Briefe aus Kastamonu
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Bediüzzaman Said Nursi
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﴿ بِاسْمِهِ مَنْ تُسَبِّحُ لَهُ السَّمٰوَاتُ السَّبْعُ وَاْلاَرْضُ وَمَنْ فِيهِنَّ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ ﴾
اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ
بِعَدَدِ حُرُوفِ رَسَائِلِ النُّورِ الْمَكْتُوبَةِ وَالْمَقْرُوئَةِ وَالْمُتَمَثِّلَةِ فِى الْهَوَاءِ اِلَى يَوْمِ الْقِيَامِ
﴿ آمِينَ ﴾

{"Im Namen dessen, den die sieben Himmel und die Erde preisen und alles, was in ihnen ist. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17, 44)}

{"Der Friede sei mit euch, Sein Erbarmen, Sein Segen nach der Anzahl der Worte der Risale-i Nur, die geschrieben und gelesen werden und im Äther weiterschwingen bis zum Tage der Wiederauferstehung, amîn."}

Meine lieben getreuen und gesegneten Brüder und aufrichtigen, standhaften und angesehenen Gefährten im Dienst am Qur'an und im Glauben!

Unendlicher Lobpreis (hamd) und Dank (sükür) sei Gott dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass Er meine Erwartungen (ümid) in der Abhandlung für die Alten (ihtiyarlar Risalesi) und meine Verteidigung (iddiam) in der Abhandlung der Verteidigungsreden (Müdafaat Risalesi) durch euch bestätigen (tasdik) ließ. Dank sei Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit nach der Zahl der Atome, der durch euch dreißig Abdurrahmans (ihsan) schenkte, ja vielmehr hundertdreißig, ja vielmehr tausendeinhundertdreißig Abdurrahmans, die in der Tat dreißigtausend betragen, der Risale-i Nur. Des Weiteren, da ich meine Brüder, die ich niemals vergesse und die sich allezeit bei mir befinden, die Leute, die sich wie ihr sehr ernsthaft um die Risale-i Nur kümmern, sie schützen (muhafaza) und ihr nachfolgen (vâris), welche die Wahrheit kennen (hakikatbîn) und zu schätzen wissen (kiymetsinas), die einmal an meiner Stelle noch machtvoller und aufrichtiger als ich im Dienst am Qur'an und am Glauben (iman) arbeiten, da ich so diese Brüder sehe, begegne ich in vollkommener Freude und Heiterkeit (kemal-i ferah ve sürur), in Frieden und in der Ruhe meines Herzens (itminan ve istirahat-i kalb) meinem Ende (ecelim), meiner Todesstunde (mevtim) und meinem Grab (kabrim), erwarte sie. Ich sehe euch in euren Schriften und in euren Diensten (hidemat), die aus meiner Erinnerung nicht mehr verschwinden, jeden Tag öfter (müteaddid) und stille (tatmin) meine Sehnsucht (istiyak) nach euch. Auch ihr könnt diesen euren armen Bruder in den Abhandlungen sehen und euch dort mit ihm unterhalten (sohbet). Für die Unterhaltung (sohbet) der Kenner der Wahrheit (ehl-i hakikat) bilden Zeit und Raum (mekân) kein Hindernis. Gleich wie ein geistiger Rundfunk vermittelt die innerliche Verbundenheit (rabita) im Glauben (iman) und durch den Qur'an, auch wenn der eine im Osten, der andere im Westen, der eine in dieser Welt (dünya) und der andere im Zwischenreich (berzah) sein sollte, die Verbindung aller Menschen untereinander (konusturur).

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Wie wunderbar und segensreich (bârekâllah) ist doch das Wunder von Alis Stift (keramat-i kalem-i Alevî), welcher die Offenbarung (imza) des Wunders von Ali (Keramat-i Aleviye) in dieser Zeit für die Risale-i Nur vollkommen bestätigen heißt, und der Stift (kalem) von Hüsrev (mâsâallah), der seinen so wertvollen Dienst (hizmet) am Qur'an und dieses einzigartige Wunder (hârika keramet) des Buches über das Wunder Mohammeds (Mu'cizat-i Ahmediye), mit dem Friede und Segen sei, vor Augen zaubert und ein goldener Schlüssel (altun anahtar) zum Qur'an ist, um nicht nur uns selbst, sondern selbst noch die Engel (melekler) und Geister (ruhanîler) zu erfreuen.

Diesmal gibt es da aber eine Frage der Gesegneten mit ihren diamantenen Stiften. Noch liegt die Antwort nicht in meiner Hand. Sobald sie mir in die Hand gegeben wird, werde ich es euch mitteilen. Doch mögen die Brüder, an die ich mich jeden Tag erinnere - Rüsdü, Re'fet, Süleyman, B.M. und H.K. und Abdullah und noch andere ehrenwerte (kiymetdar) Brüder, deren Namen ich hier nicht alle aufzählen kann - nicht gekränkt sein, wenn ich nicht mit ihnen persönlich (husus) sprechen kann; denn der Größe eures Dienstes (hizmetinizin azameti) und seiner Bedeutsamkeit und der Macht (kuvvet) und allem Teufelswerk (seytanet) unserer Gegner (muarizlar) entsprechend sind wir dazu gezwungen (mecbur), aufmerksam und vorsichtig (ihtiyat ve dikkat) zu bleiben.

Die brüderliche Verbundenheit (kardeslik irtibatlar) von Hâfiz Ali und Hüsrev untereinander in aufrichtiger Hingabe (mahviyet) ließ mich ahnen (ihsas), dass ihr das Geheimnis (sirr) der Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Risale-i ihlas) richtig erfasst (mazhar) habt. So haben sich denn meine Erwartungen (ümidler) mehr als erfüllt (kuvvet).

Ich würde ganz gerne noch etwas mehr schreiben, weil nun aber jemand zur Post gehen will und es daher eilig hat, muss ich mich hier kurz fassen.

Said Nursî, der eurer Gebete bedarf
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ بِعَدَدِ عَاشِرَاتِ دَقَائِقِ اَيَّامِ الْفِرَاقِ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17, 44)}

{"Der Friede sei mit euch, Sein Erbarmen, Sein Segen nach der Anzahl der Sekunden und einem Zehntel der Minuten der Tage der Trennung."}

Meine lieben, getreuen Brüder und ihr meine unerschütterlichen und klarsichtigen Gefährten im Dienst am Qur'an!

Dies ist eine Zeit der Gemeinschaft (cemaat). Die Bedeutung und ihr Wert aber richten sich nach der Geistigen Körperschaft (sahs-i manevî). Die rein körperliche (maddî), individuelle (ferdî), vergängliche (fâni) Erscheinung (mahiyet) einer Person (sahs) soll also dabei nicht in Betracht gezogen werden. Wollte man nun insbesondere einem so Hilflosen (bîçare) wie mir tausendfach mehr an Bedeutung (ehemmiyet) beimessen, als seinem tatsächlichen Wert (kiymet) entspricht, und daher seinen schwachen Schultern, die nicht einmal einen Batman tragen können, eine Last von Tausenden Batman aufladen, würde er unter ihr erdrückt (ezilir) werden.

Viele Erfahrungen und Vorfälle (tecrübeler ve vakialar) haben Dank sei Gott (lillahilhamd) auch den Blinden gezeigt, dass die Risale-i Nur ein Wunder (mu'cize) des Qur'an ist, das für dieses Jahrhundert (asr), ja vielmehr für alle kommenden Jahrhunderte (istikbal) ein Licht zu bringen (tenvir) vermag. Sie zu lobpreisen (medh ü sena) ist daher vollkommen richtig; dies aber mir gegenüber zu tun, ist etwas, dessen ich mich auch nicht für ein Tausendstel dessen für würdig erachten kann. Ich kann nur um der Risale-i Nur willen bis in alle Ewigkeit stolz (iftihar) darauf sein, dass ich ein sehr großes Geschenk (nimet) und Erfolg (muvaffakiyet) durch eure Beteiligung (istirak) erfahre (mazhariyet), durch die Arbeit und den Eifer (sa'y ü gayretler) solch wahrhaftiger Schüler (hakikatli talebeler), wie ihr es seid.

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Bruder Sabri, der ein Angestellter (memur) im Hafen des Lichtes (Nur iskele) ist! An der Unterhaltung (sohbet) zwischen euch dreien - Sabri, Süleyman und Hüsrev - bin auch ich in zweierlei, ja sogar dreierlei Hinsicht (istirak) beteiligt.

Bruder Hâfiz Ali, der den Ruhm (nam sahibi) der Fabrik des Lichtes (Nur) besitzt! Dein außerordentlich schöner Brief erschien mir unter der Bedingung, dass meine unbedeutende Persönlichkeit (sahsiyet) außen vor bleibt, als einzigartig (hârika). Er zeigt, dass deine aufrichtige (hâlis) und erhabene Klarsicht (dirayet) sich aufs beste entwickelt (terakki) hat. Er hat mich dazu gebracht, zu sagen: "Hier ist ein Ali, der viele Abdurrahmans in sich trägt."

Meine lieben Mustafas und Küçük Ali, ihr meine gesegneten (mübarek) und erleuchteten (münevver) Brüder! Euer Brief drückt, wie der Brief von Büyük Ali, eine einzigartige Wahrheit (hakikat) aus. Diese Wahrheit ist - in Bezug auf die Risale-i Nur - zutreffend (hak). Es steht mir jedoch nicht zu, dass auch ich in diesen Kreis eintrete.

Ein Hadith lautet (ferman):
عُلَمَاءُ اُمَّتِى كَاَنْبِيَاءِ بَنِى اِسْرَائيِلَ

{"Die Gelehrten meiner Gemeinde sind wie die Propheten der Söhne Israels."}

In der Tat haben große und einzigartige Persönlichkeiten (hârika zâtlar), wie Gausu-l'adham Sah-i Geylanî, imam-i Gazalî und imam-i Rabbanî diesen Hadith sowohl durch ihre Persönlichkeit (sahsen) als auch durch ihre Aufgabe (vazife), durch ihre kostbaren Unterweisungen (irsadat) und ihre Werke (eserler) und Taten (fiilen) bestätigt (tasdik). Da aber die damalige Zeit in gewisser Hinsicht eine Zeit einzelner Persönlichkeiten (ferdiyet) war, sandte die Weisheit des Herrn (hikmet-i Rabbaniye) der Gemeinde (ümmet) einzelne, mit ihnen vergleichbare, geniale, heiligmäßige Persönlichkeiten (ferîdler ve kudsî dâhîler), Genies zu Hilfe. Heute lässt sie zu derselben Aufgabe (vazife), jedoch unter weit schwierigeren (müskilâtli), ja geradezu katastrophalen (dehsetli) Umständen (serait), die Risale-i Nur als eine geistige Persönlichkeit (sahs-i manevî) und ihre Schüler (sakirdler), die im Geheimnis ihrer gegenseitigen Unterstützung (sirr-i tesanüd) die Bedeutung (mana) einer ganz besonderen Persönlichkeit (ferd-i ferîd) haben, in dieser Zeit der Gemeinschaften (cemaat) zu den gleichen wichtigen Aufgaben (vazife) eilen. Aufgrund dieses Geheimnisses (sirr) hat ein Soldat (nefer) wie ich nur noch die Aufgabe (vazife) einer Nachhut (dümdarlik) mit dem erschwerten Auftrag (makam) eines Marschalls.

Mein lieber Bruder Refet! Obwohl es doch eigentlich notwendig wäre und ich mir wünsche (ihtiyaç ve istiyakim), dass wir uns wenigstens einmal in vier Tagen treffen könnten, konnten wir uns doch erst nach vier Jahren einmal persönlich (hususî) treffen. Diejenigen, die wie du mit ihrer so wertvollen und überzeugende Ausdrucksweise (tesirli dil) und ihrer kraftvollen (kuvvetli) und zugleich feinsinnigen (letafetli) Schreibweise (kalem) der Risale-i Nur einen überaus bedeutsamen Dienst (hizmet) erweisen, sind allezeit in meiner Erinnerung als meine geistigen Ansprechpartner (manevî muhatablar) und in meinem Geiste (hayalen) als meine Gefährten (arkadaslar) bei mir anwesend. Da jedoch die außerordentlich wirkungsvolle Verbreitung (tesirli intisar) der Risale-i Nur die Aufmerksamkeit (nazar-i dikkat) auf sich lenkt, ist jetzt besonders große Vorsicht (ihtiyat) geboten.

Es wäre ganz gut (münasibdir), wenn mir die Abhandlung über die Sparsamkeit (iktisad Risalesi) und die Abhandlung über das Beileid zum Tode eines Kindes (Ta'ziyename Risalesi) geschickt würde.

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Von allen Brüdern nah und fern (umum), besonders denen, die mir nahe (haslar) stehen, grüße ich (selâm) jeden Einzelnen und bete (dua) für sie alle. Um dieser segensreichen (mübarek) und wertvollen Gefährten (kiymetdar arkadaslar) willen schließe ich sowohl ihre Verwandten (akrabalar) als auch ihre Dorfbewohner (karyeler) in meine eigenen Verwandten und Dorfbewohner mit ein und bete (dua) so für sie und lasse sie so an meinen geistigen Verdiensten (manevî kazançlar) mit teilhaben (tesrik).

Meine lieben getreuen, opferwilligen und stets hilfsbereiten Mitbrüder!

Der Grund dafür, dass ich keine Nachrichten (muhabere) mit euch austauschen konnte, liegt darin, dass ich hier unter einer besonderen Aufsicht (dikkat), großem Druck (tazyik) und in einer außergewöhnlichen Isolierung (tecrid) leben muss. Doch unendlicher Dank (sükür) sei dem Allbarmherzigen Schöpfer (Hâlik-i Rahîm), dass er mir eine so große Geduld (kuvvetli bir sabir) und Ausdauer (tahammül) geschenkt (ihsan) und ihre bösen Absichten (sû'-i kasd) zum Scheitern (akîm) gebracht hat. Obwohl hier die Zeit meiner Trennung (müfarakat) jeden Monat so erdrückend wie ein Jahr Einzelhaft (haps-i münferid) war, verwandelte doch die Gnade Gottes (inayet-i ilahiye) durch den Segen eurer Gebete (dualariniz berekâti) einen jeden Tag in ein bis zu einem Monat glücklichen Lebens (mes'udane bir ömre). Um meine Ruhe (istirahat) braucht ihr euch aber keine Sorgen (merak) zu machen. Denn die Zuwendung (iltifat) der göttlichen Allarmherzigkeit setzt sich stets weiter fort.

Mein lieber Bruder Sabri!

Sei geduldig und halte deine - an und für sich unwichtige und harmlose, jedoch Angst erweckende (vehmi) und Stress verursachende (asabî) - Krankheit nicht für so wichtig. Solange wir während einer Krankheit im Gebet (dua) um Heilung (Sifa) verharren, ist sie noch harmlos und ungefährlich. Denn wenn auch Gefahren (hatarat) etwas Schlechtes (seyyie) sein sollten, so ist doch Schmutz (pislik), der sich in einem Spiegel zeigt, nicht schmutzig, das Bild einer Schlange in einem Spiegel beißt nicht und das Spiegelbild des Feuers verbrennt dich nicht. Genauso richten auch schmutzige, hässliche, atheistische Erinnerungen (küfrî hatiralar), die sich gegen deinen Wunsch (riza) und Willen (ihtiyar) in den Spiegeln deines Herzens (kalb) und in deiner Vorstellung (hayal) einstellen, keinen Schaden an. Denn aufgrund der theologischen Prinzipien (ilm-i Usûl) sind Vorstellungen über den Unglauben (tasavvur-u küfür) in sich selbst noch kein Unglaube (küfür) und die bloße Vorstellung von einer Beschimpfung (tahayyül-ü setm) noch gar keine Beschimpfung (setm).

Was die guten Werke (hasanat) betrifft, ist es bereits ein gutes Werk, sie sich auch nur vorzustellen (tasauvvur) oder sie zu beabsichtigen (tahayyül), da sie ja von Licht (nuranî) erfüllt sind. Denn was von Licht erfüllt ist (nuranî), reflektiert (timsal) dieses Licht (ziya) in einem Spiegel und hat so dieselbe Eigenschaft. Das Spiegelbild (misal) einer kompakten Masse ist leblos und tot, bringt also keine Wirkung hervor. Handelt es sich jedoch um seelische Leiden (teellümat-i ruhaniye), so sind sie eine Peitsche des Herrn (Rabb), um sich in Geduld (sabr) zu üben und mit dem Kampf vertraut zu machen. Denn es ist unter den Kennern der Wahrheit (ehl-i hakikat) ein bekannter Grundsatz (düstur-u meshur), um nicht aufgrund einer falschen Sicherheit in den Abgrund der Verzweiflung (emn ü ye'sin vartasina) zu stürzen, als Mittel des Fortschritts (medar-i terakki) geduldig und dankbar die Waage (müvaze) zwischen Furcht und Hoffnung zu halten, um aus dem Aufscheinen der Majestät und Schönheit (celal ve cemal) zu den Zuständen zwischen innerlicher Leere oder Erfüllung (kabz-bast haletleri) derer zu gelangen, die geistig erwacht (intibah ehline) sind.

Ich weiß zwar die Vorsicht (ihtiyat) von Taufik aus Damaskus zu schätzen; er müsste jedoch ununterbrochen im Dienst sein, damit seine früheren wertvollen Dienste in einer ständigen Weise als ein Segen in das Buch seiner guten Taten (defter-i a'mal) eingetragen werden können. Dank sei Gott, dass er nun wieder mit seinem diamantenen Stift mit seiner Aufgabe (vazife) begonnen hat, was meinen Geist (ruh) mit Hoffnungen (ümid) und mit Begeisterung (istiyak) erfreut und mich mein Leben in Barla wieder in Sehnsucht (hasret) erinnern lässt.

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Lieber Bruder Sabri! Als Imam seiner Aufgabe (vazife) nachzukommen, bringt der Risale-i Nur keinen Schaden. In deiner Absicht (niyet), zu tun, was erlaubt ist (ruhsat), verlass deine jetzige Aufgabe (amel) nicht!

Lieber Bruder Hüsrev! Es hat mich sehr gefreut, dass du den Wert des Fünften Strahls (Besinci Sua) vollkommen zu erläutern und zu schätzen (takdir) weißt; auch dass du zum zweiten Mal einen mit Gold verzierten Qur'an abgeschrieben hast, hat mich überaus froh (müferrah) gestimmt. Ebenso hat mich, dass du für mich die jüngsten Abhandlungen mit deiner segensreichen (mübarek) Feder

{(Anmerkung): Ein staunenswerter (Medar-i hayret) Beweis einer Segensfülle (lütf-u bereket): Hüsrev, der als Schreiber der Rosenfabrik sich der Risale-i Nur angeschlossen hatte (intisab), hat mir vor zweieinhalb Jahren Rosenöl in einer kleinen Flasche zugeschickt. Obwohl ich immer etwas davon genommen habe, ging es noch immer nicht zu Ende, sondern setzt sich noch weiter fort. Bruder Emin ist bei mir. Er bezeugt (sehadet) diesen Segen (bereket) und grüßt euch (selâm) alle.}

abgeschrieben (istinsah) hast, aus einem Gefühl tiefer Dankbarkeit (minnetdarlik) heraus zu Freudentränen gerührt.

Rüsdü und Re'fet's Gesundheit (sihhat) sowie ihre vollkommene Loyalität (kemal-i sadakat) und Standhaftigkeit (sebat) haben meine kummervolle Betrübnis (hazîn endise) hinweggewischt (izale). Um des Respektes der Schüler (talebe) in Isparta willen schließe ich die Stadt Isparta zugleich mit meinem Dorf (karye) Nurs in meine Gebete (dua) mit ein. Selbst für ihre Toten (emvat) bete ich (dua) genauso wie für die Toten von Nurs. Ich betrachte (nazar) diese Stadt (vilayet) als meine wahre Heimat (hakikî vatan) und wie das Land meiner Geburt (memleket).

Lieber Bruder Ali, dessen Kopiergerät großartig ist! Ich habe immer wegen eurer aufrichtigen und unermüdlichen Aktivitäten (faaliyet) die Hoffnung gehabt, dass möglichst viele unerschütterliche Schüler der Risale-i Nur, so wie ihr, hervortreten werden, um weiterzumachen. Teilt meine Grüße (selâm) allen Brüdern, wie z.B. Abdullah, mit; denen, die ich kenne und auch denen, die ich nicht persönlich kenne, und sagt (teblig) ihnen, dass ich sie an allen meinen geistigen Verdiensten (manevî kazanç) mit teilnehmen (tesrik) lasse. Ich fühle mich sehr verbunden mit all diesen so wertvollen Brüdern, deren Namen ich zwar nicht in meiner Korrespondenzliste (muhabere) eingetragen, jedoch in meinem Gedächtnis (hatir) vermerkt habe.

Meine lieben Brüder! Seid besonders vorsichtig (ihtiyat), denn es gibt sehr viele Heuchler (münafik). Sagt - so weit es geht - nicht, dass diese Abhandlungen (risale) von hier aus abgesandt werden, damit der Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur keinen Schaden erfährt. Da ich hier ganz und gar allein geblieben bin, sind viele bedeutende Wahrheiten (hakikat) verloren gegangen, bevor sie abgeschrieben und aufgenommen werden konnten. An alle aufrichtigen (sadik), ernsthaften, segensreichen (mübarek) und fleißigen von Kuleönü und an die getreuen (vefadar), eifrigen und vielen Schüler (talebe) von Islamköy und meine loyalen und wertvollen Freunde in Barla und besonders an meine Brüder in Egirdir, die wie Hake und Mehmet opferwillig und treu (fedakâr ve vefadar) sind, und alle sonstigen Brüder Tausende Grüße und Gebete (selâm ve dua)!

Euer Bruder, der unerschütterlich auf eure Gebete (dua) vertraut und ihrer dringend bedarf.

Said Nursi
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Meine lieben getreuen (siddik), opferwilligen, stets zum Dienst bereiten Brüder und meine, im Dienst am Qur'an und am Glauben (iman) unerschütterlichen (kuvvetli), so bedeutenden, fleißigen und erfolgreichen (muktedir) Kameraden!

Ihr seid für mich eine Quelle des Trostes (medar-i teselli) in dieser Welt (dunya). Ihr habt die großen Erwartungen (ümid), die ich in euch gesetzt hatte, wahr werden lassen. So möge denn Gott der Gerechte (Cenab-i Hakk) ewig mit euch zufrieden sein! Âmin

Eure Sendungen (irsalatiniz), und besonders das "Zehnte Wort" (Onuncu Söz) hatten hier einen so bedeutenden Erfolg (faide), dass ich gerne für jede Seite, wenn ich dazu imstande wäre, ein großes Geschenk geben möchte. Da ich sie seit langem nicht mehr gesehen hatte, sagte ich jedes Mal, wenn ich eines der Bücher zur Hand nahm: "Dieses hier verdient den ersten Platz." Las ich hingegen ein anderes Buch, sagte ich wiederum: "Dieses hier sollte das Erste sein." Und jedes Mal, wenn ich wieder ein anderes Buch las, überkam mich ein Staunen (hayret) und mich packte die feste Überzeugung, dass keines der Bücher der Risale-i Nur einem anderen dieser Bücher vorgezogen werden könne. Denn ein jedes von ihnen verdient hinsichtlich seines besonderen Themas auch seinen besonderen (riyaset) Platz (makam) und ist ein geistiges Wunder (mu'cize-i maneviye) des Qur'an, das diese Zeit erleuchtet (tenvir).

Wie die Gesamtheit (heyet-i mecmuasi) der Risale-i Nur, die ein wichtiger, geistiger (manevî) und wissenschaftlicher (ilmî) Wegweiser unserer Zeit (asr) ist und so einem persönlichen großen Lehrmeister (mürsid) {Heilige Männer im Unterschied zu den Heiligen Büchern} gleicht, so hat jedes Buch für sich und den Wahrheiten der Wissenschaft (hakikat-i ilmiye) entsprechend (muvafik), einige Arten - besonders bei der Offenlegung (izhar) der Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) und bei ihrer Verbreitung (intisar) - gewaltig großer Wundertaten (azîm keramet) dargelegt. So haben dies in der Tat auch viele Abhandlungen (risale), wie die "Wunder Ahmeds" (Mu'cizat-i Ahmediye), das drei offensichtliche Wundertaten (keramet-i zahire) nachgewiesen hat, das "Zehnte Wort" (Onuncu Söz), das "Neunundzwanzigste Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und das "Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra) jedes auf seine eigene, besondere Weise Wundertaten (keramet) getan, weswegen sie mir durch viele Anzeichen (emare) und anhand der Tatsachen (vakia) eine sichere Überzeugung (kanaat) gegeben haben. Es lassen sogar verschiedene Tatsachen keinen Zweifel mehr daran, dass sie ihren Schülern (talebe) noch auf dem Sterbebett (sekerat) wie ein Lehrmeister (mürsid), um ihren Glauben zu retten (imanini kurtarmak), zu Hilfe (yetistigine) geeilt sind.

Eine Stunde Nachsinnen (tefekkür) bringt so viel Segen wie ein Jahr freiwillige Anbetung (ibadet-i nafile)... Ich habe festgestellt (müsahede), dass diese Zusammenfassung der Ayat ("Nur'un Hizb-i Ekber"), welche die Themen der Risale-i Nur betreffen, ein Beispiel dafür ist und bin deshalb davon überzeugt (kanaat).

{(Anmerkung): Am Anfang des dritten Kapitels im "Großen Zeichen" (Âyet-ül Kübra) heißt es, dass Ahmed-i Farukî über die Risale-i Nur gesagt hat: "Es wird unter den gelehrten Theologen (mütekellim) einer kommen, der wird alle Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) in vollkommener Klarheit (kemal-i vuzuh) erläutern und beweisen." Die Zeit hat jedoch bewiesen, dass dieser Mann gar kein einzelner Mann ist, sondern die Risale-i Nur. Vielleicht haben die großen Entdecker im Reiche des Geistes (ehl-i kesf) in ihren inneren Schauungen (kesif) die Risale-i Nur in der Gestalt eines unbedeutenden Interpreten (tercüman) erschaut und deshalb einfach "einen Mann" genannt.}

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Ich wollte euch eigentlich diese Zusammenfassung der Ayat (Hizb-i Ekber) bezüglich der Risale-i Nur sowie auch eine umfassende Zusammenfassung (Hizb-i A'zam) des Qur'an zuschicken. Da aber die umfassende Zusammenfassung sehr lang ist, konnte ich sie noch nicht abschreiben lassen. Was jedoch die Zusammenfassung der Ayat (Hizb-i Ekber) betrifft, so wollte ich sie zunächst erst einmal (aus dem Arabischen) übersetzen. Doch habe ich nun darauf verzichtet. Denn ich denke, dass Brüder wie ihr gar keine Übersetzung benötigen. So möge denn Gott wollen (insâallah), dass ich euch einfach eine Kopie original in Arabisch zusenden werde.

Der Abschnitt, den ich an euch bereits unter dem Titel einer Zusammenfassung des "Ersten Kapitels" (Birinci Makami) des "Großen Zeichens" (Âyet-ül Kübra) zugesandt habe, ist die Grundlage (esas) zu dieser Zusammenfassung (hizb). Nachdem ich jedoch dieser Grundlage (esas) entgegen meiner ursprünglichen Absicht (ihtiyarsiz) kurze Abschnitte (fikra) und einige Notizen hinzugefügt hatte, bekam er plötzlich eine andere Gestalt; er wuchs und gedieh (inkisaf ve inbisat) langsam und sein Zeugnis für die Einheit Gottes (sehadet-i tevhidiye) erglänzte schließlich wie ein verkleinertes Muster (misal-i musaggar) des "Großen Zeichens" (Âyet-ül Kübra) und seine Bedeutung (mana) leuchtete hell auf (ziyalandi); und so begann er meiner Seele (ruh) und meinem Herzen (kalb) eine große Erleichterung zu schenken. Daraufhin las ich ihn nachsinnend (mütefekkir) in meiner Müdigkeit, ja Erschöpfung und spürte so in mir eine große Freude, ja Begeisterung (zevk ve sevk).

Einen Abschnitt (fikra), den ich als Antwort auf eine Frage geschrieben hatte, möchte ich euch erklären, in der Hoffnung (ihtimal), dass ihr daraus euren Nutzen (faide) ziehen könnt.

Mir wurde von Seiten einiger Leute, welche öfter die Schriften der Heiligen (evliya divanlari) und die Bücher der Gelehrten (ulema) lesen, folgende Frage gestellt: "Was ist der Grund dafür, dass die Risale-i Nur eine weit größere Freude und Begeisterung (zevk ve sevk), einen weit stärkeren Glauben (iman) und eine größere Überzeugung (iz'an) verleiht als diese Schriften hier?"

Hier nun die Antwort: Die meisten Schriften (risale) früherer gesegneter Persönlichkeiten (mübarek zâtlar) und ein Teil der Abhandlungen (divanlar) der Gelehrten (ulema) handeln von den Wirkungen (netice) des Glaubens (iman) und der Erkenntnis (marifet) von ihren Segnungen (feyiz) und von ihren Früchten. Zu ihren Lebzeiten gab es noch keine Angriffe auf die Grundsätze (esasat) und Wurzeln des Glaubens (iman) und die Grundpfeiler des Glaubens (erkân-i iman) wurden noch nicht erschüttert. Heute aber erleben wir einen heftigen, gemeinsamen (cemaat) Angriff auf die Wurzeln und Grundsätze des Glaubens. Die meisten dieser Schriften (divan) und Abhandlungen (risale) sprechen die aufrichtigen Gläubigen (has mü'min) und einzelne Personen (ferd) an. Sie können jedoch den furchtbaren Angriff in unserem Zeitalter nicht zurückschlagen.

Was die Risale-i Nur betrifft, so rettet sie als ein geistiges Wunder (manevî mu'cize) des Qur'an die Grundlagen des Glaubens (imanin esasati) und dient (hizmet) nicht etwa dazu, den bereits vorhandenen Glauben (mevcud iman) für etwas anderes zu benutzen (istifade), sondern anhand vieler Beweise (delil) und glänzender Zeugnisse (bürhan) den Glauben zu stärken (imanin isbati), seinen Wahrheitsgehalt zu erkennen (tahkik), ihn zu wahren (muhafaza) und vor allen Zweifeln (sübehat) zu schützen (kurtarmasi). Daher gelangen diejenigen, welche (die Risale-i Nur) aufmerksam lesen, zu dem Ergebnis (hüküm), dass sie für jeden in unserer Zeit so notwendig ist wie Brot und Medizin.

Obige hinterfragten Schriften (divan) sagen uns: "Werde ein Heiliger (Veli), betrachte die Dinge (gör), erklimme auch du die verschiedenen Rangstufen (makamat), betrachte (bak) und versenke dich in sie und nimm das Licht (nurlar) und (Gottes) Segensfülle (feyiz) in dich auf!"

Die Risale-i Nur aber sagt: "Wer auch immer du sein magst: Betrachte (bak) alle Dinge und erkenne (gör) sie! Öffne nur deine Augen, gib Zeugnis von der Wahrheit (hakikati müsahede et) und wahre dir deinen Glauben (iman), welcher der Schlüssel zur Ewigen Glückseligkeit (saadet-i ebediye) ist."

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Außerdem versucht die Risale-i Nur zuallererst die Seele (nefs) ihres Sprachrohrs (tercüman) zu überzeugen. Danach wendet sie sich an andere Menschen. Mit Sicherheit muss ein Unterricht (ders), der seine eigenwillige Seele (nefs-i emmare) vollständig überzeugt und ihre Zweifel (vesvese) ganz und gar beseitigt, besonders machtvoll (kuvvet) und rein (hâlis) sein, um gegen die geistige Körperschaft der Irrlehren (sahs-i manevî-i dalalet), die in dieser Zeit bereits die Form einer Gemeinschaft (cemaat) angenommen hat, ganz allein und dennoch überlegen entgegentreten (galibane mukabele) zu können.

{Üstad spricht hier von sich selbst und seinen Kollegen an der theologischen Hochschule, die ihn im Kampf gegen den bolschewistischen Atheismus im Stich gelassen haben.}

Außerdem erteilt die Risale-i Nur ihren Unterricht (ders) nicht wie die Werke anderer Gelehrter (ülemanin eserleri) einzig mit den Füßen und den Augen des Verstandes (akl) und bewegt sich nicht nur wie die Heiligen (evliya) in der inneren Schau und der Wahrnehmung ihres Herzens (kalbin kesf ü zevk); vielmehr bewegt sie sich in der Einheit (ittihad) und zugleich der Verbundenheit (imtizac) von Verstand und Herz (akil ve kalb) und steigt auf den Füßen (teavün) des Geistes (ruh) und weiteren Subtilitäten (letaif) zu den höchsten Höhen (evc-i a'lâ) auf; ja sie steigt auf zu jenen Horizonten, die nicht einmal den Füßen einer aggressiven Philosophie, ja noch nicht einmal ihren Augen, zugänglich sind und führt dennoch die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) vor ihre blinden Augen.

Meine lieben, so getreuen Mitbrüder!

Quelle meines Trostes (medar-i teselli) und meiner Freude in dieser Welt seid ihr. Wenn ihr nicht da gewesen wäret, hätte ich die Qual (azab) dieser letzten vier Jahre nicht ertragen können. Doch eure Beharrlichkeit (sebat) und eure Standhaftigkeit (metanet) verliehen auch mir eine große Geduld (sabr) und Ausdauer (tahammül). Es sind dies vier Punkte, die mir plötzlich eingefallen sind:

Erstens: Meine Brüder, dieses letzte Erdbeben ist nach meiner Überzeugung (itikad) ein Wunder (mu'cize) des Qur'an wie es die Spaltung des Mondes (Sakk-i Kamer) war. Es ereignete sich in einem Zusammenhang (vaziyet), der selbst noch den Verbohrtesten (mütemerrid) zwingt, darin einen Hinweis auf unseren Dienst zu erkennen und zu bestätigen (tasdik).

Zweitens: Seit alten Zeiten hat sich noch nie eine Gemeinschaft (cemaat) auf ihre Weise (meslek) so sehr für die Verbreitung von Recht und Wahrheit (hak ve hakikat) eingesetzt, wie die Schüler (sakird) der Risale-i Nur, und sind dennoch mit nur sehr wenig Mühen (zahmet) und Schikanen davongekommen (kurtulmamislar). Andere, die auch nur ein Zehntel von dem geleistet haben, was wir getan (hizmet) haben, mussten sich dennoch einer zehnfach höheren Mühsal (zahmet) unterziehen, d.h wir leben hier dennoch unter Umständen (hal), die uns beständig "Lobpreis und Dank sei Gott" (sükür ve Elhamdülillah) sagen lassen.

Drittens: Ich habe die Abhandlungen (risale), die mir zugesandt wurden, durchgelesen (mütalaa). Ich habe gesehen, dass darin einige Wahrheiten (hakikat) wiederholt (mükerrer) aufgetaucht sind. Sie sind im Zusammenhang mit dem Thema (makam) wiederholt worden. Warum aber geschah das so, ohne meine Absicht (arzu), ja sogar ohne dass ich es auch nur bemerkte (ihtiyar)? So war ich denn darüber beunruhigt, dass dies meinem Gedächtnis (kuvve-i hâfiza) derart entgangen (nisyan) war. Da erhielt ich plötzlich eine ausdrückliche Eingebung (ihtar), die mir sagte: "Schlage im "Neunzehnten Wort" (Ondokuzuncu Söz) nach und lies dort das Ende!" Also schlug ich dort nach und sah, dass besonders vorzügliche Weisheiten (hikmet) hinter diesen Wiederholungen (tekrarat), die den Qur'an als ein Wunder (Mu'cize-i Kur'aniye) des Prophetentums Mohammeds (Risalet-i Ahmediye) in der Risale-i Nur, die dessen vortrefflicher Kommentar (tam tefsir) ist, gerade dort völlig zu Recht in Erscheinung getreten sind. Diese Wiederholungen (tekrarat) sind um dieser Weisheiten (hikmet) willen ganz genau am rechten Platz, an der richtigen Stelle und hier durchaus notwendig (lâzim).

Küçük Ali, der sowohl als ein Lütfü, als auch als ein Abdurrahman und ein Hâfiz Ali gilt, möchte in eurem Namen, dass ich den "Neunundzwanzigsten Blitz" (Yirmidokuzuncu Lem'a) aus dem Arabischen übersetze und erkläre (tefsir). Daran zu arbeiten (mesgul) erlauben mir aber jetzt weder meine Zeit noch mein Gesundheitszustand (hal). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass in Zukunft ein anderer Schüler (sakird) der Risale-i Nur diese Aufgabe (vazife) übernehmen wird.

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Außerdem erläutern der "Zwanzigste Brief" (Yirminci Mektub) und das "Zweiunddreißigste Wort" (Otuzikinci Söz) in gewissem Grade diese Abhandlung (Lem'a). Hazret-i Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, macht uns mit einem Hinweis (isaret) nach dem Geheimnis

تُقَادُ سِرَاجُ النُّورِ سِرًّا

{"die Leuchte des Lichtes wird als ein Geheimnis entzündet",}

den er (in seiner Kasside) noch zwei Mal wiederholt hat, auf die unter einem Schleier verborgene Ausstrahlung (der Risale-i Nur) aufmerksam (sevk) und gemahnt (emreder) uns dabei zur besonderen Vorsicht (ihtiyat).

Ihr möchtet eine weitere Ausführung zu dem stufenweisen Ablauf (Makamat) des Tages der Wiederauferstehung (Mukaddeme-i Hasriye). Mein jetziger Gesundheitszustand (vaziyet) erlaubt mir dies jedoch keineswegs; und da die Wahrheiten (hakikat) und die Beweise (bürhan), die über die Wiederauferstehung (hasre) geschrieben wurden, der Allgemeinheit (umum) für ihre Bedürfnisse vollkommen genügen, werde ich innerlich (manen) nicht dazu gedrängt, so rasch zu schreiben. Diese Arbeit wurde also vorerst einmal verschoben, weil sie ja nicht eilt. Außerdem unterstehe ich hier auch noch einer gewissen Aufsicht (kayid).

اَلصَّبْرُ مِفْتَاحُ الْفَرَجِ وَ السُّرُورِ

{"Die Geduld ist der Schlüssel der Erleichterung und der Freude."}

بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17, 44)}

{"Friede sei mit euch, Sein Erbarmen und Sein Segen."}

Meine lieben standhaften, opferbereiten, getreuen Brüder!

Erstens: Zu den kommenden Festtagen (Bayram) beglückwünsche ich euch (tebrik) und erbitte (niyaz) von der Barmherzigkeit des Allerbarmers (rahmet-i Rahman), dass in diesen segensreichen (mübarek) Nächten und Morgendämmerungen (seher), deren außerordentlicher Wert sich entsprechend dem Schwur (kasem) des Qur'an

﴿ وَالْفَجْرِ وَ لَيَالٍ عَشْر ﴾

{"Bei der Morgendämmerung und den zehn Nächten!"}

herausgestellt hat (tahakkuk), die segensreichen Gebete (dua) meiner gesegneten Brüder sowohl für mich als auch für alle Gläubigen (ehl-i iman) reichlich von Gottes Licht (nur) und Seinem Segen (bereket) erfüllt sein mögen.

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Zweitens: Ich habe euch eine große Anmerkung (hasiye) aus dem Verborgenen (nükte-i gaybiye), die aus einem kleinen Fehler (sehvin) erwächst, und die Anmerkung auf der gegenüberliegenden Seite zugesandt, damit ihr sie an den entsprechenden Stellen notieren könnt.

Drittens: Ich habe das Gefühl, dass Hulusi einen Kummer (gaile) hat. Er soll aber nicht besorgt (merak) sein. Die Güte (inayet) und Barmherzigkeit Gottes (rahmet) wird die Schüler (sakird) der Risale-i Nur beschirmen und beschützen (nezaret ve himayet). Da nun einmal die Schwierigkeiten (mesakkat) in dieser Welt (dünya) Segen (sevab) bringen und vorübergehen, müssen wir bei allem Unglück (musibet) geduldig (sabir) bleiben und dankbar (sükür) sein und ihm so standhaft (metanet) entgegentreten. Sowohl er als auch ihr alle seid in meine Gebete (dua) mit eingeschlossen und nehmt auch an meinen Verdiensten (kazanç) mit teil.

Viertens: Die Risale-i Nur verbreitet sich (intisar) unter dem Schirm (himayet) des Qur'an und dem Schutz des Herrn (hifz-i Rabbanî) ganz von selbst. Die zweimalige Erwähnung von Imam Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, mit den Worten "verborgen, verborgen" (sirren) weist darauf hin (isaret), dass sie unter einem Schleier verborgen nur noch mehr Segen und Licht (feyiz ve nur) verbreitet. {Sie verbreitet sich unter den Gläubigen leichter als unter den kritischen Blicken der Öffentlichkeit.} Ich habe die Hoffnung (ümid), dass ihr, die ihr doch meine Brüder seid, in allen erschütternden Ereignissen unserer Zeit (sarsintili hâdisat) so wie ihr es bis jetzt getan habt, auch weiterhin stets standhaft (mukavemet) bleiben werdet.

مَنْ آمَنَ بِالْقَدَرِ اَمِنَ مِنَ الْكَدَرِ

{"Wer von Gottes Vorherwissen (kader) überzeugt (amena) ist, bleibt frei (emine) von jeglicher Besorgnis (keder)",}

soll unser Leitsatz (düstur) sein.

Meine lieben Brüder!

Zu den kommenden Festtagen möchte auch ich euch beglückwünschen (tebrik).

Ihr fragt mich nach meinem Gesundheitszustand (sihhat). Trotz dieses so strengen Winters hier (Kastamonu), der Mark und Bein durchdringenden Kälte in meinem Zimmer, der Wirkung eines Gefühls von dreifach rührender Fremde (hazîn gurbet), der Bedrängnis (asabî) einer Betrübnis (sikinti), die drei Mal über mich kam, meiner totalen Einsamkeit und obwohl ich dabei auch noch vielen unerträglichen (kabil-i tahammül) Schikanen (zahmet) ausgesetzt bin, bin ich meinem Schöpfer (Hâlik) unendlich dafür dankbar (sükür), dass er mir den Glauben, der das heiligste Heilmittel (kudsî derman) für jede Sorge (derd) ist, das Heilmittel (ilâc) eines Glaubens an das Vorherwissen Gottes (iman-i bilkader) und ein Einverständnis mit dem Geschehenen (kazaya riza) zu meiner Hilfe (imdad) gesandt und mich in vollständiger Geduld (sabir) dankbar (sükret) hat werden lassen.

Meine lieben getreuen, aufrichtigen Brüder!

Meinem allbarmherzigen Herrn (Rabb-i Rahîm) sei unendlicher Dank (sükür) dafür, dass Er solche Leute wie euch erschaffen hat, welche sich für die Risale-i Nur einsetzen (sahib), sie verbreiten (nasir) und sie verteidigen (muhafiz), was die schwere Last auf den schwachen Schultern eines Ohnmächtigen (âciz) und Armseligen (bîçare) wie mir sehr erleichtert hat.

Meine lieben Mitbrüder! Ich habe diesmal in euren drei Briefen überraschend neun Brüder, als wären es drei Hulusi, drei Sabri und drei Hakki, wahrgenommen. Dabei habe ich erfahren, dass Hakki, der an Stelle des Vaters von Abdurrahman im Gefängnis meine Kleidung reparierte, es in seiner ernsthaften und wahrhaftigen (hakikatli) Bruderschaft und Schülerschaft (talebe) noch weiter gebracht hat, als ich mir das vorstellen konnte, worüber ich mich sehr gefreut (mesrur) habe.

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Mein lieber Bruder Sabri! Du ziehst nicht die schwierigen Umstände (kayid), unter denen ich hier festgehalten werde und durch sie gebunden bin, in Betracht. Demgegenüber sind diese argwöhnischen Weltleute (evhamli ehl-i dünya) hier mit mir viel zu sehr (fazla) beschäftigt und und an mir interessiert. Sogar... sogar... sogar... wie dem auch sei.

Zudem kann, von mir - über mich (haddim) hinaus - tausendfach mehr als mir mit einer guten Meinung (hüsn-ü zan) Wert und Rang (makam) zu geben, dies nur im Namen der Risale-i Nur und zugunsten ihres Dienstes (hizmet) und des Dienstes als öffentlicher Ausrufer (dellâllik) der Diamanten des Qur'an zustehen (kabul). Anderenfalls steht es mir nicht zu, in Anbetracht meiner Person, die nichts ist, etwas anzunehmen (kabule hakkim yok). Ihr sollt mir die Abhandlung "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra), das Hafiz Taufik, der sie mit seinem glänzenden, so fleißigen Stift (kalem) abgeschrieben hat, und sich so hinsichtlich der Risale-i Nur als auch in unseren Erinnerungen (hatira) einen sehr bedeutenden Platz erworben hat und darin quasi heimisch geworden ist, zusenden, sobald ihr dafür die Zeit als günstig (münasib) betrachtet. Meine Augen, die neun Jahre lang mit seinen Schriften freudig vertraut (mesrurane ünsiyet) waren, möchten in Sehnsucht (hasret) diese Schriften wieder sehen.

Meine werten Brüder Hulusi und Hakki! Wie Hakki sagt, wurden die Briefe von Sabri genauso angenommen wie ihre eigenen; in dieser Hinsicht wurde die Korrespondenz (muhabere) mit Hulusi nie unterbrochen, sondern setzt sich noch weiter fort. Gott sei unendlicher Lobpreis (hamd ü sena) und Dank (sükür) dafür, dass die Risale-i Nur allmählich glänzende und außerordentlich wunderbare Eroberungen des Glaubens (fütuhat-i imaniye) hervorbringt. So möge es denn Gott wollen (insâallah), dass sie in den Herzen (kalb) all derer ihren Platz findet, die etwas von ihr hören, während sie zugleich all denjenigen, die dennoch verstockt (muannid) geblieben sind, den Mund verschließt (susturur). Unter ihrem verborgenen Schutz (hifz-i gaybî) sind ihre Feinde verwirrt (sasirtmis) und ihre verblendeten Augen können sie nicht erblicken. Obwohl sie ihre Spuren nicht entdecken können, bezeugen (müsahede) sie dennoch ihre glänzenden Tätigkeiten. So ist denn in dieser Zeit eine besonders große Vorsicht (ihtiyat) notwendig.

Meine lieben, getreuen und ehrenwerten Brüder, die ihr im Dienst (hizmet) des Qur'an stets unerschütterliche (metin), ernsthafte und fleißige Gefährten seid!

Euren letzten Brief habe ich als Zeichen eines Wunders (medar-i keramet) und der Gnade (inayet) freudig in Empfang genommen. Und als einen Segen (ikram), wie er von der Risale-i ausgeht, zeigt er zugleich auch die Gnade Gottes (inayet-i ilahiyeyi). Es ist dies wie folgt:

Vier, fünf Tage zuvor wurde meine Kammer einer besonders gründlichen Durchsuchung (taharri) unterzogen (teftis). Doch obwohl sie überall nachgeschaut haben, konnten sie unter dem Schutz Gottes (hifz-i ilahî) nichts finden, weswegen sie uns hätten betrüben (mahzun) können. Sie fanden lediglich sechs, sieben harmlose Abhandlungen, wie die über die Sparsamkeit (iktisad), die Seelsorge für die Kranken (Hastalar) und den Sinn der Zufluchtnahme vor dem Teufel (istiaze). Danach haben sie sie uns anlässlich eines Gesuchs, das Hüsrev im Zusammenhang mit der Thematik des Rufs zum Gebet (ezan) geschrieben hatte, ganz im Gegensatz (muhalif) zu den sonst üblichen Regeln (kaide) bei einer Beschlagnahme (müsadere) ohne jede Beanstandung wieder zurückgegeben. Ich war euretwegen aufgrund dieses Ereignisses (hâdise) etwas besorgt und wollte schon, als ich von dem Ausflug auf den Berg heimkehrte, mit Abdülmecid, Sabri, Hüsrev und Hâfiz Ali sprechen und fragen, ob sich auch bei euch ein Überfall (taarruz) ereignet hätte. Dabei habe ich auf dem Weg nach Hause sogar noch laut gerufen. Überraschenderweise öffnete Emin die Tür und überreichte mir die segensreichen (mübarek) Briefe von euch vieren. Wir beide erfuhren diese Gnade (ikram) und das Wunder des Schutzes (keramet-i hifziyeyi) während der Durchsuchung (taharri) und eines solchen unerwarteten Gesuches (istida) von Hüsrev, das mit der Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye) auf ein solches Ergebnis eingewirkt hatte, und dies alles übereinstimmend zur selben Zeit und dankten dafür, dass die Risale-i Nur zu jeder Zeit immer wieder die Gnade Gottes (inayet) erfährt.

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Meine lieben Brüder! Die Abfassung des Restes des Verzeichnisses wurde ja euch überlassen. Es wäre schön, wenn ihr dies in der Art einer Arbeitsteilung machen könntet.

So wie Gott es wollte (mâsâallah) und Gott möge Seinen Segen geben (Bârekâllah)! Während eure Stifte ihre perfekte (mükemmel) Arbeit fortsetzen, vermehren sie sich (tezayüd) und besonders in Sav wurde überraschend viel... Tausend Mal möge Gott Seinen Segen (bârekâllah) für Haci Hâfiz und sein Dorf geben. Sie haben uns außerordentlich glücklich (mesrur) gemacht. Auch die Schriften von Hüsrev mit dem Übereinstimmungsmerkmal (tevafuk), besonders das mit Gold verzierte Exemplar des "Wunders Ahmeds", mit dem Friede und Segen sei (Mu'cizat-i Ahmediye), und die Abhandlungen (risale), welche die beiden (Büyük ve Küçük) Alis abgeschrieben haben (nüshasi), erfahren hier in der Umgebung viele sehr erfreuliche (tatli) Erfolge. Möge Gott es wollen (insâallah), dass diese segensreichen Stifte (mübarek kalem) noch mehr solcher Erfolge (fütuhat) erfahren und wir sie noch erleben werden.

Meine lieben, ehrenwerten, getreuen und standhaften Brüder!

Es ist wirklich sehr gut, dass ihr die Abfassung des Verzeichnisses (fihrist) in der Art einer Arbeitsteilung (taksim-ül a'mal) der geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) eurer solidarischen Gemeinschaft (mütesanid heyeti) anvertraut habt. Damit habt ihr jetzt einen vollkommenen und immerwährenden Meister (üstad) gefunden. Dieser geistige Meister (manevî üstad) steht weit über eurem armen Bruder hier. Dies lässt nun für mich kein weiteres Bedürfnis mehr offen.

Mein lieber Bruder Sabri! Dein Traum ist segensreich (mübarek) und bedeutungsvoll (manidar). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass die Zeit ihn dir auslegen wird.

Meine lieben Mitbrüder! Um euretwillen und wegen meiner Sorge anlässlich eurer Einberufung (askerlik) habe ich einmal die Ereignisse unserer Zeit (hâdisat-i zaman) überdacht. Da gelangte folgendes in mein Herz (kalb): Diese europäische Zivilisation (medeniyet), welche auf negativen Grundlagen (menfî esasat) fußt und wie Karun

﴿ اِنَّمَا اُوتِيتُهُ عَلَى عِلْمٍ ﴾

{"Fürwahr, dies habe ich mit Hilfe meines Wissens erworben." (Sure 28, 78)}

gesagt hat, es nicht als ein Geschenk des Herrn (ihsan-i Rabbanî) anerkennt und nicht dafür dankt und so durch ihr materialistisches Gedankengut (maddiyyun fikriyle) der Abgötterei (sirk) verfällt, deren Bosheiten (seyyiat) ihre guten Taten (hasenat) übersteigen, erhielt eine solche Ohrfeige vom Himmel (semavî tokat) herab, dass die Früchte (mahsul) ihres Jahrhunderte währenden Fortschrittes (terakki) dadurch verbrannt, vernichtet und ins Feuer geworfen wurden.

— 17 —

Die tyrannischen Regierungen Europas haben für ihre Bosheit (ihanet) gegenüber der islamischen Welt und dem Sitz des Kalifattums (merkez-i hilafet) für ihre Tyrannei (zulümler) und für das Abkommen (muahede) von Sevr eine solche Ohrfeige einer Niederlage (maglubiyet) erhalten, dass sie noch in dieser Welt (dünya) in eine Hölle (cehennem) hineingeraten sind, aus der sie jetzt keinen Ausweg mehr finden können und sich nun in (azab) Qualen winden. {geschrieben während des Zweiten Weltkrieges!}

Diese Niederlage (maglubiyet) ist in der Tat eine Strafe für ihre Bosheit (ihanetin cezasi), genauso wie ein Erdbeben (zelzele). Hier vertreten viele Leute zweifelsohne (kat'iyyen) die Überzeugung (hükmed), dass - im Vergleich zu anderen Provinzen - der Grund der Verschonung (mahfuz) der Provinzen (vilayet) Isparta und Kastamonu, welche zwei Zentren der Verbreitung (merkez-i intisari) der Risale-i Nur sind, vor dem Unglück des Himmels (âfât-i semavi) der wahrhaftige Glaube (iman-i tahkik) und die feste Überzeugung (kuvvet-i itikadi) ist, welche die Risale-i Nur verleiht. Denn solche Unglücke (âfât) sind die Folge der Fehler (hata), die aus der Schwäche des Glaubens (za'f-i iman) erwachsen. Laut einer Überlieferung (hadîs) vertreiben Spenden (sadaka) ein Unglück (bela), so wie auch die Stärke eines Glaubens (kuvve-i imaniye) entsprechend ihrem Grade dergleichen Unglücke (âfât) zu verhindern vermag.

Meine lieben getreuen, zuverlässigen, opferbereiten und standfesten Brüder!

Euer geistiges, lichtvolles (manevî ve nurlu) Geschenk erschien diesmal meinen Blicken wie ein Krug voll Wasser (desti âb-i kevser) aus dem Paradies (Cennet-ül Firdaus). So wurde meine Seele (ruh) von einer Fröhlichkeit (insirah) erfüllt, als wäre es aus der Ewigen Welt (âlem-i beka) zu uns gekommen und all meine Sinne dankten dafür in Freude (sürur ile sükret). Ich wünschte mir nun, euch dafür einen langen Brief zu schreiben. Aber die Zeit und mein Gesundheitszustand (hal) erlauben es mir nicht und spielen da leider nicht mit (muvafakat). Ich muss mich daher kurz fassen und sage zu den Übersendern (sahib) dieser herrlichen Geschenke lediglich: "Wie wunderbar hat Gott es gestaltet (Mâsâallah), möge Gott euch segnen (Bârekâllah), möge Gott euch zum Erfolg verhelfen (Veffakakümullah), möge Gott euch Glück schenken (Es'adekümullah)!

Besonders in den Abhandlungen (Medrese) des "Siebenundzwanzigsten Briefes" (Yirmiyedinci Mektub) traf ich wieder mit meinen Brüdern zusammen, nach denen ich doch ein so sehnsüchtiges Verlangen (mütehassirane müstak) hatte. Jedes Mal, wenn ich in die Vergangenheit {Das Eintauchen in die Vergangenheit und das Wiedersehen mit den Brüdern im 27. Brief gleicht einer Wiederbegegnung in der Medresse. (A.d.Ü.)} gehe, treffe ich dort jeden Einzelnen von ihnen wieder.

Der Satz

﴿ وَ اِنْ كُنْتُمْ مَرْضَى ﴾

{"Wenn ihr krank werdet," (Sure 4, 43)}

der die erste Einführung (mukaddeme) zur einunddreißigsten Ayah ist, weist nach der Summe ihres numerischen Wertes (makam-i cifrî), der in etwa 1500 ausmacht, darauf hin, dass der größte Teil der geistigen (manevî) Krankheiten, welche von den Irrgläubigen (ehl-i dalalet) eingeimpft werden, durch die Medikamente (ilâç) kuriert werden können, welche die Risale-i Nur aus dem Qur'an schöpft, wobei sie jedoch anmerkt, dass leider eine irrgläubige Gruppe - wenn die Erde noch zweihundert Jahre zu leben hat (dünyanin ömrü) - weiterbestehen wird. Der Satz

﴿ فَتَيَمَّمُوا صَعِيدًا ﴾

{"Dann bestreicht mit etwas Erde..."}

besagt in seiner mit einem Hinweis vermerkten Bedeutung (mana-yi isarî): An dem ersten Punkt des zweiten Hinweises (emare) versteckt sich der Buchstabe "Sin" unter dem Buchstaben "Sad" und zeigt sich aus zwei Gründen als "Sad":

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Erstens: Said muss (sart) sich ganz und gar wie die Erde in Nichtigkeit (mahviyet), Aufgabe des Egoismus (terk-i enaniyet) und absoluter Bescheidenheit (tevazu-u mutlak) finden, sodass er den Glanz der Risale-i Nur nicht trübt und ihre Wirkung (tesir) nicht behindert.

Zweitens: Was den Grund für den Sturz in den heutigen Sumpf und die Ausbreitung einer geistigen Seuche (manevî taun) betrifft, der aus dem Gedanken an einen Fortschritt (terakki fikri) erwächst, so deckt er dadurch ihre Fehler (hata) auf und weist darauf hin (isaret), dass Fortschritt und Entwicklung (suud ve terakki) für Muslime lediglich in der Islamiyet möglich sind und das nur dann, wenn dieser Glaube auch gelebt (imanli olmakta) wird.

Meine lieben Brüder! Heute empfing ich eine Eingebung (ihtar), die sich einerseits auf die Schüler der Risale-i Nur bezieht, andererseits aber mich selbst inspiriert. Ich möchte sie euch hier wegen ihrer Bedeutsamkeit mitteilen:

Erste Eingebung: Im ersten Strahl (Sua) wurde bezüglich der Hinweise von zwei, drei Ayat gezeigt, dass es eine Heilige Botschaft (kudsî bir müjde) und einen ausdrücklichen Hinweis (kuvvetli bir besaret) darauf gibt, dass die treuen Schüler (sadik talebe) der Risale-i Nur im Glauben (iman) ins Grab (kabr) steigen und zu den Leuten des Paradieses (ehl-i Cennet) gehören werden. Doch erwartete (bekle) ich stets, dass ein Beweis (delil) notwendig werden wird, der diese so bedeutende Eingebung (mes'ele) und diesen so wertvollen Hinweis (isaret) voll und ganz bestärken könnte. Darauf warte ich (muntazir) nun schon seit langem. Doch Dank sei nun Gott (lillahilhamd), dass mir da unerwartet zwei Zeichen (emare) ins Herz (kalb) kamen:

Erstes Zeichen: Je mehr der wahrhaftige Glaube (iman-i tahkikî) sich von der auf rein wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Gewissheit (ilmelyakîn) der auf Wahrheit beruhenden Gewissheit (hakkalyakîn) annähert, wird er nach dem Urteil der Leute, die glauben und in sich gehen (ehl-i kesf ve tahkik), nicht mehr aufgehoben werden können, weshalb sie sagen: "Während der Mensch noch mit dem Tode ringt (sekerat), kann der Teufel (seytan) mit seinen Einflüsterungen (vesvese) lediglich dem Verstand (akl) Zweifel (sübhe) einflößen und ihn in Unschlüssigkeit (tereddüd) stürzen. Gründet der Glaube jedoch in der Wahrheit (iman-i tahkik), beschränkt er sich nicht nur auf den Verstand (akl). Er verbreitet sich vielmehr sowohl im Herzen (kalb) als auch in der Seele (ruh), öffnet sich der meditativen Wahrnehmung (sirr) und dergleichen noch weiteren Feinheiten (letaif) und schlägt dort seine Wurzeln (sirayet), wohin die Hand des Teufels (seytan) nicht gelangen kann; so bleibt der Glaube (iman) dieser Menschen vor dem Untergang (zeval) verschont (mahfuz).

Der erste Weg, der ein Mittel zur Erlangung (vusul) dieses wahrhaftigen Glaubens (iman-i tahkik) ist, besteht darin, in vollkommener Heiligkeit (velayet-i kâmil) durch Visionen und innere Schauungen (kesf ve suhud) zur Wahrheit (hakikat) zu gelangen. Dieser Glaube aufgrund innerer Schauungen ist jedoch allein den großen Vollendeten unter den Heiligen (ehass-i havass) vorbehalten.

Der zweite Weg: Jener Weg des Glaubens an das Verborgene (iman-i bilgayb), durch den Segen des Geheimnisses (sirr-i vahy) der Offenbarung (feyz) auf eine auf das Zeugnis (bürhan) und den Qur'an zurückführende Weise, in der Harmonie (imtizac) zwischen Herz (kalb) und Verstand (akl), mit einer Kraft (kuvvet) im Grade wahrhaftiger Gewissheit (hakkalyakîn), in jener wissenschaftlich begründeten Gewissheit (ilmelyakîn), die zwangsläufig und ganz offensichtlich (zaruret ve bedahet) ist, die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) zu bestätigen (tasdik). Was diesen zweiten Weg betrifft, so erfahren aufrichtige Schüler (has talebe) der Risale-i Nur, dass er ihre Grundlage (esas), ihre Hefe (mâye), ihr Fundament (temel), ihre Seele (ruh) ist und auf Tatsachen (hakikat) beruht. Auch andere, wenn sie die Dinge einsichtsvoll (insaf) betrachten, werden erkennen, dass die Risale-i Nur die Wege, die den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) zuwiderlaufen, als nicht begehbar (gayr-i mümkin) und daher unmöglich (muhal), ja unvorstellbar (mümteni') darstellt.

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Zweites Zeichen: Von den getreuen Schülern (sadik sakird) der Risale-i Nur werden so viele (kesret), wohlgefällige (makbul), aufrichtige (samimî) Gebete (dua) für ihr gutes Ende (hüsn-ü akibet) und die Erlangung eines vollkommenen Glaubens (iman-i kâmil), dargebracht, dass der Verstand (akil) es nicht für möglich hält, dass unter diesen Gebeten (dua) keines angenommen (kabul) werden könnte.

Hier ein Beispiel (Ezcümle): Ein Diener (hâdim) und einziger Schüler (sakird) der Risale-i Nur, der in vierundzwanzig Stunden außer den Gebeten (dua), die er hundert Mal für die Schüler (talebe) der Risale-i Nur darbringt, für ein gutes Ende (hüsn-ü akibet) der Schüler (talebe) der Risale-i Nur und dass sie die Ewige Glückseligkeit (saadet-i ebediye) erlangen (mazhar) mögen, wenigstens zwanzig, dreißig Mal für die Sicherheit ihres Glaubens (selâmet-i iman) und für das gute Ende (hüsn-ü akibet) ihrer selbst und dafür, dass sie mit ihrem Glauben ins Grab (imanla kabre) hinabsteigen mögen, dasselbe Gebet (dua) meistens innerhalb der (für das Gebet) annehmbaren Bedingungen (serait) verrichtet.

Des Weiteren ist die Summe der Gebete (dua) der Schüler (talebe) der Risale-i Nur füreinander - mit ihren aufrichtigen und unschuldigen Zungen (samimî, masum lisan) - um des Glaubens (iman) willen, der in dieser Zeit in jeder Hinsicht am meisten von Angriffen bedroht ist (hücuma maruz), um der Sicherheit ihres Glaubens (selâmet-i iman) willen von einer solchen Kraft (kuvvet), dass die Barmherzigkeit und Weisheit (rahmet ve hikmet) Gottes es nicht erlauben (müsaade) würden, sie abzulehnen (reddine). Falls sie - angenommen - in Anbetracht der Summe abgelehnt würden, genügt (kâfi) es dennoch, wenn auch nur ein Einziges von ihnen angenommen (kabul) würde, damit ein jeder von ihnen in Sicherheit mit seinem Glauben (selâmet-i iman) ins Grab (kabir) gehen kann. Denn jedes Gebet (dua) umschließt zugleich auch alle (umum) anderen.

Zweite Eingebung: In der Abhandlung der Eingebungen (Sünuhat Risalesi), die vor zwanzig Jahren gedruckt wurde, wurde in einem wahrhaftigen Traum (hakikatli bir rü'ya) von einer geistigen Versammlung (ruhanî bir meclis), die sich über die Lage (mukadderat) in der islamischen Welt (âlem) berät (mesveret), eine Frage an mich, den Alten Said als Vertreter dieses Zeitalters (bu asrin hesabina), gestellt. Ein Teil der Antwort auf diese Frage trat da noch nicht in Erscheinung (tezahür). Damals hatte diese geistige Versammlung (manevî meclis) gesagt: "Was ist die Weisheit (hikmet) der Niederlage des Osmanischen Reiches (devlet) in diesem Krieg, der mit der Niederlage (maglubiyet) der Deutschen endete?"

Die Antwort des Alten Said lautete: Wenn wir siegreich gewesen wären, so hätten wir um der Zivilisation (medeniyet) willen vieles, was für uns heilig war (mukaddesat), opfern (feda) müssen. - So wie dies ja sieben Jahre später auch tatsächlich geschah. - Und im Namen dieser Zivilisation würde das Regime, das in Anatolien später eingeführt wurde, in der Islamischen Welt (âlem) und besonders in den segensreichen Orten (mevâki'-i mübareke), wie den beiden Heiligen Stätten (Haremeyn-i Serif) ohne den Widerstand der Bevölkerung (kolaylikla) mit eiserner Hand (cebren) verbreitet und eingeführt werden. So war es denn durch diese Bestimmung (kader), dass die Güte Gottes (inayet-i ilahiye) unsere Niederlage (maglubiyet) zum Schutz der Heiligen Stätten (muhafaza) zuließ (fetva).

Genau zwanzig Jahre nach dieser Antwort wurde mir wieder in einer Nacht die folgende Frage gestellt: "Obwohl es dadurch möglich wurde, unparteiisch zu bleiben, auch verloren gegangenes Land (mülk) zurückzubekommen, Ägypten und Indien zu befreien (kurtararak) und mit uns zu einer Einheit (ittihad) zusammenzufügen und somit in der Weltpolitik (siyaset-i âlem) einen der größten Siege (muzafferiyet) zu erringen, anstatt im Gegensatz dazu, einem Feind (die Briten) gegenüber eine zweifelhafte (sübheli), heillose (dagdagali), nutzlose (faidesiz) Parteilichkeit (tarafdarlik) zu zeigen, und damit auf zigfache Weise einen nachteiligen (zararli) Weg vorzuziehen, was für eine Weisheit ist das, die in den Augen ansonsten doch so vernünftiger (zeki), scharfsichtiger (dâhî) Menschen verborgen geblieben war?

— 20 —

Die Antwort, die ich erhielt, erlangte ich von der geistigen Seite (manevî canib). Da wurde mir gesagt: "Die Antwort, die du vor zwanzig Jahren auf die geistige Frage (manevî sual) gegeben hast, ist heute dieselbe Antwort wie auf diese deine damalige Frage, d.h. wollte man heute für die Seite der Sieger (galib taraf) Partei (iltizam) ergeifen, so würde wiederum dieses Regime in der Islamischen Welt (âlem) ohne einen Widerstand (mümanaat) der Bevölkerung im Namen einer eher ärgerlichen als bürgerlichen Zivilisation mit eiserner Hand (galibane) an den gesegneten Stätten (mevâki'-i mübareke) verbreitet und dort eingeführt (tesmil ve tatbik) werden. Um der Sicherheit (selâmet) der dreihundertfünfzig Millionen Muslime willen, haben sie jedoch diesen offensichtlichen Fehler gar nicht bemerkt und sich entsprechend blind verhalten.

﴿ بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17, 44)}

Meine lieben, getreuen, segensreichen Brüder!

Euer geistiges Festtagsgeschenk (bayram manevî hediye) hat meinen Festtag so segensreich (tebrik) gemacht, dass es selbst noch den Brand tausender Sorgen (keder) löschen würde. Möge Gott euch Tausend Mal segnen (bârekâllah)! In einer solchen Zeit lässt sich eine derart aufrichtige Treue (ihlasli sadakat) um Gottes willen (livechillah), eine Bruderschaft (uhuvvet), ein Sinn für Gemeinschaft (muavenet) auf Gottes Wegen (fisebilillah) nur noch unter den edel gesinnten (âlîhimmet) Getreuen (siddikîn) entdecken. Unendlicher Lob und Dank (hadsiz hamd ve sükür) sei dem Schöpfer in all Seiner Majestät (Hâlik-i Zülcelal) dafür, dass Er solche wie ihr es seid, für den weisen (Hakîm) Qur'an zu Dienern (hâdim) und zu Schülern (sakird) der Risale-i Nur gemacht hat.

Mein lieber Bruder Hüsrev! Das, was du mir im Namen aller Brüder (umum kardes) zum Festtag (Bayram) zusammen mit euren Glückwünschen (tebrik) geschenkt hast, vor allem die so einzigartig schön (sirin ve güzel) geschriebenen Abschnitte (cüz) aus dem Anfang des Qur'an und einen großen Teil des Buches "Briefe" (Mektubat), gilt mir wie tausend Glückwünsche (tebrik). Möge Gott dich Tausend Mal segnen (bârekâllah)!

Mein lieber Bruder Küçük Ali! Dein so großes geistiges Geschenk (manevî hediye) hat mich ganz besonders überrascht (sasirt) und in mir eine große Bewunderung (mütehayyir) ausgelöst. Bei dieser wunderbaren (mükemmel) Schrift konnte ich nicht mehr unterscheiden, ob sie nun von Büyük Ali oder von Küçük Ali stammt. Es kam mir so vor, als sei ein Abdurrahman, ein Lütfü wieder zur Welt gekommen, nach Art eines Büyük Hâfiz Ali, ein Held (kahraman) und Helfer und zwei segensreiche (mübarek), aufrichtige (hâlis) und bedeutende (kiymetdar) Mustafas, ein diamantenes Schwert zur Eroberung (feth) der hiesigen Umgebung in der Hand, um einem Schwachen wie mir zu Hilfe (muavenet) zu eilen. Wie wunderbar hat Gott es doch gestaltet (mâsâallah), so als würde die lichtvolle (nuranî), große Fabrik des Büyük Hâfiz Ali auch die Kuleönü umfassen. Hast du nun die gleiche Handschrift (kalem), die gleiche Art und Weise (tarz) und die gleichen Fähigkeiten (iktidar) entwickelt? Du hast nun eine Kleidung, verziert mit Edelsteinen und Ornamenten (nakislarla murassa), angezogen und jene Statur (kamet) erreicht, die der Risale-i Nur ganz und gar entspricht.

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Meine lieben getreuen Mitbrüder!

Ich beglückwünsche euch (tebrik) zu den Festtagen (Bayram), gratuliere (takdir) euch zu eurem Dienst (hizmet), bete (dua) für euren Erfolg (muvaffakiyet) und danke (sükür) dem allbarmherzigen Schöpfer (Hâlik-i Rahîm) unendlich dafür, dass Er standhafte (sebatkâr) und opferbereite (fedakâr) Brüder wie ihr es seid, für die Risale-i Nur als Verteidiger und Verbreiter (sahib ve nasir) geschaffen hat. Jedes Mal, wenn ich an euch denke, kommt mein Geist (ruh) innerlich zur Ruhe (insirah) und mein Herz (kalb) füllt sich mit Frohsinn (ferah). Aus dieser Welt (dünya) zu gehen, kann für mich nicht mehr ein Grund des Bedauerns (medar-i teessüf) sein. Solange ihr noch am Leben seid, betrachte ich den Tod (mevt) als meinen Freund (dost), da ich doch auch danach noch weiterlebe. So erwarte ich denn meine Stunde (ecelim) ohne jede Aufregung (telassiz). Möge Gott mit euch allzeit zufrieden sein. Âmîn, âmîn, âmîn.

Meine lieben Mitbrüder! Ich möchte euch eine feinsinnige (latif bir hikâye) Geschichte erzählen:

Einmal hatte mir jemand - als ich noch in Barla war - in einem hölzernen Kästchen aus Walnüssen gemachte Süßigkeiten gesandt. Für diese anderthalb Kilo Bällchen (lokma) erbrachte ich ein Gegengeschenk (mukabil), pflegte jeden Tag etwa sechs Stück selbst zu essen und manchmal genauso viele und manchmal auch mehr anderen als einen Anteil an diesem Segen (teberrük) zu geben. Der Getreue Süleyman erinnert sich vielleicht noch an dieses Ereignis (hâdise). Das ging dann mehr als einen Monat so weiter. Dann haben ich und der verstorbene (merhum) Galib Bey gezählt und nachgerechnet und sind schließlich zu der Überzeugung gelangt, dass in dem Kästchen sicherlich ein fünf-, sechsfacher Segen (bereket) enthalten war. Daraufhin hatte ich gesagt: "Diese Person ist reich gesegnet (bereket) und von einer aufrichtigen Wahrhaftigkeit (ihlas). Ich nehme an (tahmin), dass diese Person Haci Hafiz war, wenn ich mich noch recht erinnere (tahattur). Inzwischen hat sich heute das Geheimnis (sirr) dieses einzigartigen Segens (bereket) herausgestellt.

﴿ اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ هذَا مِنْ فَضْلِ رَبِّى ﴾

{"Dank sei Gott! Dies ist etwas von der Huld meines Herrn." (Sure 27, 40)}

Zwischen den Dörfern von Hafiz Ali, welcher der Besitzer (sahib) der "Licht-Fabrik" (nur) ist, und dem Dorf der Gesegneten (mübarek) hat auch das Dorf Sav in meinem Gebet (dua) seinen Platz (mevki) erhalten und genau seit einem Jahr bekommen außer den Lebenden (ahya) nun auch die Toten (emvat) daran ihren Anteil (hisse).

So wie die meisten Schüler, die im Dienste der Risale-i Nur stehen, von denen jeder das Wunder (keramet) Gottes und Seine Güte (ikram) auf eine andere Art an sich erfährt, so erlebt auch meine Wenigkeit, eurer Bruder, da er ihrer sehr bedürftig ist, viele verschiedene Arten. Und in letzter Zeit berichten die Schüler in unserer Umgebung nachdrücklich: "Solange wir im Dienst an der Risale-i Nur tätig sind, erfahren wir in ganz offensichtlicher Weise sowohl was unseren Lebensunterhalt, als auch den Frieden in unseren Herzen betrifft, Frohsinn und Erquickung." Ich spüre in mir ganz deutlich, dass selbst mein Ego (nefis) und mein Teufel vor einer solchen Offensichtlichkeit ins Staunen geraten und nur noch schweigen können.

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Ihr sollt wissen, dass ich seit mehr als einem Jahr in meinen Gebeten (dua) auch die Frauen, Kinder und Eltern der Schüler (sakird) der Risale-i Nur, die sich mit den Abhandlungen (risale) beschäftigen, mit einschließe. Ein Grund dafür ist der, dass vor allem Sabri und hier und da auch manche Leute mit Kind und Kegel (çoluk ve çocuk) sich unserem Kreis angeschlossen haben.

Die Gerechtigkeit Gottes (Adalet-i ilahiye) hat jener eher ärgerlichen als bürgerlichen Zivilisation (medeniyet), welche die Islamiyet drangsaliert (ihanet), dergestalt eine geistige Qual (azab-i manevî) zugefügt, dass sie dadurch weit tiefer als die Beduinen und primitive Wilde hinabgestürzt wurden. Sie hat auf ihre Köpfe Bomben, eine beständige Angst (mütemadi korku), Entsetzen (dehset), Chaos (telas) und Ausweglosigkeit regnen lassen (musallat), wodurch hundert Jahre Freuden einer Zivilisation (ezvak-i medeniye), des Fortschritts (terakki), die Genugtuung, andere Völker zu überfallen (tasallut) und die Herrschaft (hâkimiyet) der Engländer und anderer europäischer Machthaber zunichte wurden. Dass es in einer solchen Zeit die notwendigste, wichtigste und allererste Aufgabe (vazife) ist, den Glauben zu retten (imani kurtarmak), zeigen die Verheißungen (besaret) des Qur'ans, die sich auf diese Zeit und dieses Jahr beziehen und uns die frohe Kunde (müjde) der Ayat

﴿ فَضْلاً كَبِيرًا ٭ فَضْلُ اللّٰهِ يُؤْتِيهِ مَنْ يَشَاءُ ﴾

{"Das ist eine große Huld." (Sure 33, 47) "Das ist die Huld Gottes, die er schenkt, wem immer Er es will." (Sure 5, 54)}

in Form der bedeutendsten Eroberung bringen, d.h. der geistigen Eroberungen (manevî fütuhat) der Risale-i Nur durch den Glauben (iman).

Der Glaube (iman) eines Mannes ist der Schlüssel und das Licht (anahtar ve nur) zu einem ewig (ebedî) bestehenden Reich (mülk-ü bâki), so groß wie die Welt (dünya). Wenn das so ist, verspricht die Risale-i Nur einem Menschen, dessen Glaube (iman) bedroht und gefährdet (tehlikeye maruz) ist, in der Tat ein noch nutzvolleres (faideli) Reich als die Herrschaft (saltanat) über die ganze Erde (küre-i arz) zu erobern (fütuhat kazandiran) und ist so mit Sicherheit ein ausdrücklicher Betrachtungspunkt (medar-i nazar) dieser Ayat und dieser Verheißungen (besaret) in unserem Zeitalter (asir).

Die Diener und Besitzer (hademe ve sahibler) der Fabriken "Licht und Rose" (Nur ve Gül) gleichen den beiden Augen im Gesicht des Menschen. Äußerlich sind es zwar deren zwei; und doch sehen sie nur wie eines. Wer dagegen schielt, sieht stattdessen zwei Bilder. Dank sei Gott (Lillahilhamd), dass diese beiden lichtvollen Strömungen (cereyan-i nuranî) in vollkommener Einheit (kemal-i ittihat) miteinander sind.

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بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ وَاِنْ مِنْ شَيْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ اَلسَّلاَمُ عَلَيْكُمْ وَ رَحْمَةُ اللّٰهِ وَ بَرَكَاتُهُ بِعَدَدِ دَقَائِقِ الْفِرَاقِ ﴾

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht lobt und preist." (Sure 17, 44). "Der Friede sei mit euch, Sein Erbarmen und Sein Segen nach der Anzahl der Minuten der Trennung."}

Meine lieben, segensreichen, getreuen, echten Brüder im Geist und in der Seele!

Der Grund dessen, weshalb ich auf euren letzen Brief, der mich sehr fröhlich (mesrur) machte, nicht auf dem Weg über Isparta geantwortet habe, ist der, dass meine Korrespondenz (münasebet) mit dem Zentrum (merkez) in Isparta hier überaus aufmerksam verfolgt wird. Zudem nutzen verschiedene Zentren der Risale-i Nur andere Wege, bis (mein Brief) bei euch ankommt.

Mein lieber Bruder Hüsrev! In meinem letzten Brief sagte ich: "Die Mütter der Hüsrevs sind der Grund dafür, dass die Väter und die Mütter aller Schüler (talebe) seit mehr als einem Jahr in mein Gebet (dua) aufgenommen worden sind. Hütet euch, es falsch zu verstehen. Wie deine Mutter gibt es viele geistige (âhiret) Schwestern dort, die seit zehn Jahren im Kreis der aufrichtigen Schüler (has sakird) der Risale-i Nur sind, d.h. stets wieder neu der Grund dafür wurden, dass die anderen in mein Gebet (dua) aufgenommen werden.

Ich möchte euch von ein, zwei Vorfällen (hâdise) erzählen, die von den Wundertaten (keramet) der Risale-i Nur in dieser Gegend (havali) in Erscheinung getreten, d.h. unter vielen anderen wie Wassertropfen durchgesickert (teressuhat) sind:

Erstens: Ein aufrichtiger, schon alt gewordener Schüler (ihtiyar talebe), der Hatib Mehmed (möge Gott sich seiner erbarmen) (Rahmetullahi Aleyh) hieß, schrieb die "Abhandlung für die Alten" (ihtiyarlar Risalesi) ab. Fast schon am Ende der "Elften Hoffnung" (Rica), genau dort, wo von dem Tod des seligen (merhum) Abdurrahman gesprochen wird, schrieb sein Stift: "Lâ ilahe illâ hû" und seine Zunge sprach: "Lâ ilahe illallah" und so setzte er denn mit dem Siegel eines guten Endes (hüsn-ü hâtim) seinen Stempel (hâtem) unter die Seite seines Lebens (sahife-i hayat) und unterzeichnete (imza) mit seinem Tode (vefat) die mit einem Hinweis versehene Kunde (isarî besaret) des Qur'an, dass die Schüler (talebe) der Risale-i Nur mit ihrem Glauben (iman) ins Grab (kabr) gehen werden. (Möge Gott ihn mit Seiner unendlichen Barmherzigkeit segnen.) (Rahmetullahi Aleyhi Rahmeten Vâsia.)

Zweitens: Während der Korrekturarbeit (tashih) an dem Inhaltsverzeichnis (fihrist), das ihr abgefasst habt, habe ich zu Tahsin gesagt: "Schreibe ab!", nämlich eine Seite, die ein Kopist (müstensih) versehentlich ausgelassen hatte. So begann er denn mit der Abschrift. Da wurden die tiefschwarze Tinte und der saubere Stift, als ein Zeugnis (hüccet) dafür, dass der Zweite Band des Verzeichnisses, das ihr abgefasst habt, angenommen worden ist (makbuliyet), überraschend zu einem wunderschönen Rot. Bis zur halben Seite betrachteten wir diesen erstaunlichen Vorfall (garib hâdis) in Bewunderung (taaccüb); danach wurde die Tinte erneut wieder tiefschwarz. Die andere Hälfte der Seite wurde also mit dem gleichen Stift aus demselben Tintenfass völlig schwarz geschrieben. Einmal erlebten wir in Barla in einer Villa in den Gärten (kösk) mit Samli, Mes'ud und Süleyman als Zeugen (müsahede) das gleiche Ereignis (hâdise) in einer ähnlichen Form. Es war dies wie folgt:

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Da ich sie nicht mochte, habe ich dort einen Teil der schwarzen Tinte weggegossen; da verwandelte sich der Rest auf einmal in ein wunderschönes Rot, das mir sehr gefiel. Das hat die Schreiber (kâtib) der Risale-i Nur begeistert (sevk) und führte uns eine Spitze (uc) in der Kette der Wunder (silsile-i keramet) gleich einem Tropfstein (teressuh) vor Augen.