{(Anmerkung): Diese Pesterkrankung des Materialismus (maddiyyunluk taunu) hat in der Tat diesen abscheulichen Fieberanfall für die Menschheit (nev'-i beser) und dieses Beben auf dem ganzen Erdenrund (küre-i arza) verursacht.} planen und verwalten (idare), in einem globalen Umfang die Wahrheit (hakikat) dieses Geheimnisses (sirr) aus der Sure "inna A'tayna"* ganz und gar bewiesen (isbat).
Die folgende Frage ist mir eingefallen (hatir): Warum bedürfen (muhtaç) ein Vertrauen auf Hinweise der Übereinstimmung (isarat-i tevafukiye) und Eingebungen des Herzens (sünuhat-i kalbiye) in Bezug auf Fragen nach künftigen (mesail-i istikbaliye) irdischen (dünyevî) Geschehnissen, was die Erklärungen (beyanat) der Risale-i Nur betrifft, manchmal noch eines Kommentars oder einer Auslegung (tabir ve tevil), wo sich doch die Schlussfolgerungen (hükümler) der Risale-i Nur aufgrund zuverlässiger Zeugnisse (kat'î bürhanlar), was ihren Wahrheitsgehalt (hakaik) betrifft, wortwörtlich und ohne jeden Kommentar (tevilsiz) und ohne eine Auslegung (tabirsiz) als wahr (hakikat) herausstellen?
Die folgende Antwort wurde mir eingegeben (ihtar): In der Vorhersage der verborgenen (gaybî) Ereignisse (hâdisat), die in der Zukunft der Welt (istikbal-i dünyevî) und in den weltlichen Angelegenheiten (dünya isleri) erlebt werden, verbirgt sich Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen (Cenab-i Erhamürrâhimîn), so große Barmherzigkeit (rahmet) und in dem Verbergen des Verborgenen (gaybi gizlemek) liegt Seine so bedeutende Weisheit (hikmet). In dieser Hinsicht verbietet (yasak) Er die verborgenen (gaybî) Dinge vorauszusagen (haber) und nur in einer kurzen, verschlossenen (mübhem ve mücmel) Form, entweder durch eine Eingebung (ilham) oder eine Inspiration (ihtar), macht Er ein Anzeichen (emare) zu einem Anlass und lässt einen Teil der verborgenen Wahrheiten (gaybî hakikat) anhand einer visionären Ener ckung (kesfiyat) oder einem Wahrtraum (rü'ya-yi sadika) erahnen. Die persönlichen Formen dieser Wahrheiten (hakikat) werden erst bekannt, nachdem sie bereits geschehen (vuku) sind.
Meine lieben Mitbrüder! Die Briefe von Re'fet und Rüsdü, die Hilmi Bey uns neulich gebracht hat, haben uns sehr gefreut (sevindirdi). Da Hüsrev, Re'fet und Rüsdü sich schon seit langem gemeinsam der Risale-i Nur angeschlossen (intisab) hatten, kamen mir diese drei gleichzeitig in den Sinn (hatira), wenn ich mich auch nur an einen von ihnen erinnere (tahattur). Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass diese fürchterlichen Stürme (firtina) sie und euch nicht erschüttert haben (sarsmadi). Und wie wunderbar ist es doch auch, dass wir erfahren durften, dass Gott es gewollt hat (mâsâallah), dass Re'fet immer noch seine alte Treue (sadakat) und ganze Verbundenheit (alâkasi) ganz und gar bewahrt (muhafaza). Ein, zwei Jahre lang hatte ich von ihm weder einen Brief noch sonst irgendeine Nachricht über seine Lage (vaziyet) im Dienst am Qur'an (hizmet-i Kur'aniye) erhalten können und mir bereits deswegen Sorgen (merak) gemacht. Seine Worte in seinem letzten Brief: "Wann immer wir zusammenkommen, schlagen wir ein Buch aus der "Sammlung der Worte" (Sözler) {ein anderer Ausdruck für die Risale-i Nur (A.d.Ü.)} auf und lesen daraus vor. Wir ziehen daraus einen höchst angenehmen (tatli tatli) Nutzen und treffen uns in ihnen mit unserem Meister (üstad)." So haben sie uns dazu geführt, dafür in Freude zu danken (sürur ile sükür). Dass Rüsdü, der ja für seine Treue bekannt (sadakat) ist, in seinem Brief die Punkte, um deretwillen ich mir bereits Sorgen (merak) gemacht hatte, geklärt (beyan) hat, dabei auch seine Arbeit für das Licht (hizmet-i Nuriye) nicht unterbrochen (tevakkuf) hat und dass bei euch z.Zt. keinerlei Schikanen (sikinti) vorkommen, hat uns ebenfalls sehr gefreut (mesrur).
Eine subtile Übereinstimmung (latif bir tevafuk): Wir haben bemerkt, dass sich allein im "Neunzehnten Brief" (Ondokuzuncu Mektub), dem Brief über die "Wunder Ahmeds" (Mu'cizat-i Ahmediye ASM), den Ahmed Nazif diesmal trotz seiner vielen sonstigen Arbeiten (mesgaleler) abgeschrieben hat, insgesamt (mecmuu) 9833 Übereinstimmungen (tevafukat) fanden. So wurden wir denn davon überzeugt, dass sich in diesem Brief "Die Wunder Ahmeds" (Mu'cizat-i Ahmediye ASM) etwas ganz Einzigartiges (keramet) dargetan hat.
Zudem gibt es viele Fälle in dieser Umgebung, wo die Risale-i Nur für Städte und Gemeinden (kasaba ve cemaat) eine Quelle des Segens (berekete medar) wurde, während diejenigen, die ihr schaden (zarar) wollen, ihre Ohrfeigen (tokat) bekommen haben. Desgleichen hat sie Menschen (sahislar) auf eine ganz offensichtliche Weise sowohl Segen (bereket) gebracht, als auch denjenigen, die an ihr arbeiten, einen guten Lebensunterhalt (hüsn-ü maiset) verschafft, während diejenigen, die gegen sie arbeiten wollten, Schläge aus dem Verborgenen (gaybî tokatlar) empfangen haben. In dieser Gegend (havali) hat es viele derartige Vorfälle (hâdise) gegeben...
So wie wir selbst (nefsimizde) auf eine ganz offensichtliche Weise einen guten Lebensunterhalt (hüsn-ü maiset) finden und Gnade (inayet) erlangen, wenn wir an ihr arbeiten, sehen wir auch, dass diejenigen, die gegen die Risale-i Nur oder ihre Schüler (sakird) arbeiten, heftige Ohrfeigen (tokat) treffen.
Einer von uns - Säulen (erkân) der Risale-i Nur - berichtet (haber) aus zuverlässiger Quelle, dass drei, vier Männer um eines weltlichen Vermögens (dünya servet) willen zusammengekommen waren, um einen heimtückischen Plan (münafikane tedbir) zu schmieden; drei Tage später verbrannten die Häuser (haneler) dieser drei, vier Männer und der Laden (dükkân) eines weiteren. So hatte jeder von ihnen seine Ohrfeige (tokat) bekommen und dabei einen Schaden (zayiat) in der Höhe von Tausenden Lira erlitten.
Desgleichen bemühte sich ein hinterlistiger Spion (dessas casus), die Schüler (sakird) der Risale-i Nur ins Gefängnis (hapis) zu bringen. Eines Tages sagte er in aller Öffentlichkeit (ilân ettigi) und ohne jede Veranlassung (serbest olarak): "Ich konnte zwar noch keine Spur (ipucu) entdecken, sodass ich sie ins Gefängnis hätte bringen können. Wenn ich jedoch eine Spur entdecke, werde ich sie in jedem Fall ins Gefängnis bringen." Zwei Tage später hat er aber etwas getan, wofür dann dieser Mann, anstelle der Schüler (sakird) der Risale-i Nur, für zwei Jahre ins Gefängnis ging.
Des Weiteren war ein unglückseliger (bedbaht), starrköpfiger (muannid) Mann gegen die Risale-i Nur und gegen eine der Säulen ihrer Schüler (sakirdlerinin bir rüknü) ausfallend (mütecavizane) geworden. {die übliche Aggressivität eines Alkoholikers (A.d.Ü.)} Ein, zwei Tage später ging er wieder in ein Weinlokal (meyhane). Dort saß er dann und trank und trank (içe içe), bis er gar nicht mehr konnte (çatlamis) und starb (ölmüs).
So gibt es noch viele dergleichen Fälle (hâdise) und d.h., dass die Risale-i Nur für all ihre Freunde (dost) zu einem Lebenselixier (tiryak) wird, während sie ihre Feinde (düsman) wie ein Blitzschlag (saika) trifft.
(Ein Artikel (fikra) von Hâfiz Tevfik, Mehmed Feyzi, Emin, Hilmi und Kâmil, den Schülern (sakirdler) der Risale-i Nur)
Dem Ausspruch (fikra) von Gausu-l'adham über unseren Meister (üstad)
{"Du lebst fürwahr unter den wachsamen Augen der Gnade"}
entsprechend, erfährt dieser Gnade und Unterstützung (inayet ve teshil). Diese Übereinstimmung (tevafuk) ist eine Quelle (madeni) des Wunders (keramet) der Risale-i Nur und dafür gibt es sehr viele Hinweise (emare). Fünf, sechs der Beispiele für die Gnade des Herrn (inayet-i Rabbaniye), die wir in den letzten ein, zwei Tagen mit eigenen Augen gesehen haben, wollen wir nun in Übereinstimmung (tevafuk) mit einigen persönlichen Fällen (cüz'î hâdise) erläutern (beyan), die zwar sehr klein und subtil (latif) sind, uns aber zu einer sicheren Überzeugung (kat'î kanaat) geführt haben. Sie haben sich in den letzten ein, zwei Tagen zur gleichen Zeit ereignet (vuku):
Erstens: Gestern waren für den Meister (Üstad) im Zusammenhang mit der Risale-i Nur drei Dienste (hizmet) notwendig. Es stand aber niemand zur Verfügung und auch wir waren gerade nicht in der Nähe. So kam er denn die Treppe (merdiven) herunter und öffnete schon die Tür, um ein Kind zu suchen und es zu uns zu schicken. Jedoch völlig unerwartet kamen im selben Augenblick drei Schüler (sakird) an die Tür, um diesen Dienst (hizmet) für die Risale-i Nur zu verrichten.
Zweitens: Die wichtigsten Abschnitte (mühim parça) der Risale-i Nur ließ Hâfiz Ahmed, dessen Haus durch den Segen (berekât) der Risale-i Nur vor einer Feuersbrunst (yangin) verschont geblieben war, vor mehr als zwei Jahren für sich abschreiben. Ein, zwei Leute, die in einer anderen Stadt und Distrikt (kaza ve nahiye) wohnen, haben sie sich ausgeliehen, um sie ebenfalls abzuschreiben (istinsah). Sie haben sie aber vor zwei Jahren wieder verloren und wegen ihrer Verlegenheit (mahcubiyet) auch gar nicht Bescheid gegeben, weswegen sowohl wir als auch Hâfiz Ahmed besorgt (merak) waren, ja sogar wütend (hiddet) wurden. Inzwischen sind diese Bücher aber wieder aufgetaucht. Etwa zur gleichen Zeit - und das schon seit fünf Jahren - pflegte Hâfiz Ahmed der Einfachheit halber auch alle paar Tage einmal für den Meister (Üstad) etwas zu essen zu kochen und sich zugleich nach seinem Wohlbefinden (hatir) zu erkundigen. Diese Gewohnheit hatte er jedoch vor zwei Jahren wieder aufgegeben (âdeti terketmis). Er war nämlich aus seiner Nachbarschaft (komsuluk) in eine andere Gegend umgezogen (nakletme). Nun tauchte jedoch gestern etwa zur gleichen Zeit mit den Büchern - zwei Jahre nachdem diese Gewohnheit unterbrochen worden war (âdet terkedil)- der Sohn dieses Mannes aus seinem neuen Hause wieder auf, um sich nach alter Gewohnheit ein ganz klein wenig (küçücük) nach seinem Wohlsein (hatir) zu erkundigen. Doch unser Meister (Üstad) sagte zu ihm: "Nun nach zwei Jahren ist diese alte Gewohnheit (âdet) heute nicht mehr nötig (lüzum kalmamis). Zudem seid ihr doch nun aus unserer Nachbarschaft fortgezogen." Doch nun kamen heute zur gleichen Zeit diese verloren geglaubten Bücher (kaybolan kitablar), die Hâfiz Ahmed abschreiben ließ, und das selbst in bestem Zustand (mükemmel bir surette), zusammen mit den abgeschriebenen Büchern (istinsah) hier wieder an. Das ließ bei uns keinen Zweifel mehr (sübhe birakmadi), dass auch diese feinsinnige Übereinstimmung (latif tevafuk) eine Erscheinung der Gnade (inayetin bir cilvesi) durch die Risale-i Nur ist.
Drittens: Auch unser Meister (Üstad) sagte heute wieder zu Emin: "Es ist nun schon wieder drei, vier Monate her, dass die Besitzerin dieses Hauses (hane sahibesi), die sonst immer jede Woche aus ihrem Dorf (karye) hierher kam, nicht mehr gekommen ist und die Miete (kira) schon seit vier Monaten nicht mehr kassiert hat. In jedem Fall solltet ihr ihr eine Nachricht schicken, damit sie wieder hierher kommt, um sie in Empfang zu nehmen." Zur selben Zeit - und er hatte noch gar nicht ausgesprochen - da klopfte schon diese Hausbesitzerin, die seit vier Monaten nicht mehr da gewesen war, an die Tür und trat ein. So empfing sie denn ihre Miete für fünf Monate. Und weil er über ein solches Ereignis der Gnade Gottes (hâdise-i inayet) so sehr glücklich (memnuniyet) war, schenkte der Meister seiner Hausbesitzerin ein Brötchen (yuvarlak), wie wir ein solches hier noch nie zuvor gesehen hatten, weil es hier gar nicht zu bekommen war, sondern nur in einer weit entfernten Stadt (nahiye). Zur gleichen Zeit, nur etwa zwanzig Minuten später bekam unser Meister als Gegenleistung für die beiden Bücher der Risale-i Nur, die sich ein Schüler zwei Jahre zu seinem Studium (mütalaa) ausgeliehen hatte, etwas von demselben Brot, das hier nicht zu finden ist, als ein Tausendstel jenes geistigen Lohnes für sein Studium. Auch gab er dieser Hausbesitzerin noch einen kleinen Teil (parçacik) von der Asurasuppe. {Eine Suppe, die am zehnten Tage des Monats Muharrem, dem ersten Monat des islamischen Kalenders, zum Gedenken an Noah (Friede sei mit ihm), der an diesem Tage die Arche verließ, gegessen wird. (A.d.Ü.)} So erhielt er denn das genau Zehnfache dieser Asurasuppe* und dazu noch diese drei wunderschönen Laibe Brot (latif üç ekmek), also jenes Tausendstel Lohn (manevî ücret) für das zweijährige Studium der beiden Bücher. Das haben wir mit eigenen Augen gesehen.
Des Weiteren hat unser Meister heute diese Hausbesitzerin gefragt: "Wie heißen Sie eigentlich?" weil er ihren Namen bereits sieben Jahre lang nicht kannte. Sie sagte: "Hayriye". Dann fuhr ein Schüler (sakird) der Risale-i Nur namens "Hayri", dessen Name also mit dem Namen "Hayriye" übereinstimmte (tevafuk), ohne uns vorher Bescheid zu geben, nach Istanbul. Ferner hatten sich auch zwei wichtige Schüler (mühim sakird) aus geschäftlichen Gründen (ticaret) verabschiedet und dann auf dem Heimweg verspätet. Aufgrund der materiellen und geistigen (maddî, manevî) Stürme war unser Meister (üstad) ihretwegen - und das auch wegen eines anderen wichtigen Schülers dort - sehr besorgt (merak). Heute kam nun dieser Hayri zwei Stunden nachdem Hayriye gegangen war und beendigte die Sorgen (merak) um diese drei Schüler. Ein Parfüm mit dem Namen Patschuli (tefarik), das unser Meister (üstad) in den letzten vier Monaten stets gebraucht hatte, war heute gerade zu Ende gegangen. Aber Hayri hielt zugleich ein Fläschchen davon in seiner Hand und sagte zu ihm: "Ich habe hier für Sie ein wenig Patschuli {als ein kleines Gastgeschenk (A.d.Ü.)} mitgebracht." Wir haben auch zu dieser kleinen subtilen Übereinstimmung (tevafuk) mit dem Patschuli-Öl "Möge Gott es segnen" (Bârekâllah) gesagt.
Innerhalb dieser beiden Tage erfuhr unser Meister (üstad), während er mit der Korrektur (tashihat) der Abhandlung über die Wunder Mohammeds (Mu'cizat-i Ahmediye) beschäftigt war, gleich diesen - wenn auch nur sehr kleinen Beispielen (küçücük nümune)- noch viele weitere solche Beispiele. Da wir nun einmal während dieser zwei Tage die Erscheinungen (cilve) einer solchen Gnade (inayet) erfahren hatten, kann nun ein jeder, wenn er die Dinge seinem eigenen Dienst (hizmet) innerhalb des Kreises der Risale-i Nur entsprechend aufmerksam (dikkat) betrachtet, auch für sich selbst (kendi nefsinde) solche Beispiele erfahren.
Die Schüler der Risale-i Nur
Hâfiz Tevfik, Hilmi, Kâmil, Hayri, Mehmed Feyzi, Emin,
haben dies mit ihren eigenen Augen gesehen
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Für die Hilflosen (bîçare), die in diesem strengen Winter (siddetli kista), noch dazu in einer anderen, ganz furchtbaren, geistigen (manevî) Form des Winters und in einer weiteren ebenso fürchterlichen, ja selbst blutigen (müdhis, kanli) Form des Winters im gesellschaftlichen Leben (içtimaî hayat) der Menschheit (nev'-i beser) besonders erregt und besorgt (çirpinan) sind, spürte ich in der hinsichtlich meines Mitempfindens für die eigene Art (rikkat-i cinsiye) und der Liebe zur eigenen Gattung (sefkat-i nev'iye) im äußersten Grade Leid und Gram (hüzün ve elem). Wie ich an vielen Stellen erklärt (beyan) habe, eilte wieder die Weisheit und Allbarmherzigkeit (hikmet ve rahmet) ihres freigiebigen und allbarmherzigen Schöpfers (Hâlik-i Kerim ve Rahîm), welcher der Barmherzigste aller Barmherzigen (Erhamürrâhimîn) und der Weiseste aller Weisen (Ahkemülhâkimîn) ist, meinem Herzen zu Hilfe (kalbim imdadina). Sinngemäß (mânen) wurde mir dabei gesagt: "Diese deine so heftige Betrübnis (teessür) würde als eine Art Kritik (tenkid) gegenüber der Weisheit (hikmet) und Barmherzigkeit (rahmet) dieses Allweisen und Allbarmherzigen (Hakîm ve Rahîm) gelten. Weiter als die Barmherzigkeit Gottes (Rahmet-i ilahiye) sollte seine Liebe (sefkat) jedoch nicht gehen. Eine noch vollkommenere Weisheit (ekmel hikmet) als die Weisheit des Herrn (Hikmet-i Rabbaniye) kann es im Bereich der Möglichkeiten (daire-i imkân) nicht geben. Denke daran, dass die Aufständischen (âsiler) ihre Strafe (ceza) und die Unschuldigen und Unterdrückten (masumlar, mazlumlar) einen zehnfachen Lohn (mükâfat) ihrer Mühsal (zahmet) bekommen werden! Du musst die Dinge (hâdisat), die außerhalb dessen geschehen, wozu du in der Lage (daire-i iktidar) bist, in Hinsicht auf Seine Barmherzigkeit (merhamet), Weisheit (hikmet), Gerechtigkeit (adalet) und Herrschaft (rububiyet) betrachten!" Daraufhin habe ich mich von diesem völlig unnötigen, wenn auch ziemlich heftigen Schmerz in meinem Herz (elem-i sefkat) befreit.
Vor dreißig Jahren, als ich noch unter den Stämmen umherreiste (asairlerde gezerken), {Damals predigte der Alte Said noch unter den Stämmen Kurdistans. (A.d.Ü.)} wurde mir einmal folgende Frage gestellt: Könnte etwa von der Klage (sikayet) über diese Zeit und das Leben in ihr (zaman ve dehrin), wo doch sogar große Persönlichkeiten (zâtlar) und selbst die Heiligen (evliyalar) sich über das Schicksal (felek) und die damalige Zeit beklagten (sikayet), nicht indirekt ein Einwand (itiraz) gegen die einzigartige Kunstfertigkeit (san'at-i bedîi) des majestätischen Künstlers (Sâni'-i Zülcelal) abgeleitet werden?
Antwort: Nein und keineswegs!... Vielmehr ist die Bedeutung (mana) folgendermaßen: Eigentlich möchte der Kläger (sikayetçi) sagen: Für die Sache, die ich will (istedigim emir), das Ding, das ich mir wünsche (arzu) und den Zustand (hal), den ich erstrebe (tesehhi), ist das Wesen der Welt (âlemin mahiyeti), das durch das Prinzip (düstur) der urewigen Weisheit (hikmet-i ezeliye) geordnet wurde, nicht dazu begabt (müstaid) und ermöglicht (müsaid) das Gesetz des Schicksals (felegin kanunu), dessen Ornamente (naks) mit dem Zirkel (pergeliyle) der urewigen Gnade (inayet-i ezeliye) ausgeschmückt wurden, es nicht und ist die Natur (tabiat) der Zeit, die in der Druckerei (matbaa) des urewigen Willens (mesiet-i ezeliye) gedruckt wird, noch nicht dazu reif (muvafik), und die göttliche Weisheit (hikmet-i ilahiye), welche die Angelegenheiten der Allgemeinheit (mesalih-i umumiye) regelt, nicht damit einverstanden (razi), dass diese Welt der Möglichkeiten (âlem-i imkân) alle Früchte (semerat), die wir uns nur wünschen könnten, sie aus der Hand der Macht (yed-i kudret) des absoluten Segnenden (Feyyaz-i Mutlak) durch die Arithmetik (hendese) dieses unseres Verstandes (ukûl) und mit dem Appetit (istihasi) unserer Lust und Laune (tehevvüs) pflücken könnte. Auch wenn sie uns gegeben würden, könnte sie sie dennoch nicht halten. Auch wenn sie uns zufallen würden, könnte sie sie nicht aufheben. Wegen der Lust und Laune (tehevvüs) eines Menschen kann ein großer umfangreicher Kreis (daire-i muhit) in der Tat nicht in seiner wichtigen Bewegung (hareket-i mühimm) gestoppt werden.
So fügt auch die Risale-i Nur zu dieser vor dreißig Jahren im Zusammenhang mit der Abhandlung über das Erdbeben (zelzeleler bahsinde) erhaltenen Antwort noch die folgende kleine Anmerkung (hasiye) hinzu:
Jedes Element (unsur) {Feuer, Wasser, Luft und Erde} hat durch die Ereignisse (hâdise), wie dem materiellen und geistigen (maddî ve manevî) Winter und dem Erdbeben, hunderte wohltuende Ziele und Ergebnisse (netice ve gaye). Um ihn wegen einer einzigen üblen, ja bösartigen (serli ve zararli) Folge von seinen Aufgaben (vazife) abzuhalten und dabei diese hunderte wohltuenden Ergebnisse (hayirli netice) aufzugeben und dadurch hunderte Bosheiten (serr) zu begehen, um so vielleicht eine einzige Bosheit (bir tek ser) abzuwenden, würde der Weisheit (hikmet), der Wahrheit (hakikat) und der Herrschaft Gottes (rububiyet) zuwiderlaufen. Dabei kann dann der Barmherzige Allerbarmer (Rahmanürrahîm) jedem Hilflosen (bîçare), der unter dem Druck der allumfassenden Gesetze (kanunlarin tazyikinden) "Ach!" und "Weh!" schreit, mit Seiner persönlichen Gnade (inayat-i hâssa), Seiner individuellen Hilfe (imdadat-i hususi) und besonderen Güte (ihsanat-i mahsusa) zu Hilfe eilen. Er kann ihm Heilung für seine Sorgen (dertlerine derman) zukommen lassen. Doch hilft (yardim) Er dabei nicht nach der Lust und Laune (hevesiyle) eines jeden einzelnen Menschen, sondern durch eine wahrhaftige Belohnung (hakikî menfaat). Und dabei schenkt er dann anstelle einer Glasperle (cama), die er in dieser Welt (dünya) vielleicht gerne haben möchte, im Jenseits (âhiret) einen Diamanten (elmas).
Da unter den ganz ungewöhnlichen Wahrheiten (ciddî hakaik) unseres Meisters (Üstad) und der Risale-i Nur die wohlschmeckendsten Rosinen (fakihe) die Übereinstimmungen (tevafuk) sind, möchten wir unseren Mitbrüdern wieder von ein, zwei kleinen Übereinstimmungen, von denen wir in diesen zwei Tagen erfahren haben, als eine Anmerkung (hasiye) zu der euch zuvor berichteten Übereinstimmung berichten.
Gleich wie die Übereinstimmungen (tevafuk) zwischen den geschriebenen (kelimat-i mektub) und den ungeschriebenen Worten eine Absicht (kasd) und eine besondere Gunst (inayet-i hususiye) zeigen, erreichen sie in ihrer Außergewöhnlichkeit (hârika) in der Tat manchmal den Grad eines Wunders (keramet). Und manchmal fügen sie dem auch noch eine besonders feinsinnige Feinheit (latif bir zarafet) hinzu. Genauso erfahren wir dieselbe absichtliche (kasdî), gnadenreiche (inayetkârane) Übereinstimmung (tevafuk) bei den Ereignissen (hâdisat), die sich auf die Risale-i Nur und unseren Meister (üstad) selbst in seinen Worten (akval) und Taten (ef'al) beziehen, wie z.B.:
Wie euch bereits geschrieben wurde, sagte der Meister zuindserem Mitbruder Emin wegen der Frau Hausbesitzerin (hane sahibesi), die schon seit vier Monaten nicht mehr gekommen war: "Schicke ihr doch eine Nachricht!" Und noch während er dies sagte, klopfte es bereits an der Tür, was also eine Übereinstimmung (tevafuk) war. Und noch während dieser Satz {in dem Brief (A.d.Ü.)} zwei Mal vorgelesen wurde, öffnete Emin die Eingangstür unten während gerade das Wort "Er sagte zu Emin" vorgelesen wurde. Er kam aber noch bevor seine Besuchszeit gekommen war. Am zweiten Tage lasen wir denselben Brief noch einmal mit einem anderen Mann. Und genau in dem Augenblick, in dem der Satz: "Er sagte zu Emin" vorgelesen wurde, öffnete Emin oben die Tür des Zimmers. Er kam wieder entgegen seiner sonstigen Gewohnheit zu kommen und trat ein. Diese beiden Übereinstimmungen (tevafuk) stehen mit der Übereinstimmung mit der Frau Hausbesitzerin in Übereinstimmung (tevafukuna tevafuku) und zeigen, dass selbst unsere alltäglichen Angelegenheiten kein Zufall (tesadüf) sondern eine beabsichtigte Übereinstimmung (kasdî tevafuk) sind.
Des Weiteren hatte uns Fuad, einer der Schüler (sakird) der Risale-i Nur, vor vier Monaten ein wenig Tarhana {eine Fertigsuppe (A.d.Ü.)} gebracht. Danach war er nach Istanbul abgereist. Und nun waren wir seinetwegen besorgt, weil er sich schon dreißig Tage verspätet hatte. Doch dann hatten wir eines Tages die Tarhana aufgebraucht und noch am selben Tage kam er wieder zurück und auch das war wieder eine Übereinstimmung (tevafuk).
Des Weiteren endete ein Stück Butter, deren Segen (bereket) wir und auch unser Meister (üstad) verspürt hatten. {Das Stückchen Butter wollte nie ein Ende nehmen (A.d.Ü.)} Zur gleichen Zeit, in der dieses Stückchen zu Ende ging, kam nach unserer Vorstellung übereinstimmend (tevafuk) mit dieser Menge am gleichen Ort, zur gleichen Zeit wieder die gleiche Menge. Zudem mag unser Meister (üstad) Kringel (çörek) gern, die hier in den Dörfern in der Asche (kül) gebacken werden, und aß morgens und abends einige davon, was etwa fünfzehn Tage lang so weiterging. An dem Tage, an dem schließlich alles aufgegessen war, brachte einer seiner Verwandten von den gleichen Kringeln wieder neue. Um dieser Übereinstimmung (tevafuk) willen hat er sie nicht abgelehnt, sondern angenommen (çevirmedi, kabul etti). Dagegen hat er etwas von diesem Segen verschenkt (teberrük). Wir haben in dieser subtilen Übereinstimmung (latif tevafuk) diese Fünkchen (cilve) der anmutigen Gnade Gottes (sirin inayet-i ilahiye) mit unseren eigenen Augen gesehen und erkannt, dass der blinde Zufall (kör tesadüf) sich nicht in unsere Angelegenheiten einmischt. So wie sich eine solche feinsinnige Übereinstimmung (manidar tevafuk) zwischen den Worten und Buchstaben (kelimat ve hurufat) der Risale-i Nur auftut, so geschehen auch solch feinsinnige Übereinstimmungen (manidar tevafuk) zwischen den Handlungen und allen Tätigkeiten (harekât ve ef'al), die sie betreffen. Da es hier um Gottes Gnade (inayet) geht, ist dies von großer Bedeutung (kiymet), auch wenn es sich dabei nur um ganz individuelle Dinge handeln sollte. Darüber so ausführlich zu schreiben und dem so große Beachtung zu schenken gilt deshalb nicht als Verschwendung (israf). Denn hier handelt (murad) es sich um die Gnade und einen Hulderweis göttlicher Barmherzigkeit (inayet ve iltifat-i rahmet), die sich auf diese Weise ausdrückt (mana). Auch diese Abhandlung (bahis) gilt dafür als ein geistiger Dank (manevî bir sükür).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Der Inhaber der Lichtfabrik (Nur fabrikasinin sahibi) und der tapfere (kahraman) Tahiri bringen uns frohe Botschaften (müjde), die uns sehr erfreuen (mesrur); und zudem befragen sie uns auch über einige Themen (mes'ele). Die Entscheidungen (karar), welche die Säulen (erkân) unter euch getroffen haben und die Vorgehensweisen (tarzlar), die sie für richtig halten (münasib), sind - wolle es Gott (insâallah)- zutreffend (isabet) und übertreffen selbst meine eigene Zustimmung (re'y). Da sie aber nun einmal auch meine Zustimmung (re'y) bekommen wollen, so besteht z.Zt. für die Drucker, die sich vorher so ablehnend (nazlanan) verhalten hatten, keine Notwendigkeit mehr. Zudem ist es deshalb nicht vonnöten, weil dafür eine Art Zulassung (müsaadesi) der Risale-i Nur für die neuen Buchstaben (huruf), die mit unserem Weg (meslek) im Widerspruch stehen, erforderlich wäre. Die Anzahl (mikdar), die ihr mit dem von Hand betriebenen Kopiergerät vervielfältigt habt, genügt bereits. Auch Nazif arbeitet bereits mit einem von Hand betriebenen Kopiergerät. Nur muss man zuvor bei der Korrektur (tashih) ganz besonders achtsam (dikkat) sein. Meine Brüder, die mit ihren diamantenen Stiften noch immer die alten Buchstaben (huruf) gebrauchen, lassen für eine Druckerei kein Bedürfnis (ihtiyaç) mehr aufkommen. Denn sie können uns ja helfen (yardim).
Was die zweite Hinsicht (ikinci cihet) betrifft, nach der ihr gefragt hattet, so sollen von den beiden - mit den neuen Buchstaben geschriebenen Abhandlungen (risale), die ich Hâfiz Mustafa gegeben hatte - die meisten ungebunden bleiben, ein paar jedoch gebunden sein. Als Titel für die kurze Abhandlung (risalecik), welche die Jugendlichen (gençler) betreffen, könnt ihr "Leuchte für die Gottvergessenen" (Sirac-ül Gafilîn) oder "Wegweiser für die Jugend" (Gençlik Rehberi), für die Abhandlung (risale) über die Einheit Gottes (tevhid) "das beredtsame Zeugnis für Gott" (Hüccetullah-il Baliga) oder "Die Leuchte des Glaubens" (Misbah-ul iman), für die Sammlung der Wundertaten (Keramet mecmuasi) "Das bestätigende Siegel aus dem Verborgenen" (Sikke-i Tasdik-i Gaybî) oder "Das Siegel der Bestätigung aus dem Verborgenen" (Tasdik-i Gaybînin Hâtemi) schreiben. Wäre das arabische Gebetbuch "Die große Rezitation des Lichtes" (Vird-ül Ekber-i Nuriye) bereits gedruckt worden, wäre das eine Hilfe (teshilât) für alle Schüler (sakird) der Risale-i Nur, die kein Arabisch können. Auch wäre es für sie besser, wenn auf die Seitenzahlen aus der Abhandlung "Der Siebte Strahl" (Yedinci Sua), also dem "Großen Zeichen" (Âyet-ül Kübra) und aus dem "Zwanzigsten Brief" (Yirminci Mektub), die bereits erläutert und übersetzt (izah ve tercüme) worden sind, am Seitenrand (kenar) der "Großen Rezitation" (Vird-ül Ekber) neben einer kleinen Anmerkung (hasiyecik) und ihrer Nummer (rakam) etwa auf folgende Weise hingewiesen (isaret) würde: "Dieser arabische Abschnitt (makam) wird in diesen oder jenen Abhandlungen (risale), auf dieser oder jener Seite erläutert (izah)." und die Brüder mit ihren diamantenen Stiften werden dies unter sich verteilen und jeder einige Abschriften (nüsha) auf diese Weise mit Anmerkungen (isaret) versehen. Auch wäre es gut, wenn ihr uns ein, zwei Exemplare von den Abhandlungen (risale), die ihr mit dem von Hand betriebenen Kopiergerät angefertigt oder von der Druckerei bekommen habt, als Musterexemplar (nümune) zusendet.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Die Teuerung und Not (kaht ve galâ) in diesem strengen materiellen wie geistigen (maddî ve manevî) Winter und die Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) trifft die Armen (fukara) besonders hart. So war ich denn wegen der Wahrscheinlichkeit (ihtimal), dass die Schüler (sakird) der Risale-i Nur, die überwiegend in Armut (fakir-ül hal) leben, durch diesen furchtbaren Zustand (dehsetli hal) erschüttert werden und dabei auch ihr Gemeinschaftssinn (tesanüd) zerstört werden könnte, ziemlich besorgt (endise). Darum seid ihr auch dazu verpflichtet (mükellef) und ist es mehr als zu anderen Zeiten nötig (muhtaç), in diesem Sturm (firtina) mit Rücksicht (hesab) auf den heiligen Dienst der Risale-i Nur am Glauben (vazife-i kudsiye-i imaniye) euren Gemeinschaftssinn (tesanüd) und eure Einheit (ittihad) zu bewahren, gegenüber euren Fehlern (kusur) Nachsicht zu üben (bakma) und einander nicht zu kritisieren (tenkid).
Hütet euch davor, einander zu kränken (gücenme) und zu kritisieren (tenkid). Denn wenn ihr auch nur ein klein wenig Schwäche (za'f) zeigt, können die Unruhestifter (ehl-i nifak) daraus ihren Nutzen (istifade) ziehen und euch dadurch einen großen Schaden (zarar) zufügen. Aus der Not und der Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) erwächst die Notwendigkeit (zaruret), diese Not durch ein Leben in Sparsamkeit und Bescheidenheit (iktisad ve kanaat) zu wenden. Dabei mache ich mir Sorgen (endise), da viele unter den Kennern der Wahrheit (ehl-i hakikat) und auch die Sufis (ehl-i tarîkat) einander um weltlicher Vorteile (menfaat-i dünyevi) willen {Hierbei geht es darum, in einem islamischen Staat den rechten Standpunkt zu vertreten.} zu einer Art Konkurrenz (rekabet) verleiten (sevketti). Doch hat dieser Aspekt (cihet) unter den Schülern (sakird) der Risale-i Nur bis jetzt noch zu keinerlei Verletzungen (zedeleme) geführt. Und so werden sie denn einander - wolle es Gott (insâallah)- auch in Zukunft nicht verletzen. Es ist jedoch nicht jeder von gleichem Charakter (ahlâk). Wünscht also jemand im erlaubten Rahmen (mesru' daire) in Ruhe und Frieden (rahat) zu leben, sollte man ihn nicht deswegen zurechtweisen (itiraz). So darf auch ein Schüler (sakird) Almosen (zekat) annehmen, wenn er in Not geraten (zarurete düsen) ist. Den Säulen (rükün), die ihre Zeit dem Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur widmen (hasr-i vakit), und ihren Mitarbeitern mit Almosen (zekat) zu helfen, ist auch eine Art Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur.
Zudem muss man ihnen helfen (yardim). Sie dürfen jedoch mit ihrer Gier und Habsucht (hirs ve tama') und durch ihre Haltung (lisan-i hal) keine Ansprüche (istemek) stellen. Anderenfalls würde es die Leute des Irrwegs (ehl-i dalalet), welche auf dem Weg ihrer Gier und Habsucht (hirs ve tama') ihre religiöse Einstellung (din) aufgegeben haben, dazu veranlassen, sich selbst mit ihren eigenen Augen (nazar) zu betrachten, mit sich selbst zu vergleichen (kiy ۬i binnefs) und ihre Angriffe (taarruz) mit der hässlichen Anschuldigung (çirkin bir ittiham) hervorzubringen und zu sagen: "Auch ein Teil der Schüler (sakird) der Risale-i Nur missbraucht seine Religiosität (din) für weltliche Dinge (dünyaya âlet)."
Die Abhandlungen (risale) über die Wahrhaftigkeit und über die Sparsamkeit (ihlas ve iktisad) aus dem Band "Blitze" (Lem'alar) solltet ihr gelegentlich einmal und manchmal auch die Abhandlung "Sechs Angriffe" (Hücumat-i Sitte) gemeinsam lesen. Eure bis heute so außergewöhnliche Standhaftigkeit (sebat), Unerschütterlichkeit (metanet), euer Gemeinschaftssinn (tesanüd) und eure Einigkeit (ittifak) haben in diesem Land (memleket) einen so hohen Grad erreicht, dass es darauf stolz (medar-i iftihar) sein kann und auf diese Weise seine Zukunft retten wird (istikbalini kurtaracak). Seid aufmerksam (dikkat)! Dieser neue Sturm (firtina) darf euren Gemeinschaftssinn (tesanüd) niemals aufweichen. Eure frohe Kunde (müjde) von der arabischen "Großen Rezitation des Lichtes" (Vird-ül Ekber-i Nuriye) und darüber, dass der tapfere (kahraman) Tahir und die Gruppe der Gesegneten (mübarek) gegen diese ansteckenden, furchtbaren (sâri ve dehsetli) Krankheiten Impfstoffe (tiryaklar) und Medikamente (ilâçlar) herbeibringen und daran beständig arbeiten, efreut (sevindi) nicht nur uns, sondern auch die Geistwesen (ruhanîler) und sogar Persönlichkeiten gleich den Leuten aus dem Verborgenen (rical-ül gayb). Dass Hulusi die wunderhafte Anmerkung (nükte-i i'caziye) über die Sure "Bei der Epoche" (Ve-l'Asr) (Sure 103) bestens zu schätzen weiß und sie bestätigt (takdir ve tasdik) sowie auch seine Versetzung (tahvil) nach Konya, haben mich, was unseren Dienst am Lichte (hizmet-i Nuriye) betrifft, besonders froh (memnun) gestimmt. Es war ja durchaus nötig (lâzim), dass ein aktiver Schüler (sakird) der Risale-i Nur, und zwar aus einer der vordersten Reihen, in der Tat in diese bedeutende Stadt (o ehemmiyetli sehre) geht.
Meine lieben Mitbrüder! In der Abhandlung über die Verteidigungsschriften in dem Band "Blitze" (Lem'a-i Müdafaat) meinen wir mit dem Ausdruck (ünvan) "Spartanischer Nachrichtendienst" (Isparta muhbirleri) die Tyrannen (zalimler) in Ankara, die uns ins Gefängnis (hapis) eingeliefert haben. Wir haben diesen Ausdruck nur gezwungenermaßen (mecburiyet) gebraucht. Jetzt ist Isparta meine segensreiche Heimat (mübarek bir vatan) und auch meiner so wertvollen Brüder geliebte Heimat (sevgili vatanlari). Deswegen habe ich den Ausdruck "Spartanischer Nachrichtendienst" (Isparta muhbirleri) aus diesen Texten (makam) entfernt und an ihre Stelle "ungläubige Tyrannen" (mülhid zalimler) gesetzt. Und so sollt auch ihr ihn verwenden.
Zudem hat der tapfere (kahraman) Tahir in der Abhandlung über die "Verteidigungsschriften" (Müdafaat Risalesi) und in der "Seelsorge für die Alten" (ihtiyar Lem'asi) aus dem Band "Blitze", die er für mich abgeschrieben hatte, in dem Kapitel, das Ankara betrifft (Ankara'ya ait bahsinde), "Die achte Hoffnung" geschrieben. Stattdessen muss es jedoch "Die siebte Hoffnung" heißen. Auch das sollt ihr korrigieren (tashih). In dieser meiner Antwort begrüßen und beglückwünschen (selâm ve tebrik) wir unseren Bruder Hüsnü Efendi, der einen so tapferen Sohn (kahraman bir mahdum) hat wie Tahirî, und in dessen Haus (hane) sich sechs Schüler (sakird) der Risale-i Nur befinden.
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44)}
Meine lieben Mitbrüder! Da selbst noch die allereinfachste und allerkleinste Anmerkung im Qur'an von großer Bedeutung (kiymet) ist, wurde mir eingegeben (ihtar), heute einen kleinen Strahl (sua) aus den Hinweisen (isarat) des Qur'ans, der unsere Zeit (zaman) betrifft, im Zusammenhang mit der wunderhaften Anmerkung (nükte-i i'caziye) über die Sure "Bei der Epoche" (Ve-l'Asr) (Sure 103) eine Anmerkung zur Sure "Die Elefanten" (Sure-i Fil) (Sure 105) auf der Ebene der hinweisenden Bedeutungen (mana-yi isarî) anhand der Regel zu den Übereinstimmungen (tevafuk) zu erklären (beyan). Es ist dies wie folgt:
Da es das Erfordernis der Beredsamkeit (belâgatinin muktezasi) des Qur'ans ist, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist und der in allen Jahrhunderten mit der ganzen Menschheit (nev'-i beser) spricht, durch die Verkündigung (beyan) eines berühmten, bestimmten historischen Ereignisses (hâdise-i cüz'iye) wie in der Sure
{"hast du nicht gesehen, was..." ("dein Herr mit dem Besitzer des Elefanten gemacht hat?" (Sure 105))}
an ganz gewöhnliche Ereignisse erinnert (ihtar), die sich so oder so ähnlich in jedem Jahrhundert (umum asir) ereignen können und aus denen Menschen je nach ihrem Bildungsstand ihre eigenen Schlussfolgerungen (mana) auf der hinweisenden Ebene (tabakat-i isariye) ziehen (ifade), blickt auch diese heilige (kudsî) Sure auf unser Jahrhundert (asr) herab, unterrichtet (ders) sie somit und ereilt die Übeltäter (fenalar) mit ihren Schlägen (tokat). Während sie auf der Ebene ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarî) über das größte Ereignis (hâdise) dieses Jahrhunderts berichtet (haber), weist (isaret) sie mit ihren drei Sätzen anhand der chiffrierten (cifir) wie der numerischen Berechnung (hesab-i ebced) auf die Zeit desselben Ereignisses (hâdise), das als Strafe (ceza) dafür, die Welt (dünyayi) in jeder Hinsicht der Religion (din) vorzuziehen und einem Irrweg (dalalet) zu folgen, mit einem Vergleich (tetabuk) darauf hin.
Erster Satz: Der heilige (kudsi) Satz
{"sie bewarfen sie mit Steinen" (Sure 105, 4)}
welcher ausdrückt (ifade), dass man über den Köpfen (baslar) der Soldaten von Abraha, welche die großartige (Muazzama) Kaaba überfallen wollten, von den Fliegern "Ebabil" {Name des im Qur'an angegebenen "Flugzeugtyps" (A.d.Ü.)} aus Bomben vom Himmel herabregnen ließ, ergibt 1359 (= 1940) {numerisch} und weist (isaret) in Übereinstimmung (tevafuk) darauf hin, dass auf die Köpfe (baslar) der Verkündiger der Zivilisation (medeniyetçiler), welche die weltlichen (dünya) Dinge den religiösen (dine) vorziehen und die Menschheit (nev'-i beser) vom Wege (yol) abbringen wollen, Bomben und Steine (taslar) vom Himmel herabregnen werden.
Zweiter Satz: Das heilige Wort (kelime-i kudsiye)
{"Hat Er nicht ihre List zum Scheitern gebracht?" (Sure 105, 2)}
verweist (isaret), wie diejenigen, die in dem Vorfall (hâdise) dieser alten Zeit mit Listen (hileler) angegriffen haben, um das Licht (Nur) der Kaaba auszulöschen, Schläge (tokat) bekommen haben, wobei sie selber ihr Unternehmen durch ihr Elend (yokluk) und durch die Finsternis (zulümat) ihres Irrtums (dalalet) genau ins Gegenteil (aks-ül amel) verwandelten und es sich gegen sie verkehrte, mit Übereinstimmung (tevafuk) auf genau dieses Jahr (ayni tarih) mit der numerischen Berechnung (makam-i cifrîsi) des heiligen Wortes فِى تَضْلِيلٍ {"zum Scheitern"} 1360 (= 1941) hin, in dem dann die Gewalt (cebbar) erzwingenden und arroganten Irregeleiteten (ehl-i dalalet) unseres Jahrhunderts (asr), die sich genauso mit List (hileler), Trug (desiseler), und Unterdrückung (zulümler) die Kaaba der Himmlischen Religionen (Edyan-i Semaviye) und ihre Gebetsrichtung (kiblegâh) im Interesse des Irrtums (dalalet) zu zerstören (tahrib) bemühten, für ihre Irreführung (tadlil) und Täuschung (idlâl) mit Schlägen (tokad) durch die Bomben vom Himmel herab bestraft (ceza) wurden.
Drittens: Wie der heilige Satz (cümle-i kudsiye)
{"Hast du nicht gesehen, was dein Herr mit dem Besitzer des Elephanten gemacht hat?" (Sure 105, 1)}
zu dem ehrwürdigen Gesandten (Resul-i Ekrem Aleyhissalâtü Vesselâm) sagt: "siehst du nicht, wie Er die Ehrwürdige Stadt (Mükerreme) Mekka und die Großartige (Muazzama) Kaaba, welche deine gesegnete Heimat (mübarek vatan) und deine Gebetsrichtung (kiblegâh) sind, auf eine außergewöhnliche (hârikulâde) Weise vor deinen Feinden gerettet (düsman) hat und diese Feinde dafür ihre Schläge (tokat) bekommen haben?" dies in seiner offensichtlichen Bedeutung (mana-yi sarihi) ausdrückt, sagt dieser heilige Satz (cümle-i kudsi), der uns auch in diesem Jahrhundert anredet (hitab), in seiner hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarîsi): "siehst du nicht, wie dein Herr (Rabb) diese Leute von Welt (ashab-i dünyaya), diese Gewaltmenschen (cebbar), welche die Welt anbeten (dünyaperest) und um ihrer Macht (menfaat) in der Welt willen alles Heilige (mukaddesat) niedertreten und Feinde (düsman) deiner Religion (din), der Islamiyet, des Qur'ans, der Rechtsgelehrten (ehl-i hak) und der Leute der Wahrheit (hakikat) sind, mit Seinen Schlägen (tokat) bestraft? Nun schau doch und sieh es dir an!" So drückt dieser Satz mit seiner hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarî) anhand seines numerischen Wertes (makam-i cifrî) genau auf das Jahr (tarih) 1359 (= 1940) hinweisend (mana-yi isarî) auf eine Art Katastrophe vom Himmel (âfât-i semaviye) herab wie Schläge (tokat) vom Himmel (semavi) herab als Strafe für den Verrat (ihanet) an der islâmiyet aus. Nur tritt hier anstelle des Ausdrucks "Besitzer des Elefanten" (Ashab-il Fil) der Ausdruck "Herren der Welt" (Ashab-id Dünya). Das Wort "Fil"
{(Anmerkung): Der Sinn (sirr) dessen, dass das Wort "Fil" gestrichen wird, ist Folgender: In alten Zeiten haben sich die Menschen zum Angriff auf die gewaltige, machtvolle (azamet, heybet) Größe ihrer furchterregenden Elefanten (die Nachfahren der Mammuts (Mahmudî) - A.d.Ü. -) gestützt. Heute jedoch stützen sie sich auf ihr irdisches Vermögen (dünya servetine), ihren Reichtum (malina) und finanzieren mit ihrem Vermögen ganze Flotten. Sogar eine Nation von vierzig Millionen brachte mit Hilfe solcher, den damaligen Elefanten (fil) gleichenden Flotten, vierhundert Millionen Menschen in Gefangenschaft (esaret). (ein Vergleich mit der Herrschaft der damaligen Kolonialherren (A.d.Ü.)) Die Prediger der Zivilisation Europas (medeniyetçiler) zerstören (imha) nicht durch den Beitrag (mehasini) ihrer Zivilisation, ihre menschliche Güte (iyilik) und ihre Nutzanwendungen (menfaatler), sondern durch die negativen Auswirkungen (seyyiat) dieser Zivilisation, durch Ausschweifungen (sefahet), durch den Atheismus (dinsizlik), durch ihre allgegenwärtige Herrschaft (hâkimiyet) über dreihundertfünfzig Millionen Muslime, die vor ihrer Gewaltherrschaft (istibdad) die Köpfe einziehen (serfüru') und welche die Ursache (sebebiyet) des Unglücks wurden, das wie vom Himmel (musibet-i semaviye) über sie herabkam. Diese selbstsüchtigen Tyrannen (gaddar zalimler), welche die Welt anbeten (dünyaperest), ließen der Bestimmung Gottes (kader-i ilahîye) eine Fetwa zu erlassen, Schläge (tokat) als Strafe (ceza) für ihre Tyrannei (zulümler) zukommen und für die Armen (fakir), die Unschuldigen (masum) und Unterdrückten (mazlum) ihr vergängliches Besitztum (fâni mallari) und ihr Leben (hayat) zu ihrem Jenseits (âhiret) zu verwandeln und wertvoll (kiymetdar) zu machen und auch für ihre Sünden in dieser Welt (dünyadaki günahlari) zu einer Buße (keffaret-üz zünub) zu machen. Ich habe überhaupt seit anderthalb Jahren keine Kenntnis über den Zustand (vaziyet) und die Phasen (safahat) dieser Weltanbeter (dünyaperestler) in diesem Unglück (musibet) und über die Abschnitte (sahife) des Zweiten Weltkriegs. Aber ihr Zustand (vaziyet) vor zwei Jahren, die Schläge (tokat), von denen diese heilige (kudsi) Sure in der Ebene (tabaka) ihrer hinweisenden Bedeutung (mana-yi isarî) berichtet, dass sie ganz und gar ihre Köpfe eingezogen (baslarina iniyorlar) haben, und hat so eine ihrer hinweisenden Bedeutungen (mana-yi isarîsi) genauestens kommentiert (tefsir).}
wird also gestrichen und durch das Wort "Dünya" ersetzt.
Analyse: تَرْمِيهِمْ بِحِجَارَةٍ : zwei ت macht 800. Zwei ر macht 400. Zwei م , ein ب , ein ح , ein ى macht 100. Da die Nunation nicht an der Stelle zu halten (vakf) ist, gilt als ن und macht 50. Ein هی , ein ج , ein (Elif) als Verlängerung macht neun. Ergibt insgesamt 1359.
فِى تَضْلِيلٍ : ض macht 800. ف 80. ت 400. Zwei ى 20. Zwei ل 60. Die Nunation steht an der Stelle des Halts (vakf), so wird sie nicht mitgezählt. Ergibt insgesamt 1360.
اَلَمْ تَرَ كَيْفَ فَعَلَ رَبُّكَ بِاَصْحَابِ الْفِيلِ : Zwei "re" , ein "te" macht 800. Zwei "fe", zwei ك macht 200. Zwei ل , ein م macht 100. Ein ع , ein ص macht 160. Vier ب drei mal elif, ein ى , ein ح macht 29. Zwei د , ein elif aus dem Wort الدُّنْيَا , das anstelle des Wortes الْفِيلِ getreten ist, macht neun. Ein ن macht 50. Ein ى zehn. Ein elif macht eins. Ergibt insgesamt 1359, Wenn der Buchstabe Elif, der nicht mitgelesen wird, auch nicht mitgerechnet wird, so ergibt sich als Summe 1939. Sowohl nach der arabischen als auch nach der julianischen Zeitrechnung (tarih) stimmt dies mit den Zeiten der unterschiedlichen Arten dieser Schläge vom Himmel herab überein (tevafuk) und deutet mit seinem Finger darauf. {Anmerkung: Diese Sure droht (tehdid) in der Bedeutung ihres Hinweises (mana-yi isarî), dass - wenn der Mensch voller Bosheit (pürser beser) durch diesen Schlag (tokat) nicht von der Abgötterei (sirk) weg und zur Dankbarkeit (sükre) gelangt und sich bei dem Qur'an entschuldigt (tarziye) - es in der Tat auch durch die Hand der Engel (melaike) über ihre Köpfe Steine vom Himmel (ahcar-i semaviye) herabregnen wird.} Ich grüße (selâm) alle Brüder, jeden Einzelnen von ihnen, und bete (dua) für sie alle.
Meine lieben getreuen und gesegneten Brüder!
Der "Große Auszug des Lichtes" {Die dritte Abhandlung des Neuen Said über das Geheimnis des Nachsinnens (A.d.Ü.)} (Hizb-ül Ekber-i Nurî), der nach dem Ausdruck (tabir) von Sabri ein zweischneidiges Schwert (zülfikar) der Risale-i Nur ist, kam (vücud) mit Recht (elhak) und über alle Erwartungen (me'mul) in einer überaus prächtigen (parlak), wunderschönen, mit großer Aufmerksamkeit (dikkat) und Sorgfalt (sihhat) kopierten Form durch die Gnade Gottes, des Gerechten (Cenab-i Hakk'in inayetiyle), mit nur wenigen Fehlern (yanlis) zustande. Hâfiz Ali, Tahirî und Hâfiz Mustafa haben an dieser Aufgabe (vazife) wirklich recht genau (elhak) gearbeitet. Sie haben somit ein diamantenes Schwert (elmas kilinç) in die Hand der Risale-i Nur gelegt.
Als euer Geschenk in dieser Stadt eintraf, haben zur gleichen Zeit fünf Schüler der Risale-i Nur aus verschiedenen Dörfern, jeder von ihnen aus verschiedenen Speisen, ein kleines Gastmahl mitgebracht. Weder wir noch sie wussten jedoch irgendetwas von eurer Sendung. Es war dies etwas wie das Festmahl (meftihane) des heiligen Buches, genauso wie es in meiner Heimat die Schüler von ihrem Lehrer bekommen, wenn sie ein neues Buch zu lesen beginnen. Die Handlungsweise dieser fünf Schüler war ohne einen äußeren Anlass dazu und ganz und gar entgegen einer sonst üblichen Gewohnheit. Nach unserer Überzeugung (müttefikan), nämlich meiner eigenen sowie der von Emin, Feyzi, Hilmi, Tevfik, war dies eine Übereinstimmung (tevafuk), in der es keinen Raum für einen Zufall (tesadüf) gibt. Also war es ein Festmahl (meftihane) der hiesigen Schule des Lichtes (medrese-i nuriye) und eine lichtvolle Wundertat (keramet-i nuriye) der Barmherzigkeit Gottes (Rahmet-i ilahi).
Zudem kam völlig überraschend - und das, obwohl schon seit dreißig Tagen aus der Stadt Inebolu niemand mehr gekommen war, wohingegen ansonsten jede Woche ein, zwei Mal irgendjemand vorbeikam - plötzlich ein aufrichtiger Schüler (has talebe) nach einem dreitägigen Fußmarsch mit dem abgeschriebenen Gebetbuch "Der großartige Auszug" (Hizb-ül Ekber) zu uns. Am nächsten Tag nahm er einen Teil der Exemplare dieses "Großartigen Auszugs des Lichtes" wieder mit, nachdem sie kopiert worden waren, als wäre er gerade deswegen zu uns gekommen.
Meine lieben Mitbrüder! Dieser "Auszug des Lichtes" (Hizb-i Nuriye) ist eine überaus große geistige Wundertat (keramet-i maneviyesi) und betrifft mich ganz persönlich. Nun aber ist die Zeit gekommen, darüber zu reden (beyan):
Vor dreiundzwanzig Jahren, als der Alte Said sich in den Neuen Said verwandelte (inkilab), suchte ich, da er nun auf dem Weg (meslek) des Nachsinnens (tefekkür) wandelte, nach dem Geheimnis (sirr) des Satzes
{"eine Stunde Nachsinnen ist besser als ein Jahr der Anbetung".}
Alle ein, zwei Jahre hatte dieses Geheimnis jeweils eine entweder arabische oder türkische Abhandlung {Said Nursi schrieb ursprünglich eine arabische Abhandlung; der folgte später eine revidierte türkische Abfassung und schließlich, abermals in arabischer Sprache, die endgültige Abhandlung in einer nunmehr wirklich großartigen Abfassung. (A.d.Ü.)} zur Folge gehabt und änderte sich dabei in der Art ihrer Abfassung (suret). Angefangen von der arabischen Abhandlung "Tropfen" (Katre Risalesi) bis zu der Abhandlung "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra Risalesi) setzte sich die obige Wahrheit fort, änderte sich jedoch jedes Mal in der Art ihrer Abfassung (suret), bis sie schließlich in diesem "großartigen Auszug des Lichtes" (Hizb-ül Ekber-i Nuriye) ihre endgültige Fassung (suret-i daimesi) erhielt. Seit dreiundzwanzig Jahren, wann immer ich unruhig (sikilsam) und all meiner Gedanken (fikir) überdrüssig wurde (usanç) und die Müdigkeit (yorgunluk) in meinem Herzen (kalb) wuchs, so schwanden (izale) jedes Mal, nachdem ich einen Teil aus diesem Auszug (hizb) nachsinnend (mütefekkirane) gelesen hatte, Unruhe (sikinti), Überdruss (usanç) und Müdigkeit. Es hat sich ausnahmslos sogar Tausend Mal wiederholt (tekerrür), dass sich in jeder Nacht, auch nach einer vier-, fünfstündigen Betätigung (mesguliyet) von dem Überdruss (usanç) und all der Müdigkeit (yorgunluk) kurz vor der Morgendämmerung (sabah) überhaupt keine Spur mehr fand, auch wenn ich von diesem Auszug (hisb) auch nur ein Sechstel durchgelesen hatte.
Ich möchte eine bedeutende Tatsache (hakikat), eine Frage (mes'ele), die in dieser Zeit die Leute (ehil) der Medrese und die Hodschas betrifft (taalluk), im Zusammenhang dieses Sachverhalts (hakikat) erklären (beyan). Es ist dies wie folgt:
Seit alter Zeit hat die Gruppe in der Medrese an den meisten Orten vor der Gruppe in der Tekke ihr Haupt gebeugt (serfüru'); d.h. sie hat sich ihnen unterworfen (inkiyad) und sie der Früchte der Heiligkeit (velayet) wegen aufgesucht (müracaat). So suchte sie in deren Laden (dükkân) die Freuden des Glaubens (ezvak-i imaniye) und die Lichter der Wahrheit (envâr-i hakikat). So küsste sogar ein großer Gelehrter (âlim) einer Medrese die Hand eines kleinen heiligen (veli) Scheychs einer Tekke und folgte ihm nach (tâbi'). Sie hat den Brunnen (çesme) des Wassers des Lebens (âb-i hayat) in der Tekke gesucht. Dass in Wirklichkeit innerhalb der Medrese ein noch kürzerer Weg (kisa bir yol) zu den Lichtern (envâr) der Wahrheit (hakikat) führt und sich in dem Wissen (ilim) des Glaubens (ulûm-u imaniye) der Brunnen (çesme) eines noch reineren (sâfi), lautereren (hâlis) Wassers des Lebens (âb-i hayat) befindet und ein noch höherer (yüksek), noch süßerer (tatli), noch kraftvollerer Weg zur Heiligkeit (tarîk-i velayet) als den der Tat (amel), der Anbetung (ubudiyet) und der Mystik (tarîkat) in dem Wissen (ilim), in den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) und in der Theologie (ilm-i Kelâm) der Schule der Leute der Tradition (Ehl-i Sünnet) liegt, hat die Risale-i Nur durch das geistige Wunder (mu'cize-i maneviye) des Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, offengelegt (açmis) und aufgezeigt (göstermis). Und das ist offensichtlich (meydandadir).
Während also die Gelehrten (ülema), die zur Gruppe der Medrese gehören, mehr als andere in vollkommener Begeisterung (kemal-i sevk), mit innerer Anteilnahme (tarafdarane) und Stolz (müftehirane) zur Risale-i Nur eilen sollten (lâzim), ja das eigentlich müssten (elzem), kennen die meisten der Leute (ehlinin ekseri) der Medrese bedauerlicherweise (maatteessüf) weder diese Quelle (çesme) des Wassers des Lebens (âb-i hayat), welche aus ihrer Medrese kam, und ihren wertvollen, beständigen Schatz (hazine) nicht (tanimiyor), sie suchen nicht nach ihm (aramiyor), sie wollen ihn nicht verteidigen (muhafaza). Dank sei Gott (Lillahilhamd), haben sie jedoch jetzt ganz und gar richtig (tam tamina) damit begonnen. Und der Band "Worte" (Sözler) zog sowohl die Hodschas als auch die Lehrer (muallim) zu der Risale-i Nur hin an.
In der Einführung zum "Auszug des Lichtes" (Hizb-i Nuriye) soll nach den türkischen Notizen {Der Originaltext ist arabisch; die Notizen dazu sind türkisch.} "diejenigen, die gut arabisch können" Folgendes geschrieben werden: "oder diejenigen, welche die Abhandlungen (Risaleler) "Das Große Zeichen" (Âyet-ül Kübra), das "Bittgebet" (Münacat) und den "Zwanzigsten Brief" (Yirminci Mektub) zur Hand haben und lesen." Zudem steht auf der vierten Seite zu Beginn der vorletzten Zeile in dem Wort لِْلاَوْقَاتِ ein و eingeschoben. Es muss aber stattdessen لِْلاَقْوَاتِ heißen. Es handelt sich hier um den Plural von kut (die Mahlzeiten).
Zudem soll auf Seite 22, Zeile vier, wo es heißt:
{"auf der Seite unserer Wohltaten und der Wohltaten von"}
"Hâfiz Ali, Tahirî, Hâfiz Mustafa und Nazif" hinzugefügt werden. Und statt وَ اَمْثَالِهِ {"und seinesgleichen"} solas-s وَ اَمْثَالِهِمْ {"und ihresgleichen"} heißen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass Er die Provinz (Vilayet) Isparta in eine Universität "Medreset-üz Zehra", bzw. in eine "Câmi-ül Ezher" verwandelt hat, die ja schon so lange das Ziel meiner Träume (gaye-i hayal) war. Eure Stifte machen die Druckereien (matbaa) für die Risale-i Nur überflüssig (muhtaç), wie ich ja bereits heute morgen aufgrund der Exemplare (nüsha) gesagt habe, die ihr in so kurzer Zeit so wunderbar (mükemmel) und mit den Übereinstimmungen (tevafuk) geschrieben und dann vervielfältigt (teksir) habt. Kurz vor Mittag brachte Emin diese eure so wunderschönen Geschenke (hediye) gleich den süßen (tatli) Früchten aus den Gärten des Paradieses (cennet bahçeler) und bestätigte (isbat) damit meine Bemerkung (dava) von heute morgen ganz genau. Und dies war meine Erklärung (dava):
Ich sagte nämlich: Die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye), denen die Risale-i Nur dient (hizmet), stehen über allem und in dieser Zeit braucht (ihtiyaç) man sie auch mehr (ziyade) als alles andere. Die Atheisten (mülhid), die ihre Herzen getötet (kalbini öldürmüs) haben, verwöhnen ihre Begierden (nefs) nach Lust und Laune (hevesat simartmis), da sie bestreiten (inkâr), wie sehr (derece-i ihtiyac) sie die Wahrheit im Glauben (imandaki hakikat) brauchen. Sie beschuldigen (ittiham) die Vertreter der Religion (ehl-i diyanet) und die Gelehrten (ehl-i ilm) mit den Worten: "Was diese Leute führt und sie bewegt (tahrik), sind ihre weltlichen Ziele (makasid-i dünyevi) und irdischen Bedürfnisse (ihtiyacat)." Infolge dieser Anschuldigung (ittiham) verfolgen sie diese Leute gnadenlos (insafsizca). Diese unglückseligen Atheisten (bedbaht mülhid) auf eine unwiderlegbare (kat'î) Weise zum Schweigen (iskât) zu bringen, sind solche Opferwilligen (fedakârlar) in der Tat sichtlich (maddeten) nötig, deren Sehnsucht (ihtiyaç) nach den Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) auch die dringlichsten weltlichen (dünya) Geschäfte (mesgaleler) und selbst große Verluste (zarar) nicht zum Schweigen bringen können.
Ja, gibt es denn solche? Das (hatirlar) haben sie sich gefragt. Es gibt sie in der Tat. Hier ist die Provinz (Vilayet) und ihre Umgebung (havali). Ich hatte behauptet (dava), dass es solche Helden und Kämpfer (efeleri ve mücahidler) aus der Provinz Sandikli gibt, die sich innerhalb von drei, vier Monaten soweit entwickelt haben, dass sie heute die Risale-i Nur allen anderen Dingen vorziehen (tercih). Zwei Stunden später zeigte uns Emin, der den Titel Rahmetullah (Gottes Barmherzigkeit) verdient, völlig überraschend zwei Kisten als zwei Zeugnisse (hüccet) {zwei Kisten voll mit Büchern, welche die Schüler abgeschrieben und dafür viel Zeit und Energie geopfert hatten. (A.d.Ü.)} für diese Behauptung (dava).
Der Brief unseres Bruders Kâtib Osman wurde zu einer Salbe (merhem) für all meine verschiedenen Sorgen (merak). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), Tausende Schüler (sakird), gleich ihm, für die Risale-i Nur in dieser Schule des Lichtes (medrese-i nuranî) ausbilden lassen. Âmîn.
Dass Âtif nach Sandikli ging und dort Erfolg (muvaffakiyet) hat, hat nicht nur uns, sondern auch den Engeln (melaike) Freude bereitet. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass das Dorf Irfan einmal zu einer solchen Schule des Lichtes (medrese-i nuranî) werden wird. Ich ahnte bereits, dass die Wahrhaftigkeit (ihlas) in Âtif einmal ein solches Ergebnis (netice) hervorbringen werde.
Wir senden unsere Tausend Grüße (selâm) an die Gruppen von Rose (Gül) und Licht (Nur) und alle Gesegneten (selâmet) in dieser Schule des Lichtes (Medrese-i Nuriye), an die unschuldigen Kinder (Masum) und alle alten Leute (ihtiyarlar) und beten (dua) für ihre Sicherheit (selâmet).
Vor dreizehn Jahren schenkte uns der so segensreiche (mübarek) Haji Hafiz in Barla wohlschmeckende Krapfen (tatli lokma), welche mit ihrem fünffachen Segen (bereket) zum Grade einer Wundertat (keramet) {Die Zahl der Krapfen hatte sich auf wunderbare Weise verfünffacht. (A.d.Ü.)} aufgestiegen waren. Diese neu hinzugekommenen süßen Krapfen, die uns ihn und jene uns damals geschenkten (hediye) Krapfen mit Freude (sürur) wieder in Erinnerung (hatir) riefen, kamen mit fünf verschiedenen Arten von Süßigkeiten (tatli). Für jeden dieser Krapfen möge euch Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), im Paradies (Cennet) Tausende solch paradiesischer Süßigkeiten (Cennet tatlilar) schenken. Âmîn.
Mein lieber Bruder Hüsrev!
Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), sich der Seligen erbarmen (merhume magfiret) und dir und euren Kindern (evlâd) alle Geduld schenken (sabr-i cemil ihsan). Auch nehme ich an eurer Trauer (matem) selbst meinen lebhaften Anteil (hissedar). Ich habe deinem Weinen das Weinen (aglamana ve aglayan) meines eigenen Briefes mit eingeschlossen (istirak).
Deine Bindungen (alâkan) zur Welt (dünya) wie meine eigenen brechen nun in zweierlei Hinsichten ab. Und so soll (lâzim) es in der Tat auch sein. Wer so tapfer wie du mit der (Risale-i Nur) verbunden (fedaisi alâkasi) ist, sollte auch gar keine anderen Bindungen haben und keine weiteren Bindungen anknüpfen (alâka peyda). Wenn er solche Bindungen hätte, wäre eine außerordentliche Standhaftigkeit (fevkalâde bir sebat) und Wahrhaftigkeit (ihlas) dazu notwendig, die jedoch durch irgendwelche Störungen (ârizalar) in Erschütterung geraten könnte, weshalb er dann nicht mehr so vollkommen opferbereit (fedakârlik) sein könnte. Die Helden (kahramanlar) der dortigen Umgebung (havali) bilden davon zu Recht (elhak) eine Ausnahme (müstesna). Ihre Bindungen (alâka) können sie nicht in ihrem Dienst behindern. Manche müssen (lâzim) jedoch wie Hüsrev, Said und Âtif u.dgl. ganz und gar ohne jede Bindung (alâkasiz) sein.
Die Selige (merhume) war als eine der engsten Schülerinnen (has talebe) der Risale-i Nur stets und jeden Tag etwa hundert Mal sowie namentlich (hususî ismiyle) einmal nach dem Morgengebet (fecir), bis jetzt seit zehn Jahren unserer geistigen Verdienste (manevî kazanç) teilhaftig. Aber auch jetzt noch, nach ihrem Verscheiden (vefat), ist sie, so wie sie mit der Erwähnung ihres Namens (ismiyle) jeden Tag oftmals in unsere besonderen Gebete (hususî dualar) mit eingeschlossen war, noch immer hundert Mal mit eingeschlossen.
Mein lieber Bruder Hüsrev! Ich möchte gerne noch weiter mit dir reden. Doch habe ich im Augenblick nur sehr wenig Zeit dazu. Ich bin sogar vier, fünf Männern unter unseren Freunden, die mich besucht (ziyaret) haben, gegenüber unnötigerweise ärgerlich (lüzumsuz hiddet) geworden, indem ich zu ihnen sagte: "Haltet mich jetzt nicht (mesgul) weiter auf!" Wie dem auch sei... Ich sende meinen Brüdern dort voll Sehnsucht und Verlangen (hasret ve istiyak) ganz viele Grüße und bete (dua) für ihre Sicherheit (selâm ve selâmet). Auch eure Brüder hier wünschen dir ihr herzliches Beileid (ta'ziye), sie grüßen (selâm) auch eure Brüder dort und entbieten ihnen ihre Hochachtung (arz-i hürmet).
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
In dem "Auszug des Lichtes" (Hizb-i Nurî) findet sich sowohl das Geheimnis (sirr) تَفَكُّرُ سَاعَةٍ {"einer Stunde Nachsinnens"} als auch ein allumfassender Gottesdienst (küllî bir ubudiyet). Gerade jetzt in dieser Zeit habe ich machtvolle Anzeichen (kuvvetli bir emare) dafür wahrgenommen (müsahede). Während ich also heute einen Teil aus dem "Auszug des Lichtes" (Hizb-i Nurî) der Risale-i Nur und ferner auch noch einen Teil aus dem Cevsen-ül Kebir vorlas, habe ich das Folgende erkannt: Wie ich anhand der Erklärung der Ayah
{"Gott ist das Licht der Himmel und der Erden"}
im letzten Abschnitt des "Neunundzwanzigsten Briefes" (Yirmidokuzuncu Mektub), in dem von den Arten der Schöpfung (kâinatin enva'ini) und ihrer Welten (âlem) die Rede war, auf einer Reise des Herzens erkannt habe, dass jeder Name Gottes (ism-i ilahî) eine Welt in dieser Schöpfung (kâinattaki bir âlem) erleuchtet und die Finsternis (zulümat) zerstreut, habe ich ganz genauso und auch noch auf andere Art und Weise erkannt, dass auch der Cevsen-ül Kebir, die Risale-i Nur und der Hizb-i Nurî die ganze Schöpfung (kâinat) vom Aufgang bis zum Niedergang (bastan basa) erleuchtet, die Finsternis aller Dunkelheit (zulümat karanliklari) zerstreut und alle Arten der Gottvergessenheit (gaflet) und einer nackten Naturphilosophie (tabiat) in Stücke reißt. So habe ich auch gesehen, dass sie auch die Schleier zerreißen, unter denen sich die Gottvergessenen und alle Irrgläubigen (ehl-i gaflet ve ehl-i dalalet) verstecken wollen. Und so konnte ich auch bezeugen (müsahede), dass sie die ganze Schöpfung (kâinati) und all das, was sie umfasst, wie Baumwolle schlägt (hallaç) und mit ihren Kämmen durchkämmt. Sie zeigen uns die Lichter der göttlichen Einheit (envâr-i tevhid) hinter den allerletzten und umfangreichsten Schleiern der Schöpfung (kâinat perdeler), unter denen die Irrgläubigen (ehl-i dalalet) ersticken.
Zum Beispiel: Ein Derwisch des Nakschibandi Ordens, der vor zwei Tagen die Abhandlung über den "Namen der Richter" (ism-i Hakem) gelesen hatte, konnte nicht erkennen, in welcher Hinsicht (vech-i tatbik) eine Behandlung (bahs) der Sonne (günes) und des ganzen Sonnensystems (manzume) etwas mit dem Weg (meslek) der Risale-i Nur zu tun hätte. Er sagte: "Hier werden die Dinge genauso wie bei den Naturwissenschaftlern (ehl-i fen) und Astronomen (kozmografyacilar) abgehandelt (bahseder)." So hatte er sich das also vorgestellt (tevehhüm). Dann hat man ihm bei mir diesen Abschnitt vorgelesen. Da kam er zur Besinnung (ayildi) und sagte: "Das ist ja etwas völlig anderes." Also zeigte sich ihm hinter den allerletzten Schleiern und dem größten und umfangreichsten Punkt, auf den sich die Astronomen und die Naturwissenschaftler (ehl-i fen) stützen, und welcher der Anlass zu ihrer Gottvergessenheit (medar-i gaflet) ist, das Licht der Einheit Gottes (nur-u ehadiyet). Und auch dort noch verfolgt es seine Feinde und zerstört noch ihre entlegenste Burg (tahassüngâh). Und so zeigt es aller Orten seinen Weg zu Gottes Allgegenwart (huzur). Und flieht man selbst noch in die Sonne, so sagt es auch dort noch zu ihm: "Sie ist ein Ofen, eine Lampe. Aber wer ist es denn, der sie mit Holz und Öl versorgt? Erkenne dies und komm zur Besinnung!" Und dabei schlägt sie ihm auf den Kopf.
Zudem zeigt die ganze Schöpfung (kâinat) vom Aufgang bis zum Niedergang (bastan basa), gleich einem Spiegel, wie sich in ihr die Erscheinungen der Namen Gottes (tecelliyat-i esma) dermaßen manifestieren (mazhariyet), dass daneben für eine Gottvergessenheit (gafletin) keine Möglichkeit (imkân) mehr besteht. So kann denn weiter kein Ding mehr Gottes Allgegenwart vergessen machen (huzura mani' olmuyor). So habe ich denn erkannt, dass sie, nicht wie unter den Sufis und den Kennern der Wahrheit (ehl-i tarîkat ve hakikat), welche die gesamte Schöpfung (kâinati) entweder verneinen (nefyetmek) oder vergessen und nicht mehr in Erinnerung (hatira) bringen, um so in die beständige Allgegenwart (huzur-u daimî) zu gelangen, sondern eine so umfangreiche Palette - wie die ganze Schöpfung (kâinat)- sich für die Allgegenwart Gottes (mertebe-i huzur) erreichen lässt und einen umfangreichen, ganzheitlichen und beständigen Kreis des Dienstes und der Anbetung Gottes (ubudiyet) in der Weite des Kosmos (kâinat vüs'at) eröffnet. Es gäbe da noch manches zu schreiben, doch für jetzt wurde mir nur soviel eingegeben (yazdirildi).
Meine lieben, getreuen Mitbrüder!
estulich habe ich von Abdullah, der ein Nachfolger (vâris) von Hâfiz Ali, Halil ibrahim und Lütfü ist, drei bedeutende Briefe erhalten. Er schreibt von dem Bedauern (teessür) Hafiz Alis wegen der Abschreibfehler in dem "Auszug (Hizb) aus dem Qur'an" und in dem "Auszug des Lichtes" (Hizb-i Nurî). Er soll mit großer Bestimmtheit (kat'iyyen) wissen, dass diese beiden Auszüge, die durch seinen Fleiß (gayret) und den Fleiß von Tahirî und Hâfiz Mustafa und ihren Gefährten kopiert (tab) wurden, in dieser Zeit und unter diesen Umständen (serait) ein überaus prächtiger Sieg des Lichtes (muzafferiyet-i nuriye) sind. In das Buch ihrer Wohltaten (defter-i a'mal) werden nun von überall her* Segenspunkte (hasenat) für sie eingetragen werden. Wer auch immer sie lesen wird: sie werden davon ihren Anteil erhalten. {Die Schreiber werden von allen Lesern ihre Segenspunkte empfangen. (A.d.Ü.)} Übrigens sind die Fehler weit geringer als wir uns das vorgestellt (tahmin) hatten. So sei denn Gott Dank (Lillahilhamd), dass wir sie leicht korrigieren (tashih) konnten. Sie sind in die richtigen Hände gelangt.
Da diese so wohllautende (tatli), schöne und durchaus zutreffende (mutabik) Darstellung und Beschreibung (temsili ve tavsif) der Risale-i Nur von Halil ibrahim, wie sie aus seiner - innerlichen - so innigen Wahrhaftigkeit (samimî ihlas) und Überzeugung (kanaat) erwuchs, nach unserer Meinung besonders glanzvoll, ja geradezu poetisch (edibane) ist, so wollen wir denn den Teil, der die Risale-i Nur betrifft, in die Briefsammlung (Lâhika) aufnehmen. Ich habe nun keinen Zweifel mehr, dass er tatsächlich (hakikaten) eine bedeutende, standhafte (sebatkâr) und beständige Säule (daimî bir rüknü) der Risale-i Nur geworden ist. Ihr könnt ihm mitteilen (teblig), dass wir ihn und seine Gattin (rüfeka) und besonders auch ince Mehmed jeden Tag in unsere besonderen Gebete (hususî dua) und geistigen Verdienste (kazanç) mit eingeschlossen haben (hissedar) und dass wir sie hiermit grüßen (selâm).
Abdullah, der ein ernsthafter und wahrhaftiger (hakikî) Nachfolger (vârisi) des verstorbenen (merhum) Lütfü ist, schreibt in seinem Brief, dass alle Brüder, die sich mit der Risale-i Nur verbunden (alâkadar) fühlen, vor allem Tahirî und sein Vater, Ali, Vehbi, Sükrü, Mustafa, Mehmed, Hüseyin, Mehmed, Hakki und besonders auch Büyük Zühdü, der im Dienst der Risale-i Nur schon seit langem seinen Platz (mevki) hat, mich grüßen (selâm) lassen, was mich sehr gefreut (mesrur) hat. Auch ich grüße (selâm) meine Brüder, bete für sie (dua) und bitte auch sie um ihre Gebete (istid'a). Was die Fragen in seinem Brief betrifft, so bin ich gerade jetzt in dieser Minute in meinen Gedanken (zihnim) mit anderen Dingen beschäftigt (mesgul) und kann mich daher nicht mit ihren Antworten befassen.
......
Dritter Punkt: Da ein Bruder seinen Fehler (kusur) nicht wahrgenommen hat, wurde dieser feinsinnige (ince) Punkt geschrieben, um ihn zu ermahnen. Wir senden ihn euch, damit ihr aus ihm euren Nutzen (faide) ziehen könnt.
Ich habe einmal von Klagen (sekvalar) über ihre eigenwillige Seele (nefs-i emmare) erfahren, über die einige Persönlichkeiten (zât) unter den großen Heiligen (evliya-i azîm), die ihre eigenwillige Seele (nefs-i emmaresi) besiegt haben, und von ihren heftigen Kämpfen mit ihrer Seele (mücahede-i nefsiye) gehört. Darüber war ich sehr erstaunt (hayret). Nach langer Zeit (hayli zaman) habe ich außer den eigenen Listen (kindi desaisi) der eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) noch eine weitere geistige eigenwillige Seele entdeckt, die noch heftiger (siddetli) ist, noch weniger auf einen Rat hört (dinlemez), noch weiter ihre böse Gesittung (ahlâk-i seyyi) fortsetzt, die aus einer Mischung (halita) von Lust und Laune (heves), dem Ärger (damar), der Nervosität (a'sab), ihrer eigenen Natur (tabiat) und ihren Emotionen (hissiyat) erwächst, die letzte Trutzburg (tahassüngâh) der eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) ist, nach der Läuterung (tezkiye) der eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) ihre alten, böswilligen Funktionen (vazife-i seyyie) übernimmt und den Kampf (mücahede) bis zum Ende des Lebens (âhir ömre) fortsetzt. So habe ich denn erkannt, dass jene segensreichen Persönlichkeiten (mübarek zâtlar) sich nicht über die wahre eigenwillige Seele (hakikî nefs-i emmare), sondern eine eigenwillige Seele im übertragenen Sinne (manevî nefs-i emmare) beklagen. Danach erkannte ich denn auch, dass auch Imam Rabbani von dieser im übertragenen Sinne bestehenden eigenwilligen Seele (mecazî nefs-i emmare) berichtet. Da sich in dieser anderen eigenwilligen Seele (nefs-i emmare) blinde Gefühle ohne jedes Bewusstsein (suursuz kör hissiyat) finden, versteht sie auch die Worte des Verstandes und des Herzens (akil ve kalb) nicht, ja hört sie noch nicht einmal, sodass sie sich dadurch bessern (islah) und ihre Fehler (kusur) wahrnehmen könnte, es sei denn, dass sie durch Schläge und Leiden (tokatlar ve elemler) einen Abscheu (nefret) empfindet oder sich in einer vollständigen Opferwilligkeit (fedailik) mit allen Gefühlen (hiss) auf ihr Ziel (maksad) konzentrieren kann, so wie die Säulen (erkânlar) der Risale-i Nur alles, von allem, was sie haben und von ihrem Egoismus (enaniyet) ablassen können.
In diesem eigenartigen Jahrhundert (asir) gerät man durch eine abscheuliche Impfung, eine Spritze (siringa), infolge der Zusammenwirkung (ittifak) der beiden - sowohl wahren (hakikî) als auch imaginären (mecazî)- eigenwilligen Seelen (nefs-i emmare) ganz leicht (severek) in Bosheiten (seyyiat), in derartige Sünden (günah) hinein, durch welche die ganze Schöpfung in Wut (hiddet) gerät. Sogar ich selbst bemühte mich um einer einzigen Minute willen einen Neid (sikinti) im Werte von zwanzig Para einer Wohltat (hasene) von sechzig Lira vorzuziehen. Zudem spürte ich innerhalb von zehn Minuten die hässlichste Scheinheiligkeit und Provokation (riya ve rekabet) einer Konkurrenz durch die Gelegenheit (firsat) einer vorübergehenden Gottvergessenheit (gaflet) dieser beiden eigenwilligen Seelen (nefs-i emmare), durch den überaus tyrannischen und finsteren (zulümlü ve zulümatli) Reiz der Selbstsüchtigkeit (hodgâmlik) und die Neigung der Überlegenheit (meyl-i tefevvuk) anstelle eines großen Dankes und einer Dankbarkeit (sükür ve tesekkür), indem ich sagte: "Weshalb habe ich nicht geschossen?", obwohl meine Seele in einem großen geistigen Kampf (mücahede-i manevî) an meiner Front (cephe) wie eine zweiundvierzigkalibrige Kanone (top) auf meine Feinde (düsman) geschossen und den Weg erst geöffnet hatte.
Hunderttausend Mal Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dafür, dass nun die Risale-i Nur und besonders die Abhandlungen über die Wahrhaftigkeit (ihlas Risalesi) alle Intrigen dieser beiden Seelen (nefs) ausräumen (desaisini izale) und alle die Wunden heilen (yaralari tedavi), die sie geschlagen hatten sowie sie den Neid (halet) von einer Minute, bzw. zehn Minuten auf einmal beseitigten (izale). Ich erkannte meinen Fehler (kusur), was als eine geistige Bitte um Verzeihung (manevî bir istigfar) gilt. Ich habe mich von dem Leid und der Qual (elem ve azab) in meinem Inneren befreit, welches eine schnelle Strafe (muaccel cezasi) für diesen Fehler (hatâ) war.
Wir grüßen (selâm) alle Brüder, und zwar jeden Einzelnen von ihnen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Ich möchte euch wegen einer Besorgnis (endise) ermahnen (beyan), die plötzlich in meiner Seele (ruh) aufgetaucht ist:
Die Irrgläubigen (ehl-i dalalet) versuchen jetzt, da sie den diamantenen Schwertern (elmas kilinçlar) der Risale-i Nur nicht entgegentreten (mukabele) können, hinsichtlich der Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset), und weil sie die Frühjahrsmüdigkeit (bahar mevsimi gaflet) ausnutzen wollen, die wegen der Gegensätzlichkeit der Temparamente und Emotionen (mesreb veya hissiyat) schwachen Nerven (damar) herauszufinden und - insoweit ich dies empfunden und verstanden habe - den Gemeinschaftssinn (tesanüd) unter den Schülern (sakirdler) zu schwächen, so wie ich es verspürt und wahrgenommen habe. Habt Acht (sakin)! Und hütet euch (dikkat) wohl, dass zwischen euch keine Uneinigkeit (mübayenet) entsteht. Ein Mensch kann nicht immer frei (hâlî) von Fehlern (hatâ) sein; das Tor zur Vergebung (tövbe) steht jedoch immer offen. Wenn das Ego und der Teufel (nefis ve seytan) euch dazu verführt, einmal euren Brüdern zu widersprechen (itiraz) oder sie berechtigterweise (hakli) zu kritisieren (tenkide sevket), sollt ihr sagen: "Wir fühlen uns dazu verpflichtet (mükellef), nicht nur unser ganz persönliches Recht (cüz'î hukuk), sondern selbst unser Leben (hayat), unser Ansehen (haysiyet) und unser irdisches Glück (dünyevî saadet) für den Gemeinschaftssinn (tesanüd) zu opfern (feda), welcher das stärkste Band (en kuvvetli rabita) der Risale-i Nur ist. In Anbetracht der Früchte, die er in uns zur Reife bringt (kazandirdigi netice), alle irdischen Dinge (dünya) zu opfern (feda) und unseren Egoismus zu überwinden, ist deshalb unsere Pflicht (vazife). So sollt ihr sagen und so sollt ihr euer Ego (nefs) zum Schweigen bringen. Wenn es da jedoch einen Streitpunkt (medar-i niza' bir mes'ele) zwischen euch gibt, so solltet ihr euch miteinander darüber beraten (mesveret). Und ihr solltet die Dinge auch nicht zu eng sehen (siki). Nicht jeder ist schließlich von derselben Art (mesreb). Doch einander verständnisvoll (müsamaha) zu behandeln, ist jetzt unbedingt (elzem) erforderlich.
Wir grüßen (selâm) alle Brüder, und zwar jeden Einzelnen von ihnen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass sich auch in dieser Jahreszeit der Frühlingsmüdigkeit (gaflet mevsimi olan bahar) trotz dieses beständigen Übels (bela) einer Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) die Erfolge (fütuhat) der Risale-i Nur weiterhin fortsetzen. Aus Istanbul schreibt man uns, dass wer immer die Abhandlungen (risaleler), die dorthin gesandt wurden, vor allem aber die Abhandlung über die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye), in der Abschrift von Hüsrev gesehen und sie gelesen hat, vor allem Fetva Emini Ali Riza und jeder andere voll Staunen und Bewunderung (hayret ve istihsan) sagt: "Diese Art der Formulierung (tarz-i ifade), Beweisführung (tarz-i ifade) und Erklärung (beyan) konnten wir bis jetzt in keinem anderen Buch finden. Solche Werke hat unter derartigen Umständen (serait) bis heute noch niemand zustande gebracht (müyesser)." So sagten sie danach in vollkommener Begeisterung (kemal-i istiyak). Sogar in Ankara selbst lassen sie auch in den hohen Ämtern für die weltlichen Angelegenheiten (dünyaca yüksek makamlar) und in den Kreisen des Militärs (askeriye heyeti) die Risale-i Nur mit dieser vollkommenen Begeisterung und Anerkennung (kemal-i istiyak ve takdir) abschreiben und vorlesen. Bedeutende Generäle (pasalar), allen voran der Oberst (miralay) Mehmed Yümnü, lesen sie voll des Lobes (takdirkârane) und in vollkommener Hingabe (teslimiyet), indem sie sagen: "Die Risale-i Nur ist ein Retter des Glaubens (iman kurtarici)." und ziehen ihren Nutzen (istifade) daraus. Und selbst hier können sehr viele, die auf die verschiedenste Weise gegen die Risale-i Nur geschmiedeten Intrigen (desise), Vorhaben (tedbir) und Pläne, deren Schüler (sakirdler) zu erschüttern (sarsmak) und ihr Interesse erkalten zu lassen (sogutmak), selbst dieses beständige Übel (bela) einer Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) - die Verbreitung (inkisaf) der Risale-i Nur - nicht aufhalten. Ja, sie gewinnt noch von Tag zu Tag an Zustimmung und Anklang (tevessü'). Und selbst diejenigen, die sie noch am meisten kritisieren (hücum), versuchen dennoch im Geheimen (perde altinda), sich durch sie eines Vorteils (istifade) zu bemächtigen. Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass die Güte Gottes (inayet-i ilahiye) und der Schutz des Herrn sich stetig fortsetzt. Es gibt lediglich noch an einer anderen Front einen ernstzunehmenden Angriffsplan (hücum) starrsinniger Heuchler (mütemerrid münafiklar). Da ist denn noch viel Umsicht (ihtiyat), Vorsicht (dikkat), Standhaftigkeit (sebat) und Gemeinschaftssinn (tesanüd) vonnöten, damit auch dieser Plan zum Scheitern (akîm) verurteilt bleibt. Dieser Plan aber lässt sich folgendermaßen beschreiben:
"Unter den Schülern (talebe) der Risale-i Nur den Sinn an ihrer Gemeinschaft (tesanüd) zu vermasseln." Ihr Plan gegen uns war es seit achtzehn Jahren, unsere engsten Schüler (has talebe) abzuschrecken und ihr Interesse erkalten zu lassen (sogutmak). Doch ihre Pläne sind bereits gescheitert (akîm). Nun versuchen sie, der Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur dadurch zu schaden (zarar), dass sie ihnen jeden Sinn für die Gemeinschaft (tesanüd) madig machen und sich darum bemühen, manche Gelehrte (ehl-i ilim) und Religionsvertreter (ehl-i din) in ihrem Bestreben, für sich einen Vorteil daraus zu ergattern (menfaatperest), zu Kritikern dieser Strömung (cereyan) umzufunktionieren (rakib çikarmak).
Zudem besteht die Möglichkeit (ihtimal), wie am Schluss der Abhandlung (Risale) über den Monat Ramadan erklärt wird, dass, was die eigenwillige Seele (nefs-i emmare) mehr als jede Art Strafe (azab) durch den Hunger (açlik) von ihrem Starrsinn (temerrüd) abgewendet hat, auch diesen Hunger und die gegenwärtige Plage einer Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset belasindan), der als Strafe (ceza) für die Ausschweifungen der starrsinnigen Heuchler (mütemerridane ehl-i nifak) über alle und selbst noch über die Unschuldigen (umuma ve masumlara) gekommen ist, die Irrgläubigen (ehl-i dalalet) dazu ausnutzen (istimal), die armen Schüler (fakir sakirdler) der Risale-i Nur zu unterwandern. Da nun einmal die Schüler der Risale-i Nur bis jetzt den Dienst der Risale-i Nur mit absoluter Mehrheit (ekseriyet-i mutlaka) als eine Lösung (çare) und als ein Heilmittel (ilâç) für jede Plage (bela), für jeden Kummer (derd) erkannt haben, spüren (hiss) und erfahren wir jeden Tag je nach unserem Einsatz für den Dienst mehr Leichtigkeit im Erwerb unseres Unterhaltes (maiset), im Herzen Ruhe und Frieden (kalbde ferahlik), dürfen in aller Bedrängnis (sikinti) wieder aufatmen (genislik); und so ist es mit Sicherheit notwendig (lâzim), auch diesen fürchterlichen neuen Plagen (bela) und Katastrophen (musibet) wieder mit unserem Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur entgegenzutreten (mukabele).
Wir grüßen (selâm) alle Brüder, und zwar jeden Einzelnen von ihnen.
Mein lieber, getreuer, segensreicher, ehrenwerter Hüsrev, der durch seinen wunderbaren Stift (hârika kalem) einen Aspekt der Wunderhaftigkeit (vech-i i'caz) des Qur'ans zeigt, der in seiner Verkündigung ein Wunder (Mu'ciz-ül Beyan) ist, wodurch ständig Segenspunkte (sevab) in das Buch seiner guten Taten (defter-i hasenat) durch diejenigen eingetragen werden, die aus den von ihm abgeschriebenen Qur'an-Exemplaren rezitieren!
Eines von den beiden segensreichen Exemplaren (mübarek nüsha), die du mir gesandt hattest, habe ich durch Hilmi Bey an euch zurückgesandt. Mit einem Gefühl der Vorahnung (hiss-i kabl-el vuku) hattest du die beiden zusammen an uns geschickt, in der Absicht, die Provinz Isparta zu verlassen. Und das war auch ganz gut so. Da die Provinz Isparta jetzt zu einer großen Medreset-üz-Zehra (Ekber) und eine große Medrese-i Nuriye (Kübra) geworden ist, ist es auch dort in dieser Zeit notwendig (lâzim) geworden, dieses heilige Werk (kudsî eser) besonders kurz vor den drei heiligen Monaten (suhur-u selâse) zustande zu bringen (gelmek üzere). Möge es nun Gott so wollen (insâallah), dass auch dort wie hier bei uns durch die Verteilung (taksim) der dreißig Abschnitte des Qur'an (cüzler) viele Durchlesungen (hatmeler) {Viele Gruppen von jeweils dreißig Schülern teilen den Qur'an unter sich auf und jede einzelne Gruppe liest den Qur'an Abschnitt für Abschnitt durch. (A.d.Ü.)} stattfinden werden.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Diesmal entnahmen (hiss) wir aus dem Brief von Hâfiz Ali die bedeutsame frohe Kunde (büyük bir besaret), dass die Voraussetzungen (esbab) für den Druck (tab) unseres Exemplares des Qur'ans, dessen Verkündigung ein Wunder ist (Mu'ciz-ül Beyan), jetzt gegeben sind, d.h. dass es hier nun keine Hindernisse (mani) mehr gibt. Da jedoch der segensreiche (mübarek) Hüsrev nun einmal gekommen ist, hat er auch das erste Recht (hak) an dieser Drucklegung (mes'ele) mitzuwirken. Und es ist dabei notwendig (lâzim), dass die beiden Alis sowie Tahirî und Hâfiz Mustafa, die bis jetzt mit ihrem wunderbaren Gemeinschaftssinn (hârika tesanüd) und durch ihren allbekannten Dienst (hizmet), mit dem sie allen Schülern (talebe) der Risale-i Nur eine große Freude bereitet sowie die Gläubigen (ehl-i iman) mit Zufriedenheit (memnun) und Dankbarkeit (minnetdar) erfüllt haben, zusammen mit dem tapferen (kahraman) Rüsdü in seiner unerschütterlichen Treue (lâ-yetezelzel sadakat) und Hüsrev in diesem großen, schweren und dabei so wertvollen Dienst (kiymetdar hizmet) am Qur'an vollkommen solidarisch (kemal-i tesanüd) mitarbeiten. Seid also vorsichtig und bleibt auf der Hut (Sakin, dikkat ediniz)! Und bietet den Irrgläubigen (ehl-i dalalet) keine Gelegenheit, euch aufgrund eurer unterschiedlichen Temperamente (ihtilaf-i mesreb), eurer zuweilen schwachen Nerven (damar) und euer Sorge und Not um euren Lebensunterhalt (derd-i maiset) auszunutzen und euch dazu zu verleiten, einander zu kritisieren (tenkid). Durch gegenseitige Beratung nach dem islamischen Recht (mesveret-i ser'iye) sollt ihr euch davor bewahren (muhafaza), euch untereinander zu spalten (tesettüt). Die Grundsätze (düstur) der "Abhandlung über die Wahrhaftigkeit" (ihlas Risalesi) sollt ihr euch jederzeit vor Augen halten. Andernfalls kann schon ein wenig Uneinigkeit (ihtilaf) in dieser Zeit für die Risale-i Nur von großem Schaden (zarar) sein. Ich brauche es ja nicht vor euch zu verheimlichen (saklamam), dass - ihr wusstet das und auch Feyzi und Emin wussten davon - eine derzeitige, jedoch völlig sinnlose Meinungsverschiedenheit (tenkid) unter euch uns hätte schaden (zarar) können, obwohl ich darüber gar nicht Bescheid wusste. Über diesen Punkt habe ich denn auch zwei Briefe an euch geschrieben und mir dabei in meinen Gedanken (ruh) große Sorgen (endise) gemacht. So ergriff mich denn eine innere Unruhe und ich fragte mich: "Ja, gibt es denn schon wieder einen neuen Angriff (taarruz)?"
Aufgrund dieses Schadens (zarar) hat sich der Abschnitt über das Bittgebet (münacat parçasi), der nach der Ankunft des segensreichen (mübarek) Hüsrev mit neuer Begeisterung und in ganz kurzer Zeit (sevk ve sür'at) am Schluss des "Auszugs des Lichtes" (Hizb-i Nurî) unserem Exemplar beigefügt wurde, um fünfzehn Tage verspätet. Seit fünfzehn Tagen hatte ich bereits gedacht, dass er bei uns eintreffen wird. Niemand ist frei von Fehlern; und so gibt es auch keinen, der keinen Gegner (rakib) hätte. So wie die tapferen Schüler (kahraman sakirdler) der Risale-i Nur jede Schwierigkeit (müskilât) überwunden haben, so werden sie sich - wolle es Gottt - auch in dieser bedeutenden, jedoch furchtbaren Epoche (mevsim) wieder durchsetzen (galebe). Sie werden ihre Reinheit (safvet) weiter bewahren, sich von ihrer Wahrhaftigkeit nicht abwenden und ihre Dienste (hizmet) nicht einschlafen (fütur) lassen. Ihr kennt die handfesten Maßnahmen (tedbir-i maddiye) besser als ich. Da nun aber einmal Hüsrev und Rüsdü sehr wichtige Säulen (rükün) in der Risale-i Nur sind, sich zudem auch mit besonders bedeutenden Schülern (sakird) der Risale-i Nur umgeben haben, und da es sich nun einmal durch Hâfiz Ali, Tahirî, Hâfiz Mustafa und Küçük Ali anhand ihrer glänzenden Erfolge (muvaffakiyet) im Dienst (hizmet) der Risale-i Nur bewahrheitet (tahakkuk) hat und sie nun ebenso hoch angesehen (makbul) sind, müssen diese beiden Strömungen (cereyan) nun den beiden Augen (iki göz) im selben Kopfe gleichen. Ein ungebrochener Gemeinschaftssinn (tesanüd) ist notwendig (lâzim), damit ihre Schultern diese schwere Schatzkiste (define) gemeinsam tragen können.
Wir grüßen (selâm) alle Brüder, und zwar jeden Einzelnen von ihnen.
Das schöne, aufrichtige Gedicht (manzum) von Marangoz Ahmed, der ein ehrenwerter Schüler (talebe) der lichtvollen Medrese (Medrese-i Nuriye) von Sava ist, hat uns sehr gefreut (memnun) und ist in die Briefsammlung (Lâhika) aufgenommen worden. Besonders seine Worte, dass die Unschuldigen (masum) vom Stuhl der Risale-i Nur nicht absteigen und diejenigen, die "auf diesem lichtvollen Stuhle (nurlu sandalya) sitzen, von jeglichem Feuer und den Rebellionen (yanginlar, tugyanlar) gegen Gott verschont bleiben werden (kurtulur)", gibt uns Trost (teselli) und bringt uns die frohe Botschaft (müjde) von der Vielzahl der unschuldigen Schüler (masum talebe), als wäre ein wahrhaftiger, echter Schüler (hakikî bir talebe) der Medreset-üz-Zehra aus der Zukunft (istikbal) in unsere heutige Zeit gekommen.
Zu Beginn der Abfassung (te'lif) der Risale-i Nur hatte Zehra, Samli Hâfiz Tevfiks verstorbene Frau (haremi merhume), als ich noch in Barla war, immer anstelle von Samli Hâfiz Holz gebracht, das sie damals auf ihren Schultern herbeitrug. Die Verstorbene (merhume) übernahm diese Arbeiten von Hâfiz, damit mein Sekretär (baskâtib), Samli Hâfiz, weiter an den Abschriften der Lichter (Nurlar) arbeiten konnte. Und wegen ihrer guten Taten (iyilik) erwähnen wir die Verstorbene (merhume) seit dieser Zeit in unseren Gebeten (dua) im Kreis unserer Nächsten (has) unter den verstorbenen (vefat) Schülern (talebe) der Risale-i Nur gemeinsam (serik) und werden auch weiter für sie beten (dua).
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Drei, vier Briefe der Säulen (erkân) der Risale-i Nur und der opferwillige Edelmut (fedakârane ulüvv-ü cenab), den meine aufrichtigen Brüder (has kardes), deren Namen (isim) in diesem Brief zu finden sind, uns mit ihrem Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur und mit ihrem Beitrag (yardim) durch ihre Stifte zeigen, hat mich diesmal besonders gefreut (mesrur), zu Dank (sükre) verpflichtet, meine in den letzten Tagen (siralar) entstandenen Sorgen (endise) fortgewischt und zeigt nun, dass die Provinz (Vilayet) Isparta zu einer geistigen (manevî) Medreset-üz-Zehra geworden ist und die Schüler (sakird) in Isparta hinsichtlich ihrer Standhaftigkeit und Treue (sebat ve sadakat) heute weiter als an anderen Orten sind. Das ist nach unserer festen Überzeugung (kanaat) in einer solchen Zeit und unter solchen Umständen (mevsim) eine besondere, glorreiche Gnade des Herrn (parlak bir inayet-i Rabbaniye).
Unser Qur'an-Exemplar mit einer wunderhaften (mu'cizeli), symmetrischen Übereinstimmung, nach dem die Alis und die Tahiris der Lichtfabrik (Nur fabrikasi) verlangten, befindet sich zusammen mit verschiedenen Abhandlungen im Anhang (zeyiller) zu der Abhandlung über die Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'ans bei Hâfiz Emin in Istanbul, wo sie gelesen werden und wo er sie auch abschreiben lässt. Wenn ihr wollt, könnt ihr also mein Exemplar (nüsha) bei Hâfiz Emin abholen und ihm dafür eine von euren schön gestalteten Abschriften samt Anhang (güzelce zeyilli nüsha) geben, wo es dann auch bleiben kann. Ich möchte euch auch das zuletzt abgeschriebene Exemplar des Qur'ans nach Istanbul mitgeben, sobald ihr es dort braucht und nachdem ihr selbst dazu hierher gekommen seid, damit es dann dort gedruckt werden kann.
Hüsrevs langer, so wertvoller und eindrucksvoller Brief (tesirli mektub), in dem als eine Art Anmerkung (hasiye) der - wenn auch nur kurze (küçücük)- Brief des tapferen (kahraman) Rüsdü und die Beiträge, durch die unsere besonders wichtigen Mitbrüder (ehemmiyetli kardesler), mit denen ich sehr verbunden (alâkadar) bin, uns mit ihren Stiften helfen (yardim), auch dass sie der Beschäftigung (istigal) mit der Risale-i Nur alle anderen Dinge vorziehen (tercih) und auch dass Hüsrev, seitdem er angekommen ist, nur noch ununterbrochen arbeitet, beweist (isbat), dass die Provinz Isparta sich die Risale-i Nur zur Gänze einverleibt (sahib) hat und anstelle eines einzigen Said Tausend Saids gefunden hat. Unendlicher Lobpreis und Dank (sükür, sena ve hamd) dafür sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk). Da die Kosten (masrafi) für Druck und Einband (matbaa ve teclid) unserer Qur'an-Exemplare mit einer wunderhaften (mu'cizeli), symmetrischen Übereinstimmung auf dreißigtausend Lira gestiegen ist, ergibt sich daraus zwangsläufig (mecburiyet), diese gewaltig große Angelegenheit (azîm mes'ele) auf später zu verschieben (te'hir).
Den Abschnitt am Anfang von Re'fet Beys bewunderungswürdigem, einzigartigem (hayretli ve garib) Brief, der uns in Staunen (hayret) versetzt hat, wollen wir als ein Lehrbeispiel (medar-i ibret) in die Briefsammlung (Lâhika) aufnehmen. Besonders seine Aussage, dass das "Dreißigste Wort" (Otuzuncu Söz), welches "Das Ego und das Atom" (Ene ve Zerre) genannt wird, von jedem Gläubigen (mü'min) auswendig gelernt werden muss (zarurî); und eine Schwester (kardesi) der gesegneten Katze (mübarek kedi), die nach der Lesung dieses Werkes in Barla den Titel "Abdurrahîm" (Diener des Allerbarmers) verdient hat und uns das Gedenken Gottes (zikr) "ya Rahîm ya Rahîm" (oh Erbarmer) hören ließ, als eine weitere gesegnete Katze (mübarek kedi) dem mohammedanischen Gebetesruf (Ezan-i Muhammedî) gern wie ein Mensch zuhörte (müstakane), versetzte uns sowie euch in Erstaunen (hayret) und schenkte uns Freude (sürur). Wir haben das als eine frohe Botschaft (müjde) und einen Hinweis (isaret) auf das vollständige Wiederneugestatten (zuhur) {Das Arabische sollte in der Türkei vollständig ausgerottet werden. Selbstverständlich war auch der Gebetsruf in der Türkei bis 1950 verboten. (A.d.Ü.)} des mohammedanischen Gebetsrufes (Ezan-i Muhammedî) verstanden. Der Traum des ehrenwerten Tenekeci Mehmed, der in seinem Dienst (hizmet) am Qur'an wie Kâtib Osman und Mehmed Zühdü alt und eine Persönlichkeit von großer Wichtigkeit (eski ve ehemmiyetli) ist, ist gleichfalls von großer Wichtigkeit (ehemmiyetli). Möge Gott (Allah) ihn ein gutes Vorzeichen (hayir) sein lassen! Für Isparta ist er ein sehr gutes Vorzeichen (hayir). Und darin liegt eine bedeutsame, frohe Botschaft (ehemmiyetli bir müjde).
Der Brief unseres Bruders Re'fet hat mich in viererlei Hinsichten (cihet) durchaus befriedigt (memnun). Hüsrev, Re'fet und Rüsdü waren vor mir schon seit langer Zeit stets gemeinsam (birlesmisler) in meiner Erinnerung (hayal) gegenwärtig (tasavvur). Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass sie auch in Zukunft stets weiter in vollkommener Treue (kemal-i sadakat) und Standhaftigkeit (sebat) beisammen sein und zusammen schaffen werden (devam ediyor), wie ich es stets von ihnen erwartet (ümid) habe.
Zudem grüßen (selâm) wir jeden Einzelnen unserer standhaften (sebatkâr) Brüder, deren Namen sich in den Briefen von Hüsrev und Hâfiz Ali finden sowie Kâtib Osman, Mehmed Zühdü, Hâfiz Ali von Isparta und die tapferen (kahramanlar) aus Sava, und beten (dua) für sie. Während ich gerade diesen Brief hier schreibe, brachte Emin den Brief von Sabri, unseres Verbindungsmanns (santral) für die Risale-i Nur. Wir haben ihn geöffnet und darin gelesen, dass er schreibt, dass durch den Segen (bereket) des vielfältigen Kopierens einer Abhandlung in Form eines Bittgebets (Risale-i Münacat), in dem die derzeitige Trockenheit (yagmursuzluk) erwähnt wurde, der Regen wieder einsetzte und so die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i ilahiye) den Armen (fakir) und Elenden (fukara) zu Hilfe (imdad) eilte. Und so hat er für mich eine wichtige Frage (mes'ele) gelöst.
Auch hier war der Regen dringend notwendig (ihtiyaç). Es gab für uns überhaupt kein Merkmal (alâmet), anhand dessen wir das Kommen des Regens hätten erahnen können. In dieser Trockenzeit (kaht zamani) war das Ausbleiben des Regens (yagmursuzluk) für die Armen und Elenden (fakir fukara) besonders schwer. Wir haben dreimal nach dem täglichen Gebet (namaz) noch ein Bittgebet (dua) eingelegt, in dem wir angesichts der Unschuldigen (masum), der Armen (fukara) und der hungernden Tiere (aç kalan hayvan) im Namen der Risale-i Nur um Fürsprache (sefaatçi) gefleht haben. Dann erlebten wir noch in derselben Nacht überraschend und wider alles Erwarten (me'mulümüzün fevkinde) die vollkommene Erhörung (tam kabulünü) unserer Gebete. Ich war darüber ziemlich erstaunt (hayret), denn wir konnten ja nicht wissen, inwieweit unsere individuellen Gebete (cüz'î dua) mit dieser ganz allgemeinen Angelegenheit (küllî mes'ele) in Verbindung (dahli) standen. So habe ich denn gesagt: "Auf jeden Fall hat sich auch unser Gebet all den anderen so bedeutenden Gebeten mit seinem Anteil (hisse) von einem Tausendstel angeschlossen." Nun hat sich die Wahrheit (tahakkuk) herausgestellt, dass die Lichtvollen (nuranîler) in Isparta und ihre lichtvollen geistigen Gebete (nurlu manevî dualar) auch uns an diesem segensreichen Regen (rahmet) teilhaben lassen. Ja ich habe jetzt sogar Feyzi, der einer von denen war, die hinter mir zu meinem Gebet (duama arkamdan) ihr Amen gesagt haben, diese meine Auslegung (mana) und meine Überraschung (hayret) mitgeteilt. Hätte ich das schon vorher gesagt, könnte ich jetzt seine gute Meinung (hüsn-ü zanni) mir gegenüber gar nicht mehr abschwächen (ta'dil). Denn er schreibt seinem Meister (üstad) den größten Anteil (hisse) daran zu.
Sabris Brief mit den Grüßen (selâm) von Siddik Süleyman und den Brüdern aus Barla, in dem sie schreiben, dass sie ihre alte Verbundenheit (alâka) wie dereinst aufrechterhalten (muhafaza), lässt meine Erinnerungen an mein Leben (hayat) in Barla voll Sehnsucht (tahassür) wieder wach (hatirlatti) werden. So sende ich denn gleichfalls allen Brüdern viele Grüße (çok selâm).
Der segensreiche (mübarek) Hüsrev schreibt in seinem Brief, dass unsere engsten Brüder (has kardes), Rüsdü, Kâtib Osman, Osman Nuri, Âtif und Feyzi für uns zum Gruß (yâdigâr-i tahattur) je ein Exemplar (nüsha) abschreiben und uns schenken (hediye) wollen. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), ihnen für jeden Buchstaben, den sie nun schreiben werden, Tausend Wohltaten (bin hasene) gutschreiben, âmîn.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Vorsicht (ihtiyat) ist zu jeder Zeit gut. Auch Hazret-i imam-i Ali, mit dem Gott zufrieden sein möge, empfiehlt (tavsiye) uns ja bereits in wunderbarer Voraussicht (kerametkârane) diese Vorsicht. Nun gibt es aber in den Ostprovinzen (sark taraf) wieder einen neuen Vorfall (hâdise):
Von einem Scheych wurde durch seine Schüler (mürid) und seine Stellvertreter (halif) ein Werk (eser) über den Glauben (din) mit dem Titel "Das Testament des Propheten" (vasiyetname-i Peygamberî (A.S.M.)), das von einem gewissen, seit alter Zeit berühmten (meshur) Seyh Ahmed, einem Wächter am Grabe des Propheten (türbedar-i Nebevî) verfasst wurde, in diesen östlichen Provinzen (havalide) im Umlauf gebracht und hat sich so verbreitet (intisar). Das hat den tapferen (kahraman) Selahaddin, der dort tätig ist, doch in einem gewissen Umfang vorsichtig (ihtiyata) werden lassen. Die Risale-i Nur, eine Bewegung (cereyan), die frei ist von jedweder politischen (siyaset) Strömung und sich mit keinerlei Politik beschäftigt, war schließlich dazu gezwungen (mecbur), noch vorsichtiger (ihtiyat) zu sein und ihre Tätigkeit zu unterbrechen (tevakkuf), um nicht irgendwelche Kontakte mit derartigen Strömungen (cereyan), die mit Politik in Verbindung (siyasete temas) gebracht werden könnten, erkennen zu lassen. Er kam heute hier vorbei, bevor er für fünf Monate aus dienstlichen (vazife) Gründen nach Ankara fuhr. Ein Spitzel (hafiye) verfolgte ihn jedoch und trat gleich hinter ihm ein. Ich habe diesem Spitzel (casus), nachdem Selahaddin wieder gegangen war, folgendes gesagt:
Wir Schüler, die wir aus der Risale-i Nur unseren ganzen Unterricht (ders) beziehen, dürfen die Risale-i Nur nicht (für die Zwecke) der irdischen (dunya) Politik und noch weit weniger als Mittel einsetzen, die Welt (zu beherrschen) und haben das auch bis heute nicht getan. Wir mischen uns in die Welt der Weltleute (ehl-i dünya) nicht ein. Uns (in dieser Hinsicht) irgendeiner Bosheit zu verdächtigen, ist ganz einfach irrsinnig.
Erstens: Der Qur'an hat uns (Nurcus) jede Beschäftigung mit der Politik verboten, damit die diamantengleichen Wahrheiten (hakikat) nicht in den Augen der Weltleute (ehl-i dünya) auf die Stufe von Glasstückchen herabsinken.
Zweitens: Die Liebe (Sefkat), unser Gewissen und die Wahrheit (hakikat) verbieten uns (Nurcus) eine Beschäftigung mit der Politik. Denn wenn es unter den glaubenslosen Heuchlern zwei gibt, die eine Ohrfeige verdient hätten und es außer ihnen noch sieben, acht unschuldige, armselige Angehörige - Schwache, Kranke und Greise - gibt, und wenn nun irgendein Unheil oder eine Plage über sie kommt, wird dieses Unheil auch über die acht Unschuldigen mit Kind und Kegel hereinbrechen. Ja, die beiden gottlosen Heuchler werden dabei sogar noch weniger Schaden erleiden (und sich zu retten wissen). Aus diesem Grund verbieten die Liebe (sefkat), die Barmherzigkeit (merhamet), Wahrheit und Gerechtigkeit (hak ve hakikat) dem Wesen der Risale-i Nur entsprechend unseren Schülern, mit politischen Mitteln ursächlich an einer Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung mitzuwirken, wobei auch noch das dabei beabsichtigte Ergebnis zweifelhaft ist.
Drittens: Unser Land, unser Volk und die Leute an der Regierung (ehl-i hükûmet) dieses Landes brauchen die Risale-i Nur ganz besonders dringend und in welcher Form auch immer. Man darf sich dabei nicht (vor der Risale-i Nur) fürchten oder ihr feindselig gegenübertreten. Ja, selbst noch der Gottloseste muss noch im Glauben (din) an Recht und Gerechtigkeit (haqq) die Seite der Prinzipien (der Risale-i Nur) vertreten, es sei denn, er wolle an seinem ganzen Volk und Vaterland und seiner islamischen Regierung (hâkimiyet-i islâmiye) einen Verrat begehen. Denn um das öffentliche Leben wie auch die Politik für dieses Volk und sein Land vor einer Anarchie zu bewahren und es vor den großen Gefahren in Sicherheit bringen zu können, sind die folgenden fünf Prinzipien unbedingt notwendig und erforderlich: erstens: die Barmherzigkeit (merhamet); zweitens: der Respekt (hürmet); drittens: die Sicherheit (emniyet); viertens: wissen, was verboten (haram) und was erlaubt (helal) ist und sich des Verbotenen (haram) zu enthalten; fünftens: eine ungezügelte Lebensweise aufgeben und sich (statt dessen) im Gehorsam (unterwerfen). Wenn also nun (die Risale-i Nur) das öffentliche Leben in Betracht zieht, und (für die Beachtung) dieser fünf Prinzipien Sorge trägt, legt sie somit den Grundstein für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und stellt sie zugleich sicher. Wer sich also gegen die Risale-i Nur wendet, möge mit absoluter Sicherheit wissen, dass er sich im Namen seiner Anarchie gegen sie wendet und ein Feind des Volkes, des Rechts und der Ordnung ist. Dies alles kurz zusammengefasst habe ich diesem Spitzel mitgeteilt und zu ihm gesagt: "Geh, und sage dies alles denen, die dich hierher geschickt haben, und dazu noch das Folgende: "Wenn nun hier ein Mann, der sich während achtzehn Jahren (polizeilicher Überwachung) um seines inneren Friedens (istirahat) willen kein einziges Mal deswegen an die Regierung gewandt hat, der schon seit einundzwanzig Monaten von all den Kriegen (und Kämpfen), die die Welt in ein Tohuwabohu verwandeln, keine Notiz nimmt und es gar nicht nötig hat, mit besonders wichtigen Persönlichkeiten, die besonders wichtige Posten bekleiden, freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten, welchen Sinn sollte es dann haben, einen solchen Mann zu fürchten, zu verdächtigen, in der Vorstellung, er könnte sich in eure weltlichen Angelegenheiten einmischen und ihn durch eine derartige (ständige) Überwachung in Bedrängnis zu bringen? Wozu sollte so etwas gut sein? Oder gibt es irgendein Gesetz dafür? Selbst die Irren wissen, dass ihn zu belästigen Irrsinn wäre." Das habe ich ihm gesagt. Und dieser Spitzel stand auf und ging.
Allen Brüdern, besonders den Säulen (erkânlar) und den Druckern (matbaacilar), besonders Hâfiz Ali, dem tapferen (kahraman) Tahirî und Hâfiz Mustafa, die an der Veröffentlichung des "Auszugs des Lichtes" (Hizb-i Nuriye) arbeiten (nasirler), und ihren Mitgefährten (rüfekalar), jedem Einzelnen von ihnen senden wir unsere Grüße (selâm).
Meine lieben, getreuen, segensreichen Brüder!
Unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass Er uns in dieser verrückten (acib) Zeit solche aufrichtigen (hâlis), wahrhaftigen (muhlis), bescheidenen (mahviyetli) und opferwilligen (fedakâr) Brüder geschenkt (ihsan) hat. Diesmal habe ich die vier Briefe gelesen, die Hüsrev, Hâfiz Ali, Hâfiz Mustafa, Küçük Ali miteinander gewechselt (hitaben) haben. In der Tiefe meines Herzens (kalb) spürte ich eine Freude (sürur), ein Gefühl der Dankbarkeit (hiss-i sükran) und Zufriedenheit (memnuniyet). Mir wurde klar, wie edelmütig (âlîhimmet), welch großen Geistes (ruh) und wie opferbereit (fedakâr) diese ehrenwerten Brüder im Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur sind. Da die Risale-i Nur jetzt solch tüchtigen (kuvvetli) Händen aufrichtiger (hâlis) Brüder anvertraut wird, sind wir nun zu der sicheren Überzeugung (kat'î kanaat) gelangt, dass die Risale-i Nur nie mehr eine Niederlage (maglub) erleiden wird. Ihr unerschütterlicher Zusammenhalt (kuvvetli tesanüd) wird sie für immer am Leben erhalten (yasattirip) und erstrahlen (parlattir) lassen.
In der Tat, meine lieben Brüder! Ihr lebt zur Gänze (tam muhafaza) nach dem Geheimnis der Wahrhaftigkeit (ihlas sirrini). Trotz vieler Gründe, die dazu führen könnten, auseinander zu gehen (esbab-i tefrik), dennoch eure Einheit (vahdet) zu bewahren (muhafaza), ist wirklich (hakikaten) ein wahres Wunder (hârika). So hält denn Hâfiz Ali in seiner außergewöhnlichen (müstesna) Einfachheit und Bescheidenheit (mahviyet ve tevazu), seine Wahrhaftigkeit (ihlas) und den Grundsatz (düstur muhafaza), eins zu werden mit seinem Bruder (fena fi-l ihvan), wahrhaftig (hakikaten) hoch. Aufgrund seiner Vorsicht und Entschlossenheit (tedbir ve dirayet), seiner hohen Aufrichtigkeit (yüksek ihlas) und Bescheidenheit (mahviyet) gleich einem Hâfiz Ali, brauche ich mich in der Tat (hakikaten) um Hüsrev in all seiner Achtsamkeit (tedbirce) nicht besonders zu kümmern (ihtiyaç). Hâfiz Mustafa erzeigt uns mit seiner großen Fähigkeit (iktidar) im "Dienst im Licht" (hizmet-i nuriye) seine unerschütterliche Treue (kuvvetli bir sadakat) und opferbereite Hingabe (fedakârane teslimiyet). Der "kleine Ali" (Küçük Ali) mit seinem "großen Geist" (büyük ruh), der auch die Bedeutung von Abdurrahman, Lütfü und Hafiz Ali in sich trägt (manasi), betrachtet in seiner ganzen Stärke und Standhaftigkeit (kuvvetli mukavemet) in allen Streitfällen (sebeb-i ihtilafa), die zu irgendwelchen Auseinandersetzungen (kuvvetli mukavemet) führen könnten, den Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur als die bedeutendste Aufgabe seines Lebens (hayatinin en büyük maksad) und zieht (tercihan) ihn allen Dingen dieser Welt (dünya) vor. Dies alles haben mir in der Tat eure vier Briefe mitgeteilt. So zweifeln wir denn überhaupt nicht (hiç sübhe) daran, dass der tapfere (kahraman) Tahiri und der tapfere (kahraman) Rüsdü, die in derselben Art (sistem) in der gleichen Sache (mes'ele) zusammenarbeiten (alâkadar), auch in derselben Wahrheit (hakikat) und in der gleichen Einstellung (ahlâk) miteinander harmonieren. Diese sechs Säulen (rükün), die während dieser vorübergehenden Erschütterung (muvakkat sarsinti) mit einem wahrhaftigen Gemeinschaftssinn (hakikî bir tesanüd) miteinander Hand in Hand (el-ele), Schulter an Schulter (omuz-omuza), Kopf an Kopf (bas-basa) standen, erhielten einen geistigen Stellenwert (kiymet-i maneviye) nicht nur von sechshundert, sondern vielmehr von sechstausend, so wie wir Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), im Interesse der Risale-i Nur unendlich danken (sükür) und euch zugleich dazu gratulieren (tebrik). Ich bin besorgt (merak), da ich von den engsten, aufrichtigen Brüdern (has ve hâlis kardesler) in Isparta, Mehmed Zühdü, Hâfiz Ali von Isparta in diesen letzten vier Briefen keine Nachricht (haber) erhalten habe. Geht es ihnen vielleicht nicht so gut (rahatsiz)?
Ich habe aus dem Brief unseres Bruders Hasan Âtif, der in der Umgebung (taraf) von Sandikli in vollkommener Begeisterung (kemal-i sevk) und Aufrichtigkeit (ciddiyet) tätig ist, entnommen, dass dort einige Hodschas manche Leute, die einem Orden (tarîkat) angehören, missbrauchen (vasita), um Kritik (fütur) zu verbreiten, und die Tätigkeit, der er dort im Versteck (perde) nachgeht, zu beenden. Demgegenüber ist es unser Weg (meslek), sich positiv (müsbet) zu verhalten und auch danach zu handeln (müsbet hareket). Er erlaubt uns nicht, mit anderen zu streiten (mübareze), ja noch nicht einmal in Gedanken. Außerdem sind wir auch nicht dazu verpflichtet (mecbur), Interessenten (müsteri) zu werben, vielmehr müssen sie uns ihr Interesse zeigen (müsteriler yalvarmali).
Dieser Bruder ist wahrhaft aufrichtig (hâlis) und vollkommen treu (sadik). So wie sein Stift sind auch sein Herz (kalb) und seine Seele (ruhu) schön. Er möchte jedoch, dass alles sogleich vollkommen (mükemmel) sein soll und das macht ihn ein wenig nervös (sikinti). Er soll soweit wie möglich vorsichtig (ihtiyat) sein und auch den noch unerfahrenen (mübtedi') Hodschas nicht die Türen zu einem Streit (mübareze kapisi) öffnen. Möge es Gottes, des Gerechten (Cenab-i Hakk), Wille sein (insâallah), ihm zum Erfolg (muvaffak) zu verhelfen. Er findet bestimmt dort in seiner Umgebung (mintika) aufrichtige Säulen (hâlis rükün) wie er selbst eine ist, oder hat bereits eine gefunden. So gratulieren (tebrik) wir denn vor allem ihm und allen Schülern (sakird) der Risale-i Nur in seinem Kreis. Und wir sehen auch ihre geringen Dienste (hizmet) als viel (çok nazar) an. Da ich von hier aus keine Korrespondenz (muhabere) oder Besprechung (müsavere) mit ihnen pflegen kann, könnt ihr diesen Brüdern an meiner statt sowohl unseren Gruß (selâm) übermitteln, als auch, dass sie an unseren geistigen Verdiensten (manevî kazanç) im engsten Kreis (haslar dairesi) unter dem Titel (ünvan) treuer Gefährten (sadik rüfeka) Âtifs mit eingeschlossen und jeden Morgen unter uns geistig (manen) anwesend sind.
Meine lieben getreuen, wachsamen, aufrichtigen, vereinigten und segensreichen Brüder!
Ich gratuliere (tebrik) euch, dass die Intrige (desise) dieser Teufel unter den Dschinnen (seytan-i cinnî) und Menschen durch euch fruchtlos (akîm) geworden ist. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), euch in diesem "Dienst am Licht" (hizmet-i nuriye) für immer zum Erfolg (muvaffak) verhelfen. Âmîn. Und möge Er auch mit euch ewig zufrieden (ebeden razi) sein. Âmîn.
Früher hatten einmal Hâfiz Ali und Hüsrev, um die Geschichte der Herkunft (secere-i külliyes) aller Orden (tarîkat) aufzulisten (tanzim) und abzuschreiben (istinsah), damals in Barla, an diesem Projekt gearbeitet. Damals hatte ich mit ganzer Kraft (kuvvet) gewünscht (temenni) und gehofft (ümid), dass diese beiden Brüder (zât) in Zukunft einen wichtigen Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur versehen werden und sie mit ihren beiden Augen im Kopf wie zwei betrachten, aber wie einer sehen. Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass sich diese meine Hoffnung (ümid) seitdem erfüllt (tahakkuk etti) hat und noch weiterhin erfüllt (ediyor), womit ich nun sehr zufrieden (tam oldu) bin.
Meine lieben Mitbrüder! Ihr sollt diese winzigen Unstimmigkeiten (küçücük kusurlar), wie sie manchmal unter euch vorkommen, nicht groß (i'zam) werden lassen. Nicht nur ich, sondern jeder, der die Tatsachen (hakikat) kennt, wird nach meiner Meinung bestätigen (tasdik) können, dass die Schüler (sakird) der Risale -i Nur in Isparta und Umgebung (havali) eine außergewöhnliche Treue (sadakat), Standhaftigkeit (sebat), Brüderlichkeit (uhuvvet), Wahrhaftigkeit (ihlas) und Tapferkeit (kahramanlik) aufweisen, sodass sie in dieser verrückten (acib) Zeit unter Tausenden Einflüssen des Verderbnisses (esbab-i fesad) und der Verwirrung (ifsad) ihre Einheit und Gemeinschaft (vahdet ve ittifak) und ihre Ernsthaftigkeit (ciddiyet) im Dienst bewahren (muhafaza). So habt ihr denn trotz so vieler stürmischer Ereignisse (hâdise) die Risale-i Nur nicht ungenutzt (muattal) wieder erlöschen lassen; vielmehr habt ihr sie so sehr erglänzen lassen (parlat), dass ihr auch uns mit ihrem Licht (isik) erfüllt und in Begeisterung (gayret) versetzt habt. Besonders trotz der allgemeinen Frühjahrsmüdigkeit (bahar mevsiminde umumî gaflet) und trotz der fürchterlichen Plage (dehsetli bela), die aus der Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) erwächst, dermaßen in vollkommener Begeisterung (kemal-i sevk) und Einsatzfreude (gayret) an der Risale-i Nur zu arbeiten, ist wahrlich eine Gnade Gottes (inayet-i ilahiye). Dazu möchten wir euch aus ganzem Herzen (ruh) gratulieren (tebrik). Diese sechs vereinten tapferen (müttehid kahraman) Brüder, die sich dazu entschlossen haben, ihre Stifte für uns in Bewegung zu setzen, akzeptiere (kabul) ich als einen Geist in sechs Leibern (cesed) und an der Stelle von sechs neuen Saids und die einundzwanzig Brüder als einundzwanzig Abdurrahmans und Abdülmecids. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), die Tinte, die aus ihren Stiften als ein schwarzes Licht fließt, nach der eindeutigen Aussage (nas) einer zuverlässigen Hadith (hadîs-i sahih) jedes Gramm davon im Wert von hundert Gramm Märtyrerblut (sehid kani) am Tage der Wiederauferstehung (yevm-i hasir) und der Waage (mizan) {Am Tage der Auferstehung werden alle Seelen gewogen. (A.d.Ü.)} in das Buch ihrer guten Taten (defter-i hasenat) eintragen. Âmîn
Es hat mich glücklich (mesrur) gemacht, dass Nakkas Mehmed und Babacan, Nachfolger (vâris) von Âsim, sowohl noch am Leben (hayat) sind, als auch ihren Dienst (hizmet) an der Risale-i Nur fortsetzen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Das Hinscheiden (vefat) des verstorbenen (merhum) Mehmed Zühdü ist im wahrsten Sinne (hakikaten) für die Risale-i Nur ein großer Verlust (zayiat). Denn dieser segensreiche (mübarek) Schüler (zât) hat - unendlicher Dank (sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk)- der Risale-i Nur in einer nur kurzen Zeitspanne einen sehr großen Dienst (hizmet) erwiesen. Einen lichtvollen Dienst (vazife-i nuriye) von vierzig, fünfzig Jahren hat er innerhalb von nur acht oder zehn Jahren vollkommen erfüllt. Er ist im Geiste noch stets unter uns und lebt in unserem Kreise durch seinen außerordentlichen Dienst (hizmet) in glänzender (parlak) Weise fort. In Hinsicht auf seine guten Werke (hasenat) ist er keineswegs gestorben und in das Buch seiner guten Werke (defter-i a'mal) werden noch ständig und reichlich gute Taten (hasenat) eingetragen.
Ich hatte ihn sogar schon früher ein paar Mal unter Erwähnung seines Namens, ansonsten aber hundert Mal als Schüler (talebe) der Risale-i Nur, wie auch seinen verstorbenen Vater (merhum peder), der ihn zur Risale-i Nur gebracht hatte, zu einem Teilhaber (serik) an meinen geistigen Verdiensten (manevî kazanç) gemacht. Jetzt ist er an manchen Tagen etwa fünfzig Mal unter Erwähnung seines Namens (sarih ismiyle) an ihnen beteiligt (hissedar), was also heißen soll, dass der Verdienst seines Lebens (hayat kazanci) sich mehrte. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), seinen Verwandten (akarib) gute Geduld (sabr-i cemil) und ihm selbst vollkommene Vergebung (magfiret-i kâmil) schenken (ihsan), âmîn.
Er hatte uns seinen segensreichen Stift {seine Abschriften im Dienste der Risale-i Nur (A.d.Ü.)} gewidmet und ich hatte ihn auch sowohl an Stelle von Abdurrahman als auch an Stelle von Abdulmecid angenommen (kabul). Wir leben hier noch stets weiterhin (kabul) so, als wäre er noch gar nicht gestorben (vefat) und sein Stift weiterhin rastlos tätig (kalemi isler). Dieser segensreiche Schüler (mübarek zât), der in seinem Haus (hane) etwa zweihundert unschuldigen (masumlar) Kindern den Qur'an und die Risale-i Nur unterrichtet (ders) hatte, versah genauso wie Abdurrahman in seiner nur kurzen Zeit rasch die Aufgabe (vazife) eines langen Lebens (ömür), beendete sie und verschied. Der prächtige Artikel (parlak fikra), den Bruder Katib Osman über ihn geschrieben hat, wurde in die Briefsammlung (Lâhika) aufgenommen. Dieser Schüler (zât) ist fürwahr (hakikaten) eines solchen Artikels (fikra) würdig. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass noch recht viele aus Isparta hervorgehen werden, die seine Art und Weise (sistem) übernehmen und uns so diesen Schmerz (aci) vergessen lassen werden. Ihr sollt also seiner Mutter und seinen Kindern (vâlide ve çocuklari) mein herzliches Beileid (ta'ziye) übermitteln!
Ich habe einen bedeutenden Brief von Hulusi Bey gelesen, der ein besonders bedeutender Schüler (sakird) der Risale-i Nur ist. Zu Recht bewahrt (muhafaza) dieser Bruder stets seinen ersten Platz (birincilik). Ich stelle ihn mir immer vor, wie er in der Hand seinen Stift hält und an der Risale-i Nur arbeitet. Zudem steht er bei allen meinen Korrespondenzen (muhabereler) als mein Ansprechspartner (muhatab) in der ersten Reihe. Die Abhandlungen, die in dem Band der Briefe (Mektubat Risaleler), die auf seine Fragen hin geschrieben wurden, und die aufrichtigen Briefe (samimî mektublar), die er geschrieben hat, ziehen an seiner statt sehr viele Menschen zu dem Kreis der Risale-i Nur und tun es noch immer. Und wie er gesagt hat, ist er von uns niemals weit entfernt. Denn an jedem Tage sind wir oftmals beieinander. Und auch unsere Korrespondenz (muhaberemiz) ist niemals unterbrochen. Wenn ich also mit euch spreche, finde ich stets auch Hulusi mitten unter euch (içinde). Sabri, so wie er in seinem Auftrag (hesab) mit mir spricht, soll auch an meiner statt so mit ihm sprechen.
Ich grüße (selâm) alle meine Brüder, jeden Einzelnen von ihnen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Wir haben eure so segensreichen (mübarek) und so nützlichen lichtvollen Geschenke (nuranî hediye) und Erinnerungsstücke (yâdigâr) eurer diamantenen Stifte erhalten. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), den Stiftführern, die sie abgeschrieben haben, für jeden Buchstaben von ihnen zehn Segenspunkte schenken; âmîn. Eine Art Wunder (keramet) dieser lichtvollen Abschriften von den Abhandlungen für die Alten (nurlu ihtiyar Risaleleri) ist Folgendes: Während noch Emin eure Geschenke (emanet) zu unserer Tür brachte, kam ganz unerwartet (hilaf-i me'mul) auch der alte hiesige Müfti, der in den letzten acht Jahren nur zwei Mal zu mir gekommen war, mit dem Bürgermeister dieser Stadt (belediye reisi). Und zur gleichen Zeit brachten auch zwei hochbetagte Leute (zât), die unter den alten Analphabeten (ümmi ihtiyarlar) der Risale-i Nur in vorderster Reihe stehen, beide aus dieser Stadt (sehir), jedoch aus verschiedenen Bezirken (yer) und beide ein wenig Jogurt in der Hand als ein Segensgeschenk (teberrük) - und das an demselben Tag und in der Zeit, in der die Geschenke (emanet) für die Alten eintrafen. Und am selben Tag kam auch Hilmi Bey, der ein Stellvertreter der Tapferen (kahramanlarin bir mümessili) ist, nur eine Tagesreise (mesafe) von Isparta entfernt lebt und bisher nur drei Mal zu uns gekommen ist. Er trat ganz unerwartet (hilaf-i me'mul) ein - die gerade erst empfangenen Geschenke (emanet) noch in unseren Händen - so als käme er geradewegs um die Geschenke (hediye) zu betrachten. Zudem traten zur gleichen Zeit ein Schüler namens Hayri, der bereits ein, zwei Wunder des Lichts (keramet-i nuriyeye) erlebt hatte (medar), und Fuat, der ein bedeutender Schüler (ehemmiyetli bir sakird) der Risale-i Nur ist und aus der Stadt Daday kommt, miteinander ein. Fuat bekam drei Exemplare der Geschenke (emanet) in seine Hand, um sie den anderen in Istanbul zu lesen zu geben. Dies alles ist mit Sicherheit kein Zufall (tesadüf) und war auch nicht so vereinbart, sondern vielmehr ein Gruß, um diese Geschenke (emanet) der Alten willkommen zu heißen (hüsn-ü istikbal) und als ein gutes Zeichen (isaret) dafür, dass sie in dieser Umgebung (havali) einen guten Anklang (hüsn-ü tesiri) finden werden.
Meine lieben Mitbrüder! Die beiden Ali sowie Tahirî und Hâfiz Mustafa, die zu den sechs Säulen (erkân-i sitte) gehören, haben in diesen zwei, drei Jahren und gerade in dieser Umgebung (havali) wegen ihrer mir erwiesenen Hilfe und auch wegen ihrer Erfolge (yardim ve fütuhat), entweder aufgrund ihrer außerordentlichen Wahrhaftigkeit (fevkalâde ihlas) oder ihrer überragenden Fähigkeiten und Leistungen (iktidar ve faaliyet), die Schüler (sakirdler) der Risale-i Nur in dieser Provinz (vilayet) dergestalt (derece) zu ewigem Dank (ebeden minnetdar) verpflichtet und überdies bewirkt, dass die Risale-i Nur hier in dieser Umgebung (buralar) auf die Dauer Fuß gefasst (ebeden yerlestirdi) hat. Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), mit ihnen und mit euch allezeit zufrieden sein (ebeden razi olsun); âmîn. Haci Hâfiz, welcher ein Meister (üstad) der Lichtschule (Medrese-i Nuriye) ist, und sein Sohn (mahdumu) sowie die beiden Brüder Mustafa und auch Sâlih, die beiden Brüder Ahmed und auch Süleyman haben mir wegen meines Analphabetentums (ümmilik) ihre Schreibkraft (kalemler) zur Verfügung (yardim) gestellt. Von fünf weiteren Mitbrüdern, die alle miteinander zu Schülern (beraber talebe) wurden, haben sich ebenfalls drei bereit erklärt, uns zu helfen (yardim). Babacan, der Âsims Geist (ruh) eine Freude (sâd) zuteil werden lässt, indem er uns nach dessen Art und Weise (sistem) zu Hilfe eilt (yardimimiza kosmasi), auch Zekai, der auch Lütfüs Geist (ruh) eine Freude (mesrur) bereiten möchte, indem er wie Zekai in alter Zeit (eski) nun wieder neu seine frühere Aufgabe entschlossen und energisch ergreift (vazifesine sarilmasi), auch Marangoz Ahmed, Kâtib Osman, Mehmed Zühdü, Nuri und Tenekeci Mehmed, welche genauso wie diejenigen, die Isparta durch ihre früheren, kostbaren Dienste (eski kiymetdar hizmetleri) mit Licht erfüllten (nurlandi) und nun zur Erleuchtung (tenvir) der Provinz Kastamonu herbeieilen, desgleichen Mustafa und Mustafa und Mustafa und Eyüb, diese vier, die ich erst jetzt kennen gelernt habe und die mir wegen meines Analphabetismus (ümmilik) wie alte Freunde mit ihren Stiften helfen (yardim); sie alle bestätigen mit Sicherheit und ohne jeden Zweifel die Botschaft (müjde) von
{"Fürwahr wirst du unter den Augen der Gnade beschirmt und beschützt."}
voll und ganz (tam tasdik).
An meinen lieben, getreuen, tapferen Bruder Hasan Âtif und seine getreuen Mitgefährten
Erstens: Zu diesen segensreichen drei heiligen Monaten (suhur-u selâse-i mübareke) beglückwünschen wir euch (tebrik). Eure Abschriften (yazilar), welche die Erinnerungsstücke (yâdigâr) eurer Stifte und Urkunden (sened) sind, damit ihr den Weg der Risale-i Nur nicht verlasst, sondern auf ihm tapfer (sebat) weiter fortschreitet und eure Darstellungen (çizgi) der Welt (dünya sureti), die - bildlich gesprochen - Hinweise darauf geben, dass ihr euren Glauben (din) für weit höher haltet als die Welt (dünya), und eure handschriftlichen (imza) Kopien, die als ein Dokument (vesika) dafür gelten, dass ihr im Dienst am Glauben (iman hizmetinde) stets eure Ausdauer (daima sebat) bewahrt, haben wir in vollkommener Zufriedenheit (kemal-i memnuniyet) erhalten und so auch angenommen (kabul).
Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), nach der Anzahl ihrer Buchstaben (hurufat) eure Punkte als Seinen Segen (hasene) aus der Schatzkammer Seiner Barmherzigkeit (hazine-i rahmeti) für euch in das Buch eurer guten Werke (defter-i a'mali) eintragen; âmîn.
Meine lieben Brüder!
Da ich unter den Abschriften (die ihr mir zur Korrektur übersandt habt) die beiden Abhandlungen über die Wahrhaftigkeit (ihlas Risale) gefunden habe, überlasse ich euch dem Unterricht dieser (und anderen) Abhandlungen (mit verwandten Themen) und sehe keine Notwendigkeit zu noch weiteren Abhandlungen (ders). Ich möchte euch nur noch auf Folgendes aufmerksam machen: Da sich unsere Berufung (meslek) auf das Geheimnis der Aufrichtigkeit (sirr-i ihlas) stützt und es sich hier um die Wahrheiten des Glaubens (hakaik-i imaniye) handelt, ist es notwendig, dass wir uns nicht ohne Not in weltliche Angelegenheiten und das öffentliche Leben einmischen, uns von jeder Art Rivalität und Parteilichkeit zurückhalten und um unserer Berufung willen alles vermeiden, was einen Zwiespalt herbeiführen könnte. Es ist tausendmal bedauerlich, dass nun diese armseligen Gelehrten (ehl-i ilim) und die Geistlichkeit (ehl-i diyanet), die den Angriffen heutiger schrecklicher Schlangen ausgesetzt sind, kleine Fehler, Mückenstichen vergleichbar, als Ausrede benutzen, um so einander zu kritisieren. So helfen sie den Schlangen und böswilligen Heuchlern bei deren Zerstörungswerk und tragen selbst zu ihrer eigenen Vernichtung bei. Unser durchaus ehrlicher und aufrichtiger Bruder Hasan Atif bringt in einem Brief zum Ausdruck, dass ein alter Gelehrter und Prediger eine Haltung zeige, die der Risale-i Nur allein noch zum Schaden sein könne. Damit wollte er, unter dem Vorwand, einen armseligen (Menschen) wie mich, behaftet mit Tausenden Fehlern, der ich wegen zweier bedeutender Beweggründe eine Tradition (sunnah) vernachlässige, deswegen in Verruf bringen, wodurch dann (indirekt) die Risale-i Nur belastet würde.
Erstens: Diese Person und auch ihr sollt wissen: Ich bin ein Dienیۙder Risale-i Nur und der Ausrufer in diesem Laden. Doch was diese (Risale-i Nur) betrifft, so ist sie als ein wahrhaftiger Kommentar an den ruhmreichen (Azîmüssan) Qur'an gebunden, (der seinerseits wiederum) mit dem Gewaltigen Thron (Ars-i Azam) verbunden ist. Alle Fehler meiner Person sind deshalb nicht (wie eine ansteckende Krankheit auf die Risale-i Nur) übertragbar. Das zerrissene Gewand, das ich als Ausrufer (trage), setzt keinesfalls den bleibenden (baqi) Wert ihrer Diamanten herab.
Zweitens: Richtet diesem Prediger, dieser gelehrten Persönlichkeit, meine Grüße (selam) aus. Seine Kritik und was er an meiner Person auszusetzen hat, nehme ich hiermit gehorsamst entgegen. Und auch ihr solltet nicht mit diesen und ähnlichen Personen streiten und sie auch nicht zu (irgendwelchen) Disputationen herausfordern. Ja, selbst wenn wir angegriffen werden, solltet ihr dem nicht mit einem Fluch entgegnen. Wer immer es auch sein mag: da er nun einmal einen Glauben (iman) hat, ist er (wenigstens) in diesem Punkt unser Bruder. Auch wenn er uns Feindschaft entgegenbringt, dürfen wir ihm das unseren Grundsätzen (meslek) entsprechend nicht entgelten. Denn es gibt noch ärgere Feinde und (bösartige) Schlangen. Zudem halten wir in unseren Händen nur das Licht (Nur), nicht aber eine Keule. Ein Licht verletzt uns nicht, sondern liebkost uns mit seinen Strahlen. Besonders, wenn es sich dabei um einen Wissenschaftler (ehl-i ilim) handelt, der eine Selbstgefälligkeit (enaniyet) zur Schau trägt, die sich auf sein Wissen (ilim) stützt, sollt ihr seinen Dünkel (enaniyet) nicht auch noch herausfordern. So weit wie möglich solltet ihr dem Grundsatz folgen:
{"Wenn sie unterwegs einem leeren Geschwätz begegnen, ziehen sie ruhig weiter, ohne es zu beachten." (Sure 25, 72)}
Da diese Person sich darüber hinaus früher auch noch mit der Risale-i Nur befasst und bei den Abschriften beteiligt hatte, gehört auch er mit zu diesem Kreis. Auch wenn er dabei einen Gedankenfehler begangen hat, solltet ihr trotzdem nachsichtig sein. Wir sollten uns in so merkwürdigen Zeitläufen wie der unsrigen nicht über dergleichen Muslime erregen, wo sie doch zum Glauben (iman) gefunden haben, wie mit solchen, die der Geistlichkeit oder den Sufis (ehl-i diyanet ve tarîkat) oder selbst irgendeiner irregeleiteten Splittergruppe angehören. Insoweit sie auch nur anerkennen und bestätigen, dass es einen Gott und ein Jenseits (âhiret) gibt, selbst wenn sie Christen sein sollten, darf man strittige Punkte nicht zu einer Quelle von Auseinandersetzungen machen. Denn sowohl eine so merkwürdige Zeit (wie die unsrige), als auch unsere (eigene innere) Berufung (meslek) und unser heiliger (qudsi) Dienst erfordern dies.
Damit in der islamischen Welt (âlem) hinsichtlich des gesellschaftlichen und politischen Lebens (hayat-i içtimaiye ve siyasiye) keine Widerstände (maniler) gegen die Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur auftreten können, sind die Schüler (sakird) der Risale-i Nur dazu verpflichtet (mükellef), eine tolerante Haltung (musalahakârane vaziyet) zu bewahren.
Hütet euch (sakin) davor, die Hodschas wegen des Freitags oder ihrer Gemeinde {Hier geht es um die Beachtung islamischer Gesetze, z.B. in türkischer statt in arabischer Sprache zu beten oder sich den Bart abzuschneiden. (A.d.Ü.)} zu kritisieren! Auch wenn ihr nicht daran teilnehmt (istirak), beurteilt (tenkid) nicht diejenigen, die sehr wohl daran teilnehmen. Zwar sagte imam-i Rabbanî: "Ihr sollt nicht dorthin gehen, wo sich ketzerische Dinge (bid'a) abspielen." und meint damit, dass solche Dinge keinen Segen (sevab) bringen, nicht etwa, dass ein Gebet (namaz) dadurch ungültig (battal) würde. Denn ein Teil der Gläubigen in den ersten islamischen Jahrhunderten (selef-i sâlihî) hat auch hinter derartigen Leuten (sahislar) wie Yezid und Velid {Tyrannen in damaliger Zeit} ihr Gebet (namaz) verrichtet. Auch wenn man unterwegs auf dem Weg zur Moschee (mescid) und wieder zurück von schweren Sünden bedroht (kebaire maruz) ist, soll er sein Gebet besser daheim in seinem Kämmerlein (halvethane) verrichten.
Drittens: In dem Brief von Hasan Âtif ist von tapferen und standhaften (cesur ve sebatkâr) Personen die Rede, die er als besonders kühne Männer (efeler) bezeichnet. Wir heißen diese tapferen und standhaften (cesur ve sebatkâr) neuen Brüder aus vollem Herzen und ganzer Seele (ruh u can) willkommen (kabul). Diejenigen, die in den Kreis der Risale-i Nur eintreten, sollten, um ihren persönlichen Mut (sahsî cesaret) noch besonders zu qualifizieren (kiymet), ihn für ihre unermüdliche Ausdauer (sarsilmaz bir sebat) und Entschlossenheit (metanet) und für den Gemeinschaftssinn (tesanüd) unter den Brüdern (ihvan) ernsthaft einsetzen und daran arbeiten und so ihren persönlichen Mut (sahsî cesaret), der mit einer Glasperle (cam parçasi) zu vergleichen wäre, in einen Diamanten (elmas) der Einsatzbereitschaft (fedakârlik) für eine aufrichtige (siddikiyet) Wahrheitsliebe (hakikatperestlik) verwandeln.
Der wichtigste Grundsatz (esas) auf unserem Weg (meslek) ist nach der vollkommenen Wahrhaftigkeit in der Tat die Standhaftigkeit und unsere Entschlossenheit (sebat ve metanet). Hinsichtlich dieser Entschlossenheit gibt es bis heute viele Beispiele (vukuat) dafür, dass solche Schüler - und zwar jeder Einzelne von ihnen - in diesem Dienst am Licht (hizmet-i Nuriye) so erfolgreich waren wie sonst nur hundert andere von ihnen (herbiri yüze mukabil). Und es gibt unter ihnen ganz einfache Männer (âdi bir adam), die mit ihren zwanzig, dreißig Jahren (yas) schon weiter fortgeschritten (tefevvuk) sind als die Heiligen im Alter von sechzig, siebzig Jahren.
Des Weiteren darf ein Mann, selbst wenn sein Mut (cesaret) als Einzelgänger einen ziemlich guten Eindruck macht, seinen ganz persönlichen Mut (sahsî cesaret) nicht mehr einsetzen, wenn er sich einer Gemeinschaft solidarisch angeschlosen (cemaat-i mütesanide) hat, um ihre Ruhe (istirahat) und ihre Unerschütterlichkeit (sarsilmamalari) weiter aufrechtzuerhalten (muhafaza). Für die Schüler (sakird) der Risale-i Nur ist es notwendig (lâzim), sich nach dem Geheimnis (sirr) der heiligen (serif) Hadith
{"Richtet eure Schritte nach den Schritten der Schwächsten unter euch!"}
zu verhalten, und in den jetzigen - völlig verwirrten - Verhältnissen (müsevves vaziyet) gegenüber Außenstehenden (yabaniler) derartige Themen (mes'ele) wie "die Schirmmütze" (sapka) oder Diskussionen über den Aufruf zum Gebet (ezan) und schon gar nicht solche Bezeichnungen (ünvan) wie den Deddschal oder den Sufian unnötigerweise anzusprechen (medar-i bahs) und darüber zu streiten, was ein sehr großer Nachteil (zarar) wäre, weil dies ein Grund werden (sebebiyet) könnte, dass die Hodschas und die Politiker (ehl-i siyaset) die Risale-i Nur angreifen (tecavüz) und eine Front (cephe) gegen sie bilden. Vorsichtig (ihtiyat) zu sein ist unbedingt notwendig (elzem) und es ist auch durchaus erforderlich (vâcib), stets kühles Blut (itidal-i dem) zu bewahren. Denn auch ein nur geringer Mangel an Vorsicht (ihtiyatsizlik) unter euch macht sich sogar bis hier bei uns bemerkbar (tesir).
Die Risale-i Nur besteht nicht aus einem einzigen Kreis (daire), sondern aus mehreren, in konzentrischen Kreisen (mütedâhil daireler) angeordneten Schichten (tabakat). So gibt es hier Schichten von Säulen, Mitarbeitern, Nächsten, Veröffentlichern, Schülern und Anhängern. Wer nicht für den Kreis der Säulen (erkânlar) tauglich ist, wird nicht aus dem ganzen großen Kreis ausgeschlossen (atilmaz), vorausgesetzt, dass er kein Anhänger (tarafdar) einer der Risale-i Nur entgegengesetzten Strömung (muhalif cereyan) ist. Wer nicht als einer unserer Nächsten qualifiziert (haslarin hasiyeti) ist, kann dennoch einer unserer Schüler (talebe) werden, vorausgesetzt, dass er nicht auf anderen, oppositionellen Wegen (zid bir meslek) wandelt. Wer unter den Umständen ketzerischer Erneuerungen leben muss (bid'a ile amel eden), {Wenn z.B. ein Kind die Lebensweise seiner Eltern ablehnt.} kann trotzdem unser Freund (dost) sein und bleiben, vorausgesetzt (sartiyla), dass er diese Umstände (tarafdar) in seinem Herzen (kalb) ablehnt. Aus diesem Grund sollt ihr niemanden wegen eines solchen, wenn auch nur geringen Fehlers, vor die Türe setzen, damit er sich nicht einem Kreis (sinif) unserer Feinde anschließt (iltihak). Man sollte ihn jedoch nicht an den Geheimnissen (esrar) und innerbetrieblichen Angelegenheiten (nazik tedbirler) der Säulen (erkânlar) und der Mitarbeiter (sahib) der Risale-i Nur teilnehmen (tesrik) lassen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Zwei kleine Ereignisse (hâdise) in den letzten beiden Tagen haben mich an vier, fünf besondere Umstände (mes'ele) erinnert:
Erstens: Salahaddin schreibt aus Ankara, dass sie begonnen haben, gegen die Ordensgemeinschaften (tarîkat) vorzugehen. Sowohl in Ankara als auch in den östlichen Provinzen (sarkta) haben in dieser Angelegenheit (mes'ele) bereits Verhaftungen (tevkifat) stattgefunden. Die Schüler (sakird) der Risale-i Nur bleiben hingegen überall in der Gnade des Herrn beschützt (mahfuz). Ihre unerschütterliche Aufrichtigkeit (kuvvetli ihlas), ihr Gemeinschaftssinn (tesanüd) sowie ihre Vorsicht (ihtiyat) lässt diese Gnade (inayet) auch weiterhin für sie bestehen.
Zweitens: Heutzutage beklagt sich hier (sekva) ein jeder über seine eigene innere Unruhe (sikinti). Es ist, als wäre hier bereits die ganze Atmosphäre (manevi hava) vergiftet und als hätte diese innere Unruhe (sikinti) eine geradezu körperliche und noch dazu allgemein verbreitete (maddî ve umumî) Krankheit hervorgerufen. Ja, sie hat sogar mich selbst für einen Tag infiziert (sirayet). Bei denjenigen, die sich mit der Risale-i Nur beschäftigen, die ein Heilmittel (ilâç) für all unsere Sorgen (derd) ist, tritt diese innere Unruhe (sikinti) als eine solche Krankheit hingegen entweder kaum oder gar nicht (yok veya pek az) auf.
Drittens: Das Ableben (vefat) Mehmed Zühdüs, selig (merhum), hat uns, was seine Arbeit (hizmet) für die Risale-i Nur betrifft, sehr traurig (müteessir) gemacht. Jedoch kam mir da plötzlich wieder in Erinnerung (hatirima), dass die Schüler (sakird) der Risale-i Nur aus seinem Dorf (köy) hoch und heilig (çok merdane) versprochen hatten (taahhüd), alle Abhandlungen (risaleler) von Hâfiz Mehmed, die im vergangenen Jahr in Beschlag genommen (müsadere) worden waren, innerhalb von zehn Tagen erneut abzuschreiben und ihm auszuhändigen, und habe also erkannt, dass Isparta und Umgebung (havali), welche das Beet der Löwen (arslanlar yatagi) ist, den Dienst (hizmet) von Mehmed Zühdü in vielfacher Weise (muzaaf bir suret) versehen und diese Lücke (bosluk) wieder ausfüllen werden.
Viertens: Ich habe in einigen Briefen der Brüder aus Isparta, welche in die Briefsammlung (Lâhika) aufgenommen worden sind, übertriebene Beschreibungen (ifrat ile tavsifat) ihres Meisters (üstad) gefunden. Ich habe mich also in ihnen betrachtet und dabei gesehen, dass noch nicht einmal ein Vierzigstel (zekat) all dieser Eigenschaften (vasif) auf mich zutrifft und mir überhaupt nicht zusteht (hakkim). Da habe ich dann gesagt: "Was nutzt denn (faideleri nedir?) diese Übertreibung (ifrat) meiner wahrheitsliebenden (hakikatperest) Brüder und ihre Beharrlichkeit (devamlari) trotz all meiner Ermahnungen (ikazat)?" Und in meinem Herzen wurde mir eingegeben (kalbe ihtar): "Da sie und die Bevölkerung in der Umgebung (havali) ihrer Heimat (memleket) Isparta die Vorbedeutung (yümnü) ihrer guten Vorstellung (hüsn-ü zan) im Grade der allergrößten ihrer guten Vorstellungen bereits erfahren hatten, haben sie - den Heiligen (ehl-i velayet) wie einem Beskazali Osman-i Hâlidî oder einem Topal Sükrü folgend - von diesem Standpunkt (nokta-i nazar) aus betrachtet gar keine Übertreibung (ifrat) begangen. Sie haben nur eine Tatsache (hakikat) erkannt. Aber wie die geistlichen Visionen (kesfiyat) der Auslegung (tevil) und die Träume (rü'ya) der Ausdeutung bedürfen (tabire muhtaç), so sehen diese individuellen Überzeugungen (hususî hüküm) in gewisser Hinsicht fehlerhaft (hata) aus, wenn man sie verallgemeinert (tamim). Sie schreiben jedoch den Nutzen (faide), den die geistige Körperschaft (sahs-i manevî) der Risale-i Nur ihnen persönlich und ihrer Heimat (memleket) bringt, diesem ihrem Bruder zu, der einer der Vertreter (mümessil) dieser geistigen Körperschaft (sahs-i manevî) ist und den sie als ihren Meister (üstad) bezeichnen, betrachten diesen Vorfall (hâdise) in ihrer Provinz (memleket) als ein Ereignis (hâdise umumî) von weltweiter Bedeutung und verallgemeinern (tamim) ihn auf diese Weise, weswegen er dann in Gestalt einer übertriebenen Vorstellung (müfritane bir hüsn-ü zan) erscheint."
Fünftens: Mir ist da Folgendes eingefallen (hatira): Es gibt viele Abschnitte der Risale-i Nur. Obwohl nun jeder Mensch ihrer bedarf (muhtaç), können doch nicht alle sie in die Hand bekommen (elde edemez). Da kam mir plötzlich der Band (mecmua) "Ein beredsames Zeugnis für Gott" (Hüccetullah-il Baliga) als Antwort in den Sinn.
Aus der Risale-i Nur entstehen viele Bände (mecmua), deren jeder in der Tat zu einer kleinen, aber machtvollen (kuvvetli) Risale-i Nur wird. Die kann dann einem jeden Bedürftigen (muhtac) in die Hand gegeben werden (eline geçebilir). In diesem Zusammenhang (münasebet) habe ich dann auch an die Exemplare im Anhang (zeyil) an das "Fünfundzwanzigste Wort" (Yirmibesinci Söz) gedacht. Vor mir liegen gerade vier, fünf Exemplare (nüsha), zu denen die Abschnitte im Anhang (zeyil) fehlen. Aus dem Anhang (zeyil) des Exemplars (nüsha), das mir neulich die Gesegneten (mübarek) zugesandt hatten, wurden aus dem Inhaltsverzeichnis (fihrist) fehlerhafte Abschnitte entnommen. Es fehlen da einige wichtige Abschnitte, wie die Hinweise von dreizehn Elif aus der Sure-i
{"wenn die Hilfe Gottes kommt" (Sure 110, 1)} und اِنَّا اَعْطَيْنَا {"wir haben dir die Fülle gegeben" (Sure 108, 1)} wie mit Fingern und die Hinweise aus der Sure Fatiha wie mit dreizehn Händen und der Hinweis (isaret) von اِنَّا اَنْزَلْنَا {"Wir haben ihn herabgesandt..." (Sure 97, 1)} Gestern habe ich die kleine Abhandlung (risale) über die "Visionäre Reise" (seyahat-i hayaliye) und den "Ausflug im Herzen" (seyr-i kalbî) gelesen, die am Ende des "Neunundzwanzigsten Briefes" (Yirmidokuzuncu Mektub) über die Ayah اَللّٰهُ نُورُ السَّمٰوَاتِ {"Gott ist das Licht der Himmel" (Sure 24, 35)} zu finden sind. Ich habe mich daran erinnert (tahattur), wie diese Ayah im "Ersten Strahl" (Birinci Sua) auf die Risale-i Nur hinweist (isaret). Und so sagte ich mir: "Es wäre hier wohl passend (münasib), wenn diese beiden "Anmerkungen zum Licht" (nükte-i Nuriye) und das Zeugnis der Ayah
mit ihren Anmerkungen und Punkten (nükte ve hasiye) zusammen bei den Abschnitten im Anhang (zeyil) zu der Abhandlung über die "Wunder des Qur'ans" (Mu'cize-i Kur'aniye) eingereiht würden. Wenn also auch ihr das so für richtig (münasib) haltet, könnt ihr die beiden Anmerkungen auf diese Weise einordnen. Und wenn ihr noch weitere wichtige Abschnitte (mühim parça) zu den Anmerkungen (nükte) über die Wunderhaftigkeit (i'caz) des Qur'ans entdeckt, könnt ihr sie ebenfalls noch hinzufügen (ilâve).
Sechstens: Ich beglückwünsche (tebrik) euch aus ganzer Seele (ruh) zu den drei heiligen Monaten, welche das Geheimnis (sirr) in sich tragen, ein über achtzigjähriges, geistig beständiges Leben (manevî ve bâki bir ömrü) zu erwerben, und zu der Heiligen Nacht von der "Guten Hoffnung" (Leyle-i Regaib). Vor zwei, drei Tagen habe ich bei der Korrekturlesung zum Zweiundzwanzigsten Wort mitgehört. Ich habe bemerkt, dass sich (in der Risalah) neben sehr viel Licht (Nur), auch ein umfassendes Gedenken (dhikr), ein weit umspannendes Nachsinnen (fikr), eine nachhaltige Anrufung der Bekenntnisformel (La ilaha illallah), ein machtvoller Unterricht im Glauben, eine allheilige Gegenwart Gottes (husur) ohne jede Ablenkung (ghaflah), eine heilige Weisheit (kudsî hikmet) und ein erhabener kontenplativer Gottesdienst (ibadet-i tefekküriye) finden lässt. So erkannte ich jene Weisheit, die darin liegt, dass manche Schüler in der Absicht (niyah), Gott damit einen Dienst (ibadet) zu erweisen, diese Abhandlungen entweder abschreiben, oder aber lesen, oder einfach zuhören. "Möge Gott (sie alle insgesamt) segnen (Bârekâllah)!" habe ich da gesagt und (ihnen allen) Recht gegeben, (wenn jeder auf die ihm gemäße Art seinen Dienst verrichtet).
Während wir fünf, sechs Themen (mes'ele) in diesem Brief schrieben, haben wir den Brief von Hâfiz Ali, welcher der Betreiber der Licht-Fabrik (Nur fabrikasi sahibi) ist, und den Brief von Hasan Âtif erhalten, der mit seiner Aufrichtigkeit (ihlas), seinem Fleiß (çalismak) und feinsinnigem Denken (ince düsünmek) eine außergewöhnliche Persönlichkeit (mümtaz) ist. Der Brief von Hâfiz Ali wurde zu einem Beweis (delil) dafür, dass bei den Schülern (sakirdlerinde) der Risale-i Nur das Geheimnis der Wahrhaftigkeit (sirr-i ihlas) anhand eines besonders bedeutenden Verzichts auf ihr Ego (terk-i enaniyet), eine Zurückhaltung (teberri) gegenüber dem Verlangen ihrer Seele (hazz-i nefsî) und noch weitere höchste Qualitäten (seciye) einer Wahrhaftigkeit (ihlas) unter den Schülern (sakird) der Risale-i Nur sichtbar (tezahür) wurden. So schreibt z.B. Hâfiz Ali: Es ist ein sicherer Beweis (kat'î delil) für die außergewöhnliche Wahrhaftigkeit (fevkalâde ihlasi) und Zurückhaltung (teberri) unseres Bruders Hüsrev gegenüber dem Verlangen seiner Seele (nefsin huzuzati), {z.B. das Verlangen nach Anerkennung und der Stolz auf die eigene Leistung} dass er nicht mit dem Druck des mit seinem Stift abgeschriebenen "Wunderhaften (Mu'cizatli) Qur'an" mit Hilfe einer fotografischen Aufnahme (tab'ina) solange warten will, bis der Druck (tab) mit gegossenen Buchstaben (demir harfler) erlaubt wird. Denn wenn er nach dem fotografischen Verfahren gedruckt wird, so würde das heißen, er hätte Tausende Qur'anexemplare (nüsha) abgeschrieben, da seine Handschrift (kendi hatti) ja ihm gehört. Er möchte auf ein großes, wenn auch unschuldiges und harmloses Ansehen (masumane ve zararsiz bir makam) in der geistigen Betrachtungsweise (manevî nazar) der islamischen Welt (Âlem) verzichten, die Segen im Jenseits (uhrevî sevab) bringt, und lässt deshalb um des Geheimnisses der Wahrhaftigkeit (ihlasin sirri) willen seine Freude (hazzi) außer Betracht und stimmt so (tarafdar) für einen Druck mit gegossenen Buchstaben. Was jedoch seine Begründung betrifft, wenn er schreibt, dass auf diese Weise Fehler (yanlislar) vermieden würden, so können sich auch zwischen den gegossenen Buchstaben Fehler einschleichen, da ja jeder Bogen dreimal in die Druckmaschine kommen wird.
Kurzum: Hâfiz Ali, der mit seiner Aussage (ifade), die aus seiner Wahrhaftigkeit (ihlas) herrührt, Hüsrev aufgrund seiner außerordenlich wahrhaftigen (ihlas) Haltung lobt, und auch Hüsrev, der seinen überaus großen und beständigen Verdienst (bâki bir hissesi) außer Acht lässt, bestätigen mich in der Tat (bilfiil tasdik) in meiner Einstellung (dava), die ich stets (eski) gelehrt und wiederholt habe und die besagt: "Die wahrhaftigen Schüler (hakikî sakirdler) der "Risale-i Nur betrachten ihren Dienst am Glauben als wertvoller als alle anderen Dinge (herseyin fevkinde). Auch wenn ihnen der Rang eines Poles (kutbiyet) angeboten würde, ziehen sie es in ihrer Wahrhaftigkeit (ihlas) vor, ein Diener (hizmetkârlik) zu sein." In dieser Hinsicht gratulieren wir (tebrik) solchen Brüdern mit allem Nachdruck (kuvvet).
Aus dem Brief unseres Bruders Hasan Âtif haben wir entnommen, dass er tatsächlich eine sehr gute Arbeit leistet (hakikaten tam çalisiyor). Da er uns die Erinnerungsstücke (yâdigârlar) der Stifte dieser - nach seinen eigenen Worten (tabir) - Helden (efeler) und Streiter Gottes (mücahidler) für die Risale-i Nur als Geschenk (hediye) gesandt (irsal) hat, sagen wir: Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), allezeit mit ihnen zufrieden sein (razi olsun). In vielen seiner so bedeutungsvoll niedergeschriebenen Sätze habe ich ein wenig Kritik (siddet) gegenüber den Ketzern (ehl-i bid'a) bemerkt. Zeit und Ort (zaman, zemin) und die positive Haltung auf dem Wege (müsbet meslek) der Risale-i Nur erlauben uns nicht (müsaade), uns mit derartigen Leuten in Worten (fiilen), ja noch nicht einmal in unseren Gedanken (fikren) oder auch nur in unserer Vorstellung (zihnen), zu beschäftigen. Denn Vorsicht (ihtiyat) ist allezeit vonnöten (lâzim). Möge Gott es so wollen (insâallah), dass dieser aufrichtige (hâlis) Bruder dort in der Umgebung noch viele aufrichtige Schüler ausbilden wird, so wie er selbst einer ist. So schließen wir denn (tesrik) hier Âtif und alle seine Gefährten (rüfekalar) in unser Gebet (dua) mit ein. Ich möchte eigentlich direkt mit ihnen korrespondieren, aber da die Brüder in Isparta diese Aufgabe vollkommen einwandfrei (mükemmel) erfüllen, überlasse ich ihnen diese Aufgabe (vazife) gerne.
Am Ende des Briefes von Hâfiz Ali steht auch ein Lob für Ahmed und seinen Bruder Süleyman, zwei von den Tapferen (kahraman) der Licht-Schule (Medrese-i Nuriye) nach der Art (sistem) von Hüsrev, was uns sehr gefreut (mesrur) hat. Ich dachte schon immer, dass die Schüler (sakird) der Schule des Lichtes (Medrese-i Nuriye) in meinen Augen die Schüler (talebe) jener Medreset-üz-Zehra {Eine solche Hochschule gibt es noch gar nicht. Aber Üstad träumt schon jetzt davon, dass seine Schüler diese Hochschule bereits besuchen oder doch wenigstens einmal besuchen werden. (A.d.Ü.)} sind, welche seit jeher (eskiden) mein Traumziel (gaye-i hayalim) ist. So habe ich denn schon immer gesagt: "Diese sind bereits jene geworden (Onlar bunlar oldu), oder wenigstens: diese (bunlar) ist bereits die Vorhut jener (onlar).
{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Es gibt fürwahr kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist!" (Sure 17, 44) "Friede sei mit euch, Gottes Erbarmen und Sein Segen."}
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Wir beglückwünschen (tebrik) euch zur Heiligen Nacht der Himmelfahrt (mi'rac) und bitten (niyaz) bei der Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i ilahiye) darum, dass Er es uns und euch ermöglichen wird, unser Leben ganz und gar entsprechend der Gelobten Sitte (sünnet-i seniye) des Herrn der Himmelfahrt (Mi'rac Sahibi A.S.M.) zu gestalten.
Ich möchte euch aber nun etwas über ein, zwei persönliche Fragen (küçük mes'ele) schreiben, auf die ich in diesen letzten ein, zwei Tagen aufmerksam (nazar-i dikkat) geworden bin.
Erstens: Ein Vorfall (hâdise), der einen von vielen Gründen (sebebler) aufzeigt, weshalb ein Teil der Schüler (sakird) der Risale-i Nur ledig (bekâr) geblieben ist.
Mit einer Frau, die nach einer Katastrophe (darb) in ihrer Jugendzeit (gençlik) ledig geblieben ist (bekâr) und nun versucht, sich mit der Risale-i Nur zu beschäftigen (alâkadarlik), um sich damit zu trösten (teselli), und die sich jetzt darum bemüht, in einer bedeutenden Schule (mühim bir mekteb) Unterricht zu erhalten, welche zugleich auch die Tochter (kerime) eines Mannes vom Stande (ehemmiyetli bir adam) ist, habe ich in diesen Tagen über diese Umstände (hakikat) in aller Kürze gesprochen. Ich schreibe euch dies, weil es vielleicht auch manchem dort in eurer Umgebung (havali) von Nutzen (faide) sein könnte.
Ich habe ihr gesagt: Da du diese Katastrophe (darb) bereits in deiner Jugendzeit (gençlik) erfahren hast, lass dich nicht noch einmal auf das Gesetz der Paarung (tenasül kanununa) ein, das ja eigentlich deine ganz natürliche Aufgabe (vazife-i fitriye) wäre. Denn für einen Mann (erkek) genügt dieser flüchtige Genuss (muvakkat lezzet) und sein Vergnügen (keyf), das er als Lohn (ücret) dieser Aufgabe (vazife) empfängt, zunächst einmal (bidayet) in gewissem Grade. Was aber diese arme Frau (bîçare kadin) betrifft, so muss sie in der Folge dieser eigentlich ganz natürlichen Aufgabe (vazife-i fitriye) ein Jahr lang eine schwere Last (agir yük) tragen und sich noch ein, zwei weitere Jahre um die Bedürfnisse (mesakkat) des Kindes (veled) und seine Ernährung (beslenme) kümmern, während sie gleichzeitig wegen ihrer freizügigen Bekleidung (açik-saçiklik) in den Augen ihres Mannes der Untreue (sadakatsizlik) verdächtigt wird, zudem die Möglichkeit (ihtimal) besteht, dass der Blick ihres Mannes da draußen umherschweift und er sie nicht so recht mit der nötigen Einfühlsamkeit (samimî merhamet) behandelt, weshalb sie ständig in Bedrängnis lebt und im Herzen Qualen (vicdanî azab) erleidet. Dieses kurzzeitige Vergnügen und der Genuss (muvakkat keyf ve lezzet) in der Hochzeitsnacht (izdivac) wiegt dabei noch nicht einmal ein Hundertstel dessen wieder auf, was sie in all dieser verdorbenen Zeit (bozuk zamanda) für ihre Aufgabe (vazife) aufgewandt hat. Besonders wenn sie von ihrem Charakter (seciye) und von ihrer religiösen Einstellung (diyanet) her nicht aufeinander abgestimmt (liyakat) sind - was im islamischen Gesetz als ebenbürtig (küfüvv-ü ser'î) bezeichnet wird - verursacht das für sie noch mehr Qualen (azab). Besonders da sie bei denjenigen, die sich zwar Muslime (müslüman) nennen, aber keine islamische Erziehung (terbiye-i islâmiye) genossen haben, und so den aus dem Glauben (iman) erwachsenden gegenseitigen Respekt (hürmet) nicht finden konnten und auch keine Güte (merhamet-i mütekabile) erfahren haben, zerstört dies das Glück im Leben (saadet-i hayatiye) vollständig und lässt sie die Qualen der Hölle (Cehennem azabi) erfahren.
Seine Eltern erwarten für all die Mühsal (mesakkat), die sie in Erfüllung der Aufgaben (vazife), die sie aufgrund des Gesetzes der Fortpflanzung (tenasül kanununda) und für all die vielen Dienste (hizmete), die sie versehen, dass ihr Kind (veled) in dieser Welt (dünya) ihnen für ihre Zärtlichkeit (sefkat) und für ihre Dienste (hizmetler) mit vollkommenem Respekt (kemal-i hürmet) und Gehorsam (itaat), mit einem aufrichtigen Respekt (hâlis bir hürmet) und einem wahren Gehorsam (sadikane bir itaat) entgegenkommt und nach ihrem Tode (vefat) durch seine Frömmigkeit (salahat), seine guten Werke (hayrat) und Gebete (dua) als Segnungen (hasanat) in das Buch all ihrer Guten Taten (defter-i a'mal) eintragen lässt. Und falls es vor seinem fünfzehnten Lebensjahr unschuldig (masumen) gestorben ist, wird es am Tag der Wiederauferstehung (kiyamet) für sie zu ihrem Fürbitter (sefaatçi) werden und im Paradies (Cennet) zu einem geliebten Kind (sevimli bir çocuk) auf ihrem Schoß (kucak). Was aber das Hier und Jetzt betrifft, so kann es, wegen ihrer Erziehung (terbiye) in einer mehr ärgerlichen als bürgerlichen Kultur (mimsiz medeniyet) {medeniyet (mit einem M) = Kultur; deniyet (ohne M) = Niederträchtigkeit} anstelle der islamischen Erziehung (terbiye-i islâmiye) unter einem von zehn, ja sogar zwanzig oder selbst vierzig Kindern eines geben, das für den so wichtigen Dienst (ehemmiyetli hizmet) und die Zärtlichkeit (sefkat) seiner Eltern die oben erwähnte, einem Kind gemäße Haltung (vaziyet-i ferzendane) zeigt. Alle übrigen Kinder (mütebâki) kränken ständig deren Zärtlichkeit (sefkat) durch den Kummer (endise), den sie ihnen bereiten, lassen diese wahrhaftigen und getreuen Freunde (hakikî ve sadik dostlar), die seine Eltern sind, Gewissensqualen (vicdan azab) erleiden und werden auch im Jenseits gegen sie zu ihren Anklägern (davaci), indem sie zu ihnen sagen: "Warum habt ihr uns nicht im Glauben (iman) erzogen?" Statt ihrer Fürsprecher (sefaat) werden sie so zu ihren Anklägern (sekvaci).
Zweite Frage: Am gestrigen Tag sind wir fünf Mal durch ein Ereignis, das durch eine Übereinstimmung (tevafuk-u latife) gekennzeichnet war, zu der sicheren Überzeugung (kat'î bir kanaat) gelangt, dass wir selbst bei winzig kleinen und völlig unbedeutenden Angelegenheiten (isler) unter Seinem gütigen Schutz (inayetkârane bir) stehen.
Erstens: Als ich vor die Tür trat, kamen wider meiner Erwartung (me'mulün hilafina) vier Ahmeds - Schüler (sakird) der Risale-i Nur - die je einen beabsichtigten Dienst (maksad) für mich zu erledigen vermochten, gleichzeitig zur Tür. Zwei von ihnen kamen aus den umliegenden Dörfern, die beiden anderen aus verschiedenen Stadtteilen (mahalle) hier.
Ein weiteres Beispiel: Wir hatten Köroglu Ahmed, der ein bedeutender Schüler (mühim bir talebe) der Risale-i Nur ist, ein wenig Joghurt sowohl als Segensgeschenk (teberrük) als auch als Proviant (tayin) mitgegeben. Noch während er diese Schale Jogurt in seiner Hand hielt, öffnete Hilmis Sohn Ahmed (mahdum), einer der unschuldigen (masum) Schüler der Risale-i Nur die Tür, in seiner Hand gleichfalls eine Schale mit ebensoviel Joghurt, wie ich dem anderen Ahmed gegeben hatte. Diese Art Übereinstimmung (tevafukat) von sechs Ahmeds unter den Schülern der Risale-i Nur am selben Tage sieht nicht wie ein Zufall (tesadüf) aus, vielmehr ist dies ein Hinweis (isaret), der die Aufmerksamkeit (nazar-i dikkat) auf diese Ahmeds lenkt.
Zweitens: Eine arme ausgewanderte (muhacir) Frau bat mich um ein Segensgeschenk (teberrük). Ich habe ihr ein Hemd gegeben. Fünf Minuten später fand eine Frau desselben Namens einen besonders wichtigen Mittelsmann (mühim bir vasita), um mir ein Hemd als Geschenk zu schicken und es von ihr anzunehmen (kabul). Und ich habe es um der Übereinstimmung (tevafuk) wegen auch angenommen.
Während ich nun noch am selben Tag einigen verdienten Leuten (müstehak zâtlar) die Hälfte meiner Butter gegeben habe, hat die Schüssel (kab) zu viel genommen. {Die Brüder hatten sich mehr genommen, als er ihnen ursprünglich hatte geben wollen. (A.d.Ü.)} So blieb also nur noch ganz wenig davon für mich übrig. Doch noch ehe sie diese Butter bekommen hatten, erhielt ich aus einem weit entfernten Dorf als Gegenleistung für das Lesen meiner Bücher {Seine Schüler haben aus seinen Büchern vorgelesen. (A.d.Ü.)} so viel Butter wie nach meiner Vorstellung für mich hätte übrig bleiben sollen. Auch das habe ich um dieser Übereinstimmung (tevafuk) willen angenommen (kabul).
Drittens: Am selben Tag kam ein Reiter rasch hinter mir her galoppiert (atli), während ich gerade zu Pferd einen Ausflug (seyahat) unternahm. Er stieg ab und beugte sich grüßend zu meinem Fuß hinab (sarildi). Und war doch ein Mann, den ich noch gar nicht kannte. So sagte ich denn zu ihm: "Wer bist du eigentlich? Du erweist mir hier zu viel der Ehre (dostluk)." Er sagte: "Ich bin der Prediger (hatib) in Kozca." Dabei wusste ich noch gar nicht, dass es in der Provinz Kastamonu überhaupt ein Dorf (karye) dieses Namens gibt. Doch dann ritt ich wieder nach Hause. Dort kamen mir zwei Soldaten, die aus Isparta stammten, entgegen. Und der eine von ihnen sagte zu mir: "Ich habe dir einen Brief von dem Prediger in Kozca mitgebracht." Diese eigenartige Übereinstimmung (acib tevafuk) zwischen den beiden verschiedenen Provinzen (vilayet), eine Übereinstimmung noch dazu auf diese Weise, ist für mich ein Zeichen (isaret) dafür, dass sie beide treu im Dienst (sadakatla hizmet) an der Risale-i Nur wirksam sind. Aus diesem Anlass (münasebet) soll Sabri meinerseits dem Prediger (hatib) in Kozca viele Grüße (selâm) übermitteln. Wir lassen ihn auch an den geistigen Verdiensten (manevî kazanç) mit den aufrichtigen (has) Schülern zusammen teilhaben (serik). Da es bei uns nicht üblich (âdet) ist, persönliche Briefe (hususî mektub) zu schreiben, {aus Angst vor der Spionage (A.d.Ü.)} soll er nicht gekränkt (gücenme) sein, wenn wir ihm auch keinen anderen Brief (ayrica mektub) schreiben können.
Ich habe die süße Frucht einer Übereinstimmung (tevafukun meyvesi) am selben Tag in einer noch süßeren (sirin) Form erfahren. Es ist dies wie folgt:
Zwei Soldaten haben zu mir ganz freundschaftlich (gayet dostane) und in vollkommener Freude (kemal-i sevinçle) gesagt: "Du stammst aus Isparta. Und so bist du also ein Landsmann (hemsehri) von uns." Dann habe auch ich zu ihm gesagt: "Ich bin in jeder Hinsicht mit Stolz (maaliftihar) ein Ispartaner. Isparta ist mit all seinem Staub und seinen Steinen (tasiyla topragiyla) doch in meinen Augen gesegnet (nazarimda mübarek). Sie ist meine Heimat (vatan). Sie ist der Geburtsort (meskat-i re'sleri) meiner Hunderter und Tausender wahrhaftiger Mitbrüder (hakikî kardes), deren jeder hundert anderen gleicht."
Ispartaner, die in diese Gegend (havali) kommen, erkennen in der absoluten Mehrheit (ekseriyet-i mutlaka), sei es als Soldaten oder irgendjemand anderer, in mir in der Tat ihren Landsmann (hemsehri). Wer auch immer mir begegnet, fragt dann: Bist du ein Ispartaner? Dann sage auch ich: mit Stolz bin ich ein Ispartaner. In Isparta leben ebenso viele meiner wahrhaftigen Mitbrüder und Verwandten (kardes ve akarib). So ziehe ich sie meinem Geburtsort (meskat-i re'sim), dem Dorfe Nurs (Karyes), in vielerlei Hinsichten (cihet) vor. Ich ziehe unserem Distrikt (Nahiye) Isparta, {in dem sein Heimatdorf Nurs liegt (A.d.Ü.)} der ein kleines Kind (evlâd) des großen Isparta ist, selbst noch ein einziges Dorf (tek köyü) des großen Isparta vor. Die Stadt Isparta, die mir so viele aufrichtige, tapfere (hâlis, kahraman) Mitbrüder gegeben hat, ist mit ihrem Stein (tas) und selbst mit ihrem Staub (toprak) noch für mich und für Anatolien zu einem Segen (mübarek) geworden. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass die Lichtsamen (nur tohumlar), die sie sowohl in Anatolien als auch in der islamischen Welt (Âlem) verbreiten, Segen (rahmet) erhalten und Ähren (sünbül) tragen. Sie mögen sowohl Nahrung als auch Licht (ziya) und auch Heilmittel (ziya) werden und die geistige Teuerung (manevî galâ), Seuche (veba), Versklavung und Finsternis (zulmü ve zulmet) beseitigen.
Viertens: Nachdem ich die oben erwähnten drei Übereinstimmungen (tevafuku) niedergeschrieben hatte, habe ich nun diesen wunderschönen Brief des großen Hâfis Ali und den sinnreichen Brief (manidar mektub) von Abdullah Çavus, den dritten Hulusi, die wertvollen Briefe von Hulusi Bey und Kâtib Osman erhalten. Hafiz Ali schreibt in seinem Brief etwas (fikra) darüber, dass bereits die Gelehrten (âlimler) in Konya die Risale-i Nur abschreiben und sie auch zu schätzen (takdir) wissen; unter ihnen auch Hoca Vehbi, der durch seinem Qur'an-Kommentar (tefsir) bekannt wurde, dann aber mit Hilfe der Abhandlung über die Wahrhaftigkeit (Risale-i ihlas) seine Niederlage (maglubiyet) erkannt hat und nun von der Risale-i Nur begeistert ist und sie lobt (hayran ve takdirkâr). Dazu bemerkt Hâfiz Ali: "Es ist eine Wundertat (keramet) der Risale-i Nur, dass sie dem Ochsen nicht Fleisch (öküze et) und dem Löwen kein Heu (arslana ot) vorwirft. Sie gibt dem Ochsen Heu (öküze ot) und dem Löwen das Fleisch (arslana et). So sind denn nun diesem Löwen-Hodscha vorerst die Abhandlungen über die Wahrhaftigkeit (Risale-i ihlas) in die Hände gelangt (eline geçmis)."
So sagte ich denn schon sechs oder sieben Tage, bevor ich diesen Brief von Hâfiz Ali erhalten hatte, und noch während ich schon vom Berge Karadag nach Hause schritt: "Oh Er (Yahu)! Gib dem Pferd kein Fleisch (ata et)! Wirf dem Löwen kein Heu (arslana ot) vor! Gib dem Löwen Fleisch (arslana et), dem Pferd Heu (ata ot)!" Ich wiederholte dieses Wort fünf, sechs Mal, weil es mir so gut (hosuma) gefiel. Entweder hat Hâfiz Ali es vor mir so geschrieben und ich wurde dazu gebracht, es auszusprechen; oder ich habe es selbst vorher so gesagt und er wurde dann dazu gebracht, es niederzuschreiben. Nur gab es da - bei dieser seltsamen Übereinstimmung (garib tevafuk) - einen gewissen Unterschied: Er sagt nämlich: "Dem Ochsen das Heu (öküze ot)!" Ich aber sage: "Dem Pferd das Heu!"
Meine lieben getreuen Brüder und meine starken, standhaften, unermüdlichen, unerschütterlichen und tapferen Kameraden im Dienst am Glauben und meine lichtvollen Gefährten auf der Reise ins Zwischenreich und das Jenseits!
Möge Gott, der barmherzige Allerbarmer (Cenab-i Erhamürrâhimîn), euch für ein jedes Wort (harf) der diesmaligen heiligen Geschenke (kudsî hediye) eurer segensreichen Stifte (mübarek kalem), aus denen ein schwarzes Licht (siyah nur) fließt, von dem ein jedes Dirhem so wertvoll ist wie hundert Dirhem Märtyrerblut (süheda kani), Tausend Segnungen (rahmet) schenken, âmîn. In dieser Zeit (mevsim) der Gottvergessenheit (gaflet), der Unruhen (sikinti) und des Überdrusses (usanç) und trotz aller weltlichen Arbeiten (dünya mesgale) sind dieser opferbereite Eifer (fedakârane gayret) und eure Leistung (sa'yiniz) tatsächlich eine besondere Güte (inayet-i hâssa) und eine Gnade für das Licht (keramet-i nuriye). Möge Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), mit euch allezeit zufrieden sein (razi olsun), âmîn.
Dass einundzwanzig Abdurrahmane und Abdulmecide ihre diamantenen Stifte eingesetzt haben, um uns zu helfen (yardim) und die Exemplare (nüsha) so schnell abgeschrieben haben und - als hätte Mehmed Zühdü, dessen Grab von Licht erfüllt (kabri pürnur) ist, auch im Zwischenreich (berzah) seinen Stift um unseretwillen (hesab) benutzt (istimal) und uns seine Exemplare von seinem Nachlass (metrukât) zugesandt - hat uns aus tiefsten Tiefen (derinden derine) in Freude zu Dank (sürurla sükre) gebracht. Damals, in einer Zeit als ich selbst noch ein Student (talebeligim zamani) war, hatte ich von authentischen Persönlichkeiten (mevsuk zâtlar), welche dies auch von bedeutenden Imamen (mühim imamlar) überliefert hatten, Folgendes gehört: "Unermüdliche (ciddî), lernbereite (müstak) und aufrichtige Schüler der Wissenschaften (hâlis talebe-i ulûm), wenn sie während ihres Studiums (tahsil) sterben, finden im Zwischenreich (berzah) - als wären sie nun in einer Schule des Geistes (medrese-i manevi) - etwas, das ihrem Studium vergleichbar wäre (tahsil misali) und werden so mit einem Zustand beschenkt (vaziyet ihsan), der jener Welt entspricht (âleme muvafik)." Das wurde damals unter den Schülern der Wissenschaften (talebe-i ulûm) häufig so besprochen (medar-i bahs). Nun, da in dieser Zeit die Schüler der Risale-i Nur die aufrichtigsten (halis) unter den Schülern der Wissenschaften (talebe-i ulûm) sind, setzen sie mit Sicherheit die Aufgaben (vazife) der Verstorbenen (merhum), wie Mehmed Zühdü, Âsim und Lütfü weiter fort. Möge Gott es so wollen (insâallah), dass ihre geistigen Stifte (manevî kalem) noch stets tätig sind und so weiterhin Segnungen (hasenat) in das Buch ihrer Guten Werke (Defter-i a'mal) eintragen.
Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), sei unendlicher Dank (hadsiz sükür), dass euer außerordentlicher Fleiß (fevkalâde gayret) und eure Leistung eine weitere Notwendigkeit (ihtiyaç) für eine Druckerei erübrigt. Die Abhandlungen (risaleler), die ihr diesmal eingesandt habt, sind sehr schön (güzel), völlig einwandfrei (mükemmel) und durchaus notwendig (lüzumlu). Und doch ist mir dabei ein Fehler (sehv) unterlaufen: Obwohl wir über den "Elften Blitz" (Onbirinci Lem'a) und "Die neun Tafeln" (Telvihat-i Tis'a) nichts geschrieben hatten, dachte ich dennoch, dass ich schon über sie geschrieben hätte. Das Buch "Der Weg der Tradition" (Minhac-üs Sünne) ist hingegen schon bei uns angekommen. Wenn der "Elfte Blitz" (Onbirinci Lem'a), der aus elf Anmerkungen besteht (ibaret), "der Leiter der Tradition" (Mirkat-üs Sünne), die "Neun Tafeln" (Telvihat-i Tis'a), der Abschnitt, der aus "Vier Schritten" (Dört hatve) besteht und ein Anhang (zeyl) zu der Abhandlung über "Das Vorherwissen Gottes" (Risale-i Kader) ist und auch zu dem "Siebzehnten Wort" (Onyedinci Söz) als Anhang (zeyl) angeführt wurde, zu den "Tafeln" (Telvihat) als Anhang (zeyl) aufgeführt wird, so wäre das gut (münasib) so.
Und es wäre schön, wenn auch der letzte Abschnitt des "Neunundzwanzigsten Briefes" (Yirmidokuzuncu Mektub) mit seinen zwei, drei Seiten über eine "Traumreise des Herzens" (seyahat-i kalbiye-i hayaliye), in dem die Offenbarung (tecelli) der Ayah
{"Gott ist das Licht der Himmel und der Erden."}
besprochen wird, darin enthalten wäre.
Nun möchte ich euch hier eine besondere Gnade (inayet-i hâssa) nach einem Unglück (musibet) schildern, in der Absicht (vesile), dafür viele Dankgebete (fazla dua) von euch zu erhalten:
Vor vier Stunden war ich heute allein in den Urwäldern (hâlî ormanlar) auf den Bergen des Karadag. Zu meiner Hand hatte ich dabei ein recht nervöses Pferd (titiz bir ata). Und als ich es gerade besteigen wollte, riss plötzlich der Riemen des Steigbügels (dizgin kayisi) ab. Das Pferd scheute (ürktü) ganz schrecklich, geriet in Panik (ma'reke), schlug mit beiden Beinen (çifte) aus und stieß mich in hohem Bogen zur Erde. Ich hatte in diesem Zustand (hal) schon das Gefühl (ihtimal), als wären mein linker Arm und auch mein linkes Bein gebrochen und fühlte mich auch sofort dementsprechend (vaziyet). Das Pferd aber gehörte gar nicht mir. Und es lief mir in den Urwald davon. Zudem gab es in der Gegend niemanden, der mir hätte zu Hilfe (imdad) kommen können. Unendlicher Dank (hadsiz sükür) sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), dass Arm und Bein nicht gebrochen waren. Obwohl sie ziemlich verstaucht waren, konnte ich dennoch mit Hilfe meines Regenschirms (semsiye) ein bisschen gehen. Währenddessen lief das nervös gewordene Pferd weiter in den Wald hinein. Ich humpelte ohne Weg und Steg immer weiter geradeaus (istikamet) und benötigte für eine Entfernung (mesafe) von einer Viertelstunde eine ganze. Inzwischen hatte das Pferd ein wenig Wasser gefunden und begann zu trinken. In diesem Augenblick kam eine Frau namens Nuriye daher. Sie hatte etwas Brot bei sich, gab dem Pferd ein Stück davon und hielt es am Zügel. So konnte ich es denn endlich - Dank sei Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk'a sükür) - besteigen und gelangte so wieder nach Hause. Da brach ganz plötzlich ein Regensturm (tufanli yagmur) herein, wie wir ihn von meinem Zimmer aus gleichsam als eine Flutwelle beobachten konnten. Hätte ich nicht diese Pfütze gefunden und wäre nicht Frau Nuriye gerade in diesem Augenblick dort gewesen, wäre das Pferd dort im Urwald während des Regens in den Besitz (mal) eines anderen gelangt und verschwunden. So hat mich denn Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), in all diesen misslichen Umständen (küçük musibet) behütet und verschont (muhafaza). So können wir denn jetzt bestätigen (tasdik), dass in diesem Missgeschick (musibet) Gottes Gnade (nimet) in neunfacher Hinsicht verborgen war. Und so sind wir davon überzeugt (kanaatinda), dass diese Art Schutz und Verschonung (hifz-u himayet) die Wirkung all eurer aufrichtigen Gebete (samimî dualar) war. Dieses Ereignis (hâdise), für das ich in neunfacher Hinsicht (cihet) Dank schulde, (medar-i sükran) ist ein Hinweis (isaret) darauf, dass das Geschenk des Lichtes (hediye-i nuriye), das wir gestern empfangen haben, von großem Segen (faideli) sein wird. Denn es gibt da ein ganz bekanntes Sprichwort (darb-i mesel), dass Mühsal und Anstrengung (zahmet ve mesakkat) für eine Sache ein Merkmal der Wertschätzung (alâmet-i makbuliyet) ist.
Allen Brüdern, jedem Einzelnen von ihnen, senden wir unsere Grüße (selâm), wir beten für sie und bitten sie um ihre Gebete (dua).
Meine lieben, getreuen, gesegneten Mitbrüder!
Um zu zeigen, dass ich in diesen segensreichen Tagen (mübarek eyyam) und heiligen Nächten (leyali-i serife) eurer segensreichen Gebete (mübarek dualar) noch mehr bedarf (ihtiyac), verwandelten (inkilab) sich neun von zehn Auswirkungen des Unglücks (musibet) wegen eines nervösen Pferdes (titiz at), von dem ich in meinem vorigen Brief geschrieben hatte, in Gnade (nimet). Eines von diesen zehn schloss (iltihak) sich meinen Krankheiten (hastalik), den Muskelverspannungen (kulunç illet) und dem Rheuma (romatizma), die ich schon vorher gehabt hatte, an und warf mich aufs Bett. Ihr braucht aber deswegen nicht besorgt (merak) zu sein. Ich kann jedenfalls aufstehen und mich bewegen. Während ich heute die Abhandlungen (risale) korrigierte, die ihr mir gesandt (tashih) hattet, bin ich zur festen Überzeugung (kat'iyyen kanaat) gelangt, dass mit diesem einen, noch übrig gebliebenen (bâki) der zehn Folgeerscheinungen (musibet), dieser nun auch zu der zehnten Gnade (nimet) geworden ist. Einer von den mehr als zehn Vorteilen (faide) ist folgendermaßen:
Ich spürte zwar bei der Korrekturarbeit (tashihat) niemals Überdruss und es war für mich durchaus normal (âdet), dass ich bei jeder Korrekturarbeit (tashih) wieder etwas hinzugelernt (ders) und daraus meinen Nutzen (istifade) gezogen habe. Und manchmal hatte ich sogar eine große Freude (zevk) daran. In dieser Jahreszeit (mevsim) übertraf meine Freude (zevk), auf den Bergen und in den Gärten (daglarda, baglarda) die wundervollen Kunstwerke Gottes (san'at-i ilahiye) zu betrachten, manchmal sogar noch meine Freude an dieser Korrekturarbeit. Die Krankheit (hastalik), die sich nach diesem jüngsten Unglück (musibet) ständig wieder bemerkbar macht, veranlasste mich, aus den "Blitzen" (Lem'a) die Abhandlung über Hazret-i Eyüb Aleyhisselâm und die "Abhandlung für die Kranken" (Hastalik Lem'asi) mit vollkommener Freude (kemal-i zevk) und Begeisterung (sevk) zu lesen und zu korrigieren (tashih), als ob ich ein jedes dieser Exemplare (nüsha) wieder aufs Neue sähe. Ich habe überhaupt keinen Zweifel (sübhe) mehr daran, dass mir diese beschwerliche Krankheit (zahmetli hastalik) um dieser überaus angenehmen (lezzetli) wie segensreichen (rahmetli) Aufgabe um des Lichtes (vazife-i nuriye) willen gegeben wurde. Sie ist zwar für mich bei meinen Bewegungen (harekât), beim Gebet (namaz) und den Waschungen (abdest) hinderlich. Dienst und Anbetung (ubudiyet) erbringen durch diese Krankheiten (hastalik) einen vielfachen Segen (muzaaf sevabi), während die Freude bei der Korrekturarbeit für die Lichter (tashihat-i nuriyede) alle Hindernisse (sikinti) bedeutungslos werden lässt.
{"Dank sei Gott für einen jeden Umstand, außer dem des Unglaubens und des Irrtums."}
Zweitens: Unter euren Abschriften finden sich manchmal in einigen Exemplaren dieselben Fehler (yanlis). Das also heißt, dass der Sinn (mana) nicht gut verstanden wurde. Daher blieb alles beim Alten. So steht z.B. in Hüsrevs Abschrift am Ende der Abhandlung über die Sparsamkeit (iktisad), Fußnote (hasiye), fünfte Zeile, der Satz: "Was die Gelehrten (ülema) betrifft, so sind sie, weil sie wegen ihrer Ausgaben (masraflarindan) den Wert ihres Besitzes (mallarinin kiymetini) nicht kennen (bilmedikleri)." Das ist falsch. Richtig muss es dagegen heißen: "Was die Gelehrten betrifft, so sind sie, weil sie aufgrund ihrer Erkenntnis (marifetlerinden) den Wert ihres Besitzes kennen (bildikleri)." Außerdem ist das Wort "hinter" ("arkasinda") in der folgenden Zeile verkehrt, richtig ist hingegen "zwischen" ("arasinda").
Meine lieben, getreuen, gesegneten, opferbereiten Brüder!
Ich habe gestern eure sechs wichtigen Briefe erhalten. Ich hätte mir sehr gewünscht (cidden arzu), für jeden eurer Briefe einen langen Brief zu schreiben. Zudem steht euch das auch zu (hakkiniz). Feyzi, der euch diese Worte (hurufat) schreibt, ist jedoch Zeuge (sahid) dafür, dass ich in sechs Nächten noch nicht einmal sechs Stunden geschlafen habe. Nur in dieser sechsten Nacht konnte ich anderthalb Stunden schlafen. Daher begnüge (iktifa) ich mich nun mit je einem kurzen Satz (cümle) für diese bedeutungsvollen Briefe.
Erstens: Meinem Bruder Sabri, welcher der Mittelsmann (santral) für die Risale-i Nur ist und Hulusi, Hakki und Süleyman vertritt (temsil)! Die Abgabe des Zehnten (ösür) ist ein gesetzliches (ser'î) Almosen (zekat). Dieses jährliche Almosen (zekat) gehört jedoch nur denjenigen, denen es rechtmäßig zusteht (müstehak).
Zweitens: An Bruder Hüsrev, der die Rosengärten (gülistanlar) der Rosenfabrik (gül fabrikasi) und die verstorbenen wandernden Nachtigallen (merhum bedevi bülbül) {Nachtigallen sind Zugvögel! (A.d.Ü.)} zum Sprechen bringt! Neben vielen Ereignissen (hâdisat), die zeigen, dass die Risale-i Nur ein Grund ist, weswegen Isparta vor himmlischen und irdischen Katastrophen (âfât-i semaviye ve arziye) bewahrt bleibt, ist das neuerliche Erdbeben (zelzele) und dass der Kopf des gegnerischen (muariz) Hodschas mit Hagelschlägen (dolular) geohrfeigt wurde, ein neues Zeugnis (hüccet) dafür. Den Brief (lâhika) über die Wunderhaftigkeit (Mu'cizat) des Qur'ans überlasse ich eurer geradlinigen Meinung (isabetli fikr). Außerdem sendet mir alles (mikdar), was ihr bereits abgeschrieben habt. Wir können den Rest hier vervollständigen (tekmil) und euch anschließend darüber benachrichtigen (haber).
Drittens: An den Bruder Hâfiz Ali, den Inhaber der Licht-Fabrik (Nur fabrikasi)! Möge Gott es so wollen (insâallah), dass durch deine außergewöhnliche Wahrhaftigkeit (hârika ihlas), deine Einsatzbereitschaft (irtibat) und deine Überzeugung (itikad) von der Risale-i Nur dort in deiner Umgebung (havali) diese Lichter (nurlar) immerwährend leuchten. Es ist eine Art Wundertat (keramet) der Risale-i Nur, dass du das Getöse (gürültü) dieses großen Erdbebens (zelzele) nicht gehört, das Erdbeben (zelzele) gar nicht wahrgenommen hast, ähnlich dem Hodscha, der dafür erst eine Ohrfeige (tokad) bekommen musste. Sie lässt also ihren Schülern keinen Schaden (sakirdlere zarar) zustoßen, ja sogar einige ihrer Wahrhaftigen (haslar) in ihrer Güte (inayetkârane) noch nicht einmal deren Existenz (vücud) wahrnehmen, damit sie sich nicht fürchten mögen.
Viertens: Meinem tapferen (kahraman) Bruder Tahirî, der uns und unsere Schüler (sakirdler) in Kastamonu mit seiner so bezaubernden Handschrift (müstesna kalemiyle) fast die ganze Sammlung der Risale-i Nur an diesen Ort (havali) brachte, wofür wir ihm noch bis zum Jüngsten Tag (kiyamete kadar) dankbar (minnetdar) sein werden und der mit seinen Kindern (evlâd), seinen Eltern und seiner Frau (refika) der Risale-i Nur dient (hizmet)! Möge, Gott der Gerechte (Cenab-i Hakk), meiner Schwester in deinem Hause (hane) und auch mir selbst Heilung schenken (sifa ihsan). So wird denn ein Stück meiner Krankheit auch zu euch kommen. {Hier wird eine Krankheit nach Art eines gemeinsamen Leides oder Schicksals auch gemeinsam getragen. (A.d.Ü.)} Sagen Sie in meinem Namen zu Ihren Eltern: "Möge Gott es so wollen (insâallah), dass diesen gesegneten Menschen (mübarek zâtlar), die einen solch tapferen Schüler (kahraman bir sakird) wie Tahirî für die Risale-i Nur großgezogen haben, einen Schüler, der durch seine Dienste (vasita) in das Buch ihrer Guten Werke (defter-i a'mal) immerwährend Segenspunkte (hasenat) eintragen lässt, uns als Bruder gegeben haben, diese Glückseligkeit (saadet) für immer fortdauert (idame). Die Glasperlen dieser Welt (dünyanin cam parçalar) werden sie bestimmt nicht den Diamanten (elmas) vorziehen. Sie sind in unseren persönlichen Gebeten (hususî dualar) mit eingeschlossen."
Fünftens: Meinem Bruder Hasan Âtif, der ein Meister (üstad) für alle Streiter Gottes (mücahid), ein wahrhaftiger Ratgeber (hakikî bir nâsih) der Helden (efe), ein wahrhaftiger und aufrichtiger Schüler (hâlis muhlis bir sakirdi) der Risale-i Nur ist! Deine dichterischen (edibane), überaus feinsinnigen Empfindungen (ince hissiyat) und die dir zu eigen anmutigen Ausdrücke (mahsus latif tabiratin) in deinem langen, bewegenden (tesirli) und bedeutsamen Brief haben mir sehr gut gefallen. Bruder, dein Kummer (teessürat) wegen der Schikanen (ilismeleri) der Unerfahrenen (mübtedi), der Eigensinnigen (hodfürus) und der Gottesleugner (mülhid) hat mich deinetwegen sehr betrübt (müteessir). Möge Gott (insâallah) jedoch bewirken, dass der Brief, den ich bereits an euch geschrieben hatte, nun diesen Kummer (teessürat) beseitigen wird (izale).
Was nun die Grundsätze (meslek) der Risale-i Nur betrifft, (so gehört es sich), dass wir unsere Aufgaben (vasifah) wahrnehmen und uns nicht in die Obliegenheiten (vasifah) Gottes, des Gerechten (Cenab-i Hakk), einmischen. Unsere Aufgabe (vasifah) ist die Verkündigung (teblig). Ob sie aber (von den Menschen) angenommen wird, (das gehört allein) zu den Obliegenheiten (vasifah) Gottes, des Gerechten (Cenab-i Hakk). Daher sollte man auch die Anzahl (der Menschen) gar nicht so wichtig nehmen. Hast du also auch nur einen einzigen "Atif" gefunden, so ist es doch so als hättest du hundert gefunden. Mach dir deshalb darum keine Sorgen! Soweit es also nun möglich ist, nimm diese kleinen, von außerhalb kommenden Störungen, nicht so wichtig! Sei dabei aber vorsichtig! Denn in dieser Jahreszeit (mausim), einer Zeit (zaman), in der (ein jeder mit seinen eigenen) Sorgen um den täglichen Lebensunterhalt beschäftigt ist, in einer Zeit (gaflet zamani), in der (jede Beschäftigung mit der Risale-i Nur weitgehend) ruht und (die Menschen) der Gottvergessenheit (anheimzufallen drohen), ist trotzdem auch ein ganz klein wenig Beschäftigung (mit der Risale-i Nur besonders) wichtig. (Das heißt also nicht), dass wir (damit) aufhören sollten. Es gibt auch hier keine Misserfolge und keine Niederlagen. Denn die Risale-i Nur findet in jeder Situation souverän ihren Weg!
Sechstens: Mein lieber alter Freund und Bruder, in dieser Zeit so ernsthafter Schüler der Risale-i Nur, mir in deinem so angenehmen Dienst während meines Lebens in Isparta so vertrauter Gefährte und mein lieber Bruder Mehmed Celal, dessen Einsatzfreude groß, dessen Hand jedoch zu kurz ist! {sie gelangt zu keinen greifbaren Ergebnissen mehr (A.d.Ü.)}
Ich habe dich seit jener Zeit nicht vergessen. Du warst lange Zeit unter denen, die im Kreise (daire) der Risale-i Nur mit ihren Stiften tätig sind und mit deinem Namen unter ihnen beteiligt (hissedar). {Er stand auf der Liste derer, für die jeden Tag gebetet wird. (A.d.Ü.)} Ich habe mir immer gewünscht, deine großen Fähigkeiten (istidad) und deine erhabene Einsatzbereitschaft (ulüvv-ü himmet) für die Risale-i Nur zu nutzen (istimal). Die Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) hat dich also in gewissem Maße in Dienst (kayid) genommen. Außerdem grüße (selâm) ich vor allem deinen segensreichen (mübarek) Vater und alle, die in deinem Hause (hane) leben. Und besonders sende ich viele Grüße (selâm) an Mehmed Seyranî Hayyat, falls er derselbe Mehmed Seyranî ist, den ich schon damals kannte (tanidi), als ich noch dort lebte, und von dem ich annehme (telakki), dass er dort nach der Art und Weise (sistem) von Hüsrev tätig ist, und entgegne (mukabele) seine Tausend Grüße mit meinem Gruß (selâmina selâmla). Da dieser Seyranî in einer Abhandlung (cüz) der Risale-i Nur jener Zeit erwähnt (bahsi) wird und noch nicht wieder gelöscht (silin) wurde, ist er auch in meiner Erinnerung (hatirim) noch nicht gelöscht. Vielmals habe ich erwartet, dass Seyranî ständig Hüsrevs Beispiel folgt und so arbeitet wie er. Das aber heißt, dass nun auch er durch die Sorge um den Lebensunterhalt (derd-i maiset) gebunden ist (baglamis).
Siebtens: Möge Gott es so wollen (insâallah), dass der jetzt vierzehnjährige Adoptivsohn (evlâd-i manevî) von Halil ibrahim, der eine bedeutende Säule (erkân-i mühimme) der Risale-i Nur ist, einmal im Kreise (daire) der unschuldigen Schüler (masum sakird) im Kreise der Risale-i Nur einen bedeutenden Platz (ehemmiyetli mevki) einnehmen wird. Denn in dieser kleinen Persönlichkeit (küçük sahsiyet) ist schon heute der Geist (ruh) eines prächtigen (parlak), glänzenden Schülers erkennbar. In seinem Brief drückt er sich bereits nicht mehr wie ein Kind aus. Und es hat uns sehr gefreut (sevindirdi), dass er sich in ihm bereits durchaus wie ein kritisch betrachtender (müdakkikane), großer Gelehrter (âlim) äußert. Das lässt uns bereits "wie wundervoll hat Gott dies gefügt" (Mâsâallah) und "Möge Gott ihn segnen" (Bârekâllah) sagen.
Achtens: Einen fehlenden Abschnitt in dem Bericht über meine Krankheit (hastalik), den ihr bereits - wie im vergangenen Ramadan - mit einer Bitte um eure Gebete (dua) und um euren geistigen Beistand (manen yardim) erhalten habt, möchte ich euch nun entsprechend jenem Abschnitt über meine Krankheit (hastalik münasebetiyle) schreiben, wie ich ihn zwar bereits mit einigen (zâtlar), die uns besucht hatten, besprochen habe, der aber in diesem Brief an euch noch fehlte (noksan). Es ist dies wie folgt:
Ich habe zu denen, die sich nach meinem Wohlergehen (hal) erkundigt haben, gesagt: Das Unglück (musibet), das sowohl durch einen bösen Blick (nazar) als auch durch solch ungute Geister (ervah-i gayr-i tayyib) über mein Haupt gekommen (basima gelen) war, setzte sich durch die Barmherzigkeit Gottes (rahmet-i ilahi) von zehn auf eins herab, wovon neun Teile zu einer Gnade (nimet) geworden sind. Selbst der noch übrig gebliebene (bâki) eine Teil hat wiederum neun Vorteile (menfaat) hervorgebracht.
Der erste Vorteil: Er führte dahin, dass eine jede Stunde Gottesdienst (ibadet) während meiner Krankheit (hastalik) nun ebenso viel gilt, wie neun Stunden Gottesdienst (ibadet).
Der zweite Vorteil: Er ermöglichte es mir (sebeb), fünfzehn Exemplare der "Abhandlung für die Kranken" (Hastalar Risalesi) in vollkommener Freude (tam zevk) zu korrigieren (tashih) und sie noch während dieser Krankheit (hastalik) den Kranken (hastalar) und allen, die dieser Abhandlung bedürfen, rasch zukommen zu lassen (yetistirme).
Der dritte Vorteil: Wie die alte Krankheit (hastalik) den Alten Said in einen Neuen Said verwandelte (kalbeden), so ermöglicht sie es nun, den Neuen Said vor dem Schaden (zarar) durch die Beziehung (alâkadar) mit der Welt (dünya) zu bewahren, die durch die Verbreitung (intisar) der Risale-i Nur auf so glänzende (parlak) Weise entstanden war.
Viertens: In diesen segensreichen Monaten (mübarek aylar) hatte ich nicht nur den Wunsch, sondern ein sehr großes Verlangen (istiyak), ja geradezu das Bedürfnis, noch mehr gute Werke (a'mal-i uhreviye) für das Jenseits zu verrichten. Wegen der Jahreszeit (mevsim) und verschiedenen anderen Gründen gelang es mir (muvaffak) jedoch nicht, weshalb ich dann sehr traurig (müteessir) war. Diese Krankheit (hastalik) wurde aber trotzdem für mich in genau diesen Monaten auf die entsprechende Weise hinsichtlich der Wahrhaftigkeit (ihlas) und dem großen Segen (kesret-i sevab), welcher mir durch diese Krankheit erwuchs, ein großer Gewinn (azîm bir menfaat). So wie sie mich daran hinderte, tagsüber über die Berge und in den Tälern (dag ve baglar) Ausfüge zu unternehmen, bewahrte sie mich nachts vor Schlaf und Gottvergessenheit (uyku ve gaflet) und erfüllte mich nachts stattdessen mit vollkommenem Bitten und Flehen (kemal-i tazarru' ve niyaz) und mit neuem Leben (ihya).
Fünftens: Wie die Krankheit (hastalik) im vergangenen Ramadan, erregte auch diese Krankheit das Mitleid (heyecan) meiner opferbereiten Brüder (fedakâr kardesler) und veranlasste sie dazu, auf eine Art Jahresalmosen (zekat) ihrer auf das Jenseits hin ausgerichteten guten Werke (a'mal-i uhreviye) zu meinen Gunsten (benim hesabima) zu verzichten und dadurch mein mangelhaftes und fehlerhaftes Kapital (nâkis, kusurlu sermaye) von eins auf zehn, ja sogar auf hundert, ja sogar tausend zu steigern.
Der sechste Vorteil: Dadurch, dass ich die Heilmittel aus der Abhandlung (risalenin ilâçlari), die den Kranken (hastalar) fünfundzwanzig Heilmittel aus dem Glauben (deva-i imanî) gibt, für meine eigene Seele (nefsim) angewendet und bestätigt (tasdik) habe, dass sie die reine Wahrheit (ayn-i hakikat) sind, wurde mir geholfen, mich trotz meiner durch Nervosität und Stress (a'sab ve sinir) hervorgerufene, übermäßige Empfindlichkeit (hassasiyet), in gewissem Grade davon zu befreien (kurtulmaga), nicht um wertloser, vergänglicher Dinge willen nutzlos (lüzumsuz), voll Kummer (endiseli) und Sorge (merak) zu sein und mich unnötig (faidesiz) und nur zum eigenen Nachteil dafür zu interessieren (zararli alâkadan).
Euer Bruder, der alle Brüder und Schwestern, jeden Einzelnen von ihnen, grüßt (selâm), für ihre Sicherheit (selâmet) betet und auch sie um ihre Gebete (dualar) bittet
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Ich schreibe euch nun über die letzten (bâki) drei der neun Vorteile (faide) dieser Krankheit (hastalik).
Siebenter Vorteil: Er liegt darin, dass ein bedeutender Fehler (hata) eines bedeutenden Schülers der Risale-i Nur inzwischen beseitigt (tamir) wurde. Diesen bedeutenden Vorteil (faide) zu erläutern (izah) ist jetzt jedoch nicht die rechte Zeit (münasib).
Der achte Vorteil: Er ist besonders feinsinnig (incedir) und lässt sich kaum erläutern (izah); wir können hier lediglich einen kurzen Hinweis (isaret) darauf geben: Wie Hüsrev nicht akzeptierte (kabul), das Qur'an-Exemplar, das er kalligraphisch angefertigt hatte, fototechnisch drucken (tab) zu lassen und so auf einen erhabenen Rang (mertebe-i ulviye) und eine hohe, privilegierte Würde (seref-i imtiyaz) im Range eines geistigen Poles (kutbiyet) durch die mögliche Verbreitung (intisar) von Tausenden, bewundernswerten (cazibedar) Exemplaren des Qur'ans mit seiner Handschrift (hat) in der islamischen Welt (âlem) verzichtet und das Geheimnis der Wahrhaftigkeit (sirr-i ihlas) im Kreis (daire) der Risale-i Nur aufrecht (muhafaza) erhielt und sich dergestalt von einer selbstsüchtigen Freude (hazz-i nefis) abgewendet (teberri) hat, genauso rief diese Krankheit (hastalik) auch in meiner Seele (ruh) eine dementsprechende Verwandlung (inkilab) hervor; die glänzenden Erfolge (parlak fütuhat) der Risale-i Nur in Dankbarkeit zu betrachten (mütesekkirane temasa) und die geistige Freude und Würde (uhrevî zevk ve seref), da ich in meinem segensreichen (sevabdarane), heldenhaften (mücahidane) Dienst (hizmet) eine Art Kommandant bin, und der Genuss und das Privileg (lezzet ve imtiyaz) des Dienstes am Glauben (hizmet-i imaniye), der auf mich selbst (sahsim) bezogen noch in dieser Welt (dünya) die Frucht des Jenseits (uhrevî meyves) erbringt, um dieses Geheimnisses der Wahrhaftigkeit willen aufzugeben, auf meine Brüder zu verweisen und mich rein mit ihrer Würde und Freude (seref ve zevk) zu begnügen (iktifa), hat selbst meine eigenwillige Seele (nefs-i emmare) zugestimmt (muvafakat) und vor diesem schönen, jenseitigen (uhrevî ve güzel) Gesicht der Welt (dünya) die Augen zu verschließen und die Todesstunde (eceli ve mevti) und den Tod frohgemut (ferahla) entgegenzunehmen, voll und ganz (tam kabul) akzeptiert.
Der neunte Vorteil: Diese Krankheit hat mich dazu geführt (sebeb), das Gebet, das seit langem meine persönliche Rezitation (hususî bir virdim) ist, aber noch nie zu Papier gebracht wurde und die breiteste und höchste (genis ve yüksek) Stufe der Dankbarkeit (sükür) umfasst, die der größte Grundsatz (esas) der vier Grundsätze unseres Weges (meslek) ist und oftmals für mich eine Art Heilmittel (sifa) für meine körperlichen und geistigen Krankheiten (maddî ve manevî hastalik) und mit dem gewaltig "Großen Namen Gottes" (ism-i a'zam), die Formel "im Namen Gottes" (bismillah), die neun gewaltig großen Ayat (âyât-i uzmayi) umfasst und neunzehn Mal Lobpreis und Dank (sükür ve hamd) in einer gewaltig großen Formel (a'zamî bir tarz) ausdrückt und - dadurch dass man mit der Anzahl der "Lobpreisungen" (tahmidat) den Lobpreis (hamd ü sena) beabsichtigt (niyet), den diese Dinge in der Sprache ihres Zustandes (lisan-i haliyle) verrichten, die Summe ihrer unendlich vielen Lobpreisungen (hamdler) in seine eigene Lobpreisung aufnimmt und so ein gewaltiger (azametli) Lobpreisgesang (tahmidname) und diese umfangreiche Dankschrift (genis tesekkürname) entsteht, um einen neuen, gewaltig großen Unterricht (muazzam yeni bir ders) der sechs Namen Gottes (esma-i sitte) zu gestalten, der in dem Gebet "sekina" rezitiert wird.
Wir grüßen (selâm) alle unsere Brüder, jeden Einzelnen von ihnen, beten für sie (dua) und wünschen ihnen Gottes Segen (tebrik) zu dieser Nacht der Vergebung (beraetleri).
Jemand (zât), der eine der bedeutenden Säulen (erkân-i mühimmesi) der Risale-i Nur ist, schreibt uns: "Am Tage des Erdbebens (zelzele) in Adapazari flanierten noch wenige Stunden vor dem Erdbeben (zelzele) vier Schöne unter den Tänzerinnen splitternackt (çirilçiplak) mit Musikbegleitung (alayis) überall in der Stadt (pazar) umher, um die Aufmerksamkeit aller auf sich zu lenken (göstermek) und so für eine große Theatervorführung (tesekkülü) zu werben. Es hatten sich infolge dieser attraktiven Aufmachung (cazibedar) bereits mehr als Tausend Zuschauer (seyirciler) im Gebäude des Theaters versammelt. Doch noch vor Beginn der Vorführung (oyun baslarken) ohrfeigte (tokatladi) die Erde voller Zorn und Wut (kemal-i hiddet ve gayz) überraschend diese schamlosen (hayâsiz) Gesichter der Leute ganz fürchterlich, zerstörte das Gebäude ganz und gar (zîr ü zeber) und machte es dem Erdboden (hâk ile) gleich." Ich selbst hatte in diesen letzten zwei Jahren von derartigen Vorkommnissen (hâdise) in der Welt (dünya) noch überhaupt keine Ahnung (haberim yok) und fragte auch nicht danach. Doch in diesen Tagen haben sowohl Hüsrev als auch der tapfere (kahraman) Çelebi von diesem Erdbeben berichtet (haber). Nach der Überzeugung (kanaat) von Hüsrev und seinen Gefährten (rüfekasi) stieß das Tosen (gürültü) des Erdbebens in Isparta auf die Risale-i Nur wie auf einen starken Schutzschild (kuvvetli bir kalkan) und richtete daher gar keinen Schaden (hiçbir zarar) an. Auch einem Hodscha, der gegen die Risale-i Nur opponiert (muariz) hatte, wurde der ganze Ertrag (hasilat) seines Feldes durch einen Hagelschlag (dolu) zerstört. Doch diese Verwüstung blieb örtlich begrenzt (muariza has kalmasi) und schadete keinem anderen weiter (ilismemesi), was uns in gewissem Grade zu der Überzeugung (kanaat) führt, dass die islamischen Kennzeichen der Verhüllung (tesettür siari) der Frauen, welche eine wichtige Grundlage (esas) der Risale-i Nur sind, die in den meisten Provinzen (ekser vilayet) bereits praktiziert wird, jedoch in Adapazari noch nicht allgemein üblich ist, in dieser Provinz dermaßen offensichtlich geschändet (açik ihaneti) wurde, dass die Risale-i Nur ihnen nicht zu Hilfe (yardim) eilte, weswegen ich mich nur für dieses eine Ereignis (hâdise) interessiert habe.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Man darf die Risale-i Nur nicht zu einem Werkzeug für weltliche Dinge machen. Man darf sich nicht für weltliche Zwecke hinter ihr verschanzen. Denn weil sie eine bedeutende (Form) der Kontemplation ist, darf man sie nicht vorsätzlich für weltliche Angelegenheiten einsetzen. Wer sie aber dafür einsetzt, dessen Aufrichtigkeit (ist bereits) verdorben. Dadurch wird diese so bedeutende Form des Gottesdienstes (ibadet) umgebogen. Es ist, als hielten prügelnde Kinder sich ihren Qur'an schützend vors Gesicht. (Da also in unserem Beispiel ein Schlag), der den Kopf verletzen würde, (statt dessen) den Qur'an treffen könnte, darf man auch die Risale-i Nur derart halsstarrigen Gegnern gegenüber nicht wie einen Schutzschild verwenden. Wer die Risale-i Nur angreift, bekommt in der Tat einen solchen Schlag, was anhand hunderter Ereignisse bezeugt wird. Doch sollte man die Risale-i Nur nicht dazu verwenden, um (mit ihrer Hilfe) Schläge auszuteilen und (seine Gegner nicht noch absichtlich herausfordern), damit sie ein solcher Schicksalsschlag ereilt. Denn das würde dem Geist der Wahrhaftigkeit (sirr-i ihlas) und dem Geist unserer Frömmigkeit (sirr-i ubudiyet) widersprechen. Wir überlassen daher solche, die uns ein Unrecht zufügen, unserem Herrn (Rabb), der uns unter Seinen Schutz stellt und uns in Seinen Dienst an der Risale-i Nur nimmt.
So wie sich in dieser Welt (dunya) einige wunderbare Geschehnisse auf bestimmte Gebete der Fürbitte (aurad) hin ereignen, geschieht dies in der Tat sehr häufig auch in Bezug auf die Risale-i Nur. Man darf sie aber nicht fordern, sie werden vielmehr geschenkt, dürfen also nicht der Grund (unserer Gebete) sein, können jedoch deren Frucht sein. Werden (unsere Gebete) in der Absicht verrichtet (ihre Erfüllung herbeizubeten), so wäre (die Erfüllung) der Grund (unserer Gebete) und dadurch würde unsere Aufrichtigkeit verdorben und unser Gebet (ibadet) teilweise entwertet. Seht also zu, dass sich diese ganze Angelegenheit so schnell wie möglich wieder beruhigt (hâdiseyi teskin), sonst werden die Heuchler (münafik) noch ihren Nutzen daraus ziehen oder vielleicht sogar selbst ihre Hand mit im Spiel haben.
Diese durch nichts zu erschütternde Überlegenheit der Risale-i Nur über derart fürchterlich halsstarrige (Leute) erwächst in der Tat aus dem Geheimnis der Aufrichtigkeit (sirr-i ihlas), die es nicht (erlaubt, sie für was auch immer) als Wekzeug zu missbrauchen, da sie ausschließlich auf die Ewige Glückseligkeit (saadet-i ebedi) ausgerichtet ist, außer dem Dienst am Glauben (iman) kein anderes Ziel im Auge hält, keinen Wert darauf legt, ganz persönlich Wunder (kesf-ü keramat) zu verrichten, worauf doch einige Sufis (ehl-i tarîkat) so großen Wert legen, sondern, wie die Sahabis, die (damals doch) im Stande einer großen Heiligkeit (velayet-i kübra) lebten, im Geheimnis (sirr) ihres Erbes des Prophetentums (veraset-i nübüvvet) allein das Licht (nur) des Glaubens (Nur) zu verbreiten und den Glauben der Gläubigen (ehl-i imanin imanlarini) zu retten.
So sind denn in der Tat in dieser schrecklichen Zeit die beiden gesicherten (muhakkak) Ergebnisse, welche die Risale-i Nur hervorbringt, allen anderen Dingen überlegen und es bleibt daneben kein Bedürfnis nach anderen Dingen und Rangstufen (makam) mehr übrig.
Erstes Ergebnis: Es gibt besonders machvolle Zeugnisse dafür, dass (Menschen), die in Treue und Zufriedenheit in den Kreis der Risale-i Nur eintreten, auch im Glauben (iman) ins Grab steigen werden.
Zweites Ergebnis: Im Kreis der Risale-i Nur betet (dua) jeder wahrhaft treue (hakiki sadik) Schüler aufgrund unserer auf das Jenseits ausgerichteten geistigen Gemeinschaft (sirket-i maneviye-i uhrevi), wie sie ganz ohne unser Wissen und Wollen entstanden und nun eine Tatsache (tahakkuk) geworden ist, wie mit Tausenden Zungen und Herzen (qalb), fleht um die Vergebung (istighfar) seiner Sünden, dient (ibadet) seinem Herrn und stimmt wie manche Engel mit vierzigtausend Zungen seinen Lobgesang (tesbih) an. Und im ehrwürdigen (Serif) Monat Ramadan strebt er nach den heiligen (qudsi) und erhabenen Wahrheiten (hakikat) mit hunderttausend Händen, gleich wie die Wahrheit (hakikat) in der Nacht der Bestimmung (Leyle-i Kadir) herabsteigt. So geschieht es denn auch in der gleichen Absicht, dass die Schüler ihren lichtvollen Dienst (hizmet-i nuriye) an der Risale-i Nur dem Stand der Heiligkeit (velayet makami) vorziehen. Sie versuchen nicht, Wunder (kesf ü keramat) zu vollbringen. Sie bemühen sich auch nicht darum, schon hier in dieser Welt (dunya) die Früchte einer jenseitigen Welt (ahiret) zu pflücken. Dabei kümmern sie sich nicht um die Dinge, die außerhalb ihres Aufgabenbereichs (vasifah) liegen und allein Gottes Obliegenheiten (vazife-i ilahiye) sind, wie ihren Erfolg (muvaffakiyet) und ihre Akzeptanz im Volk, ihre eigene Überlegenheit, auch nicht, wie man Ruhm und Ehre, Frohsinn und alle die Geistesgaben (inayet), erlangen kann, die ihnen ohnehin zustehen, und sie dürfen auch nicht ihre Handlungsweise danach ausrichten. Sie arbeiten mit reinem, aufrichtigem (Herzen) und sagen dabei: "Unsere Aufgabe (vasifah) ist unser Dienst und das genügt uns."
Und zweitens: Um (den Segen) der Nacht der Bestimmung zu gewinnen, die doch mehr als achtzig Jahre wert ist, und sich in jeder Nacht des ehrwürdigen (Serif) Monats Ramadan verborgen hält, soll ein jeder, den Grundsätzen unserer, auf das Jenseits orientierten, geistigen Gemeinschaft (sirket-i maneviye-i uhreviye) der Schüler der Risale-i Nur, wenn er Anrufungen wie
{"halte uns fern (von dem Feuer), erbarme dich unser und vergib uns unsere Sünden!"}
ausspricht, stets die erste Person Plural verwenden, also "wir" sagen und dabei im Sinne (niyet) der treuen Schüler der Risale-i Nur (beten) und jeder Schüler sollte sich dabei darum bemühen im Namen und für alle zu beten (münacat). Auch bitte ich, wie übrigens auch im letzten Ramadan, um eure Hilfe für diesen euren Bruder, der so hilflos ist und so wenig arbeiten kann und von dem ein Dienst erwartet wird, der weit über seine Grenzen (und Möglichkeiten) hinausgeht, damit sich die gute Meinung, die (seine Brüder) von ihm haben, nicht als falsch erweist.
Für alle Dinge, ein jedes Unglück (musibet), besonders die von Menschenhand (beser eliyle) verursachten Unglücke der Diktatoren (zulümlü musibetler) gibt es, wie bereits in der "Abhandlung über die göttliche Vorsehung" (Risale-i Kader) erklärt wurde, zwei Gründe (iki sebeb):
Der erste: Der Mensch (beser) ist ein Wesen, das sich nach äußerlichen Ursachen (esbab) richtet.
Der zweite ist die göttliche Vorsehung (Kader-i ilahî). Der Mensch (beser) richtet sich nach den augenscheinlichen Ursachen (zahirî esbab), macht manchmal etwas Falsches (yanlis) und tut Unrecht (zulm). Die göttliche Vorsehung (kader) bezieht sich dagegen auf andere Gegebenheiten (nokta) und leistet so Gerechtigkeit (adalet). So wurden mir dieser Tage wegen meiner leiderfüllten Sorgen (elîm bir endise) als Antwort auf die Fragen, die ich mir innerlich (manevi) hinsichtlich der Gerechtigkeit der göttlichen Vorsehung (adalet-i kaderiye) gestellt hatte, drei Themen (mes'ele) eingegeben (ihtar), die den Kreis (daire) der Risale-i Nur betreffen:
Erste Frage: Warum bleibt eine Mutter (vâlide), die opferwillig ist und eine erhabene selbstlose Liebe (fedakâr, yüksek bir sefkat) in sich trägt, in heutiger Zeit von dem Anteil (mal) am Erbe (irsiyet) ihres Sohnes (veled) ausgeschlossen (mahrum)? Warum lässt die Göttliche Vorhersehung (kader) so etwas zu?
Die Antwort, die ich bekommen habe, ist folgende: Es ist dies so, dass die Mütter (vâlide) in heutiger Zeit (asir) ihre Liebe (sefkat) infolge einer Impfung (asilama) auf die falsche Weise gebrauchen, sodass sie ihre Kinder mit aller Kraft (kuvvet) für die Welt (dünya) und für die Schule (mekteblere) vorbereiten, indem sie sagen: "Mein Kind (evlâd) soll sich einmal Ruhm (san), Ruf (seref), Rang (rütbe) und ein Amt (memuriyet) verdienen." Selbst dann noch, wenn sie eigentlich fromm (mütedeyyin) sind, nehmen sie sie von einem Studium der qur'anischen Wissenschaften (ilim) weg und binden sie an diese Welt (dünya). Wegen dieses Fehlverhaltens (yanlisindan) trotz all ihrer Liebe (sefkat) hat sie also die Göttliche Vorhersehung (kader) zu dieser Ausgeschlossenheit (mahrumiyet) verurteilt.
Zweite Frage: Ich hatte Mitleid (acidim) mit einigen Leuten (zâtlar), die an der Risale-i Nur interessiert (münasebetdar) sind, indem ich sagte: "Obwohl doch sein berechtigter Anteil (hakki) zwei Drittel an dem Erbe (mal) seines Vaters war, warum hat es die Göttliche Vorhersehung (kader-i ilahî) dann zugelassen (müsaade), dass man von diesem Recht teilweise ausgeschlossen (mahrum) bleibt?"
Die Antwort, die ich erhalten habe: Obwohl der Liebe (sefkat) seiner Eltern gegenüber bedingungsloser (bilâ-kayd u sart), vollkommener Respekt (kemal-i hürmet) und Gehorsam (itaat) nötig war, ist in heutiger Zeit (asir) durch eine dermaßen sonderbare Einimpfung (asilamak) meistens dieser wahrhaftige (hakikî) Respekt und Gehorsam verdorben worden. So wurden sie ungerechterweise davon ausgeschlossen (zulmen mahrum), zwei Drittel zu erhalten. Die Göttliche Vorsehung (kader) lässt dies jedoch aufgrund ihrer Fehler (kusur) zu. Was die Töchter betrifft, so haben sie zwar in gewisser Hinsicht auch viele Fehler; da sie aber aufgrund ihrer Schwäche (za'fiyet) einer schützenden und liebevollen (himayetkâr ve sefkatkâr) Hand bedürfen und dieses Bedürfnis (ihtiyaç) gegenüber ihren Eltern noch fühlbar (hassasiyet) verstärkt haben, jedoch weiterhin respektvoll (hürmet) mit ihnen umgehen, erlaubte die Göttliche Vorsehung durch die ungerechte Hand des Menschen (beserin zalim eliyle) ihnen den Anteil (hak) ihrer Brüder teilweise und vorübergehend auch noch zu geben.
Dritte Frage: Was ist der Grund dafür, dass manche religiös gesinnte Männer (mütedeyyin zâtlar) wegen ihrer weltlich orientierten Ehefrauen (dünyadar haremleri) große Probleme haben? In dieser Umgebung hört man häufig von derartigen Fällen (hâdise).
Die Antwort, die ich erhalten habe: Infolge der Fehler (hatalar) praktizierender Gläubiger (mütedeyyin zâtlar), die entgegen den Erfordernissen ihrer Religiösität (diyanetlerinin muktezasi) in heutiger Zeit einer freiheitlichen Gesinnung solcher Frauen (serbestiyet-i nisvan zamaninda) diese emanzipierten Frauen (serbest kadin) zu heiraten (dünyaya girismeleri), erlaubte es (müsaade) die Vorhersehung Gottes (kader) dafür durch die Hand dieser Frauen Ohrfeigen (tokat) zu bekommen. Was hier noch zu sagen wäre (mütebâkisi), wurde hier durch die unbeabsichtigte Einmischung (suursuz müdahalesi) einer gesegneten Frau (mübarek hanim) abgebrochen.
Meine lieben getreuen Mitbrüder!
Erstens: Möge Gott unsere Gebete (dua) in diesem segensreichen (mübarek), heiligen (Serif) Monat Ramadan annehmen (insâallah), wenn auch unter der Bedingung (sart), dass sie aufrichtig (ihlas) gemeint sind. Doch aufgrund einiger Angriffe (taarruz) und um die Blicke (nazarlar) der Schüler (sakird) der Risale-i Nur auf die Welt (dünya) hin abzulenken und die Aufrichtigkeit (ihlas) und die Herzen aus ihrer Ruhe (huzur-u kalbi) aufzustören, wird diese vollkommene Ruhe (huzur) leider meistens in gewissem Grade beeinträchtigt. Ihr sollt aber deswegen nicht besorgt (merak) sein. Ihr sollt alles Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), überlassen und solchen Angriffen (taarruz) keine Beachtung schenken. Auch sollt ihr an Âtif schreiben, dass er nicht besorgt und nicht traurig (merak ve müteessir) sein soll. Das, was er erlebt hat, ist auch eine Bestimmung Gottes (kaza-i ilahî). Möge Gott es wollen (insâallah), dass dies, so wie der Vorfall (hâdise) mit Hâfiz Mehmed in Sava, zugunsten der Risale-i Nur umgewandelt wird.
{(Anmerkung): Der Müfti in seiner mystischen Einstellung (tarîkatçi müftü), der Prediger (vaiz), der Hodscha und der Sufi (ehl-i tarîkat) in ihrem einseitigen Dogmatismus (taassub), angesehene Leute der Wissenschaft (ehl-i ilim) und der Orden (tarîkat), welche sich gegen Âtif stellen (muaraza) und ihn angreifen (hücum), stützen sich mit ihrer Gegensätzlichkeit (muaraza) im Interesse (hesab) des Regimes als ihrem allerletzten Vorhang (Sie suchen nach einem Grund, wie sie Âtif angreifen könnten und verstecken sich zugleich Schutz suchend hinter Partei und Regierung (A.d.Ü.)) auf ihre Parteischaft (tarafgirlik) und ihren Schutz (himayesi). Die Angelegenheit nahm die Gestalt eines Angriffs (taarruz) gegen den Weg (meslek) der Befolgung (müdafaa) der gelobten Sitte (sünnet-i seniye) an, für die Atif Partei ergreift. Diejenigen, die sich gegen die Risale-i Nur stellen, tragen (yardim) wissentlich oder unwissentlich zu der Gottesleugnung (zindika) bei, wofür ein Beweis (delil) ist, dass mich die Justiz (adliyece) diesmal bereits danach gefragt hat, ob Âtif, dieser Kurde, gegen das Regime arbeite. Das also heißt, dass seine Gegner (muarizlar) sich auf das Regime gestützt haben. Dem entgegen habe ich gesagt: Das Regime abzulehnen ist weder unsere Aufgabe (vazife), noch sind wir dazu überhaupt imstande (kuvvet), noch denken wir jemals daran und auch die Risale-i Nur erlaubt (izin) uns das nicht. Wir akzeptieren es nicht, wir leben nicht dementsprechend (das Ziel unseres Lebens liegt im Jenseits (ahir), nicht im Diesseits (dünya)) und wir wollen es nicht (istemiyoruz). Eine Ablehnung (red) ist das eine. Etwas nicht anzunehmen (kabul) ist etwas anderes. Nicht danach zu handeln ist auch etwas anderes. (Wir führen unser eigenes Leben, unabhängig davon, was andere tun oder lassen. (A.d.Ü.)) Während der Herrschaft (taht-i hükmünde) von Hazret-i Ömer (R.A.) wurden Juden und Christen nicht belangt (red), sie lehnen das Gesetz und die Justiz (kanun-u adalet-i ser'iye) nicht ab und kümmern sich auch nicht weiter darum (ilismeyen ve ilismiyordular). Das also heißt: nichts annehmen (kabul) und nichts bestätigen (tasdik) ist keine Straftat (suç) gegenüber der Verwaltung (idare). Unter der Regierung und der Politik (idaresi ve siyaseti) der mächtigsten Könige (kuvvetli padisahlar) haben verschiedene Oppositionelle und Leugner (muhalifler ve münkirler) gelebt. Wenn also nun - von diesem Standpunkt aus betrachtet - einer der Schüler (sakird) der Risale-i Nur ein besonders starker Gegner wäre und selbst den Gründer (müessis) dieses Regimes verfluchen würde, kann man ihn dennoch nicht für seine Ansichten (mefkûre) gesetzlich zur Verantwortung ziehen (ilisilmez), solange er nicht aktiv die Ordnung stört (idareye ilismese). Denn die Gewissensfreiheit (hürriyet-i vicdan) und die Meinungsfreiheit (hürriyet-i fikir) spechen ihn frei (tebrie).}
Des Weiteren hat mich die Unterbrechung {(Anmerkung): Inzwischen haben wir folgende Nachricht erhalten: Der Stadthalter (vali) von Denizli teilte dem hiesigen Stadthalter unter einer wichtigen Chiffre den Vorfall "mes'ele Atif" mit; und das nicht ohne dabei auch noch zu übertreiben (i'zam). Ihr solltet euch jedoch auch weiterhin auf den Schutz (hifz) des wahren Beschützers (Hâfiz-i Hakikî) stützen und keineswegs in Aufregung (telas) geraten, jedoch dabei vorsichtig (ihtiyat) sein. Dem noch verhafteten (hapsolan) Âtif und seinen Kameraden schenkt euren Trost (teselli). Sie sollen deswegen nicht besorgt (merak) sein. Denn Gott ist gütig und barmherzig (Allah Kerim ve Rahîm).} (tevakkuf) und der Rückstand des prächtigen Dienstes (parlak hizmet) von Atif und seine Sorge darum, dass der erhabene und umfangreiche Dienst des verstorbenen (merhum) Mehmed Zühdü Bedevi verschleiert (perdelenmesi) wurde, sehr traurig (mahzun) gemacht, wobei mir ein Brief in meine Hand gegeben wurde. Dieser Brief hat jedoch alle meine Sorgen (endise) beseitigt. Wenn im Dienst der Risale-i Nur eine Tür verschlossen wird, so werden zugleich wichtigere Türen geöffnet. Dieses Prinzip (kaide) hat hier wieder seine Geltung gezeigt. Büyük Hâfiz Zühdü, welcher der ältere Onkel (amuca) von Sabri, einer sehr bedeutenden Säule der Risale-i Nur und der Schwager (eniste) Tahiris, eines Tapferen (kahraman) der Risale-i Nur ist und eine Zeitlang in der vordersten Reihe (saff-i evvel) der Risale-i Nur die Führung ihrer Schüler (sakird), also die Führungsrolle (nâzirlik vazifesi) innegehabt hat und bis jetzt auch sein Herz (kalb) für die Risale-i Nur nicht geändert hat, zeigt in seinem Brief seine aufrichtige, vollkommene Treue (kemal-i sadakat) und Wahrhaftigkeit (ihlas); und Abdullah Çavus, der Hulusi, der Dritte ist, bestätigt in einer Anmerkung (hasiye), dass dieser alte und neue einsatzfreudige (gayyur) Bruder Büyük Zühdü, ohne auf amtliche Formalitäten (resmiyet) zu achten, den unschuldigen Kindern (masumlar) Qur'anunterricht (ders) erteilt, der zu den besonders wichtigen Aufgaben (mühim vazifeler) der Risale-i Nur gehört. Das zeigt uns, dass Gott, der Gerechte (Cenab-i Hakk), uns anstelle des verstorbenen (merhum) Zühdü Bedevi nun diesen Büyük Zühdü gegeben hat. Anstelle der Unterbrechung (tevakkuf) Atifs nahm Er nun diesen feinsinnig denkenden (müdakkik) und durchaus fähigen Prediger (hatib) Büyük Hâfiz Zühdü für sich in Dienst (faaliyet). Dafür sagen wir nun Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), unseren Dank (sükür). Ihr sollt ihm meinen Gruß (selâm) ausrichten (teblig) und ihm mitteilen, dass er von nun an innerhalb der wahrhaftigen Schüler (has sakird) der Risale-i Nur an der geistigen Körperschaft des Lichtes (sirket-i maneviye-i nuriye) seinen Anteil (hissedar) haben und mit seinem Namen in unsere Gebete (dua) mit aufgenommen wird.
{Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Lobpreis und Dank sei Gott, dem Spender aller Gaben.}
Aus der Reihe der Wundertaten (silsile-i keramat) der Risale-i Nur gibt es folgende beschützende, wunderhafte (himayetkârane ve mu'cizane) neue Gnadengaben (keramet) der Abhandlungen über die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye) und das wunderhafte (kerametli) "Neunundzwanzigste Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und den Kommentar zu den "Hinweisen auf das Wunder" (isarat-ül i'caz): Als während einer schweren Krankheit (siddetli hastalik) am Anfang dieses Heiligen (Serif) Monats Ramadan nach Aussage (ihbar) des Arztes, aufgrund deutlicher Anzeichen (kuvvetli emareler) und durch den plötzlichen Anstieg des Fiebers (hararet) auf über vierzig Grad offenbar (tebeyyün) wurde, dass sie durch eine Vergiftung (zehir) verursacht worden war, und zur selben Zeit, in der die Statthalter anderer Provinzen (hariç valiler) den mit einem Korn (habbe) vergleichbaren Vorfall (hâdise) unseres Bruders Atif, der hier sowohl durch die Justiz (adliye) als auch die Polizei (zabita) und die Stadtverwaltung (vilayet) chiffriert gegen die Risale-i Nur geführt (sevk) wurde, zu einer Kuppel (kubbe) aufbauschten, kam uns vor zwei Stunden die Abhandlung über die "Wunder Mohammeds" (Mu'cizat-i Ahmediye) aus Istanbul eilends zu Hilfe (imdad). Während sie noch auf dem Tisch waren, als ob die Abhandlung über das "Neunundzwanzigste Wort" (Yirmidokuzuncu Söz) und den gnadenreichen (kerametli) Kommentar zu den "Hinweisen auf das Wunder" (isarat-ül i'caz) aus der Stadt (kasaba) Tosya zu Hilfe käme, zur selben Zeit, in der sie in ihren vergoldeten Einbänden (yaldizli cildler) auf dem Tisch lagen, die Sorge darum, dass sie möglicherweise in Beschlag genommen würden (müsadere endise) und noch weitere mehr als fünfzig Abhandlungen (risaleler) in die Hände derer geraten würden, welche die Gebete nicht verrichten (namazsiz eller), und die Lage, in der ich wegen dieser schweren Krankheit (siddetli hastalik) nicht sprechen konnte, wurden diese drei wunderbaren Abhandlungen (kerametli risaleler) der Risale-i Nur zu einem so denkwürdigen (hârika) Schutz und Schirm (himayet ve muhafaza) vor dieser Vergiftung (zehir) zu einem Gegengift und Elixier (panzehir ve tiryak), worüber wir, die wir diesen Zustand kennen (muttali), noch immer voll Staunen (hayret) sind. Heute scheint es mir, als wäre da jetzt überhaupt gar keine Krankheit mehr (hastalik yokmus), nachdem solch kraftvolle, ja machtvolle Ohrfeigen (kuvvetli tokat) eine feindselige Haltung in Freundschaft (düsmanlik vaziyeti dostluga) verwandelt hatten.
Obwohl nun des Weiteren hohe Beamte der Justiz (adliyenin büyük memurlari) sowie Untersuchungskommissare gekommen waren, um eine gründliche Hausdurchsuchung (siddetli taharri) und Beschlagnahmungen (müsadere) durchzuführen, blieben die Abhandlungen (risaleler) allein schon dadurch, dass sie über die Wundertaten dieser Abhandlungen (o risalelerin kerametlerini) schon einmal etwas gehört hatten, unter deren geistigem Schutz (manevî himayet) bewahrt, ohne dass sie ihre Hände auch nur ein einziges Mal nach einem der mehr als fünfzig Bücher ausgestreckt hätten. Nur die Sammlung der Verteidigungsreden (Müdafaat), den Sechszehnten Brief (Onaltinci Mektub) und die Abhandlung über das Fasten im Ramadan (Ramazaniye Risalesi) haben wir ihnen zu lesen (mütalaa) gegeben. Am dritten Tag, zwei, drei Stunden bevor der politisch gesinnte Kommissar der Polizei (zabitanin siyasî komiseri) in Begleitung eines weiteren Untersuchungskommissars gekommen waren, um eine weitere, noch gründlichere Durchsuchung und Begutachtung (arama ve taharri) durchzuführen, waren jedoch alle Abhandlungen auf Befehl (kumanda) dieser drei Gnadenvollen Abhandlungen (kerametli risaleler) vom Tisch, damit sie nicht in fremde Hände gelangen sollten. Doch auch nach einer Durchsuchung (taharri) von zwei vollen Stunden hielten sie nur eine Karte aus Ankara mit Glückwünschen (tebrik) zum Monat Ramadan und die Abhandlung über das Fasten im Monat Ramadan in ihren Händen. Und nur diese haben sie mitgenommen, mit dem Versprechen (va'd), sie nach dem Lesen (mütalaa) wieder zurückzugeben. Dieses ganze Drum und Dran (hâlât), das auf die wunderhafte Übereinstimmung hinweisende Exemplar des Ruhmreichen Qur'ans (Mu'cizatli Kur'an-i Azîmüssan), das hochgelegt aufbewahrt wurde, die wunderhaften Exemplare des Auszugs aus dem Qur'an (i'cazli Hizb-i Kur'anî'nin nüsha) und die Abhandlungen des Auszugs des Lichtes (Hizb-i Nurî'nin risaleleri) beweisen diesen außerordentlichen Zustand (hârika vaziyet). Gott, dem Gerechten (Cenab-i Hakk), sei Lobpreis und Dank (hamd ü sena) nach der Anzahl ihrer Buchstaben (hurufati adedince) und in der Anzahl der Minuten und Sekunden (âsireler) des Monats (sehr) Ramadan. Dank sei Gott (elhamdülillah) für alle Umstände (alâküllihal).
Zudem war ich über meine Krankheit traurig (teessür) und kam durch diesen Zwischenfall (hâdise) mit Âtif Leid in mein Herz (kalb). So hatte ich denn Mitleid mit ihnen allen; und aus dieser Sorge (endise), dass dieser Zwischenfall auch auf die Provinz Isparta übergreifen (sirayet) könnte, erwuchs mir eine innere Bedrängnis (sikinti). Doch in dieser gesegneten Stadt (mübarek sehir) trat die Risale-i Nur unter den Schleier "ingsgeheim erleuchtet sie" (Sirran tenevverat), sodass auch noch am dritten Tag nach diesen beiden Durchsuchungen (taharri) bis zum Abend diejenigen, die gekommen waren und wieder gegangen (gelen ve gidenler) sind, ununterbrochen polizeilich beobachtet (tarassut) wurden, auch das Haus (hane) von Emin durchsucht wurde, ohne dass dabei irgendetwas gefunden worden wäre. Als ich in diesem Zustand durchaus innerlich unruhig und traurig (muzdarib ve müteellim) war, brachten der Schutz der Güte Gottes (inayet-i ilahiye himayet), die sich bis jetzt durch die Barmherzigkeit des Barmherzigen Allerbarmers (Cenab-i Erhamürrâhimîn'in rahmetiyle) fortsetzt, die Zufriedenheit (riza), die Zuverlässigkeit (teslim), das Vertrauen (tevekkül), die Wahrhaftigkeit (ihlas) und die daraus erwachsende Tröstung (teselli) alle diese quälenden Dinge (müz'iç seyler) zum Scheitern. So sagten wir denn in vollkommenem Frohsinn (Kemal-i ferah) und in Geborgenheit (istirahat) "Sehen wir, was der Herr (Mevlâ) tut! Er tut gut, was er tut." So waren wir denn beruhigt (müsterih) in vollkommener Hingabe (kemal-i teslimiyet). Und das solltet auch ihr sein und darüber die Geduld (fütur) nicht verlieren!
Wir grüßen (selâm) alle unsere Brüder, einen jeden Einzelnen von ihnen, und beten (dua) für sie.
Ich selbst bin noch immer krank, jedoch ist mein Zustand deswegen keineswegs unerträglich (tahammül haricinde). Und auch der obige Zwischenfall (musibet) hätte ja eigentlich die glänzende Verbreitung (parlak nesriyat) der Risale-i Nur zum Stillstand (tevakkuf) bringen sollen.