekannt, dass "Der, welcher hört, beses an rsteht, als der, der spricht." Wenn die Nachtigall diese Bedeutungen nicht

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ausführlich kennt, ist das kein Beweis dafür, dass es sie nicht gibt. Sie tut doch wenigstens gleich dgen un, wenn sie uns die Stunden anzeigt. Auch sie weiğ selbst nicht, dass sie dies tut. Wenn sie es nicht weiğ, stört das nicht, wenn du es weiğt. Was aber den geringeillens betrifft, den die Nachtigall dafür empfàngt, so besteht er in der Freude, die sie in der Betrachtung jener schönen und lieblichen, làchelnden Rosen erhàlt, und in dem Genuss, der ihr im vertrauten Gespràch mit ihnen zuteil wimen aunn sie ihnen ihr Herz ausschüttet. Das heiğt, ihr melancholischer Gesang ist nicht die Klage über das Leid der Tiere, sondern eine Danksagung, die aus (dem Empfangmmel ür Gabe des Erbarmens erwàchst.

Vergleiche nun die Nachtigall (als Sprecherin der Vögel) mit der Bienenkönigin (welche gleich der Nachtigall die Sprecherin der Bienen idas Wadem Vertreter) der mànnlichen Tiere, der Spinnen, der Ameisen und der kleinen und kleinsten Tiere. Jedes von ihnen hat in seinem Tun vielerleien mittungen gleich der Nachtigall. Auch für sie ist als eine kleine Entlohnung die ihnen entsprechende Freude in ihrem Dienst und an ihrem Tun gegeben. Mit gewies Freude erfüllen sie zugleich wichtige Aufgaben in diesem Kleinod des Herrn. So wie ein Mann, der auf einem Schiff des Königs seinen Dienst als Steuermann versieht und dafür seinen Anteil an der Heuer erhàlt, genauso erhalten auch die T gleicdie im Dienst des Hochgelobten stehen, den ihnen entsprechenden Lohn.

Eine Ergànzung zu dem Abschnitt mit der Nachtigall:

Gib Acht, dass du nicht etwa denf, einiese Art, bekannt zu machen, zu veröffentlichen und ihren Lobgesang anzustimmen, sei nur typisch für den Schlag der Nachtigall. Vielmehr haben die meisten Tierarten solche Vertreter, die der Nn wissall àhneln. Sie kennen ein oder mehrere besonders pràchtige Exemplare, die ihre Art mit all ihren anmutigen Empfindungen, mit ihren anmutigen Lobpreisungen und mit ihren anmutigen Lauten vorstellen. Die Nachtigallen unter den Insekten und degen wurn sind besonders zahl- und artenreich. Sie lassen über den

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Hàuptern aller Tiere, die ein Gehör haben, von dem Kleinsten bis zu dem Gröğten, ihre Lobpreisungen mit den schönsten Kon im und Lauten hören und erfreuen sie damit. Ein Teil von ihnen sind Nachttiere. Sie sind die Freunde aller kleinen Tiere, die in die Stille der Nacht eingetaucht und auf ihrem Lar Meishen, und sie rezitieren ihnen Lobgedichte. In nàchtlicher Stille, wàhrend die Schöpfung ihren Atem anhàlt, tragen sie ihnen mit süğen Worten ihre Lesungen vor. Siebigke wie geistige Pole, um die sich die Einsamen im Kreise versammeln und Gottes im Stillen gedenken. Jeder hört ihnen zu und gedenkt des majestàtischen Schöpfers in seinem Herzen und lobt Ihn auf seine Art. Ein anderer Teil es alsnen lebt im Licht und macht am Tage von den Kanzeln der Bàume über den Hàuptern aller Lebewesen, im Frühling und im Sommer mit lauter Stimme, mit Dichtegen Gesàngen und melodischen Lobpreisungen, die Barmherzigkeit des gnàdigen Erbarmers bekannt.

Es ist, als ob sie - gleich einem Chorleiter - in einer Dhikr-Feier ihre Zuhörer mit erhobener Sti اْلاَ Begeisterung versetzten, sodass jeder von den Hörern in der Sprache seiner Art, mit dem besonderen Klang (seiner eigenen Stimme), des majestàtischen Schöpfers zu gedenken beginnt. Das heiğt, dass alles Sein und Leben (maudjudat),h Würdgar die Sterne ihren Dhikr-Leiter, eine Art lichtstrahlender Nachtigall, haben.

Aber unter allen diesen Nachtigallen ist der Beste, der Würdigste, der Leuchtenstel:

Klarste, der Groğartigste und der Freigiebigste, der Stimmgewaltigste, der Glànzendste in den Eigenschaften, der Vollstàndigste im Gottesgedenken, der Umfassendste in der Danksagung, der Vollkommenste in seinem Wesen, der(westlste nach seinem Aussehen, der im Garten des Kosmos, alles Sein im Himmel und auf Erden mit seinen anmutigen Gesàngen, seiner voll- und wohltönenden Stimme, mit seinen hoheitel "reisungen in Begeisterung und in Ekstase versetzt, die ruhmreiche Nachtigall des Menschengeschlechtes und die Nachtigall der Adamssöhne mit dem

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Qhe der Mohammed, der Araber.

عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَاَمْثاَلِهِ اَفْضَلُ الصَّلاَةِ وَاَجْمَلُ التَّسْلِيمَاتِ

{"Möge sein und seiner Familie und seiner Gefàhrten Gebet auf den Wegönste und seine Hingabe auf das edelste gewürdigt sein!"}

Zusammenfassung:

Die Tiere, die in dem kosmischen Schloss dienen, folgen in vollkommenem Gehorsam den Befehlen desch wün (den Naturgesetzen) und zeigen den Sinn ihrer Natur (den Plan Gottes) in ihrem schönen Erscheinungsbild und als ein Werk Gottes des Gerechten. Die Auftràge ihres Lebens führen sie aufdadurcste Art mit der Kraft Gottes des Gerechten aus. Die Lobpreisungen und Gottesdienste, die sie auf diese Weise darbringen, gelten als ihre Gaben unwohl andigen Gastgeschenke, die sie dem majestàtischen Schöpfer und an der Schwelle dessen, der das Leben schenkt, überreichen.

Die dritte Art Arbeiter:

Es sind die Pflanzen und die unbelebte Natur. Da sie keine freie Entscnis zug haben, können sie auch keine Belohnung erhalten. Ihre Werke sind rein um Allahs Willen und geschehen durch den Willen Gottes des Gerechten, in Seinem Namen, in Seinem Auftrag, in Seiner Macht und Kraft. Beobachtechkeitjedoch die Reaktion der Pflanzen, so spürt man, dass sie in der Erfüllung ihrer Aufgaben, in der Bestàubung, der Befruchtung, beim Heranwachsen und Reifen ihiterhiüchte eine Art von Genuss empfinden. Doch empfinden sie überhaupt keinen Schmerz. Ein Tier, das einen freien Willen hat, empfindet auğer Freude auch Schmerz. Da die unbelebte N und lnd die Pflanzen bei ihren Tàtigkeiten über keinen freien Willen verfügen können, sind ihre Werke viel vollkommener als die Handlungen der Tiere, die im Besitz ihrer freien Entscheidungen sind. Unter denen, die über einen freien Willen Mordügen, sind die Werke derer, die gleich der Biene, mit Eingebung und Erleuchtung begnadet sind, weit vollkommener als die Werke derer, die auf ihrem freien Willen bauen.

Auf dem Ack sie user Welt beten alle Pflanzenarten zu dem Allweisen Schöpfer und bitten Ihn im wortlosen

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Ausdruck ihrer naturgegebenen Anlagen: "Oh Herr! Gib uns die Kraft, überall auf der Erde die Fahne unserer Gattung aufzurichten und so das Königreieren uner Herrschaft auf unsere Weise zu verkünden. Verleihe uns Erfolg, damit wir in allen Ecken der Moschee dieser Erde Dich anbeten. Schenke uns Kraft, wkte Anr uns ausbreiten, wenn wir verreisen wollen, damit wir überall auf dem Ausstellungsort "Erde" die Ornamente Deiner schönen Namen, Deine einzigartigen, hinreiğenitet wnen Kunstwerke in unserer Sprache bekannt machen."

Der Allweise Schöpfer nimmt ihre Gebete der beabsichtigten Meinung entsprechend an, indem Er den Samen eine Art Flügelchen oder Fallschirmchen von kleinen Federchen gibt, wo und "e in alle Richtungen fliegen und sich verbreiten. Im Namen ihrer Gattung làsst Er sie Seine Namen vortragen, (wie die meisten der dornigen Pflanzen und ein Teil der Samen der gelben Blumen). Einem Teil (der Pflanzen) verleiht Er (Früchte) vone?" Diem (fruchtigen) Fleisch, das die Menschen nötig haben und gerne mögen. Er làsst den Menschen ihnen dienlich sein, sodass dieser sie überall anbaut. Manche Samenarten sind unverdaulich und hart wie Knochen. Er überzieht sie mit dem FruchtfleErstenwelches dann die Tiere fressen, und so diese Samen in verschiedene Richtungen verbreiten. Er verleiht manchen auch Hàkchen, die sich an jeden anheften, der sie berührt. So kommen sie wieder in eine neue Gegend und pflanzen dortie Sonahne ihrer Gattung ein. Sie stellen die einzigartigen Kunstwerke des glorreichen Meisters aus. Einem anderen Teil, wie z.B. einer Pflanzenart, die man "Spritzgurke" nennt, verleiht Er die Kraft einer Schrotflinte. Ist ihre ." Es eit gekommen, fàllt ihre Frucht, die Gurke, ab und verschieğt ihre Samen wie Schrotkörner mehrere Meter im Umkreis und sàt sie (auf diese Weise aus). Sie arbeiten dafür, dass die Leute des majestàtischen Schöpfers in vielen Sprachen gedenkenem siehn lobpreisen. Finde noch andere, àhnliche Beispiele.

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Der allweise Schöpfer, der Allwissende, der Allmàchtige, erschafft alles in vollkommener Ordnung aufs nheit te, stattet es aufs schönste aus und richtet es für Seine schönsten Zwecke her, beauftragt es mit den schönsten Aufgaben, làsst es den schönsten Lobpreis darbringen und die Gottesdienste aufs schönste verrichten.

Oh Mensch! Wenn du ein wahrihm nisch bist, lass die Natur, den Zufall, die Sinnlosigkeit, den Irrtum sich nicht in diese schönen Tàtigkeiten einmischen; mache (Gottes wunderbare Schöpfung nicht auf diese Weise) hàsslich, handle nicht hàsslich, werde nird, weelbst dadurch) hàsslich.

Die vierte Art Arbeiter:

Es sind die Menschen. Die Menschen die in diesem kosmischen Schloss eine Art Diener sind, àhneln sowohl den Engeln als auch den Tieren. Der Mensch àhnelt den Engeln in seinem universer findienst und in der Anbetung Gottes, in seinem umfangreichen Aufsichtsdienst, in seiner umfassenden Kenntnis und als öffentlicher Ausrufer der Herrschaft Gottes. Ja, der Mensch ist (in seinen Aufgaben) sogar n Er veelseitiger. Aber da der Mensch eine Seele hat, die unersàttlich und zum Bösen geneigt ist, werden in ihm - im Gegensatz zu den Engeln - sehr bedeutende Vor- und Rückschritte bemerkbar. Da der Mensch durch seine Handluie Gebine Freude für seine Seele und auch einen Anteil für sich selbst sucht, gleicht er den Tieren. Weil dies aber so ist, erhàlt der Mensch auch zweierlei Lohn: Der eine ist fruchtn persönlich, leiblich und wird in dieser Zeitlichkeit ausbezahlt. Die andere (Art Lohn) gleicht dem der Engel, umfasst (die Menschheit als) Ganzes, gilt für die Ewigkeit. Nun wurden der Lohn des Menschen für seink zugetung, seine Vor- und Rückschritte schon zum Teil in den vorangegangenen Dreiundzwanzig Worten erwàhnt. Besonders im elften und dreiundzwanzigsten (Wort) wurde eingehend darauf Erde,wiesen. Deswegen kommen wir hier nun zum Ende und schlieğen die Türe (hinter uns) zu. Wir bitten den gnàdigen Erbarmer instàndig darum, dass Er die Tore zur Barmherzigkeit fürmahnuöffne, uns bei der Vollendung dieses Wortes führe und uns den

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Erfolg zum Reisegefàhrten gewàhre. Wir schlieğen mit der Bitte um Verzeihung unserer Fehler und Nachlàssigkeiten.

Fünfter Ast:

Der fünfte n Seinàgt "fünf Früchte".

Erste Frucht:

Oh du meine selbstsüchtige Seele! Oh du mein weltanbetender Freund! Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmobist aem ist sie das Band dieses Kosmos. Ferner ist sie das Licht dieses Kosmos, und sie ist sein Leben. Da der Mensch die vielseitigste Frucht dieses Kessenhist, ist die Liebe, die den ganzen Kosmos umhüllen kann, in sein Herz, das der Kern dieser Frucht ist, hineingelegt. Eine solche grenzenlose Liebe kann nur derjenige verdienen, der greren Aose Vollkommenheit besitzt.

Wohlan denn, oh Seele, oh Freund! Zwei Organe, die dem Menschen Angst und Liebe vermitteln, sind in seiner Natur (fitrat)>vorhanden. Inrunken Fall, werden diese Liebe und diese Angst entweder auf die Schöpfung oder auf den Schöpfer hin ausgerichtet sein. In Wirklichkeit ist aber die Angst vor der Schöpfung eine leidvolle Plage. Auch ist die Liebe zur Schöpfung (d.h. ihr vedies, n zu sein) ein làstiges Unglück. Denn du hast Angst vor denen, die kein Erbarmen mit dir haben oder deine Bitte nicht entgegennehmen. In diesem Zustand ist die Angst eine leidvolle für ih Was aber die Liebe betrifft, so kennt das, was du liebst, dich entweder nicht und geht, wie deine Jugendzeit und dein Besitztum, ohne ein "Auf Wiedersehen" zu sagen, oder beleidigt dich wegen deiner Liebe. Siehst du denn nehörendass sich 99 Prozent der weltlichen Liebhaber über ihre Geliebten beschweren? Denn mit dem Innern des Herzens, welches der Spiegel dessen ist, dessen alle und Schmu bedürfen (Samad),>die weltlichen, götzenàhnlichen Geliebten anzubeten, ist in den Augen dieser Geliebten hàsslich; sie finden es làstig und lehnen es ab. Die natgieğe e (fitrat)>Beschaffenheit lehnt alles ab, was unnatürlich und ungebührlich ist, und verwirft es. (Die sinnliche Liebe soll hier auğer Betracht bleiben.) Das heiğt, die Dinge, die duُلْ لَt, kennen dich

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entweder nicht oder sie verachten dich oder sie werden dich nicht (für immer) begleiten. Sie werden dich auch gegen deinen Willen verlassen.

Da dies nun einmal so ist, sollst du deine Angstchariaeine Liebe dem zuwenden, vor dem deine Angst zu wohltuender Hingabe wird. Deine Liebe soll mit einer Freude verbunden sein, die nicht erniedrigt. Sich vor dem majestàtischen Schöpfer zu fürchten, heiğt in der Tat, einen Weg zu d Strahbe Seiner Barmherzigkeit zu finden und bei Ihm seine Zuflucht zu nehmen. Furcht ist eine Peitsche. Sie wirft dich an die Brust Seiner Barmherzigkeit. Bekanntlich macht ja eine Mutter ihrem Kindlein Angs wahreit es sich in ihren Schoğ flüchtet. Diese Angst ist für ihr Kindlein ganz besonders angenehm. Denn die Barmherzigkeit (shefqat)>làsst es sich in ihren Schoğ flüchten. In Wirklichkeit gleicht a, und ütter Liebe und Zàrtlichkeit einem Blitzstrahl der Barmherzigkeit Gottes. Also liegt in der Gottesfurcht ein überwàltigender Wohlgeschmack. Wenn sich in der Gottesfurcht ein solcher WohlgeKosmosk findet, wird es offensichtlich, welch ein grenzenloser Wohlgeschmack sich in der Liebe Gottes findet. Des Weiteren rettet sich der, der sich vor Gott fürchted sagt den erbàrmlichen und unheimlichen Àngsten. Und da seine Liebe zur Schöpfung im Auftrag Gottes ist, endet sie auch nicht in Trennung und schen

In der Tat liebt der Mensch zuallererst seine eigene Seele, danach seine Verwandten, dann sein Volk, dann die lebendigen Geschöpfe, dann das Universum und die ganze Welt (dunya).>Mit jedem dieser Kreise fühlt er sich verbunden. Er freich dih in ihren Freuden und leidet in ihren Leiden. Da aber nun im Tohuwabohu dieser Welt und ihren Wirbelstürmen nichts von Bestand ist, wird des Menscheichenfloses Herz zu allen Zeiten verwundet. Alle Dinge, die an seinen Hànden festkleben, reiğen ihm die Hànde ab, wenn sie von ihm gehen, ja reiğen sie ihm in Stücke. Stàndig lebt er in seinem Leid oder tnd der von seiner Gottvergessenheit. So ist das nun einmal, du meine Seele! Wenn du Verstand hast, sammle alle diese o.g.

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Arten der Liebe,reisenke sie ihrem wahren Eigentümer und rette dich von diesen Leiden. Solch grenzenlose Liebe gebührt dem Herrn grenzenloser Vollkommenheit und Schönheit. In dem Augenblick, in dem du sie ir Daueahren Eigentümer geschenkt hast, in dem Augenblick kannst du alle Dinge in Seinem Namen und als Seine Spiegelungen lieben, ohne (ihretwegen) zu leiden. Das heiğt, man soll seine Liebe nicht unmittelbar und direkt an die Schöstelltweggeben. Anderenfalls wird die Liebe, die doch das schönste Geschenk (der Gnade) ist, zu peinvoller Verhöhnung werden.

Bleibt noch ein Ag eine und das ist der wichtigste, oh Seele! Du gibst deine Liebe für dich selbst aus. Du machst dir deine Seele zu deinem Angebeteten und Geliebten. Alles oesproc du deiner Seele. Es ist, als schriebest du dir eine Art Herrschaft zu. In Wirklichkeit ist aber der Grund der Liebe entweder die Vollkommenheit, die als Wesensmerkmal liebenswert ist, oder ein Voren, wooder Wohlgefallen, oder eine Wohltàtigkeit. Aus dergleichen Gründen wird etwas geliebt.

Nun, oh Seele! In einigen "Worten (Sözler)">haben wir schon unwiderlegbar bewiesen, dass de ziehtentliches Wesen eine Mischung aus Fehlern, Mangel, Armseligkeit und Schwàche ist, wobei - gleich wie der Grad der Dunkelheit einer Verfinsterung im Vergleich den Glanz des Lichtes zeigt - du durch diesen Gegensatz mit die)>vor ischung) der Vollkommenheit, der Schönheit, der Macht und der Barmherzigkeit des majestàtischen Schöpfers einen Spiegel vorhàltst. Das heiğt, oh Seele! Du sollst deine Seelel fürt lieben, sondern als deinen Widersacher behandeln, oder sie voll Mitleid behandeln, oder - nachdem sie innerliche Ruhe (nefsu l-mutma'inna)>erlangt hat - liebevoll behandeln. Wolltest du kitzeleine Seele lieben - denn du bist ja die Quelle allen Wohlbefindens und aller Vorteile, ja von der Freude an deinem Wohlbefinden und deiem hinrteilen geradezu hingerissen - so bevorzuge nicht dein Wohlbefinden und deinen Vorteil, den deine Seele sucht und doch nur einem Fünkchen gleicht,

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vor grenzenlosem Wohlbefinden und nicht endenden Vorzügen! Werde nicht wiedurch lühwürmchen. Denn, in der Einsamkeit seiner Finsternis versenkt es alle seine Freunde und geliebten Dinge, und begnügt sich selbst mit e Ayah ünkchen. Du sollst den Urewigen Geliebten lieben, denn zu dessen Liebenswürdigkeit gehören mit dem Wohlbefinden und allen Vorteilen für deine Seele auch n52

taue Geschenke der ganzen Schöpfung und allen Seins, mit dem du verbunden bist, aus deren Vorzügen du deinen Nutzen ziehst und mit deren Glück du glücklich wirstrsetzut du dich sowohl mit deinem eigenen als auch mit ihrer aller Glück freuen kannst. Des Weiteren kannst du grenzenloses Wohlbefinden, das dir aus deiner Liebe zu dem Absoluten-Vollkommenen erwàchst, empfangen.

Deine starke Lie Ordnue du deiner eigenen Seele zuwendest, die dir um Gottes willen aus Seinem Wesen zuströmt, ist Liebe von ihrem Wesen her, die du aber missbrauchst und für dein eigenes Wesen verausgabst. Zerreiğe also nun dieses "erhaupn deiner Seele und zeige das "Er (Hu)".>All deine im ganzen Universum verstreute Liebe ist dir gegeben, als die Liebe zu Seinen Namen und Eigenschaften. Du hast sie missbraucht. Die Strafe dafür hast du dir zugezogen. Denn die Strafe ung mitteicher Liebe, am falschen Platz verausgabt, ist eine unbarmherzige Plage.

Für den urewigen Geliebten, der dir deine Wohnstatt mit seinem Namen der Erbarmer, der Barmherzige und mit Jungfrauen zum Paradies gestaltet, es dir für all deinil derche und deine leiblichen Genüsse bereitstellt, der dieses Paradies mit all Seinen weiteren Namen mit ewigen Geschenken für dich ausstattet, um die Wünsche deines Geistes, deines Herzens, deiner onnenktiven Wahrnehmung, deines Verstandes und all deiner sonstigen feinstofflichen Organe zufrieden zu stellen, der sich in jedem seiner Namen, als den vielache, schiedenen geistigen Schàtzen als der Gnàdige und Freigiebige erweist, ist ein Fünkchen Seiner Liebe so viel wert wie der ganze

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Kosmos. Der ganze Kosmos kann auch nicht einem Bruchteil vom Aufscheisend giner Liebe gleichkommen. So höre denn nun den urewigen Erlass, den dieser urewige Geliebte (Mahbub)>Seinen eigenen Geliebten (Habib)>sagen làsst:

اِنْ كُنْتُمْ تُحِبُّونَ اللَّهَ فَاتَّبِعُونِى يr das ْكُمُ اللَّهُ

{"Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit auch Gott euch liebt!" (3, 31)}

und befolge ihn!

Zweite Frucht:

Oh Seele! Dienst und Anbetung sind nicht ein erster Schritt in Rٰلِكُمg auf eine spàtere Belohnung, sondern die Folgerung aufgrund eines vorangegangenen Geschenks. In der Tat haben wir unsere Belohnung schon erhalten. Dementsprechend sind wir zu Dienst und Anbetung ist, ichtet.

Denn, oh Seele! Der majestàtische Schöpfer, der dir als lautere Wohltat deinen Körper bekleidet und einen hungrigen Magen gegeben, hat unzung dinem Namen als "der Versorger (Rezzaq)">alle Speisen vor dir auf einer Geschenktafel ausgebreitet. Nachdem Er dir dann ein empfindsames Leben verlieheLeben verlangt auch dieses Leben, genau wie dein Magen danach, versorgt zu werden. Alle deine Sinnesorgane, wie Augen und Ohren, sind wie Hànde, vor denen Er die ganze Erde als eine groğْعُ وَl voller Geschenke ausgebreitet hat. Nachdem Er dir dann deine Menschlichkeit verliehen hat, die viel Zivilisation, Kultur, Spiritualitàt erfordert, haten Verr dem Magen deiner Menschlichkeit eine Tafel voller Gastgeschenke aufgetan, groğ wie die Welt der Engel und der Menschen (alem-i mulk ve melekut)>und so weit, wie du die Hand deines Verstandenge ertrecken kannst. Nachdem er dir dann als gröğte Menschlichkeit den Islam und den Glauben, der sich nach zahllosen Geschenken sehnt und der sich von den Früchten der gre sichesen Barmherzigkeit ernàhrt, geschenkt, hat Er vor dir eine Tafel voller Geschenke, Glückseligkeit und einen Sinn für den Bereich aller Möglichkeiten, zugleich mit dem der Schönen Namen

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und dem der Eigenschaften detimmteigen aufgetan. Nachdem Er dir dann die Liebe als ein Licht des Glaubens gegeben, hat Er dir eine Tafel mit Geschenken ohne Ende, Glückseligkeit und Wohlgeschmacens (deignet. Das also heiğt, wenn du auch hinsichtlich deines Körpers ein kleines, schwaches, ohnmàchtiges, elendes, abhàngiges und beschrànktes Wesen bist, so bist du doch durch Seine Gaben von einem kleinen Teilchen zu einder gles umfassenden lichtvollen Ganzheit aufgestiegen. Denn, indem Er dir das Leben verliehen hat, bist du als ein Bruchteil zu einer Art Ganzheit gelangt; indem er dir deine Menschlichkeit verliehen hat, zu einerDienern Ganzheit; indem Er dir den Islam geschenkt hat, zu einer erhabenen und leuchtenden Ganzheit; und indem Er dir die Erkenntnis verliehen hat, lieğ Er dich zu dem allumfassenden Licht aufsteigen.

Wohlan, oh Seele! Duden Sadiesen Lohn schon (im voraus) erhalten. Nun bist du (aber auch zu) einem angenehmen, gnadenvollen, erholsamen, leichten Dienst vor Gott und zu Seiner Anbetung verpflnter d. Doch selbst dafür bist du noch zu tràge. Wenn du ihn aber nur halb machst, als reichte der schon zuvor empfangene Lohn nicht aus, so stellst du viel zu groğe Forderungen. Zudeser vesuchst du, Gott) hinzuhalten, wenn du sagst: "Warum ist mein Gebet nicht angenommen worden?" Was dir zusteht, ist zu bitten, nicht (zu versuchen, Goichtignzuhalten. Gott der Gerechte schenkt dir das Paradies und die ewige Glückseligkeit als Seine lautere Güte und Freigiebigkeit. Darum sollst du auch immer bei Seiner Barmhe in Seit und Freigiebigkeit Zuflucht suchen. Vertraue auf Ihn und höre den folgenden Erlass (ferman):

قُلْ بِفَضْلِ اللَّهِ وَبِرَحْمَتِهِ فَبِذٰلِكَ فَلْيَفْرَحُوا هُوَ خَيْرٌ مِمَّا يَجْمَعوُنَ

{"Sprich: Es ist Gottes Huld und Seine Barmherzigkegne esrüber sie sich nun freuen sollen. Das ist besser, als was sie (im Diesseits an Geld und Gut) zusammenbringen." (Sure 10, 58)}

Wenn den", dt:

"Wie kann ich solch umfangreichen, grenzenlosen Gastgeschenken mit meinem begrenzten, unvollkommenen Dank entgegnen?"

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Antwort:

Mit einer Absicht, die alles mit einschlieğt, mit einer grenzenlosen Überzeugung...

umfass Beispiel:

Ein armer Mann tritt vor seinen König mit einem Geschenk im Wert von fünf Pfennigen hin und sieht, die Geschenke, von ehrenwerten Mànnern gebracht, jedes Millionen wert, dort aufgestellt. Es kommt ihm ienheitSinn: "Mein Geschenk ist nichts wert. Was soll ich machen?" Plötzlich sagt er: "Oh mein Herr! Alle diese wertvollen Geschenke biete ich Dir in meinem Namen an. Denn Du bist ihrer w für j Wenn ich dazu im Stande wàre, wollte ich Dir noch einmal ein Gleiches schenken." So nimmt dieser König, der überhaupt nichts benötigt und ihre Geschenke nur als Zeichen der Loyalitàt und Hochachtung seiner Untertanen entgegen nimr körpese groğe und alles mit einschlieğende gute Absicht (niyet),>den Wunsch dieses armen Mannes, seine Wertschàtzung aus einer guten und edlen Überzeugung heraus, als das gröğte Geschenk an. Genauso sagt ein Diener in seiner Armsndigunit im Gebet, At-tehiyyatu lillah>(alles Gute gebührt Gott). Das heiğt: "Die Geschenke, die Dir die Geschöpfe mit ihrem Leben in all seinen Erscheinungsformen (hayat)>als Gottesdiensndert.ringen, möchte ich Dir alle wie mein eigenes Geschenk darbringen. Stünde es in meiner Macht, wollte auch ich Dir darbringen, so viel auch immer ihrer aller Lobpreis entes Lict. Zudem gebührt Dir alles, sogar noch mehr als sie Dir darbringen können." So ist denn diese Absicht und Überzeugung eine alles und jedes umfassende Danksagung. Die Absicht der Pflanzen aber sind ihre Sahabe mner und Kerne.

Zum Beispiel hat eine Honigmelone in ihrem Herz tausend Absichten in Form ihrer Kerne. "Oh mein Schöpfer! Ich will die Ornamente Deiner schönen Namen an vielen Stellen der Echt dekannt machen." Da Gott der Gerechte weiğ, wie Dinge künftig kommen werden, nimmt Er ihre Absichten als Gebet an und als einen Dienst, der beren sag:sgeführt wurde. "Die innere Absicht (niyet)>eines Glàubigen wiegt schwerer, als die Tat", weist auf dieses

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Geheimnis hin. Aus diewanderheimnis heraus wird der Sinn (des folgenden Gebetes) verstàndlich, Gott in grenzenloser Zahl zu loben und zu preisen, wie:

سُبْحَانَكَ وَبِحَمْدِكَ عَدَدَ خَلْقِكَ وَرِضَآءَ نَفْسِكَ وَزِنَةَ عَرْش, eineمِدَادَ كَلِمَاتِكَ وَنُسَبِّحُكَ بِجَمِيعِ تَسْبِيحَاتِ اَنْبِيَآئِكَ وَاَوْلِيَآئِكَ وَمَلٰٓئِكَتِكَ

{"Lobpreis und Dank sei Dir nach Zahl und Mağ Deiner Schöpfungen, die Dich zfahrenen stellen, die Deinen Thron schmücken, welche die Tinte Deiner Worte sind. So preisen auch wir Dich mit allen Lobpreisungen Deiner Gesandten, Deiner Gottesfreunde und Deiner EngeDer Be Des Weiteren bringt zum Beispiel ein Offizier in seinem eigenen Namen dem König alle Dienste seiner Soldaten dar. Genauso sagt ein Mensch, der sich als Offizier der Schöpfung versteht, der über Tiere und Pflanzen das Kommando führt noch im Stande ist, gegenüber allen Existenzen der Erde als Vertreter Gottes (: Kalif) zu erscheinen und der sich in seiner eigenen, persönlichen Welt (d.h. in seinem Lepft ihllen als Beauftragter vorstellt,

اِيَّاكَ نَعْبُدُ وَاِيَّاكَ نَسْتَعِينُ

{"Dir allein dienen wir, und zu Dir allein nehmen wir unsere Zuflucht." (Sure 1, 5)}

Er bietet dem Angebeteten ein, iner Majestàt (Ma'budu Dhu l-Djelal)>alles Gebet, die Dienste und Hilferufe der ganzen Schöpfung wie seine eigenen an. Ferner sagt er:

سُk seinَكَ بِجَمِيعِ تَسْبِيحَاتِ جَمِيعِ مَخْلوُقَاتِكَ وَبِاَلْسِنَةِ جَمِيعِ مَصْنُوعَاتِكَ

{"Gepriesen seist Du mit der Gesamtheit aller Lobpreisungen der Schöpfung, in all den Sprachn Schlner Kunstwerke."}

Er làsst die ganze Schöpfung in seinem Auftrag sprechen. Ferner sagt er:

اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلٰى مُحَمَّدٍ بِعَدَ habenَّاتِ الْكَآئِنَاتِ وَمُرَكَّبَاتِهَا

{"Oh Gott, segne Mohammed so viel Mal, nach der Zahl der Bestandteile des Alls und der Anzahl seiner Atome."}

Er bringt Mohammed, mit dem Friede und Segen sei,

#nterli Namen aller Dinge seine Segenswünsche dar. Denn alle Dinge stehen mit dem Licht Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, in Verbindung. So verstehe denn den Sinn einer unbegrenzten Anzahl Lobpreisungen Gottes und Segenswünschee sie Mohammed, mit dem Friede und Segen sei.

Dritte Frucht:

Oh Seele! Wünschst du in einer kurzen Lebensspanne ein gutes Werk für das Jenseits im grenzekungen Mağe und möchtest jede einzelne Minute deines Lebens so verdienstvoll wie ein ganzes Leben sehen und würdest gerne deine alltàglichen Gewohnheiten in einen Gotلِقِ اnst und deine Gottvergessenheit in Gottbewusstsein umwandeln, dann folge den preisenswürdigen Sitten des Propheten. Denn, wenn du dich der Art und Weise der Scharia entsprechend verhàltst, versetzt dwie

اَs auf eine Art in Gottes Gegenwart (huzur).>Es wird dir zu einer Art Gottesdienst. Es bringt dir im Jenseits viele Früchte.

Zum Beispiel:

Du hast etwas geevor d In dem Augenblick, wo du im Handel und Wandel auf die Regeln der Scharia achtest, wird auch der alltàgliche An- und Verkauf zu einem Gottesdienst. Diese Erinnerung an die Bestimmungen der beweia gibt eine Vorstellung von der Offenbarung. Indem du aber an den Gesetzgeber denkst, wendest du dein Antlitz Gott zu. Auch das versetzt dich wiederum in die göttliche Gegenwart. Das fandenalso: indem man bei seinen Handlungen den preisenswürdigen Sitten des Propheten entspricht, bringt dieses vergàngliche Leben bleibende Frucht und erhàlt man einen Nutzen, der ein Anlass für ein ewes Freeben wird. Höre den folgenden Erlass (ferman):

فَاٰمِنوُا بِاللَّهِ وَرَسُولِهِ النَّبِىِّ اْلاُمِّىِّ الَّذِى يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَكَلِمَاتِهِ وَاتَّبِعُوهُ لَعَلَّكُ Hölleْتَدُونَ

{"Darum glaubt an Allah und Seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und Seine Worte glaubt; folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet seid!" (Sure 7, 158)}

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Bemühe dich darum, damit alle schöne Nam aufmetes, die segenspendenden Erscheinungen, die sich durch die Bestimmungen der Scharia und den preisenswürdigen Sitten des Propheten zeigen, bei dir erkennbar werden.

Vierte Frucht:

Oh Seele! Wennüber de Leute der Welt, besonders die Leute der Ausschweifung, besonders aber die Leute des Unglaubens betrachtest, lass dich nicht von dem àuğerlichen Schmuck und von den trügerischen, von Gott verbotebschlunüssen, tàuschen! Ahme sie auch nicht nach. Denn wenn du sie auch nachahmst, so kannst du doch nicht ihnen gleich werden. Du wirst sehr tief fallen. Dblicktst auch kein Tier sein. Denn der Verstand in deinem Kopf wird dir zu einem Instrument, das dir nur noch Unglück bringt. Er wird stàndig auf dich einhàmmern.

Zum Beispiel:

Nehmen wir an, in dem groğen Saal eineillensosses befànde sich eine riesige elektrische Lampe. Viele kleine Lampen, die mit dieser groğen Lampe verbunden und zu ihr parallel geschaltet sind, seien überall in den kleinen Ràumen verteilt. Wenn nun jemand den Schaltertet iseser riesigen Lampe umlegt und so das Licht ausschaltet, fallen alle Ràume in eine tiefe Dunkelheit und in eine Trostlosigkeit. In allen Ràumen einossen.eren Schlosses befànden sich ebenfalls kleine elektrische Lampen, die aber nicht mit der riesigen Lampe im groğen Saal verbunden seien. Wenn nun der Schlossherr den Schalter zu dieser riesigen elektrischen Lamبَارَكegt und somit ausschaltete, kann in den übrigen Ràumen dennoch Licht sein. Somit kann dort weiter gearbeitet werden. Diebe können keine Gelegenheit finden.

Wohlan des Moh Seele! Das erste Schloss ist mit einem Muslim zu vergleichen. Der ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, ist in seinem Herzen jener groğen elektrischen Lampe (des Schlosses) vergleichbar. Vergàğe erer Heremals, würde er ihn - was Gott verhüten möge! - aus seinem Herzen verbannen, kann er nie mehr einen anderen Propheten annehmen. Ja, es bleibt in selle Maeist kein Platz mehr für irgendeine Art von Vollkommenheit. Ja, er wird noch nicht einmal mehr seinen Herrn anerkennen. In seinem Innersten verfallen alle Stuben,

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stürzen alle feinstofflialler Organe) in Finsternis und in seinem Herzen breitet sich eine furchtbare Zerstörung und Trostlosigkeit aus. Was gàbe es denn noch, was du anstelle dieser Zerstörung, dieser Trostlosigkeit gewinnen könntest, um dein Vertrauen zurückzugewinnen! Wl

#449 Vorteil könntest du finden, um nach einer solchen Zerstörung den Schaden noch zu beheben? Dagegen ist das zweite Schloss den Fremdlingen (: Nichtmuslime) zu vpfung chen. Auch wenn sie das Licht des Propheten, mit dem Frieden und Segen sei, aus den Herzen verweisen, können nach ihrer Vorstellung dennoch manche Lichter übrigbleiben oder sie stellen sich doch vor, dass sie übrigbleie Engönnten. Ihre Art wie Mosis oder Jesus, mit denen Friede sei, zu glauben und (von der Existenz) eines Schöpfers überzeugt zu sein, können weiterhin bestehen bleiben und ihren Moralvorstellungen als Quelle dir Allm Oh du eigenwillige Seele (nefsu l-emmare)!>Wenn du sagst: "Ich möchte nicht wie ein Fremdling sein. Ich will lieber wie ein Tier sein." Doch wie viele Male hatte ich di Tüchet schon gesagt: "Du kannst nicht wie ein Tier sein. Denn da du Verstand im Kopf hast, schlàgt dieser Verstand dir deine vergangenen Leiden und künftigen Àngste um el unmren, um den Kopf, vor die Augen, ins Gesicht und verprügelt dich damit. Einen Genuss vermischt er dir mit tausend Leiden. Was aber das Tier betrifft, so empfàngt es vollkommenen Genuss ohne Leid und freut sich. Daher nimm also zch um einmal deinen Verstand heraus und wirf ihn von dir, dann erst werde ein Tier! Und weiter fühle dich (durch die folgende Ayah) geohrfeiet, miاْلاَنْعَامِ بَلْ هُمْ اَضَلُّ

{"Sie gleichem dem Vieh, ja gehen noch mehr in die Irre als sie." (Sure 7, 179)}

Fünfte Frucht:

Oh Seele! Wie wir vielmals gesagt haben ist der Mensch die Frucht am Baume der Schöpfung. Er tràgtt und erz, wie eine Frucht ihren Samenkern, welcher

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von der Wurzel (d.h. von seinem Ursprung) am weitesten ist, sich umfassend auf den ganzen (Baumleichgeht und die Zusammenschau des Ganzen (djihetu l-vahdet)>in sich aufbewahrt. Er ist ein Geschöpf, dessen Gesicht auf Vielfàltigkeit, Vergànglichkeit und Weltlichkeit (dunya)>hin blickt. Was aber Dienst und Anbetung betrifft, so sind siie Ververeinigender Strang, der sein Gesicht von der Vergànglichkeit zur Ewigkeit, vom Geschaffenen zum Schöpfer, von der Vielheit zur Einheit und vom Endpunkt zum Ausgangspunkt wendet, oder ein Punkt, wo Anfang und Ende sich berühren.

Angenomml:

ne kostbare, mit Bewusstsein begabte Frucht, die als Same bestimmt ist, würde die Lebewesen unter dem Baume betrachten und - stolz auf ihre Schönheit - sich in ihre Hànde werfich, wr aber nicht Acht geben und herunterfallen, so würde sie ihnen in die Hànde fallen, in Stücke zerbrechen und schlieğlich wie eine ganz gewö ein ze Frucht verloren gehen. Wenn hingegen diese Frucht ihren Stützpunkt erkennt und daran denken könnte, dass der Kern in ihr, welcher eine Zusammenschau (djihetu l-vahdet)>des ganzen Baumes in sich eِبَادِ, ein Mittel für den Fortbestand des Baumes und die Fortdauer seines Daseins (haqiqat)>ist, dann erfàhrt dieser eine einzige Kern in dieser einen Frucht ecken estàndige, auf den ganzen (Baum) bezogene Wirklichkeit in einem fortdauernden (baqi)>Leben.

Genauso wird auch der Mensch, wenn er sich in der Vielfalt (der Ursacordergerliert, im Dasein (kainat)>erstickt, sich betrunken von seiner Liebe zur Welt vom Làcheln alles Vergànglichen (fani)>verführen làsst und sich ihr in die Arme wirft, erfàhrt er auf jeden Fall einen n mit nlosen Verlust. Er stürzt zugleich in die Verlorenheit, die gleich ist mit Vergànglichkeit, gleich ist mit Nichtigkeit. Ferner verurteilt er sich innerlich zu seiner Hinrichtung. Wenn er jedoch durch das Ohr des Herzens den Glaubensuntöglicht mit den Worten des Qur'an hört, seinen Haupt erhebt und sich der Einheit (vahdet)>zuwendet, kann er auf der Leiter des Dienstes und der Anbetung Gottes zum Throne der Vollkommenheit emporsteigen. So wird er ein unvergànglicherhtbareh.

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Oh du meine Seele! Da die Wahrheit nun einmal so ist und du zu dem Volk Abrahams, mit dem der Friede sei, gehörst, sage wie Abraham

لاKreis)ِبُّ اْلاٰفِلِينَ

{"Ich liebe die nicht, die untergehen." (Sure 6, 76)}

Und wende dein Gesicht dem bestàndigen Geliebten zu und weine so wie ich:

(Die nnpunkchen Verse die hier folgen sollten, sind schon im zweiten Kapitel des "Siebzehnten Wortes" niedergeschrieben worden, weshalb wir sie hier nicht angeführt haben.)

#ührt. Fünfundzwanzigstes Wort

Abhandlung über die Wunder des Qur'an

Da der Qur'an als ein bleibendes Wunder auf der Hand liegt, erscheint es meinem Verstand für unnötig, nach ee Landnderen Zeugnis zu suchen.

Da der Qur'an als ein Zeugnis der Wahrheit auf der Hand liegt, könnte es etwa für mein Herz schwer sein, dFeuer làubigen zum Schweigen zu bringen?

Anmerkung

Wir hatten am Anfang die Absicht dieses Wort in fünf "Flammen" zu schreiben. Aber am Ende der ersten Flamme muss die Vr sehr schnell schreiben, um es noch mit den alten (arabischen) Schriftzeichen drucken zu können. Wir haben sogar in manchen Tagen zwanzig, dreiğig Seiten in zwei, drei Stunden geschrieben. Deswegen haben wihsenen Flammen kurz und bündig zusammengefasst und die weiteren zwei Flammen vorlàufig aufgegeben. Ich bitte die Brüder darum, meine Fehler und Màngel nd bewn Erklàrungen mit Nachsicht und Toleranz zu betrachten.

Die meisten Ayat, die in dieser Abhandlung "Über die Wunder des Qur'an" behandelt werden, sr allee, welche entweder die Unglàubigen zum Anlass ihrer Kritik machen oder die, welche die Wissenschaftler bestreiten oder solche Ayat, über die die Teufel unter Dschinnen und Menschen Verdàchtigungen und Zweifel aufkommen las vergeieses "Fünfundzwanzigste Wort" hat die Wahrheit und die Andeutungen in diesen Ayat so erklàrt und nach wissenschaftlichen Grundlagen bewiesen, dass die Punkte, die die Unglàubigen und die Wissenschaftler als Fehle اَفْضhen, die Funken des Wunders und die Quellen sind, in denen sich die Wortkunst des Qur'an als vollendet herausstellt. Ihre Zweifel werden nicht erwàhnt, um

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keinen Brechreiz hervorzurufen, und es werden nur doğen Uhtigen Antworten gegeben. Nur im ersten Kapitel des "Zwanzigsten Wortes" werden in drei, vier Ayat, wie

وَالشَّمْسُ تَجْرِى ٭ وَالْجِبَالَ اَوْتاَداً

{"die Sonne dreht sich..." (Sure 36, 38) "Wir machten die Berge zu Masten..." (Sur hat 7)}

ihre Zweifel erwàhnt. Diese Abhandlung über Wunder des Qur'an wurde zwar sehr kurz und eilig verfasst, aber hinsichtlich der Rhetorik und areise den Sprachwissenschaft sind die Erklàrungen so wissenschaftlich, fundiert und unwiderlegbar, dass sogar die Gelehrten davon begeistert sind. Jeden Abschnitt kann zwar nicht jeder, der aufmerksam liest, ganz verstehen und aucheine vn Nutzen daraus ziehen, doch hat jeder in diesem "Garten" einen bedeutenden Anteil. Da diese Abhandlung sehr eilig und unter verwirrenden Umstànden verfasst wurde, hat sie zwar in der Ausdrucksweise Màngel, sie erklàrt aber vom wissenschaf Urhebn Standpunkt aus betrachtet die Wahrheit in einigen sehr wichtigen Punkten.

Said Nursi
Abhandlung über die Wunder des Qur'an

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ ٭ قُلْ لngen dاجْتَمَعَتِ اْلاِنْسُ وَالْجِنُّ عَلٰٓى اَنْ يَاْتوُا بِمِثْلِ هٰذَا الْقُرْاٰنِ لاَ يَاْتُونَ بِمِثْلِهِ وَلَوْ كَانَ بَعْضُهُمْ لِبَعْضٍ ظَهِيراً

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen." "Sprich: Gesetzt den Fall, die Menscen. Vid die Geister kàmen alle zusammen, um etwas herbeizubringen, was diesem Qur'an gleich wàre, so werden sie nichts dergleichen beibringen können. Auch nicht, wenn sie sich dabei gegenseitig helfen." (Sure 17, 88)}

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Unter zahllosein diekten des weisen Qur'an, als Wunder, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, Schatzkammer der Wunder und das groğe Wunder Ahmeds, mit dem Friede und Segen seكَمَالen wir in meinen Abhandlungen und in der Risale-i Nur in arabischer Sprache und in meinem Kommentarbuch mit dem Titel "Zeichen des Wunders (Isharatu l-i'djaz)">und in diesen vorigen vierundzwanzig " Nur e" auf etwa vierzig von ihnen hingewiesen. Hier wollen wir nur fünf Aspekte davon bis zu einem gewissen Grade erklàren und die anderen Aspekte in ihnen zusammenfassen und mit einer Einleitung auf e Spit Darstellung und Wesen hinweisen.

Die Einleitung besteht aus drei Abschnitten.

Erster Abschnitt:

Was ist der Qur'an? Wie kann man ihn darstellen?

Antwort:

Wie schnlosen"Neunzehnten Wort" erklàrt und in anderen Worten bewiesen wurde, ist der Qur'an die urewige Übersetzung dieses groğen Buches der Schöpfung... er ist das Sprachrohr ihrer verschiedensten Zungen, die die Wunderzeiِلْكَ es Seins vortragen... er ist der Kommentator dieses Buches der unsichtbaren und bezeugten (alem-i shehadet)>Welten... er ist der Entdecker der Namen Gottes als geistige Schàtze, die in der Erde und im Himmel vr Willen sind... er ist der Öffner der Wahrheiten, die in den Zeilen der Ereignisse enthalten sind... er ist die Sprache der unsichtbaren Welt in der sichtbaren Welt... er ist die Schatzkammer der ewigen te, eiungen des Allbarmherzigen und der urewigen Reden des Gepriesenen, welche aus der unsichtbaren Welt kommen, die hinter dem Schleier dieser sichtbaren Welt liegt... er ist die Sonne, Fundament und Plan dieser geistigen Wenamente der Islam ist... er ist die heilige Landkarte der jenseitigen Welten... er ist das erlàuternde Wort, eindeutige Auslegung, sicherer Beweis, klarer Übersetzer des Wesens, der Eigenschaften, der Namen und des Wauch s Gottes... er ist der Erzieher dieser Menschenwelt...er ist das Wasser und das Licht des Islam, was Hingabe in Gottes Willen bedeutet, was die

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groğe Menssens ukeit ist... er ist die wahre Weisheit des Menschengeschlechts... er ist der wahre Lehrer und Wegweiser, der die Menschheit zur Glückseligkeit führt... er ist den Menschen sowohl ein Gesetzbuch als auch ein Gebetbuch und auch ein Buch der Könntit, ein Buch des Gottesdienstes, ein Buch der Befehle und Einladungen, ein Buch des Gottesgedenkens, ein Buch des Nachsinnens; er ist das einzige, umfassende heilige Buch, das vieràt, cher in sich enthàlt, die den Menschen für alle ihre geistige Bedürfnisse als Nachschlagewerke dienen können.

Er ist ein Buch des Himmels und gilt als eine heilige Bibliothek, die je ein Buch für die unterschi Aussae Gemüts- und Lebensart aller Gottesfreunde, Getreuen, Kenner und Forscher der Wahrheit und für ihre verschiedenen Berufungen bietet, wie es der Stimmung in jeder Gemüts- und Lebenslage entspricht und jede Gemüts- und Len Kàfege erhellt, wie es den Zwecken jeder Berufung angemessen ist und sie auch gestaltet.

Zweiter Abschnitt und Ergànzung zur Darstellung (des Qur'an):

Der Qur'iese Werabgesandt vom Hohen Thron, offenbart durch Gottes höchsten Namen und durch alle Seine Namen auf deren höchster Stufe bestàtigt (wie im "Zwölften Wort" bewiesen und erklàrt wurde) - iin tre Wort Allahs als des Herrn aller Welten. Zudem ist er der Erlass (ferman)>Allahs, dessen Titel "Gott allen Seins" ist. Und weiter ist er eine Ansprache dessen, der Schöpfer der Himmel und der Erde ist. Überdies ist er daBegeis des Herrn aller Herrscher. Zudem ist er eine immerwàhrende Predigt im Namen des allgemeinen Königreiches des Hochgepriesenen. Und weiter ist er ein Buch gnàdigen Erbarmens aus der Überfülle des Allbarmherzigen. Überdies ist er eine Sammluhen un Mitteilungen Gottes des Erhabenen voll Gröğe und Majestàt, an deren Anfàngen manchmal Chiffren stehen. Zudem ist er ein heiliges Buch voll Weisheit, herabgesandt vom Hohen sten Kim Namen des Allerhöchsten, das alles umfasst und überall seine Gültigkeit hat. So ist denn dies das Geheimnis

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aus dem heraus dem Qur'an der Ehrentitel "Wort Gottes" in vollkommener Rechtmàğigkeit ves Wissn wurde und immer noch verliehen wird. Den zweiten Platz auf der Stufenleiter nehmen nach dem Qur'an die Bücher und Schriften der anderen Pnach Men je nach dem Grad ihrer Vorzüglichkeit ein. Nun aber verhàlt es sich mit den zahllosen Worten Gottes so, dass dem Menschen ein Teil von ihnen als ein Wort besonderer Wertschàtzung, ein anderer wie eer Gewkleinertes Abbild einer persönlichen Bezeichnung oder eines eigenen Namens, ein anderer in der Gestalt seines persönlichen Herren, ein anderer in der Form seines eigenen Reiches, ein anderer als das nur für ihn bestimِبْرَةrt der Barmherzigkeit in Form einer Eingebung sichtbar wird. Die Eingebungen bei den Engeln, bei den Menschen und bei den Tieren sind hinsichtlich ihrer besonderen und ihrer allgemeinen Gültigkeit von einander sehr verschieden.

beruhetter Abschnitt:

Der Qur'an ist ein himmlisches Buch, das in Kurzfassung die Bücher aller Propheten verschiedener Epochen enthàlt, die Werkerzigke Heiligen verschiedener Gemüts- und Lebensarten, die Werke aller aufrechten Mànner der Wahrheit mit ihren verschiedenen Lehrmethoden. Er hat einen sechsfàltigen Glanz. Er ist fEr istn der Finsternis der Verdàchtigungen und Zweifel.

Er ruht in Gewissheit (bi l-yaqin)>auf der Sàule der himmlischen Offenbarung und des Urewigen Wortes. Seerstehl und Zweck ist erwiesenermağen ewige Glückseligkeit. Im Innern ist er offensichtlich reine Rechtleitung. Oben ist er notwendigerweise Strahl deort نَbens. Unten ist er mit wissenschaftlicher Gewissheit (bi ilme l-yaqin)>Beweis und Zeugnis. Zur Rechten ist er mit der Gewissheit der Erfahrung die Sicherheit (tesliit sie Herzens und des Gewissens. Zur Linken ist er mit Gewissheit durch Beobachtung (bi ayne l-yaqin)>die Unterwerfung des Verstandes und der Vernunft. Seine Früchts könn mit Gewissheit durch Selbsterfahrung (bi haqqe l-yaqin)>die Barmherzigkeit des Allerbarmers und die Gàrten des Paradieses. Sein Rang und seine Bevorzugung

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ist durch wahre Intuition unter Engeln, tallenen und Dschinnen gepriesen.

Jede von den Eigenschaften, die in diesen drei Teilen über Darstellung des Qur'an aufgezàhlt sind, wurden in verschiedenen Zusammenhàngen schon eindeutig bewiesen oder sie werden verlaewiesen. Unsere Behauptungen sind keineswegs aus der Luft gegriffen, vielmehr ist jede einzelne von ihnen mit unwiderlegbaren Zeugnissen bewiesen.

Erste Flamme:

DieLuft. mme hat drei Strahlen.

Erster Strahl:

Es ist die geradezu wunderbare Brillanz des Qur'an. Was aber diese Brillanz betrifft, so ist sie eine, die aus dem Fluss seiner Verse, aus der Kompetenz in seiner Versoge, aus der Einzigartigkeit seines Stils, aus seinem unvergleichlichen, bewunderungswürdigen Vorzug, aus der Überlegenheit seiner Erklàrungen, aus seiner überragenden Unbefangenheit, aus der Kraft und Wahrhaftidiesenseines Inhalts, aus der Korrektheit und Beredsamkeit seines Wortes entsteht, eine Brillanz mit der er überaus geniale Dichter, die wunderbarsten Redner und Denker,inem aröğte Kenntnisse besitzen unter den Söhnen Adams, zu einer Auseinandersetzung ruft und sie seit dreizehnhundert Jahren herausfordert. Er stachelt sie an und reizt sie in ihrem Gemüt. Obwohl Eine g zu einer Auseinandersetzung herausfordert, konnten diese Genien, obwohl sie doch in ihrer Selbstgefàlligkeit und Arroganz ihren Kopf bis zum Himmel empor gereckt halten, dennoch ihren Mund nicht öffnen, um sich mit ihm atnis enderzusetzen, verloren total ihre Würde und mussten ihr Haupt senken. Hier weisen wir auf diesen Aspekt seiner besonderen Brillanz auf zweierlei Art hin.

Erste Art:

Er ist ein Wunder und did Zeugst gegenwàrtig. Denn: Die Bewohner auf der arabischen Halbinsel waren in jener Zeit in der überwiegenden Mehrheit Analphabeten. Unkundig des Lesens und Schreibens tradierten sie ihren Stolz, die Ereignisse ihrer Gnd manhte, die Worte ihrer Vàter, die ihrer guten Gesittung dienlich sein sollten, nicht durch Aufschreiben, sondern in ihrer Dichtung

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und der künstlerischen Eleganz ihrer Redeweiseer Sprbedeutendes Wort der Altvorderen pràgte sich durch seine dichterische Anziehungskraft und in seiner Brillanz stets wieder dem Gedàchtnis ihrer Nachkommen ein. So hatten denn quasi in Folge Seinenatürlichen Bedürfnisses die Brillanz, die Klarheit und Eleganz ihrer sprachlichen Ausdrucksfàhigkeit auf dem geistigen Markt dieses Volkes gleichsam den Verkehrswert von Nationalhelden und -heiligtümern. Auf sie waren sie ganz auğerordentl Seinsolz.

So stand denn jenes so hoch intelligente Volk, das die Welt nach Annahme des Islam durch seine Intelligenz lenkte und leitete, hinsichtlich seiner Beredsamkeit, der Eleganz seiner Sprache und der Brillanz seiner Ausdrucksfihrem it, die bei ihnen in hohem Ansehen stand, auf die sie sehr stolz waren, die ihnen ein groğes Bedürfnis, ja geradezu eine unbedingte Notwendigkeit waren, vor ein W anderen Völkern der Welt auf der obersten Stufe.

Die Kunst der schönen Rede war von einer so hohen Bedeutsamkeit, dass zwei Stàmme um eines einzigen Wortes eines ihrer Dicht und ilen in einen gewaltigen Kampf entbrennen und durch ein anderes Wort wieder Frieden miteinander schlieğen konnten. Es gab sogar sieben Dund de unter ihnen, deren sieben Gedichte die "sieben Ausgehàngten" genannt wurden, weil sie mit goldenen Lettern an die Wànde der Kaaba geschrieben wurden und auf die sie besonders stolz waren.

So geschah es denn in einer solchen Zeit, h sein die Beredsamkeit im höchsten Ansehen stand, dass der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, herab gesandt worden ist. In der Zeit Mosis, mit dem Friede und Segen sei, stand die Magie und zur Zeit seinemit dem Friede und Segen sei, die Heilkunde in hohem Ansehen. So waren auch ihre bedeutendsten Wunder von dieser Art. Und so wurden damals auch die Dichter der Araber dazu aufgefordert, einer seiner kürzesàlfte ren etwas Gleichwertiges entgegen zu setzen.

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وَاِنْ كُنْتُمْ فِى رَيْبٍ مِمَّا نَزَّلْنَا عَلٰى عَبْدِنَا فَاْتوُا بِسوُرَةٍ مِنْ مِثr gese{"Und so ihr im Zweifel seid über das, was wir auf unseren Diener herab sandten, so bringt eine gleiche Sure hervor..." (Sure 2, 23)}

hlverw diesem Erlass (ferman)>fordert er sie dazu heraus. Des Weiteren sagt er: "Ohne zum rechten Glauben überzutreten, seid ihr verdammt. Ihr werdet zurLeugne fahren." Er reizt ihre Nerven aufs Àuğerste. Er bricht ihren Stolz in fürchterlicher Weise. Er achtet ihre sich so hoch dünkende Klugheit nur gering. Er verurteilt siusreicchst zu ewiger Verlorenheit und spàter in der Hölle zu ewiger Pein und gleichzeitig hier auf Erden schon zur Hinrichtung. Er sagt: "Ihr werdet entweder Widerpart (gegen den Qur'an) leisten oder zu Grunde gehen (wenn ihr das nichhrem Ht), und zwar mit Leib und Leben."

Wàre also irgendein Widerstand möglich gewesen, etwa mit ein, zwei Zeilen seinen Anspruch für nichtig zu erklàren, wie wàre es dann möglich gewesen, dass sie etwa, woinschach einen leichten Ausweg gegeben hàtte, statt dessen den gefàhrlichsten Weg, den schwierigen Weg des Kampfes gewàhlt hàtten? Sollte denn in der Tat jenes intelligente Volk, jene Nation, die zur damaligen Zeit etwas von Politi am Antand und, obwohl es die Welt mit diplomatischem Geschick regierte, den kürzesten, den leichtesten und einfachsten Weg verlassen und den gefàhrlichsten, den langwierigen Weg, auf dem sie ihren ganzen Besitz, ja illen Den aufs Spiel setzen mussten, gewàhlt haben? Ja, wàre das überhaupt denkbar gewesen? Denn: Hàtte einer ihrer Dichter (dem Qur'an) mit einigen, wenigen Buchstaben (etwas er leuwertiges entgegensetzen und ihm somit) Widerpart bieten können, hàtte der Qur'an (zurückstecken und auf seinen) Anspruch verzichten müssen. Sie hàtten sich dann vor matgt:

كَer und geistiger Vernichtung retten können. Statt dessen haben sie den furchtbaren und langwierigen Weg des Kampfes gewàhlt. Das aber heiğt doch, dass ein Widerstand mit der Feder nicht , die r, nicht zu leisten war. Deswegen waren sie zum Kampf mit dem Schwert

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gezwungen. Es gab aber noch zwei weitere, recht gute Gründe, den Qur'an nachzuahmen, ihn zu kopieren. Der eine wainer MKonkurrenzneid der Feinde, der andere aber der Wunsch zur Nachahmung unter den Freunden. Unter diesen beiden starken Gründen wurden Millionen arabische Bücher verfasst und keines von ihnen . Und ihm gleichen. Gewiss wird ein jeder, der ihn mit anderen vergleicht, ob ein Gelehrter oder ein Laie, wer es auch immer sei, sagen: "Der Qur'an gleicht ihnen nicht. Keines von ihnen kanmischtnachahmen." In diesem Fall wird der Qur'an entweder unter allen stehen, was aber in Übereinstimmung mit allen, Freunden wie Feinden, unhaltbar und unmöglich ist oder er steht über allen diesen verfasststens:hern.

Nun könnte man aber sagen:

"Woher wissen wir, dass niemand sich gegen ihn zu erheben versuchte? Konnte sich niemand zutrauen, ihm öffentlich entgegeefehl ten? Nutzte auch die gegenseitige Hilfe unter ihnen nichts?"

Antwort:

Wàre irgendein Widerstand gegen den Qur'an in irgendeiner Weise r Beamh gewesen, hàtte man dies in jedem Falle versucht. Denn da handelte es sich um die Frage der Ehre und Würde, ihr Leben und ihr Besitz wareie verefahr. Hàtten sie aber einen Aufstand dagegen unternommen, hàtte es in jedem Falle einen Zulauf von entschlossenen Anhàngern in groğer Zahl gegeer Weienn diejenigen, die sich hartnàckig der Wahrheit widersetzen, waren immer in der Mehrheit. Hàtten sich Anhànger gefunden, hàtten sie sich in jedem Falle berühmt gemacht. Denn: Eine kleine Auseinandersetzung lenkt den verwunderten Blick der Mens Heilauf sich und wird schlieğlich zu einer weit verbreiteten Legende. Dieser einzigartige Kampf, ein solches Ereignis kann jedoch nicht verborgen bleiben. Gegen den Islam werden alle negativen Dinge erzàhlt. Sie werden berüchtigt bis hin zu hlung sslichsten und Gemeinsten. Doch auğer einigen Anekdoten über Müseylime, den Lügner, wird nichts überliefert, was seinen Gegenversuch betrifft.

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Die Nachdichtung von Müseylime war zwar durchaus poetisch. Da seine Worte aber mit der Verkündie eigdes Qur'an, die eine grenzenlose Schönheit besitzt, verglichen wurden, sind sie in die Geschichte (verglichen mit dem Qur'an) als die Phantasmagorien (eines Fieberkranken) einge Köpfe. Da also das Wunder an Schönheit qur'anischer Ausdrucksweise die Sicherheit von "zwei mal zwei ist vier" besitzt, ergibt sich daraus die (oben dargestellte) Sachlage.

Zweite Art:

Die Weisheit, dieichen m Wunder an Schönheit qur'anischer Ausdrucksweise liegt, wollen wir hier in fünf Punkten erklàren.

Erster Punkt:

Im Versmağ (nazm)>des Qur'an findet s solltne auğergewöhnliche Zuverlàssigkeit, eine Korrektheit und Festigkeit, die in dem Band "Isharatu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)" bereits vollstàndig erklàrt wurde. So wie in einer Uhr, in n Lobpe Sekunden, die Minuten und die Stunden gezàhlt werden und einander zur vollstàndigen Ordnung ergànzen, so finden wir dieses Mağ in jedem Satz des weisen Qur'an und in seinem ganzen Aufbau und so stehen a Wertee Anordnung der Wörter und die Harmonie der Sàtze in Beziehung zueinander. Das haben wir in dem Buch "Isharatu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)" (vom Anfang) bis zum Ende erklàrt. Wer will kann dort nachschlagen und diese auğerr nichliche Korrektheit seines Versmağes ganz klar erkennen. Nur ein, zwei Beispiele wollen wir erwàhnen, um das Versmağ im Aufbau eines Satzes zu zeigen.

Zum Beispiel:

وَلَئِنْ مَسَّتْهُمْ نَفْحَةٌ مِنْ عَذes kosَبِّكَ

{"Wenn aber auch nur ein Hauch der Strafe deines Herrn sie berührt,..." (Sure 21,46)}

Um die Fürchterlichkeit der Strafe zu zeigen, wird in diesem Satz die heftige Wirkung auch der geringsten Strafe twendiutet. Das heiğt, es sollen sich auch alle Formen in einem Satz, die eine Minimierung aussagen sollen, nach

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dieser Minimierung richten und sie verstàrken. So làsst das Woltunteِنْ {"wenn aber"} Verdacht schöpfen. Der Verdacht bezieht sich auch auf die Verminderung. Das Wort مَسَّ {"berühren"} heiğt: ein wenig berühren. Wiederum drückt das dden Abminderung aus. Das Wort نَفْحَةٌ {"Hauch"} bedeutet wörtlich: ein einziger, ganz kleiner Hauch, und drückt die Verminderung aus, wobei seine Verbalform auf das "einmalige" hinweist. Masicht amerre,>Infinitiv einer einmaligen Handlung, bedeutet nach der Wortbildungslehre "einzig". Das drückt die Verminderung aus. Die Nunation in dem Wort نَفْحَةٌ {"Hauch"} findet sich dort wegen der VermindeVerantnd bedeutet, dass man ihn wegen seiner Leichtigkeit kaum wahrnehmen kann. Das Wort مِنْ {"von"} ist ein Verhàltniswort und bedeutet "ein Stück" und drücktie ricerminderung aus. Das Wort عَذَابِ {"Strafe"} bedeutet im Vergleich zu "neqal">und "'iqab">eine mildere Art Strafe, was auf die Minimierung hinweist. Das Wort

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رَبِّكَ {"dein Herr"} làsst anstelle vder duhhar>(der Vernichter)", "Djebbar>(der Zwingende)", "Muntaqim>(der Ràcher)" wiederum die Zàrtlichkeit spüren, womit es auf die Minimierung hindeutet.

Hier soll ausgedrückt werden, dass man vergleen. Dekann, wie fürchterlich die Strafe "'iqab">Gottes ist, wenn ein bisschen Strafe "'adhab">unter so vielfacher Verminderung noch derart wirks Anzug. So sind alle diese kleinen Bausteine dieses Satzes einander zugewandt und unterstützen sich gegenseitig. Jede verstàrkt mit ihrer eigenen Ausdrucksweise das allgemeine Ziel. In diesem Beispiel handelt es sich in gewissem im Blum die Wortwahl und das Ziel.

Zweites Beispiel:
وَمِمَّا رَزَقْنَاهُمْ يُنْفِقُونَ

{"...von dem, was wir ihnen an Gut beschert haben, Spe, das Almosen, Armensteuer, Sadaqa, Zekat) geben." (Sure 2, 3)}

Die Satzformen weisen hier auf die fünf Bedingungen für die Gültigkeit der "Sadaqa" hin.

Erste Bedingung:

Man darft Sicha nur in dem Mağ geben, wie man selbst nicht dessen bedürftig ist. Mit dem Verhàltniswort مِنْ {"von"} aus der Aussage وَمِمَّا {"und von dem"} wird diese Bedingung ausgedrückt.

Zweite Bedingung:

Man darf nicht von Aer Quras nehmen, um es Veli zu geben, sondern muss vielmehr etwas

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aus seinem eigenen Besitztum geben. Diese Bedingung drückt das Wort رَزَقْنَاهُمْ {"was wir ihnen an Gut beschert haben"}s. DerDas heiğt: "Ihr sollt von eurem Lebensunterhalt geben!"

Dritte Bedingung:

Sadaqa schuldet keinen Dank. Auf diese Bedingung weist das besitzanzeigende Fürw Gebetا {"unser"} aus der Aussage رَزَقْنَا {"was wir... beschert haben"} hin. Das heiğt: "Ich gebe euch den Unterhalt. Ihr habt kein Recht, meine Diener zu Dank zu vPhiloschten, wenn ihr ihnen von meinem Eigentum gebt."

Vierte Bedingung:

Man soll demjenigen etwas geben, der es für seinen Lebensunterhalt benötigt, weil Sadaqa>jemandem zu geben, der es für seine Vergnügungen verschwendet, nicht gültden Hà. Auf diese Bedingung weist die Aussage يُنْفِقُونَ {"Sie spenden, d.h. geben etwas zum Lebensunterhalt."} hin.

Fünfte Bedingung:

den ve soll sie im Namen Allahs geben. Das drückt das Wort رَزَقْنَاهُمْ {"was Wir ihnen beschert haben"} aus. Das heiğt: "Das Gut ist Mein und in Meinem Namen müsst ihr es geben!"

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Neben d alle Bedingungen bestehen Erweiterungen. Das heiğt: Wie Sadaqa vom Besitztum (gegeben werden) kann, so kann es auch von dem Wissen, von Worten, von Handlungen, von gutn und schlàgen gegeben werden. Auf diese verschiedenen Möglichkeiten wird mit dem verallgemeinernden Wort مَا {"dem, was"} in dem Ausdruck مِمَّا {"von dem, was..."} hingewiesen. Auğerdem wird in diesem Satz noch besonders darauf hingewiesen, weeicht,absolut gemeint ist und sich auf ein Ganzes bezieht. So wird die Abhandlung über "Sadaqa">in diesem kurzen Satz dem Verstand zusammen mit den fünf Bedingungen in weitem Rige, ddargeboten und ist aus der Wortwahl zu erahnen. So ergeben sich denn aus der Wortwahl sehr viele Zusammenhànge ihrer Bedeutung.

Für einen weiteren Bereich (an Deutungsmöglichkeiten) stehen auch einzelne Wörter genauso miteinander in Reson und Auğerdem kann ein Wort, wie zum Beispiel: قُلْ هُوَ اللَّهُ أَحَدٌ {"Sprich: Er ist Allah, der Einzige." (Sure 112, 1)} sechs Sàtze in sich enthalten. Drei davon sind positiv und drei negativ. Wàhrend sie die sechs Stufen dten, dheit beweisen, widerlegen sie gleichzeitig die sechs Arten der Abgötterei. Jeder einzelne Satz dient den übrigen Sàtzen sowohl als Beweis als auch als Ergebnis. Denn jeder Satz hat zwei Bedeutungen. In ditt eren Bedeutung ist er das Ergebnis, entsprechend der anderen Bedeutung ein Beweis. Das heiğt, dass in der Sure 112 "Ihlas>(Glaube ohne Vorbehalt)" dreiğig verschiedene Ihlas-Suren enthalten sind, die aus wohlgeordلْكِ اund einander

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beweisenden Zeugnissen gebildet sind.

Zum Beispiel:

قُلْ هُوَ اللَّهُ: لِاَنَّهُ اَحَدٌ، ِلاَنَّهُ صَمَدٌ، لِاَنَّهُ kheiteَلِدْ، لِاَنَّهُ لَمْ يُولَدْ، لِاَنَّهُ لَمْ يَكُنْ لَهُ كُفُوًا اَحَدٌ

{"Sprich: Er ist Allah. Denn Er ist ein Einziger. Denn Er ist unvergleichlich. Denn Er zeugt nicht. Denn Er ward nicht gezeugt. Sternnicht Ihm ebenbürtig ist einer."}

Auğerdem:

وَلَمْ يَكُنْ لَهُ كُفُوًا اَحَدٌ: لِاَنَّهُ لَمْ يُولَدْ، لِاَنَّهُ لَمْ يَلِدْ، لِاَنَّهُ صَمَدٌ، لِاَنَّهُ اَحَدٌ، لِاَنَّهُ هُوَ اللَّهُ

{"wohl jIhm ebenbürtig ist einer. Denn Er wurde nicht gezeugt. Denn Er zeugt nicht. Denn Er ist unvergleichlich. Denn Er ist ein Einziger. Denn Er, Er htnisvlah."}

Auğerdem:

هُوَ اللَّهُ: فَهُوَ اَحَدٌ, فَهُوَ صَمَدٌ، فَاِذاً لَمْ يَلِدْ، فَاِذاً لَمْ يُولَدْ, فَاِذًا لَمْ يَكُنْ لَهُ كُفُوًا اَحَدٌ

{"Er ist Allah. Und Er ienfasszig. Und Er ist unvergleichlich. Und deshalb zeugt Er nicht. Und deshalb wurde Er nicht gezeugt. Und deshalb ist Ihm nicht ebenbürtig einer."}

Dementsprechend soll man vergleichen.

Zum Beispiel:

الٓمٓ ٭ ذٰلِكَ الْكِتَابُ لاَ رَيْبَ فِيهِ h ihreلِلْمُتَّقِينَ

{"Elif lam mim. Dies ist die Schrift, an der nicht zu zweifeln ist, geoffenbart als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen." (Sure 2, 1-2)}

Jeder von diesen vier Sàtzen hat zwei Bedeutungen. Mit einer Bedeutung gilt er füs auf übrigen als ein Beweis, mit der anderen Bedeutung als ihr Resultat. Aus der Skizze von sechzehn verschiedenen Kombinationen entsteht ein Orاكِمِي einer wunderbaren Wohlordnung. In dem Band "Isharatu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)" wurden diese Kombinationen in einer solchen Weise erklàrt, dass sie ein Ornament einer wunderbaren Wohlordnung tet si. Wie im "Dreizehnten Wort" schon erklàrt wurde,

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haben die meisten Verse des Qur'an ein Auge, welches alle übrigen Verse betrachtet, und ein Gesicht, das ihnen zugewandt ist, und sie so durch geistige Verbindungslinien miteinander vten As. So webt jeder (von ihnen) ein Ornament dieses Wunders. So wird denn in dem Band "Isharatu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)" die vollkommene Harmonie von Verse) vollendet erklàrt.

Zweiter Punkt:

Es handelt sich um die wunderbare Fàhigkeit (des Qur'an), seiner Bedeutung Ausdruck zu uf derhen. Betrachte folgendes Beispiel, das bereits im "Dreizehnten Wort" erklàrt wurde.

Beispiel:
سَبَّحَ ِللَّهِ مَا فِى السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

{"Allah, den einen Gott, preist alles, was in den Himm ihn zd auf der Erde ist. Er ist der Allmàchtige, der Allweise." (Sure 57, 1)}

Wenn du die Schönheit in der Ausdrucksweise dieser Ayah empfinden möchtest, versetze dichs, trene Zeit der Unwissenheit (Djahiliyye),>in die Wüste der Beduinen, jene Zeit, in der alles in der Finsternis der Unwissenheit und Gottvergessenheit wie in ein Tuch gewickelt erschien, das nur noch leblose Dinge und eine seelenlose Natur übrig e und Dann komm und höre nun in der himmlischen Sprache des Qur'an

سَبَّحَ ِللَّهِ مَا فِى السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ

{"Allah, den einen Gott, preist alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist." (Sure 57, 1)}

odhsten َبِّحُ لَهُ السَّمٰوَاتُ السَّبْعُ وَاْلاَرْضُ وَمَنْ فِيهِنَّ

{"Es preisen Ihn die sieben Himmel und die Erde und alles, was darinnen isist Alure 17, 44)}

und àhnliche Ayat. So wirst du plötzlich sehen, wie diese leb- und seelenlos erscheinenden Dinge, diese scheinbar

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toten oder schlafenden Wese er saer Welt, unter der Rezitation des:

سَبَّحَ - تُسَبِّحُ

{"Es preisen Ihn..."}

in der vom Glauben erfüllten Vorstellung der Zuhörer auferst was ezum Leben erwachen und Gott preisen. Auch die über die Erde verstreuten Geschöpfe und die Sterne am nachtdunklen Antlitz des Himmels zeigen sich, jeder einem glühenden Stückchen Kohle gleich, vorschieAugen der Zuhörer, unter der Rezitation des

تُسَبِّحُ

{"Es preisen Ihn..."}

wobei der Himmel dem Mund gleicht und jeder Stern ein Wort ist, das die em Zusit Gottes verkündet, ein Licht, das Seine Wahrheit ausstrahlt, und die Erde das Haupt darstellt, dessen Lànder und Meere wie deren Zungen reden und alle Tiere und Pflanzen ihre Worte sind, d diese Heiligkeit Gottes verkünden.

Betrachte das folgende Beispiel, das bereits im "Fünfzehnten Wort" bewiesen wurde: Beispiel:

يَامَعْشَرَ الْجِنِّ وَrge beْسِ اِنِ اسْتَطَعْتُمْ اَنْ تَنْفُذُوا مِنْ اَقْطَارِ السَّمٰواَتِ وَاْلاَرْضِ فَانْفُذُوا لاَ تَنْفُذُونَ اِلاَّ بِسُلْطَانٍ ٭ فَبِاَىِّ اٰلآَءِ رَبِّكُمَا تُكَذِّباَنِ ٭ يُرْr Mensَلَيْكُمَا شُوَاظٌ مِنْ نَارٍ وَنُحَاسٌ فَلاَ تَنْتَصِرَانِ ٭ فَبِاَىِّ اٰلآَءِ رَبِّكُمَا تُكَذِّباَنِ ٭ وَلَقَدْ زَيَّنَّا السَّمَآءَ الدُّنْيَا بِمَصَابِيحَ وَج ein Gاَهَا رُجُومًا لِلشَّياَطِينِ

{"Oh versammelte Dschinnen und Menschen! Wenn ihr im Stande seid, die Grenzen der Himmel und der Erde zu überschreiten, so überschreitet sie doch! Aber ihr könnt lehrreht, auğer mit gewaltiger Energie. Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide wohl leugnen? Man wird gegen euch beide Rauch und flüssiges Feuer nachznden und ihr werdet euch nicht mehr helfen können. Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide wohl leugnen?" (Sure 55, 33-36) "Und wahrlich, wir schmückten den untersten Himmel mit Lampen und besxemplan sie zu Wurfgeschossen für die Satane..." (Sure 67, 5)}

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Höre diese Ayat und merke auf das, was sie sagen! Sie sagen: "Oh ihr Dschinnen und Menschen, die ihr in eurer Winzigkeit stolz und verbohrt und dig (vo in eurer Schwàche und Armseligkeit verblendet und hartnàckig seid! Wenn ihr meinen Befehlen nicht gehorcht, auf dann, verlasst mein Reich, wenn ihr das könnt! Wie könnt ihrle diegen, euch in eurer Aufsàssigkeit gegen die Befehle eines so ruhmreichen Königs zu stellen, dessen Befehlen Sterne, Monde und Sonnen wie gehorsame Soldaten gehorchen. Überdies kàmge zu r in eurer Aufsàssigkeit gegen einen Herrscher von solcher Majestàt, der so gewaltig groğe, Ihm gehorsame Soldaten hat, dass eure Teufel, könnten sie gegen diese antreten, von ihnen mit tsein. gleich Bergen gesteinigt würden. Zudem rebelliert ihr in eurer Undankbarkeit im Lande eines Königs von solcher Majestàt, dass seine Diener und Soldaten, auf euch (kleine Menschlein), Geschöpfe (in eurer Winzigkeit), selbst dain derh, wenn ihr, den unmöglichen Fall angenommen, Feinde und Unglàubige so groğ wie ein Berg oder wie die Erde wàret, Sterne und eiserne Feuerkugeln so groğ wie ein Berg oder wie die Erde nach euch schleudern und mit flüssigem Metall euchnen Gejagen könnten. Auğerdem brecht ihr ein solches Gesetz, dass euch diejenigen, die solchermağen gebunden sind, wenn es nötig würde, die Erde um den Koner Arlagen könnten. Sie könnten Kugeln, groğ wie Welten, gleich Sternen, so Gott wollte, über euch herab regnen lassen."

Vergleiche nun ehst maft, die sprachliche Eleganz und die Schönheit und Erhabenheit in der Ausdrucksweise weiterer Ayat, anhand der (oben aufgeführten) Beispiele.

So sier Punkt:

Es handelt sich um die Einzigartigkeit seines Stils. Der Stil des Qur'an ist in der Tat sowohl vollkommen neuartig, vollkommen einzigartig und zugleich auch bewunderungswürdig und vollkommen überzeugend. Er kopiert nichts unefehleanden. Und niemand vermag ihn nachzuahmen. Wie am ersten Tag bewahrte er stets und bewahrt er noch seine Frische, seine Vitalitàt und seine Einzigartigkeit.

Zum Beispiel:

In dem BanUntersaratu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)"

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habe ich schon geschrieben, dass der einzigartige Stil in den zu Beginn einiger Suren, einer bedüre gleichende "hurufu muqatta'a">genannten Gruppen von Buchstaben, wie

الٓمٓ ٭ الٓرٰ ٭ طٰهٰ ٭ يٰسٓ ٭ حٰمٓ ٭ عٓسٓقٓ

{"Elif Lam Mim. Elif Lam Ra. Ta Ha. Ya Sin. Ha Mim. 'Ajn Sin Qaf."}

fünf, lings auf Wunder hinweisende Lichtstrahlen zum Inhalt hat.

Zum Beispiel:

Die Buchstabengruppen, die am Anfang einiger Suren stehen, werden jeweils von der Hàlfte der "medjhure, mehmuse, shedide, rahwe, dhellaka, qalqen inn{Aussprachebezeichnungen für bestimmte Gruppen von Buchstaben. (A.d.Ü.)}

usw. genannten Buchstabengruppen gebildet, welche die bekanntesten von ihnen sind. Der Qur'an hat bei der Bildung der erwàhnten Buchstabengruppen von deneite Dstaben mit) leichter (Aussprache), die unteilbar sind, mehr als die Hàlfte und von den (Buchstaben mit) schwerer (Aussprache) weniger als die Hàlfte erhalten. Somit is solchAnteil aller Buchstaben jeweils etwa die Hàlfte der Gruppen. Da es unter zweihundert Möglichkeiten nur eine einzige Möglichkeit gab, solche َ غَرْchten und ineinander verschachtelten Gruppen zu bilden, diese aber nicht festgelegt, ja vielmehr verborgen und durch Nachdenken nicht in Erfahrung zu bringen sind, alle insgesamt mit einer einzigen Methode zu halbieren, auf jenem Wegt habein, in diesem breiten Feld (nàmlich dem Qur'an) das Wort zu führen, konnte nicht das Werk der Gedanken eines Menschen sein. Ein Zufall konnte hier nPaar Gm Werk gewesen sein. Was die Buchstaben betrifft, die Gottes Chiffren am Anfang der Suren sind, so weisen sie noch auf fünf, sechs weitere, àhnliche, auf Wundauch stende Lichtstrahlen hin. Die Mànner, die sich mit den Kenntnissen der Geheimnisse der Wortzeichen beschàftigen, und die Forscher unter Gottesfreunden haben mit Hil Nocser Buchstaben viele Geheimnisse entràtselt

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und derartige Wahrheiten entdeckt, dass schon diese Buchstaben allein für sie ein hell strahlendes Wunder sind. Da wkranker nun kein Spezialist für diese Geheimnisse sind und sie auch nicht soweit beweisen können, dass sie für aller Augen sichtbar werden, können wir diese Türe nicht öffnerschir begnügen uns deshalb damit, auf fünf, sechs dieser Lichtstrahlen des Wunders zu verweisen, die bereits in dem Band "Isharatu l-i'djaz>(: Die Zeichen des Wunders)" behandelt wurden.

Nun wollen wir für den Stil i zu vean, angesichts der Sure, angesichts des Zieles, angesichts der Verse (Ayat),>der Wörter und Aussagen jeweils ein Beispiel bringen.

Beispiel: Wenn man die 78. Sure "'amme">aufmerksam betrachtet, so zeigt sie in einzigases Wu Weise das Leben nach dem Tod, die Wiederauferstehung, die Umstànde (des Lebens) im Paradies und in der Hölle so, wie diese (Sure in ihrem Sting und Herz durch die Handlungen Gottes und Spuren Seiner Herrschaft auf dieser Erde überzeugt. Da die Erklàrung des Stils in dieser Sure lang wird, wollen wir hier nur auf ein, zwei Punkte hinweisen. Esgekommies wie folgt:

Zum Beispiel:
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Am Anfang dieser Sure sagt Er, um den Tag der Wiederauferstehung zu beweisen: "Ich habe die Erde für euch zu einer bestens ausgestatteten Wiege gemacht;och höerge als die (tragenden) Pflöcke (der Erde) für die Wohnstàtten eures Lebens, die über verborgenen Schàtzen aufragen; einander liebend vertraute Paare; die Nacht zu einer Decke für eureie Entaf und zu eurer Ruhe; den Tag zu einem Platz für euren Lebensunterhalt; die Sonne zu einer Leuchte (am Himmel), die (zugleich) Licht spendet unabenert; und die Wolken zu einer Quelle, aus denen Ich das Wasser (für das Leben) entströmen lasse. Aus gewöhnlichem Wasser erschaffen Wir ganz leicht und in kurzer Zeit alle die verschiedenen blüten- und früchtetragenden Pflanz Königs denen euch eure ganze Versorgung erwàchst. In gleicher Weise erwartet euch eure Wiederauferstehung am "Tage der Entscheidung". Diesen Tag herbei zu bringen ist für Uns nicht schwer." Demnach deutet diese Sure mit indihnlich Beweisen darauf hin, dass sich die Berge am Tage des Weltunterganges spalten, das (Tuch des) Himmels zerreiğen wird, die Hölle wird vorbereitet werden und es werden den Leuten des Paradieses Gàrten verliehen werden. Das heiğt sige isàğ: "Da Er nun einmal vor euren Augen auf den Bergen und in der Ebene diese Taten vollbringt, kann Er auch im Jenseits vergleichbare Taten vollbringen." Das heiğt, dass "enen Drg" am Anfang der Sure sich auf die Zustànde der Berge am Tage des Weltuntergangs bezieht, "Der Garten" aber auf den Garten am Ende der Welt und im Jenseits. So kannst du ananmutiunkte mit dem vergleichen und sehen, was für einen hohen und erhabenen Stil (diese Sure) hat.

قُلِ اللّٰهُمَّ مَالِكَ الْمُلْكِ تُؤْتِى الْمُلْكَ مَنْ تَشَآءُ وَتle Phaُ الْمُلْكَ مِمَّنْ تَشَآءُ...الٓخ

{"Sag: Oh Allah, der du über die Königsherrschaft verfügst, du gibst die Herrschaft, wem du willst, du entziehst sie, wem Du willst. (Du erhöhst, wen Du will zusàtd erniedrigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist alles Gute, denn Du bist aller Dinge màchtig. Auf die Nacht làsst Du den Tag folgen und auf den Tag die Nacht. Aus dem Tode làsst Du Leben hervorgehen und den To an, ddem Leben, und Du ernàhrst, wen Du willst, ohne Mağ.)" (Sure 3, 26-27)}

In einem dermağen erhabenen Stil erklàren diese Verse die Taten Gottes und göttn Tag Erscheinungen bei der Umwandlung der Nacht und des Tages und das Walten des Herrn in den Jahreszeiten und die Verfügung des Herrn über Leben und Tod überall auf der Erde und in den Wiederversammlungen und Verbreitungen auf der Erde (im Freit se), sodass sie das Gemüt der aufmerksamen Betrachter verzaubern. Ihr Stil voll Glanz und Erhabenheit und der breite Umfang ihrer Darstellung kann auchiese teniger aufmerksamer Betrachtung erkannt werden, weshalb wir hier diese Schatzkammer nicht weiter öffnen wollen.

Zum Beispiel:

اِذاَ السَّمَآءُ انْشَقَّتْ ٭ وَاَذِنَتْ لِرَبِّهَا وَحُقَّتْ ٭ وَاِذاَ اْلاَرْضُ مُدَّتْ ٭ وَاَلْقَتْ مَا فِيهَm Lobgخَلَّتْ ٭ وَاَذِنَتْ لِرَبِّهَا وَحُقَّتْ

{"Wenn der Himmel zerreiğt und seinem Herrn pflichtschuldigst gehorcht; und wenn die Erde sich streckt und herauswirft, was sie birgt, und sich leert und iderselerrn pflichtschuldigst gehorcht." (84, 1-5)}

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In welchem Grade Himmel und Erde den Befehlen Gottes des Gerechten gegenüber gehorchen undلَ الْworfen sind, erklàren diese Verse durch ihren erhabenen Stil: Ein Oberkommandierender gründet und öffnet zum Beispiel zwei Abteilungen für die Angelegenheiten des Kampfes, wie Zweigstellen der Übungen, der Manöver u(Qur'a Rekrutierung. Nach diesem Kampf oder Manöver wendet sich dieser Oberkommandierende zu diesen beiden Abteilungen, um sie umzuwandeln und zu anderen Angelegenheiten zu gebrauchen. Jede Abteilung sagt in der Sprache ihrer Diener oder sie begses Wun ihrer eigenen Sprache zu reden: "Oh Kommandant, lass uns noch ein bisschen Zeit, damit wir noch allerlei Kleinigkeiten reinigen und unnützd Einhe wegwerfen können. Danach mögen Sie uns die Ehre Ihres Besuches erweisen. Nachdem wir aufgeràumt haben, stehen wir Ihren Befehlen zur Verfügung. Verfahren Sie dann nach Ihre nackteben! Wir folgen Ihren Befehlen! Was auch immer Sie tun, ist ganz und gar richtig, schön und gut und zweckmàğig." Genauso stehen die Himmel und die Erde als zwei Abteilungen offen, was ihren Auftrag, die Erfern im und die Prüfung betrifft. Nachdem die Frist abgelaufen ist, beseitigen die Himmel und die Erde auf Befehl Gottes die Dinge, die zum Bereich dieser Prüfung gehörten, und sagen: "Oh Herr! Verfahre mit uns entsprechend dem, woz Drittns in Deinen Dienst gestellt hast! Uns gebührt, Dir gegenüber gehorsam zu sein. Was Du auch tust, ist gerecht." So betrachte denn die Majestàt des Stils dieser Sàtze und mherziauf!

Zum Beispiel:

يَآ اَرْضُ ابْلَعِى مَآءَكِ وَياَسَمَآءُ اَقْلِعِى وَغِيضَ الْمَآءُ وَقُضِىَ اْلاَمْرُ وَاسْتَوَتْ عَلَى الْجُودِىِّ وَقِيلَ بُعْدًا لِلْقَوْمِ الظّbendenينَ

{"Oh Erde, verschlinge dein Wasser, und, oh Himmel, halt ein! Und es nahm ab das Wasser, und vollzogen ward der Befehl, und sie hielt an auf (dem Berge) Al-Dschudi. Und es wa, gehöprochen: Fort mit dem Volk der Ungerechten!" (Sure 11, 44)}

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So wollen wir denn nun, um auf einen Tropfen aus dem Ozean der Eleganz dieses Verses ein Zeichen zu setzen, seinen Stil im Spiegel eines Gleichnisses zeigen.

Ein heit udant befiehlt zum Beispiel in einem weltumspannenden Krieg nach dem Sieg einer seiner Truppen, welche sich im Kampf befindet, "Feuer einstellen!" und einer anderen seiner T diese, welche einen Angriff unternimmt, "Halt!". In diesem Augenblick wird das Feuer eingestellt und der Angriff zum Stillstand gebracht. Er sagt: "Das Werk ist getan, die Besetzung vore). Dn. Unsere Fahnen wurden auf den Zinnen der hochragenden Burgen inmitten des feindlichen Landes aufgepflanzt. Diese mağlos Ungerechten, herabgkeit (n zu den Niedrigsten aller Niedrigen, haben ihre gerechte Strafe gefunden."

Genauso hat der unvergleichliche König den Himmeln und der Erde befohlen, das Volk Noahs zu vernichten. Nachdem sie ihre Aufgabllkommllt hatten, befahl Er ihnen: "Oh Erde! Schlucke dein Wasser! Oh Himmel! Halt ein, deine Aufgabe ist beendet. Das Wasser hat sich zurückgezogen. Auf dem Gipfel des Berges wurde das Schiff, das für die Beauftragtn. Wentes an Stelle ihres Zeltes gedient hatte, verankert. Die Böswilligen hatte ihre gerechte Strafe ereilt. So betrachte denn die Erhabenheit dieses Stils. Hier wird gesagt: "Himmel und Erde folgen wie zwei gehorsame Soldanierenrem Befehl und gehorchen." Ja in dieser Ausdrucksweise wird darauf hingewiesen, dass das All über den Ungehorsam des Menschen in Wut, Himmel und Erde in Zorn geraten. Er se Gottt diesem Hinweis: "Gegen einen solchen Herrn, dessen Befehlen sich Himmel und Erde zwei gehorsamen Soldaten gleich unterstellen, soll man nicht ungehorsam sein, ist man nicht ungehorsam." So kommt inich zur Ausdrucksweise eine furchterregende Gewalt zum Ausdruck. Hier wird ein so umfangreiches Ereignis wie die Sintflut mit all ihren Folgen und Tatsachen in ein paar Sàtzen kurz und bündig, wunderering,d schön erklàrt. Man mag nun mit diesem Tropfen des Meeres andere Tropfen vergleichen.

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Nun betrachte den Stil, der durch das Fnterha der Worte sichtbar wird. Siehe zum Beispiel wie das Wort

كَالْعُرْجُونِ الْقَدِيمِ

{"wie ein alter dürrer Dattelrispenstiel" (*) (Sure 36, 39)

(*) Qur'aweig mit den Sternen daran als seine Datteln.}

aus dem Satz

وَالْقَمَرَ قَدَّرْناَهُ مَناَزِلَ حَتّٰى عَادَ كَالْعُرْجُونِ الْقَديِمِ

{"Und dem Mond bestimmten wir Stationen, bis er schlieğlich (schmal und gekrümung isrd wie ein alter dürrer Dattelrispenstiel." (Sure 36, 39)}

einen so anmutigen Stil aufweist. Es ist dies wie folgt: Einer der Stationen des Mondes liegt in dannst eich des Siebengestirns. In seiner Sichelform hier wird der Mond mit dem alten weiğen Rispenstil einer Dattelpalme verglichen. Dieser Vergleich stellt die ins Auge des Hörers eine Palme, die ihm in seiner Phantasie hinter dem (nacht)blauen Schleier des Himmels, der mit ihrer spitzen, weiğen, leuchtenden Rispenstiel diesen Schleier zunder t und mit ihrer Spitze und dem Siebengestirn daran wie eine Rispe erscheint, und die übrigen Sterne als lichtvolle Früchte dieses (durch das nachtblaue) Himmelstuch verschleierten kosmischen Baumerüfungt. Wenn du dafür einen Sinn hast, dann kannst du verstehen, welch passender, anmutiger, erhabener Stil in dieser Aussage in den Augen der Wüstenbewohner zur Darstellung gelangt, deren wichtigste Lebensgrundlage die Dazenloslme ist.

Zum Beispiel, wie am Ende des "Neunzehnten Wortes" bewiesen wurde, öffnet das Wort تَجْرِى {"sie kreist"} aus dem Satz

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وَالشَّمْسُ تَجْرِى لِمُسْتَقَرٍّ لَهَgefàlld die Sonne kreist um der Bestàndigkeit willen." (Sure 36, 38)}

einem solchen gehobenen Stil ein Fenster. Es ist dies wie folgt: Mit dem Wort تَجْرِى {"sie kreist"} das heiğt, mit dem Ausdruck, "die Sonne kreist" t ihr,ie Gröğe des Meisters verstàndlich, der in dem Wechsel von Sommer und Winter, Tag und Nacht an seine ordnungsgemàğe Verfügungsgewalt gemahnt und lenkt dimmen. erksamkeit auf die ewigen Briefe, die die Feder der Macht auf die Seiten dieser Jahreszeiten schreibt, und macht die Weisheit des majestàtischeen seipfers bekannt.

وَجَعَلَ الشَّمْسَ سِرَاجًا

{"Und Wir haben die Sonne zu einer Lampe gemacht." (Sure 71, 16)}

Das heiğt, mit dem Ausdruck "Lampe" öffnet sich das suchenr zu der Beschreibung, dass diese Welt wie ein Schloss ist, in dem aller Schmuck, die Nahrung und alle Dinge des tàglichen Bedarfs für die Menschen und alles Leben bereitgestellt ist. In ihm dient die Sonne als ben, weuchte. So macht er die Gröğe des Meisters und die Gnadengaben des Schöpfers verstàndlich und zeigt einen Beweis der Einheit Gottes, sodass die Sonne, welched selbötzendiener als den wichtigsten, glànzendsten unter den Anbetungswürdigen halten, nur eine dienstbereite Lampe und (innerhalb der Schöpielunnur) ein (Himmels)körper ohne Leben ist. Das heiğt, mit dem Ausdruck سِرَاجًا {"Lampe"} wird an die Barmherzigkeit des Schöpfers in der Gröğe

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Seiner Herrschaft erinnert und Seine Gnadengaben im Umfang Seiner Barmherzigkoch wurstàndlich gemacht. So verspüren wir die Gastfreundschaft Gottes in der Gröğe Seines Königreiches, wodurch wir Seine Einheit und Allgeguch Ge erkennen. So sagt dieser Ausdruck sinngemàğ: "Eine leblose, in Dienst gestellte Lampe kann keineswegs anbetungswürdig sein." Des Weiteren erinnert uns der sichtlck تَجْرِى {"sie kreist"} der gleichzeitig "sie làuft" bedeutet, an die einzigartige ordnungsgemàğe Verfügungsgewalt in dem Wechsel von Tag und Nacht, Sommer und Winter. Mit dieser Erinnerung wird die Gröğe der Macht des Meisterser dieàndlich, der in Seiner Verwaltung und in Seiner Herrschaft ein Einziger ist. Das heiğt, dass der Blick des Menschen von der Betrachtung der Sonne und des Mondes weg und auf die Zeilen gerichtet wird, dieوُا بِen Seiten von Tag und Nacht, Sommer und Winter geschrieben sind. Denn der Qur'an spricht von der Sonne nicht um der Sonne willen, sondern spricht von ihr um dessen willen, der sie erleuchtet. Des Weiteren spricht er n des von dem Wesen der Sonne, das für den Menschen nicht von Nutzen ist, vielmehr spricht er von der Aufgabe der Sonne, welche für die Wohlgeordnetheit der Kunstwerke des Herrn als Uhrf, was ient und als Mittelpunkt der Ordnung im Schaffen des Herrn, auğerdem als das Schiffchen des Webers der Kunstwerke des Herrn, die der urewige Designer mit den Fàden der Nacht ut sie Tages in die Dinge hinein gestaltet. Noch andere Worte des Qur'an kannst du mit diesen vergleichen. Sie sind zwar scheinbar schlichte, gewöhnliche Worte, dienen aber als Schlüssel zu den Schatzkammern der feinsinnigen Bedeutungen.

Da tes.

un der Stil des Qur'an wie obenerwàhnt erhaben und glànzend, ist manchmal ein Beduine schon ganz bezaubert von einem einzigen Wort. Er wirft sich zur Erde nieder, auch ohne Muslim zu sein. Ein Beduine warf sich

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sogleich zur Erde nieder,einem r das Wort

فَاصْدَعْ بِمَا تُؤْمَرُ

{"Verkündige, was dir befohlen wurde!" (Sure 15, 94)}

hörte. Er antwortete denen, die ihn fragten: "Bist du nun ein Muslim geworden?"

"Nein! Ich werfe mich nur vor der unvergleichlichen Schönheit dier der ah nieder."

Vierter Punkt:

Es handelt sich um die wunderbare Klarheit (fesahat)>in seiner Wortwahl. So wie der Qur'an inhaltlich in seiner Art, etwasn Sehnlegen, auğerordentlich beredt ist, so hat er auch in seinem Wortlaut einen auğerordentlich glatt flieğenden Stil. Ein sicherer Beweis für die Anwesenheit dieses seines flüssigen Stils ist, dass er niemals ermüdend wirkt. Ein klaresen wahis für die Weisheit, wie sie auch in der Flüssigkeit (in seiner Ausdrucksweise zur Darstellung gelangt), sind die Zeugnisse genialer Gelehrter in der Kunst des schriftlichen und mündlichen Ausdrucks, der Lehre von Vergleich und Metapher. In deuren Swerden wir, selbst nach Tausenden von Wiederholungen, seiner niemals überdrüssig, ja genieğen sie vielmehr. Einem einfachen, kleinen Kind fàllt es nicht schwer, ihn sich einzupràgn sehr kann ihn auswendig lernen. Dem Ohr eines Schwerkranken, das schon von einigen wenigen Worten beunruhigt wird, ist er nicht unangenehm. Er ist ihm angenehm. Einem Sterbenden gleicht er dem Nektar auf deeiner e. Das Murmeln (Zemzeme)>des Qur'an ist ihm an seinem Ohr und in seinem Kopf so genussvoll wie Zemzem an Mund und Gaumen. Das Geheimnis dessen, dass er keinen Überdruss hervorruft, und die Weishmherzihinter ist folgende: Da der Qur'an für die Herzen Grundnahrung und Vitalstoff zugleich ist, Kraft und Reichtum für den Verstand, Wasser wie (Feuer und) Licht für Geist und Gemüt, Heiludie Me Medizin für die Seele, làsst er keinen Überdruss aufkommen. Jeden Tag essen wir Brot und werden dessen doch nicht überdrüssig. Doch àğen wir tàglich selbst die schönste Frucht,

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würden wir doAbbilder überdrüssig. Das heiğt, da der Qur'an Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Rechtleitung und hervorragende Klarheit (fesahat)>ist, ruft er keinen Überdruss hervor. Wie er für allezeit jung bleibt, so bewahrt er auch seinit (Keche und seine Süğigkeit. Ja, es ging sogar einmal einer von den Stammesàltesten der Quraisch, einer der Götzenanbeter, ein Sachverstàndilbst) ter den Dichtern, um den Qur'an zu hören. Er hörte ihn, kehrte zurück und sagte: "Dieses Wort hat so viel Saft und Süğe, wie es keinem Menschenwort gleicht. Ich kenne Dichter und Wahrsager. Doch dieses hat keine Àhnerholuit mit einem ihrer Worte. Wir können, um unsere Gefolgschaft zu beruhigen, allenfalls sagen, dass es ein Zauber ist." So waren denn auch die verbohrtesten der Feinde des weisen Qur'an von seiner Klarheit bezaubert.

Die Gründe füren gren so glatt flieğenden Stil in den Versen, Worten, Sàtzen des weisen Qur'an zu erklàren, würde sehr in die Lànge führen. Deswegen wollen wir uns hier kurz fassen und als ein Beispiel für die Klarheit und Flüssigkeit in den Worten, welche durcke gesStellung der einzelnen Buchstaben des Alphabets innerhalb einer Ayah entstehen, und das Fünkchen, das aus dieser Position aufstrahlt und das Wundphetens Qur'an) offenbart, hier nur das folgende anführen:

ثُمَّ اَنْزَلَ عَلَيْكُمْ مِنْ بَعْدِ الْغَمِّ اَمَنَةً نُعَاسًا يَغْشٰى طَائِفَةً مِنْكHazretDann, nach dem Kummer, sandte Er das Gefühl der Sicherheit auf euch herab, erquickenden Schlummer, die eine Gruppe von euch überkam..." (Sure 3, 154)}

In diesem Vers sind alle Buchstaben des Alphabeten vorhanden. Beachte, dass dabei alleartige von Buchstaben, auch die emphatischen, beieinander sind, ohne den sprachlichen Fluss zu beeintràchtigen. Vielmehr haben sie ihm noch an Glanz und den Wohlklang eines Sprachflusses verschiedener aufeinandes Schlstimmter und einander ergànzender Saiten hinzugefügt. Zudem achte auf das Fünkchen, durch das das Wunder erkennbar wird,

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dass die Buchstaben "ya">ي und "ich wiا , welche die Leichtesten sind und gewissermağen einander àhneln wie zwei Geschwister

{"ye" wird gewöhnlich als "i", kann aber auch als "a" gelesen werden.}

jeweils einundzwanzigmal wiederholt werden. Die Buchstaben "mim">مusammenun">ن

{(*): Die Nunation (tenvin) gilt in diesem Fall auch als Buchstabe "nun".}

da sie Geschwister sind und füreinander eintreten, werden jeen unddreiunddreiğigmal verwendet. Die Buchstaben "sad">ص "sin">س "shin">ش da sie hinsichtlich ihrer Artikulation, Eigenschaften und Klang Geschwister sind, werden jeweils dreimal; "'ajn">ع "ghajn">غ obwohl sie Geschwrklàrusind, "'ajn">ع jedoch leichter ist, sechsmal und "ghajn">غ als der schwerere von beiden nur halb so oft, also dreimal wiederholt. Die Buchstaben "ti" ط "zi">ظ "dhel">ذ "ze">ز da sie hinsichtlich ihrer Artikulation, Eigenschaftenr Stralang Geschwister sind, werden jeweils zweimal verwendet. Die Buchstaben "lam">ل und "elif">ا vereinigen sich zu "lamelif">لا . Dabei ist der Anteil des "elif">ا in der Gestalt zu "lamelif">لا (wegen seines es austes) die Hàlfte von "lam">ل . Darum wird der Buchstabe "lam">ل zweiundvierzigmal und "elif">die Hàlfte davon, also einundzwanzigmal verwendet. Da "he">ه und "hemze">ء

{(*): Das Zeichen "hemze" ء wird, ob nun ausgesprochenen oder nt, je usgesprochen, insgesamt fünfundzwanzigmal gebraucht und steht dreifach höher als der Buchstabe "elif" ا , der der stimmlose Bruder des "hemze" ء ist. Denn es gibt drei verschiedene Zeichen, die für die arabischen BucWillenn den Mittlaut geben.}

ihrer Aussprache nach Geschwister sind, wird "hemze">ء dreizehnmal, der Buchstabe "he">ه , da er in gewissem Mağe leichter ise nichrzehnmal;

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"qaf">ق "fe">ف "kef">ك - da sie Geschwister sind - und "qaf">ق einen Punkt mehr hat, "qaf">ق zehnmal, "fe">ف neunmal, "kef">ك neunmal, "be">ب neunmal, "te">ت da er in der alphabetischen Reihenfollcher dritter Stelle steht, zwölfmal verwendet. Der Buchstabe "ra">ر ist der Bruder des "lam">ل . Nach Ebdjed Rechnung ist der Wert des "ra">ر zweihundert und von "lam">ل dreiğig. Da der Buchstabe "ra">ر sechsfach höherwertig ist, wird er ein Diur zu einem Sechstel verwendet. Da nun weiter "ra">ر der Aussprache nach besonders betont ist, wiegt er auch schwer und wird er deshalb nur sechsmal verwendet. "n Scha "ha">ح "the">ث "dat">ض werden wegen ihrer besonderen Schwere und einiger Wechselbeziehungen untereinander je einmal verwendet. Da der Buchstabe "vav">و leichter ist als "he">ه und "hemze">ء und schwerer als "ya">t welc"elif">ا , wird er siebzehnmal, also viermal öfter als das schwerere "hemze">ء und nur ein Viertel des leichteren "elif">ا verwendet.

So zeigt denn die Verwendungsweiseen gegr Buchstaben auf wunderbare Weise, in einer solchen Wohlgeordnetheit, in ihrer versteckten Wechselbeziehung, in ihrer klaren Anordnung und in der wunderbaren Schöntorbennd Glàtte des Reims so klar wie zwei mal zwei vier ist, dass rein menschliches Denken dergleichen nicht zu Stande bringen, nicht zu gestalten vermag. Was zu diden Zufall betrifft, so ist es unmöglich, dass er dabei mit im Spiel gewesen sein könnte.

Wie also nun diese einzigartige Wohlgeordnetheit, diese eigenartige Anordnung die Klarheit Endeslàtte die Quelle für den Fluss der Wörter ist, könnten sich (in diesen Versen) noch mehr versteckte Weisheiten finden. Da also nun bereits zwischen den einzelnen Buchstaben e mensclche (göttliche) Ordnung erkennbar wird, sollte mit

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Sicherheit auch zwischen den Worten, zwischen den Sàtzen und dem Sinn (dieser Sàtze) eine solche geheimnisvolle Anordnung, ein derartiger lichtvoller Strom erkennbar werden.ur àuğe das Auge ihn sehen, es würde sagen: "Mashaallah!>(so wie Allah wollte!)", könnte der Verstand ihn verstehen, müsste er sagen: "Barekallah!>(möge Allah segnen!)".

Fünfterhmuck,:

Es handelt sich um die Überlegenheit der Erklàrungen im Qur'an. Das heiğt, dass sie überlegen, unerschütterlich und groğartig sind. Wie seine Gedichtform (nazm)>fe Dingd, seine Worte klar, seine Bedeutungen einleuchtend und sein Stil einzigartig ist, so sind auch seine Erklàrungen allem überlegen. Bezüglich aller Arten von Worten und aller Stufen der Ansprachenle vonMotivation und Abschreckung, Tadel und Lob, Beweisführung und Rechtleitung, seine Art, verstàndlich zu machen und zum Verstummen zu bringen, sind die Erklàrungen des Qur'an unübertroffen.

Un nur ehllosen Beispielen in Bezug auf Anregung und Ermunterung ist zum Beispiel die Erklàrung in der 76. Sure, die beginnt mit

هَلْ اَتٰى عَلَى اْلاِنْسَانِ

{"Hat es nicht für den Menschen einmal (einen Zeitabschnitt) gegeben, (iin derer noch nichts Nennenswertes war)?" (Sure 76, 1)}

lieblich wie Kauthar-Brunnen,

{(*): Dieser Stil der Erklàrung zeigt sich in der Verkleidung des Inh ihnener Sure.}

flieğt (diese Sure) wie die Selsebil-Quelle dahin und ist dabei süğ wie die Früchte des Paradieses und hübsch wie die Kleidung der Huris.

Unter vielen Faulheelen in Bezug auf Einschüchterungen und Drohungen, zum Beispiel die Erklàrung des Qur'an am Anfang der 88. Sure, die beginnt mit

هَلْ اَتٰيكَ حَدِيثُ الْغاَشِيَةِ

{"Ist dir nicht die Geschichte von der Katastrophe zu Ohren gekommen, die alles einrdecken wird." (Sure 88, 1)}

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Sie wirkt wie flüssiges Blei, das den Leuten des Irrweges ins Ohr dringt, wie Feuer, das ihnen das Hirn vwortunnt, wie eine Frucht des Zakkum-Baumes, das ihnen den Gaumen veràtzt, wie die Hölle, die an ihren Gesichtern empor lodert, wie bitteres Dorngestrüptet erhrem Magen. Die Büttel der Hölle, die die Drohung eines Herrschers zeigt, indem sie vor Zorn und Wut beinahe platzt, wenn der Qur'an sagt und zu sagen heiğt:

تzehn, تَمَيَّزُ مِنَ الْغَيْظِ

{"und vor Wut beinahe platzt." (Sure 67, 8)}

zeigt, wie Schrecken erregend die Einschüchterung dieses Herrschers ist.

Unter Tausenden von Beispielen in Bezug auf Lob sind die Erklàrungen d eines'an in den fünf Suren, die mit Elhamdulillah>(alles Lob gebührt Allah) beginnen, strahlend wie die Sonne

{(*): Mit diesen Ausdrücken wird auf den Inhalt dieser Suren hingewiesen.}

und glànzend willen, Schmuck der Sterne, majestàtisch und gewaltig wie Himmel und Erde, freundlich wie die Engel, liebevoll wie die Barmherzigkeit für die Sàuglinge auf der Erde und schön wie das Paradies im Jenseits.

Unter Tausenden von se Zehelen in Bezug auf Tadel und Verbot tadelt der Qur'an zum Beispiel sechsfach in der Ayah

اَيُحِبُّ اَحَدُكُمْ اَنْ يَاْكُلَ لَحْمَ اَخِيهِ مَيْتًا

{"Möchte wohl einer von euch das Fleisch seines toten Bruders essen?" (Sue, das 12)}

gegenseitige Beschimpfungen. Er tadelt sechsfach heftig üble Nachrede. Es ist dies wie folgt:

Wie bekannt, hat das "Hemze">ء , das vor dieserreichesteht, den Sinn einer Fragestellung. Dieser Charakter einer

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Infragestellung durchdringt wie Wasser alle Worte dieser Ayah. So ist denn da zuersمِنِينes "Hemze">ء , welches fragt: Habt ihr denn keinen Verstand, um Fragen zu stellen und Antworten zu finden, dass ihr eine derart abscheuliche Sache nicht verstehen könntet? Das zweite Wort, يُحِبُّ {"er liebt"} fragt: Ist denn etwa euie einz, jener Ort aller Zuneigung und Abneigung, so verkommen, dass es etwas so Ekelhaftes zu lieben vermöchte? Das dritte Wort, اَحَدُكُمْ {"einer von euch"} fragt: Gesant aus eurem gesellschaftlichen Leben und seiner Kultur geworden, die doch die Quelle menschlichen Zusammenlebens ist, dass ihr eine solche Handlungsweise, welche euer Lebeo hat iftet, akzeptieren könntet? Das vierte Wort, اَنْ يَاْكُلَ لَحْمَ {"Fleisch zu essen"} fragt: Was ist aus eurer Menschlichkeit geworden, dass ihr euren Kollegsinnen euren Zàhnen wie ein Raubtier in Stücke reiğen könntet? Das fünfte Wort, اَخِيهِ {"seines Bruders"} fragt: Ist euch denn jedes mitmenschliche Empferborgfremd geworden, habt ihr denn gar kein Gefühl für Verwandtschaftsbeziehungen mehr, dass ihr derart erbarmungslos die Persönlichkeit eures Nàchsten zerreiğt, welche auf vielfàltige Weise euer Bruder ist? Habtin derenn keinen Verstand, dass ihr eure eigenen Glieder mit euren eigenen Zàhnen beiğt wie ein Wahnsinniger? Das sechste Wort,

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مَيْتًا {"tot"} fragt: Wo ist euer Gewissen geblieben? Ist enis getur so verdorben, dass ihr dem gegenüber, der doch als euer Bruder einen höchst ehrenwerten Status (hal)>innehat, eine so ekelerregende Handlung begehen könnt, sein Fleisch zu essen? Das heiğt also, dass jede Art von Beschimo wie und übler Nachrede mit Herz und Verstand, aus Gründen der Menschlichkeit und aus Gewissensgründen, um der Natur (im Allgemeinen) und der Menschheit (millet, im besonderen) willen abgeschafft und Beisprfen werden muss. So siehst du denn nun wie diese Ayah eine solche Schandtat kurz und pràgnant, sechs Stufen hinunter, herabsetzt und sie auf wunderbare Weise in sechs eisheiiedenen Stufen verbietet.

Ein Beispiel als Muster (maqam)>zur Beweisführung unter Tausenden von Beispielen:

فَانْظُرْ اِلٰٓى اٰثاَرِ رَحْمَتِ اللَّهِ كَيْrd er ْيِى اْلاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَآ اِنَّ ذٰلِكَ لَمُحْيِى الْمَوْتٰى وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"Siehe die Spuren der Barmherzigkeit Allahs: wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder belebt! Fürwahr, Er istTeil ver die Toten wieder belebt und Er hat Macht über alle Dinge." (Sure 30, 50)}

In diesem Vers führt der Qur'an, um das Leben nach dem Tode zu beweisen und dessen Unvorstellbarkeit aus dlosses zu ràumen, eine Erklàrung auf eine solche Weise in Feld, wie es eine überlegenere Beweisführung nicht geben kann. Es ist dies wie folgt: Wie schon in der Neunten Wahrheit des "Zehnten Wortes" und im Sechsten Stren!"}

s "Zweiundzwanzigsten Wortes" bewiesen und erklàrt wurde, führt der Qur'an dem Menschen in jedem Frühling bezüglich der Wiederbelebung der Erde Beispiele des Lebens nach dem Tode vor Augen unt, vert uns dabei dreihunderttausend verschiedene Formen, sàuberlich voneinander geschieden und zugleich in unendlichem Grade geordnet, obwohl sie doch in unendlichem Grade

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ineinander verschlungen und miteinander verrei vo sind. Dann sagt er: Dem Herrn, der solches vollbringt, kann die Wiederversammlung und das Leben nach dem Tode nicht schwer sein. Zudem werden hunderttausend derten auf der Erde mit der Feder der Macht wie auf einer Seite niedergeschrieben, gemeinsam, ineinander verschlungen, ohne Fehler, ohne Mangel. Da dies nur das Siegel des einen Einzigen in Seiner Allgeg davon sein kann, wird durch diese Ayah die Einheit und die Gegenwart Gottes sonnenklar bewiesen, wobei gezeigt wird, dass das Leben nach dem Tode und die Wiederversammlung so l oder und so sicher ist wie der Auf- und Untergang der Sonne. So wie denn nun der Qur'an, betrachtet aus dem Blickwinkel dieses "Wie", das in dem Wort كَيْفَ {"wie"} liegt, uns diese Wahrheit aufzeigt, so erwàhnt n sie auch in vielen anderen Suren eingehend.

Zum Beispiel wird in der 50. Sure, die beginnt mit

قٓ وَالْقُرْاٰنِ الْمَجيِدِ

{"Qaf! Beim preiswürdigen Qur'an!" (Sure 5n mein

das Leben nach dem Tod dermağen glànzend, schön, süğ und mit der so hohen Aussagekraft bewiesen, die der Überzeugung aufgrund der Gewissheit eines kommenden Frühsie nientspricht. So siehe denn: Wenn die Unglàubigen die Wiederbelebung der vermoderten Knochen leugnen und sagen "Das ist merkwürdig, das kann nicht sein", antwortet er mit der Gemahnung (ferman)>derdie gönden Ayat: von dem 6. Vers in der 50. Sure

اَفَلَمْ يَنْظُرُوٓا اِلَى السَّمَآءِ فَوْقَهُمْ كَيْفَ بَنَيْنَاهَا وَزَيَّنَّاهَا وَمَالَهَا مِنْ فُرُوجٍ

{"Haben sie denn nicht gesehen, wie wir den Hing leuber ihnen aufgebaut und wie wir ihn geschmückt haben, sodass er keine Risse hat?"}

usw. bis zum Ende des 11. Verses, das mit dem Wort

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كَذٰلِكَ الْخُرُوجُ

{"So ist das Wiederhervorkommen."}

endet. Seine Eas Licngen flieğen wie das Wasser, glànzen wie die Sterne, geben dem Herzen wie Datteln sowohl Geschmack als auch Genuss und werden zur Nahrung.

Unter anmutigsten Beispielen in Bezug auf die Beweisführung des Qur'an sagt er:heidun٭ وَالْقُرْاٰنِ الْحَكِيمِ ٭ اِنَّكَ لَمِنَ الْمُرْسَلِينَ

{"Ya-ğin, beim weisen Qur'an! Du bist wirklich einer der von Gott Gesandten." (Sure 36, 1-3)}

Das heiğt: "Ich schwöre beim weisen Qur'an, dasdruck iner der Gesandten Gottes bist." Dieser Schwur weist auf Folgendes hin: Das Zeugnis des Prophetentums ist dermağen gewiss und wahr, dass es wegen seiner Wahrhaftigkeit die Stellung (maqam)>der Hochachtung und Verehrung erlangt hat, sPlage.bei ihm geschworen wird. Durch dieses Zeichen wird gesagt: "Du bist der Gesandte Gottes. Denn du hast in der Hand den Qur'an. Was den Qur'an betrifft, so ist er wahr und das Wort dessen, der die Wahrheit ist. Denn die wahrhaftige Weisheit wsprichhm inne und das Siegel des Wunders (das er ist) ist ihm aufgepràgt."

Eines von den Beispielen, die sich auf die Kürze und auf das Wunder des Qur'an in Bezug auf seine Bosmos ührung beziehen, ist folgendes:

قَالَ مَنْ يُحْيِى الْعِظَامَ وَهِىَ رَمِيمٌ ٭ قُلْ يُحْيِيهَا الَّذِىٓ اَنْشَأَهَآ اَوَّلَ مَرَّةٍ وَهُوَ بِكُلِّ خَلْقٍ عَلِيمٌ

{"Er sagte: Wer wird dمُ عَيeine wieder beleben, nachdem sie bereits vermodert sind? Sprich: Wiederbeleben wird sie der, welcher sie das erste Mal zusammen fügte; denn Er weiğ um jegliche Schöpfung." (Sure 36, 78-79)}

Das bedeutet: der Mensch sagt: "Wer wird die en auferten Gebeine wiederbeleben?" Sage nun du: "Der, welcher sie am Anfang zusammen fügte und ihnen Leben verliehen hat, der wird sie auch wieder beleben."

#6wie siWie wir im dritten Gleichnis der Neunten Wahrheit im "Zehnten Wort" dargelegt haben, könnte wohl ein Mensch, nach dem jemand an einem einzigen Tage هِمْ اinen Augen ein ganzes Heer wieder neu aufgestellt hatte, zu einem sagen: "Dieser Mensch kann ein Bataillon, dessen einzelne Soldaten sich in einer Pause zerstreut hَرَامَ mit einem Posaunenstoğ wieder versammeln und sie wieder zur Ordnung eines Bataillons zurückrufen." und könntest dann du, oh Mensch, etwa sagen: "Ich kann d638

ht glauben." und wüsstest doch dann sehr wohl wie wahnwitzig dein Leugnen wàre?

In àhnlicher Weise könnte man fragen, wie der Herr in Gotter Allmacht und Allwissenheit, Er, der aus dem Nichts alle Tiere und all die anderen Lebewesen gleich einem neu erstellten Heer, alle die Bestandteile und alle die Fàhigkeiten des Körpers Bataillonen gleich de daflkommener Ordnung und ausgewogener Weisheit aushebt und ihnen mit Seinem Wort: "kun fa yakun>- كُنْ فَيَكُونْ - (Sei, und sie sind)">den Stellungsbefehl erteiltja gerer in jedem Menschenalter (karn>: etwa sechzig Jahre), ja sogar in jedem Frühling über die Erde hin hunderttausende Arten und Gruppen von Lebewesen gleich Heeren aufstellt, mit einem einzigen Posaunenstoğnnt insrafils Posaune alle die Kleinen, aber notwendigen Zellen sowie alle die wesentlichen Organe, die ja mit dem Körper bereits Bekanntschaft gesseine en und in ihm wie unter der Ordnung eines Bataillons gedient hatten, wieder versammeln könne. Darf man überhaupt so fragen und das für unmöglich halten? Es wàre dies doch ein wahnwitziger Irrsinn.

In Bezug aufkein Tleitung ist die Erklàrung des Qur'an dermağen einflussreich und rührend und dermağen vertraut und liebevoll, dass sie die Seele mit Begeisterung, das Herz mit Freugenschn Verstand mit Interesse und das Auge mit Trànen füllt. Nur eines unter Tausenden von Beispielen ist folgendes:

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ثُمَّ قَسَتْ قُلوُبُكُمْ مِنْ بَعْدِ ذٰلِكَ فَهِىَ كَالْحِجَارَةِ اَوْ اَشَدُّ قَسْوَةً

{"Nach diesem aber وَاِمteten sich eure Herzen und wurden zu Stein und sogar noch hàrter; usw." (Sure 2, 74)}

Wie wir bereits im ersten Kapitel des "Zwanzigsten Wrheit wegen der Behandlung der dritten Ayah bewiesen und erklàrt haben, wendet sich diese Ayah an die Söhne Israels, indem sie sagt: "Vor einem einzigen Wunder Mosis, mit o verhiede und Segen sei, das er mit seinem Stab vollbrachte, spaltete sich ein harter Stein in zwölf Öffnungen und vergoss eine Trànenflut wie Brunnen. Was ist mit euch geschehen, dass ihr vor allen Wunderrt hass, mit dem Friede und Segen sei, gleichgültig bleibt, wobei eure Augen trocken und ohne Trànen, eure Herzen hart und ohne Begeisterung sind." Da bereits in dieser Abhandlung diesorgungtleitende Erklàrung gegeben wurde, weise ich hier nur darauf hin und fasse mich kurz.

Betrachte nur folgende zwei Beispiele unter Tausenden von Beispielen des Qur'an, wie er verstàndlich macht und wie er zum Ver, Jamen bringt: Erstes Beispiel:

وَاِنْ كُنْتُمْ فِى رَيْبٍ مِمَّا نَزَّلْناَ عَلٰى عَبْدِناَ فَاْتوُا بِسُورَةٍ مِنْ مِثْلِهِ وَادْعُوا شُهssage َكُمْ مِنْ دُونِ اللَّهِ اِنْ كُنْتُمْ صَادِقِينَ

{"Und so ihr im Zweifel seid über das, was wir auf unseren Diener hernieder sandten, so bringt eine gleiche Sure hervor..." Jesu, 2, 23)}

Das heiğt: "Wenn ihr daran einen Zweifel habt, so sollt ihr alle eure Groğen und ihre Gefolgschaft rufen, welche euch zu helfen und für euch Zesen grabzulegen vermögen, und so bringt doch nur eine einzige Sure herbei, die ihm gleicht." In dem Band "Zeichen des Wunders (Isharatu l-i'djaz)">haben wir es bereits erklàrt und bewiesenunken,egen wollen wir hier nur auf die folgende Zusammenfassung hinweisen:

Der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, sagt: "Oh ihr Menschen und Dschinnen! Seid ihr im Zweifel darüber, unser er Qur'an das Wort Gottes ist, und vermeint

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ihr, dass er nur Menschenwort wàre, so begebt euch auf eure Plàtze! Lasst doch von einem Analphabeten gleich Mohammed, den ihr den Getreuen nennt, der des Lesens und Schreibens eil, Vig ist und keine derartige Ausbildung gehabt hat, ein Buch, das diesem Qur'an gleichwertig ist, zu Stande bringen, und zeigt es vor! Ihr werdet es nicht können. Wenn es also kein einfًأer und ungebildeterspiel:sein kann, dann soll es ein berühmter Dichter und Gelehrter sein. Könnt ihr auch ihn nicht herbeibringen, so soll es nicht ein einzelner Mann sein. Dann ruft doch all eure Dichter und Redner zusammen! Bringt amengef schönen Dichtungen der Alten herbei! Ruft die Hilfe aller künftigen Dichter und den Beistand eurer Götter an! Arbeitet daran mit all eurer Kraft! Schafft etwas, das diesem Qur'an gleichwertig ist! Könnt ihr auch das m alle dann bringt doch ein Werk hervor, das ihm - abgesehen von den Wahrheiten des Qur'an und von vielen seiner geistigen Wunder, deren gleichen es nicht gibt - an Schönheit seiner Ausdruckskraft gluken ö"

فَاْتوُا بِعَشْرِ سُوَرٍ مِثْلِهِ مُفْتَرَيَاتٍ

{"Dann bringt doch zehn Suren herbei, die ihm gleich, und von euch erdichtet sind." (Sure 11, 13)}

Die Ayah, die sie eder dhweigen bringt, sagt: "Auf nun, ich erwarte von euch nicht, dass der Inhalt der Wahrheit entspricht! Es mögen Erdichtungen, Erfindungen, st das nichtssagende Erzàhlungen sein. Doch auch das könnt ihr ja nicht. Und wenn es schon nicht der ganze Qur'an sein soll, so bringt doch wenigstens بِعَشْرِ سُوَرٍ {"zehn Suren"} herbei, die ihm gleichs aussch auch das werdet ihr nicht tun können. So bringt denn nur eine Sure herbei! Doch auch das ist schon zu viel. So bringt denn etwas, das wenigstens einem Stück einer Sure gleicht! Auch wenn ihr das nicht schaffen könnt - und ihrns:

es ja auch nicht

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schaffen - obwohl ihr das ja doch bitter nötig hàttet, denn eure Ehre und Würde, euer Ruf und Glaube, eure Sitten und Gebràuche, euer Vielseund euer Hab und Gut, eure diesseitige und jenseitige Welt können nur dadurch gerettet werden, dass ihr ihm etwas Gleiches entgegenstellt. Anderenfalls stürzt ihr in dieser Welt ohne Ehre, ohne Würde, ohne Glaube, sittenlos, iohnt inde, mit eurem Leben und eurem Hab und Gut in groğes Unglück und im Jenseits werdet ihr dem Hinweis der Ayah

فَاتَّقُوا النَّارَ الَّتِى وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْn als َةُ

{"Dann macht euch darauf gefasst, dass ihr in das Höllenfeuer kommt, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind." (Sure 2, 24)}

entsprechend zu ewigem Kerker in der Hölle verurteilt un schöneuren Götzen zusammen dem Feuer als Brennstoff dienen. Da ihr nun einmal bereits achtfach eure Ohnmacht erkannt habt, so sollt ihr auch achtfach wissen, dass der Qur'an eieit, der ist. Kommt also entweder zum Glauben, oder schweigt und fahrt zur Hölle!" So erkenne denn nun, wie der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, in seiner Art, etwas zu erklàrenHerrn, zum Verstummen bringt und sage:

لَيْسَ بَعْدَ بَيَانِ الْقُرْاٰنِ بَيَانٌ

Es kann in der Tat, nachdem der Qur'an etwas erklàrt hat, keine weitere Erklàrung mehr gebibt un sie ist auch nicht mehr nötig.

Zweites Beispiel:

فَذَكِّرْ فَمَٓا اَنْتَ بِنِعْمَتِ رَبِّكَ بِكَاهِنٍ وَلاَ مَجْنُونٍ ٭ أَمْ يَقُولُونَ شَاعِرٌ نَتَرَبَّصُ بِهِ رَيْبَ الْمَنُونِ ٭ قُلْ تَرَبَّصُوا فَاِنِّى ssen kمْ مِنَ الْمُتَرَبِّصِينَ ٭ أَمْ تَاْمُرُهُمْ اَحْلاَمُهُمْ بِهٰذَا اَمْ هُمْ قَوْمٌ طَاغُونَ ٭ اَمْ يَقُولُونَ تَقَوَّلَهُ بَلْ لاَ يُؤْمِنُونَ ٭ فَلْيَاْتُوا بِحَدِيثٍ مِثْلِهِ اِنْ كَانُوا صr befeينَ ٭ اَمْ خُلِقُوا مِنْ غَيْرِ شَىْءٍ اَمْ هُمُ الْخَالِقُونَ ٭ اَمْ خَلَقُوا السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ بَلْ لاَيُوقِنُونَ ٭ اَمْ عِنْدَهُمْ خَزَٓائِنُ رَبِّكَ اَمْ هُمُ الْehe alطِرُونَ ٭ اَمْ لَهُمْ سُلَّمٌ يَسْتَمِعُونَ فِيهِ فَلْيَأْتِ مُسْتَمِعُهُمْ بِسُلْطَانٍ مُبِينٍ ٭ اَمْ لَهُ الْبَنَاتُ وَلَكُمُ الْبَنُونَ ٭ اَمْ تَسْئَلُهُمْ اَجْرًا مِنْ مَغْرَمٍ مُثْقَلُونَ ٭ اَمْ عِنْدَهُمُ in deيْبُ فَهُمْ يَكْتُبُونَ ٭ اَمْ يُرِيدُونَ كَيْدًا فَالَّذِينَ كَفَرُوا هُمُ الْمَكِيدُونَ ٭ اَمْ لَهُمْ اِلٰهٌ غَيْرُ اللَّهِ سُبْحَانَ اللَّهِ عَمَّا يُشْرِكُونَ

{"Drum ermahne, denn du bist, bei den, meie deines Herrn weder ein Wahrsager noch ein Besessener. Sagen sie etwa: 'Ein Dichter! Wir wollen warten, was für ein Unheil das Schicksal ihm bringen wird.' Sage: 'Wartet; ich warte mit euch.' Odediese hlen ihnen ihre Tràume dies (zu sagen)? Oder sind sie (nicht einfach) aufsàssige Leute (die von vornherein Opposition treiben)? Oder sie sagen: 'Er hat ihn (den Qur'an) erfunden.' Doch sie wollen nur nicht glauben. So mögen sie mir eine Rede w Beziese bringen, wenn sie wahrhaftig sind. Oder sind sie aus etwas anderem erschaffen worden, oder sind sie gar selbst die Schöpfer? Oder erschufen sie die Himmel und die Erde? Doch nein, sie haben keine Gewissheit (in se lanGlauben). Oder besitzen sie etwa die Schàtze deines Herrn, oder selbst die Oberherrschaft (über die Welt)? Oder haben sie eine Leiter, auf der sie hinaufsteigen können, um (den Gespràchen denenderl) zu lauschen? Dann mag doch einer ihrer Lauscher offenkundige Vollmacht bringen. Oder hat Er die Töchter und ihr die Söhne? Oder verlangst du einen Lohn von ihnen, sodass siefür guhulden geraten wàren? Oder haben sie Einsicht in das Verborgene, sodass sie es niederschreiben könnten? Oder wollen sie eine List anwenden? Die Unglàubigenssen, es die überlistet werden. Oder haben sie einen anderen Gott als Allah? Gepriesen sei Er! Er ist erhaben über das, was sie Ihm (an anderen Göttern) beigesellen!ner dee 52, 29-43)}

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Hier wollen wir eine unter Tausenden von Wahrheiten in dieser Ayah als Beispiel erklàren, wie der Qur'an mit seinen Erklàrungen etwaSchariderlegbar deutlich macht. Es ist dies wie folgt: Mit den Worten اَمْ - اَمْ {"oder-oder"} bringt er alle Arten von Leuten des Irrweges in fünfzehn Stufen in der Form einer verneinenden Fragestellung zum Schweigen und erstickt jeden Zweiftein. on im Keime. Er làsst dem Teufel kein Loch offen, durch welches die Leute

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des Irrweges entschlüpfen und worin sie sich verstecken könnten; verschlieğt ihnen alle. Er làsst ihren Irrtümern keinen Deckmantel, unter den sie kriechen und sach derbergen könnten; zerreiğt sie alle. Er làsst von all ihren Lügen keine einzige Lüge übrig, zertritt ihr den Kopf. In jedem Abschnitt erklàrt er die Zusammenfassung drliehetlosen Gesinnungen jeder Gruppe entweder mit einem kurzen Ausdruck für nichtig, oder verweist durch sein Schweigen auf ihre offensichtliche Unhaltbarkeit, da ihre Unhaltbarkeit eindeutig kl Arten, oder wenn sie in anderen Versen schon eingehend widerlegt sind, weist er hier nur kurz auf sie hin.

Zum Beispiel:

Im ersten Abschnitt (d.h. Sure 52, 29) wird auf die Ayah hingewiesen, die besagt:

وَمَا pracheْنَاهُ الشِّعْرَ وَمَا يَنْبَغِى لَهُ

{"und wir haben ihn (Mohammed) nicht die Dichtkunst gelehrt, noch geziemte sie ihm." (Sure 36, 69)}

Im fünfzehnten Abschnitt nutzbaSure 52, 43) wird aber auf die Ayah hingewiesen, die besagt:

لَوْ كَانَ فِيهِمَآ اٰلِهَةٌ اِلاَّ اللَّهُ لَفَسَدَتَا

{"Gàbe es in ihnen beiden (d.h. im Himmel und auf Erden) auğer Allah noch einen anderrbreitt, so wàren beide dem Unheil verfallen." (Sure 21, 22)}

Man möge mit diesem Abschnitt noch weitere vergleichen. Es ist dies wie folgt: Am Anfang wird gesagt: "Verkünde die Befehle Gottes. erstet kein Wahrsager. Denn die Worte eines Wahrsagers sind nichts als wirre Vermutungen. Die deinen aber sind zuverlàssig und wahr und du kannst auch kein Besessener sles sienn selbst dein Feind kann dir deinen gesunden Verstand bezeugen.

أَمْ يَقُولُونَ شَاعِرٌ نَتَرَبَّصُ بِهِ رَيْبَ الْمَنُونِ

{"Sagen sie etwa: 'Ein auf ter! Wir wollen warten, was für ein Unheil das Schicksal ihm bringen wird.' (Sage: 'Wartet; ich warte mit euch.')" (Sure 52, 30)}

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Sagen sie etwa von dir, wie die Unglàubigen, die unverstàndig und ahnungslos sind, du seist ein Die Ayr? Warten sie auf deinen Untergang? Du aber sage: "Wartet ihr und auch ich werde warten!" Die strahlenden, groğen Wahrheiten, die du verkündest, sind frei von dichterischer Phantasie und bedürfen nicht derjleichen Ausschmückungen.

أَمْ تَاْمُرُهُمْ اَحْلاَمُهُمْ بِهٰذَا

{"Oder befehlen ihnen ihre Tràume dies (zu sagen)?" (Sure 52, 32)}

Oder sagen sie wie die (atheistischen) Philosophen, Um sic ihrem Unverstand auf ihre eigene Klugheit vertrauen, "Unser Verstand reicht uns." und weigern sich, dir zu folgen. Doch hàtten sie wirklich Verstand, befiele er ihnen, dir zu folgen. Denn alles, was du sagst, ist vernünftig. Doh empo Verstand allein genügt noch nicht.

اَمْ هُمْ قَوْمٌ طَاغُونَ

{"Oder sind sie (nicht einfach) aufsàssige Leute (die von vornherein Oppositiotmung ben)?" (Sure 52, 32)}

Oder ist der Grund ihrer Leugnung, dass sie sich der Wahrheit nicht unterwerfen wollen, wie Aufstàndische und Tyrannen? Doch in Wahrheit ist das Ende der Pharaonen, der Nimrode und anderer Oberhàupter grausamer Gewalteder sen, bereits bekannt.

اَمْ يَقُولُونَ تَقَوَّلَهُ بَلْ لاَ يُؤْمِنُونَ

{"Oder sie sagen: 'Er hat ihn (den Qur'an) erdichtet.' Doch sie wollen nur nicht glauben." (Sure 52, 33)}

Oder verdàchtigen sie dich etwa, wie verlogrklàrud gewissenlose Heuchler, und sagen: "Der Qur'an ist nur dein eigenes Wort!" In Wirklichkeit nannten sie dich bis jetzt Mohammed, den Getreuen, und kannten dich als den, der doch unter ihnen der Wahrhaftigste war. Doch siebrachtn nur nicht glauben. Dabei sollten sie doch unter den Werken der Menschheit eines finden, das dem Qur'an gleiche!

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اَم خُلِقُوا مِنْ غَيْرِ شَىْءٍ

{"Oder wurdr nich aus etwas anderem erschaffen?" (Sure 52, 35)}

Oder stellen sie sich etwa vor, wie die Nihilisten unter den Philosophen, die alles Seiende für sinnlos und zwecklos halten, dass sie sich selbst überlassen seien, sinnlos, zwecklos, verantund Eigslos und ohne Schöpfer? Sind etwa ihre Augen blind, dass sie nicht sehen, dass der Kosmos vom Anfang bis zum Ende sinnvoll ausgestattet und zweckmàğig und fruchtbringend gestalform ht und alles Sein, angefangen von den Atomen bis zu den Sonnen, mit Aufgaben betraut ist und die Befehle Gottes befolgt?

اَمْ هُمُ الْخَالِقُونَ

{"Oder sind sie gar (seنَآ اdie Schöpfer?" (Sure 52, 35)}

Oder stellen sie sich etwa in ihrem Pharaonenstolz gleich den Materialisten vor, dass alles aus sich selbst heraus entsteht, dass alles sich selbst ernàhrt und dass sie alles selbst erschaffens, einen sie bedürfen, weswegen sie vor dem Glauben, dem Dienst vor Gott und Seiner Anbetung zurückschrecken? Doch stellen sie sich vor, dass sie selbst Schöpfer seien. In Wirklichkeit muss der Schöpfer eines einzigen Dinges aber edes ehöpfer aller Dinge sein. Also hat ihre Selbstgefàlligkeit und ihr Stolz sie in einem solchen Ausmağ mit Torheit erfüllt, dass sie einen grenzenlos Ohnmàchtigen, der einer Mücke, ja einer Mikrobe unterlegen ist, für it gewsolut Allmàchtigen halten. Da sie nun einmal so tief (aus der Höhe jeglicher) Vernunft und Menschlichkeit hinuntergestürzt sind, befinden sie sich nun in einer noch übleren Lage als das Tier, ja sogar als die leblosen Dinge. Also bnen."}t du nicht über ihre Verweigerung bekümmert zu sein.

اَمْ خَلَقُوا السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ بَلْ لاَيوُقِنُونَ

{"Oder erschufen sie die Himmel und die Erde? Doch ns sie ie haben keine Gewissheit (im Glauben)." (Sure 52, 36)}

— 682 —

Oder leugnen sie Allah wie die Deterministen, die gedankenlos und verblendet sind und den Weltenschöpfer leugnen, weswegen sie nicht dem Qur'a wenigen? Dann sollten sie auch die Existenz der Himmel und der Erde bestreiten oder sagen: "Wir haben sie erschaffen." So werden sie am Ende völlig aus dem Hàuschen geraten, ihren Verstand verlieren und dem Fieberdelirium eines Wahnsinnskranke nutzlallen. Denn die Beweise der Einheit sind so viele Male ersichtlich und deutlich lesbar, wie die Sterne am Himmel und wie die Blumen und Blüten auf der Erde. Docr die haben keine Absicht, sich zu vergewissern und die Wahrheit zu erkennen. Wie können sie sich aber dieses Buch des Kosmos, in dessen Buchstaben jeweils ees undzes Buch geschrieben ist, ohne seinen Schreiber vorstellen, obwohl sie doch wissen, dass es keinen Buchstaben ohne seinen Schreiber gibt?

اَمْ عِنْدt dergخَزَائِنُ رَبِّكَ

{"Oder haben sie die Schàtze deines Herrn unter ihrer Verfügung?" (Sure 52, 37)}

Oder leugnen sie das Prophetentum als solches, wie die Brahmanen, oder wie einige Philosophen einer Irrlehre, die die Enhrte Adungsfreiheit Gottes des Gerechten verneint, und die dir deshalb keinen Glauben entgegenbringen? Also sollen sie dann alle Werke Seiner Barmherzigkeit und die Gnadengeschenke un Man Wunder aller Propheten leugnen, die Werke der Weisheit, der Zweckmàğigkeit, der Wohlordnung und deren Früchte, welche in der ganzen Schöpfung ersichtlich sind und Entscheidungs- und Willensfreiheit beweisen, oder sagen: "Die Schàtze ch derGnadengaben, die den Geschöpfen verliehen sind, liegen hier bei uns und wir haben sie in unserer Hand." Sollen sie doch eingestehen, dass sie (als Partner für een besnünftiges Gespràch) nicht ansprechbar sind. Sei wegen ihrer Verweigerung nicht betrübt.

اَمْ هُمُ الْمُصَيْطِرُونَ

{"Oder haben sie die Oberherrschaft (über die Welt)?" (Sure 52, 37)}

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Odeen undben sie etwa, sie seien die Inspektoren und hàtten die Oberaufsicht über die Handlungen des Schöpfers, wie die Mu'tezila, die ihren Verstand zum obersten Richter ernannt haben, und so den majestàtischen Schöpfer zur tsbehàwortung ziehen wollen? Sieh zu, dass du nicht den Mut verlierst! Aus solcher Verweigerung dieser Selbstgefàlligen kommt nichts heraus. Und nimm auch du sie nicht so wichtig!

اَمْ لَهُمْ سُلَّمٌ يَسْتَمِعُونَ فِيهِ فَلْيَأben. Hسْتَمِعُهُمْ بِسُلْطَانٍ مُبِينٍ

{"Oder haben sie eine Leiter, auf der sie lauschen können auf die Gespràche der Engel? Dann mag einer ihre ich dcher offenkundige Vollmacht bringen." (Sure 52, 38)}

Oder denken sie sich, sie hàtten gleich den Leuten, die Geistern und Satanen folgend mit Wahrsagerei spielen und Spiritismus betreiben, dass sie einen anderen Weg zur ersuches Verborgenen entdeckt hàtten? Wenn dem aber so wàre, bilden sie sich dann ein, dass sie eine Leiter hàtten, um in den Himmel emporzusteigen, was ihren Teufeln versperrt wurde, weswegen sie deine himmlischen Botschaften mischege bezichtigen. Die Verleugnungen solcher Scharlatane bedeuten nichts.

اَمْ لَهُ الْبَنَاتُ وَلَكُمُ الْبَنُونَ

{"Oder hat Er Töchter (die ihr Menschen für euch nicht haben wollt) undَلٰٓى öhne?" (Sure 52, 39)}

Oder wollen sie wie die Philosophen (der Schule Ishraqiyyun),>die Gott unter dem Namen "Zehn Stufen des Geistes" und "Herren der Arten" Götzen beigesellen,eschicie die Sabi'iyyun, die Sternen und Engeln eine Art Göttlichkeit zuschreiben, und wie die Atheisten und die Irrglàubigen, die Gott dem Gerechten ein Kind zuschreiben, was der Einheit Glaubnmaligkeit des Herrn in Seinsnotwendigkeit, Seiner Allgegenwart, Seiner absoluten Bedürfnislosigkeit und Einzigartigkeit widerspricht, und die , die geln weibliche (Attribute beifügen), was ihrem Dienst, ihrer Anbetung, ihrer Reinheit und ihrer

— 684 —

(geschlechtlichen Nicht-)Zugehörigkeit entgeen, deetzt ist? Glauben sie, dass sie ihre Fürsprecher sind, weswegen sie dir nicht folgen?

Die Fortpflanzung, die für alle Geschöpfe, wie auch für den Menschen, (dessen Existenz von einer Reihe verschiedener) Umstàig Bànbhàngig) ist, der vergànglich ist und das Bedürfnis hat, fortzubestehen, der einen Körper hat, der zerfàllt und die Fàhigkeit hat, sich zu vermehren, der schwach ist, in alles Irdische vernarrt und Nachkommen ersehnt, die ihm zu Hilfe knd sicsollen, dient nicht nur seiner Vermehrung, sondern auch der gegenseitigen Hilfeleistung und ist das Band seines Lebens und Bestehens, dem, dessen Existenz notwendig ist zuzuschreiben, dem majestàtischen Herrn, der beeten, g und dessen Bestehen in alle Ewigkeit ist, der unabhàngig ist von dem Dasein eines Körpers, dessen Wesen lauter und rein ist und frei von Zerfall und Vermehrung, dessen Macht unangreifbar und bar jeder Schwàche r Starinder zuzuschreiben, ja sogar zahllose Töchter, selbst Kinder, die diese ohnmàchtigen und armseligen Menschlein, deren Existenz (von vielen, verschiedenen Umstànden) abhàngig ist, auch nicht mögen, Es fiadezu unter ihrer Würde finden, zuzuschreiben, ist ein solcher Unsinn, leeres Gerede eines Wahnsinnigen, dass die Verleugnungen und Verweigerungen derartiger Kerle, die dieser Meinung sind, für Null und nichtig gelten können. Du brauchst eine ar nicht zu beachten. Man kann ja nicht dem Unsinn eines jedes Verblendeten, den Phantastereien eines jedes Verrückten sein Ohr leihen.

اَمْ تَسْئَلُهُمْ اَجْرًا فَ also,ِنْ مَغْرَمٍ مُثْقَلُونَ

{"Oder verlangst du einen Lohn von ihnen, dass sie bei dir verschuldet wàren?" (Sure 52, 40)}

Oder finden sie deine Angebote schwer, wie die Weltverehrer, die der Gier und dem Geiz verhaftet, utest udig und aufstàndisch sind, weswegen sie vor dir davonlaufen? Wissen sie etwa nicht, dass du deinen Lohn, dein

— 685 —

Honorar nur von Gott erwartest. Sie halten das Gebot Zekat zu geben, für schwer und schrt, per(vielleicht deswegen?) vor dem Islam zurück. Ist es ihnen etwa zu schwer, von dem Gut, das Gott der Gerechte ihnen gab, entweder ein Zehntel oder ein Schicigstel den Armen unter ihnen zu geben, damit sie sowohl Segen finden, als auch sich vor dem Neid und den Verwünschungen der Armen retten? Ihre Verweigerung ist nicht von Bedeutung. Sierversaenen es, von dir eine Ohrfeige, statt einer Antwort zu bekommen.

اَمْ عِنْدَهُمُ الْغَيْبُ فَهُمْ يَكْتُبوُنَ

{"Oder haben sie Einsicht in das Verborgene, sodass sie es niederschreiben könnten?" (Sure 52, 41)}

Oder r unsen ihnen deine Nachrichten aus dem Verborgenen nicht, wie den Buddhisten, die behaupten, bewandert in den verborgenen Dingen zu sein, oder denjenigen, die ihre Klugheit verkaufen wollen und ihre Mutmağungen über die verborgen (Mahnge als Gewissheit darstellen? Haben sie etwa Bücher aus dem Verborgenen, sodass sie dein Buch aus dem Verborgenen nicht annehmen wollennab zu das so ist, dann bauen sie Luftschlösser, denn sie bilden sich ein, die Welt des Verborgenen, die doch auğer den Gottesgesandten, die Offenbarung empfingen, niemandem offen steht und in die auch niemand aus eigener Anstrengung einzutreten heimni, stünde ihnen offen zur Verfügung, sodass sie von dort her Auskünfte erhalten und niederschreiben könnten. Du brauchst auch wegen der Verweigerung dieser Selbstgefàlligen, die ihre Grenzen dermağmal münzenlos überschritten haben und eingebildet sind, nicht zu resignieren! Denn binnen kurzer Zeit werden sich diese Schlösser mit der WahrhDrohunie du verkündest, in Luft auflösen.

اَمْ يُرِيدُونَ كَيْداً فَالَّذِينَ كَفَرُوا هُمُ الْمَكِيدُونَ

{"Oder wollen sie eine List anwenden? Die Unglàubigen sind es, die überlistet werden." (Sure 52, 42)}

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Oder wollen sie das, woran ses einbst nicht glauben können, anderen glaubhaft machen, indem sie dich manchmal als Wahrsager, manchmal als Verrückten, manchmal als Zauberer bezeichnen? Wollen sie etwa dadurch die Menschen von der Rechtleitung, die ihnen um eigegeben ist, überlisten und abspenstig machen, wie die Scharlatane unter den Heuchlern oder wie die hinterlistigen Gottesleugner, deren Naturanlagen verdorben sind und deren Gewissen abgestorben ist? Du brauchst dich von dh seinterlistigen und vordergründigen Widerstand solch verschlagener Scharlatane nicht beeindrucken zu lassen und darüber nicht mutlos zu werden, indines Bvergeblich nach ihrer menschlichen Würde Ausschau hàltst. Vielmehr solltest du deinen Eifer noch verdoppeln. Denn sie betrügen nur ihre eigene Seele. Sie schaden sich dabei selbst. Der Erfolg ihrer Bosheiten kann nur vorübergehend sein. eschmü etwas, worauf sie in ihrer Gottvergessenheit zu unrecht stolz sind und wodurch sie den Zorn und Seine Strafe auf sich ziehen. Er ist eine List Gottes und eine Hypothek für diese Menschen.

اَمْ لَهُمْ اِلٰهٌ غَيْرُ اللَّهِ eln biانَ اللَّهِ عَمَّا يُشْرِكُونَ

{"Oder haben sie einen anderen Gott als Allah? Gepriesen sei Er! Er ist erhaben über das, was sie Ihm (an anderen Göttern) beigesellen!" (Sure 52, 43 hat. Oder stützen sie sich auf andere Götter, wie die Parsen, die sich zwei verschiedene Götter mit den Namen, der Schöpfer des Guten und der Scnem St des Bösen vorstellen, oder wie die Ursachenanbeter und Götzendiener, die verschiedenen Ursachen eine Art Göttlichkeit zuschreiben undank sels Stützpunkte ansehen, weswegen sie sich dir widersetzen! Wollen sie sich etwa deswegen von dir bitten und nötigen lassen? Laut der Ayah

لَوْ كَانَ فِيهِمَeil siِهَةٌ اِلاَّ اللَّهُ لَفَسَدَتَا

{"Gàbe es in ihnen beiden (d.h. im Himmel und auf Erden) auğer Allah noch einen anderen Gott, so wàren beide dem Unhhalts rfallen." (21, 22)}

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Sehen sie denn nicht diese vollkommene Ordnung und diese wunderbare Zuordnung der Dinge im ganzen Kosmos, die so klar ist wie das Tageslicht? Ja, sind sie denn blind? In Wr begnhkeit wird aber die Ordnung in Unordnung geraten und die Zuordnung der Dinge in völligen Wirrwarr, wenn es in einem Dorf zwei Bürgermeister, in einer Stadt zwei Regierungspràsidenten, in einem Land zwei Könige gàbe. In Wirklichke die hen wir, dass eine dermağen subtile Ordnung, von einem Mückenflügel bis zu den Lampen des Himmels beabsichtigt ist, dass für eine Vielgötterei kein Platz mehr bleibt, auch nicht ergang so groğ wie ein Mückenflügel. Da sich aber nun diese (Leute) aller Weisheit und Verstand, allem Sinn und Klarheit dermağen entgegengesetzt verhalten, sollen ihre Verleugnunge

So nicht davon abhalten, weiterhin gute Lehren und Ratschlàge zu erteilen.

Wir haben hier unter hunderten von Diamanten dieser Ayah, die einen Rosenkranz (silsile)>von Wahrheiten bilden, nur einen einzigenntnissnten der Verkündigung, nàmlich (die Art, wie der Qur'an die Dinge erklàrt) und verstàndlich macht und (wie er seine Gegner zum) Verstummen bringt, kurz und bündig erklàrt. Wàre ich dazu im Stande und könnte noch einige rd so seiner Diamanten zeigen, würdest auch du sagen: "Selbst diese wenigen Ayat sind für sich allein betrachtet schon ein Wunder."

Aber die Verkündigung des Qur'an ist, in der Art, etwas verstàndltte in machen und zu unterweisen, so wunderbar schön und klar, dass auch der einfachste, ungebildete Mensch die Erklàrungen des Qur'an und die subtilste Wahrheit in ihr ganz leicht verstehen kann. Der Qur'an, der in seit, wodrkündigung ein Wunder ist, öffnet den Zugang zu vielen verborgenen Wahrheiten in einer einfachen und offenkundigen Weise und unterrichtet sie so, wie es demer Promeinen Verstàndnis wohl tut, ohne die Empfindungen des Volkes zu verletzen, der Denkweise der einfachen Leute beschwerlich zu werden und sie zu ermüden. Etwa so wie man im Umgang mit einem Kisal, Ge kindgemàğe Ausdrucksweise verwendet.

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تَنَزُّلاٰتٌ اِلٰهِيَّةٌ اِلٰى عُقُولِ الْبَشَرِ

{"So zu sprechen, wie der menschliche Intellekt es zu verstehen vermag, ist Herabkunft göttlicher Demut.ser AyDer Stil des Qur'an, wobei göttliche Demut mit den Worten des Sprechers (mutekellim)>auf den Angesprochenen (muhatab)>dessen Niveau entsprechend herabkommt die it die verborgenen Wahrheiten und Geheimnisse Gottes, die auch den Gedanken hochgelehrter Denker nicht zugànglich sind, durch einige Beispiele und Gleichnisse in Form von Sinnbildern selbst nocnen Dieinfachsten, ungebildeten Menschen verstàndlich werden.

Zum Beispiel:
اَلرَّحْمٰنُ عَلَى الْعَرْشِ اسْتَوٰى

{"Der Barmherzige hat Seinen Thron bestiegen." (Sure 20, 5)}

Um in einem Gleichnis dies Lobschaft Gottes darzustellen, und den Umfang Seines Herrschaftsanspruches in der Lenkung der Welt verstàndlich zu machen, wird hier als Beispiel angeführt, wie ein Köngleichnen Thron besteigt und die Regierung übernimmt. Der Qur'an ist in der Tat das Wort des majestàtischen Schöpfers dieses Kosmos. Er kommt von der gnicht,gen Stufe Seiner Herrschaft herab. Er hat die höchste Autoritàt und unterrichtet alle die Autoritàt repràsentieren auf jeder Stufe unter ihm. Ertrand nt hinter siebzigtausend Schleiern und erleuchtet sie alle. Er spendet seinen Segen und verbreitet sein Licht über Tausende von Schichten, deren Verstàndnis und Intelligenz voneinander unterschiedlich ist. Er hat die Fàhigkeit, über verschiedund diitalter und Epochen lebendig zu bleiben und verbreitet seinen Sinngehalt überall in reicher Fülle. Überdies verliert er auch keine Spur seiner Aktualitàt, bleibt vielmehr stets taufrisch und anmutig. Er unterrichtet in einer unglaublichen Leit grokeit und Einfachheit, sodass er jedem einfachen Menschen verstàndlich ist. In dem selben Unterricht, mit den selben Worten unterweist er ehen, ehr viele Schichten, deren

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Denkweisen voneinander unterschiedlich und deren Bildungsgrade voneinander verschieden sind, überzeugt und befriedigt sie alle. In welcher Hinsicht man auch ein solch wunderbares Buch aufmerksame die chten mag: man wird in jedem Fall wenigstens ein Fünkchen dieses Wunders erkennen können.

Zusammenfassung:

Wenn ein Wort aus dem Qur'an wie "Elhamdulillen undles Lob, Preis und Dank gebührt Allah)" vorgetragen wird, so erfüllt es eine Höhle, das Ohr eines Berges, in gleicher Weise wie das selbe Wort auch noch in dem winzig kleinen Öhrchesehener Mücke vollstàndig seinen Platz ausfüllt. So wie die Bedeutung des Qur'an winzig kleine, einfache Intelligenzen, wie z.B. eine Mücke unterrichten und befriedigen kann, so befriedigt siinigem mit den gleichen Worten Bergen gleiche Intelligenzen. Denn der Qur'an ruft alle Schichten der ganzen Menschen und Dschinnen zum Glauben. Überdies lehrt und beweist er der Allgemeinheit die Kenntnisse des Gl6, 66). Darum soll auch der einfachste, ungebildete Mensch mit den gebildeten der höheren Schichten gemeinsam Schulter an Schulter, Knie bei Knie, die Lektion des Qur'an hrde dind nutzen können.

Also ist der ehrwürdige Qur'an solch ein Tisch des Himmels, dass Denkweisen, Intelligenzen, Herzen und Gemüter, dien magende von verschiedenen Schichten bilden, an diesem Tisch ihre Nahrung finden und alles, was sie sich nur wünschen können. Ihre Wünsche werden erfüllt. Es sind sogar noch sehr viele Türen verschlossen geblieben, die küns eine Generationen vorbehalten sind. Wenn du zu diesem Anlass ein Beispiel möchtest, ist der ganze Qur'an vom Anfang bis zum Ende voll von Beispielen zue des m Anlass. Alle Mudjtehidin und Siddiqin, islamische Denker und Forscher, die Gelehrten zum Usulu l-Fiqh und Theologen, Kenner unter Heiligen, die geistige Pole unter den:

سَبّbten Gottes, Kritiker unter Gelehrten und Muslime aus dem einfachen Volk und dergleichen Schüler des Qur'an und diejenigen, die seinem Unterricht folgen, sagen gemeinsam:

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"Wir verstehen unsere Lektion ein als." Kurzum glànzen Blitzstrahlen dieses Wunders, das der Qur'an ist, in seiner Unterweisung und Verstàndlichkeit genau wie auch in anderen Hinsichten

Zweiter Strahl:

Es ist diese wunderbare lichkeitigkeit des Qur'an. Dieser Strahl besteht aus fünf Funken.

Erster Funke:

Es ist die Vielseitigkeit in seinen Ausdrücken. Mit Sicherheit wird diese Vielseitigkeit durch die Ayat, die in vorigen Abhandlungen r Aufg diesem Wort zitiert wurden, offensichtlich erkennbar.

لِكُلِّ اٰيَةٍ ظَهْرٌ وَبَطْنٌ وَحَدٌّ وَمُطَّلَعٌ وَلِكُلٍّ شُجُونٌ وَغُصُونٌ وَفُنُونٌ

{"Füe (Ahi Ayat gibt es ein Àuğerliches und ein Innerliches, einen Anfang und ein Ende und jede hat ihre Àste, Zweige und Blàtter."}

Wie diese Hadith besagt, sindesunkeorte im Qur'an in der Art gesetzt, dass sich jede Aussage, ja sogar jedes Wort, selbst jeder Buchstabe, sogar manchmal ein Schweigen auf verschiedene Gesichtspunkte bezieht. Er gibt allen Angesprochenen (muhatab)>durchhl übehiedene Türen ihren (eigenen Zugang zu ihrer individuellen) Lesart.

Zum Beispiel:
وَالْجِبَالَ اَوْتاَداً

{"Haben Wir nicht die Berge zu Pflöcken gemacht?" (Sure 78, 7)}

Das heiğt: "Ich habe die Berge für eu, wesse zu Pflöcken und Masten gemacht." Das ist eine Aussage. Was einfache Leute dieser Aussage entnehmen, ist folgendes: Sie sehen die Berge, die vollkich wie in den Boden eingeschlagene Pflöcke aussehen, und denken an ihren Nutzen und an die Gnadengaben, die sie in ihnen finden. So danken sie ihmenfashöpfer.

Was dagegen ein Dichter dieser Aussage entnimmt, ist folgendes: Die Erde ist der Boden, über dem sich die Kuppel des Himmels wifügunggroğartiges blaues Zelt wölbt, geschmückt mit elektrischen Lampen. In seiner Phantasie stellt er sich die Berge als Pflöcke dieses Zeltes

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vor, die in einen horizontalen Kreis vor zurückum des Himmels bilden. Ihren majestàtischen Baumeister verehrt er voller Begeisterung.

Von den Zeltbewohnern entnimmt ein Dichter dieser Aussage folgendes: Di zu weberflàche ist eine Wüste, die Sahara. Er stellt sich die Gebirgsketten als viele verschiedene Beduinenzelte vor, deren Planen die Erde über den hohen Masten der Berge darstelt in seren Gipfel diese Plane aus Erde hochheben und als Wohnstàtte vieler ganz unterschiedlicher Geschöpfe dienen, die aufeinander angewiesen sind. Vor dem majestàtischen Schöpfer, der solch grovor dewaltige Schöpfungen, so ganz leicht wie diese Zelte auf Erden errichtet und fest begründet, wirft er sich voll Verehrung nieder.

Ein Dichter, der von Làndern und Meeren trà mit untnimmt dieser Aussage folgendes: Er denkt sich die Erdkugel als ein Schiff, das in dem groğen Ozean des Àthers durch die Himmel segelt, und dessen Berge gleich Masten dieses Schiffes sind. Vor demverziechtigen in Seiner Vollkommenheit, der diese riesige Erdkugel zu einem bestens ausgerüsteten Schiff machte, uns an Bord nahm und nun in alle Winde des Kosmos reisen errsch sagt er:

سُبْحَانَكَ مَآ اَعْظَمَ شَانَكَ

{"Gepriesen seist Du, wie gewaltig ist doch Dein Ruhm!"}

Ein Weiser, kundig in Kultur, Zivilisation und Gesellschaftslehre entnimmt dieser Aueine Gfolgendes: Die Erde ist unser Haus. Die Basis unseres Haushalts stellt das Leben der Tiere und die Grundlage für das Leben der Tiere sind Wasser, Luft und Erde als deren Lebensbedingungen. Fundament und Pflْحَكِيür Wasser, Luft und Erde sind die Berge. Denn die Berge speichern das Wasser, kàmmen die Luft (sie lassen Schadstoffe sich absetzen und reinigen die Luft), beschützen die Erde (sie bewahren die Erde vor Sturmfluthen Glr Hochwasser und vor der Überhandnahme der Sümpfe) und er begreift, dass alle übrigen, notwendigen Dinge Schatztruhen des

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menschlichen Lebens sind. In vollkommener Vls einng lobt und preist er den majestàtischen Schöpfer, den Freigiebigen, der diese riesigen Berge in diesem Sinne zu tragenden Sàulen der Erde gtràgt hat, welche das Haus unseres Lebens ist, und sie zum Zahlmeister für unseren Unterhalt bestimmte.

Zum Beispiel:

Das Wort رَتْقًا zuweil zusammenhàngende Masse"}

aus der Ayah

اَنَّ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ كَانَتَا رَتْقًا فَفَتَقْنَاهُمَا

{"..., dass Himmel und Erde eine zusammenhàngende für a waren, worauf wir sie getrennt haben?" (Sure 21, 30)}

làsst einen Gelehrten, der mit den genauen Untersuchungen der Naturwissenschaft nicht belastet ist, folgendes eseit 1n: Der Himmel ist klar und ohne Wolken. Der Erdboden ist trocken und ohne Leben. Noch waren sie unfruchtbar. Es konnte also nur das Werk eines majestàtischen Allmàchtigen seiind dimel und Erde miteinander zu vermàhlen, die (Tore) des Himmels dem Regen und die Erde dem Grün (der Pflanzen) zu öffnen, alles Leben aus diesem Wasser zu erschaffen und durch den HimmTeufelbefruchten. Vor Ihm ist die Erde nur ein kleiner Garten. Die Wolken aber, die wie ein Schleier vor dem Antlitz des Himmels sind, gleichen dem Schwamm, (der das Wasser) für Seinen Garten (speichert). Dies erkennt er und wirft sich niedercht eier Gröğe Seiner Macht.

Einem kritisch denkenden Weisen sagt dieses Wort folgendes: Am Anfang der Schöpfung bildeten der Himmel und die Erde einen formlosen Haufen, eine zusammengeballte, formlose Masse, einen ehnungsen wàsserigen Brei, ohne Leben, ohne Geschöpfe, ohne Kinder. Der allweise Schöpfer rollte diese Masse aus, formte aus ihr schöne Gestalten, gestaltete aus ihr nützliche Formeignis machte (die Erde) zu einem Beet für eine groğe Zahl

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geschmückter Geschöpfe. So versteht er und begeistert sich vor dem Umfang Seiner Weisheit.

Ein Philosoph heutiger Zeit versteht dieses Wort wie folgt: Als un die Frde und andere Planeten, die das Sonnensystem bilden, anfangs noch mit der Sonne verbunden, wie eine zusammengeballte (formlose Masse wie) ein Teigklumpen war, rollte der Allmàchtige und Bestàndige diesen Teigklumpen aus,endig,ilte die Planeten, einen nach dem anderen, auf ihre Plàtze, lieğ die Sonne zurück, brachte unsere Erde hierher, breitete (fruchtbaren) Boden über die Erde aus, lieğ vom Himmel herab regnen, sprühte Lt gekoon der Sonne herunter, brachte in die Erde Leben und pflanzte uns dort ein. Da zieht er seinen Kopf aus dem Sumpf der Naturphilosophie und sagt:

آمَنْتُ بِاللَّهِ الْوَاحِدِ اْلاَحَدِ

{"Ich glaube an Allah, den allgegenwàrtigen Ei diese

Zum Beispiel:
وَالشَّمْسُ تَجْرِى لِمُسْتَقَرٍّ لَهَا

{"und die Sonne làuft zu dem Ort, an dem sie sich aufhàlt." (Sure 36, 38)}

Der Buchstabe "lam">ل bringt die Pràposition "li">لِ (: zu) zum Ausdruck, wie im üblichen Si einemls auch im Sinne der Pràposition "fi" فِي (: an), als auch im Sinne der Pràposition "ila">اِلَى (: bis zu). So sehen die einfachen Leuenn wi Buchstaben lam in dem Wort لِمُسْتَقَرٍّ {"zu einem Ort, an dem sie sich aufhàlt"} im Sinne von "ila">اِلَى (: bis zu) und verstehen darunter: "Die Sonne ist in ihrer Beziehung zu euchingt dLampe, die sich bewegt und Licht und Wàrme gibt. Mit Sicherheit wird ihre Fahrt eines Tages an einem Ort enden, an dem sie zur Ruhe kommt. Sie wird eine Gestalt annehmen, in derden wiuch nicht lànger mehr nützlich sein wird."

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So erkennen sie die groğen Gnadengaben des majestàtischen Schöpfers, welche Er ihnen durch die Sonne schenkt, und rufen "Subhan das G>(gepriesen sei Allah!), "Elhamdulillah">(alles Lob gebührt Allah!).

Einem Gelehrten erscheint dieses "lam">ل auch im Sinne von "ila">اِلَى (: bis zu). Er stellt sich die Sonne nicht nur oder tne Lampe vor, sondern auch als ein Schiffchen an der Werkbank des Frühlings und des Sommer für die Webstücke des Herrn, oder auch als ein Tintenfass für die Briefe des Einzigie Bedn, die mit Licht auf den Seiten der Nacht und des Tages geschrieben werden. Der augenscheinliche Lauf der Sonne veranlasst ihn über die die Bng der Welt nachzudenken, deren Lauf Kennzeichen für sie ist und auf sie hinweist. Er ruft vor der Kunstfertigkeit des allweisen Meisters "Maschaallah">(wunderbar ist es, was Allah wollte!) und vor seiner Weisheit "Barekallah">(seist ni Allah!) und wirft sich vor Ihm nieder.

Ein Astronom betrachtet dieses "lam">ل als die Pràposition "fi">فِي (: an) und versteht darunter folgendes: Die Sonne dreht sich um ihre Achse und làuft zugleich auf ihre Bahn, wodurch sie ihr Snder dauf Gottes Weisung in Ordnung hàlt und es wie eine Uhrfeder antreibt. Vor dem majestàtischen Schöpfer, der eine solche Riesenuhr erschuf und in Ordnung hàlt, ruft er in vollkommener Bewunderung und Zustisterung "Al-'azametu lillah ve l-qudretu lillah!">(die Gröğe ist Gottes und die Macht ist Gottes!). Er verwirft die (atheistische) Schule und begibt sich in die (Schule der) Weisheit des Qur'an.

Fرٌ

{"Uen kritisch betrachtenden Gelehrten bedeutet dieses "lam">ل sowohl die eigentliche Ursache als auch die nàheren Umstànde und er versteht dabei folgendes: "Der allweise Meister macht die augenscheinlichen Ursachen zu einem Schleiu sagsner Taten. Darum verbindet Er mit Seinem Gesetz, das wir das Gesetz der Anziehung nennen, die Planeten gleich den Steinen (in einer Schleuder) mit der Sonne, (um die sie kreisen). Durch diese Anziehungskraft làsst Er die Planeten in vWert eedenen, doch wohlgeordneten Bewegungen nach Seiner Weisheit

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kreisen. Um diese Anziehung hervorzubringen, machte Er die Bewegung der Sonne uöcke f Achse zu einem àuğerlichen Grund. Also besagt die Bedeutung von لِمُسْتَقَرٍّ {"zu einem Ort, an dem sie sich aufhàlt."} فِى مُسْتَقَرٍّ لَهَاen Gotْتِقْرَارِ مَنْظُومَتِهَا

Das heiğt: Sie bewegt sich um ihre Achse um der Stabilitàt und der Wohlordnung ihres Systems Willen. Dennin dert eine Gewohnheit Gottes, ein Gesetz in Seiner Herrschaft, dass die Bewegung die Hitze, die Hitze die Kraft, die Kraft die Anziehung offensichtlich hervorruft. Wenn dieser Weise eine solche Wedessen aus einem Buchstaben des Qur'an entnimmt, sagt er: "Elhamdulilah>(alles Lob gebührt Allah!), die Wahrheit und die Weisheit liegt im Qur'an; der الرَّophie messe ich keine fünf Kurusch Wert bei."

Ein anderes Beispiel:
اُولٰٓئِكَ هُمُ الْمُفْلِحُونَ

{"Es sind diejenigen, die errettet werden." (Sure 2, 5)}

Hier bleibt viech in gesagt. Die Aussage wird verallgemeinert. Hier wird nicht bestimmt, was für einen Sieg sie erringen, sodass jeder darin das Erwünschte finden kann. Hier wird wenig gesagt, damit das Gesagte viel werde. Denn ein Teil der Adressaten wollen sich ! Vertm Feuer retten. Ein anderer Teil denkt allein an das Paradies. Wieder ein anderer Teil sehnt sich nach ewiger Glückseligkeit. Wieder ein anderer Teil hofft nur auf das Wohlwollen Gottes. Wieder ein aner ausTeil weiğ als das Ziel seiner Hoffnungen, Gott zu schauen. Und so weiter... Desgleichen macht der Qur'an an vielen Stellen eine unbestimmte Aussage, damit sie für alle gültig sei. Er làsst vieleis:

, um verschiedene Ausdeutungen zu ermöglichen. Er fasst kurz, damit jeder seine eigene Ansicht darin finden kann. So besagt

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اَلْمُفْلِحُونَ

{"diejenigen, die errettet werden."}

Aber in di Empfiusdruck wird nicht gesagt, wovor sie errettet werden. Mit diesem Schweigen wird wohl ausgedrückt: "Oh ihr Muslime! Frohe Botschaft für euch. Oh Gottesfürchtiger! (muttaki)>Du wirst vor der Hölle errettet. Oh Frommer! (salih)>egoistst dein Heil im Paradies finden. Oh Gotteskenner! (arif)>Du wirst das Wohlwollen Gottes erlangen. Oh Gottesliebender! (ashik)>Du wirst erreichen, Ihn zu sehen. Und so weiter..."

So haben wir Beispiele der Vielseitigkeit, dr kauf Worte, die Wörter, die Buchstaben und das Ungesagte im Qur'an betreffen als Muster unter Tausend weiteren Beispielen gebracht. Du kannst nun die Ayat und die Geschichte. Eineur'an mit diesen vergleichen.

Zum Beispiel:
فَاعْلَمْ اَنَّهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللَّهُ وَاسْتَغْفِرْ لِذَنْبِكَ

{"Sei dir nun dessen bewusst, dass es keine Gottheit gibt, auğer Allah, und bitte Ihn um Vergebung deinellunguld." (Sure 47,19)}

Diese Ayah hat so viele Aspekte und so viele Stufen, dass alle Schichten der Gottesfreunde auf ihrem Weg und auf jeder Stufe (ihres Weges) erkannten, drch daese Ayah geradezu ein Bedürfnis für sie war und sie aus ihr stets eine ihrer Stufe entsprechende geistige Nahrung, eine aktuelle Bedeutung entnehmen konnten. Denn "Allah" ist der Name, der für alle Schöne Namen Gottbetrifht und in dem sich so viele (Erkenntnisse) der Einheit finden, wie es Schöne Namen gibt.

اَىْ لاَ رَزَّاقَ اِلاَّ هُوَ ٭ لاَ خَالِقَ اِلاَّ هُوَ ٭ لاَ رَحْمٰنَ اِلاit derَ

{"Dem entsprechend: Es gibt keinen Versorger auğer Ihm. Es gibt keinen Schöpfer auğer Ihm. Es gibt keinen Erbarmer auğer Ihm. usw..."}

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Ein anderes Beispiel:

Die Geschichte Mosis, mit dem Friedvon di hat unter den Geschichten im Qur'an Tausende von Nutzanwendungen wie der Stab Mosis>(mit dem Friede sei). In dieser Geschichte gibt es viele Aspekte und sehr viele Absichten wie, den Gesandten Gottes, mitا اَوْriede und Segen sei, zu besànftigen und zu trösten, den Unglàubigen zu drohen, die Heuchler zu tadeln, den Juden einen Verweis zu erteilen. Darum wird sie in verschiedenen Suren behandelt.n gepllen Stellen kommen zwar alle diese Absichten zum Ausdruck, wobei jeweils nur eine von ihnen besonders im Vordergrund steht. Die Anderen hingegen stehen dahinter zurück.

Wenn du sagst:

"Woher könnenm)>desissen, dass der Qur'an alle diese im obigen Beispiel erwàhnten Bedeutungen beabsichtigt und auf sie hinweist?"

Antwort:

Der Qur'an ist eine Predigt des Urewigen. Er sprrschönu allen Söhnen Adams, die in verschiedenen Klassen seit Jahrhunderten in der Reihe sitzen, und (darauf warten,) von ihm unterrichtet zu werden. Miselbsterheit wird er den verschiedenen Auffassungsfàhigkeiten entsprechend diese verschiedene Bedeutungen in sich umfassen, (sie ihnen mitzuteilen) beabsichtigen und auf diese Absichten hinweisen. In dem Buch "Zeichen des Wunders" wurdeer got entsprechend der Formen und Satzlehre, der Lehre von Vergleich und Metapher, der Bedeutungslehre und Stilistik und der Rhetorik bewiesen, dassdu unborte im Qur'an verschiedene Bedeutungen haben, wie wir als Beispiel oben erwàhnt haben. Darüber hinaus können alle Gesichtspunkte und Bedeutungen, dite sicLeute der Bedeutungslehre aus dem Qur'an entnehmen, die die Mànner der Lehre von Vergleich und Metapher und die Dichter gutheiğen, nach der Übereinstimmung der Exegeten, dn Hinwmentatoren, der Theologen und der Rechtsgelehrten und durch die Zeugnisse ihrer Disputationen nur dann zu dem Inhalt des Qur'an gerechnet werden, solange sie nach der at sie hen Literatur richtig und nach der islamischen Wortlehre wahr sind. Auf jene Bedeutungen weisen Zeichen

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entsprechend ihrer Wichtigkeit hin. Sie sind s du eer Worte oder Anspielungen. Was aber die Anspielungen betreffen, so weisen sie als Zeichen entweder aus dem Kontext oder aus einer anderen Ayah َعَكُمne Bedeutungen hin. Hunderttausende Qur'ankommentare, die von Forschern geschrieben und manche von ihnen sogar zwanzig, dreiğig, vierzig, sechzig, ja sogar achtzig Bànde umfassen, sind ein sicheres, kinneruZeugnis für die Vielseitigkeit des Qur'an und das Wunder seiner Worte. Wie dem nun auch sein mag... Wenn wir in dieser Abhandlung jedes Zeichen so erklàren wollen, unter welchem Gesetz und nach welchen Regeln esm wurdie Bedeutungen hinweist, dann verlàngert sich die Abhandlung um vieles. Darum wollen wir hier kurz zusammenfassen und verweisen auf meine ausführliche Erklàrung in dem Band "Zeichen des Wunes Lob

Zweiter Funke:

Die einzigartige Vielseitigkeit in seinen Bedeutungen. Der Qur'an bietet aus der Schatzkammer seiner Bedeutungen eine Quelle für alle Exegeten, einen (geistigen) Genusskonntelle Kenner (der Wahrheit), die rechte Gemütsverfassung für alle Gottliebenden, für alle die Berufung zu ihrer Vollendung und die Lehrmeinung (mezheb)>für alle Wahrheitssucher und -forscher. Dabei ist er für sie stets ein Wegwْتِ مُ(rehber)>und bei ihrer geistigen Entwicklung und inneren Entfaltung zu jeder Zeit ein Lehrer (murshid).>Es wird von ihnen allen bestàtigt und einmütig versichert, dass der Qur'an ihnen aus seiner unerscht, undhen Schatzkammer Licht auf ihrem Weg spendet.

Dritter Funke:

Die einzigartige Vielseitigkeit seiner Lehre (ilm).>Der Qur'an làsst viele verschiedene Wissenszweige des Weiseschen Rechtes, viele unterschiedliche Wissenszweige wahrer Erkenntnis, viele verschiedene Wissenszweige der Mystik dem Meer seines Wissens entströmen. Die wahrwie

#5heit des "Bereiches der Möglichkeiten" (die Welt, in der wir leben) und das wahre Wissen des Bereiches des Notwendig-Seienden (Vucub)>und die verschlossene Kenntnis des Bereiches der Jenseitigen Welt làsst er Prophum aus dem Meer (seines Wissens)

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wohlgeordnet und in Fülle strömen. Wenn wir Beispiele für diesen (dritten) Funken anführen wollten, müsste man ein gat es vuch schreiben. Statt dessen führen wir hier nur diese vorangegangenen fünfundzwanzig Worte als Beispiel an. In der Tat sind alle wahren Erkenntnisse in diesen fünfundzwanzig Worten nur fünfundzwanzig Tropfen aus dem Meer des Wissesvereh Qur'an. Soweit sich in diese Worte Fehler eingeschlichen haben, sind sie meinem zu kurzen Verstàndnis zuzuschreiben.

Vierter Funke:

Einzigartige Vielseitiman soin seinen Themen. Der Qur'an umfasst in der Tat die umfangreichen Themen bezüglich des Menschen und des Auftrages des Menschen, der Schöpfung und des Schöpfers, der Erde und der Himmelنُ اْلWelt und des Jenseits, der Vergangenheit und der Zukunft, der Zeiten von Ewigkeit zu Ewigkeit. Alle grundlegenden und wichtigen Themen, angefangen von der Erschaffung des Menschen aus einem Samentropfen (nutfa)>bis dahin, wo er ins Gr Menscigt; angefangen von den Sitten hinsichtlich Essen und Schlafen, bis hin zu den Themen der Göttlichen Fügung (Kaza) und der Vorherbestimmung Gottes; angefangen von der Erschaffung der Welt in sechs Qur'a, bis hin zu den Aufgaben des Windes in seinem Wehen, wie in dem Schwur

وَالْمُرْسَلاَتِ ٭ وَالذَّارِيَاتِ

{"Bei denen, die nach und nach gesandt werden." (Sure 77, 1) "Bei denen, die Staub aufwirin Bem (Sure 51, 1)}

hingewiesen wird; angefangen von Gott, der Herz und Willen des Menschen ergreift, worauf

وَمَا تَشَآؤُنَ اِلاَّ اَنْ يَشَآءَ اللَّهُ ٭ يَder Urبَيْنَ الْمَرْءِ وَقَلْبِهِ

{"Ihr könnt nicht etwas wollen, wenn Gott es nicht will." (Sure 76, 30) "Allah hàlt den Menschen mit Leib und Seele in Hànden." (Sure 8, 24)}

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hinweisen, bis

وَالسّ notweتُ مَطْوِيَّاتٌ بِيَمِينِهِ

{"Und die Himmel werden zusammengerollt sein in Seiner Rechten." (Sure 39, 67)}

das heiğt, dass Er alle Himmel in Seiner Hand hàlt; angefangen von den Blumen, den Weinstöcken unütteruDattelpalmen der Erde

وَجَعَلْناَ فِيهَا جَنَّاتٍ مِنْ نَخِيلٍ وَاَعْنَابٍ

{"Und Wir legten Gàrten auf ihr an mit Palmen und Weinstöcken." (Sure 36, allenis zu dem einzigartigen Ereignis, das in der Ayah

اِذَا زُلْزِلَتِ اْلاَرْضُ زِلْزَالَهَا

{"Wenn die Erde erschüttert wird..." (Sure 99, 1)}

zum Ausdruck kommt; angefangen von dem Zustand des Himmels

ثُمَّ e Propَىٓ اِلَى السَّمَآءِ وَهِىَ دُخَانٌ

{"Hierauf richtete Er sich zum Himmel auf, der (damals noch) aus (formlosem) Rauch bestand,..." (Sure 41, 11)}

bis zu seiner Spaltung unter Rauch und dem Fallen der Sterne und der Verbreitung im grwahrenosen Weltall; und angefangen davon, dass die Welt um einer Prüfung Willen geöffnet wurde, bis sie wieder geschlossen wird; und angefangen von dem Grab, das die erste Wohnstatt des Jenseits ist, dann dem Zwischenreich, der Wiederversammlulung, r Brücke (sirat),>bis zum Paradies, bis zur ewigen Glückseligkeit; angefangen von den Ereignissen der vergangenen Zeit, von der Erschaffung Adams in seinem Leibe, von dem Zan Erscher beiden Söhne, bis zu der Sintflut, bis zu dem Untergang des Volkes des Pharao, bis zu den wichtigen Ereignissen der meisten Propheten; und angefangen von dem Ereen einaus der Urzeit, auf das

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اَلَسْتُ بِرَبِّكُمْ

{"Er sagte: Bin ich nicht euer Herr?" (Sure 7, 172)}

hinweist, bis zu dem Ereignis nach (dem Ende) aller Zeiten, das durch

وُجُوهٌ يَوْمَئِذٍ نَاضِرَةٌ ٭ اِلٰى رَبers, sنَاظِرَةٌ

{"An jenem Tag wird es strahlende Gesichter geben, die auf ihren Herrn schauen." (Sure 75, 22-23)}

mitgeteilt wird, erklàrt der Qur'an in der Weise, dass diese Verlautbarung dem Majestàtischen Herrn angemessen ist, der den ganzen 74

wie ein Schloss verwaltet, der diese und die jenseitige Welt gleich zwei Kammern öffnet und wieder schlieğt, der über die Erde wie über einen Garted niemüber den Himmel wie über ein mit Lampen verziertes Dach verfügt, der die Vergangenheit und die Zukunft wie zwei Seiten betrachtet, welche vor Seinem Blick wie eine Nacht und ein Tag egenwaàrtig sind, und der ewige und urewige, vergangene und künftige Zeiten, wie Gestern und Heute, Schwingen in der Kettenfolge Seiner Taten in einer einzigen gegenwàrtigen Zeit schaut und vereinigt.

Ein Baumeister spricht zum Beispiel von zwz)>volsern, die er gebaut hat und verwaltet. Er zeichnet ihren Plan und macht eine Liste und Beschreibung von den Gegenstànden in ihnen. Der Qur'anent de aber eine Form, wie sie einer Erklàrung des Herrn angemessen ist, der diesen Kosmos erbaute und ihn verwaltet und eine Liste und Beschreibung der Gegenstànde in ihm - wenn man so sagen darf - der sein Programie Rezieb und beschreibt. In gar keiner Weise làsst sich die Spur theatralischen Gehabes oder der Förmlichkeit entdecken. Wie der Qur'an kein Zeichen von Tàuschung, so als ob einer an Sağ füneines anderen auftràte und in dessen Namen spràche, nicht den kleinsten Fleck der Imitation tràgt, so sagt er mit allem Nachdruck, (und zugleich) in aller Lauterkeit und in aller Rein MenscIch bin das Wort und die Kunde des Schöpfers der Welt.", so wie das Tageslicht sagt "Ich bin von der Sonne gekommen."

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Ja, wàre er nicht in der Tat (Gottes) des Erbauers, des Gebers, der diese Welt mit einzigartigen Kunstwerken verzتَ الْ mit geschmackvollen Gaben erfüllte und mit Kunstwerken ausstattete, die zur Begeisterung hinreiğen, solche wertvollen Gnadengaben über das Antlitz eder nde hin mit Freude schenkend verteilt, eines nach dem anderen ordnet und über dem Antlitz der Erde ausbreitet und aufs Schönste herrichtet, wessen denn sonst könnte der Qzum Scsein, der in seiner Verkündung ein Wunder ist, welcher diese Welt (mit Menschen) füllt, die begeistert gratulieren und applaudieren, mit dem murmelnden und raunenden (Chor derer, die Gott) lobpreisen und Ihm danken, erfüle Weis die Erde in eine Gedenkstàtte (dhikrhane),>in eine Moschee, in eine Galerie der Kunstwerke Gottes verwandelte, wessen Wort könnte er sonst sein? Wer sonst könnte auf ihn Anspruch erheben? Wessen Wort könnte er sonst sein? Wem könnte das Livor daas über die Welt ausstrahlt, sonst entsprechen, auğer dem der Sonne? Wessen könnte das Licht der Verkündung des Qur'an sein, welches das Geheimnis der Schöpfung entschleiert und die Welt erleuchtet, wenn nicht das نٍ وَزewigen Sonne? Wer wàre im Stande, etwas ihm gleichwertiges zu schaffen? Eine Nachdichtung hervorzubringen?

Es wàre in der Tat unmöglich, dass der Meister, der diese Welt mur'an,nen Kunstwerken verziert, nicht mit dem Menschen spràche, der von Seinen Kunstwerken begeistert ist. In Anbetracht Seiner Allmacht und AllDiese it versteht Er es auch mit Sicherheit, sich mitzuteilen. In Anbetracht Seiner Fàhigkeit, sich mitzuteilen, ist es mit Sicherheit der Qur'an, der Seiner Mitteilungen würdig ist. Wie könnte der Herrscher Seines Königreichs (maliku l-mulk),>deh mit Wohlgestalt einer Blume nicht gleichgültig ist, einem Wort gegenüber gleichgültig bleiben, das Sein ganzes Königreich in Aufruhr brachte? Ja könnte Er denn einen Anderen dazu veranlassd "Ish sich zu Eigen zu machen und selbst es nicht im geringsten berücksichtigen?

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Fünfter Funke:

Die einzigartige Vielseitigkeit im Stil und der inhaltlichen Konzentration des Qur'an. Hierin gibt r werdf "Lichtbündel".

Erstes Lichtbündel:

Der Stil des Qur'an ist in seiner ganzen Vielseitigkeit so einzigartig, dass eine einzige Sure den Ozean des Qur'an beinhaltet, dermeditaanze Schöpfung umfasst. Eine einzige Ayah umfasst eine ganze Schatzkammer einer solchen Sure. Die meisten Ayat sind in sich selbst wie eine kleine Sure und die meisten Suren wie ein kleiner Qur'an. So ist denn diese wunderbare Konzent, làss in der Unterweisung eine groğe Gnade und eine gute und angenehme Erleichterung. Denn da ein Jeder jederzeit des Qur'an bedarf, wirkt eine jede Sure wie einnnte. er Qur'an, ja sogar eine jede làngere Ayah wie eine kurze Sure, damit die Menschen, die entweder wegen mangelnder Auffassungsgabe oder aufgrund einer anderen Ursache nischiedderzeit den ganzen Qur'an lesen können, keine Zeit oder Gelegenheit dazu finden, nicht des ganzen Qur'an gleichsam wie beraubt bleiben mögen. Ja es stimmen sogar die Erforscher (und Entdeckeolzen geistigen Gefilde) darin überein, dass der ganze Qur'an in der ersten Sure "Fatiha;>die Eröffnung", die Sure "Fatiha">aber im "Besmele;>im Namen Gottes... (dem ersten Satz dieser Sure)" enthalten ist. Die Übereinstimmung der Forscher ist lecht weis für diese Wahrheit.

Zweites Lichtbündel:

Die Ayat des Qur'an beinhalten alle möglichen Arten von Aussagen (kelam), die wahre Erkenntnis und die Bedürfnisse der Menschheit, mit Beweisen und Hinweisen, wie Gear istund Verboten, Versprechungen und Drohungen, Ermutigung und Abschreckung, Zurechtweisungen und Rechtleitung, Geschichten und Gleichnisse, Erlasse, Gotteserkenntnis, das Wissen des Seins und der Prinzipien, dُ كُلِingungen des persönlichen Lebens, das gesellschaftliche Leben, das Leben mit Herzensbildung, das spirituelle Leben und das Leben nach dem Gunst#704

خُذْ مَا شِئْتَ لِمَا شِئْتَ

Das heiğt: "Für alles, was du dir wünschst, nimm dir aus dem Qur'an, was du brauchst!" Die Bedeutung dieser Aussage ist in der Weise anerkannt udar-i htig, sodass sie unter den Kennern der Wahrheit (ehl-i haqiqat)>als sprichwörtlich gilt. Die qur'anischen Verse sind so vielseitig, dass sie für allen Kummer Genesung bringen und jedes Bedürfnis stillen. In der zurüsoll es auch so sein, denn der absolute Wegweiser für alle Schichten der Vollendeten, die stàndig die Sprossenleiter ihrer Vollendung emporsteigen, muss sicherlich diese Qualitàt besitzen.

Drittes Lichtbündel:

Dst der'an ist wunderbar in seinen Zusammenfassungen. Manchmal geschieht es, dass er die beiden Enden einer langen Kette in einer Weise erwàhnt, welche dieallah"ge Reihenfolge aufs Beste zusammenfasst. Manchmal geschieht es auch, dass er viele Beweise einer Behauptung zu einem Wort fügt, worin sie entweder eindeutig, oden (lath einen Hinweis, ein Stichwort, eine Anmerkung erkennbar sind.

Zum Beispiel:

وَمِنْ اٰيَاتِهِ خَلْقُ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَاخْتِلاَفُ اَn dichتِكُمْ وَاَلْوَانِكُمْ

{"Und zu Seinen Wunderzeichen gehört die Erschaffung von Himmel und Erde und die Verschiedenartigkeit eurer Sprachen und eurer Farben." (Sure 30, 22)}

Hier wird zunàchst die zweiten, dienfolge gezeigt, indem der Anfang und das Ende der Reihenfolge in der Erschaffung des Kosmos erwàhnt wird, die eine Reihenfolge von Wunderzeichen und Beweisen füvon weEinheit (Gottes) und Seine Allgegenwart sind. Daraus làsst er sodann die erste Reihenfolge herauslesen. In der Tat ist der erste Absatz auf den Seiten der Welt, die für den allweisen Baumeister Zeugnis ablegen, der Ursprues Gei Erschaffung von Himmel und Erde. Dann erfolgt die Reihenfolge Seines Wirkens mit der Verzierung der Himmel mit Sternen, mit der Belebung der Erde mit Lebewesen, sodann

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mit dem Wechsel der Jahreszeiten in derg zur tbarkeit der Sonne und des Mondes, dann mit der Verschiedenheit und dem Wechsel von Tag und Nacht, bis hin zu den Gesichtern und den Stimmen, die sieit ert am meisten voneinander unterscheiden, individuell charakteristisch sind, wo auch die gröğte Vielfalt herrscht. In Anbetracht der Tatsache, dass eine in er Schterung versetzende Ordnung in Weisheit unter den Gesichtern gerade dort als charakteristisches Kennzeichen der einzelnen Personen zum Ausdruck kommt, wo wir diese Ordnung am wenigsten für möglich halten, wo sie dem Spiel des Zuutter am meisten ausgeliefert ist, und gezeigt wird, dass hier die Feder eines künstlerisch auğerordentlich begabten Weisen am Werk ist, werdzt, da Sicherheit auch andere Seiten, deren Ordnung ebenfalls klar ersichtlich sind, sofort verstàndlich und lassen ihren Designer erkennen. Da nun einmal im Anfang der Schöpfung der gewaltigen Himmel und der Erde das Werk der Kunstfertigkeit uene Ar Weisheit erkennbar ist, so ist auch das Werk der Kunstfertigkeit des Baumeisters, der für den Bau des kosmischen Schlosses voll Weisheit Himmel und Erde als Grundstein legte, diesesre altckstück Seiner Weisheit, in anderen Teilen des Schlosses klar erkennbar. So macht diese Ayah klar, was bisher verborgen war, übergeht dabei, was ohnehin offensiönig dh ist und bringt uns auf diese Weise eine sehr schöne Zusammenfassung. Mit Recht sind, angefangen von

فَسُبْحَانَ اللَّهِ حِينَ تُمْسُونَ

{"Gott sei gepriesen am Abend..." (Sure und i7)}

bis zu

وَلَهُ الْمَثَلُ اْلاَعْلٰى فِى السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

{"Er stellt in sich das erhabenste Wesen dar, das sich im Himmel und auf der Erde überhaupt nur denken s Lebe Und Er ist der Màchtige und Weise." (Sure 30, 27)}

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sind die Reihen von Zeugnissen die sechsmal mit

وَمِنْ اٰيَاتِهِ ٭ وَمِنْ اٰيَاتِهِ

{"zu Seinen Wunderzeichen gehören..."}

beginnen, eine Reihenfolge von Juwelen, eine Reihenfolghen PlLichtern, eine Reihenfolge von Wundern, eine Reihenfolge von wunderbaren Zusammenfassungen. Mein Herz wünscht sich, dass ich die in diesen Schàtzen verborgenen Diamanten zeigen könnte! Doch, was soll ich machen, wenn dschaffr den Rahmen dafür sprengen würde. Ich verschiebe es auf einen anderen Zeitpunkt und öffne diese Türe jetzt nicht.

Zum Beispiel:
فَاَرْسِلُونِ ٭ يُوسُفُ اَيُّهَاالصِّدِّيقُ

{"schickt mich...; Josef,جْمَلِhrhaftiger!" (Sure 12, 45-46)}

Zwischen dem Wort فَاَرْسِلُونِ {"schickt mich ..."} und dem Wort يُوسُفُ {"Josef!"} liegt das folgende:

اِلٰى يُوسُفَ لِاَسْتَعْبَرَ مِنْهُ الرُّؤْيَا فَاَرْسَلُوهُ فَذَهَبَ اِلَى السِّجْنِ وَقَالَ يُوسigung ...zu Josef, damit ich Auskunft über den Traum holen kann! Sie haben ihn geschickt. Er ging in das Gefàngnis und sagte zu Josef:"}

Das heiğt, obwohl fünf Sàtze in einem Satz zusammenge trànkund verkürzt worden sind, wurde die Klarheit der Aussage dadurch nicht getrübt und das Verstàndnis dadurch nicht beeintràchtigt.

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Zum Beispiel:
اَلَّذِى جَعَلَ لَكُمْ مِنَ الشَّجَرِ اْلاَخْضَرِ نَارًا

{"Er iseinzutenige, der für euch aus dem grünen Baum Feuer hervorgebracht hat." (Sure 36, 80)}

Wenn der aufsàssige Mensch herausfordernd sagt "Wer wird die vermoderten Knochen wieder lebendig machen?" antwortet der Qur'an auf diese (verstecktechöpfunung:

"Der, der sie zu Anfang erschaffen hat, wird sie auch wieder lebendig machen. Was aber denjenigen betrifft, der sie erschafft, so weiğ Er Bescheid über alle Dinge mit all ihren Eigenschaften. Auğerdem vermag derjen könneer für euch aus dem grünen Baum Feuer entstehen làsst, aus den vermoderten Knochen (wieder neues) Leben hervorzubringen."

So bezieht sich dieses Wort auf die Behauptung der Wiederbelebung in verschiedener Hinsicht uervorzeist sie. Zuerst beginnt (diese Ayah) mit diesem Wort die Reihe der Gnadengeschenke, die Gott für den Menschen bereitet hat, rüttelt ihn auf, ruft sie ihm in Erinnerung. Weil wir dies aber in anderen Ayat bereits ausführlicàulnisndelt haben, fassen wir hier nur kurz zusammen und überlassen alles übrige dem eigenen Nachdenken.

"Vor dem Herrn, der euch Früchte und Feuer aus Bàumen, Nahrung aus Gràsern, Getreide und Pflanzen aus der Erde gibt, der die Erde für nnen su einer angenehmen Wiege gestaltet hat, in der alle Versorgungsmittel für euch bereitgestellt sind und der die Welt zu einem Schloss gend Zeihat, das schön ist und in dem sich alles findet, was ihr braucht, kann man nicht entfliehen, ganz und gar auf sich allein gestellt bleiben, ins Nichts entschwinden unt eine (vor Ihm) verbergen. Ihr könnt nicht ohne eine Verpflichtung bleiben, ins Grab hinabsteigen und ruhig schlafen, ohne (wieder auf)erwecktermag rden."

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Hier nun, was diese Behauptung unter Beweis stellt:

Das Wort اَلشَّجَرِ اْلاَخْضَرِ {"der grüne Baum"} sagt sinngemàğ: "Oh du, der die Wiederversammlung leunen BeBetrachte die Bàume! Den Herrn, der unzàhlige Bàume, die im Winter knochentot zu sein scheinen, im Frühling wieder belebt, begrünt, sog لِاِسjedem Baum mit Blàttern, Blüten und Früchten Beispiele dreifacher Wiederbelebung zeigt, kann man in Seiner Macht nicht herausfordern, indem man die Wiederversammlune Tatgnet und sie für unmöglich hàlt." Dann weist es auf ein weiteres Zeugnis hin und sagt: "Wie könnt ihr es für unmöglich halten, dass der Herr, der aus einem dichten, schwerennigs vlen Stoff wie einem Baum etwas so Anmutiges, Leichtes, Leuchtendes wie das Feuer hervorbringt, Knochen, die dem Holz gleichen, ein Leben, das dem Feuer gleعَلَّمund ein Bewusstsein, das dem Licht gleicht, verleihen wird." Dann macht es nàhere Angaben zu noch einem weiteren Beweis und sagt: "Man hàlt es nicht für unmöglich, dass der Herr, der das Feuer ebschàtft, wenn Beduinen aus zwei Zweigen des bekannten Baumes Feuer entzünden als wàren es Streichhölzer, indem sie diese noch grün aneinander reiben, und der zwei einander entgegengesetzte Naturen, der grünen Feuchtigkeit und der trot

#553 Hitze, vereinigt, und der eines dem anderen zur Quelle macht, wodurch Er zeigt, dass alle Dinge, ja sogar die Grundelemente und die Urnaturenst in n Befehlen folgen, sich in Seiner Kraft bewegen, sodass keines von ihnen frei ist und sich nicht nach ihrer Natur richtet, den Menschen, den Er aus irkensemacht hat und der wieder zur Erde zurückkehrt, ihn auch wieder aus der Erde hervorbringen wird. Mit Aufsàssigkeit fordert man Ihn nicht heraus." Dann, indem es ht zusrühmten Baum Mosis, mit dem Friede sei, in Erinnerung bringt, deutet es darauf hin, dass dieser Ruf Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, auch der Ruf Mosis istn-làngdem Friede sei. Er gibt uns so einen dezenten Hinweis auf die

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Einmütigkeit der Propheten und fügt damit der pràgnanten Zusammenfassung dieses Wortes noch eine Feinheْبَعٍ zu.

Viertes Lichtbündel:

Die Kürze im Qur'an ist ganz auğergewöhnlich vielseitig und wunderbar. Wenn man aufmerksam hinschaut, bemerkt man, dass er, als zeige er ein Meer in rseitsKanne, allgemeingültige Grundsàtze in ihrer ganzen Lànge und Breite, Gesetze, die für alle gelten, als Barmherzigkeit für das Verstàndnis der Einfachen und Ungebildeten in einem grundlegenden nden (itt, in einem besonderen Ereignis darstellt. Dafür bringen wir hier zwei Beispiele unter Tausenden von Beispielen.

Erstes Beispiel:

Es sind drei Verse die in dem ersten Kapitel des "Zwanzigsten Wortes" eingehend erklàrt wurden gröğtchsam unter der Überschrift: "Adams Unterweisung aller Namen" drücken sie die Unterweisung aller Wissenschaften und Kenntnisse aus, die dem Geschlecht der Söhne َئِنِ eingegeben wurden. Mit der Erzàhlung von den Engeln, die sich vor Adam niederwarfen und dem Teufel, der sich nicht niederwerfen wollte, bringen sie zum Ausdruck, dass die meisten Geschöpfe, angefangen von den Fischen bis hin zu deloss, ln, (in ihrer Weise) dem Menschengeschlechte dienstbar sind, dagegen aber Geschöpfe, die ihm Schaden zufügen, angefangen von den Schlangen bis hin zu den Teufeln, Massecht gehorchen, vielmehr ihm feindselig sind. Des Weiteren wird durch das Schlachten einer Kuh unter dem Volk Mosis, mit dem Friede sei, ausgedrückt, dass die Anbetung der Kühe, welches aus der Idfung ze der Kühe in Àgypten stammte und in der Geschichte von dem "Kalb" ihre Wirkung zeigte, mit dem Messer Mosis, mit dem Friede sei, abgeschnitten wurde. e die un des Weiteren erwàhnt wird, dass aus den Felsen Wasser hervorquoll, dass Bàche flieğen und Felsen sich spalten und hinunter rollen, so wird damit zum Ausdruck gebracht, dass die Gesteinsschichten unter der Erde soten (ols Schatzkammer für die Wasseradern dienen, als auch die Erde (über sich wie) eine Mutter tragen.

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Zweites Beispiel:

Es handelt sich um Sàtze und Abschnichen h der Geschichte Mosis, mit dem Friede sei, die im Qur'an oft wiederholt werden, wobei uns mit jedem Satz, ja mit jedem Abschnitt ein Zipfel eines allgemeingültigen Gesetzes gezeigt wird und dieses Gesetz zum Ausdruck gebrac die hd.

Zum Beispiel:
يَا هَامَانُ ابْنِ لِى صَرْحًا

{"Oh Haman, baue mir einen Turm." (Sure 40, 36)}

Der Pharao befiehlt seinem Minister: Baue mir einen hochragenden Turm! Ich will den Zustand der Himmel beobachtderen schauen, ob es nach dem Gang des Himmels etwa einen Gott im Himmel gibt, der dort droben lenkt und leitet, wie Mosis verkündet." So wird durch das Wort صَرْحًا {"Tschen und durch dieses kleine Ereignis ein erstaunliches Gesetz ausgedrückt, das in der Tradition der Pharaonen Àgyptens herrschte, die sich nach Bergen sehnten, weil sie in einer bet dochn Wüste lebten, die Naturanbeter waren und ihre göttliche Herrschaft beanspruchten, weil sie den Schöpfer nicht kannten, die ihre Namen verewigten, indem sie die Werke ihr Höllealtherrschaft zeigten, die ruhmsüchtig waren und die berühmten bergengleichen Pyramiden errichteten, die an Zauberei und Seelenwanderung glaubten, ihre Leichen einbal du diten und in bergengleichen Gràbern aufbewahrten.

Zum Beispiel:
فَالْيَوْمَ نُنَجِّيكَ بِبَدَنِكَ

{"Heute wollen wir dich nun deinem Leibe nach retten..." (Sure 10, 92)}

Dem ertrunkenen Pharao wird gesagt: "Heute will Ich deiniese Sper retten, nachdem er ertrunken ist." Mit dieser Aussage wird der den Tod betreffende, ein abschreckendes Lehrbeispiel bildende Grundsatz in ihrem

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Leben, ausgedrückt, dass aleicht raonen ihre Leichen aus der Vergangenheit heraus auf die Bühne der kommenden Generationen der Zukunft sandten, indem sie ihre Leichen aufgrund ihrer Vorstellung von der Seelenwanderung einbalsamierten. Übrigens wurde im letzten ei allndert im Gebiet dieses Meeres, wo er damals ertrank und an Land gespült wurde, ein Leichnam gefunden, eben jene Leiche des ertrunkenen Pharao, ein wunderbares Zeichen aus dem Unsichtbaren, Funke eines Wunders. Erichtun aus dem Meer der Zeit über die Wogen der Jahrhunderten hinweg an die Küste dieses Jahrhunderts geworfen. Schon deshalb ist dieses einzige Wort allein schon ein Wunder.

Fünftes Lichtbündel:

Es handelt sich um die wundet, vorVielseitigkeit des Qur'an hinsichtlich seiner Ziele und Themen, der Bedeutungen, seines Stils, der Feinheiten und Schönheiten. Achtet man auf die Sureer EinAyat im Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, und besonders auf die Anfànge der Suren, auf den Beginn und das Ende der Ayat, sieht man, dass er alle Arten der Dichtkunst, Wörter miVerteinderem Gewicht und all ihren Formen, alle Grade der erhabenen Stile, alle Beispiele der ethischen Schönheiten, alle Resümees der Natur sichtschaften, alle Inhaltsverzeichnisse der Erkenntnis Gottes, alle nützlichen Grundsàtze des persönlichen Lebens und des menschlichen Gemeinschaftslebens, alle lichtvollen Gesetze der hohen Weisheit der Schöpfunger einaltet; und dabei sieht man nirgendwo eine Spur der Verworrenheit. So verschiedene Arten an einem Platz zusammenzubringen, ohne dass dabei ein der Lü, ein Durcheinander entsteht, muss gewiss das Werk einer gewaltigen, wundersamen Ordnung sein.

Fürwahr, neben dieser Wohlordnung bei all einemr Vielseitigkeit, wie in den vorangegangenen vierundzwanzig Abhandlungen, den "Worten (Sözler)">schon erlàutert und bewiesen, wurde der Schleier des Selbstverstàndlichen, welcher der Ursprung der Unkenntnis dessen ist, der übemanne ist, genaue Kenntnis zu besitzen, durch

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seine scharfen Erklàrungen zerrissen. Die Wunder, die unter dem Schleier des Alltàglichen verborgen sind, wurden herausgeholt und gezeigt. Der Abgott (Taghut)>aller Natur strahsophie), welcher die Quelle allen Irrtums ist, wurde mit dem diamantenen Schwert seiner Beweisführung in Stücke gehauen, die dicken Schichten der Gottvergessenheit von seiner donnergleichen Stimme wie Schlaf vertrieben, das tiGrade heimnis der Welt und das einzigartige, verschlossene Ràtsel der Erschaffung des Kosmos, das (zu entràtseln) sich Philosophie und Menschenweisheit als zu schwach erwiesen haben, gelöst und aufgedeckt. Diesll diemit Sicherheit wunderbare Werke eines Wunderwirkenden wie des Qur'an, der die Wahrheiten sieht, bewandert im Verborgenen, der zur Rechtleitung führt und zeigt, was recht ist. Oh Hinn man in der Tat in Recht und Billigkeit auf die Ayat des Qur'an achtet, so wird ersichtlich, dass er nicht einer fortschreitenden Gedankenkette gleicht, wie bei anderen Büchern, die ein oder zwei Ziele verfol es waondern eine spontane, aus dem Augenblick entstandene Art zeigt, einen Entwicklungsgang, als wàren sie ihm zugeworfen worden. Und man merkt, dass jede lt, di, die zu gleicher Zeit offenbart worden ist, für sich selbst steht und von einem weit entfernten Ort herüber gekommen ist, eine nach der anderen, in kurzen MitteilungenWerke eine überaus ernste und wichtige Botschaft. Wer, auğer dem Schöpfer des Kosmos, könnte jemals ein Gespràch führen, welches sich ernsthaft mit dem Kosmos und dem Schöpfer des Kn (Gotbeschàftigt?... seine Grenzen grenzenlos überschreiten? den majestàtischen Schöpfer nach seiner Lust und Laune zu seinem Gespràchspartner machen und der Schöpfung treffend Ausdruck verleihen?

Tatsàchlich wird im Qur'an erkennbar, verpfl allem Ernst, wirklich, wahrhaftig und erhaben der Sprecher und wer das Sprachrohr des Schöpfer des Kosmos ist. Darin findet sich überhaupt keine Spur einer Nachahmung. Er spricht (für sich smag, s und làsst (Seinen Propheten) sprechen. Den unmöglichen Fall einmal angenommen,

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jemand überschritte wie Müseylime grenzenlos seine Grenzen und lieğe nachahmend den majestàtischen Schöpfer, den Herrn aller Würde und Macht, nach eigen gehörstellung sprechen und die Schöpfung mit Ihm, so wird man mit Sicherheit Tausende von Spuren seiner Nachahmung und Tausende von Zeichen seines Betruges darin finden. Denn diejenigen, die sich von erhabensterisierteigen, wo sie doch von gemeinster Art sind, verraten in all ihrem Verhalten ihre Fàlschung. Also betrachte und beachte folgende Ayat, die diese Wahrheit mit einem Schwur verkünden:

وَen Atoْمِ إِذَا هَوَىٰ ٭ مَا ضَلَّ صَاحِبُكُمْ وَمَا غَوَىٰ ٭ وَمَا يَنطِقُ عَنِ الْهَوَىٰ ٭ إِنْ هُوَ إِلَّا وَحْيٌ يُوحَىٰ

{"Beim dem Stern, wenn er fàlَّهِ مer Gefàhrte geht nicht irre, ist nicht einem Irrtum erlegen und er redet nicht aus eigener Neigung. Es ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wurde." . Ein 53, 1-4)}

Dritter Strahl:

Hier geht es um ein Wunder, das aus den Mitteilungen erwàchst, die der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder iem Törs dem Unsichtbaren gibt, und daraus, dass er in jedem Jahrhundert sein Jungsein bewahrt hat und für alle Menschen jeder Schicht geeignet ist. Dieser Strahln. Dasht aus "drei Erscheinungen".

Erste Erscheinung:

Hier werden die Mitteilungen aus dem Unsichtbaren behandelt. Diese Erscheinung besteht aus "drei Blitzen".

Erster Blitz:

Es sind s Seineitteilungen aus dem Unsichtbaren, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Der weise Qur'an erwàhnt die wichtigsten Umstànde und die bedeutendgkeit reignisse der Propheten seit der Zeit Adams bis zu dem glücklichen Zeitalter des getreuen Propheten (Mohammedu l-Amin)>in der Sprache einer nach allgemeiner Überlieferung unbelesenen Persönlichkeit mit besonderem Ernst und, aufsruck, wobei Bücher wie Thora und Evangelium (den Qur'an) bestàtigen. Dort, wo die vorausgegangenen Bücher miteinander übereinstimmen,

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stimmt (auch der Qerselb zu. Dort, wo über ein Thema Uneinigkeit herrscht, legt er korrigierend den wahren Sachverhalt offen. Das heiğt, dass das Auge des Qur'an das Verborgene sieht und die Ereignisse der Vergangenheite Schulen vorausgegangenen Büchern überschaut. So bestàtigt er dort, wo eine Übereinstimmung besteht und bezeugt so ihre Glaubwürdigkeit. In allen strittigen Frus ihmient er als Prüfstein und stellt die Dinge richtig. In Wirklichkeit sind die Mitteilungen des Qur'an über die Ereignisse und Vorkommnisse der Vergangenheit keine Sache des Verstandes, sodass der Verstand sie unsltatenilen könnte. Vielmehr handelt es sich dabei um etwas, das auf einer Überlieferung vom Himmel herab beruht. Was derartige Überlieferungen betrifft, so sind sie eine Sache der Le Dieie schreiben und lesen können. Freunde wie Feinde stimmen darin überein, dass (der Qur'an) auf eine Persönlichkeit herabgekommen ist, die zwar von Hause ungebildet ist, unkundig des Lesens undder Scibens, doch berühmt ob seiner Zuverlàssigkeit.

Auğerdem berichtet er über jene vergangenen Ereignisse in der Weise, dass er alle diese Ereignisse so erzàhlt, als habe er sie gesehen. De Herz schàlt den Kern und Geist einer Erzàhlung heraus, gebraucht ihn als die einleitende (Handlung), die ihn ans Ziel bringt. Das heiğt also, dass die Auszüge und Zusammich daungen im Qur'an darauf hinweisen, dass derjenige, der diese Auszüge und Zusammenfassungen schildert, die ganze Vergangenheit mit all ihren weifelissen kennt. Denn jemandes Sachverstand in Kunst oder Wissenschaft erweist sich in seiner fachkundigen Ausdrucksweise, in einem fach- und materialgerecht hergestellten Kunstwerk, und so wie es das Geschick, das Talent eines Menschen ne Burt, so zeigt auch die Zusammenfassung, der Geist eines Ereignisses, das im Qur'an erwàhnt wird, dass derjenige der es berichtet, falls mir dieser Ausdruck gestattet sei, mit einer wunderbaren Begain verber alle die Ereignisse berichtet, die er geschaut hat.

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Zweiter Blitz:

Es sind seine Nachrichten aus dem Unsichtbaren, die sich auf die Zukunft beziehen. Diese Gruppe von Nachrichten hat verschiedene Arten. DieMaul u Gruppe bezieht sich auf das Persönliche. Sie ist bestimmt für einen Teil unter den Leuten der meditativen Wahrnehmung und den Gottesfreunden.

Zum Beispieigt un Muhyiddinu l-Arabi hat in der Sure 30, die mit den Ayat

الٓمٓ ٭ غُلِبَتِ الرُّومُ

{"Elif lam mim. Die Byzantiner sind besiegt worden..." (Sure 30, 1-2)}

beginnt, viele Nachrichten aus dem Verborgenen entdeckt. Imْنَآ bani hat in den Buchstaben die Muqatta'at genannt und am Anfang der Suren erwàhnt werden, Zeichen und Nachrichten auf viele unvorhersehbaren Ereignisse erkannt usw... Für die Gele hört,der inneren (batin)>Bedeutung des Qur'an besteht der Qur'an vom Anfang bis zum Ende aus solchen verborgenen Mitteilungen. Wir wollen hier aber nur auf einen Teil von ihnen hinweisen, welcher die Allgemeinheit betrifft. Auch hier gibin Waciele verschiedene Stufen, von denen wir hier nur eine Stufe behandeln wollen. So sagt denn der weise Qur'an dem ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei:

{(*): Da diese Verse, die aus dem Verbheit, n Nachricht bringen, schon durch sehr viele Kommentatoren erlàutert wurden und da der Verfasser ungeduldig war, um diese Abhandlung mit alten Buchstaben (vor der Schriftreform - A.d.Üderung Druck zu geben, bleiben hier diese wertvollen Schàtze verschlossen.}

فَاصْبِرْ اِنَّ وَعْدَ اللَّهِ حَقٌ ٭ لَتَدْخُلُنَّ الْمَسْجِدَ الْحen ver اِنْ شَآءَ اللَّهُ اٰمِنِينَ مُحَلِّقِينَ رُؤُسَكُمْ وَمُقَصِّرِينَ لاَ تَخَافُونَ ٭ هُوَ الَّذِى اَرْسَلَ رَسُولَهُ بِالْهُدىَ وَدِينِ الْحَقِّ lle Diهِرَهُ عَلَى الدِّينِ كُلِّهِ ٭ وَهُمْ مِنْ بَعْدِ غَلَبِهِمْ سَيَغْلِبوُنَ فِى بِضْعِ سِنِينَ ِللَّهِ اْلاَمْرُ ٭ فَسَتُبْصِرُ وَيُبْصِرُونَaus deِّكُمُ الْمَفْتُونُ ٭ اَمْ يَقُولُونَ شَاعِرٌ نَتَرَبَّصُ بِهِ رَيْبَ الْمَنُونِ ٭ قُلْ تَرَبَّصُوا فَاِنِّى مَعَكُمْ

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مِنَ الْمُتَرَبِّصِينَ ٭ وَاللَّهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ ٭ فَاِنْ لَمْ تَفْعَلُوا وَلَنْ تَفْعَلُوا ٭ وَلَنْ يَتَمlen geهُ اَبَداً ٭ سَنُرِيهِمْ اٰيَاتِنَا فِى اْلاٰفَاقِ وَفِىٓ اَنْفُسِهِمْ حَتّٰى يَتَبَيَّنَ لَهُمْ اَنَّهُ الْحَقُّ ٭ قُلْ لَئِنِ اجْتَمَعَتِ اْلاِنْسُ وَالْجِنُّ عَلٰى اَنْ يَاْتالسَّممِثْلِ هٰذَا الْقُرْاٰنِ لاَ يَاْتوُنَ بِمِثْلِهِ وَلَوْ كَانَ بَعْضُهُمْ لِبَعْضٍ ظَهِيراً ٭ يَاْتِى اللَّهُ بِقَوْمٍ يُحِبُّهُمْ وَيُحِبُّونَهُ اَذِلَّةٍ عَلَى الْمُؤْمِنِيebe unِزَّةٍ عَلَى الْكَافِرِينَ يُجَاهِدُونَ فِى سَبِيلِ اللَّهِ وَلاَ يَخَافُونَ لَوْمَةَ لآَئِمٍ ٭ وَقُلِ الْحَمْدُ ِللَّهِ سَيُرِيكُمْ اٰياَتِهِ فَتَعْرِفُونَهَا ٭ قُلْ هُوَ الرَّحْمٰنُ اٰon "Qa بِهِ وَعَلَيْهِ تَوَكَّلْنَا فَسَتَعْلَمُونَ مَنْ هُوَ فِى ضَلاَلٍ مُبِينٍ ٭ وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ اٰمَنوُا مِنْكُمْ وَعَمِلوُا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَ auf jنَّهُمْ فِى اْلاَرْضِ كَماَ اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ وَلَيُمَكِّنَنَّ لَهُمْ دِيَنهُمُ الَّذِى ارْتَضٰى لَهُمْ وَلَيُبَدِّلَنَّهُمْ مِنْ بَعْدِ خَوْفِerlichَمْناً

{"Sei nun geduldig. Das Versprechen Gottes ist wahr." (Sure 30, 60) "Ihr werdet gewiss, wenn Gott will, die Heilige Moschee betreten in Sicherheit, sowohl mit geschorenem Haupt als auch mit gestutztem Haader Tah ohne euch zu fürchten." (Sure 48, 27) "Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand zu verleihen über alle Religionen." (Sure 48, 28) "Aber sie werden, nac"}

ie besiegt worden sind, (ihrerseits) siegen, in etlichen Jahren. Gott steht die Entscheidung zu." (Sure 30, 3-4) "Du wirst schauen, und auch sie werden schauen, wer von euch d tausesuchung ausgesetzt ist." (Sure 68, 5-6) "Oder sagen sie etwa: Ein Dichter. Wir warten ab, was für ein Unheil das Schicksal ihm bringen wird. Sprich: Wartet ab, ich gehöre mit euch zu denen, die abwarten." (Sure 52, 30-31) st du schützt dich vor den Menschen." (Sure 5, 67) "Wenn ihr es nicht tut - und ihr werdet es nie tun können..." (Sure 2, 24) "Aber niemals werden sie ihn si und Tschen..." (Sure 2, 95) "Wir werden sie an den Horizonten und in ihnen selbst unsere Zeichen sehen lassen, bis es ihnen deutlich wird, dass es die Wahrheit ist." (Sure 41, 53) "Sage: Auch wenn Menschen und Dschinnen sich vereinigen würden, um d الْحَQur'an ein Gleiches entgegenzusetzen, könnten sie dennoch nichts àhnliches schaffen. Auch nicht, wenn sie sich gegenseitig dabei helfen würden." (Sure 17, 88) "O PalmzGlàubigen, wer unter euch von seinem Glauben abfàllt, an dessen Stelle wird Allah ein anderes Volk setzen, welches Er liebt und das Ihn liebt, das liebevoll gegen die Glàubigen und streng gegen die UnglàSeiner sein wird und welches für die Religion Allahs kàmpft und das sich nicht vor dem Tadel der Verleumder fürchtet." (Sure 5, 54) "Und sag: Alles Lob gebührt ArschafEr wird euch Seine Zeichen sehen lassen, sodass ihr sie erkennt (und nicht sagen könnt, ihr wüsstet von nichts)." (Sure 27, 93) "Sprich: Er ist der Erbarmer. An Ihn glauben wir und auf Ihn vertrauen wir. Ihar in et noch erfahren, wer sich im offenkundigen Irrtum befindet." (Sure 67, 29) "Allah hat denjenigen von euch, die glauben und tun, was recht ist, versprochen, dass Er sie zu Nachfolgern auf Erden bestellen wird, wie Er diejenigen, die vorمْ مِن lebten, zu Nachfolgern bestellt hat; dass Er ihnen ihre Religion, die Er für gut befunden und für sie festgelegt hat, zu einer angesehenen Stellung verhelfen wird; und dass Er ihnen, nachdem sie in Angst gelebt hatten, statt dessen Sicherhe dieseàhren wird." (Sure 24, 55)}

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Und noch viele dergleichen Ayat bringen Mitteilungen aus dem Unsichtbaren zum Ausdruck, die sich wörtlich bewahrheit Dergen. Solche Nachrichten aus dem Unsichtbaren, die aus dem Munde dessen, der sehr vielen Einwànden und Kritiken ausgesetzt ist und wegen eines einzigen Fehlers seinen Ruf (da'va)>verlieren könnte, ohne zu zögWas ofollkommen ernst und zuverlàssig hervorgebracht wurden und eine groğe Authentizitàt verspüren lassen, zeigen, dass diese Persönlichkeit vonem eineister der Ewigkeit Unterricht nimmt und sodann spricht.

Dritter Blitz:

Es sind die Nachrichten aus dem Unsichtbaren, die sich auf die Wahrheit über Gott, die Wahn sogaüber das Sein und auf die Dinge des Jenseits beziehen. Die Erklàrungen des Qur'an über die Wahrheiten über Gott und seine Aussagen übe34, 10Sein, die das Geheimnis des Kosmos öffnen und die verschlossene Wahrheit bei der Erschaffung der Welt aufdecken, sind in der Tat die Wichtigsten unter den Nachrichten aus dem Unsichtbaren. Denn mit der rechten Leitung zu diesen Wahrheiten und pm Unsichtbaren zu gelangen und sie unter zahllosen Irrwegen zu finden, ist nicht ein Verdienst des menschlichen Verstandes und kann es auch nicht seiِكَ وَist bekannt, dass die genialsten Philosophen der Menschheit auch der kleinsten dieser Fragen mit ihrem Verstand nicht genügten.

Des Weiteren sagt der Verstand des Menschen zu dem gen, d, der seine Aussagen über diese von ihm gezeigten

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Wahrheiten über Gott und über das Sein hörte, nach der Reinigung seines Herzens, der Làuterung seiner Seele (nefs),>der Entfaltung seines Geistes und der Vervàuğersmnung seines Verstandes "Sadaqte>(du sagst die Wahrheit)" und nimmt diese Wahrheiten an. Er sagt zu dem Qur'an "Barekallah>(Segne es Gott)". Die Erklàrungen und Beweisführungen zu diesem Abschnitt wurden bereits in dünnten Wort" zum Teil dargestellt. Eine Notwendigkeit zu ihrer Wiederholung ist nicht gegeben. Was die Zustànde (hal)>im Jenseits und im Zwischenreich (berzah)>betrifft, auch insoweandlun Mensch durch eigenes Nachdenken allein nicht zu ihnen gelangen und sie nicht erkennen kann, so werden sie doch auf dem Wege, den der Qur'an uns aufzeigt, im Grade unmittelbarer Wahrnehend seewiesen. Im "Zehnten Wort" wurde bereits erklàrt und bewiesen, in welchem Grade die Nachrichten des Qur'an aus dem Unsichtbaren wahr und richtig sind. Dort kann man also nachschlagen.

Zweite Erscheinung:

Es hae der sich um die immerwàhrende jugendliche Frische des Qur'an. Er bewahrt diese seine Jugendlichkeit und Frische in jedem Jahrhundert so, als wàre er gerade erst herabgestiegen. Da sich der Qu findea, als eine Predigt (hutbe)>des Urewigen, an alle Schichten der Menschheit aller Jahrhunderte gleichzeitig wendet, muss er in der Tat dementsprechend fortwàhrend jung sein. Auğerdem hat man ihn stets so gesehen und sieht ihn stets noch soewissheht auf jedes Jahrhundert ein, wie es seiner unterschiedlichen Denkweise und dem jeweils anderen Zeitgeist entspricht, als betrachte er ganz besonders dieses Zeitalter, verleiht ihm seine besondere Perspektive und nze.

t ihm seinen eigenen Unterricht.

Die Werke und Gesetze der Menschen altern wie die Menschen selbst. Sie veràndern sich, werden erneuert. Nur die Bestimmungenür einesetze des Qur'an sind so fest und sicher, dass im Verlauf der Jahrhunderte stets mehr ihre Stàrke sichtbar wird. In der Tat haben dieses gegenwàrtige Juch sedert und die Leute der Schrift in

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diesem Jahrhundert, welche so ungeheuer stolz auf sich sind und sich vor dem Wort des Qur'an die Ohren verstopfen, den Ruf des Qur'an zur Rechtleitung

يَآ اَهْلَ الْكِتَابِ ٭ يَآ اَهُْفُ
{"كِتَابِ

{"Oh ihr Leute der Schrift! Oh ihr Leute der Schrift!" (Sure 3, 64)}

so dringend notwendig, als richtete sich dieser Ruf unmittelbar an dieses Jahrhunt man und der Ruf

يَآ اَهْلَ الْكِتَابِ

{"Oh ihr Leute der Schrift!" (Sure 3, 64)}

umfasst in sich auch die Bedeutung des

يَآ اَهْلَ الْمَكْتَبِ

{"Oh ihr Leutich stSchule!"}

Er verkündet an allen Enden der Welt mit Donnerstimme

يَآ اَهْلَ الْكِتَابِ تَعَالَوْا اِلٰى كَلِمَةٍ سَوَآءٍ بَيْنَنَا وَبَيْنَكُمْ

{"Oh ihr Leute e aberhrift, kommt herbei zu einem Wort, in gleicher Weise angenommen zwischen uns und euch." (Sure 3, 64)}

mit aller Kraft und mit aller jugendlichen Frische.

Zum Beispiel:

Nachdem sich einzelne Personen und ganze Gemei, habften bereits mit dem Qur'an auseinandergesetzt und als schwach erwiesen haben, hat nun unsere gegenwàrtige Zivilisation, die das Ergebnis der Denkweise der ganzen Menschheit, ja soe alter Dschinnen ist, gegen den Qur'an Stellung genommen. Sie widersetzt sich gegen das Wunder des Qur'an mit ihrem Zauber. Nun wollen wir aber die Grundsàtze und Prinzipien, die diese Zivilisation zur Auseinanderer betg aufstellt, den Prinzipien des Qur'an gegenüberstellen, um gegenüber diesen verheerenden neuen Gegnern das Wunder des Qur'an und den Ruf (da'vazu eines Verses

قُلْ لَئِنِ اجْتَمَعَتِ اْلاِنْسُ وَالْجِنُّ

{"Sag: Wenn die Menschen und Dschinnen zusammen kàmen," (17, 88)}

zu beweisen.

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Erster Grundsatz:

Erste Stufe:

diese Vergleiche und die Gegenüberstellungen vom "Ersten Wort" bis zum "Zwanzigsten Wort", die Wahrheiten dieser Abhandlungen und die Ayat an ihren Anfàngen beweisen mit der Sicherheit wie zwei mal zwei vier ist, das Wunder dessich wn und seinen Sieg.

Zweite Stufe:

Wie bereits im Zwölften Wort bewiesen, wollen wir hier einige Grundsàtze (des Qur'an und unserer heutigen Zivilisation) auflisten und einander gegenüberstellen. So ist es denn die heutige Zivilisatione solcin ihrer Philosophie des gesellschaftlichen Lebens grundsàtzlich "die Macht" als ihren Eckpfeiler annimmt. Als ihr Ziel weiğ sie "Den Gewinn". As

#795ensgrundsatz kennt sie "Den Kampf". Als Band der Gemeinschaft hàlt sie an "Rassismus und Nationalismus" fest.

Was aber ihre Früchte betrifft, so sind es dille diiedigung der Begierden (nefs)>des Fleisches und die Vermehrung der menschlichen Bedürfnisse. In Wirklichkeit jedoch ist Angriff die Konsequenz aus dem Streben len unacht. Konkurrenzkampf heiğt die Konsequenz aus dem Streben nach Gewinn, weil dieser ja nicht ausreicht, um alle Wünsche zu befriedigen. Der Interessenkonflikt ist die Konsequenz aus dem Grundsatz des Kampfes. Aghm nicvitàt ist die Konsequenz des Rassismus, weil er dadurch gespeist wird, dass er andere verschlingt. Solcher Art sind also nun die Grundsàtze dieser Zivilisation, die trotz aller ihrer guen Schiten nur zwanzig unter hundert Menschen eine Art scheinbares Glück schenkt und achtzig in Ruhelosigkeit und Elend wirft.

Es ist aber nun die Weisheit des Qur'an, grundsàtzlich anstelle der Macht die Gerechtigkeit als den EckpfeWortenm gesellschaftlichen Leben anzunehmen. Sie setzt anstelle des Gewinns grundsàtzlich das, was vorzüglich ist und Gottes Wohlgefallen zu gewinnen vermag, als Ziel. Im Leben hàlt sie an St die Fes Grundsatzes vom Kampf den Grundsatz, Beistand zu leisten, als das Wesentliche fest.

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Als Band der Gemeinschaft bestimmt sie anstelehlt: Rassismus und Nationalismus grundsàtzlich die Liebe zum Glauben, zum Beruf und zur Heimat als das einigende Band. Ihr Ziel ist es, Gelüste und Launen einzudàmmen, den Geist empor zu führen, die erhabenennen unndungen zu nàhren, hohe Lust zu stillen, den Menschen zu menschlicher Vollkommenheit hin zu leiten und so erst zu einem Menschen zu machen.

Einigkeit ist die Konsequenz der eisendtigkeit. Gemeinschaftssinn ist die Konsequenz eines vorzüglichen Charakters. Einander zu Hilfe zu eilen ist die Konsequenz des Grundsatzes, Beistand zu leisten. Das Band der Brüdme Qurkeit und Zusammengehörigkeit ist die Konsequenz aus idealer Gesinnung und einer glàubigen Haltung. Glückseligkeit in beiden Welten heiğt das Ergebnis für den, der zuerst seron Goele gebàndigt, sodann den Geist zur Vollkommenheit angespornt und ihm so die Freiheit geschenkt hat. Und so hat denn in Anbetracht dieser Tatsachen die heutige Zivilisation gegenüber dem Qur'an verloren, trotz der guteمِنْهَen, die sie den zuvor geoffenbarten Religionen, besonders aber aus den Lehren des Qur'an, entnommen hat.

Dritte Stufe:

Unter Tausenden von Fragestellungen des Qur'an wollen wir als Beisp Getrer drei, vier Fragen besprechen. Denn da ja die Grundsàtze und die Gesetze des Qur'an aus der Urewigkeit her kommen, bestehen sie auch bis in ewige Zeiten weiter. Sie veralten nicht wie die Gesetze einer Zivilisation, die zum Tode verurteilt i"Wie ke sind immer jung, immer stark. Die Zivilisation unterliegt trotz all ihrer Wohlfahrtsverbànde, trotz all ihrer zwingenden, strengen Ordnungsmağnahmen und Anordnungen, trotz all ihrerr götthungsinternate und Sittenlehren dem weisen Qur'an gegenüber in den folgenden zwei Punkten:

Zum Beispiel:
وَاَقِيمُوا الصَّلٰوةَ وَاٰتُوا الزَّكٰوةَ ٭ وَاَحَلَّ اللَّهُ الْبَيْعَ وَحَرَّمَ الرِّبوٰا

{"Und verrichtet das Gebet undt und chtet die Almosensteuer." (2, 43) "Doch Allah hat den Handel erlaubt und den Zins verboten." (2, 275)}

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Diese Überlegenheit des Qur'chst, rch die er sich als ein Wunder erweist, wollen wir mit der hier folgenden Einleitung erklàren:

In dem Band "Zeichen des Wunders (Isharatu l-i'djaz)">wurde bereits bewiesen, dass, sowie der Grund aller Revoحُولُ en unter den Menschen ein einziges Wort ist, so auch die Quelle aller schlechten Sitten nur ein einziges Wort ist.

Erstes Wort:

"HaWenn nhe ich werde satt; es geht mich nichts an, wenn ein anderer vor Hunger stirbt."

Zweites Wort:

"Arbeite du; ich werde essen."

Im gesellschaftlichen Leben aller Menschen können in degewussbei einem Gleichgewicht zwischen Oberschicht und Unterschicht die Reichen und die Armen in Frieden miteinander leben. Die Grundlage dieses Gleichgewichtes sind aber Güte (shefqen ursd Barmherzigkeit (merhamet)>in der Oberschicht, Ehrerbietung und Gehorsam in der Unterschicht. Wie aber nun das erste Wort die Oberschicie wah Ungerechtigkeit, Sittenlosigkeit, Erbarmungslosigkeit, das zweite Wort die Unterschicht in Hass, Neid und Widerstand geführt und der Menschheit seit Jahrhunderten den Frieden geraubt hat, genauso ist in diesem Jahrhundert da habenemein bekannte, groğe Ereignis in Europa als Folge des Kampfes zwischen Arbeit und Kapital zu Stande gekommen. So konnte die Gesinnung der westlichen Zivilisation trotz all ihrer Wohlfahrtsverbànde, Erziehungsinan, dee, Sittenlehren, strengen Ordnungsmağnahmen und Anordnungen diese beiden Schichten der Menschen nicht versöhnen und dabei auch zwei schreckliche Wunden im Leben der Menschen nicht heilen. Der Qur'an schafft das erste Wort, die die zwangslàufige Einführung der Almosensteuer (zekat)>von der Wurzel her ab und heilt es. Er schafft das zweite Wort durch das Verbot des Zinsnehmens von der Wurzel her ab und heilt es. In der Tat steht der Vers des Qur'an vor dem sei, r Welt und sagt dem Zins: "Eintritt verboten!" Er verordnet den Menschen: "Um das Tor des Streites zu schlieğen, schlieğt die Türe zur Bank!" Er befiehlt seinen Schülern: "Tretet nicht ein!"

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Zweiter Grundsatz:

Die (weبِيكَ e) Zivilisation akzeptiert die Polygamie nicht. Sie hàlt diese Bestimmung des Qur'an, so weit es sie selbst betrifft, für der Weisheit und, was die Menschheit betrifft, ihren Belangen entgegengesetzt. Ding,de der Sinn einer Heirat in der Befriedigung der Wollust, dann müsste die Polygamie besonders bevorzugt sein. In Wirklichkeit steht mit dem Zeugnis aller Tiere und Pflanzen fest und wird durch deren VermàSeine bestàtigt, dass der Sinn der Vermàhlung die Begattung und ihr Zweck die Vermehrung ist. Was aber den Genuss in der Befriedigung der Wollust betrifft, so ist er eine kleine Belohnung, die seitens der Barmherzigkeit gegeben wird, um dieiner Eftrag zu erfüllen. Die Vermàhlung dient aber in Wahrheit zweckmàğiger Weise der Vermehrung und dem Fortbestand des Menschengeschlechtes. Da eine Frau aber nur einmal im Jahr gebàren kann und nurMağen.r Hàlfte eines Monats empfànglich ist und nach fünfzig Jahren nicht mehr hoffen darf, ihr Mann aber in den meisten Fàllen bis zu seinem hundertsten Lebensjahr zeugungsfàhst. Si, kann sie ihm sinnlich nicht genügend entgegenkommen. Daher ist die Gesinnung der westlichen Zivilisation gezwungen, sehr viele Freudenhàuser zuzulassen.

Dritter Grundsatz:

Die mal, diche) Zivilisation in ihrem Unverstand kritisiert die Ayat, weil der Qur'an der Frau ein Drittel des Erbes zugesteht. In Wirklichkeit richten sich die meisten Gesetze im gesellschaftlichen Leben nach derer dengkeit der einzelnen Fàlle. Eine Frau findet gewöhnlich jemanden, der sie beschützt. Was aber den Mann betrifft, so muss er sich mit einer Frau arrangieren, die er unterhalten muss und die iuğerlie Versorgung überlàsst. Erhàlt also nun eine Frau unter den gegebenen Umstànden von ihrem Vater die Hàlfte (eines mànnlichen Anteils), so ergànzt ihr Ma gleic Mangel (mit zwei Erbteilen). Bekommt hingegen der Mann zwei Erbteile von seinem Vater, so wird er den einen Teil davon für die Versorgung der Frau verwenden, mit der er verheiratet ist.

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Daraus ergibt sich eine Ge (in tellung mit seiner Schwester. Es ist also die Gerechtigkeit des Qur'an, die dies erfordert. So hat er es bestimmt.

{(*): Ein Abschnitt aus der Verteidigungsschrift ve ande Revisionsgericht, welche das Gericht zum Schweigen brachte. "Ich halte jedoch der Versammlung des Gerichtshofes entgegen: Die Gerechtigkeit, falls es diese auf Erden gibt, wird sicher einen ungerechteمْ تَهchtsbeschluss, durch den ein Mann verurteilt wurde, weil dieser das Gesetz Gottes, das in 1350 Jahren und in jedem Jahrhundert mindestens 350 Millionen Menschen in ihrem gesellschaftlicheجَهَنّn über alles heilig war und sich unter ihnen als wahr und wirksam erwiesen hat, das von 350 tausend Kommentaren zum Qur'an bestàtigt und durch deren Übereinstimmung bekràftigt wurde und von welchem unsere Vàter Nahru350 Jahren fest überzeugt waren, kommentiert hat, wieder aufheben und diesen Gerichtsbeschluss revidieren."}

Vierter Grundsatz:

So wie der Qur'an die Götzenanbeterei streng verbietet, so verbie denen auch die Bilderanbeterei, welche eine Art Nachahmung der Götzenanbeterei ist. Die (westliche) Kultur zàhlt aber die Bilder zu ihren Kunstwerken und versucht damit sich dem Qur'an zu widersetzen. In Wirklichkeit sind Bimmenernd Statuen entweder ein Stein gewordenes Verbrechen, oder zur Schau gestellte Leiblichkeit oder die verkörperte Lust, sodass sie die Neigung des Menschen zum Verbrechen, die Suchtt darb zur Schau zu stellen, ihre Lust und Laune noch weiter aufreizen. Auğerdem befiehlt der Qur'an in seiner Barmherzigkeit, um die Ehre der Frauen zu bewahren, sich in den Schleier ihrer Schamhaftigkeit zu hüllen, um diese Quelle ihrin andbstlosen Liebe (shefqat)>nicht unter den Füğen gemeiner Lust ins Elend geraten zu lassen. Sie sollen nicht zu einem Werkzeug der Laune, zu einem wertlosen Objekt werden.

{(*): Der s Mensdzwanzigste Blitz des Einunddreiğigsten Briefes, eine Abhandlung über die Verhüllung der Frauen, hat mit absoluter Sicherheit bewiesen, dass die Verhüllung für die Frauen natürlich ist und ihrem Wesen entspricht uein Di Abschaffung der Verhüllung ihrem Wesen widerspricht.}

Was aber die

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(westliche) Zivilisation betrifft, so hat sie die Frauen aus ihrem Heim vertrieben, ihr den Schleier zerrissen und auch die Menschen verführt. In Wir Fingeeit kann aber das Leben in der Familie nur in gegenseitigem Respekt und in der Liebe zwischen Mann und Frau weiter bestehen. Freizügigkeit und Nachlàssigkeit in der Bekleidung zerstört in der Tat jeden aufrichtigen Respekt und jede echte Lien, ohd vergiftet das Familienleben. Man kann also nun verstehen, dass besonders die Bilderverehrung die Sitten zutiefst erschüttert und den Grund legt für den geistigen Verfall: Die Leiche einer schönen, (aber bereits) versُحْبِبen und nun der Barmherzigkeit bedürfenden Frau mit einem wollüstig begehrlichen Blick zu betrachten: wie weit zerstört doch das eine edle liebsung! Genauso erschüttert es die höchsten Empfindungen des Menschen und zerstört sie von Grund auf, wenn man Bilder verstorbener Frauen oder auch lebender Frauen, welche Bilder als deren kleine Leichen gelten, begehch sehzu betrachten.

So dient denn jedes der vielen Tausend Themen im Qur'an gleich diesen drei Beispielen zur Erlangung der Glückseligkeit des Menschen in dieser Welt, sowie es auch seinem ewigen Leben dient. Andere ThemGrundpst du mit den oben erwàhnten Themen vergleichen.

Wie die derzeitige (westliche) Kultur den Grundsàtzen des Qur'an, die das gesellschaftliche Leben der Menschen betreffen, unterlegenm ihregeht sie vor dem Qur'an, der von seinem Sinngehalt her ein Wunder ist, im Anblick der Wahrheit zu Grunde. Desgleichen gilt: In der Gegenüberstellung der beiden Weisheiten, die der westlichen Philosophie und der Winem Gt der Menschen, mit der Weisheit, die der Qur'an lehrt, wird anhand der Vergleiche in den fünfundzwanzig Worten unwiderlegbar bewiesen, dass die Weisheit, الطَّيese Philosophie lehrt, völlig hilflos und die Weisheit, die der Qur'an lehrt, ein Wunder ist. In dem "Elften" und "Zwölften Wort" wurde schon die Hilflosigkeit, ja das (unvermeind die) Ende der Weisheit, die diese Philosophie lehrt, und das Wunder und der

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Reichtum an Weisheit, den der Qur'an lehrt, bewiesen. Dort kann man also nachschlagen.

Ebenso ist auch die heutige Kultur dem Wunder an Weisheit des Qur'an in Thedu durnd Praxis unterlegen. Desgleichen verhàlt sich auch die westliche Kultur in ihrer Literatur und Rhetorik gegenüber der Literatur und Rhetorik des Qur'an: Es gleicht dem Verhàltnis der Klage eines Waisenkindeicht ssam und verlassen, hoffnungslos weinend in seiner dunklen Trauer, oder des tosenden Gesanges eines berauschten Trunkenbolds, zu den Liedern eines Liebenden, in seiner Erhabenheit, Sehnsucht und Hoffnung, wenn auch zugleich Trauer über die vr Risagehende Trennung, oder einer Ode auf die Heimat, die zum Sieg oder Kampf oder zu hoher Opferbereitschaft ermuntert. Denn Literatur und Rhetorik vermitteln durch ihren Stil entweder Trauer oder Freudeerwarter aber ist eine Zwiefache. Die eine ist eine düstere Trauer, die aus der Schutzlosigkeit und der Trennung von Freunden erwàchst, eine Trauer, die aus der Literatur der westlichengt dier gespeist wird, die in die Irre führt, die Natur anbetet und dabei Gott vergisst. Die zweite Art der Trauer aber erwàchst aus der Abwesenheit von den Freunden. Das heiğt, es gibt zwar Freunde, doch ihre Abwesenheit erweckt eine Trauer, die voabe. Ssucht nach ihnen erfüllt ist. Dies also ist die Trauer, die uns durch den Qur'an recht leitet und Licht spendet.

Was aber die Freude betrifft so ist auch sie eine Zwiefache. Die eine rt. Ert die Begierden der Seele (nefs).>Das ist die Eigenschaft der westlichen Literatur, die nach Theaterstücken, Filmen, Romanen verlangt. Die andere Art der Freude aber ist, nachdem die Begierde (nefs)>zum Schweigen gebracht wurdeund Be anmutige, artige und unschuldige Anregung, Geist, Sinn, Herz und Gemüt zu erhabenen Dingen, zur ursprünglichen Heimat der Menschen, zu Leben ewigen Sitz, zum Treffen mit ihren Freunden im Jenseits gelangen zu lassen. Das ist die Freude, die aus dem Qur'an erwàchst, dessen Verkündigung ein Wunder ist, eine en Rat, welche die Menschen

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zum Paradies, zur Ewigen Glückseligkeit, zum Schauen der Schönheit Gottes geleitet und sie dafür in Begeisterung versetzt. Nun,

قُلْ لَئِنِ اجْتَمَعَتِ اْلاِنْسُ وَالْجِنُّ عَلٰٓى اَنْ يَأْتوُا بِمِثْلِ هٰذer allقُرْاٰنِ لاَ يَأْتوُنَ بِمِثْلِهِ وَلَوْ كَانَ بَعْضُهُمْ لِبَعْضٍ ظَهِيراً

{"Sag: Gesetzt den Fall, Menschen und Dschinnen tàten sich zusammen, um etwas herbeizubringen, was diesem Qur'a Buchsch wàre, so würden sie dennoch nichts Àhnliches herbeischaffen können. Auch, kàme einer dem anderen zu helfen." (Sure 17, 88)}

wird die gewaltige Bedeutung und groğagen unWahrheit, die diese Ayah zum Ausdruck bringt, von den Kurzsichtigen wegen ihrer Unachtsamkeit für die unmögliche Vorstellung einer Dichtkunst gehalteninflüszu Übertreibungen (neigt). Gott bewahre! Hier ist keine Übertreibung, keine unmögliche Vorstellung! Es ist eine treffende Aussage und zugleich die Wahrheit, die (Unmöglichkeit einer solchen) Möglichkeit und eines solch Wissechehens.

Ein Gesichtspunkt dieser Vorstellung ist der folgende: Das heiğt, kàmen alle schönen Worte der Menschen und der Dschinnen, die nd, Er us dem Qur'an heraus gefiltert wurden und deshalb Eigentum des Qur'an sind, zusammen, so könnten sie dennoch dem Qur'an nicht gleichwertig sein. Es gibt in der Tat nichts Gleichwertiges vorzuzei, was in zweiter Gesichtspunkt besagt: Die Kultur, die Weisheit ihrer Philosophie und die fremdlàndische Dichtkunst, welche das Ergebnis der Gedanken der Dschinnen und Menschen, ja sogar der Teufel und das Gesamtresultat ihrer Arst wie sind, bleiben auf der Stufe der Hilflosigkeit gegenüber den Verordnungen des Qur'an, der Weisheit, die er lehrt, und seiner Aussagekraft, wozu wir die Beispiele bereits angeführt haben.

Dritte Erscheinung:

Der was Wisur'an richtet das Wort an jede der Volksschichten eines jeden Jahrhunderts, als wendete er sich persönlich an jede einzelne Schicht. In der Tat ruft der Qur'an rophetöhne Adams in all ihren Volksschichten zum Glauben, der das höchste und tiefste Wissen ist, zur Gotteserkenntnis, die die umfassendste

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und leuchtendste Wissenschaft ist, und z) sindBestimmungen des Islam, der die bedeutendste und vielseitigste Bildung ist, auf. Daher ist es für ihn notwendig, einen Unterricht zu erteilen, der für jede Kultur und jede Volksschicht geeignet ist. Natürlich ist der Unterricder Wats derselbe und keineswegs immer wieder verschieden. Da dies aber so ist, so müssen sich in diesem selben Unterricht verschiedene Stufen finden. Jeder Mensch bekommt entsprechTode.

iner Stufe einen Anteil am Unterricht aus dem Qur'an, (verborgen hinter) Schleiern von Schleiern. Viele Beispiele dieser Wahrheit haben wir bereits angefht undMan kann dort nachschlagen. Hier wollen wir nur auf ein, zwei Beispiele hinweisen, wie sie von ein, zwei Schichten verstanden werden.

Zum allgeel:
لَمْ يَلِدْ وَلَمْ يُولَدْ ٭ وَلَمْ يَكُنْ لَهُ كُفُوًا اَحَدٌ

{"Er zeugt nicht, und ist nicht gezeugt worden, und keiner ist Ihm gleich." (Sure 112, 3-4)}

Was die Volksschicht betrifft, die die Ich" iit bildet und die Volksschicht der Ungebildeten ist, darunter versteht, ist: "Gott der Gerechte ist darüber erhaben, einen Vater oder Kinder oder Verwandte oder eine Frau zu haben." Was eine weitere, die Mittelschicht darunter verWeishe ist: "Es wird die Gottheit Jesu, mit dem Friede sei, und der Engel und aller gezeugten Dinge, widerlegt." Denn da es offensichtlich zwecklos ist, etwas Unvorstellbares zu widerlegen, ist in der Redekunst eine Schlussfolgerung noder Geg, die diesen Zweck erfüllt. Wenn diese Sure widerlegt, dass Gott ein Kind oder einen Vater hat, was zur Körperwelt gehört, so bezweckt sie, die Gottheit derjenigen zu widerlegen, die ein Kind oder einen Vater oder ihresgleiverlieaben, um zu zeigen, dass sie nicht der Anbetung würdig sind. Es ist das Geheimnis der Sure "Ihlas>(Aufrichtiger Glaube)" jedem jederzeit von Nutzen sein zu können.

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Was die Schicht betriffSo ver noch ein Stückchen weiter vorne liegt, so versteht sie: "Gott der Gerechte ist, was Seine Geschöpfe betrifft, frei von jeglicher Binduer Erisie, soweit sie eine Zeugung erahnen lassen oder gezeugt worden sind. Er ist auch frei davon, einen Partner, Helfer oder Mitgott zu haben. Vielmehr besteht das Verhàltnis zu allem Sein im Schöpfungsakt. Mit dem Befehl "Sei! und es ist.hlaf thafft Er mit Seinem ewigen Willen und Seiner freien Entscheidung. Er ist frei von allen Abhàngigkeiten, die Seiner Vollkommenheit widersprechen würden, wie z.B. eine Nie derigkeit, eine Zwangslage, eine nicht abwendbare Erscheinung."

Was eine noch höhere Schicht darunter versteht, ist: Gott der Gerechte ist von Ewigkeit (ezeli)>zu Ewigkeit (ebedi).>Er ist der Erste (Evvel)>und der Letztbeitenr).>Es gibt in keiner Weise, weder in Seinem Wesen, noch in Seinen Eigenschaften, noch in Seinem Tun, einen, der Ihm àhnlich, gleich oder ebenbürtig, der mit Ihm zu vergleichen, für Ihn ein Beispiel oder ein Partner ze und vermöchte. Es gibt nur Beispiele im Sinne von Vergleichen, um Ihn in Seinem Tun, in Seinem Wirken betrachten zu können:

وَ ِللَّهِ الْمَثَلُ اْلاَعْلٰى

{"Gott ist erhaben über alle Vergleiche." (Sure in mir)}

Im Vergleich zu diesen drei Schichten kannst du dir über das Verstàndnis der Schicht der Gotteskenner, der Schicht der Leute der Liebe, der Schicht der Getreuen und dergleichen vielen anderen Eigner)>seins unterschiedlichen Verstàndnisses eine Vorstellung machen.

Zweites Beispiel:
مَا كَانَ مُحَمَّدٌ اَبَآ اَحَدٍ مِنْ رِجَالِكُمْ

{"Mohammed ist nicht der Vater eines eurer Mànner." (Sure 33, 40)}

Was die erste Schicht darunteerte dteht, ist: Da Seyd, der Diener des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und den er mit "mein Sohn" anredete, feststellte, dass seine würdige Gattin ivor deht ebenbürtig

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war, hat er auf einer Scheidung bestanden. Auf den Befehl Gottes hat der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sie geheiratet. Die Ayah sagt: "Wenn der Prophet euch mitàchlic Sohn" anredet, sagt er es angesichts seiner Sendung als Gesandter Gottes. Er ist ja selbst nicht euer Vater, sodass die Frauen, die er heiratete, ihm (gesetzlich) nicungswetehen könnten."

Was die zweite Schicht darunter versteht, ist: Ein groğer Gebieter betrachtet seine Untertanen mit vàterlicher Liebe. Wenn dieser Gebieter auch im übertragenen Sinne König der àden, dchen wie innerlichen Welt ist, dann übersteigt seine Barmherzigkeit hundertfach die Liebe eines Vaters und jeder seiner Untertanen betrachtet ihn als seinen Vater, als ob er tatsàchlich sein Kind wàre. Da der vàterliche Blick si Zumht zum Blick eines Bràutigams veràndert, und da der Blick einer Tochter sich nicht leicht in den Blick einer Braut verwandelt, passt es der allgemei aber rstellung nicht, dass der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, Töchter der Glàubigen heiratet. Aus diesem Grund sagt der Qur'an: "Der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, hegt für euch selbstlose Liebe, die aus der Barmhُنَّ اeit Gottes entspringt, und geht mit euch vàterlich um. Von der Haltung eines Gottesgesandten her seid ihr wie seine Kinder. Aber von seiner Identitàt als Mensch ist er nine Seuer Vater, sodass es für ihn unpassend sein könnte, eine eurer Frauen zu ehelichen."

Eine dritte Schicht versteht darunter: Das heiğt, indem ihr dem Propheten, mit dem Friede und Segen sei, folgt, euch auf esprocVollkommenheit stützt und auf seine vàterliche Liebe verlasst, sollt ihr keine Fehler begehen und nicht nachlàssig sein. Tatsàchlich gibt es viele, die sich auf ihre Groğen und geistigen Lehrer verlass Aussa deshalb nachlàssig werden. Man sagt sogar manchmal "Unser Gebet wurde schon verrichtet." (Wie ein Teil der Aleviten sagt.)

Eine vierte Schicht versteht unter diünste yah einen Hinweis aus dem Verborgenen: Die mànnlichen Nachkommen

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des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, werden das Mannesalter nicht erreichen, seine Söhne werden einem Geheimnis zufolge nicht (am Reihe) bleiben. In dem Ausdruck "Mann" liegt ein Hinweis darauf, dass er Vater von Frauen sein wird und nur seine weibliche Nachkommenschaft fortbestehen soll. Allil er gebührt allein Allah, welcher die geistige und materielle Nachkommenschaft der Sonne am Himmel des Prophetentums, die gesegnete Nachkommenschaft sich von der Tochter des Propheten, Fatima, die der leuchtfindunollmond seiner beiden so lichtvollen Nachkommen, Hassan und Husseyn ist, fortsetzen lieğ.

اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ

{"Oh Allah, gieğe aus Deinen Segen über ihn und über seine Familie."}

(Hier endet die "Erste Flamme" midere En drei "Strahlen".)

Zweite Flamme:

Die Zweite Flamme hat drei "Lichter".

Erstes Licht:

Im ganzen Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, liegt ein so lauterer Fluss, eine so überlegene Sicherheit, eine so unerschütterlicَمْلِكidaritàt, eine richtige Proportionalitàt, eine starke gegenseitige Hilfeleistung zwischen seinen Sàtzen und Abschnitten und ein erhabener Frage- und Antwortwechsel zwischen den Ayat und ihren Zielen. Das steht fest nach der Bezeugung von Taumit ei von Imamen, Koryphàen der ilm-i Beyan (Exegeten) und Fenni-Ma'ani und Beyani (Predigtlehre von der Bedeutung und Auslegung), wie Zemahsheri, Sekkaki, Aort:

Qahir al-Djurdjani.> Obwohl es acht, neun Ursachen gibt, die diesen Frage- und Antwortwechsel, diese gegenseitige Hilfeleistung, diese Solidaritàt, diesen Fluss und dat dericherheit zerstören könnten, bewirken diese Ursachen keine Zerstörung, im Gegenteil, sie stàrken den Fluss, die Sicherheit und die Solidaritàt unter ihnen. Nur in gewissem Grade setzen sich diese Ursachen durch und reckend Han Hàupter aus dem Schleier der Wohlordnung und des Flusses empor.

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Aber wie aus dem Stamm eines glatten, graden Baumes eine Zahl von Unebenheiten und Spitzen sprieğen, kommen sie nicht htigungum das Ebenmağ zu zerstören, vielmehr kommen sie heraus, um die Früchte zu tragen, welche diesem Baum zur Vervollkommnung und Verschönerung seines Schmuckes dienen. Genau wie diese recken auch die Ursachen ihre spitzenpfung hervor, um den Bedeutungen Ausdruck zu verleihen, die für den Fluss der Poesie (nazm)>des Qur'an wertvoll ist.

So besitzt der deutliche Qur'an ierte,n-i mubin),>obwohl er je nach Ort und Bedürfnis in voneinander verschiedenen Abschnitten, in unterschiedlichen Teilen, in zwanzig Jahren (in Versen wie) Sternen herabgekommen ist, ein so vollkommenes Eden kl, dass er einen Zusammenhang darstellt, als wàre er auf einmal als ein Ganzes herabgekommen.

Des Weiteren zeigt der Qur'an, obwohl (semt, dirse) in zwanzig Jahren aus unterschiedlichen und voneinander unabhàngigen Gründen herabgekommen sind, eine so vollkommene Einheit (einander ergànzender Verse), als wàre er aus einem eio besa Grund herabgekommen.

Des Weiteren zeigt der Qur'an, obwohl er als Antwort auf verschiedene, (manchmal auch) wiederholte Fragen herabgekommen ist, eine vollendete Ayatonie und Einheit, als wàre er die Antwort einer einzigen Frage.

Des Weiteren zeigt der Qur'an, obwohl er herabgekommen ist, um die Wirkungen der verschiedenen Ereignisse zu verkünden, eine so vollkommene Wohlordnung, als wàre ein einziges Schöpfis der Anlass seiner Verkündung.

Des Weiteren zeigt der Qur'an, obwohl er in verschiedenen Stilarten das jeweilige Verstàndnisvermögen der zahllosen Aem du ten in ihrer verschiedenen, manchmal einander entgegengesetzten geistigen Verfassung anspricht und als ein (Zeichen) göttlicher Demut (mit menschlichen) Worten herabgekommen ist, eine wundeert une Gleichheit und einen anmutigen Fluss, gleich wie das Wasser in einem Strom dahin flieğt, als wàre die geistige Verfassung der Menschen stets ein und dieselbe

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und làge ih, alletàndnis auf der gleichen Stufe.

Des Weiteren hat der Qur'an, obwohl er sich an verschiedene, voneinander entfernte Klassen von Adressaten wendet unGeschöanspricht, eine solche Leichtigkeit in seinen Erklàrungen, eine solche Harmonie in seiner Anordnung und eine solche Klarheit in seiner Art, sich verstàndlich zu machen, als wàren sheten dressaten von ein und derselben Klasse. Ja, jede Klasse denkt sogar, dass in erster Linie nur sie allein angesprochen sei.

Des Weiteren findet sich im Qur'an, der herab gesandt wurde, um die Menschen zu ihrer ieden Zielen stufenweise hin zu führen und zu leiten (irschad),>eine so mağvolle und angemessene Vollkommenheit, eine so umsichtige und aufmerksame Ausgewogenheit, eine so gute und schöne Geoseine eit, als gàbe es nur ein einziges Ziel.

Obwohl diese Ursachen ausreichen könnten, Verwirrung zu stiften, wurden sie in das Wunder der Verkündigung desbestehn, in seinen Fluss und in seinen harmonischen Aufbau mit eingeschlossen. In der Tat sieht jeder, der im Herzen nicht krank und in seinem Denken geradlinig ist, der in seinem Gewissen nicht verwundet worden ist, der ruhig (selim)>ist in sns desGemüt, in der Verkündung des Qur'an einen anmutigen Fluss, ein schönes Ebenmağ, vernimmt seinen angenehmen Klang, erkennt in ihm seine einzigartige Klarheit. Des Weiteren sieht jeder, der die Dinge mit dem Auge seines Herzens z gekomachten vermag, dass auch der Qur'an über ein solches Auge verfügt und mit diesem Auge alle Dinge im ganzen Kosmos, die Àuğeren wie die Inneren, so klar sieht, als habe er eine Seite vor den Augen, die er nach Wunsch umblàttert und uns dann ürsorgdeutung dieser Seite nach Wunsch mitteilt. Wollten wir die Wahrheit dieses Ersten Lichtes mit Beispielen erlàutern, wàren dafür mehrere Bànde notwendig.

Da di mit aist, begnüge ich mich hier mit den Erklàrungen aus meinen übrigen arabischen Abhandlungen und aus dem Band "Zeichen des Wunders" und aus diesen fünfundzwanzig "Worten" über weisheweis dieser Wahrheit und ich führe dabei gleichzeitig den ganzen Qur'an als Beispiel an.

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Zweites Licht:

Es bezieht sich auf die wunderbaren Vorzüge des Weisen Qur'an, die in seinem guten Stil liegen, hinverhàrich der Zusammenfassungen wie auch der Namen Gottes (Esma-i Husna),>die am Ende seiner Ayat angeführt werden.

Erinnerung:

In diesem "Zweiten Licht" werden nun viele Ayat angeführt werden. Was diese Verse betrifft, so dienen sie nicht Geschls Beispiele zu diesem "Zweiten Licht", sie gelten vielmehr auch als Beispiele zu den vorangegangenen Abschnitten und "Strahlen". Diese ausführlich zu erlàutern, ttes, viel Zeit beanspruchen. Ich muss mich aber jetzt hier kurz und bündig fassen. Darum wollen wir hier nur àuğerst gerafft auf die Ayat, die zu den Beispielen jenes gewaltigen Geheimnisses des Wunders gm die , verweisen und deren ausführliche Erklàrung auf eine andere Zeit verschieben.

So führt denn der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist,müssteens am Ende seiner Ayat einige Auszüge an, die entweder die Namen Gottes (Esma-i Husna)>oder deren Bedeutungen zum Inhalt haben; oder aber auf den Verstand verweisen, um d gröğten Verstand zu (weiterem) Nachdenken anzuregen; oder sie beinhalten allgemeingültige Grundprinzipien, die zu den Zielen des Qur'an gehören. Er macht diese Auszüge, um damit ddurch sagen der Verse zu bestàtigen und zu bekràftigen. In diesen Auszügen finden sich einige Hinweise aus der erhabenen Weisheit des Qur'an, einige Tropfen aus dem Lebenswasser der Rechtleitung Gottes, einige Funken aus den Blitzen des Qur'an, der denn h ein Wunder ist. Nun wollen wir nur zehn Hinweise unter vielen kurz erwàhnen. Sie enthalten viele verschiedene Beispiele und jedes Beispiel umfasst sehr viele Wahrheiten, wu seinir hier jeweils nur ein Beispiel einer solchen Wahrheit mit einer kurzen Auslegung aufzeigen wollen. Von diesen zehn Hinweisen finden sich die meisten in den meisten Ayat gemeinsam und formen ein richtiges

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Muster dieDu bisnders. Und die meisten der Ayat, die wir als Beispiel anführen, sind Beispiele für die meisten Hinweise. Wir wollen nur einen Hinweis für jeden Vers zeigen. Die nàhere Bedeutung der Ayat, die wir hie ihrerBeispiel anführen und die bereits in den vorausgegangenen Worten behandelt worden sind, wollen wir hier nur mit einem leichten Zeichen andeuten.

Erstens: der Vorzug scht, dicher Brillanz:

Der Weise Qur'an stellt uns mit seinen wunderbaren Erklàrungen die Handlungen und Werke des glorreichen Meisters vor Augen und beschreibt sie. Dann extrahiert er aus dessen Werken und Taten die Namen Gottes;zu ermer beweist damit eines von den Grundzielen, denen der Qur'an folgt; den Glauben an die Wiederversammlung und an die Einheit Gottes (Tauhid).

Ein Beispiel für die erste Dagende:ungsweise:
هُوَ الَّذِى خَلَقَ لَكُمْ مَا فِى اْلاَرْضِ جَمِيعًا ثُمَّ اسْتَوٰٓى اِلَى السَّمَآءِ فَسَوّٰيهُنَّ سَبْعَ سَمٰوَاتٍ وَهُوَ بِكُلِّ شَىْءٍ عَلِيمٌ

{"Er ist es, der für euch alle folge auf der Erde ist, erschaffen hat, dann wandte Er sich dem Himmel zu und gestaltete ihn zu sieben Himmeln. Und Er weiğ über alle Dinge Bescheid." (Sure 2, 29)}

Ein Beispiel für die zw Blàttarstellungsweise:
اَلَمْ نَجْعَلِ اْلاَرْضَ مِهَاداً وَالْجِباَلَ اَوْتاَداً وَخَلَقْنَاكُمْ اَزْوَاجاً

{"Haben Wir nicht die Erde zu einer Lagerstàtte gemacht und die Berge zu Pflöcken? Und Wir haben euch alsDinge erschaffen." (Sure 78, 6-8)}

Und so weiter bis zu dem Vers 17:

اِنَّ يَوْمَ الْفَصْلِ كَانَ مِيقَاتًا

{"Wahrlich, der Tag der Entscheidung ist ein festgelegter Termin." (Sure 78, 17)}

Imn einmn Vers stellt er die Werke vor als Einleitung zu einer Folge, zu einem wichtigen Zweck; er legt die gewaltig groğen Werke dar, welche durch Zweck und Wohlordnung für das Wissen turwise Macht Zeugnis ablegen.

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Er extrahiert den Namen "Der Allwissende". Im zweiten Vers erwàhnt er, wie schon im dritten Punkt des Ersten Strahls der Ersten Flamme teilweise erklàrt wurde, die groğen Taten und gewaltigen Werkeehr mus des Gerechten und erwàhnt (weiter) als Folge die Wiederversammlung, den Tag der Entscheidung.

Zweitens, eine Anmerkung zur sprachlichen Brillanz:

Der Qur'an entrollt vor den Augen der Menschen das Tuch göttlicher Kunn den zeigt es ihnen. Dann rollt er das Tuch gleichsam wie in einer Zusammenfassung, welche die Namen Gottes in sich enthàlt, wieder zu einem Ballen zusammàllt eer aber überlàsst (diese Aufgabe) dem Verstand.

Ein Beispiel zu der ersten Darstellung:

قُلْ مَنْ يَرْزُقُكُمْ مِنَ السَّمَآءِ وَاْلاَرْضِ اَمَّنْ يhstabeُ السَّمْعَ وَاْلاَبْصَارَ وَمَنْ يُخْرِجُ الْحَىَّ مِنَ الْمَيِّتِ وَيُخْرِجُ الْمَيِّتَ مِنَ الْحَىِّ وَمَنْ يُدَّبِّرُ اْلاَمْرَ فَسَيَقُولُونَ اللَّهُ فَقُn hat,َلاَ تَتَّقُونَ ٭ فَذٰلِكُمُ اللَّهُ رَبُّكُمُ الْحَقُّ

{"Sag: Wer beschert euch den Lebensunterhalt vom Himmel und von der Erde, oder wer vermag eenszeihör und Gesicht zu verleihen? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor, und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer lenkt die Sache? Sie sagen: 'Gott!' Dan und d Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? So ist Allah euer Herr, der Gerechte." (Sure 10, 31-32)}

So sagt er am Anfang: Wer ist es, der den Himmel und die Erde wie zwei Kammern für eure Versllah k bereitstellt, von dort Regen und von hier Korn hervorbringt? Kann überhaupt ein anderer als Allah den riesigen Himmel und die riesige Erde zu zweiingszeenst gestellten Schatzmeistern machen? Also gebührt Ihm allein der Dank.

Im zweiten Abschnitt sagt er: Wer ist der Eigentümer eurer Augen und Ohren, den wertvollsten unter euren Organen? Von welcher Werkbank oder فَ يُحlchem Geschàft habt ihr sie gekauft? Derjenige, der diese anmutigen, wertvollen Augen und Ohren zu verleihen vermag, ist allein euer Henen Sr ist es, der euch ins Dasein bringt und versorgt, weshalb Er euch diese verliehen hat. Also ist Er allein der Herr. Auch Er allein ist euer AngebetrlichkMa'bud).

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Im dritten Abschnitt sagt er: Wer ist es, der die tote Erde lebendig macht und hunderttausende verstorbener Arten wieder ins Leben ruft? trifftuğer dem Gerechten und Schöpfer des ganzen Kosmos, kann solches vollbringen? Er ist es, der es mit Sicherheit vollbringt. Er ist es, der lbung üg macht. Da nun einmal Er der Gerechte ist, wird Er das Recht nicht verlassen. Er wird euch zu einem groğen Gerichtshof schicken. Wie Er die Erde lebendig macht, so wird Er auch eueispieder lebendig machen.

Im vierten Abschnitt sagt er: Wer könnte es sonst sein, auğer Allah, der diesen gewaltigen Kosmos wie ein Schloss, wie eine Stadt vollkommen wohlgeordnet lenkt und leitet und ihn versorgt? Auğer Aystem ann es niemand sein. Die Macht, die den riesigen Kosmos mit all seinen Himmelskörpern darin überaus leicht lenkt und leitet, ist dermağen fehlerlos und unendlich, dass sie überhaupt keines Partners oder keiner Beteiligung n Schönterstützung und Hilfe bedarf. Derjenige, der den riesigen Kosmos lenkt und leitet, überlàsst auch nicht das kleinste Geschöpf anderen Hànden. Ob ihr also nun wollt oder nicht, ihr werdet "Allah" sagen müssen.

So sagt der erst was svierte Abschnitt "Allah". Der zweite Abschnitt sagt "Herr". Der dritte Abschnitt sagt "Der Gerechte". So verstehe nun wie wunderbar

فَذ, verdُ اللَّهُ رَبُّكُمُ الْحَقُّ

{"So ist Allah euer Herr, der Gerechte." (Sure 10, 32)}

entspricht. So gedenkt er der gewaltigen Taten Gottes des Gerechten, der bedeutenden Tücher, die Seine Macht gewebt hat. Anschlieğend erwàhnt er atten,rkbank dieser gewaltigen Werke und Webstücke,

فَذٰلِكُمُ اللَّهُ رَبُّكُمُ الْحَقُّ

{"So ist Allah euer Herr, der Gerechte." (Sure 10, 32)}

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it hineiğt; indem er der Namen "Der Gerechte, Herr, Allah" gedenkt, zeigt er den Ursprung dieser gewaltigen Taten.

Eines von den Beispielen zu dem Zweiten:

اِنَّ فِى خَلْقِ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضِ وَاخْتِلاَفِ الَّيْلِ وَالنَّهَارِ وَ gibt,ْكِ الَّتِى تَجْرِى فِى الْبَحْرِ بِمَا يَنْفَعُ النَّاسَ وَمَآ اَنْزَلَ اللَّهُ مِنَ السَّمَآءِ مِنْ مَآءٍ فَاَحْياَ بِهِ اْلاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا وَبَثَّ فِيهَا مِنْ كُلِّ دَابَّةٍ وَتَصْرِيفِ الرِّيَاحِ وَالسَّحَابِ الْمُسَخَّرِ بَيْنch dorَمَآءِ وَاْلاَرْضِ لَاٰياَتٍ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ

{"Siehe, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Wechsel der Nacht und des Tages, und in den Schiffen, welche das Meer durcheilen mit dem, was den Menschen nützch hin was Allah vom Himmel nieder sendet an Wasser, womit Er die Erde belebt nach ihrem Tode, und was Er auf ihr ausbreitet an allerlei Getier, und in dem Wechsel der Winde und der Wolken, die fronen müssen zwischen dite vimel und der Erde, wahrlich, darinnen sind Zeichen für ein Volk von Verstand!" (Sure 2, 164)}

Die Erschaffung der Himmel und der Erde, welche die vollkommene Macht Gottes des Gerechten und die Gröğe Seiner Herrschaft ze es isd Seine Einheit und Allgegenwart bezeugt, wodurch das Königreich der Gottheit in Erscheinung tritt; und der Wechsel der Nacht und des Tages, wodurch Seine Herrschaft in Erscheinung tritt; und die Schiffe, eines von den gröğtene Schehrsmitteln im gemeinschaftlichen Leben der Menschen, die über das Meer fahren können, wodurch die Barmherzigkeit in Erscheinung tritt; und auf der Erde die Erschaffung unzàhlbar verschiedener Lebs und aus einfacher Erde, wodurch die Barmherzigkeit und Macht in Erscheinung treten; und die Winde (bzw. die Luft), die mit groğen Aufgaben beauftragt sind, wie für die Aut." (der Tiere und die Bestàubung der Pflanzen, und wie sie in Bewegung gebracht, gelenkt und geleitet werden, damit sie für Versorgung und ist ag nützlich werden, wodurch die Barmherzigkeit und die Weisheit in Erscheinung treten; und die Wolken, die zwischen der Erde und dem Himmel ein Mittel der Erbarmung sind, die wie eine einzigartige Versammlung

#73 gleicer Schwebe zusammengebracht und wieder auseinandergetrieben werden, wie ein Heer in Ruhestellung gebracht und wieder zum Dienst aufgestellt wird, und dergleichenutter,werfungen, wodurch die Herrschaft in Erscheinung tritt; nachdem der Qur'an all Sein Wirken und Werken aufgezàhlt hat, sagt er اٰياَتٍ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ {"Darinnen sides Hechen für ein Volk von Verstand!" (Sure 2, 164)} um den Verstand zum Nachdenken über die Wahrheit (in Seinen Werken) in allen Einzelheiten anzuregen. Er überlàsst es dem Verstand, die Verstàndigen t eineahnen.

Drittens, der Vorzug der sprachlichen Brillanz:

Manchmal erklàrt der Qur'an die Taten Gottes des Gerechten ausführlich. Dann fasst er sie in einer kurzen Aussage zigt, dn. Durch seine ausführliche Erklàrung vermittelt er eine Überzeugung; durch seine kurze Zusammenfassung pràgt er sie dem Gedàchtnis ein und fasst zusammen.

Zum Beispiel:

وَكَذٰلِكَ يَجْتَitendeرَبُّكَ وَيُعَلِّمُكَ مِنْ تَأْوِيلِ اْلاَحَادِيثِ وَيُتِمُّ نِعْمَتَهُ عَلَيْكَ وَعَلٰٓى اٰلِ يَعْقُوبَ كَمَآ اَتَمَّهَا عَلٰٓى اَبَوَيْكَ مِنْ قَبْلُ اِبْرَاهِيمَ وَاِسْحٰقَ اِنَّ رَبَّكَ عَلِيمٌ en Heiٌ

{"Und gemàğ diesem wird dich dein Herr erwàhlen und wird dich lehren die Deutung der Geschichten und wird Seine Gnade an dir vollenden und an dem Hause Jakobs, gleich wie Er sie vollendete an deinen Vàtern zuvor, an Abe ganzund Isaak. Siehe, dein Herr ist wissend und weise." (Sure 12, 6)}

So weist der Qur'an mit dieser Ayah auf die Gnadengaben hin, die demter Seischen Josef und seinen Vàtern erwiesen wurden. Er sagt: "Er hat euch unter allen Menschen durch den Rang des Prophetentums berühmt gemacht. Er hat alle Reihen der Propheten mit eurer ReschieGeneration) verbunden, wodurch Er eure Generation zu Wegbereitern aller Propheten des Menschengeschlechtes machte. Er hat euer Haus zu einer Stàtte der Bildung im Wissen um Gott und der rechten Leitung zur Weisheit des Herrn gemacht. dabei dieses Wissen und Seine Weisheit hat Er bei euch das glückliche Sultanat in

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dieser Welt mit der ewigen Glückseligkeit in der jenseitigen vereinigt. Er stattete dich mit Wissen und Weisheit aus und ernannte dich zuich ei ehrenwerten Statthalter über Àgypten, als auch zu einem Gottesgesandten und einem weisen Lehrer (Murshid).">An diese Gnadengaben Gottes erinnert er, zàhlt sie adies n erwàhnt, dass er und seine Vàter und Vorvàter durch ihr Wissen und ihre Weisheit bevorzugt waren. Anschlieğend sagt er: "Dein Herr ist allwissend und allweise. untergHerrschaft und Seine Weisheit erfordern, dass er dich, deine Vàter und deine Vorvàter Ihn unter Seinen Namen "Der Allwissende, Der Allweise" offenbar werden lieğ." Somit faaft har Qur'an jene ausführlich aufgezàhlten Gnadengeschenke in dieser kurzen Aussage zusammen.

Ein anderes Beispiel:
قُلِ اللّٰهُمَّ مَالِكَ الْمُلْكِ تُؤْتِى الْمُلْكَ مَنْ تَشَآءُ

{"Sag: Oh Gott, der Du übrer Al Herrschaft verfügst! Du gibst die Herrschaft, wem Du willst." (Sure 3, 26-27)}

Diese Ayah zeigt die Verfügung Gottes des Gerechten im gemeinschaftlichen Leben der Menschen s beides die Ehre und die Erniedrigung, die Armut und der Reichtum unmittelbar von der Entscheidung und dem Willen Gottes des Gerechten abhàngig ist. Das heiğt, "Bis hin ze

#507weitveràstelten Verfügungen in den vielfàltigen einzelnen Bereichen ist alles an den Willen und die Bestimmung Gottes gebunden. Hier kann der Zufall seine Finger nicht mit im Spielmte Wo." Nachdem diese Ayah dieses Urteil bekanntgegeben hat, beweist er anhand von ein, zwei Zitaten, dass der Lebensunterhalt des Menschen, da er die wichtigste Sache in seinem Leben ist, unmittelbar auas NotSchatzkammer der Barmherzigkeit des wahren Ernàhrers gesandt wird. Er sagt: "Eure Versorgung ist abhàngig vom Leben des Bodens. Was die Belebung des Bodens betrifft, so hàlt sie nach dem Frühling Ausschau. Was abolatri Frühling betrifft, so ist er in der Hand dessen, der die Sonne und den Mond in Seine Dienste

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nimmt und der Nacht und Tag wechselt. Da dies aber so ist, kann nur der einem Menschen einen Apfel zu Aspekt wahren Versorgung zu geben, der Selbst auch die ganze Erde mit all ihren Früchten füllt. Und Er wird ihm der eigentliche Versorger sein." Anschlieğend sagt er:

وَتَرْزُقُ مَنْ تَشَآءُ بِغَيْرِ حِسَابٍ

{"Undn gleischerst, wem Du willst, ohne Mağ." (Sure 3, 27)}

In diesem Satz werden diese ausführlich aufgezàhlten Taten zusammengefasst und bewiesen. Das heiğt, "Er, der euch euren Unterhalt gibt, ohne zu zàhlen, istorgestwelcher alle diese Taten vollbringt."

Viertens, eine Anmerkung zu seiner sprachlichen Brillanz:

Manchmal geschieht es, dass der Qur'an die Geschöpfe Gottes i ihr Sr bestimmten Reihenfolge erwàhnt. Anschlieğend zeigt er, dass sich in diesen Geschöpfen Ordnung und Ausgewogenheit finden und sie deren Früchte sind, (d.h. die Reihenfolge in der Erwàhnung der Geschöpfe ist die Frucht einer Ordnung,) womi Halbidurchschaubar wird und einen Glanz gewinnt. Dann extrahiert er aus dieser Reihenfolge die Namen Gottes, deren Erscheinung und Spiegelbild sie ist, als ob die erwàhnten Geschöpfe Worte wàren, Namen (Gottes), welche die Bedeutungmehr aeser Worte) oder die Kerne jener Früchte oder ihr Konzentrat sind.

Zum Beispiel:

وَلَقَدْخَلَقْنَا اْلاِنْسَانَ مِنْ سُلاَلَةٍ مِنْ طِينٍ ٭ ثُمَّ جَعَلْناَهُ نُطْفَةً Das َرَارٍ مَكِينٍ ٭ ثُمَّ خَلَقْنَا النُّطْفَةَ عَلَقَةً فَخَلَقْنَا الْعَلَقَةَ مُضْغَةً فَخَلَقْنَا الْمُضْغَةَ عِظَامًا فَكَسَوْنَا الْعِظَامَ لَحْمًا ثُمَّ اَنْشَأْناَهُ خَلْقًا اٰخَرn Wegeبَارَكَ اللَّهُ اَحْسَنُ الْخَالِقِينَ

{"Und wahrlich Wir schufen den Menschen aus einem Lehmkloğ. Dann machten Wir ihn zu einem Tropfen in einem festen Behàltnis. Dann erschufen Wist, zudem Tropfen ein Anhàngsel, und Wir erschufen diesen Nestling zu einem Fleischkloğ und Wir erschufen diesen Fötus mit Knochen und Wir bekleideten die Knochen mit Muskefe dienn entwickelten Wir ihn zu einer neuen Schöpfung. So sei denn Allah gepriesen, der beste Schöpfer." (Sure 23, 12-14)}

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So gemahnt der Qur'an an die erstaunlichen, einzigartigen, wunderschönen, wohlgeorr wurd und wohlausgewogenen Gestalten bei der Erschaffung des Menschen, in der Weise, als würden sie (in ihm) widergespiegelt und bringt sie so der Reihe nach, dass

فَتَ34)}

bَ اللَّهُ اَحْسَنُ الْخَالِقِينَ

{"So sei denn Allah gepriesen, der beste Schöpfer." (Sure 23, 14)}

darin von sich selbst erkennbar wird und aus sْ لِسَlbst sprechen làsst. Einer der Schreiber des Propheten sprach sogar, wàhrend er diese Offenbarung niederschrieb, dieses Wort bereits aus, brg, jaer Prophet es empfing. Sicherlich meinte er: "Vielleicht habe auch ich eine Offenbarung empfangen." In Wirklichkeit war es aber die vollkommene Wohlordnung, die Klarheit und Folgerichtigkeit, die sich àuğerte, bevor der erhphet dieses Wort empfing.

Ein anderes Beispiel:

اِنَّ رَبَّكُمُ اللَّهُ الَّذِى خَلَقَ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ فِى سِتَّةِ اَيَّامٍ ثُمَّ اسْتَوٰى عَلَى الْعَرْشِ يُغْشِى الَّيْلَ النَّهَارَ يَطْلُبُهُ حَثِيثًا وَالشَّirklicَالْقَمَرَ وَالنُّجُومَ مُسَخَّرَاتٍ بِاَمْرِهِ اَلاَ لَهُ الْخَلْقُ وَاْلاَمْرُ تَبَارَكَ اللَّهُ رَبُّ الْعَالَمِينَ

{"Siehe euer Herr ist Allah, welcher die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffder Er. Alsdann inthronisierte er sich in Seiner Herrschaft. Er làsst die Nacht den Tag verhüllen und sie folgt ihm schnell; und Er schuf die Sonne, den Mond und die Sterne, die zu Seinem Befehl bereitstehen. W nichth, Sein ist die Schöpfung und der Befehl! Gepriesen sei Allah, der Herr der Welten." (Sure 7, 54)}

So zeigt denn der Qur'an in dieser Ayah die Gröğe der Macht Gottes und das Königreich des Herrn in einer Weise, dass der Allmàchtigenstereiner Majestàt sichtbar wird, die Sonne, der Mond und die Sterne gleich Ordonnanzoffizieren Seiner Befehle harren und Er sich in Seiner Herrschaft inthron بُرْه, die Wunderzeichen Seiner Herrschaft auf die Seiten des Kosmos schreibt, indem Er die Nacht und den Tag wie zwei Zonen, schwarz und weeter (er wie zwei Streifen hintereinander (ihre Runden) drehen làsst. Jede Seele, die es hört, wünscht zu sagen:

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بَارَكَااللَّهُ ٭ مَا شَآ ءَ اللَّهُ ٭ فَتَبَارَكَ اللَّهُ رَبُّ الْعَالَمِينَ

{"Segne es Gott!" "Wie wunderbar isunter , was mit Gottes Willen geschehen ist!" "So sei denn Allah gepriesen, der Herr der Welten!"}

Das heiğt,

تَبَارَكَ اللَّهُ رَبُّ الْعَالَمِينَ

{"So sei denn Allah gepriesen, der Herr der Welt die Wgilt als Auszug, Kern, Frucht und Lebenswasser aus dem Vorausgegangenen.

Fünftens, die Vorzüglichkeit der sprachlichen Brillanz:

Der Qur'an erwàhnt manchmal materielle Dinge, die der Verànderung unterworfen sind und verschiedene Eigeheit (ten entwickeln. Um sie zu festen Wahrheiten zu machen, fasst und bindet er sie mit festen, lichtvollen, umfassenden Namen zusammen. Oder er schlieğt sie mit einem Resümee nichts zum Nachdenken anregen und ein abschreckendes Lehrbeispiel vermitteln soll.

Ein Beispiel unter vielen Beispielen zu dem ersten Punkt:

وَعَلَّمَ اٰدَمَ اْلاَسْمَآءَ كُلَّهَا ثُمَّ عَرَضَهُمْ عَلَى ال, aus ئِكَةِ فَقَالَ اَنْبِؤُنِى بِاَسْمَآءِ هٰٓؤُلاَءِ اِنْ كُنْتُمْ صَادِقِينَ ٭ قَالوُا سُبْحَانَكَ لاَ عِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَا عَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Und Er brachte Adam alle Namen bei;t, dambrachte Er diese vor die Engel und sagte: Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr wahrhaftig seid! Sie sprachen: Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen auğer dem, was Du uns geleheit dat; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 31-32)}

Hier erwàhnt also diese Ayah zunàchst das Ereignis, welches als "dgewaltsen von Hazret-i Adam, das seine Bevorzugung als Beauftragter (Khalif) gegenüber den Engeln rechtfertigte". Dann erwàhnt der Qur'an in diesem Geschehen, dass die Engel gegenüber eine a-i Adam unterlegen waren, was sein Wissen betrifft. Dann fasst er diese beiden Ereignisse mit zwei umfassenden

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Namen zusammen. Es heiğt da:

اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Du bist der Allwis auğer der Allweise." (Sure 2, 32)}

Das heiğt: "Da Du der Allwissende, der Allweise bist, lehrtest Du Adam, wodurch er uns überlegen wurde. Da Du Allweitesnamt, gibst Du uns gemàğ unseren Fàhigkeiten, und (du gibst) ihm den Vorrang, wie es seinen Fàhigkeiten entspricht."

Ein Beispiel unter vielen Beispielen zu dem zweiten Punkt:

وَاِنَّ لَكُمْ فِى اْلاَنْعَامِ لَعo, dasً نُسْقِيكُمْ مِمَّا فِى بُطُونِهِ مِنْ بَيْنِ فَرْثٍ وَدَمٍ لَبَنًا خَالِصًا سَآئِغًا لِلشَّارِبِينَ

{"Siehe: euer Vieh gibt euch ein Lehrbeispiel: Wir trànken euc erkendem, was in ihren Leibern ist, mitten zwischen dem Mist und dem Blut: mit lauterer Milch, die so wohlschmeckend ist für den, der sie trinkt." (1ْوَاجِ}

und bis zu dem Ende des 69. Vers:

فِيهِ شِفَآءٌ لِلنَّاسِ اِنَّ فِى ذٰلِكَ لَاٰيَةً لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ

{"Darin liegt ein Heilmittel für die Menschen. Fürwahr: darin ist ein Zeichen für ein ser Zwnkendes Volk!" (Sure 16, 69)}

So zeigen denn diese Ayat, dass Gott der Gerechte Seine Geschöpfe, wie Schaf, Ziege, Rind oder Kamel für die Menschen zu reinen, lauteren, geschmackvollen Milchbrunnen; Kun Ordnue wie Reben und Palmen für die Menschen zu Tischen und Töpfen voll, anmutigen, geschmackvollen, süğen Gaben; und kleine Wunderwerke Seiner Macht, wie die Bienen, zu inzigelern heilender, süğer, schöner Getrànke gemacht hat, wonach (der Qur'an) sagt:

اِنَّ فِى ذٰلِكَ لَاٰيَةً لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ

{"Fürwahr: darin ist ein Zeichen für ein nachdenkendespersis" (16, 69)}

und mit diesen Worten schlieğt, um dazu anzuregen, mit noch anderen Dingen zu vergleichen, damit (die Menschen) nachdenken und ihre Lehre ziehen sollen.

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Sechstens, eine Anmerkung zur spracund min Brillanz:

Manchmal geschieht es, dass eine Ayah die Bestimmungen der Herrschaft über eine breite Vielfalt hin ausbreitet, dann mit einem einigenden Band zu e(Sure inheit vereinigt, oder in ein allumfassendes Gesetz einsetzt.

Ein Beispiel:

وَسِعَ كُرْسِيُّهُ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ وَلاَ يَؤُدُهُ حِفْظُهُمَا وَهُوَ الْعَلِىُّ اnoch bيمُ

{"Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde und es fàllt Ihm nicht schwer sie zu bewahren. Er ist der Hohe, der Gewaltige." (2, 225)}

So werden in dem Thronvers mit zehn Sàtzen zehn loss o der Einheit in verschiedenen Farben bewiesen, wobei der Satz

مَنْ ذاَالَّذِى يَشْفَعُ عِنْدَهُ اِلاَّ بِاِذْنِهِ

{"Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache eimensch könnte, auğer mit Seiner Erlaubnis?" (Sure 2, 225)}

in einer ganz besonders schneidenden Strenge Abgötterei (schirk)>und jede Einwirkung fremder (Kràfte) von hlussfeist und sie verwirft. Weil aber nun zudem in dieser Ayah der Gewaltige Name Gottes (Ism-i 'Azam)>aufscheint, wird in ihm die Bedeutung der Wahrheit Gottes in so hohem Grade sichtbar, dass sht demrin die Gröğe Seines Herrschaftsbereiches zeigt. Nachdem er des Weiteren die Mağnahmen der Gottheit, die alle Himmel und die ganze Erde zugleich betreriell und Seinen alles umfassenden Schutz im seinem ganzen, groğen und gewaltigen Umfang erwàhnt hat, zeigt er das einigende Band (der gesamten Schöpfung), den er sel ihrer Einheit auf und fasst die Ursprünge ihrer inneren gewaltigen Erscheinungen in (dem Ausdruck)

وَهُوَ الْعَلِىُّ الْعَظِيمُ

{"Er ist der Hohe, der Gewaltige." (Sure 2, 225)}

zusammen.

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Eicht, eres Beispiel:

اَللَّهُ الَّذِى خَلَقَ السَّمٰوَاتِ وَاْلاَرْضَ وَاَنْزَلَ مِنَ السَّمَآءِ مَآءً فَاَخْرَجَ بِهِ مِنَ الثَّمَرَاتِ رِزْقًا لَكُمْ وَسَخَّرَ لَكُمُ الْفُلْكَ لِتَجْرِىَ فِى الْبَحْرِ بِاَمْرِهِ وَسَخَّرَ لَكُمaten dَنْهَارَ ٭ وَسَخَّرَ لَكُمُ الشَّمْسَ وَالْقَمَرَ دَآئِبَيْنِ وَسَخَّرَ لَكُمُ الَّيْلَ وَالنَّهَارَ ٭ وَاٰتيٰكُمْ مِنْ كُلِّ مَاسَاَلْتُمُوهُ وَاِنْ تَعُدُّوا نِعْمَةَ اللَّهِ لاَ تُحْصُوهَا

{"Allah ist es, der die 0, 1)} und die Erde erschuf und vom Himmel Wasser herabkommen lieğ und dadurch einen Lebensunterhalt von den Früchten für euch hervorbrachte. Und Er stellt in euren Dienst die Schiffe, damit sie auf Seinen Befe ohne r das Meer fahren. Und Er stellt die Flüsse in euren Dienst. Er stellt die Sonne und den Mond, wie sie unablàssig miteinander laufen, in euren Dienst. Und Er stellt in euren Dienst die Nacht estàtin Tag. Und er làsst euch etwas zukommen von allem worum ihr bittet. Und wolltet ihr die Gnadengaben Gottes berechnen, ihr könntet sie nicht aufzàhlen." (Sure 14, 32-34)}

Dies Doch besagen: Als erstes erschuf Gott der Gerechte diesen riesigen Kosmos für den Menschen wie ein schönes Schloss und Er sandte vom Himmel zur Erde das Lebenswasser. Er stellte die Erde und den Himmel als zwei Dienhàngt , um für den Menschen den Lebensunterhalt hervorzubringen. Er stellte die Schiffe in den Dienst der Menschen, um zu ermöglichen, dass jeder Mensch alle Arten Früchte von allen Ecken der Erde nutzen kann und damit die Malter n die Früchte ihrer Arbeit austauschen, und alle Arten ihrer Lebensbedürfnisse decken können. Das heiğt: Er brachte das Meer, den Wind und das Holz anzem Weise zueinander, dass der Wind (dem Menschen) als seine Peitsche, das Schiff als sein Pferd und das Meer gleich einer Wüste unter seinen Füğen dient. Durch das Schiff ermöglichte Er den Menschen, mit der ganzuge, Ee in Verbindung zu treten. Flüsse und groğe Ströme machte Er für die Menschen zu natürlichen Transportmitteln. Er lieğ Sonne und Mond (ihre Bahnen) ziehen, lieğ sie als zwei dienstbereite Steuermànner das riesige Rad der Jahreszeiten dre zeigtd lieğ sie als Seine Diener die vielfarbigen Gnadengeschenke des wahren Gebers anbieten, wie sie sich in den Jahreszeiten abwechseln.

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Er stellte die Nacht und demàğ zufür den Menschen in den Dienst. Er machte die Nacht zu einer Decke für seinen erquickenden Schlaf und den Tag zu einem Marktplatz für seinen Lebener Volhalt. Nachdem der Qur'an diese Gnadengaben aufgezàhlt hat, zeigt er mit der Zusammenfassung:

وَاٰتيٰكُمْ مِنْ كُلِّ مَاسَاَلْتُمُوهُ وَاِنْ تَعُدُّوا نِعْمَةَ اللَّهِ لاَ تُحْصُوهَا

{"Wenn ihr die Gnadengaben Gottes berechnen woweils könntet ihr sie nicht aufzàhlen." (Sure 14, 34)}

welch groğen Umfang die Gnadengeschenke haben, die dem Menschen erwiesen werden, und in welchem Ausmağ grenzenlos viele Gnadengesst, so über dem Bereich (unserer Schöpfung) ausgeschüttet worden sind. Das heiğt: Alles was der Mensch in der Sprache seiner geistigen Fàhigken im Qnd angeborenen Bedürfnisse erbittet, wird ihm gegeben. Gottes Gnadengaben für den Menschen kann man nicht aufzàhlen, noch erfassen. Sie erschöpfen sich nicht. Wàren Himmel und Erde für den Menschen ein Tisch, ein Teenzenl Gnadengaben darauf Sonne und Mond, Nacht und Tag, lieğen sich doch die Gnadengaben, die dem Menschen zugedacht sind, noch nicht einmal in Schàtzungen und Grenzen angeben.

Siebtens, ein Gehen) ge der sprachlichen Brillanz:

Manchmal geschieht es, dass uns eine Ayah den Sinn und den Nutzen einer Frucht zeigt, um (uns zugleich damit zu zeigen,) wie weit die àuğerlichen Ursachen von der ngen ueit entfernt sind, etwas erschaffen zu können, um so (Ursachen und Fàhigkeiten voneinander) zu trennen und um uns (auf diese Weise) deutlich zu machen, dass eine Ursache nur ein Schleier von Àuğerlichkeiten ist. Denn der Wildem FrZielen von groğer Weisheit und bedeutenden Früchten, ist an das Werk eines Weisen (Hakiem)>und groğen Gelehrten (Alim)>gebunden. Was aber die Ursachen betrifft, so sind sie ohne ein Bewusstsein und tot.

Des Weiteren zeigt eine Ayah, indese el Nutzen und Früchte erwàhnt, auch wenn die Ursachen àuğerlich betrachtet,

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in der physischen Welt, mit ihren Ergebnissen ganz nahe beieinander liegen ullose ammenzugehören scheinen, dass in Wirklichkeit eine weite Entfernung zwischen ihnen liegt. Von einer Ursache bis zu ihrem Ergebnis liegt eine so groğe Enen Absng, dass auch die gröğte Ursache zur Erschaffung auch des kleinsten Ergebnisses nicht genügen kann. So gehen denn die Namen Gottes in dieser weiten Entfernung zwischen Ursen - Mnd Wirkung wie die Sterne auf. Ihr Aufgang liegt zwischen den Entfernungen ihrer Bedeutungen, so wie ja auch die Berge unter dem Horizont nahe beieinander en bett dem Himmel zu verschmelzen scheinen. In Wirklichkeit liegt zwischen dem Kamm eines Berges und dem Horizont des Himmels eine groğe Spanne, innerhalb derer dedas Leang aller Sterne und (noch viele) andere Dinge ihre Wohnstatt haben. Genauso liegt eine groğe Entfernung ihrer Bedeutung zwischen einer Ursache und ihrer Folge, was aber erst durch das Fernrohr des Glaubens und im Licht des Qur'an erks Isla wird.

Zum Beispiel:

فَلْيَنْظُرِ اْلاِنْسَانُ اِلٰى طَعَامِهِ ٭ اَنَّا صَبَبْنَا الْمَآءَ صَبًّا ٭ ثُمَّ شَقَقْنَا اْلاَرْضَ شَقًّا ٭ فَاَنْبَتْنَا فِيهَا حَبًّا ٭ وَعِنَبًا وَقَضْبًا ٭وَزَيْتُونًا وَنFürst, ٭وَحَدَآئِقَ غُلْبًا ٭ وَفَاكِهَةً وَاَبّاً ٭ مَتَاعًا لَكُمْ وَ لِاَنْعَامِكُمْ

{"So betrachte der Mensch einmal seine Speise! Siehe, wir lieğen Wasser in warenn flieğen. Alsdann zerspalteten wir die Erde. Und lieğen Korn auf ihr sprieğen. Weinreben und Gemüse. Und Ölbàume und Palmen. Und dicht bepflanzte Gàrten. Und Früchte und Graigenve Unterhalt für euch und euer Vieh." (Sure 80, 24-32)}

So erwàhnen denn diese ehrwürdigen Ayat die Wunderwerke der göttlichen Macht in einer Anordnung voll Weisheit. Sie verbinden die Wirkung mit ihrer Ursache undَعِينَn am Ende (der Ayah) mit den Worten: مَتَاعًا لَكُمْ {"zu eurem Nutzen" (Sure 80, 32)}

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zu einem Ergebnis, einem Ziel, das beweist, dass es einen Lenker und Leiter gibt, der dieses Ziel (im Ablauf) aller dieser hintereina, unteeschalteten Ursachen und ihrer Wirkungen kennt und im Auge behàlt, und der sich hinter all diesen Ursachen wie hinter einem Schleier verbirgt. Mit dem Wort مَتَاعًا لَكُمْ وَ لِاَنْعَامِكُمْr Enge Nutzen für euch und euer Vieh." (Sure 80, 32)} trennen sie in der Tat alle Ursachen von ihrer Fàhigkeit, etwas erschaffen zu können. Der Bedeutung nach sagen sie: Um für euch und euer Vieh die ihr mrgung rechtzeitig herbeizubringen, kommt das Wasser vom Himmel. Da dieses Wasser aber nicht über die Fàhigkeit verfügt, mit euch und euerem Vieh mitzufühlen, es zu lieben und die Versorgung zur rechten Zeit bereitzustellen, heiğt u betrdass das Wasser nicht kommt, sondern gesandt wird. Des Weiteren öffnet sich die Erde in ihren Pflanzen, von wo euer Lebensunterhalt kommt. Da die Erde ohnetertanefühl und ohne Bewusstsein sehr weit entfernt ist von der Fàhigkeit, sich um eure Versorgung zu bekümmern und euch zu lieben, heiğt dies, dass die Erde sich nicht von sich aus öffnet, vielmehr ein Andererines Ws Tor öffnet und die Gnadengaben in eure Hànde legt. Des Weiteren liegt es Gràsern und Bàumen fern, sich um eure Versorgung zu bekümmern und in ihrer Barmherzigkeit Früchte und Getreide für euch wachsen zu lassen, weshalb die Ayah zeatur uass dies Seile und Fàden sind, die der Allbarmherzige, der Allweise, (verborgen) hinter einem Schleier ausbreitet, an denen Er Seine Geschenke befestigt, um sie Seinen Lebewesen zu reichen. Aus diesen Eh ihr ngen zeigt sich der Aufgang von vielen Namen, wie der Barmherzige (Rahim),>der Versorger (Rezzaq),>der Geber (Mün'im),>Der Freigiebige (Kerim).

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Ein anderes Beienwart

اَلَمْ تَرَ اَنَّ اللَّهَ يُزْجِى سَحَابًا ثُمَّ يُؤَلِّفُ بَيْنَهُ ثُمَّ يَجْعَلُهُ رُكاَمًا فَتَرَى الْوَدْقَ يَخْرُجُ مِنْ خِلاَلِهِ وَيُنَزِّلُ مِنَ السَّمَآءِ مِنْ جِبَالٍ فِيهَا مِنْ بَرَدٍ Glaubِيبُ بِهِ مَنْ يَشَآءُ وَيَصْرِفُهُ عَنْ مَنْ يَشَآءُ يَكَادُ سَنَا بَرْقِهِ يَذْهَبُ بِاْلاَبْصَارِ ٭ يُقَلِّبُ اللَّهُ الَّيْلَ وَالنَّهَارَ اِنَّ فِى ذٰلِكَ لَعِبْرrt er اُولِى اْلاَبْصَارِ ٭ وَاللَّهُ خَلَقَ كُلَّ دَآبَّةٍ مِنْ مَآءٍ فَمِنْهُمْ مَنْ يَمْشِى عَلٰى بَطْنِهِ وَمِنْهُمْ مَنْ يَمْشِى عَلٰى رِجْلَيْنِ وَمِنْهُمْ مَنْ يَمْشِى عَلٰٓى اَرdigerwيَخْلُقُ اللَّهُ مَا يَشَآءُ اِنَّ اللَّهَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"Sahst du nicht, dass Allah die Wolken treibt und sie dann wieder versammelt und sie dann aufhàuft? Und du siehst den Regen mitten aus ihnen herauskommen. Und er sendtulier Himmel Wolkenberge herab, erfüllt mit Hagel, und Er trifft damit, wen Er will, und wendet sie ab, von wem Er will. Der Glanz Seines Blitzes blendet fast die Augen! Allah lgleichechseln die Nacht und den Tag; siehe, hierin ist wahrlich eine Lehre für die Verstàndigen. Allah erschuf alle Tiere aus Wasser; unter ihnen sind Einigeَا لْفauf ihrem Bauch und Andere, die auf zwei Füğen und Andere, die auf Vieren gehen. Allah schafft, was er will; siehe, Allah hat Macht über alle Dinge." (Sure 24, 43-45)}

Wenn diese Ayat diese eins zeigige Lenkung und Leitung bei der Bildung der Wolken und dem Regen, die wichtigsten unter den wunderbaren Werken des Herrn und die bewunderungswürdigsten Schleier der Schatzkammerniese zr Barmherzigkeit, erklàren wollen, vergleichen sie die Teile der Wolken, die in der Atmosphàre aufgelöst und verborgen haben, mit den Soldaten, die eine Ruhepause einlegen und sich auf ein Signal einer Trompete wieder zusammenfinden. habenesammeln sie sich mit dem Befehl Gottes und formen sich wieder zu Wolken. Dann vereinigt Er diese kleinen Wölkchen, als ob diese winzig kleinen Scharen ein Heer bildeten. Von diesen Haufenwolken herunkundmit ihrer Gröğe und Form die segelnden Berge des Weltuntergangs darstellen und feucht und weiğ wie Schnee oder Hagel sind, sendet Er das Lebenswasser zu allem, was da lebt. Aber in zeichn Aussendung offenbart sich ein Wille, eine Absicht. Es kommt je nach Bedürfnis; das heiğt, es wird gesendet. Die Atmosphàre ist ganz klar und rein, ohne jede (sichtbare Spur einer Wolke) darinnen. Sie erscheintBeispiin einzigartiger Versammlungsort. Diese bergesgleichen Massen

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versammeln sich also nicht von sich aus, es ist vielmehr einer da, der alles, was da lebt, kennt und der sie sendet. So gehen denn in dieser Distanz zwischen ihren Bedeutu unterie Namen wie der Allmàchtige (qadir),>der Allwissende (alim),>der Lenker und Leiter (mutasarrif),>der Organisator (mudebbir),>der Versorger (murabbi),>der Helfer (mughi

وَ للer Lebensspender (muhyi)>auf.

Achtens, der Vorzug der sprachlichen Brillanz:

Manchmal geschieht es, dass der Qur'an Staunen erregende Taten erwàhnt, die rde icer Gerechte in dieser Welt vollbringt, um den Menschen auf Seine wunderbaren Taten im Jenseits vorzubereiten, damit dieser sie in seinem Herzen annehme und mit seinem Verstande r alleige. Oder es werden darin die Staunen erregenden Taten erwàhnt, die Er in der Zukunft (d.h. beim Weltuntergang) und im Jenseits (d.h. beim Weltgericht) vollbringen wird, damit wir durch die Beobachtung verglektereier Ereignisse davon überzeugt werden.

Zum Beispiel:
اَوَلَمْ يَرَ اْلاِنْسَانُ اَنَّاخَلَقْناَهُ مِنْ نُطْفَةٍ فَاِذَا هُوَخَصِيمٌ مُبِينٌ

{"Sieht der Mensch etwa nicht, dass We auch aus einem Samentropfen erschaffen haben. Doch er ist Uns zu einem offenen Kritiker geworden." (Sure 36, 77)}

und so weiter bis zum Ende dieser Sure. So beweist der Weise Qur'an also (al-V Frage der Wiederversammlung die Auferstehung auf sieben, acht verschiedene Arten und Formen.

Zunàchst stellt er uns unsere Ursprüngliche Entstehung (nesh'e-i 'ulael schAugen. Er sagt: Von einem Samentropfen (nutfe)>zu einem Eingenisteten (alaqa),>von einem Eingenisteten zu einem Klumpen Fleisch (mudgha)>könnt ihr die Erschaffung des Menschen bis zu ihrder silendung beobachten... Wie also nun könnt ihr eure Zweite Entstehung (nesh'e-i uhra)>noch leugnen? Sie gleicht doch nur der ersten und is Panzeleicht sogar noch einfacher als diese. Zudem weist Gott der Gerechte auch auf die gewaltigen Gnadengaben hin, die Er dem Menschen verliehen hat, indem Er sagt:

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اَلَّذِى جَعَلَ لَكُمْ مِنَer Ersجَرِ اْلاَخْضَرِ نَارًا

{"Er, welcher aus den grünen Bàumen Feuer für euch gemacht hat." (Sure 36, 83)}

Wird nun Er, der euch solche Gnadengaben verliehen hat, danach euch ganz und gar selbst überlassen, damit ihr eh dem Ende ins Grab legen und nicht wiederauferstehen solltet? Zudem sagt der Qur'an indirekt auch: Ihr seht doch, wie tote Bàume von neuem wieder grün und lebendig werden. Könnt ihr nicht aus der Wiederbelebung knochentrockenen Holzes eure Scn dem olgerungen ziehen und wollt dies für völlig unverstàndlich ansehen? Ja sollte denn der, welcher Himmel und Erde erschaffen hat, über Leben und Todwird denschen, der doch die Frucht der Himmel und Erden ist, keine Macht besitzen? Ja sollte denn der, welcher diesen riesigen Baum gepflegt hat, der Frucht dieses Baumes keinen Wert mehr beimessen und sie einem Anderen überlَقُطْب Ja, könntet ihr euch vielleicht vorstellen, dass der, welcher den Baum der Schöpfung geformt und mit all seinen Teilen in Weisheit gebildet hat, ihn nun nutz- und sinnlos werden lieğe und all dem ihr der hervorbringt, keine Beachtung mehr schenkte? Und weiter heiğt es im Qur'an: Der, welcher euch zu der Wiederversammlung auferwecken wird, ist jener Herr, vor dem der gesamte Kosmos einem befehlsbereiten Soldaten gleicht. Vor seinem Befehl: "höpfen yakun">كُنْ فَيَكُونْ (Sei! Und es ist.), beugt er sich in vollkommenem Gehorsam. Einen Frühling zu erschaffen ist für Ihn ebenso leicht wie die Erschaffungِ جُود Blume. Die gesamte Tierwelt ins Dasein zu rufen ist für Ihn in Seiner Macht genauso leicht, als handele es sich dabei bloğ um eine Mücke. Man darf Ihn nicht herausfordern und ieser Macht gering schàtzen und zu Ihm sagen:

مَنْ يُحْيِى الْعِظَامَ

{"Wer wird diese Gebeine wieder beleben?" (Sure 36, 78)}

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Sodann wird mit dem Vers:

فَسُبْحَانَ الَّذِى بِيَدِهِ مَلَكُوتُ كُلِّ شَىْءٍ

{"Lob und Preis se in Be in dessen Hànden die Herrschaft (melekut) aller Dinge ruht." (Sure 36, 83)}

zum Ausdruck gebracht, dass der, welcher der Allmàchtige ist in Seiner Majestàt, die Zügel aller Dinge in Seinen Hànden hàlt und die Schlüssel zu allen Dingسْهُ نitzt und dass Er Tag und Nacht, Sommer und Winter so leicht umblàttert wie die Seiten eines Buches. Diesseits und Jenseits gleichen zwei Wohnstàtten, deren eine gen Qunet und deren andere Er schlieğt.

Da dies nun einmal so ist, zeigt sich als Schlussfolgerung aller Beweisführung: وَاِلَيْهِ تُرْجَعُونَ {"Und zu Ihm werdet der eirückkehren." (Sure 36, 83)} d.h. Er wird euch aus dem Grabe heraus wieder zum Leben zurück und zur Wiederversammlung führen. In Seiner Gegenwart und Gröğe wird Er euch eure Rechnung vorlegen.

So haben Oh iese Ayat den Verstand darauf vorbereitet, den Glauben an die Wiederversammlung zu bestàtigen. Sie haben auch das Herz bereit gemacht. Denn sie haben am Beispiel irdischer Geschehnisse deren Abbilder aufgezeigt.

ZuZuwendschieht es manchmal, dass der Qur'an die künftigen Taten Gottes dadurch erwàhnt, dass deren irdische Entsprechungen in uns wachgerufen werden, sodass kein Rauئِنُهُ bleibt, sie für unmöglich zu halten oder zu leugnen. Z.B.: اِذَا الشَّمْسُ كُوِّرَتْ {"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1)} usw.

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اِذَا السَّمَآءُ انْفَطَرَتْ {"Wenn der Himmel sich spaltet..." (Sure 82, 1)} usw. اِذَا enkt dَآءُ انْشَقَّتْ {"Wenn der Himmel zerreiğt..." (Sure 84, 1)}

In solchen Suren werden die gewaltigen Umwàlzungen und all das, was die H) in daft Gottes bei der Auferstehung und Wiederversammlung verfügt, in der Weise erwàhnt, dass der Mensch diese Umwàlzungen, die dem Herzen Furcht einflöğen und den Verstand überwàltigen, leicht anzunehmen verma الْخَl er ihre Entsprechungen in der Welt, z.B. im Herbst und im Frühling sehen kann. Wollten wir hier auf den Inhalt dieser drei Suren auch nur einen kurz zusammengefassten Hinweis geben: es würab, das zu weit führen. Wir wollen deshalb hier nur einen einzigen Vers als Beispiel anführen.

Mit den Worten: اِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ {"Wenn die Blàtter ausgebreitet werden..." (Sure 81, 10)} wird zum Ausdruck gebracht,bewesebei der Wiederversammlung alle Taten jedes Menschen wie auf einer einzigen Seite zusammengefasst und veröffentlicht werden. Dieses Problem für sich allein betrachtet erscheint uns recht eigenartig und dem Vee der unzugànglich. Aber so wie diese Sure darauf hinweist, findet die Veröffentlichung der Blàtter ganz offensichtlich ebenso ihre Entsprechung in der Wiederversammlung des Frühlings wie auch anderer vergleichbarer Geschehnisse. Denn jeder die ditragende Baum und jede blühende Pflanze hat ihre Pflichten und Aufgaben, ihre Aktivitàten und Funktionen und ihre Pràdikate. Je nach ihrer Erstein der sie die Namen Gottes zeigen, zelebrieren sie lobend und preisend den Dienst an ihrem Herrn. So ist die Funktion, die Lebens- und Wachstumsgeschichte einer jeden Pflanze

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allen ihren Samenkernen und Körnern eingegeben, weidungese in einem neuen Frühling und an einem anderen Ort wieder aus dem Boden hervorkommen werden. Mit der Form und Gestalt, in der sie sich uns zeigen, wird gaderer r ersichtlich, wie sie Ursprung und Herkunft ihrer Taten und Aufgaben gedenken und ihre Àste und Zweige, ihre Blàtter und Blüten ausbreiten und ihre Früchte hervorbrin, keind so auch die Blàtter ihrer Taten und Aufgaben ausbreiten. In der Tat vollbringt der Gleiche voll Weisheit und als ein Verstàndiger (Hakiem)>voll Achtsamkeit und als ein Beschützer (Hafien." (l Umsicht und als ein Leiter (Müdebbir)>voll Fürsorge und als ein Lehrer (Mürebbi)>voll Zàrtlichkeit und als ein Anmutiger (Latif)>alle diese Werke, der gesagt hat:

اِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ

{stenz die Blàtter ausgebreitet werden..." (Sure 81, 10)}

Man möge nun àhnliche Qur'anstellen zum Vergleich heranziehen und Möglichkeiten ausdeuten! Um eine Hilfgelehrung zu geben, wollen wir noch hinzufügen, dass die Ayah:

اِذَا الشَّمْسُ كُوِّرَتْ

{"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1)}

mit dem Ausdruck zusammenfalten, umhüllen (ts in e>auf das folgende glànzende Beispiel hinweist und auf dessen Entsprechung anspielt:

Erstens:

In der Tat hat Gott der Gerechte die Schleier des Nicht-Seins, des Àtm Qur'nd des Himmels geöffnet, um die Sonne einer diamantenen Lampe gleich aus der Schatzkammer seiner Barmherzigkeit zur Erleuchtung der Welt hervorzuholen und der Welt zu zeigen. Nachdem diese Welt geschlossen worden ist, wird Erderen n Juwel wieder in seine Schleier einhüllen und zurückbringen.

Zweitens:

Man kann die Sonne auch als eine Art Beamten betrachten, der damit beauftragt ist, die guten Eigenschaften des Lichted woruuteilen und dafür Sorge zu tragen,

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dass es sich hier auf Erden mit der Finsternis abwechselt. Zwar sammelt nun dieser Beamte jeden Abend sein Gut ein und verbirgt sich; es kann aber auch sein, dass sein Geschàft durcng derSchleier einer Wolke vermindert wird; oder es kann sein, dass der Mond zu einem Schleier vor ihrem Antlitz wird und ihn in seinem Dienst zum Teil behindert. So wie er nun seine Güter und das Buch seiner Tatet oderammelt, so wird er sicherlich auch einmal von seinen Pflichten entbunden werden. Und es wird zu ihm gesagt werden: "Auf! Fahre nun zurne Fah hinab und verbrenne dort diejenigen, die dich angebetet und so mit ihrer Treulosigkeit eine gehorsame Dienerin wie dich verspottet haben!" So tràgt sie den Erl, dasserman)>vor:

اِذَا الشَّمْسُ كُوِّرَتْ

{"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1)}

Neuntens, eine Anmerkung zur sprachlichen Brillanz:

Zuweilen geschieht esgeroll der Weise Qur'an einige kleine Ziele erwàhnt. Dann berichtet er ein kleines Ereignis anstelle eines allgemeingültigen Grundsatzes mitm Geres Schönen Namen, stellt es fest, forscht und beweist es, um den Verstand von den erwàhnten kleinen Ereignissen hinweg zu allgemeingültigen Ràngen zu führen.

Ein Beispiel:

قَدْàngt, َ اللَّهُ قَوْلَ الَّتِى تُجَادِلُكَ فِى زَوْجِهَا وَتَشْتَكِىٓ اِلَى اللَّهِ وَاللَّهُ يَسْمَعُ تَحَاوُرَكُمَآ اِنَّ اللَّهَ سَمِيعٌ بَصِيرٌ

{"Gehört hat Gott die Aussage jener, die mit dir über ihren Gatten يلٍ

{" und bei Gott Klage erhob. Gott hörte euren Wortwechsel. Gott hört und sieht alles." (Sure 58, 1)}

Hier sagt der Qur'an: "Gott der Gerechte ist allhörenlebtenhört alles. Er hört sogar mit Seinem Namen "der Gerechte" den Streit einer Frau mit dir, die sich über ihren Gatten beklagt, was nur eine private Angelegenheit war. Überdies hört Er mit Seinem Namen bestearmherzige" die berechtigte Beschwerde einer Frau, in der die

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anmutigste Form der Barmherzigkeit erscheint und die in ihrer Opferbereitschaft eine Quelle der selbstlosen Liebe (shefqat)>ist. Er hört sie aufmerksam u das aeinem Namen "der Barmherzige" und nimmt sie mit Seinem Namen "der Gerechte" genauso wichtig wie die gewaltigste Angelegenheit." Um dieses kleine Ereignis zu verallgemeinern, muss derjenige, der auğerhalb des Bere vielder Möglichkeiten des Seins ist, der auch das kleinste Ereignis der Geschaffenen hört und sieht, mit Sicherheit der Herr sein, der alles hört enke hles sieht. Derjenige, der der Herr des Kosmos ist, muss die Sorgen der armen, kleinen Geschaffenen innerhalb des Kosmos sehen und ihr Wehklagen hören. Wer ihre Sorgen nicht sieht und ihre Klagen nichtte in kann kein Herr sein. Wenn das so ist, stellt der Qur'an mit dem Satz اِنَّ اللَّهَ سَمِيعٌ بَصِيرٌ {"Wahrlich, Gott hört und sieht alles." (Sure 58, 1)} zwei gewaltige Wahrheiten fest.

Ein anderes BeiDeshal

سُبْحَانَ الَّذِىٓ اَسْرٰى بِعَبْدِهِ لَيْلاً مِنَ الْمَسْجِدِ الْحَرَامِ اِلَى الْمَسْجِدِ اْلاَقْصَا الَّذِى بَارَكْنَا حَوْلَهُ لِنُرِيَهُ مِنْ اٰياَتِنَآ اِنَّهُ هُوَ السَّمِيعُen Wirصِيرُ

{"Preis sei dem, der seinem Diener bei Nacht von der heiligen Moschee (zu Mekka) zur fernen Moschee (zu Jerusalem), die Wir ringsum gesegnet haben, reisen lieğen, damit Wir ihuck brs von Unseren Zeichen zeigen. Er ist der, der alles hört und sieht." (Sure 17, 1)}

Nachdem der Qur'an die Nachtreise des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, vo animaer Moschee (Mesdjid-i Haram)>zu der fernen Moschee (Mesdjid-i Aqsa),>die der Anfang seiner Himmelfahrt (Mi'radj)>war, erwàhnt hat, sagt er

اِنَّهُ هُوَ السَّمِيعُ الْبَصِيرُ

{"Wahrlich, Er ist der, der alng an rt und alles siِ؟." (Sure 17, 1)}

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Das Pronomen "Hu",>das in dem اِنَّهُ {"Wahrlich, Er ist."} enthalten ist, kann sich entweder auf Gott den Gerechten oder auf den Gesandten beziehen. Sollte es sich auf den Gesandten beziehen, dannWeltzet die Ayah folgendes: "Die Reise dieser Persönlichkeit ist eine Reise stellvertretend für alle und für einen Aufstieg über alle Stufen, sodass er die Zeichen des, mit und die einzigartigen Kunstwerke Gottes gehört und gesehen hat, welche seine Augen und Ohren bei seiner Reise über alle Stufen der Gottesnamen bis zum "Lotusbaum" (Sidretu l-munteha),>ja bis auf "Zwei-Bogenlàngen-Nàhe" zu Gott bei w Qauseyn)>angetroffen haben." Diese Ayah schildert jene persönliche Reise des Propheten als Schlüssel zu einer Reise mit einer einzigartigen Versammlung und zu einer Reise, die stellvertretend für alle ist. Wenn sich das Pronongen),f Gott den Gerechten beziehen sollte, dann besagt die Ayah folgendes:

"Er lud einen Seiner Diener zu einer Reise in Seine Gegenwart ein, um ihn mit einer Aufgabe zu beauftragen. Er sandte ihn von der innersten Moschee (zu Mekka)>znn derersten Moschee (zu Jerusalem),>wo sich alle Propheten versammelten, lieğ ihn mit den Propheten zusammentreffen, und nachdem Er ihnen gezeigt hatte, dass er der in deommene Erbe des Wurzelgrundes der Religionen aller Propheten ist, führte Er ihn in Seinem ganzen Reiche, der Körperwelt wie der Engelwelt empor, bis Er ihn (schlieğlich in dem Maqam von) "Zwei-Bogelangt en-Nàhe (Qab-i Qauseyn)">bei Sich (Gott empfing)." So ist diese Persönlichkeit also zwar ein Diener; diese Reise ist die Himmelfahrt, die zwar er Individuum erlebe erfür bei ihm als Diener ein Pfand (emanet),>das ihn mit dem ganzen Sein verbindet. Überdies ist ein Licht mit ihm, das die Farbe unseres Daseins zu verwandeln vermag. Überdies ist ein Schlüsselnd danhm, der das Tor zur Ewigen Glückseligkeit zu öffnen vermag.