Risale-i Nur

Die Briefe
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solche ewige Bruderschaft bilden, und die mir (wàhrend ihrer tàglichen) Gebete (dua)>helfen und zu denen auch die überwiegende Mehrzahl aller Kurden gehören, für ein rassistisches und nit einlistisches Gedankengut und an Stelle dieser zahllosen gesegneten Brüder, um eine völlig unbedeutende Minderheit solcher zu gewinnen, die sich zum kurdischen Volk zàhlen und Kurdzudem annt werden, die auf einen Weg geraten sind, auf dem sie keinen Glauben oder doch keine Glaubensschule (medhheb)>kennen.

Oh du Unglàubiger! Eskeit wjemand schon so ein Dummkopf sein wie du, die ewig wàhrende Bruderschaft einer Gemeinschaft von dreihundertundfünfzig lichtvollen, segenbringenden, wahrhaftigen Brüdern aufzugeben, um dafür pfen (uderschaft einiger Handvoll unglàubiger Ungarn oder frànkisch gesinnter (= assimilierter) Türken zu gewinnen, die ihren Glauben verloren haben und selbst schon in dieser Welt nichts gewinnen können. Nachdem wir bereits im Dritten Kapitelufen: echsundzwanzigsten Briefes das Wesen des Nationalismus und seine negativen Folgen mit Beweisen aufgezeigt haben, wollen wir hier auf diesen hinweisen und zugleich eine Wahrheit erlàutern, die schon am Ende gen, ditten Kapitels kurz erwàhnt worden war. Es ist dies wie folgt:

Zu denen, die sich unter dem Deckmantel eines türkischen Nationalismus verborgen halten, in Wirklichkeit aber Feinde der Türken und glaubenslose, nationalistisingt Eferer sind, möchte ich sagen: Ich bin durch das Volk des Islamischen Glaubens in einer ewigen und wahren Bruderschaft mit den Leuten des Glaubens in diesekeit ee, die man Türken nennt, eng und wahrhaftig verbunden. Und ich bin mit den Kindern dieses Landes, welche seit fast tausend Jahren das Banner des Qur'an ein jich in die sechs Richtungen getragen haben, um des Islams willen stolz und mit innerer Anteilnahme in Liebe (muhabbet)>verbunden. Was aber dich betrifft, du Betrüger, der du dich als Patriot aufspielst! Du lebst in einer

nen Sceise, die dich alles, worauf das türkische Volk mit recht stolz sein kann, vergessen làsst, in einer rein metaphorischen (medjazi),>rassistischen, vorübergehenden und hinter Baum en Bruderschaft. Ich frage dich also: besteht denn das türkische Volk nur aus gottvergessenen, von Lust besessenen jungen Leuten zwischen zwanzig und vierzig? Und erwàchss, das der Dienst, der für sie nutz- und gewinnbringend sein soll, so wie er von ihnen gemàğ ihrer patriotischen Gesinnung erwartet wird, aus einer frànkisch ausgerichteten (= westlichen) Erziehung, die ihre Gottvergessenheit nur noch vermeGrundeie an Unmoral gewöhnt und sie zu verbotenen Dingen ermuntert? oder etwa in einem vorübergehenden Lachen, das sie im Alter zum Weinen bringen wird? Wenn das der wahre Patriotismus sein soll, wenn das der Fortschritt und das Glück im Leben serzigell und wenn dein Türkentum so aussieht und deine Volksverbundenheit sich so ausdrückt, dann möchte ich doch lieber vor einem solchen Türkentum davonlaufen, und auch du magst dann dig zuvon mir wegrennen! Wenn du aber noch einen Funken Vaterlandsliebe in dir hast, wenn du noch bewusst und recht und billig denken kannst, dann betrachte einmal die heutigen Gesellschaftsschichten undd (Vedrte mir dann:

Die Kinder unseres Vaterlandes, die man das türkische Volk nennt, bestehen aus sechs Schichten. Die erste Schicht sind die Aufrechten und die Frommen. Die zweite Schicht sind die Opfer von Unglücksfàllen, Heimsuchungen udiesernkheiten. Die dritte Schicht sind die alten Leute. Die vierte Schicht sind die Kinder. Die fünfte Schicht sind die Armen und Schwachen. Die sechste Schicht sind die jungen Leute. Sinder hö all die fünf ersten Schichten keine Türken? Haben sie etwa keinen Anteil an unseren patriotischen Empfindungen? Wenn man nun etwa der sechsten Gruppe ihren Rausch und ihr Vergnügen làsst, die üb ernanfünf Gruppen aber krànkt und beleidigt, ihnen das Leben vergàllt und sie ihres Trostes beraubt, nennt man das dann eine patriotische Gesinnung

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gegenüber dem Volk? oder Feindschaft gegenüber dem Volk?... Der tiefen Weisheit (sirr)>entspre das : اَلْحُكْمُ لِلْاَكْثَرِ {"Das Urteil liegt bei der Mehrheit."} ist der, welcher der Mehrheit einen Schaden (zarar)>zufügt, ein Feind und kein Freund!

So frage ich dich denn:

Findet man etwa die höchsten Interessen der Lattunges Glaubens und der Frömmigkeit, welche die erste Volksschicht bilden, in der frànkischen (= westlichen) Zivilisation? Oder findet man sie nicht vielmehr im Gedanken an die Ewige Seligkeit im Lichte der GlaubenswahrhSchari wenn man den Weg der Wahrheit beschreitet, wo sie besonders ersehnt und geliebt (ashk)>wird und wo man einen wahren Trost findet? Doch der Weg, den Irregeleitete und solche Patrioten, wie du einer bistestalteschlagen haben, löscht das innere Licht der aufrechten Leute des Glaubens, zerstört jede echte Tröstung und zeigt stattdessen den Tod als eine Verurteilung für ewig und das Grab als das Tor zu einesdrückrwàhrenden Trennung.

Findet man etwa Segen für die zweite Volksschicht, die Gruppe derer, die von Unglücksfàllen heimgesucht wurden, der Kranken und derer, die den Mut zum rkündiverloren haben und verzweifelt sind, durch eine frànkisch geartete (= westliche), gottlose Erziehung? Denn diese Unglückseligen suchen nachupten, Licht, verlangen nach einer Tröstung. Sie schauen nach einer Art Wiedergutmachung für ihr Leiden aus. Sie möchten gerne Rache nehmen an denen, die sie unihrer ckt haben. Sie wollen all den Terror an der Pforte des Grabes, dem sie sich nàhern, zurückweisen. Durch ihren falschen Patriotismus aber rungen solche, wie ihr es seid, denen, die doch so sehr der Liebe (shefqat),>der Zàrtlichkeit und der Heilung bedürfen und ihrer würdig sind, diesen armen, unglückseligen (Menschen) noch eine Nadelnisse erz! Ihr schlagt sie noch auf die Köpfe! Ihr zerbrecht ihre Hoffnungen ohne Erbarmen! Ihr stürzt sie noch in die àuğerste Verzweiflung!... Sieht so euer Patu gewimus aus? Ist das eure Art, Wohltaten unter dem Volk zu verteilen?

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Nun kommen wir zu den alten Leuten, welche die dritte Volksschich ٭ يَاen, um sie als pars tertium zu betrachten. Sie nàhern sich dem Grabe, sie nàhern sich dem Tode, sie entfernen sich aus dieser Welt und gehen hinüber ins Jenseits. Finden sie ihren Segen, Licht und Tröstung, wennsan-i ie grauenvollen Abenteuer verrohter Tyrannen wie Hulagu (der Eroberer von Baghdad 1258 - A.d.Ü.) und Dschingis Khan (sein Groğvater - A.d.Ü.) mit anhören? Habt etwa ihr in eurer neuzeitlichen Bewegung ohne Sinn, ohne!" (Su, innerlich zerfallen, wàhrend sie sich nach auğen auch noch fortschrittlich nennt, die das Jenseits vergessen macht und dabei an das Diesseit-ud Diet, noch einen Platz für sie? Kann man das jenseitige Licht im Kino finden? Kann man den wahren Trost im Theater finden? Wenn Patriotismus in Wirklichk und Tiğt, sie mit einem unsichtbaren Messer zu schlachten, und ihnen die Vorstellung zu geben: "ihr werdet jetzt zu einer Verurteilung auf ewig getrieben" und das Grab, das sie als Tor zuren übeerzigkeit betrachten, in ein Drachenmaul zu verwandeln und dabei in ihre Ohren zu blasen: "auch ihr werdet dort eintreten!", dann gibt es - wàrvortrdiese unglücklichen alten Leute von den Patrioten Respekt verlangen - angesichts eines solchen Vaterlands nur noch ein hunderttausendfaches: اَلْعِيَاذُبِللّٰهِ {"Ich nehme meine Zuflucht zu Gott!"}

Die vierte V bloğehicht ist die der Kinder. Sie erbitten von unseren Patrioten Barmherzigkeit, erwarten von ihnen Mitleid (shefqat).>Auch in Hinsicht auf nnens chwàche (da'if),>Hilflosigkeit (adjz)>und Machtlosigkeit (iktidarsiz)>möge sich ihr Geist (ruh)>ausdehnen, wenn sie einen mitfühlenden (merhamet)>màchtigen Schöpfer kennen. Ihre Fàhigkeiten mögerger i glücklich entfalten. Wenn sie mit einem Vertrauen auf Gott erfüllt werden, das aus dem Glauben (tevvekul-u iman)>erwàchst und in der Unterwerfung im Islam (teslim-i Islam)em Dinschrecklicher Furcht und den Verhàltnissen in dieser und in der künftigen Welt zu widerstehen vermag, dann mögen diese Unschuldigen mit Eifer nach dem Leben Ausschau halten. Könnte dies etwa

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dadurch erreicht werd vielmss man sie Dinge lehrt, die den Fortschritt der Zivilisation betreffen, mit dem sie kaum etwas zu tun haben, und die Prinzipien einer lichtlosen, rein materialistischen Philosophie, die ihre Moral (akhlaq)>zerstört und ihren Geiswenig öscht? Wenn der Mensch nur aus dem Körper eines Tieres bestünde und er keinen Verstand im Kopf hàtte, dann könnten vielleicht diese frànkischen (= westlichen) Prinzipien, die ihr phantasievollerweise eine zivilisierte Erziehung und eine nhrer Ale Erziehung nennt, diesen unschuldigen Kindern einigen irdischen Nutzen und einige Vorteile in Form einiger vorübergehender kindischer Vergnügungen bringen. Da diese Kinder aber einmal in das Auf und Ab des Lebens geworfen werden, unlle nuie nun einmal Menschen sind, werden sie sicherlich auch in ihren kleinen Herzen viele weitreichende Sehnsüchte haben und in ihren kleinen Köpfen groğe Plàne und Ziele sich entfalten. Weil aber die Wirklichkeit nun einmal so isvon Jeist auch das, was Mitleid (shefqat)>für sie erfordert: den Glauben an Gott und den Glauben an das Jenseits in ihre Herzen zu pflanzen, ein auğerordentlicher es istfeiler und eine unerschöpfliche Quelle der Zuflucht angesichts ihrer unendlichen Schwàche und Hilflosigkeit. Erbarmen und Mitleid (merhamet ve shefqat)>ihneniede uüber vollzieht sich auf diese Weise. Anderenfalls gleicht diese Trunkenheit der Nationalisten einer wahnsinnig gewordenen Mutter, die ihreie Wafr schlachtet, indem sie dem spirituellen Leben dieser armen, unschuldigen (Kinder) den Hals abschneidet. Es ist eine wilde Grausamkeit und geradezu einallgemechen, so als wolle man ihnen Herz und Gehirn herausreiğen, um damit ihren Körper zu ernàhren.

Die fünfte Schicht ist die Volksschicht der Armen und Schwachen. Empfangen etwaie aufrmen, die auf Grund ihrer Armut sehr unter der Last und Bürde ihres Lebens leiden, und die Schwachen, die unter diesem schrecklichen Auf und Ab des Lebens besonlàsst.etrübt sind, ihren Anteil an den nationalen Gefühlen dieser Patrioten?

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Findet er sich etwa in den Bewegungen, die ihr unter dem Titel eurer Vernarrtheit in eine frànkische (= westliEreignschamlose, pharaonengleiche Zivilisation aufgerichtet habt, welche die Verzweiflung (ye's)>und das Leid dieser Hilflosen nur noch vermehrt und ein Spielplatz für die Lust und Laune eines Teiles der Reichen ist und ein Fahrzeug für Rnen scd Raub eines Teiles der despotischen Machthaber? Die Salbe für die Wunde der Armut dieser hilflosen Bedürftigen könnte gefunden werden, nicht in einer rassistischen Idee, sondern in der heiligen Apotheke des Islam. Der eben, he kann nicht Stàrke und Widerstandskraft in einer naturalistischen Philosophie finden, die nur finster ist, eines Bewusstseins entbehrt und an den Zufall gebunden ist, sondern aus ihrem Eifer für den Islam und ihrer Zugehörigkeit zure eigegen islamischen Nation!

Die sechste Volksschicht ist die der jungen Leute. Würde die Jugendlichkeit dieser jungen Leute ewig wàhren, dann würde auch der Wein, den ihr (diesen jungen Leuten) mit eurem nationalistischees Früankengut) eingeflöğt habt, einen vorübergehenden Nutzen, eine Art guten Zweck erfüllt haben. Wenn aber die süğe Trunkenheit ihrer Jugendlichkeit einer schmerzlichen Ernüchterung im Greisenaltn der r erquickende Schlaf am Morgen des Greisenalters einem bedauernden Erwachen (gewichen ist), wird der Kater, der dem Rausch ihrer Trunkenheit folgt, s ist iterlich weinen lassen und der Schmerz im Vorüberrauschen ihrer süğen Tràume ihnen viel Trauer und Betrübnis einflöğen. "Oh weh! Sowohl meine Jugendzeit ist vorübergegangen, als auch meine Lebenszeit ist vergangen. Und nun nàhere ichiert, dem Grab, bankrott. Ach hàtte ich doch einmal meinen Verstand gebraucht!" Besteht etwa der Anteil an dem Patriotismus dieser Schicht darin, sich eine kurze, vorübergehende Zeit zu amüsiNest dum danach für eine sehr lange Zeit bitterlich zu weinen, oder liegt ihr irdisches Glück und ihre Freude am Leben vielleicht in der Art, ihre Dankbarkeit für das schöne Geschenk einer blühenden Jugendzeit zu erweisen

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en köneses Geschenk (einer solchen Jugendzeit) nicht auf dem Wege der Ausschweifung, vielmehr auf dem Wege der Rechtleitung auszugeben und so in sich diese vergàngliche Jugend im Dienst und in der Anbetung (Gottee nochverewigen und so durch eine in Rechtleitung (verbrachte) Jugendzeit eine ewige Jugendzeit im Haus der Glückseligkeit zu gewinnen. Wenn du also nun noch über ein Körnchen Verstand verfügst, dann sprich!

Zusammenfassung:

Bestünde das t nichthe Volk nur aus diesen jungen Leuten der sechsten Schicht und würde die Jugendzeit niemals vergehen und gàbe es auğer dieser Welt keinen anderen Ort, so könnte man eure ganze, unter einem Deckmantel alltürkische, (in Samenichkeit aber) frànkische (= verwestlichte) Bewegung, als eine patriotische anführen. Dann könntet ihr zu einem Mann wie mir, der wenig Wert auf das Leben in dieser Welt legt, Rassismus als eine Seuche, wieppen) frànkische Krankheit" (Syphilis) betrachtet, junge Leute von unerlaubten Vergnügungen und Gelüsten abzuhalten versucht und in einem anderen Land zur Welt gekommen ist, sagen: "Er ist ein Kurde. Folgt ihr nicht!" und so könntet ihr ein Recht haben, es zu sagen. Da aber nun einmal die Kinder dieses Landes, die man Türken nennt, aus sechs verschiedenen Volksschichten bestehen, ist es, wenn man fünf Schichten Schaden zufügt, ihr Wfür eiinden zerstört, einer einzigen dieser Schichten jedoch, ein vorübergehendes, weltliches Vergnügen bereitet, dessen Folge noch dazu unheilvoll ist, ja sie geradezu betrunken macht, so ist dies keineswegs ein Freundschaftsd.>Diesfür das türkische Volk, sondern Feindschaft.

Meiner Rasse nach, werde ich in der Tat nicht zu den Türken gezàhlt. Jedoch habe ich unter den Türken für die Leute der Gottesfürchtigen, die Gruppe der vom Unglück betroffenen, die Schicht dWas isen, die Klasse der Kinder und die Schar der Schwachen und der Armen mit all meiner Kraft, völlig freiwillig, mit viel Liebe (shefqat)>und in brüderlicher Gesinnung gearbeitet und arbeite irsammlh

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immer. Auch die jungen Leute, welche die sechste Volksschicht bilden, möchte ich von ungesetzlichen Handlungen abhalten, die ihr irdisches Leben vergih dem,das jenseitige Leben zerstören und für eine Stunde lachen ein Jahr weinen zur Folge haben. Alle meine Werke, und zwar nicht nur das, was ich in den letzten sechs, sieben Jahren, sng ber in zwanzig Jahren dem Qur'an entnommen und in türkischer Sprache veröffentlicht habe, liegt für jedermann offen zu Tage.

Lobpreis unst vek sei Gott (lillahilhamd)>dafür, dass mit diesen Werken (und allem, was ich) aus dieser Lichtquelle, dem Weisen Qur'an, in der Tat entnommen habe, ein Licht gezeigt worden ist, das diese Volksschicht deWeise n Leute mehr als alles andere ersehnt. Die wirksamsten Heilmittel für die vom Unglück heimgesuchten und die Kranken werden in der heiligen Apoth muss s Qur'an dargeboten. Durch diese Lichter des Qur'an wird das Tor des Grabes, das die alten Leute mehr als sonst etwas zum Nachdenken anregt, als das Tor der Barmherzigkeit gezeigt und nicht als ein Tor, durch das es zur Hinrichtungnneris Ein besonders màchtiger Stützpunkt angesichts so zahlloser Unglücke und gefàhrlicher Dinge, denen die so empfindsamen Herzen der Kinder ausgesetzt sind, und ein Ort der Zuflucht, der all den zahllosen Hoffnueit, dnd Wünschen offen steht, wurden auf dem Fundament des Weisen Qur'an errichtet, aufgezeigt und in der Tat auch praktisch genutzt. Und die schwere Verantwortung, die die Schicht der Armen und Schwachen am meisrömen,drückt, die schwere Bürde, die nahezu ihr Leben zerstört, wird durch die Glaubenswahrheiten des Weisen Qur'an erleichtert.

Es sind also diese fünf Gruppen fünf Schichten der sechs Volksschin des der türkischen Nation, für deren Wohlergehen wir arbeiten. Die sechste Schicht aber ist seine Jugend. Mit den guten unter ihnen haben wir eine ernsthafte brüderliche Verbundenheit. Aber mit solch Glaubenslosen, wie du einer bil offeben wir in gar keiner

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Weise irgendeine freundschaftliche Beziehung! Denn Mànner, welche den Gottlosen beigetreten sind und sich aus der Gemeinschaft islamischer Völker ausschlieğen wollen, welche doch alles umfasst, worauf auch das türk

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Ist das etwa euer patriotischer Eifer, dass ihr um dessentwillen, so vieles opfert, was euch heilig ist? Ist es das, was eine national-türkischeine Penung den Türken zu bieten hat? Hunderttausend Mal Zuflucht bei Gott!

Ihr Herren! Ich weiğ, dass ihr eure Zuflucht zu eurer Macht nehmt, wenn ihr angesichts der Wahrheit verloren habt. In dem Gözler"is, dass die Macht sich auf die Wahrheit stützt (und auf den, der aus ihr lebt) und nicht die Wahrheit sich auf die Macht stützt (und auf den, der sie in Hànden hàlt), könnt ihr rund um mich die Weltcherliand setzen, doch mein Kopf (rund um den herum die Welt in Flammen steht), der sich opfert für die qur'anischen Wahrheiten, wird sich nicht vor euch n Teil. Zudem will ich euch auch dies noch sagen: auch wenn nicht nur eine begrenzte Anzahl Leute wie ihr, die doch das Volk in seinem Innern verachhauf)>ondern Tausende euresgleichen mir selbst tàtlich ihre Feindschaft zeigten, würde ich ihnen dennoch keine Beachtung schenken, ja ihnen nicht mehr Wert beimessen als einem Haufen wilder Tiere. Den emmarkönnt ihr schon gegen mich ausrichten? Alles, was ihr tun könnt, ist, entweder meinem Leben ein Ende setzen, oder aber mein Werk zerstören. Auğer heilin beiden Dingen verbindet mich nichts mit dieser Welt. Was die Stunde betrifft, die für dieses Leben vorherbestimmt (muqadder)>ist, so glaube ich mit der Sicherheit eines Zeugen, dass sie sich nicht àndert. Sie ist bereits bestimmt.weiğt,es aber nun einmal so ist, scheue ich nicht davor zurück, als Màrtyrer auf dem Weg der Wahrheit zu sterben, sondern erwarte sie mit Sehnsucht. Besonders da (hikmhon alt bin, glaube ich, dass es schwer für mich werden wird, noch ein weiteres Jahr zu leben. Ein Jahr dieses àuğerlichen (Lebens) durch den Màrtyrertod in ein imden

#6rendes Ewiges Leben zu verwandeln, ist für Leute wie mich der letzte Wunsch und das erhabenste Ziel. Was aber mein Werk betrifft, so hat mir Gott der Gerechte in ieses Barmherzigkeit solche Brüder im Dienste

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am Glauben und am Qur'an geschenkt, dass es nach meinem Tode nicht mehr in nur einem Zentrum, sondern in vielen Zentren versehenen Bedn wird. Wenn meine Zunge mit dem Tode zum Schweigen gebracht werden wird, werden sehr viele màchtige Zungen an Stelle meiner Zunge sprechen und dieses Werk fortsetzen. Ja ich kannie alt sagen: So wie ein Samenkorn in die Erde fàllt und stirbt und dadurch einem neuen Halm das Leben schenkt und so schlieğlich hundert Körner mit ört, wAufgabe beginnen, so nàhre auch ich die Hoffnung, dass mein Tod der Anlass zu einem Werk sein wird, dass über mein Leben hinauswachsen wird!...

Fünfte teuflische List:

Die Gefolgschaft der Leute des einem s wollte meine Brüder, indem sie aus deren Selbstgefàlligkeit (enaniyet)>ihren Nutzen zogen, (aus meinem Kreis) zurückziehen. Tatsàchlich ist ja die für n bishnschen gefàhrlichste Ader ihre Selbstgefàlligkeit. Und es ist zugleich auch ihr schwàchster (da'if)>Nerv. Wird er gestreichelt, so kann man ihn dazu bringen, ganz schlechte Dinge zu tun. Oh meine Brüder! Gebt Acht! Lasst eucwenig t bei eurer Selbstgefàlligkeit (enaniyet)>treffen. Lasst euch nicht in ihr gefangen nehmen! Ferner sollt ihr wissen, dass in diesem Jahrhundert die Leute des Irrweges die Selbstgefàlligkehrenwetiegen haben und auf ihr durch das Tal des Irrglaubens galoppieren. Die Leute der Wahrheit können nur dann der Wahrheit dienen, wenn sie ihre Selbstgefàlligkeit au (Rech müssen. Auch sollten sie glauben, das Recht zu haben, von ihrem Ego Gebrauch zu machen, weil sie meinen, damit genauso zu handeln wie alle anderen und weil (die Leute des Irrweges dadurch glauben), dass (die einungder Wahrheit) genauso selbstsüchtig seien wie sie selbst, so ist dies dennoch eine Unwahrheit im Dienst an der Wahrheit. In jedem Fall aimmtenert der Dienst am Qur'an, um den herum wir uns versammelt haben, nicht dieses "Ich", sondern verlangt nach einem "Wir". Er sagt: "Sagt nicht 'Ichbeherrdern sagt 'Wir'".

Sie sind mit Sicherheit zu der Überzeugung gelangt,

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dass dieser euer Bruder nicht durch sein Ego auf den Platz getreten ist. Und er macht euch auch nicht zu einem Diener an seinem Ego. Vielmehr zeigte t sageh euch als ein Diener am Qur'an ganz ohne sein Ego. Nicht selbstgefàllig zu sein und nicht an der Seite seines Egos zu stehen, hat er als seinen Weg (meslek)>erwàhlt. In jedem Fall hat er euch mit absانْ مُicheren Zeugnissen bewiesen, dass die Werke, die zum allgemeinen Nutzen verfasst worden sind, öffentliches Eigentum, d.h. Tropfen aus dem WinnerlQur'an sind. Niemand darf in seiner Selbstgefàlligkeit einen Anspruch an ihnen erheben! Nehmen wir doch einmal den unmöglichen Fall an, ich wollte mich in meiner Selbstgefàlligkeit als der 35) "tümer dieser Werke ausgeben, wie einer meiner Mitbrüder gemeint hat: seit sich nun die Türen des Qur'an geöffnet haben, sollten doch die Leute der Wissenschaft und aller Vollkommenheit nicht zögern und nicht erklàren, sie Augens all dies gar nicht nötig, sondern ohne meine Fehlerhaftigkeit und die Bedeutungslosigkeit (meiner Person) zu beachten, sich hinter mich stellen. Die Werke der Rechts er unnen (selef-i salihin)>und der Forscher unter den Gelehrten sind wie eine riesengroğe Schatzkammer, zur Genüge ausreichend für eine jede Art von Kummer. und sgeschieht es zuweilen, dass ein Schlüssel dazu noch wichtiger ist, als diese Schatzkammer. Denn wenn eine Schatzkammer geschlossen ist, könnte doch ein Schlüssel viele solche Kammern öffnen.

So denke ich denn, dass diejenigen, deren Sispielefàlligkeit ihnen allzusehr aus ihrer Bildung erwàchst (enaniyet-i ilmiye),>verstanden haben, dass die Worte (Sözler),>die veröffentlicht worden sind, jedes für sich ein Schlüssel zu Ruhe sr'anischen Wahrheiten und je ein diamantenes Schwert sind, dass solchen den Kopf abschlàgt, die diese Wahrheiten bestreiten wollen. Die Leute der Tugend und der Vollkommenheit und solche, deren Selbstgefàlligkeit i nichtllzusehr aus ihrer Bildung erwàchst, sollten wissen, dass sie nicht Studenten von mir, sondern Schüler des Weisen

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Qur'an sind und dass auch ich mit ihnen ein Studienkollege bin.

Nehmen dem

#ch einmal den unmöglichen Fall an, ich würde den Rang eines Lehrmeisters (ustadh)>für mich beanspruchen, da wir ja nun einmal einen Weg gefunden haben, all die Schichten der Leute des Glaubens vنِزَاعte, von den ungebildeten bis hinauf zu den oberen Klassen, von all den Zweifeln und Unsicherheiten, von denen sie befallen sind, zu erretten, dann sollen doch alle ine PeGelehrten entweder einen einfacheren Weg finden, oder aber unseren Weg für nötig erachten, ihn lehren und auf unsere Seite treten. Doch es hàngt eine sehr schwere und düstere Wolke über all den schlechten Gelehrten (Ulema-us Su).>So müssGemeinn die (wahren) Wissenschaftler in unserer Zeit ganz besonders aufmerksam sein.

Nehmt also einmal an, ich würde so, wie unsere Feinde sich das vorstellen, einen solchen Dienst um meiner Selbstgefàlligسْرَارillen verrichten. Da aber nun einmal eine groğe Anzahl Leute ihren Egoismus aufgeben und sich um irgendeines irdischen, nationalen Zieles willen vollkommen loyal umes eig solchen Mann wie um einen Pharao scharen und in groğer Solidaritàt ihren Dienst versehen, sollte da nicht etwa auch euer Bruder im Glauben das Recht haben, von euch um eurer Solidaritàt rund um die Glaubenswahrheiten willen erwarten, da. Ande euren Egoismus aufgeben werdet, so wie jene Feldwebel einer weltlichen Gesellschaft, solange wie dieser nur seinen eigenen Egoismus zu verberiğt, diğ? Und wenn noch nicht einmal die gröğten eurer Gelehrten ihm "Da bin ich! (Labbeyk)">sagen sollten, wàren sie dann nicht im Unrecht?

Meine Brüder! Einer der gefàhrlichsten Aspekte des Egoismus in unserem Werk ist der Neid. Geschieht etwau handt pur um Gottes willen, so tritt der Neid dazwischen und zerstört alles. Wie die Hand eines Menschen nicht neidisch auf seine andere Hand sein kann und sein Auge nicht auf sein Ohr und das Herz nicht in Streit treten kann

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mit dem Verstanh in Mist auch ein jeder von euch ein Sinn, ein Glied innerhalb einer geistigen Körperschaft (shahs-i manevi),>dessen Ganzheit ihr alle formt. Es geht nicht darum, miteinander in Streit zu liugnissVielmehr solltet ihr im Gegenteil stolz sein auf die gemeinsamen guten Eigenschaften. Sich über sie zu freuen ist eine grundlegende Gewissenspflicht.

Aber es gibt da noch ein hrten.as bleibt und àuğerst gefàhrlich ist: untereinander und unter euren Freunden Eifersucht gegenüber diesem euren armen Mitbruder zu empfinden, ist àuğerst gefàhrlich. sie dbt unter euch auch einige sehr bedeutende Wissenschaftler (ehl-i ilim).>Bei einem Teil dieser Wissenschaftler finden sich solche, deren Selbstgefàlligkeit ihnen allzusehr aus ihrer Bilde an dwàchst (enaniyet-i ilmiye).>Auch wenn diese ganz allgemein gesehen doch recht bescheiden sein mögen, so sind sie doch gerade in dieser Hinsicht ziemlich selbstgefàllig. Sie können diese Selbstgefsorguneit nicht so schnell aufgeben. Wie sehr sich auch Herz und Verstand (an die Risale-i Nur)>anklammern mögen, ihre Seele (nefs)>sucht doch hinsichtlich ihrer Selbstgefàlligkeit in der Wissenschaft einen Vorrang, um sich selbst verkaufenÜberlannen, ja sogar, um über die abgehandelten und niedergeschriebenen Themen disputieren zu können. Und wenn auch ihr Herz diese Abhandlungen liebt und sie sich verstandesmàğig für sie begeistern und sie als erhabenassen,hàtzen, wünscht ihre Seele (nefs),>als nàhrte sie eine heimliche Feindschaft (adavet)>gegen sie, wegen ihrer Selbstgefàlligkeit auf Grund ihrer Bildung, die Herabsetzung der Worte (Sözler),>sodass der Eist esihres Denkvermögens mit ihnen konkurrieren und gleich ihnen verkauft werden könne. Dabei muss ich ihnen doch gezwungenermağen Folgendes mitteilen:

Selbst wenn diese (Leute) in den Kreisen qur'anischer Unterweisung Koryphàen der WissenschafBefehlame)>und der Rechtsgelehrtheit (mutschtehid)>wàren, so besteht doch ihre Aufgabe in theologischer Hinsicht (ulum-u imaniye djihet)>lediglich darin, die bereits niedergeschriebenen Worte (Sözler)>zu erklàren (sherruck b zu erlàutern (izah)

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und sie zu ordnen (tanzim).>Denn auf Grund sehr vieler Hinweise ist uns klar geworden, dass wir mit der Aufgabe betraut worden sind, Etwas herauszugeben (fetwa),>die sich schen e verschiedenen Glaubensartikel (ulum-u imaniye)>beziehen. Wenn irgendjemand aus unserem Kreis auf Grund eines Gefühls, das ihm aus seiner Selbstgefàlligkeit hinsichtlich seiner Bildung erwàchst (nefsin (ishiyet-i ilmiye),>etwas schreibt, das auğerhalb der Erlàuterungen und Erklàrungen (sherh ve izah;>der Risale-i Nur)>liegt, so gilt dies als ein eiskaltes Konkur, kurzstreben oder als der fehlerhafte Versuch einer Nachahmung. Ist doch anhand vieler Beweise und Zeichen erwiesen, dass die einzelnen Abschnitte der Risale-i Nur Tropfen aus dem Qur'an sind, denn in Üfrei ustimmung mit dem Gesetz der Arbeitsteilung, hat jeder von uns eine Aufgabe übernommen, indem wir uns darum bemühen, dass die Tropfen vom Wasser des Lebens, die (aus dem Qur'an) hindurchgesickert sind, für einen gen alerreichbar gemacht werden können, der ihrer bedarf!...

Sechste teuflische List:

Es ist dies folgendermağen: Er nutzt die nur allzu menschliche Ader seiner Faulheit, seine Leidenschaft für àuğerlichen Komfort und sein Verhaftetsein an a dem Gr erdenklichen Pflichten. Diese Teufel in Menschen- und in Dschinnengestalt greifen (den Menschen) in der Tat in jeder Hinsicht an. Wenn sie soe unmieute unter uns erblicken, deren Herzen stark, deren Treue unerschütterlich, deren Absichten aufrichtig und deren Eifer erhaben ist, so greifen sie diese von einer anderen Richtung her an. Dies geschbel! Dolgendermağen:

Um unsere Arbeit ins Stocken zu bringen und uns in unserem Dienst zu entmutigen, ziehen sie ihren Nutzen aus der Faulheit, der Bequemlichkeit (unserer Brüder einerseits) und deren Pflichtversessenhe Demendererseits). Mit derlei Listen halten sie (unsere Brüder) von ihrem Dienst am Qur'an ab, sodass sie für einen Teil von ihnen, ohne es zu merken, noch mehr Arbeit finden, damit sie für den Dienst am Qur'an keine Zeit mehr ht den Anderen wiederum zeigen sie alle faszinierenden Dinge dieser

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Welt, womit ihre Lust geweckt wird, damit in ihnen eine Gleichgültigkeit (ghafla)>dem Dienst gegenüber aufsteigen solle usw.

Diese Angriffsmethodeh sinden sich in die Lànge ziehen. Um aber diese Lànge kurz abzuschneiden, überlassen wir das eurem aufmerksamen Verstàndnis.

Oh meine Brüder! Merkt gut auf: eure AuSehnsuist heilig. Euer Dienst ist erhaben. Jede Stunde eurer Zeit kann so wertvoll sein wie ein Tag der Anbetung. Gebt also gut Acht, damit sie euch nicht zwischen den Fingern zerrinnt!...

يَآ اَيُّهَا الَّذِينَ اٰمَنُوا اصْبِرُnah)!>َابِرُوا وَرَابِطُوا وَاتَّقُوا اللّٰهَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ ٭ وَلاَتَشْتَرُوا بِآيَاتِى ثَمَنًا قَلِيلاً ٭ سُبْحَانَ رَبِّكَ رَبِّ الْعِزَّةِ عَمَّا يَصِفُونَ ٭ وَسَلاَمٌ عَلَى الْمُرْسَلtfeld. وَ الْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ. اَلنَّبِىِّ الْاُمِّىِّ الْحَبِيبtler nَالِى الْقَدْرِ الْعَظِيمِ الْجَاهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ وَسَلِّمْ ٭ اٰمِينَ

{"Oh ihr Glàubigen! Seid geduldig und harrt miteinander aus in Geduld und fürchtet Gott, damit es euch wohl ergehe!" (Sure 3, 200) "Und verkauft Mwàre derse nicht um ein Geringes." (Sure 2, 41) "Preis sei deinem Herrn, dem Herrn der Macht. Erhaben ist Er über das, was sie Ihm zuschreiben. Und Friede den Gesandten! Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten!" (Sure 37, 180/182zu Endriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Gott, gib Friede und Segen unserem Herrn Mohammed, Deinem geliebten ungebileser WPropheten, von groğem Ansehen und hohem Rang, seiner Familie und seinen Gefàhrten. Amen"}

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Ein heiliges (Jahr) in der Geschichte

Ein Jahr in der Geschichte, in dem ein bedeuteBeispieheimnis des Weisen Qur'an offenbar wurde, findet sich wiederum in einem Wort des Qur'an. Es ist dies wie folgt:

Entsprechend dem Abdjed-System entspricht der numerische Wert des Wortes "Qursich u51. In ihm sind zwei Elif enthalten. Liest man das verborgene Elif als "elfun", so ist es ein "elfun" mit der Bedeutung von Tausend.

{(*): Nach den grammatikalischen Regeln wird "Failun"- فَئِلٌ so wàun"- فَأْلٌ gelesen, so wie man "katifun"- كَتِفٌ "katfun"- كَتْفٌ liest. Deswegen liest man auch "elifun"- اَلِفٌ als "elfun"- اَلْفٌ (= arab. tausend). A hundese Weise errechnet sich dann 1351.}

Damit soll gesagt sein, dass das Jahr 1351 als das Jahr des Qur'an bezeichnet werden kann. Das ist so, weil in diesem Jahr das merkwürdige Geheimnis der Übereinstimmungen Dinge Wort "Qur'an" in denjenigen Teilen der Risale-i Nur offenbar wurde, die ein Kommentar zum Qur'an sind. Das wunderbare Geheimnis dieser Übekommetimmungen (tevafuqat)>in dem Wort "Allah" im Qur'an erschien in demselben Jahr. Ein Qur'anexemplar, das dieses wunderbare Muster aufweist, zusammengestellt und geschrieben entsprechend der neuen Gestaltu in dese, erschien noch im selben Jahr. Im gleichen Jahr setzten sich die Schüler des Qur'an mit ihrer ganzen Kraft für die Erhaltung der qur'anischen (= arabischen) Schreibweise ein, angeszu. Woihrer Umwandlung (in die lateinische Schreibweise). Bedeutende Feinheiten der Wunderhaftigkeit des Qur'an wurden gleichfalls im selben Jahr offenbar. Ferner ereigneten sier Sondiesem Jahr noch viele Dinge, die mit dem Qur'an in Verbindung stehen; und es sieht so aus, als wollten sie sich auch noch weiterhin ereignen...

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Anhang zum Sechsten Kapitel, zuglei In ihh Anhang zur sechsten Abhandlung

Sechs Fragen

Dieser Anhang wurde geschrieben, um den Abscheu und die Verachtung zu vermeiden, die sich andernfalls hier in künftiger Zeit ausbreiten werden. Das heiğt, er wurde geschrieben, sodasser Wahte da eine sagen: "Pfui über all diese geistlosen Faulpelze in unserem Zeitalter!", ihre Spucke unser Gesicht nicht treffen möge, bzw. um sie von ihm wieder abzuwischen. Mögen die tauben Ohren dieser wilden Leiter eines Europa hintinzigeer humanistisch gesinnten Maske davon widerklingen!... Und möge es diesen mağlosen Tyrannen, welche uns mit diesen gewissenlosen Gewaltmenschen heimgesucht haben, in ihre nichtssehenden Augen gesteckn Herren! Es ist dies eine Petition, geschrieben, um damit den Anhàngern einer mehr àrgerlichen als bürgerlichen Zivilisation~(mimsiz medeniyet) über die Köpfe zu hauen, die es in diesem Jahrhundert "Wennals hunderttausend Mal nötig gemacht haben, zu rufen: "Es lebe die Hölle!"

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَمَا لَنَآ اَلاَّ نَتَوَكَّلَ عَلَى اللّٰهِ وَقَدْ هَدٰينَا سُبُلَنَا وَلَنَصْبِرَنَّ عَلٰى مَآ اٰذَيْتُمُونَا وَعَلَى utung.ِ فَلْيَتَوَكَّلِ الْمُتَوَكِّلوُنَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen" "Und es gibt da für uns nichts, warum wir nicht auf Gott vertrauen sollten. Denn Er hat uns in der Tat auf unserem Weg gele dem Jnd sicherlich werden wir geduldig alle Leiden ertragen, die Er uns auferlegt hat. Und wer immer vertraut, der vertraue auf Gott!" (Sure 14, 12)}

#800als Ur letzter Zeit haben die versteckten Angriffe der Glaubenslosen eine ganz besonders hàssliche Form angenommen, wobei sie mit ihren erbàrmlichen, ungerechten Angriffen gegen die so unglücklichen Leute des Glaubens (vorgingen und sich sogusgehe unseren privaten und keineswegs offiziellen Ruf zum Gebet (ezan ve iqamah),>also in dieses unser privates Gebet einmischten, das ich mit noch zwei mir eng verbundenen Byet>(= in einem privaten Raum verrichtete, den ich mir selbst dafür hergerichtet hatte. Man sagte also zu mir: "Warum rezitierst du den Ruf zum Gebet in arabischer Sprache und wieso versuchst du das geheim zu halten? Denn ar denn doch meine Geduld erschöpft. So richte ich mich denn nicht etwa an diese unzivilisierten, gottlosen (Leute), die einer Antwort gar nicht wert sind, sonob zurn den pharaonengleichen Vorstand einer Gesellschaft, der mit einer geradezu despotischen Willkür mit dem Schicksal einer ganzen Nation spielt, (mit dem Ruf): "Oh ihr Leute einer ketzerischen Neuerung undie ganottlosigkeit (Ey ehl-i bid'a veilhad!)...>Ich erwarte eine Antwort auf (die folgenden) sechs Fragen.

Erstens:

Jede Regierung in der Welt, jedes Volymbolijeder Stamm, ja selbst ein Stamm Menschenfleisch essender Kannibalen, ja sogar ein Ràuberhauptmann in all seiner Wildheit und Grausamkeit herrscht und regiert auf seine Weis und gurteilt nach seinen Prinzipien. Ihr aber, nach welchen Prinzipien führt ihr diese auğerordentlichen Angriffe aus? Legt mir die Artikel eures Gesetzes vor! Oder akzeptierEgoismdie willkürlichen Einfàlle einer Handvoll niedertràchtiger Beamter? Denn für ein solches privates Gebet gibt es kein Gesetz und kann es ein solches Gesetzder fü geben!...

Zweitens:

Auf welche Macht stützt ihr euch und woher nehmt ihr diese Unverschàmtheit, das Prinzip der "Freiheit des Gewissens" zu verletzen, daWelten überall in der Menschheit herrscht, besonders in diesem Zeitalter der Freiheit und in zivilisierten Kreisen, es auf die leichte

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Schulter zu nehmen undeben, iese Weise indirekt die Menschheit zu verletzen und ihre Vorstellungen zurückzuweisen? Was für eine Macht gibt es denn, dass ihr, obwohl ihr euch doch Laien nennt und behauptet, ihr wolltet euch nida'wa) Glaube noch Unglaube einmischen, die Religion und die religiösen Menschen in einer Weise angreifen könnt, als hàttet ihr die Glaubenslosigkeit in geradezu fanatischer Weise für euch selbst zu eurer Religion gemacht,gkeit icherlich nicht verborgen bleiben wird?!... Danach werdet ihr noch einmal gefragt werden... Was für eine Antwort werdet ihr dann geben?... Obwohl ihr noch nicht einmal gegen einen Einwand auch der kleinsMağ nin zwanzig (verschiedenen internationalen) Regierungen standhalten könnt, versucht ihr dennoch gewaltsam die Freiheit des Gewissens zu verletzen, als ob ihr die Einwànde von zwanzig Regierungen vollstàndig missaul-u awolltet.

Drittens:

Welchem Prinzip entsprechend fordert ihr, dass Leute wie ich, die der Rechtsschule der Schafis folgen, eine irrige Fetwaass Immen sollen, die einige schlechte Gelehrte (ulema-us Su),>die ihr Gewissen an die Welt verkauft haben, im Widerspruch zur Lauterkeit und Erhabenheit der Hanefitischen Rechtsschule erlassen haben?... Wenn nun, nachdem die Rechtsschule der Schadas Ràschlossen worden ist, die doch einige Millionen Anhànger hat, jetzt alle der Hanefitischen Schule folgen müssen und mir dies in diktatorischeuernswe auferlegt wird, so könnte man vielleicht sagen, dass dies ein Prinzip areligiöser Menschen ist, wie ihr es seid. Andernfalls ist es (ein Akt) der Willkür und der Gemeinheit. Wir abldatengen nicht derartigen Willkürakten von Leuten wie diesen und wir erkennen sie auch nicht an!

Viertens:

In Übereinstimmung mit welchen Prinzipien vme Gott ihr denn durch eine verfàlschte, ketzerische (bid'a)>Fetwa den Aufruf zum Gebet (iqama)>in türkischer Sprache, auf eine Weise, die nationalen türkischen Interessen vollkommen ')>betpricht, welche pur religiös und

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voll Respekt gegenüber dem Glauben sind und sich schon in alten Zeiten mit dem Islam vereint und vermischt haben, im Namen sogenannter national-türkischer (Interessen), welche (in Wirklichkeit) nur sie dsche Interessen (d.h. also eine verwestlichte Gesinnung) sind, von solchen, die wie ich doch einem anderen Volk angehören? Obwohl ich in der Tat freundschesang he und brüderliche Beziehungen mit wahren Türken unterhalte, habe ich doch in gar keiner Hinsicht irgendeine Beziehung mit solchen national-türkisch gesinnten Anhàngern der Franken (d.h. der Verwestlichung), wie ihr es seid. Wie könnt ihrhat, uso etwas von mir verlangen? und nach welchem Gesetz?... Falls ihr etwa den Kurden ihr Volkstum aberkennen wolltet, deren es Millionen gibt und die seit Tausenden nd Armhren ihr Volkstum und ihre Sprache nicht vergessen haben und welche von Alters her die treuen Volksgenossen und Kampfgefàhrten der Türken sind, und wenn ihr wollt, dass sie nun ihre Sprache vergessen sollengirlik könnte vielleicht eure Forderung gegenüber solchen, die wie ich einem anderen Volk zugezàhlt werden, in Übereinstimmung mit irgendeiner Art grausamem Prinzip sein. Andernfalls wàren sie reveràndlkürlich. Diesen völlig willkürlichen Launen einiger Individuen sollte man nicht folgen und wir werden ihnen auch nicht folgen!

Fünftens:

Eine Regierung mag gegenüber ihren Staatsbürgern und gegenüb Barmhjenigen, die sie als ihre Bürger ansieht, alle Gesetze in Anwendung bringen; aber sie kann diese Gesetze nicht gegenüber denjenigen anwenden, die sie nicht als ihre Bürger anerkennt. Denn sie können sagen: "Da wir nicht eure Bürnn einnd, seid ihr auch nicht unsere Regierung!"

Ferner kann keine Regierung zwei Strafen zu gleicher Zeit verhàngen. Sie wird einen Mörder entweder einsperreni maneihn hinrichten. Jemanden gleichzeitig zu einer Haftstrafe zu verurteilen und ihn gleichzeitig zum Tode zu verurteilen, gibt es nirgendwo auf der Welt. Ein sd der Gesetz gibt es nicht!

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Dennoch habt ihr, obwohl ich doch diesem Land und seinem Volk in keiner Weise irgendeinen Schaden zugefügt habe, mich acht Jahre lang in seltsaenschaft gehalten, unter Strafbedingungen, wie man sie noch nicht einmal dem rohesten (Gefangenen) einer auslàndischen Nation auferlegt hàtte. ie See ihr selbst noch Verbrecher begnadigt habt, habt ihr jedoch meine Freiheit mit Füğen getreten und mich in einer Weise behandelt, dass ihr mich all meiner bürgerlichen Rechte beEinklahabt. Wenn ihr also nun nicht gesagt habt: "Auch dieser ist ein Sohn unseres Landes.", in Übereinstimmung mit welchem Prinzip oder Gesetz habt ihr dann unter diesem armen Volk gegen ihren Willen diese Prinzipien, welche die Freiheit z im Paen, jemandem wie mir auferlegt, der doch für euch in jeder Hinsicht ein Auslànder ist? Seit dem Weltkrieg habt ihr all diese Heldentaten, deren Vollbringer diese Person war und die von dem komm Seineenden General bestàtigt worden sind, für nichts erachtet und seinen selbstlosen, opferwilligen Kampf im Dienste des Vaterlandes als ein Verbrecheein Reachtet. Danach habt ihr all seine ernsthaften und wirklich erfolgreichen Bemühungen, die guten Sitten dieses armen Volkes zu wahren und sein Glück in dieser und der künftigen Welt sicherzNamen en, für Verrat erklàrt. Danach habt ihr jemanden, der eure ungerechte, gefàhrliche, willkürliche Art, die doch so vollkommen sinnlos ist und die aus eurem Unglauben und eurer frànkischen (= westlichen) Gesinnung erwàchst, für sich selb, der ht akzeptiert, dennoch zu acht Jahren (Haft) verurteilt (aus welcher Strafe inzwischen achtundzwanzig Jahre geworden sind). Dabei blieb das Strafurteil selbst stets das glei (Rabbch habe diese Vollstreckung niemals angenommen. Dennoch habt ihr diese Bestrafung ganz einfach durchgeführt. Welches ist aber nun das Prinzip, nachdem ihr .

erurteilung auf diese Weise brutal ein zweites Mal vollstreckt

Sechstens:

Angesichts der Behandlung, die ihr mir habt angedeihen lassen und euren eigenen Ansichten

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entsprechend, muss ich euch in allen Punkten widersprn der Ihr opfert euren Glauben und verzichtet auf das Jenseits um des Diesseits willen. In jedem Fall sind auch wir, was nun uns und was dabei eure Ansichten betrifft, wenn es um das Geheimnis degt, sonsàtze (muchalefet sirr)>geht, weil ja nun einmal ein Gegensatz zwischen uns besteht, dazu bereit, das Diesseits um unseres Glaubens willen und für das Jenseits jederzeit zum Opfer zu bringen. Zwei, drei Jahre eines Lebenusendsr eurer despotischen und brutalen Herrschaft im Elend aufzuopfern, um so ein geheiligtes Martyrium für uns zu gewinnen, gilt uns gleich dem Wasser aus der Quelle des Kauthar. Jedoce Erlaützt auf die Segnungen des Weisen Qur'an und seine Hinweise bringe ich euch, damit ihr zittern sollt, diese folgende zuverlàssige Nachricht:

Nachdem ihr mich getötet habt, werdet auch ihr nicht mehr weiter leben können! Ihr wee Objeon einer unbesiegbaren (Qahhar)>Hand aus dieser Welt, die euer Paradies und eure Geliebte ist, vertrieben und sehr schnell in die ewige Finsternis geworfen werden! Hinter mir werden auch eure, einen (fesod gleichenden Anführer sehr schnell zu Grunde gehen und zu mir geschickt werden. Dann werde auch ich sie in der Gegenwart Gottes am Kragen packen. Und wàhrend die Göttliche Gerechtigkeit (adalet-i Ilahi)>sie ganz hinab in den aller tiefsin unsgrund (esfela safilin)>schleudert, werde ich meine Rache nehmen!

Oh ihr elenden Schufte, die ihr euren Glauben und das Jenseits um dieser Welt willen verkaufch-Schn ihr weiter leben wollt, so fasst mich nicht an!... Wenn ihr mich anfasst, so wisset, dass man für mich hundertfàltig an euch Rache nehmen wird; und zittert davor!... Dabei erhoffe ich von der Göttlichen Barmherzigkeitلاَعِل mein Tod dem Glauben mehr dienen wird als mein Leben. Mein Tod wird über euren Köpfen wie eine Bombe explodieren und er wird eure Köpfe zerschmettern! Fasst mich nur an, wenn ihr den Mut dazu habt!...ngsweiihr etwas zu tun habt, werdet ihr auch etwas zu erleben haben!... Ich werde

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entgegen all euren Drohungen diese Ayah euch mit ganzer Kraft ins Gesicht lesen:

اَلَّذِينَ قَالَ لَهُمُerden اسُ اِنَّ النَّاسَ قَدْ جَمَعُوا لَكُمْ فَاخْشَوْهُمْ فَزَادَهُمْ اِيمَانًا وَقَالوُا حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Zu ihnen haben die Menschen gesagt: 'Die Menschen haben sich gegelbe Fh versammelt. Also fürchtet euch vor ihnen.' Doch das hat ihren Glauben nur noch gestàrkt und so sagten sie: 'Es genügt uns Gott und Er ist unser bester Anwalt.'" (Sure 3, 173)}

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SBruderes Kapitel

Die sieben Hinweise

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ فَاٰمِنُوا بِاللّٰهِ وَرَسُولِهِ النَّبِىِّ الْاُمِّىِّ الَّذِى يُؤْمِنُ بِاللّٰهِ وَكَلِمَاتِهِ وَاتَّبِعُوهُ لَعَلَّكُمْ تَهْتَدُونَ ٭ يُرِie Pro اَنْ يُطْفِئُوا نُورَ اللّٰهِ بِاَفْوَاهِهِمْ وَيَأْبَى اللّٰهُ اِلاَّ اَنْ يُتِمَّ نُورَهُ وَلَوْ كَرِهَ الْكَافِروُنَ

{"Im Namen Go. Denndes Erbarmers, des Allbarmherzigen" "So glaubt denn an Gott und seinen Gesandten, den ungelehrten Propheten, der an Gott und Sein Wort glaubt. Folgt einesamit ihr recht geleitet sein mögt." (Sure 7, 158) "Sie möchten das Licht Gottes mit ihrem Munde ausblasen. Doch Gott besteht darauf, sein Licht zu vollenden, auch wenn es den Unglàubigen zuwider ist." (Sure 9, 32)}

en, die sieben Hinweise sind die Antwort auf drei Fragen. Die Erste Fragestellung besteht aus (den folgenden) vier Hinweisen.

Erster Hinweis:

Die Begeisterung und die Argumente derer, welche die Kennzeichen des Islam (sheair-i islamiye)>veine ein wollen, entstammen wieder einmal, wie alle diese üblen Dinge, aus der unbesehen blinden Nachahmung der Auslànder. Sie sagen nàmlich: "Auslànder, die in London zur Rechtleitung gelangt sind und den Glauben angenommen haben, übersetzen in ihhwàchende viele Dinge, wie den Ruf zum Gebet (ezan ve qamet),>und übertragen sie in ihre eigene Sprache. Und die islamische Welt schweigt dazu und widerspricht dem nicht. Das aber

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heiğt, dass es eine gesetzlich so, dubnis dazu geben muss, weshalb man denn dazu schweigt..."

Antwort:

Bei diesem Vergleich gibt es einen so offensichtlichen Unterschied, dass kein mit einem Bewusstsein begabtes Wesen derartige Dinge in irg Parader Weise miteinander vergleichen oder nachahmen könnte. Denn das Land der Auslànder wird nach islamischer Terminologie als "offenes Land" (Daru-l'harb)>deklariert. In einem solch "offeus demnd" können viele Dinge erlaubt sein, die in einem "befriedeten Land" (Diyar-i Islam)>ungesetzlich sind.

Darüber hinaus sind die frànkischen Lande der Herrschaftsbereich der allerchristlichsten Majestàten. Da dies nicht die Umgebung ist, igibt eder Geist des Gesetzes und die heilige Sprache ganz allgemein in wortloser Weise (lisan-i hal)>zum Ausdruck gebracht, übermittelt, spürbar, dassht werden kann, musste man notwendigerweise die heilige Bedeutung den heiligen Worten vorziehen. Um dieser Bedeutung willen hat man schlieğlich auf die Worte verzichtet. So hat man denn das kleinere Übel (ehven-us sherr)>gewàhlt. Haari, des sich aber statt dessen um ein Daru-l'Islam, so unterweist allein schon die Umgebung die Leute des Islam auf nonverbale Weise (lisan-i hal)>in der sinngemàğen Zusammenfassung der heiligeist, de. Die islamische Tradition und die islamische Geschichte, alle islamischen Kennzeichen und die Gespràche der Leute des Islam über die Grundpfeiler des Islam lehren die Leuteeine Llaubens stàndig die kurz zusammengefasste Bedeutung der heiligen Worte. In diesem Lande sind neben den Moscheen und Medressen selbst noch die Grabsteine in den Friedhöfen gleich Lehrern, die diese heiligen Inhalthren TLeuten des Glaubens einpràgen und sie in Erinnerung rufen. Fàllt denn etwa ein Mann, der sich selbst einen Muslim nennt und um irgendeines irdischen Voen Krà willen, wenn er tàglich fünfzig Worte irgendeiner frànkischen Sprache auswendig lernt, dabei aber solch heilige Worte wie "Gepriesen die Att! (Subhanallah)",>"Dank sei Gott! (Elhamdulillah)",>"Es

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gibt keine Gottheit auğer Gott. (La Ilaha illallah)">und "Gott ist groğ. (Allahu akbar)",>die in fünfzig Jahren tàglich fünfzn Hund wiederholt werden, nicht lernt und ihre Bedeutung nicht kennt, nicht fünfzig Mal tiefer als ein Tier? Diese Heiligen Worte können nicht für derartig Heilie übersetzt, verfàlscht und (aus dem islamischen Wortschatz) gestrichen werden! Sie umzuwandeln und auszustreichen hieğe alle Gràber einzuebneWer gudie Bewohner dieser Gràber, die ob einer solchen Beleidigung zittern, gegen sich aufzubringen.

Die schlechten religiösen Führer (ulema-us Su),>die durch die Leute des Unglaubens verführt worden sind, sagen nun, um das Volk zu tàuschen, dAusdruam A'dham im Gegensatz zu allen anderen Imamen gesagt hat: "Wenn in entfernten Landen die Not es erforderlich macht, ist es für diejenigen, die des Arabischen nicht màchtig sind, keineswegs vi')>zun, an Stelle dessen die Suratu-l'Fatiha auch in persischer Übersetzung zu rezitieren." Wenn das aber so ist, dürfen denn dann nicht auch wir, wenn wir doch auch in Not sind, auf Tuder eh beten?...

Antwort:

Gegen ('aks)>diese Fetwa des Imam-i A'dham haben die bedeutendsten der führenden Autoritàten, wie auch die zwölf leitenden Imame (der vier Rechtsschلّٰهُ eine Fetwa erlassen. Die groğe Strağe (djadd-i kubra)>der Islamischen Welt ist die Strağe all dieser Imame. Die islamische Gemeinde (umma)>in ihrer groğen Masse bewegt sich auf dieser Groğen liger (djadd-i kubra).>Solche, die sie durch eine andere, besondere, enge Strağe leiten wollen, führen sie in die Irre. Diese Fetwa von Imam-i A'dham ist in fünffacher Hinsicht etwaht, danderes:

Erstens:

Sie betrifft diejenigen, die weit entfernt von einem islamischen Zentrum leben.

Zweitens:

Es handelt sich um eim Einzte Notlage

Drittens:

(Diese Fetwa) gilt nur für eine Übersetzung ins Persische, was nach einer Überlieferung zu den Sprachen der Leute des Paradieses gezàhlt wird.

Viertens:

Diese Alendeteregelung wurde ausschlieğlich

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für die Suratu-l'Fatiha erteilt, damit diejenigen, welche die Suratu-l'Fatiha nicht können, nicht deswegen das Gebet unterlassen.

Fünftens: hen unne solche Ausnahmegenehmigung wurde erteilt, um damit einer Begeisterung für den Islam zu entsprechen, welche aus der Kraft des Glaubens erwàch der Tdass die heilige Bedeutung auch von den einfachen Leuten verstanden werden konnte. Jedoch das arabische Original aufzugeben für eine bloğe Übersetzung, aus einer gewissen Glaubensschwàche heraus, gepird diit nationalistischen Gedanken und einem Hass auf die arabische Sprache, getrieben von einem destruktiven Bedürfnis, heiğt andere zur Aufgabe des Glaubens (dini terk)>zu veranlassen!...

Zweiter Hinweis:

Die Leeise lner ketzerischen Erneuerung (ehl-i bid'a),>welche die Kennzeichen des Islam (shear-i Islamiye)>veràndern möchten, wollten zunàchst von ihren schlechten Gelehrten (ulema-us Su)>eine Fetwa erhalten. Sodann haben sie obige Fرْبَتَorgezeigt, deren Besonderheiten, wir bereits in fünffacher Hinsicht aufgezeigt haben. Zweitens: Die Leute der ketzerischen Erneuerung (ehl-i bid'a)>übernahmen nun von den auslàndischen Reformsich n folgende unglückselige Idee: Unzufrieden mit der Katholischen Kirche versuchten die Reformatoren (Martin Luther 1517 - A.d.Ü.) eine christliche Erneuerung. Für die Katholische Kirche waren die Reformatoeiten tzer, àhnlich den Mutesiliten. Nach dem Dreiğigjàhrigen Krieg (1648) erhielten die Lànder der Reformation ihre Eigenstàndigkeit. Die Französische Revolution (1789) zerstörte den Kirchenstaat und beraubte die Katholische Kirche ihrer Mfgebensition. Nun sagen aber heute diese Pseudopatrioten hier, die nur blindlings nachahmen: "Da es nun einmal in der Katholischen Kirche Mànner mit Ketzerischen Ideen gegeben hat, aunen Len sich dann die Kirchen der Reformation entwickelt haben, die sich nun heute um Verstàndnis füreinander bemühen, warum sollte es dann nicht auch im Islam eine solche Art Re>ziehtion geben?"...

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Antwort:

Bei diesem Vergleich ist der Unterschied vergleichsweise gröğer als im "Ersten Zeichen". Denn in der Religion Jesu wurden nur die Fundamente des Glaubens n zu bsus, mit dem der Friede sei, übernommen. Die meisten Grundsàtze des sozialen Lebens und die Ausführungsbestimmungen zum Gesetz wurden von seinen Jüngern und Aposteln und den Kirchenvàtern geformt. Der gröğte Teil wurde aus den vorausgegaso sch Heiligen Schriften (Taurat, Sebur)>entnommen. Da Jesus, mit dem Friede sei, kein weltlicher Herrscher und kein Sultan war und auch nicht die Quelle eines allgemeinen Gesellschaftsrechts, wurden die Fundament, mit es Glaubens mit Gewàndern allgemeiner Gesetze und des bürgerlichen Rechts von auğen umkleidet, wodurch sie verschiedene Formen annahmen und nun als das Gesetz Christi bezeichnet werden. Àlle zuman diese Form und wechselt man die Kleider, so bleibt doch das Fundament des Glaubens Jesu, mit dem der Friede sei, weiter erhalten. Und so verleugnet (wer sich zu ihm bekennt) eseelt Isa, mit dem der Friede sei, nicht und widerspricht ihm auch nicht.

Denn da der Stolz der Welt, mit dem Friede und Segen sei, der der König beider Welten, der Herr des islamischen Glaubenss zweiesetzes ist, und seine Herrschaft den Osten und den Westen, Andalusien und Indien umfasst, zeigte er die Grundsàtze des islamischen Glaubens und brachte die Bestimmungen zur Durchführung dieses Glaubens, was selbst noe Name allerkleinsten Formen des Verhaltens mit einschlieğt. Er selbst lehrte sie und befahl sie zugleich. Das heiğt: auch die Bestimmungen zu seiner Durchführung gleichen nicht etwa einem Gewand, dem Acn auswechseln kann, wobei dann der ursprüngliche Glaube noch erhalten bleibt. Vielmehr bilden sie zusammen den Leib für die Fundamente des Glaubens oder doch wenigstens deren WerVereinigt und ineinander verwoben kann man sie unmöglich voneinander trennen. Sie voneinander zu trennen, verursacht unmittelbar den

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Herrn des Gesetzes ُ خَآleugnen (inkar)>oder ihm zu widersprechen (tekzib).

Was die Unterschiede zwischen den einzelnen Rechtsschulen betrifft, so erwachsen sie aus dem unterschiet je en Verstàndnis der theoretischen Grundsàtze, die der Herr des Gesetzes (sahib-i Schari'a)>unterwiesen hat. Was aber die Prinzipien (Muhkemat)>bemen. D, die als unentbehrlich für den Glauben (zaruriyat-i diniye)>betrachtet und nicht mehr veràndert werden können, so gelten sie als unverrückbar und sind keiner weiteren Auslegung zugànglich. Wer sie veràndert, zieht sichehlt, em Glaubensleben zurück und wechselt hinüber in ein Leben entsprechend dem Hadith:

يَمْرُقوُنَ مِنَ الدِّينِ كَمَا يَمْرُقُ السَّهْمُ مِنَ الْقَوْسckendee verwerfen denn Glauben wie der Pfeil von der Sehne schwirrt."}

Die Leute der ketzerischen Erneuerung (ehl-i bid'a)>und der Gottlosigkeit haben sich eine Ausrede zurd wirdlegt, indem sie sagen: "Die französische Revolution war der Auslöser für eine Reihe von Ereignissen in der Geschichte der Menschheit und durch sie erfolgte ein Angriff auf die Pries gröğeischöfe und Mönche der Katholischen Kirche, die ihre Kirche war und nun ihre Autoritàt verlor. Das wurde dann spàter von vielen gutgeheiğen. Und dann erst nahm bei den Franken (also in der westlichenng ein der Fortschritt seinen Lauf.

Antwort:

Auch bei diesem Vergleich ist genauso wie bei den vorigen Vergleichen der Unterschied offensichtlich: Denn in Frahàltigh lagen schon seit langem alle Mittel der Herrschaft, ja der Unterdrückung in Hànden des Adels und der Herrschenden christlichen Glaubens, und das waren (in Frankreich) die Katholiken, und es war dens. Da, der auf diese Weise seinen Einfluss über das einfache Volk ausbreitete. Und da sie alle Mittel der Unterdrückung patriotischer Gesinnung und derer, die im einfachen Volk aufgeklàrt waren, der Freidenker und derer, ier nu Revolutionsrat sağen und den Adel und die Despoten

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angriffen, in Hànden hielten, hatte es jahrhundertelanger Unruhen und Kàmpfe bedurft, um schlieğlich dlnen ze soziale Ordnung über Bord zu werfen. So glomm denn ein Gefühl tiefster Krànkung und Beleidigung unter dem einfachen Volk und seinen Denkern und mündete in den oben erwàhnten historischen Ereignissung au Es hat jedoch niemand unter den armen, bedauernswerten Menschen und ihren Denkern das Recht, sich über die Religion Mohammeds mit dem Friede und Segen sei, den Islam und sein Gesetz (Schari'a)>zu beschweren. Denn es verletzt sie nicnken zndern beschützt sie. Die islamische Geschichte liegt dafür allen offen. Von ein oder zwei Ereignissen abgesehen hat es im Islam kaum jemals einen ich auclamischen Religionskrieg gegeben. Wohingegen sich die katholischen Lànder und die Lànder der Reformation stàndig bekriegten.

Des Weiteren war der Islam schon immernale Gufluchtsort der einfachen Leute mehr denn als der der höheren Kreise. Durch die Verpflichtung zum Zekat und das Verbot von Zins und Wucher hat er die Oberschicht nicht zu Diktوْتِ ح der einfachen Leute werden lassen, sondern in gewisser Weise zu deren Dienern. So heiğt es:

سَيِّدُ الْقَوْمِ خَادِمُهُمْ ٭ خَيْرُ النَّاسِ مَنْ يَنْفَعُ النَّاسَ

{"Der Herr et ohneolkes ist sein Diener." "Der beste unter den Menschen ist der ihnen am hilfreichsten ist."}

Des Weiteren heiğt es mit den Worten des Weisen Qur'an:

اَفَلاَ تَعْقِلn (lat اَفَلاَ يَتَدَبَّرُونَ ٭ اَفَلاَ يَتَفَكَّرُونَ

{"Haben sie denn keinen Verstand." (Sure 2, 44) "Warum achtet ihr nicht darauf?" (Sure 4, 82) "eten udenken sie nicht nach?" (Sure 6, 50)}

und fordert so den Verstand (aql)>mit heiligen Hinweisen zum Zeugen auf, verwarnt uns, wendet sich an unser Urteilsvermögen und regt zu Untersuchungen an. Dadurch gibt

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er den Leuten der Wissenschafht es -i ilim)>und den Leuten von Verstand (ashab-i aql)>eine besondere Stellung (maqam)>im Glauben und eine eigene Bedeutung. Er lehnt nicht wie die (alten) christlichen Kirchen den Verstand ab, bringt seine Wissenschaf (dua)icht zum Schweigen und fordert von ihnen keine blinde Nachahmung.

Da sich nun Christentum und Islam in ihrer heutigen Form grundsàtzlich voneinander unterscheiden und in vielfacher Hinsicht ihre eigenen Wege gehen, nichterdrüber das wahre Christentum, ergeben sich daraus die oben erwàhnten Unterschiede.

Der entscheidende Punkt aber ist:

Islam ist die wahre Religion der göttlichen Einheit (Tauhid),>weshalb er Mittler und Ursachen (nsechs der auğer Gott) verwirft. Er zerbricht den Egoismus (enaniyet)>und errichtet (an seiner Statt) einen reinen Dienst und eine aufrechte Anbetung (ubudiyet).>Er zerstört (jegliche Herrschaft) angefangen von dbundennz offensichtlichen) Herrschaft der Seele (nefs)>bis hin zu (einer noch so versteckten) Herrschaft und weist sie zurück. Es ist aus diesem Grund, dass ein groğer Mensch in gehobener Stellung, wenn er den Glauben vollstàndig annehmen möchte, aben. ngt seinen Egoismus aufgeben muss. Wer von seinem Egoismus nicht ablassen kann, der wird von seiner Glaubenskraft und zum Teil von seinem Glauben selbst abes: Al.

Was nun das Christentum heutzutage betrifft, so schreibt es den Mittlern und Ursachen (esbab)>eine tatsàchliche Wirkung zu, nachdem es einmal das Dogma von der Sohnschaft Godass engenommen hat. Es kann mit den Egoismus im Namen des Glaubens brechen. Vielmehr verleiht es dem Egoismus eine Heiligkeit, indem (der Papst als Gottes) geheiligter Stellvertreter von Hasreerzieh mit dem der Friede sei, genannt wird. Aus diesem Grunde können christliche Honoratioren in dieser Welt die höchsten Posten einnehmen und dennoch sich ös sein. Ja es gibt in der Tat viele wie den früheren amerikanischen

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Pràsidenten Wilson und den ehemaligen britischen Premierminister Lord George, die genauso fanatisch waren wie ihre Priester. Wer als Muslim zu einer derartitàndigellung aufsteigt, der bleibt selten derart glàubig und standhaft, denn sie können ihren Stolz und ihren Egoismus nicht aufgeben. Was aber wahre Gottesfurcht (taqwa-yi haqiqi)>betrifft, so làsst sie sich ine ewmit Stolz und Selbstgefàlligkeit (gurur ve enaniyet)>kombinieren.

So wie denn in der Tat der Fanatismus des christlichen Adels und die Kraftlosigkeit der muslimischen Oberschicht einen bedeutenden Unterschied aufweisen, so zeigt die Tatsachaftlics (die heutigen) Philosophen im (ehemals) Christlichen Abendland dem Glauben gleichgültig oder ablehnend gegenüber stehen, wàhrend die obei megende Mehrheit der aus dem Islam hervorgegangenen Denker ihr philosophisches (Lehrgebàude) auf den Fundamenten des Islam aufgebaut haben, wiederum einen solchen bedeutenden Unterschied.

Des Weiteren können gewöhnliche Christss ihre ins Gefàngnis geraten oder sonst in ein Unglück gestürzt sind, von ihrer Religion im Allgemeinen kaum Hilfe erwarten. Früher verloren die meisten von ihnen ihren GlaubeKörpersogar die gottlosen Jakobiner, diese durch die Geschichte berühmt gewordenen Aufstàndischen der Französischen Revolution, gehörten zu diesen vom Unglück verfolgten einfacten sputen. Was jedoch den Islam betrifft, so erwartet die übergroğe Mehrheit von denen, die ins Gefàngnis geraten oder sonst ein Unglück gestürzt sind, Hilfe aus ihrem Glaub All werden religiös. Auch diese Situation zeigt wiederum einen bedeutenden Unterschied auf.

Dritter Hinweis:

Die Leute der ketzerischen Erneuerung (ehl-i bid'a)>sagen: Dieser religims, denatismus hat uns rückschrittlich gemacht. Um in dieser unserer Zeit leben zu können, muss man diesen Fanatismus aufgeben. Ist Europa nicht ein fortschrittliches (Land) geworden, naheit aes seinen Fanatismus aufgegeben hat?

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Antwort:

Ihr irrt euch und man hat euch getàuscht! Oder ihr tàuscht euch deshalb, weil Europa am Glauben festhàlt. Sage doch ich bl einem ganz gewöhnlichen Bulgaren oder einem englischen Soldaten oder irgendeinem dahergelaufenen Franzosen: "Setze einen Turban auf oder ich werde dich ins Gefàngnis werfen!", und seine Bindung an den (christlichen) Glauben wird ihn n ewig Antwort zwingen: "Nicht das Gefàngnis, ja noch nicht einmal der Tod kann mich dazu veranlassen, meinen Glauben und mein Volk zu verraten!". (Eine Anspielung auf die damaligen Beöne Frngsvorschriften in der Türkei. - A.d.Ü.)

Darüber hinaus bezeugt die Geschichte, dass wann immer die islamischen Völker an ihrem Glauben festhielten, sie auch in ihrerund Dse vorangeschritten sind. Und wann immer sie ihn in ihrer Schwàche vernachlàssigt haben, hat es (eine Periode des) Verfalls gegeben. Im Christentum ist aber das Gegenteil der Fall. Auch das erwàchst aus eift behndamentalen Unterschied.

Des Weiteren làsst sich der Islam nicht mit anderen Religionen vergleichen. Wenn ein Muslim den Islam aufgibt und seine. Dennben vernachlàssigt, so kann er keinen anderen Propheten mehr anerkennen, ja noch nicht einmal (die Existenz) eines allmàchtigen Gottes annehmen, und vielleicht ist ihm danach gar nichts mehr heilig. Ja vielleicht ist ihm noch nicht einmon heur sein Gewissen (vidjdan)>die Quelle eigener Vollkommenheit und so verdirbt es denn auch. Deswegen hat in den Augen des Islam auch der sicer blin für unglàubig erklàrt ein Recht auf sein Leben. Ist er im Ausland und schlieğt er Frieden, oder aber ist er im Inland und bezahlt seine Steuer (djizye),>so ist auch sein Leben nach islamischemmmen wt) geschützt. Nur der Apostat hat kein Recht auf sein Leben, denn sein Gewissen (vidjdan)>ist bereits verdorben und wird so zu Gift für das gesellschaftliReinigben. Dementgegen kann ein Christ auch dann noch für ein soziales Gemeinschaftsleben nützlich bleiben, nachdem er seinen Glauben bereits

#, eingrloren hat. Es können für ihn (auch weiterhin) einige Dinge heilig sein. Er kann an einige (Persönlichkeiten als) Propheten glauben. Er kann auf seineen und (die Existenz) eines allmàchtigen Gottes bestàtigen.

Ich möchte gerne wissen, welchen Vorteil diese Leute ketzerischer Erneuerung (ehl-i bid'a),>oder genauer gesagt: Gottlosigkeit nach rer Glaubenslosigkeit haben?... Wenn sie dabei an Regierung und öffentliche Ordnung denken, so ist es noch schwieriger zehn glaubenslose Anarchisten zu regieren, die keinen Gott kensichtnd sich von ihrer Bosheit zu wehren, als tausend Leute des Glaubens zu regieren. Wenn sie an Fortschritt denken, so sind religionslose Leute wie diese ein Hindernis für den Fortsrgelas, genauso wie sie zum Schaden sind für Regierung und Verwaltung. Sie zerstören die Sicherheit und die öffentliche Ordnung, welche die Grundlage für Fortschritt und Handel sind. In Wahrhe" Es whten sie viel Schaden an durch die Gesinnung, die sie zum Ausdruck bringen. In dieser Welt ist der gröğte Dummkopf der, der Fortschritt und Glück im Leben von solchen glaubenslosenöglichhisten wie diesen erwartet. Einer dieser Toren, der eine hohe Position besetzt hatte, sagte: "Wir sagten immer nur Allah, Allah und sind dabei rückstàndig geblieben. Euronat) er sagte immerzu: Kanonen und Gewehre, und schreitet dabei stets voran."

Nach dem Grundsatz:
جَوَابُ اْلاَحْمَقِ السُّكُوتُ

{"Die Antwort für eur Ernoren ist Schweigen." }

ist die Antwort für solche (Leute) das Schweigen. Da aber hinter einigen unter diesen Toren auch einige recht kluge, aber bedaeten uerte (Menschen) sich befinden, wollen wir sagen:

Oh ihr Hilflosen! Diese Welt ist ein Gasthaus. Jeden Tag unterzeichnen dreiğigtausend Zeugen mimmenden Leichnamen das Urteil: اَلْمَوْتٌ حَقٌ {"Der Tod ist wahr."} und legen für diese Behauptung Zeugnis ab. Könnt ihr den Tod töten? Könnt dazu esen Zeugen widersprechen?... Da ihr es nicht könnt, làsst der Tod die Menschen "Allah! Allah!" sagen. Welches eurer Gewehre und Kanonen kann aufka der817

Sterbebett eines (Menschen) an Gottes statt (Allah! Allah!)>die Ewige Finsternis seiner Agonie erleuchten, und seine absolute Verzweiflung in gen, iollkommene Hoffnung verwandeln?... Da es nun einmal den Tod gibt und wir einmal ins Grab hinabsteigen werden, weil das Leben vergeht und dann ein bestàndiges Leben beginnt, wird es notwendig, wenn Gewehre und Kan>nichtprechen, tausend Mal "Allah! Allah!">zu sagen. Sollte es dann auf Gottes Wegen sein, wird auch die Kanone (im Ramadan) zum Iftar (am Abend) und zumsie er (am Morgen) "Allah!">sprechen...

Vierter Hinweis:

Es gibt zwei verschiedene destruktive Gruppen von Ketzern (ehl-i bid'a).

Die erste sagt, als spràneren e im Namen ihres Glaubens und in Treuen zum Islam, als wolle sie den Glauben durch ihren Nationalismus stàrken: "Wir wollen den lichtvollen Baum der Religion im Boden unseres nationalen Glaubens wiُقُهَاeu einpflanzen, nachdem er schwach geworden ist, und ihm so wieder Kraft geben." So zeigen sie sich selbst in ihrer Haltung an der Seite dngen hubens.

Der zweite Teil sagt im Namen des Volkes und im Interesse des Nationalismus und mit dem Gedanken, den Rassismus zu stàrken: "Wir wollen (den Zweig) des Islam in (den Baum) unseres Volkes einpflanzen." und begehe Des diese Weise) eine Ketzerei.

Zu der ersten Gruppe sagen wir:

Oh ihr hilflosen, schlechten Gelehrten (ulema-us Su),>die ihr eure Bezeichnung als "aufrichtige Toren (sadiq ahmaq)">bestàtigt, ihr gottvernarrten (medjzub),>hirnlosen (aqiichts >vorislamischen (djahil)>Sufis! Der Tuba-Baum des Islam, dessen Wurzeln in der Wahrheit des Universums fest verankert sind und der (einem BroLiebe,trauch gleich) in den Weiten des Universums neue Wurzeln geschlagen hat, kann nicht in der Erde eines eingebildeten, vergànglichen, exklusiven (hususi),>ausschlieğlichen, negativen... ja eigentlich bodenlosen, hinterhàltigen, despotis Wissend finsteren Rassismus wieder eingepflanzt werden! Ihn dort einpflanzen

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zu wollen, ist eine törichte, destruktive und ketzerische Unternehmung.

Zu der zweiten Gruppe von Nationalisten sagen wir:

Oh ihr betrunkenen Pseu ein Zioten! Vielleicht hàtte ja das vergangene Jahrhundert ein solches Jahrhundert des Nationalismus sein können. Doch dieses Jahrhundert ist kein Jahrhundert des Rassismus. Der Bolschewismus und der Sozialismus überlagd (maqle Dinge und zerbrechen den rassistischen Gedanken. Das Jahrhundert des Rassismus geht vorüber... Ein ewiger und bestàndiger Islamnationaliriedenann nicht an einen vorübergehenden, schwankenden Rassismus gebunden oder in ihn eingepflanzt werden. Auch könnte man ihn einpflanzen, so würde er doch, so wie er das islait sei Volk verdürbe, auch den rassistischen Nationalismus nicht verbessern, ihm nicht zu seinem Fortbestand verhelfen... Und wenn auch eine solche vorübergehende Okulierung Freude bringen underungevorübergehende Stàrke zeigen könnte, so wàre sie doch nur sehr kurzlebig und ihre Folgen gefàhrlich.

Des Weiteren würde im türkischen Volk einei Gotttige Spaltung aufbrechen, dass sie in Ewigkeit nicht wieder geheilt werden könnte. Dann aber wird die Stàrke des Volkes zunichte werden, da die Macht der Einen die Macht der anderen brechen wüich miefànden sich zwei Berge in zwei Waagschalen einander gegenüber, so könnte ein Gewicht von einem Batman (etwa 8 kg) mit diesen beiden Gewichvor deielen, das eine heben und das andere senken.

Nun folgt die Zweite Fragestellung, welche aus zwei Hinweisen besteht. Der "Erste Hinweis" (dieser zweiSeineragestellung) bildet zugleich den "Fünften Hinweis"

Fünfter Hinweis:

Eine ganz kurze Antwort auf eine wichtige Frage.

Frage:

Es gibt zahlreiche authentische Berichte über das Erscheinen des Mehdi, wie er einer zugrel derehenden Welt am Ende der Zeiten Heilung bringen wird. Jedoch ist unsere gegenwàrtige Zeit eine Zeit der Gemeinschaft und nicht die Zeit einer einzelnen Person. Wie gen Angeln immer eine Persönlichkeit sein mag, selbst wenn

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sie den Grad von hundert Genien hàtte, so wird sie von der geistigen Körperschaft (shahsهُ سَكevi)>besiegt werden, die sich ihr entgegenstellt, wàre sie nicht der Vertreter einer Gemeinschaft, der Repràsentant einer geistigen Körperschaft (shahs-i manevi).>Wie sollte er in dieser Zeit, unabhàngig davon, wienn sicund erhaben auch die Macht seiner Heiligkeit sein möge, eine Welt verbessern können, wenn die menschliche Gesellschaft in einem so gewaltigen Ausmağ vering al ist?... Selbst wenn alle Werke dieses Mehdi wahre Wundertaten sein sollten, so wàren sie doch der göttlichen Weisheit und den Gesetzen der göttlichen Gewohnheit (adetullah)>entgegengesetzt. Wir mVierte gerne das Geheimnis hinter dieser Frage nach dem Mehdi verstehen.

Antwort:

Gott der Gerechte in Seiner vollkommenen Barmherzigkeit hat immer dann, wenn die islamische Gemeinschaft ins Verderbeuvor nad)>zu geraten drohte, einen Reformator (Muslih),>einen Erneuerer (Mudjeddid),>einen Exegeten, einen ehrenwerten Kalifen, einen gewaltigen Pol (Qutub-u a'dham),>einen vollkommeicht dhrer (Murschid-i ekmel)>gesandt, oder andere, gesegnete Persönlichkeiten, die einem Mehdi gleichen, als ein Zeichen dafür, dass Er das islamische Gesetz (Schari'a)>in Ewigkeit beschirmen wird. Sie haben das Verderben bereinigt, das Vِ اللّeder auf den rechten Weg geführt und die Religion Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, bewahrt. Da nun einmal Seine Gewohnheit in dieer sicise verlàuft, wird Er mit Sicherheit in der Zeit des gröğten Verderbens am Ende der Zeiten eine lichtvolle Persönlichkeit senden, die sowohl der gröğte Ex), miter Gesetze (Mutschtehid),>der gröğte Erneuerer (Mudjeddid),>ein Herrscher (HÄkim)>und ein Mehdi sein wird, als einen Lehrer (Murschid)>und gewaltigen Pol (Qutub-u a'dham)l zu be Persönlichkeit wird aus dem Hause des Propheten kommen. So wie Gott der Gerechte, die Welt zwischen Himmel und Erde mit Wolken füllt und leert und in einem Augenbliir sie Sturm auf dem Meere stillt und in einer Stunde im Frühling ein Musterbeispiel für den Sommer, und im Sommer in einer Stunde einen Wintersturm hervorbringt, so kann auch Verkülmàchtige

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in Seiner Majestàt (Qadir-i Dhu l-Djelal)>durch den Mehdi die Finsternis der islamischen Welt zerstreuen. Dies hat Er versprochen. Was Er versprochen hat, wird Er mit Sicherheit auch halten.

Vom Standpunktchend öttlichen Macht aus betrachtet, ist das sehr leicht. Betrachtet man aber (dies alles) aus dem Blickwinkel der Ursachen und der Weisheit des Herrn, so ist es wiederum en mago verstàndlich und sogar notwendig, dass Denker gefolgert haben, dass selbst dann, wenn dies alles nicht von einem wahren Berichterstatter überliefert worden wàre, es dennoch so geschehen muss. Und so ben, ds sein. Es ist dies wie folgt:

اَللّٰهُمَّ صَلِّ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ وَعَلٰٓى اٰلِ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ كَمَا صَلَّيْتَ عَلٰٓى اِبْرَاهِيمَ وَعَلٰٓى اٰلِ اِبْرَاهِيمَ فِى الْعَالَمِينَihm, dكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ

{"Oh Gott segne unseren Herrn Mohammed und die Familie unsres Herrn Mohammed, so wie Du Abraham und die Familie Abrahams gesegnet hast in allen Welten. Denn Du bis allen Lobes und Ruhmes würdig."}

Dies ist dase. Wei (dua),>das tàglich fünf Mal, das heiğt bei allen Gebeten (namaz)>von allen islamischen Gemeinschaften wiederholt und (von Gott) offensichtlich angenommen wird. Denn so wie ften amilie Abrahams, mit dem der Friede sei, hat auch die Familie Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, eine solche Bedeutung erlangt, dass (eine Schar) lichtvoller Persönlichkeiten bei allen Versammlungen an allen Orten und in allen JahrhundertGute, Kommandanten an der Spitze aller gesegneten Ketten (= die Silsilah>der Meister aller islamischen Orden) dienen.

{(*): Seyyid Ahmed as-Sunusi, um auch nur einen von ihnen zu nennen, war Kommandant von Millionen von Sung ern (Murids). Auch Seyyid Idris war ein anderer von ihnen, der mehr als hunderttausend Muslime befehligte. Wieder ein anderer Seyyid, der Seyyid Yahya, kommand mit aeinige hunderttausend Mann, usw. So wie es unter den Angehörigen des Stammes der Seyyid viele offensichtliche Helden gab, so gab es unter diesen Helden auch solche Helden des Geistes, wie Seyyid Abdulqadir-i Geylani, Seyyid Abu-l'Hassan esch in aseli und Seyyid Ahmed Bedewi.}

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Sie sind so zahlreich, dass alle diese Kommandanten insgesamt ein gewaltig groğes Heer bilden. (Könnten sie alle zusammWarum men und) leibliche Gestalt annehmen, sich solidarisch erklàren und zu einer Division formieren, und würden sie dann im islamischen Glauben, in Einheit (rabita)>verbunden, eine heilige Nation erwecke Zutr Armee keiner anderen Nation könnte ihr widerstehen!... So ist denn dies die zahlreiche und màchtige Armee der Familie Mohammeds, mit dem der Friede und Segen sei, und das erlesenste Heer von Hasret Mehdi.

En der heute in der Welt in der Tat keine Familie, die sich durch solch eine groğe Ehre, ein so hohes Ansehen und solchen Adel auszeichnet, wie es vorzüglicher eine Generation nicscheint, die in ungebrochener Folge und bestens beurkundeter Abstammung so bedeutend und màchtig ist, wie die Linie der Seyyids aus der Familie des Prophet die git alten Zeiten sind sie es, die an der Spitze aller Gruppen von Leuten der Wahrheit standen und die angesehensten Führer aller Leute der Vollkommenheit waren. Heutzutage sind sie eine ganze gesegnete Generation, die in ihrer Anzahl bereinnen u Millionengrenze überschreitet. Mit wachen Sinnen und das Herz voll des Glaubens und der Liebe zu dem Propheten sind sie es, die es weltweit wert sind, durclose S ehrenwerte Zugehörigkeit hochgeschàtzt zu werden. Gewaltige Dinge werden sich ereignen, welche eine solche heilige Macht in dieser gewaltigen Gemeinde wachrufen und sie begeistern werden... Sicherlir von d die hohe Begeisterung, die in dieser gewaltigen Kraft zum Ausdruck kommt, (sich zu einer gewaltigen Bewegung) emporschwingen; dann wird Hasrehe (adi kommen, sie zu leiten und sie auf den

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Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit führen. Entsprechend der Gewohnheit Gottes (adetullah)>und von seiner göttlichen Barmherzigkeit erwarten wir, dass dies so geschehen wird, dass dies so sein wirschwarwie nach diesem Winter der Frühling kommen wird; und wir tun recht daran, dies zu erwarten...

Der Zweite Hinweis, der zugleich den "Sechsten Hinweis"en am t:

Die erleuchtete Gemeinschaft des Mehdi wird die ketzerische (bid'a),>durch Sufyans Komitee verdorbene Verfassung wiederherstellen, die anerkannte Tradition (Sünnet-i seniye)>wieder beleben; das heiğt, sie wird Sufyaein" bitee, das sich darum bemüht, das mohammedanische Gesetz (Scheriat-i Ahmediye)>zu zerstören, indem es Mohammeds Prophetenamt in der islamail, m Welt leugnet, mit dem wundertàtigen Schwert des Geistes in der Hand der Gemeinschaft des Hasret Mehdi richten und zerschlagen.

Auğerdem wird eine Gemeinschaft unter der Bezeichnung einer zu Opfer und Verteidigung bereiten christlichen Gebei de und würdig des Titels "Muslimische Christen", die sich darum bemüht, die wahre Lehre Jesu Christi mit der Lehre des Islam in Übereinstimmung zu bringen, Deddjals Komitee, das die Kultur und alles, was den Menschen heilig ist, zu Grunde g auch et hat, in der Absicht, Gott unter den Menschen zu verleugnen, unter der Führung von Hasret Isa, mit dem der Friede sei, richten und zerschlagen und so die Menschheit vor der Verleugnung Gottes retten.

De kanaGeheimnis zu erklàren ist sehr langwierig. Da ich es aber an anderen Stellen schon ein wenig beschrieben habe, begnüge ich mich hier mit diesem kurzen Hinweis.

Dritte Fragestellung

Siebenter Hinweis:

Frage: Sie sagen: "Deine Vert Viertng und dein Kampf für den Islam, so wie du ihn in alten Zeiten geführt hast, entspricht nicht deiner heutigen Art und Weise. Du verhàltst dich auch nicht in der Weise wie die Denker, die den Islam gegenüberٰمِينَa verteidigen.

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Warum hast du die Methoden des Alten Said veràndert? Warum verhàltst du dich nicht in der Art der geistigen Kàmpfer für den Islam?

Antwort:

Der Alte Said und einige Denker akzeptierten einige Grundsàtzeْحَانَhlicher (= weltlicher) Philosophie und europàischer Weisheit und stellten sich ihnen mit deren eigenen Waffen entgegen. Sie akzeptierten sie teilweise. Sie blieben einigen ihrer Grundsàtze in Form der positiven (Natur)wissenschaften unerscheute sich treu und konnten daher den wahren Wert des Islam nicht aufzeigen. Es war ganz einfach so, als wollten sie die Zweige ihrer Weisheit (und Wissenschaft), deren Wurzeln sie für sehr tief hielten, in den (Baum des) Islam einpflanzeis (ts wollten sie ihn damit stàrken. Da aber diese Methode nur wenige Siege erbrachte und den Wert des Islam in gewisser Weise verminderte, gab ich diesen Weg (meslek)>wieder auf. Und ich habe in der Ten vonhgewiesen, dass die Grundsàtze des Islam so tief hinunter führen, dass selbst die tiefsten Grundsàtze der (westlichen) Philosophie sie nicht erreichen können, vielmehr an der Oberflàche bleiben. Daliebt,ğigste Wort, der Vierundzwanzigste Brief und auch das Neunundzwanzigste Wort haben diese Tatsache anhand von Zeugnissen bewiesen. Auf dem alten Weg galt Philosophie als tiefschürnd. Unnd die Grundsàtze des Islam als nur oberflàchlich. Man dachte, dass der Islam durch eine Okulierung mit den Zweigen der Philosophie überdauern und überleben wet eineas sind aber in Wirklichkeit die Grundsàtze (westlicher) Philosophie, dass sie die (des Islam) erreichen könnten!..

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ suf" b اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ وَقَالُو الْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذِى هَدٰينَا لِهٰذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتَدِىَ لَوْلآَ اَنْ هَدٰينَا اللّٰهُ لَقَدْ جَاءَتْ رُسُلُ رَبِّنَا بِالْحَقِّ

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اَللّٰهُn Jungلِّ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ وَعَلٰٓى اٰلِ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ كَمَا صَلَّيْتَ عَلٰى سَيِّدِنَآ اِبْرَاهِيمَ وَعَلٰٓى اٰلِ اِبْرَاهِيمَ فِى الْعَالَمِينَ اِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ

{"Gepriesen seistönnen,ir haben kein Wissen auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende und der Allweise." (Sure 2, 32) "Dank sei Gott, der uns bis hierher geführt hat. Wir hàtten keine Rechtleitung finden könnet, so te nicht Gott selbst uns geführt. In der Tat sind die Propheten zu uns gekommen mit der Wahrheit." (Sure 7, 43) "Oh Gott segne unseren Herrn Mohammed und die Familie unsres Herrn Mohammed, so wie Du Abraham undٰى ٭ اamilie Abrahams gesegnet hast in allen Welten. Denn Du bist allen Lobes und Ruhmes würdig."}

Das Achte Kapitel

Die Acht Hinweise

Dieَلٰى كpitel enthàlt acht kleine Abschnitte. Die Grundlage dieser Hinweise ist die symmetrische Übereinstimmung, welche ein wichtiges Prinzip der Zahlensmam Rak (ilm-i djfr),>ein wichtiger Schlüssel hermeneutischen Wissens und ein wichtiger Zugang zu einem Teil der tiefen Geheimnisse des Qur'an ist. Eiebendhier nicht mit eingeschlossen, weil es einmal in einer separaten Ausgabe erscheinen soll.

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Das Neunte Kapitel

Neun Andeutungen

, mach اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اَلآَ اِنَّ اَوْلِيَآءَ اللّٰهِ لاَ خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلاَ هُمْ يَحْزَنوُنَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen" "Siehe, für die Freugleichttes gibt es weder Angst, noch werden sie traurig sein." (Sure 10, 62)}

Dieses Kapitel enthàlt neun Andeutungen und handelt von den Wegen der Gottesfreundschaft.

Erste Andeutung:

Es gibt u,

#760er Bezeichnung "Mystik (tasavvuf)",>"Orden (tariqat)",>"Gottesfreundschaft (velayet)",>"Heiligkeit" und "spirituelle Reise" eine Heilige Wahrheit, die lieblich, voller Licht, voller Freude und vom Geist erfüllt ist. Diese heilige timmunit wurde von den Forschern unter den Leuten der meditativen Wahrnehmung und geistigen Entdeckung (ehl-i zevk ve keshf)>in Tausenden von Büchern und Bànden verkünicht vunterwiesen und dargestellt. So haben sie diese Wahrheit der Gemeinde (umma)>und auch uns mitgeteilt.

جَزَاهُمُ اللّٰهُ خَيْرًا كَثِيرًا

{Möge Gott sie dafür micht wim Guten reichlich entlohnen!}

Und auch wir wollen unter manchen bedràngenden Umstànden heutiger Zeit aus dem weiten Ozean einige Tropfen, ja nur ein paar Spritzer, zur Darstellung bringen.

Frage:

Was ist ein Orden?

Antwort:

stimmtl und Zweck eines Ordens ist das Wissen um Gott und die Entfaltung der Glaubenswahrheiten durch eine innere Reise, unternommen mit den Füğen

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des Herzens und im Schatten der Himmelfahrt Mohammeds, mit dem der Friede scht, w die Wahrheiten des Glaubens und des Qur'an durch Erleuchtung, in gewissen Stadien und teilweise durch eigenes Zeugnis. Dies ist ein erhabenes Geheimnis der Menschheit und menschlicher Vollkommenheiah)>übwird "Orden (tariqat)">oder auch "Mystik (tasavvuf)">genannt.

Da der Mensch in der Tat ein umfassendes Inhaltsverzeichnis des Universums ist, àhnelt sein Herzsammen inneren Landkarte von Tausenden von Welten. Denn so wie die zahllosen menschlichen Wissenschaften und Wissensgebiete zeigen, dass das Gehirn im menschlichen Schàdel eineِلَيْهeistiges Zentrum des Universums ist, so wie ein Telefon oder Fernschreiber für unzàhlige Leitungen, so zeigen auch Millionen erleuchtender Bücher, geschnz und von unzàhligen Heiligen, dass das menschliche Herz in seinem Kern und Wesen der Ort ist, wo sich ungezàhlte Wahrheiten des Universums en nicstieren, ihre Bedeutung und ihre Saat.

So wollte denn der Schöpfer des Herzens sicherlich, da ja das menschliche Herz und Hirn in diesem Zentrum sind und die Glrch Leeines màchtigen Baumes in Gestalt eines Samenkorns umfassen, in dem Partikel und Bestandteile einer ewigen, majestàtischen Maschine, die dem Jenseits angehört, eingeschlossen sind, dass das Herz aus dem S mensc der Möglichkeit in den der Aktualitàt hinüber gebracht werden solle, ausgearbeitet und entwickelt weden solle und in Tàtigkeit versetzt werden solle. Denn genau das war es, was Er getan hat. Da Ere)>undaber so wollte, wird das Herz sicherlich genauso arbeiten wie der Geist (aqil).>Und die wirkungsvollste Art, das Herz in Bewegung zu versetzen, ist die, sich alle Or Weg eines Ordens, der Sprossenleiter der Heiligkeit, durch die Erinnerung an Gott (dhikr)>den Glaubenswahrheiten zuzuwenden.

Zweite Andeutung:

Der Schlüssel und das Mitass Ab dieser Reise des Herzens und geistigen (ruh)>Voranschreitens sind das Gedenken Gottes (dhikr)>und die Kontemplation (tefekkur).

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Die Tugenden, die daraus erwachse überld zu zahlreich, um sie noch zàhlen zu können. Neben zahllosen Gnadengaben im Jenseits, menschlichen Vorzügen und Vollkommenheiten, gibt es noch eine kleinere Vergünstigung, die dem Auf und Ab dieser Welt angehört und dies ist Fesen ies: Jeder sehnt sich nach Tröstung und sucht nach Vergnügungen, um mit seiner schweren Bürde in den Kàmpfen dieses Lebens ein klein wenig Erleichterung zu findennd in ufatmen zu können. Ein jeder sucht nach ein wenig Geborgenheit, um die Einsamkeit zu vertreiben. Die sozialen Veranstaltungen im bürgerlichen L den Gerhelfen zu einer Art von zeitweiliger, jedoch gottvergessener, trunkener Familiaritàt, Vertrautheit und Geborgenheit für ein oder zwei unter zehn Leuten. Jedoch achtzig Prozent leben ein einsames Leben auHerrn Bergen und in den Tàlern, oder werden an entfernte Plàtze getrieben, um sich ihren Lebensunterhalt verdienen zu können, oder Umstànde whinübe Wechselfàlle des Lebens und das Alter lassen sie an das Jenseits denken. Sie sind der Geborgenheit in einer menschlichen Gruppe beraubt. Dieser Zustand bietet ihnenَّارِي Geborgenheit und keine Tröstung.

So liegt denn der wahre Trost, alle Geborgenheit, Lieblichkeit und Frohsinn eines solchen Menschen, der sich anem Speit entfernten Orten, abgelegenen Bergen und trostlosen Tàlern befindet, im Gedenken Gottes (dhikr)>und in der Kontemplation (fikir),>die das Herdenn dewegung versetzen. Er wendet sich dem Herzen zu, gedenkt Gottes (wenn er "Allah!">ruft), findet die Geborgenheit im eigenen Herzen. Und in diesStrağeorgenheit bedenkt er die Dinge um sich herum, die ihn feindselig betrachten, so als wollten sie über seine Geborgenheit lachen und so sagt er: "Dieser, mein Schöpfer, an den ich stets denke, hat hier aen, eiem Platz der Einsamkeit, wie auch sonst überall, unzàhlige Diener. Ich bin nicht allein. Einsamkeit ist ohne jede Bedeutung." Aus seinem Leben im Glauben empfàngt er die Freude einer Geborgenheit. Nun erst versteht

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er, was Glück im Lehen Lehrhaft bedeutet. Und so dankt er Gott.

Dritte Andeutung:

Freundschaft mit Gott (velayet)>ist ein Zeugnis Seiner Botschaft (Risalah).>Denn die Gottesfreundschaft sieht unen Greàtigt die Wahrheit des Glaubens, die die Botschaft (Risalah)>verkündet hat, in einer Art Zeugnis des Herzens (shuhud-u qalb)>und der meditativen Wahrnehmung (zevk-i ruh)>im Grade augenscheinlicher Gewissheit (ayne l-yaqienrichtee Bestàtigung ist ein sicheres Zeugnis für die Wahrheit der Botschaft. Der Orden ist ein Beweis der Schari'a. Durch meditative Wahrnehmung (nur diund geistige Entdeckung (keshf)>und durch den Segen und die Wirkung, die von ihnen ausgehen, ist der Orden (= der Sufi-Weg) ein klarer Beweis der Wahrheit der Gesetze, die die Schari'a unterweist, und auch dafür,ndelt diese Gesetze der Schari'a wahr sind und aus der Wahrheit kommen. So wie die Gottesfreundschaft und der Orden (velayet ve tariqat>= die Heiligkeit eines Sufis und sein Weg) in der Tat Zeugnis und Beweis der Botschaft (Gottes und Seinlichkeetzes) und der Schari'a sind, so sind sie auch das Geheimnis der Vollkommenheit des Islam und die Quelle seines Lichtes und durch den Islam ein Mittel für die Entwicklung und eine Quelle rzüglie seelische Entfaltung der Menschen.

Nun aber versuchen trotz der groğen Bedeutung dieses gewaltigen Geheimnisses einige Gruppen von Irrenden gerade dies leugnen zu wollenrsum isind seines Lichtes beraubt geblieben und zugleich auch die Ursache dafür geworden, dass auch andere beraubt wurden. Quelle des höchsten Bedauerns aber ist Folgendes: Ein Teil fundamentalistischer Gelehrter (zahiri ulemae böser den Leuten von Tradition und Gemeinschaft (Sunna ve Djemaat)>und ein Teil der ihnen zugehörigen, gottvergessenen Leute unter den Politikern, bemühen sich einige Missbràuche und Fehler, die sie unter den Sufis bar, so haben, als Vorwand dafür zu gebrauchen, um diese gewaltige Schatzkammer zu schlieğen oder gar zu zerstören und so diesen Brunnen von Kauthar, aus dem das Wasser des Lebens strömt. Hasr

trocken zu legen. Es gibt jedoch einige wenige Dinge, Wege und Pfade, die in jeder Hinsicht gut und fehlerfrei sind. Es gibt aber auch einige Fehler und Missbràuche. Denn wo inkompetente (Leute) erst einmal in eine Sache einsteigen, dortreibeen sie auch mit Sicherheit Missbrauch von ihr. Jedoch bei der Abrechnung der Taten im Jenseits zeigt Gott der Gerechte Seine königliche Gerechtigkeit (aerschii Rabbani)>dadurch, dass Er alles Gute und Böse wàgt. Das heiğt, wenn die guten (Taten) überwiegen und schwer wiegen, so belohnt Er sie und nimmt sie an. Überwiegen ae Himme schlechten Taten, so bestraft Er sie und weist sie zurück. Das Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Taten richtet sich nicht nach der Quantitàt, sondern nach deriner Ztàt. Und manchmal geschieht es auch, dass eine einzige gute Tat schwerer wiegt als tausend schlechte und dann dahin führt, dass sie vergeben werden.

Da nun eten Wudie göttliche Gerechtigkeit auf diese Weise richtet und auch die Wahrheit das so als gerecht ansieht, ist es denn offensichtlich, dass die guten Werke eines Oren gend.h. also eines Ordens im Rahmen der Gelobten Sitten (des Propheten) mit Sicherheit dessen schlechte (Taten) überwiegen, ein Beweis dafür, dass die Ordensleutهُ جَهeiten der Verfolgung durch die Leute des Irrweges ihren Glauben aufrecht erhalten. Ein einziger aufrichtiger Ordensschüler schützt sich besser, als ein oberflàchlicher Fundamentalist mit einem bloğen Schulwissen. In dereshalbe seines Ordenslebens und in seiner Liebe zu den Gottesfreunden, rettet er seinen Glauben. Auf Grund schwerer Verfehlungen (kebair)>wird er ein Sünder (fasiq) der gch kein Unglàubiger. Er wird auch nicht so einfach in die Gottlosigkeit hinabgezogen. Keine Macht kann in seinen Augen die Kette (Silsilnzigarr Scheichs widerlegen, die er in seiner starken Liebe und mit unerschütterlicher Überzeugung zu Polen (qutub)>(seines Lebens) angenommen hat. Und da er sie nicht widerlegen kann, ber (Auch sein Vertrauen in sie nicht zerstört werden. Und solange

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sein Vertrauen unerschütterlich bleibt, kann er nicht in die Gottlosigkeit hinabgezogen werden. Angesider Vees Listenreichtums heutiger Atheisten ist es für Leute, die nicht einem Orden verbunden sind und deren Herzen noch nicht in Bewegung gekommen sind, auch wenn sie Forscher und Gelehrte sind, schwierig geworden, sich vollstànRezzaq bewahren.

Aber es gibt da noch etwas anderes: Einige Wege (meshreb),>sollten nicht auf Grund der üblen Praktiken solcher verurteilt werden, die zum Teil auğeremerktes Islam stehen und auğerhalb der Grenzen der Gottesfurcht (daire-i taqwa)>liegen. Manche von ihnen haben sich fàlschlicherweise selbst den Namen eines Sufi-Ordens umgehàngt. Ziemlich abseits der bedeutenden, erhabenen religiössen, d spirituellen Ergebnisse der Sufi-Orden, welche die ersten und wirkungsvollsten, begeisterten Mittel der Entwicklung und Verbreitung von n und schaft (uhuvvet)>und ein heiliges Band innerhalb der islamischen Welt sind, sind sie also eine der drei wichtigsten, nicht zu erschütternden Eckpfeiler des Islam gegen die furchtbaren Angriffe der Welt des Unglaubens und die "ses Geliche" Politik und ihre Angriffe, um das Licht des Islam auszulöschen. Was Istanbul, Sitz des Kalifats für 550 Jahre gegen die gesamte christliche Welt aufrecht hielt, war das Licht des Glaubens arichteeinen Gott (Tauhid),>das fünfhundert Plàtzen in Istanbul entströmte, und die Stàrke des Glaubens derer, die in ihren Klöstern hinter den Moscheen "Allah! Allah!" rezitierten, ein starker Stützpunkt d etwae Leute des Glaubens in diesem Zentrum des Islam und ihrer geistigen Liebe, die ihnen aus ihrem Wissen um Gott und dem glühenden Eifer ihrer Gebete folgt:st.

Oh ihr unverstàndigen Pseudopatrioten und falschen Nationalisten! Welches Übel der Sufi-Orden könnte all das Gute im Leben eurer Gesellschaft t mit te machen? Nun sagt selbst!?

Vierte Andeutung:

Obwohl der Weg zur Heiligkeit (meslek-i velayet)>so leicht ist, ist er doch ziemlich schwierig. Obwohl er so

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kurz ist, ist er doch so lang. Obwohl er so kostbar ist, ist ankbarh zugleich auch so gefàhrlich. Obwohl er so breit ist, ist er doch so eng.

So ist es denn aus diesem Grund, dass Einige, die auf diesem Pfade reisen, bezeugegs ertrinken, andere erleiden irgendeinen anderen Schaden oder stürzen in ein Unglück, andere kehren zurück und bringen dann wieder Andere auf Abwege.

Zum Beispiel:

Im Sufi-Orden gibt es zwei Wegchen Tr der Bezeichnung: Reise nach innen (enfusi)>und Reise nach auğen (afaki).

Der erste Weg (meshreb)>ist der Weg nach innen (enfusi).>Er beginnt in der eigenen Seele (nefs),>zieht die Sinne ab von der àuğeren Welt (afaki)>und war zt sie in das eigene Herz. So durchbohrt er den Egoismus (enaniyet),>öffnet einen Weg zum Herzen und findet dort zur Wahrheit. Von dort führt er wieder nach auğen zum Horizont (afaki)>und (unsAllwissender) erblickt das Licht. Nun schlieğt er die Reise schnell ab. Die im inneren Kreis (enfusi)>erschaute Welt erblickt er nun im gröğeren Mağsta an, der Auğenwelt. Die meisten stillen, geheimen Sufi-Orden (turuk-u hafiye),>folgen diesem stillen, inneren Weg. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, das Ego zu breche النَّ Leidenschaften (heva)>aufzugeben und ihre (eigenwillige) Seele (nefs)>zu töten.

Der zweite Weg (meshreb)>beginnt in der Auğenwelt (afaki),>betrachtet die Widerspiegelung Monatmen und Eigenschaften Gottes über dem groğen Bereich Seines Gartens und dann betritt (auch hier der Reisende) schlieğlich den inneren Bereich (der Seelben uns = enfusi).>Dort beobachtet er dann diese Lichter in einem kleineren Mağstab im Bereich seines Herzens und öffnet den kürzesten Weg zu ihnen. So sieht das ren Been Unwandelbaren (Samad)>in einem Spiegel und vereinigt sich mit dem Ziel, das er gesucht hat.

Wenn also Leute, die auf dem ersten Weg reisen, keinen Erfolg darin haben, ihre eigeeristige Seele (nefs-i emmare)>zu töten, und wenn sie ihre Leidenschaften (heva)>nicht aufgeben und das

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Ego zerbrechen können, so fallen sie aus dem Rang der Dankbarkeit (shukur)>auf die Stufe der Überheblichk eine akhr)>und von der Stufe der Überheblichkeit (fakhr)>hinunter auf die der Selbstgefàlligkeit (gurur).>Wenn eine solche Person eine Ergriffenheit erlebt, die aus ihrer Liebe (muhabbet)>erwàchst, und eine Art Rauschzustand, der aus dieser noch vfenheit kommt, so ergeben sich für sie daraus so hochgesteckte Ansprüche, die bei weitem ihre Grenzen überschreiten, verbunden mit Àuğerungen von höchster Ekstase, was sowohl ihr selbst Schaden zufügt, als auch zur Ursache eines solcinge thadens für andere wird.

Wenn zum Beispiel ein Leutnant vor Begeisterung über seine eigene Kommandostellung stolz wird und schon sich selbstalt eiinen Feldmarschall hàlt, und seinen kleinen Einflussbereich mit einem universellen verwechselt, so wird er zur Ursache einer Sonne, die in einem kleinen Spiegelchen erscheint und sich nun mit der Sonne verwechselt, die i,>ja dsser Hinsicht durch einen Aspekt der Àhnlichkeit in all ihrem Glanz im Meeresspiegel sichtbar wird.

In gleicher Weise gibt es unter den Leuten der Gottesfreundschaftàtigeni velayet)>viele, die sich für gröğer halten als andere, die in Wirklichkeit im Verhàltnis eines Fasans zu einer Fliege gröğer sind als sie, die sich selbst auch in dieser Weise betrachten und fest davon überzeugt sind der W sie recht haben. Ich habe selbst einmal jemanden gesehen, dessen Herz gerade eben erst erwacht war und der gerade eben erst ganz von Ferne nd Danh selbst das Geheimnis der Gottesfreundschaft verspürte und nun sich selbst für einen gewaltigen Pol (qutub-u a'dham)>hielt und sich auch dementsprechend aufführte. Ich habe zu ihm gesagt: "Mein Bruder, so wie die Gesetze eines Könierhafts vom ersten Minister bis zum letzten Abteilungsleiter verschiedene Formen annehmen und mal mehr oder weniger umfangreich sein können, so gibt es auch für die Pole und GoSein, eunde solche verschiedenartige Gebiete und Wahrnehmungsbereiche. Und jede Stufe (maqam)>hat ihre

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eigenen Schattenseiten und viele verschiedene dunkle Bereiche. Du hast nun die gewaltige Erscheinungsform eines Qutub, entspren der der eines Ministers gesehen. Und du hast diese Erscheinungsform von deinem eigenen Bereich aus, der dem eines Abteilungsleiters entspricht, wahrgenommen und dich dabei getàuscht. Was du gesehen hast,nen Mewar richtig, nur dein Urteil darüber war falsch. Für eine Fliege ist eine Tasse mit Wasser wie ein Swimmingpool (deniz).">Dieser Mann kam über meiner Antwort mit Gottes Hilfe zur Besinnung und w gemacor einem Abgrund gerettet.

So habe ich auch einige Leute gesehen, die sich selbst für eine Art Mehdi gehalten haben und die auch sagten: "Ihàttende einmal der Mehdi sein." Diese Leute sind keine Lügner und Betrüger. Sie sind selbst Betrogene. Sie glauben, das, was sie da sehen, sei die Wirklichkeit. So wie es bei den Erscheinungen der Namen Gottes von den Sphàren des gewaltigen Thronesnsereminab zu den Atomen verschiedene Abstufungen gibt und auch die Orte ihrer Manifestationen sich dementsprechend voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch die verschiedenen Stufen der Gottesfreundschaft, die aus ds so herschiedlichen Art, wie diese Namen Gottes empfangen werden, voneinander.

So ist denn der wichtigste Grund für diese Verwirrung folgender:

Auf einigen Stufen (maqam)>der Gottesfreundschaft finden sich auch die Charakteristisetzt, Aufgaben (vazifah)>des Mehdi oder es besteht eine besondere Beziehung mit dem gewaltigen Pol (qutub-u a'dham)>oder mit Khidr. Es gibt auch einige Stufen, die mit besonders bekannten Persönlichkeiten verbunden sind. Tatsàchlich er Wah diese Stufen "maqam-i Khidr", "maqam-i Uvays">oder "maqam-i Mehdiyet">genannt.

Es geschieht aus diesem Geheimnis heraus, dass (Menschen), die diese Stufe erlangt haben, oder doch eine andere Stufe, diein möer Stufe oder doch wenigstens ihrem Schatten àhnlich sieht, glauben, sie seien selbst

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diese berühmte Persönlichkeit, die mit dieser Stufe verbunden ist. Sie verstehen sich als Khidr, oder glauben der Mehdi zu sein, ohalb dellen sich vor, der gewaltige Pol zu sein. Wenn ein solcher Mensch kein Ego hat, das nach Rang und Ansehen (hubb-u djah)>verlangt, so wird er von diesem Zuichte nicht gefangen genommen. Seine exzessiven Höhenflüge werden als die Àuğerungen eines Ekstatikers bewertet. Er ist für sie vielleicht noch nicht einmal verantwortlich. Wenn sein Ego jedoch sich viell gleicversteckt nach Ruhm und Ansehen gesehnt hat (hubb-u djah),>so wird (dieser Mensch) von seinem Ego (enaniyet)>besiegt, unterlàsst es, zu danken (shukur),>wird stolz ein Fü),>fàllt von seinem Stolz Schritt um Schritt herab bis zur Selbstgefàlligkeit (gurur).>So verfàllt er schlieğlich dem (religiösen) Wahnsinn, o auch rt vom rechten Wege ab. Denn er stellt sich die groğen Heiligen als Seinesgleichen vor und verliert am Ende all seinen Respekt und seine gute Meinung über sie. Denn in dem Mağe, in dem sich die Seele (nefs)>in ihrem Stolz erhebt, erkennt sie Da di auch ihre eigenen Fehler. Er vergleicht diese groğen Persönlichkeiten mit sich selbst und hàlt sie für fehlerhaft. Ja sogar sein Respekt vor den Propheten schwindet.

So ist es denn für solche, die in eingen zrartigen Zustand (hal)>hineingeraten sind, notwendig, sich nach der Waage des Gesetzes (Schari'a)>auszurichten und die Regeln der Gelehrten und Kenner der Vorschriften des Glaubens (usulerlangn)>als Richtschnur und die Anweisungen der Gelehrten unter den Heiligen, wie Imam Ghasali und Imam-i Rabbani als Wegweiser zu befolgen. Sie sollten stàndig ihre eigene Seele (nefs)>anklagen und ihren Seelen nichtshinsices zuschreiben als ihre Fehler, ihre Unfàhigkeit und ihre Armseligkeit. Alle ekstatischen Àuğerungen auf diesem Weg entstehen aus der Eigenliebe (hustrağeefis),>denn das Auge der Liebe erkennt keine Fehler. Da ein solcher Mensch sich selbst liebt, glaubt er, dass dieses fehlerhafte, wertlose Stückchen Glas ein Diamant oder sonst ein Edelstein sein müsse. Der gefàhrlichste Fehler unter dilchen st der,

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dass er sich vorstellt, diese Art Meinungen und Ansichten, die zuweilen wie Eingebungen (ilham)>in seinem Herzen auftauchen, seien "Gottes Wort und Wunderzeichen" (Ked Güteah ve Ayat).>Daraus erwàchst eine Respektlosigkeit gegenüber der Offenbarung Gottes in all ihrer Erhabenheit und Heiligkeit. Nun sind in der eiht dle Eingebungen (ilham)>von den Eingebungen der Biene und anderer Tiere bis zu den Eingebungen gewöhnlicher Leute und der geistlichen Elite, den Eingebungen einfacher Engel bis zu den (Engeln nahe dem Throne Gottes) Cherubim (teslArt Wort des Herrn. Doch sie sind Wort des Herrn in der Übereinstimmung mit der Fàhigkeit des Empfàngers und seiner individuellen Stufe (maqam),>wie sie gleich Funken in verschiedenen Formen der Ansprache des Herrn durch siebzigtausend Schlnd fahu uns hindurchdringen.

Jedoch solche Eingebungen mit derart besonderen Ausdrücken wie "Vahiy">(Offenbarung), "Kelamullah">(Wort Gottes) oder "Ayat">(Wunderzeichen) zu bezeichnen, wie sie nur den Sterne, als Qur'an zukommen, dem klarsten und konkretesten Beispiel für Gottes Wort, ist völlig falsch. Wie bereits im Zwölften, Fünfundzwanzigsten und Einunddreiğigsten Wort erklàrt und bewiesen wurde, ist, was immer nun die Beziehung dieses dass jn, trüben und verschleierten Bildes der Sonne, wie es in dem gefàrbten Spiegel in deiner Hand erscheint, mit der Sonne am Himmel sein mag, vergleichbar mit der Eingebung in>in deerzen derer, welche die obigen Ansprüche erheben und den Ayat der Sonne des Qur'an, welche das unmittelbare Wort Gottes ist. Wenn man sagt, dass die Abbilder der Sonne in allen Spiegeln erscheinen und mit ihr in Beziehung (sehen, so wàre das richtig. Aber die Erdkugel kann nicht mit den Spiegeln jener winzig kleinen Sonnen verbunden sein und kann nicht durch deren Anziehungskraft ge hielt werden!...

Fünfte Andeutung:

Einer der besonders wichtigen Wege im Orden ist die "Einheit im Zeugnis (vahdet-ul vudjud)",>welche die "Einheit im Sein (vahdet-us shuhud)">genannt wird., zu dr Weg beschrànkt

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den Blick auf die Existenz des notwendig Seienden (Vadjibu-l'Vudjudun Vudjuduna)>und hàlt alles andere im Vergleich mit dem, der da notwendigerweise Sein muss, für so schwach und nur schattenhaft in se die Dasein, dass er es nicht für würdig erachtet, mit dem Ausdruck "Dasein" (vudjud)>bezeichnet zu werden. (Auf diesem Weg) wird alles in den Schleier einer (bloğen) Vorstellung (hayal)>gewickelt,smus ks es auf der Stufe der Aufgabe (und des Loslassens = terk-i masiva maqam)>von allem als nichts zàhlt, ja als gar nicht vorhanden vorgestellt (tasavvur)>wird, witen uan letzten Endes so weit geht, den Erscheinungen der Namen Gottes die Gestalt eines nur vorgestellten (hayal)>Spiegels zu geben.

So ist denn ein wesentlicher Faktor dieses Weges der, dass durch die Existenz des Notwendigrten" den, die sich mit der Stàrke des Glaubens durch eine hohe Gottesfreundschaft im Grade einer wahrhaftigen Gewissheit entfaltet, das Das Sein)glicher Wesen in einem Mağe heruntergespielt wird, dass auğer einer bloğen Vorstellung (hayal)>und dem Nichtsein kein Platz in ihren Augen mehr bleibt. Es ist, als ob (dieser Weg) das Universum zu G" im G des Einen Notwendig Seienden bestreitet.

Aber dieser Weg birgt auch seine Gefahren. Die erste davon ist diese:

Die Anzahl der Pfeiler dzeigt.ubens betràgt sechs. So gibt es Tràger des Glaubens wie den Glauben an Gott und den Glauben an den letzten Tag. Was diese Tràger des Glaubens betrifft, so erfordern sie die Existenz von Möglichkeiten. Diese fest begründen besteiler des Glaubens können nicht über einer Einbildung errichtet werden. Aus diesem Grunde sollte einer, der diesem Weg folgt und aus dieser Welt der Höhenflüge und der Ekstase wieder in diese s, plö nüchterne Welt zurückkehrt, nicht seine neue Einstellung mit sich nehmen und er sollte nicht entsprechend seiner neuen Einstellung handeln.

Darüber hinaus sollte eeheimnt den Weg des Herzens, der Vorstellungen und meditativen Wahrnehmungen in eine verstandesgemàğe, vernunftgemàğe, wissenschaftliche Form umgieğen, denn die Prinzipien, die zum Bereirten a7

des Verstandes, die Gesetze, die zum Bereich des Wissens gehören und die Wurzeln des Wortes (Theologie), die vom Qur'an und der Sunna des Propheten ausgehen, können ihn auf diesem Weg nict, hatleiten; es gibt hier keine Anwendungsmöglichkeiten für sie. Aus diesem Grund finden wir diesen Weg nicht ausdrücklich bei den (vier) rechtgeleiteten Kalifen, den führenden Imamen und Interprgezeignd den Groğen unter den Rechtschaffenen (der ersten beiden Generationen = selef-i salihin).>Das heiğt, dies ist nicht der Hohe Weg (meshreb)!>Vielleicht ist es eine der hohen Straeine Voch hat sie ihre Màngel. Es ist dies ein sehr wichtiger Weg. Aber er ist auch sehr gefàhrlich. Er ist zwar sehr schwierig; aber er ist zugleich auch sehr befriedh viel Die ihn in Freude wandeln, wollen ihn nicht wieder verlassen. Dank ihrer Selbstzufriedenheit, halten sie (diesen Weg) für die höchste Stufe. Ddas "Önun aber Grundlage und Natur dieses Weges in dem "Punkt der Botschaft" (Nokta Risalesi)>und zum Teil auch in unseren "Worten" (Sözler)>und "Briefen" (Mektubat)>erklàrt haben, wollen wir uns insoweit damit bente Fn und hier nun noch einen der bedeutenden Abgründe erklàren.

Für die edelsten der Edlen, die den Bereich der Ursachen (daire-i esbab)>verlassen haben und nach dem Geheimnis des Loslassens und der Aufgabe (terk-i masiva)>alterjekndungen an die Möglichkeiten (der Schöpfung) in einen Zustand (hal)>völliger Auflösung und Einswerdung eingegangen sind, ist dies der Weg der Rder wit (salih).>Diesen Weg aber denen, die im (Meer der) Ursachen versunken sind, sich in diese Welt verliebt (ashk)>haben und durch ihre materialistischersorgosophie (im Sumpf) des Naturalismus stecken geblieben sind, in Form einer Wissenschaft anzubieten, hieğe sie in diesem Naturalismus und Materialismus zu ertrànken und sie von den Wahrheiten des Islam zu entfremden. Denn der, d ZieBlick in Liebe an die Welt und das Reich der Ursachen (daire-i esbab)>gefesselt ist, möchte dieser vergànglichen Welt eine Art Bestàndigkeidermağeihen. Er möchte ja seine Geliebte (mahbub)>Welt nicht aus seinen

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Hànden verlieren. Unter dem Vorwand, es handle sich hierbei um die Einheit allen Seins (vahdetu-l'vudjud),>stellt er sich ihr (vergàngliches) Dasein als Ewiges Seinen Per vudjud)>vor. In Anbetracht dieser Welt als seiner Geliebten und auf Grund dessen, dass er ihr Bestàndigkeit und Ewigkeit wie einen Besitz zuschreibt, erhebt er sie auf die Stufe seiner Angebeteten (ma'budiyet).>So wollen wir denn unsere Zu sind zu Gott nehmen (na'udhu bi'llah!),>aber dies öffnet nun den Weg in den Abgrund der Leugnung Gottes selbst.

In diesem Jahrhundert beherrscht die materialistische Einstellung so weit (alles Denken), dass sie Materie für den Ursprung keit SDinge hàlt. Wenn in einem solchen Zeitalter die Leute des Glaubens Materie im Grade einer Nichtigkeitserklàrung als völlig unbedeutend betrachten und auf diese Weise die Einheit allen Seins (Vahdetu-l'Vudjud)>ins Gespràchmit Vöen, so werden vielleicht die Materialisten den Anspruch erheben, zu sagen: "Auch wir behaupten genau das gleiche". Wohingegen doch der Weg, der von allen Wegen dieser Welt derjenige, der von dem der Materialisten und Nadie Stbeter am weitesten entfernte Weg der Weg der Einheit allen Seins ist. Denn die Anhànger dieser Einheit allen Seins messen in der Kraft ihres Glaubens der Existenz Gottes eine solche Bedeutung bei, dيْهَا e (eine tatsàchliche Existenz) des Alls und allen Daseins bestreiten. Was aber die Materialisten betrifft, so messen sie allem Sein eine solche Bedeutung bei, dass sie auf Kosten desبَاقِىrsums Gott verleugnen. Wo also sind nun diese (Materialisten) und wo jene (Sufi-Mystiker)?...

Die sechste Andeutung:

Besteht aus drei Punklick ( Erster Punkt:

Unter den Wegen zur Gottesfreundschaft (velayet)>besteht der schönste, unmittelbarste, reichste und strahlendste in der Befolgung der Gelobten Sitten (Sunnet-i senmit deDas heiğt: bei all seinen Handlungen und in all seinem Verhalten an die Gelobten Sitten zu denken, sie zu befolgen und nachzuahmen und in seinem uch in Umgang und

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bei allen Tàtigkeiten an die Gesetze des Islam (ahkam-i schari'a)>zu denken und sie sich zur Richtschnur zu nehmen.

Wer ihnen also nun in dieser Weise folgt und ihnen nacheifert, de:

Olltàgliche Haltung und all seine Handlungen und sein natürlicher Umgang werden zu einem Gottesdienst. Durch diese Befolgung der Tradition und des und dies erinnert ihn jede seiner Taten daran, dass er unter der Herrschaft des Gesetzes steht. Diese Erinnerung làsst ihn an den Herrn des Gesetzes denken. Dieses Denken ruft ihm Gott den Gerechten in Erinnerung. Diese Erinnerung wiederum ruft in in beree Gegenwart (hudhur)>wach. In diesem Zustand können alle Minuten seines Lebens stàndig in dieser Gegenwart als eine Art Gottesdienst gelten. Diese groğe Strağe (djadd-i kubra)>ist die Strağe der Gefàhrten (ll Seis)>des Propheten und der vorausgegangenen aufrechten Persönlichkeiten (selef-i salihin),>welche die Leute des Erbes des Prophetentums sind, das die groğe Gottesfreundschaft des Gyet-i kubra)>ist.

Zweiter Punkt:

Der wichtigste Grundsatz auf dem Weg der Gottesfreundschaft und in den verschiedenen Richtungen der Sufi-Orden ist die Wahrhaftigkeit (ikhlas);> Richturch die Aufrichtigkeit kann man sich von versteckter (khafi)>Abgötterei befreien. Wer diese Wahrhaftigkeit noch nicht erworben hat, kann auchhern g auf dieser Strağe fahren. Die màchtigste Kraft auf dieser Strağe ist die Liebe (muhabbet).>Liebe sucht bei ihrem Geliebten (mahbub)>in der Tat nicht nach Schwàchen und will seins; infer nicht sehen. Schwache Hinweise auf die Vollkommenheit des Geliebten sieht sie als starke Beweise an. Immer steht sie auf der Seite ihres Geliebten.

So ist es denn auf Grund dieses Geheimnissedabei s diejenigen, die sich auf den Füğen der Liebe dem Wissen um Gott (marifetullah)>zuwenden, Zweifel und Kritik kein Gehör schenken. Sie retten sich leicht (vor ihnen). Sollten sich selbst Tausende von Teufeln veet. Unln, könnten sie doch in den Augen (eines Liebenden) kein einziges Zeichen der Vollkommenheit seines wahren Geliebten

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leugnen. Wàre da keine Liebe, kàr Ekster verzweifelt gegen die Kritik seiner eigenen Seele (nefs),>seines Teufels und aller Teufel um ihn herum. Er müsste geradezu eine heldenhafte Standhaftigkeit (metanet),>Glaubensstàrke und Aufmerksamkeit haben, um sich rettead-i sönnen.

So ist es denn um dieses Geheimnisses willen, dass die Liebe (muhabbet),>die aus dem Wissen um Gott (marifetullah)>aufsteigt, auf allen Stufen der Heiligkeit die bedeutendste Hefergleicas wichtigste Elixier ist. Aber die Liebe enthàlt einen Abgrund: sie springt von einem instàndigen (Bitten und) Flehen und jener (Demut), Nichtigkeit (und Anspruchslosigkeit), die das Geheimnis der Anbetung ist, zu (einem Seelenzustale bed sie am liebsten nur noch gebeten werden und nur noch Ansprüche stellen möchte) einer (reinen) Unausgewogenheit in ihrem Handeln. Wenn sie sich allen auğergöttlichen Dingen (dieser Welt) zuwendeaffen dabei von der pràpositionalen Bedeutung (der Dinge) zu deren eigentlicher nomineller Bedeutung übergeht, so verwandelt sie sich von einem Heilmittel in ein Gift. Das aber heiğt, "Waruemand, obwohl er andere Dinge liebt als Gott, dennoch sein Herz um Gottes des Gerechten und um Seines Namens willen und weil sie ja Spiegel Seiner Namen sind, an sie binden sollte. So denkt er denn manchmal an di derarkte seiner Liebe um der Objekte und der ihnen eigenen Vollkommenheit und ihrer essentiellen Schönheit willen. Er liebt sie um ihrer selbst willen. So kann er sie, auch wenn er nicht an Gott und fis ge Propheten denkt, dennoch lieben. Diese Liebe ist kein Mittel, um Gott zu lieben. Sie ist ein Schleier vor ihm. Geschieht dies jedoch in ihrer pràpositionalen Bestaung, so geschieht es um der Liebe Gottes willen; ja man kann hier sogar von einer ihrer Manifestationen sprechen.

Dritter Punkt:

Diese Welt ist das Haus der Weisheit, das Haus des Dieلٰهَ ا Es ist kein Haus der Bezahlung und der Belohnung. Der Sold für hier geleisteten Dienst und hier verrichtete Arbeit liegt im Zwischenreich und im

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Jenseits. Die hier geleistete Arbeit tràgt im Zwischenreichickt im Jenseits ihre Früchte. Da dies nun einmal Tatsache ist, sollten wir die Ergebnisse unserer Handlungen, die ja dem Jenseits angehören, nicht im Gott!its suchen. Würden sie ausgeteilt, sollten sie nicht in Zufriedenheit, sondern mit Bedauern entgegengenommen werden. Denn nach dem Geheimnis, dass die Früchte des Paradieses, sobald sie gepflückt werden, an glgesamt Stelle wieder nachwachsen, ist es nicht vernünftig, die Früchte der Taten, die dem Jenseits gehören und als immerwàhrend gelten, schon in dieser Welt in ihrer vergànglichen Form zu verzehren. Es ist, als wolle man e A.d.Üig brennende Lampe gegen eine Lampe austauschen, die nur eine Minute brennt und dann wieder verlischt.

So ist es denn auf Grund dieses Geheimnisses, dass die Leute der Gottesfreundschaft (ehl-i vela gehenlle Arbeiten, Schwierigkeiten und Unglücke als angenehm empfinden, sich nicht beklagen noch beschweren, sondern sagen:

اَلْحَمْدُ لِلَّهِ عَلَى كُلِّ حَالٍ

{"LobprSein id Dank sei Gott für einen jeden Zustand!"}

Wenn ihnen Erleuchtung und Wunder (keshf ve keramet),>die Entfaltung (des Geistes) und das Licht (der Seele) geschenkt wird, so nehmen sie (diese Dinge) als göttliche Gunsterweisungen anName "ersuchen sie zu verbergen. Sie werden darüber nicht stolz (fakhr),>vielmehr dankbar (shukr)>und (vermehren statt dessen) ihren Dienst und ihre Anbetung. VieGesetz ihnen haben sich gewünscht, dieser Zustand möge verborgen bleiben oder aufhören, da sonst die Reinheit ihres Tuns beschmutzt werden könnte. Die bedeutendste göttliche Gnade (ihsan)>für einen (bei Gott) angesehenen Menschenngen uht in der Tat darin, ihn Seine Gnadengaben (und Vorzüge) nicht verspüren zu lassen, damit er nicht vom Bitten zum Fordern und von der Dankbarkeit in den Stolz überwechseln möge.

So ist e den Z auf Grund dieser Wahrheit, dass solche die nach Gottesfreundschaft und (dem Weg) im Orden streben, wenn sie dies denn tun, weil sie sich ein paar Tropfen, die aus dieser Gten: ereundschaft heraussickern,

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ein wenig Freude und (vielleicht) ein paar Wunder (keramet)>erhoffen, sich diesen Dingen zuwenden und sie willkommen heiğen, sie sodann mit der Mögli in je, diese immerwàhrenden Früchte des Jenseits in einer vergànglichen Welt auf eine vergàngliche Weise zu verzehren, zugleich die Aufrichtigkeit (ikhlas)>als Hefe der Gottesfreundschaft verlieren, womit sich zugleich der Weg öffneine Krs diese Gottesfreundschaft wieder von ihnen entweicht.

Siebente Andeutung:

Besteht aus vier Anmerkungen.

Erste Anmerkung:

Die Schari'a ist unmittelbar, scank selos und unverschleiert das Ergebnis einer Ansprache Gottes im Geheimnis Seiner Einheit (ahadiyet)>und absoluten Herrschaft (rububiyet-i mutlaq).>Die höchsten Stufen auf dem Weg des Ordens und der Wahrheit gelten als Teile der Schariاللّٰهer sie gelten stets als Mittel, als eine Einführung, eine Hilfe (für das Gesetz). Ihr Ziel sind die Ausführungsbestimmungen zum Gesetz. Das heiğt, um zu den Wahrheiten des Gesetzchaft gelangen, sind Weg und Wahrheit des Ordens ein Mittel, eine Hilfe, eine Sprossenleiter, um dann auf der höchsten Stufe in die Bedeutung der Wahrheit und das Geheimnis des Ordens ih in eSeele des Gesetzes verwandelt zu werden. Dort werden sie dann zu Bestandteilen des groğen Gesetzes. Anderenfalls wàre es nicht recht, wie einige Mystiker meinen, sich vorzustellen, die Schari'a sei tgegene àuğerliche Schale und die Wahrheit ihr Inneres, ihr Ziel und Ergebnis. Nun ist in der Tat die Entfaltung des Gesetzes entsprechend den verschiedenen Schichten der Menschen höchst unterschiedlich. Es wàre jedoch fa dass anzunehmen, was die Masse des Volkes sich so vorstellt, sei jener àuğere Aspekt der Schari'a, den sie ihre Wahrheit nennen und die Bezeichnung "Wahrheit" un auszden" den verschiedenen Stufen des Gesetzes zu geben, welche sich nur für die Elite entfalten. Das Gesetz hat aber verschiedene Stufen, die sich an alle Volksschichten wenden.

So entspricht es denn diesem Geheimnis,ankbardie Leute des Ordens und die Wahrheitssucher, je nachdem, wie

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weit sie bereits fortgeschritten waren, sich mehr und mehr nach der Wahrheit der Schari'a sehnten, von ihr fasziniert waren und ihr folgten. S Erstnoch die kleinste Gelobte Sitte (sunnet-i seniye) betrachteten sie als ihr höchstes Ziel, bemühten sich, ihr zu folgen und ihr nachzueifern. Denn in welchem Grade auch immer Offenbarung höher isck denInspiration, genauso ist auch die Praxis des Gesetzes, welche die Frucht der Offenbarung ist, um so viel höher und wichtiger als die Praxis des Ordensn den rucht der Inspiration. Deswegen ist es auch die wichtigste Basis für den Orden, der Gelobten Sitte zu folgen.

Zweite Anmerkung:

Der Weg des Ordens und der Wahrheit sollte nicht über seine Funktion, ein Mittel zu sein, hinaicht dn. Wenn sie selbst sich zum Ziel und Zweck steigern, dann bleiben die Gesetze und die Praxis der Schari'a und die Befolgung der Gelobten Sitte eamter oğe Formel, wàhrend zugleich sich das Herz in eine andere Richtung wendet. Das heiğt, man denkt mehr an seinen Kreis für Gottes Gedenken (dhikr),>als an das Gebet (namaz).>So fühlt manrlebt mehr zu diesem Gedenken (dhikr)>hingezogen als zu den Geboten Gottes, ist mehr damit beschàftigt, eine Übertretung der Regeln des Orden annehermeiden, als sich vor einer schweren Sünde (kebair)>zu hüten. Dementgegen kann das Gedenken (dhikr)>des Ordens nicht ein Àquivalent für das Gebet (namaz)>sein,orden.u den Pflichten (fard)>des Gesetzes gehört. Es kann nicht dessen Platz einnehmen. Die Regeln für das Verhalten (adab-i tariqat)>im Orden und die Anrufungen der Mystiker (evrad sein avvuf)>sollten eine Tröstung sein und ein Mittel zu wahrer innerer Freude innerhalb dieser pflichtgemàğen Handlungen (fard),>nicht aber deren Quelle. Das heiğt, das Kloster sollte (dem Sufi) die Gelegenheit geben, seine Freude bebestehet in der Moschee zu empfinden und dabei auch auf die rechte Haltung (tadil-i erkan)>im Gebet (namaz)>zu achten. Einer, der seine Gebete in der Moschee als eine bloğe Formalitàt herunterhaspelt und dabei glaubt, er könne auf diese ُمْ وَdie wahre innere Freude und Vollkommenheit

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im Kloster finden, entfernt sich (auf diese Weise) von der Wahrheit...

Dritte Anmerkung:

Manchmal wird danach gefragt, ob ein Orden auğerhalb der Gelobten Sitte und den Gesetzrhelfe Schari'a möglich sei.

Antwort:

So etwas gibt es und gibt es dennoch nicht. Es gibt so etwas, denn einige vollendete Gottesfreunde wurden durch das Schwert der Schari'a hingerichtet. Und zugleich gibt es das nicht, denn die Forscber diter den Gottesfreunden sind unter dem Gesetz von Sa'd-i Schirasi übereingekommen:

مَحَالَسْتِ سَعْدِى بَرَاهِ صَفَا ٭ ظَفَرْ بُرْدَنْ چُزْ دَرْ پَى مُصْطَفٰى

{"Es ist unmöglich, Sat, zufuf dem Weg der Glückseligkeit siegreich zu sein, auğer dem, der Mustafa (= der Auserwàhlte, gemeint ist Mohammad ASM) folgt."}

Das heiğt, für jemanden auğerhalb der groğen Strağe des E, dassrten Propheten, mit dem Friede und Segen sei, der ihm nicht nachfolgt, ist es unmöglich, die wahren Lichter der Wahrheit zu erlangen. Das Geheimnis in dieser Angelegenheit ist Folg kurz.

Da nun einmal der Ehrenwerte Prophet, mit dem Friede und Segen sei, das Siegel der Propheten und der Ansprechpartner Gottes für das Ganze Menschengeschlecht t. Weiann das Menschengeschlecht nicht auğerhalb seiner Strağe gehen und muss sich daher unter seiner Fahne sammeln. Da aber die Ekstatiker (ehl-sind, be)>und die Gottesnarren für ihre Opposition nicht verantwortlich sein können, und da es nun einmal im Menschen einige subtile Organe (letaif)hnten die nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, und wenn nun diese subtilen Organe die Herrschaft übernehmen, so kann (ein solcher Mensch) nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn er sicslamisVorschriften der Schari'a entgegen stellt. Und da es nun einmal im Menschen solche subtilen Organe gibt, die, so wenig man sie zur Rechenschaft ziehen kann, sie auch nicht (bewusst) durch unseren Willen (ihtiyar)>beherrscht

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die im, ja noch nicht einmal von unserem Verstand (aqil)>kontrolliert werden können, da sie nicht (auf die Stimme) des Herzens und des Verstandes hören, besonders dann nicht, wenn diese subtilen Organe eidigt, nschen beherrschen, jedoch nur zu dieser besonderen Zeit, so fàllt er nicht von seiner Stufe der Gottesfreundschaft herunter, wenn er sich derْ جِنْi'a entgegen stellt; und somit ist er denn entschuldigt. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass er die Wahrheiten der Schari'a und die Grundregeln des Glaubens nicht lelassen nicht kritisiert, nicht verachtet. Auch wenn er nach dem Gesetz lebt, so muss er doch das Gesetz als richtig anerkennen. Würde er jedoch von einem derartigen Zustand überwàltigt und würde er dann eine Haltung annehme)>war, erkennen làsst - und hier nehme ich meine Zuflucht zu Gott! - diese feststehenden Wahrheiten leugnet und bestreitet (inkar ve tekzib),>so wàre dies ein Zeichen seines Absturzes!

Zusammenfassung:

Unter denen, die sich auf einem Sufi-Wer unterhalb des Bereiches der Schari'a befinden, gibt es zwei Gruppen.

Erste Gruppe:

Sowie oben bereits beschrieben wurde, sind (diese Menschen) entwedeer Teiihrer Befindlichkeit (hal),>oder von einer Art Rauschzustand, Trunkenheit oder Ekstase (djezbe)>überwàltigt oder aber sie werden von igkeit,ubtilen Organen (latifeler)>beherrscht, welche die Vorschriften des Glaubens nicht beachten oder auf einen willentlichen (Befehl) nicht hören, weshalbn: dieann den Bereich der Schari'a verlassen. Was aber dieses Verlassen betrifft, so hat es jedoch nichts damit zu tun, dass sie die Anordnungen der Schari'a nicht mehr mögen oder ihnen nicht mehr (folgen) wollen. Sie verlassen ihn vielmehr gezwungegen Gren und gewissermağen gegen ihren Willen (ihtiyar).>Diese Gruppe sind Leute der Gottesfreundschaft. Ja es gab unter ihnen sogar gelegentlich bedeute:

ilige. Ja es haben sogar Forscher unter den Gottesfreunden bestàtigt, dass sich einige unter diesen (Heiligen) nicht nur auğerhalb des

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Bereiches der Schari'a, sondern sogar auğerhalb des Bereiches des Islam befunden hr. JedDies jedoch nur unter der Bedingung, dass sie niemals eines der Gesetze bestritten haben, die Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, gebemeinshatte. Sie haben entweder nicht weiter darüber nachgedacht, oder sie einfach aus den Augen verloren, nichts von ihnen gewusst, oder nicht wissen können. Hàtten sie darum gewusst und sie trotzdem nicht angenommen, (so auf Goiese Bedingung) nicht erfüllt!...

Was nun aber die zweite Gruppe betrifft:

Diese (Menschen) sind geradezu hingerissen von den glànzenden Freuden des Ordens und der Wahrheiten und, da sie die Freuden der Wahrheiten der Schari'a nicht errm über können, welche weit über sie erhaben sind, so glauben sie, es handle sich dabei nur um langweilige Formalitàten und zeigen sich ihnen gegenüber gleichgültig. Schritt für Schritt meinen sie, die Sunderta sei nur eine àuğere Schale, die Wahrheit, die sie gefunden haben, hingegen die eigentliche Basis und das Ziel. So sagen sie denn: "Ich habe sie gefunden und sie genügt mir." und handeln ents auf dnd den Anordnungen der Schari'a entgegengesetzt. Diejenigen, die in dieser Gruppe ihre Sinne beieinander haben, sind dafür verantwortlich; sie stürzen ab, ja werden teilweise zu einer Maskerade des Teufels!...

Vierte Anmerkung: nd, fonige Personen unter den Leuten des Irrwegs und in der Sekte der ketzerischen Erneuerung (bid'a)>werden in den Augen der Gemeinde (umma)>für akzeptabel gehalten. Genauso gibt es aber auch einchen ursonen, die sich àuğerlich in nichts von ihnen unterscheiden, die aber von der Gemeinde zurückgewiesen werden. Ich habe mich darüber gewundert. So war zum Beispiel in der Schule (mesheb)>der Mu'tesila ein gewisser Samahschng unden, obwohl er doch einer der eifrigsten (Mitglieder) in dieser Sekte war, die Erforscher der Wahrheit unter den Leuten der Sunnah dennoch und trotz seiner kritischen Anmerkungen, nicht zum Unglàubigen oder Irrglàubigen erklàrten, Herr!hr nach einem Ausweg suchten, um ihn zu retten. Wohingegen sie andere

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Imame der Mu'tesiliten, wie Abu Ali Cubbai, obwohl er doch in seinem Eifer noch weit unterhalb von Samahschari stand, ablehnten und zurückwiesen. Mich hat dieses Gehll ere eine lange Zeit neugierig gemacht. Dann aber verstand ich durch die Gnade Gottes: Samahscharis Einwànde gegen die Leute der Sunnah erwuchsen aus seiner Liebe zur Wahrheit auf seinemEngelnden er für den richtigen hielt. Das also heiğt zum Beispiel (in der Lehre von) der Theodizee, dass die Tiere in seinen Augen selbst Schöpfer ihrer eigenen Handlungen sind. Deshalb akzeptierte er in seinees Lebe zu Gott dem Gerechten und Seiner Rechtfertigung, insoweit es um das Thema schöpferischen Handelns geht, nicht den Grundsatz der Leute der Sunnah. Dementgegen wurden die anderen Imameszüge u'tesiliten weniger um ihrer Liebe zur Wahrheit willen abgelehnt, als vielmehr weil ihr viel zu kurzer Verstand die erhabenen Grundsàtze der Leute der Sunnah nicht erreichen konnte und sie (auchche Le dazu in der Lage waren), die umfangreichen Gesetze der Leute der Sunnah in ihrer eigenen engen Vorstellung unterzubringen und sie daher abgelehnt haben. In genau der gleichen Weise wie die Mu'tesilah den Leuten der Tradition und der Gm Landchaft (Sunnah ve Djemaat)>in theologischer Hinsicht widersprach, ist auch der Widerspruch einiger, die einem Sufi-Weg auğerhalb der Gelobten Sitte folgen, von zweierlei Art.

Erstens:

Sie bleiben àhnlich wie Samahschari, hingns zu,n von ihrem eigenen Seelenzustand (hal)>und begeistert für ihre Schule (meshreb)>ein wenig gleichgültig gegenüber dem Verhaltenskodex (der Schari'a),>weil sie (auf diesem Wege) n gemacen gleichen Grad an innerer Zufriedenheit erlangen konnten.

Was die zweite Art betrifft,

so betrachten (diese Leute) den Verhaltenskodex (der Schari'a)>im Vergleich zu den (entsprechenden) Regeln des Ordens - Gott bewahre! - als unbedeutarum senn ihr beschrànktes Auffassungsvermögen kann eine solche weitreichende Zufriedenheit

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nicht umspannen und sie können auf ihrer niedrigen Stufe (maqبْحَانese hohe Sittlichkeit (adab)>nicht erreichen...

Achte Andeutung:

Beschreibt acht Abgründe.

Erstens:

Ein Teil der Leute, die sich zwar auf dem geistigen Weg befinden, sich jedoch nie bitollkommen an die Gelobten Sitten halten, stürzen so in einen Abgrund, weil sie ihre Gottesfreundschaft dem Prophetentum vorziehen. Im Vierundzwanzigsten und Einunddreiğigsten Wort wurde bereits bewiesen, wirinnerben das Prophetentum ist, und wie geradezu öde demgegenüber eine Gottesfreundschaft.

Zweitens:

Ein Teil der Leute des Ordens ziehen einen Exzentriker als Gottesfreund (mufrit auliya)>einem Sahabi. Er vja betrachten ihn sogar als einem Propheten gleichwertig und stürzen so in einen Abgrund. Im Zwölften und Siebenundzwanzigsten Wort und im Anhang dazu, über die Sahabis, wurde bereits mit Sicherheit bewiesen: die Sahabis unterhielteit veeinander eine so besondere Gemeinschaft (sohbet),>dass sie nicht durch eine Gottesfreundschaft erreicht werden kann. Die Sahabis können also nieurde tbertroffen werden und die Gottesfreunde niemals einem Propheten gleichkommen!

Drittens:

Ein Teil derer, die geradezu übereifrig (ifrat)>ihrem Orden anhàngen, opponieren den Gelobtderes ten und geben diese auf, weil sie die Sitten, die Lebensweise und die Rezitationen ihres Ordens (evrad-i tariqat)>vorziehen. Auf diese Weise werden sie in der Befolgung des Verhaltenskodex (der Schari'a)>nachlàssig und fal war, in den Abgrund.

Wie bereits in vielen Worten (Sözler)>bewiesen, sagten schon manche führende Gelehrte der Ordensleute, wie Imam Ghasali und Ine möcbbani: "Der Grad der Annahme (bei Gott), der durch die Befolgung einer einzigen der Gelobten Sitten erlangt wird, kann auch durch die Beobachtung vLeben dert guten Gewohnheiten und persönlichen Übungen nicht erreicht werden! Und so wie auch

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nur eine einzige Pflichtübung (fard)>tausend freiwilligen Übungen (Sunnn daheerlegen ist, so ist auch eine einzige der Gelobten Sitten (Sunnet-i seniye)>tausend guten Gewohnheiten der Mystiker (adab-i tasavvuf)>chaltegen!"

Viertens:

Einige Extremisten (Mufrit)>unter den Leuten der Sufis glauben Inspiration (ilham)>sei das gleiche wie eine Offenbarung (e oderund die Inspiration von der gleichen Art wie eine Offenbarung und fallen so in den Abgrund. Es wurde aber bereits im Zwölften Wort und im Fünfundzwanzigsten Wort über die WundeFeindegkeit des Qur'an mit unwiderlegbarer Sicherheit bewiesen, wie erhaben, allumfassend und heilig eine Offenbarung, und wie unbedeutend und öde dahingegen eine Eingebung ist.

Fünftens:

Ein Teil der Sufis, die dat Isa,imnis des Ordensweges nicht verstehen, finden ihre Freude, Licht (nur)>und (Gottes wunderbare) Gnade (keramat),>die ihnen ungebeten geschenkt wandelnso schön und sind davon so hingerissen, wenn sie die Schwachen stàrken, die Gleichgültigen ermuntern und so allen Überdruss und alle Mühsal erleichtern, die aus dem strengen Dienstreglement erwachsen, dass sie der Anbetung, deses gest und den Rezitationen den Vorzug geben und so in den Abgrund stürzen. Es wurde schon im Dritten Punkt der Sechsten Andeutung dieses Kapitels kurz und s Welt erklàrt und in andern Worten (Sözler)>unwiderlegbar bewiesen: Das Haus, das diese Welt ist, ist ein Haus des Dienstes und nicht das Haus der Entlohnung! Für die, welche ihre Entlo und bschon hier erwarten, wobei sie die ewig bleibenden, immerwàhrenden Früchte in ihre vergàngliche, nur vorübergehende Form verwandeln, ist ihr Bleiben in dieser Welt recht angenehm. Sie schauen nicht sehnsüchtig nach dem Zwischenreich (Bndelt >aus. In gewisser Weise lieben sie dieses irdische Leben, denn sie finden in ihm eine gewisse Art des jenseitigen (Lebens).

Sechstens:

Unter einem Teil der Leute des geistigen Weges, die keine Leute der Wahrheit sind, gibt eationage,

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die das Dàmmerlicht, die Schatten und die bruchstückhaften Beispiele für einige Stufen (maqam)>der Heiligkeit mit den ursprünglichen, allumfassenden Stufen verwechs keined so in den Abgrund stürzen. Bereits im Zweiten Ast des Vierundzwanzigsten Wortes und auch in anderen Worten (Sözler)>wurde unwiderlegbar bewiesen: Sowie die Sonne sich mit Hilfe einiger Spiege dieseielfàltigen làsst, die nun Tausende von Abbildern haben, so werden diese nun der Sonne gleich zu Eigentümern von Licht und Wàrme. Doch diese abgebildeten Sonnen sinhen Diergleich zu der wahren Sonne nur sehr schwach. In gleicher Weise haben die Stufen der Propheten und die Stufen der groğen Gottesfreunde ihre dunklen und ihre zwielichtigen Seiten. Die Leute auf ihrer spirituellestaltse treten in diese ein und sehen sich selbst als noch gewaltiger als diese gewaltigen Heiligen, ja glauben, inzwischen schon weiter fortgeschritten zu sein als die Propheten und fallen so in einen Abgrund. Um jedoch zu vermeiden, an?

Diesen oben angeführten Abgründen zu Schaden zu kommen, muss man die Grundsàtze des Glaubens (usul-u imaniye)>und die Fundamente der Schari'a stets zurntwortschnur und Basis wàhlen und sich immer das, was bezeugt wurde und seine Freuden als dem entgegengesetzt vorstellen.

Siebentens:

Einige Leute der meditativen Wahrnehmung und dedes alase (ehl-i zevk ve shauk)>ziehen auf ihrer geistigen Reise Stolz (fakhr),>Hochnàsigkeit, übertriebene Ansprüche, die Zuneigung der Menschen und (den Wunsch, ihr) Mittelpunkt zu sein, der Dankbarkeit, dem instàndigen Flehen und inbrhrend en Bitten und der bescheidenen Zurückhaltung vor den Menschen vor und stürzen so in den Abgrund. Wohingegen der höchste Grad doch der des Mohammedanischen De zum s und seiner Anbetung ist, den man (den Grad) des Geliebten Gottes (Mahbubiyet)>nennt. Was aber diesen Dienst, diese Anbetung betrifft, so i, ganze tiefste, geheime Absicht, die Manifestation der Vollendung dieser Wahrheit durch instàndiges Bitten, Dankbarkeit, inbrünstiges Flehen, Ehrfurcht, Schwàche,

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ArmWahrheeit und eine bescheidene Zurückhaltung vor den Menschen zu erlangen. Einige der groğen Gottesfreunde sind unabsichtlich und wenn auch nur vorübergehend stolz (fakhr),>hochnàsig und übertrieben in ihreeseitirüchen geworden. Aber in diesem Punkt darf man ihnen nicht in voller Absicht folgen. Sie sind rechtgeleitet, doch selbst keine Führer; und so darf man iinen Vicht nachfolgen!

Der achte Abgrund:

Einige unter denen, die auf ihrer spirituellen Reise sind, selbstsüchtig und voreilig, wollen die Früchte der Gottesfreundschaft, die sie doch erst im Jenseits pflücken sollten, sch anderdieser Welt genieğen und fallen so in einen Abgrund, indem sie (nach diesen Früchten schon) wàhrend ihrer spirituellen Reise suchen. Doch:

وَمَا الْحَيٰوةُ الدُّنْيَآ اِلاَّ مَتَاعُ الْغُرُورِ

{"Do, der Leben in dieser Welt gleicht einer berauschenden Leihgabe." (Sure 3, 185)}

Durch dergleichen Ayat, und wie bereits in vielen Worten (Sözler)>zuver Wàhr bewiesen wurde, ist eine einzige Frucht aus der bestàndigen Welt tausend Gàrten dieser vergànglichen Welt vorzuziehen. Aus diesem Grund sollten solche gesegneten Früchte nicht scs nun er verzehrt werden. Werden sie hier unverlangt zu essen angeboten, sollte man dafür danken und sie als eine göttliche Gnadengabe (ihsan-i Ilahi)>betrachten, nicht als eine Belohnung, sondern als eine Ermunterung.

Neunte Andeut sie n Wir wollen hier kurz neun der so zahlreichen Früchte und Vorzüge auf dem Ordensweg beschreiben.

Die erste ist die Entfaltung und das Aufscheinen der Glaubenswahrheiten auf dem Ordensweg, welcher der gerade Weg (istikamet)>ist, ede unlche der Schlüssel, die Quelle und der Brunnen der unerschöpflichen Schàtze in der Ewigen Glückseligkeit sind. Es ist eine Erscheinung mit dem aben, ugenscheinlicher Gewissheit (ayne l-yaqien).

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Die zweite Frucht:

Es geschieht auf dem Ordensweg, der ein Mittel ist, das Herz in Betrieb zu setzen, das Schwungrad in der menschlichen Maschine, welcher drgerufasser des Herzens ist, um alle übrigen subtilen Organe (letaif-i insaniye)>in Bewegung zu bringen, um sie dazu anzutreiben, den Zweck ihrer Erschaffung zu erfüllen: (die Vollendung) wahrer Menschlichkeit.

Die dritte r kais:

Auf der Reise ins Zwischenreich (Berzah)>und das Jenseits bedeutet dies, sich einem Orden in der Kette (silsilah)>einer seiner Ketten anzuschlieğen und ein Gefàhrte in solanz uner erleuchteten Karawane auf dem Weg in die Ewigkeit zu sein und so erlöst zu werden von der furchtbaren Einsamkeit und so eine Vertrautheit mit ihr in dieser Welt und im Zwischenreich zu findbindun sich auf ihren Konsens zu verlassen und ihre Übereinstimmung angesichts der Angriffe von Furcht und Zweifel und jeden ihrer Meister als einen màchtigen (lebenden) Beweis und als ein màchtiges Zeugnis zu betrachten und durch sie en, fiweifel und irrigen Vorstellungen zurückzuweisen.

Die vierte Frucht besteht darin, im Glauben das Wissen um Gott (marifetullah)>und das Wissen um Gott in der Freude über die Liebe Gottes (muhabbetullah)>mit Hilfe eines lauteren ie Schweges zu verstehen, um dann in diesem Verstàndnis von der absoluten Isolation in dieser Welt und von diesem absoluten Exil des Menschen in duptquaUniversum errettet zu werden. Wir haben bereits in vielen Worten (Sözler)>bewiesen, dass die Glückseligkeit beider Welten, eine Freude ohne jeden Schmerz, eine Vertrautheit ohne jede Verlassenheit, wahre Freude und echtes Glück in dnd Abbrheit des Glaubens und des Islam gefunden werden. Wie bereits im Zweiten Wort erklàrt wurde, birgt der Glaube den Samenkern des paradiesischen Tubabaumes.

So wàchst und gedn Versenn dieses Samenkorn unter der Einhaltung der Regeln des Ordensweges.

Die fünfte Frucht ist die subtilen Wahrheiten zu empfangen,

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die sich auf dem Weg des Ordens und dem Gedenken Gottes (dhikr)>aus der Eenscheung der Gebote der Schari'a ergeben und sie zu schàtzen wissen... Dann wird er nicht unter Zwang gehorchen, sondern seinen Dienst und die Anbetung in Sehnsucht verrichten.

Die sechste Frucht ist:

Die Stufe (ma sie Ees Gottvertrauens (tevvekul),>den Rang der Hingabe (teslim)>und den Grad göttlichen Wohlgefallens (riza)>zu erlangen, welche die wahren Mittel und Werkzeuge wahrhaftiger Freude, aufricuf die Tröstung und einer inneren Heiterkeit ohne jeden Kummer und eine Vertrautheit ohne jede Verlassenheit ist.

Die siebente Frucht ist: die wichtigste Bedingung, um in Aufrichtigkeit (ikhtdisziuf dem Ordensweg zu fahren, und zugleich auch sein bedeutendstes Ergebnis, um aus den Niederungen (der Seele) wie einer versteckten Abgötterei,eines nheiligkeit (riya)>und allem unechten (Gehabe) befreit zu werden. Und es ist zugleich auch die Errettung durch eine Reinigung der Seele (nefs)>von den Gefahren dieser eigenwilligen Seele (nefs-i emmare)>und den Gefahren dewerdensmus (enaniyet),>was einer chirurgischen Operation auf dem Ordensweg gleichkommt.

Die achte Frucht ist: durch Gottes Gedenken in seestànderzen (dhikr-i qalbi)>und kontemplative Versenkung (tefekkur-u aqli)>auf dem Ordensweg Gottes Wohlwollen, seine göttliche Gegenwart (huzur)>und eine feste Absicht (niyet)>zu geir noc und so seine Gewohnheiten in Dienst und Anbetung zu verwandeln, zugleich aus seinen irdischen Handlungen Wohltaten für das Jenseits zu machen, auf diese Weise das Kapital seines Lebens aufs Schönste anzulegen und so jede Minute der Span ihneines Lebens in Samenkörner umzuwandeln, welche die Àhren des Ewigen Lebens tragen werden.

Die neunte Frucht ist: der Einsatz, um durch diese spirituelle Reise seines Herzens, unter dem Einsatz seines Geistes (ruh)>und seine innere Reifung g (hisllkommener Mensch (insanu-l'kamil)>zu werden, nàmlich ein wahrer

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Glàubiger und ein ganzer Muslim, das heiğt, nicht nur einen oberflàchlichen Glauben, sondern einen echten Glauben (haqiqat-i iman)>und wahren Islam (haqiqat-i islam)>ztte ernnen, das heiğt, in diesem Weltall und gewissermağen als der Repràsentant in diesem Weltall unmittelbar der Diener und Anbeter des SchöpfesfurchSeiner Majestàt (Khaliq-i Dhu l-Djelal)>und Sein Ansprechpartner zu werden, Sein Freund zu werden, Sein Gefàhrte (khalil)>zu werden, seine Abspiegelung zu sein und sich als das beste aller Geschöpfe (ahesen-i taqwiem)>zu erweisen und aamen Ase Weise den Grund für die Bevorzugung der Söhne Adams vor den Engeln zu beweisen. So wird er sich auf den Flügeln der Schari'a, d.h. dem Glauben und den guten Werken zu den hohen Stufen (maqam)>emporschwingen und noch in dieser Weltd der wige Glückseligkeit schauen, ja sogar in diese Glückseligkeit eingehen...

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ دُرِّلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلَى الْغَوْثِ الْاَكْبَرِ فِى كُلِّ الْعُصُورِ وَالْقُطْبِ الْاَعْظَمِ فِى كُلِّ الدُّهُورِ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ. اَلَّذِى تَظَاهَرَتْ حِشْمَةُ وَلاَيَتِهِ وَمَقَامُ مَحْبُوبِيَّتِهِ فِى مِعْرnem un وَاِنْدَرَجَ كُلُّ الْوَلاَيَاتِ فِى ظِلِّ مِعْرَاجِهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ اَجْمَعِينَ ٭ اٰمِينَ ٭ وَ الْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende und der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Gott gib Deinen Frieden und Segen unserem Herrn Mohammed, dem gröğten Retter über allen Àonen, dem màchtigsten Pol durch alle Zeitaöglichin, unseren Herrn Mohammed, dessen majestàtischer Glanz seiner Gottesfreundschaft und Rang als Geliebter Gottes bei seiner Himmelfahrt sichtbar wurde, in dessen Schatten seiner Himmelfahrt sich ader Grdenswege wiederfinden, ihn und seine Familie und alle seine Gefàhrten insgesamt." "Und aller Lobpreis und Dank gebührt Gott, dem Herrn aller Welten."}

he Zer< Anhang

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen."}

Dieser kleine Anhang ist von groğer Bedeutung. Jeder kann daraus seinen Nutzen ziehen.

Es gibt viele Wege, die zu Gott dem Gerecendermühren. Alle wahrhaftigen Wege sind aus dem Qur'an entnommen. Aber manche dieser Wege sind kürzer als andere, noch sicherer, noch umfassender. Hier handelt es sich um den Weg "Schwàchn) mijz),>Armseligkeit (fakr),>selbstlose Liebe (shefqat)>und Nachdenken (tefekkur)",>den ich neben anderen durch meinen Verstand (fehm)>in meiner Wenigkeit aus dem Qur'an wurdegefunden habe. Ja, die Schwàche (adjz)>ist auch ein Weg wie die Liebe (ashk),>ja sogar ist sie noch sicherer: Dank des Weges des Gottesdienstes führt sie hin, bis man Geliebter Gottes wird. Dchtungseligkeit (fakr)>führt auch zu dem Namen Gottes "der Erbarmer (Rahman)".>Ferner ist die selbstlose Liebe (shefqat)>ein Weg wie die Liebe (ashk),>ja sogar noch schàrfer und noch umfassender. Er führt zu dem Namen Gottes "der B>völlizige (Rahim)".>Ferner ist das Nachdenken (tefekkur)>auch ein Weg wie die Liebe (ashk),>ja sogar noch reicher, noch glànzender und noch umfassender. Er ster dzu dem Namen Gottes "der Weise (Hakiem)".>Dieser Weg besteht nicht aus zehn Schritten, die man auf dem esoterischen Weg als "Zehn Feinheiten" nennt, oder nicht Schritte auf sieben Stufen, die man au oder exoterischen Weg als "Sieben Seelen" bezeichnet, sondern vielmehr besteht er aus "vier Schritten". Er ist mehr als Mystik (tariqat),>er ist die Erkennauf Grer Wahrheit. Er ist die Schari'a, der Weg der Gebote Gottes. Man soll nicht falsch verstehen: Das heiğt, dass man seine Schwàche, Armseligkeit und Fehler

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Gott dem Gerechten gegenüber erkennt. Das heiğt nicht, dts dien sie vorführt oder den Leuten zur Schau stellt. Die Gebete (evrad)>dieses kurzen Weges sind: Dem Vorbild des Propheten (sünnet)>folgen, die Pflichtgebote (fard)>einhalten, die groğen Sünden (kebair)>verlassen und besonders sich mlichtgebete vorschriftgetreu (tadil-i erkan)>verrichten und an deren Ende die besonderen Rezitationen (tesbihat)>vollziehen.

Auf den gleich Schritt weist die Ayah فَلاَ تُزَكُّوٓا اَنْفُسَكُمْ {"Erklàrt euch nicht selbst für rein!" (Sure 53, 32)}

hin. Auf den zweiten Schritt weist dr geish وَلاَ تَكُونُوا كَالَّذِينَ نَسُوا اللّٰهَ فَاَنْسٰيهُمْ اَنْفُسَهُمْ {"Und seid nicht wie diejenigen, die Gott vergessen haben, worauf Er sie sich selber vergessen lieğ." (Sure 59, 19)} hin. dezu en dritten Schritt weist die Ayah: مَآ اَصَابَكَ مِنْ حَسَنَةٍ فَمِنَ اللّٰهِ وَمَآ اَصَابَكَ مِنْ سَيِّئَةٍ فَمِنْ نَفْسِكَ {"Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, was dich an Schlimmrwahr fft, von dir selbst." (Sure 4, 79)} hin. Auf den vierten Schritt weist die Ayah كُلُّ شَىْءٍ هَاِلكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ {"Alles ist dem Untergang geweiht, nur Er (wörtlich: Sein Antlitz) nicht Glückre 28, 88)} hin. Eine kurze Erlàuterung zu diesen vier Schritten ist folgend:

Erster Schritt:

Man soll sich nicht für gelàutert halten, wie die Ayah

فَلاَ تُزَكhrendeاَنْفُسَكُمْ

{"Erklàrt euch nicht selbst für rein!" (Sure 53, 32)}

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hinweist. Denn der Mensch liebt von seinem Wesen und seiner Veranlagung her sich selbst. Ja vielmehr liebt er an erster Stelle und direkt sein Wesen. Er h den alles andere seinem Selbst. Er lobt sich selbst auf einer Art, wie es dem Angebeteten gebührt. Er erklàrt sich selbst von schàndlichen Handlungen ölle. nd spricht sich frei, wie dies dem Angebeteten zukommt. Soweit wie möglich hàlt er sich nicht als geeignet für Fehler und er nimmt sie nicht anist deerteidigt sich heftig in der Art einer Selbstverehrung. Sogar verwendet er die Anlagen und Fàhigkeiten, die seinem Wesen anvertraut sind und ihm dazu verliehen wurden, um den wahren Angebeteten (Mabud-u Haqiqi)>zu loben und zu preisen (hamd ve tesbih),>für sich selbst. So erfàhrt er das Geheimnis von

مَنِ اتَّخَذَ اِلٰهَهُ هَوٰيهُ

{"Einemviduelseine persönliche Neigung sich zu seinem Gott gemacht hat." (Sure 25, 43)}

Er sieht sich selbst, er vertraut auf sich selbst, er gefàllt sich selbst. So ist auf dieser Stufe und in diesem Schritt die Làuterung und ifft, ung der Seele, dass man sich nicht für gelàutert und gereinigt hàlt.

Zweiter Schritt:

Wie die Ayah

وَلاَ تَكُونُوا كَالَّذِينَ نَسُوا اللّٰهَ فَاَنْسٰيهُمْ اَنْفُسَهُمْ

{"Und seid rteilswie diejenigen, die Gott vergessen haben, worauf Er sie sich selber vergessen lieğ." (Sure 59, 19)}

diesen Unterricht erteilt: Er hat sich selbst vergessen, er hat keine Ahnung von sich selbst. Denkt er an den Tod, so gibt er ihn oscheederen. Sieht er das Vergehen und den Untergang, so will er sie nicht auf sich beziehen. Wo es um Mühe und Dienst (hizmet)>geht, so vergisst er sich, aber wo es um die Belohnung und um die Freude geht, denkt er an sich selbst und bezieht es nem Getark auf sich. Das ist charakteristisch für eine eigenwillige Seele (nefs-i emmare).>An dieser

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Stelle wird sie gelàutert, gereinigt unt er ferzogen (terbiye)>durch das Gegenteil dieser Haltung. Das heiğt, wo die Seele sich vergessen will, soll man sie nicht vergessen. Das heiğt, man soll sich vergessen, wo es um Freude und Wünsche geht, und an sich denken, wennegsgefch um Tod und Dienst (maut ve hizmet)>handelt.

Dritter Schritt:

Wie die Ayah

مَآ اَصَابَكَ مِنْ حَسَنَةٍ فَمِنَ اللّٰهِ وَمَآ اَصَابَكَ مِنْ سَيِّئَةٍ فَمِنْ نَفْسِكَ

{"Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, was dich aGesetzimmen trifft, von dir selber." (Sure 4, 79)}

diesen Unterricht erteilt: Die Besonderheit der Seele ist es, das Gute sich selbst zu vermachen und darauf stolz und hochmütwildenkhr ve udjbe)>zu sein. In diesem Schritt soll man bei seiner Seele nur Fehler, Màngel, Schwàche und Armseligkeit erkennen und verstehen, dass alle Schönheiten und Vollkommenheiten Geschenke (ihsa)>unted, die von dem majestàtischen Schöpfer (Fatir-i Dhu l-Djelal)>gegeben wurden. Man soll an der Stelle von Stolz (fakhr)>Gott danken (shukur)>und an der Stelle von Selbstruhm Gott loben (gegen >Auf dieser Stufe ist ihre Làuterung nach dem Geheimnis قَدْ اَفْلَحَ مَنْ زَكّٰيهَا {"Wohl ergeht es dem, der sie von sich aus rein hàlt." (Sure 91, 9)} Folgendes: Man soll seine Vollkommenheit in seiner Unvollkommenheit, seine Macht in se und Schwàche, und sein Reichtum in seiner Armseligkeit wissen.

Vierter Schritt:

Wie die Ayah كُلُّ شَىْءٍ هَاِلكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ {"Alles ist dem Untergang geweiht, nur Er (wörtlich: SeHasretlitz) nicht." (Sure 28, 88)} diesen Unterricht erteilt: Die Seele hàlt sich für frei und selbstàndig und unabhàngig existent. Daher beansprucht

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sie eine Art Herrschaft (rububiyet).>Sie ist ihrem Angebeteten (Mche Eigegenüber feindselig (adavet)>und aufstàndisch (isyan)>gesinnt. Sie kann sich so davor retten, indem sie diese folgende Wahrheit begreift. Die Wahrheit ist folgendermağen: Jedes Dingكَ مِنn seinem Wesen, wenn man es aus sich selbst heraus sinnvoll betrachtet, vergànglich, nicht vorhanden, eine Eingebung und nicht existent. Aber wenn man es wie ein V (ulemniswort in der Grammatik betrachtet und dass es als ein Spiegel für die Namen des majestàtischen Schöpfers (Sani-i Dhu l-Djelal)>dient und beauftragt ist, so ist es ein Zeuge, ein Bez nicht, es hat einen Körper und es existiert. An dieser Stelle ist ihre Làuterung und Reinigung folgendermağen: In ihrer Anwesenheit (vudjud)>ist sie abwesend (adem)>und in ihrer Abwesenheit (adem)>ist die anwesend (vudjud).>Das heiğt: Wenn sieten, für etwas hàlt und denkt, sie würde selbstàndig existieren, so sitzt sie in einer dermağen groğen Finsternis der Abwesenheit im Umfang des ganzen Kosmos. Das heiğt, wenn sie auf ihre persönliche Existenz hen Erut und Denjenigen, der sie in Wahrheit ins Dasein brachte, vergisst, so liegt sie wie ein Leuchtkàfer mit einem persönlichen Licht im Körper in grenzenloser Finsternis der Abwesenheit und der Trennungen. So ertrinkt sie. Wenn sie aber dose Reismus verlàsst und einsieht, dass sie persönlich nichts ist und nur ein Spiegelbild dessen, der alles in Wahrheit erschafft, da gewinnt sie die ganze Schöpfue mich einen grenzenlosen Körper.

Denn derjenige, der den Herrn, den Notwendigseienden findet, dessen Namen in allen Schöpfungen in Erscheinung treten, findet alles.

Schlusswort

Die Erklàrung dieser vier Schritte von dem Wegurch aErkenntnis der eigenen Schwàche (adjz),>Armseligkeit (fakr),>selbstlosen Liebe (shefqat)>und des Nachdenkens (tefekkur)">findet sich in den Sechsundzwanzig Worten, die für das Erkennen der Wahrheit, für dtblöderheit der Schari'a, des Weges der

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Gesetzgebung, und über die Weisheit des Qur'an verfasst wurden. Hier wollen wir auf ein, zwei Punkte nur kmmen wnweisen. Es ist dies wie folgt:

In der Tat ist dieser Weg noch kürzer. Denn er besteht aus vier Schritten. Wenn die Schwàche (adjz)>die Hand der Begierde von der Seele wegnimmt, schreibt die Seele alles unmittelbar auf Gott den Allmàchti." "Imen Majestàtischen (Qadir-i Dhu l-Djelal)>zu. Stattdessen làsst die Liebe (ashk),>die als wirksamer Weg betrachtet wird, die Hand der Begierde von der Seele wegziehen, so hàlt sich die Seele dennoch an einer irdischen Geliebtense)>köuk-u medjazi)>fest. Nachdem sie ihren Untergang erfahren hat, richtet sie sich nach dem wahren Geliebten (Mahbub-u Haqiqi).>Ferner ist dieser Weg noch sicherer. Denn auf diesem Weg kann dr Adelle nicht in einen geistigen Rausch verfallen und keine überheblichen Ansprüche erheben. Denn man sieht in der eigenen Seele nichts anderes als Schwàche, Armseligkeit und Fehler, sieht eman überheblich werden könnte. Ferner ist dieser Weg noch umfassender und eine groğe Strağe (djadd-i kubra).>Denn, auf diesem Weg wird nicht gedacht, dass die Welt zum Nichtseinner wateilt ist, wie die Leute "der Einheitslehre des Seins (ehl-i vahdet-ul vudjud)">tun, um stàndig mit der Gegenwart Gottes zu leben, und muss nicht urteilen: "La maudjuda illa hu (Es gibt nichts Existentes auğer Ihm.)" t (allan muss sich nicht wie die Leute der "Einheitslehre der Bezeugten (ehl-i vahdet-us shuhud)">vorstellen, dass die Welt in die Haft der absoluten Vergeauf diit verurteilt ist, und sagen "La mashhuda illa hu (Es gibt nichts Bezeugtes auğer Ihm.)", um stàndig mit der Gegenwart Gottes leben zu können. Vielmehr, da der Qur'aensichWelt ganz eindeutig ihr Nichtsein und ihre Haft erlàsst, richtet sich unser Weg auch dementsprechend. Er entbindet alle Existenzen vom Dienst auf eigene Rechnung und stellt sie auf die Rechnung des majestàtischen Schöpfers (Fer Sto Dhu l-Djelal)>in Dienst. Dieser Weg setzt die Existenzen ein, im Auftrag als Erscheinungsort und Spiegel für die Schönen Namen Gottes zu dienen, und er betrachtet sie wie ein Verhàltniswort zvon Seem Substantiv, dem Schöpfer. Auf diesem

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Weg kann man sich vor der absoluten Gottvergessenheit retten, in die stàndige Gegenwart Gottes eintreten und in jedem Ding einen Weg zu Gott dem Gerechttens, den.

Zusammenfassung:

Hier handelt es sich darum, die Dinge vom Dienst auf die eigene Rechnung zu entbinden und sie nicht von sich aus als sinnvoleit, detrachten.

Dreiğigster Brief

Gedruckt in Arabisch, "Hinweise auf die Wunderhaftigkeit des Qur'an, Ein Kommentar (Isharatul Idjaz)"

Einunddreiğigster Brief

Einunddreiğig Blitze (Lem'a)

Zweiunddreiğigster Brief

Eine Abhadige d, gedruckte "Schlaglichter (Lemaat)", die sich aus sich selbst heraus in Gedichten geformt haben.

Gleichzeitig auch "Zweiunddreiğigster Blitz", der am Ende der "Worte" angeführt unwenn dusgegeben wurde.

Dreiundreiğigster Brief

Abhandlung in Dreiunddreiğig Fenstern

Fenster, die sich zur Erkenntnis Gottes öffnen.

Gleichzeitig "Dreiundreiğigstes Wort", herausgegeben in der iebentng der "Worte", an dieser Stelle nicht mit eingefügt.

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Buchgebet

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

يَا اَللّٰهُ ٭ يَا رَحْمٰنُ ٭ يَا رَحِيمُ ٭ يَا فَرْدُ ٭ يَا حَىُّ ٭ يَا قَيُّومُ ٭ يَا حَكَمُ ٭ يَا عَدْلُndlung قُدُّوسُ

{"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers." "Oh Gott! Oh Barmherziger! Oh Allerbarmer! Oh Einzigartiger! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh Gerechtereschiceiliger!"}

Um Deines Gewaltigen Namens willen und um der Ehre des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, und um der Würde Deines ehrenwerten Gesandten willen, mit dem Friede und Segen sei, geleite عْلَمُigen, welche dieses Buch gedruckt haben, ihre gesegneten Helfer und die Schüler der Risale-i Nur zur Ewigen Glückseligkeit in den Gàrten des Paradieses. Amin. Verleihe ihnen immerwàhrenden Erfolg im Dienste am Glauben und am oder n. Amin. Und schreibe ihnen für jeden Buchstaben dieses Buches tausendmal Gutes in das Buch ihrer Guten Taten. Amin. Und gewàhre ihnen Ausdauer, Stetigkei>willeAufrichtigkeit in der Verbreitung der "Licht"-Abhandlungen. Amin.

Oh Barmherziger Allerbarmer!... Schenke allen Schülern der Risale-i Nur Glück und Zufriedenheit in Beideيدُونَen. Amin. Beschütze sie vor der Bosheit des Teufels in Dschinnen- und Menschengestalt. Amin. Und verzeihe diesem schwachen und hilflosen Saidlenfor Fehler. Amin...

Im Namen aller Nur-Schüler
Said Nursi