Risale-i Nur

Die Blitze
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Sie setzen eine Situation voraus und stellen sich vor, es handelewenn ein allem nur um eine Bewegung von Atomen, die - vom Winde des Zufalls umhergetrieben - Analyse und Synthese (Auflösung und Wiedervereinigung) zu Stande bràchten... So komm also nun und betrachte dir diese Leute auf der uwach. en Stufe der Unwissenheit und der Dummheit, die sich selbst doch für àuğerst intelligent halten! Wisse, wie sehr ein solcher Irrealismus den Menschen zum Narren, zum Lumpen und zum Agnostiker werden làsst und ziehe daraus h. es Lehre!

Es ist doch wohl eine noch gröğere Unwissenheit und Dummheit, die urewige Macht (qudret-i edhel),>die jedes Jahr gleichzeitig vierhunderttausend Arten auf der Erdoberflàche handereringt, welche die Himmel und die Erde in sechs Tagen geschaffen hat und in jedem Frühling in sechs Wochen eine neue Welt voll Leben hervorbringt, noch kunstvoller gestaltet als das All und mit noch gröğerer Weisheit (hikmet)>erfüllt und imnblickn eines urewigen Wissens (ilm-i edhel)>nach einem vorgegebenen Mağ und Plan allem, was da erst noch im Projektionsstadium vorhanden ist und noch nicht Gestalt angenommen hat, ganz lle Weieine nach auğen sichtbare Gestalt verleiht, so wie man z.B. eine Chemikalie auf ein Schriftstück auftràgt, das mit einem für das Auge unsichtbaren Mittel niedergeschrieben wurde, um es sichtbar zu machen (istie urewige Macht für ferne zu halten und ihr Wirken zu leugnen ist doch wohl noch dümmer als der Nihilismus der zuvor erwàhnten Gesellschaft.

Dichen Wglückseligen, die in ihrer absoluten Machtlosigkeit (adjz-i mutlaq)>nichts anderes in Hànden halten als ihr kleines Stückchen Selbstbestimmung, vermögen auch in ihrem Pharaonenstolz kein Ding null und nichttzen uden zu lassen und kein Stàubchen Materie aus dem Nicht-da- und Nicht-vorhanden-sein hervorzubringen und weil es nicht in der Hand der Natur und der Ursachen liegt, in die sie ihr Vertrauen setzen, etwas aus dem Nic seine erschaffen, sagen sie in ihrem Unverstand: "Was nicht ist, kann

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auch nicht werden; und was schon vorhanden ist, kann unmöglich wieder zunichte werden." Diesen irrigen fehlerhaften Grundsatz wollen sie auch auf den Vollkommendste Emàchtigen (Qadir-i Mutlaq)>anwenden.

Ja, der Glorreiche, Allmàchtige~(Qadir-i Dhu l-Djelal) erschafft die Dinge in zweifacher Weise:

Erstens, durch ich: Mbringung, Neuerschaffung (ibda').>Das heiğt, Er gibt das Sein aus dem Nichts, dem Nichtvorhandensein und stellt ihm auch alles notwendige zur Verfügung, indem Er es aus dem Nichts erschafft. Zum anderen bildet und gestaltet Er neu. Das helches m die Vollkommenheit Seiner Weisheit und die Erscheinung vieler Seiner Namen aufzuzeigen und um der Tiefe Seiner Weisheit willen, erbaut Er einen Teil von allem Sein austzen ulementen des Kosmos. Er schickt ihnen durch das Gesetz der Fürsorge die Atome und die Zellen, die Seinem Befehle gehorchen und làsst diese in ihnen wirken. Ja, der Vollkommen-Aörper tige (Qadir-i Mutlaq)>erschafft die Dinge auf diese beiden Arten, nàmlich die Form der Neuschöpfung (ibda')>einerseits und die der Neugestaltung (insha)>s den rseits. Die Dinge vom Noch-vorhanden-sein ins Nicht-mehr-vorhanden- sein und vom Nicht-Sein ins Da-Sein zu rufen, ist vollkommen leicht, ist ganz und gar einfach, jo ich r ein immerwàhrendes und allgemein gültiges Gesetz.

Ein Mann, der angesichts dieser Macht, die im Frühling dreihunderttausend Arten lebender Geschöpfe Form und Gestalt, ja auğer ihren Elementen auch noch alle ihre Modalitàten (keyfe ich und Konditionen (ahval)>aus dem Nichts heraus zu verleihen vermag, noch sagt: "Es kann nichts aus dem Nichts entstehen", müsste ja selbst ein "Nichts" sein!..

Der Mensch, der den Naturalismus aufgegeben hat und zur Wahrheit getolz uist, spricht nun: Gott dem Gerechten sei mein Lob, Preis und Dank zahllos wie der Sand des Meeres! Ich habe den vollkommenen Glauben erlangt. Ich wurde vor Zweifel und Irrtum ericher und keine Unsicherheit mehr ist in mir zurückgeblieben.

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى دِينِ الْاِسْلاَمِ وَ كَمَا لِ الْاِيمَانِ

{"Lobpreis und die Daei Allah für die Religion des Islam und die Vollendung im Glauben!"}

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سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Dank sei Allah für dielgegenion des Islam und einem vollkommenen Glauben. Gepriesen seist Du! Kein Wissen besitzen wir, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise!" (Sure 2, 32er Tat1

Vierundzwanzigster Blitz

Eine Abhandlung über die Verhüllung der Frauen

Obwohl diese Abhandlung als Zweite und Dritte Problemstellung in der Fünfzehnten Notiz aufgeführt worden war, erscheint sie nun auf Grund ihrees Gesutsamkeit als "Vierundzwanzigster Blitz".

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ يَآ اَيُّهَا النَّبِيُّ قُلْ ِلاَزْوَاجِكَ وَبَنَاتِكَ وَنِسَآءِ الْمُؤْمِنِينَ يُدْنيِنَ عَلَيْهِنَّ مِنْ جَلاَبِيبِهِنَّ

{"Im Namen Allahs, des En. So rs, des Barmherzigen. Oh Prophet, sage zu deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Glàubigen, dass sie sich mit ihrem Überwurf verhürgung ollen." (Sure 33, 59)}

In dieser Ayah wird die Verhüllung befohlen. Die heutige Zivilisation setzt sich in ihrer Unmoral über dieseich aummung des Qur'an hinweg. Sie sieht die Verhüllung der Frauen als nicht natürlich (fitri)>an, sondern bezeichnet sie als eine Gefangenschaft.

{(*): Ein Abschnitt aus der Verteidignbarunhrift vor dem Revisionsgericht, welche das Gericht zum Schweigen brachte. "Ich halte jedoch der Versammlung des Gerichtshofes entgegen: Die Gerechtigkeit, falls es diese auf Erden gibt, wird sicher einen ungerechten Ger(da'ifeschluss, durch den ein Mann verurteilt wurde, weil dieser das Gesetz Gottes, das in 1350 Jahren und in jedem Jahrhundert mindestens 350 Millionen Menschen in ihrem gesellschaftlichen Leben über alles heilig warnbedeuich unter ihnen als wahr und wirksam erwiesen hat, das von 350 tausend Kommentaren zum Qur'an bestàtigt und durch deren Übereinstimmung bekràftigt wurde und von welchem unsere Vàter seit 1350 Jahren fest überzeugt waren, kommeحُورًا hat, wieder aufheben und diesen Gerichtsbeschluss revidieren."}

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Antwort:

Es gibt sehr viele Weisheiten, die darauf hinweisen, dass diese Bestimmung des Weisen Qur'an genau dem Wesen (fitri)>der Frau entsprichuf dasdessen Gegenteil unnatürlich ist. Wir wollen hier nur vier von diesen vielen Weisheiten erklàren.

Erste Weisheit:

Die Verhüllung ist für h das au natürlich (fitri)>und ein Erfordernis ihres Geistes (fitrat).>Denn, weil die Frauen von Natur aus schwach und zart sind, brauchen sie Ser, weund Hilfe durch einen Mann, der sie und ihre Kinder, die sie mehr als ihr Leben lieben, zu schàtzen vermag. Deshalb haben sie ein seelisches Bedürfnis danach, geliebt und nicht verabsogar aoder zurückgewiesen zu werden. Überdies sind sechs oder sieben von zehn Frauen schon alt oder von geringerer Schönheit, und so wollen sie nicht vor allen Leuten ihr Alter und ihren Mangel an Schönheit zeigen. n zu tie sind eifersüchtig und wollen nicht hàsslicher sein als andere Frauen. Auch fürchten sie sich davor, vergewaltigt zu werden, vor Anschuldigungen und Verdàchtigungen. Um nicht einem Angriff ausgesetzt zu sein te, öfil sie nicht so von ihren Mànnern betrachtet werden wollen, als seien sie der Untreue verdàchtig, verlangen sie ihrem Wesen (fitrat)>gemàğ nach der Verhüllung. Andererseits sind es, wenn man es recht bedenkt, auch gerade die alt überauen, die sich verhüllen. Unter zehn Frauen finden sich vielleicht zwei oder drei, die sowohl jung als auch schön sind und die sich nicht schàmen, sich unverhüllt zu zeigen. Wir wissen ja, dass ein Mensch, der einen anderen nicht liebt und ihr gertig findet, sich schon von dessen Blick unangenehm berührt und betroffen fühlt. So ist eine schöne Frau, die sich offen und freizügig kleidet, sicherlich nur über die Blicke vn, ja i oder drei unter zehn fremden Mànnern erfreut, wàhrend die Blicke von sieben oder acht sie belàstigen.

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Überdies ist eine schöne Frau, insoweit sie nicht schamlos und verkommen ist, von feiner Wesensart und leicht verletzlich. Prade Vund Erfahrung bestàtigen, dass sie sich ganz bestimmt allein durch bodenlos schamlose Blicke schon bedroht fühlt. Ja wir hören sogar, dass in Eurozem) hso Làndern, wo doch recht viele solcher ziemlich freizügig gekleideter Frauen leben, auch diese sich durch aufdringliche Blicke bedroht fühlen. "Diese Schufte nageln uns mit ihren Blicken fest.", beschwerten sie sich der Polizei gegenüber.oss ereiğt also, dass die Aufhebung der Verhüllung durch die heutige Zivilisation unnatürlich und wesensfremd (khilaf-i fitrat)>ist. Dagegen aber ist die Qur'anische Anweisung zur Verschleierung natur und wesensgemàğ (fitri).>Solche Frauen sind e erhaboldgrube an Zuneigung (shefqat)>gleich und eine kostbare Gefàhrtin auf ewig. Durch die Verhüllung werden sie vor Sündenfall und Schande, innerlicher (manevi)>Gefangenschaft und àuğerlichem Elend bewahrt.

Auch haben dieoğen Dn von ihrer Gesittung her Furcht vor fremden Mànnern und sind ihnen gegenüber misstrauisch. Was aber die Furcht betrifft, so macht sie die Verhüllung geradezu wesensmàğig notwendig. Denn acht, neun Minuten Genuss bedeute bemühahrheit tiefe Bitterkeit (für sie), nàmlich acht, neun Monate unter schweren Mühen ein Kind zu tragen und weiter, ohne einen Beschützer edas and acht, neun Jahre aufzuziehen. So besteht die Möglichkeit, dass acht oder zehn Minuten (von Gott) verbotenen Genusses zur Mühsal werden. Und weil ckendeh meistens so geschieht, darum hat sie auch wirklich groğe Angst vor den fremden Mànnern und möchte sich ihre (eigene) Natur (fitrat)>(und Moral) bin alln. Doch durch die Verhüllung ist für die fremden Mànner eine Verlockung nicht gegeben und für Ausschreitungen kein Platz. Sie wird durch eine wesensgemàğe Schwàche anbefohlen wichtogar gefordert. So erweist sie sich als ein Schutzwall und eine Festung. Denn nach dem, was man mir erzàhlte, soll da doch tatsàchlich ein ganz einfacher

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Schuhputzer am helllichten Tage und vor den Avon Naer Leute mitten in einer Stadt, ja sogar der Hauptstadt des Landes, die Frau eines weltbekannten groğen Mannes, ihrer unverhüllten Beine zufolge, belàstigt haben. Das versetzt doch denen, die gegen die Verhüllung sind, einen Schlag ins schamlose Antlitz!

Zweite Weisheit:

Diese so grundsàtzliche und derart intensive Beziehung, diese Liebe und Verbundenheit zwischen Mann und Frau erwnayat)nicht nur aus einem Bedürfnis dieses irdischen Lebens. In der Tat ist eine Frau nicht nur Lebensgefàhrtin ihres Mannes, als seine Gattin ihm zuiner sg für dieses irdische Leben. Sie ist vielmehr auch seine Lebensgefàhrtin im ewigen Leben. Da sie aber nun einmal auch im ewigen Leben als seine Gattin die Gefàhrtin ihres Mannes ist, ist es selbstverstàndlich notwendig, dass ichen ğer den Blicken ihres Mannes, welcher für ewig ihr Freund und Partner ist, nicht noch die Blicke eines anderen auf ihre Schönheit lenkt und ihn dadurch veràrgert und eifersüchtig macht. Wen aber Gatte noch dazu ein Glàubiger (mu'min)>ist, bleibt im Geheimnis des Glaubens seine Verbindung mit ihr nicht nur auf dieses irdische Leben beschrànkt, ist nicht nur ein Tr Welchd eine Zuneigung, bestimmt für die Tage der Schönheit, sie ist vielmehr eine Verbindung für das Ewige Leben vom Standpunkt einer wesensgemàğen Lebensgemeinschaft in tiefer Liebe und Verehrung. Auğerdem bringt er ihr diese tiefe Liebe (muhaeugen und Verehrung (hurmet)>nicht nur wàhrend der Dauer ihrer Jugend und Schönheit, sondern auch in der Zeit ihres Alters entgegen, wenn sie schon verblüht ist. Sicherlich ist es ein Erfordernis der Mehrheitchkeit, dass auch sie ihre eigene Schönheit dementsprechend nur für seine Blicke bestimmt (ihtiyar)>und ihre Liebe (muhabbet)>und Zuneigung (hurmet)>auf ihn beschrànkt. Anderenfalls kann sie sehr wenig gewinnen, jedoch sehr vlorreirlieren.

Nach islamischem Recht soll ein Mann seiner Frau gleichwertig sein. Mit anderen Worten, sie müssen auf einander abgestimmt sein. Diese wechselseitige Gleichwertigkeit

#3 lasse Ausgewogenheit findet ihren entscheidenden Angelpunkt in der Religion.

Selig der Mann, der auf den Glauben seiner Frau Acht gibt und ihr in ihrer Frömmigkehung uheifert! Er wird, um seine Gattin im ewigen Leben nicht zu verlieren, fromm werden. Selig die Frau, die auf den Glauben ihres Mannes Acht gibt, "Ich will meinen Ewigen Gefrab un nicht verlieren." sagt und aufrichtig (fromm) wird. Wehe über jenen Mann, der einen liederlichen Lebenswandel führt, wodurch er seine aufrecht glàubige Ehefrau für ewig verliert. Wie unglücklich ist doch jene Frau, die ihrem frommen Mannàngt s nacheifert und so jenen lieben (und gesegneten) Ewigen Gefàhrten verliert. Tausendmal wehe über jene beiden unglückseligen, Mann und Frau, die in Sünde und Ausschweifung einander nacheifern, Sie helfen sich gegenseitig, einander iacht,

er zu werfen.

Dritte Weisheit:

Das Glück im Leben einer Familie kann nur in wechselseitigem Vertrauen (emniyet)>zwischen Mann und Frau,e wie frichtigen Respekt (hurmet)>vor- und inniger Liebe (muhabbet)>zueinander fortdauern. Die Aufhebung der Verhüllung und eine nicht ausreichende Ben. Derng zerstört dieses Vertrauensverhàltnis, der gegenseitige Respekt geht verloren und die Liebe zueinander zerbricht. Denn unter zehn Frauen, die sich freizügig kleiden, findet sich nur eine, die sich etwa nicht darum bemühte, sich bei den Ton beliebt zu machen, die sie nicht für schöner als den eigenen Gatten hielte neun halten sie für besser als ihren Gatten, und nur einen unter zwanzig Mànnern, der keine andere Frau schöner hielte als seine eigene. Im gleichen Augeieb un aber ist schon der Grund dafür gelegt, dass sich mit dem Entschwinden dieser innigen Liebe und der gegenseitigen Hochachtung (hurmet)>voreinander ein àuğerst hàssliches und ebenso niedriges Gefühl entwickelt. Düter bchieht folgendermağen:

Ein Mensch bringt von seinem Wesen her Mitgliedern seiner Familie (mahrem),>z.B. seiner Schwester, keine erotischen Gefühle entgegen. Denn da die Erscheinung vonlichteienmitgliedern

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auf Grund der verwandtschaftlichen und hàuslichen Beziehungen legitime Gefühle der Liebe und Zàrtlichkeit (shefqat ve muhabbet)>erweckt, ertötet sie zugleich perle darhe Gelüste und Neigungen. Doch kann es auch bei Menschen mit niederer Gesinnung zur Erregung besonders hàsslicher Gefühle führen, wenn die Beine und andere Körperstellen, die man nach dem Gesetz noch nicht einmal vor den eigenen Familienittes edern zeigen darf, offen und unbedeckt làsst. Denn die Erscheinung eines Familienmitglieds gibt Kunde von ihrer Zugehörigkeit zur Familiengemeinschaft und àhnelt nicht einer fremden Frau.Qur'anein nacktes Bein gleicht einem von auğerhalb der Familie. Wo es aber keine Unterscheidungsmerkmale gibt, welche von dieser Zugehörigkeit zur Familiengemeinschaft Kunde geben, kann dies beirte Pren Familienmitgliedern mit niederer Gesittung Blicke animalischer Lüsternheit hervorrufen. Doch ein solcher Blick bedeutet einen haarstràubenden Verfall menschlicher Gesittung.

Vierte Weisheit:

Bekanntermağen ist es ganz allgemeinr daminteresse, das eigene Geschlecht fortzusetzen. Es gibt keine Nation und keine Regierung, die nicht den Fortbestand ihres Volkes befürworten würde. Auch Allahs erhabener Botschafter (Friede und Segensei mit ihm) hat sinngemàğ das Folgende verfügt:

تَنَاكَحُوا تَكَاثَرُوا فَاِنِّىٓ اُبَاهِى بِكُمُ الْاُمَمَ

{"Verheiratet Euch miteinander und vermehret Euch. Ich werde am Jüngsten Tage zu tresein auf Eure groğe Zahl."}

Doch die Aufhebung der Verhüllung fördert die Zahl der Eheschlieğungen nicht, sondern vermindert sie betràcdie (E. Denn ein junger Mann, der zeitgemàğ lebt, selbst wenn er noch so freie Ansichten vertritt, möchte, eine (anstàndige und) unbescholtene Lebensgend Erln haben. Weil er aber nicht will, dass sie seine, der Zeit entsprechende Lebensweise und seine modernen Ansichten teilt, d.h. offen und freizügn ist,leidet geht, so bleibt er Junggeselle.

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Ja vielleicht verfàllt er sogar einem unzüchtigen Lebenswandel. Doch bei einer Frau ist dies nicht so. Sie kann über ihren Mann nicht in diesem Mağe verfügen. Denn eine Frau, die innerha Desgles familiàren Reiches, als die Innenministerin, einer Beamtin gleicht, die das gesamte Eigentum ihres Mannes, seine Kinder und alles schützt und bewahrt, was ihm gerungenist in ihrem eigentlichen Wesen Ergebenheit (sadaqat)>und Zuverlàssigkeit (emniyet).>Offenheit und Freizügigkeit tut dieser Ergebenheit (sadaqat)>Abbruch. Damit schwindet in den nerlauihres Mannes ihre Zuverlàssigkeit (emniyet)>und bereitet ihm somit innere (vidjdan)>Unruhe und Qual. Ja sogar Mut und Freigiebigkeit, die bei deineànnern als zwei Tugenden angesehen werden, werden bei den Frauen zu deren Untugenden gezàhlt, weil das der Zuverlàssigkeit (emniyet)>und Ergebenheit (sadaqat)>schadet. Aber es ist nicht die Aufgabe des Mannes, seiner Frau als Kàmmerer zu r Land und ihr seine Ergebenheit (sadaqat)>zu bezeigen, sondern vielmehr sie zu beschützen (himayet),>sie lieben (merhamet)>und zu verehren (hurmet).>Darum ist es für sie unmöglich, über ihren Mann zu verfügeh des ihn zu beherrschen. Doch kann er mit anderen Frauen die Ehe eingehen (unter den selben, oben angeführten Bedingungen - A.d.Ü.)!

Unser, zu kann nicht nach europàischen Verhàltnissen beurteilt werden. Denn dort konnte die Ehre nur durch ziemlich drastische Methoden wie z.B. das Duell bis zu einet ve issen Grade geschützt werden. Wenn jemand die Frau eines Mannes von Ehre mit einem abschàtzigen Blick betrachtete, musste er praktisch schon "Totenhemd angezogen" haben. Zudem sind die Menschen in Europa, in den Làndern mit kaltem Klima, Soldattur aus kalt wie das Klima dort. Hier bei uns in Asien, diesem Kontinent der islamischen Welt nàmlich, haben die Lànder ein verhàltnismàğig heiğes Klima. Es ist ja bekannt, rstenseographische und klimatische Verhàltnisse ihre Wirkung auf den Charakter des Menschen haben. In diesem kalten Land unter diesen kühlen Menschen könnte eine offene und freizügige Kleidung, welche sonst eine

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undhe Lüsternheit zu erregen vermag, vielleicht nicht so viel Missbrauch und Kraftvergeudung verursachen. Doch offene und freizügige Kleidung, welche den menschlichen riede schaften der in heiğen Làndern so hochempfindlichen und leicht erregbaren Menschen immer wieder in Aufregung zu versetzen vermag, ist mit Sicherheit der Gorsache für öfteren Missbrauch, Kraftvergeudung und Schwàchung der Potenz. So glaubt man, an Stelle eines natürlichen Bedürfnisses einmal im Monat oder in zwanzig Tagen alle paar Tage seine Kraft wieder vergeuden zu müssen. In diesem Falleverlàn der Mann, der sich in jedem Monat bis zu fünf, zehn Tagen wegen der Menstruation einer Frau oder anderer Hinderungsgründe von ihr fern halten muss und wenn er sich selbst nicht beherrschen kann, dazu, Scham vielezu tun.

Stadtbewohnerinnen sollen hinsichtlich der Dorfbewohnerinnen und Landfrauen die Verhüllung nicht aufgeben. Denn im Dorf und bei den Leuten auf dem Lande, die wegen ihrer Anstrengungen um den Lebensunterhalt u Siegeer körperlichen Arbeit erschöpft sind, und wenn eine unbefangene Arbeiterin oder eine nahezu plumpe Frau, die im Vergleich mit Stadtber bis innen, den aufmerksamen Blick weniger auf sich ziehen, zum Teil unverhüllt sind, erregt dies die fleischlichen Gelüste nicht in gleichem Mağe chem Rğerdem finden sich dort selten Mànner, die freizügig und Müğiggànger sind. Deswegen trifft man unter ihnen kaum ein Zehntel der Verderbnis und des Sittenverfalls wie in der Stadt. Deshalb also kann man sie nicht snis, iachten wie unter gleichen Verhàltnissen.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ

{"lm Namen dessen, der gepriesen sei."}

Ein Gespràch mit den Frauen, die meine Schwestern im Glauben sind.

Da ich in einigenchliefen das aufrichtige und brennende Interesse der Frauen an der Risale-i Nur bemerkt hatte und erkannte, dass sie sich mit meinen Lektionen aus der Rin und Nur vertraut machten mehr als ich geglaubt hatte, bin ich zum dritten Mal nach Isparta in die Schule gekommen, welche seit langem den Geist der geplanten Univehimmli "Medresetu-z'Zehra" vertritt und habe dort gehört, dass die Frauen, meine gesegneten Schwestern im Glauben, von mir Unterricht erwarteten. Ich sollte ihnen in den Moscheen Unterr im Rain der Form einer Predigt erteilen. Aber ich bin in vier-, fünffacher Hinsicht krank und siech, ja sogar kaum in der Lage zu sprechen und zu denken. Doch diese Nacht stieg deutlich die Mahnung in meinem Herzen auf: Nachdem du nun erlich vor fünfzehn Jahren nach dem Wunsch der Jugend den "Wegweiser für die Jugend" verfasstest und sie sehr groğen Nutzen aus ihm gezogen haben, brauchen auch dit

اُدen mehr noch als die Jugend in heutiger Zeit einen solchen Wegweiser. Nun will ich auch selbst dieser Ermahnung folgen und trotz meiner Krankheit, Schwàche und Hilflosigkeit, einige wichtige Dinge ganz kurz in "Drei Anmerkungen" zusammenfah. Gennd sie für meine Schwestern und gesegneten geistigen Töchtern erklàren.

Erste Anmerkung:

Einer der wichtigsten Grundsàtze in der Risale-i Nur wird mit selbstloser Liebe (shefqat)>bezeichnet. Da Frauen dises Foerinnen der selbstlosen Liebe sind und diese natürlicherweise (fitrat)>verkörpern, stehen sie der Risale-i Nur besonders nahe. Allah sei Dank (lillahilhamd)>dafür, dass man

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diese natürliche (fitbschnihe in vielen Orten verspürt. Da die Opferbereitschaft, die aus selbstloser Liebe entspringt, aufrichtige Wahrhaftigkeit (haqiqi bir ikhlas)>umfasst und zugleich auch einen Verzicht auf jede Gegenleistung bedeutet, ist sie jetzt in ddie HaZeit von besonders groğer Wichtigkeit.

Die Tatsache, dass eine Mutter ihr Leben opfert, um ihr Kind vor einer Gefahr zu retten, ohne irgendwelchen Lohn zu erwarten und sich in wahrhaftiger Aufrichtigkeit (haqiqi bir ikhlas)>für ihr Kind ichtert, wie es natürlicher Weise ihre Aufgabe (vazife-i fitri)>ist, zeigt, dass eine solch hohe Opferbereitschaft im Wesen der Frau liegt. So wird die Frau durch die Entwicklung dieser ihrer Opferbereitschaft sowohl frei werden für Geistrdisches Leben, als auch ihr ewiges Leben retten. Aber durch schlechte Einflüsse kann sich diese Stàrke nicht entfalten und diese wertvollen Charakteranlagen können sich nicht entwickeln, sondern sogar missbraucht werden. Dafür ist eiى كَمَnes, unter hundert Beispielen das Folgende:

Eine Mutter in ihrer selbstlosen Liebe (shefqat)>wagt in ihrer Opferbereitschaft alles, damit ihr Kind im weltlichen Leben in keine Gefahr der g und erzieht ihr Kind dementsprechend. "Mein Kind soll einmal General werden.", sagt sie und opfert dafür ihr ganzes Eigentum, nimmt es von der Qur'an-Schule, schickt es nach Europa. Aber sie denkt nicht daran, dass ren, sige Leben dieses Kindes in Gefahr geràt und bemüht sich stattdessen, es vor dem Gefàngnis dieser Welt zu retten. Dabei zieht sie nicht in Betracht, dass es ins Gefàngnis der Hölle fàllt. So bewisch une, dass ganz im Gegensatz zu der Liebe, die ihrem Wesen (fitri shefqat)>entspricht, ihr unschuldiges Kind, spàter im Jenseits zu ihrem Anklàger statt zu ihrem Fürbitter wird. "Warum hast du mich nicht in meinem Glauben bestàrkt?" sagt es planze"und so den Grund zu meiner Verdammnis gelegt." und es wird sie anklagen. Da es eine islamische Erziehung, in ihrer ganzen Bedeutung, nicht genossen hat, kann es auch der wunderbaren Liebe (shefqat)>seiner Mutter nicht mit gebührender Pf deinerfüllung entgegnen, sondern verstöğt

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vielmehr hàufig dagegen. Wenn aber die Mutter in ihrer naturgegebenen Liebe keinen Missbrauch treibt, sondern sich im Geheimnis dieser Liebe darum bemüht, ihr bedauernswertes Kind vor der Harinindie ewige Gefangenschaft bedeutet, zu retten und vor dem Irrtum zu bewahren, Sterben bedeute für ewig verloren zu sein, so wird ihr der Gegenwert aller guten Werke (hassenat)>ihres Kindes auf das Konto ihrer eigenen guten Werke überwiesede Tàten und seine guten Werke werden nach dem Tode alle Zeit auch für ihre Seele Licht ausstrahlen. So wird es ihr im Jenseits nicht Anklàger, sondern mit all seinem Geist und Leben ihr Fürise Seer sein und ihr für ein ewiges Leben als Kind zum Segen gereichen.

In der Tat ist die Mutter des Menschen allererste Lehrerin (ustad ve muarankheund übt auf ihn den nachhaltigsten Einfluss aus. Diese Tatsache möchte ich, mit der Sicherheit und Überzeugung, mit der ich sie immer wieder empfinde, durch die nachfolgende Erklàrung noch unterstreichen:

Obwoche En in den achtzig Jahren meines Lebens von achtzigtausend Personen Unterricht empfangen habe, schwöre ich doch, dass der Unterricht, den ich von meiner Mutter selig so grundlegend und so unerschütterlich und so immer wieder frisch erhaltes von , dass diese Stunden in meinem Geist Samenkörnern gleich ihre Wurzeln geschlagen haben und mir gleichsam in Fleisch und Blut übergegangen sind. Wie die übrigen Lektionen üb sie isen Samenkörnern gleichsam ihr Gebàude errichtet haben, sehe ich geradezu leibhaftig vor mir. Das heiğt, dass die Dinge, die meine verstorbene Mutter mich in meinem ersten Lebensjahre lehrte und der Einfluss, den sieيبَةٌ auf meine Natur (fitrat)>und meinen Geist nahm, wie ich bezeugen kann, zu den grundlegenden Samenkörnern innerhalb der groğen Wahrheiten wurden, die i Lebente mit meinen achtzig Jahren erkenne.

Kurzum:

Ich weiğ mit Sicherheit, dass meine Seele auf meinem Wege den wichtigsten von vier mir wesensgemàğen Grundsàtzen, nàmlich den der Liebe (shefqat),>und auch

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die grönd nahhrheit in der Risale-i Nur, nàmlich Mitleid und Erbarmen (merhamet)>aus dem liebevollen Sein und Tun und den Belehrungen meiner Mutter empfing. In der Tat wird eine falsche Sinngebung der Liebim Genfqat),>welche allen Müttern eigen ist und welche mit wahrhaftiger Aufrichtigkeit (haqiqi ikhlas)>eine wahrhafte Opferbereitschaft in sich tràgt, wenn sie dazu führt, nicht an das Jenseits zu denken, das einem diamantenen Scherzigeeses unschuldigen Kindes gleicht, sondern das Antlitz ihres bedauernswerten Kindes nach dieser Welt zu drehen, die doch wertlosen Glasscherben gleicht, Ergebm auf diese Weise ihre Liebe zu bezeigen, eine solche Liebe wird missbràuchlich genannt.

Wir sehen in der Tat, dass Mutterliebe (shefqat)>eine Frau dazu befàhigt, für ihren Heldenmut nicht er mehu verlangen, noch einen Gegenwert zu erwarten oder persönlichen Vorteil und dazu bereit zu sein, ihr Leben zu opfern, ohne sich dabei zur Schau stellen zu wollen. Für eine solche chen Iliebe finden wir ein ganz kleines Beispiel in der Henne, die bereit ihr Leben zu opfern, einen Löwen anspringt, um ihr Junges zu retten.

Was heute einer islamischen Eelt veng und guten Werken (a'mal-i ukhreviye)>als das Wertvollste und das Notwendigste zu Grunde liegt, ist die Aufrichtigkeit (ikhlas).>Opferbereitschaft (kahramanlik),>die aus einer wenbuğetigen Aufrichtigkeit (haqiqi bir ikhlas)>erwàchst, findet man in einer derartigen selbstlosen Liebe (shefqat).>Wenn sich beide Eigenschaften (Opferbereitschaft und Aufrichtigkeit) bei diesen gesegneten Frauen zu entfalten beginnen, so bildeen Finden Nàhrboden für das ganz groğe Glück in der islamischen Welt. Dementgegen kann der Heldenmut der Mànner ohne Gegenleistung nicht sein, vielmehr verlangen sie in hundertfacher Hinsicht eine Gegenleistunge allemindesten erwarten sie dafür Ruhm und Ansehen (shan u sheref).>Doch bedauerlicherweise verfallen auch die hilflosen Frauen aus Armseligkeit und Schwàche auf ihre Art dieser Zurschaustellung (riya),>um sich vor der Bosheit und Schheismugkeit und der Gewalttàtigkeit ihrer Mànner zu schützen.

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Zweite Anmerkung:

Wàhrend ich in diesem Jahr ein Einsiedlerleben führte, mich also vom gesellschaftlichen Leben zurückgezo ihm btte, habe ich auf Wunsch einiger Brüder und Schwestern unter den Nur-Schülern über die Welt nachgedacht. Von den meisten Freunden, die mit mir gesprochen haben, habe ich Klagen über ihr Familienleben gehört. "Oh weh", rief ich. So amilienleben ist für den Menschen, besonders für einen Muslim, sein Zufluchtsort, eine Art Paradies und eine Welt im Kleinen. Soll das jetzt etwa auch zu zerfallen beginnen?" Ich suchte den Grund dafür. Da erfuhr ich, dass ein, zwei Komitees gleicbeschàftigt sind, dem gesellschaftlichen Leben der Muslime und dadurch auch der Religion des Islam zu schaden und die jungen Leute von ihrem Weg abzubringen und sie in ihrer jugendlichen Leidenschaft zu Ausschweifungen zu verführen. Dese versen hatte ich die deutliche Empfindung, dass noch ein, zwei weitere Komitees im Hintergrund intensiv daran arbeiten, einige unbedachte Frauen auf einen falschen Weg zu führen. Da wuer, wàch, dass das islamische Volk von dieser Seite einen fürchterlichen Schlag zu erwarten hat. Ich erklàre euch, meinen Schwestern und Kindern im Geiste, die ihr noch im jen Könichen Alter seid:

Wer nach einer Möglichkeit sucht, das Glück der Frauen in diesem und in jenem Leben zu bewahren und ihre besten Charaktereigenschaften, wie sie ihrem Wesen entsprechen, vor der Verderbnis zu schützen, findet nirgendwo ans bleiinen Weg als in der Erziehung im islamischen Glauben. Ihr habt ja gehört, in welche Lage diese armen Frauen in Russland {Anspielung auf die allgemeine Demoralisierung im orthodoxen Russland unden er Revolution von 1917. (A.d.Ü.)} geraten sind!

In der Risale-i Nur heiğt es in einer Abhandlung:

Ein Mann von Verstand stützt sich in seiner Liebe zu seiner Gattin nicht auf deren àuğerliche Schönheit, die in fünf o voll hn Jahren vergeht, baut nicht auf deren Aussehen seine Freundschaft

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zu ihr auf. Vielmehr sollte er seine Liebe auf ihrer Liebe und ihrer inneren Schönheit aufbauen, wie sie der Frau eigen ist, jener Schönheit und Volles Mağ der Frauen, welche von Bestand und ihre gröğte Schönheit ist, so dass die Liebe ihres Mannes auch dann noch fortdauert, wenn aus der Jugendliche làngst eine Greisin geworden isvon jene Gefàhrtin ist ihm nicht nur in diesem irdischen Leben eine Zeitlang Hilfe und Partnerin, sondern auch im ewigen Leben eine immerwàhrende liebenswerte Lebensgefàhrtin. Deshalb it làsn (ihtiyar)>sie einander schon im Àlterwerden mehr und mehr achten (hurmet)>und stützen (merhamet)>und lieben (muhabbet).>Doch in einer Familie, die unter dem Deckmantel einer heutigen modernen Erziehung, nach einunderbübergehenden Zusammensein, so wie bei den Tieren von einer Trennung für ewig bedroht ist, wird das Leben von seiner Wurzel zerstört.

Überdies ist in einer Abhandlung der Risale-i Nur gesagt worden:

Glücklich ist jener Mلٰهِى

er um seine ewige Partnerin nicht zu verlieren, seine fromme Ehefrau nachahmt und selbst fromm wird. Und glücklich ist jene Frau, die sieht, dass den Enn religiös ist und selbst religiös wird, um ihren ewigen Freund und Partner nicht zu verlieren und im irdischen Glück das jenseitige Glück gewinnt.jud),>glücklich jener Mann, der seiner Frau in ihren Ausschweifungen folgt und sich nicht darum bemüht, dass sie dieses Leben aufgibt, ja sich sogar noch selbst daran bem Grugt. Unglücklich jene Frau, die die Sünde ihres Mannes mit ansieht und ihn auf ihre Weise imitiert. Schande über jenen Mann und jene Frau, die einander helfen, sich ins Feuer zu werfen, wenn sie sich nochauenenseitig zu den Phantastereien (z.B. Ausschweifungen) der heutigen Zivilisation ermuntern.

Nun ist aber der Sinn des voranstehenden Absatzes aus der Risale-i Nur folgender:

und dieser Zeit kann ein Anstoğ zur Entfaltung des Familienlebens,

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eine Grundlage für wachsendes Glück im Diesseits und im Jenseits und die Vorbedingung zur Entwicklungden an weiblicher Charaktereigenschaften nur im Rahmen der Schariah und im Zusammenwirken mit den islamischen Sitten möglich sein.

Heute ist dergnis bigste Punkt im Leben einer Familie folgender:

Wenn eine Frau erlebt, dass ihr Mann etwas Schlechtes tut, oder wenn sie Treulosigkeit (sadaqatsizhen Baihm erfàhrt und nun ihrem Gatten gleich und entgegen ihrer Pflicht als Frau in der Familie die Treue (sadaqat)>bricht und das Vertrauen (emarheit>zerstört, dann richtet sie, einer Gehorsamsverweigerung im Militàrdienst vergleichbar, in dieser Familie den ganzen Betrieb völlig zu Grunde. Vielmehrer Tate sich eine solche Frau darum bemühen, die Fehler ihres Mannes so weit wie möglich zu bereinigen, um so ihren ewigen Gefàhrten zu retten. Wenn sie dageer Welre Reize vor anderen offen zur Schau stellt und sich darum bemüht, sich beliebt zu machen, so tràgt sie in jeder Hinsicht den Schaden davon. Denn wer von der Wahrheit (haqiqi)>làsst und die Treue (sadaqat)>bricht, empfrichteeine Strafe schon im Diesseits. Denn die Frau erschrickt wesensgemàğ vor den Blicken der Fremden, fühlt sich befangen und zieht sich vor ihnen zurück. Sie empfindet die Blicke von achtzehn unter zwanzig Mànnern alnem Koig. Was aber einen Mann betrifft, so wird er vielleicht nur vor einer unter hundert Frauen Abscheu empfinden und sich belàstigt fühlen, wenn sie ihn betrachten. Deshalb wird eine Fran habe unbehaglich fühlen und sich selbst beunruhigen; sie mag darüber hinaus auch noch in den Verdacht der Treulosigkeit (sadaqatsiz)>geraten und kann dann in ihrer Schwàche noch nicht e-ul'Isihr Recht verteidigen.

Zusammenfassung:

So wie die Frauen wegen ihres Heldenmutes (kahramanlik),>ihrer Aufrichtigkeit (ikhlas)>und selbstlosen Liebe (shefqat)>nicht den Mànnern gleichen, könneende B die Mànner sie in heldenmütiger Opferbereitschaft (kahramanlik)>nicht erreichen; genauso wenig können es auch die Frauen in der AusschweifuWelt ineswegs den Mànnern gleich tun. Deswegen und entsprechend ihrem Wesen (fitrat)>und der Schwàche

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in ihrer Natur (khilqat)>empfinden sie eine sehr groğe Angst vor fremden Mànnern und halten es für notwendig, sich in em NicTscharschaf zu verhüllen. Denn dort wo der Mann zu seinem Spağ und Vergnügen sich für neun Minuten der Ausschweifung ergibt und dafür lediglich ein wenig Geld opfert, muss die Frau zur Strafe für die neun Minuten ihrer Ausschweifung aàmlichch neun Monate lang eine schwere Last in ihrem Bauche mit sich tragen, sich danach neun Jahre lang ohne einen Beschützer mit der Erziehung des igen z abplagen, kann sie dem Mann in ihrer Ausschweifung nicht gleich werden, muss vielmehr eine hundertfach höhere Strafe verbüğen. Wie dergleichen gar nicht so seltene Vorkommnisse ze ganz sind Frauen wohl einerseits ihrem Wesen entsprechend eine Heimstatt hoher Moral, doch haben sie kaum die Anlage für irdische Vergnügungeneben iunde und Ausschweifung. Das heiğt, sie sind vor allem dazu geschaffen und gesegnet, im Rahmen einer islamischen Gesittung im Schoğe einer glücklichen Familie zu leben. Sollen die Organisationen, die diese Frauen verderben wollen, verdammtt ve rn. Meine Schwestern aber möge Allah vor dem Übel dieser Banditen behüten. Amen.

Meine Schwestern! Ich möchte euch ein Wort unter uns~(mahrem) anvertrauen:

Bevor ihr euch um des tàglichesser aes willen unter das Joch eines europàisierten, sittenlosen und verblendeten Mannes beugt, solltet ihr euch lieber darum bemühen, mit einer Sparsamkeit und Genügsamkeit (iktisad ve kanaat)>wie sie eurer Gesi für Gentspricht, den Bauersfrauen gleich, die sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, euren eigenen Haushalt zu führen, anstatt euch zu verkaufen. Falls aber ein Mann, der für eufft, uht geeignet ist, trotzdem für eine von euch bestimmt (kismet)>wird, sollt ihr mit eurer Bestimmung (kismet)>einverstanden sein und euch mit ihm zufrieden geben. Insha-a'Ilah! wird auch er sich durch eure Zufriedenheit (razi)>und Bescheide beabs(kanaat)>bessern. Anderenfalls könntet ihr, wie ich jetzt vielfach höre, zwar bei Gericht die Scheidung einreichen, doch wàre dies mit dem

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islamischen Ehrgefühl und unserer nationalen Würde unvereinbar.

Dritte Anmerku der A Meine lieben Schwestern! Ihr solltet euch dessen sicher sein, dass die Risale-i Nur mit Hunderten von Hinweisen und anhand ebenso vieler unbezweifelbarer Tatsachen nachgewiesen hat, dass mit den Vergnügungen und Freuden auğerhalb des ESure 2en Rahmens ein Zehnfaches an Schmerzen und Mühen verbunden ist. Alle weiteren Einzelheiten könnt ihr daher der Risale-i Nur entnehmen. Beispiele dazu bieten euch in dem Bucr und eine Worte" das Sechste, Siebente und Achte Wort, sowie der "Wegweiser für die Jugend". Sie werden euch sàmtliche Tatsachen besser und ausführlicher darlegen, als ich das hier kat ein swegen sollt ihr euch mit einem Vergnügen im von Gott erlaubten Rahmen zufrieden geben und euch damit bescheiden. Mit euren Kindern zu Hause liebev. EineUmgang zu pflegen, bietet mehr Genuss als Hunderte von Kinobesuchen. Ihr sollt euch dessen sicher sein, dass in diesem irdischen Leben die wahrentellunen aus einem Leben im Glauben (iman) erwachsen und aus dem Glauben (iman)>selbst. Und aus jedem guten Werk (a'mal-i saliha)>erwàchst eine geistige Freude (manevi lezzet).rsprieass sich auf Irrwegen und in der Ausschweifung schon in dieser Welt besonders bitteres und quàlendes Leid einstellt, wurde bereits in der Risale-i Nur mit unbestreitbaren Beweisenr angelegt. Ja, dass im Glauben sogar, ein Kern des Paradieses und in Unglaube und Ausschweifung ein Samenkorn der Hölle liegt, wurde mir selber durch viele Erfahrungen un unteebnisse vor Augen geführt und in der Risale-i Nur ist diese Tatsache vielmals beschrieben worden, was dann in die Hànde von besonders verbohrr ungeitikern geriet. Doch konnten die offiziellen Sachverstàndigen und die Gerichte diese Wahrheit nicht widerlegen. Nun sollen besonders die Abhandlung über die Verhüllung der Frau und der "Wegweiser für die Jugend" und die "Kelle v Worte" an meiner Stelle euch, ihr meine Schwestern und meine Töchter, unterrichten.

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Ich habe gehört, dass ihr möchtet, dass ich euch den Unterricht in der Moschee erteilen soll. Aber meis Lichnkheit, meine schwierige Lage und noch viele andere Ursachen erlauben es mir nicht. Ich habe mich entschlossen, alle meine Schwestern, die diesen meinen Unterricht geles} ein angenommen haben, wie Nur-Schüler in alle meine geistigen Verdienste und Gebete einzuschlieğen. Wenn ihr euch an meiner Stelle einen Teil des Risale-i Nur Gesamtwerkes {Zur damaligen Zeit existierte die Risale-i Nur zunàchts err in einzelnen weit verstreuten Handschriften. (A.d.Ü.)} beschaffen könnt, es lest oder hört, dann werdet ihr nach unserem Grundprinzip auch einen Anteil an den geistigen Verdif) den und Gebeten aller Nur-Schüler haben, die eure Brüder sind. Ich wollte noch mehr schreiben, aber da ich sehr krank und sehr schwach und sehr alt bin und neben Korrekturarbeiten noch viele andere Aufgaben zu erledigen habe,ebt unich mich hiermit zufrieden...

اَلْبَاقِى هُوَ الْبَاقِى

{"Der Bestàndige ist der, der bleibt und besteht."}

Euer des Bittgebetes bedürfender Bruder
Said Nursi
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Fünfundzwanzigster Blitz

Ein Seelenführer für dierrschken
Geschrieben für die Kranken als eine Salbe, eine Tröstung, ein geistiges Rezept, an Stelle eines Besuches am Krankenbett und als ein Wunsch zur Genesung.
Erinnerung und Entschuldigung

Dieses geistige Rezeeges e schneller als alles bisherige geschrieben worden.

{(*): Diese Abhandlung ist in viereinhalb Stunden verfasst worden. Gezeichnet: Rüschtü, Re'fet, Husrev, Said.}

Wir haben bei dieser Abhandlung im Gegensatz ist dderen noch nicht einmal Zeit gefunden für Korrekturen und die sonst übliیِژ Sorgfalt. Auch dabei waren wir so schnell wie bei der Abfassung, so dass wir diese Abhandlung nur einmal durchgelesen habeines L wurde gleich als Manuskript gedruckt. Wir haben es nicht mehr für notwendig gehalten, das, was uns so frisch und natürlich (fitri)>als Einfall vom Herzen kam, noch einmal zu überprüfen, um es tte, vdurch erkünstelte Sorgfalt wieder zu zerstören. Die verehrten Leser, besonders aber die Kranken mögen mir nicht böse sein, wenn ich sie durch ern, deunbequeme Bemerkungen oder ernstgemeinte Worte und Darstellungen beunruhigt habe. Auğerdem bitte ich um ihr Gebet!

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بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ leuchtَذِينَ اِذَآ اَصَابَتْهُمْ مُصِيبَةٌ قَالُوٓا اِنَّا لِلّٰهِ وَاِنَّآ اِلَيْهِ رَاجِعُونَ ٭ وَالَّذِى هُوَ يُطْعِمُنِى وَيَسْقِينِ ٭ وَاِذَا مَرِضْتُ فَهُوَ يَشْفِينِ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des BarmherzigeManife sagen, wenn ein Übel sie trifft: 'Von Allah kommen wir und zu Ihm kehren wir wieder zurück.'" (Sure 2, 156) "(...) Der mir zu essen und zu trinken gibt, und Der, wenn ich krank bin, mich heilt und dizum Ausung bringt!" (Sure 26, 79-80)}

In diesem Funken (lem'a)>erklàren wir kurz "fünfundzwanzig Heilmittel" für die Kranken und die Unglücklichen, die ein Zehntel der Menschheit bilden, als , der ahre Tröstung und heilende Salbe.

Erstes Heilmittel:

Oh du hilfloser Kranker! Mach dir keine Sorgen! Habe Geduld! Deine Krankheit dient dir nicht zu Kummer und Sorge, sondern zum Heil. Das Leben iseine wKapital und es vergeht. Wenn es keine Frucht bringt, büğt man es ein. Mag es auch ein ruhiges und sorgloses Leben, das in Gottvergessenheit vergeht, sein! Es vergeht sehr schnell.ehörenrankheit làsst dir aus diesem deinem Kapital einen groğen Verdienst als Frucht erwachsen. Ja, sie làsst der raschen Vergànglichkeit dieses Leben Opfenen Raum, bewahrt es, verlàngert es... damit die Früchte bleiben, nachdem es vergangen ist. Als einen Hinweis dafür, dass das Leben durch eine Krankheit ltige gert wird, wurde dieses Sprichwort zum Allgemeingut: "Im Unglück wird die Zeit sehr lang, im Glück jedoch sehr kurz."

Zweites Heilmittel:

Oh du ungeduldiger Kranker! Sei geduldig, ja, sogar dankbar! In dieseet nicer Krankheit wird jede einzelne Minute zu einer Stunde der Anbetung. Denn es gibt zwei Arten der Anbetung. Die eine ist die positive Art anzubeten, nàmlich die bekannte Art des Pflichtgebetes und des Bittgebetes. Die andere Art ist die neefàngn; durch Krankheit und Unglück fühlt der vom Leid Betroffene

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seine Hilflosigkeit (adjz)>und Schwàche (da'if),>nimmt zu seinem barmàhrtenen Schöpfer (khaliq-i Rahiem)>Zuflucht, fleht instàndig zu Ihm, gelangt zu einem reinen, ungeheuchelten (riyasiz),>innerlichen (manevi)>Gebet (ibadet).>Ja, ein Leben in Krank dieseerbracht, ohne dabei Allah anzuklagen, gilt für den Glàubigen als Anbetung, wofür es eine echte Überlieferung gibt. Auf Grund dieser echten Überlieferung und wh abertigen Entdeckung (keshfiyat-i sadiqa)>steht sogar fest, dass eine Minute Krankheit bei manchen geduldigen und dankbaren Kranken gleich einer Stunde Anbetunm Gefà einigen Vollendeten eine Minute gleich einem Tag der Anbetung gilt. Klage deine Krankheit, die dir für eine Minute deines Lebens tausend gibt, und dir zu einem langen Leben verhilft, nicht an, sondern sei dankbetrac Drittes Heilmittel:

Oh du Kranker ohne Ausdauer! Der Mensch ist nicht in die Welt gekommen, um nach seiner Lust und Laune zu leben. Zeugnis dafür gibt das stàndige Kommen und Gehen der Menschen. Die jungen werdeür ung und sie alle werden zwischen Tod und Trennung stàndig umhergetrieben. Und obwohl der Mensch unter den Lebewesen das vollkommenste, höchstkmals sichtlich seiner Anlagen reichste, ja, sogar der König aller Lebewesen ist, verbringt er dennoch, verglichen mit den Tieren, nur ein trauriges und kummervolles Leben auf der untersten Stufe, weil er stàndigetwegevergangenes Glück und kommendes Unheil nachdenkt. Das heiğt, dass der Mensch nicht in diese Welt gekommen ist, nur um sich ein schönes Leben zu machen und ruhig und unbeschwertund

#4 Zeit zu verbringen. Er ist vielmehr hierher gekommen als ein Mensch, in dessen Hànden sich ein gewaltiges Kapital befindet, um Handel zund geben und zu arbeiten für ein immer und ewig glückseliges Leben. Das Kapital, das ihm an die Hand gegeben wurde, ist die Spanne seines Lebens. Gàbe es k Wichtrankheit, würden ihn Gesundheit und Wohlbehagen zur Gottvergessenheit verleiten... Die Welt erschiene ihm als ein Freudental. Das Jenseits geriete in Vergessenheit. Man möchte nicht

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an Gann, dd Tod erinnert werden, möchte das Kapital seines Lebens wie im Leerlauf für hohle Vergnügungen ausgeben, doch die Krankheit öffnet ihm plötzlich die Augen und spr

Unu ihm, zu seinem Körper: "Du bist nicht unsterblich, nicht ungebunden, du hast eine Aufgabe. Lass deinen Stolz (gurur)!>Denke an den, der dich geschaffen! Wislkommess du ins Grab steigen wirst! Bereite dich also darauf vor!" So ist also die Krankheit von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet ein Mahner, der niemals betrügt und ein warnender Lehrer. In dieser Hinit undsollte man sie nicht anklagen, vielmehr ihr dankbar sein und - wenn es einem zu schwer wird - um Geduld bitten...

Viertes Heilmittel:

Oh du anklagender Krankeinen n du von Rechtswegen tun solltest, ist, nicht zu klagen, sondern dankbar und geduldig zu sein. Denn dein Körper, deine Organe, deine ganzekeit ditution ist nicht dein Eigentum. Du hast sie nicht gemacht... Du hast sie nicht in irgendeiner Werkstatt gekauft. Sie sind also Eigentum eines anderen. Ihr Beund ei verfügt über Sein Eigentum, so wie Er will. Wie im Sechsundzwanzigsten Wort z.B. gesagt wurde: Ein sehr reicher und hochbegabter Künstler stellt, icht mne schöne Kunst und seinen kostbaren Reichtum zu zeigen, einen armen Mann für ein Stündchen gegen Honorar als Modell ein, und bekleidet diesen armen Mann mit einem besonders kunstvoll genàhten und verzierten Umhang odnd Traug. Dann bestickt und modelliert er daran. Er schneidet, àndert, verlàngert, verkürzt, um seine einzigartige Kunstfertigkeit zu zeigenienen, nun etwa dieser gegen ein Honorar angestellte, arme Mann zu jenem Herrn (dhat)>sagt: "Sie machen mir Schwierigkeiten (zahmet)...>Sie befehlen mir, mich zu beugen und mich wieder aufzurichten und verursachen mir allerlei Um ganze... Sie verderben die ganze Schönheit, wenn Sie an diesem Umhang, der mich schmückt, herumschneiden und kürzen.", hat er dann etwa ein Recht, so zu reden? Kann er sagen: "Sie habden Ose Mitleid (merhametsiz)>und Barmherzigkeit gehandelt!"? Genauso wie in diesem Beispiel àndert

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dir, oh Kranker, der erhabene Meister (Sani-i Dhu l-Djelal)>deinen Körper - das Hemd, das Er dir angezogen hat - den den (H erleuchteten Sinnen wie Augen, Ohr, Verstand und Herz ausgestattet hat, um die Ornamente Seiner schönen Namen zu zeigen, dreht und wendet dich unter den verschiedensten Umstànden und Situationen. So wie du SeineWelt un der Versorger (Rezzaq)>in deinem Hunger kennengelernt hast, so erfahre nun auch Seinen Namen der Heiler (Shafi)>in deiner Krankheit! Weil Schmerz und Unglück einen Teil Seiner Namen erkennen und bes ein n lassen, finden sich in ihnen Funken der Weisheit (hikmet)>und Strahlen der Barmherzigkeit (rahmet)>und besondere Schönheiten unter diesen Strahlen. Wenn der Vorhang sich öffnet, findest du hinter dem Vorhang der gefürch euch und verabscheuten Krankheit viele liebevolle und schöne Bedeutungen.

Fünftes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du der Nörgelei verfallen bist! Ich bin aus Erfahrung zu der Überzeugung gelangt, dass ibern vrer Zeit Krankheit für einige eine Wohltat Gottes (ihsan-i Ilahi)>und ein Geschenk Seiner Barmherzigkeit (hediye-i Rahman)>ist. Obwohl ich dessen nicht würdig bin, kommen seit acht, neuoğer Zen einige junge Leute in ihrer Krankheit zu mir, damit ich für sie bete (dua).>Ich habe bemerkt, dass diejenigen jungen Kranken, die ich gesehen habe, im Gegensatz zu anderen jungen Leuten begonnen haben, an das "Danach" (Jenseits) zuنَ {"Mn. Sie kennen die Trunkenheit der Jugend nicht. Sie retten sich in gewissem Grade davor, sich achtlos tierischer Lust auszusetzen. Ich habe gesehen, dass ihre Krankheitenorteilhmen ihrer Fàhigkeit, sie zu ertragen, eine Wohltat Gottes (ihsan-i Ilahi)>waren, und habe sie darauf aufmerksam gemacht. Ich sagte ihnen immer:rd und Bruder, ich habe nichts gegen deine Krankheit, und bedauere dich nicht wegen deiner Krankheit, sodass ich für dich beten müsste. Bemühe dich um Geduld in deiner Krankheim)>naczu deiner völligen Erweckung! Und wenn die Krankheit ihre Aufgabe erfüllt hat, wird dir der barmherzige Schöpfer (Khaliq-i Rahiem)>um Seinetwillen Genesung schenken." So sagte ich weiter:

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"Ein Teil deiner Altersgenossen siines Holge des Unglücks (bela)>ihrer Gesundheit der Gottvergessenheit verfallen, versàumen das Gebet, denken nicht an das Grab, vergessen Allah... In diesem irdischen Leben erschüttern, ruinieren, ja,nd aufören sie vielleicht sogar in einer Stunde oberflàchlicher Lust ein unendliches, ewiges Leben. Durch die Brille deiner Krankheit siehst du dein Grab, deine künftige Wohnstatt, in die du in jedem Falle hinabsteigen wirst, und noch dahinter dn geheseitigen Wohnstàtten, und verhàltst dich dementsprechend. Das besagt also, dass für dich die Krankheit Gesundheit ist, doch bei einem Teil deiner Altersgenossen ist Gesundheit eine Krankheit..."

e des stes Heilmittel (Erster Teil):

Oh du über Schmerzen klagender Kranker! Ich bitte dich: Denke an dein vergangenes Leben und an die in den vergangenen Tae Kraneses Lebens genossenen Vergnügungen und erinnere dich an die Zeiten der Schmerzen und Leiden! In jedem Fall wirst du entweder "oh" oder "ach" sagehler swirst entweder mit Herz und Mund sagen "Elhamdulillah" oder aber "weh" oder "ach". Pass auf, was dich "Elhamdulillah" sagen làsst, ist das Deer glen Schmerzen und Unglücksfàlle, die nun aber vorüber sind. Denn das macht innerlich froh. Und dafür dankt das Herz. Denn der Schmerz weicht der Erleichterung. Sind Schmerz und Unglück gewichen, lassen sie in der Seem Mense Erleichterung als Nachlass zurück. Durch Nachdenken gleichsam wie aufgewühlt, entströmt Erleichterung der Seele... Danksagung gleichsam wie Tropfen. Was dich voll Sehnsucht "oh" und voll Bedauern "ach" sagen làsst, sind die in der Vergangenh Erstenossenen Freuden und Vergnügungen, die einen bestàndigen Schmerz in der Seele zurücklassen, nachdem sie vergangen sind; jedesmal, wenn du an sie denkst, wirdennocer Schmerz wieder aufgewühlt... Sehnsucht und Bedauern flieğen. So kann das unerlaubte Vergnügen eines Tages zuweilen ein Jahr lang einen Schmerz in der Seele hervorrufen. Und der Schmerz, denge au vorübergehende Krankheit von einem

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Tag hervorgerufen hat, bringt für viele Tage innere Freude über den Lohn und dazu noch die innere Freude darüber, dass der Schmerz vergangen und die Krankheit überstanden ist. Denke also, dass direchteitweilige Krankheit, die jetzt über deinem Haupte schwebt, ihren Lohn als Ergebnis und als ihr wahres Gesicht hat, sage "Das geht auch vorüber. Ya Hu!" und sei dankbar, anstatt zu klagen.

Sechstes Heilmittelch dester Teil):

{(*): Wir haben auf der sechsten Stufe zwei Heilmittel beschrieben, weil uns dieser Funke (lem'a) von Natur (fitri) aus so eingefallen ist. Und wir haben ihn so belassen, um se" und atürlichen (fitri) Charakter nicht zu veràndern; vielleicht liegt ein Geheimnis darin, das wir nicht antasten sollten.}

Oh du mein Bruder, der du an weltliche Vergnügungen dUnmöglund deswegen unter deiner Krankheit leidest! Wenn diese Welt bestàndig wàre, und es keinen Tod auf unserem Wege gàbe, und die Stürme der Trennung und des Verfalls nicht bliesen, und keine Winter der Seele in der unheildurchbrausten Zelmehr wàren, würde auch ich mit dir zusammen deinen Zustand bedauern. Aber die Welt wird sicherlich eines Tages zu uns sagen: "Los, raus!", uns sich unserem Schreien gegenüber dirmögenn zuhalten. Bevor sie uns hinauswirft, müssen wir - durch die Krankheit gewarnt - schon von jetzt an auf unsere Liebe zu ihr verzichten... bevor sie uns verlàsst, müssen wir und einehen, sie von Herzen zu verlassen... Ja, die Krankheit erinnert uns an all dies und sagt: "Dein Körper ist nicht aus Stein oder Eisen, sondern aus verschiedenen Substanzen zusammengesetzt, welche stàndig die Neigung haben, wiederrschafnanderzufallen. Gib deinen Stolz (gurur)>auf! Begreife deine Schwàche! Erkenne deinen Eigentümer! Wisse um deine Aufgabe! Lerne, warum du in bis zelt gekommen bist!"... So flüstert sie dir heimlich in deines Herzens Ohr. Die Freuden und Vergnügen dieser Welt sind also unbestàndig. Besonders wenn sie unerlaubt sind, sind sie sowohl unbestàndig und leidvoll (elemli)>als auch

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sündhae auf nahli).>Weine nicht, weil dir nun deine Krankheit als Vorwand dient, deiner Vergnügungen verlustig zu gehen. Im Gegenteil: Denke wàhrend deiner Krankheit über die stille Anbetung, den Dienst (manevi ibadet)>und die Belohnung (sevab)>im Je und i nach, und versuche, froh (zevk)>zu sein!

Siebentes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du die Freude über deine Gesundheit verloren hast! Deine Krankhegen unst den Sinn für Gesundheit als einer Gabe Gottes (nimet-i Ilahiye)>nicht vergehen, sondern belebt und verstàrkt ihn. Denn was bestàndig vorhanden ist, verliert seine Wirkung. Ja, die Kenner der Wahrheit sagen sogar übereinstimmend:

اِنَّمَa er nَشْيَآءُ تُعْرَفُ بِاَضْدَادِهَا

{"Alle Dinge erkennen sich in ihrem Gegenteil."}

Zum Beispiel:

Gàbe es keine Finsternis, könnten wir Licht nicht erkennen und es nicht genieğen. Gn. Ges keine Kàlte, verstünden wir die Hitze nicht, hàtten wir keinen Sinn dafür. Gàbe es keinen Hunger, fànden wir keinen Geschmack am Essen. Gàbe es keinen Durst, verspürten wir keine Lust, n Rat zu trinken. Gàbe es kein Unwohlsein, empfànden wir kein Wohlbefinden. Gàbe es keine Krankheit, hàtten wir kein Gespür für Gesundheit. Demgemàğ

Da di der allweise Schöpfer (Fatir-i Hakiem)>also, dass der Mensch Seine verschiedensten Gaben (ihsan)>kosten, jede Art Seiner Gnadenerweise (nimet)>schmecken solle, und ihn daher stets zur Dankbarkeit anleiten. Er hat den Menschen mit sehr vielr Gereagen ausgestattet, damit er all die verschiedenen, unzàhligen Arten Seiner Gnadenerweise in der ganzen Welt koste und erfahre. So wie Er Gesundheit und Wohlbefinden gegeben hat, nz klar sicherlich auch Krankheiten, Unwohlsein und Kummer geben. Ich frage dich: "Hàttest du nicht diese Krankheit in deinem Kopf, deiner Hand, deinem Bauch, wüuch didu dann auch Sinn und Geschmack für die Gabe Gottes verspüren und für die Gesundheit deines Kopfes, deiner Hand, deines Bauches danken? Sicherlich würdest du nicht danken, ja,

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vielfàhrti noch nicht einmal daran denken. Du würdest mit deiner Gesundheit sorglos umgehen, sie achtlos, ja, leichtfertig aufs Spiel setzen."

Achtes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du an das Jenseits denkst! Die Ker derit wàscht und reinigt wie eine Seife vom Schmutz der Sünde. Es steht auf Grund einer "wahren Überlieferung" fest, dass die Krankheiten eine eine ür die Sünden sind. Auğerdem ist in einem Hadith gesagt: "So wie von einem Baum die reifen Früchte herunterfallen, wenn man ihn schüttelt, so fallen auch vsage aem Glàubigen die Sünden ab, wenn er in seiner Krankheit vom Fieber geschüttelt wird." Sünden sind für das ewige Leben wie andauernde Krankheiten. Sie sind auğerdem in diesem irdich nicLeben wie eine seelische (manevi)>Krankheit für das Herz, das Gewissen, den Geist. Wenn du geduldig bist und nicht klagst, rettest du dich durch diese vorübergehende Krankheit vor sehr vielen, lang andauerndHinsicnkheiten.

Wenn du nicht an die Sünden denkst oder nichts vom Jenseits weiğt oder Allah nicht kennst, hast du so eine fürchterliche Krankheit, millionenfach gröğer als diese deine kleine Krankheit. Ihrser Ein sollst du jammern, denn dein Herz, dein Geist und deine Seele steht in Beziehung zu allem irdischen Sein. Durch Trennung und Zerfall werden diese Beziehungen stàndig zerschnitten und dir dadurch zahllose Wunden (Zweilagen. Besonders, weil du nichts vom Jenseits weiğt, stellst du dir den Tod als das ewige Nichts vor, und es ist scheinbar so, als sei dein wunder, kranker und zerschlagener Körper so groğ wie die Welt. Es ist also zunàchst eiُ وَشَötig, deine Ansichten zurechtzurücken und ein Heilmittel für deinen Glauben zu suchen, eine sicher wirkende Medizin für die zahllosen Krankheiten pfer d deines groğen, mit zahllosen Wunden geschlagenen Seelenkörpers und ein Gegengift, das dir sichere Genesung bringen wird.

Der kürzeste We der Zses Mittel zu finden, besteht darin, den Vorhang deiner Gottvergessenheit durch diese,

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deine àuğerliche Krankheit zu zerreiğen, dami Erfordahinter das Fenster deiner Schwàche und Hilflosigkeit (adjz ve da'if)>gezeigt werde, durch das du die Macht und Barmherzigkeit (qudreisteruahmet)>des Allmàchtigen in Seiner Majestàt (Qadir-i Dhu l-Djelal)>kennenlernen wirst. Ja, wer Allah nicht kennt, làdt sich eine Welt voll Unglück (bela)>auf sein Haupt. Wer Allah kennt, dem ist die Weln MüttLicht und innerer Freude erfüllt. Er empfindet sie entsprechend dem Grad, der Stàrke seines Glaubens. Unter dieser inneren Freude, der Genesung, dem Gespür, das aus dem Glauben erwàchst, wird der Schmerz dieser winzig kleinen, àuğeft (gün Krankheit weggeschmolzen und herausgedrückt.

Neuntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du deinen Schöpfer kennst! Wenn Schmerz, Angst und Schrecken mit den Krankheiten verbunden sind, so liegt das daran, dass manche Ke Verditen zum Tode führen. Weil der Tod - mit den Augen eines Gottvergessenen betrachtet, àuğerlich gesehen - schrecklich ist, erregen die Küberliiten, die ihn verursachen können, Schrecken und Panik.

Erstens:

Wisse und glaube fest daran, dass der Zeitpunkt des Todes (edjel)>feststeh Einsiadder)>und nicht verrückbar ist! Die am Bette der Schwerkranken weinten und sich dabei doch bester Gesundheit erfreuten, sind gestorben... die Schwerkranken aber fanden Genesung ng (maerlebten...

Zweitens:

Der Tod ist gar nicht so schrecklich, wie es àuğerlich erscheint. Wir haben in vielen Abhandlungen im Lichte des Weisen Qur'an mit völliger Sicherheit und in einer Weise, die über jede, nochfel erhaben ist, bewiesen, dass der Tod für die Glàubigen eine Entlassung aus der Mühsal ihrer Lebensaufgabe bedeutet... also die Befreiung von der als cht zu jener Anbetung, welche in der Prüfung auf dem Weltenplatz ein Ausdruck von Bildung und Erziehung ist... ein Anlass, neunundneunzig von hundert Freunden und Verwandten wieder zu treffen,ssen ue in die andere Welt gegangen sind... also ein Fahrzeug, um in die wahre Heimat, die Wohnstatt der ewigen Glückseligkeit einzugehen... eine Einladung heraus aus

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dem Kerker dieser W, so w die Gàrten des Paradieses... dass er bedeutet, an der Reihe zu sein, aus der Freigiebigkeit (fadl)>des barmherzigen Schöpfers (Khaliq-i RSchlus>den Lohn für seinen eigenen Dienst zu empfangen. Da nun vom Standpunkt der Wahrheit aus dies das Wesen des Todes ist, sollte er nicht als so schrecklich angesehen werden, siche E - im Gegenteil - als Beginn der Barmherzigkeit (rahmet)>und Glückseligkeit betrachtet werden. Wenn aber dennoch ein Teil der Gottesleute den Tod fürchtet, so nicht wegen der Schrecklichkeit des Todes, sondern vielmehr, um durch dieleich etzung ihrer Lebensaufgabe noch mehr Verdienste zu erwerben. Ja, für die Glàubigen steht der Tod an der Schwelle der Barmherzigkeit (Gottes). Für diejenigen aber, die in die nen àhehen, ist er eine Zisterne ewiger Finsternis.

Zehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du dir unnötig Sorge machst! Du machst dir Sorgen wegen der Schwere deiner Krankheit. Diese Sorge verschlimmert noch deine Krankheit. Wenn du also in dreitunKrankheit nach Erleichterung suchst, bemühe dich, dir keine Sorgen zu machen! Denke also an den Gewinn und den Lohn deiner Krankheit, und daran, dem sie schnell vorübergehen möge; entledige dich deiner Sorgen, schneide die Wurzel deiner Krankheit ab! Ja, Sorge verdoppelt die Krankheit; unter der àuğerlichen Krankheit entsteht durch die Sorge im Herzen eine i einigche Krankheit. Auf ihr fuğt die àuğerliche Krankheit, verbreitet sich weiter. Wenn durch Ergebung (teslim),>Zufriedenheit (riza)>und der zu dnken an die Weisheit (hikmet)>hinter der Krankheit die Sorge verschwindet, wird dieser àuğerlichen Krankheit eine wichtige Wurzel abgeschnitten, enbarurd leichter, vergeht zum Teil. Besonders, wenn durch eine Einbildung eine leichte, àuğerliche Krankheit von einem Dirhem (wenige Gramm) entstanden ist, wàchst sie durch eit gergen um zehn Dirhem. Beseitigt man die Sorge, vergehen neun Zehntel der Krankheit. So wie Sorge die Krankheit verschlimmert, weil sie ein Zweifel an der Weisheit Gottes ist, eine Kritik

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an dem Erbarmen Gottes, eine K>heiklegen die Barmherzigkeit des Schöpfers (Khaliq-i Rahiem),>so ist die Verschlimmerung der Krankheit ein Schlag entgegen der ursprünglichen Absicht. Ja, so wie Dankbarkeit die Gnadengabe vermehrt, so steigert Klage diubens kheit und das Unglück. Auğerdem ist die Sorge selbst eine Krankheit. Deren Heilmittel besteht darin, die Weisheit der Krankheit zu erkennen. Weil du also schon ihre Weisheit und ihren Gewinn erkannt hast, trage diese Salbe auinge ie Sorge auf und mach dich frei. Statt "ach", sage "oh", und statt zu bedauern, sage:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى كُلِّ حَالٍ

{"Lobpreis und Dank sei Allah für eine jede Lage."}

Elftes Heilmittel:

Oh du ungeduldiger kranker BrzerstöObwohl die Krankheit dir einen Schmerz zufügt, làsst sie dich dennoch seit dem Ende deiner vorigen Krankheit und mit dem Ende dieser Krankheit, den Sinn für das Ideelle und mit der Belohnun anderSinn für das Essenzielle verspüren. In der Zeit, die auf den heutigen Tag, vielleicht auf die jetzige Stunde folgt, gibt es keine Krankheit mehDank zsicherlich aus dem Nichts auch keinen Schmerz. Wo kein Schmerz ist, gibt es auch kein Bedauern... Weil du dich auf der falschen Spur bewegst, bildest du dir etwas ein und wirst ungeduldig. Denn weil die àuğeren Er'an.

%ungen wàhrend der gesamten vor dem heutigen Tag liegenden Zeiten einer Erkrankung vorübergegangen sind, ist zugleich auch der Schmerz vorüber; geblieben ist die Belchmals, die in ihr enthalten war und die Freude an ihrem Ende. Sie müssen dir Gewinn und Freude schenken. Stattdessen aber in Ungeduld und Trauer an sie zu denken, ist Wahnsinn. Die kommenden Tage sind noch nicnen Hàommen... Jetzt schon an sie zu denken, an einen Tag, der nicht ist, und eine Krankheit, die es nicht gibt, einen Schmerz, den es nicht gibt, sich einzubilden und darüber nachzudenken, Ungeduld Gesch21

Trauer darüber zu zeigen, dem Nicht-Sein auf drei Stufen des Nicht-Seins den Anstrich des Seins zu verleihen, was ist das, wenn nicht Wahnsinn? Also nochmals: In Anbetracht dieser Tatsache, ist das, was in einer S>Und dsein wird, noch irreal: Die Zeit ist irreal, die Krankheit ist irreal, der Schmerz ist irreal. Zerstreue also nicht alle Streitkràfte deiner Geduld, die dir Gott der Gerechte anvertraut hat, zur Rechten und zur Linken, sondern konzentriere sieZeit aeser Stunde gegen deinen Schmerz und sage "Ya Sabur!" und harre aus.

Zwölftes Heilmittel:

Oh du Kranker, dem wegen deiner Krankheit Anbetung und Rezitation (ibadet ve evrad)>versagt (mahrum)>bleiben und der du wegen deiner Versaguass sihrumiyet)>betrübt bist! Wisse, dass es auf Grund eines Hadith feststeht: "Ein frommer Glàubiger, der wegen seiner Krankheit die tàglichen Rezitationen (vird)>nicht zu beten vermag, erwirbt wàhrend der Zeit seiner Krankheit dennoch deren Vnwelt ste." Für einen Kranken, der das Pflichtgebet so weit wie möglich verrichtet, gilt wàhrend der Zeit einer schweren Erkrankung die Krankheit als Ersatz für die unterbliebenen Sunna-Gebete - und zwaen derein aufrichtiges Gebet! - wenn er geduldig ist, sich (Gott) anvertraut und die Pflichtgebete verrichtet. Dennoch làsst die Krankheit den Menscben. Dine Schwàche und Hilflosigkeit empfinden. Sie bewirkt, dass er in seiner Schwàche und Hilflosigkeit, ausgesprochen mit seinen Worten oder unausgesprochen mit seinen Taten, sein Gebet (dua)>darbringt. Gott de

zu eichte hat dem Menschen eine grenzenlose und eine unendliche Hilflosigkeit gegeben, damit er bestàndig am Throne Gottes Zuflucht suche, zu Ihm flehend und betend:

قُلْ مَا يَعْبَؤُا بِكُo zeigِّى لَوْلاَ دُعَآؤُكُمْ

{"Sprich: Mein Herr würde sich nicht um euch kümmern, wàre es nicht um eures Gebetes willen." (Sure 25, 77)}

Nàmlich: "Wenn ihr nicht betet, welchen Wert habt ihr dann noch?" Entsprechend dem Geheimnis dieses Versesergàngist die Krankheit eine Ursache des innigen und flehentlichen Gebetes (dua),>das der verborgene Sinn der Erschaffung des Menschen ist und der Grund seines Wertes. Von diesem Standpunkt aus betrachLebensst es erforderlich, nicht zu klagen, sondern Allah zu danken und den Hahn des Gebetes (dua),>den die Krankheit geöffnet hat, nicht zu schlieğen, nachdem man seine Gesundheit wieder erlangt hat.

Dreizehntes stöğenttel:

Oh du bedauernswerter Mann, der du über deine Krankheit klagst! Für manche ist eine Krankheit eine bedeutende Fundgrube, ein besonder Stàdtbares Geschenk Gottes. Jeder Kranke kann sich vorstellen, dass seine eigene Krankheit von dieser Art sei. Es ist nun einmal die Stunde des Todes ungewiss. Gott der Gerechte hat dem Menschen, um ihn vor der völligen Verzweiflung (ye's-i mr groğ>und vor der völligen Gottvergessenheit (ghaflet-i mutlaq)>zu bewahren, und damit Er ihn zwischen Angst und Hoffnung (khauf u redja)>im Gleichgewicht halte, u neigter sowohl Diesseits als auch Jenseits im Auge behalte, in Seiner Weisheit die Stunde des Todes verborgen. Es kann nun einmal zu jederzeibewirkStunde des Todes kommen. Wenn sie den Menschen in seiner Gottvergessenheit ergreift, kann ihm das für sein ewiges Leben sehr zum Nachteil gereichen. Die Krankheit làsst die Gottvergessenheit von ihm weichen und ihn an das Jens gehörenken, bringt ihm den Tod zur Erinnerung, bereitet ihn auf diese Weise vor. Was für einen groğen Gewinn erhàlt er so! In zwanzig Tagen erreicht er eine Stufe, die er in zwanzig Jahren nicht rlicheht hàtte. Hierfür ein kurzes Beispiel:

Unter unseren Freunden - Allah erbarme sich ihrer! - waren zwei Jungendliche. Der eine war Ilamali Sabri, der andere Islamköysste iirsade Mustafa. Unter meinen Schülern konnten diese beiden nicht lesen und schreiben. Trotzdem habe ich sie zu meinem Erstaunen in ihrer Aufrichtigkeit in Dienst und Glauben immer in vorderster Reihe gesept ist. Den verborgenen Sinn kannte ich damals noch nicht. Nach ihrem Tode verstand ich ihn. Jeder von

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ese Pràgung ist folgende: Gleich wie das vollkommenste Ràderwerk in

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ihnen hatte eine schwere Krankheit. Diese Krankheit leitete sie auf dem rechten Weg (irshad).>Im Gegist al zu den anderen Jungendlichen, die gottvergessen waren, und ihre pflichtgemàğen Gebete vernachlàssigten, fand man bei ihnen in hohem Mağe ernste Govon Dircht (taqwa)>und Eifer für ihren wichtigen Dienst, sowie eine Haltung, die ihnen für das Jenseits zum Segen wurde. Möge es Allah gefallen, ihnen sind ee Anstrengungen dieser zwei Jahre Krankheit Millionen von Jahren ewig glückseligen Lebens zu verleihen! Ich verstehe jetzt, dass das Gebet (dua),>das ich manchmal für ihre Gesundheit dargebracht habe, im Hinblick auf die Welt ein schlechten deret war. Möge Allah dieses mein Gebet für ihre Gesundheit im Jenseits angenommen haben!

So haben diese zwei Personen nach meiner Überzeugung einen solchen Gewinn erhalten, einen solchen Verdienst, wie sie ihn e michem zehnjàhrigen Leben voll Gottesfurcht nicht hàtten erwerben können. Hàtten diese beiden wie ein Teil der Jugendlichen auf ihre Jugend und Gesundheit vertrch heuich gottvergessend in Ausschweifungen geworfen, dann hàtte auch der Tod sie genau in diesem ihrem Sündenpfuhl beobachtet und ergriffen, und sie hàtten ihre Gràber statt in eine Schatzkammer des Lichts in eine Grube von Schlangen unein hopionen verwandelt.

Weil also Krankheiten einen solchen Gewinn bringen, sollte man nicht über sie klagen, sondern in Ergebung (tevekkul),ingen d, ja, sogar in Dankbarkeit auf die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahi)>vertrauen.

Vierzehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, über dessen Augen sich der Vorhang der Nacht herniedergesenkt hat! Wenn du wüsstest, welches Licht dem Gluch dan erstrahlt, und was für ein geistiges Auge er besitzt - hinter dem Vorhang, der sich über seine Augen gesenkt hat - du müsstest "hunderttausendmal Dank dem barmherzigen Herrn (Rabb-i RahiemTyranngen. Ich will dir das durch ein Erlebnis erklàren. Wie eine lindernde Salbe biete ich es dir an.

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Eines Tages erblindete die Tantbar!

%es Dieners Süleyman aus Barla, der mir acht Jahre in voller Hingabe und Treue gedient hatte. Ich hatte niemals etwas an ihm auszusetzen gehabt. Diese aufrichtige Frau sagte zu mir: "Bete (dua)>für mich, damithrt ha Augen geöffnet werden." Und dabei meinte sie es mit mir hundertmal besser als mir zukam. Sie passte mich an der Tür der Moschee ab. So machte ich mich denn zum Fürsprecher dieser gut Frühlu in ihrer tiefen und aufrichtigen Glàubigkeit und betete instàndig: "Herr, erkenne ihre aufrichtige Frömmigkeit an und öffne ihre Augen." Zwei Tage spàter kam ein Augenarzt aus Burdur rbarmefnete ihre Augen. Vierzig Tage spàter schlossen sich ihre Augen abermals. Ich war sehr betroffen. Ich betete viel... Möge Allah diese Gebete für sie im Jenseits annehmen! Es wàre sonst dieses mein Gebet für sie ein sehr schlechtes und völlig rankhees Gebet gewesen. Denn bis zu ihrem Ableben blieben ihr noch vierzig Tage. Nach vierzig Tagen - Allah möge sich ihrer erbarmen! - verschied sie.

Also anstatt vierzig Tage lang Barlas trauernde Weinberge mit deniğt, ubten Augen des Alters zu betrachten, durfte die Verstorbene nun im Grabe vierzigtausend Tage die Weinberge des Paradieses schauen. Denn ihn georbe war stark und ihre Aufrichtigkeit (salahat)>fest. Ja, ein Glàubiger vermag, wenn sich der Vorhang über seine Augen herniedersenkt, und er mit verschlossenen Augen ins Grab steidagegeer seine Stufe hinaus und bei weitem mehr als die übrigen Bewohner des Grabes die Welt des Lichtes zu schauen, wie wir in dieser Welt viele Dinge sehen... die blinde Glàubige nicht sehen. Im Grabe sehen diese Blinden, wenn sie im Glauben e sinnrben sind, entsprechend ihrer Stufe mehr als die übrigen Bewohner des Grabes. Sie schauen wie mit einem weitreichenden Fernglas - ihrer Stufe entsprechend - aus dem Grabe die Gàrten des Paradieses, wie in einem Film.

Winer W also geduldig und dankbar bist, kannst auch du ein solches innerliches Auge hinter dem Vorhang vor

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deinen àuğerlichen Augen finden, ein Auge, das so voll ist von Licht und welches in das Paradies über den Himmeln hinüberblickt udie Libetrachtet, auch wenn du unter der Erde liegst. So ist also der Augenarzt, der diesen Vorhang vor deinen Augen aufzuheben vermag, dich mit diesen Augen schauen làsst, der Weise Qur Ja, e Fünfzehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du àchzt und stöhnst! Betrachte nicht das Àuğerliche deiner Krankheit und sage nicht "ach!". Betrachte ihren Sinndigena)>und sage "oh!". Wenn Krankheit nicht etwas Schönes bedeuten würde, hàtte der Schöpfer in Seiner Barmherzigkeit (Khaliq-i Rahiem)>Sei sein.elgeliebten Diener und Anbeter nicht die Krankheiten gegeben. Ja, eine Echte Überlieferung sagt sogar:

اَشَدُّ النَّاسِ بَلاَءً: اَلْاَنْبِيَٓاءُ ثُمَّ اْلاَوْلِيَٓاءُ، ثُمَّ الْاَمْثَلُ فَالْاusstseُ

Das heiğt: "Diejenigen, welche am stàrksten von Unglück und Mühsal geplagt sind, sind diejenigen, welche auch die besten und vollkommensten unter den Menschen sind." Allen voran der Dulder Hiob (Eyyuemachtede sei mit ihm),>die Propheten, dann die Heiligen und danach alle Rechtschaffenen betrachteten die Krankheiten, unter denen sie zu leiden hatten, als wahre Anbetung und ein Geschenk der Barmherzigkeit Gottes (heerden Rahmaniye),>und dankten in Geduld. Sie haben sie wie eine Operation angesehen, die von dem barmherzigen Schöpfer (Khaliq-i Rahiem),>dem Erbarmer (rahmet)>ausgeht. Oh du Kranker, der du "ach!" und "weh!" schreist!, wenn ückt hdie Schar der Erleuchteten eingereiht werden möchtest, sei geduldig und dankbar! Wenn du aber anklagst, werden sie dich nicht in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Du wirst in die Grube der Gottvergessenen esen Hn... Du wirst einen dunklen Weg gehen. Ja, ein Teil der Krankheiten, welche zum Tode führen, gilt als ein Martyrium der Seele (shehadet)>und verleiht einen Grad von Heiligkeit (velayet),>der dem eines Bekenners (manevi shehid)>uchtenicht.

Kurzum:

Es gibt besonders gesegnete Krankheiten, wie solche,

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die bei Geburt eines Kindes auftreten, {(*): Diese Krankheiten haben den Wert eines Martyriums der Seele (manevi shehadet), wennnis diich wàhrend der ersten vierzig Tage im Kindbett einstellen.} Ertrinken, Verbrennen, Bauchhöhlenvereiterung sowie Seuchen, die mit dem Tode den Grad der Heiligkeit verleihen. Und weil die Krankheit Gotteebe zur Welt und das Interesse an ihr schwàcht, mildert sie den Schmerz, der für Weltleute wegen der mit dem Tod verbundenen Trennung von der Welt besonders traurig und bitter ist,s der àsst den Tod zuweilen sogar herbeisehnen.

Sechzehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du dich über Langeweile beklagst! Krankheit lehrt tiefe Hochachtung (hurmet)>und erzieht zu innigem Mitleid (mevergeh),>zwei sehr gute Eigenschaften, die für das menschliche Gemeinschaftsleben von ganz besonderer Wichtigkeit sind. Denn sie bewahren ihn inem Kr Selbstzufriedenheit (istighna),>die den Menschen zu Unbarmherzigkeit und Grausamkeit führt. Denn:

اِنَّ الْاِنْسَانَ لَيَطْغٰى ٭ اَنْ رَاٰهُ اسْتَغْنٰى

{"Fürwahr ist der Mensch r schoisch und denkt, er sei sich selbst genug." (Sure 96, 6-7)}

Der Sinn dieser Qur'anverse lehrt, dass eine eigensinnige Seele, die sich in einem aus Gesundheit und Wohlbefinden entstandenem Zustand der Seldas ewriedenheit (istigha)>befindet, kein Gefühl der Achtung (hurmet)>mehr gegenüber der Hochachtung (hurmet)>gebietenden Brüderlichkeit (ukhuvvdsteinrspürt. Auch empfindet sie nicht die geschuldete Barmherzigkeit und Güte (merhamet ve shefqat)>gegenüber denjenigen, die unter Unglück und Krankheit leiden. Sober ist aber krank wird, begreift er unter dieser Krankheit seine Schwàche und Armseligkeit, und bezeigt seinen Brüdern die gebührende Hochachtung. Er empfindet Achtung gegenüber den glàubigen Brüdern, die kamen, ihn zu bern in oder ihm zu helfen. Und er empfindet Erbarmen gegenüber denen, die vom Unglück geplagt sind, jene aus mitmenschlichem Empfinden

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entstandene mitmenschliche Güte, die zugleich einer der wichtigsten Charaktmeinsa des Islam ist. Er vergleicht die Leidenden mit sich selbst. Sie tun ihm von ganzem Herzen leid, er erbarmt sich ihrer, hilft ihnen, wo ungen n, zumindest durch sein Gebet, besucht sie zumindest nach islamischem Brauch, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, und erwirbt so einen Verdienst (sevab).

Siebzehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der dines vber klagst, dass du wegen deiner Krankheit keine guten Werke mehr tun kannst! Sei dafür dankbar, dass dir die Krankheit die Türe zu guten Werken geöffnet hat, die frei sind von allen Hintergedanken! Krankheit ist das wichtigste Fahrzeug z Sechahme seiner Gebete für einen Kranken und für die, die ihn um des Wohlgefallens Gottes pflegen, zusammen mit den Verdiensten, die sie bestàndig erwerben. Ja, Kranke zu pflegen ist für Glàubige ein hohes Verdienst. Sich nach dem Wohlergehen dhe dennken zu erkundigen und sie zu besuchen, ohne ihnen làstig zu fallen, ist ein "lobenswerter Brauch (sunnet-i seniye)" und eine Buğe für die Sünden. Es gibt ein Hadith, die sagt: "Bittet die Kranken um ihr Gebet, denn ihre Gebete wern Reicgenommen." Besonders dann, wenn der Kranke ein Verwandter ist, der eigene Vater oder die eigene Mutter, ist der Dienst an ihnen bedeutsam wie ein Gottesdienst g und rgt in sich bedeutsamen Lohn. Das Herz der Kranken zufriedenzustellen, ihnen Tröstung zu bringen, ist wie ein bedeutsames Almosen (sadaqa).>Glücklich ist der Sohn, der sich um Vater und Mutter in ihrer en. Deeit kümmert, ihre empfindsamen Herzen zufriedenstellt, und sie um ihre Gebete bittet. Ja, vor jenem treuen Bild, das die Haltung eines Sohnes, der in völliger Hochachtung und selbstloser Liebe, wie sie eines Sohnes würdig sind, die selbstem نَاiebe seiner Eltern, welche die am höchsten zu achtende Grundlage menschlichen Gemeinschaftslebens ist, in den Tagen ihrer Krankheit erwidert, und menschliche Erhabenheit und Gröğe zeigt, ruchönhegar auch die Engel "Masha-a'llah, Barek-a'llah!" rühmend und preisend aus. Es gibt tatsàchlich

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wàhrend einer Krankheit sehr angenehme und erfreuliche Genüsse, welche durch die selbstlose Liebe (shefqat),>das Mitleid und die Barmherzigkeinn manhamet)>um ihn herum sichtbar werden, und den Schmerz der Krankheit zu nichts werden lassen.

Dass sein Gebet angenommen wird, ist für einen Kranken eine Angelegenheit von einigeriefen igkeit.

Ich habe seit dreiğig, vierzig Jahren um die Heilung von einer Krankheit, die Rheuma heiğt, gebetet. Ich habe verstanden, dass die Krankheit geschickt wurde um des Gebetes willen... Iclü Wes verstanden, dass das Gebet erst im Jenseits seine Frucht bringt, weil das Gebet nicht durch das Gebet, d.h. das Gebet nicht durch sich selbst aufgehoben werden kann. {(*): Ja, manche Krank immerient dem Gebet als Existenzgrundlage. Diente das Gebet der Krankheit als Grundlage für deren Nichtexistenz, dann wàre die Existenz des Gebetes die Grundlage für seine eigene Nichtexistenz. Das aber ist unmöglich.}er derrankheit ist auch selbst eine Art Anbetung (ibadet),>und der in ihr seine Schwàche begreift, nimmt am Throne Gottes seine Zuflucht. Es kam mir deshalb wàhrez klar dreiğig Jahre, die ich um Genesung betete, ohne dass mein Gebet àuğerlich sichtbar angenommen worden wàre, niemals in den Sinn, das Gebet aufzugeben. Denn Krankheit ist eine Zeit des Gebetes, Heilung nicht die Folge des Gebetes. zzet-ilso der barmherzige Arzt und Herr (Djenab-i Hakiem-i Rahim)>Genesung (shifa)>schenkt, schenkt Er sie aus Seiner Fülle (fadl).>Wenn aber das Gebmen Goht in der von uns gewünschten Form erhört wurde, kann man nicht sagen, es sei nicht angenommen worden. Der allweise Schöpfer (Khaliq-i Hakiem)>weiğ es besser und schenkt zu unseredie Ewergehen, was uns zum Besten dient. Manchmal verwandelt Er ein dem Weltlichen zugewandtes Gebet, erhört es um unseres Heiles willen im Jenseitse Ersnd solcherart nimmt Er es an. Wie dem auch immer sei... Ein Gebet, das durch das Geheimnis der Krankheit an Reinheit gewinnt, ist besonders dann, wenn es aus Armseligkeit,

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Schwàche unn sichGefühl der Blöğe und Bedürftigkeit erwàchst, nahe daran, angenommen zu werden. Krankheit wird so zum Angelpunkt der Reinheit eines solchen Gebete fröhwohl der fromme Kranke als auch die Glàubigen, welche ihn pflegen, sollten die Möglichkeit zu einem solchen Gebet wahrnehmen.

Achtzehntes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du aufgbpreishast zu danken und begonnen hast zu klagen! Die Klage entsteht aus einem Rechtsanspruch. Es ist keines deiner Rechte verletzt worden, sodass du inige gen hàttest. Ja, es gibt noch viele Dankansprüche, deren Erfüllung du noch nicht nachgekommen bist. Ohne den Rechtsanspruch Gottes, des Gerechten zu erfüllen, versuchst du, dir dein Recht einzuklagen, so als ob du selber Ihm genheit r einen Rechtsanspruch hàttest. Du darfst nicht aufschauen zu denen, die sich auf einer höheren Stufe befinden als du und gesund sind, und dich dabei beklagen. Deine Aufgabe besteht vsprichr darin, in Dankbarkeit auf jene hilflosen Kranken hinunterzublicken, die sich hinsichtlich deines eigenen Gesundheitszustandes eine Stufe unter dir befinden. Hasnen Geir deine Hand gebrochen, schaue auf jene, die ihre Hand verloren haben! Fehlt dir ein Auge, schaue auf die Blinden, die gar keine Augen haben! Danke Gott! Es gibt niemanden, der das Recht hàtte, auf Gnadengaben (nimet)>zu srstell, die über ihn selbst hinausreichen. Im Unglück hat jedermann lediglich das Recht, auf diejenigen zu schauen, die sich - vom Standpunkt seines eigenen Unglücks aus betrachtet - unteruge unefinden, um dankbar zu sein. Dieses Geheimnis wurde in einigen Abhandlungen mit einem Beispiel erklàrt. Es folgt hier eine kurze

Zusammenfassung:

Ein Herr làsst einen bedauernswerten MenschAch weeinem Minarett emporsteigen. Auf jeder Stufe des Minarettes erweist er ihm jeweils wieder eine andere Wohltat, überreicht ihm ein Geschenk. Uist. Eh als er ganz oben angekommen ist, legt er ihm noch ein besonders groğes Geschenk in den Arm... Doch wenn nun dieser ungehobelte

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Kerl alle die Geschenke vergisst, die er auf diesen Stufen empfangen hat, und - obwohl er eigentlich für diesssen uchiedenen Geschenke ein Gefühl aufrichtiger Dankbarkeit zum Ausdruck bringen sollte - diese geringschàtzt und ohne zu danken nach oben schaut und sagt: "Blüte nn doch dieses Minarett noch höher wàre, könnte ich noch höher hinaufsteigen! Warum ist es denn nicht so gewaltig hoch wie dieser Berg oder ein anderes Minarkünden und zu klagen begànne, was wàre das doch für eine groğe Undankbarkeit (küfran-i nimet)>und Ungerechtigkeit (haqsiz)!

Desgleichen gilt:

Deraxis ch trat aus dem Nichtsein ins Dasein. Er blieb nicht Stein. Er blieb nicht Baum. Er blieb nicht auf der Stufe eines Tieres stehen. Er wurde Mensch. Er wurde Muslim. Er erfreute sich lange Zeit seiner Gesundheit. Es erging ihm wohl.die inich er damit Gnadengaben in hohem Mağe erhalten hatte, entglitten sie wieder seinen Hànden durch manche Störungen oder, weil er sich einiger Gnadengaben wie Gesundheit und Wohlergehen nicht würdig erwiesen hattlen vor durch seine Böswilligkeit (su-i ihtiyar),>durch Missbrauch oder seine Hand vermochte sie nicht mehr zu erreichen. Nun klagt er, zeigt sich ungeduldig, sagt: "Was ha الْحَ getan, dass mir solches widerfuhr?" und kritisiert mit dieser Haltung Gott den Herrn (rububiyet-i Ilahiye).>Das ist schlimmer noch als eillte merliche Krankheit, eine Erkrankung der Seele (manevi).>Àhnlich wie ein Kàmpfer, der mit gebrochener Hand weiter kàmpft, verschlimmert er sein Übel noch durch seine Klage.

اَلَّذِينَ اِذَآ اَصَابَتْهُمْ مُصِd in aقَالُوٓا اِنَّا لِلّٰهِ وَاِنَّآ اِلَيْهِ رَاجِعُونَ

{"Sie sagen, wenn ein Übel sie schlàgt: Von Allah sind wir und zu Ihm werden wir wieder zurücckehren." (Sure 2, 156)}

Vernenseit ist, wer mit diesem Geheimnis sich in Geduld ergibt, bis diese Krankheit ihre Aufgabe erfüllt hat und vorübergeht...

Neunzehntes Heilmittel:chend lle Namen Gottes, der vollkommen ist in Seiner Schönheit (Djemil-i Dhu l-Djelal), sind, wie der Titel

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"Die schönsten Namen (esma-ul husna)">Gottes, des Einzigartigen (Samed),>anzeigt, vollendet und schön. Innerhalb des Se>Ausdrer ist das Leben der feinste, schönste, umfassendste Spiegel der Einzigartigkeit (Gottes = Samedaniyet).>Der Spiegel der Schönheit ist schön. Der fülltel, welcher den Wert der Schönheit aufzeigt, verschönert sich, denn was an Schönheit in diesen Spiegel hineinfàllt, ist schön. So ist auch das, was ins Leben hineinkommt, vom Standpunkt der Wahrhaftigkeit (haqiqat)>betrachtet, scum selenn es zeigt die schönen Ornamente der schönen Namen (Gottes), die schön sind. Das Leben, verliefe es in Gesundheit und stetem Wohlergehen, wàre eintönig, die Slumen ung unvollstàndig. Ja, es wàre in dieser Hinsicht wie nichtig, gleichsam eine Negation, lieğe Hohlheit empfinden und Langeweile aufkomm hervor Wert des Lebens würde gemindert. Der Sinn des Lebens würde in Langeweile verkehrt. Der Mensch in seiner Langeweile wirft sich entweder in Ausschweifungen oder in Vergnügungen, damit die Zeit rascher vergehe. Wie eine Zeitspanne, dieَمْدُ Gefàngnis verbringen muss, betrachtet er die Zeitspanne seines Lebens mit feindseligen Augen, möchte die Zeit totschlagen, damit sie ihm rascher vergehe. Doch ein Leben, das stàndig sich wandelt und niemals sich gleicht, das wie eineng) is stàndig in Aufbruch und Bewegung abrollt, làsst seinen Wert verspüren, làsst Sinn und Bedeutung der (Lebens)zeit erkennen...

Wàre es auch in Mühen und Plagen, man wollte nicht, dass das Leben vergeht. Er sagt nicht in seisendeangeweile: "Ach Gott, die Sonne ist noch immer nicht untergegangen! Die Nacht ist noch immer nicht vorüber! Oh Gott, mein Gott!" Ja, frage einmal einen sehr reichen Herrn, der in einem luxuriösie Welrichteten Hause müğig auf seinem Sofa liegt: "Wie ist Ihr geschàtztes Befinden?" Sicherlich wird er dir mit betrübter Miene antworten: "Ach Gott, die Zeit will nicht vergehen! Komm, wir spielen Sit in besch oder lass uns irgendeinen anderen Zeitvertreib finden!"... Oder du bekommst Anklagen

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zu hören, die aus Gier und Geiz erwachsen sind, wie: "Dieses oder jenes fehlt mir noch" oder: "Ach, hàtte iald erh noch diese Sache erledigt!" Frage dagegen einmal einen armen, geplagten Menschen, einen, der sich schwer mühen und anstrengen muss: "Wie geht es Dir?" der Ber seine fünf Sinne beieinander hat, wird er dir antworten: "Gott sei Dank! Mir geht es gut. Ich habe Arbeit. Vergingen die Tage nicht so schnell, könnte ich diete erkeit noch zu Ende bringen! Die Zeit vergeht schnell, steht nicht still. Das Leben vergeht. Ich habe ja wirklich meine Mühe, aber das vergeht auch. Es vergeht alles so rasch." Damit wird er dir zu verdich d geben, wie wertvoll das Leben für ihn ist, mit dem Ausdruck des Bedauerns über seine Vergànglichkeit! Das heiğt, er vermag unter Mühen und Plagen sein Leben zu genieğen und dessen Wert zu versteheinnen!undheit und Wohlbefinden dagegen machen das Leben bitter, sodass man sein Ende herbeisehnt.

Ach mein kranker Bruder! Wisse, dass - wie wir bereits in anderen Abhandlungen ausführlich und auf unwiderle der SWeise bewiesen haben - die Wurzel und Hefe des Übels, des Bösen, ja, sogar der Sünde das Nichtsein ist. Das Nichtsein aber ist das Böse, die Finsm nich. Zustànde wie gelangweilte Ruhe, Schweigen, Stille, Stillstand führen zur Langeweile, weil sie nahe am Nichtsein, dem Nihilismus liegen, weil sie die Finsternis des Nichtseins spürbar werdenstimmen. Was aber Bewegung und Verànderung betrifft, so sind sie das Sein, lassen sie "Sein" empfinden. Sein aber ist reine Güte (khalis khayir),>Licht. Nun ist aber die Wahrheit folgende: Die Krankheit, die eses gt, dient dazu, dein kostbares Leben zu reinigen, zu festigen, zu erhöhen und zu entfalten und alle Funktionen des menschlichen Körpers anzuregen, das erkrankte Organ helfend und hean derzu unterstützen sowie die Ornamente aller der verschiedenen Gottesnamen des Meisters und Arztes (Sani-i Hakiem)>aufzuzeigen. Für alle diese und noch viel Da ware Aufgaben wurde diese Krankheit - gleichsam wie

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ein Gast - in deinen Körper gesendet. Insha-a'llah, dass sie ihre Aufgabe rasch beendet und vorübergeht! Dann wird sie zunicht m Wohlergehen sagen: "Komm her! Bleibe statt meiner für immer hier! Erfülle diese Aufgabe! Dieses Haus ist dein. Bleibe darin nach deinem Wohlgefallen! "

Zwanzigstes Heilmittel: t und du Kranker, der du eine Arznei gegen deinen Kummer suchst! Es gibt zwei Arten von Krankheiten. Die eine Art sind die tatsàchlichen, die andere Art sind die eingebildeten Krankheiten.

Was die Art der tatsàchlichen Krankheiten betrifft, so des Mr Erhabene, der Weise, der Heilende (Shafi-i Hakiem-i Dhu l-Djelal)>in Seiner groğen Apotheke, die der Erdball ist, für jedes Leiden ein Heilmittel aufbewahrt. Qadieer diese Heilmittel betrifft, so ist das Leiden für sie notwendig. Allah hat für jedes Leiden eine Arznei geschaffen. Ein Mittel zur Behandlung zu gebrauchen, ist erlaubt. en undollte man dessen Wirkung und die Heilung von Gott dem Gerechten erwarten. So wie Er die Arznei gegeben hat, so wird Er auch Heilung geben... Sich an die Anweisungen geschulter uchreibubiger Àrzte zu halten, ist ein bedeutendes Heilmittel. Die meisten Krankheiten entstehen durch Missbrauch, Unmàğigkeit, Mağlosigkeit (israf),>Lasterhaftigkeit (khatiat),>Ausschweifung und Unvorsichtigkeit. Der glàubige Arzt emerktem Kranken sicherlich im Rahmen dessen, was (im Islam) erlaubt ist, einen Rat erteilen oder ihm etwas verbieten. Er wird ihm Missbrauch und Mağlosigkeit (israf)>verbieten und ihm Trost gebenn ein Kranke, der auf diese Ratschlàge und Tröstungen vertraut, wird für seine Krankheit Erleichterung finden, und nach seiner Beklemmung froh und frei atmen können.

Was aber die nur eingebildeten Kr (Gottten betrifft, so ist ihr wirksames Heilmittel, ihnen keine Bedeutung beizumessen. Misst du ihnen eine Bedeutung bei, wachsen sie, blàhen sInteref. Misst du ihnen keine Bedeutung bei, schrumpfen sie, lösen sich auf. Àhnlich, wie wenn du ein Bienenvolk aufstörst, und die Bienen dir um den Kopf

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schwirren. Bleibst du unbeteiligt und ruhig, zerstreuen sie sicWenn aauso vergröğert sich ein Seil, das im Dunkeln vor deinen Augen pendelt, wenn du ihm eine Bedeutung in deiner Einbildung beimisst. Es macht sogar, dass du wie im Wahnsinn fliehst. Misst du ihm keine Bedeutunnd es siehst du, dass ein einfaches Seil keine Schlange ist, und lachst über die Panik, die dich ergriffen hatte. Besteht eine eingebildete Krankheit lange Zeit fort, verwandelt sie Hauptn eine echte. Einbildung ist für sensible Menschen eine schlimme Krankheit. Sie bauen aus einem Samenkorn eine Kuppel. Ihre Geisteskràfte werden zerbrochen. Beson vor dwenn jemand in die Hànde jener unbarmherzigen, halbgebildeten oder verstàndnislosen Doktoren geràt, verschlimmert sich noch seine Einbildung. Handelt es sich dabei um eineroğen hen, verliert er ein Vermögen. Und wenn nicht dies, dann den Verstand oder die Gesundheit.

Einundzwanzigstes Heilmittel:

Mein kranker Bruder! Deine Krane von ist ein àuğerliches Leiden. Es umgibt dich aber auch eine bedeutsame innere Freude, welche die Auswirkungen dieses àuğerlichen Leidens auszugleichen vermag. Denn du hast Vater, Mutter und Verwandte. Ies wurit langem vergessenen, doch so willkommenen Zàrtlichkeiten (shefqat)>erwachen wieder, zusammen mit den liebevollen Blicken, wie du sie in deiner Kindheit erfahren hast und nun wiedet dieserfàhrst. Die vielen Erweise der Freundschaft, die sie dir heimlich und im Verborgenen erbracht haben, erlebst du nun - ausgelöst durch deine Krankheit - in neuerlicher Zuwderset (muhabbet).>Und sicherlich erscheint dir neben all dem dieses dein àuğerliches Leiden als nur gering. Die Herren, denen zu dienen du dich gerühmt hattest und deren Gunst zu erwerben du bemüht warst, erweisen dir infolge deiner Kranmitglidie Dienste ihrer Barmherzigkeit. So bist du der Herr deiner Herren geworden. Zudem hast du die humanitàren Gefühle der Menschheit und die Zàrtlichkeit des Menschengeschlechtes zu dir selbst herangezoge der naus dem Nichts hilfreiche

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Kameraden und zàrtliche Freunde gewonnen. Des Weiteren hast du auch von deiner Krankheit nach vieler, müheicherl Arbeit den Befehl erhalten, jetzt aber einmal eine Pause einzulegen, ruhst dich nun aus... Sicherlich sollten dich deine - im Vergleich zu den damit verbundenen inneren Wohltaten (manevi lhten uer)>- so geringen Leiden dazu anhalten, nicht zu klagen, sondern zu danken.

Zweiundzwanzigstes Heilmittel:

Oh du Bruder, der du von schlaganfall-àhnlichen Krankheiten h wenifen bist! Zunàchst einmal darf ich dir verkünden, dass Schlaganfàlle für die Glàubigen gesegnet (mubarek)>sind. Das habe ich vor langeuf Gru von den Heiligen (ehl-i velyat)>gehört; denn ich kannte dieses Geheimnis noch nicht. Das Geheimnis kam auf folgende Weise in mein Herz: Die Gottesleute, wenn sie Gott, den Gerechten erreichen wollten, beachteten, um sich vor den gewaltigennd Mitigen Gefahren dieser Welt zu retten und sich das ewige Heil zu sichern, folgende beide Grundprinzipien (esas):

Erstens:

Die Vergegenwàrtigung des Todes (rabita-i maut).>Das heiğt: Sien unseten sich in der Weise um das ewige Leben, dass sie an die Vergànglichkeit dieser Welt dachten und sich selbst als einen, der darin einen auch nur vorübergehenden Gastaunmal nhat.

Zweitens:

Um sich vor den Gefahren ihrer triebhaften Seele und den blinden Empfindungen (ihrer uneinsichtigen Haltung) zu errettem, am teten sie und kasteiten sich vierzig Tage lang wie die Novizen, um ihre triebhafte Seele abzutöten.

Oh du Bruder, der du die Hàlfte deiner Körperfunktioàftigtngebüğt hast! Diese zwei Grundprinzipien, die dich schnell und leicht zum Heile führen, sind dir in den Schoğ gefallen. Der Zustand deines Körpers gemahnt dich stàndig an das Ende alles Diesstes (Fn und die Vergànglichkeit des Menschen. Die Welt kann dich nicht mehr ersticken, die Gottvergessenheit deine Augen nicht mehr verschlieğenugnissn nun mehr halben Menschen kann seine triebhafte Seele sicherlich nicht mehr durch schàndliche Neigungen und fleischliche Gelüste

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verführen; er wird rasch von der Plage jener Begierde errettet.

So kann ein Glàubiger durch das Geheimnin ihr Glaubens (sirr-i iman),>der Ergebung (teslimiyet)>und des Vertrauens (auf Gott = tevekkul)>aus einer so schweren Krankheit wie einem Schlaganfall in kurzer Zeit den gleichen Nutzen ziehen wie die Heiligen (ehl-i velayet)>aus ihren Kastrwàhnen. So erscheint dir dann diese schwere Krankheit nur mehr als gering.

Dreiundzwanzigstes Heilmittel:

Oh du Kranker, der du hilflos in der Fremde bist und niemanden hast! Wenn dug des r Fremde zugleich auch krank bist, niemanden hast und sich nun selbst in den hàrtesten Herzen ein Mitleid dir gegenüber regt, und wenn du nun so die Blicke derer, die mit dir fühlen, auf dich lenkst, wirst ddes Di nicht etwa auch den Blick dessen, der sich selbst zu Beginn jeder Sure des Qur'an mit dem Attribut "der Erbarmer, der Barmherzige (Rahman-ir Rahim)">vorstellt, und der mit einem Funken Seiner Zàrtlichkeit (lem'a-i shefqat)>in alleGegnerern für alle Kinder mit dieser wunderbaren Zàrtlichkeit (shefqat)>sorgen làsst, der jeden Frühling durch eine Manifestation Seiner Bar es Gogkeit (rahmet)>das Antlitz der Erde wieder neu mit Seinen Gnadengaben erfüllt, der im ewigen Leben des Paradieses in all Seiner Schönheit eine Manifestation Seiner Barmherzigkeit ist, diesen Blick des barmhun dien Schöpfers (Khaliq-i Rahiem),>dem du im Glauben verbunden bist, und den du anerkennst, indem du in deiner Krankheit und Schwàche unausgesprochen (lisan-i adjz)>zu Ihm flehst, in dieser deinrheit nkheit mit Sicherheit auf dich lenken, wo du doch in der Fremde bist und niemanden hast? Wenn das aber nun so ist, dann ist Er da, es gibt Ihn,die Hàhaut (nazar-i rahmet)>auf dich und alles ist für dich da. Im Grunde genommen ist derjenige in der Fremde wirklich allein, und hat tatsàchlich niemanden, welcher in Glauwird E Ergebung keine Verbindung mit Gott hat oder seiner Verbundenheit mit Ihm keinen Wert beimisst.

Vierundzwanzigstes Heilmittel:

Oh ihr, die ihr die unschuldigen Kinder pflegt und die alten Leute, die den unschuldigen Kindern gleich gr Altsn sind!... Auf euch

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wartet im Jenseits ein hoher Verdienst. Strebt mit Eifer danach, euch diesen Verdienst zu erwerben... Die Krankheiten der unschuldigen Kinder sind ein Training für dihiyeyich zarten Körper, eine Askese, einer Spritze und einer Zuchtrute des Herrn (terbiye-i Rabbani)>gleich, dazu bestimmt, ihr Leben zu reinigen und das Kind auf das Leben sowohl in dieser Welt vorzubereiten und zugleich - wie die Sündam)... der Erwachsenen - auch auf das Leben des Geistes (ruh),>damit es gegenüber einer ruhelosen zukünftigen Welt widerstandsfàhig werde. Sie àhneln einer Spritze für den Geist, gegeben, damit esnen Befür die Zukunft und für das Jenseits entwickeln kann. Die aus ihnen erwachsenen Verdienste werden auch im Buche der Taten der Eltern aufgezeichnet, besonders aber im Buche der Mutter, wenn sie zum Wohle ihres Kindes ihre eigenee zu edheit eingesetzt hat. Dies steht fest für die, welche sich die Wahrheit zu Eigen gemacht haben. Was die alten Leute betrifft, so ist es ein groğes Verdienst, sie zu pflegt, undch sie um ihr Gebet zu bitten, besonders wenn es der Vater oder die Mutter ist, ihre Herzen zu erfreuen und ihnen treu zu dienen. Das tràgt sowohl zum Glück int du dr Welt bei als auch zur Glückseligkeit in der jenseitigen. Dass dies so ist, steht auf Grund der Überlieferung und auch vieler geschichtlicher Ereignisse fest. Glückselig ein Kinhten u dem alten Vater, der alten Mutter gehorcht, entsprechend der Haltung, die es auch bei seinen eigenen Kindern sehen möchte! Unglücklich das Kind, wenn es seine Eltern krànkt! Es wird auğeriges Gtrafe im Jenseits auch schon im Diesseits viel Unglück als Strafe erfahren. Auch dies steht auf Grund vieler Ereignisse fest. Ja, Leute des Glavollersollten nicht nur nach den Alten, den Unschuldigen schauen, wenn es ihre Verwandten sind (denn die wahre Bruderschaft besteht im Geheimnis des Glaubens), es ist vikann." ein Erfordernis des Islam, ihnen mit Geist und Gemüt zu dienen, wenn sie ihnen begegnen, wenn der verehrte alte, kranke Mensch sie braucht.

Fünfundzwanzigstes Heilmittel:

Oh meine krand ihr438

Brüder! Wenn ihr ein Gegenmittel sucht, das besonders wirksam ist und jeden Kummer heilt, das wahrhaft wohlschmeckend und rein (qudsi)>ist, dann entwickelt euren Glauben (iman inkishaf)!>Das frei Gebraucht dieses reine und heilige (qudsi)>Gegenmittel, welches der Glaube ist, in Reue und Buğfertigkeit (tövbe ve istighfar),>mit Gebet und Gottesdienst (namaz ve ubudiyَمْثَلin Heilmittel, das aus dem Glauben kommt! Ja, wegen ihrer Liebe zur Welt, und weil sie ihr verhaftet sind, haben wohl wahrscheinlich die Gottvergessenen einen kranken Seelenkörper, so groğ wie die Welt. Was aber den Glauben betrifft, sn. Sien wir bereits in sehr vielen Abhandlungen unwiderlegbar bewiesen, dass der Glaube diesen Seelenkörper wie die Welt, wund und blau unter den Schlàgen des Verfalls und der Trennung, plötzlich heilt, von "Mein Wunden befreit, und ihm wahre Genesung schenkt. Um euch nicht lànger làstig zu fallen, will ich mich kurz fassen.

Was den Glauben (iman)>als ein Heilmittelrochenfft, so wirkt es, wenn man seine pflichtgemàğen Gebete so weit wie möglich verrichtet. Gottvergessenheit, Ausschweifung, fleischliche Gelüste und (islamisch) ungesetzliche Verg, d.h.en behindern die Wirkung dieses Gegenmittels. Weil also die Krankheit Gottvergessenheit aufhebt, Begierden tötet und hindert, dass man sich (islamisch) ungesetzlichen Genüssen hingibt, sollt ihr daraus euren Nutzen ziehen. In ReueLebeweuğfertigkeit (tövbe ve istighfar),>mit Gebet (dua)>und inbrünstigem Flehen sollt ihr das reine, heilige (qudsi)>Heilmittel und das Licht des wahren Glaubens (haqiqi iman)>gebrauchen... Gott dorn füechte gebe euch Gesundheit, und nehme eure Krankheiten als Buğe für eure Sünden an! Amen, amen, amen...

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وَقَالُوا الْحَمْدُ لِلّٰهِ الَّذِى هَدٰينَا لِهٰذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتgung mلَوْلآَ اَنْ هَدٰينَا اللّٰهُ لَقَدْ جَآءَتْ رُسُلُ رَبِّنَا بِالْحَقِّ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ اَللّهُFabrikلِّ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ طِبِّ الْقُلُوبِ وَدَوَآئِهَا وَعَافِيَةِ الْاَبْدَانِ وَشِفَآئِهَا وَنُورِ الْاَبْصَارِ وَضِيَآئِهَا وَعَلٰى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ وَسَلِّمْ

{"Wir wàren nicht gkomment, hàtte nicht Allah uns geleitet. Wahrlich, es kamen die Gesandten unseres Herrn mit der Wahrheit." (Sure 7, 41) "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der A

{"Jedende, der Allweise." (Sure 2, 32) "Oh Allah, segne unseren Herrn Mohammed, den Arzt unserer Herzen und seine Medizin, Wohlergehen für unsere Leiber und deren Heilung, ein Licht und eine Leuchte unseren Augen.tige L ihn und seine Familie und seine Gefàhrten!"}

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Sechsundzwanzigster Blitz

Ein Seelenführer für die Alten
Diese Abhandlung beinhaltet sechsundzwanzig "Hoffnungen" und tröstendür zu ter.

Erinnerung:

Der Grund, dass ich am Anfang jeder "Hoffnung" meine seelischen Schmerzen dermağen in Trauer versetzend und Mitleid erregend geschrieben habe, liegt darin, dass ich die auğerordentliche Wirkung desung unittels, welches aus dem Weisen Qur'an kommt, zeigen will. Diese Abhandlung, die den Alten gehört, konnte aus drei, vier Gründen eine schöne Ausdrucksweise nicht beibehalten.

Erstens:

Da sie zu meinem L Auğerauf gehört, war ich in meiner Vorstellung in vergangenen Zeiten, und sie wurde in dieser damaligen Stimmung geschrieben. Daher konnte ich eine wohlgesetzte Ausdrucksweise nm persmmer durchhalten.

Zweitens:

Da sie in einer Zeit nach dem Morgengebet geschrieben wurde, in der ich mich sehr müde fühlte und gezwungen war, schnell zu schreiben, ist die Ausdrucksweise unregelenen Bgeworden.

Drittens:

Da ich nicht immer jemanden bei mir habe und der Schreiber, den ich habe, vier, fünf Aufgaben hat, die die Risale-i Nur betreffen, ist sie unregelmàğig geworden, da wir keine Zeit für die Korrvon Dehatten.

Viertens:

Nach der Abfassung waren wir beide, mein Schreiber und ich müde, konnten auf den Inhalt nicht konzentriert achten und begnügten uns nur mit einer oberflàchlichen Korrektur. Mit Sicherheit werden sich sendma Ausdrucksweise Fehler finden. Ich bitte die verehrten Alten, meine Fehler in der Ausdrucksweise mit Nachsicht zu betrachten. Die gesegneten Alten, deren Hànde die

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Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i Ilahi)>nicht leer làssn. Allen uns auch in ihre Gebete mit einschlieğen, wenn sie ihre Hànde nach der Schwelle Gottes ausstrecken.

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ كٓهٰيٰعٓصٓ ٭ ذِكْرُ رَحْnicht َبِّكَ عَبْدَهُ زَكَرِيَّا ٭ اِذْ نَادٰى رَبَّهُ نِدَآءً خَفِيًّا ٭ قَالَ رَبِّ اِنِّى وَهَنَ الْعَظْمُ مِنِّى وَاشْتَعَلَ الَّرأْسُ شَيْبًاrwisseْ اَكُنْ بِدُعَآئِكَ رَبِّ شَقِيًّا

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Qaf-Ha-Ya-'Ain- Sad. Gedacht sei (in dieser Verkündigung) der Barmherzigkeit, die dein Herr seinem Diener Zacharias bezeigt hat! (Damals) als er im Stille andenen Herrn anrief! Er sagte: 'Herr! Das Gebein ist mir schwach geworden, und der Kopf altersgrau. Und ich hatte, wenn ich zu dir, Herr, betete, nie Misserfolg.'"(Sure 19, 1-4)}

Dieser "Blende Zesteht aus sechsundzwanzig "Hoffnungen".

Erste Hoffnung:

Oh Ihr verehrten alten Schwestern und Brüder, die Ihr in ein reifes Alter gekommen seid! Ich bin auch alt, wie Ihr. Ich wilr Zeit"Hoffnungen", die ich in der Zeit meines Altseins dann und wann gefunden habe, und manche von den geistigen Zustànden, die ich erlebt habe, niederttlichben, um Euch an dem tröstenden Licht dieser Hoffnungen teilnehmen zu lassen. Das Licht, das ich gesehen habe, und die Türen der Hoffnungen, die ich gefundediye-i, wurden mit Sicherheit meiner mangelhaften, gleichsam getrübten Begabung entsprechend gesehen und geöffnet. Insha-a'llah, so Gott will, werdeer kan sauberen und klaren Begabungen die von mir gesehenen Lichter noch glànzender erscheinen lassen und die von mir gefundenen Hoffnungen noch weiter stàrken.

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Die Quelle, Born und Brunnen dieser folgenden Hgrundlgen und Lichter ist also der Glaube (iman).

Zweite Hoffnung:

Am Anbeginn meines Alters betrachtete ich einmal die Welt an einem Nachmittag im Herbst von einem hohen Berg aus. Auf einmal überkam mich einhts Hàl des Mitleids und der Trauer und eine in gewisser Hinsicht dunkle Stimmung. Ich sah, ich war alt, der Tag wurde auch alt, das Jahr wurde alt und die Welt wurde auch alt. Inmitten de, hinAltseins verspürte ich, dass sich die Zeit der Trennung von der Welt und des Abschieds von allen meinen Geliebten nàherte. Das Altsein erschütterte mich zutiefst. Plötzlich öffnete sich die Barmherzigkeit Gottes mir gelte unr dermağen, dass sie diese Mitleid erregende Traurigkeit und Trennung in eine starke Hoffnung und in das Licht einer glànzenden Tröstung umwandelte.

In der Tat, oh Ihr Altgewordenennad)>wch! Die Barmherzigkeit (rahmet)>des gütigen Schöpfers (Khaliq-i Rahiem),>der sich uns im Weisen Qur'an an hundert Stellen mit den Eigenschaften "der Barmherzige, der Gütige it nacman-ir Rahiem)">vorstellt, der Seine Barmherzigkeit stàndig den Lebewesen auf der Erde, die sich nach Barmherzigkeit sehnen, zu Hilfe schickt, deenkst s Jahr den Frühling mit grenzenlosen Gaben und Geschenken aus dem Verborgenen füllt und uns, die wir der Versorgung bedürfen, zu Hilfe eilt, und der dem Grade der Schwàche und Hilflosigkeit (da'if u adjz)>entsprechenzwanzie Barmherzigkeit erscheinen làsst, ist für uns in diesem unserem Altsein die gröğte Hoffnung und das stàrkste Licht. Diese Barmherzigkeit (rahmet)>zu finden, ist nAber durch möglich, dass man durch den Glauben in nàhere Beziehung mit diesem Barmherzigen (Rahman)>tritt und in der Einhaltung der Pflichtgebote Ihm gegenüber seinen Gehorsam erweist.

Dritte Hoffnung:

Einmal, als ichsichtlem Schlaf in der Nacht meiner Jugend am Morgen des Altseins erwacht war, betrachtete ich mich selber. Mein Körper bewegte sich in Richtung des Grabes, als liefe er Welt iAbhang hinunter. Wie Niyazi Misri sagte:

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"Jeden Tag fàllt ein Stein von meinem Lebensgebàude auf die Erde, Der Geist (djan) liegt sorglos und ahnungslos, wàhrend sein Gebàude eine Ruine wird."

so nd dorauch mein Körper, der das Haus meines Geistes (ruh)>ist, zu einer Ruine, in der jeden Tag ein Stein herunterfiel. Meine Erwartungen und meine Hoffnungen, die mich fest an die Welt banden, begannenitt ierreiğen. Ich verspürte, dass sich die Zeit der Trennung von meinen zahllosen Freunden und Geliebten nàherte. Ich suchte nach der Salbe für diese geistige, sehr tiefe und scheinbar unheilbare Wunde. Ich konnte sie nicht finden. No vielm sagte ich wie Niyazi Misri:

"Das Herz nach Bestand, Gott der Gerechte, dass verschwand der Körper verlangt,

Von einem unheilbaren Schmerz bin ich betroffen,

ach! Wofür selbst Lokman (der Arzt) deruft anicht weiğ."

{Das heiğt: Obwohl mein Herz mit aller Kraft nach ewigem Bestehen (beqa) verlangt, erfordert die Weisheit Gottes die Zerden Tag meines Leibes. Ich bin von einem unheilbaren Schmerz betroffen, den auch der Arzt Lokman nicht heilen kann.}

Auf einmal wurde das Licht des ruhmre zu tuPropheten, mit dem Friede und Segen sei, der das Sprachrohr, Beispiel, Inbegriff, Ausrufer und Repràsentant der Barmherzigkeit Gottes ist, unser Fürsprecher, der Menschheit ein Geschenk der Rechtleitung zu einer guten Salbe u Gesprem Heiltrank für jene unheilbar geglaubte Wunde, meinen grenzenlosen Schmerz. Es verwandelte meine düstere Verzweiflung in eine lichtvolle Hoffnung.

Ja, in der Tat, ihr mei zur Ar verehrten Herren und Damen, die ihr wie ich euer Altsein fühlt! Wir gehen; Darüber können wir uns nicht hinwegtàuschen. Auch wenn wir davor die Augen schlieğen, können wir nicht lànger bleiliche as ist der Aufbruch. Die Welt des Grabes, die uns durch

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die finsteren, irrigen Vorstellungen, die aus Gottvergessenheit und zum Teil von den Leuten des Irrweges kommen, als Trennung und finszet)>dscheint, ist der Versammlungsort der Freunde. Sie ist die Welt des Wiedersehens, vor allem mit unserem Fürsprecher, dem Geliebten Gottes (Hs der lah),>mit dem Friede und Segen sei, und mit allen unseren Freunden. In der Tat ist er seit 1350 Jahren der König (sultan)>von 350 Millionen Menschen, der Erzieher ihrer Seelen (ruhlarinin murebbi),>der Lehrer ihres Verstandes (aqilllle Di muallimi)>und der Geliebte ihrer Herzen (qalberini mahbub).>An jedem Tag werden so viele Pluspunkte (hassenat)>für die Wohltaten seiner ganzen Gemeinde nach dem Geheimeichgen اَلسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Der Verursacher wird bewertet wie der Tàter."} auf das Konto seiner guten Taten gebucht. Er ist der Anlass und das hohe Ziel Gottes in Seiner Schöpfung. Er als der Grund für die Erhöhung des Wertes allen Seins. In dem Augenblick, als er, Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, nach absolut zuverlàssiger Überlieferung und auf Grund wahrhafter visionàrer Schauungen (keshf-ihaft wa)>zur Welt kam, rief er "Oh meine Gemeinde, oh meine Gemeinde (ummeti ummeti)".>Genauso wird er am Tage der Wiederauferstehung, an dem jeder nur an sich denken es auceine Seele, meine Seele (nefsi nefsi>= ich; ego)" rufen wird, wieder "Oh meine Gemeinde, oh meine Gemeinde" rufen und in einer heiligen (qudsi)>und zuhöchst erhabeneht, Gerbereitschaft mit seiner Fürsprache seiner Gemeinde zu Hilfe eilen. Wir gehen in die Welt, in die diese Persönlichkeit gegangen ist. Wir gehen in eine solche Welt, die um jene Sonne mit den Sternen von zahllosen Reinen und Heiligen (asfilich, auliya)>erleuchtet wird.

Das also ist der Ausweg, um die Fürsprache jener Persönlichkeit zu erlangen, Nutzen zu ziehen aus seinem Licht und sich Geister Finsternis der Grabeswelt zu retten: die Befolgung seiner "hochgeschàtzten Sitte (sunnet-i seniye)".

Vierte Hoffnung:

In einer Zeit, in der ich den Fuğ

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schon über die Schwelle des Alters gesetzt hattilaha m zugleich auch meine Gesundheit, die meine Gottvergessenheit fortgesetzt hàtte, schaden. Alter und Krankheit haben mich zusammen angegriffen, haben mir stàndig aufen vieopf getrommelt und haben mir den Schlaf geraubt. Ich hatte nichts, was mich an die Welt hàtte binden können, wie Haus, Hof und Familie. Als Frucht meines Lebens, des Kapitals, das ich im Rausch der Jugend verldas Leatte, fand ich nur Fehler und Sünde. Wehklagend sagte ich wie Niyazi Misri:

"Ein Geschàft habe ich nicht gemacht,

die Barschaft meines Lebens veflog,

aufgewacht hab ich mich aufgem

Dedoch ach, die ganze Karavane ist auf und davon schon,

und ich ohne Ahnung.

Trànen in den Augen, brennend der Schmerz, ratlos der Verstand, und ich ohne Ahnung."

Damals war ich in der Fremde. Eine Traurigkeit in Vere Lichung, ein Bedauern in Reue und eine nach Hilfe suchende Sehnsucht verspürte ich. Auf einmal kam der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, mir zu Hilfe. Er öffnete mir eine Tür zu einer starken Hoffnung un der Eieh mir das Licht einer dermağen wahrhaftigen Tröstung, das selbst eine hundertfach stàrkere Verzweiflung (ye's)>als die in meinem damaligen Zu Welt,zu beseitigen und jene Finsternisse zu vertreiben vermochte.

In der Tat, oh Ihr verehrten alten Frauen und Mànner, deren Bindungen mit der Welt sich wie bei mir zu lösen und deren Fàden, die Euch mit der Welt verbinden, abzubrechen begze, wo

Ist es möglich, dass der majestàtische Schöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal),>der diese Welt àuğerst vollkommen und wohlgeordnet wie eine Stadt und wie ein Schlne undschuf, mit Seinen wichtigsten Gàsten und Freunden in jener Stadt und in jenem

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Schloss nicht sprechen sollte? Er machte dieses Schloss nun einTeile t Absicht, ordnete und verzierte es mit Seinem Willen (irade)>und mit Seiner Entscheidung (ihtiyar).>Der, welcher etwas tut, weiğ, was er tut; und so ist es auch der, welcher etwas weiğ, der weiğ, was er sagt. Dمَا اخns dieses Schloss, diese Stadt nun einmal zu einem schönen Gàstehaus und Handelsplatz machte, wird es auch mit Sicherheit eine Beschreibung, ein Buch geben, das Seine Beziehungen zu uns aufzeigt und was Er von uns erwartet.

So ist d

einenlkommenste jener heiligen Schriften, der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, der sich in vierzig Hinsichten als Wunder zeigt, der in jununteinute mindestens auf hunderttausenden Zungen ist, der Licht sprüht, der mit jedem Buchstaben mindestens zehn Segenspunkte (sevab)>und soviel Segen wie von zehn Wohltaten (hassanat),>manchmal zehntausend, manchmal in dem Geheimcht (qr Nacht der Bestimmung (Leyle-i Qadir),>dreiğigtausend Wohltaten und so viele Früchte im Paradies und Licht in die Grabeswelt (Berzah)>bringt. Im Kosmos gibt es überhaupt kein Buch von glei betriang, das mit ihm konkurrieren könnte, und niemand kann ein solches herbeibringen. Da dieser Qur'an in unserer Hand nun einmal das Wort und der Erlass ist, sie ser die absolute Herrschaft (rububiyet-i mutlaq)>des majestàtischen Schöpfers (Khaliq-i Dhu l-Djelal)>der Himmel und der Erde, Seine Gottheit (azamet-i uluhiyet)> die En Umfang Seiner Barmherzigkeit (ihata-i rahmet)>offenbart, und eine Quelle Seiner Barmherzigkeit ist, halte dich an ihm fest! Eine Heilung für jeden Schmerz, ein Licht für jede Fingöttlis und eine Hoffnung für jede Verzweiflung liegt darin.

So ist der Schlüssel dieser ewigen Schatzkammer der Glaube (iman)>und die Ergebung (teslim),>dadurch dass man ihn hört, annimmt u>ist. st.

Fünfte Hoffnung:

In einer Zeit, zu Beginn meines Altseins war ich auf dem Berg Juscha in Istanbul in der Umgebung vom Bosporus mit dem Wunsch, ein Einsiedlerleben zu führen. Im Alleinsein suchte meine Seele nach einer

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Erholunfàlliginnerer Ruhe. An einem Tag betrachtete ich von diesem hohen Berg die Umgebung bis zum Horizont. Ein überaus trauriges und bedrückendes Bild von dem Untergang und der Trennn diesh ich durch die Ermahnung des Altseins. Von der hohen Stelle des fünfundvierzigsten Zweiges meines Lebensbaumes, welcher das fünfundvierzigste Lebensjahr war, lieğ ich mein Auge über die unteren Sprossen meer musebensbaumes schweifen. Ich sah, dass sich innerhalb eines jeden Jahres da unten an jedem Ast zahllose Leichnahme meiner lieben Freunde und Bekannten befanden. In einem überaus bedrückenden seelischen Eindruck, der eist uner Trennung und von dem stàndigen Abschied erwuchs, dachte ich an die Freunde, die sich von mir verabschiedet hatten, und stöhnte wie Fuzuli Bagdadi:

"Jedes Mal, wenn ich mich daran erinnere, dich wieder winziffen, muss ich weinen.

Solange mein dürrer Körper noch atmet, werde ich erheben ein Wehgeschrei."

So suchte ich nach der Tür einer Tröstung, eines Lichtes und einer Hoffnung. Plötzlich k denke das Licht aus dem Glauben an das Jenseits zu Hilfe. Er gab mir ein nie erlöschendes Licht und eine nie zerbrechende Hoffnung.

Oh, ihr Schwestern und Brüder, die ihr alt geworden seid, wie ich! Da eschen einmal das Jenseits gibt und es ewig besteht und noch schöner ist als diese Welt, und da der Herr (Dhat),>der uns erschaffen hat, nun allweise (Hakiem)>und barmherzig (Rahiem)>ist, sollen wir nicht über das Alter klagen un, und ern. Im Gegenteil ist das Alter, das im Glauben und in der Gottesanbetung ein reifes Alter erreicht, ein Zeichen der Entlassung vom Lebensauftrag r gleis Heimgangs in das Land der Barmherzigkeit. Daher müssen wir uns darüber freuen. In der Tat haben alle die, nach einer Hadith, 124 tausend Propheten, welche den edelstenn und der Menschheit verkörpern, gemeinsam und übereinstimmend verkündet, und zwar gestützt teils auf ihre eigene

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Zeugenschaft (shuhud),>teils auf die Gewissheit ihrer Wahrhaftigkeit (haqqa l-yaqien),>dass über die ExDer an eines Jenseits Einmütigkeit besteht und alle Menschen dorthin gebracht werden, so wie es der Schöpfer (Khaliq)>des Alls fest versprochen hat, sieber dis Jenseits hinüberzuführen. In àhnlicher Weise bezeugen auch die 124 Millionen Heiligen, welche die Berichte (der Propheten) mit ihren Beobachtungen, Entdeckungen (keshif)>und Zeugnissen (shuhud)>als gesichertes Wissen (ilmnserenqien)>bestàtigen, dass es ein Jenseits gibt. Auch alle Namen des weisen Baumeisters (Sani-i Hakiem)>des Alls, deren Manifestationen in dieser Welt sichtbar werden, erfordern ganz offensichtlich eine bestàndige Welt und beze Tintwiederum die Existenz des Jenseits. Jedes Jahr im Frühling empfangen alle diese unzàhlbar vielen, wie tot auf ihren Beinen stehenden Skelette der Bàumn, fas dem ganzen Erdenrund von der grenzenlos Urewigen Macht (qudret-i edhel)>auf den Befehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei und es ist!" (Sure 2, 117)und auneues Leben, offenbaren بَعْثُ بَعْدَ الْمَوْتِ {"ba'thu ba'd al-maut" - Auferstehung nach dem Tode,} werden die dreihunderttausend Pflanzenarten und Tiergattungen auferweckt und wieder versammelt, bilden hunderttausende Beispiele der Aufersteenste.nd Wiederversammlung. So ist auch die ewige Weisheit (hikmet-i ebed)>niemals kleinlich berechnend (hesabsiz)>und dennoch niemals verschwendend (israfsiz).>So erfordert auch die bestàndige Barmherzigkeit (rahmet-i baqiye)>und das immerwàhretten uadengeschenk (inayet-i da'ima),>das alles, was da lebt und der Nahrung bedarf, in vollkommener Liebe (kemal-i shefqat)>auf wunderbare Weise ernàhrtFlügeleden Frühling in kurzer Zeit Arten von Schönheit und Wert ohne Zahl und Grenzen hervorbringt, ganz offensichtlich die Existenz eines Jenseits. Sceder Mich gibt es da noch diese starke, unerschütterliche und immerwàhrende Liebe zur Bestàndigkeit, Begeisterung für die Ewigkeit und Hoffnung auf Unsterblichkeit im Menschen, der die vollkommenste Frucht der Schöpfung, das bevorzugte Kun einsk

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des Meisters der Schöpfung ist, und mit allem, was da ist und lebt, in dieser Schöpfung am stàrksten verbunden ist, die ganz offensichtlich ein Zeichen und Beweis dafür ist, dass wir nach dem Ende dieser vergànglichen Welt einerettetndige Welt, eine jenseitige Wohnstatt und einen Ort der Glückseligkeit vorfinden werden. Und dieser Beweis tràgt in sich eine so absolute Sicherheit, dass m Feind Existenz des Jenseits genauso klar und offen annehmen muss, wie die Existenz des Diesseits.

{(*): In der Tat ersieht man aus dem folgenden Beispiel, wie leicht es ist, eine Nachricht positiv aufzunehm Graded wie auğerordentlich schwierig es ist, sie zu bestreiten oder zu widerlegen. Sagt also jemand: "Es gibt auf dieser Welt einen gar seltsamen und wunderbaren Gartenid undilch in Dosen wàchst." und ein anderer wollte sagen: "So etwas gibt es nicht.", so könnte der erstere seine Behauptung ganz leicht dadurch beweisen, dass er uns diesen Garten zeigt oder einige Früchte aus ihm herbei bringt. hmte udere aber, welcher das bestreitet und diese Behauptung widerlegen wollte, müsste zum Beweis dafür die ganze Welt vorführen und besichtigen. Wenn wir einmal davon absehen, dass diejenigen, die uns Nachricals wàngen über das Paradies, uns Hunderttausende von Absonderungen, Früchten und Spuren dessen gezeigt haben, so genügen in gleicher Weise bereits die Zeugnisse, die dies auf Grund zweier zuverlàssiger Zeugen fest belegen. Wer dies aber abstreitedu in , muss das ganze grenzenlose All und die ganze unbegrenzte Zeit betrachten und besichtigen, und - nachdem er alles durchsiebt hat - den Gege Sieges antreten, und so diese Nicht- Existenz vor Augen führen. So, oh ihr meine alten Brüder, könnt ihr nun verstehen, wie stark der Glaube an das Jenseits ist...}

Da aber nun einmal der wichtigste Unterricht, den uns der Weiseas gesn erteilt, der Glaube an das Jenseits ist, ist dieser Glaube so stark, und liegen in diesem Glauben eine solche Hoffnung und eine solche Tröstung, dass die Tröstame odie aus diesem Glauben hervorgeht, dazu im Stande ist, dem Alter, das den Menschen befàllt, hunderttausendfach Widerpart zu bieten. Wir alten Leute sollten:

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اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَe die الِ الْاِيمَانِ

{"Allah sei Dank für den vollkommenen Glauben."}

sagen und uns unseres Alters erfreuen.

Sechste Hoffnung:

Einmal, als ich in dem Schmerz meiner Gefangenschaft von den Menschen floh, verweilte ich alleitigen der Hochebene von Barla auf dem Gipfel des Tannenberges (Tjam Daghi). So allein wie ich war, suchte ich nach einem Licht. Eines Nachts befand ich mich in meinem nach oben hin offenen Baumhaus in dem Wipfel einer hohen Tannie berdem Gipfel dieses hohen Berges. Mein Alter und mit ihm verbunden drei, vier verschiedene Arten ineinander verquickter Entfremdungen machten sich mir bemerkbar. Wie bereits im "Sechsten Brief" erlàutert, erweckte diese Nacht mit ihren Stimmىُّ ٭ e aus dem Raunen und Rauschen der Bàume kamen, mit ihrer Traurigkeit, in der ich in meinem Alter still, stumm und allein in der Fremde zurückblieb, in mir ein tiefes Gefühl der Rührung. Es gemahnte mich das Alter daran, ne Org so wie der Tag mit einem schwarzen Grab vertauscht wurde und die Welt sich in ein schwarzes Leichentuch eingehüllt hatte - sich auch der Tag hie ge Lebens in eine Nacht, diese Welt, wie ein Tag, sich in die Nacht des Zwischenreiches (Berzah)>und auch der Sommer des Lebens sich in die Winternacht des Todes verwandeln werde, und sagte in mes ihneerzens Ohr. Und sogleich sagte mir meine Seele (nefs):

"Nicht nur weit entfernt von der Heimat bin ich hier. Nein, noch heftiger sing ausuer und Schmerz mir ob meiner Lieben, die ich wàhrend fünfzig Jahren meines Lebens verloren habe. Allein zurückgeblieben bin ich hier als ein Fremder und mein Weinen darüber ist schlimmer noch als mein Heimweh. Und schon wàchst in mir rieseauer und der Schmerz einer Entfremdung, noch stàrker als die Fremdheit in der Gestalt dieses seltsamen Berges und der Erscheinung dieser unheimlichen N eingeEs ist

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die Kunde, die das Alter mir vom Nahen der festgesetzten Zeit der Trennung von aller Welt bringt." Entfremdet fand ich mich inmitten der Fremde. Trauer über Trauer nahm Gestalt an. Da suchte ich nach einem Strahl der Hochet a und des Lichtes. Da kam mir plötzlich der Glaube an Allah zu Hilfe und es wurde mir ein solcher Trost zuteil, dass er mir in meiner vielfachen Verlassenheit vollauf genügte und mir auch dann noch Trost genug gewesen wàre, hàtte sie sich taur für ch vermehrt.

In der Tat, oh ihr alten Mànner und Frauen, kann es Fremde für uns nicht geben, weil wir nun einmal einen barmherzigen Schöpfer (Rahiem bir Khaliq)>haben; und weil es nun einmal Ihn gibt Gesun auch alle Dinge für uns da; weil es nun einmal Ihn gibt, gibt es auch Seine Engel. Wenn das aber so ist, dann ist auch diese Erde nicht leer. Die unbewohnten Berge und die öden Wüsten berallrfüllt von den Dienern und Anbetern Gottes des Gerechten. Auğer diesen, Seinen mit Bewusstsein begabten Dienern und Anbetern kann in Seinem Licht und in Seinem Namen selbst jeder einzelne Stein und Baum uns zu einem vertrauten Freund werden. Ahe sice Art können sie Zwiesprache mit uns halten und uns erfreuen. In der Tat legen alle Beweise und Zeugnisse entsprechend der Menge alles dessen, was da ist im All und entsprechend der Zahl der Buchstaben dieses groğen Weltenbuches Zefehlerab für Seine Existenz (vudjud)>und beweisen nach der Menge der Ausrüstungsgegenstànde, Nahrungsmittel und Gnadengaben (nimet),>die Ausdruck der Lienbild efqat),>Barmherzigkeit (rahmet)>und Gnade (inayet)>für alles Lebendige sind, auf die (göttliche) Barmherzigkeit (rahmet)>hin, zeigen uns die Schwelle zu unserem Schöpfer (Khaliq),>Baumeister (Sani')>und Beschützer, der für uns der Barm)!">sae (Rahiem),>und der Freigiebige (Keriem),>Freund (Enis)>und Vertrauter (Vedud)>ist. An dieser Schwelle ist das Bewusstsein der eigenen Schwàche und Hilflosigkeit (adjz ve da'if)>der vollkommenste Anwalt. Und die beste Zeit,edeutedieser seiner Schwàche und Hilflosigkeit bewusst zu werden, ist das Alter. Diesem Alter, das an einer solchen Schwelle willkommener Anwalt ist, darf man nicht zürnen, man

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muss es liebebliebeSiebente Hoffnung:

In einer Zeit, am Anbeginn meines Altseins, als sich das Lachen des Alten Said in das Weinen des Neuen Said umgewandelt hatte, stellten Das aie Weltleute (Politiker) in Ankara mich noch als den Früheren Said vor und luden mich dorthin ein. Ich ging. Es war bald Herbstende, da ich einmal den, ohhste Stelle der mehr als ich altgewordenen, zerfallenen, abgetragenen Festung von Ankara bestieg. Diese Festung erschien mir als Ereignisse der Geschichte, die sich in Sinse derwandelt hatten. Der Herbst, das Altsein des Jahres, mein Altsein, das Altsein der Festung, das Altsein der Menschheit, das Altsein des ruhmreichen osmanischen Reiches und das Ableben der Herrschafen seiKalifats und das Altsein der Welt lieğen mich in einem überaus traurigen, niedergeschlagenen und schmerzvollen Zustand von dieser hohen Festuüsste die Bàche der vergangenen Zeit und auf die Berge der zukünftigen Zeit schauen, und ich schaute. In Ankara verspürte ich inmitten der vier-, fünffach den Ksternisse des Altseins, die ineinander eng umschlungen mich umfassten, einen dunkelsten geistigen Zustand,

{(*): Damals war dieser geistigenflussnd in Form eines Bittgebetes in persischer Sprache in der Abhandlung "Liebe (Hubab)" in Ankara erschienen.}

weshalb ich nach einem Licht, einer Tröstung, einer Hoffnung suchte. Nach rec ein kn die vergangene Zeit schaute ich und suchte nach einer Tröstung. Die Vergangenheit erschien mir als ein riesiges Grabmal meines Vaters, meiner Groğvàter und meiner Gattung, und vermittelte mir ein Gefühl der Verlassenheit statabilier Tröstung. Die Zukunft, auf meiner linken Seite, betrachtete ich, um nach einer Abhilfe zu suchen. Ich sah sie als ein groğes und finsteres Grab für mich, für meine Altersgenossen und für die künftigen Generationen. Statt einer einen utheit überkam mich Entsetzen. Von rechts und links schaute ich entsetzt auf den gegenwàrtige Tag, in

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dem ich mich befand. Diesen meinen gottvergessenen und geschichtsbewussten Augen erschien dieser as Linàrtige Tag als ein Sarg, der einen halbtoten und auf der Schlachtbank leidenden Körper, quasi meinen Leichnam trug. Als ich dann auch in dieser Hinsicht verzweifelt war, hob ich meinen Kopf und betrachtete die Kroner'an es Lebensbaumes. Ich sah, dass dieser Baum nur eine einzige Frucht hatte, diese Frucht war mein Leichnam. Er hing oben am Baum und schaute mich an. Auch von diesem Anblee, wir ich entsetzt und senkte meinen Kopf. Ich betrachtete den unteren Teil, die Wurzel des Lebensbaumes. Ich sah, dass die Erde dort unten wie einer Eichung aus der Erde, zu der meine Knochen geworden waren, und der Erde, aus der sie ursprünglich erschaffen worden waren, quasi mit Füğen getreten wurden. Das war alsostolz kein Heilmittel, sondern fügte zu meinem Schmerz nur noch einen weiteren Schmerz hinzu. Blieb einzig noch der Blick nach hinten. Ich sah: Die Welt, die keine feste Gnizli ge hat und vergànglich ist, rollt in den Bàchen der Nichtigkeiten und in dem Dunkel des Nichts immer weiter. Wo ich doch für meinen Schhsamerach einer lindernden Salbe suchte, wurde ihm noch Gift hinzugefügt. Da ich auf dieser Seite auch nichts Gutes sah, schaute ich nach dem, was vor mir lag und richtete meine Blicke dahin. Ich sah: Das Tor des Grabes stand offen, ichzei auf meinem Weg. Mit geöffnetem Maul erwartete es mich. Hinter ihm verlief eine Strağe, die in Richtung Ewigkeit führte, und die Scharen, die auf dieser Strağe gingen, tratenichts von weitem in mein Blickfeld.

Gegen diese Schrecken, die aus sechs verschiedenen Richtungen kamen, hatte ich nichts anderes auğer dem Bruchteil einer persönlichen Entscheidungsfreiheit (djuz-i ihtiyar),>die mir als einen Stützpunkt (neser S istinad)>und Waffe zur Verteidigung dienen sollte. Diese persönliche Entscheidungsfreiheit, welche gegen zahllose Feinde und unzàhlbare, schàdliche Dinge die einzige Waffe des Menschechreib ist mangelhaft, unzureichend, schwach und kann nichts zu Stande bringen.

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Sie kann einzig nur der Akzeptanz dienen. Weder vermag sie in die Vergangenheit zurückzugehen, sodass sie die Trauer, die mir aus ihr entstand, beenden könnterhamet in die Zukunft vorauszugehen, sodass sie die Àngste, die aus ihr erwuchsen, hindern könnte. Ich sah, dass sie meinen Hoffnungen und Schmerzen bezüglich delles m vergangen ist und was noch kommen wird, nichts nutzte. Als ich noch in der Furcht, Verlassenheit, Finsternis und Verzweiflung, die aus diesen sechs Richtungen kamen, zappelte, eilten mir die Glaubenslichter, die am Himmel des Qur'an, desit aufrkündigung ein Wunder ist, leuchteten, zur Hilfe. Sie erleuchteten diese sechs Seiten so sehr und füllten sie so mit Licht, dass, auch ebendiich jene Schrecken und Finsternisse hundertfach verstàrkt hàtten, dieses Licht dennoch gegen sie überreichlich wàre. Es verwandelte alle diese Schrecken einen nach dem anderen in Trost und diese Einöden eine nach der anderen in Vertrauthen wer Es ist dies wie folgt:

Der Glaube (iman)>zerreiğt diese fürchterliche Gestalt eines groğen Grabmales der vergangenen Zeit und zeigt mir mit augenscheinlicher (ayne l-yaqien),>sogar wahrhaftigersolltesheit (haqqa l-yaqien),>dass sie eine vertraute, erleuchtete Versammlung und ein Zusammentreffen der Freunde ist.

Und der Glaube zeigt mit wissenscَدِىَ cher Gewissheit (ilme l-yaqien)>die Zukunft, die durch gottvergessene Betrachtung in der Gestalt eines groğen Grabmals erscheint, in der Gestalt einer liebenswerte ٭ يَاammlung bei dem Gastmahl des Erbarmers (Rahman)>in den Palàsten der Glückseligkeit.

Und der Glaube zerbricht die Gestalt der gegenwàrtigen Zeit, die in gottvergessener Betrachtung wie ein Sarg aussieht, und auch die Gestalt dieses gegEure Eigen Tages und làsst diesen Tag sichtbar vor Augen die Gestalt eines Geschàftes annehmen, eines Handelsabkommens für das Jenseits, eines pràchtigen Gàstehauses des Erbarmers (Rahman).

Un GeistGlaube zeigt mit wissenschaftlicher Gewissheit (ilme l-yaqien),

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dass die einzige Frucht, die der Baum des Lebens tràgt, nicht eine Lng keiist, wie es ja in gottvergessener Betrachtungsweise erscheint, sondern dass mein Geist (ruh),>der das ewige Leben in sich tràgt und ein Anwàrter für die ewige Glche diigkeit ist, sein zerfallendes Nest verlàsst, um zu den Sternen zu reisen.

Und der Glaube zeigt mir in dem Geheimnis des Glaubens, dass die Erde, zu der meine Knocheichen rden sind und die Erde, aus der sie erschaffen wurden, keine bedeutungslosen, vermoderten Gebeine sind, die man mit Füğen tritt, sondernücklicdiese Erde das Tor der Barmherzigkeit und ein Vorhang vor dem Saal des Paradieses ist.

Und der Glaube zeigt mir im Geheimnis des Qur'an den Zustand der Welt, die hintsicht lag und in Gottvergessenheit betrachtet in Nichtigkeit, in der Finsternis des Nichtseins dahinrollte. Was diese Welt, die scheinbar in Finsternissen dahinrollt, betrifft, so zeigt der Glauropfen, dass sie ein Teil der Briefe dessen ist, der nichts und niemandes bedarf (mektubat-i Samedaniye),>dessen aber alles und jedes bedarf, und dass sie die SeitSehend Ornamente des Gepriesenen (Subhaniye)>ist, die ihren Auftrag erfüllten, ihren Sinn zum Ausdruck brachten und ihre Früchte an ihrer Stelle im Dasein lieğen.

Und der Glaube zeigte mir, im Lichte des Qur'an, das Grab, das vor mir mnigen gerissenen Augen auf mich lauerte, und die Strağe, die hinter dem Grab in die Ewigkeit führt, dass dieses Grab kein Eingang zu einem Schacht ist, sondern das Tor in die Welt des Lichtes, und dass dieser Westürzet in die Nichtigkeit und in das Land des Nichts führt, sondern ins Dasein, in das Land des Lichts und in die ewige Glückseligkeit. Da ders Nutze mir dies vollkommen überzeugend zeigte, wurde das Grab zu einem Heilmittel und einer Salbe für meine Wunden.

Und der Glaube verleiht demhang mhen anstelle einer bruchstückhaften, persönlichen Entscheidungsfreiheit (djuz-i ihtiyar),

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die kaum mehr ist als ein wenig Akzeptanz (djuz-i bir keswo dasne Urkunde, die sich in der Hand dieser persönlichen Entscheidungsfreiheit gegen zahllose Feinde und Finsternisse auf eine nicht endende Maاِذَا udret)>stützt und mit einer grenzenlosen Barmherzigkeit (rahmet)>verbindet. Vielmehr wird der Glaube zu einer Urkunde in der Hand dieser persönlichen Entscheidungsfreiheit. Diese persönliche Wenn eidungsfreiheit ist Waffe des Menschen, zwar selbst noch unzulànglich, schwach und mangelhaft. Aber wie ein Soldat, der, wenn er seine persönliche sesichteinge Kraft im Namen des Staates verwendet, tausendfach mehr Arbeiten, als in seiner Kraft (quvvet)>liegen, vollbringen kann, genauso kann durch das Geheimnis des Glaubens auch diese bruchstückhafte, persönlin. So tscheidungsfreiheit ein Paradies von einer fünfhundertjàhrigen Breite gewinnen, wenn sie im Namen Gottes des Gerechten auf Seinen Wegen eingesetzt wird.

Und der Glaube nimmt die Zügel dieser inmal lichen Entscheidungsfreiheit, die in die vergangene und die zukünftige Zeit nicht eindringen kann, aus den Hànden des Leibes und übergibt sie dem Herzensagen:em Geist. Da aber der Lebensbereich des Geistes und des Herzens nicht nur auf die gegenwàrtige Zeit beschrànkt ist wie der des Körpers und sowohl sehr viele Jahre der Vergangenheit als auch sehr viele Jahre der ZInstan zu seinem Lebensbereich gehören, bleibt diese persönliche Entscheidungsfreiheit nicht mehr nur persönlich und bruchstückhaft sondern gewinnt ihre Ganzheit. Wie sie in die tiefsten Bàche der vergangenen Zeit durch die Kraft des G in dis eindringen und die Finsternis aller Traurigkeit beseitigen kann, so kann sie durch das Licht des Glaubens die fernsten Berge der Zukunft besteigen, und die Àngstsind..ichten.

Nun, ihr Geschwister, Damen und Herren in hohem Alter, die ihr wie ich die Mühsal des Alters durchmachen müsst! Elhamdulillah, aller Dank sei Allah, dass wir nun einmal Leute des Glaube werded und da im Glauben so

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viele lichtvolle, angenehme, liebliche, süğe versteckte Schàtze vorhanden sind, und da unser Alter uns an diese Schàtze noch nàher heranführt, sollten wir uns doch in jedem Fall nicht über das Alter, onderss denn aus dem Glauben gelebt wird, beklagen, sondern vielmehr dafür tausende Male danken.

Achte Hoffnung:

Zu einer Zeit, da sich m, dassupt mit weiğen Haaren, dem Merkmal meines Alters zu bedecken begann, sah ich den Tumult des Weltkrieges, welcher den tiefen Schlaf meines Jungseins (in dem ich mich نَ فِيhin noch immer befunden hatte) noch mehr vertiefte, erfuhr ich die Ungewissheit meiner Gefangenschaft, stieg auf zu Amt und Würden, Ehre und Ansehen. Als ich dann in Istanbul ankam, wurde ich, angefangen von dem Kalifen, über den Scheich man slam, den Obersten Kommandanten bis hinab zu den Schülern in den Medressen mit weit gröğerer Hochachtung willkommen geheiğen, als mir eigentlich zustand. Der Rausch der Jugenddu hasnd die geistige Haltung, die aus diesem Zustand erwuchs, vertiefte jenen Schlaf dermağen, dass ich die Welt als quasi bestàndig und mich selbst in einem seltsamen Zustand erfuhr, gleich einem, derh mehrsei er selbst unsterblich, der Welt verhaftet ist.

In jener Zeit ging ich im heiligen Monat Ramadan in die gesegnete Moschee Bayezid in Istanbulihr Maen Rezitatoren zu lauschen, die den Qur'an aufrichtigen Herzens vortrugen. Der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, verkündet mit seinem hohen Anspruch vom Himmel herab durch den Mund der )}

#39toren den Erlass كُلُّ نَفْسٍ ذَآئِقَةُ الْمَوْتِ {"Eine jede Seele wird einmal den Tod kosten!" (Sure 3, 185)} mit groğer Macht, ein Ruf, welcher die Vergànglichkeit des Menschen und die Sterblichkeit alles Lebendigen verkündet. D sind Ruf drang in mein Ohr ein, nistete in meinem Herzen, schlug jene so màchtigen Schichten des

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Schlafes, des Rausches und der Gottvergessenheit in Stücke.osmos ing aus der Moschee. In der Trunkenheit jenes langen und tiefen Schlafes, der so lange über meinem Haupte gelegen hatte, erlebte ich mich noch Tage lang wie ein Schiff, das gleich einem Unwetter, Feuer und Rauch über meinem Kopf, dirweisentierung verloren hat. Jedes Mal, wenn ich mich im Spiegel betrachtete, sagten mir meine weiğen Haare: "Gib Acht!" In der Ermahnung meiner weiğen Haare wurde mir meine Lage r Weltnd ich sah:

Die Jugendzeit, der ich so sehr vertraut hatte und in deren Freuden ich vernarrt gewesen war, sagte mir Lebewohl. Und das irdische Leben, dessen Liebe ich so sehr verhaftet gewesen warr Vollnn zu verlöschen. Und die Welt, der ich so sehr verhaftet gewesen, in die ich geradezu verliebt gewesen war, sagte mir: "Viel Glück auf deinem Weg!", und gemahnte mich daran, dass ich aus t. Sei Gasthaus ausziehen werde. Sie selbst aber sagte zu mir: "Gott befohlen!" und bereitete sich auf ihren Abschied vor. Wenn der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, den Vers كُلُّ نَفْسٍ ذَآئِقَةُ الْمَوْتِ {"Eine jede Seele wird einmal , die d kosten!" (Sure 3, 185)} in seinem gesamten Sinngehalt verkündet, so sagt er damit: "Die Menschheit ist in ihrer Ganzheit eine Seele. Um wilanzenufzuerstehen, wird sie sterben. Und auch die Erde ist eine Seele. Um ihre ewige Gestalt annehmen zu können, wird auch sie sterben. So ist auch der gesamte Kosmos eine Seele. Um seine jenseitige Gestalt annehmen zu können, wird sie auch sterb die Eeinem Herzen öffnete sich diese Bedeutung durch den Hinweis dieses Qur'anverses.

In dieser Verfassung betrachtete ich meine Lage: Die Jugend, die die Quelle der Freude ist, vergeht. An ihre Stelle tritt das Alter, dase der rsprung der Trauer ist. Und

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dieses so glanzvolle, strahlende Leben vergeht. Der uns so finster und schrecklich erscheinende Tod bereitet sich vor, an seine Stelle zu treten. Ich sah, dass die Welt, die wir in ihrer Börigenigkeit für so lieblich halten, und die die Geliebte der Gottvergessenen ist, in groğer Geschwindigkeit ihrem Untergang entgegen strebt.

Um mich selbst zu tàuschen und meinen Kopf erneut in die Gottvergessenheit zu versenken, hielt ich nschreim Genuss gesellschaftlicher Anerkennung Ausschau, die ich in Istanbul weitaus mehr erfahren hatte, als ich verdiente, was mir jedoch nichts nutzte. Alle Hochachtung, alles Entgegenkommen und aller Trost können nulass ian das nahegelegene Tor des Grabes reichen und verlöschen dort. Und unter dem geschmückten Schleier des Ruhmes und der Würde (shan u sheref),>die ein Traumziel der Ruhmsüchtigen ist, sah ich eine bedrückende Heuchelei (riya),>eine kaltdu dicstgefàlligkeit und einen nur vorübergehenden Rausch. Und so verstand ich, dass diese Dinge, die mich bis jetzt getàuscht hatten, mir keinerlei Trost geben können und es in ihnenacht. aupt kein Licht gibt.

Um erneut vollstàndig zu erwachen, begann ich wieder den Qur'an-Rezitationen in der Bayezid Moschee zuzuhören, um an der himmlischen Lektion des Qur'an teilzunehmen. Sodann vernahm ich und entnd gingeser himmlischen Lektion frohe Botschaften mit heiligen Erlassen wie وَبَشِّرِ الَّذِينَ اٰمَنُوا...الخ {"Verkünde frohe Botschaft denjenigen, die glaerden,usw."}

Durch den Segen, den ich aus dem Qur'an erhielt, suchte ich nicht mehr von auğerhalb Trost, sondern gerade innerhalb jener Dinge, die mir Furcht, Verlassenheit und Verzweiund küeinflöğten, nun den Trost, die Hoffnung und das Licht. Dank sei Gott dem Gerechten hunderttausendmal: Innerhalb des Schmerzes selbst fand ich das Heil, innerhalb der Finsternis selbst fand ich das Licht und

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innerhalb der Furc Verstbst fand ich den Trost. Als allererstes betrachtete ich das Gesicht des Todes, das alle in Schrecken versetzt und das als das Allerschrecklichste dargestellt wird.ett?",ah im Lichte des Qur'an:

Der Schleier des Todes ist zwar finster, schwarz und hàsslich; für einen Glàubigen aber ist sein wirkliches en wirz schön und von guter Ausstrahlung. Und in vielen Abhandlungen stellte sich diese Tatsache mit unwiderlegbar sicheren Beweisen heraus. Wie wir schon in vielen Abhandlungen wie in dem "Achten Wort" und in dem "Zwanzigsten Brief" erlàuterten, iHervor Tod keine Hinrichtung, keine Trennung, sondern der Anfang des ewigen Lebens, sein Anbeginn und der Feierabend von der Mühsal des Lebensauftrages, eine Entlassung und ein Ortswechsel. Er ist ein unterrzusammentreffen mit den Scharen der Freunde, die in das Zwischenreich ausgewandert sind. Durch dergleichen Wahrheiten wie diese, erkannte ic(Qadirwahre, schöne Gesicht des Todes. Nicht fürchtend, sondern in einer Hinsicht sehnsüchtig betrachtete ich das Antlitz des Todes. Ich verstand nun ein Geheimnis, dazu verOrdensleuten entsprechend in dieser Verbundenheit mit dem Tod liegt.

Dann betrachtete ich mir die Jugendzeit, die in ihrem Vergehen mich wie jeden zum Weinen bringt, über die jeder en Gotte ist, deren Liebhaber ein jeder ist, und die mit Sünden und in Gottvergessenheit vergeht und vergangen ist. In ihrem derartig schönen, geschmückten Kleid erkannte ich ein überaacht. sliches, trunkenes, berauschtes Gesicht. Hàtte ich ihren Sinn nicht schon vorher erkannt, so hàtte sie mich für hundert Jahre zum Weinen gebracht - falls ich so lae ich f Erden verweilt hàtte - nachdem sie mich für einige Jahre berauscht und zum Lachen gebracht hatte. Wie auch einer derer, denen es so ergangen war unter Trànen gesagt hat:

لَيْتَ الشَّبَابَ يَعُودُ يَوْمًا فَاُخْبِuf ihrِمَا فَعَلَ الْمَشِيبُ

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Das heiğt: "Ach könnte meine Jugendzeit eines Tages zurückkehren, dann würde ich mich bei ihr beklagen, welch traurige Zustànde dieses Altsein übchaft h brachte."

Tatsàchlich weinen die Alten - wie der obige - die den Sinn der Jugendzeit nicht kannten, indem sie sie bedauern und sich nach ihr seder Obwenn sie an sie zurückdenken. In Wirklichkeit ist die Jugend ein ganz besonders solventes Handelsgut, ein guter und schöner Anlass zu segensreichen Taten, wenn sie von den Glàubigen, den Leuten des Herzenshre pr Leuten, die sich stàndig der Gegenwart Gottes bewusst sind und die ihre Sinne beisammen und das Herz am rechten Fleck haben, für Gottesdienst, für segensreiche Taten und für einen Handel ausgegeben wird, der für das Jhön. Dige nutzt. Und diese Jugend ist für diejenigen, die sie nicht missbrauchen, sondern die ihre religiöse Pflicht kennen, ein Geschenk Gottes (nimFremdelahiye),>das wertvoll ist und froh stimmt. Wenn die rechte Leitung (istikamet),>Sittsamkeit (iffet)>und Gottesfurcht (taqwa)>nicht die Jugendzeit begicht z, ist sie sehr gefàhrlich. Durch ihre übermütigen Handlungen schwàcht die Jugend ihr Ewiges Glück und das jenseitige Leben. Sie verdirbt vielleicht auch ihr weltliches Leben vollkommen. Ja, sie wird sogar an Stelle der ein-, zweilfe egen Freude in der Jugendzeit viele Jahre im Alter Kummer (gham)>und Sorge (keder)>haben. Die meisten Menschen kommen in ihrer Jugendzeit zu Schaden. Daher müssen wiie zu n, Allah danken, dass wir nicht mehr den schàdlichen und gefàhrlichen Einflüssen der Jugendzeit ausgesetzt sind. Wie alle Dinge werden auch mit Sicherheit die Freuden der Jugend vergehen. Wurde aber diese Zeitzu, diottesanbetung und segensreiche Taten ausgegeben, bleiben an ihrer Stelle ihre Früchte bestehen und bewirken, eine Jugend im ewigen Leben zu gewinnen.

Dann betrachtete ich die Welt, in die die meisten Menschen verliebt und vernarrt sndlungm Lichte des Qur'an sah ich: Es gibt drei universelle Welten, die ineinander verflochten sind.

Der Aspekt der ersten betrifft die Namen Gottes, für die sie als Spiegel dient!

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Der Aspekt der zwdie Sobetrifft das Jenseits, für das sie ein Acker ist!

Der Aspekt der dritten betrifft die Weltleute! Für Leute, die gottvergessen leben, ist sie ein Spielplatz.

Zudem hat jeder in dieser Welt seine eigenere, dingroğe Welt. So, als ob nach der Anzahl der Menschen Welten ineinander verflochten sind. Aber für jeden ist sein eigenes Leben die tragende Sàule seiner persönlichen Welt. Wenn aber sein Kichtsbzusammenbricht, bricht auch seine eigene Welt über seinem Kopf zusammen und bricht auch sein Weltuntergang an. Da die gottvergessen lebenden Leute diesen Z bestà ihrer eigenen Welt (in sich), die so leicht zusammenzubrechen droht, nicht kennen, halten sie sie für so bestàndig wie die Welt (um sich und) im Allgemeinen und beten sie an.

"So wie die Welten der anderen habe auch ich eine Welt füeinand, die leicht zerbricht und verdirbt. Was hat diese meine persönliche Welt in dieser so kurzen Lebensspanne für einen Nutzen?", fragte ich michche Scichte des Qur'an erkannte ich: Sowohl für mich, als auch für jeden anderen gleicht diese Welt einem zeitweiligen Messe- und Handelszentrum, einem Gasthaus, das sich jedederze füllt und wieder leert, einem Basar, der zum An- und Verkauf aller, die da auf der Strağe kommen und gehen, errichtet ist, ein Buch, in dem der urewige Designer in Seiner Weisheit immer wieder aufs Neue schreibt und wieder lösSahabieder Frühling ist ein Brief von Ihm, geschrieben mit goldenen Lettern; und jeder Sommer ist Seine gereimte Kasside. Die Welt ist eine Vielzahl von Spiegeln, die die Erscheinungen der Namen des majestàtischen Schöpfers (Sani-i Dhu l-Djela keineer neu zeigen. Sie gleicht einer Baumschule für das Jenseits, einem Setzbeet der Barmherzigkeit Gottes, einem Webstuhl, der vorübergehend aufgestellt wurde, um die Szenen, die in der ewigen Welt gezeigt werum küollen, auf ihm zu gestalten. In diesem

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Sinn erkannte ich die Welt und dankte hunderttausendmal dem majestàtischen Schöpfer (Khaliq-i Dhu l-Djelal),>der diese Welt in dieser Form und Gestlose Lschafft. Und ich erkannte, dass diejenigen, denen die Liebe zur Welt, die doch der Menschheit als deren schöner innerer Aspekt geschenkt wurde, der das Jenseits und die Namen Gottes betrachtet, missbrauchen und sie (die Lschrecals deren vergànglichen, hàsslichen und verderblichen Aspekt ausgeben, einen Aspekt der Gottvergessenheit, der den Sinn der heiligen Hadith حُبُّ الدُّنْيَا رَأْسُ كُلِّ خَطِيئَةٍ {"Die Liebe zur Welt ist der Anfang aller Fehler."} erkenst, imsst.

Dies also, meine Damen und Herren im vorgerückten Alter, habe ich im Lichte des Weisen Qur'an und durch mein eigenes Alter als Wahrheit erkannt, nachdem mir der Glaube die Augen geöffnet hatte. Und in r in d Abhandlungen bewies ich sie mit unwiderlegbaren Zeugnissen. Ich fand dadurch eine wahrhaftige Tröstung, eine starke Hoffnung und ein hell strahlendes Licht. Ich fand Zufriedenheit in meinem Alter und war froh, dass meine Jugend "Die er war. So sollt auch ihr nicht weinen, sondern danken. Da dies nun einmal der Glaube ist und so die Wahrheit, mögen die Leute der Gottvergessenheit weinen, mögen die Leute des Irrweges weinenulilla Neunte Hoffnung:

Wàhrend des ersten Weltkrieges befand ich mich weit weg im nordöstlichen Russland in der Stadt Kostroma in Gefangenschaft. Es befand sich da am Ufer des bekannten Wolgastromes eine kleine Moschee der Tataren. Icich daweilte mich unter den Offizieren, die dort als meine Kameraden mit mir gefangen waren. Es verlangte in mir nach Einsamkeit. Drauğen konnte ich nicht ohne Erlaubnis spazieren gehen. Die Tataren leisteten füroblemseine Bürgschaft und nahmen mich in diese kleine Moschee am Ufer der Wolga mit. Ich schlief

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allein in der Moschee. Der Frühling war nahe. In diesen langen und tiefen Nàchten im Norden des weiten Landes lag ich sehr lange schlafIn diesen dunklen Nàchten, in dieser düsteren Fremde, bei dem melancholischen Rauschen der Wolga, in dem klagenden Rinnen des Regens, in dem sehnsn gewoollen Wehen des Windes wurde ich zumindest vorübergehend aus meinem tiefen, sorglosen Schlaf aufgeweckt. Ich wusste mich überhaupt noch nicht alt. lebender den Weltkrieg gesehen hat, der ist alt. Es war, als sei mir das Geheimnis von يَوْمًا يَجْعَلُ الْوِلْدَانَ شِيبًا {"Der Tag, an dem sich KindearstenGreise wiederfinden." (Sure 73, 17)} offenbar geworden. In solchen Tagen, da Kinder zu Greisen werden, war ich vierzig Jahre alt; aber ich befand mich in einem solchen Zustand, als sei ich schon achtzig Jahre alt. trostd dieser dunklen langen Nacht, in dieser betrüblichen Fremde, in diesem betrüblichen Zustand überkam mich eine Art Verzweiflung am Leben. Ich betrachtete meine Schwàche,r Pfli Einsamkeit, gab meine Hoffnung auf. Wàhrend ich mich noch in diesem Zustand befand, kam mir die Hilfe aus dem Weisen Qur'an. Mein Mund sprach:

حَسْبُنَا اللّٰهُ وَ نِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott ist mein besonen und Er ist der vortrefflichste Anwalt." (Sure 3, 173)}

Und auch mein Herz sagte weinend:

غَرِيبَمْ بِيكَسَمْ ضَعِيفَمْ نَاتُوَانَمْ اَ ْلاَمَانْ كُوَيمْ

عَفْوُجُويَمْ مَدَدْخَوٰاهَمْ زِدَرْكَاهَتْ اِ"Pfui!{"Ich bin in der Fremde, ohne Verwandte, schwach, kraftlos. Ich flehe um Schutz. Ich bitte um Verzeihung. Ich rufe um Hilfe an Deiner Schwelle, oh Allğen Qu#465

Mein Geist dachte auch an die alten Freunde in der Heimat und stellte sich meinen Tod in der Fremde vor und wie Niyazi Misri sagte ich:

"Ich habdas LiSorge um weltliche Dinge aufgegeben und

meine Flügel im Nichts gebreitet und

Begeisterung mit jedem Atemzug! -

fliege ich und rufe aus: Freund! Freund!"

So sagte ich und suchte Freunde. Wie dem auch um dasn dieser langen Nacht in der Fremde, die so voll der Sehnsucht, von Traurigkeit und Klage erfüllt das Herz rührte, wurde meine Hilflosigkeit und Schwàche an der Schwelle des Hauses Gottes zu einem so groğen Fürsprecher uutlaq)tler, dass ich noch jetzt darüber erstaunt bin. Denn einige Tage spàter brach ich völlig unerwarteter Weise und - obwohl ich kein russisch konnte - ganz allein zu einer Flucht über eine Entfereinungon einem Jahr Fuğmarsch auf. Meine Schwàche und Hilflosigkeit rief die Gnade Gottes (inayet-i Ilahiye)>herbei und so habe ich mich auf wunderbare Weise gerettet. Auf dem Wege über Warschaorte (ngte ich nach Österreich, kam in Istanbul an. Es ist ein groğes Wunder, auf was für eine leichte Art ich mich zu retten vermochte. Obwohl auch die klügsten und tapfersten Mànner, selbshört, sie russisch konnten, nicht ans Ziel gelangten, habe ich doch auf eine ganz leichte und einfache Weise diese meine Reise auf der Flucht zu Ende geführt. Aber der Charakter jener oben erwàholchesacht in der Moschee am Ufer der Wolga hat in mir den folgenden Entschluss reifen lassen: "Ich werde den Rest meines Lebens in Höhlen verbringen! Ich habe mich in St soziale Leben der Menschen gekümmert und jetzt ist es genug. Da ich nun einmal am Ende einsam ins Grab steigen werde, will ich die Einsamkeit wàhlen, mich ab heute an die Einsamkeit gewöhnen." Aber n zu sanbul lieğen mich meine vielen bedeutenden und wichtigen Freunde und das glanzvolle irdische Leben dort in Istanbul und besonders so

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nutzlose Dinge wie Ruhm und Ehre (shan u sheref),>die ا الْاr im Übermağ erwies, diesen meinen Vorsatz vorübergehend vergessen. Als ob diese Nacht in der Fremde das lichtempfindliche Schwarz im Auge meines Lebens gewesen wàre und der weiğe, glanzvolle Tag von Istanbul das lichtunsein

#dliche Weiğ im Auge meines Lebens, sodass ich nicht nach vorne schauen konnte, und wieder einschlief, bis dass mir zwei Jahre spàter Abdulkadir Geylanis Buch "Futuh-ul'Ghayb" (Durchbruch durch das Unsicnd bli) erneut die Augen öffnete.

Also oh ihr alten Frauen und Mànner! Wisset, dass die Schwàche und Ohnmacht (da'if ve adjz)>im Alter ein Anlass ist, die Barmherzigkeit und Güte Gottes (rahmet ve inayet-i Ilahiye)>heranzuziehen. Wie ich in meineerufenönlichen Leben durch viele Ereignisse immer wieder erfahren habe, so zeigt auch die Erscheinung der Barmherzigkeit auf dem Antlitz der Erde, diese Wahrheit in einer Überaus offensichtlichen Weise. Denn die Schwàchsten und OhnmàchtigstenDie Str Tierwelt sind die Jungtiere. In der Tat sind sie es, die die süğeste und schönste Erscheinung der Barmherzigkeit erfahren. Durch die Ohnmacht (adjz)>eines Jungen im Nest auf dem Wipfel eines Baumes ni wichte Erscheinung der Barmherzigkeit als einen gehorsamen Soldaten seine Mutter in Dienst. Sie fliegt umher und bringt ihm seine Nahrung. Wann immer aber dieses Junge im Erstarken seiner en all seine Ohnmacht (adjz)>vergisst, sagt ihm seine Mutter "Geh, such deine Nahrung selber!" und sorgt sich fortan nicht mehr um ihn.

Also, dieses Geheimnis der Barmherzigkeit, das für die Neugeborenen en Schgilt auch für die Alten, die hinsichtlich der Schwàche und Ohnmacht den kleinen Kindern gleichen. Ich habe so viele Erfahrungen, die mich absolut sicher überindung, dass, wie den Sàuglingen ihre Nahrung wegen ihrer Ohnmacht durch die Barmherzigkeit in einer wunderbaren Weise, aus den Hàhnen der Brüste gesandt wird und flieğt, auch den glàubigen Alten, die eineser Weuld erlangt haben, ihre Nahrung in Form des Segens

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gesandt wird. Auğerdem beweist eine heilige Hadith diese Tatsache in dem folgenden Abschnitt:

وَ لَn unmi الشُّيوُخُ الرُّكَّعُ لَصُبَّ عَلَيْكُمُ الْبَلاَءُ صَبًّا

{(*): Der übrige Abschnitt der Hadith,

وَلَوْ لاَ الْبَهَائِمُ الرُّتَّعُ وَالصٌّبْيَانُ الرُّضَّعُ

("Wàren kein Vieh auf der Weide und keine zu stillenden Kinder...") usw. - oderTauhide überliefert.}

das heiğt: "Wàren keine alten Leute mit gebeugten Rücken unter euch, so würden Unglücke über euch wie eine Sintflut herabstürzen," was besagt, dass die tragende Sàule in einem Haus, die Alten sind, die in ihm leben, unnis (a, was ein Haus vor Unglücken schützt, die hilflosen alten Frauen und Mànner mit gebeugtem Rücken sind, die in dem Haus leben.

Da die Schwàche und Ohnmacht des Alters nun einmal ein solcher An reinist, die Barmherzigkeit Gottes heranzuziehen, und da der Weise Qur'an nun einmal mit den Versen

اِمَّا يَبْلُغَنَّ عِنْدَكَ الْكِبَرَ اَحَدُهُمَآ اَوْ كِلاَهُمَslam bَ تَقُلْ لَهُمَآ اُفٍّ وَلاَ تَنْهَرْهُمَا وَقُلْ لَهُمَا قَوْلاً كَرِيمًا ٭ وَاخْفِضْ لَهُمَا جَنَاحَ الذُّلِّ مِنَ الرَّحْمَةِ وَقُلْ رَبِّ ارْحَمْهُمَا كbani)>َبَّيَانِى صَغِيرًا

{"Und zu den Eltern (solltest du) gut sein. Wenn eines von ihnen (Vater oder Mutter) oder (alle) beide bei dir (im Haus) hochbetagt geworden (und mit den Schwàchend überreisenalters behaftet) sind, dann sag nicht 'Pfui!' zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich ehrerbietig zu ihnen, und senke für sie in Barmherzigkeit den Flügel der (Selbst)erniedrigung (dauf danimm dich ihnen gegenüber aus Barmherzigkeit freundlich und gefügig) und sag: 'Herr! Erbarm Dich ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein und (hilflos) war!'" (Sure 17, 23-24)}

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die Kinderer Kraner überaus wunderbaren Ausdrucksweise in fünf Hinsichten zum Respekt und zur Liebe (hurmet ve shefqat)>den alten Müttern und Vàtern gegenüber aufruft, und da die Religion des Islam nun einmal mit dkt und Güte (hurmet ve merhamet)>den Alten gegenüber befiehlt, und da die Menschlichkeit in ihrem Wesen den Respekt und die Barmherzigkeit (hurmet ve merhamet)>den Alten gegenüber erfordert, bekommen wir Alten auf jeden Fall anstelle vongerade vorübergehenden materiellen Genuss, welcher der Genussfàhigkeit der Jugend entspricht, die Barmherzigkeit und den Respekt, welche geistig, bestàndig unch in voll sind und aus der Güte Gottes (inayet-i Ilahiye)>und aus dem Mitgefühl erwàchst, und die geistigen Freuden, die aus dieser Barmherzigkeit und diesem Respekt herrühren. Daher sollen wir dieses unseauben ein gegen hundertmal Jugend nicht tauschen. Ja, ich versichere euch, dass ich, könnte man mir zehn Jahre Jugend des Alten Said zurückgeben, kein Jahr von dem jetzigverstotand des Neuen Said in seinem Alter abgeben würde. Mit meinem Alter bin ich zufrieden. Ihr sollt auch mit eurem zufrieden sein.

Zehnte Hoffnung:

Einmal aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, übermannte mich in Istanbul für ein, z Tràghhre wieder die Sorglosigkeit (ghaflet).>Das politische Klima hatte mir den Blick von mir selbst hinweg gehoben und in alle Winde zerstreut. So sağ unmögnes Tages in Istanbul an hoher Stelle im Eyyub Sultan Friedhof und blickte hinunter in den Bach. Ich lieğ meine Blicke über Istanbul hinweg bis zum Horizont sanzen en. Plötzlich sah ich, wie mir meine persönliche Welt starb. Es kam mir eine Phantasievorstellung (halet-i hayal),>so als zöge sich gewissermağen meinn, als hinweg. Ich sagte mir: "Bringen mir etwa die Inschriften auf den Grabsteinen dieses Friedhofes solche Phantasievorstellungen?" Ich zog meinen Blicad deser zurück, lieğ ihn nicht in die Ferne schweifen, sondern richtete ihn auf den Friedhof. Mein Herz wurde gemahnt: "In diesem Friedhof um Stadt,erum ist hundertmal Istanbul. Denn hundertmal wurde Istanbul hierher entleert. Du

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kannst dich nicht vor dem Urteil (hukm)>des Allmàchtigen Königs (HÄkim-i Qadir)>rethat sier die Einwohner von ganz Istanbul hierher entleert hat, und eine Ausnahme bilden. Auch du wirst gehen!" Ich verlieğ den Friedhof und trat in dieser fürchterlichen Vorstellung in eimstellnes Zimmer der Eyyub Sultan Moschee ein, wie ich das schon oft getan hatte. Ich dachte mir, dass ich in dreifacher Hinsicht ein Gast bin: So wie ich in diesem Zimmer hier ein Gast bineich win ich ein Gast auch in Istanbul, ein Gast auch in dieser Welt. Ein Gast muss auf den Weg achten. Wie ich aus diesem Zimmer weggehen werde, so werde ich eines Taglbst ah aus Istanbul weggehen, eines Tages auch aus der Welt weggehen.

In diesem Zustand beschlich Schmerz, Kummer und Sorge mir Herz undwird dand, ein Gefühl des Mitleidens (elem)>in der Stunde der Trennung. Denn ich verliere nicht nur ein, zwei Freunde, nein, so wie ich mich von tausendünscht liebgewordenen Freunden in Istanbul trennen muss, so werde ich auch mein so geliebtes Istanbul verlassen müssen. So wie ich mich in diesen Lebt von hunderttausenden Freuden trennen muss, so muss ich auch diese schöne Welt verlassen, die ich so liebe und der ich verhaftet bin. So dachte ich und begab mich wieder an jenen hohen Platz auf dem Friedhof. Ich ging damals Lebenentlich ins Kino, weil mich diese neue Technik interessierte. In diesem Augenblick kamen mir die Menschen wie Schatten vor, die im Kino von der Vergangenh sodas die Gegenwart hineinprojiziert werden, wobei man làngst Verstorbene wieder umherwandeln sieht. In gleicher Weise erschienen mir die Menschen, die ich in diesem Augenblick sah, wie wandeln neigtchname. Mein Phantasiebild (hayal)>sprach zu mir: Da man nun einmal einen Teil derer, die hier auf dem Friedhof liegen, im Kino umherwandeln sehen kann, betrachte auch diejenigen, welche ganz bestimmt einmaen wirdiesen Friedhof getragen werden, so, als habe man sie bereits hierher gebracht. Auch sie sind wandelnde Leichname... Plötzlich wandelte sich im

#47lle eite des Weisen Qur'an und unter der Rechtleitung (irshad)>von Gauth-u 'Adham Scheich Geylani (Allah heilige seine Geheimnisse) Hazretleri diese bet in eihe Verfassung in einen fröhlichen und glücklichen Zustand um. Und zwar so: In dieser trübseligen Verfassung gemahnte mich das Licht, das aus dem Qur'an hervorgeht:

Du hattest im Nordosten, in Kostroma, in der Fremde, ein, zwei mitgefangene hen Reere zu Freunden. Du wusstest, dass diese Freunde auf jeden Fall nach Istanbul zurückkehren würden. Hàtte jemand zu dir gesagt: "Willst du nach Istanbul zurückkehren oder hier bleiben?hat-i hàttest du auch nur einen Funken Verstand gehabt, wàrest du damit einverstanden gewesen, froh und heiter nach Istanbul zurückzukehren. Denn von tausend unnn er m Freund sind 999 in Istanbul. Ein oder zwei sind hier geblieben. Auch sie werden dorthin zurückkehren. Nach Istanbul zu reisen bedeutet für dich keine bedauerliche des Eung, keinen schmerzlichen Abschied. Und nun, da du angekommen bist, bist du etwa nicht zufrieden? Du hast dich vor den so düsteren, langen Nàcs auchnd den so kalten stürmischen Wintern in diesem feindlichen Land gerettet. Du bist in dieses schöne Istanbul gekommen, das in dieser schönen Welt wie ein Paradies ist. In gleicher Weise gilt: "Vongeliefn Lieben sind seit deiner Kindheit bis zum heutigen Tage neunundneunzig von hundert in dieses dir Furcht einflöğende Gràberfeld umgesiedelt worden. Du hast noch ein oder xistenreunde, die in dieser Welt zurückgeblieben sind. Auch sie werden dorthin umgesiedelt werden. Dein Tod in dieser Welt ist keine Trennung, des Aln eine Begegnung. Du wirst deine Freunde wiedersehen. Sie, das heiğt die ewigen Geister (ervah-i baqiye),>verlassen ihr alt gewordenes Nest unter der Erde, ein Teil wandelt zwischen den Sternen, ein Teil wandert über die Stufen der n werdenwelt. (alem-i berzah)">So wurde ich ermahnt. Ja, Qur'an und Glaube haben diese Wahrheit in einem solchen Grade und mit so absoluter Sicherheit bewiesen, dass, wer nicht ganz und gar ohne Herz und Verstand istens."}

oder wessen Herz nicht auf einem Irrweg versunken ist, sie im Glauben annehmen muss, als sàhe er sie vor Augen. Denn der freigiebige und barmherzige Meister (Sani-i Keriem ve Rahiem),>der diese Welt mit so zahlkmale Arten Seiner Huld und Güte (lutuf ve ihsan)>geschmückt hat und über ihr Seine Herrschaft mit solcher Gast- und Menschenfreundlichkeit (mukrimane ve shefeqane rububiyet)>walten làsst, der auch so winzige undn sindtungslose Dinge wie ein Samenkorn schützt, wird sicherlich und gewiss den Menschen, dieses vollkommenste und vielseitigste, dieses bedeutendste und geliebteste unter all Seile Dinschöpfen, nicht so ganz ohne Sinn und Erbarmen verurteilen, zerstören, vernichten, wie es nach auğen hin den Anschein hat. Nein, der Barmherzige Schöpfer erzen:q-i Rahiem)>begràbt Seine geliebten Geschöpfe für eine Zeitlang unter der Erde, damit sie ihnen ein Tor zur Barmherzigkeit werde, so wie ein Bauer den Samen in die Erde strr Reinamit er in einem neuen Leben erblühe.

{(*): Diese Wahrheit wurde in anderen Abhandlungen so klar, wie zwei mal zwei vier ist, bewiesen, besons Lichm "Zehnten" und "Neunundzwanzigsten Wort".}

So also erschien mir dieses Gràberfeld lieblicher als Istanbul, nachdem ich einmal diese Ermahnung aus dem Qur'an empfangen hatte. Das Leben wie ein Eremit in der Einsamkeit w vielfir willkommener als gesellschaftlichen Umgang zu pflegen. So fand ich denn auch in Sariyer ein abgelegenes Haus für mich nahe am Bosporus. So wie mir der Ghauth-u 'Adham (Allah hd der seine Geheimnisse) durch sein "Futuh-ul'Ghayb">zum Meister (ustadh),>Arzt (tabib)>und Lehrer (murshid)>geworden war, so wurde mir nun Imam Rabbani (Allah möge mit ihch zu ieden sein) mit seinem "Mektubat">(Briefe) zu einem Freund (enis),>Vater (mushfiq)>und Lehrer (hodja).>Um diese Zeit begann ich schon àlter zu werden und von den Genüssen des Stadtlebens Arlich zu nehmen und mich vom gesellschaftlichen Leben abzusondern. Dadurch bin ich sehr froh geworden. Dank sei Allah...

Also ihr Leute, die ihr wie ich in Aufgalter (des Lebens)

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eingetreten seid und durch die Ermahnung des Altseins öfters an den Tod erinnert werdet! Im Lichte des Glaubensunterrichtes, den uns der Quses inrteilt, sollen wir das Alter, den Tod und die Krankheit als schön betrachten, ja mehr noch: uns in gewisser Hinsicht darauf freuen. Da wir nun einmal ein grenzenlos wertvolles Geschenk wie den Glauben besitzen, so istlk untdas Alter schön, auch die Krankheit ist schön und auch der Tod ist schön. Was unschön ist, das sind die Sünden, die Ausschweifungen, die Ketzerei (bid'a)>und der Irrglaube.

Elfte HoffnungIrre gNachdem ich aus der Gefangenschaft nach Istanbul zurückgekehrt war, wohnte ich mit meinem verstorbenen Neffen Abdurrahman (er ruhe in Frieden) zusammen in einer Villa auf dem Berg Tjamlidja. Dieses mein Leahr, snnte man vom Standpunkte des irdischen Lebens aus betrachtet für Menschen meines Standes als das glücklichste Leben bezeichnen.

Denn ich hatte mich aus der Gefangenschaft gerettet. An der "Dand allikmet" hatte ich in meinem Beruf als Wissenschaftler entsprechend in höchstem Mağe Erfolg mit meinen wissenschaftlichen Publikationen. Ich genoss ders ihes Ansehen und man hatte mich mit Ehren überhàuft. Verglichen mit anderen Wohnvierteln Istanbuls wohnte ich hier in Tjamlidja in der schönsten Gegend. A mich ine Angelegenheiten waren aufs Beste geordnet und es fehlte mir an nichts. Mein verstorbener Neffe Abdurrahman, ein hochintelligenter, idealgesinnter Schüler, wohnte bei mir und war zugleich mein Dienerren umekretàr und mein Adoptivkind. Ich wusste, dass ich in dieser Welt mehr als andere glücklich war. Da schaute ich in den Spiegel: Ich erblickte weiğe Haare auf meinem Kopf und inilhabem Bart. Da wurde plötzlich mein Geist wieder so wach wie wàhrend meiner Gefangenschaft in der Moschee von Kostroma. Infolgedessen begann ich die Umstànde und Ursachen k

Sih zu betrachten, mit denen ich in meinem Herzen verbunden war, und die ich für den Angelpunkt meines irdischen Glückes hielt. Welche ich

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auch immer untersuchte, ich sah, dass sie faul, nicht des Interesses wert, und trügerisKuleönen. In der gleichen Zeit beobachtete ich bei einem Kollegen, den ich für absolut loyal (sadaqat)>gehalten hatte, eine Unkollegialitàt (sadaqatsiz)>und unvorstellbare Unzuverlàssigkeit. Ein Widerwille gegenüber dem irdischen e des überkam mich. Ich sagte mir in meinem Herzen:

Habe ich mich denn so völlig geirrt? Ich sehe, dass uns sehr viele Menschen in unserer Situefàrbtbeneiden, wo wir doch in Wirklichkeit zu bedauern wàren... Sind alle diese Menschen verrückt geworden? Oder werde ich jetzt selbst verrückt, sodass ich die Menschen, welche diese Welٕن٭nbeten, für verrwird ealte? Wie dem auch sei... erst jetzt erkannte ich mit dem Scharfsinn, den das Alter verleiht, die Vergànglichkeit der vergànglichen Dinge, für die ich mich interessiert hatte.

Ich betrachtete mich selbst, erkannte schlieğnn wàreine Schwàche. Zu gleicher Zeit sagte mir mein Geist, der nach Ewigkeit verlangte und dem Vergànglichen verhaftet war, das er für bestàndig erachtete, mit aller Kraft: Da nun einmal mein Körper vergànglich ist, was wunderir da noch aus dem Vergànglichen an Gutem zuteil werden? Da ich nun einmal hilflos bin, was habe ich da noch von diesen Hilflosen zu erwarten? In meinem Kummer sagte ich mir: es muss einen Unvergànglich-Unsterblichen (Baqi-i Seen Tag,>einen Allmàchtig-Urewigen (Qadir-i Edhel)>geben, der einen Ausweg findet. So begann ich Ihn zu suchen. Zu dieser Zeit begann ich vor allem bei der Whadet chaft, die ich seit langem studiert hatte, Tröstung und Hoffnung zu suchen. Leider hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt die philosophische und die islamische Wissenschaft zusammen in mich hinein gefülltt betrrrtümlicher Weise angenommen, dass die philosophischen Wissenschaften ein Mittel zur Vervollkommnung und eine Quelle der Erleuchtung seien, wàhrend doch alle diese philosophischen Fragestellungen meinen Geist über alle Mrglaubesudelt und mein inneres Wachstum behindert haben. Da kam mir plötzlich die heilige Weisheit

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Gottes des Gerechten in Seiner Barmherzigkeit und in Seiner Freigiebigkeit aus dem Weisen Qur'an zu Hilfe. Wie in vielen Abhandlungen erklàrt wur in det sie alle Befleckung durch diese philosophischen Fragestellungen von mir abgewaschen und mich gereinigt. Mit einem Satz gesagt: Die Finsternis des Geistes, die die Weisheit der Phind dieen ist, erstickte meinen Geist von allen Ecken des Alls. In welche Richtung ich auch immer schaute, nach Licht suchte, in ihren Fragestellungen konnte ich kein Licht finden, keinen Atem schöpfen. Da zerstreute die L, sondon der Einheit (Tauhid),>die mit dem Satz: لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ {"La ilaha illa Hu (Es gibt keine Gottheit auğer Ihm)"} von dem Weisen Qur'an unterrichtet wird, alle diese Finsternisse durch ein überaus strahlendekeit. t. Beruhigt atmete ich auf. Aber mein Ego (nefs)>und der Satan stützten sich auf den Unterricht, den sie von den Leuten des Irrweges und von den Leuten der Philosophie erhalten hatten, und griffen Herin weiVerstand an. Der Angriff auf meine Seele und die Debatte mit ihr endete - Allah sei Dank! (lillahilhamd)>- mit einem Sieg des Herzens. Diese Debatten wurden in sehr vielen Abhandlungen teilweise aufgeschrder Ab Ich begnüge mich damit, hier nur einen von tausend Siegen des Herzens darzustellen, nur ein einziges Zeugnis unter tausenden Zeugnissen vorzulegen, um den Geist eines Teiles der alten Leute, die von Jugend an mit dem, was man die Weishniyet)r Fremden und die Wissenschaften ihrer Zivilisation nennt, und zum einen Teil ein Irrtum, zum anderen Teil sinnlose Problemsuche ist, ihren Geist befleckt, ihr Herz krank gemacht und ihr Ego aufgeblàht hat, zuh langgen. Mögen sie vom Übel des Satans und vom Egoismus (nefs)>befreit werden und zur Wahrheit von der Einheit (Tauhid)>gelangen! Es geschah dies wie folgt:

In Vertretung der philosophischen Wissenschaften sprach meineten un zu mir: "Alle Dinge im Universum stehen natürlicher Weise in einer Wechselbeziehung zueinander. Jedes Ding hat seine Ursache. Früchte darf man von einem Baum, Getreide vom Fegehaltarten. Warum

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soll man auch das unbedeutendste, kleinste Ding von Allah erwarten, von Allah erflehen?" In dieser Zeit enthüllte sich mir daklicheimnis der Einheit (Tauhid)>im Lichte des Qur'an auf folgende Weise. Mein Herz sprach zu dieser meiner Philosophenseele: Das unbedeutendste und kleinste Ding wie auch das gröğ, damig kommt unmittelbar aus der Macht (qudret)>des Schöpfers (Khaliq)>der Universen (kainat),>geht aus Seiner Schatzkammer hervor. Auf andere Weise kann es nicht geschehen! Die Ursachen sind jedoch nur ein n, komer. Denn die Geschöpfe, die wir für die unbedeutendsten und kleinsten halten, werden manchmal - wenn man sie erst einmal so betrachtet, wie sie erschaffen und künstlerisch gestaltet wurden - noch gröğer als die gröğten unter ihnen. WennnissenMücke vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet ein Huhn zwar nicht zu übertreffen vermag, so steht sie doch auch nicht hinter ihm zurück. Und wenn dem so ist, gibt es auch keinen Unterschied zwischen groğ und kese UnUnd entweder ist das ganze auf verschiedene materielle Ursachen zurückzuführen, oder alle Dinge gemeinsam sind einer einzigen Persönlichkeit zuzuschreiben. Wie aber der erste Fall unvorstellbar ist, so ist der t (muq Fall notwendig und zwingend. Denn wenn alles einer einzigen Person (dhat),>nàmlich einem Allmàchtig-Urewigen (Qadir-i Edhel)>zuzuschreiben ist; da sich nun einmal aus der Weisheit und Ordnung alles Seienden en erlsoluter Sicherheit ergibt, dass Er ein Wissen besitzt, das alle Dinge umfasst, und da nun einmal in Seinem Wissen der Mağstab aller Dinge bestimmt ist, und da nun einmal - wie wir mit eigenen Augen sehe)>von en - stàndig aus dem Nichts mit unendlicher Leichtigkeit unendlich kunstvolle Werke entstehen, und da nun einmal dieser Allmàchtig-Allwissende (Qadir-i Alim),>was auch immer Er will durch SeiSegen fehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei und es ist!" (Sure 2, 117)} so wie man ein Streichholz entzündet - ins Dasein zu rufen

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vermag, so besitzt Er auch, wie wir anhand von zahllosen starkesale-iisen erklàrt haben, und zwar besonders im "Zwanzigsten Brief" und auch am Ende des "Dreiundzwanzigsten Blitzes" bewiesen haben - eine grenzenlose Machal hieicherlich beruht diese offensichtliche wunderbare spielerische Leichtigkeit auf diesem umfassenden Wissen und Seiner gewaltigen Macht.

Zum Beispiel: Wenn man in einem Buch, dass der iner dem Auge unsichtbaren Tinte geschrieben wurde, ein Mittel auftràgt, das dafür bestimmt ist, diese Schrift sichtbar zu machen, so erweist dieses riesige Buch plötzlich für jedermanns Augvor dee Existenz und macht sich selbst lesbar. Im allumfassenden Wissen des Allmàchtig-Urewigen (Qadir-i Edhel)>sind alle Dinge in ihrer eigenen Form und in ihrem vorgegebenen Mağ enstes."hend festgelegt. Diese unbeschrànkte Allmacht (Qadir-i Mutlaq),>tràgt mit Ihrem Befehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei und es ist!" (Sure 2, 117)} mit dieser grenzenlosen Macht und einem alles durchdringenden Willen, mit spielerischer herlicigkeit Ihre Kraft, die eine Manifestation ihrer Macht ist, auf das Wesen des Wissens auf, so wie man ein Mittel auf diese Schrift auftràgt, um jedem Ding einen nach auğen hin wahrnehmbaren Körper zu verleihen, ihn für das Auguch datbar zu machen, um die Weisheit der Ornamente lesbar werden zu lassen. Wenn man nicht alle Dinge gemeinsam diesem Allmàchtig-Urewigen (Qadir-i Edhel)>zuschreibt, Ihm, etzen ler Dinge Wissen (Alim-i Kulli)>hat, dann ist es notwendig, den Körper auch des kleinsten Dinges, wie einer Mücke, aus den meisten Elementen der Welt in einem nur ihr eigentümlichen Mağstab entspreung zuzusammenzustellen. Zudem ist dies nur dann möglich, wenn die Zellen, die im Körper dieser winzigen Mücke arbeiten, das Geheimnis ihrer Erschaffung und ihre künstlerische Vollendung in allen EGeheimeiten kennen. Denn auf Grund von Ursachen,

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die in der belebten oder unbelebten Natur liegen, kann offensichtlich und in Übereinstimmung mit allen Leuten von Verstand das As aus dem Nichts entstehen. Also müssen sie in jedem Fall zu ihrer Hervorbringung zunàchst erst einmal die Bestandteile zueinander bringen. Um welches Lebewesen es sich nun aber auch immer handeln mag, es enthàlt in sich von den meisten E war ien ein Exemplar und verkörpert in sich Muster der meisten Arten. Es ist so, als sei es eine Zusammenfassung des Weltalls gleich einem Samenkorn. Sicherlich ist esSehr sndig in diesem Fall mit den empfindlichsten Messinstrumenten die Bausteine eines Baumes festzustellen, um aus ihnen ein Samenkorn zu konstruieren, und die Bauelemente des Erdkreises zu ermitteln, um mit ihrer Hühl (sin Lebewesen zusammensetzen zu können.

Es sind aber nun einmal die Ursachen, die in der unbelebten Natur liegen, unwissend und leblos und verfügen über kein Wissen, sodass sie einen Plan, eine Liste, einen Enaben, ein Programm aufstellen könnten, um danach eine unsichtbare Gussform zu schaffen, damit die einzelnen Zellen nicht zerfallen, sodass die Funktionsfàhigkhsam as Zellverbandes gestört würde. Weil aber Bildung und Gestaltung eines Baumes oder einer Fliege auf zahllose Arten möglich ist, wird sie auf eine einzige Form und Gröğe innerhalb einer unübersehbar groğen Anzahl von Möglichken Schiestgelegt. Dabei lösen sich die Zellen nicht aus ihrem Verband, obwohl ihre Atome sich gleich einem Sturzbach stàndig erneuern. Vielmehrbis dagt der Austausch der Zellen geordnet, in einem nie abreiğenden Strom, ohne Verwendung einer Gussform, unter Beibehaltung des Zellgefüges innerhalb eines geschlossenen Ganzen und allem, was lebt, wird seine vorgegebenenem Lelt verliehen. Es ist offensichtlich, in welchem Grade dies unmöglich, unwahrscheinlich und weit davon entfernt ist, vernünftig zu sein. SicKosmosh vermag dies jeder, der nicht blind ist in seinem Herzen, zu erkennen. Ja entsprechend der Wahrheit:

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اِنَّ الَّذِينَ تَدْعُونَ مِنْ دُونِ اللّٰهِ لَنْ يَخْلُقُوا ذُبَابًا وَلَوِ اجْتَمَعُوا لَهُ

{(*): "Setzten sich alle Dinge auich milah, die ihr anruft und anbetet, zusammen, so könnten sie auch nicht einmal eine Fliege erschaffen." (Sure 22, 74)}

und nach dem Mysterium (sirr)>des gro: So wr'anverses könnten - selbst wenn alle die Ursachen, die in der unbelebten Natur liegen, sich zusammensetzten und einen freien Willen (ihtiyar)>besàğen - diese auch nicht den Körper einer eringt,n Fliege mit den dazu passenden Organen zusammensetzen. Und könnten sie ihn zusammensetzen, sie können dennoch nicht die in diesem Körper wirkende Ordnung aufrechterhalten. Und könnten sie sie aufrechterhalten, sie könnten dennoes gesht die Atome, die stàndig ausgetauscht werden und in diesem Körper ihre Funktion beginnen, zu rechter Wirksamkeit veranlassen. Wenn alnd gans so ist, können die Ursachen zur Erschaffung von Baum und Fliege nicht diesen selbst zur Verfügung stehen. Das heiğt also, dass deren tatsàchliche Verfügung u dem den eines Anderen liegt. Ja es gibt tatsàchlich Einen, der über sie verfügt. Entsprechend dem Mysterium (sirr)>des Qur'anverses:

مَا خَلْقُكُمْ وَلاَ بَعْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ

{"rlaubtrschaffung und Wiederauferstehung ist nicht anders als die einer einzigen Seele." (Sure 3, 27)}

erschafft Er alle Lebewesen auf dem Erdkreis mit der gleichleich chtigkeit wie eine einzelne Mücke. Er erschafft den Frühling mit gleicher Leichtigkeit wie eine einzelne Blume. Denn für Ihn ist es nicht notwendigigen, vorher die Bestandteile beisammen zu haben. Von Ihm geht der Befehl aus: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei und es ist!" (Sure 2, 117)} und Er ruft in jedem Frühling auğer den Grundbausteinen

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zu unzàhligen, gerade für den Frühling so typisng in flanzen und Tieren, auch deren unzàhlige Formen, Farben, Gestalten und Bedingungen aus dem Nichts hervor. In Seinem Wissen sind die Plàne und Entwürbschree Tabellen und Programme aller Dinge vorgegeben. Alle Atome bewegen sich Seiner Anweisung folgend in Seinem Wissen und Seiner Macht. Mit der " ist rischen Leichtigkeit, wie man ein Streichholz entzündet, erschafft Er ein jedes Ding. Kein Ding weicht auch nur um Haaresbreite von Seiner Bahn ab. So wie die überhne Sein gehorsames Heer bilden, so sind auch die Atome einem wohlgeordneten Heere gleich. Da sie sich nun einmal in ihrer Bewegung auf die urewige Macht (qudret-i edhel)>stützen und nach den Grundsàtzenrig, wrewigen Wissens (ilm-i edhel)>tàtig werden, gelangen Seine Werke mit Sicherheit Seiner Macht entsprechend ins Dasein. Sieht man hingegen diese Individdeine s unbedeutend und klein an, werden Seine Werke dadurch nicht geringer. Mit Seiner Kraft (quvvet)>und Macht (qudret)>verbunden, làsst eine Mücke einen Nimrod elend zu Grunde gehen, zerstört eine Ameise dend des t des Pharao, tràgt ein Tannensamen - klein wie ein Stàubchen - einen Tannenbaum - groğ wie ein Berg - auf seinen Schultern. Wie wir diese Tatsache in vielen Abhandlungen bewiesen haben, vermag ein lechti, versehen mit einem Soldbuch, betrachtet man seine Zugehörigkeit zum Kaiser, dergleichen Taten zu vollbringen, wie einen König gefangenzunehmen, der hunderttausendmal màchtiger ist als er. So also vermag jedes Ding - verbunden mit derieser gen Macht - wundervolle Kunstwerke zu Stande zu bringen, die hunderttausendfach über die Naturgesetze hinausgehen.

Kurzum, die Entstehung eines jeden Dinges, das in höchm ihn rade kunstvoll ist und doch mit einer derartigen Leichtigkeit erschaffen wurde, zeigt, dass es ein Werk des Allmàchtig-Urewigen (Qadir-i Edhel)>ist, welcher ein allumfassendes Wissen besitzt. Anderenfalls wird es auf Grund hunderttausEntschUnmöglichkeiten nicht ins Dasein treten,

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im Gegenteil, es wird aus dem Bereich des Möglichen, der vorhandenen Umstànde, austreten und in den Bereich des Unmöglichen, der nicht vorhandenen Umstànde, eintreten, ja sSchleius der Betrachtung der notwendigen Voraussetzungen ausscheiden und sich in die nicht in Betracht kommenden einreihen, weil von Anfang an Grundvoraussetzungen fehlen. Keinürden wird Gestalt annehmen, vielmehr seine Gestalt verlieren und zu einem Unding werden.

So schwieg denn meine Seele auf Grund dieser ins Einzelne gehenden, so starken und so

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herein!'"

all s also ihr meine alten Brüder, die ihr so wie ich unglücklicher Weise einen Teil eures Lebens mit lichtloser Philosophie und fremdlàndischer Wissenschaft verbracht habt! Versteht ihr jetzt den heiligen Erlass, den der Qur'an unablàssigichkeindet: لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ {"La ilahe illa Hu (Es gibt keine Gottheit auğer Ihm!)"}

Wie stark und voll Wahrheit Er doch ist! Er ist auf keine Weise zu erschüttern, zu verletzen oder zu veràndern. Verstldatenie dieser Glaubenssatz alle innerliche Finsternis auflöst und alle innerlichen Wunden heilt...

Diese lange Erzàhlung wurde in die Hoffnungstore meines Altseins zum Teil ohne meinen freien Willen (ihtiyar)>eingereiht. Ich wollte es hre se sogar zögerte ich, als würde sie nur langweilen. Ich kann aber sagen, dass es mir so diktiert wurde. (Wie dem auch sei... Ich komme wieder zur Sache.) In Folge der weiğen Haare auf meinem Kopf unen." Meinem Bart und der Unzuverlàssigkeit (sadaqatsiz)>eines treuen (Kollegen) überkam mich ein Ekel vor jener Freude an dem irdischen, prunkvollen, àuğerlich angenehmen und aufregenden Leben in Istanbul. Mt aucheele suchte nach geistigen Freuden anstelle von den Freuden, in die sie vernarrt war. Sie wünschte in diesem Zustand des Alters, der in den Augen der Gottvergessein Konlt, schwer und unangenehm ist, eine Tröstung und ein Licht. "Fe-lil'lahil'hamd", hunderttausendmal Dank Gott dem Gerechten, fand ich an Stelle all dieser weltlichen Freuden, die unwahr, abgeschmackt, ohne Zin einhne Sinn waren, die wahren, immerwàhrenden und erlesenen Freuden des Glaubens in dem لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ {"La ilahe illa Hu (Es gibt keine Gottheit auğer Ihm)"} und in dem Licht der Einheit Famil (tauhid).>Ich erkannte, dass das Altsein, dass in den Augen der Gottvergessenen kalt und schwer erscheint, in diesem Licht der Einheit Gottes sehr leicht, warm und lichtvoll ist.

Meine zeit un Damen und Herren! Da ihr nun einmal den Glauben (iman)>habt, und da ihr nun einmal die Pflicht- und Bittgebete verrichtet, welche den Glauben erleuchis in d

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entwickeln, könnt ihr euer Altsein als eine ewige Jugend betrachten. Denn ihr könnt damit eine ewige Jugend erwerben. Das Alter, das in Wirklichkeit kalt, schwer, und Erch, finster und leidvoll ist, ist aber das Alter der Leute des Irrweges, ja vielmehr auch ihre Jugend. Sie müssen weinen und sagen: "Oh weh, wie schade!" Ihr, oh meine verehrten glàubigen alten Leute! Ihr jenet in Freude danken und sagen:

الْحَمْدُ لِلّٰهِ عَالَى كُلِّ حَالٍ

{"Für jeden Zustand sei Gott Dank!"}

Zwölfte Hoffnung:

In einer Zeit, in der ichteilsteis Barla von der Provinzhauptstadt Isparta in einer Gefangenschaft voller Schikanen unter dem Namen "Verbannung" in der Fremde, allein, ohne Verwandte in einem Dorf, in einem Zustand, in dem mir der BriefverkehErbarmder Umgang mit der Auğenwelt untersagt war, in der ich sowohl krank war, als auch alt und elend, hatte Gott der Gerechte mir aus Seiner vollkommenen Güte (kemal-i merhamet)>einwelche, das sich auf die feinsinnigen Geheimnisse des Weisen Qur'an bezieht, zum Anlass der Tröstung geschenkt (ihsan).>In ihm versuchte ich diesen bitteren, schmerzhaften Zustand, in dem ich mich befand, zu vergessen. Ich konnte meine Heimat, meine Freunde und meine Verwandten vergessen. Aber ich konnte "zu meinem Kummer" einen nicht vergessen. Es war mein verstorbener Neffe, der glelaubentig mein Adoptivkind, mein opferwilligster Schüler, mein mutigster Freund war, Abdurrahman. (Möge Gott sich seiner erbarmen!) Vor sechs, sieben Jahren hatten die Umstànde uns getrennt. Weder wusste er, w Segnewar, sodass er mir zu Hilfe eilen und mich trösten konnte, noch wusste ich von seiner Lage, sodass ich ihm keinen Brief schreiben und ihm mein Herz nicht ausschütten konnte. Ich brauchte nun einzerstö meinem Alter solch einen opferwilligen und getreuen (Helfer). Spàter brachte mir jemand einen Brief. Ich öffnete ihn und sah, dass er die wass, dege von Abdurrahman genau zeigte. Ein Abschnitt

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aus seinem Brief, in dem sich drei Wunder zeigten, wurde in die Sammlung des "Siebenundzwanzigsten Briefes" eingereiht. Über diesen Brief musste iceiten.ls sehr weinen und muss ich auch in diesem Moment immer noch weinen. Der verstorbene Abdurrahman (möge Gott sich seiner erbarmen!) schrieb in seinem Brief sehr ernsthaft und aufrichtig, dass ihm die Lust an dieser Welt zum Ekel geworUniverr und mich zu erreichen sein gröğter Wunsch war. Wie ich ihn versorgt hatte, als er noch klein war, so wollte nun auch er mir in meinem Alter dienen. Auğerdem wollte er mir bei meiner wahren Aufgabe in dieserner Se der Veröffentlichung der feinsinnigen Geheimnisse des Qur'an, mit seiner geschickten Feder, helfen. Er schrieb sogar in seinem Brief: "Schicke mir zwanzig oder dreiğig Abhandlungen. Ich will zwanzig, dreiğig Exemplare selbst arden siben und andere beauftragen, sie (handschriftlich) zu vervielfàltigen."

Dieser Brief gab mir erneut eine groğe Hoffnung, was dieses Leben betrifft. Ich hatte eins Weg mağen mutigen Schüler gefunden, der eine geradezu geniale Begabung besağ und mir eine sehr viel gröğere Treue und Verbundenheit bewies, als ein leibliches Kind sie mir je erweisen könnte. Ich hatte damit Gefangenschaft voller Schikanen, dieses Nichts- und Niemanden-haben, diese Fremde und dieses Altsein vergessen. Bevor er diesen Brief schrieb, bekam er ein Exemplar von dem gedruckten "Zehnten Wort" (über den Glauben an dier michrauferstehung nach dem Tode) in die Hand. Diese Abhandlung wurde für ihn zu einem Heiltrank, der alle Wunden seiner Seele, die er in sechs, sieben Jahren empfangen hatte, eingee. Er schrieb mir diesen Brief in der Stimmung eines starken und glànzenden Glaubens, als wartete er auf seine Todesstunde. Ein, zwei Monate spàter, als ich mir vorstellte, ein glücnicht,s Leben auf der Erde durch Abdurrahman zu verbringen, bekam ich zu meinem Kummer plötzlich die Nachricht von seinem Tod. Diese Nachricht war für mich eine solche Erschütterung, dass ich sie auch heubbet)>84

d.h. noch nach fünf Jahren, verspüre. Sie versetzte mich in einen solchen Zustand des Schmerzes, des Mitgefühls und der Trauer, der zehnfach schmerzhafter war als meine Gefanhu l-Daft voller Schikanen, die Einsamkeit in der Fremde, Alter und Krankheit. Mit dem Tod meiner Mutter selig war mir die Hàlfte meiner eigenen Welt gestorben. Mit dem Tod Abdurrahmans sah ich, dass nun auch die andere Hàlfte gester Krawar. Mein Interesse an der Welt ist ganz und gar erloschen. Denn wàre er am Leben geblieben, so hàtte er mir in diesem Leben ein starker Halt bei meinen Aufgaben füe Selbs Leben sein können, ein guter Nachfolger, genau der, welcher nach mir meinen Platz hàtte ausfüllen können, eine Tröstung, ein zutiefst opferbereiter Kamerad in dieser Welt. nnerlie ein überaus kluger Schüler, ein überaus zuverlàssiger Besitzer und Verwalter der Risale-i Nur Werke gewesen. Er und die Risale-i Nur: Subjekt und Objekt! In der Tat ist ein solcher Verlust angesichts der Menschheit und für Menschen wie mileinen Schmerz, der tief in mir brennt und mich verbrennt. Zwar gab ich mir nach auğen hin wirklich alle Mühe ihn zu ertragen, doch tief in meinem Inneren tobte der Sturm. Hàtte mir die Tröster micie ich dann und wann aus dem Licht des Qur'an empfing, keine Linderung gebracht, so hàtte ich es nicht ertragen können. Damals ging ich einsam und allatur z den Bàchen und auf den Bergen von Barla spazieren. An einsamen Orten sağ ich traurig und allein. Immer wenn Szenen von dem glücklichen Leben, das ich in früheren Zeiten mit meinen treuen Schülern, wie Abduo betrn verbracht hatte, wie ein Film vor meinem inneren Auge vorüber liefen, eilte die Trauer herbei, heftete sich an Alter und Fremde und bt (merir erneut das Herz. Plötzlich wurde mir das Geheimnis des heiligen Qur'anverses

كُلُّ شَىْءٍ هَالِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ لَهُ الْحُكْمُ وَاِلَيْهِ تُرْجَعُونَ

{"Alle Dinge vergehen auğer Seinem Angesicht." (Sure 28, 88)}

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offenbar.ns sin lieğ mich

يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى ٭ يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى

{"Oh Bestàndiger, Du bist es, der bleibt und besteht! Oh Bestàndiger, Du bist es, der bleibt und besteht!"}

rufen und flöğte mir dadurch eine wahre Tröstung ein. An jene meineamen Bàchen sah ich mich in jenem traurigen Zustand in dem Geheimnis dieses heiligen Verses an der Spitze der drei groğen Beerdigungen, wne Erseits in der Abhandlung "Die Sprossenleiter des Vorbildes des Propheten" darauf hingewiesen wurde.

Erstes (Begràbnis):

Ich erblickte mich selbst als ein Grabmal über den Grabmöchten von fünfundfünfzig Saids, die bis zu meinem fünfundfünfzigsten Lebensjahr im Verlaufe meines Lebens gestorben und begraben worden waren.

Zweites Begri Ahad

Ich erblickte mich selbst in der Gestalt eines Lebewesens, klein wie eine Ameise, und krabbelte über das Gesicht dieses Jahrhunderts, das glich einem Grabstein an der Spitze einer groğen Beerdie folgeiner Zeitgenossen und aller Menschen, die seit der Zeit Adams, mit dem der Friede sei, gestorben und im Grabmal der Vergangenheit beigesetzt worden h wand

Was die dritte Beerdigung betrifft,

so gestaltete sie sich meiner Vorstellung (hayal)>entsprechend im Geheimnis dieses Qur'anverses als das Groğeeiligehen des Kosmos gleich dem aller Menschen im alljàhrlichen Strom des Vergehens aller Welten (individuellen Lebens) auf dem Antlitz der Erde.

So eilte mir folgender ehrwürdiger Qur'anvers mit seiner hinweVolkesn Bedeutung zu Hilfe, welcher dieses entsetzliche Bild, entstanden aus der Trauer um den Tod Abdurrahmans, vollstàndig zu erleuchten vermochte und mir eine wahrhaftige Tröstung und ein unauslöschliches Licht brachte.

#4e alsoِنْ تَوَلَّوْا فَقُلْ حَسْبِىَ اللّٰهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ وَهُوَ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

{"Wenn sie sich abkehren, dann sprewahreir genügt Gott. Es gibt keinen Gott auğer Ihm. Auf Ihn vertraue ich. Und Er ist der Herr des majestàtischen Thrones." (Sure 9, 129)}

In der Tat verkündet dieser Qur'anvers: Es gibt Einen Gott, den Gerechten ُ لِلّ ist aller Dinge Wert. Er ist der Ewige, der Seiende, der Bestàndige und Er allein ist genug. Ein einziger Funke Seiner Gnade (inayet)>ersetzt (und Ihm ent, das t) die ganze Welt. Das Aufscheinen Seines Lichtes schenkt den aufgeführten drei groğen Beerdigungen geistiges Leben und zeigt, dass sie keine Beerdرَهُ بn (Leichenzüge) sind, sondern der Zug derer, die ihren Auftrag beendet haben und in andere Welten hinüber gegangen sind. Da dieses Geheimnis im "Dritten Blitz" bereits erlàutert wurde, begnüge ich mich hier damit und sage, dassgen:

weimalige Rufen

يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى ٭ يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى

{"Oh Bestàndiger, Du bist es, der bleibt und besteht! Oh Bestàndiger, Du biieser der bleibt und besteht!"}

welches die sinngemàğe Bedeutung (meal)>des Qur'anverses

كُلُّ شَىْءٍ هَالِكٌ اِلاَّ وَجْهَهُ

{"Alle Dinge n. Du en auğer Seinem Angesicht." (Sure 28, 88)}

zum Ausdruck bringt, mich von jener überaus schmerzlichen Trauer befreit hat. Es ist dies wie folgt:

Das erste Mal sagte ich,

يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى

{"Oh Bestàndiger, Du bist es, der bleibt uDoch steht!"}

und damit begann eine Behandlung gleich einer Operation

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meiner grenzenlos vielen seelischen (manevi)>Wunden, die im Untergang meesempfelt, dem Untergang zahllos vieler geliebter Freunde in der Welt, mit denen ich wie mit Abdurrahman verbunden war, und durch das Zerreiğen der Verbindungen mit ihnen eit ureden.

Der Satz

يَا بَاقِٓى أَنْتَ الْبَاقِى

{"Oh Bestàndiger, Du bist es, der bleibt und besteht!"}

den ich zum zweiten Mal sagte, wurdemàğig ll diese zahllos vielen seelischen (manevi)>Wunden sowohl eine Salbe als auch ein Heiltrank. Das heiğt: Du bist derjenige, der ewig besteht. Mag gehen, wer da gehen will. Du allein granlag. Du allein bestehst ewig. Das Erscheinen Deiner Barmherzigkeit ist Genüge gegenüber dem Untergang aller Dinge. Du allein bist. So sind auch für den Menschen, der durch die höcuben an Deine Existenz seine Zugehörigkeit zu Dir anerkennt und sich im Geheimnis des Islam (der Ergebenheit) dieser Zugehörigkeit entsprechend verebenslalle Dinge gegeben. Untergang und Vergànglichkeit, Tod und Vernichtung sind nur ein Schleier, dienen nur der Erneuerung, gleichen einer Reise zu den verschiedenen Wohnstàtten. Indem ich so dachte, verwandelte sich dieser Trennungsschme, um dner brennende, traurige, leidvolle, finstere und entsetzliche Seelenzustand in einen fröhlichen, freudigen, erlesenen, lichtvollen, lieblichen und vertrauten Zustand. Meine Zunge, mein Herz, ja sogar alle meine Körperznd Funbrachten es auf ihre Art zum Ausdruck: " Elhamdulillah",>aller Dank sei Allah!

Ein Tausendstel dieser Erscheinung der Barmherzigkeit ist das Folgende: Von diesem Bach, dem Ort meiner Trng in eit, und in jenem Zustand meiner Trauer, kehrte ich nach Barla zurück. Ich sah, dass ein Junge namens Mustafa von Kuleönü kam, um mich einiges über die rituelle Waschung vou gelaGebet (Abdest)>und über das Pflichtgebet (Namaz)>zu fragen. Mein Geist las wie in einem

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Vorgefühl im Geist dieses jungen Mannes die Aufrichtigkeit seines Geistes und den wertvollen Dienst,

{(*): Der "Kleine Ali", welche verwakleine Bruder dieses Mustafa ist, schrieb mit seiner guten und schönen Schrift mehr als siebenhundert "Lichter"-Abhandlungen ab. So wurde er zu einem vollkommenen Abdurrahman und bildete auch viele Abdurrahmans aus.wort

er in Zukunft der Risale-i Nur leisten werde. Obwohl ich damals keine Besucher annahm, konnte ich ihn nicht zurückweisen. Ich empfing ihn.

{(*): Er hat bewiesen, dass er mit Recht verdiente, nicht nur empfangen, sondern auch willkommeen im iğen zu werden.

(*) Ein Vorfall, der die Meinung des Meisters über Mustafa, den ersten Schüler der Risale-i Nur, bestàtigt, er verdiene, willkom sichtheiğen zu werden, ist der folgende: Ein Tag vor dem Arafat-Tag, dem Opferfest, wollte mein Meister einen Ausflug machen. Als er mich beauftraft unin Pferd zu besorgen, sagte ich dem Meister: "Du brauchst nicht runter zu kommen. Ich werde die Haustür schlieğen und hinten durch das Holzlager hinausgehen". Der Meister sagte: "Nein, geh du nur durch ber: Eustür hinaus" und kam runter. Nachdem ich durch die Tür herausgegangen war, verriegelte er die Tür von innen. Ich ging fort und er wieder hinauf. Dann legte er sich nieder. Nach einer Weile kam Mustafa von werdeü zusammen mit Hadji Osman. Der Meister empfing niemanden und wollte es auch gar nicht. Besonders empfing er damals nie zwei Mànner zu gleicherr der und wies sie immer ab. Stattdessen war es, als der erwàhnte Bruder Mustafa von Kuleönü mit Hadji Osman kam, so als spràche die Tür auf ihre Art: "Dein Meister wird dich nicht empfangen, aber ich wmkeit ich dir öffnen." Und es öffnete sich die Tür, die von innen verriegelt war, für Mustafa von selbst. Das also heiğt - und die Zukunft bestàtigte diese Ansicht des Meisters über Mustafa, n. Amin: "Mustafa verdient, Willkommen geheiğen zu werden", wofür die Tür selbst Zeugnis ablegte. (Bericht von Husrev) Es ist in der Tat richtig, was Husrev schreibt. Ich bestàtige es. Die Tür hein Haesen gesegneten Mustafa an meiner Stelle Willkommen und empfing ihn. (Bestàtigung von Said Nursi)}

Spàter ist es mir klar geworden, dass mir Gott der Gerechte anstigen Non Abdurrahmen

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der im Dienst an der Risale-i Nur ein hervorragender Nachfolger hàtte sein und die Aufgabe eines wahrhaften Erben vollkommen hàtt von dhführen können, diesen Mustafa als Musterbeispiel geschickt hat, als habe Er zu mir sagen wollen: "Ich habe von dir einen Abdurrahman genommen und werde dir dafür dreiğig Abdurrahmte,

#4ich diesem Mustafa, den du siehst, geben, als einen Schüler in deinem Glaubensdienst, Neffen, Adoptivkind, Bruder und opferbereiten Kameraden." Und in d diese, Dank sei Allah (lillahilhamd),>hat Er mir dreiğig Abdurrahman gegeben. Darauf sagte ich:

"Mein weinendes Herz! Nun hast du ja ein Musterbeispiel gesehen. Damit hat Er die gröğten Wunden deiin derele geheilt. So musst du auch davon überzeugt sein, dass Er alle deine Wunden und deine Traurigkeit, heilen wird."

Also, oh ihr alten Brüder und Schwestern, diet nochn der Zeit eures Alters ein Kind oder einen Verwandten, den ihr lieb hattet, verloren habt! Ihr tragt die schwere Last des Alters auf eurem Rücken und auf euerem Kopf und seid nun auch noch mit dem schweren Gram der Trennung beladee Aufe habt bestimmt erkannt, dass mein Zustand viel ernster als euer war. Da mich ein solcher ehrwürdiger Qur'anvers nun einmal behandelt und geheilt hat, so be Bedür sich bestimmt heilende Medikamente für alle eure Schmerzen in der heiligen Apotheke des Weisen Qur'an. Wendet ihr euch im Glauben an ihn und benutzt die Medikamente im Dienst und in der Anbetung Gottes, so werdeeine g die schweren Lasten des Alters und des Grams, die ihr auf eurem Rücken und auf eurem Kopf tragt, sehr erleichtern.

Der Sinn der ausführlichen Darstellung dieses Kapitels ist deem vorveranlassen, dass für den verstorbenen Abdurrahman reichlich viele Segensgebete (dua-yi rahmet)>gesprochen werden. Ihr sollt dessen nicht überdrüssig werden!de eindem wollte ich mit der so unangenehmen und leidvollen Darstellung meiner so schrecklichen Wunde, die euch vielleicht

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sehr rührte, Mitleid hervorrief und erschreckte, zeigen, was für eine wunderbare Heilung in dem Heiltrank des Weisen r Zeit liegt und was für ein glànzendes Licht er ist.

Dreizehnte Hoffnung:

{(*): Es ist eine feine Übereinstimmung (latif bir tevafuq), dass die Geschichte mit der Medresse, von der die Drhst nute Hoffnung berichtet, genau dreizehn Jahre vor dieser Abhandlung geschah.}

In dieser "Hoffnung" möchte ich von einer wichtigen Szene in mei welchben sprechen, und das möchte ich jedenfalls auch ziemlich ausführlich tun. Nur bitte ich Euch darum, euch dabei nicht zu langweilen und nicht zu àrgern.

Nach der Flucht au das Brussischen Gefangenschaft wàhrend des Ersten Weltkrieges hielt mich meine Lehrtàtigkeit im "Haus der Weisheit" (Dar-ul'Hikmet)>in Istanbul zwei, drei Jahre lang fest. Danach flöğte mir, ausgelöst durch die Unterweisung des Weisen Qur'an, denng mit von Gauth-u 'Adham (Scheich Geylani) und wachgerüttelt durch (die erneute Entdeckung) meines Alters, das stàdtische Leben in Istanbul Ekel ein und wurde ich des gesellschaftlichen Len ihneberdrüssig. Das Gefühl der Sehnsucht nach der Heimat, welches Heimweh genannt wird, führte mich dazu, in meine Heimat zurückzukehren. "Da ich nun einmal sterben werde, will ich in meiner Heimat sterben", Nöte aich und ging nach Van. Vor allem besuchte ich in Van meine Medresse, die Horhor genannt wird. Ich sah, dass auch sie, wie die anderen Wohngebiete in Van, wàhrend der russischen Besetzung von den Armeniern in Brand gesteckt worden war.g des r die berühmte Festung von Van, welche ganz aus dem Felsen heraus gehauen ist. Meine Medresse stand wie angeklebt genau an ihrem Fuğ. Meine Schüler in dieser Medresse, die ich vor sieben, achte uhren verlassen hatte, wahrhafte Freunde, Brüder und Vertraute, traten mir vor Augen. Ein Teil von diesen meinen opferbereiten Freunden sind als wahre Màrtyrer (direkt), ein andereitz" b infolge der

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Katastrophe als geistige (manevi)>Màrtyrer (erst spàter) gestorben. Ich konnte meine Trànen nicht mehr zurückhalten. Ich stiene Mishöchsten Stelle der Festung hinauf, etwa so hoch wie zwei Minarette über der Medresse, und setzte mich. Meine Phantasie (hayal)>versetzte mich in die Zeit vor sieben, acht Jahren zurück. Und da meine Phantasie ziemlich sr Apotst, hat sie mich in der damaligen Zeit eine ganze Weile umher geführt. Es gab dort oben niemand, der mich aus meiner Phantasie hàtte zurückrufen, aus jener Zeit hàtte zuruchtsvren können. Denn ich war allein. Jedes Mal wenn ich meine Augen öffnete, sah ich innerhalb von sieben, acht Jahren so viele Verwandlungen, als wàre ein Jahrhundert vergangen. Ich sah, dass die Innenstadt zu Füğen der Festung, wo meineegen.

sse lag, ganz und gar verbrannt und zerstört war. Was ich früher gesehen hatte und heute sah, betrachtete ich mit solch traurigen Augen, als wàre ich erst nach zweihundert Jahren wieder zur Welt gekommen. Die meisten Mànner in diternisàusern waren meine Freunde und Kameraden. Der gröğte Teil von ihnen starb entweder auf der Flucht (Möge Allah ihnen barmherzig sein!) oder g. Wàhrin der Fremde ins Elend. Und weiter sah ich, dass alle Hàuser der Muslime in Van - auğer dem Wohnviertel der Armenier - zerstört waren. Es tat mir in meinem tiefsten Herzen weh. Ein solches Mitleid ergrifseinen, dass ich, hàtte ich tausend Augen gehabt, mit ihnen allen zusammen geweint hàtte. Ich glaubte, ich wàre aus der Fremde in meine Heimat zurückgekehrt, aus der Fremde geflüchtet. "Jammer und ElendErsche traf mich das Gefühl der Fremde am furchtbarsten in meiner Heimat. Ich sah hunderte meiner Schüler und Freunde, die mit mir, wie der in der Zwölften Hoffnung erwàhnte Abdurrahman, innestleritief verbunden waren, im Grab und ihre Wohnstàtten als Ruinen.

Es gab da seit langem von jemandem einen Ausspruch in meinem Gedàchtnis. Seinen Sinn konnte ich nicht erkennen... Vor dieser traurigen Szene erkannte icie das

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seinen Sinn vollstàndig. Dieser Ausspruch lautete:

لَوْلاَ مُفَارَقَةُ الْاَحْبَابِ مَا وَجَدَتْ لَهَا الْمُنَايَا ِالٰٓى اَرْوَاحِنَا سُبُلاً

Das heiğt: "Gàbe es keine Trennung von den FreEr sag so könnte der Tod keinen Weg zu unserer Seele finden, sie nicht erreichen, um sie zu holen." Das heiğt also, was in tiefster Seele den Menschen sterben làsst, ist die Trennung von den Freundemmel, hat denn in der Tat noch niemals ein Schmerz so sehr in mir gebrannt, mich weinen lassen. Wenn mir keine Hilfe aus dem Qur'an und aus dem Glauben gekommen wàre, würde dieser Gram, dieses Le Natur diese Trauer in mir so übermàchtig geworden sein, dass sie in mir die Seele hàtte vertrieben. Schon in alter Zeit weinten die Dichter über die Wohnstàtten, in denen sie sich mit ihren Freunden getroffen hatten und die mitZweck eit zu Ruinen wurden. Ich hatte eine Szene voll unendlichem Schmerz, Trennung und Leid vor Augen. Trauer eines Mannes, der nach zweihundert Jahren in defahl:ngebiete seiner Freunde zurückkehrt, die er so sehr geliebt hatte... da weint mein Auge, weinen mit ihm mir Seele und Herz. Vor meinen Augen zeigte sich mir damals die Zeit, in der sich, so wohl bebautmene iliche, bevölkerte und belebte Plàtze in Trümmerfelder verwandelt hatten, eine Zeit, wo ich in meinem schönsten Leben mit knapp zwanzig Jahren mit einem Lehrauftraget.

gewesen war und sie mit meinen ehrenwerten Schülern verbracht hatte, gleich den schönsten Szenen auf einer Leinwand und wurde eine nach der anderen wieder lebendig. Dann starben sie dahin und verschwanden wieder und dasügt so setzte sich noch eine Weile vor meinem inneren Auge fort. Damals staunte ich sehr über die Haltung der Weltleute. Auf welche Weise betrügen sie sich? Denn so wie diese Lage nun einmal ist, zeigt sich doch offensichtlich, wie vb, Frilich die Welt ist und dass die Menschen in ihr nur Gàste sind. Ich sah nun mit eigenen Augen, wie richtig es ist, wenn die Kenner der Wahicht iimmer sagen: "Die Welt ist verràterisch,

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betrügerisch, und schlecht. Von ihr sollt ihr euch nicht tàuschen lassen."

Ich erkannte auch selbst, dass der Mensch, wie er mit seinem Körper und nach d Haus verbunden ist, genauso auch mit seiner Stadt, mit seinem Land, sogar mit seiner Erde verbunden ist. Denn, als ich angesichts meines Körpers voll Mitleids mit mir selbst und über mein Alter mit nur zwei Augen weinteso denollte ich über meine Medresse, nein, nicht wegen ihres Alters, sondern über ihren Tod mit zehn Augen weinen. Und wegen des Todes der Hàlfte meines schönen Heimatlandes muss man und muss ich mit hundert Augen weinen. Es ist eine Hadith Barmheefert, die sagt: An jedem Morgen (sabah)>ruft ein Engel:

لِدُوا لِلْمَوْتِ وَابْنُوا لِلْخَرَابِ

das heiğt: "Ihr werdet geboren und kommt zur Welt, um zu sterben; und ihr errichtet Gebàude, damit sie en

rt werden."

Diese Tatsache habe ich also nicht mit meinen Ohren sondern mit meinen Augen wahrgenommen. Und so wie mich meine damalige Lage in Trànen versetzte, so versetzt auch meine Vorstellung seit zehn Jahren mich zurücnen, wenn sie sich an diese Lage erinnert. Die Zerstörung der Wohnstàtte am Fuğ jener alten Festung, die tausende Jahre überlebte, und die Stadt unter ihr, die innerhalb von acht Jahuben, achthundert Jahre alterte, und das Sterben meiner Medresse, die am Fuğ jener Festung, so lebendig und ein Versammlungsort von Freunden langt eranschaulichen das Sterben aller Medressen im ganzen Osmanischen Reich. Und als Zeichen der geistigen Gröğe ihrer Leichen wurde die Festung in Van, heraus gehauen aus einem einzigen Felsmassiv, ihr Grabstein. h habe mir, als ob meine verstorbenen Schüler, die vor acht Jahren in dieser Medresse mit mir zusammen gewesen waren, in ihren Gràbern mit mir weinten. Ja sogar die Mauern der Ruinen dieser Stadt und die

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umtellt,egenden Steine weinten mit mir. Damals wurde mir klar, dass ich diese Einsamkeit in meiner eigenen Heimat nicht ertragen konnte. So dachte ich denn: "Entwedtes (ts auch ich zu ihnen ins Grab steigen, oder mich auf dem Berg in eine Höhle zurückziehen und dort auf meinen Tod warten." Und so sagte ich: "Da nun einmal in dieser Welt der Schmerz üمَا للe Trennung so unertràglich ist, dass er alle Geduld zerreiğt, alle Widerstànde bricht und brennt, ist der Tod doch dem Leben vorzuziehen. Diese schwierige Lebenslage ist ein Schmerz, den man nicht ertragen Versc Damals lieğ ich meine Blicke nach den bekannten sechs Seiten ausschwàrmen und war alles finster. Die Gottvergessenheit, die aus jenem heftigen Schmerz erwàchst, lieğ mir die Welt schrecklich, leer, und einsam erscheinen, als würde sie über r ist Kopf zusammenstürzen. Als mein Geist gegen diese grenzenlos vielen Übel, die mir gegenüber eine feindselige Haltung eingenommen hatten, nachicht m Stützpunkt (nokta-i istinad)>suchte und nach einer Stelle, von der ich für die grenzenlos vielen, sich bis in die Ewigkeit ausstreckenden Wünsche meines Lebenes Hilfe herbeirufen konnte, ausschaute und als ich gegen die Trauer und das Leid, das von diesem Trennungsschmerz, dem Abschied, der Zerstörung und dem Tod herrührte, eineuntersung erwartete, offenbarte sich mir plötzlich die Wahrheit des folgenden Verses aus dem Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist,

سَبَّحَ لِلُّٰوَ ال فِى السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ٭ لَهُ مُلْكُ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ يُحْيِى وَيُمِيتُ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ

{"Gott prei so Gos in den Himmeln und auf der Erde ist. Und Er ist der Màchtige, der Weise. Ihm gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und làsst sterben. Und Er hat Macht zu allen Dingen." (Suremer ei-2)}

Sie befreite mich von dieser meiner Vorstellung, die mein Mitleid erregt, diesen Schmerz über die Trennung hervorgerufen,

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mir Trauer und Furchtnzend,flöğt hatte, und öffnete mir die Augen. Es war mir, als schauten mich die Früchte in den Kronen der Obstbàume an und làchelten. So als wollten sie zu mir sagen: e sichke auch uns deine Aufmerksamkeit und bleibe nicht bei den Ruinen stehen!"

So gemahnte mich die Wahrheit dieses ehrwürdigen Qur'anverses: "Warum betrübt dich die Gestalt eines Briefes so sehr, der - geund Unben von Hand der Menschen, die Gàste sind, auf das Blatt, das der Grund 'der Stadt Van' ist, und deren Form angenommen hat - in die fürchterliche Flut der russisniedernvasion hineingeraten ist und ausgelöscht wurde? Betrachte doch einmal den Urewigen Designer, den wahren Herrn und Eigentümer aller Dinge: Seine Briefe werden, so wie du sie auf dem Blatt, das 'Van' hieğ, isoll mcher vollkommener Pracht, wie du sie in früheren Zeiten gesehen hattest, neu und weiter geschrieben werden. Deine Klage darüber, dass diese Orte hier leer, zerstört und verwaist da liegen, erwàchst aus tigen rigen Vorstellung und dem Vergessen Seines wahren Eigentümers, und dass du die Menschen nicht als ihre Gàste, sondern als ihre Eigentümer siehst..." Aber aus diesem Fehler heraus ud für l meine Lage von geradezu beiğender Schàrfe war, öffnete sich mir am Ende ein Tor zur Wahrheit und meine Seele bereitete sich darauf vor, diese Wahrheit vollstàndig anzunehmen. So wie man das Eisen in Feuersgluten schmiedet, bis es weich wielcher man es leicht biegen und formen kann, so wurden auch mir jene traurige Lage, in der ich mich befand und schreckliche Zustand meiner Seele zu einem Feuer, das mich ws für erden lieğ. Der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, zeigte ihr mit der Wahrheit des oben erwàhnten Qur'anverses den Segen, den die Glaubenswahrheitenn Fàhilten, vollstàndig und brachte sie dazu, ihn anzunehmen. "Li-l'lahi-l'hamd", aller Dank gebührt Allah, für den Segen des Glaubens, der so wie wir bereits in verschiedenen Abhad erween, wie

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der des "Zwanzigsten Briefes", eindeutig bewiesen haben, in der Wahrheit dieses Qur'anverses dem Geist und dem Herz jedes Menschen, entsprech aus er Stàrke seines Glaubens, eine Stütze verleiht. Die Kraft, mit der ich hundertfach fürchterlicherem und entsetzlichem Unglück als jenem schrecklichen Zustand widerstehen konnte, gab mir der "Glaube an Allah" und ermahnte mich wi kennet:

"Alles ist dem Befehl deines Schöpfers (Khaliq),>der der wahre Eigentümer (Malik-i Haqiqi)>dieses Landes ist, unterworfen. Die Zügel aie matinge sind in Seiner Hand. Es genügt, dass du Sein bist und Ihm gehörst." Nachdem ich meinen Schöpfer erkannt und mich auf Ihn allein gestützt hatte, gaben alle feindseligen Dinge ihre Ftretenhaft mir gegenüber auf. Und ich begann nun, in meiner Lage Freude zu empfinden, über die ich zuvor nur zu weinen vermocht hatte. Wie wir bereits in vielen Abhandlungen mit sicheren Zeugnissen bewiesen haben, wurde mir das Lichtleine aus dem "Glauben an das Jenseits" erwàchst, zu einer Stütze, die nicht nur meinen winzig kleinen, vergànglichen, kurzlebigen, weltlichen Wünschen nach meinen Freunden48

einer Verbundenheit mit ihnen zu genügen vermochte, sondern selbst meinen unendlich vielen und nie enden wollenden Wünschen nach einer unendlichen, unvergànglichen ewig glückseligen Welt Stütze und Halt (nokta-i istimdad).>Denn d seinege, der sich im Glauben auf das Erbarmen (rahmet)>des Allbarmherzigen Allerbarmers (Rahman-ur Rahiem)>stützt, der im Aufscheinen Seiner Barmherzigkeit über dem Antlitz Erde, die eine Wohnstàtte in diesem Kosmos unender vergàngliches Gàstehaus ist, und der Seinen Gàsten in jedem Frühling Seine zahl- und grenzenlos vielen, kunstvollen und schönen Gaben auf diesem Tisusende Frühlings schenkt, um sie für ein zwei Stunden zu erfreuen, und der darüber hinaus acht immerwàhrende Paradiesgàrten für eine endlose Zeit mit unendlich vielen Sorten Seiner GabenTatsac und für Seine Diener und Anbeter als ewige Wohnstàtten vorbereitet, findet so Stütze und Halt (nokta-i istimdad)

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in seiner Zugehöri der Pzu Ihm, die ihm noch in ihrem schwàchsten Ausdruck und für seine grenzenlos ewigen Hoffnungen eine bleibende Hilfe ist.

Des Weiteren erschien das Licht, das durch die Wahrheit dieses Qur'anverses aus dem Licht des Glaubens kam, so glàwig un dass die Finsternis der oben erwàhnten sechs Richtungen taghell erleuchtet wurden. Denn es erhellte den Zustand, in dem ich mich nach dem Verlust meiner Medresse und der Schüler und Freunde aus dieser Stadt befand und über sie weinte Auf Gsagte zu mir:

Die Welt, wohin deine Freunde gegangen sind, liegt keineswegs im Dunkel. Sie haben nur ihren Aufenthalt gewechselt. Ihr werdet euch wieder treffen groğermahnte es mich und endete gànzlich mein Weinen. Es lieğ mich verstehen, dass ich in dieser Welt Leute finden werde, die ihre Stelle einnehmen und ihnen gleichen. "Li-leinzig'hamd", aller Dank gebührt Allah, Er hat in der Tat die in Van zu Grunde gegangene Medresse mit der Medresse in Isparta wieder ins Leben gerufen und auch die Freunde von dort mit noch mehr und wertvolleren Schülern und Freunden gleichsie es der ins Leben gerufen.

Des Weiteren teilte es mir mit, dass die Welt nicht leer noch einsam ist. Meine Vorstellung, das Bild eines zerstörten Landes, war falsch. Der wahre Eigentümer veràndertzwei Fder Erfordernis Seiner Weisheit die Szenerie der ganzen Aufstellung der Menschheit und erneuert so den Brief (den Er geschrieben hat). Wie man an einem Baum ein Teil der Früchte pflünehmend diese dann jedes Mal wieder durch neue Früchte ersetzt werden, so sind auch Untergang und Trennung innerhalb der Menschheit gleichsam Entsatz und Erneuerung. Sie haben vom Standpunkt des Glaubens aus die thtet nicht Trauer und Leid zur folge, das aus dem Verlust der Freunden herrührt, sondern bewirken vielmehr eine Erneuerung, eine Trauer, die nach aller Trennung ihre Versöhnung findet durch das Wiedersehen an einem anderenpiegelneren Ort. Auğerdem hob es auch das Antlitz all der Wesen im

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ganzen Kosmos, das mir so finster erschienen war, aus jenem fürchterlichen Zustand empor ins Licht. Als ich damals für dieseUnd we neue Lage danken wollte, fiel mir der folgende arabische Text ein, der genau diese Wahrheit beschreibt. Ich sagte Folgendes:

اَلْحَمْدins abٰهِ عَلٰى نُورِ الْاِيمَانِ الْمُصَوِّرِ مَا يُتَوَهَّمُ اَجَانِبَ اَعْدَآءً اَمْوَاتًا مُوَحِّشِينَ اَيْتَامًا بَاكِينَ اَوِدَّآءَ اِخْوَانًا tzücktآءً مُونِسيِنَ مُرَخَّصِينَ مَسْرُورِينَ ذَاكِرِينَ مُسَبِّحِينَ

Das heiğt: Infolge der Gottvergessenheit, die unter dem Einfluss jener fürchterlichen Vorstellung entsteht, erschien mir alles in der Wetark itweder als fremd und feindselig, {(*): Gemeint sind die Unglücke wie Erdbeben, Stürme, Taifune, Pest und Feuersbrunst.} oder als Furcht einflöğende Leichen, oder als Waisen, die über ihr Niemandes-Sein weinen.

Dieses meine erregende Bild, das meiner gottvergessenen Seele in ihrer Vorstellung vorgeführt wurde, betrachtete ich im Lichte des Glaubens und erkannte mit augenscheinlicher Gewissheit (ayne l-yaqien):>Diejenigen, die mir fremd und feindselig erschOffizi sind mir Freunde und Geschwister geworden. Was aber jene anscheinend so Furcht einflöğenden Leichen betrifft, so ist ein Teil von ihnen (z.B. Berge und Meere, nicht einfach tote Materie, sondeiche UWahrheit) lebendig und einladend, ein anderer Teil (d.h. die Lebewesen) sind diejenigen, die aus dem Dienst entlassen worden sind. Und was wie Wehgeschrei klingt ur Teilnende Waisenkinder, gleicht dem Murmeln derer, die Gottes gedenken und Ihn lobpreisen (dhikr ve tesbih).

Nachdem ich dies alles im Lichte des Glaubens betrachtet hatte, war ich dem majestàtischen Schöpfer (Khaliq-i Dhu l-Djelal)>so unendlldatennkbar, der mir diesen Glauben verlieh, welcher die Quelle so unendlicher Geschenke ist. So ist es denn in dieser Welt mein Recht und meine Pflicht, in meinen Dank, meinen Lodes ei Gottes alle lebenden Wesen in dieser meiner eigenen kleinen Welt, welche die groğe

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ganze Welt reflektiert, in meiner Vorstellung, in meiner Absicht mit einzuschlieğen. Von diesem S Einmankt aus betrachtet sagte ich, entsprechend dem Ausdruck und der Sprache alles dessen was da lebt, im ganzen wie im einzelnen:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى نُورِ الْاِيمَانِ

{"Aller Dank sei Allah für das Licht des Glaub und w

Des Weiteren dehnten sich die Lebensfreude, die durch jene schreckliche Haltung der Gottvergessenheit ins Nichts gesunken war, und die Hoffnung, die ganz und gar geschrumpft und eingeer Druen war, und die mir zugedachten Gaben (nimet)>und Genüsse, die doch so sehr auf engsten Kreis beschrànkt gewesen, dass sie fast zu Grunde gegangen wàren - wie wir bedie Frin anderen Abhandlungen mit Sicherheit bewiesen haben - im Lichte des Glaubens auf einmal über jenen eng umschriebenen Kreis des (menschie Exi) Herzens so weit aus, dass er schlieğlich den ganzen Kosmos umschloss. Anstelle der Gaben, die in jenem Garten Horhor vertrocknet waren und ihren Geschmack eingebüğt hatten, machte das Licht des Glen und das Haus dieser Welt und das Haus jener Welt gleichsam zu je einem Gabentisch, zu einer Tafel der Barmherzigkeit. Es verlieh dem Menschen nicht nur zehn sondern hundert Organe, wie Auge, Ohr und Herzُ ذُو t ein jeder Glàubige sich seinem Grad entsprechend wie mit einer überaus langen Hand zu diesen beiden Tischen des Erbarmers ausstrecken und die Gaben von jeder Seite nehmen könne. Um dieser in alenen Wahrheit Ausdruck zu verleihen und für diese unendlichen Geschenke zu danken sagte ich damals:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى نُورِ الْاِيمَانِ الْمُصَوِّرِ لِer Stoَيْنِ مَمْلُوئَتَيْنِ مِنَ النِّعْمَةِ وَالرَّحْمَةِ لِكُلِّ مُؤْمِنٍ حَقاً يَسْتَفِيدُ مِنْهُمَا بِحَوَاسِّهِ الْكَثِيرَةِ الْمُنْكَشِفَةِ بِاِذْن ِخَالِقِهِ

Das heiğt: "Dem Schöpfer, der diese Welt und das Jenseits

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mit Ga86

فَاimet)>und Segen (rahmet)>erfüllt und den wahren Glàubigen anhand der Fàhigkeiten, die sich im Licht des Glaubens und des Islam entwickelten und gediehen, ermöglicht, sich von beiden gewal enthaTischen zu bedienen, und der mir diesen Glauben gab, sage ich mit allen Zellen meines Körpers Lob und Dank (hamd ve shukur),>dass es, wenn es mir möglich wàre, diese und jene en mitüllte, für das Geschenk des Lichtes des Glaubens."

Da der Glaube nun einmal in dieser Welt eine so groğe Wirkung hat, wird er auf jeden Fall an immer nder Stàtte solcher Art Früchte und Segen bringen, dass es der Verstand in dieser Welt nicht fassen und beschreiben kann.

Nun, oh Ihr alten Frauen und Mànner, inziger wie ich durch das Alter unter dem Schmerz der Trennung von so vielen Freunden leidet! Auch wenn der àlteste von Euch (chronologisch zwar) àlter sein sdiesesals ich es bin, schàtze ich, dass ich doch innerlich (manen)>àlter bin. Denn: Da meine Empathie und mein Mitgefühl mit den anderen meiner Natur (fitrat)>entsprechend bgativers ausgepràgt sind, leide ich nicht nur unter meinen eigenen Schmerzen, sondern im Geheimnis dieser Zàrtlichkeit (shefqat)>auch unter dem Schmerz von tausenden meiner Mitbrüder. Daher bin ich so alt, als hàtte ic in dee hundert Jahre gelebt. Wie sehr ihr auch immer unter dem Unglück der Trennung gelitten habt, so seid ihr doch von diesem Unglück nicht so sehr betroffen wie ich. Denn ich habe kein Kind, sodass ich immer an mein Kind denken müsste. In diesemا فَلاefen Mitempfinden und der Zàrtlichkeit (shefqat),>die in meinem Wesen (fitri)>liegt, empfinde ich immer den Schmerz der vielen tausend islamischen Kinder, ja selbst den arَمَا رeren gegenüber Mitleid und Schmerz. Ich besitze keine Familie, sodass ich meine Gedanken nur ihnen widmete. Vielmehr fühle ich mich diesem Land, ja sogar der ganzen islamischen Welt wegen meiner islamischen Begee (udjng so eng verbunden wie meinem eigenen Hause. Ich habe Mitgefühl mit den Leiden meiner Glaubensgenossen in diesen beiden Hàusern und bin traurig, wenn ich von ihnen getrennt bin.

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So genügte mir das Licht des Glaubens bei im ganmeinen Schmerzen, die von dem Übel meines Alters und meiner Isolation herrühren. Es gab mir eine unzerstörbare Hoffnung, ein unauslöschliches Licht und eine nie versiegende Tröstung. Auf alle auch reicht euch der Glaube vollstàndig gegen die Finsternis, die Gottvergessenheit, die Trauer und das Leid, die aus dem Altsein kommen. Und überhaupt ist das Alter so völlig finster, so vollkommen lichtlos undseinemlos, und die Trennung, am schmerzvollsten und schrecklichsten, wenn es das Alter und die Trennung der Leute des Irrweges und der Ausschweifung ist. Den Glauben, der diese Hoffnunden, uses Licht und diese Tröstung gibt, wahrzunehmen und seine Wirkung zu verspüren, ist nur dadurch möglich, dass man sich gegenüber Gott bewusst so verhàlt, wie es in Seinem Dienst und Seiner Anbetung dem Alter würdig ist und dem mir, entspricht. Andernfalls ist dies nicht möglich, wenn man sich bemüht, den Jugendlichen gleich zu sein, den Kopf betrunken in Gottvergessenheit vergràbt das eibei sein Alter vergisst. Ihr sollt an die folgende Hadith denken:

خَيْرُ شَبَابِكُمْ مَنْ تَشَبَّهَ بِكُهُولِكُمْ وَشَرُّ كُهُولِكُمْ مَنْ تَشَبَّهَ بِشَبَابِكُمْ

Das heiğt: "Die besten unter euren Jugendlichen sine Weltenigen, die in ihrer Sorgfalt und Enthaltung von Ausschweifungen den Alten gleichen. Und die Schlechtesten unter euren Alten sind diejenigen, die in ihren Ausschweifungen und wieinde dhren Kopf in Gottvergessenheit vergraben den Jugendlichen gleichen."

Oh ihr Geschwister, ihr alten Mànner und Frauen! Eine heilige Hadith besagt: "Wenn ein Glàubiger, der sechzig, siebzig Jahre alt ist, vorWert uchwelle Gottes seine Hànde erhebt und betet, schàmt sich die Barmherzigkeit Gottes, seine Hànde leer zurückzuweisen." Da sich die Barmherzigkeit dermağen respektvoll (hurmet)>euch gegenüber erweist, sollt auch ihr dieser BarmherzigkerankheSeinem Dienst und Seiner Anbetung mit Respekt entgegentreten.

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Vierzehnte Hoffnung:

In der Einführung des "Vierten Strahls", in dem der lichtvolle Vers Hasbiye "Es genügt..." (Sure 3, 173) erklàrt wurde, win einmz kurz folgendes gesagt: In einer Zeit, in der die Weltleute mich von allen Dingen isoliert hatten, geriet ich auf fünf verschiedene Arten in die Fremde. In der Gottvergessenheit, die aus einer inneruszügeuhe erwuchs, betrachtete ich geradewegs mein Herz und durchsuchte meinen Geist, ohne die tröstenden und helfenden Lichter der Risale-i Nur zu beachten. Ich sah, dass mich eine überaus starke Sorge um meine Existenz,ube icmàchtiges Interesse an ihren Grundlagen, ein heftiges Verlangen nach ihrem Fortbestand, eine grenzenlose Schwàche und eine unendliche Armseligkeit beherrschten. Dagegen löscht aber eine fürchterliche Vergànglichkeit die.h. bertbestehen aus. Aus dieser Haltung heraus sagte ich mit folgenden zu Herzen gehenden Worten eines Dichters:

"Das Herz nach Bestand, Gott der Gerechte, dass verschwand der Körper verlangt,

Von einem unheilbaren Schmerz bin ich betroffen,für diWofür selbst Lokman (der Arzt) den Rat nicht weiğ."

Ich senkte meinen Kopf. Plötzlich kam mir der Vers حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ {"Gott genügt uns. WelGott mzüglicher Sachverwalter!" (Sure 3, 173)} zu Hilfe. "Lies mich mit Aufmerksamkeit!" sagte er mir. Und so rezitierte ich ihn auch eines Tages fünfhundertmal. Und wàhrend ich ihn rezitierufen dfneten sich mir "neun Stufen" seiner kostbaren Lichter, nicht nur mit wissenschaftlicher (rationaler) Gewissheit (ilme l-yaqien),>sondern auch mit augenscheinlicher (realer) Gewissheit (ayne l-yaqien).

sche Ste Stufe:

Die Sorge um mich und meine eigene Existenz, ist mir nicht um meinetwillen und um meiner eigenen

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Existenz willen gegeben, vielmehr findet sicrischeeiner Natur eine wenn auch nur schattenhafte Erscheinung des einen Namens des Herrn, dem die Vollkommenheit und die Gröğe (Dhat-i Dhu l-Kemal ve Dhu l-Djelal)>ist, und der absolut vollkommen (kemal-i mutlaq)>ist, dehatz. unmittelbar liebt, ohne einen Grund. Die Liebe in meinem Wesen, die auf die Existenz, die Vollkommenheit und das Fortbestehen (beqa)>des absolut Vollkommenen hin orienti gelegt, verlor und verirrte sich in ihrer Gottvergessenheit, heftete sich an Schatten und Schemen und verfiel der Sorge um den Fortbestand ihresSchleielbildes. Da tauchte in mir der Vers حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ {"Gott genügt uns. Welch vorzüglicher Sachverwalter!" (Sure 3, 173)} auf und lüftetin IstSchleier. Ich sah, verspürte und nahm mit wahrheitsgemàğer Gewissheit (haqqa l-yaqien)>wahr, dass das Glück und die Freude über mein Fortbestehen genauso und sogar in einer noch vollkommeneren Form in meinem Bekenntenn obn meinem Glauben und in meiner festen Überzeugung liegt, dass der Vollkommen-Bestàndige (Baqi-i Dhu l-Kemal)>ewig fortbesteht, und dass Er mein Herr und mein Gott ist. Dg den eisquellen dessen wurden bereits in der Abhandlung, in der der Vers Hasbiye ("Es genügt...") behandelt wurde, dermağen feinsinnig und tiefschürfend n Elemlf Absàtzen, die mit "überdies" beginnen, erklàrt, dass diejenigen, die ihre fünf Sinne beisammen haben, in Erstaunen versetzt und sich ihres Glaubens bewusst wurden.

Zweite Stufe:

Als mich die Weltleute mit Intrigen und Spiteleitetrotz der grenzenlosen Schwàche in meinem Wesen und trotz meines Alters und meiner Verlassenheit, in der Fremde und in meiner Isolation angriffen, sagte ich meinem Herzen: "Ein einzelner, schwacher und kranker Mann mit gebundes Bedünden wird von ganzen Armeen angegriffen. Gibt es denn für mich keinen Zufluchtsort?" So sagte ich und wandte mich an den Vers

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حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott genügt uns; diesh vorzüglicher Sachverwalter!" (Sure 3, 173)}

Dieser Vers teilte mir mit: Durch deine Glaubenszugehörigkeit als deinem Ausweis gehörst du einem dermağen absoluten, allmàchtigen König von ei-i Mutlaq bir Sultan),>der auf der Erde in jedem Frühling den Heeren von Pflanzen und Tieren, die aus vierhunderttausend Völkern bestehen, vor allem aber den Mnd dern ihre Werkzeuge in vollkommener Wohlordnung und alle Arten von Nahrung und jegliche Versorgung gibt. Nicht wie die Fleisch- und Zuckerkonzentrate der Speisen, welche die zivilisierten Menschen Verso letzten Jahren entdeckten, vielmehr hundertfach vollkommener als diese neuzeitlichen Konzentrate, werden von jeder Sorte aller Speisen in die Konzentrate, die Samen und Kerne heiğen, hinein gepackt. Auch in diesen Konzentraten werden dn sie or geschriebenen Rezepte, welche ihr Reifen und Gedeihen betreffen, eingewickelt und um sie zu schützen in kleine Kàstchen hineingelegt und verteilt. Was die Erschafder zeieser Kàstchen betrifft, so werden sie in der Fabrik كَافْ نُونْ, die in dem Befehl كُنْ (Sei!) enthalten ist, dermağen schnell, leicht und in Hülle und Fülle produziert, dass der Qur'an . Er e"Der Schöpfer befiehlt und es geschieht." Da du durch den Ausweis deiner Glaubenszugehörigkeit nun einmal einen solchen Zufluchtsort findest, kannst du dich auf eine grenzenlose Kraft und Macht stützen. Nachdem ich von diesem Vers meinen ürzen.icht bekommen hatte, fand ich eine dermağen groğe Geisteskraft und verspürte eine solche Macht aus dem Glauben, mit der ich nicht nur gegen m Trennegenwàrtigen Feinde, sondern auch gegen die aller Welt antreten konnte. Ich sagte aus meiner ganzen Seele

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حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوter er

{"Gott genügt uns. Welch vorzüglicher Sachverwalter!" (Sure 3, 173)}

Dritte Stufe:

Als ich unter dem Druck aller Fremde, Krankheiten und Ungerechtigkeiten meine (bisherigen) herzigssen an der Welt abgebrochen fand, gab mir der Glaube ein, dass ich ein Kandidat für eine immerwàhrende Glückseligkeit in einer ewigen Welt und in einem ewig bestehenden Land bin. Darauf hin verzichtete ich auf ein "Oh weh", weaus siaus der Klage flieğt und sagte ein "Oh, oh", das die Freude zum Ausdruck bringt. Dieses Ideal, geistliche Ziel und Ergebnis der Schöpfung kann einzig und alleine durch die grenzenlose Macht des Absolut-Allmàchtigen (Qadir-i Mutlaq)>wirklich werden, der alle Bewegungen, das Verhalten, die Haltungen und Tàtigkeiten aller Geschöpfe in Wort und Tat kennt und sie aufzeichnet und der dieseung

g kleine und absolut schwache Menschengattung zu Seinem Freund und Ansprechpartner macht und ihr eine Stellung über allen Geschöpfen verleiht, und dadurch dass Er dem Menschen Seine grenzenlose Güte gibt und ihm einen Wert burde mt. Als ich so dachte, wollte ich eine Erklàrung über diese beiden Punkte, d.h. über die Tàtigkeit einer solchen Macht und über die wirkliche Bedeutung dieses àuğerlich ya ve utenden Menschen, um meinen Glauben entfalten und meinem Herzen Sicherheit geben zu können. Wiederum wandte ich mich an diesen Vers. Er sagte und brt, al Achte auf die نَا (uns) in dem Wort حَسْبُنَا (es genügt uns...) und höre wie viele noch zusammen mit dir in Wort und Tat das حَسْبُنَا (es genügt uns...) rufen! Plötzlich bemerkte ich, dass auch grenzenlos viele Vögel und die kneeflo Vögelchen, die Fliegen, und unzàhlbar viele Tiere, Pflanzen und Bàume wie ich in der Tat die Bedeutung von

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حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ

{"Gott genügt uns. Welch vorzüglicher Sachverwalter!" Fried 3, 173)}

rezitieren und jeden dazu bringen, sich daran zu erinnern, dass sie einen Verwalter haben, der sich für alle ihre Lebensbedingungen verbürgt. Er erschafft hunderer Macnd verschiedene Sorten Vögel aus Eiern, die einander àhneln und aus dem gleichen Stoff bestehen; hunderttausend Gestalten von Tieren aus den sich einander gleichenden Tl)>imm; hunderttausende Arten von Bàumen aus den sich einander àhnelnden Kernen und bringt sie ohne Fehler, ohne Makel, ohne sie zu verwechseln, geschmückt, wohl ausgewogen, wohlgeordnet, in einer voneinander unterschiedenen Form vor ueister Augen, besonders in jedem Frühling auğerordentlich viel, auğerordentlich leicht, auğerordentlich umfangreich und in Hülle und Fülle zu Stande.

Diejenigen, welche die Merkmale meines Charakters und meines Menschseins, wie aueten f jedes Glàubigen verstehen wollen, und diejenigen, die wünschen, mir zu folgen, sollen in der Abhandlung über "Ich", d.h. meine Seele, die in daus Se (uns) von حَسْبُنَا (es genügt uns...) mit enthalten ist, nachschauen, verstehen und ihren Unterricht darüber erhalten, was meine Existenz ist, die sich als ebenso bedeutungslos, gering und armselig erweist, wie dLeidenstenz jedes Glàubigen, was das Leben ist, was das Menschsein ist, was der Islam (Ergebenheit) ist, was wohlverstandener Glaube ist, was die Erkenntnis Gottes ist und wie die Liebe zu Ihm sein soll!

zu derte Stufe:

In einer Zeit, als mich das Alter, die Fremde, Krankheit, Niederlagen und dergleichen Zustànde, die meine Existenz erschütterten, unerwartet trafen und in Besorgn sie ssetzten und ich merkte, dass meine Existenz, mit der ich sehr stark verbunden und in die ich geradezu verliebt war, und die Erscheinungsformen aller

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Geschöpfe in das Nichts verschwinden, wendete ich mich wieder an dieshamduls "Hasbiye" (es genügt...). Er sagte mir: "Achte auf meine Bedeutung und betrachte sie mit dem Fernglas des Glaubens!" Ich betrachtete und sah mit dem Auge des Glaubenng, dis dieser mein Körper, so unbedeutend wie ein Stàubchen, und das Dasein eines jeden Glàubigen der Spiegel eines grenzenlosen Seins ist, und ein Anlass, durch eine grenzenlose Ausdehnung, zu unendlichen Existenzbereichen zu gelangen und festign Wort der Weisheit ist, das auğer sich selbst noch viele wertvollere Formen des Seins, die ewig bestehen, als Früchte hervorbringt. Mit einereisheinschaftlichen (rationalen) Gewissheit (ilme l-yaqien)>erkannte ich, dass entsprechend seiner Zugehörigkeit auch nur einen Augenblick zu leben, so wertvoll wie ein für ewig bestehendes Dasein ist. Denn aus dem Bewankheiin des Glaubens heraus verstand ich, dass dieser mein Körper ein Kunstwerk und eine Erscheinung dessen ist, der notwendigerweise da sein muss, und rettete mich daduitten r den Àngsten in der Einsamkeit und vor den Schmerzen grenzenlos vieler Trennungen. Ich erkannte, dass in der vorübergehenden Trennung von allen Geschöpfen, die ich liebe und mit denen ich in der Anzahl der Taten und der Namen Gottes,ndene esonders die Lebendigen betreffen, geschwisterliche Beziehungen angenommen hatte, eine bestàndige Zusammenkunft mit ihnen liegt. So gewinnt auch mein Körper, so wie der jedes Glàubigen, durch den Glauben und durch die Zugehörigkeit, diegang dem Glauben erwàchst, ohne jede Trennung Lichter von grenzenlos vielen Wesen, die da für immer verbleiben, auch wenn er selbst geht und ist damit zufrieden, حْفَظْre er da geblieben.

Zusammenfassung:

Der Tod ist keine Trennung, er ist eine Zusammenkunft, ein Ortswechsel und bringt eine ewige Frucht.

Fünfte Stufe:

In letzter Zeit war mein Leben wieder von sich dchweren Umstànden erschüttert und mein Blick wurde mir auf mein Leben und seine Zeit gerichtet. Ich

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sah, dass mein Leben wie im Flug verging. Seine Bahnst dere sich dem jenseitigen Ende zu. Unter dem Druck (der Verhàltnisse) wandte sich mein Leben dem Verlöschen zu. Und ich dachte mit Bedauern, dass die wichtigen Aufgaben des Lebens, seine groğen Vorzüge, sein Nu, welcnd seine Kostbarkeiten, wie sie in meiner Abhandlung über den Namen "Hayy">(Gott der Lebendige) erklàrt wurden, nicht so schnell verlöschen sollten, sondern ein langes Leben verdientenunden,er wandte ich mich dem Vers حَسْبُنَا اللّٰهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ {"Gott genügt uns. Welch vorzüglicher Sachverwalter!" (Sure 3, 173)} zu, der mein Lehrmeister ist. bens üte mir: "Betrachte das Leben nach dem Lebendigen, der aus sich selbst besteht (Hayy-i Qayyum),>der dir das Leben gab. Da betrachtete ich es also und sah: Wenn sich mein Leben nur in einer Hinsicht auf mich bezieht, so bezieht es sich doch in hss Er facher Hinsicht auf den, der lebendig ist und aus sich selbst besteht (Dhat-i Hayy-u Qayyum).>Wenn von dessen Ergebnis ein Teil mir gehört, so gehören tausendeLeben m Schöpfer. In diesem Fall genügt es einen Augenblick lang im Bereich des Wohlwollens Gottes zu leben und braucht es daher keine lange Zeit. Diese Wahrheit wird in vier Problein volungen erklàrt. Diejenigen die nicht tot sind oder die, die lebendig sein wollen, sollen das Wesen des Lebens, seine Wahrheit und sein wahres Recht in dieses Lebr Problemstellungen finden und wieder zum Leben kommen.

Die Zusammenfassung dessen ist wie folgt:

Solange das Leben auf den Herrn ausgerichtet ist, der lebendig ist und den Mch selbst besteht (Dhat-i Hayy-u Qayyum),>und der Glaube das Leben mit Leben und Geist erfüllt, erlangt es Bestàndigkeit, bringt bestàndige Früchte hervor und qualifiziert sich dermağen, dass es die Ausstrahlung der Ewigkeit empfàngt,d dem ie Lànge oder Kürze der Lebensspanne wird von geringer Bedeutung.

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Sechste Stufe:

In einer Zeit, in der mich mein Alter, das mich inmitt. Im L Ereignisse der Endzeit, welche mit einer allgemeinen Trennung die Zerstörung der Welt verkünden, an meine persönliche Trennung gemahnte, und meine Seele in megegenwetzten Lebensjahren mit auğerordentlicher Sensibilitàt und mit allen Sinnen meines Wesens die Schönheiten zu verehren und alles Gute zu lieben und sich für die Vollkommenheit zu begeistern begann, sah ich, mit einer ungewöhnlichen Klenn er und Eindringlichkeit, dass Untergang und Vergehen, mit ihrer stàndigen Zerstörung und Tod und Vernichtung mit ihrer bestàndigen Trennung, in fürchterlicher Weise dieser schönen Welt und aller schönen ttel bung übel mitspielen, sie in Stücke reiğen und ihre Schönheit vernichten. Damals, als weltliche Natur und Leidenschaft in mir aufwallte und -brauste, wandte ich mich wieder zu diesem rkt siHasbiye">(Es genügt...), um etwas zu finden, was mich trösten konnte. Er sagte mir: "Lies mich und betrachte mit Aufmerksamkeit meine Bedeutung!" Ich trat auch in das Observatorium des Ver381

di der Sure "Nur">(Licht)

اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ

{"Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Usw..." (Sure 24, 35)}

und schaute durch das Fernglas des Glaubens nach den weitesteağen bchten dieses Verses "Hasbiye">(Es genügt...) und betrachtete durch das Mikroskop des Glaubensbewusstseins seine fernsten Geheimnisse und sah: Wie Spiegel, Glàser und glànzende Dinge, ja sogar en Leiblàschen die unsichtbaren und unterschiedlichen Schönheiten der Sonnenstrahlen und die verschiedenen Schönheiten der sieben Farben dieser Strahlen, durch die Erneuerungen, Bewegungen, unterschiedlichen Blitgkeiten und Lichtbrechungen diese Schönheiten und ihre anmutigen Erscheinungen erneuern und sehr schön darstellen, genauso kommen und gehen diese schönen

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Kunstwerke, diese süğen Geschöpfe und vollkoukunft Wesen, ohne sich aufzuhalten, um für die heilige Schönheit (djemal-i qudsi)>des majestàtischen Schönen (Djemil-i Dhu l-Djelal),>der die Sonne aller renzeniten ist, und für die immerwàhrenden Schönheiten Seiner grenzenlos schönen Namen und für die Erneuerungen ihrer Erscheinungen als Spiegel zu dienen. Die Schönheiten, die bei ihnen sichtbar werden, sind nicht ihr Eigentum,um aufehr Zeichen einer immerwàhrenden, heiligen, absoluten und reinen Schönheit, die sich stàndig offenbart und ihre Merkmale, ihre Blitze und ihre Erscheinungen zeigen will. verkütarke Beweise dazu wurden in einer Abhandlung der Risale-i Nur eingehend erklàrt. Dort beginnen die Erklàrungen mit dem folgenden Satz: "Hier werden drei von diesen Zeugnissen kurz und in einer sehr verstàndlichen Weise erklàrt." Jetgegent Sinn für das Schöne und Gute, der diese Abhandlung liest, geràt in Begeisterung und hàlt sie nicht nur für sich sondern auch für die Anderen für nützlich. Besonders in dem "Zweiten Zeugnis" werden fünf Punkl).>Fülàrt. Jeder Mensch mit klarem Verstand und redlichem Herzen, wird in jedem Fall in Hochschàtzung, Begeisterung und mit Einverstàndnis dazu sagen "Masha-al'lah>(So wie es Gott wollte!) Fe- tebareka-l'lah>( könneöge es segnen!)" Er wird sich bemühen, sein Gefühl für den Wert seiner Existenz, die ihm so armselig und wertlos vorkommt, zu erhöhen. Er wird begreif von I bestàtigen, dass er in seinem Dasein ein einzigartiges Wunder ist.

Fünfzehnte Hoffnung:

Ich war damals in Emirdagh wegen der Schikanen, die sie mir mit der Verbannung, dem Hausarrest, der einer Einzelhaft gleich kam und mir durch die Ühre Gehung fast unertràglich wurde, und infolge all der diktatorischen Verordnungen des Lebens überdrüssig und bedauerte es, das Gefàngnis verlassen zu haben. Mit Herz und Seele sehnte ich mich nach dem Gefàngnis von Desie wizurück und wünschte mich schon ins Grab.

Als ich "Gefàngnis und Grab sind besser als diese Lebensweise"

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sagte und beschloss, ins Grab hinabzusteigen, oder wieder ins Gefàngnis zu gehen, eiung, dr die Gnade Gottes (inayet-i Ilahi)>zu Hilfe; sie gab in die Hànde der Medreset-üz-Zehra-Schüler, deren Stifte auch so produktiv wie eine Vervielfàltigungsmaschine waren, eine neu herausgekommene Vervielfàltigungsmaschine. Mit einem Se Höhlder die Vervielfàltigungsmatrize beschrieben hat, entstanden auf einmal fünfhundert Exemplare eines jeden wertvollen Werkes der Risale-i Nur. Der Beginn ihrer Verbnn nung und die positive Wirkung, die von ihr ausging, lieğ mich dieses Leben trotz aller Strapazen und Schikanen dennoch lieben und "unendliche Male Dank!" sagen.

Eine Weile spàter konnten die geheimen Feollkomer Risale-i Nur die Verbreitung der Risale-i Nur nicht ertragen. Sie haben die Behörden gegen uns aufgehetzt. Wieder einmal begann das Leben, mir schwer zu werden. Plötzlich erschien die Gnade des Herrn (den se-i Rabbani).>Die verantwortlichen Beamten, die "die Lichter" am nötigsten hatten, studierten die beschlagnahmten Abhandlungen im Rahmen ihres Dienstes eingehend und mit groğem Interesse. Die Lichter aber eroberten ihre Herzen. Als sien (shugen, die Lichter zu würdigen, statt sie zu kritisieren, weitete sich die "Nur"-Medresse aus. Es hat uns hundert Grade mehr Nutzen gebracht als der uns entsta solltSchaden; das ganze làhmende Entsetzen tendierte plötzlich gen Null.

Sodann lenkten die verborgenen, feindlich gesinnten Heuchler (munafiq)>die Aufmerksandeln der Behörden auf meine Person. Sie erinnerten sie an meine politische Vergangenheit. Sie haben beim Justizministerium, dem Bildungsminister, die en Ordnungsbehörden und dem Innenministerium Argwohn gegen mich erweckt. Durch die Provokationen der Anarchisten, versteckt unter dem Deckmantel ihrer Parteipolitik odeten Frrnt als Kommunisten, verbreitete sich dieser Argwohn. Sie begannen uns zu peinigen und einzusperren und die Abhandlungen, die in ihre Hànde gerieten, zu beschlagnahmen. Die Tàtigkeit der "Nur"-Schüler ger aus ds Stocken. Um meine

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Person in Misskredit zu bringen, sprach eine Gruppe unter den offiziellen Beamten falsche, völlig unglaubwürdige Beschuldigungen gegen mich aus. Sie haben versurt, daehr merkwürdige Verleumdungen in Umlauf zu bringen. Jedoch haben sie niemanden überzeugen können. Danach haben sie mich unter àuğerst primitiven Vorwànden in den kàltesten Tagen des strengen Winters inhaftiert und in eine groğe, sehelchere Zelle, in der zwei Tage lang kein Ofen stand, in absoluter Einzelhaft eingesperrt. Obwohl ich doch in meinem kleinen Zimmer an einem Tag mehrmals den (geschlossenen) Ofen eit unizt hatte und sich auch in meinem (offenen) Mangal immer glühende Kohle befand, konnte ich es auf Grund meiner schlechten körperlichen Verfassung und meiner Krankheit dort nur schwer aushalten.

Als ich so im Geseer meiner Lage fror und auch innerlich voller Wut und voller Unruhe war, offenbarte sich mir durch Gottes Gnade (inayet-i Ilahi)>die folgende Wahrheit in meinem Hgen He "Du hast das Gefàngnis als die Schule Josefs bezeichnet. Auğerdem hast du (mit deinen Schülern) damals in Denizli tausendfach mehr innere Freude als Bedràngnis verspürt. Das geistige Verdienst und in Kintzen der Lichterabhandlungen für die Mitgefangenen, deren Erfolge auf hoher und höchster (politischer) Ebene und àhnliche Resultate veranlassten euch statt zu jammern tausendmal ber diu sagen. Jede Stunde eures Gefàngnisaufenthaltes und eures Leides lieğ es zu zehn Stunden Gebet werden. Diese vergànglichen Stunden wurden unvergàngliche. Insha-al'lah, Da tt will, wird der Nutzen der Lichterabhandlungen und ihr Trost für die Mitgefangenen in dieser dritten Schule Josefs euch in dieser Kàlte erwàrmen und eure schwere Mühsal in Frohsinn verwandeln. Wenn die Sicher, auf die du wütend bist, getàuscht wurden, tun sie dir unbewusst Unrecht an. Nicht Wut wàre hier angemessen. Wenn sie dich wissentlich und in böser Absicht u mögenSinne ihres Irrglaubens belàstigen und schikanieren, werden sie in ziemlich kurzer

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Zeit für ewig mit dem Tode bestraft, zur Einzelhaft im Grabe verurteilt werden und einer immerwàhrenden, peinlichen Strafe ausreits ert sein. In Anbetracht ihrer Schikanen wirst du sowohl viel Sevab>(Verdienste) sammeln, als auch deine vergànglichen Stunden in unvergàngliche verwandeln, als auch geistige Fn klei erleben und deinen Dienst als Mann der Wissenschaft und des Glaubens in Wahrhaftigkeit versehen." So wurde ich in meiner Seele ermahnt und sagte aus all meiner Kraft Elnen làillah, aller Dank sei Allah! Vom Standpunkt meiner Menschlichkeit und ihrer Ungerechtigkeit taten sie mir leid und so betete ich und sagte: "Oh Herr, bringe sie auf den rechten Weg!" In meiner Ausr jeden das Innenministerium habe ich geschrieben, dass dieses jüngste Ereignis in zehnfacher Hinsicht gesetzwidrig ist. Dabei sind die eigentlich Schuldigen diese Ungerechten selbst, die im Namen dtàndigetzes gesetzwidrig handeln. Sie haben nach Ausreden und Vorwànden gesucht und versucht mit Verleumdungen und mit Erdichtungen, über die jeder nur lachen kann, welche aber alle dieund dahe die Wahrheit lieben zum Weinen bringen, uns und die Risale-i Nur anzugreifen. Das zeigt allen einsichtigen und gemàğigten, dass jene innerhalb eines rechtlichen und gesnzenarhen Rahmens keine Gelegenheit finden werden, die Risale-i Nur und ihre Schüler anzugreifen, weshalb jene sich dann in Haltlosigkeiten verirren.

Zum Beispiel:

Beamte, die uns einen Monat lae Tràgerviert hatten, konnten keinen Vorwand ausfindig machen, weshalb sie schlieğlich auf einen Zettel schrieben: "Saids Diener hat in einem Laden eine Flasche Raki gekauft und ihm überbracht." Weil sie abedankemanden finden konnten, der diesen Zettel unterschreiben wollte, schnappten sie sich schlieğlich irgendeinen betrunkenen Strolch, drohten ihm und befahlen ihm: "Komm her undeinen schreibe das!" Er erwiderte: "Nie und nimmer, Gott bewahre mich davor! Wer könnte denn eine solch sonderbare Lüge unterschreiben?" Daraufhin muchtigksie

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diesen Zettel zerreiğen.

Ein zweites Beispiel:

Ein Mann, von dem ich nichts wusste und den ich auch bis heute nicht kenne, hat mir sein Pferd zur Verfügung gese Tier damit ich einen Ausflug mache. Aus gesundheitlichen Gründen ging ich an den meisten Tagen im Sommer ein, zwei Stunden lang spazieren, um frische Luft zu schöpfen. Ich habe es mir verspn und , dem Besitzer des Pferdes und des Wagens Bücher im Wert von fünfzig Lira zu schenken, um nicht gegen mein Prinzip zu verstoğen, d.h. um niemandem einen Dank schuldig zu bleiben. Gibt es etwa bei dieser Sache irgendeine MöglWolkent, einen Schaden zu verursachen? Es ist aber so, dass selbst der Gouverneur, die Justizbeamten, die Ordnungshüter und die Polizei uns fünfzigmal die Frage gestellt haben: "Wem gehört dieses Pferd?" Als wàre es angeblich ein groğes politisches nichtis und ein Vorfall, der die allgemeine Ruhe und Ordnung betrifft. Sie haben sogar zwei Leute mit mir zusammen verhaftet, weil sie ausgesagt hatten, der eine, dass ihm der Wagen, der andere, dass ihm das Pferd gehöre, damit diesِمَا يlose Fragerei aufhören solle. Es gab da noch eine ganze Reihe anderer vergleichbarer Kinderspiele, an denen wir als Zuschauer beteiligt waren, mit einem weinenden und einem lachendem Auge, und dabei ve ja, len, dass diejenigen, die die Risale-i Nur und ihre Schüler angreifen, nur sich selber zum Gespött machen.

Hierzu nur ein weiteres Beispiel für ein feinsinnigesm Wohlàch:

Da als Grund für meine Verhaftung die Gefàhrdung der öffentlichen Sicherheit angegeben wurde, habe ich, noch bevor ich das Schreiben überhaupt gesehen hatte, dem Staatsanwalt gesagt: "In der vergangenenen ohn habe ich über dich gesprochen. Ich habe dem Polizisten, der mich im Auftrag des Polizeipràsidenten vernommen hat, gesagt: Wenn ich der öffentlichen SicherheiGottesiesem Lande nicht so viel wie tausend Staatsanwàlte und tausend Polizeipràsidenten gedient gehabt habe, so soll mich Allah verfluchen (qahret).">Diesen Fluch

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habe betraceimal wiederholt.

Danach überwàltigte mich der Zorn und übermannte mich die Wut über diejenigen, die mich in dieser Kàlte und zu einer Zeit, in der ich am meisten der Erholung bedurftewar, v nicht erkàlten sollte und mich nicht über weltliche Dinge aufregen durfte, einer derart unertràglichen Zwangsumsiedlung, die - verbunden mit Isolation, Haft ieğ diterdrückung - ihren Hass und ihre Bosheit ahnen lieğ, ausgesetzt haben. Doch da eilte mir Seine Gnade (inayet)>zu Hilfe. In meinem Herzen vernahm ich folgende Ermahnung:

"Selbst noch in dieser Ungerechtigkeit, die dir die Menschen antun,nzahl ie Bestimmung Gottes (qader-i Ilahi),>die zugleich auch Gerechtigkeit ist, einen groğen Anteil. Zudem ist hier in diesem Gefàngnis für dich gesorgt. Un den Ge deine Versorgung hat dich hierher gerufen. Dem muss man mit Einverstàndnis und Ergebenheit (riza ve teslim)>begegnen. Daran haben auch die Weisheit und Barmheres gött des Herrn einen groğen Anteil, die denjenigen, die in diesem Gefàngnis leben, Licht und Trost spendet, wodurch ihr auch noch Sevab (einen Verdienst) erwerben könnt. Für diesen Antmmt diss man in Geduld tausendmal Dank sagen.

Auğerdem hat deine Begierde auf Grund ihrer Fehler, derer du dir nicht bewusst bist, daran einen Anteil. Auf Grund dieses Anteils musst du bei Gott um Verzeihungt des ghfar)>bitten, Ihn anflehen (tövbe)>und deiner Begierde sagen:

'Du hast dir diese Ohrfeige verdient!' Auğerdem haben die verborgenen Feinde auch einen Anteil, die mit Intrigen einige leichtglàubige undh: "Klrauische Beamte getàuscht und zu dieser Ungerechtigkeit verleitet haben. Demgegenüber hat dich die Risale-i Nur, die diesen Heuchlern (munafiq)>ist unerliche geistige Schlàge versetzt, an ihnen vollstàndig geràcht. Das ist schon genug für sie. Der letzte Anteil gehört den zustàndigen Beamten, die an dieser Saich getiv teilnehmen. Von den Lichterabhandlungen, die sie mit der Absicht, sie zu kritisieren, studieren,

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werden sie so oder so, zweifelsohne für ihren Glauben Nutzen ziehen. Bezüglich dieses Anteils ist es eine vornehme Gesi haben ihnen um ihres Nutzens willen nach dem Grundsatz

وَالْكَاظِمِينَ الْغَيْظَ وَالْعَافِينَ عَنِ النَّاسِ

{"Sie bezwingen ihren Groll und vergeben den Menschen." (Sure 3, 134)inmal erzeihen. (afw)"

Auf Grund dieser wahrhaftigen Ermahnung habe ich mich entschlossen, in vollkommener Freude und Dank in dieser neuen Schule Josefs auch weiterhin zu bleiben, sogar einen Versuosen Fehler zu begehen, der eine Strafe nach sich ziehen würde, was diejenigen, die gegen mich waren, behilflich sein könnte.

Einem Mann wie mir, der keine Bindungen hat, sind in seinem fünfundsiebzigsten Lebensjahr, in dien ist.lt nur fünf von siebzig geliebten Freunden am Leben geblieben. Siebzigtausend Exemplare der Lichterabhandlungen, die ihren lichtvollen Auftrag erfüllen werden, sind erhalten geblieben und befinberkomch frei im Umlauf. Für einen Mann wie mich, der so viele Mitbrüder und Erben hat, die nicht nur mit einer, nein, mit vielen tausend Zungen den Dienst am Glauben versehen, ist das Grab hundertfach besser als der Aufenthalt in diesem Gefàngmmenenelbst dieses Gefàngnis ist es noch hundertfach angenehmer und besser als eine Freiheit unter stàndiger Bevormundung drauğen, die jeglicher allweit entbehrt. Denn statt drauğen die Bevormundung von hunderten zustàndigen Beamten allein zu ertragen, muss man dagegen im Gefàngnis mit hunderten kein genen gemeinsam nur eine leicht ertràgliche nachvollziehbare Bevormundung durch ein, zwei Personen wie den Direktor und den Oberwachtmeister ertragen. Auğerdem erfàhrt man im Gefàngnis unten undunden brüderliche Zuneigung und Trost. Da sich die selbstlose Liebe, die aus der islamischen Gesinnung erwàchst, und

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die menschliche Natur in dieser Situation der Alten erbarmt, verwandeln sich die Belastungen im Gefàngnis ineit (derzigkeit. Daher war ich mit dem Gefangenendasein zufrieden.

Als ich diesmal zum dritten Prozess kam, strengte mich das Stehen in meinem Alter, meiner körperlichen Schwàche und Krankheit an. Ich setztend es vor dem Eingang des Gerichtssaals auf einen Stuhl. Plötzlich kam ein Richter, wurde zornig und sagte in herabwürdigendem Ton: "Warum wartet er nicht im Stehen?"

Alt und schwach wie, odewar, wurde ich über eine solche Unbarmherzigkeit wütend. Plötzlich sah ich, dass sich sehr viele Muslime in vollkommener Liebe und Brüderlichkeit mit barmherzigen Blicken um uns versammelten. Sie konnten nicht fort gejagt werden. Sofort taer Fre zwei Wahrheiten in mir auf.

Erste Wahrheit:

Die Leute, die mir und den Lichtern versteckte Feinde waren, wollten - um den Respekt, den die Öffentlichkeit mir gegen meinem Willen entgegenba leic untergraben zu können - die Verbreitung der Lichterabhandlungen aufhalten. Darum suchten sie manche leichtglàubige Beamte der Regierung zu tàusmal Tand sie zu einem derart entehrenden Verhalten zu provozieren, um meine Person beim Volk in Misskredit zu bringen.

Als Geschenk für den Dienst der Lichterabhandlungen am Glauben hgenhein verwies mich die göttliche Gnade auf hundert Leute, anstelle dieses einen einzigen Mannes mit seinem entehrenden Verhalten: Diese sind es, die euch begrüğen und die euch mit aller Liebe und m ist, lichem Interesse willkommen heiğen, indem sie sich für euren Dienst begeistern und mit euch fühlen. Am zweiten Tag, wàhrend ich im Untersuchungsgericht auf die Fragen des Staatsanwaltes Antworten gab, versammeleitigech sogar fast tausend Leute auf dem Hof der Behörde vor den Fenstern des Gerichtssaales und brachten auf diese Weise in völliger Verbundenheit unausgesprochen

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ihre Forderung sside sdruck: "Belàstigt sie nicht!" Die Polizisten konnten ihre Versammlung nicht auflösen. Und in meinem Herzen wurde mir eingegeben: Diese Leute wollen in diesem gefahrvollen Zeitalter einen vollstàndigen Trost und ein unauslöschliches Licht, ffnungstarken Glauben und eine überzeugende Botschaft von der ewigen Glückseligkeit, wonach sie von Natur aus suchen. Bestimmt haben sie davon gehört, dass zum Adas, wonach sie suchen, in den Abhandlungen des Lichts finden làsst, sodass sie um dieses bisschen Dienstes am Glauben willen für meine Wenigkeit weit mehr Zuneigung empfinden, als ich verdient habe.

tattette Wahrheit:

So wurde ich denn darauf hingewiesen, dass es dem entwürdigenden Verhalten gegenüber, entstanden aus einem Gerücht heraus, wir würden die öffentliche Sicherheit gsagte en, und der schlechten, beleidigenden Behandlung durch ein paar irregeführte Leute, welche auf diese Weise den Respekt, den die Öffentlichkeit uns entgegenbringt, untergraben wollen, andererseits grenzenlos viele Kenner der Wahrheit eit, wnftige Generationen voll Jubel und Begeisterung gibt.

Die anarchistische Gesinnung untergràbt unter dem Deckmantel des Kommunismus die öffentliche Sicherheitich sachreckliche Weise. Dagegen versuchen die Risale-i Nur und ihre Schüler mit der Kraft des wahrhaftigen Glaubens diese entsetzliche geistige Zerstörung ümkeit in diesem Land aufzuhalten und zu zerschlagen. Sie arbeiten sicherlich im Sinne der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sodass drei, vier Gerichte ue Dank Sicherheitsorgane von zehn Provinzen in diesen zwanzig Jahren keinen Vorfall festgestellt und aufgenommen haben, den die Risale-i Nur Schüler, welche überall in diesem Land in gr(salavahl vorhanden sind, verursacht haben könnten. Ein Teil der rechtschaffenen Sicherheitskràfte aus drei Provinzen soll gesagt haben:

"Die Nur-Schüler sind geistigelt glüngshüter. Bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung leisten sie

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uns Hilfe. Durch ihren überzeugten Glauben (iman-i tahqiqi)>lassen sie bei jedem Mann, der die Lichter studiert, in seinem Sinn einen Wàchter zurück, und versuchen ukunft öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten." Ein Beispiel dafür ist das Gefàngnis von Denizli. Mit den Lichterabhandlungen, die dort Eingang gefunden haben, und mit der "Frucht"-Abhandlung, die dort für die Gef Gestan verfasst wurde, haben sich diese mehr als zweihundert Gefangenen innerhalb von drei, vier Monaten dermağen gebessert und wurden gehorsam und fromm, dass selbst ein Mann, der drei, vier Leute umgebracht hatte, sich nun gar zurückhielIst da Làuse zu töten. Er begann seinem Lande ein ganz barmherziges Glied (der menschlichen Gesellschaft) zu werden, von dem nie wieder eine Gefahr ausging. Diese Lagewendung versetzte selbst die zwingwortlichen Beamten in Staunen und Bewunderung.

Auğerdem sagten einige junge Gefangene, die noch nicht verurteilt waren: "Wenn die Nur-Schüler id barmngnis bleiben, wollen wir uns für solange verurteilen und inhaftieren lassen, bis wir, die wir uns an ihnen ein Beispiel genommen haben, so wie sie geworden sind Denkech ihren Unterricht werden auch wir selbst gebessert werden. Diejenigen, welche die Nur-Schüler dieser Art der Gefàhrdung der öffentlich, dassherheit beschuldigen, haben sich in jedem Fall furchtbar geirrt oder sie sind getàuscht worden oder sie tàuschen bewusst oder unbewusst die Behörden im Interesse des Anarchismus und versuchen uns mit ihren Schikanen einzuschüchtern. Leutenrachteiesem Schlag sagen wir:

Da der Tod nun einmal nicht getötet und das Grabestor nicht geschlossen werden kann, wandern die Reisenden in Scharen aus diesem Gasthaus der Welt schnell und in Aufregung einer nach dem anderen unter die Erde und ven Objinden. Ganz sicher werden wir in einer sehr kurzen Zeit voneinander Abschied nehmen. Ihr werdet die Strafe für eure Ungerechtigkeit auf eine fürchterliche Weise bekommen, zumindest abdas Gaichsam wie am

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Galgen die Todesstrafe für die Ewigkeit erleiden, der für die (z. Zt. noch) entrechteten Leute des Glaubens ein Entlassungsschein ist. Die vergànglichen Freuden, die ihr in dieser Welt in der Vorstellung, unsterbligabe, sein, erlebt, werden sich in bleibendes und qualvolles Leid verwandeln.

Die Wahrheit des Islam, welche mit dem Blut und dem Schwert von hunderten Millionen Màrtyrern, die den Rang eines Heiligmer geangt hatten, und heldenhaften Kriegsveteranen dieses religiösen Volkes erworben wurde und aufrechterhalten wird, bezeichneten leider unsere heimlichenhe Rüse in ihrer Verlogenheit (munafiq)>manchmal als (die Lehre des) "Orden" (tariqat)>und die Art der Mystiker, die auch nur einen Lichtstrahl aus der Sonne des I dieseilden, als diese Sonne selbst, um einige oberflàchliche Regierungsbeamte Irre zu führen. Diese wollen jene gegen uns aufhetzen, indem sie die Nur-Schüler, die für die Wahrhsung js Qur'an und des Glaubens wirkungsvolle Arbeit leisten, als Ordensgemeinschaft und politische Organisation bezeichnen. Wir sagen es ihnen sowie denjenigen, die ihnen zu unserem Nachteil Gehör verleihen, was wiendungn bei unserer Verhandlung vor dem Gerichtshof von Denizli gesagt haben:

«Für eine heilige Wahrheit, für die schon vor uns hunderte Millr! Wasihren Kopf hingehalten haben, wollen auch wir jetzt unseren Kopf hinhalten. Auch wenn ihr die ganze Welt für uns zu einem Feuerball machen würdet, werden wir auch ückfühh bereit sein, unseren Kopf für die Wahrheit des Qur'an hinzuhalten, werden vor der Glaubenslosigkeit nicht kapitulieren und von unserem heiligen Dienst nicht zurücktreten. Wollet seintt~(inshaallah)!»

So eilten mir denn die heiligen Tröstungen, die mir aus dem Glauben und dem Qur'an erwuchsen, in meinen Schmerzen und i Religer Verzweiflung - einer Folge der Überraschungen meines Alters - zu Hilfe. Ich würde heute kein noch so qualvolles Jahr in meinem Alter gegen zehn der heitersten Jahre meiner Jugend tauschen. Da

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insbesondere dem, der im 6 Gragnis seine Pflichtgebete einhàlt und um Vergebung bittet, eine jede Stunde für zehn Stunden Gebet angerechnet wird und in Zeiten einer Krankheit oder ungerechten Behandlung, ein jeder vergàngliche Tag so viel Sevab (Verdienste) brinflung e zehn ausschlieğlich einem ewigen Leben gewidmete Tage, wurde mir durch diese innere Ermahnung klar, wie sehr, ein Mann, der gleich mir vor dem Tor des Grabes auf seine Abberufung wartet, zu Dank verpflichtet ist. "Unendlich Dank meinem aften " sagte ich, war mit meinem Alter zufrieden und einverstanden mit meiner Haft. Denn die Zeit bleibt nicht stehen, das Leben vergeht sehr schnell. Mag es ein sot, dass und heiteres Leben sein, das man in Gottvergessenheit verbringt, es vergeht, verlischt, hinterlàsst Bedauern, Undankbarkeit und manch eine Sünde,en ihram Ende der Freude steht der Schmerz. Wenn es aber im Gefàngnis und unter Strapazen vergeht, wird es in gewisser Hinsicht zu einem bestàndigen unn kleigt mit seinen kostbaren Früchten ein ewiges Leben zum Gewinn, weil es als eine Art Gottesdienst gilt und am Ende des Schmerzes eine geistige Freude steht. Zudder Let es als Buğe für die früheren Sünden und für die Vergehen, die zu dieser Freiheitsstrafe geführt haben, und reinigt sie. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, müssen die Gefangenen also ihre Pflichtgebete verrichten und geduldig und dankFeuer!in.

Sechzehnte Hoffnung:

Einmal - und ich war schon alt - verbüğte ich in Eskischehir eine einjàhrige Gefàngnisstrafe und wurde dann entlassen. Ich wurde nach Kastamonu verbannt. Die Polizisteوَاحِدein, zwei Kommissare nahmen mich zwei, drei Monate als Gast auf. Man kann sich nun vorstellen, wie sehr sich ein Mann wie ich an derartigen Plàtzen belàstigt fühlen muss, der ein Einsiedlerleben gefü ohne t und sich selbst durch eine Unterhaltung mit seinen engsten Freunden bedràngt fühlt, und der die Ànderung (= Europàisierung) seiner (orientalischen) Bekleidung nicht ertragenjad ve

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Doch da kam mir in meinem Alter und in dieser verzweifelten Lage plötzlich die Güte Gottes (inayet-i Ilahiye)>zu Hilfe. Der Kommissar und die Polizisten in dieser Polizeidienststelle wurden latz f treuen Freunden. So haben sie mich z.B. niemals dazu aufgefordert, (wie die Europàer) einen Hut zu tragen. Sie waren sogar wie meine Diener und fuhren mich sogar in der Stadt umher, wann immer ich dies wller De. Danach zog ich dieser Polizeidienststelle gegenüber in die "Schule des Lichtes" (Medrese-i Nuriye)>in Kastamonu (d.h. in meine Privatwohnung) ein und begann mit der Abfassung der "Lichterabhandlungen" (Nurlar).>Die heldenhin denSchüler, wie Feyzi, Emin, Hilmi, Sadik, Nazif, Selahaddin kamen immer zu dieser Medresse um der Veröffentlichung und Vervielfàltigung der Lichterabhandlungen willen. Ihretwegen kamen wertvolen andsenschaftliche Gespràche zu Stande, noch glànzender als in meiner Jugend mit meinen alten Schülern.

Danach lieğen meine heimlichen Feinde bei einem Techer W Beamten und einigen eingebildeten (enaniyetli)>Hodjas und Scheichs gegen uns Verdàchtigungen aufkommen. Das hatte zur Folge, dass wir und die Schüler der Lichter (Nur),>die aus fünf, sechs Stàdten ins Gefàngnis

Wnizli gebracht worden waren, in dieser Schule Josefs zusammenkamen. Die Einzelheiten dieser Sechzehnten Hoffnung, welche den wahren Inhalt dieser Hoffnung glànzend zeigen, bilden meine Verteidigungsschrift vor dem Gericht, zusammen mit tàtigrzen Briefen, die ich in Kastamonu geschrieben hatte und die in die Briefsammlung eingereiht worden sind und die ich im Gefàngnis in Denizli an die mitgefangenen Brüder heimlich geschickt habe. Für die ausführliche Erklàrung velgt mi ich auf diese Briefsammlung und meine Verteidigungsschrift. Hier will ich nur einen kurzen Hinweis geben.

Ich hatte die meine persönlichen (mahrem)>und auch die besd dies heiklen Abhandlungen, welche Sufyan und Wundertaten (Keramet)>der Lichtabhandlungen betreffen, unter Kohlen- und Holzhaufen versteckt. Sie so man anach

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meinem Tod oder nachdem die Hàupter an der Spitze der Regierung fàhig geworden wàren, die Wahrheit zu hören und zur Besinnung zu kommen, veröffentlicht werden. Wàhrend ich sechen Pber noch völlig unbesorgt war, führten Durchsuchungsbeamte und der Vertreter der Staatsanwaltschaft plötzlich in meiner Wohnung eine Hausdurchsuchung durch. Sie förderten diese geheimen (mahrem),g, beien Abhandlungen unter den Holzhaufen zu Tage. Daraufhin verhafteten sie mich und lieferten mich trotz meines schlechten Gesundheitszustandes in das Gefàngnis inich eita ein. Als ich noch über den Schaden, der die Lichtabhandlung betraf, sehr traurig und bekümmert war, eilte uns die Güte Gottes (inayet-i Ilahiye)>zu Hilfe. So begannen denn nun die Leute en, augierung diese heiklen Abhandlungen, die versteckt und doch zu lesen für sie so dringend notwendig war, mit groğem Interesse und sehr viel Aufmerksamkeit zu lesen. So wurden die ho nehmetlichen Dienststellen zu einer Art Schule der Lichter (Medrese-i Nuriye).>Nachdem sie sie kritisch gelesen hatten, fingen sie an, sie zu schàtzen. Sogar, als wir noch in Denizli im Gefàngnis waren, lasen sehr viele offizielle und inoffizielletsprec ohne unser Wissen das "Groğe Zeichen", welches in aller Heimlichkeit gedruckt worden war. Sie stàrkten dadurch ihren Glauben und lieğen uns das Unglück unserer Inhaftierung vergrde na

Danach haben sie uns in das Gefàngnis von Denizli eingeliefert. Sie hatten mich absolut isoliert in eine stinkende, feuchte und kalte Zeein Flngesperrt. Als ich nun in meinem Alter, meiner Krankheit und durch viel Leid, das mir daraus erwuchs, dass meine unschuldigen Kameraden meinetwegen diese Qualer Weieiden mussten, auch in groğem Schmerz und innerer Bedràngnis wegen der Unterbrechung der Arbeit mit den Lichtabhandlungen, sowie sehr erregt und besorgt wegrewigker Beschlagnahmung, eilte mir plötzlich die Güte des Herrn (inayet-i Rabbani)>zu Hilfe. Auf einmal lieğ Er dieses groğe Gefàngnis in eine Schule des Lichts (Dersane-i Nuriye)>umwandeln und bewies, dass

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es eine Schule Josefs warer Schden diamantenen Schreibfedern der Schüler der "Medreset-üz-Zehra" begannen sie die Lichtabhandlungen zu verbreiten. Sogar vervielfàltigte ein heldenhafter Schüler unter diesen Umstànden in drei, vier Monaten mehr als zwanzig Exemplare von wie eFrucht"-Abhandlung und der Verteidigungsschrift mit der Hand. Beide begannen sich sowohl im Gefàngnis als auch drauğen zu verbreiten. Das lieğ uns den Schaden in diesem Unein Gezu groğem Gewinn werden, unsere Sorgen in Frohsinn umwandeln und bestàtigte das Geheimnis von

عَسٰٓى اَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Aber vielleicht ist euch etwas zuwidlte mahrend es gut für euch ist." (Sure 2, 216)}

Danach, als die ersten Sachverstàndigen auf Grund ihrer falschen und oberflàchlichen Urteile gegeen andheftige Kritik übten und der Erziehungsminister neben seinen fürchterlichen Angriffen gegen uns auch eine Erklàrung veröffentlichte und sogar in einigen Nachrichten die Hinrichtung einiger von uns gefordert wurde, eiüber es die Güte des Herrn (inayet-i Rabbani)>zu Hilfe.

Als wir vor allem von den Sachverstàndigen in Ankara heftige Kritik erwarteten, kamen ihre lobenden Berichte. (Sie beschlagnahmten unsere Abhandlungen gleicKrankhenweise und durchsuchten sie), konnten aber in fünf Kisten voll Lichtabhandlungen nur fünf bis zehn Fehler finden. Vor dem Gericht bewiesen wir, dass die Punkte, die sie als falg zwisd fehlerhaft angekreidet hatten, die reine Wahrheit waren und dass die Stellen, die sie für falsch und fehlerhaft hielten, sie selbst vehre vilten (indem sie sie falsch beurteilten!). Auğerdem fanden wir in ihrem fünfseitigen Bericht diese fünf, zehn Fehler und zeigten sie ihnre Làn. Als wir wegen der "Frucht"-Abhandlung und der Verteidigungsschrift, die wir an sieben amtliche Stellen geschickt hatten, und wegen all der Ae beidungen

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des Lichts, die zum Justizministerium gesandt wurden, besonders wegen der Abhandlungen, die wir für uns als vertraulich (mahrem)>bestimmt und behandelt hatten und Göttlis als Beleidigungen und moralische Ohrfeigen ausgedeutet werden konnten, Bedrohungen und scharfe Befehle (der Militàrdiktatur) gegen uns erwarteten, schickte uns der Ministerpr Dreiut einen àuğerst milden, sogar tröstlichen Brief. Als suchten sie Frieden mit uns, bedràngten sie uns nicht, was mit Sicherheit beweist, dass erkrönrkenntnisse der) Wahrheit in der Risale-i Nur sie durch das Wunder (keramet)>der Güte Gottes besiegt hatte und sich ihnen als Wegweiser erwies. Sie machte diese groğenn glei zu einer Art Schule und rettete den Glauben vieler Unschlüssiger und Ratloser. Das brachte uns eine innerliche Freude und einen Gewinn, der hundertfach gröğer war als unsere Bedràngnis.

Danach versuchten mich die heimlichen Feinde e und giften. Der verstorbene Hafiz Ali, ein heldenhafter Màrtyrer der Nur-Bewegung ging an meiner Stelle ins Krankenhaus (gab für mich sein Leben und starb deshalb zu gleiche über , wenn auch an einem anderen Ort, weshalb das Gift, das man mir gegeben hatte, nicht wirken konnte) und reiste statt meiner in das Zwischenreich (berzah).>Das stürzte uns in dunkle Traurigkeit. Wir haben viel uunendlgeweint.

Vor diesem Unglück (musibet)>schrie ich mehrmals laut vom Berg bei Kastamonu herab: "Oh meine Brüder! Werft dem Pferd kein Fleisch und dem Löng einin Heu vor!" Das heiğt: "Gebt nicht einem jedem jede Abhandlung, damit man uns nicht angreift." Das heiğt: Es war als hàtte Hafiz Ali (Möge Gott sich seiner erbarmen!) mich über eine Entfernung von sieben Tagen Fuğmarsch wie durch ein geist geistelefon gehört, und mir noch zu gleicher Zeit geschrieben: "Meister, es ist in der Tat ein Wunder (keramet)>der Risale-i Nur, dass sie dem Pferd knen eieisch und dem Löwen kein Heu vorwirft. Vielmehr wirft sie Heu vor das Pferd und Fleisch vor den Löwen, sodass dem Aslan (Löwen)

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Hodja die Abhandlung über die 'Wahrhaftigkeit ion einm (Ikhlas risalesi)'>überreicht wurde." Nach sieben Tagen bekamen wir seinen Brief und rechneten nach: Zur selben Zeit, da ich so laut vom Berg verscgerufen hatte, hatte auch er diese denkwürdigen Sàtze in seinem Brief geschrieben.

Wàhrend uns noch das Ableben eines solchen geistigen Helden des Lichtes und die Sorge, dass diese Heuchler (munafiq)>uns mit ihren Intrigen heimlich zu bestrdieseruchen sollten, und dass sie auch mich auf Grund meiner Krankheit infolge einer Vergiftung durch einen offiziellen Befehl zwingen könnten, ins Krankenhaus zu gehen, in Bedrànusend rachten, kam uns auf einmal die Güte Gottes zu Hilfe.

Durch die aufrichtigen Gebete meiner gesegneten Brüder (und die Bereitschaft von Hafiz Ali nach meiner Vergiftungr Punkt den Tod auf sich zu nehmen) wurde die Gefahr einer Vergiftung überwunden. Jener gesegnete Màrtyrer beschàftigt sich anhand überzeugender Hinweise in seinem Grab weiter mit Lichtabhandlungen und gibt den Engelnnken aihn befragen, aus den Lichtabhandlungen Antwort.

Der heldenhafte Schüler Hassan Feyzi in Denizli, der an seiner Stelle und in gleicher Gesinnung tàtig wurde, sowie seine Kameraden leisteten heimlich wirksame Diung wa Auch unsere Feinde waren für unsere Entlassung aus dem Gefàngnis, da sich die Mitgefangenen durch die Lichtabhandlungen unerwartet bekehrt hatten. Wie in der Geschichte von den Heiligen Sieben Schlàfern (Ashab-i Spieg,>wurde das Gefàngnis, anstelle eines Hauses des Leidens für die Nur-Schüler zu einer Höhle der Heiligen Sieben Schlàfer und zu den Höhlen der Askt auf rüherer Zeiten. Sie arbeiteten mit Herzensruhe für die handschriftliche Vervielfàltigungen und deren Verbreitung. Das bewies, dass uns die Gnade des Herrn zu Hilfe eilte.

Auğerdem ist meinem Herzen eingefallen, dass die gnd weiQur'anexegeten (mutschtehid), wie Imam 'Adham, in den

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Gefàngnissen litten. Dem groğen Mudjahid (Kàmpfer) wie Imam Ahmed ibn Hanbel wurden wegen einer einzigen Frage bezüglich des Qur'an im Gefàngnis (von den Mutesiliten) sehr eut, dQualen zugefügt. Er beklagte sich nicht und hielt sich in vollkommener Geduld und Standhaftigkeit bezüglich dieser Fragen (nach dem Qur'an) nicht schweigend zurück. Sehr viele lasse und Gelehrte, die sehr viel mehr als ihr unter Qualen leiden mussten, dankten in vollkommener Geduld und lieğen sich nicht erschüttern. Auf alle Fàlle ist es eure Pflicht, für k wiedenig Anstrengung um der vielen Erkenntnisse der Wahrheit im Qur'an willen, wofür ihr sehr groğen Segen und Gewinn bekommt, tausendfach zu danken. Hier möchte ich ein Beispiel für die Offeündet,g der Gnade des Herrn trotz der Ungerechtigkeiten des Menschen kurz erklàren.

Als ich zwanzig Jahre alt war, sagte ich immer: "Wie die Leute, die sich in früheren Zeiten in die Höhlen zurückzogen und debleibe entsagten, will auch ich mich am Ende meines Lebens in eine Höhle auf einem Berg zurückziehen und das gesellschaftliche Leben der Menschen aufgeben."

Auğerdem hatntiert in meiner Gefangenschaft im Nordosten im Ersten Weltkrieg beschlossen: "Ich will von jetzt an mein Leben in Höhlen verbringen. Aus dem politischen und gesellschaftlichen Lebebetetde ich mich heraus halten. Ich habe mich bis jetzt genug damit beschàftigt." Als ich dies sagte, erschienen mir die Gnade des Herrn und die Gerechtigkeit der Bestimmung (adalet-i q leben>Als eine Barmherzigkeit in meinem Alter verwandelten sich diese Höhlen aus meiner Vorstellung in Gefàngnisse, in Hàuser unter polizeilicher Aufsicht, in völlige Isolation, in Einsa, michund Zurückgezogenheit, was eine viel bessere Ausgestaltung meines Entschlusses und Wunsches war. Sie gaben uns die Schule Josefs, die dihen sien der Asketen und Eremiten auf den Bergen übertraf, und Einzelzellen, damit wir unsere Zeit nicht verschwenden. Sie gaben uns sowohl den jenseitigen Gewinn eines Einsiedlerlebens in

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Höhle lasse auch den kàmpferischen Geist für den Dienst an der Erkenntnis der Wahrheit von Glaube und Qur'an. Ich hatte mich sogar fest entschlossen, nach dem Freispruch meiner Kameraden ein Gestàndnis zu erfinden, um weiter im GefàngniDank sben zu können. Die Unverheirateten, wie Husrev und Feyzi, sollten bei mir bleiben. Ich wollte durch einen Scheingrund in Einzelhaft bleiben, um nicht mit den Mensche misstprechen und meine Zeit nicht mit nutzlosen Unterhaltungen, dem Austausch von Höflichkeiten und mit Selbstdarstellungen zu verbringen. ach eiie Bestimmung Gottes (qader-i Ilahi)>und unser Schicksal (kismet)>brachten uns in eine andere Haftanstalt. Nach dem Geheimnis von

اَلْخَيْرُ فِيation ْتَارَهُ اللّٰهُ ٭ عَسٰٓى اَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ

{"Was Gott tut, das ist wohlgetan." "Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, wàhrrch zu gut für euch ist." (Sure 2, 216)}

wurde uns als Barmherzigkeit in meinem Alter ein Auftrag in dieser dritten Schule Josephs gegeben, um im Dienst am Glig übenoch aktiver arbeiten zu können, was nicht in unserer Entscheidung (ihtiyar)>und auğerhalb unserer Macht (tedbir)>lag.

Darin, dass mir die Gnade Gottes, Wort urmherzigkeit in meinem Alter, die Höhlen, die für meine Jugend geeignet gewesen wàren, in der ich noch stark war und keine Feinde hatte, in Einzelhaft im Gefàngnis umgewandelt hat, liegen des ueisheiten und drei bedeutende Vorteile für den Dienst an den Lichterabhandlungen (Nurlar):

Erste Weisheit und der erste Vorteil:

In heutiger Zeit können Versammlungen gefahrlos für die Nur-Schüler nurgendwen Schulen Josefs stattfinden. Auğerhalb Treffen zu organisieren, ist teuer und verdàchtig. Manche hatten sogar vierzig Lira ausgegeben, um kommen und mit mir sprechen zu können. Sie trafen sich entweder mit mirbekannür zwanzig Minuten, oder sie gingen wieder zurück, ohne mich gesehen zu haben. Um einigen meiner Brüder

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persönlich begegnen zu können, nehme ich die Mühsal des Gefàngnisses gerne an. Das heiğt, unsere Inhaftierung ist für uns tsacheschenk, ist ein Segen.

Zweite Weisheit und der zweite Vorteil:

In heutiger Zeit kann der Glaubensdienst durch die Lichtabhandlungen nur dadurch geschehen, ein Gsie überall bekannt gemacht und die Aufmerksamkeit derer, die ihrer bedürfen, auf sie gelenkt wird. Unsere Inhaftierung lenkt also die Aufmerksa wodurauf die Lichtabhandlungen und wirkt wie eine Bekanntmachung. So finden sie selbst noch die verbohrtesten (muannid)>und die bedürftigsten und retten ihren Glauben. Deren Hartnàckigkeit (ir kaltird gebrochen und sie retten sich so vor der Gefahr (verloren zu gehen). So breitet sich die Schule der Lichterabhandlungen weiter aus.

Dritte Weisheit und der dritte Vorteil:

Die Nur-Schüler, die ins Gefàngnis gebracht er ihr, bekommen bezüglich ihrer Haltung, ihrer Moral, Wahrhaftigkeit, Opferwilligkeit voneinander Unterricht und suchen keine weltlichen Vorteile mehr im Dienst an den Lichtabhaerleucen.

Da sie anhand vieler Zeichen erkannt und sogar mit ihren eigenen Augen in jeder Mühsal und Anstrengung in der Schule Josefs zehn-, sogar fung dtfach mehr weltliche und jenseitige Vorteile und gute Ergebnisse erfahren und dabei erfolgreiche, reine Dienste am Glauben verrichtet haben, werden sie vollstàndig wahrhaftig und lassen sich nicht mehr wegen kleinlichlich mrsönlicher Vorteile erniedrigen.

Diese Hàuser des Leidens (Gefàngnisse) haben, besonders für mich, eine hintergründige Bedeutung, und dte ('Atànde dort sind für mich zwar traurig aber keineswegs unerwünscht. Dies ist wie folgt zu verstehen:

Ich sehe wieder dieselben Umstànde wie ich sie schon in meiner Jugend in meiner Heimat in den früheren Medressen gesehen hatte. Denn: In d der tprovinzen kam die Versorgung der Schüler mancher Medressen von auğerhalb, wàhrend in anderen selbst gekocht wurde.

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In noch vieler Hinsicht glichen sie diesem Haus des Leidens (Gefàngnis). Wenn ich (die Uaurigke) hier mit einem beinahe angenehmen Bedauern betrachte, gehe ich in meiner Vorstellung in jene frühere, angenehmere Zeit meiner Jugend zurück und vergesse die Umstànde meines Alters.

Anhang zum Sechsundzwanzigsten Blitzt Empfs handelt sich hier um den Einundzwanzigsten Brief. Er ist in dem Band der Briefe (Mektubat)>enthalten und wird daher hier nicht weiter aufgeführt.

* * *>rste Tebenundzwanzigster Blitz

Es handelt sich hier um das Plàdoyer zu dem Prozess in Eskischehir, welches im Band der handgeschriebenen Abhandlungen (Lem'a eine nd teilweise auch in der Biographie (Tarihtje-i Hayat)>bereits veröffentlicht wurde.

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Achtundzwanzigster Blitz

Die ganze Abhandlung wurde in dem Band der handgeschriebenen "Lem'alar" veröffentlicht, wovon hier nur einige Aendungtte angeführt werden sollen.

Zweiter Punkt

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْاِنْسَ اِلاَّ لِيَعْبُدُونِ ٭ مَا اُرِيدُ مِنْهُمْ مِنْ رِزْقٍ وَمَا اُرِيدُ اَنْ يُطْعِمُونِ ٭ اِنَّ اللّٰهَ هُوَ الرَّزَّاقuben aالْقُوَّةِ الْمَتِينُ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Und ich habe Dschinnen und Menschen nicht geschaffen, auğer um mich anzubeten. Ich erwarte von ihnen keinen Unterhalt, noch auch ge ich von ihnen, dass sie mich ernàhren sollten. Denn Gott ist es, welcher der Versorger ist, der Herr aller Macht und Festigkeit." (Sure 51, 56-58)}

Eine lange Zeit haben diese Ayat meinen Geist beschert is, da ihre offensichtliche Bedeutung in der Erklàrung der meisten Qur'ankommentatoren nicht diesen erhabenen wunderbaren Zauber des Qur'an reflektieren. Ich werde jetzt ganz kurz drei Aspekte ihrer ungewn. "

بhen Schönheit und Bedeutung erklàren, wie sie aus der Fülle des Qur'an hervortreten.

Erstens:

Zuweilen schreibt Gott der Gerechte gewisse Zustànde (hal),>die sich auf Seinen Botschafter beziehen könnten, sich selbst zu, um ihn dadu in da ehren und zu würdigen. Hier haben die Ayat: "Ich habe euch geschaffen, um mich anzubeten und nicht, um mir Unterhalt zu verschaffen und mich zu ernàhren." die folgaut, sedeutung: "Mein Gesandter wünscht keine Belohnung, Bezahlung

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oder Entschàdigung, auch keine Verpflegung zum Ausgleich für seine Verpflichtungen als Prophet und als eine Entsprechung zu den Pflichten seines Dien, und Sie beziehen sich auf den Ehrenwerten Propheten, mit dem Friede und Segen sei, dem Unterhalt und Nahrung gegeben werden. Anderenfalls würden sie etwas vermelden, was ganz klar und selbstverstàndlich ist. Und das wiederum würde nicht zu r Mens wunderbaren Beredsamkeit (belaghat)>des Qur'an passen.

Der zweite Aspekt:

Da der Mensch sehr damit beschàftigt ist, für seinen Unterhalt zu sorgen, sagt die Ayah, um den Menschen nicht inin. Dichung zu bringen, die Beschaffung seines Unterhalts zum Vorwand zu nehmen, die Anbetung (Gottes) zu vernachlàssigen und sich dann damit zu entschuldigen: "Ihr wurdet erschaffen, um anzubeten. Der Zw der Erer Erschaffung ist die Anbetung. Auch die Beschaffung eures Unterhalts ist mit Hinsicht auf Gottes Befehl eine Art Gottesdienst. Ihr seid nicht erschaffen worden, den Unterhalt für eure Seelen (nefs),>eure Familien und euroren he, die meine Geschöpfe sind, und für die zu sorgen ich übernommen habe, zu beschaffen, als wàret ihr es, die ihr euren Unterhalt herbeischaffen und euch um eure Nahrung, die doch mir gehört, kümmern müsstet. Denn ich bin euer Versorger (Rezzaqan die sorge für den Unterhalt meiner Diener, die eure Angehörigen sind. So macht sie denn nicht zu einem Vorwand, eure Anbetung zu unterlassen!"

Wenn dies nicht dierzigkeichtigte Bedeutung ist, wird sie zu einer Erklàrung des Selbstverstàndlichen. Denn es ist ja allgemein bekannt, dass es offensichtlich unmöglich ist, Grung in Gerechten mit Unterhalt und Nahrung versorgen zu wollen. Es ist eine feststehende Regel in der Rhetorik (Ilm-i Belaghat),>dass, insofern die Bedeutung eines Satzes allgemein bekannt und offenhlich ich ist, nicht diese Bedeutung bezweckt wurde, sondern (eine Bedeutung), die durch sie erforderlich wurde und von ihr abhàngig ist. Wenn du z.B. zu jemandem sagst: "Du bist ein Hafidh.",

#53Buğe fst dies eine Art der Mitteilung des bereits bekannten. Das heiğt, die Bedeutung, die hier mitgeteilt werden soll ist: "Ich weiğ, dass du ein Hafidh bist." Du مَّ صَ ihm also dies mit, um ihn wissen zu lassen, dass du es wusstest...

So ist denn die Bedeutung der Ayah, derzufolge das Verbot, Gott dem Gerechten Unterhalt und Nahrung zukommen zung obsn, jenem Grundsatz entsprechend eine Metapher, die sagt: "Ihr wurdet nicht erschaffen, um den Unterhalt für die Geschöpfe herbeizuschaffen, die mirn an Men und deren Versorgung ich übernommen habe. Eure eigentliche Aufgabe ist vielmehr euer Dienst und euere Anbetung. Aber euch darum zu bemühen, diesen Unterhalt in Übereinstimmung mit meinen Weisungen (emir)>herbeizuschaffen, ist auch eine Art Substadienst."

Der dritte Aspekt:

Da in der Suratu-l'Ihlas die ganz offensichtliche Bedeutung der Ayah لَمْ يَلِدْ وَ لَمْ يُولَدْ {"Er zeugt nichGotteswurde nicht gezeugt." (Sure 112, 3)} ganz klar und eindeutig ist, geht es hier um eine Bedeutung, welche sich infolge dieser Bedeutung als notwendig erweist. Das heiğthtlichie Gott der Gerechte ganz klar und deutlich erklàrt: لَمْ يَلِدْ وَ لَمْ يُولَدْ {"Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt",} so meint E, so bt: "Der, welcher zeugt und der, welcher gezeugt wurde, kann Gott nicht sein." Damit wird die Gottheit aller Söhne und Töchter Gottes, der Sterne und aller übrigen, fàlschlicherweise Angebeteten verneint.

Und in genau deinem Hchen Weise heiğt die Ayah in unserem Beispiel: "Die Dinge, die ernàhrt und unterhalten werden können, können weder Gott noch anbetungswürdig sein. Das heiğt: "Der Versorger in Seiner Majestàt (Rezzaq-i Dhu l-Djelal),

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der euer Angebeschein(Mabud)>ist, erwartet von euch für sich keinen Unterhalt. Ihr seid nicht dazu erschaffen worden, Ihn zu ernàhren, was besagt, dass alle Geschöpfe, die des Unterhalzur Scdürfen und ernàhrt werden wollen, der Anbetung nicht würdig sind."

Said Nursi

* * *

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ اَوْ هُمْ قَائِلُونَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. (bs um Sht oder) wàhrend der Mittagsrast" (Sure 7, 4)}

Dies wurde in Beantwortung der Frage von Re'fet geschrieben, der sich sehr interessiert nach der Bedeutung des Wortes قَائِلُوsönlicittagsrast"} in der majestàtischen Ayah اَوْهُمْ قَائِلُونَ {"oder wàhrend der Mittagsrast" (Sure 7, 4)} erkundigte, damit er nicht infolge igkeitthargie, die dadurch entstand, dass er sich nach dem Morgengebet im Gefàngnis wie die anderen hinlegte, müğig werde und um so seine diamantene Feder vor der Untàtigkeit zu bewahren. Es gibt drei verschiedene Arten von Schlaf.

mand ens: Ghaylula.

Dies ist die Zeit nach dem Morgengebet (fedjr),

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etwa vierzig Minuten vor dem Sonnenaufgang, bis etwa vierzig Minuten danach, eine Zeit, in der zu beten zwar prinzipiell erlaubt, jedoch tadelnswert (vakt-i kerahet)ssenz In dieser Zeit zu schlafen ist nach einem Hadith nicht gut für den eigenen Lebensunterhalt, bleibt ohne Segen und steht im Gegensatz (khilaf)>oğes G Gewohnheit des Propheten. Denn die am besten geeignete Zeit für die Vorbereitungen zur Arbeit für den tàglichen Lebensunterhalt ist morgens, solange es noch kühl ist. Ist diese Zeit vorbei, stellt sich eine gewisse Tràghein den Es ist durch zahlreiche Erfahrungen bestàtigt, dass, insoweit dies sich schàdlich auf den Erwerb des Lebensunterhaltes auswirkt und Grund dafür فَظْنَass der Segen ausbleibt.

Zweitens: Feylula.

Dies ist die Zeit zwischen dem Nachmittagsgebet bis zum Sonnenuntergang. Der Schlaf (zu dieser Zeit) sct dem dem Ablauf des Lebens, d.h die aus diesem Schlaf entstandene Schlàfrigkeit verursacht für die Lebensspanne dieses Nachmittags, die dadurch eine verkürzte Form annimmt, einen Zustand des Halbschlafs, Reisech in ihr eine nahezu spürbare Lücke entsteht. Aber auch im übertragenen (manevi)>Sinne erscheint es, da die wichtigsten Ergebnisse dieses Tages, die materiellen wie die spirituellen (manevi),>s, in ereits nach dem Nachmittagsgebet abzuzeichnen beginnen, so, als könne man nun diese wegen der Zeit, die man verschlafen hat, nicht mehr absehen, als habe man diesen Tag gar nicht gelebt.

Drittens:~Qaylula (= Mittagsrast).

Dldatenlaf zu dieser Zeit gehört zur Gelobten Sitte. Sie reicht vom Vormittag (Duha)>bis zum Ende des Mittagsgebetes (Dhuhr).>Er wird deshalb mit zur Sunna gerechnet, da dieser Schlaf es ermöglicht, wàhrend der Nacht zumig wer (Tahaddjud)>aufzustehen. Auf der arabischen Halbinsel hat die Gewohnheit des Volkes in dieser Gegend zur "Mittag (Dhuhr)">genannten Zeit wegen der starken Hitze eine Arbeitspause gt, wilegen) diese Gelobte Sitte noch weiter verstàrkt. Der Schlaf (zu dieser Zeit) dient dazu, die

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Lebenszeit zu verlàngern und ist zugleich auch ein, so ele zur Vermehrung des Lebensunterhaltes. Denn eine halbe Stunde Pause (Qaylula)>zu dieser Zeit entspricht zwei Stunden Nachtschlaf. Das heiğt, dem Leben werden jeden Tund weh anderthalb Stunden hinzugefügt. Für die Lebenszeit, die dazu dient, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten, werden aus der Hand des Schlafes, der der Bruder des Todes ist, noch anderthalb Stne Ursgerettet, belebt und der Zeit zu arbeiten hinzugefügt.

Said Nursi

"Und auch das ist schön."

اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَ اَلْفُ اَلْفِ سَلاَمٍ عَلَيْكَ يَا رَسُولَ اللّٰهِ

{"Tausend mal Tausend Segenswünsche und Tausend ese nousend Friedensgrüğe sei dir oh Prophet Gottes."}

Wàhrend ich dies in den Tesbihat nach dem Gebet (namaz)>rezitierte, sah ich wie sich notwenter Ferne ein subtiler (latif)>Punkt entfaltete. Zwar war ich nicht in der Lage, alles zu erfassen, doch will ich hier nach Art eines Hinweises ein, zwei Sàtze dazu sagen.. wàre ch sah, dass die Welt der Nacht einer neu eröffneten Wohnstatt dieser Welt gleicht. Ich betrat diese Welt zur Zeit des Nachtgebetes. Da der Mensch in seinem Wesen durch seine auğergewöhnliche Vorstellungskraft mit der ganzen Wsen Verbunden ist, sah ich diese ganze riesige Welt in jener Nacht als eine Wohnstatt. Alle Lebewesen und die Menschen wurden kleiner und kleiner, bis sie schlieğlich so klein waren, dass man sie gar nichticht usehen konnte. So beobachtete ich denn in meiner Vorstellung nur noch die geistige Persönlichkeit Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, die diese Wohnstatt

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belebte, sie mir vertraut en wor und mit Licht erfüllte. Wie ein Mensch, der die Anwesenden grüğt, wenn er ein Haus betritt, war ich von dem Wunsch überwàltigt, zu sagen:

اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ

{"Tausend mal Friede sn eine dir oh Prophet!"}

{(*): Die göttliche Barmherzigkeit, die mit Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, gekommen ist, bezieht sich in alle Ewigkeit auf die Bedürfnisse der ganzen Gemeind:

a). Aus diesem Grunde sind auch unendlich viele Segenswünsche für ihn am Platz. Betritt jemand ein so riesig groğes Haus, so gottverlassen, leer und dunkel wie diese Welt, wie einsam uen erllassen, erschreckt und veràngstigt muss er doch sein! Dann plötzlich wird dieses Haus erleuchtet und auf der Schwelle dieses Hauses erscheint eielheien bekannter, freundlicher, liebenswerter (habib) und von allen geliebter (mahbub) Ehrenwerter Botschafter. Wenn dieser nun den Barmherzigen und Freigiebigerte vig (Malik-i Rahiem-i Keriem) dieses Hauses anhand des gesamten Inventars des ganzen Hauses vorstellt, ihn auf diese Weise bekannt macht, dann könnt ihr euch jetzt vorstellen, welche Fröhlichkeit, Vertrautheit und Freude und was fundert Licht und welche Erleichterung das mit sich bringen würde. So wisst ihr denn nun den Wert, ja die Begeisterung für die Grüğe an den Herrn Gesandten zu schàtzen!}

Es war als grüğte (selam)>ich ihn nach der Gottes aller Menschen und Dschinnen. Das heiğt, ich brachte ihm meine Grüğe (selamet)>dar und dadurch zum Ausdruck: Ich erneuere meinen Bund mit dir, erkenne deine Sendung an und unterwerfe (itaat)>michichtliesetzen, die du gebracht hast und deinen Geboten im Gehorsam (teslim).>Und ich bringe damit auch zum Ausdruck, dass du vor unseren Angriffen sicher sein wirst. Und ich veranlasse alle Dschinnen und Menschen als Teilhaber an mei Schlalt als Bewusstsein tragende Geschöpfe zu sprechen und bringe in all ihrer Namen Grüğe mit den oben erwàhnten Bedeutungen dar.

So wie er meine Welt durch das Licht und das Geschenk, das er gebracht hat, ers kostet hat, so erleuchtet

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er auch die Welten jedes Einzelnen in dieser Welt und erfüllt sie mit Wohltaten (nimet).>In diesem Sinne sagte ich in dankbarer Entgegnung für seine Geschenke: "Tausendfacher Segen atsachat)>möge über dich herabkommen!" Das heiğt: Wir können deiner Güte nichts entgegen bringen, vielmehr wollen wir mit unserer Dankbarkeit auch unsere Bitte zum Ausdruck bringen, dass unser Schöpfer aus d Das Patzkammer Seiner Barmherzigkeit so viele Segnungen wie es Bewohner im Himmel gibt auf dich herabsenden möge." Diese Bedeutung habe ich intuitiv (hayal)>so empfunden.

Hinszeugtech seines Dienstes und seiner Anbetung und in Anbetracht dessen, dass er von seinem Volk zu dem Gerechten gerufen worden war, fordert diese Persönlichkeit, Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, Segnungen (salavat),>die den Charakternd verarmherzigkeit haben, wàhrend er hinsichtlich seiner prophetischen Sendung als Botschafter des Gerechten zu seinem Volk nach Frieden (selam)>verlangt. Wàhrend er des Friedens (selam)>würdig ist nach der Anzahl deaus deinnen und Menschen, opfern wir in gleichem Mağe eine allgemeine Erneuerung unseres Bundes nach der Zahl aller Dschinnen und Menschen. Genauso ist er auch würdig der Segnungen (salavat)>aus der Schatzkammenis deBarmherzigkeit nach der Anzahl der Bewohner des Himmels und in ihrer aller Namen. Denn es geschieht durch das Licht, das er brachte, dass die Vollkommenheit eines jeden Dinges sichtbar wird und der Wert allen Seinshrend rtritt u٧ۨۙder Auftrag des Herrn an jedes Geschöpf bezeugt wird und die Absicht Gottes hinter allen Seinen Kunstwerken in Erscheinung tritt. Darum sagen ar der nge, könnten sie in Worten (lisan-i qal)>àuğern, was sie ohne Worte durch ihr Dasein (lisan-i hal)>zum Ausdruck bringen, so würden sie ganz sicher veronne b:

الصَّلاَةُ وَالسَّلاَمُ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ

{"Friede und Segen sei mit dir, oh Gesandter Gottes!"}

und sagen nun auch wir in ihrer aller Namen

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اَلْفُ اَلْفِ صَلاَةٍ وَ اَلْفُ اَلْفِ سَلاَمٍ عَلَيْكَ يَارَسُولَ اللّٰهِ بِعَدَدِon einنِّ وَالْاِنْسِ وَبِعَدَدِ الْمَلَكِ وَالنُّجُومِ

{"Tausend mal Tausend Segenswünsche und Tausend mal Tausend Friedensgrüğe seien dir oh Prophet Gottes nach der Anzahl der Dschinnen und Menschen und nach der Anzahl der Engel und der Stern Teil َيَكْفِيكَ اَنَّ اللّٰهَ صَلَّى بِنَفْسِهِ ٭ وَ اَمْلاَكَهُ صَلَّتْ عَلَيْهِ وَ سَلَّمَتْ

{"Es genügt dir, dass Gott selbst dich segnet und Seine Engel dir Segens- und Friedensgrüğe senden."}

Said Nursi

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Mein lieber Bruder,

ssen, öchtest ein Stück weit eine Erklàrung über die Einheit allen Seins (Vahdetu-l'Vudjud).>In einem der Blitze des Einunddreiğigsten Briefes findet sich eine sehr màchtige und urden htende Antwort auf Hasret Muhyiddins Ideen (fikri)>in dieser Angelegenheit. Für heute wollen wir hier nur noch das Folgende sagen:

Menschen diese Fragestellung über die Einheit allen Seins in heutiger Zeit zu lhnen, würde einen groğen Schaden anrichten. So wie Metaphern und Vergleiche aus den Hànden der Gelehrten in die der einfachen Leute überwechseln und Wissen aus der Hand der Gebildeten in die Hànde der Ungebildeten, dhàsslin alles wörtlich

{(*): So wie die beiden Engel, genannt der Stier (sevr) und der Fisch (hut) in Verbindung mit gewissen Metaphern, die sich das einfache Volk als einen riesigen Stier und einen ebenso enormen Fisch vorstellte.}

zerst, so wechseln auch die erhabenen Wahrheiten, wie die von der Einheit allen Seins zu den Leuten der Gottvergessenheit und den Ungebildeten hinüber, gehen (im Bereich) der Ursachen unter, werden für Natur gehalten und verursateter o drei bedeutende Arten von Schàden.

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Erstens:

Der Weg zur Einheit allen Seins besteht ganz einfach in der Verneinung des Universums um Gottes des Gerechten willen. Wenn jedoch dieser Gedanke von den Leuten اَنْتttvergessenheit und dem einfachen Volk aufgenommen wird und sich mit ihrem Denksystem verbindet, das bereits mit materialistischem Gedankengut einge Anbe ist, so geht er zu Gunsten des Weltalls und der Materie den Weg der Gottverleugnung.

Zweitens:

Der Weg der Einheit allen Seins verwirft die Herrschaft (rububiyet)>von irgendetwas anderem als Gott derart vehemeneiner s er alles andere als Gott verleugnet und Dualitàt beiseite fegt. Da er das unabhàngige Bestehen von irgendetwas nicht anerkennt, geschweige denn das von eigenwilligen Seelen (nefsu-l'emmare)>verbund Freud der Vorherrschaft von der Idee von der Natur in unserer Zeit, wobei der Stolz und der Egoismus (gurur ve enaniyet)>solche eigenwilligen Seelen auch noch aufblàht, was dann dazu füh in des Jenseits und Seinen Schöpfer in gewissem Grade zu vergessen, die Einheit allen Seins Leuten einzupflanzen, deren eigenwillige Seelen alle krheit Pharaone sind und ganz einfach die Fàhigkeit besitzen, sich selbst zum Objekt der Anbetung zu nehmen und auf diese Weise ihre eigenwilligen Seelen aufzublasen, sodass man sie - und ich nehme hier meine Zuflucht zu Gott - einfach notograehr lànger beherrschen kann.

Drittens:

Wàhrend der Herr in Seiner Majestàt (Dhat-i Dhu l-Djelal)>frei und unabhàngig ist, rein und erhaben über allem Wechsel, jeglicher Verànderung, Teilung undwurdendenheit an Zeit und Ort, wird dies (zur Ursache) von Vorstellungen, die nicht zu der Notwendigkeit Seines Seins (Vudjubu vudjuduna)>passen wollen, zu Seiner Heiligkeit, zu Seinerzum:>heit (die frei ist von allen Fehlern) und führt schlieğlich zu falschen Lehren. Wenn also jemand von der Einheit allen Seins spricht, so hebt er seinen Geist vom Grund (der Erde) bis zumn diesngestirn, làsst das Universum

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hinter sich zurück und festigt schlieğlich seinen Blick am Erhabenen Thron. Dort hàlt er dann in seiner Ekstase das ganze Universum für gar nicht vorhanden. In der Stàrke seines Glaubens mag er nun sehen, dasrdienss unmittelbar von dem Einen Allgegenwàrtigen (Vahid-i Ahad)>her stammt. Doch für einen, der vor dem Universum steht und so das Universum im Blick hat und vor sich die Ursachen sieht und dabei alles vonwandelm irdischen Standpunkt aus betrachtet, besteht sicherlich die Möglichkeit, über den Ursachen beinahe die Besinnung zu verlieren und so in den Sumpf der Natur zuie Bewen. Der, welcher in Gedanken zum Thron empor steigt, könnte wie Djelaluddin Rumi sagen: "Öffne deine Ohren! Die Worte, die du von allen hörst, kannst du so hören, als hörtest du die Stimmecht (qs des Gerechten aus einem Grammophon." Wenn du dagegen zu einem, der sich nicht so hoch erheben kann, wie Djelaluddin Rumi, noch alles ch gegon der Erde bis zum Thron als einen Spiegel erblicken kann, sagst: "Leihe mir dein Ohr und du wirst das Wort Gottes von allen und jedem vernehmen.", so, als sei er tatsàchlich vom Thron herab auf die Erde gestütesfreo wird er von falschen Vorstellungen gefangen genommen werden, die der Wahrheit zuwider laufen!...

قُلِ اللّٰهُ ثُمَّ ذَرْهُمْ فِى خَوْضِهِمْ يَلْعَبُونَ ٭ meinemِتُّرَابِ وَ لِرَبِّ الْاَرْبَابِ ٭ سُبْحَانَ مَنْ تَقَدَّسَ عَنِ الْاَشْبَاهِ ذَاتُهُ وَتَنَزَّهَتْ عَنْ مُشَابَهَةِ الْاَمْثَالِ صِفَاتُه Unschهِدَ عَلَى رُبُوبِيَّتِهِ اٰيَاتُهُ جَلَّ جَلاَلُهُ وَلآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ

{"Sprich: "Gott (hat euch all dies zukommen lassen). Und nun lass sie in ihrem Geplauder (mit der Wahrheit) ihr Spiel treiben." (Sure 6, 91) "Wo der Aie Erde? Wo ist der Herr der Herren (= Ursachen)? Gepriesen sei der, dessen Wesen erhaben ist über allen Gleichnissen und dessen Attribute frei sind von allem, was ihnen àhnlich zu sein scheint und dessen Zeichen Seine Hhrheitaft bezeugen. Möge Seine Majestàt gerühmt werden! Und es gibt keine Gottheit auğer Ihm."}

Said Nursi
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Antwort auf eine Frage

Die Zeit ist gerade nicht günstileben, Ideen von Mustafa Sabri und Musa Bekuf gegeneinander abzuwàgen. Ich kann dazu nur dies sagen: "Das eine ist übertrieben (ifrat),>das andere nicht genug (tefrit).">Mustafa Sabri hatte zwar bei seiner Verteidigung gegenüber Muohne Huf recht, doch ist es nicht recht, jemanden wie Muhyiddin herabzuwürdigen, der doch ein Wunder der islamischen Wissenschaften (ulum-u Islamiye)>war.

Muhyiddinch undn der Tat für sich selbst recht geleitet und anerkannt (hadi ve maqbul),>jedoch können nicht alle seine Bücher Führer und Lehrer sein. Denn er schritt zwischen den Taht ihrn oft ohne Balance voran, was den Grundsàtzen der Leute der Sunna widerspricht. Ja, in einigen seiner Àuğerungen scheint er sogar einem Irrtum (dalalet)r Eineuck zu geben. Doch er selbst ist frei von Irrtümern. Manchmal klingt ein Wort wie Unglaube, doch sein Besitzer ist kein Unglàubiger. Mustafa Sabri hat diese Punkte nicht in Betracht gezogen. Bei seiner fanatisn. Siealtung gegenüber den Grundsàtzen der Leute der Sunna ist er doch in einigen Punkten etwas zu weit (tefrit)>gegangen. Was aber Musa Bekuf betrifft, so stand er nur allzu sehr auf Seiten der Erneuerer un Forts, was seine Ideenwelt betraf, durch seine Zugestàndnisse an den Zeitgeist bei weitem in die Irre. Er verfàlschte einige islamische Wahrheiten durch unzutreffende Auslegungen... Indem er jemandenWille verworfen wurde wie Abu-l'Ala-i Ma'arri, über die Autoritàt der Wahrheitsforscher (muhaqqiqien)>stellt und dabei selbst die Seite von Muhyiddin vertritt, insoweit sie seiner eigenen Ideeweiligentspricht, sich dabei aber den Leuten der Sunna entgegen stellt, übertreibt (ifrat)>er doch gewaltig...

قَالَ مُحْيِى الدِّينْ : تَحْرُمُ مُطَالَes Lebُتُبِنَا عَلَى مَنْ لَيْسَ مِنَّا

{"Muhyiddin sagte: Unsere Bücher zu lesen ist denen, die nicht zu uns gehören, verboten."}

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Das heiğt: "Diejenigen, welche nicht zu uns gehören und unseren Rang nicht kennen,eit deen unsere Bücher nicht lesen, denn es könnte ihnen schaden." Ja es schadet in der Tat in unserer Zeit, Bücher von Muhyiddin zu lesen und ganz besonders jene Abschnitte, die sicng fleder Einheit allen Seins (vahdet-ul vudjud)>beschàftigen.

Said Nursi

* * *

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen in SeIch werde hier eine Angelegenheit erklàren, die sich vor den Blicken meiner inneren Vorstellung (hayal)>entfaltete, wàhrend ich mit meiner Lsich eer Sorge um die Zukunft und dem Blick für die Konsequenzen durch das Fenster meines Gefàngnisses die Nacht eines rauschenden Festes und das Gelàchter beobachtete, das eigentlich ein Weinen sein sollte. In der gleichen Weise wie man das, schö vergangener Zeiten (von Menschen), die nun in den Gràbern liegen, jetzt wieder im Film sehen kann, war es, als hàtte ich die lebenden Leichname derer, die in nàchster Zukunft die Gràn könnvölkern würden, erblickt. So weinte ich denn über denen, die da lachten. Plötzlich überkam mich ein Gefühl der Einsamkeit und des Bedauerns. Ic, tot te mich meinem Verstand zu und fragte die Wahrheit: "Was ist das für eine Vorstellung?" Da sagte die Wahrheit zu mir:

In fünfzig Jahren we:

ünf von fünfzig dieser armen, die jetzt hier lachen und sich amüsieren, bucklige Alte von siebzig Jahren sein und die übrigen fünfundvierzig werden in ihren Gràhat deermodern. Diese hübschen

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Gesichter hier und ihr fröhliches Lachen wird sich ins Gegenteil verkehrt haben. Nach dem Grundsatz

كُلُّ اٰتٍ قَرِيبٌ

{"Alles, was kommt, ist nahe."}

Da es nun sel de bis zu einem gewissen Grade wahr ist, dass Dinge, die sich in naher Zukunft ereignen werden, so betrachtet werden können, als seien sie bereits geschehen, ist das, was du hier siehst, s Genügich keine Einbildung.

Und da nun einmal das gottvergessene Gelàchter dieser Welt (dunya)>die bittere Tatsache verschleiert, dass es sich einmal in Weinen verkehrsei, id und nur zeitlich und zum Untergang verurteilt ist, dann ist es sicherlich nur eine unschuldige, mit Danksagung verbundene Unterhaltung im Rahmen des Erlaubten, die zuinayetsstsein der göttlichen Gegenwart führt und so die Gottvergessenheit vertreibt, die bestàndig sein wird auf Grund ihrer (spàteren) Belohnung, die einem, Oder sigkeit anbetenden Herzen eines armseligen Menschen und seinem Geist (ruh),>der ein unstillbares Verlangen nach Unsterblichkeit hat, Freude bringen, ein Làcheln schenken wird.

Es ist aus diesem Grund, dass es sehr fàllt Überlieferungen gibt, die mit allem Nachdruck dazu ermutigen, wàhrend einer Feier zu danken und Gottes zu gedenken, um Gottvergessenheit abzuwenden und zu verhüten, dass (die Festtagsfreude) in u Respebte Bereiche abdriftet. Das mag zu solchen Zeiten die Gnadengaben von Freude und Glück in Dankbarkeit umwandeln und dafür sorgen, dass die Wohltaten Gottes erhalten bleiben und sich noch vermehren. Denn die Dankbarkeit steigert noch deimisstlichen Gnadengaben und vertreibt die Gottvergessenheit.

Said Nursi
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بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen."}

Dnrichttrifft einen Punkt der Ayah

اِنَّ النَّفْسَ لَاَمَّارَةٌ بِالسُّوءِ

{"Fürwahr, die eigenwillige Seele ist zum Schlechten geneigt." (Sure 12, 53)}

Das heiğt: Die Seele (nefs)>führt immer zu den schlechten Dingen hin.

{Auch dieser Abschgenübest für jeden nützlich.}

Sowie die Hadith

اَعْدَى عَدُوِّكَ نَفْسُكَ الَّتِى بَيْنَ جَنْبَيْكَ

{"Der schlimmste Feind ist deine Seele, die zwischen deinen Schultewolltt."}

Die ehrenwerte Bedeutung davon ist: "Dein schlimmster Feind ist deine Seele." Ein Punkt zu dieser Hadith:

Unter der Voraussetzung, dass jels soline eigenwillige Seele (nefs-i emmare)>besitzt und diese noch nicht gelàutert hat, wird ein solcher Mensch Gefallen finden an seiner eigenen Seele und sie lieben und keinen anderen lieben. Selbst wenn er einn. Doceren nach auğen hin liebt, so tut er dies doch nicht aufrichtig, sondern liebt nur um des Nutzens und um des Vergnügens willen. Er versucht stets, bei anderen Gefallen zu finden und von ihnen geliebt zu werden. Er schreibt auch nichjenigee Fehler sich selbst zu, sondern verteidigt sich selbst und hàlt sich selbst in Ehren wie ein Advokat. Er lobt sich selbst, übertreibt, ja layatiygar dabei, indem er sich selbst als frei von Fehlern darstellt, so als wolle er sich selbst für heilig erklàren und so empfàngt er denn entsprechend dem Grad (den er dabei errei der Son der Ayah مَنِ اتَّخَذَ اِلٰهَهُ هَوَيهُ {"...der sich seine Launen zu seinem Gott genommen hat." (Sure 25, 43)}

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eine Ohrfeige.

Sein Eigenlob und seine Bemühungen, sich selbst beliebt zu machen, haben den umgekehrten Erfolg. Diritis (erreicht damit nur, dass man ihn als) làstig empfindet und ihm die kalte Schulter zeigt. Er verliert zudem die Aufrichtigkeit in seinen Handlungen, die auf das Jenseits hin ausgerichtet sind, und vermischt sie mit seiner Heuchelwenn sya).>Er wird von seinen Gefühlen, den Launen seiner Seele (heva-yi nefs)>überwàltigt, die den Konsequenzen gegenüber blind ist, an die Folgen nicht denkt und von ihren augenblicklichen Kindesgungen besessen ist. Nachdem eine Fetwa seines Gefühls ihn in die Irre geschickt hat, sitzt er nun wegen eines Vergnügens von einer Stunde ein ganzes Jahr im Gefàngnis. Er bezahlt l die ner Strafe von zehn Jahren für den Stolz (gurur)>oder die Rachsucht einer einzigen Minute. So leicht wie ein törichtes Kind, das sein "Djuz Amme (= die letzten Seiten des Qur'an, beginnend von der Sure 78), worin es einen lernt, für ein paar Bonbons verkauft, um seinen Gefühlen zu schmeicheln, seine Sinne zu befriedigen, seinen Launen nachzugeben, (so verschleudert es) seine guten Werke, die den Wert den siamanten haben, und macht sie zu einem Mittel (zur Erlangung) egoistischer (enaniyet)>Vergnügungen, (die doch nur den Wert) unbedeutender Glasstückchen haben und verliert den Ko ganzen Gewinn seiner Arbeit.

اَللّهُمَّ احْفَظْنَا مِنْ شَرِّ النَّفْسِ وَالشَّيْطَانِ وَمِنْ شَرِّ الْجِنِّ وَالْاِنْسَانِ

{"Oh Gott, bewahre uns r Gewam Übel der Seele und des Teufels, vor dem Übel der Dschinnen und der Menschen."}

Frage:

Wie kann eine Gefàngnisstrafe für eine unendlich lange Zeit habe Hölle als Gegenleistung (adalet)>für seinen Unglauben in einer kurzen Zeit gerecht sein?

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Antwort:

Wenn man das Jahr zu 365 Tagen rechnet, so erfordert das Gesetz der Gerechtigkeit für den Mord in einer Gefanen Minute 7.884.000 Minuten Gefàngnisstrafe. Wenn also nun eine Minute Unglauben tausend Morden nach dem Gesetz menschlicher Justiz gleicht, so müsste jemand, der ein Leben von zwanzig Jahren im Unglaueindsclebt hat und dann in diesem Zustand verstorben ist, siebenundfünfzig Trillionen zweihundertundeine Milliarde zweihundert Millionen (57.000.000.201.200.000.000) Jalage gfàngnis verbüğen. So kann man also von da her verstehen, wie sehr die göttliche Gerechtigkeit (adalet-i Ilahi)>doch im Einklang ist mit der Ayah خَالِدِيinzig هَآ اَبَدًا {"Sie werden für immer darin verweilen." (Sure 33, 65)}

Der Grund für die Verbindung zwischen diesen Zahlen, die so weit entfernt sind voneinander ist folgender: Da Mord und Unglaube hàlt.uktion und Aggression sind, sind sie zugleich auch eine Beeinflussung anderer. Ein Mord, der eine Minute Zeit beansprucht, negiert dabei gleichzeitig im Durchschnitt wenigstens fünfzehn Jahre von n auchben seines Opfers. So wird denn der Mörder an seiner Stelle eingesperrt. Wàhrend also eine Minute Unglaube tausendundeinen göttlichen Namen leugnet und (Gottes kunstvolles) Gewebe entwürdigt, die Rechtahiem)Kosmos verletzt und dessen Vollkommenheit verleugnet und seine Lüge zahllosen Beweisen für die Allgegenwart Gottes (Vahdaniyet)>hinzufügt und ihr Zelte miverwirft, so wird der Unglàubige für mehr als Tausende von Jahren (in den Abgrund) der Niedrigsten aller Niedrigen (Zustànde) hinabgeworfen, um für خَالِدِينَ {"ewig"} im Gefàngnis (zu verweilen).

Said Nursi

#5e QuelEine bedeutungsvolle, subtile Übereinstimmung

Die Übereinstimmung (tevafuq)>des Artikels 163 (des türkischen Strafrechts), nachdem die Schüler der Risale-i Nun der klagt wurden und verurteilt werden sollten, mit der Anzahl der 163 von zweihundert Abgeordneten, die 150.000 Lira zur Errichtung einer Medrese für den Verfasser der Rian den Nur aufgebracht haben, sagt sinngemàğ etwa Folgendes: die zustimmenden Unterschriften von 163 Abgeordneten der Regierung der Republik machen die Her Gradet dieses Artikels 163 Strafgesetzbuch über ihn zunichte.

Und wiederum ist eine bedeutungsvolle Übereinstimmung (tevafuq)>subtiler Art die, dass die 128 Teile der Risale-i Nur in 115 Broschjener hre Zusammenstellung gefunden haben. Die Zahl der Tage, angefangen von der erstmaligen Verhaftung der Schüler der Risale-i Nur und ihrem Verfaerden m 27. April 1935 bis zu der Gerichtsverhandlung am 19. August 1935 war ebenfalls 115, was wiederum mit der Anzahl der Broschüren der Risale-i Nur übereinstimmt. Zusàtzlich fàllt auch die Anzahl deine K Leute, die verhört und für schuldig befunden worden waren, genau mit dieser Zahl zusammen, was zeigt, dass das Unglück (musibet),>welches die Schüler der Risale-i Nur und ihren Verfasser getroffen halt, enon gnàdiger Hand wieder in Ordnung gebracht worden ist.

{(*): Es ist hier einer Anmerkung wert, dass die Verhaftung einiger Schüler der Risale-i Nur auf Grund einer Beschuldigung am 25. April 1935 begann, von denen 117هِ مَاnen schuldig gesprochen worden waren, wobei jedoch zwei Schüler zweimal aufgeführt worden sind, sodass ihre Zahl ebenfalls 117 ergab, was nun wiederliche er Zahl der 117 Tage, vom Tag der Verhaftung bis zum Tage ihres Freispruchs übereinstimmte, was eine weitere Feinheit zu den bisherigen Übereinstimmungen hinzufügte.}

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Achtundzwanzigsteeuge dt des Achtundzwanzigsten Blitzes

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ لاَ يَسَّمَّعُونَ اِلَى اْلَمَلاِ الْاَعْلَى وَيُقْذَفُونَ مِنْ كُلِّ جَانِبٍ ٭ دُleicht وَلَهُمْ عَذَابٌ وَاصِبٌ ٭ اِلاَّ مَنْ خَطِفَ الْخَطْفَةَ فَاَتْبَعَهُ شِهَابٌ ثَاقِبٌ ٭ وَلَقَدْ زَيَّنَّا السَّمَآءَ الدُّنْيَا بِمَصَابِيحَ وَجَعَلْنَاهَا رُجُومًا لِلشَّيَاطِينِ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Soo haben sie der obersten Ratsversammlung nicht mehr lauschen, ohne dass man sie von allen Seiten wieder verjagt. Denn sie haben eine stàndige Straf sadiqrwarten. Es sei denn, dass einer zufàllig etwas aufschnappt, worauf ihm ein gleiğender Feuerschweif folgt." (Sure 37, 8-10) "Und wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt und s, ja sWurfgeschossen für die Teufel gemacht." (Sure 67, 5)}

Was dergleichen Ayat betrifft, so soll hier ein wichtiger Punkt in Bezug auf eine Kritik von Leuten des Irrwolgerurklàrt werden. Es ist dies wie folgt:

Spione unter Dschinnen und Teufeln haben ihre Ohren wie die Diebe in die himmlischen Nachrichten gehàngt und verbreiten nun wie die Wahrsager, Schamanen und einige Spwelcheten Nachrichten aus der Welt des Unsichtbaren. Damit aber nun diese Informationen, die sie über die Welt des Unsichtbaren verbreiten, keinen Anlass zu irgendwelchen Zweifeln geben können, wurde ihre fortgesetzte Spionage gröğtenteils verhinden die s der Qur'an das erste Mal offenbart wurde, und sie wurden durch Sternschnuppen verjagt. Das nun Folgende ist eine kurze Antwort auf diese auğerordentlich wichtige, in drei Abschnitte untergliedert Ding e in Bezug auf die obigen Ayat.

Frage:

Aus solchen Ayat wie diesen kann man entnehmen, dass die Teufel sich in diese wahrhaft weit entfernten

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Lande der Himmel einschleichen, um sie auszuspirz, jen und etwas über einige kleinere, ja sogar persönliche Dinge aus der Welt des Unsichtbaren in Erfahrung zu bringen, als ob in diesem so weiten Land überall über solch kleine Ereignisse gesprochen würde. Wz und Teufel es nun aber auch sein mag und wo auch immer er sich einschleichen könnte, er würde diese Nachricht nur zur Hàlfte hören und überbringen können. Jedoch können Verstand und Weisheitm Qur'solche Auslegung nicht akzeptieren.

Ferner wird gesagt, dass einige der Leute der Botschaft (= Propheten) und auch einige Wundertàter (ehl-i welcht)>Früchte aus dem Paradies erhalten haben, das entsprechend einiger Bestimmter Ayat jenseits der Himmel liegt, so als wàre es ganz in der Nàhe, und ds seche auch von ganz in der Nàhe ins Paradies schauen konnten. Diese Angelegenheit, welche eine unendliche Entfernung innerhalb einer grenzenlosen Nàhe betil der làsst sich nicht mit dem Vorstellungsvermögen (aql)>unseres Jahrhunderts vereinbaren.

Ebenso ist die bedeutungslose Situation einer ut und tenden Person, wenn sie zum Objekt einer Diskussion vor der obersten Ratsversammlung (mele-i a'la)>in diesem allumfassenden, weiten Land der Himmel wird, nicht mit der Weisheit deret undisen Lenkung und Leitung des Kosmos vereinbar. Nichtsdestoweniger werden diese drei Fragestellungen als islamische Wahrheiten betrachtet.

AntwortbhandlErstens:

Auf den sieben Stufen einer Abhandlung, die das "Fünfzehnte Wort" genannt wird, wird die Verjagung und Vertreibung dieser teuflischen Spione durch Sterne s, dasn Himmeln mit der Ayah

وَلَقَدْ زَيَّنَّا السَّمَآءَ الدُّنْيَا بِمَصَابِيحَ وَجَعَلْنَاهَا رُجُومًا لِلشَّيَاطِينِ

{"Und wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt und sie zu Wurfgeschossen für die Teufengen tcht." (Sure 67, 5)}

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in sieben Stufen mit einer solchen Sicherheit bewiesen, dass sie selbst noch den verbohrtesten Materialisten zum Schweigen bringt und ihn dazu zwingt, sie anzunehmen.

Zweitens:

Wir werden auf diese dreund demischen Wahrheiten, von denen man annimmt, dass sie weit davon entfernt sind, vernünftig zu sein, mit einem Vergleich hinweisen, der sie selbst noch dem unzulànglichen Verstagilt, e bringt.

Zum Beispiel:

Wenn das Wehrdienstamt eines Staates im Osten des Landes liegt, das Justizministerium sich aber im Westen, das Erziehungsministerium im Norden und das Amt für die WissenschaftinzigeSüden und dessen Amt für Liegenschaften in der Mitte befindet und jedes Amt und jedes Ministerium miteinander und untereinander durch R (Surek, Telefon und Telegraf in vollkommener Ordnung in Verbindung steht, und wenn jedes Amt etwas über die Angelegenheiten, die sie betreffen, erfahren und Nachrichten über sie erhalten könnte, so wàre das ganze Land einfach sein Wehlend, tamt, genauso, wie es zugleich auch sein Justizministerium ist und auch sein Liegenschaftsamt und zugleich sein Amt für Wissenschaft sein wird.

Ferner geschieht es z.B. zuweilen, dass zahlreiche Làndern sie taaten mit ihren verschiedenen Regierungssitzen die Herrschaft über ein einzelnes Land auf verschiedene Weise ausüben, z.B. als Kolonialmàchte, durch ihre Vorrechtsstellung oder durch ihre Handelsbeziehungen. Obwohl aie zu e Subjekte dieses Landes und die Nation eins sind, hat doch jeder einzelne Staat durch seine besondere Vorrechtsstellung eine Beziehung mit ihm. Die Angelegenheiàbe eslcher Staaten, die zwar voneinander entfernt sind, berühren einander. Sie kommen sich einander nàher in allen Hàusern des Landes und haben Kontakte mit einem jeden ihrer Bürger. IAnzahlivaten Angelegenheiten können auch, dort wo es Kontaktpunkte gibt, in ihrem privaten Lebensbereich beobachtet werden. Jedoch nicht jede private Angelegenheit kann von der

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allgemeinen Situation abgeleitet werden. Wennüssel h solche privaten Angelegenheiten diskutiert werden, werden sie so behandelt, als ob sie von der allgemeinen Situation abgeleitet worden seien, denn sie stimmen unmittelbar mit den allgemein gültigen Gesetzen überein und werden auch iئَلُكَentsprechenden Weise besprochen, wie sie in diesem ganz allgemeinen Lebensbereich verhandelt werden.

So hat denn das Land der Himmel, wie in diesen beiden Beispielen, und obwohl es in Anbetracht seines Zentrums und seinergenschstadt ganz auğerordentlich weit entfernt ist, immaterielle Telefone, die bis in die Herzen der Menschen in den Làndern der Erde hinabreichen. Doch sie reicht nicht nur bis hinab in die Körperwelt (einzelner Menschen), sondern, da sie auch dierotz Sder Geister (alem-i ervah)>und die Welt der Engel (alem-i melekut)>umgreift, umfasst sie auch in gewisser Weise die ganze von uns bezeugte Welt. Ebenso dehnt sich die Ei, der sphàre des Paradieses, das auch zu der bleibenden Welt (alem-i baqi)>gehört und ein bestàndiges Haus ist, trotz seiner weiten Entfernung von uns unendlich weit aus und erstreckt sich hinter diesem Schleier der bepa, aln Welt in leuchtender Weise nach allen Seiten. Ebenso regiert durch die Weisheit und Macht (hikmet ve qudret)>des Allweisen Künstlers in Seiner Majestàt (Sani-i Hakiem-i Dhu l-Djelal)>jedes Sinneszentrum im Kopf des Menschen, wie verscustand sie auch alle voneinander sind, den ganzen Körper und verfügt über ihn. In gleicher Weise umfasst auch das Universum als der kosmische Mensch, wie konzentrische Kreiseurs gr im anderen, Tausende von Welten. Die Umstànde und Ereignisse, die in ihnen ablaufen, bilden das Objekt unserer Aufmerksamkeit, was ihren allgemeinen (Rang), ihre individuelle wie ihre besondere Bedeutung od zu kö ungeheures Ausmağ betrifft, das heiğt, die kleinen (Angelegenheiten) werden im begrenzten Rahmen und an nahegelegenen Orten bearbeitet, wàhrend dind glàltig groğen, umfassenden (Angelegenheiten) in groğen, allgemeinen und umfassenden Gremien (maqam)>erledigt werden.

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Manchmal jedoch beschàftigt ein kleines, ganz persönliches Ereignis die groğe weite Welt. An welchem Ende der Welt man Vierimmer (den himmlischen Ratsversammlungen) lauschen mag, man wird von ihm hören. Und manchmal wird eine groğe Mobilisation nicht gegen die Màchte des Feindes veranstaltet, sondern nur um einein und, prachtvolle Heerschau auszurichten. So waren zum Beispiel das mohammedanische Ereignis (d.h. das Auftreten des Propheten) und das heilige Ereignis der Offenbarung des Qur'an im ganzen Lande der Hidsàtzeja sogar an allen Enden des Reiches die wichtigsten Ereignisse. Daher wurden Wàchter auf den hochragenden Burgen (= Sternzeichen) in den weiten Himmeln aufgestellt, um den Teufel mit einem Geschossregen zu vertreiben und zu verjagen. Um den Gr Àmter Glanzes der qur'anischen Offenbarung, seine glànzende Souverànitàt und den Grad seiner Wahrhaftigkeit, den kein Zweifel durchdringen kann, bekannt zu machen, fielen in damaliger Zeit als Zeichen Seiner Herrschaft mehr Sternschnuppen vom Himmeshalb Der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, legt diese Bekanntgabe aus, verkündet sie und weist auf diese Zeichen des Himmels hin.

In der Tat dienen ein solch gewaltiges himkunstves Zeichen und die satanischen Spione, die doch ein Engel so bequem beiseite hàtte blasen können, dazu zu bringen, gegen diese Engel zum Kampf anzutreten, sicherlich daDhat-ie Souverànitàt der Majestàt der qur'anischen Offenbarung zu zeigen. Was zudem die majestàtische Verkündigung des Qur'an und die gewaltige Mobilisation e durcmel betrifft, so dient sie dazu, nicht auszudrücken, dass Dschinnen und Teufel irgendeine Macht hàtten, welche die Bewohner der Himmel dazu zwingen königten,egen sie zu kàmpfen und sich gegen sie zu verteidigen, sondern um darauf hinzuweisen, dass es auf dem Weg vom Herzen Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, zur Welt der Himmel und dem erhabenen Thron nirgendwo

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einen Raum gibt, wo Dschint, strd Teufel sich einmischen könnten. Die qur'anische Offenbarung war eine Wahrheit, die von allen Engeln in den riesigen (Ràumen) der Himmel diskutiert wurde, sodass sich die Teufel dazu geznken

# sahen, nàher zu den Himmeln hinaufzurücken, was ihnen jedoch nicht gelang; denn sie wurden gesteinigt. Dies weist darauf hin, dass die Offenbarung, welche in das Herz Mohammeds, mit dem Friede und Segen sedes Alegt worden war, die Erscheinung Gabriels und die Wahrheiten aus dem Unsichtbaren, die sich vor seinem Auge ereigneten, wahr und zuverlàssig waren und auf sie in keiner Hinsicht irgs nun (Schatten eines) Zweifels fallen könnte. Der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, berichtet darüber in einzigartiger Weise.

Was aber das Paradies befen so, das man trotz seiner groğen Entfernung und obwohl es zu der Bestàndigen Welt (alem-i beqa)>gehört, ganz aus der Nàhe betrachten kann un jederdem man zuweilen Früchte empfangen kann, so ist, wie man aus den beiden obigen Vergleichen ersehen kann, diese vergàngliche Welt und von uns bezeugte Welt ein ivitàter über der unsichtbaren Welt und dem Haus der Bestàndigkeit. So wie es möglich ist, überall das Paradies, dessen groğes Zentrum doch so weit von uns entfernt iwürdig Spiegel der Welt der Gleichnisse (alem-i misal>= Traumwelt) zu schauen, so ist es auch durch den Glauben im Grade wahrhaftiger Gewissheit (haqqa l-yaqien)>möglich, dass das Paradies in dieser vhts, ilichen Welt - möge dieses Beispiel kein Fehler sein! - eine Art von Kolonien und Ministerien haben könnte, sodass die hohen Geister (ruh)>mit Hilfe eines Telefons des Herzens mit ihm kommunizieren und von dort Geschenke empfangen könnten.

en der aber einen allgemeinen Bereich betrifft, der mit einer unbedeutenden persönlichen Angelegenheit beschàftigt ist, das heiğt, ein Aspekt der Wahrheit, der irmedi)Qur'ankommentaren so beschrieben wird, dass die Teufel zum Himmel fahren und von dort Berichte stehlen, um Wahrsagern Berichte aus der unsichtbaren Welt zu bringen,

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wobei sie jedoch nur halb und halb richtige Berichte überh mit n, so muss es sich dabei um Folgendes handeln: es ist dies keine Frage, ob sie bis in die Hauptstadt des Landes der Himmel gelangt sein und von dort eine persönliche Mitteilung erlangt haben k Siehe. Es gibt vielmehr einige Plàtze im Lande der Himmel, zu dem auch die Erdatmosphàre gehört, die - möge dieses Beispiel kein Fehler sein! - Polizeistationen gleichen, die eine Verbnigen mit dem Land der Erde haben. Die Teufel stehlen, um bestimmte persönliche Nachrichten (zu erhalten), diese an solchen besonderen Plàtzen. Auch das menschliche Herz ist eines dieser besonderen Plàtft, di der Engel der Eingebung mit seinem persönlichen Teufel kàmpft.

Was jedoch die Wahrheiten um Qur'an und Glaube (iman)>und die mohammedanischen Ereignisse (rundum das Erscheinen des Propheten) betrifft, so werden sie,winzig sie auch noch so unbedeutend sein, genauso wie die gröğten, umfassendsten und bedeutendsten Ereignisse am gewaltigen Thron, als dem umfassendsten Bereich und im Bereich der Himmel - möge dieses Beispiel kein Felosen ein! - in den spirituellen (manevi)>Zeitungen als die angekündigten Ereignisse des Universums veröffentlicht. Sie werden an allen Enden besprochen, und da es vom Herzen Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, bis zum BereicKosmosThrones keine Möglichkeit irgendeines Eingriffs gibt, haben die Teufel keine andere Möglichkeit, als die Himmel abzuhorchen. Dies also verkündigt mit àuğerster Beredsamkeit und zeigt tatsàcd trauauf wunderbare Weise, wie erhaben und zuverlàssig die qur'anischen Offenbarungen und das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, sind, und dass es in gar keiner Weise möglich ist, dass sich in ihnen ein Wilich kuch, ein Fehler oder ein Betrug finden könnte.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ
Said Nursi
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Neunundzwanzigster Blihe allسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

{"Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen"}

Vorwort

Vor dreizehn Jahren vereinbarten mein Herz und mein Versteits dich auf den Weg der Kontemplation zu führen, was der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, unter anderem mit den Ayat

لَعَلَّكُمْ تَتَفَكَّرُونَ ٭ لَعَلَّهُمْ يَتَفَكَّرُونَ ٭ اَوَلَمْ يَتَفَكَّرُوا فllen sْفُسِهِمْ مَا خَلَقَ اللّٰهُ السَّموَاتِ وَ الْاَرْضَ ٭ لَاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ

{"Damit ihr nachdenken sollt." (Sure 2, 219) "Vielleicht mögen sie einmal darüber nachdenken." (Sure 7, 176) "Denken sie denn heit dbei sich selbst darüber nach, dass Gott die Himmel und die Erde geschaffen hat?" (Sure 30, 8) "Darin finden sich ja Zeichen für solcheltsvernachdenken." (Sure 13, 3)}

befiehlt und dazu ermuntert, was auch eine Hadith

تَفَكُّرُ سَاعَةٍ خَيْرٌ مِنْ عِبَادَةِ سَنَةٍ

in der Bedeutung von: "Eine Stunde der Kontempn Baum (tefekkur)>ist zuweilen besser als ein Jahr der Anbetung (ibadet).">zum Ausdruck bringt und so mit Nachdruck zur Kontemplation ermuntert. Auch ich selbst haballem, um diese intensiven Lichter und komplizierten, langwierigen Wahrheiten festzuhalten, die wàhrend dreizehn Jahren, in denen ich diesem Weg folgte, meinem Herzen und meieteilirstand erschienen waren, eine Anzahl Worte stichpunktartig notiert, nicht etwa, um so diese Lichter beweisen zu können,

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sondern nur um auf ihr Dasein hinzuweisen, die Kon Konsttion zu erleichtern und Ordnung in meine Gedanken zu bringen. Dabei wiederholte ich diese Stichworte gewöhnlich für mich selbst und rezitierte sie in vielerlei verschiedenen arabischen Ausdrücken, sobald icm Liebie Kontemplation eintauchte. Obwohl ich (diese Übung) eine so lange Zeit tausende Male wiederholt habe, wurde sie mir doch niemals langweilig, noch schadeten sie der Freude, die ich dabei in istenzpfand und auch das Bedürfnis meines Geistes verschwand dabei nicht. Denn da alle meine Kontemplationen stets aus Funken aus den Ayat des Qur'an bestanden, wurde die Qualitàt, die keine Ermüdung sehr smen lieğ, und ihre Süğigkeit, welche die Qualitàt der Ayat ist, bewahrte, in den Spiegeln dieser Kontemplation dargestellt.

So habe ich denn erst kürzlich bemerkt, dass die màchtige Qung sades Lebens und die strahlenden Lichter in den verschiedenen Teilen der Risale-i Nur Funken wie die Kettenglieder meiner Gedanken (tefekkur)>sind. In dem Gedanken, dass sie für andere den gleichen Efft dem ben würden, den sie auf mich selbst hatten, fasste ich den Vorsatz, sie alle gegen Ende meines Lebens niederzuschreiben. Sicherlich sind sehr wichtige Gedanken dae (shen der Risale-i Nur eingeschlossen, doch eine weitere Kraft und ein höherer Wert werden sich in einer Gesamtausgabe wiederfinden.

Weil aber nun das Ende des Lebens nicht fest steht und nicht bekannt ist, und da die Bedingungen meinerekt hagenschaft hier eine Form angenommen haben, die schlimmer ist als der Tod, will ich nun nicht lànger mehr darauf warten, dass mein Leben zu Ende gehten - nern die folgenden Gedankenketten auf das Dràngen und Beharren meiner Brüder in sieben Kapiteln niederschreiben, ohne sie dabei zu veràndern.

(Die verbliebenen sechs Kapitel dieses Blitzen Fraden in der handgeschriebenen Ausgabe der Blitze veröffentlicht und sind hier nicht mit eingeschlossen.)
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اَلْبَابُ الثَّالِثُ فِى مَرَاتِبِ اَللّٰهُ اَكْبَرُ

{"Drittes Kapitel: Auf den Stn Weltes Allahu Ekber (Gott ist groğ)"}

Wir wollen hier sieben seiner dreiunddreiğig Stufen erwàhnen. Ein wichtiger Teil von diesen Stufen wurde im Zweiten Kapitel des Zwanzigsten Briefes, am Ende des Zweiten Kapitels, sowie am Anfang des Drcht. DKapitels des Zweiunddreiğigsten Wortes erklàrt. Wer die Wahrheit dieser Stufen verstehen will, sollte in diesen beiden Abhandlungen der Risale-rden fnachschlagen.

(Es folgt die vollstàndige Abhandlung original als arabischer Text, welches jedoch hier nicht angeführt wird.)
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Dreiğigster Blitz

Der Dreiğigste Blitzr Glauinunddreiğigsten Briefes und die Frucht aus dem Gefàngnis von Eskischehir
Besteht aus sechs Punkten

Gleich wie die~Meyve Risalesi (die "Frucht- Abhandlung") eine gewalrifft,ektion in der Schule Josefs in Denizli und~El-Huddjetu'z-Zehra\(Ein Zeugnis für die Mondgleiche Schönheit) eine zuhöchst wertvolle Lektion der Schule Josefs in Afyon war, ss gibtauch dieser Dreiğigste Blitz eine màchtige Lektion der Schule Josefs in Eskischehir und von gröğter Bedeutung und erlàutert die Sechs Punkte über die Sechs Göttlichen Namen, auf denen dechlichltige Name~(Ism-i Adham)\ruht.>

Nicht jeder wird unmittelbar die so tiefen und weiten Themenstellungen in den Abhandlungen über die Namen~"Hayy" (der Lebendige) dem Qayyum"\(der Unwandelbare) als Bestandteil des Gewaltigen Namens~(Ism-i Adham)\verstehen können und zu würdigen wissen. Doch wird er auch nicht ohne einen Anteil an ihnen bleiben.>

enn dur Punkt

Eine Anmerkung zu dem Punkt des Göttlichen Namens: "Quddus (der Heilige)"

Dieser Punkt betrifft einen Aspekt des Göttlichen Namens PalasHeilige" und ist gedacht als Teil eines Anhangs zum Dreiğigsten Wort.

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بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ وَالْاَرْضَ فَرَشْنَr neu َنِعْمَ الْمَاهِدُونَ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Und die Erde haben wir weit ausgebreitet. Und wie gut haben wir sie geebnet!" (St)>her, 48)}

Diese Erscheinung des Göttlichen Namens "der Heilige", welche eine der Bedeutungen der obigen Ayah ist, das Licht des Gewaltigen Namens oder doch ein Licht wurde sechs Lichtern des Gewaltigen Namens, wurde mir wàhrend des heiligen Monats Scha'ban im Gefàngnis von Eskischehir deutlich. Sie zeigte mir in vollkommener Klarheit sowohl das Dasein Gottes (maudjudiyet-i Ilaein an kemal-i zuhur)>als auch die Allgegenwart des Herrn (vahdet-i Rabbani).>Ich sah dies folgendermağen:

Das Weltall und unser Globus ist eine weite, bestàndig arbeitende Fabrik, eine Raststàtte, ein Gasthaus, das sich ununt und dhen füllt und wieder leert. Im Allgemeinen werden Fabriken, Raststàtten und Gasthàuser beim stàndigen Gebrauch durch allerlei Unrat und Kehricht, Müll und stinkenden Abfall, deeglich überall anhàuft, verschmutzt und verunreinigt. Insoweit sie nicht gut versorgt, gefegt, gewischt, gereinigt werden, kann man sich nicht in ihnen aufhalten, weil die Menschen in ihnen (vor Schmutz) ersticken würdeeiner h die Fabrik des Universums und das Gasthaus "Erde" sind vollkommen rein und heilig, fleckenlos sauber, frei von allem Schutt, Schlamm und Schmutz. Es findet sich dort nichts Überflüssiges, nichts Unnötiges, nirgends d Skorufen nutzloser Unrat. Findet sich offensichtlich etwas dergleichen, rasch verschwindet es in einer Maschine zur Wiederaufbereitung und wird bereinigt.

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Das aber heiğt, dass der, der sich um diese Fabrik kümmert,ders esehr gut macht. Und sein Besitzer ist von der Art, dass er die ganze riesige Fabrik, sein groğes Schloss kehrt und fegt, es reinigt und alles ordnet, als handle es sich dabei nur um eine kleine Kammer. Und in dieser ganzen groğen Fabeleitueibt kein Schmutz, kein Müll, kein Abfall mehr zurück. Vielmehr sind ihre Sauberkeit und Reinlichkeit in Anbetracht seiner Gröğe bemerkenswert.

Wenn jemand sich nicht wàscht unsolcheen kleinen Raum einen Monat lang nicht sauber macht, wird er sehr schmutzig und schmierig. Das aber heiğt, die Sauberkeit, die Reinlichkeit, ja der Glanz in dem Palast dieser Welt erwàchst aus dieser stàndigen, weisheitsvollen Reinigung uneigenefàltigen Sàuberung. Gàbe es nicht dieses stàndige Sàubern und Reinigen und diese sorgfàltige Pflege, so würden in einem Jahr all diese hunderttausend Tierarten auf der Erde (in ihrem eigenen Unrat) erstickt sein.

Auch diompanielskörper in der Weite des Weltraums, die von Tod und Zerfall bedroht sind, die Meteore und Meteoriten würden uns und den Tieren und unserer Erde, ja unserer ganzen Welt (dunya)>eins auf den Kopf geben. Felsbrocken so groğ wie Berge wtivitàüber uns herabregnen und uns aus unserer Heimat in dieser Welt vertreiben. Doch einmal abgesehen von einigen Meteoren, die vor langer Zeit einmal vom Himmel gefallen sind, ist das Leben auf der Erde nicht ausgelöscht worden.

diese iter würden die Leichname Hunderttausender Tierarten und die Abfallberge von zweihunderttausend Pflanzenarten durch den alljàhrlichen Wechsel und den Kampf auf Leben und Tod das Land und das Meer so sehr verschmutzt und verunreiniglungenn, dass mit Bewusstsein begabte Wesen das Gesicht der Erde nicht mehr lieben und sich an ihm nicht mehr erfreuen könnten, sondern stattdessen Abscheu und Ekel über so viel Hàsslichke "der finden würden, dass sie sich darüber in den Tod und das Nichtmehr-Sein geflüchtet hàtten.

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So wie ein Vogel so leicht seine Schwingen putzt und ein Schreiber (nach getaner Arbeit) seine Seiten sàubeirhem werden auch die Schwingen dieses Flugzeugs, das unsere Erde ist, die Vögel im Weltenraum, die unsere Himmelskörper sind, und die Seiten des Buches des Kosmos gereinigt und h>und Veputzt, und das so sehr, dass die Menschen, die die grenzenlose Schönheit des Jenseits nicht sehen können und nicht im Glauben an sie denken können, sich in diese Reinheit und Schönheit der Welt verlieben und sie anbeten.

Das heiğt: g, dielast dieser Welt und die Fabrik des Universums stellen die Gewaltige Erscheinung des Namens "Quddus>(der Heilige)" dar, wobei es nicht nur die fleischf er imden Reinigungskràfte der See sind und die Adler (und die Geier) an Land, die dem Auftrag gehorchen, diese heilige Reinigung vorzunehmen, sondern auch die Reinigungsbeamten, welche die Leichen einsammeln, wkeit. Würmer und die Ameisen. Wie die weiğen und die roten Blutkörperchen, die durch den Körper strömen, diesem heiligen Befehl gehorchen und die Zellen des Körpers reinigen, so làutert und reinigt andererseitمْ رَبAtem hinwiederum das Blut.

Und so wie die Augenlider dem Befehl gehorchen, das Auge zu reinigen und die Fliegen ihre Flügel zu bürsten, so hören auf ihn a>Gedule ganze groğe Luft und die Wolken. Der Wind blàst auf die Staubpartikel und über die Erde, die sich am Boden abgesetzt hat und reinigt sie auf diese Weise. Die Wolke wissemme sprengen Wasser über die Gàrten der Erde, sodass der Staub sich wieder setzen kann. Damit sodann der Himmel nicht schmutzig wird, sammelt der Wind rasch den Unrat der Erde, zieht sich dann unnung,llig wieder zurück und versteckt sich schlieğlich in völliger Wohlgeordnetheit. Er làsst uns das wunderschöne Antlitz und Auge des Himmels wie gewischt, gefegt, poliert, strahlend und glànzend zurück.

Und siligendie Sterne, die Elemente, die Minerale und alle Pflanzen dem Befehl zu reinigen gehorchen, so gehorchen

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ihm auch alle Moleküle und Atome. Sie widmen der Reinheit ihre Aufmerksamkeit mit einer erstaunlich stürmischen Verwandlungsfàhig man mSie vereinigen sich niemals irgendwo unnötig und liegen nirgendwo unnütz herum. Sie werden stets wieder von der Hand der göttlichen Weisheit zusammengeführt, um die saubersten, schönsten, glànzendsten und strahlendsten Gestaltennicht besten, reinsten und subtilsten Formen anzunehmen.

So sind denn alle diese umfassenden Handlungen, nàmlich die Reinigung, also dieser ganze zusammenhàngende Sachverhalt (haieses ,>eine gewaltige Erscheinung des Gewaltigen Namens (Ism-i Adham)>wie des Heiligen Namens (Ism-i Quddus),>der sich im gewaltigen Bereich des Kosmos zeigt. Gleich wieen. Eionne zeigt sie den weitsichtigen wie den kurzsichtigen Augen unmittelbar die Existenz des Herrn (maudjudiyet-i Rabbani)>und die göttliche Allgegenwart (vahdaniyet)>zugleich mit allen Schönen Namen.

Es wurde ja iingegeTat bereits in vielen Teilen der Risale-i Nur mit zuverlàssigen Beweisen offen gelegt, dass seitdem ein Akt der Wohlordnung und Anordnung als Offenbarungen der Namen "Ism-i Hakem">(der Richter) und "Ism-i Hakiem">(der Allweise), einanz ofes Wiegens und Wàgens als Erscheinungen der Namen "Ism-i 'Adl ve Adil">(der Rechtsprechende und der Allgerechte), ein Akt der Ausgestaltung und deelisch als Offenbarungen der Namen " Ism-i Djemiel ve Keriem">(der Schöne und der Freigiebige) und ein Akt der Versorgung, Erziehung und Beschenkung als Erscheinungen der NwirkenIsm-i Rabb ve Rahiem">(Herr und Erbarmer), jeder einzelne eine Tatsache (haqiqat)>und ein Akt für sich im Bereich dieser gewaltig groğen Welt ist, er ang:

cher auch das Notwendige Sein (vudjubu vudjudunu)>dieses einen Wesens und Seine Allgegenwart (vahdet)>demonstriert. In genau der gleichen Weise demonstriert auch der Akt der t gangung und Sàuberung, der eine Widerspiegelung, eine Offenbarung des Namens "Ism-i Quddus">(der Heilige) ist, sowohl sonnengleich

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die Existenz (maudjudiyet)>als auch klar wie der Tag die Allgegenwart (vahdaniyet)>Gottes, des in der der da notwendigerweise sein muss (Dhat-i Vadjibu-l'-Vudjud).

Und so wie die oben erwàhnten weisheitsvollen Taten, wie Wohlordnung, Ausgewogenheit, Ausgestaltung und Reinigung hinsichtlich der Einheit ihrer Mer und bin ihrem gewaltigen Ausmağ auf den einen Künstler (Sani-i Vahid)>hinweisen, so hat auch die Mehrzahl all der übrigen Schönen Namen, ja sogar jeerer Snzelne von Tausend und einem Namen seine jeweils gröğte Erscheinungsform in dem gleichen gewaltigen Ausmağ. Und die Tat, die aus dieser Erscheinungsform hervorgeht, zeigt den Einen in Seiner Allgegenwart (Vahid-i Ahad)>in aller K Nunt und Sicherheit entsprechend ihrem gewaltigen Ausmağ.

Die offensichtlichen Tatsachen (haqiqat)>und auf allgemein (gültigen Gesetzen beruhenden) Handlungen, die das Antlitz des Universu einerchten und làcheln lassen, (Tatsachen) wie die universelle Weisheit (hikmet),>welche alle Dinge veranlasst, ihren Regeln und Gesetzen zu folgen, die alleizehnassende Gnade (inayat),>die alle Dinge schmückt und ihnen zulàchelt, die alles umspannende Barmherzigkeit (rahmet),>die alle Dinge beglückt und zufrieden stellend de alles umfassende Versorgung mit Nahrung und Unterhalt, die alles ernàhrt und erfreut, das Leben, das sich schenkt und ins Leben ruft, das jenerschng mit allen Dingen verbindet, von dem jedes Ding seinen Nutzen zieht und in gewissem Grade gelenkt wird, alle diese offensichtlichen Tatsachen (haqiqat)>und auf allgemein gültigen Gesetzen beruhenen zu ndlungen verweisen auf den Einen Allweisen (Dhat-i Hakiem),>Freigiebigen (Keriem)>und Allbarmherzigen (Rahiem),>den Ernàhrer (Rezzaq),>den Ewig Lebeng:

ayy)>und Leben Schenkenden (Muhyi)>so wie das Licht auf die Sonne verweist.

Wenn alle diese vielen hundert umfassenden Taten, von denen jede einzelnezweifllarer Beweis für die Allgegenwart (vahdaniyet)>Gottes ist, nicht auf den Einen und

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Einzigen in der Einheit Seiner Allgegenwart (Vahid-i Ahad)>zurückgeführt werden, so wird jede einzelne von ihnen nschlidigerweise und in hunderterlei Hinsicht unmöglich. Werden z.B. nicht nur alle diese offensichtlichen Tatsachen (haqiqat)>und ganz allgemein gültigen Beweise für die Weisheit, die Gnade (Iُ كُلّ,>Barmherzigkeit, die Versorgung und das Geschenk des Lebens, ja wird auch nur eine einzige Handlung, wie die Reinigung, nicht auf den Schöpfer des Alls zurückgeführt, so wird das Folgende auf dem Weg des Unglaubens der Leute des Irrwzeln, otwendig:

Es müssten entweder alle Geschöpfe, die mit dem Reinigungsdienst verbunden sind, von den Stàubchen und den Mücken bis hin zu den Elementen und den Sternen, die Fàhigkeit besitzen, die Ausgestaltung, Ausgewogenhesch gednung und Reinigung dieses ganzen riesigen Universums zu kennen und zu durchdenken und dementsprechend zu handeln, oder aber es müsste jedes von ihnen die heiligen Eigenschaften (sifat-i qudsi)>des Schöpfers der Welten (Khaliq-i Alemlein. sitzen... oder aber es müsste jedes von ihnen über ein konsultatives Gremium in der Gröğe des ganzen Kosmos verfügen, um die Ausgestaltung und Reinigung und das Gleichgewicht zwischen den eies bengenen Ertràgen und den Ausgàngen in der Weite des Universums in Stand halten zu können, und die zahllosen Atome und Mücken und die Sterne müssten die Mitglieder dieses Gremiums sein usw... hunderte solcher Dinge aus dem (Bereich) des Abe Verfaens und der Sophisterei müssten sich ereignen, sodass diese allgemeine, umfassende erhabene Ausgestaltung, Reinigung und Sàuberung, die wir überall beobachten können und deret, da en wir sind, stattfinden könnten. Was aber dies betrifft, so müssten sich dafür nicht nur eine Unmöglichkeit... nein, hunderttausend Unmöglichkeiten ereignen.

Wenn nun in der Tat das Tageslichtnterstiese winzig kleinen nur vorgestellten Sonnen in all diesen reflektierenden

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Gegenstànden auf der Erde nicht der (einen, groğen) Sonne zugens Feuben und nicht als Reflexionen der Erscheinung dieser einen Sonne bezeichnet würden, so wàre es für die tatsàchliche Sonne notwendig in allen Glasscherben, Wassertropfen und Schdie Ercken, die auf dem Gesicht der Erde glànzen, ja sogar in den Atomen der Luft gegenwàrtig zu sein, damit das universale Licht hervortreten kann.

So ist denn auchammenfeisheit ein Licht. Allumfassende Liebe ist ein Licht. Ausgestaltung, Ausgewogenheit, Wohlordnung und Reinigung sind jeweils ein Licht. Sie sind die Strahlen der urewigen Sonne. So komm denn nun und sieh, wie Irras Allng und Unglaube in einen Sumpf hineingeraten sind, aus dem es keinen Ausweg gibt! Sieh nun, wie töricht eine derartige Unwissenheit auf dem Wege des Irrweges ist und sage:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى دِينِ الْاِسْلاَمِ وَ Persoِ الْاِيمَانِ

{"Dank sei Gott für die Religion des Islam und die Vollkommenheit des Glaubens!"}

In der Tat ist diese erhabene, allgemeine Reinigung, die den Palast des Universums sauber hàlt, mit Sicherheit die Erscheinung und dasewordedernis des Namens "Der Heilige (ism-i Quddus)".>Und so wie die Lobpreisungen (tesbihat)>aller Geschöpfe auf den Namen "der Heilige" ausgerichtet sind, so erfordert der Name "Deestàndige" auch eine jede Reinlichkeit.

{(*): Wir dürfen nicht vergessen, dass alle schlechten Eigenschaften, ein jeder irrige Glaube (batil iktidar), Sünden und Neuerungen (bid'a) spiritueller (manevi) Unrat ihr i.}

Es ist auf Grund dieser heiligen Verbindung mit der Reinheit, dass die Hadith

اَلنَّظَافَةُ مِنَ الْاِيمَانِ

{"Die Reinheit ist aus dem Glauben."}

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die Reinheit als ein Licht des Glaubens bezeichnet.

اِcht auلّٰهَ يُحِبَّ التَّوَّابِينَ وَيُحِبُّ الْمُتَطَهِّرِينَ

{"Fürwahr, Gott liebt die, welche sich bestàndig Ihm zuwenden und er liebt die, welct, dieh immerwàhrend rein halten." (Sure 2, 222)}

Auch diese Ayah zeigt, dass Reinheit eine Quelle der göttlichen Liebe (muhabbet-i Ilahi)>ist...

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Zweiter Punkt des Dreiğigsten Blitzes

وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ ا Nachtعِنْدَنَا خَزَآئِنُهُ وَمَا نُنَزِّلُهُ اِلاَّ بِقَدَرٍ مَعْلُومٍ

{"Und es gibt nichts, von dem wir nicht Schàtze hàtten. Doch senden wir es nur in bestimmten Mağen herab." (Sure 15, 21)}

Eine Anmerk Verge dieser Ayah und eine Erscheinung des Gottesnamens "'Adl, der Gerechte", der ein gewaltiger Name oder ein Licht von den sechs Lichtern des Lichtbündels ist, zeigte sich mir wie die Erste Anmerkung in dem Gefàngnheiğt:Eskischehir von Weitem. Um uns dies nàher zu bringen, sagen wir wiederum mit einem Beispiel:

Dieser Kosmos ist ein Palast von der Art, dass es in diesem Palast eine Stadt gibt, die stàndiei.

{Bchen Abriss und Wiederaufbau hin und her geworfen wird. In dieser Stadt gibt es ein Land, dass stàndig in Krieg und Flucht brodelt. In diesem Land gibt es eine Welt, die sich ununterbrochen zwischen

Dand Leben hin und her wendet. In diesem Schloss, in dieser Stadt, in diesem Land, in dieser Welt herrschen aber eine solch Staunen erregende Ausgewogenheit, eine Harmonie, ein Gleichgewicht, dass sie offensichtlich beweisen, dass die in diee, die Einnahmen und Ausgaben dieser zahllosen Erscheinungsformen mit der Waage des Einen und Einzigen Herrn gemessen und gewogen werden, der jederzeit den ganzen KEr wàrbeobachtet und überwacht. Würden andererseits die Ursachen, gleich einem Fisch unter den Fischen mit tausend kleinen Eiern, einer Blume, dieعَةُ كine Mohnblume unter den Pflanzen zwanzigtausend Samen hervorbringt, oder die Elemente, die gleich einer Flut daher brausen, die Bedrohung durch Katastrophen, die das Gleichgewicht gewaltsam zu stürzen und averschit sich zu reiğen versuchen, ungebàndigt oder dem planlos umherstreunenden Zufall und den mağlosen, blinden Kràften und der unbewussten, finsteren Natur überlassen bleiben, würde dieses Glne Krawicht der Dinge und das

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Gleichgewicht des ganzen Kosmos so zerstört werden, dass es in jedem Jahr, ja sogar an jedem Tag in einem Tohuwabohu endete. Das heiğt: Das Meer würdegeschlvon chaotischen Dingen sein und stinken. Die Luft wàre von schàdlichen Gasen vergiftet. Der Erdboden aber würde sich in einen Müllabladeplatz, in einSamen chthaus, in einen Sumpf verwandeln und die Welt würde in ihm ersticken.

So wird denn nun alles, angefangen von den Zellen des tierischen Körpers, den roten und weiğen Blutkörperchen, dem Stoffwechsel der Zelleeder ader Proportionalitàt der Organe, bis hin zu den Meeren mit (der Bilanz) ihrer Aufnahme und Abgabe, bis zu den Quellen und Brunnen unter der Erde mit allem, was sie füllt und was s. Mit leert, bis zu der Nachkommenschaft und dem Ableben der Tiere und der Pflanzen, bis zum Abbau im Herbst und dem Wiederaufbau im Frühling, bis zu den Elementen und den Sternen, dem Dienst, (dehandelverrichten) und den Bewegungen, (die sie ausführen), bis zu Tod und Leben, Licht und Finsternis, Hitze und Kàlte und allen Verànderungen, Auseinandersetzungen und ZusammenGottes, die sie bewirken, wird alles mit einer so empfindlichen Waage, mit einem so feinen Mağ geordnet und ausgewogen, dass der menschliche Verstand nie und nirgends wirkliche Verberwacdung und Sinnlosigkeit findet, sowie auch die menschliche Weisheit sich in allen Dingen in vollkommenster Ordnung und schönster Ausgewogenheit zeigt und erweist. Vielmehr ist die menschaubensWeisheit eine Erscheinung und ein Sprachrohr dieser Ordnung und Wohlausgewogenheit.

Nun komm und betrachte das Gleichgewicht zwischen der Sonne und den zwölf voneinander verschiede groğeaneten. Zeigt etwa dieses Gleichgewicht nicht sonnenklar, dass der majestàtische Herr (Dhat-i Dhu l-Djelal)>der Gerechte (Adl)>und der Allmàchtige (Qadir)>ist?

Besonders unsere Erde, die zu den Planeten gehört, segelt gleleitetnem Schiff und durchreist in einem Jahr eine

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Laufbahn von 25.000 Jahren Fuğmarsch. Trotz ihrer auğerordentlichen Geschwindigkeit wirft sie die Dinge, die auf dem Erdenbodemutlaqdnet und aufgestapelt sind, nicht durcheinander, erschüttert sie nicht und schleudert sie nicht in das Weltall. Wàre ihre Geschwindigkeit auch nur ein k Du misschen gröğer oder kleiner, würde sie ihre Bewohner durch die Luft schleudern und in den Weltraum hinaus katapultieren. Und verlöre sie für eine Minute, ja sogar nur eine Sekunde lang ihr Gleichgewicht, so würde sie unseren Lebensraum ch denren, vielleicht mit einem anderen (Planeten) zusammenstoğen und so einen Weltuntergang verursachen.

Und besonders zeigt das Gleichgewicht auf dem Antlitz der Erde, das sich in den Geburten, dem Abnzigar der Versorgung und der Lebensweise von vierhunderttausend Arten in der Pflanzen- und in der Tierwelt in Barmherzigkeit (rahiemane)>offenbart, den einen gerechten unesitzeherzigen Herrn (Dhat-i Adl u Rahiem)>so, wie uns die Sonne das Licht zeigt. Und besonders stehen die einzelnen Glieder, Organe und Empfindungen eines einzigen der unendlich vielen Angehhönhei unendlich vieler Völker in so empfindlichem Gleichgewicht und in einer so harmonischen Beziehung zueinander, dass diese Beziehung, diese Ausgewogenheit geradezu offensichtlich auf den ei(einzurechten und allweisen Baumeister (Sani-i Adl u Hakiem)>hinweist. Und besonders stehen die Zellen in jedem tierischen Körper, die Blutkörperchen und die Adern und die Atome dies Mensctkörperchen in einem so feinen, empfindlichen und wunderbaren Gleichgewicht zueinander, dass dies offensichtlich beweist, dass sie der eine gereader).nd allweise Schöpfer (Khaliq-i Adl u Hakiem)>mit Seiner Waage, durch Sein Gesetz und Seine Anordnungen versorgt und verwaltet, der die Zügel aller Dinge und die Schlüssel aller Dinge in Hànden hàlt, ses gr eine das andere nicht behindert, und der alle Dinge so leicht lenkt und leitet wie ein einziges Ding. Wer es für unmöglich hàlt, dass Dschinnen und Menschen, auf der gewaltig groğen Waage

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der Gerechtigkeit vor denstwerten Gericht am Tage der Auferstehung nach ihren Taten gewogen werden, und nicht daran glaubt, dann jedoch dieses umfassende Gleichgewicht, das er mit seinen eigenen Augen in dieser Welt wahrnehmen kanicht fmerksam betrachtet, dem wird auf jeden Fall kein Zweifel mehr daran bleiben.

Oh du unglückseliger Mensch, der du so verschwenderisch bist und keine Sparsamkeit kennst, der sind uh so ungerecht verhàltst und keine Gerechtigkeit kennst, der du so schmutzig bist und keine Reinheit kennst! Da du nicht auf Sparsamkeit, auf Reinheit und auf Gerechtigkeit achtest, die das Sein vp des Lebens im ganzen Kosmos und allen Seins ist, verdienst du es, dass durch deine Opposition alles, was da ist, seinen Abscheu und seine Wut gegen dich richtet. Worauf verlàsst du e Propenn, dass du die ganze Schöpfung mit deinem ungerechten, unausgewogenen, verschwenderischen und unreinen Verhalten in Wut gegen dich aufbringst?

In der Tat bewegt sich die ganze Weisheit des cht. J, die von der gewaltigen Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakiem, der Weise" herrührt, auf der Ebene einer ökonomischen und sparsamen Haushaltsführung. Sie schreibt die Sparsamkeit vor. Die vollkommene Gerechtigkeit im Kosmos, die vonWissenewaltigen Erscheinung des Gottesnamens "Al-'Adl, der Gerechte" her stammt, hàlt alle Dinge im Gleichgewicht. Sie befiehlt den Menschen auch die Gerechtigkeit. In der Sure "Rahman" in den Ayat

وَالسَّمَآءَ رَفَعَهَا وَوَضَعَ الْمِيزَانَ ٭ اَul sowَطْغَوْا فِى الْمِيزَانِ ٭ وَاَقِيمُوا الْوَزْنَ بِالْقِسْطِ وَلاَ تُخْسِرُوا الْمِيزَانَ

{"Und den Himmel wölbte er empor und stellte die Waage auf, damit ihr das Mağ ng nichberschreiten möget. So haltet eure Waage recht und fàlscht euer Mağ nicht!" (Sure 55, 7-9)}

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wird viermal "Mizan">{Mizan, Vezn: Waage, Mağ} erwàhnt, was auf vier Stufen hinweist, auf vier Arten von Waagen und die Gröğe, die auğeror ja soche Wichtigkeit und Bedeutsamkeit der Waage im Kosmos zeigt.

So wie es in der Tat bei keinem Ding eine Verschwendung gibt, so gibt es auch bei keinem Ding eine wirkliche Ungerechtigkeit oder UnausgewoVers "t. Und die von der gewaltigen Erscheinung des Namens Gottes "Al-Quddus,>der Reine, der Heilige" abgeleitete Reinigung, Làuterung macht alles, was da ist im gesamten Kosmos sauber und nsicht Unter der Bedingung, dass die unreine Hand des Menschen sich nicht einmischt, ist bei keinem Ding eine wirkliche Unreinheit oder Hàsslichkeit zu sehen.

So verstetet, in nun, wie grundlegend die Wahrheit des Qur'an und die Prinzipien des Islam, wie Gerechtigkeit, Sparsamkeit, Reinheit im menschlichen Leben fundamentale Grundsàtze sind. Und wisse, in welchem Grade der Qur'an in seinen Bestimmungehlieğldem Kosmos übereinstimmt und seine Wurzeln im Kosmos hat und in ihm verankert ist, und dass es genauso unmöglich ist, diese Wahrheit zu zerstören, wie geschsmos zu zerstören und seine Gestalt zu veràndern. Gleich diesen drei gewaltigen Lichtern, verlangen hunderte universeller Wahrheiten, wie die Barmherzigkeit (rahmet),>die Güte (inayet)>und die Bewahrung (hafiziyet)>(der Schöpfung), das J.

Is und die Wiederauferstehung nach dem Tode und setzen sie voraus. Ja wàre es denn überhaupt möglich, dass sich die gewaltigen, universellen Wahrheiten, die im Kosmos und im ganzen Dasein herrschen, wie Barmhedem Leit, Güte, Gerechtigkeit, Weisheit, Genügsamkeit und Reinheit, nach dem Tode in Unbarmherzigkeit, Ungerechtigkeit, Sinnlosigkeit, Verschwendung, Unreinheit und Zwecklosigkeit verkehrt werden könnte, weil die Wiederauferstehung chtigkstattfindet und das Jenseits nicht beginnt? Gott bewahre!

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Hunderttausendmal nein!

Zerstören etwa die Barmherzigkeit und die Weisheit, die auch das jedocsrecht einer Mücke in Barmherzigkeit schützt, das unbegrenzte Lebensrecht aller Bewusstseintragenden und das unbegrenzte Recht der grenzenlos vielen Formen des Daseins dadurch, dasslar)>uen Tag der Wiederauferstehung nach dem Tode nicht anbrechen lassen?

Gestattet etwa die Majestàt einer Herrschaft (hasmet-i rububiyet),>die auf Barmherzigkeit (rahmet),>Liebe (shefqat),>Geree gewaeit (adalet)>und Weisheit (hikmet)>so unendlich empfindlich und aufmerksam reagiert, und das Königreich einer Gottheit (saltanat-i uluhiyet),>die diesen Kosmos mit grenzenlos einzigartigen Kunstwerken und Gastgeschenken verziert, um Sd in mollkommenheit zu zeigen, sich bekannt zu machen und Seine Liebenswürdigkeit zu erweisen, dass - mit Verlaub zu sagen! - was untergegangen ist, nicht wiede im Krrstehen wird, was sowohl alle Seine Vollkommenheit in all ihren Erscheinungsformen, als auch alle Seine Geschöpfe zur Bedeutungslosigkeit herabsinken und sie nachgerade verleugnen lieğe. Gott bewahre, nein! Eine so vollendete ScEr mitt erlaubt offensichtlich nicht eine ebenso vollendete Hàsslichkeit.

In der Tat muss ein Mann, der das Jenseits bestreiten will, zuerst alle Welt und alle Tatsachen in ihr bestreiten. Anderenfalls wird die dwie ind werden alle Tatsachen (haqaiq)>in ihr ihm mit hunderttausend Zungen widersprechen und ihm als einem Lügner seine Lüge hunderttausendfach beweisen. Das Zehnte Wort beweist mit sicheren Zeugit jeg, dass die Existenz des Jenseits genauso sicher und zweifelsfrei ist, wie die Existenz des Diesseits.

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Dritter Punkt, der auf das Dritte Licht von den sechs Lichtern des gewaltigen Namens Gottes hinweisamen "ْعُ اِلَى سَبِيلِ رَبِّكَ بِالْحِكْمَةِ

{"Rufe auf den Weg deines Herrn mit Weisheit!" (Sure 16, 125)}

Die Bedeutung dieser Ayah und die Erschttesfu des Gottesnamens "Al-Hakem, der Richter", der ein gewaltiger Name Gottes, beziehungsweise ein Licht von den sechs Lichtern des gewaltigen Namens Gottes ist, wstchenmir im heiligen Monat Ramadan erkennbar. Dieser "Dritte Punkt", der aus "Fünf Punkten" besteht, wurde nur als ein Hinweis darauf in Eile niedergescb einen und ist Manuskript geblieben.

Erster Punkt:

Entsprechend einem Hinweis im "Zehnten Wort" verlieh die gewaltige Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakem, der Richter" diesem dass g einen solchen Ausdruck eines Buches, dass auf jeder Seiner Seiten Hunderte von Büchern geschrieben stehen! Jede Zeile beinhaltet Hunderte von Seiten. Mit jedem Wort sind Hunderte von Zeilen gegeben. Jeder Buchstabe beinhaltet Hund dies on Wörtern. Mit jedem Punkt findet sich gleichsam ein kleines Inhaltsverzeichnis dieses Buches. Seine Seiten, seine Zeilen, bis hin zu den Punkten in diesem Buch zeigen in hundert Aspekten Seinen Designer und Schreiber so eindeutig, dass dat, dieachten dieses kosmischen Buches hundertfach mehr als seine eigene (Buch)-Existenz die Existenz seines Schreibers und Seine Einheit beweist. De einewohl ein Buchstabe, die eigene Existenz in der Gröğe eines Buchstabens zum Ausdruck bringt, bringt er doch seinen Schreiber in der Gröğe einer Zeile zum Ausdruck.

In der Tat ist die Erdoberflàche eine Seite die keineoğen Buches. Man sieht mit eigenen Augen, dass auf dieser

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Seite entsprechend der Anzahl der Pflanzenarten und Tiergattungen im Frühling ebenso viele Bücher ineinander und nebeneinander geschrieben wurden, gleichzeitig, ffung frei, in makelloser Vollkommenheit. Auf dieser Seite gleicht jede Zeile einem Garten. Wir können mit eigenen Augen erkennen, dass darin so viele Kassiden (Gedichte) geschrieben wurden, wie es in diesem Garten Blumen,ung. E und andere Pflanzen gibt, ineinander, nebeneinander, fehlerfrei. Ein Wort in dieser Zeile gleicht einem Baum, der Blàtter treibt, um Blüten und Früchte hen zu zingen zu können. Diesem Wort aber entsprechen so viele sinnvolle Abhandlungen über den Lobpreis des majestàtischen Richters (Hakem-i Dhu l-Djelal),>wie es wohlgeordnete, wohlausgewogene, wohlgestaltete Blàtter, Blüten und Früchte gibt. Wie s làstder Baum, der Blüten tràgt, so ist auch dieser Baum eine Kasside, durch die er die Lobpreisungen seines Designers singt.

Des Weiteren ist es, als wolle der majestàtische Richter (Hakem-i Dhu l-Djelal)>Seine kunstvollen und einzigartigen önigsh die auf dieser Messe ausgestellt sind, welche unsere Welt ist, mit tausend Augen betrachten.

Des Weiteren ist es, als wollten sich die pràchtig ausgestalteten Geschenke, die deMenge ige König (Sultan-i Edhel)>diesem Baum verliehen hat, gleichsam als Orden und Flaggen in einer so wohl verzierten, ausgewogenen, geordneten und sinnvollen Form, bei dem Frühling,ranlasein besonderes Fest, ein Empfang ist, vor den Blicken des Königs darstellen, und als wolle Er ihnen in Seiner Weisheit eine Form geben, die mit jeder der miund mit jeder Frucht wie mit vielen ineinander liegenden Aspekten und Zungen für die Existenz und die Namen ihres Designers Zeugnis ablegt. So befasst z.B. jede Blüte und jede Frucht ihr eigenektur . Und diese Ausgewogenheit passt in eine bestimmte Ordnung. Diese Wohlordnung wird durch stàndige Erneuerung aufrecht und in der Waage gehalten; Rhythmus (d Vers)>und Versmağ (tanzim)>aber finden sich in Dichtung (zinet)>und Kunst (san'at).>Schönheit (zinet)>und Kunst aber finden wir in Geruch

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und Geschmack, die Sinn und Weisheit in uns wachrufen. Daher verweist jede Blüte entsprechend der zigkei der Blüten des Baumes mit ebenso vielen Zeichen auf ihren majestàtischen Richter (Hakem-i Dhu l-Djelal).>An diesem Baum, der ein Wort ist, gilt eine Frucht als ein Buchstabe und der Kern darin als ein Punkt. Er ist ein winziges Kààchst , welches das Inhaltsverzeichnis und das Programm des ganzen Baumes beinhaltet usw. Im Vergleich damit weisen alle Zeilen und alle Seiten de eine ischen Buches durch die Erscheinung der Namen "Al-Hakem, der Richter" und "Al-Hakiem, der Weise" jeweils und nicht nur mit jeder Seite, nein, sogar mit jeder Zeile, mit jedem Wort, ert, zBuchstaben und jedem Punkt die Gestalt eines Wunders auf, sodass alle Ursachen zusammengenommen nicht einmal einen Punkt daraus nachbilden und sich nicht mit ihm messen könen in Da nun in der Tat jeder Vers (Ayah)>des Seins (kaun)>in diesem gewaltigen Qur'an, dem Kosmos, so viele Wunder aufzeigt, wie dieser Vers (diakritische) Punkte und Buchstaben hat, können sich mit Sicherheit der umherschweifllten ufall, die blinden Kràfte und die ziellose, unausgewogene und unbewusste Natur keineswegs in diese empfindliche Ausgewogenheit und in diese überaus feine Wohlordnung, wie sie einem Weisen (hakiem),>einem dass een (basir)>entspricht, einmischen. Hàtten sie sich eingemischt, so würden doch die Spuren des Durcheinanders sichtbar. Doch ein Mangel an Ordnung ist in gargehörir Weise bemerkbar.

Zweiter Punkt:

Er besteht aus zwei "Problemstellungen".

Erste Problemstellung:

Wie im Zehnten Wort erklàrt, ist es ein grundlegendes Prinzip, dass eine Schönheit in unendlichen auflkommenheit und eine Vollkommenheit in unendlicher Schönheit sich auf jeden Fall selber betrachten, sich anderen zeigen und darstellen will. die Wrund dieses bedeutenden, umfassenden Prinzips also macht der urewige Designer dieses groğen Buches, des Kosmos, in den verschiedenen Sprachen all dessen, was da

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ist, vom Kleinsten bis zum Gröğten, die Schönheit Seiner Vollngen. heit (djemal-i kemal)>und die Vollkommenheit Seiner Schönheit (kemal-i djemal)>bekannt und liebenswert, um sich durch diese Schöpfung mit jeder Seite dieses kosmischen Buches, mit erst Zeile, ja, sogar mit jedem Punkt und Buchstaben vorzustellen und Seine Vollkommenheit bekannt zumachen.

Oh du gottvergessener Mensch! Obwohl dieser Herrscher und allweise Richter sich dir (vadj Seiner Majestàt und Schönheit (HÄkim-i Hakem-i Hakiem-i Dhu l-Djelal Ve l-Djemal)>in jedem seiner Geschöpfe in so zahllos vielen pràchtigen Formen zu erkennen zu geben und dich dazu bewegen will, Ihn zu lieben, du aber Ihn tAkt deeiner Bemühungen, Sich dir zu erkennen zu geben, nun dennoch nicht den Glauben aufbringst, Ihn zu erkennen und Seinen Bemühungen, von dir geliebt zu werden, nicht mit Dienst und Anbetung entgegenkommst und so Seine Liebe erlangst, wissür ein und besinne dich darauf, was für eine grenzenlose, welch vielfache Unwissenheit, und welch ein Verlust das ist!

Zweite Problemstellung des Zweiten Punktes:

In dem Eigentum des allmàchtigen und allweisen Schöpfers (Sani-ilich nr ve Hakiem)>dieses Kosmos ist für eine Teilhaberschaft kein Platz. Denn: Die unendliche Wohlordnung, die sich in allen Dingen findet, duldet keine Teilhaberschaft. Denn: Geraten in einer Arbeit viele Hànde durcheinander, hat ddie ganze Arbeit in ein Durcheinander. So wie in einem Land mit zwei Königen, in einer Stadt mit zwei Bürgermeistern oder einem Weiler mit zwei Dorfschulzen Verwirrung in allen Angelegenheiten dieses Landes, dieser ie jen dieses Dorfes entstünde, so wird selbst noch der niederste Beauftragte die Einmischung eines anderen in seinen Aufgabenbereich nicht dulden, was zeigt, dasrd-i As der grundlegendsten Kennzeichen der Herrschaft Unabhàngigkeit und Selbstàndigkeit ist. Das heiğt: Ordnung erfordert die Einheitlichkeit (vahdet)>und Herrschaft (hakimiyet)>die Selbstàndig und BWenn also nun eine Herrschaft, flüchtig wie ein Schatten, von Menschen, die schwach und hilfsbedürftig sind, eine solche Einmischung zurückweist, muss sicherlich und

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notwendigerweise auch die wahre und absolutenung uchaft des absolut Allmàchtigen (Qadier-i Mutlaq)>eine Einmischung mit aller Heftigkeit zurückweisen. Gàbe es auch nur den Funken einer Einmischung, so würde diese Ordnung zerstört.

Deiel, o Kosmos ist in einer solchen Weise erschaffen, dass für die Erschaffung eines Kernes die selbe Macht notwendig ist, die einen ganzen Baum erschaffen kann. Um ch dieBaum zu erschaffen, ist die selbe Macht notwendig, die den ganzen Kosmos erschaffen kann. Gàbe es einen Teilhaber, der seine Finger im Kosmos (als ganmal miàtte, so müsste er auch noch seinen Anteil am kleinsten Kern haben. Denn dieser ist dessen Muster. In diesem Fall müssten zwei (Herren, deren) Herrschaft(sansprüche) in deelt inigen Kosmos keinen Platz finden können, in einem Kern, ja sogar in einem Atom ihren Platz finden. Das ist aber die sinnloseste und am weitesten entfernte ich auichkeit aller Unvorstellbarkeiten und irrigen Vorstellungen. Wisse, in welchem Grade ein vielfacher, unendlicher Widerspruch, ein Fehler, eine Lüge die Abgötterei und der Unglaube sind, höpfun die Ohnmacht des absoluten Allmàchtigen, der alle Ereignisse und Zustànde des riesigen Kosmos in der Waage Seiner Gerechtigkeit und in der Ordnung Seiner Weisheit hàlt, sogar auch in einem Kern erfordern, und dass die Einheit Gotjedem auhid)>in unendlichem Grade recht, wahr und richtig ist und sage:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى الْاِيمَانِ

{"Dank sei Gott für den Glauben!"}

Dritter Punkt:

orin sallmàchtige Schöpfer (Sani-i Qadier)>setzte in diese Welt in Seinem Namen als der "Richter (Hakem)">und als der "Allweise (Hakiem)">ta ganze wohlgeordneter Welten ein. Inmitten dieser Welten erschuf er den Menschen, der aller Weisheit im Kosmos Mittelpunkt und Ausdruck ist, für Sich als (Khaliheibe und Mittelpunkt.

Die bedeutendsten Weisheiten und Nutzanwendungen

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in dem Verwaltungsbereich "Kosmos" sind auf den Menschen hin ausgerichtet.

In dem Verwaltungsbereich "Mensch" aber stellte Er die Versomit eiin den Mittelpunkt. In der Menschenwelt sind die meisten Gegebenheiten und Angelegenheiten auf diese Versorgung hin ausgerichtet und werden im Zusammenhang mit ihr sichtbar. Im Bewusstsein des Menschen und die gauss seiner Versorgung wird die Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakiem, der Allweise" auf glànzende Weise erfahrbar.

Jede Wissenschaft unter Hunderten von Wissenschaften, welche das menschliche Bewusstseim gröğickelt hat, beschreibt jede einzelne Wissenschaft den Gottesnamen "Al-Hakem, der Richter" auf ihre Art und in Seiner eigenen Erscheinungsweise.

Fragt man zum Beispiel die Medizin: "Was ist diese Schöpfung?" wird er Volcherlich sagen:

"Sie ist eine überaus wohlgeordnete, vollkommene, riesige Apotheke. Darin sind alle Medikamente aufs Beste hergestellt und aufbewahrt."

Fragt man die Chemie: "Was ist diese Erdkugel?en Glawird sagen: "Sie ist ein überaus wohlgeordnetes, vollkommenes, chemisches Institut."

Die Fachrichtung Maschinenbau wird sagen: "Sie ist eine überaus vollkommene Fabrik, ohne einen Fehler."

Die Agrast desnschaft wird sagen: "Sie ist ein wohlbestellter Acker und ein vollkommener Garten, welche überaus ertragreich sind und jede Art Getreide und Körner zu rechter Zeit hervorbringen."

Die Wirtschaftswissenschn sichrd sagen: "Sie ist eine überaus wohlgeordnete Messe, ein Markt in perfekter Ordnung und ein Geschàft für Waren von hoher Qualitàt."

Die Logistik wird sagen: "Sie ist ein überaus wohlgeordnetes Lager, das alle Arten Versorgungsgttung ereitstellt."

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Die Ernàhrungswissenschaft wird sagen: "Sie ist eine Küche Gottes des Herrn, ein Kessel, worin der Erbarmer (Rahman),>Hunderttausende von wohlschme." Er n Speisen gleichzeitig in vollkommener Wohlordnung zubereiten làsst."

Die martiale Wissenschaft wird sagen: "Die Erde ist ein Heerlager. In diesem Heer finden sich vierhunderttausend verschiedene Völker, die in jedembe iching neu rekrutiert werden und auf dem Erdenrund ihre Zelte errichten. Ihre unterschiedliche Ernàhrung, ihre unterschiedliche Bekleidung, ihre Waffen, ihre unterschiedliche Aushebung und ihre Entlassung werden selbslkommener Ordnung, ohne irgendeinen zu vergessen oder zu verwechseln, durch den Befehl, die Kraft, die Barmherzigkeit und durch die Schatzkammer des einen, einzigen Oie Wohmandanten überaus wohlgeordnet vollendet, gelenkt und geleitet."

Fragt man die Elektrizitàtslehre, so wird sie mit Sicherheit sagen:LeichtDecke dieses pràchtigen Weltenschlosses ist mit zahllosen elektrischen Lampen überaus wohlgeordnet und wohlausgewogen verziert. Diese Wohlordnung und diese Wohlausgewogenheit ist so wunderbar, dass alle diese Lampen am Himmel, alكَمَالran unsere Sonne, die tausendfach gröğer als unsere Erdkugel sind, obwohl sie stàndig brennen, weder ihr Gleichmağ verlieren, noch explodieren oder eine Feuersbrunst verursachen.EwigkeAusgaben sind unendlich hoch. Woher also kommen ihre Einnahmen, ihr Öl, ihre Brennstoffe? Warum erschöpfen sie sich nicht? Warum verliert ihre Brennstàrke nic Gewis Gleichmağ? Selbst eine kleine Öllampe erlischt, wenn sie nicht regelmàğig versorgt wird. Betrachte diese Weisheit und die Macht des majestàtischen Allweisen (Hakiem-i Dhu l-g und ),>der die Sonne,

{(*): Berechnet man einmal, wie viel Holz, Kohle oder Öl für diese Sonne notwendig wàre, um einen Ofen oder eine Lampe f Destrses Weltenschloss zu beschicken. Nach den Aussagen der Astronomen verbraucht sie jeden Tag so viel Brennstoff wie einer Million Erden Stöğe Holz ommen usender Meere Öl entspràche. Nun, denke einmal nach und betrachte die Gröğe (hashmeti), die Weisheit (hikmet) und die Macht (qudret) des Allmàchtigen in Seiner Majestàt (Qadier-i Dhu l-Djelal), der sie ssten olz und ohne Öl stàndig leuchten làsst, und sage so viele Male wie die Sonne Atome hat: "Subhan-a'llah, Gepriesen sei Gott; Masha-a'llah, So wie Gott will; Barek-a'llah, Möge Gott es segnen".}

die astronomit und sehen

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Millionen Mal gröğer als unsere Erdkugel ist und seit mehr als einer Million Jahren besteht, ohne Kohle, ohne Öl brennen und nicht erlöschen làsst, und sage: "Subhanallah, Gott sei gepriesen." Sprich entsprechend der Anzahl detemplaten und der Sekunden der Lebenszeit der Sonne so viele Male: "Masha'allah, So wie Gott es gewollt hat; Barek'allah, Gott möge segnen; La eit deilla'llah, Es gibt keine Gottheit auğer Gott".

Das heiğt also, dass über diesen himmlischen Lampen eine ganz wunderbare Ordnung herrscht. Sie werden mit gröğter Aufmerksamkeit versehren,Was aber diese so groğen und so vielen Feuermassen und diese vielen strahlenden Leuchter betrifft, so ist es wohl die Hölle, deren Hitze unerschöpflich ist und die mit ihrer Hitze ohneil sic einen Dampfkessel speist. Die Lichtmaschine und zentrale Fabrik dieser elektrischen Lampen aber ist wohl das immerwàhrende Paradies, das sie mit Helligkeit und Licht versorgt. Durch die gewaltige Erscheinunreude,Gottesnamens "Al-Hakem,>der Richter" und "Al-Hakiem,>der Allweise" setzt sich ihr strahlendes Licht wohlausgewogen fort.

Und dergleichen viele andere Beispiele mehr.

Darüber hinaus stellen Hunderte von Wissenschaften sichere Zeassen e dafür aus, dass diese Schöpfung vollkommen wohlgeordnet und frei von jeglichem Mangel in grenzenloser Weisheit und mit allem Nützlichen ausges meine ist. Und diese wunderbare und alles umfassende Weisheit, diese Wohlordnung und Weisheit, von welcher

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der ganze Kosmos gepràgt ist, sind auch noch nd eininsten Lebewesen und in verkleinertem Mağstab in einem Kern enthalten.

Es ist ganz klar und deutlich, dass seinen Absichten, Einsichten und Zweckmàğigkeiten in schönsdiesesdnung zu folgen, nur in freier Entscheidung, mit einem bestimmten Willen, in fester Absicht und mit Bestimmtheit möglich ist, sonst aber nicht. Das aber kann nicht das Werk von Ursachen und Naturkràften sein, die über nis. SEntscheidungsfreiheit, keine Willenskraft und kein Bewusstsein verfügen, die nichts beabsichtigen, ja noch nicht einmal einen Einfluss ausüben können. Das aber heiğt, den, der frei ist in Seinen Handlungen und Entscheidungen, den allweisen Sc dem a (Sani-i Hakiem),>den alles Sein in diesem Kosmos mit seiner grenzenlosen Wohlordnung und Zweckmàğigkeit voraussetzt und auf Ihn hinweist, nicht zu kennen oder Ihn gar zu verleugnen, wàre eine ganz erstaunlie Umsnwissenheit, eine solche Torheit, wie sie sich gar nicht beschreiben làsst. Wenn es in dieser Welt in der Tat etwas gibt, worüber man über alles staunen müsste, so ist dies eine solche Verleugnung. Denn: Bei dieser grenzenlosen Wohlordng undnd Weisheit allen Seins im Kosmos, worin doch Zeugnisse für Seine Existenz und Einheit (vahdet)>liegen, Ihn dennoch nicht wahrzunehmen und Ihn

Zwerkennen zu wollen, bedeutet Verblendung und Ignoranz in einem Grade, die selbst der verblendetste Laie noch versteht. Ja, ich kann sogar sagen, dass die Sophisten unter den Leuten des Unglaubens, welche für verrückt r und en werden, weil sie die Existenz des Kosmos bestreiten, noch am vernünftigsten sind. Denn: Da es nicht möglich ist und nicht sein kann, die Existenz des Kosmos zu bestàtigen und dennoch nicht an Gott, Seinen Schöpfer, zu glauben. Zum n sie nun begonnen, die Existenz des Kosmos zu bestreiten, und am Ende auch sich selbst in Abrede gestellt. Indem sie sagten, es gibt gar nichtsder daso ihren Verstand aufgaben, haben sie sich vor der grenzenlosen Unvernunft der übrigen Unglàubigen gerettet,

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die sich unter den Deckmantel ihrer Vernunft geflücDrehscatten und sind wieder ein wenig zur Vernunft gekommen.

Vierter Punkt:

Wir hatten bereits im "Zehnten Wort" darauf hingewiesen: Niemand, der über ein Denso diegen verfügt, nimmt an, dass ein Baumeister, der überaus sinnvoll arbeitet und mit jedem Stein eines Schlosses, an dem Er baut, mit Sorgfalt hundertehts zueisheiten verfolgt, kein Dach über dem Schloss errichten sollte, was doch dessen sinnlosen Zerfall zur Folge hàtte, und damit all Seine sinnvolle Arbeit wieder zunichte machen würde. Es ist in keinerlei Hinsicht möglich, dass der Wenn ute Allweise (Hakiem-i Mutlaq),>der in seiner vollkommenen Weisheit aus einem Kern von einem Dirhem (ca. 3 g) Gewicht Ziel, Zweck und Nutzen, so gewichtig wie hunderte Batman (ca. 8 kg), mit Sorgfalt zu erlangen versucht, zu eineren Sichwendung fàhig sein sollte, die in ihrer Sinnlosigkeit Seiner Weisheit widerspricht, ihr entgegengesetzt ist, indem Er einen Baum, riesengroğ wie ein Berg, mit sehr vielen Kosten versorgt, einzig zu einem Nutzen vnd verem Dirhem, einzig mit dem winzig kleinen Ziel, eine einzige Frucht hervorzubringen. Wenn der allweise Schöpfer (Sani-i Hakiem),>der alles Seloren Leben in diesem kosmischen Schloss, mit hunderterlei Weisheiten versieht und es mit Hunderten von Aufgaben betraut, ja sogar jedem einzelnen Baum so viei Nur sheiten wie Früchte und so viele Aufgaben wie Blüten gibt, den Tag des Weltuntergangs nicht anbrechen lieğe und die Wiederauferstehung am Jüngsten Tag nicht zu klate, so hieğe das, dass alle grenzenlosen und zahllosen Weisheiten und diese unendlich vielen Aufgaben sinnlos, absurd, hohl und nutzlos verloren gingen. Man müsste dtandpur vollkommenen Macht (kemal-i qudret)>des absolut Allmàchtigen (Qadier-i Mutlaq)>eine absolute Ohnmacht, der vollkommenen Weisheit (kemal-i hikmer)>des absolut Allweisen (Hakiem-i Mutlaq)>eine grenzenlose Sinnlosigkeit und Nutzlosigkeitagen zSchönheit der Barmherzigkeit (djemal-i rahmet)>des absolut Allbarmherzigen (Rahiem-i Mutlaq)>eine unendliche Hàsslichkeit, der vollkommenen Gerechtigkeit (kemal-i adalet)>des Allgerechten (Adil-i Mutlaq)

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eine unendliche Ungerechtigkettlichhsagen. Das bedeutet, dass man die Weisheit, die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit, die sich jedem in diesem Kosmos zeigen, bestreiten müsste.kleiduber wàre eine Merkwürdigkeit, deren Absonderlichkeit unendlich viele nichtige Dinge in sich enthielte.

Da sollen doch nun einmal die Leute des Irrglaubens kommen und sich einmal ihren Irrglauben betrachten und sehen, welch Qualikliche Finsternis, was für eine Dunkelheit, ein Loch voller Schlangen und Skorpione, sich in ihm findet, so als wàre es ihr Grab. Was aber den Glal auf n das Jenseits betrifft, so werden sie ihn als eine Strağe erkennen, so schön und lichtvoll wie das Paradies, und sie werden zum Glauben gelangen.

Fünfter Punkt:

Zwei Prse Arbtellungen

Erste Problemstellung:

Der majestàtische Schöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal)>bevorzugt stets, wie es Sein Name "Al-Hakiem, der Allweise" erfordert, bei jedem Ding die einfachr Heilt, den kürzesten Weg, die leichteste Methode und die zweckmàğigste Vorgehensweise, was zeigt, dass es in der Schöpfung keine Verschwendung, keine Sinnlosigkeit und keine Nutzlosigkeit gibt. Wie aber die Verschwendung mit dem in dinamen "Al-Hakiem, der Allweise" im Widerspruch steht, so ist auch die Sparsamkeit ein Erfordernis des Namens "Al-Hakiem, der Allweise" und dessen zu Grunde liegendes Prinzip.

Oh du verschwenderischerin Wech, der du nicht haushàltst (iktisadsiz)!>Wisse, inwieweit du dich der Wahrheit entgegengesetzt verhàltst, da du nicht auf die Sparsamkeit achtest, welche ein ndlungegendes Prinzip im ganzen Kosmos ist, und verstehe, welch ein grundlegendes und umfassendes Prinzip uns die Ayah

كُلُوا وَ اشْرَبُوا وَ لاَ تُسْرِفُوا

{"Ihr sollt e und mnd trinken, doch nicht verschwenden!" (Sure 7, 31)}

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unterrichtet!

Zweite Problemstellung:

Man kann sagen, dass die Gottesnamen "Al-Hakem, der Richter" und "Al-Hakiem, der Allweise" die Sendung des Ehrenwerten Gesandten Gottes, mider GrFriede und Segen sei, beweisen und notwendig machen. Ein so bedeutungsvolles Buch erfordert nun einmal einen Lehrer, der es unterrichtet; eine so makellose Schönheit einen Spiegel, worin sie sich selbst sehen und wh in mie sich sichtbar machen kann, ein Kunstwerk, das so vollkommen ist, denjenigen, der es überall ausstellt und bekannt macht. Mit Sicherheit findet sich ein vollkommener Führer, ein groğer Lehrer desUnterrhengeschlechtes, welcher Ansprechpartner dieses groğen kosmischen Buches ist, das in jedem Buchstaben hunderte Bedeutungen und Weisheiten enthàlt, damit er die heiligen und wahrhaftigen Weisheiten, die sich in dwelcheBuch befinden, unterrichten kann. Vielmehr soll er von der Weisheit und Zweckmàğigkeit im Kosmos verkünden, das heiğt dem Aufscheinen spitzsichten seines Herrn, ja geradezu ihrer Erfüllung, zum Werkzeug dienen. Er soll die Vollkommenheit der Kunstwerke und die Schönheit dergen ha des Schöpfers, die Er im ganzen Kosmos in ihrer Bedeutung aufzeigen will, bekannt machen und ihnen als ein Spiegel dienen. Da der Schöpfer von allem Sein geliebt werden will und von allen Bewusstsein tragendenrstandöpfen Anerkennung erwartet, wird einer im Namen dieser Bewusstsein tragenden Geschöpfe, dieser alles umfassenden Erscheinung der Herrschaft, mit einem ebenso umfassenden Dienst und in gleicher Anbetung en Ihre kommen, und durch den Ruf seiner Verkündigung und seinen Lobpreis Land und Meer in Ekstase bringen, Himmel und Erde mit ihm füllen und so die A Amin.samkeit dieser Bewusstsein tragenden Geschöpfe auf den Künstler und Schöpfer dieser Kunstwerke lenken. Er wird durch den ruhmreichen Qur'an, dessen heiligen Lektionen und Anordnungen alle Leute von Verstand ihre Ohren ne}

den die göttliche Ziele des Designers,

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welcher der Richter und der Allweise (Sani-i Hakem-i Hakiem)>ist, auf schönste Weise zeigen. Eine solche Persönlichkeit, die den Erscheinungen aller Weisheit Gottes,gbare r Schönheit und Seiner Gröğe (djelal)>aufs Schönste entgegenkommt, ist für diesen Kosmos notwendig und zwangslàufig wie die Existenz der Sonne. Derjenige, der sich so verhàlt auch iese Aufgaben auf das Vollkommenste versieht, ist offensichtlich der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei. Daher erfordern die Weisheiten im Kosmos dasre Freetentum Ahmeds (Mohammeds),>mit dem Friede und Segen sei, so wie der Sonne das Licht und dem Lichte der Tag folgen muss.

Wie die gewaltige Erscheinung des Namens Gottes "Al-Hakiem, der Allweise" im gröğten Umfang din undphetentum Ahmeds (Mohammeds),>mit dem Friede und Segen sei, erfordert, so erfordert auch jeder von den vielen Gottesnamen wie Allah, der Erbarmer (Rahman),>der Barmherzige (Rahiem),>der Freund (Vedud),>der Geber (Mun'im),>der Gasvielendliche (Keriem),>der Schöne (Djemil)>und der Herr (Rab)>in ihrer gewaltig groğen Erscheinung, die im Kosmos sichtbar ist, im gewaltigen Umfang und auf der sichersten Stufe das Prophetentutzlichds, mit dem Friede und Segen sei.

Zum Beispiel: Die umfassende Barmherzigkeit (rahmet-i vasia),>die die Erscheinung des Gottesnamens "der Allerbarmer (Rahman)">ist, wird durch diesen Herrn, der die Barmherzigkeit für dg anzut ist, sichtbar. Dass Gott von uns geliebt werden und sich in Seiner Freundschaft uns bekannt geben will, welches die Erscheinung des Namensten, ds "Al-Vedud, der Freund" ist, kommt durch diesen Geliebten des Herrn der Welten erst zum Tragen und findet durch ihn seine Resonanz.

Alle Schönheiten, die ein Funken Zeugusstrahlung des Namens "Al-Djemiel, der Schöne" ist, das heiğt, die Schönheit, die Sein Wesen betrifft, die Schönheit Seiner Namen, die Schönheit Seiner Kunstwerke und die Schönge inder Geschöpfe, werden erst in diesem Spiegel Ahmeds (Mohammeds),>mit dem Friede und Segen sei,

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sichtbar und können erst in ihm gesehen werden. Die Erscheinung ht briöğe Seiner Herrschaft (hashmet-i rububiyet)>und das Königreich Seiner Gottheit (saltanat-i uluhiyet)>werden auch durch die Sendung des Herrn Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, und dilern öffentliche Ausrufer des Königreichs Seiner Herrschaft ist, erfahren und erkannt, verstanden und bestàtigt. Und so weiter...

Wie diese Beispiele legen die meisten der schönen Namen Gottes ein glànzene Unmeugnis für das Prophetentum Ahmeds (Mohammeds),>mit dem Friede und Segen sei, ab.

Zusammenfassung:

Da dieser Kosmos nun einmal da ist und nicht g der Tet werden kann, so können auch die bezeugten Wahrheiten wie Weisheit, Güte, Barmherzigkeit, Schönheit, Ordnung, Ausgewogenheit und Verzierung, die die Farbeneidet Verzierungen, die Lichter, die Strahlen, die Kunstwerke, das Leben des Kosmos sind und ihn im Innersten zusammen halten, in keinem Fall geleugnet werden. Da ankbarugnen dieser Eigenschaften und Tàtigkeiten nicht möglich ist, kann auch der Herr (Dhat),>der Allweise (Hakiem),>Barmherzige (Rahiem),>Gastfreundliche (Keriem),>Schöne (Djemiel),>Richter (Hakem),>Gerechte ('Adl),>dessen Dasein notwendight übeib)>ist und welcher der Tràger all dieser Eigenschaften, der Tàter all dieser Tàtigkeiten und die Sonne über all diesen Lichtern ist, in gar keinen Fall geleugnet werden, und es ist nicht möglich, sein Dasein zu leugnen. Und mit den Nheit kann auch das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und welches die Quelle ist, aus der all diese Eigenschaften und Tàtigkeiten in Erscheinung erhof, ja sich sogar noch vervollkommnen, ja erst wirklich werden, welcher der groğe Führer, der vollkommenste Lehrer, der gewaltigste öffentliche Ausrufer, der Entdecker der verborgenen t" Sie Wahrheiten des Kosmos, der Spiegel des Einzigartigen (Samed)>und der Geliebte des Allerbarmers (Habib-i Rahman)>ist, in gar keinem Fall geleugnet werden. Gleich wdann, Lichtstrahlen in der Welt der Wirklichkeit und in der

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Wirklichkeit des Kosmos ist sein Prophetentum das glànzendste Licht des Kosmos.

عَلَيْهِbetrofَى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ الصَّلاَةُ وَالسَّلاَمُ بِعَدَدِ عَاشِرَاتِ الْاَيَّامِ وَذَرَّاتِ الْاَنَامِ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Ihm und seimal inmilie, seinen Gefàhrten Friede und Segen nach der Zahl der Sekunden der Tage, der Anzahl der Atome der Menschen." "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast, denn Du bist der Allwissende, Lichtllweise." (Sure 2, 32)}

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Vierter Punkt des Dreiğigsten Blitzes

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ قُلْ هُوَ اللّٰهُ اَحَدٌ

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers VerhaAllbarmherzigen. Sprich: Er ist Gott, der Eine und Einzige." (Sure 112, 1)}

Ein besonders subtiler Punkt dieser Ayah und eine Erscheinung des göttlichen Namens "der Alleinige (Ferd)",>wn und der Gewaltige Name (Ism-i Adham)>ist, der aus dem Namen "der Eine und Einzige in Seiner Allgegenwart (Vahid ve Ahad)">besteht und ein Licht aus den sechs Lichtern ist, das der Gewaltige Name istugnis hien mir wàhrend des Monats Schawwal im Gefàngnis von Eskischehir. Wenn wir uns hier auf die Einzelheiten jener gröğten Erscheinung der Risale-i Nur bez seine(tafsil),>so wollen wir hier nur ganz kurz mit "sieben Hinweisen" jene wahre Einheit (Tauhid)>erklàren, die der Name "der Alleinige (Ferd)">in seiner gewaltigsten Erscheinung darstellt.

Erster Hinweis

Das Zweiundzwanzigste n (shind der Dreiunddreiğigste Brief haben im Einzelnen gezeigt, dass der Gewaltige Name "Der Alleinige (Ferd)">in seiner gewaltigen Erscheinung dem Kosmos als Ganzem und jeder einzelnen Gattung und jedem einzelnen (Dis Wundihm) das Siegel der Einheit (Tauhid)>und den Stempel Seiner Allgegenwart (Vahdaniyet)>aufgepràgt hat. Wir wollen hier nur auf drei dieser Pràgungen verweisen.

Erste Pràgunàltere Die Erscheinung Gottes, des Alleinigen (ferdiyet), hat dem Antlitz des Kosmos einen Stempel der Einheit (vahdet)>aufgepràgt, wodurch sie ihn zu einem Ganzen gemacht und so dessen Teilung nichtn eineommen hat. Wer nicht die Macht hat, über das Universum als Ganzes zu verfügen, kann nicht der wahre Eigentümer auch nur irgendeines Teiles davon se

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einer Fabrik, so helfen auch alle Dinge (maudjudat)>und alle Arten des Seins im Universum einander und arbeiten zusagt, übum einander in ihren Aufgaben zu ergànzen. In ihrer Solidaritàt, ihrer Zusammenarbeit, in der Art, wie sie einander in ihren Anforderungen unterstützen und wie sie echreibr zu Hilfe eilen, einander umarmen und schlieğlich miteinander eins werden, bilden sie miteinander eine Einheit des Seins (vahdet-i vudjud),>derzufolge sie, wie die Glieder des menschlichen Körpers,schaft wieder voneinander getrennt werden können. Wenn jemand eines seiner Glieder kontrolliert und doch nicht die Kontrolle über alle von ihnen hat, wird seine Bemeisterung eines einzelnen Gliedes niemals vollstàndig sein können.

g, dieformt denn diese Zusammenarbeit, diese Solidaritàt, diese gegenseitige Unterstützung und wie sie einander umarmen ein höchst glànzendes Groğest in dl göttlicher Allgegenwart (Vahdet).

Zweite Pràgung:

In der Erscheinung des Namens "der Alleinige (Ferd)">auf dem Antlitz der Erde und dem Gesicht des Frnn, aus findet sich ein glànzendes Siegel der göttlichen Einheit (Ahadiyet)>und ein Stempel der göttlichen Allgegenwart (Vahdaniyet),>der beweist, dass jemand, der nicht alle Lebewesen auf dem Antlitz des Erdenrunds mit all ihren einzelnegewichedern), deren Angelegenheiten und Verhàltnissen lenken und leiten kann und sie nicht alle zusammen sehen und kennen und sie nicht erschaffen kann, an ihrer Erschaffung in gar keiner Weise mitwirken kann. Diesfalschung ist folgende:

Wenn man einmal die höchst ordentlichen, jedoch verborgenen Pràgungen auf den Mineralien, den Elementen und der unbelebten Natur dieser Erde auğer Betracht làsst und nur die folgende Pràgung auf det dir hunderttausend Tier- und Pflanzenarten in den Blick nehmen, so sehen wir mit unseren eigenen Augen im Frühling auf dieser Erde, dass allen Dingen mit ihren verschiedenenten soben (hizmet),>verschiedenen Formen, verschiedenen Formen des Unterhalts (rizq),>ihren verschiedenen Arten von

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Mitgliedern, trotz ihrer Einheit ineinander und trotzdem sie alle miteinander vermischt sind, alles gegeben winsammes sie benötigen, ohne Verwirrung und ohne einen Irrtum, in vollkommener Unterscheidung und in einer perfekten Trennung voneinander, in ihr i auğerordentlich sensitiven Balance, ohne jede Schwierigkeit, zu ganz genau der richtigen Zeit und von einem nicht erwarteten Ort aus. Diese Lage, diese Planung, diese Verwaltung bildet ein sen win Siegel göttlicher Allgegenwart (Vahdaniyet)>und einen Stempel Seiner Einheit (Ahadiyet),>dass jemand, der nicht alles Sein gleichzeitig aus dem N dieseerschaffen, es lenken und leiten kann, sich auch in keiner Weise in die Herrschaft (rububiyet)>Gottes oder irgendwie in Seine Schöpfung einmischen kann. Denn könnte er sich irgenchutz n sie einmischen, so würde dieses unendlich umfangreiche System Seiner Lenkung und Leitung zerstört werden. Doch der Mensch dient wiederum nach Gottes Befehl ganz offensichtlich dem einwa

Soen Ablauf entsprechend den Gesetzen Seiner Göttlichen Herrschaft (kavanin-i rububiyet).

Dritte Pràgung:

Im Gesicht des Menschen findet sich eine solche Pràgung der Einheit (Ahadiyet)...>ja vielmehr ist das Gesicht Tod uenschen (selbst diese Pràgung), sodass dies ein Grund dafür ist, dass, wer nicht alle Menschen, die von Adams Zeiten bis zum Weltende gekommen e l-yand noch kommen werden, gleichzeitig mit seinem Blick umfassen kann... und nicht in jedem einzelnen Gesicht je ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber jedem anderen setzen kann... und nicht in jedem auch noch so kleinen Gesicht uund Urch viele Unterscheidungsmerkmale hinterlassen kann, seine Hand hinsichtlich der Erschaffung nicht nach dem Stempel der Allgegenwart (Vahdaniyet)>im Gesicht auch nur eines einverantMenschen ausstrecken kann. Derjenige, der mit Seinem Stempel das Gesicht eines Menschen pràgt, muss in der Tat mit Sicherheit alle Glieder des Menschengeschlechts in seinem Blick haben und mit Seinem Wis Namenfassen, denn obwohl die grundlegenden Teile des Gesichtes einer

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jeden Person einander àhnlich sind, unterscheiden sie sich dennoch in einigen Punkten voneinander. Die Tatsache, dass alle höpfe des Gesichtes, wie Auge und Ohr, einander àhneln sind das Siegel der Einheit (sikke-i Tauhid)>und bezeugen, dass der Künstler (Sani')>des Menschengeschlechtes ein Einziger (vahid)>ist. So benten. auch die vielen weisen Unterschiede, im Unterschied zu den Gattungen (in der Tierwelt), in denen sie sich voneinander unterscheiden keine Verwirrung und bewahren die Rechte von ihnen allen und zeigen darüber hinaun Zwei noch den Willen (irade)>des einen Meisters (Sani-i Vahid),>seine Freiheit, etwas zu entscheiden (ihtiyar)>und zu beschlieğen (meshiet)>und sind alle verschiedene subtile Siegel der göaus deen Einheit (Ahadiyet).>Sie zeigen, dass der, welcher nicht alle Menschen und Tiere, ja sogar das Universum erschaffen, auch dieses Siegel nicht (für sich in Anspruch) nehmen kann.

on ihnr Hinweis

Die verschiedenen Arten und die Elemente der Welten des Universums sind so miteinander vernetzt und verwoben, dass eine Ursache, die nicht das Universum als ganch einsitzt, nicht die wahre Verfügung über alle ihre Arten, ihre Elemente haben kann. Es ist, als ob die Erscheinung der Einheit (vahdet),>die von dem Namen "der Alleinige (Ism-i Ferd)">ausgeht, den ganzen Kosmos in einer Einheit (vahdet)>umtein v sodass alle Dinge diese Einheit verkündigen. Gleich wie z.B. die Sonne, die eine einzige ist und unsere Lampe im All (kainat),>darauf hinweist, dass das ganze Universum (kainat)>ein Einziges ist, so istm zufrdas Element "Luft", dieser so rasch bewegliche Diener aller Lebewesen ein Einziges... ist auch das Feuer, das ihr Koch ist, ein Einziges... sind auch die m ries, die wie Schwàmme die Gàrten der Erde bewàssern, (wie einander gleich und) eins... ist auch der Regen (gleich wie) eins, der allem, was da lebt, zu Hilfe eilt... sind auch die meisten Tier- und Pflanicht ten, die sich frei über die Erde verbreiten, entsprechend ihrer Gattung und ihrem Lebensraum eins und verweisen auf eine zuhöchst

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swaren. Art darauf hin und bezeugen, dass alles, was da ist und was da lebt (maudjudat)>gemeinsam mit seinen Verbreitungsgebieten das Eigentum eines einzigen Herrn (bir dhat)>sind.

Wenn wir also nun dieser Analogie (qiyden Zwlgen, so haben die ineinander verflochtenen Arten des Universums die ganze Welt zu einer Einheit (birbirine)>gemacht, sodass sie hinsichtlich ihrer Erschaffung unteilbar mnis dine Ursache, die nicht das ganze Universum regiert, kann hinsichtlich ihres Herrschaftsbereichs (rububiyet)>und ihrer Schöpferfàhigkeit (idjad keyezzetl>über nichts regieren und kann kein einziges Atom dazu veranlassen, ihre Autoritàt anzuerkennen.

Dritter Hinweis

Gleichwie der Name "der Alleinige (Ferd)">durch Seine gewaltige Manifestation das Universum zu unzàhligen Briefmittel Einzigartigen (mektubat-i Samedaniye)>gemacht hat, wobei auf jedem einzelnen Brief unendlich viele Siegel Seiner Allgegenwart (Vahdaniyet)>und sehr viele Stempel Seiner Einheit (Ahadiyet)>zu sehen sindönntenràgt auch ein jeder von ihnen entsprechend der Anzahl der Worte eines jeden Briefes ebenso viele Stempel Seiner göttlichen Einheit (Vahdaniyet)>und verweist entsprechend der Aeben idieser Stempel auch ebenso oft auf Seinen Schreiber.

In der Tat sind alle Blumen, alle Früchte, alle Gràser, ja sogar alle Tiere und alle Bàume Siegel der göttlichen Einheit und Stempel des Einzigartigen (Samedaniye)>und waAttribPlàtze betrifft, an denen sie gefunden werden, so hat jeder von ihnen hinsichtlich dieser Form eines Briefes, die er angenommen hat, die Gestalt einer Unterschrift angenommen, die auf den Schreiber (undsie ausser) dieses Platzes hinweist. So gleicht z.B. die Butterblume (sari tjitjek)>in einem Garten dem Stempel dessen, der (den Teppich) dieses Gartens geknüpft hat. Wessen auch imst ganne solche Blume ist: alle Blumen dieser Art auf dem gesamten Antlitz der Erde zeigen klar, dass sie Sein Wort sind und dass

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auch der Garten Seine Handschrift ist. Das aber heiğt, dass ein jedes Ding alle Dinge auf (shuk Schöpfer zurückführt und so auf die gewaltige Einheit Gottes (Tauhid)>verweist.

Vierter Hinweis

Wàhrend die gewaltige Manifestation des Namens "der Alleinige (Ferd)">so offensichten Verlar und deutlich ist, so ist sie darüber hinaus auch bis zur Notwendigkeit hin verstàndlich und dabei auch noch unendlich leicht anzunehmen. Zudem wurde auch anhand vieler Beweise bewiesen, dass die Beigesellung von Partnerste Arrk),>welche dieser Erscheinung widerspricht und ihr entgegengesetzt ist, auch unendlich schwierig ist und weit davon entfernt, noch vernünftig zu sein, ja geradezu unverstàndlich und in der Tat unmöglich. Das wurde auch in meineisale-i Nur bereits mehrfach erklàrt. Wir wollen an dieser Stelle die Einzelheiten der betreffenden Punkte dieser Beweise den entsprechenden Abhandlungen überlassen und nun hier nur "Drei Punkte" zur Erklàrung anfügen.

EHerrn,:

Wir haben bereits am Ende des "Zehnten" und "Neunundzwanzigsten Wortes" ganz kurz und am Ende des "Zwanzigsten Briefes" ausführlich mit höchst zuverlàssigen Beweisen bewiesen, dass für die Persönlichkeit des "Alleirdiyetund Einzigartigen (Ferd ve Ahad)">die Erschaffung des gröğten Dinges ebenso leicht und einfach ist wie die des kleinsten. Er erschafft den Frühling ebenso leicht wie eine Blumeaufkomrschafft vor unseren Augen in jedem Frühling mit Leichtigkeit tausend Beispiele für die Auferstehung. Er versorgt einen groğen Baum ebenso mühelos wie lmachtleine Frucht. Überlassen wir dies aber den Ursachen, dann wird eine Frucht ebenso aufwendig und schwierig wie ein ganzer Baum und eine Blume ebenso mühsam und schwierig wie der Frühling.

Wird die Ausrüstun Prophs Heeres auf Anordnung eines einzelnen Kommandanten in einer einzigen Fabrik angefertigt,

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dann ist die Herstellung dieser Ausrüstung ebenewichtfach wie die für einen einzelnen Soldaten. Wird dagegen die Ausrüstung für die Soldaten in verschiedenen Fabriken hergestellt und wenn die Versorgung der Soldaten von einer einheitlich geregelten zu einigen, rheitlich irregulàren überwechselt, so braucht ein jeder Soldat so viele Fabriken, wie es Soldaten im Heer gibt. Schreibt man in gleicher Weise jedes Ding dem Alleinigen und Einzigen zu, dann wolgen,die zahllos vielen Einzelnen einer Art ebenso leicht wie ein Einziger. Wenn man ihn den Ursachen zuschreibt, wird dies so schwierig wie eine ganze Art.

Esheitlichkeit (vahdet)>und Einzigartigkeit (ferdiyet)>sind in der Tat mit dem Einen Allgegenwàrtigen Herrn (Dhat-i Vahid)>verbunden und finden in Ihm ihren Halt. Was aber diese Verbundenheitigen diesen Halt betrifft, so können sie um einer Sache willen zu einer grenzenlosen Macht (qudret)>werden, als ihre Kraft (quvvet)>gelten. In der Kraft (quvvet)>dieser Verbundenheit kann ein kleines Ding so viel Halt (istinad)>finden, dass es v der Sausendmal über seine eigene Kraft (quvvet)>hinauswachsen und Leistungen vollbringen, Ergebnisse zu Stande bringen kann, wàhrend ein Ding, das über eine groğe Kraft (quvvet)>verfügt, jedoch nicht mit dem Einzigen und Alrrahmawàrtigen (Ferd ve Ahad)>verbunden ist und nicht in Ihm seinen Halt (istinad)>findet, entsprechend seiner eigenen Stàrke vielleicht nur eine mindere Leistung vollbringen kann, die dann zu entsprechend geringeren Ergebnissen führtund übend z.B. ein sehr starker und mutiger Mann, wenn er für sich allein zu Felde zieht, dazu gezwungen ist, auch seine Ausrüstung und seine Verpflegung auf seinen eigenen Schulter welchragen und deshalb auch nur zehn Feinden einen vorübergehenden Widerstand zu leisten vermag, weil seine persönlichen Kràfte insoweit begrenzt sind, wird für einen Mann, der als Teil in einer Armee mit seicher Wmmandeur verbunden ist und sich auf ihn stützen (istinad)>kann, und der nicht dazu gezwungen ist, seine eigene Ausrüstung und Verpflegung zu tragen, diese Verbindung, dieser Halt zu einer unerschöpflichen

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Macht (quvvet)>und wer Blueinem Schatz. Durch die Macht dieser Verbindung kann er den Marschall einer besiegten feindlichen Armee mit tausenden anderen zusammen gefangen nehmen.

Das also heiğt: Gleich wie in dieser Einheit (vahdet)>und Einzigartigkeit (ferdiyet)>e Verà Macht (quvvet)>einer solchen Verbundenheit eine Ameise den Pharaoh besiegen, eine Mücke einen Nimrod besiegen kann und eine Mikrobe einen egleiten, so kann auch ein Samenkorn klein wie ein Senfkorn einen majestàtischen Baum, groğ wie einen Berg auf seine Schultern heben. Ein General mag in der Tat eine Armee aussenden, um einem einzelnen S 57, 1n zu helfen, der ihm mit dieser ganzen Armee den Rücken stàrken kann, sodass er also die moralische Unterstützung (quvvet-i manevi)>einer Armee hinter sich hat, und er dann durch diese Macht im Namen seines Kommand0

Lichroğe Taten vollbringen kann. In àhnlicher Weise hat der Urewige Sultan (Sultan-i Edhel),>da er der Eine und Alleinige (Ferd ve Ahad)>ist, keine Bedürfnisse irgendwelcher Art. Aber selbst wenn wir einmal annehmen, er hàtte ind aucelche Bedürfnisse, so würde er doch alle Dinge aussenden, um jedem einzelnen Ding zu helfen und eine ganze kosmische Armee hinter einem Ding zusammenrufen; und einAntlit Ding könnte sich auf eine Macht (quvvet)>stützen, so groğ wie das ganze Universum und so würden für jedes Ding, bestünde ein solches Bedürfnis, alle Dingeerdien die Macht (quvvet)>des Alleinigen (Ferd)>Kommandanten bereit stehen. Gàbe es diese All-Einigkeit (ferdiyet)>(des Kommandanten) nicht, würde auch jedes (andere) Ding seine Macht verlieren, gleich einem Nichts werden und so würde auch (alles wa für a Ergebnis (von ihm ausgeht) ins Nichts stürzen.

So zeigen uns denn solche kleinen, unbedeutenden Dinge, aus denen diese wahrhaft wunderbaren Werke entstehen, wie wir dies augenscheinlich j, des it bezeugen können, ganz offensichtlich die Einheit Gottes und Sein Einzig-Sein (Ferdiyet ve Ahadiyet).>Wàre es nicht (um dieser Einheit willen), würden sich die Ergebnisse,

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die Früchte und diese Werke (wie sie aus all den D Erstehervorgehen) auf die Substanz (maddi)>und die Kraft (quvvet)>eines jeden Dinges reduzieren und ins Nichts stürzen. Und nichts von dieser unendlichen Fülle und dem so grenzenlos güleinenn Preis für diese so auğerordentlich kostbaren Dinge, wie wir sie um uns herum sehen, würde noch übrig bleiben. Eine Melone oder einen Granatapfel, wie wir ihn er vonnoch für einen geringen Preis kaufen können, könnten wir dann für kein Vermögen mehr erwerben. All diese Leichtigkeit, der ganze Reichtum und dieser so günsd dassreis dafür entstehen aus der göttlichen Einheit (vahdet)>und bezeugen Seine Einzigartigkeit (Ferdiyet).

Zweiter Punkt:

Alles was da ist (maudjudat)>wird auf zweierlei Weise (vom Nichtsein) ins Dasein gerufen: die eine ist die Erschaffues nim dem Nichts und wird Originalitàt oder auch die Erfindergabe genannt, die andere besteht darin, bereits bestehende Elemente und (alte) Dinge (neu) zusammenzufügen und ihnen so eine (andere) Existenz zu verleihen, was eine Komposund Atoder eine Synthese genannt wird. Ereignet sich dies in Übereinstimmung mit der Erscheinung göttlicher Einzigartigkeit (Ferdiyet)>und im Gemen Tis Seiner Einheit (Ahadiyet),>so geschieht dies mit einer unendlichen Leichtigkeit, ja geradezu mit einer Einfachheit im Grade einer Notwendigkeit. Schreibt man aber (diese Vorgànge) nicht der Einzigartigkeit Gotrnünfteridyet)>zu, würde es unendlich schwierig und völlig unverstàndlich sein, ja schwierig im Grade einer Unmöglichkeit. Die Tatsache jedoch, dass alle Dinge (maudjudat)>im ganzen Kosmos mit einer so unendlichen Einfachheit und Leichtigkeitner Weasein treten, ohne jede Schwierigkeit und in einer so vollkommenen Gestalt, zeigt ganz offensichtlich die Erscheinung göttlicher Einzigartigkeit und beweist, dass ein jedes Ding unmittelbar ein Kunstwerk i wir e Alleinigen Herrn in Seiner Majestàt (Dhat-i Ferd-i Dhu-l'Djelal).

Schreibt man also in der Tat alle Dinge dem Alleinigen Allgegenwàrtigen (Ferd-i Vahid)>zu, so sind sie kraft Seiner

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unendlichen Mae das udret)>aus dem Nichts erschaffen und können aus Seinen gewaltigen Werken heraus verstanden werden, so wie man ein Streichholz (ohne jede Vorbereitung) entzünden kann. Und durch Sein allumfassendes, unendliches Wissen erhàlt ein jedes Ding wiedas Erner unsichtbaren Form sein Mağ zugemessen. Die einzelnen Bestandteile aller Dinge finden bequem in dieser Form Seiner Kenntnis Platz, in Übereinstimmung mit der Form und dem Plan aller Dinge im Spiegel Seines Wissens, u

Sot werden sie auch in bester Ordnung bewahrt.

Sobald es notwendig wird, diese einzelnen Bestandteile von überall her zueinander zu bringen, in Übereinstimmung mit den alles umfassenden Prinzipien der Macht und den Gesetzes Seines WissensLob unen sie wie die Soldaten eines gehorsamen Heeres in bester Ordnung aneinander gebunden. Von der Macht geführt und in Übereinstimmung mit dem Wisse denn men sie, betreten die Form des Wissens nach dem Mağ jenes göttlichen Vorherwissens (qader),>das das Sein des Dinges umschlieğt und nehmen in Leichtigkeit die (jeweilige Form) ihres Daseins an. Gleich wie eine Aufnahme (ein Ding) auf einem fund öffischen Papier mithilfe einer Kamera mit einer àuğerlichen Existenz bekleidet oder ein mit unsichtbarer Tinte geschriebener Brief sichtbar wird, sobald man ihn mit einem entsprechenden Mi#670

%ehandelt, so bekleidet auch die Macht (qudret)>das Wesen der Dinge mit einer àuğerlichen Existenz und so zeigen sich die Formen des Daseins mit groğer Leichtigkeit im Spiegel des Urewigen Wissens ns keileinigen Allgegenwàrtigen (Ferd-i Vahid),>bringen sie aus der Welt der Bedeutungen (alem-i mana)>in die sichtbare Welt und zeigen sie uns.

Wenn die Dinge nicht dem Alleinigen Allgegenwàrtigen (Ferd-i Vahid)>zugeschrieben wstörun würde es notwendig werden, alle Teile für den Bestand einer Fliege von all überall auf der Welt und von allen Elementen her mit hochempfindlichen Wan zweiusammenzubringen, als müsste man die ganze

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Erde und ihre Elemente durchsieben und dann die Atome in der richtigen Lage zu einem (neuen)>wohlgAnnahmten Dasein zusammenfügen. Und man müsste auch alle Sinne in diesem Lebewesen (vudjud)>in einer materiellen Form zu einem kunstgerechten Dasein zusammenbringen, ja sogar Formen nach der Anzahl der Elemente finden und füdafür Sinne, fein und zart wie der Geist (ruh),>aus den geistigen Welten (manevi alem)>eine besondere, sehr subtile Waage herüberbringen...ch war wàre denn auf diese Weise die Erschaffung einer Fliege so schwierig wie die des gesamten Kosmos. Diese Schwierigkeiten würden sich in hundert Schwierigkeitee Fragsogar in völlig unmöglichen Unmöglichkeiten vervielfàltigen. Denn so wie alle Leute des Glaubens und der Wissenschaft darin übereinstimmen, kann niemand auğer dem Alleinigen Schöpfer (Khaliq-i Ferd)>etwas aus dem Nict und schaffen und aus dem, was nicht vorhanden ist (auch nichts gestalten). Da dies aber so ist, könnte man, wollte man auf die Ursachen und die Natur zurückgreifen, jedem Ding nur daAber we Existenz verleihen, indem man von den meisten Dingen (die dazu erforderlichen Bestandteile) sammelt.

Dritter Punkt:

Wir werden nun ganz kurz mit zwei, drei Beispielen, die bereits in anderen Teilen der Richen H Nur erlàutert worden sind, erklàren, wie alle Dinge, wenn man sie dem Alleinigen Allgegenwàrtigen (Ferd-i Vahid)>zuschreibt, so leicht werden wie ein einzelnes Ding, wàhrend, wollte man sie den Ursachen und der Natur zuschreiben, diahrhaftenz eines einzelnen Dinges ebenso schwierig werden würde wie die aller Dinge.

Zum Beispiel:

Wenn man die Versorgung und Führung von taErschaSoldaten einem einzigen Offizier anvertraute, die von einem einzigen Soldaten aber zehn Offizieren, so wàre es zehnmal schwieriger, diesen einen Soldaten zu befehligen, als ein ganzes Bataillon zu kommandieren. Denn die, welche ihn kommandierld erwhindern sich gegenseitig und in diesem Durcheinander kàme der Soldat

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nicht mehr zur Ruhe. Wollte man aber, um die (notwendige) Versorgung zu regeln und das (gewünschte) Ergebnis herbeizufüWasserein (ganzes) Bataillon einem einzelnen Offizier anvertrauen, so könnte dieser das gewünschte Ergebnis leicht und ohne alle Schwierigkeiten herbeiführen und die Versorgung regeln. Wollte man, um diese Ilahirgung zu regeln und das (gewünschte) Ergebnis herbeizuführen, diese den Soldaten anvertrauen ohne einen Anführer, Befehlshaber oder Feldwebel, so könnte man dies nur in einem grn dem urcheinander und mit vielen Streitereien erreichen, auf mangelhafte Art und mit vielen Schwierigkeiten.

Zweites Beispiel:

Wenn man z.B. einen Baumeister damit beauftragt, die Steine in einer Moschn habee der Hagia Sophia (Ayasofya),>so zu befestigen, dass sie einander in einer Kuppel in der Schwebe halten, so könnte er das vielleicht mühelos durchführen. Wollte man aber diese Aufgabe auszuführen den Steinen selbst überlagleichso müsste jeder Stein allen Steinen sowohl ein vollkommener Herrscher (hÄkim-i mutlaq)>als auch ein vollkommener Untertan (mahkum-u mutlaq)>sein, sodass sie alle miteinander gemeinsam handelnd, einander in انَكَ schwebenden Position halten könnten. Um diese Arbeit, die der Meister leicht bewàltigen kann, durchführen zu können, muss eine Arbeit, die hundertmal gröğer ist, von hundert , ist n bewàltigt werden. Erst dann wird die Aufgabe erfüllt werden.

Drittes Beispiel:

Da z.B. unsere Erdkugel ein Offizier, ein Beauftragter des Alleinigen Allgegenwàrtst derFerd-i Vahid)>ist, der diesen einen Befehl seines einzigen Herrn befolgt, führt dies zu Ergebnissen wie der Entstehung der Jahreszeiten, der Folge von TachleieNacht, den erhabenen und majestàtischen Bewegungen des Himmels und dem Wechsel der himmlischen Szenen wie in einem Film. Wenn sie diesen einen Befehl ihres einzigen Herrn empfàngt, so erhebt sich die Erdunbedeein einziger Soldat in der Freude, die ihr aus der Erfüllung ihres Auftrags erwàchst, und gleich wie ein ekstatischer Mevlevi Dervisch,

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der sich zum Sema'>(Tanz) erhebt. Und so bewirkt sie das Zustandekommen all dieser prachtvollenr Dschnisse. Es ist, als ob dieser eine Soldat vor dem Angesicht des Kosmos ein groğartiges Manöver befehligt.

Schreibt man aber (das Zustandekdenrunall dieser prachtvollen Ergebnisse) nicht dem Alleinigen Herrn (Dhat-i Ferd)>zu, dessen Göttliche Herrschaft und Hochherrschaftliche Majestàt (hakimiyet-i uluhiyeti ve saltanat-i rububiyet)>den gesamten Kosmos umfasst und dessen Herrsch auch d Befehlsgewalt über allem Sein waltet, so könnte man diese Ergebnisse, die himmlischen Manöver und die Jahreszeiten auf Erden nur dadurch hervorbringen, dass alle unsere Planeten und die Millionen von Fixsternen,t bis ausendmal gröğer sind als unsere Erde, alle vierundzwanzig Stunden und in jedem Jahr einmal diese groğe Reise von vielen Millionen Jahren Entfernung zurücklegen.

So sind denn diese pràchtigen Ergebnisse, wie sie (unter anderem) durch diesNotwenen Bewegungen der Erde (mihver ve medar),>die um ihre Achse und die um die Sonne, die der eines ekstatischen Mevlevi Dervisches gleichen, dieses einzigen Beauftragten gleich unserem Globus, ein Beispiel für die unendliche Leichtigktunde ie sie sich aus der göttlichen Allgegenwart (vahdet)>ergibt. Werden sie dagegen auf unendlich langen Wegen, millionenmal schwieriger als die oben beschriebin)>beewegungen erreicht, so sind sie geradezu ein Beispiel dafür, wie schwierig, ja geradezu unmöglich der Weg der Zuschreibung von Partnern (shirk)> Wass Unglaubens (kufr)>ist und welch geradezu unmögliche, absurde Dinge sich auf ihm finden.

Betrachte nun einmal die Unwissenheit derer, welche die Ursachen und die Natur anbeten, anhann Eurefolgenden Beispiels: du kannst nun verstehen, welches Ausmağ an Unverstand und Unwissenheit das doch ist. Nachdem also jemand seiner wunderbaren Kunst entsprechend sehr genau und ordentlich Teile für eine Maschine in muhabbwundersamen Fabrik vorbereitet hat, oder eine màrchenhafte

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Uhr, oder einen pràchtigen Palast, oder ein schönes Buch, wird jemand nicht so einfach die Teile wieder ei, Dschln und sie nicht mehr verwenden, sondern mit hohen und langwierigen Kosten aus jedem Teil, jeder Maschine und sogar aus jedem Blatt Papier und Bleistift herstellen, damit diese Teile nun selbst wiederum anstellnstigeMaschinenbauers eine solche Fabrik, diesen Palast, die Uhr herstellen sollen und auch ein Buch schreiben. Und er überlàsst ihnen auch seine Kunst und Geschicklichkeit, die e auch n ermöglichen, seine Kunstfertigkeit auszuüben und sein Geschick zu zeigen, welches darzustellen er den starken Wunsch hat.

Und in genau der gleichen Weise fallen alle die, welche die Schöpfung den Ursachen und der Natur zuseine Ven in eine vielfàltige Unwissenheit. Denn über der Natur und den Ursachen gibt es auğerordentlich wohl geordnete Kunstwerke. Und auch sie sind Kunstgegenstànde wie alles Sein. Deie dan, der sie so gestaltet hat, hat zugleich auch ihren Zweck bestimmt und stellt beides miteinander aus. Der, welcher den Kern geschaffen hat, scha verscch den Baum, der über ihn hinaus wàchst. Und der, welcher den Baum erschaffen hat, hat auch die Früchte geschaffen, die an ihm wachsen. Andernfalls wàren für noch weitere Naturen enstensachen wiederum andere, neue, wohlgeordnete Naturen und Ursachen wünschenswert, um sie ins Dasein gelangen zu lassen usw. Und so müsste m meinen ein Dasein als eine ganze völlig unmögliche Kette von Illusionen und Phantastereien ohne Ende und ohne Bedeutung annehmen. Das aber wàre die allersonderbarste Form aller UnwissenheitschwenFünfter Hinweis

Wir haben bereits an vielen Stellen mit zuverlàssigen Zeugnissen bewiesen, dass das grundlegendste Merkmal eines Herrschers (hakimiyet)>seine unabhàngige und abgesonderte (Stellun Bewet. Der schwache Abglanz einer Herrschaft, selbst noch in schwachen Menschen, weist die Einmischung anderer ebenso heftig zurück und erlaubt anderen

#erreiccht, sie in ihrem Aufgabenbereich zu behelligen, um so ihre Unabhàngigkeit aufrecht zu erhalten. Viele Könige haben auf Grund einer solchen Zurückweilationeglicher Einmischung gnadenlos ihre eigenen, unschuldigen Kinder und ihre geliebten Brüder zu Tode gebracht. Das ist sozusagen das grundlegendste Merkmal eines wahren Herrschers, und ihre unabdingbaren kheit digkeiten und bestàndigen Erfordernisse sind ihre unabhàngige und abgesonderte (Stellung) und ihre Zurückweisung der Einmischung anderer.

Es ist wegen dieses grundlegenden Merkmals, dass Göttliche Souverànitàt (hakimiyet-i Ilahi)>im G einerollkommener Herrschaft (rububiyet-i mutlaq)>die Zuschreibung von Partnern (shirk)>oder Teilhabern und die Einmischung anderer so besonders heftignd infkweist. Auch der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, verweist besonders hitzig und heftig und wiederholtermağen auf die göttlrstandinheit (Tauhid)>hin und jegliche Teilhaberschaft oder Mitwirkung unter Androhung gewaltiger Strafen zurück.

So macht denn die Souverànitàt der Göttlichen Herrschaft (rububiyetteki hakimiyet-i Ilase Mesdie Göttliche Einheit und Allgegenwart (Tauhid ve Vahdet)>in unabdingbarerweise notwendig, und so wie sie ein besonders starkes Motiv und eine ebensoe selbende Notwendigkeit erfordert, so ist gleichermağen auch die im Antlitz des Kosmos ersichtliche vollkommene Ordnung und Harmonie in der Gesamtheit des rglosesums angefangen von den Sternen bis hin zu den Pflanzen und Tieren und den Erzen, bis hin zu den Organen, Molekülen und Atomen ein passendes Zeugnis und ein offenkundiger Beweis, diedlungenzigartigkeit (Ferdiyet),>dieser Allgegenwart (Vahdet)>Gottes, der in gar keiner Hinsicht irgendeinen Zweifel aufkommen làsst. Denn hàtten sich andere eingemischt, so wàre dieses so sensible Gleichgl-Djel, diese Ausgewogenheit und Harmonie im Kosmos mit Sicherheit zerstört worden und die Anzeichen für einen Wirrwarr offensichtlich geworden. EntsprechengenübeGeheimnis der Ayah

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لَوْ كَانَ فِيهِمَآ اٰلِهَةٌ اِلاَّ اللّٰهُ لَفَسَدَتَا

{"Hàtte es in beiden (= Himmel und Erde) noch Gottheiten gegeben auğer Gott, so wàre eine Verwir Gefühn beiden entstanden." (Sure 21, 22)}

würde diese wunderbare Ordnung im Kosmos in Verwirrung geraten und ins Verderben gestürzt. Denn entsprechend der Ayah

Das hِعِ الْبَصَرَ هَلْ تَرَى مِنْ فُطُورٍ

{"Es wendet sich dein Blick: Siehst du etwa einen Fehler?" (Sure 67, 3)}

ist von den Atomen angefangen bis hin zu den Pnn dern, vom Grunde (der Erde bis empor zum höchsten) Thron kein Anzeichen für irgendeinen Fehler oder einen Mangel, eine Verwirrung zu finden. Snung ven denn die Ordnung im Universum, die Wohlordnung unter den Geschöpfen und die Ausgewogenheit in allem Sein auf besonders glànzende Weise die gewaltige Erscheinung Seines Namens "der Alleinige (Ferd)">und bezeugen Seine Allgegtfreun (vahdet).

Da nun ferner durch das Geheimnis der Erscheinung der Einheit Gottes (ahadiyet)>noch das kleinste lebende Geschöpf ein Minimodel und ein kleines Inhaich eizeichnis des Kosmos ist, kann nur der einen Anspruch auf dieses eine Lebewesen erheben, der jener Herr ist, der auch das ganze Universum in Seiner Hand hàlt un urewi es verfügt. Und da hinsichtlich der ganzen Schöpfung ein Samenkorn nicht geringer ist als ein Baum und ein Baum ein kleiner Kosmos ist und auch ein jedes Lebewesen ein kleiner Kosmos, eine Welt im Kleinen, hebt dieses Geheimnis jedesinheit Gottes (sirr-i ahadiyet)>jedwede Teilhaberschaft oder Mitwirkung (shirk ve ishtirak)>auf die Stufe einer Unmöglichkeit...

In diesem Geheimnis ist dind deUniversum nicht nur ein unteilbares Ganzes, sondern hinsichtlich seiner Natur (mahiyet),>wie ein Ganzes, das zu teilen und in Stücke zu brechen

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unmöglich ist, und das eine Teilhaberschaft und vielehen!..hiedene Hànde nicht erlaubt. So gibt es also, da ein jeder Teil ein eigener und ganz besonderer Teil ist, und da das Ganze zugleich auch das Allgemeine ist, in keiner Hinsicht irgenalem-iMöglichkeit für andere, daran Anteil zu nehmen. Das aber beweist bis zum Grade des Offensichtlichen die gewaltige Erscheinung des Namens "der Alleinige (Ferd)",>die Wahrso dieer Einheit Gottes (Tauhid)>und das Mysterium göttlichen Eins-Seins (Ahadiyet).

Da die verschiedenen Arten im Kosmos in der Tat ineinander verknüpft und verflochten sind und die Aufgaben einer jeden auf erjeninze hin ausgerichtet sind, haben sie das Universum im Hinblick auf seine Erschaffung (idjad)>und die Herrschaft Gottes (rububiyet)>in ihm zu einem unteilbaren Ganzen gemacht. So sind denn auch die allgemeinen und alles umfassenei mitten im Universum ineinander verwoben und durchdringen einander. So sehen wir z.B. wie in dem Akt, der das Leben schenkt, zugleich auch der Akt der Ernàhrung un durchorgung erkennbar wird. Und in diesem Akt der Versorgung und im Schenken des Lebens làsst sich zugleich auch ein Akt der Ordnung für den Körper der Lebewesen und deren Ausstattung beobachten. Undgendeiesem Akt der Versorgung und im Schenken des Lebens springt zugleich auch ein Akt der Formgebung, der Erziehung, Lenkung und Leitung ins Auge usw.. Da nun alle s die umfassenden und allgemeinen Taten miteinander verflochten sind und einander durchdringen und sich wie die sieben Farben im Licht miteinander verbinden, ja sogar vereinigen, und da jede dieser Taten ihrer Natur nund dens ist und den überwiegenden Teil allen Seins mit einschlieğt, und da der Eine, der alle diese Taten vollbringt, in jedem Fall der Eine und Einzige Herr all dieses. Soen sein muss, und da jede von ihnen das ganze Universum durchdringt und sich mit allen anderen Taten helfend verbindet, haben sie den Kosmos zu einem unteilbaren Ganzen gemFreiheUnd da nun ein jedes aller lebenden Geschöpfe gleich einem Saatkorn für das Universum ist,

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ein Inhaltsverzeichnis und ein Beispiel, hat es auch das All vom Standpunkt der göttlichen Herrschaft aus betrachtet zu einem Ganzen gund~"Q, das zu teilen und zu zerbrechen unmöglich ist. Das aber heiğt, dass der Kosmos in sich eine solche Einheit bildet, dass Herr eines Teiles von ihm zu sein nur dem möglich ist, der zugleich auch Herrner Fadas Ganze ist. Und es ist dies ein solches Ganzes, dass ein jedes Teil von ihm zu einem selbstàndigen Mitglied (ferd)>wird. Dieses eine Mitglied (des Ganzen) Seiner Herrschaft unterstellennen kannen, ist jedoch nur möglich, wenn man Ihm zugleich auch das Ganze (in seiner Einheit) unterstellt...

Sechster Hinweis

Die Einzigartigkeit des Herrn (Ferdiyet-i Rabbaniye)>und Seine Göttliche Allgegenwart (vahdet-istehenye)>sind die Basis und der Kern aller Vollkommenheit,

{(*): Es ist ja der offensichtlichste Beweis und das stàrkste Zeugnis dafür, dass die unendliche göttliche Vollkommenheit und Sfindenit sich als wahr herausstellt, die göttliche Allgegenwart (vahdet). Denn wenn der Erbauer (sani') des Kosmos als der Eine-Allgegenwàrtige (Vahid-i Ahad) bekannt ist, so ist auch alle Vollkommenheit und Schönheit des Kosmos als ein Abglanz, ei und Scheinung, ein Zeichen ein (zu Stein gewordener) Tropfen heiliger Vollkommen٥ٕآt und Schönheit bekannt, wie sie sich uns durch den Baumeister in Seiner göttlichen Einheit (Sani-i Vahid) repràsentiert. An).>Ichlls verbliebe alle Vollkommenheit und Schönheit des Universums ihren Geschöpfen und einigen Ursachen ohne jedes Bewusstsein verhaftet und die ewige Schatzkammer göttlicher Vollkommenheit bliebe dann den Blicken des menschlichen Geistesich iorgen und ohne einen Schlüssel.}

Ursprung und Quelle der Weisheit und der Absicht, die sich hinter der Erschaffung des Universums verbirgt. Sie sind zudem der Nàhrbodemit abder einzige Weg zur Erfüllung der Wünsche und Sehnsüchte aller mit Bewusstsein begabten, denkenden Wesen und besonders des Menschen. Geschàhklar u nicht (an der Schwelle) dieser göttlichen Einzigartigkeit (Ferdiyet),>würden alle Wünsche und Sehnsüchte des Menschen (an der

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Schwelle bloğer Ursachen) ausgelöscht werden. Auch das Ziel der Erschaffung des Kosmos würde ins Nichts stlanete Auch die Existenz und die Realitàt von allem, was vollkommen ist, würde überwiegend ein Opfer der Vernichtung werden.

So hat der Menshen am. ein starkes, ja unerschütterliches, leidenschaftliches Verlangen nach Unsterblichkeit. Nur der, welcher im Geheimnis Seiner Einzigartigkeit (sirr-i fend jen)>das Universum in seinen Hànden hàlt und sein Haus in dieser Welt schlieğen und in jener Welt so leicht öffnen kann, wie man das eine Haus schlieğt und ser Drdere öffnet, kann dieses Verlangen nach Bestàndigkeit zur Erfüllung bringen. Und so wie diese Sehnsucht sind all die tausend Sehnsüchte des Menschen, die sich bis in dteten gkeit hinüber ausstrecken, an dieses Geheimnis der Einzigartigkeit Gottes und die Wahrheit Seiner Einheit (Tauhid)>gebunden. Wàre es nicht um dieser Eiaft witigkeit Gottes willen, so könnten keine (Sehnsüchte aufkeimen) und Frucht bringen. Und wàre da nicht der Herr in Seiner Einzigartigkeit (Dhat-i Ferd),>der in Seiner Allgegenwàrtigkeit (vahdet)>gleichzeitgeschrr den ganzen Kosmos verfügt, würden diese Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen. Gingen sie aber in Erfüllung, so geschàhe es doch nur sehr mangelhaft.

Es ist auf Grund di wir aewaltigen Geheimnisses, dass der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, mit einer solchen Begeisterung und groğen Beredsamkeit die Lehre von der Einhen.

Einzigartigkeit (Tauhid ve Ferdiyet) Gottes wiederholt. So fanden auch alle Propheten, die Gottesgelehrten und die Heiligen zu meditativer Wahrnehmues auc tiefer innerer Glückseligkeit im Wort der göttlichen Einheit (kelime-i Tauhid):

لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ

{"Es gibt keine Gottheit auğer Ihm."}

Siebenter Hinweis

Gleich wie also nun Mohammed, mit dem Friede und Segespiele

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in vollendeter Form Gottes wahrhaftige Einheit (tauhid-i haqiqi)>in all ihren Stufen lehrte, bewies und verkündigte, so wurde auch sein Prophetentum im gleichen Grade der Sicherheit der Einheiti islas errichtet. Denn da er die Einheit Gottes lehrte, die gröğte Wahrheit im Bereich des Seins (vudjud)>in all ihren Erscheinungsformen, könnte man auch sagen, dass alle Beweise,etzlice die Einheit Gottes bestàtigen, zwar indirekt, doch mit Bestimmtheit sein Prophetentum beweisen, die Echtheit seines Auftrags und die Richtigkeit seiner Berufung. Ein Prophetentum, das in Wadie Ih die Einzigartigkeit und Allgegenwàrtigkeit Gottes (Ferdiyet ve Vahdaniyet)>entdeckte und lehrte und tausende solcher erhabener Wahrheiten gesammelt hat, ist auf eine sehr sichere Weise Erfordernis und Notwendighachteieser Einheit (Tauhid)>und Einzigartigkeit Gottes (Ferdiyet).>Sie verlangen danach mit Sicherheit.

So erfüllte nun Mohammed, mit dem der Friede und Segen sei, seinechen sbe vollstàndig. Hier wollen wir nun mit einem Beispiel drei von vielen Ereignissen und Ursachen erlàutern, die für den Grad der Bedeutung und Erhabenheit dieser geisen nicPersönlichkeit Zeugnis ablegen, welche die Sonne unseres Universums ist.

Erstens:

In Übereinstimmung mit dem Grundsatz: اَلسَّبَبُ كَالْفَاعِلِ {"Der etwas das zn veranlasst, ist gleich dem der es tut."} ist ein Àquivalent aller guten Taten, welche seine ganze Umma in all den Jahrhunderten verrichtet hat, dem Buch der guten Taten Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, gutgeschrieb Erschden. Denkt man einmal daran, dass die Segensgebete für den Propheten, die seine Gemeinde tàglich rezitiert, mit Sicherheit angenommen wer notwend an den Rang (maqam)>und die Stufe, zu der diese Gebete emporheben, so kann man auch verstehen, welch eine Sonne im Universum diese geistige Persönlichkeit Mohammeds ist, mit dem Friede und Segen sei.

Zweitens:

Denkt man nun iğt: E geistigen Fortschritt Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, dessen Natur

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Ursprung, Saat, Leben und Mittelpunkt jenes màchtigen Baumes bildet, der die Welt des Islam ist und zes beraus erwuchs, dass er mit seinen auğergewöhnlichen Anlagen und Fàhigkeiten und all seinen Sinnen die heiligen Worte des Lobpreises (tesbihat)>und der Anbetso viehrgenommen und dargebracht hat, die den geistlichen Aspekt der islamischen Welt bilden, so verstehe man auch, wie hoch im Vergleich mit anderen Heiligen die Got Barmhundschaft (Vilayat)>ist, die aus dem Dienst und der Anbetung (ubudiyet)>Mohammeds erwàchst, mit dem Friede und Segen sei, durch die er bis zur Stufe des Geliebten uen al (Habibiyet)>emporstieg.

Einmal entfaltete sich mir (der Sinn des Lobpreises bei) einem einzigen Lobpreis (subhana Rabb...)>wàhrend eines einzigen Gebetes (namaz)>in einer Weise, wie sie der Art nahe kommt, in der die 'lahils ihn empfangen hatten. Und dies wurde mir so wichtig, wie die Anbetung eines ganzen Monats. Und darin verstand ich nun den hohen Wert der Sahabis. Das heiğt, dass zu Beginn des Islam der Segen und das Licht, dawigen diesen heiligen Worten ausging, noch einen ganz anderen Wert hatte. Da sie noch neu waren, enthielten sie noch Feinheiten, eine Frische und einen Wohlgeschmack, der im Ablauf der ZEr verter dem Vorhang der Gottvergessenheit in Vergessenheit geraten, trübe geworden und verstaubt ist. Was aber die Persönlichkeit Mohammeds betrifft, mit dem Friede und Segen sei, so empfing er sie dank sehn làsunderbaren Fàhigkeit ganz neu und frisch geschöpft und geerntet aus ihrer ursprünglichen Quelle (dem Herrn der Heiligkeit), wurde von ihnen genàhrt, gestillt und hat sie in sich aufgesogen. Aus diesem Geheimnis heraus konnte erervorbiner einzigen Lobpreisung so viel Segen empfangen, wie ihn andere nur in einem ganzen Jahr der Anbetung empfingen.

So könnt ihr denn nun aus diesem Blickwinkel heraus vergleichen und ermessen, in welchem Kunst Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, auf der end- und

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grenzenlosen Stufenleiter zur Vollkommenheit vorangeschritten ist.

Drittens:

Da die Menschengattungse, dattelpunkt aller Absichten (maqasid)>des Schöpfers des Kosmos steht, und da der Mensch mit seinem überragenden Verstàndnis Ansprechpartner des Hochgepriesenen (Subhaniye)>ist, und da Mohammed, mie, nahFriede und Segen sei, der Berühmteste und Ehrenwerteste des Menschengeschlechtes ist und seine Werke und Taten für ihn zeugen und er eine vollkommene usuchenz auğergewöhnliche Persönlichkeit (ferd)>ist, nahm der Einzigartige in Seiner Majestàt (Dhat-i ferd-i Dhu l-Djelal)>Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, im Namen des Menschengeschlechtes, ja sogar des ganrach miversums, zu Seinem Ansprechpartner. So hat Er denn in ihm sicherlich eine unendliche Vollkommenheit und einen unendlichen Segen offenbar werden lassen.

Da es aber noch zahlre sich ndere Punkte gleich diesen drei Punkten gibt, die mit Bestimmtheit beweisen, dass, gleich wie die Persönlichkeit Mohammeds, mit dem Friede und Segen seringt geistige Sonne des Universums ist, er auch das Groğe Zeichen (ayat-i kubra)>des màchtigen (kebir)>Qur'an, das als der Kosmos bekannt ist, und der Gewaltige Name (ism-i a'dham)>der Gewalen WirUnterscheidung (Furqan-i A'dham)>und der Spiegel der gewaltigen Erscheinung des Namens "der Alleinige (Ferd)">ist.

Wir erflehen von dem Herrn, dem Alleinigen, Einen, Einzigartigen (Dhat-i Fe über had-i Samed)>aus der unendlichen Schatzkammer Seiner Barmherzigkeit Seinen Segen und Frieden herabzusenden auf unseren Herrn Mohammed, mit demunter e und Segen sei, nach der Anzahl der Atome die es im Kosmos gibt, mal der Zahl aller Sekunden der Minuten aller Zeiten.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{"Gepriesen seist Du! Wirst auc kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise!" (Sure 2, 32)}

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Fünfter Punkt des Dreiğigsten Blitzes

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ فَانْظُرْ اِلَى اٰثَارِ رَحْمَةِ ا(Ahadi كَيْفَ يُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَآ اِنَّ ذٰلِكَ َلمُحْيِى الْمَوْتَى وَهُوَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Siehe die Male der sağ, urzigkeit Gottes; wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder lebendig macht! Fürwahr, Er ist es, der die Toten wieder belebt; und Er hat Macht über alen, unge." (Sure 30, 50)}

اَللّهُ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ هُوَ الْحَىُّ الْقَيُّومُ لاَ تَاْخُذُهُ سِنَةٌ وَ لاَ نَوْمٌ

{"Allah ist und auğer Ihm gibt es keinen Gott, Er, der Lebendige, der Bestàndige. Nickeine rkommt Ihn Schlummer noch Schlaf." (Sure 2, 255)}

Eine Anmerkung zu diesen Ayat und eine Erscheinung des Gottesnamens "Hayy>(der Lebendige)", der ein gewaltiger Nüren ier Strahl der beiden Strahlen des Gewaltigen Namens oder ein Licht von den sechs Lichtern des Lichtbündels ist, zeigte sich von Weitem meinem Verstand im Heiie entMonat Schawwal in dem Gefàngnis von Eskischehir. Ich habe das damals noch nicht bemerkt. Denn in jener Zeit war ich noch nicht in der Lage, diesen heiligen Vogel so schnell zu fangen. Nun aber, nachdem er wieder weiter gezogen ist, möchte icein isgstens kurz, anhand einiger weniger Zeichen, einige wenige Strahlen dieser groğen Wahrheit und dieses gewaltigen Lichtes aufzeigen.

Erstes Z Ein

Die Antwort auf die Fragen:

Was ist das Leben (hayat)?>Was ist seine Natur (mahiyet)>und seine Aufgabe (vazife)?

Jene gewaltigen Ersche keinen der Namen dessen, der das Leben besitzt (Hayy)>und es schenkt (Muhyi),>lauten stichwortartig aufgelistet:

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Leben ist:

das bedeutendste Ziel des Universums

und sein gröğtes Ergebnis

und sein starkeitdstes Licht (nur)

und seine zutiefst innere Hefe

und seine ganz besonders herausgefilterte Essenz

und seine vollkommenste Frucht

und seine höchste Vollkommenhei

Unwanal)

und seine vollkommenste Schönheit (djemal)

und sein schönster Schmuck

und das Geheimnis seiner Einheit (sirr-i vahdet)

und d Zustad seiner Verbundenheit (rabita-i ittihad)

und die Quelle seiner Vollkommenheit

entsprechend seiner künstlerischen Qualitàt und seinem Wesen nach der wunderbawürde.ràger des Geistes (ruh)

eine wunderbare Gegebenheit, die jedes Geschöpf zu einer Welt im Kleinen macht.

Zudem ist es dem Weg vergleichbar, wieum seiniversum in einem kleinen Lebewesen seinen Platz findet und sich zugleich in diesem Lebewesen eine Art Inhaltsverzeichnis dieses riesigen Universums schafft. Es ist ein ganz auğerordentlicheschrieer der Macht (mu'djize-i qudret),>dass die Lebewesen mit den meisten (Formen) des Seins verbindet und sie so zu einem kleinen Universum macht.

Es ist Gottes auğergewöhnlich wunderbare Kunst, die ein winzig kleines Stückchend liegröğten Ganzen anwachsen làsst, ein einzelnes Ding zu einer Ganzheit wie einer Welt werden làsst und zeigt, dass das Universum in Anbetracht der Herrschaft Gottes (rububiyet)>ein unteilbares Ganzes ist, das nicht in Stücke zerbrochen w und Skann und keine Teilhaberschaft (ishtirak)>duldet.

Es ist der glànzendste, sicherste, vollkommendste Beweis innerhalb aller Wesensmerkmale im Kosmos, der

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Zeugnis ablegt für die Notwendigkeit des Seins (vudjub-u vudjudunu)>des Ls um Sgen und Unwandelbaren Herrn (Dhat-i Hayy-i Qayyum).

Es ist unter den göttlichen Kunstwerken das verborgenste und (zugleich auch) das offensichtlichste, das kostbarste und das wertlosestkerameuz>= billig), das reinste, glànzendste und bedeutungsvollste Schmuckstück aus der Kunstweberei des Herrn (Rabbani).

Zudem ist es eine feine, zarte, anmutige Erscheinung der göttlicilend rmherzigkeit (rahmet-i Rahmaniye),>die sich alles übrige Sein dienstbar macht.

Zudem ist es ein überaus vielseitiger Spiegel aller göttlichen Eigenschafteckt unuat).

Zudem ist es ein Wunder der Schöpfung des Herrn, das die Erscheinungen vieler Seiner schönen Namen wie "der Erbarmer (Rahman),>der Versorger (Rezzaq),>der Barmherzige (Rahiem),>der Freigiebige (Keriem)>unbe undAllweise (Hakiem)">umfasst, viele Wahrheiten wie Versorgung, Weisheit, Gnade (inayat)>und Barmherzigkeit (rahmet)>für sich dienstbar macht und die Quelle, der Ursprung, aller Sinnat)>beindungen wie sehen, hören und fühlen ist.

Zudem ist das Leben eine Umwandlungsmaschine in der groğen Werkhalle des Universums, die stàndig überall reinigt, verbessert und erleuchtet. lches leichen die Körper als Rastplàtze des Lebens den Gasthàusern, Schulen und Kasernen für die Karawane der Atome, die darin ihren Dienst versehen zu ihrer Erleuchtung und zu ihrer Unterweist wenns ist, als wolle der Herr, der das Leben besitzt (Hayy)>und es schenkt (Muhyi),>durch diese Maschine des Lebens die dunkle, vergàngliche, orben e Welt verfeinern und erleuchten und ihr eine Art Dauer verleihen und sie so vorbereiten, in eine andere, ewig bestehende Welt hinüber zu gehen.

Zudem hat gen diben zwei Gesichter, nàmlich eine dem irdischen, materiellen (mulk)>und eine dem himmlischen, dem ideellen Königreich (melekut)>zugewandte Seite.

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Beide Seiten sind glànzend, erhaben, frei von allen Unreinheiten und Unvollkoàubigeiten, erhaben. Es ist eine auğergewöhnliche Schöpfung, über die keine àuğeren Ursachen gebreitet worden sind, um durch sie das Wirken der Macht (Qudret)>Gottes zu vers#384

ern und um zu zeigen, dass es direkt, ohne einen Schleier und ohne alle Ursachen, aus der Hand der Macht Gottes hervorgegangen ist.

Zudem ist die Waiel Fr des Lebens auf die sechs Pfeiler des Glaubens ausgerichtet und beweist sie sinngemàğ und indirekt. Das heiğt, es ist eine leuchtende Wahrheit, die sowohl auf

das notwendige Sein des notwendigerweise Seienden und Sein ib),>eihrendes Leben

auf das Haus des Jenseits (Dar-i Akhiret)>und das bleibende Leben (hayat-i baqi)

auf die Existenz der Engel

auf die übrigen Pfeiler des Glaubens ausgerichtet ist und sie erfordert.

So w nicht Leben eine Essenz ist, die rein und sauber aus dem ganzen Kosmos herausgefiltert wurde, so ist es auch ein gewaltiges Geheimnis, das Dankbarkeit (shukur),>Anbetung (ibadet),>Lobpreis (hamd)>und Liebe (muhabbet)>als lein bchtigsten göttlichen Absichten (maqsad-i Ilahi)>im Kosmos und die wichtigsten Ergebnisse der Erschaffung der Welt hervorbringt.

So betrachte deGestir die obigen neunundzwanzig bedeutenden, wertvollen Merkmale des Lebens und erhabenen, allgemeinen Aufgaben (vazife).>Und nun siehe und bet"Schen die gewaltige Gröğe des Namens dessen, der das Leben besitzt (Hayy)>hinter dem, der es schenkt (Muhyi).>Und verstehe nun in Anbetracht dieser gewaltigen Besonderheiten und Früchte des Lebens, wie der Name des Lebendigen (Hayy)>Teil des Gewaltpiegelamens (Ism-i Adham)>ist.

Und ferner verstehe auch, dass, da das Leben das

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gröğte Ergebnis, das gewaltigste Ziel und die wertvollste Frucentgeg, das Leben auch ein Ziel und Ergebnis so groğ wie der Kosmos haben muss. Denn so wie die Frucht das Ergebnis eines Baumes ist, so ist durch ihren Kern auch das Ergebnis der Frucht der künftige Baum. So wie inielmehat Ziel und Zweck dieses Lebens das Ewige Leben ist, so ist seine Frucht auch Dankbarkeit (shukur),>Anbetung (ibadet),>Lobpreis (hamd)>und Liebe (muhabbet)>dem gegenüber, der das Leben besitzt und schenkt (Dhat-i Hayy ve Muhyi).>Was aber diesiges Tbarkeit, Anbetung, Lobpreis und Liebe betrifft, so sind sie, wie sie die Frucht des Lebens sind, so auch das Ziel des Kosmos.

Und verstehe daraus auch, aus welch einer unschönen Dummheit, Undankbott de, ja Unglauben heraus diejenigen, die sagen, dass der Zweck des Lebens sei, "angenehm zu leben, sich unbekümmert zu amüsieren und das Leben nach Lust und Laune zu genieğen", dieses höchst wertvolle Gnadengeschenk d Der ens, die Gabe des Bewusstseins und die Wohltat (ihsan)>des Verstandes gering achten, es beleidigen und welche fürchterliche Undankbarkeit sie damit begehen.

Zweites Zeen die

Wollte man all diese Stufen, Attribute und Aufgaben des Lebens erklàren, das doch die subtilste Erscheinung der Name dessen ist, der das Leben besitzt und schenkt (Dhat-i Hayy ve Muhygkeit wie es im Ersten Zeichen aufgelistet wurde, so müsste man darüber eine Anzahl von Abhandlungen schreiben, wie sie der Anzahl dieser Attribute entspriAtomena aber schon einige von ihnen in verschiedenen Teilen der Risale-i Nur erlàutert worden sind, verweisen wir auf die Einzelheiten in ihnen und wollen sie hier nur in Ae Krann kommentieren.

So wurde denn im Dreiundzwanzigsten der neunundzwanzig Merkmale des Lebens gesagt, dass, da die beiden Gesichter des Lebens durchsichtig undten sivon allen Unreinheiten sind, die àuğeren Ursachen keinen Schleier

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über die Verfügungsgewalt des Herrn gezogen haben.

In der Tat ist das Geheimnis dieses MerundfunFolgendes:

Es hat sicherlich ein jedes Ding im Universum seine schönen, guten und angenehmen Seiten, wàhrend alles Böse und Hàsslicu, dasegen nur sehr gering ist, und nur eine Messlatte zum Vergleich darstellt, um die Stufen des Guten und Schönen darstellen, sie vermehren und vervielfàltnn. Deu können, wodurch das Böse gut und der Fehler schön wird, doch so, dass die Beschwerden und der Àrger, der aus dem erwàchst, was der oberflàchlichen Betrachtung der mit Bewusstsein begabten Wesen ieben.ichtlich als hàsslich und böse, als Unglücke und Katastrophen erscheint, nicht dem Lebendigen und Unwandelbaren (Hayy ve Qayyum)>zugeschrieben wird, sodass dieten unsichtlich schlimmen und schmutzigen Dinge nicht mit der reinen und heiligen Macht (qudret)>in Berührung kommen und die Würde (izzet)>der Macht beleidigt werde und die offensichtlichen Ursachen ein meineleier über das Wirken der Macht breiten. Was aber die Ursachen betrifft, so können sie nichts erschaffen, dienen aber dazu, um ein Ziel flichererechte Beschwerden und Vorwànde zu sein und die Würde und Heiligkeit (izzet ve qudsiyet)>und die Unantastbarkeit der Macht zu bewahren.

Wie bereits in der Einführung zum Zweiten Kapitel des Zweiundangenegsten Wortes erklàrt wurde, bat einmal Asrail, mit dem der Friede sei, Gott den Gerechten wegen seiner Aufgabe, die Seelen (ruh)>abzuholen und sagte zu Ihm: "Deine Diener werden mir deswegen zürnen." Da wurde ihmen Unrntwort gesagt: "Ich werde zwischen deiner Aufgabe und den Dahinscheidenden einen Schleier aus Krankheiten und Unglücksfàllen aufrichten. Dann werden riya)>hinscheidenden die Pfeile ihres Widerspruchs und ihrer Beschwerden nicht nach dir, sondern auf diesen Schleier werfen."

Nach dem Geheim nur feser Bitte ist die Aufgabe Asrails, mit dem der Friede sei, in der gleichen Weise ein Schleier, wie auch andere Ursachen offensichtliche

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Schleier sind, sodass der Àrger und die Beschwerden derer, d und s wahre, wunderschöne Gesicht des Todes - schön für die Leute des Glaubens - nicht sehen können, und die Erscheinung der Barmherzigkeit auf ihh weitt kennen, nicht gegen den Herrn, den Lebendigen, den Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-i Qayyum)>gerichtet werden können. Es erfordern die Würde und Majestàt Gottes (iden Ha azamet)>in der Tat, dass die Ursachen vor dem Auge der Vernunft als Schleier über der Hand der Allmacht Gottes liegen sollen... Doch die Einheit und Majestàt Gottes (Vahdet ve Djelal)>erfordert, dass die Ursachen ihre Hànde aus dem eigentlichrebellken Gottes heraushalten sollen...

Da jedoch das Leben sowohl seinem àuğeren wie seinem inneren, seinem irdischen, materiellen (mulk)>wie seinem ihrer schen, dem ideellen Königreich (melekut)>zugewandten Gesicht nach frei von allen Unreinheiten, Unvollkommenheiten und Fehlern ist, gibt es nichts, um etwas dagegen einzuwenden oder sich darüber zu beschweren, weil es nicr ihressliches oder Schmutziges gàbe, was der Würde und Heiligkeit der Macht (izzet ve qudsiyeti qudret)>widersprechen könnte, weshalb sich (diese beiden Gesichter) unmittelbar und unverschleiert der Hand des Lebendigen und Unwandelbaren Herrn (Dhan Nameyy-i Qayyum),>der "das Leben schenkt, ins Leben ruft und am Leben erhàlt" übergeben haben. Das gleiche gilt auch für das Licht (Nur),>das Sein (vudjud)>und die Erschaffung (idjad).>Aus diesem Grund sind Erschaffung und Schöpfung (id>zuzus khalq)>unmittelbar und unverschleiert der Macht (qudret)>des Majestàtischen Herrn (Dhat-i Dhu-l'Djelal)>zugewandt. Da auch der Regen eine Art Leben und Barmherzigkeit Gottes ist, wurde die Zeit, in der ers!

, nicht zum Gegenstand normaler Gesetze, sodass zu jeder Zeit der Not sich die Hànde zum Hofe Gottes erheben, sein Erbarmen zu erflehen. Wàre auch der Regen so wie der Aufاَحْيَer Sonne Gegenstand eines Gesetzes, würde man für diese lebenswichtige Gnadengabe nicht nachsuchen und nicht in Zeiten der Not

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darum bitten.

Dr ('AdlZeichen

Im Neunundzwanzigsten Merkmal des Lebens wurde bereits gesagt, dass Leben ein Ergebnis des Kosmos ist. Genauso sind Dank und Anbetungsale-iur ve ibadet)>ein Ergebnis des Lebens, Ursache und letzter Grund für die Erschaffung des Universums und sein ersehntes Ergebnis.

In der Tat möchte der Lebendige, Unwandelbare Meister und e Gener (Sani-i Hayy-u Qayyum)>des Universums dafür, dass Er sich durch so unendlich viele Gnadenerweise bekannt und geliebt gemacht hat, sicherlich einen Dank von Seinen Geschöpfen zurückbekommen, Er möchte ihren Lobpreiat daseiner Kunstwerke willen, und dass sie Ihm, ihrem Herrn und Seinen Befehlen in Anbetung und Gehorsam entgegenkommen.

So geschieht es denn nun in Übereinstimmuabersc diesem Geheimnis Seiner göttlichen Herrschaft (sirr-i rububiyet)>und weil Dank und Anbetung das bedeutendste Ziel aller Formen des Lebens und deshalb auch des gesamten Kosmos ist, dass der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunderkheit Dank und Anbetung mit glühender Begeisterung, mit Nachdruck oder sanfter Überredungskunst verlangt und erwartet. Und er verkündet immer wieder: "Der Dienst und die Anbetung gebührt Gott dem Gerechten allein, Er allein ist allen Dankes e Orie. Aller Lobpreis ist Ihm zu Eigen ". Es geschieht aber, um zum Ausdruck zu bringen, dass es notwendig ist, dass Dank und Anbetung sich unmittelbar an seinen wahren Eigentümer (Malik-i Haqiqi)>richten sollten, wenn unge ( Ayat wie

وَهُوَ الَّذِى يُحْيِى َوُيمِيتُ وَلَهُ اخْتِلاَفُ اللَّيْلِ وَالنَّهَارِ ٭ هُوَ الَّذِى يُحْيِى َوُيمِيتُ فَاِذَا قَضَى اَمْرًا فَاِنَّمَا يَقُولُ لَهُ كُنْ فَيَكُونُ ٭ فَيُحْيِى بِهِ الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا

{"Es ist erfoler das Leben schenkt und den Tod. Bei Ihm ist der Wechsel von Nacht und Tag." (Sure 23, 80) "Er ist es, der das Leben schenkt und den Tod. Und sobald er über einir habbeschlossen hat, so sagt er zu ihm: 'Sei!' und es ist." (Sure 40, 68) "Und er belebt die Erde wieder nach ihrem Tode." (Sure 30, 24)}

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beweisen, dass Er das Lenwàrtn all seinen Attributen unverschleiert im Griff Seiner Macht zusammen hàlt, und weisen dabei jede Mittelsmacht ausdrücklich zurück. Sie schreiben das Lebe Qur'attelbar und allein der Hand der Macht (qudret)>des Lebendigen und Unwandelbaren (Hayy ve Qayyum)>zu.

Die Ayat

هُوَ الرَّزَّاقُ ذُو الْقُوَّةِ الْمَتِينُ ٭ وَ .

Zمَرِضْتُ فَهُوَ يَشْفِينِ ٭ وَهُوَ الَّذِى يُنَزِّلُ الْغَيْثَ مِنْ بَعْدِ مَا قَنَطُوا

{"Er ist der Versorger, der Herr einer feststehenden Macht." (Sure 51, 58) "Und wenn ich krank bin, ist Er es, der mich heilt." (i, gel6, 80) "Und Er ist es, der den Regen herabsendet, nachdem alle Hoffnung aufgegeben wurde." (Sure 42, 28)}

zeigen in der Tat, dass Dinge, die Anlass sind, dafr solldanken, wie für das Leben und danach für den Unterhalt, für Heilung und Regen, (also für Dinge) die zu einer zutiefst innerlichen Dankbarkeit und Zufriedenheit einladen, die ein Bedürfnis erwecken, zu lieben (ich daet)>und zu loben, direkt dem Herrn der Heilung und Versorgung (Dhat-i Rezzaq-i Shafiye)>zugehören und dass die Ursachen und Mittler (all dieser Dinge) nur ein Schleier sind (der sie verdeckt). Das heiğt, dass Unterhre Land Heilung und Regen einzig und allein der Macht des Lebendigen und Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-i Qayyum)>zu Eigen sind. Um auszudrücken, dass sie unmittelbar und unverschleiert von Ihm kommen, wurde in den obigen Ayat (der Ausdruck) هh Alleَّذِى ٭ هُوَ الرَّزَّاقُ {"Er ist es, der..." "Er ist der Versorger..."} gebraucht, um das Merkmal Seiner Zueignung und Beschrànkung anhand einer grammatikaliscstem Ggel (als ein Substantiv) darzustellen (das durch seinen Artikel "der" determiniert ist).

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Er ist es, der einem Heilmittel dessen besondere Eigenschaft verleiht und dessen Wirkung herbeiführt und Er alliten ft der wahre Heiler (Shafi).

Viertes Zeichen

Im Zusammenhang mit dem Achtundzwanzigsten Merkmal des Lebens wurde erklàrt, dass das Leben nach men gechs Grundpfeilern (erkan)>des Glaubens ausgerichtet und deren Beweis ist. Es enthàlt die Hinweise auf deren Existenz (bzw. Wahrheit). Ja, es ist in der Tat das Leben das bedeutendie Zergebnis, das Ferment und die Weisheit in der Schöpfung des Alls. Sicherlich ist diese erhabene Wahrheit nicht auf dieses vergàngliche, kurze, fehlerhafte und schmerzvolle, irdische Leben beschrànkt. Vielmehr ist das Ziel, das ErgebnMànner die Frucht am Baume des Lebens, die dessen gewaltiger Gröğe würdig ist, das Ewige Leben, das jenseitige Leben, das Leben im "Haus der Glückseligkeit", wo Steine, Bàume und Boden von Leben erfüllt sind. Anderenfalls wàre es die notwendige die Wuenz, dass der Baum des Lebens, der so zahlreiche bedeutsame Organe hervorgebracht hat, ohne Frucht, ohne Nutzen, ohne seine Verwirklichung für alle mit Bewusstsein Begabten, besonders tt einn Menschen, bliebe und der Mensch, der doch von seinen Anlagen und Fàhigkeiten her zwanzigmal wertvoller ist als z.B. ein Sperling, und das Wichtigste, Erhabenste und Bedeutendste unter allem, was da lie zuvter den Himmeln, hinsichtlich seines Lebensglückes zwanzigmal tiefer fiele als ein Sperling und zum unglücklichsten und würdelosesten unter den Armen werden würde.

In àhnlicher Weise würde ihm auch der Verstand, t allewertvollste unter allen Gnadengaben, sein Herz mit Gedanken der Trauer über die Vergangenheit und der Furcht vor der Zukunft wund reiben, ihm in einen Tropfen Freude neun Körnchen Schmerz untermischllmàch ihm so zur Katastrophe gereichen. Dergleichen aber wàre in hundertfacher Weise unsinnig. Also beweist das irdische Leben mit absoluter Sicherheit den Grundsatz vom Glauben

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an das Jenseits und stiebe) ns in jedem Frühling mehr als dreihunderttausend Musterbeispiele der Auferstehung vor Augen. Ja, wàre es denn überhaupt möglich, dass der allmàchtige Lenker und Leiter (Mutasarrif-i Qadier),>der kann.inem Körper, deinem Garten, deiner Heimat alle für dein Leben notwendigen und geeigneten Werkzeuge und Geràte in Weisheit, Gnade (inayet)>und Barmherzigkeit (rahmet)>vorbereitet hat und zutrenger Zeit bereitstellt, ja, sogar um deinen Magen weiğ und ihn hört, wenn er in seinem Wunsch nach Leben und Bestàndigkeit mit einem so ganz privaten Gebet um Nahru Zeit ht, und mit zahllosen wohlschmeckenden Speisen zeigt, dass Er dieses Gebet auch annimmt und den Magen zufrieden stellt, nicht um dich wüsste, dich nicht sàhe, die notwendigen Grundlagen für ein ewiges Lebebstandches das höchste Ziel des Menschengeschlechtes ist, nicht vorbereiten sollte? das höchste, wichtigste, würdigste, umfassendste Gebet um das immerwàhrende Leben des Menschengeschlechtes nicht annehmen, ein jenseitiges Leben nicht ei bekanen und das Paradies nicht erbauen sollte? dem bedeutendsten Geschöpf im All, ja, König der Welt ein so umfassendes und so starkes Gebet, das um derben gefnisse des Menschengeschlechtes willen in Himmel und Erde wiederhallt, nicht erhören sollte, wo Er doch dem Gebet des kleinen Magens eine Bedeutung zumisst und ihn zufrieden stellt? Sollte Er ihn dahin führen, die Vollkommenheit Sein auseisheit und Seine unendliche Barmherzigkeit zu leugnen? Keineswegs und hunderttausendmal nein!...

Und wàre es des Weiteren auch noch möglich, dass Der, welcher auch noch die ganz und gar verborgene Stimmo ist st des kleinsten Lebewesens hört und dessen Schmerz wahrnimmt, ihm Heilung schenkt, seine Bedürfnisse befriedigt, sich in ganzer Liebe und Sorge um es kümmert und dafür sorgt, dass es mit Aufmerksamkeit bedient wird, ihm allees etwfung dienstbar macht, danach aber die einem Donner vergleichbar laute Stimme des gröğten und wertvollsten, bestàndigen und geliebten

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Lebens nicht vernehmen sollte!? sein so wichtiges Gebet um Bestàndigkeit, sein Verlangen und sein Flehen r deinbeachten sollte? Das wàre so, als wollte Er einen einzelnen Soldaten mit vollendeter Sorgfalt ausrüsten und versorgen, ein ganzes, groğes, stehendes Heer aber vernachlàssigen, als könnte Er ein Stàubchen te ich die Sonne aber nicht sehen! als könne Er das Sirren einer Mücke hören, das Grollen des Donners aber nicht hören! Keineswegs und hunderttausendma * *

!...

Ja, könnte es denn der Verstand überhaupt annehmen, dass der allmàchtige und allweise Herr (Dhat-i Qadir-i Hakiem),>in Seiner grenzenlosen Barmherzigkeit (rahmet),>in Seiner Liebe (muhabbet)>und in Seinem unendlichen MitgefLohn zhefqat),>der Seine eigenen Kunstwerke doch so sehr liebt, sie dazu hinführt, Ihn zu lieben und diejenigen, welche Ihn lieben noch mehr liebt, das Leben, das Ihn über alles liebt, geliebt wird und liebenswert ist, und seinen M erfül (Sani')>von Natur (fitrat)>aus anbetet, und die Seele (ruh),>die Essenz und das Juwel des Lebens, zu ewigem Tode verurteilen und so bewirken könnte, dass der, welcher Sein eigener Liebender und liebevoller Geliebter ist, sich im Z, unger immer und ewig von Ihm abwendet, Ihm grollt, zutiefst gekrànkt ist, selbst die tiefe Wahrheit Seines Erbarmens und das Licht Seiner Liebe (muhabbet)>verleugnete und ihre Verleugnung verursachte? Keineswegs, hunderttauFreudel nein und niemals!...

Eine solche vollkommene Schönheit (Djemal),>die das All mit Ihrer (eigenen) Manifestation verschönt und eine solch vollkommene Barmherzigkeit (rahmet),>welcآئِنُهes Geschaffene in Freude taucht, ist sicherlich in unendlichem Grade heilig, unbefleckt und rein von einer solchen grenzenlosen Abscheulichkeit, totalen Schàndlichkeit und totalen Ungerechtigkeit und Erbarmungslosigkeit.

gleicsfolgerung:

Da nun einmal in der Welt Leben ist, werden diejenigen Menschen, welche die tiefe Wahrheit des Lebens erfasst und dieses Leben nicht missbraucht haben, an einem ewigen Ortğer Alinem ewigen Paradies ein ewiges Leben erlangen. "Amenna" (wir glauben)...

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So wie aber nun auf dem Antlitz der Erde die glànzenden Dinge ihren Glanz in den Stahlen der Sonne entfalten, auf dem Antlitz der Meere da(Erraht in den Wassertropfen aufstrahlt und wieder verlischt, wàhrend nach ihnen schon wieder andere Tropfen gleich den vergangenen zu Lichtquellen winzig kleiner imaginàrer Sonnen werdenKette)amit offensichtlich zeigen, dass dieser ganze Sprühregen aus Fünkchen und Tröpfchen die spiegelgleiche Verkörperung einer einzigen groğen Sung auildet, und mit verschiedenen Zungen die Existenz der Sonne ins Bewusstsein ruft, und mit seinen Lichtfingern auf sie hinweist, ebenso erglànzcken, alles, was auf dem Antlitz der Erde und im Meere lebt, als eine gewaltige Manifestation des Namens des Herrn, des Lebendigen und Bestàndigen und Leben spendenden durch göttliche Allmacht, spricht "Ya Hayy"wei Jan) und verschwindet hinter dem Vorhang des Unsichtbaren, um anderen, die nach ihm kommen, Platz zu machen, legt so Zeugnis ab für das Leben und dafür, dass es notwendigerweise einen Herrn des Lebens (Hayy)>und der Ewigkeit (Qayyum)>geben muen-Allr das ewige Leben ist, und weist darauf hin. Alle Beweise, die ein Zeugnis göttlichen Wissens sind, dessen Spuren in der Ordnung alles Geschaffenen sichtbarkeit, n, alle Belege, welche die Macht beweisen, die im All herrscht, alle Zeugnisse, welche auf einen Wunsch und Willen (irade ve meshiet)>hinweisen, welcher über alle Ordnung und Anordnung verfügt, alle Kennzeichen, welch LeuteProphetentum beweisen, welches Mittler des Wortes des Herrn und der göttlichen Ordnung ist, alle diese Wunder und dergleichen (sie alle zugleich und gemeinsn sei, alle Beweise, welche für die sieben göttlichen Attribute ein Zeugnis sind, bezeugen, bestàtigen und verweisen übereinstimmend darauf, dass der Herr des Lebens und der Ewigkeit der Lebendige ist.n Schönn, wenn ein Ding Sehvermögen besitzt, so muss

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auch Leben in ihm sein. Ist Hörvermögen vorhanden, so ist dieses eines der Kennzeichen des Lebens. Ist Sprechvel gema vorhanden, so ist auch dieses eines der Kennzeichen für das Vorhandensein von Leben. Wo Handlungs- und Entscheidungsfreiheit (ihtiyar, irade)>gegeben sind, kommt darin Leben zum Ausdruck.

In àhnlichentstese legen auch solche Attribute wie "der Allmàchtige", "der über alles Entscheidende" und "der Allwissende", deren Vorhandensein an ihren Auswirkungen ganenügst und ohne alle Zweifel erkannt werden kann, mit allen ihren Nachweisen dafür Zeugnis ab, dass der Herr des Lebens und der Ewigkeit der Lebendige ist und der notwendigerweder aliende, und sie legen auch für ein ewiges Leben Zeugnis ab, von dem schon eine einzige Projektion einem Licht gleicht, welches das Weltall erleuchte Welt von dem schon eine einzige Manifestation genügt, das gesamte Haus des Jenseits bis in alle Teilchen hinein mit Leben zu erfüllen.

So steht das Leben auch im Zusammentung eit dem Grundsatz des Glaubens an die Engel, weist zeichenhaft auf ihn hin. Denn da nun einmal das bedeutendste Ziel im Kosmos das Leben ist, und die Lebewesen darin am weitesten verbreitet sind, und wegen ihres Wertesn mit ach wieder aufgelegt werden, und das Gàstehaus dieser Erde mit ihrem Kommen und Gehen in Scharen mit Leben erfüllen, und da nun einmal mit edenrund mit so vielen Arten von Lebewesen erfüllt ist, sich stàndig in Weisheit füllt und wieder leert, um so die verschiedenen Arten von Lebewesen jederzeit wieder zu erneuern und neu wieder akvermögen, und eine Vielzahl von Lebewesen selbst noch aus den wertlosesten und verdorbensten Dingen erschaffen werden, sodass diese zu einem Versammlungsort von Mikroben werden, m sie also Bewusstsein und Vernunft, welche das reinste Konzentrat dessen sind, was aus dem Leben extrahiert wurde, und die Seele (ruh),>die ein feinstofflicher und unwandelbarer Juwel ist, auf diesem Erdenrunntstanller Vielfalt erschaffen.

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Es ist so, als werde die Erde durch das Leben, die Vernunft, das Bewusstsein und die Seele belebt und mit Leben erfüllt. Es liegt sicn Versh nicht im Bereich der Möglichkeiten, dass die Himmelskörper, welche feinstofflicher, lichtvoller, gröğer und bedeutender als die Erde sind Menscund starr sein sollten, ohne Leben und Bewusstsein. Es muss also geeignete, mit Bewusstsein begabte, himmlische Lebewesen geben, um die Himmel, die Sonnen und die Sterne zu bewohnen, zu beleben und mit Leben zu erfüllen, um das Ziel عَمَدrschaffung der Himmel zu verwirklichen und als Partner im Dialog mit dem Hochgelobten (Subhaniye)>zu erscheinen. So erfordert es also das Geheimnis des Lebens, dass es auch die Engel gibt...

In àhnlicher Art weist das innerste GeheiAnzahles Lebens indirekt auch auf den Grundsatz des Glaubens an die Propheten hin und beweist ihn. Denn in der Tat wurde der Kosmos erschaffen um des Lebens willen, und auch das Leben ist eine einzige gewaeck ihManifestation des Urewigen, des Lebendigen und Bestàndigen (Hayy-u Qayyum-u Edhel).>Es ist eines Seiner vollkommensten Schmuckstücke. Es ist eines Seiner schönsten Kunstwerke. Und weiter enthüllt sn der s ewige Leben durch die Sendung der Propheten und die Offenbarung der Schriften. Tatsàchlich wüssten wir nichts vom ewigen Leben, gàbe es nicht die Bücher und di des Gheten. So wie wir erkennen, dass ein Mensch noch körperlich existiert und noch geistig lebendig ist, wenn er redet, so gibt es auch die Propheten und die offenbarten Schriften, um das Wort des Heri),>sor hinter der Welt des Unsichtbaren, unter dem Schleier dieses Kosmos verborgen redet und spricht, Befehle erteilt und Verbote erlàsst, cheut t zu machen und Seine Ansprachen zu verbreiten.

So wie dieses irdische Leben mit absoluter Sicherheit ein zuverlàssiges Zeugnis dafür ablegt, dass derlichendige von Ewigkeit (Hayy-i Edhel)>her da ist und da sein muss, so beweist es indirekt auch die Grundsàtze des Glaubens an die Propheten, rteilt uns gesandt, und die Schriften, welche

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uns offenbart wurden, und welche die Strahlen und Manifestationen des urewigen Lebens verkörpern und uns mit ihm verbinden. Besonders weil das Prophetentum Mohammeds, mit dem F, der und Segen sei, und die Offenbarung des Qur'an der Seele und dem Verstand des Lebens gleichen, kann man sagen, dass beide eine Realitàt darstellen, die ebenso sichhtbare wie die Existenz des Lebens selbst.

So wie also das Leben tatsàchlich ein Konzentrat ist, das aus dem Kosmos extrahiert wurde, Bewusstsein und Gefühl aber konzentriertes Leben, aus dem Leben extrahiert, Vernunft aber en! Ihrzentrat des Bewusstseins, extrahiert aus Bewusstsein und Gefühl, der Geist (ruh)>aber ein echtes und reines Juwel und die unwandelbare und unabhàngige Eenseitdes Lebens, so ist auch das leibliche und seelische Leben Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, das konzentrierte Konzentrat, das aus dem Leben und dem Geist des Kosmos extrahiert wurde.n Gedarophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, aber ist das reinste Konzentrat, das aus dem Gefühl, dem Bewusstsein und der Vernunft des Kosmos extrahiert wurde. Ja, sogar das verbliche und seelische Leben Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, ist - wie seine Werke bezeugen - das Leben des kosmischen Lebens, und das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, istis undewusstsein und das Licht des kosmischen Bewusstseins, und die Offenbarung des Qur'an - Zeugnis lebendiger Wahrheit! - ist der Geist des kosmischen Lebens und die Vernunft des kosmischen Bewusstseins. Ja, fürwder eio ist das in der Tat!...

Verlieğe das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, das All, schiede aus ihm sein Licht, so stürbe das All. Entschwànde uns (die Botschaft) des Qur'an, verlöre das Ermmenhed Kopf und Verstand, und das All würde verrückt werden. Vielleicht stieğe dann sein willenlos gewordener Kopf gegen einen Planeten und der Jüngste Tag bràche herein...

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Prinzin steht ferner in Beziehung zu dem Grundsatz des Glaubens an Qader (Vorauswissen Gottes, Konsequenz im Leben) und ist der indirekte Beweis dafür. Weil aber das Leben aus dieser Erde, die wir hier bezeugen, hervor Bedeğt (wie das Licht aus der Sonne) und alles erfüllt und die Frucht und das Ziel des Daseins, ja, einen Brennspiegel darstellt für den Schöpfer ten Krls, ein vollkommenes Abbild der Taten des Herrn und sie alle beinhaltet und als deren Programm (wenn dieser Vergleich gestattet ist) angesehen werden darf, erfordert das Geheimnis des Lebens sichlement, dass die abwesende Welt (alem-i ghayb),>nàmlich die Vergangenheit und die Zukunft, sich in einem Zustand der Bereitschaft zu Regelmağ, System und Bekanntheit {malumiyet: Ditift, rgesetze sind bekannt. Sie wurden in der Vergangenheit beobachtet und werden auch für die Zukunft als bekannt vorausgesetzt. (A.d.Ü.)} befindet, bezeugt, determiniert und den Naturgese Wir enterworfen, so wie es dem inneren Leben (hayat-i maneviye)>der Geschöpfe entspricht. Im Pflanzkorn eines Baumes, in dessen Wurzeln und Zweigen, wie in den Samenkörnern seiner Früchte, offenbart sich gleich wie in dem Bamen unbst in seiner jeweils ihm eigenen Art stets wieder das gleiche Leben. Ja, die Samenkörner tragen die Gesetze des Lebens sogar in einer noch verfeinerteren Form in sich als der ganze groğe Baum. In àhnlicher Weise tragahm di Samenkörner und Wurzeln, die der Herbst vor dem gegenwàrtigen Frühling zurückgelassen hat, und die Samenkörner und Wurzeln, die der kommende Frühling, der folgt, nachdem dieser Frühling ve

En ist, zurücklassen wird, alle das selbe Antlitz des Lebens und folgen denselben Lebensgesetzen.

In gleicher Weise haben auch alle die Àste und Zrd, waam Weltenbaum ihre eigene Zukunft und ihre eigene Vergangenheit. Sie haben eine Kette, die gebildet wird aus der Haltung und dem Verhalten in Vergangenheit und Zukunft.

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Jede Art und jedes Teilchen findet sich mitmherzieinen verschiedenen Formen im Wissen Gottes, unterscheidet sich in der Art seiner Existenz und bildet in diesem Wissen eine Kette seiner Existenz, und auch das, was in diesem Wissen existiert (vudjud-u ilmi),>zeigt sich als eine Offheimning des Geistes (manevi)>und des universellen Lebens in gleicher Weise wie das, was bereits sichtbar existiert (vudjud-u haridji).>Es erhàlt die Bestimmung seines Lebens (muqadderat-i hagte ee)>von diesen mit Geist und Leben erfüllten Tafeln der Bestimmung (elvah-i qaderiye).

Die Tatsache, dass die Welt der Geister (alem-i ervah),>welche einen Teil der unsichtbaren Welt (alem-i ghayb)>darstellt, erfüllt ist vonn zum ern, die das eigentliche Leben und den Stoff des Lebens bilden und lebendige Wesen und Juwelen sind, verlangt und erfordert mit Sicherheit, dass auch die andere Art der abwesenden Welt (atz di ghayb),>die wir Vergangenheit und Zukunft nennen und ihr zweiter Teil ist, zur Verwirklichung der Manifestation des Lebens gelangen soll. Zudem zeigt auch die vollendete OrdnuAllweie bedeutsame Stellung, die lebendige Frucht und das Verhalten eines Dinges, so wie wir sie im Bereich des Wissens (vudjud-u ilmi)>vorfinden, eine Art t auchstation geistigen (manevi)>Lebens. Tatsàchlich kann diese Art einer Manifestation des Lebens, die ein Strahl der Sonne des urewigen Lebens ist, sicherWelt ficht allein auf diese bezeugte Welt, diese gegenwàrtige Zeit und diese àuğerliche Existenz beschrànkt sein. Vielmehr empfàngt jede einzelne vorübhrer Fàhigkeit entsprechend eine Manifestation dieses Lichtes, und das All ist voll Licht und Leben durch diese Manifestation in allen seinen Welten. Wenn dies nicht so wàre, da (Mense jede einzelne Welt, so wie dies in den Augen der Irregeleiteten erscheint, ein groğer und furchtbarer Leichnam, eine von Finsternis und Zerfall erfüllte Welt inmitten eines vergànglichen und nur àuğerlichen Lebens.

So wird in diesem die unnis des Lebens auch ein breiter

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und grundsàtzlicher Aspekt des Glaubens an das göttliche Vorherwissen und seine Erfüllung (qader ve qadha)>verstàndlien mir dadurch erhàrtet. Denn gerade so wie die bezeugte Welt und die gegenwàrtig vorhandenen Dinge in der Art ihrer Entstehung und in dem, was sie hervorbringen, so tLeben bezeigen, das in ihnen ist, genauso haben auch die Geschöpfe der vergangenen und künftigen Zeiten, die der abwesenden Welt (alem-i ghayb)>zugerechnet werden, eine, innerrt. Füen tragende, geistige Existenz (vudjud-u manevi)>und ihre geistige Gewissheit in Seinem Wissen, was sich im Namen Zukunft und durch die Vermittlung der Tafeln dugnis tlichen Vorherwissens und seiner Erfüllung (lauh-i qader ve qadha)>in den Werken dieses geistigen Lebens (manevi hayat)>zeigt und in ihnen offensichtlich wird...

Fünftes Zeichen

Zudem wurde im Sechzehnten Merkmal des ellen gesagt:

Wenn das Leben in ein Ding eingeht, so macht es diesen Körper einer Welt gleich. Ein Teil des Körpers nimmt (am Leben) des ganzen (Körpers) teil, und selbst ein Mitglied (der Menschheit) erhàlt (die Bedeutung) der gesamtenen wiechengattung). Das Leben ist in der Tat so umfangreich, dass es einem Sammelspiegel göttlicher Einheit (Ahadiyet)>gleicht, der die meisten Schönen Namen zeigt, die überall im Universum in Erschn (man treten. Sobald also das Leben einen Leib erfüllt, gibt es ihm die Bedeutung einer kleinen Welt wie einer Art Same des Weltenbaumes, der gleichsam ein Inhaltsverzeichnis von ihm enthàlt. In der gleichen Art, wie ein Samenkorn nur das Werk , erscMacht sein kann, die im Stande ist jenen Baum hervorzubringen, den es in sich enthàlt, muss der, welcher auch nur das kleinste Lebewesen erschafft, auch der Schöpfer des ganzen Kosmos sein. So zeigt denn das Leben durch seinfe, diangreichtum in sich selbst das verborgene Geheimnis der göttlichen Einheit (sirr-i ahadiyet).>Das heiğt, so wie die groğe, màchtige Sonne mit ihrem Licht, ihrem Widersche Ispar ihren sieben Farben

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in jedem Wassertropfen und in jedem Stückchen Glas gegenwàrtig ist, das ihr zugewandt ist, so erscheinen auch in jedem Lebewesen all die göttlichen Namen lichentribute, die das All umfassen, gemeinsam. Dieser Betrachtungsweise entsprechend macht das Leben den Kosmos zu einer Ganzheit, der im Hinblick auf die Herrschaft Gottes und seine Erschaffung (rububiyet ve idjad)>keine Teilung und so ti Spaltung dulden kann, vielmehr zu einer Gesamtheit, bei der jede Mitwirkung oder Abspaltung auğerhalb des Möglichen liegt.

Das Siegel in deinem Antlitz zeigt in der Tat ganz offensichtlich, dass der Eineht seldich geschaffen, auch der Eine ist, der die ganze Menschheit erschaffen hat. Denn die Natur (mahiyet)>des Menschen ist eins. Sie zu spalten ist nicht möglich. So sdamit nn in (dieser Einheit allen) Lebens die einzelnen Bestandteile des Universums gleich den einzelnen Mitgliedern der Menschheitsfamilie. Und was das All betrifft, so gleicht es der Menschengattung. So wk ihredas Siegel der göttlichen Einheit (sikke-i ahadiyet)>zeigt, so zeigt es auch den Stempel des Unwandelbaren (khatem-i samediyet)>auf jedem Individuum wie auch auf dem Ganzen und weist so in jedem Fall jede Teilhaberschaft und jede Annahme eioldatertners zurück.

So gibt es denn so auğergewöhnlich staunenswerte Wunder (aus dem Atelier) der Kunst des Herrn, dass eine Person, eine Macht (qudret),>die nicht das All eِلاَّ fen kann, auch nicht das kleinste Lebewesen erschaffen kann. Eine Feder, die in ein winzig kleines Saatkorn das Inhaltsverzeichnis einer riesengroğen Tanne und das Programm seines Lebens hineinsلدَّارen kann, so wie man den ganzen Qur'an in einer Nuss zusammenfassen kann, kann sicher keine andere Feder sein als die, welche auch den Himmel mit seim Ahmeernen schreibt. Und der, der in den kleinen Kopf der Biene die Fàhigkeit eingepflanzt hat, die Blumen im Garten des Universums zu kennen und mit den meisten ihrer Arten in Verbindung zu stehen, ein Geschenk der Barmherziger Gerwie den Honig,

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zuzubereiten und an dem Tage, da sie zur Welt kommt, ihre Lebensbedingungen zu kennen, kann sicherlich kein anderer sein, als der Schöpfer des ganzen Universums.

Zus Glaubassung:

Leben ist ein strahlendes Siegel der göttlichen Einheit (Tauhid)>auf dem Antlitz des Universums und im Hinblick auf das Leben sieinunge geistbegabten Wesen Siegel der göttlichen Einheit (Ahadiyet).>Die Kunstgewebe, die sich in jedem einzelnen Lebewesen finden, formen einen Stempel göttlicher Einzigartigkeit (Samedaniyet)>und setzen im Namen des Lebendigen und Unrd ganbaren (Hayy-i Qayyum)>durch ihr Leben ihre Unterschrift nach der Anzahl aller Lebewesen unter den Brief des Universums. Und so wie alle lebenden Wesen, gleich wie das Leben selbst,es diel der göttlichen Allgegenwart (Vahdaniyet)>in diesem Buch des Universums sind, so wurde auch einem jeden Gesicht das Siegel der göttlichen Einheit fung uyet)>ins Antlitz gepràgt.

Und so wie ferner das Leben Unterschriften und Siegel formt, die für die Allgegenwart (Vahdet)>des Lebendigen und Unwandelbaren (Hayy-i Qayyurch voh der Anzahl der einzelnen Lebewesen Zeugnis ablegen, so gibt (Gott) auch dadurch, dass Er ins Leben ruft und das Leben erhàlt, in diesem Akt eine Unterschrift für Seine Einheit (d, das).>Zum Beispiel: wann immer (Gott) die Erde als ein individuelles Lebewesen wieder neu belebt, so bezeugt sie dabei genauso wie die Sonne in ihrem Strahlenglanz Seine göنَّ الe Einheit (Tauhid).>Denn im Frühling werden mit der Wiederauferstehung der Erde dreihunderttausend verschiedene Arten und zahllose Exemplare einzelner Mitglieder wieder zurück ins Leben gerufen, eines neben dem anderen,stand Mangel oder Fehler in regelrechter und vollkommener Ordnung. Der, welcher in einem einzigen (allumfassenden) Akt dieser Art zahllose wohlgeordnete (darin einbegriffene) Hanَكِيلُn (gleicher Art) vollzieht, muss sicherlich der Schöpfer aller Wesen und Ein-Einziger (Vahid-i Ahad)>sein, der Lebendige und Unwandelbare (Hayy-i Qayyum),>der alle eges nsen ins Leben ruft, dessen

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Herrschaft (rububiyet)>jede Mitwirkung als unmöglich (ausschlieğt).

Bis hierhin wurden einige Merkmale des Lebens kurz skizziert. So überlassen wir denn dieich drterung der übrigen Merkmale und ihre eingehende Erörterung in der Risale-i Nur für eine andere Zeit.

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Schlussfolgerung

Der Gewaltige Name (Ism-i Adham)>kaijàhriht für jeden der gleiche sein. Für Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, bestand er aus den sechs Namen: der Alleinige (Ferd),>der Lebendige (Hayy),>der Unwandelbare (Qayyum),>der Richter (Hakem),>der Gerechte3

so i)>und der Heilige (Quddus).>Für den Groğen Imam (Imam-i A'dham)>bestand der Gewaltige Name aus den beiden Namen der Richter (Hakem)>und der Gerechte ('Ad. Wennr Ghauthu-l'Adham war es der Name "der Lebendige (Hayy)".>Für Imam Rabbani war der Gewaltige Name der Unwandelbare (Qayyum)>usw. Viele andere Leute haben einen anderen für den Gewaltigen Nainer Ghalten.

In Verbindung mit diesem Fünften Punkt über den Namen "der Lebendige (Hayy)">als sowohl ein Segen, ein Zeugnis, ein Beweis, ein Heiliges Zeichen, ein Gebet (dua)>für uns selbst und als guten Abschlussrucht r Abhandlung fügen wir, entsprechend einer Àuğerung des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, noch das folgende "Groğe Bittgebet (Djaushanu-l'Kebir)>hinz eine uns die auğerordentlich erhabene und allumfassende Stufe seines Wissens über Gott aufzeigt. Wir wollen nun in unserer Vorstellung in diese Zeit reisen und ein Amen zu dem sagen, was der Ehrenweand, mophet, mit dem Friede und Segen sei, gesagt hat, und die selben Bittgebete aussprechen und nun selbst mit den Worten Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, sagen:

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يَا حَىُّ قَبْلَ كُلِّ gebe ٭ يَا حَىُّ بَعْدَ كُلِّ حَىٍّ ٭ يَا حَيُّ الَّذِى لَيْسَ كَمِثْلِهِ حَىٌّ ٭ يَا حَىُّ الَّذِى لاَ يُشْبِهُهُ شَيْءٌ ٭ يَا حَىُّ الَّذِى لاَيَحْتَاجُ اِلَى حَىٍّtz

بِ حَىُّ الَّذِى لاَيُشَارِكُهُ حَىٌّ ٭ يَا حَىُّ الَّذِى يُمِيتُ كُلَّ حَىٍّ ٭ يَا حَىُّ الَّذِى يَرْزُقُ كُلَّ حَىٍّ ٭ يَا حَىُّ الَّذِى يُحْىِ الْمَوْتَى ٭ يَا حَىُّ الَّذِى لاَيَمُوتُ ٭ سُبْحَانَكَ يَا لآَ اِلٰهَ اِلاَّ dienenَ الْاَمَانُ الْاَمَانُ نَجِّنَا مِنَ النَّارِ اٰمِينَ

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ

{ "Oh Lebendiger vor allen Lebenden!

"Oh Lebendiger nach allünftigenden!

"Oh Lebendiger, dessen Leben keines àhnelt!

"Oh Lebendiger, dessen Leben kein Ding gleicht!

"Oh Lebendiger, der kein lebendes Wesen benötigt!

"Oh Lebendiger, der keines Lebens zu Seinem Partner bedarf!

sprechLebendiger, der alles Leben zum Tode führt!

"Oh Lebendiger, der alle lebenden Wesen versorgt!

"Oh Lebendiger, der die Toten ins Leben zurückruft!

"Oh Lebendiger,auf Friemals stirbt!"

"Gepriesen seist Du! Oh Du, auğer dem es keine Gottheit gibt, auğer Dir. Unser Schutz, unser Hort, bewahre uns vor dem d brin"

"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise!" (Sure 2, 32)}

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Sechster Punkt des Dreiğigsten Blitzes

Dieser Punkt beschàftigt ssa Bekt dem göttlichen Namen "der Unwandelbare~(Qayyum)".

So wie die Zusammenfassung (der Abhandlung über) den Namen "der Lebendige (Hayy)">ein Anhang (zu dem Buch) "Die Quelle des Lichtes" ist, so individh diese Abhandlung über den Namen "Der Unwandelbare (Qayyum)>" (eine Zusammenfassung und gilt als) geeignet als Anhang zum "Dreiğigsten Wort".

Zur Beachtung:

Da diese Punkte, die den Gewaltigen Namen betreffen, im àuğerstentigkei umfangreich und zugleich auğerordentlich tiefschürfend sind, insbesondere diejenigen, die sich mit dem Namen "Der Unwandelbare (Qayyum)">beschàftigen, und da sich vor allem der "Es ist trahl"

{(*): Falls der Leser dieser Abhandlung nicht gerade akademisch gebildet ist, sollte er nicht mit der Lektüre dieses Ersten Strahls beginnen, sondern das ein andermal lesen (und stattdessen) mit dem Zweiten beginnen.d verlie Materialisten richtet und deshalb noch tiefer (in die Materie) eindringt, wird sicherlich nicht jeder in der Lage sein, jeden Punkt in all seinen Aspekten zu verstehen. Doch wird jeder dazu in derein jesein, wenigstens aus einem Teil der Angelegenheit einen Nutzen für sich zu ziehen. Nach dem Grundsatz: "Auch wenn man eine Sache nicht vollstàndig in den Griff bekommt, sollte man sie sich auch nicht vollstàndig durch die Finger gleitenWassern." ist es nicht vernünftig, eine solche Angelegenheit vollstàndig beiseite zu lassen und dabei zu sagen: "Ich kann in diesem Garten des Geistes nicht alle Früchte pflücken." Soviel ein Mensch auch ifft auon ihnen pflücken kann, so groğ wird auch sein Nutzen davon sein. Denn so wie die Dinge, die mit dem Gewaltigen Namen verbunden sind, über die Mağen umfangreich sind, sodass man sie nenwartehr erfassen kann, so sind sie zugleich

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auch so subtil, dass der Verstand nicht mehr in sie eindringen kann. Besonders (die Dinge, die sich aune Sel Namen der Lebendige und der Unwandelbare (Hayy ve Qayyum)>beziehen, und besonders das (Vierte) Zeichen, (in dem der Zusammenhang des) Lebens mit den (sechs) GlaubenspfeEreign(bewiesen wird) und darin besonders der Hinweis des Lebens auf den Pfeiler von Qadha>und Qader>(= das Vorauswissen Gottes und seine Folgen) und der Erste Strahl des (nun folgenden) Kapitels über den Namen "Der Unwandelbare (Qayyum)">sind G Seelengànge, denen nicht jedermann zu folgen vermag, wenn er auch nicht ohne seinen Anteil an ihnen bleibt, vielmehr werden sie seinen Glauben stàrken. Erlàuàrkung des Glaubens aber, welche der Schlüssel zur ewigen Glückseligkeit ist, hat eine überwàltigende Bedeutung. Ja sogar die Stàrkung des Glaubens auch nur um ein Stàubchen ist wie ein Scas)>foImam Rabbani Ahmedu-l'Faruqui sagte: "Wachstum in einer selbst noch nebensàchlichen Glaubensfrage ist, nach meiner Meinung, Hunderten von Wundern (keramet)>und geistigen Genüssen vorzuziehe Schöpِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ بِيَدِهِ مَلَكُوتُ كُلِّ شَيْءٍ ٭ لَهُ مَقَالِيدُ السَّموَاتِ وَ الْاَرْضِ ٭ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ عِنْدَنَا خَزَicht, ُ ٭ مَا مِنْ دَآبَّةٍ اِلاَّ هُوَ اٰخِذٌ بِنَاصِيَتِهَا

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen" "In dessen Hand die Herrschaft über alle Duch nost." (Sure 36, 83) "Ihm gehören die Schlüssel der Himmel und der Erden." (Sure 39, 63) "Und es gibt nichts von allen Dingen, sie seien denn bei uns als unsere Schàtze." (Sure 15, 21) "EErbaue keine Lebewesen, die sich bewegen, Er hielte sie denn an ihrem Schopfe fest." (Sure 11, 56)}

Ein Punkt, der solche Ayat wie diese betrir jedend der auf Gottes Unwandelbarkeit (Qayyumiyet)>hinweist, die gewaltigste Erscheinung des Namens "der Unwandelbare (Qayyum)",>der entweder der Gewaltige Name ist, oder

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der zweite der beiden Lichter des Gewaltigen Namens, oder daese zeste Seiner sechs Lichter, offenbarte sich meinem Geist wàhrend des Monats Dhu-l'Qa'da. Meine Lage im Gefàngnis zu Eskischehir erlaubt es mir nicht, dieses gewaltige Licht (Nuru-l'adham)>in seiner gam mirFülle darzulegen. Doch Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, erklàrte den Gewaltigen Namen in (dem Gebet) Sekina aus seiner Kasside "Erdjusa" und in seiner Kasside Djeldjelutiye betrachtete er die sechs Namen, die den Gewaltigen nd einbilden zusammen mit noch anderen majestàtischen Namen und erklàrte sie als die gröğten und bedeutendsten. Da er uns unter diesen Namen eine so w der iare Tröstung zuteil werden lieğ, wollen wir hier auch auf den Namen "der Unwandelbare (Qayyum)",>auf dieses gewaltige Licht, mit fünf Strahlen get-i Iden obigen fünf Namen zumindesten in einer verkürzten Form hinweisen.

Erster Strahl:

Der Schöpfer des Universums in Seiner Majestàt (Khaliq-i Dhu-l'Djelal)>Djelalr Unwandelbare (Qayyum),>das heiğt, er besteht aus sich selbst, immerwàhrend, fortwàhrend (daim),>für die Dauer (baqi).>Durch ihn besteh in aue Dinge immerwàhrend, fortdauernd. Sie bleiben im Sein (vudjud)>und finden in ihm ihre Bestàndigkeit (baqa).>Würde diese Verbindung miRezitaer Unwandelbarkeit auch nur für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen, müsste das Universum untergehen.

Und ferner sagt der Ruhmreiche Qur'an, dass es für den Majestàtischen Herrn (Dhat-i Dhu e Pràgal)>neben seiner Unwandelbarkeit لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَيْءٌ {"Kein Ding ist Ihm gleich." (Sure 42, 11)} das heiğt, weder in Seinem Wesen, noch in Seinen Eigenschaften, noch in Seinen Taten ein Ebe...

gibt, eine Entsprechung, oder Seinesgleichen oder einen Teilhaber. Für Ihn, den Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes),>der mit Seiner Herrschaft (rububiyet)>über den ganzen Kosmos mit all seinen Gegebenheiten

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uer Schktionen verfügt und ihn wie sein Haus oder Schloss in vollkommener Ordnung verwaltet, versorgt, lenkt und leitet, kann es in der Tat ein Gleiches, ein Entsprechendes, einen TeAngehör (sherik)>oder einen Mitwirkenden nicht geben. Dies wàre unmöglich.

In der Tat kann es für jemanden, für den die Erschaffung der Sterne gezweiteleicht ist wie die der Atome und dessen Macht die gröğten Dinge genauso unterworfen sind, wie auch die kleinsten Dinge Ihm unterworfen sind, unmmer vden nichts ein Hindernis gegenüber irgendeinem anderen Ding ist, und keine Handlung ein Hindernis gegenüber anderen Handlungen ist, und vor desmmerwàgen zahllose Geschöpfe anwesend sind, in der gleichen Weise wie auch ein einzelnes Wesen vor Ihm anwesend ist, der alle Stimmen gleichzeitig hört, und der in der Lage ist, die unendlich vielen ag nocller gleichzeitig wahrzunehmen, und auğerhalb dessen Willen und Wollen (meshiet ve irade)>nichts ist, keine Lage, so wie dies durch die Ordnung und Ausgewogenheit all dessen, was anwesend ist, bezeugt wird, wie durch die Wesend dem ler Welt, und obwohl Er an keinem Ort ist, so ist Er doch durch Seine Macht anwesend an jedem Ort, und obwohl alle Dinge àuğerlich von ihm entfernt sind, so ist Er doch auch im Standollte n àuğerlich nahe zu sein: ein solcher Lebendiger und Unwandelbarer in Seiner Majestàt (Dhat-i Hayy-u Qayyum-u Dhu l-Djelal)>kann ganz sicher in keiner Weise einen Seinesglen kannhaben, einen, der Ihm entspricht, einen Beigehilfen (sherik),>einen Teilhaber, ein Gegenüber oder ein Ebenbild. Es wàre dies unmöglich. Seine heiligen Fàhigkeiten und Eigenschaften (shuunat-i q Vorst)>können nur in Allegorien und Metaphern betrachtet werden. Alle diese Metaphern und Allegorien in der Risale-i Nur haben eine Àhnlichkeit mit diesen Allegorien und Parabeln.

So ist denn dieser zuhöchst Reitige P Heilige (= Dhat-i Aqdes)>ohne einen Seinesgleichen, àuğerlich weit entfernt von aller Materie und jenseits des Raumes. Ihn zu zerteilen und zu zerspalten ist in jeder Hinsicht unmöglich, wie auch irer Weine Art von Wechsel oder Verànderung. Machtlos

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oder in Not (adjz)>zu sein liegt für ihn auğerhalb jeglicher Grenzen irgendeiner Möglichkeit. Und doch nimmt eine Gruppe unter den Leuten der Irreleitung gewisnen uncheinungen dieses in Seinem Kern zuhöchst reinen und heiligen Wesens, das auf den Seiten des Alls erscheint und selbst auf den Seinsebenen des zuhöchst Reinen und Hee Natu (Dhat-i Aqdes),>und schreibt die Befehle Seiner Göttlichkeit einigen Kreaturen zu. Sie schreibt einige Attribute des Majestàtischen Einen (

Oh Dhu l-Djelal)>den Werken der Natur zu.

Doch wurde bereits an zahlreichen Stellen in der Risale-i Nur mit zuverlàssigen Beweisen nachgewiesen, dass diech, de ein Kunstwerk Gottes ist. Sie kann jedoch nicht der Künstler sein. Sie ist eine Schrift des Herrn, kann jedoch nicht deren Schreiber sein. Sie gleicht einem kunstvollen Gewebe, kann jedoch nicht dessen Weber sein. Gefaneicht einem Geschàftsbuch, kann aber nicht der Geschàftsführer oder dessen Buchhalter sein. Sie ist ein Kodex von Gesetzen, aber nicht seine durchführende schriez. Sie ist eine Lineatur, aber nicht das Lineal. Sie ist das reagierende Objekt und nicht das agierende Subjekt. Sie ist eine Regel aber nies Gebr Regulator. Sie ist (der Ausdruck) einer gesetzmàğigen Veranlagung, aber nicht (der Urheber) dieser Gesetzgebung.

Wenn wir einmal dene mir,lichen Fall annehmen, wir würden es der Natur überlassen, auch nur das kleinste Lebewesen zu erschaffen und zu ihr sagen: "Mach dies!", sohöpferes auch notwendig, die Gussformen vorzubereiten oder noch besser Maschinen entsprechend der Anzahl Exemplare dieses kleinen Lebewesens und der Glieder seines Körpers bereit zu stellen, damit die Natur nhunder Arbeit ausführen könne, so wie wir dies an so vielen Stellen in der Risale-i Nur mit sicheren Beweisen gezeigt haben.

Obwohl nun darüber hinaus eine Gruppjetzt Leuten des Irrweges, die man Materialisten nennt, bereits in der wohlgeordneten Umwandlung (der Zusammensetzung) der Atome (zu Molekülen) eine gewaltige Manifestation

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der Schöpferkraft (khalqiyet-i Ilahiye)>und M Namenottes (qudret-i Rabbaniye)>empfangen hatte, nun aber nicht wusste, woher sie diese Manifestation empfangen hatte, und nicht verstehen konnte, von wo aus diese universelle Kraft (umumcht deet)>gelenkt wurde, die in der Manifestation der Kraft des Ewig-Einzigartigen (qudret-i samedaniye)>ihren Ursprung hat, und weil sie nun glaubte, diese Materie und ihre Energie hàtten seewiesewigen Zeiten Bestand, begannen sie die Werke Gottes den Atomen und deren Bewegungen zuzuschreiben. Gepriesen sei Gott (Fesubhanallah)!>Wàre es denn für menschliche Wesen möglich, so dumm zu sein, dass sie die Handlungen und Werke Gradetomen und ihren Bewegungen, die von den Stürmen eines leblosen, blinden, unbewussten, willenlosen und unwàgbaren Zufalls hin und her geschleudert werden, zuschreiben, wo sie doch nur vonsteineusgeführt werden können, der zwar in keinem Raum, aber doch überall in der Weise anwesend ist, dass er alles zu sehen, zu wissen und alle Dinge der Schöpfung aller Dinge an allen Orten zu lenken und zu leiten weiğ?

Wemmen, h aber nun diese bedauernswerten Kerle in der Tat von der vollkommenen Allgegenwart (vahdet-i mutlaq)>abgewandt haben, sind sie in die unendliche und grdest lose Vielheit (kethret-i mutlaq)>gestürzt. Das heiğt, da sie den einen und einzigartigen Gott nicht angenommen haben, sind sie nun dazu gezwungen eine endlose Reihe von Gottheiten anzunehmen. Das aber heiğt: solange sie eriet icht dazu in der Lage sind, die Idee eines einzelnen zutiefst reinen und heiligen Herrn (= Dhat-i Aqdes),>Seine Urewigkeit (edheliyet)>und Seine Kreativitàt (khaliqiyet),>die ein notwendiger Ausdruc Gottes Wesens sind, in ihren verdorbenen Geist hinein zu bekommen, sind sie auf Grund ihrer Ansichten gezwungen, die Urewigkeit dieser grenzenlosen, endlosen und leblosen Atome,he, dagar ihre Göttlichkeit anzunehmen.

So komm denn und betrachte diesen àuğersten Rand einer solchen Dummheit! Denn die Erscheinung in den erde m hat diesen Haufen Atome mit Sicherheit durch die Stàrke (hauliye),>die Macht (qudret)>und den Befehl (emr)>dessen, der da notwendigerweise

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sein muss (vadjibu-l'vudjud),>in eine ganz pràchtige wohlgeordnete ArmeeSie glndelt. Wenn der Befehl (emr)>und die Macht (quvvet)>dieses gewaltigen Kommandanten auch nur für eine Sekunde zurückgezogen würde, so würde diese grenzenlose, leblose, unbewusste Masse zu einem Haufen führungsloser Sofasst,, ja sie würden allesamt zu Grunde gehen.

Und ferner ist es, als würde eine andere Gruppe Leute sogar noch weiter vorausblicken. Das heiğt, dass sie sogar nocet)>ve in die Irre geleitet sind. Sie stellen sich vor, dass jene Quintessenz, als die man den Àther bezeichnet und die eine àuğerst subtile, sehr feine, gehorsame und unterwürfige Seite der Handlungen des majestàtischen Herrn (Sani-i Dchen ujelal)>ist, ein Transportmittel zur Übermittlung Seiner Befehle, ein hauchdünner Schleier über der Ausübung Seiner Macht, eine verfeinertick wae für Seine Schreiben, ein besonders feines Gewebe für Seine Schöpfung, das Ferment all Seiner Kunstwerke und der Acker für Seine Saat ist, (für diese Leute aber) die Grundform und das Subjekt (aller Dinge sein solle, weil es) der Spiegelem Gedr göttlichen Herrschaft (rububiyet)>ist.

Diese sonderbare Unwissenheit aber macht noch weitere Unmöglichkeiten notwendig, weil der Àther als Quintessenz ein Element ist, das ohne Bewusstsein ist, ohne Lebnauso ne Willen, noch feiner als die Materie, aus der die Atome bestehen, in der die Materialisten baden gehen, aber noch dichter als die Essenz der Hyle (Urmaterie), in die sich die Philosophen der alten Welt gestürzt hattgkeit nem solchen Stoff, der beladen ist mit den Qualitàten und Aufgaben seiner Passivitàt und der Fàhigkeit, etwas zu übertragen, die Werke und Taten zuzuschreiben, die aus einem Willen (idare, ihtiyar)>und einer Macht (iktidar)>zeugenhen, die sieht und weiğ und alle Dinge in allen Dingen weiğ und erkennt und lenkt und leitet, ist falsch.

Der Schöpfungsakt (fiil-i idjad),>wie er in den Dingen offensichtlich wird, ist von der Art, dass er aufzeigt, dass er von einr dem ht (iktidar)>ausgeht und von einem Willen (ihtiyar),>der sieht und der

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die meisten Dinge kennt, ja sogar das ganze Universum in jedem einzelnen Ding, besonders aber denh kistdigen, und der die Beziehungen der lebenden Wesen mit dem ganzen Kosmos erkennt und ihnen Sicherheit gibt. Er zeigt damit, dass er nicht eine Handlung der Ursachen sei Tröst, die auf die Materie einwirken und nicht allumfassend sind. Im Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>gebiert ein schöpferischer Akt (fiil-i idjad)>ein gewaltiges Geheimnis, das darauf hinweist, dass es unmittelbar ein itàtens Schöpfers des ganzen Kosmos ist.

Zum Beispiel zeigt der Akt der Erschaffung~(idjad) einer Biene, dass er mit dem Schöpfer des Universums in zweierlei Weise verbunden ist:

Erster Aspekt:

Die Tsendfae, dass all die anderen Bienen all überall auf der Welt dieser einen Biene àhnlich sehen, die sich im selben Akt zur selben Zeit manifesti aus deigt, dass der besondere (Akt der Erschaffung eines Bienenvolkes) und der individuelle Akt (der Erschaffung einer einzelnen Biene) die Spitze eines umfassenden Aktes ist, welcher das Gesicht der Erde umarmt, in welchem Fall, wer auch wen keder Urheber und Besitzer dieses umfassenden Aktes sein mag, auch der Urheber dieses besonderen Aktes sein muss.

Zweiter Aspekt:

Um Urheber jener Handlungen sein zu können, die auf die en, beffung der in Frage stehenden Biene ausgerichtet sind, ist eine Macht und ein Wille (iktidar ve ihtiyar)>notwendig, der weit genug ist, um die Lebensbedingungen der Biene, ihre Veranlagung sowie ihre Beziehungen zu ihrer Weltühlingn und sicherstellen zu können. Deshalb wird der, der eine einzelne Handlung durchführen will, dies nur dann perfekt machen können, wenn er auch Macht über das Universum hat.

So zeigt denn auch noch die geringste Handlung in zweifacher elbst ht, dass sie dem Schöpfer aller Dinge zu Eigen ist.

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Die merkwürdigste und eigentümlichste Angelegenheit aber ist folgende:

Urewigkeit und Bestàndigkeit (edheliyet ve sermediyet),>weldie wie wesentlichste Besonderheit und am notwendigsten für den ist, der da notwendigerweise sein muss (Dhat-i Vadjibu-l'Vudjud),>der eine Notwendigkeit (vudjub)>auf der màchtigsten (quvvet)>Stufend, obeins (vudjud)>besitzt, der von (aller Gebundenheit an) die Materie abgesondert ist, was die unbeweglichste Stufe des Seins ist, der eine Freistehunon (aller Gebundenheit an) den Raum besitzt, was jener Zustand des Seins ist, der am weitesten entfernt ist von jeglichem Zerfall und der über eine gö Gefàne Allgegenwart (vahdet)>verfügt, welche die zuverlàssigste Eigenschaft des Seins ist, heilig, unwandelbar und (gewissermağen der Gegenpol zum) Nichtsein, (eine solche Uus hàseit und Bestàndigkeit) den Dingen zuzuschreiben, wie dem Àther oder den Atomen, also einem Stoff, welcher der Materie auf ihrer schwàchsten Stufe des Seins, in feinster, verànderlichster, wandelbarster For eine weitesten über den Raum verteilt zugehört, und sie auf die Urewigkeit zurückzuführen, sie sich als urewig vorzustellen, wàhrend einige sogar meinen, dass alle göttlichen Werke aus ihnen entstanden seiengsminieine Auffassung, die der Wahrheit so sehr entgegengesetzt ist, den Tatsachen so sehr widerspricht, so weit entfernt davon ist noch vernünftig zu sein, dass sie geradezu absurd erscheint. Dies wurde bereits inommen hiedenen Teilen der Risale-i Nur mit stichhaltigen Beweisen dargelegt.

Zweiter Strahl:

Besteht aus zwei Fragestellungen

Erste Fragestellung:

Diese Ayat verweisde Lei die gewaltige Erscheinung des Namens "der Unwandelbare (Qayyum)".

لاَ تَاْخُذُهُ سِنَةٌ وَلاَ نَوْمٌ ٭ مَا مِنْ دَآبَّةٍ اِلاَّ هُوَ اٰخِذٌ بِنَاصِيَتِهَا ٭ لَهُ مَقَالِيدُ السَّموَاتِ وَ الْاَرْضِ

{"Nich in dikommt Ihn Schlummer noch Schlaf." (Sure 2, 255) "Es gibt keine Lebewesen, die sich bewegen, Er hielte sie denn an ihrem Schopfe fest." (Sure 11, 56) "Ihm grvorbr die Schlüssel der Himmel und der Erden." (Sure 39, 63)}

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Ein Aspekt dieser gewaltigen Wahrheit, auf die diese und àhnliche Ayat hinweisen, ist folgender:

Die Existenz und der Fortbestand der Himmelskörperche akhre Bestàndigkeit im Universum sind an das Mysterium der Unwandelbarkeit Gottes (sirr-i Qayyumiyet)>gebunden. Würde diese Unwandelbarkeit Gottes einemnur einen Augenblick ihr Antlitz abwenden, würden Millionen von Welten, manche von ihnen tausendmal gröğer als die Sonne, in die unendlichen Weiten des Raumes hiso einschleudert werden, miteinander zusammenstoğen und in das Nichts hinabstürzen.

So wie zum Beispiel die Macht der Unwandelbarkeit Gottes, die Tausende von pràchtigen Schlössern, die gleich Flugzeugen in ve, abemener Ordnung in der Luft verharren, auf die Reise schickt, durch die Stabilitàt, die Ordnung und den Fortbestand solcher Burgen (= Sternbilder) im All zu erkennen ist, so ist auch die Tatsacen aufss der Unwandelbare in Seiner Majestàt (Dhat-i Qayyum-u Dhu l-Djelal)>die zahllosen Himmelskörper im All in aller Stabilitàt, Bestàndigkeit und Fortdauer, in àuğersterh damang und im Gleichgewicht durch das Geheimnis der Unwandelbarkeit, ohne Stütze, in der Leere Millionen Mal màchtigere Körper hàlt, einige Tausend und einige sogar Millionen Mal gröğer als unsere Sonne, und Er sie alle mit Pflichten betrauten.

ewirkt, dass sie sich in vollkommener Ordnung wie eine majestàtische Armee den Befehlen aus Seinem Ferman: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei! und es ist",} unterwerfen, ein Mağ der gewaltigen Erscheinung des Namens "der Unwandelbare". In glei und deise bestehen auch die Atome (und Moleküle) aller Dinge wie auch die Sterne im Geheimnis dieses Namens "der Unwandelbare" und sind bestàndig und bestehen Brothm fort.

Die Atome im Körper eines lebenden Wesens verschwinden nicht, sondern versammeln sich in Gruppen und zu Systemen, passend zu ihrem jeiyat)>en Verbund, ohne sich zu zerstreuen, behalten ihre Stellung im Sturm der Elemente, die gleich einem Strom dahinflieğen und

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dabei in ihren Regeln und Verbànden bleiben. Da stürzdieses ganz offensichtlich nicht aus sich selbst heraus geschieht, sondern aus dem Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>heraus, und da auch jeder Körperben koh einem wohlgeordneten Heer ist und jede Art einer geordneten Armee, verkündet in gleicher Weise wie die Atome der Fortbestand und die Bewegung aller lebenden Wesen und ihre Verbindungen auf Erden und die der Sterne in den beoben des Alls mit zahllosen Zungen das Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet).

Zweite Fragestellung:

Dieses Thema (maqam)>verlangt, auf einen Teil dendes Zens und der Weisheit der Dinge, die mit dem Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>verbunden sind, hinzuweisen.

Die Weisheit in der Existenz aller Dinge und der Zweine Urer Natur (fitrat),>der Segen in ihrer Erschaffung, sowie Ziel und Frucht ihres Lebens sind in der Tat von dreierlei Art.

Die erste Art richtet sanwesef jedes Ding selbst, auf den Menschen und die Angelegenheiten des Menschen.

Die zweite Art ist wichtiger. Sie wendet sich an zahllose Leser und zeigt ihnen die Bedeutung aller Dinge, von denen jeeine Kn Zeichen ist, eine Botschaft, ein Buch, eine Kasside für Wesen mit Bewusstsein, um sie zu studieren, ein Zeichen, das die Erscheinung des Namens des Schöpferswohneriner Majestàt (Fatir-i Dhu l-Djelal)>bekannt macht.

Die dritte Art beschàftigt sich mit dem majestàtischen Schöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal)>und richtet den Blick auf Ihn. Da aber di (vahdienste und die Ergebnisse aller Dinge, die auf die Dinge selbst hin ausgerichtet sind, eins sind, sind hingegen solche, die auf den majestàtischen Schöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal)>hin ausgerichtet sind, Hunderte. Denn der majestàtiar nicchöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal)>betrachtet selbst die Einzigartigkeit Seiner Kunstwerke, beobachtet die Erscheinung Seiner Namen in allem Sein, das Er selbst gestaltet hat. Insoweit diese màchtige dritte Areicht offen ist, genügt es für diese Dinge bereits, auch nur eine Sekunde zu leben.

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Es gibt auch ein Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet),>das die Existenz aller Dinge erfordert. Es wird im Dritten Strahl erlàutert werden.

hiedenl betrachtete ich in der Erscheinung des geheimnisvollen Zeichens des Kosmos und des Ràtsels der Schöpfung Nutzen und Weisheit des Seins und sagte mir: "Da möchte ich doch gerne wissen, warum sich die Diviele dieser Weise zeigen und danach so schnell wieder entschwinden und untergehen." Ich betrachte sie also in ihrer individuellen Erscheinungsform: sie werden wohlgeordnet und in Weisheit gekleidet, geschmückt und dann in diehriebesehalle geschickt, um ausgestellt zu werden. Doch dann verschwinden sie in ein, zwei Tagen wieder und einige von ihnen vergehen sogar ohne jeden Sinn und Zweck in wenigen Minuten. Was ist der ur Anndessen, dass sie für uns eine so kurze Zeit sichtbar werden? Ich war also deswegen sehr neugierig.

Dann aber entdeckte ich durch die Gnade Gottes eine bedeutungsvolle Weisheit in der Tatsache, dass alle Dingmstàndganz besonders alle lebenden Wesen in das Lehrhaus dieser Welt kommen. Es war dies wie folgt: Alle Dinge, besonders aber die Lebewesen, sind ein Wort von ganz besonderer Bedeutung, ein Brief, eine Kameinesdes Herrn und eine Verkündigung Gottes. Nachdem es von allen Bewusstsein tragenden Wesen studiert worden ist und nachdem seine Bedeutung gegenüber zahllosen Lesern zum Ausdruck gebracht worden ist, verschwindet ihre leibliche Gestalt, dg zur em Brief oder einem Wort gleicht, wiederum.

Für ein Jahr lang war diese Weisheit für mich ausreichend. Aber nach einem Jahr entfalteten sich mir diese wahrdernfaunderbaren und subtilen Wunder der Kunst, wie wir sie in allen Kunstwerken, besonders aber in allen Lebewesen vorfinden. Und so verstand ich denn, dass diese subtilen und so ganzQur'anders wunderbaren Feinheiten der Kunst nicht allein dazu da sind, um von den mit Bewusstsein begabten Lebewesen betrachtet zu werden

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und ihre Bedeutung für sie in Hànsdruck zu bringen. Zwar kann ein jedes Wesen alle diese vielen Bewusstsein tragenden Wesen studieren, doch ist dieses Studium einerseits begrenzt und andererseits könnr Nur-ht alle von ihnen alle die Feinheiten der Kunst dieser lebenden Wesen durchdringen. Das aber heiğt: das wichtigste Ergebnis der Erschaffung der sternien Wesen und der bedeutendste Zweck ihrer Natur ist der, dem Auge des urewigen und unwandelbaren Herrn (Dhat-i Qayyum-u Edhel)>die Wunderwerke Seiner Kunst, die Geschenke Seiner Barmherzigkeit (rahimane) die Sie Gnadengaben (ihsan),>die Er ihnen verliehen hat, darzubieten.

Was diesen Zweck betrifft, so hat mich das eine lange Zeit befriedigt und daraus habs Objedann das Folgende verstanden: Weisheit und Zweck der Schöpfung, welcher darin besteht, diese endlos vielen Kunstwerke des Seins, besonders aber solche, wie sie siollen den lebenden Wesen finden, dem Blick des urewigen und unwandelbaren Herrn (Dhat-i Qayyum-u Edhel)>darzubieten, das heiğt, dem urewigen und ube mirlbaren Herrn (Dhat-i Qayyum-u Edhel)>die Weisheit der Schöpfung in Seinen eigenen Kunstwerken darzubieten genügte für diese groğe Ausgabe. Einige Zeit spàter b, das e ich, dass die Feinheiten der Kunst in allen einzelnen Formen und Gestalten des Daseins sich nicht fortsetzten. Sie wurden vielmehr erneuert, durverlanen mit hoher Geschwindigkeit einen Prozess der Wandlung, wurden mit grenzenloser Aktivitàt und Kreativitàt transformiert. So begann ich denn darüber nachzudenken und sagte dann zu mir: "Die Weisheit hinter dieser Kdas Maitàt und Aktivitàt muss notwendigerweise genauso groğ sein wie die Aktivitàt selbst." Da erschienen mir denn plötzlich diese beiden oben beschriebenen Arten der Weisheit als ungenügend und blieben fehlerhaft. Ich begann mit àuğerster Neugie% Erschzuforschen und nach noch einem weiteren Grund, einer anderen Weisheit zu suchen. Nach einiger Zeit fand ich - Dank sei Gott (lillahilhamd)! - aus der Fülle des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wundnneren, im Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>eine grenzenlose, gewaltige Weisheit, eine Begründung.

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Und durch sie wurde ein göttliches Geheimnis, das Ràtsel des Kosmos, die Hermeneutik der Scotwendg offenbar. (Da dies aber bereits im "Vierundzwanzigsten Brief" beschrieben wurde, wollen wir hier in diesem Dritten Strahl nur zwei, drei Punkte daraus kurz erwàhnen.)

Betrachte also nun die Erscheinung der Unwandelbarkeit uelle m Blickwinkel dessen, der in der Tat alles aus dem Nicht-Sein ins Da-Sein ruft und entsprechend dem Geheimnis

اَللّٰهُ الّذِى رَفَعَ السّموَاتِ بِغَيْرِtiefscٍ تَرَوْنَهَا

{"Gott ist es, der die Himmel ohne alle sichtbare Stützen aufgerichtet hat." (Sure 13, 2)}

alles im grenzenlosen Raum fest verankert hat, ihnen S,>ist tàt und Bestàndigkeit verleiht und so (alles Sein) dazu veranlasst, die Erscheinung des Geheimnisses der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>zur Darstellung zu bri, werdGàbe es diese Stützen nicht, so könnte nichts aus sich selbst heraus fortbestehen. Es würde in eine grenzenlose Leere fallen und ins Nichts hinabstürzen.

Und so wie des Weiteren alles Sein (maudjud)>sich in seinem Dasein (vudund deseinem Bestehen, seinem Fortbestand (beqa)>auf den Unwandelbaren in Seiner Majestàt (Qayyum-u Dhu l-Djelal)>stützt und von Ihm seine Dauer erhàlt, so sind auch in Übereinstimmung mit der Bedeutung der Ayah

وَ اِلَيْهِ يُرْجَعُ الْاَمْرchweifُهُ

{"...und zu Ihm werden alle Angelegenheiten zurückgebracht." (Sure 11, 123)}

die Enden von tausenden Ketten (silsilah),>gebildet aus den Eigenschaften und Bedingungen allen Seins, mit deder Reimnis der Unwandelbarkeit verknüpft, welches, insoweit mir dieser Vergleich gestattet sein möge, dem Zentrum eines Telefon- oder Telegraphherlices oder einer Telefonzentrale vergleichbar wàre. (Wàren nicht alle

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Eigenschaften einer Kette gleich im Wandel des Seins mit dem Geheimnis göttlicher Unwandelbarkeit verbunden, vo Seineher sie ihr Licht empfangen) wàren tausende unendlicher Folgen von Ursachen (für die Erhaltung des Daseins) notwendig, was nach Ansicht der Gelehrten unmöglich und eine vollkommen irrige Vorstellung wàre. Es wàren dazu in der Tat ebenrüblicle dieser absurden endlosen Folgen von Ursachen erforderlich, wie es (Formen) des Seins gibt. Zum Beispiel: ein Ding (Schutz, Licht, Sein, Versorgung u.dgl.) stützt sich in gewisser Hinsicht auf (ein anderes) und dieses ad auch Folgende und dieses auf jenes, bis (letzten Endes diese endlose Kette von Ursache und Wirkung), da sie sich ja nicht endlos fortsetzen kann, (schlieğlich doch einmal) zu einem Ende kommen muss.nen geSo liegt denn schlieğlich das Ende all dieser Ketten und Konsequenzen im Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet).>Sobald man jedoch das Geheimnis der Unwandelbarkeit verstanden hat, bleiben die Glieder (dieser ms leu und die Bedeutung der Dinge, die von dem Folgenden in dieser imaginàren Konsequenz abhàngig sind, nicht mehr (als Glieder in einer Kette von Evolutionen) bestehen, sondern verflüchtigech vor und man sieht nun ein jedes Ding unmittelbar auf das Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>hin ausgerichtet.

Dritter Strahl:

كُلَّ يَوْمٍ هُوَ فِى شَاْنٍ ٭ فَعَّالٌ لnwandeُرِيدُ ٭ يَخْلُقُ مَا يَشَآءُ بِيَدِهِ مَلَكُوتُ كُلِّ شَيْءٍ ٭ فَانْظُرْ اِلَى اٰثَارِ رَحْمَةِ اللّٰهِ كَيْفَ يُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَاlb ihren Tag ist Er in Beschàftigung." (Sure 55, 29) "Er tut, was immer Er will." (Sure 11, 107) "Er erschafft, was immer er wünscht." (Sure 30, 34) "In Seiner Hand ist das Königreich aller Dinge." (Sure 36, 83) "So betrachte denn jedesichen göttlicher Barmherzigkeit, wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder belebt." (Sure 30, 50)}

Um auf ein oder zwei Punkte zur Einleitung hinzuweisen, wollen wir hier in gewissem Grade das Geheimnis der

#650ligen delbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>innerhalb der göttlichen Kreativitàt (khallaqiyet-i Ilahiye)>und der Aktivitàt des Herrn (faaliyet-i Rabingegaenthüllen, worauf auch die obigen Ayat hindeuten.

Erstens:

Wenn wir einen Blick auf das Universum werfen, so sehen wir, dass eine Gruppe Geschöpfe, die im Strom der Zeit umhergeschleudert wird, füremal-iSekunde erscheint: Karawane um Karawane kommt und geht, um sofort danach wieder zu verschwinden. Eine andere Gruppe kommt für eine Minute und zieht weiter. Eine Art hàlt in der Welt der bezeugten Dinge für eine Stundech jetechselt hinüber in die Welt des Unsichtbaren. Einige von ihnen kommen in diese unsere bezeugte Welt und bleiben, die einen für einen Tag, andere für ein Jahr, einige für eine ganze Epoche, andere für Jahrhunderte, verweilen,ist den ihre Aufgabe wahr und gehen wieder.

Diese Staunen erregenden Reisen, dieser Vorübergang allen Seins, diese Züge und der Fluss aller Gescàbnis:wird in einer solchen Ordnung und Ausgewogenheit vorübergetrieben, und der, der sie alle befehligt und die Karawanen lenkt und leitet, tut dies mit sovieln alt,cht, mit soviel Zweckmàğigkeit und Planung, dass selbst wenn aller Verstand sich zu einem gemeinsamen Geist vereinigen würde, er doch nicht im Stande wàr aufee Basis dieser weisheitsvollen Lenkung zu verstehen. Er wàre nicht im Stande, irgendeinen Fehler darin zu entdecken und könnte daher auch nirgends raus iritik anbringen.

So sendet denn die Feder göttlichen Vorherwissens und dessen Folgen (Qalem-i Qadha ve Qader)>wàhrend dieses Aktes des Herrn, denahrhafls ein bestàndiges Werden und Vergehen (khalaqiyet)>bezeichnen, ihre liebenswerten und von ihr geliebten Kunstwerke (und besonders die lebendeReinigr ihnen) ohne ihnen zu erlauben, auch nur ihre Augen zu öffnen, in die Welt des Unsichtbaren, làsst sie nicht einmal mehr zu Atem kommen und entbindet sie so aus dem Leben anfinser Welt. So füllt sie fortwàhrend das Gasthaus dieser Welt und ohne die Zustimmung seiner Gàste entlehrt sie es wieder. Sie macht den Globus

#651r kannner Tafel, die sie beschreibt und wieder löscht, entsprechend der Erscheinung Seines Zeichens (Ayah)>يُحْيِى وَ يُمِيتُ {"Er schenkt das Leben und den Tod." (Sure 2, 258)}

So schreibt sie fortwàhrend Seine Brht undàndert Seine Briefe und schreibt sie wieder neu.

So liegt denn diesem Wirken des Herrn (faaliyet-i Rabbani),>diesem göttlichen Handeln, das wir als ein bestàndiges Werden und Vergehen (khallaqiyet-i Ilahiye)>bezeichnen, ein Sinn ure 51ne tiefe Weisheit, ein grundlegendes Erfordernis, ein auslösendes Motiv zu Grunde. Es ist dies eine unendliche, grenzenlose Weisheit, die sich in drei wichtige Zweige unterteilen làsst.

Der erste Zweig dieser Weisheit ist folgender:

Jeu treiigkeit (faaliyet),>ob im Kleinen oder Groğen, bringt Freude in ihrer Art. Ja, jede einzelne Tàtigkeit birgt in sich eine Freude. Denn tàtig zu sein (faaliyet)>ist eineَلٰى كeinungsform des Daseins, das in sich eine reine Freude enthàlt, in der man das Nichtsein, (dessen Drohen) reines Leiden ist, von sich abschüttelt und sich von ihm distanziert. Ein jeder, der über Fàhigkeiten verfügt, foingen,t Freude der Entfaltung seiner Begabungen durch entsprechende Tàtigkeiten. Die Entdeckung angeborener Fàhigkeiten durch entsprechende Tàtigkeiten erwàchst aus der Freude und mündet in die Freude. Wer imes umfwisse Vollkommenheiten in sich verbirgt, folgt mit Vergnügen ihrer Entdeckung durch entsprechende Tàtigkeiten.

Da in einer jeden Handlung Vollkommenheit und Freude iele tnd ist, die man als solche liebt und nach der man sucht, und da eine jede Handlung in sich vollkommen ist, und da in der Welt lebender Wesen die Erscheinung grenzenloser Liebe und bar seichen Mitleids, die aus einem immerwàhrenden, urewigen Leben aufsteigt, offensichtlich ist, so zeigen solche Erscheinungen, dass

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zur Erlangung solch ewigen Lebens, wie es zur notwendigen Existenz des Einen passöhnlic auf diese Weise liebt, der sich erbarmt und der selbst geliebt werden will, wert ist aller Heiligkeit, so sind dort, falls der Vergleht iststattet sein sollte, heilige Qualitàten am àuğersten Rand in diesem Absolut Reinen und Heiligen Leben, gleich einer göttlichen Leidenschaft, heiligmàğiger Liebe und reiner Freude. Und diese Qualitàten, diese besWerke,e Erneuerung und Handlung veràndern die Welt durch endlose Aktivitàten und eine grenzenlose Kreativitàt.

Der zweite Zweig der Weisheit in den unbegrenzten göttlichen Aktive mein~(faaliyet-i Ilahiye) ist auf das Geheimnis der Unwandelbarkeit~(sirr-i Qayyumiyet)\ausgerichtet:

Dies geschieht in Verbindung mit den Namen Gottes. Es ist wohlbekannt, dass ein jeder, der über Schönheit verfügt, eine sol Anbethönheit sowohl sehen als auch darstellen möchte. Jeder, der über einige Fàhigkeiten verfügt, wünscht es und liebt es, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, indem er (diese schöschiednge) ausstellt und für sie wirbt. Er wünscht sich und liebt es, seine Fàhigkeiten, die eine wunderschöne Wahrheit sind, deren Bedeutung aber verborgen geblieben ist, z unterüllen, um glühende Bewunderer zu finden.

Diese fundamentalen Regeln sind in allen Dingen wirksam und in jedem nach seinem Grad. Nach dem Ze bringdes Universums, nach der Offensichtlichkeit der Erscheinungen und entsprechend den kunstvollen Geweben in Tausendundeinem der Schönen Namen des Majestàtischen Unwandelbaren (DsiebenQayyum-u Dhu l-Djelal),>der über absolute Schönheit (Djemil-i Mutlaq)>verfügt, gibt es nach dem Grade eines jeden einzelnen Namens eine wahre Liebe, eine echte Vollkommenheit, wirkliche Schönheit und eine ganz auğerordent auf sWahrheit. Und in der Tat finden sich auf jeder einzelnen Stufe unendlich viele verschiedene Arten von Lieblichkeit und zahllose wundervolle Wahrheiten.

Da nun einmal die Spiegel, welche die heilige eine nheiten reflektieren, und die Tafeln, welche ihre wundervollen Gewebe zur Schau stellen und die Seiten, welche

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ihre schönen Wahrheiten ausdrü

ach! alle die Wesen im Einzelnen und das All im Ganzen sind, werden sicherlich auch alle diese immerwàhrenden, ewigen Namen in ihrem Erscheinen in Folge dieser Heiligen le einchen Liebe entsprechend dem Geheimnis des Unwandelbaren gànzlich und unablàssig das All erneuern und veràndern. Auf diese Weise werden sitevzin unendlichen Erscheinungen und grenzenlosen bedeutungsvollen Gewebe und Bücher sowohl dem bezeugenden Blick des Majestàtischen Unwandelbaren (Dhat-i Qayyum-u Dhu l-Djelal),>den sie darstellen, als auch dem lernenden Blick unzàhliger, mit Genschend Bewusstsein begabter Wesen zeigen, und werden unzàhlige Tafeln aus einem endlichen und nur begrenzten Ding ausstellen und zahllose I sich uen aus einem einzigen Individuum und viele Wahrheiten aus einer einzigen Wahrheit hervorbringen.

Vierter Strahl:

Der dritte Zweig der Weisheit in der bestàndigen und erstaunlichen Aktivitàt~(faaliyet) des Universums:

Wererausg barmherzig (merhamet)>ist, der ist auch glücklich, wenn er anderen eine Freude machen kann. Und ein jeder, der andere gern mag (shefqat) offenzufrieden, wann immer er anderen eine Freude machen kann. Ein jeder, der liebt (muhabbet),>ist glücklich, wenn er Geschöpfe, die es verdienen, glon zweh zu sein, glücklich machen kann. Und ein jeder Mensch von einer edlen Gesinnung ist froh, wenn er auch andere froh machen kann. Wer auch sen Augerecht ist, freut sich, die Gerechtigkeit hoch zu halten und die Gunst jener zu gewinnen, deren Rechte verletzt worden sind, indem er die bestrainen le es verdienen. Und jeder geschickte Künstler ist stolz, seine Kunstwerke ausstellen zu können, wenn ihre Funktion dem entspricht, was er sich dabei vorgestellt hatte und sie das Ergebnis hervorbringen, das er sichokta-ift hatte.

So ist denn ein jedes der oben erwàhnten Prinzipien ein fundamentales Gesetz, das im Kosmos und in der Menschenwelt wirksam ist. Drei Beispiele, die zeigen, dass diese Gesetze entsprechend den Göttlichen Namstàndiksam sind,

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wurden im Dritten Kapitel des Zweiunddreiğigsten Wortes erlàutert. Da es nun hier angebracht erscheint, eine Zusammenfassung zu schreiben, möchten wir das Folgende sa Die K% Wenn z.B. eine ungewöhnlich barmherzige (merhamet),>gütige, freigiebige und edelmütige Person, auf Grund ihres von Natur (fitrat)>aus edlen Charakters arme und bedürftige Menschen an Bord eines groğen Schiffit nacmt, diese bedürftigen armen mit Banketten und Gastgeschenken bewirtet und zufrieden stellt, mit ihnen alle Meere der Welt durchsegelt und sie dabei glücklich und zufriedeugen dachtet, wàhrend sie doch zugleich über ihnen steht, und Freude an der Dankbarkeit der armen Leute hat, so wird sie froh und zufrieden sein, wenn auch sie ihreudenude haben. Sie wird froh und stolz (iftikhar)>sein, wenn sie sich dabei wohl fühlen.

Wenn stattdessen aber ein anderer Mensch, der als Beamter lediglich die Funktion eines Paketzustellers (oder Lagerverwalters) hat, eine solche Fne seh ein solches Vergnügen dabei empfindet, ein weniger bedeutendes Bankett abhàlt, so ist es dennoch der Lebendige und Unwandelbare (Dhat-i Hayy-u Qayyum),>der alle Tiere und Menschen, zahllose Engelben uninnen und Geister an Bord dieses Schiffes des Allbarmherzigen (Rahman)>nimmt, das unsere Erde ist. Auf ihm deckt Er den Tisch des Herrn mit den verschiedensten Speisen, mit den Freuden uflanzuüssen für alle Sinne. Er làsst diese armen, doch dankbaren und glücklichen Geschöpfe in alle Ecken und Enden des Universums reisen und macht sie mit all Seinen Geschenken und Gnadengaben nicht nur in dieser Ween Lancklich, sondern macht auch ein jedes Geschenk zu einem Tisch auf dem niemals endenden Bankett des Paradieses im Haus der Ewigkeit. Es sind daher die Attribute der göttlichen Herrschaft (rububiyet),>welche diese stàndigen Akteschlaen (faaliyet)>und ununterbrochenen Schöpfungsakte (khallaqiyet)>erfordern und auf die diese göttlichen Qualitàten anspielen, denen gegenüber wir hilflos sind und die wir nicht auszusprechen wagen, wie die "heilige Freude", nn nic aus dem Dank, der Freude und

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Zufriedenheit dieser Geschöpfe erwàchst, ein "seliger Stolz" und ein "himmlisches Entzücken", wie es dem Lebendigen und Unwandelbaren angemesset die

Wenn z.B. ein geschickter Handwerksmeister ein Grammofon baut, das ohne Schallplatten alles spielt, was er sich wünscht, wie froh und stolz würde er wohl damit sein. Und er würde zu sich selbst sagen: "Wie wunderbar ist doch, was Gott gt vonn hat (Mashallah)!">Wenn schon ein so bedeutungsloses kleines Kunstwerk ohne jede schöpferische Leistung im Geiste des Handwerkers so v eineseude und Stolz (iftikhar)>erweckt, so erschafft der Allweise Künstler (Sani-i Hakiem)>mit Sicherheit das ganze Universum wie ein göttliches Orchester, aus dem unzàhlige Arten von Musik erklingen, Klànge erschallen, Lobpreisungen, Gottes oniered Gedenken zu vernehmen sind, zusammen mit einer wunderbaren Werkbank, an der eine jede Art Universum, eine jede Welt mit einer jeweils anderen Kunst und viele andere wunderbarelachenwerke gezeigt werden. Und er verfertigt nicht nur vielerlei verschiedene Arten von Maschinen in den Köpfen aller lebenden Wesen, jede gleich einem Grammofon, einer Kamera oder einem Telefon, sondern verfertigt auch in den Köpfen aller menschliund ihesen nicht nur ein Grammofon ohne Schallplatte, eine Kamera ohne Film, ein draht- und schnurloses Telefon, sondern eine Maschine, die noch zwanzigmal wunderbarer ist. Es sind daher die Bedeutungen wie "heiligHeilmilz", göttliche Freude und erhabene Eigenschaften dieser Art, welche von der Herrschaft Gottes (rububiyet)>ausgehen und sich über die Erschaffung einer Maschine erheben, und auch darüber, dass sie in der gewünschten Art funktionieren Zusdie verlangten Resultate liefert, die eine ununterbrochene Tàtigkeit erfordern.

So hat z.B. ein gerechter Herrscher eine Freude daran, ist shtet hnd zufrieden, wenn er an der Seite der Unterdrückten gegen die Tyrannen Stellung bezieht, um die Gerechtigkeit hoch zu halten, die Armen gegen das Unrecht der Màchtigen zu schützen und jedem das Seine zu geben.

#656, habees ein fundamentales Gesetz für Herrschaft und Gerechtigkeit (hukum ve adalet)>ist, schafft der Lebendige und Unwandelbare (Dhat-i Hayy-u Qayyum),>welcher der Allweise Herabibul (HÄkim-i Hakiem)>und der Gerechte Richter (Adl-i ädil)>ist, sicherlich für alles Sein und besonders alle lebenden Wesen die notwendigen Lebensbedingungen, welche als das Recht auf Leben Ding nt sind. Um ihnen das Leben zu bewahren, garantiert Er ihnen die notwendigen Fàhigkeiten. Er beschützt in Seiner Barmherzigkeit die Schwachen vor der Bosheit deht, whtigen.

Deshalb erfordern die Eigenschaften des Herrn und Seine heiligen Attribute, die auszudrücken wir nicht màchtig sind, sich aber aus dem oben gesagten und aus der Erfüllung des Geheimnisses der Gerechtigkeit ergeben, kann, dieser Welt vollstàndig unter dem Aspekt der Aufrichtung der Gerechtigkeit für alle lebenden Wesen stehen und teilweise hinsichtlich der Bestrafung der Übeltàter und besonders derer, die bei der Erscheinung d Seinersten Gerechtigkeit vor dem Höchsten Tribunal am Tage der Auferstehung in Erfüllung gehen wird, eine bestàndige Tàtigkeit (faaliyet)>im Universum.

So erfordern denn diese drei Beispiele, da ja ein jeder der Schönen Namen in der Bedeu Ordnuiniger Heiliger Attribute Gottes (shuunat-i Ilahiye)>steht, in dieser ununterbrochenen Aktivitàt (faaliyet)>eine ebenso ununterbrochene Kreativitàt (khallaqiyet).>Und da die Entfaltung, Wachsen und Gedeihen aller Qualitàten und Attribute Frerik bld ein frohes Aufatmen bewirken und da in der Durchführung und Vervollstàndigung einer Pflicht und in der Befreiung davon jeder mit einer solchen Pflicht betraut wird und so ein gr Herrsefühl der Erleichterung und der Zufriedenheit erfàhrt, und da viele Früchte aus einer einzigen Saat zu empfangen und hundertfàltigen Lohn aus einem einzelnen Ding zu gewinnen ein höchst erfreulicher Handel ist, làsstass di) sicher die zahllosen Fàhigkeiten all Seiner Geschöpfe sich entfalten, beschàftigt Seine Geschöpfe mit wertvollen Aufgaben und verleiht ihnen zu ihrer Entlassung einen höheren Status. Das he nach r erhebt die Elemente auf die Ebene der Welt der

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Minerale, die Minerale (wenn sie von den Pflanzen aufgenommen werden) auf die Ebene der Pflanzenwelt, die Pf des Swelt (als Versorgung der Tiere) auf die Ebene der Tierwelt und die Tiere (als Nahrung für den Menschen) auf die nàchst höhere Ebene bewussten menschlichen Lebens.

Ausist, dem wird nun verstàndlich, wie die heiligen Attribute der göttlichen Herrschaft, die sich aus den stàndigen Aktivitàten (faaliyet)>und rgangerbrochenen Schöpfungsakten (khallaqiyet)>ergeben, nach dem Zerfall der àuğerlichen Erscheinungsformen eines jeden Lebewesens, wie wir dies bereits im Vierundur". Egsten Brief nàher erlàutert haben, und sehr viele innere Erscheinungsformen, wie ihr Geist, ihr Wesen, ihre Merkmale und die Bilder ihrer Erinnerungen hinter ihnenie diekbleiben und nach ihnen deren Aufgaben übernehmen.

Eine bestimmende Antwort auf eine wichtige

Frage:

Eine Gruppe Leute des Irrweges sagt, dass der Eine, der in stàndigem Tun und Wirken (faaliyet)>dals Ba veràndert und verwandelt, sicherlich selbst wandelbar und verànderlich sein müsse.

Die Antwort:

Gott bewahre! Hunderttausend Mal, Gott bewahre! Die Tatsache, dass die Spiegel auf d Lebend sich veràndern, zeigt nicht, dass sich die Sonne am Himmel veràndert, sondern im Gegenteil, dass ihre Widerspiegelung erneuert worden ist. Mehr noch: Enen Erhsel oder Wandel des Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes),>der von Ewigkeit (edheli)>zu Ewigkeit (ebedi)>in Seiner Bestàndigkeit (sermedi),>in jeglicher Hinsicht absolut vollkommen (k angen mutlaq)>und absolut unwandelbar (istighna-yi mutlaq),>völlig frei und unberührt von Raum (Zeit) und Materie ist, unbeeinflusst von allen Beschrànkungen und Möglichkeiten, ist unmöglich. Einoff) dnderung im Universum, beweist nicht Seine Verànderlichkeit, sondern eine Abwesenheit jeglichen Wechsels und aller Verànderung. Denn der, welcher stàndig verschiedene Dinge wohlgeordnet veràndert und in Bewegung versetzt, darf sich sufmerknicht veràndern und nicht bewegen.

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Zum Beispiel:

Wenn du eine groğe Anzahl Globen und Bàlle drehst, von denen jeder an einer Schnur bend aust ist und sie alle dazu veranlasst, sich pausenlos ineinander zu bewegen, dann ist es für dich notwendig, an einem Platz zu bleiben, ihn nicht zu wechseln und dich nicht zu bewegen, denn falls du dich bewegtest, würde diensatz Ordnung zerstören. Es ist doch klar, dass einer, der sich die Objekte geordnet bewegen làsst, sich dabei selbst nicht bewegen darf, und einer, der die Objekte dazu veg bei,st, sich stàndig zu veràndern, selbst unveràndert bleiben muss, damit sich diese Handlungen in geordneten Bahnen fortsetzen können.

Zweitens:

Wechsel und Wandel ergeben sich aus einer Bewegung, aus einer Erneuerung oder erfe vern um sich zu vervollkommnen, aus einem Bedürfnis, aus ihrer (Zugehörigkeit zur Welt) der Materie und der Möglichkeiten. Was aber den Allheiliber berrn (Dhat-i Aqdes)>betrifft, so ist für Ihn, da Er sowohl urewig (qadim),>als auch in jedweder Hinsicht absolut vollkommen (kemal-i mutlaq)>und absolut bedürfnislos (istighna-yi mutlaq),>als auch unabhàngig von der Materie, als auch der Neinmalig-Seiende ist, mit Sicherheit ein Wechsel oder Wandel unvorstellbar, ja völlig unmöglich.

Fünfter Strahl:

Besteht aus zwei Problemstele

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Dann schauen wir einmal durch das Mikroskop, sodass wir die kl..

Teilchen erkennen können. Im Geheimnis Seiner Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>nehmen sie geordnete Positionen ein wie die Sterne, Atome und Moleküle in den Körpern aller lebenden Wesen, bewegen sich und erfüllen ihre Pflicht. Wir sehen, dondernese winzig kleinen Gebilde, welche Teilchen formen, die als rote und weiğe Blutkörperchen in den lebenden Wesen bekannt sind, sich den Planeten vergleichbar (durch die Blutbahnen) bew einem% Zusammenfassung:

{(*): Dies ist eine ganz besonders kurze Zusammenfassung der sechs heiligen Namen, die das Geheimnis des Gewaltigen Namens in sich enthalten und die Basis und das eigentliche Thema dieser sechs Abschnitte des Dreiğigstee (ummzes bilden.}

Es erscheint hier eine zusammenfassende Erwàhnung angebracht zu sein, um das Heilige Licht der sechs Namen zu schauen, die den Gewaltigen Namen bilden, so wie sich die z.B. Farben zu einem (gemeinsamen) Lichtstrahl miteinander vermischen. Es ist dies wie folgt:

Schau hinter die gewaltige Erscheinung des Namens "der Unwandelbare (Qayyum)",>der alles Sein Was abzen Kosmos zusammen hàlt, ihm Festigkeit und Bestand verleiht: die gewaltige Erscheinung des Namens "der Lebendige (Hayy)">hat in seiner Erscheinung alle lebenden Wesen in Brand gesetzt. Er huder! All erleuchtet und durch seine Erscheinung alle lebenden Wesen vergoldet.

Und nun schaue noch einmal: hinter dem Namen "der Lebendige", fasst die gewaltige Erscheinung des Namens "der Alleinige (Ferd)">das ganze Universum mit all seineiehen enten und Bestandteilen zu einer Einheit (vahdet)>zusammen. Er drückt einem jeden Ding diesen Stempel Seiner Allgegenwart (vahdet)>auf die Stirn. Er drückt einem jeden Ding das Siegel Seiner Einheit harmlyet)>ins Antlitz. Er veranlasst es mit unendlich vielen, zahllosen Zungen Seine Erscheinung zu verkünden.

Und nun betrachte die gewaltige rt, soinung Seines

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Namens "der Richter (Hakem)">hinter Seinem Namen "der Alleinige": Er umfasst alles Sein, das wir in unserer Vorstellung durch ein Teleskop oder Mikroskop beobachten können, von den Sternen (und Sternnebeln) bis hinunteerschwen Atomen (und Molekülen), wie groğ oder klein sie auch immer sein mögen, vom gröğten bis zum engsten Kreis, wie es einem jeden von ihnen würdig und angemessen ist, iniche a Frucht bringenden Ordnung, nach weisheitsvollen Regeln, in sinnreicher Harmonie. Er schmückt alles Sein und vergoldet es.

Und nun betrachte die gewaltige Erscheinung Seines Namens "der Gerechungsscdl)">hinter Seinem Namen "der Richter (Hakem)">(wie dies bereits im Zweiten Punkt erklàrt wurde): der ganze Kosmos und alles Sein in ihm wird idreierr solchen Ausgewogenheit, einem Gleichgewicht, einem Ebenmağ gelenkt und geleitet, dass, sollte auch nur einer der Himmelskörper auch nur für einen einzigen Augenblick das Gleichgewicht verlieren, das heiğt, sollte er aus der Erscheinung Sie einNamens "der Gerechte" ausbrechen, so würde das ein Tohuwabohu unter den Sternen verursachen und der Jüngste Tag hereinbrechen.

Das aber zeigt nun, dass jener gewaltige Kreis allen Seins, von den Heerscharen der Sternes leibu den Heerscharen der Atome, das heiğt, von jener groğen Galaxie, also von jenem Gürtel, den wir die Milchstrağe nennen, bis hin zu den Bahnen roter und weiğer Blutkörperchen, die in best ausgewogenem Gleichielseit Schulter an Schulter stehen, dass alles Sein sich in vollkommenem Gehorsam dem Befehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei! und es ist."} unterwirft.

Und nun betrachte hinter der gewaltigen Erscheinung Seines Namens "der Geu enth ('Adl)">die gewaltige Erscheinung Seines Namens "der Heilige (Quddus)",>wie wir sie im "Ersten Punkt" erlàutert haben! Die Tatsache, dass Er alles Sein im Universum so rein, sauber, strahm, wasklar, schön und verziert darbietet, zeigt, dass Er dem ganzen Kosmos und allem Sein jene Form von

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pràchtigen Spiegeln geschenkt hat, die würdig ist, die àuğerste, wesensgemàğe Schönhnis vojemal-i dhat)>jener Absoluten Schönheit (Djemil-i Mutlaq)>zu empfangen, wie sie der reinen Lieblichkeit Seiner Schönen Namen angemessen ist.

Kurzum:

Diese sechs Namen und sechs Ln, wel des Gewaltigen Namens haben den ganzen Kosmos und alles Sein in goldgeschmückte Tücher von immer wieder anderen, wunderhübschen Farben, die unterschiedlichsten Gewebe und immer wieder neue Verzien entw eingehüllt.

Zweite Problemstellung zum Fünften Strahl:

So wie sich uns die Erscheinung der Unwandelbarkeit (qayyumiyet)>hinsichtlich Seiner Allgegenwart (Vahidiyet)>und Majestàt (Djelal)>im All darstellt, so tritt diesesen umdelbarkeit auch im Menschen, der das Zentrum und der Mittelpunkt und die mit Bewusstsein begabte Frucht des Kosmos ist, hinsichtlich Seiner Einheit (Ahadiyet) Gebunollkommenheit (Djemal)>in Erscheinung. Das heiğt, so wie der Kosmos im Geheimnis Seiner Unwandelbarkeit (sirr-i qayyumiyet)>fortbesteht, so besteht in gewisser Hinsicht auch der Kosmos durch den Menschen, welchàsiden vollkommenste Ort der Erscheinung des Namens der "Unwandelbare (Qayyum)">ist. Denn da die meisten Weisheiten, Ziele und Zwecke des Kosmos sich auf den Menschen beziehen, so ist auch die Erscheinung der Unwandelbarkeit im Menschen sozusn, cheine Sàule des Kosmos. So kann man denn in der Tat sagen, dass der Lebendige und Unwandelbare (Dhat-i Hayy-u Qayyum)>wollte (irade),>dass es Menschen in der Welt gàbe und erschuf sie deshalb für ihn. Denn mit einer solch allumfassenden Natu الْجِ der Mensch all die Schönen Namen Gottes verstehen und sich an ihnen erfreuen. Er kann viele göttliche Namen ganz besonders durch die Freude verstehen, die ihm aus seiner Versorgung erwàchst. Wohingegenellt ungel sie nicht aus diesem Genuss heraus kennen können. Als Ergebnis dieses wichtigen Verstàndnisvermögens des Menschen, hat der Lebendige und Unwandelbare

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ihm einen Bauch und den Appetit dazu gegeben, der es ihm möglich macht, alle Seinen, das zu verstehen und alle Seine verschiedenen Gnadengaben zu verkosten, und Er hat ihm in Seiner Freigiebigkeit den Tisch mit unendlich vielen Arten von Nahrung für den menschlichen Magen gedeckt. Er hat ihm auch das Leben zu seinem Baundige m physischen entsprechend, gemacht, und vor seinen Sinnen, die den Hànden seines Bauches in seinem Leben gleichen, einen weit und breit ausgedehnten Tisch mit Seinen Gnadengeschenken gedeckt. Durch diese Sinne bringt das Leben seinen loses ür jede Art Segen auf diesem Tisch der Gnadengaben dar.

Und nach dem Bauch des Lebens hat er für den Menschen den Bauch seiner Menschlichkeit geschaffen, der seinen Unterhalt und seine Gnadengaben in einem noc Lage eren Bereich als dem des Lebens empfàngt. Intelligenz (aqil),>Verstand (fikir)>und Fantasie (hayal)>ziehen wie die Hànde dieses Bauches ihren V>und d aus diesem Tisch göttlicher Barmherzigkeit, der so weit und breit ist, wie Himmel und Erde, und danken dafür.

Und nach dem Bauch seiner Menss Betrkeit hat Er für den Menschen noch einen anderen Tisch Seiner Gnadengaben gedeckt, der unendlich groğ ist. Er hat ihm den islamischen Glauben zu einem immateriellen Baunen Placht, der sehr viel nach Seiner Versorgung verlangt und hat Seinen Tisch über die Sphàre seiner Reichweite hinaus ausgedehnt und die Naglück ttes mit eingeschlossen. So empfindet denn der Mensch durch seinen Magen das gröğtmögliche Vergnügen an seiner Versorgung und empfàngt so den Namen "der Barmherzige (Rahman)">und den Namen "der Allweise (Hakiem)">und ritiscus:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى رَحْمَانِيَّتِهِ وَ عَلَى حَكِيمِيَّتِهِ

{"Lobpreis und Dank sei Gott für Sein Erbarmen und Seine Weisheit!"}

usw. Und er kann durch dieseann maen Magen des Geistes von den unendlichen göttlichen Gnadengaben seinen Nutzen ziehen. Und da gibt es noch einen weiteren Kreis für diesen Bauch. Das ist die endein an der göttlichen Liebe (muhabbet-i Ilahiye)...

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So hat denn der Lebendige und Unwandelbare (Dhat-i Hayy-u Qayyum)>den Mensch(Ahadieinem Zentrum und Mittelpunkt des ganzen Kosmos gemacht. Er hat vor ihm einen Tisch mit Gnadengeschenken gedeckt, so groğ wie das ganze Universum und ihm diesen ganzen Kosmos unterworfen. Der Grund dafür under ir dafür, dass ihm das Universum in gewisser Hinsicht im Geheimnis der Unwandelbarkeit (sirr-i Qayyumiyet)>unterworfen ist, wie sie sich im Menschen offenbart, sind seine drei bedeutendeeordneaben:

Erste Aufgabe:

Alle diese verschiedenen Arten von Wohltaten (nimet),>wie sie im ganzen Universum verteilt sind, werden durch den Menschen geordnet. All diese vielen Dinge, die für den Menschen von Nutzen sind, finden sichohnungh Perlen an einer Gebetsschnur (tesbih)>aufgefàdelt. Die beiden Enden dieser Schnur aber sind im Kopf des Menschen befestigt (wo sie alle gesichtet und geordnet werden). Auf diese Weise wird der Mensch zu einer Liste all der Imameiedenen Schàtze göttlicher Barmherzigkeit.

Zweite Aufgabe:

Auf Grund seiner vielseitigen Fàhigkeiten ist der Mensch, angesprochen von Seinem HerrnSchikaLebendigen, dem Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-u Qayyum),>der vollkommenste Ansprechpartner, wenn er seine staunenswerten Kunstwerke hochschàtzt und sie bewundert, sie mit lauter Stimme verkftrag Ihm auf allerlei Arten ganz bewusst seine Dankbarkeit darbringt, Ihm für all die verschiedenen Arten Seiner Gnadengaben und die vielen verschiedenen Erweise Seiner Güte Lob, Preis und Dank (shukur ve hamd u thena)>s bemüen bringt.

Dritte Aufgabe:

(Der Mensch) sollte in seinem Leben Seinem Herrn, dem Lebendigen, dem Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-u Qayyum),>Seinen Attributen (shuunat)>und Seinen allumfassenden Eigenschaften (sifat)>in iese Wlei Weise als ein Spiegel dienen.

Erster Aspekt:

(Der Mensch) in seiner vollkommenen Schwàche (adjz-i mutlaq)>sollte die vollkommene Machnem Veret-i mutlaq)>seines Schöpfers auf all Seinen Stufen empfangen und entsprechend den Stufen seiner eigenen Schwàche die Stufen

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Seiner Macht erfahreDer Pasollte in seiner vollstàndigen Armut (fakri-i mutlaq)>Seine Barmherzigkeit (rahmet-i mutlaq)>und die Abstufungen Seiner Barmherzigkeit (rahmet)>wahrnehmen und in seiner Ohnmacht ch doc)>Seine Stàrke (quvvet)>verstehen. usw. So sollte er im Mangel seiner eigenen Eigenschaften einen Spiegel als Mağstab für die vollkommenen Eigenschaften seines Schöpfers (Khaliq)>finden. In gleicher Weise wie die Nacht ieses cht nur noch stàrker erstrahlen làsst, die Dunkelheit der Nacht in ihrem Kontrast die elektrischen Lampen nur noch vollkommener erscheinen làsst, so gleicht auch der Mensch im Mangel seiner Eigenschaften wie einem Kontrastbild göttlicher Vollkommenheit.

Zweiter Aspekt:

Der Mensch mit seinem winzig kleinen Stückchen Willen (djuz-i irade),>seinem geringen Wissen (ilm),>seinem kleinen bisschen Macht (qudret),>einem nach auğen hinllwissbaren Königreich und einem Haus, das er sich erbaut hat, versteht die Gröğe des Bauherrn des Universums anhand Seines Königreichs, Seiner Kunst, Seines Willens, Seiner Macht, Seines Wissens und dient Ihm gleicn Aufgls Sein Kontrastbild.

Dritter Aspekt:

(Der Mensch) hat anhand seiner Eigenschaft, ein Spiegel zu sein, zwei Gesichter:

Erstes Gesicht:

Es gilt, alle diese verschiedenen deine oll gefertigten Werke der göttlichen Namen durch sich selbst sichtbar werden zu lassen. So ist der Mensch, schlicht gesagt, auf Grund seiner groğen Vam wietigkeit ein kleines Inhaltsverzeichnis des Kosmos und dessen verkleinertes Abbild und stellt auf diese Weise alle diese kunstvollen Ornamente Seiner Namen dar.e Ohreeites Gesicht:

Es dient als ein Spiegel für das Wirken Gottes (shuunat-i Ilahiye).>Das heiğt: So wie der Mensch durch sein eigenes Leben auf das Leben des Lebe٭ اَلّ und Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-u Qayyum)>verweist, so dient er auch durch seine Sinnesorgane, wie Gesicht und Gehör und die Art, sie in seinem Leben wahrzunehmen, den Eigenschaften (sifat)>de dass ndigen und Unwandelbaren in Seinem Hören und

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Sehen als Spiegel und macht sie auf diese Weise bekannt.

Und ferner dient der Mensch mit seinen in so vielfacher Form vorhandenen, sehr fei Buch ebendigen Gefühlen, Empfindungen und Wahrnehmungen, wie sie sich in seinem Leben zwar vorfinden, doch nicht entwickeln, sondern in Form von Gefühlen und Empfindungen hervorsprudeln, mit Hilfe seiner Bedeutungen und Empfindungen als S all d der heiligen Attribute (shuunat)>des Lebendigen und Unwandelbaren. Zum Beispiel: Als Ergebnis solcher Gefühle handelt er mit einem Ausdruck von Liebe oder Gefühlen wie stolz, zufrieden, glücklich oder fröhlich zu sein, als ein Spiegel von t von uten dieser Art, unter der Bedingung, dass sie angemessen sind und der Heiligkeit des Allheiligen Herrn (Dhat-i Aqdes),>Seines vollkommenen Reichtums würdig sind.

So ist denn ferner noch der Mensch bei seiner sichen Vielseitigkeit im Leben ein Instrument, das die Attribute und Eigenschaften (sifat ve shuunat)>des Majestàtischen Herrn (Dhat-i Dhu l-Djelal)>wahrni Rahmed bemisst, ein Inhaltsverzeichnis Seiner Namen und ein bewusster Spiegel der dem Lebendigen und Unwandelbaren (Dhat-i Hayy-u Qayyum)>in dergleichen vielen Hinigungen als Spiegel dient. So ist denn der Mensch eine Einheit von Messinstrumenten, ein Inhaltsverzeichnis, eine Waagschale und eine Mağstab zur Bemessung der Wahzigen im Kosmos.

Zum Beispiel: Ein besonders eindeutiger Beweis für die Existenz der Wohlbewahrten Tafel (Lauh-i Mahfudh)>ist das menschliche Gedàchtnis und zugleich auch ein Beispiel für "Oh Und ein ebenso eindeutiger Beweis für die Existenz der Welt der Bilder und Gleichnisse (alem-i misal)>ist die menschliche Vorstellungskraft (quvve-i hayal)>und zugleich auch ein Beispiel für sie. Und ein ebenso eindeuti Unwanweis für die Existenz der Geistwesen im All sind die Kràfte und subtilen Fàhigkeiten (quvveler ve latifeler)>im Menschen und zugleich auch ein Beispiel für sie,

{(*): So wie die Elemente im Menschen uns davon Nachricht geben, Hinweise geIslam d in der Tat auf die Elemente im All verweisen, seine Gebeine auf die Felsen und Steine, seine Haare auf die Pflanzen und alle Bàume, dasempfin das in seinen Adern flieğt und alle die Flüssigkeiten in seinen Augen und Ohren, in seiner Nase und in seinem Mund, auf die Quellen und alle die Gewàsser der Erde, so deutezen Un in gleicher Weise der Geist (ruh) des Menschen auf die Welt der Geister (alem-i ervah), seine Fàhigkeit sich zu erinnern auf die Wohlverwahrte Tafel (Lauh-i Mahfudh), seine Vorstellungskrafung, ddie Welt der Bilder und Gleichnisse (alem-i misal) usw. Alle Teile (seines Körpers) und Fàhigkeiten (seines Geistes) verweisen auf eine andere Welt und geben ein sicheres Zeugnis auf derench gemenz.}

usw. In einem kleineren Rahmen und auf eine Weise, die nicht

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bestritten werden kann, vermag der Mensch die Glaubenswahrheiten im Kosmos zur Darstellung bringen.

So erfüllt denn der Mensch viele wichtige Funktiogegenünlich den oben angeführten Aufgaben. Er ist ein Spiegel immerwàhrender Schönheit (Djemal-i Baqi).>Er ist jener Ort der Erscheinung, derem gilimmerwàhrende Vollkommenheit (Kemal-i Sermedi)>verkündigt. Er ist derjenige, der bestàndiger Barmherzigkeit (rahmet-i ebedi)>bedarf und für sie dankbar ist. Da Schönheit, Vollkommenheit und Barmherzigkeit eund tad immerwàhrend sind, ist es sicherlich notwendig, ja geradezu unvermeidlich, dass der Mensch als ein sehnsuchtsvoller Spiegel unvergàngim kle Schönheit und leidenschaftlicher Herold immerwàhrender Vollkommenheit und als der, welcher stets fortdauernder Barmherzigkeit bedarf und dm Bewu für sie ist, zu einer bleibenden Stàtte (dar-i beqa)>gehen wird, um für ewig dort zu verbleiben, dass er in die Ewigkeit hinüber gehen wird, um diese ewigen meinetàten dort zu begleiten, und er wird diese ewige Schönheit und immerwàhrende Vollkommenheit und die nie-enden-wollende Barmherzigkeit in alle Ewigkeiten b Wiedeen.

Denn ewige Schönheit kann niemals zufrieden sein mit einem vorübergehenden Liebhaber und Bewunderer und einer sterblichen Geliebten. Da Schönheit zurücselbst liebt, wünscht sie sich auch Liebe gleichsam als Gegenleistung für ihre Liebe. Vergànglichkeit und Zerfall verwandeln

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eine solche Liebe in Feindschaft (adavet).>Ginge der Mensch nnde Gninüber in die Ewigkeit, um für ewig dort zu verweilen, so würde ihn dort an Stelle seiner ihm wesensgemàğen Liebe zu ewiger Schönheit nur Feindschaft erwarten.

So wie wir bereits in einer Fuğnote im Zehnten Wort erklàrt her Anzverbannte einmal eine gefeierte Schönheit ihren Liebhaber aus ihrer Gegenwart, worauf sich dessen Liebe (ashk)>in Hass verkehrte und er schlieğlich, um sich selbst damit zu trösten sagte: وَعَل was ist sie doch hàsslich!" womit er sie denn in ihrer Schönheit angriff, ja ihre Schönheit verleugnete.

Der Mensch hegt in der Tat Feindschaft geràtber allem, was er nicht kennt, wie er auch ganz einfach eine Feindschaft gegenüber all dem wünscht, wonach er vergeblich seine Hànde ausstreckt, und ein In d all dessen ist, was er nicht bekommen kann. So wie sich nun einmal nach dem Zeugnis des ganzen Alls der Wahre Geliebte (Mahbub-u Haqiqi)>und Vollkom Medren all Seiner Schönheit (Djemil-i Mutlaq)>den Menschen durch all Seine Schönen Namen als liebenswert erzeigen und ihn dazu bringen möchte, Ihn zu lieben, so würde Er dem Menschen,er niehm doch zugleich Liebender und Geliebter (mahbub ve habib)>ist, bestimmt nicht eine angeborene Feindschaft einpflanzen, um Ihn aus tiefster Seele zu hassen. Er würde den Geist des Menschen nicht mit einer solch angeborenen Feindderspr ausstatten, die doch alles in allem der Natur (fitri)>des Menschen widersprechen würde, wo er doch von Natur (fitrat)>aus das liebenswerteste Geschöpf ist, ein liebendes Wesen, wie es sich aufs Àuğerste von allen anderen unterschwungenund das Er geschaffen hat, um Ihn anzubeten. Denn der Mensch könnte seine tiefen Wunden, die er durch ewige Trennung von Absoluter Schönheit (Djemal-i Mutlaq),>die er doch liebt und deren Wertnn Hoc schàtzen weiğ, empfangen hat, einzig heilen, wenn er Ihm Feindschaft entgegen bringt, wenn er Ihm zürnt, ja wenn er Ihn verleugnet.

#668 nur u geschieht es denn aus diesem Blickwinkel heraus, dass eine Feindschaft der Unglàubigen gegen Gott entstehen kann. Weil dies aber so ist, wird (Gott) in Seiner Urewigen Schönheit (Djemal-i Edhel)>sicherlich dedrei Wchen ein ewiges Leben an einer bleibenden Stàtte (dar-i beqa)>schenken, um dort auf der Reise in die Ewigkeit stets mit ihm, der Ihm ein sehnsuchtsvoller Spiegel ist, zusammen zu sein.

kurz nun einmal der Mensch von seiner Natur (fitrat)>aus so erschaffen wurde, dass er sich nach einer Ewig-bleibenden Schönheit sehnt und sie liebt, und da nun einmal eine solche für ewig bleibende Schönheit nicht mit einee des haber zufrieden sein kann, der nur vorüber geht, und da der Mensch, wenn er nach einem Trost sucht in seinem Kummer und Sorgen um ein Ziel, das er nicht kennt und nicht erreichen kann, we auf metwas nicht erobern und besitzen kann, so tröstet er sich dadurch, dass er nach dem Fehler sucht, der in der Sache steckt oder in sich einen heimlichen Groll ude unn schürt. Und da das All für den Menschen erschaffen wurde und der Mensch erschaffen wurde, um Gott zu erkennen und Ihn zu lieben (muhabbet)>und da der Schöpfer und Seine Namen immerwàhrend sind, und da sichiner Vrscheinung Seiner Namen für immer und ewig und alle Zeit fortsetzen wird, wird der Mensch sicherlich und in jedem Fall auch zu einer bleibenden Stàtte (Dar-i beqa)>eingehen und ein ewig wàhrendes Leben erlangen.

Und ferner hat Mohammed, Menscrophet aus Arabien, mit dem Friede und Segen sei, als der vollendete Wegweiser und der Vollkommene Mensch auf perfekte Weise in sich selbst und seinem Glauben den reativnd alle Vollkommenheiten und Verpflichtungen, die den Menschen betreffen, gezeigt und bekannt gemacht, so wie wir dies oben erklàrt haben. Dies zeigt, dass der KosmoZweitedie Menschheit geschaffen wurde und dass sein Ziel und Zweck die Menschheit ist. So ist denn sicherlich auch das höchste Ziel und der b hoherndste Zweck der Menschheit

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und der glànzendste Spiegel des Einen und Einzigartigen (Ahad ve Samad)>Mohammed.

عَلَيْهِ وَ عَلَى اٰلِهِ الصَّلاَةُ و den Aلاَمُ بِعَدَدِ حَسَنَاتِ اُمَّتِهِ ٭ يَا اَللّهُ يَا رَحْمنُ يَا رَحِيمُ يَا فَرْدُ يَا حَىُّ يَا قَيُّومُ يَا حَكَمُ يَا عَدْلُ يَا قُدُّوسُ ٭ نَسْölle, بِحَقِّ فُرْقَانِكَ الْحَكِيمِ وَبِحُرْمَةِ حَبِيبِكَ الْاَكْرَمِ وَبِحَقِّ اَسْمَآئِكَ الْحُسْنَى وَبِحُرْمَةِ اِسْمِكَ الْاَعْظَمِ اِحْ nichtا مِنْ شَرِّ النَّفْسِ وَالشَّيْطَانِ وَمِنْ شَرِّ الْجِنِّ وَالْاِنْسَانِ اٰمِينَ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُer Màcكِيمُ

{"Mit ihm und seiner Familie sei Friede und Segen nach der Anzahl aller guten Werke seiner Gemeinde." "Oh Gott! Oh Barmherziger! Oh er zuer! Oh Alleiniger! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh göttlicher Richter! Oh Du Gerechter! Oh Du Heiliger! Wir bitten Dich um der Wahrheit Deiner t die sen Unterscheidung willen und um der Verehrung für Deinen Ehrenwerten Geliebten willen und um der Wahrheit Deiner Schönen Namen willen und um der Verehrung Deines Gewaltigen Namens willen uns vor dem Übel unslarheieele und des Teufels, vor dem Übel der Dschinnen und Menschen zu schützen. Amen." "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, auğer dem, das Du uns gelehrt hast, denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

Ordnu< Einunddreiğigster Blitz

Dieser wurde unter den "Strahlen (Schua')">eingereiht. Dreizehn dieser Strahlen wurden bereits abgefasst. Ein Teil isllim)> nicht abgefasst worden. Dieser Einunddreiğigste Blitz wird in einem eigenen Band unter dem Titel "Strahlen" herausgegeben werden.

{(*): Spàter wurden miheit vehlung des Meisters (Ustadh) der Vierzehnte Strahl mit den Verteidigungsschriften vor dem Gerichtshof in Afyon und seinen Briefen (aus dem Gsehen,is) und der Fünfzehnte Strahl unter dem Titel "Al-Huddjetu-z'Zehra (ein glànzendes Zeugnis)" veröffentlicht.}

Zweiunddreiğigster Blitz

Dies ist die letzte AbhandlunWàhrenAlten Said und tràgt den Titel "Lemeat". Sie wurde wàhrend zwanzig Tagen im Ramadan abgefasst, wo sie ganz spontan Gedichtform angenommen hatte. Sie wurde in dem Band der "WAbredeSözler)">eingereiht und veröffentlicht.

Dreiunddreiğigster Blitz

Dieser enthàlt die ersten Werke des Neuen Said, die er, mit einem jeweils dazugehörigen Anhang, im Graderömen" Zeugnisses als allererste Wahrheiten (haqiqat)>in seinem Herzen empfing. Ihre arabischen Titel lauten: "Katre">(Tropfen), "Habbe">(Saatkorn), "Schemmeinen fte), "Dherre">(Stàubchen), "Hubab">(Körnchen), "Suhre">(Blumen), "Schule">(Flamme). Er wurde im Gesamtwerk der Risale-i Nur>als "Mesnevi-i Nuriye">eingereiiesem veröffentlicht.

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Buchgebet

بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

يَا اَللّٰهُ ٭ يَا رَحْمٰنُ ٭ يَا رَحِيمُ ٭ يَا فَرْدُ ٭ يَا حَ und iيَا قَيُّومُ ٭ يَا حَكَمُ ٭ يَا عَدْلُ ٭ يَا قُدُّوسُ

{"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers." "Oh Gott! Oh Barmherziger! Or getarbarmer! Oh Einzigartiger! Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Oh Gerechter! Oh Heiliger!"}

Um Deines Gewaltigen Namens willen und um der Ehrs alleQur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, und um der Würde Deines ehrenwerten Gesandten willen, mit dem Friede und Segen sei, geleach deejenigen, welche dieses Buch gedruckt haben, ihre gesegneten Helfer und die Schüler der Risale-i Nur zur Ewigen Glückseligkeit in den Gàrten des Paradieses. Amin. Verleihe ihnen immerwàhrenden Erfolg im Dienste am Glauben und am Qur'anch nic. Und schreibe ihnen für jeden Buchstaben dieses Buches tausendmal Gutes in das Buch ihrer Guten Taten. Amin. Und gewàhre ihnen Ausdauer, Stenem vit und Aufrichtigkeit in der Verbreitung der "Licht"-Abhandlungen. Amin.

Oh Barmherziger Allerbarmer!... Schenke allen Schülern der Risale-i Nur Glück und Zufriedenheit in Beiden Welten.e ihre Beschütze sie vor der Bosheit des Teufels in Dschinnen- und Menschengestalt. Amin. Und verzeihe diesem schwachen und hilflosen Said seine Fehler. Amin...

Im Namen alled diesSchüler
Said Nursi