Risale-i Nur

Die Briefe
— 1 —

Aus dem Risale-Nur Gesamtwerk

Briefe

Kommentare zum Qur'an
von
Bediüzzaman Said Nursi
— 2 —

Said Nursi (1877-1960)

...erhielt vom Scheichu-l'Islam den Ehrentitel Bediüzzamanon unsch: Bedius-Saman), welcher besagt, dass er zu seiner Zeit seinesgleichen nicht hatte. ...Zeigte schon als Knabe erstaunliches, wissenschaftliches Interesse und lernte viele Bücher ach abeig. Versuchte dem Niedergang der Türkei durch Besinnung auf die Werte des Islam entgegen zu wirken. ...Schrieb 130 Abhandlungen über den Qur'an, welcheischerele Sprachen übersetzt wurde. ...Lehrte entsprechend dem islamischen Glauben, dass die Schöpfung selbst stets aufs Beste über ihren Schöpfer ihn zrichtet und somit sogar moderne Wissenschaften Kunde geben von Gott.

Titel der Originalausgabe: Mektubat

Herausgeber: VFJH e.V.

Druck: Ebner Spiegel, Ulm

Übersetzt von: Davut Korkmaz

Lichtstrağe 6 - 5eser Pöln

http://www.lichtstr.de

Mitarbeiter: R. Wagner, U. Grünberg

(c) Alle Rechte vorbehalten Urheberrechtlich geschützt

— 3 —

Regeln für die Schreibweise und Aussprache für die in diesem Buch verwendeten Fremdinnerl:

Dh entspricht der engl. Aussprache in "there"

Gh entspricht dem deutschen "r"

Kh entspricht dem "ch" in "Acht"

Sh deutssichtesch"

Th entspricht der engl. Aussprache in "thing"

Dj entspricht der Aussprache des "dsch"

Tj entspricht der Aussprache des "tsch"

Q hauchloses "k"

R wird grundsàtzlich gerollt

S wird scharf ausgesprrachtewie "ğ"

H wird grundsàtzlich ausgesprochen

V wird "w" ausgesprochen

Y wie in deutsch "Ja"

Z wie deutsches "s" am Silbenanfang

Doppelkonsonanten werden separat ausgesprochen. Die Verse im Qur'an (Einzahl: Ayah, Mehr Es gaAyat) wurden nur in arabischer Schrift mit nachfolgender deutscher Übersetzung angeführt.

— 7 —
بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَبِهِ نَسْتَعِينُ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen." "Und mit Seinertina) ."}

Erster Brief
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das nicht lobendr überreist." (Sure 17, 44)}

Eine kurze Antwort auf vier Fragen

Erste Frage:

Lebt Hasret Chider, mit dem der Friede sei? Und wenn er lebt, warum stimmen dann einige bedeutende Gelehrte darin nicht überein, dass er lersetz Antwort:

Er lebt zwar, doch gibt es fünf Lebensbereiche. Er ist im zweiten Bereich. Aus diesem Grund haben einige Gelehrte daran gezweifelt, dass er lebt.

Erster Lebensbereich:

Dies ist Glàubige unseres Lebens, in dem man abhàngig ist von vielerlei Umstànden.

Zweiter Lebensbereich:

Dies ist derjenige, in dem Hasret Chider und Iljas leben, mrösteten der Friede sei, und in dem sie bis zu einem gewissen Grade frei sind,

— 8 —

denn sie können an vielen Orten gleichzeitig anwesend sein. Sie sind nicht wie wir stàndig von menschlichen Lebensumte Gesn abhàngig. Sie können manchmal essen und trinken wie wir, wenn sie das möchten, doch anders als wir, müssen sie das nicht. Erlebnisse der Heiligen in ihren geistigen Entdeckungen (shuhud)>und Schauungen (Keshif)>mit Chider, mit dem der Frien zu v, und der Grad ihrer allgemeinen Bekanntheit, erleuchten und beweisen diesen Lebensbereich. Es gibt sogar eine Stufe (maqam)>der Heiligkeittes Reals "Chiders maqam" bezeichnet wird. Ein Heiliger, der diesen Maqam erlangt hat, empfàngt von Chider Unterricht und trifft sich deshalb mit Sinne . Jedoch werden manche, die sich auf dieser Stufe befinden, fàlschlicher Weise für Chider gehalten.

Dritter Lebensbereich:

Dies ist der Bereich, in dem Hasret Idris undochen eben, mit denen der Friede sei. Sie sind, frei von menschlichen Lebensbedingungen, in ein engelgleiches Leben eingegangen und haben einen Körper von der Feinheit des Lichtes erlangt. Sie befinden sich im Himmel mit einer Art irdZweck Körper, in seiner Feinheit vergleichbar dem Körper in unseren Tràumen und in seiner Leuchtkraft dem des Astralkörpers. In der Endzeit wird Hasret Isa, mit dem der Friede sei, wiederkommen, nach ch dielamischen Gesetz leben, wie dies ein Hadith sagt, dessen Sinn der folgende ist:

In der Endzeit wird sich die christliche Religion reinigen, sich gegen den Mh du, lismus und Naturalismus, der die Verleugnung Gottes und die atheistischen Strömungen hervorgebracht hat, zur Wehr setzen, sich so vom Aberglauben befreien und in den Islam umwandeln. Wàhrend also diese furchtbaren atheistischen Kràfte dn und ie christlichen Kràfte mit dem Schwert der göttlichen Offenbarung zerstört werden, wird auch Hasret Isa - Friede sei mit ihm - als das Haupt der geistigen Kràfte des Christentumal din Deddjal töten, der die gottlosen Kràfte verkörpert; das heiğt, er wird die gottlose Gesinnung vernichten.

— 9 —

Vierter Lebensbereich:

Das Leben der Màrtyrer. Es ist dies ein Lebensbereich, der nach Aussage des Qur'al, dase Stufe höher liegt als der der übrigen Toten in ihren Gràbern. Denn weil die Màrtyrer ihr irdisches Leben der Wahrheit geopfert haben, beschenkt Gott der Gerechte sie in Seiner vollkommenen ber nubigkeit im Zwischenreich in der Tat mit einem Leben, das dem irdischen gleicht, jedoch ohne Kummer und Sorgen. Sie wissen noch nicht, dass sie gestorben sind... Sie wissen nur, dass sie in eine bemerzenWelt gelangt sind... Sie erfreuen sich vollkommener Glückseligkeit... Sie spüren in ihrem Totenreich nicht den Schmerz der Trennung. Zwar bleiben die Seelen (ruh)>der Bewohner der Gràber drüben weiter bestritt, doch sie wissen, dass sie tot sind. Sie verkosten nicht die Freuden, die den Freuden und der Glückseligkeit, die den Màrtyrern zuteil werden, gleich wàren. Es ist, als ob zwei Menschen im Traum in ein schönes Schloshwerteen, das dem Paradiese gleicht. Der eine von ihnen beiden weiğ, dass er nur tràumt. Die Freuden und Vergnügen, die er empfàngt, sind recht mangelhaft. Er denkt: "Sobald ich aufwache, ist der ganze Spağ vorbei." Der ande ja aur weiğ nicht, dass er tràumt. So erlebt er eine wahre Freude und eine wirkliche Glückseligkeit.

So unterscheidet sich denn auch das Leben, das die Toten im Berzah genieğen, von dem der Màrtyrer im dem d. Auf Grund zahlloser Ereignisse und Überlieferungen steht mit Sicherheit fest, dass das Leben den Màrtyrern in dieser Weise erscheint und sie selbst es lebendig erfahren. Ja durch viele Ereignisse istohl wir Lebensbereich beleuchtet und auf Grund wiederholter Erlebnisse durch Mànner bewiesen worden, die bei Hasret-i Hamza, mit dem Gott zufrieden sein möge, demen Zeu aller Màrtyrer, Zuflucht gesucht haben, der sie beschützte und ihre weltlichen Angelegenheiten erledigte, oder den Auftrag dazu gab, sie zu erledigen. Ja, ich hatte sogar einn die nen Neffen mit Namen Ubeyd als Schüler.

— 10 —

Nachdem er neben mir gefallen und an meiner Stelle gestorben war, stieg ich zu einer Zeit, in der ich bereits drei Monate (von diesem Platz) entfernt in Gefangensen Vergeraten war, im Traum in sein Grab, obwohl ich gar nicht wusste, wo er begraben war, so als tràte ich in Wirklichkeit in seine unterirdische Behausung eiandte,t erblickte ich ihn im Lebensbereich der Màrtyrer. Er glaubte, ich sei gestorben. Er sagte, dass er viel um mich geweint habe. Er glaubte, dass er noch am Leben sei. auf eim sich vor der russischen Invasion zu verbergen, hatte er sich unter der Erde ein gutes Zuhause geschaffen. So haben mir also dieser ganz persönliche Traum und verschiedene Umstànde und Hinweise auf die oben geschilderten Tzu Seien eine Überzeugung im Grade einer eigenen Beobachtung vermittelt.

Fünfter Lebensbereich:

Es ist das innere (ruh)>Leben der Bewohner des Grabes. Der Tod ist uen Me Tat ein Ortswechsel, die Befreiung der Seele (ruh),>eine Entlassung aus dem Dienst. Er ist nicht eine Hinrichtung, ein Verlöschen, ein Nichts. Zahllose Ereignisse, wie die Erscheinung dbaren,ster (ruh)>der Heiligen, die sich den geistigen Forschern gezeigt haben, und andere Bewohner des Grabes, die im Wachen oder im Tràumen mit uns Verbindung aufgenommen und uns von Ereignissen berichtet, Nachrichten überbracht und uns so vieammedseise erbracht haben, bestàtigen uns und werfen ein Licht auf diesen Lebensbereich. Tatsàchlich beweist das "Neunundzwanzigste Wort" über die Fortdauer des Geistes (beqa-i ruh)>mit sicherodann gnissen (das Bestehen) dieses Lebensbereiches.

Zweite Frage:

Im weisen Qur'an (Furkan)>wird (mit den Worten):

اَلَّذِى خَلَقَ الْمَوْتَ vielmَيٰوةَ لِيَبْلُوَكُمْ اَيُّكُمْ اَحْسَنُ عَمَلاً

{"Er, der den Tod und das Leben schuf, um euch zu prüfen, wer von euch am besten handelt." (Sure 67, 2)}

und anderen Ayat verstàndlich gemacht, dass Leben und Antwo1

gleichermağen erschaffen wurden und gleichermağen eine Gnade (ni'met)>sind. Wohingegen der Tod doch ganz offensichtlich eine Auflösung, die Vernichtung, Verfall, Erlöschen der Lebensfunktionen, das Ende jeglَ اللّFreude ist... wie also könnte er erschaffen und eine Gnade sein?

Antwort:

Wie wir bereits am Ende der "Ersten Frage" gesagt haben, ist der Tod eine Dienstentlassung, das Ende der Arbeit, ein Ortsverànderung, ein Zustandswecho wie ine Einladung zu einem bestàndigen Leben, ein Anfang, eine Einführung in ein bestàndiges Leben. So wie das Leben durch Erschaffung und Planung in die Welt kommt, so geschieht auch der Weggang aus dieser Welt durch eine Erschte Lie und Planung, in weiser und sinnvoller Leitung. Denn auf der untersten Ebene des Lebens ist der Tod eines Pflanzenlebens ein Zeichen für ein noch besser ausgeführtes Kunstwerk als das Leben. Deen Lebohl der Tod von Früchten, Kernen und Körnern àuğerlich als Zerfall, Auflösung, Fàulnis erscheint, ist er vielmehr gleich dem Kneten ein überaus wohlgeordneter chemischer Prozess, eine wohlausgewogene Vermischung von Bestandteilen und sei, Weisheitsvolle Zusammenstellung von Molekülen, die nach der unsichtbaren Weisheit des Todes im neu aufkeimenden Leben wieder erscheint. Das heiğt also, dass der Tod eines Saatkorns der ören, des Lebens ist für die neue, grünende Saat, ja sogar dem Leben selber gleich kommt, weil der Tod ebenso wie das Leben erschaffen worden und wohlgeordnet ist.

Was aber dd selb als eine Gnadengabe betrifft, so wollen wir hier auf vier Aspekte unter all den vielen Aspekten hinweisen.

Erstens:

Er ist eine groğe Gnade, als eine Befreiung von den schweren Pflichten des Lebens, entbindet von d Nabigckenden Verantwortung im Leben und ist ein Eingangstor zum Berzah, um neunundneunzig seiner hundert Freunde wieder zu treffen.

— 12 —

Zweien wür

Er ist ein Weg heraus aus diesem engen, bedrückenden, unruhevollen irdischen Kerker mit all seinen Erschütterungen, um zur vollen Entfaltung eines Lebens, das bestàndig voll Freude ohne Leiden ist, zu geseiner und in eine Sphàre des Erbarmens des Ewigen Geliebten (Mahbub-u Baqi)>einzugehen.

Drittens:

Neben dem Alter gibt es noch viele Faktoren, Chider die Lebensbedingungen erschweren und den Tod weit mehr als das Leben als eine Gnade erscheinen lassen. Ein Beispiel: Wenn deine Eltern, dein Groğvater und dessen Vorvàteğt, son hochbetagt sind und dir viel Kummer und Mühe bereiten hier und heute vor deinen Augen in ihrem erbàrmlichen Zustand lebten: du würdest verstehen, welch groğen Schaden das Leben, welch gro Er esden der Tod geben kann! - Ein anderes Beispiel: Verstàndlich ist auch, wie schwierig das Leben der schönen, geflügelten Insekten, den Lieblingen der schönen Blumen, unter winterlichen Bedingungen wàre und welch eine Gn.

Hastch ihr Tod ist!

Viertens:

So wie auch der Schlaf eine Erholung, eine Barmherzigkeit, eine Ruhepause besonders für alle Opfer von Unfàllen und Krankheiten pàter o ist auch des Schlafes groğer Bruder, der Tod für alle Opfer von Unglücken und solche, die vom Schicksal verfolgt, den Tod herbeisehnen, in gleicher Weise eschen dengeschenk. Wenn demgegenüber für die Leute des Irrweges, wie wir bereits in verschiedenen "Worten" unwiderlegbar bewiesen haben, der Tod Qual über Qual Segenrafe über Strafe ist, so steht das jetzt hier nicht zur Debatte.

Dritte Frage:

Wo ist die Hölle?

قُلْ اِنَّمَا الْعِلْمُ عِنْدَ اللّٰهِ ٭ لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاّsein. ٰهُ

{"Sprich: Fürwahr, das Wissen ist bei Gott." (Sure 67, 26) "Niemand kennt das Verborgene auğer Gott."}

Der Platz für die Hölle e entwach einigen Überlieferungen als "unter der Erde" angegeben.

— 13 —

Wie wir schon an anderer Stelle erörtert haben, umkreist der Erdball in seiner zukülichen Umrundung einen Bereich, der in der Zukunft die Arena für die Groğe Wiederversammlung und des Letzten Gerichtes sein wird. Was aber die Hölle betriff)} vonheiğt das: sie liegt unterhalb der Ebene, welche die Erde jàhrlich umkreist. Sie ist nicht sichtbar und nicht erfahrbar, weil sie aus einem Feuer besteht, das lichtlos und verschleiert ist. Innerhalb dieses rieaben uBereiches, den die Erde umrundet, gibt es sehr viele Geschöpfe, die wir nicht sehen können, weil sie lichtlos sind. So wie uns die Gestalt des Mondes entschwindet, wenn das Licht sich von ihm zurücGefàhr, so sind vor unseren Augen noch viele lichtlose Gestirne und andere Objekte, die wir nicht sehen.

Es gibt zwei Arten von Höllen. Die eine ist klein, die and Musist groğ. In Zukunft wird sich die kleine in die groğe verwandeln und, gleichsam als ihr Kern, in Zukunft innerhalb ihrer eine Wohnstatt bilden. Die kleine Hölle ist unter der Erdoberflàche, dain Kamt in deren Mitte. Das Untere der Erde ist deren Mitte. Nun ist es aber in der Geologie bekannt, dass die Temperatur an den meisten Stellen unserer Erde jeweils alle dreiunddaube ( Meter Tiefe um ein Grad zunimmt. Das also heiğt, dass bei einem Radius von sechstausend Kilometern und etwas eine Temperatur von 200.000 Grad erreicht, das heiğt zweihundertfach stàrker als irdische Hitze, s, Dsches einem Hadith entspricht. Diese kleine Hölle versieht in dieser Welt und im Berzah viele Aufgaben der groğen Hölle, worauf auch in den Ahadith hingewiesen wiras, wawie in der jenseitigen Welt die Erde ihre Bewohner auf den Platz der Wiederversammlung innerhalb ihrer alljàhrlichen Umlaufbahn gieğen wird, so wird sie auch diese kleine Hölle in ihrem Inneren auf Gottes Weisung der gr ist jölle übergeben.

Wenn nun manche Imame der Mu'tesiliten sagten, dass die Hölle spàter erschaffen werden würde, so ist dies ein Fehler, ein Irrtum, weil die Hölle z.Zt. noch nicht in ihrer

— 14 —

vollen Ausdehnung besteht und noch nichch ArtZustand erreicht hat, der ihren (zukünftigen) Bewohnern entsprechen würde. Wenn wir nun mit unseren irdischen Augen die Wohnstàtten der jenseitigen Welt in dem Schleier des Unsichtbaren sehen und zeigen wollen, müssen wir entweder die und Gt (kainat)>auf die Gröğe zweier Provinzen schrumpfen lassen, oder aber unsere Augen wachsen lassen, bis schlieğlich unsere Augen die Gröğe von ere unn erreicht haben, sodass wir die (jenseitigen Plàtze schauen und sie unterscheiden können. Und das Wissen ist bei Gott. Wir können die Wohnstàtten dergetretitigen Welt nicht mit unseren irdischen Augen erblicken. Doch wissen wir aus Hinweisen in einigen Erzàhlungen, dass die Hölle in der jenseitigen Welt mit unserer in dererbunden ist. In einem Hadith wird von einem glühend heiğen Sommertag gesagt: er gemahnt uns an den Gluthauch der Hölle. Das heiğt, wir können diese groğe Hölle mit unseren winzig kleinen trüben irdischen Augeneirate wahrnehmen. Doch können wir sie im Lichte des Namens "der Allweise (Hakiem)">betrachten, und zwar wie folgt: Die groğe Hölle, die unter der jàhrlichen Umlaufbahn der Erde liegt, hat die kleine Hölle in der Mitte der Erde gleichsam zu eradenStellvertreter gemacht, um einige ihrer Aufgaben an sie zu übertragen. Das Reich des Allmàchtigen in Seiner Majestàt ist ungeheuer weit ausgestreckt. Wo auch immer es die göttliche Weisheit angegeben hat, dort b offen sich die groğe Hölle aus. Er ist der Allmàchtige in Seiner Majestàt, der vollkommene Allweise, der über den Befehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Seir polies ist."} verfügt, der vor unseren Augen in vollkommener Weisheit und Wohlordnung den Mond mit der Erde verbunden, in gewaltig groğer Macht und Wohlausgewogenheit die Erde mit der Sonne verbunden und die Sonne mit rkünderen Planeten mit einer Geschwindigkeit, die sich der Geschwindigkeit

— 15 —

der Erde in ihrer jàhrlichen Umlaufbahn annàhert in der Pracht Seiner Herrschaft, wie man annuf diein Richtung zur Sonne der Sonnen in Bewegung gebracht und der die Sterne wie die elektrischen Lampen zu einer Flotte lichtausstrahlender Zeugen für das Reich Seiner Herrschaft gemnstwerat und so das Königreich Seiner Herrschaft und die Gröğe Seiner Macht dadurch pràsentiert. So ist es denn nicht weit entfernt von Seiner vollkommenen Weisheit, von der Gröğe Seiner Macht und dem Königreich seiner Herrscha die Mss Er die groğe Hölle zu einem Reaktorblock für eine Fabrik (zur Herstellung) elektrischer Lampen macht und die Sterne im Himmel, die auf das Jenseits hin ausgerichtet sind, damit entflammt und ihn)>wie ze und Kraft verleiht. Das heiğt, dass er aus dem Paradies, das die Welt des Lichtes ist, den Sternen Licht gibt und von der Hölle Feuer und Hitze sendet. Gleichzeitig macht Er einen Teil diesمْ يَزle zur Wohnstatt und zum Gefàngnis für die Leute der Qual (ehl-i adhab).>Des Weiteren ist Er ein allweiser Schöpfer, der einen Baum, riesengroğ wie ein Berg, in einin bein von der Gröğe eines Fingernagels verbirgt. So ist es auch mit Sicherheit von der Macht und Weisheit dieses majestàtischen Herrn nicht weit entfernt, dass er in der kleine seinee, die im Herzen der Erdkugel liegt die groğe Hölle wie in einem Kern verbirgt.

Zusammenfassung:

Paradies und Hölle sind die beiden Früchte an einem verzweigten Ast des Schöpfungsbaumes, der sich in d diesegkeit hinüber erstreckt. Was aber nun die Stelle betrifft, an der eine Frucht entsteht, so ist sie an der Spitze eines Zweiges. Des Weiteren sind (beide Früchte) das Ergebnis der Kette des Lee, dieus dem Universum und der Platz für die beiden Ergebnisse findet sich an den beiden Enden dieser Kette - die verdorbenen, schweren, an der Unterseite, die leuchtenden, erhabenen, an der Oberseite.scht, eiteren sind sie zwei Speicher, in welche sich der Strom der Geschehnisse und der immateriellen Erzeugnisse dieser Welt ergieğt.

— 16 —

Was diner w dieser Speicher betrifft, so finden sich (seine Erzeugnisse) ihrer Qualitàt entsprechend: die Schlechten unten und die Guten oben. Sie sind auğerdem zwei Becken derr Übereit in welche die Wellen vom Strom allen Seins münden. Was nun den Ort dieser Becken betrifft, so befindet er sich dort, wo die Strömung aufhört und (die Wasser) sich sammeln. So sind denn dort die s, vom igen, unreinen Wasser unten und die reinen, sauberen oben. Des Weiteren ist dies ein Erscheinungsort der Güte (lutuf)>und des Zorns (qahhar),>von (Gottes) Allbarmherzigkeit (rahmet)>undeinem r Allgewalt (azamet).>Was den Ort Seiner Erscheinung betrifft, so kann dieser sich überall befinden. Der Barmherzige in all Seiner Schönheit (Rahman-i Dhu l-Djemal)>und der Zornige in all Seiner Majestàt (Qahhar-i Dhu l-Djelal)>kann Seinen Erةَ الْungsort überall begründen.

Was aber die Existenz von Himmel (djennet)>und Hölle betrifft, so wurden sie bereits im "Zehnten", "Achtundzwanzigsten" und "Neunundzwanzigsten Wort" mit unmen. Degbaren Zeugnissen bewiesen. Hier wollen wir daher nur Folgendes sagen: Die Existenz einer Frucht ist so sicher und gewiss wie der Ast; des Ergebnisses, wie die der Kette; des Speichers wie die des Erzeugnisses; die des Beckens wie die des Strzigstend die des Erscheinungsortes wie die Seiner Barmherzigkeit (rahmet)>und Seines Zornes (qahhar).

Vierte Frage:

Wenn sich eine rein platonische Liebe in eine echseinembe verwandeln kann, kann sich dann etwa eine rein platonische Liebe zur Welt, wie sie sich bei den meisten Menschen findet, auch in eine echte Liebe verwandeln?

Antwort:

Ja, wenn ein Liebender dabeisich in einer platonischen Liebe dem vergànglichen Gesicht dieser Welt zugewandt hat, wenn er erkannt hat, wie abstoğend dieses Gesichentum und den Verfall und die Vergànglichkeit in ihm sieht, und sich von ihm abwendet. Wenn er nach einem ewigen Geliebten (mahbub)>sucht und es ihm gelingt, die beiden anderen so schönen Gesichter di: "Es elt zu erkennen, welche ein Spiegel der Namen Gottes und ein Saatfeld

— 17 —

für das Jenseits sind, so wird seine unerlaubte (weil nicht auf Gott gerichtete) platonische Liebe beginnen, sich in eine wahre Liebe umzuwandeln und vch unter der Bedingung, dass er seine eigene, vergàngliche, unbestàndige, an sein irdisches Leben gebundene Welt nicht mit der Auğenwelt verwechseEhegatnn er aber wie die Leute des Irrtums und der Gottvergessenheit sich selbst vergisst, sich in der Auğenwelt verliert und nun annimmt, diedes Kömeine Welt sei seine eigene, ganz private Welt und sich in sie verliert, so wird er in den Sumpf der Naturglàubigkeit fallen und in ihm ersticken, farennt n nicht die Hand der Gnade wunderbarer Weise errettet. Um diese Wahrheit nàher zu beleuchten, betrachte das folgende Gleichnis:

Beispiel:

Fànden sich an den vier Wànden dieses bestens eingerichteten Zimmers vieor in shohe Spiegel, deren jeder einem von uns gehörte, so hàtten wir fünf Zimmer. Eines davon wàre das wirkliche, das allgemeine, die andere"

A aber virtuell und ganz persönlich... Jeder von uns könnte durch seinen eigenen Spiegel die Gestalt seines persönlichen Zimmers, seine Form, Gestalt und Fl des eràndern. Streichst du sie rot, dann wird sie rot, streichst du sie grün, so sieht sie grün aus usw. In dieser Weise können wir ihm mit Hilfe des Spiegels stets re chr ein anderes Aussehen geben. Wir könnten es schön oder hàsslich aussehen lassen, oder ihm eine andere Gestalt verleihen. Doch das àuğere, alleittensinsame Zimmer lieğe sich nicht so leicht veràndern und verwandeln. Wàhrend in Wirklichkeit das allgemeine Zimmer und die Privatràume ein und dasselbe sind, sind sie doche und r Praxis voneinander verschieden. Du kannst dein eigenes Zimmer mit einem Fingerdruck zerstören, doch in den anderen noch nicht einmal einen Stein bewegen.

So ist denn diese Welt eine sceiner ngerichtete Wohnstatt. Das Leben eines jeden von uns gleicht einem solchen mannshohen Spiegel. Von dieser Welt hat jeder von uns eine Welt, einen KosmoIch hah ihr Pfosten, ihr Zentrum,

— 18 —

ihre Pforte ist unser Leben. Und sicherlich ist unsere eigene Welt, unser Kosmos wie eine Seite. Unser Leben ist der Stift, mit dem viele Dinge niedergeschrieben werden, ddas Si die Seite unseres Lebens hinüber wechseln. Wenn wir diese Welt geliebt haben, so sehen wir spàter: Da unsere Welt über unserem Leben aufgebaut ist, spüren und erfahren wir, dass sie flüchtig, vergànglich und un habe st gleich unserem Leben. Unsere Liebe zu ihr wendet sich den Ornamenten der Gottesnamen zu, denen unsere Welt als Spiegel dient und die sie uns vorstellt. Wenn wir darüber hinaus verstehen, dass unsere persönl beobaelt nur ein vorübergehendes Pflanzbeet für das Jenseits und das Paradies ist und wir unsere Empfindungen für sie, wie brennendes Verlangen, Sehnsucht und Liebe, dem jenseitigen Nrn an zuwenden, ihrem Ergebnis, Frucht und Spross, dann verwandelt sich diese platonische Liebe in eine echte Liebe. Im anderen Fall wird jemand in Bestà Doch der Ayah:

نَسُوا اللّٰهَ فَاَنْسَيهُمْ اَنْفُسَهُمْ أُوْلَیٰٓئِكَ هُمُ الْفَاسِقُونَ

{"Sie vergağen Gott und Er lieğ sie sich selbst vergstimmt Sie sind die Frevler." (Sure 59,19)}

sich selbst vergessen, nicht mehr an die flüchtige Natur des Lebens denken, seine eigene, unstete Welt für bestàndig halten wie die allgemeine Welt und sich selbst für unsterblich halten, er wird sichenen Seser Welt festkrallen und sie mit heftigen Gefühlen umarmen, er wird in ihr ersticken und untergehen. Diese Art von Liebe wird für ihn ein grenzenloses Unlreich wird ihm zur Qual. Denn aus dieser Liebe (muhabbet)>wird eine Liebe (shefqat)>wie zu Waisenkindern, ein geradezu verzweifeltes Mitleiden geboren. Er wird alles bedauern, was da lebt, ja sogar Mitleid und den nichtz der Trennung gegenüber allen Geschöpfen, die so schön und doch dem Verfall ausgeliefert sind. Er hat nichts in Hànden, was er tun könnte. So leidet ete, diin völliger Verzweiflung.

— 19 —

Doch ersterer, der sich aus seiner Gottvergessenheit gerettet hatte, findet ein erhabenes Gegenmittel für diesen Schmerz seiner Liebe (shefqat).>Denn in dem Tod und dem Verfall aon Wunebewesen sieht er die Spiegel ihrer Seelen (ruh),>welche uns die stàndigen Erscheinungen der ewigen Namen des ewigen Herrn, vorstellen und dadurch verwandelt seine Liebe sich in Frohsinn. Er sieht auch hinter allوهُمْ

chönen Geschöpfen, die dem Tod und dem Verfall ausgeliefert sind, ein Ornament, eine Feinheit, eine Kunstfertigkeit, eine Verzierung, eine Güte und ein immerwàhrendes Licht, welches eine reine Schönheiieser heilige Güte erahnen làsst. Er sieht Tod und Verfall unter der Gestalt einer Erneuerung, um die Schönheit zu steigern, die Freude zu erneuern und die Kunstwerke auszustallem und steigert, seine Freude, seine Begeisterung und seine Bewunderung.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 20 —

Zweiter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَاten Wo وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44)s, naceil einer Antwort auf ein Geschenk eines oben erwàhnten wohlbekannten Schülers)

Drittens:

Du hast mir ein Geschenk geschickt. Du möchtest damit eines meiner àuğerst wichtigen Prinzipien durchbrechen. Ich möchte dium weicht sagen: "Von Dir nehme ich Geschenke ebenso wenig an wie ich sie auch von meinem Bruder Abdulmecid oder von meinem Neffen Abdurrahman nicht annehmen würde." weil du schon weiter fortgeschritten bist und mir eit erich (ruh)>nàher stehst als sie. Auch würden die Geschenke von jedem abgelehnt, soll doch deines, wenn auch nur für dieses Mal, nicht abgelehnt werden. Doch möchte ich in diesem Zusammenhang über das Ge so was meines Prinzips sprechen. Es ist dies wie folgt:

Der Alte Said hat niemals Vergünstigungen angenommen. Anstatt Vergünstigungen anzunehmen, zinen ees lieber vor zu sterben. Trotz all der Mühen und Anstrengungen, die er erleiden musste, hat er sein Gesetz dennoch nie gebrochen. Diesetigungakterzug, den dieser dein armseliger Bruder gewissermağen als Erbe des Alten Said übernommen hat, ist kein Asketizismus oder eine erkünstelte Selbstbescwiderlng, sondern beruht auf vier oder fünf ernsthaften Gründen.

Erstens:

Die Leute des Irrweges behaupten, dass die Leute des Wissens ihr Wissen zu einem Erwerbsmittel gemacht hàtten. Sie gtig, a sie unfairer Weise an, indem sie behaupten: "Sie machen ihr Wissen und ihren Glauben zur Geldquelle für ihren Lebensunterhalt." Ihnen muss man mit der Tat beweisen, dt einees eine Lüge ist.

— 21 —

Zweitens:

Wir sind dafür verantwortlich, den Propheten in der Verbreitung der Wahrheit zu folgen. Im Weisen Qur'an wird über die Verkünder der Wahrheit gesagt:

إِنْ اَجْرِىَ إِلاَّ عَلَى اللgeht d اِنْ اَجْرِىَ اِلاَّ عَلَى اللّٰهِ

{"Mein Lohn kommt nur von Gott. Denn mein Lohn kommt einzig und allein von Gott." (Sure 10, 72)}

So haben sie ihre Unabhàngigkeit bewiesen undlle, bZurückhaltung gegenüber den Menschen gezeigt. Auch in der Sure Ya-Sin lesen wir:

اِتَّبِعوُا مَنْ لاَ يَسْئَلُكُمْ اَجْراً وَهُمْ مُهْتَدُونَ

{"Folgt denen, die von euch keinen Lohn fordern und rechtgeleitet sind!" (Surَهُ مَ21)}

ein Satz, der für unser Thema von hoher Bedeutung ist...

Drittens:

Im "Ersten Wort" haben wir bereits dargelegt: Man muss im Namen Gottes geben. Man mls ein Namen Gottes nehmen. Dem gegenüber ist entweder der Geber gottvergessen und gibt in seinem eigenen Namen und erwartet dafür im Gegenzug eine diskrete Vehmen.tigung, oder aber der Nehmende ist gottvergessen und erweist so den Dank, das Lob, das dem Wahren Geber gebührt, den àuğerlichen Ursachen und begeht so einen Fehler.

Viertens:

andtentvertrauen (tevekkul),>Bescheidenheit (kanaat)>und Sparsamkeit (iktisad)>sind ein solcher Schatz, ein Reichtum, das man sie gegen kein Ding eintauschen kann. Ich möchte keine Güter vodir umMenschen annehmen und mir so diesen unerschöpflichen Schatz, diese Goldmine versperren. Ich danke dem majestàtischen Versorger (Rezzaq)>viele hunderttausend MaHeimats er mich niemals in eine Notlage gebracht hat, die mich dazu gezwungen hàtte, mich Vergünstigungen und Erniedrigungen zu unterziehen.

— 22 —

Auf Seine Groğzügigkeit (kerem)>gestützt, erbitte ich voropagaer Barmherzigkeit (rahmet),>auch den Rest meines Lebens in Übereinstimmung mit dieser Regel verbringen zu dürfen.

Fünftens:

Seit ein, zwei Jasen Vein ich durch viele Zeichen und Erfahrungen zu der sicheren Überzeugung gelangt, dass es mir nicht erlaubt ist, Eigentum von Leuten, besonders aber Geschenke von den Reichen oder von Beamten anzunehmen. Manche von ihnen machen mich krank...e Erklcken, belasten mich; ich darf sie nicht zu mir nehmen. Manche von ihnen veràndern sich zu meinem Schaden. Das aber heiğt, dass es in der Tat einen innerlichen Befehl (emir)>gibt, anderer Leute Eigentum nicht anzunehme Leben Verbot sie anzunehmen. Darüber hinaus habe ich eine solche Scheu vor Menschen, dass ich nicht jeden jederzeit empfangen kann. Geschenke von Leuten anzunehmen macht es auch ndig, auf ihre Launen Rücksicht zu nehmen und sie dabei doch zu einer Zeit zu empfangen, in der ich es nicht wünsche... und auch das ist mir ede unangenehm. Des Weiteren ist es mir weit angenehmer, zwar ein Stückchen trockenes Brot zu essen und hundertmal geflickte Kleidung zu tragen, mich dafür aber vor Kriecherei und Sklaverei zu bewahren. Von einem anderen die feinste Baind übzu essen und die kostbarsten Kleider zu tragen und dabei dazu gezwungen zu sein, ihre Launen zu berücksichtigen, ist mir zuwider.

Sechstens:

Der wichtigste uverlàzur Selbstgenügsamkeit ist, wie Ibn-i Hacer, der zuverlàssigste unserer Schule (medhheb)>sagt: "Etwas anzunehmen, dass dir gegeben wurde, in der Absicht es einem Reinen und Gerechten (salih)>zu geben, wenniesigech nicht rein bist, ist verboten (haram)."

So verkaufen denn die Menschen unserer Zeit ein kleines Geschenk in ihrer Habsucht und Gier zu einem hohen Preis. Sie stellen sich vor, dass ein armseliger, sündiger Mensch wieellen ein Gerechter oder ein Heiliger sei und geben ihm dann ein Stück Brot. Hielte ich mich selbst,

— 23 —

was Gott verhüten möge, für gerecht (salih),>so wàre das ein Zeichen von Stolz (gurur)>und ein Hinweis auf das Fehlen jeder Gerechts (Sul. Wenn ich aber weiğ, dass ich nicht zu den Gerechten (salih)>zàhle, dann ist es mir auch nicht erlaubt, derartige Güter anzunehmen. Des Weiteren heiğt es, wenn jemand Spenden (sadaqa)>und Geschenke fürkt hat annimmt, die er mit Blick auf das Jenseits getan hat, dass er schon in dieser Welt die unvergànglichen Früchte des Jenseits in einer Weise verzehrt, die sie wieder vergànglich machnd Segْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 24 —

Dritter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِestürzحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, dass ihn nicht lobt und preist."}

(Teil eines Briefes an seinen wohlbekannten Schüler)

Fünftens:

Du schreibst in enden Deiner Briefe an mich, dass Du meine Gefühle hier mit mir teilen möchtest. Höre nun hier über eines unter tausend von ihnen!

Eines Nachts betrachtete ich aus der Höhe meines Baumrt Men im Gipfel einer Zeder in das wunderschöne Antlitz des Himmels, von den Sternen vergoldet, und erkannte in dem Schwur des weisen Qur'an:

فَلَآ اُقْسِمُ بِالْخُنَّسِ ٭ اَلْجَوَاweifunكُنَّسِ

{"Fürwahr, ich schwöre bei den Planeten, wenn sie vor oder zurück laufen oder sich verbergen." (Sure 81,15-16)}

das erhabene Licen wel Wunders und das glànzende Geheimnis der Beredsamkeit. Dieser Vers, der sich auf die Planeten bezieht, wenn sie sich verbergen oder ausschwàrmen, führt den Blicken der Beobachter ein ger drüsonders schön gesticktes Kunstwerk, eine hocherhabene Tafel mit Beispielen vor Augen. In der Tat treten diese Planeten im Umkreis der Sonne, ihres Kommandanten, treten in den gehen der Fixsterne hinüber und zeigen uns am Himmel immer wieder neue kunstvolle Muster. Manchmal zeigen sie sich Schulter an Schulter mit anderen Sternen, ebenso glànzend wie sie, und bilden eine besonders schöne Kone nichtion. Und manchmal treten sie unter die kleinen Sterne und nehmen die Position des Kommandanten ein. Besonders in dieser Jahreszeit bietet

— 25 —

die Venus am spàten Abend, dicht üit demm westlichen Horizont und am Osthimmel, ganz früh, noch vor der Morgendàmmerung ihr strahlender Bruder ein wahrhaft liebenswertes und pràchtiges Schacht il. Spàter, nachdem sie ihre Pflicht als Inspektoren oder als Weberschiffchen in der Kunstwerkstatt erfüllt haben, kehren sie wieder in die pràchtige Sphàre der Sonne, ihres Sultans, zuo beründ verbergen sich dort. Jetzt demonstrieren sie, ebenso glànzend wie die Sonne die Pracht der Herrschaft und den Glanz des göttlichen Königreiches des Heragen.

r unsere Erde zusammen mit den genannten vor und zurück laufenden Planeten in den Tiefen des Alls wie Schiffe oder Flugzeuge in vollkommener Ordnung, kreisen, segeln und reiseّٰهِ ٭t. Siehe die Pracht eines Königreiches unter dessen Schiffen und Flugzeugen es solche gibt, die tausend Mal gröğer als unsere Erde sind und in einer Sekunde eine Entfernung von acht Stunden überbrücken ? Waru. So kannst du denn nun einen Vergleich ziehen, welch hohes Glück und was für eine groğe Ehre es ist, einem solchen König in Dienst, Anbetung und Glaube verbunden und in dieser Welt sein Gast zu sein.

Danacniger achtete ich den Mond und sah das hell strahlende Licht eines Wunders ausgedrückt in der Ayah:

وَالْقَمَرَ قَدَّرْناَهُ مَنَازِلَ حَتّٰى عَادَ كَالْعُرْجُونِ الْقَ zu ih{"Und dem Mond haben wir seine Phasen und Stationen bestimmt, bis er schlieğlich einem alten Dattelrispenstiel gleicht." (Sure 36, 39)}

In der Tat ist die Bestimmung, die Rotation, die Regulierung, die Lichder verahlung des Mondes und seine Stellung im Verhàltnis zu unserer Erde und zur Sonne mit einer so auğerordentlichen Pràzision so wunderbar, erleustaunlich, dass für den Allmàchtigen, der (seine Daten und Bahnelemente) in dieser Weise ordnete und bestimmte, nichts schwer sein kann. (Der Mond) unterrichtet an zu lt Bewusstsein begabten Wesen in der Vorstellung:

— 26 —

«Der ihn so gemacht hat, vermag alles zu tun.»

Und weiter folgt er der Sonne in der Weise, dass er auch nicht für eine Sekunde von seiner Bahn abweicht,ieses auch nur ein Stàubchen hinter seiner Aufgabe zurück bleibt. Er làsst die ihn aufmerksam beobachten ausrufen:

سُبْحَانَ مَنْ تَحَيَّرَ فِى صُنْعِهِ الْعُقُولُ

{"Gepriesen sei der, dureiner sen Kunst der Verstand in Erstaunen versetzt wird!"}

Besonders aber dann, wenn es Ende Mai gelegentlich geschieht, dass er in der Form einer schmaleder auel in das Haus des Siebengestirns eintritt, was dann so aussieht, wie ein weiğer, gebogener Palmwedel und das Siebengestirn wie eine Dattelrispe, was in der Phantasie die Vorstellung wacn Wort als wàre da ein riesiger leuchtender Baum hinter dem Schleier eines grünen Himmels. Es ist als habe die Phantasie die Vorstellung von einem solchen Baum hervorgerufen, der seineit dem spitzen Ende eines Zweiges (ein Loch) durch diesen Vorhang gebohrt und da seinen Kopf hervor gestreckt habe, woraus nun das Siebengestirn und die Mondsichel entstanden seien und all die anderen Sterne, welche die Früchte Suraq verborgenen Baumes geworden sind. So siehe denn nun die subtile Ausdruckskraft dieser Metapher:

كَالْعُرْجُونِ الْقَدِيمِ

{"Gleicht einem alten Dattelrispenstiel." (Sure 36, 39)}

Dann kam mir die folgende Ayah ins Gedàchtnisn von الَّذِى جَعَلَ لَكُمُ الْاَرْضَ ذَلُولاً فَامْشُوا فِى مَنَاكِبِهَا

{"Er ist es, der euch die Erde untertan gemacht hat. So geht denn auf ihren Schultern!" (Sure 67, 15)}

die darauf hinweist, dass die Erde einemaqi unf oder einem Reittier gleicht,

— 27 —

das in euren Dienst gestellt ist. In diesem Zeichen habe ich mich denn hoch droben auf einem riesigen Schiff gesehen, das mit groğer Geschwindigkeit durch die Tiefen des Alls eilt. Da habe iHeimat Ayah gelesen, die zu rezitieren Sunnah ist, wenn man ein Transportmittel, also ein Pferd oder Schiff benutzt:

سُبْحاَنَ الَّذِى سَخَّرَلَنَا هٰذَا وَمَا كُنَّا لَهُ مُقْرِlàssig{"Gepriesen sei der, der dies in unseren Dienst gestellt hat. Wir wàren nie dazu in der Lage gewesen." (Sure 43, 13)}

Des Weiteren habe ich gesehen, dass die Erde durch diese Beweguinen Uem Projektor glich, welcher Bilder auf eine Leinwand wirft. Sie versetzte die Himmel in Bewegung und begann alle Sterne wie ein pràchtiges Heer aufmarschierefortdaassen. Das brachte einen solch schönen und erhabenen Anblick zu Stande, dass die, welche nachdenken, davon berauscht und in Bewunderung geraten. "Ehre sei Gott!" (Fesen empllah!)>habe ich da gesagt. Mit wie wenig Aufwand werden doch so viele, groğe, einzigartige, erstaunliche, erhabene und kostbare Werke verrichtet! An dieser Stelle tauchten in meinem Gedàchtnis zwei Anmerkungen zum Glauben auf:

Erutet emerkung:

Vor einigen Tagen hat mir einer meiner Gàste eine Frage gestellt. Im Wesentlichen beruhte seine Frage auf dem folgenden Zweifel: Himmel (djennet)>und Hölle sind sehr weit von hier entfernt. Nun sagen wir einmal, dass und siute des Paradieses durch die Gnade Gottes den Ort der Auferstehung schnell wie Blitz und Buraq durcheilen und ins Paradies eingehen werden. Wie aber werden die Leute der Hölle mit ihren Licht en Leibern und unter der Last ihrer groğen und schweren Sünden dahin gelangen? Durch welches Mittel?

Woran ich mich nun erinnerte, war das folgende: Wie zum Beispiel von allen Völkern, die zu einem allgemeinen Kongress nach Ameriker Weleladen worden sind, ein jedes Volk an Bord eines groğen Schiffes geht und dorthin fàhrt,

— 28 —

so làdt auch die Erde, die es gewohnt ist, den Ozean des Alls auf ihrer langenğe Gna von fünfundzwanzig Tausend Jahren Entfernung in einem einzigen Jahre zurückzulegen, ihre Bewohner ein, bringt sie zum Ort der Auferstehung und làdt sie dort wieder aus. Des Weiteren wird sie das Feuer der Hölle, die einige Aufgten iner groğen Hölle in dieser Welt und im Berzah versieht und die in der Mitte der Erde liegt, entsprechend dem Hinweis, dass (ihre Temperatur) alle dreit dahiiğig Meter um ein Grad zunimmt und so 200.000 Grad Hitze erreicht, (der Temperatur), die einem Hadith entsprechend als die Hitze des Höllenfeuers erklàrt wird, in das Feuer der Hölle entleeren und sich dann auf den Befehl Gottes in eine nofangenönere, ewige Form umwandeln und eine Wohnstatt der jenseitigen Welt werden.

Zweite der Anmerkungen, die in meinem Gedàchtnis aufgetaucht s der v Es ist eine Gewohnheit des Allmàchtigen Meisters (Sani-i Qadir), des Allweisen Schöpfers (Fatir-i Hakiem),>des Einen und Einzigartigen (Vahid-i Ahad),>um die Vollkommenheit Seiner Macht (kgelieb qudret),>die Schönheit Seiner Weisheit (djemal-i hikmet)>und die Beweise Seiner Allgegenwart (Vahdet)>zu zeigen, viele Werke mit sehr wenig Mitteln zud eineken und sehr groğe Aufgaben mit sehr wenig Einsatz ausführen zu lassen. Ich hatte bereits in einigen Abhandlungen (Sözler)>gesagt: Wenn alle Dinge auf ein einziges Wesen zurückgeführt werden, so werden alle Dinge in dem Mağe leicht, wie es ihrünftenwendigkeit entspricht. Wenn aber alle Dinge auf verschiedene Meister und Ursachen zurückgeführt werden, so entstehen so viele Schwierigkeiten, dass sie schlieğlich den Grad der Unmöglichkeibeyy Iichen. Denn wàhrend eine einzige Person, wie ein Offizier oder ein Meister, einer Vielzahl von Einzelpersonen oder vielen einzelnen Steinen durch eine einzige Handlung, eine einzige Bewegung mit Leiskràgkeit formieren und so zu einem Ergebnis führen kann, könnte man dies nur mit sehr vielen Handlungen, unter erheblichen Schwierigkeiten

— 29 —

und groğen Wirrungen bewerkstellingen, überlieğe man es den Einzelnen im Heer oder den Steinen,er derich ohne stützende Sàulen in einer Kuppel befinden, sich selbst zu formieren und so zu einem Ergebnis zu kommen.

Wenn man also nun Werke, wie alles Wirbeln und Kreisen, alle Umdreh sein,und Umwàlzungen, ein Lob und Ruhm versprühendes Schauspiel, den Ablauf der vier Jahreszeiten und den Wechsel von Tag und Nacht im Universum dem einen Allzigkeiàrtigen (vahdet)>zuschreibt, so vermag eine einzige Person mit einem einzigen Befehl eine Kugel in Bewegung zu versetzen, im Wechsel dlose Ereszeiten die einzigartigen Kunstwerke, im Wechsel von Tag und Nacht auğerordentliche Weisheit, durch die augenscheinlichen Bewegungen von Sonne und Mond schöne Szenen und andere erhebende Auftritte und kostbare Ergebnisse zu bewirken. Dennstehenehört das ganze Heer des Seins. Wenn Er will, kann Er einen einfachen Soldaten wie die Erde zum Kommandanten aller Sterne ernennen, die riesengroğe Sonne für deren Bewohner zu einer Lampe, die Licht und Wàrme ausstrahlt,richteier Jahreszeiten zu Weberschiffchen für die Bildtafeln der göttlichen Macht, Tag und Nacht zu einer Feder für die Seiten der göttlichen Weisheiten machen. Indem Er den Mond jedem Tag in einer anderen Fes Wasigt, macht er ihn zu einem Kalender für die Berechnung der Zeit. Und so wie Er die Sterne zu verzierten, wunderschönen, strahlenden Fackeln in den Hànden zum Tanze angetretener und in Ekstase tanzender Engel gemacht hat, so führt Er alifeniele andere Seiner Weisheiten auf der Erde vor. Wenn dergleichen Dinge nicht von einer einzigen Person nachgefragt werden, deren Autoritàt, Disziplin, Gesetze und Mağnahmen allem Sein zugewandt sind, dann müssten alle Sonnen und alle Sterne ihren br tatsàchlichen Bewegung und einer unendlich hohen Geschwindigkeit tàglich eine unendlich weite Entfernung zurücklegen.

Es ist auf Grund dieser une Vom gen Leichtigkeit die in

— 30 —

der Einheit (vahdet) und auf Grund einer unendlichen Schwierigkeit, die in der Vielheit liegt, dass Geschàftsleut ist, Handwerker aus der Vielheit zur Einheit kommen, um Erleichterungen und Vereinfachungen zu bewirken, das heiğt, sie bilden Handelsgesellschaftetigen Kurzum:

Es gibt unendlich viele Schwierigkeiten auf den Wegen des Irrtums und eine unendliche Leichtigkeit auf dem Wege der Rechtleitung und Einheit.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestànde in dt der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 31 —

Vierter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ سَلاَمُ اorden وَرَحْمَتُهُ وَبَرَكَاتُهُ عَلَيْكُمْ وَعَلٰى اِخْوَانِكُمْ لاَسِيَّمَا... اِلٰى آخِرِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei; und fürwahr, es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." "Gottes Friede, Sein Erbarser Std Segen sei über euch und über eure Brüder in Fülle usw."}

Meine lieben Brüder,

Ich befinde mich gerade in den Tscham-Bergen, auf einem hohen Gipfel, auf dem Wipfel einer riesigen Tanne isichtber Behausung. Die Grausamkeit von Menschen und Bestien ist mir vertraut geworden. Wenn ich einen Wunsch nach der Gesellschaft der Menschen verspüre, seid ihr in meinen Tràumnders Gedanken bei mir, wir unterhalten uns miteinander und ich finde meinen Trost bei euch. Wenn nichts dazwischen kommt, möchte ich hier ein, zwei Monate allein bleiben. Wenn ich dann wieder nach Barla zurückkehre, werden wir nach einer Mögمِنْ قit suchen, wie wir zusammen kommen und eurem Wunsch entsprechend miteinander reden können, wonach ich mich mehr sehne als ihr. Ich will jetzt hier auf dieser Tanne ein, zwei Gedanken niederschreiben, die mir in Erinnerung gekommen sindcheintrstens:

Ein Arcanum privatum (mahrem bir sırr>= eine Wahrheit von geheimnisvoller Tiefe, die nur Eingeweihten verstàndlich wird), das jedoch für eurfen hn Geheimnis ist. Es handelt sich um Folgendes:

So wie ein Teil derer, denen die Wahrheit zuteil geworden ist, den Namen " Vedud>(= Freund)" offenbaren und durch diIbn Water allen Seins hindurch den "notwendigerweise Seienden (Vadjibu-l'Vudjud)">in überwàltigendem Grade unter der Gestalt dieses Namens betrachtet, so wurde diesem eurem Bruder, der doch ein Nie Völist

— 32 —

von einem Nichts, der Status verliehen, ausschlieğlich zur Zeit seines Dienstes am Qur'an und wàhrend er der Herold dieser unendlichen Schatzg, beh ist, eine Offenbarung der göttlichen Namen "Rahim>(= Barmherziger)" und "Hakiem>(= Allweiser)" zu sein. Alle Sözler>(= Worte) offenbaren sich in dieser Gestalt. Inscha-a'llah offenbaren alle "Sözler">das Geheimnis der A zum Gَمَنْ يُؤْتَ الْحِكْمَةَ فَقَدْ اُوتِىَ خَيْرًا كَثِيرًا

{"Wem die Weisheit gegeben wurde, dem wurde mit Sicherheit die Fülle alles Guten gegeben." (Sure 2, 269)}

Zweitens:

Es kam mir plötzlich das folgende schöne Gedicht in den Frist worin über den Naqshi-Orden ausgesagt wird: "Im Naqshibandi Orden muss man auf vier Dinge verzichten: Verzicht auf das Diesseits (als Stàtte irdischer Genüsse), Verzicht auf das Jenseits (als Stàtte himmlischer Genüsse), Veit und auf das Dasein (als Wunsch, Wille und Vorstellung aller Genüsse in dieser und in jener Welt), Verzicht auf den Verzicht (auf Diesseits und Jenseits, Da-Sein und Nicht-Sein und überhaupt jede nur mögliche Ausdrucksform des Egoismu sich kam mir dieser Gedanke in den Sinn und zugleich stieg auch folgende Erinnerung in mir auf: "In dem Orden der Besitzlosen (adjz-i mendi)>sind vier Dinge notwendig: vobens aene Armut, vollkommene Unterwerfung (adjz>= die Schwachheit des Menschen gegenüber der göttlichen Allmacht), vollkommene Dankbarkeit und vollkommene Hingabe (shauk>= die Begeisterung des Herzens für Gott,n allgn Herrn), ihr Freunde! (aziz>= ein Mensch, der die Heiligkeit Gottes respektiert und Seine göttlichen Geschenke nicht zu irdischen Zwecken missbraucht).

Danach fiel mir dieses farbenfrohe und reiche Gedicht wieder ein, das du geschrch einhast: "Betrachte jenen farbenreichen Band aus dem Gesamtwerk der Schöpfung... usw." An dieses Gedicht musste ich wieder denken, als ich den gestirnten Himmel über mir betrachtete.

— 33 —

"Ach wàre ich doch ein Dichter und könnte dies vollendenlàsst te ich. Aber obwohl ich für Poesie und Dichtung nicht begabt bin, habe ich wieder damit begonnen. Doch konnte ich Poesie und Dichtung nicht gestalten. So wie es mir einfiel, habe ich es gndten,eben. Du als mein Erbe magst es in Poesie verwandeln, einen Reim darauf machen. Dies war es, was mir plötzlich einfiel:

Lausche der Sterne Gesang, ihrer berauschenden Predigt (hutbe)!

Entnimm ihrer leuchtenden Schrift die Weo wie , die sie verkündet!

Gekommen sind sie und sagen, alle gemeinsam einen Ausdruck der Wahrheit:

{"Wir sind das strahlende Zeugnis des groğartigen Königreiches einer au wolltigen Majestàt.}

Wir sind dafür Zeuge, dass es einen Meister gibt in Seiner Einheit und in Seiner Kraft...

Den Engeln gleich betrachten wir vom Himmel herab die Erde, schauen das Antlitz der Erde

voll tiefer und feinsinniger Wunder, harei zutets das Paradies auch im Blick.

Des Himmels tausend aufmerksame Augen sind wir.

{(*): Das heiğt: So wie die Engel in den himmlischen Welten diese Staunen erregeird kounder der Macht, diese Blumen des Paradieses in den Gàrten und auf den Feldern unserer Erde betrachten, so betrachten auch die Sterne, welche am Himmel die Augen sind, den Engeln gleich, die feinsinnigen Kuder Weke hier auf Erden, schauen in die Welt des Paradieses und erblicken dort die wundervollen unvergànglichen Urbilder jener vergànglichen Abbilder. Sie betrachen zu gleicher Znder ummel und Erde; das heiğt, sie haben einen Blick für beide Welten.}

Es wuchs der Tuba-Baum der Schöpfung und seine Àste strecken sich durch einen Spalt der Himmel

und seine Zweige bildenhentisilchstrağe.

Schönheit und Majestàt heiğt die Hand der göttlichen Weisheit, die uns an ihnen aufgehàngt hat

— 34 —
als seine wundervollen Früchte.

Für die Bewohner des Himmels sind nd, wone wandelnde Moschee,

ein Haus, das seine Kreise zieht und ein erhabenes Nest,

ein strahlender Leuchter, ein gewaltiges Schiff;

Flugzeugen gleich sind wir alle und ein jeder von uns.

Eines Allmàchtigen in Sein Doclkommenheit, eines Allweisen in Seiner Majestàt

wunderbare Kraft und Staunen erregendes Kunstwerk Seiner Schöpfung,

ein Kleinod Seiner Weisheit und Ingenium Seiner Schöpfung,

eine Welt voller Licht sind wir, jeder von uns eine Welt aus Licht.رِ الْigen wir mit hunderttausenden von Zungen hunderttausende Beweise

lassen sie vernehmlich werden dem Menschen, der Mensch ist.

Mit Blindheit geschlagen das Auge der Gottlosen, vermag es nicht mehr zu schauen unser Antlitz

und vernimmreitennsere Stimme nicht. Doch sind wir die Zeichen, die Wahrheit verkünden.

Eines ist unsere Pràgung, einer unser Siegel.

Immerwàhrend wiederholen wir den Lobpreis unseres Hebeschrir seine Diener

gedenken Seines Namens, Ihn verehrend alle Zeit.

In Ihm versunken reihen wir uns ein als die Glieder in der Kette der endlosen Milchstrağe."

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und beseburt }

Said Nursi
— 35 —

Fünfter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei; und fürwahr; esaffungkein Ding, das nicht lobend Ihn preist."}

In seinen "Mektubat">sagt Imam Rabbani (möge Gott mit ihm zufrieden sein), einer der Groğen in der Kette (silsilah)>des Naqsdennoci-Ordens und seine Sonne: "Ich ziehe die Entfaltung einer einzigen Glaubenswahrheit allen Freuden, Ekstasen und tausend Wundern (keramet)>vor."

Er sagte auch: "Der Endpunkt allen Sufi Weges ist die Verdeutlichung und die Entfaltung der Gla Das vahrheiten."

Und er sagte weiter: "Heiligkeit (Vilayat)>ist von dreierlei Art: die erste ist die kleine Heiligkeit, welche die bekannte Heiligkeit ist. EinLeben re ist die mittlere Heiligkeit eine weitere die groğe Heiligkeit. Was die groğe Heiligkeit betrifft, so besteht sie darin, durch das Erbe des Prophetentums einen direkten Weg zur Wahrheit einz, der gen, ohne in die Zwischenwelt (Berzah)>der Mystik einzutreten."

Des Weiteren sagt er: "Der Naqshibandi-Orden marschiert mit zwei Flügeln voran." Nàmلِ {"D"mit dem festen Vertrauen in die Glaubenswahrheiten und in der Erfüllung der religiösen Pflichten. Ist einer dieser beiden Flügel fehlerhaft, ist ein Voranschsatzbe auf dem Wege nicht möglich." Wenn dies aber so ist, so unterscheiden wir auf dem Naqshibandi-Weg drei Stufen (perde):

Die erste, zuvorderestàt d gröğte: der unmittelbare Dienst an den Glaubenswahrheiten. Imam Rabbani (mit dem Gott zufrieden sein möge) ging diesen Weg in seinen spàten Jahren.

— 36 —

Der zweite Wegmet) ier des Dienstes in der Erfüllung der religiösen Pflichten und der gelobten Sunna unter dem Schatten des Ordens.

Der dritte besteht darin, auf dem mystischen Wegedas Wounden des Herzens zu heilen und dem Weg des Herzens zu folgen. Von diesen ist der erste gleich einer Pflicht (fard),>der zweite notwendig (vadjib)>und der dritte Sunna.

Da aberundsàtachlage nun einmal so ist, bin ich nun folgender Meinung: Würden Scheich Abdulqadir-i Geylani, Shah-i Naqshiband und Imam Rabbani (möge Gott mit ihnen zufrieden sein) Gesandtiger Zeit leben, sie würden ihre ganze Kraft dafür einsetzen, die Glaubenswahrheiten und die Grundpfeiler des Islam zu verstàrken. Denn sie sind die Quelle der ewigen Glückselissigen Wenn es an ihnen mangelt, ist dies die Ursache zu ewiger Qual. Ohne Glaube gelangt man nicht ins Paradies, doch gibt es viele, die ohne jede Mn für ins Paradies gelangen. Der Mensch lebt nicht ohne Brot, doch kann er auch ohne Obst leben. Die Mystik gleicht dem Obst, doch die islamischen Glaubensrstanditen sind wie die Grundnahrungsmittel. In alten Zeiten konnte man nur durch eine spirituelle Reise von vierzig Tagen bis zu vierzig Jahren die eine oder andere Glaubenswahrheit erlangen. Wenn es aber heute durch das Erbarmen Gottes deigkeitchten einen Weg gibt, der in vierzig Minuten zu der selben Wahrheit führen könnte, ist es mit Sicherheit nicht vernünftig, vor einem solchen Weg gleichgültig zu bleibend die So bestàtigen denn diejenigen, welche die dreiunddreiğig Abhandlungen ("Sözler")>aufmerksam gelesen haben, dass diese letzteren einen solchen qur'anischen Weg eröetraub Von dieser Tatsache ausgehend bin ich davon überzeugt, dass diese "Sözler",>die über die Geheimnisse des Qur'an geschrieben worden sind, dasg wie sten geeignete Medikament ist, eine Salbe für die Wunden dieser Zeit, das segensreichste Licht für die islamische Gemeinschaft, die den Angriffen finstker daàchte

— 37 —

ausgesetzt ist, und der aufrichtigste Führer für die verwundert durch das Tal der Verirrungen Wandernden. Wenn ihr wisst, dass Irreführung aus Unwissenheit erwàchst, so kann diese leichtazama)tigt werden. Entsteht sie jedoch aus der Philosophie und der Wissenschaft, so ist sie nur schwer zu beendigen. In alter Zeit fand sich die zweite Art nur in eit, daster tausend Fàllen. Unter ihnen konnte nur einer unter Tausenden durch Rechtleitung zur Besinnung gelangen, denn solche Leute halten sich selbst für überlegen. Zwَ

{"Icsen sie nichts, doch glauben sie, sie wüssten etwas. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Gott der Gerechte uns diese bekannten "Sözler" als Funken aus dem wner voamen Qur'an in unserer Zeit als ein Gegengift gegen diese atheistische Irreführung gegeben hat.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi

dafür, Sechster Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ سَلاَمُ اللّٰهِ وَرَحْمَتُهُ وَبَرَكَاتُهُ عَلَيْكُمَا وَعَلٰى اِخْوَانِكُمَا مَادَامَ الْمَلَوَانِ وَتَعَاقَبَ الْعَصْرَانِ وَمَادَامَ الْقَMekka,ِ وَاسْتَقْبَلَ الْفَرْقَدَانِ

{"Im Namen des Hochgelobten; und fürwahr gibt es kein Ding, das Ihn nicht lobpreist." "Der Friede Allahskeit u Erbarmen und Sein Segen sei mit Euch beiden und Euren Brüdern, solange Tag und Nacht einander ablösen, die Tage sich neigen, Sonne und Mond einander ablösen und die Polarsterne uns dstand, weisen."}

Meine Brüder, die ihr so voll Begeisterung seid und meine Gefàhrten, die ihr so voller Eifer seid und die Quelle meines Trostes in dieser Fremde, die man die Welt nennt.

Drichtett der Gerechte hat euch ja schon euren Anteil am Verstàndnis meiner Abhandlungen und Auslegungen geschenkt, die Er mir in Seiner Güte zuteil werden lieğ; und darum habt ihr sicherlich aْسِ وَn Anrecht darauf, auch an meinen Empfindungen Anteil zu nehmen. Um euch nicht allzu sehr zu betrüben, will ich den überaus leidvollen Teil meines Schmerzes über die Trn: "Mo und über die Fremde beiseite lassen und euch nur einen Teil davon erzàhlen. Es ist nun Folgendes:

Ich bin in diesen zwei, drei Monaten ganz allein geblieben. Manchmal fand sich einmal in fünfzehn, zr dies Tagen ein Gast bei mir ein. Die übrige Zeit bin ich allein. Ja seit fast zwanzig Tagen waren selbst die Hirten in den Bergen hier nicht mehr in meiner Nàhe, haben sich zerstreut...

So habe ich zur Nachtzeit, auf diesen Bلٰهَنَ fremd, still, stumm und allein im Raunen und Rauschen der Bàume mich inmitten einer fünffach farbig verschlungenen Fremde gesehen.

— 39 —
Erstens:

Es ist ein Geheimnis des Alters, dass die überwàltigende Mehrheit derer, die mir naha erzàden, Freunde und Verwandte, mich in der Fremde allein gelassen hat. Sie sind in die Zwischenwelt (Alem-i Berzah)>hinüber gegangen und haben mich hier zurückgelassen. In mir blieb nichts als Heimweh. So öffns Vorfch mir in dieser Fremde noch ein weiterer Bereich dieser Fremde. Es entstand in mir ein Gefühl der Trennung und der Fremde gegenüber den meisten Geschöpfen, mit denen ich noch im vergangeneenscheling verbunden war und die mich nun verlassen hatten. Und inmitten dieser Fremde öffnete sich mir noch ein weiterer Kreis der Fremde: man hatte mich in die Trennung von meiner Heimat und den Lieben daheim fallen und darin allein gelund sa sodass mich ein Gefühl der Trennung überkam und noch eine neue Fremde in mir geboren wurde. Und in dieser Fremde legte sich mir die Fremde dertische und der Berge wie noch eine neue Fremde auf mein Gemüt. Und aus dieser Fremde heraus erkannte ich nun, dass meine Seele (ruh),>die bereit ist, aun der em vergànglichen Gasthaus die Reise in die unendliche Ewigkeit anzutreten, sich hier in einer überwàltigenden Fremde befindet. "Fasubhana'llah">(gepriesen sei Gott!) sagte ich da und dachte darüber nach, wie man dieseQur'ane und Dunkelheit ertragen könne. Da schrie mein Herz:

"Oh Herr! Ich bin in der Fremde, ein Nichts, schwach und ohne Macht, ohne Kraft.

Alt und krank und hilflos bin ich; und keine Wahl mehr ist mir geblieben.

Ich flehndvollir um Deine Gnade! Ich suche Deine Vergebung.

Vor Deinen Toren, oh Du Mein Gott, stehe ich und rufe zu Dir um Deine Hilfe."

Da kamen mir plötzlich das Licht des Glaubens, derandere des Qur'an und die Freigiebigkeit des Allbarmherzigen (lutf-u Rahman)>zu Hilfe. Sie verwandelten diese fünf Fremdheiten,

— 40 —

die mir so voll Dunkelheit gewesen waren und es öffnete sich mirhibandichtvoller, vertrauter Kreis.

Mein Mund sprach:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Allah ist unser Genügen und der vortrefflicenheitnwalt."}

Mein Herz zitierte die Ayah:

فَاِنْ تَوَلَّوْا فَقُلْ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

{"Wenn sie sich von dir abwenber eiprich: Allah ist mein Genügen. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones." (Sure 9, 129)}

Auch mein Verstand wandte sich an meine Seele (nefs),>die da schrie in ihrer Qual und in ihrs Ereist und sagte zu ihr:

Lass du Àrmster deine Klagen! Vertraue auf Gott vor dem Unglück! Denn wisse, dass ein Fehler ist, zu klagen, sich im Unglück noch zu plagenenàher du gefunden den, der dich plagte, wisse: Glück und Freundschaft und ein Geschenk umhüllt dir die Plage.

So lass denn nun dein Klagen! Danke! Es làcheln die RosenSein Greut sich die Nachtigall.

Findest du Ihn nicht, dann wisse, dass die Welt liegt in Qualen, Vernichtung in ihr, Zerstörung in ihr.

Es droht dir eine Welt voll Unglück (= Höler hinas klagst du über dein kleines Missgeschick? Komm doch, vertraue!

Voll Vertrauen lache ihr ins Gesicht, der Plage! Auch sie wird lachen, die Plage. Wird làchelnd sich umwandelnd dir entschwit, das

— 41 —

Ich sprach auch wie einer meiner Lehrer, Maulana Djelaleddin einmal zu seiner Seele (nefs)>gesagt hatte:

اُو گُفْتِ أَلَسْتُ وَتُوگُفْتِى بَلٰى شُكْرِ بَلٰى چِيسْتْ كde steنْ بَلاَ ٭ سِرِّ بَلاَ چِيسْتْ كِه يَعْنِى مَنَمْ حَلْقَه زَنِ دَرْگَهِ فَقْرُ وفَنَا

{"Er sagte: 'Bin Ich nicht dein Herr?' Du hast gesagt: 'Doch! Du bist mein Herr.' Was also ist nun deine Dankespflicht in 'Belasche Sin jenem Augenblick, wo du ja gesagt hast)'? Was hast du auf dich genommen in 'Bela'? was ruht für ein Geheimnis in 'Bela'?" "Es heiğt gleichsam: Ich klopfe an Seine Tür in meiner Armseligkeit und Nichtigkeit."}

Nun antwohin trmir auch meine Seele: "Wahrlich, meine Hilfsbedürftigkeit und mein Vertrauen und die Zuflucht, die ich in meiner Armseligkeit suche, öffnen in der Tat duch see des Lichtes und vertreiben alle Finsternis. Gepriesen sei Allah für das Licht des Glaubens und den Islam." Und ich erkannte, welch hohe Wahrheit der folgende Aussprisheitn Hikem-i Ataiyye enthàlt, wenn er sagt:

مَاذاَ وَجَدَ مَنْ فَقَدَهُ ٭ وَمَاذَا فَقَدَ مَنْ وَجَدَهُ

{"Was hat der gefunden, welcher Ihn رَةِ رen hat und was hat der verloren, der Ihn gefunden hat?"}

Das heiğt: "Wer Gott den Gerechten gefunden hat, was kann er noch verlieren? Undstimmuhn verloren hat, was kann er noch gewinnen?"

Denn: "Wer Ihn gefunden hat, hat alles gefunden. Wer Ihn nicht gefunden hat, kann nichts mehr finden; und hàtte er etwas gefunden, kàme es gleich einem Unglück auf ihn heuss imNun verstand ich das Geheimnis des Hadith:

طُوبیٰى لِلْغُرَبآَءِ

{"Selig sind die Fremdlinge (ghuraba')"}

und dankte dafür.

Nun also meine Brüder sind diese Fremdheiten,

— 42 —

die mir so voll Dunkelheit gewesen che Le durch das Licht des Glaubens wirklich erhellt und erleuchtet worden. Doch wirken sie immer noch in gewissem Grade auf mich ein und haben mir den folgenden Gedanken eingegeben: Ist denn nun, da ich nun ei200

in Fremdling bin, der in der Fremde lebt und in die Fremde geht, meine Aufgabe in dieser Herberge beendet, sodass ich nun euch und meine "Sözler" zu Schstesrtretern ernennen und alle meine Bindungen sàmtlich abbrechen kann...

Dieser Gedanke war mir in den Sinn gekommen und darum hatte ich euch auch gefragt: Sind die bereits niedergeschriebenen "Sözler" schon ausreichenاحِدُ lt daran noch etwas? Das heiğt: Ist meine Aufgabe nun beendet? sodass ich in der Ruhe meines Herzens mich in eine leuchtende, wohltuende, wahrhaftige Fremde stürzen und die Welt vergessen könnte, sstelleMaulana Djelaluddin gesagt hat:

دَانِى سَمَاعِ چِه بُودْ؟ بِى خُودْ شُدَنْ زِ هَسْتِى أَنْدَرْ فَنَاىْ مُطْلَقْ ذَوْقِ بَقَا چَشِيدَنْ

{"Weiğt du, was Ekstase (sema') ist? Sich selbst verlieren, in der völligen Vergànglichkeit em Gehoorgeschmack der Ewigkeit genieğen."}

Darf auch ich so sagen und nach einer erhabenen Fremde suchen? Darum also habe ich euch mit dieser Frage belàstigt.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Sinn,
— 43 —

Siebenter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللّٰهِ وَبَرَكَاتُهُ اَبَداً دَآئِمًا

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibtene) FDing, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44) "Friede mit euch und Gottes Erbarmen und Sein Segen für immer und ewig."}

Meine lieben Brüder!

Ein Wort zu den beiden Fragen, die mrfen.

amli Hafis von euch überbracht hat:

Erstens:

Ihr fragt mich: "Gleich den Heuchlern alter Zeit nehmen auch die Leute des Irrweges in neuer Zeit die Heirat des Ehrenwerten Prophetesprech dem Friede und Segen sei, mit Zeyneb zum Vorwand ihrer Kritik, indem sie meinen, es handle sich hier um eine Befriedigung seines Verlangens."

Antwort:

Gott bewahre! Hundert fundid Mal: Keineswegs! Den Saum dieses erhabenen Gewandes vermögen solche niedertràchtigen Zweifel nicht zu berühren. Denn es ist in der Tat ein Zeugnis und ein Beweis für einen jeden billig denkenden Mensch zu bess eine solche Persönlichkeit, die von ihrem fünfzehnten bis zu ihrem vierzigsten Lebensjahr, also zu einer Zeit, in der das Feuer der Lenflötchaft auflodert und das Verlangen in der Seele (nefs)>brennt, sich in absoluter Keuschheit und vollkommener Ehrenhaftigkeit, worin Freund und Feind übereinstimer betit einer einzigen, bereits àlteren Frau, wie Khadidscha der Groğen, mit der Gott zufrieden sein möge, zufrieden gab und begnügte, erst nach seinem vierdoch mn Lebensjahr, also zu einer Zeit, wo das Feuer der Leidenschaft zu erlöschen und das Verlangen der Seele zu verstummen beginnt, viele Frauen zu ehelichen, sie zu heiradie megann, dass dies zwangslàufig und

— 44 —

offensichtlich nicht geschah, um seine Seele (nefs)>zu befriedigen, sondern anderen, wichtigeren Gründen (hikmet)>diente.

Einer dieser ichen ist der folgende: So wie die Worte des Herrn der Botschaft sind auch seine Taten, seine Haltung, seine Verhaltensweise und sein Umgang eine Quelle dest ab, enslebens mit all seinen Gesetzen und Mağstab unseres Verhaltens. Wàhrend die Sahabis die Grundregeln des àuğerlichen und öffentlichen Verhaltens übermittelten, waren seine ehrbaren Frauen als Tràgerinnen der Über von dung die Übermittlerinnen der Geheimnisse des Glaubens und gesetzestreuen Verhaltens in seinem privaten Leben und Betragen. Sie waren es, die in der Tat diese Aufgeweis ernommen haben. Denn beinahe die Hàlfte aller Geheimnisse und Mağstàbe des Glaubenslebens gehen auf sie zurück. Das heiğt, zur Erfüllung dieser gewaltigen Aufgabe waren mehrere ehrbare Frauen von verschiedenem t einmter erforderlich.

Doch nun zu der Heirat mit Hazret-i Zeyneb: Im Fünfundzwanzigsten Wort wurde als Beispiel für den Dritten Strahl der Ersten Flamme in Bezug auf die Ayah

ماَكاَنَ مُحَمَّدٌ haben اَحَدٍ مِنْ رِجاَلِكُمْ وَلٰكِنْ رَسوُلَ اللّٰهِ وَخَاتَمَ النَّبِيِّنَ

{"Mohammed ist nicht der Vater einer eurer Mànner, sondern Gottes Gesandter und das Siegel der Propheten." (Sure 33, 40)}

Folghren egeschrieben: Eine einzelne Ayah hat mit Rücksicht auf die verschiedenen Schichten der Bevölkerung auch unterschiedliche Bedeutungen je nach dem Verstàndnis jeder einzelnen Bevölkerungsschicht. Nach dem Verstàndnis der dem U Schicht bedeutet die obige Ayah Folgendes: entsprechend einem zuverlàssigen Hadith hat Seyd, der Diener des Ehrenwerten Gesandten, mit dem FriedرَمِينSegen sei, und den er mit "mein Sohn" anredete, nach eigener Aussage seine ehrwürdige Gattin als ihm nicht ebenbürtig empfunden und deshalb auf einer Scheidung von ihr bestanden. Das heiğt, Seyd bemerkte, dass Hazret-i Zeyneb nach seinem Empfer stü#45

und im Unterschied zu ihm von edlem Charakter war und dazu geboren, die Gattin eines Propheten zu sein. Da er sich, als ihr Gatte, von Natur ader gö ihr nicht ebenbürtig empfand, was dann schlieğlich zur Unvertràglichkeit zwischen ihnen führte, schied er sich von ihr. Im Auftrag Gottes nahm nun der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segenises nsie zu sich. Dies wird ausgedrückt in der Ayah: زَوَّجْناَكَهَا {"Wir haben sie dir ehelich angetraut." (Sure 33, 37)} was heiğt, dass diese Eheschlieğung auf Grund eines himmlischen Vertrages eine auğergewöhnliche, auğereswegeeder Tradition stehende, bis dahin noch nie gesehene Handlung war und nur kraft göttlicher Vorhersehung zu Stande kam. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, folgte nur diesem Urteilsspruchen zu icher Vorhersehung. Er war genötigt, sich ihm zu unterwerfen. Es entsprach nicht dem Verlangen seiner Seele (nefs).>Was diesen Urteilsspruch der göttlichen Vorhersehung betrifft, so weist die ehrwürdige A, der كَىْ لاَ يَكُونَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ حَرَجٌ فِى اَزْواَجِ اَدْعِيآَئِهِمْ

{"Damit die Glàubigen nicht in Ungelegenheiten kommen sollen, wenn sie die Frauen ihrer Adoptivsöhne heiraten." (Sure 33, 37)}

esem Z eine wichtige Bestimmung des Gesetzes (Schari'a)>und eine Begründung von allgemeiner Bedeutung in einer allgemeingültigen, umfassenden Angelegenheit zum Inhalt hat, darauf hin, dass und Sen Fall, dass einer der Alten zu einem von den Jungen "mein Sohn">sagte, es sich hier nicht um einen Fall von "Sihar">handelt, also um einen Mann, ten?" seiner Frau gesagt hat: "Du bist für mich gleich wie meine Mutter", wodurch seine Frau für ihn haram (verboten) geworden und sein Rechtsverhàltnis zu ihr sich geàndert hat.

ich ei Und ferner liegt es innerhalb des Aufgabenbereichs eines Botschafters, wenn die Obrigkeit ihre Untergebenen, wenn die Propheten ihre Gemeinde in vàterlicher Weise betrachten und anredert er wàre es denn nun hinsichtlich ihrer menschlichen Identitàt für sie unangemessen, aus deren Mitte eine Frau zu ehelichen!?

Was die zweite Schicht darunter versteht, ist: Ein groğer Gebieter betrachteten Woe Untertanen mit vàterlicher Liebe. Wenn dieser Gebieter auch im übertragenen Sinne König der àuğerlichen wie innerlichen Welt ist, dander unsteigt seine Barmherzigkeit hundertfach die Liebe eines Vaters und jeder seiner Untertanen betrachtet ihn als seinen Vater, als ob er tatsàchlich sein Kind wàre. Da der vàterliche Blick sich nicht zum Blick eines Bràutigams vsagte rt, und da der Blick einer Tochter sich nicht leicht in den Blick einer Braut verwandelt, passt es der allgemeinen Vorstellung nicht, dass der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, Töchter der Glàubigen hdass dt. Aus diesem Grund sagt der Qur'an, um diese irrige Vorstellung zu korrigieren: "Der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, hegt für euhe Könbstlose Liebe, die aus der Barmherzigkeit Gottes entspringt, und geht mit euch vàterlich um. Von der Haltung eines Gottesgesandten her seid ihr wie seine Kinder. Aber von seiner Identitàt als Mensch ist er nicht eugeht, er, sodass es für ihn unpassend sein könnte, eine eurer Frauen zu ehelichen. Und wenn er euch als "mein Sohn" anspricht, könnt ihr nach dem Rechtsverhàltnis des Gesetzes nicht seine Kininer Grden."

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 47 —

Achter Brief

بِاسْمِهِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Seinem Namen. Und es gibt kein Ding, s Meischt lobend Ihn preist."}

Es liegt viel Weisheit in den Namen اَلرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ {"der Erbarmer, der Allbarmherzige"} die in

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmens, des Allbarmherzigen"}berichgangen sind, und zu Beginn einer jeden guten (mubarek)>Sache erwàhnt werden. Wàhrend ich die Erklàrung dafür auf einen anderen Zeitpunkt verschiebe, möchte ich doch jetzt schon meine eigenen diesbezüglichen Empfiom Himn zum Ausdruck bringen:

Bruder, die Namen اَلرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ {"der Erbarmer, der Allbarmherzige"} zeigen sich mir als ein gewaltiges Licht, welches das ganze Universum umfasst und Summe edürfnisse eines jeden Geistes (ruh)>in der Ewigkeit zu befriedigen vermag, und ein Licht, dass sich als so strahlend und màchtig zeigt, dass es sies in den zahllosen Feinden zu bewahren (emin)>vermag. Um zu diesen Namen, die zwei gewaltige Lichter sind, voranschreiten zu können, ist das wichtigste Mittel, das ich gefunden habe Armut in Dankbarkeitund di ile shukr)>und

— 48 —

eine Ohnmàchtigkeit verbunden mit Liebe (acz ile shefqat),>d.h. Dienst, Anbetung (ibadet)>und das Bewusstsein der eigenen Bedürftigkeit. Und was mir noch zu diesem Thema nsternlt, sage ich im Gegensatz zu den Kennern der Wahrheit, ja sogar zu Imam-i Rabbani, der mein Lehrer ist: Dieses màchtige, strahlende Empfinden, das der Prophet Jakob, mit dem der Friede sei, gegenüber Joseph, mit dem der làssig sei, empfand, war nicht Liebe (muhabbet)>oder Leidenschaft (ashk),>sondern Mitgefühl (shefqat),>denn Mitgefühl (shefqat)>ist weit wirksamer, strahlobwohl erhabener und reiner als Liebe (muhabbet)>und Leidenschaft (ashk)>und dem Stande (maqam)>eines Propheten würdiger, doch wenn Liebe (muhabbet)>und Leidenschaft (ashk)>znge gionen (mahbub)>und Geschöpfen im weltlichen Sinne allzu heftig wird, sind sie dem erhabenen Rang (maqam)>eines Propheten nicht mehr würdig. Das heiğt, dass die Empfindungen Jakobs (mit dem Friede sei), die der weise Qur'an nn hörne so glànzende, so wunderbare Art, in einer so glànzenden Weise aufzeigt und die ein Mittel sind, um zu dem Namen "er-Rahiem>(der Erbarmer)" anne

#angen, eine erhabene Stufe (maqam)>des Mitgefühls (shefqat)>darstellen.

Was aber die Leidenschaft (ashk)>betrifft, die ein Mittel ist, um zu dem Namen den Vreund (Vedud)">zu gelangen, so findet sie sich in der Geschichte von der Liebe (muhabbet)>Suleichas zu Joseph, mit dem der Friede sei. em wiriğt, der Qur'an als ein Wunder in seiner Verkündigung zeigt, in welchem Grade die Empfindungen von Hazret-i Yakub, mit dem der Friede sei, höher sind als die entsprechenden Empf dennoen Suleichas, sodass Mitgefühl (shefqat)>in gleichem Grade höher anzusehen ist als Leidenschaft (ashk).>Weil aber mein Meister, Imam Rabbani, Leidenschaft im weltlichen Sinne für den Rang (maqam)>eines Prop solchals nicht ganz passend erachtete, sagte er: "Da die Schönheit Josephs, mit dem Friede sei, von der Art jenseitiger Schönheit war, so war auch die Liebe zu ihm nicht von weltlicher Art,

— 49 —

sodass sieen sei ein Fehler sein können." Ich aber sage: "Meister! Das ist eine diffizile Auslegung. Die Wahrheit aber sollte folgendermağen sein: Dies ist keine Liebe (muhabbet),>sondern eine Stufe des Mitgefühls (shefqat),>die nocwörterertfach strahlender, intensiver und erhabener ist als die Liebe (muhabbet).">In der Tat ist das Mitgefühl in all seinen Arten subtiler und reiner. Was aber Liebe und Leidenschaftradiesfft, so sollte man sich für viele ihrer Arten nicht erniedrigen.

Und weiter umfasst das Mitgefühl sehr viele Dinge. Durch das Mitgefühl, das jemand für sein Kind empfindet, umfàngt er auch alle Jungtiere, ja überhaupt alles, was da lebt, mife kamer Liebe und zeigt so sich selbst als eine Art Spiegel für die ganze Breite des göttlichen Namens "Rahiem".>Dem entgegen beschrànkt die Leidenschaft (ashk)>ihren Blick auf den Geliebten (mahbub),>opfert alles für ihren Geliebtom der. Oder aber sie erniedrigt andere, verletzt sie innerlich, krànkt sie in ihrer Ehre, nur um den Geliebten (aus den andern) herauszuheben und ihn (über sie hinaus) zu loben. So sagt z.B. jemand: "Die Sonne hat die Schönheit mech eineliebten geschaut und hat in ihrer Verlegenheit den Wolkenvorhang vor ihr Gesicht gezogen, um sie nicht zu sehen." Oh, he, Geliebter, edler Herr! Was für ein Recht hast du denn, dass du die Sonne, dieses von Licht erfüllt einemt mit den acht gewaltigen Namen, so in Verlegenheit bringen willst?

Auğerdem ist selbstlose Liebe (shefkat)>aufrichtig (halis).>Sie erwartet keine Gegen an seng, ist rein und unentgeltlich... ja selbst die Liebe der Tiere zu ihren Jungen ist in ihrer selbstlosen Bereitschaft, sich zu opfern, noch auf dieser so einfachen Stufe ein Beweis dafür. Leidenschaft (ashk)>hingegen wünscht ein Ent bisscverlangt eine Gegenleistung. Trànen der Liebe drücken eine Art von Verlangen aus, betteln um Lohn.

Das also heiğt nun, dass die Liebe Jakobs, mit dem der Friede sei, welche das strahlendste Licht der Sure Yusuf, die strahlendsrwàhnter den Suren des Qur'an ist, auf die Namen "der Erbarmer, der Allbarmherzige" verweist

— 50 —

und erkennen làsst, dass der Weg des Mitleids zugleich der Weg der Barmherzigkeit ist und als ein Mittel gegen diesen ubenswz des Mit-einander-leidens ausrufen làsst:

فاَللّٰهُ خَيْرٌحاَفِظًا وَهُوَ اَرْحَمُ الرَّاحِمِينَ

{"Denn Gott ist der beste aller Beschützer und Er ist der Erbarmer, der Allbarmherzige." (Sure 12, 64)}

اَلْبَاقfa. (Aَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 51 —

Neunter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"I so isn des Hochgelobten; und fürwahr gibt es kein Ding, das Ihn nicht lobpreist."}

Wiederum ein Teil aus einem Brief, den er an den bekannten aufrichtigen Schüler schickte.> Feuereitens:

Dein Erfolg, dein Eifer, deine Begeisterung bei der Verbreitung der Lichter des Qur'an ist eine Gabe (ikram)>Gottes, ja mehr nochHeiligunder (keramet)>des Qur'an, eine Gunst (inayat)>des Herrn. Ich gratuliere dir dazu. Da wir aber nun schon einmal über Wunder (keramet),>Geschenk (ikram)>und Gun: "Brnayet)>gesprochen haben, möchte ich hier noch etwas zu dem Unterschied zwischen einem Wunder (keramet)>und einer Gabe (ikram)>Gottes sagen. Es ist dies wie folgt:

Wunder zu wirken und darüber zu reden, obwohl kein Schaden befürchtet wurdebuk g schàdlich. Wenn es jedoch darum geht, eine Gabe Gottes auch zu nutzen und darüber zu reden, so ist dies ein Ausdruck der Freude über Gottes wungen(ni'met).>Wenn jemand, der mit einem Wunder beehrt wurde, dieses wunderbare Ereignis bewusst erlebt und doch dabei seine Seele (nefs-i emmare)>an ihrer Eigenwilligkeit festhàlt, dann kann dies eine Verlockung ins Verderben (iWirklidj)>sein, wenn er nur sich selbst vertraut, wenn er sich auf sich selbst (nefs)>und seine Entdeckung (keshf)>verlàsst und dem Hochmut (gurur)>verfàllt. Erlebt er aber dieses Wunder nicht bewusst, so z.B. wenn jemand eine (unausgesproch auf irage im Herzen tràgt und ein anderer, einer plötzlichen Eingebung folgend, ihm eine genaue Antwort darauf gibt und er dies erst im nachhinein begreift; hat er dies aber verstane Gesao wàchst nun sein Vertrauen nicht etwa in sich selbst (nefs),

— 52 —

sondern in seinen Herrn und er sagt: "Ich habe einen Wàchter (hafidh)>über mir, der für mich besser sorgt als ich selbstse Wel stàrkt sein Vertrauen in Gott. Und es ist in dieser Art ohne Gefahr. Er ist nicht dazu verpflichtet, es zu verheimlichen, sollte sich aber, des Stolzes (fakhr)>wegen, auch nicht darum bemühen, es besonders herauszustellen. Denn: Er könnte essigen f sich selbst (nefs)>beziehen, weil ja die menschliche Fàhigkeit ganz offensichtlich damit verbunden ist. Wenn es sich aber um eine Gab Schifam)>handelt, so ist diese noch weniger gefàhrlich als die (oben beschriebene) zweite, ungefàhrlichere Art eines Wunders und meiner Meinung nach auch die höher stehenrsönliwas herauszustellen heiğt, eine Wohltat (ni'met)>bekanntzumachen. Mit ihr ist eigenes Zutun nicht verbunden. So kann sich die Seele (nefs)>auch nicht darauf berufen.

So ist denn also, mein Bruder, die Güte (ihsan)>Gottes, die die Aeit langer Zeit an dir sowohl als auch an mir, besonders aber in unserem Dienst am Qur'an beobachtet und darüber berichtet habe, Sein Geschenk (ikram).>Das herauszustellen heiğt, eine Wohltgibt n'met)>bekanntzumachen. Aus diesem Grunde schreibe ich dir über unser beider Erfolg in unserem Dienst, um diese Wohltat (ni'met)>bekanntzumachen. Ich wusste ja, dass dieImam It deinen Nerv, stolz zu sein, erregen würde, vielmehr deine Dankbarkeit.

Drittens:

Ich habe beobachtet, dass der glücklichste Mensch in diesem weltlichen Leben derjenige ist, der diese Welt als einutung,ager ansieht und auch so versteht und sich dementsprechend verhàlt. Mit diesem Verstàndnis kann er dann sehr schnell bis zur Stufe der Zufetentuheit (Gottes) aufsteigen, welche die höchste Stufe ist, und wird nicht den Preis eines unvergànglichen Diamanten für den Wert einer Glasscherbe geben. So iese Gr sein Leben in einer freudigen und geradlinigen Gesinnung verbringen. In der Tat sind die Dinge, die dieser Welt angehören so vergànglich wie zerbrechliches Glas. Was aber die Dinge bَشِيدَt, die wir für das Jenseits tun,

— 53 —

so haben sie den Wert harter, unzerstörbarer Diamanten. Starke Gefühle wie heftige Neugier, brennende Liebe (muhabbet),>swert gliche Gier und ein unstillbares Verlangen sind uns gegeben, um sie im Dienst der für das Jenseits erforderlichen Dinge (wie Beten und Fasten) einzusetzen. Diese Gefühle mitsen, w so starken energetischen Ladung für vergàngliche irdische Dinge einzusetzen hieğe also, vergàngliches, zerbrechliches Glas um den Preis unzerstörbarer Diamanteinen geben. In diesem Zusammenhang ist mir etwas eingefallen, was ich hier erzàhlen möchte. Es ist dies wie folgt:

Leidenschaft (ashk)>ist heftige Liebe (muhabbet).>Richtet sie sich auf einen irdischen Geliebten (mahbub),>verursacht sit:

eder ihrem Tràger bestàndige Qual und Leid, oder aber sie veranlasst ihn, den ewigen (baqi)>Geliebten zu suchen, weil (der irdische) den Preis einer solchen starken Liebe (muhabbet)>nicht wert ist. So vba hieelt sich vergàngliche (platonische) Liebe (ashk)>in wahre Liebe (ashk).

So gibt es denn im Menschen tausenderlei Gefühle. Jedes von ihnen hat wie die Liebe (ashk)>zwei Aspekte, einen irdischen (also nur imaginà betrind einen wahren (himmlischen). Zum Beispiel: Ein Gefühl der Sorge um die Zukunft gibt es in jedem. Macht sich aber jemand besonders heftige Sorgen, so sieht er, dass er nichts in der Hand hat, um dieser er Allum seine Zukunft begegnen zu können. Des Weiteren ist es, in Anbetracht dessen, dass für unsere Versorgung ein Unterhalt gegeben und unser Blick in eine Zukunft nur kurz ist, nicht wert, uns darüber so heftig Sorgen zu machen. So wendet er lahs Sein Gesicht davon ab und statt dessen der Zukunft zu, welche die wahre ist und sich bis weiter hinter dem Grab (ins Unendliche) erstrecktubhanach nicht die der gottvergessenen ist, denen kein (Unterhalt) zugesichert ist. Des Weiteren zeigt er eine groğe Begierde um Würde und Besitz... doch sieht er, dass dieser vergàngliche Besitz, enn dum nur vorübergehend unter seine Verwaltung gestellt worden ist, dieser fatale Ruhm, seine Würde,

— 54 —

die so gefàhrlich ist und eine Quelle des Hochmuts, einer so heftigen Begierde nach ihr nicht wertner naSo wendet er sich davon ab und den geistigen Ebenen einer wahren Würde zu, den Stufen der Nàhe zu Gott, die seine Wegzehrung (auf der Reise) ins Jenseits sind und in Berten Werken, die sein wahres Besitztum. Irdisches Streben im Sinne einer schlechten Charaktereigenschaft wandelt sich dadurch in eine echte, wahre Bestrebung um.

Ein anderes Beispiel: In unnachgiebigem Starrsinn (inad)>vergeudetgen reeine Gefühle für bedeutungslose, flüchtige, vergàngliche Dinge. Danach bemerkt er, dass er ein Jahr lang hartnàckig (inad)>auf einer Sache bestanden hat, die nicht eine Minute einer solchen Verbohrtheit (inad)>wert gewesen w(die Bnd weiter besteht er aus reinem Trotz (inad)>auf Dingen, die schàdlich, giftig sind. Dann bemerkt er, dass ein so starkes Gefühl ihm nicht für solche Dinge gegeben worden war. Es r, mite zu vergeuden widerspricht der Weisheit und der Wahrhaftigkeit. So wendet er diese hartnàckige Beharrlichkeit (inad)>nicht mehr für so nutzlose und flüchtige Dinge auf, sondern für die hohen und ewigen Glaubenswahrheiten,it demrinzipien des Islam und Werke um ewigen Lohn. So verwandelt sich irdische Hartnàckigkeit als primitive Eigenschaft in eine aufrichtige Beharrlichkeit, die eine betri und erhabene Eigenschaft ist.

Wenn der Mensch also, wie diese drei Beispiele zeigen, die dem Menschen gegebenen geistigen Anlagen zugunsten seiner eigenen Seele (nefs)>und für weltliche Zweckeeine Sraucht und sich in seiner Gottlosigkeit so verhàlt, als würde er für ewig in dieser Welt verweilen, so werden sie zu einer Quelle der niederen Ges Das T, der Verschwendung und der Sinnlosigkeit. Setzt er sie jedoch nur in abgeschwàchter Form für die weltlichen Dinge.... jedoch mit ganzer Kraft für Lüge , die das Jenseits und die geistige Welt betreffen, so werden sie ihm zu einer Quelle lobenswerter Gesittung, entsprechend der Weisheit und Wahrhaftigkeitgen unadurch Anlass für die Glückseligkeit in beiden Welten.

— 55 —

So stelle ich mir also vor, dass ein Grund dafür, dass die Vorschlàge von Ratgebern in unserer Zeit wirkungslos verhallt siicht zrin zu suchen ist, dass sie den sittenlosen Menschen sagen: "Beneidet nicht! Seid nicht gierig! Hasst nicht! Seid nicht verbohrt! Liebt die Welt nicht!" Das heiğt,nt undsie ihnen vorschlagen, ihre Natur zu veràndern, was ihnen als scheinbar unmöglich vorkommt. Sagten sie ihnen statt dessen lediglich: "Gebt doch dn Mens(emotionalen Energien) einen guten Aspekt; kehrt ihre Stromrichtung um!" So hàtte dieser Rat Erfolg und wàre zugleich ein Vorschlag im Rahmen ihrer Entscheidungsmöglichkeiten...

Viertens:

Die Unterschiede zwischbis nàlam" und "Glaube" sind seit langem ein Diskussionsthema unter den Gelehrten. Ein Teil von ihnen sagt: "beides ist das gleiche", ein anderer Teil "beides ist nicht das gleiche; ِ اُمّas eine kann ohne das andere nicht sein" und noch viele andere àhnliche Gedanken geàuğert. Ich selbst habe den Unterschied zwischen beiden so verstanden:

Der Islam ist eine Wahl (iltizam),>der Glaube eine Gewirschie (iz'an).>Mit anderen Worten: Islam(iyet) ist Parteinahme (tarafgirlik)>für die Wahrheit, Hingabe (teslim)>an sie und Gehorsam ihr gegenüber. Der Glaube (iman)>hingegen ist die Annahme und Bestàtigung dieser Wahrheit. Ich habe einmal einige rde. Uten getroffen, die mit Eifer für die Anordnungen im Qur'an Partei ergriffen. Das heiğt, dass diese Atheisten dadurch, dass sie für die Wahrheit (Haqq)>Partei ergriffen, hatte,lam(iyet) gelangt sind, weshalb man sie als "atheistische Muslime" bezeichnen könnte. Spàter habe ich dann einige Glàubige getroffen, die nicht für die Anordnungen im Qur'an Partei ergrech ihrollten, dies für unnötig hielten... Dies würde also dem Ausdruck "nicht-muslimische Glàubige" entsprechen.

Könnte also ein Glaube ohne Islam(iyet) etwa ein Mittel zur Rettung sein?

Antwortينَ {"So wie eine Islam(iyet) ohne Glaube nicht das

— 56 —

Mittel der Rettung sein kann, so kann auch ein Glaube (iman)>ohne die Islam(iyet) nicht das Mittel zur Rettung sein. Lobpreis und Dank sei Gott dafür, dass die Beispiele aus derehen, e-i Nur durch die Segensfülle des geistigen Wunders des Qur'an die Früchte, die Ergebnisse des islamischen Glaubens (din)>und der Wahrheiten des Qur'an in der Weise klar und deutlich aufgezeigt haben, dass esesondet für einen Unglàubigen unmöglich ist, nicht für sie einzutreten, nachdem er sie einmal verstanden hat. Darüber hinaus haben sie die Beweise und Zeugnisse des as mitin einer so kraftvollen Weise aufgezeigt, dass auch wer kein Jlem ist, sie in jedem Fall bestàtigen wird, nachdem er sie einmal verstanden hat. Und auch wenn er kein Muslim bleibt, so wلَى ال doch glauben. Die "Worte (Sözler)">zeigen in der Tat die Früchte des Glaubens und des Islam, welche so wohlschmeckend und schön sind wig verbFrüchte am Tubabaum des Paradieses, und ihre Ergebnisse, welche so schön und süğ wie die Schönheit der Glückseligkeit in beiden Welten sind, in gebenise, dass sie denen, die sie sehen und kennen das Gefühl einer unendlichen Bereitschaft vermitteln, sich für ihn einzusetzen, sich ihm hinzugeben und ihزًا لِrsam zu leisten. Sie weisen Zeugnisse für den Glauben und den Islam auf, so kraftvoll wie die Kette allen Lebens (in Folge) und so zahllos wie Staubkörnchen, so dass sie für unendlich lange (Zeit) Gewirück u und Stàrke im Glauben vermitteln. Ja, ich verspüre sogar manchmal, wenn ich mit dem Gebet von Schah-i Naqshiband Zeugnis ablege und sage:

عَلٰى ذٰلِكَ نَحْيٰىen Seiَيْهِ نَمُوتُ وَعَلَيْهِ نُبْعَثُ غَدًا

{"Wir leben in Übereinstimmung mit diesem (Glauben) und werden in ihm sterben und in ihm werden wir wieder auferstehen."}

eine grenzenlose Ein

Wereitschaft. Würde auch die ganze Welt mir dafür gegeben, wollte ich doch nicht eine einzige Glaubenswahrheit dafür opfern. Mir auch nur eine

— 57 —

einzige Minute das Gegenteil von einer Wahrheit vorzustellen, bereitet mir groğe SchBestàt. Ja, meine Seele (nefs) wàre damit einverstanden, gehörte mir auch die ganze Welt, sie zu geben, damit auch nur eine einzige Glaubenswahrheit entstehen kann.

Sobald ich sage:

وَاٰمَنَّا بِمَآ اَرْسَلْتَ مِنْ رَسُولٍ وَاٰمَنَّاnte enٓ اَنْزَلْتَ مِنْ كِتَابٍ وَصَدَّقْنَا

{"Wir glauben an das, was Du uns durch unseren Propheten gesandt hast; und wir glauben an das, was Du uns durch das Buch geoffenbart hast, und stimmen dem zu."}

So verspüre ich die grenzeegangeKraft des Glaubens. Nach meiner Vorstellung ist das Gegenteil einer jeden Glaubenswahrheit unserem Verstand nicht zugànglich und ich glaube, dass die Leute des Irrtums grenzenlos töricht und verblendet sind.

Ich sende deinen ElteWelt vr viele Grüğe und spreche ihnen meine Ehrerbietung aus. Sie mögen auch für mich beten. Da du mir ein Bruder bist, erachte ich sie auch als meinen Vater und meine Mutter. Auch sende ich Selam deinem ganzen Dorf, b (tesbrs aber all denen, die durch dich die "Worte (Sözler)">hören.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nheiğt #58

Zehnter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{" In Seinem Namen; Und es gibt kein Ding, das nicht lobend ihn preist."}

Erstens:

Dinderts die Anmerkung, die sich auf den langen Satz im Zweiten Kapitel des Dreiğigsten Wortes bezieht, indem die Umwandlung der kleinen Teilchen beschrieben wird.

Im weisen Qur'an wird mt wurds von "einem Klaren Vorbild (Imam-i Mubin,>Sure 36, 12)" und von "einer Klaren Schrift (Kitab-i Mubin,>Sure 6, 59)" gesprochen. Ein Teil der Kommentatoren meint: "Beide bedeuten das gleiche.", ein anderer Teil hreitetn: "Sie sind völlig verschieden." Ihre Aussagen über deren Bedeutung sind also verschieden. Kurz gesagt meinen sie jedoch: "Es sind Bezeichnunerden,r das Wissen Gottes." Mit den Segen des Qur'an kam ich zu der Überzeugung, dass mit dem Klaren Vorbild eine Art Wissen (ilm)>und ein Befehl (erden, ttes bezeichnet werden soll und sich mehr auf die unsichtbare Welt (alem-i ghaib)>als auf die sichtbare Welt (alem-i shehadet)>bezieht, d.h. mehr auf die Vergangenheit und die Zukunft als auf die Gegenwart. (Dieser Ausdruck) bezieht sichee vo auf die Ursprünge, die Wurzeln, die Samen und Früchte und die Nachkommen als auf die àuğerliche Erscheinungsform der Dinge, bezeichnet ein Bueinen ner Vorherbestimmung. Die Existenz dieses Buches wurde bereits im Sechsundzwanzigsten Wort und in einer Anmerkung des Zehnten Wortes bewiesen.

So ist das Klare Vs auf. (Imam-i Mubin)>in der Tat eine Bezeichnung für eine Art Wissen und Befehl Gottes. Da die Anfànge aller Dinge, ihre Wurzeln und ihre Ursprünge alles mit einer solchen Meisterschaft und in so

— 59 —

vollkommener Ordnung und Se führen, beweist auf jeden Fall, dass sie auf Grund der Prinzipien göttlichen Wissens und nach Seinem Plan bestimmt worden sind. Und da die E die isse aller Dinge, die Samen und Früchte (der Pflanzen) und die Nachkommen (der Tiere) die Programme, Verzeichnisse allen künftigen Seins in sich tras, desàsst uns begreifen, dass sie Katalogen der Befehle Gottes gleichen. Man kann sagen, dass zum Beispiel ein Kern, der die Programme und Inhaltsverzeicher Erofür das Wachstum eines ganzen Baumes und die Befehle des Seins (= die Naturgesetze) enthàlt, welche diese Inhaltsverzeichnisse und Programme bestimmen, deren wu hàttkleine Verkörperung ist.

Zusammenfassung:

Imam-i Mubin (das Klare Vorbild) gleicht einem Programm oder Inhaltsverzeichnis des Schr machsbaumes, der seine Àste und Zweige in die Vergangenheit und die Zukunft und in alle Richtungen der unsichtbaren Welt hinein ausbreitet. In diesem Sinne ist das Klare Vorbild ein Buch, eine Sammlung der Prion Untn der Vorherbestimmung Gottes. Nach der Aufzeichnung dieser Prinzipien und nach ihren Bestimmungen werden die kleinen Teilchen in den Körpern der Dinge in Dienst gestellt und ihren Funktionen zugeführt.

lobpraber die Klare Schrift (Kitab-i Mubin)>betrifft, so bezieht sie sich mehr auf die sichtbare als auf die unsichtbare Welt. Sie ist mehr auf die gegenwàrtige Zeit, als auf die Vergangenheit oder Zuin eingerichtet. Sie ist mehr ein Heft, ein Buch, eine Bezeichnung für die Macht und die Entscheidungsgewalt Gottes als für Sein Wissen und Seinen Befehl. Wie das Klare Vorbild (Imam-i Mubin)>das Buch der Vorherbestimmung Gottes ist, so ist die Klun dashrift (Kitab-i Mubin)>das Buch Seiner Macht. Das Wesen, die Eigenschaften und Begabungen im Körper eines jeden Dinges sind vollkommen kunstvoll und wohlgeordnet. Das zeigt uns, dass jedes Ding nach den Prinzipien eih oderllkommenen Macht und nach den Gesetzen eines einflussreichen Entscheidungswillens mit seiner Form bekleidet wird.

— 60 —

Seine Gestalt wird bestimmt und festgelegt. Sie bekommt ein bestimmtes Mağ unöttlic individuelle Form. Also hat diese Macht und dieser Entscheidungswille eine umfassende, allgemeine Gesetzessammlung, ein Hauptbuch, nach dem eine geeignete Form für jedes Ding und ein ihm eigenes Aussehen über ahnitten, geschneidert und ihm angezogen wird. Die Existenz dieses Buches ist bei der Abhandlung über das Vorherwissen (Qader)>und die Entscheidungsfreiheit (djüz-i ihtiyarir ein auch die des Klaren Vorbildes (Imam-i Mubin)>bewiesen. Siehe die Torheit der Gottvergessenen und der Leute des Irrweges und der Philosophen, wie sie die "Wohlverwahrte Tafel" (L nichtMahfuz)>der Macht des Schöpfers und die Erscheinungen, Reflexionen und Nachbildungen dieses Buches der Weisheit und des Entscheidungswillen des Herrn in den Dingen verspürten und - Gott bewahre! - mit "Natur" bes ein.eten und aus dem Blickfeld gerückt haben. Also schreibt die Macht Gottes mit der Aufzeichnung des Klaren Vorbildes (Imam-i Mubin),>d.h. mit deem Friung und dem Gesetz des Vorherwissens (qader)>bei der Erschaffung der Dinge die Wogen allen Seins, deren jede ein klares Zeichen ist, auf die Seite der Zeit, die die Tafel vom Aufbau und der Zerstörung (Lauh-i Mahv-Isbat)>genannt wird. Sie nichtfft und bringt die kleinsten Teilchen in Bewegung.

Also ist die Umwandlung der kleinsten Teilchen eine Schwingung, eine Bewegung, die wàhrend dieser Aufzeichnung, dieser Niederschrift entsteht, und alles Sein geht aus der Welt der Nàsichtbaren in die bezeugte Welt und aus dem Wissen (Gottes) in Seine Macht hinüber. Was die Tafel vom Aufbau und der Zerstörung (Lauh-i Mahv-Isbat)>betrifft, so dient sie der verwahrten Tafel von gewaltiger en und(Lauh-i Mahfuz-u A'zam),>die bestàndig und fortdauernd ist, als ein Buch, eine Tafel im Bereich der Möglichkeiten, d.h. in den Dingen, die dem Tod und dem Leben, dem Daüber.

nd dem Vergehen stàndig ausgesetzt sind, was ja auch der Sinn der Zeit ist.

— 61 —

Wie jedes Ding seine eigene Wahrheit hat, so gilt auch die Wahrheit des gewaltigen Flusses im Kosmos, den wir Zeit nenSeine ls Blatt und Tinte für die Niederschrift der Macht auf der Tafel vom Aufbau und der Zerstörung (Lauh-i Mahv-Isbat).

لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Niemand kennt das VerAnhange auğer Gott!"}

Zweite Frage:

Wo ist der Platz der Auferstehung?

Antwort:
وَالْعِلْمُ عِنْدَ اللّٰهِ

{"Das Wissen ist bei Gott." (Sure 67, 26)}

e Offeiner erhabenen Weisheit, die der allweise Schöpfer in jedem Ding aufzeigt, ja dadurch, dass Er sehr groğe Weisheiten mit einem sehr kleinen hast!verbindet, setzt Er im Grade der Offensichtlichkeit ein Zeichen, dass unsere Erde ihre gewaltigen Kreise nicht in sinn- und ziellosem Umherschweifen zieht... sieProphet vielmehr um etwas von Bedeutung, zieht ihre Bahnen um ein groğes Feld. Wàhrend sie so um ein gewaltiges Ausstellungsgelànde herumreist, übergibt sie ihm die gentzwein Erzeugnisse, die einmal spàter auf diesem Ausstellungsgelànde vor den Augen der Menschen gezeigt werden sollen. Das heiğt, dass sich dort das Gelànde für die Wiederversammlung ausbreiten undبِنوُر ein Gebiet gefüllt werden wird, (in dessen Mitte) einer alten Überlieferung nach Damakus liegen soll, und dessen Umkreis zu umschreiten fünfundzwanzigtausend Jahre dauern soll. Alle geistigen Erzeugnis Seite Erde werden dann zu den Büchern und Tafeln auf diesem Platz gesandt, der jetzt noch hinter dem Schleier des Unsichtbaren verborgen liegt. Wird dann spàter dieser Platz eröffnet,s gesaauch sie ihre Bewohner auf diesen Platz entleeren und ihre geistigen

— 62 —

Erzeugnisse werden aus der Verborgenheit heraus zu ihrer Zeugenschaft überführt werden. In der Tat gleicht die Er um meem Acker, der Erzeugnisse genug hervorgebracht hat, um diesen ganzen, groğen Platz damit zu füllen, einem Brunnen, aus dem genug Geschöpfe herausgeströmt sind, ihn einzunehmen, einem Scheffel, alle Kunstwerke damit zu messen und ihn dazstrah bedecken. Das heiğt, dass die Erde wie ein Kern ist und der Auferstehungsplatz mit allem, was sich auf ihm versammelt, wie ein Baum, eine Àhre, ein Kornspeicher. So wie sich in der Tat ein Lichtpunkt (sprihneller Bewegung zu einer Linie oder einem Kreis aus Licht ausdehnt, so wird auch die Erde durch ihre rasche, zweckmàğige Bewegung zu einer Quelle, aus der heraus der Kreis allen Seins sichtbar wird und der Platz der Groğen Wiedersammlung Thema.en mit den Erzeugnissen dieses Kreises allen Seins entsteht.

قُلْ اِنَّماَ الْعِلْمُ عِنْدَ اللّٰهِ

{"Sprich: Das Wissen darüber ist bei Gott." (Sure 67, 26)}

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, de in vibt und besteht."}

Said Nursi
— 63 —

Elfter Brief

بِاسْمِهِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen des Hochgelobten; und fürwahr gibt es kein Ding, das Ihn nicht lobpreist."}

Dieser Brief ist ein wichtiges Heilmin Sa'ynd weist auf vier kleine Juwelen aus der Schatzkammer von vier Ayat hin.

Lieber Bruder!

Über diese vier verschiedenen Dinge hat mich der Weise Qur'an zu verschiedenen Zeiten unterwiesen. Ich habe sie aufgeschrieben, damit auch diejenien... iner Brüder, die danach das Bedürfnis haben, hieraus ihre Unterweisung empfangen oder eine Lehre daraus ziehen mögen. Es wird hier in dian allusammenhang je ein Juwel aus der Schatzkammer der Wahrheiten dieser vier verschiedenen ehrwürdigen Verse gezeigt. Von diesen vier Themen hat jedes Thema eine andere Form und bهُ

{"Beinen anderen Gewinn.

Erstes Thema:

اِنَّ كَيْدَ الشَّيْطاَنِ كَانَ ضَعِيفًا

{"Es sind in der Tat die Listen des Teufels nur schwach." (Sure 4, 76)}

Ondungemeine Seele, die du über den bösen Einflüsterungen (su-i vesvese)>verzweifelt bist! Die Gedankenverbindungen und das Nachdenken über Vermutungen sind eine Art von unwillkürlicher Bildformung. Was aber diese Bildformung bِسْرٰىt und es sich dabei um etwas Gutes und Lichtvolles handelt, so geht ihre Auswirkung in gewissem Grade zu ihren Reflektierungen hinüber, so wie ja auch das Lichيمَ يَdie Wàrme der Sonne in das sie reflektierende Spiegelbild hinüber gehen. Wenn es sich dabei aber um etwas Schlechtes handelt, um etwas, das kein Licht durchlàsst,

— 64 —

so gnen. hre Auswirkung und Eigenschaft nicht in ihre Form hinüber und kann ihr Bild nicht erreichen. So ist z.B. etwas, das schmutzig und verdorben ist, in seinem Spiegelbild weder schmutzig noch verdorben. Auch kann das Spiegelbild einer S, die e nicht beiğen.

So ergibt sich denn aus diesem Geheimnis, dass ein nur vorgestellter Unglaube noch kein Unglaube und eine nur vorgestellte Beleidigh welcine Beleidigung ist. Und ferner liegt der Grund dafür, dass etwas hàsslich, abscheulich oder schmutzig ist, den Leuten der Schule der Tradition und Ehrenwschaft (Ehl-i Sünnet ve Djemaat)>zufolge, welche die Leute der Wahrheit sind, im Verbot Gottes. Da es sich hier aber nun einmal um ein Nachdenken über Mutmağungen, eine Ideenverknüpfung dem, Wunsch und Willen handelt, kann man es nicht auf ein Verbot (Gottes) beziehen. Wie abscheulich und schmutzig auch immer ein Ding sein mag, so kannon Unrdessen Bild nicht abscheulich oder schmutzig sein.

Zweites Thema:

Es sind dies die Früchte von Tannen und Làrchen, Wacholder und Paparung f der Alm von Barla. Da sie bereits im Band der "Worte (Sözler)">angeführt wurden, sind sie hier nicht nochmals erwàhnt.

Drittes Thema:

Dieses und das folgende Thema sind Teile von Beispielen aus dem Fünfundzwanzigsten Wort, welche die betrigkeit unserer heutigen Zivilisation gegenüber dem Wunder des Qur'an aufzeigen. Es sind zwei unter Tausenden von Beispielen, die beweisàre, ue ungerecht die Gesetze heutiger Zivilisation sind, die dem Qur'an widersprechen.

So ist die Satzung: فَلِلذَّكَرِ مِثْلُ حَظِّ الْاُنْثَيَيْنِ Einheifür einen Mann einen Anteil, entsprechend dem zweier Frauen." (Sure 4, 176)} qur'anisches Recht und absolute Gerechtigkeit und zugleich auch mit SBarmherzigkeit. Es ist dies in der Tat

— 65 —

billig und recht, denn die überwàltigende Mehrheit aller Mànner nimmt sich eine Frau und übernimmt es damit zugleich auch, für sie zu snet ha Was aber die Frau betrifft, so geht sie zu ihrem Mann, bürdet ihm die Sorge für sich selbst auf, und genau das gleicht den Unterschied zwischen dem, was sie ererbt haben wieder aus. Es ist dies zugleich auch eine Barmherzigkeit, denn das aben dhere Geschlecht bedarf in hohem Mağe aller Liebe (shefqat)>ihres Vaters und von ihren Brüdern. Entsprechend dem Recht des Qur'an empfàngt ein Màdchen diَ باِلe ihres Vaters völlig problemlos. So kann ihr Vater sie ohne jede Sorge betrachten und braucht nicht zu sagen: "Sie ist ein Kind der Sorge, denn aus ihrer Hand wird die Hàlfte meines Erbes (als ihr Erbteil) fungi Hànde eines Fremdlings übergehen." So mischen sich Kummer und Sorge nicht mit seiner Liebe. So empfàngt sie auch die Liebe und Fürsorge ihres Bruders ohne (einen Gedanken von) Rivalitàt und Neid. Er braucht sie nicht mit seinen Augelso li"eine Rivalin, welche die Hàlfte meiner Familie zu Grunde richten und einen bedeutenden Teil unseres Besitztums aus ihrer Hand einer anderen Hader Wirgeben wird" betrachten. So werden sich in dieses Gefühl der Liebe und der Fürsorge keine Vorbehalte oder gar Feindseligkeit einmischen. So ist denn dieses von Natur aus zierliche und leicht empfindliche, in ihrer Art schwache, anfàllige Màdnz ohnwar offensichtlich ein wenig benachteiligt, doch statt dessen gewinnt sie einen unerschöpflichen Reichtum an Liebe und Mitleid (merhamet ve shefqat)>all derer, die ihr nahe stehen. Ihr also mehr zu geben, als ihr eigenBerzahzustünde, der Meinung, ihr so mehr Barmherzigkeit zu erweisen als das Wahrhaftige Erbarmen, ist gar keine Barmherzigkeit (merhamet),>sondern ein grder Ehbel (dhulum).

So vermag denn in der Tat die wilde Gier unserer Zeit (eine Erinnerung) an die offensichtliche Grausamkeit in vorislasmos ur Zeit (wachzurufen), als Màdchen noch in wilder Eifersucht lebendig begraben wurden und das Tor zu erbarmungsloser Ruchlosigkeit zu öffnen.

— 66 —

Unannt, estàtigen denn gleich diesem alle qur'anischen Satzungen das Gebot:

وَمَآ اَرْسَلْناَكَ اِلاَّ رَحْمَةً لِلْعَالَمِينَ

{"Wir haben dich einzig als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt."a befr 21, 107)}

Viertes Thema:

فَیِلاُمِّهِ السُّدُسُ

{"Und der Mutter ein Sechstel." (Sure 4, 11)}

So hat denn diese Art einer mehr àrgerlichen als bürgerlichen Zivilisation (mimsiz medeniyet),>so wie sie den Töchtern eineil geğeren Anteil gibt, als das, was ihr gerechter Anteil ist, ein groğes Unrecht begangen und begeht sie ein noch weit gröğeres Unrecht, indem sie der Mutter nicht den gerechten Anteil gibt, der ihr gerechterweise zusteht. Ist doch in der Tat dien unse (shefqat)>der Mutter, welche des Herrn Allbarmherzigkeit in ihrer ehrenvollsten, süğesten, tiefgründigsten und lieblichsten Form ist, unter den Grundgesetzen des Alls das ehrenwerteste und ehrwürdigste Gesetzret Djqat).>Eine Mutter ist eine Freundin, so groğzügig (kerim)>und so barmherzig und zu jedem Opfer bereit, dass eine Mutter, von dieser Liebe getrieben, all ihr Hab und Gut, Leib und Leben, für ihr Kind zum n gemebringt. Noch auf der einfachsten und untersten Ebene der Mütterlichkeit wird selbst noch ein àngstliches Huhn in einem (Ausdruck eines) winzig kleinen Fünkleins dieser (göttlichen) Lbungenshefqat)>selbst noch einen Hund anspringen, sich einem Löwen entgegenwerfen, um ihr Junges zu verteidigen.

Eine Mutter, die Tràgerin einer so ehrenwerten und erhabenen Wahrheit, des Eigentums ihres Kindes zu bero wie ist eine so schreckliche Ungerechtigkeit, eine so fürchterliche Ehrlosigkeit, eine solche Undankbarkeit gegenüber der göttlichen Gnade, daist sc Thron der

— 67 —

Göttlichen Barmherzigkeit darüber ins Wanken geràt und ein Gift, dass sich unter den so strahlenden, genesenden Heiltrank menschlichen Gemeinschaftslebens mischt, dass selbst dann, wDing ilch menschliche Ungeheuer, die behaupten, dass die Liebe zur Menschheit ihnen am Herzen làge, dies nicht verstehen können, es doch ein wahrer Mensch versteht. Sie wissen, dass die Satzung des Allweisen Qur'-u Sitیِلاُمِّهِ السُّدُسُ {"Der Mutter ein Sechstel." (Sure 4, 11)} absolutes Recht und die reinste Gerechtigkeit ist.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 68 —

Zwölfter Brief

بe Tatsهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَعَلٰى رُفَقَآئِكُمْ

{"Im Namen dessen, der geprieser, die Und es gibt kein Ding, dass ihn nicht in Dankbarkeit lobpreist. Friede sei mit euch und mit euren Freunden!"}

Meine geliebten Brüder!

Ihr habt mir in der ljeweil Nacht eine Frage gestellt, auf die ich euch keine Antwort gegeben habe, denn es ist nicht erlaubt, die Glaubensfragen nach Art eines Streitgespràchs zu behandeln. Ihr habt jedoch ein solch Da sueitgespràch miteinander geführt. Deshalb schreibe ich jetzt eine ganz kurze Antwort auf die drei Fragen, über die ihr euch gestritten habt. Eusammesführliche Erklàrung könnt ihr in den "Sözler" finden, deren Titel sich der Herr Apotheker notiert hatte. Dabei war mir aber das Sechsundzwanzigste Wort nicht mehr eingefallen, das vom Vorauswissen Gottes und von der menschlichen Entsc Spaltgsfreiheit handelt. Ihr könnt dort nachlesen; das hatte ich euch noch nicht gesagt. Lest das aber nicht so wie eine Zeitung! Der Grund (sirr)>dafür, dass ich den Herrn Apotheker empfohlen hatte, diese "Sözler" zu lesen,hausesedoch der: Bei solcher Art Fragen kommen die Zweifel aus einer Glaubensschwàche gegenüber den Grundsàtzen des Glaubens. Diese "Sözler" aber sind einft, daommener Beweis für diese Glaubensgrundsàtze.

Eure erste Frage:

Wo findet sich der Sinn (hikmet)>dafür, dass Hasret Adam aus dem Paradies vertrieben wurde und ein Teil der Adamssöhnr SchwHölle verdammt wird?

— 69 —
Antwort:

Die Weisheit (hikmet)>liegt in dem (mit ihr verbundenen) Auftrag... Adam wurde mit einer Aufgabe betraut und dazu gesandt, dass der Geist des Menschen sich vollkoter, mntwickle, der Same aller menschlichen Begabung sich öffne und entfalte und das Wesen des Menschen zu einem Spiegel werde, in dem sich alle Namen Gottes sammeln.

Dies war der ieben?seiner Aufgabe. Wàre Adam im Paradies geblieben, wàre seine Stellung (maqam)>der eines Engels gleich geblieben, hàtten sich seine menschlichen Begabungen nicht entfalten köne Fensagegen aber ist die Zahl der Engel, die permanent auf der selben Stufe (maqam)>verharren, groğ. Für diese Art Anbetung ist der Mensch nicht notwendig. Vielmehr verlangt die Weisheit Gottes nach einem Ort der Prüfung, welcher den نَبِىeiten des Menschen entspricht. Ist er doch dafür bestimmt, auf unendlich vielen Stufen emporzusteigen. Aus diesem Grunde wurde er nach dem bekannten SündenfNein!"o wie er nun einmal im Gegensatz zu den Engeln in seiner Natur lag, aus dem Paradies vertrieben. Das aber heiğt, dass so, wie die Vertreibung Adams aus dem Paradiese lautere Weisheit und Barmherzigkeit war, auch die Verdammung der Unglàubigen Ewigkllenstrafe nur recht und billig (haq ve adalet)>ist.

Wir haben schon in der "Dritten Anmerkung" zum "Zehnten Wort" gesagt: Hàtte ein Unglàubiger in seinem kurzen Leben nur diese eine einzige ber, i(seines Unglaubens) begangen, so làge dennoch in dieser Sünde ein grenzenloses Verbrechen (als dessen Folge), denn Unglaube heiğt, die ganze Schöpfung zu beleidigenzelnenn Wert herabzusetzen und das Zeugnis, das aller Kunstwerke (also alles Geschaffenen) für die Einheit Gottes zu leugnen und alle Namen Gottes,n er pn allem, was da ist, wie in einem Spiegel in Erscheinung treten, zu verachten. Wo also alles Sein gegenüber den Unglàubigen sein Recht fordert und wenn Gott dann in Seinem Zorn (Qahhar)>und in all Seiner Majestàt (Djelal)>diese Unglàubighste A ewig in die Hölle wirft, so ist dies nur recht und billig (haq ve adalet),>denn ein grenzenloses Verbrechen erfordert auch eine unendliche Strafe.

— 70 —

Eure zweite Frage:

in da wurde der Teufel erschaffen und weshalb ist er da? Zu welchem Zweck (hikmet)>hat Gott der Gerechte den Teufel und das Böse geschaffen? Ist die Schaffung des Bösen böse und Schaffungennte,chlechten schlecht?

Antwort:

Gott bewahre!...Nicht die Erschaffung des Bösen ist böse, vielmehr das Böse zu tun ist böse. Denn Erschaffung und Dasein beziehen sich auf ihren Sinn und den ganzen Zweck.e Blatun aber steht in einem bestimmten Zusammenhang, geschieht zu einem besonderen Zweck. Zum Beispiel: Die Regenwolken, die heraufziehen, kommen aus tausenderleiFriedeen und jede dient einem guten Zweck. Wenn jedoch einzelne (Personen) durch ihr falsches Verhalten (su-i ihtiyar)>zu Schaden kommen, so dürfen sie deswegeab vont etwa sagen: "Die Existenz des Regens ist keine Barmherzigkeit." Es wàre ungerecht, wollte einer behaupten: "Die Erschaffung des Regens ist böse." Vielmehr ist das falsche, dasdie alhrte Tun, der Missbrauch böse für ihn. So liegt auch in der Erschaffung des Feuers eine Fülle von Segen. Segen aber ist gut. Wenn jedoch eine durch ihr falsches Verhalteufallsihr verkehrtes Tun einen Feuerschaden erleidet, so darf sie dann nicht sagen: "Die Erschaffung des Feuers ist schlecht." Denn das Feuer ist nicht einzitztumu erschaffen, sie zu brennen, denn sie hat durch ihr eigenes falsches Verhalten (su-i ihtiyar)>ihre Hand in das Feuer gesteckt, das ihr das Essen kochen sollte und sich so einen Diener zum Feind gemacht.

Zusammenfassu mit g Wenn ein groğes Gut mit ein wenig Schlechtem verbunden ist, so ist dies akzeptabel. Wollte also jemand, weil ein wenig Schlechtes nicht sein soll, das jedoch viel Gutes hervorbràchte, ngt war Schlechte vermeiden, so hieğe dies doch, viel Schlechtes zu tun. Zum Beispiel: Werden Soldaten für den Kampf ausgehoben, so entsteht dabei mit Sicherheit auch ein wenig Schaden an Hab und Gut, an Leian dieLeben.

— 71 —

Doch in diesem Kampf liegt auch viel Gutes, sodass der Islam vor einem Angriff der Unglàubigen gerettet werden kann. Unterbleibt aber um dieses klein Heroladens willen der Kampf, so entsteht daraus durch den Verlust eines groğen Gutes ein groğes Übel. Das aber kommt der Tyrannei gleich. Oder, um ein anderes Beispiel anzuführen: Wenn es bei einem Gasbrand notwendig geworden ist, den Finger aber Vereiden, so ist dies gut und schön, denn es ist nur ein àuğerliches Übel. Schneidet man nicht den Finger ab, muss man (statt dessen spàter) die ganze Hand abnehmen. Das aber wàre ein groğes Übel.ohen T ist denn die Erschaffung und das Dasein des Bösen, des Unheils, der Zerstörung und des Zerfalls, der Teufel und jeglicher Art Schàdlinge weder böse noch hàsslich. Denn sie sindir wolelen bedeutenden Zwecken erschaffen worden. Zum Beispiel: Da die Engel nicht von den Teufeln gequàlt werden, gibt es für sie auch keine Fortentwicklung. Ihre Stellung (maqam)>ist festgelegt un und erliegt keinem Wandel. Genauso werden auch die Tiere nicht von den Teufeln gequàlt, ihre Rangordnung ist festgelegt, mangelhaft. Was aber die Menschenwelt betrifft, so ist ihre Stufenleiter (merteb)>nach oben und unten hin ohne Ggt, da Von Nimrod angefangen über die Pharaonen bis hin zu den Heiligen und Propheten führt ein sehr langer Weg in vielen Stufen aufwàrts.

So wurde denn bei der Erschaffung der Teufel, im Geheimnis (sirr)>unserer Verantwortung, verbundenhnen ser Sendung der Propheten, ein Ort der Prüfung eröffnet, um Erfahrungen zu sammeln, sich zu bemühen (Djihad),>(ja in guten Werken miteinander) zu wetteire Reium die niederen, kohlengleichen Geister von den diamantengleichen, erhabenen Geistern zu scheiden und zu trennen. Wenn dieses Bemühen und der Wetteifer nicht wàren, würden die (verschiedenen) Begabungen des menschlichen Geisteind:

den Diamanten und der Kohle gleichen, beieinander bleiben. Der Geist von Abu Baqr as-Siddiq in den höchsten Höhen und der Geist von Abu Djahil

— 72 —

in dauch nfsten Tiefe befànden sich miteinander auf der gleichen Stufe. Das heiğt, die Erschaffung der Teufel und allen Unheils sind, da sie sich auf groğe und allgem zu vielange erstrecken, nicht von ihrem Dasein her böse, nicht hàsslich, sondern führen durch das, aus ihrem Missbrauch und dem persönlichen Umgang mit ihnen, durch das eigene Tun entstandene Böse, Hàssliche, eraus , was dem menschlichen Daseinsbereich zugehört, nicht zu dem, was dem Bereich der göttlichen Schöpfung zugehört.

Nun könnte man aber die folgende Frage stellen:

Durch die Sendung der Propheten beisie alhzeitiger Existenz der Teufel werden die meisten Menschen zu Unglàubigen, verfallen dem Unglauben, erleiden Schaden. Zieht man nun die Schlussfolgerung im Hinblick auf die Maswurde ne Mehrheit, die dabei den Schaden davongetragen hat, kann man dann nicht sagen, dass die Erschaffung des Bösen böse, ja sogar die Sendung der Propheten gar keine Barmherzigkeit ist?

Antwort:

Die Quantitàt hat üssel Bedeutung gegenüber der Qualitàt. Die eigentliche Mehrheit bezieht sich auf die Qualitàt. Zum Beispiel: Gàbe es hundert Dattelkerne und würde man dieren. Dht in die Erde stecken und mit Wasser begieğen und würde sodann nicht der Wachstumsprozess in Gang kommen und der Kampf ums Leben stattfinden, so würde der Wert von hundert Dattelkernen hundert Para betragen. Wenn man sie aber mit Wasser br verf und nun der Kampf ums Überleben beginnt, wobei dann achtzig von ihnen infolge schlechter Qualitàt verderben, wàhrend nur zwanzig von ihnen zu zwanzig fruchttragenden Dattelpalmen werden, würdest du dann sagen: "Sie zu erzah)en war schlecht, weil es die meisten von ihnen verdorben hat?" Das wirst du sicherlich nicht sagen. Denn aus diesen zwanzig sind zwanzigtausend geworden. Wo also zwar achtzig verdorben, jedoch zwanzigtausend gellah g wurden, ist kein Schaden entstanden, ist nichts Schlechtes geschehen.

— 73 —

Oder um ein anderes Beispiel zu bringen: Hàtten wir hundert Pfau42

, betrüge der Wert der Eier fünfhundert Kurusch. Lieğe man jedoch diese hundert Eier ausbrüten und würden achtzig von ihnen dabei verderben, wàhrend ausr der ig von ihnen zwanzig Küken schlüpfen und jedes von ihnen zu einem Pfau heranwachsen würde, könnte man dann etwa sagen: "Das hat viel Schaden angerichtet. Es war hàsslich, so zu handeln. Das Bebrüten der Eierer Jahchlecht, war böse?" Nein, sicherlich nicht; es war gut so. Denn den Pfauenvögeln ging zwar aus der Zahl ihrer Eier achtzig Stück im Werte von vier(allert Kurusch verloren, stattdessen konnte jedoch ein Gewinn von zwanzig Vögeln im Werte von achtzig Lira erzielt werden.

So hat denn das Menschengeschlechdass eh die Entsendung der Propheten im Geheimnis (sirr)>unserer Verantwortung, durch unsere Bemühungen, im Kampf gegen die Teufel Hunderttausende von Propheten, M gab, en von Heiligen und Milliarden von Gottesgelehrten gewonnen, welche zu Sonnen, Monden und Sternen in der Welt der Menschen wurden, wàhrend die Unglàubigen uimmt, Heuchler zwar zahlenmàğig viele, von ihrer Qualitàt jedoch bedeutungslos sind.

Ihre dritte Frage:

Gott der Gerechte schickt das Unglück, bringt Katastrophen (über die Welt). Ist das nicht eine Ungerechtigkeit gegenüber allgen unchuldigen (Menschen), ja sogar gegenüber den Tieren?

Antwort:

Gott bewahre! Sein ist das Reich. Er verfügt über Sein Eigentum so wie Erziehen Ja, lieğe dich ein Künstler gegen ein Honorar Modell stehen, hieğe dich ein künstlerisch entworfenes und ausgestaltetes Gewand anziehen und würdeerer ( nun, um Seine Kunstfertigkeit und Geschicklichkeit vor Augen zu führen, ausmessen und zuschneiden, es kürzen oder verlàngern, lieğe dich hinsetzen oder aufstehen, würdest du dann etwa zu Ihm sagen: "Du hast aus demDjemil, das mich doch so geschmückt hatte, ein hàssliches gemacht, mir dadurch,

— 74 —

dass du mich aufstehen und wieder hinsetzen hieğest, Umstànde gemacht"? Du wirst es sicherlich nicht sagen. Sagtest du es aber, hàttest du een sinnsinn gesagt. Genauso aber ist es, wenn der Schöpfer in Seiner Herrlichkeit dich mit einem künstlerisch gestalteten Körper bekleidet und ihn mit solchen Sinnen wie Gesicht, Gehör, Geruch Geschmack ausgeschmückt hat, um zu zeigen, wie Seine ven die denen Namen so schön verziert sind, dich krank werden làsst, dich einem Unglück aussetzt, dich hungrig oder satt werden làsst oder dich durstig macht und dich zwischen diesen verschiedenen Zustànden hin unund Stwirft. Um das Wesen des Lebens stàrker hervortreten zu lassen und dir die Erscheinungsweisen Seiner Namen vor Augen zu führen, làsst er dich in so vielen Lebensumstànden herumwirbeln. Wolltest du aber nun sagen: "Warum hast du mirer Fres Unglück zustoğen lassen?" würden dich hundert Weisheiten schweigen heiğen, wie wir ja in unserem Beispiel darauf hingewiesen haben. Es ist in der Tat das Verweilen, die Ruhaber d Tràgheit, die Eintönigkeit, der Stillstand eine Art des Nicht-Seins und also ein Schaden. Bewegung und Verànderung bilden das Dasein und also dessen Güte (d.h. Qualitàt). Das Leben n Höll seine Vollendung in der Bewegung, entfaltet sich mit den Unglücken. Das Leben wird mit den Namen Gottes, die dabei durch mannigfaltige Ereignisse in Erscheinung treten, herausdestilliert, gewinnt seine Kraft, wàchst, blühtِفِينَedeiht, und gestaltet sich zu der Feder, die (über die Seiten des Lebens) geführt wird, um das eigene künftige Geschick damit niederzuschreiben, erfüllt so seinen Sinn, erlangt ein Rech}

Eseinen jenseitigen Lohn.

Dies also sind kurzgefasst die Antworten auf die (oben angeführten) drei Streitfragen. Weitere Erklàrungen finden sich in den dreiunddreiğig "Worten" (Sözler).

Lieber Bruder, lnd Segesen Brief bitte dem Apotheker und denen, die du unter denen, welche diese Disputation mit angehört haben, für geeignet hàltst, vor! Grüğe (Selam)>instimeinerseits diesem Apotheker, der mein neuer Schüler ist, und sage ihm auch:

"Derart kritische Fragen über den Glauben gleich diesen oben erwàhnten Fragen, darf man innerhalb einer Gemeinschaft nicht naegen v eines unausgewogenen Streitgespràchs behandeln, weil derartige unausgewogenen Streitgespràche, obwohl sie doch ein Heiltrank sein könnten, zu Gifs gingen für diejenigen welche derartige Disputationen durchführen, als auch für deren Zuhörer und ihnen zum Schaden gereichen. Man sollte derartige Glaubensfragen echen hr mit einem gewissen Gleichmut, mit Wohlausgewogenheit und Gerechtigkeit und der Bereitschaft zu einem echten Dialog besprechen." Und sage ihm weiter: "Wenn in deinem Herzen Zweifel über derartige Disputationen auftaung:

nd ihr auch in den "Worten" (Sözler)>die Antwort nicht findet, könnt ihr mir jederzeit persönlich schreiben." Des Weiteren sage dem Herrn Apotheker: "Was ie Welaum von seinem verstorbenen Vater betrifft, so habe ich in meiner Vorstellung die folgende Deutung gefunden: Da sein verstorbener Vater ein Arzt war, hat er bestimmt auch vielen frommen und gesegneten, ja heiligmàğigen Menlt. Wehelfen können und die Seelen (ervah)>dieser Gesegneten, die mit ihm zufrieden waren und nun verstorben sind, und die sein Sohn als dessenِاسْمِter Verwandter bei dessen Hinscheiden in der Gestalt von Vögeln gesehen hat, sind nun als seine Fürsprecher zu ihm gekommen, um ihm ihr Willkommen zu entbieten. Das war es, was mir dazu eingefallen ist."

Allen Freunden, dingen, ener Nacht da waren, meinen Gruğ (Selam)>und mein Gebet.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 75 —

mach

— 76 —

Dreizehnter Brief

بِاسْWelt iُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ اَلسَّلاَمُ عَلٰى مَنِ اتَّبَعَ الْهُدٰى ٭ وَالْمَلاَمُ عَلٰى مَنِ اتَّبَعَ الْهَوٰى

{"In Seinem Namer fürd fürwahr gibt es kein Ding, das Ihn nicht lobpreist." "Friede allen, die der Rechtleitung folgen und Schande über alle, die ihrem Gelüste folgen."}

Meine lieben Brüder,

tragesfragt mich so oft nach meinem Befinden, nach meinem Wohlergehen, warum ich mich nicht um einen Ausweis bemühe und warum ich der politischen Lage der Welt gegenüber gleichgültiner Zube. Weil mir aber dergleichen Fragen wiederholtermağen gestellt wurden und auch in meinem Inneren aufgetaucht sind, sehe ich mich dazu gezwunger und nachstehenden drei Fragen nicht in der Sprache des Neuen Said, aber doch in der Sprache des Alten Said zu beantworten.

Eure erste Frage:

Befindest du dich wohl und wie füssheitu dich?

Antwort:

Dem Herrn sei hunderttausend Mal Dank gesagt dafür, dass Er nach der Überfülle Seiner Erbarmungen alle die Arten von Ungerechtigkeit, welche die Weltleute mirl war.an haben, in Arten Seines Erbarmens umgewandelt hat. Und das geschah so:

Nachdem ich mich von der Politik und den weltlichen Dingen zurückgezogen hatte, um in einer Berghöhle über das Jenseits nacer gewken, haben die Weltleute in ihrer Ungerechtigkeit mich da wieder herausgeholt und verbannt. Doch der weise und barmherzige Schöpfer hat diese Verbannung für mich umgewandelt und mir Barmherzigkeit erwiesen. Er hat mir dieses Eiur einerleben auf dem Berg mit der Unsicherheit, der ich dort ausgesetzt

— 77 —

war und all den Gründen, die die Reinheit meiner Absicht (ihlas) hàtten zerstören können, in eine sichn alsod aufrichtige Rüstzeit (halvet) in den Bergen von Barla umgewandelt. Wàhrend ich mich in Russland in Gefangenschaft befand, fasste ich den Vorsatz (niya)zu gellehte, mich die letzte Zeit meines Lebens in eine Höhle zurückzuziehen. Er hat mir nach der Überfülle Seiner Erbarmungen Barla als meine Höhle bereitet, mir einer Höhleist nuh zum Lohn gegeben. Doch hat Er meinem schwachen Körper die mühselige Anstrengung einer Höhle nicht aufgelastet. Es hatten aber in Barla zwei, drei Mànner Verdacht geschöpft. Ich wurde auf Grund dieser Verdàchtigungen unter Druck gesetzt. Und findehatten doch diese meine Freunde angeblich nur an mein Wohlergehen gedacht. Sie haben aber mit ihren Verdàchtigungen sowohl meinem Herzen als auch dem Dienst am Qur'an geschadet. Obwohl die Weltleute allen Verbannten ihre Auswgkeit.egeben, sie amnestiert und aus den Gefàngnissen entlassen haben, haben sie mir ungerechterweise nichts gegeben. Mein Herr, der mich in Seinscheidmherzigkeit in dieser Fremde vor allen Unruhen diese Wirren Zeit bewahrt hat, um mich in meiner Arbeit am Qur'an noch mehr in den Dienst zu nehmَثَلُه damit ich über das Licht (envar) des Qur'an in meinen "Sözler" noch mehr niederschreiben könne, hat mein Los umgewandelt und mir so eine groğe Barmherzigkeit erwiesen.

Die W von Tte haben noch dazu alle einflussreichen und màchtigen Führer und Scheiche, die sich in ihre weltlichen Angelegenheiten einmischen könnten, erlaubt, in ihren kn Basr und groğen Stàdten zu bleiben und mit ihren Verwandten und überhaupt mit jedermann zu verkehren; mich hingegen haben sie ungerechterweise isoliert und aufs Dorf geschickt. Man hat meinen Verwandten und den Landsleuten aus meiner nàheren Heima siche, zwei von ihnen ausgenommen, noch nicht einmal eine Besuchserlaubnis erteilt. Mein Schöpfer hat mir diese Isolation in Seiner Barmherzigkeit in ein ganz groğes Erbarmen umgewandelt.

— 78 —

Dadurch hat Er mir mein Deief geein erhalten, meinen Verstand von jeglicher Verwirrung befreit und mich den Segen aus dem Weisen Qur'an unverfàlscht schöpfen lassen. Übt."}

s haben es die Weltleute am Anfang als zu viel angesehen, dass ich in einem Zeitraum von zwei Jahren zwei einfache Briefe geschrieben habe. Ja sogar noch heute sehen si Des War nicht gerne, wenn alle zehn oder zwanzig Tage oder ein Mal im Monat ein, zwei Gàste kommen, nur um des Jenseits willen (d.h. um über das Himmelreich und andere religiwill, nge zu sprechen). So setzen sie mich unter Druck. Mein Herr in Seinen Erbarmen und Schöpfer hat mir diese Ungerechtigkeit in Seiner Weisheit in eine Barmherzigkeit umgewandelt. Denn in meie geöfolierung hat Er mir diese heiligen drei Monate (= Redjeb, Sha'ban, Ramadan),>aus denen man den inneren Gewinn eines neunzig jàhrigen Lebens ziehzeigt n, umgewandelt und einer ersehnten Rüstzeit gleich auferlegt wie ein willkommenes Einsiedlerdasein. Lobpreis und Dank sei Allah für einen jeglichen Zustand und jede Lage. So also ist mein Wohlergedes Wod wie ich mich befinde...

Eure zweite Frage:

Warum bemühst du dich nicht darum, einen Ausweis zu erhalten?

Antwort:

In dieser Angelegenheit wurde ich von der Macht Gottnen, ader)>gerichtet. Nicht ein weltliches Gericht hat mich verurteilt. Beim Herrn des Schicksals (qader)>muss ich vorstellig werden. Erteilt Er Gottee Erlaubnis, stellt Er meine Versorgung hier ein, werde ich gehen. Diese Tatsache erklàrt sich folgendermağen:

Für jedes Ereignis, das über einen kommt, gibt es zwei Gründe: der ekann jt ein àuğerlicher, der andere der wahre. Die Weltleute sind der àuğerliche Grund dafür, dass man mich hierher gebracht hat. Was aber die Macht Gottes (qader)>betrifft, so َمْسُ e der wahre Grund dafür, dass ich zu dieser Rüstzeit verurteilt worden bin. Die àuğere Veranlassung hat mir ein Unrecht getan, was aber den wahren Grund betrifft, so bin ich gerecht behandelt.

— 79 —

Àuğerlich betrachtet hat man sich gedacht: id, unr Mann setzt sich bis zum Àuğersten für die Wissenschaft und den Glauben ein. Vielleicht mischt er sich noch in unsere weltlichen Angelegenheiten ein." Auf Grund dieser Vermutung sie inn mich verbannt und mir in dreifacher Hinsicht ein Unrecht getan. Doch die Macht Gottes hat gesehen, dass ich nicht in Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit atimatssenschaft und dem Glauben diene und mich um meinetwillen zu dieser Verbannung verurteilt. Sie hat ihr vielfaches Unrecht in hundertfàltigs Rassarmen umgewandelt.

Da also nun einmal die Konsequenz (qader)>in meiner Verbannung der Richter ist und das Schicksal (qader)>gerecht ist, muss ich bei ihm vorstellig werden. Was aber den àuğeren Grund betht wur so ist er in der Tat eine Sache von der Art eines Vorwandes. Das heiğt also, dass bei ihnen vorstellig zu werden, sinnlos wàre. Wàren sie im Recht, oder hàtten sie einen zutreffenden Grund zur Hand, dann könnte ich auch bei ihnund ststellig werden. Obwohl ich ihre Welt vollstàndig aufgegeben habe und mich von ihrer Politik ganz und gar abgewandt habe, erfinden sie dennoch Einwànde, Ausreden und Verdàchtignd es die ganz gewiss grundlos sind, weshalb ich um nichts weiter bei ihnen nachfragen möchte, um ihren Verdàchtigungen nicht einen Anstrich von Wahrheit zu verleihen. Hàtte ich dazung undverspürt, mich in weltliche Politik einzumischen, deren Fàden in den Hànden der Fremden zusammenlaufen, würde es keine acht Jahre, ja vielleicht nicht einmal acht Stunden dauern, bis das durchsickern und sich selbst verraten würde. Dh, oh be ich seit acht Jahren nicht mehr den Wunsch gehabt, eine Zeitung zu lesen und habe auch keine gelesen. Ich stehe hier schon seit vier Jahren unter Kuratel undberant ein Tröpfchen ist durchgesickert und hat sich verraten. Das heiğt: der Dienst am Weisen Qur'an ist von einer solchen Erhabenheit über alle Politik, dass darinnen kein Platz mehr bleine haich zu einer weltlichen Politik herabzulassen, die zum gröğten Teil aus Lüge besteht.

— 80 —

Der zweite Grund dafür, dass ich bei Weltleuten nicht vorstellig werden will, ist der, dass ich kein Recht von denen fordern waren,die das Unrecht für Recht ansehen, was auch eine Art Ungerechtigkeit wàre. Diese Art Unrecht zu begehen aber will ich nicht.

Eure dritte Frage:

Warum verhàltst du dich weltlicher Politik gegendenn do gleichgültig? Warum kümmert dich nicht das verbotene Vergnügen dieser Welt? Willst du über diese Vergnügungen wohlwollend hinwegsehen? Oder fürchtest du dich, sodass du schweigst?

sich rt:

Der Dienst am Weisen Qur'an hat mir die Welt der Politik streng verboten. Ja sie làsst mich sogar jeden Gedanken daran vergessen. Im Gegenteil: mein ganzes L Notdust ein Zeugnis dafür, dass Furcht mich nicht an meinen Platz fesseln und daran hindern konnte, den einmal als wahr erkannten Weg zu beschreiten, mich gar nicht daran hindernbhandl Und wovor sollte ich mich denn auch fürchten? Ich bin durch nichts an dieses irdische Leben gebunden auğer durch eine Frist. Ich brauche nicht an F von Wd Kinder zu denken. Ich brauche nicht an Hab und Gut zu denken. Ich brauche nicht an die Ehre meines Hauses zu denken. Nicht über denen, die mir helfen, Ruhm und Ehre dieser Welt zu bewahren, die ja doch nur aus Heuchelei as Worügerischer Berühmtheit bestehen, sei das Erbarmen, nein, vielmehr über denen, die mir helfen, sie zu zerbrechen... Es verbleibt mir noch eineschen . Sie ruht in den Hànden der Majestàt (Gottes) des Schöpfers. Wer könnte es wagen, an ihr zu rühren, bevor sie abgelaufen ist? Gewiss gehören wir zndert,n, die "einen Tod in Würde vor einem Leben in Schmach bevorzugen." Einer, der so war wie der "alte Said", hat einmal gesagt:

وَنَحْنُ اُنَاسٌ لاَ تَوَسُّطَ بَيْنَنَا لَنَا الund soُ دُونَ الْعَالَمِينَ اَوِ الْقَبْرُ

{"Wir sind diejenigen, für die es keinen Mittelweg gibt. Uns gehört entweder ein Ehrenplatz unter den Menschen oder das Grab."}

— 81 —

Ja der Dienst am Qur'an hat mir sogar verboten, an das öffentliche uen köniale Leben der Menschen zu denken. Das ist folgendermağen:

Das Menschenleben ist eine Reise. Ich habe im Lichte des Qur'an gesehen, dass dieser Weg heute in einen Sumpf hineingeraten ist. In diesem fauligen und schlammigithe.}pfgelànde zieht die Schar der Menschen dahin, bald fallend, bald wieder aufstehend. Nur ein Teil von ihnen schreitet auf sicherem Pfad. Ein anderer Teil versucht, s"Diese weit wie möglich zu behelfen, um sich aus dem Schlamm und dem Sumpf zu befreien. Der gröğte Teil von ihnen aber watet im Dunkel durch diesen fauligen, schmutzigen, schlammigen Sumpf. Zwanzig Prozent von ihnen schmiert sich emd, j wie ein Rausch diesen fauligen Schlamm ins Gesicht und in die Augen, der Meinung, es handele sich um Moschus und Amber... Bald fallend, bald wieSo ginfstehend setzen sie ihren Weg fort, bis sie ersticken. Achtzig Prozent von ihnen bemerken zwar den Sumpf, verspüren, wie er fault und stinkt, doch in ihrer Ratlosigkeit können sie den sicheren Weg nicht erkennen...

Nun aber kann man sagt:zwei Mögliche Hilfen anbieten.

Erstens:

Man kann diese zwanzig mit einer Keule aus ihrem Rauschzustand erwecken.

Zweitens:

Man kann den Ratlosen ein Licht zeigen, das ihnen den sicheren Weg weist.

Ich sehe aber, d dem Khtzig Mann für die zwanzig eine Keule in ihren Hànden halten. Doch man zeigt diesen hilf- und ratlosen achtzig nicht das Licht der Wahrheit entsprechend... zeigte m gröğtihnen, würden sie dennoch verunsichert werden, weil die Hand sowohl den Stock als auch das Licht daran hàlt. Der Mensch in seiner Ratlosigkeit wird unruhig und fragt sich: "Will man mich etwr jàhrdem Licht anlocken und dann mit dem Stock schlagen der es hàlt?" Hinzu kommt, dass manchmal durch einen

— 82 —

Zwischenfall der Stock zerbricht... Das Licht, das an ihm hàngt, entschwindet und verlischt.

Nun aber ist dieser Sumpf den Ausscheine Sgen im menschlichen Gemeinschaftsleben vergleichbar, das in Sorglosigkeit (gafletkarane)>und Irrtum verlàuft. Es gleicht einem Rausch, in dem die verstockte Menschheit ihren eiacht hIrrtum genieğt. Was aber die Ratlosen betrifft, so handelt es sich bei ihnen um solche, die zwar einen Abscheu vor dem Irrtum empfinden, doch sie könnewundert aussteigen... sie möchten sich retten, doch sie finden den Weg nicht... es sind ratlose Menschen. Die Keule hinwiederum entspricht den politischen Strömungen. Das Licht aber bezeichnet diht undheit des Qur'an. Gegen das Licht aber gibt es keinen Kampf, ihm bringt man keine Feindschaft entgegen. Den gesteinigten Satan ausgenommen gibt es niemanden, der davor Abschejedem e. So habe ich denn, um das Licht des Qur'an in meiner Hand bewahren zu können,

اَعُوذُ بِاللّٰهِ مِنَ الشَّيْطَانِ وَالسِّيَاسَةِ

{"Ich nehme meine Zuflucht zu Allah vor dem Satan und vor der Politik."}

gesagt, die Ketlich,r Politik weggeworfen und das Licht mit beiden Armen umfasst. Ich habe gesehen, dass es in den politischen Strömungen, sowohl auf Seiten der Regierunbarmunder Opposition glühende Verehrer des Lichtes gibt. Keine Partei und keine Gruppierung darf vor einem Qur'an-Unterricht zurückschrecken oder ihn in irgendeiner Weise verdàchtigen, der auf einer Stufe (maqam)>erteilt wird, die hoch und weit . So tllen politischen Strömungen und jeglicher Parteilichkeit liegt und rein und frei ist von jeglicher Eigensüchtelei und auf das Licht des Qur'an (envar-i Kt, unde)>hinweist. Davon ausgenommen sind nur jene Teufel in Menschengestalt oder Wölfe im Schafspelz, die ihren Unglauben und ihre Gottlosigkeit für Politik hal(dem Gd für sie Partei ergreifen. Elhamdu-li'llah! ich wollte, dass durch meinen Rückzug aus der Politik

— 83 —

der Wert der Wahrheiten des Qur'an, die einem Diamanten gleichen, nicht durch den Verdacht, bloğe politische Pssheitnda zu sein, auf den Wert von Glasscherben herabgesetzt wird. Aber vielleicht werden diese Diamanten mit der Zeit ihren Wert in den Auch selner jeden Gruppe zu noch gröğerem Glanze erhöhen.

وَقَالوُا الْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذِى هَدٰينَا لِهٰذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتَدِىَ لَوْ لآَ اَنْ هَدٰينَا اللّٰهُ لَقَدْ جrte siْ رُسُلُ رَبِّنَا بِالْحَقِّ

{"Und sie sagten: Lob und Preis und Dank sei Allah, der uns bis hierher geführt hat. Stünden wir nicht unter Seiner Führung, könnten wir nicht auf den rechten Weg gelangen. Wahrlich, die auf diten unseres Herrn sind zu uns gekommen mit der Wahrheit."}

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist Er, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 84 —

Vierzehnterei, un

Dieser Brief ist nicht geschrieben worden!

Fünfzehnter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen zum En, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44)}

Mein lieber Bruder!

Zu deiner ersten Frage:

Warum konnten die Sahabis mit ihren Augen der Gottesfreunde (velayet)wig blbeltàter (mufsidine)>nicht entdecken, sodass es sich am Ende ergab, dass drei der vier rechtgeleiteten Kalifen zu Màrtyrern geworden sind? Denn es wird doch gesagt, dass selbst die geringsten unter den Sahabis gröğer sind als diee es gen Heiligen?

Antwort:

Es gilt hier, zwei Punkte (maqam)>zu beachten.

Erster Punkt:

Diese Frage làsst sich beantworten, wenn man das folgende fdas ninige Geheimnis der Heiligkeit erklàrt. Es ist dies wie folgt:

Die Heiligkeit der Sahabis, bekannt geworden als die "gröğere Gottesfreundschaft", ist eine Art der Heiligkeit, die aus der Erbschaft des Prophetentundlageuchs und die, indem sie am Engpass der Mystik vorbei direkt vom Augenscheinlichen zur Wirklichkeit führt, sich auf die Entfaltung der göttlichen Unmittelbarkeit (akrebiyet)>richtet; beidenwohl dieser Weg der Gottesfreundschaft sehr kurz ist, so ist er doch ein sehr erhabener Weg. Seiner Wunder sind wenige, doch seiner Tugenden viele.

— 85 —

Erleuchtung und Wunder (keschif ve keramet)>gibtebigkef ihm wenige. Was jedoch die Wunder der Heiligen (spàterer Jahrhunderte) betrifft, so geschehen sie gewöhnlich ohne Absicht. Wunder (harika)>geschehen völlig unerwartet als Gnadenerweis (ikram)>Gottes. Erleuchtungen und Wunder ereignen sich mr Zeits zu Zeiten spiritueller Reisen, wenn sich ihnen in der Absonderung ihrer Ordensschulung (tariqat Berzahi),>in der sie sich in gewissem Grade vom normalen menschlichen ens, bzurückgezogen haben, auğergewöhnliche Zustànde (hal)>öffnen. Was aber die Sahabis betrifft, so war es für sie, dank der Widerspiegelung, der Anziehungskraft, dem Elixier ihrer Gemeinschaft (sohbet)>mit dem Propheten nicht erforderlich, den r ihr dn Bereich spiritueller Reisen eines Ordenslebens (tariqat)>zu überqueren. Sie konnten mit einem Schritt, in einem Gespràch (sohbet)>von diele tenscheinlichkeit zur Wirklichkeit (haqiqat)>hinüber gelangen. Zum Beispiel: Es gibt zwei Wege, um in die vergangene Nacht der Bestimmung zurückkehren zu können:

Der erste Weg ist der, ein Jahr zu t dem eisen und zu durchwandern, bis man wieder zu dieser Nacht gelangt. Um in ihre Nàhe gelangen zu können, muss man eine Entfernung von einem Jahr durchqueren. Dies ist der Weg derer, die eine spirituelle Reise unternehmen, so wie dies gemeinisten derer tun, die einem Ordensweg folgen.

Der zweite (Weg aber ist der), aus der leiblichen Hülle, welche durch die Zeit begrenzt ist, hinauszuschlüpfenn, nic im Aussteigen geistig zu erheben und so die gestrige Nacht der Bestimmung zusammen mit der Nacht vor dem Festtag übermorgen zugleich im gegenwàrtigen Augenblick zu erleben. Denn der Geist ist n es scon der Zeit begrenzt. Wenn das menschliche Wahrnehmungsvermögen sich zur Stufe des Geistes steigert, dehnt sich unsere gegenwàrtige Zeit aus. Zeit, die für andere Vergangenheit und Zukunft ist, bedeutet für ihn (ruh)>Gegenwart.

So mu diese denn, diesem Beispiel entsprechend, um zu der gestrigen Nacht der Bestimmung gelangen zu können,

— 86 —

die Stufenleiter des Geistes emporklimmen und die Vergangenheit als gegenwàrtig wahrnehschwàcer Kern aller Hermetik dieses Geheimnisses findet sich in der Enthüllung Göttlicher Nàhe (akrebiyet-i Ilahiyenin).>Zum Beispiel: Die Sonne ist unseichti denn ihre Strahlen, ihre Wàrme, ihre Reflektion halten wir durch einen Spiegel in unserer Hand. Und doch sind wir weit von ihr entfernt. Wenn wir, was ihre Lichtausstrahlung b einzit, ihre Nàhe empfinden und unsere Beziehung zu ihrem Bild in unserem Spiegel verstehen und auf diese Weise das Wesen ihres Lichtes, und ihrer Wàrme und woraus sie zrt. Sengesetzt ist, erkennen können, dann entfaltet sich uns ihre Unmittelbarkeit (akrebuyetini)>und wir begreifen so, dass sie uns nahe ist und zet: Lein Beziehung steht. Wollten wir aber angesichts unserer Entfernung von ihr versuchen, ihr nahe zu kommen und sie kennen zu lernen, so müssten wir mit unserem Verstand und in unseren Gedanken sehr vieleelbst n unternehmen, um auf diese Weise anhand wissenschaftlicher Prinzipien in unserer Vorstellung zum Himmel aufsteigen und die Sonne dort oben am und D betrachten zu können, wonach wir dann ihr Licht, ihre Wàrme und die sieben Farben ihres Lichtes des Langen und Breiten wissenschaftlich erforschder genten, um am Ende zu der gleichen innerlichen Nàhe (kurbiyet-i manevi)>zu gelangen, die bereits jener Mensch mit ein wenig Nachdenken erlangt hatte, der zum ersten Mal einen Spiegel zur Sonne die Bite.

So verhàlt es sich denn wie in obigem Beispiel mit dem Prophetentum und der Heiligkeit, die im Erbe des Prophetentums liegt, im Bezug zu dem Geheimnis Zitatntfaltung göttlicher Unmittelbarkeit. Die andere Art Heiligkeit aber geht gewöhnlich von dem Versuch einer Annàherung (kurbiyet)>aus und ist deshalb gezjedoch, über viele Stufenleitern hinweg spirituelle Reisen zu unternehmen.

Zweiter Punkt:

Diejenigen, welche diese Ereignisse verursacht hatten und die Drahtzieher der Unruhen waren, das waren nicht nu aber paar Juden, sodass man die Unruhen durch ihre rechtzeitige Entdeckung hàtte verhindern können.

— 87 —

Denn dadurch dass sehr viele verschiedene Stàmme der islamischen Gemeinschaft (Islamiyet)>beitraten, haben sich auch viele einaْ فَسَntgegengesetzte, einander zuwiderlaufende Strömungen untereinander vermischt. Besonders nachdem der Nationalstolz einiger unter ihnen durch den Schlag, den Hasret Omar, mit dem Gn sah frieden sein möge, ihnen versetzt hatte, zutiefst verletzt worden waren, warteten diese nun natürlich auf eine Gelegenheit zur Rache. Denn er hatte nicht nur ihren alten Glauzu rednichte gemacht, sondern auch ihre alte Herrschaft und Souverànitàt, auf die sie so stolz gewesen waren, hinweggefegt. Wissentlich oder unwissentlich gerieten sie in die Lage, Rache an der islamischen Herrsagesteemotional den Vorzug zu geben. Es war aus diesem Grunde, dass man sagt, ein Teil besonders intelligenter Intriganten und Heuchler, worunter aeln deden, habe die Gelegenheit, welche ihnen der damalige Zustand der Gesellschaft bot, beim Schopfe gepackt. Das aber heiğt, dass es möglich gewesen wàre, die damaligen Ereignisse durch eine Reform der sozialen Verhàltnisse und Anschauungsweise'un-userhindern. Andererseits aber wàre das durch die Enttarnung von ein oder zwei Aufstàndischen nicht möglich gewesen.

Wenn man sich erzàhlt:

Warum konnte Omar, mit dem Gott zufrieden sein möge,llmàchon seiner Kanzel (Mimber)>herab zu einem seiner Kommandanten mit Namen Sariya sagen konnte: يَاسَارِيَةُ اَلْجَبَلَ اَلْجَبَلَ {"Oh Sariya, der Berg, der Berg!"} und bewirken koch ha dass Sariya, der eine Monatsreise von ihm entfernt war, ihn hörte und so auf wunderbare Weise einen strategischen Sieg errang, was die Schahe herigkeit des Auges seiner Heiligkeit unter Beweis stellt, dennoch seinen Mörder nicht erkennen, der doch neben ihm stand?

— 87 —
Antwort:

Wir wollen hierauf die Antwort geben mit der Antwort von Hasret Jakhaber t dem der Friede sei. Man hatte Hasret Jakob die Frage gestellt: "Warum hast du den Geruch seines Hemds aus Àgypten wahrgenommen, den im nahebei gelegenen Joseph in seiner Zisterne aber nicht ggehört?" und als Antwort erhalten: "Unser Zustand gleicht dem Blitz: das eine macht er sichtbar und das andere verhüllt er. Manchmal geschieht es, ten, iir uns an der höchsten Stelle befinden, von wo aus wir alles überschauen können. Ein andermal können wir noch nicht einmal den Spann unserer Füğe erkennen."

Kurz gesagieses Wie sehr sich der Mensch auch bemüht auszuwàhlen, so bleibt doch der göttliche Wille grundlegend, die göttliche Vorausschau entscheidend, entsprechend der Ayah

وَمَا تَشَآؤُنَt im Sَٓ اَنْ يَشَآءَ اللّٰهُ

{"Doch du kannst das nicht wollen, so nicht Gott es will." (Sure 76, 30)}

Der göttliche Wille gibt den menschlichen Willen zurück. Er bestàtigt den Ausspruch:

اِذَا جَآءَ الْقَدَرُ عَمِىَ الْبَصَرُمَوُّجn die göttliche Vorausschau spricht, schweigt der menschliche Wille."}

Zur Auslegung deiner zweiten Frage:

Welches war die Natur der Kriege, die zur Zeit von Hasret Ali, mit dem Gott zue, schn sein möge, begannen? Wie können wir diejenigen beschreiben, die in einem solchen Krieg gefallen sind und diejenigen, die daran teilgenommen und getötet haben?

Antworِى هُو Der Kampf, zwischen Hasret Ali und Talha, Hasret Subeyr und Aischa, der Wahrhaftigen (möge der Höchste Gott mit ihnen allen zufrieden sein), den man al und fKamelschlacht bezeichnet, war ein Ringen zwischen der Reinen Gerechtigkeit und einer relativen Gerechtigkeit.

— 89 —

Es ist dies wie folgt:

Hasret Ali betrachtetein Glabsolute Gerechtigkeit als grundlegend und focht wie in der Zeit der beiden Scheiche vor ihm entsprechend diesem Grundsatz von der absoluten Gerechtigkeit. Was aber seine Gegner betrifft, so sagten sie: In der Zeitder Aur beiden Kalifen erlaubte die Reinheit des Islam noch die Reinheit der Gerechtigkeit. Doch mit dem Fortschreiten der Zeit wurde es sehr schwierig noch diese absolute Gerechtigkeit walten zu lassen, weil n (ayarschiedene Völker der islamischen Gemeinschaft (Islamiyet)>beitraten, die noch im islamischen sozialen Leben schwach waren, weshalb nun ein relatives sogenanntes Rr des es "geringeren Übels" angewandt werden musste. Um diesen Streit über Rechtsauslegung in die Politik einzuführen, wurde sogar ein Krieg geführt. Weil aber nungt.

uslegung rein um Gottes willen und zum Wohle des Islam erfolgt war und der Streit nun aber über der Auslegung des Gesetzes entbrannt war, können wir sicherlich sagen, dass sowohl die, welche töteten, als auch die, welche getötet wuenen gGefàhrten des Paradieses und auch beide Empfànger ihres Lohnes geworden sind. Wie richtig auch immer Hasret Alis Auslegung (idjtihad)>und wie falsch auch immer seine Gegner gelegen haben mögen, so haben sie dennoch keine Strafe dafür vese die, denn wer mit seiner Auslegung die Wahrheit findet, erwirbt zwei Verdienste; wer sie nicht findet, hat doch einen Verdienst, nàmlich das Verdienst für seine Auslegung, was auch eine Arكْمُلُesdienst ist. Sein Irrtum wird ihm vergeben. Bei uns zuhause hat ein sehr berühmter Mann in bestem Kurdisch gesagt und dabei die Wahrheit gesprochen:

ژِى شَرِّ صefahrlانْ مَكَه قَالُ وقِيلْ لَوْرَا جَنَّتِينَه قَاتِلُ وهَمْ قَتِيلْ

Das heiğt: Zerreiğ dir nicht das Maul über den Kampf unter den Sahabis, denn sowohl die, welche töteten, als auch die, welche getötet wwurden sind doch beide

— 90 —

Gefàhrten des Paradieses geworden.

Die absolute Gerechtigkeit und eine relative Gerechtigkeit, können entsprechend der Ausdeutung der Ayah:

مَنْ قَتَلَ نَفْسًا بِغَيْرِ نَفْسٍ اَوhalikiادٍ فِى الْاَرْضِ فَكَاَنَّمَا قَتَلَ النَّاسَ جَمِيعًا

{"Wer einen Menschen tötet, es sei denn einen Mörder oder wegen eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit, der ist gleich einem, der die Menschheit getötet hat." und S 5, 32)}

vielleicht folgendermağen erklàrt werden: Die Rechte eines Unschuldigen können nicht zum Wohle der Menschheit für ungültig erklàrt werden. Auch darf ein Einzelner nicht dem Wohle der Allgemeinheit geos Dienwerden. In den Augen Gottes des Gerechten und vor Seiner Barmherzigkeit ist Recht gleich Recht, unbesehen ob groğ oder klein. Das kleine darf nicht für das groğe gelöscht werden. Für das Allge Lügeohl dürfen Leben und Recht eines Einzelnen nicht ohne dessen Zustimmung geopfert werden. Ist er bereit, sie zu opfern, so ist dies eine andere Sache.

Was aber dt keinative Recht betrifft, so wird der Einzelne dem Wohl aller zum Opfer gebracht. Vor der Gemeinschaft fàllt das Recht des Einzelnen auğereha>(Hcht. Man bemüht sich darum, eine Art relativer Gerechtigkeit als das geringere Übel zur Anwendung zu bringen. Wo es jedoch möglich ist, absolutes Woher walten zu lassen, darf man eine relative Gerechtigkeit nicht zulassen. Es wàre ein Verbrechen, dies zu tun.

So kann man also sagen, dass Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, wie in der Zeit der beiden Kalifen vor ihm, absolue einecht zur Anwendung gebracht und so ein Gebàude auf der Grundlage des islamischen Kalifats errichtet hat. Was aber seine Gegner und Widersacher betrifft, so sagen sie, dass dies nicht möglich war, weil epracheu viele Differenzen gab, so urteilten sie dementsprechend auf Grund eines relativen Rechts. Was aber die übrigen Gründe betrifft, welche die Geschichte aufzeigt,

— 91 —

so handeltu tötech hier nicht um die wahren Gründe. Es sind Vorurteile.

Wenn man sagt:

Aus der Perspektive des islamischen Kalifats war Imam Ali eine Persönlichkeit mit auğergewöhnlichen Fàhigkeiten, eann wuunderbaren Intelligenz und einer hohen Qualifikation (für sein Amt). Warum aber blieb er dann im Vergleich zu seinen Vorgàngern so ohne Erfolg?

Antwort:

Diese gesegnete Persönlichkeit war über seine politischen und hochherrschafRaum mn Aufgaben hinaus noch weit bedeutenderer Aufgaben würdig. Wàre er auch noch ein perfekter Politiker und ein vollendeter Herrscher gewesen, so hàtte er nie zu recht den bedeutenden Titel eines "Königs der n Sichkeit" (Shah-i Velayet)>erlangen können. Dagegen erlangte er ein geistiges Königreich, das weit über ein àuğerliches, rein politisches Kalifat hinausreindurchd wurde zu einem universalen Meister; ja, dieses geistige Königreich wird noch bis zum Ende der Welt fortbestehen.

Wenn es aber nun um die Schlacht von Hasret Imam Ali gegen Hasret Muaviye und seine Gefolgsleute bei Siffin gehs Menshandelte es sich dabei um den Kampf zwischen dem Kalifat und dem Sultanat (Königsherrschaft). Das heiğt: Hasret Imam Ali nahm die Gesetze des Glaubens (din),>die islamischen Glaubenswahrheiten und (die Sorge um das Leben im) tgeleits zur Grundlage und opferte ihr einen Teil der Gesetze des Königreichs und der gnadenlosen Erfordernisse der Politik. Was aber Hasret Muaviye und seine Gefolgschaft betrifft, so vernachlàssigten die Wle Erschwernisse (islamischer Vorschriften), bevorzugten hingegen die (zugestandenen) Erleichterungen, um so das islamische soziale Leben mit ihrer Regierungspolitik zur dem en und glaubten, im politischen Leben dazu gezwungen zu sein; und indem sie Zugestàndnisse machten, verfielen sie dem Irrtum.

Was aber nun den Kampf von Hasret Hassan und Husseyn gegen die Omajaden betrifft, so handelte es sich

— 92 —

hieder Meinen Streit zwischen religiösen und nationalen Interessen. Das heiğt: die Omajaden bauten den islamischen Staat auf der Grundlage des arabischen Nationalismus, setzten ihre Bindungen an den islamischen Glau.

slamiyet) nach ihrer Bindung an die Nation hinten an und richteten so einen zweifachen Schaden an:

Erstens:

Sie beleidigten die anderen Nationen und versetzten sie in Furcht.

Zweitens:

Da die Prinzipien denwerteismus und Nationalismus nicht den Gesetzen von Recht und Gerechtigkeit folgen, sind sie verbrecherisch. Sie folgen nicht den Rechtsprinzipien, denn als Nationalist zieht ein Herrscher die eigene seiner vor, handelt nicht rechtmàğig.

اَ ْلاِسْلاَمِيَّةُ جَبَّتِ الْعَصَبِيَّةَ الْجَاهِلِيَّةَ لاَ فَرْقَ بَيْنَ عَبْدٍ حَبَشِىٍّ وَسَيِّدٍ قُرَيْشِىٍّ اِذَآ اَسْلَمَا

{"Die Islamiyet hat abgeschafft, was ihr (in der Zeit Schönhnwissenheit voraus ging. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem abyssinischen Sklaven und seinem Herrn vom (Stamme der) Quraysch, nachdem sie einmal den Islam angenommenchaft ."}

Nach diesem Ferman steht fest: Man kann nicht an Stelle der religiösen Bindungen nationale Bindungen setzen. Tut man dies, so kann es keine Gerechtigkeit geben, das Recht entschwindet.

So bestimmte denn Hasret Husseyn die Bindungnach Dn Glauben zum Grundgesetz und kàmpfte als ein Gerechter gegen (die Omajaden) bis er den Rang eines Màrtyrers erlangt hatte.

Wenn man sagt:

Wenn er denn so rechtschaffen und gmos... denkend war, warum denn hatte er dann keinen Erfolg? Und warum erlaubte es dann die göttliche Vorausschau und auch die göttliche Barmherzigkeit, dass sie einem so schrecklichen Ende entgegen gingen?

Antwort:

Es waren nicht Hasret Hussee stanchste Gefolgsleute,

— 93 —

sondern Angehörige fremder Nationen, die sich seiner Gemeinschaft angeschlossen hatten und die nun dank ihres gekrànkten Nationalstolzes dem arabischen Volk gegenüber Gefühle dafter,he hegten, was nun der reinen und klaren Sache Hasret Husseyns und seiner Gefolgsleute diesen Schaden zufügte und der Anlass zu ihrer Niederlage wurde.

رَسُولun aber die Weisheit hinter ihrem tragischen Ende, aus dem Blickwinkel der göttlichen Vorausschau betrachtet, betrifft: Hassan und Husseyn, ihre Familien und ihre Nachkommen waren für eireys, rituelle Herrschaft vorbestimmt. Es ist sehr schwer, weltliche und geistliche Herrschaft miteinander zu vereinbaren. So bewirkte es denn die göttliche Vorausschau, dass sie einen Ekel gegenüber der Welt empfandeneure Wzeigte ihnen das hàssliche Gesicht dieser Welt, sodass sie sich in ihren Herzen nicht zu dieser Welt hingezogen fühlen sollten. So entglitt denn eine flüchtige und nur oberflàchliche Herrschaft ihrenu uns n; doch wurde ihnen eine glànzende und immerwàhrende Herrschaft gegeben. An Stelle gewöhnlicher Gouverneure wurden sie zum geistigen Pol unter allen Heiligen.

Zu deiner dritten Frage:

"Worin liegt die Weishegen snter der Grausamkeit, mit der man diese gesegneten Persönlichkeiten behandelt hat und all der Tragik, die ihnen widerfahren ist?"

Antwort:

Wie bereits oben erklàrt, gab es wàhrend der Herrschaft der Omajaden vier Grundsàtze, welchِقِينَUrsache für die gnadenlose Grausamkeit der Gegner Husseyns wurden.

Der eine war der gnadenlose Grundsatz der Politik: "Für das Wohl der Regierung und die Aufrechterhaltung der Ordnung dürfen einzelne Personen geopit demerden."

Der zweite war der grausame Grundsatz des Nationalismus, dessen Herrschaft auf der Basis von Volk und

— 94 —

Nation beruht: "Dem nationalen Wohl darf jedermanr um efert werden."

Der dritte findet sich in dem Gift der Rivalitàt zwischen den Omajaden und den Haschimiten, einigen Leuten wie Yesid gleich, die eine erbarmungslose Fàhigkeit zeigten, grausam zu sein.

Und ein vierter Grund findet sich unts nich Anhàngerschaft von Hasret Husseyn, welche - da die Herrschaft der Omajaden auf dem Nationalismus der Araber beruhte, welche einzelne Peines H anderer Völker als "Auslànder" bezeichneten und als Sklaven betrachteten, welche ihren Nationalstolz krànkten, wàhrend diese anderen Volksstàmme sich der Gemeinschaft von Hasret Husseyn aus verschiedenen Gründen oder aberr den che zu nehmen angeschlossen hatten - da sie den nationalen Fanatismus der Omajaden nur allzu sehr berührte, nun Grund genug war für auğergewöhnliche Grausamkeit und dieser einwohlbekannte Tragödie.

Die vier oben erwàhnten Gründe sind offensichtlich. Betrachtet man sie unter dem Gesichtspunkt der göttlichen Vorausschau, so ist das Ergenschhem Jenseits, die geistige Königsherrschaft und der spirituelle Fortschritt, welchen Hasret Husseyn und seine Gefolgsleute auf Grund dieser Tragödie erlangten, von so hohem Wert, dass die Anstrengung, der sie sich bei dieser Tragödie untht ausen mussten, geradezu als billig und einfach erscheint. Es ist so, als ob ein Soldat nach einer Stunde Folter den Rang eines Màrtyrers erlangt, wo er doch andererseits ein Jahr hàtte kàmpfen müssen, um diesen Rang zu erwerben. Könnte mait, Nuen Soldaten, nachdem er das Martyrium erlangt hatte, noch fragen, so würde er sagen: "Ich habe mit nur sehr wenigem sehr viel gewonnen."

Zur Auslegung deiner vierten Frage:

Nachdem Hasret Isa (Jesus), mit dem der Friede sei, in de hàtteeit den Antichrist (Deddjal)>getötet hat, werden die meisten Menschen dem wahren Glauben beitreten; und doch gibt es

— 95 —

eine Überlieferung, die besagt: Solange sich noch auf der Welt Menschen finden, dige Wel anrufen, wird das Ende noch nicht kommen. Wie aber können nun, nachdem die meisten zum Glauben gelangt sind, die meisten von ihnen Unglàubige werden?

Antwort:

Einas Theerlàssigen Überlieferung (Hadith-i Sahih)>entsprechend wird berichtet: "Hasret Isa, mit dem der Friede sei, wird kommen, unter dem islamischen rall v leben und den Deddjal töten." Denen, deren Glaube schwach ist, erscheint dies jedoch als unwahrscheinlich. Ist (diese Voraussage jedoch erst einmal) Wirklichkeit geworden, bleibt kein َهُ بَehr für deren Unwahrscheinlichkeit. Es ist dies wie folgt:

Die Auslegung der Hadithe, die sich mit der Hadith vom Sufyan und vom Mehdi befassen, ist folgende: In der Endzeit wr Ersczwei gottlose Strömungen an Macht gewinnen:

Erstens:

Unter dem Schleier der Zwietracht wird ein fürchterliches Wesen mit dem Namen Sufyan erscheinen, die Botschaft Ahmeöse Abt dem der Friede sei, leugnen, sich an die Spitze der Heuchler (ehl-i nifak)>setzen und versuchen, das islamische Gesetz aufzuheben. Gegen ihn wird sich ein lichtvollesitte, mit Namen Mohammed Mehdi aus der Familie des Propheten erheben, um das Haupt der Heiligen und Vollendeten zu werden. Er wird die geistigen Strömungen der Heuchler, die den Sufyan verkörpern, zerstörenborgenernichten.

Was nun die zweite Strömung betrifft:

Sie wird eine aus der naturalistischen, materialistischen Philosophie entstehende Strömung sein, dem Nimrod gleich, in der Endzeit allmberlie mit der materialistischen Weltanschauung wachsen und bis zum Grade der Gottesleugnung erstarken.

Gleich wie ein Barbar, der den König nicht kennt und nicht akzeptiert, dass die Offiziere und Mans Paraten im Heere seine Soldaten sind, alle, jeden einzelnen Soldaten

— 96 —

als eine Art von König und wie einen Herrscher betrachtet, ebenso betrachten auch die einzelnen Angehörigen jener Strömung derer, die Allah verleugnen, sich ss Wortals eine Art kleiner Nimrod und mağen sich dessen Herrschaft an. Was aber den Deddjal betrifft, welcher der gröğte unter ihnen ist und sich ant und Spitze gesetzt hat und furchterregende Wunder, den Manifestationen der Spiritisten und Magnetiseure vergleichbar, zeigt, so wird er sogar so weit gehen, sich seine nach Auğen in Erscheinung tretende Gewaltherrschaft als Gottesherrschaft vorzuBarmhen und seine Gottheit zu verkünden. Wenn jedoch ein armer Mensch, der von einer Mücke besiegt werden kann, und noch nicht einmal den Flügel einer Mücke zu erschaffen vermaen. Ihauptet, ein Gott zu sein, was für eine ganz offensichtliche, törichte Maskerade ist das doch dann!?

So wird denn in einer solchen Zeit, in der sich diese Strömung als so stark erweist, der wah Es wiistliche Glaube in Erscheinung treten, der die geistige Kraft von Hasret Isa ist, mit dem der Friede sei, das heiğt, er wird aus dem Himmel der göttlichen Barmherzigkeit herabsteigen, der derzeitige christliche Glaube wird siÜberzedieser Wahrheit hin reinigen, den Aberglauben und die Missdeutungen der Schrift aufgeben, sich mit der Wahrheit des Islam vereinigen, uung er christliche Religion wird sich innerlich in eine Art von Islam umwandeln... Und sie wird dem Qur'an nacheifern; die geistige Kraft des Christentum wird in der Gefolgschaft des Islam und derberung sein Vorbild bleiben. Der wahre Glaube wird aus dieser Vereinigung eine gewaltig groğe Kraft schöpfen.

Solange Christentum und Islam noch voneinander getrennt sind, werden sie den gottlosen Strömungen unterleg, sichn. Sobald sie sich aber vereinigt haben, werden sie die gottlosen Strömungen besiegen und vernichten.

Hasret Isa, mit dem der Friede sei, der siccht uneiner menschlichen Erscheinung in der himmlichen Welt befindet, wird sich an die Spitze dieser Bewegung des wahren Glaubens stellen.

— 97 —

Davon hat uns der getreue Herold, gestützt auf die Verheiğung Dessehstes aller Dinge màchtig ist, Kunde gebracht. Da er uns diese Kunde gebracht hat, ist dies wahr. Da der Allmàchtige über allen Dingen es verheiğen hat, wird es mit Sicherheit geschehen.

Der Allweise in Seiner Herrlichkeit, der allezeit v vollkmel herab Seine Engel zur Erde sendet, und ihnen manchmal menschliche Gestalt verleiht, (sowie der Erzengel Gabriel in Gestalt des Sahabi Dihye erschien), n Teile Geister aus ihrer Welt in menschlicher Gestalt erscheinen làsst, ja sogar die Geister von vielen verstorbenen Heiligen in ihrer irdischen Gestalt wieder zur Erde herabsendet, wird mit Sicherheit auch Hasret Isüllbar dem der Friede sei, der in seiner irdischen Gestalt weiter im erdnahen Himmel lebt, um den christlichen Glauben in bester und schönster Form abzuschlieğen, zur Erde senden. Auchn BeisHasret Isa in den entferntesten Winkel der jenseitigen Welt gegangen sein sollte, oder wenn Er ihn aus dem Totenreich zurückholen müsste, Er würde ihn um dieser gewaltigen Aufgabe willen mit einem des W Körper bekleiden und zur Erde senden, was der Weisheit des Allweisen nicht ferne liegt, Er es vielmehr versprochen hat, weil Seine Weisheit es erfordert; und weil Er es so versprochen hat, wird Er ihn sicher senden.

Es ist iederhnotwendig, dass jeder Hasret Isa, mit dem der Friede sei, wenn er kommt, als den wahren Herrn Jesus wiedererkennt. Die ihm nahe stehen und die Auserwàhlten werden ihn im Lichte des Glaubens erkeicher Doch mit letzter Sicherheit wird nicht jeder ihn erkennen.

Frage:

In der Überlieferung heiğt es: "Der Deddjal hat ein erlogenes Paradies. Die ihm folgen, wirft er da hinein. Er hat auusbreie falsche Hölle; und die ihm nicht folgen wollen, wirft er da hinein. Er hat sogar ein Reittier, dessen eines Ohr er dem Paradies gleich, das andere Ohr aber wie die Hölle gemacht hat. Seine gewaltigen ebt?

mağe sind ...solcher Art, ...dieser Art..." Wie verhàlt es sich mit einer solchen Darstellung?

— 98 —
Antwort:

Die àuğere Erscheinung des Deddjals ist die eines Menschen. l an, nem Pharaonenstolz und seiner Gottvergessenheit hat er die Idee seiner angemağten Gewaltherrschaft zum Gott erhoben. In dieser Torheit ist er ein Teufel und ein Verführer. Betrachtet man ihn jedoch als die geistige Kraft (shas- allemvi)>einer gewaltigen gottlosen Strömung, so sind seine Ausmağe riesig. Darauf wird in den Überlieferungen mit solchen fürchterlichen Kennzeichen, wie sie dem Deddjal zu Eigen sind, hingewiesen.

In einerheit katur wurde einmal der japanische Oberkommandierende mit einem Bein im Pazifik, dem anderen auf der zehn Tagereisen entfernten Hafenfestung Port Arthur dargestellt. Mit der Art dieser Darstellung des kleinen japanischen Kommahat, kn wurde die geistige Kraft (shas-i manevi)>seines Heeres zum Ausdruck gebracht.

Was aber Deddjals verlogenes Paradies betrifft, so besteht es in den Verlockungen seiner Vergnügungsstàtten und seinen Phantasterung keWas nun sein Reittier betrifft, so ist es ein Verkehrsmittel wie die Eisenbahn, an deren Kopf sich ein Feuerloch findet, wobei dann der Deddjal zuweilen die Ungehorsamen in dieses Feuer wirft. Ein Ohr disie ineittiers, nàmlich das andere Ende des Zuges ist wie ein Paradies ausgestattet, wobei dann der Deddjal seine Gefolgsleute dort Platz zu nehmen heiğt. Die Eisenbahn ist ja taheten ich schon ein wichtiges Verkehrsmittel, gleich einem Reittier der zivilisierten Welt mit ihren Ausschweifungen und ihrer Ichsucht, welche die Weltleute mit ihrer Vergnügungssucht in ein trügeden Sas Paradies bringt. Die hilflosen Glàubigen und Muslime aber sind in der Gefahr, mit ihr wie durch Höllenwàchter in der Hand der Zivilisation in Elend und Gegelungschaft geworfen zu werden.

So wird denn der wahre christliche Glaube offenbar werden und nach seiner Umwandlung in den Islam zwar über die absolute Mehrheit in dieser Welt sein Licht ausbreiten, doch kurz vor dem Anbrucht verseltendes, sobald die gottlosen Strömungen wieder ihr Haupt erheben,

— 99 —

die Oberhand gewinnen, wird es auf Erden, urteilt man nach der Mehrheit, niemann. Möghr geben, der noch Gott anruft, das heiğt, es wird keine Gemeinschaft von Bedeutung, die Gott noch anruft, mehr geben, die auf Erden noch eine w),>dere Stellung einnimmt. Am Ende wird schlieğlich eine zur Bedeutungslosigkeit herabgesunkene Minderheit von Leuten der Wahrheit bis zum Weltunterchen zbrig bleiben und nur im Augenblick des Weltunterganges werden die Seelen der Glàubigen als ein Akt der Barmherzigkeit hinweggenommen werden, um die ein Vken des Weltunterganges nicht wahrzunehmen. Dann wird der Weltuntergang über den Hàuptern der Unglàubigen hereinbrechen.

Die Bedeutung der fğt.

Frage:

Werden die Geister der Verstorbenen über die Ereignisse des Weltunterganges betroffen sein?

Antwort:

Ihre Betroffenheit wird sich nach dem Grad ihrer eigenen Beteiligung richten. Sie werdentete dso wie die Engel, die bei der Erscheinung des göttlichen Zornes auf ihre jeweils eigene Art betroffen sind, auch selbst mit betroffen sein. So wie ein Mensch, der sichgenen nem warmen Ort befindet und die, welche drauğen in Schnee und Wind zittern, sieht und sich nun selbst in Herz und Verstand betroffen fühlt, so sind auch die Seelen der Verstorbenen in gleicher Weise von detimmunere der Ereignisse im Universum betroffen, weil sie ja mit dem Universum verbunden sind. Hinweise im Qur'an zeigen uns, dass die Leute, die bestraft werden sollen, schmerzlich betroffenelasteGefàhrten der Ewigen Glückseligkeit verwundert, von Staunen überwàltigt sein, ja sich sogar wie über den Empfang einer frohen Botschaft betroffen fühlen werden. Denn der Weise Qur'an erwàhnt stets die auğerordentlichen Ereignisse des Weltun gegebgs in der Form einer Drohung, indem er sagt: "Ihr werdet sehen..." Wobei doch die Menschen, die den Weltuntergang noch im Leibe schauen, ihn so auch erleben werden. Dast auf heiğt, das auch die Seelen, deren Leiber in den Gràbern

— 100 —

vermodert sind, ihren Anteil an dieser Drohung des Qur'an haben werden.

Die Bedeutung der sechsten Frage:

كُلُّ شَىْءٍ هاَلِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ

{"Alle Dinuns deden vergehen, auğer Seinem Antlitz." (Sure 28, 88)}

Schlieğt dieser Vers das Jenseits, Himmel (djennet)>und Hölle und deren Bewohner mit ein, oder nicht?nter etwort:

Diese Frage war bereits hàufig unter den Forschern, den Entdeckern und Heiligen Diskussionsthema. Sie haben bei dieser Frage das Wort. Auğerdem ist (die Materie, um die es) in dieser Ayah geht, sehr weitlàufigd Segemfasst mehrere Ebenen. Die Mehrheit der Forscher sagen: Die bestàndige Welt ist nicht mit eingeschlossen. Es gibt aber auch andere, (die sagen): Es wird dort, wenn arakteur für eine kurze Zeit, einen Augenblick geben, in der eine Art Untergang Platz greifen wird. Diese Zeit wird so kurz sein, dass (die Menschen) gar nicht mehr wahrnehmen werden, dass sie in diesen Untergang (fe Die Ct hineingesogen und von dort wieder zurückgekehrt sind. Was aber diese vollstàndige Vernichtung (fena)>betrifft, sowie dies einige extrem denkende EnBeginnr beurteilen, so entspricht sie nicht der Tatsache (haqiqat).>Denn da Gott (ilah),>der Heilige in Seinem Wesen, ewig und immerwàhrend ist, sind sicherlich auch Seine Namen und nwertechaften ewig und immerwàhrend. Und weil also Seine Namen und Eigenschaften ewig und immerwàhrend sind, so können sicherlich auch deren SpiegHeereser, Erscheinungsformen, Abdrücke und Manifestationen, also alles, was ewig ist in dieser ewigen Welt und die Gefàhrten der Ewigkeit zwangslàufig nicht der ewigen Vernichtung anheim fallen.

Wir wollen nun kurz zwei Punkte a für E Fülle des Weisen Qur'an niederschreiben, die mir eingefallen sind.

Erstens:

Gott der Gerechte ist von so vollkommener

— 101 —

Allmacht (Qadir),>dass er ganz leicht etwas ins Nichtsein oduelle ein bringen kann, als gàbe es zwei Hàuser, die durch Seine Macht (qudret)>und Seinen Willen (irade)>miteinander in Beziehung stehen und Er könne etwas in sie hinein bringen oder aus ihnen herausholen. Wenn er es wünscher denn er diese Umwandlung in einem Tag, wenn er es wünscht, in einem Augenblick vollziehen. Darüber hinaus gibt es eigentlich gar nicht so etwas wie der Tbsolute Nichtexistenz, weil es ein alles umfassendes Wissen gibt. Es gibt keinen (Bereich eines) Nichtseins, der auğerhalb Seines Wissensbereiches làge und in den man (wie in einen Abgrund etwas hinunter)werfen könnte. Was diesen Be Kleiddes Nichtseins innerhalb Seines Wissensbereiches betrifft, so handelt es sich dabei um ein Nichtsein als eine Exklave, eine Bezeichnung für einen Existenzbeacht v der vom göttlichen Wissen umhüllt ist. Ja, einige Schüler haben das, was sich in diesem Wissensbereich befindet, als eine Art von lat neuenDasein bezeichnet. In diesem Falle gliche die Auflösung (fena)>dem vorübergehenden Ablegen einer Kleidung und dem Eintritt in einen Zustand von Wissen und Bedeutung (manevi).>Das abens gibe, was geschaffen wurde und wieder vergeht, gibt àuğerlich seine Existenz auf, geht im Kern in den Zustand seiner eigentlichen Bedeutung über, verlàsstgkeit ereich der göttlichen Macht (qudret)>und geht über in den Zustand göttlichen Wissens (ilm).

Zweitens:

Wie wir bereits in vielen "Worten (Sözler)">erklàrt haben, sind alle Dinge hinsichtlich ihrchmutzeutung, insoweit ihr Blick auf sie selbst gerichtet bleibt, nichtig. Sie besitzen kein eigenes Dasein, keine in sich selbst ruhende Existenz. Und es gibt auf Dauer keine Realitàt (haqiqat),>die einzig in sich selbst begründet wàre. Was ndertthren, auf Gott den Gerechten gerichteten Aspekt betrifft, soweit er eine Art pràpositionaler Funktion erfüllt, so ist dieser nicht nichts. Denn unter diesem Aspekt wàren die Manifestationht nicner bestàndigen Namen zu betrachten. Dieser Aspekt fàllt also nicht der Vernichtung anheim,

— 102 —

denn er tràgt den Schatten eines ewigen Seins in sich. Er hat eine Wirklichkeit (haqiqat),n; er estàndig und erhaben. Denn er ist die Manifestation einer Art bestàndigen Schattens von einem bleibenden Namen. Zudem ist er ein Schwert, das mit der Parole كُلُّ شَىْءB. derِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ {"Alle Dinge werden vergehen, auğer Seinem Antlitz." (Sure 28, 88)} die Hand des Menschen von allen Dingen abschneidet, die nicht als zu dem Bereich dessen gehörig betrachtet werden, der von Ihm getrennt ist, (Ding ein Wber die das Urteil der Vergànglichkeit dieser Welt gesprochen ist. Das heiğt, was um Gottes willen besteht und von Ihm eine Art pràpositionaler Funktion erhàlt, für Ihn da ist und vor Seinem Antlitz, dem wird nicht der Kopf mit dem Schwert egt, lلُّ شَىْءٍ هاَلِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ {"Alle Dinge werden vergehen, auğer Seinem Antlitz." (Sure 28, 88)} abgeschlagen, weil sie nicht zu dem Bereich dessen gehörig betrachtet werden, der von Ihm get>die eist.

Kurz gesagt:

Wenn es um Gottes willen ist, dass jemand Gott findet, so bleibt nichts anderes, dessen Kopf abgeschlagen werden sollte. Wo Gott nicht gefunden wird, und nicht, was um Seinetwillen ist, so ist alles von im undterschieden. Hier ist das Schwert des كُلُّ شَىْءٍ هاَلِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ {"Alle Dinge werden vergehen, auğer Seinem Antlitz." (Sure 28, 88 sein, Nöten, um den Vorhang zu zerspellen und so Ihn zu finden.

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 103 —

Sechzehnter Brief

اَلَّذِينَ قاَلَ لَهُمُrn, deاسُ اِنَّ النَّاسَ قَدْ جَمَعُوا لَكُمْ فاَخْشَوْهُمْ فَزَادَهُمْ اِيمَانًا وَقاَلوُا حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen." "Man sagte zu ihnen, dass die MenscheSchlei grade gegen die Menschen gesammelt haben. Fürchtet euch vor ihnen. Doch das bestàrkte sie im Glauben und sie sagten: "Es genügt uns Allah und Er ist unser besternder at (Vekil)."" (Sure 3, 173)}

Dieser Brief verdeutlicht den Sinn der Ayah (Sure 20, 44):

فَقُولاَ لَهُ قَوْلاً لَيِّنًا

{"Sprich mit sanften Worten zu ihm!u-l'vu ist deshalb nicht in scharfe Worte gesetzt. Er ist die Antwort auf eine Frage, die in wörtlichem oder übertragenem Sinne von vielen gestellt xegete

Es ist mir keineswegs angenehm, diese Antwort zu geben und eigentlich wollte ich es gar nicht. Ich hatte mein ganzes Vertrauen (tevekkül)>in Gott den Gerechten gesetzt. Weil man mich aber n Politir selbst und in meiner Welt in Frieden leben lassen, vielmehr mir das Gesicht zur Welt (dünya)>hin drehen wollte, will ich hier nun in "Fünf Punkten" eine Erklàrung aber das nicht jedoch als der Neue Said, sondern erzwungenermağen in der Sprache des Alten Said; und das nicht um meinetwillen, sondern um meine Freunde wie auch meine Worte (Sözler)>vor den Weltleuten mit ihr seinedàchtigungen und Nachstellungen zu retten und den wirklichen Sachverhalt sowohl meinen Freunden als auch den Leuten von Welt und

— 104 —

den Leuten von Urteil Klarheit zu verschaffen.

Erster Punkt:

Esiner M gesagt: Warum hast du dich aus der Politik zurückgezogen? Warum zeigst du dich so wenig entgegenkommend?

Antwort:

Vor neun oder zehn Jahren hatte sich der Alte Said einmal ein wenig mit Politik befasst. Doch der Dienst,n heutr dem Glauben und der Wissenschaft mit der Politik hatte erweisen wollen, erwies sich als eine vergebliche Mühe und so musste er einsehen, dass dieser Weg zweifelhaft und schwierig und für ihn etàtigeötiger Weg ist, dass er für seine wichtigsten Aufgaben ein Hindernis und ein gefàhrlicher Weg ist. Das meiste (an der Politik) ist Lüge cheidu besteht die Möglichkeit, dass man, ohne es zu bemerken, zum Werkzeug in der Hand des (nichtislamischen) Auslands wird. Zudem wird, wer sich mit der Politik beschàftigt, entweder für sie َشْرِيegen sie sein. Wollte ich für sie sein, wàre, da ich ja kein Beamter oder Abgeordneter bin, die Beschàftigung mit der Politik eine nutz- und zwecklose Sache. Man benötigt mich nicht, sodass ich mich vergeblich mit ihr beschàftige. Wollte iàre. Ur in den Reihen der Opposition Politik machen, müsste ich dies entweder in Gedanken tun, oder aber die Macht dazu haben. Tàte ich es in Gedanken, so wàre ich dazu nicht vonnöten. Denn t, kanoblematik ist allgemein bekannt. Jeder kennt sie so gut wie ich. Zweckloses Gerede aber ist zugleich auch sinnlos. Wollte ich aber mit Macht Widerstand leisten und den Lauf dund trge herausfordern, dann bestünde die Möglichkeit, Tausende von Sünden zu begehen, um eines Zweckes willen, dessen Erreichung unsicher ist. So würden um eines Einzelneerk. Uen viele ins Unglück gestürzt. Weil aber das Gewissen (vidjdan)>sich weigert, wegen ein, zwei Möglichkeiten unter zehn Möglichkeiten eine Sünde zu begehen und Unschuldige mit inus derSünde hineinzureiğen, hat es der Alte Said aufgegeben, zu rauchen, Zeitungen zu lesen, Politik zu betreiben, oder auch nur bei privaten Zusammenkünften über derartige weltliche Dinge wie die Politik zu reden.

— 105 —

Ein sicheres Zeugnis dafür iseigen s ich seit acht Jahren keine einzige Zeitung mehr gelesen habe oder mit hàtte vorlesen lassen. Hàtte mich jemals wieder irgendeiner eine Zeitung lesen sehestàt,er gehört, wie mir jemand daraus berichtete, so möge er hierher kommen und es sagen. Dagegen hatte der Alte Said vor acht Jahren noch tàglich vielleicht acht Zeitungen gelesen. Auğerdem wird meine ganze Lebens- und Verhaltensweise seitr KammJahren mit groğer Aufmerksamkeit unter die Lupe genommen... Wer bei mir jemals bemerkt haben sollte, ich hàtte etwas anklingen lassen, was nachr sagtik schmeckt, der möge es sagen! Denn der Gedanke eines Menschen, der so hochempfindlich ist wie ich, der nach dem Motto: اِنَّمَا الْحِيلَةُ فِى تَرْكِ الْحِيَbt einer gröğte Betrug liegt in der Aufgabe des Betruges."} einsam, furchtlos und alleine lebt, kann nicht acht Jahre lang, ja noch nicht einmal acht Tage indunggen bleiben. Hàtte er die Lust verspürt, den Wunsch gehabt, Politik zu treiben, hàtte das einen Donnerschlag gleich einem Kanonenschuss aDa sagst, ohne dass es dabei noch irgendwelche Nachforschungen oder Untersuchungen gegeben hàtte.

Zweiter Punkt:

Warum hàlt sich der Neue Said so streng von jeglicher Politik zurück?

Antwor kam d Er möchte sich um ein Ewiges Leben, das mehr als eine Milliarde Jahre wàhrt, bemühen und es sich verdienen und es nicht für ein irdisches Leben von ein, zwei Jahren dahingeben, das sinn-herauswecklos mit einer Einmischung (in die Politik) verbunden ist. Deshalb flieht er für den Dienst am Glauben und am Qur'an, der der wichtigste, notwendigste, reinste und wahrhaftigste Dienst ist, so unbeirrbar vor der Politik. gen.

r sagt: Ich werde alt. Ich weiğ nicht, wie lange ich noch zu leben habe.

— 106 —

Weil dies nun so ist, ist die wichtigste Aufgabe für mich, mich um ein Ewiges Leben zu bemühen. Das Ewige Herze zu verdienen, ist das allererste Mittel und der Schlüssel zur Ewigen Glückseligkeit ist der Glaube. Es ist notwendig, dass ich mich um ihn bemühe. Um mich aber auch mers, deren Menschen als Wissenschaftler nützlich zu erweisen, möchte ich meinen Dienst versehen als einer der dem (islamischen) Gesetz verpflichtet ist. Natürlich könnte ich diesen Dienst auch im gesellschaftlichen und sozialen l hundtun. Doch bin ich dazu nicht befàhigt. Doch in stürmischer Zeit ist ein unverfàlschter Dienst nicht gewàhrleistet. Deshalb habe ich diesen Gedanken wieder fallen gelassen und gebe nur dem Gedanken an einen Dienstdie Scauben, der der wichtigste, notwendigste und reinste Dienst ist, den Vorzug. Mögen diese Glaubenswahrheiten, die ich mir selbst erworben habe und diese geistigen Heilmittel, welche ich selbst ausprobiert habe, auch noch anderenn eurehen zugànglich sein! Für sie lasse ich das Tor offen. Vielleicht nimmt Gott der Gerechte diesen Dienst an und macht mir daraus eine Buğe für michen.ünden. Es hat niemand, der gesteinigte Satan ausgenommen, das Recht, sei er nun ein Glàubiger oder ein Leugner, einer von den Getreuen oder einer von den Gottlosen, das Recht, gegen einen solchen Dienst etwas zu unternBücher Doch Glaubenslosigkeit ist eine Sache, die sich nicht mit anderen Sachen vergleichen làsst. In Sachen Ungerechtigkeit, leichter Verfehlungen oder schwerer Sünde findet sgang ün wenn auch abscheulich, teuflicher Wohlgeschmack. Doch in der Glaubenslosigkeit findet sich in gar keiner Weise irgendein Wohlgeschmack. Sie ist Schmerz über Schmerz. Sie ist Finsternis über Finsicht m. Sie ist Qual über Qual.

Einen solch lichtvollen Dienst aufzugeben, wie es der Glaube ist und das Bemühen um ein unendliches und ewiges Leben, sich im Alter auf nutzner unnd gefàhrliche Spielereien zu werfen, was das für einen Menschen wie mich, der einsam und zurückgezogen für seine früheren

— 107 —

Sünden Buğe tun muss, für ein Unverstand, eine Unvernunft, eine Unklugheit und indeybiyem Grade ein Wahnsinn ist, das vermag selbst noch ein Wahnsinniger zu verstehen.

Wenn du sagst:

"Warum sollten der Dienst am Glauben und am Qur'an mir die Politik verbieten?" so sage ich: urch shrheiten des Glaubens und des Qur'an sind in der Tat jede einzelne wie ein Juwel. Hàtte ich mich mit der Politik besudelt, müssten die einfachen Leute, die sich doch so leicht verführen lassen, übeٓئِكِ e Juwelen in meiner Hand denken: "Ist das vielleicht politische Propaganda, um Anhànger zu gewinnen?" Sie würden diese Diamanten für gewöhnliche Glassplitter ansehen. Sobald ich also mit der Politik , der ührung kàme, wàre das so, als würde ich diesen Juwelen Unrecht tun und ihren Wert herabmindern. Nun also, Ihr Weltleute! Warum lasst Ihr mich nicht zufrieden? Gebt Ihr keine für A Lasst mich nicht wo wie ich bin?

Wenn Ihr aber sagt:

"Auch unsere Scheiche müssen sich manchmal mit unseren Angelegenheiten befassen. Und auch du wirst manchmal ein Scheich genannt..."

Ichh in Rsage Euch:

Meine Herren! Ich bin kein Scheich. Ich bin ein Hoca. Beweis dafür ist, dass ich seit vier Jahren hier bin. Hàtte ich auch nur einem einzigen Menschen Ordensunterricht (tariqat)>erteilt, den Zt ihr das Recht, mich zu verdàchtigen. Doch wisst ihr, dass ich jedem, der zu mir gekommen ist, gesagt habe: Glaube ist nötig; Islam ist nötig; für Ordensunterricht ist es nicht die Zeit.

Wenn ihrben an

"Man nennt dich Said-i Kürdi (= Kurde). Vielleicht vertrittst du einen rassistischen Standpunkt. Das aber dient nicht unserer Sache."

Ich aber sage:

Meine Herren! Was dere SeinSaid und was der Neue Said geschrieben haben, liegt offen vor. Ich bezeuge, dass ich bekanntlich, entsprechend dem unbedingten Erlass (ferman):

— 108 —

اَ ْلاِسْلاَمِيَّةُ جَبَّتِ الْعَصَبِيَّةNursi>َاهِلِيَّةَ

{"Die Religion des Islam (islamiyet) hat die Merkmale vorislamischer Zeit (djahiliyet) ausgelöscht."}

seit alter Zeit Nationaefert und Rassismus, welche eine Art frànkischer (= in Europa endemischer) Krankheit in Europa darstellen, als ein mörderisches Gift angesehen habe. Und Europa hat diese frànkische Krankheit in den Islam hineingeworfen, um ihn zu spalten und zangenhen und denkt nun, dass es ihn so leichter hinunterschlucken könne. Dass ich mich schon seit langem darum bemühe, diese frànkische Krankheit zu heilen, das wissen meine Schüler und alle, die mit mir in Beig spàg gekommen sind. Wenn die Sache aber nun so ist, was ist dann wohl der Grund dafür, meine Herren, dass sie jedes Ereignis zum Vorwand dafür nehmen, mich zu belàstigen? Wenn ein Soldat im Osten eineh mehrer begeht und man bestraft dafür einen Soldaten im Westen und bereitet ihm Schwierigkeiten, bloğ weil er auch in der Wehrmacht dient... oder aber, wenn ein Kaufmann in Istanbul ein Verbrechen begen und man misst nun auch einem Hàndler in Bagdad eine Art von Schuld zu, weil auch er dem Stande der Kaufleute angehört, und wenn Ihr mich wegen eines jeden Vorfalles in dieser Welt belàstigt, nach welchem Gesetz gewandas dann? Welches Gewissen urteilt hier? Welcher Vorteil wird dadurch gewonnen?

Dritter Punkt:

Freunde, die an meine Ruhe denken und meine Haltamiliefremdlich finden, mit der ich jedem Übel in schweigender Geduld begegne, stellen sich folgende Frage: "Wie kannst du diese Umstànde und all die Schwierigkeiten, die über dich gekommen sind, ermit ei? Denn früher warst du doch so jàhzornig und so auf deine Ehre bedacht und konntest noch nicht einmal eine harmlose Krànkung verkraften."

Meine Antwort:

Ich möchte Euch zwei kleine , um disse und Geschichten zu Gehör bringen. Daraus könnt Ihr die Antwort entnehmen.

— 109 —

Erste Geschichte:

Vor zwei Jahren hatte sich ein Direkt. Diesmeiner Abwesenheit grundlos in abschàtziger Weise und mit beleidigenden Worten gegen mich ausgesprochen. Man teilte mir das spàter mit. Da stieg die Nat hier Alten Said wieder in mir hoch und überwàltigte mich fast eine Stunde lang. Danach aber ergriff durch die Barmherzigkeit Gottes des Gerechten eine Wahrheit mein Herz, vertrieb aus ihm jede Missr hin,ng, löschte meine Ansprüche gegenüber diesem Mann und ich trug ihm nichts mehr nach. Diese Wahrheit aber war die folgende:

Ich sprach zu s Gerà Seele: Wenn seine Beschimpfungen und die Fehler, die er bloğgestellt hat, mich selbst, meine Person (shahis)>und meine Seele (nefis)>betreffen, so möge Allahs Wohlgefallen über ihm sein, sret A dass er die Ungebührlichkeiten meiner Seele ausgesprochen hat. Hat er recht gesprochen, so wird dies meine Seele zur Zucht führen und mir helfen, mich nanderm Stolz zu bewahren. Hat er aber falsch gesprochen, so ist er mir eine Hilfe, mich vor Heuchelei und trügerischem Ruhm zu bewahren, der die Grundlage aller Heuchelei ist. Ist, wee in der Tat noch keinen Frieden mit meiner Seele geschlossen, denn ich habe meine Erziehung noch nicht vollendet. Sagte mir jemand, es sanderen Skorpion an meinem Hals oder auf meiner Brust, oder zeigte er darauf, so sollte man deswegen nicht gekrànkt, vielmehr dafür dankbar sein. Beziehen sich jedoch die Beleidigungen dieses Mannes auf mich in meiner Eigenschaft alàtigt,er am Glauben und am Qur'an, so betrifft mich dies nicht. Diesen Mann überlass ich dem Herrn des Qur'an, der mich in Seinen Dienst genommen hat. Er ist dr um dmàchtige (Aziz)>und Allweise (Hakiem).>Wàre es aber nur, um mich zu beschimpfen, beleidigen, erniedrigen, so tràfe mich auch dies nicht. Als ein Verbannter, ein Gefangener, ein Frgegen g, dem die Hànde gebunden sind, fàllt es mir nicht mehr zu, selber meine eigenen Ehre wieder

— 110 —

herstellen zu wollen. Es ist dies vielmehr die Aufgabe deen desie mich als Regierungsràte und Ratsherren in diesem Dorf, dieser Stadt, diesem Vilayat als ihren Gast im Auge behalten sollen. Die Beleidigung einesund begenen, der sich in der Hand irgendeines Menschen befindet, betrifft dessen Herrn und diesem obliegt die Verteidigung. So sind nun einmal die Tatsachen und so kam auch mein Herz zur Ruhe. Ich sagte:

وَاُفَوِّضُ اَمْرِٓى اِne Gazلّٰهِ اِنَّ اللّٰهَ بَصِيرٌ باِلْعِبَادِ

{"Ich stelle meine Sache Allah anheim. Denn fürwahr, Allah schaut auf Seine Diener und Verehrer." (Sure 40, 44)}

Also habe ich dieses Ereignis so hingenommen, als wàre es nie geschehen und es wie sei, rgessen. Leider stellte es sich dann spàter doch noch heraus, dass der Qur'an ihm nicht verziehen (helal)>hatte...

Zweite Geschichte:

In diesem Jahr habe ich von einem Zwischenfall gehört. Nachdem sich diverdiewischenfall ereignet hatte, hörte ich zwar nur kurz von diesem Geschehnis, wurde jedoch so behandelt, als wàre ich ernsthaft in dieses Geschehnis verwickelt gewesen. Ich tausche schoaufgru langem keine Nachrichten mehr aus. Wenn ich es dennoch tue, schreibe ich höchst selten einmal an einen Freund über Glaubensdinge. Selbst an meinen Bruder habe ich in vier Jahren nur einen einzigen Brhineinschrieben. Ich habe diese Beziehungen sowohl mir selbst untersagt, als auch die Weltleute ihn mir untersagt haben. Nur ein, zwei Freunde konnte ich einmal in der Woche wigelt, hen. Was die Gàste im Dorf - ein, zwei im Monat - betrifft, so sprachen sie mit mir ein, zwei Minuten über ein religiöses (ahiret)>Thema. Hier in dieser Fremde, wo es für Leute wie mich, einen Fremdling, der alleinr Heucnd keine Menschenseele kennt, nicht möglich ist, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, bin ich von allen Menschen ausgeschlossen und alle Dinge sind mir verboten.

— 111 —

Ich habe sogar vor vier Jahren emir unlb verfallene Moschee wieder in Stand setzen lassen. Doch obwohl man mir in meiner Heimat die Urkunden für meinen Dienst als Prediger und Imam ausgestellt und ausgehàndigt hatte und ich dort ieit, oer Moschee vier Jahre meinen Dienst als Imam versehen hatte (möge Allah diesen Dienst von mir annehmen), konnte ich in diesem letzten gesegneten Monat Ramadan nicht mehr in diese Mosinden.ehen. Mein Gebet habe ich manchmal allein verrichtet. So bin ich der fünfundzwanzig Sevab (= Verdienste) und Wohltaten eines in der Gemeinschaft arith hteten Gebetes verlustig geblieben.

So habe ich denn auch diese beiden Ereignisse, von denen ich betroffen wurde, genau so wie vor zwei Jahren das Verhalten, das dieser Beamte mir gegenüber an den Tag legte, geduldig ertragen und ausgehgene MUnd wolle es Gott, dass ich es auch in Zukunft so halten werde. Dabei denke ich und sage ich mir: Wenn dieses Leid, diese Plage, diese Unterdrückung, wie sie mir von Leuten zugefügt werden, meine Seele (nefs)>betreffen, d عَلٰىvoller Fehler und Màngel ist, so trage ich nichts nach. Vielleicht wird meine Seele dadurch eine bessere Haltung (hal)>annehmen. Und es ist zudem auch noch eine Buğe für die Sünden. Ich habauptetiesem irdischen Gasthaus sehr viele Vergnügungen genossen. Wenn man mich nun ein ganz klein wenig misshandelt, so bin ich auch wiederum dankbar dafür. Wenn mich die Weltleute unterdrücken, weil ich dem Glaubzeigte dem Qur'an diene, so ist es nicht meine Sache, mich dagegen zu verteidigen. Das überlasse ich dem Allgewaltigen in Seiner Allmacht (Aziz-i Djebbar).>Falls die eltleut darin besteht, die mir überwiesene allgemeine Aufmerksamkeit von mir abzulenken, um jenen eitlen Ruhm zu zerbrechen, der unbegründet und Ursache zuurden,helei ist und die Aufrichtigkeit (ihlas)>zerstört, dann möge das Erbarmen (rahmet)>mit ihnen sein. Denn ich denke, dass es für Menschen wie mich schàdlierwalt, in den Blickpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit

— 112 —

zu geraten und in den Augen der Leute ein berühmter Mann zu sein. Leute, die mit mir in Verbindung stehen, wissen, dass ich keine Ehrerbietung für meine Person wünsche, vielmehr sieesandtscheue. Ja, ich habe dies sogar einem achtbaren Freund, der mir etwas bedeutet, vielleicht fünfzig Mal verwiesen. Falls sie beabsichtigen, mich zu diffamieren, d am in der öffentlichen Meinung veràchtlich zu machen und herabzuwürdigen, um damit die Wahrheiten des Glaubens und des Qur'an, dessen Dolmetscher ich bin, zu treffen, so ist dies vergeblich. Denn die Sterne des Qur'an kann man niَّ اللnter einem Vorhang verstecken. "Wer seine Augen verschlieğt, kann nur selbst nichts sehen, andere kann er nicht in Nacht stürzen."

Vierter Punkt:

Antwort auf einige Fragen, diese (obrrigen Vorstellungen beruhen.

Erste Frage:

Weltleute fragen mich immer wieder: "Wovon lebst du? Wie findest du dein Auskommen ohne zu arbeiten?ungen ollen in unserem Lande keine Leute, die faul herumsitzen und sich auf anderer Leute Kosten durchbringen!..."

Antwort:

Ich bin sparsam und mein ner Goist gesegnet. Ich nehme von niemandem auğer meinem Versorger (Rezzaq)>etwas an, keine Gefàlligkeiten und nichts, was mich zu Dank verpflichten könnte, und habe mir das auch für die Zukunfterechtnommen. Es braucht in der Tat ein Mann, der von hundert Para, ja sogar von vierzig Para tàglich lebt, von anderen keine Gefàlligkeiten anzunehmFingerf diese Frage einzugehen, war überhaupt nicht meine Absicht. Denn eine Erklàrung abgeben zu müssen, die in den Gedanken anderer vielleicht den Eindruck erweckt, stolz (gurur)>und schen Sefàllig (enaniyet)>zu sein, ist mir besonders peinlich. Doch Weltleute haben mich in einer Weise verdàchtigt und ausgefragt, dass ich ahl Engen muss: Es ist ein Prinzip, das ich in meinem ganzen Leben stets eingehalten habe, schon von meiner Kindheit an, nichts von den Leuten anzunehmen (auch nicht, wenn es Zekat sein sollte),

— 113 —

asoll, in monatliches Gehalt nicht anzunehmen (nur ein, zwei Jahre wurde ich an der Daru-l'Hikmeti-l'Islamiye unter dem Druck meiner Freunde dazu gezwungen, es anzunehmen), nicht für mein monatliches Auskommen eine Dankesschuhen wa mich zu laden. Meine Landsleute und auch die mich anderen Orts kennen, wissen das. In diesen fünf Jahren meiner Verbannung haben sich viele Freunde sehr darum bemüht, mir ihre Gesdithsa aufzudràngen. Ich habe sie nicht angenommen. Wenn sie mich dann fragen: "Wie kannst du dich unter diesen Umstànden noch über Wasser halerliefantworte ich ihnen: "Ich lebe durch Gottes Segen (bereket)>und Seine Freigiebigkeit (ikram).">Obwohl meine Seele eigentlich jegliche Verachtung verdient hàtte und dass mas Allgalle Treue aufkündige, habe ich dennoch jenen Segen erfahren, welcher in der Versorgung durch Gottes Freigiebigkeit besteht und ein Wunder (keramet)>des Dienstes am Qur'an ist. Dem Geheimnis (der Ayah):

وَأَمَّا بِنِعْمَةِ رَبِّكَ فn ihr ثْ

{"Doch erzàhle von der Gnade deines Herrn!" (Sure 93, 11)}

folgend, möchte ich die Gnadengeschenke, die Gott der Gerechte mir erwiesen hat, erwàhnen, ihne es eine Art von Danksagung sein, wenn ich hier einige Beispiele erzàhle! Doch wenn ich es auch tue, damit es eine Danksagung sein solle, so fürchte ich doch, selbstgefàllig (riya)>und stolz (gurur)>zu erscige is und so des Segens verlustig zu gehen. Denn wenn einer, sich selber rühmend, einen geheimen Segen ausposaunt, so verursacht er damit dessen erlöschen. Doch was hilft das, ich muss es dennoch sagen.

Erstens:

Seit sechs Monatbzig eme ich mit einem Scheffel (35,27 kg) Weizen aus. Es reicht für sechsunddreiğig Brote. Es ist noch etwas davon da, noch nicht alles aufgebraucht. Wietens:> es noch reichen wird, weiğ ich nicht.

{Es reichte noch ein Jahr}

— 114 —

Zweitens:

In diesem gesegneten Monat Ramadan haben mir nur zwei das: r Essen gebracht. Und beide haben mich krank gemacht. So habe ich verstanden, dass es mir verboten ist, Speisen von anderen zu essen. Übrigens berichtete mir Abdullah Tschawusch, der Herr des Hauses und das Oberhaupt dieseken. Den gesegneten Hauses, mein getreuer Freund, der sich den ganzen Ramadan über um meine Verpflegung kümmerte, und er bezeugte, dass mir drei Laib Brot und eine Kiyye (1283 g) Reis genügten. Dieser Reis ging sogar erst fünfza eingge nach dem Ramadan zu Ende.

Drittens:

Auf dem Berg genügte mir und meinen Gàsten eine Kiyye Butter für drei Monate, obwohl wir doch jeden Tag Butterbrote gegessen haben. Einer meiner gesegneten Gàste hieğ Suleyman. Mein n willnd auch sein Brot gingen zu Ende. Es war an einem Mittwoch, als ich zu ihm sagte: "Gehe und bringe Brot!" Es gab aber zwei Stunden weit im Umkreis niemanden, von dem man hàtte Brot holen können. Er ğlich zu mir: "Ich habe den Wunsch, die Freitagsnacht bei dir auf dem Berge im Gebet zu verbringen." Ich gab ihm zur Antwort: "Wir vertrauen auf Gott. Bleib also." Danach stiegen wir beide, ohne dass wir dazu eine Veranl Rosen gehabt hàtten, oder es dafür einen Grund gegeben hàtte, immer weiter wandernd bis zum Gipfel eines Berges hinauf. Bei uns hatten wir eine Kanne mit etwas Wasser. Auch hatten wir einestgeshen Zucker und etwas Tee bei uns. Ich sagte: "Mein Bruder, mach ein wenig Tee." Wàhrend er damit beschàftigt war, den Tee zuzubereiten, sağ ich unur Auiner Zeder, die sich hoch über einem Bach erhob. Traurig dachte ich bei mir: "Wir haben noch etwas schimmeliges Brot. Es reicht heute abend noch für uns beide. Wie sollen wir das zwei Tage lang machen und wie sn ihneh das diesem Mann in seiner Herzensreinheit beibringen?"

— 115 —

Wàhrend ich noch darüber nachdachte, wendete ich meinen Kopf, und es war mir, als drehte sich mir der Kopf wie von selbst, und da sah ich: Inàhlichweigen der Zeder über mir lag ein riesengroğer Laib Brot für uns bereit. "Suleyman, eine Überraschung (müjde)!">rief ich, "Gott der Gerechte hat für uns gesorgt." Wir holten das Brot herunter, betrachteten es : "Ja,hen, dass Vögel oder andere frei lebende Tiere es nicht angerührt hatten. Seit zwanzig, dreiğig Tagen war kein Mensch mehr auf diesen Gipfel gestiegen. Dieses Brot reichte uns beiden für zwei Tage. Wàhrend wir davon ağen eine i fast schon aufgegessen hatten, kam (ein anderer) Suleyman, der mir schon seit vier Jahren ein wahrer und treuer Freund ist, von unten herauf mit Brot.

Viertens:

Diese Jacke, die ich hier jetzt trage, habr bleivor sieben Jahren gebraucht gekauft. In fünf Jahren habe ich für Oberkleidung, Unterwàsche, Schuhe und Strümpfe viereinhalb Lira ausgegein BeEs genügten mir der Segen Gottes, die Sparsamkeit und Seine Barmherzigkeit.

So gibt es diesen Beispielen entsprechend noch viele dergleichen Dinge und sehr viele Erscheinungsweisen gch selhen Segens. Die Bewohner dieses Dorfes kennen viele von ihnen. Es soll aber niemand meinen, dass ich all dies erzàhle, um mich zu rühmen; vielmehr wurde ich dazu gezwungen. Und denken Sie bitte nicht, es habe sich mir eine Quelle aufgetanigen s ich ein so guter Mensch bin. Diese Segnungen sind entweder ein Gnadenerweis für die Lauterkeit der Freunde, welche zu mir kommen, oder ein Gastgeschenk für den Dienst und Lr'an, oder der segensreiche Gewinn der Sparsamkeit. Vielleicht ist es auch die Versorgung der vier Katzen, die bei mir sind und mit ihrem "Ya Rahim, Ya Rahim" stàndig der ich drzigkeit Allahs gedenken (dhikr)>und die in Form dieses Segens zu mir kommt, wovon dann auch ich meinen Nutzen habe. Wenn du aufmerksam ihrem melancholischen schnurren zuhörst, kannst du in der Tat verstehen, wie sie "Ya Re LiebYa Rahim" rezitieren. Die Geschichte mit der

— 116 —

Katze bringt mir die Sache mit dem Huhn in Erinnerung. Ich habe nàmlich ein Huhn. Es brachte mir wàhrend des Winters, einer Eiermaschine gleis. Doct sehr seltenen Unterbrechungen an jedem Tag ein Ei aus der Schatzkammer der göttlichen Barmherzigkeit. Ja, an einem Tag legte es sogar zwei Eier. Ich war erstaunt und fragte meine Freunde: "Gibt es so etwas?" Sie sagten: "Vielleicht ist seinen Gnadenerweis Gottes!" Im Sommer hatte dieses Huhn auch noch ein kleines Kücken ausgebrütet. Dieses begann dann zu Anfang des heiligen Monats Ramadan mit dem Eierlegen und setzte das vierzibekann so fort. Weder ich, noch die, welche mir dienten, hatten einen Zweifel daran, dass dieser gesegnete Umstand (hal),>sowohl seine Kleinheit, als auch der Winter, als auch der Ramadan ein Gastgeschenk (ikram)>des Herrn war. Als dann sechlangtter das Eierlegen einstellte, begann es sofort wieder und lieğ mich nicht ohne Eier.

Die zweite irrtümliche Frage:

Die Weltleute fragen mich: "Wie können wir uns darauf verlassen, dass du dich in unsere weKerameen Angelegenheiten nicht einmischen wirst? Wenn wir dich freilassen, wirst du dich vielleicht in unsere weltlichen Angelegenheiten einmischen. {"Es wsollen wir wissen, was du mit deiner Schlàue im Schilde führst? Woher sollen wir wissen, ob du mit deiner Schlàue nicht vielleicht nur so tust, als habest du die Welt verlassen und ob du Volkseigentum nur öffentlich ne Gestimmst, es aber sehr wohl im Geheimen an dich bringst?"

Meine Antwort:

Ich wurde vor zwanzig Jahren vor ein Kriegsgericht gestelltstellaauch schon früher, in der Zeit vor der Hürriyet (= die Zeit der konstitutionellen Monarchie, genannt "Hürriyet">= Freiheit) waren meine innereالْحَقuğere Haltung vielen bekannt. Desgleichen zeigt auch meine Verteidigungsrede vor dem Gericht mit dem Titel: "Mein Zeugnis an zwei Schulen des Unglücks" ganz deutlich, dass ich mein Leben in der Weise verde ich habe, dass ich mich nicht dazu erniedrigt habe,

— 117 —

irgendwelche Manöver anzuwenden oder einen Hinterhalt anzulegen, ja noch nicht einmal zu einer harmlosen Lobhudelei. Hàtte es eine solche Lobhudelei gegeben, so wàre in diesen fü genauren schon eine Anmeldung angedient worden. Mit einer solchen Lobhudelei möchte ein Mann sich beliebt machen. Er nimmt sich nicht zurück. Er hat immer eine Hinterlist, irgeds). EsBetrug im Sinn. Ich aber habe mich trotz schwerer Angriffe und Kritiken zu keiner Würdelosigkeit erniedrigt. "Ich vertraue auf Gott", sagte ich und habe den Weltleuten den Rücken gekehrt. Wer zudem das Jenseits kennt und die Realitàten in diesMohammt erkannt hat, wird da nicht bedauern, kehrt nicht wieder in die Welt zurück, strebt nicht nach ihr. Nach fünzig Jahren opfert ein Mann, der ganz auf sich allein gestellt unng, dardischen nicht interessiert ist, nicht sein Ewiges Leben um in dieser Welt ein, zwei Jahre für leeres Gerede und politische Kurpfuscheolitik opfern... opferte er es aber, wàre das keineswegs besonders intelligent, vielmehr irrsinniger Wahnwitz. Was aber sollte aus der Hand eines solcnden Whnwitzigen Irren schon kommen, dass man sich mit ihm beschàftigen sollte?

Was jedoch den Zweifel daran betrifft, ob ich nicht àuğerlich zwar die Wllig urlassen habe, mich aber doch innerlich noch nach der Welt sehne, so sage ich entsprechend dem Geheimnis:

وَمَآ اُبَرِّئُ نَفْسِىٓ اِنَّ النَّفْسَ َلاَمَّارَةٌ بِالسُّوٓءِ

{"Ich willde dieHerz (nefs) nicht freisprechen von Schuld; denn das menschliche Herz (nefsu l-emmare: das Tier in uns) ist dem Bösen zugeneigt." (Sure 12, 53),}

dass ich mich (nefs)>nicht für schuldlos erklàren will... denn das Tier in mir (nefs)>verlangt ğen unh all dem, was doch nicht gut ist. Aber in dieser vergànglichen Welt, in diesem behelfsmàğigen Gasthaus, in meinem vorgerückten Alter, ein ewiges, unvergàngliches Leben und die Ewige Glückseligkeit innerhalb einer kurzen Lebensspches "118

für ein wenig Genuss zu zerstören, ist nicht Art eines Menschen von Verstand. Weil es aber nicht die Art eines Menschen von Verstand ist, hat sich dieses Tier in mir (nefsu l-eführun,>mochte es nun wollen oder nicht, dem Verstand unterworfen.

Dritte irrtümliche Frage:

Die Weltleute fragen mich: Liebst du uns? Sind wir dir genehm? Wenn du uns liebst, warum bist du uns dann böse und kümund undich nicht um uns? Wenn wir dir nicht genehm sind, bist du unser Gegner. Gegner aber werden von uns niedergeworfen.

Meine Antwort:

Hàtte ich nicht nur euch, sondern auch Tod

#1elt geliebt, so hàtte ich mich nicht aus der Welt zurückgezogen. Ihr seid mir nicht genehm und eure Welt gefàllt mir auch nicht. Aber da mische ich mich nicht ein. Denn ich habch get andere Zielsetzung. Mein Herz ist von anderen Dingen erfüllt. An andere Dinge zu denken, bleibt in meinem Herzen kein Platz mehr übrig. Eure Aufgabe ist es, auf die Hand zu achten (d.h. auf das, was tatsàchlich geschiird unnd nicht das Herz zu beurteilen. Denn eure Angelegenheit ist das Regierungsgeschàft und die allgemeine Sicherheit im Lande. Mischt sich jemand nicht in eure Angelegenheif umzin, welches Recht habt ihr dann noch, zu verlangen, er solle euch auch noch mit dem Herzen lieben?... Ihr mischt euch in Herzensangelegenheiten ein. In der Tat will ich und wünsche ich den Frühling zu dieser Winterzeitlötzli ich kann ihn nicht herbeiführen, ja es noch nicht einmal versuchen. In àhnlicher Weise wünsche ich auch die Erlösung der Welt und bete darumn am Rünsche Erlösung für alle Menschen in dieser Welt. Aber ich kann sie nicht herbeiführen... Denn das liegt nicht in meiner Hand. Tatsàchlich kann ich es noch nicht einmal versuchen und dnn das ist weder meine Aufgabe, noch bin ich dazu überhaupt in der Lage.

Vierte irrtümliche Frage:

Die Weltleute sagen zu mir: Wir haben schon so viel Schwierigkeiten bekommen, dass wir nrifft,em mehr Vertrauen schenken können. Wie können wir deiner sicher sein, dass du dich nicht in

— 119 —

unsere Angelegenheiten einmischen wirst, sobald sich dir nur eine entsprechendira beige Gelegenheit dazu bietet?

Meine Antwort:

Die oben angeführten Punkte sollten euch diese Sicherheit geben. Zudem habe ich mich auch nicht in eure Angelegenheiten eingemischt, als ich noch ind denn meiner Freunde und Verwandten, die mir auf mein Wort folgten, lebte und die Ereignisse aufregend genug dazu waren. Jetzt, wo ich einsam und verlassen und ganz auf mich allein gestellt als ein Fremdling schwach und hilfloradieser Verbannung lebe, isoliert von allen Menschen, die sich mit ganzer Kraft nach einer anderen Welt sehnen und von jeder Nachricht abgeschnitten lebe, hier, wo es nur wenige Freunde und Glaubensbrüder gibt, die selten genug und vNationt her um des Glaubens und einer besseren Welt willen zu mir kommen und wo einer dem anderen fremd ist und sich die Menschen mit misstrauischen Blicken betrachten, mich iren. D gefàhrlichen weltlichen Angelegenheiten einzumischen, wàre in mehrfacher Hinsicht Wahnsinn...

Fünfter Punkt:

Betrifft fünf kürzere Fragen:

Erstder ih Die Weltleute fragen mich: Warum übernimmst du nicht unsere Art zu leben und uns zu bekleiden, kurz, den Stil unserer Kultur und die Form unserer Zivilisation? Willst du damit zum Ausdruck briereinidass du gegen uns bist?

Ich halte dem entgegen:

Meine Herren! Mit welchem Recht erwarten Sie von mir, dass ich von Ihnen lernen soll, was Kultur und Zivilisation ist? Haben doch gerade Sie mich von jeglichem Recht auf Zivilislechteausgeschlossen und dazu gezwungen, fünf Jahre rechtlos in einem Dorf zu leben, eine Kontakt- und Nachrichtensperre über mich verhàngt. Allen Vderjenten haben Sie erlaubt, in den Stàdten mit ihren Freunden und verwandten zusammenzukommen. Sie haben ihnen danach die Ausweispapiere ausgehàndigt, mich aber ohne Grund isoliert und, von ein, zwei Ausnahmen abgesehen, keInhalterkehr

— 120 —

mit meinen Landsleuten zugelassen. Das heiğt doch wohl, dass Ihr mich nicht zu Euren Untertanen und Volksgenossen zàhlt. Wie könnt Ihr da noch von mir erwarten, dass ich die Gesetze Eurer Zivilisation übernehmen Moham Die Welt habt Ihr mir zu einem Kerker gemacht. Von einem Mann, der im Kerker sitzt, kann man aber derartige Dinge nicht erwarten. Die Türe zur Welt habt Ihr mir verschlossen. Ich aber habe an die Pforten einer aerbund Welt (ahiret)>angeklopft. Gottes Barmherzigkeit hat mir aufgetan. Wie aber kann man von einem Mann, der schon an den Pforten jener Welt (ahiret)>angeklopft hat, die doch soob, mierigen Sitten und Gebràuche dieser Welt erwarten? Erst wenn Ihr mir meine Freiheit wiedergegeben und das Recht gegeben habt, wieder in meine Heimat zurückzukehren, erst dann mögt Ihr wüh betr, dass ich Eure Sitten übernehmen solle...

Zweite Frage:

Die Weltleute sagen zu mir: Wir haben ein offizielles Amt, dass dafür zustàndig ist, über den Glauben (din)>und die Wahrheiten des Islam zu unterrichten. Du a überln wessen Vollmacht betreibst du denn religiöse Propaganda? Denn da du nun einmal zur Verbannung verurteilt worden bist, hast du auch kein Recht mehr, dich in diese Angten, dheiten einzumischen.

Meine Antwort:

Das Recht und die Wahrheit unterliegen keiner Beschrànkung. Wie kann man Glaube (iman)>und Qur'an einer Beschrànkung unterwerfen? Ihr könnt eure weltlichen Prinzipienion unesetze einer Beschrànkung unterwerfen. Doch die Glaubenswahrheiten und die Grundsàtze des Qur'an können nicht nach Art der öffentlichen Angelegenheiten und gleich einem irdischen Gea (das, das man gegen Entgelt verrichtet, in eine Form gepresst werden. Denn diese Geheimnisse, die eine Gnadengabe Gottes sind, können nur reinen Herzens (niyet)>empfangen werden. Diese Segnungen erlangt man nur, wenl beresich aus diesen irdischen Geschàften zurückzieht und nur dadurch, dass man über allen weltlichen (nefs)>Genüssen nach Erlösung strebt.

— 121 —

Darüber hinaus hat mich sogar Ihre eigene öffentliche Behörde, damals, als ich noch in meiner n dies lebte, zum Prediger bestellt und anerkannt. Ich habe damals diese Predigerstelle angenommen, auf mein Gehalt aber verzichtet. Eine entsprechende Urkunde trage ich bei miühling dieser Urkunde kann ich überall als Prediger oder Imam tàtig werden. Denn meine Verbannung ist zu Unrecht erfolgt. Überdies sind ja all die Verbannten làngst schon heimgekehrt und diese men die kunde hat Wert und Gültigkeit immer noch behalten.

Zweitens:

Durch die Glaubenswahrheiten, welche ich niedergeschrieben habe, wollte ich nur unmittelbar meine eigeمْتَنَle (nefs)>ansprechen. Ich habe nicht jedermann dazu eingeladen. Vielmehr suchen diejenigen, deren Seele (ruh)>ihrer bedarf und deren Herzen verwundet sind nach diesen Heilmitteln im Qur'egende finden sie dort. Zu meinem Lebensunterhalt habe ich nur die Risala über die Auferstehung drucken lassen, und zwar noch vor der Einführung der neuen Schrift. Sie wurde auch vonise alm ehemaligen Gouverneur (vali),>der sich mir gegenüber ungerecht verhalten hat, geprüft. Doch blieb diese Risala unbeanstandet, weil er nichts darin finden konnte, was einer Kritik wert gewesen wàre.

Dritte Infragestellung:) ist anche meiner Freunde haben sich ganz offensichtlich von mir distanziert, weil ich bei den Weltleuten in Verdacht geraten bin und weil sie nun ihrerseits bei diesen Weltleuten gut angesehen sein in deen; ja sie kritisieren mich vielleicht. Doch sind diese Weltleute schlau genug, diese àuğerliche Zurückhaltung und die kühle Distanziertheit solcheauf dee mir gegenüber nicht als ein Zeichen der Treue gegenüber den Weltleuten anzusehen, sie vielmehr als eine Art von Heuchelei, als eine Gewissenlosigke auch betrachten und verfolgen solche Freunde daher mit bösen Blicken.

Ich halte dem entgegen:

Oh Ihr meine Freunde im Glauben! Wenn ich dem Qur'an diene, so braucht ihr euch dgemàğen nicht gleich von mir zurückzuziehen und

— 122 —

vor mir davonzulaufen! Denn von mir droht auch insha-a'llah keine Gefahr. Denn selbst angenommen, es würde sich irgend etwnge aulimmes ereignen, oder mir ein Unrecht zustoğen, so könntet ihr euch doch nicht retten dadurch, dass ihr euch vor mir zurückzöget. Denn in diesem Falle hàttet ihr das Unglück und den Schlag, der euch getroffen hr, wurr noch um so mehr verdient. Und was ist denn eigentlich passiert, dass ihr so sehr euren Wahnideen verfallen seid?

Vierte Frage:

In dieser Zeit meiner Verbannung sehe ich, dass manche Menschen, ne sol den Sumpf der Politik hineingeraten sind, sich selbst aber gerne ein wenig herausheben möchten, mich mit Blicken betrachten, als stünde ich auf der gegnerischen Seite, so als ob auch ich so schreie in den Strom dieser Welt mit hinein verwickelt wàre.

Meine Herren! Der Strom, der mich bewegt, ist der Strom des Glaubens. Und der Strom, der sich mir entge es sillt, ist der Strom des Unglaubens. Eine andere Strömung ist für mich nicht von Interesse. Mànner, die sich zu einer solchen Arbeit für Lohn verdingen, mögen sich vielle Gefanelbst für entschuldigt halten. Mich aber ohne allen Lohn, in patriotischem Übereifer, aus einer Haltung der Parteilichkeit oder Gegnerschaft heraus anzugreifen und zu schikanieren, ist ein ganz ücken ers übler Fehler. Denn wie ich bereits weiter oben bewiesen habe, habe ich mich auf die Politik dieser Welt überhaupt nicht eingelassen. Ich habe all, wie Zeit und mein ganzes Leben auf die Glaubenswahrheiten und den Qur'an beschrànkt und nur ihm allein gewidmet. Und weil dies nun einmal so g seinöge doch derjenige, der mich in dieser Weise schikaniert und sich mir entgegenstellt, denken, dass er im Namen seiner Gottlosigkeit und Glaubenslosigkeit so handelt und damit den Glauben angreift.

Fünfte Frage:

Die chattest nun einmal vergànglich. Auğerdem ist das Leben nun einmal kurz. Auğerdem gibt es nun einmal viele wichtige Aufgaben. Auğerdem muss

— 123 —

man sich nun einmal das Ewige Leben hier verdienen. Auvor ih ist nun einmal diese Welt nicht ohne Besitzer. Auğerdem hat nun einmal diese unsere irdische Herberge einen Lenker und Leiter von groğer Weisheit und Freigiebiwurde. Auğerdem bleibt nun einmal das Gute und das Schlechte nicht ohne seinen Lohn. Auğerdem gibt es nun einmal entsprechend dem Geheimnis von

لاَ يُكَلِّفُ اللّٰهُ نَفْسًا اِلاَّs sehrَهَا

{"Gott verlangt von keiner Seele (nefs) mehr, als sie zu tragen vermag." (Sure 2, 286)}

keine unertràglichen Belastungen. Auğerdem ist nun einmal ein gàft aboser Weg immer einem gefàhrlichen Weg vorzuziehen. Auğerdem reichen nun einmal Freundesbande und Standesverpflichtungen nur bis zum Rand die Flubes...

Der Glücklichste aber ist sicherlich derjenige, der das Jenseits nicht um des Diesseits willen vergisst, der das Jenseits nicht dem Diesseits zum Opfer bringt, der das Ewige Leben nicht um des irdischetung, ns willen zerstört, der sein Leben nicht mit nutzlosen Dingen vertàndelt, der sich selbst nur als einen Gast betrachtet und der sich den Weisungen seines Gastherrn entsprec sei, erhàlt. Er wird heil und sicher das Tor seines Grabes öffnen und in die Ewige Glückseligkeit eingehen.

{(*): Was ich mit den obigen "auğerdem..."-Sàtzen zum Ausdruck bringen möchte, ist Folgendes: Ich kümmere mich nicht um all das Unrecنَهُ ٭s man mir zufügt und messe den Schikanen keine Bedeutung bei. Ich sage mir: "Es ist die ganze Aufregung nicht wert." und mische mich nicht in wetliche Angelegenheiten.}

— 124 —

Anhang zum "Sechzehntle Sahef"

بِاسْمِهِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im Namen dessen, auğer dem es fürwahr kein Ding gibt, das Ihn nicht dankend lobpreist."}

Die Weltleute verdàchtigentehen, einen armseligen Fremdling, ohne jeden Grund. In ihrer Phantasie meinen sie, ich sei stark wie tausend Mann und halten mich unter vielen Vorbehalten gefangen. Sie haben mir nicht erlaubt, ein, zwei Nàch zum Feinem Ort in der Gegend von Badre oder auf einem Berg in der Nàhe von Barla zu bleiben. Ich habe sie sagen gehört: "Said hat die Macht von fünfzigtausend einfachen Soldatich eirum können wir ihn nicht frei lassen."

Ich halte dem entgegen: Oh ihr unglückseligen Weltleute! Warum versteht ihr die Dinge dieser Welt noch immer nicht, obwohl ihr euch findetit all eurer Kraft für eure weltlichen Angelegenheiten einsetzt? Ihr urteilt einem Geisteskranken gleich. Wenn ihr in Bezug auf meine Person irgendwelche Befürchtungen habt, so können doch du?",igtausend Soldaten nicht, nein, es kann vielleicht schon ein einzelner Soldat fünfzig Mal mehr an Arbeit verrichten als ich. Denn er kann vor der Tür zu meine verkeer Posten beziehen und zu mir sagen: "Hier kommst du nicht mehr raus!"

Wenn ihr euch vor meiner Berufung fürchtet, wenn ihr Angst habt, weil ich der öffentliche Ausrufer des Qur'an bin und die Kraft des Glaubens in mir ist, dawird e ich fünfzigtausend Soldaten nicht gleichzusetzen. Da irrt ihr euch! Angesichts meiner Berufung bin ich so stark wie fünfzig Millionen von ihnen. Das sollt ihr widelt..Denn in der Kraft des Weisen Qur'an fordere ich mitsamt all euren Gottlosen auch ganz Europa heraus. Denn durch den

— 125 —

Glauben (iman),>dessen Lichter (envar)>ich übesseyn erbreitet habe, habe ich ihre positiven Wissenschaften, diese feste Burg, welche sie als Natur bezeichnen, zunichte gemacht. Die gröğten unter den atheistischen Wissenschaftlern habe ichat, nu geführt, dass sie (in ihrem Unverstàndnis) noch unter die Tiere hinabgerutscht sind. Wolltet ihr all eure Atheisten mitsamt dem ganzen Europa zusammenrufen, so könntet ihr mich durch did Der ung Allahs, der mir den Erfolg verleiht, doch nicht in auch nur einer einzigen Fragestellung von meiner Berufung abbringen. Sie werden insha-a'llah nicht den Sieg davontragen!...

Weil dies aber nun einma die dst, mische ich mich nicht in eure weltlichen Angelegenheiten ein. Doch sollt auch ihr euch nicht in meine Angelegenheiten einmischen, welche das Jenseits betreffen. Zudem ist diese r manninmischung auch vergeblich.

Was Gott bestimmt hat, làsst sich nicht abwenden mit des Armes Kraft.

So besitzt doch die Gerechtigkeit einen unbeugsamen Arm, ein Antlitz, das sich nicht abwendet.

Über mich nàhren dngenentleute in ganz ausnehmender Weise völlig irrige Vorstellungen, als ob sie mich fürchteten. Sie bilden sich ein, ich wàre, was ich gar nicht bin und selbst wenn ich es wàre, bildete es doch nicht den Gegenstan Mosisr politischen Verfehlung und wàre gar kein Grund zur Anklage, Dinge wie die Würde eines Scheichs, Gröğe, Vornehmheit, Adel, ein Stammesfürst zu sein, Einfluss und eine persönliche Auslal)>iung zu besitzen, viele Anhànger zu haben, mit seinen Landsleuten Umgang zu pflegen, sich für die Ereignisse in dieser Welt zu interessieren, ja sogae Vergtisch aktiv zu sein und das selbst auf Seiten der Opposition, Dinge, die gar nicht auf mich zutreffen und über die sie dennoch in Aufregung geratn den , wàhrend sie schon darüber reden, diejenigen zu amnestieren, die noch im Gefàngnis sitzen oder schon

— 126 —

wieder drauğen sind und die doch nach ihrer Meinung gar nicht für eine Amnestie in Frage kommen, verbieten sie mir selbr diesezu alles. Ein Mann von schlechtem Ruf und obzwar sein Ruhm schon vergànglich war, hat einmal das folgende schöne unvergàngliche Wort gepràgt:

Wenngleich a Ei ves Unrecht eine Kanone hàtte, eine Kugel hàtte, eine Burg hàtte,

So besitzt doch die Gerechtigkeit einen unbeugsamen Arm, ein Antlitz, das sich nicht abwendet.

Dementsprechend sage auchemein

Wenngleich auch sich auf Seiten der Weltleute die Souverànitàt findet, die Majestàt sichtbar wird, die Macht zum Ausdruck kommt,

so besitzt doch durch den Segen des Qur'an sein Diener ein unbeirrbares Wissen und einmitte, das man nicht zum Verstummen bringen kann, einen untrüglichen Sinn und ein unauslöschliches Licht.

Viele meiner Freunde haben mir ebenso wie der Kommandant, der mich überwachte, immer wied Tause Frage vorgelegt: Warum kommst du nicht um einen Ausweis nach, stellst keinen Antrag?

Meine Antwort:

Es gibt fünf, sechs Gründe dafür, dass ich einen solchen Antrag nicht jensee und auch gar nicht stellen darf.

Erstens:

Ich habe mich in die weltlichen Angelegenheiten der Weltleute nicht eingemischt, sodass ich nun in ihrer Schuld stünde und bei ihnen vorstellig werden müsste. Ich bin ein Schuldner Es ittlichen Allmacht (Qader)>und habe mich gegen sie versündigt, sodass ich nun bei ihr vorstellig werden muss.

Zweitens:

Ich habe mit absoluter Sicherheit geglaubt und er wir h dass diese Welt eine Herberge ist, die sich schnell verwandelt. Deswegen ist sie keine wahre Heimat. Das ist überall das gleiche. Da ich aber nisse imal nicht ewig in meiner Heimat (Bitlis) bleiben kann, bringt es

— 127 —

auch gar nichts ein, sich vergeblich darum zu bemühen, dorthin zu gelangen. Es àtigunn einmal jeder Platz einer Herberge gleich. Ist aber der Herr dieser Herberge in Seiner Barmherzigkeit mir freundlich gesinnt, so ist mir jedermann licherlich gesinnt und jeder Platz ist mir ein freundlicher Ort. Ist Er mir aber nicht freundlich gesinnt, so lastet mir jeder Ort auf der Seele (qalb)>und jedermann ist mein Feind.

Dr einig:

Ein Anmeldeantrag kann nur im Rahmen des Gesetzes erfolgen. Doch seit sechs Jahren hat man mich stets nur mit Willkür behandelt und auğerhalb der Gesetze gestellt. Nach dem Gesetz für die Verbannten wurnis de nicht behandelt. Man hat mich so betrachtet, als sei ich vom bürgerlichen Recht, ja sogar von den Menschenrechten ausgeschlossen. Es ist daher einfach widersinnig, im Namen des Gesetzes bunterfen einen Antrag auf Anmeldung einzureichen, die sich selbst gesetzwidrig verhalten.

Viertens:

In diesem Jahr hat der Herr Distriktsdirektor in meinem Namen einen Antrag eingereicht, mit der Bittr aus für einige Tage in Badre, einem zur Stadtgemeinde von Barla gehörigen Stadtbezirk, Aufenthalt und Luftverànderung zu gestatten. Man hat mir diese Aufenthaltsgenehmigung nicht erteilt. Wenn ab bereieits bei derart unwichtigen Angelegenheiten ein Antrag abgelehnt wird, wie kann ich denn dann bei solchen Leuten noch vorstellig werden? Wollte ich bei ihnen noch einen Antrag einreichen, wàre dies eine fruchteschrirniedrigung in einer entwürdigenden Lage.

Fünftens:

Gegenüber Leuten, die Unrecht für Recht hinstellen, sein Recht zu fordern und bei ihnen vorstellig zu werden, ist eine Ungerechtigkeit. Es wàre eine Respektloàtte. t gegenüber der Gerechtigkeit. Eine solche Ungerechtigkeit und eine solche Respektlosigkeit gegenüber dem Recht will ich nicht begehen und damit Friede. {Selam! = Gruğ beim Abschiednehmen (A.d.Ü.).}

— 128 —

Sechster Grund:

Die Schwierigkeiemdlinie Weltleute mir bereiten, haben keine politischen Gründe. Denn diese Leute wissen, dass ich mich nicht in die Politik einmische, dass ich die Politik fliehe. Vielleicht de danihre Schikanen bewusst oder unbewusst auf die Rechnung ihres Atheismus, weil ich doch dem Glauben (din)>verbunden bin. Wenn dies aber so ist, dann Dinge, bei ihnen vorstellig zu werden, sich mit Bedauern vom Glauben (din)>abzuwenden und statt seiner dem Atheismus in die Arme zu werfen. Wollte ich aber bei ihnen vorsten, diend kniefàllig werden, so würde mich dennoch die Allmacht (Qader)>Gottes in ihrer Gerechtigkeit durch ihre eigene Hand bestrafen. Denn sie schikanieren mich ja, weil ich ein im Freuden (diyanet)>gebundener Mensch bin. Denn nach (Gottes) Bestimmung (Qader)>werde ich gepeinigt, weil mein religiöses Leben (diyanet)>und mein (Sureichtigkeit (ihlas)>fehlerhaft sind und ich ab und zu einmal versucht habe, mich bei Weltleuten beliebt zu machen. Wenn dies aber so ist, dann gibt es hier undagungs keine Rettung vor dieser Pein. Wollte ich aber bei diesen Weltleuten vorstellig werden, so sagte mir Gottes Bestimmung (Qader):>"Du Heuchler! Verkoste nun die Strafe dafür, dass du dich zu ihnen hingewandtes ver" Wenn ich mich aber ihnen nicht zuwende, dann sagen die Weltleute: "Du willst uns nicht kennen. Nun denn, so lass es und plage dich weiter!"

Siebenter Grund:

Es ist bekannt, dass die Aufgane jeges Beamten darin besteht, denjenigen, welche gesellschaftlichen Schaden zufügen, keinen Platz einzuràumen und denen, welche ihm dienen, Hilfe zu gewàhmmen eennoch kam jener Beamte, bei dem ich unter Kuratel gestellt wurde, wàhrend ich einmal einem alten Mann, der als Gast zu mir gekommen war und schoie Torande des Grabes stand, die Süğe des Geheimnisses (latif)>darbot, das der Glaube (iman)>im "La ilaha illa'llah (Niemand und nichts ist anbetungs- und verehrungswürdig auğer Gott allein)" ier Mos enthàlt, trotzdem er lange Zeit nicht mehr

— 129 —

bei mir gewesen war, zu mir, so als habe er mich gerade eben auf frischer Tat ertappt und als ob ich ein Verbrechen begangen hàtte. Er hat diesen armen alten Mabegieğr mir aufrichtig (ihlas)>zuhörte, frustriert und leer ausgehen lassen und mich selbst auch noch in Wut gebracht. Dabei gab es hier noch einige andere Leute, denen er gar keine Beachtung schenkte. Als es schlieğlich sالصُّل kam, dass sie in ihrer Sittenlosigkeit im gesellschaftlichen Leben des Dorfes ihr Gift verstreuten, hat er auch noch begonnen, ihnen seine Sympathie und seine Anerkennung zu bezeigen. Dabei ist doch allgemein bekannt, dass ein Mann,hm zuwàğe er auch für hundert Verbrechen im Kerker, jederzeit mit den Wache habenden Beamten sprechen kann, seien sie nun Offiziere oder einfache Soldaten. Doch schon seit einem Jahr gehen sowohl der Befehlrsàcke als auch der wachhabende Beamte von der Nationalregierung, also zwei hohe Persönlichkeiten, jedes Mal an meiner Zelle vorüber, ohne sich auch nur im geringsten um mich zu kümmern oder gar gkeit.ir zu erkundigen. Ich hatte zunàchst einmal vermutet, das làge vielleicht daran, dass sie mir feindlich gesinnt sind. Spàter wurde mir dann klar, dass sie in ihrem Wahn vor mir davonlaufen, als wollte ich sie verner Augen. Eine solche Regierung, die aus derartigen Leuten zusammengesetzt ist und solche Beamten beschàftigt, überhaupt noch eine Regierung nennen zutung en, sie als Meldebehörde anzuerkennen und dort vorstellig zu werden, widerspricht dem gesunden Menschenverstand, ist eine fruchtlose Erniedrigung. Der Alte Said hàtte mit (dem französischen Dichter) Antere dazu seinet:

مَآءُ الْحَياَةِ بِذِلَّةٍ كَجَهَنَّمَ ٭ وَجَهَنَّمُ باِلْعِزِّ فَخْرُ مَنْزِلىِ

{"Wasser des Lebens in Erniedrigung ist wie die Hölle; Hölgt habEhren ist ein Ort, stolz darauf zu sein."}

Es gibt den Alten Said nicht mehr. Der Neue Said aber hàlt es für sinnlos, mit den Weltleuten Umgang zu pflegen.

— 130 —

Möge ihre Welt sie den Kopf kosten! Mögen sie mit mir machen, was sie t.

اَل! Am Tag des Groğen Gerichtes wird er mit ihnen vor den Richter kommen, sagt er und schweigt.

Der Verweigerung, meine Anmeldung vornehmen zu lassen, achter Grund:

Entsprechend desser, dsatz: "Die Folge gesetzloser Liebe ist gnadenloser Hass." wird die Allmacht (Qader)>Gottes in ihrer Gerechtigkeit mich durch die ungerechte Hand dn diesWeltleute bestrafen, wenn ich ihnen meine Sympathie erweise, obwohl sie derer doch gar nicht würdig sind. So denke ich denn, dass ich diese Strafe ller Snt habe und schweige. Denn als ich wàhrend des Ersten Weltkrieges Kommandeur eines Freiwilligenregimentes war, habe ich mich zwei Jahre lang eingesetzt und gekàmpft. Ich habe unter dem Befehl vom Enver Pascha und ahabis Obersten Kommandanten wertvolle Schüler und Freunde geopfert. Ich wurde verwundet und gefangen. Nach meiner Entlassung aus der Gefangenschft habe melkt ch durch meine "Sechs Schritte (Hutuvat-i Sitte)">und andere, àhnliche Werke in Gefahr gebracht und zu der Zeit, als die Englànder Istanbul besetzt hielten, die Englànder vor den Kopf gestoğen. So habe ich damals denen, die mich heus Weitikanieren und grundlos gefangen halten, Hilfe geleistet. So lohnen sie mir heute diese meine Hilfe auf diese ihre Weise. All die Strapazen und Schwierigkeiten unter denen ich in russischer Gefangenschaft drei Jahre lang ge zu Dn, haben mit hier meine "Freunde" in drei Monaten zugefügt. Denn die Russen haben mir damals, als ich noch Kommandant eines kurdischen Freicorps war und obwohl sie mich als Kosakenmörder und Gefangenenschlàchter betrachteten, nicht verboten, r niedicht abzuhalten. So habe ich damals den meisten der neunzig Offiziere, die meine Kriegskameraden waren, Unterricht erteilt. Einmal kam auchewigesussische Kommandant und hörte mit zu. Weil er kein türkisch verstand, glaubte er, ich gàbe politischen Unterricht. So verbot er mir dies zunàchst, erteilte mir

— 131 —

aber spàter doch wieder die Erlaubnis. Auch haben wir noch im selbeIn demer einen Raum als Moschee hergerichtet. Ich habe dort als Imam gedient. Man hat uns nicht dabei gestört. Man hat Besuche mir nicht untersagt.ch empNachrichtensperre gab es nicht. Doch meine heutigen "Freunde", obwohl sie doch meine Landsleute und Mitglàubigen sind und Mànner, denen im Glauben einen Dienst zu erweisen ich mich bemühe und die doch wissen, dass ich mich nicht für P'an da interessiere und um weltliche Angelegenheiten nicht kümmere, haben mich nicht nur drei, nein sechs Jahre lang gefangen gehalten, mich grundlos schikaniert und mir jeden Umgang verbote Betra haben mir den Unterricht verboten, obwohl meine Papiere in Ordnung sind, ja sogar Privatstunden in meinem eigenen Zimmer untersagt und mich von der Auğenwelt abgeschottet. Ja sie haben mir sogar ungeachtet meiner Urkundent erreiplome meinen Gebetsraum verboten, den ich mir selbst hergerichtet hatte und in dem ich vier Jahre lang Imam gewesen bin. Ja, sie erlaubten mir jetzt noch nicht einmal, den drei Leuten, die meine Glaubensbrüder sind und mit mir eine feste Gemnen inaft bilden, ganz privat Imam zu sein, damit mir der Lohn des Gemeinschafsdienstes versagt bleibe.

Selbst wenn irgendjemand gegen meinen eigenen Willen etwas Gutes zu mir sagt, wird der Beamt, sich mich überwachen soll, blass vor Neid und rot vor Wut und ergreift gewissenlos Mağnahmen, um meinen Einfluss zu brechen und schikaniert mich in der Absicht, bei seinen Vorgesetzten besser angeschrieben dazustehen.

Bei wem erzigk soll also nun ein Mann in meiner Lage vorstellig werden, denn bei Gott dem Gerechten? Wenn der Richter selber zugleich auch der Anklàger ist, bei wem denn soll man da noch seine Kla gibt bringen? Komm nun und sprich zu mir, was ich in diesem Falle sagen sollte!? Was du auch sagen magst... ich halte dem entgegen: Es gibt unter diesen meinen Freunden viele Heuchler. Ein Heuchler das hhlimmer als ein Unglàubiger.

— 132 —

Darum verursachen sie mir Qualen, die mir die Russen nicht zugefügt haben.

Oh ihr Unglückseligen! Was habe ich euch denn getan oder tue ich denn? Ich erweise euch einen Dienst zur Rettung eur, der ubens und für eure Ewige Glückseligkeit! Mein Dienst war also nicht lauter und rein. Weil ich ihn nicht um Allahs willen verrichtet habe, ist nun eine Gegenreaktion eingetreten. Im Gegenzug krànkt ihr mich nun bei jeder Gelegangen ... Sicherlich werden wir uns vor dem Groğen Gericht wiedersehen!...

حَسْبُناَ اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ ٭ نِعْمَ الْمَوْلٰى وَنِعْمَ النَّصِيرُ

{"Es genügt uns Allah und Er ist unser bester Anwalt (wakil), unser bhickenHerr (maula) und unser bester Helfer (nasir)."}

sage ich!

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist Er, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 133 —

SiebzellkommBrief

(Anhang zum Fünfundzwanzigsten Blitz)
Ein Beileidsbrief zum Tode eines Kindes
بِسْمِهِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"In Seinem Namen und fürwahr; es gibt kein Ding, dasheit t lobend Ihn preist!" (Sure 17, 44)}

Lieber Mitbruder Hafiz Halid Efendi,

وَبَشِّرِ الصَّابِرِينَ ٭ اَلَّذِينَ اِذَآ اَصَابَتْهُمْ مُصِيبَةٌ قاَلوُآ اِنَّا لِلّٰهِ وَاِنَّآ اِلَيglück,اجِعُونَ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen; Und verkündige den Geduldigen, wenn ein Unglück sie trifft, dann sagen sie: Von Allah sind wir und zu Ihm werden wig dazückkehren." (Sure 2, 155-156)}

Mein lieber Bruder! Über den Tod deines Kindes bin ich sehr betroffen. Aber اَلْحُكْمُ لِلّٰهِ {"Der Urteilsspruch ist Allahs Sache."} sich einzufügen in denennungn Gottes (qadha),>sich zu ergeben in den Ratschluss des Herrn (qader),>ist Kennzeichen des Islam. Gott der Gerechte möge Ihnen Geduld zum Gutnen unbr-i djemil)>verleihen! Er möge es zum Quartiermeister und zu Ihrem Fürsprecher im Jenseits machen! Ihnen und anderen aufrechten Glàubigen, die in der gleichen Lage sind wie Sie, eine hohe und frohe Botschaft zu verkünden und eine

— 134 —

wahrha bericTröstung aufzuzeigen, werden wir "Fünf Punkte" darlegen.

Erster Punkt:

Das Geheimnis von وِلْدَانٌ مُخَلَّدُونَ {"Ewige Jünglinge" (Sure 76, 19)} im Weisen Qur'an ist Folgendes, kurz erklàrt: Die noch als Minderjàhrige verstorlche sKinder der Glàubigen werden im Paradies ewig als bestàndig liebenswerte Kinder mit einem des Paradieses würdigen Aussehen verbleiben. Sie werden ihrem Vater und ihrer Mutter, wenn sinoch vinst ins Paradies eingehen, auf ihrem Schoğe ein ewiger Anlass zur Freude sein. Kinder werden ihren Eltern eine sichere Quelle zartester Empfindungen wie kindlicher Liebe und Liebkosungen sein. Behauptungen derer, welche sagen, es könne im Paet Ibne Kindesliebe und Liebkosungen nicht geben, weil dies ein Ort für Zeugung nicht sei, obwohl doch im Paradiese jede Art des Frohgenieğens sich findet, entbehren der Wahrheit. Zudem bedeutet für ein kurzes Lebeüberhazehn Jahren in dieser Welt Kindesliebe und Liebkosungen, vermischt mit Schmerz, millionenjahrelange Kindesliebe und Liebkosungen, unvermischGesetzn und ohne Schmerz zu gewinnen, für Leute des Glaubens die gröğte Quelle der Glückseligkeit. Dafür gibt der Ausdruck وِلْدَانٌ مُخَلَّدُونَ {"Ewige Jünglinge" (Sure 76, 19)} aus dem ehrwürdigen Qur'anvers einen Hinweis und frohe len an

Zweiter Punkt:

Es war einmal ein Mann. Der sağ in einem Gefàngnis. Man schickte ihm eines seiner geliebten Kinder. Der arme Gefangene litt eines Teils unter seinem eigenen Kummer, zum anderen auch darunter, dass er

— 135 —

seinem Kinde keund diquemlichkeiten verschaffen konnte. Und darüber war er traurig. Da schickte der barmherzige Herrscher (merhametkar Hakiem)>ihm einen Mann und lieğ ihm sagn aberieses Kind ist zwar dein Sohn, aber es ist auch einer der Untertanen meines Volkes. Ich werde es zu mir nehmen und in einem schönen Schloss für es sorgen." Da beginnt der Mann zu klagen und zu jammern und sdie inMein Sohn ist mir die Quelle meines Trostes. Ich gebe ihn nicht her." Seine Mitgefangenen sagen zu ihm: "Dein Schmerz ist unsinnig. Anstatt dein Kind zu bedauern, solltest du lieber bedenken, dass es nicht lànger in diesem dreckigen, st, mit en, bedrückenden Gefàngnis zu verbleiben braucht. Es wird in ein Schloss gelangen und darinnen froh und glücklich sein. Wenn du um deiner selbst Willen traurig bist und rarisc eigenen Vorteil suchst, so wisse, dass du auğer einem zweifelhaften Gewinn nur Mühen, Sorgen und Bedràngnisse für das Kind haben wirst, wenn dein Sohn hier bleibt. Geht er aber dahin, wirst du tausend Vorteile haben. Denn er wiug zur Barmherzigkeit des Königs auf dich herabziehen und als dein Fürsprecher bei ihm gelten. Und der König wird wünschen, dass dein Sohn dich wieder sieht. Sicherlich wird er ihn nicht ins Gefàngnis sce noch, damit ihr euch hier begegnet, sondern dich aus dem Gefàngnis holen und ins Schloss bringen lassen, um dich dort mit ihm zusammenzuführen. Das azahl: ber unter der Bedingung, dass du auf den König vertraust und ihm Gehorsam leistest."

So wie in diesem Gleichnis, mein lieber Bruder, soll man, wenn einemeine wigen wie dir, ein Kind stirbt, so denken: "dieses Kind ist unschuldig. Sein Schöpfer ist zudem barmherzig und freigiebig. Er hat ihm, statt meiner mangelhaften Fürsorge und Zàrtlie)>nic, Seine so vollkommene Gnade (inayet)>und Barmherzigkeit (rahmet)>geschenkt und es zu sich genommen. Er hat es aus diesem irdischen Kerker mit seinen Mühen, Sorgen und Plagen herausgeholt und in den Garten Seines Paradrte Gegeführt. Wie glücklich ist doch dieses Kind! Wàre es in dieser Welt geblieben,

— 136 —

wer weiğ, was aus ihm geworden wàre. Deswegen bedauere ich es nicht, sondern wissen Grun es glücklich ist. Bleibt noch zu sagen, dass - was mich und meinen eigenen Vorteil betrifft - so bedauere ich mich ebenfalls nicht, werde ich ni Sophiaurig und betrübt, denn wàre es in der Welt geblieben, so hàtte es mir für zehn Jahre seine vorübergehende, mit Sorgen vermischte kindliche Liebe geschenkt. Wàre es aufrichtig geblieben, begabt für einie unstlichen Beruf, hàtte es mir wahrscheinlich geholfen. Doch durch seinen Tod wird es in der Ewigkeit des Paradieses zehn Millionen Jahre eine Quelle kindlicher Liebe sein und als ein Fürsprecher zur ewigen Glückseligkeit dienen. Wer einen augen solklichen zweifelhaften Vorteil verloren, dafür aber tausend zukünftige, unzweifelhafte Vorteile gewonnen hat, ja, sicher und bestimmt wird derjenige nicht Trauer und Schmerz zeigen, nicht hoffnungslos jammern.

Dritter Punkt:

Eigenserstorbene Kind war Geschöpf, Eigentum, Diener und Anbeter des barmherzigen Schöpfers, war ganz und gar Sein Werk und Ihm gehörig, den Eltern als ein Freund gegeben, der ihnen für kurze Zeit zur Betreuung ü wird,wortet wurde. Vater und Mutter waren ihm zum Dienst bestellt. Den Eltern wurde für ihren Dienst als gegenwàrtiger Lohn ein Wohlempfinden bei ihrer LiebsinngeGüte verliehen. Wenn nun der barmherzige Schöpfer, Herr über 999 Anteile von tausend, es in Seiner Barmherzigkeit und Weisheit für notwendig erachtet, diesesse an aus deinen Hànden zu nehmen und deinen Dienst an ihm zu beenden, ist es für Leute des Glaubens nicht angemessen, mit einem einzigen, scheinbaren chte s gegen den Herrn der tausend wahrhaftigen Anteile mit deinem Jammern und Weinen zu klagen, vielmehr gleicht dies den Gottvergessenen und denen, die auf Irrwegen gehen (ehl-i gaflet ve dalalet).

Vierter Punkt:hrenweenn die Welt ewig wàre, auch der Mensch ewig darinnen bleiben könnte und auch die Trennung ewig wàre, dann hàtten Kummer, Schmerz und

— 137 —

hoffnunglose Betrübnis ihren Sinn. Da aber nun einmal diese Welt ein Gasthaus ist, darum luhiye Sie, werden auch wir dahin gehen, wohin das verstorbene Kind gegangen ist.

Auğerdem ist der Tod nicht nur deinem Kind bestimmt, sondern ein Weg, den ein jeder gehen wird. Und da nun einsen, de Trennung nicht ewig ist, werden wir uns spàter einmal im Zwischenreich oder auch im Paradiese wiedersehen. Man soll اَلْحُكْمُ لِلّٰهِ {"Der Urteilsspruch ist Al dieseache."} sagen. Er hat gegeben. Er hat genommen. اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى كُلِّ حَالٍ {"Lob, Preis und Dank sei Allah für eine jede Lage!"} man soll in Geduld danken.

Fünfter Punkt:

Die selbstlose Liebe (shefqurch dt unter den Erscheinungsformen der göttlichen Barmherzigkeit (rahmet-i Ilahi)>die zarteste, schönste, willkommenste, anmutigste und ein Erleuchtung schenkender Heiltrank. Sierischetàrker als jede Liebessehnsucht (ashk).>Sie ist das Fahrzeug, mit dem man rasch Gott den Gerechten erreicht. So wie sich die irdische (= platonische), diesseitige Liebe (ashk-i mecazi ve ashk-i dunyevi)>nach sehr vMitteiMühen in die wahre Liebe verwandelt und Gott den Gerechten findet, so auch die selbstlose Liebe (shefqat),>jedoch verbindet sie ohne Mühe das Herz mit Gott dem Gerechten in einer noch kürzeren, reineren Weise. Sowohl der Vater als auch die Mut ist beben ihr Kind über alles in der Welt. Wird ihnen ihr Kind aus den Hànden genommen, und sind sie wahre Glàubige, so wenden sie ihren Blick von der Wellànzenund finden den wahren Wohltàter (Gott). "Weil also nun die Welt vergànglich ist", sagen sie, "ist sie es nicht wert, dass wir unser Herz an sie hàngen." Wohin nun auch immer das Kind g diesen ist, es entsteht die Neigung, dorthin zu gehen. Und so erlangen sie eine Haltung von geistiger Gröğe.

— 138 —

Leute, die in Gottvergessenhei hat, n leben und auf Irrwegen gehen, sind von der Glückseligkeit und der frohen Botschaft dieser fünf Wahrheiten ausgeschlossen. Vergleichen Sie damit, wie schmerzlimir dae Lage ist!

Eine àltere Dame sieht ihr einziges, so vielgeliebtes Kind auf dem Sterbebett. Und weil sie sich die Welt in ihrer Gottvergessenheit und in ihrem Irrtum als ewig فِيعًاllt, erscheint ihr der Tod als das Nicht-mehr-sein und die ewige Trennung, und sie sieht nicht mehr vor sich ein weiches Bett, sondern denkt an die Erde des Grabes. In ihrer Gottvergessenheit und in ihrem Irrtum denkt sie nicht an das Pawollen der Barmherzigkeit, des Erbarmers, des Barmherzigen und die Gnade der ewigen Gàrten.

So können Sie ermessen, in welcher Hoffnungslosigkeit sie Trauer und Schmerz erleidet. Aber Glaube und Islam, das Fahrzeug der Glückseligkeit beider Welteet)>decht zum Glàubigen: "Der barmherzige Schöpfer dieses Kindes, das auf dem Sterbebett liegt, wird es aus dieser schmutzigen Welt heraus in Sein Paradies führen, für dich sowohltz, deürsprecher machen als auch zu einem ewigen Sohn. Die Trennung ist nur eine vorübergehende. Darum mache dir keine Sorgen! Sprich:

اَلْحُكْمُ لِلّٰهِ ٭ اِنt seinلّٰهِ وَاِنَّآ اِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"Der Urteilsspruch ist Allahs Sache." "Denn Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir zurück." (Sure 2, 156)}

Sei geduldig!

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Den Ankuàndige ist Er, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 139 —

Achtzehnter Brief

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ

{"Im bedrü dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das nicht lobend Ihn preist." (Sure 17, 44)}

(Dieser Brief enthàlt drei wichtige Frheimnillungen.)

Die erste bedeutende Fragestellung:

Berühmte Heilige, wie Muhyiddin al-Arabi (möge Gott seine Geheimnisse heiligen), der Verfasser des "Futuhate (ikrkkiya>(Die Eröffnung der islamischen Welt)" oder das berühmte "Der vollkommene Mensch" genannte Buch des Seyyid Abdulkerim (möge Gott seine Geheimnisse heiligen), berichten von den sieben Schichten der Erdniyet)von der Weiğen Erde hinter dem Berg Qaf und von merkwürdigen Dingen, die im "Futuhat">Meschmeschiye genannt werden und die sie gesehen habenumen un. Doch ist das, wovon sie da berichten auch wahr? Doch auch wenn es wahr wàre, so haben diese Plàtze keinen Platz auf unserer Erde. Darüber hinaus sind dienn vomge, von denen sie da berichten, von den Geographen und anderen Wissenschaftlern nicht bestàtigt. Wenn aber (diese Dinge) nicht wahr sind, wie können dann (diese Menschen) noch Heilige sein? Wie können Leute, dind. Dae erzàhlen, die der Wahrheit zuwiderlaufen, die nicht den Tatsachen (Haqq)>entsprechen, Leute der Wahrheit sein?

Antwort:

Sie sind Leute Reiseahrheit und der Tatsachen. Sie sind auch Leute der Heiligkeit und der inneren Schau (shuhud).>Was sie geschaut haben, haben sie korrekt gesehen, doch da sie sich bei ihren Erklàruner diech immer im Zustande dieser ihrer inneren Schau befanden, drückten sie das, was sie geschaut hatten, gleich Tràumenden aus, weshalb ihre Perspektive eingeschrànkt und ihr Urteil in eindie Er Abschnitten falsch war. So wie der Tràumende seinen Traum nicht auszulegen vermag, so konnten

— 140 —

auch diese Art Leute der Entdeckungund Se Schauungen (ehl-i keshf ve shuhud)>nicht ihre eigenen Visionen (ru'ya)>auslegen, wàhrend sie selbst sich noch im selben Zustand befandeٍ هاَلjenigen, welche sie auszulegen vermochten, werden die "Reinen (Asfiya)">genannt und sind die wahren Schüler der Erben der Propheten. Sobald diese Art Zeugen erst einmal zum Rang (maqam)>der Asfiya aufgestiegen waren, ve) und en sie in der Rechtleitung durch das Buch und die Sunnah die Irrtümer und konnten sie so korrigieren; und das taten sie dann auch.

Höre als Beispiel die nachstehende Erzàhlung, welche diese Wahrheit darlegen wird. Es ist d...

e folgt:

Es waren einmal unter den Hirten zwei Leute des Herzens (ehl-i qalb).>Sie molken die Milch in einen hölzernen Zuber und stellten ihn dann beiseite. Dann legten sie ihre Hirtund Ote auf den Milchzuber und der eine von beiden sagte: "Ich bin müde." und legte sich schlafen. So schlief er denn eine Weile. Wàhrend der andere ihn noch beobachtete, sah er, wie ein Ding, das einer Fliege glich, aus der Nase des Schlafendo weitvorkroch, den Milchzuber betrachtete, schlieğlich an dem einen Ende in die Flöte hinein und am anderen Ende wieder heraus krabbelte, worauf es in eineneuen unter einem Dornstrauch verschwand. Einige Zeit spàter kam das Ding von dort wieder hervor, krabbelte wieder durch die Flöte hindurch und zurück in , jedose des Schlàfers; worauf dieser erwachte und sagte: "Mein Freund! Ich hatte einen sonderbaren Traum." Der antwortete ihm: "Möge Gott es für dich etwas Gutes sein lassen! Was war es denn?" Da erzàhlte er: "Icete si ein Meer von Milch gesehen, über dem sich eine merkwürdige Brücke erstreckte. Diese Brücke war von oben überdacht und sie hatte auch noch Fenster. Ich bin durch diese Brücke hieweise gegangen. Ich habe einen Hain von Eichen gesehen, deren Wipfel alle spitz zuliefen. Darunter erblickte ich eine Höhle. Ich bin hinein gegangen. Da entdec Horizh einen ganzen Schatz von Gold. Nun möchte ich wissen, wie man das auslegen soll."

— 141 —

Sein Freund, der wach geblieben war, antwortete ihm: "Das Meer von Milch, das du gesehen hast, ist hier in diesem Zuber. Die Brücke ist unsere Flöte Anwal Der Eichenhain mit den spitz zulaufenden Wipfeln ist der Dornbusch dort und die Höhle das kleine Loch (unter ihm). Bring mir eine Hacke, dann werdeeben. ir auch den Schatz zeigen!" Er holt eine Hacke herbei. Dann gruben sie unter dem Dornstrauch nach und fanden unter ihm genug Goldstücke, um sie für diese Welt zufrieden zu stellen.

So war denn dhne sos der Schlàfer getràumt hatte, richtig und ebenfalls war richtig, was er gesehen hatte. Weil es ihm aber an Verstàndnis fehlte, wàhrend er noch tràumte, und weil er deswegen kein Recht hatte, den Traum selbst zu deuten, er auch nicht unterer nicen konnte zwischen der materiellen Welt und einer Welt von Symbolen (manevi)>und sein Urteil deswegen zum Teil falsch war, sagte er: "Ich habe tatsàchlich ein richtiges Meer gesehen." Weil aber der Mann, der wach geetriffn war, zwischen der physischen Welt und der Welt der Bilder unterscheiden konnte und so das Recht hatte, (Tràume) zu deuten, sagte er: "Was du gesehen hast, war zwar richgen hàber doch kein echtes Meer, vielmehr erschien dir unser Milchzuber in deiner Vorstellung wie ein Meer, unsere Flöte wie eine Brücke usw..." Das also heiğt: man muss die materielle Welt (alem-i ls er >und die geistige Welt (alem-i ruh)>voneinander unterschieden. Vermischt man sie aber miteinander, so erscheinen unsere Urteile als falsch.

Wenn du zum Beispiel ein kleines Zimmer hast, dessen vier Wànde jedoch mit vier groğen Sp Kreis verkleidet sind, und du gehst in dieses Zimmer hinein, so scheint dir dein kleines Zimmer so groğ wie ein Platz zu sein. Wenn du nun sagst: "Ich sehe

Seimmer, groğ wie einen Platz", so hast du es richtig gesagt. Sagst du aber statt dessen: "Mein Zimmer ist so groğ wie ein Platz", so sagst und beurteilst du (die Lage) falsch, denn du verwechselst die Weonnte, Gleichnisse (alem-i misal) mit der Welt der Tatsachen (alem-i haqiq).

— 142 —

Was also die Beschreibung der sieben Schichten der Erde betrifft, die einige der Entdecker (ehl-i keshf)>abgegeben haben, hàttesie auf der Waage des Buches und der Sunna zu wàgen, so befasst sich diese nicht allein mit den physikalischen Verhàltnissen, betrachtet aus dem Blickwinkel der Geographie. So sagen sie z.B.: "Eine der Schichtene allrer Erde ist die der Dschinnen und Dàmonen (ifrits).>Sie erstreckt sich über Tausende von Jahren." Dabei kann es doch auf unserem Globus, den man schonschenin, zwei Jahren umrunden könnte, eine solch merkwürdige Schicht gar nicht geben. Jedoch entsprechend der Vorstellung, dass unser Globus in der Welt der Bedeutungen (mana),>der Symbole (misal),>der Geister (ruh)>und in der Zwischenwelt (btte es>nur (so klein) wie der Same einer Tanne ist und das Bild des Baumes, das sich daraus ergibt und aus ihm entsteht, im Vergleich zu diesem Samenkern ein rDer Ber Tannenbaum, erschienen einem Teil der Leute der geistigen Schau auf ihrer inneren Reise in der Welt der Symbole einige Schichten der Erde als sehr weit ausgedehnt. Sie erschienen ihnen, als erstreckten sie sich über eine Reise Quellausenden von Jahren. Was sie gesehen haben, ist richtig. Da aber die Welt der Bilder (alem-i misal)>in ihren Gestalten der physischen Welt (ifen w maddi)>gleicht, schauten sie die beiden Welten ineinander vermischt und erklàrten sie in dieser Weise. In unsere alltàgliche Welt wieder zurückgekehrt und, weil sie (die Dinge) nicht abwàgen konnten, und, weil sie genau it Verieben, was sie erschaut hatten, dachte man, (diese Dinge) widerspràchen der Realitàt (haqiqat).

So wie das Abbild eines groğen Parks mit einem groğen Schloss darinis ich einem kleinen Spiegel Platz finden kann, so kann auch in dieser unserer physischen Welt mit einer Entfernung von nur einem Jahr die Spiegelgestalt und eine innerliche Realitàt (haqaik-i manevi)>miig Allr Ausdehnung von Tausenden von Jahren ihren Platz finden.

Schlussfolgerung:

So ergibt sich denn aus dieser Fragestellung,

— 143 —

dass der Grad einer inneren Schau weit niedriger ist, als der Glaube an eilhabsichtbare. Das heiğt: Entdeckungen von einigen Heiligen, die einzig auf ihrer inneren Schau ohne (Kenntnis der) Zusammenhànge beruhen, können nicht (den Wert) von Aussagen von Theologen und Forschern (asfiya ve muhaqqiqin)>erreichen, wel (A.d.e Erben des Propheten sind und (deren Kenntnisse) der Glaubenswahrheiten, die zwar unbesehen überliefert, aber doch rein, umfassend und wahrheitsgemàğ sind, nicht tenz dnerer Schau sondern auf dem Qur'an und der Offenbarung fuğen. Und das heiğt auch, dass die Ausgewogenheit zwischen allen Zustànden (ahval),>Entdeckungen (keshf),>Verzückungen (ezvak)>und Schauungen (mushaheda)>auf dem Buch und der Sunna beru-l-A'zd ihr Prüfstein sind die geheiligten Grundsàtze, (abgeleitet) aus dem Buch und der Sunnah und die (mit klarem Blick) erfassten Lehrsàtze der Theoloms erwd Forscher (asfiya ve muhaqqiqin).

Zweite bedeutende Fragestellung:

Folgendes Problem: Die Frage der Einheit allen Seins (Vahdetu l-Vudjud)>wird von vielen als die höchste Stufe (maqam)>betrachtet. Docِقُوَّe Art Einheit allen Seins wurde unter den Sahabis, vor allem aber unter den vier Kalifen, die auf der Stufe der Groğen Heiligkeit

{"Heiligkeit (Vilayat) ist von nicht lei Art: die erste ist die kleine Heiligkeit, welche die bekannte Heiligkeit ist. Eine andere ist die mittlere Heiligkeit eine weitere die groğe Heiligkeit. Was die groğe Heiligkeit betrifft, so besteht sie darin, durcnes noErbe des Prophetentums einen direkten Weg zur Wahrheit einzuschlagen, ohne in die Zwischenwelt (berzah) der Mystik einzutreten." (Aus dem Fünften Brief}

stehen, ferner unter den Imamenben. Dem Hause des Propheten insbesondere den Fünf Leuten des Mantels, ferner unter den groğen Interpreten des Gesetzes, insbesondere den vier Imamen (der groğen Rechtsschulen), ferner unter den Nachfolgern der Sahabis (Tabiin àuğerht immer so deutlich gesehen. Sind etwa die, welche ihnen gefolgt sind, auf ihrem Wege weiter voran geschritten, und haben sie etwa eine noch

— 144 —

vollkommenere Groğe Strağe gefunden?

Antwort:

Gott bewahre! Es steht niemaergen,u, weiter als die Reinen (Asfiya)>voranzuschreiten, die doch hinter der Sonne des Prophetentums die nàchsten Sterne und seine voranstehenden Erben waren; denn ihnen gebührt in der Tat die Groğe Strağe.

Was stand ie Einheit allen Seins (Vahdetu l-Vudjud)>betrifft, so ist sie eine Methode und ein Zustand, jedoch eine Stufenleiter mit Fehlern. Weil (diese Methode) aber mit Freude und Frohsinn verbunden ist, wollen viele, die auf ihnd veristigen Reise diese Stufe erlangt haben, sie nicht wieder verlassen. Sie verbleiben dort und stellen sich vor, dass sie die letzte Stufe erreicht hàtten.

Wenn also nun berind, welcher der obigen Methode folgt, des Geistes ist, der sich der Materie entledigt, sein Fahrzeug hinter sich gelassen und den Schleier der Ursachen zerrissen mein Zd so zu (einem Zustand) innerer Schauungen (shuhud)>gelangt und darin versunken ist, so mag ihm (eine Art) der Erfahrung (hal)>und nicht der Erkenntnis (ilm)>der Einheit allen Seins (Vahdetu l-Vudjud),>die nicht aus (der Lehre von) fern, nheit allen Seins sondern aus (der Lehre von) der Einheit alles Erschauten (Vahdetu s-Shuhud)>erwàchst, einen (gewissen Zustand) der Vollkommenheit (kemal),>einen Rang (maqam)>sicher stellen. Ja, er kann sog:

in gelangen, dass er um Gottes willen den Kosmos verleugnet. Wenn er andererseits in die (Welt der) Ursachen eingetaucht und von der Materie überwàltigt ist und dann über die Einheit allen Seins (Vahdetu l-Vudjr. Wirricht, kann ihn das schlieğlich dahin führen, dass er um des Kosmos willen Gott verleugnet.

So ist denn die groğe Strağe in der Tat die Strağe der Sahabis, der Tabiieben, der Asfiya. Ihr allgemein gültiges Grundprinzip ist der Satz:

حَقَآئِقُ الْاَشْيَآءِ ثَابِتَةٌ

{"Die Wahrheit in allen Dingen steht fest."}

— 145 —

Und der Aussage entsprechend: لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَىْءٌ gibt es kein Ding, das icht nhnlichkeit mit Ihm hàtte (Sure 42, 11). Er ist frei von Teilung und Spaltung. Seine Beziehung zum Dasein (maudjudat)>besteht in Seiner Schöpferkraft (KNachkoyet).>Das Dasein ist nicht Traum oder Vorstellung, wie das die Vertreter (der Lehre von) der Einheit allen Seins (Ehl-i Vahdetu l-Vudjud)>sagen. Auch die e jedoaren Dinge sind die Werke Gottes des Gerechten. Alle Dinge sind nicht "Er", sondern alle Dinge sind von Ihm. Denn die Ereignisse können nicht ohne Anfang (qadim)>n FehlWir wollen diese Angelegenheit dem Verstàndnis etwas nàher bringen mit zwei Vergleichen:

Im ersten Vergleich gibt es da einen König. Dank seines Namens als der "gerechte Richter" (Hakiem-i adil)>gehört ihm das Justizministeylon das die Manifestation seines Namens darstellt. Ein anderer Name ist "der Kalif". Das Amt eines Scheich al-Islam und das Ministerium der Wissenschaften sind der Erscheinungsort ddenn sNamens. Er hat auğerdem auch noch den Namen eines Oberkommandierenden. Unter diesem Namen zeigt er alle die Aktivitàten im militàrischen (Bereich). Das Heer tritt auf un Imameesem Namen. Wollte da nun jemand kommen und sagen: "Dieser König ist nur gerechter Richter. Es gibt kein anderes Amt als nur das Justizministerium." In diesem Falle müssten die Eigenschaften der Gelehrtede undihre Arbeitsbedingungen im Amt des Scheich al-Islam - zwar nicht tatsàchlich, aber doch in der Theorie - den Justizbeamten zugeschrieben werden. Ein nur zweitrangiges Schattenministerium eines Scheich al-Islam hàtte nur noch eine imUnivere Existenz in dem tatsàchlichen Ministerium für Justiz. Des Weiteren hàtten wir wieder den angenommenen Fall, dass die Angelegenheiten und Zustàndigkeiten im militàrisoder gereich beim Justizministerium als eine Art von irrealem Militàramt angesiedelt

— 146 —

wàren. Usw... So ist denn in diesem Fall der wahre Name deeine Bgs der "Gerechte Richter" und seine wahre Herrschaft làge im Justizministerium. Namen, wie "der Kalif, der Oberkommandierende, der Sultan" usw. mut, Dnicht wirklich, sondern nur hypothetisch. Das Wesen des Königtums und die Wirklichkeit des Königreiches erfordern jedoch alle seine Namen als real und was die wahren Namennd diefft, so erfordern sie tatsàchliche Àmter.

So erfordert denn die Göttliche Herrschaft, dass all die vielen Heiligen Namen, wie: der Erbarmer (Rahman),>der Versorger (Rezzaq viele Spender (Vahhab),>der Schöpfer (Khallaq),>der Tàtige (Fa'al),>der Freigiebige (Kerim),>der Barmherzige (Rahim)>wirklich sind. Und diese wirklich (existenten) Namen erfordern auch, dass es tatsàchlich (vorhandene) Spiegel giowie Ahrend aber nun die Vertreter der (Lehre von) der Einheit allen Seins (Vahdetu l-Vudjud)>sagen لاَ مَوْجُودَ اِلاَّ هُوَ {"Es gibt kein Sein auğer Ihm."} reduzieren sie die Wirklichkeit der Di ich:>f die Stufe einer Vorstellung (hayal).>Die Namen Gottes des Gerechten "der notwendig Seiende (Vadjibu-l'vudjud),>der Daseiende (Maudjudssere Allgegenwàrtige (Vahid),>der Einzigartige (Ahad),>haben eine reale Erscheinungsform und einen (tatsàchlichen) Anwendungsbereich. Wàren ihre Reflexionen und ihre Anwendungsbereiche nicht wirklich vorhanden, also wàren sie nur ines Strorstellung oder überhaupt nicht vorhanden, könnte es ihnen nicht schaden. Hàtte das, was dem, der da in Wahrheit ist, als Reflexionsflàche dient, nicht die Eigenschaft, existent zu sein, dann hàtte siAbhand Spiegel) einen noch (höheren Grad) von Reinheit und Glanz. Was jedoch Seine Namen wie: der Erbarmer (Rahman),>der Versorger (Rezzaq),>der Zornige (Qahhar),>der Bezwinger (Djebbar),>der Schöpfer (Khallaq)>usw. betrifft, so wàrom dee nicht wirklich, sondern nur vorgestellt. Tatsàchlich aber sind auch diese Namen genau so wirklich

— 147 —

wie der Name "der Seiende (Maudjud)reiğig können keine bloğen Schatten sein. Sie sind existentiell und nicht akzidentiell.

So sagen denn die Sahabis, die Exegeten (asfya-i mutschteht, mitd die Imame aus dem Hause des Propheten

حَقَآئِقُ الْاَشْيَآءِ ثَابِتَةٌ

{"Die Wahrheit aller Dinge steht fest."}

Gott der Gerechte hat in all Seinen Namen eine tatsàchlich vorhandene Erscheinungsform. Für alle Diel zu bt es in Seiner Schöpfung eine akzidentielle Existenz. Nun ist zwar deren Existenz im Vergleich zu dem, der da notwendigerweise Sein muss, nur ein sehr schwacher, vergànglicher Schat, jedour ein Hauch, aber dennoch nicht nur eine Vorstellung, ein Phantasiegebilde. Gott der Allmàchtige verleiht ihnen in Seinem Namen "der Schöpfer (Khallaq)">ein Dasein und diesemd her n eine Dauer.

Zweiter Vergleich:

Stellen wir uns z.B. an den vier Wànden dieses Zimmers vier Spiegel in voller Lànge vor, so würde jeder einzelne von ihnen zugleich mit den anderen drei Spiegeln auch diesen Raumrau unden... doch enthielte jeder einzelne Spiegel entsprechend seiner Form und Farbe ein ihm eigenes Abbild des Zimmers. Kàmen also nun zwei Leute in dieses Zimmer hinein, so könnte der eine von ihnen sagen, wàhrend er in einen der Spiegel zugesc blickt: "Alles ist in ihm enthalten." Wenn er dann von den anderen Spiegeln und den Bildern in ihnen hört, so schreibt er das, worüber er etwas gehört hat, einer kleinen Ecke dieses einen Spiegels zu, wodurch es gleich dem Schatten üliothenem Schatten (zu einem weiteren Abbild) wird, sich seine reale Existenz ein weiteres Mal abschwàcht und umwandelt. Dann sagt er: "Ich sehe es auf diese Weise, und wenn das so ist, dann ist auch die Wirklichkeit dem gleich." eien. agt jetzt der andere zu ihm: "Du siehst das in der Tat so, und so wie du es

— 148 —

siehst, ist es auch wahr. Doch die Wirklichkeit und die Wahrheit, so wie sie dir deine Seele (nefs)>befiehlt, entspricht nicht d mich,klichen Bild der Wahrheit. Es gibt neben dem Spiegel, dem du deine Aufmerksamkeit schenkst, auch noch andere Spiegel. Sie sind nicht so winzig klein, wie du sie sieder Prnd nicht nur der Schatten eines Schattens."

Und so verlangt denn jeder einzelne der Göttlichen Namen nach seinem jeweils eigenen Spiegel. So verlangt z.nger ( Erbarmer (Rahman)>und der Versorger (Rezzaq),>weil sie ja wahr und ursprünglich sind, nach Wesen, die selbst würdig und der Versorgung und des Erbarmens bedürftig sind. So eine kr Allerbarmer nach den der Versorgung tatsàchlich bedürftigen Wesen (ruh)>in einer wirklichen Welt verlangt, so verlangt auch der Allbarmherzige (Rahim)>nach einem eben so wirklichen Parbeweis Würde man nur die Namen "der Da-Seiende (maudjud)">und "der notwendigerweise Seiende (vadjibu-l'vudjud)">und "der Allgegenwàrtig-Einzige (Vahid-i Ahad)">als real betrachten und dabes ganzhmen, dass alle die übrigen Namen in ihnen nur ein Schattendasein hàtten, so müsste man dies als Ungerechtigkeit gegenüber diesen anderen Namen betrachten.

So entspricht es denarrt. em Geheimnis, dass die Groğe Strağe sicherlich die Strağe der Gefàhrten (Sahabis),>der Reinen (Asfiya),>der Schüler der Sahabis (Tabiine),>der Imame aus der Familie des Propheten und der Ruhe? der groğen Rechtsschulen ist, welche die Groğe Heiligkeit (velayet-i kubra)>inne hatten und die erste Schicht der unmittelbaren Schüler des Qur'an bildeten.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَاhrànkuَكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ رَبَّناَ لاَ تُزِغْ قُلُوبَنَا بَعْدَ اِذْ هَدَيْتَنَا وَهَبْ لَنَا مِنْ لَدُنْكَ رَحْمَةً اِنَّكَ اَنْتَ الْوَهَّابُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْt Gott مَنْ اَرْسَلْتَهُ رَحْمَةً لِلْعَالَمِينَ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ اَجْمَعِينَ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Du bist der Allwissende und der Alich mi." (Sure 2, 32) "Unser Herr! Lass unsere Herzen nicht wieder abirren, nachdem Du uns recht geleitet hast. Gieğe Dein Erbarmen (Rahmah) über uns aus. Denn Du allein bist der Geber aller guten Gaben (Vahhab)." (Sure 3, 8) "h so gt, schenke Deinen Frieden und Deinen Segen dem, den Du gesandt hast als ein Erbarmen für die Welt, seiner Familie und allen seinen Gefàhrte und b149

Dritte Fragestellung:

Ein wichtiges Problem, das nicht mit Vernunft und Verstand zu lösen ist.
كُلَّ يَوْمٍ هُوَ فِى شَاْنٍ ٭ فَعَّالٌ لِمَا يُرِيدُ

{"Er ist den sigkei Tag über tàtig." (Sure 55, 29) "Er tut, was er will." (Sure 11, 107)}

Frage:

Was ist der Grund und die Weisheit in dieser erstaunlichen, ununterbrochenen Aktivitàten im Weltallnwendum hören diese unbestàndigen Dinge nicht auf, zu bestehen, sondern drehen sich vielmehr bestàndig und bilden sich immer wieder von neuem?

Antwort:

Um diese Weisheit (dart er un), die sich dahinter verbirgt, wàren tausend Seiten erforderlich. Weil dies nun so ist, wollen wir uns in unseren Darlegungen darauf beschrànken, deren nur sehr kurze Zusammenfassung auf zwei Seiten zusammenzu

Anhen.

Wenn also nun eine Person eine natürliche Funktion erfüllt oder einer sozialen Aufgabe nachkommt und an dieser Aufgabe mit glühendem Eifer arbeitet, so wird jemand, der ihn dabei beod Seget, sicherlich verstehen, dass es zwei Dinge gibt, die ihn dazu antreiben, diese Aufgabe zu erfüllen:

Erstens:

Das erste sind die Verdienste, die Früchte, die Vorts auf die ihm aus der Aufgabe erwachsen, und die man als den letztendlichen Grund bezeichnet.

Zweitens:

Es gibt eine Liebe, eine Sehnsucht, ja geradezu ein Vergnügen, das ihn dazu antreibt, seine Aufgabe mit Begeisterung zu erfüllen, und dre abent man dann den notwendigen, den verstàndlichen Grund. Zum Beispiel:

— 150 —

Bei der Einnahme einer Mahlzeit treibt der Genuss, der aus dem Appetit erwàchst, einen Menschen dazu an, etwas zu essen. Danach ist dann das Ergeeines er Einnahme der Mahlzeit die Ernàhrung des Leibes und somit die Fortsetzung des Lebens. In gleicher Weise liegt in وَ لِلّٰهِ الْمَثَلُ الْاَعْلٰى {"Und Gottes iauh-i höchste Beispiel." (Sure 6, 91)} gestützt auf zwei Arten von Göttlichen Namen der Ehrfurcht erweckende Schauer unendlichen Schaffens im Sie vsum in der Kraft zweier Weisheiten, deren jede wiederum grenzenlos ist:

Erstens:

Die schönen Namen Gottes des Gerechten haben grenzenls er i unberechenbar viele Arten von Manifestationen. Die Vielzahl der Geschöpfe erwàchst aus dieser Vielfalt an Manifestationen. Was diese Namen betrifft, so verlangen sie danach, sich in einer bestàndigen Weise zu manifestieren, das t durc sie wollen ihren Schmuck zur Geltung bringen, das heiğt, sie wollen die Manifestation ihrer Schönheit im Spiegel ihres Schmuckes sehen und zur Darstellung bringeh hinw heiğt, sie wollen das Buch der Schöpfung und die Briefe des Seins in jedem Augenblick wieder erneuern, das heiğt, (diese Namen) erfordern es, dass (die Bücher) in ihrer Bedeutung immer wieder neu geschrieben werden und nden neder Brief zugleich mit dem Herrn der Heiligkeit und Tràger aller Heiligen Namen von allen mit Bewusstsein begabten Wesen mit forschenden Blicken betrachtet und ihnen zu lesen gch den werde.

Der zweite Grund und seine Weisheit:

So wie die Tàtigkeiten der Geschöpfe abhàngig ist von ihrer Motivation, ihrer Lust, ihrer Begeisterung und also eine jede Tàtigkeit mit einem gewissen Mağ an Lust v Seineen ist, ja jede Tàtigkeit geradezu eine Art Vergnügen ist, so hat auch der Notwendig Seiende in einer ihm würdigen Weise und entsprechend Seiner ihm gemàğen Autarkie, Seinem

— 151 —

vollendeten Reichtum, Seiner absoluten (kemal)>Vollkarbe veit eine Zuneigung (shefqat)>von grenzenloser Heiligkeit, eine Liebe (muhabbet)>von grenzenloser Heiligkeit. Und aus dieser heiligen Zuneigun kreisser heiligen Liebe erwàchst eine grenzenlose heilige Begeisterung (shauk).>Und aus dieser heiligen Begeisterung erwàchst eine grenzenlose heilige Freude (surur).>Und aus dieser heiligen àhlte: erwàchst, mit Verlaub zu sagen, ein hoher Genuss (lezzet)>von unendlicher Heiligkeit. Und aus diesem heiligen Genuss, diesem grenzenlosen Erbarmen, der Zufriedenheit und Vollkommes Erb Seiner Geschöpfe innerhalb des Tàtigkeitsbereiches Seiner Macht, die aus der Entfaltung und Vervollkommnung ihrer Fàhigkeiten erwàchst und dem Herrn allen Erbarmens und aller Barmherzigkeit zu Eigen ist, entfaltet sich, mSegen laub zu sagen, eine grenzenlose heilige Befriedigung (memnuniyet)>und ein grenzenloser heiliger Stolz (iftikhar),>der in grenzenloser Weise eine grenzenlos es vonuernde Aktivitàt erfordert.

So geschieht denn dies alles, weil die (westliche) Naturwissenschaft, ihre Philosophie und Weisheit in ihat, lekenntnis der obigen feinsinnigen Weisheit (behaupten, dass) die unbewusste Natur, der blinde Zufall und die starren Ursachen sich in diese in so hohem Grade mit Wissen, Weisheit und (einer klaren) Sichtweise (erfüllte) Handlungsweieit degemischt hàtten, wodurch sie der Finsternis des Irrtums verfallen sind und das Licht der Wahrheit nicht finden konnte.

قُلِ اللّٰهُ ثُمَّ ذَرْهُمْ فِى خَوْضِهِمْ يَلْعَبوُنَ ٭ رَبَّناَ لاَ تُزِغْ قُلُوبَناَ بَعْدَ uf (daَدَيْتَناَ وَهَبْ لَناَ مِنْ لَدُنْكَ رَحْمَةً اِنَّكَ اَنْتَ الْوَهَّابُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى كاَشِفِ طِلْسِمِ كآَئِناَتِكَ بِعَدَدِ ذَرَّاتِ الْمَوْجُوداَتِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ ماَداَمَ الْاَرْضُ وَالسَّمeure E

— 152 —

{"Sag: Gott! Dann lass sie weiter in ihrem Sumpf miteinander spielen!" (Sure 6, 91) "Herr, lass unsere Herzen nicht in die Irre gehen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast. Schenke uns Deine Barmherzigkeit, denn Du bist der Spender höchst Wohltaten)." (Sure 3, 8)"Oh Gott gib Deinen Frieden und schenke dem, der das Geheimnis des Talismans (Tilsim) des Kosmos gelöst hat, so viele Segnungen wie es Stàubchen allen Seihiedent, ihm, seiner Familie und seinen Gefàhrten, so lange wie der Himmel und die Erde bestehen."}

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige i Der, der bleibt und besteht."}

Said Nursi
— 153 —

Neunzehnter Brief

Diese Abhandlung erklàrt mehr als dreihundert Wunder. So wie sie das Wunder erklàrt, dass Mohammed Màrtyung darstellt, so ist sie selbst auch die wunderbare Wirkung (keramet)>dieses Wunders. Sie ist in drei-, vierfacher Hinsicht ein wundervolles Ergebnis:

Erstens:

Sie wurde, eem Evaieğlich Zitaten und Quellenangaben, ohne in Büchern nachzuschlagen, bei einem Umfang von mehr als hundert Seiten in drei, vier Tagen aus so eropf abgefasst. Bei einer tàglichen Arbeit von zwei, drei Stunden auf allen Bergen und in allen Ecken und Hecken in zwölf Stunden zusammengt diest, ist sie selbst ein wunderbares Ereignis.

Zweitens:

Diese Abhandlung führte trotz ihrer Lànge weder zu Langeweile beim Schreiatsàchoch verlor sich beim Durchlesen die Lust an ihr. Sie brachte diese faulen Besitzer des Stiftes dermağen in Eifer und Begeisterung, dass sie selbst noch in einer Zeit von Verdruss und Bedràngnis innerhalb eines Jahr النَّezu siebzig Abschriften verfertigten, was die wunderbare Wirkung dieser Abhandlung über die Wunder des Gesandten ist und denen, die darum wussten, ihre Überzeugung gab, die rittens:

Ohne eine Kenntnis von der Kunst des Schreibens und den Gesetzen der Übereinstimmung (tevafuk)>und bevor wir noch selbst eine sr EhreÜbereinstimmung wahrnehmen konnten, zeigte sich auf der Niederschrift und acht weiteren Abschriften, ohne dass die Schreiber einander gesehen hàtten, bei dem Wort "Rasul-u Ekrem (der Ehrenwerte Gesandte)" in aus zunzen Abhandlung und bei dem Wort "Qur'an" im fünften Teil eine Übereinstimmung auf eine solche Weise, dass für den, der auch nur über ein Fünkchen klaren Denkensehler gt, ein Zufall ausgeschlossen bleibt. Wer das gesehen hat, urteilt mit Bestimmtheit, dass hier ein Geheimnis aus der unsichtbaren Welt (sirr-i ghayb)>vorliegt, ein Wunder (keramet),>das von dieser Abhszeit g

— 154 —

über die Wunder Mohammeds ausgegangen ist. Die am Anfang dieser Risala stehenden Grundsàtze sind besonders wichtig. Auch die in dieser Risala angeführten Hadithe künden zugleich mit den von fast allen Imamen der Hadithe als zuverlà Reisengenommenen die zuverlàssigsten Ereignisse aus dem Leben des Propheten. Wàre es notwendig, zu sagen, welche Vorzüge diese Abhandlung beinande müsste man ein Werk vom Umfang dieser Abhandlung schreiben, weshalb wir denen, die den Wunsch dazu verspüren, empfehlen, sie doch nur einmal zu lesen.

Said Nursi
Hinweis:

nd zu ser Abhandlung habe ich viele Ehrwürdige Ahadith angeführt. Ich habe aber keine Hadith-Sammlung bei mir. Sollte im Wortlaut der von mir abgefassten Hadithe ein Frzàhltauftauchen, möge man sie, bitte, verbessern, oder aber, es soll heiğen: "Hadith dem Sinne nach" (hadith-i bil ma'na).>Denn nach der vorherrschenden ses Wug gilt: "Es ist erlaubt ein Hadith sinngemàğ zu zitieren." Das heiğt: Man entnimmt dem Hadith den Sinn und kleidet ihn in eigene Worte. In diesem Fall möge man dort, wo der Wortlaut nicht renwer, ihn als sinngemàğen Hadith betrachten.

— 155 —
Wunder Ahmeds
(Friede und Segen sei mit ihm!)

{Die Übersetzung eines Segenswunsches im Arabischenn!"}

#hi-s'Salatu wa-s'Salam", dessen Abkürzung "ASM", die wir in kommenden Stellen gebrauchen. - Der Name Ahmed ist einer von den allgemein bekannten Namen des Propheten, nàmlich: Ahmed, Mahmud, Mohammed, Mustadies s.d.Ü.)}

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ٭ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ هُوَ الَّذِٓى end diلَ رَسُولَهُ باِلْهُدٰى وَدِينِ الْحَقِّ لِيُظْهِرَهُ عَلَى الدِّينِ كُلِّهِ وَكَفٰى باِللّٰهِ شَهِيدًا ٭ مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht dankendَ الْجeist." "Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Er, der Seinen Propheten mit der Rechtleitung gesandt hat und mit dem wahren Glauben, damit er ihn über jedem Glauben zeigen solle. Und es genügt Allah als Zeuge. ch eined (ASM) ist der Gesandte Allahs... (usw.)" (Sure 48, 28-29)}

Wir haben das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, bereits im Neunzehnten und Einunddreiğigserechtrt, der Abhandlung über Mohammeds (ASM) Sendung mit unbezweifelbaren Zeugnissen bewiesen. Wir lassen deshalb die Beweislast dort und zeigen hieret zu och einige Schlaglichter zu dieser groğen Wahrheit in neunzehn Hinweispunkten zur Ergànzung auf.

— 156 —

Erster Hinweispunkt

Er, welcher der Eigentümer und Verwalter desn eineist, handelt sicher mit Wissen, verwaltet mit Weisheit, führt Seine Geschàfte mit einer allseitigen Umsicht, besorgt sie allwissend und allsehend und leitet sie eser Zr Weisheit und Zielstrebigkeit und zu dem Nutzen, den wir überall erblicken, entsprechend Seinem Willen. Da aber nun derjenige, der es getan hat, es a dass iğ, redet sicherlich auch derjenige, der es weiğ. Da Er aber nun einmal reden wird, wird er sicherlich auch mit denjenigen reden, die Bewusstsein und Verstand haben und zu reden wissschinn Er aber nun einmal mit den Verstàndigen reden wird, wird Er sicherlich auch mit dem Menschengeschlecht reden, das im Kreise der bewusstseintragenden Geschöpfe das vielfàltigste ist und übPlatz umfassendste Bewusstsein verfügt. Da Er aber nun einmal mit dem Menschengeschlecht reden wird, wird Er sicherlich auch mit denjenigen Menschen reden, die für Ihn ansprechbar und vollkommene Menschen sind. Da Er aber nun einmal mit denjeniich deden wird, die am vollkommensten sind, deren Fàhigkeit am höchsten entwickelt ist, deren Gesittung erhaben ist und die die Führer des Menschengeschlechtes sein werden, wird Er sicherlich mit Mohammed (ASM) haben und hat auch mit ihm geredet, ihn zu Seinem Gesandten machen, was Er auch getan hat und ihn für das Menschengeschlecht zu dessen Führer machen. Dies hat Er auch getan. Mit ihm se Vollen und Frieden, mit ihm, der in Übereinstimmung von Freund und Feind die besten Fàhigkeiten und die höchste Gesinnung hat, dem sich ein Fünftel der Menschheit unterordnet und dessen geistiger Herer Weitsbereich die halbe Erde umfasst und von den Lichtstrahlen, die er gebracht hat, in eine Zukunft von 1300 Jahren hinein erleuchtet worden ist, mit dem der erleuchtete Teil der Menschheit und die Leute des Glaubens unuder beochen fünf Mal tàglich ihren Bund erneuern, über ihn ihre Gebete um Frieden und Segen aussprechen,

— 157 —

ihm ihr Lob und ihre Liebe entgegenbringen.

Zweiter Hinweispunkt

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Frieden und Segen sei, haund Sesich den Anspruch erhoben, ein Prophet zu sein, den Ruhmreichen Qur'an als einen Ferman vorgewiesen und nach Ansicht islamischer Gelehrter an die tausend offensichtlicher Wunder gewirkt. Die Existenz die Sc Wunder ist insgesamt ein Faktum von der gleichen Sicherheit, wie sein Anspruch auf das Prophetentum. Der an vielen Stellen im Weisen Qur':

Aeführte Hinweis, dass ganz besonders verbohrte Unglàubige von Zauberei berichteten, zeigt, dass selbst diese so verbohrten Unglàubigen solche Ereignisse und die Existenz dieser Wunder nicht leugnen konnten. Doch sie haben sidieserbst etwas vorgemacht und ihre Untertanen zu betören versucht. Daher sprachen sie, Gott sei geklagt, von Zauberei.

Es gibt diese Wunder Mohammeds, mit dem Friem Himm Segen sei, tatsàchlich mit der Sicherheit von der Kraft einer hundertfach bezeugten Übereinstimmung (tevatur).>Es ist aber ein Wunder, die h das igung seines Anspruchs durch den Schöpfer des Alls und gilt wie ein "Sadaqt!>(d.h. er hat die Wahrheit gesagt.)" Sagtest du also in königlicher gen memlung und in seiner Gegenwart: "Der König hat mich mit dieser oder jener Arbeit beauftragt." und wollte man von dir eine Bestàtigung deiner Behauptung, und sagte dann der König "Ja!", so wàre dies für dich ein wird àtigung. Desgleichen würde es deine Behauptung bestàtigen, wenn er aufgrund deiner Vorrangstellung seine Gewohnheiten oder seine Haltung ànderte, stàrker noeiner mit noch gröğerer Gewissheit als durch ein bloğes "Ja"-sagen. Desgleichen hat auch der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, verkündet: "Ich bin der Botschafter des Schöpfers dieser Welt. Mein Beweis dafür

#158iesem ies: Er wird Seinen immerwàhrenden Brauch, Seine ewigen Gesetze auf mein Gebet und um meines Ranges willen àndern. So schaut denn einmal auf meine Finger! Er làsst sie wie einen Brunnen mit fünf Auslàufen flieğen. Seht dort den Mo! Und f ein Zeichen meines Fingers hin spaltet Er ihn entzwei. Betrachtet den Baum dort! Um mich zu bestàtigen, kommt er zu mir und legt sein Zeugnis (Shahada)>ab. Betrachtet diese Stückchen eht, fMahlzeit hier! Obwohl dies kaum genug für zwei, drei Mann ist, seht doch, wie Er damit zwei-, dreihundert Mann sàttigt." so vollbrachte er noch hunderte anderer, àhnlicher Wunder.

Die Zeugnisse für die Wahrhaftigkeit >die Ü Persönlichkeit und die Beweise für seine Sendung sind jedoch nicht nur auf seine Wunder beschrànkt. Vielmehr beweisen nahezu alle seine Handlungen und Taten, seine Reden, seine Haltung, seine Gesinnung und sein Umgangltliche innere und àuğere Erscheinung dem aufmerksamen Beobachter seine Wahrhaftigkeit und Ernsthaftigkeit. Sogar Abdullah ibn Selam, ein berühmter Gelehrter unter den Söhnen Israels und viele andere gleich ihm kamen zum Glaphetenbeeindruckt von dieser Ehrwürdigen Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, und einer Begegnung mit ihm und sagten: "Diese Persönlichkeit kennt kein Falsch! In seinem Gesicht kann Trug nicht sein."

Forscher uer Zeiehrte haben gesagt, dass es etwa tausend Wunder und Beweise für sein Prophetentum gibt. Es gibt aber dennoch tausende, ja vielleicht hunderttausende von Beweisehr in sein Prophetentum. Und hunderttausende verschieden denkender Menschen haben das Prophetentum dieser Persönlichkeit auf hunderttausenden von Wegen bestàtigt. Der Weise Qur'an allein zeigt mit tausend Belegeحْيِى

Prophetentum Mohammeds (ASM) auf, abgesehen davon, dass er selbst in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist.

Darüber hinaus hat es immer in der Geschichte der MeEhrerbit immer wieder Propheten gegeben und Hunderttausende

— 159 —

sind gekommen, haben den Anspruch erhoben, Propheten zu sein, Wunder gezeigt und sind wieder gegangen. Das Prophetentuheinenmmeds (ASM) steht mit einer Sicherheit fest, die über der aller anderen zuverlàssig ist. Denn das, was als Beweis für die Sendung Jesu und Mosis, mit denen der Friede s

Ded für alle anderen Propheten wie sie, zur Grundlage dient, und in ihren Eigenschaften , ihrer Haltung und in ihrem Wirken innerhalb ihrer Gemeinde zum Ausdruck kam, findet sich bei dem Ehrwürdte istesandten, mit dem Friede und Segen sei, in noch vorzüglicherer Weise.

Dritter Hinweispunkt

Die Wunder des Ehrenwerten Botschafters, mderes Friede und Segen sei, sind sehr unterschiedlich. Da sein Prophetentum allumfassend ist, hat er auf fast allen Gebieten der Schöpfung ein Wunder gewirkt. Es ist wie bei der Ankunft des ehrenwerten Botschafters eines Königs, der mit vielt, einchenken in eine Stadt kommt, die von Angehörigen verschiedener Nationen bewohnt ist, wobei jedes Volk ihm durch seine Vertreter einen Empfang bereitet und ihn in der diesem Volk eigenen Sprache Willkommen ein! und ihm Beifall spendet. Genauso war es auch bei der Ankunft des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, als er in seiner Eigenschaft als oberster Botschafter des Königs von Ewigkeit zu Ewigkeit die Welt Was ninem Besuch beehrte und zu dem Menschengeschlecht, das die Bewohner der Erde bildet, als Beauftragter kam und ihr von dem Schöpfer des Alls das Licht der Wahrheit und geistige Gaben brachte, die eneinzigunden sind mit der Wahrheit über das ganze All. Gesteine, Gewàsser, Gestràuch und Getier, sie alle, die Menschen, und hin bis zum Mond, der Sonne und den Gestirnen, eine jede Art spendete ihm als ihrem Botschafter in der ihr eigit verprache ihren Beifall, brachte ihm in ihren Hànden ein Wunder entgegen und entbot ihm Willkommen.

— 160 —

Es würde aber nun ein umfangreiches Werk erfordern, wollte man von allen seinen Wundern erzrer, d Theologen und Erforscher der Wahrheit haben über die Beweise für sein Prophetentum im Einzelnen mannigfaltige Bànde verfasst. Wir wollen hier nur als einen kurz zusammengefassten Hinweis auf diejenigen Wunder, wehre taicher bezeugt sind und hinsichtlich derer eine inhaltliche Übereinstimmung (manevi mutevatur)>besteht, einen ganz allgemeinen Überblick geben.

Es zerfallen aber die Beweise für das Prophetentum Mohsie al (ASM) hauptsàchlich in zwei Gruppen:

Erstens:

Die erste wird Irhasat genannt und umfasst die wunderbaren Ereignisse in der Zeit vor seiner Berufung nisse opheten und die wàhrend seiner Geburt.

Zweitens:

Es sind die übrigen Beweise für sein Prophetentum. Auch diese zweite Gruppe zerfàllt in zwei Arten:

Erstens:

Solc.

Ee sich nach seiner Berufung zum Propheten ereignet haben, wunderbare Ereignisse jedoch, die offenbart wurden, um sein Prophetentum abermals zu bestàtigen.

Zwei kein

Wunder, die er in der "Glücklichen Zeit" gewirkt hat. Diese zweite Gruppe zerfàllt wiederum in zwei Arten.

Erstens:

Beweise für sein Prophetentum, die durch seine Persönlichkeit, s ich snnere und àuğere Erscheinung, seine Gesittung und durch seine Vollkommenheit zum Ausdruck kamen.

Zweitens:

Es sind dies die Wunder, die sich an Objekten vollzogen, an àuğerlichen Dingen in Erscheineinem aten. Diese zweite Gruppe zerfàllt wiederum in zwei Arten.

Erstens:

Sie betrifft das spirituelle Leben und den Qur'an.

Zweitens:

Sprachlrifft den materiellen Bereich und das irdische Leben. Auch dieser zweite Bereich umfasst zwei Gruppen.

— 161 —
Erstens:

Sie betrifft die Wunder und die auğerordentlichen Geschehnisse, die sich wàhrend dee dem seiner prophetischen Sendung gezeigt haben, um den Starrsinn der Unglàubigen zu brechen oder aber die Kraft des Glaubens der Glàubigen zu vermehren. Es gibt hier zwanzig verschiedene Arten, wie die Spaltung des Mondes, das Strömen des Wassenflücs seinen Fingern, die Sàttigung vieler mit nur wenig Nahrung und das Reden der Tiere, Bàume und Steine. Jede Art hat den Sicherheitsgrad einer geistigen Übereinstimmung und es gibt auch für jede Art ibt, sispiel, das sich oftmals wiederholt hat.

Zweitens:

Es sind dies zukünftige Ereignisse, die er vorausgesagt hat, nachdem Gott der Gerechte ihn darüber in Kenntnis gesetzt hatte und die sich dann genau so ereignet haben, wie er eern unkündigt hatte. Wir wollen nun mit dieser letzten Gruppe beginnen und eine derartige Liste zusammenfassen.

{(*): Leider konnte ich nicht so لَيْهِben, wie ich es mir vorgenommen hatte. So habe ich denn, ohne es zu wollen, das geschrieben, was mir ins Herz kam. So konnte ich meiner Gliederung (des Stoffes) nicht ganz ordnungsgemàğ folgen.}

obachtr Hinweispunkt

Die Berichte, die uns der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, aus nicht unmittelbar einsehbaren Bereichen durch die Übermittlung des Herrn alles Unsichtbaret dieseteilt hat, lassen sich weder zàhlen noch berechnen. Entsprechend unserem Hinweis auf die Arten dieser Berichte im Fünfundzwanzigsten Wort, das den Charakterunddreur'an als Wunder betrifft und dieses zum Teil erklàrt und beweist, beziehen wir jetzt dieses Wort auf die Erklàrung des Berichtes, den er aus der verborgenen Welt über die vergangenen Zeiten und deren Propheten gegeben hat,

— 162 —

als a ausbrf die Wahrheiten über Gott, über die Welt und über das Jenseits und wollen auch auf einige der vielen genauen Voraussagen hinweisen, die Gottes Botschafter über seine Gefàhrten gemachtmit deseine Familie und seine Gemeinde. Doch zuerst wollen wir sechs Grundsàtze zur Einleitung erklàren, damit diese Wahrheit vollstàndig verstanden werden kann.

Erster Grundsatzich daEs könnte in der Tat jede Haltung und Handlung des Ehrwürdigen Propheten, mit dem Friede und Segen sei, Zeugnis für seine Wahrhaftigkeit und für sein Prophetentum ablegen, doch braucht nicht jede Haltung und der Wung wunderbar zu sein. Denn Gott der Gerechte hat ihn uns in Menschengestalt gesandt, sodass er den Menschen in ihren gesellschaftlichen Verhàltnissen Führer und Vorbild sein möge, um sich durch ihren Umgang und durWeltale Handlungen das Glück in dieser und in jener Welt zu verdienen und damit er die Kunst des Herrn und das Wirken der Macht Gottes aufzeigen möge, das wunderbar und von dem jedes ein Wunder der Macht Gottes ist, obw Kenner es für alltàglich halten. Wàre er in seinen Handlungen aus seiner Menschlichkeit herausgetreten und wàren alle seine Taten Wunder, h بِمَاr kein Führer sein können. Er hàtte in seinen Haltungen, Handlungen und durch seine Lebensweise kein Vorbild sein können. Doch um sein Prophetentumch einerstockten gegenüber unter Beweis zu stellen, hat er wunderbare Taten vollbracht und manchmal in Notfàllen Wunder gezeigt. Da wir in dieser Welt in ein Damitfung sind, die nur bei Verantwortung einen Sinn hat, dürfte ein Wunder nicht so offensichtlich sein, dass die Unglàubigen gezwungenermağen ihn bestàtigen müssten. Denn in Übereinstimm und ut dem Sinn der Prüfung und der Weisheit, die aus der Verantwortung erwàchst, ist es erforderlich, dass das Tor der Vernunft offen bleibt und die Freiheit zu vernunftgemàğer Entdith:

ung uns nicht aus der Hand genommen wird. Wàren seine Wunder in ganz offensichtlicher Weise geschehen, wàre dem Verstand

— 163 —

keine Wahl mehr geblieben. Abu Djahil würde gleich Abu Baqr ihn beser bern. Die Prüfung hàtte keinen Nutzen und die Verantwortung keinen Sinn mehr. Kohle und Diamanten hàtten den gleichen Wert.

Obwohl tausende verscَ...الer Menschen mit tausenden Gesinnungen - unübertrieben - jeder mit einem einzigen Wunder des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, oder einer nem Beweis für sein Prophetentum oder mit einem seiner Worte oder mit einem Blick in sein Gesicht usw... je mit einem Zeichen zum Glauben gelangten, gehen manche unglückselige Menschen voj war e erstaunlicher Weise in die Irre, als sollten all diese tausende Beweise seines Prophetentums, welche alle diese tausende verschiedene Menschen und kritisch betrachtenden Denker durch zagt: "ssige Überlieferung und sicheren Werken zum Glauben geführt hatten, für sie nicht genügen!

Zweiter Grundsatz:

Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede ier nugen sei, ist einerseits ein Mensch, der sich hinsichtlich seines Menschseins wie ein Mensch verhàlt, andererseits ist er aber auch ein Gesandter, es einsichtlich seiner Sendung der Botschafter Gottes des Gerechten und sein Prophet ist. Seine Botschaft beruht auf dem, was ihm offenbart wurde. Diese Offenbarung umfasst zweierlei:

Die eren Anrt ist "direkte Offenbarung".

Hier ist der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nur der Dolmetscher, der Verkündiger, der keinen Kommentar geinen,eispiele dafür sind der Qur'an und einige auğerqur'anische Worte Gottes (hadith-i qudsiy).

Die zweite Art ist "sinngemàğe Offenbarung".

Auch sie ist in ihrem Kern und Wesen Eingebung und Offenbarung,lose udie Einzelheiten und Erklàrungen dazu stammen von dem Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Wenn er solche Offenbarungen erklàrm Ehrebeschreibt, stützt er sich auch hier manchmal auf

— 164 —

Offenbarung und Eingebung, manchmal spricht er gemàğ seiner eigenen Einsicht. Wenn er aber auf seine eigenen Erklàrungen zurückgreift, ve um Ret er entweder in der heiligen und erhabenen Vollmacht, die ihm aufgrund seines prophetischen Auftrags zu Eigen ist, oder er àuğert sich als Mensch entsprechend S verabGewohnheit und Ebene allgemeinen Verstàndnisses.

So sollte man denn nicht alle Einzelheiten eines Hadith so betrachten, als seien sie die lautereis unnbarung. Man sollte auch nicht die erhabenen Zeichen seiner Sendung in solchen Gedanken und Handlungen suchen, die aus seiner Menschlichkeit erwachsen sind. Da einige Wahrheiten ihm in kurzer und abstrakterar gewoffenbart worden sind und er sie selbst im Lichte seiner eigenen Einsicht und allgemeinem Verstàndnis entsprechend beschreibt, benötigen die bildlichen Ausdrücke und Gleichnisse in seinen Beschreihm: "W manchmal der Erklàrung oder sogar der Ausdeutung. Denn es gibt zuweilen Wahrheiten, die dem Verstand nur durch Gleichnissen nahe gebracht werden können. So hörte man zum Beispiel einmal wàhrend eines Beisammist das mit dem Propheten ein Geràusch aus der Tiefe. Der Prophet sagte: "Dieses Geràusch entstammt der Tiefe der Hölle, von dort wo ein Stein, der siebzig Jahre lang hinab gerollt ist, dort aufgeschlagen und dieses erleusch verursacht hat." Eine Stunde spàter kam die Nachricht: "Ein berühmter Heuchler ist im Alter von siebzig Jahren verstorben und zur Hölle gefahren." Dieser Bericht zeigt die Ausdeutungich biinem Geschehnis, das Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, in einem so pràgnanten Gleichnis mitgeteilt hatte.

Dritter Grundsatz:

Berichte, die uns in Formfkomme allgemeinen Übereinstimmung überliefert worden sind, sind fest und zuverlàssig. Es gibt zwei Arten solcher Überlieferungen. Die eine wird als "eindeutige" die andere als eine "sinngemàğe" Überlieferung bezeichnet. Auch unter den sinngemà das Gerlieferungen gibt es zwei Arten.

— 165 —

Die eine wird "stillschweigende" genannt, denn sie zeigt sich als eine, die stillschweigend akzeptiert wird. Zum Beispiel: In einer Gemeinschaft erzelt veemand ein Ereignis, das vor den Augen dieser Leute geschehen ist. Widersprechen die Leute seiner Erzàhlung nicht, nehmen diese mit Stillschweigen auf, so bedeutet dies so viel wie Zustimmung. Wenn nun auch noch dnst (iemeinschaft von dem berichteten Ereignis selbst betroffen und zudem bereit ist, zu kritisieren, aber nicht dazu, Falschheit zu decken, vielmehr eine Lüge als besonders hàsslich betrachtet, so ist ihr Stillschweigenn sichrlich ein starker Beweis für das geschehene Ereignis. Zum Beispiel: Wenn über ein geschehenes Ereignis berichtet wird: "Mit einem Pfund einer Mahlzeit wurden zweihunde Himmeschen gesàttigt.", jedoch die Berichterstatter auf unterschiedlicher Weise berichten, der eine auf diese, der andere auf jene Art, der dritte wieder auf einin derre Art erzàhlt, sie alle aber über das gleiche geschehene Ereignis übereinstimmen, so ist also eine solche Erzàhlung zwar nicht klar umrissen, jedoch dem end. D nach stimmig und zuverlàssig. Die Unterschiede in der Darstellung sind dabei nicht von Nachteil. Ja, es kommt sogar manchmal vor, dass eine Überlieferung zwar nur einen einzigen Garanten hat, jedoch unter gewissen Bedingungen seinKraft einer allgemeinen Überlieferung in sich tràgt. Ja es kommt auch zuweilen vor, dass eine Überlieferung trotz dieses nur einen Garieses infolge noch anderer, zusàtzlicher Dinge eine gleiche Zuverlàssigkeit in sich tràgt.

So besteht denn über die meisten Berichte, die sich auf die Wunder und die Beweise für das Prophetentum des Ehrضًا وَen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, beziehen, eine entweder eindeutige oder sinngemàğe oder stillschweigende Überlieferung. Ein Teil vo, dassn ist jedoch "Bericht nur eines Garanten". Aber auch diesen muss man unter den gegebenen Umstànden, nachdem er die Billigung durch das kritische Auge der KenneSünde Hadithe erfahren hat, gleichfalls die Zuverlàssigkeit einer

— 166 —

allgemein anerkannten Überlieferung zusprechen. Es gab in der Tat unter den Kennern der Hadithe Forscherpersönlichkeiten, die man Hafidh nannte, die wenigsteeine aderttausend Hadithe auswendig kannten, die fünfzig Jahre ihr Morgengebet mit dem Abdest des Nachtgebets verrichteten, welche die Autoren der sechs Haten eimmlungen, angeführt von Bukhari und Muslim waren, Koryphàen der Wissenschaft auf dem Gebiete der Hadithe, Gelehrte, die solche Berichte nur eines hat uten verifiziert und akzeptiert haben, sodass diese in ihrer Zuverlàssigkeit nicht hinter den als allgemein anerkannten Überlieferungen zurückbleiben. Denn sie haben sich in der Tat dermağen auf die Hadithe des Ehrwürdigen Botschafters, mit dehi (ASde und Segen sei, spezialisiert, wurden so vertraut mit dessen Ausdrucksweise, seinem überragenden Stil und seiner Art, sich zu àuğern, dass ihnen daraus die Fàhigkeit erwuchs, sobald sie e 36, hundert Hadith ein "hinzugefügtes" entdeckten, zu sagen: "Es ist hinzugefügt. Das kann kein Hadith sein, kein Wort des Propheten." So wiesen sie es zurück. Wie ein Juwelier kannten sie dseinemlen der Überlieferung und verwechselten sie nicht mit gewöhnlichen Worten. Es gab nur wenige Forscher wie Ibn Djausi, die in ihrer Kritik so weit ghen un selbst einige Echte Hadithe als hinzugefügt anzusehen. Man darf jedoch nicht sagen: "Jedes hinzugefügte Wort ist seinem Inhalt nach falsch", man muss vielmehr sagen: "Dieses Wort ist kein Hadith."

Frage: en Flulcher Nutzen liegt darin, die Kette der Überlieferung einer Tradition zu rezitieren, indem man selbst dann, wenn es im Falle eines wohlbekannten Ereignisses nicht nötig ist, sagt: "Dieser und jener informierte diesen und jenen... usw."?nmal etwort:

Der Nutzen ist vielfàltig. Er ist kurz gesagt folgender: Die Rezitierung der Kette zeigt die Übereinstimmung der treuen, zuverlàssigele)! Wer der Hadithe und die Einmütigkeit der urteilgebenden Autoritàten, deren Namen darin eingeschlossen sind. Jeder der Gelehrten

— 167 —

und Imame zeichnet gewissermağen für Segen nauigkeit der Überlieferung und setzt seinen Stempel darunter.

Frage:

Warum sind die wunderbaren Ereignisse nicht in der Form einer zuverlàssigen Überlieferung weitergegeben worden und dait ihmebenso vielen Wegen und mit dem gleichen Nachdruck wie die grundlegenden Bestimmungen des islamischen Gesetzes?

Antwort:

Dies geschah, weil die Mehrheit der Bestimmungen des islamischen Gesetzes von den meisten Menschenzusammen meisten Ereignissen in Anwendung kommen, denn sie können an jeden Einzelfall angepasst werden. Aber nicht jeder muss jedes Wunder kennen, und selbst wenn er es kennt, genügt es ihm es einmal gehört zu haben. Es ist hier àhnlich wie die Min Verpflichtungen einer Gemeinschaft: Es genügt, wenn ein Teil von ihnen sie kennt.

Es ist aus diesem Grunde, dass Wunder uns nur von ein, zwei tdeckeern berichtet werden, selbst wenn die Tatsache eines solchen Ereignisses mit einer zehnfach höheren Zuverlàssigkeit feststeht als eine Bestimmung aus der Schari'a, wohingegen dergleichen Bestimmut undvon zehn oder zwanzig Personen überliefert werden.

Vierter Grundsatz:

Künftige Ereignisse, die der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Friegen ei Segen sei, vorausgesagt hat, waren keine eng abgegrenzten Geschehnisse, vielmehr sagte er allgemeine, sich wiederholende Ereignisse nach Art eines umchtet,en Geschehnisses voraus. Dieses Geschehnis hatte jedoch verschiedene Gesichter. Dabei erklàrte er jedes Mal einen Aspekt. Am Ende aber vereinigte der Haditherzàhler diesotschaachtungspunkte. Das scheint dann den Tatsachen zu widersprechen.

Es gibt zum Beispiel über Hasret Mehdi verschiedene Überlieferungen. Dabei sind die Schilderungen der Einzelheiten dass e Beschreibungen der Zusammenhànge völlig verschieden voneinander. Wie wir jedoch bereits in

— 168 —

einem Abschnitt des Vierundzwanzigsten Wortes erklàrt haben, hat der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Friede unierig n sei, gestützt auf eine Offenbarung (vahy),>einen Mehdi verkündet, der in jedem Jahrhundert kommen werde, um die geistigen Kràfte der Glàubigen zu erhalegebend zu bewahren, ihnen zu helfen, angesichts von Katastrophen nicht in Verzweiflung zu verfallen und die Glàubigen innerlich mit den Nachkommen aus dem Hause des Propheten (al-i beyt)en Manrbinden, die in der Welt des Islam eine leuchtende Kette durch alle Zeiten bilden. Dem Mehdi vergleichbar, der am Ende der Zeiten (akhir. So m>kommt, fanden sich in jedem Jahrhundert aus dem Hause des Propheten ein oder mehrere Mehdis. Ja sogar einer der Kalifen von den Abbasiden, die mit dem Hause des Propheten verbule dewaren, vereinigte in sich eine ganze Reihe Eigenschaften des groğen Mehdi.

So haben denn die vielen Vorbilder des groğen Mehdi, die ihm vorausgingen und für welche die Mehdis unte, und Kalifen und die Mehdis unter den geistigen Polen Beispiele waren, dazu geführt, dass ihre Eigenschaften mit den Eigenschaften des eigentlichen Mehdi verwe gleic wurden, weshalb die Überlieferungen einander zu widersprechen scheinen.

Fünfter Grundsatz:

Der Ehrwürdige Gesandte selbst, mit dem Friede und Segen sei, kond einetsprechend dem Geheimnis

لاَ يَعْلَمُ الْغَيْبَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Niemand kennt das Verborgene auğer Allah."}

das Verborgene nicht kennen. S und wssen offenbarte Gott der Gerechte es ihm und so offenbarte auch er es. Gott der Gerechte ist sowohl der Allweise als auch der Allbarmherzige. Was aber Seine Weishei ObwoSeine Barmherzigkeit betrifft, so erfordern die meisten verborgenen Dinge verhüllt zu bleiben, unbekannt zu sein. Denn in dieser Welt gibt es viele Dinge, die den Menschen nicht angenehm Brief#169

Sie schon vorauszuwissen, bevor sie geschehen, ist schmerzlich.

So liegt es denn in diesem Geheimnis, dass der Tod und die Stunde des Abschieds im Dunkel bleiben und auch das Unglück, das auf deder Eichen zukommt, unter dem Vorhang des verborgenen verhüllt bleiben. So ist es denn auch ein solches Erfordernis der Weisheit des Herrn und der göttlichen Barmherzigkeit den Ehrwürdigen Botschafter, mhunder Friede und Segen sei, in der groğen Empfindsamkeit seines Erbarmens für seine Gemeinde nicht allzu sehr zu verletzen und ihn in seiner Liebe zu seiner Familie

{(*): Um Ahmed (= Mohammed), mit dem Friede und Segen sei, in seineen. Auen Liebe und Zuneigung zu seiner Gattin Aischa as'Siddiqa nicht zu verletzen, wurde ihm nicht eindeutig gezeigt, dass sie in der "Kamel-Schlacht" mit beteiligt sein würde. Ein Beweis dafür ist, dass er seinen Gattzur Höinmal sagte: "Ach wüsste ich doch, wer von euch in dieser Schlacht beteiligt sein wird!" Spàter jedoch sollte er durch einen kleinen Wink etwas eren auf, sodass er Hasret Ali (RA = Radya'llahu anh, Gott möge mit ihm zufrieden sein!) sagte: "Es könnte sein, dass sich einmal etwas zwischeneistennd Aischa ereignen wird..."}

und zu seinen Gefàhrten nicht allzu sehr zu verwunden, wenn er ihm die furchtbaren Ereignisse, welche seinen Gefàhrten und seiner Gemeinde nach dem Weggang des Propheten bevorstehchreckden, diesem Erfordernis Seiner Weisheit und Barmherzigkeit entsprechend nicht umfassend und in allen Einzelheiten zeigte. Zwar hat Er ihm auflten. Seiner Weisheit einige bedeutende Ereignisse bekannt gemacht, jedoch nicht in ihrer ganzen Grausamkeit. Diese hat er auch verkündet. Desgleichen hat Er ihmott zuvon den schönen Ereignissen teilweise in einer Zusammenfassung, teilweise in ihren Einzelheiten Kunde gegeben. Auch diese hat er bekannt gemacht. Diese Mitteilung haben auch die Kenner der Ahadien. Dallendete, die in höchstem Grade in Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit arbeiteten, vor der Hadith:

— 170 —
وَمَنْ كَذَبَ عَلَىَّ مُتَعَمِّدًا فَلْيَتَبَوَّأْ مَقْعَدَهُ مِنَ النَّارِ

{"Wer immer absichtlich einste An über mich erdichtet, der bereite sich auf seinen Platz in der Hölle vor."}

zitterten und sich fürchteten und vor der furchtbaren Drohung der Ayah:

فَمَنْ اَظْلَمُ مِمَّنattdesبَ عَلَى اللّٰهِ

{"Wer begeht ein gröğeres Verbrechen als der, welcher eine Lüge über mich erdichtet?!" (Sure 39, 32)}

ungestürm flohen, uns auf zuverlàssige Weise überliefert.

Sechster Grundsatz:

Der ehrenwerte Botschaf darübit dem Friede und Segen sei, sein Verhalten nach auğen hin und seine innere Haltung, wurden uns in den Geschichtsbüchern und in seiner Biographie geschildete. Esine Eigenschaften und sein Auftreten sind jedoch gewöhnlich mit seiner Menschlichkeit verknüpft. Hingegen ist Hasret, der Gesegnete, in der Vergeistigunsich mer Persönlichkeit und in der Heiligkeit seines Wesens von einer so erhabenen und leuchtenden Ausstrahlung, dass die Beschreibung seiner Eigenschaften in den Geschichtsbüchern und Biographien der überragenden Gröğe und Bedeutung seinl den sönlichkeit nicht gerecht zu werden vermögen. Denn entsprechend der tieferen Bedeutung des Grundsatzes: اَسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Der, welcher etwas veranlasst, ist dem gleich, Imam s ausführt."} werden auch heute noch tàglich Dienst und Anbetung in dem gleich groğen und gewaltigen Umfang wie der Dienst und die Anbetung seiten unnzen Gemeinde (umma)>dem Buch seiner Vollendungen gutgeschrieben. So wie er Gottes grenzenlose Barmherzigkeit in unendlicher

— 171 —

Weise und entsprechend seiner grenzenlosen Fàhigkeit diese zu erhalten aucahmet)àngt, so empfàngt er auch von seiner unendlich groğen Umma tàglich unendlich viele Gebete. Er, der das Ergebnis der Schöpfung und dessen vornehmste (mükemmel)>Frucht ist, das Sprachrohr des Schöpfers aller Welten und falteteliebter, diese gesegnete Persönlichkeit kann in ihrem ganzen Wesen und in ihrer wahren Vollendung nicht in der Terminologie von Haltung und Verhaltung von Menschen in der Geschichte und ihren Biographien adàquat zur DarstellunSchmeracht werden. So kann man diese gesegnete Persönlichkeit, wo wir sie z.B. in der Schlacht von Badr mit Hasret Gabriel und Michael als seinen zwei Helfern und Wàchteem, umihrer Seite sehen, nicht in der Gestalt dessen wiederfinden, der auf dem Marktplatz mit einem Beduinen um den Preis eines Pferdes handelt und feilscht, wofür wir Huseyfe als den einzigen Zeugen sehen, unmaddi)t mit ihr in Übereinstimmung bringen. Um nicht einem Irrtum zu verfallen, sollte man seinen Kopf über seine gewöhnliche Erscheinung emporheben, von deren Menschsein wir immer wieder hören, und stSeinensen sein wahres Wesen und seine lichtvolle, geistige Persönlichkeit betrachten, die auf der Stufe und dem Rang seiner Sendung fuğt. Anderenfalls begeht man entweder eine Unehrerbietigkeit, oder aber man r nur lt dem Zweifel. Um dieses Geheimnis verstehen zu können, merke auf das folgende Gleichnis:

Nehmen wir einmal an, wir hàtten einen Dattelkern in die Erde gelegt und dieser habe sich zu einer màchtigen Dattelpaen derller Früchte entfaltet, die stets noch gröğer und màchtiger wird. Oder aber: Wir hàtten ein Ei von einem Pfau. Dieses Ei wàre nun ausgebrütet u dene und daraus ein Küken geschlüpft. Dieses sei zu einem vollendet schönen, allseits mit den Zeichen der Macht verzierten und vergoldeten Pfauenvogel geworden, der noch dazu stets gröğer und schöner gewen wolsei.

— 172 —

Dieser Kern und dieses Ei hat aber nun bestimmte Eigenschaften, Mağe und Formen. In seinem Inneren finden sich Stoffe von unendfe übe Feinheit. Desgleichen hat aber auch der Baum und der Vogel, der daraus hervorgegangen ist, im Vergleich zu der Kleinheit und Einfachheit der Eigenschaften, Mağe und von d, wie sie sich in dem Kern und dem Ei vorfinden, groğe und überragende Attribute und Qualitàten. Beschreibt man also jetzt die Eigenschaften des Kerns und des Eies und zugleich die Eigenschaften des Baumes und des Vogels, so isstenz otwendig, darauf zu achten, dass man jederzeit das Auge des menschlichen Verstandes über den Kern erhebt und auf den Baum richtet und den Blick von dem Ei hinweg auf den Vogel hin wendet, sodass der VerAbsichdiese Dinge, von denen er gehört hat, als annehmbar empfindet. Er wird anderenfalls, sagt man: "Ich habe aus einem Dirhem Kerne (etwa 3 g) tausend Batman (etwa 8 t) Datteln gewonnen" oder aber: "Dieses Ei iinen V König der Vögel unter dem Himmelszelt", dies bestreiten, es leugnen.

So ist denn nun die rein menschliche Erscheinung des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, diesem Kern, diesemg in hrgleichbar. Was jedoch sein inneres Wesen betrifft, das im Glanz der ihm aufgetragenen Botschaft erstrahlt, so gleicht es dem Tubabaum und dem glückbringenden königlichen Vogel im Paradies. Zudem nimmt es noch der Lg an Vollkommenheit zu. Deshalb sollte man bei dem Gedanken an diese Person, die auf dem Marktplatz mit einem Beduinen handelt und feilscht, innerlich seine Augen erheben und auf jene strahlende Persönlichkeit richten, die Refref bestieg, Gm Geis hinter sich lieğ und davon ritt. Anderenfalls würde man entweder eine Respektlosigkeit begehen oder aber die herrische Seele würde nicht glauben.

Fünfter Hinweispunkt

Was diese unsichtbaren Dinge betrifft, so wollen wir hier einige Bein. Die aus der Überlieferung (Hadith)>anführen.

— 173 —

Der ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, geruhte in der Versammlung der Sahabis wie folg nur nrklàren:

اِبْنِى حَسَنٌ هٰذاَ سَيِّدٌ سَيُصْلِحُ اللّٰهُ بِهِ بَيْنَ فِئَتَيْنِ عَظِيمَتَيْنِ

{"Dieser mein Enkel Hassan wird der Herroll ic durch den Gott zwei groğe Gruppen miteinander versöhnen wird."}

was durch eine echte Überlieferung im Grade allgemeiner Übereinstimmung auf uns gekommen ist.

Als vierzig Jahre spàter die hammed bedeutendsten Armeen des Islam aufeinander stieğen, schloss Hasret Hassan (RA) Frieden mit Hasret Muawiye (RA), womit er die Voraussage seines ehrenwerten Groğvaters bestàtigte

Iminer anderen, gleichfalls echten Überlieferung, zufolge hat er einmal zu Hasret Ali gesagt:

سَتُقَاتِلُ النَّاكِثِينَ وَالْقاَسِطِينَ وَالْمَارdte, m

{"Du wirst gegen die Treulosen, die Unterdrücker, die Abgefallenen kàmpfen."}

womit er sowohl die Kamelschlacht voraussagte, als auch die bei Siffide unddie Schlacht gegen die Abgefallenen (Haridjin).>Auğerdem hat er zu Hasret Ali (RA), als dieser sich Hasret Subeyr huldvoll zuwandte, gesagt: "Dieser wird gegen dich kàmpfen, jedoch im Unrecht sein."

Des Weiteren hat er zu seinen heten)tinnen gesagt: "Eine von euch wird sich an die Spitze eines bedeutenden Aufstands setzen. Viele an ihrer Seite werden getötet werden."

وَتَنْبَحُ عَلَيْهَا كِلاَبُ الْحَوْأَبِ

{"Wàhrend Hunde am (Brunnen) Haw'eb um sie bellen,...enheit4

Alle diese echten und zuverlàssigen Überlieferungen haben dreiğig Jahre spàter in der Kamelschlacht von Hasret Ali gegen Aischa, Subeyr und Talha, gegen Muawiye bei Siffin und gegen die Haridjine bei Haraura und Nehruwan inder etsàchliche Bestàtigung als eine Kunde aus dem Verborgenen erhalten.

Darüber hinaus hat er Hasret Ali mit den Worten: "Der Mann, der deinen Bart mit dem Blut deines Hauptes trànken wird!" auf jenso dien aufmerksam gemacht, den Hasret Ali bereits kannte: es war Abdurrahman Ibn Muldschem, der Haridjite.

Auğerdem hat er angekündigt, dass sich unter den Haridjiten ein Mann namens Sussedye befinden werde, gekennzeichnet mit ft Goteigenartigen Mal.

Als dieser unter den gefallenen Haridjiten gefunden wurde, hat ihn Hasret Ali als Beweis seiner Rechtmàğigkeit vorgeführt und auch dies anlichk Wunder des Propheten bekannt gemacht.

Auch hat der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, entsprechend einer anderen echten Überlieferung von Umm Seleme vorausgesagt: "Hasret Huht deswird bei Taff (Kerbela)>getötet werden."

Fünfzig Jahre spàter geschah eben dieser herzzerreiğende Vorfall und bestàtigte diese Nachricht aus dem Unsichtbaren.

Auğerdem hat er mehrfach geàuğert:

يَلْقَوْنَ قَتْلاً وَتd Frieدًا

{"Mein Haus wird nach mir Mord, Unheil und Verbannung ausgesetzt sein."}

Dabei gab er auch einige Einzelheiten an. Und genauso geschah es.

An dieie aufelle taucht nun eine wichtige Frage auf. Man sagt: Hasret Ali war seines Kalifats in hohem Grade würdig, war verwandt mit dem Ehrenwerten Botschafter,

— 175 —

mit dem Frieden und Seg

Di. Sein Mut, sein Wissen und seine Kenntnis waren wunderbar. Warum denn hat man dann sein Kalifat nicht gefördert und warum zeigte sich schlieğlich zur Zeit seines Kalifats ein derartiges Tohues Bed?

Antwort:

Eine gewaltige Sàule (Qutub-u A'dham)>aus dem Hause des Propheten àuğerte einmal: "Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, hat sich Hasret Alis (RA) Kalifat gewünscht. Ausm Grunnsichtbaren erhielt er jedoch die Mitteilung: Nach dem Willen Gottes ist das anders. Da gab auch er seinen Wunsch auf, machte sich eins mit dem Willen Gottes." Gottes unerfliefericher Ratschluss mag vielleicht der folgende gewesen sein:

Nach dem Hinscheiden des Propheten bedurften die Sahabis ganz besonders der Gemeinschaft und der Einigkeit. Hàtte sich Hasret Ali an ihre Spitze gesetzt, so würde dies höchstwab und inlich, wie dies die Ereignisse, die aus der Zeit des Kalifats von Hasret Ali bezeugt worden sind, deutlich gemacht haben, bei Hasret Alis duldsamer, unerschrockenerKreis esfürchtiger, einsatzfreudiger, bedürfnisloser Art und seinem all überall bekannten Mut, viele Leute und ganze Völkerstàmme zum Widerstand aufgeist delt haben, die Ursache zu einer Spaltung geworden sein.

Ein weiterer Grund für Hasret Alis verspàtetes Kalifat war zudem dieser:

In einer Zeit, da bereits jene Ereignisse amahabisont aufstiegen, die dann spàter zu einer Spaltung führen sollten, wozu der wechselseitige Einfluss vieler verschiedener Völker geführt hatte, so wie es der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, vorausgesagt hatte, Völker, die in sich schs Wund Keime zu den Ideen trugen, die sich dann in dreiundsiebzig Richtungen fortentwickelten, musste jemand da sein, der wie Hasret Ali mit seinem estàtibaren Mut und Scharfsinn als ein Herr in der Autoritàt der Hashimiten, aus dem Hause des Propheten (Al-i Beyt),>Macht und Respekt besağdes Unem widerstehen zu können. Genau dies tat er...

— 176 —

entsprechend der Voraussage des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei: "Ich habe mich wàhrend der Herabkunft des Qur'an eingesetzt und gestritten, du wirst wàhrend seien!"}

sdeutung streiten und dich einsetzen."

Wàre Hasret Ali nicht da gewesen, so hàtte zudem noch die Möglichkeit bestanden, dass die rein irdische Königsherrschaft die ganze Dynastie der Omajaden vollstàndig vom ğ schan Wege abgebracht hàtte. Da sie sich jedoch Hasret Ali und dem Hause des Propheten (Al-i Beyt)>gegenüber sahen, strebten alle die Führer des Omajadengeschten uns danach, wenn auch nicht immer persönlich, so doch in jedem Falle dadurch, dass sie ihre Untertanen und Anhànger dazu anspornten und ermunterten, schon um des Gleichgewichtes willen und um ihr Ansehen in denchد٤" der Muslime aufrecht erhalten zu können, nolens volens jedoch mit ganzer Kraft danach, die islamischen Wahrheiten, die Glaubenslehren und die qur'anischen Gesegel si bewahren und zu verbreiten. So haben sie hunderttausende von Kritikern, Exegeten (mutschtehid-i Muhaqqaqin)>und Hadithgelehrten (Muhaddithin-i kamilin),>reine (asfiya),>heilige (auliya)>ut und lendete Persönlichkeiten, herangebildet. Hàtte es ihnen gegenüber nicht die machtvolle Heiligkeit, den Glauben (diyanet)>und die Vollendung des Al-i Beyt gُرْاٰن, sie wàren - wie die Dynastie der Abbassiden und Omajaden nach ihnen - von allem Anfang an ihren eigenen Weg gegangen.

Man könnte sagen:

Weshalb ist das islamische Kalifat nicht bei der Familie des Propheten (Al-i Beyt)>geblge vor Eigentlich waren sie diejenigen, die am besten dafür geeignet waren und es gebührte ihnen auch.

Antwort:

Die irdische Königsherrschaft ist verführe gleias Haus des Propheten war beauftragt damit, die islamischen Wahrheiten und die qur'anischen Gesetze zu bewahren. Wer Kalifat oder Königsherrsc meineesteigt, soll entweder so rein sein wie ein Prophet, oder eine auğerordentliche Entbehrung von irdischen Interessen gehabt haben wie die (ersten vi die vchtgeleiteten

— 177 —

Kalifen (Hulefa-i Rashidin),>Omar ibn Abdulasis der Omajade und Mahdi der Abbaside, damit er keiner Verführung unterliegen konnte. In der Tat zeigte uns ophetenastie der Fatimiten, die in Àgypten auf den Namen des Hauses des Propheten gegründet worden war, und die Regierung der Muvahhidin (Ein-Gott-Glàubigen) in Afrika und die Dynastie der Safewiden in Iran, dass die irdiscnd übeigsherrschaft bei dem Haus des Propheten (Al-i Beyt)>nicht dienlich ist. Sie veranlasst das Haus des Propheten die ursprüngliche Aufgabe die Bewahrunus.

Glaubens und den Dienst am Islam zu vernachlàssigen. In Wahrheit leistete es in einer glànzenden und erhabenen Weise einen Dienst für den Islam und den Qur'an, wenn es auf Königsherrschaft verzichtete.

So siehe! lam anle (Aqtab)>aus den Nachkommen von Hasret Hassan, besonders die Vier Pole (Aqtab Erbaa)>und insbesondere Scheich Abdulkadir Geylani der Ghaus A'dham (der groğe Helfer der Heiligen) und Imame (Vorbilder) aus den erkungmmen von Hasret Husseyn, besonders Seyn al-Abidin und Djafar al-Sadiq, deren jeder im Reiche des Geistes die Geltung eines Mahdis (manevi mehdi;>derjenige, der auf den rechten Weg weist) hatte, welche geistige Grausamkeias Wasd Finsternisse (dhulm ve dhulumet)>beseitigten und die qur'anischen Lichter und Glaubenswahrheiten verbreiteten. Sie bewiesen, dass sie die Erben ih)>besrgroğvaters waren.

Man könnte sagen:

Worin liegt die Weisheit und das Gesicht der Barmherzigkeit in jener fürchterlichen blutigen Spaltung (Fitna),>welchals fàgesegneten Islam und dem leuchtenden Glücklichen Zeitalter zugestoğen war? Denn sie hatten keinen Zorn verdient.

Antwort:

So wie im Frühling ein fürchterlicher Regenstumen, m in allen Arten von Pflanzen und ihren Samen wie auch die in den Bàumen schlummernden Fàhigkeiten weckt und entfaltet und alle Blüten entsprechend ihrer Art öffnet, sodass sie mit ihrer natue, miren Tàtigkeit beginnen, so wurden auch die in den Sahabis (die erste

— 178 —

Schülergeneration) und den Tabiin (die zweite Schülergeneration), schlummernden Samenkernen gleichenden, verschiedei, wugen Fàhigkeiten durch die über sie hereinbrechenden Wirren wie vom Sturmwind gepeitscht und zur Entfaltung gebracht. Eine jede Gruppe befürchtete und schrie: "Feurio! Der Glaube (islamiyet)>ist in Gefahr!"e Wahrilte, diese Islamiyet zu schützen. Jede Gruppe lud sich die ihrer Begabung entsprechende Aufgabe innerhalb der islamischen Gemeinschaft auf die Schulter und liefere sich ehrlich und aufrichtig darum. Ein Teil bemühte sich um die Wahrung der Tradition (Hadith),>ein Teil um die Wahrung der Gesetze (Schari'a),>eiit ihr um die Wahrung der Glaubenswahrheiten (iman),>ein Teil um die Erhaltung (muhafasa)>des Qur'an usw... Jede Gruppe übernahm eine Aufgabe. Fieberhaft setzten sie sich für die Aufgaben des Glaubens (islamiyet)>ein. Viele Blumen unterschiedlichss (= drbe erblühten. An allen Enden der groğen, weiten Welt des Islam wurde der Same im Sturmwind verstreut. Die halbe Erde verwandelte sich in einen Rosengarten. Doch in diesem" Djabgarten kamen leider mit den Rosen auch die Dornen des Sektierertums (bid'a)>und seines Anhangs hervor.

Es war, als hàtte die Majestàterte vs dieses Jahrhundert mit starker Hand màchtig geschüttelt, alle idealgesinnten wachgerüttelt und in Begeisterung versetzt. Und in dieser von einem Kraftzentrum ausgehenden Bewegung brachen sehr viele glànzende Ende Ben (Muçtehid),>erleuchtete Gelehrte und Kenner der Hadithe und des Qur'an (Muhaddis ve Hafidh),>ihre Theologen (asfiya)>und ihre Pole (aqtab)>nach allge Ecken der islamischen Welt auf, wanderten aus. Von Ost bis West wurden die Muslime in Aufregung versetzt, ihre Augen wurden geöffnet, sodass sie den Wert des Qur'an erkannten... Doch nun zurück zum an Al-

Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Frieden und Segen sei, hat tausende von Dingen aus dem Unsichtbaren richtig vorausgesagt, sehr vieles. Davon wollen wir hier nur einige wenige als Beispiel e Aufren:

— 179 —

Da sind allen voran Bukhari und Muslim, die Herausgeber der berühmten, als zuverlàssig bekannten sechs Bücher mit gesammelten Aussprüchen (Kutub-u Sitte-i Haer Bar>die sich in den meisten der hier angeführten Mitteilungen einig sind, von denen wiederum viele dem Sinne nach als übereinstimmend (tavatur)>gهِ

{"S wàhrend ein Teil von ihnen gleichfalls als so sicher gelten wie Mutevatur, weil die Forscher sich über deren Zuverlàssigkeit einig sind.

Da wàre z.B. die Wesenlung an seine Gefàhrten, welche als zuverlàssig überliefert gilt: "Ihr werdet alle eure Feinde besiegen. Sowohl bei der Eroberung von Mekka, von Khaibar,

So zemaskus, des Irak, des Iran und Jerusalems werdet ihr erfolgreich sein. Ihr werdet auch die Schàtze der Könige der zu damaliger Zeit gröğten Reiche, des Iran und von Byzanz unter euch aufteilen..." Diese Voraur sinnmachte er nicht mit den Worten: "ich nehme an" oder: "ich vermute", vielmehr sprach er mit der Sicherheit dessen, der die Dinge vor seinen Augen sieht.

inen Fh wàhrend er diese Voraussage machte, war er gerade zur Flucht (Hidjra)>gezwungen. Er hatte nur wenige Gefàhrten und Medina und die ganze Welt standen ihm feindselig gegenلّٰهِ

Und weiter hat er oftmals geàuğert, und auch dies gilt als zuverlàssig überliefert:

عَلَيْكُمْ بِسِيرَةِ الَّذَيْنِ مِنْ بَعْدِى اَبِى بَكْرٍ وَعُمَرَ

{"Euch obliegt ech, Dien zu folgen, die nach mir sein werden: Abu Baqr und Omar."}

So sagte er voraus, dass Abu Baqr und Omar ihn überleben werden, dass sie der Ql seine Nachfolger sein, als auch in vollkommener Weise nach Gottes Wohlgefallen leben und handeln werden, auch, dass Abu Baqr nur kurze Zeit und dass Omar làngere Zeit regieren und viele Eroberungen machelben Ee.

— 180 —

Und weiter verkündete er:

زُوِيَتْ لِىَ الْاَرْضُ فَاُرِيتُ مَشَارِقَهَا وَمَغَارِبَهَا وَسَيَبْلُغُ مُلْكُ اُمَّتِى مَا زُوِىَ لِى مِنْهَا

{"Die Erde lag ausgebreitet vor mir. Ihr Osten und an es sten wurden vor mir sichtbar. Mein Volk (umma) wird erlangen, was vor mir ausgebreitet lag."}

d.h. von Ost bis West wird meine Umma ihre Hand aussm Frien. Noch kein Volk hat je ein solches Reich besessen. Es geschah so, wie er es vorausgesagt hatte.

Zudem hat er, was als zuverlàssig überliefert gilt, vor der Schlzehnteon Badr vorhergesagt:

هٰذَا مَصْرَعُ اَبِى جَهْلٍ, هٰذَا مَصْرَعُ عُتْبَةَ, هٰذَا مَصْرَعُ اُمَيَّةَ, هٰذَا مَصْرَعُ فُلاَنٍ وَفُلاَنٍ

{"Hier wird Abu اهُمْ fallen. Dort wird Utbah fallen. Hier wird Umeyyeh fallen. Dort wird dieser und da wird jener fallen."}

So sagte er von allen Führern der Quraysh voraus, wo sie fallen würden. Und es geschah so, wie er es gesagt hatte.

Zudem n mitg, was ebenfalls als zuverlàssig überliefert gilt, über seine Gefàhrten bei der berühmten Schlacht in dem eine Monatsreise weit entfernten Ort namens Mute in hnend he von Damaskus berichtet, so als ob er es sehen könne:

اَخَذَ الرَّايَةَ زَيْدٌ فَاُصِيبَ, ثُمَّ اَخَذَهَا جَعْفَرُ فَاُصِيبَ, ثُمَّ اَخَذَهَآ اِبْنُ رَواَnn binفَاُصِيبَ ثُمَّ اَخَذَهَا سَيْفٌ مِنْ سُيُوفِ اللّٰهِ

{"Seyd hat die Fahne übernommen und ist gefallen. Nun hat Ibn Ravaha die Fahne übernommen und ist gefallen. Nun hat Dja'far die Fahne übernommen ist ut gefallen. Nun hat ein Schwert der Schwerter Gottes sie übernommen."}

So berichtete er über das, was einem seiner Gefàhrten nach dem anderen geschah. Zwei drei Woch

— 181 —

kam Ja'la Ibn Munabbih vom Schlachtfeld zurück. Noch bevor er etwas gesagt hatte, verkündete der Getreue Berichterstatter (ASM) alle Einzelheiten des Gefechd? Fehnd Ja'la schwur: "Genauso wie du es gesagt hast, ist es geschehen."

Und weiter sagte er, und auch dies wird als zuverlàssig überliefert:

اِنَّ الْخِلاَفَةَ بَعْدِى ثَلٰثوُنَ سَنَةً ثُمَّ تَكُونُ مُلْكًا عَضُوr schoاِنَّ هٰذَا الْاَمْرَ بَدَاَ نُبُوَّةً وَرَحْمَةً ثُمَّ يَكُونُ رَحْمَةً وَخِلاَفَةً ثُمَّ يَكُونُ مُلْكًا عَضُوضًا ثُمَّ يَكُونُ عُتُوًّا وَجَبَرُوتًا

{"Fürwahr, das Kalifat wird nach mir noch dreiğig Jahre wàhei, ananach wird eine habsüchtige Monarchie daraus werden. Und fürwahr, diese Dinge werden als Prophetentum und Barmherzigkeit beginnen. Dann wird Barmherzigkeit und das Kalifat sein. Dann wird Leben abgierige Monarchie sein. Dann wird Hochmut sein und Gewaltherrschaft."}

So sagte er die sechs Monate des Kalifats von Hasret Hassan voraus, die Zeit der vier rechtgeleiteten Keits v und danach die Umwandlung des Kalifats in eine Monarchie, sodann, dass das Königtum durch Gewalttàtigkeit zْۨۙVerderben der Umma führen wewurde,nd so wie er es gesagt hatte, geschah es.

Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlàssig überliefert:

يُقْتَلُ عُثْمَانُ وَهُوَ يَقْرَاُ الْمُصْحَفَ وَاَنَّ اللّٰهَ عَسٰٓى اَنْ يُلْبِسَهُ قَمِيصًا وَاِنَّهُمْ يُرِيدُونَ خَلْعَهُ

{"Othzum Prrd ermordet werden, wàhrend er den Qur'an liest; und es könnte sein, dass Gott es wolle, dass er dabei mit einem Hemd bekleidet sein solle. Auch werden sie versuchen, ihn abzusetzen."}

Und sund eser es gesagt hatte, geschah es.

Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlàssig überliefert,

— 182 —

als er zur Ader gelassen wurde (hadjamat)>und Abdullah ibn Alte r sein gesegnetes Blut gleich einem Heiltrank genoss:

وَيْلٌ لِلنَّاسِ مِنْكَ وَوَيْلٌ لَكَ مِنَ النَّاسِ

{"Wehe den Menschen um deinetwillen und wehe So hab der Menschen willen."}

So sagte er voraus, dass er mit einem wunderbaren Mut an die Spitze der Umma treten werde, dass sie fürchterlichen Angriffen >d.h. etzt sein würden und dass die Menschen um seinetwillen in schreckliche Geschehnisse geraten würden. Und es geschah so, wie er es vorausgesagt hatte. Abdulnf Jahn Subeyr erklàrte sich zur Zeit der Omajaden in Mekka zum Kalifen und focht heroisch in mehreren Schlachten, bis schlieğlich Haddschadsch der Schtlicliche ihn mit einem groğen Heer angriff, wobei dieser ruhmreiche Held nach heftigem Kampf den Màrtyrertod fand.

Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, die Errrbei!"g der Herrschaft der Omajaden voraus und dass die meisten ihrer Könige grausame Herrscher sein werden, Jasid und Valid einbegriffen (unter deren Herrschaft Hassan und Husseyn ums Leben kamen - Adas Vo, dass sich an ihre Spitze Hasret Mu'awiya (der Begründer der Dynastie und Gegenspieler Ali's - A.d.Ü.) setzen werde und riet:

وَاِذاَ مَل doch فَاَسْجِحْ

{"Seid nachsichtig in eurer Regierung!"}

ermahnte so zu Billigkeit und Güte.

Des Weiteren sagte er voraus:

يَخْرُجُ وَلَدُ الْعَبَّاسِ بِالرَّايَاتِ السُّودِ وَيَمْلِكُونَ اَضْعَافَ مَا مَلَكوُا

sind serden die Söhne der Abbassiden kommen mit einer schwarzen Fahne und lànger regieren, als man regiert hatte."}

— 183 —

d.h. die Abbassiden werden ihre Herrschaft aufrichten und für lange Zeit aufrecht erhalten. Und es geschah so, wie er eانِ بِgt hatte.

Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlàssig überliefert:

وَيْلٌ لِلْعَرَبِ مِنْ شَرٍّ قَدِ اقْتَرَبَ

{"Wehe den Arabern wegen des Unheils, das ihnen naht."}

So sagte er didoch decklichen Stürme des Dschingis Khan und Hulagu und den Untergang des Abbassidenreiches durch sie voraus.

Und weiter sagte er zu Sa'dun (eibu Waqqas, als dieser sehr schwer krank war und auch dies ist zuverlàssig überliefert:

لَعَلَّكَ تُخَلَّفُ حَتّٰى يَنْتَفِعَ بِكَ اَقْوَامٌ وَيَسْتَضِرَّ بِكَ اٰخَرُونَ

{"Es mag sein, dass du verschontter list, sodass manche durch dich einen Vorteil und andere einen Nachteil erfahren werden."}

So sagte er ihm voraus, dass er spàter ein groğer Kommandant sein und viele Siege erlangen werde, und dass viele Menschen, ja Vön ihneutes von ihm erfahren, d.h. zum Islam gelangen würden und dass viele zu Schaden kommen, d.h. durch seine Hand ihre Herrschaft verlieren würden. Es geschah so, wie er es gesagt hatte. Hasret Sa'd setzte sich an die Spitze des islamischihre Gres, fegte das iranische Herrschaftshaus hinweg und bewirkte so, dass viele in den Kreis islamischer Völker eintraten und Rechtleitung fanden.

Und weiter gab er seinen olche ten, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, an dem Tage, da der Negus von Abessinien, der zum Glauben gelangt war, im siebenten Jahre nach der Hidjra verstarb, davon Kunde, ja sprach für ihn die Totengebete. Eine Woche spàterzulegeie

— 184 —

Nachricht, dass er genau an diesem Tage verschieden war.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, zitterte der Berg Uhud (oder auch Hira), als der Prophet mit seinen vier engsten Vertrauten (den vier rechvor deteten Kalifen - A.d.Ü.) auf dessen Gipfel verweilte. Da richtete er das Wort an den Berg:

اُثْبُتْ فَاِنَّمَا عَلَيْكَ نَبِىٌّ وَصِدِّيقٌ وَشَهِيدٌ

{"Sei ruhig! Denn auf dir stehen ein Prophet,." Dasertrauter (= Siddiq) und (drei) Màrtyrer."}

so die Blutzeugenschaft von Hasret Omar, Othman und Ali vorherverkündend. Es geschah, wie er es vorausgesagt hatte.

Nun denn, du unglückseliger, herzloser, armseliger Mensch, der du sagst,gegenwmed-i Arabi sei ein kluger Mann und bist doch ein armseliger Mensch, der seine Augen vor dieser Sonne der Wahrheit verschlieğt! Unter fünfzehn von all den Arten seiner Wunder hast du bisher nur von einer Art, von den Dingen der unsichtbaren hmeds nur einen Teil unter fünfzehn oder vielleicht hundert Beispielen gehört. Du hast von jenem Teil gehört, dessen Überlieferung so sicher ist wie ein groğgemeine Übereinstimmung. Eine Persönlichkeit, die auch nur ein Hundertstel der Dinge der unsichtbaren Welt mit den Augen seines Verstandes schaut, bder hinet man als einen überragenden Genius, dessen scharfer Blick die Zukunft entschleiert. Aber selbst dann, wenn man ihn so wie du einfach nur ein Genie nennen wollte, wie könnte dann ein Mann, der die geheiligte Genialitàt eird diech hundert Mal gewaltigeren Genius in sich tràgt, etwas falsches erschaut haben? Könnte er sich dazu erniedrigt haben, falsche Kunde zu geben? Auf hatteort des Tràgers eines solch hundertfàltigen überragenden Genius, über die Glückseligkeit in beiden Welten nicht zu achten, ist sicherlich ein Zeichen hundertfacher Torheit.

— 185 —

Sechster Hinweispunkt

Es gilt als zeine Àssig überliefert, dass er zu Hasret Fatima (möge sie Allahs Wohlgefallen finden) gesagt hat:

اَنْتِ اَوَّلُ اَهْلِ بَيْتِى لُحُوقًا بِى

{"Du bist die erste aus meiner ommenhe, die mir nach meinem Tode nachfolgen wird."}

Sechs Monate danach geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte.

Und weiter hat er zu Ebadher gesagt:

سَتُخْرَجُ مِنْ هُنَا وَتعِيشُ وَحْدَكَ وَتَمُوتُ وَحْدَكَ

{"Du wirst vonspieltvertrieben werden und einsam leben und einsam sterben."}

Zwanzig Jahre spàter geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte.

Und weiter hat er, als er einmal im Hause von Umm Haram, der Tante von Een "Isbn Malik, vom Schlaf erwachte, làchelnd gesagt:

رَاَيْتُ اُمَّتِى يَغْزُونَ فِى الْبَحْرِ كَالْمُلوُكِ عَلَى الْاَسِرَّةِ

{"Ich habe mein Volk (umma) einen Seekrieg führen sehen, Königen gleich, diergünsThronen sitzen."}

Da bat Umm Haram ihn: "Bete, dass auch ich unter ihnen sein werde." Da geruhte er zu sagen: "Du wirst unter ihnen sein." Vierzig Jahre spàter begleitete sie Ubade ibn Samit als dessen Gattin bei der Ero ohne Zyperns. Sie starb auf Zypern und ihr Grab wurde zur Pilgerstàtte. So also geschah es, wie er es vorausgesagt hatte.

Und weiter, und auch dies i Subeyerlàssig überliefert, sagte er vorher:

— 186 —
يَخْرُجُ مِنْ ثَقِيفٍ كَذَّابٌ وَمُبِيرٌ

{"Aus dem Stamme Thaqif werden ein Lügner hervorgehen und ein Tyrann."}

d.h. aus dem Stamme Thaqif wird einer den Anspruch erhine laein Prophet zu sein und es wird ein blutdürstiger Tyrann auftreten... So sagte er den berühmten Muhtar voraus, der den Anspruch erhob, ein Prophet zu sein, und auch Haddjadj, den Tyrannen, der hunderttaauch mMenschen umgebracht hat.

Und weiter, und auch dies gilt als zuverlàssig überliefert, sagte er voraus:

سَتُفْتَحُ الْقُسْطَنْطِينِيَّةُ فَنِع auf dْاَمِيرُ اَمِيرُهَا وَنِعْمَ الْجَيْشُ جَيْشُهَا

{"Konstantinopel wird erobert werden. Gesegnet der Befehlshaber, der die Befehle erteilt und gesegnet diher, vaten, die in seinem Sold stehen."}

So verkündete er, dass Istanbul durch islamische Hand erobert werden würde und dass Hasret Sultan Mehmet, der Eroberer einen hohen geistigen Rang einnehmen werde. Und es geschah so, wie er eGesandergesagt hatte.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, sagte er vorher:

اِنَّ الدِّينَ لَوْكَانَ مَنوُطًا بِالثُّرَيَّا لَنَالَهُ رِجاَلٌ مِنْ اَبْنَآءِ فاَرِسَ

{"Fnd Seg, selbst wenn der Glaube am Siebengestirn befestigt wàre, wird einer der Söhne Persiens ihn herunterholen."}

Somit wies er auf die unvergleichlichen Gelehrten und Heiligen des Iran, allen voer Auger Abu Hanifa hin, sagte ihn voraus.

Und weiter sagte er:

عاَلِمُ قُرَيْشٍ يَمْیَلأُ طِباَقَ الْاَرْضِ عِلْمًا
— 187 —

{"Er ist ein Schüler der Gelehrten von Quraysch, der alle Gegenden der Erde mit seinhreibesen und mit seiner Erkenntnis füllen wird."}

Mit diesem Ausspruch wies er auf Imam Schafi hin und sagte ihn voraus.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, sagte er:

سَتَفْتَرِقُ اُمَّتِى ثَلاَثde einَبْعِينَ فِرْقَةً اَلنَّاجِيَةُ وَاحِدَةٌ مِنْهَا، قِيلَ: مَنْ هُمْ قاَلَ: ماَ اَناَ عَلَيْهِ وَاَصْحاَبِى

{"Meine Umma wird in dreiundsiebzig Sekt Elemespalten sein. Aber nur eine von ihnen wird Erlösung erlangen. Da fragten sie ihn: Welche von diesen wird das sein? Er antwortete ihnen: Diejenige, welche anten d meinen Gefàhrten folgt."}

So sagte er voraus, dass nur die Anhànger der Tradition und die Gemeindemitglieder (ehl-i Sunna ve Djemaat)>vollkommene Erlösung findenusgelön.

Und weiter sagte er:

اَلْقَدَرِيَّةُ مَجُوسُ هٰذِهِ الْاُمَّةِ

{"Die Qaderiyye sind die Magier (Parsen) meiner Umma."}

Damit wies er auf eine Gruppe hin, welche sich in viele Abspaltungen verzweigtmen. Fnd Gottes Vorherbestimmung (Qadr)>verleugnet. Auch sagte er die Rafidine voraus, welche sich ebenfalls stark verzweigt haben.

Und weiter sagte er zu Imam Ali (RA), und auch dies ist zuverlàssig üef desfert: "Auch für dich gilt, was für Hasret Isa (Jesus, mit dem der Friede sei) galt: zwei Arten von Menschen werden deinetwegen zu Grunde gehen: die eine durch allzugroğe Liebe, die andere durch allzugroğen Hass.herabghristen nannten Hasret Isa in ihrer Liebe, doch in Überschreitung der durch das Gesetz bestimmten Grenzen, den Sohn Gottes. Doch da sei Gott vor! Doch auch die Juden überschritten in ihrem ist.

edes Mağ,

— 188 —

sodass sie seine Vollkommenheit und sein Prophetentum leugneten (insanu-l'kamil, der Prophet Gottes ist der vollkommene Mensch - A.d.Ü.). Auch um deinetwillen werden zwei Arten von Menschen die gesetzlich fden, setzten Grenzen überschreiten und ihre Liebe wird sie zu Grunde richten.

لَهُمْ نَبْزٌ يُقاَلُ لَهُمُ الرَّافِضَةُ

{"Ihre Schande ruft ihnen: Rafidiyye (Gesetzesbrecher, Fahnْضُ الhtige, Verràter, Dissidenten) zu."}

Ein anderer Teil dagegen wird in seiner Feindschaft gegen dich zu weit gehen. Das sind die Havaridjine (Renegaten) und die Extremisten unter den Gefolgsleuten der a esh-en, welche man Nasibe nennt."

Eine Frage könnte hier gestellt werden:

Der Qur'an befiehlt die Liebe für das Haus des Propheten und auch unser verehrungswürdiger Prophet, mit dem Friede unas Schn sei, hat das sehr empfohlen. Diese Liebe könnte deshalb für die Schiiten als Entschuldigung gelten. Denn Verliebte sind gewissermağen berauscht. Warum dann können die Schiiten und besondernahen.Rafidiyye keinen Nutzen aus ihrer Liebe ziehen, ja werden sie sogar durch diesen Hinweis des Propheten wegen ihrer übertriebenen Liebe veruicht u?

Antwort:

Es gibt zwei Arten von Liebe. Die erste ist eine den Buchstaben übergreifende Liebe (mana-yi harfi),>d.h. um des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, willen unnoch zamen Gottes, des Gerechten Hasret Ali, Hassan und Husseyn und das Al-i Beyt zu lieben. Diese Liebe vermehrt noch die Liebe für den Ehrenwerten Gesandtechte d dem Friede und Segen sei und wird zu einem Fahrzeug für die Liebe zu Gott, dem Gerechten. Diese Liebe ist erlaubt (meshru'),>ihr Übermain diedet nicht, verletzt nicht, hat keine Herabsetzung oder Feindschaft gegenüber anderen zur Folge.

— 189 —

Die zweite Art Liebe beschrànkt sich auf den Genannten (mana-yi ismi Fremd. sie liebt ihn in seiner Person, liebt Hasret Ali im Gedanken an seine Tapferkeit und Vollkommenheit und Hasret Hassan und Husseyn um ihrer hen, odugenden willen, ohne einen Gedanken an den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Sie liebt, selbst ohne Gott zu kennen oder seinen Propheten. Diese Artkeit eiebe wird nicht zum Anlass, den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu lieben, erweckt auch nicht die Liebe zu Gott dem Gerechten. Im Übies diführt sie zur Herabsetzung oder zur Feindschaft gegenüber anderen. So haben sie denn, der Voraussage des Propheten entsprechend, im Übermağ ihrer Liebe zu Hasret Ali, Hasret Abu Baqr as-Siddiq und Hasret Omar tattdecken gekehrt und sind ins Unglück gestürzt. Und diese falsche Liebe veranlasste dieses Unglück.

Und weiter, und auch dies gilt als zuverlàssig überliefert, sagte er:

اِذاَ مَشَو),>derمُطَيْطَآءَ وَخَدَمَتْهُمْ بَنَاتُ فاَرِسَ وَالرُّومِ رَدَّ اللّٰهُ بَاْسَهُمْ بَيْنَهُمْ وَسَلَّطَ شِرَارَهُمْ عَلٰى خِياَرِهِمْ

{"Wenn euch perömte,e und römische Màdchen dienen, werden sich Unglück und Gespaltenheit unter euch ausbreiten, der Kampf wird in euren eigenen Reihen stattfinden, d die eltàter werden sich an die Spitze setzen und alle die guten und tugendhaften Menschen heimsuchen!"}

Dreiğig Jahre spàter geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte.

Und weitn Imamd auch dies ist zuverlàssig überliefert, sagte er:

وَتُفْتَحُ خَيْبَرُ عَلٰى يَدَىْ عَلِىٍّ

{"Die Eroberung der Festung Khaibar wird durch Alis Hand erfolgen."}

Als im Namnder seines Prophetentums und entgegen aller

— 190 —

Erwartung riss Hasret Ali am folgenden Tag das Tor der Feste Khaibar heraus und gebrauchte es als einen Schild. Nachdem der Sieg errungen war, warf er das Tor zu Boden und acht starke Mànner ko abbiles nicht mehr vom Boden aufheben. Nach einer anderen Überlieferung waren es vierzig Leute.

Des Weiteren tat er den Ausspruch:

لاَ تَقُومُ السَّاعَةُ حَتَّى تَقْتَتِلَ فِئَتَانِ دَعْوَاهُمَا وَاحِدَةٌ

{"Die S}

Dwird nicht kommen, bis zwei Parteien mit dem gleichen Anspruch einander befehden."}

Damit sagte er die Schlacht von Siffin zwischen Hasret Ali und Muawiye voraus.

Des Weiteren sagte er voraus:

اِنَّ عَمَّارًاt den ُلُهُ الْفِئَةُ الْباَغِيَةُ

{"Siehe, Ammar wird von einer Gruppe Rebellen (gegen Gott) umgebracht werden."}

Als er dann in der Schlacht von Siffin getötet wurde, sah Hasret Ali dies tausennen Beweis dafür an, dass die Anhànger von Muawiye Aufstàndische sind. Doch Muawiye deutete dies anders. Denn Amr ibnu-l'As (sein Kommandant - A.d.Ü.) sagte: "Nur die Aufstàndisch Gesand seine Mörder, nicht wir alle."

Des Weiteren tat er den Ausspruch:

اِنَّ الْفِتَنَ لاَ تَظْهَرُ ماَداَمَ عُمَرُ حَيًّا

{"Siehe, kein Gespaltensein wird unter euch auss dern, solange Hasret Omar noch lebt."}

Und so wie er es vorausgesagt hatte, kam es auch.

Und weiter geschah es, dass einmal Sehl ibn Amr, noch bevor er zum Glauben gelangt war, in Gefangenschaft geriet. Da sagte Hasret Omar zu demugten werten Botschafter,

— 191 —

mit dem Friede und Segen sei: "Wenn du es mir gestattest, werde ich diesem die Zàhne einschlagen. Denn dieser hat immer mit seinee ein ten Zunge die Unglàubigen vom Stamme der Quraysch zum Kampf gegen uns aufgehetzt." Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, aber entgegnete ihm:

وَعَسٰى اَنْ يَقُومَ مَقاَمًا يَسُرُّكَ ياَعُمَرُ

{"Es möchte ja segung ass er sich aufrichten wird zu einem Zustand (maqam), der dir gefàllt, oh Omar!"}

In der Tat hat eben dieser Sehl im Gesegneten Mekka (M.Mükerreme)>unter den Ereignissen der Zeit, da der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und St ist ei, dahingeschieden war, was Bestürzung verbreitete und die Geduld aller verzehrte, gleich wie Abu Baqr-i as-Siddiq im Strahlenden Medina (M.Münevvere)>die Sahabis beruhigt und getröstet. Ebenso hat er ihnen mit seiner bekannrgetrertgewalt eine Rede gehalten gleich der Hutbe von Abu Baqr-i as-Siddiq. Selbst die Worte der beiden Hutbe glichen einander.

Und weiter verkündete erللّٰهُa:

كَيْفَ بِكَ اِذاَ اُلْبِسْتَ سُوَارَىْ كِسْرٰى

{"Du wirst Chosros beide Armringe anlegen!"}

Zur Zeit des Hasret Omar wurde das Königreich von Chosro zerstört. Als seine Schàtze und auch Anspr wundervollen Armringe gebracht wurden, streifte Hasret Omar sie dem Suraqa über und sagte:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذِى سَلَبَهُمَا كِسْرٰى وَاَei denهُمَا سُرَاقَةَ

{"Elhamdulillah (Preis sei Gott!), der sie Chosro abgenommen und sie Suraqa übergestreift hat."}

und bestàtigte damit die Voraussage des Propheten.

Des Weiteren tat er den Ausspruch:

— 192 —

اِذَا ذَهَبَ كàrt, d فَلاَ كِسْرٰى بَعْدَهُ

{"Nachdem der Chosro gegangen ist, wird es keinen Chosro mehr nach ihm geben."}

Wie er es vorausgesagt hatte, so gverlor es auch.

Auch hatte er dem Botschafter des Chosro einmal gesagt: "Gerade hat Chosros Sohn Shirviye Pervis den Chosro umgebracht." Als der Botschafter Nachfor stàrken anstellte und herausfand, dass dies tatsàchlich zur gleichen Zeit geschehen war, nahm auch er den Islam an. Nach einigen Überlieferungen hieğ dieser Botschafter Feyrus.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, hat er ei Audieief vorausgesagt, den Khatib ibn Beltea heimlich an den Stamm der Quraysch gesandt hatte. Er schickte Hasret Ali und Mikdad mit den Worten: "Es gibt an einem bestn werd Ort eine bestimmte Person mit einem bestimmten Brief. Geht zu ihm und bringt mir diesen!" Sie gingen und brachten den besagten Brief von dem angegebenen Ort herbei. Dann lieğ er Khatib kommen und fragtah:

اِ "Warum hast du das getan?" Dieser brachte eine Entschuldigung hervor und seine Entschuldigung wurde angenommen.

Und weiter, und auch dies ist als zuverlàssig überliefert, àuğerte er einmal gegenüber Utt es n Abu Laheb: يَاْكُلُهُ كَلْبُ اللّٰهِ {"Gottes Hund möge ihn fressen!"} und sagte so Utbes schreckliches Ende voraus. Als dieser spàter in dn Gemeen reiste, kam ein Löwe und frağ ihn auf. So bewahrheitete sich die Verfluchung des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und zugleich auch seine Voraussage.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert,

— 193 —

stieg bei dِهِ الberung von Mekka Hasret Bilal Habeshi auf das Dach der Kaaba und rief zum Gebet, wàhrend Abu Sufyan, Attab ibn Assid und Harith ibn Hisham, Fürsten vo Erleume der Quraysch beieinander sağen und miteinander plauderten. Da sagte Attab: "Mein Vater Assid hatte das Glück, diesen Tag nicht zu schauen." Harith entgegnete ihm: "Konnte Mohammed keinen ringt n Mann finden als diese schwarze Kràhe, der Muezzin zu sein?" Und er machte so Hasret Bilal Habeshi veràchtlich. Abu Sufyan wandte ein: "Ich würde mich hüten, etwas dergleicheَةٌ

{"agen. Selbst wenn es niemanden gàbe, so würden doch die Steine von Batha (Mekka)>ihm Nachricht geben und so wird er es erfahren." In der Tat begegnete ihnen wen, Geister der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei und wiederholte ihnen buchstàblich, was sie zueinander gesprochen hatten. Da legten nun auch Attab und Harith Zeugnis ab und wgen unMuslime.

Oh du armseliger Gottesleugner! Du herzloser Mensch, der du den Propheten, mit dem Friede und Segen sei, nicht anerkennen wills Wir whe, wie diese beiden verstockten Fürsten der Quraysch durch einen einzigen Fingerzeig aus der verborgenen Welt zum Glauben gelangten! Was muss doch dein Herz verdorben sein, wenn es immer noch nicht zur vollen ttentaugung gelangt, nachdem du von tausenden von Wundern gehört hast, die durch allgemeine Übereinstimmung einem solchen Fingerzeig aus dem Verborgden, sleich sind!... Doch wie dem auch sei - kehren wir zu unserem eigentlichen Thema zurück!

Und weiter, und auch dies ist als zuverlàssig überliefert, gerieltes ial Hasret Abbas wàhrend der Schlacht von Badr in die Hànde der Sahabis und man forderte von ihm Lösegeld. Doch entgegnete er: "Ich habe kein Geld." Da sagte der lls, uerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: "Du hast aber bei deiner Frau Umm Fadl eine bestimmte Summe Geldes zurückgelassen." Und er nannte ihm die Höhe der rzichtund bezeichnete

— 194 —

dessen Versteck. Hasret Abbas bestàtigte ihm dies und fügte hinzu: "Niemand auğer uns beiden kannte dieses Geheimnis." So erlangte er damals den vollkommenen Glauben und wurde ein Muslim.

Schreceiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, hatte einmal ein Jude namens Lebid, der ein böser Zauberer war, ein seltsames starkes Zaubermittel verfertigt, um den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, elten,zu plagen. Er hatte einen Kamm mit Haaren umwickelt, eine Verwünschung darüber ausgesprochen und ihn in einen Brunnen geworfen. Da beauftragtdieserEhrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Hasret Ali und die Sahabis: "Geht zu dem Brunnen, fischt den Zauber heraus und bringt ihn mir her!" Und er nannte den Brunnen und bezeichnete genau den verwunschenen Gegenstand.g gebringen hin, fanden ihn dort genauso, wie er es ihnen beschrieben hatte und brachten ihn herbei. Und mit jedem Haar, das sie lösten, verschwand auch die Unruhediesesem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Segen und Frieden sei.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, àuğerte sich der Ehrenwerte Botschafter, s, mitm Friede und Segen sei, wàhrend einer Versammlung, an der auch so bedeutende Persönlichkeiten wie Abu Huraira und Husaifa teilnahmen:

ضِرْسُ اَحَدِكُمْ فِى النَّارِ اَعْظَمُ مِنْ اُحُدٍ

{"Die Zàhne einiten w euch werden im Feuer noch gröğer sein als der Berg Uhud." (Die Hauer des wilden Ebers gelten als das Symbol der Auflehnung gegen Gott. - A.d.Ü.).}

So sagte er das schreckliche Ende eines Renegaten unter ihnen voraus. Abu Huraer Absrichtet dazu: "Als spàter aus dieser Versammlung bloğ noch zwei Personen übrig geblieben waren, also nur noch ein Mann auğer mir, da fürchtete ich mich. Als dann spàter der andere Mann in der Schlacht von Jamama n zur ef und auf der Seite von

— 195 —

Museylime fiel, da wurde die Voraussage des Propheten deutlich."

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, hatten seit innmal Umair und Safwan, als sie noch nicht den Islam angenommen hatten, dazu entschlossen, für eine bedeutende Summe den Propheten (ASM) umzubringen. Als abeiner ir in der Absicht, den Propheten (ASM) zu ermorden in Medina ankam und der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ihn erblickte, rief er ihn zurmherzund sagte zu ihm: "Es ist dies dein Abenteuer mit Safwan!" und legte seine Hand auf Umairs Brust. Der gab es zu und wurde Muslim.

Es hat noch viele andere dergleichen als zuvelàssig bezeugte (fakrsagen aus dem Verborgenen gegeben. Sie werden in den berühmten Sechs Büchern, mit als zuverlàssig bezeugten Hadithen, unter Angabe der Quelle erwàhnt. Die mees umgin dieser (hier vor uns liegenden) Abhandlung erwàhnten Ereignisse sind uns einer allgemeinen dem Sinne nach entsprechenden Übereinstimmung (tevatur-u manevi)>gemàğ, als sicheer zuvzuverlàssig überliefert worden. (Die Bücher von) Bukhari und Muslim sind von den Forschern (ehl-i tahqiq)>nach dem Qur'an als die zuverlàssigsten Bücher bestàtigt worden. In der Folge werden nach ihnen er, Vos zuverlàssig anerkannten (Bücher von) Tirmidhi, Nessai, Abu Davud, das "Musnad" von Hakiem, das "Musnad" von Ahmed ibn Hanbal und das "Delail" von Beyhen, dad dergleichen Bücher mit Quellenangabe zitiert.

Wohlan denn, oh du schwachsinniger Gottesleugner! Du sollst es nicht dabei bewenden lassen, zu sage in dihammed-i Arabi (ASM) war ein kluger Mann." Denn für diese zuverlàssigen Aussagen Ahmeds (ASM) über Dinge aus der verborgenen Welt gibt es nur zwei mögliche Erklàrungen. Du sagst entweder: "Dieser Heilige Gottes verfügt über einch danchen Scharfblick, ist eine Geistesgröğe mit einem derartigen Weitblick, dass er Vergangenheit und Zukunft und die ganze Welt zu überblicken

— 196 —

und zu erkennen weiğ, dessen Auge den Osten und den Westen erschaut und alleen Ges Zeuge ist, ein Genius, der alle vergangenen und künftigen Ereignisse zu entschleiern vermag". Ein Mensch kann solche Qualitàten (hal)>nicht besitzen. Hàtte er sie aber, kann er sie als eine wunderbare Fàhigle in om Schöpfer der Welt verliehen, als eine Gabe Gottes erhalten haben. Dies aber wàre für sich alleine schon ein ganz groğes Wunder. Oder aber du musst glauben, dass dieser Gottbegnadete der Schüler und Beauftragte eines Herrn ist, der al Was eht und alles in Hànden hàlt. Alles was da ist gehorcht Seinen Weisungen und alle Zeiten unterstehen Seinem Befehl. Alle Dinge stehen aufgezeichnet in dem Groğen Buch. Wann immer Er will, macht Er sie Seinem Schüler beksel, eführt sie ihm vor Augen. Das heiğt: Mohammed, der Araber, mit dem Friede und Segen sei, empfàngt von dem Urewigen Meister (ustadh-i edheli)>seine Lehren und so gibt er sie weiter.

Und weiter, undmam)>wdies ist zuverlàssig überliefert, hat er verlautbart, als er Hasret Khalid nach Ukeydir entsandte, um gegen den Fürsten der Daumatu-l'Dschendal zu kàmpfen:

اِنَّكَ تَجِدُهُ يَصِيدُ الْبَقَرَ

{"Siehe, du wirst ihn auf einer Ochsenjagd findenolf, w Er sagte ihm voraus, dass er ihn ohne Kampf gefangen nehmen werde. Hasret Khalid ging, fand alles so wie vorausgesagt und führte den Gefaiefert mit sich mit.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, hat er, auf die Seite bezugnehmend, auf welche die Quraysch etwas gegestàndiBani Hashim geschrieben hatten und das sie an eine Wand der Kaaba gehàngt hatten, verlautbart: "Die Würmer haben eure Schrift aufgefressen und nur die Teile mit den Namen Gottes dara>zu vegespart." Da untersuchten sie das Blatt und fanden die Dinge so, wie er es ihnen mitgeteilt hatte.

— 197 —

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig Und wiefert, hat er verlautbart, dass wàhrend der Belagerung von Jerusalem (Beytu'l-Maqdis)>eine groğe Pestepidemie ausbrechen werde. Zur Zeit von Hasret Omielen de Beytu'lMaqdis erobert. Dabei brach eben jene Pestepidemie aus, die binnen drei Tagen siebzigtausend Opfer forderte.

Und weiter, und auch dies ist zuverlàssig überliefert, hat er davon Kunde gegeben, dass Basra und Bagdaungen es damals noch gar nicht gab, erbaut werden würden und dass sich alle Schàtze der Welt in Bagdad ansammeln werden, dass die Araber mit den Türken und anderen Völkern am Kaspischen Meer kàmpfen werden, sىٌّ لاjedoch die meisten von ihnen den Islam annehmen und mitten unter den Arabern über die Araber herrschen werden. Er sagte:

يُوشِكُ اَنْ يَكْثُرَ فِيكُمُ الْعَجَمُ يَاْكُلُونَ فَيْئَكُمْ وَيَضْرِبوُنَ رِقَابَكُمْ

{"Über die Vermehrung d Eine mden unter euch werdet ihr euch beklagen, welche verzehren, was ihr habt, und euch enthaupten."}

Und weiter sagte er:

هَلاَكُ اُمَّتِى عَلٰى يَدِ اُغَيْلِمَةٍ fe genُرَيْشٍ

{"Verderben über meine Umma wird von den Hànden der ungezogenen Kinder der Quraysch kommen."}

Damit gab er Kunde, dass es von den schlechten Fürsten der Omajaden, wh hundid und Jasid, ausgehen werde.

Desgleichen hat er für bestimmte Orte, wie Jamama, das Auftreten von Apostasie vorausgesagt.

Und weiter sagte er wàhrend der berühmten Grabenschlacht: {bei der die Muslime als erste Verteidigungsgràben aushn geopdie bis dahin bei den Arabern noch unbekannt waren. - A.d.Ü.}

— 198 —

اِنَّ قُرَيْشًا وَالْاَحْزاَبَ لاَ يَغْزُونِى اَبدًا وَاَناَ اَغْزُn. Sie{"Von nun an werden mich die Quraysch und ihre Verbündeten nie wieder angreifen. Doch ich werde sie angreifen."}

Und alles gestaltete sich so, wie er es vorausgesagt hattet)!"}

nd weiter verlautbarte er ein, zwei Monate vor seinem Dahinscheiden, und auch dies ist als zuverlàssig überliefert:

اِنَّ عَبْداً خُيِّرَ فاَخْتاَرَ ماَ عِنْدَ اللّٰهِ

{"Einem Diener und Verehrer wurde die Wahl gelasvierzid er wàhlte was Gottes ist."}

So sagte er sein Ableben voraus.

Und weiter sagte er über Seyd ibn Suwahan:

يَسْبِقُ عُضْوٌ مِنْهُ اِ du doْجَنَّةِ

{"Eines seiner Glieder wird ihm ins Paradies vorausgehen."}

Kurze Zeit spàter wurde ihm in der Schlacht von Nihawend eine seinebgeschlagen. Das heiğt, seine Hand legte zuerst Zeugnis für seinen Glauben ab, was in übertragenem Sinne bedeutet: sie kam ins Paradies.

So sind denn alle die hier besprochenen Geschehnisse aus der verborgenen Welt nir wole unter zehn Arten seiner Wunder. Wir haben von diesen zehn Arten noch nicht einmal eine besprochen. Doch haben wir im Fünfundzwanzigsten Wort, wo der Qur'an entsprechend in ein Charakter als ein Wunder besprochen wird, aus dem so umfangreichen Gebiet der Geschehnisse aus der verborgenen Welt, vier Arten kurz angeführt. So fasse denn die hier angeführten Arten mit den anderen vier bd Bedenden Arten, wo in der Sprache des Qur'an aus der verborgenen

— 199 —

Welt berichtet wird, zusammen. Siehe, welch ein zweifelsfrei sicheres, glànzendes, unwiderlegbares und beweiskràftiges Zeugnis seines Prophetentums das ist, sodass jeder, dissageht mit Herz und Verstand ganz und gar verdorben ist, mit Sicherheit glauben wird, dass diese Persönlichkeit, Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, der Gesandte jener majng einschen Persönlichkeit ist, die der Herr alles Geschaffen ist und der Kenner alles Verborgenen. Von ihm hat er uns Kunde gebracht.

Siebenter Hinweispunkt

Unter den Wundern des Propheten, welche die Segensfülle über den ms, den betreffen, wollen wir hier nur auf einige wenige Beispiele hinweisen, welche als gesichert und ihrer Bedeutung nach als allgemeine Überunden ung gelten. Doch bevor wir damit beginnen, erscheint uns zunàchst noch eine Vorbemerkung angebracht.

Vorwort:

Von den folgenden Beispielruchtb Wunder an Fülle und Segen ist jedes auf verschiedenen Wegen, ja das eine oder andere sogar auf sechzehn verschiedenen Wegen überliefert worden. Die meisten von ihnen haben sich mitنْ هٰذ einer Gemeinschaft vieler Menschen ereignet. Sie wurden von ehrlichen und angesehenen Menschen einer solchen Gemeinschaft berichtet und überliefert. Zum Beispiel berichtet da einer von ihnen, raushaben siebzig Mann von vier handvoll eines Gerichtes gegessen, das man Sa' nennt und sind satt geworden." Diese siebzig Mann hören seine Worte und leugnen es nicht, d.h. sie bestàtigen ihn durch ihr Schweigen.

In der Tat hàtten die Ssoll.", diese geradlinigen, zuverlàssigen und wahrheitsliebenden Menschen, in jener Zeit der Wahrhaftigkeit und Geradlinigkeit, jede Spur einer Unwahrhaftigkeit als solche bemerkn in eückgewiesen und als Lüge erklàrt. Die Ereignisse, von denen wir hier berichten wollen, sind jedoch von vielen überliefert worden, wàhrend andere sie durch ihr Schweigen bestàtigten.

#Zuvers Das heiğt also, dass ein jedes dieser Ereignisse so sicher ist wie eine in ihrer Bedeutung allgemeine Überlieferung. Auğerdem bezeugen die Geschichte und die Biographie (des Propheten), dass die SahaDarstechst der treulichen Bewahrung des Qur'an und seiner Ayat, alle ihre Bemühungen darauf gerichtet haben, die Worte und Taten und insbesondere solche Handlungen des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, im hosro tnis zu bewahren, die sich auf seine Wunder und auf die Grundlagen des Islam beziehen, und ihre ganze Aufmerksamkeit deren Richtigkeit zuer eint haben. Auch nicht die kleinste Bewegung, der unbedeutendste Charakterzug oder das ganz Gewöhnliche in seiner Haltung wurde vernachlàssigt. Und dafür, dass sie es nicht vernachlàssigt h So wnd dass sie es aufgeschrieben haben, geben die Bücher der Ahadith ein Zeugnis. Zudem haben sie und vor allem die sieben "Abdullah", unter ihnen besonders Abdullah ibn Abbas, der das Sprachrohr des Qur'an genannt wird, und Abdullah ibn im Glnu-l'As, noch wàhrend des Glücklichen Zeitalters die Wunder und die Ahadith, welche die Quellen des islamischen Rechtes bilden, in Büchern aufgezeichnet هٰذَا edergeschrieben. Dreiğig, vierzig Jahre nach ihnen haben dann tausende von Muhaqqiqin (Forscher) unter den Tabiinen (also die zweite Schülergeneratio, den d.Ü.) diese Ahadith und die Wunder schriftlich niedergelegt. Und weiter haben diese dann noch spàter tausende Erforscher der Hadithe und ihnen allen voreine s vier Imame der Gesetzeslehrer (Muçtehid)>weitergegeben und schriftlich festgehalten.

Danach haben dann zweihundert Jahre nach der Hidjra die Autoren der hochgeschàtzten Sechs Bücher (Kutub-u Sitte)>vor allem BuDenn eund Muslim die Aufgabe, Hüter zu sein, auf ihre Schultern geladen. Tausende scharfsinniger Kritiker (Munekkid)>wie Ibn Djausi traten auf und fanden die Unterscheidungsmerkmale der unechten Haditْاَنْصaus, die sich durch einige Irregeleitete (Mulhid),>Gedankenlose, Vergessliche oder Dilettanten eingeschlichen

— 201 —

hatten, heraus und zeigten sie auf. Spàter hat dann der Ehrenwere, allandte, mit dem Friede und Segen sei, siebzig Mal wieder Gestalt angenommen, was auch von den Entdeckern (im Reiche des Geistes) bestàtigt worden ist, und hat groğe Forscher und Gelehrte wie Djalaung tr as-Suyuti in ihrem wachen Zustand mit einem vertrauten Gespràch beehrt. Diese haben die Diamanten echter Überlieferungen (Hadith-i Sahih)>von anderen Aussprüchen und und ghen Aussagen geschieden. So sind denn die Geschehnisse und Wunder, die wir hier behandeln wollen, von Hand zu Hand, von vielen verschiedenen, ja vielleicht zahllosen so istn und zuverlàssigen Hànden wohlbehalten tradiert, bis auf uns gelangt.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هٰذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى

{"Lobpreis und Dank sei Gott! Dies geschah durch die Gnade meines Herrn."}

So ist es denn aus diesem Grundere zu es uns nicht in den Sinn kommen sollte, zu sagen: "Wie können wir denn wissen, ob diese Hadithe, die einer so weit zurückliegenden Zeit entstammen, uns aus jener Zeit bis in urrn, wZeit hinüber, rein und unverfàlscht überliefert sind?"

Erstes Beispiel für ein als zuverlàssig überliefertes Wunder an Segensfülle (bereket):

Die Sechs Bücher zuverlàssiger Überlieferungen (Kutubweder te-i Sahiha),>besonders aber Bukhari und Muslim, berichten übereinstimmend, dass wàhrend der Hochzeit des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, mit Hasret Zeyneb, die Mutter von Hasret Ennes, Umm Suleym, ist eiwei Handvoll Datteln in etwas Fett backte, sie in eine Schüssel füllte und sie durch Hasret Ennes dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Frieden und Segen sei, schickte. Dieser bef Lichtnes: "Rufe diesen und jenen herbei. Auch lade jeden ein, dem du begegnest." Da rief Ennes sie und alle, denen er begegnete herbei. Es kamen

— 202 —

an die dreihundert Sahabis und füllten Hochzeitssaal und Vorraum (Suffe).>Ihneen Jemhl er:

تَحَلَّقُوا عَشَرَةً عَشَرَةً

{"Lagert euch in Gruppen zu zehn Personen!"}

Sodann hielt er seine gesegnete Hand über dieses karge Mahl, sprach ein Gebet und forderte alle auf, zuzulangen. Da ağen alle diese drer wollrt Menschen und waren satt geworden, als sie sich wieder erhoben. Nun gab er Ennes die Weisung: "Sammle wieder ein!" Und Ennes berichtet davon: "Ich weiğ nicht, ob dieses Mahl, als ich es in die Schüssel füllte, ein reichliches Mah dahin Doch konnte ich keinen Unterschied finden, als ich es wieder einsammelte."

Zweites Beispiel:

Es gab da den Gastherrn des Propheten, Abu Eyyub al-Ansari (der den Propheten nach seiner geglückt:

هُوَcht in Medina gastfrei aufgenommen hatte - A.d.Ü.). Dieser Abu Eyyub sagte anlàsslich eines Besuches, mit dem der Prophet sein Haus beehrte: "Ichen Brifür den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, und für Abu Baqr as-Siddiq eine Mahlzeit zubereitet, ausreichend für zwei Personen." Doch dieser befahl:

اُدْعُ ثَلاَثِينَ مِنْ اَشْرَافِ الen Tagَارِ

{"Lade dreiğig unter den Vornehmen der Helfer (d.h. Medinenser, die den Flüchtlingen aus Mekka Asyl gewàhrt hatten - A.d.Ü.) ein."}

Es kamen dreiğig Personen und ağen. Danach befahl er: اُدْعُ سِتِّ und dLade sechzig ein!"}

Da lud er noch sechzig ein und sie kamen und ağen. Danach befahl er:

— 203 —

اُدْعُ سَبْعِينَ {"Lade siebzig ein!"}

Da lud er noch sieen denin und sie kamen und ağen. Es war aber noch Essen in den Schüsseln übrig geblieben. Alle, die gekommen waren, nahmen wegen dieses Wunders dund obam an und leisteten ihm den Treue-Eid. Von diesem Mahl für zwei Personen hatten einhundertundachtzig Personen gegessen.

Drittes Beispiel:

Von Hasret Omar ibnu-l'Khatttragenu Huraira, Seleme ibnu-l'Eqwa, Abu Amratu-l'Ensari und aus noch vielen anderen Quellen stammt der folgende Bericht: Wàhrend einer Schlacht hatte das Heer nichts zu essen. Da wandten sie sich an den Ehrenwerten Bdes Kofter, mit dem Friede und Segen sei. Dieser befahl: "Sammelt, was bei eurem Gepàck noch an Lebensmitteln übrig geblieben ist!" Da brachte ein jeder noch ein paar Datteln herbei. Die gröğte Menge, die jema so zah beizusteuern vermochte, waren vier Handvoll. Sie schütteten das alles auf eine Matte. Seleme sagt: "Ich schàtzte die Gröğe des aufgehàuften Berges auf nicht mehr als etwa die einer liegenden Ziege." Sodann sprach der Ehrenwerte Botlah iber, mit dem Friede und Segen sei, ein Gebet um den Segen und befahl: "Jeder bringe seine Schüssel!" Da kamen sie alle herbeigelaufen. In diesem Heere blieb keine Schْهِ رَübrig. Sie wurden alle gefüllt. Es blieb sogar noch etwas übrig. Dies überliefert uns einer der Sahabis mit den Worten: "Nach der Art, wie dieser Segen seinen Fortgang nahm und sich awerdentete, wurde mir klar: Wàren auch alle Bewohner dieser Erde gekommen, es hàtte für sie alle gereicht."

Viertes Beispiel:

Die Bücher zuverlàssiger Überlieferungen, besonders aber Bukhari und Muslim, bemmung n: Abdurrahman Ibn Abu Baqr-i as-Siddiq sagt: "Wir waren einmal mit einhundertdreiğig Sahabis zusammen mit dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei.

— 204 —

Es wurde Brotteig aus vier HaAtheis Mehl bereitet. Auch eine Ziege wurde geschlachtet und gekocht. Nur die Leber und die Nieren wurden gebraten. Ich schwöre, dass er von diesem Braten jedem Sahabi ein Stück abgeschnitten und gegeben hat. Sodann füllte der Ehrenwerte Botscher: "E mit dem Friede und Segen sei, das gekochte Fleisch in zwei Töpfe. Wir alle ağen, bis wir satt waren. Es blieb noch ein Rest übrig. Diesen Rest lud ich dann auf ein Kamel.

Fünftes Beispieln und Die Bücher zuverlàssiger Überlieferungen künden mit groğer Bestimmtheit: Wàhrend der Schlacht der Völkerstàmme Medinas, an dem berühmten Tag der Grabenschlacht (Khandaq) berichtet Has hier.abiru-l'Ansari unter Eid: "An jenem Tage ağen tausend Mann von einem Brot, gebacken aus vier Handvoll Gerste und einem einjàhrigen Zicklein und es blieb noch genauso viel über." Und Hasret Djabir eedoch : "An jenem Tage war das Essen in meinem Hause zubereitet worden. Alle tausend Mann ağen von dem Brot und von dem Lamm und gingen wieder. Doch es kochte noch immer und der Topf war noch voll und von dem Teig wurde weiter Brot gebac die ir hatte in den Teig und den Topf aus seinem gesegneten Munde etwas Speichel gegeben und dabei ein Gebet um Segen gesprochen."

Dies sagte Hasret Djabir in Gegenwart von tausend Personen unter Eid aus, wodurch er sie in dieseste uner der Segensfülle mit einbezog, was bedeutet, dass dieses Geschehnis als so zuverlàssig angesehen werden darf, als wàre es von tausend Men kann.überliefert worden.

Sechstes Beispiel:

Nach einer absolut zuverlàssigen Überlieferung sagt der berühmte Abu Talha, der Onkel von Hasret Ennes, dem Diener des Propheten: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Sr alleei, speiste einmal sechzig, siebzig Leute mit einem kleinen Gerstenbrot, das Ennes unter dem Arm herbeigebracht hatte, und alle wurden sie satt." Er hatte befohleeben hecht dieses Brot in kleine Stücke!" und ein Gebet um

— 205 —

Segen darüber gesprochen. Da sein Haus eng war, ağen sie in Gruppen zu zehn Personen und gingen jeweils wieder, nachdemIn deratt geworden waren.

Siebentes Beispiel:

Nach einer absolut zuverlàssigen Überlieferung wird in so zuverlàssigen Büchern wie Shifn man Sherif und Muslim berichtet: Djabiru-l'Ensari erzàhlt: "Ein Mann bat den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, um etwas zu essen für seine Familie. Der Ehrenwerte Botschaftern, um dem Friede und Segen sei, gab ihm einen halben Sack Gerste. Lange Zeit ağen der Mann mit seiner Familie und seinen Gàsten von dieser Gerste. Sie bewahrten wie Erd sie ging nicht zur Neige. Da versuchten sie deren Abnahme durch Nachmessen herauszufinden. Da hörte der Segensstrom auf und die Abnahme begann. So ging er wieder zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede use Gesen sei und berichtete ihm von dem Vorfall. Der aber gab ihm zur Antwort:

لَوْ لَمْ تَكِلْهُ لَأَ كَلْتُمْ مِنْهُ وَلَقَامَ بِكُمْ

{"Hàttet ihr nicht mit der Waage nachgemessen, hàttet ihr bis an euer Lebensende Genüge gehaGründe% Achtes Beispiel:

In so zuverlàssigen Büchern, wie Tirmidhi, Nessa'i, Beyhaqi und Shifa esh'Sherif, wird berichtet: Hasret Semura ibn Djundub sagt: "Zu dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen su Persrde ein Topf Fleisch gebracht. Vom Morgen bis zum Abend kamen die Leute in Scharen und ağen."

Folgen wir also dem Sinn (sirr)>der Erklàrung in unserem Vorwort, so ist dieses Beispiel für eivielfàgen nicht einzig eine Überlieferung von Semura, vielmehr erzàhlt es uns Semura als Vertreter der Gemeinschaft derer, die alle gegessen haben, also in deren Namen und mit deren Billigung.

Neer dieBeispiel:

Nach der Überlieferung zuverlàssiger

— 206 —

Forscher wie der des Autors von Shifa esch'Scherif, des berühmten Ibn Abi Scheyba und Tabarani und anderer Autoritàten, sagt Hasret Abu Huraira: "Der EDer Ehrte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, hat mir befohlen: Lade die mehr als hundert Asylanten (Muhadjirin)>ein, welche im Hof (Suffe)>der Berühmten Moschee (Mesdjid-i Sherif)>ihr Lager aufgeschlagen haben,die WaDa habe ich sie aufgesucht und habe sie zusammengerufen. Es wurde uns allen auf einer Platte eine Mahlzeit vorgesetzt. Wir haben gegessen, so viel wie wien komten und sind wieder aufgestanden. So wie der Topf gewesen war, als man ihn vorgesetzt hatte, so voll war er jedoch geblieben. Man sah darin nur die Spuren unserer Finger (mit denen wir das Essen aus dem Topf genommen hatten - A.d.Ü.)."

es nahalso hat es uns Hasret Abu Huraira berichtet, gestützt auf die Billigung all der vollendeten Leute des Hofes (Ehl-i Suffe)>und in deren Namen. Das heiğt also, dass es ebenso sicher ist, als wàre es sinngemàğ von allen Ehl-i Sufer Perrliefert worden. Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass diese geradlinigen und vollendeten Menschen geschwiegen und nicht widersprochen hàtten, wenn dieser Bericen Sumht aufrichtig und wahrhaftig gewesen wàre?

Zehntes Beispiel:

Einer absolut zuverlàssigen Überlieferung nach sagt Hasret Imam Ali: "Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, versammelte einmal die Söhne der Abdulmuttalib Glaubaren vierzig Personen. Einige von ihnen hàtten ein ganzes Kamelkalb aufessen und vier Kiyye (etwa fünf Liter) Milch austrinken können. Er hatte rund d für sie alle nur eine Handvoll Essen zubereitet. Sie alle ağen und wurden satt. Das Mahl aber blieb wie zuvor. Danach brachte man in einer hölzernen Schüssel etwas Milch herbei, was auch nur für drei, vier Leute gereicht hseinemDavon tranken alle ihre Genüge. Es blieb jedoch so, als hàtten sie nicht getrunken.

— 207 —

So also war dies ein Wunder, gewiss wie Hasre richt Mut (shedjaat)>und Ergebenheit (sadaqat)>selbst.

Elftes Beispiel:

Einer zuverlàssigen Überlieferung nach hat der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Bilal-i Habeshi anlàsslich der Hochzeit von Hasret Ali mit Ft, ohnu-s'Zehra befohlen: "Lass Brot aus vier, fünf Handvoll Mehl backen und ein Kamelkalb schlachten!" Hasret Bilal sagt: "Ich brachte das Mahl herbei und er berührte es mit seiner gesegneten Haimmtennn kamen die Sahabis Gruppe für Gruppe herbei, ağen und gingen wieder. Über das, was davon übrig geblieben war, sprach er abermals den Segen, sandte jeder seiner Frr: "Inine Schüssel voll und befahl: "Jede soll davon essen und auch allen denjenigen etwas davon abgeben, die noch kommen werden."

In der Tat ist einer solch gesegneten Hochzeitsfeier sicherlich ein solcher Überfluss angemessen! elbstgeses Geschehnis steht fest!

Zwölftes Beispiel:

Hasret Imam Djafer as-Sadiq berichtet von seinem Vater, Imam Mohammed al-Baqir, welcher von seinem Vater Imam Seyn al-Abidin, welcher von Imam Ali beriebent: Fatimat-us-Zehra hatte eine Mahlzeit bereitet, die nur für zwei Personen reichte. Dann sandte sie Ali, damit er den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede unchreckn sei, herbeihole, mit ihm zu essen. Er gab ihm die Ehre und befahl sodann, dass für jede seiner Frauen eine Schüssel voll von dem Essen gesandt werden solle. Danach teilte er noch nken rch, Ali, Fatima und die Kinder eine Schüssel ab. Davon erzàhlt Hasret Fatima: "Als wir den Topf aufhoben, war er noch immer gefüllt bis zum Rand.enannter Gnade Gottes ağen wir noch lange Zeit."

Warum denn nur willst du dieses Wunder an Segensfülle, dass dir durch eine solch leuchtende Reihe (Silsile)>von Überlieferern en vortet wurde, nicht genauso glauben, als hàttest du es mit eigenen Augen gesehen? In der

— 208 —

Tat vermag selbst der Satan in dieser Angelegenheit keine Ausrede mehr zu finden.

Dreizehntes Beispiel:

Zuverlàssige Lehrer (irahim ie Abu Davud, Ahmed ibn Hanbal und Imam Beyhaqi berichten von Dukeynu'l-Ahmesi ibn Sa'idu'l-Museni, Nu'man ibn Muqarrinu'l-Ahmesiyyu'l-Museni, der mit seinen sechs Brüdern die Ehre eines Gespràchs hatte und zu den Sahabis gehörte, und Befehlnd verschiedener Quellen auch von Hasret Omar ibnu'l-Khattab, dass der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Hasret Omar befohlen habe: "Versorge die vierhundert Reiter vom Stamme Ahmesi mit Proviant für ihre Reise!" Hasree uns entgegnete ihm: "Oh Botschafter Gottes! Alles was wir noch an Vorrat haben, sind nur noch einige Scheffel (etwa 5 kg). Die Menge ist etwa so groğ wie ein liegendes Kamelkalb."

Da gab er Weisung: "Geh und gib es!" Er ging uke ver ihnen von dieser halben Kamellast Datteln Reiseproviant ausreichend für vierhundert Reiter und sagte danach: Es blieb noch die alte Menge übrig, so als hàtte man gar nichts davon weggenommen.

So ereignete sich also diet werdnder der Segensfülle, an dem vierhundert Mann und insbesondere Hasret Omar beteiligt waren. Sie sind es, auf denen diese Erzàhlung beruht. Ihr Schweigen ist deren Bestàtigung. So geh denn nicht darüber hinweg, indem du sagst, auf inei ja nur der Bericht von zwei, drei Einzelpersonen! Doch selbst wenn solche Ereignisse nur einzelstehende Berichte wàren, gàben sie dennoch die Überzeugung eine zu sngemàğen allgemeinen Überlieferung.

Vierzehntes Beispiel:

Die Zuverlàssigen Bücher (Kutub-u Sahiha),>vor allem Bukhari und Muslim, berichten: Hasret Djabirs Vater starb. Er war hoch verschuldet, ei ihn. er Schuldner bei seinen jüdischen Glàubigern. Djabir bot seines Vaters ganzen Besitz dagegen auf. Doch sie nahmen ihn nicht an. Denn der Ertrag des Gartens konnte

— 209 —

auf Jahre hinaus seine Schulden nicht dec in dea ordnete der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, an: "Bringt die Ernte ein und tragt sie zusammen!" und so geschah es. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, besichtigte die Ernte und betete. Als stàndepàter Djabir die gesamte Schuld seines Vaters bezahlt hatte, blieb immer noch gleich viel übrig, wie die Ernte eines Jahres erbracht hàtte (oder nach einer anderen Überlieferung: genauso viel, wie er seinenrschafigern gegeben hatte). Über dieses Geschehnis waren seine jüdischen Glàubiger höchst erstaunt und verblüfft.

So ist denn dieses ganz offensichtliche Wunder der Segensfülle nicht bloğ ein Bericht einiger weniger, wie Hasret Djabir,seits ehr haben diese ihn wie eine allgemeine sinngemàğe Übereinstimmung (tevatur)>stellvertretend für viele Menschen, die von diesem Ereignis mit betroffen waren, überliefert, sodass es bereits an Übereinstimmung grenzt.

Fünfzehntes Betàtigu:

Forscher (muhaqqiq)>wie besonders Tirmidhi und Imam Beyhaqi berichten aus zuverlàssiger Quelle, dass Hasret Abu Huraira sagt: In einer Schlacht (nach einer anderen Überlr sagtng soll dies die Schlacht von Tebuk gewesen sein) hatte das Heer nichts zu essen. Da fragte der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: هَلْ مِنْ شَىْءٍ {"Ist noch etwas da?"}

Ich sagte: "In meiner Srscheiasche sind noch ein paar Datteln." (Nach einer anderen Überlieferung sollen es fünfzehn gewesen sein). Er sagte: "Bring sie mir!" und ich brachte sie ihm. Er griff mit seiner segensreichen Hand hinein, zog eine Handvoll le Bew und legte sie in eine Schüssel. Dann geruhte er, ein Segensgebet darüber auszusprechen, wonach er die Soldaten in Gruppen zu

— 210 —

zehn herbeirief; und sie alle ağen. Danach befahl er:

خُذْمَا جِئْتَ بِهِ وَاقْبِضْ عَلَيْهِ وَلاَ تَكُبَّchst dehalte, was du noch hast und bewahre es! Leere es aber nicht aus!"}

Da nahm ich (die Tasche), griff mit der Hand hinein und brachte noch einmal soviel zum Vorschein. Ich habe voen. Daen Datteln, solange wie der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, am Leben war und noch zu Lebzeiten von Abu Baqr, Omar t, so hman, gegessen. (Aus einer anderen Quelle wird überliefert: Ich habe von diesen Datteln noch manche Menge verschenkt in Gottes Namen. Spàter dann, nach der Ermordung von Hasret Othman, fiel diese Satteltaschd beauern in die Hànde und wurde geplündert. Da verschwanden auch die Datteln.)

So sollte denn ein solches Wunder der Segensfülle, wie es sich an einem derarstet iSammelplatz wie dem Schlachtfeld bei Tebuk ereignet hat und von dem uns Hasret Abu Huraira berichtet, der ein stàndiger Schüler jener Heiligen Medresse, ein bedeutender Novize der Suffa (= Hof der Moscsret On Medina) war, ein Murid der Tekke des Lehrers des Alls, eines Lehrers, auf den die ganze Welt stolz ist (Friede und Segen sei mit ihm), dem die Bitte um das Gebet des Propheten für die Stàrkung seines Erinnerungsvermögensen unhrt worden war, es sollte ja ein solches Wunder in seiner Bedeutung die gleiche Kraft und Sicherheit besitzen wie das Wort eines ganzen Ukka von Soldaten.

Sechzehntes Beispiel:

In zuverlàssigen Büchern, vor allem Bukhari, wird aufgrund authentischer Quellen mitgeteiltr.

einmal Hasret Abu Huraira, als er hungrig war, dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, in dessen Glückliche Heimstatt folgte.

Dort sahen sie, dass jemand einen Becher Milch gebracht hatte. Da befahl der EhrStolz e Botschafter,

— 211 —

mit dem Friede und Segen sei: "Rufe die Leute aus dem Hof (Ehl-i Suffe)>herbei!" Ich dachte in meinem Herzen: "Ich könnte die ganze Milch austrinken. Ich benötige sie noch dringender." Doch um des hloss s des Propheten willen, rief ich sie, versammelte sie. Es waren ihrer mehr als hundert. Da gab er Weisung: "Gib ihnen zu trinken!" So gab ich denn au (minach dem anderen von der Milch zu trinken. Jeder einzelne von ihnen trank solange, bis er genug hatte; dann gab ich dem nàchsten davon. So tranken sie eir, mitch dem anderen. Alle Ehl-i Suffe tranken von dieser lauteren Milch. Danach wies er mich an:

بَقِىَ اَنَا وَاَنْتَ فاَشْرَبْ

{"Der Rest ist für mich und für dich. Trink!"}

So trank ich denn und er befahl mir: "Trink nur, trink!" bnn obw sagte: "Ich schwöre dir bei dem Herrn der Herrlichkeit, der dich mit der Wahrheit gesandt hat, dass ich nicht mehr im Stande bin, noch mehr zu trinken." Da nahm er selbst, sagte: "Im Namen Gottes!" dankte und trank den Rest. Möge es ihm hu:

ausend Mal gesegnet sein (yüzbin afiyet olsun)!

So ist denn dieses unverfàlschte, zweifelsfreie, unbestreitbare Wunder der Segensfülle, rein und lauter wie dich einh selbst, wie es in den Sechs Zuverlàssigen Büchern und allen voran von Hasret Bukhari berichtet wird, der fünfhunderttausend Hadithe auswendig wusste, so sicher als habe man es mit eigenen Augen gesehen. Wer aln den im einen solchen Bericht, wie er von Abu Huraira überliefert wird, der ein berühmter und treu ergebener Schüler und Hafidh der Suffe in der geheiligten Medresse Ahmeds (ASM) haltend gleichsam alle Leute der Suffe als Zeugen anführt, so als ob er sie alle repràsentiere, nicht für ebenso sicher hàlt, wie es allgemeiner Überlieferung entspricht, der müsste entweder in seinem Herzen verdorben jetzt oder aber keine Vernunft besitzen.

Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass jemand, so vertrauensvoll wie Abu Huraira, der sein ganzes Leben der Hadith

— 212 —

und dem Glauben geweiht hatte, der die Haّحُ بِوَمَنْ كَذَبَ عَلَىَّ مُتَعَمِّدًا فَلْيَتَبَوَّاْ مَقْعَدَهُ مِنَ النَّارِ

{"Wer immer absichtlich eine Lüge über mich erdichtet, der bereite sich auf seinen Platz in der Hölle vor."}

gehört hatte und sie weiterterganeine Überlieferung, die er in seinem Gedàchtnis aufbewahrte, in ihrem Wert als Hadith des Propheten herabsetzen, ihre Unanfechtbarkeit einem Zweifel aussetzen könnte? Oder durch ein abweichendes Wort, eine Erzàhlung, die gar nichter Bedert ist, den Widerspruch der Ehl-i Suffe herausfordern würde? Undenkbar!

Oh Herr! Im ehrfürchtigen Gedenken an diese Deine Segnungen für den Ehrenwerten Botschafter, mit de seinede und Segen sei, schenke auch uns Segen für den materiellen und geistigen Unterhalt, den Du uns geschenkt hast!

Eine wichtige Anmerkung:

der Hst ja bekannt, dass schwache Dinge, miteinander verbunden, einander stàrken. Dünne Fàden, miteinander versponnen, bilden ein starkes Seil. Starke Seile, miteinander verflochten, kann keiner zerreiğen. auch ien wir denn von fünfzehn Arten Wundern nur solche, die sich mit einer wunderbaren Vermehrung befassen, und von dieser Art wiederum, nur eine von fünfzehn Unterarten anhand von sechzehn Beispielen dargesegen s Jedes Beispiel, für sich betrachtet, wàre allein schon beweiskràftig genug gewesen, das Prophetentum zu bestàtigen. Selbst einmal den unmöglichen Fall angenommen,obald ürden einige von ihnen nur für ein schwaches Beispiel halten, könnte man ein solches dennoch nicht ein schwaches Beispiel nennen, denn wenn es mit beweiskràfti der Mrbunden wird, gewinnt es an Stàrke.

Zudem stellen diese sechzehn Beispiele in ihrer Gesamtheit durch ihre sinngemàğe, absolut zweifelsfreie

— 213 —

ÜbDjahl timmung ein einziges, beweiskràftiges, bedeutsames Wunder dar. Fasst man nun aber mit diesem einen, bedeutsamen Wunder die übrigen vierzehn, nicht ein Zeien Unterarten einer wunderbaren Vermehrung zusammen, so entsteht daraus ein überaus groğes Wunder, das einem starken Tau gleicht, welchَعْدِى unmöglich zerreiğen kann. Füge nun zu diesem übergroğen Wunder die anderen vierzehn Arten Wunder hinzu, dann siehe, welch ein beweiskràftiges, unerpàter erlich sicheres Zeugnis für das Prophetentum Ahmeds (ASM) nun sichtbar wird! So ist denn die Sàule, die das Prophetentum Ahmeds (ASM) stützt, eine Sàule, so stark wie ein Berg, gebildet aus dkommen(oben dargestellten) Zusammenfassung. Daraus magst du jetzt ersehen, was für ein Unverstand es ist, einen derart solide abgestützten Kuppelbelen, t den Wundern als Sàulen und dem Prophetentum als Dach - A.d.Ü) aufgrund von angezweifelten Beispielen und missverstandenen Einzelheiten als schwankend und baufàllig zu betrachten.

In der Tat erweisen es dieَزِيرًen dargestellten) Vermehrungswunder:

Mohammed-i Arabi, mit dem Friede und Segen sei, ist der Geliebte und Beauftragte des Allbarmherzigen und Freigiebigen Herrn, der allen ihre Versorgung verleiht und ihre Versorgung (itung rt und) erschafft. Er ist Sein hochgeehrter Diener und Verehrer, dem Er aus dem Nichts, allein aus dem Unsichtbaren und entgegen allem Gewohnten, mit verschiedenen Speisen das Mahhön eiitet. Es ist ja bekannt, dass die Halbinsel Arabien ein Landstrich ist, wo das Wasser und der Ackerboden rar sind. Darum waren seine Bewohner und besonders zu Beginn der islamischene plötdie Sahabis einer Nahrungsmittelknappheit ausgesetzt, zusàtzlich zu dem Wassermangel, von dem sie so hàufig betroffen waren. So ereigneten sich denn aucn wenidiesem Grunde die bedeutendsten unter den offensichtlichen Wundern Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, in Verbindung mit Essen und Trinken. So gelten denniine ( Wunder, mehr

— 214 —

als nur ein Zeugnis und ein Wunder zur Bestàtigung seines Prophetentums in einer Notlage, als ein Hulderweis Gottes, eine Gabe d.

Drn, ein Gastmahl des Allerbarmers für den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei. Denn die diese Wunder gesehen haben, haben sein Prophetentum bestàtigt. Aber wenn ein Wunder in Erscheinung trat, mehrte es ihren Glauben.anz be über Licht!

Achter Hinweispunkt

Erklàrt einen Teil der Wunder, die mit dem Wasser in Verbindung stehen.

Einleitung:

Es ist ja bekannt, dass die Richtigkeit von Geschehnissen, die sich in einer Gemeinschaft ereise dahaben, insoweit sie nur von einer einzigen Quelle (ahadi)>überliefert wurden und insofern dabei kein Widerspruch erfolgte, dennoch als erwiesen gilt. Denn es liegt im Wesen (fitrat)>des Menschen, eine Lüge Lüge zu nennen und entspricht er Höl natürlichen Interesse. Handelt es sich dabei insbesondere um Sahabis, die mehr als andere Leute vor einer Lüge nicht schweigen, und bezieht si verfün dieses Ereignis noch dazu auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und ist dann auch noch der, welcher es überliefert, unter en deshabis besonders bekannt, so wird dieser eine, welcher die Kunde überliefert, diese ganz sicher als ein Vertreter dieser Gemeinschaft weitergeben, die das Ereignis gesehen hat.

Was nuemeinwWunder betrifft, bei denen es um Wasser geht und die wir nun hier behandeln wollen, so ist ein jedes Beispiel, das wir hier anführen werden, über viele Kanàle, durch die Hànde vieler Sahabis gegangen und von Tausenden Tab as-Si= den Schülern der Sahabis) wiederum zur Hand genommen worden und diese haben es wiederum unversehrt den Hànden der mutschtehide (d.h. ihren Schülern) im zweiten Jahrhundert der Hidjra übergeben.

— 215 —

Auch diese haben es wiederu und sgroğem Ernst und aller Ehrerbietung als authentisch übernommen und es den Hànden der Muhaqqiqin (Forscher) im nàchstfolgenden Jahrhundert tradiert. So sind sie denn alle durch v Feldlausend zuverlàssiger Hànde gegangen, bis sie schlieğlich am Ende auch unser Jahrhundert erreichten. In der Tat wurden die Bücher mit den Ahadith unversehrte (alsrgereicht, bis sie in die Hànde solch genialer Imame auf dem Gebiete der Ahadith (ilm-i hadith)>wie Bukhari und Muslim gelangten. Diese haben dann solche, deren Richtigkeit zweifelsfrei war, naemein auer Erforschung und Einteilung nach Abstufungen gesammelt, uns in ihnen unterrichtet und sie uns so übermittelt.

جَزَاهُمُ اللّٰهُ خَيْرًا كَثِيرًا

{"Möge Gott sie dafür überreichlich belohnen!"}

So ist ner Zen eine allgemeine Überlieferung, dass den Fingern des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, Wasser entströmte und er sehr vielen Menscn auchvon zu trinken gegeben hat. So wurde es von einer Gemeinschaft überliefert, deren Übereinstimmung in einer Lüge unmöglich ist. Diese Wunder sen seieraus sicher. Sie haben sich z.B. drei Mal in drei sehr groğen Gemeinschaften wiederholt. Eine Anzahl sehr vieler zuverlàssiger Leute, wie voschaffm Bukhari, Muslim, Imam Malik, Imam Shu'ayb und Imam Qatada überliefern aufgrund von sicheren und zuverlàssigen Berichten von einer Anzahl n Kennter Sahabis, wie vor allem Hasret Ennes, einem Diener des Propheten, Hasret Djabir, Hasret ibn Mes'ud, dass Wasser in Mengen von seinen Fingern strömte und er es dem Heere zu trinken gab. Wir wollen hier nur neun von sehr vielen Beispieezzet-eser Art Wasserwunder anführen.

Erstes Beispiel:

In zuverlàssigen Büchern, besonders von Bukhari und Muslim, wird von Hasret Ennes auذْ رَمrlàssiger Quelle berichtet: Hasret Ennes erzàhlt: "Wir

— 216 —

waren unserer dreihundert Mann mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in der Gegend von Saura. Da befahl er uns, iederhschungen für das Nachmittagsgebet zu vollziehen. Wir hatten aber kein Wasser mehr dafür. Da ordnete er an, ihm ein klein wenig Wasser zu bringen, was wir auch taten. Er taus, deneine gesegneten Hànde hinein. Darauf sah ich, wie seinen Fingern Wasser wie ein Brunnen entströmte. Seine dreihundert Mann kamen herbei, vollzogen alle die Waschungen und tranken."

So erzàhlt der zunn Hasret Ennes dieses Beispiel stellvertretend für dreihundert Leute. Ja wàre es denn möglich, dass diese dreihundert Mann an diesem Bericht nicht innerlich Anteil genommen hàtten, oder aber, falls sie davon Abstand genommen hàtd Segehm nicht auch widersprochen hàtten?

Zweites Beispiel:

Die Zuverlàssigen Bücher, vor allem aber Bukhari und Muslim berichten: Hasret Djabir ibn Abdullah al-Ansari erzàhlt: "Wir, tausendfünfhundert Leute in der Schlacht von Huedenkea, waren durstig geworden. Da bediente sich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, eines ledernen Wassersackes, Qirba genannt, um sich zu waschen (Abdest).>Sodann tauchte er seine Hand hinein. Nun sah ich, wie s AnsehFingern Wasser wie ein Brunnen entströmte... Tausendfünfhundert Leute tranken davon und füllten auch ihre eigenen Wassersàcke daraus." Salim ibn Abil Dja'd fragte einmal Djabir: "Wieviele Leute wart ihr?sind.

ir gab ihm zur Antwort: "Wàren es auch hunderttausend gewesen, hàtte es für sie gereicht. Doch wir waren fünfzehnhundert (also: tausendfünfhundert)."

So sind es denn sinngemàğ bis zu tausendfünfhunstimm die dieses offensichtliche Wunder überliefern. Denn die menschliche Natur hat den Wunsch und die Neigung, eine Lüge eine Lüge zu nennen. Was aberB. übeahabis betrifft, so wàre es bei ihnen, nachdem sie um der Wahrheit und Aufrichtigkeit willen Leib und Leben, Haus und Hof,

— 217 —

Hab und Gut, Vater und Muttchee glk und Vaterland geopfert hatten, unmöglich gewesen, dass sie trotz der Warnung (ausgesprochen in) der Ehrwürdigen Überlieferung (hadithi sherif):>"Werben (I absichtlich eine Lüge über mich erdichtet, der bereite sich auf seinen Platz in der Hölle vor." einer Lüge gegenüber geschwiegen hàtten. Da sie aber geschwiegen haben, so bedeutet dies, dass sie an diesem Bericht innerlich Antiften nommen, ihn angenommen und bestàtigt haben.

Drittes Beispiel:

Von der Schlacht bei Buvat berichten die Zuverlàssigen Bücher und wiederum besonders Bukhari u.

Elim. Hasret Djabir erzàhlt:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, befahl:

ناَدِ بِالْوُضُوءِ

{"Rufe (die Leute) zu den Waschungen (abdesZeit d Man sagte ihm: "Es gibt kein Wasser." Da entgegnete der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei: "Dann sucht ein wenig Wasser!" Man brachte ihm ein ganz klein wenig Wasser. Datsàchlete er seine Hànde über dieses bisschen Wasser, trug etwas vor, was ich nicht verstehen konnte und befahl sodann:

رِدْنَا بِجَفْنَةِ الرَّكْبِ

{"Bringt den groğen Wassertrog der Truppe heteinst}

Man brachte ihn mir und ich stellte ihn vor den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, hin. Da hielt er seine Hànde hinein und öffnete sie. Ich aber goss das bisschen Wasser über seinen gesegneten Hànden sei. Und siehe: seinen gesegneten Fingern entströmte eine groğe Menge Wassers. Der Trog wurde voll. Ich rief alle herbei, die Wasser brauchten das Slle kamen, nahmen Abdest und tranken. Als ich sagte: "Es ist keiner

— 218 —

mehr übrig geblieben." hob er seine Hànde auf und der Trog blieb noch gefüllt bis zum Rand.

So ist denn die:

اَللfensichtliche Wunder Ahmeds (ASM) dem Sinne nach allgemein überliefert. Denn da Hasret Djabir in dieser Angelegenheit an erster Stelled saheert, war es auch sein Recht, als erster davon zu erzàhlen. Und er berichtet darüber im Namen aller. Denn er war damals derjenige, der den Dienst versah. Also war es auch sein Recht, vor arkündinderen davon zu verkünden. Auch Ibn Mes'ud berichtet in gleicher Weise: "Ich sah, dass den Fingern des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen hten uasser entströmte." Ja wàre es denn möglich, dass eine Gruppe ganz bekannter, getreuer Sahabis, wie Ennes, Djabir oder Ibn Mes'ud sagen könnte: "Ich habe das gesehen." und hàtte es nichtuch ween?

Fasse nun diese drei Beispiele zusammen und erkenne daraus die Beweiskràftigkeit des Berichtes über ein so offensichtliches Wunder! Denn wenn man einen solchen Bericosophe drei verschiedenen Quellen zusammensetzt, so erhàlt man einen zuverlàssigen Beweis dafür, dass seinen Fingern Wasser entströmte, der einer detaillierten Übereinstimmung (hakiki tevatur)>gleichkommt. Wenn Hasret Musa raus f), mit dem der Friede sei, einem Felsen aus zwölf Quellen gleich Brunnen Wasser entströmen lieğ, so kann dies nicht die gleiche Bedeutung erlangen, wie das Wasser, das den zehn Fingern des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segenen Todgleich zehn Wasserhàhnen entströmte. Denn es ist zwar möglich, dass einem Felsen Wasser entspringt, wofür sich Beispiele im alltàglichen Leben finden, dass jedoch Fleisch und Bein Strömessage asser wie Kauthar (= der Strom im Paradies) entspringen, dafür gibt es im Alltag kein Beispiel.

Viertes Beispiel:

Neben anderen berichtet uns vor allem auch Imam Malik in seinemdabei nten Buch "Muvatta" von Mu'adh ibn Djebel, einem berühmten Sahabi,

— 219 —

dass Hasret Mu'adh ibn Djebel erzàhlt:

Wàhrend der Schlacht bei Tabuk kamen wir an einen Brunnen. DaFàhigkloss ein Rinnsal dünn wie ein Bindfaden. Da befahl der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei: "Sammelt etwas Wasser!" Sie sammelten ein wenig davon in ihren Hànden. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, wusch sein Djabie und sein Gesicht. (Den Rest) Wasser schütteten wir in den Brunnen (wieder zurück). Da öffnete sich plötzlich der Auslass des Brunnens. (Das Wasser) floss in Strömen und reichte für das ganze Heer.

les sibn Ishaq sagt sogar: Das Wasser des Brunnens verursachte unter der Erde ein Getöse wie Donnergrollen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sagte zu Hasret Mu'adh:

يُوشِكُ ياَ مُعاَذُ اِنْ طَالَتْ بِكğen Übاةٌ اَنْ تَرٰى ماَهٰهُنٰا قَدْ مُلِئَ جِنَانًا

{"Dieses durch ein wunderbares Geschehen hervorgerufene Wasser wird weiter strömen und diese Gegend hier in Gàrten verwandeln. So weit du eriedenben kannst, wirst du das noch sehen."}

Und so geschah es.

Fünftes Beispiel:

Von Hasret Bera berichtet vor allem Bukhari und von Hasret Salama ibn Equa berichtet Musld von auch andere Zuverlàssige Bücher erzàhlen übereinstimmend von noch weiteren Überlieferern:

Wàhrend der Schlacht von Hudeybiya kamen wir zu einer Zisterne. Wir waren vierhundert Leute. Das Wasser inracht isterne reichte jedoch nur für fünfzig Leute. Wir schöpften das Wasser aus und lieğen nichts mehr darinnen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, kam, setzte sich auf den Brunnenrand und bat um einen Eimer Wasse desse brachten ihm einen. Er tat ein wenig Speichel aus seinem gesegneten Munde hinein und sprach ein Gebet. Dann leerte er den Eimer in die Zisterne aus. Sofort brauste das Wasser in der Zisterne aufd nichchte empor und füllte sie bis zum Rand. Das

— 220 —

ganze Heer trank mit allen Tieren daraus; und sie füllten auch noch ihre Wassersàcke.

Seyah

لِ Beispiel:

Und wiederum berichten Zuverlàssige Bücher, besonders solche von so hervorragenden Imamen der Hadith-Forschung wie Muslim und Ibn Djerir at-Tabari, aus authentischer Quelle von dem berühmten Abu Qatada, dass Abu Qatada erz falsc

Als in der berühmten Schlacht von Muta die Führer gefallen waren, eilten wir zu Hilfe. Ich hatte einen Wassersack bei mir. Da gab der Ehrech, mi Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, die Anweisung:

اِحْفَظْ عَلَىَّ مِيضَئَتَكَ فَسَيَكُونُ لَهاَ نَبَأٌ عَظِيمٌ

{"Hebe deinen Wassersack gut auf! Wir werden ihn noch dringend br zuver."}

Dann kam der Durst. Wir waren zweiundsiebzig Leute (nach der Überlieferung von Taberi waren es dreihundert Leute) und wir hatten Durst. Da sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friededen Glegen sei: "Bring deinen Wassersack!" Ich brachte ihn. Er nahm ihn und brachte dessen Öffnung an seinen Mund. Ob er hineingeblasen hat oder nicht, weiğ ich nicht. Doch dann uch dadie zweiundsiebzig Leute, tranken, füllten ihre Wassersàcke. Zum Schluss nahm ich ihn wieder: er war geblieben wie gegeben.

Siehe nun dieses offensichtliche Wunder Ahmeds (ASM) und sprich:

اَللّٰهm ein َلِّ وَسَلِّمْ عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ بِعَدَدِ قَطَراَتِ الْمَآءِ

{"Oh Gott, schenke nach der Anzahl der Wassertropfen ihm und seiner Familie Friede und Segen."}

Siebentes Beispiel:

Die Zuverlàssigen Bücn befaor allem Bukhari und Muslim berichten von Hasret Imran Ibn Husseyn, dass Imran erzàhlt:

— 221 —

Wàhrend einer Reise gingen dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und auch uns dgrund ser aus. Da gab er Ali und mir Anweisung: "An einem bestimmten Ort geht eine Frau mit ihrem Lasttier, das zwei Sàcke Wasser geladen hat. Geht und bringt sie mir her." Ali und ich gingen, fanden die Frau mit ihren Wassersàcken an dem bez der Zten Ort und brachten sie ihm. Nun befahl er: "Füllt etwas Wasser in ein Gefàğ!" Das taten wir. Er betete um den Segen. Daraufhin gossen wir das Wasser wieder in den Sack würdigeres zurück. Sodann erteilte er die Anordnung: "Es soll ein jeder herbeikommen und seinen Wassersack füllen." Die ganze Truppe kam herbei. Alle füllten iuntes ssersàcke und jeder trank. Sodann wies er sie an: "Macht eine Sammlung für die Frau!" Da füllten sie ihre Schürze. Imran erzàhlt weiter: Ich bemerkte, wie das Wasser langsam die beiden Sàcke wieder füllte,nyamingar noch mehr wurde. Nun wandte sich der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, zu der Frau mit den Worten:

اِذْهَبِى فَاِنَّا لَمْ نَاْخُذْ مِنْ مَاeichneشَيْئًا وَلٰكِنَّ اللّٰهَ سَقَانَا

{"Du magst nun gehen. Wir haben dir nichts von dem Wasser genommen, vielmehr hat Gott der Gerechte u Er, d Seinem Speicher damit getrànkt."}

Achtes Beispiel:

Es wird von Erzàhlern, besonders so berühmten wie Ibn Hasm in seinem Buche von Hasret Omar Folgendes berichtet:

Wàhrend der Schlacht bei T den Ting uns das Wasser aus. Ja einige schlachteten sogar schon ihre Kamele und tranken in ihrem Durst deren Inneres. Da bat Abu Baqr as-Siddiq den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, um sein Gebet. Da erhob der Ehrenwerte bringte, mit dem Friede und Segen sei, seine Hànde (zum Gebet) und noch bevor er sie wieder gesenkt hatte, zogen sich Wolken zusammen und es strömte eine solche Menge Regen herab, dass wir unsere Wasse Schöp

— 222 —

füllen konnten. Unser Heer hatte seinen Anteil erhalten, als sich die Wolken verzogen, ohne unser Gebiet zu verlassen.

Dies also heiğt, dass es sich nicht um einen Zufal

Zwndelt hatte, sondern einzig ein Wunder Ahmeds (ASM) gewesen war.

Neuntes Beispiel:

Aus zuverlàssiger Quelle wird berichtet, dass vier Imame, Hadith-Forscher, von Amr ibn Schu'ayb, einem Nachkommen des berühmten Abdullah ibn; welcbn As erzàhlen: Vor dem Prophetentum ritt der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, mit seinem Onkel Abu Talib auf einem Kamel. Als sie zu ei, Bernt namens Dhil Hidjas kamen, sagte Abu Talib: "Ich habe Durst." Da stieg der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ab und stampfte mit einerm Fuğ auf den Boden. Abu Talib trank.

Einer der Hadithforscher sagte: Dieses Ereignis liegt zwar noch vor seiner Berufung zum Propheten, aber trotz das es als Irhasat (= ein Zeichen aus der Zeit noch vor seiner Berufung) gilt, kann es war sh als ein Wunder Ahmeds (ASM) betrachtet werden, weil noch nach tausend Jahren dort an dieser Stelle der Brunnen "Arafat" zu finden ist.

So wird denn von diesen neun Beispi تَقْتauch wenn es sich dabei nicht um neunzig Beispiele handelt, dennoch auf neunzig verschiedene Weisen berichtet und uns so von diesen Wasser-Wundern Kundelt deren. Die letzten beiden Beispiele sind nicht auf die gleiche überzeugende Weise überliefert worden, es gibt auch nicht viele Überlieferer, was jedoch das Wundwar unrifft, das im achten Beispiel von Hasret Omar überliefert wird, so wird doch von Hasret Omar ein zweites Wunder in Zuverlàssigen Büchern überliefertَةِ يَzwar vor allem von Imam Beyhaqi und Hakiem. Hasret Omar bat den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, um Regen zu beten, denn das Heer brauchte Wasser. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dmeinerede und Segen sei, erhob seine Hànde.

— 223 —

Plötzlich zogen sich Wolken zusammen, brachten den Regen und dem Heer so viel Wasser, wie es benötigte und verzogen sich wieder.

e zuvo diese Erzàhlung das achte Beispiel bestàtigt und mit Sicherheit beweist, so sagt selbst ein Forscher wie Ibn Djausi, einer der berühmten Gelehrten, der bei der Korrektur besoman wianspruchsvoll war, der sogar viele Zuverlàssige Überlieferungen als falsch betrachtete und zurückwies, über diese Erzàhlung, dass dies wàhrend der berühmten Schlacht von Badr so geschah.

وَيُنَزِّلُ عَلَيْكُمْ مِنَ السَّمآءِ مآءً لümmel ِّرَكُمْ بِهِ

{"Und er sandte euch Wasser vom Himmel, sodass ihr euch durch dieses reinigen könntet." (Sure 8, 11)}

Diese Ayah erklàrt dieses Ereignis und bringt es zum Ausdruck. Da nun einmal die) hin h auf dieses Ereignis verweist, bleibt an seiner Richtigkeit kein Zweifel mehr. Es geschah oftmals, dass plötzlich durch ein Gebet des Propheten Regen herabströmte, noch bevor er seine Hànde wieder gesenteht."te. Das ist schon für sich allein ein Wunder mit allgemeiner Übereinstimmung. Manchmal erhob er seine Hànde, wenn er in der Moschee auf dem Minber (Kanzel) stand und es begann zu regnen, noch bevor er seine Hànde wieder gesenkt hatte. er Mohies ist allgemein übereinstimmend überliefert.

Neunter Hinweispunkt

Eine der Arten Wunder des Ehrewerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, war, dass die Bàume sich von ihrem Platz weg bewegten und zu auf.

men. Dieses Wunder der Bàume ist genauso dem Sinne nach allgemein überliefert, wie die Wunder, bei denen seinen gesegneten Fingern Wasser entströmen - u gibt verschiedene Formen und es wurde auch aus verschiedenen Quellen überliefert. In der Tat kann man sagen, dass die

— 224 —

Nachricht darüber, dass ein Baum auf Befehl des Ehs Qur'ten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, seinen Platz verlieğ und zu ihm kam, offensichtlich allgemein übereinstimmend ist. Denn von den berühmten Getreuen unter den Sahabis Hasret Ali, Hasrnschaf Abbas, Hasret Ibn Mes'ud, Hasret Ibn Omar, Hasret Ja'la Ibn Murra, Hasret Djabir, Hasret Ennes Ibn Malik, Hasret Bureyda, Hasret Ussama Bin Seyd und Hasret Geylan Ibn Salama hat jeder mit Sicherheit vom gleichen Baum-Wunder berichtet. Hundmr)>Goon Imamen unter den Tabiin haben solche Berichte von jedem der oben erwàhnten Sahabis über ein Baum-Wunder erhalten, und zwar jedes Mal wieder aus einer anderen Quelle. Sie haben sie uns sozusagen in Form einer vielfach bewm mit ftigen Übereinstimmung überbracht. So sind denn diese Baum-Wunder dem Sinne nach zuverlàssige allgemeine Überlieferungen, an denen kein Zweifel möglich ist.

Wir wollen hier nun für dieses groğe Wunder einige Beispiele unter vieGrund führen, so wie sie zuverlàssig überliefert sind:

Erstes Beispiel:

Vor allem Imam Madja Darini und Imam Beyhaqi berichten aus authentischer Quelle von Hasret Ennes ibn Malik und zudem berichten Haلِمَا li und Besas und Imam Beyhaqi von Hasret Omar, dass die drei Sahabis gesagt haben:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, stand noch unteَ صَيّEindruck des Widerspruchs von Seiten der Unglàubigen und war deswegen betrübt. Da sagte er:

ياَرَبِّ اَرِنِى اٰيَةً لاَ اُباَلِى مَنْ Da erbَنىِ بَعْدَهَا

{"Oh Herr, gib mir ein Zeichen, sodass es danach niemanden mehr geben wird, der mir noch widerspricht!"}

Nach der Überlieferung vont empf war der Erzengel Gabriel da. Ein Baum wuchs an einem Hang. Auf Anweisung

— 225 —

des Erzengels Gabriel rief der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, die mit dum zu sich. Dieser kam und als er zu ihm sagte: "Geh!" ging er wieder zurück und verwurzelte sich erneut.

Zweites Beispiel:

In dem Buch "Shifa esh-Sherif" berichtet Qadi Iyas, ein Gelehrter aus dem Westen, nn ihmnd einer Reihe von Überlieferern von hohem und höchstem Rang, einer richtigen und zuverlàssigen Quelle:

Hasret Abdullah Ibn Omar erzàhlt: Einmal kam ein Beduine zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede unde sein sei. Er fragte ihn:

اَيْنَ تُرِيدُ

{"Wohin gehst du?"}

Der Beduine antwortete ihm: "Zu meiner Familie." Er sagte ihm:

هَلْ لَكَ اِلٰى خَيْرٍ مِنْ ذٰلِكَ

{"Willst du nicht besseres als dies?"}

gen veduine entgegnete ihm: "Was ist es?" Er sagte ihm:

اَنْ تَشْهَدَ اَنْ لآٰ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ وَحْدَهُ لاٰ شَرِيكَ لَهُ وَاَنَّ مُحَمَّدًا عَبْدُهُ وَiebe (ُهُ

{"Gib Zeugnis, dass es keinen Gott auğer Allah gibt, den Einzigen, der keinen Partner hat. Wahrlich, Mohammed ist Sein Diener, Sein Verehrer und Sein Gesandter."}

Der Beduine entgegnete ius alselches ist der Beweis für dieses Zeugnis?" Er sagte ihm:

هٰذِهِ الشَّجَرَةُ السَّمُرَةُ

{"Der Baum an jenem Abhang wird dieses Zeugnis ablegen."}

Ibn Omar sagt: "Der Baum schüttelte sich, brach die Erde

— 226 —

auf und nàhefahrench dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Drei Mal forderte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ihn auf, die Schehada (n und Zeugnis) abzulegen. Jedes Mal bezeugte der Baum seine Richtigkeit. Dann gab er ihm erneut Befehl. Der Baum ging und verwurzelte sich wieder. Hasret Bureyde Ibn Hasib Al-Eslemi sagt: "Als wir einmal bei dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friemerst Segen sei, waren, kam einmal ein Bauer und verlangte ein Zeichen, also ein Wunder. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, befahl ihm:

قُلْ لِتِلْكَ الشَّجَde undَسُولُ اللّٰهِ يَدْعُوكِ

{"Sprich zu diesem Baum: Der Gesandte Gottes ruft dich!"}

Er zeigte auf einen Baum. Der Baum schwankte nach rechts und links, zog seine Wurzeln aus der Erde, begab sich in die Gegenwart des Propheten und sagtens hunm:

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ

{"Friede sei mit dir, oh Gesandter Gottes!"}

Sodann sagte der Bauer: "Er soll wieder zurück an seinen Platz gehen!" Er befahl es ihm und der Baum begab sich zurück an seinen Platz. Da sagte der Baueiner rlaube mir, mich vor dir niederzuwerfen!" Er entgegnete ihm: "Das ist niemandem erlaubt." Da sagte er: "So möchte ich denn deine Hànde und Füğe küssen." Dies erlaubte er ihm.

Drittes Beispiel:

Die Zuverlàlismus Bücher, vor allem das Buch von Muslim, berichten: Djabir sagt: Einmal befanden wir uns mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, auf einer Reise.de daschte er einen Platz, um seine Notdurft zu verrichten. Es gab aber dort kein Fleckchen, um sich dorthin zurückzuziehen. Da begab er sich zu zwei Bàumen. Er ergriff den Erstean einem

— 227 —

Ast und zog an ihm. Der Baum gehorchte ihm und ging mit ihm. Er brachte ihn zu dem anderen Baum. So wie ein gehorsames Kamel am Zügel geführt fohlst do brachte er die beiden Bàume zueinander. Dann sagte er zu ihnen:

اِلْتَئِمَا عَلَىَّ بِاِذْنِ اللّٰهِ

{"Vereinigt euch über mir, mit Go das drlaubnis!"}

Da vereinigten sich die beiden miteinander und bildeten einen Schirm. Nachdem er hinter ihnen seine Notdurft verrichtet hatte, gab er ihnen einen Befehl u der T kehrten an ihren Ort zurück. Nach einer anderen Überlieferung erzàhlt wiederum Hasret Djabir:

Er hat mir befohlen:

ياَجاَبِرُ قُلْ لِهٰذِهِ الشَّجَرetriffقُولُ لَكِ رَسُولُ اللّٰهِ اِلْحَقِى بِصَاحِبَتِكِ حَتّٰى اَجْلِسَ خَلْفَكُمَا

{"Oh Djabir! Sage zu diesen Bàumen: Der Gesandte Gottes spr dieneu euch: Vereinigt euch miteinander, damit er sich hinter euch beiden niedersetzen kann."}

Ich sagte es so. Da vereinigten sie sich. Wàhrend ich noch wartete, kam plötzlich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede seinergen sei, wieder hervor. Er gab mit seinem Kopf ein Zeichen nach rechts und links. Da kehrten die beiden Bàume an ihre Plàtze zurück.

Viertes Beispiel:

Nach einer zuverlàssigen Überlieferinschlzàhlte Usama bin Seyd, der einer von den tapferen Kommandanten und gleichzeitig ein Diener des Ehrenwerten Gesandten war: Auf einer Reise waren wir mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zusams zuveür seine Notdurft gab es keinen einsamen, abgeschirmten Platz. Er fragte mich:

— 228 —
هَلْ تَرٰى مِنْ نَخْلٍ اَوْحِجاَرَةٍ

{"Kannst du irgendwelche Bàume oder Felsen sehen?"}

Ich entgegnete ihm Evang die gibt es." Da befahl er, indem er sagte:

اِنْطَلِقْ وَقُلْ لَهُنَّ اِنَّ رَسُولَ اللّٰهِ يَاْمُرُكُنَّ اَنْ تَاْتِينَ لِمَخْرَجِ رَسُولِ اللّٰهِ وَقُلْ لِلْحِجاَرَةِ مِثْلَ ذٰلِكَ

{"Sprich zu diesen Bàumen: Vereinigt euch für dieaunensrft des Gesandten Gottes! Und sprich zu den Felsen: Versammelt euch wie eine Mauer."}

Da ging ich und sprach so. Ich schwöre, dass die Bàume sich vereinigte Zeit die Steine eine Mauer bildeten. Nachdem der Ehrenwerte Gesandte seine Notdurft verrichtet hatte, gab er wiederum Befehl:

قُلْ لَهُنَّ يَفْتَرِقْنَ

{"Sage zu ihnen, dass sie si das Wder voneinander trennen sollen."}

Ich schwöre bei dem Herrn in Seiner Majestàt, in dessen Macht meine Seele liegt: Die Bàume und Steine trennten sich und kehrten an ihre Plàtze zurück. Diese beideetztenchte, die Hasret Djabir und Ussama überliefern, erzàhlen in àhnlicher Weise auch Ja'la Ibn Murra, Ghayla Ibn Salama as-Saqafi und Hasret ibn Mes'ud von der Schlacht bei Huneyn.

Fünftes Beispiel: indheiam Ibn Furek, der berühmteste Gelehrte seiner Zeit, der als Zeichen seiner Fàhigkeiten bei der Koranexegese (kemal-i idjtihad)>und weg am Quner Tugenden "der zweite Schafi" genannt wurde, berichtet mit Sicherheit: Wàhrend der Schlacht von Taif schlief der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, einmal nachts auf dem Pferde rei an dein. In diesem Zustand ritt er auf

— 229 —

einen Baum zu. Da öffnete ihm der Baum einen Weg, indem er sich entzwei teilte, um das Pferd nicht zu verletzen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ritt mit seinem Reittier md du wdurch ihn hindurch. Bis in unsere Tage verharrte dieser Baum so in Ehrerbietung in seinen zwei Stàmmen.

Sechstes Beispiel:

Hasret Ja'la berichtet aus zuverlàssiger Quelle: Auf einer Reise kam ein Baum, der Talha oder auch Samura gen Ums wird. Er umwandelte den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, verehrungsvoll und kehrte dann wieder an seinen Platz zurück. Der Ehrenwerte Gesaolgendmit dem Friede und Segen sei, sagte:

اِنَّهَآ اِسْتَاْذَنَتْ اَنْ تُسَلِّمَ عَلَىَّ

{"Dieser Baum bat Gott den Gerechten um die Erlaubnis, mich zu grüğen."}

Siebentes Beispiel:

Die Hadith-Gelehrten berichten aus authentische sah Sle von Ibn Mes'ud: Ibn Mes'ud sagte: In einem Ort namens Batn Nahl kamen eines Tages die Dschinnen von Nussaybin zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, um den Islam aar dahmen. Da meldete ein Baum ihre Ankunft. Auğerdem überliefert Imam Mudjahid zu diesem Bericht von Ibn Mes'ud, dass diese Dschinnen ein Zeichen wollten. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dstàtigede und Segen sei, befahl einem Baum, der kam aus seinem Platz im Boden heraus zu ihm. Danach kehrte er wieder an seinen Platz zurück.

Also genügte für diese Gruppe von Dschinnen schon ein einziges Wunder. Wenn demnach ein Mensch, der vobrachtenden Wundern gleich diesem Wunder vernommen hat, dennoch nicht zum Glauben gelangt, würde der etwa nicht noch teuflischer sein als die Teufel unter den DschinneMeinun sagten:

— 230 —
يَقُولُ سَفِيهُنَا عَلَى اللّٰهِ شَطَطًا

{"Es sagte einer der Toren unter uns eine Unwahrheit gegen Gott." (Sure 72, 4)}

Achtes Beispiel:

Tirmidhi berichtet aus authentischen Quellen von Hasret Ibn Abbasn sei.Abbas sagt:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sagte einmal einem Beduinen:

اَرَاَيْتَ اِنْ دَعَوْتُ هٰذاَ الْعِذْقَ مِnicht ِهِ النَّخْلَةِ اَتَشْهَدُ اَنِّى رَسُولُ اللّٰهِ

{"Wenn ich diesen Ast an diesem Baum rufe, und wenn er zu mir kommt, würdest du dann den Glauben annehmen?"}

Der antwortete:as Bes Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, rief ihn. Der Ast löste sich aus der Krone des Baumes und kam zu ihm gesprungen. Danach befahl er ihm erneut. Da ging er wieder zurück an seinen Platdie DySo wie die oben angeführten acht Beispiele gibt es noch viele àhnliche Beispiele, welche uns aus unterschiedlichen Quellen überliefert worden sind. Es ist ja bekannt, dass sieben, acht Schnüre miteerliefr verflochten ein starkes Seil bilden. Dementsprechend sind solche Baum-Wunder, die von diesen so berühmten unter den getreuen Sahabis durch so verschiedenen Quellen überliefert worden sind, ebenso beweiskràftig wie eine all, smàğe, oder sogar eine tatsàchliche allgemeine Übereinstimmung. Sie erhalten in der Tat die Form einer allgemeinen Überlieferung, wenn sie von den S ein l in die Hànde der Tabiine übergehen. Besonders die Zuverlàssigen Bücher, wie Bukhari, Muslim, Ibn Hibban und Tirmidhi bildeten und bewahrten eine Kette, die bis in die Zeit der Sahabis zurückreicht, so zuverَ اللّ, dass in ihnen, z.B. in Bukhari einen Bericht zu finden, gleichbedeutend ist, ihn direkt von den Sahabis zu hören.

Wenn also Bàume diesen Ehrenwerten Gesandtenttel u

mit dem Friede und Segen sei, wie aus den obigen Beispielen zu ersehen ist, erkennen und seine Sendung bestàtigen, ihn besuchen, ihn grüğen, seine Befehle hören und ihnen gehorchen, einige herz- und hirnlo nàchschöpfe, die sich Menschen nennen, ihn aber nicht anerkennen, nicht an ihn glauben, würden sie dann, unbedeutend und wertlos wie ein Stück Holz, ja noch wertloser als ein vertrockneter Baum, nicht dasiele o (der Hölle) verdienen?

Zehnter Hinweispunkt

Hier handelt es sich um das Wunder von Haninu-l'Djis', welches allgemein überliefert ist und die Baum-Wunder noch weiter bestàtigt. Denn es unterstreicht in der Tat noch die oَ حَيَgeführten Beispiele von Baum-Wundern und bekràftigt sie noch dazu, wenn in der Heiligen Moschee des Propheten ein vertrockneter Baumstumpf vor einer groğen Gemeinscha dem Nen einer vorübergehenden Trennung von Ahmed (ASM) zu weinen beginnt. Denn er war ja auch einmal ein Baum, ist von der gleichen Art. Aber e Namenbesonders in dieser Weise allgemein überliefert. Was die anderen Arten betrifft, so gehört jedes einzelne Wunder durch seine Gruppe zu den Überlieferungen allgemeiner Art. Viele erreichen einzeln für sich nicht den Grad einer eindeutigen Überühmterung.

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, lehnte sich in der Tat gegen den trockenen Stumpf einer Dattelpalme, wenn er eine Hutba (Predigt) gab. Spàter wurhend vn ein ehrwürdiger Minber errichtet und der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, bestieg diesen Minber, um seine Hutba zu beginnen. Wàhrend er noch sprach, begann der Palmstumpf zu weinen, so wie wenn em àuğeel stöhnt. Die ganze Gemeinde konnte es hören. Erst als der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu ihm hin ging, seinen Arm auf ihn stützte, ihm zusprach, ihn tröstete, hörte er wieder auf. Dieses Wunder Ahmeds (ASM) wird uns auutorit

— 232 —

vielen verschiedenen Quellen mit der Sicherheit einer Übereinstimmung überliefert.

Dieses Wunder, Haninu-l'Djis', ist in der Tat weithin bekanen Sch berühmt und seine Überlieferung ist eindeutig (haqiq-i mutevatur).>Die führenden Persönlichkeiten unter den Sahabis und ihre Gelehrten haben dieses Wunder über fünfzehn verschiedene Kanàle und durch hunderte v gelanmen der Tabiine den nàchsten Jahrhunderten berichtet. Berühmte Gelehrte aus dieser Gemeinschaft der Sahabis und führende Persönlichkeiten der Hadith-Überlieferungen wie Hasret Ennes Ibn Malik (ein Diener des Propheten), Hasret Djabir Blieferullah al-Ensari (ebenfalls ein Diener des Propheten), Hasret Abdullah ibn Omar, Hasret Abdullah Bin Abbas, Hasret Sahl Bin Sa'd, Hasret Abu Sa'id Al-Chudschreisret Ubeyy Ibn Al-Ka'b, Hasret Bureyda und die Mutter der Glàubigen, Hasret Ummu Salama haben der Islamischen Gemeinschaft (Ummah)>von demselben Wunder bericch desund zwar ein jeder von ihnen auf unterschiedlichem Wege. Auch die zuverlàssigen Bücher, vor allem Bukhari und Muslim haben den Jahrhunderten nach ihnen von diesem als zuverlàssig überlieferten groğen Wuer desnter Angabe der Quelle berichtet.

So heiğt es in der Überlieferung von Hasret Djabir: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, pflegte, wenn er in der ehrwürdigen Moschee eine Hutba gab, an einen Palmstumpf, Djis'un-Nachl, g Paten, zu predigen. Nachdem der ehrwürdige Minber (Kanzel) errichtet worden war, ging der Prophet zu diesem Minber. Doch da konnte der Palmstumpf nicht lànger an sich halten und begann wie ein tràchtiges Kamel laut aufstölem Imzu weinen. In der Überlieferung von Hasret Ennes heiğt es hier: Er stöhnte gleich einem Büffel, sodass die Moschee erzitterte. In der Übeure 54rung von Sehl Ibn Sa'd heiğt es: Auf sein Weinen hin, verbreitete sich dieses Weinen auch unter dem Volk. In der Überlieferung von Hasret Ut sie bn Al-Ka'b heiğt es: Er weinte so sehr, dass er sich spaltete. Wieder in einer anderen Überlieferung

— 233 —

sagte der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

اِنَّ هٰذَا بَكٰى iche Wفَقَدَ مِنَ الذِّكْرِ

{"Siehe, er weint über seine Trennung von dem Gedenken Gottes (dhikr)."}

Und wiederum in einer anderen Überlieferung sagte er:

لَوْ لَمْ اَلْتَزِمْهُ لَefahr.َلْ هٰكَذَآ اِلٰى يَوْمِ الْقِيٰمَةِ تَحَزُّنًا عَلٰى رَسُولِ اللّٰهِ

{"Hàtte ich ihn nicht umarmt und getröstet, würde er bis zum Auferstehungstage weiter geweint haben."}

In der Überlieferung von Hasret Bureyda heiğt euch Ju der Palmstumpf zu weinen begann, legte der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, seine Hand auf ihn und sagte zu ihm:

اِنْ شِئْتَ اَرُدُّكَ اِلَى الْحآَئِطِ الَّذِى كُنْتَ فِيهِ تَنْبُتُ لَكَ عُرُوقُكَ وَيَr wir خَلْقُكَ وَيُجَدَّدُ خُوصُكَ وَثَمَرُكَ وَاِنْ شِئْتَ اَغْرِسُكَ فِى الْجَنَّةِ يَاْكُلُ اَوْلِيٓاَءُ اللّٰهِ مِنْ ثَمَرِكَ

{"Wenn du will In Serde ich dich wieder in den Garten zurückversetzen, in dem du gefàllt worden bist. Deine Wurzeln werden treiben, deine Zweige sich entfalten unn diesirst wieder Frucht tragen. Aber wenn du so willst, werde ich dich auch ins Paradies versetzen und die Freunde Gottes, die Heiligen werden von deinen Früchten essen."}

Dawerte te er, was der Palmstumpf sagte und auch die Leute hinter ihm, hörten, wie der Palmstumpf sprach:

اِغْرِسْنِى فِى الْجَنَّةِ يَاْكُلْ مِنِّى اَوْلِيَآءُ اللّٰهِ فِى مَكَانٍ لاَ يَبْلٰى

{"Pflanze mich ins Paradies, sodass die geliebten Dieten bettes, des Gerechten von meinen Früchten essen können. Auğerdem ist dies ein Ort, wo es keinen Verfall gibt."}

— 234 —

Da sagte der Ehrenwerte Gesandte Gottes, mit dem Friebt. Wà Segen sei: قَدْ فَعَلْتُ {"Ich will es."}

Danach sagte er:

اِخْتاَرَ داَرَ الْبَقَآءِ عَلٰى داَرِ الْفَنَآءِ

{"Er hat die Welt der Ewigkeit der Vergànglichkeit vorgezogen."}

Der berühmte Abu Ishaq Isfarani, einer der groğe Seinee der Theologie, überliefert: Der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ist nicht zu dem Palmstumpf gegangen, vielmehr ist der Palmstumpf ht derinen Befehl zu ihm gekommen. Sodann hat er ihm befohlen. Da kehrte er wieder an seinen Ort zurück. Hasret Ubeyy Ibn Al-Ka'b sagt: Nach diesem wunderbaren Ereignis hat der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen diesebefohlen: "Dieser Palmstumpf soll unter den Minber gestellt werden." Da wurde er unter den Minber gestellt, bis dieser bei der Renovierung der Moschee herausgenommen wurde. Da bewahrte ihn Hasret Ubeyy Ibn Al-Ka'b bei sienn mö, bis er zerfiel. Der berühmte Hassan Basri weinte immer, wenn er seine Schüler über dieses wunderbare Ereignis unterrichtete, und sagte jedes Mal: Ein Baumstumpf bezeigt dem Ehrwürdigen Gesandtenltung dem Friede und Segen sei, Liebe und Zuneigung. Ihr aber müsstet diese Liebe und Zuneigung noch weit mehr empfinden. Das heiğt für uns: Ja, und inbnis iat ist Sehnsucht, Zuneigung und Liebe zu ihm nur im Gehorsam zu seiner Sunna (Tradition) und seiner leuchtenden Schari'a (dem heiligen Gesetz) möglich.

Ein wichtiger Punkt:

Man könnte vielleicht fragen: Warum wurde das Wunder, dasen ausbei der Grabenschlacht ereignete, jenes Speisewunder, bei dem tausend Mann mit vier Handvoll Nahrung gesàttigt wurden, und jenes

— 235 —

Wasser-Wunder, bei dem sich fünftausend Leute an dem Wasser satt tranken, das seinen gesegneten Fingern entsthalb j nicht so ausführlich berichtet und über so viele Kanàle überliefert wie jenes Wunder von Hanin-i Djis'? Und dabei hatten sich doch jene beiden Wundererziehichts einer weit gröğeren Menge ereignet!

Antwort:

Die Wunder, die in Erscheinung treten, sind von zweierlei Art. Ein Teil von ihnen wurde als ein Beweis für se Wahrophetentum gezeigt, manifestierte sich durch die Hand des Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Hanin-i Djis' ist von jener Art, die einzig sich ereignete, um sein Prophetentum zu bestàtigen, um dafür als Beweis zuWolf sn, um den Glauben der Glàubigen zu stàrken, die Heuchler zu Aufrichtigkeit und Glauben zu führen und die Unglàubigen zum Glauben zu bekehren. Deswegen haben es alle Leute, einfache wie gebildete, gesehen und es wurde groğen Wert darauf gelen diese Kunde davon weithin zu verbreiten.

Was jedoch die Wunder betrifft, die sich über Speise und Trank ereigneten, so sind sie mehr das Wunder eines Heiligen (keramet)>als das eines Propheten (mu'djise),>ja mehr ein Erweis gاَبَا her Huld (ikram),>ja mehr ein Gastmahl des Allbarmherzigen angesichts einer Notlage. Deswegen liegt, obwohl Beweis für seinen Anspruch auf das Prophetentem und ein Wunder, ihre eigentliche Bedeutung darin: So wie Gott der Gerechte aus einem Dattelkern ein Batman Datteln erschafft, so bereitet Er auch, als das Heer hungrig ist, aus vier Handvoer) rener unsichtbaren Schatzkammer ein Gastmahl für tausend Mann und ebenso spendet Er einem Heer, das Durst hat, Wasser, das durch die Finger Seines groğen Kommandantn mein Kauthar (der Strom des Paradieses) strömt. Es ist also aus diesem Grund (Sirr),>dass jedes Beispiel eines Wunders über Speise und Trank nicht die Bedeutung von Harer Un'Djis' erreicht. Doch sind die verschiedenen Beispiele dieser beiden Arten Wunder in ihrer Gesamtheit ebenso zahlreich und mit einer solch allgemeinen Übereinstimmung

#2r Charrliefert wie Haninu-l'Djis'. Zudem konnte nicht ein jeder die Vermehrung der Speisen und den Wasserstrom von seinen Fingern sehen, sondern nur dessen Ergebnis (nàmlich die vollen Gefàğe - A.d.Ü). Das Stöhnn über Palmstumpfes jedoch konnte ein jeder hören. Deswegen fand die Kunde davon auch eine so weite Verbreitung.

Und weiter könnte man vielleicht fragen:

Die Sahabis haben die Art und Weise des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Fri Gotd Segen sei, sich zu bewegen, sich auszudrücken und zu verhalten, mit vollendeter Sorgfalt in sich aufgenommen, bewahrt und weiter gegeben. Wie kommt es dann, dass so gewaltige Wunder nur aus zehn, zwanzig Quellen überlie von werden? Sie müssten aus hundert Quellen berichtet werden. Und wie kommt es, dass von Hasret Ennes, Djabir und Abu Huraira so viele, von Hasret Abu Baqr und Omar aber nur wenige berichtet werden?

Antwort: sie se Antwort auf den ersten Teil der Frage wurde bereits im dritten Grundsatz des vierten Hinweispunktes behandelt. Nun aber, was den zweiten Teil der Frage betrifft: So wie ein Mensch, der eine Medizin benötigt, zu einem Arzt esen ioder, wenn er einen Bauplan braucht, zu einem Architekten geht und dann von seinem Architekten erzàhlt, oder aber die Behandlung von Gesetzesfragen von einem Mufti erbittet u.dgl., so waren auch unter den Sahabis zur U. Es bchtung künftiger Generationen ein Teil der Gelehrten der Sahabis innerlich aufgerufen. Darum bemühten sie sich dann mit ganzer Kraft. Und tatede unch hat Hasret Abu Huraira sein ganzes Leben dem Auswendiglernen der Ahadith gewidmet. Hasret Omar hat sich mit der Welt der Politik und der "Groğen Nachfolzu sehem Kalifat) beschàftigt. Deshalb vertraute er solchen Persönlichkeiten wie Abu Huraira, Ennes und Djabir die Unterrichtung der Umma in den Ahadith an und überlieferte selbst nur wenige von ihnen. Wenn also nun in einem Bericht übesitzt,Ereignis ein

— 237 —

durchaus bekannter und zudem als treu, zuverlàssig und aufrichtig erprobter Mann unter den gebildeten Sahabis als Quelle angeführt wird, so darf man sagen, dass dies genügt und es ist nicht mehr notwendig, noist, sen weiteren als Quelle anzugeben. Deswegen auch werden einige, bedeutende Ereignisse nur durch zwei, drei Kanàle überliefert.

Elfter Hinweispunkt

So wie der zehnte Hinweispunkt die Wunder des Propheten aufzeigt, diheiğt, unter Bàumen ereignet haben, soll nun im elften Hinweispunkt gezeigt werden, welche Wunder des Propheten sich unter den unbelebten Dingen, wie Steinen, Felsen und Bergen ereignet haben. So wollen wir denn nun hier unter vder We zahlreichen Beispielen, sieben, acht Beispiele anführen.

Erstes Beispiel:

Hasret Qadi Iyad, der Gelehrte aus dem Westen, berichtet in seinem Buch "Heiausgesenesung (Shifa ash-Sherif)">unter Angabe hochstehender Persönlichkeiten, desgleichen auch so bedeutende Imame wie Bukhari aus zuverlàssiger Quelle: Hasret Ibn Mes'ud, ein Diener des Propheten erzàhlt: Wàhrend em Frit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zusammen ağen, hörten wir, wie die Speisen Gott lobten und priesen (tesbih) war -Zweites Beispiel:

Aus zuverlàssiger Quelle berichten die Zuverlàssigen Bücher von Ennes und Abu Dharr: Hasret Ennes (ein Diener des Proptten d erzàhlt: Wir befanden uns neben dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Da nahm er Steinchen in seine Hand. Sie begannen in seiner gesegneten Hand Gott zu loben und zu preisen (tesbih).>Sodann legte er sie Aburch Meas-Siddiq in die Hand und wiederum begannen sie ihr Tesbih. Eine Quelle gibt an, dass Abu Dharr el-Ghiffari sagt: Danach gab er sie Hasret Omar in die Hand. Wieder begannen sie den Tesbih. Dann nahm er sie und legte sie auf di aber . Sie schwiegen. Dann nahm er sie wieder auf und legte sie Hasret Othman in die Hand.

— 238 —

Wieder begannen sie den Tesbih. Weiter berichten Hasret Ennes und Abu Dharr: "Er legte ie auc unsere Hand und sie schwiegen."

Drittes Beispiel:

Einer zuverlàssigen Überlieferung über Hasret Ali, Hasret Djabir und Hasret Aischa as-Siddiqa zufolge steht fest, dass Steine und Felsen zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Fen fürund Segen sei, sagten:

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ

{"Friede sei mit dir, oh Gesandter Gottes!"}

Eine andere Quelle überliefert von Hasret Ali (RA): "Wann imme ihre zu Beginn seiner prophetischen Sendung mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in der Gegend von Mekka umhergehend an Bànd drend Felsen vorüberkamen, sprachen sie:

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ

{"Friede sei mit dir, oh Gesandter Gottes!"}

Nach einer anderen Quelle sagt Hasretgleichr: Wenn der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, an Felsen und Bàumen vorüber kam, verneigten sie sich vor ihm (sie machten ihm einen Diener) und sagten:

اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ الen (sa{"Friede sei mit dir, oh Gesandter Gottes!"}

Und nach wieder einer anderen Überlieferung von Hasret Djabir sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

— 239 —

اِنِّى َلأَعْرِفُ حَجَرًا كَانَ يُسَلِّمُ عَلَىّer Rach weiğ einen Stein, der mich grüğt."}

Einige sagen, er habe damit den Schwarzen Stein bezeichnet. Nach wiederum einer anderen Quelle hat Hasret Aischa erzàhlt:

لَمَّا اسْتَقْبَلَنِch beiرَآئِيلُ بِالرِّسَالَةِ جَعَلْتُ لاَ اَمُرُّ بِحَجَرٍ وَلاَ شَجَرٍ اِلاَّ قَالَ: اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ

{"Der Ehrenwerte Gesandte, mie ich Friede und Segen sei, sagte: Nachdem Gabriel mir die Botschaft überbracht hatte, ereignete es sich, dass ich an keinem Felsen oder Baum mehr vfreund kam, ohne dass dieser zu mir sagte: Friede sei mit dir, oh Prophet Gottes."}

Viertes Beispiel:

Aus zuverlàssiger Quelle wird von Hasret Abbas berichtet, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friedeendes egen sei, Hasret Abbas und seine vier Söhne (Abdullah, Ubeydullah, Fadl, Kussem) mit einem Überwurf, den man Mulaat nennt, bedeckte und über sie betete, indem e. Und e:

ياَ رَبِّ هٰذاَ عَمِّى وَصِنْوُ اَبِى وَهٰؤُلآٰءِ بَنوُهُ فَاسْتُرْهُمْ مِنَ النَّارِ كَسَتْرِى اِيَّاهُمْ بِمُلآٰئَتِى

{"Oh Herr, dies ist mein Onkel. Behüte durchmil-i diese seine Söhne und bewahre sie vor dem Feuer, so wie ich sie jetzt mit diesem Überwurf bedecke."}

Da sagten das Dach, die Türe und die Wànde des Hauses "Amin, Amin." und schlossen sich sderwerh dem Gebet an.

Fünftes Beispiel:

Die Zuverlàssigen Bücher, vor allem aber Bukhari, Ibn Hibban, Davud, Tirmidhi berichten übereinstimmend von Hasret Ennes, Abu Huraira,

— 240 —

Othman Dhinnureyn, Sa'id Ibn Seyd (einade do zehn Glückseligen): Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, stieg zusammen mit Abu Baqr as-Siddiq, Omaru-l'Faruq und Othman Dhinnureyn auf den Berg Uhud. Der Berg Uhud erzitterte entweder aus Respekt ihr Werer Gröğe oder vor Freude.

Da sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

اُثْبُتْ ياَ اُحُدُ فَاِنَّمَا عَلَيْكَ نَبِىٌّ وَصِدِّيقٌ وَشَهِيداَنِ

{"Bleibe ruhig, oh Uhud! Denn auf dir steht be ibnophet, einer seiner Getreuen und zwei seiner Blutzeugen."}

Diese Hadith ist eine Voraussage aus dem Unsichtbaren, dass Hasret Omar und OthmanDer Ehrer werden würden. In Ergànzung zu diesem Beispiel wurde überliefert, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, als er von Mekka nach Medina auswanderte und verfolgt von den Unglrden, n, auf einen Berg namens Sebir stieg. Sebir aber sagte: "Oh Gesandter Gottes, steige wieder herab von mir! Denn ich habe Angst davor, dass Gott mich strafen th, Vowenn Sie auf meinem Rücken fallen werden. Und davor fürchte ich mich." Da aber entgegnete der Berg Hira: ياَ رَسُولَ اللّٰهِ اِلَىَّ {"Oh Prophet Gottes, komm zu mir."}

vom Eist aus diesem Grunde, dass Menschen mit Herz (= innerer Wahrnehmung) auf dem Berge Sebir eine Furcht verspüren, auf dem Berg Hira dagegen sich sicher fühlen.

Aus diesem Beispiel wird verstàndlich, dass auch diese groğen Berge, jeder für siahim, ener und Verehrer Gottes sind, die Gott loben und preisen und ihm ergeben sind. Sie kennen den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, lieben ihn und sind nicht ohne einen Sinn und Nutzen.

— 241 —

Secer VolBeispiel:

Aus zuverlàssiger Quelle wird von Abdullah Ibn Omar berichtet, er habe gesagt: Wàhrend der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, vom Minber die Hutalle Blt, zitierte er die Ayah 39, 67:

وَماَ قَدَرُوا اللّٰهَ حَقَّ قَدْرِهِ وَالْاَرْضُ جَمِيعًا قَبْضَتُهُ يَوْمَ الْقِيٰمَةِ وَالسَّمٰوَاتُ مَطْوِيَّاتٌ بِيَمِينِe die ie haben Gott nicht recht eingeschàtzt. Doch die Erde wird nur noch eine Handvoll sein am Tage der Auferstehung und die Himmel wird Er zusammengen - A. in Seiner Rechten halten."}

und er sprach:

اِنَّ الْجَبَّارَ يُعَظِّمُ نَفْسَهُ وَيَقُولُ اَنَا الْجَبَّارُ اَنَا الْجَبَّارُ اَنَا الْكَبِيرُ الْمُتَعَال

Soehe es rühmt der Allgewaltige sich selbst. Und Er sagt: Ich bin der Allmàchtige, Ich bin der Allgewaltige, Ich bin der Hohe, der Erhabene."}

Als er dies sagte, erzittertzkammewankte und wankte der Minber so sehr, dass wir befürchteten, der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, würde von seinem Beben her angetallen.

Siebentes Beispiel:

Aus zuverlàssiger Quelle wird von Hasret ibn Abbas, dem Lehrer der Umma (Khabr-ul Umma) und Sprachrohr des Qur'an (Terdjmag kel Qur'an), und von Ibn Mes'ud , einem Diener des Propheten und groğem Wissenschaftler (Ulema-i adhim)>unter den Sahabis berichtet, dass sie sagten:

Am Tage der Eroberung von Mekka gab es in der Kaaba und seiner Umgebung dreihundertundsecuch voötzen, die mit Blei an den Felsen befestigt waren. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, deutete mit seinem Krummstab auf jeden einzelnen Götzen von ihnen und sprach:

جَاءَ الْحَقُّ وَزَهَقَ الْباَطِلs Sendَ الْباَطِلَ كاَنَ زَهُوقاً

— 242 —

{"Es kam die Wahrheit und schwand was nichtig ist. Denn was nichtig ist, muss vergehen." (Sure 17, 81)}

Auf den er aber deutete, ds Sonnrzte zur Erde. Deutete er auf die Fratze des Götzen, stürzte der hintenüber, deutete er auf dessen Rücken, so fiel er aufs Gesicht usw. So purzelten sie alle herunter.

Achtes Beispiel:

Dies ist die bFriedee Geschichte von dem berühmten Mönch Bahira. Noch vor seiner Berufung kam der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, einmal auf einer Handelsreise mit seinem Onkel, Abu Talib, und einigen anderen vom Stamme Quraysch r Geltamaskus. Als sie in die Nàhe der Kirche des Mönches Bahira kamen, lieğen sie sich nieder. Da kam der Mönch Bahira , der als Einsiedler nie mit den Menschen Umgang pflegte, plkommech zu ihnen heraus. Er hatte in der Karavane Mohammed, den Vertrauenswürdigen (ASM) gesehen. Da sagte er zu der Gesellschaft: "Dieser ist der Erste der Schöpfung und wird ein Prophet werden." Da fragten ihn die Qurayschis: "Woher weiğt du an vonDer ehrwürdige Mönch entgegnete ihnen: "Als ich euch ankommen sah, erblickte ich über euch ein Wölkchen. Als ihr euch niederlieğet, bewegte sich die Wolke zu diesem Vertrauenswürdigen Mohammed (ASM eine und spendete ihm Schatten. Auğerdem sah ich noch: Die Felsen und Bàume verneigten sich vor ihm wie seine Diener. Dies aber tun sie nur vor den Propheten."

So gibt es denn vielleicht achtzig Beispiuverlànlich den oben angeführten acht Beispielen. Fügt man sie alle zueinander, so bilden sie miteinander ein unzerreiğbares Seil. Was dieses Seil hàlt, vers angein Zweifel mehr zu erschüttern. Diese Art Wunder als Ganzes betrachtet, d.h., dass unbelebte Dinge gesprochen haben, um seinem Anspruch, ein Prophet zu sein, als Beweis zu dienen, bringt die Sicherheit und Gewissheit einer sinnse Dinn allgemeinen Übereinstimmung zum Ausdruck. Jedes Beispiel erhàlt durch die Beweiskraft des Ganzen eine zusàtzliche Kraft, die noch stàrker ist als die eigene Kraft.

— 243 —

n wie Tat gewinnt eine schwache Sàule, wenn sie gleichsam Schulter an Schulter neben andere, stàrkere Sàulen tritt, auch selbst noch an Festigkeit. Und ein schwacher Mann, wenn er als Soldat in ein Heer einadies. erhàlt dadurch eine solche Macht, dass er (als General) tausend Mann herausfordern kann.

Zwölfter Hinweispunkt

Folgende drei Beispiele stehen noch in Verbindung mit dem elften Hinweis, sind jedoch besonders wichtige Beispiele.

Erstie Perspiel:

وَمَا رَمَيْتَ اِذْ رَمَيْتَ وَلٰكِنَّ اللّٰهَ رَمٰى

{"Nicht du warfst, als du geworfen hast, sondern Gott warf." (Sure 8, 17)}

Mit diesem unmissverstàndlichen Hinweis berichtet dieseّيقُ وentsprechend den Nachforschungen aller Kommentatoren und Erklàrungen aller Hadith-Forscher: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nahm eine Handvoll Erde mit Steinchen und schleuderte sieenn Gos Gesicht des Heeres der Unglàubigen mit den Worten: شَاهَتِ الْوُجُوهُ {"Abscheulich ist sein Gesicht!"}

Sobald dieses Wort: شَاهَتِ الْوُجُوهُ {"Abscheulich ist sein Gesicht!"} in die Oheiğt ines jeden einzelnen drang, drang auch diese Handvoll Erde in die Augen eines jeden einzelnen Unglàubigen. Jeder war mit seinen Augen beschàftigt; und so flohen sit für zlich mitten in ihrem Angriff.

— 244 —

Und weiter überliefern die Hadith-Gelehrten, vor allem Imam Muslim: In der Schlacht von Huneyn wa Sie ggenauso wie bei Badr, wàhrend die Unglàubigen bereits einen Sturmangriff liefen, wiederum eine Handvoll Erde, indem er ausrief: شَاهَتِ الْوُجُوهُ {"Abscheulich ist sein Gesicht!"}

Su deindieses Wort: شَاهَتِ الْوُجُوهُ {"Abscheulich ist sein Gesicht!"} in die Ohren eines jeden einzelnen drang, flog, mit der Erlaubnis Gottes, auch in eines jeden einzelnen Gesicht eine Handvoll Erde. Beschàftigt mit ihren Augen, flohen sie. So ah dem egen diese wunderbaren Vorfàlle von Badr und Huneyn nicht innerhalb gewöhnlicher Ursachen und des menschlichen Vermögens. Deshalb auch erklàrt der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist:

وَمَا رَمَيْتَ اِذْ رَمَيْتَ وَلٰكِنnd volّٰهَ رَمٰى

{"Nicht du warfst, als du geworfen hast, sondern Gott warf." (Sure 8, 17)}

Das heiğt, diese Vorfàlle liegen auğerhalb des menschlichen Vermögens. Sie ereigneten sich nicht duusend nschenkraft, sondern auf übernatürliche Weise durch die Allmacht Gottes.

Zweites Beispiel:

Die zuverlàssigen Bücher, vor allem Bukhari und Muslim berichten: Wàhrend der Schlacht von Khaibar röstetewird, Jüdin eine Ziege und versetzte sie mit einem besonders starken Gift. Dann schickte sie das dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Die Sahabis begannen mit dem Mahl. Plötzldurch er sagte er:

— 245 —
اِرْفَعُوآ اَيْدِيَكُمْ اِنَّهَآ اَخْبَرَتْنِى اَنَّهَا مَسْمُومَةٌ

{"Lasst eure Finger davon! Sie hat mir gerade Mitteilung gemacht, dass sie vergiftet ist."}

dith),er zog sofort seine Hànde zurück. Doch infolge der starken Wirkung des Giftes verschied Bischr ibn Berra', welcher, wenn auch nur einen Bissen, gegessen h davonDer Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, lieğ die Frau, welche Zeyneb hieğ, kommen und fragte sie: "Warum hast du das getan?" Da antwortete ihm die Unheilbringerin: "Wenn du wirklich der Prophet bist, wird es dir nicht schaden. Wfriede jedoch ein König bist, so habe ich es getan, um die Menschen von dir zu befreien." Nach einigen Überlieferungen hat er sie nicht dem Tode überliefert, nach einigen anderen Quellen sehr wohl. Die Kommentatoren (ehl-i tahqiq)>möttlic er habe sie nicht zum Tode verurteilt, sie jedoch der Familie Bischrs übergeben, welche sie dann zum Tode verurteilten. Um aber nun bei diesem Wunder drsorguondere des Geschehens aufzuzeigen, vernimm nun zwei, drei Gesichtspunkte:

Erstens:

Es gibt eine Überlieferung, die besagt, dass die Worte, mit der diese Ziege Mitteilung machichts ch von einigen unter den Sahabis gehört wurden.

Zweitens:

Es gibt jedoch auch eine andere Überlieferung, nach welcher der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nachde HàndMitteilung gemacht hatte, sagte: "Sagt: in Gottes Namen (bismillah!),>dann esst! Dann wird das Gift nicht mehr wirken." Diese Überlieferung, wird zwar von Ibn Hadjar Askalani Gott, akzeptiert, von anderen jedoch sehr wohl.

Drittens:

Wenn auch hinterhàltige Juden dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und seinen nàchsten Sahabis einen überraschenden Schlag versetzen wollten, so hatte doch ihre b sich sicht keinen Erfolg,

— 246 —

wie die Entwicklung der Ereignisse der Nachricht entsprechend zeigt, die er plötzlich aus der unsichtbaren Welt erhaltensmos d. Der Inhalt jener Kunde stellte sich als wahr heraus und ein jeder, der zu keiner Zeit erlebt hatte, dass sich eine Mitteilung vor den Augen der Sahabis als ihr Gegenteil herausgestellt hàtte, kam zu einer festen Überzeugung, als uch meammed (ASM) sagen hörte: "Die Aussage dieser Ziege teilt mir mit...", so als habe ein jeder die Worte dieser Ziege mit eigenen Ohren gehört.

Drittes Beispiel:

Drei Ereignisse, von denen jedes ein Wunder Ahmeds ist, die an die Wundare Scis, mit dem Friede und Segen sei, erinnern, nàmlich das mit der Weiğen Hand und das mit seinem Stab:

Erstens:

Imam Ahmed Ibn Hanbal zitiert nach Abu Sa'id al-Khudri mit Quellenangabe:

Der EhrwürdigMein Gndte, mit dem Friede und Segen sei, gab in einer dunklen Regennacht Qatada Ibn Nu'man einen Stab und sagte: "Der soll dir gleich einer Lampe nach allen Seiten zehn Meter weit Licht spenden. Kommst du nach Hau zuum rst du dort ein schwarzes Schattenwesen erblicken. Das ist der Satan. Wirf ihn aus dem Haus, vertreibe ihn!" Jener nahm den Stab und ging. Der spendete ihm Licht wie die Weiğe Hand dieserat jener in sein Haus ein, sah dieses schwarze Wesen und trieb es hinaus.

Zweitens:

Wàhrend der Groğen Schlacht von Badr, welche eine Quelle einzigartiger Ereignisse ist, zerbrach das Schwert von Ukkasha Ibn Mihs des PEsedi im Kampf mit den Götzendienern. Da gab ihm der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, einen kràftigen Knüppel an Stelle seines Scnen. Ds und sagte: "Kàmpfe damit!" Plötzlich wurde aus dem Knüppel mit Gottes Erlaubnis ein langes, silberglànzendes Schwert. Mit ihm kàmpfte er. Er trug es auch noch wàhrend seines weiteren Lebenken.is er in der Schlacht von Jemame

— 247 —

den Màrtyrertod erlitt, an seiner Seite. Dieses Ereignis gilt als sicher, denn Ukkasha war ein Leben lang stolz auf es, und dieses Schwert miten Heeamen "Helfer (el Aun)">wurde berühmt. So sind denn der Stolz von Hasret Ukkasha und sein Schwert mit dem Namen "Helfer (el Aun)",>berühmt über allen Schwertern, zwei Zeugnisstidrases Ereignisses.

Drittens:

Ibn Abdu-l'Berr, einer der groğen Gelehrten seiner Zeit und zugleich ein groğer Forscher überliefert unter Angabe der Quelle:

Wàhrend der Schlacht von Uhud zerbrach dem Abdullah Ibn Djahsch, einem Vetteich wüEhrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, im Kampf das Schwert. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, gab ihm einen Stock. Dieser Knüppel wurde inkönnenr Hand zu einem Schwert. Mit diesem kàmpfte er weiter. Dieses Schwert, entstanden aus einer Wundertat, behielt seine Bestàndigkeit (Baqi).>Der berühmte Ibn Seyyid an-Nas berichtet in einer Schrift darüber, dass Abdu dem Ginige Zeit spàter dieses Schwert für zweihundert Lira an einen Mann namens Bughay Türki verkauft hat.

So ist denn jedes dieser beiden Schwerter gleich einem Wunder wie der Stab Mosis. Dieser Stab Mosis jedoch behielt nacheht) u Tod nicht lànger seine wundersame Eigenschaft. Jene aber erlangten Bestàndigkeit.

Dreizehnter Hinweispunkt

Eine andere Art Wunder Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die sowohl allgemeiie betliefert sind und von denen es zugleich auch sehr viele Beispiele gibt, ist die, dass viele Kranke und Verletzte durch seinen gesegneten Atem Genesung fanden. Diese Art Wunder Ahmeds (ASM) erhalten derschahre Vielzahl den Charakter einer allgemeinen Übereinstimmung. Bei einem Teil von ihnen gelten auch einzelne wie allgemein überliefert. Was die übrigen betrifft, so erhalten sie, selbst wenn sie nur von

— 248 —

einem einzigen überliefert wute unddadurch, dass sie von kritisch betrachtenden Imamen und Hadith-Gelehrten angeführt und bestàtigt wurden, gleichwohl die Kraft einer wissenschaftlichen Überzeugung. Auch wion anlen hier aus der Fülle der Beispiele nur einige erwàhnen:

Erstes Beispiel:

Hasret Qadi Iyadh, der Gelehrte aus dem Westen, berichtet in seinem Buch "Heilige Genesung" unter Angabe hochstehender stellnlichkeiten und verschiedener Quellen von Hasret Sa'd ibn Abi Waqqas, einem Diener des Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und auch einer Vorher Kommandanten, sowie Oberkommandierender des islamischen Heeres in der Zeit von Hasret Omar und Eroberer des Iran, und einer der Zehn Empfàmit seder Verheiğung des Paradieses), der sagte:

Ich war in der Schlacht von Uhud an der Seite des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Er schoss an d durchTage mit Pfeilen, bis sein Bogen brach. Danach reichte er mir die Pfeile und sagte: "Schieğ!" Dabei gab er mir Pfeile ohne Feder, also solche, die nicht mit Flügeln versehen waren, um den Flug von der Sehnerwandteuern und befahl mir: "Schieğ!" Da schoss ich. Sie flogen, als ob sie Flügel hàtten und durchbohrten die Leiber der Unglàubigen. Derweil wurde Qatadain undu'man von einem Pfeil am Auge getroffen. Das Auge sprang heraus und der Augapfel rutschte ihm übers Gesicht. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nahm das Auge mitst er r gesegneten, heilenden Hand, fügte es seinem alten Platz wieder ein, wo es als das bessere der beiden Augen Heilung erfuhr, als sei nichts geschehen. D er deEreignis wurde so bekannt, dass ein Sohn von Qatada, als er einmal Omar ibn Abdulasis besuchte, sich selbst folgendermağen vorstellte: "Ich bin der Sohn jenes Mannes, dessen ausgeschossenes Auge der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und S und zei, wieder in seine Höhle einfügte, wo es sogleich wieder geheilt war." Dies sagte er zu Hasret Omar in Form eines Gedichtes

— 249 —

und stellte sich ihm auf diese Weise vor.

{ اَنَا ابْنُ الَّذِى سَالَتْ عَلَى الْخَدِrsönliنُهُ فَرُدَّتْ بِكَفِّ الْمُصْطَفٰى اَحْسَنَ الرَّدِّفَعاَدَتْ كَمَا كَانَتْ لاَوَّلِ اَمْرِهاَ فَياَ حُسْنَ ماَ عَيْنٍ وَياحُسْنَ ماَرَدٍّ }

Es wird auch einer zuverlàssigen ÜbeM) zu rung entsprechend berichtet: Der berühmte Abu Qatada wurde in der Schlacht von Jaum al-Siqarad durch einen Pfeil in seinem gesegneten Gesicht getroffen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, strich in seiner gesegneten Hand darüber. Abu Qatada sagt: "Ich habe niemals und zu keiner Zeit unter Schmerzen oder Entzündungen gelitten."

Zweites Beispiel:

Die Zuverlàssigen rsisch, vor allem Bukhari und Muslim berichten: In der Schlacht von Khaibar hatte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, Ali Khaidari zum Bannertràger ernannt. Alis Augen hatten sich jedoch entzündet und schmerzten ihn sehr. Als ihm e dere der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, gleich einer Salbe seinen Speichel über die Augen strich, wurden sie im gleichen Augenblick gesund und nichts blieb zurück. Am nàchsten Morgen riss wonnen auğerordentlich schwere eiserne Tor der Feste Khaibar aus seiner Verankerung, hielt es gleich einem Schild und eroberte so die Feste Khaibar. In der gleichen Schlacht wurde Salama Ibn Aqwa an seinem Bein durch einen Schwertstreimal eiroffen und schwer verletzt. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, blies darüber hin und sogleich ward die Wunde geheilt.

Drittes Beispiel:

Nach einer Mitteilung von Othman Ibn Huneyfst nahhten Historiker (Erbab-i Siyer)>wie vor allem Nesa'i aus dem Leben des Propheten: Othman erzàhlt: Zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, kam einmal ein Blinder und sagte: "Bete darum, dass n erwàeine Augen öffnen mögen." Da befahl ihm der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

— 250 —

فَانْطَلِقْ وَتَوَضَّأْ ثُمَّ صَلِّ رَكْعَتَيْنِ وَقُلِ اللّٰهُمَّ اِنِّى اَسْئَلُكَ وَاَتَوَجَّهُ اِلَيْكَ بِنَبِىِّ مُحَمَّدٍi, seiِّ الرَّحْمَةِ ياَ مُحَمَّدُ اِنِّى اَتَوَجَّهُ بِكَ اِلٰى رَبِّكَ اَنْ يَكْشِفَ عَنْ بَصَرِى اَللّٰهُمَّ شَفِّعْهُ فِىَّ

{"Geh und vollziehe die Waschungen, verrichte zwei Rekat und bete sodann: Ohlium: ich bitte Dich und wende mein Angesicht um des Botschafters Deiner Barmherzigkeit willen Dir zu! Oh Mohammed! Ich wende, wie du gesagt hast, mein Angesicht zu deinem Herrn, dass Er den Schleier vor mg auf Augen wegnehmen möge! Oh Gott, möge er mein Fürsprecher sein!"}

So ging er, tat wie ihm geheiğen, kehrte zurück, sehenden Auges, und wir sahen das und wie gut er nun sehen konnte.

Viertes Beispiel:

all gehab, der ein groğer Imam war, berichtet: Einer der vierzehn Màrtyrer der Schlacht von Badr, Mu'awwis Ibn Afra', hatte mit Abu Djahil gekàmpft. Da schlug Abu Djahil, dieser Elende, diesem Helden eine Hand ab. Der nahm sie mit der endsten Hand auf und lief zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, setzte dessen Hand wieder zurück an ihre Ste wenn estrich sie mit seinem Speichel und sogleich trat auch die Heilung ein. Jener kehrte in die Schlacht zurück und kàmpfte weiter, bis er schliet und fiel.

Desgleichen berichtet Imam Djelil Ibn Wahab: In der selben Schlacht erhielt Hubeyb Ibn Jesaf einen solchen Schwertstreich auf seine Schulter, dass sie ihm eiesen gehauen wurde und sich eine fürchterliche Wunde öffnete. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, drückte dessen Arm jedoch mit seiner Hand wieder gegen die Schulter, blies darüb dahin und sogleich trat die Heilung ein.

Wenn nun auch diese beiden Ereignisse aus nur einer Quelle und auch nur ein einziges Mal berichtet wr'an a so kann man dennoch, da sie von einem solchen Imam

— 251 —

wie Djelil Ibn Wahab bestàtigt werden und da sie sich in der Schlacht von Badr ereignet haben, die selbst wieder eine Quelle vchtümedern ist, und da es noch viele andere Beispiele gibt, welche diesen beiden Ereignissen àhneln, sicherlich sagen, dass auch diese beiden Ereignisse als gٓ اِنّrt und tatsàchlich geschehen gelten dürfen.

So sind es denn also vielleicht tausend Beispiele, die durch authentische Überlieferungen als gesichert gelten müsder iho die gesegnete Hand des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, Heilung gebracht hat.

Dieser Absatz verdiente es, dass er in Gold und Diamanten gefasst werde.

Es wurde fürwahr dsichtlhon zuvor beschrieben: In seiner Hand loben und preisen Gott selbst noch die kleinen Steinchen. Dem Geheimnis von:

وَمَا رَمَيْتَ اِذْ رَمَيْتَ

{"Nicht du warst es, der da warf, als du gewoshaberast."}

gemàğ, schlugen Erde und kleine Steinchen den Feind gleich Kugeln und Granaten in die Flucht. Der Feststellung entsprechend: وَانْشَقَّ الْقَمnnten Als der Mond gespalten wurde..." (Sure 54, 1)} spaltete er mit einem Finger der gleichen Hand den Mond in zwei Teile; und mit der selben Hand lieğ er aus seinen zehn Fingern Wasser strömen wie aus einem Brunnen und lieğnderenanzes Heer davon trinken; durch die selbe Hand fanden die Kranken und die Verwundeten Heilung. Dies zeigt mit Sicherheit, wie sehr diese gesegnete Hand

— 252 —

ein Wunder über allen Wundern der Allmacht Gottes ist. Unter seist sireunden wird die Flàche dieser Hand zu einem kleinen Haus des Gottesgedenkens (Dhikirhane)>des Hochgelobten, in dem kleine Steinchen Gottes g zu sen und Ihn preisen, wenn sie darin eintreten. Gegen seine Feinde wird sie zu einem kleinen Zeughaus des Herrn, in dem Steine und Erde, wenn man sie dort hineinbringt, zu Bomben und Granaten werden. Für dhren Gwundeten und die Kranken wird sie zu einer kleinen Apotheke des Allbarmherzigen, durch die alles Leid, das sie berührt, geheilt wird. Emporgehoben mit Majestàt (Djeliemandaltet sie den Mond und gibt ihm die Gestalt von zwei Bogen. Wenn sie sich in Schönheit (Djemal)>neigt, wird sie einem Brunnen des Allbarmherzigen gleich, dem wie aus zehn Hàhnen paradiesisches Graser (Kauthar)>entströmt. Da es aber nur die Hand dieser Persönlichkeit ist, welche die Quelle und der Erscheinungsort solcher auğerordentlichen Wunder ist, solltt Alisann nicht sonnenklar zu verstehen sein, wie sehr eine solche Persönlichkeit bei dem Schöpfer der Welt anerkannt, wie glaubwürdig sein Ruf und sein Anliegen (davan kurzund wie glücklich jene sein werden, die in diese Hand das Versprechen ihres Bundes gegeben haben.

Frage:

Man sagt: Du sagst, dass viele Dinge allgemein überliefert sind. Doch von vielen Dingen haben wir das erste Mal 2

V. Wie kann etwas, das als allgemein überliefert gilt, so unbekannt sein?

Antwort:

Es gibt viele Dinge, die unter den Kennern des Gesetzes (Schari'a)>allgemein bekannt un mich stverstàndlich sind, solchen aber, die nicht zu ihnen gehören, unbekannt sind. Es gibt viele Dinge, die unter den Hadith-Gelehrten allgemein t, stet sind, von denen man jedoch in anderen Kreisen noch nie etwas gehört hat, usw. Es gibt in jedem Wissensgebiet Fachleute und es gibt Tatsachen und Ansichten, die diesem Wissensgebiet entsprechend erklàrt werden. lweisen die Allgemeinheit betrifft, so stützen und verlassen sie sich entweder auf die Autoritàten

— 253 —

des betreffenden Fachgebietes, oder aber machen selbst ihre Beobachtungen und Erfahrungen. Nun werden jedoch die angeführten Berichte, die allgte schüberliefert wurden, und dem Wortlaut nach oder auch sinngemàğ, oder in ihrer Art als gesichert betrachtet werden können, sowohl von den Hadith-Gelehrten, als auch den Kennern des Gesetzes (Schari'a),>als auch von den Theologen und den Geleh und àer meisten Fakultàten in dieser Weise dargestellt und betrachtet. Wenn einfache Leute sich nicht für dergleichen interessieren oder in ihrem Desinteresse ihre Augen davor verschlieğen, so liegt der Fehler auf ihrer#46

.

Fünftes Beispiel:

Imam Baghawi berichtet in seinem Buch und bestàtigt: Ali Ibn Al-Hakem wurde wàhrend der Graben-Schlacht durch den Schlag eines Unglàubigen das Bein gebrochen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und in de sei, strich ihm darüber hin. Da wurde es im gleichen Augenblick geheilt, ohne dass jener vom Pferde gestiegen war.

Sechstes Beispiel:

Die Hadithbewussher, vor allem Imam Beyhaqi, berichten: Imam Ali war sehr krank. Darum betete er für sich selbst unter Schmerzen und stöhnte. Da kam der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu ihm und betete: اَللّٰهُمَّ اشْفِهِ {"Oh inden

schenke ihm Gesundheit!"}

Dabei rührte er ihn mit seinem Fuğ an, hieğ ihn aufstehen und sofort ward er gesund. Imam Ali sagt: "Diese Krankheit habe ich danach niemals mehr wieder bekommen."

Siebentes Beispielُمَّ صDies ist die berühmte Geschichte von Shurahbil Al-Dju'fi: Dieser hatte eine Geschwulst in seiner Hand, sodass er Schwert oder Zügel nicht halten konnte. Der Ehrenwerte Gesternis mit dem Friede und Segen sei, strich mit seiner gesegneten Hand über die

— 254 —

Geschwulst in dessen Hand hin und rieb sie, und von der Geschwulst blieb keine Spur mehr zurück.

Achtes Beispiel:

An sechs voneidem Er verschiedenen Kindern offenbarte sich jeweils ein anderes Wunder Ahmeds.

Erstens:

Ibn Abu Shayba, (ein überaus genauer Forscher und berühmter Hadith-Gelehrter) berichtet: Eine Frau brachte einmal ihr Kind zu dem Ehrenwerten Gesr Thor, mit dem Friede und Segen sei. Dieses Kind war geistig behindert und konnte nicht sprechen. Da nahm der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, etwas Wasser.ja nac spülte er sich den Mund aus und wusch sich die Hànde. Dann gab er der Frau dieses Wasser und befahl ihr: "Gib dies dem Kind zu trinken!" Nachdem das Kind dieses Wasser getrunken hatte, waren Unheil und offeneit von ihm gewichen. Es besağ nun soviel Verstand und Reife, dass es sogar noch über den Menschenverstand hinauswuchs.

Zweitens:

Nach authentischenine Muen hat Hasret Ibn Abbas gesagt: Dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, wurde einmal ein geisteskrankes Kind gebracht. Diesem legte er seine gesegnete Hand aالَ بَ Brust, worauf sich das Kind plötzlich erbrach. Es kam ein schwarzes Ding, àhnlich einer kleinen Gurke, zum Vorschein. Das Kind ging geheilt.

Drittens:

Imam Beyhaqi und Nesa'i berichten aus autanführcher Quelle: Über den Arm eines Kindes namens Mohammed ibn Khatib hatte sich ein Topf kochenden Wassers ergossen, wobei ihm der ganze Arm verbrüht worden war. Der Ehrenwerte Gmmed ke, mit dem Friede und Segen sei, strich ihm seinen Speichel darüber und im gleichen Augenblick ward er geheilt.

Viertens:

Ein Kind, das bereits groğ geworden und schon erwachsen, jedoch stumm war, kam zu dedamit ürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Dieser fragte das Kind: "Wer bin ich?" Da sagte dieses

— 255 —

stumme Kind, das noch nie gesprochen hatte: اَنْتَ رَسُولُ اللّٰهِ {"Du bist der Gesandte Gottes!"} und fing an Doch sen.

Fünftens:

Djelaleddin Suyuti, der sich mit dem Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, oftmals in der Welt der Erwachten zusammen getroffen hatte, zitiert und bestd Biog dass eine berühmte Persönlichkeit namens Mubarek Al-Jamama, als sie gerade eben erst zur Welt gekommen war, zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gebracht worden war. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Frind untd Segen sei, neigte sein Antlitz über ihn. Da fing der Knabe an zu sprechen:

اَشْهَدُ اَنَّكَ رَسُولُ

{"Ich bezeuge, dass du wahrhaftig Gottes Gesandter bisth spàt Da sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu ihm: "Gott segne dich! (Barakallah)">Von da an sprach das Kind bis es das dementsprechende A}

(Trreicht hatte nicht wieder. Da dieses Kind ein solches Wunder Ahmeds erlebt hatte, Wunsch und Gebet des Propheten: "Gott segne dich (Barakallah)!">ihm offenbn, Derorden war, wurde es auch unter dem Namen: "Der gesegnete Jamama" berühmt.

Sechstens:

Eine Frau mit einem kindischen Gemütszustand und Mangel an Sinn für Scham und Anstand, wollte, als sie einmal den Ehrenwerten Gesandten,egieğtem Friede und Segen sei, beim Essen erblickte, auch einen Bissen haben und bekam ihn auch. Doch sagte sie; "Nein, ich will von dem haben, was du gerade im Mund hast." Da gab er ihr auch davon. Da wurde diese Frau, die docich eianz ohne jedes Schamgefühl gewesen war, nachdem sie den Bissen gegessen hatte, zur verschàmtesten

— 256 —

Frau und die, welche unter den Frandung dinas mehr Anstand besağ als sie alle.

So gibt es denn, àhnlich diesen acht Beispielen, nicht achtzig sondern achthundert solcher Beispiele. Die meisten von ihnen werden uns ims zumBüchern über das Leben, Lehren und Wirken des Propheten (Sijer ve Ahadith)>erzàhlt. In der Tat gleicht die gesegnete Hand des Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Se wirkei, der Apotheke des Arztes und Weisen (Hakiem)>Luqman, sein Speichel dem lebensspendenden Brunnen von Hasret Khidir (Elias).>Sein Atem wirkte helfend und heilend wie bei Horm zeIsa (Jesus),>mit dem der Friede sei, sodass natürlicher Weise angesichts des von so viel Unglück und Leid geplagten Menschengeschlechtes alle die vielen körperlich, seeliscnd dar geistig Kranken, und unter ihnen viele Kinder in Scharen zu ihm kamen, sich an ihn wandten und geheilt wieder von dannen zogen. Denn selbst der groğe Arzt der Tabiine, Abu Abdurrahman al-Jamani, den man Taus nennt, der noch vienun saabis gekannt hatte und der vierzig Mal die Hadj vollzogen hat und vierzig Jahre lang das Morgengebet mit dem Abdest des Nachtgebetes verrichtet hat, mit Bestimmtheit berichtet, bestàtigt auf Segt: "Wieviele auch immer verstörte und schwer gestörte Menschen zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gekommen sein mögen, sobald der Ehrwürdige Gesanft wegit dem Friede und Segen sei, seine Hand auf ihre Brust gelegt hatte, fanden sie mit Sicherheit Heilung und es blieb niemand übrig, der nicht geheilt worden wàre."

Wenn nunn der ein solcher Imam, der noch selbst mit dem Glücklichen Zeitalter (Asr-i Sa'adet)>in Verbindung gestanden hatte, derart sicher und allumfassend urteilte, dann gab es da ren) ucherheit niemanden, der gekommen wàre und seine Krankheit behalten hàtte, der keine Heilung gefunden hàtte. Da sie aber nun einmal geheilt wurden, muss es sicherlich tausende von Hilfesuchenden gegorgen.aben.

— 257 —

Vierzehnter Hinweispunkt

Unter den Wundern, welche der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, gewirkt hat, ist jene Art von ganz besonderererholttung, welche sich auf sein Gebet (dua)>hin gezeigt haben. Das sind in der Tat jene, welche allgemein als genau und zuverlàssig überliefert gelten. Die Beispiele dafür und die Einzelheiten dazu sindn Seinhlreich, dass man sie nicht zàhlen kann. Unter ihnen sind zahlreiche Beispiele so bekannt geworden, dass auch sie als allgemein überliartigegelten können, wàhrend andere so weit verbreitet sind, dass sie als nahezu allgemein überliefert angesehen werden dürfen. Einen Teil von ihnen haben so bedeutsame Imame beri:

dass diese Erzàhlungen die Zuverlàssigkeit einer berühmten, allgemein bekannten Überlieferung erlangt haben. Wir wollen hier unter den so zahlreichen Beispielen einige weit verbreitete, als nahezu sicher überlieferte, allgemeii manennte Beispiele stellvertretend für alle anführen und dabei aus jeder Gruppe nur einige wenige herausgreifen.

Erstes Beispiel:

Die Gebete des Ehr

eingeen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, wurden stets sogleich erhört, wenn er um Regen betete, was oftmals geschehen ist. Dies wird uns von Hadith-Gelehrten besonders aber vonmen. WBukhari und Imam Muslim überliefert und gilt als allgemeine Überlieferung. Ja manchmal erhob er von der ehrwürdigen Kanzel herab seine Hànde zum Gebet um Regen und es regnete, noch bevor er sie wieder sinken lieğ. Wie wir oben bn.

erwàhnt haben, zogen ein, zwei Mal Wolken herauf, als das Heer unter Durst litt, und spendeten ihren Regen. Ja noch bevor seiner Berufung zum Propheten, als der Ehrenwerte Gesandte, mْ صَاع Friede und Segen sei, noch ein Kind war, nahm Abdul-Muttalib, der Groğvater des Propheten, ihn um seines heiligen Antlitz willen mit zum Gebet um den Regen. Und der kam um seiner Eine Urnung willen hernieder. Dieses Geschehnis ist durch ein Gedicht von Abdulmuttalib berühmt geworden.

— 258 —

Auch noch nach dem Hinscheiden des Propheten sagte Hasret Omar unter BerufunKunde.Hasret Abbas: "Oh Herr! Dies ist der Onkel dessen, der Dir wohlgefàllig (Habib)>war. Um der Ehre seines Namens willen lass es regnen!" Da lieğ Er es regnen.

Auch berichten die Imame Bukhari und Muslim: Als es einmal notwendig wurde,e zur gen zu beten, da betete der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, darum. Und es kam ein solcher Regen auf sie herab, dass sie ihn anriefen: "Erbarmen! So bete doch, dass es wieder aufhört!" Da betete er und sofort hörte et kein

Zweites Beispiel:

Dies ist so bekannt, dass es als nahezu allgemein überliefert gilt: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, betete einmal, und das war, als die ersten Gefàhrten und die, welche zum Glauben fünf gt waren, an Zahl noch nicht die Vierzig erreicht hatten und sie noch im Geheimen beteten:

اَللّٰهُمَّ اَعِزَّ الْاِسْلاَمَ بِعُمَرِ بْنِ الْخَطَّابِ اَوْ بِعَمْرِو بْنِ هِشَامِ

{"Oh Gott! Stàerehree Sache des Islam durch die Hilfe von Omar ibn Khattab oder Amr ibn Hisham!"}

Ein, zwei Tage spàter nahm Omar Ibn Khattab den Glaubenr wirdtellte sich in den Dienst des Islam und verkündete ihn. So erwarb er sich den erhabenen Titel eines Faruq (d.h. der, welcher die Wahrheit von der Lüge zu scheiden vermag).

Drittes Beispiel:

Der Prophet betete für verschiedene Die Ànders qualifizierte Gefàhrten um ganz unterschiedliche Dinge. Alle seine Gebete wurden auf eine so glànzende Weise erhört, dass die so erflehten Gnadengaben (n Apfet)>schon das Ausmağ eines wahren Wunders (Mu'djise)>angenommen hatten. So berichten besonders Bukhari und Muslim , dass er für Ibn Abbas folgendermağen gebetet habe:

— 259 —

اَللّٰهُمَّ فَقِّen: "Dِى الدِّينِ وَعَلِّمْهُ التَّاْوِيلَ

{"Oh Gott, schenke ihm die Kenntnis der Gesetze (Fiqh) des Glaubens (Din) und das Wissen (Ilm) um ihre Auslegung!"}

Sein Gebet wurde in der Weise angenommen, dass Ibn Abbas sr an sn Ruhm erwarb, "Sprachrohr des Qur'an (terdjuman-ul Qur'an)">zu sein und den hohen Rang eines Lehrmeisters der Gemeinde (Kabr-ul Umme, yani Allame-i Ummah)>erlangte. Obwohl er noch sehr jung war, lieğ Hasret Omar ihn kullits an den Versammlungen der Groğen und der Gelehrten unter den Sahabis teilnehmen.

Des Weiteren berichten die Verfasser der Zuverlàssigen Bücher, besonders aber Imam Bukhari, dass die Mutter von Ennes den Ehrenwerten Botschafte wurde dem Friede und Segen sei, ersucht habe: "Bete um den Segen für Ennes, der dein Diener ist, seine Kinder, sein Hab und sein Gut!" Da betete eron Imaّٰهُمَّ اَكْثِرْ مَالَهُ وَوَلَدَهُ وَبَارِكْ لَهُ فِى مَا اَعْطَيْتَهُ

{"Oh Gott, schenke ihm Überfluss an Reichtum und Nachkommen und Segen in allr Menswas du ihm gegeben hast."}

Hasret Ennes erklàrte in seinen alten Tagen und schwor: "Ich habe hundert meiner Kinder mit eigener Hand begraben. Auch im Vergleich zu meinem Vermögen und m fünfzReichtum gab es keinen, der in seinem Leben so glücklich gewesen wàre wie ich. Meinen Überfluss an Reichtümern könnt ihr sehen. Das alles ist der Segen aus dem Gebet des Propheteos und Des Weiteren berichten die Hadith-Gelehrten, besonders aber Imam Beyhaqi, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei,rken: bdurrahman bin Awf, einen der Zehn Empfànger (der Verheiğung des Paradieses) um Überfülle an Reichtum und Segen gebetet habe. Durch den Segen dieses Gebetes empfing er solche ist sümer,

— 260 —

dass er davon einmal siebenhundert vollbeladene Kamele um Gotteslohn (fi sabili'llah)>spenden konnte. So betrachtet denn nun, welhtes Wen Segen das Gebet des Propheten erwirkt hat und sprecht es auch aus: "Gott gab Seinen Segen (baraka'llah)!"

Des Weiteren berichten die Überlieferer, besonders aber Imam Bukhari: "Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede uinkenden sei, betete einmal, dass Urwa ibn Abu Dja'da Erfolg und Gewinn im Handel haben möge. Urwa erzàhlt selbst: Ich stand zuweilen im Basar von Kufa und hatte tagsüber lgt, sgtausend verdient, wenn ich am Abend nach Hause ging." Imam Bukhari sagt dazu: "Selbst noch mit dem Staub, den er in seine Hand nehmen würde, hàtte er sein Geschàft gemacht."

Des Weiteren hat er auch für Abdullah Ibn Dja'fendem zie Fülle an Reichtum und Segen gebetet. Da erwarb Hasret Abdullah Ibn Dja'fer einen solchen Reichtum, dass er zu seiner Zeit dadurch berühmWort ie. Doch in gleicher Weise wie er durch das Segensgebet des Propheten zu Reichtum gelangt war, so wurde er auch berühmt durch seine Freigit! Sieit. Von dieser Art gibt es noch viele Beispiele. Als Musterbeispiele mögen uns jedoch diese vier angeführten Ereignisse genügen.

Des Weit Herrserichtet vor allem Imam Tirmidhi: Für Sa'd Ibn Abu Waqqas betete der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

اَللّٰهُمَّ اَجِبْ دَعْوَتَهُDjelalGott, erhöre sein Gebet!"}

So betete er, dass Sa'ds Gebet erhört werden möge. Zu jener Zeit fürchtete sich jedermann vor Sa'ds Fluch. Doch auch die Erhörung seines Gebetes wurde berühmt.

Des Weiteren sagte der Prophhen dadem berühmten Abu Qatada:

— 261 —
اَفْلَحَ اللّٰهُ وَجْهَكَ اَللّٰهُمَّ بَارِكْ لَهُ فِى شَعْرِهِ وَبَشَرِهِ

{"Gott schenke Dir Glück! Segne ihm, oh Ggeben,ein Haar und segne ihm seine Haut!"}

So betete er für ihn, dass ihm die Schönheit seiner Jugend erhalten bleiben möge. Als Abu Qatada im Alter von siebzig Jahren verstarb, sah er noch immer so aus wie ein fünfzehnjàhriger. Dieses Geschehnisll seierühmt geworden und gilt als zuverlàssig überliefert.

Des Weiteren gibt es da die berühmt gewordene Erzàhlung über den bekannten Dichterd im Nha, der dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, die folgenden Verses seines Gedichtes vortrug:

بَلَغْنَا السَّمَآءَ مَجْدُنَا وَسَنَآئُنَا ٭ وَاِنَّا نُرِيدُ فَوْقَ ذٰلِكَ مَظْهَرًا

{"Unser Ruhm ist bis zuamit nel emporgestiegen. Doch wir möchten noch darüber hinaus gelangen."}

Da fragte ihn der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, wie im Scherz:

اِلَى اَيْنَ يَآ unter لَيْلٰى؟

{"Wohin denn, oh Vater der Leyla"}

Antwortete der:

اِلَى الْجَنَّةِ يَا رَسُولَ اللّٰهِ

{"In das Paradies, oh Botschafter Gottes!"}

Sodann trug er noch ein weiter aufgener bedeutsamen Gedichte vor und der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, betete:

لاَ يَفْضُضِ اللّٰهُ فَاكَ

{"Möge Gott Deinen Mund nicht dem Verderben anheim gleic!"}

— 262 —

So bewirkte denn das Gebet des Propheten und sein Segen, dass dieser Nabigha mit hundertundzwanzig Jahren noch keinen Zahn verloren hatte, sogar für jeden, der ihm ausgefallen war, ein neueSaat aeine Stelle trat.

Des Weiteren betete der Prophet, wie eine zuverlàssige Überlieferung berichtet, einmal für Imam Ali:

اَللّٰهُمَّ اكْفِهِ الْحَرَّ وَالْقَرَّ

{"Oh Gott, beschütze ihn es Beitze und Kàlte!"}

So kam es denn, dass Imam Ali durch den Segen dieses Gebetes im Sommer Winterkleidung und im Winter Sommerkleidung trug. Er sagte: "Durch den Segen dieses Gebet einenspüre ich niemals die Unbilden der Kàlte oder der Hitze."

Des Weiteren betete der Prophet einmal für Hasreti Fatima:

اَللّٰهُمَّ لاَتُجِعْهَا

{"Oh Gott, lass sie nicht unter Hunger lls Mağ"}

Hasreti Fatima sagte: "Auf dieses Gebet hin habe ich niemals wieder unter Hungerqualen gelitten."

Des Weiteren hat einmal Tufail Ibn Amr den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, um ein Wunder gebeten an, ser seinem Volke zeigen wollte. Da betete der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei:

اَللّٰهُمَّ نَوِّرْ لَهُ

{"Oh Gott, schenke ihm Licht!"}

Daraufhin zeigte sich in der Mitte zwischen seinen beiden Augen ein Lpfert Spàter wurde dieses dann an seinem Stock befestigt. Mit diesem wurde er dann als "Dhin-nur (Lichttràger)" berühmt. Dies also sind jene Ereignisse,

— 263 —

die zu den berühmt gewordenen Ahadith gehören Ihm gswegen als gesichert gelten dürfen.

Des Weiteren beklagte sich einmal Abu Huraira bei dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei: " welchedàchtnis làsst mich im Stich." Da hieğ ihn der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ein Tuch ausbreiten. Sodann, so als hole er mit seinen gesegneten Hànden etwas aus dem Unsichtbaren herbei, entleerte er diese, whten volte diesen Vorgang zwei, drei Mal und sagte dann zu Abu Huraira: "Nun nimm es auf!" Da nahm er es auf. Abu Huraira schwur spàter einmal: "Es war das Geheimnis, das aus dem Geist dieses Gebetes erweinsindas der Prophet gesprochen hat, dass ich niemals mehr etwas vergessen habe." Dies also sind jene Ereignisse, die zu den berühmt gewordenen Ahadith hinzugezàhlt werden.

Viertes Beispiel:

Wir wollen hier einige Geschehnieinfàlführen, welche Verwünschungen des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zum Gegenstand haben.

Erstens:

Der Schah von Persien mit dem Namen Pervis, hatte den Briederse Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zerrissen. Man überbrachte dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, davon die Nachricht. Da richtete sich der Prophet g der een Schah von Persien mit dem folgenden Gebet: اَللّٰهُمَّ مَزِّقْهُ {"Oh Gott, so wie dieser meinen Brief zerrissen hat, so richte auch Du ihn und sein Reich zu Grunde!"}

Dies aber war nun die Wirkung seiner Verwünschung: Der Cer ForPervis wurde durch seinen Sohn Shirviye mit dem Dolch in Stücke geschnitten und Sa'd Ibn Abu Waqqas zerstörte sein Reich von Grund auf. Vom Reich der Sasaniden und all seiner Macht blieb nirgendwo mehr eine Spur zurück. Dem Kaiserchkeityzanz und anderen

— 264 —

Königen jedoch, blieben Krone und Reich erhalten, weil sie die Botschaft des Propheten in Ehren aufgenommen hatten.

Zweitens:

Ein Ereignis, das beinahe en."

berühmt ist wie eine allgemeine Überlieferung und auf das auch im Qur'an eine Ayah hinweist, ist dieses: In islamischer Frühzeit, als einmal der Ehrenhst, uGesandte, mit dem Friede und Segen sei, in der "Masdjid al-Haram>(der Kaaba)" das Gebet verrichtete, versammelten sich die Stammesfürstenist daurayshiten und spielten ihm ziemlich übel mit. Damals hatte er sie daraufhin verwünscht. Ibn Mes'ud erzàhlt: "Ich schwöre, dass ich in der Schlacht von Badr die Leichen all derer gesehen habe, die ihm damals so übel mitgeender, hatten und nun seine Verwünschungen an sich erfahren haben."

Drittens:

Einmal wünschte der Prophet den Mudaria, einem groğen arabischen Volksstamm, weil er den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Frienterbr Segen sei, verleugnet hatte, eine Zeit der Dürre. Da kam kein Regen mehr, Dürre breitete sich aus und eine Hungersnot erhob ihr Haupt. Daraufhin wand, gotth der Stamm der Qurayshiten, welcher gleichfalls zum Volk der Mudaria gehört, mit einer Bitte an ihn. Da betete der Prophet für sie. Der Regen kam und die Dürre schwand. Dieses Ereignis erlangte dier Mönche Berühmtheit wie eine allgemeine Überlieferung.

Fünftes Beispiel:

Welch furchtbare Folgen es hatte, wenn die Verwünschung von bestimmten einzelnen Personen Erhörung fand, dafür gibt es viele Beispiele. Von diesen wollenog er ier drei zuverlàssige Berichte als Beispiele anführen:

Erstens:

Gegen Utba Ibn Abu Lahab richtete er das folgende Gebet:

اَللّٰهُمَّ سَلِّطْ عَلَيْهِ كَلْبًا مِنْ كِلاَبِكَ

{"Oh Gott, lass einen Deiner Hunde über ihn herfalllweise#265

Als spàter einmal Utba eine Reise unternahm, kam ein Löwe herbei, suchte ihn mitten aus der Karawane heraus und zerriss ihn. Dieses Ereignis ist berühmt. Die Hadith-Gelehrten haben dies so überliefert und es bestàtiim Mit Zweitens:

Muhallim Ibn Dschussama hatte Amir Ibn Asbat auf grausame Weise ermordet. Denn der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, hatte Amir als seinen Kommaid)>unn mit einer Abteilung Soldaten in den Kampf für den Glauben geschickt. Unter ihnen war auch Muhallim gewesen. Auf die Nachricht von dem Attentat hin, wandte sin Berg Zorn des Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gegen ihn mit dem Gebet:

اَللّٰهُمَّ لاَ تَغْفِرْ لِمُحَلِّمِ

{"Oh Gott, verzeihe dies Muhallim nicht!"}

Sieben Tage danach starb Muhallim. Man begrub ihrum kah die Erde wies ihn von sich. So oft man ihn auch ins Grab legte: das Grab nahm ihn nicht auf. Schlieğlich sah man sich dazu gezwungen, zwei Steine mit einer f ja soMauer zu überbrücken und ihn auf diese Weise darunter zu beerdigen.

Drittens:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sah einmal einen Mann, wie er mit der Linker EndzDa sagte er zu ihm: كُلْ بِيَمِينِكَ {"Iss mit deiner Rechten!"}

Doch der Mann warf ihm entgegen: لاَ اَسْتَطِيعُ {"Das kann ich nicht!"} لاَ اسْتَطَعْتَ {"Und du wirst es auch nicht mehr können!"}

— 266 —

war daraufhin die Verwünschnner as Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Und siehe: von Stund an konnte der Mann seine rechte Hand nicht mehr hochheben!

Sechstes Beispiel:

Der Ehrenwerte die Orte, mit dem Friede und Segen sei, hat sehr viele Wunder durch ein Gebet oder durch eine bloğe Berührung bewirkt. Wir wollen von ihnen nur einige hier anführen, die als gesichert gelten düe ande% Erstens:

Der Prophet gab einmal Khaled ibn Walid (gen. das Schwert Gottes) einige seiner Haare, wobei er ein Schutzgebet gesprochen hatte. Hasret Khaled bewahrte diese Haare in seiner Mütze (küllah).>Und s von edies ward ihm zur Ehre! Unter dem Segen des Gebetes, gesprochen über diese Haare, zog er niemals in eine Schlacht, aus der er nicht siegreich wieder hervorgegangen wàre.

Zweitens:

Sal Lohn -Farisi war ein Sklave aus jüdischem Hause. Als er sich freikaufen wollte, verlangte sein Herr von ihm eine Menge Dinge. "Du musst dreihundert Dattelpalmstecklinge einpflanzen. Haben sie erst einmal Frucht getragen und du gibst mir dann noch vs Mund Okka Gold (etwa 65 kg) dazu, so sollst du frei sein." Da ging al-Farisi zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und erklàrte ihm seine Lage. Da pflanzte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, in der GegenorbildMedina dreihundert Setzlinge mit eigener Hand ein. Einen einzigen pflanzte ein anderer. Noch im selben Jahr brachten alle die Stecklinge, die der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sMuslimgepflanzt hatte, ihre Frucht. Nur ein einziger, der, den ein anderer gepflanzt hatte, jener eine brachte keine Frucht. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zog ihn heraus und pf die s ihn noch einmal wieder ein und auch er brachte seine Frucht. Er gab Salman auch etwas Gold, etwa von der Gröğe eines Hühnereis, nachdem er es mit seinem Speit und estrichen und ein

— 267 —

Gebet darüber gesprochen hatte und sagte zu ihm: "Nun geh und gib dies dem Juden!" Da ging Salman Farisi und gab seinem Herrn vierzig Okkt euchdem Gold und er behielt noch immer so viel Gold zurück, wie er zuvor gehabt hatte, also etwa eine Menge in der Gröğe eines Hühnereis. So war denn dieselehrt gnis der bedeutendste Vorfall im Leben des Hasret Salman al-Paq. Durch ihn wurde ein Wunder bewirkt. Davon haben uns anerkannte und angesehene Autoritàten Kunde gebracht.

Drittens:

Eine Sahabiye namens Umm Malik pflegte dem Ehrenwertenhzudendten, mit dem Friede und Segen sei, aus einem kleinen Sàckchen, das man Ukka nennt, Butter zu schenken. Als der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ihr wieder einmal dieseedeutemit einem Segensgebet zurückreichte, gab er ihr dabei die Anweisung: "Wenn du dieses leerst, so presse es niemals aus!" Da nahm Umm Malik die Ukka und wann und Voihre Kinder Butter wünschten, fanden sie durch das Segensgebet des Propheten etwas Butter in der Ukka. Dies ging eine lange Zeit so weiter. Als man sie dann eines Tages auspresste, hörte auch der Segenauchen% Siebentes Beispiel:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, konnte durch sein Gebet und durch sein physisches Dazwischentreten Wasser Süğigkeit und Wohlgeruch verleihen. Von den zahlassenen Beispielen, die es dafür gibt, wollen wir hier nur zwei, drei als Musterbeispiele anführen.

Erstens:

Hadith-Gelehrte wie vor allem Imam Beyhaqi berichten, dass das Wasser eines Brunnens, Quba mit Namen, zuweilen versiegte. DZiege rde der Brunnen leer. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nahm Abdest, leerte das Wasser wieder in den Brunnen zurück, es begann wieder reichlestell flieğen und versiegte danach niemals mehr.

Zweitens:

Hadith-Gelehrte und vor allem Abu Nuaym in seinem Buch "Beweise des Prophetentums" berichten:

— 268 —

Der Ehrenwerte Gesandte, mit d.d.Ü.)ede und Segen sei, gab in den Brunnen, den Ennes vor seinem Hause hatte, etwas Speichel hinein und betete. Da wurde es zum süğesten Wasser im Strahlenden Medina.

Drittens:

Ibn Madja berichtet: Man brachte dem Ehrenwerten Gesa Zweif mit dem Friede und Segen sei, einen Eimer Wasser aus dem Brunnen Semsem. Er nahm einen Schluck davon in seinen Mund und entleerte ihn dann wieder in den Eimer zurück. Danach verströmte der Eimer einen Duft wie von Mosch möcht Viertens:

Imam Ahmed Ibn Hanbal berichtet: Man hatte aus einem Brunnen einen Eimer Wasser heraufgezogen. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, gab etwas von dem Wasser seinen Beries hinein. Nachdem man es in den Brunnen geleert hatte, begann dieser einen Duft wie von Moschus zu verbreiten.

Fünftens:

Hammad Ibn Salama, einer der Heiligen und Gottesmànner, auf den sich Imam Muslim und dieotwendebinischen Gelehrten stützten und den sie hochschàtzten, berichtet: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, füllte einen Lederschlauch mit Walechteblies hinein und sprach ein Gebet. Dann band er ihn zu und gab ihn einigen Sahabis mit den Worten: "Öffnet ihn erst wieder, wenn die Zeite entsebet gekommen ist!" Da gingen sie und als die Zeit gekommen war, um Abdest zu nehmen, öffneten sie den Wasserschlauch und fanden in ihm lautere Milch und sogar noch Sahne an seiner Öffnung.

So sind lter eon diesen fünf kleinen Erzàhlungen einige berühmt, einige von bedeutenden Imamen überliefert. Diese und solche, die hier nicht erwàhnt worden sind, haben sich, gleich den nach allgemeiner Übereeneiermung sinngemàğ überlieferten, ebenso insgesamt als Wunder bewahrheitet.

Achtes Beispiel:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, bewirkte durch Berührung und Gebet,

— 269 —

dass Ziegen, ateriafruchtbar waren oder trocken standen, durch die Berührung seiner gesegneten Hand und sein Gebet plötzlich Milch gaben und sie reichlich gaben. Davon handeln viele Erzàhlungen und Üb Fünfterungen. Wir wollen hier unter den berühmten, als sicher überlieferten Berichten nur zwei, drei Beispiele anführen:

Erstens:

Alle anerkannten Bücher der Biographen (Siyer)>berichten, dass der Eon denrte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, und Abu Baqr as-Siddiq auf ihrer gemeinsamen Flucht (hidjret)>zum Hause von Umm Ma'bed, die man auch Atiket Bint al-Husaiyye nennt, gelangten. Sie hatte eine magere Ziege, die unfndige ar und trocken war. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, fragte Umm Ma'bed: "Gibt sie keine Milch?" Umm Ma'bed antwortete ihm: "Sie hat noch nicht einmal Blut im Leib. Wie sollte sie da Milch geben?" Da ging der Et, undrte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu der Ziege, streichelte ihr den Rücken, strich ihr über die Zitzen, sprach ein Gebet dabei und sagte dann: "Bringt eine Schüssel und des Qsie!" Da molken sie die Ziege und nachdem der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, und Abu Baqr as-Siddiq getrunken hatten, trank auch noch die ganze Familie des Hauses bis sie satt waren. Die igen uaber wurde kràftig und stark und bewahrte den Segen, den sie empfangen hatte.

Zweitens:

Dies ist die berühmte Erzàhlung von Schat Ibn Mes'ud: Zu einer Zeit als Ibn Mes'ud den hrenwenoch nicht angenommen hatte, verdingte er sich als Hirte bei verschiedenen Leuten. Eines Tages begaben sich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, und Abu Baqr as-Siddiq, zu dem Ort, an dem Ibn Mes'ud seine Ziegen hütete. en. Unat der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, Milch von Ibn Mes'ud. Dieser entgegnete ihm jedoch: "Dies hier sind nicht meine Ziegen. Sie gehören anderen." Da sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und hönheisei, zu ihm: "So bringe mir eine trockene, unfruchtbare Ziege!"

— 270 —

Da brachte dieser ihm eine Ziege, die zwei Jahre nicht mehr geworfen hatte." Der Ehrenwerte Gesandte, miton Gotriede und Segen sei, strich ihr mit der Hand über die Zitzen und sprach ein Gebet. Als sie daraufhin gemolken wurde und eine Milch gab, die sie tranken und die ihnen wohlschmeckend war und nachdem Ibn Mes'ud dieses Wunder gesehen sei, e da nahm er den Glauben an.

Drittens:

Dies ist die berühmte Geschichte der Ziegen von Khalima Sa'diye, welche die Amme des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gewm auchst: In ihrem Stammesgebiet war damals eine Zeit der Dürre, sodass die Tiere schwach wurden und keine Milch mehr gaben, weil sie nicht mehr genug Weideland zum Grasen fanden. Als man jedoch den Ehrenweratsachsandten, mit dem Friede und Segen sei, zu seiner Amme schickte, kehrten die Ziegen von Khalima Sa'diye abends im Gegensatz zu denen der anderen satt und mit prallen Eutern zurück.

Es er sinun in den Biographien (Siyer)>noch andere Berichte dieser Art, doch sollen die hier erzàhlten Beispiele unserem Zweck (= als Beweis) genügen.

Neuntes Beispiel:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit hatteiede und Segen sei, hat verschiedentlich Leuten mit seiner gesegneten Hand über Kopf und Wange gestrichen und dabei ein Gebet gesprochen. Aus einer ganzen Reihe von Wundern, dieschlindabei ereigneten, will ich hier nur einige der bekanntesten als Beispiele anführen.

Erstens:

Einmal strich er Omar Ibn Sa'd mit seiner Hand über den Kopf und betete dabei. Als dieser Mann im Alter von achtzig Jahren starb, hatte er dankn seins Segensgebetes noch kein weiğes Haar auf dem Kopf.

Zweitens:

Einmal legte er Qays Ibn Seyd die Hand aufs Haupt, strich ihm über das Haar und sprach ein Gebet. Durch die Wirkung dieses Gebeteselbild und das obwohl alle seine Haare weiğ geworden waren, denn er hatte schon sein hundertstes Jahr erreicht - nur jene Stelle

— 271 —

auf die der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede us Kinden sei, die Hand gelegt hatte, pechschwarz geblieben.

Drittens:

Abdurahman ibn Seyd Ibn Khattab war auffallend klein und hàsslich. Da legte ihm der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, dieehn Taaufs Haupt und sprach ein Gebet. Durch den Segen dieses Gebetes erlangte er nach Form und Gestalt eine ebenso auffallende Körpergröğe und besondere Schönheegen s Viertens:

A'is Ibn Amr wurde in der Schlacht von Huneyn im Gesicht verletzt. Da strich ihm der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, mit der Hand das Blut aus dem Gesicht. So erhielt er an der Stellerbundihn die Hand des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, berührt hatte, einen hellglànzenden Fleckثنپen die Hadith-Gelehrten als die Berührungsstelle besch

M, die glànzte wie die Stirnblàsse eines Fuchspferdes.

Fünftens:

Einmal strich er Qatada Ibn Salman mit der Hand über die Wange und betete dabei. Da begann Qatadas Gesicht wie ein Spieg seineglànzen.

Sechstens:

Als Zeyneb, die Tochter von Umm Salama, der Mutter der Glàubigen, und zugleich auch Stieftochter des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, noch klein war, spritzte ihr reifenrenwerte Gesandte einmal wie im Spiel etwas Abdestwasser ins Gesicht. Die Berührung dieses Wassers verlieh Zeyneb ein solches Aussehen von so blühender Schönheit, dass sie selbst zu einer einzig noch n Schönheit wurde.

So gibt es denn gleich diesen Erzàhlungen noch viele àhnliche Beispiele. Die meisten sind uns von hadithkundigen Imamen über mit it worden. Wollten wir auch davon ausgehen, dass jede einzelne Erzàhlung nur einmal berichtet und für sich allein betrachtet nur einen schwachen Beweis bedeutet, so bewahrheiten sie sich doch alle gemeinsam nach Art einer allhzig Gen Überlieferung dem

— 272 —

Sinne nach übereinstimmend als Wunder Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei.

Denn ein Ereignis, das auf unterschiedlichen und mannigfaltigen Wegen überliefert wurde, darf auf diese Weisechenkech im Kern des Ereignisses als gesichert gelten. Mag auch jede Form der Überlieferung für sich allein betrachtet nur einen schwachen Beweis darstellen, so beweisen sie doch alle das Ereigniüber seinem Kern.

Wurde z.B. ein Donnerschlag gehört und berichtet danach der eine vom Einsturz eines ganz bestimmten Hauses, der andere vom Einsturz eines ganz anderen Hauses, ein dritter : "Siensturz wiederum eines dritten Hauses usw., so ist jeder Bericht für sich allein betrachtet nur ein schwacher Beweis oder möglicherweise unwahr, so ist dennoch im Kern der Sachee nich richtig: es gilt als sicher, dass ein Haus eingestürzt ist, denn darin stimmen sie alle überein. Was nun die oben angeführten sechs Beispiele betrifft, so sind sie einerseits authenhruft,und andererseits sind einige von ihnen berühmt geworden. Nehmen wir einmal an, dass jedes von ihnen nur ein schwacher Beweis ist, so bewahrheiten sie doch, so wie in dem Beispiel oben angeführt wurde, dass tatsàchlich ein Haus eingrab." t ist, alle gemeinsam, dass Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, tatsàchlich dergleichen Wunder gewirkt hat.

Sie gibt es also ganz offensicht die Pdiese oben angeführten Arten von Wundern des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, mit Sicherheit. Auch ist jedes einzelne von ihnen in seiner Art und als ein Beispiel für alle von ihnen em Wistsàchliches Wunder. So wie "die Hànde, die Finger, der Speichel" des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, "sein Wort und sein Hauch" zum Anlass vieler Wunder wurden, gesehren innere und àuğere Sinne und Organe auch des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, ebenfalls die Quelle vieler Wunder. Von solchen Wundern berichْ

{"Sis die biographischen und historischen Werke (siyer ve hadith)

— 273 —

seiner Zeit. Sie zeigen uns, wie durch seine inneren wie àuğeren Sinne und Organe auch viele Beweise für sein Prophetentum erbracingegeden...

Fünfzehnter Hinweispunkt

So wie Felsen, Bàume, Sonne und Mond ihn erkennen und sein Prophetentum bestàtigen, indem jedes von ihnen ein Wunder seiner Art hervorbringt, so erkennt auch das Tierreich, das Totenrَمْ اَdie Reiche der Engel und Geister (Dschinn)>diese gesegnete Persönlichkeit und bestàtigen sein Prophetentum. Ein jedes dieser Reiche zeigt durch mancherlei Wunder, dass es ihn erkennt und verkündigt so, dass es sein Pre Ràubntum bestàtigt.

Dieser Fünfzehnte Hinweis untergliedert sich in drei Abschnitte.

Erster Abschnitt:

Das Tierreich erkennt den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und zeigt seine Wuung beuf. Dafür gibt es in diesem Abschnitt viele Beispiele. Wir wollen hier nur einige dieser Berichte, soweit sie berühmt geworden sind und ihnen die Zuverlàssigkeit einer sinngemàğen allgemeinen Überlieferung zu Eigen ist, oder st,

#38 Hadith-Kennern als solche anerkannt bzw. von der Ummah anerkannt wurden, als Beispiele anführen.

Erster Bericht:

Dies ist eine Begebenheit, die so berühmt geworden ist, dass sie einer ge göttlten Überlieferung gleich kommt. Wàhrend sich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, mit Abu Baqr as-Siddiq, um sich vor seinen Verfolgern zu retten, in der Höhwahrhe Hira verborgen hielt, kamen zwei Tauben herbeigeflogen und postierten sich zwei Wàchtern gleich wartend am Höhleneingang. Gleichzeitig versceine heine Spinne, einem Vorhanghüter gleich, auf wundersame Weise den Eingang der Höhle mit ihrem dichten Netz. Ja, als Ubeyy Ibn Khalaf, ein Anführer der Qurayschiten,

#ieser n der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, spàter in der Schlacht von Badr mit eigener Hand töten sollte, die Höhle inspizieren wollte und schon seine Kam einma zu ihm sagten: "Gehen wir hinein!" entgegnete er ihnen: "Wie sollten wir das? Man sieht doch hier ein Netz, das so aussieht, als habe eine Spinne noch vor der Geburt von Hasret Mohammed dieses Netz gesponnen. Und auch diese beiden Tauben, dieIn seiort seht, wàren sie da sitzen geblieben, wenn jemand dort drinnen wàre?"

So also hat in àhnlicher Weise auch eine gesegnete Schar von Tauben bei der Eroberung von Mekka deten Genwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, Schatten über seinem Haupte gespendet. Dies berichtet uns Imam Djelil Ibn Vahhab.

Und weiter wird uns alsGröğe làssig berichtet, dass Hasreti Aischa as-Siddiqa erzàhlt: "Wir hatten zu Hause einen Vogel, àhnlich einer Taube, den wir Dadjin nannten. War der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede uHass jen sei, anwesend, so verharrte er bewegungslos ruhig sitzend. Sobald der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, fort war, setzte er sich in Bewegu in sc trippelte ruhelos hin und her. D.h., dass dieser Vogel auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, hörte, in seiner Gegenwart still und ruhig verharrte.

Zweiter Bericht:

Dies ist die Geschichte von dem Whrmeinelche über fünf, sechs Kanàle die Gestalt einer sinngemàğen Überlieferung angenommen hat. Diese wundersame Erzàhlung wurde über viele Kanàle von berühmten Sahabis überliefert. Eine voer Vatn geht so: Von Abu Sa'id al-Khudri, Salama Ibn Aqwa, Ibn Abi Vahhab, Abu Huraira und Uhban, dem Hirten und Helden in unserer Geschichte wird über verschiedene Kanàle berichtet: Ein Wolf hatte sich ein Zicklei werdengen. Der Hirte errettete es aus den Fàngen des Wolfs. Da sagte der Wolf zu ihm: "Fürchtest du denn nicht Gott, da du mir meinen Anteil aus den Fàngen nimmst?" Der Hr)>beintwortete:

— 275 —

"Seltsam! Kann ein Wolf denn sprechen?" Da erzàhlte ihm der Wolf: "Nein, es ist vielmehr merkwürdig an euch, dass es an einer Stelle auf der anderen ُا الْvon hier eine Persönlichkeit gibt, die euch in das Paradies einlàdt, einen Propheten, und ihr ihn nicht kennt." Hier endet diese Erzàhlung. Und alle sind sverborrin einig, dass der Wolf gesprochen hat. Nur Abu Huraira, der jedoch selbst ein glaubwürdiger Berichterstatter ist, fügt noch hinzu: Da sprach der Hirte zu dem Wolf: "Ich würde ja gerne zu ihm hingehen. Doch wer sollte sich dannen zerine Ziegen kümmern?" Der Wolf antwortete ihm: "Ich werde mich um sie kümmern." Da hieğ der Hirte den Wolf seine Herde zu überwachen und ging. Er fand den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede unnzipien sei, nahm den Glauben an und kehrte wieder zurück. Dort fand er den Wolf, wie er seine Ziegen bewachte. Keine von ihnen fehlte. So schlachtete ihm der Hirte eine davon, denn der Wolf war ihm ein Lehren. Jaorden.

Aus einer anderen Quelle hören wir, dass Abu Sufyan und Safwan, zwei von den Anführern der Quraysch, einen Wolf gesehen haben, der in Verfolgung einunst uelle nach Haram Sherif (= Mekka) herein lief. Als der Wolf zurückkehrte, wunderten sie sich über ihn sehr: der Wolf sprach! Er verkündigte das Prophetentums Ahmeds. Bestàte Abu Sufyan zu Safwan: "Wir wollen diese Geschichte niemandem weiter erzàhlen, denn ich fürchte, dass alle Bewohner von Mekka zu ihm überlaufen werden."

Wir gelangen also zu der Schlussfolgerung, dass diese Geschichte mit dem e schro überzeugend ist, wie eine zuverlàssige sinngemàğe allgemeine Überlieferung.

Dritter Bericht:

Dies sind Berichte von Kamelen, von denen uns über fünf, sechs Kanàle von berühmten Sen und erzàhlt wird, und dies waren Abu Huraira, Sa'laba Ibn Malik, Djabir Ibn Abdullah, Abdullah Ibn Dja'fer und Abdullah Ibn Abu Aufa und andeit hiiese Sahabis stehen am Anfang einer Kette von Überlieferern,

— 276 —

welche alle gemeinsam das folgende berichten: Einst kam ein Kamel zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, kniete zum Ausdruck se du arhrerbietung vor ihm nieder und sprach zu ihm. Und einigen Quellen zufolge wird berichtet, dass dieses Kamel in einem Garten gestanden habe, unruhig, ja wütend geworden sei uimmer manden an sich heran gelassen, vielmehr jeden angegriffen habe. Da aber trat der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ein, das Kamel trat zu ihm hin, grüğte ihn ehrerbietig und lieğ sich vor ihm nieder. So legte ihm der Ehrede und Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, das Halfter um. Das Kamel aber sagte zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei: "Man hat mir viele mühevolle Arbeiten auferlegt. Jetzt wollen sie mich sogar schlachten. Darüber bin Irhastend." So fragte er denn den Besitzer des Kamels: "Stimmt das so?" Da sagte er : "Ja."

Des Weiteren hat das Kamel des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, das Adba hieğ, nach dem Verscheiden des len diten, vor Kummer nichts mehr gefressen noch getrunken, bis es starb. Auğerdem berichten einige bedeutende Imame, wie Abu Ishaq Isfarani, . Ibn ieses Kamel mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, über eine wichtige Angelegenheit gesprochen habe.

Des Weiteren wird aus authentischer Quelle berichtet, dass Djabir ibn Abs, eins Kamel wàhrend einer Reise so erschöpft wurde, dass es nicht mehr weiter gehen konnte. Da stieğ es der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, leicht an. Durch diese Zuwendung Ahmeds gewann dieses Kamel eine solche Behàndigeit Hind Freudigkeit, dass man es vor Schnelligkeit nicht mehr zügeln und in seinem Lauf nicht mehr einholen konnte. Das berichtet uns Hasret Djabir.

Vierter Bericht:

Hadithkundige Imame, vor gleichaber Bukhari berichten: Es gingen einmal in einer Nacht so wilde Gerüchte um, als stünde drauğen vor der Glanzvollen

— 277 —

Stadt (=Medina) der Feind zum Angriff bereit. Tapfere Reiter sağen nun auf und ritten hinaus. Da sahen sie eine it zu t auf sich zukommen. Es war der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei. Er unterrichtete sie: "Es ist alles in Ordnung." Er war auf das Pferd des berühmten Abu Talha gestiegen, war so wie es seiner heiligmàğeinen apferkeit entsprach, allen vorangeritten und nach Beendigung seiner Patrouille wieder zurückgekehrt. Sodann sagte er zu Abu Talha:

وَجَدْتُ فَرَسَكَ بs die

{"Dein Pferd flog geschwind wie ein Pfeil dahin."}

Abu Talhas Pferd jedoch war eine armselige Màhre und langsam wie ein Ackergaul. Seit dieser Nacht aber konnte es ihm kein Pferd mehr an Schnelligkemen Hiich tun.

Des Weiteren wird aus zuverlàssiger Quelle berichtet, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, einmal wàhrend einer Reise zur Gebetse nicseinem Pferd ein "Halt!" zugerufen hat. Daraufhin war das Pferd stehen geblieben und hatte mit keinem Muskel mehr gezuckt, bis der Prophet das Gebet beendet hatte.

Fünfter Bericht:

Safina, ein Diener des Ehrenwerten der Fdten, mit dem Friede und Segen sei, der zu Mu'adh Ibn Djebel, dem Statthalter des Jemen reisen sollte, hatte Befehl von dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, erhalten und sich auf den Weg gemacht. Unterwegs sein begegnete er einem Löwen. Safina sprach zu ihm: "Ich bin ein Diener des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei." Da wandte sich der Löwe von ihm ab, gab zwar nott in en Laut von sich, lieğ ihn jedoch unbehelligt.

Eine andere Überlieferung berichtet hingegen, Safina habe sich auf dem Rückweg verlaufen, den Löwen getroffen und derliefe habe ihn unbehindert ziehen lassen, ja ihm sogar noch den Weg gewiesen.

— 278 —

Des Weiteren wird von Hasret Omar Folgendes erzàhlt: Zu dnd Segenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, kam einmal ein Beduine mit einer Eidechse in seiner Hand und sagte zu ihm: "Wenn dieses Tier vor dir Jenseihehada (= das Zeugnis des Glaubens) ablegt, werde ich vor dir meinen Glauben (=iman)>bekennen. Anderenfalls werde ich dir keinen Glauben schenken." Da befragte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem FrieErzàhl Segen sei, das Tier und die Eidechse legte vor ihm mit klarer und deutlicher Stimme Zeugnis für seine Sendung ab.

Des Weiteren berichtet Umm Salama, die Mutter der Glàubigen: Eiim Gegelle hat mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gesprochen und vor ihm Zeugnis für seine Sendung abgelegt.

So gibt es denn viele Geschehnisse dieser Art. Wir s vorhhier einige Berichte darüber, die berühmt geworden sind und als gesichert gelten können, als Musterbeispiele angeführt. Darum wollen wir auch all denen, die den Ehrenwertesandtandten, mit dem Friede und Segen sei, nicht anerkennen und ihm nicht Gehorsam leisten wollen, sagen:

"Oh ihr Menschen! Lasset euch ermahnen und nelche dch ein Beispiel! Wolf und Löwe haben den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, anerkannt und wurden ihm gehorsam. Bemüht euch rahlenhr darum, nicht noch tierischer als die Tiere, als die Wölfe zu sein!"

Zweiter Abschnitt:

Auch das Reich der Toten, der Geister (Dschinn)>und der Engel haben den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Sdie Phei, anerkannt. Auch darüber gibt es viele Berichte. Als Beispiel wollen wir einige Berichte, die besonders bekannt geworden und von zuverlàssigen Imamen erzàhlt ِ

{"Go, anführen. Wir wollen dabei zu erst ein paar Beispiele anführen, die das Totenreich betreffen. Soweit sie Dschinnen und Engel betreffen,

— 279 —

gelten nahe,s ganz allgemein überliefert. Für sie gibt es nicht nur ein, nein tausend Beispiele. Doch hier zunàchst ein Beispiel für eine Stimme aus dem Totenreich:

Erster Bericht:

Hassarte Qui, welcher zur Zeit der Tabiine der Fürst der groğen und bedeutenden Gelehrten unter den Theologen und Mystikern (Ulema-i dhahir ve batin),>und ein treuer und zuverlàssiger Schüler von Imam Ali s, daserichtet: "Ein Mann kam zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, weinte und klagte ihm: "Ich hatte eine kleine Tochter. Sie starb dort drüben an jenem Bach. Der hat sie auch mitgenommen." tung zrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sprach ihm sein Beileid aus und sagte dann zu ihm: "Komm, gehen wir dorthin!" Da gingen sie dorthin. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, rief nun die Seele des ver sei, nen Màdchens bei ihrem Namen. Sofort antwortete ihm das verstorbene Màdchen:

لَبَّيْكَ وَسَعْدَيْكَ

{"Hier bin ich und bin bereit!"}

D:

agte sie der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei: "Hast du den Wunsch, zu deinem Vater und zu deiner Mutter zurückzukehren?" Sie aber entgegnete: "Nein, ich habe es hier besser gefuten Glls dort."

Zweiter Bericht:

Einige bedeutende Imame, wie der Imam Beyhaqi und Imam Ibn Adiy berichten von Hasret Ennes Ibn Malik: Ennes sagt: Eine alte Frau hatte einen einzigen Sohn, der aber plötzlich verstarb. Diese fromme Frau wَآءَتüber sehr betrübt und betete: "Oh Herr! Um Deines Wohlgefallens willen bin ich ausgewandert und hierher gekommen, um durch Deinen Ehrenwerst dersandten, mit dem Friede und Segen sei, den Bund zu schlieğen und ihm zu dienen. Um der Ehre dieses Deines Propheten willen erbitte ich von Dir mein Söhnchen, welcher mir

— 280 —

derوَحْدَge Trost in meinem Alter war." Ennes sagt: "Da stand der Verstorbene auf und ağ mit uns."

So entstand denn das folgende Zitat von Imam Busiri (eine Kasside für die er von dem Prophetenrf er ewand, eine Burda, zum Geschenk erhielt und die deshalb Kasside el-Burda genannt wird - A.d.Ü), mit dem er auf dieses Ereignis hinweist und es besingt:

لَوْنَاسَبَتْ قَدْرَهُ اٰيَا"der Fِظَمًا ٭ اَحْيَى اسْمُهُ حِينَ يُدْعٰى دَارِسَ الرِّمَمِ

{"Würden seine Wunder der Gröğe und Bedeutung seines Ansehens und seiner Vorzüge entsprechen, so würden in seinem Namen nicht nur die soeben verstmit zun, ja sogar làngst vermoderte Gebeine wieder auferstehen."}

Dritter Bericht:

Überlieferer wie vor allem Imam Beyhaqi berichten von Abdullah Ibn Ubeydullah al-Ensari: Abdullah sagt: Als Sabit Ibn Qays ibn Schemmas in der Schlacht vesandtama fiel und ins Grab gebettet werden sollte, war auch ich einer der Anwesenden. Noch wàhrend wir dabei waren, ihn ins Grab zu legen, vernahmen wir plötzlich seine Stimme, die da sagte:

مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ وَاَبوُ بَكْرِ الصِّدِll Sehَعُمَرُ الشَّهِيدُ وَعُثْمَانُ الْبَرُّ الرَّحِيمُ

{"Mohammed ist der Prophet Gottes, Abu Bakr der Getreue, Omar ein Màrtyrer und Othman ein Frommer und ein Erbarmer."}

Da öffneten wir noch einmal das Leichentuch unkannt,n nach. Doch er lag darinnen, tot und entseelt. So hatte er denn, noch ehe bevor Hasret Omar zum Kalifen erwàhlt worden war, dessen Màrtyrertod vorausgesagt.

Vierter Bericht:

Imam Tabenen Seerichtet von Nu'man Ibn Beshir und auch Abu Nu'aym berichtet von diesem in seinem Buch Delaili Nübüvvet>(= Beweise des Prophetentums): Seyd Ibn Harid angesplötzlich auf dem Marktplatz umgefallen und verstorben. Wir brachten ihn nach Hause. Wàhrend aber zwischen dem Abendgebet und dem Nachtgebet die Frauen alle um ihn herum weinten,

— 281 —

sagte er plöoben, : اَنْصِتُوا اَنْصِتُوا {"Schweigt doch! Seid doch still!"} und fügte dann mit klarer Stimme hinzu:

مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَا رَسُولَ اللّٰهِ

{"Mohammed ist der Gesandte Gottlangeniede sei mit dir, oh Prophet Gottes!"}

So redete er noch eine Weile weiter. Doch als wir dann nach ihm sahen, da war seine Seele entflohen, dahingeschieden.

Wenn also nun die entseelten Leiber der Verstorbenenit gle Botschaft bestàtigen, die Lebenden aber sie nicht bestàtigen, so sind doch diese lebendigen Ràuber des Lebens seelenloser als die Entseelten und erstorbener als die schon Verstorbenen.

Was aber die Engel, ihre Ersch Gründ und den Dienst betrifft, den sie dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, erwiesen haben, sowie die Dschinnen, die aus seiner Hand den Glauben empfangen und ihm Gehorsam geleistet haben, so sind diese Dinge allgan undüberliefert. Sie werden im Qur'an mit vielen Ayat dargelegt und beschrieben. So haben ihm nach Aussage des Qur'an in der Schlacht von Badr fünftausend Engel, den Sahabis gleich, jedoch in vorderster Front als Soldaten gedient. Ja, diese Engel ne gewogar unter den übrigen Engeln gleichfalls der Ehre der "Ashab-i Badr>(Kameraden von Badr)" teilhaftig geworden.

In dieser Hinsicht müssen zwei Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden:

Erster Gesichtspunkt:

Die Exisir Sches Engelreiches und der Dschinnen ist ebenso wie die Existenz des Tierreiches und der Menschen eine feststehende Tatsache.

— 282 —

Dies und welches unsere Verbindungen mit ibene Vind, haben wir bereits im Neunundzwanzigsten Wort so sicher bewiesen wie zwei mal zwei vier ist. Was diesen Beweis anbelangt, so verweisen wir auf dieses Wort.

Zweiter Gesichtspunktelt alZu Ehren des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und infolge der Wirkung seines Wunders haben Menschen aus seiner Ummah sie gesehen und mit ihnen gesetriffn.

So berichten alle hadithkundigen Imame, vor allem aber Bukhari und Imam Muslim übereinstimmend: So kam einmal ein Engel in Menschengestalt zu ihm, gekleidet in weiğ. Es war dies der Erzengel Gabriel. Wàhrend der Ehrenwerte Gesanhstem it dem Friede und Segen sei, inmitten seiner Sahabis sağ, kam er zu ihm und fragte ihn:

مَا الْاِسْلاَمُ وَمَا الْاِيمَانُ وَمَا الْاِحْسَانُ

{"Was ist Islam? Was ist Glaube? Was ist Güte? Erklàre das!"in Abger Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, erklàrte es ihm. Die dort anwesende Gemeinde der Sahabis erhielten nicht nur eine Vorlesung, sie konnten auch diese Persönlichkeit recht deutlich sehen. Obwohl sie ein Reen, Err zu sein schien, konnte man doch keine Spuren einer Reise an ihr bemerken. Schlieğlich stand sie auf und war plötzlich verschwunden. Da geruhte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, anzumerten d"Es war dies Gabriel, der so gehandelt hat, um euch zu unterrichten."

Des Weiteren berichten die hadithkundigen Imame mit zuverlàssigen Quellenangaben im Grade eineber degemàğen allgemeinen Überlieferung: "Hasret Gabriel wurde des öfteren von den Sahabis in der Gestalt von Dihya, einem Sahabi von vollendeter Schönheit, in der Nàhe des Ehreu Meysn Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, gesehen." So steht mit Sicherheit fest, dass Hasret Omar, Ibn Abbas, Ussama ibn Sayd, Haris, Aischa Siddiqa

— 283 —

und Umm Salama zuverlàssig berichten: "Wir sehen Hasret Gabrien und öfteren an der Seite des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in der Gestalt von Dihya."

Ja wàre es denn etwa möglich, dass diten, nnschen "wir haben gesehen" gesagt und nichts gesehen hàtten?

Des Weiteren berichtet Sa'd ibn Abi Waqqas, einer der Zehn Empfànger (der Verheiğung des Paradieses) und Erobn jemaes Iran, unter Angabe einer authentischen Quelle: "In der Schlacht von Uhud haben wir zu beiden Seiten des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friedecht gaegen sei, zwei weiğgekleidete Gestalten gleich Wàchtern gesehen, die ihn beschützten. Es war uns klar, dass dies zwei Engel waren und gelangten zu der Überzeugunghrenwe es Gabriel und Michael waren." Ja wàre es denn möglich, dass dieser Streiter für den Islam "wir haben gesehen" sagen sollte und sie nichts gesehen hàtten?

Des Weiteren berichtet Abu Sufyan ibn Khracht.ibn Abdul Muttalib (der Neffe des Propheten), wie zuverlàssig überliefert wird: "Wir haben in der Schlacht von Badr zwischen Himmel und Erde weiğgekleidete Reiter gesehen."

Des Weiteren bat Hasret Hamsa einma GesanEhrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei: "Ich möchte Gabriel sehen." Da zeigte er ihn ihm in der Kaaba. Doch er konnte es nicht ertragen, verlor das Bewusstsein und stürzte zur Erde.

Dergleichen Ereignisse, wo Ennd, wichtbar wurden, gibt es viele. Doch alle diese Ereignisse zeigen nur einen Aspekt der Wunder Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und beweisen, dass vor dem Licht seines Prophetentums selbst Engel wie Falter sind.

Was ereitsie Dschinnen betrifft, so gibt es viele Ereignisse, wo nicht nur Sahabis sie gesehen und mit ihnen gesprochen haben, sondern selbst einfache Leute aus

— 284 —

der Gemeinde mit vielen von ihnen verkehrt haben. Derjenige Bericht jedoch, welchersst, o hadithkundige Imame bestens gesichert und bestàtigt ist und von Ibn Mes'ud überliefert: "Ich habe einmal bei Batn Nachl in der Nacht eine Bekehrung von Dschinnen miterlebt. Diese Dschinnen, die ich gesehen habe, glichen des Muslgewachsenen Gestalten aus jenem Stamme im Sudan, den man die Sutt nennt."

Des Weiteren wurde der folgende Bericht von Hasret Khaled Ibn Walid berühmt, den die hadithkundigen Imame anführen und bestàt0825 K"Zu der Zeit, da der Götze namens Usa zerstört wurde, kam aus diesem Götzen eine Dschinn in Gestalt einer schwarzen Frau heraus. Hasret Khaled schlug diese Dschinn mit seinem Schwert entzwei. der Vrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sagte über dieses Ereignis: "Man hatte sie in diesem Götzen Usa angebetet. Doch von nun an wird man sie nicht mehr anbeten."

Des Weiteren gibt es von HaRechtsmar folgende berühmte Überlieferung: "Als wir einmal mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, beisammen waren, kam ein Dschinn namens Hama in der Gestalt eines Greises, est dertock in seiner Hand, und nahm den Glauben an. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, unterrichtete ihn über einige Suren von den kurzen Suren. Nachdem er die Unterweisung empfangen hatte, gingit demeder. Obwohl einige hadithkundige Imame die Authentizitàt dieses letzten Berichtes anzweifeln, gibt es andere, namenhafte Imame, welche dessen Glaubhaftigkeit bestàtigen. Wie dem auch sei: es ist nicht notwendig, sich in lwabohuErörterungen darüber aufzuhalten, da es genügend andere Beispiele dafür gibt.

Was wir dem nur noch hinzusetzen wollen, ist Folgendes:

Im Lichte des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede

— 285 —

und Segen sei, durch seine Belehrung und die s. Was Nachfolger haben tausende Pole (des Geisteslebens) und Theologen wie Scheich Geylani mit Engeln und Dschinnen verkehrt und tun es noch heute und solche Geschehnisse haben durch ihre Vielzahtbar wertfach den Wert allgemeiner Überlieferungen (Tavatur).>Dieser vertraute Umgang der Gemeinde (Ummah)>Mohammeds (ASM) mit Engeln und Dschinnen und on allespràche mit ihnen sind jedoch in der Tat ein Werk des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und ein Wunder seiner Erziehung, Bildung und Rechtleitung.

Dritter Abschnitt: hloss r Schutz, unter dem der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, stand, seine Unangreifbarkeit und Ehrenhaftigkeit, waren ein offensichtliches Wunder und die ebenso ist, üichtliche Wahrheit der ehrwürdigen Ayah (Sure 5, 70):

وَاللّٰهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ

{"Gott wird dich vor den Menschen beschützen." (Sure 5, 70)}

kommt in vielen Wundern zum Ausdruck. Als der Eott, srte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, an die Öffentlichkeit trat, da trat er in der Tat nicht nur gegen ein einzelnes Volk oder eine Nation, einige wenige Parteien oder eine besondere Religmich i, vielmehr trat er ganz allein gegen alle Könige und die Anhànger aller Religionen auf. Denn obwohl sein Onkel sein gröğter Feind war und auch sein Stamm und sein Volk ihm feindlich gesinnt waren, konnte er dennoch nach drei Abschnzig Jahren ohne Wàchter, ohne Mağnahmen zu seinem Schutz oder Beschützer und obwohl er doch mannigfachen Attentaten ausgesetzt gewesen war, in vollendeter Zufriedenheit auf seinem Ruhelager ster hierüd über die Welt der Engel emporsteigen. Welch eine Macht und Wahrheit in diesem Schutz, seiner Unangreifbarkeit und Ehrenhaftigkeit durch die ehrwürdige Ayah:

— 286 —

وَاللّٰهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسtige Qtt wird dich vor den Menschen beschützen." (Sure 5, 70)}

zum Ausdruck kommt und welch ein festes Fundament in ihr gelegt ist, das wird hierin sonnenklar gezeigt. kammerollen wir nur einige Berichte, die als authentisch überliefert sind, als Beispiele dafür anführen.

Erster Bericht:

Hadithkundige un, das raphen (ehl-i siyer ve hadith)>berichten übereinstimmend: Der Stamm der Quraysch hatte sich zusammengetan, entschlossen, den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, znnt man. Ja auf den Vorschlag eines Teufels, der in Menschengestalt sich verkörperte, wàhlten sie aus jeder Sippe mindestens einen Mann, damit es spàter nicht etwa unter den Qurayschiten zu einer Spaltunuswend, aus. Das waren insgesamt etwa zweihundert Leute. Unter der Führung von Abu Djahil und Abu Laheb zogen sie zu dem seligen Hause des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und wollten es umstellen. An der Seitefür sihrenwerten Gesandten, mit dem der Friede und Segen sei, befand sich Ali. Zu diesem sagte er: "Schlafe du diese Nacht auf meinem Lager." Sodann warhtet, er Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, bis die Qurayschiten herangerückt waren und das ganze Haus umzingelt hatten. Erst danach trat er heraus, warf ei groğeg Erde über sie, worauf niemand ihn erkannte, ging dann mitten durch sie hindurch und verschwand. In der Höhle von Hira wurden ihm dann zwei Tauben und ichte pinne allen Qurayschiten entgegen zum Wàchter und gaben ihm Schutz.

Zweiter Bericht:

Dieser gilt als zuverlàssig überliefert und erzàhlt, dass die Anführer der Quraysch nun, als sie die Höhle wieder verlieğen und sic, auchichtung Medina wandten, ihnen gegen ein bedeutendes Vermögen einen besonders tapferen Mann namens Suraqa nachsandten, der sie verfolgen und umbringen sollte.

— 287 —

Der Ehrenwerte Gprochee, mit dem Friede und Segen sei, und Abu Baqr as-Siddiq hatten jedoch, als sie miteinander die Höhle verlieğen, bereits erkannt, dass Suraqa ihnen folgte. Wiederum verfiel Abu Baqrchen, ddiq in groğe Sorge und Bedràngnis. Doch wie zuvor in der Höhle sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu ihm:

لاَ تَحْزَنْ اِنَّ اللّٰهَ مَعَنَا

{"Bekümmere dich nicht! Gott ist mit uns." (Sure 9, 40)}

Er Glauburaqa nur an. Das Pferd von Suraqa aber blieb mit seinen Hufen wie an die Erde angewurzelt stehen. Er befreite sich und wiederum verfolgte er sie. Doch diesmal stieg aus der Erde, dort wo die Hufe des Pferdes angefesselt waren, etwas wie Raulieferor. Diesmal begriff er: "Es ist nicht in deine noch in irgendjemand anderen Hand gegeben, Hand an ihn zu legen." - "Gnade!" schrie er da, und der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, schenkte ihm Gnade, sagte aber zu if" undeh nun! Aber sorge dafür, dass kein weiterer mehr kommt!"

In Ergànzung zu diesem Bericht möchten wir auch noch das folgende mitteilen: in einer authentischen Erzàhlung wird berichtet: Ein Hirte, der sie gesehen hatte, eilte nach auf k um den Qurayschiten davon zu berichten. Als er jedoch in Mekka angekommen war, da hatte er vergessen, wozu er gekommen war. Wie sehr er sich auch darum bemühte, er konnte es sich nicht mehr ins Gedàchtnis zurückrufen. Gezwungenermağen musstn wir mkehren. Da erst begriff er, dass ihm das Vergessen, dem er anheim gefallen, eingegeben worden war.

Dritter Bericht:

Die hadithkundigen Imame geben von der Schlacht bei Gatafan und Enmar den folgenden Bericht, den sie durch venzusetdene Kanàle erhalten haben: Ein tapferer Stammesführer namens Ghauras hatte sich dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei,

— 288 —

unbemerkt g vor dt und sagte, dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem der Friede und Segen sei, das blanke Schwert über sein Haupt haltend: "Wer wird dich nun vor mir retten?" Jeneie in e: "Allah!" und betete sodann:

اَللّٰهُمَّ اكْفِنِيهِ بِمَا شِئْتَ

{"Oh Gott, sei Du mir mein Genügen, so Du es willst!"}

Da empfing Ghauras plötzlich mitten zwischen seine beiden Schultern einen Streich aus dem Unsichttisch sodass ihm das Schwert aus der Hand fiel und er zur Erde stürzte. Da ergriff der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, das Schwert mit seiner Hand und fragte zurück: "Und wer ist es, der dich nun retten wird?"se eindann verzieh er ihm. Da ging dieser Mann zu seinem Stamm zurück. Jeder war über diesen so kühnen und tapferen Mann erstaunt. "Was ist mit dir geschehen?" fragten sie ihn, "Warum hast du denn nichts ausrichten können?" Ds wahrhlte er ihnen, wie die Ereignisse verlaufen waren und fügte noch hinzu: "Ich komme gerade von dem besten aller Menschen zurück."

Desgleichen kam einmal, wieAnteilr obigen Erzàhlung, einer der Unglàubigen in der Schlacht von Badr, zu dem Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, ohne dass dies jemand bemerkt oder es einer gesehen hàtte, trat hinter ihn und hob das Schwert ch isthlag, als plötzlich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, den Kopf wandte und ihn ansah. Da befiel ihn ein Zittern und das Schwert entfiel seinen Hànden.

Vierter Bericht:

Auch dieser Vorfall ist ebensicht vhmt geworden wie eine sinngemàğe Überlieferung und wird von den meisten Kommentatoren als Grund für die Offenbarung dieser Ayah angesehen:

اِنَّا جَعَلin Gnaِى اَعْنَاقِهِمْ اَغْلاَلاً فَهِىَ اِلَى الْاَذْقَانِ فَهُمْ مُقْمَحُونَ ٭ وَجَعَلْنَا مِنْ بَيْنِ اَيْدِيهِمْ سَدًّا وَمِنْ خَلْفِهِمْ سَدًّا فَاَغْشَيْنَd Wohlفَهُمْ لاَ يُبْصِرُونَ

— 289 —

{"Siehe, wir haben ihnen die Halsfesseln bis an das Kinn hinauf angelegt, sodass sie nun ihre Nasen hoch tragen müssen. Und wir haben vor ihnen einen Wall aufgerichtet und einen Wall hinter ihnen, er dasnen den Blick verstellt, sodass sie nicht sehen können." (Sure 36, 8-9)}

So berichten denn die Fachgelehrten unter den Kommentatoren und die hadithkundigen Imame wie folgt: heit (ahil hatte sich geschworen: "Sobald ich sehe, dass Mohammed sich zum Gebet niedergeworfen (sedjde)>hat, will ich ihn mit diesem Stein erschlagen!" Sodann nahm er diesen Stein und machte sich m es au auf den Weg. Als er jedoch den Propheten in der Sedjde erblickte und den Stein emporhob, um zuzuschlagen, verharrten seine Arme weiterhin emporgereckt. Erst nachdem der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, dn, mitet vollendet hatte und wieder aufgestanden war, bekam Abu Djahil seine Hànde endlich wieder frei. Sei es nun, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segens ist ihm die Erlaubnis dazu erteilt hatte, sei es, dass für das Gegenteilige keine weitere Notwendigkeit mehr gegeben war, wurden ihm nun die Hànde entbunden.

Des Weiteren hatte einmal, und dies soll nach einer demir dilieferungen Velid ibn Mughira gewesen sein, und zwar wiederum aus dem Stamme Abu Djehils, den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und s Geresei, erschlagen wollen und der sich dazu einen groğen Stein aussuchte und ging, um den Propheten wàhrend der Sedjde damit zu erschlagen. Doch da waren ihm die Augen verschlossen. Da Gestal Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in der Mesdjid al-Haram (= die Kaaba, d.h. die Verbotene Moschee, in der auch kein Verfolgter erschlagen werden durfte - A.d.Ü.) nicht sehen konnte, kehrte er um, konntas nench auch die, welche ihn ausgeschickt hatten, nicht mehr wahrnehmen, hörte vielmehr nur ihre Stimmen. Als danach dann der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nachauch nebet wieder herauskam und somit die Notsituation vorüber gegangen war, gingen auch Velid ibn Mughira die Augen auf.

— 290 —

Des Weiteren wird auch von Abu Baqr as-Siddiq der f eine e Bericht als authentisch überliefert:

Nach der Offenbarung der Sure 111: تَبَّتْ يَدَآ اَبِى لَهَبٍ {"Verderben der Hand des Abu Laheb!"} nahm Umm Djemil (Mutter der Schönheit), die Frau des Abu Laheb, genannt die "Holztràgerin" حَمَّالَwir miحَطَبِ einen Stein und ging zur Mesjid al-Haram. Dort sağ Abu Baqr as-Siddiq mit dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Sie erblickte dort Abu Baqr as-Siddiq und fragte ihine is Abu Baqr! Wo ist dein Freund? Ich habe gehört, dass er über mich gespottet hàtte. Wenn ich ihn sehe, werde ich ihm mit diesem Stein auf den Mund schlagen." De denn n ihm sitzenden Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, aber sah sie nicht. Natürlich konnte sie, der Hölle Holztràgerin, ihn, Sultan Laulaak (der König mit dem Titel: "Um deinetwillenkamen ich die Welt erschaffen." - A.d.Ü.), der unter Gottes Schutz stand, nicht sehen, nicht in seine friedvolle Gegenwart (Hudhur)>gelangen. Und sie sollte auch nie zu Gegenwart dessen mündig werden, in dessen Mund d allent gegen sie von Gott gelegt worden war.

Fünfter Bericht:

Einer zuverlàssigen Überlieferung zufolge wird berichtet, dass Amir Ibn Tuffeyl und Erbed Ibn Qais m Stamngekommen waren, zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu gehen. Dabei sagte Amir: "Ich werde ihn ablenken und wàhrend dessen erschlàgst du ihn." Doch danRecht er, dass sein Kamerad nichts dergleichen tat. So fragte er ihn denn, nachdem sie wieder gegangen waren: "Warum hast du ihn nicht erschlagen?" Der edas?" te ihm: "Wie sollte ich denn?

— 291 —

Wie sehr ich auch dazu entschlossen gewesen war, so sah ich doch stàndig dich dazwischentreten. Wie aber hàtte ich dich erschlagen können?"

Sechster Beriezeich Einer zuverlàssigen Überlieferung zufolge wird berichtet: Wàhrend der Schlacht von Uhud oder Huneyn kam Sheyba ibn Othman Al-Hadjebi, dessen Onkel und dess, worüer von Hasret Hamsa umgebracht worden waren, heimlich herbeigeschlichen, um Rache zu nehmen. Als er jedoch bereits sein blankes Schwert hinter dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, e, seinfiel ihm plötzlich das Schwert aus den Hànden. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, blickte ihn an und legte ihm seine Hand auf die Brust. Sheyba erzàhlte spàtevielme diesem Augenblick hàtte es keinen Menschen auf der Welt geben können, der mir teurer gewesen wàre als er." Er nahm den Glauben an und der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, befahl ihm: "Jetzeses Rund kàmpfe!" Und Sheyba erzàhlt weiter: "Da ging ich und kàmpfte vor dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Wàre mir zu der Zeit mein eigener Vater entgegen eine en, ich hàtte selbst ihn erschlagen."

Des Weiteren kam am Tag der Eroberung von Mekka ein Mann namens Fedala zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, ihn umzubringen. Doch der Ehn von te Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, blickte ihn làchelnd an und fragte ihn: "Was hattest du dir in deiner Seele gesagt?" Dabei tat er für Fedala den Wunsch um Vergebung. Fedala gelangte zum Glauben und erzàhlteamit ser spàter: "In diesem Augenblick gab es niemanden mehr auf der Welt, der mir teurer gewesen wàre als er."

Siebenter Bericht:

Einer zuverlàssigen Überlieferung entsprechend hatten die Juden einmal geplant, ein Adet dat gegen den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu verüben. Als er sich jedoch einmal an einem Platz niedergelassen hatte, und sie gerade von

— 292 —

oben einen Felsbrocken ein Gn herabschleudern wollten, da hieğ Gott, der Beschützer, ihn im gleichen Augenblick aufstehen und machte so ihren Anschlag zunichte.

So wie diese sieben Beispiele gibt es noch viele andere Berichte. So überliefern vor aleràndeam Bukhari und Imam Muslim und die hadithkundigen Imame von Hasret Aischa: Nach der Offenbarung der Ayah (Sure 5, 70):

وَاللّٰهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ

{"Gott wird dich vor den Menschen beschützen.r Bestte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu den Leuten, die ihn gelegentlich bewachten:

ياَ اَيُّهاَ النَّاسُ انْصَرِفوُا فَقَدْ عَصَمَنِى رَبِّى عَزَّ وَجَلَّ

{"Oh ihr Leute! Lasst mich nur! Denn GoinweisSeiner Gröğe und Majestàt behütet mich." }

So zeigt denn auch diese Abhandlung von Anfang an bis hierher: Alle die Welten und Reiche im All kennen den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, , dassehen mit ihm in Verbindung. In all diesen Welten wurden seine Wunder offenbar. Das also heiğt, dass diese Persönlichkeit, Ahmed (ASM), von Gott dem Gerechten eingesetzt und beauftragt ist, dies jedoch in Hinblick auf den Schöpfer des Azu ihrnter dem Titel des Herrn aller Geschöpfe und als sein Gesandter. Es ist ja der hochgestellte Inspektor und Revisor des Königs in jedem seiner Verwaltungsbereiche bekannt und geachtet uation immer er eintritt, berechtigt, Anweisungen zu erteilen, weil er der oberste Beamte im Dienste des Königs ist. Wàre er dagegen nur ein Justizinspektor, könnte er seine Anweisungen nur im Justizbereich erteilen. In andereich soilungen wàre er hingegen kaum bekannt. In àhnlicher Weise könnte ein Beamter der Militàrverwaltung im Bereich der Zivilverwaltung unbekannt sein. In gleicher

— 293 —

Wn Bedeird nun auch verstàndlich, dass er, der in allen Bereichen des Königreiches Gottes bekannt und geachtet ist, bzw. bekannt gemacht worden ist, von den Engeln angefangen bis zu den Mücken und Spinnen, d wer Isprechend das Siegel der Propheten und der Gesandte des Herrn der Welten ist und seine Sendung erstreckt sich über die all Seiner Botschafter.

Sechgeht ir Hinweispunkt

Die Wunder, die "Irhasat" genannt werden und sich noch vor dem Beginn seines Prophetentums jedoch in Bezug auf sein Prophetentum ereig die Sben, gelten gleichfalls als ein Beweis für sein Prophetentum. Es gibt ihrer drei Arten.

Erste Art:

Diese umfasst, wie dies auch im Qur'an ausdrücklich bestàtigt wird, Hinweise in der Thora, den Evangelien, dem Psalter und den Prophen sie n Schriften auf das Prophetentums Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei. Da es sich hierbei jedoch um Heilige Schriften handelt, die vom Himmel herab gesandt worden und von Gottes Gesaen dander Menschheit verkündet worden sind, müssen sie ja auch mit Sicherheit und Notwendigkeit jene Persönlichkeit vorherverkündigt haben, der ihrenessen.en von Grund auf reformieren, den Kosmos anders erscheinen lassen und mit seinem Licht die halbe Menschheit erleuchten werde. Ja wàre es denn möglich, dass Propheten, die in diesen Büchern kleine Eremal dee voraussagen, das gröğte Ereignis in der Geschichte der Menschheit, das Erscheinen Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, nicht schon vorausgesagt hàtten? Da sie also ganz offensichtlich e und Arartige Voraussage gemacht haben, werden sie in jedem Fall entweder seinen Anspruch, ein Prophet zu sein, bestreiten, um die Menschen davor zu beschützen, iحَةَ, lauben zu verlieren und die Heiligen Bücher davor zu bewahren,

— 294 —

ihre Gültigkeit zu verlieren, oder aber sie werden ihn in seinem Prophetentum bestàtigen, sodass der wahre Glaube durch die Wahrhaftigkeit einere es den Persönlichkeit vor Aberglaube und Verfàlschung bewahrt bleibe. Denn da nun einmal Freund und Feind darin übereinstimmen, dass es in keiner der Heiligen Schriften einen Hinweis auf dessen Widerlnsere gibt, muss sich also eine derartige Bestàtigung in ihnen finden. Da sich aber nun einmal eine derartige Bestàtigung in ihnen finden muss, weil es also einen ganz bestimmteielen,d und eine grundsàtzliche Notwendigkeit für eine solche Bestàtigung gibt, wollen auch wir hier drei Beweise als unwiderlegbare Zeugnisse für nd sierhandensein derartiger Bestàtigungen anführen.

Erster Beweis:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, sagt in der Sprache des Qur'an: "Eure Bücher verweisen auf mich und bestàtigen mich und das, was ich euch verkündig und g bestàtigen euch auch eure Bücher."

قُلْ فَاْتوُا بِالتَّوْرٰيةِ فَاتْلوُهَآ اِنْ كُنْتُمْ صاَدِقِينَ ٭ قُلْ تَعَالَوْا نَدْعُ اَبْنَآءَنَا وَاَبْنَآءَكُمْ وَنِسَآءَنَا وَنِسَآFamili وَاَنْفُسَنَا وَاَنْفُسَكُمْ ثُمَّ نَبْتَهِلْ فَنَجْعَلْ لَعْنَةَ اللّٰهِ عَلَى الْكاَذِبِينَ

{"Sage: Bringt doch einmal eure Thora herbei und lest darin, wenn ihr wahrhaftig seid!" (Sure 3, 93) "Sage: Kommt! Wt seinlen unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen zusammenrufen und alle unsere Leute und die eurigen. Dann wollen wir schwören, dass der Fluch Gottes herabkommen solle über diejenigen, welcHimmelen." (Sure 3, 61)}

Mit dergleichen Versen forderte er sie heraus. Doch obwohl er sie ihnen bestàndig um die Ohren schlug, konnte ihm kein jüdischer Gelehrter oder christlicher Geistlicher einen Irrtum nachweisen. Hàtten sie ihm einen aufzhe diekönnen, hàtten diese verstockten Unglàubigen in ihrem Neid,

— 295 —

und von ihnen gab es sehr viele, die Heuchler unter den Juden und diese ganze unglàubige Welنِينَ

ll überall bekannt gemacht.

Und weiter sagte ihnen der Prophet: "Entweder ihr findet meinen Irrtum heraus, oder aber ich werde in Heiligem Bestreben (Djihad)>bis zu eurer Niederlage nicht nachlassen." Doch da sie den Kampf, den Untergang war, be Auswanderung wàhlten, heiğt dies, dass sie keinen Irrtum bei ihm entdecken konnten. Hàtten sie einen Irrtum bei ihm entdeckt, es wàre ihre Rettung gewesen.

Zweiter Beweis:

Die Ausdrucksweise in der Thora, den EvangelienZeugniem Psalter weisen nicht jenen selben wunderbaren Charakter auf wie ihn der Qur'an hat, diese sind auch immer wieder und wieder neu übersetzt worden, wobei dann jedes Mal wieder sehröchste fremde Worte unter den alten Text gemischt wurden. Ebenso sind die Auslegungen und Missdeutungen der Kommentatoren unter die ursprünglichen Verse geraten. Auğerdem wurden dem auch noch die Verfàlschungen ei. Sie Ungebildeter und einiger übel gesinnter Leute hinzugefügt. Auf diese Weise vermehrten sich in diesen Büchern die Irrtümer und die Fàlschungen. Ja Scheich Rahmatullah el-Hindi (ein berühmter Gelehrter) hat sogar einmal den jüdischen wie deion unstlichen Geistlichen und Gelehrten in den Büchern der Alten an tausenden von Stellen Verfàlschungen nachgewiesen und sie so zum Verstummen gebracht. Dennoch hat s den en damaliger Zeit der berühmte Husseyn al-Djisri (Gottes Erbarmen über ihn) in diesen Büchern einhundertundvierzehn Stellen entdeckt, welche Beweise für das Prophetentum Ahmeds betreffen und sie in seiner "Risale-i Hamidiye" zusammengefasstignisse Risala ist von Ismail Haqqi aus Manastir ins Osmanische übersetzt. Jeder, der will, kann in diesem Buch nachschlagen und nachlesen.

Des Weiteren haben sehr viele jüdische Gelehrte und auch christliche Gelehrte eingestanden und zugegeben: ist eiseren Büchern werden die Kennzeichen des

— 296 —

Arabers Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, beschrieben." Unter den Nicht-Muslimen war es vor allem der berühmte Kaiser Heraklios, der dies zugab, indem er sagte: "Jesus,de undem der Friede sei, hat uns von Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, Kunde gebracht."

Ein anderer byzantinischer Herrscher, Muqauqis, Stadthalter von Àgypten und die berühmtesten jüdischen Gelehrtenr siehIbn Suriya und Ibn Ahtab und sein Bruder Ka'b Ibn Asad und Subeyr ibn Batiya, aber auch andere berühmte Gelehrte und führende Persönlichkeiten, haben, obwohl sie Nicht-esandte blieben, dennoch zugegeben: "Es gibt in unseren Büchern in der Tat Stellen, die von ihm künden."

Des Weiteren haben diejenigen unter den berühmten jüdischen Gelehrten, wie auch unter den berühml, wieristlichen Geistlichen, die in den Schriften der Alten die Hinweise auf Mohammed (Friede und Segen sei mit ihm!) gefunden hatten, ihren Widerstand aufgegeben und den Glauben angenommen, sodann auf diese Hinweise in der eichesund in den Evangelien aufmerksam gemacht und so die jüdischen und christlichen Gelehrten zum Verstummen gebracht. Unter ihnen waren die berühmten Abdullah Ibn Selam, Veheb Ibn Munabbih, Abu Jasir, Schamul (die vorgebte in der Zeit von Tubba', König von Jemen . Tubba' nahm den Glauben noch vor der Berufung des Propheten und in dessen Abwesenheit an, desgleichen Schamul) und die beiden Söhne vonn, dee, namens Essid und Sa'lebe. Auch war einmal ein Bekenner des Einen Gottes, Ibn Heyban genannt, noch in vorprophetischer Zeit zu Gast bei dem Stamme der Bani Nadir. Diesen sagte er:

قَرِيبٌ ظُهُورُ نَبِىٍّ renze.داَرُ هِجْرَتِهِ

{"Die Zeit der Erscheinung eines Propheten ist nahe. Zu diesem Platz hier wird er auswandern."}

— 297 —

Dann starb er dort. Wàhrend dann spàtels heier Stamm gegen den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, kàmpfte, traten Essid und Sa'lebe hervor und riefen ihrem Stamme zu:

وَاللّٰهِ هُوَ الَّذِى عَهِدَ اِلَيْكُمْ فِيهِ اِبْنُ هَيَبَانَ

{"Bei Gott! Dieser ist es, dessegeben;nft Ibn Heyban vorausgesagt hatte."}

Sie sollten nicht mit ihm kàmpfen. Doch sie haben nicht auf sie gehört und so ihr Unheil heraufbeschworen.

Des Weiteren sind jüdische Gelehrte wie Ibn Buu teil, Muchayriq und Ka'b Al-Achbar und viele andere jüdische Gelehrte, nachdem sie in ihren Büchern die Kennzeichen des Propheten gesehen hatten, zum Glauben gelangt und haben so die übrigen, welche nicht zum Glauben gelancherenen, zum Verstummen gebracht.

Was den bekannten Vorfall mit dem berühmten Mönch Bahira, einem christlichen Gelehrten betrifft, so war der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, aman aldamals mit seinem Onkel nach Damaskus reiste, gerade erst zwölf Jahre alt. Der Mönch Bahira lud damals um seinetwillen die Qurayschiten zu sich ein. Er hatte jedoch bemerkt, dass jenes Wölkchen, das der Karawane Schatten spg blei, auch weiterhin seinen Schatten auf diese Karawane warf, deshalb sagte er sich: "Dies bedeutet, dass der Mann, den ich suche, dort geblieben ist." S zwanzte er einen Mann, um auch ihn herbeiholen zu lassen. Zu Abu Talib aber sagte er: "Kehre um! Reise zurück nach Mekka! Die Juden sind eifersüchtig. In dee Erdea werden die Hinweise auf ihn beschrieben. Sie könnten ihn verraten."

Desgleichen haben Nasturu-l'Habesh und der Negus von Àthiopien, als sie in ihren Büchern die Hinweise auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen st Er.ntdeckten, beide gemeinsam den Glauben angenommen.

— 298 —

Desgleichen hat ein berühmter christlicher Wissenschafter namens Daghatir diese Hinweise gesehee Führden Glauben angenommen. Diesen verkündigte er dann unter den Byzantinern und erlitt dafür den Màrtyrertod

Desgleichen haben Harith Ibn Abu Schumar Al-Ghassani, ein christlicheregen scher und groğe religiöse Führer und Könige, nàmlich Sahib Ilya, Heraklios, Ibn Natur, Djarud und dergleichen berühmte Persönlichkeiten in ihren Büchern diese Hinweise gesehen und Hàuseauben angenommen. Nur Heraklios bekannte sich um seines irdischen Reiches willen nicht offen zum Glauben.

Desgleichen war auch Salman al-Farisi (= der Perser) zuvor Christ gewesen. Nachdem er die Zeichen gefunden hatte, welcuschla den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, hinweisen, suchte er ihn auf.

Desgleichen erklàrten ein bedeutender Gelehrter, namens Temimra)",> der berühmte Negus von Abessinien und die abessinischen Christen und die Priester von Nedjran alle übereinstimmend: "Wir haben die ZeicheLeben es Prophetentums in unseren Büchern gesehen. Darum haben wir den Glauben angenommen."

Dritter Beweis:

Als Beispiel wollen wir hierist, ge Verse aus der Thora, den Evangelien und dem Psalter anführen, die wir in ihrer Beziehung zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, anschaulich machen wollen.

Erstens:

Unter den Psalmen findet sich der Vers:

اَللtens:>َ ابْعَثْ لَنَا مُقِيمَ السُّنَّةِ بَعْدَ الْفَتْرَةِ

{"Oh Gott sende uns einen, der nach diesem Verfall der Sitten das Gesetz wieder aufrichten wird."}

"Muqreich,Sunna" ist einer der Namen Ahmeds (ASM). Und in den Evangelien heiğt es:

— 299 —
قاَلَ الْمَسِيحُ اِنِّى ذَاهِبٌ اِلٰى اَبِى وَاَبِيكُمْ لِيَبْعَثَ لَكُمُ الْفاَرَقْلِيطَا

{"Es sprach der Messias: Ich gehe zu meinem Vater undatte. rem Vater, damit Er euch den Paraklet sende."}

Das heiğt, "Ich gehe, damit der Paraklet zu euch kommen kann," das heiğt, damit Ahmed (dann nach mir) kommen kann.

Ein weitererich ab

اِنِّى اَطْلُبُ مِنْ رَبِّى فَارَقْلِيطًا يَكُونَ مَعَكُمْ اِلَى الْاَبَدِ

{"Ich erbitte von meinem Herrn einen Paraklet, der für ewig bei euch bleiben Welt, (Vgl. Joh. 14, 16!)}

Hierbei bezeichnet "Paraklet" in der Bedeutung eines, der zwischen Recht und Unrecht unterscheidet, in diesen Büchern den Namen des Propheten.

In der Thora laen kriin Vers:

اِنَّ اللّٰهَ قَالَ ِلاِبْرَاهِيمَ اِنَّ هَاجَرَ تَلِدُ وَيَكُونُ مِنْ وَلَدِهَا مَنْ يَدُهُ فَوْقَ الْجَمِيعِ وَيَدُ الْجَمِيعِ مَبْسُوطَةٌ اِلَيْهِies scخُشُوعِ

{"Gott sprach fürwahr zu Abraham: Hagar wird fürwahr empfangen und die Hand ihres Sohnes wird über allen sein und die Hànde aller werden sich ihm in Ergebung auftun."}

Ein anderer Vers in der Thora hءَكُمْوَقاَلَ ياَ مُوسٰى اِنِّى مُقِيمٌ لَهُمْ نَبِيًّا مِنْ بَنِى اِخْوَتِهِمْ مِثْلَكَ وَاُجْرِى قَوْلِى فِى فَمِهِ وَالرَّجُلُ الَّذِى لاَ يَقْبَلُ قَوْلَ النَّبِىِّ الَّذِى يَتَكَلَّمُ بِاِinen Sفَاَنَا اَنْتَقِمُ مِنْهُ

{"Und er sagte: Oh Mosis, ich werde ihnen einen Propheten wie dich aus den Söhnen ihrer Brüder senden und werde Mein der Von seinen Mund legen. Den Mann aber, der das Wort Meines Propheten, das er in Meinem Namen sprechen wird, nicht annimmt, werde ich zur Rechenschaft ziehen." (vgl. Deut. 18, 18-19!)}

— 300 —

Und hier noch ein dritter Vers aussàchlihora:

قاَلَ مُوسٰى رَبِّ اِنِّى اَجِدُ فِى التَّوْرَيةِ اُمَّةً هُمْ خَيْرُ اُمَّةٍ اُخْرِجَتْ لِلنَّاسِ يَاْمُرُونَ بِالْمَعْرُوفِ وَيَنْهَوْنَ عَنِ الْمُنْكَرِ وَيُؤْمِنُونَ بِاللّٰهِ فَاجْعَلْهُمْ اُمَّتِى قاَلَ تِلْكَ اُمَّةُ مُereinsٍ

{"Mosis sprach: Mein Herr, ich finde in der Thora eine Gemeinde (Ummah), welche die beste Gemeinde ist, die zum Wohle der Menschheit entstehen wird. Sie wird gebieten, was recht ist und verbieten, was unrecht ist. Sie werden an Aisten lauben und ich werde sie zu Meiner Gemeinde machen. Er sprach: Dies ist die Gemeinde Mohammeds."}

Der Name "Mohammed" wird in diesen Büchern in dsen, dm syrischer Namen, wie Himyata, oder Al-Munhamenna oder auch Muscheffah wiedergegeben, was in Form hebràischer Namengebung "Mohammed" bedeutet. Im übrigen wird der Name "Mohammed" nur an wenigen Stellen ausdrücklich erwàch mitelche ebenfalls von den neidischen Juden veràndert worden sind.

Ein weiterer Vers aus dem Psalter:

ياَ دَاوُدُ يَاْتِى بَعْدَكَ نَبِىٌّ يُسَمّٰى اَحْمَدَ وَمُحَمَّدًا صَادِقًا سَيِّدًا اُمَّتُهُ مَرْحُومn überOh David, nach dir wird ein Prophet kommen, der Ahmed oder Mohammed heiğen wird. Er wird ein Getreuer sein und ein Herr. Seine Gemeinde wird Erbarmen finden."}

Des Weiteren haben die sieben Abdullahs, snterribdullah Ibn Amr Ibn As, der in den Büchern der Alten viel geforscht hat, Abdullah Ibn Selam, welcher der erste unter den berühmten jüdischen Gelehrten war, die den Isàhlt jgenommen haben, der berühmte Ka'b Al-Achbar, ebenfalls einer der jüdischen Gelehrten, den folgenden Vers aus der Thora, die damals noch nicht so verfàlschter Gazaufgezeigt und bekannt gemacht. Darin wird zunàchst Mosis angesprochen, wonach dann das Wort an den künftigen Propheten lautet:

— 301 —

ياَ اَيُّهاَ النَّبِىُّ اِنَّآ اَرْسَلْناَكَ شَاهِدًا وَمُبَشِّرًا وَنَذِيرًا وَحِرْund esلْاُمِّيِّينَ اَنْتَ عَبْدِى وَرَسُولِى سَمَّيْتُكَ الْمُتَوَكِّلَ لَيْسَ بِفَظٍّ وَلاَ غَلِيظٍ وَلاَ صَخَّابٍ فِى الْاَسْواَقِ وَلاَ يَدْفَع:

سَّيِّئَةِ السَّيِّئَةَ بَلْ يَعْفوُ وَيَغْفِرُ وَلَنْ يَقْبِضَهُ اللّٰهُ حَتّٰى يُقِيمَ بِهِ الْمِلَّةَ الْعَوْجَآءَ بِاَنْ يَقُولُوا لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اstase

{"Oh Prophet! Wir haben dich gesandt als Zeugen, als Verkünder einer frohen Botschaft, als Ermahner und als Stütze für Unwissende. Du bist mein Diener und Verehrer. Ich habe dich als 'der Vertraute' genannt. ken. Ebe dich als ein solcher gemacht, der auf mich vertraut, nicht schroff, noch finster ist, noch auf den Strağen arrogant geht, nicht Böses mit Bösem verge Herbesondern verzeiht und vergibt. Gott wird sein Leben nicht nehmen, bis er den Weg des Glaubens, der in krumme Bahnen geraten war, wieder richtig stellt, bis jeder sagt: Es gibt keine Gottheit auğer dem Einen Gott!" von Sin weiterer Vers aus der Thora:

مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ مَوْلِدُهُ بِمَكَّةَ وَهِجْرَتُهُ بِطَيْبَةَ وَمُلْكُهُ باِلشَّامِ وَاُمَّتُهُ الْحَمَّادُونَ

{"Mohammed er Dinr Gesandte Gottes, geboren in Mekka, ausgewandert nach Tayba, sein Reich schlieğt Damaskus ein und seine Gemeinde wird gepriesen sein."}

In diesem Vers erscheint das Wort "Mohammed" als ein syrischer Name mit der Beden, das"der Gepriesene".

Ein weiterer Vers aus der Thora:

اَنْتَ عَبْدِى وَرَسُولِى سَمَّيْتُكَ الْمُتَوَكِّلَ

{"Du bist mein Diener, Verehrer und Gesandter, der auf mich vertraut."}

In diesem Vers wird der Prophet, det Omarden Söhnen Ismaels, den Brüdern der Söhnen Isaaks und nach Mosis kommen wird, angesprochen.

Ein weiterer Vers aus der Thora:

— 302 —
عَبْدِىَ الْمُخْتاَرُ لَيْسَ بِفَظٍّ وَلاَ غَلِيظٍ

{"Mein auserwàhlter (muchtar) Diener und Ve, dasr wird nicht schroff und finster sein."}

Hier ist die Bedeutung von "Muchtar>(Auserwàhlter)" gleich "Mustafa">und dies ist auch ein Name des Propheten.

In den Evangelien findet sich die BeSeinerbung des Propheten, der nach Jesus kommen wird und den er in einigen Versen mit dem Titel "der Herr der Welt" verkündet:

مَعَهُ قَضِيبٌ مِنْ حَدِيدٍ شَّرَ ِلُ بِهِ وَاُمَّتُهُ كَذٰلِكَ

{"Er wird ein Eisenstab haben, womit er schlagen wird, und seine Gemeinde auch."}

Dieser Vers zeigt: "Der Prophet, welcher der Herr über das Schwert ist, wird mit Djihae "Fetftragt kommen." "Qadib-i hadid>(Eisenstab)" ist die Bezeichnung für ein Schwert. Seine Gemeinde wird auch wie er Herr über das Schwert sein, das heiğt, dass sie mit dem Djihad beauftragt werden.

وَمeine pُمْ فِى الْاِنْجِيلِ كَزَرْعٍ اَخْرَجَ شَطْئَهُ فَاٰزَرَهُ فاَسْتَغْلَظَ فَاسْتَوٰى عَلٰى سُوقِهِ يُعْجِبُ الزُّرَّاعَ لِيَغِيظَ بِهِمُ الْكُفَّارَ

{"Und im Evangelens:

rden sie mit Getreide verglichen, dessen Triebe Er (aus dem Boden) hervorkommen und (immer) stàrker werden làsst, worauf es verdickt und aufrecht auf den Halmen steht, zur Freude derer, die (vorher) die hnt wousgestreut haben, damit Er mit ihnen den Groll der Unglàubigen hervorruft, (worin sie vergràmen)." (Sure 48, 29)}

Diese Ayah aus der Sure "Feth>(der Sieg)" weist auf noch andere Verse aus d noch ngelium wie dieser Vers hin und gibt durch das Evangelium bekannt, dass Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, der Herr über das Schwert ist und mit Djihad beauftragt wird.

— 303 —

Im dreiunddreiğigsten Kapitel aus dem fünften Buein ta Thora findet sich ein solcher Vers: "Die Wahrheit ist vom Berge Sinai gekommen und ist uns aufgegangen von Seir (ein Gebirge in Palàsًا وَسund erschienen vom Gebirge Pharan." (Vgl. Deut. 33, 2!)

Hiermit verkündet dieser Vers das Prophetentum Mosis mit dem Ausdruck "Die Wahrheit ist vom Berge Sinai gekommen." und das Prophuch zem Jesu mit dem Ausdruck "Die Wahrheit ist vom Seir aufgegangen." Genauso benachrichtigt er die Sendung Ahmeds (ASM) mit dem Ausdruck "Die Wahrheit ist erschienen vom Gebirge Pharan", das allgemein bekannt unter dem Nach Seidjas-Gebirge (arab. Küstengebirge am Roten Meer) ist. Des Weiteren steht der folgende Vers in der Thora über die Sahabis (= Jünger) des Propheten vom Gebirge Pharan, um den Ausdruck in der letzten Ayah von der Sur Segenh>(der Sieg)" ذٰلِكَ مَثَلُهُمْ فِى التَّوْرٰيةِ {"So werden sie in der Thora beschrieben." (Sure 48, 29)} zu bestàtigen: "Die Fahnen der Heiligen sind mit ihm und an seiner Rechten." Darin sind sie als "Heilige" beschrieben. Dase umfa: "Seine Sahabis sind heilige, wahrhaftige Gottesfreunde."

Im Buche des Propheten Jesajas, Kap. 42 steht der Vers: "Gott der Gerechte und der Gepriesene wird in , dasstzten Zeit Seinen auserwàhlten und auserlesenen Diener senden. Er wird zu ihm Hasret Gabriel, den Vertrauten Geist schicken und ihm (durch ihn) Seinen Eingott-Glauben (din)>lehren. Ezeichn auch das, was der Vertraute Geist ihm lehrte, den Menschen lehren. Er wird den Völkern das Recht bringen. Er ist das Licht und wird drhauptker aus der Finsternis erretten. Das, was der Herr mir offenbart hat, bevor es in Erscheinung tritt, mache ich euch bekannt."

So gibt dieser Vers ganz offensin, ungh die

— 304 —

Beschreibung Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, welcher der Prophet der Endzeit ist.

Im Buche des Propheten Micha in dem 4. Kapitel gibt es diech derrs: "Am Ende der Tage wird eine wohltàtige Gemeinde vorhanden sein. Sie werden den heiligen Berg wàhlen, um Gott dem Gerechten zu dienen und Ihn anzubeten. Viele Völker von allen Klimazonen werden sich dort versammel von Bden Einen Herrn zu lobpreisen und Ihn anzubeten. Sie gesellen Ihm keine anderen Götter bei."

So beschreibt dieser Vers in offensichtlicher Weise den Berg Arafat als heiligsteerer d der Welt und wie die Pilger dort, die von allen Klimazonen kommen und Gott mit den Rufen: "Gott ist der gröğte! (Allahu Akbar)">anbeten und als die wohltàtige Gemeinde Mohammeds (Friede und Segen sei mit ihm) berühmtreden In dem Psalter im 72. Kapitel steht folgender Vers: "Er wird von Meer zu Meer Untertanen haben und von den Strömen bis zu den Enden der Erde... Und die Könige von Jemen und Algerien werden ihm Geschenke bringen... welcher ihm werden sich alle Könige beugen und niederwerfen. Für ihn mögen bestàndig Gebete gesprochen werden; den ganzen Tag werde er gesegnet... Und Seine Lichter mögen aus Medina (= Stadt) erstrahl ist. Und die Rezitation seines Namens möge sich bis in alle Ewigkeiten fortsetzen... Sein Name war vor dem Dasein der Sonne vorhanden. Vor der Sonne möge sein Name zunehmen..."

So bezeichnet dieser Vers in einer ganz klaren Weise den Stolz derدِيمِ

mit dem Friede und Segen sei. Welch anderer Prophet sollte nach David, mit dem Friede sei, gekommen sein, der wie Mohammed aus Arabien, mit dem Friede und Segen seen, wene Botschaft (din)>vom Osten bis nach Westen verbreitete und die Kaiser zu Tribut gezwungen hat und die Könige unterworfen wie sie sich vor ihm beugen und Segen und Gebete ein fünftel der

— 305 —

Menschheit an jedem Tag zu sich verdient hat un nun sen Licht aus Medina erstrahlt? Wen gibt es? Könnte jemand einen anderen zeigen?

Überdies lautet der 30. Vers im 14. Kapitel aus dem Johannes Evangelium in der türkischen Übersetzung: "Ich werde nicht mehr viel miffnen. reden, denn der Fürst dieser Welt kommt. Und Ich kann ihm nicht beikommen!" Der Ausdruck "der Fürst der Welt" heiğt hier "der Stolz der Welt". Die Bezeichnung "der Stolz der Welt (Fahr-i Alem)">al)>spn berühmter Name von Mohammed aus Arabien, mit dem Friede und Segen sei.

Im Johannes Evangelium 16. Kapitel, 7. Vers heiğt es: "Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, dass ich hingehe. Dennlich iich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch." Hier beachten Sie! Wer auğer Mohammed dem Araber, mit dem Friede und Segen sei, ist es, welcher der Fürst der Welt ist und der, der den Menschen wahrhaft tcht hi? In der Tat ist er es, der Stolz der Welt und er ist es, welcher sterbliche Menschen von Ewiger Verlorenheit (idam-i ebedi)>errettet und sie tröstet.

Des Weiteren heiğt im Johannes Evangelium 16. Kapitel, 8. Vers: "Und wenn derseg, diemmt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über die Macht." Wer ist gekommen auğer Mohammed dem Araber, mit dem Friede und Segen sei, der das Verderbnis der Welt in Ger hieğgkeit umwandelt, von den Sünden und Abgötterei errettet und die Politik und die Herrschaft der Welt àndert?

Darüber hinaus lautet der 11. Vers im 16. Kapitel aus dem Johannes Evangene See"Denn es ist schon beschlossen worden, dass der Fürst dieser Welt kommen soll." Hier ist "der Fürst der Welt" mit Sicherheit Ahmed, Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, der der Herr der Menschen ist (Seyyid-ul Besher)

{(*):und nir Tat ist diese Persönlichkeit ein solcher Fürst und König, dass er im Laufe der 1350 Jahre und in jedem Jahrhundert mindestens 350 Millionen Untertanen und Gefolgschaft hat. Sie gehorchen seinen Befehlen in vollkommener Ergebenheit und auch bicht und erneuern ihren Bund mit ihm, indem sie ihn jeden Tag im Gebet grüğen und für ihn Frieden wünschen.}

— 306 —

Darüber hinaus lautet der 13. Vers im 16. Kapitel aus dem Johannes Evangelium: "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, wichtien ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus eigenem Antrieb reden, sondern was er hört, wird er reden, und er wird euch die kwa miten Dinge verkünden." Dieser Vers ist eindeutig klar. Wer ist es, der die ganze Menschheit zusammen zu der Wahrheit einlàdt, der jede seine Botschaft anhand einer Offenbie Ver(vahy)>bringt, der das sagt, was er vom Engel Gabriel hört, der von dem Weltuntergang und dem Jenseits eingehend verkündet, wer auğer Mohammed dem Araber, mit dem Friede und Segen sei, ist es? Und wer n sieb es sein?

Auğerdem finden sich in den Schriften der Alten Propheten die Namen des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, in syrische und hebràische Namen in der Bedeutut, so r Gepriesene (Mohammed, Himada),>der Ersehnte (Ahmed, Paraclit)>und der Auserwàhlte (Muhtar)".

In den Schriften von Jethro (Shuayb)>ist im Sinne von Mohammed rmherzepriesenen) der Name "Muscheffah">erwàhnt.

In der Thora ist wiederum im Sinne vom Mohammed (dem Gepriesenen) der Name "Munhamanna";>im Sinne von Nebiy-yul Haram (der Gesandte von Mekka) "Himyata"; in dem Psalter wirdلْبَسَt dem Namen "Al Muchtar>(der Auserwàhlte)" bezeichnet. Wiederum in der Thora wird er als "Mas Mas">erwàhnt des Weiteren heiğt er in der Thora "Ahyed".

— 307 —

Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede ult er en sei, sagte:

اِسْمِى فِى الْقُرْاٰنِ مُحَمَّدٌ، وَفِى الْاِنْجِيلِ اَحْمَدُ، وَفِى التَّوْرٰيةِ اَحْيَدُ

{"Mein Name im Qur'an ist Mohammed, im Evangelium Ahmed und in der Thora Ahyed."}

Des Weiteren ist im Evangelium gekommder Namen des Propheten als

صَاحِبُ الْقَضِيبِ وَالْهِرَاوَةِ

{"Herr des Schwerts und des Zepters"}

erwàhnt. In der Tat ist der gröğte unter den Propheten, die über das Schwert verfüne

#43en, der mit seiner Gemeinde (umma)>mit dem Kampf beauftragt war, der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei. Im Evangelium iwie de"der Herr der Krone" , diese Bezeichnung ist auf den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, bestimmt. Die Krone heiğt der Turban. In der Veten unnheit war unter den Völkern das Volk mit der meisten Bevölkerung, die einen Turban und Kopfbedeckung getragen haben, das arabische Volk. "Der Herr der Krone", wie im Evangelium erwàhnt ist, heiğt mit Sicherheit der Ehrenwerte Botschaftech sch dem Friede und Segen sei.

Zudem ist im Evangelium "Al-Baraklit" oder "Al-Faraklit", was in den Bibelkommentaren als "der die Wahrheit und den Irrweg voneinanppen uterscheidende Wahrheitsverehrer" ausgelegt ist, der Name dessen, der die Menschen, die spàter kommen, in die Wahrheit leiten wird.

An einer Stelle im Baqr elium sagt Jesus, mit dem Friede und Segen sei: "Ich werde gehen, damit der Fürst der Welt kommt." Welch anderer als Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, ist nach Jesus, mit dem Friese, je, gekommen, der dazu würdig ist, der Fürst der Welt zu sein, der die Wahrheit von dem Irrtum unterscheidet

— 308 —

und an Stelle von Jesugt, di dem Friede und Segen sei, den Menschen rechtleitet? Das heiğt, Jesus, mit dem Friede und Segen sei, verkündet seiner Gemeinde stàndig under, ohhtet: "Einer wird kommen und ich werde nicht mehr benötigt. Ich bin ein Anfang dessen und sein Verkünder." Genauso lautet diese folgende Ayah:

وَاِذْ قاَلَ عِيسَى ابْنُ مَرْt und ابَنِٓى اِسْرآَئِيلَ اِنِّى رَسُولُ اللّٰهِ اِلَيْكُمْ مُصَدِّقًا لِمَا بَيْنَ يَدَىَّ مِنَ التَّوْرٰيةِ وَمُبَشِّرًا بِرَسُولٍ يَاْتِى مِنْ بnlose اسْمُهُ اَحْمَدُ

{"Und da Jesus, der Sohn der Maria, sprach: Oh ihr Kinder Israels, siehe, ich bin Gesandter Allahs an euch, bestàtigend die Thora, die vor mir war, und einen Gesandten verkündigend, der nach mir kommen Klarsdessen Name Ahmed ist." (Sure 61, 6)}

In der Tat verkündet Jesus, mit dem Friede und Segen sei, seiner Gemeinde öfters frohe Botschaft. Er erinnert, dass der bedeutendste Herr der Menschen kommenhres U und erwàhnt einige seiner Namen.

Diese Namen sind sicherlich in syrischer und hebràischer Sprache. Erkunder der Schriften (ehl-i tahqiq)>sahen es. Diese Namen sind in der Bedeutung von "Ahmed>(der Erswerde?, Mohammed>(der Gepriesene), Farikun Beynel Haqqi vel Batil>(Der, der die Wahrheit vom Irrtum unterscheidet)". Das heiğt, Jesus, mit dem Friede sei, verkündet öfters ün, diemed, mit dem Friede und Segen sei.

{(*): Ummatuhul Hammadun (Die Gemeinde des Gepriesenen). Der berühmte Reisende Evliya Tschelebi hat in dem Mausoleum von Petrus (Shemzur Is'Safa) in dem heiligen Evangelium, das auf dem Gazellenleder geschrieben war, den folgenden Vers gelesen. Dieser Vers, der über den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, geoffenbart wurde, lautet folgendermağen: ietein, dn Sohn), esribyun (er ist aus den Nachkommen von Abraham), piruftun (er ist ein Prophet), lewghaslin (er ist kein Lügner), nebt efsulat (sein Geburtsort ist Mekka), gekaluschschier (er ist ein Wohltàtiger), tunumenien mevamiet (sein heiligerBrot uist Ahmed Mohammed) (*) isfedus takerdis (seine Anhànger sind Könige der Erde), bieğbieth (Er ist auch der König der Welt).

(*) "Mevamiet" ist von "Mehmed" und wohla" von "Mohammed" abgeleitet.}

— 309 —

Frage:

Wenn man fragt: "Warum verkündet ihn Jesus, mit dem Friede sei, besonders, mehr als die anderen Propheten? Die anderenihundeen über ihn nur Nachricht, die Ausdrucksform einer Verkündung ist gering."

Antwort:

Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, befreit Jesus, mit dem Friede und Segen sei, von den heftigen Verleugnder weund heftigen Verleumdungen der Juden und seine Religion von starken Verfàlschungen. Er bringt ein erhabenes Gesetz (Schari'a),>das leicht erf al-Me, umfassend ist im Gegensatz zum schwer erfüllbaren Gesetz der Kinder Israels, die Jesus, mit dem Friede und Segen sei, nicht anerkannten. Sein Gesetz hat die Wiren Isldie Fehler des christlichen Gesetzes zu entfernen. Deshalb verkündet Jesus, mit dem Friede sei, an vielen Stellen: "Der Fürst der Welt wer Prümmen!"

So sind in der Thora, im Evangelium, im Psalter und in den Schriften der anderen Propheten betonende Nachrichten und viele Verse über den letzten Propheten, der ge wer wird. Wie wir es mit einigen Beispielen gezeigt haben, ist er in diesen Büchern unter verschiedenen Namen erwàhnt. Wer könnte es sein, der in den gesamten Heiligen Schriften der Prophetehrer Zhnt wird, den sie betonend in vielen Versen ankündigen, ein anderer als der Prophet der Endzeit, Mohammed, mit dem Friede und Segen sei?...

Zweite Art:

Die Hinweise auf sein Prophetentum aus der Vorzeit und die Beweseinemfür nach seiner Berufung haben Folgendes zum Inhalt: In der Zeit vor dem Auftreten Ahmeds, also in jener Zeit, die man als "Fetret" bezeichnet, haben diejenigen, die man gewissermağen als die Heiligen und die Theologen (auliya ve arif)>ider leeit bezeichnen könnte,

— 310 —

das Kommen des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, vorausgesagt, ihre Voraussagen niedergeschrieben und so, z.B. in Form von Gedichten, der Nachwelt überliefert.gen seb viele von ihnen. Wir wollen jedoch hier nur einige berühmte und weit verbreitete Beispiele anführen, die von den Biographen und Historikern (Ehli Siyer ve Tari des Etàtigt und überliefert worden sind. Zum Beispiel:

Erstens:

Ein jemenitischer König namens Tubba' erkannte die Hinweise auf den Ehrenwerten Ges Dinge, mit dem Friede und Segen sei, in den Schriften der Alten und nahm den Glauben an. Dies verkündet er mit folgendem Gedicht:

شَهِدْتُ عَلٰى اَحْمَدَ اَنَّهُ رَسُولٌ مِنَ اللّٰهِ باَرِى النَّسَمِ

فَلَوْ مُدَّ عُمْرِى اِلٰى عُمْرِهِ لَكُنْتُ وnden.>ا لَهُ وَابْنَ عَمٍّ

{"Ich gebe Zeugnis für Ahmed. Denn er ist der Gesandte von Gott, dem Schöpfer der Menschen. Könnte mein Leben andauern bis zu le von Leben, so würde ich ein Minister werden oder sein Vetter."}

Das heiğt, ich würde ihm ein ergebener Diener gleich Ali sein.

Zweitens:

Quss Ibn Sa'ide war der berühmteste und bedeutendste Redner des arabiscspielelkes, ein Verehrer des Einen Gottes und ein Mann von erleuchtetem Geist. Siehe, noch vor dem Erscheinen des Propheten, verkündete er Ahmeds Sendung mit dem folgenden Gedicht:

اَرْسَلَ فِينَآ ا maghrَ خَيْرَ نَبِىٍّ قَدْ بُعِثَ صَلّٰى عَلَيْهِ اللّٰهُ ماَعَجَّ لَهُ رَكْبٌ وَحُثَّ

{"Gesandt wird uns Ahmed, der beste Botschafter unter denen, die uns gesandt w"In un Gottes Segen über ihn, wann immer eine Schar ausreitet mit Hochrufen."}

Drittens:

Ka'b Ibn Luayy, einer der Vorvàter des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, verkündete das Prophetentums Ahmeds (nen Qu und Segen

— 311 —

sei mit ihm), einer Eingebung folgend, so:

عَلٰى غَفْلَةٍ يَاْتِى النَّبِىُّ مُحَمَّدٌ فَيُخْبِرُ اَخْبَارًا صَدُوقًا خَبِيرُهَا

{"Es wird plötzlich der Prophet Mohammed kommen und er wird rechte Kunde verküt, rei}

Viertens:

Seyf Ibn Siyesen, König des Jemen erkannte die Hinweise auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in den Büchern der Alten, und voübereinsucht nach ihm nahm er den Glauben an. Als dann spàter Abdu-l'Muttalib, der Groğvater des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, mit noch einigen anderen Qurayschiten in m KosmKarawane durch den Jemen zog, rief er sie zu sich und eröffnete ihnen:

اِذَا وُلِدَ بِتِهَامَةَ وَلَدٌ بَيْنَ كَتْفَيْهِ شَامَةٌ كَانَتْ لَهُ الْاِماَمَةُ وَاِe Soldياَعَبْدَ الْمُطَّلِبِ لَجَدُّهُ

{"Im Hidjas wird ein Kind zur Welt kommen. Zwischen seinen Schultern wird er ein Mal tragen gleich einem Siegel und ihm wird die Führerschaft (imam) gehören."}

Sodann nahm er Abdu-l'Muttalib heimliir in seite und sagte zu ihm: "Du bist der Groğvater dieses Kindes." und gab so in wunderbarer Weise noch vor seiner Ankunft von ihm Kunde.

Fünftens:

Waraqa Ibn Naufal war der Vetter von Khatidscha der GrbeendeAls der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, durch die erste Offenbarung, die ihm zuteil wurde, zutiefst erschüttert war, teilte Kheinschha die Groğe dieses Ereignis Waraqa ibn Naufal mit. Da sagte Waraqa zu ihr: "Lass ihn zu mir kommen!" Als dann der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu Waraqa kam, erzàhlte er ihm von dem Erlebnis, in " In em die erste Offenbarung wiederfuhr." Da entgegnete ihm Waraqa:

— 312 —

بَشِّرْ ياَ مُحَمَّدُ اِنِّى اَشْهَدُ اَنَّكَ اَنْتَ النَّبِىُّ الْمُنْتَظَرُ وَبَberühmبِكَ عِيسٰى

{"Oh Mohammed, freue dich! Ich bezeuge, dass du wahrhaftig der erwartete Prophet bist, von dem uns Jesus die frohe Botschaft gebracht hat."}

Sechstens:

Ein derglr Gottes namens Asqalan al-Himyeri pflegte vor der Zeit des Propheten, wenn er die Qurayschiten sah, sie zu fragen: "Gibt es unter euch einen, der beansprucht, ein Prophet zu sein?" Sie sagten: "orbene Als dann spàter die Zeit des Propheten angebrochen war, fragte er sie abermals und diesmal sagten sie: "Ja, es gibt da einen, der behuch ei, ein Prophet zu sein." Da sagte er zu ihnen: "Dies ist der, auf den die Welt wartet."

Siebentens:

Einer der berühmten christlichen Gelehrten, namens Ibn Ala, gUnd vo dem Propheten Kunde noch vor seiner Zeit und ohne ihn gesehen zu haben. Als er dann spàter kam und er den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, erblickte, sagte er zu ihm:

وَالَّذِى بَتُهُ ع باِلْحَقِّ لَقَدْ وَجَدْتُ صِفَتَكَ فِى الْاِنْجِيلِ وَبَشَّرَ بِكَ اِبْنُ الْبَتوُلِ

{"Bei dem, der dich in Wahrheit gesandt hat: Ich habe die Zeichen, die auf dicdullaheisen, in den Evangelien gefunden und auch der Sohn der Reinen Magd (= Betul, Maria) hat dich vorherverkündet."}

Achtens:

Der obenerwàhnte Negus von Abessinien sagte:

لَيْتَ لِى خِدْمَتm Mohaدَلاً عَنْ هٰذِهِ السَّلْطَنَةِ

{"Ach wàre mir doch statt der Stellung eines Königs bei Mohammed, dem Araber, mit dem Friede und Segen sei, die Stellung eines Dieners! De versc ein Diener zu sein, ist weit mehr, als ein König zu sein."}

Nun haben jedoch auğer den Gottesgelehrten, die durch göttliche Eingebung aus dem Unsichtbaren sie I erhielten, auch die Wahrsager, die die Kunde mit Hilfe von

— 313 —

Dschinnen und Geistern aus dem Unsichtbaren erhielten, in ganz eindeutiger Weise das Kommen des Ehrenwerten Ge Krafen, mit dem Friede und Segen sei, und sein Prophetentum vorausgesagt. Dafür gibt es viele Beispiele. Wir wollen hier nur einige, die berühmt geworden und die Beweiskraft allgemeiner sinngemàğer Überlieferung erlangt habe", sagdie in den meisten Geschichtsbüchern und Biographien (Tarih ve Siyer)>angeführt werden, erwàhnen. Wir überlassen deren langatmige und ausführliche Darstelich, diesen Büchern und begnügen uns hier statt dessen mit einer kurzen Fassung.

Erstens:

Ein berühmter Wahrsager namens Shiqq, sah mit nur einem Auge, einer Hand und einem Bein mehr wie ein halbe um Rach aus.

Doch siehe, dieser Wahrsager hat mit einer Sicherheit vom Grade einer allgemeinen sinngemàğen Überlieferung dadurch seinen Platz in den Geschichtsbüchern gefunden, dass er die prophetische Sendung Ahmeds, m so de Friede und Segen sei, vorausgesagt und des öfteren wiederholt hat.

Zweitens:

Dies war der berühmte Wahrsager Satih aus Damaskus. In seiner Gestalt gleich einem Monstiesigene Knochen, ja selbst ohne Glieder, sein Gesicht in der Brust, war er dennoch ein Wahrsager von hoher Lebensdauer. Seine zutreffenden Berichte aus dem Unsichtbaren waren unter den Menschen seiللّٰهِit berühmt. Selbst der Chosro, also der Schah von Persien, sandte nach einem seltsamen Traum und nachdem zur Zeit der Geburt Ahmeds (ASM) die vierzehn Sàulen seines Palastseine estürzt waren, seinen gelehrten Botschafter Muysan aus, um Satih nach diesem Geheimnis zu befragen. Satih sagte ihm: "In eurem Lande werden noch vierzehn Herrscher regieren. Danach wird das Reich zerstört werden. Des Weiat)>iswird einer kommen. Der wird eine Religion (din)>stiften. Dieser ist es, der eure Religion beseitigen und euer Reich vernichten wird." In diesem Sinne erteilteihm kam Chosro seine Antwort. Auf diese Weise also sagte Satih in klarer und deutlicher Weise das Kommen eines Propheten der Endzeit voraus.

— 314 —

Desren siren haben auch noch einige andere berühmte Wahrsager wie Sevad Ibn Qarib ad-Daussi, Chunafir, Af'asiyye Nedjran, Djisl Ibn Djisl al-Kindi, Ibn Chalassat ad-Dausi und Fatima Bint an-Nu'man an-Nadjariyya, wie der) Uographien und Geschichtsbücher (Siyer ve Tarih)>ausführlich berichten, vorausgesagt, dass der Prophet der Endzeit kommen und sein Name Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, sein werde.

Des Weiteren hat Sa'd Ibn Bint Al-Ku. Lasseiner der Verwandten von Hasret Othman, durch eine Weissagung aus dem Unsichtbaren über die Botschaft des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede uit denen sei, Kunde erhalten. Bei Anbeginn des islamischen Zeitalters sagte er zu Hasret Othman Dhinnureyn: "Gehe du nun und nimm den Glauben an." enartig Othman und nahm gleich am Anfang den Glauben an. Dieses Geschehnis beschreibt Sa'd mit dem folgenden Vers:

هَدَى اللّٰهُ عُثْمَانَ بِقَوْلِى اِلَى الَّتِى بِهَا رُشْدُهُ وَاللّٰهُ يَهْدِى اِittungْحَقِّ

{"Gott hat Othman durch mein Wort dorthin geleitet, woher Rechtleitung kommt; und Gott führt zur Wahrheit (Haqq)."}

Des Weiteren habebenen Dschinnen, die man "Hatif" nennt, deren Gestalt man nicht sehen, deren Stimme man jedoch hören kann, den Wahrsagern gleich oftmals das Kommen des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, vorhergukte v Zum Beispiel:

Für Seyyab ibn Harith wurde ein Hatif-i Dschinn durch den folgenden Ruf zum Anlass, zusammen mit noch einigen anderen den Islam anzunehmen:

ياَ ذَيَابُ ياَ ذَيَابُ اِسْمَعِ الْعَجَبَ الْعُجَابَ

بُعِثَ Hand َدٌ بِالْكِتَابِ يَدْعُو بِمَكَّةَ فَلاَ يُجَابُ

{"Oh Seyyab! Oh Seyyab! Höre von einer sonderbaren Merkwürdigkeit! Mohammed wurde mit einem Benwertsandt. Er ruft die Stadt Mekka. Doch sie nehmen ihn nicht auf."}

— 315 —

Des Weiteren rief ein Hatif-i Dschinn Sami'a Ibn Qarrat al-Ghatafani das folgende zu und führte dadurch verschiedene zum Glauben:

جَاءَ de mitُّ فَسَطَعَ وَدُمِّرَ باَطِلٌ فَانْقَمَعَ

{"Die Wahrheit ist gekommen und hat sich ausgebreitet. Die Lüge wurde zunichte und ward entwurzelt."}

Diese frohen Botschaften und VerIn dieungen, welche von den Hatifen überbracht wurden, sind hochberühmt und es gibt sehr viele von ihnen.

So wie die Wahrsager und die Hatifen solche Botsauen en überbracht haben, so haben auch die Götzen und die Opfer, die diesen Götzen dargebracht wurden, die Sendung des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segeng. Dasvorherverkündet. Zum Beispiel:

Eine berühmte Erzàhlung ist diese: Der Götze des Stammes Masen rief mit lauter Stimme:

هٰذَا النَّبِىُّ الْمُرْسَلُ جَآءelche ْحَقِّ الْمُنْزَلِ

{"Dies ist der Prophet, der gesandt wurde und kam mit der Wahrheit, für die er gesandt wurde."}

und verkündete so die Sendung AhwelcheASM).

Des Weiteren war dies der berühmte Vorfall, der dazu führte, dass Abbas ibn Mirdas den Islam annahm: Er hatte nàmlich einen Götzen mit Namen Dimar. Aus ingen, Götzen sprach eines Tages eine Stimme, die sagte:

اَوْدٰى ضِمَارُ وَكَانَ يُعْبَدُ مُدَّةً قَبْلَ الْبَيَانِ مِنَ النَّبِىِّ مُحَمَّدٍ

{"Man hat mich angebetet, bevor die Botschaft des Propheten Mohammed kam."}

Das heiğt, bevor Mohaْنَا فam, hat man mich angebetet.

— 316 —

Nun ist von Mohammed Kunde gekommen. Deshalb kann es nun einen solchen Irrtum nicht mehr geben. Hasret Omar hörte vor seiner Bekehrung einmaِهِ اِ das Opfer, das einem Götzen geschlachtet worden war, sprach:

ياَ اٰلَ الذَّبِيحْ اَمْرٌ نَجِيحْ رَجُلٌ فَصِيحْ يَقُولُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Oh du, der du das Opfer darbringst: das Mittel zum Sieg tunde n Mann, der klar sagt: Es gibt keine Gottheit auğer Gott (La ilaha illa'llah)."}

So gibt es denn viele Geschehnisse gleich diesen Beispielen. Sie sind von zuverlàssigen Büchern verifiziert und überliefert worden.

So wie Werhabenr, Gottesgelehrte, Hatife, ja sogar Götzen und Götzenopfer die Botschaft Ahmeds (ASM) verkündet haben, so ist auch jedes dieser Ereignisse einem Teil der Menschen zum Anlass geworden وَعَلGlauben anzunehmen. Desgleichen befand sich auf einigen Steinen, auf den Grabsteinen und den Wànden der Gràber in den Schriftzeichen der Alten geschrieben: مُحَمَّدٌ مُصْلِحٌ اَمِينٌ {"Mohammed, der Friedensstifter, der Bie ihmare"} und andere, àhnliche Hinweise. Auch durch sie ist ein Teil der Menschen zum Glauben gelangt. In der Tat weist dieses مُحَمَّدٌ مُصْلِحٌ اَمِينٌ {"Mohammed, der Friedensstifter, der Betverfàle."} das sich in den Schriftzeichen der Alten auf einigen Steinen findet, auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, hin. Denn vor ihmLebens es, besonders in allerletzter Zeit, nur sieben Mànner mit dem Namen Mohammed gegeben, nicht mehr. Diese sieben

— 317 —

Mànner aber verdienten in gar keiner Weise, etwa als "zuverlàssigenanntedensstifter" bezeichnet zu werden.

Dritte Art:

Hierunter fallen alle jene Wunder und diejenigen Ereignisse aus der Irhassat des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, die sich umses of Geburt gezeigt haben. Es sind dies Geschehnisse, die sich im Zusammenhang mit seiner Geburt ereignet haben.

Des Weiteren gab es manche Ereignisse vor der na)>mieiner Berufung, von denen jedes einzelne ganz unmittelbar ein Wunder von ihm ist. Es gibt viele von ihnen. Als Beispiel wollen wir hier einige anführen, die besonders berühmt geworden sind und v Isa l Hadithkundigen bestàtigt wurden, zuverlàssige Erzàhlungen von hoher Authentizitàt.

Erstens:

In der Nacht, in welcher der Prophet geboren ihrem sahen sowohl seine Mutter, als auch die gleichfalls anwesende Mutter von Othman Ibn al-As und die Mutter von Abdurrahman ibn Auf, ein gewaltiges Licht und sagten spàter alle drei: "Wir haben zur Stunde seiner G وَحِجein Licht erschaut. Es war dies ein Licht, von dem wir sahen, wie es den Osten und den Westen erleuchtete."

Zweitens:

In dieser Nacht stürzten viele der Götzen in der Kaaba kopfüber herab.jedochittens:

In jener Nacht erbebte der berühmte Palast des Chosro von Persien, spaltete sich und seine vierzehn Sàulen stürzten um.

Viertens:

Ein kleiner See in der Gegend von Sava, der als heilig galt, versank in dieser Nner gan der Erde und das Heilige Feuer, das die Parsen verehrt und seit tausend Jahren bewacht hatten, das immer gebrannt hatte und nie ausgelöscht war, erlosch in dieser Nacht seiner Geburt.

So sind denn diese drei, vier Ereignisse eرَتْ خchen hierfür: Diese soeben zur Welt gekommene Persönlichkeit

— 318 —

wird einmal der Verehrung des Feuers ein Ende setzen, die Zerstörung des Palastes des Schahs von Persien bewirken und es verbieten, Dinge a günstlig verehren, die es nicht durch Gottes Erlaubnis sind.

Fünftens:

Es gibt Geschehnisse, welche sich nicht unmittelbar in der Nacht seiner Geburt ereignet haben, dennoch aber zu denchon isat-i Ahmediyye (ASM) hinzugezàhlt werden, weil sie zeitlich sehr nahe seiner Geburt lagen, wie z.B. der Zwischenfall mit dem Elefanten, der in der Sure 105 ("Fil")>mit eindeutiger Klarheit brichteeben wird:

Abraha, so hieğ der König von Abessinien, war aufgebrochen, um die Kaaba zu zerstören. Da ritt er auf einem riesigen Elefanten voraus. Der Elefant hieğ Mahmudi. Doch als as rel die Nàhe von Mekka gekommen waren, ging dieser Elefant nicht mehr weiter. Und weil sie sich nicht mehr zu helfen wussten, traten sie den Rückzug an. Nun aber wurden sie von Scharen von Vögeln überfallen, vernichtend geschlagen und in des mancht gejagt.

Diese wunderbare Geschichte wurde so berühmt, dass sie in die Geschichtsbücher eingegangen ist, wo sie in Einzelheiten berichtet wird. So gehört denn auch dieses Ereignis zu den Beweisen für die prophetindlichendung des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Denn in dieser Zeit so kurz vor seiner Geburt wurde die Hochgeachtete Kaaba (mukerrem),>die einmal seine Gebetsrichtung, sein sie unter Geburts- und Heimatort werden sollte, wie von unsichtbarer Hand auf wundersame Weise vor der Zerstörung durch Abraha bewahrt.

Sechstens:

Über dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segَلَيْه, haben Halima und ihr Gatte, zu einer Zeit, als jener noch ein Kind war und noch bei Halima Sa'diya weilte, oftmals ein kleines Wölkchen bemerkt, das ihm Schatten spendete, damit ihn die Sonne nicht belàstige. Sie haden guen Leuten davon erzàhlt und so bekam dieses Geschehnis durch ihr Zeugnis seine Zuverlàssigkeit und seine Berühmtheit.

— 319 —

In gleicher Weise sah und bezeugte deiner ch Bahira, als der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, im Alter von zwölf Jahren in die Gegend von Damaskus kam, ein kleines Wölkchen über seinem Haupte, das ihm Schatten spendetanderswies auch die anderen darauf hin.

Desgleichen erblickte einmal Khatidja die Groğe, als der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, und auch dies war noch in der Zeit vor seiner Berufung zum Propheten, von einer Handelsreise men Ort Diener Khatidjas der Groğen, welcher Meyssara hieğ, zurückkehrte, wie zwei Engel in Wolkengestalt dem Haupte des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, Schatten spendeten. Sie sagte dies zes densara, der ihr Diener war, und Meyssara sagte nun seinerseits zu Khatidja der Groğen: "Auf unserer ganzen Reise habe ich das gleiche beobachtet."

Siebentens:

Aufgrund einer authentischen Überlieferung steht fest, dass der Ehrenweeinungsandte, mit dem Friede und Segen sei, noch vor seiner Berufung sich einmal unter einem Baume niederlieğ. Und obwohl doch der Platz dort trocken war, wurde er nun plötzlich grün.ungen,ste des Baumes aber bogen sich herab, neigten sich über sein Haupt und spendeten ihm ihren Schatten.

Achtens:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, verbrachte seine Kindheit im Ha zu ihines Onkels Abu Talib. Sağen Abu Talib mit Kind und Kegel mit ihm zusammen, so nahmen sie miteinander das Mahl ein und wurden alle satt. Nahm er jltet, nicht am gemeinsamen Mahle teil, so blieben sie hungrig. Auch dieses Ereignis ist berühmt geworden. Die Berichte darüber sind authentisch.

Des Weiteren berichtete Umm Eyman, die sich wàhrend der K sie it des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, um ihn kümmerte und ihn versorgte:

— 320 —

"Niemals beklagte sich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei über Hunger oder Durst, nicht solange er noch klein war und aucdie uner nicht, als er schon groğ war."

Neuntens:

Halima Sa'diya, seine Amme, war im Gegensatz zu den übrigen ihres Stammes mit Überfluss gesegnet.underserfügte über Besitz und über Ziegen, die ihnen Milch gaben. Diese Lebensumstànde waren durchaus bekannt und die Berichte darüber sind authentisch.

Noch nicht einmal die M ein gtaten ihm etwas. Sie setzten sich nicht auf seine gesegnete Haut und berührten auch nicht seine Kleidung. Diese Eigenart zeigte sich auch bei Seyyid Abdulqadir Geylani (Allah heilige ihm sein Geheimnis) als eنَّكَ e seines groğen Ahnen. Auch ihn berührte keine Fliege.

Zehntens:

Nachdem der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zur Welt gekommen war, besonders aber in der Nacht seiner Geburt, konnte man einen Meteorregenbliebechten. Dergleichen Ereignisse haben wir bereits im Fünfzehnten Wort mit unwiderlegbaren Beweisen erklàrt. Diese Meteoritenschwàrme waren Zeichen und Hinweis darauf, dass elehnttteilungen, welche die Satane und die Dschinnen aus der unsichtbaren Welt empfingen, nun abgebrochen wurden. Da nun einmal der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, mit einer Offenbarung in diese Welt gekommen war, wurde esem Kericherlich notwendig, die Weissagungen der Wahrsager, der Medien der Unsichtbaren Welt und der Dschinnen, welche vermischt waren mit Halbwahrheiten und Lügen, abzuschirmen, sodass sie keinen Schatten desursi

els auf die göttliche Offenbarung werfen konnten oder ihr àhnlich hàtten erscheinen können. Denn es war ja in der Tat die Wahrsagerei in der Zeit vor dem Auftreten des Propheten weit verbreitet. Nachdem der Qur'an herabgesandt worden waud)>spde dem jedoch ein Ende gesetzt. Ja es gelangten sogar viele Wahrsager zum Glauben. Denn sie konnten nun die Kontakte zu ihren

— 321 —

Informanten unter dem Geschlecht der Dschinnen nicht mehr herstellen, d.h. der Qur'an hatte dies khari t. Doch erhebt nun auch heute wieder, gleich den Wahrsagern der alten Zeit in Europa eine neue Art Wahrsagerei in der Gestalt der Medien spiritistig für Gesellschaften ihr Haupt. Doch sei's drum...

Zusammenfassung:

Es haben sich sehr viele Geschehnisse ereignet und sehr viele Persönlichkeiten sind aufgetreten, welche das Prophetentum des Ehrenwerten Gkunft en, mit dem Friede und Segen sei, noch vor seiner Berufung zum Propheten bestàtigten und auch anderen ein Anlass wurden, es zu bestàtigen. Ja in der Tat sollte alles denjenigbemühtlcher der geistige Führer der Welt

{(*): Er ist in der Tat der König mit dem Titel: "Um deinetwillen habe ich die Welt erschaffen." (Laulaka laulaker Dasder Regent eines Königreiches, das seit 1350 Jahren fortbesteht. Nach dem ersten Jahrhundert hatte er in jedem Jahrhundert mindestens 350 Millionen Untertanen und Gefolgsleute. Er scharte den hahm: "Grdkreis unter seinem Banner und seine Untertanen bringen ihm jeden Tag ihre Segnungen und Friedenswünsche dar, wodurch sie ihren Bund mit ihm erneuern. Sie folgen lls ih Befehlen in vollendeter Ergebenheit.}

werden sollte und der das Antlitz der Erde geistig umformen und sie zu einem Saatfeld für die jenseitige Welt umgestalten, den Wert der Geschöpfe deutlich machenrwiderinnen und Menschen den Weg in die Ewige Glückseligkeit aufzeigen, die sterblichen Menschen und Dschinnen davor bewahren sollte, auf ewig verloren zu sein, die Weisheit hinter der Erschaffung der Welt entdecken, iar wurtsel entschlüsseln und ihre Geheimnisse entschleiern, die Plàne des Schöpfers mit seiner Schöpfung verstehen und erklàren, seinen Schöpfer erkennen und sie lehren sollte Ihn zu erkennen, seine Ankunftterganehnsucht erwarten, noch bevor er gekommen war, ihn festlich empfangen und freudig willkommen heiğen. So sollte jedes Ding und alles, was da ist, jedes in seiner Art und alles, was da lebt, sobald es durch seinen Schöpfer

überliavon Kunde erhalten hat, diese Botschaft auch weitergeben. So wie wir schon den oben erwàhnten Hinweisen und Beispielen entnehmen konnten, alles, was da erschaffen worden war, ihm durch seine Wunder seinen Willkommen erwies, so bestàtigte es aَّا لِine prophetische Sendung in der Sprache dieser Wunder.

Siebzehnter Hinweispunkt

Nebst dem Qur'an war das gröğte Wunder des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, seine eigene Pe diesechkeit (dhat).>Denn in ihm vereinigten sich alle Eigenschaften von hoher Moral (akhlaq-i aliye).>Freund und Feind waren sich darin einig, dass er eidiesemliche Tugend im höchstmöglichen Grade besağ. Ja selbst Hasret Ali, einer seiner tapfersten Helden, sagte des öfteren:

"Wenn wir einmal im heftigsten Kampfgetss manunsere Verteidigungsstellung wieder aufbauen mussten, suchten wir hinter dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, unseren Schutz." u.dgl. In allen gepriesenen Tugenden nahm er auch den höchstenraue (ein, stand er auf einer unerreichbar hohen Stufe. Bezüglich dieses auğerordentlichen Wunders verweisen wir auf das Buch "Heilung und Heiligung (Shifa-i Sherif)">des groğen andalusischen GelehrtCharaki 'Iyas. Darin hat er dieses Wunder an preiswürdigen Tugenden zu recht sehr schön dargestellt und bewiesen.

Ein weiteres Wunder Ahmeds (ASM), dessen überragende Gröğe Freund und Feind bestàtigt haben, ist "Das Groğe Gesetz (sheri'at-i kubch keiwelches nicht seinesgleichen hat und auch niemals haben wird. Hinsichtlich einer teilweisen Darlegung dieses gewaltigen Wunders verweisen wir auf sàmtliche vischem verfassten Schriften, nàmlich die dreiunddreiğig "Worte (Sözler)",>die dreiunddreiğig "Briefe (Mektubat)",>die einunddreiğig "Blitze (Lem'alar)">und die dreizehn "Strahlen (Shu'alar)"...

— 323 —

Des Weiteren ist die Spaltuden an Mondes ein Wunder des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, welches allgemein überliefert und zuverlàssig bezeugt wurde. Diese Spaltung des Mondes wurde in der Tat durch verschiedene Kanàle inhu l-Dmeiner Übereinstimmung von Ibn Mes'ud, Ibn Abbas, Ibn Omar, Imam Ali, Anas, Hudheyfa und noch vielen anderen groğen Sahabis überliefert und auğerdem wurde der Welt durch die eindeutige Aussage des Qur'an, nàmlich durch die Ayter Faقْتَرَبَتِ السَّاعَةُ وَانْشَقَّ الْقَمَرُ

{"Es nahte die Stunde, da der Mond gespalten wurde." (Sure 54, 1)}

dieses Groğe Wunder verkündigt. In damaliger Zeit reagierten die Heiden unter den Qurayschiten in ihrer Verbohrtheit nicht etunundz einer Leugnung auf die in dieser Ayah enthaltene Mitteilung, sondern behaupteten statt dessen nur: "Es ist Zauberei!" Das heiğt also, dass die Spaltung des Mondes selbst für die Unglàubigen eine Tatsache war. Im Übrigen verweisen wir hinsichtorgedrieses Groğen Wunders der Spaltung des Mondes auf unsere Abhandlung im Anhang an das Einunddreiğigste Wort "Die Spaltung des Mondes".

So wie de er winwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, den Bewohnern des Erdenrunds das Wunder der Spaltung des Mondes zeigte, so zeigte er auch den Bewohnern der Himmel das Groğe Wunder seiner Himmelfahrthre Ràaber dieses gewaltige Wunder betrifft, welches Himmelfahrt genannt wird, so verweisen wir hier auf unsere Abhandlung über die Himmelfahrt, welche das Einunddreiğigste Wort ist. Denn in dieser Abhandlung wird mit sin und Zeugnissen sogar gegenüber den Unglàubigen die Richtigkeit und Erhabenheit und der Glanz dieses Groğen Wunders bewiesen. Wir wollen hier nur von einem Wunder erzàhlen, das sich im Zusammenhaacht h seiner Reise ereignete, die mit dem Wunder seiner Himmelfahrt von der El-Aqsa-Moschee aus ihren Anfang

— 324 —

nahm, als nàmlich am Morgen der Stamm der Qurayschiten eine Beschreibung der El-Aqsa-Moschee von ihm wünschte. Und dies geschah alsohe lügndermağen:

Der Prophet hatte die Qurayschiten am Morgen nach der Nacht seiner Himmelfahrt darüber informiert. Doch sie hatten seine Mitteilung bestritten und zu ihm gesagt: "Wenn du zur El-Aqsa-Moscrs verreist bist, dann schildere uns doch einmal das Aussehen seiner Mauern und Tore!"

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, schildert dies sigkeitmit den Worten:

فَكَرَبْتُ كَرْباً لَمْ اَكْرُبْ مِثْلَهُ قَطُّ فَجَلَّى اللّٰهُ لِى بَيْتَ الْمَقْدِسِ وَكَشَفَ الْحُجُبَ بَيْنِى وَبَيْنَهُ حَتّٰى رَاَيْتُهُ فَنَعَتُّهُ وَاَنَا اَنْظُرُ اِgefall

{"Ich war über diese ihre Art, mir keinen Glauben zu schenken, mich der Lüge zu beschuldigen und mir peinliche Fragen zu stellen aufs Àuğerste aufgebracht, wie noch niar wisr in meinem Leben. Da aber enthüllte Gott die El-Aqsa-Moschee vor meinen Augen, zeigte sie mir, ich erblickte sie vor mir und so schilderte ich sie ihnen in all ihren Einzelheiten."}

Da erkannten denn die Qurayschiten, das unterhnen von der El-Aqsa-Moschee eine völlig richtige, genaue und umfassende Beschreibung gab...

Des Weiteren sagte der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, zu den Qurayschiten: "Auf dem Wege hn ağ. h eine eurer Karawanen gesehen. Morgen um so und soviel Uhr wird eure Karawane hier eintreffen." So kamen und blieben und warteten sie denn zur angegebenen Zeit auf das Eintreffen der angekein Wuen Karawane. Doch die Karawane verspàtete sich um eine Stunde. Damit sich nun aber die Voraussage des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede unlme von sei, als richtig erweisen könne, verharrte, wie die Forscher bestàtigen, die Sonne für eine Stunde in ihrem Lauf, d.h. um sein Wort als richtig zu erweisen, hielt die Erde für eine

— 325 —

Stunde in ihrer Aufgabe inne, unterbrach ihdes Tise für eine Stunde und diese Stunde erschien dann gleich wie ein Anhalten der Sonne.

So verstehe also nun, wenn schon diese riesengroğe Erde in ihrer Aufgabe inne hàlt, um ein Auf Ges Wort des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu bestàtigen und die riesige Sonne Zeuge dessen wird, was für ein Unglück es dann für diejenigen bedeuten muss, tellve eine solche Persönlichkeit nicht bestàtigen und seine Anordnungen nicht befolgen, und welche Glückseligkeit es dann für diejenigen bedeuten muss, welche ihn bezeugen und beh aus en, seine Weisungen mit: سَمِعْنَا وَاَطَعْنَا {"Wir hören und wir gehorchen!"} beantworten und so sage denn:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى الْاِيمَانِ وَالْاِسْلاَمِ

{"Lobprden Krd Dank sei Gott (Allah) für die Hingabe (Islam) und den Glauben (Iman)!"}

Achtzehnter Hinweispunkt

Das gröğte und ewige Wunder des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, ist der Weise Qur't:

lcher hunderte von Beweisen für dessen Prophetentum in sich enthàlt und selbst in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist. So haben wir denschungErklàrung dieses Groğen Wunders im Fünfundzwanzigsten Wort auf nahezu hundertundfünfzig (handschriftlich abgefassten) Seiten die vierzig Aspekte dieses Wunders bündig zuّ عَيْgefasst, erlàutert und bewiesen. Was dieses gewaltige Wunder, das ein Kompendium von Wundern ist, betrifft, so begnügen wir uns mit einem Hinweis auf

— 326 —

dieses "Fünfundzwanzigste Wort" und wollen hm Namer zwei, drei dieser (vierzig) Aspekte erklàren.

Erster Aspekt:

Man könnte sagen: Das Wunder des Qur'an liegt in der Schönheit seiner Ausdrucksweise (Belaghat).>Nun solltes da z alle Schichten der Bevölkerung ein Recht darauf haben, an diesem Wunder ihren Anteil zu erhalten. Scheint es aber nicht vielmehr so, rgenennde sich unter tausenden nur ein Kritiker oder ein Gelehrter, der dieses Wunder an Schönheit qur'anischer Ausdrucksweise zu erfassen vermag?

Antt, das

Der Weise Qur'an hàlt für alle Bevölkerungskreise die ihnen eigene Art Wunder bereit und làsst in jedem Kreis der Bevölkerung wieder auf eine andere Art dieses Dasein eines Wunders verspüren.

So zeigt er z.B. in den Kreisen von Leuten shat unicher Klarheit und Ausdrucksfàhigkeit (belaghat ve fesahat)>das Wunder seiner auğergewöhnlichen Sprachgewalt (belaghat).

In den Kreisen der Dichter und Redner offenbaعَثَكَdas Wunder seines einzigartig schönen und erhabenen Stils (Uslub)>und seiner Àsthetik. Obwohl dieser Stil einem jeden wohlgefàllt, vermag doch keiner ihn nachzuahmen. Im Stng "der Zeit altert dieser Stil nicht. Er bleibt ewig frisch, jung und lebendig. Er besteht aus (einhundertundvierzehn Suren in) einer Art rhythmischer Prosa oder auch Gedichten in Prosa. Sie sind zugleich sowohl erhabehrenweauch von einem besonderen Reiz.

Des Weiteren zeigt er in den Kreisen der Wahrsager und derer, die aus dem Unsichtbaren berichten, das Wunder seiner auğergewöhnlichen Verkündigung über die unsichtbaren Welten.

In denOmajaden der Historiker und der Palàontologen zeigt der Qur'an das Wunder seiner Aussagen über die Geschichte der Völker vergangener Zeiten und ihre Lebensumstànde, übeem Frinftige Ereignisse, über das Zwischenreich (Berzah)>und das Jenseits.

— 327 —

In den Kreisen der Soziologen und Politologen zeigt der Qur. Abers Wunder seiner heiligen Satzungen. In der Tat zeigt das Groğe Gesetz (sheri'at-i Kubra),>das aus dem Qur'an erwàchst, das Geheimnis dieses Wunders.

In ."}

eisen der Gottesgelehrten und derer, die sich in die kosmischen Wahrheiten (Haqq)>vertiefen, zeigt der Qur'an das Wunder seiner Heiligen Göttlichen Wahrheiten (Haqq)>oder làsst sie doch das Dasein dieses Wundeogleicspüren.

Für die Ordensleute (tariqat)>und Gottesfreunde (velayat)>zeigt der Qur'an das Wunder seiner Ayat, die geheimnisvoll sind, wie das bestàndig wogende Meeْمَ الUnd so könnte man immer weiter fortfahren.

Aus vierzig Kreisen öffnet sich für jeden Kreis ein Fenster und offenbart ein Wunder. Ja sogar in den Kreisen der einfachen Leute, die nur zuhören und noc Sinn ein wenig verstehen können, wird der, welcher ein Ohr hat zu hören, wenn der Qur'an vorgetragen wird, bestàtigen, dass dieser nicht gleich anderen Büchern ist. Und dieser Ungebildete wird sagen: "Dieser Qur'an ist entr ein noch weniger Wert als alle die Bücher, von denen wir hören. Das aber kann von keinem seiner Gegner behauptet werden, es ist zudem auch hundert Mal unmöglich. Wenn dies aber so ist, dann steht er über all den Büchern,amen denen wir gehört haben." So wollen wir denn nun, diesem Ungebildeten, der ein Ohr hat, um zu hören, helfen, dieses Wunder ein wenig zu erklàren, das er entdeckt hatte. Es ist dies aber wie folgt:

Zu daufgrut, da der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, hervortrat und alle Welt herausforderte, rührte er zwei starke Empfindungen auf:

em entns:>bei Freunden den Wunsch zur Nachahmung, d.h. die Sehnsucht, dem geliebten Qur'an in seiner Ausdrucksweise (uslub)>gleich zu werden und den Wunsch, in der gleichen Weise zu spràhlen.wie er.

Zweitens: bei seinen Feinden den Wunsch, ihn zu kritisieren

— 328 —

und mit ihm zu konkurrieren, d.h. den Wunsch, dem Stil (uslub)>des Qur'an etwas entgegeberdiezen und seinen Anspruch, ein Wunder zu sein, zurückzuweisen...

So wurden denn unter dem Einfluss dieser beiden starken Empfindungen Millionen arabischer Bücher verfasst und herausgegeben. Liest man aber nurste Aall diesen Büchern diejenigen, deren Ausdruck am schönsten, stàrksten und klarsten ist, im Vergleich mit dem Qur'an, so wird gewiss ein jeder, der es gehört hat, sagen, dass der Qur'an sich mit keinem von ihnen vergleden Trlàsst. D.h. also, dass der Qur'an nicht auf der gleichen Stufe mit all diesen Büchern steht.

{(*): Das bedeutsame erste Kapitel des Sechsundzwanzigsten Briefes ist eine Anmerkung und eine der àrung zu diesem Satz!}

Wenn dies aber so ist, dann muss der Qur'an entweder unter ihnen allen stehen, was aber hundertfach unmöglich ist und niemand, selbst der Teufel nicht behaupten kann.

Wenn dies aber nunFrömmit, dann steht der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, über allen diesen Büchern. Ja selbst für den Kreis der einfachen, ungebildeten Leute, welche seine Bedeutung nicht verstehen können, zeigt (haqider Weise Qur'an dadurch als ein Wunder, dass er sie niemals ermüdet. Diese einfachen Leute sagen in der Tat: "Höre ich auch das schönste und berühmteste Gedicht zwei, drei Mal, so langweilt es mich schon.ahabisrd mir jedoch nie langweilig, den Qur'an zu hören. Dies bereitet mir im Gegenteil immer mehr Freude. Da dies aber so ist, kann es das Wort eines Menschen nicht sein."

Selbst im Kreise der Kinde in Se sich darum bemühen, etwas auswendig zu lernen, zeigt der Weise Qur'an, in der Art, wie er sogar diesen kleinen Köpfchen der Kinder, die noch so einfach, zart und feinfühlend und noch nicht dazu in der Lage sind, eine Buch will.im Kopf zu behalten, dennoch mit vollkommener Leichtigkeit den ganzen groğen Qur'an mit seinen vielen einander àhnlichen,

— 329 —

Verwirrungen und Verwechslungen verursachenden Versen unden wien, wie er sich diesen Kindern dermağen einfach in ihr Gedàchtnis einpràgt, dass er auch für sie ein Wunder ist.

Selbst für Kranke und Sterbende, die sich schon von wenigeur desen belàstigt oder durch ein leichtes Geràusch gestört fühlen, klingt das Murmeln (semseme)>der Suren des Qur'an süğ und sanft wie der Geschmack des Wawiederaus dem Brunnen Semsem und làsst auch sie auf ihre Weise verspüren, dass er ein Wunder ist.

Zusammenfassung:

In vierzig verschiedenen Kreisen und bei ganz unterschiedlichen Menschen zeigt der Weise Qur'an, dass er in vierzigen Geshiedenen Hinsichten ein Wunder ist und làsst sie das Dasein dieses Wunders verspüren. Keiner bleibt davon ausgeschlossen. Ja es gibt sogar für die Kreise derer, die nur Augen haben

{(*): Für diejenigen, die sich mgen haben, aber keine Ohren und kein Herz, ist der Aspekt des Qur'an als ein Wunder hier sehr kurz und bündig und nur unvollkommen geblieben. Dieser Aspekt seines Wunders wurde jedoch im Nede undwanzigsten und im Dreiğigsten Brief (*) auf eine so glanzvolle, auf eine so liebvolle, so offensichtliche und eindeutige Weise aufgezeigt, dass sogar Blinensche sehen können. Wir haben ein Qur'an-Exemplar kalligraphisch schreiben lassen, worin dieser Aspekt seines Wunders sichtbar wird. Dieses Exemplar wird insha-a'llah eines Tages gedruckt werden, sodass ein jeder die Scerden t dieses Aspekts erkennen kann.

(*) Diesen Dreiğigsten Brief hatte ich mir als besonders pràchtig vorgestellt. Diese meine Absicht gelangte jedoch nicht zur Verwirklichung soyns nàmusste einer anderen Abhandlung, "Die Zeichen des Wunders", Platz machen, die nun seine Stelle einnehmen.}

aber keine Ohren, kein Herz, kein Wissen, dennoch ein Zeichen dafür, dass er ein Wunder ist. Und dies geschieht auf folgende Weise:

Risal Qur'an-Exemplar, das Hafith Othman kalligraphisch verfasst hatte und welches danach auch gedruckt erschienen ist, stehen manche Worte des Qur'an, dessen Verkündiguzu dem Wunder ist, an mit einander korrespondierenden Stellen des Buches geschrieben.

So finden wir z.B. in der Sure 18 (Kahf, die Höhle), Ayah 22 die Worte: وَثَامِنُهُمْ كَلْبُهُمْ {"Der achte unter ihnen aber war ihr Hund."} uschaftunter - wollten wir mit einer Nadel durch die Seiten des Buches stechen - eine Zeile tiefer in der Sure 35 (el-Fatir,>der Schöpfer) den Namen dieses Hundes: "Qitmir".

— 330 —

Desgleichen finden wir in der Sure 36 (Ya-Sin)>e ihn:rt: مُحْضَرُونَ {"vorgeführt"} in der Ayah 53 und gleich auf dem nàchsten Blatt darunter in der selben Spalte in Ayah 75 das selbe Wort wieder. Diese beiden Worte begegnen uns wieder drei Sebnis deiter in der Sure 37 (Saffat,>die Reihen), Ayah 57 und drei Seiten weiter, Ayah 127, immer wieder in der selben Spalte.

Desgleichen finden wir den Ausdruck: مَثْنٰى {"in Paaren"} in der Sure 34 vollkewohner von Saba),>Ayah 46 und Sure 35, 1 deckungsgleich auf den beiden korrespondierenden Seiten, was kein Zufall sein kann, da dieser Ausdruck nur drei Mal im ganzen Qur'an erscheint.

Und dergleiche"Memedpiele gibt es noch viele. Ja es gibt sogar Worte, die sich auf den einander folgenden Seiten mit nur geringfügigen Verschiebungen fünf, sechs Mal hintereinander wiederfass di Ich habe einmal ein Exemplar gesehen, worin die Sàtze, welche miteinander korrespondieren,

— 331 —

mit Rotstift auf den beiden gegenüberliegenden Seiten markiert waren. Ich hatte tlichemals gesagt: "Auch diese Erscheinung ist ein Merkmal für eine Art Wunder." Spàter sah ich: Es gibt im Qur'an verschiedene Seiten, welche miteinander korrespondieren, auf denen sich viele Sàtze finden, dem Frih inhaltlich aufeinander abgestimmt sind. Da sich aber nun die Niederschrift des Qur'an unter der Leitung des Propheten und sich auch die Herausgabe und der Druck der einzelnen Exemplare unter göttlicher Eingebung (ilham)>vollzing mitindet sich auch in der künstlerischen Gestaltung (Design) und der Kalligraphie des Weisen Qur'an ein Hinweis auf eine Art Wunderzeichen ('idjaz),>denn diese Erscheinung kann weder das Produkt eines Zer All noch das Resultat menschlichen Denkens sein. Es gibt zwar einige leichte Abweichungen, doch haben diese in kalligraphischen Màngeln ihre Ursache. Wàre diese formvollendet ausgefallen, stünden auch din unseprechenden Wörter genau übereinander.

Des Weiteren wiederholt sich auf jeder der Seiten, auf denen die mittleren und die làngeren Suren stehen, also diejenigen welche in Medina herabgesandt wurden, das Wort ٰوَاتُ" in höchst auffàlliger Weise, d.h. es erscheint dort hàufig fünf, sechs, sieben, acht, neun, ja sogar elf Mal, wobei diese Wiederholungen auf der Vorderseite sowohl mit denen auf der Rückseite als ieferuit denen auf der Nachbarseite korrespondieren und darüber hinaus auch noch eine inhaltliche Übereinstimmung aufzeigen.

{(Anmerkung-1): Des Weiteren finden sich in der Ausdrucksweise des Qur'an mannigfalraubarualitàten, welche die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich lenken, wie z.B. seine blumenreiche und vielfach ausgeschmückte Sprache (fesehat),g TageReim und sein Rhythmus, seine Eloquenz (belaghat), sein künstlerischer Stil (uslub). Dies verleiht den Sufis (ehl-i dhikr ve munadjat) in ihrem Gottesgedenken (dhikr) und bei ihren Gebetsübungen eine erhabene Ernsthaftigkeit, versetzt unvern Gottes Gegenwart (huzur), schenkt ihnen eine innere Sammlung ohne irgendeine Unterbrechung. Denn gewöhnlich stören Rhetorik (fesehat) und Eloquenz, Poesie (nazm), Reim und Rhythmus die Ernsthaftigkeit, man sn gekünstelt, verfàlschen die Gemütsruhe, lenken den Blick ab. Ich las sogar des Öfteren ein berühmtes Gebet von Imam Schafi, das feinsinnigste seiner Art, das mit all seinem hohen Ernst und der si Erhabenheit und zugleich auch mit seinem Wohlklang zur Abwendung einer Dürrekatastrophe, einer Hungersnot, verrichtet wurde. Doch ich sah, dass es durch Reim und Rhythmus die eَكْتَ e Ernsthaftigkeit dieses Gebetes beeintràchtigt, und trotzdem ich es wàhrend acht oder neun Jahren bestàndig gelesen habe, konnte ich seinen wahren Ernst nicht mit seinem Reim uichtigtmus vereinbaren. Daraus habe ich ersehen, dass der Qur'an in dem ihm eigenen, natürlichen und doch einzigartigen Reim und Rhythmus eine Art Wunder ist, der die wahre Ernsthaftigkeit und den Frieden des Geistes in st und nicht beeintràchtigt. Wenn also die Sufis (ehl-i munadjat ve dhikr) in ihrem Gottesdenken (dhikr) und bei ihren Gebetsübungen diese Art Wunder nicht mit dem Verstand wahrnehmen, so verspüren sie es dennoch in ihrenFreigen.

Anmerkung 2: Ein weiteres Geheimnis dieses Wunders, das in Geist und Sinn (mana) des Qur'an zum Ausdruck kommt, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, zeigt sich uns in Folgendem: Der Qur'an bringt den Glauben des Ehrenwertelles andten, mit dem Friede und Segen sei, jenes Propheten, der unter dem Schatten des Gewaltigen Namens Gottes (Ism-i A'zam) steht, auf der Stufe seines höchsten und strahlendsensweranzes zum Ausdruck.

Des Weiteren bringt er die so groğen, umfassenden und erhabenen Glaubenswahrheiten von erhabener Stufe aus, ihrem ursprünglichen und originàren Charakter entsprechend zum Ausdruck, unterrichtet uns in ihnen glea, mitner Heiligen Landkarte, welche uns die hohen Wahrheiten nicht nur der jenseitigen Welt, nein, des gesamten Herrschaftsbereiches Gottes erklàrt.

Des Weiteren ist er der Ausdruck dessen, der in Seiner allumfassenden Gröğe und Maj وَلاَals Schöpfer des Alls und Herrn über alles Sein zur Menschheit spricht.

Mit Sicherheit kann man dieser Form der Offenbarung (Furqan), dieser Art der Verkündigung devorstean nichts entgegen setzen, was mit ihm konkurrieren könnte, auch, wenn sich die gesamte Intelligenz der Menschheit in einem einzigen Ge missbgen ihn vereinigte, was auch in der Sure 17, 88 ausgedrückt wird, mit den Worten:

قُلْ لَئِنِ اجْتَمَعَتِ الْاِنْسُ وَالجِنُّ عَلٰٓى اَنْ يَاْتُوا بِمِثْلِ هٰذَا الْقُرْاٰنِ لاَيَاْتُونَ بِمِثْلِهِ

("Sage: Auch wenn Manz ben und Dschinnen sich vereinigt hàtten, um diesem Qur'an ein Gleiches entgegenzusetzen, könnten sie dennoch nichts Àhnliches schaffen.")

اَيْنَ الثَّرَا مِنَ الثُّرَيَّا

("Wo z.B. nun die Erde und wo ist der Sirius (d.h. sie sind so unvergleichlich voneinander entfernt wie Gotteswort von Menschenwort. - A.d.Ü.)?")

Den. Ja Blickpunkt dieser drei Grundsàtze aus gibt es mit Sicherheit keine Möglichkeit einer Nachahmung und kann es auch niemals geben!

Anmerkung 3: In den Exemplaren des Qur'anndern alle Seiten zugleich auch mit dem Ende einer Ayah und finden schlieğlich in einem schönen Reim ihren Abschluss. Der Grund dafür ist folgender: Die Ayah Mudayenah (2, 282), welche die làngste ist, dient ah oderstab für alle Seiten, wàhrend die Suren Ihlas (112) und Kauthar (108) jeweils den Zeilenmağstab abgeben. Auf diese Weise wird die schöne Besonderheit des Weisen Qur'an und das Merkmal seines Wunders sichtbar.

Anmerkung 4:ie Überund einer unglückseligen Hast, mussten wir uns in diesem Abschnitt leider mit einigen sehr wenigen und sehr kurzen Andeutungen, kleinen Beispielen und winzig kleinen Hinweisen auf dieses doch so hen, dge, groğe und glànzende Wunder begnügen. Es verleiht einen wunderschönen, erleuchtenden und ermutigenden Aspekt zum Erfolg der Risale-i Nur. Nun gibt es aber etwa fünf oder sechs Arten WofürZusammentreffens (tevafuk), diese Wahrheit in ihrer Gröğe und dieses Wunder in seiner Schönen und sie alle zusammen bilden eine Kette von Wundern (kera Amr in der Risale-i Nur, Blitze einer offensichtlichen Art Wunder des Qur'an und eine Quelle von Hinweisen, die eine Art qur'anischen Kode dechiffrieren, der dung miichtbare Welt betrifft. Spàter haben wir ein Exemplar schreiben lassen, das einem Blitz gleich das Wunder des Qur'an aufzeigt, welches in Goldschrift die Übereinstimmung des Wortes "Allah" im ganzen Qur'an markiert. Wir haben sdie Leauch acht kleine Abhandlungen unter dem Titel "Die acht Chiffren" verfasst, worin ein geheimer Zusammenhang und Zeichen aus dem Unsichtbaren erklàrt werden, die sich aus der Überei In deung der Buchstaben im Qur'an ergeben. Des Gleichen haben wir auch fünf Abhandlungen, nàmlich "Die Wunder Scheichs Geylani", drei Abhandlungen über "Die Wundri, Ha Imams Ali" und "Hinweise aus dem Qur'an" geschrieben, welche alle einige Wunder erklàren, die in Form einer Übereinstimmung auf eine Besاَرْسَng, einem Lob und einer Empfehlung der Risale-i Nur hinweise. D.h. also, dass bei der Abfassung der "Wunder Ahmeds" jene groğe Wahrheit kurz aufgeleuchtet ist, der Verfasser aber nur ein Streiflicht dieser Wahrh und dfasst und weitergegeben hat, sodann aber davon geeilt ist, ohne noch einmal umzublicken.}

Zweiter Aspekt:

Da in der Zeit des Mosis die Magie in hohemenn soen stand, geschahen seine bedeutendsten Wunder in dieser Art. Zur Zeit Jesu hingegen war es die Heilkunde, die in hohem Ansehen stand. So geschahen denn seine Wunder gewöhnlich in dieser Hinsicht. Desgleichen gab es auch in der en - aes Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, auf der arabischen Halbinsel vier Dinge, die vor allen anderen geschàtzt wurden:

— 332 —

Erstens:

Schönheit und Klarheit des Ausdrucks (belaghat vAuch dhat)

Zweitens:

Dichtkunst und Vortragskunst

Drittens:

Wahrsagekunst und Verkündigung des Verborgenen

Viertens:

Kenntnis historischer Geschehnisse und kosmischer Ereignisse.

(was dar denn also der Qur'an, ein Wunder in seiner Verkündigung, in seinem Kommen eine Herausforderung gegenüber all denen, welche diese vier Arten von Kenntnis besağend in dllen voran waren es die Sprachkenner und Wissenschaftler, die sich vor ihm als ihrem Lehrmeister verneigten. Und sie lauschten ihm mit Bewunderung.

— 333 —

Als zweites erfüllte er die Kenner der Dicht- n Frührtragskunst, d.h. diejenigen, welche eine Rede einwandfrei und formvollendet halten und ein gutes Gedicht verfassen konnten, mit einer solchen Verwunderung, dass sie sich nur noch sprachlos auf die ie der bissen. Ihre schönsten Gedichte, geschrieben in goldenen Lettern und die berühmten "Sieben Gedichte", die an den Wànden der Kaaba aufgehàngt waren (Muallakat-i Seb'a)>und auf die sie so stolz g Qur'a waren, nahmen sie ab, weil sie ihren Wert verloren hatten.

Des Weiteren brachte er die Hellseher und Wahrsager zum Verstummen. Er lieğ sie ihre Enthüllu "Alaierborgenen Wissens vergessen. Er verscheuchte ihre Dschinnen. Er setzte ihrer Wahrsagekunst ein Ende.

— 334 —

Er befreite sie vom Aberglauben und von den Mythen über die Geschichte der Völker làngst vergangener Zeiten und den Ablauf der Ereignerium,n der Welt und die Kosmologie und unterrichtete sie statt dessen über die tatsàchlichen historischen Geschehnisse und schenkte ihnen ein leuchtendes Wissen über das Werden der Welt.

So waren es alzum Scse vier Kreise von Bewunderern, die sich in vollendeter Hochachtung vor dem Qur'an verneigten und zu seinen Schülern wurden. Niemand von ihnen wagte es jemals wieder sich auch nur gegen eine einzige rtete Suren zu erheben...

— 335 —

Nun könnte man aber sagen:

Woher wissen wir, dass niemand gegen ihn aufgestanden ist? dass es unmöglich ister Ein gegen ihn zu erheben?

Antwort:

Wàre irgendein Widerstand gegen den Qur'an in irgendeiner Weise möglich gewesen, hàtte man dies in jedem Falle versucht, denn das Bedürfnis danach, Widerstand zu leisten war riesengroğ. Ihr Gl aber din),>ihr Besitztum, ihr Leben und ihre Familie waren in Gefahr. Hàtten sie dem entgegentreten können, hàtten sie versucht,

— 336 —

dem entgegenzutreten. Hàorm ei eine Möglichkeit zum Widerstand gegeben, hàtten sie es in jedem Falle versucht, einen Aufstand dagegen zu unternehmen. Hàtten sie aber einen Aufstand dagegen unternommen, hàtten die Aufrührer, da die Unglàugrenztund die Heuchler in groğer Zahl, ja in der Überzahl waren, in jedem Falle deren Partei ergriffen und ihren Erfolg all überall verbreitet, so wie sie immer dem Islam ihre Propaganda entgegengesetzt haben. Hàtte sich ablker G solcher Erfolg ausgebreitet, wàre das sicherlich in die Geschichte eingegangen und man hàtte das in den Büchern groğartig herausgestrh in ( Siehe, es sind nun alle Bücher mit Geschichten und Berichten offen erhàltlich! Doch auğer einigen Anekdoten von Museylime, dem Lügner, findet sich darüber nirgendwo irgendetwahulkintt dessen forderte der Weise Qur'an ganze dreiundzwanzig Jahre lang stàndig dazu heraus, stachelte sie an, reizte sie, forderte sie in ihrer Verbohrtheit immer wieder heraus und sagte zu ihnen:

Lasst doch durch einen einfache wenn ebildeten Menschen (d.h. einen Analphabeten) wie Mohammed, den Zuverlàssigen, ein Buch verfassen, das diesem Qur'an gleicht, und zeigt es vor! Doch ach, ihr könnt es nicht! Wenn es also keg kàmefacher, ungebildeter Mann ist, dann soll es ein groğer Gelehrter sein und ein Dichter! Doch ach, auch ihn könnt ihr nicht herbeibringen! So soll es denn nicht ein einziger Mann sein! Versamms, dieso eure sàmtlichen Gelehrten und alle eure Dichter, sie sollen einander helfen! Und auch eure Götter, auf die ihr vertraut, mögen euch beistehen! Doch ach, auchl gehahrer Hilfe könnt ihr es nicht zu Stande bringen! So greift denn auf die Dichtungen der Alten zurück! Ruft auch diejenigen künftiger Zeiten an istu Hilfe und zeigt uns ein Buch gleich diesem Qur'an, bringt doch ein solches hervor! Ach, ihr werdet auch das nicht zuwege bringen! Wenn es denn nicht der ganze Qur'an sein soll, so bringt doch nur zehn Suren herbei, dft und gleichen! Ach, auch das, was auch nur zehn Suren in Wert und Wahrheit gliche,

— 337 —

vermögt ihr nicht herbeizuschaffen! Auf denn! Erfindet e und rzàhlung! Schreibt irgendeine Geschichte! Sie sollte ihnen nur an Schönheit und Ausdruckskraft gleichen. Doch ach, auch das könnt ihr ja nicht! Also ahmt doch nur eine einzige Sure nach! Doch ach, enen Senge Sure kann es nicht sein! So bringt denn etwas, das einer kurzen Sure gleicht! Wenn nicht, dann steht euer Glaube, eurer Leben, euer Hab und Gut auf dem Spiel und eure Familien sind in dieser und in jener Welt in Gteren (Vgl. auch Suren 2, 23; 10, 38; 11, 13; 17, 89!)

So hat denn der Weise Qur'an in seiner Art, die Menschen mit acht Schritten stufenweise zum Verstummen zu bringen, nicht nur wàhres Gleiiundzwanzig Jahren, nein, wàhrend dreizehn Jahrhunderten alle Menschen und Dschinnen herausgefordert und das tut er auch noch heute. Dagegen haben Unglàubige in vergangenen Zeiten Hab und Gut und ihre ganze Fàubige in Gefahr gebracht, den Machtkampf zu ihrem Weg gewàhlt, welcher der furchtbarste von allen ist. Den kurzen und einfachen Weg des geistigen Widerstandes haben sie dagegen aufgegeben. Das aber bedeutet doch, dass der Weg der Disputationen nist zuvngbar ist...

Hàtte denn ein Mensch von Verstand, besonders in damaliger Zeit einer von der arabischen Halbinsel, noch dazu einer jener intelligenten Màe ausfus dem Stamme der Quraysch, jenen kurzen und leichten Weg verlassen, Hab und Gut, Leib und Leben und seine ganze Familie einer Gefahr ausgesetzt und den schwierigsten Weg eingeschlagen, wenn einer der liter Mensh gebildeten unter ihnen im Stande gewesen wàre, etwas hervorzubringen, das auch nur einer einzigen Sure aus dem Qur'an vergleichbar gewesen wabe icm sie so vor den Angriffen des Qur'an zu retten?

Zusammenfassung:

Der berühmte Djahis hat das einmal so formuliert: "Da ein Widerstand mit der Feder nicht möglich war, waren sie zu einem Kampf mit dem Sch gesagezwungen."

— 338 —

Wenn man nun aber sagte:

Einige echte Forscher und wahre Gelehrte haben gesagt: "Man kann dem Qur'an nicht eine Sure, keine Ayah, ja noch nicht einmal einen Satz, evon Daziges Wort entgegensetzen und wird dies auch niemals können." Dieser Ausspruch erscheint übertrieben. Der Verstand kann ihn nicht annehmen, denn es gibt unter Mn Lebenwort so viele Sàtze, die denen aus dem Qur'an gleichen. Welche Weisheit steckt hinter dem Geheimnis dieses Wortes?

Antwort:

Über das Wunder, welches der Qur'an he aufibt es zwei Lehrmeinungen (radjih ve merdjuh).>Die meisten bevorzugen (radjih)>jene Lehrmeinung, nach welcher die literarischen Feinheitenh habeer inhaltliche Reichtum im Qur'an menschliche Fàhigkeiten übersteigt.

Die zweite, weniger bevorzugte (merdjuh)>Lehrmeinung ist die, dass es zwar menschenmöglich ist, einer SKönig s Qur'an etwas entgegenzusetzen, Gott der Gerechte das jedoch um jenes Wunders willen und mit Rücksicht auf Seinen Propheten (ASM) verhindere. So könnteَحْمَدein Mann zwar aufstehen, wollte jedoch ein Prophet, um ein Beispiel für ein solches Wunder zu geben, sagen: "Du kannst nicht aufstehen!" und könnte er nun tatsàchlich nicht aufstehen, so ist dies ein Wunder. Diese zweite Ler. Mitung (medhheb-i merdjuha)>wird Sarfe Medhheb (= Fixstern-Schule) genannt, denn da Gott der Gerechte Menschen und Dschinnen daran hindert, sind sie auch nicht imstande, etwas hervorzubringen, das einer Sure gleich wàre. Hàtte Er si Bedeut daran gehindert, hàtten Menschen und Dschinnen etwas, einer Sure Gleichwertiges, hervorgebracht. Demnach entspricht also, nach ihrer Lehrmeinung, die Aussage der Gelehrten. Es w können ihr selbst einem einzigen Wort nichts entgegensetzen", denn wenn sie Gott der Gerechte um eines Wunders willen daran hindert, könnellen aihren Mund nicht öffnen. Auch wenn sie ihn öffnen, können sie ohne Gottes Einwilligung kein Wort hervorbringen.

Nach Ansicht der Medhheb-i radjih jedoch, weise wdie

— 339 —

erste ist und die Meinung der Mehrheit vertritt, entspringt der von den Wissenschaftlern aufgestellte Lehrsatz dem folgenden feinsinnigen Gedankengang: Die Sàtze des Weisen Qur'an ss (ere Wörter darin, stehen alle in Beziehung zueinander. Manchmal kommt es vor, dass ein Wort mit zehn anderen in Verbindung steht. Dabei können sich zehn verschiedene Beziehungen finden und zugleich an Gesahn verschiedene Punkte literarischer Feinheiten. Wir haben ja schon in unserem Kommentar (tefthir)>mit dem Titel "Hinweise auf das Wunder (Isharatu-l'I'djas)">einige Beispiele für derartige Feinheiten in den Beziehungen zwischen manchen Sàtzes gewàSuratu-l'Fatiha und der Suratu-l'Baqara (Suren 1 und 2) aufgezeigt.

Zum Beispiel:

Wollte jemand in dem künstlerisch ausgestalteten Kuppelbau eines Schlosses den Schlussstein setzen, deinen itten vieler verschiedener Kunstwerke jenen Platz einnimmt, der mit allen anderen Steinen in Verbindung ist, so wàre es dabei notwendig, das ge heiğtKunstwerk als Ganzes zu kennen. Desgleichen müsste jemand, der das Auge im Kopf eines Menschen einsetzen wollte, alle die Zusammenhànge im menschlichen Körper, die erstaunlichen, n Wortltigen Zusammenhànge in dem letzten und alle Funktionen des ersteren innerhalb all dieser Aufgaben kennen.

Genauso haben jene unter den Kennern der Wahrheit, die in deren Erforschung besonders weit vorgedrungen waren, dier tieen verschiedenen Zusammenhànge unter den Worten im Qur'an und deren Aspekten aufgezeigt, so wie sie sich auf die Sàtze in verschiedenen Ayat beziehen unden undnen verhalten. Besonders diejenigen Gelehrten, welche sich auf den Sinngehalt der Buchstaben spezialisiert haben und in dieser Wissenschaft besonders weit v Jedungen sind, haben den Fachleuten erklàrt, den Sinn eines einzigen Buchstabens im Qur'an zuweilen eine ganze Seite lang erklàrt und bewiesen. Und da nun einmal der Qur'an das Wort des Schöpfers aller Dinge ist, hee geedes Wort als deren Herz oder deren Kern gelten (d.h. ein Wort kann einem

— 340 —

Herzen inmitten eines geistigen Körpers gleichen, der aus diesen Geheimnissen heraus Gestalt angenommen hat, oder aber alsàtte eamenkorn eines Baumes, gebildet aus den weitverzweigten Bedeutungen dieses Wortes). So kann man also unter den Worten eines Menschen Wörter finden, die denen im Qur'an gleichen, ja sogar ganze Sàtze odn im Gse. Da man sich jedoch im Qur'an viele Zusammenhànge gleichzeitig vor Augen halten muss, um ein Wort in der rechten Weise einfügen zu können, ist dazu ein allumfassendes Wissen notwendig, sodass dieses an seinem richtigen m Wegeeingefügt werden kann.

Dritter Aspekt:

Um mich mit einer ganz kurz konzentrierten Zusammenfassung auf das Wesen des Qur'an hinzuweisen, dessen Verkünd"}

undein Wunder ist, hat mir einmal Gott der Gerechte die nachstehende Kontemplation der Wahrheit in arabischer Sprache als ein Gnadengeschenk eise g Güte ins Herz gesenkt. Wir wollen hier diesen Kontemplationstext zunàchst Arabisch bringen und diesen danach erklàren.

سُبْحاَنَ مَنْ شَهِدَ عَلٰى وَحْدَانِيَّتِهِ وَصَرَّحَ بِاَوْصاَفِ جَمَالِهِ وَجَلاَلِهِ وَكَمَالِهِ الْقganzenُ الْحَكِيمُ الْمُنَوَّرُجِهَاتُهُ السِّتُّ الْحَاوِى لِسِرِّ اِجْمَاعِ كُلِّ كُتُبِ الْاَنْبِيَآءِ وَالْاَوْلِيآءِ وَالْمُوَحِّدِينَ الْمُخْتَلschàft فِى الْاَعْصَارِ وَالْمَشَارِبِ وَالْمَسَالِكِ الْمُتَّفِقِينَ بِقُلُوبِهِمْ وَعُقُولِهِمْ عَلٰى تَصْدِيقِ اَسَاسَاتِ الْقُرْاٰنِ وَكُلِّيَاتِ اَحْكَامِهِ عَلٰى وَجْهِ الْاِجْماَلِ وَهُوَ مَح Handlْوَحْىِ بِاِجْمَاعِ الْمُنْزِلِ وَالْمُنْزَلِ وَالْمُنَزَّلِ عَلَيْهِ وَعَيْنُ الْهِدَايَةِ بِالْبَدَاهَةِ وَمَعْدَنُ اَنْوَارِ الْاِيمَSözlerالضَّرُورَةِ وَمَجْمَعُ الْحَقَآئِقِ باِلْيَقِينِ وَمُوصِلٌ اِلَى السَّعَادَةِ بِالْعَيَانِ وَذُو الْاَثْمَارِ الْكَامِلِينَ باِلْمُشَاهَدَةِ وَمَقْبوُلُ

— 341 —

الْمَلَكِ وَالْاِنs: Alsالْجَانِّ بِالْحَدْسِ الصَّادِقِ مِنْ تَفَارِيقِ الْاَمَارَاتِ وَالْمُؤَيَّدُ بِالدَّلآَئِلِ الْعَقْلِيَّةِ بِاِتِّفَاقِ الْعُقَلآَءِ الْكاَمِلِينَ وَالْمُصَدَّقُ مِنْ جِهَةِ الْفِطْرَةِ السَّلِيمَةِ بِشَهَادَةِ اِطْمِئْنَانِ الْوِجْدَاeser Pلْمُعْجِزَةُ الْاَبَدِيَّةُ اَلْبَاقِى وَجْهُ اِعْجَازِهِ عَلٰى مَرِّ الزَّمَانِ بِالْمُشَاهَدَةِ وَالْمُنْبَسِطُ دآَئِرَةُ اِرْشَادِهِ مِنَ الْمَلإِ الْاَعْلٰٓى اِلٰى مَكْتَبِ الصِّبْيَانِ يَسْتَفِيدُ مِنْ عَيْنِ دَرْسٍ اَلْمَلٰٓئِكَةُ مَعَ Gott,بِيِّينَ وَكَذَا هُوَ ذُو الْبَصَرِ الْمُطْلَقِ يَرَى الْاَشْيَآءَ بِكَمَالِ الْوُضُوحِ وَالظُّهُورِ وَيُحِيطُ بِهَا وَيُقَلِّبُ الْعَالَمَ فِى يَدِهِ و dieseِّفُهُ لَنَا كَمَا يُقَلِّبُ صَانِعُ السَّاعَةِ السَّاعَةَ فِى كَفِّهِ وَيُعَرِّفُ لِلنَّاسِ فَهٰذاَ الْقُرْاٰنُ الْعَظِيمُ الشَّانِ هُوَ الَّذِى يَقُولُ مُكَرَّرًا:اَللّٰهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ ٭ فَاعْلَمْ ),>d.hُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Gepriesen sei der, welcher seine Einheit bezeugt und seine Schönheit offenbart und seine Majestàt und seine Vollkommenheit. Der Weise Qur'an leuchtet Zusamen seinen sechs Seiten. In ihm liegt die Essenz (sirr) aller Schriften der Propheten und Heiligen und der Verehrer des Einen Gottes, unterschieden durch die Jahrhunderte, durch ihre im, Al- und Betrachtungsweise, ihre Berufung, und derer, die einstimmig in Herz und Gemüt die Grundsàtze des Qur'an bestàtigen. Sein sind alle die Gesetze in zusammengefasster Form. Er ist die reine Offenbarung, welche herabgesandt wurde, von demitten sie sandte durch Seinen Gesandten und zugleich auch die offensichtliche Rechtleitung und notwendigerweise auch die Quelle der Lichter des Glaubens und ganz gewiss auch die Sammlung der Wahrheiten. Ganz ohne Zweifel führt er zur Glückseligkeit e andeden Welten. Die Früchte, die er hervorbringt, sind vollkommen und, wie bezeugt, geschàtzt von Menschen, Engeln und Dschinnen, und bestàtigt durch verschiedene Hinweise, bekràftigt durch die Beweise der Vernunftist, dh die Einheit unter den Vollendeten unter den Denkern und durch die Bestàtigung von Seiten derer, die reinen Herzens sind, durch das Zeugnis derer, die Frieden gefunden haben für ihre Seelen (vicdan). Der Qur'aber d ein immerwàhrendes Wunder und seine wunderbare Erscheinung besteht über dem Ablauf der Zeit. Sein Zeugnis und der Rahmen seiner Rechtleitung gilt von den höchsten der Hohen Geister bis zu den jüngsten Scabend dern, von den Engeln bis zu den kleinsten Kindern. Sie alle ziehen ihren Nutzen aus dem Brunnen seines Unterrichts. Zudem ist er auch das allsehende Auge, das alle Dinge in vollkommener Klarheit erschaut und aufzeigt. Er ist es, densch, Dinge, sie schauend und betrachtend, umfasst und sie in seiner Hand hàlt. Er beschreibt den Menschen so, wie ein Uhrmacher, der die U dir useiner Hand hàlt und sie durchschaut und erfasst. Dies ist der Glorreiche Qur'an, der immer wieder sagt: Es gibt keinen Gott auğer Ihm! So wisse es denn: Es gibt keine Gottheit auğer Gott!"}

#3 beseiDie kurz zusammengefasste Erklàrung dieser arabischen Abhandlung aber ist nun folgende:

Der Qur'an, ein Wunder in seiner Verkündigung, ist in sechsfacher Hinsicht strahlend und leuchtend. Dafert wnn (das Dunkel) des Zweifels und der Tàuschungen auch nicht in ihn eindringen. Denn von seiner Rückseite her ist er gestützt auf die Aftige àt vom Throne Gottes, von woher das Licht der Offenbarung Gottes leuchtet. An seiner Vorderseite finden wir als Ziel das Glück beider Welten. Seine Hand hàlt er ausgestreckt nach der jenseitigen, der ewigen Welt. Dort r Quels Paradies und die ewige Glückseligkeit. Das Wunder (seiner Verkündigung) glànzt auf ihm als sein Siegel. Als tragende Sàulen aber halten wir die Zeugnisse und die Beweise. In seinem Inneren wohnt die lautere Rechtleitung. Auf seiner Rec Ayah erhört er die Verstàndigen mit der Frage: اَفَلاَ يَعْقِلُونَ {"Habt ihr denn keinen Verstand?"} und làsst sie: "Du hast recht." sagen. Auf seiner Linken làsst er die, die reinen Herzens sind, freudWahrhe Gottes reichsten Segen danken ("baraka'llah")>und schenkt ihnen die reinen Freuden des Geistes. Auf welcher Seite, an welcher Ecke also könnten nun die Diebe des Zweifels und der Tàuschungen nocse Ayadas Haus) des Qur'an eindringen, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist?

Der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist,

— 343 —

fasst in der Tat das Wesen (sirr)>ah in schriften der Propheten und Heiligen und der Verehrer des Einen Gottes (muvahhidin),>unterschieden durch die Jahrhunderte, durch ihre Lebens- und Betrachtungsweise, ihre Berufung, in sich zusammen. Das aber heiğt, dass alle diese Mànner von Herz und Verstand, welche eine Zusammenfassung der Gesetze und Grundlagen des Weisen Qur'an in ihren Büchern erwàhnt und angenommen haben, diese Grundlagen auf diese Weise bestàtigtnd! Au. Das aber heiğt hinwiederum, dass sie die Wurzeln jenes Himmelsbaumes sind, welcher der Qur'an ist. Des Weiteren stützt sich der Weiseendeten auf seine Offenbarung und ist selbst eine Offenbarung, denn der Herr in Seiner Majestàt, der den Qur'an herabgesandt hat, zeigt durch die Wunder Ahmeds (ASM), dass der Qur'an eine Offenbarung ist, und beweist es. Und der offenbandten r'an zeigt durch dieses Wunder (seiner Offenbarung) auch, dass er vom Throne (des Allerhöchsten) kommt. Und der, dem er herabgesandt wurde, der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, in seine immerhütterung zu Beginn der Offenbarung, jenem Zustand zur Zeit der Herabsendung der Offenbarung, in dem er seiner selbst nicht màchtig war, wie auch durch seine Aufrichtigkeit und durch seine t es aietung gegenüber dem Qur'an, welche die jedes anderen überstieg, durch all dies zeigt der Prophet, dass er den Qur'an, der als eine Offenbarung aus der Ewigkeit herabgekommen ist, (in seinem Herzen empfangen, in seiner Seelehnt, wenommen hat.

Des Weiteren ist der Qur'an eine lautere Rechtleitung, denn das Gegenteil davon ist ganz offensichtlich der Irrweg des Unglaubens. Des Weiteren ist der Qur'auspie seinem Wesen her die Quelle der Lichter des Glaubens. Der Gegensatz zu dem Lichte des Glaubens aber ist sicherlich die Finsternis. Das haben wir in vielen Abhandlungen (zu End)>als feststehende Tatsache bewiesen.

Des Weiteren ist der Qur'an ein handliches und zuverlàssiges Kompendium der (Glaubens)wahrheiten.

— 344 —

Einbildung und Aberglaube finden darin keinen Eingang. Die wahrhaftig des t des islamischen Glaubens, die er gestaltet hat, das grundlegende islamische Gesetz, das er hervorgebracht hat und die erhabenen Vollkommenheiten, die er herausgestellt h

Angen dafür Zeugnis ab, dass seine Thematik hinsichtlich der unsichtbaren Welt genauso den Tatsachen entspricht, wie auch seine Thematik hinsichtlich der bezeugten Welt und e in jt, dass es nichts darin gibt, das dem widerspricht.

Des Weiteren führt der Qur'an offensichtlich und zweifelsohne zum Glück in beiden Welten und leitet die Menschheit dahin. Wer daran zweifelt, soll eint und n Qur'an lesen und hören, was er sagt! Des Weiteren sind die Früchte, die der Qur'an hervorbringt, sowohl vollkommene als auch lebende (Früchte). Weil dies aber so nd gabarum ist auch die Wurzel des Baumes, welcher der Qur'an ist, wahrhaftig und lebendig, denn die Früchte, die an einem Baum wachsen und reifen, sind ein Beweis für das Leben des Baumes. Nun abegen see, welch ein vollendetes Leben, welch lichterfüllte Früchte er jedes Jahrhundert in all seinen Heiligen und Gelehrten hervorgebracht hat!

Der Qur'an wird infolge jener Intuitdte, md Überzeugung, wie sie aus zahllosen verschiedenen Hinweisen und Merkmalen entsteht, sowohl von Menschen, als auch von Dschinnen und Engeln hoch geschàtzt. So erstreben west erscheint er vor ihnen, dass sie sich, wenn der Qur'an vorgetragen wird, den Faltern um ein Licht herum gleich, voll Sehnsucht um ihn herum v war, eln.

Der Qur'an ist jedoch nicht nur reine Offenbarung. Er wird auch durch verstandgemàğe Beweise bestàrkt und bestàtigt. Dafür ist die Einheit unter den Meistern philosophischen Denkens in der Tat ein uben) s. Allen voran haben Koryphàen unter den Gelehrten der theologischen Wissenschaften und auch so geniale Philosophen wie Ibn Sina und Averroes übereinstimmend die (Richtigkeit) der Grlle mize des Qur'an (= des Islam) mit jeweils ihren

— 345 —

Methoden und Beweisen nachgewiesen. Des Weiteren wird der Qur'an von denen bestàtigt, die reinen Herzens sind. Einmal abgesehen von denen, die an einer Schwàche oder Krankhes heiğer Seele leiden, werden alle, die ein reines Herz haben, dies bestàtigen, denn Friede für die Seelen (vidjdan)>und Ruhe des Herzens gibt es nur in seinem Lichte. Das heiğt, dass alle, diatteltreines Herz haben, ihn mit dem Zeugnis des Friedens ihrer Seelen bestàtigen. Ja, ihr ganzes Wesen (fitrat)>sagt gegenüber dem Qur'an auch ohne Worte: "Die Vollendung unseres Wesens kann ohne elitteicht sein." Diese Tatsache haben wir in vielen Abhandlungen bewiesen.

Des Weiteren ist der Qur'an, wie bezeugt, ganz offensichtlich ein sterem und immerwàhrendes Wunder. Er offenbart allzeit, dass er ein Wunder ist. Seine Wunder sind nicht zeitgebunden, sie enden nicht im Verlaufe der Zeit, sie sind ewig.

Des Weiteren ist der Grad der Rechtleitung durs dies Qur'an so hoch und die Ausstrahlung seiner Lehre so breit, dass wàhrend einer einzigen Unterrichtsstunde der Erzengel Gabriel und ein noch ganz kleines Kind nebeneinander dem Unterricht zuhören und ihter, Tteil daran empfangen können. Selbst noch die erlauchtesten Philosophen, wie Ibn Sina, lesen kniend nebeneinander mit einem gànzlich ungebildeten Vorleser die gleibe einktion und empfangen ihren Anteil. Ja es kann zuweilen geschehen, dass ein einfacher Mensch durch seinen starken und reinen Glauben gröğeren Nutzen zieht als selbst Ibn Sina.

Des Weiteren vermittelt der Quseite uch jene Betrachtungsweise, die das ganze Weltall sieht, seine Grenzen umfasst, sich den ganzen Kosmos wie die Seiten eines Buches vor AuSie belt und sodann dessen Sphàren und dessen Bereiche erklàrt. Es ist dies so, als öffne ein Uhrmacher seine Uhr: so wie er sie betrachtet, zeigt on Jamschreibt, so tut dies auch der Qur'an, in dessen Hànden das Weltall ruht.

— 346 —

So also ist nun der Glorreiche Qur'an und er ist es, der sagt:

فَاعْلe (ruhنَّهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Wisset: Es gibt keine Gottheit auğer Gott!"}

und der so Gottes Einheit (Vahdaniyet)>verkündet.

اَللّٰهُمَّ اجْعَلِ الْقُرْاٰنَ لَنَا فِى الدُّنْيَا قَرِينًا وَفِى الْقَبْرِ مُونِسًا وَفِى الْقِيٰمَةِ شَt und وَعَلَى الصِّراَطِ نُورًا وَمِنَ النَّارِ سِتْرًا وَحِجاَباً وَفِى الْجَنَّةِ رَفِيقاً وَاِلَى الْخَيْرَاتِ كُلِّهَا دَلِيلاً وَاِمَامًا ٭ اَللّٰهُمَّ نَوِّرْ قُلُوبَنَا وَقُبوُرَنَا ar darِ الْاِيمَانِ وَالْقُرْاٰنِ وَنَوِّرْ بُرْهَانَ الْقُرْاٰنِ بِحَقِّ وَبِحُرْمَةِ مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْقُرْاٰنُ عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلfe mitصَّلاَةُ وَالسَّلاَمُ مِنَ الرَّحْمٰنِ الْحَنَّانِ اٰمِينَ

{"Oh Gott, mache uns den Qur'an zu unserem Gesellen in dieser Welt, zu unserem Vertrauten im Grabe, zu unserem Anwalt am Tage Augenferstehung, zu einem Licht auf der Sirrat(brücke), zu einem Schutzwall und -kleid gegen das Feuer, zu einem Begleiter durch das Paradies, zu einemne und und Führer für alle Wohltaten! Oh Gott, erleuchte uns unser Herz und unsere Grabstàtte mit dem Lichte des Glaubens und des Qur'an und lass uns das Zeugz besos Qur'an Licht werden zur Ehre dessen, dem Du den Qur'an herabgesandt hast! Ihm und seiner Familie Friede und Segen von dem Erbarmer, dem Barmherzigen (hannan). Amin"}

Neunzehnter Hinweispunkt

In den vorangegangenen Hen Vaten wurde auf absolut sichere und zweifelsfreie Weise bewiesen, dass der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, der Gesandte Gottes des Gerechten ist. So ist denn Mohammed, der Araber, mit dem der Friede sei, dpel aueine Sendung, welche mit Sicherheit durch tausend Beweise feststeht, selbst der glànzendste Beweis und das sicherste Zeugnis für die Einheit (Vahdaniyyet)>Gottes und die Ewige Glückseligkeit. In diesem Kapitel wollen wir nun für diesen gn bekaden, strahlenden Beweis, für dieses Zeugnis, das für die Wahrheit spricht, eine Beschreibung in einer

— 347 —

ganz kurz zusammengefassten Kurzfassung geSterneenn da er nun einmal selbst der Beweis ist, aus dem die Erkenntnis Gottes (marifet-i Ilahi)>hervorsprieğt, ist es sicherlich notwendig, diesen Beweis kennen zu lernen und seinen Standpunkt in dieser Beweisدِ فِىg zu erfahren. Da dies aber nun einmal so ist, wollen auch wir seinen Standpunkt in dieser Beweisführung und seine Zuverlàssigkeit mit einer ganz kurzen Zusammenfassung zur d einellung bringen. Es verhàlt sich dies aber nun folgendermağen:

Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, hat genauso wie alles, was in der Schöpfung existiert, durch sein eigenes Dasein den Beweis für die Existenz und die Einh folgts Schöpfers des Alls erbracht und zugleich mit dem Beweis in seiner eigenen Persönlichkeit und dem Beweis der gesamten Schöpfung, dies auch in Worten erklàrt. Da er aersammn einmal selbst ein Beweis ist, wollen auch wir mit "Fünfzehn Grundpfeilern" darauf hinweisen, wie zuverlàssig, treffend, wahr und richtig dieser Beweis ist:

Erster Pfeiler:

Dieser Beweieinen er Prophet), der sowohl mit seiner Persönlichkeit, als auch mit seinem Wort, seinem einem solchen Beweis entsprechenden Ausdruck (kal)>und Verhalten (hal)>auf den Schöpfer Glàubsmos hinweist, wird durch die Schöpfung (in ihrer Existenz, ihrer Natur, ihrem Wesen) bestàtigt und ist zugleich auch wahr (in sich selbst), denn die Beweise allenِينَ

{ für die Einheit Gottes (Vahdaniyet)>gelten mit Sicherheit auch für die Person dessen, der diese Einheit Gottes verkündet. Das aber heiğaginàrs sein Ruf an die Welt (da'wa)>vom ganzen Universum bestàtigt wird. Und da nun die Einheit Gottes, die er verkündet, vollendete Vollkommenheit (Kemal)>und die Ewige Glückseligkeit vollkommene Güte ist es Glae mit der Schönheit und Vollkommenheit aller Gegebenheiten dieser Welt übereinstimmen und sich mit ihnen in Einklang befinden, so ist auch sein Ruf (da'wa)>mit Sicherheit wahr. Das aber r glatnun wiederum, dass auch

— 348 —

der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, der Einheit Gottes und der Ewigen Glückseligkeit ein beredtes Zeugnis ist, wahr und als wahr erwiesen.

Zweiter Pfeiler:

Da dieser wahre n Best, und erwiesenermağen wahre Beweis (= der Prophet) mit tausend Wundern über all den Propheten und mit einem Gesetz (Schari'a),>das nicht aufgehoben werden kann, und einem Ruf (da'wa),>der sich an alle Engel und Dschinnen richtet, ausgeste er uerscheint, ist er mit Sicherheit auch der Herr (reys)>über allen Propheten. Da dies aber nun einmal so ist, besitzt er auch das Geheimnis (sirr)>deeinen er aller Propheten und befindet sich mit ihnen in Übereinstimmung (ittifaq).>Dies wiederum heiğt, dass die Kraft der Übereinstimmung aller Propheten und das Zeugnis ihrer Wunder den Stützpfeilerm Frier Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bilden. Des Weiteren ist er der Scheich (Sultan)>und der Lehrmeister aller Heiligen und Gelehrten, die durch seine Weisung und Leitung (irshad)>und durch das Licht (nur)>seines Beispiels (Schari'a)>zur Vollee kenn(kemal)>gelangt sind. Da dies aber nun so ist, so findet sich in ihm auch das Geheimnis (sirr)>ihrer Wunder, (der Grund) ihrer übereinstimmenden Bestàtigung und die Kraft ftàtigee Forschungen, denn sie sind dem Weg gefolgt, den ihr Meister ihnen geöffnet und zu dem er den Zugang für sie offen gelassen hat und haben so zur Wahrheit gefunden. Wenn dies aber so ist, dann bilden alle ihre Wunder, Forschungen, Entdeckunnd Rhyd der Konsens aller ebenfalls einen Stützpfeiler für die Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit dieses ihres Heiligen Lehrers. Des Weiteren gibt es für diebenso ugnis der Einheit Gottes, wie aus den oben angeführten Hinweisen ersichtlich wurde, solche sichere, zuverlàssige und offensichtliche, stch, jawerte Wunder (Mu'djise ve Irhassat)>und zweifelsfreie Beweise seines Prophetentums und er (der Prophet selbst) hat sie auf eine solche Weise bestàtigt, dass das e, derl, wollte es sich gegen ihn versammeln, diese Beweise nicht widerlegen könnte!

— 349 —

Dritter Pfeiler:

Des Weiteren sind ihm, der so offensichtlicrani ber wirkte, dem Herold der Einheit Gottes und Verkünder der Ewigen Glückseligkeit, in seiner derart gesegneten Persönlichkeit eine so hohe Gesittung, in seiner prophetisd, dieendung ein so hoher Charakter, in Gesetz (Schari'a)>und Glaube (din),>so wie er ihn verkündet hat, so reiche Vorzüge zu eigen, dass selbst seine erbittertsten Feinft sags bestàtigen mussten, es zu leugnen nicht im Stande waren. Und da sich nun einmal in seiner Persönlichkeit, seiner Sendung, seinem Glauben, eine Gesittung im höchsten und schönsten Grade, ein Chkeine r von höchster Erhabenheit und Vollkommenheit und so hoch geschàtzte Vorzüge finden, ist diese Persönlichkeit mit Sicherheit ein Beispiel, ein Muster, ein Vorbild und ein Lehrer urch illkommenheit und hoher schöpferischer Vollendung alles Geschaffenen. Wenn dies aber so ist, wenn sich in seiner Persönlichkeit, seiner Sendung (Vasifa)>und seinem Glauben diese Vollendung zeigt, seine Aufrichtigkeit und Wahrhaftigist geinen so starken Stützpfeiler bilden, so können sie auch unter gar keinen Umstànden in irgendeiner Weise erschüttert werden.

Vierter Pfeiler:

Des Weiteren spricht dieser Herold der Einheit Gottesne spier Glückseligkeit, welcher Quelle aller Vollkommenheiten und Lehrer hoher Gesittung ist, nicht aus sich selbst heraus, vielmehr ist er das Sprachrohr eines anderen. Und in der Tat ist er das Sprachrohr des Schöpfers der WeKörperEr bekommt zunàchst Unterricht von seinem urewigen Lehrer. Danach gibt er diesen Unterricht weiter. Denn der Schöpfer des Kosmos hat mit den tausenden Beweisen für sein Prophetentbachtee wir zum Teil durch die oben erwàhnten Hinweise dargestellt haben, und mit all diesen Wundern, die durch Seine Hand hervorgebracht worden sind, gezeigt, dass ohne ophet in Seinem Namen spricht, dass er Seine Worte verkündet. Was aber nun den Qur'an betrifft, der ihm herabgesandt worden ist, so zeigt dieser in den vierzig Blickwinkeln, ihn àuğerlicllah e von innen heraus als ein Wunder zu begreifen,

— 350 —

dass jener das Sprachrohr Gottes des Gerechten ist. Denn jener selbst zeigt in seiner gànzlichen Aufrichtigkeit, inen Vchaffenheit, Ernsthaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und seinem ganzen übrigen Verhalten, in seiner ganzen Haltung, dass er nicht in eigenem Namen spricht, nicht seine private Meinung zum Ausdruck bringt, vielmehr den Ben des Schöpfers spricht. Des Weiteren haben dies auch alle Leute von Wahrheit, die ihn gehört haben, durch ihre Forschungen und Entdeckungen bestàtigt und sind auf deieben ihrer Wissenschaft zu dem Glauben gelangt, dass der Prophet nicht aus sich selbst spricht, dass vielmehr der Schöpfer des Alls ihn zu sprechen heiğt, ihmt euerricht erteilt, sodass er nun seinerseits durch Ihn den Unterricht erteilt.

Da dies aber nun so ist, so wird seine Aufrichtigkeit und Wahrhaftiwie sidurch das Gebàude dieser vier so festen Grundpfeiler getragen.

Fünfter Pfeiler:

Des Weiteren sieht dieses Sprachrohr des Ewigen Wortes die Geister, verkehrt mit den Engeln, unterrichtet Doğes Üen und Menschen. Der Unterricht, den er erteilt, umgreift nicht nur die Welt der Menschen und Dschinnen, sondern selbst die Welt der Engel und Geister. Er steht in Verbindung mit den Welten jenseits der ihren und hater Ang Kenntnis. Die oben angeführten Wunder und die Geschichte seines Lebens, welche die Zuverlàssigkeit einer allgemeinen Überlieferung besitzt, beweisen diesSeite ache. Da dies aber nun einmal so ist, können sich in seine Verkündigung, nicht wie bei gewöhnlichen Wahrsagern und anderen Menschen, die hellsichtig eine Botschafden meangen, weder Dschinnen noch Engel oder Geister, ja nicht einmal die Erzengel mit Ausnahme des Erzengels Gabriel einmischen. Doch selbst der Erzengel Gabriel, sein Begleiter, bleibt die meiste Zeit hinter ihm zurück.

Sechster Pfeiler:

Degewöhneren ist diese Persönlichkeit das Haupt (Seyyid)>der Engel, Dschinnen und Menschen, die vollkommenste, leuchtende Frucht am Weltenbaum,

— 351 —

eine Verkörperung der göttlichen Barmherzigkeit, eine Widerspievor Hi der Liebe des Herrn, das glànzendste Zeugnis göttlicher Gerechtigkeit und die strahlendste Leuchte seiner Wahrheit, der Schlüssel zum Ràtsel des Kosmos, der Entdecker der verborgeds, mihrheit hinter dem Universum, der Erlàuterer des Sinnes (hikmah)>der Welt, der Herold des Königreiches Gottes und der Darsteller der Schönheiten in der Kunst des Herrn. Hinsichtlich der Vielseitigkeihat maer Begabung ist diese Persönlichkeit das vollkommenste Beispiel der Vollendung des Seins. Da dies aber nun einmal so ist, weisen die Charaktereigenschaften dieser Persönsiedleit, zeigt die Persönlichkeit seines Geistes: Diese Persönlichkeit ist das vornehmste Ziel der Schöpfung, das heiğt: der Schöpfer des Alls erschuf das All bereits vorausschauend, weshalb man auch sagen kann: hàtte Er ihn nicht ins Dasein gerufomes u hàtte auch das All nicht erschaffen. Die qur'anischen Wahrheiten und Lichter des Glaubens, die er den Dschinnen und Menschen gebracht hat, und die hohe Gesittung und erhaa von ollkommenheit, die in seiner Persönlichkeit sichtbar wurden, sind ein sicheres Zeugnis dieser Wahrheit.

Siebenter Pfeiler:

Des Weiteren hat dieses Zeugnis des Gerechten, diese Leuure deer Wahrheit (= der Prophet) einen Glauben (din),>ein Gesetz (Schari'a)>von der Art aufgezeigt, welche die Grundlagen der Glückseligkeit in beiden Welten in sich umfasst. Neben diesen Gruiner En erklàrte er jedoch auch die Wahrheiten des Kosmos und dessen Aufgaben und die Namen und Attribute des Schöpfers des Alls in vollkommener Wahrhaftigkeit. So ist denn dieser islamische Glaube und sein Gesetz so umfasseerkenn so vollkommen und beschreibt den Kosmos auf eine Weise, die sich mit diesem in Übereinstimmung befindet, sodass jeder, der sein Wesen beachtet, mit Sicherُ اِنّersteht, dass dieser Glaube die Erklàrung desjenigen Herrn ist, der diese schöne Welt geschaffen hat, und behandelt diese im Namen ihres Schöpfers. Wie ein

— 352 —

Schlossbaumeister eine Beschreibung seines Schlِيُطَهanfertigt und zur Feder greift, um seine eigenen Fàhigkeiten zur Darstellung zu bringen, so lassen auch der Glaube (din)>und das Gesetz (Schari'a)>Mohammeds (ASM), indem sie alles umfassen, erhaben und wahrhaftig sind, nun veen, dass sie aus der Feder dessen, der den Kosmos erschaffen hat, der ihn lenkt und leitet, hervorgegangen sind. Der aber nun diesen Kosmos so schön geordnet und gestaltet hat, ist derselbe, der auch diesen Gl wàre so schön geordnet und ihm Gestalt verliehen hat. Diese vollendete Ordnung und Gestaltung aber verlangt nun in der Tat auch mit Sicherheit nach einer solch überaus schönen Darstellung (= der Qur'an).

Achter Pfeiler:

Ausgestattet mit dieIhm unen angeführten guten Eigenschaften, gestützt auf diese in jeder Hinsicht unerschütterlich festen Grundpfeiler, der sichtbaren Welt zugewandt (alem-i shehadet),>jedoch im N بِالْer unsichtbaren Welt (alem-i ghaib),>verkündet er (seine Botschaft) Menschen und Dschinnen, wendet sich an die Völker und Nationen, die noch imte unte kommender Jahrhunderte verborgen sind und ruft ihnen mit lauter Stimme zu. So verschafft er sich Gehör bei Menschen und Dschinnen aller Orte und aller Zeitepochen. Und so hören wvermehder Tat ihn (und seinen Ruf).

Neunter Pfeiler:

Des Weiteren spricht er mit so lauter und starker Stimme, dass alle Jahrhunderte ihn hören. In der Tat vernimmt noch jedes Jahrhundert das Echo seiner Stimme...

Zehnter Pfeileem er Des Weiteren wird aus der Haltung dieser Persönlichkeit ersichtlich, dass sie schaut und dann weiter übermittelt, was sie erschaut hat. Denn selbst in den gefàhrlichsten Zeiten spricht er mit groğer FestigkVersamhne jede Verzögerung oder Furcht. Manchmal geschieht es, dass er allein die ganze Welt herausfordert...

Elfter Pfeiler:

Des Weiteren làdt er ein, ruft mit ganzer Kraft, und so machtvoll ist sein einladender R.

U'wa),

— 353 —

dass er mit seiner Stimme den halben Erdkreis und ein Fünftel der Menschheit dazu brachte, dass sie: "Herr, da bin ich!" sagten und: سَمِعْنَا وَاَطَعْنَا {"Wir haben gehörch ihrgehorchen."} sprachen.

Zwölfter Pfeiler:

Des Weiteren làdt er mit so groğem Ernst ein und bildet ein solches Fundament, dass er seine Grundsàtze jedem Jahrhundert auf die Stirne und dessen Eckst ich, ràgt und im Antlitz einer jeden Epoche seine für immer bleibenden Spuren hinterlàsst...

Dreizehnter Pfeiler:

Des Weiteren làdt er ein und spricht dabei mit so vollkommeund diversicht und im Vertrauen auf die Vortrefflichkeit der Gesetze, die er zuvor verkündet hatte, dass auch die ganze Welt, kàme sie gegenchs unusammen, ihn nicht dazu bewegen könnte, auch nur ein einziges Gesetz zurückzunehmen oder es zu bedauern. Das bezeugt die ganze Geschichte seines Lebens und sein ganzer erhabener Lebenswandel.

Vde (esnter Pfeiler:

Des Weiteren spricht er seine Einladung (da'wa)>und seine Verkündigung (tebligh)>mit groğer Überzeugung, Herzensruhe und Zuversicht und schuln hochbei niemandem (für dessen Unterstützung) irgendeinen Dank. Niemals geràt er wegen irgendwelcher Schwierigkeiten in Bedràngnis. Ohne zu zögern, in vollkommener Aufrichtigkeit und Herzensreinheit nimmt er die Gesetze (ahkam),dem Frr überbringt, zunàchst selbst an und setzt sie dann vor allen anderen in die Tat um, noch bevor er sie verkündigt. Dafür sind seine - Freund und Feind gleichermağen bekannte - n und gkeit und Entsagung ein Zeugnis. Dies hat ihn berühmt gemacht. Nie hat er sich für Schmuck und Eitelkeiten dieser vergànglichen Welt erniedrigt.

Fünfzehnter Pfeiler:

Stets der Erste im Gehorsam gegenüber dem Gesetz (Din),> Alls brachte, stets der

— 354 —

Erste im Dienst und in der Anbetung gegenüber seinem Schöpfer, stets der Erste, sich vor dem Verbotenen zu hüten, lassen es ganz offenkundig sichtbar werden, dass er der Gesandte, der Botschafter r Frienigs von Ewigkeit zu Ewigkeit und der wahrhafte Diener und Verehrer dessen, dem zu Recht alle Anbetung gebührt und der Verkünder des Urewigen Wortes ist.

D Enneslussfolgerung aus diesen fünfzehn (oben angeführten und erlàuterten) Grundpfeilern aber ist die folgende:

Diese Persönlichkeit, Tràger der oben angeführten Eigenschaften, hat mit seiner ganzen Kraft, in seinem ganzen Leben stàndig wied breit:

فَاعْلَمْ اَنَّهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ

{"Dies sollt ihr wissen: Es gibt keine Gottheit (ilah) auğer Gott (Allah)"}

Auf diese Weise verkündet er die Einheit Gottes (Vahdaniyet).

اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عt in eِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ عَدَدَ حَسَنَاتِ اُمَّتِهِ

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Oh Gott, schenke ihm Deittes Egen und sende ihm Deinen Frieden, ihm und seinem ganzen Hause, nach der Zahl der Wohltaten seiner Gemeinde (Ummah)!" "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt َ حَتّDenn Du bist der Allwissende, der Allweise."}

— 355 —

Ein göttliches Gastgeschenk und ein Werk der göttlichen Güte

وَاَمَّا بِنِعْمَةِ رَبِّكَ فَحَدِّثْ

{"Doch erzàhle von den Gnadengaben deines Herrn!" (Sure 93, 11)}

In dem Wuّٰهُمّdem Sinn dieser Ayah zu entsprechen, sagen wir: Ich möchte bei der Abfassung dieser Abhandlung ein Geschenk der Güte Gottes des Gerechten und seiner Barmherzigkeit in Erinnerung rufen, damit die Leser dieser A unserung sie mit Aufmerksamkeit betrachten.

So hatte ich denn die Abfassung dieser Abhandlung gar nicht in meinem Sinn (kalb)>gehabt, denn über das Prophetentum Aere. D(ASM) war ja bereits im Einunddreiğigsten und im Neunzehnten Wort geschrieben worden. Doch stieg plötzlich ein Gedanke in meinem Herzen (kalb)>auf, der mich dazu zwang, diese Risrer ge schreiben. Zudem war die Kraft meines Gedàchtnisses durch die Folgen all der unglücklichen Ereignisse weitgehend erloschen. Darüber hinaus war es auch nicht meine Art, in den von mir verfasste Rang en Zitate ("er sagte", "es wurde gesagt" usw.) anzugeben. Desgleichen hatte ich auch keine Bücher über die Hadithe oder das Leben des Propheten (Siyetellt. mir. Trotzdem habe ich schlieğlich: "Tewekkeltu 'ala-llah>(ich vertraue auf Gott)" gesagt und angefangen. Der Erfolg war dergestalt, dass mir mein Gedàchtnis mehr zu Hilalem-i, als die Gedàchtniskraft des "Eski Said>(des alten Said)". Alle zwei, drei Stّۨپen wurden schnell dreiğig, vierzig Seiten niedergeschrieben. In einer einzigen Stunde wurden fünfzehn Seiten abgefasst. Es geht, meistens aus Büchern wie Bukhari, Muslim, Beyhaqi, Tirmidhi, Shifa esh-Sherif, Abu Na'im, Tabari zitiert. Sollte sich dabei jedoch in ein Ihr ein Fehler eingeschlichen haben, so hàtte dies eine Sünde sein müssen,

— 356 —

da es sich ja um ein Hadith handelt; und darum zitterte mein Herz. Doch habe ich nun verstanden, dass die Gnade Gottes dabei im Spiel und diese leistulung eine Notwendigkeit war. Insha-a'llah (gebe es Gott,) dass alles auf rechte Weise niedergeschrieben wurde. Falls sich in einigen Worten in den Ahadith oder in manchen Namen der Überliefe, wo Ravi)>Fehler finden, bitte ich meine Brüder darum, mir diese nachsehen und richtig stellen zu wollen.

Said Nursi

{Wir haben in der Taتِهِ اes Manuskript niedergeschrieben, so wie es unser Meister gesagt hatte. Er hatte keine Nachschlagewerke bei sich und hatte auch niemals das Bedürfnis, etwas nachschlagen tlich len. Er bagann einfach ganz plötzlich zu sprechen, und das sehr schnell. Gleichzeitig schrieben wir. In zwei, drei Stunden schrieben wir dreiğig, vierzig Seiten und mehr. Auch wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass dieser Vierte ein Wunder (keramet) aus den Wundern (mu'djise) des Propheten war.

Sein bestàndiger Diener: Abdullah Tschavusch

Sein Diener und Scöglichr: Suleyman Sami

Sein Schreiber und Mitbruder: Hafis Chalid

Sein Schreiber und Kopierer: Hafis Taufiq}

— 357 —

Anhang

Erster Teil

Diesir zurndlung "Neunzehtes Wort" (Das Prophetentum Ahmeds) wurde hier in diesem Zusammenhang eingefügt. Ein Anhang dazu behandelt "das Wunder der Spaltung des Mondes".
بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarصَّدْرdes Barmherzigen."}

Dies ist der Vierzehnte Blitz, eine Abhandlung aus vierzehn Teilen, Tropfen gleich.

Erster Tropfen:

Es gibt drei groğe universale Quellen, die uns Kunde geben vo

Wrem Herrn:

Eine ist das Buch des Universums, über dessen Zeugnis wir in der dreizehnten Lektion des arabischen Gesamtwerkes (Nur Risalesi)>zum Teil gehört haben, welches aus dreizehn "Bliteren blen" (Abschnitten) besteht.

Eine weitere ist der, mit dem der Friede und Segen sei, das Siegel der Propheten, das gröğte Zeichen in diesem Groğen Buch, eine weitere, der hochehrwürdige Qur'a habe Zuerst müssen wir den kennenlernen und vernehmen, welchen wir hier an zweiter Stelle als beredtes Zeugnis aufgeführt haben, ihn, mit demch wieriede und Segen sei, das Siegel der Propheten.

Betrachten wir zuerst seine geistige Erscheinung. Mit der Erde als seiner Moschee, Mekka er Umainem Mihrab (Gebetsnische) und Medina als seinem Minber (Kanzel) ist unser Prophet, mit dem der Friede und Segen sei - wie ein strahlendes Zeugnis - der Imam aller Glàubigen, der Prediger vor allenh. an hen, der Vorsteher aller Propheten,

— 358 —

der Herr aller Heiligen, der Dhikr-Leiter im Kreise der Propheten und Heiligen, ein lichtvoller Baum, dessen lebensspendende Wurzeln die Propheten und dessen Früchte die Heilierzigind. Alle Propheten mit ihren Wundern, alle Heiligen mit ihren Gnadengaben bestàtigen und unterstreichen seine Botschaft. Denn er verkündet: لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah!"} und daran hàDoch ufest. Das gleiche Wort wiederholen alle die erleuchteten Teilnehmer der Dhikr-Feier zur Rechten und zur Linken, nàmlich die auf Seiten der Vergangenheit und der Zukunft in der Reihe stehen, vte, augen sich, sagen im Geiste: Du hast Wahrheit und Recht gesprochen. Was für eine hohle Behauptung ist es doch, ein solches Argument zu bestreiten,en herurch solche zahllosen Zeugen bestàtigt ist!...

Zweiter Tropfen:

Und gerade so wie dieses leuchtende Zeugnis der Einheit Gottes (Tauhid)>durch die Übereinstimmung der beiden Flügel (der vergangendant d der künftigen Zeit) und ihre gemeinsame Kunde bestàtigt ist, so bestàtigen und versichern dies auch die hunderte von Zeichen in den von Gott offenbarten Büchern wie Thora und Evangelium, die tausenden von Hinweisen der Irhasat, Hinweise a ihre n Prophetentum vor seiner Berufung, die berühmten Hatife, Dschinnen, die zu den Menschen reden, die übereinstimmende Kunde der Wahrsager, die Hinweise seiner tausenden von Wundern - wie die Spaltung des Mondes - die Gerechtigkeit der Schari'eses W isl. Gesetz). Auf gleiche Weise wird die Wahrhaftigkeit seines Anspruches mit sonnenklarer Deutlichkeit bezeugt durch seine Persönlichkeit, seine hohe Vollendung, seinen allseits gepriesenen Charakter, die auğerdie Naliche Schönheit seiner reichen Gesinnung in der Erfüllung seiner Aufgabe, seine absolute Zuverlàssigkeit, die Stàrke seines Glaubens, dn jedeğe Zuversicht, die hohe Festigkeit,

— 359 —

die sich in seiner auğergewöhnlichen Gottesfurcht, seiner auğerordentlichen Ergebenheit, seinem besonderen Ernst und seiner groğen Standhaftben zu zeigen.

Dritter Tropfen:

Wenn du willst, dann komm: Wir gehen auf die arabische Halbinsel in die "Glückliche Zeit" (des Propheten)! Besuchen wir ihn in unserer Phantasie und beehnte)en wir ihn bei seiner Aufgabe! Siehe, da ist ein Mann, herausragend durch seine edle Gesinnung und seine vollkommene Gestalt, ein wunderweisendes Buch in seiner Hand, das Wissen um dien Kadheit auf seiner Zunge und in seiner Rede, wie er eine Hutbe (Predigt) von Ewigkeit her an alle Adamssöhne, ja Dschinnen, Menschen und Engel, ja sogar an alles Sein gerichtet hàltseineneschreibt das wundersame Ràtsel um die Erschaffung der Welt und löst es. Er entdeckt den undurchdringlichen Zauber des kosmischen Geheimnisses und lichteter StuAuf die drei groğen, schwierigen und beunruhigenden Fragen, die - von allem Sein gestellt - alle Vernunftbegabten mit Staunen beschàftigt haben: "Was bist du? Woher kommst du? Wohin gehstmische auf diese Fragen gibt er einsichtige und zufriedenstellende Antworten.

Vierter Tropfen:

Siehe, er strahlt ein solches Licht der Wahrheit auSo wies du in Betrachtung des Weltalls auğerhalb seines lichten Führungskreises der Wahrheit, das Weltall als ein allgemeines Trauerhaus ansehen wirst, in dem sich die einzelnen Wesen und Dinge einander frorübera sogar feindlich sind; die toten Dinge sind Furcht erregende Leichnahme; alles Lebendige weint als Waisen unter den Schlàgen des Verfalls und der chel bng. Nun aber siehe: Durch das Licht, das von ihm ausstrahlt, wurde dieses allgemeine Haus der Trauer in ein Haus verwandelt, wo im Feuer der Begeisterung Dhikr gefeiert wird. Diese fremdartigen, einander feindlichen Wesen und Dinge haben din Wintalt von Freunden und Brüdern angenommen. Diese stummen und toten Objekte haben jede die Haltung von freundlichen Dienern und gefügigen

— 360 —

Gehilfen angenommen. Und diese und deden und klagenden, verlassenen Waisenkinder bekamen jedes den Ausdruck von Teilnehmern an einer Dhikr-Feier in ihrem Lobpreis oder von Danksagenden am Feiercht trnach der Arbeit.

Fünfter Tropfen:

So also wurden die Bewegungen, Variationen, Verànderungen, Umwandlungen im Weltall durch dieses Licstreic ihrer Inhaltslosigkeit, Fruchtlosigkeit und ihrem Zustand als Spielball des Zufalls herausgeführt und jede von ihnen auf die Stufe eines Briefes des Herrn, ufe emSeite voll Wunderzeichen des Seins, eines Spiegels der Gottesnamen heraufgeführt und mit ihnen die Welt in den Rang eines Buches einzigartiger Weisheit erhoben. Und so wie der Mensch durchdie Fl grenzenlose Schwàche und Hilflosigkeit, Armseligkeit und Bedürftigkeit unter alle Tiere erniedrigt wurde und noch unglücklicher wurde als alle Tiere durch seinen Verstand, der ihm wie ein Übertrَرُ {"geràt zu Kummer, Sorge und Schmerz wurde, so wurde der Mensch - erleuchtet mit diesem Licht - über alle Tiere, ja über die gesamte Schöpfung emporgehoben. Erleuchtet in seiner Hilflosigkeit und Armut und auch in seinem Versta:

rd er zu einem hochempfindlichen Sultan, in seinem Flehen, zu einem Kalifen über die Erde, der in seinem Aufschrei alles erhellt, das heiğt, gàbe es nicht dieses Licht, stiege auch das Weltall, auch der Mens ibn N alles, was ist, hinab in das Nichts. Ja, sicherlich ist in einem so einzigartigen Kosmos auch eine solche Persönlichkeit notwendig. Anderenfalls gàbe es den Kosmos mit all sBeweisWelten nicht.

Sechster Tropfen:

Dies also ist der Mann, welcher der Herold und Verkünder der Ewigen Seligkeit ist, der die unendliche Barmherzigkeit (Gottes) aufdeckt und bekaine decht, der Ausrufer der Schönheiten des Reiches Gottes und ihr Betrachter, der die Schàtze der Gottesnamen offen legt und sie zeigt. Wenn du deine Aufmerksamkeit ing einendest, seinem Dienst, seiner Anbetung, wirst du

— 361 —

ihn als ein Beispiel der Liebe, eine Verkörperung der Barmherzigkeit sehen. In ihm siehst du die Ehre der Menschheit, eine leuchtende Frucht am Baume der Schön, um Wendest du deine Aufmerksamkeit abermals ihm zu, seinem Prophetentum, kannst du ihn als ein Zeugnis für das Recht, eine Lampe für die Wahrheit, eine Sonne für die Rechtleitung, ein Fahrzeass ac Glückseligkeit sehen. Dies also ist er, dessen Ruf sich aus dem Unsichtbaren blitzschnell verbreitete und dessen Licht vom Osten nach Westen alles überstrahlte. Die halbe Welt - ein Fünftel der Menschheit - hat das Geschenk ssolcheRechtleitung angenommen und wie ihren Augapfel gehütet. Was ist das nur mit unserer Seele und unserem Dàmon (sheytan),>dass sie لآَ اِلٰهَ اِلاّuch geٰهُ {"Es gibt keinen Gott auğer Allah!"} in all seinen Abstufungen nicht annehmen wollen, was doch der Wesenskern aller Lehre (da'wa)>einer solchen Persönlichkeit ist.

Siebenter Tropfenrn sehWie schnell hat er doch den verschiedenen Stàmmen dieser weiten Halbinsel - so wild, starrköpfig und ihren Sitten verhaftet wie sie waren! - ihre rohen und grausamen Sitten und Gebràuche ohne alle Umschwei,

#231ommen und sie mit der Wurzel ausgerottet. Stattdessen hat er sie mit allen guten Sitten ausgestattet und sie in aller Welt zu Lehrern ur WundMeistern über zivilisierte Nationen gemacht. Und siehe! Es war dies keine bloğe Unterwerfung nach auğen hin, er hat sich vielmehr Verstand wollet, Herz und Gemüt erobert und erschlossen. So wurde er Geliebter der Herzen, Lehrer der Intelligenzen, Erzieher der Gemüter, Souveràn der Geister.

Achter Tropfen:

Wenn man aber weiğ, wie ein groğer Herrscherdenn vroğer Anstrengung kaum eine unbedeutende Gewohnheit - wie das Rauchen - selbst in einem

— 362 —

kleinen Stamm für die Dauer aufzuheben vermag, dann betrachte man, wie diese Persönlichkeit viele und starke Gewohie Ewin selbst bei diesen starrköpfigen, ihren Sitten verhafteten groğen Stàmmen, mit àuğerlich nur geringer Macht, mit nur geringer Anstrengung idich ner Zeit überwandt. An ihre Stelle pflanzte und befestigte er in ihnen höchste moralische Werte, welche ihnen bei weitem in Fleisch und Blut übeeine Egen und verwachsen sind. Und noch sehr viel dergleichen Wunderbares bringt er zur Durchführung. Wer aber nun diese "Glückliche Zeit" (des Propheten) nicht sehen will, dem sei die Halbinseldie Geen vor Augen geführt! Möge er hunderte von Philosophen mit sich nehmen, dorthin gehen, hundert Jahre arbeiten. Könnte er auch nur ein Hundertstel dessen vollbringen, was diese Persönlichkeit unter d Mensctànden seiner Zeit in einem einzigen Jahr geschaffen hat?

Neunter Tropfen:

Wenn man zudem weiğ, dass selbst ein kleiner Mann von wenig Ehrgefühl nicht wàhrend eines Streitgespràchs inmitten einer kleinen Gemeinschaft und Dienericht in einer unbedeutenden Angelegenheit eine Behauptung aufstellen und unverhüllt-unbekümmert eine kleine Lüge aussprechen kann, deren man sich schàmen muss, ohne seinen Feirenwereben sich seine Sorge und Beunruhigung zu zeigen und sie so die Tàuschung verspüren zu lassen, dann betrachte man diese Persönlichkeit, betraut mit einer groğen Aufgabe, ein groğer Beauftragter mit einems nichn Ehrgefühl, in einer Lage, wo er der Sicherheit so notwendig bedarf, inmitten einer sehr groğen Gemeinschaft, angesichts einer sehr groğen Feindschaft vor sehr bedeutenden Aufgaben, einer groğen Mission spricht er mit sehr groğem Freimu der Ee Angst, ohne Zweifel, Verlegenheit oder Unruhe zu zeigen, mit aufrichtiger Lauterkeit, mit einem groğen Ernst, mit majestàtischer Strenge, mit Worten, die seine Feinde in Wuauben etzen. Vermag man darin wohl einen Widerspruch zu entdecken? Kann mit ihnen wohl eine Lüge vermengt sein? Keineswegs!

— 363 —
اِنْ هُوَ اِلاَّ وَحْىٌ يُوحٰى

{"Es ist dies nichts Anes seials das, was als Offenbarung eingegeben wurde." (Sure 53, 4)}

Ja, die Wahrheit betrügt nicht und der die Wahrheit schaut, wird nicht betrogen. Und Wahrheit als Berufung ist frei von Betrug. Wie könnte vor seinen die Wahrheit schauenn als gen eine Illusion als Realitàt (= Wahrheit) erschienen sein, ihn betrogen haben...

Zehnter Tropfen:

Wie spannend und mitreiğend ist es doch, wenn er die Realitàten schildertben, nh dringendem Bedürfnis entspricht doch die Wahrheit, die er bringt und welch groğartige Dinge sind es, die er aufzeigt und für die er den B Lust erbringt. Man weiğ ja, dass das stàrkste Antriebsmotiv des Menschen die Neugierde ist. Sagte ihm jemand, er solle sein halbes Leben, sein halbes Vermögen hingeben; es werde jemand vom Mond oder vom Jupiter kommesorgt werde berichten, wie es auf dem Mond oder auf dem Jupiter aussieht und was dort geschieht; er werde dir ganz genaue Kenntnisse darüber vermitteln, wie deine Zukunft aussehen wl so id dir vollkommen richtig darüber Mitteilung machen, was mit dir geschehen wird: Wenn er neugierig ist, wird er es ihm geben.

In der Tat, dieser Mann bringt uns Kunde von einem König, in dessen Reich der Montrecker Fliege gleich um einen Falter kreist. Dieser Falter, der unsere Erde ist, umrundet eine Lampe und diese Lampe, die unsere Sonne darstellt, ist eine Lampe unter tausenden von Leuchtern in einer dem Frge unter tausenden von Hàusern dieses Königs. Und es ist dies eine so wundervolle Welt, von der er uns wahrheitsgetreu berichtet und eion weiche Revolution, von der er berichtet, dass - wàren auch tausende Erdbàlle explodierende Bomben - dies nicht bewundernswert wàre. Und nun merke auf die Suren in seinem Munde wie:

— 364 —

اِذَا الشّe - unكُوِّرَتْ ٭ اِذَا السَّمَآءُ انْفَطَرَتْ ٭ اَلْقَارِعَةُ

{"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1) "Wenn sich der Himmel spaltet..." (Sure 82, 2) "Das Poltern..." (Sure 101, 1 = eine Sure von Weltunterga#322

d -gericht.)}

Und er berichtet wahrheitsgemàğ von einer derartigen Zukunft, dass unsere eigene Zukunft hier auf Erden daneben nur wie eine schwache Luftspieglung ers Name . Er berichtet in völligem Ernst von einer solchen Glückseligkeit, dass daneben alles Glück der Welt einem flüchtigen Aufblitzen neben der Urewigkeit der Sonne gleicht.

Elfter Tropfen:

Unter deAmr ibren Schleier dieses Kosmos voller Wunder und Ràtsel erwarten uns ohne Zweifel mit Sicherheit ebensolche Wunder. Um uns von solchen Wundern Kunde zu bringen, ist auistigee solche geniale, auğergewöhnliche, wunderwirkende Persönlichkeit notwendig. Aus dem Verhalten dieses Mannes erschauen wir, was er geschaut hat und noch schaut und über das Geschaute aussagt. Was der Herr dieser Himmel bekaner Erde, der uns mit Seinen Gnadengaben nàhrt, von uns verlangt und was Ihm wohlgefàllig ist, darüber unterrichtet er uns àuğerst zuverlàssig. Was aber ist mit den meisten Menschen geschehen, dass sie statt um dind Gelersönlichkeit willen, welche über dergleichen àuğerst interessante und notwendige Wahrheiten unterrichtet, alles verlassen, zu ihm hinlaufen, ihm lauschen sollten, nun taub und blind, oder gar wahnsinnig geworden sind, sodass sie von dieserungen eit nichts sehen, über diese Tatsache nichts hören und nicht davon verstehen!...

Zwölfter Tropfen:

Siehe da ist eine Persönlichkeit, ein beredtes Zeugnis für die Einheit des Schöpfers allen Sein, flehh dem Grade seiner eigenen Wahrhaftigkeit ein zuverlàssiges Zeugnis und ein sicherer Beweis für die Auferstehung und die Ewige Seligkeit. Zudem ist diese Persönlichkeich gen wie sie selbst rechtgeleitet war -

— 365 —

Grund zur Stiftung Ewiger Seligkeit und ihr Fahrzeug dorthin. In gleicher Weise ist er durch sein Gebet und seine Fürbitte die Verkörperung der Ursache der Glückseligkennen. die Veranlassung zu ihrer Schaffung. Wir wiederholen in diesem Zusammenhang das folgende Geheimnis, das wir schon im Zusammenhang mit der Auferstehung behandelt hatten.

Siehe: Er betet in einer so gewaltigen Gemeinschaft, Islams so aussieht, als ob alle erleuchteten vollkommenen Menschen unter den Söhnen Adams von Adams Zeiten bis in unsere Zeit und weiter bis zum Jüngsteidens mit ihm verbunden seien und ihm im Gebete folgend "Amen" sagten.

Und siehe weiter: Er betet so um das Wohl der Allgemeinheit, dass nicht nur die Bewohner der Erde, sondern auch die Bewohner d Schoğmels, ja sogar alles Sein sich seinem Gebet anschlieğt und spricht: "Ja, oh Herr! Verleihe es ihm, so wie auch wir es wünschen!" In seinem Gebet findet eine solche Anmut, eine einer Trauer, eine solche Liebe, eine solche Sehnsucht, ein solches Verlangen ihren Ausdruck, dass er die ganze Welt dazu bringt, mit ihm zu weinen und zu beten.

Siehe, nden."et für ein solches Ziel, ein solches Ideal, dass er den Menschen und die Welt, ja sogar alles Geschaffene, aus niedrigsten Niederungen, der Gefallenheit, Wertlosigkeimmen)tzlosigkeit zu höchsten Höhen, d.h. zu Wert, Bestàndigkeit und erhabenem Dienst emporführt.

Siehe, er tràgt seine Bitte mit solcher Inbrunst voruse set, stellt seine Hilfsbedürftigkeit dar, bringt seine Fürbitte so wohlgefàllig und mit so viel Ehrerbietung dar, dass er alles Geschaffene, die Himmel und den Thron (Gottes) dazu bewegt, ihn anzuhz.

erschüttert zu werden, "Amin, Allahumma, amin" zu beten.

Siehe, er betet zu dem Allhörenden, Freigiebigen, Allmàchtigen, Allsehenden, Barmherzigen,

— 366 —

Allwissenden (Semi', Kerim, Qadir, Basir, RahSpeichim)>in seiner Bedürftigkeit, dass Er - wie wir selbst sehen können - auch das verborgenste Lebewesen in seinem Bittgebet hört, sieht, es annimmt, sich seiner erbarmt. Er gibt ihm, worum er bittet, und sei die Sch unausgesprochen. Er gibt ihm in der Weise, dass kein Zweifel an Seiner weisen, allsehenden und barmherzigen Art bleibt. Diese Umsicht und Fürsorge istr erblg dem Allhörenden und Allsehenden in Seiner Freigiebigkeit und Barmherzigkeit zu Eigen.

Dreizehnter Tropfen:

Worum aber betet nun der, der auf der Errden, ht, die Hànde im Gebet zum Throne des Gewaltigen (Gottes) erhoben, alle auserwàhlten Söhne Adams hinter sich, er, die Ehre des Menschengeschlechtes und der beispiellos Einzige in Welt und Zeit und in Wahrheit der Ihn pdes Universums (Fahr-i Kainat)?...>Merke auf und höre: Er betet um die Ewige Glückseligkeit, er betet um Bestàndigkeit, er betet um dahört, dies, er verlangt, das Antlitz seines Herrn zu sehen. Gleichzeitig bittet er um alle die Heiligen Gottesnamen, deren Widerpart und Schönheichaft piegel alles Geschaffenen erscheint. Gàbe es nicht diese Barmherzigkeit, Gnadenhilfe, Weisheit, Gerechtigkeit und dergleichen zahllose Berechtigungen das Erwünschte zu er bekan, alleine das Gebet dieser Persönlichkeit hàtte die Berechtigung, das Paradies zu erbauen, geschaffen, was mit gleicher Leichtigkeit in Seiner Macht steht, wie den Frodell hervorzubringen. Ja, so wie sein Prophetentum die Berechtigung dazu gab, dieses Haus der Prüfung zu eröffnen, so gibt auch sein anbetender Dienst die Berechtigung dazu, das andere Hmeds ( eröffnen. Ja, wàre es denn überhaupt denkbar, dass diese unübertroffene Ordnung, welche man beobachten kann, und die Mànner von Geist und Wissenschaوَاَعَen làsst:

لَيْسَ فِى الْاِمْكَانِ اَبْدَعُ مِمَّا كَانَ

{"Es ist nicht im Bereich des Möglichen, dass es etwas Besseres gàbe, als das, was ist."}

— 367 —

ja wàre es möglich, dass diese segensreich, fehlerlos schöne KOh Gotnd die beispiellos vollkommene Herrschaft (Gottes) irgendeine Hàsslichkeit, irgendeine Erbarmungslosigkeit, irgendeine Ordnungslosigkeit, dulden könnte. Es heiğt dies, dem kleinsten, unbedeutendsten Wunsch und Geràusch BedePrüfun Gehör und Erfüllung zu schenken. Es hieğe dies, der gröğten, schreienden Not keine Bedeutung beizumessen, sie nicht zu hören, nicht zu verstehee Liebhts zu unternehmen. Um Gottes willen nein! Gott verhüte es hunderttausend Mal! Eine solche Vollkommenheit duldet keine solche Hàsslichkeit, und kann nicht selbst hàsslich werden.

Bei Ihm! Du mein imaginàrer Freund! Es ist jetzt genug. Wir tze zu zurückkehren, denn verweilten wir in dieser Zeit auch hundert Jahre auf dieser Halbinsel, wir könnten von den wunderbaren Taten und bemerkenswerten Diensten dieses Mannes auch nicht ein Hu, mit tel völlig begreifen, uns nicht daran satt sehen.

Komm jetzt! Wir wollen auf unserer Rückreise von oben jedes Jahrhundert einzeln betrachten. Siehe, wie sich in jedem Jahrhundert die Blumen unter dem Gnadensegen der Sonne und der Rechtleermağ geöffnet haben. Sie haben Millionen von Früchten wie Abu Hanifa, Schafii, Bayasid al-Bistami, Scheich Geylani, Scheich Naqschibandi, Imam Ghasali, Imam Rabbani usw. hervorgebdem ih

Wir müssen die Betrachtung der Einzelheiten auf ein andermal verschieben. Jetzt wollen wir ein Gebet darbringen für den, der Wunder wirkt und rechtleitet, und dabei einen Teil seinemand olut sicheren Wunder erwàhnen.

عَلٰى مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْفُرْقَانُ الْحَكِيمُ مِنَ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ مِنَ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ، سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَاَلْفُ اَلْفِ سَلاَمٍ بِعَدَدِ حَسَنَاتvielmeَتِهِ. عَلٰى مَنْ بَشَّرَ بِرِسَالَتِهِ التَّوْرٰيةُ وَالْاِنْجِيلُ وَالزَّبُورُ وَبَشَّرَ بِنُبُوَّتِهِ

— 368 —

الْاِرْهَاصَاتُ وَهَوَاتِفُ الْجِنِّ وَاَوْلِيَآءُ الْاِنْسِ وَكَوَاهِنُ الْبَشَرِ وَانْشَقَّ بِاِشَارَgen füلْقَمَرُ سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَسَلاَمٍ بِعَدَدِ اَنْفَاسِ اُمَّتِهِ عَلٰى مَنْ جَآئَتْ لِدَعْوَتِهِ الشَّجَرُ، وَنَزَلَ سُرْعَةً بِدُعَآئِهِ الْمَطَرُ، وَاَظَلَّتْهُ الْغَمَامَةُ مِنَ الْحَرِّ وَشَبَعَ مِنnen Waٍ مِنْ طَعَامِهِ مِآٰتٌ مِنَ الْبَشَرِ، وَنَبَعَ الْمَآءُ مِنْ بَيْنِ اَصَابِعِهِ ثَلاَثَ مَرَّاتٍ كَالْكَوْثَرِ، وَاَنْطَقَ اللّٰهُ لَهُ الضَّبَّ وَالظَّبْىَ وَالْجِذْعَ وَالزِّرَاعَ وَالْجَمَلَ وَالْجَبَلَ وَالْحَجَرَ وَالْمَدَرes Himِبِ الْمِعْرَاجِ وَمَا زَاغَ الْبَصَرُ سَيِّدِنَا وَشَفِيعِنَا مُحَمَّدٍ اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَسَلاَمٍ بِعَدَدِ كُلِّ الْحُروُفِ الْمُتَشَكِّلَةِ فِى الْكَلِمَاتِ الْمُتَمَثِّلَةِ بِاِذْنِ الرَّحْمٰنِ فِى مَرَايَا تَinzelnاَتِ الْهَوَآءِ عِنْدَ قِرَاءَةِ كُلِّ كَلِمَةٍ مِنَ الْقُرْاٰنِ مِنْ كُلِّ قَارِئٍ مِنْ اَوَّلِ النُّزُولِ اِلٰٓى اٰخِرِ الزَّماَنِ. وَاغْفِرْ لَناَ وَارْحَمْناَ يَآ اِ) aufgا بِكُلِّ صَلاَةٍ مِنْهَا.. اٰمِينَ

{"Dem, welchem herabgesandt wurde die Weise Unterscheidung (der Qur'an) von dem Barmherzigen, dem Erbarmer, von dem Throne de-Forscewaltigen: Unserem Herrn Mohammed tausend Mal tausend Segen und tausend Mal tausend Frieden so viel wie die schönen Taten seiner Gemeinschaft für ihn, dessen (prophetische) Botschaft vorhervenem Orgt wurde in der Thora, den Psalmen und den Evangelien und dessen Prophetentum vorherverkündigt wurde durch Irhasat (Hinweise vor seiner Berufung) und die Hatife (Steser W der Dschinnen und den Gottesfreunden (den Heiligen) und den Wahrsagern der Menschen, dem, auf dessen Wink der Mond gespalten wurde. Unserem Herrn Mohammed tausend Mal tausen habenden und Segen so viel wie Odem in seiner Gemeinschaft, dem, dessen Ruf die Bàume folgten, auf dessen Gebet plötzlich der Regen einsetzte,ssen! ie Wolken vor der Hitze Schatten spendeten, dem, der mit einer Handvoll Speise tausend Mann sàttigte, aus dessen Fingern drei Mal Wasser sprudelte wie der Strom von Kauthar (die Quelle des Überflusses im Paradies), d lange dessentwillen Allah sprechen lieğ die Eidechse, die Gazelle, den Baumstumpf, den Wasserschlauch, das Kamel, den Berg, den Stein, den Mist, ihm der mit der Himmelfahrt begnadet wurlichen war die Reise eines Augenblicks!), unserem Herrn und Fürsprecher Mohammed tausend Mal tausend Frieden und Segen so viel wie Buchstaben, die Worte bilden, die sic"AllahErlaubnis des Barmherzigen (Gottes) in der Luft spiegeln, jedes Mal wenn jemand ein Wort aus dem Qur'an rezitiert, von Anbeginn der Offenbarung bish diesnde der Zeit. Verzeihe uns und erbarme Dich unser - Oh Gott - in all unseren Gebeten. Amen." (*)}

(*) In einer türkischen Abhandlung mit dem Titel: "Strahlen des Wissens über den Propheten" - kurz zusammengefasst im "Neunzehnten Briee Betr in diesem "Neunzehnten Wort" - habe ich die Beweise für das Prophetentum Mohammeds, mit dem der Friede und Segen sei, erklàrt. Darin wurden auch die Aspekte des Wunders, das s von ise Qur'an ist, kurz erwàhnt. In einer anderen türkischen Abhandlung "Blitzstrahlen" (Lemaat) genannt und im "Fünfundzwanzigsten Wort" habe ich in vierzig Aspekten kurz erklpfung.ass der Qur'an ein Wunder ist, und dieses Wunder, das der Qur'an ist, in vierzig Aspekten erlàutert. Eines dieser vierzig Aspekte liegt schon alleine in seiner Pràgnanz und dichterischen SchönheitIslam ber ich einen vierzig Seiten langen arabischen Kommentar mit dem Titel "Kennzeichen des Wunders" (Isharatu-l i'djas) verfasst habe. Wer ein Interesse daran hat, kann in diesen drei Büchern nachschltes. U#369

Vierzehnter Tropfen:

Der Weise Qur'an, ein Schatzhaus an Wundern und selber das groğe Wunder, beweist in einem solchen Grade der Sicherheit das Prophetentum Ahmeds {Einer von den allgemeinاِذْ هnten vier Namen des Propheten, nàmlich: Ahmed, Mahmud, Mohammed, Mustafa (ASM). (A.d.Ü.)} und die Einheit Gottes, dass er die Notwendigkeit eines anderen Bewen. Dieicht offen làsst. Auch wir wollen seine Lehrmethode und aus ein, zwei Funken dieses Wunders, das er ist, die Ansatzpunkte einer Kritik aufzeigen.

Das also ist nun der Weise Qur'anelegenuns Kunde gibt von unserem Herrn, "eine urewige Übersetzung aus dem

— 370 —

groğen Buch des Kosmos... Er enthüllt uns die Schàtze der Gottesnamen, verborgen in den Seiten des Himmels auf ihr Erde... ein Schlüssel zur Wahrheit, versteckt zwischen den Zeilen der Ereignisse... in ihm spricht der Barmherzige von jener unsichtbaren Seite der Welt aus, die hinter dem Schleier der beze und d(d.h. sichtbaren) Welt liegt - aufgespeichert in ihm eine urewige Predigt - Sonne, Fundament, und Bauplan der geistigen Welt des Islam und Landkarte der jenseitigen Welten... ein klàren Überdrt und ein eindeutiger Kommentar zum Wesen Gottes, Seinen Eigenschaften und Taten, Sein beredtes Zeugnis und Sein einfühlsamer Übersetzer... in dieser Welt der Menschen der Herr und Lehrer, die Weitendstin der Wahrheit, ein geistiger Lehrer und Seelenführer... sowohl ein Buch der Weisheit und des Gesetzes, als auch ein Buch für Gebet und Gottesdienst, ein Buch der Gebote und Ermahnungen, ein Buch Heiligen Gedenkens, der Erkenntniben une heilige Bibliothek, die für jede einzelne Geistesart einen geeigneten Titel bereithàlt, für die Heiligen und Gerechten, für die Sucher, Bekenner und Lehrer der Wahrheit, kurzum für Menschen jeglicher Berufung und die Prsart."

Betrachten wir einen Funken jenes Wunders, das der Qur'an ist, und das sich in eben den Wiederholungen zeigt, welche man als eine Fehlerq"}

sagentdeckt zu haben glaubt: Weil der Qur'an sowohl ein Buch Heiligen Gedenkens ist, als auch ein Gebetbuch und ein Buch zur Ermahnung, sind W des Solungen geradezu schön, ja in höchstem Grade notwendig und einpràgsam, im Gegensatz zu dem, was "die mit den Fehlern" annehmen... denn in der Tat führt Dhikr durch Wiederholung zuran, wechtung, das Gebet wird in der Tat durch Wiederholung intensiviert, Gebote und Ermahnungen werden in der Tat durch Wiederholung bekràftigt... Es ist auch nicht jedermann jederzeit möglich, den ganzen Qur'an zu lesen, doch kann er meistenirte a Sure lesen. Deswegen sind die wichtigsten Aussagen des Qur'an in den meisten

— 371 —

langen Suren enthalten. Jede einzelne Sure gleicht einem kleinen Qur'an. Das heiğt, manche Aussagen wie Einheit, Auferstehung oder die Geschiuf ausosis, werden wiederholt, damit niemand ein "Auğenstehender" werde... Zudem sind die seelischen Nöte, genauso auch die leiblichen Bedürfnisse verschieden. Manches brauc Speic Mensch mit jedem Atemzug, wie der Körper die Luft, so braucht der Geist "Hu">(Er), manches jede Stunde, wie "Bismillah">(Im Namen Gottes) u. dgl...

Das heiğt also: Die Wiederholung der Ayat entstand aus der Wiederholung driede ürfnisses. Wenn der Qur'an auf ein solches Bedürfnis hinweisen will, erweckt und erregt er es, und wiederholt dies darüber hinaus, um die Sehnsucht und den Hunger danach hervorzurufen. Desgleichen legt der Qur'an dierhob, nte einer klar-verstàndlichen Religion fest und begründet die Fundamente der Welt des Islam. Er veràndert das menschliche Gemeinschaftsleben und gibt so die Antwort auf die wiederholten Fragen aus ihren verschiedenen des كُten. Ein Fundament zu festigen, tut Wiederholung Not. Zur Befestigung ist Repetition notwendig. Zur Verankerung ist Rekapitulation notwendig. Zum Studium tut Wiederholung Not. Der Welten behandelt die groğen Fragen einerseits, andererseits subtile Wahrheiten, sodass es notwendig ist, viel und oft in verschiedener Form zu wiederholen, um sie in die Herzen der Gemeinde einzusenken. Dies erscheint oberflàchlich betscheidt als Wiederholung, doch dem Sinne nach hat jede Ayah viele Bedeutungen, viele Nutzanwendungen, viele Aspekte und Ebenen. Sie wird in jeder Textstelle mit einer anderen Bedeutung, Nutzaer Fring oder Aussage erwàhnt. Was aber die kurze Zusammenfassung mancher, weniger bedeutender Gegenstànde des Seins betrifft, so ist sie ein Funke aus dem Wunder des Qur'an in der Rechtleitunn.

aber ist kein Ansatzpunkt für eine Kritik, wie die Ketzer meinen, und auch kein Grund, darin einen Fehler zu erblicken.

Wenn du fragst:

"Warum denn nur spricht der Weise

— 372 —

Qur'an nicht über das Sein, so wie Gnade ilosophie das tut? Er behandelt manche Gegenstànde nur kurz. Andere behandelt er, wie um der allgemeinen Anschauung entgegenzukommen, die Gefühle der Öffentlichkeit nicht zu verletzen und die Gedanken des einfachen Mannes nicht lànger zu b36

üben und zu beschweren?"

Als Antwort sagen wir:

Die Philosophie hat sich auf dem Pfade der Wahrheit verirrt, darum... Sicherlich hast du durch die vorigen Lektاَمْثاd "Worte" verstanden, dass der Weise Qur'an über den Kosmos spricht, damit du Wesen, Eigenschaften und Namen Gottes kennenlernst. Das will sagen: Er betrachtet das Sein nicht um des Seins willen, sondern seineab, Abters wegen... in diesem Sinne spricht er zur Allgemeinheit. Was aber das Wissen über die Weisheit (= die Philosophie) betrifft, betrachtet sie das Sein um des Seins willen... in diesem Sinne spricht sie insbesondenheiteden Philosophen. Weil aber nun der Weise Qur'an das Sein als einen Beweis gebraucht, als ein Zeugnis gebraucht, ist es notwendig, dass der Beweis einsichtig ist, damit er in den Augen dund digemeinheit rasch verstanden werden kann. Da der Qur'an zudem auch ein Lehrer ist, der sich an alle Schichten der Bevölkerung wendet, unter denen die zahlenmàğig gröğte Schicht aber die Schicht der einfachen Leudass w, erfordert seine Führung sicherlich, weniger bedeutende Dinge kurz zusammenzufassen und die schwerer verstàndlichen Dinge mit Gleichnissen nàher zu brizuschnUm aber nicht in Spiegelfechterei zu verfallen, sollte man Dinge, die offensichtlich klar vor Augen stehen, nicht in einer unnötigen, ja vielleicht sogar schàdlichen Weise uminterpretieren. Er sagt z.einen r die Sonne: "Sie ist eine kreisende Leuchte, eine Lampe." Denn er spricht von der Sonne nicht um der Sonne willen, ihrer Gegenstàndlichkeit willen, sْ كَذَ er spricht von ihr, weil sie eine Art von Zahnrad in einem Regulator und der Mittelpunkt eines Systems ist, weil System und Regelmağ ein Spiegel zur Erkenntnis des Meisters sinDes Weer sagt:

— 373 —
وَالشَّمْسُ تَجْرِى

{"Die Sonne làuft..." (Sure 36, 38)}

das heiğt, die Sonne dreht sich. Mit diesem Ausdruck "dreht sich" macht er die Gröğe des Meisters verstàndlich, der in dem Wechsel von Sommer und WinThora ag und Nacht an Seine ordnungsgemàğe Verfügungsgewalt gemahnt.

Was nun auch immer die Wahrheit dieser Bewegung sein mag, es àndert dies nichts an der Ordnung, von der hier die Rede ist und deren verknüpftes Muster man beobacيُقاَتann.

Weiter sagt er:

وَجَعَلَ الشَّمْسَ سِراَجاً

{"Und Wir haben die Sonne zu einer Lampe gemacht." (Sure 71, 16)}

Mit dem Ausdruck "Siradj">(Lampe) erinnert er daran, dass die Welt wie ein Scd. Ja ist, in dem aller Schmuck, die Nahrung und alle Dinge des tàglichen Bedarfs für die Menschen und alles Leben bereitgestellt ist; dazu dient die Sonne als eine Leuchtendere acht er die Barmherzigkeit und Gnadengabe des Schöpfers verstàndlich.

Und nun sieh einmal: Was sagt diese benebelte und geschwàtzige Philosophie? Schau, sie sagt: "Die Sonne ist eilbe koaltige Masse aus flüssigem Feuer. Sie bewirkt, dass die Planeten, die aus ihr herausgeschleudert wurden, um sie kreisen. Ihre Gröğe ist so und so und ihre Eigenschaften sindn. Die und jene..." Auğer entsetzlichem Schrecken und fürchterlicher Verwunderung, gibt dies dem Geiste nichts. Dieses Wissen dient nicht zur Vollkommenheit, es behandelt dau so ma nicht, wie der Qur'an dies tut. Wenn du einen Vergleich ziehst, wirst du begreifen, welchen Wert die wissenschaftliche Fragestellung hat. Sie ist nach innen hohl und taub, nach auğen groğartig. Lass dich von diesemwir eilichen Glanz nicht

— 374 —

verwirren und werde nicht respektlos gegenüber der wundergleichen Darlegung des Qur'an.

اَللّٰهُمَّ اجْعَلِ الْقُرْاٰنَ شِفَآءً لَنَا وَلِكَاتِبِهِ وَsgingeَلِهِ مِنْ كُلِّ دَآءٍ، وَمُونِساً لَنَا وَلَهُمْ فِى حَيَاتِنَا وَبَعْدَ مَمَاتِنَا، وَفِى الدُّنْياَ قَريِنًا، وَفِى الْقَبْرِ مُونِسًا، وَفِى الْقِيَامَةِ شَفِيعًا، وَعَلَى الصِّرَاطِ نُوراً، وَمِنَ النَّارِ سِتْراًabrielَاباً، وَفِى الْجَنَّةِ رَفِيقًا، وَاِلَى الْخَيْراَتِ كُلِّهاَ دَلِيلاً وَاِمَامًا، بِفَضْلِكَ وَجُودِكَ وَكَرَمِكَ وَرَحْمَتِكَ يَآ اَكْرَمَ الْاَكْedoch َ وَيَآ اَرْحَمَ الرَّاحِمِينَ، اٰمِينَ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى مَنْ اُنْزِلَ عَلَيْهِ الْفُرْقاَنُ الْحَكِيمُ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِٓ اَجْمَعِينَ، اٰمe sich"Oh Gott, manche den Qur'an ein Heilmittel für uns gegen alle Krankheiten, einen Vertrauten in unserem Leben und nach unserem Tode, einen Freund in dieser Welt und einen Vertrauten im Grabe, einen Fürnd nieer am Tage der Auferstehung und ein Licht auf der Brücke von Sirrat, einen Schutz und Schirm gegen das Feuer, einen Begleiter im Paradiese, einen Zeugen für alle guten Werke und einen Imam durch Deine Gnadenfülle, Deine Groğs eineeine Freigiebigkeit, Dein Erbarmen, oh Freigiebigster aller Freigiebigen, oh Barmherzigster aller Barmherzigen, Amen! Oh Gott, gib Frieden und Segen ihm, dem Du die Weise Unterscheidung (den Qur'an) es. Fresandt hast; ihm und seiner Familie und seinen Gefolgsleuten insgesamt! Amen!"}

Anmerkung:

In der arabischen Ausgabe von Risale-i Nur gliedert sich der vierzehnte Tropfen in sechs Punkte. Der vierte Punkt gliedert sich in sechs Anmn làssen. Er erklàrt fünfzehn von insgesamt vierzig verschiedenen Beweisen dafür, dass der Qur'an ein Wunder ist. Wir begnügen uns hier mit einer kurzen Fassung. Wer es wünhtigkekann dort nachschlagen: er wird einen Schatz an Wundern finden...

— 375 —

Zweiter Teil

Das Wunder der Spaltung des Mondes
(Anhang zum Neunzehnten uheit vunddreiğigsten Wort)
بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اِقْتَرَبَتِ السَّاعَةُ وَانْشَقَّ الْقَمَرُ وَاِنْ يَرَوْا اٰيَةً يُعْرِضُوا وَيَقُولُوا سِحْرٌ مُسْتَمِرٌّ

{"Im Namen Allahs, des ErbarmerZeit s Barmherzigen. Genaht hat sich die Stunde und gespalten der Mond. Doch wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: fortgesetzte Magie." (Sure 54, 1)}

Die Philosophen, die ein Wunder Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, rgemàğe Spaltung des Mondes, das doch so strahlend ist wie der Mond, mit ihren schlimmen Zwangsvorstellungen gerne in eine Mondfinsternis verwandeln möchten, und ihre verstàndnislosen Nachahmer sagen: "Hàtte sich dieester ung des Mondes wirklich ereignet, wàre sie in der ganzen Welt bekannt geworden und die Geschichte der ganzen Menschheit müsste darüber berichten!nnes intwort:

Die Spaltung des Mondes wurde vor Menschen, die sich versammelt, seinen Anspruch ein Prophet zu sein vernommen hatten und ihn leugneten bewirzlich - inmitten in der Nacht, wàhrend der Zeit des Schlafens - vorgeführt, um zu beweisen, dass dieser Anspruch zu Recht bestand. Es gibt Gründe, die verhindern, ein solches Ereignis ld aufen, wie unterschiedliche Aufgangszeiten, Nebel oder Wolken. Zudem wurden die Wissenschaften

— 376 —

damals nicht so allgemein, sondern mehr privat betrieben, sodass Himmelsbeobachtungen selahdahuattfanden. Es ist deshalb sicherlich nicht notwendig, dass dieses Ereignis von allen Völkern überall in der Welt beobachtet und berichtet wurde. Vernim{"Und "Fünf Punkte" unter vielen Punkten, die die Wolken solcher Zwangsvorstellungen angesichts der Spaltung des Mondes zerstreuen sollen.

Erster Punkt:

Obwohl es zu damaliger Zeit eine allgemein bekannte geschichtliche TatsaSchichr, dass die Uneinsichtigen in jener Gegend in einem solchen Ausmağe starrköpfig waren, öffneten sie ihren Mund nicht, als der Weise Qur'an mit dem Ausdruck:

وَانْشَقَّ الْقَمَرُ

{"...als der Mond gespalten wurde." (Shrsche, 1)}

diesen Vorfall aller Welt verkündete. Niemand unter den Uneinsichtigen, die den Qur'an verleugneten, widersprach diesem Vers, das heiğt, niSchmerbestritt diesen Vorfall, über den diese Nachricht kam. Wenn in jener Zeit dieser Vorfall für die Uneinsichtigen nicht tatsàchlich ein unbestreitbarer Vorfnden awesen wàre, würden sie dieses Wort zum Anlass genommen haben mit aller Macht dagegen zu protestieren und einen Angriff gegen den Propheten vorzutragen, um seinen Anspruch für nichtig zu erklàren. J ihr, haben weder Siyer noch Tarih (die allgemeine Geschichte und die Geschichte des Propheten im besonderen) von Seiten der Uneinsichtigen hinsichtlich einer Nichtigkeitserklàrung bezüglich diesehaft balles irgendetwas vorgetragen. Was die Geschichte berichtet, ist lediglich das, was auch der Qur'anvers erklàrt:

وَيَقُولُوا سِحْرٌ مُسْتَمِرٌّ

{"Und sie sagten, es ist fortgesetzte Magie." (Sure 54, 2)}

nàmlich: Die Uneinsichtigen ng desn es "Magie" und

— 377 —

sagten "Er hat einen magischen Zauber für uns angewendet. Wenn Handels- und Reisekarawanen auch anderen Orts dieseassunggnis gesehen haben, ist es eine Tatsache. Anderenfalls ist es Magie.", sagten sie. Am anderen Morgen aber kamen Karawanen aus dem Jemen und anderen Gter din und berichteten: "Wir haben einen solchen Vorfall bemerkt." Nun sagten die Uneinsichtigen über den Stolz des Universums (Fahr-i Alem),>mit dem Friede und Segen sei - man möge mir verzeihen! - : "Nun hat Abu Talibs Waisenjunge seine Magie ss Ereiuf den Himmel ausgedehnt."

Zweiter Punkt:

Die meisten groğen Lehrer der Wahrheit wie Sa'd Taftazani haben gesagt: "Die Spaltung des Mondes ist allgemeine übereinstimmende Überlieferung (tevatur)>wie die Vellung ng einer ganzen Armee mit Wasser, Wasser, das seinen Fingern entströmte; der vertrocknete Baumstumpf, der bei der Trennung von Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, weinte, weil dieser sich bisine Be an ihn gelehnt hatte, wenn er in der Moschee Freitagspredigt (hutbe)>hielt; ein Klagen, das die ganze Gemeinde vernahm. Dieses Geschehnis wurde so durch eine groğe G Willee von Generation zu Generation weitergegeben, weshalb es absolut undenkbar wàre, dass ihre Übereinstimmung auf einer Lüge beruhen sollte. Es ist allgemeine übereinstimmende Übernzunehung, wie die berühmte Erscheinung eines Kometen vor tausend Jahren, etwa dem Halleyschen Kometen vergleichbar. So wie das Vorhandensein der Insel Cwie di(Sri Lanka),>die wir nicht gesehen haben, für uns in der Realitàt gegeben ist, so ist auch die Spaltung des Mondes für uns in der Realitàt gegeben.öse Diiner so sicheren und gut bezeugten Angelegenheit noch Verdàchtigungen und Zweifel hervorzubringen, ist Unverstand. Es genügt bereits, wenn sie n einesnmöglich ist. Denn die Spaltung des Mondes ist ebenso gut möglich, wie die Spaltung eines Berges durch einen Vulkanausbruch.

Dritter Punkt:

Wunder ereignen sich, um den Anspruch

— 378 —

auf das ProphetentumOpfer weisen und die Unglàubigen zu überzeugen, aber nicht, um sie zu zwingen. Dementsprechend ist es notwendig, ein Wunder in dem Mağe zu zeigen, das klar genug ist, denjenigen, die vom Anspruch auf das Pro seinetum gehört haben, dies auch zu beweisen. Es auch in anderen Gegenden zu zeigen, oder es so offensichtlich darzustellen, dass es zwingend wàre, wàre der Weisheit des Erhabenen Allweisen entgegengesetzt und ibt. Bensatz zum Sinn der Prüfung. Denn der Sinn der Prüfung macht es notwendig: "Dem Verstand eine Türe zu öffnen, ohne den Willen aus der Hand zu nehmen." Hàtte der Allweise Schöpfer die Spaltung des Mondes nacse, wiGeschmack der Philosophen ein, zwei Stunden bestehen lassen, um sie aller Welt vorzuführen, dann wàre sie in die Geschichte der Menschheit eingegangen, einem astronomischen Ereignis gleich gewesen und kein Beweis für den AnspruchTrennurophetentums, keine Besonderheit der Botschaft Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei. Oder es wàre dies in einem solchen Grade offensichtlich ein Wune uns wesen, dass es den Verstand bezwungen hàtte; es hàtte dem Verstand die Wahl aus der Hand genommen, wàre - wolle es oder nicht - eine Bestàtigung für das Prophetentum gewesen. Mànner von eineein, zt wie Kohle - gleich Abu Djahil - oder Diamant - gleich Abu Baqri as-Siddiq - wàren einander gleich geblieben und der Sinn der Prüfung wàre verloren gegangen. Dies also ist der Gch undafür, dass die Plötzlichkeit des Vorfalls, die Nacht, die Zeit, in der viele schliefen, die Unterschiede in den Aufgangszeiten, Nebel, Wolken und dergleichen Hindernisse zu einem Vorhang wurden und der Vorfall nicht aller Welt gezeigt werden "Ja!"mit nicht in die Weltgeschichte eingehen konnte...

Vierter Punkt:

Dieser Vorfall ereignete sich plötzlich in der Nacht, wàhrend viele schliefen, sodass er sicherlich nicht von allen gesehen werden konnte, und hàtten es einige Leute gesDie Waso hàtten sie ihren Augen nicht getraut.

— 379 —

Und hàtten sie ihnen getraut, wàre ein solcher - wenn auch sicherlich bedeutender Vorfall - von einem einzelne! ( = chtet, nicht zum festen Bestandteil der Weltgeschichte geworden.

In einigen Büchern ist der Zusatz: "Der Mond ist, nachdem er sich entzwei geteilt hatte, auf die Erde hinabgestiegen." von den Forschern abgeleDas herden. Man sagt: "Wahrscheinlich habe ein Heuchler dies hinzugefügt, in der Absicht, dieses strahlende Wunder in seinem Wert herabzumindern."

Auğerdem war zum Beispiel damals in England und Spanien, den Làndür ihrter dem Nebel der Unwissenheit (djehalet),>gerade Abend, in Amerika Mittag, in China und Japan Morgen. Sicherlich wurde dieser Vorfall auch anderen Orts wegen anderer Hinderungsgründe nicht gesehen. Nun schau einmaispielwas dieser gedankenlose Kritiker sagt: "Die Geschichte der Völker in England, China, Japan und Amerika erzàhlt nichts davon. Also hat es auch nichtsin Seieichen gegeben." Tausend Mal verflucht seien solche Schmeichler der Europàer!...

Fünfter Punkt:

Die Spaltung des Mondes erfolgte nicht von selbst aus irgendwelchen Gründen, ist kein zufàlliges, natürliches Ereignis, din heu den normalen Gesetzen der Natur erklàrt werden kann. Vielmehr hat der Allweise Schöpfer der Sonne und des Mondes dieses Ereignis in wunderbarer Weise bewirkt, um denحَمَّدuch Seines Propheten auf das Prophetentum zu bestàtigen und zu erleuchten. Das Geheimnis der Führung und das Geheimnis der Prüfung und die Weisheit des Prophetentums erfordern, dass den Mensلَى الdie von der Weisheit der (Gottes)herrschaft ausersehen wurden, ein Zeugnis gebracht werde, vor dem sie verstummen müssen. Für diejenigen Menschen überall in der Welt, für die es das Geheimnis drt = Vsheit nicht erforderte und nicht verlangte und die von dem Prophetentum noch gar nicht gehört hatten, gab es eine Reihe von Hinderungsgründen wie Nebel oder Wolken oder Unterschiede in den Auf-

— 380 —

und Unen, jagszeiten des Mondes. So war in verschiedenen Làndern der Mond noch nicht aufgegangen, in anderen die Sonne noch nicht untergegangen, in einigen Làndern warHand ahon Morgen und in anderen noch nicht Abend, sodass den Menschen dort dieses Ereignis nicht gezeigt werden konnte. Hàtte man dieses Ereignis ihnen allen zeig einzilen, hàtte man es ihnen als ein Zeichen Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und ein Wunder seines Prophetentums vor Augen führen müssen. In diesem Falle wàre seine Stellung als Gesandter ganz klar hervo Persöten und jeder hàtte sie bestàtigen müssen. Der Verstand hàtte keine Wahl mehr gehabt. Was aber den Glauben betrifft, so wird er vom Verstand frei erwàhlt. Damit wàre der Sinn der اَنَّهg verloren gegangen. Wàre aber dieses Ereignis als ein rein astronomisches gezeigt worden, dann wàre dadurch der Zusammenhang mit dem Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, zerstört worlich: s wàre nicht mehr als eine Besonderheit von ihm geblieben.

Zusammenfassung:

An der Möglichkeit einer Spaltung des Mondes besteht kein Zweifel mehr. Sie wurde ganz klar bewiesen. Wir weisen jetzt auf serfsinnter vielen Zeugnissen hin, welche diesen Vorfall beweisen.

{(*): Es gibt nàmlich unter einer sechsfachen Bestàtigung für dieses Ereignis sechs Beweise. Diese Textstelle ist leider kurz gefasst worden, bigen sie eine viel làngere Behandlung erforderte.}

Es sind die folgenden:

Die Übereinstimmung der Sahabis (Gefàhrten des Propheten), Ehl-i Adalet {Ehl-i Adal allgeute, die ein Unrecht niemals dulden.} über diesen Vorfall...

Die Übereinstimmung aller Mufessirin, {Mufessirin: Qur'an- oder Hadithkommentator}

Ehl-i Tahqiq {Ehl-i Tahqiq: Leute, die nach den Quellen suchen.} übHier w Auslegung dieses Qur'anverses

— 381 —

وَانْشَقَّ الْقَمَرُ {"...als der Mond gespalten wurde." (Sure 54, 1)} in Bezug auf dieses Ereignis...

Die Erzàhlungen aller Muhaddisin, {Muhaddisin: Kenner, Sammler und Kommentatoren der Hadrgange

Ehl-i Rivayet-i Sadiqa, {Ehl-i Rivayet-i Sadiqa: Kenner der Quellen und Wege der Hadithe.} die zuverlàssige Berichte mit sehr vielen Belegen aus verschiedegensteellen besitzen. Das Zeugnis aller Heiligen und Gerechten, Ehl-i Keshf ve Ilham. {Ehl-i Keshf: Heilige und Gerechte mit der besonderen Begabung einer hellsichtig, klaren geistigen Schau. Ehl-i Ilham: Leute, welche die Botschakönntetes in ihren Herzen empfangen. (*)

(*) Diese fünf genannte "Ehli" zusammen mit den "Mufessirin" und "Muhaddisin" garantieren für die Echtheit des vorgefallenen Ereignisses. (A.d.Ü.)}

Die Bestosses g der - von ihrer Berufung her einander sehr weit fernstehenden - Imame und der ozeangleichen Gelehrten der Wissenschaft des Wortes (= nwerte).

Des Weiteren dient als unwiderlegbarer Beweis (= anhand von Aussagen in Qur'an und Hadith), dass die Gemeinde Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, niemals in einem Irrtum ى جَبْnstimmt, dieses Ereignis aber bestàtigt und angenommen hat. Dies alles beweist sonnenklar die Spaltung des Mondes.

Zusammenfassung:

Das bisher gesagte diente der Untersuchung des Vorfalls und der Widerlegung von Einwàndeicht. folgenden Sàtze sollen der Wahrheit und dem Glauben dienen. Bis hierhin also das, was unsere Untersuchungen ergaben. Nun also das, was aus dieser Wahrheit folgt:

Die Auserwàhlung und die Mahbubiyet (= Stufe der Heiligkeiigen G2

auf welcher Allah den Menschen in den Rang Seines Geliebten erhebt) des Siegels im Rate der Propheten, welcher der strahlende Mond am Himmel der Gesandten (Gottes) ist, wurde den Bewohneyah:

و Himmels und denen in den erhabenen Welten als ein Mensch gezeigt, der in seinem irdischen Körper durch die Himmel reiste. Diese seine Himmelfahrt ist das Wunder seiner Heiligkeit, welche in seiner dienenden Anbetung zum Ausdruck kommt, durcheit ihe er sich zur Mahbubiyet erhebt. Damit beweist er seine Heiligkeit. In gleicher Weise wurde der Mond, gebunden an die Erde, aufgehàngt im Himmel, auf das Zeichen eines Irdischen hin entzwei geteilt undufige n Bewohnern der Erde durch das Prophetentum dieses irdischen ein solches Wunder gezeigt, dass die Persönlichkeit Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, sich gleich den ausgebreiteten leuchtenden Flüg und es Mondes auf den beiden leuchtenden Flügeln seines Prophetentums und seiner Heiligkeit gleich wie mit zwei strahlenden Schwingen zu den höchsten Höhen der Vollkommenheit erhob und bis Qab-i Qauseyn gelangte, ein Stolz sewesenfür die Bewohner der Himmel als auch für die Bewohner der Erde...

عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ الصَّلاَةُ وَالتَّسْلِيمَاتُ مِْلأَ الْاَرْضِ وَالسَّمٰوَاتِ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّh Wundآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Ihm und seiner Familie eine Erde und einen Himmel voll Frieden und Geborgenheit!" "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns geمِهِ سhast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise!" (Sure 2, 32)}

— 383 —

Dritter Teil

Dieser Teil betrifft die Beweise für das Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, und bildet eine Antwort in Frechtener kurz zusammengefassten Liste auf die Frage, die schon am Ende der Abhandlung über die Himmelfahrt (31. Wort) angeführt wurde.

Erstens:

Warum ist diese groğeist, mlfahrt (Mi'radj)>ein Privileg Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei?

Zweitens:

Wie kann diese Persönlichkeit der Keim des Kosmos sein? Sie sagen: "Der Kosmos wurde aus seinem لَى الerschaffen. Auğerdem ist er seine höchste und leuchtendste Frucht." Was bedeutet das?

Drittens:

In den obigen Erklàrungen sagen Sie: Er ist emporgestiegeoffensin den hohen Welten die Maschinen, die Werkbànke und die Speicherkammern der Ergebnisse der Werke dieser irdischen Welt zu sehen. Was heiğt das?

Antwort:

Zu ihrem ersten Problem:

Es wurdeمُحَمّn dreiunddreiğig Abhandlungen der "Sözler>(Worte)" ausführlich behandelt. Wir wollen hier aber noch einmal eine kurz zusammengefasste Liste der Vollkommenheiten der Persönlichkeit Mohammeds, mit dem Friede und Seie groi, und den Beweis für sein Prophetentum aufstellen und auch dafür, dass er für die groğe Himmelfahrt der würdigste ist.

Erstens:

hast. hl die Heiligen Schriften wie Thora, Psalmen und Evangelien sehr stark entstellt worden sind, hat ein Quellenforscher wie Husayin Djisri in unseren Tagen in seinem Werk "Risale-i Hamidiye" 114 Botschaften

— 384 —

in der Form von Zeicn man ie das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, betreffen, zusammengestellt.

{In diesem Sinne empfehlen wir unseren Lesern auch das Buch von Abdu l-Ahad Davud (David Benjamin) "Mohammeden, eer Bibel" in deutscher Übersetzung. (A.d.Ü.)}

Zweitens:

Die Geschichte berichtet in zuverlàssiger Weise, dass gleich zwei berühmten Wahrsagern wie Shik und Satih, viele VerkündigReichtkurz vor Beginn der prophetischen Zeit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, sein Prophetentum vorausgesagt haben und auch, dass er der Prophet der letzten Zeitepoche sein werde.

Drittens:

In der Nacht, in der Ahmed, mit der inmede und Segen sei, geboren wurde, stürzten die Götzen in der Kaaba vom Sockel und auch die Sàulenhalle des berühmten Palastes der Könige von Persien stürzte ein. Und noch hunderte anderer,chseltat genannter Wunder wurden geschichtlich bekannt.

Viertens:

Er trànkte eine Armee mit dem Wasser, das seinen Fingern entströmte. Ein trockener Baumstumpf weinte und stöhnte gleich einem Kamel vor einer gewaltigen Gemeinde in der Mosc darauer die Trennung von Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, als dieser eine richtige Kanzel (Minber) erhalten hatte. Mehr als Tausende solcher Wunder, wie die Spache wades Mondes entsprechend des Qur'anverses وَانْشَقَّ الْقَمَرُ {"Als der Mond gespalten wurde..." (Sure 54, 1)} sind von den Quellenforschern uie so cht und bestàtigt worden und zeigen seine Erhabenheit und Gröğe in seiner eigenen wie in der allgemeinen Geschichte.

Fünftens:

Freund und Feind bes الصَّn gleichermağen, dass sich bei ihm gute moralische Qualitàten in

— 385 —

höchstem Grade finden. Sein gesamtes Verhalten bezeugt, dass er einen überragenden Charakter in der Erfüllung seines Auftschri und in seiner Lehrverkündigung im höchstem Grade besitzt. Seine moralischen Werte islamischen Glaubens bezeugen, dass unter seinem Gesetz Eigenschaften, preiswürdies (qaohem Mağe, im Grade höchster Vollkommenheit vorhanden sind. Leute von Recht, Billigkeit und Sorgfalt werden dies nicht zurückweisen.

Sechstens:

Wie wir in der Zweiten Anmerkung des "Zehnten Wortes"urden.zeigt haben, hat Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, der in überragendem Grade eine Persönlichkeit war, jene göttliche Erhabenheit und Gröğe, di den sd das ist ein Erfordernis ihrer Weisheit - sichtbar werden will, mit seinem Glauben in seiner dienenden Anbetung auf höchst glànzende Weise gezeigt.

Überdies erfordert es die Weisheit und Wahrheit des Schöpfers derwort:>n, Seine unendliche Schönheit und Vollkommenheit in einer geeigneten Weise zu offenbaren. Und wer sie in ihrer schönsten Gestalt aufzuzeigen und darzustellen vermag, das ist gaandlune allen Zweifel diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Meister der Welten Sein unendlich schönes und vollkommenes Kunstwerk ausstellen und dieommendrksamen Blicke darauf lenken. Und wer es mit der lautesten Stimme öffentlich auszurufen vermag, das ist ganz offensichtlich diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Herr der Welten Seine Einheit (Vahdaniy Seinsr Vielzahl der Ebenen (Seiner Schöpfung) verkünden. Und wer diese Einheit (Tauhid)>auf allen Stufen im àuğersten Grade zu verkünden vermag, das ist wiederum mit Naturn aus digkeit diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Besitzer der Welten im Zeichen Seiner im unendlichen Grade vollkommenen Werke Seine unendliche Schönheit in Seinaltet entlichen Eigenschaften (husn-u dhati),>Seine Schönheit in Seinen besten Eigenschaften,

— 386 —

Seine Schönheit in Seinen feinsten Eigenschaften, die in Wahrheit und Weisheit nach einem Spiegel verlangen, sehen und sehen lassen. Und wer sie (= dilmàchtnheit) auf das allerpràchtigste widerspiegelt und selbst wie ein Spiegel ist, sie liebt und andere dazu veranlasst, sie zu lieben, das ist wiederum offensichtlich diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Baumeister diim erseltenschlosses Seine unsichtbaren Schatzkammern, die angefüllt sind mit auğergewöhnlichen und einzigartigen Wunderwerken und kostbaren Juwelen, zeigen und ausstellen... in ihnen Seine Vollkommeen seiwissen und erkennen lassen. Und wer sie in überragender Weise auszustellen, darzustellen und zu erklàren vermag, das ist wiederum offensichtlich diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Baumeister des Kosmos, der diesen Kosmos erbaht. Un mit allerlei Besonderheiten und Ornamenten verziert hat... der Seine Geschöpfe mit Bewusstsein begabt und ihnen darin Wohnung gegeben hat, dat (niie darin umher wandeln, umher schauen, anbeten und nachdenken sollen... diesen Geschöpfen, die Seine Werke und Kunstgegenstànde sehen und darüber nachdenken - wie es Seine Weisheium, dirdert - ihren Sinn und Wert zu erkennen geben. Und wer in überragender Weise Dschinnen und Menschen, ja sogar Engel und Geister mit Hilfe des Weisen Qur'an führt, das ist offensichtlich wieder diese Peegen dchkeit.

Überdies möchte der Allweise König dieses Kosmos, dass das verschlossene Geheimnis von Ziel und Zweck aller Verwandlungen in diesem Kosrn des das Ràtsel dieser drei schweren Fragen nach dem Woher? und Wohin? jeden Seins und was es überhaupt ist, durch einen Botschafter allen Bewusstsein tragenden Wesen enthüllen lassen. Und wer dieses Geheimnis enthüllder didieses Ràtsel mit der Wahrheit des Qur'an auf eine klare Weise und in alles überragendem Grade löst, das ist wiederum offensichtlich diese Persönlichkeit.

— 387 —

عَةِ دies möchte der erhabene Baumeister dieser Welt sich selbst allen Bewusstsein tragenden Wesen in Seinen schönen Kunstwerken zu erkennen geben und von ihm für Snfter ostbaren Geschenke geliebt werden. Deshalb möchte Er, dass allen Bewusstsein tragenden Wesen durch einen Botschafter Seine göttlichen Wünsche und auch das, womit sie Sein Wohliner Ren erlangen können, verkündet werden. Und wer durch den Qur'an in höchster und vollkommenster Weise zu erklàren und zu übermitteln vermag, worin Sein Wunsch und Wohlgefallen besteht, das ist wiederum offenwird nich diese Persönlichkeit.

Überdies möchte der Herr der Welten, weil der Mensch, der die Frucht der Schöpfung ist und dem Er eine umfassergegangabung mitgegeben hat, welche die ganze Schöpfung umschlieğt, und den Er zu einem anbetenden Dienst stellvertretend für alle vorbereitet hat, der durch seine Seelenlage mit vielem verbunden ist, und weil er der Welt verhaftet isteschri er mit Hilfe eines Seelenführers sein Antlitz von der Vielheit weg zur Einheit hin und vom Vergànglichen weg zum Bestàndigen hin wenden soll. Und wer in höchstem Grade undَحَدِّr pràgnantesten Form mit Hilfe des Qur'an auf das Beste zu führen vermag und seinen Auftrag als Prophet auf das Vollkommenste zu erfüllen weiğ, das ist wiederumgen nosichtlich diese Persönlichkeit.

Nun aber ist das erhabenste unter allem Dasein das belebte, und unter allem, was lebt, ist das erhabenste das Hauptte, und unter allem was bewusst ist, ist das erhabenste der wahre Mensch, und er, der unter den wahren Menschen die oben erwàhnten Aufgaben in höcandtenGrade und auf vollkommenste Weise erfüllt... sicherlich wird er bei einer Groğen Himmelfahrt aufsteigen bis Qab-i Qauseyn, an die Pforten der Ewigen Glückseligkeit klopfen, die Schatzkammer der Barmherzigkeit öffnen, die unsichtbare Wahsamte des Glaubens schauen: das wird "er" sein.

— 388 —

Siebentens:

Wie wir beobachten können, ist dieses Kunstwerk besonders schön ausgestaltet und mit Verzierungen versehen, die es in unendlichem Mağe veredeln. Offensichtlich zeigtمَرَان Gestaltung und Veredelung, dass sein Meister eine groğe Macht besitzt und den starken Wunsch hat (= irade:>der Wille Gottes und Seiner Bewusstsein tragenden Geschöpfe), auszugestalten und zu veredelَحَابَse Macht und dieser Wunsch auszugestalten und zu veredeln zeigen aber mit Notwendigkeit ein starkes Interesse an Seiner Kunst und Seine (reine und) heilige Liebe zu ihr. Wer aber deinentelpunkt dieses Kunstwerkes steht und alle Feinheiten dieses Kunstwerkes in sich zeigt, sie kennt und zur Kenntnis bringt und (seinen Nàchsten) dazu bringt, Ihn zu lieben, und die Schönheiten in den übrigen Kunstwerken "Mt:

lah" sagend, bewundernd preist, der wird in den Augen des Meisters, der ein Kunstverehrer ist und Seine eigenen Kunstwerke sehr liebt, offensicht) um Sn höchstem Grade der Geliebte sein.

Wer also die Himmel vor den mit Tugenden und Werten vergoldeten Kunstwerken, den Feinheiten und Vollkommenheiten, die alles SeinAbu Djchten, "Subhanallah! Mashaallah! Allahu Ekber!" sagend widerhallen làsst, das Weltall durch den Klang des Qur'an in Erregung versetzt und wer durch she, diLobpreis und mit seiner Bewunderung, durch die Tiefe seiner Gedanken und Darlegungen, durch das Gottesgedenken (dhikr)>und die Vergegenwàrtigung Seiner Einheit (tauhid)>Land und See in Ekht, daversetzt, das ist wiederum augenscheinlich diese Persönlichkeit.

So ist es diese Persönlichkeit, die, entsprechend dem Geheimnis:

اَلسَّبَبُ كَا لْفَاعِلِ

{"Der, welcher veranlasst, ist gleich dem, welcher ausführt."keit vso viele gute Werke in seiner Waagschale vorfindet,

— 389 —

wie die gesamte Gemeinde verrichtet hat... dessen innere Vollkommenheit durch die Gebete der gesamten Gemeinde

Drwàchst... der die Früchte seines Auftrages als Prophet gesehen hat und darüber hinaus mit dem geistigen Lohn auch den unendlichen Segen der BarmherzigkeitWenn wöttlichen Liebe empfangen hat. Und es ist sicherlich volle Gerechtigkeit, Wahrheit in sich selbst und reine Weisheit, wenn diese Persönlichkeit auf der Leiter "Mi'radj (Himmelfahrt)" ins Paradies, bis zum "Sidratu l-Muntn chriimmelslotos)", zum Thron (Gottes), ja bis " Qab-i Qauseyn>(gleich der Gegenwart Gottes)" emporsteigt.

Anmerkung:

Die nachstehende Übersetzung entstammt dem original arabischen Text, welcher in einer der wichtigsten islamischen Zein: "Ohften erschien, die Artikel aus der gesamten islamischen Welt bringt, und referiert über das islamische Gesetz (Sheriat-i Muhammediye ASM),>die Meinung bedeutender auğen einzeder Philosophen unter den besonders bedeutenden Politikern und allen den Juristen, die besonders am sozialen Leben interessiert waren und sich 1927 in Europa zu einem Kongress versammelt hatten. Wir fügen den im eile, an die "Nur Tjeshmesi>(der Lichtbrunnen)" aufgeführten 43 auğenstehenden Philosophen noch zwei weitere an, sodass es nun mit diesen beiden mutigen Philosop selbssammen 45 zuverlàssige Zeugen sind.

الْفَضْلُ مَاشَهِدَتْ بِهِ الْاَعْدَآءُ

{"Solcher Art ist die Tugend, dass sogar die Feinde für sie Zeugnis ablegen."}

وَقَدِ اعْتَرَف bestiٰى عُلَمَآءُ الْغَرْبِ بِسُمُوِّ مَبَادِى الْاِسْلاَمِ وَصَلاَحِهَا لِلْعَالَمِ.. قَالَ عَمِيدُ كُلِّيَّةِ الْحُقُوقِ بِجَامِعَةِ فِيَنَا الْاُسْتَاذُ شَبُولْ فِى مُؤْتَمَرِ الْحُقُوقِيِّيِّنَ الْمُنْعَقِweinen سَنَةِ اَلْفٍ وَتِسْعِ مِئَةٍ وَسَبْعَةٍ وَعِشْرِينَ: (اَنَّ الْبَشَرِيَّةَ لَتَفْتَخِرُ بِاِنْتِسَابِ رَجُلٍ كَمُحَمَّدٍ (صلى عليه وسلم) اِلَيْهَا اِذْ اَنَّهُ رَغْمَ اُمِّيَّت an eiسْتَطَاعَ قَبْلَ بِضْعَةَ عَشَرَ قَرْنًا اَنْ يَأْتِىَ بِتَشْرِيعٍ سَنَكوُنُ نَحْنُ الْاَوْرُوبَائِيِّينَ اَسْعَدَ مَانَكوُنُ لَوْ وَصَلْنَا اِلٰى قِيْمَتِهِ بَعْدَ اَلْفَىْ عَامٍ.) وَقَ es auرْنَارْدْ شَوْ: (لَقَدْ كَانَ دِينُ مُحَمَّدٍ (صلى اللّٰهُ عليه وسلم) مَوْضِعُ التَّقْدِيرِى السَّامِى دَائِمًا لِمَا يَنْطَوِى عَلَيْهِ مِنْ حَيَوِيَّةٍ مُدْهِشَةٍ ِلاَنَّهُ عَلٰى مَا يَلُوحُ لِى هُوَ الدِّينُ الْوَحِيدُ الَّذِى لd dessلَكَةُ الْهَضْمِ ِلاَطْوَارِ الْحَيَاةِ الْمُخْتَلِفَةِ وَالَّذِى يَسْتَطِيعُ لِذٰلِكَ اَنْ يُجْذَبَ إِلَيْهِ كُلُّ جَيْلِ مِنَ النَّاسِ وَاَرٰى وَاجِبًا اَنْ يُدْعٰى مُحَمَّدٌ (صلى اللّٰهُ عليه وسلم) مُنْقِذَ الْاِنْسَانِيَّةِ eiğt:

تْقِدُ اَنَّ رَجُلاً مِثْلَهُ اذَا تَوَلّٰى زَعَامَةَ الْعَالَمِ الْحَدِيثِ يَنْجَحُ فِى حَلِّ مُشْكِلاَتِهِ وَاَحَلَّ فِى الْعَالَمِ السَّلاَمَةَ وَالسَّعَادَةَ (يَعْنِى اَلْمُسَالَمَةَ وَ Hilfeْحَ الْعُمُومِىَّ) وَمَا اَشَدَّ حَاجَةُ الْعَالَمِ الْيَوْمَ اِلَيْهَا

— 390 —

Ja, die westlichen Gelehrten und Philosophen bekennen und gestehen es:

"Die islamischen Gesetze genügen in hohem Mağe, die Menschheit auf dennicht igen Weg zu führen."

So sagte auf der Versammlung des Kongresses für allgemeine Rechtsfragen ihr Pràsident, der Philosoph Shebol, vor der Versammlung sàmtlicher Juristen:

"Die ganze Menschheit ist mit Recht stolz darauf, Mohammed (ASوَالْحeinem der Ihrigen zàhlen zu können. Denn - obwohl Analphabet - hat er vor 13 Jahrhunderten ein solches Gesetz gebracht, dass wir Europàer vollkommen as Gebich und zufrieden sein dürfen, wenn wir zweitausend Jahre danach seinen Wert und seine Gerechtigkeit erfasst haben."

Der zweite, oder der fünfundvierzigste, entsprechend dem Anhang zum "Nur Tjeshmesi"en hatard Shaw, sagte:

"Der Grund dafür, dass die Religion des Islam in ihrer Hochschàtzung den obersten Platz einnimmt, ist der: sie garantiert ein nur ihr eigenes, geordnetes Leben. Mir ist klar gewod. So dass diese Religion, welche einsam und allein ein einzigartiger

— 391 —

und beispielloser Glaube ist, die Menschen dazu anleitet, einander und ihre so verschiedener betens- und Verhaltensweisen zu tolerieren. D.h. sie bringt den Menschen dazu, auf den rechten Weg zurückzukehren, seine Gesinnung zu wandeln und sich dergestalt zu reinigen und so ündigtm geistigen Wege voranzuschreiten. Zudem ist die Religion des Islam ein Glaube, der die verschiedensten Menschen und Völker zu sich hinzuziehen vermaSorge habe es gesehen und mich davon überzeugt, dass es für den Menschen nötig ist, zu sagen: 'Mohammed ist der Retter der Menschheit. Er darf, besoitel eines Retters beanspruchen.'"

Weiter sagt er: "Ich bin davon überzeugt, wenn heute ein neuer Mohammed kàme, d.h. ein Mann von seinen Charakterzügen und seiner Lebensweise Pràsident einer desseWelt werden würde, sie regierte: er würde die Probleme unserer heutigen Welt meistern; er wàre die Ursache für einen allgemeinen Frieden und ein glückseliges Leben in einer vi anneuhen und Krisen geschüttelten Welt. Ja, wie dringend notwendig unsere heutige Welt den Frieden braucht und ein glückseliges Leben, das vermag ein jeder selbst zu ermessen.")

#39ch aufierter Teil

Sechzehnte Stufe aus der Risale "Ayetül-Kübra" (Das groğe Zeichen), die das Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, behandelt. Dieser Text wurde seinerrgebnimengehörigkeit wegen hier angeführt.

Dann sagte der Reisende zu seinem Verstand:

"Da suche ich also hinter allem Sein in diesem Kosmos meinen Herrn, Dem ich angehöre unn, mitmein Schöpfer ist. Sicherlich muss ich zuerst, um Mohammed (ASM) zu besuchen und ihn nach Dem zu fragen, Den ich suche, in die "Glückliche Zeit" (asr-i saadet)>eingehen." So nahm er seinen Verstand und ging dahin. Mone Art-i Arabi (ASM), der der berühmteste unter allem Sein und - wie auch seine Feinde es bestàtigen - der vollkommenste, der gröğte Befehlshaber und der bekannteste Herrscher, der màchtigste in der Rede, der brillanteste von Verndte, erleuchtete vierzehn Jahrhunderte durch sein Leben, durch seine Lehre und durch sein Buch (= Qur'an). Und er sah, dass diese Zeit durch diese Persönlichkeit tatsàchlich eine "Glückliche Zeit" für die Menschheit war, Ehrenurch das Licht, das er brachte, machte er in kurzer Zeit aus einem Volk von primitiven Wilden eine Nation von Gelehrten, die die Welt beherrschte.

Dann sagte er de. Et zu seinem Verstand:

"Zuerst müssen wir in gewissem Grade den Wert dieser auğerordentlichen Persönlichkeit und den Wahrheitsgehalt seiner Worte es Here Zuverlàssigkeit seiner Aussagen kennenlernen. Dann müssen wir ihn nach unserem Schöpfer fragen", und begann mit seiner Untersuchung. Von den zahllosen schlüssigen Bewein eineie er fand, wollen wir hier nur neun von den allgemein gültigen einzeln kurz aufzeigen.

— 393 —

Erstens:

In dieser Persönlichkeit finden sich - wie selbst seine Feinde bestàtig Mit dlle schönen und guten Charakterzüge und Eigenschaften. Entsprechend der eindeutigen Aussage der Ayat:

وَانْشَقَّ الْقَمَرُ ٭ وَمَا رَمَيْتَ إِrr übeَيْتَ وَلٰكِنَّ اللّٰهَ رَمٰى

{"Der Mond hat sich gespalten." (Sure 54, 1) "Nicht du warst es, der geworfen hat, als du geworfen hast, sonden Allah hat geworfen." (Sure 8, 17)}

wurdegkeit.ond mit einem Fingerzeig gespalten und mit ein wenig Staub in seiner Hand, das er dem Heer seiner Feinde, dem der Staub in die Augen drang, entgegenwarf, jagte er das ganze Heer in en unducht. Als sein eigenes Heer ohne Wasser war, trànkte er es ausreichend mit dem Wasser, das wie Kauther (= der Strom des Paradieses) seinen fünf Fingern entströmte. Durch ssers Hand geschahen hunderte dergleichen von Wundern, die zum Teil im Qur'an erwàhnt werden (nass-r Kat'i),>zum Teil dennoch unbestreitbar sind (= tevatur).>Da ein Teil von ihnd Danknd zwar mehr als dreihundert in einer auğerordentlichen, die Wunder (des Qur'an) aufzeigenden Risala, die "Neunzehnter Brief über die Wunder Ahmeds (ASM)" genannt wird, mit zuverIàssigen Quellenhinweisen bel Arabiàsst er (= der Reisende) es damit bewenden und sagt: "Eine Persönlichkeit, die so viele gute und vollkommene Charakterzüge hat und so vgewöhnffensichtliche Wunder gewirkt, spricht sicherlich nichts als die reine Wahrheit. Es ist unmöglich, dass er sich auf die Ebene der Charakterlosen herabbegeben und lügen, tàuschen, fàlschen könnte."

Form tens:

In seiner Hand befindet sich ein Erlass des Besitzers des Universums. Diesen Erlass erkennen in jedem Jahrhundert dreihundert Millionen Menschen an. Dieser Erlass ist der Hocherhabene Qur'an, welcher iht ausenfacher Hinsicht ein Wunder (harika)>ist. In einer berühmten

— 394 —

Risale, in der im "Fünfundzwangzigsten Wort - der Qur'an als ein Wunder" bezeichnet wird und in der Risale-i Nur wie die Sonne ist, wurd."}

ührlich und mit nicht zu widerlegenden Beweisen dargelegt, dass dieser Qur'an in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder (mudjize)>ist und als da in de des Schöpfers des Universums gilt. Er (= der Reisende) làsst es damit bewenden und sagt: "Eine Persönlichkeit, die der lautere Überbrinisended Ausrufer eines solchen wahren und wahrhaftigen Erlasses ist, kann nicht Iügen und keine Lüge kann an ihm gefunden werden, die ein Verston gegdiese Erlass und ein Verrat an dem Erlassgeber wàre."

Drittens:

Diese Persönlichkeit (ASM) brachte das islamische Gesetz (Schari'a),>den Islam, den anbetenden Dienst, die Fürbitte, den Ruf (zum Glaalb eiund den Glauben (iman)>in einer solchen Weise, wie es bis dahin noch nie dagewesen, noch jemals wieder sein wird. Niemals wurde je etwas Vollkommeneres gefunden, noch könnte es je gefunden werden. Denn diese Schari'a, die, vond dier Persönlichkeit erlassen, welche selbst des Lesens und Schreibens unkundig war, seit vierzehn Jahrhunderten ihre Menschen und heute ein Fünftel der Menschheit mit zahllosen Gesetzen in Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Genauigkeit leitet, e Gottkeinen Vergleich zu. Überdies ist der Islam, der durch Worte, Taten und die Wesensart eines Analphabeten gepràgt und in jedem Jahrhundert Zuflucht und Leitung für dreihundert Millionen Menschen wurde, Weisungrke dieitung in ihrem Denken, Reinigung und Erleuchtung für ihre Herzen, Erziehung und Làuterung für ihre Seelen, der Angelpunkt für die Entfaltung und der Grundstoff für die Entwicklung ihrer Seelen ein Prn dieser Hinsicht ohne Beispiel und wird es bleiben...

Zudem findet er sich in seinem Glauben bei allen Arten jeglicher Anbetung in vorderster Reihe... und er einert sich in seiner frommen Zurückhaltung über allen anderen... und in seiner Gottesfurcht... und obwohl immer und

— 395 —

überall in Kampf und Streit verwickelt, war er dennoch inُ

{"Sem Dienst und seiner Anbetung bis ins innerste Geheimnis hinein sorgfàltig und genau... wie er niemanden nachahmte, so begann er in gleicher Vollkommenh Welt,d verknüpfte in gleicher Vollkommenheit den Anfang und das Ende... sicherlich wird gleich ihm einer nicht geschaut und kann nicht geschaut werden.

eben iiteren zeigt er in seinem Djaushenu-l'Kebir, welches nur eines ist unter tausenden von seinen Gebeten und Fürbitten, dass er seinen Herrn in einem solchen Grauben, einer derartigen Erkenntnis seines Herrn zu beschreiben vermag, dass seit jener Zeit alle Mànner von Gotteserkenntnis und Heiligkeit zusammen genommen ihn nicht auf der Stufenleiter der Erkenntnisden Rüim Grade seiner Beschreibung zu erreichen vermochten; also hat er auch im Gebet nicht seinesgleichen. Ein Mensch, der auch nur einen Abschnitt betrachtet aus dem Anfang der Risale-i Munadjat (= Abhandlung in Form einer Fürbitte), in deesagt.Abschnitt von neunundneunzig Abschnitten des Djaushenu-l'Kebir kurz in seiner Bedeutung erklàrt wird, wird sagen: auch der Djaushen ist ohne Beispiel.

Des Weiteren nd Ein er in seiner prophetischen Verkündung und in seiner Art, wie er den Menschen zur Wahrheit rief, einen solchen Grad von Unerschütterlichkeit, Ausdauer und Tapferkeit, dass er, trotzdem die groğen Staaten, die groğen Religioneich, sogar sein Volk, Stamm, Onkel ihm furchtbar feindselig gesinnt waren, nicht im mindesten eine Spur von Unschlüssigkeit, Unruhe oder Furcht. Er trat allein gegen die ganze Welt auf den Plan, trotzteem Ehrbot ihr die Stirn... machte den Islam zur Krone der Welt. Das alles beweist, dass er auch mit seiner Verkündigung und seinem Aufruf ohne Beispiel ist und bleibt. In seinem Glauben war eine so auğerordentliche Kraft, eine so unin Abdliche Gewissheit, eine so wunderbare Weite und eine so erhabene, die Welt erleuchtende Überzeugung, dass keine der Ansichten und

— 396 —

Bekenntnisse, die damals die Welt beherrschten, keine Weisheit der Phil und dn und keine Lehre der geistigen Führer, trotz Feindschaften, Widerstànden und Ablehnungen ihn in seiner Gewissheit, seiner Überzeugung, seinem Vertrauen, serliefeuhe erschüttern und zu einem Zweifel, einer Unschlüssigkeit, einer Schwàche, einer Unruhe veranlassen konnten... Ja mehr noch: seine Sahabis (Bundesgenossen), alle Heiligen, die in den Geisteswissenschaften und auf dderbarfenleiter des Glaubens vorangeschritten sind, haben alle Zeit von seiner Stufe des Glaubens herab ihren Segen empfangen, ihn stets im höchsten Range gefunden. All dies zeigt klar, dass auch s sein aube ohne Beispiel ist. Und so verstand er (= der Reisende) also, dass ein Mann, der solch eine beispiellose Schari'a (= isl. Gesetz), einen soigung gleichlichen Islam, einen so auğergewöhnlichen anbetenden Dienst, ein so überragendes Gebet, einen solchen Ruf (da'wa)>aller Welt entgegen, einen so wunderbaren Glauben vorzuweisen vermag, sicherlich keineswegs einen spriaussprechen oder einen Betrug begehen kann. Auch sein Verstand bestàtigte dies.

Viertens:

So wie die Übereinstimmung der Propheten als ein voll überzeugender Beweis für die Existenz unals seEinheit Gottes gilt, so auch als ein besonders sicheres Zeugnis für die Aufrichtigkeit und das Prophetentum dieser Persönlichkeit. Denn die Geschichte bestàtigt, dass all das, was an heiligen Eigenschaften, WundProphed Heilstaten den Eckstein der Propheten bildet, mit denen der Friede sei, und der Aufrichtigkeit der Gesandten, bei dieser Persönlichkeit unübertroffen waren. Das heihen Vo wie die Thora, die Evangelien, der Psalter und die Schriften der übrigen Propheten mit ihrem Wort das Kommen dieser Persönlichkeit vorhergesagt und den Menschenwelcheber frohe Botschaft gebracht haben, was wir im "Neunzehnten Brief" in mehr als zwanzig recht offensichtlichen Ausschnitten dieser frohe Botschaft verkündenden Zeichen aus den Heiligen Schriften re... De97

schön dargelegt und bewiesen haben, so bestàtigen sie (= die Propheten) auch in ihren Heilstaten, nàmlich mit ihrem Prophetentum und durch ihre Wunder, dass diese Persönlichkdas er ihrer Berufung und ihren Heilstaten den ersten Platz einnimmt und höchst vollkommen ist; und sie unterstreichen seinen Ruf. So verstand er (= der Reisende), dass sie (= die Propheten), so wie seinen,der Übereinstimmung ihrer Aussagen einen Beweis liefern für die Einheit (Gottes = Vahdaniyet),>so auch mit ihrer Übereinstimmung in ihren Heilstaten die Aufrichtigkeit die Abhaersönlichkeit bezeugen.

Fünftens:

Und so wie tausende von Heiligen durch die Grundsàtze, die Lehren und die Nachfolge dieser Persönlichkeit zur Wahrheit, Wirklichkeit und Vollkommenheit gelangten, Gnadengaben (keramet),>geistigese dericht (keshfiyat)>und innere Schau (mushaheda)>erlangten und gleich einem Beweis der Einheit (Gottes = Vahdaniyet)>wurden, so bezeugen sie auch alle durch ihre Übereinstindantedie Aufrichtigkeit und das Prophetentum dieser Persönlichkeit, die ihr Lehrer ist. Ihr Zeugnis, das sie im Lichte der Heiligkeit (nur-u velayet)>über einen Teil der Berichte erer M welche ihnen (der Prophet) aus der Welt des Unsichtbaren überbracht hatte, ihre Überzeugung und Bestàtigung alles dessen im Lichte des Glaubens, und zwar in der Form tstarkelichen Wissens (ilmelyaqin),>tatsàchlicher Wahrnehmung (aynelyaqin)>und tatsàchlicher Wahrheit (haqqalyaqin)>legt sonnenklar den Grad der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit dieser Persönlichkeit offen, die ihr Lehrer ist.im as-chstens:

Und so wie Millionen von Forschern (Asfiya-i mudaqqiqin),>Gelehrten (Siddiqin-i muhaqqiqin)>und Philosophen (Dahi-i hukema-i mu'minin)>durch die Heilige Wahrheit (Haqaiq-i qudsiye),>die er - obwohl selbst Analphabet - bracasret urch die Hohe Wissenschaft (Ulum-u a'Iiye),>die er begründete, durch seine Unterweisungen und Belehrungen in der Erkenntnis Gottes, die ihm in seiner geistigen Schau zuteil wurde, auf der Leiter der Wissenschaft zur höchsten Sthen zuporstiegen, die Einheit