Vorwort
Die Briefsammlungen, die als "Siebenundzwanzigster Brief" in das Gesamtwerk der Risale-i Nur eingereiht wurden, beginnen mit der ersten Abfassung der Risale-i Nur und haben sich seitdem fortgesetzt. Als die Abhandlungen (Risalat) in Barla mit der Abfassung begonnen wurden, überreichten die ehrenwerten Schüler in Isparta und Umgebung, die mit Lesen und Schreiben aus diesen Abhandlungen ihren Nutzen und Segen erfahren hatten, dem verehrten Verfasser Hasret Ustadh als Dank ihre Briefe mit ihren Eindrücken, ihrer Begeisterung und ihrer Hochachtung (ihtiram). Darin baten sie ihn, etliche Schwierigkeiten und Fragen zu behandeln. So kamen durch diese Briefe sowohl von Hasret Ustadh als auch von seinen Schülern diese Briefsammlungen (lâhika) aus Barla, Kastamonu und Emirdag zustande.
Briefe aus Barla: Dieser Band umfasst einige Briefe von Hasret Ustadh und die Schriftstücke, in der die ersten begeisterten Schüler der Risale-i Nur vom Beginn der Abfassung der Risale-i Nur in Barla und ihrer handschriftlichen Abfassung und Verbreitung, bis zum Zeitpunkt der Inhaftierung in Eskişehir, nachdem sie diese gleich nach der Abfassung der Abhandlungen der Risale-i Nur erstmals gelesen und wieder abgeschrieben hatten, ihre Eindrücke, ihren Nutzen und Segen mit Herz und Verstand (kalbî ve ruhî) in aller Aufrichtigkeit zum Ausdruck bringen.
Briefe aus Kastamonu: Nach der Entlassung aus dem Gefängnis in Eskişehir wurde der Verfasser der Risale-i Nur nach Kastamonu verbannt. Bis zu der Zeit seiner Inhaftierung in Denizli musste er dort verbleiben. In dieser Zeit war der Verfasser der Risale-i Nur mit seinen Schülern in Isparta ständig in Kontakt (muhabere) und kümmerte sich intensiv darum, dass die Risale-i Nur-Abhandlungen in der alten arabischen Schrift abgeschrieben und vervielfältigt, veröffentlicht und bekanntgemacht wurden und auch für die Jugendlichen, welche die alte Schrift nicht mehr kannten, einige Abhandlungen aus dem Gesamtwerk (Külliyat) der Risale-i Nur mit Hilfe einer Schreibmaschine vervielfältigt wurden. Er befasste sich mit Wert und Wesen der Risale-i Nur und dem Heiligen Dienst am Glauben (kudsî vazife-i imaniye), den seine Schüler übernommen hatten, über ihre Erfolge und überdies über die Art des Dienstes seiner Schüler und ihre Standhaftigkeit und Unerschütterlichkeit gegenüber den angreifenden Atheisten und um die Richtlinien, auf welche die Leute des Islam bei ihrem aufrichtigen (ihlaslı) Umgang untereinander achten sollten, u.dgl. verschiedenen internen und externen Themen. Daher sind die Briefe (Lâhika) aus Kastamonu, besonders in Anbetracht der Zeit, in der sie geschrieben wurden, einer besonderen Beachtung wert und wegen der Behandlung und Bewertung vieler sozialer Fragen und ihrer Allgemeingültigkeit hinsichtlich einer umfassenden, wahrhaftigen Betrachtung (nazar-ı hakikat) im Glauben (iman) von großer Bedeutung.
Briefe (Lâhika) aus Emirdag, erster Teil: Es sind die Antwortbriefe von Said Nursî Hazretleri, dem Verfasser der Risale-i Nur, auf etliche Briefe und Fragen seiner Schüler in Isparta, Kastamonu, İstanbul, Ankara, an Studenten der Universitäten und Schüler in den Provinzen von Anatolien, in denen die Verbreitung der Risale-i Nur-Abhandlungen bereits begonnen hatte, Briefe, die sich auf den Dienst (hizmet) an dieser Aufgabe beziehen und die er während seines Aufenthalts (ikamet) in Emirdag bis zum Ende des Jahres 1947 geschrieben hat, d.h. bis zu seiner dritten, langen Inhaftierung in Afyon, wo er sich nach Anweisung des Ministerrates (Heyet-i Vekile) aufhalten (ikamet) musste (memur), nachdem er am 15.6.1944 freigesprochen (beraet) und aus dem Gefängnis in Denizli entlassen worden war.
Zweiter Teil: Nachdem er 1948-1949 zwanzig Monate im Gefängnis von Afyon inhaftiert gewesen, danach aber wieder entlassen, nach Emirdag zurückgekehrt und dort eine Weile verblieben war, verweilte er 1951 zwei Monate (ikamet) in Eskişehir und ging von dort in den Jahren 1952-1953 zweimal wegen der Gerichtsverhandlungen über sein Buch "Wegweiser für die Jugend" (Gençlik Rehberi) nach Istanbul, wo er nach einem Verbleib von jeweils drei Monaten wieder nach Emirdag zurückkehrte. Es sind Briefe, die er dort an seine Schüler geschrieben hat, und verschiedene Berichte, die die Gerichte (mahkeme) betreffen und die dortigen Verhandlungen (dava) beleuchten.
Es gibt auch noch nach 1953 Briefe, die er in Isparta (ikamet) geschrieben hat, wo er gelegentlich verblieb. Diese so wertvollen Gefangenenbriefe, die er während seiner Aufenthalte im Gefängnis in Eskişehir, Denizli und Afyon an seine mit ihm inhaftierten Schüler geschrieben hatte, wurden mit dem Einverständnis ihres verehrten Verfassers Hazret-i Üstadh in dem Band "Strahlen" (Şualar Mecmuası) originalgetreu veröffentlicht. Was die Briefe der Schüler betrifft, die in diesen Band (lâhika) aufgenommen wurden, so drücken sie den Segen, den sie durch die Abhandlungen (Nurlar) im Glauben (feyz-i iman) empfangen haben, ihre Wahrhaftigkeit (ihlas), ihre Aufrichtigkeit (sadakat) und ihren aus dem Glauben erwachsenen Mut (şehamet-i imaniye) aus. Sie haben sie ihrem Meister (ustadh) überreicht, ihm ihren Dank (teşekkürat) mitgeteilt und somit gezeigt, dass sie Ansprechpartner (muhatab) des in dieser Zeit entstandenen Unterrichtes (ders) des Qur'an sind. Und damit gilt ein jeder von ihnen als ein Zeuge (şahid) für die Wahrhaftigkeit (hakkaniyet) der Risale-i Nur und für den Ruf (dava) von Hazret-i Üstadh.
Es ist voraussichtlich ausreichend, um die Bedeutsamkeit dieser Briefe (lâhika mektublar) verständlich zu machen, dass neben der Verfassung und Verbreitung der Risale-i Nur die Entstehung dieser und aller weiteren dazugehörigen Briefe und ihre Veröffentlichung unmittelbar durch den verehrten Verfasser veranlasst, befürwortet wurde und er auch in verschiedenen Briefen von dem Wert dieses Bandes (lâhika) gesprochen und die Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt hat.
Die Schüler, die - was die Abfassung der Risale-i Nur, ihre Entstehung und ihre Verbreitung betrifft - und zugleich auch wegen ihres Dienstes (hizmet) an der Risale-i Nur, der Erteilung des qur'anischen Unterrichtes (ders), des Studiums (meslek) der Werke der Risale-i Nur und bei der Ausdauer im Dienst für eine lange Zeit tausenderlei widrigen Umständen (ahval) und Angriffen ausgesetzt sind, benötigen in der Tat Warnungen und Ermahnungen, die ihnen in all den Strömungen unentbehrlich sind, ihnen auf jeden Fall Standhaftigkeit (sebat), Unerschütterlichkeit (metanet) und Aufrichtigkeit (ihlas) vermitteln, ihnen auf ihrem Weg (hareket) durchs Leben sicher die Richtung weisen und offensichtlich auch zu ihrer Sicherheit im Dienst (hizmet) am Qur'an beitragen.
Wenn also nun Hazret-i Üstadh seinen Finger zweifelsfrei auf dergleichen Gegebenheiten (hakikat) legt und so die Aufmerksamkeit zutreffend auf die Fragen (mes'ele) lenkt und so seine Schüler ermahnt, so ist dies in jedem Fall ein Erfordernis der Bedeutsamkeit dieses heiligen Dienstes (hizmet-i kudsiye). Überdies ist ein Teil dieser Briefe (lâhika) aufgrund einer Notwendigkeit geschrieben worden, oder es sind Ermahnungen, die er erteilen musste. Da die Wiederholung derselben Notwendigkeit jederzeit zu erwarten ist, beinhalten diese Briefe Weisheiten (hikmet) und Grundsätze (düstur), die man immer wieder nachschlagen muss. Tatsächlich hat sich diese Notwendigkeit anhand Hunderter von Fällen, Ereignissen (hâdise) und Problemen gezeigt.
Hulusi Bey, welcher der erste Schüler (talebe) der Risale-i Nur war, sagt in einem Brief, den er an Hazret-i Üstad schrieb: "Auch wenn Sie die Welt (dunya) vergessen wollten und es für Sie überhaupt nichts mehr gäbe, was noch dagegen spräche, würden Sie dennoch bestimmt noch Erklärungen (izahat) geben wollen, um die die Menschen Sie auch weiterhin bitten werden, die sich mit diesen segensreichen Abhandlungen (mübarek Sözler) verbunden (rabıta) fühlen, und die Sie bestimmt nicht ohne eine Antwort lassen werden. Die verschiedenen Themen (mesail), die Sie in Ihren so wertvollen Schriften für alle, die Sie um Gottes (Allah için) willen lieben und die Sie um Erklärungen (istizah) bitten, in ihrem Vortragszirkel (meclis-i ilmîniz) behandeln und die noch nicht einmal in den Abhandlungen (Sözler) eingetragen wurden, zeigen mit Sicherheit, dass sowohl die Zeit eines solchen Bedürfnisses als auch für diesen Dienst (hizmet) noch nicht zu Ende ist." Damit drückt er aus, dass es für diesen Dienst (Nurların hizmeti), für Ermahnungen (ikaz), für Unterweisung (ihtar) und Unterricht (irşad) immer ein Bedürfnis geben wird. Die Briefsammlungen (lâhika), die später entstanden sind und diesem Bedürfnis entsprechen, bestätigten das zutreffende Wort dieses segensreichen Herrn (mübarek zât).
Wie in diesen Briefsammlungen (lâhika) zu lesen ist, misst der Verfasser der Risale-i Nur, unser verehrter Meister (Nur Müellifi Aziz Üstadımız), der Beschäftigung mit der Risale-i Nur (nurlar) selbst und ihrer Verbreitung eine große Bedeutung bei und ermuntert seine Schüler (talebe) immer wieder dazu, sie zu lesen und abzuschreiben. Deren Notwendigkeit und Weisheit (hikmet) bedarf ohne Zweifel keiner weiteren Erklärungen. Denn in unserer Zeit (asr) sind die Wissenschaften einer modernen Welt (kâinat fenleri) und die Naturwissenschaften (maddî ilimler) populär und so werden denn diese neuen Natur- und Geisteswissenschaften (ilim ve fenleri) von einer jungen, neugierig gewordenen Generation eifrig studiert. Da gibt es außerdem noch die Veröffentlichungen (neşriyat) der Naturalisten (tabiiyyun) und Materialisten (maddiyyun) gegen den Glauben (din) und gegen die Geistlichkeit (maneviyat). Da gibt es außerdem noch diese Strömung des absoluten Unglaubens (küfr-ü mutlak), die überhaupt keine Religion (din) oder Spiritualität (maneviyat) anerkennt und die Wahrheiten (hakikat) des Glaubens (iman) an Gott (Allah) bekämpft und stattdessen ihren Atheismus (dinsizlik) verbreitet, die islamische Art zu denken (fikr) beleidigt und auf diese Weise nicht nur die ganze islamische Welt (beşeriyet) bedroht, die einer neuen Generation und allen jungen Menschen (gençlik) ihr atheistisches Gedankengut (fikr-i küfrîsi) und ihre Glaubenslosigkeit (imansızlık) einimpfen will. Da aber nun die Feinde des Islam und des Glaubens (iman) dies mit ihren Büchern (kitab), Broschüren, Zeitungen (gazete) u.dgl. Mitteln der Veröffentlichung (neşir) zu ihrer obersten Priorität erhoben haben, braucht man in einer so merkwürdigen wie fürchterlichen Zeit mit Sicherheit die Risale-i Nur; ja sie zu lesen und sie zu verbreiten (neşredilmesi) ist heute dringend erforderlich und absolut notwendig.
Denn die Risale-i Nur setzt als ein geistiges Wunder (mu'cize-i manevi) des Weisen Qur'an (Kur'an-ı Hakîm) und als eine Atombombe des Geistes (manevi) gegen die Glaubenslosigkeit (dinsizlik) dieser Zeit die geistigen Werte im Herzen (maneviyat-ı kalbiye) wieder instand, während die atheistischen (solculuk) Strömungen diese Geistlichkeit des Herzens (maneviyat-ı kalbiye) zerstören, und lässt jeden Einzelnen unter ihren Lesern einen Halt von gewaltig großer Kraft (kuvvet) und Macht (kudret), welche aus dem wahrhaftigen Glauben (iman-ı tahkikî) erwächst, in seinem Herzen gewinnen. Diesen Auftrag (vazifah) aber erfüllt sie wiederum durch die Eingebung (ilham), Rechtleitung (irşad) und Unterweisung (ders) unseres heiligen (mukaddes) Qur'an. Sie zeigt anhand des Unterrichts (ders) und des Nachdenkens über den Glauben (tefekkür-ü imanî) das Licht der Einheit (Tauhid nurunu) in denselben Fragen, aus denen die Naturalisten (tabiiyyun) und Materialisten (maddiyyun) keinen Ausweg mehr finden; sie erläutert die Glaubenswahrheiten (iman hakikatleri) dadurch, dass sie ihre Gleichnisse und Beweise aus der materiellen Welt (madde âlemi) anführt. So zeigt sie in denselben Fragen der Natur- und Geisteswissenschaften (ilim ve fen), die in den Gymnasien und Universitäten unterrichtet werden, sonnenklar den Beweis dieser Glaubenswahrheiten (iman hakikatleri). In diesen u.dgl. vielen Hinsichten ist die Risale-i Nur das diamantene Schwert des Geistes (manevî) in der Hand aller Gläubigen (ehl-i iman), das in dieser Zeit für alle Gläubigen zur obersten Priorität erklärt werden sollte. Sie ist ein Unterricht (ders) des Qur'an und ein allumfassendes Zeugnis der Erkenntnis Gottes (marifetullah), welches dem Verständnis unserer Zeit (asrın idraki) entspricht, welches die der Notwendigkeit am meisten entsprechende Art und Weise zeigt, unterrichtet (ders) und geradewegs auf den Pfaden des Segens (feyz) und der Eingebung (ilham) von den Sternen der Ayat kommt.
Die Abhandlungen des Lichtes (Nur Risaleleri) gewannen - weil sie ihrem Wesen (mahiyet) nach dem Verständnis des Denkens unseres Zeitalters (asrımızın efkârı) und ihrer Auffassung (idrak) entsprechen und als ein Unterricht (ders) des Weisen Qur'an mit der Denkweise (fahim) unserer Zeit übereinstimmen - besonders in diesem Lande (memleket) an großer Bedeutung. Dieses besondere Volk (millet), das jahrhundertelang dem Qur'an als Bannerträger gedient und die Welt (dunya) mit seiner Religiosität (diyanet) erleuchtet hat, zeigt wiederum der Welt als ein Vorbild und als ein Meister (ustadh) hinsichtlich Anstand (ahlâk) und Tugend (fazilet) den Rettungsweg für die Menschheit (beşeriyet) aus ihrer furchtbaren Bedrängnis. Der einzige Ausweg aus der Anarchie, Verderbnis (ifsad) und Zerstörung (tahrib), welche die Menschheit schrecklich wie ein Schicksalsschlag bedroht, sind einzig und allein die ewig bleibenden Wahrheiten (ezelî ve ebedî hakikatları) einer göttlichen (İlahî) vom Himmel geoffenbarten Religion (semavî bir din): die Wahrheiten (hakikat) der İslâmiyet. Die Risale-i Nur führt die Wahrheiten des Islam und des Qur'an der Menschheit auf positive und wohl begründete Weise in Form einer kritischen Betrachtung (nazar-ı tahkik) zu und macht sie ihr verständlich (ifade).
Außerdem schreibt der Verfasser der Risale-i Nur (Nur Müellifi) in einem Brief (mektub): "Ich habe mein Leben (hayat) darauf verwandt, nicht die Einzelheiten, die ein Quell aller innerparteilichen Streitigkeiten, ja selbst Feindschaften sind, sondern die Glaubenspfeiler (erkân-ı imaniye), welche das bedeutendste Fundament (mes'ele) der ganzen Menschheit (nev'-i beşer) sind, und die Glaubenswahrheiten (hakaik-i imaniye) des Qur'an, welche der Angelpunkt des Glücks der Menschheit (beşerin medar-ı saadeti), die Grundlage (esas) für alle Muslime und das Band ihrer Bruderschaft (rabıta-i uhuvveti) sind, zu finden und diejenigen, die sie brauchen, dazu zu bringen, sie zu finden." Damit drückt er aus, dass die Risale-i Nur den Dienst (hizmet) am Islam und die Themen des Glaubens (mesail-i diniye) in ihrem ganzen Umfang und in all seiner Vielseitigkeit als Ganzes (câmiiyet) umfasst; dass er jede Art Dienst am Glauben (dinî hizmet) unterstützt und fördert, so wie den Kreis (daire) der Risale-i Nur, der die größte Straße des Qur'an (cadde-i kübra) ist, auf der alle Leute des Glaubens und des Islam voranschreiten. In demselben Brief (mektub) schreibt er weiter: "Ich versuche nicht nur zu den Muslimen, sondern auch den gottesfürchtigen (dindar) Christen gegenüber freundlich (dost) zu sein und alle Gegensätzlichkeiten (adavet) nach Möglichkeit zu überwinden. Demgegenüber erklären der Weltkrieg und jedwede Anarchie unter dem Deckmantel eines Kommunismus in der ihnen eigenen Sprache (lisan-ı hal) einer Bedrohung, ja der Zerstörung: "Die Welt ist vergänglich (Dünya fânidir) und voller Schmerzen über die dabei erlittenen Trennungen (firak). Oh ihr Menschen! Gebt eure Streitigkeiten auf! Hört auf den Unterricht (ders) des Qur'an! Werdet eins! Andernfalls werden wir euch vernichten." {Der Krieg vernichtet alle und zerstört alles, wenn sich die Menschen nicht einig werden. (A.d.Ü.)} Er unterweist damit wiederum die Art und Weise des Dienstes (tarz-ı hizmet) unter den gegebenen Umständen (şart) unserer Zeit und ihren Erfordernissen (îcab) im Lichte des Qur'an (Kur'anın nuru) und erklärt die Notwendigkeit und die Bedeutung der Risale-i Nur, indem er behandelt, wie die weisheitsvollen Richtlinien (hakîmane irşad) und ein rechtgeleiteter Dienst (isabetli hizmet) so angewendet werden sollen, wie sie der göttlichen Führung (taufik-i İlahi) entsprechen.
So weisen denn die Briefsammlungen (Lâhika Mektub) auf solche und ähnliche Themen hin. Sie unterrichten (ders) die Grundlagen (esas) eines rechtgeleiteten (hizmet) Dienstes am Qur'an unter den stets wechselnden Geschehnissen (hâdithe) in dieser Welt (dunya) und gegenüber den umfangreichen, allgemeinen Problemen (mes'ele) und Umständen (şart).
Anmerkung: Die Briefe (Lâhikası) aus Barla wurden zunächst mit qur'anischen Buchstaben in ein Schulheft geschrieben und später zu einer Broschüre zusammengefügt (tertib ve tanzim). Danach hat unser Meister (Hazret-i Üstad) einige davon selbst korrigiert (tashih). In den Exemplaren (nüsha), die wir gerade zur Hand hatten (mevcud), hat der Meister (Hazret-i Üstad) bei seiner Korrekturarbeit (tashih) auch als Hinweis auf ihre Bedeutsamkeit (ehemmiyetlerine işaret) an den Briefen zwei, drei, vier oder mehr Zeichen (işaret) angemerkt. Außerdem existiert noch ein kurzer Band mit Briefen (Lâhika) aus Barla, der mit der Zustimmung unseres Meisters (Üstadımızın tensibiyle) im Jahre 1956 in Istanbul mit einer Matrize kopiert (teksirle neşredilen) wurde und der gleich am Anfang der "Sieben Gnadenerweise (İnayet-i Seb'a)" aus dem Buch "Briefe (Mektubat):" steht. In diesen Band sind außerdem die Briefe aus den oben erwähnten handschriftlich überlieferten Exemplaren (elyazma nüshalar) und einige Briefe aus der Briefesammlung (Lâhikalar) aus Emirdag aufgenommen.
Dieser Band "Briefe (Lâhika) aus Barla, wurde heute fertig gestellt und herausgegeben (neşredilen), wobei die oben erwähnten (zikredilen) handschriftlichen Exemplare (elyazma nüshalar) nach der Korrektur (tashih) unseres Ehrwürdigen Meisters (Hazret-i Üstad) und der mit Matrize kopierte (teksirle neşredilen) Teil eigens dazu ausgewählt (esas) wurden. Im allgemeinen entsprechen (muvafık) Anordnung und Zusammenstellung (tertib ve tanzim) der handschriftlichen Exemplare (elyazma nüshalar) einander. Und in fast allen Exemplaren stehen (takib) die Briefe in der gleichen Reihenfolge (sırayla). Nur in den letzten Teilen wurden auch einige persönliche Briefe unseres Ehrwürdigen Meisters (Hazret-i Üstad) an die ehrenwerten Schüler (kıymetdar talebe), die Säulen des Lichtes (Nur erkânı), wie auch an die Brüder (Agabeyler) Hulusi und Re'fet, die in den handschriftlichen Exemplaren (elyazmalar) nicht zu finden sind, aufgrund ihrer Bedeutsamkeit (ehemmiyet) und ihr Inhalt (ihtiva), d.h. alle wissenschaftlichen Gegebenheiten (ilmî hakikat) und diese ehrenwerten Persönlichkeiten (kıymetdar zâtlar), zu denen die ersten Schüler des Lichtes (Nur'un ilk talebe) gehörten, in Ehren aufgenommen (hürmet neşredilmiş). In diesem Zusammenhang hat unser Ehrwürdiger Meister (Hazret-i Üstad) in dem folgenden Abschnitt seines Briefes in der Briefsammlung (Lâhika) Emirdag Band I seinem Wunsch nach Veröffentlichung dieser Briefe (mektubların neşrini) Ausdruck gegeben (temenni bulunmaktadırlar):
"Lieber Bruder Re'fet! Du bist mir herzlich willkommen. Deine Beschäftigung mit der Abschrift der Risale-i Nur hat mich wirklich glücklich (sevin) gemacht. Auch deine Fragen, wie die von Hulusi und Sabri, haben bedeutende Ergebnisse und süße Früchte (meyve) in der Risale-i Nur hervorgebracht. Die wissenschaftlichen Abschnitte, die zwar bei dir, mit den bereits vorhandenen Abhandlungen (risalah) jedoch noch nicht abgeschrieben worden sind, kannst du an den passenden Stellen oder aber in die Briefsammlung (Lâhika) einreihen."