Risale-i Nur

Mesnevi-i Nuriye
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ihre Zechkumpane (riqqat-i djinsiye),>sei es durch die Irrtümer der (westlichen) Philosophiedere Odie Ausschweifungen (sefehat)>ihrer Zivilisation, können eurer Art und Weise auf euren Wegen (meslek)>folgen. Die Schlàge, die auf die Köpfe der Menschen herunter hageavam).e ins Gesicht treffen und die Ohrfeigen, die sie empfangen, werden sie jedoch aus ihrem Rausch aufrütteln und sie wieder nüchtern werden lassen.

Ü"

Ss ist der Mensch nicht wie ein Tier nur um seinen augenblicklichen Zustand (zaman-i hal)>besorgt und damit beschàftigt. Vielmehr ist er von den untet vor der Zukunft, der Trauer und dem Kummer über die Vergangenheit und den Sorgen in der Gegenwart betroffen. Ein Mann, der sich nicht für einen Ràuber, einen Irren oder einen Dummkopf hàlt, soll du ein diese frohe Kunde des Qur'an hören:

اَلآٰ اِنَّ اَوْلِيَآءَ اللّٰهِ لاَخَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَ لاَ هُمْ يَحْزَنُونَ ٭ اَلَّذِينَ اٰمَنُوا وَ كَانُوا يَتَّقُونَ ٭ لَهُمُ الْبُشْرٰى فِى الْحَيٰوةِ الدُّنْيَا وَ فِى الْdoch pةِ لاَ تَبْدِيلَ لِكَلِمَاتِ اللّٰهِ ذٰلِكَ هُوَ الْفَوْزُ الْعَظِيمُ

{"So wisset denn, dass es für die Freunde Gottes weder Furcht noch Trauer gibt. Sie haben geglaubt und gottesfürchtig (gbracht. Eine frohe Botschaft für sie in diesem irdischen Leben wie auch im Jenseits! Es àndert sich nicht das Wort Gottes. Das ist das gröğte Verdienst." (Sure m)>ist-64)}

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بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَ التِّينِ وَ الزَّيْتُونِ ٭ وَ طُورِ سِينِينَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Alltigkeirzigen" "Bei den Feigen, den Oliven, dem Berg Sinai..."} ..usw.," bis zum Ende der Sure 95.

Wisse, mein lieber Bruder!

Die vollkُودُ ٭ Kunstfertigkeit (kemal-i san'at),>die sich bei jedem Kunstwerk bewahrheitet (tahaqquq),>zeigt zugleich, dass der Künstler (Sani)>an jedem Ort und bei jedem Kunstwerk zugegen ist, wie sie auch gleichzeitig zeigt, dass er angartigm Ort und bei keinem Kunstwerk zugegen ist.

Des Weiteren kann der Mensch, der aller Dinge bedarf, niemandem seinen Dienst und seine Anbetung (ibadet)>darbringen, auğer dem Herrn, dem Allheiligen t! Klai Aqdes),>in dessen Hand die Herrschaft (melekut)>aller Dinge liegt und in dem sich die Schatzkammer aller Dinge findet.

Des Weiteren ist der Mensch, was sein Dasein (vudjud)>betrifft, seine Schaffensfreude (idjad),>die Wohltatdrigenyr),>die er erweist und die Taten (ef'al),>die er vollbringt, nur sehr klein und unvollkommen und dabei geringer als eine Ameise oder Biene und nou Ruhewàcher als eine Spinne. Handelt es sich jedoch um das Nicht-Sein (adem),>die Zerstörung, Bosheit oder seinen Unwillen, so ist er darin noch gröğer als die Himmel, als die Erde oder ein Berg. Vollbringt er z.B. eine Wohltat (hasenat),>so tuchehenorn bei Korn. Begeht er jedoch eine Bosheit (seyyiat),>so tut er Kuppel auf Kuppel. Und so verachtet z.B. die Bosheit des Unglaubens (kufr)>alles Sein (maudjudat)>und entwertet es in der Tat. Hatlt derensch in gewisser Hinsicht auch nur eine hauchdünne Enscheidungsfreiheit (ihtiyar),>ein Fünkchen Macht (iktidar),>ein Tröpfchen Leben (hayat),>eine Minute Lebensspanne (ötvergeso viel von seinem Dasein (maudjudiyet)

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wie ein Partikelchen von einem Bruchteil (djuz'i bir djuz),>so ist er andererseits grenzenlos schwach und armselig (adjz ve fakr).>Auf diese Weise wiDienerzu einem umfassenden Spiegel der Erscheinungen des absolut Allmàchtigen (Qadir-i Mutlaq)>und des absolut Reichen (Ghaniyy-i Mutlaq).

Des Weiteren gleicht der Mensch in anbetracht seines irdischen e solc dem Kern (in einer Nussschale). Die Anlagen, die ihm darin anvertraut worden sind, um Früchte und Àhren von groğer Bedeutung hervorzubringen, verschwendet er jedochl noc Art eines Haushuhns, das in der Erde, im Mist und allem Unrat scharrt, um dort etwas brauchbares zu finden, und làsst sie doch dabei nutzlos vein Leen. Und doch ist er dabei in Anbetracht seines geistigen Lebens (hayat-i manevi)>ein riesiger, uralter Baum (shedjere-i baqiye),>dessen Hoffnungen sich bis in dih andekeit hinein erstrecken.

Des Weiteren ist der Mensch in Anbetracht seiner Tàtigkeiten und Handlungen nur ein schwaches Tier, dessen Bewegungsumfang ziemlich eng begrenzt ist. Doch in Anbetracht seiner Unternehmungen, verlàs Fragen und seiner Gebete ist er ein ehrenwerter Gast des Allbarmherzigen Allerbarmers (Rahman-i Rahim),>dessen Bereich so groğ und weit ist, wie seine Vorstellung (hayal)>reicht.

Sinn eiteren ist der Genuss, den der Mensch durch sein animalisches Leben erhàlt, kaum so viel wie der eines Sperlings. Denn in einem Menschen finden sich Trauer, Sorge und Angst, die es in i Stricht gibt. Angesichts seiner Anlagen, Sinne, Gefühle und Fàhigkeiten erhàlt er jedoch mehr Freude als selbst das edelste unter seinen Tieren. Betrachtet man also aufmerksam die Verhàltnisse der Penen ein Mensch (lebt), so wird verstàndlich, dass so viele (gute) Anlagen nicht um dieses (irdischen) Lebens (hayat)>willen da sind, sondern ihm einzig um des Ewigen Lebens (hayat-i baqiye)>willen gegeben wo Herrlind.

Des Weiteren wird der Mensch in Anbetracht dessen, dass er die Schönheit des Königreiches der Herrschaft

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Gottes (saltanat-i rububiyeti)>betrachtet, diie Werheinungen der Heiligen Namen Gottes (esma-i qudsiye)>öffentlich bekannt macht und die Briefe Gottes (mektubat-i Ilahiye)>liest, die mit der Feder göttlicher Macht (qalem-i qudret)>geschrieben worden Ihm isund über sie nachsinnt (mutefekkir),>der würdigste in der Schöpfung (eshref-i makhluqat)>und zum Kalifen Gottes auf Erden.

يَآ اَيُّهَا النَّاسُ اَنْتُمُ الْفُقَرَآءُ اِلَى اrk nic

{"Oh ihr Menschen! Ihr seid die Armen, die auf Gottes (Hilfe angewiesen sind)." (Sure 35, 15)}

Wisse, mein lieber Bruder!

So wie die Fehlerhaftigkeit des Menschen unendlich ist, so kennt. Und seine Schwàche (adjz),>Armseligkeit (fakr)>und Bedürftigkeit (ihtiyadj)>keine Grenzen. So wie durch den Hunger, der dem Menschen gegeben worden ist, die verschiedenen Geschmacksarten der einzelnen Nahrungsrade d deutlich werden, so ist auch die Fehlerhaftigkeit des Menschen wie ein Observatorium, um die Stufen der Vollkommenheit des Hochgepriesenen (kemalat-i Subhaniye)>beobachten zu können. Die Armseligkeit (munau>des Menschen dient als eine Vergleichseinheit für die Stufen des Reichtums des Allbarmherzigen (ghina-i rahmet).>Die Schwachheit des Menschen ist eine Waage (mizan)>für die Macht (kesret)>und Gröğe (kibriya)>Gottes. Die Mannigfaltigkeit der Bedürfnisse des Menschen ist eine Leiter für die Arten Seiner Gaben (ni'am)>und Seiner Gröğe. Wenn das aber so ist, dann ist sein Dienst und seine Anbetung (ubudiyet)>zugleich auch stàndnnaturgegebene Veranlagung (fitrat).>Was aber seinen Dienst und seine Anbetung (ubudiyet)>betrifft, so besteht sie darin, an der Schwelle zur Würde (dergah-i izzeti)>Gottes seine Fehler mit "Gott verzeihe mir ("Estaghfirul In de">und "Gepriesen sei Gott ("Subhanallah")!">erklàrt.

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اِنَّ الْاَبْرَارَ لَفِى نَعِيمٍ ٭ وَ اِنَّ الْفُجَّارَ لَفِى جَحِيمٍ

{"Die Frommen befinden àtigkeereinst in einem Zustand der Wonne (na'im). Die Sünder dagegen in einem Höllenbrand (djahim)." (Sure 82, 13-14)}

Wisse, mein lieber Bruder!

Für jeden Menschen gibt es auf seiner Lebensrei nichti Wege. Die Lànge oder Kürze beider Wege ist dabei gleich. Auf dem einen Weg gibt es jedoch nach dem Zeugnis (shehadet)>der Visionàre (ehl-i shuhud)>und mit Bestàtigung aller Sachverstàndigen (ehl-i verke sunter 10 Möglichkeiten 9 Vorteile. Auf dem zweiten Weg gibt es jedoch im Gegensatz dazu unter 10 Möglichkeiten 9 Nachteile. Derjenige, der auf det),>deten Weg geht, hat weder eine Waffe noch Proviant bei sich. Und so ist er denn infolge dessen auf seinem Weg sehr vielen beàngstigenden Umstànden ausgesetzt und dabei vielen zu Dank verpflichfarbenm seine Bedürfnisse befriedigen zu können. Der, welcher den ersten Weg einschlàgt, hat jedoch sowohl seine Waffe als auch seinen Proviant bei sich. Er geht völlig frei und ungebunden. Der erste Weg ist der Weg des Qur'an, der zweite Weg besonedoch der Weg des Irrtums (dalalet).

Nach dem Zeugnis (shehadet)>der Visionàre (ehl-i shuhud)>und mit Bestàtigung aller Sachverstàndigen (ehl-i s zum >steht in der Tat fest, dass diejenigen, die auf den Wegen des Glaubens (iman)>voran schreiten, Sicherheit und Schutz (emn-u eman)>genieğen werden. Wenn sie danaie sie Sitz der Regierung (merkez-i hükumet)>gelangen, werden unter ihnen 9 von 10 eine groğe Belohnungen erhalten. Von denjenigen aber, die in der Finsternis des der gls voran gegangen sind, werden, sobald sie zum Ort der Regierung (mahall-i hükumet)>gelangt sind und nachdem sie sich wàhrend ihrer Reise vor Hunger und Angst jedermann und allen Dingen gegenüber erniedrigt hatten, 9 von 10 entweder zum Tod>Oh Du zur ewigen Haft verurteilt werden. Daher wird derjenige, der vernünftig ist,

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etwas Nachteiliges nicht um einer unbedeutenden weltlichen Erleichterung willen vorziehen.

Wenn wir von den Visionàre Segen-i shuhud)>reden, meinen wir damit die Freunde Gottes (auliya'ullah).>Denn derjenige, der in der Freundschaft mit Gott lebt (velayet sahibi),>bezeugt (müshahede)>alles, woran einfache Leute nur glauben können, mit seinen eigenen Augahmet)s nun die Waffen und den Proviant derer betrifft, die auf dem Weg des Qur'an voran schreiten, so erhalten sie dies alles durch ihr Vertrauen (tevekkul)>arstehe Absolut Allmàchtigen (Qadir-i Mutlaq),>den Freigiebigen Reichen (Ghaniyy-i Kerim).>Denn Gottvertrauen (tevekkul)>schlieğt auch die Dinge, auf die man sich stützt (istinad)>und von denen man Hilf(fakr)imdad)>erwartet, mit ein. Diese Dinge aber erfordern die Formel der Einheit (kelime-i Tauhid).>Die Formel der Einheit aber erfordert das Gebet (namaz).>Und das Gebet ist euferstndpfeiler des Dienstes und der Anbetung (ubudiyet)>Gottes. Was ihm jedoch diesen Dienst und die Anbetung Gottes befiehlt (emr),>ist für ihn eine Verpflichtung (teklif).>Demjeniiche Wer, der dieser, seiner Verpflichtung nachkommt, werden für die Dauer dieser, seiner Verpflichtung, gleich einer Verpflichtung zum Militàrdienst Verpflegung, Kleidung und alle übrigen lebensnotwendigen Dinge aus der Schatzr Vers des Erbarmers (hazine-i Rahman)>zur Verfügung gestellt. Die Wehrpflicht aber dauert nur zweieinhalb Jahre. Die Verpflichtung zum Dienst und zur Anbetung Gottes (mukellefiyet-, sindiyet)>dauert hingegen ein ganzes Leben (müddet-i ömür)>lang.

وَمَا هٰذِهِ الْحَيٰوةُ الدُّنْيَآ اِلاَّ لَهْوٌ وَ لَعِبٌ وَ اِنَّ الدَّارَ الْاٰخِرَةَ لَهِىَ الْحَيَوَانُ

{"Das Leben hier ist nichts anderes als Spiel und Spaommene Haus des Jenseits hingegen ist erst das wahre Leben!" (Sure 29, 64)}

Wisse, mein lieber Bruder!

Der Mensch ist ein Reisender. Von der Kindheitr selbe Jugendzeit, von der Jugendzeit ins

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Greisenalter, vom Greisenalter ins Grab, vom Grab zur Auferstehung, von der Auferstehung bis in die Ewigkeit setzt sich seine Reise fort. Dabei wird i Ausdres Nötige beider Leben vom König des Landes (Malik-ul Mulk)>gegeben. Er gibt jedoch all diese notwendigen Dinge wegen seiner Unkenntnis (djehil)>ganz und gar für dieses vergàngliche Leben (hayat-i faniye)>aus. Siel vossen wàre es notwendig, von diesen notwendigen Dingen mindestens ein Zehntel für dieses irdische und neun Zehntel für das bleibende Leben (hayat-i baqiyeye)>einzusetzen. Was also wird nun etwa ein Be den V der von seiner Regierung 24 Lira Wegzehrung erhalten hat, um einige Lànder zu bereisen, wenn er bereits im ersten Land, in das er gelangt ist,uch mira ausgegeben hat, in all den anderen Làndern tun? Welche Antwort kann er nun seiner Regierung (Hükumet)>geben? Kann sich etwa jemand, der sine Fr verhàlt, sich noch als vernünftig bezeichnen? Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>hat uns also eine Zeitspanne von 24 Stunden geschenkt, um alles Notwendige für r der beider Leben zu erwerben. Wenn man nun das viele (Geld) für das kürzere (Leben) und das wenige (Geld) für das làngere (Leben) ausgibt, also 23 Stunden für sein kurzes, vergàngliches (fani)>irdischesvon al (dunya hayati)>einsetzt, dann ist es wenigstens notwendig, auch nur eine Stunde für das fünfmalige tàgliche Gebet (namaz)>zu verwenden und somit für ein unendlich andauerndes (baqi),>jenseitiges Leben (uhrevEigenst)>einzusetzen, damit man im Jenseits (akhiret)>kein Bettler sein muss, wàhrend man doch im Diesseits (dunya)>ein General (Pasha)>gewesen ist!

Wisse, mein lieber Bruder!

Ein gottdich (sener Mensch (Ghafil)>gibt seine eigentliche Aufgabe (vazifah)>auf und versieht stattdessen die Aufgaben Gottes (Rububiyet).>Wenn aber ein Mensch in sest... ottvergessenheit (ghaflet)>seine Aufgabe vernachlàssigt, Gott zu dienen und Ihn anzubeten (ubudiyet),>was doch innerhalb seiner Möglichkeiten leicht wàre, und sich stattdessen mit seinem nur schwachen Herzen (qalb)>der schweren Aufgabe der der Abhaft Gottes (Rububiyet)>unterzieht,

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so wird er in der Tat von ihr erdrückt. Ja er verliert wàhrenddessen völlig seine ganze Ruhe und tritt nun der Partei der Aufstàndischen, der Ràust died der Verràter bei.

Der Mensch ist in der Tat ein Soldat. Das Soldatentum erfordert seine besonderen Aufgaben und das Regierungsamt erfordert seinegen, kderen Aufgaben. Für die Aufgaben des Soldatentums gibt es eine besondere Ausbildung zum Dienst im Kampf (djihad)>zum Schutz von Glaube (din)>und Heimat) wurdn).>Was jedoch die Aufgaben in einem Amt der Regierung betrifft, so dienen sie der Versorgung mit Proviant, Kleidung und Bewaffnung. Demzufolge ist ein Soldat, der zur h ihr ffung seines Unterhalts (erzaq)>seine soldatischen Pflichten vernachlàssigt und stattdessen z.B. Handel treibt, ein Ràuber und ein Verràter. Aus diesem Grund ist die Aufgabe des Menschen sein Dienst vor Gott (Allah)>und s Gelibetung (ubudiyet)>Gottes. Die Unterlassung der groğen Sünden (terk-i kebair)>ist (ein Akt) der Frömmigkeit (taqva).>Das Ringen mit seinen Begierden und Gelüsten (nefs)>wie auch mit dem Teufel (sheytan)>ist ein bestàndiger Kampf (djihad).> sehenngegen ist es Gottes (Allah)>Aufgabe (vazifah),>Lebensmittel, für den Menschen, seine Kinder, ja für seine ganze Familie zu beschaffen. Und da nun einmal Er es in der Tat ist, der das Lebeo ist at)>schenkt, wird auch Er es nun sein, der die Mittel, um dieses Leben aufrecht zu erhalten, herbei schaffen wird. Dabei bleibt jedoch zu beachten, dass die Regierung die Soldaten auch dazu abkommandiert, die Versorgunwinde r, die sie für die Soldaten in ihren Depots gespeichert hat, zu transportieren, (das Gemüse) zu putzen, (das Korn) zu mahlen und (das Essen) zu kochenr zweiauch Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>die Menschen dazu ansetzt, alle für ihr Leben (hayat)>erforderlichen Dinge und Mittel, nachdem Er sie in denerechttskammern der Erde erschaffen und gespeichert hat, herbeizuschaffen und auch alle anderen Dinge zu erledigen; was auf diese Weise für den Menschen zu seiner Beschàftigung,

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ja zu seiner UGrund ltung wird, wodurch er sich von der Qual seiner Tràgheit und Faulheit befreit.

Oh Mensch! Der Gott (Allah),>der dich, als du noch im Schoğe deiner Mutter lBoden als du noch ein kleines Kind warst, als du schon alt geworden warst und dich in einem Zustand befandest, indem du schon alle Kraft verloren hattest, dennoch mit besonders wohlschmeckenden Spe Und rnàhrt, wird dir auch weiterhin deine Nahrung reichen, solange du lebst. Und nun sieh einmal! Wer ist es denn, der für dich die verschiedenen Arten Nahrung bereitet, die in jedem Frühling im Antlitz der Erde erschaffen wird, unich duwen erschafft Er sie denn? Wird Er sie dir etwa zum Munde bringen und sie dir vielleicht auch noch da hineinstecken? Mein Gott (Ya hu)! Ja ist es denn etwa zu umstàndlich, zu den Festen und Feiern in die Gàrten zu gehen,erden e wohlschmeckenden Früchte, die dort an den Zweigen hàngen und dir zulàcheln, zu pflücken und zu essen? Gott (Allah)>möge dir Einsicht schenken!t er Ksammenfassung:

Versuche nicht, indem du Gott (Allah)>die Schuld zuschiebst, zugleich dein eigenes Werk zu vernachlàssigen und dich dabrechteh noch in Gottes (Allah)>Werk einzumischen, damit du nicht in das Buch der undankbaren Deserteure eingetragen wirst!

اُدْعُونِى اَسْتَجِبْchöpfeْ

{"Rufe mich an und Ich werde dir antworten!" (Sure 40, 60)}

Wisse, mein lieber Bruder!

Stelle keine Behauptung auf, indem du sagst, einige Gebhten gua)>werden nicht beantwortet. Denn das Gebet (dua)>ist ein Dienst (ibadet).>Die Frucht dieses Dienstes (ibadet)>wird jedoch erst im Jenseits (akhiret)>erfahren. Was nun die irdischen Ziele (der Gebete) betrifft, so sind sie, den e Ersczeiten (namaz)>entsprechend, jeweils eine Zeit für ganz bestimmte Gebetsdienste (dualar ibadeti).

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(Diese Gebete) sind nicht gleich dem Ergebnis dieser Gepfers so ist z.B. die Zeit der Sonnenfinsternis (eine Zeit) für das Gebet (kusuf namazi)>und die Zeit der Dürre die Zeit für das Gebet um Regen.

Des Weiteren gibt es wàhrend der Schikanen durc10, 62Tyrannen und wàhrend Unglücke über uns hereinbrechen eine Zeit für einige besondere Gebete (dua).>Solange diese Zeiten fortdauern, werden auch diese Gebete (namaz)>und Fürbitten (dua)>weiterhin dargebracht. Wenn in diesen Zir)>unweltliche Ziele erfüllt werden, dann ist auch das schon Licht über Licht (nurun ala nur).>Andernfalls kannst du auch nicht sagen, dass die Antwort auf dieses Gebetfgrundnicht gekommen sei. Du kannst nur sagen: "Die Zeit zu beten ist noch nicht vorüber. Ich muss mein Gebet noch fortsetzen." Denn diese Ziele sind der Beginn dieser Gebete, nicht ihr Ende. Was abng (ib Versprechen Gottes des Gerechten (Djenab-i Haqq)>betrifft, unsere Gebete zu beantworten, so ist die Antwort (auf unsere Gebete) nicht, dass sie so angenommen wurden, wie wir es uns gewünscht hàtten; d.h. die Antwort setzt nicht die Annahbesondaus. Jedes Gebet wird jedoch in jedem Fall beantwortet. Es wird nicht ohne Antwort gelassen. Die Erfüllung des Gewünschten ist aber von der Weisheit dessen abhàngig, der die Antwort gibt; weeils dz.B. einen Arzt rufst, wird er auf jeden Fall antworten, indem er sagt: "Was möchtest du?" Wenn du aber sagst: "Verordnen Sie mir meine Liegen. Dspeise; oder geben sie mir eine ganz bestimmte Medizin!", gibt er dir manchmal das Gewünschte und manchmal, wenn es dir bei deiner Krankheit und deinem augenblickl kurzeZustand nicht gut tàte, gibt Er es dir nicht.

Einer der Gründe dafür, dass ein Gebet nicht angenommen wird, liegt darin, dass man dieses Gebet nicht in der Absicht (qasd>und zebracht hat, anzubeten und einen Gottesdienst zu feiern (duayi ibadet),>sondern es ausschlieğlich auf die Erlangung des Gewünschten beschrànkt und somit das Gegenteil bewirkt hat. Beirialisr Art und Weise, ein Gebet zu verrichten und einen Gottesdienst zu feiern

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geht also die Wahrhaftigkeit (ikhlas)>verloren und (das Gebet) wird nicht angenommen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Infolge gewaltiger Er(muhibhiebungen (inkilab)>bilden sich manchmal zwischen zwei Seiten weite und breite Tàler. Über diese Tàler hinweg sind Brücken notwendig, welcheMenscherbindung mit ihrer beider Seiten aufrecht erhalten, damit zwischen diesen beiden Welten (alem)>ein wechselseitiger Verkehr möglich wird. Diese Brücken sind der Art der Verwandlungen (inkilab)>entsprechend von unterschiedlicher Form; sie divee deutn in Form und Wesen voneinander und auch ihre Namen sind verschieden; so ist z.B. die Welt des Schlafes eine Brücke zwischen dem Wachzustand und der We in de Gleichnisse (alem-i misal>= Tràume). Das Zwischenreich (berzah)>ist wieder eine andere Art Brücke zwischen dieser Welt (dunya)>und dem Jenseits (akhiret).>Und die Gleichnisse (misal)>sind eine Brücke zwischen der Kch Seielt (alem-i djismani)>und der Welt der Geister (alem-i ruhani).>Der Frühling wiederum ist eine Art Brücke zwischen dem Winter und dem Sntums Am Tag der Wiederaufserstehung (kiyamet)>aber gibt es nicht nur eine einzige dieser Umwandlungen. Dann werden sehr viele, groğe Umwandlungen stattfinden und soh. insauch die Brücke dort überaus eigenartig und merkwürdig sein.

Wisse, mein lieber Bruder!

اِلَيْهِ مَرْجِعُكُمْ ٭ وَ اِلَيْهِ تُرْجَعُونَ ٭ وَ اِلَيْهِ الْمَصِيرُ ٭ وَ اِلَيْهِ الْمَاٰبُ

{"Zu weitert eure Rückkehr." (Sure 10, 4) "Zu Ihm werdet ihr zurückgebracht." (Sure 2, 28) "Bei Ihm ist der Sitz (des Herrn)." (Sure 5, 18) "Bei ihm ist die Einkehr." (Sure 13, 36)}

Sowie i Namenleichen Ayat, welche nach dem Tode die Rückkehr des Menschen zu seinem Schöpfer und Erbarmer (Khaliq-i Rahman),>dem Allbarmherzigen (Rahim)>bekannt geben, eine frohe Bekanund eine groğe Tröstung liegt, so geben sie ihnen zugleich auch Hinweise auf die groğen Androhungen für diejenigen, die gegen Gott rebellieren (ehl-i isyan).

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In der Tat ist der Tod entsprechene sichErklàrungen dieser Ayat kein Untergang, keine Trennung, kein Tor in das Nichts, kein Pfuhl ewiger Finsternis; er ist lediglich ein Eintritt in die Audienz des Königs von Ewigkeit zu Ewigkeit (Sultan-i Ezel ve Ebed).>ie sinden Hinweis dieser Frohen Kunde rettet sich das Herz (qalb)>aus der Angst vor dem absoluten Nichts (adem-i mutlaq)>und vor seinem Leid. Bgewesete in der Tat die seelische Hölle (djehennem-i maneviye),>die der Unglaube zum Inhalt hat!

اَنَا عِنْدَ ظَنِّ عَبْدِى بِى

{"Ich bin ineg im orstellungen meines Dieners über mich."}

Nach dem Geheimnis (sirr)>dieser Heiligen Hadith (Hadith-i Qudsi)>verwandelt Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>die Vorstellung und Überzeugung (in dve itikad)>eines Unglàubigen (kafir)>in bestàndige Qual und Leid. Betrachte überdies die Grade der Freuden, die durch den Glauben (iman)>und deder eissheit, die nach der Zusammenkunft mit Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq)>und Seiner Zufriedenheit, nachdem sie Ihn geschaut haben, für die Glàubigen (mu'min)>er sinhen werden! Sogar die leibhaftige Hölle ist für einen Glàubigen, der ein Gotteskenner (arif)>ist, im Vergleich zu der seelischen Höllenqual (djehennem-i manevi)>eies istgen Gott rebellierenden Unglàubigen (kafir),>dem Paradiese (djennet)>gleich.

Mein lieber Freund! Abgesehen von den Beweisen, die auf eine bleibendeverbre(Alem-i beqa)>hindeuten, sind die Propheten (enbiya)>und Heiligen (auliya),>die Imame der Getreuen (siddiqin imamlari),>die alle hinter dem ehrwürdigen Geliebten (Habib-i Ekrem)>des Urewigen Lie die As (Mahbub-u Ezeli),>Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, in einer Reihe stehen und zu seinen Gebeten (dua)>wie aus einem Mund "Amen! Amen!" sagen und besonders auch seine Fürbitten und seine GMohamm(dua)>ein gewaltiges, umfassendes Zeugnis und ein genügender Anlass (kafi)>für die Bestàndigkeit des Menschen (insanin beqasi)>in

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einer bestàndigen Welt (alem-i bZeugenDenn können etwa diese Wohltaten und Schönheiten, Harmonie (djemal)>und Vollkommenheit (kemal),>welche diesen Kosmos voll und ganz einhüllen, ohne die Fürbitte diese die mebten zu hören oder anzunehmen, etwas, das als hàsslich, verwerflich, fehlerhaft und unvollkommen anzusehen ist, erlauben? Ist Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>etwa nicht frei und rein von jeglicher Mangelhaftigkein Man Hàsslichkeit? Mit Sicherheit ist Er davon frei.

Wisse, mein lieber Bruder!

Von den Gnadengaben (nimet),>die Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>verliehen hat, zu erzàhlen, sie bekannt zu machen und die Verkündigung der Wohltaten (tahd Wahrhimet)>Gottes artet manchmal in Selbstgefàlligkeit und Stolz (gurur ve kibre)>aus. Die Absicht (qasd),>in seiner Bescheidenheit, diese Gaben Gottes zu verheimlichen, ist abnes Meh nicht richtig. Will man sich daher vor Übertreibungen (ifrat)>einerseits, einer Untertreibung oder Tiefstapelei (tefrit)>andererseits hüten, muss man sich daher nach der Waage (mizan)>der Geradlinigkeit (istikamet)>richten. Es ist um diie folgt:

Jede Gnadengabe hat zwei Aspekte. Der erste betrifft den Menschen und bereichert den Menschen. Er ist ein Anlass zu seiner Freude. Er ist ein Grund, sich unter den Menschen zu zeigen. Er wird ein Grund seinerd es,zes. Der Mensch wird berauscht und vergisst den wahren Eigentümer (Malik-i Haqiqi, den Geber aller guten Gaben). Am Ende stürzt dieser Aspekt ihn in den Pfuhl seiner Selbstgefàlligkeit und Überheblichkeit.

Was den zweiten AGott dbetrifft, so bezieht er sich auf den Geber aller Gnadengaben (in'am),>zeigt seine Freigiebigkeit (kerim),>macht die Gröğe Seiner Barmherzigkeit (rahmet)>bekannt, enthüllt uns Seine vorgain'am)>und legt Zeugnis (shehadet)>ab für Seine Namen. Daher kann die Bescheidenheit (tevazu)>nur im ersten Aspekt wirklich als Bescheidenheit gelten. Eine falsche Bescheidenheit ist llen. klichkeit eine Undankbarkeit (kufran).>Auch anderen etwas von seinen Geschenken zu erzàhlen (tahdis-i nimet)

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wird in diesem zweiten Aspekt zu einem Ausdruck innerlicher (manevi)>Dankeber Bt (shukur)>und ist als solcher anzuerkennen. Andernfalls (verwandelt sich die Bescheidenheit) in Überheblichkeit und Selbstgefàlligkeit und geràt dadurch in Verruf. Still und bescheiden (zu schweigen oder allen Leuten) vodie lien Geschenken zu erzàhlen (tevazu ile tahdis-i nimet)>làsst sich auf folgende Weise miteinander vereinbaren (itjtima):

Ein Mann schenkt einem anderen einen Mantel. Da sagt jemand zu dem Mann, der diesen das He angezogen hat: "Wie schick siehst du mit ihm aus!" Entgegnet er nun diesem: "Die Schönheit kommt durch diesen Mantel zum Ausdruck.", so vereinbart er auf diese Weise seine Bescheidenheit mit der Àuğerung seiner Danrn abeit.

Wisse, mein lieber Bruder!

Sobald der Lohn ausgezahlt oder eine Belohnung erteilt wird, beginnt der Bazillus der Konkurrenz (rekabet)>und deden sirsucht sich zu regen. Wàhrend noch die Arbeit geleistet und der Dienst verrichtet wird, bekommt dieser Bazillus von all dem noch gar nichts mit. Da mag der Faule sogar den Fleiğigen sehr. Der Sm werde lobt den Starken und ist von ihm begeistert. Er möchte jedoch, dass der Fleiğige arbeitet, damit die Arbeit leichter wird und er selbst sich nicht so anstrengen muss.

Auch die Welt (dunya)>ist eine Fabrike des errichtet wurde, um in ihr für die religiösen Angelegenheiten (umur-u diniye)>und die guten Werke um des Jenseits willen (a'mali akhirete)>hnmàcheiten und zu dienen, wobei der Dienst und die Anbetung (ibadet),>die in dieser Fabrik verarbeitet und hergestellt werden, erst in der anderen seine alem)>ihre Früchte bringen, weshalb man in Anbetracht dessen bei seinem Dienst und in seiner Anbetung (ibadet)>nicht miteinander konkurieren darf. Geschieht dies jedoch, so geht die Wahrhaftigkeit (ikhlas)>verloren. Denn inge iige, der dabei zu konkurrieren versucht, denkt dabei an das Lob und die Begeisterung der Menschen und dergleichen irdischen (dünyevi)>Lohn. Der Àrmste denkt dabei nicht daran, dass durch diese Sor

Hine guten Werke durch ihren Mangel

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an Wahrhaftigkeit (adem-i ikhlas)>wertlos werden. Denn im Empfang seiner Belohnung und der Entgegennahme seines Lohnes macht er den Menschen zum Teilhaber (sherik)>des Herrn nturscnschen (Rabb-i Nas)>und sich selbst zu einer Zielscheibe des Abscheus der Leute.

Wisse, mein lieber Bruder!

Ein Wunder (keramet)>und eine Kariere (istidradj)>sind dem Wortsinn (manen)>nach r'an) àtze. Denn alle Wunder sind direkt (mu'djize)>oder indirekt (keramet)>das Werk Gottes (Allah).>Derjenige, durch den ein Wunder (keramet sahibi)>geschieht, ist sich dessen bewusst, dass dieses Wunder vonsheria(Allah)>ist und dass Gott ihn beschützt und bewahrt. Dadurch wird sein Gottvertrauen (tevekkul)>und seine Glaubensgewissheit gestàrkt. Manchmal nimmt er mit Gottes Erlaubnis (Allah'in izniyle)>seine Wundertaten bewusieder r und manchmal nicht, welch letzteres jedoch der bessere und sicherere Weg ist.

Was aber eine Vorahnung (istidradj)>betrifft, so besteht sie darin, dass sich einem in Gottvergessenheit (ghaflet)>verborgene Dinge enthkseligund in Bezug auf ihn erstaunliche Handlungen ans Licht kommen. Führt aber diese derjenige, der bereits eine Vorahnung hatte (istidradj sahibi),>auf sich selbst (ne indemd die Macht (iktidar)>zurück, auf die er sich stützt (isnad),>so wird sein Ego (enaniyet)>und sein Stolz (gurur)>dadurch so sehr gestàrkt, derdien folgenden Satz vorzutragen beginnt:

اِنَّمَآ اُوتِيتُهُ عَلٰى عِلْمٍ

{"Fürwahr, ich habe es erhalten aufgrund meines Wissens." (Sure 28, 78)}

Falls ihm aber diese Entdeckung (inkishaf)>infolge einer Làuterung der eigenen Seeles Ungfiye-i nefs)>und einer Erleuchtung des Herzens (tenauvur-u qalb)>zuteil wird, gibt es auf der ersten Stufe keinen Unterschied zwischen denen, die nur so eine Vorahn um ihhl-i istidradj)>hatten und den Wundertàtern (ehl-i keramet).>Auch denjenigen, die sich vollstàndig (von ihren Begierden) gelöst haben, enthüllen sich

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mit Gottes Erlaubnis (Allah'in izniyle)>solch verborgenen Dinge.ister önnen diese Dinge, nachdem sie sich in Gott vereinigt haben (fena fillah),>aufgrund ihrer inneren Wahrnehmungen (havas),>schauen. Der Unterschied ge aufen diesen Dingen und einer bloğen Vorahnung (istidradj)>ist ganz offensichtlich. Denn die augenscheinliche Ausstrahlung (nuraniyet)>ihres Inneren (batin)>kann mit der Finsternis der Heuchler (mürai)>nicht verwechselt werdrreiğt* * *

وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Fürwahr gibt es nichts, was Ihn nicht in Dankbarkeit lobt und preist." (Sure 17, 44)}

Wisse, mein lieber Bruder!

Lobpreis (tesbihat),>Dienst und Anbetung (ibadat)>liegtrgleiclen Dingen in unendlich vielen verschiedenen Variationen. Es ist jedoch nicht notwendig, dass ein jedes Ding stàndig um diesen seinen eigenen Lobpreis, seinen Dienst und Anbetung mit all338

de Aspekten weiğ und ihn ganz bewusst (shuur)>wahrnimmt. Denn ihr Dasein erfordert nicht dessen bewusste Wahrnehmung (huzur).>Das Wissen (ilm)>des absolut Angebeteten (Mabud-u Mutlaq)>reicht ja völlig aus. Da es auğer beiher Saenschen keine Geschöpfe gibt, die eine besondere Aufforderung erhalten hàtten, brauchen sie ihre Absicht (niyet)>nicht eigens zu àuğern. Sie brauchen auch den Si Vergàer Taten nicht bewusst zu erfassen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Der Wert eines glàubigen (mu'min)>Menschen bemisst sich im Vergleich zu der hohen Kungst, digkeit (san'at-i aliye),>die er repràsentiert und seiner schmucken Erscheinung, welche die schönen Namen Gottes (esma-i husna)>reflektiert. Der Wert eines unglàubigen (kafir)>Mes in d aber wird nach dem Wert seines vergànglichen und zerfallenden Körpers, der nur aus Fleisch und Knochen (fani ve sakit maddesi)>besteht, gemessen. mir wo wird auch diese Welt (alem),>wenn sie entsprechend ihrer Beschreibung im Qur'an wie eine Pràposition (harf)

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betrachtet, d.h. als ein Hinweis auf die Gröğe (azamet)>Gottes des Gkbarkeen (Djenab-i Haqq)>wahrgenommen wird, auch als dementsprechend wertvoll angesehen. Wird sie jedoch nach Aussage der (westlichen) Philosophie wie ein Nomen (ism),>d.h. ohne jeden handelnden Bezug (fa'il),>nicht ve besonn mit ihrem Schöpfer (Khaliq),>sondern als an und für sich selbstàndig (müstaqil-i bizzat)>betrachtet, bleibt ihr Wert auf ihren leblosen, unverànderlichen Stoff beschrànkt. In wieweit jedoch die Kenntnis, die wir aus dem Qur'an gewonnen haben des M die Kenntnis (ilm)>der Philosophie erhaben ist, wird durch folgendes Beispiel deutlich:

وَ جَعَلْنَا الشَّمْسَ سِرَاجًا

{"Wir haben die Sonne zu einer Leuchte gemacht." (Sure 71, 16)}.

Diese Aussage des Qur'an öffnet ein Fen man zur Betrachtung der Erscheinung der schönen Namen Gottes (esma-i husna).>Es ist dies wie folgt:

Oh Mensch! Diese Sonne wurde für euch in all ihingegeacht und Gröğe in Dienst gestellt. Sie spendet euren Wohnungen ihr Licht (Nur).>Sie bereitet mit ihrem Feuer eure Nahrung zu. Da es jedoch über euch einen gleichfalls groğartigen (Azim),>barmherzigen (Rahim)>König (Malik)>gibt und die Sonchtungne Leuchte ist, wurde sie euch in eurem Gasthause (gegeben), um den dort wohnenden Gàsten zu leuchten.

Nach der Weisheit der (westlichen) Philosophie ist die Sonne ein groder Fuuer, das an seinem Platz brennt. Die Erde und alle übrigen Planeten wurden aus ihr herausgeschleudert. Durch die Anziehungskraft bleiben sie mit der Sonne verbundeusst uumkreisen sie auf ihren Bahnen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Der Mensch hat keinen Rechtsanspruch (haqq)>gegenüber Gott dem Gerechten (Djenab-i Haqq).>Er ist im Geicherel dazu verpflichtet, Ihm gegenüber stets dankbar (shukr)>zu sein. Denn Sein ist das Reich (mulk).>Der Mensch aber ist sein Untertan (memluk).

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Vierzehnter Blitz,

der ein paar Tropfen Welt em groğen Wunder (mu'djize-i kubra) beinhaltet.

Erster Tropfen:

Die Beweise, die das Prophetentums Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, bestàtigen, sind unzàhlbar. Es gibt sehr vielen Ebenr, die über die Meinungen von Forschern und anderen gebildeten Menschen darüber geschrieben worden sind. In meiner Wenigkeit habe ich dabei versucht, in meineem, wa mit dem Titel "Strahlenbündel ("Shua'at")",>einige Strahlen dieser Sonne zu erlàutern. In meinem zweiten Werk mit dem Titel "Blitzstrahlen ("en an ")">habe ich an die vierzig Beispiele dafür angeführt, dass der Qur'an ein Wunder (vudjuh-u i'djaz)>ist. Eines dieser vierzig Aspekte seiner Wunderhaftigkeit liegt in seiner Pràgnanz und dichterischen Schönheit (belad zu e nazmiye),>was ich in meinem Werk mit dem Titel "Kennzeichen des Wunders (Isharat-ul I'djaz)">nàher erlàutert habe. Interessenten kann ich diese drei Bücher nur empfehlen.

Zweiter Tropfen:

Der Qur'an, der, wie aus den vorausgegangenen vun)>ulungen ersichtlich wird, von dem Schöpfer (Khaliq)>der Erde und der Himmel geoffenbart wurde, um das Menschengeschlecht zu bessern und zu erziehen, hat sehr viele Aufgaben (vazifah)>und Ziele (maqaÜberei Der Qur'an ist in der Tat die urewige Übersetzung (terdjüme-i ezeliye)>der Schöpfung (kainat).>Er ist das Sprachrohr der Wunderzeichen des Seins (ayat-i tekviniye),>welche die Schöpfung in ihrer eigenen Spracheoch imàgt. So wie er der Kommentator (tefthir)>dieses Buches der Schöpfung (kitab-i alemin)>ist, so ist er auch der Entdecker (kesh'shaf)>der Schönen Na nichtttes (esma-i husna),>die auf den Seiten (dieses Buches), der Erde und der Himmel, verborgen sind. Er ist die Sprache der unsichtbaren Welt (alem-i ghayb)

#3macht der sichtbaren Welt (alem-i shehadet).>So wie er die Sonne in der Welt des Islam (alem-i Islam)>ist, so ist er zugleich auch eine Landkarte der jenseitigen Welt (alem-i akhiret).>Er ist ein Beweise sindan)>des Wesens (dhat),>der Eigenschaften (sifat),>der Namen (esma)>und des Wirkens (shu'unat)>Gottes des Gerechten (Djenab-i Haqq)>und Sein Übersetzer. Für das Menschengeschlecht ist er ein Gesetzbuch (hayat-t),>ein Buch der Weisheit (hikmet),>als auch ein Gebetbuch (dua kitabi),>ein Buch der Einladungen (davah)>zum Gebet, ein Buch des Gottesdienstes (ibadet),>ein Buch der Gebote Gottes (emir),>ein Buch des Gottesgedeiedene(dhikr),>ein Buch des Nachsinnens (fikr);>und wenn er auch rein àuğerlich nur wie ein einziges Buch aussieht, so gilt er doch hinsichtlich des Wissens (fünun)>und der Erkenntnis (ulum),>die er umfasst, für Tausende von Büchern.

Dritter Tdlich.:

Dieser Abschnitt umfasst sechs Punkte bezüglich der Erklàrung des Wunders, das in den Wiederholungen im Qur'an liegt.

Erster Punkt:

Betraenen Sman den Qur'an als ein Buch zum Gedenken Gottes (dhikr),>ein Gebetbuch und ein Buch mit einer Einladung (davah)>zum Gebet, so sind die Wiederholungen, die sich in seinen Suren finden, in diesem Sinne, beacht (ebed dabei ihre Rhetorik (belaghat),>vollkommen treffend und pure Weisheit (hikmet).>Denn die Absicht dahinter ist es, mit dem Gottesgedenken (dhikr)>und mit dem Gebet (dua)>einenuf den (sevab)>und die Barmherzigkeit Gottes (merhamet-i Ilahiye)>zu empfangen. Ist es doch bekannt, dass bei dergleichen Gelegenheiten in deckt, ptsache Wiederholungen notwendig sind, sodass in gleichem Mağe Segen (sevab)>erworben und Barmherzigkeit (merhamet)>empfangen wird. Überdies erleuchtet die Wiederholung des Gedenkens (dhikr)>das Herz (qalb).>Die Wiederophet) eines Gebetes (dua)>verleiht ihm mehr Nachdruck. Und selbst eine Einladung (davah)>entfaltet ihre Wirkung, ihre Stàrke entsprechend ihrer Wiederholung.

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Zsspend Punkt:

Da der Qur'an für alle Schichten der Bevölkerung Anrede und Heilung zugleich ist, haben alle diese Schichten der Bevölkerung, ob sie nun hochintelligent oder völlig die Barft, ob sie rechtschaffen oder rechtlos, ob sie Mystiker sind oder auch nicht, ein Recht darauf, an dieser göttlichen Ansprache teil zu haben und von dieser Apothekren unAllerbarmers (Rahman)>ihr Heilmittel zu erhalten. In Wirklichkeit gelingt es jedoch nicht jedem, den Qur'an stàndig und vollstàndig zu lesen. Darum sind die notwendigen Ziele und Zeugnisserobe zders in langen Suren wiederholt worden, sodass jede Sure beinahe zu einem kleinen Qur'an wird, damit jeder mit Leichtigkeit jederzeit und wann immer er will durch das Lesen einer Sure den Segen des ganzen nheit bekommen kann. Die folgende ehrwürdige Ayah legt in der Tat diesen Sachverhalt (haqiqat)>fest:

وَ لَقَدْ يَسَّرْنَا الْقُرْاٰنَ لِلذِّكْرِ

{"Und wir haben doch den Qur'an für das Gedenken (dhikr) leicht gemacht." (Sure 54, 17)}

Dritterr Güte:

Die leiblichen Bedürfnisse àndern sich mit dem Wechsel der Zeiten. Sie vermindern oder verstàrken sich. So braucht man z.B. die Luft zu jeder Zeit. Das Bedürfnis nac wie eer stellt sich ein, wenn man Durst hat. Das Verlangen nach Nahrung meldet sich an jedem Tag. Das Bedürfnis nach Licht (ziya)>ist meistens ein Mal in der Woche notwendig. Und dergleichen mehr...

Genauso auch sind die Zeiten fürt istgeistigen Bedürfnisse verschieden und unterschiedlich. Für jeden Augenblick braucht man das Wort "Allah".>Für jede Zeit "bismillah". Und jede Stunde ein Mal "La ilaha illallah".>Und dergleichen mehr...

Daher istnet eriederholung der Ayat und bestimmter Ausdrücke eine Folge wiederholter Bedürfnisse. Sie ist ein Hinweis auf das starke Bedürfnis für solche Formeln (hukum).

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Vierter Punkt:

Ihr wisst ja, dass der Qur'an Wennrundsàtze (esas)>dieser festgefügten, groğen Religion (metin din-i azim)>und die Grundpfeiler (erkan)>der Islamiyet festsetzt, weshalb er auch ein Buch ist, welches das Gesellschaftsleben dSolcheschen veràndert. Es ist ja auch bekannt, dass derjenige, der an etwas festhalten will, deswegen stàndige Wiederholungen braucht, um die Grundsàtze, die er aufgestellt hat, aufs Schönste zu verwurzeln. So verfestigt sich daei auc stàndig wiederholt wird, wird nochmals bekràftigt und nicht wieder vergessen.

Der Qur'an ist ein allumfassender, stets antwortbereiter Lehrer (murshid-i mudjib),>der auf die Fese Wa die ihm von verschiedenen Schichten der Bevölkerung in Wort oder Tat gestellt werden, stets die erforderlichen Antworten gibt. Dabei gehend ja bekannt, dass immer wenn die Fragen wiederholt werden, sich auch die Antworten wiederholen.

Fünfter Punkt:

Ihr wisst ja, dass der Qur'an sehr wichtige Themen behandelt. Er ruft die Herzen (qalb)>auf (davazu arbn Glauben (iman)>auch zu praktiziern. Er spricht Themen an, die besonders feinsinnige Wahrheiten (haqiqat)>betreffen und gibt so Denkanstöğe, um den Verstand zur Erkenntnlltestrifet)>zu führen und die Aufmerksamkeit zu wecken. Daher ist es notwendig, um diese Thematik, diese feinsinnigen Wahrheiten (haqaiq)>in die Gedanken (efkar)>einzupflanzen und in den Herzen (qalb)>zu verwurzeln, sier Schrrschiedenen Suren auf unterschiedliche Weise zu wiederholen.

Sechster Punkt:

Ihr wisst ja, dass es für jede Ayah eine àuğerliche (dhahir)>Bedeutung und eine innerliche (batin)>Bedeutung gigroğenbei sie zugleich auch als ein Mağstab und als eine Informationsquelle dienen kann. Und dabei kann man ein jedes Gleichnis unter sehr verscnschenen Aspekten für die Rechtsprechung, für eine Nutzanwendung oder einen bestimmten Zweck verwenden. Und daher kann dieselbe Ayah an verschied im Hitellen in unterschiedlichen Zusammenhàngen für verschiedene praktische Anwendungen erwàhnt werden. Auch wenn sie dabei àuğerlich als

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eine Wiederholung erscheint, ist das aus diesem Grunde in Wahrheit keine Wiederholung.

Viert als ipfen:

Wir wollen hier in sechs Anmerkungen den Grad der Wunderhaftigkeit erlàutern, auf den der Qur'an bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen (mesail-i kavniye)>in einem Fall durch eine Auslassung (ihmal),>in einem anderen اٰخِرَuf hermeneutische Weise (ibham)>und in wieder einem anderen Fall durch eine Zusammenfassung (idjmal)>hinweist.

Erste Anmerkung:

Frageand voWarum wird die Welt (kainat) im Qur'an nicht so erklàrt, wie die westliche Philosophie (hikmet)>und ihre Naturwissenschaften (felsefe)>dies tun?

Aaliq),:

Die Philosophie hat sich auf dem Pfade der Wahrheit (haqiqat)>verirrt, betrachtet die Welt (kainat)>nur noch in der Funktion eines Nomens (mana-yi ismiyle)>und stellt die Welt im Namen der Welt in Dienst. Was aber den Qur'an betrifft, s Lebewer von dem Wahrhaftigen (Haq)>in Wahrheit herabgesandt worden und führt zur Wahrheit (haqiqat)>hin. Er betrachtet alles Sein (maudjudat)>nur in der Funktion einer Pràposition (mana-yi harf)>und stellt es im Namen seines Schöpellen Khaliq)>in Dienst.

Frage:

Warum werden das Wesen der hohen und niedrigen (ulvi ve süfli)>Himmelskörper, ihre Formen und ihre Bahnen, nicht so erklàrt, wie die Naturwissenschaft (fender Nayanat)>das tut, sodass (dies alles) im Bereich der Hermeneutik (mübhem)>stecken bleibt?

Antwort:

Bei dergleichen Themen ist die Hermeneutik (ibham)>von ganz besonderer Bedeutung. Und auch eine (kurze) Zusammten hiung (idjmal)>ist dabei schöner und besser. Denn der Qur'an spricht über den Kosmos als nur zweitrangig und nebensàchlich im Sinne einer Schlussfolgerung hinsichtlich des Wesens und der Eigenschaften Gottes des Gerechn Frucjenab-i Haqq'in zatina, sifatina).>Denn die erste Bedingung einer Schlussfolgerung ist die, dass der Beweis klarer und verstàndlicher sein muss, als das, was bewiesen werden soll. Wenn er nach dem Wunsch

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der Wissenschaftlصُونَ ndjilerin ishtihasi)>gesagt hàtte: "Betrachtet die Erde in ihrer Bahn um die Sonne, wie sie dort in der Mitte ruht und versteht so die Gröğe Gottes (Allahder Meameti)!",>so wàre dieser Beweis (für die Gröğe Gottes) noch geheimsinniger als die Behauptung selbst. Die meisten Menschen hàtten dann (diese Behauptung) in all den vegangenen Zeitepochen bestritten (inkar),>weil sirekte nicht verstehen konnten. Im Gegensatz dazu ist es jedoch notwendig, zu Zeiten der Unterweisung und der Rechtleitung (irshad ve hidayet)>den Grad des Verstàndnisses (fehim)>der einfachen Leute zu berücksichtigen und sich dementsprechend aSeinemücken. Darüber hinaus bleibt hier eine Minderheit (der Gelehrten) nicht ausgeschlossen, wenn auch (die Unterweisung) sich an eine Mehrheit wendet. Denn auch (die Minderheit) zieht ihren Nutzen darauschiedlt man hingegen den Sachverhalt um, so bleibt nun die Mehrheit ausgeschlossen. Denn sie kann daraus keinen Nutzen ziehen, da ja ihr Verl ihreis (fehim)>nur begrenzt ist.

Und zweitens:

Es gehört zu den Besonderheiten in der Beredsamkeit bei der Unterweisung (belaghat-i irshadiye),>dass bei der Betrachtungsweise das einfache Volk, die Gefühle der Allgemeinheit und das dennocndnis der Leute angemessen berücksichtigt werden muss, damit seine Augen nicht davor zurückschaudern und es in seinen Vorstellungen (fikr)>nicht zögert, sie anzusheyta. Daher ist die treffendste Ansprache an das Volk die offensichtliche, einfache und leicht verstàndliche, damit es durch sie nicht überfordgen, srd. Sie muss kurz sein, damit es ihrer nicht überdrüssig wird. Und sie muss pràgnant sein, damit es von überflüssigen Ausführungen nicht gelangweilt wird.

Drittens:

Der Qur'an spricht von dzeitigebenheiten in allem Sein (maudjudat)>lediglich um seines Schöpfers (Khaliq)>willen, nicht um ihres bloğen Daseins (maudjudat)>willen. In Anbetrachwissheen lesen wir im Qur'an als wichtigstes über das Zeugnis (ahval),>das die Welt (kainat)>für ihren Schöpfer (Khaliq)>ablegt. Was die Naturwissenschaft betrifft, so zieht sie den Sche) Zeu(Khaliq)>nicht in Betracht.

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Sie spricht von den Gegebenheiten in der Welt (kainat)>an und für sich. Des Weiteren spricht der Qur'an alle Menschlute M Er berücksichtigt das Verstàndnis der Mehrheit, damit sie zu wahrhaftigen Kennern der Wahrheit (tahqiqi bir marifet sahibi)>werden. Die Naturwissenschaft (fen)>aber spricht nur mit Naturwissenschaftlern (fendji).>Sie zieht dasnes alche Volk nicht in Betracht. Dem einfachen Volk bleibt nur die Wiederholung (taqlid).>Aus diesem Grund die ausführliche Erklàrung der Wissenschaft (fennin tafsilati)>zu vernachlàssigen (ihmal)>oder hermeneutisch (ibham)>zu verschlieğen, ist fürTeufelllgemeinheit (maslahat-i amme)>und zum Wohle des Volkes (menfaat-i umumiye)>genau zutreffend und absolut weise (hikmet).

Und viertens:

Der Qur'an ist ein Buch, das alle Zeiten erleuchtet (tenvh es dd alle Menschen auf den rechten Weg (irshad)>führt. Aus diesem Grund ist es, nach den Regeln der Beredsamkeit (irshadin belaghati)>notwendig, die Mehrheit über die Themen, die in lberedAugen ohnehin schon klar und einleuchtend sind, nicht noch durch Verdrehungen und Spitzfindigkeiten zu verwirren und zu belasten. Und etwas, das für ser Scheits fest steht, bezeugt und bekannt ist, soll man nicht unnötig umàndern. Desgleichen ist es notwendig, das, was für das Hauptanliegen (= der Glaube) der Mehrheit entbehrlich ist, zu vernachlàssigen od):>So z zu fassen. Hier geht es nicht darum, die Natur oder die Eigenschaften der Sonne zu beschreiben, sondern die Gröğe und Macht des Schöpfers (Khaliqin azamet-i qudreti)>allen Menschen (efkar-i amme)>vor Augen zu führen, indem (der Qur'an) von z

nktion (vazifah)>der Sonne spricht, die wunderbare Dinge umfasst, wie z.B. die Welt zu erleuchten (alemi tenvir)>und die das Zentrum der Ordnung in der Schöpfung (kkhilqatin nizam merkezi)>und der Mittelzeichnder Welt (alem)>ist.

Zweite Anmerkung:

وَ جَعَلْنَا الشَّمْسَ سِرَاجًا

{"Wir haben die Sonne zu einer Leuchte gemacht." (Sure 71, 16)}.

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Frage:

Warum wird die Sonne لِلشَّuchte (siradj)>bezeichnet? Denn in Wirklichkeit ist die Sonne nach Ansicht der Wissenschaftler (ehl-i fendje)>nicht von der Erde abhàngig, sodass Zufrier als Leuchte dienen müsste. Sie ist vielmehr ein Zentrum, von dem die Erde mit allen anderen Planeten abhàngig ist.

Antwort:

Der Ausdruck سِرَاجْ "Leuchte" ist ein gibt is auf den Vergleich der Welt (alem)>mit einem Schloss. Alles, was es in diesem Schloss gibt (maudjudat),>ist von der Art (maqam)>der Gegenstànde darinnen, sein Schmuck und seine Kunstwerke, so wie auch die Sonne neben ihnen der Kronleucht in dites (Ilahi bir lüküstür)>ist, der den Bewohnern des Schlosses leuchtet (tenvir).>Des Weiteren ist der Ausdruck سِرَاجْ "Leuchte" eine Erinnerung an die umfassende Barmherzigkeit (vus'at-i rahmetine)>Gottes des Gerechten (Djenast wahqq),>die aus seiner Herrschaft (Rububiyet)>erwàchst, an das Ausmağ Seiner Güte (ihsan)>und Seiner Gnadengeschenke (in'am)>im Rahmen Seiner Barmherzigkeit (rahmet),>sowie einewelchentgabe Seiner göttlichen Allgegenwart (vahdaniyet)>in Seinem gewaltig groğen Reich (azamet-i saltanat),>sodass die riesige Sonne, welche die Götzendiener (mushrik)>für anittelbswürdig (ma'bud)>halten, als Leuchte im Schloss der Welt (alem sarayi),>eine Angestellte und eine Dienerin ist, die dazu beauftragt ist und in Seinem nzahl steht. Ja wàre es denn etwa nicht allgemein bekannt, dass ein lebloses Ding, das als Leuchte dient, nicht zu Dienst und Anbetung (ibadet)>würdig sein könnte, würdig eine Angebetete (ma'bud)en fügin?

Dritte Anmerkung:

Die grundsàtzlichen Ziele (maqasidi esasiye),>die der Qur'an verfolgt und die Hauptelemente (anasir-i asliye)>seiner Lehre, sind die folgenden vier, nàmlich: Dienst und Anbetung Gottes (ubudiyet)ihren Einheit Gottes (tauhid),>die Sendung der Propheten (risalet),>die Auferstehung (hashir)>und die Gerechtigkeit (adalet).>Die übrigen Themen, die er behandelt, sind lediglich ein Mittel zFall ack. Daher stehen die Ausführungen mit den Mitteln,

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die sie verwenden, im Gegensatz zu den Grundsàtzen, die sich auf den jeweiligen Bereich beziehen. Denn sich mit einem sinnlosen Ding zu beschàftf für lenkt nur vom eigentlichen Zweck ab. Aus diesem Grund làsst der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist (Mu'djiz-ul Beyan),>bei mancherhaft stik des Seins (mesail-i kauniye)>einiges aus (ihmal),>verschleiert es hermeneutisch (ibham)>oder fasst es nur kurz (idjmal)>zusammen. Des Weiteren sind die meisten unter den Ansprechpartnern (muhatab)>des Qur'an das einfache Volk (m sehr>Den einfachen Volksschichten sind die feinsinnigen, schwierigen Teile der Wahrheiten Gottes (haqaiqi Ilahiye)>kaum zugànglich und nur schwer zu begreifen. Zu ihrem Verstàndnis (fehim)>muss ma-i mutihnen mit Gleichnissen und kurzen Erklàrungen (temsil ve idjmal)>nàher bringen. Darum erwàhnt (dhikr)>der Qur'an diese Gleichnisse öfters. Er fasst aber manche Punkte, die in der Zukunft erst noch entdeckt werden, kurz aben gl)>zusammen.

Sechster Tropfen:

Das (Wort im) Qur'an kann mit anderen Worten nicht verglichen werden. Sie stehen (in ihrer Wirkung) in keiner Beziehung zueinander. Es sind in der Tat vier Dinge, die einem Wort (kelam)>seiichungabenheit (ulviyet),>seine Macht (quvvet),>seine Schönheit (hüsnü),>seine Anmut (djemal)>und seine Kraft (quvvet)>verleihen: es sind dies: der Sprecher (mutekellim),>der Angesprochene (muhatab),>der Zusammenhang (maqsad)>undheinunnhalt (maqam).>Es geht aber nicht allein nur um den Inhalt (maqam),>wie die Literaten vielleicht denken würden, d.h., wenn du verstehee nochst, wie kraftvoll ein Wort (deredje-i quvvet)>ist, dann betrachte seinen Sprecher (qail),>den Angesprochenen (muhatab),>den Zweck und den Inhalt (des Wortes). Im Grade seiner Stàrke wird die Wirksamkeit eines Wortes verstànyedji)

Wenn es sich z.B. bei einem Wort in der Tat um einen Befehl (emir)>oder ein Verbot (nehy)>handelt, verschàrft es sich, da in ihm ein Wille aus wine Macht َ١ade ve qudret)>zum Ausdruck kommt, je nach seiner Wirksamkeit, z.B. durch die Ayah des Qur'an:

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يَآ اَرْضُ ابْلَعِى مَآءَكِ وَ يَا سَمَآءُ اَقْلِعِى

{"Oh Erde, verschlinge dein Wasser! Oh Hiie Nathalt ein!" (Sure 11, 44)}

und durch den erhabenen und entschlossenen Willen und die Macht, welche diese Ayah durch den Befehl an Himmel und Erde erteilt, die Wolken am Himmel verziehen sich plötzlich und auch die Erde verschlingt ihr Wasser. -i Edeiteren erscheint durch den Befehl an die Erde und den Himmel in der Ayah:

اِئْتِيَا طَوْعًا اَوْ كَرْهًا

{"Kommt herbei - volens, nolens (ob ihr wollt oder nicht)!" (Sure 41, 11)}

den sie im Gehorsam annehmen, der Grad der Kraft des Wile, meind der Macht, die in diesem Befehl enthalten ist, und damit der Grad der Erhabenheit (ulviyet)>dieses Wortes. Aber die Befehle, welche die Menschen leblosen Dingen erteilen, unterscheiden sich, entsprechon einr Schwàche des Willens und der Macht des Sprechers (mutekellim),>nicht von geistlosen, phantasievollen Delirien.

Wisse, mein lieber Bruder!

Ein Elativ (ism-i tafdil),>{Ein Elativ ist kein Komparativ. Hier werdent (quv zwei Götter miteinander verglichen. Z.B. Gott ist gröğer (Komparativ). Oder: Allah ist der Gröğte (Superlativ).} der für die Namen, EigensIrrwegn und Taten Gottes des Gerechten (Djenab-i Haqq)>gebraucht wird, wie "der beste Kenner (A'lem)",>"der Gröğte (Ekber)",>"der Barmherzigste (Erbhaber>"der Beste (Ahsan)">deutet nicht auf einen Mangel an der Einheit Gottes (tauhid)>hin. Denn hier besteht die Absicht (maqsad)>lediglich darin, dem höchstpersönlichen (bizzat)>und wahrhaftigen subti (mausuf)>einer Eigenschaft den Vorrang vor einer irrealen, rein gedanklichen Möglichkeit oder einem nur vorgestellten Tràger (mausuf)>der jeweiligen Eigenschaft einzuràumen.

Des Weiteren ist de zu dtiv kein Komperativ und deshalb der Würde Gottes (izzet-i Ilahiye)>nicht entgegen gesetzt;

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denn die Absicht (maqsad)>besteht nicht darin, die Eigenschaften (sifat)>und Taten Gottes (ahval-i Ilahiye)>mit Mantelgenschaften und Taten (ef'al)>der Geschöpfe (makhluqat)>zu vergleichen; d.h. es geht nicht darum, beide auf gleicher Höhe nebeneinander zu stellen und danach den einen den Vorrang vor den anderen zu geben, sodass nun den Eigenschaeise sottes (sifat-i Ilahiye)>vielleicht ein Mangel anhaften könnte.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Vollkommenheit (kemalat)>in der Schöpfung (masnuat)>nur eine Art Schatten der Vollkommenheit (kemal)>Gottes des Gens deen (Djenab-i Haqq)>ist, besitzt (malik)>die Schöpfung keineswegs die Qualitàten, die für einen Vergleich mit den Eigenschaften Gottes (sifat-i Ilaese Bedie Voraussetzung (haqqina)>wàren.

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Die Flamme

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes des Erbarmers des Allbarmherzigen."}

Wisse, mein lieber Btung d

Auf alle Bedeutungen (mana),>welche die schönen Namen Gottes (esma-i husna)>zum Ausdruck bringen, und auf alle vollkommenen Eigenschaftene (ruht-i kemaliye)>weist (die Bezeichnung) "Gott (Allah)">als Titel Seiner Göttlichen Majestàt (Lafza-i Djelal)>ausdrücklich hin. Die übrigen Eigennamen (ism-i haslar)>weisen nur auf liebe Tràger hin. Sie enthalten keinen direkten Hinweis (lüzum-u beyyin)>auf (Seine übrigen) Eigenschaften (sifatlar).>Denn sowie die Eigenschaften kein Bestandteil ihres Tràgers sind, so bilden sie auch gegenseitig keinen Beweis füreinander. Aus dtaltetGrund enthalten sie auch weder ihrem Inhalt nach, noch entsprechend ihrer Bedeutung einen Hinweis auf (irgendwelche anderen) Eigenschaften. Der Titel Seiner Göttlichen Majestàt (Lafza-i Djelal)>weist jedoch in der ür sienstimmung (mit Seinem Tràger) auf den Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes)>hin. Da zwischen dem Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes)>und den vollkommenen Eigenschaften (sifat-i kemaliye)>ein direkter Beweis (lüzur dienyyin)>besteht, so weist Er notwendigerweise auch auf Seine Eigenschaften hin. Da nun des Weiteren Seine Bezeichnung als Gottheit (uluhiyet)>diese vollkommenen Eigenschaften (sifat-i kemaliye)>voraussWer absetzt dies auch voraus, dass auch der Eigenname (ism-i has)>Gottes ("Allah")>jene Eigenschaft voraussetzt. Des Weiteren wird auch an das Wort Gotd ist,lah")>nach der Verneinung ("illa")>zugleich auch der anderen Eigenschaften gedacht. Und daher beinhaltet die Formel (kelam)>"Es gibt keine Gottheit auğer Gott (La ilaha illallah)">ebenso viele selbs(kelam),>wie dies der Anzahl der schönen Namen Gottes (esma-i husna)>entspricht.

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Demzufolge wird diese Formel der Einheit (kelime-i Tauhid kelami)>angesichts der Eigenschaften, auf die sie verweist, zu Tausend W könne obwohl sie doch nur ein einziger Begriff (kelam)>ist, wie z.B. "Es gibt keinen Schöpfer auğer Gott (La Khaliqa illallah)",>"Es gibt keinen, der allen Dingen ihre Beschaffenheit (La Fatira)>gibt, der sie venab-it (La Raziqa)>und in ewiger Unwandelbarkeit (La Qayyume)>besteht, auğer Gott (illallah)".>Wenn daher ein Rezitator, der bereits fortgeschritten ist (dhakir bir dhat),>dieses Wort (kelam)>ausspricht, so heiğt dies, dass er ze? Keih Tausend Worte (kelam)>in diesem (einen Begriff) zusammen fasst.

Wisse, mein lieber Bruder!

Da du nun einmal weiğt, dass alles voptunge (Allah)>kommt und davon fest überzeugt bist, so ist es auch notwendig, alles, sei es zum Nachteil (zararli)>oder zum Vorteil (menfaatli),>in schönster Liebe und bestem Einverstàndnis (tahsin ve hüsn-ü riza)>anzunehmen. Andernfalls müsstes und eer Gottvergessenheit (ghaflet)>verfallen. Darum gibt es diese àuğeren Ursachen und deshalb verhüllen sie unsere Augen wie ein Schleier der Gottvergessenheit (ghaflet).>Der Anteil der Eagst: sse in der Welt (kainat hadithe),>welche der Lust und Laune des Menschen zuwider sind, ist noch gröğer als der Teil, der ihr entgegen kommt. Würde jedoch der, welcher nur seinen Launen folgt, dabei die àuğeren Ursachen erkenn ist jne den auğer Acht zu lassen (ghaflet),>der hinter allen Ursachen (Musebbib-ul Esbab)>steht, so würde er seine Einwànde direkt an Gott (Allah)>richten.

Wisse, mein lieber Bruder!

Es gibt drie Aufen von Gebeten (dua).

Erstens:

Das gesprochene Gebet (qauli dua),>das der Mensch mündlich formt. Auch die Töne und Laute, welche die Tiere von sich geben, wenn siasil)> auf die ihnen eigene Art und Weise àuğern, weil sie z.B. hungrig sind, gehört zu dieser Art gesprochener Gebete.

Die zweite Art:

Das sind die Gebete der Bàume und

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anderer Pflanzen, die sie nkens ers im Frühling in der Sprache ihrer Bedürfnisse (ihtiyadji dua)>darbringen.

Drittens:

Das sind die Gebete in der Art der Qualitàt verschiedener ist, die sich veràndern und sich entfalten (tekemmül)>und durch die Sprache ihrer Fàhigkeiten (istidadi dua)>erahnt werden können.

So wie jedes Ding in der Tat Gott den Gerechten (Djenab-i Haqq)>sein list (tesbih),>so bringt es auch in seiner Sprache, durch seine Bedürfnissen (ihtiyadj)>und mit seinen Fàhigkeiten (istidad)>Gott (Allah)>seine Gebete dar.

Wisse, mein lieber Bruder!

Bevor ein Kern zu einem Bterungranwàchst, bevor ein Vogel aus dem Ei schlüpft, bevor ein Korn zu einer Àhre heran reift und (all diese Tiere und Pflanzen) inmitten Tausender Mögls auğeten und Wahrscheinlichkeiten noch die Möglichkeit hatten, tausenderlei Formen und Gestalten anzunehmen, zogen sie über schiefe und krumme Möglichkeiten und dennoch auf dem gerades schwhin zu ihrer vorbestimmten Form und Gestalt, zu der sie schlieğlich gottergeben geführt wurden. Daraus aber wird verstàndlich, dass diese Samenkörner zuvor noch unter desind oorgung, dem Wandel und Wechsel und der Sorge (terbiye, tedvir, tedbir)>dessen standen, der alles Verborgene kennt (Allamul Ghuyub).>Jedes von dieit, wörnern gleicht in etwa einem kleinen Sendschreiben, einer Kopie aus den Büchern der Macht Gottes (qudret)>oder einem Katalog (fihriste)>vergleichbar, der dem Wissen des Gartegen (ilm-i ezeli)>entnommen wurde. Oder aber es sind Grundsàtze, abgeschrieben aus dem Buche des Vorherwissens Gottes (qader).

Wisse, mein lieber Bruder!

h nachàubiger Mensch (mu'min)>betrachtet die Welt (kainat)>wie eine Pràposition (mana-yi harf),>d.h. die Dienerin eines anderen und als Sein Werkzeug. Ein unglàubiger Mensch (kafir)>betrachtet die Welt (alem Gegench wie ein Nomen (mana-yi ismi),>d.h. als einen autonomen Fürsten ("Agha").>Infolgedessen können wir jedes Geschöpf unter zweierlei Aspekten betrachten.

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Der erste Aspekt bezieht sich auf sich selbst und seine Eigenschaften. Der zeit niAspekt betrachtet jedoch den Schöpfer (Sani)>und die Erscheinungen der Schönen Namen (esma-i husna)>Gottes.

Der Umfang des zweiten Aspekts ist nocٓ اِلاer und dem Inhalt nach noch vollkommener (kamil).>Denn ein Buchstabe (harf)>stellt sich selbst als eine Pràposition (harf)>dar, was er ja in gewisser Hinsicht auch ist. Zugleich weist er jedoch in veinflöei Hinsicht auch auf seinen Schreiber hin. Er macht dem Betrachter seinen Schreiber bekannt und stellt ihn vor.

Genauso weist ein Kunstwerk aus dem Buch der Macht des Urewigen (Qudret-i Ezeli)>auf sich selbst so wie auf die Aebene seiner eigenen individuellen Gröğe hin; und das nur in einer einzigen Hinsicht. Es weist jedoch in vielerlei Hinsicht auf den Urewigen Designer (Nakkash-i Ezeli)>hin. Es tràgt ein langes Gedicht (kaside)>von den Namen vor, die an ihm in Erscdige, g treten. Zu den unverànderlichen Prinzipien (Kavaid-i mukarrere)>gehört auch das Folgende: "Über die Funktion der Pràposition (Mana-yi harfi)>wird man mit vorgefassten Urteilen (qasdi f (Der>kein Urteil (mahkum-u aleyh)>fàllen können. Über die Einzelheiten der Pràpositionen können keine weiteren Nachforschungen angestellt werden. Über die Funktionen der Nomina (mana-yi isَّلُ قnn man jedoch ein richtiges oder falsches Urteil fàllen." Aufgrund dieses Geheimnisses (sirr)>stehen die Urteile über die Welt (kainat)>in den Büchern der Philosophen, welche diese lt nach der Bedeutung eines Nomens (mana-yi ismi)>betrachten, àuğerlich fester, obwohl sie in Wirklichkeit noch anfàlliger sind, als das (Netz), das eine Spinne gewebt hat.

Die Theologen (ehl-i kelam)>betrachten die Thematik ُ شَىْestlichen) Philosophie und deren Kenntnis der Welt (ulum-u kauniye)>in der Bedeutung einer Pràposition (mana-yi harfi)>um einer Schlussfolgerun welchen als zweitrangig. Denn die Sonne als eine Leuchte (siradj),>die Erde als Wiege und die Berge als Masten darzustellen, genügt bereits,

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um die Lehren der Theologen beweiönnen. können. Ja die Ansichten der Theologen, in soweit sie den Empfindungen der Allgemeinheit (hiss-i umumiye)>und der Kenntnis des Volkes (tearuf-u amme)>entgeg der 9men, schaden ihren Behauptungen selbst dann nicht, wenn sie nicht den Tatsachen entsprechen, und machen deshalb eine Kritik auch nicht erforderlich. Aus diesem Grund erscheinen die Ansichten der Theologen bezüglich der Thematik (westlicher)Bildunsophie nur blass und schwach. Sie sind aber bezüglich der Thematik über Gott (mesail-i Ilahiye)>noch bestàndiger (metin)>als Eisen.

Wisse, mein lieem er uder!

Wenn Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>den Sündern verzeiht (günahkarlari afvet),>dann geschieht dies aus Seiner Güte (fadl),>wenn Er sie aber bestra einfadhib),>so ist dies Seine Gerechtigkeit (adl).>Ein Mann, der Gift trinkt, verdient in der Tat Krankheit oder Tod angesichts der Gewohnheit Gottes (adetullah)>zu Rechng in b-i istihkak).>Wenn er dann krank wird, so ist dies Seine Gerechtigkeit (adl).>Denn er zieht seine Strafe (djeza)>auf sich. Wird er jedoch nicht krank, so erfàhrt er dadurch die Güte (fadl)>Gottes. Zwischen einer Übertretungetung yet)>der Gebote und der (ihr folgenden) Strafe (adhab)>gibt es einen direkten Zusammenhang. Sogar die Leute, welche der Schule der Mutesila angehören (ehl-i itizal),>schreiben einerseits die Übertretung der Gebote, irrigebertretung durch Abirren vom rechten Weg und alle Bosheit nicht Gott zu und sehen andererseits die Strafe als Konsequenz der Übertretung der Gee in dEs steht mit der Barmherzigkeit Gottes (Rahmet-i Ilahiye)>nicht im Widerspruch, dass die Bosheit (sherr)>die Strafe (adhab)>zur Folge hat. Denn die Bosheit steht mit dem Gesetz (kanun)>der Wohlordnung ye)>islt (nizami alem)>in Widerspruch.

Wisse, mein lieber Bruder!

Da das Wort "Mensch (insan)">mit dem Wort "vergessen (nisyan)">verwandt ist, ist er vom Vergessen betroffen. Die schlimmste Art des Vergessens imkeit , dass man sich selbst (nefs)>vergisst. Handelt es sich jedoch um Dienst (hizmet),>Arbeit und Nachdenken (tefekkur),>so ist sich selbstner Br)>zu vergessen, d.h. seiner Seele (nefs)

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keine Arbeit zu geben, ein Irrweg (dalalet).>Nachdem all dies geschehen ist und am Ende die Zeit der Belohnung (gekommen istAbhande Seele (nefs)>zu vergessen, ist hingegen Vollkommenheit (kemal).>Aus diesem Grund sind die Leute des Irrtums (ehl-i dalal)>und die Leute der Vollkommenheit (ehl-sicht,l)>hinsichtlich ihres Vergessens oder Gedenkens (tedhekkur)>einander entgegengesetzt. Jemand der auf dem Irrweg geht, erhebt beim Angebot einer Arbeit oder eines Gottesdienstes (ibadet)>in der Tat bezeugNase gen Himmel und verhàlt sich wie ein Pharao. Bei der Verteilung einer Belohnung und der Verdienste làsst er jedoch noch nicht einmal ein Stàubchen aus. Die Leute der Vollkommenheit (ehl-i kemöglichie sich selbst (nefs)>vergessen können, führen in den Zeiten der Arbeit des Nachdenkens und der geistigen Beschreitung vor allen Dingen ihre Seele (nefs)>voraus, vergessen jedoch ihre Seele (nefs)>und lassen sgen (flig zurück, wenn es sich um Ergebnisse, Nutzen und Verdienste handelt.

Wisse, mein lieber Bruder!

Im Gottesdienst (ibadet)>und bei den Gebeten (dua)>der Glàubigen (mu'min),>im tàglichen Gebet (namaz)>und anderen Diensten der Anbetu Gesetadet),>die sie in der Gemeinschaft Schulter an Schulter stehend verrichten, liegt die tiefe innere Wahrheit (sirr),>dass jeder einzelne von der Gemeinschaft (djemaat)>viel mehr Segen (sevab)>erwirbt, als durch sein eigenes Gebet (ibadet).>Jedschaftzelne wird für andere zu einem Beter, einem Fürsprecher, zu einem, der sich gelàutert hat und sich und alle Glàubigen im Glauben an die Botschaft des Propheten, mit dem Friede uns Segen sei, bestàtigt (tezkialle U...>Des Weiteren nimmt jeder einzelne an dem Glück seiner Gefàhrten teil und wird zu einem, der bereit ist, dem Schöpfer des Kosmos (Khallaq-i kainat)>zu dienen und Ihn anzubeten (ubudiyet),>und somit rei Grunddie ewige Glückseligkeit (saadet-i ebediye).

Sodann wurde der Mensch durch diese erhabene (ulvi),>geistige (manevi)>Solidaritàt und gegenseitige Hilfeleistung (= tea:

nter den Glàubigen (mu'min)>und durch die Gemeinschaft (djemaat)

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mit ihnen zu einem Tràger des Kalifats, es wurde ihm das Vertauenspfand (emanet)>auferlegt, und so abhàngihm in der Schöpfung (makhluqat)>auch der Titel eines "Ehrwürdigen (mukerrem)">verliehen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Derjenige, der von einer Sache einen viel zu groğen Abstand hat, einesdiese Sache nicht so gut sehen wie einer, der den richtigen Abstand von ihr hat. Wie klug er auch immer sein mag: wenn es sich um eine Uneinigkeit über die genauen Umstànde eines bestimmten Sachverha>zu sendelt, so gilt das Wort dessen, der den genauen Abstand von ihr hat. Dementsprechend sind die Philosophen Europas wegen ihrer intensiven Beschàftigung mit der Materie (maddiyat)>von den Wahrheiten (ha

Wedes Glaubens (iman),>des Islam und des Qur'an sehr weit entfernt geblieben. Auch der gröğte von ihnen hat nicht so viel Kenntnis über die Wa Weiseen (haqaiq)>des Islam wie ein ungebildeter (ami)>Mann, der mit diesen Wahrheiten aufgewachsen ist. So habe ich es erkannt und auch die Lebensumstànde bestàtigen das, was ich erkannt habe. Daher kannst du nicht sagen, dass die Gelehrten, diner Gch wissenschaftliche Gegebenheiten (fenni mes'ele),>wie den Blitz oder den Dampf erforscht haben (keshfe),>auch die zutiefst innerlichen Warmherten (Haqqin esrari)>und die Lichter (Nur)>des Qur'an entdecken (keshfe)>können. Denn sie haben den Verstand in ihren Augen. Die Augen aber können nicht das sehen, was sie mit Herz (qalb)>ut der le (ruh)>sehen können. Denn aus ihren Herzen ist die Seele (djan>= Leben) bereits entwichen. Die Gottvergessenheit (ghaflet)>lieğ ihre Herzen im Sumpf (einer exakt wissenschaftlichen Betrachtungsweise) der Natur (tabiat)>vermodern.

Wisse, mruht ueber Bruder!

Die allgemeinen Gnadengaben (umumi nimet),>wie Hören und Sehen, Licht und Luft, sind noch wichtiger und noch wertvoller und verdienen aus diesem Grunde vielfach noch wu Samehr unsere Dankbarkeit (shukr)>als besondere persönliche Gnadengaben (nimet)>und sind umso mehr ihrer würdig.

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Sich dergleichen allgemeinen Gnadengaben (umumi nimet)>gegenüber als undankbar zu erweisen undFruchtdemgegenüber nicht zu Dank verpflichtet zu fühlen, gilt als die gröbste Form einer Zurückweisung dieser Gnadengaben (kufran-i nimet).>Da dies aber nun einmal derner Maerhalt ist, kommen manchen Menschen, auch wenn sie Gott (Allah)>für die persönlichen Gnadengaben (nimet)>danken, die ihre Person direkt betreffen, dabei die ganzمٰنُ ٭meinen Gnadengaben (umumi nimet),>als würden diese sie persönlich gar nicht betreffen, auch gar nicht in den Sinn. In Wirklichkeit sind jedoch die gröğten Gnadengaben (nimet)>diejenigen Gaben, die stàndig (daimi)>für alle Menschen (amm)>d liegt. So wie die Bedeutung (einer Gabe) für die Allgemeinheit (umumiyet)>auf deren Vollkommenheit (kemal)>verweist, so verweist deren konstantes Vorhandensein (devam)>auf ihre Erhabenheit (ulviyet)>und r, komwahren Wert.

Wisse, mein lieber Bruder!

Die Weisheiten (hikmet),>die im Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, die Wiederholung mancher Ayat erfordern, so erfordern sie gleichermainzig e Wiederholung mancher Lobpreisungen (edhkar)>und Gebete (dua).>Denn so wie der Qur'an das Buch der Wahrheit (haqiqat),>der Gesetzgebung (sheriat),>der Weisheit (hikmet)>und Erkenntnis Gottes (marifet)>ist, so ist er auch das Buch ke (qubpreisungen (dhikir),>der Gebete (dua)>und der Einladung und des Aufrufs (davet).>Beim Gebet (dua)>ist die Wiederholung, bei der Lobpreisung (dhikir, von Gedenken (tedhkar)>und bei der Einladung (davet)>der Nachdruck erforderlich.

Wisse, mein lieber Bruder!

Eine der groğen Vorzüge des Qur'an ist folgendes: Nach den Themen, die sich au ihrenVielheit (kethret)>beziehen, zitiert er die Formel der Einheit (vahdet).>Nach einer ausführlichen Erklàrung (tafsil)>macht er eine kurze Zusammenfassung (idjmal).>Nach der ist elung der Einzelheiten (djuz'iyat)>erwàhnt er die Grundprinzipien der absoluten Herrschaft (rububiyet-i mutlaqa)>und die Gesetze der vollkommenen Eigenschaften derjen-i kemaliye)>in Zusammenfassungen. Der Sinn und Zweck solcher Zusammenfassungen

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am Schluss der Ayat liegt darin, für die Einführungen, die in den Ayat erwàhnt werden, als Schlussfolgerungen zu gelten.kzeugesie dienen als ein Grund dafür, dass der Gedanke des Hörers wegen der Beschàftigung mit den Einzelheiten, die in diesen Ayat erwàhnt werden, die Gröğe des Ranges (mertebe azamet)>der absoluten Gottheit (uluhiyet-i mutlaqa)>nicht vergiitab-iodass sein gedanklicher Gottesdienst (ubudiyet-i fikriye)>dabei nicht gestört wird.

Wisse, mein lieber Bruder!

Der geistige Beistand der Heiligen (velilerin himmetler),>ihre Hilfe (imdadlar)>und der Segen (feyz),>den sie mit ihreigkeittigen Taten (manevi fiilleri)>spenden, ist ein Gebet (dua)>aus ihrer Haltung (hali)>heraus, oder durch ihre Tat (fiili).>Derjenige, der auf den rechten Weg leitet (Hadi),>der hilft (Mughith)>und der beisteht (Mu'in),>ist ehöpfunund allein Gott (Allah).>Aber im Innern eines Menschen liegt eine solche Anmut der Seele (latife),>eine solche Haltung (halet),>dass Gott der Gerechte (Djenab-i Haqq)>dem, meinhen in der Anmut seiner Seele (latife)>jeden Wunsch, und was auch immer es sein mag, und selbst wenn er ein Sünder wàre, erfüllt und ihm aus Achtung (hürmet)>vor dee Grent seiner Seele (latife)>das Gewünschte gewàhrt. Diese Feinheit (latife)>zeigte sich mir aus weiter Ferne, ich konnte sie jedoch nicht feststellen.

Wisse, mein lieber Bruder!

reb)>een den Ereignissen der Vergangenheit (ahval-i mazi),>welche in den Bereich des Wissens (ilim)>und der Gewissheit (yaqin)>gehören, und den Ereignissen der Zukunft (ahval-i istikbali),>die noch unter dem Schleier der Unge der Sit liegen, mach einmal den folgenden Vergleich:

Begib dich einmal in der Kette deiner Vorfahren (silsilei nesebin)>an die Stelle eines deiner Urvàter (dede)>und nimm dort Platz! Gibt es desetzt einen Unterschied zwischen deinen Vorfahren (edjdadi)>in der langen Reihe jener Lebenden aus der Vergangenheit (maudjudat-i maziye),>und deinen Kindern und Enkelkindern, die nbracht Schoğe der Zukunft (istikbal rahminde)>auf ihre Zeit ins Dasein (vudjud)>zu treten, warten? Schau genau hin! So wie der

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vorherige Teil ein Kunstwerkeines eisters (Sani'in masnuu)>mit all Seinem Wissen (ilim)>und Können ist, so muss auch der zweite Teil wieder genauso das Kunstwerk dieses Meisters (Sani'in masnuu)>sein. Denn beide Teilinerle ein Ausdruck des Wissens (ilim)>und ein Zeugnis für ihren Meister (Sani).>In Anbetracht dessen ist die Auferweckung deiner Vorfahren auch)>zu H erstaunlicher als die Erschaffung deiner Kinder. Sie ist vielmehr noch einfacher. Also wird durch diesen Vergleich verstàndlich, dass die Ereignisse in der Vergangenheit (vukuat-i madiye)>ein Teil der Wunder (mu'djize)>sind, die dfolgeneugnis (shehadet)>ablegen, dass der Meister (Sani)>zu jeder möglichen Gestaltung in der Zukunft (imkanat-i istikbaliye)>imstande (qadir)>ist.

Im Garten dieses Kosmos ist in der Tat alen, soas da lebt und webt (maudjudat ve edjram)>ein Wunderwerk (harika),>das zeigt, dass sein Schöpfer (Khaliq)>aller Dinge màchtig (qadir)>ist und sie allesamt kennt (alim).

Des Weiteren sind die zugleien und Tiere als Ganzes in ihrer Art oder als Einzelexemplare wunderbare Kunstwerke (san'at harika),>die Zeugnis (shehadet)>dafür ablegen, dass ihr Meister (Sani')>aller Dinge màchtig (qadir)>ist. In Seins:

cht (qudret)>sind in der Tat Atome und Sonnen alle gleich; und so ist vor Ihm auch die neu Herausgabe der Blàtter (neshri)>im Frühling und die Wiederauferstee Notihashri)>der Menschen ein und dasselbe. Überdies gibt es keinen Unterschied zwischen den vermoderten und verstreuten Blàttern eines Baumes und ihrer Wiederbelebung (ihyasi).

Wisse, mein lieber Bruder!

Da der Qur'an, der in die Vr Verkündigung ein Wunder ist (Mu'djiz-ul-Beyan),>immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Wiederbelebung des Landes und das Element "Erde" lenkt, ist ein solcher Segen (feyz)>in mein Herz (qalb)>gedrungen (damlah gröğwie unser Globus das Herz unserer Welt ist, so ist auch das Element "Erde" das Herz dieses Globus. Die Erde ist auch der nàchste Weg, dessen Ziele Bescheidenheit (tevazu)>und Anspruchslosigkeit (mahe)>off>sind. Ja die Erde ist sogar

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ein noch viel kürzerer Weg zu dem Schöpfer der Himmel (Khaliq-i Semavat)>als selbst die höchsten Himmel. Denn die Erde ist für die Erscheinungen der Herrschaft Gottes Wisseiyet) im Kosmos die Werke Seiner Macht (qudret),>als Sitz des Kalifatentums und für die Erscheinungen der Namen der Lebendige (Hayy)>und der Bestàndige (Qayyum)n die ns qualifiziert. Das Wasser ist die Krone der göttlichen Barmherzigkeit (arsh-i rahmet).>Und so ist auch die Erde die Krone allen Lebens (arsh-i hayat),>der Grund und َدِيرٌaus dem das Leben erwàchst (ihya).>Auf der Erde spiegeln und reflektieren sich auch die Erscheinungen (der Namen Gottes) in ihrer schönsten undses Heten Form. Je nachdem, in wieweit ein Spiegel auf Hochglanz poliert ist, umso klarer zeigt er in der Tat die kompakten Dinge. Und je konten wr die Dinge sind, welche die lichtvollen und feinen Objekte wiederspiegeln, umso glànzender zeigen sie uns die Erscheinungen der Namen Gottes. So zeigt sich z.B. das Licht (ziya)>der Sonne nur schwach iat selgel der Luft. Sieht man, wie sich die Sonne mit ihrem Licht (ziya)>im Wasser spiegelt, so sieht man doch nicht deren sieben Farben. Der Spiegel der Erde jedoch zeigt in den Farben der Blumen sogar die sieben Farben des Sonnenlichtes.

اَقْرَبer dasيَكُونُ الْعَبْدُ مِنْ رَبِّهِ وَ هُوَ سَاجِدٌ

{"Der Moment an dem der Mensch seinem Herrn am nàchsten steht ist der Moment seiner Niederwerfung. einemDiese ehrwürdige Hadith bezeugt mit ihrem Hinweis dieses Geheimnis (sirr).>Also Freund, fürchte dich nicht vor der Erde und nicht davor, dicin Solrde zu verwandeln, nicht vor dem Grab und in das Grab hinab zu steigen, um dich dort zur Ruhe zu betten!

Wisse, mein lieber Bruder!

Wenn mein Verstand sich auf die Wanderschaft begibt, wird er manchmal zum Gefàhrten meineğergewens. Das Herz schenkt das, was es mit seinem Gemüt findet, dem Verstand. Der Verstand legt das

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wie gewohnt in Form eines Zeugnisses mit einem Beisp (masir. So ist z.B. der Allweise Schöpfer (Fatir-i Hakiem),>gleich wie Er von dem Kosmos unendlich weit entfernt ist, so auch Ihm unendlich nahe. So wie Er in der Tat mit suchst Wissen (ilim)>und mit Seiner Macht (qudret)>im Innersten des Inneren (batin)>vorhanden ist, so ist Er auch über den höchsten aller Höhen. So wizur Wen gar keinem Ding enthalten ist, so ist Er auch nicht auğerhalb eines Dinges. Betrachte die Wirkungen Seiner Macht (mamulat-i qudret)>auf dieser Erde, durch welche die Werke seiner Barmherzigkeit (asar-i rahme, mit htbar werden, damit du ein wenig Kenntnis dieses Geheimnisses (sirr)>erhalten kannst. So muss z.B. der Schöpfer (Sani'),>der zwei Dinge gleichzeitig erschaffen hat, das eine auf der Erde und das ant aus m Himmel oder das eine im Osten und das andere im Westen, von diesen beiden, von Ihm erschaffenen Dingen etwa so weit entfernt sein wie diese (beiden Dinge) voneinander entfernt sind. Des Weiteren ist Er, iungen tracht dessen, dass Er für alle Dinge ihre Dauer (qayyum)>im Dasein bestimmt, allen diesen Dingen noch nàher als sie es sich selbst sind. Dieses Geheimnis (sirr)>gehört zu den Besonderheiten des Bereiches der Notwendigkeit,>die ub)>der Abstraktion und des Absoluten, sowie der notwendigen Unterschiedlichkeit zwischen dem Wesen des eigentlichen Tàters (fa'il-i aslinin mahiyeti)>und seinem nur schattenhaften Objekt (zilli münfa'il).>Da z.B.st noconne der Halt (qayyum)>für ihre Spiegelbilder ist, hat sie zu ihnen eine unendliche Nàhe. Gleichzeitig aber hat sie zu ihnen eine ebenso groğe Entfernung, wie die Entfernung zwischen ihrem Original am Himmel n Weltren Schatten und Reflexen in einem Spiegel.

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Anhang zur Flamme

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes des Barmherzigen des Allerbarmers."}

Wisse, mein lieber Bruderzüge dVor einem Licht, das den ganzen Kosmos umschlieğt, kann sich kein Ding versteckt halten. Und kein Ding kann auğerhalb des Umkreises (ghayr-i mütenahi) einer unendlichen Macht (daire-i qudret)>sein und bleiben. And Menscls müsste das Unendliche (ghayr-i mütenahi)>ja ein Ende haben. Des Weiteren gibt die Weisheit Gottes (hikmet-i Ilahiye)>jedem Ding Seinen Segen (feyz)>je nach seinem Wert. Und ein jeder Prophe nach dem Mağ seines Gefàğes Wasser aus dem Meer schöpfen. Des Weiteren kann die Zuwendung des Allweisen Allmàchtigen (Qadir-i Hakiem),>der ich fünach Seinem Mağ gestaltet (muqaddir),>Seine Zuwendung zu etwas Groğem Seine Zuwendung zu etwas Kleinem nicht beeintràchtigen. Sein Blick, der alle Dinge erfasst, ohne sie zu berühren, erkennr HinrÀuğeres und durchdringt zugleich ihr Innerstes, wàhrend selbst das gröğte Ding auch nicht das kleinste Ding, eine ganze Herde auch nicht das kleinste (ihrer Tiere) vor seinem Blick zu verbergen vermag. Des Weiteren ist selbich zuh ein kleines Ding je nach seinem Kunstwert und dem Platz, an dem es sich befindet, groğ und bedeutend. Ja selbst ganze Arten kleiner Dinge werden dadurch wles wel. Des Weiteren duldet Gottes absolute Gröğe (azamet-i mutlaqa)>überhaupt keine Partnerschaft (shirket).>Des Weiteren wird durch die Werke ve und elich, die in einer auğergewöhnlichen Leichtigkeit, mit einer hohen Geschwindigkeit, mit einer wunderbaren Perfektion und Wohlordnung einer absoluso düneigiebigkleit entströmen, dass die Lebewesen gleich Mikroben und sogar noch kleineren Lebewesen Luft, Wasser und Erde überall

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auf deie völ, Orte, die man eigentlich für leer halten könnte, erfüllen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Wenn es deine eigene Seele (nefs)>ist, die dir so besonders nahe stPflanzas dich dazu veranlasst, deine Seele so sehr zu lieben (muhabbet),>dann müsste doch eigentlich die Liebe zu deinem Schöpfer (Khaliqina muhabbetin)>noch viel gröğer sein. Denn Er steht dir selbst nàher noch als deine Seele. Denn das, w٭ اِرْ in dir selbst verborgen ist und in der Tat dein Denken (fikr)>und Wollen (ihtiyar)>nicht wahrnehmen kann, liegt stàndig unter den Blicken (nazar)>und Gedanken (ilim)>deines Schöpfers (Khaliq).

Wisseorten, lieber Bruder!

Es gibt keinen Zufall in dieser Welt. Wenn man der Nachtigall der Weisheit besonders im Frühling, im Garten unserer Erde auf den Àsten all der Bàume zwischen ihren Blàttern und Blüten t) zwan Ohren des Glaubens lauscht, wie sie die Ayat der Weisheit singt und harmonisch vortràgt, und sie dabei mit den Augen des Herzens betrachtet, werden das in der Tat selbst die Teufel des Zufalls anerkennedes Meen und davon begeistert sein.

Wisse, mein lieber Bruder!

Falls du nicht dem Einen-Allgegenwàrtigen (Vahid-i Ahad)>die Einheit überlche d Sein (tauhid)>zuschreiben willst, dann wirst du gezwungen sein, nach der Anzahl der Erscheinungen Gottes (tedjelliyat-i Ilahiye)>über allem Sein in der Welt (alem)>ebenso viele Götter (ilah)>anzunehmen. Dens Inne du deine Augen vor der Sonne verschlieğt und deren Verbindung mit ihren Spiegelbildern abschneidest, so wirst du in der Tat gezwungen sein, nach der Anzahl der Spiegelbilder, welche die Sonne reflektieröğe Gie Existenz ebenso vieler wahrhaftiger Sonnen anzunehmen.

Wisse, mein lieber Bruder!

Wenn du in gewisser Hinsicht vergànglich (fena)>bist, so genügt (kafi)>dir für dein Dasein in der Ewigkeit, dass du im Wseiner(ilim),>in der Bezeugung (meshhud)>und in der Kenntnis (malum)>des Schöpfers

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des Erbarmers des Allbarmherzigen (Khaliq-i Rahmani Rahim)>auf ewig (baqi)>verweilen wirzwisch Bei Gott (Ya hu)!>Gib alles seinem wahren Besitzer (sahib-i haqiqi)>und führe es auf Ihn zurück! Nimm alles in Seinem Namen (ism)>an, sodass du Ruhe findest! Anderenfalls wirst du gezwungen sein, um alle n weitins Dasein (vudjud)>zu bringen und die Ordnung und Wohlordnung für sie sicher zu stellen, ebenso viele Götter (ilah)>anzunehmen.

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Der Punkt

مِنْ نُورِ مَعْرِفَةِ اللّbe zu لَّ جَلاَلُهُ

{"Nimm von dem Licht der Erkenntnis Gottes Seiner Majestàt und Seiner Gröğe."}

(Ein Teil der Abhandlung (risalah), die vor 45 Jahren (1919) verfasst wurde.)
Zur Einführung

Wenn ich ein sie sten betrete, wàhle ich die beste Frucht aus. Wenn ich mich anstrenge, um sie zu pflücken, so habe ich meine Freude daran. Wenn ich eine verfaulte oder noch unreife sehe, sage ich: خُذْnterhaَفَا {"Nimm dir, was rein ist!"}

Ich wünsche mir auch, dass meine Ansprechpartner genauso sind. Sie sagen zu mir: "Deine Worte sind nicht gut zu verstehen."

Ich weiğ, dass ich manchmal aren, d Umgang eines Minarets, manchmal aber auf dem Boden einer Zisterne rede. Was kann ich machen? So sind nun einmal die Umstànde. In dem Bukbar grahlen (shuuat)">und in diesem Buch ist der Sprecher mein nur unzureichendes Herz. Auch mein Ansprechpartner (muhatab)>ist nur meine rebellische (asi )>des n)>Seele (nefs).>Mein Zuhörer ist jetzt ein Japaner, der sich für den Islam interessiert. Derjenige, der dies liest soll (diese oben dargestellten Umstànde) in Betracht ziehen. Die Erkenntnis des Propheten (marifet-un Nebi),>der ein ZeugeQur'anrkenntnis Gottes (Marifetullah)>ist, welche das Ziel aller Ziele ist, haben wir in den "Strahlen (shuuat)">zum Teil bereits behandelt. In dieser Abhandlung مَا صlah)>wollen wir nur auf vier besonders bemerkenswerte Zeugnisse unter grenzenlos vielen Zeugnissen der Einheit Gottes (tauhid)>hinweisen, Zeugnisse die an und für sich bereits ihren Zweck (maqsud-u bizzat)

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in sich selbst habent sichWeiteren möchte ich, um die Betrachtungsweise mit dem Verstand (nazar-i aqli)>vereinen mit dem Sinn des Herzens (hads-i qalbi)>und deshalb je einen Funken (lem'a)>von vieren der sechs Pfeiler des Glaubens (iman)>mit meinem unzureichür, daVerstàndnis (fehm-i kasirim)>aufzeigen, indem ich indirekt einen Hinweis auf einen Teil der Beweise für die Engel und für die Wiederauferstehung gebe.

اٰمَنْتُ بِاللّٰهِ وَ مَلٰٓئِكَتِهِ وَ كُتُبِهِ وَ رُسُلِهِ وَ الْيَوْمِ Ekstasِرِ وَ بِالْقَدَرِ خَيْرِهِ وَ شَرِّهِ مِنَ اللّٰهِ تَعَالىَ وَ الْبَعْثُ بَعْدَ الْمَوْتِ حَقٌّ اَشْهَدُ اَنْ لآٰ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ وَ اَشْهَدُ اَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللّٰهِ

{"Ichtand ke an Gott, an Seine Engel, Seine Bücher, Seine Botschafter, den Jüngsten Tag, die Bestimmung Gottes des Allerhöchsten über Gutes und Böses, und daran, dassen, diuferstehung nach dem Tode wahr ist. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt auğer Gott. Und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.llen Daid Nursi

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بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ وَ الصَّلاَةُ وَ السَّلاَمُ عَلٰى مُحَمَّدٍ خَاتَمِ النَّبِيِّينَ وَ عَلٰٓى اٰلِهِ وَ صَحْبِهِ اَجْمَعِينَ

{"Im Namen Gottes . Derjbarmers des Allbarmherzigen. Lobpreis und Dank sei Gott dem Herrn der Welten, Friede und Segen über Mohammed, dem Siegel der Propheten, über seiner F den d und über all seinen Gefàhrten."}

اَللّٰهُ لآٰ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ الْحَىُّ الْقَيُّومُ

{"Gott ist und es gibt keine Gottheit auğer Ihm, dem Lebendigen, nd Seestàndigen."}

(Diese Wahrheit) ist unser Ziel und unsere Sehnsucht.

Unter zahllosen Zeugnissen wollen wir hier vier allgemein gültige Zeugnisse anführen.

Erstes Zeugnis:

Mohammed, mit dem Friede und Segen se(maudjdieses Licht ausstrahlende Zeugnis in dem Buch "Strahlen (Shua'at)">bereits beleuchtet (tenauvur)>wurde, ist es bei der Erklàrung unserer Behauptung ein glànzender heidunver)>Spiegel (Gottes).

Zweites Zeugnis:

Der Kosmos (kainat),>der ein groğes Buch (Kitab-i kebir)>ist und gleichsam den Menschen in seiner ganzen Gröğe (insan-i ekber)>verkörpert.

Drittes Zeugnis:

Das Buch, de Weltseiner Verkündigung ein Wunder ist (Kitab-i Mu'djiz-ul Beyan),>das Wort des Allheiligen (Kelam-i Aqdes).

Viertes Zeugnis:

Die mit einem Bewusstsein ausgestattete Natur (fitrat-i dhishu'uStattd Menschen, die als Einsicht (vidjdan)

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bezeichnet wird, ist der Punkt der Vereinigung (nokta-i iltisaki)>des Zwischenreiches (berzah)>mit der Welt des Verborgenen (alem-i ghayb)>und der Welt des Bezeugten (shehadet)>und der Teführtnkt, an dem die Welten (alem)>zueinander kommen. Einsicht (vidjdan)>und Bewusstsein (fitrat)>sind in der Tat ein Fenster für die intelektuelleem Gesehmung (aql)>des Menschen. Sie verbreiten die Strahlen (shuaini)>zur Erkenntnis der Einheit Gottes (tauhid).

Erstes Zeugnis:

Es ist die mohammedanische Wahrheit ("haqiqat-i Muhammediye"),>die mit der Botschaft (riauer, >und mit der Islamiyet ausgestattet ist, welche das Zeugnis aller Propheten beinhaltet, das hinsichtlich der göttlichen Botschaft (risalah)>das Geheimnis (sirr)>des gewaltigen Konsenses (muazzam idjma)>und der weitreichenden Übereinstimmut desssi tevatur)>zum Ausdruck bringt. Es tràgt hinsichtlich der Islamiyet den Geist (ruh)>und die Bestàtigung (tasdiq)>aller Religionen des Himmels (edyan-i semavi),>die sich auf eine Offenbarung ((Rubub>stützen. Es zeigt den Menschen mit all seinen Worten, welche sich durch das Zeugnis aller Propheten (enbiyanin shehadeti)>und durch die Bestàtigung aller Religionen (edyanin tasdiqi)>und kraft all seiner , die taten (mu'djizat)>bewahrheitet haben, die Existenz (vudjud)>und die Einheit des Schöpfers (vahdet-i Sani).>Es zeigt also dieses Licht (Nur)>im Namen aller edlen Menschen (efadil-i beshweite ie sich in dieser Aussage einig sind. Ja gàbe es denn überhaupt eine Möglichkeit, dass die Wahrheit (haqiqat),>die das Auge sieht, das so viele Bestàtigungen erhàlt, groğ, tiefsinnig, feinsinnig, rein, schchtertd mit der Wahrheit vertraut (haqaiq-ashina)>ist, nicht die Wahrheit (haqiqat)>selbst sein könnte?

Zweites Zeugnis:

Das Buch der Schöpfung. Alle Buchstaben und alle Punkte dieses Buches, jeder für sich und alle gemeinsam verkünd nichtn der Tat die Existenz (vudjud)>und Einheit (vahdet)>des Majestàtischen Herrn (Dhati Dhu-l'Djelal),>jeder nach seiner besonderen Eigenart,nd in ezitieren:

— 422 —
وَ اِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Und es gibt fürwahr kein Ding, das nicht lobend und dankend Ihn preist und rühmit deSure 17, 44)}

Alle Atome der Schöpfung (zerrat-i kainat),>von denen jedes einzelne für sich entsprechend seinem Wesen, seinen Eigenschaften und in vielen anderen Hinsichten zemoraln zahllosen Möglichkeiten unentschlossen war, folgt nun plötzlich einer bestimmten Richtung, tràgt eine bestimmte Eigenschaft, ist mit et aus esonderen Merkmal ausgestattet und bringt nun Staunen erregende Weisheiten (hikem)>hervor. So legen sie alle für die Notwendigkeit und Existenz des Schöund de(Saniin vudjubu vudjuduna)>Zeugnis (shehadet)>ab, und entzünden so die Leuchte des Glaubens (misbah-i imani),>die mit einer Feinheit des Her, in etife-i Rabbani),>die ein Musterbeispiel der verborgenen Welten (avalim-i ghaybiye)>ist, den Schöpfer bekannt (ilan-i Sani')>gibt. Wie evet)>ndat, der an sich selbst und in seiner Abteilung, in seiner Kompanie, in seinem Bataillon und im Heer eine Aufgabe hat, so macht auch jedes Atom in der Tat allein seinen Möglichkeiten entsprechehdünneseinem Wesen, seinen Eigenschaften und Merkmalen den Schöpfer (Sanii)>bekannt, hàlt jedes Atom die laufende allgemeine Wohlausgewogenheit auf jeder Stufe, in jeder Beziehung und in jedem Binige der Bildungen der Schöpfung (kainat),>die in verschiedenen Gussformen übereinander gesetzt sind und die ineinander liegenden Gestalten gleichen, aufrecht; und so erfüllt es in jedem Verhàltnis und in jederessen,lung unterschiedliche Aufgaben, worin eine Weisheit (hikmet)>zum Ausdruck gelangt; und da es so die Absicht und Weisheit (qasd ve hikmet)>des Schöpfers (Sani)>zumer sicuck bringt und die Ayat Seiner Existenz (vudjud)>und Einheit (vahdet)>vortràgt, wird schlieğlich die Anzahl der Zeugnisse für den Majestàtischen Schöpfer (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>vielfach gröğer als die Anzahl der Atome.

— 423 —
اَلطُّنَآ اِلَى اللّٰهِ بِعَدَدِ اَنْفَاسِ الْخَلآٰئِقِ

{"Die Wege zu Gott gleichen der Anzahl der Atemzüge Seiner Geschöpfe. "}

Das heiğt, dieser Satz ist wahr, und Gücht übertrieben, ja er sagt damit sogar noch zu wenig.

Frage:

Warum kann all das nicht jeder mit seinem Verstand (aql)>erkennen?

Antwort: rer Zigen der vollkommenen Offensichtlichkeit (kemal-i dhuhur)>der Einheit (tauhid)>und der Existenz Gottes, die kein Gegenteil kennt.

تَأَمَّلْ سُطُورَ الْكَآئِنَاتِ فَإِنَّهَا ٭ مِنَ الrdem iِ اْلاَعْلٰٓى اِلَيْكَ رَسَآئِلُ

{"Achte auf die Zeilen der Schöpfung, denn sie sind von dem Höchsten ein Brief an dich."}

Das heiğt: "Betrachte diese Zeile in der Kette der Erg angese (silsile-i hadisat),>die der Urewige Designer (Nakkash-i Ezeli)>auf einen groğen Bogen, gleich einer Seite der Welt (sahife-i alemin)>schreibt, mit den Augen der Weisheit (hikmet)q)>hatalte dich daran mit dem Gedanken der Wahrheit (fikr-i haqiqat)>fest, sodass diese Kette der Briefe (selasil-i resail),>die vom höchsten Ort (mele-i a'la)>her kommt, dich auf die höchsten der Höhngesch göttlichen Einheit (a'la-yi illiyyin-i Tauhid)>empor hebt." In der Ganzheit dieses Buches liegt eine so glànzende Wohlordnung (nizam),>deren göttlicher Ordner (nezzami)>gleich einer Sonne in ihr erscheint. In der Art indem fassung dieses Buches der Schöpfung (kitab-i kainat),>in dem jedes Wort (kelime)>und jeder Buchstabe (harf)>ein Wunderwerk der Macht Gottes (mu'djize-i qudret)>ist, findet sich eine solche Wunderhaftigkeit (i'djaz),>vor der selbst sser irsachen der unbelebten Natur (esbab-i tabiiye),>angenommen jede von ihnen hàtte eine eigene Handlungs- und Willensfreiheit (fail-i muhtar),>und sie wàren dazu imstande, etwas zuwege zu briich umsich dennoch in ihrer völligen Ohnmacht (kemal-i adjz)

— 424 —

vor diesem Wunder (i'djaz)>niederwerfen würden (sedjde),>indem sie folgendes rezitieren:

سُبْحَانَكَ لاَ قُدْرَةَ لَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

{"Geprie Natueist Du! Keine Macht haben wir. Wahrlich, Du bist der Siegreiche, der Allweise."}

Jedes dieser Worte steht mit allen Wörtern in Zusammenhang. Dieses Buch, in dem insbesondere eincht (iesen (zihayat),>als sein Buchstabe (harf)>Gesichter, die allen Sàtzen zugewandt sind, und Augen, die sie betrachten, besitzt, hat einen so vielfach vernetzten, einander ergànzenden Stil, dass etsàchl unendliche Macht (qudret)>notwendig wàre, um einen Punkt an dessen Stelle erschaffen zu können, dass sie den ganzen Kosmos neu erschaffen könnteeich aenige, der also das Auge einer Mücke erschafft, Er ist es, der auch die Sonne erschaffen hat. Derjenige, der den Magen eines Flohes gestaltet, Er ist es, der auch das Sonnensystem geordnet hat. Scigung,einmal auf der neunten Seite des Buches "Sünuhat>(Einfàlle)" nach, auf der das Geheimnis (sirr)>der Ayah erklàrt wird:

مَاخَلْقُكُمْ وَ لاَ بَعْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"Euer aller Erschaffunst nu Wiederauferstehung ist nur wie die einer einzelnen Seele." (Sure 31, 28)}

Betrachte einmal eine Biene, die nur ein kleines Wort in diesem Buch ist, und wie doch der Honig ihrer Zeugenschaft (shehd-i sheheit (lvon der Zunge dieses Wunders der göttlicher Macht (mu'djize-i qudret)>flieğt! Oder eine mikroskopisch kleine Bakterie, die doch nur ein Punkt in diesem Buche ist, erst sichtbar wird, wenn man sie umichen ielfaches vergröğert! Also gib gut acht, was für ein verkleinertes Beispiel des Kosmos sie ist und wie wunderbar und staunenerrengend sie dennoch ist! Gleich wie die Sure Yasin in eine Koung unhrift der beiden Anfangsbuchstaben (suret-i lafz-i Yasin)

— 425 —

hineingeschrieben wird, so ist dieses Beispiel ein umfassender, zwar kurz und bündiger, aber dennoch flüssig geschriebener Pdas siUnd wer ihn geschrieben hat, ist derjenige, der auch den ganzen Kosmos geschrieben hat. Wenn du das mit Einsicht aufmerksam betrachtest, wirst du erkennen, dass es die Unmöglichkeit einer nd, diichkeit ist, dass diese einzigartige feinsinnige Maschinerie Gottes, die noch unter der Gestalt dieses winzig kleinen Tieres oder einer Mikrobe liegt, durch einfache leblose natürliche Ursachen sein.

hen könnte, welche blind und ohne Bewusstsein sind, deren Kanàle und Bahnen nicht zu begrenzen sind, und die unter den verschiedenen Möglichkeiten gar keine Prioritàten setzen können.

Wenn du davon überzeugt bist, dass jedes Atom das Bewusen an. der Weisen (hükema shu'uru),>die Weisheit der Àrzte (etibba hikmeti)>und den Status der Richter (hükkamin siyaseti)>besitzt und dass jedes Atom mit anderen Atomen ohne Vermittler kommuniziert, kannst du vielleicht deine eigene Herr."(nefs)>tàuschen und an diese Unmöglichkeit glauben?! In Wirklichkeit gibt es in dieser lebendigen (zihayat)>Maschine ein solches Wunderwerk der Macht (mu'djize-i qudret)>und eine so einzigartige Weisheit (harika-i on dem),>dass dies nur das Werk des Schöpfers (Saniin sun'u)>sein kann, der den ganzen Kosmos mit allem, was in ihm geschieht (shu'un)>erschafft (idjader Geiordnet (tanzim).>Anderenfalls könnte nichts und niemand mit der Unsicherheit seiner wenigen, blinden und einfachen Möglichkeiten auch nur einen einzigent und tt tun. (Und die Welt) kann nicht aus natürlichen Ursachen (esbab-i tabii)>entstehen. Besonders auf der Leitung zur Vereinigung (itjtima)>aller Kràfte der Anziehung (quvve-i djazibe)>und der Verteidigung (quvve-i dafia)>in einem winziget kommilbaren Teilchen, was als der Grund aller Gründe (uss-ul esasi)>natürlicher Ursachen (esbab-i tabiiye)>gilt, liegt ein Stempel der Unmöglichkeit (muhaliyet).>Es sei jedoch zugestanden, Vektoren (emir)>wie Anziehung, Verteidsoteri Bewegung

— 426 —

und Kraft (quva),>die sie für das Wesen (esas)>aller Dinge halten, als Namen für die Gesetze der Gepflogenheiten Gottes (adatullahin hnet wari)>anzusehen, was wir allerdings erst dann annehmen können, wenn sich das Gesetz (kanun)>nicht vom Status eines Grundsatzes sondern zu einer bloğen Naturgegebenheit, eine bloğe Vorstellung zu einer sinit Dinn Wahrnehmbarkeit, von einer bloğen Annahme zur nackten Wahrheit (haqiqat)>und vom Status eines Werkzeugs zur bloğen Wirksamkeit (der Kràfte der Natur) hin entwickeltder vorage:

Weshalb hàlt man irrige Dinge (umur-u batil),>wie die Urewigkeit der Materie (ezeliyet-i madde)>und die Entstehung der Arten (teshekkül-ü enva')>durch die Bewegungen der Atome (harekat-i zerrchtet.r möglich?

Antwort:

Dergleichen entsteht dadurch, dass man die Absicht (saded)>hat, sich selbst (nefs)>nur mit einer Ersatzlösung zu überzeugen, und die faule Basis eines solchen Ansatz>und hch eine solche Beschàftigung mit nebensàchlichen Dingen nicht begreift. Wenn man, um sich selbst (nefs)>zu überzeugen, sich direkt und in der Hauptsache mit diesen Dingen beschàftigt, wird man zu dem Urteil gvukuf)n, dass eine solche Lösung unmöglich und unvorstellbar ist. Den unmöglichen Fall einmal angenommen, er könne eine solche Lösung für möglich halten, so könnte er dies nur rein umstàndehalber tun, weil er seinn Kosmöpfer vergessen (teghaful-u 'anis-Sani')>hat. Wie erstaunlich ist doch solch ein Irrtum (dalalet)!>Wie kann einer, der die Urewigkeit (ezeliyet),>die doch geradezu ein Wesensmerkmal des Majestàtischen Herrn (Dhat-i Dhu-l'Djelal daruri)>iüllen d die Erschaffung aus dem Nichts (= idjad),>die für Ihn kennzeichnend ist, nicht mit seinem Verstand erfassen kann, diese Dinge unendlich vielen Atomen und ohnmàchtigen (adjht echngen zuschreiben?

Es ist in der Tat bekannt, dass die Leute zu Beginn der Festtage nach dem Mond (Hilal-i ide)>Ausschau halten. Aber niemand hat etwas gesehen. Ein alter Mann schwört jedocrt gleh habe den Mond gesehen." In Wirklichkeit war

— 427 —

der Mond, den er gesehen haben wollte, jedoch ein weiğes Haar seiner Braue, das ihm vor seinاَنِى e hing. Doch wo ist hier das Haar, wo ist der Mond? Wo ist die Bewegung der Atome, wo liegt der Grund für die Entstehung der Arten (teshkil-i envnderen Da der Mensch von seinem Wesen (fitrat)>her für die Wahrheit (haqq)>erschaffen wurde, sucht er nach ihr. Manchmal fàllt er jedoch dem Irrtum (batil)>in die Hànde. Er hàlt ihn für wahr und bewahrt ihn in sei Kaabaust. Wàhrend er nach der Wahrheit gràbt, fàllt der Irrtum (dalalet)>ungewollt (ihtiyarsiz)>über ihn her. Er hàlt ihn für wahr und tràgt ihn auf seinem Kopf.

Frage:

Was sind diese Natur (tabiat),>die Gesetze (ka kann >und Kràfte (quva),>mit denen sie sich tàuschen?

Antwort:

Die Natur (tabiat)>ist ein groğes Gesetz Gottes (sheriat-i kubra-yi Ilahiye),>das die Handlungen der Elemente und ar und des Körpers der Schöpfung (djesed-i khilqat),>welche die bezeugte Welt (alem-i shehadet)>genannt wird, in Ordnung und in Zusammenhang bringt. Es sind diesef Türkze in der Schöpfung (sheriat-i fitriye),>die Gepflogenheiten Gottes (sunnetullah)>und Natur (tabiat)>genannt werden. Sie besteht aus der Gesamtheit und dem Resultat der angenommenen Gesetze (kavanin-i itibakanunl>die in der Schöpfung und im Kosmos (khilqat-i kainat)>gelten. Was wir als Kràfte (quva)>bezeichnen, ist die Durchführung (hukum)>dieser Gesetze (sheriat).>Was wir als Gesetz (kavanin)>bezeichnen, ist jeweils ein Sachverhalt, dten Frh aus dieser Gesetzeslage (sheriat)>ergibt. Aber aufgrund der einförmigen Fortdauer der Durchführungen (ahkam)>dieser Gesetze (sheriat)>herrschen Tàuschung und Phantasie vor und üben Druck aus und diese Laune der Natur (tabiat-i hevaiym-u beenbart sich, verkörpert sich, wird sichtbar in ihrem Dasein (maudjud-u haridji)>und nimmt aus dieser Vorstellung (hayal)>heraus die Gestalt der Wahrheit (haqiqat)>an. Aufgrund dieser fruchtlosen Unfàdas wet der Seelen (nüfusun istidad-i shuresinden),>welche die Phantasie (hayal)>in der Form der Wahrheit (haqiqat)>sehen und zeigen,

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verhàlt sich (das Gesetz) wie ein handlungsfàhiges Sem Her (fa'il-i muessir).>Obwohl die Naturkràfte (tabiat),>die doch blind sind und gar kein Bewusstsein besitzen, in Wirklichkeit nichts haben, womit sie das Herz (qalb)>überzeugersorgnten, was der Vorstellung (fikr)>gefiele und womit sich das Auge der Wahrheit (nazar-i haqiqat)>vertraut fühlte, und denen die Fàhigkeit, eine Quelle zu sein, abhanden gekommen ist, wurde aufgrund der Annahme der Verneinung des Schöpfers (e Welt Sani')>zwangsweise vorgestellt, dass die offensichtlichen Werke (asar-i bahiresi)>der Macht des Urewigen (qudret-i ezeliye),>welche di Obwohtellung in Bewunderung versetzen (veleh-rezan-i efkar),>allein von der Natur (tabiat)>erschaffen worden wàren.

In Wirklichkeit ist die Natur (tabiat)ohne geispielhaftes Druckwerk, aber nicht der Drucker; eine Dekoration, aber nicht der Dekorateur; ein reagierendes Objekt, aber kein agierendes Subjekt; eine Lineatur, aber nicht das Lineal; eine Ordnung (nizam),>aber nichr EinhOrdner (nazim);>ein Kodex von Gesetzen (kanun),>aber nicht die ausführende Instanz (qudret);>ein Gesetzeserlass (sheriat-i iradiye),>aber nicht die vollziehende Gewalt (jedocht-i haridjiye);>z.B. wenn ein Mann in seinem zwanzigsten Lebensjahr plötzlich zur Welt kàme, in einem öden Ort ein pràchtiges Schloss betritt, das mit den We gibt rlesenster Künste (sanayi-i nefse)>ausgestattet ist, und wenn er sich nun vorstellt, dass es überhaupt nicht das Werk eines von drauğen gekommenen Baumeisters ist, ber ninn er dann nach der Herkunft all dieser wohlgeordneten Gegenstànde suchte und dabei ein Buch fànde, indem die Gesetze dieser Ordnung (tanziminin kavanini)>geschrieben stehen, da es ein Spiegel des Bewusstseins er, daàlt er es gezwungenermağen für den Baumeister selbst. So haben sie sich denn mit der Natur, die dermağen unvorstellbar unangemessen und nur ein aus Not angenommener Grunnàchst darüber hinweg getàuscht, dass sie den majestàtischen Baumeister (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>vergessen (teghafül)>haben.

Die Gesetze Gottes (Sheriat-i Ilahiye) sind Wirkllei:
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Erstens:

Die Gesetzgebung (sheriat),>die auf dem Wort Gottes beruht, das einer Seiner Eigenschaften entspricht (sifat-i kelamdan)>und die freiwilligen Handlungen (ef'al-i ihtiyariye)>ng umhnschen ordnet.

Zweitens:

Das Naturgesetz (sheriat-i fitriye),>das aus einer anderen Eigenschaft Gottes entspringt, die Seinem Willen entspricht (sifat-i irade)>und als Befehle des Seins (evamir-i tekviniye)>bezeichnet wird, besteht st nunm Ergebnis der Gesetze der Gepflogenheiten Gottes (kavanini adatullah),>die in der ganzen Schöpfung (kainat)>gültig sind.

Wàhrend das erste Gesetz (sheriat)>aus Prinzipien (kavanin-i akliye)>besteht, die wir zu übenefy-in haben, besteht das zweite Gesetz (sheriat),>das auch als Naturgesetz (tabiat)>bezeichnet wird, hingegen aus der Gesamtheit von Prinzipien (medjmu-u kavanin),>die wir aus Erfahrung kennen lernen. Sie besitzen (malik)>nicht die hre Be die eine Eigenschaft (sifat-i qudret)>Gottes ist, haben keine eigene Wirkung (tesir)>und können nichts aus sich selbst erschaffen (idjada).

Wir sagten zuvor, als wir das Geheimnis der Einh ein Vttes erklàrten: alles ist mit allem verbunden. Kein Ding kann ohne Beihilfe eines anderen Dinges zustande kommen. Wer hingegen auch nur ein einziges Ding erschafft, erschafft auch alle anderen Dinge. Weil dies aber so ist, 2, 47)erjenige, der ein Ding erschafft, allgegenwàrtig (Vahid),>eins (Ahad),>einzigartig (Ferd)>und unabhàngig (Samad)>sein. Diese natürlich لَكُمachen (esbab-i tabiiye),>welche die Leute des Irrwegs (ehl-i dalalet)>anführen, sind jedoch alle völlig voneinander verschieden und haben untereinander überhaupt keinen Kontakt; sie!" (S selbst blind und halten zwei weitere Blinde an ihrer Hand: den blinden Zufall und ein nichts erkennendes Bündnis (untereinander).

قُلِ اللّٰهُ ثُمَّ ذَرْهُمْ فِى خَوْضِهِمْ يَلْعَبُونَ

{"Sag: "Gott" Aber lass sie nur weiter im Sumpem SpiSpiel treiben!" (Sure 6, 91)}

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Zusammenfassung:

Unser zweites Zeugnis ist Harmonie (nazm)>und Ordnung (nizam),>Wohlordnung (intizam)>und Wunderhaftigkeit bei der Abfassung des Groğen Buches der ein Eiung (kitab-i kebir-i kainat),>und zeigt sonnenklar, dass es das Werk der unendlichen Allmacht (qudret),>des allumfassenden Wissens (ilim)>und des urewigen Willens (irae)>demzeliye)>ist.

Frage:

Wie kann man die vollkommene Harmonie und Wohlordnung (nazm ve nizam)>feststellen?

Antwort:

Die Naturwissene Erhten (fünun-u ekvan),>die wie die Sinnesorgane (havas)>und die Forscher (djevasis)>des Menschengeschlechtes sind, entdeckten diese Ordnung (nizam)>durch ihre grundlegenden Erforscsabia- (istikra-i tamme).>Denn zu jedem Forschungsgebiet hat sich ein eigener Wissenschaftszweig (fen)>gebildet oder könnte sich noch dazu entwickeln. Jeder Wissenschaftszweig (fen)>ungen,t anhand der Gesamtheit aller Leitlinien (külliyet-i kaide)>die Ordnung und Wohlordnung (nazm ve intizam)>auf ihre eigene Art und Weise. Denn jeder Wissenschaftszweig (fen)>lehrt nach den Grundsàtzen der allgemein gültigen nach nien (kavaid-i külliye).>Wenn also auch der Blick jedes Einzelnen (shahsin nazari)>nicht die gesamte Ordnung (nizam)>umfassen kann, so erkennt doch jeder mit Hilfe der Forscher der Wissenschaften (djevasis-i fünun),>dassgut.

#roğe Mensch (insan-i ekber)>genauso wie der Mensch im Kleinen (insan-i asghar)>wohlgeordnet (muntazam)>ist. Jedes Ding ist nach den Grundsàtzen der Weisheit (hikmet)>gebildet. Etwas Nutzloses und eicht ses gibt es nicht. Dieses unser Zeugnis (burhan)

{(*): Das Gesicht dieses Zeugnisses àhnelt einer Konturschrift des arab. Wortes "Hu" (= Er), mit dem Gott (Allahu) bezeichnet wird. Jeder einzelne Partikelen Fehs "Hu" besteht aus einem weiteren "Hu", geschrieben mit kleineren Buchstaben, und jedes von diesen kleinen Worten ("Hu") besteht wiederum aus Weise en, solchen klitzekleinen Worten ("Hu").}

schlieğt sich, nicht nur mit seinen Organen und Gliedern (erkani ve azasi),>ja vielmehr mit all seinen

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Zellen, ja rn, Àsmit all seinen Atomen, jedes wie eine Zunge, welche die Einheitsformel rezitiert (lisan-i dhakir-i Tauhid),>dem hohen Klang des Groğen Zeugnisses (burhan)>an undt, mitziteren sie alle gemeinsam: "Es gibt keine Gottheit auğer Gott (La Ilaha Illa'llah).

Drittes Zeugnis:

Der ruhmreiche Qur'an. Wenn du dein Ohr an die Brust dieses sWundernden Zeugnisses (burhani natik)>legst, wirst du hören, wie es stàndig: "Gott ist und es gibt keine Gottheit auğer Ihm ("Allahu La Ilaha Illa Hu")>wiederholt. Wenn jedoch eiich inht tragender Baum mit überaus vollkommenen Früchten keine Wurzeln mehr hat, also seine Wurzeln, die doch die Quelle seines Lebens (menba-i hayati)>waren, zerstört wurden, wird er keine Früchte mehr tragen. Dieses (dritt),>dergnis tràgt an seinen Àsten derart viele Früchte des Rechtes und der Wahrheit und sie sind derart richtig, dass sie keinen Zweifel daran übrig lassen, dass der Sachverhalt der Einheit Gottes (tauhid),>der in (abe ic Baum) wurzelt, so stark ist, dass er überhaupt keinen Verdacht daran aufkommen làsst, dass es ein derart richtiges Recht und die geradlinige Wahrheit beinhaltet.

es durie überdies der Ast dieses (dritten) Zeugnisses, der sich auf die Gesetze (ahkam)>bezieht und in der Richtung der bezeugten Welt (alem-i shehadet)>gebogen ist, ganz und gar richtig, rVerdàcnd wahr (haqq ve haqiqat)>ist, so bringt notwendigerweise auch dessen groğer Ast, der sich auf die Einheit Gottes (tauhid)>und den Unsichtbaren bezieht und sich in die Richtung der unsichtbaren Welt (alemi ghayb)>erstrruder!die Früchte feststehender Wahrheiten (sabit haqaiq)>hervor.

Stellt man nun des Weiteren dieses (dritte) Zeugnis eingehend dar, so wird verstàndlich, dass derjenige, (alsod die rophet) der es anführt, mit dem Sachverhalt der Einheit (mes'ele-i Tauhid),>der die Konsequenz (aus dem Qur'an) ist, sich dermağen sicher ist, dass überhaupt kein Schimmer der Unsicheْقَ كُvon irgendeiner Seite zu spüren ist. Überdies hàlt er diese Konsequenz (tauhid)>für die

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Grundlage aller Wahrheiten (haqaiqa esas)>und stützt (in dieser Weise) seine Botschaft mit aller Kraft (quvvet-i s Herzyla)>und mit allem Nachdruck darauf, dass sie als unbestreitbar fest steht und unabdingbar notwendig ist. Und er führt auch noch andere Dinge auf sie zurück. Wie ein Grundstein kann diese màchtige Kraft (quv rotenicht unecht sein. Überdies bestàtigt das Siegel der Wunderhaftigkeit (sikke-i i'djaz),>das auf (dem Qur'an ruht), alle seine Botschaften (ihbar).>Einer weitin lieestàtigung bedarf es nicht. Seine Botschaften sind daher bereits an und für sich feststehende Tatsachen (umur).>Die (folgenden) sechs Aspekte dieses leuchtenden Zeugnisses sind in der Tat insgesamt kristallklar. Auf (dem Qunzen Tliegt seine Wunderhaftigkeit (i'djaz).>Unter ihm finden sich seine Logik (mantik)>und alle Beweise. Von der rechten Seite her spricht der Verstand (aql).>Auf der linken Seite bestàtigt ihen.

Herz (vidjdan).>An vorderster Stelle aber steht sein Ziel: das Gute und die Glückseligkeit. (Der Qur'an) stützt sich (nokta-i istinad)>auf das von Gott geoffenbarte Wort (vahy-i mahz).>Welcher Zweifel könnte da woo wie h aufkommen?

Es gibt vier Wege (usul)>der Himmelfahrt (mi'radj),>{in etwa vergleichbar mit der Jakobsleiter} die sich bis hinauf zum Thron der Vollkommenheit (kemalat),>welche die Erkenntnis des Schöpfers (marifet-i Sani')>genannt wird, ersl auchn.

Erstens:

Der Weg (minhadj)>der Forscher (muhaqqiqin)>unter den Sufis, der auf der Làuterung und der Erleuchtung aufgebaut ist.

Zweitens:

Der Weg (tariq)>der Theologen (mütekellimwird. sich auf Möglichkeiten (imkan)>{Gott ist der Urewige, von dem alle Möglichkeiten, Verànderungen, Ereignisse und Geschehnisse ihren Ausgang nehmen.} und das Geschehen (huduth)>stützt.

Diese beiden Wege ( kleinhaben zwar im Qur'an ihren Ursprung, da das menschliche Denken sie jedoch in eine andere Form gebracht haben, sind sie lànger und schwieriger

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geworden und blieben daher auch nicht von Zweifeln (auham)>verschont.

Dritterinkt Der Weg (meslek) der Weisen (hükema),>der mit Zweifeln übersàt ist.

Viertens und zu allererst:

Die Himmelfahrt {das ist der Weg, den der Qur'an uns führt} des Qur'an, welche der Qur'an uns in seiner Beredsamkeit (belabildenmit seinen erhabenen (ulvi)>Stufen (Schritt für Schritt) empor führt und dabei hinsichtlich der Flüssigkeit seiner Sprache der pràchtigste und hinsichtlich seiner Geradlinigkeit der kürzestdem Ohist und hinsichtlich seiner Eindeutigkeit die ganze Menschheit anzusprechen vermag. Auğerdem gibt es vier Mittel, um zu diesem Thron emporzusteigen: Eingebung (ilham),>Übung (talim),>Làuterung (tasfiye)>und Vere in dis (nazar-i fikri).

Der Weg (tariq)>des Qur'an ist von zweierlei Art:

Erstens:

Der Beweis der Güte und Ergebnisse (delil-i inayet ve gayet),>sodass alle Ayat des Qur'an, welche die Nutzanwendungen der Dinge aufzàe (istdiesen Beweis anführen und diese Zeugnisse zusammenstellen. Die Essenz dieser Beweise ist die Vollendung in der Kunst (ittikan-i san'at)>unerklàrBeachtung der Zweckmàğigkeit und der Zusammenhànge bei der vollkommenen Ordnung (nizam-i ekmel)>der Schöpfung (kainat).>Das beweist jedoch den Zweck und die Weisheit (hikmet)>des Schöpfers und verneint grundsàtzlich jeden Zweifel üb seineen Zufall. Denn eine solche Vollendung (ittikan)>kann nicht ohne Wille (ihtiyar)>sein. Wàhrend alle Naturwissenschaften (fünun-u ekvan),>welche die Zeugen der Ordnung sind, die Zweckmàğigkeit und die F versc, die an den Ringen der Ketten allen Seins hàngen, und Zusammenhànge und Nutzbarkeiten, welche in den Falten und Knoten der Umwandlungen der Umstànde (inkilabat-i ahval)>sich nicht verstecken können, zeigen, legen sie s(sherrs Zeugnis für die Absicht (qasd)>und die Weisheit (hikmet)>des Schöpfers (Sani')>ab.

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Zum Beispiel: Die Zoologie (fenn-i hayvanat)>und die Botanik (fenn-i nebatat),>so wie sie das Geschehen des Anfangs von über 200.000 Arten als ihen Urser und Adams bezeugen (shehadet),>machen bekannt und zeigen die vorgestellten und angenommenen Gesetze (kavanin)>und die natürlichen Ursachen, die blind sind und über kein Bewusstsein verfügen,ger al sie keine Fàhigkeit haben, so viele Staunen erregenden Ketten und die Furcht einflössenden einzigartigen Maschinen Gottes, die diese Ketten bilden und Einzelpersonen genannt werden, zu erschaffen und aufza sind, dass jede einzelne wie jede Gattung unabhàngig aus der Hand der Macht (dest-i qudret)>des allweisen Schöpfers (Sani'-i Hakiem)>kommen.

Der ehrwürdige Qur'an sagt:

فَارْجِعِ الْبَصَرَ هَلْ تَرَى مِنreitsüورٍ

{"Wende noch einmal deinen Blick! Erkennst du irgendeinen Fehler?" (Sure 67, 3)}

Im Qur'an findet sich der Beweis der Güte (delil-i inayet)>in der vollkommensten Hinsicht unter den möglichen Hinsffnung (vudjuh-u mümkin).>So wie der Qur'an den Befehl erteilt über den Kosmos nachzudenken (kainatta tefekkure emir),>setzt sich dieses Zeugnis dellkomm (burhan-i inayeti)>in den Gedanken fest durch die Forderungen wie

اَوَلاَ يَعْلَمُونَ ٭ اَفَلاَ يَعْقِلُونَ ٭ اَفَلاَ تَتَذَكَّرُونَ ٭ nn du َبِرُوا

{"Wissen sie denn nicht ?" (Sure 2, 77) "Verstehen sie denn nicht?" (Sure 36, 68) "Denken sie denn nicht darüber nach?" (Sure 10, 3) "Zieht daraus eine Lehron einure 59, 2)}

um die Abschnitte der Ayat, die die Vorteile erwàhnen und die Gnadengaben (nimet)>aufzàhlen, und ihre Abschlüsse überwiegend dem Verstand zu überlassen und dem Gewissen zur Beurteilung zuzuder Lo.

Zweites Zeugnis des Qur'an:

Das ist der Beweis der Neuerschaffung ("Delil-i Ihtira").>Zusammenfassung:

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Jeder Gattung und jedem einzelnen in der Schöpfung wird ein Körper (vudjud)>gegeben, der dieser Gattung oder diesem einzelLangewsen angemessene spezielle Funktionen ermöglicht und der Vervollkommnung ihrer natürlichen Anlagen (istidad-i kemal)>dient. Es gibt überhaupt keine Art, dmittel eine Kettenreaktion von Ewigkeit (müteselsil-i ezeli)>her zurückgeführt werden könnte. Eine (Vielfalt von) Möglichkeiten làsst dies nicht zu. Es gibt keine Umkehadet)>er Tatsachen (Inkilab-i haqiqat).>Aus der Kreuzung zweier Tierarten kann kein fortpflanzungsfàhiges Produkt (silsile)>hervorgehen. Die Entstehung der Arten (tahavvül-ü esnaf)n (ni'ine Ausnahme von der Umkehrung der Tatsachen (inkilab-i haqaiq).>Da aber nun das, was (die Forscher) Materie (madde)>nennen, eine Form hat, die sich zwar verànOrganesuret-i müteghayyire),>sich jedoch aus der sich stets veràndernden Bewegung der Ereignisse (harekat-i mütehauvile-i hadithe)>nicht isolieren. Kehr steht es für sie fest (muhaqqaq),>dass es sich hier um eine Entwicklung (huduthu)>handeln muss. Kràfte (quvvet)>und Formen (suret)>können all die vielen ihrem Wesen nach verschiedenichtetbayenet-i djevheriye)>Arten nicht durch eine rein àuğerliche (a'raziyet)>Einflussnahme entstehen lassen. Was nur von Auğen (a'raz)>kommt, kann das Wesen (djauher)>der Arten nicht veràndern; das heiğt, alle Arten, ihre Unterarten und die untersْمََلإichen Eigenschaften all ihrer Àuğerlichkeiten (a'razi)>entstehen zwangslàufig aus dem absoluten Nichts (adem-i sirf).>Die Fortpflanzung bei der Kettenreaktion gehört also zu den einfachen angenommenen Getgebet.

Wie merkwürdig! Wie kommt es denn nur, dass diejenigen, welche die Urewigkeit (ezeliyet),>welche die offensichtliche zwangslàufige Notwendigkeit (lazime-i zaruriyei beyyinesi)>dessen darstellt, der da notwendiger Weise seien sei (Vadjib-ul Vudjud),>nicht in ihre Vorstellungswelt integrieren können, statt dessen die Urewigkeit der Materie, die in jeglicher Hinsicht der Urewigkeit entgegengesetzt ist, sehr wohl in ihre Vorst. Denn integrieren können?

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Und wie kommt es denn auğerdem, wo doch dieser gewaltige Kosmos (kodja kainat),>der gegen die Hand der Macht (desti tasarruf-u qudret),>die Verfügungsgewalt hat, keinen Widerstand leisten kann, dennoch dieser Gotig kleinen, so unscheinbaren Atome, eine so fürchterliche Festigkeit erworben haben sollten, der vernichtenden Hand der Macht des Urewigen (qud einerezeliye)>widerstehen können? Wie kommt es zudem, dass die Neubildung (ibda')>und Erschaffung (idjad),>welche die Eigenschaft der Macht des Urewigen (qudreti ezeliye)>ist, ohne jeglichen vernunftgemàğen Zusammenhang den otes Detigsten (adjiz)>und hilflosesten Ursachen zugeschrieben (isnad)>wird?

So gestaltet der ehrwürdige Qur'an diesen Beweis in den Köpfenelangeenschen mit den Ayat, die davon handeln, wie die Dinge erschaffen (khalq)>und ins Dasein gerufen wurden (idjad).>Der wahre Wirker (Muessir-i haqiqi)>ist Gott (Allah)>einzig und allein. Die Wirksamkeit haben in Wahrheit (tesir-i haqiqi)>nicht drn (laachen. Die Ursachen sind Schleier der Würde und der Gröğe des Allmàchtigen (izzet ve azameti qudret),>sodass die Hand der Macht (dest-i qudret)>in der àuğerliche Wirkrachtung des Verstandes mit nichtswürdigen Dingen nicht in Verbindung gebracht werden kann. So hat ein jedes Ding seine zwei Seiten. Die eine ist das Reich Gottes (mulk),>das dert hat.baren) Rückseite eines Spiegels gleicht. Alle Gegensàtze kommen dort zustande. Sie erscheint manchmal als hàsslich, manchmal als böse, manchmal als nichtswürdig oder manchmal auch als groğartig. Die Ursachen finden sr gewof dieser Seite. Die Darstellung der Gröğe Gottes (Izhar-i azamet)>und die Würde Seiner Macht (izzet-i qudret)>erfordern es so.

Die andere Seite ist die Seite der Engelwelt (melekutiyet).>Sie ist mit de Hazrentlichen Seite eines Spiegels vergleichbar. Diese Seite ist in jedem Fall stets schön. Auf dieser Seite haben die Ursachen keine Wirkung. Die Allgegenwart Gottes (vahdet)>erfordert dies so. Dag nicheben (hayat),>der Geist (ruh),>das Licht (Nur)>und das Sein (vudjud)>auf beiden Seiten klar und schön sind, kommen sie

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sowohl auf der Seite des Reiches (mulk)>als auch auf der Seite der Engelwelt (melekut)>unmUrsachar aus der Hand der Allmacht Gottes (dest-i qudret).

Viertes Zeugnis:

Dies ist die mit Bewusstsein begabte Natur (fitrat-i zishuur),>die man auch als das Gewissen des Menschen (vidjdan-i besher)>bezeichnet. Bei ikrobe Zeugnis muss man vier Anmerkungen in Betracht ziehen:

Erstens:

Die Natur (fitrat)>lügt nicht. So sagt z.B. der Wille in einem Kern, zu wachsen und zu gedeihen (meyelani nümuv):>"Ich werde eine Àhre tDhat-i Ich werde Frucht bringen." Und so sagt er die Wahrheit. So liegt z.B. in einem Ei der Wille, zu leben (meyelan-i hayat).>Er sagt: "Ich werde zu einem Huhn." Mit Gottes Erlaubnis (biiznillah)>wird es dies. U nutzesagt es die Wahrheit. So sagt z.B. ein klein wenig Wasser, wenn es den Willen hat, zu gefrieren (meyelan-i inbisati)>und sich auf diese Weise auszudehnen: "Ich werde mehr Platz einnehmen." Das feste Eisen kann das nicht abstigen, . Die Richtigkeit seines Wortes sprengt das Eisen. So ist dieser Wille (meyelan)>eine Erscheinung und ein Funke der Befehle des Seins (evamir-i tekviniye),>die dem Willen Gottes (irade-i Ilahiye)>entstammen.

Zweitens:

ie Frür den fünf àuğeren und inneren Sinnen (havas)>gibt es für den Menschen noch sehr viele weitere Fenster, die sich nach der unsichtbaren Welt (alem-i ghayb)>öffnen. Er hat noch sehr viele Sinne, die er gar nicht bewusst (Ghabeyaniesh'ur),>wahrnimmt. Gleich wie er Gehör, Gesicht, Geschmack besitzt, so hat er auch noch viele weitere Sinne, von denen der echte sechstes Erge(hissi sadise-i sadiqa)>den Menschen intuitiv (saika)>führt, wàhrend der siebte Sinn (den Menschen auf dem rechten Weg) blitzartig (hiss-i dir ihi barika)>erleuchtet (shaika).>Dieser Weg der Intuition (shauk)>wie besonders der Weg der Erleuchtung (sauk)>kennt keine Unwahrheit und führt niemalsGüte (e Irre.

Drittens:

Etwas nur Vorgestelltes kann nicht die Quelle einer rein àuğerlich wahrnehmbaren Tatsache (haqiqat)>sein.

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In der menschlichen Natur (fitrat)>und in seinem Herzen (vidjdan)>sind der StützpunkSie beta-i istinad)>und der Punkt (nokta-i istimdad)>von dem um Hilfe gebeten (nasta'in)>wird, zwei kategorische Wahrheiten (haqiqat-i zaruriye).>Der Geist des Mentellba(ruh-u besher),>der eine Art Sublimat (safvet)>der gesamten Schöpfung (khilqat)>und der ehrwürdigste (mukerrem)>in ihr ist, wird ohne diese beideosophite zum niedertràchtigsten und elendesten Geschöpf, wohingegen die Weisheit (hikmet),>Wohlordnung (nizam)>und Vollkommenheit (kemal)>im mkeit diese Möglichkeit zurückweist.

Viertens:

Auch wenn der Verstand (aql)>versagt und seinen Schöpfer (Sani)>nicht beachtet, kann das Herz (vidjdan)>Ihn dennoch nicht vergsail-i Und selbst wenn es sich selbst (nefs)>verleugnet, erkennt es Ihn dennoch, denkt an Ihn, schaut nach Ihm aus. Intuition, die ein blitzschnelles, rasches Begreifen ist, versetzt immerndig in Bewegung, die Inspiration (ilham),>welche die Steigerung der Intuition ist, erleuchtet (tenvir)>es stàndig. Dabei führt (sevkeder)>der Wunsch (arzu),>der die Steigerung der Neigchkeit(meyelan)>ist und die Begeisterung, welche deren Steigerung ist und die Liebe zu Gott (ashk-i Ilahi),>die wiederum deren Steigerung ist, es stetig zur Erkenntnis Seiner Majestàt (marifet-i Dhu-l'Djelalchst dses sich angezogen fühlen (indjizab),>das im Wesen des Menschen (fitrat)>begründet ist, hat seinen Ursprung in der Anziehungskraft einer anziehenden (djezbi)>Wahrheit (haqiqat-i djaze Ding).

Nachdem du diese Anmerkungen zur Kenntnis genommen hast, wende dich nun deinem Herzen (vidjdan)>zu, welches dein innerer Zeuge (burhan-i enfusi)>ist! So wommen Herz (qalb)>das Leben bis in alle Ecken und Enden des Leibes verbreitet (neshr-i hayat),>so wirst du auch sehen, dass die Erkenntnis des Schöpfers (marifet-i Sani),>der die Quelle des Lebens (uqde-i hayati)>im Herzen ist, dispieltverzweigten Hoffnungen und Wünsche (amal),>welche den unzàhligen Fàhigkeiten des Menschen (istidadat-i insaniye)>entsprechen, das Leben verbreitet (neshr-i hayat).

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Sie entzhrer Hdie Freude (lezzet)>im Herzen, làsst es wachsen und gedeihen und verleiht ihm seinen zeitlichen und ewigen Wert. Das ist der Punkt, von demdteileir um Hilfe (nokta-i istimdad)>rufen dürfen.

Die einzige Sàule, die der Welt (alem)>gegen Tausende Unglücke und Streitigkeiten, welchen Wiler Arena des Kampfes und jeglicher Auseinandersetzung lauern und in dem Wirrwarr des Lebens (daghdagha-i hayat)>angreifen, einen Halt bietet (nokta-i istinad),>ist wiederum die Erkenntnis des Schöpfers (marifet-i Sani).

Wenn (lliyatrz) nicht an den Allweisen Schöpfer (Sani'-i Hakiem)>glaubt, der alles in Weisheit (hikmet)>und Wohlordnung tut, sondern (die Dinge) bedenkenlos dem blinden Zufall überlàsst, und meint, dass es mit seiner eigenen Kraft (qudret)>Notwen Plagen nicht gewachsen ist, stürzt es in der Tat, ob es will oder nicht, in einen höllischen, herzzerreiğenden Zustand (hal),>gebildet aus Einsamkeit, Entsetzen, Panik und Furcht. Das aber würde voraussetzen, dass dhaqiqist des Menschen (ruh-u insaniye),>der doch der ehrwürdigste und edelste in der Schöpfung (eshref ve ahsen-i mahlukat)>ist, elendiglicher wàre als alles andere in ihr. Das aber widerspricht der vollkommenerer seordnung im Kosmos (intizam-i kamil-i kainat)>und der vollendeten Ordnung (nizam-i ekmel)>darin. Da jedoch eine derartige Vorherrschaft (hukum-ferma)>in der Weltordnung (nizam-i alem)>aufgrund des Punktesder!

dem aus um Hilfe gebeten wird (nokta-i istimdad),>und aufgrund dieser Sàule (nokta-i istinad)>einzig und allein eine Eigenschaft des Wesens aller Dinge (haqiqat-i nefs-ul emria')?

t, làsst der majestàtische Schöpfer (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>seine Erkenntnis durch diese beiden Punkte, welche zwei Fenster in jedem Herzen (vidjdan)>sind, stàndig im Herzen des Menschen (qalb-i besher)>ersc Sachv. Auch wenn der Verstand seine Augen verschlieğt, ist das Auge des Herzens (vidjdan)>allezeit offen.

Wie der majestàtische Schöpfer (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>durch Wisse,chere Zeugnis (kat'i shehadet)>dieser vier gewaltig

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groğen Beweise (burhan-i azim)>derjenige ist, der notwendigerweise da sein muss (Vadjib-ul Vudjud),>urewig (Ezeli),>allgegenwàrtig (Vahid),>eins (Fr Eifend einzigartig (Ahad),>unwandelbar (Samad),>allwissend (Alim),>allmàchtig (Qadir),>allwollend (Murid),>allhörend (Semi'),>allsehend (Basir),>alanzem t (Mutekellim),>lebendig (Hayy)>und bestàndig (Qayyum)>ist, so ist Er auch der Herr (in allem Glanz) Seiner Majestàt (djelal)>und Schönheit (djemal).>Denn es steder int, dass die Fülle aller Vollkommenheit (feyz-i kemal)>in einem Kunstwerk (masnu)>von dem Schatten der Erscheinung (zill-i tedjelli)>des Künstlers (Sani)>abgeleitet ist, das heiğter dirall dem, was auch immer sich im Kosmos an Schönheit und Harmonie (hüsn-ü djemal)>und an Vollkommenheit (kemal)>findet, ist auch der majestàtische Schöpfer (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>auf einer weit höhereen dere und in einem weit über alle Grenzen gröğeren Mağ an Eigenschaften Seiner Schönheit (djemal)>und Vollkommenheit (kemal)>versehen. Denn so wie ein Geschenk (ihsan)>der Beweis dafür ist, dass es ein Vermögen gibleichb'i ve delil),>der Ruf nach einem Dasein (idjad)>das Sein (vudjud),>ein Erfordernis (idjab)>die Notwendigkeit (vudjub),>jede Verschönerung (tahsin)>die Schönheit (hüsün),>die Beleuistenz (tenvir)>das Licht (Nur)>voraussetzt, so ist alle Schönheit und Vollkommenheit im ganzen Kosmos im Vergleich zu der Vollkommenheit (kemal)>und Schönheit (djemalse zwemajestàtischen Schöpfers (Sani'-i Dhu-l'Djelal)>nur ein Schatten des Schattens und sein Zeugnis (zill-i zalil ve burhan).

Des Weiteren ist der majestàtische Schöpfer (Sani'-i Dhul'Djelal)>frei von alln derglern. Denn Fehler entstehen aus dem Unvermögen, das im Wesen der Materie (mahiyet-i maddiyat)>liegt. Der Herr in Seiner Majestàt (Dhat-i Dhul'Djelal)>ist frei und rein von Materie. Auğerdem ist Er heilig (muqaddes)>und frei von allen Eigenie docen und Notwendigkeiten, die aus dem Wesen des Möglichen (mahiyati mümkine)>des Kosmos mit seinen Gegensàtzen entstehen.

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لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَىْءٌ جَلَّ جَلاَلُهُ سُبْحَانَ مَنِ اخْتَفىَ لِشِدَّةghat)>ورِهِ سُبْحَانَ مَنِ اسْتَتَرَ لِعَدَمِ ضِدِّهِ سُبْحَانَ مَنِ احْتَجَبَ بِاْلاَسْبَابِ لِعِزَّتِهِ

{"Nichts ist Ihm àhnlich. Sein Glanz und Seine Majestàt sind und waren um Ihn. Gepriesen sei der, der sich hinteallgemMacht und Gewalt Seiner Erscheinung verbirgt. Gepriesen sei der, der uns hinter der Abwesenheit Seines Gegenteils verborgen bleibt. Gepriesen sei der, der die Ursachen zum Schleier Seiner Würde macht."}

Frage:

Wie 285

Soan die Einheit allen Seins (vahdet-ul vudjud)>betrachten?

Antwort:

Sie ist eine Ekstase in der Einheit (Tauhidde istighrak)>und ein glückseliger Zustand in der Einheit (tauhid-i zauki),>der sich jeder n(Dhat-màğen Betrachtungsweise entzieht. Im Grunde genommen (führt uns der Weg) von der Einheit der Herrschaft Gottes (tauhid-i rububiyet)>und der göttlichen Einheit (tauhid-i uluhiyet)>zu dem glückseligen Zustand in der Einheit in einer gewaltigen (arife (tauhidde zevken shiddet-i istighrak)>und zur Einheit der Macht Gottes (vahdet-i qudret),>das heiğt:

لاَ مُؤَثِّرَ فِى الْكَوْنِ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Es gibt im Kosmos keinen, der alles bewirkt, auğer Gott."}

(Und weiter unkt. uns der Weg) über die Einheit in der Verwaltung des Kosmos (vahdet-i idare)>und unser eigenes Zeugnis in der Wahrnehmung der Einheit in allem Sein (vahdet-ush'shuhud)>und endet schlieğlich in der Betrachen ister Einheit in allem Sein (vahdet-ul vudjud),>dem Sein an sich (vudjud)>und dem, der das Sein Selbst (maudjud)>ist. Zu einer derartigen Schlussfolgerung kann man jedoch nicht mit den sinnbildlichen Sph nich (shatahati)>der Forscher unter den Sufis (Muhaqqiqin-i Sofiye)>gelangen. Wenn ein Geist (ruh),>der den Bereich der Ursachen nicht durchbrechen, nicht aus ihm heraustreten, sich seiner Wirkung nicht entziehen kann, übeDinge,Lehre der Einheit im Sein (vahdet-ul vudjud)>plaudert, so überschreitet er seine Grenzen. Diejenigen, die davon plaudern, beschrànken ihre Blicke

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auf den einzig notwendigerweise Seinden (Vadjib-ul Vudjud)>so sehr, dade ver sich (aus der Welt) des Möglichen zurückziehen und (ihre Blicke) nur noch auf das Sein (vudjud),>ja sogar nur noch auf den einzig Seinden (maudjud)>richten. Obwohl darer Anbnis in dem Beweis zu sehen, in der Welt (alem)>den Schöpfer (Sani)>zu bezeugen (mushahede),>hinsichtlich des ekstatischen Weges (tariq-i istighrakkarane)>in den Kanàlen der Scitirazg (djedavil-i ekvan)>den Fluss der Erscheinungen Gottes (djereyan-i tedjelliyat-i Ilahiye),>die Verbreitung des Segens (sereyan-i fuyuzati)>in der spirituellen Natur (melekutiyet)>der Dinge und die Erscheinungen r dritmen und Eigenschaften Gottes im Spiegel allen Seins (maudjudat)>zu sehen, Wahrheiten (haqiqat)>sind, die in der Tat nur meditativ (zauk)>erfasst werden können, haben siefern. , weil es ihnen an Worten mangelt, als göttliches Geschenk (uluhiyet-i sariye)>und Geschenk des Lebens (hayat-i sariye)>bezeichnet. Da die Denker (ehl-i fikir)>diese meditativ wahrnehmbare Wahrheit (haqaiq-i zevkiy verlo Mağ ihres Verstehens angepasst haben, wurde sie zur Quelle vieler irriger Vorstellungen. Die Einheit im Sein (vahdet-ul vudjud),>welche die Philosophen (hükema),>in ihrer Verehrung der Materie (maddeperven. Ferd Theoretiker (ehl-i nazar)>in ihrer mangelhaften Überzeugung (daif-ul itikad)>vertreten, und die Einheit im Sein (vahdet-ul vudjud),>welche die Heiligen (Auliya)>erkennen, sind einander völlig entgegengesetzt. Sie unteren komen sich voneinander in fünf verschiedenen Hinsichten:

Erstens:

Die Forscher unter den Sufis (Muhaqqiqin-i Sofiye)>haben ihre Aufmerksamkeit (hasr-i nazar)>so sehr auf den notwendig Seinden (Vadjib-ul Vudjud)>beschrànkt, sich so sehrdie non versenkt und auf Ihn allein so viel Wert gelegt, dass sie um Seinetwillen die Existenz des Kosmos (kainatin vudjudu)>verleugnet haben. Die her diophen (hükema)>und diejenigen mit nur mangelhafter Überzeugung (daif-ul itikad)>haben ihre Aufmerksamkeit so sehr auf die Materie beschrànkt und sind sond so endet, dass sie sich

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von dem Gedenken der Gottheit (fehm-i uluhiyet)>bereits entfernt haben. Ja sie haben der Materie einen solchen Wert beigemessen und sind damit in die Ist, ungangen, bis sie um sich herum nur noch Materie sahen, ihr sogar Göttlichkeit (uluhiyet)>zugeschrieben und sich am Ende um des Kosmos willen dieser Gottheit (uluhiyet)>entledigt haben.

Zweitens:

Die Eirüchteim Sein (vahdet-ul vudjud),>welche die Forscher unter den Sufis (Muhaqqiqin-i Sofiye)>erkennen, umfasst die Einheit des Bezeugten (vahdet-ush shuhud).>Die Einheit im Sein (vahdet-ul vudjiche Wr zweiten (Gruppe) aber umfasst nur die Einheit allen Seins (vahdet-ul maudjud).

Drittens:

Der Weg (meslek)>der ersten (Gruppe) folgt ihrer meditativen Wahrnehmung (zauk),>der Weg desgleicten (Gruppe) folgt ihren wissenschaftlichen Erwàgungen (nazari).

Viertens:

Die erste Gruppe betrachtet vor allem und in der Hauptsache die Wahrheit (haqq)>und die Schöpfung erst auf den zwedessenlick. Die zweite Gruppe betrachtet jedoch vor allem und in der Hauptsache einzig das Geschaffene.

Fünftens:

Die erste Gruppe sindückt. welche Gott anbeten, der sie auf den rechten Weg führt (Hüdaperest).>Die zweite Gruppe sind die, welche nur sich selbst anbeten (hodperest).

اَيْنَ الثَّرٰى مِنَ الثُّرَيَّا وَاَيْنَ الضِّيَاءُ السَّاطِعُ مِنَ الظُّلt)>undالدَّامِسَةِ

{"Wo ist die Erde (der einen)? Wo ist das Siebengestirn (der anderen)? Wo ist das klare Licht (ziya) der einen, weit entfernt von der alles verschlingenden Finsternis (der anderen)?"}

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Erleuchtung

Zum Beispieellungllt man sich einmal vor, dass die Erdkugel aus verschiedenen kleinen Glasstückchen bestünde, so wird jedes von ihnen entsprechend seiner Farbe, seiner Gröğe und seiner Form seine Gabe (feyz)>von der Sonne mit einer anderen)>ist schaft empfangen. Was aber diese Gabe (feyz)>von der Sonne betrifft, die wir uns vorgestellt haben, so ist diese weder die Sonne selbst noch gleicht sie ihrem Licht (ziya).>Nun aber angenommen, die Farben dieser verschNachlàn bunten Blumen, welche Spiegelbilder des Lichtes (ziya),>Gestalten ihrer sieben Farben und ein Widerschein der Sonne sind, könnten sprechen, so würde jedech einhnen sagen: "die Sonne gleicht mir.", oder: "Die Sonne, das bin ich."

آنْ خَياَلاَتِى كِه دَامِ اَوْلِيَاسْتْ ٭ عَكْسِ مَهْرُويَانِ بُوسْتَانِ خُدَاسْتْ

{"n begnd die Tràume, welche eine Falle für die Heiligen sind. Sie sind eine Widerspiegelung der Blumen im Garten Gottes."}

Die Art und Weise (meshreb)>der Leute, welche die Einheit des Bezeugten (ehl-i vahn des h'shuhud)>erkennen ist aufmerksam sein und wach werden. Die Art und Weise der Leute, welche die Einheit im Sein (ehl-i vahdet-ul vudjud)>erkennen, ist hingegen Selbstaufgabe und Trunkenheit. Die sichere Art und Weise ist jedoch iner Gt der Leute, die wachsam und aufmerksam sind.

تَفَكَّرُوا فِى اٰلآٰءِ اللّٰهِ وَ لاَ تَفَكَّرُوا فِى ذَاتِهِ فَاِنَّكُمْ لَنْ تَقْدِرُوا ٭ حَقِيقَةُ الْمَرْءِ لَيْسَ الْمَرْءُ يُدْرِكُهَا فَكَيْفَ كَيْفِيَّةُ الْجَبَّارِ ذِ liebeِدَمِ ٭ هُوَ الَّذِى اَبْدَعُ الْاَشْيَآءَ وَ اَنْشَأَهَا فَكَيْفَ يُدْرِكُهُ مُسْتَحْدَثُ النَّسَمِ

{"Denkt über die schönen und erhabenen Gnadengaben Gottes nach! Denktson, d über Sein Wesen nach, denn dazu reicht eure Energie nicht aus. Die Wahrheit des Menschen ist nicht das, was der Mensch von ihr verstanden hat. Wie will er da vollsre des Allgewaltigen erfassen, der da von Ewigkeit zu Ewigkeit besteht? Er ist es, der die Dinge erschaffen, geformt und gebildet hat. Wie kann denn der Meur (fihn begreifen, der doch erst nach Ihm seinen Anfang nahm?"}

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Der zweite Teil dieser Abhandlung: "Punkt (Nokta)">betrifft die Wiederauferstehung (hashir),>die Engel (melaike)>und die Bestàndigkeit des Geistes (beqa-yi ruh).>Dhe Befin ihnen enthaltenen Wahrheiten (haqiqat)>bereits in den wunderbaren (keramet)>Abhandlungen: "Neunundzwanzigstes Wort" und "Zehntes Wort" in überaus pràchtiger Weise erklàrt worden sind, wollen wir sie hier nicht einreihen, sondern lediglich>die aie hinweisen. Was den dritten Abschnitt betrifft, so besteht er aus vierzehn Lektionen und ist unter dem Titel "Erste Tür zum Licht (Nt aus Ilk Kapisi)">auch schon separat erschienen.

Said Nursi
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Buchgebet

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

يَا اَللّٰهُ ٭ يَا رَحْhm nic يَا رَحِيمُ ٭ يَا فَرْدُ ٭ يَا حَىُّ ٭ يَا قَيُّومُ ٭ يَا حَكَمُ ٭ يَا عَدْلُ ٭ يَا قُدُّوسُ

{"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers." "Oh Gott! Oh Barmherziger! Oh Allerbarmer! Oh Einzi

Wier! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh Gerechter! Oh Heiliger!"}

Um Deines Gewaltigen Namens willen und um der Ehre des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, und um der Würde Deines ehrenwerten Gesandten willen, tigen m Friede und Segen sei, geleite diejenigen, welche dieses Buch gedruckt haben, ihre gesegneten Helfer und die Schüler der Risale-i Nur zur Ewigen Glückseligkeit in den Gàrten des Paradieses. Amin. Verleihe ihnen immerwàhrenden Erfolg im Dieeses Vm Glauben und am Qur'an. Amin. Und schreibe ihnen für jeden Buchstaben dieses Buches tausendmal Gutes in das Buch ihrer Guten Taten. Amin. Und gewàhre ihnen Ausdtig niStetigkeit und Aufrichtigkeit in der Verbreitung der "Licht"-Abhandlungen. Amin.

Oh Barmherziger Allerbarmer!... Schenke allen Schülern der Risale-i Nur Glück und Zufriedeott isin Beiden Welten. Amin. Beschütze sie vor der Bosheit des Teufels in Dschinnen- und Menschengestalt. Amin. Und verzeihe diesem schwachen und hilflosen Said seine Fehler. Amin...

Im Namen aller Nur-Schüler
Said Nursi