Der Stab Moses
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Zweiter Teil

Eine Abhandlung wohldurchdachter Gottesbeweise
Elf Zeugnisse für den Glauben

Nachdem diese Abhandlung bereits von den Sachverständigen in Ankara sehr begrüßt worden war, ist sie nun auch ein bedeutender Grund zu unserem Freispruch geworden, ein besonderes scharfsinniges, hohes und machtvolles Zeugnis, das mit dem absoluten Unglauben (der Atheisten im Gegensatz zum relativen Unglauben der Heiden) bricht, und zugleich ein klarer Beweis.

Said Nursi
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Das erste Zeugnis für den Glauben

Das große Zeichen
Betrachtung eines Reisenden, der das All nach seinem Schöpfer befragt.
﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾
﴿ تُسَبِّحُ لَهُ السَّمٰوَاتُ السَّبْعُ وَالْاَرْضُ وَمَنْ فِيهِنَّ وَإِنْ مِنْ شَىْءٍ ﴾
﴿ إِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ وَلٰكِنْ لاَ تَفْقَهُونَ تَسْبِيحَهُمْ إِنَّهُ كَانَ حَلِيمًا غَفُورًا ﴾

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Es lobpreisen Ihn die sieben Himmel und die Erde und was darinnen ist und es gibt kein Ding, das nicht Seinen Lobpreis besingt. Doch ihr versteht ihren Lobpreis nicht. Siehe, Er ist milde (Halim) und Er vergibt (Ghafur)!" (Sure 17, 44)}

Das schöne Antlitz des Himmels

In dieser gewaltigen Ayah werden, wie in vielen Ayat (Qur'anversen), zuerst die Himmel erwähnt, jene glänzendste Seite der Einheit (Tauhid), die jederzeit und von jedermann mit großer Bewunderung betrachtet und mit viel Freude studiert wird. Dementsprechend wollen auch wir gleich zu Anfang mit ihnen beginnen.

Tatsächlich sieht jeder Gast, der in das Königreich, das Gasthaus kommt, das diese Welt ist, wenn er seine Augen öffnet, dass sich ihm als erstes das schöne Antlitz des Himmels zeigt, wie es mit goldener Leuchtschrift gezeichnet ist und er wird überaus neugierig, den Herrn dieses schönen Gasthauses, den Verfasser dieses großen Buches, den König dieses großartigen Reiches kennenzulernen, jener Herberge, in der man so ganz besonders freigiebig ist, dieser Ausstellung, in der man so ungewöhnliche Kunstwerke zeigt, jenes Heerlager, wo man solche Pracht entfaltet, dieses Ausflugsortes und

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Freilichttheaters, das ein solches Erstaunen erregt und eine solche Begeisterung hervorruft und jener bedeutungsvollen Bibliothek, die so viel Weisheit in sich gesammelt hat. (Dieser Himmel sagt zu ihm:) "Schau mich an! Ich werde dir den weisen, den du suchst." So blickt er ihn an und sieht:

Da sind Hunderttausende von Himmelskörpern, einige tausendmal größer als die Erde, einige siebzigmal schneller als eine Kanonenkugel. Sie sind nicht an Masten befestigt und fallen dennoch nicht herunter. Sie durcheilen miteinander den Himmelsraum, über alle Maßen schnell, doch ohne aneinander zu stoßen. Zahllose Lampen brennen beständig, ohne Öl, und erlöschen dennoch nicht. Ihre riesigen Massen werden verwaltet, ohne irgendwelche Unruhe zu verbreiten oder einen Aufstand zu verursachen. Gleich wie die Sonne und der Mond ihre Aufgaben erfüllen, arbeiten diese so großen Gestirne (makhluqat) und erfüllen ihre Aufgaben. Gottes Herrschaft lenkt alle diese Milliarden von Lichtjahren voneinander entfernten Gestirne zu gleicher Zeit, mit der gleichen Kraftanstrengung, in der gleichen Art und Weise. Seine Leitung trägt überall den gleichen Stempel, wirkt überall fehlerfrei und in der gleichen Form. Diese so großen und gefährlichen Kräfte der Natur und im All werden Gesetzen unterworfen, die sie nicht zu überschreiten vermögen. Gleich wie die Trümmer in diesem grenzenlosen Gedränge keine Möglichkeit erhalten, das Angesicht des Himmels zu verunreinigen, so wird es auch von jeglichem Unrat auf das Schönste gesäubert. Alle Gestirne müssen ihre Bewegungen wie ein diszipliniertes Heer im Manöver durchführen. Während die Erde kreist und sich dreht, wird allen Geschöpfen, gleich wie einem Publikum vor einer Kinoleinwand, dieses majestätische Manöver ihrer tatsächlichen und ihrer scheinbaren Bewegungen im Wechsel der Nächte und im Verlaufe der Jahre in immer neuen Formen dargeboten. In den Taten dieser göttlichen Herrschaft können wir eine Wahrheit erblicken, die in Unterordnung, Verwaltung, einem beständigen

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Kreislauf, Disziplin, Reinerhaltung und der Erfüllung von Aufgaben zum Ausdruck kommt. Diese Tatsache in ihrer allumfassenden gewaltigen Majestät und Größe ist ein offensichtliches Zeugnis dafür, dass es notwendigerweise einen Schöpfer der Himmel geben muss, ein Zeugnis für Seine Einheit und auch dafür, dass Sein Dasein noch offensichtlicher ist, als das Dasein des Himmels. In diesem Sinne wurde auf der Ersten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) Folgendes gesagt:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اَلسَّمَاوَاتُ بِجَمِيعِ مَا فِيهَا بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَلتَّسْخِيرِ وَالتَدْبِيرِ وَالتَّدْوِيرِ وَالتَّنْظِيمِ وَالتَّنْظِيفِ وَالتَّوْظِيفِ الْوَاسِعَةِ الْمُكَمَّلَةِ بِالْمُشَاهَدَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen die Himmel mit allem, was darinnen ist, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der umfassenden und vollkommenen Unterordnung, der Verwaltung, des beständigen Kreislaufs, der Disziplin, der Reinerhaltung und der Erfüllung seiner Aufträge, so wie wir es bezeugen."}

Die Sphäre des Himmels

Nach all dem ruft der Weltraum, den man die Sphäre des Himmels nennt und welcher dieser einzigartige Ort der Wiederversammlung ist, dem Reisenden und Gast, der in diese Welt gekommen ist, mit Donnerstimme zu: "Schau mich an! Du kannst durch mich den erkennen und finden, nach dem du so eifrig suchst und der dich hierher gesandt hat." Der Gast betrachtet sein trübes, wolkenverhangenes, doch barmherziges Gesicht und lauscht seiner Furcht erregenden, doch eine gute Botschaft verkündenden Donnerstimme, und er sieht:

Die Wolken, die zwischen Himmel und Erde schweben, bewässern den Garten der Erde mit großer Weisheit und Barmherzigkeit, bringen den Bewohnern der Erde das Leben spendende Wasser, mildern die Hitze (d.h. die Heftigkeit des lebensspendenden Feuers), und eilen,

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überall dort Hilfe zu bringen, wo Not ist. Und nachdem sie noch viele andere ähnliche Aufgaben gleich diesen Aufgaben erfüllt haben, versteckt sich plötzlich dieses ganze riesige Gewölk, das den Himmel bedeckt hatte, so wie sich ein wohlgeordnetes Heer den raschen Befehlen folgend bald zeigt und bald wieder verbirgt, zieht alle seine Teile zu einer Ruhepause zurück, und es ist keine Spur mehr von ihm zu sehen. Dann aber versammeln sie sich, sobald sie den Befehl: "Zum Regen auf die Plätze!" erhalten haben, innerhalb einer Stunde, ja, sogar einigen Minuten, bedecken den Himmel und gehen in Bereitschaft, so als ob sie den Befehl eines Kommandanten erwarteten.

Nun betrachtet der Reisende die Winde unter dem Himmel und sieht: Die Luft ist aus der großen Weisheit und Freigiebigkeit ihres Herrn mit so vielen Aufgaben betraut, dass es ist, als ob jedes einzelne unter diesen Atomen der unbelebten Luft, die doch kein Bewusstsein hat, die Befehle des Königs der Welten hört und versteht und keinen von ihnen vernachlässigt, sie in der Macht dieses Kommandanten erfüllt und in bester Ordnung durchführt. Zu ihren Aufgaben gehört es, allen Seelen der Erde die Atemluft zu spenden, so lebensnotwendige Dinge wie Wärme und Energie zu übertragen, die Sonnenstrahlung zu filtern, bei der Bestäubung der Pflanzen mitzuhelfen. Diese und noch viele andere Aufgaben erfüllt die Luft im Dienste der Allgemeinheit, beauftragt aus dem Bewusstsein und dem Wissen ihres Herrn und Lebensspenders wie von unsichtbarer Hand geleitet.

Danach betrachtet er den Regen und sieht: Er besteht aus Tropfen süßen, klaren, weichen Wassers, das aus der Schatzkammer der Barmherzigkeit wie aus dem Nichts und aus dem Verborgenen herabgesandt wurde, so viele Geschenke der Erbarmung in sich enthält und so viele Aufgaben hat, als habe die Erbarmung in diesen Tropfen Gestalt angenommen und ströme aus der Schatzkammer des Herrn. In diesem Sinne bezeichnet man den Regen als Barmherzigkeit.

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Danach betrachtet er den Blitz, lauscht dem Donner und erkennt, dass auch diese beiden mit einzigartigen und staunenswerten Diensten beauftragt sind.

Danach kehrt er seinen Blick nach innen, wendet sich an seinen Verstand und sagt zu sich selbst: "Diese Wolken, die aussehen wie Baumwollhaufen, ohne Leben und ohne Bewusstsein, wissen sicherlich nichts von uns. Sie können nicht Mitleid mit uns empfinden, und uns von sich aus zu Hilfe eilen, nicht ohne einen Befehl auf dem Platz erscheinen oder wieder verschwinden. Vielmehr bewegen sie sich dem Befehl eines großmächtigen und allbarmherzigen Kommandanten entsprechend, ziehen sich zurück ohne eine Spur zu hinterlassen und erscheinen plötzlich wieder an ihrem Platz, nehmen ihre Arbeit auf. Auf den Befehl (Ferman) und in der Kraft eines besonders rührigen und hocherhabenen, majestätischen Sultans, dessen Wirken überall sichtbar wird, erfüllt und entleert Er von Zeit zu Zeit die Atmosphäre, beschreibt in Weisheit unablässig Seine Tafel, lässt sie zur nächsten Pause wieder auslöschen; und so wie Er an Seinem schwarzen Brett alle Dinge entfernt und sie zum Beweis wieder anbringt, so gestaltet Er in ihnen das Bild des Weltendes und der Wiederauferstehung. Ein besonders gütiger König, der es liebt, Geschenke auszuteilen und sehr freigiebig ist, ein Herrscher, der Sein Amt versteht, ein Regent lässt auf Seinen Befehl hin die Wolken die Winde besteigen, schickt in ihnen die Schatzkammern Seines Regens gleich Bergen auf die Reise und sendet sie, wohin immer sie gebraucht werden. Es ist, als hätten sie Mitleid (mit der ausgetrockneten Erde) und weinten über sie, dass sie über diese Tränen in Blumen lächle. Sie mildern die sengende Hitze der Sonne, sprengen wie mit einem Schwamm die Gärten, waschen und reinigen das Antlitz der Erde."

Da wendet sich dieser Reisende verwundert an seinen eigenen Verstand und sagt: "Hunderttausende in Weisheit und Erbarmung kunstvoll durchgeführter Arbeiten, die auf der Leinwand dieses toten, unbelebten,

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unbeständigen, stürmischen, unruhevollen Himmels, der kein eigenes Bewusstsein hat, dessen Anblick sich ständig verändert, der kein Ziel kennt und keine Absicht verfolgt, Hunderttausende von Geschenken, die in äußerlich sichtbarer Gestalt zu uns kommen, Hunderttausende von Hilfeleistungen beweisen, dass dieser fleißige Wind, dieser unermüdliche Diener, nichts aus sich selbst heraus tut, vielmehr auf Befehl eines allmächtigen, allwissenden und allweisen, freigiebigen Herrn handelt. Es ist, als verstünde jedes einzelne Atom jede beliebige Arbeit, hörte wie ein Soldat jeden Befehl seines Herrn, als bewegte sich der Befehl seines Herrn durch die Luft fort und befolgte ihn. Sie bringen Luft und Leben für Mensch und Tier. Sie befruchten die Pflanzen und versorgen sie mit allem, was sie zum Leben und Gedeihen benötigen. Sie lenken und leiten die Wolken, lassen Schiffe und Flugzeuge auf ihren Reisen segeln, hin und her durch Luft und Meer. Sie ermöglichen das Hören von Geräuschen und Stimmen. Elektromagnetische Wellen durcheilen den Raum, verbinden die Menschen mit drahtlosen Telefonen und Telegrafen über den Rundfunk miteinander. Ich habe gesehen, dass die Luft, die aus zwei einfachen Bestandteilen wie Stickstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist, diese Atome, die einander zu gleichen scheinen, außer zu diesen und anderen allgemeinen Aufgaben, von der Hand der Weisheit in vollkommener Ordnung in den Kunstwerken des Herrn, die auf der Erde in Hunderttausenden von Arten sich finden, beschäftigt werden.

Mit anderen Worten:

﴿ وَتَصْرِيفِ الرِّيَاحِ وَالسَّحَابِ الْمُسَخَّرِ بَيْنَ السَّمَآءِ وَالْاَرْضِ ﴾

{"Im Wechsel der Winde und Wolken, die Ihm zwischen Himmel und Erde dienen müssen." (Sure 2, 159)}

Aus dieser Ayah wird unserem Reisenden klar, und er zieht daraus die Schlussfolgerung, dass der, welcher über die Winde verfügt und sie ohne Ende zu Seinen königlichen Diensten einsetzt, sich die Wolken unterwirft

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und ihnen zahllose Arbeiten Seiner Erbarmung gebietet, der die Luft solcher Art ins Dasein gerufen hat, derjenige sein muss, dessen Dasein sich mit Notwendigkeit ergibt (Vadjibu-I'Vudjud), der Macht hat über alle Dinge und um alle Dinge weiß, der Herr in Seiner Majestät und in Seiner Freigiebigkeit.

Danach betrachtet er den Regen und sieht: Die Menge seiner Wohltaten entspricht der Zahl seiner Tropfen, die Manifestationen der Erbarmungen (Gottes) ihrer Menge, und die Weisheit, die in ihnen zum Ausdruck kommt, ihrer Unendlichkeit. Auch werden diese schönen, feinen, gesegneten Regentröpfchen in einer so wundervollen Ordnung erschaffen. Selbst der Hagel, der im Sommer vom Himmel fällt, zeigt noch Ausgewogenheit und Ordnung. Wenn heftige Stürme im Brausen ihrer Winde alle Dinge umherwirbeln und gegeneinander stoßen, so stören sie doch die Ausgewogenheit und Ordnung der Dinge nicht; Regentropfen treffen aufeinander, vereinigen sich und bilden doch nicht eine schädliche Masse miteinander. In ähnlicher Weise wird das Wasser, das aus zwei so einfachen Bestandteilen wie Sauerstoff und Wasserstoff zusammengesetzt ist, die ohne Leben noch Bewusstsein sind, für höchst weisheitsvolle Tätigkeiten, ja, sogar in den Lebewesen eingesetzt, zu Hunderttausenden voneinander verschiedenen Dienstleistungen und künstlerischen Tätigkeiten, die Weisheit und Bewusstsein erfordern, angestellt. Das heißt, der Regen, der selbst eine Verkörperung der Barmherzigkeit ist, kann nur in der verborgenen Schatzkammer des Erbarmers gemacht werden, der ihn in der Überfülle Seiner Erbarmungen herabsendet als einen substanziellen Kommentar zu der Ayah:

﴿ وَهُوَ الَّذِى يُنَزِّلُ الْغَيْثَ مِنْ بَعْدِ مَاقَنَطُوا وَيَنْشُرُ رَحْمَتَهُ ﴾

{"Er ist es, der Hilfe (= Regen) herabsendet, nachdem sie schon verzweifelt hatten, und Sein Erbarmen ausbreitet." (Sure 42, 27)}.

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Danach lauscht er dem Donner, betrachtet den Blitz und sieht: Diese beiden bemerkenswerten Ereignisse in der Atmosphäre kommentieren in ganz und gar substanzieller Weise die Ayah:

﴿ وَيُسَبِّحُ الرَّعْدُ بِحَمْدِهِ ﴾

{"Und es lobpreist Ihn der Donner in Dankbarkeit (hamd)" (Sure 13, 14)}

und

﴿ يَكَادُ سَنَا بَرْقِهِ يَذْهَبُ بِالْأَبْصَارِ ﴾

{"Der Glanz Seines Blitzes blendet die Augen" (Sure 24, 43)}.

Sie künden das Kommen des Regens und bringen frohe Kunde den Bedürftigen.

In der Tat treffen Ereignisse voll Weisheit und Einzigartigkeit gleich dem wundersamen Donnerschlag, der plötzlich aus dem Nichts kommt, den Himmel zum Sprechen bringt und dem außergewöhnlichen Licht und Feuer, das den dunklen Himmel erfüllt, erleuchtet und den Wolken, die gleich Bergen von Watte und Schläuchen gefüllt mit Hagel, Schnee oder Wasser ähnlich sind, den Kopf des sorglosen Menschen von oben herab wie mit einem Holzhammer.

"Hebe dein Haupt und betrachte die wunderbaren Taten einer mächtigen Persönlichkeit, die allzeit wirkt und erkannt werden will. So wie du nicht Herr deiner eigenen Entscheidungen bist, so zeigen sich auch diese Ereignisse nicht ohne den Willen ihres Herrn. Jedes von ihnen ist gehalten, seine Aufgabe in großer Weisheit zu verfolgen. So stehen sie im Dienste ihres weisen Herrn, der sie lenkt und leitet." So ermahnen sie die Menschen.

So hört also dieser Reisende erstaunt das hohe und klare Zeugnis einer Wahrheit, die sich aus der Herrschaft über die Wolken und dem Wechsel der Winde, dem Herabströmen des Regens und der Lenkung der Ereignisse im Himmelsraum ergibt und sagt: "Amentu bi'llah (ich

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glaube an Gott)". Auf der Zweiten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) bringt der folgende Abschnitt die erwähnte Beobachtung dieses Reisenden über den Himmelsraum mit folgenden Worten zum Ausdruck:

لاَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ اَلْجَوُّ بِجَمِيعِ مَا فِيهِ بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَلتَّسْخِيرِ وَالتَّصْرِيفِ وَالتَّنْزِيلِ وَالتَّدْبِيرِ الْوَاسِعَةِ الْمُكَمَّلَةِ بِالْمُشَاهَدَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist die Atmosphäre mit allem, was in ihr enthalten ist, durch das gewaltige und alles umfassende wahre Zeugnis der umfassenden und vollkommenen Unterordnung, des Wechsels der Winde, der Herabkunft des Regens und dem, der sie lenkt und leitet, so wie wir es bezeugen."}

{(Hinweis): Ich möchte die vorliegende, dreiunddreißig Stufen umfassende Abhandlung über die Einheit noch ein wenig erläutern. Doch in meiner jetzigen Lage und in meinem augenblicklichen Zustand bin ich leider dazu gezwungen, mich mit einigen ganz kurzen Beweisen und einer nur knappen Auslegung zu begnügen. Da aber in den dreißig, ja vielleicht sogar hundert Abhandlungen der Risale-i Nur diese dreiunddreißig Stufen auf verschiedene Arten bewiesen, ja, in jeder Risala die eine oder andere Stufe dargelegt wurde, können wir die Erklärung insgesamt diesen Risalat überlassen.}

Die Erde wie ein Buch

Nun wendet sich die Erdkugel dem in seine Gedanken versunkenen Gast, der sich nun schon an seine Gedankenreise gewöhnt hat, zu und sagt ihm in ihrer Art: "Was wanderst du zwischen den Himmeln und den Wolken und im Weltraum umher? Ich werde dich zu dem weisen, den du suchst. Wenn du mich bei meinen Aufgaben betrachtest, kannst du in mir lesen wie in einem Buch."

Er betrachtet sie und sieht: Die Erde beschreibt in ihrer zweifachen Bewegung, die der Ursprung der Tage, Jahre und Jahreszeiten ist, einem Mevlevi-Derwisch gleich

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einen Kreis um den Platz der gewaltigen Wiederversammlung. Sie ist ein majestätisches Schiff im Dienste ihres Herrn, das Hunderttausende Arten all dessen, was da lebt, samt ihrer Nahrung und allem, dessen sie bedürfen, in sich trägt, das Weltenmeer in vollkommener Ausgewogenheit und Ordnung durchfährt und die Sonne auf ihrer Reise umkreist.

Danach beginnt er in diesem Buche zu lesen und jedes Tor (Kapitel) darin öffnet ihm die Seiten zu Tausenden von Ayat, die ihm den Herrn der Erde weisen. Er hat keine Zeit, sie alle zu lesen. So betrachtet er nur diese eine Seite, die davon handelt, wie alles, was da lebt, im Frühling ins Dasein gerufen wird und seine Aufgabe erhält. So wird er folgender Dinge Zeuge:

Hunderttausend verschiedene Arten und einzelne Formen entfalten sich in schönster Ordnung aus einem ganz unscheinbaren Gebilde und werden in so barmherziger Weise genährt. Einigen von ihren Samen werden auf ganz wundersame Weise kleine Flügel gegeben. So können sie sich im Fluge verbreiten. Sie werden mit großer Umsicht angeleitet, mit viel Liebe gepflegt und genährt. Der Allernährer und Allerbarmer versorgt sie aus dem Nichts, aus dürrer Erde oder Wurzeln, die einander gleichen, sich kaum voneinander unterscheiden und knochentrocken zu sein scheinen, mit dem Saft, der sie auf vielfältige Weise mit vielen verschiedenen, reichhaltigen und zuträglichen Nährstoffen speist, zieht sie aus Samenkörnern und Wassertropfen auf. In jedem Frühling werden hunderttausend Dinge zur Ernährung und Versorgung alles Lebendigen aus der verborgenen Schatzkammer in vollkommener Ordnung wie in einen Wagon geladen und zu allem Lebendigen gesandt. Besonders aber die Milchkonserven in den Nahrungsmittelpaketen, die den Jungtieren gesandt werden und die Säcke voll süßer Milch, die so liebevoll an den Eutern der Muttertiere herabhängen, machen sichtbar, wie viel Liebe, Barmherzigkeit und Weisheit darinnen liegt und beweisen, dass dies offensichtlich eine Manifestation der Barmherzigkeit

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und Güte (ihsan) dessen ist, der nach der Überfülle Seiner Erbarmungen alles, was da lebt, mit so viel Liebe pflegt und nährt.

Zusammenfassung:

Diese Seite frühlingshaften Lebens zeigt in hunderttausend verschiedenen Arten und Beispielen substanziell in besonders glänzender Weise die Auslegung der Ayah:

﴿ فَانْظُرْ اِلٰٓى اٰثَارِ رَحْمَتِ اللّٰهِ كَيْفَ يُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا إِنَّ ذٰلِكَ لَمُحْيِى الْمَوْتٰى وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ ﴾

{"Siehe die Male der Barmherzigkeit Allahs: Wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder lebendig macht! Fürwahr, Er ist es, der die Toten wieder belebt und Er hat Macht über alle Dinge." (Sure 30, 50)}

In dieser Ayah kommt auch die Bedeutung dieser Seite wundervoll zum Ausdruck. Da verstand er, dass die Erde auf allen ihren Seiten und mit all ihrer Macht und Größe لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm (Allah)!"} sagt.

Nun ist also die Erde ein Buch mit mehr als zwanzig großen Seiten. Auf einer einzigen Seite finden sich zwanzig Aspekte. Als ein kurzes Zeugnis, einem einzigen Aspekt entnommen, und als eine Erklärung der Beobachtungen und Entdeckungen, die der Reisende mit den übrigen Aspekten auf den anderen Seiten gemacht hat und als ein Ausdruck dessen, was er bezeugt hat, wird auf der Dritten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) Folgendes gesagt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ الْاَرْضُ بِجَمِيعِ مَا فِيهَا وَمَا عَلَيْهَا بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَلتَّسْخِيرِ وَالتَّدْبِيرِ وَالتَّرْبِيَةِ وَالْفَتَّاحِيَّةِ وَتَوْزِيعِ الْبُذُورِ وَالْمُحَافَظَةِ وَالْاِدَارَةِ وَالْاِعَاشَةِ لِجَمِيعِ ذَوِى الْحَيَاةِ وَالرَّحْمَانِيَّةِ وَالرَّحِيمِيَّةِ الْعَامَّةِ الشَّامِلَةِ الْمُكَمَّلَةِ بِالْمُشَاهَدَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist die Erde mit allem, was darauf und darinnen ist, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der Unterordnung, der Verwaltung und Pflege, der Erschließung, der Verteilung der Samen, der Erhaltung, Versorgung und Ernährung aller Lebewesen durch Seine alles umfassende, vollkommene Gnade und Barmherzigkeit, so wie wir sie bezeugen."}

Das Zeugnis der Meere und Ströme

Nun verstärkt sich mit jeder Seite, die er liest, sein Glaube, welcher der Schlüssel zur Glückseligkeit ist. Es wächst seine Erkenntnis, die der Schlüssel geistiger Entwicklung ist. Bis zu einem gewissen Grade liegt ihm nun die Wahrhaftigkeit des Glaubens an Allah klarer vor Augen, die der Grundsatz und die Quelle jeglicher Vollkommenheit ist. Der innere Genuss und der Geschmack (den er am Reisen gewonnen hat), spornt seinen Eifer mächtig an. Obwohl er die so völlig sicheren Lektionen des Weltraumes von Himmel und Erde empfangen hat, fragt er dennoch beharrlich: "Gibt es da nicht noch mehr?" Da hört er die elegische Stimme der Meere, die berauschende Stimme der großen Ströme in ihrer ekstatischen, von Begeisterung erfüllten Dhikr-Feier. In ihrem Tun und Rauschen rufen sie ihm zu: "Sieh auch uns an! Lies auch in uns!" Da betrachtet er sie und erkennt:

Die Meere, in deren Natur es liegt, ein lebendiger, ständig bewegter Organismus zu sein, sich auszubreiten,

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alles zu überfluten und zu überschwemmen, umspannen die Erde, durchlaufen mit der Erde den Jahreskreis mit einer solchen Geschwindigkeit, dass sie fünfundzwanzigtausendmal schneller sind als der Mensch. Trotzdem verbreiten sie sich nicht weiter, überfluten nicht die Erde und überschwemmen nicht das Land ihrer Nachbarn. Das heißt also, dass ein überaus starker und gewaltiger Herr sie durch Seinen Befehl und in Seiner Macht still stehen lässt oder in Bewegung versetzt, sie bewacht und bewahrt.

Danach schaut er in das Innere des Meeres und sieht: Es gibt darinnen nicht nur die schönsten und kunstvollsten, wohlgestalteten Schätze, nein, Tausende von Lebewesen werden in ihm genährt und geführt, werden in ihm geboren und finden darin ihren Tod. All dies geschieht in schönster Ordnung. Die Nahrung und Versorgung, die in so vollkommener Weise aus einfachem Sand und salzigem Wasser erwächst, ist ganz offensichtlich ein Beweis für die Lenkung und Leitung und für die Versorgung durch den Allmächtigen in Seiner Majestät, den Allbarmherzigen in Seiner Vollkommenheit (Djemal = Schönheit).

Danach betrachtet dieser Gast die Flüsse und sieht: Ihre Wohltaten, die sie spenden, ihre Aufgaben, die sie verrichten, ihr Einzugsgebiet und ihre Kapazität sind so voll Weisheit und Erbarmen. Sie beweisen ganz offensichtlich, dass alle Ströme, Flüsse, Bäche, Quellen alle die großen Wasserstraßen aus der Schatzkammer der Erbarmungen des Barmherzigen in Seiner Majestät und Freigiebigkeit hervorkommen und ihr entströmen. Ja, das Bewässerungssystem mit seinen Schleusen und Speichern funktioniert in so vorzüglicher Weise, dass die Überlieferung sagt: "Vier Flüsse entströmen dem Paradies." Das heißt also, dass ihre Ursprünge weit jenseits der äußerlichen Welt liegen, dass sie aus dem Geist und aus der Schatzkammer eines Paradieses und nur aus dem Segen einer unsichtbaren und unerschöpflichen Quelle fließen.

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Zum Beispiel: Der heilige Nilstrom, der das Sandland Ägypten in ein Paradies verwandelt, fließt, als wäre er ein kleines Meer, aus einem Felsen, der Mondberg genannt wird, unaufhörlich heraus, ohne sich jemals zu erschöpfen. Könnte man seine Wassermassen sechs Monate lang sammeln und einfrieren, es entstünde daraus ein noch weit größerer Berg. Doch der für die Einlagerung eines solchen Eisberges zur Verfügung stehende Platz genügt noch nicht einmal seinem sechsten Teil. Was aber die Erneuerung des Wasservorrates betrifft, so genügt der Regen, der in dieser heißen Gegend nur sehr spärlich fällt und von der durstigen Erde schnell wieder aufgesaugt wird, kaum, ihn stets wieder aufzufüllen. Er ist sicherlich nicht im Stande, das Gleichgewicht im Wasserhaushalt aufrecht zu erhalten. So findet hier die Überlieferung, die besagt, dass der heilige Nil aus einem unsichtbaren Paradies entströmt, entgegen dem, was sonst auf Erden üblich ist, in einer sehr tiefen und schönen Wahrheit ihren Ausdruck.

So hat er denn nun den tausendsten Teil der ozeangleichen Wahrheit und der Zeugnisse gesehen, die Meere und Ströme in sich enthalten. Und er hat verstanden, dass sie alle zusammen mit einer Kraft, die der Größe der Meere entspricht لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."} und zur Bestätigung dieses Bekenntnisses so viele Zeugnisse anführen, wie es Bewohner (Makhluqat) in ihnen gibt. In der Absicht, das ganze Zeugnis der Meere und Ströme zum Ausdruck zu bringen, haben wir in der Vierten Stufe des Ersten Kapitels (makam) sinngemäß gesagt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ جَمِيعُ الْبِحَارِ وَالْاَنْهَارِ بِجَمِيعِ مَا فِيهَا بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَلتَّسْخِيرِ وَالْمُحَافَظَةِ وَالْاِدِّخَارِ وَالْاِدَارَةِ الْوَاسِعَةِ الْمُنْتَظَمَةِ بِالْمُشَاهَدَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen die Ströme und Meere mit allem, was darinnen ist, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der Unterordnung, der Erhaltung, der Speicherung, der umfassenden und wohlgeordneten Bewirtschaftung, so wie wir sie bezeugen."}

Die Berge als Masten

Dann rufen die Berge und Wüsten jenem Wanderer, der sich auf seiner Gedankenreise befindet, zu: "Auch wir sind ein Buch. Komm nun und lies in uns!" Da blickt er sie an und sieht:

Alle die Dienste und die vielen Aufgaben der Berge sind so gewaltig und so voller Weisheit, dass es den Verstand in Erstaunen versetzt. Zum Beispiel: Auf Befehl des Herrn traten die Berge aus der Erde hervor, und so aus der Erde hervortretend, beruhigten sie die Aufregungen, den Zorn und die Wut, welche die Umwälzungen im Inneren (der Erde) hervorruft. Im Hervorquellen der Berge und in ihren Kratern atmet die Erde, befreit sich so von gefährlichen Erschütterungen und Beben und stört nicht die Ruhe ihrer Bewohner, während sie ihre Bewegungsaufgabe erfüllt. Das heißt, so wie man Masten auf Schiffen errichtet, um sie vor Erschütterung zu bewahren und das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, so sind auch die Berge auf dem Schiff unserer Erde gleichsam als von Schätzen erfüllte Masten aufgerichtet, so wie viele Ayat des Qur'an, der ein Wunder der Verkündigung ist, es zum Ausdruck (Ferman) bringen, mit den Worten:

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﴿ وَالْجِبَالَ اَوْتَادًا ٭ وَاَلْقَيْنَا فِيهَا رَوَاسِىَ ٭ وَالْجِبَالَ أَرْسٰيهَا ﴾

{"Er hat die Berge zu Pflöcken gemacht" (Sure 78, 7) "Wir haben auf der Erde Berge errichtet" (Sure 50, 7) "Er hat die Berge fest begründet." (Sure 79, 32)}

Und noch ein Beispiel: Im Inneren der Berge finden sich lebensnotwendige Quellen jeder Art, Gewässer, Bodenschätze, Mineralien und Heilmittel eingelagert, aufgespeichert und bereitgestellt mit so viel Weisheit und Umsicht, mit solcher Freigiebigkeit und Voraussicht, dass er sich sagt, dies beweise ganz offensichtlich die grenzenlose Macht des Allmächtigen und die grenzenlose Weisheit des Allweisen und die Existenz Seiner Schatzkammern, Vorratshäuser und Seiner Dienerschaft. Und so verstand er es. Dann vergleicht er die Aufgaben der Berge und Wüsten, ihre Weisheiten, die so groß wie Berge sind. Mit diesen beiden Juwelen (Beispielen) gelangt er zu einer Erkenntnis, die so mächtig und so unerschütterlich ist wie die Berge, so groß und so weit wie die Wüsten, wenn sie in ihrer Vorratshaltung das Zeugnis von der Einheit Gottes (Tauhid) ablegen und sprechen: لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}

Und er sagt: "Ich glaube an Allah."

So ist bereits auf der Fünften Stufe der Ersten Abhandlung, um den Sinn all dessen zum Ausdruck zu bringen, gesagt worden:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِي دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ جَمِيعُ الْجِبَالِ وَالصَّحَارَى بِجَمِيعِ مَا فِيهَا وَمَا عَلَيْهَا بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ اِحَاطَةِ حَقِيقَةِ الْاِدِّخَارِ وَالْاِدَارَةِ وَنَشْرِ الْبُذُورِ وَالْمُحَافَظَةِ وَالتَّدْبِيرِ وَالْاِحْتِيَاطِيَّةِ الرَّبَّانِيَّةِ الْوَاسِعَةِ الْعَامَّةِ الْمُنْتَظَمَةِ الْمُكَمَّلَةِ بِالْمُشَاهَدَةِ
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{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle die Berge und Wüsten mit allem, was auf ihnen und in ihnen ist, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der Speicherung, der Bewirtschaftung, der Verbreitung der Samen, der Erhaltung und Verwaltung, der wohlgeordneten, vollkommenen, alles umfassenden Vorsorge des Herrn, so wie wir sie bezeugen."}

Die Welt der Bäume und Pflanzen

So durchfliegt nun der Reisende in seinen Gedanken die Berge und Wüsten und dabei öffnet sich seinen Gedanken das Tor zu den Welten der Bäume und aller übrigen Pflanzen. Sie fordern ihn zum Eintritt auf und rufen ihm zu: "Komm! Sieh Dich auch in unseren Gebieten um! Lies, was auch in uns geschrieben steht!" Da trat er ein und sah, dass sich eine hochherrschaftlich bekleidete Gesellschaft in geradezu königlichem Schmuck gebildet hat, welche die Schehada rezitiert, der Einheit und der Namen Allahs gedenkt und Dank sagt. Da verstand er, dass alle Arten von Bäumen und sonstigen Pflanzen auf ihre Weise gemeinsam

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ

{"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}

sagen. Denn durch alle die Bäume und die übrigen Pflanzen, die Früchte hervorbringen, bezeigen und bezeugen sie in einem immerwährenden Lobpreis und in der wohlgeformten und klaren Ausdrucksweise ihrer Blätter, in der kunstvollen eleganten Sprache ihrer Blüten, mit Früchten, die wohlgesetzten und treffenden Worten gleichen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm. Und so erkannte er die folgenden drei umfassenden Wahrheiten.

Erstens:

So wie sich in ganz offensichtlicher Weise eine wohldurchdachte Zuwendung (in'am) und Freigiebigkeit, eine klare und freie Güte und Wohlgesonnenheit in ihrer wahren und wirklichen Bedeutung bei jeder einzelnen Pflanze erkennen lässt, so wird sie auch in deren Gesamtheit mit sonnenlichtklarer Deutlichkeit sichtbar.

Zweitens:

Es lässt sich eine wohldurchdachte, von so viel Weisheit erfüllte Trennung und Differenzierung, die in

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jeder Weise die Möglichkeit irgendeines Zufalls zunichte macht und eine so klare und freie Ausschmückung und Ausgestaltung von solcher Barmherzigkeit bei so unendlich vielen Arten und Einzelexemplaren so klar und offensichtlich erkennen wie der lichte Tag. Und das zeigt, dass dies die Werke und Spuren eines allweisen Meisters sind.

Drittens:

Diese Formen, die auf zahllose Weisen in hunderttausend überaus verschiedenen Arten und Gestalten hervortreten, entfalten sich und erblühen in schönster Ordnung, in Schönheit und Ausgewogenheit aus einigen wenigen, untereinander austauschbaren, einfachen und leblos erscheinenden, einander zum Verwechseln ähnlich aussehenden oder kaum voneinander unterschiedenen Samenkernen und Körnchen zu zweihunderttausend untereinander verschiedenen, wohlgeordneten, völlig unterschiedlichen, ausgewogenen, lebendigen, weisheitsvollen, fehlerfreien, makellosen, auf ihre Art einmaligen Gestalten. Dies ist eine Tatsache, die noch klarer ist als Sonnenlicht. Da erkannte er, dass es entsprechend der Zahl der Blumen im Frühling, und der Früchte und Blätter, die er hervorbringt, ebenso viele Zeugen für diese Wahrheit gibt, und sagte:

الْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلَى نِعْمَةِ الْاِيمَانِ

{"Lobpreis und Dank sei Allah für die Gnade des Glaubens."}

Entsprechend wurde auf der Sechsten Stufe der Ersten Abhandlung (makam), um dieser Wahrheit Ausdruck zu verleihen, Folgendes ausgeführt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اِجْمَاعُ جَمِيعِ أَنْوَاعِ الْاَشْجَارِ وَالنَّبَاتَاتِ الْمُسَبِّحَاتِ النَّاطِقَاتِ بِكَلِمَاتِ أَوْرَاقِهَا الْمَوْزُونَاتِ الْفَصِيحَاتِ وَأَزْهَارِهَا الْمُزَيَّنَاتِ الْجَزِيلاَتِ وَاَثْمَارِهَا الْمُنْتَظَمَاتِ الْبَلِيغَاتِ بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَلْاِنْعَامِ وَالْاِكْرَامِ وَالْاِحْسَانِ بِقَصْدٍ وَرَحْمَةٍ. وَحَقِيقَةِ اَلتَّمْيِيزِ وَالتَّزْيِينِ وَالتَّصْوِيرِ بِاِرَادَةٍ وَحِكْمَةٍ مَعَ قَطْعِيَّةِ دَلاَلَةِ حَقِيقَةِ فَتْحِ جَمِيعِ صُوَرِهَا الْمَوْزُونَاتِ الْمُزَيَّنَاتِ الْمُتَبَايِنَةِ الْمُتَنَوِّعَةِ غَيْرِ الْمَحْدُودَةِ مِنْ نُوَتَاتٍ وَحَبَّاتٍ مُتَمَاثِلَةٍ مُتَشَابِهَةٍ مَحْصُورَةٍ مَعْدُودَةٍ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle Arten von Bäumen und sonstigen Pflanzen in ihrer Einheit, die Ihn in der Sprache ihrer wohlproportionierten und ihnen eindeutig zugeordneten Blätter, im Schmuck ihrer harmonisch gestalteten Blüten, ihrer wohlgestalteten, prägnanten Früchte lobpreisen, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der Geschenke, der Freigiebigkeit und Güte, mit dem Erbarmen und durch die Wahrheit der Unterscheidung, der bewussten Ausschmückung, mit dem Willen zur Gestaltung in Weisheit mit dem zuverlässigen Beweis der Wahrheit der Entfaltung aller ihrer wohlgestalteten, verzierten, voneinander unterschiedenen, zahllosen Formen von begrenzten, abgezählten Samenkernen und Körnern, die einander ähneln und entsprechen."}

Rezitation der Tiere

Nun holt sich unser Weltreisender aus dem Garten des Frühlings einen Rosenstrauß voll Erkenntnis und Glauben, so groß wie der Frühling selbst. Auf seiner Gedankenwanderung öffnet sich seinem Denken, während mit seinem Interesse und mit seinen Fortschritten auch Lust und Neigung wachsen, in dem Wissen um die Wahrheit

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und seinem Verständnis in der bereitwilligen Annahme des einmal als richtig Erkannten, das Tor zur Welt der Tiere des Himmels und der Erde. Mit Hunderttausenden unterschiedlichster Stimmen und in den verschiedensten Zungen wird er nun hereingerufen. "Tritt ein!", rufen sie ihm zu. Und er tritt ein und sieht:

Alle Tiere des Himmels und der Erde in allen ihren Klassen, Gruppen und Familien sprechen gemeinsam je nach ihrer Art und Ausdrucksweise:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."} und verwandeln so das Antlitz der Erde in ein Haus des Gottesgedenkens (dhikr) und eine Gesellschaft, welche die Schehada (tehlil) rezitiert. Und so erkennt er, dass jedes einzelne von ihnen in seiner Eigenschaft eine Kasside des Herrn, ein Wort der Lobpreisung, einen bedeutungsträchtigen Buchstaben des Allbarmherzigen, des Meisters verkörpert, Ihm in dieser Art Lob sagend und Ihm dankend. Es ist, als seien alle diese Empfindungen, Fähigkeiten, Instrumente, Werkzeuge und Geräte all der Tiere des Himmels und der Erde gleich wohlgesetzten Versen nach Reim und Metrik, gleich wohlgeordneten und vollendeten Worten. So ihrem Schöpfer und Ernährer dankend und Seine Gegenwart (Vahdaniyet) bezeugend, sind sie ein absolut sicherer Beweis der nachstehenden drei gewaltigen und allumfassenden Wahrheiten, von denen unser Reisender Zeugnis gibt:

Erstens:

Die Weisheit, die sich bei ihrer Schöpfung aus dem Nichts offenbart, die Kenntnis und der Sachverstand, der sich bei ihrer Erschaffung und Gestaltung zeigt, die Kunstfertigkeit, die darin deutlich wird, wie sie ins Dasein treten, können unmöglich einem planlosen Zufall, einer blinden Macht und den unbewussten Kräften der Natur zugeschrieben werden. Die Tatsache, dass ihnen die Seele (ruh) eingehaucht und das Leben gegeben wurde, und dass sich in ihnen zwanzigfach Wollen,

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Wissen und Weisheit manifestiert, ist ein ozeangleiches Zeugnis, dass in so vielfacher Weise bestätigt wird, wie es beseelte Wesen gibt. Sie bezeugt den Herrn des Lebens, der Unwandelbarkeit, die unbedingte Notwendigkeit Seiner Existenz, Seine sieben Eigenschaften (sifat: Leben, Wissen, Hören, Sehen, Wollen, die Macht und das Wort) und die Einheit (Vahdet).

Zweitens:

In zahllosen Kunstwerken, die sich in ihrem Aussehen voneinander unterscheiden, sowie entsprechend ihrer künstlerischen Gestaltung, entsprechend dem ökologischen Gleichgewicht ihrer Population und entsprechend der Stimmigkeit in ihrer Erscheinung, die nun voneinander getrennt und kunstvoll verziert werden, denen nun eine Form gegeben, wird diese so gewaltige Wahrheit sichtbar, dass alle diese umfassenden Vorgänge, die in jeder Hinsicht Tausende von Wundern und Weisheiten sichtbar machen, keinen anderen zum Herrn haben können, als den, der aller Dinge mächtig ist, und der um alle Dinge weiß. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht und ist auch gar nicht vorstellbar.

Drittens:

Aus lauter kleinen und großen Eiern, die alle dieselbe Form haben, die alle gleich oder ähnlich aussehen, bzw. sich nur wenig voneinander unterscheiden, begrenzt und beschränkt in ihrer Zahl, sowie aus Wassertropfen, die man Spermien nennt, entstehen diese Hunderttausende unterschiedlichster Arten verschiedenster Tiere, und jedes einzelne seinem Wesen nach ein Wunder der Weisheit, überaus wohlgeformt und gestaltet in makelloser Ausgewogenheit, entfalten sich und sind so - jedes einzelne von ihnen - als eine glänzende Tatsache Zeugnis und Urkunde entsprechend der Anzahl der Tiere und beleuchten dergestalt diese Wahrheit.

Also sprechen diese Arten von Tieren in Übereinstimmung mit den drei Wahrheiten: لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}

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Dafür legen sie Zeugnis ab. Und es ist, als ob die Erde wie ein einziger großer Mensch ihrer Größe entsprechend لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."} sagte, sodass es die Bewohner des Himmels hören. Dies hat unser Reisender erkannt und alle Lehren daraus gezogen.

Auf der Siebenten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) haben wir Folgendes gesagt, um dieser Tatsache Ausdruck zu verleihen:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ إِتِّفَاقُ جَمِيعِ أَنَوَاعِ الْحَيَوَانَاتِ وَالطُّيُورِ الْحَامِدَاتِ الشَّاهِدَاتِ بِكَلِمَاتِ حَوَاسِّهَا وَقُوَاهَا وَحِسِّيَاتِهَا وَلَطَآئِفِهَا الْمَوْزُونَاتِ الْمُنْتَظَمَاتِ الْفَصِيحَاتِ وَبِكَلِمَاتِ اَجْهِزَتِهَا وَجَوَارِحِهَا وَاَعْضَآئِهَا وَآلاَتِهَا الْمُكَمَّلَةِ الْبَلِيغَاتِ بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ الْاِيجَادِ وَالصُّنْعِ وَالْاِبْدَاعِ بِالْاِرَادَةِ وَحَقِيقَةِ اَلتَّمْيِيزِ وَالتَّزْيِينِ بِالْقَصْدِ. وَحَقِيقَةِ اَلتَّقْدِيرِ وَالتَّصْوِيرِ بِالْحِكْمَةِ مَعَ قَطْعِيَّةِ دَلاَلَةِ حَقِيقَةِ فَتْحِ جَمِيعِ صُوَرِهَا الْمُنْتَظَمَةِ الْمُتَخَالِفَةِ الْمُتَنَوِّعَةِ غَيْرِ الْمَحْصُورَةِ مِنْ بَيْضَاتٍ وَقَطَرَاتٍ مُتَمَاثِلَةٍ مُتَشَابِهَةٍ مَحْصُورَةٍ مَحْدُودَةٍ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle Arten von Vögeln und sonstigen Tieren in ihrer Einheit, die Ihn lobpreisend bezeugen in der Sprache ihrer wohlausgewogenen, wohlgeordneten, eindeutigen Anlagen und Fähigkeiten, ihres inneren und äußeren Wahrnehmungsvermögens, in der beredsamen Sprache ihrer Körper mit ihren Organsystemen und sonstigen Kostbarkeiten, ihren Besonderheiten und vollkommenen Werkzeugen, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis der Schöpfung, Formung und Gestaltung, durch Seinen Willen und durch die Wahrheit der Unterscheidung, der bewussten Ausschmückung, durch die Wahrheit der Vorausplanung, der Gestaltung in Weisheit mit dem zuverlässigen Beweis der Wahrheit der Entfaltung aller ihrer wohlgestalteten, voneinander unterschiedenen, zahllosen Formen von begrenzten und verschlossenen Eiern und Spermien, die einander ähneln und entsprechen."}

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Die aufrechten Botschafter

Nun wollte unser Gedankenreisender auf der endlosen Sprossenleiter der Gotteserkenntnis, der zahllosen Freuden und der Lichter weiter voranschreiten, in den Kosmos der Menschen und die Welt des Menschlichen eintreten. Da luden ihn zuerst diejenigen ein, welche Propheten genannt werden. Er trat ein, betrachtete zuerst die Wohnstätten vergangener Zeiten und erkannte:

Alle Propheten, welche unter den Menschen höchste Erleuchtung und größte Vollkommenheit erlangt haben, sprechen gemeinsam: لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}

Sie wiederholen unablässig Seinen Namen (dhikr). Sie rufen in der Kraft zahlloser, glänzend bestätigter Wunder zur Einheit Gottes (Tauhid) und geben den Menschen, die sie zum Glauben an Gott eingeladen haben, Unterricht, um sie von der Stufe der Tiere zum Rang der Engel empor zu führen. Dies sehend, kniet auch er in dieser lichtvollen Medresse nieder, um am Unterricht teilzunehmen. Und er erkannte:

Da der Schöpfer des Alls durch die Hand jedes Einzelnen von den großen unter den berühmtesten Lehrern der Menschheit Wunder wirkte, um ihre Auserwählung zu bestätigen, fanden sie auch durch die Botschaft jedes einzelnen unter ihnen Bestätigung bei einer gewaltig großen Menschenmenge, die ihre Gemeinde bildete und zum Glauben gelangte. So konnte er nun rückschließend feststellen, was für eine mächtige und absolut sichere Wahrheit dieser Tatsache zu Grunde liegt, die von Hunderttausenden

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ernsthafter und geradliniger Persönlichkeiten gemeinsam und übereinstimmend beurteilt und bestätigt wird. Zudem verstand er nun, was für einen Fehler, welch ein Verbrechen die Leute des Irrwegs begehen und welch grenzenlose Strafe sie verdienen, wenn sie diese mächtige Wahrheit leugnen, die doch durch zahllose Wunder von so vielen aufrechten Botschaftern ratifiziert und bewiesen wurde. Und andererseits erkannte er nun, welche Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit auf Seiten derer ist, welche die Propheten bestätigen und den Glauben angenommen haben. So wurde ihm eine noch höhere Stufe eines heiligen und makellosen Glaubens offenbar.

Es sind in der Tat nicht nur die zahllosen Wunder, welche eine aktive Bestätigung von Gott dem Gerechten für Seine Propheten sind, die so sehr vielen himmlischen Schläge, welche die Gegner treffen und die Wahrhaftigkeit aufzeigen, die Vollendung ihrer Persönlichkeit, die beweist, dass sie gerecht sind, die Wahrhaftigkeit ihrer Lehren, die Stärke ihres Glaubens, die bezeugt, dass sie geradlinig sind, indem sie ihrem Wege folgten, was ein Zeugnis ist dafür, dass ihre Wege geradlinig sind und wahr. Es ist zudem auch der Konsens dieser durchaus ernstzunehmenden Botschafter, ihre Übereinstimmung in allen konkreten Fragen, in ihren Aussagen, in ihrer Beweisführung, ihre wechselseitige Unterstützung und gegenseitige Bestätigung. Dies alles ist gleich einer Urkunde und eine solche Kraft liegt darin, dass keine Macht der Welt dem zu widerstehen vermag und keine Zweifel und keine Unentschlossenheit danach mehr zurückbleibt.

Er verstand nun auch, dass der Glaube an alle Propheten, inbegriffen in den Glaubensgrundsätzen, eine weitere Bestätigung, und diese Bestätigung eine große Quelle der Kraft ist. Aus ihrem Unterricht empfing er viel Segen für seinen Glauben. Den oben erwähnten Lektionen des Reisenden entsprechend wurde auf der Achten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) Folgendes zum Ausdruck gebracht:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ إِجْمَاعُ جَمِيعِ الْاَنْبِيَاءِ بِقُوَّةِ مُعْجِزَاتِهِمِ الْبَاهِرَةِ الْمُصَدِّقَةِ الْمُصَدَّقَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle Propheten in ihrer Gemeinsamkeit durch die Kraft ihrer offensichtlichen Wunder, die sowohl bestätigen, als auch bestätigt sind."}

Die Schule der Nachfolger der Propheten

Nun wurde unser reisender Schüler, nachdem er aus der Kraft des Glaubens eine hohe Begeisterung gewonnen hatte, auf dem Wege von der Versammlung der Propheten von den Kennern der Wahrheit (muhaqqiqin), die durch sichere und starke Zeugnisse der Gelehrten ('ulema) mit wissenschaftlicher Genauigkeit ('ilme-l'yaqin) die Lehre (dava) bewiesen, der Geläuterten (Asfiya) und der Getreuen (Siddiqin), die den Ozean der Lehre in sich enthalten und die Exegeten des Qur'an (mudjtehid) sind, in ihre Schule eingeladen. Dorthin ging er nun und sah:

Tausende überragender Geister und Hunderttausende von Forschern und Exegeten mit ihren eingehenden Untersuchungen, die keine Haaresbreite für einen Zweifel offen lassen, beweisen die Notwendigkeit der Existenz Gottes und Seiner Einheit, und befassen sich zugleich mit der Lösung aller konkreten Angelegenheiten des Glaubens. Es ist in der Tat bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer Begabung und Berufung gerade die ihnen allen gemeinsame Übereinstimmung in den Grundsätzen und in der Ausübung des Glaubens, es sind die starken und zuverlässigen Zeugnisse, auf die sie sich stützen, welche in ihrer Beweiskraft so stark sind, dass man sich ihnen nur dann entgegenstellen könnte, wenn es möglich wäre, ihrer Gesamtheit eine geistige Kapazität und Intelligenz entgegenzusetzen und entgegen der Gesamtheit ihrer Beweisführung einen Gegenbeweis zu erbringen. Weil dies aber so ist, können die Gegner des Glaubens nur in ihrer Unbelehrbarkeit und Torheit und in ihrer Widersetzlichkeit, in ihrer Hartnäckigkeit bei nicht zu beweisenden

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abstrakten Fragen dadurch noch das Gegenteil erreichen, dass sie ihre Augen vor (solchen Beweisen) verschließen. Doch wer seine Augen verschließt, verwandelt den Tag dadurch nur für sich selbst in Nacht.

Unser Reisender erkannte, dass die Lichter über dieser großartigen und weiten Schule, welche von diesen ehrenwerten und ozeangleichen Lehrern (Ustadh) ausstrahlen, schon seit mehr als tausend Jahren den halben Erdkreis erleuchten. Und er traf dort eine so starke geistige Kraft an, dass alle Bestreiter der Wahrheit, hätten sie sich dort versammelt, keinen unter ihnen hätten beirren oder erschüttern können. So wurde auf der Neunten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) zu der Lektion, die der Reisende in dieser Schule erhalten hatte, folgender kurzer Hinweis gegeben:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اِتِّفَاقُ جَمِيعِ الْأَصْفِيَاءِ بِقُوَّةِ بَرَاهِينِهِمِ الزَّاهِرَةِ الْمُحَقَّقَةِ الْمُتَّفِقَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle Geläuterten (Asfiya) in ihrer Einheit und Übereinstimmung durch die Kraft ihrer offensichtlichen, wahren, miteinander übereinstimmenden Zeugnisse."}

Im Haus des Gottesgedenkens

Nun wird unser Gedankenreisender, nachdem sich sein Glaube noch mehr gestärkt und entfaltet hat, vom Grade wissenschaftlicher Überzeugung zur Stufe augenscheinlicher Sicherheit fortgeschritten ist und er sich sehr danach sehnt, die Lichter und die Freuden zu schauen, auf dem Wege aus der Medresse von Hunderttausenden, ja Millionen heiligmäßiger Lehrer (Murshid), die in dem einen so überaus segensreichen und erleuchteten großen Derwischkloster, das so weit ist wie die Wüste, hervorgegangen aus der Vereinigung zahlloser Konvente großer und kleiner Derwischklöster, die sich in der Herberge, in dem Hause des Gottesgedenkens (dhikr) und der Rechtleitung, in dem großen Garten Mohammeds

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(Friede und Segen sei mit ihm) und unter dem Schatten der Himmelfahrt Ahmeds (Friede und Segen sei mit ihm) um die Wahrheit bemühen, zur Wahrheit gelangt sind, ja, sie mit augenscheinlicher Sicherheit erkannt haben, ins Kloster (dergah) eingeladen. Dort tritt er nun ein und sieht:

Diese Lehrer machen als Entdecker (ehl-i keshf) und Wundertäter, gestützt auf das, was sie erkannt und bezeugt haben, und auf ihre Wunder, vor aller Welt die notwendige Existenz und Einheit des Herrn bekannt und sprechen alle miteinander gemeinsam: لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ {"Es gibt keinen Gott außer Ihm."}

So wie man die Sonne durch das Licht ihrer sieben Farben erkennt, so erkannte auch unser Reisender durch die siebzig Farben, ja sogar durch so viele Farben, wie es Namen Gottes gibt, mit augenscheinlicher Sicherheit, wie offensichtlich und klar die urewige Sonne der göttlichen Wahrheit ist, deren verschiedenste lichtvolle Farben, Orden von Rechtgläubigen unterschiedlichster Couleur, differenzierte echte Berufungen, voneinander abgegrenzte Schulen der Wahrheit durch überragende Geistesgrößen von heiligmäßigem Ruf, durch erleuchtete Kenner der Wahrheit in allgemeiner Übereinstimmung unterstrichen werden. So wurde ihm die Übereinstimmung der Propheten untereinander, der Gelehrten und der Heiligen mit ihnen und die gemeinsame Übereinstimmung all dieser drei mit weit größerer Schärfe klar, als das Licht des Tages auf das Vorhandensein der Sonne hinzuweisen vermag.

Als ein kurzer Hinweis auf den Segen, den dieser Gast in dem Kloster (tekke) empfing, wurde in der Zehnten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) wie folgt gesagt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ إِجْمَاعُ الْاَوْلِيَاءِ بِكَشْفِيَاتِهِمْ وَكَرَامَاتِهِمِ الظَّاهِرَةِ الْمُحَقَّقَةِ الْمُصَدَّقَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle Gottesfreunde (auliya) in ihrer Einheit und Übereinstimmung durch ihre offensichtlichen, wahrhaftigen und bestätigten Entdekkungen und Wunder (keramat)."}

Die Begegnung mit Engeln

Jetzt erhob unser Weltreisender, in dem Wissen, dass die höchste, bedeutendste Stufe menschlicher Vollendung, ja vielleicht Ursprung und Quelle aller menschlichen Vollkommenheit die Gottesliebe ist, die aus dem Glauben an Allah und der Gotteserkenntnis erwächst, sein Haupt zum Himmel und wünschte sich mit aller Macht und Fähigkeit, dass sich die Kraft seines Glaubens und die Entfaltung seiner Erkenntnis noch stärker entwickeln möge, und sagte zu seinem Verstand:

"Es ist nun einmal das Leben das Kostbarste, was es in der Welt gibt. Alles, was da ist im All, ist in den Dienst des Lebens gestellt. Unter allem, was da lebt aber hat der Geist den höchsten Wert. Unter allen beseelten Wesen aber sind am kostbarsten die mit Bewusstsein begabten. Um dieses ihres Wertes willen und um alles Lebendige unablässig zu mehren, füllt sich und leert sich das Erdenrund von Generation zu Generation und von Jahr zu Jahr. Es ist ohne allen Zweifel sicher, dass der Himmel ein Aufenthaltsort ist für Bewohner, die Leben, Geist und Bewusstsein besitzen, wie denn auch von alters her übereinstimmende Ereignisse tradiert und überliefert werden, dass sich in Gegenwart Mohammeds (Friede und Segen sei mit ihm) Engel gleich dem Erzengel Gabriel (Friede sei mit ihm) verkörperten, auch seinen Gefährten sichtbar wurden und mit ihnen redeten. Würde dies geschehen, könnte auch ich mit den Bewohnern des Himmels plaudern und wüsste um ihre Gedanken. Denn ihnen kommt die bedeutendste Aussage über den Schöpfer des Alls zu." Während er noch darüber nachdachte,

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hörte er plötzlich eine Stimme vom Himmel, die zu ihm sprach:

"Du hast also nun den Wunsch geäußert, uns zu begegnen und dich an unserem Unterricht zu beteiligen. So wisse denn, dass wir die Dinge des Glaubens als erste angenommen haben, welche durch unsere Vermittlung zu allen Propheten gelangt sind, vor allem aber der Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, und vor allem zu Hasret-i Mohammed (Friede und Segen sei mit ihm).

So haben denn alle guten Geister, welche Gestalt angenommen, sich den Menschen gezeigt haben und zu den unsrigen gehörten, einstimmig und ohne jede Ausnahme Zeugnis abgelegt, dass es mit Notwendigkeit einen Schöpfer des Alls geben muss, Seine Einheit (Vahdet) und Seine heiligen Attribute bekannt, einander in Übereinstimmung und gegenseitiger Entsprechung davon Kunde gebracht. Diese unbegrenzte Entsprechung und Übereinstimmung sei dir ein sonnengleicher Führer." Da erglänzte das Licht seines Glaubens und er stieg von der Erde zum Himmel auf.

So wurde auf der Elften Stufe der Ersten Abhandlung als ein kurzer Hinweis auf die Lektion, die unser Reisender von den Engeln empfangen hatte, Folgendes gesagt:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اِتِّفَاقُ الْمَلٰٓئِكَةِ الْمُتَمَثِّلِينَ ِلأَنْظَارِ النَّاسِ وَالْمُتَكَلِّمِينَ مَعَ خَوَاصِّ الْبَشَرِ بِاِخْبَارَاتِهِمِ الْمُتَطَابِقَةِ الْمُتَوَافِقَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen die Engel in ihrer Einheit und Übereinstimmung, die sich vor den Augen der Menschen manifestiert und mit auserwählten Menschen gesprochen und ihnen übereinstimmende, einander entsprechende Botschaften gebracht haben."}

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Die Denker und die Leute des Herzens

Nun hatte unser Gast, brennend vor Sehnsucht und Begeisterung, nachdem er in der Welt des Zeugnisses, der Verkörperung und der Materie, von verschiedenen Gruppen ausgesprochen wie unausgesprochen Unterricht erhalten hatte, noch den Wunsch, durch die Welt des Verborgenen und die Zwischenwelt (berzah) zu reisen, sie zu studieren und die Wahrheit eingehend zu untersuchen. Da öffnete sich ihm das Tor eines friedfertigen und lichtvollen Herzens und eines geradlinigen und erleuchteten Geistes, der Kern menschlichen Wesens, wie er sich unter jeder Gruppe Menschen findet, und die Frucht des Alls ist, sodass der Mensch trotz seiner Kleinheit innerlich die ganze Welt umfasst. Er sah:

Sie bilden die Zwischenwelt (berzah) des Menschen in der Mitte zwischen der unsichtbaren und der bezeugten Welt. Er sah die Stelle, wo diese beiden Welten einander berühren und sich miteinander austauschen, wie es dem Menschen entspricht, und sprach zu seinem Herzen und zu seinem Verstand:

"Kommt, der Weg zur Wahrheit durch das Tor, das ihr seid, ist noch kürzer. Wir sollten nicht wie auf den bisherigen Wegen über das Medium der Sprache unseren Unterricht erhalten, vielmehr im Glauben ihre besonderen Eigenschaften und Farben studieren und daraus unseren Nutzen ziehen." So begann er mit dem Studium...

Und er erkannte:

Mögen sie auch in ihren Charakteren sehr voneinander abweichen und ihre Wege weit voneinander entfernt, ja einander entgegengesetzt sein, so stimmen sie dennoch in der Geradlinigkeit und leuchtenden Klarheit ihres Denkens, in der Standfestigkeit und ruhigen Zuversicht ihrer Überzeugung und Gewissheit im Glauben und in der Lehre von der Einheit (Tauhid) miteinander überein. Das heißt also, dass sie sich auf eine Wahrheit stützten und sich ihr verbunden wussten, dass ihre Wurzeln tief in die Wahrheit eingedrungen waren und nicht wieder ausgerissen werden können. So bildet denn ihre Einheit in den

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Grundsätzen des Glaubens in dem, der Da-Sein muss und in Seiner Einheit eine leuchtende Kette, die nie zerbrochen werden kann, und ist zugleich ein erleuchtetes Fenster, das sich auf die Wahrheit hin öffnet.

Nun also sah er: Mochten auch die Wege, die sie eingeschlagen hatten, noch so weit voneinander entfernt und voneinander verschieden sein, so sind doch ihrer aller Herzen gefestigt und erleuchtet in der Übereinstimmung in den Glaubensgrundsätzen, in der ruhigen Zuversicht, in den Entdeckungen, die ihre Begeisterung erwecken, in den Beobachtungen und den Entsprechungen, die sie bezeugen und in der Lehre von der Einheit, die sie alle miteinander vereint. Das heißt also, dass diese leuchtenden Herzen, die auf die Wahrheit ausgerichtet sind, zur Wahrheit gelangt sind, und sie verkörpern und von denen jedes einzelne einem winzigen Thron der Erkenntnis des Herrn, jedes einzelne einem Brennspiegel göttlicher Einzigartigkeit (Samad) gleich, diese Fenster, die sich auf die Wahrheit hin öffnen, alle zusammen einen gewaltigen Spiegel bilden, der dem Meeresspiegel gleich das Licht der Sonne empfängt. Ihre Gemeinsamkeit und Übereinstimmung in der Lehre von der Existenz und Einheit (Vahdet) des Notwendig-Seienden ist ein vollkommener Wegweiser und ein überragender Lehrer (Murshid), der niemals irrt und niemals in die Irre führt. Denn es ist unter gar keinen Umständen möglich oder auch nur wahrscheinlich, dass eine Vorstellung, abweichend von der Wahrheit, ein unwahrer Gedanke, eine irreale Fähigkeit so dauerhaft und beständig die scharf und weitsichtigen Augen aller, gleichzeitig und insgesamt betrügen oder ihnen etwas vorgaukeln sollte. Da verstand er, dass nur ein krankhafter und verdorbener Intellekt so etwas für möglich halten könnte. Denn selbst diese törichten Philosophen, die das Weltall verleugnen, wären nicht damit zufrieden, würden so etwas zurückweisen. Nun sagten Herz und Verstand gemeinsam:

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اٰمَنْتُ بِاللّٰهِ

{"Wir glauben an Allah."}

So wurde auf der Dreizehnten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) über die Erkenntnis aus dem Glauben in einem kurzen Hinweis auf den Nutzen, den unser Reisender von den geradlinig denkenden Intelligenzen und den erleuchteten Herzen empfangen hatte, Folgendes gesagt:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اِجْمَاعُ الْعُقُولِ الْمُسْتَقِيمَةِ الْمُنَوَّرَةِ بِاِعْتِقَادَاتِهَا الْمُتَوَافِقَةِ وَبِقَنَاعَاتِهَا وَيَقِينَاتِهَا الْمُتَطَابِقَةِ مَعَ تَخَالُفِ الْاِسْتِعْدَادَاتِ وَالْمَذَاهِبِ وَكَذَا دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اِتِّفَاقُ الْقُلُوبِ السَّلِيمَةِ النُّورَانِيَّةِ بِكَشْفِيَاتِهَا الْمُتَطَابِقَةِ وَبِمُشَاهَدَاتِهَا الْمُتَوَافِقَةِ مَعَ تَبَايُنِ الْمَسَالِكِ وَالْمَشَارِبِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle aufrechten Intelligenzen in ihrer Gemeinsamkeit, erleuchtet von ihrem übereinstimmenden Glauben und der einander entsprechenden Gewissheit, trotz aller Verschiedenheit in ihren Begabungen und aller Unterschiedlichkeit ihrer Wege. Genau so beweist auch die Einheit und Übereinstimmung der rechtgeleiteten Herzen, erleuchtet von ihren übereinstimmenden geistigen Entdeckungen und einander entsprechenden Visionen, trotz aller Verschiedenheit in ihren Wegen und ihrer Temperamente die Notwendigkeit Seiner Existenz."}

Offenbarung und Inspiration

Nun fragte unser Reisender auf seiner Fahrt durch Herz und Verstand: "Was wird wohl die Welt des Verborgenen sagen?", und klopfte in diesem Gedanken voll Ungeduld an die Pforte zur verborgenen Welt. Denn es gibt nun einmal in dieser Welt der Verkörperung und der Materie ein Wesen, eine Persönlichkeit, die offensichtlich klarer als durch Worte und Reden sich in Taten gleich unendlich vielen überaus schönen, kunstvoll gestalteten Arbeiten zu erkennen gibt, ob unendlich vieler wohltuender,

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schön gestalteter Gnadenerweise geliebt zu werden wünscht, und Seine verborgene Vollkommenheit in unendlich vielen wunderbaren und geistvollen Werken verständlich machen möchte. Er drückt sich bestimmt in jedem Fall, wie Er das durch Seine Taten und in Seinem So-Sein tut, auch in Wort und Rede aus, gibt sich darin zu erkennen und bewirkt, dass Er durch sie geliebt wird. Deshalb sagt er nun in Anbetracht der verborgenen Welt: "Wir müssen Ihn auf Grund Seiner Manifestationen erkennen." So trat er denn mit seinem Herzen in sie ein, schaute sie mit den Augen seines Verstandes und erkannte:

Die Tatsache der Offenbarung herrscht in der unsichtbaren Welt, und manifestiert sich in ihr mit großer Macht. Weit mehr als das Zeugnis des Alls und der Geschöpfe erwächst aus der Welt des Unsichtbaren durch die Wahrheit der Offenbarung und der Inspiration das Zeugnis der Existenz und Einheit (Tauhid) Gottes. Das Zeugnis für sich, Seine Existenz und Seine Einheit (Vahdet) bleibt nicht allein abhängig vom Zeugnis Seiner Werke. Er macht sich verständlich durch das urewige Wort, das Seiner würdig ist. Und das Wort, das von Ihm ausgeht, ist gleichfalls grenzenlos, ist allgegenwärtig und allschauend in Seinem Wissen und in Seiner Macht. Wie der Geist (mana) Seiner Worte uns Ihn erkennen lässt, so lässt uns Seine Mitteilungsfähigkeit (sifat-i kelam) auch Seine Attribute erkennen.

In der Tat ist es nach der Überlieferung von hunderttausend Propheten und in der Übereinstimmung ihrer Berichte, was ihre Erwählung zu Empfängern und Verkündern der göttlichen Botschaft betrifft, durch die Beweise und Wunder der heiligen Bücher und himmlischen Schriften, welche die überwältigende Mehrheit des Menschengeschlechtes bestätigt und als Richtschnur angenommen hat, ihnen folgt und welche die Früchte der Offenbarung und selbst bezeugte Offenbarung sind, ganz klar und offensichtlich geworden, dass die Offenbarung (Gottes) wahrhaftig eine feststehende Tatsache ist. Dies

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erkannte er und verstand, dass die Tatsache der Offenbarung in fünf heiligen Wahrheiten zum Ausdruck kommt und in ihnen ihr Gutes findet.

Erstens:

لِلتَّنَزُّلاَتِ الْاِلَهِيَّةِ اِلٰى عُقُولِ الْبَشَرِ

{"Die göttliche Herabkunft (entspricht) dem menschlichen Intellekt."}

So zu sprechen, wie der menschliche Intellekt es zu verstehen mag, ist Herabkunft göttlicher Demut. Er hat in der Tat allen Seinen beseelten Geschöpfen die Fähigkeit zu sprechen verliehen und versteht ihre Sprache. Sich selbst an ihren Konferenzen mit einer eigenen Rede zu beteiligen, ist gewiss ein Erfordernis Seiner göttlichen Herrschaft.

Zweitens:

Derjenige, welcher um Seiner Selbstoffenbarung willen das All mit einem grenzenlos hohen Aufwand von Grund auf wunderbar erschaffen hat, dass es Seine Vollkommenheit mit Tausenden von Zungen verkünde, wird sich selbst gewiss auch mit eigenen Worten zum Ausdruck bringen.

Drittens:

So wie Er die Bittgebete und die Dankgebete derjenigen unter Seinen Geschöpfen, die Er als erste erwählt hat, welche Seiner am meisten bedürfen, welche so hoch empfindlich sind und mit solcher Sehnsucht nach Ihm verlangen, nämlich der wahren Menschen, mit tatkräftiger Hilfe beantwortet, so ist es auch Kennzeichen Seiner Schöpfermacht, ihnen auch mit Worten Sein Entgegenkommen zu erweisen.

Viertens:

Die Gabe des Wortes ist eine Erscheinung von leuchtender Klarheit, absolut notwendig zur Erkenntnis und für das Leben. In einer Persönlichkeit, die umfassendes Wissen besitzt und ewiges Leben in sich trägt, wird sie sich bestimmt auch in einer umfassenden und ewigen Form vorfinden.

Fünftens:

Eine Persönlichkeit, die Seinen Geschöpfen in ihrem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden, in

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ihrer Angst und Sorge, in ihrem Suchen nach Halt und Stütze, in ihrem Verlangen, ihren Herrn und König zu finden, den Hunger und die Sehnsucht, die Armut und die Bedürftigkeit, die Sorge um die Zukunft, die Liebe und Verehrung eingegeben hat, muss ihnen sicherlich auch als ein Erfordernis Seiner Göttlichkeit, von Seiner Existenz dadurch Mitteilung machen, dass Er sie anspricht.

Also verstand er denn, dass die Herabkunft göttlicher Demut, die Selbstoffenbarung Gottes, das Entgegenkommen des Allbarmherzigen, das Wort des Hochgelobten und die Mitteilung des Einzigartigen (Samad), Wahrheiten, die alle zusammen in den himmlischen Offenbarungen enthalten sind, in ihrer Gesamtheit einen Beweis für die Existenz dessen, der Da-Sein muss und Seine Einheit darstellen, wie dieser Beweis gleichsam als eine Urkunde noch stärker ist als am Tage die Sonnenstrahlen ein Zeugnis für die Sonne.

Nun lässt er seine Blicke unter den Eingebungen umherschweifen und erkennt: Echte Eingebungen gleichen im Grunde einer Art von Offenbarung (vahiy), doch gibt es immerhin zwei Unterschiede zwischen ihnen:

Erster Unterschied:

Eine Offenbarung ist eine erhabene Eingebung, meistens durch die Vermittlung eines Engels, während die meisten Eingebungen ohne einen Mittler geschehen. So hat z.B. ein König bekanntlich zwei Möglichkeiten zu reden und Befehle zu erteilen:

Erstens:

Wenn es ihm ganz allgemein um die Majestät seines Königreichs geht und um seine Souveränität, so schickt er einen Botschafter zu einem Gouverneur. Um den Glanz seiner Herrschaft und die Bedeutung seines Auftrags zu betonen, bespricht er sich zunächst mit seinem Gesandten, bevor er seinen Erlass (ferman) veröffentlicht.

Zweitens:

Geschieht aber etwas nicht unter dem Zeichen des Sultans, nicht öffentlich im Namen des Königs, vielmehr in seinem eigenen Namen, in einer privaten Angelegenheit oder unbedeutenden Sache, dann äußert

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er sich privat durch einen persönlichen Boten, durch einen untergeordneten Diener oder über sein Privattelefon.

In ähnlicher Weise mag auch der urewige König unter Seinem Namen als dem Herrn aller Welten und mit dem Titel des Schöpfers des Alls Sein Wort in Form einer Offenbarung oder in Form einer an alle gerichteten Eingebung, die den Dienst einer Offenbarung versieht, oder in persönlicher Form an jeden einzelnen richten, weil Er der Herr und Schöpfer jedes einzelnen Lebewesens ist, doch hinter einem Schleier verborgen und dessen Auffassungsgabe entsprechend.

Zweiter Unterschied:

Eine Offenbarung ist schattenlos und rein, bestimmt für die Auserwählten. Eine Eingebung aber ist überschattet, unklar in ihren Farben und richtet sich an jedermann. Es gibt Eingebungen, die den Engeln zuteil werden, Eingebungen an Menschen, Eingebungen für Tiere (Instinkte!). So gibt es die allerverschiedensten und höchst unterschiedlichen Arten von Eingebungen, zahlreich wie die Tropfen des Meeres. Sie sind Quelle und Grund der Verbreitung der Worte des Herrn.

﴿ لَوْ كَانَ الْبَحْرُ مِدَادًا لِكَلِمَاتِ رَبِّى لَنَفِدَ الْبَحْرُ قَبْلَ أَنْ تَنْفَدَ كَلِمَاتُ رَبِّى ﴾

{"Wäre das Meer Tinte, um die Worte meines Herrn zu schreiben, das Meer wäre ausgeschöpft, noch bevor sich die Worte meines Herrn erschöpften." (Sure 18, 109)}

Da verstand er, dass dies einen Aspekt der Ausdeutung (tefthir) dieser Ayah darstellt.

Nun sah er sich unter Wesen, Weisheit und Zeugnis für die Offenbarung um und erkannte: Wesen, Weisheit und Frucht (der Offenbarung) besteht aus vier Lichtern.

Erstens:

So wie die Gottesliebe (Teveddud-u Ilahi) bedeutet, dass Er in Seinen Taten Seine Geschöpfe dazu veranlasst, Ihn zu lieben, desgleichen ist es auch ein Erfordernis der göttlichen Freundschaft (Vedudiyet) und Seiner Barmherzigkeit, sie auch durch Sein Wort, Seine Gegenwart und das vertraute Gespräch mit Ihm (sohbet) zu Seiner Liebe zu bewegen.

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Zweitens:

So wie Er die Gebete Seiner Diener und Anbeter mit Seinen Taten beantwortet, so ist es auch ein Kennzeichen Seiner Barmherzigkeit, ihnen auch mit Worten hinter einem Schleier zu entgegnen.

Drittens:

Den Geschöpfen, die von schwerem Unglück betroffen, in bedrückende Umstände geraten, um Hilfe rufen, schreien, flehen, nicht nur tatkräftig zu helfen, sondern ihnen auch mit inspirierenden Worten, wie in einer Art von Gespräch, Stütze zu geben, ist ein Erfordernis Seiner Göttlichen Herrschaft.

Viertens:

Nun verstand er: So wie Er Seinen mit Bewusstsein begabten Geschöpfen in all ihrer Unfähigkeit, in all ihrer Schwäche, in all ihrer Armut, in all ihrer Bedürftigkeit, die doch ihres Königs, ihres Hirten, ihres Führers, ihres Beschützers so sehr bedürfen und sich so sehr nach Ihm sehnen, in der Tat Sein Dasein, Seine Gegenwart, Seinen Schutz verspüren lässt, so projiziert Er auch einige Seiner echten Eingebungen, die als eine Art Spruch des Herrn gezählt werden, gleichsam wie auf eine Leinwand, um ihnen entsprechend ihrer Fähigkeit über das Telefon ihres Herzens auch durch Sein Wort Sein persönliches Dasein und Seine Gegenwart verspüren zu lassen. Dies ist ein zwangsläufiges und notwendiges Erfordernis göttlicher Liebe (shefqat-i Uluhiyet) und der Barmherzigkeit des Herrn.

Danach schaute er das an, wofür die göttlichen Eingebungen Zeugnis sind und erkannte: Setzen wir einmal den unmöglichen Fall voraus, die Sonne besäße Leben und Bewusstsein und die sieben Farben ihres Lichtes wären ihre sieben Fähigkeiten. Unter diesem Gesichtspunkt wären die Strahlungen und Wirkungen ihres Lichtes eine Art ihrer Kommunikation. In diesem Fall fände sich ihr Bild und Reflex in allen glänzenden Gegenständen. Sie könnte mit jedem Spiegel, mit jedem reflektierenden Gegenstand, mit jedem Glassplitter, mit jedem Bläschen und Tröpfchen, ja, mit jedem einzelnen glänzenden Stäubchen seiner Fähigkeit entsprechend kommunizieren und seinem Bedürfnis entsprechend entgegnen.

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Keine ihrer Handlungen stört eine andere ihrer Handlungen. Keines ihrer Gespräche würde ein anderes ihrer Gespräche behindern. So wie man dies alles mit bloßem Auge wahrnehmen könnte, so wäre offensichtlich in gleicher Weise auch zu verstehen, dass der König in Seiner Majestät von Ewigkeit zu Ewigkeit, der glorreiche Schöpfer allen Seins in Seiner Vollkommenheit (Djemal), die immerwährende Sonne, wie mit Seinem Wort, so auch in gleicher Weise mit Seinem Wissen und Seiner Macht, über allen Dingen steht, sie alle umfasst und sich entsprechend der Fähigkeit jeden Dinges manifestiert. Keine Bitte tritt einer anderen Bitte, keine Angelegenheit einer anderen Sache, keine Anrede einer anderen Ansprache in den Weg und stört sie nicht. Nun verstand er mit einer an augenscheinliche Sicherheit grenzenden wissenschaftlichen Genauigkeit, dass alle diese Auswirkungen, alle diese Arten der Kommunikation und der Eingebung, einzeln für sich betrachtet wie insgesamt und im Einklang miteinander, ein Beweis und ein Zeugnis für die Gegenwart, die notwendige Existenz, Einheit und Allgegenwart (Vahdet ve Ahadiyet) dieser urewigen Sonne sind.

Als einen kurzen Hinweis auf die Lektion in Erkenntnis, die dieser interessierte Gast aus der verborgenen Welt empfangen hatte, wurde auf der Vierzehnten und Fünfzehnten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) Folgendes gesagt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الْوَاحِدُ الْاَحَدُ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ إِجْمَاعُ جَمِيعِ الْوَحْيَاتِ الْحَقَّةِ الْمُتَضَمِّنَةِ لِلتَّنَزُّلاَتِ الْإِلٰهِيَّةِ وَلِلْمُكَالَمَاتِ السُّبْحَانِيَّةِ وَلِلتَّعَرُّفَاتِ الرَبَّانِيَّةِ وَلِلْمُقَابَلاَتِ الرَّحْمَانِيَّةِ عِنْدَ مُنَاجَاةِ عِبَادِهِ وَلِلْاِشْعَارَاتِ الصَّمَدَانِيَّةِ لِوُجُودِهِ لِمَخْلُوقَاتِهِ وَكَذَا دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ إِتِّفَاقُ الْاِلْهَامَاتِ الصَّادِقَةِ الْمُتَضَمِّنَةِ لِلتَّوَدُّدَاتِ الْاِلٰهِيَّةِ وَلِلْاِجَابَاتِ الرَّحْمَانِيَّةِ لِدَعَوَاتِ مَخْلُوقَاتِه وَلِلْاِمْدَادَاتِ الرَّبَّانِيَّةِ لاِسْتِغَاثَاتِ عِبَادِهِ وَلِلْاِحْسَاسَاتِ السُّبْحَانِيَّةِ لِوُجُودِهِ لِمَصْنُوعَاتِهِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss, der Einzige (Ahad) und Allgegenwärtige (Vahid). Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweisen alle echten Offenbarungen in ihrer Übereinstimmung, welche die göttliche Herabkunft, die Ansprache des Gepriesenen, die Verlautbarungen des Herrn, die Entgegnung des Erbarmers im Bittgebet Seines Dieners, die einzigartigen Kennzeichen Seiner Existenz für Seine Geschöpfe darstellt und so beweisen auch die echten Eingebungen in ihrer Gemeinsamkeit und Übereinstimmung die Notwendigkeit Seiner Existenz, welche die göttliche Freundschaft (Vedud) beinhaltet, sowie die Erfordernisse Seiner Barmherzigkeit gegenüber den Gebeten Seiner Diener, welche die Hilfe durch Seine Herrschaft auf die Hilferufe Seiner Diener und all Seiner Geschöpfe ist, und die ruhmreiche Vermittlung Seiner Existenz gegenüber Seinen Geschöpfen."}

Eine Reise in die "Glückliche Zeit"

Dann sagte der Reisende zu seinem Verstand: "Da suche ich also hinter allem Sein in diesem Kosmos meinen Herrn, Dem ich angehöre und Der mein Schöpfer ist. Sicherlich muss ich zuerst, um Mohammed (mit dem Friede und Segen sei) zu besuchen und ihn nach Dem zu fragen, Den ich suche, in die 'Glückliche Zeit' (asr-i sa'adet) eingehen." So nahm er seinen Verstand und ging dahin. Mohammed-i Arabi (mit dem Friede und Segen sei), der der berühmteste unter allem Sein und -

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wie auch seine Feinde es bestätigen - der vollkommenste, der größte Befehlshaber und der bekannteste Herrscher, der mächtigste in der Rede, der brillanteste von Verstand, erleuchtete vierzehn Jahrhunderte durch sein Leben, durch seine Lehre und durch sein(es Herrn) Buch (Qur'an). Und er sah, dass diese Zeit durch diese Persönlichkeit tatsächlich eine "Glückliche Zeit" für die Menschheit war, denn durch das Licht, das er brachte, machte er in kurzer Zeit aus einem Volk von primitiven Wilden eine Nation von Gelehrten, die die Welt beherrschte.

Dann sagte er weiter zu seinem Verstand: "Zuerst müssen wir in gewissem Grade den Wert dieser außerordentlichen Persönlichkeit, den Wahrheitsgehalt seiner Worte und die Zuverlässigkeit seiner Aussagen kennenlernen. Dann müssen wir ihn nach unserem Schöpfer fragen", und begann mit seiner Untersuchung. Von den zahllosen schlüssigen Beweisen, die er fand, wollen wir hier nur neun von den allgemein gültigen einzeln kurz aufzeigen.

Erstens:

In dieser Persönlichkeit finden sich - wie selbst seine Feinde bestätigen - alle schönen und guten Charakterzüge und Eigenschaften. Entsprechend der eindeutigen Aussage der Ayat

﴿ وَ نْشَقَّ الْقَمَرُ ﴾

{"Der Mond hat sich gespalten." (Sure 54, 1)}

und

﴿ وَمَا رَمَيْتَ إِذْ رَمَيْتَ وَلٰكِنَّ اللّٰهَ رَمٰى ﴾

{"Nicht du warst es, der geworfen hat, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen" (Sure 8, 17)}

wurde der Mond mit einem Fingerzeig gespalten und mit ein wenig Staub in seiner Hand, das er dem Heer seiner Feinde, dem der Staub in die Augen drang, entgegenwarf, jagte er das ganze Heer in die Flucht. Als sein eigenes

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Heer ohne Wasser war, tränkte er es ausreichend mit dem Wasser, das wie Kauthar (der Strom des Paradieses) seinen fünf Fingern entströmte. Durch seine Hand geschahen Hunderte dergleichen von Wundern, die zum Teil im Qur'an erwähnt werden (nass-i kat'i), zum Teil dennoch unbestreitbar sind (tevatur). Da ein Teil von ihnen - und zwar mehr als dreihundert - dies in einer außerordentlichen, die Wunder (des Qur'an) aufzeigenden Risala, die "Neunzehnter Brief über die Wunder Ahmeds (mit dem Friede und Segen sei)" genannt wird, mit zuverlässigen Quellenhinweisen belegt, lässt unser Reisender es damit bewenden und sagt: "Eine Persönlichkeit, die so viele gute und vollkommene Charakterzüge, und so viele offensichtliche Wunder gewirkt hat, spricht sicherlich nichts als die reine Wahrheit. Es ist unmöglich, dass er sich auf die Ebene der Charakterlosen herabbegeben und lügen, täuschen, fälschen könnte."

Zweitens:

In seiner Hand befindet sich ein Erlass des Besitzers des Universums. Diesen Erlass erkennen in jedem Jahrhundert dreihundert Millionen Menschen an. Dieser Erlass ist der hocherhabene Qur'an, welcher in siebenfacher Hinsicht ein Wunder (hariqa) ist. In einer berühmten Risala, in der im "Fünfundzwanzigsten Wort" der Qur'an als ein Wunder bezeichnet wird, und in der Risale-i Nur wie die Sonne ist, wurde ausführlich und mit nicht zu widerlegenden Beweisen dargelegt, dass dieser Qur'an in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder (mudjise) ist und als das Wort des Schöpfers des Universums gilt. So lässt es denn unser Reisender damit bewenden und sagt: "Eine Persönlichkeit, die der lautere Überbringer und Ausrufer eines solchen wahren und wahrhaftigen Erlasses ist, kann nicht lügen, und keine Lüge kann an ihm gefunden werden, die ein Verstoß gegen den Erlass und ein Verrat an dem Erlassgeber wäre."

Drittens:

Diese Persönlichkeit (mit dem Friede und Segen sei) brachte das islamische Gesetz (Sharia), den Islam, den anbetenden Dienst (ubudiyet), die Fürbitte (dua), den Ruf (zum Glauben = da'wa) und den Glauben (Iman) in einer

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Weise, wie es bis dahin noch nie da gewesen, noch jemals wieder sein wird.

Niemals wurde je etwas vollkommeneres gefunden, noch könnte es je gefunden werden. Denn diese (Sharia), die, von einer Persönlichkeit erlassen, welche selbst des Lesens und Schreibens unkundig war, seit vierzehn Jahrhunderten ihre Menschen und heute ein Fünftel der Menschheit mit zahllosen Gesetzen in Gerechtigkeit (adil), Wahrhaftigkeit (haqqaniyet) und Genauigkeit leitet, lässt keinen Vergleich zu.

Überdies ist der Islam, der durch Worte, Taten und die Wesensart (ahval) eines Analphabeten geprägt und in jedem Jahrhundert Zuflucht und Leitung für dreihundert Millionen Menschen wurde, Weisung und Leitung in ihrem Denken, Reinigung und Erleuchtung für ihre Herzen, Erziehung und Läuterung für ihre Seelen, der Angelpunkt für die Entfaltung und der Grundstoff für die Entwicklung ihrer Seelen, auch in dieser Hinsicht ohne Beispiel und wird es bleiben...

Zudem findet er sich in seinem Glauben (din) bei allen Arten jeglicher Anbetung (ibadet) in vorderster Reihe... und er findet sich in seiner frommen Zurückhaltung (taqwa) über allen anderen... und in seiner Gottesfurcht (Allah'tan korkmas)... und obwohl immer und überall in Kampf und Streit verwickelt, war er dennoch in seinem Dienst und in seiner Anbetung (ubudiyet) bis ins innerste Geheimnis hinein sorgfältig und genau... wie er niemanden nachahmte, so begann er in gleicher Vollkommenheit und verknüpfte in gleicher Vollkommenheit den Anfang und das Ende... sicherlich wird gleich ihm einer nicht geschaut und kann nicht geschaut werden.

Des Weiteren zeigt er in seinem Djauschanu-l'Kebir, welcher nur eines ist unter Tausenden von seinen Gebeten und Fürbitten (dua ve munadjat), dass er seinen Herrn in einem solchen Grade mit einer derartigen Erkenntnis seines Herrn (marifet-i Rabbani) zu beschreiben vermag, dass seit jener Zeit alle Männer von Gotteserkenntnis und Heiligkeit (ehl-i marifet ve ehl-i velayet) zusammengenommen ihn nicht auf der Stufenleiter der Erkenntnis noch in dem hohen Grade seiner Darstellungskunst (taussif) zu erreichen vermochten; also hat er auch im Gebet (dua) nicht seinesgleichen. Ein Mensch, der auch nur einen Abschnitt

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betrachtet aus dem Anfang der Risale-i Munadjat (= Abhandlung in Form einer Fürbitte), in dem ein Abschnitt von neunundneunzig Abschnitten des Djauschanu-l'Kebir kurz in seiner Bedeutung erklärt wird, wird sagen: Auch der Djauschan ist ohne Beispiel.

Des Weiteren zeigte er in seiner prophetischen Verkündung (tebligh-i risalet) und in seiner Art, wie er den Menschen zur Wahrheit rief (dawet), einen solchen Grad von Unerschütterlichkeit (metanet), Ausdauer und Tapferkeit, dass er, trotzdem die großen Staaten, die großen Religionen, ja, sogar sein Volk, Stamm, Onkel ihm furchtbar feindselig gesinnt waren, nicht im mindesten eine Spur von Unschlüssigkeit, Unruhe oder Furcht. Er trat allein gegen die ganze Welt auf den Plan, trotzte ihr, bot ihr die Stirn... machte den Islam zur Krone der Welt. Das alles beweist, dass er auch mit seiner Verkündigung und seinem Aufruf (tebligh ve da'wa) ohne Beispiel ist und bleibt.

In seinem Glauben (iman) war eine so außerordentliche Kraft, eine so ungewöhnliche Gewissheit, eine so wunderbare Weite (inkishaf) und eine so erhabene, die Welt erleuchtende Überzeugung, dass keine der Ansichten und Bekenntnisse, die damals die Welt beherrschten, keine Weisheit der Philosophen und keine Lehre der geistigen Führer, trotz Feindschaften, Widerständen und Ablehnungen ihn in seiner Gewissheit, seiner Überzeugung, seinem Vertrauen, seiner Ruhe erschüttern und zu einem Zweifel, einer Unschlüssigkeit, einer Schwäche, einer Unruhe (vesvese) veranlassen konnten...Ja, mehr noch: Seine Sahabis (Bundesgenossen), alle Heiligen (ehl-i velayet), die in den Geisteswissenschaften und auf der Stufenleiter des Glaubens vorangeschritten sind, haben alle Zeit von seiner Stufe des Glaubens herab ihren Segen empfangen, ihn stets im höchsten Range gefunden. All dies zeigt klar, dass auch sein Glaube (iman) ohne Beispiel ist.

Und so verstand unser Reisender also, dass ein Mann, der solch eine beispiellose Schariah (islamisches Gesetz), einen so unvergleichlichen Islam, einen so außergewöhnlichen anbetenden Dienst (ubudiyet), ein so überragendes Gebet (dua), einen solchen Ruf (da'wa) an alle Welt zu richten, einen so wunderbaren

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Glauben vorzuweisen vermag, sicherlich keineswegs eine Lüge aussprechen oder einen Betrug begehen kann. Auch sein Verstand bestätigte dies.

Viertens:

So wie die Übereinstimmung der Propheten als ein voll überzeugender Beweis für die Existenz und die Einheit Gottes gilt, so auch als ein besonders sicheres Zeugnis für die Aufrichtigkeit und das Prophetentum dieser Persönlichkeit. Denn die Geschichte bestätigt, dass all das, was an heiligen Eigenschaften, Wundern, Heilstaten und an Aufrichtigkeit der Gesandten den Eckstein der Propheten bildet, mit denen der Friede sei, bei dieser Persönlichkeit unübertroffen waren. Das heißt, so wie die Thora, die Evangelien, der Psalter und die Schriften der übrigen Propheten mit ihrem Wort das Kommen dieser Persönlichkeit vorhergesagt und den Menschen hierüber eine frohe Botschaft gebracht haben, was wir im "Neunzehnten Brief" in mehr als zwanzig recht offensichtlichen Ausschnitten dieser frohe Botschaft verkündenden Zeichen aus den Heiligen Schriften recht schön dargelegt und bewiesen haben, so bestätigen sie (die Propheten) auch in ihren Heilstaten, nämlich mit ihrem Prophetentum und durch ihre Wunder, dass diese Persönlichkeit in ihrer Berufung und ihren Heilstaten den ersten Platz einnimmt und höchst vollkommen ist; und sie unterstreichen seinen Ruf. So verstand denn unser Reisender, dass sie (die Propheten), so wie sie in der Übereinstimmung ihrer Aussagen einen Beweis liefern für die Einheit (Gottes; Vahdaniyet), so auch mit ihrer Übereinstimmung in ihren Heilstaten die Aufrichtigkeit dieser Persönlichkeit bezeugen.

Fünftens:

Und so wie Tausende von Heiligen durch die Grundsätze, die Lehren und die Nachfolge dieser Persönlichkeit zur Wahrheit, Wirklichkeit und Vollkommenheit gelangten, Gnadengaben, geistige Klarsicht und innere Schau erlangten und gleich einem Beweis der Einheit (Gottes; Vahdaniyet) wurden, so bezeugen sie auch alle durch ihre Übereinstimmung die Aufrichtigkeit und das Prophetentum dieser Persönlichkeit, die ihr Lehrer

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ist. Ihr Zeugnis, das sie im Lichte der Heiligkeit (nur-u velayet) über einen Teil der Berichte geben, welche ihnen (der Prophet) aus der Welt des Unsichtbaren überbracht hatte, ihre Überzeugung und Bestätigung alles dessen im Lichte des Glaubens, und zwar in der Form tatsächlichen Wissens, tatsächlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Wahrheit, legt sonnenklar den Grad der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit dieser Persönlichkeit offen, die ihr Lehrer ist.

Sechstens:

Und so wie Millionen von Forschern (Asfiya-i mudaqqikin), Gelehrten (Siddiqin-i muhaqqiqin) und Philosophen (Dahi-i hukema-i mu'minin) durch die Heilige Wahrheit (haqaiq-i qudsiye), die er - obwohl selbst Analphabet - brachte, durch die Hohe Wissenschaft (ulum-u a'Iiye), die er begründete, durch seine Unterweisungen und Belehrungen in der Erkenntnis Gottes, die ihm in seiner geistigen Schau zuteil wurde, auf der Leiter der Wissenschaft zur höchsten Stufe emporstiegen, die Einheit (Gottes; Vahdaniyet), welche das Fundament seiner Sendung darstellt, mit einstimmig unumstößlichen Beweisen belegen und bestätigen, so ist auch ihr übereinstimmendes Zeugnis für die Wahrhaftigkeit dieses gewaltigen Lehrers und großen Meisters, für die Wahrhaftigkeit seiner Worte ein Beweis seines Prophetentums und seiner Aufrichtigkeit, klar wie der lichte Tag. So ist auch die Risale-i Nur mit all ihren 130 Teilen ein einziges Zeugnis seiner Aufrichtigkeit.

Siebentens:

Die gewaltig große Gruppe jener, welche man die Familienangehörigen und die Bundesgenossen (des Propheten, mit dem Friede und Segen sei,) nennt und die nach den Propheten alle Menschheit dank ihrer Einsicht, ihres Verständnisses und ihrer Vollkommenheit überragt an Ruhm, Ruf, Ehre, Frömmigkeit und wacher Aufmerksamkeit, beobachtete, prüfte und untersuchte sein gesamtes Verhalten - privat und in der Öffentlichkeit - seine Haltung und seine Denkweise mit höchstem Interesse, mit großer Aufmerksamkeit und tiefem Ernst, mit dem Ergebnis, dass sie übereinstimmend zu der festen

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Überzeugung gelangten und bestätigten, dass er die aufrichtigste, erhabenste, rechtschaffenste und wahrhaftigste Persönlichkeit in dieser Welt ist. So verstand denn unser Reisender, dass ihre Bestätigung und ihr unerschütterlicher und fester Glaube auf Grund ihrer allen gemeinsamen Übereinstimmung ein Beweis ist, gleich wie der Tag ein Beweis ist für das Sonnenlicht.

Achtens:

Wie dieser Kosmos ein Beweis ist für den Baumeister, Schreiber und Dekorateur, der ihn schuf, lenkt und leitet und über ihn verfügt wie über ein Schloss, das Er geplant, oder ein Buch, das Er verfasst, oder ein Museum, das Er entworfen hat, oder über ein Theater, über das Er Regie führt, so ist er zugleich auch ein Beweis für das Bedürfnis, ja für die Notwendigkeit eines Schlossverwalters, eines Buchverlegers, eines Museumsleiters, eines Forschers, eines Gelehrten, eines zuverlässigen Lehrers, der das Wissen über die Absichten Gottes bei der Erschaffung der Welt hat und es vermitteln soll, der die Weisheit des Herrn über allem Wechsel lehren soll, der darüber belehren soll, welchem Zweck alle diese weisungsgemäßen Bewegungen dienen, der Wesen und Bedeutung allen Seins und die in ihnen verborgene Vollkommenheit aufzeigen soll, der den Sinn des großen Buches erklären soll. So verstand denn unser Reisender, dass (der Kosmos) in Anbetracht all dessen die Wahrhaftigkeit dieser Persönlichkeit bezeugt, und auch, dass er der höchste und aufrichtigste Beamte des Schöpfers dieses Kosmos ist, der seine Aufgaben in höherem Maße als alle anderen erfüllt.

Neuntens:

Es ist da hinter dem Vorhang Einer, der Seine eigene Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit in ihrer Vollkommenheit darstellen will durch Seine Werke voll Schönheit und Weisheit, um sich selbst mit ihnen bekannt zu machen. In all dem, was Er geschaffen, mit Schmuck und Ornamenten verziert hat, möchte Er sich vorstellen und geliebt werden. Für alle Seine zahllosen, kostbaren, wohlschmeckenden Gottesgaben erwartet Er von uns Lobpreis und Dank. Er schützt, versorgt und

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ernährt alle Seine Geschöpfe mit Zärtlichkeit (shefqat), deckt ihnen den Tisch, bereitet ihnen ein Festmahl, welches jede Art von Geschmack - selbst den feinsten und auch die verwöhnteste Nase zu befriedigen vermag, damit sie Ihm mit Lob und Preis und Dank ihre Anbetung darbringen sollen. Er zeigt Seine Göttlichkeit, wenn Er in majestätischer Pracht schaltet und waltet, lenkt und leitet, schafft und verändert, z.B. den Wandel der Zeiten und den Wechsel von Tag und Nacht hervorbringt. Ob Seiner Hoheit sollen wir Ihm Glaube, Hingabe, Demut und Gehorsam entgegenbringen. Er möchte alle Zeit das Gute und die Guten beschützen, das Böse und die Bösen vernichten und mit Schlägen von oben die Tyrannen und die Lügner zu Grunde richten und so Seine Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erweisen. An der Seite dessen, der da verborgen ist, steht sicher und gewiss das Geschöpf Seines höchsten Wohlgefallens, Sein über alles rechtschaffener Diener und Verehrer, der den oben erwähnten Zielen vollauf gerecht wird, der den verborgenen Sinn und die verschlossene Wahrheit hinter der Erschaffung des Alls zu enträtseln und zu enthüllen vermag... der immer im Namen seines Schöpfers handelt... von Ihm Hilfe erbittet... und Erfolg erwartet... von Ihm Hilfe empfängt und dem von Ihm der Erfolg gegeben wird. Das ist jene Persönlichkeit, die Mohammed-i Qureyshi, mit dem Friede und Segen sei, genannt wird.

Da sagte (unser Reisender) zu seinem Verstand: "Da also nun diese oben erwähnten neun Tatsachen die Aufrichtigkeit dieser Persönlichkeit bestätigen, gereicht dieser Mann den Söhnen Adams zum Ruhm und aller Welt zur Ehre. Er verdient völlig zu Recht, der Würdenträger der Welt und der Stolz der Söhne Adams genannt zu werden. Die Ausdehnung des königlichen Einflussbereiches des Geistes der Verkündigung des Wunders, das der Qur'an ist, über die halbe Erde, ein Erlass des Allbarmherzigen, den er in der Hand hält, seine eigene Vollkommenheit und seine ihm angeborenen überragenden Eigenschaften bezeigen, dass er in dieser Welt die

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bedeutendste Persönlichkeit ist. Das bedeutendste Wort über unseren Schöpfer ist sein."

Nun also komm und sieh: Das, was allen seinen Absichten zu Grunde liegt und Ziel seines ganzen Lebens war, beruht auf der Kraft von Hunderten allgemein bekannter, unleugbarer Wunder dieser außerordentlichen Persönlichkeit sowie tausender Tatsachen von fundamentaler Bedeutung in seinem Glauben, nämlich: Ein Zeuge zu sein und das lebendige Beweisstück für jenes Sein, welches zwangsläufig allem Sein zu Grunde liegt, die Einheit, Attribute und Namen Gottes, und dieses Sein hinter allem Sein zu beweisen, zu erklären und zu verkündigen. Das heißt also, dass diese Persönlichkeit, welche Habibu'llah (der Geliebte Gottes) genannt wird, die geistige Sonne des Alls und das strahlendste Zeugnis für unseren Schöpfer ist.

Es gibt drei bedeutende Personengruppen, deren Consensus nicht irrt und die nicht getäuscht werden können. Seine Zeugenschaft bestärken, bestätigen und unterstreichen sie.

Erstens:

"Würde der Schleier des Verborgenen hinweggezogen, meine Sicherheit würde sich nicht erhöhen", sagte Imam Ali (möge er Allahs Wohlgefallen finden). Ghauthu-l'A'dham (Abdul Qadir Geylani, Allah heilige sein Geheimnis!), sah von der Erde aus den Höchsten Thron und die überragende Gestalt des Erzengels Israfil.

{Erzengel, der am Jüngsten Tag die Posaune blasen wird.}

Ihr Zeugnis und das Zeugnis Tausender Aqtab (Personen, die den Mittelpunkt eines geistigen Zentrums bilden) und gewaltiger Heiliger, begabt mit Scharfsicht und einem Blick, der in das Unsichtbare dringt, im Kreise jener erleuchtenden Gemeinschaft, die als Familie Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, berühmt geworden ist, bilden den ersten Konsens.

Zweitens:

Der Konsens einer weltberühmten Gemeinschaft mit einem festen Glauben, der es ihr ermöglichte, ihr Leben, ihren Besitz, ihre Väter und ihre Stammesgemeinschaft

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aufzugeben, die Bundesgenossen des Propheten (ashab) genannt, welche sich inmitten eines nicht zivilisierten Volkes ohne sozialen Zusammenhalt, ohne höhere kulturelle oder politische Bildung, ohne jedes Schrifttum in einem dunklen Zeitalter zwischen den Propheten (fetret) befanden und in ganz kurzer Zeit Lehrer, Führer, Diplomaten und gerechte Richter über Völker und Staaten wurden, die in ihrem sozialen und politischen Leben bereits weit vorangeschritten waren, sodass sie von Ost bis West die Bewunderung der ganzen Welt erlangten.

Drittens:

Der Consensus tatsächlichen Wissens ('ilmel'yaqin) der gewaltigen Gemeinschaft (Djema'at) zahlloser Forscher und Gelehrter mit profundem Wissen, die in ihrer Gemeinschaft (in der Umma des Propheten, mit dem Friede und Segen sei,) herangebildet wurden. In jedem Jahrhundert fanden sich Tausende von ihnen, waren in jeder Wissenschaft außerordentlich fortgeschritten und arbeiteten auf verschiedenen Gebieten. Das heißt also, dass das Zeugnis, welches diese Persönlichkeit von der Einheit (Gottes; Vahdaniyet) bringt, nicht sein eigenes persönliches ist, sondern ein allgemeines, umfassendes und nicht zu erschütterndes. Sollten sich auch alle Teufel dagegen versammeln, sie könnten es nicht im geringsten von der Stelle rücken. So urteilte unser Reisender. Als eine kurze Anmerkung zu der Lektion, die der Gast in dieser Welt und Reisende durch das Leben auf seiner Reise, die er zusammen mit seinem Verstand in die "Glückliche Zeit" unternommen hatte, in der Schule der Erleuchtung empfing, wurde nun auf der Sechzehnten Stufe des Ersten Kapitels Folgendes gesagt:

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لآَ اِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الْوَاحِدُ الْاَحَدُ الَّذِى دَلَّ عَلَى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ فَخْرُ عَالَمٍ وَشَرَفُ نَوْعِ بَنِى اٰدَمَ بِعَظَمَةِ سَلْطَنَةِ قُرْاٰنِهِ وَحَشْمَةِ وُسْعَةِ دِينِهِ وَكَثْرَةِ كَمَالاَتِهِ وَعُلْوِيَّةِ اَخْلاَقِهِ حَتّٰى بِتَصْدِيقِ أَعْدَآئِهِ. وَكَذَا شَهِدَ وَبَرْهَنَ بِقُوَّةِ مِئَآتِ الْمُعْجِزَاتِ الظَّاهِرَاتِ الْبَاهِرَاتِ الْمُصَدَّقَةِ الْمُصَدِّقَةِ وَبِقُوَّةِ اٰلاَفِ حَقَآئِقِ دِينِهِ السَّاطِعَةِ الْقَاطِعَةِ بِاِجْمَاعِ اٰلِهِ ذَوِى الْاَنْوَارِ وَبِاِتِّفَاقِ اَصْحَابِهِ ذَوِى الْاَبْصَارِ وَبِتَوَافُقِ مُحَقِّقِى أُمَّتِهِ ذَوِى الْبَرَاهِينِ وَالْبَصَآئِرِ النَّوَّارَةِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss, der Einzige (Ahad) und Allgegenwärtige (Vahid). Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist der Stolz der Welt und die Ehre der Söhne Adams durch die Größe des Herrschaftsbereichs (Sultanat) Seines Qur'an, die Majestät der Ausdehnung seiner Religion, durch die Vielzahl seiner vollkommenen Eigenschaften, die Erhabenheit seiner Gesittung, selbst noch in der Bestätigung seiner Feinde, und genauso bezeugt und beweist (der Prophet) durch die Kraft hunderter offensichtlicher, eindeutiger, bestätigter und bestätigender Wunder und in der Kraft Tausender glänzender, zuverlässiger Wahrheiten seines Glaubens, entsprechend dem Konsens aller Erleuchteten seiner Familie, im Einklang mit den kritisch betrachtenden Ssahabis, entsprechend den Forschern (muhaqqiq) seiner Gemeinde (umma) und den scharfsichtigen, erleuchteten Beweisträgern."}

Die Herausforderung des Qur'an

Nun wandte sich unser nimmermüder Reisender, der sich noch nie satt zu sehen vermochte, wohl wissend, dass das Ziel des Lebens in dieser Welt und das Leben des Lebens selbst der Glaube ist, an das eigene Herz und sagte zu ihm:

"Lasst uns das Buch jener Persönlichkeit befragen, die wir suchen und deren Wort und Spruch es genannt wird, das in dieser Welt das berühmteste, hervorragendste und weiseste ist und das in jeder Generation wieder jeden, der sich ihm nicht fügen will, erneut herausfordert, nämlich den Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist.

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Lasst uns fragen, was es uns sagt! Vor allem aber ist es erst einmal notwendig, zu beweisen, dass es das Buch unseres Schöpfers ist." Und so begann er mit seinem Studium.

Da unser Reisender aber in gegenwärtiger Zeit lebt, betrachtete er zunächst die Risale-i Nur und erkannte, dass ihre hundertdreißig Bände, Wunder und Funke aus dem Geiste des Qur'an, Anmerkungen und Lichter zu den Wunderzeichen der Unterscheidung (Qur'an) und deren grundlegende Auslegung sind. Wenn die Risale-i Nur in einer Zeit wie der heutigen, wo die Menschen so verbohrt sind und so wenig Einsicht (vidjdan) haben, die Wahrheit des Qur'an mit einem derartigen Idealismus verbreiten kann, ohne dass jemand dagegen aufzustehen vermag, so beweist dies, dass der Qur'an ihr Lehrmeister (Ustadh), von dem sie ihre Autorität bezieht, ihre Sonne im Himmel ist und nicht Menschenwort. Ja, in der Risale-i Nur wird unter Hunderten von Zeugnissen schon allein im Fünfundzwanzigsten Wort und am Ende des Neunzehnten Briefes als ein einziges Zeugnis für den Qur'an dergestalt der Beweis erbracht, dass der Qur'an in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist, dass der, welcher ihn liest, ihn nicht kritisieren noch etwas dagegen einwenden kann, sondern angesichts dieser Beweisführung von Bewunderung und Hochachtung erfüllt wird und höchstes Lob spendet. So überließ er es der Risale-i Nur, den Qur'an als ein Wunder darzustellen und zu beweisen, dass er das wahre Wort Allahs ist, und achtete nur darauf, in wenigen Stichpunkten kurz auf dessen Größe hinzuweisen.

Erster Punkt:

So wie der Qur'an mit allen Wundern und allen Tatsachen, die ein Beweis seines Wahrheitsgehaltes sind, ein Wunder Mohammeds (mit dem Friede und Segen sei) ist, so ist auch Mohammed (mit dem Friede und Segen sei) mit all seinen Wundern, Beweisen für sein Prophetentum und seiner Vollendung in der Wissenschaft ein unumstößliches Zeugnis dafür, dass der

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Qur'an ein Wunder ist und dass der Qur'an Allahs Wort ist.

Zweiter Punkt:

Der Qur'an, welcher in so lichtvoller beseligender und wahrheitsgemäßer Weise das gesellschaftliche Leben veredelt und sowohl den Seelen als auch den Herzen, dem Geist, als auch dem Intellekt, im persönlichen Leben, wie auch im gesellschaftlichen Leben, wie auch im politischen Leben eine solche Umwälzung zu Stande gebracht hat und noch immer zu Stande bringt und als eine Richtschnur dient, dessen 6666 Ayat im Verlaufe von vierzehn Jahrhunderten von mehr als hundert Millionen Menschen mit völliger Ehrerbietung rezitiert werden, ihre Seelen (nefs) wäscht und ihre Herzen reinigt, ihrem Geiste Wachstum und Gedeihen schenkt, dem Intellekt Ausrichtung und Licht, dem Leben (ewiges) Leben und Glück, dieser Qur'an ist sicherlich ein Buch ohne seinesgleichen, einzigartig, außerordentlich und wunderbar.

Dritter Punkt:

Der Qur'an hat seit der Epoche seiner Entstehung bis in unsere Zeit eine so überwältigende Schönheit gezeigt, dass die unter der Bezeichnung «mu'alIaqat-i seb'a» (wörtlich; die sieben Hängenden) an den Wänden der Kaaba mit goldenen Lettern geschriebenen berühmten Kassiden der bekanntesten Dichter von ihm so sehr in den Schatten gestellt wurden, dass die Tochter des Dichters Lebid, als sie die Kasside ihres Vaters in der Kaaba abnahm, sagte: "Sie haben im Vergleich mit diesen Ayat ihren Wert verloren."

So warf sich ein beduinischer Dichter, nachdem er die Ayah: فَاصْدَعْ بِمَا تُؤْمَرُ {"Verkündige, was dir befohlen wurde!" (Sure 15, 94)} gelesen hatte, zur Erde nieder und antwortete denen, die ihn fragten: "Bist du nun ein Muslim geworden?"

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"Nein! Nur vor der unvergleichlichen Schönheit dieser Ayah habe ich mich zu Boden geworfen."

Gleich ihm haben Tausende von Imamen und Sprachforschern wie Abdulqadir-i Djurdjani, Sekkaki und Zemahsheri, Rhetorik-Wissenschaftler von überragendem Geist, insgesamt übereinstimmend das Urteil abgegeben: "Die überwältigende sprachliche Schönheit des Qur'an übersteigt alles menschliche Fassungsvermögen und bleibt unerreichbar."

Seit dieser Zeit reizt der Qur'an ständig stolze und selbstgefälligen Dichter und Schriftsteller zum Widerstand auf und indem er die Stolzen zerbricht, sagt er zu ihnen: "Bringt doch nur eine einzige, ähnliche Sure herbei oder nehmt in dieser und in jener Welt euren Untergang und eure Schande hin!" Obwohl aber doch der Qur'an sie dazu eingeladen hatte, gaben die halsstarrigen Dichter jener Zeit ihre Bemühungen auf, den kürzeren Weg einzuschlagen und auch nur eine einzige ähnliche Sure hervorzubringen und wählten statt dessen den langwierigen Kampf, in dem sie Gut und Leben aufs Spiel setzten, was beweist, dass es unmöglich ist, den kurzen Weg zu beschreiten.

So haben Freunde des Qur'an in ihrer Begeisterung versucht, den Qur'an nachzuahmen, und auch seine Feinde kamen dazu, etwas zu schaffen, was dem Qur'an vergleichbar gewesen wäre, und ihn zu kritisieren. Millionen arabischer Bücher sind mit dem Fortschritt des Gedankenaustausches auf den Markt gelangt. Keines davon konnte dem Qur'an gleichen. Ja, würde selbst ein ungebildeter Mensch sie hören, sagte er gewiss: "Dieser Qur'an ist ihnen nicht gleich. Ja, er steht noch nicht einmal auf gleicher Stufe mit ihnen. Er muss entweder unter ihnen oder aber über ihnen allen stehen". Dass er unter ihnen stünde, kann in dieser Welt niemand, kein Ungläubiger, ja noch nicht einmal ein dummer Mensch behaupten. Das heißt also, das die Stufe seiner sprachlichen Schönheit weit über ihnen allen liegt. Einmal hatte jemand die Ayah

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﴿ سَبَّحَ لِلّٰهِ مَا فِى السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ ﴾

{"Es preist Allah, was in den Himmeln und auf Erden ist." (Sure 57, 1)}

gelesen und gesagt: "Ich kann an dieser Ayah nichts von der sprachlichen Schönheit finden, die als so bewundernswert in ihr gesehen wird." Da sagte man ihm:

"Geh doch auch du wie jener Reisende hinab in die damalige Zeit und lausche!" Da stellte er sich selbst vor, in der Zeit vor dem Qur'an dort zu sein und sah:

Alle Wesen der damaligen Welt befanden sich in einem heillosen, dunklen, erstarrten, kaum noch bewussten Zustand, ziellos in einem grenzenlos leeren, unendlich öden Raum, in einer unbeständigen, vergänglichen Welt. Plötzlich hörte er die Stimme des Qur'an diese Ayah verkünden, und erkannte, dass diese Ayah über der Welt und dem Antlitz der Erde einen Schleier hob, sie erleuchtend, allen mit Bewusstsein begabten Seelen in den Bankreihen der Jahrhunderte mit dieser urewigen Ansprache, diesem zeitlosen Erlass (ferman), Unterricht erteilend, und so verstand er, dass das All einer großen Moschee gleich, von Himmel und Erde angeführt mit all seinen Geschöpfen in ein lebendiges Gedenken Gottes (dhikr) und in Seinen Lobpreis versunken, seine Pflicht glücklich, begeistert und zufrieden erfüllt. Dies bezeugte er. Da genoss er die vollendete Schönheit dieser Ayah, verglich sie mit noch anderen Ayat und verstand, dass die Hälfte der Erde und ein Fünftel der Menschheit vom Raunen der Suren angerührt, von ihrer vollendeten Schönheit erfüllt wurde. Hierin liegt eine Weisheit unter Tausenden von Weisheiten, grundlegend für den Fortbestand des Königreiches in all Seiner Majestät und vollkommenen Würde, ununterbrochen seit vierzehn Jahrhunderten.

Vierter Punkt:

Der Qur'an weist eine solche wahrhaftige Süßigkeit auf, dass die Rezitation des Qur'an niemals Überdruss hervorruft, obwohl doch häufige Wiederholungen

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auch der süßesten Dinge überdrüssig werden lassen, sodass sich seine Süßigkeit bei der Wiederholung nur noch vermehrt, soweit das Herz des Menschen noch unverdorben und sein Geschmack noch unverfälscht geblieben sind. Dies ist schon seit langem so gewiss für jedermann, dass es bereits zum Sprichwort geworden ist.

Dabei erweist sich noch immer seine ursprüngliche Jugendlichkeit und Frische, sodass er trotz seines Alters von vierzehn Jahrhunderten und obwohl er doch jedermann leicht zugänglich ist, seine Frische so bewahrt hat, als wäre er gerade erst offenbart worden. Jedes Jahrhundert hat in ihm eine solche Jugendlichkeit erblickt, als habe er es unmittelbar angesprochen. Und obwohl jeder Zweig der Wissenschaft sich stets an ihm orientierte, ihnen stets eine Vielzahl von Exemplaren zur Verfügung stand und alle ihm in ihrer Ausdrucksweise nacheiferten, vermochte er dennoch seinen ursprünglichen, unverfälschten Stil und seine originäre Ausdrucksweise bis in unsere Tage zu bewahren.

Fünfter Punkt:

So wie der Qur'an mit dem einen Flügel in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Zukunft, den die alten Propheten auf Grund der Tatsache ihrer Übereinstimmung, die seine Wurzel und der eine seiner Flügel ist, bestätigen und bestärken, sie gleichfalls in dieser Übereinstimmung bestätigt, so beweisen auch Männer wie die Freunde (auliya) und Gelehrten (asfiya) Gottes, dass sie die Frucht des Lebens an dem vollkommenen, segensreichen und segenspendenden Baum sind, der die Quelle der Wahrheit ist; und auch alle echten Orden der Freundschaft (mit Gott), alle wahrhaftigen Wissenschaften des Islam, die sich unter dem Schutz des zweiten Flügels gesammelt haben und leben, legen Zeugnis dafür ab, dass der Qur'an als die Wahrheit selbst, als ein Kompendium der Wahrheit, und als ein Gesamtwerk ein Wunder ohnegleichen ist.

Sechster Punkt:

Der Qur'an spendet Erleuchtung nach sechs Seiten; sie alle bezeigen seine Richtigkeit und Wahrhaftigkeit. Sowie an seiner Unterseite die

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Pfeiler von Zeugnis und Beweis, an seiner Oberfläche das funkensprühende Siegel seiner Wunderhaftigkeit, an seiner nach vorne zielenden Seite die Geschenke der Glückseligkeit in beiden Welten, an seiner Rückseite der Stützpunkt der Offenbarung der himmlischen Wahrheiten, an seiner Rechten die Bestätigung durch die Beweise unendlich vieler geradliniger Intelligenzen, an seiner Linken die ernsthaften, vertrauensvollen, innerlich hingezogenen und ergebungsvoll hingegebenen Herzen und reinen Gewissen beweisen, dass der Qur'an eine über alle Maßen wunderbare, feste, unangreifbare Burg des Himmels auf Erden ist, und sowie auch der Lenker der Welt auf sechs verschiedenen Ebenen dafür unterschrieben hat, dass er (der Qur'an) die Wahrheit und Aufrichtigkeit selbst ist und nicht Menschenwort, noch ein Irrtum, und sich den Grundsatz Seines Handelns zur Gewohnheit gemacht hat, dafür Sorge zu tragen, dass in der Welt jederzeit zunächst die Schönheit sichtbar wird und das, was gut und richtig ist, Betrug und Verleumdung aber auszurotten, und dem Qur'an die höchstgeschätzte und erhabene Ehrenstellung in der Regierung der Welt und einen Grad des Erfolges gegeben, ihn bestätigt und für ihn unterschrieben hat, so vermochte man auch bei ihm, der die Quelle des Islam ist und der Dolmetscher des Qur'an, der, welcher sich stärker als jeder andere auf ihn stützte, ihn verehrte, der, welcher sich zur Zeit seiner Herabkunft in einer Art Schlafzustand befand, sodass andere Worte (des Propheten den Qur'an) nicht erreichen und ihm keineswegs gleich sein konnten, der obwohl selbst des Lesens und Schreibens unkundig, aus dem Qur'an die vergangenen und die künftigen Ereignisse in der Welt in Wahrheit aus dem Verborgenen mit unbeirrter innerer Sicherheit verkündete, selbst unter den Blicken höchst aufmerksamer Augen, keine Spur von Betrug oder Falschheit zu entdecken. Er, der als sein Dolmetscher mit ganzer Kraft an alle Bestimmungen des Qur'an glaubte, sie bestätigte und sich durch nichts darin erschüttern ließ, unterschrieb auch dafür, dass der Qur'an vom Himmel herabgekommen und wahrhaftig das

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gesegnete Wort seines eigenen allbarmherzigen Schöpfers ist.

Zudem gilt die gläubig hingerissene Verbundenheit eines Fünftels, ja, sogar eines Großteils der Menschheit, mit diesem offen vor unseren Augen liegenden Qur'an, die Sehnsucht und Begeisterung, mit der sie ihm ihr Ohr leihen, das Zeugnis der vielen Hinweise, Ereignisse und Entdeckungen, dass sich auch Dschinnen, Engel und Geister zur Zeit der Lesung voll Verehrung für die Wahrheit, den Faltern gleich, um ihn versammeln, als eine Urkunde dafür, dass der Qur'an weltweit angenommen wurde und eine hohe Stufe einnimmt.

Zudem ist die Tatsache, dass in allen Schichten des Menschengeschlechtes, von dem primitivsten und ungebildetsten angefangen bis zu den klügsten und intelligentesten, jeder einzelne zur Gänze seinen Nutzen aus den Lektionen des Qur'an gezogen hat, selbst noch seine tiefsten Geheimnisse verstehen kann und jede Art von Erforschern der Wahrheit, gleich Hunderten von Wissenschaftlern und islamischen Gelehrten, Religionswissenschaftler und Theologen, aus dem Qur'an die Antwort auf alle ihre Fragen entsprechend ihrem Wissensgebiet gefunden haben, gleicht einer Urkunde dafür, dass der Qur'an die Quelle der Gerechtigkeit und eine Fundgrube der Wahrheit ist.

Außerdem haben selbst unter den fortgeschrittensten Sprachwissenschaftlern diejenigen arabischen Dichter, die den Islam nicht angenommen haben, mochten sie nun noch so sehr das Bedürfnis haben, Widerstand zu leisten, bis heute nicht einmal die unvergleichliche sprachliche Schönheit des Qur'an, die doch nur ein einziges Wunder unter den sieben Aspekten seiner Wunderhaftigkeit ist, nicht eine einzige Sure, nachzuahmen vermocht. Auch heute noch versuchen sie mit ihrem Widerstand an Ansehen zu gewinnen, doch konnte von allen berühmten Dichtern und überragenden Wissenschaftlern keiner auch nur einen einzigen Aspekt seiner Wunderhaftigkeit widerlegen. Alle wurden sie schwach

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und verstummten. Auch dies gleicht einer Urkunde dafür, dass der Qur'an über alle Menschenkraft hinaus ein Wunder ist.

In der Tat, bei einem Wort zu fragen: "Von wem stammt es, und an wen richtet es sich und in welchem Zusammenhang wurde es ausgesprochen?", bestimmt seinen allgemeinen Wert, die individuelle Hochschätzung und den sprachlichen Rang. Auch von diesem Standpunkt betrachtet gibt es nichts, was man mit dem Qur'an vergleichen oder was ihn erreichen könnte. Denn der Qur'an ist die Anrede und Ansprache des Herrn und Schöpfers aller Welten, ein Wort, in dem sich nicht das geringste Zeichen entdecken ließe, das auf eine Nachahmung oder Vortäuschung schließen lässt. Aus ihm erwuchs durch den starken universalen Glauben seines Sprechers, welcher zugleich auch der Sprecher für die ganze Menschheit, ja, sogar der Abgeordnete der gesamten Schöpfung, unter allen Menschen der gerühmteste und mit den höchsten Ehren ausgezeichnete ist, der riesige Baum des Islam. In seiner Herabkunft erhob er seinen Besitzer bis zur Stufe (makam) von Kab-i Kauseyn und ließ ihn zum Gesprächspartner des Einzigartigen (Samad) werden. Er erklärt und erläutert alle Fragen, die sich auf das Glück in beiden Welten, die Auswirkungen der Erschaffung des Alls, die in ihnen (verborgene) Absicht des Herrn beziehen, den hohen und weiten Glauben seines Sprechers, der alle Wahrheiten des Islam in sich enthält. Er zeigt alle Seiten des gewaltigen Kosmos, einer Landkarte, einer Uhr oder einem Haus gleich, belehrt über den Meister, der ihn gemacht hat, ihn lenkt und leitet, stellt Ihn anhand Seiner Taten vor. So ist es ohne allen Zweifel unmöglich, dem Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, ein Gleiches an die Seite zu stellen und den Grad seiner Wunderhaftigkeit zu erreichen.

Zudem zeigen und beweisen all die Forscher von hohem Geist, Tausende von Wissenschaftlern und Gelehrten, die den Qur'an kommentiert haben - manche von

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ihnen haben dreißig, vierzig, ja sogar siebzig Bände geschrieben und jeder seinen eigenen Kommentar! - durch die Veröffentlichung ihrer Urkunden und Zeugnisse die grenzenlosen Vorzüge und Besonderheiten und die außergewöhnlichen Werte des Qur'an, seine Geheimnisse, seinen erhabenen Sinn und die vielen Beispiele jeder Art verborgener Dinge. Insbesondere beweist jede einzelne der hundertdreißig Abhandlungen der Risale-i Nur mit absolut sicheren Zeugnissen die Vorzüge und Besonderheiten des Qur'an. Desgleichen wird auch in der Abhandlung über die Wunderhaftigkeit des Qur'an, im Zweiten Kapitel (makam) des Zwanzigsten Wortes, wo von Eisenbahnen und Flugzeugen und vielen anderen "Wundern" (hariqa) der modernen Zivilisation und Technik, auf die sich Hinweise im Qur'an finden, die Rede ist, und in den "Erster Strahl" genannten Hinweisen des Qur'an, wo auf die Ayat verwiesen wird, die sowohl auf die Risale-i Nur einerseits als auch auf die Elektrizität andererseits hingewiesen wird, also in den "Acht Hinweise" genannten kleinen Abhandlungen, die zeigen, wie wohlgeordnet, geheimnis- und bedeutungsvoll die "Buchstaben" (harf) des Qur'an sind, in einer kleinen Abhandlung, die anhand der letzten Ayah der Sure "Feth" in fünffacher Hinsicht den auf die unsichtbare Welt bezogenen Aspekt der Wunderhaftigkeit beweist, in jedem kleinsten Teil der Risale-i Nur eine Ansicht der Wahrheit und des Lichtes klargelegt. Das alles ist wie eine Urkunde für die Unvergleichlichkeit, Wunderhaftigkeit (mudjise) und Außerordentlichkeit (hariqa) des Qur'an. In dieser bezeugten Welt ist er die Sprache der unsichtbaren Welt und das Wort dessen, der um alles Verborgene weiß.

Aufgrund dieser oben erwähnten, in sechs Punkten, sechs Aspekten und sechs Stufen aufgezeigten Vorzüge und Besonderheiten, hat der Qur'an in seinem lichtvollen Königreich, in seinem gewaltigen, Heiligen Sultanat das Antlitz der Jahrhunderte erleuchtet und erhellt auch das Antlitz der Erde schon seit tausenddreihundert Jahren.

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Es besteht weiter in vollkommener Würde fort. Ja, in diesem Königreich ist jeder Buchstabe des Qur'an hundert verdienstvollen guten Werken gleich, bringt zehnfache, beständige Frucht. Auch in manchen Ayat und Suren bringt jeder Buchstabe hundert oder tausend oder noch mehr Früchte hervor und in Heiligen Zeiten vervielfältigen sich das Licht, die Verdienste und die Werte um das Zehnfache. Da erkannte unser Reisender, welche geheiligten Privilegien man erwerben kann, und sprach zu seinem Herzen:

"Nun also legt der Qur'an, der in jeder Hinsicht ein Wunder ist, durch die Gemeinsamkeit seiner Suren und den Einklang seiner Ayat, durch die Entsprechungen seiner Geheimnisse und Lichter, durch die Übereinstimmung seiner Früchte und Werke und mit Zeugnissen, die einen sicheren Beweis liefern, ein solches Zeugnis dafür ab, dass notwendigerweise ein absolutes Sein da sein muss, (ein Zeugnis) für Seine Einheit, Seine Attribute und Namen (Charaktereigenschaften), dass die unendliche Zahl der Zeugnisse aller Männer des Glaubens als ein Zeugnis angesehen werden kann, das aus dem Zeugnis des Qur'an herausgewachsen ist."

So wurde denn auf der Siebzehnten Stufe der Ersten Abhandlung als ein kurzer Hinweis auf die Lektion über die Einheit und den Glauben, die unser Reisender erhalten hatte, das Folgende gesagt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الْوَاحِدُ الْاَحَدُ الَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اَلْقُرْآنُ الْمُعْجِزُ الْبَيَانِ اَلْمَقْبُولُ الْمَرْغُوبُ لأَجْنَاسِ الْمَلَكِ وَالْاِنْسِ وَالْجَانِّ اَلْمَقْرُوءُ كُلُّ اٰيَاتِهِ فِى كُلِّ دَقِيقَةٍ بِكَمَالِ الْاِحْتِرَامِ بِأَلْسِنَةِ مِئَاتِ الْمَلاَيِينَ مِنْ نَوْعِ الْاِنْسَانِ اَلدَّآئِمُ سَلْطَنَتُهُ الْقُدْسِيَّةُ عَلٰٓى اَقْطَارِ الْاَرْضِ وَالْاَكْوَانِ وَعَلٰى وُجُوهِ الْاَعْصَارِ وَالزَّمَانِ وَالْجَارِي حَاكِمِيَّتُهُ اَلْمَعْنَوِيَّةُ النُّورَانِيَّةُ عَلٰى نِصْفِ الْاَرْضِ وَخُمْسِ الْبَشَرِ فِى اَرْبَعَةَ عَشَرَ عَصْرًا بِكَمَالِ الْاِحْتِشَامِ وَكَذَا شَهِدَ وَبَرْهَنَ بِاِجْمَاعِ سُوَرِهِ الْقُدْسِيَّةِ السَّمَاوِيَّةِ وَبِاِتِّفَاقِ اٰيَاتِهِ النُّورَانِيَّةِ الْإِلٰهِيَّةِ وَبِتَوَافُقِ أَسْرَارِهِ وَأَنْوَارِهِ وَبِتَطَابُقِ حَقَآئِقِهِ وَثَمَرَاتِهِ وَآثَارِهِ بِالْمُشَاهَدَةِ وَالْعَيَانِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss, der Einzige (Ahad) und Allgegenwärtige (Vahid). Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, der allgemein anerkannt und hochgeschätzt ist bei den verschiedensten Engeln, Menschen und Dschinnen, dessen Verse in jeder Minute in vollkommener Ehrfurcht von Hunderten Millionen von Zungen des Menschengeschlechts gelesen werden, dessen geheiligter Herrschaftsbereich sich bis an die Enden der Welt, ja des Kosmos und in alle Aspekte der Zeiten und der Äonen erstreckt, dessen lichtvolle, geistige Herrschaft seit vierzehn Jahrhunderten in vollkommenem Glanz über der halben Erde und für ein Fünftel der Menschheit seine Gültigkeit besitzt. Genauso bezeugt und beweist (der Qur'an die Existenz Gottes) in der Gemeinsamkeit seiner himmlischen, heiligen Suren, in der Übereinstimmung seiner göttlichen, erleuchteten Verse, im Einklang mit seinen tiefen Erkenntnissen (esrar) und seinem Licht, in der Entsprechung seiner Wahrheiten, Wirkungen und Werke, so wie wir es bezeugen und erkennen."}

Das große Zeugnis des Kosmos

Da sagte nun unser Reisender und Wanderer durch das Leben, der wusste, dass der Glaube, als das wertvollste Startkapital des Menschen, einen armen Menschen ein

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Feld, ein Haus nicht nur zeitweilig und vorübergehend, sondern auf Dauer einen ganzen, gewaltigen Kosmos gewinnen lässt, ein immerwährendes Reich, groß wie die Welt, und einen vergänglichen Menschen mit allem versorgt, was er an Gütern für ein ewiges Leben benötigt, den Ärmsten, der auf den Galgen wartet, vor der ewigen Verdammnis rettet und ihm für ewig die Schatzkammer der Glückseligkeit öffnet, zu seiner Seele:

"Auf nun! Wollen wir noch zu einer weiteren Stufe der zahllosen Stufen des Glaubens gelangen, uns beim Weltall als Ganzes erkundigen und hören, was es sagt! Wir wollen uns die Lektionen, die wir von untergeordneten und übergeordneten Beamten erhalten haben, ergänzen und klar machen." Er nahm das Fernrohr, das er aus dem Qur'an erhalten hatte, mit seiner weiten und breiten Optik, sah hindurch und erkannte:

"Dieser Kosmos ist so sinnvoll und wohlgeordnet, dass es scheint, als hätte das Buch des Hochgelobten Gestalt angenommen, redete zu uns und des Herrn Qur'an wäre leibhaftig unter uns erschienen. Ja, einem kunstvoll gestalteten Schloss des Einzigartigen (Samad) und einer wohlgeordneten Stadt des Allbarmherzigen gleicht das All. So wie all die Suren und Ayat, die Worte und Buchstaben, die Kapitel, Abschnitte, Seiten und Zeilen, die alle insgesamt so sinnvoll getilgt und wieder bestätigt, mit so viel Weisheit umgewandelt und verändert werden, auch offensichtlich alle insgesamt ein Ausdruck dessen sind, der um alle Dinge weiß und aller Dinge mächtig ist, eines göttlichen Grafikers und eines Dekorateurs, der in Seiner Majestät alles und jedes kennt und durchschaut, der alle Zusammenhänge kennt und beachtet, ein Abbild der Existenz und des Daseins eines göttlichen Schreibers in Seiner Vollkommenheit, so machen auch alle Arten und Bestandteile, alle die Teilchen und Bruchstücke, das gesamte lebende und tote Inventar der Welt, was sie hervorbringt und was sie zurücklässt, all die zweckmäßigen Veränderungen und sinnvollen Erneuerungen, die Existenz und die Einheit eines erhabenen Meisters und

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Künstlers ohne Beispiel sichtbar, der sich mit unendlicher Macht und grenzenloser Weisheit um alle Dinge kümmert. Zwei umfassende große Wahrheiten, so gewaltig wie das All, bestätigen dieses große Zeugnis des Kosmos.

Erste Wahrheit:

Die Weisen des Islam und die Wissenschaftler der Grundlagen des Glaubens und des Wortes (Theologie), Gelehrte von überragendem Geist, haben erkannt und auf Grund zahlloser Zeugnisse bewiesen, dass es eine Wahrheit vom Sein gibt, das uns als ein abgeleitetes (huduth) oder als ein veränderliches (imkan) Sein entgegentreten kann, (also der Erschaffung und Gestaltung bedarf). Sie sagten darüber:

"Aufgrund der Veränderung und des Wandels, dem nun einmal die Welt und alles in ihr unterworfen, ist sie mit Sicherheit vergänglich. Ihr Dasein ist abgeleitet und nicht ewig. Weil aber ihr Dasein ein abgeleitetes ist, muss es mit Sicherheit einen Meister geben, der sie ins Dasein gerufen hat. Weil man aber in keinem Ding eine essenzielle Ursache finden kann, die es ins Dasein ruft oder es vernichtet, befinden sich alle Dinge in einem Gleichgewicht. Sie sind mit Sicherheit weder notwendig (vadjib) noch ewig (edheli)..."

Und da es außerdem unmöglich und unvorstellbar ist, dass sie einander wie aus einer Zentrifuge oder durch eine Kettenreaktion hervorgebracht hätten, was durch eine unumstößliche Beweisführung belegt wurde, ist mit Sicherheit die Existenz eines Notwendig-Seienden (Vadjibu-I'Vudjud) erforderlich, der nicht Seinesgleichen kennt und dem ähnlich zu sein unmöglich ist, während alle anderen Dinge möglich und jegliches Dasein geschaffen ist.

Tatsächlich durchdringt die Tatsache von der Abhängigkeit allen Seins (huduth) das All. Man kann das größtenteils mit Augen erkennen; alles übrige erkennt der Verstand. Denn vor unseren Augen stirbt im Herbst jeden Jahres eine solche Welt. Und mit dieser Welt gehen

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Hunderttausende Arten von Pflanzen und winzig kleinen Tieren - und jede Art besteht aus unendlich vielen Einzelwesen - deren jedes einzelne wieder eine Welt für sich ist, zu Grunde. Aber dieser Abschied vollzieht sich so wohlgeordnet, dass sie im Herbst erst die Samenkerne und Körner und die Eier, in denen der Grund zu ihrer Wiederentstehung und Verbreitung gelegt ist - ein Wunder des Allmächtigen und Allwissenden - an ihrer Stelle zurücklassen, ihr Arbeitsheft und die Programme der Arbeiten, die sie durchgeführt haben, aushändigen und alles unter den Schutz und der Weisheit des göttlichen (Djelal) Behüters und Bewahrers anvertrauen, bevor sie dahinscheiden.

Im Frühling dann erwachen diese kahlen Bäume, diese saft- und kraftlosen Wurzeln, und auch manche Tiere kehren ins Leben wieder zurück und stellen so Hunderttausende von Beispielen und Mustern, ja, Beweisen der Wiederversammlung dar. Und an die Stelle von einigen (unter ihnen) werden andere nach ihrem Muster gesetzt, gleichartige, die ihnen ähnlich sehen, ins Leben gerufen. So veröffentlichen sie die Blätter der Lebewesen des vergangenen Frühlings gleich einer Anzeige, zusammen mit deren Werken und Aufgaben und geben ein Beispiel für die Ayah:

﴿ وَاِذَا الصُّحُفُ نُشِرَتْ ﴾

{"Wenn die Blätter ausgebreitet werden..." (Sure 81, 10)}

So stirbt denn eine ganze große Welt, wenn man sie insgesamt betrachtet, in jedem Herbst, und eine neue Welt tritt jeden Frühling ins Dasein. Und dieses Aus-dem-Dasein-Scheiden und Wieder-darin-Eintreten verläuft in einer solchen Ordnung, und innerhalb dieses Scheidens und Wieder-Eintretens ereignet sich das Scheiden und Wieder-Eintreten so vieler Arten mit einer solchen Ordnung und Ausgewogenheit, dass die Welt einer Herberge gleicht, in der die Welt des Lebendigen als Gast erscheint. Eine wandernde Schöpfung, reisende Welten

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treten in sie ein, verrichten darin ihre Aufgabe und gehen wieder.

So gibt es denn in dieser Welt einen Herrn, welcher Welten des Lebens, dienstbereite Universen in vollendetem Wissen und vollkommener Weisheit, ausgeglichen und ausgewogen, geordnet und geregelt ins Dasein gerufen und aufgebaut, ihnen ein Ziel gesetzt und einen göttlichen Zweck verliehen, ihnen in Seinem Erbarmen einen Auftrag erteilt, sie in Seiner Allmacht und Barmherzigkeit zu Nutz und Frommen in Dienst genommen hat. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in all Ihrer Majestät, Seine unendliche Allmacht und grenzenlose Weisheit sind dem Verstand ganz offensichtlich sonnenklar erkennbar. Damit wollen wir dieses Kapitel abschließen und überlassen der Risale-i Nur und den Büchern der Erforscher der Wahrheit (muhaqqiq) vom Wort (Theologen) die Frage um das erschaffene Sein (huduth)...

Was nun aber den Aspekt der Veränderlichkeit allen Seins betrifft, {imkan = Möglichkeit, d.h. der Stoff aus dem die Welt besteht, gleicht einer amorphen Matrix, die der Gestaltung durch ihren Schöpfer bedarf. (A.d.Ü.)} so beherrscht und erfüllt sie das All. Denn wir sehen, dass alle Dinge in ihrer Universalität oder Individualität, seien sie klein oder groß, vom Thron (Gottes) bis hinunter zur Erde, von den Atomen angefangen bis zu den Planeten mit einer besonderen Eigenart, einer bestimmten Gestalt, einer vorzüglichen Ausstattung, mit spezifischen Eigenschaften, mit zweckdienlichen Attributen und nutzbringenden Werkzeugen in die Welt gesandt werden. Um aber dieser spezifischen Matrix, {mahsus dhat = alles Geschaffene ist privat, d.h. trägt das charakteristische Merkmal, den besonderen Stempel seines Schöpfers. (A.d.Ü.)} dieser Materia prima innerhalb ihrer unendlich vielen Möglichkeiten (imkan) den charakteristischen Stempel zu geben und weiter, ihr entsprechend der möglichen (imkan) und wahrscheinlichen Formen eine kunstvolle, spezifische, passende, festgesetzte Form anzuziehen, und

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weiter, einem Individuum entsprechend der Menge der Artgenossen, die innerhalb so vieler Möglichkeiten (imkan) hin- und hergeworfen sind, einem solchen Subjekt die nur ihm gebührende besondere Eigenart zuzuerkennen, und weiter, für ein Kunstwerk, das unbestimmt und formlos ist, entsprechend der möglichen (imkan) und wahrscheinlichen Arten und Stufen seiner Eigenschaften seine eigenen, passenden und nützlichen Eigenschaften anzufertigen, und weiter, ein Geschöpf, das ratlos, verwirrt und ziellos ist inmitten so vieler möglicher und wahrscheinlicher Arten und Wege mit so weisheitsvollen Eigenschaften und segensreichen Anlagen auszustatten und auszurüsten, bilden mit Sicherheit entsprechend ihren universellen oder individuellen Möglichkeiten und entsprechend den oben erwähnten unterschiedlichen Wesensmerkmalen, Charakteren, Formen und Gestalten, Eigenschaften und Verhältnissen der Materie (imkan), Hinweise, Zeichen und Zeugnisse für die Seins-Notwendigkeit des notwendig Seienden (Vadjibu-I'Vudjudun vudjub-u vudjudu), der alle Dinge ins Dasein ruft, sie auserwählt, über sie bestimmt und verfügt, dessen Macht grenzenlos und dessen Weisheit unendlich ist, vor dem kein Ding sich verbergen und nichts sich verstecken kann, für den auch die größte Aufgabe, so leicht wie die kleinste ist und für den es ebenso einfach ist, einen Frühling zu gestalten wie einen Baum und einen Baum gleich wie ein Samenkorn - diese Zeugnisse, die aus der Veränderlichkeit allen Seins (imkan) erwachsen, bilden den einen Flügel dieses großen Zeugnisses des Alls.

Das Zeugnis des Alls mit seinen zwei Flügeln oder den beiden Tatsachen ("imkan" und «huduth» als einem und «teavun» als anderem Flügel) wurde in den einzelnen Abhandlungen der Risale-i Nur und besonders im Zweiundzwanzigsten und Zweiunddreißigsten Wort (Sözler), sowie im Zwanzigsten und Dreiunddreißigsten Brief (Mektubat) vollkommen klargestellt und bewiesen. Wir begnügen uns deshalb damit, hier kurz darauf hinzuweisen,

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und können deshalb dieses so lange Lehrstück kurz fassen.

Den zweiten Flügel des großen und allumfassenden Zeugnisses, welchen das All in seiner Gesamtheit erbringt, beweist die folgende zweite Wahrheit:

Alles Erschaffene arbeitet trotz aller Veränderungen und Umwandlungsprozesse ständig daran, seine Stabilität nach innen und seine Wirkung nach außen aufrecht zu erhalten und - insoweit es sich dabei um Lebewesen handelt - sein Leben fortzusetzen und seine Aufgaben zu erfüllen, was die Tatsache einer gegenseitigen Hilfeleistung aufzeigt, wie sie ganz und gar außerhalb der eigenen Kraft liegt.

Zum Beispiel: Die Elemente der Natur eilen, um den Lebewesen zu helfen, besonders aber die Wolken, um den Pflanzen beizustehen. Die Pflanzen sind eine Hilfe für die Tiere, und die Tiere für die Menschen. Die Jungtiere werden mit Milch ernährt, die ihnen wie Kauthar aus den Eutern (der Muttertiere) entgegenströmt. Allem Leben wird seine Versorgung seinen zahlreichen Notwendigkeiten, deren Befriedigung ganz außerhalb seiner Möglichkeiten liegt, entsprechend gegeben. Ja, sogar die kleinsten Bestandteile der Nahrung eilen, um den Zellen des Körpers Entsatz zu bieten. In dieser Weise zeigen noch sehr viele andere Beispiele für die Tatsache gegenseitiger Hilfeleistung in der Unterwerfung unter den Herrn und im Dienste des Allbarmherzigen die allumfassende und erbarmende Königsherrschaft des Herrn der Welten, der das gesamte All wie ein Schloss verwaltet.

In der Tat bezeigen diese toten Hilfstruppen, ohne Liebe und ohne Bewusstsein, einander eine so liebevolle und klarbewusste Haltung, dass sie ganz bestimmt in der Kraft, durch die Barmherzigkeit und auf den Befehl eines überaus barmherzigen und weisen Herrn und Königs (Djelal) in Bewegung versetzt worden sind.

Dieser Grundsatz von einer allgemeinen und gegenseitigen Hilfeleistung, wie er im gesamten Kosmos, von den

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Sternen angefangen bis hin zu den Zellen, Organen und Organsystemen des Körpers gilt, und in Vollkommenheit und Ordnung in ihm zum Ausdruck kommt, dieses allgemeine Gleichgewicht und die umfassende Sicherheit, jene Schönheit, welche der Pinsel malt, angefangen bei dem goldenen Antlitz des Himmels, dem Antlitz der Erde in ihrem schönsten Kleid bis hin zu den künstlerisch gestalteten Gesichtern der Blumen, diese Ordnung, die überall herrscht, von der Milchstraße angefangen über das Sonnensystem bis zu Obst und Gemüse, Mais und Granatapfel, dieser Auftrag, mit dem alle Dinge in Dienst gestellt sind, von der Sonne und dem Mond angefangen über die Kräfte und Elemente der Natur, über die Wolken bis hin zu der Biene, zeigt: Die Zeugnisse all dieser bedeutenden Tatsachen bilden den zweiten Flügel des Zeugnisses des Alls und stellen ihrer Bedeutung entsprechend den Beweis dafür dar.

Nun haben wir aber in der Risale-i Nur dieses bedeutende Zeugnis schon bewiesen und erläutert. Wir können uns deshalb hier mit einem kurzen Hinweis begnügen.

Als einen kurzen Hinweis auf den Unterricht im Glauben, den unser Reisender vom Universum empfangen hatte, wurde auf der Achtzehnten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) als kurzer Hinweis Folgendes ausgeführt:

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لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ اَلْمُمْتَنِعُ نَظِيرُهُ اَلْمُمْكِنُ كُلُّ مَا سِوَاهُ اَلْوَاحِدُ الْاَحَدُ اَلَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ هذِهِ الْكَآئِنَاتُ اَلْكِتَابُ الْكَبِيرُ الْمُجَسَّمُ وَالْقُرْاٰنُ الْجِسْمَانِىُّ الْمُعَظَّمُ وَالْقَصْرُ الْمُزَيَّنُ الْمُنَظَّمُ وَالْبَلَدُ الْمُحْتَشَمُ الْمُنْتَظَمُ بِاِجْمَاعِ سُوَرِهِ وَاٰيَاتِهِ وَكَلِمَاتِهِ وَحُرُوفِهِ وَاَبْوَابِهِ وَفُصُولِهِ وَصُحُفِهِ وَسُطُورِهِ وَاِتِّفَاقِ اَرْكَانِهِ وَاَنْوَاعِهِ وَاَجْزَآئِهِ وَجُزْئِيَّاتِهِ وَسَكَنَتِهِ وَمُشْتَمِلاَتِهِ وَوَارِدَاتِهِ وَمَصَارِفِهِ بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ الْحُدُوثِ وَالتَّغَيُّرِ وَالْاِمْكَانِ بِاِجْمَاعِ جَمِيعِ عُلَمَاءِ عِلْمِ الْكَلاَمِ وَبِشَهَادَةِ حَقِيقَةِ تَبْدِيلِ صُورَتِهِ وَمُشْتَمِلاَتِهِ بِالْحِكْمَةِ وَالْاِنْتِظَامِ وَتَجْدِيدِ حُرُوفِهِ وَكَلِمَاتِهِ بِالنِّظَامِ وَالْمِيزَانِ وَبِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ التَّعَاوُنِ وَالتَّجَاوُبِ وَالتَّسَانُدِ وَالتَّدَاخُلِ وَالْمُوَازَنَةِ وَالْمُحَافَظَةِ فِى مَوْجُودَاتِهِ بِالْمُشَاهَدَةِ وَالْعَيَانِ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss. Unmöglich kann (neben Ihm) noch ein Gleiches sein, wo doch (neben anderen) alles möglich sein kann, und nur Er allein nicht (neben anderen) sein kann, dem Einzigen (Ahad) und Allgegenwärtigen (Vahid). Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist dieses Weltall, das große, Gestalt gewordene Buch, die gewaltige Verkörperung des Qur'an, in der Gemeinsamkeit seiner Suren, seiner Verse, seiner Wörter, seiner Buchstaben, seiner Abschnitte, seiner Kapitel, seiner Seiten, seiner Zeilen, das harmonisch verzierte Schloss, in der Übereinstimmung seiner Grundpfeiler, das wohlgeordnet großartige Land, in der Übereinstimmung seiner Arten und Bestandteile, Teilchen und Bruchstücke, seinem gesamten lebenden und toten Inventar und allem, was es hervorbringt und was es zurücklässt, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis des Daseins (huduth), seiner Umwandlungen, seiner in ihm enthaltenen Möglichkeiten, in Übereinstimmung aller gelehrten Theologen (ulema-i ilm-i kelam), durch das Zeugnis der Wahrheit vom Wechsel von Form und Inhalt, in aller Weisheit und Wohlordnung, durch die Erneuerung ihrer Buchstaben und Worte, durch die Ordnung und Ausgewogenheit, durch das gewaltige und alles umfassende, wahre Zeugnis hilfreicher Aktionen, Reaktionen, Unterstützungen, Interferenzen, des Ausgleichs und der Instandhaltung in allem Sein, wie wir bezeugen und erkennen."}

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In der Gegenwart Gottes

Nun wandte sich unser Reisender, der voll Wissensdurst und Sehnsucht in die Welt gekommen ist, um den Schöpfer der Welt zu suchen, nachdem er achtzehn Stufen emporgestiegen und auf der Himmelsleiter des Glaubens (mi'radj-i imani), die bis zum Thron der Wahrheit hinaufreicht, in dem Wissen um das Göttliche Er (ghaib) die Stufe (makam) der Gegenwart des Göttlichen Du (muhatab) {El-Muhatab = das Du, der Gesprächspartner, die zweite Person (A.d.Ü.)} erlangt hatte, an seine eigene Seele (ruh) und sprach zu ihr:

Wenn man zu Beginn der Ehrwürdigen Suratu-l'Fatiha (der Sure der Eröffnung) bei dem Worte اِيَّاكَ {"iyyaka: Dich allein!"} angekommen, lobend und preisend in die Gegenwart dessen gelangt ist, von dem hier die Rede ist, {El-Ghaib = Er, der Unsichtbare, der Abwesende, die dritte Person (A.d.Ü.)} und Er in diesem (iyyaka) nun gegenwärtig geworden ist, dann muss man auch, die gesuchte dritte Person (ghaib) aufgebend, unmittelbar den Gesuchten selbst nach dem Gesuchten fragen, so wie man auch die Sonne, die alle Dinge zeigt, nach der Sonne fragen muss. In der Tat zeigt sie, die alle Dinge zeigt, sich selbst klarer als alle Dinge. So wie wir die Sonne in ihren Strahlen sehen und erkennen können, so müssen wir auch danach streben, unseren Schöpfer in Seinen Schönen Namen und Heiligen Attributen zu erkennen, so weit wir es vermögen.

Von den unendlich vielen Wegen, welche zu diesem Ziel führen, wollen wir hier nur zwei Wege, von den unendlich vielen Stufen nur zwei Stufen, aus einer Fülle von Tatsachen und an Stelle vieler langer Ausführungen in

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dieser Risala nur zwei Tatsachen kurz und bündig erklären:

Erste Wahrheit:

Wie wir ganz offensichtlich mit eigenen Augen sehen können, wird in allem, was da geschaffen wurde im Himmel und auf Erden, überall und jeder Zeit, wohlgeordnet und Furcht einflößend das Tun einer Wahrheit sichtbar, die das All durchdringt und erfüllt, die alles lenkt und leitet, verändert und erneuert. Innerhalb dieser Tatsache, einer Tätigkeit, die in jeder Hinsicht von Weisheit erfüllt, ist die Tatsache der Erscheinung der Herrschaft (Gottes) sichtbar zu verspüren. Und innerhalb dieser Tatsache der Erscheinung der Herrschaft (Gottes), die in jeder Hinsicht Ihr Erbarmen ausbreitet, ist die Tatsache der Offenbarung Gottes unabdingbar zu erkennen.

So kann man denn ständig die Auswirkungen der Tätigkeit des Allmächtigen und Allwissenden hinter Seinem weisheitsvollen und hoheitsvollen Tun gleichsam wie hinter einem Vorhang erahnen, so als beobachtete man Ihn direkt bei Seiner Arbeit. Und hinter diesem hochherrschaftlichen Tun und Walten des Herrn, hinter diesem Vorhang, erfährt man ganz offensichtlich die Namen Gottes, wie sie sich in allen Dingen offenbaren, als könne man sie direkt wahrnehmen. Und hinter der Erscheinung der Schönen Namen (Esma-i Husna) in Hoheit (Djelal) und Schönheit (Djemal), hinter diesem Vorhang vermag man die Existenz und Gegebenheit der sieben heiligen Attribute (Gottes) mit wissenschaftlicher, ja, augenscheinlicher Klarheit, ja bis zum Grade einer wahrhaftigen Gewissheit zu begreifen. Und in diesen Seinen sieben Heiligen Attributen, in Übereinstimmung mit dem Zeugnis der ganzen Schöpfung gibt sich Er, der in der Gestalt eines unendlich Lebendigen, eines Allmächtigen, eines Allwissenden, eines Allhörenden und Allsehenden, eines, der mit freier Rede und Entscheidung (Murid) begabt ist, offensichtlich und mit Notwendigkeit und mit wissenschaftlicher Sicherheit als der, welcher notwendigerweise da sein muss (Vadjibu-I'Vudjud) und Träger der

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obengenannten Eigenschaften ist, welcher Ein-Einziger (Vahid-i Ahad) ist, welcher als der völlig unabhängige Einzelvollbringer (Ferd-i Samad) bezeichnet wird, dem Auge des Glaubens im Herzen mit Sicherheit und gleichsam sichtbar zu erkennen, und zwar in einer Weise, die noch glänzender ist als es ganz offensichtlich die Existenz der Sonne ist. Denn zu einem schönem und inhaltsreichem Buch, einem gutgebautem Haus, bedarf es offensichtlich der Tätigkeit des Schreibens und Erbauens. Schön zu schreiben und gut zu bauen aber ist eine Tätigkeit, die offensichtlich nach einer Person verlangt, die man als Schreiber oder Baumeister bezeichnet. Der Titel "Schreiber" oder "Baumeister" verlangt aber offensichtlich nach einer Schreibkunst oder Baukunst. Diese Kunst oder Eigenschaft aber verlangt offensichtlich und in jedem Fall nach einer Person, welche diese Kunst ausübt, nach ihr benannt wird und Träger der genannten Eigenschaften sein muss. Denn so wie es keine Tätigkeit geben kann ohne einen, der sie verrichtet und keinen Namen ohne den, der ihn trägt, so kann es auch keine Eigenschaft geben ohne den, der sie besitzt und keine Kunst ohne einen Künstler.

Gleich wie nun dieser Kosmos mit allen seinen Geschöpfen auf diesen Tatsachen und Grundsätzen errichtet wurde, vergleichbar einer unendlichen Zahl inhaltsreicher Bücher und Briefe, geschrieben mit dem Stift (göttlicher) Bestimmung, unendlich vielen Gebäuden und Schlössern, mit der (göttlichen) Maurerkelle erbaut, deren jedes einzelne aus tausend Aspekten und sie alle zusammen in unendlich vielen Aspekten durch die grenzenlosen Taten des Herrn und Erbarmers, in dem unendlichen Aufleuchten von Tausend und einem Namen Gottes, der der Keim Seines Wirkens ist und in der grenzenlosen Offenbarung der sieben Eigenschaften des Hochgelobten, welche die Quelle dieser Schönen Namen sind, unendlich viele Hinweise und grenzenlos viele Zeugnisse für die Notwendigkeit von Sein und Einheit (Vahdet) des Herrn der Herrlichkeit von Ewigkeit (edhel) zu Ewigkeit (ebed) ablegen,

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welcher Ursprung und Träger dieser allumfassenden, heiligen Eigenschaften ist, so legen auch alle diese inneren und äußeren Schönheiten, Werte und Vollkommenheiten, jede für sich und alle gemeinsam Zeugnis ab für die heilige Schönheit (Djemal) und Vollkommenheit (Kemal) der Taten des Herrn, der Namen Gottes, der Attribute des Einzigartigen und des Wirkens des Hochgelobten so wie es ihrer würdig ist und ihnen entspricht, und bezeugen so offensichtlich die Schönheit und Vollkommenheit einer Hochheiligen Persönlichkeit.

So zeigt sich denn die Wahrheit von der Herrschaft (Gottes) in der Tatsache Seines Wirkens und gibt sich selbst durch das Wissen und die Weisheit, mit der Er erschafft und hervorbringt, formt und wieder neu gestaltet, durch das Gleichmaß und die Ausgewogenheit, mit der Er plant und schafft, anordnet und kalkuliert, mit der Absicht und Entschiedenheit, in der Er verändert und verwandelt, vernichtet und vervollkommnet, durch die Liebe und das Erbarmen, mit der Er ernährt und beschenkt, Freigiebigkeit und Güte erweist, in all Seinem Schalten und Walten zu erkennen.

Die Tatsache der Offenbarung Gottes, die in der Tatsache der Erscheinung der Herrschaft (Gottes) ganz offensichtlich zu spüren und zu finden ist, gibt sich selbst voll Huld und Erbarmen in den Manifestationen Seiner Schönen Namen und in dem Aufleuchten Seiner sieben inhärenten Eigenschaften - "Leben, Wissen, Wollen, Entscheiden, Sehen, Hören, Reden" (Gottes wesensgemäße Eigenschaften, deren Quelle und Träger Er ist) zu erkennen und zu verstehen.

So wie sich in dem Attribut (Gottes) als "Das Wort" durch Offenbarungen und Inspirationen der Herr der Heiligkeit zu erkennen gibt, ebenso wird in der Tat auch, wie ein Wort, das Gestalt angenommen hat, in dem Attribut (Gottes) als "Macht" durch Seine kunstvollen Werke dieser Herr der Heiligkeit bekannt, zeigt (Seine Macht) sich gleich dem leibhaftigen Wesen (des Buches) der Unterscheidung (Furqan) von einem Weltenende zum

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anderen, kennzeichnet den Allmächtigen in Seiner Majestät, und lässt uns von Ihm wissen.

So lässt auch das Attribut (Gottes) als "der Allwissende" durch eine Vielzahl weisheitsvoller, wohlgestalteter und ausgewogener Kunstwerke und eine große Anzahl Geschöpfe, die durch eine (göttliche) Wissenschaft gelenkt, geleitet, kunstvoll gestaltet und voneinander unterschieden werden, diesen einzigartigen Herrn der Heiligkeit als ihren Ursprung und Träger (mausuf) erkennen.

Was "Leben (Hayat)" als Wesensmerkmal (Gottes) betrifft, so weist es, wie alle Werke die Macht (Gottes) erkennen lassen, all die Formen und Gestalten in ihrer Ordnung und Weisheit, in ihrer Ausgewogenheit und ihrem Schmuck die Existenz (göttlicher) Allwissenheit sichtbar werden lassen, wie alle Beweise auch die übrigen Eigenschaften (Gottes) erkennen lassen und den Beweisen für "das Leben" (als Wesensmerkmal Gottes), auf "das Leben" als Wirklichkeit (tahaqquq) hin, so auch das Leben selbst, wenn es alles, was da lebt und Spiegelbild (göttlichen Lebens) ist, zum Beweis als Zeugen vorführt, um den Herrn des Lebens (Hayy) und der Beständigkeit (Qayyum) zu erkennen.

Es verwandelt das All, um dieses jederzeit immer wieder neu und immer wieder anders hervorzubringen und auszuschmücken, in einen riesigen Spiegel, der sich ständig verändert, erneuert und selbst wieder aus unzähligen Spiegeln zusammengesetzt ist. Entsprechend den oben angeführten Beispielen lassen auch die Attribute "Sehen und Hören, Wollen und Reden", jedes einzelne für sich, dem Kosmos gleich, den Herrn der Heiligkeit erkennen und verstehen.

Und so wie diese Eigenschaften die Existenz des Herrn in Seiner Majestät beweisen, so beweisen sie auch die Existenz und die Wahrheit des Lebens (als Attribut Gottes) und auch, dass dieser Herr frisch und lebendig ist. Denn Kenntnis ist ein Zeichen des Lebens. Hören ist eine biologische Funktion. Sehen ist eine Eigenschaft von

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Lebewesen. Wollen ist ein Ausdruck des Lebens. Willenskraft findet sich nur bei Lebewesen. Sprache ist ein Kennzeichen vernunftbegabter Wesen.

So geht denn aus dem obengesagten hervor, dass es für das Attribut "Leben" sieben Beweise gibt, jeder einzelne Beweis, bewiesen durch den ganzen Kosmos, Zeugnisse, die seine eigene Existenz erkennen lassen und auch die Existenz seines Trägers (maussuf), sodass es zum Ursprung und Grund aller Attribute, zur Quelle und zum Angelpunkt des Großen Namens wird. Doch da die Risale-i Nur diese erste Wahrheit bereits mit starken Zeugnissen bewiesen und in gewissem Grade erläutert hat, können wir uns hier mit dem schon erwähnten Tropfen aus diesem Meere begnügen.

Zweite Wahrheit:

Die göttliche Ansprache, die aus Seinem Attribut "Das Wort" hervorgeht:

﴿ لَوْ كَانَ الْبَحْرُ مِدَادًا لِكَلِمَاتِ رَبِّى ﴾

{"Würde das Meer zur Tinte werden für die Worte meines Herrn." (Sure 18, 109)}

Dem Geheimnis dieser Ayah entsprechend kennt das göttliche Wort keine Grenzen. Der Hinweis, welcher am klarsten das Dasein einer Person erkennen lässt, ist sein Sprechen. {konushma: Die Fähigkeit, Kontakt aufzunehmen, sich auszudrücken und mitzuteilen. (A.d.Ü.)} Das heißt also, dass diese Tatsache unbegrenztermaßen Zeugnis für die Existenz und Einheit des urewigen Wortes ist. Nun wurde aber mit zwei starken Zeugnissen für diese Tatsache bereits

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erklärt. Das Zeugnis diesen Stufen überlassend erschien unserem Reisenden Licht und Geheimnis der gewaltigen Ayah

﴿ شَهِدَ اللّٰهُ أَنَّهُ لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ وَالْمَلٰئِكَةُ وَ أُولُوا الْعِلْمِ قَآئِمًا بِالْقِسْطِ لآَ إِلٰهَ إِلاَّ هُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ﴾

{"Allah bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm; ebenso Seine Engel, die Gelehrten, die in der Gerechtigkeit fest stehen. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen." (Sure 3, 18)}

als ausreichend und genügend, und so vermochte er nicht weiter vorzudringen. Dementsprechend wurde auf der Neunzehnten Stufe der Ersten Abhandlung (makam) als ein Hinweis auf die kurz zusammengefasste Bedeutung dessen, was unser Reisender auf dieser Heiligen Stufe (makam) als Lektion gelernt hatte, Folgendes gesagt:

لآَ إِلٰهَ إِلاَّ اللّٰهُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ الْوَاحِدُ الْاَحَدُ لَهُ الْاَسْمَاءُ الْحُسْنٰى وَلَهُ الصِّفَاتُ الْعُلْيَا وَلَهُ الْمَثَلُ الْاَعْلٰى اَلَّذِى دَلَّ عَلٰى وُجُوبِ وُجُودِهِ فِى وَحْدَتِهِ اَلذَّاتُ الْوَاجِبُ الْوُجُودِ بِاِجْمَاعِ جَمِيعِ صِفَاتِهِ الْقُدْسِيَّةِ الْمُحِيطَةِ وَجَمِيعِ اَسْمَآئِهِ الْحُسْنٰى اَلْمُتَجَلِّيَةِ وَبِاِتِّفَاقِ جَمِيعِ شُؤُونَاتِهِ وَاَفْعَالِهِ الْمُتَصَرِّفَةِ بِشَهَادَةِ عَظَمَةِ حَقِيقَةِ تَبَارُزِ الْاُلُوهِيَّةِ فِى
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تَظَاهُرِ الرُّبُوبِيَّةِ فِى دَوَامِ الْفَعَّالِيَّةِ الْمُسْتَوْلِيَةِ بِفِعْلِ الْاِيجَادِ وَالْخَلْقِ وَالصُّنْعِ وَالْاِبْدَاعِ بِاِرَادَةٍ وَقُدْرَةٍ وَبِفِعْلِ التَّقْدِيرِ وَالتَّصْوِيرِ وَالتَّدْبِيرِ وَالتَّدْوِيرِ بِاِخْتِيَارٍ وَحِكْمَةٍ وَبِفِعْلِ التَّصْرِيفِ وَالتَّنْظِيمِ وَالْمُحَافَظَةِ وَالْاِدَارَةِ وَالْاِعَاشَةِ بِقَصْدٍ وَرَحْمَةٍ وَبِكَمَالِ الْاِنْتِظَامِ وَالْمُوَازَنَةِ. وَبِشَهَادَةِ عَظَمَةِ إِحَاطَةِ حَقِيقَةِ اَسْرَارِ شَهِدَ اللّٰهُ اَنَّهُ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ وَالْمَلٰٓئِكَةُ وَ اُولُوا الْعِلْمِ قَآئِمًا بِالْقِسْطِ لآَ إِلٰهَ اِلاَّ هُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

{"Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah), der da notwendigerweise sein muss, dem Einzigen (Ahad) und Allgegenwärtigen (Vahid). Ihm gehören alle schönen Namen, alle hohen Eigenschaften und Ihn umschreiben wir mit den erhabensten Vergleichen. Die Notwendigkeit Seiner Existenz in Seiner Allgegenwart beweist die Persönlichkeit (dhat = Wesen) dessen, der da notwendigerweise sein muss, in der Übereinstimmung mit allen Seinen umfassenden heiligen Eigenschaften, mit der Manifestation aller Seiner schönen Namen und im Einklang aller Seiner Werke und Taten, die Er vollbracht hat, durch das gewaltige, wahrhaftige Zeugnis, in dem sich Seine Göttlichkeit offenbart, in der Erscheinung Seiner Herrschaft, in der Fortdauer Seiner Aktivitäten, die alles beherrschen, im Akt der Hervorbringung, Erschaffung, Formung und Gestaltung durch Seine Führung, Seinen Willen, Seine Macht, zu lenken, zu bestimmen und zu gestalten, in der Freiheit Seiner Entscheidung, Seiner Weisheit, im Akt Seiner Entfaltung und Bewahrung, Ordnung, Erhaltung und Gestaltung, der Versorgung, zielgerichtet und voll Erbarmen, in vollkommener Ordnung und Ausgewogenheit, mit dem großartigen, alles umfassenden, wahrhaftigen Zeugnis Seines innersten Geheimnisses (esrar) - Gott bezeugt, dass es keine Gottheit (ilah) gibt außer Ihm, und so auch Seine Engel, die Leute des Wissens. Er hält die Gerechtigkeit aufrecht. Es gibt keine Gottheit (ilah) außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen."}

Dieses "Große Zeichen" besteht aus 33, stufenweise empor führende Abschnitten und wurde mit einer wunderbaren Einführung in einem Buch veröffentlicht. Wir haben hier nur einen Auszug daraus gebracht.

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Das zweite Zeugnis für den Glauben

Erstes Kapitel des zweiunddreißigsten Wortes
﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾
﴿ لَوْ كَانَ فِيهِمَآ اٰلِهَةٌ اِلاَّ اللّٰهُ لَفَسَدَتَا ﴾
﴿ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ وَحْدَهُ لاَ شَرِيكَ لَهُ لَهُ الْمُلْكُ وَلَهُ الْحَمْدُ يُحْيِى وَيُمِيتُ وَهُوَ حَىٌّ لاَ يَمُوتُ بِيَدِهِ الْخَيْرُ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ وَاِلَيْهِ الْمَصِيرُ ﴾

{"Im Namen Gottes, des Erbarmens, des Barmherzigen." "Wenn es in beiden (Himmel und Erde) außer Gott noch Götter gäbe, wären sie ja dem Unheil (preisgegeben)." (Sure 21, 22) "Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Einzigen. Er hat keinen Partner. Ihm gebührt die Herrschaft und der Dank. Er schenkt das Leben und den Tod. Er ist das Leben, das nicht stirbt. In Seiner Hand ruht das Gute. Er ist aller Dinge mächtig und zu Ihm ist unsere Heimkehr." (Hadith)}

Einmal in einer Nacht im Ramadan hatte ich gesagt, dass jeder dieser elf Sätze über das Wort der Einheit Gottes (Tauhid) eine Stufe Seiner Einheit und eine Botschaft enthält, und von diesen Stufen nur die Bedeutung von لاَ شَرِيكَ لَهُ {"Er hat keinen Partner."} dem Verständnis der einfachen Leute entsprechend in einer Art Streitgespräch, in Form eines gespielten Dialogs, von der Sprache der Zeichen und Gebärden in Worte umgesetzt. Auf Wunsch und Bitte meiner ehrenwerten Brüder, die mir dienen, und der Freunde aus unserer kleinen Moschee schreibe ich dieses Gespräch nieder. Es ist wie folgt:

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Stellvertretend für alle Götzen, die es in der Einbildung ihrer Diener, der Ungläubigen und Irrgläubigen aller Art, der Anbeter der Natur und ihrer Ursachen und aller Heiden gibt, stellen wir uns eine Person vor, die über irgendwelche Dinge dieser Welt Herr sein will und Anspruch erhebt, ihr wahrer Besitzer zu sein.

So trifft also derjenige, welcher diesen Anspruch erhebt (der Prätendent), zunächst einmal das Atom, welches das kleinste unter diesen Dingen ist. In der Sprache des Naturalismus und der Wissenschaft sagt er ihm, dass er sein Herr und wahrer Besitzer sei. Das Atom aber antwortet ihm in der Sprache der Wahrheit und mit dem Mund der Weisheit seines Herrn: "Ich versehe zahllose Aufgaben. Ich trete in jedes der verschiedensten Kunstwerke ein. Wenn du Wissen und Macht hast, mich zu veranlassen, alle diese Aufgaben zu verrichten;... darüber hinaus bewegen sich zahl- und grenzenlos viele Atome gleich mir, sind untereinander und miteinander tätig;

{(Anmerkung): So wie alle Dinge, die sich bewegen, angefangen von den Atomen bis hin zu den Planeten, durch das Siegel des Einzigartigen (sikke-i samediyet), das sie tragen, in der Tat die Einheit (Vahdet) zeigen, genauso besetzen sie auch im Namen dieser Einheit durch ihre Bewegungen alle Orte, die sie bereisen. Sie nehmen sie für ihren Eigentümer in Besitz. Was die Kunstwerke betrifft, die sich nicht bewegen, so gelten sie angefangen von den Pflanzen bis hin zu den Fixsternen als Stempel der Einheit und zeigen, dass der Platz, an dem sie sich befinden, ein Brief ihres Meisters ist. Kurzum: Jedes Ding besitzt alle Dinge durch seine Bewegungen im Namen der Einheit. Das heißt also, dass derjenige, der nicht alle Sterne in den Händen hält, auch nicht Herr über ein einziges Atom sein kann.}

wenn du Herrschaft und Macht hast, alle Atome gleich mir in deinen Dienst und unter deinen Befehl zu stellen; wenn du des Weiteren der wahre Eigentümer aller Dinge, in deren vollkommener Ordnung ich ein Teilchen bin, wie z.B. ein rotes Blutkörperchen, sein Lenker und sein Leiter sein kannst, dann kannst du den Anspruch erheben, auch mein Herr zu sein. Dann kannst du mich einem anderen außer Gott dem Gerechten für verbunden halten. Anderenfalls schweige! Wie du

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über mich nicht Herr sein kannst, so kannst du dich auch nicht mit meinen Aufgaben beschäftigen. Denn in unseren Tätigkeiten und in unseren Bewegungen herrscht eine so vollkommene Ordnung, dass niemand, der nicht ein Herr von grenzenloser Weisheit und umfassendem Wissen ist, seine Hände in unseren Aufgaben haben darf. Mischt er sich ein, bringt er alles durcheinander. Denn jemand, ohnmächtig, leblos und blind wie du, dessen Hände in den Händen zweier Blinder, dem Zufall und der Natur, liegen, kann uns auf gar keine Weise mit einem Finger anrühren."

Da sagte der Prätendent wie die Materialisten sagen: "Wenn das so ist, dann sei du also dein eigener Herr! Warum sagst du denn, dass du im Auftrag eines anderen arbeitest?" Das Atom erwiderte ihm: "Hätte ich einen Verstand gleich der Sonne, eine umfangreiche Kenntnis wie Sonnenlicht, eine umfassende Macht wie Sonnenenergie, alles umspannende Sinne gleich den sieben Farben des Regenbogens, Gesichter, die nach den Orten ausgerichtet sind, die ich bereise und nach den Dingen, in denen ich tätig bin, Augen, die sie betrachten und könnte ein Machtwort sprechen, dann könnte ich vielleicht die gleiche Dummheit begehen wie du und behaupten, ich sei Herr über mich selbst. Auf, mach dich davon! Du kannst dir von mir keine Mitarbeit erwarten!"

Nachdem also der Advokat der Götzen nichts mehr von dem Atom zu erhoffen hatte, traf er im Blut einen Erythrozyten, weil er von diesem roten Blutkörperchen eine Mitarbeit erwartete. Er sprach zu ihm im Namen der Ursachen und des Naturalismus und in der Sprache der Wissenschaftler: "Ich bin dein Herr und dein Besitzer." Dieses rote Blutkörperchen, ein kugelförmiges rotes Ding, sagt ihm in der Sprache der Wahrheit und mit der Zunge der Göttlichen Weisheit: "Ich bin nicht alleine. Wenn du in der Armee des Blutes, in der wir alle das selbe Siegel, das selbe Amt und die selben Vorschriften haben, Herr über mich und alle meines Gleichen sein kannst und wenn du über eine feinsinnige Weisheit und über eine

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gewaltig große Macht verfügst, um alle Zellen des Körpers, den wir bereisen und in dessen Dienst wir in vollkommener Weisheit stehen, zu beherrschen, dann zeig uns das und wenn du uns das tatsächlich zeigen kannst, dann könnte deine Behauptung vielleicht einen Sinn haben. Statt dessen kann ein Verblendeter wie du, in der Hand einer tauben Natur und einer blinden Kraft, nicht einmal über mich Herr sein, ja mir noch nicht einmal um ein Stäubchen nahe kommen. Denn die Wohlordnung ist bei uns so vollkommen, dass nur derjenige, der alles sieht, hört, kennt und tut, uns beherrschen kann. Darum schweige! Mein Dienst ist so wichtig und die Wohlordnung ist so vollkommen, dass ich keine Zeit habe, um mich mit dir zu beschäftigen und deine wirren Worte zu beantworten." So sagt es und jagt ihn davon. Da geht der Prätendent weg, da er es nicht überzeugen konnte.

Er trifft die kleine Wohnstatt, die im Körper "Zelle" genannt wird. Er sagt ihr in der Sprache der Wissenschaften und des Naturalismus: "Ich konnte das Atom und das rote Blutkörperchen nicht dazu bringen, meinen Worten zuzustimmen; aber vielleicht magst du ja meine Worte verstehen. Denn du bist wie eine ganz kleine Wohnung und aus verschiedenen Dingen zusammengesetzt. Daher kann ich dich machen. Du sollst mir mein Werk und mein wahrer Besitz sein.", sagt er zu ihr. Die Zelle gibt ihm in der Sprache der Weisheit und Wahrheit zur Antwort: Ich bin zwar nur ein kleines Ding. Aber ich habe sehr große Aufgaben, sehr feine Beziehungen und Verbindungen mit allen Zellen des Körpers und dem ganzen Organismus. Zum Beispiel: Ich habe tiefe und vollkommene Aufgaben gegenüber den Venen und Arterien, Nerven und Muskeln, gegenüber den anziehenden und abwehrenden, hervorbringenden und formenden Sinnen. Hast du Macht und Wissen, um den ganzen Körper, alle Adern, Nerven und Sinnesorgane zu bilden, zu ordnen und in den Dienst zu stellen? und hast du eine Macht, die einzudringen vermag? und Weisheit, die umfassend ist, um über alle Körperzellen zu verfügen, die mir gleichen, und mir hinsichtlich

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der Kunstfertigkeit, der Gestaltung und der Qualität Geschwister sind, dann zeige sie uns, dann kannst du behaupten, dass du mich machen kannst. Sonst auf, mach dich davon! Die roten Blutkörperchen bringen mir Versorgung. Die weißen Blutkörperchen verteidigen mich vor den angreifenden Krankheiten. Ich habe meine Arbeit, halte mich also nicht auf. Darüber hinaus kann einer, schwach, taub, blind und leblos wie du, keineswegs versuchen, sich in unsere Aufgaben einzumischen. Denn bei uns herrscht eine so feine, empfindliche und vollkommene Ordnung, dass unsere Ordnung zu Grunde geht, unser System durcheinander gerät, wenn derjenige, der über uns herrscht, nicht absolut weise, nicht absolut allmächtig und nicht absolut allwissend ist.

{(Anmerkung): Der allweise Schöpfer erschuf den menschlichen Organismus gleich einer überaus wohlgeordneten Stadt. Ein Teil der Nerven hat die Funktion von Telegrammen und Telefonen. Die Adern gleichen Leitungsrohren, die den Fluss des Blutes ermöglichen, das dem Wasser des Lebens gleicht. Was das Blut betrifft, so sind darin zwei Arten kugelförmiger Körperchen gebildet. Ein Teil von ihnen wird als rote Kügelchen bezeichnet. Sie verteilen Nahrung an die Zellen des Körpers und bringen nach göttlichem Gesetz Versorgung zu den Zellen (gleich den Kaufleuten und den Versorgungsbeamten). Der andere Teil sind die weißen Kügelchen. Sie sind im Verhältnis zu den Anderen in der Minderheit. Ihre Aufgaben bestehen gleich der von Soldaten in der Verteidigung gegen die Feinde, wie z.B. die Krankheiten. Wenn sie sich zur Verteidigung rüsten, stellen sie sich erstaunlich schnell zu Formationen in zwei kreisenden Bewegungen gleich Mevlevi Dervishen auf. Was das Blut als Ganzes betrifft, so hat es zwei umfassende Aufgaben. Eine davon besteht darin, die zerstörten Zellen zu reparieren. Die andere ist, den Abfall der Zellen zu sammeln und den Körper von ihm zu reinigen. Es gibt zweierlei Adern, die Arterien und Venen heißen. Die einen bringen und verteilen sauberes Blut. Sie sind die Leitungen des sauberen Blutes. Die anderen sind die Leitungen des trüben Blutes, das den Abfall sammelt. Diese zweite Leitung bringt das Blut zu der Stelle die "Lunge" genannt wird, wo die Atmung geschieht. Der allweise Schöpfer erschuf zwei Dinge, die in der Luft enthalten sind. Das eine ist der Stickstoff, das andere ist der Sauerstoff. Was den Sauerstoff anbetrifft, der durch das Einatmen das Blut berührt, so zieht er den Schmutz des Blutes, den Kohlenstoff, der eine dichte Masse ist, wie ein Bernstein zu sich an. Die beiden verbinden sich. Es verwandelt sich in das gasförmige Kohlendioxyd (eine giftige Luft). Gleichzeitig entsteht dadurch die natureigene Wärme und dabei wird auch das Blut gereinigt. Denn der allweise Schöpfer gab dem Sauerstoff und dem Kohlenstoff, deren Verbindung in der Alchemie auch die chemische Hochzeit genannt wird, eine starke Affinität. Wenn diese beiden Stoffe einander nahe kommen, verbinden sich diese beiden Stoffe dem bekannten Gesetz Gottes entsprechend, sodass bei dieser Verbindung Wärme entsteht, wie wissenschaftlich feststeht. Denn diese Verbindung ist ein Verbrennungsvorgang. Der Sinn dieses Geheimnisses ist folgender: Die Atome jedes dieser Stoffe haben ihre eigenen Bewegungen. In der Zeit ihrer Verbindung verbinden sich die Atome von beiden, d.h. ein Atom des einen mit dem Atom des anderen, und bewegen sich dann gemeinsam in gleicher Bewegung. Somit entfällt also eine der beiden Bewegungen. Denn vor der Verbindung waren zwei Bewegungen da. Nun aber haben sich zwei Atome (zu einem Molekül) miteinander verbunden. Beide Atome finden sich in einer einzigen Bewegung, so als wären sie nur ein Atom. Die andere Bewegung verwandelt sich einem Gesetz des allweisen Schöpfers entsprechend in Wärme. Es ist ja ein feststehendes Gesetz, dass die Bewegung Wärme zu Stande bringt. Aufgrund dieses Geheimnisses wird die natureigene Wärme im menschlichen Körper durch diese chemische Verbindung herbeigeführt, wobei auch das Blut sauber wird, weil der Kohlenstoff aus dem Blut entfernt wird. Wenn der Atem eintritt, reinigt er sowohl das Lebenswasser des Körpers, und speist auch das Lebensfeuer. Wenn er austritt, bringt er im Mund Früchte in Form von Worten hervor, welche Wunder der Macht Gottes sind.

فَسُبْحَانَ مَنْ تََحَيَّرَ فِي صُنْعِهِ الْعُقُولُ

("Gepriesen sei der, der den Verstand durch Seine Werke in Erstaunen versetzt.")}

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Daraufhin wurde der Prätendent, auch über (die Zelle) verzweifelt. Er begegnete dem menschlichen Leib. Er

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sagte in der Sprache der blinden Natur und der verblendeten Wissenschaft so wie das die Naturalisten sagen: "Du gehörst mir. Ich bin derjenige, der dich gemacht hat. Und ich habe Anspruch auf dich."

In der Sprache der Wahrheit und der Weisheit und mit dem Ausdruck seiner Wohlgeordnetheit gibt dieser Menschenkörper zur Antwort: "Wenn du Macht und Wissen besitzt, um die Körper aller Menschen wahrhaft zu lenken und zu leiten, die mir gleichen und mit denen ich die gleiche Prägung der Macht und das gleiche Siegel der Erschaffung auf meinem Antlitz trage, und wenn du Reichtum und Herrschaft hast, um über die Speicher meiner Versorgung, angefangen beim Wasser, über die Luft bis hin zu Pflanzen und Tieren, zu verfügen; und wenn du eine grenzenlose Macht und eine unendliche Weisheit hast, um die geistigen Feinheiten wie Seele, Gemüt und Verstand, die überaus hoch und erhaben sind, und denen ich als eine Hülle diene, in einem engen und gewöhnlichen Behälter, wie ich es bin, hinein zu packen und sie in vollkommener Weisheit in den Dienst zu stellen und Gott anbeten zu lassen, dann zeige uns das und dann sage: "Ich habe dich geschaffen." Anderenfalls schweig! Außerdem ist derjenige, der mich gemacht hat, durch das Zeugnis der vollkommenen Wohlordnung in mir und durch den Beweis des Siegels der Einheit auf meinem Antlitz derjenige, der aller Dinge mächtig ist, alles weiß, alles sieht und alles hört. Einer, der so verblendet und so ohnmächtig ist wie du, kann an Seinen Kunstwerken keinen Anteil nehmen. Er kann noch nicht einmal so viel Einfluss ausüben wie auch nur ein Stäubchen."

Der Anwalt dieser Abgötter konnte auch im Körper nirgends einen Platz finden, um seinen Einfluss geltend machen zu können und ging davon. Nun stieß er auf die Menschheit (als ganzes) und sagte zu sich selbst: "Wie sich der Teufel in die Handlungen des Einzelnen und der Gemeinschaft einmischt, so kann vielleicht auch ich in dieser innerlich wie äußerlich so zersplitterten Gemeinschaft einen Platz finden, wo ich mich an ihrem Existenzkampf

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und ihrem alltäglichen Leben beteiligen und darin einmischen kann. Und da kann ich dann einen Platz für mich finden und meinen Einfluss auf den Körper und seine Zellen, die mich vertrieben hatten, ausüben." So sprach er zu der Menschheit wieder mit dem Mund der tauben Natur und in seiner verblendeten Philosophie:

"Ihr gleicht einem völligen Wirrwarr. Ich bin euer Herr und Eigentümer, oder habe doch einen Anspruch auf euch." Darauf erwiderte die Menschheit mit der Zunge von Recht und Wahrheit und in der Sprache der Weisheit und Wohlordnung:

"Wenn du genug Macht und Weisheit hast, um das Gewand, mit dem das ganze Erdenrund bekleidet ist, das Hemd, das aus vielen hunderttausend Gattungen von Pflanzen und Tieren besteht und das, gleich unserer eigenen Gattung, aus sehr vielen bunten Fäden in vollkommener Weisheit gewebt und geschneidert ist, und das Kleid, das über das Antlitz der Erde ausgebreitet und aus hunderttausend Lebewesen gleichsam gewebt und überaus kunstvoll erschaffen ist, selber herzustellen und es jeder Zeit in vollkommener Weisheit wieder zu erneuern; und wenn du außerdem umfassende Macht und eine alles umfassende Weisheit hast, über das Erdenrund, dessen Frucht wir sind, und über die Welt, deren Kern wir sind, zu verfügen und alle Dinge, die wir zum Leben brauchen, ausgewogen und voll Weisheit von den Enden der Erde zu uns zu senden; und wenn du das Vermögen hast, alle unsere vergangenen und kommenden Generationen, mit denen wir gemeinsam das selbe Siegel der Macht tragen, ins Dasein zu rufen, dann kannst du vielleicht Anspruch auf Herrschaft über uns erheben. Anderenfalls aber, schweige! Während du den Wirrwarr in meiner (menschlichen) Gattung betrachtest, sage nicht: "Ich kann mich hier doch einmischen." Denn die Ordnung ist vollkommen. Denn dieser Zustand, der dir wie Wirrwarr erscheint, ist in Wirklichkeit eine perfekte Kopie göttlichen Vorherwissens (Qader). Denn die vollkommene Wohlordnung aller Pflanzen und Tiere, die doch

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(entsprechend der Schöpfungsgeschichte) noch weit unter uns und unter unserer Aufsicht stehen, zeigt, dass das, was uns wie Wirrwarr (erscheint), (in Wirklichkeit) eine Art Abschrift ist.

Ja wäre es denn überhaupt möglich, dass derjenige, der die Webfäden, die so schön gleichmäßig über das ganze Kleid verteilt sind, auf so kunstvolle Weise darin befestigt, ein anderer sein könnte, als der Meister dieses Kleides selbst? Könnte derjenige, der eine Frucht wachsen lässt, ein anderer sein als derjenige, der den ganzen Baum wachsen ließ? Könnte derjenige, der einen Kern erschafft, ein anderer sein als der, welcher die Frucht erschuf, in der dieser Kern ruht? So ist also dein Auge blind. Du siehst nicht an mir (der Menschheit) die Wunderwerke der Macht (Gottes) und erkennst nicht die Wunder unseres (der einzelnen Menschen) Wesens. Könntest du sie sehen, so müsstest du erkennen, dass derjenige, der mich erschaffen hat, so ein Herr ist, dass nichts vor Ihm verborgen bleiben kann, dem niemand etwas zu verweigern und zu erschweren wagt. Sterne gelingen Ihm gleich mühelos wie Atome. Einen Frühling bringt er so leicht wie eine Blume ins Dasein. Er ist der Herr, der mir das Inhaltsverzeichnis des riesigen Kosmos in vollkommener Ordnung eingegeben hat. Kann einer, der so starr, ohnmächtig, blind und taub ist, wie du es bist, an Seinen Kunstwerken Anteil nehmen? Daher also, schweig! Geh nun und mach dich davon!" So sagt sie zu ihm und jagt ihn davon.

Danach geht der Prätendent zu dem weiten Gewand, das über die Erde ausgebreitet ist, diesem so schön geschmückten und verzierten Kleid, das die Erde trägt, und sagt zu ihm im Namen der Ursachen, mit dem Mund der Natur und der Sprache der Philosophie: "Ich kann über dich verfügen, ich bin dein Herr und Besitzer." So sagt und behauptet er. Daraufhin sagt dieses Gewand,

{(Anmerkung): Dieses Kleid ist jedoch sowohl lebendig, als auch in genau geregelten Abständen auswechselbar. Jederzeit verändern sich seine Ornamente in vollkommener Weisheit und Wohlgeordnetheit, um mit den verschiedenen Erscheinungen die Namen ihres Designers in vielfältiger Weise zu zeigen.}

dieses

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Kleid im Namen von Recht und Wahrheit, mit der Zunge der Weisheit zu dem Prätendenten:

"Wenn du soviel Macht hast und Kunstfertigkeit besitzt, alle diese Kleider zu weben und zu Stande zu bringen, die so viele Male, wie es Jahre und Jahrhunderte gibt, der Erde angezogen und in bester Ordnung wieder ausgezogen und auf die Leine der Vergangenheit gehängt werden, und für sie die frischen Programme und Muster herstellen kannst, die in vollkommener Ordnung im Rahmen des Vorherwissens Gottes gezeichnet und festgelegt und auf die Leine der Zukunft gehängt werden und die so wohlgeordnet und voll Weisheit sind und voneinander verschiedene Verzierungen haben; und wenn du gleichsam über zwei unsichtbare Hände verfügst, voll Weisheit und Macht, die von der Erschaffung der Erde bis zu ihrer Zerstörung, ja sogar von Ewigkeit bis zur Ewigkeit zu reichen vermögen; und wenn du eine Macht und Weisheit besitzt, alle meine Fäden zu verspinnen und zu verweben und so alles in vollkommener Ordnung und Weisheit zu Stande zu bringen, zu reparieren und neu wieder herzustellen; und wenn du die Erdkugel, die uns als Modell dient und sich mit uns bekleidet und uns als ihren Schleier für sich verwendet, in deinen Händen hältst und ihr Schöpfer sein kannst, dann erhebe einen Anspruch auf die Herrschaft über mich. Anderenfalls, auf und raus mit dir! Auf dieser Erde kannst du keinen Platz für dich finden! Des Weiteren tragen wir das Siegel der Einheit (Vahdet) und Einzigartigkeit (Ahadiyet), in der Weise, dass einer, der nicht auch die Verfügungsgewalt über den ganzen Kosmos hat, der nicht alle Angelegenheiten in all ihren Zusammenhängen gleichzeitig sieht und all die zahllosen Arbeiten nicht zu gleicher Zeit tun kann, der nicht immer und überall anwesend sein kann, der nicht frei und ungebunden ist, und der kein Herr ist, begabt mit grenzenloser

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Weisheit, Wissen und Macht, unser Herr nicht sein und keinen Einfluss auf unsere Angelegenheiten ausüben kann."

Dann geht der Prätendent weg und sagt: "Vielleicht kann ich die Erdkugel überreden und dort einen Platz finden." Er geht zu der Erdkugel

{(Zusammenfassung): Das Atom verwies ihn zu dem roten Blutkörperchen. Das rote Blutkörperchen verwies ihn zu der Zelle, die Zelle zu dem Menschenkörper, der Menschenkörper zu der Menschengattung, die Menschengattung verwies ihn aber zu dem aus den Arten der Lebewesen gewebten Kleid der Erde, das Kleid der Erde aber zu der Erdkugel, die Erdkugel zu der Sonne, die Sonne verwies ihn aber zu den Sternen. Jeder sagte: "Geh, wenn du den, der über mir steht, beherrschen kannst, dann komm und versuche mich zu beherrschen. Wenn du ihn nicht niederwerfen kannst, kannst du mich nicht in die Hand bekommen."

Das heißt, dass derjenige, der nicht seine Worte allen Sternen gegenüber geltend machen kann, nicht in der Lage ist, seine Herrschaft auch nur einem einzigen Atom gegenüber geltend zu machen.}

und sagt ihr wieder im Namen der Ursachen und mit dem Mund der Natur: "So wie du dich da herum treibst, zeigst du mir, dass du herrenlos bist. Wenn das so ist, könntest du mir gehören." Daraufhin erwidert ihm die Erdkugel mit Donnerstimme im Namen des Rechtes und mit dem Mund der Wahrheit:

"Rede nicht so albern daher. Wie kann ich denn ein herrenloser Vagabund sein? Findest du etwa auf meinem Kleid auch nur ein Pünktchen oder einen Faden in meinem Kleid außer Ordnung geraten, oder scheint es dir ohne Weisheit und ohne Kunstfertigkeit, sodass du mich herrenlos und einen Herumtreiber schiltst.

Wenn du der wahre Besitzer jenes gewaltig großen Zirkels bist, den ich in einem Jahre umkreise, eine Strecke von etwa Fünfundzwanzigtausend Jahren Fußmarsch

{(Anmerkung): Wenn eine Kreisbahn etwa hundertachtzig Millionen Kilometer Radius hat, dann entspricht die Erdumlaufbahn einer Strecke von etwa Fünfundzwanzigtausend Jahren Fußmarsch.}

in einem Jahr und in vollkommener Wohlausgewogenheit und Weisheit

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meinen Dienst und meine Aufgabe versehe, und wenn du eine unendliche Weisheit und grenzenlose Macht hast, die zehn Planeten, die meine Geschwister sind und wie ich in dienstlichem Auftrag stehen, und die alle in ihren Bahnen kreisen, und die Sonne, die unser Vorsteher (Imam) ist und mit der wir verbunden sind, zu erschaffen, an ihren Platz zu stellen und mich und die anderen Planeten mit ihr zu verbinden und in vollkommener Ordnung und Weisheit wie einen Kieselstein (im Kreis herum) zu schleudern und in Dienst zu nehmen, dann kannst du einen Anspruch auf Herrschaft über mich erheben. Anderenfalls auf! und fahre zur Hölle! Und fort mit dir! Ich habe zu tun! Ich gehe zum Dienst! Majestätische Ordnung, (Sternen)Bewegungen von überwältigenden Ausmaßen und die weisheitsvolle Führung auf ihren Bahnen zeigen, dass unser Baumeister ein Herr ist, dem das ganze Sein, angefangen von den Atomen bis hin zu den Sternen und den Sonnen, gleich dienstbereiten Soldaten Gehorsam leistet. Er ist der majestätische Allweise und absolute Herrscher, der, mit der gleichen Leichtigkeit, mit der Er die Früchte an einem Baum ordnet und ihn damit verziert, auch die Planeten um die Sonne ordnet."

Dann geht der Prätendent zur Sonne. Da spricht er in seinem Herzen: "Dies ist ein riesengroßes Objekt. Vielleicht finde ich in ihm irgendeine Öffnung, durch die ich mir einen Weg bahnen kann. Dann kann ich auch die Erde in meinen Dienst stellen." Er sagt der Sonne im Namen der Abgötterei und mit der Zunge der teuflisch gewordenen Philosophie sowie die Parsen sagen: "Du bist eine Königin. Du bist die Herrin deiner Selbst. Was du willst, das tust du." Die Sonne aber sagt ihm im Namen des Rechts, mit dem Mund der Wahrheit und in der Sprache der Weisheit Gottes:

"Gott bewahre, hunderttausendmal möge mich Gott davor bewahren, keineswegs! Ich bin ein im Dienst stehender, gehorsamer Beamter. Ich bin im Gasthaus meines Herrn der Oberkerzenmeister. Ich kann nicht Herr einer Mücke, ja noch nicht einmal über den Flügel einer

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Mücke sein. Denn im Körper einer Mücke gibt es solch unsichtbare Schätze und seltsame Kunstwerke, wie Augen und Ohren, die in meinem Geschäftsbereich nicht erhältlich sind. Sie liegen außerhalb des Bereiches, über den ich verfügen kann." So sagt sie und tadelt den Prätendenten.

Da wendet sich der Prätendent um und sagt wiederum mit der Zunge seiner pharaonengleichen Philosophie: "Da du nun einmal nicht dein eigener Herr und Meister bist, sondern nur ein Diener, darum gehörst du im Namen der Ursachen mir." Es erwidert ihm die Sonne im Namen von Recht und Wahrheit und in der Sprache dienender Anbetung: "Ich kann nur einem solchen Herrn gehören, der mich und meinesgleichen und all die hohen Sterne erschuf, ihnen an Seinem Himmel in vollkommener Weisheit ihren Platz angewiesen hat, sie als vollendet schöne Schmuckstücke in majestätischer Pracht ihre Bahnen ziehen lässt."

Da sagt der Prätendent in seinem Herzen: "Die Sterne erscheinen mir in Haufen und Spiralnebeln, wie chaotisch über den ganzen Himmel verteilt. Vielleicht kann ich bei ihnen etwas für meine Mandanten (und in deren Namen) gewinnen." So sagt er sich und tritt unter sie. Er sagt ihnen im Namen der Ursachen, im Auftrag seiner Götzen und in der Sprache der gegen Gott rebellierenden Philosophie und so wie die Sternenanbeter sagen: "Da ihr so weit verstreut seid, steht ihr unter der Herrschaft verschiedener Herrscher." Daraufhin sagt ein Stern anstelle aller Sterne:

"Wie verblendet, wie so ohne Verstand und so töricht bist du und hast gar keine Augen, sodass du das Siegel der Einheit und die Prägung der Einzigartigkeit auf unserem Antlitz nicht siehst und nicht wahrnimmst. Du kennst unsere Hohe Ordnung (nizam) und die Gesetze und Vorschriften unseres Dienstes nicht. Du denkst so, als seien wir ein ungeordneter Haufe. Doch wir sind Kunstwerke

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und Diener eines Herrn, der Ein-Einziger (Vahid-i Ahad) ist, und der über die Himmel, die für uns den Meeren gleich sind, und den Kosmos, der uns wie ein Baum ist (an dem wir die Früchte sind), und das Weltall, in dem wir uns ergehen, die Verfügungsgewalt hat. Wir sind wie die Lichter einer Flotte, leuchtende Zeugnisse für die Vollkommenheit Seiner Herrschaft. Wir sind lichtvolle Beweise und Bekanntmachungen Seiner königlichen Herrschaft. Jede unserer Gruppen ist ein Diener des Lichtes, der auf dem Territorium Seines Königreiches in den erhabenen, niederen, weltlichen, nachweltlichen und jenseitigen Wohnstätten die Pracht Seines Königreiches zeigt und sein Licht in sie hinein trägt.

In der Tat ist jeder von uns ein Wunder der Macht des Einen und Einzigartigen (Vahid-i Ahad), jeder eine wohlgeordnete Frucht am Baum der Schöpfung, jeder ein lichtausstrahlender Beweis der Gegenwart (Vahdaniyet), jeder eine Wohnstatt, jeder ein Flugzeug und jeder ein Gebetsraum der Engel, jeder eine Lampe, jeder eine Sonne der hohen Welten, jeder ein Zeuge für das Königreich der Herrschaft (Gottes), jeder ein Schmuckstück, jeder ein Schloss, jeder eine Blume des Weltalls, jeder ein Leuchtfisch am Meere und jeder ein schönes Auge im Antlitz des Himmels.

{(Anmerkung): Wir sind Zeichen, gesetzt, die einzigartigen Kunstwerke Gottes des Gerechten zu betrachten, sie anzuschauen und anschauen zu lassen. Es ist, als ob der Himmel die einzigartigen Kunstwerke Gottes auf Erden mit zahllosen Augen betrachte. Das heißt also, dass die Sterne die Erde gleich einer erstaunlichen und einzigartigen Messe betrachten und gleich den Engeln im Himmel alle bewusstseintragenden Wesen darauf aufmerksam machen.}

In der Gesamtheit unserer Sterne geht die Stille gepaart mit Frieden, Bewegung mit Weisheit, Schönheit in der Kunst mit Majestät und Schönheit in der Schöpfung mit Wohlgeordnetheit und vollendete Kunst mit Wohlausgewogenheit. Daher machen wir unseren majestätischen Schöpfer mit zahllosen Zungen, Seine Gegenwart, Seine Einheit, Seine Einzigartigkeit und

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Seine Attribute mit Seiner Schönheit, Seine Majestät und Seine Vollkommenheit, vor dem ganzen Kosmos bekannt. Da nun aber du, ein Diener wie wir, die wir überaus aufrichtig, rein, gehorsam und dienstbereit sind, uns beschuldigst in einem Chaos zu leben, ohne jede Ordnung, ja geradezu als herrenlose Vagabunden, hast du dir eine Ohrfeige verdient."

So sagt er in das Gesicht des Prätendenten, und so versetzt ihm denn dieser Stern eine Ohrfeige, einer Steinigung des Teufels gleich und wirft ihn von den Sternen herab bis hinunter in den Abgrund der Hölle. Und die Natur,

{(Anmerkung): Nach dem Sturz bat die Natur aber um Verzeihung. Sie verstand, dass ihre wahre Aufgabe nicht darin besteht, wirksam und aktiv zu sein, sondern anzunehmen und passiv zu sein. Sie erkannte, dass sie eine Art Buch des Vorherwissens des Herrn ist, jedoch ein Buch, das die Fähigkeit besitzt, sich zu verändern und sich anders zu gestalten, und eine Art Programm der Macht des Herrn und eine Art Schöpfungsgesetz des majestätischen Allmächtigen und eine Art Sammlung Seiner Richtlinien. In vollkommener Ohnmacht und Gehorsam nahm sie im Auftrag Gottes ihren Dienst an und erhielt die Bezeichnung "Gottes Schöpfung und Kunstwerk des Herrn".}

die mit ihm ist, wirft er in die Bäche der Zweifel, den Zufall in den Pfuhl des Nichtseins, alle Götzen in die Finsternis der Unmöglichkeit und der Unvorstellbarkeit und die Philosophie, die sich gegen den Glauben stellt, bis hinab in die Tiefen der Niedersten der Niedrigen. Mit allen Sternen zusammen trägt dieser Stern den heiligen Erlass vor.

﴿ لَوْ كَانَ فِيهِمَآ اٰلِهَةٌ اِلاَّ اللّٰهُ لَفَسَدَتَا ﴾

{"Wenn es in beiden (Himmel und Erde) außer Gott (Allah) noch Götter gäbe, wären sie ja dem Unheil (preisgegeben)." (Sure 21, 22)}

Und sie machen bekannt, dass es, angefangen von den Flügeln einer Mücke bis zu den Leuchten des Himmels, keinen Platz, nicht einmal einen von der Größe des

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Flügels einer Mücke, für einen Abgott gibt, wo er seinen Einfluss geltend machen könnte.

سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ اَللّٰهُمَّ صَلِّ وَسَلِّمْ عَلٰى سَيِّدِنَا مُحَمَّدٍ سِرَاجِ وَحْدَتِكَ فِى كَثْرَةِ مَخْلُوقَاتِكَ وَدَلاَّلِ وَحْدَانِيَّتِكَ فِى مَشْهَرِ كَآئِنَاتِكَ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ اَجْمَعِينَ

{"Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, außer dem, das Du uns gelehrt hast, denn Du bist der Allwissende, der Allweise." "Oh Gott, gib Segen und Frieden unserem Herrn, Mohammed, der Leuchte Deiner Einheit in aller Vielfalt Deiner Geschöpfe und der Ausrufer Deiner Allgegenwart auf der Messe des Kosmos, und seiner Familie und allen seinen Gefährten! "}

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Ein kleiner Anhang zum Ersten Kapitel

فَاسْتَمِعْ اَيَةَ
اَفَلَمْ يَنْظُرُوٓا اِلَى السَّمَآءِ فَوْقَهُمْ كَيْفَ بَنَيْنَاهَا وَزَيَّنَّاهَا اِلَى اَخِرِ اَيَةِ ٭ ثُمَّ انْظُرْ اِلٰى وَجْهِ السَّمَآءِ كَيْفَ تَرٰى سُكُوتًا فِى سُكُونَةٍ حَرَكَةً فِى حِكْمَةٍ تَلَئْلُئاً فِى حَشْمَةٍ تَبَسُّمًا فِى زِينَةٍ مَعَ اِنْتِظَامِ الْخِلْقَةِ مَعَ اِتِّزَانِ الصَّنْعَةِ تَشَعْشُعُ سِرَاجِهَا تَهَلْهُلُ مِصْبَاحِهَا تَلَئْلُؤُ نُجُومِهَا تُعْلِنُ ِلاَهْلِ النُّهٰى سَلْطَنَةً بِلآَ اِنْتِهَآءٍ
﴿ اَفَلَمْ يَنْظُرُوٓا اِلَى السَّمَآءِ فَوْقَهُمْ كَيْفَ بَنَيْنَاهَا وَزَيَّنَّاهَا اِلَى اَخِرِ اَيَةِ ﴾

{"Höre die Ayah:"

Haben sie denn nicht zum Himmel über ihnen empor geschaut, wie wir ihn erbaut und geschmückt haben und wie makellos er ist?..." (Sure 50, 6) "Betrachte das Antlitz des Himmels, wie ruhig und friedlich es aussieht, sich in Weisheit bewegt, majestätisch funkelt und sich mit einem Lächeln schmückt. Durch die Wohlordnung seiner Erschaffung, die Ausgewogenheit seiner Kunst, die Pracht seiner Leuchte, den Glanz seiner Lampe, das Funkeln seiner Sterne gibt er den Leuten des Verstandes die grenzenlose Königsherrschaft (Gottes) bekannt."}

Eine Erklärung des arabischen Kommentars, der durch diese Ayah inspiriert wurde.

ثُمَّ انْظُرْ اِلٰى وَجْهِ السَّمَآءِ كَيْفَ تَرٰى سُكُوتًا فِى سُكُونَةٍ

{"Betrachte das Antlitz des Himmels, wie ruhig und friedlich es aussieht."}

Das heißt: Diese Ehrwürdige Ayah lenkt die Aufmerksamkeit auf das schön geschmückte Antlitz des Himmels hin. Durch das aufmerksame Betrachten soll der Mensch in dem Antlitz des Himmels eine Stille und außergewöhnlicher Ruhe erkennen und verstehen, dass dieser sich unter dem Befehl und im Dienst des absoluten Allmächtigen in dieser Weise zeigt. Anderenfalls, wäre er frei,

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könnten diese überaus großen Kugeln mit ihren Bewegungen in überaus großer Geschwindigkeit solch einen Lärm verursachen, dass sie das Ohr des Kosmos ertauben ließen. Es würde sogar durch ein vernichtendes Beben ein solches Tohuwabohu entstehen, dass der Kosmos darüber in Staub zerfiele. Es ist ja bekannt, wie viel Lärm und Tumult zwanzig Büffel hervorrufen können, wenn sie alle auf einmal durcheinander laufen. In Wirklichkeit sagt die Astronomie, dass es unter den Sternen solche gibt, die tausendfach größer als die Erdkugel sind und sich siebzigmal schneller als Kanonenkugeln bewegen. So verstehe also aufgrund der Stille der Himmelskörper, die sich in aller Ruhe bewegen, wie mächtig der majestätische Schöpfer und vollkommen Allmächtige ist, der sie in den Dienst stellt, und wie willig und gehorsam die Sterne Ihm gegenüber sind.

حَرَكَةً فِى حِكْمَةٍ {"Bewegung in Weisheit."}

Außerdem befiehlt die Ayah dem Menschen, im Antlitz des Himmels eine Bewegung, die in Weisheit verläuft, zu betrachten. In der Tat verlaufen diese überaus einzigartigen und gewaltigen Bewegungen in überaus feinsinniger und umfassender Weisheit. Ein Handwerker, der Getriebe und Räder einer Maschine laufen lässt, zeigt den Grad seiner Meisterschaft und seines Talentes entsprechend der Größe und der Wohlordnung dieser Maschine. Genauso wird die Größe der Macht und der Weisheit des majestätischen Allmächtigen, der die Sonne mit den Planeten zusammen wie eine Maschine baute und diese gewaltig großen Kugeln wie Schleudersteine oder Räder einer Maschine um sie kreisen lässt, in diesem Vergleich dem Auge ersichtlich.

تَلَئْلُئاً فِى حَشْمَةٍ تَبَسُّمًا فِى زِينَةٍ {"Er funkelt majestätisch und schmückt sich mit einem Lächeln."}

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Das heißt: Das Antlitz des Himmels zeigt eine so prachtvolle Ausstrahlung und schmückt sich so mit einem Lächeln, dass es zeigt, welch ein gewaltig großes Königreich und welch ein schönes Kunstwerk des majestätischen Schöpfers es ist. An den Tagen einer Festbeleuchtung zeigen ja die Vielzahl der elektrischen Lampen die Größe eines Königs und wie fortschrittlich er ist. Genauso zeigt der riesige Himmel im Schmuck all seiner Sterne den aufmerksamen Blicken die Vollkommenheit des Königreiches Seines majestätischen Schöpfers und die Schönheit Seiner Kunstfertigkeit.

مَعَ اِنْتِظَامِ الْخِلْقَةِ مَعَ اِتِّزَانِ الصَّنْعَةِ {"Durch die Wohlordnung seiner Erschaffung. Durch die Ausgewogenheit seiner Kunst."}

Außerdem sagt die Ayah: Siehe die Geschöpfe unter dem Antlitz des Himmels, wie sie wohlgeordnet gestaltet sind und die Kunstwerke, die in feinen Maßen stehen, wie sie wohl ausgewogen sind. So verstehe und wisse, wie mächtig und weisheitsvoll ihr Meister ist. In der Tat zeigt dieses alles dem aufmerksamen Betrachter, wie mächtig und weisheitsvoll der Herr ist, der verschieden große und kleine Dinge oder Tiere sich bewegen lässt und in Seinen Dienst stellt und jeden mit einem speziellen Maß auf einen bestimmten Weg führt, und wie willig und gehorsam die Dinge, die sich bewegen, Ihm gegenüber sind. Genauso zeigt dieser riesige Himmel in seiner gewaltigen Größe mit seinen unendlich vielen Sternen und diese Sterne, die so gewaltig groß sind und sich so machtvoll bewegen und dabei nicht einmal um ein Stäubchen oder eine Sekunde ihre Grenze überschreiten und nicht einmal ein Zehntel einer Minute von ihrer Diensterfüllung fern bleiben, mit welchem feinen speziellen Maße ihr majestätischer Schöpfer über Seine Herrschaft verfügt. Das, worauf mit dem Gehorsam der Sonne, des Mondes und der Sterne, wie auch in diesem Vers und wie in der Sure 'Amme und in anderen Ayat hingewiesen wird, ist folgendes:

— 259 —
تَشَعْشُعُ سِرَاجِهَا تَهَلْهُلُ مِصْبَاحِهَا، تَلَئْلُؤُ نُجُومِهَا تُعْلِنُ ِلاَهْلِ النُّهٰى، سَلْطَنَةً بِلاَ اِنْتِهَآءٍ

{"Durch die Pracht seiner Leuchte, den Glanz seiner Lampe, das Funkeln seiner Sterne gibt er den Leuten des Verstandes die grenzenlose Königsherrschaft (Gottes) bekannt."}

Das heißt: An die verzierte Decke des Himmels eine Lampe wie die Sonne, die Licht spendet und wärmt, zu hängen; sie zu einem Tintenfass gefüllt mit Licht zu machen, um auf den Linien von Nacht und Tag, auf den Seiten von Winter und Sommer, die Briefe des Einzigartigen zu schreiben; wie die Zeiger der großen Uhren an hohen Minaretten oder Türmen den Mond an der Kuppel des Himmels an der großen Uhr, die Zeit, zu einem Zeiger zu machen, in Form von vielen verschiedenen Mondsicheln jeder Nacht ihre besondere Mondsichel zu bestimmen, dann sie alle wieder zusammenzufügen, ihn auf seinen Stationen in vollkommener Ausgewogenheit, feinen Berechnungen entsprechend zu bewegen; mit den Sternen, die an der Kuppel des Himmels leuchten und lächeln, das Gesicht des Himmels zu vergolden; sind mit Sicherheit Kennzeichen der Herrschaft eines unendlichen Königreiches. Dies sind für die Bewusstseintragenden Hinweise auf den Glanz Seiner Gottheit, die für sich selbst sprechen. Das lädt verständige Menschen ein, ihren Glauben und die Einheit Gottes zu bekennen.

Betrachte das Buch des Kosmos eine farbige Seite,

mit dem goldenen Stifte der Macht; siehe, wie schön sie gemalt ist!

Nicht blieb da noch ein dunkler Fleck für die Scharfsinnigen,

so als habe Gott Seine Wunderzeichen (= Verse) mit Licht darauf geschrieben.

Betrachte, welch ein Wunder der Weisheit die Schöpfung ist, in Bewunderung versetzt.

Betrachte, welch eine erhabene Vorführung das Weltall ist.

— 260 —
Lausche der Sterne Gesang, ihrer berauschenden Predigt (hutbe)!

Entnimm ihrer leuchtenden Schrift die Weisheit, die sie verkündet!

Gekommen sind sie und sagen alle gemeinsam einen Ausdruck der Wahrheit:

"Wir sind das strahlende Zeugnis des großartigen Königreiches einer allmächtigen Majestät.

Wir sind dafür Zeuge, dass es einen Meister gibt in Seiner Einheit und in Seiner Kraft...

Den Engeln gleich betrachten wir vom Himmel herab die Erde, schauen das Antlitz der Erde

voll tiefer und feinsinniger Wunder, halten stets das Paradies auch im Blick.

Des Himmels tausend aufmerksame Augen sind wir.

Es wuchs der Tuba-Baum der Schöpfung und seine Äste strecken sich durch einen Spalt der Himmel

und seine Zweige bilden die Milchstraße.

Schönheit und Majestät heißt die Hand der göttlichen Weisheit, die uns daran aufgehängt hat

als seine wundervollen Früchte.

Für die Bewohner des Himmels sind wir eine wandelnde Moschee,

ein Haus, das seine Kreise zieht und ein erhabenes Nest,

ein strahlender Leuchter, ein gewaltiges Schiff;

Flugzeugen gleich sind wir alle und ein jeder von uns.

Eines Allmächtigen in Seiner Vollkommenheit, eines Allweisen in Seiner Majestät

wunderbare Kraft und Staunen erregendes Kunstwerk Seiner Schöpfung,

ein Kleinod Seiner Weisheit und Ingenium Seiner Schöpfung,

eine Welt voller Licht sind wir, jeder von uns eine Welt aus Licht.

So zeigen wir mit hunderttausenden von Zungen hunderttausende Beweise

lassen sie vernehmlich werden dem Menschen, der Mensch ist.

— 261 —
Mit Blindheit geschlagen das Auge der Gottlosen, vermag es nicht mehr zu schauen unser Antlitz

und vernimmt er unsere Stimme nicht. Doch sind wir die Zeichen, die Wahrheit verkünden.

Eines ist unsere Prägung, einer unser Siegel.

Immerwährend wiederholen wir den Lobpreis unseres Herrn, wir seine Diener

gedenken Seines Namens, Ihn verehrend alle Zeit.

In Ihm versunken reihen wir uns ein als die Glieder in der Kette der endlosen Milchstraße."

— 262 —

Das dritte Zeugnis für den Glauben

Dreiundzwanzigster Blitz
Abhandlung über die Natur

Obwohl dies eigentlich die Sechzehnte Anmerkung zum Siebzehnten Blitz wäre, wird sie wegen ihrer Bedeutung als Dreiundzwanzigster Blitz bezeichnet. Sie vernichtet die aus dem Naturalismus herauswachsende atheistische Philosophie, ohne ihr noch die Chance zu einer späteren Renaissance zu lassen. So zertrümmert sie den Grundstein des Unglaubens vollständig.

1. Hinweis

Mit dieser Abhandlung wird anhand von neun Unmöglichkeiten, die mindestens neunzig Unmöglichkeiten beinhalten, dargelegt, in welchem Maße die wahre Natur des Weges, den die Gottesleugner unter den Naturalisten beschritten haben, unvernünftig und hässlich ist und in welchem Grade sie auf Aberglauben beruht. Weil aber diese Unmöglichkeiten schon in anderen Abhandlungen teilweise dargelegt wurden, können wir hier einige Stufen überspringen, indem wir uns ganz kurz fassen. Es steigt daher plötzlich der Gedanke auf: Wie konnten nur so berühmte und vernünftige Philosophen einen so deutlichen und offensichtlichen Aberglauben annehmen und auf einem solchen Wege fortschreiten? Ja, sie konnten die wahre Natur des von ihnen eingeschlagenen Weges nicht wahrnehmen. Aber die Realität dieses Weges, die Prämisse und das Resultat dieses Weges ist dergestalt, dass ich bereit bin, den Zweiflern mit ganz klaren und unwiderlegbaren Zeugnissen ausführlich darzulegen und

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zu beweisen, dass eine Zusammenfassung ihrer Lehre,

{(Anmerkung): Der Grund für die Verfassung dieser Abhandlung ist der, dass man in besonders verletzender und besonders hässlicher Weise seine Geringschätzung der Wahrheiten des Glaubens zum Ausdruck gebracht und einen Aberglauben genannt hat, was dem unzulänglichen Verstande nicht erreichbar ist, Atheismus und Naturalismus miteinander in Verbindung gebracht und so den Qur'an angegriffen hat. Dieser Angriff entfachte im Herzen einen heiligen Zorn, den Atheisten heftige und fürchterliche Ohrfeigen zu versetzen und auch denen, die ihr Antlitz von der Wahrheit ab und den Doktrinen des Aberglaubens zugewandt haben; wenn auch sonst die Lehre der Risale-i Nur eine vornehme, freundliche und milde Rede ist.}

deren Voraussetzungen und zwangsläufige Resultate hässlich und abscheulich und dem Verstande unzugänglich sind und werde dies auch am Ende jeder Unmöglichkeit, die ich niederschreiben werde, darlegen.

﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾
﴿ قَالَتْ رُسُلُهُمْ اَفِى اللّٰهِ شَكٌّ فَاطِرِ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ ﴾

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Es sprachen ihre Gesandten: Gibt es etwa einen Zweifel an dem Schöpfer der Himmel und der Erde?" (Sure 14, 10)}

Diese ehrwürdige Ayah zeigt, in der Form einer verneinenden Fragestellung, indem sie aussagt, dass es "über Gott den Gerechten keinen Zweifel gibt und geben darf", dass die Existenz und Einheit Gottes ganz offensichtlich ist.

2. Hinweis

(zur Erklärung der folgenden Tatsachen)

1338 bin ich nach Ankara gegangen. Ich sah, dass sich in die Überzeugung von Leuten des Glaubens, die sich

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des Sieges der islamischen Armee über die Griechen erfreuten, sehr schlimme atheistische Gedankengänge einzuschleichen begannen, die sie zerstören und vergiften könnten. "Oh weh!", sagte ich, dieser Drache nagt ja an den Fundamenten unseres Glaubens. Weil diese Ayah ganz offensichtlich die Existenz und Einheit Gottes verständlich macht, habe ich durch sie Hilfe erhalten, aus dem Weisen Qur'an ein starkes Zeugnis entnommen und eine arabische Abhandlung geschrieben, die geeignet ist, das Haupt des Atheismus zu spalten. Ich ließ sie in der Druckerei "Yeni Gün" in Ankara drucken. Weil es aber nur wenige gab, die arabisch konnten und daher diesem Werk auch kaum eine Bedeutung beimaßen, zeigte dieses doch so kurz und treffend formulierte und starke Zeugnis leider keine Wirkung. Dieses atheistische Gedankengut aber entwickelte sich leider und gewann an Macht. Ich muss also zwangsläufig dieses Zeugnis erklären, soweit wie dies in türkischer Sprache möglich ist. Da einzelne Teile dieses Zeugnisses bereits in einigen Abhandlungen vollständig erläutert wurden, werde ich sie hier nur kurz niederschreiben. Viele Zeugnisse, die sich in anderen Abhandlungen verstreut finden, sind teilweise in diesem Zeugnis zusammengefasst. Jedes einzelne von ihnen kann als eines seiner Komponenten betrachtet werden.

Einführung

Oh Mensch! Wisse, dass es fürchterliche Worte gibt, die den Mund der Menschen verlassen, ohne dass sie deren Gottlosigkeit bemerken. Leute des Glaubens gebrauchen sie, ohne es zu wissen. Wir erklären hier drei äußerst wichtige von ihnen.

Erstens:

"Es wurde verursacht", d.h. die Ursachen haben diesen sichtbaren Dingen ihre Existenz verliehen.

Zweitens:

"Es bildete sich selbst", d.h. es bildete sich aus sich selbst heraus, entstand, erwuchs.

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Drittens:

"Es erfordert die Natur", d.h. es ist natürlich, die Natur erfordert es, bringt es zu Stande.

Ja, es gibt nun einmal ein Dasein und das kann auch nicht geleugnet werden. Zudem gleicht jedwedes Sein einem Kunstwerk, das mit Sinn und Verstand ins Dasein gerufen wurde. Überdies besteht es nicht ewig und ohne Anfang, sondern wurde neu geschaffen. Auf jeden Fall, oh du Atheist, wirst du sagen, dass das, was hier ist, z.B. dieses Tier da durch Ursachen der unbelebten Natur hervorgebracht wurde, d.h. dieses Sein wurde durch die Verknüpfung von Ursachen ins Dasein gebracht... oder aber: Es hat sich selbst eine Form gegeben... oder aber: Es kam unter der Einwirkung natürlicher Ursachen als natürliches Ergebnis zu Stande... oder aber: Es ist ein Geschöpf aus der Kraft des Glorreichen-Allmächtigen.

Da aber dem Verstande außer diesen vier Wegen kein anderer Weg mehr offen bleibt, steht uns, wenn wir mit absoluter Sicherheit beweisen können, dass die oben genannten drei Wege nicht gangbar sind, auf einem Aberglauben beruhen, außerhalb des Möglichen liegen, zwangsläufig und offensichtlich nur noch der vierte Weg als die ohne allen Zweifel einzig sichere Lehre von der (alles bewirkenden Einheit und) Gegenwart Gottes offen.

Erste Streitfrage:

Ein Geschöpf hat durch eine Verknüpfung der Ursachen aus der unbelebten Welt Gestalt angenommen und ist so ins Dasein getreten. Wir wollen hier unter sehr vielen Unmöglichkeiten nur drei erwähnen.

Erste Unmöglichkeit:

In einer Apotheke findet man Hunderte von Gläsern, die mit den verschiedenartigsten Substanzen angefüllt sind. Man wolle nun aus diesen Heilmitteln eine wundersame Salbe gewinnen, die lebendig sein soll! Außerdem ist es erforderlich, aus ihnen ein wundersames lebendes Heilmittel herzustellen. Wir sind gekommen und haben in dieser Apotheke eine große Menge dieser lebendigen Salbe und von diesem lebenden

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Heilmittel gesehen. Wir haben jede dieser Salben untersucht.

Wir haben gesehen: Jedes dieser Gläser enthält eine bestimmte Menge, ein, zwei Dirhem (= 6 Gramm) von diesem, drei, vier Dirhem von jenem, sechs, sieben Dirhem von etwas anderem usw. Es wurden verschiedene Mengen unterschiedlicher Arzneimittel verwendet. Hätte man ein Dirhem mehr oder weniger entnommen, wäre diese Salbe nicht mehr lebensfähig, könnte ihre Wirkung nicht mehr zeigen. Und auch dieses lebende Heilmittel haben wir geprüft. Es wurde aus jedem Glas eine ganz bestimmte Menge entnommen. Wäre es auch nur um ein Geringes mehr oder weniger gewesen, hätte das Heilmittel seine Besonderheit verloren. Es gibt nicht nur mehr als fünfzig verschiedene Gläser, man hat auch noch unterschiedliche Mengen von jedem Mittel verwendet, da jedes von ihnen sein eigenes Maß kennt.

Ja, wäre es denn auf irgendeine Weise möglich und wahrscheinlich, dass die aus den verschiedenen Gläsern entnommenen unterschiedlichen Mengen dadurch zueinander gekommen sein und sich miteinander vermischt haben könnten, dass irgendein sonderbarer Zufall oder vielleicht ein Windstoß die Gläser umgeworfen habe, wodurch die Arzneien ausgelaufen seien und jede von ihnen sich mit dem nur allein ihr eigenen genauen Maß zu einer bestimmten Salbe vereinigt hätten... Gäbe es vielleicht etwas, das ein noch größerer Aberglaube, noch unwahrscheinlicher und absurder wäre als dieses? Könnte ein Esel selbst eine doppelte Eselei annehmen und dann ein Mensch werden, er würde sagen: "Eine solche Idee kann ich nicht annehmen" und davonlaufen.

So ist es also wie in diesem Beispiel: Alles, was Leben in sich enthält, ist sicherlich eine solche lebendige Salbe. Und jede Pflanze gleicht einem lebenden Heilmittel, das aus vielen unterschiedlichen Substanzen zusammengesetzt ist, für das viele spezifische Maßeinheiten angewandt wurden. Dies den Ursachen und Elementen der Natur zuzuschreiben und zu sagen: "Die Ursachen haben

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dies bewirkt" ist hundertfach weiter von jeglicher Vernunft entfernt, unmöglicher und absurder, als die Entstehung einer Salbe in einer Apotheke durch das Umstürzen der Gläser.

Kurzum:

Alles Lebendige in dieser großen Apotheke der Welt kann nur aus der unendlichen Weisheit, dem grenzenlosen Wissen und einem alles umfassenden Willen Gestalt annehmen, durch Urteil und Bestimmung des Urewigen-Weisen, der die Waage hält. Ein Unglückseliger, welcher sagt: "Dies haben die Ursachen der natürlichen Elemente zu Stande gebracht, die taub und blind, einem Sturzbach ohne Grenzen gleich dahinströmen", ein dummer Phantast, der sagt: "Dies wunderbare Heilmittel ist ganz von selbst entstanden, dadurch, dass die Gläser umgestürzt und ausgelaufen sind." Er spricht noch törichter als ein törichter Trunkenbold. Ja, dieser Unglaube, diese Torheit, diese närrische Trunkenheit ist reine Phantasterei.

Zweite Unmöglichkeit:

Wäre nicht ein jedes Ding dem Glorreichen-Allmächtigen zuzuschreiben, welcher Ein-Einziger ist, sondern auf Ursachen aus der unbelebten Natur zurückzuführen, dann müsste notwendigerweise bei der Entstehung alles dessen, was da lebt, eine Vielzahl von Ursachen und Elementen beteiligt sein. Es ist aber ganz offensichtlich eine Unmöglichkeit, dass in dem Körper eines so kleinen Geschöpfes wie einer Mücke eine derart große Anzahl von Vektoren, die voneinander verschieden und einander entgegengesetzt sind, in so vollkommener Ordnung, mit einer so empfindlichen Maßgenauigkeit und in so vollständiger Übereinstimmung wirksam werden, dass jeder, der auch nur so viel Bewusstsein besitzt, wie sich im Flügel einer Mücke befindet, sagen muss: "Das ist unmöglich. Das kann nicht sein." Ja, der winzige Leib einer Mücke steht mit den meisten Ursachen und Elementen des Alls in Verbindung, ist sogar dessen Zusammenfassung. Wären sie nicht dem Urewigen-Allmächtigen zuzuschreiben, dann müssten diese Ursachen der unbelebten Natur selbst

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neben ihrem Körper zu finden sein, oder aber in ihren winzigen Leib eintreten. Ja, es wäre sogar erforderlich, dass sie in jede einzelne Facette ihres Auges eintreten, die ein verkleinertes Abbild ihres Körpers ist. Denn, wenn die Ursache aus der unbelebten Natur kommt, muss sie auch neben oder in dem verursachten Objekt wirksam werden. In diesem Falle müsste man davon ausgehen, dass sie wie ein Meister im Inneren der biologischen, chemischen und physikalischen Bausteine und Grundelemente dieser winzigen Zelle arbeiten, dort, wo nicht einmal die Spitzen der Fühler einer Mücke mehr Platz finden.

Also würde sich einer solchen Hypothese selbst noch ein ungewöhnlich spitzfindiger unter den Sophisten schämen.

Dritte Unmöglichkeit:

Eine unverrückbare Grundregel sagt:

اَلْوَاحِدُ لاَ يَصْدُرُ اِلاَّ عَنِ الْوَاحِدِ

{"Einheit entsteht nur aus der Einheit."}

d.h. wenn eine Existenz Einheit besitzt, kann sie nur von einem Einzigen, von einer einzigen Hand geschaffen sein. Besonders dann, wenn dieses Ding in der so vollendeten Ordnung seiner Existenz und mit den ihm eigenen Maßen alle Aspekte des Lebens in sich gesammelt aufzeigt, kann sie offensichtlich nicht durch viele verschiedene Hände geschaffen worden sein, weil das eine Ursache zu Streitigkeiten und Verwirrungen wäre, sondern muss vielmehr von der Hand eines Allmächtigen und Allweisen geschaffen worden sein. Da dieses Durcheinander verschiedener Hände in einem Durcheinander unendlich vieler lebloser Naturelemente, die - taub und blind, ohne Verstand und Bewusstsein - nicht ihre Grenze kennen, diese Blindheit und Taubheit von Ursachen auf unendlich vielen grenzenlos möglichen Wegen, Verbindungen und Vereinigungen nur noch vermehrt, ist es

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so weit davon entfernt, noch vernünftig zu sein, wie die gleichzeitige Annahme von hundert Unmöglichkeiten, dass diese Existenz in ihrer Wohlgeordnetheit und Proportionalität und Einheitlichkeit sich darauf stützen sollte.

Aber selbst dann, wenn wir einmal von dieser Unmöglichkeit absehen wollen, müssen sicherlich dennoch die Einwirkungen der Ursachen der unbelebten Natur eine Angriffs- und Berührungsfläche haben. Aber diese Berührungsfläche mit den Ursachen der unbelebten Natur kann bei lebenden Wesen nur deren Oberfläche sein. Trotzdem sehen wir, dass das Innere der Lebewesen zehnmal mehr geordnet ist als deren Äußeres, feiner gestaltet und künstlerisch noch vollendeter, obwohl es die Hände der Ursachen der unbelebten Natur nicht erreichen und nicht berühren können. Obwohl die winzigsten Pflanzen und die winzigsten Tierchen künstlerisch noch weit staunenswerter gestaltet und noch einzigartiger geschaffen sind als die großen Geschöpfe, hieße es, hundertfach blind und tausendfach taub zu sein, wollte man dies starren, einsichtslosen, grobkörnigen, weitmaschigen, grobkalibrigen, einander entgegengesetzten, blinden Ursachen zuschreiben, wo doch die Hände und die Werkzeuge der Ursachen der unbelebten Natur in ihnen gar keinen Platz finden, ja sie noch nicht einmal auch nur von außen berühren können!...

Aber es gibt noch eine Zweite Streitfrage.

Sie behauptet: "Es hat sich von selbst gebildet." Das heißt: Es ist aus sich selbst heraus entstanden.

Nun, auch dieser Satz enthält viele Unmöglichkeiten. Er ist in vielfacher Hinsicht unmöglich und irrig. Um ein Beispiel zu geben, wollen wir drei von diesen Unmöglichkeiten erklären.

Erste Unmöglichkeit:

Oh du hartnäckiger Leugner! Dein Egoismus hat dich so dumm gemacht, dass er dich in deinen Schlussfolgerungen dahin führt, hundert Unmöglichkeiten zugleich anzunehmen. Denn du existierst; und du bist nicht einfach ein Stückchen tote, unveränderliche

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Materie. Vielmehr gleichst du einer wohldurchdachten und aufs Beste konstruierten Maschine, die sich ständig erneuert und einem wundervollen Palast, der beständig renoviert wird. Die Zellen deines Körpers sind zu jeder Zeit an der Arbeit. Dein Körper lebt in ständiger Beziehung mit dem All, was besonders seine Erhaltung und Funktionstüchtigkeit und was seine Fortpflanzung betrifft, und befindet sich in einem beständigen Austauschprozess. Die Zellen, die in deinem Körper arbeiten, achten darauf, dass diese Beziehungen nicht beeinträchtigt werden und dieser Austauschprozess nicht gestört wird. Dabei gehen sie mit Umsicht vor und es ist, als seien sie auf den Kosmos hin ausgerichtet. Sie fassen zuerst deine Ausrichtung auf den Kosmos ins Auge und erfüllen danach ihre Aufgabe. In deinem äußerlichen und innerlichen Wohlbefinden ziehst du entsprechend dieser wunderbaren Erfüllung der Aufgabe deiner Zellen deinen Nutzen.

Wenn du nicht annehmen willst, dass sich die Zellen deines Körpers wie winzige Beamte oder wie ein Heer des Urewig-Allmächtigen verhalten oder der Bleistiftspitze des Bauplanzeichners gleichen bzw. den Punkten, die er damit macht, dann ist für jede Zelle, die in deinem Auge arbeitet, ein solches Auge notwendig, welches das Ganze deines Körpers von allen Seiten zugleich sehen kann, ein Auge, welches auch das ganze Weltall, mit dem du verbunden bist, zu sehen vermag; man müsste ihr einen solchen Verstand verleihen wie von hundert Genien, welche deine ganze Vergangenheit und die Zukunft kennen und begreifen müssten, die Generationen vor dir und nach dir, den Brunnen, aus dem alle deine Elemente hervorgegangen sind und die Quelle ihrer Versorgung. Einer von deinen Zellen, die wie du in dieser Angelegenheit nicht einen Funken Verstand besitzt, so viel Wissen und Bewusstsein zuzuschreiben, wie sie tausend Platons nicht besitzen, ist ein tausendfach wahnwitziger Aberglaube!...

Zweite Unmöglichkeit:

Dein Körper gleicht einem einzigartigen Palast mit tausend Kuppeln. Die Steine in jeder

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dieser Kuppeln verharren, sich einander gegenseitig stützend, freitragend und ohne Säulen. Ja, dein Körper ist sogar noch tausendmal wunderbarer. Denn der Palast deines Körpers erneuert sich ständig in vollendetem Regelmaß. Von Geist, Gemüt und den Feinheiten der Seele, die unsere Bewunderung erregen, einmal ganz abgesehen, kommt jedes Organ schon allein deines Körpers einem kuppelüberkrönten Saale gleich. Die Zellen wie die Steine in dieser Kuppel, die einander gegenseitig in so vollkommener Harmonie und Ordnung stützen, bilden ein wunderbares Gebäude, ein überragendes Kunstwerk und bezeigen gleich Auge und Zunge ein einzigartiges Wunderwerk der Macht.

Wären nicht alle diese Zellen Beamten gleich dem Befehl des Meisters dieser Welt unterstellt, dann müsste jede einzelne Zelle sowohl absoluter Herr über alle Zellen in diesem Körper, als auch jede einzelne ein absoluter Sklave sein; es müsste jede einzelne der anderen sowohl gleichgestellt als auch bezüglich ihrer Souveränität der anderen entgegengesetzt sein; sie müsste sowohl Ursprung und Quelle all der vielen Eigenschaften sein, die einzig dem Notwendig-Seienden zugehören, als auch von vielen Bedingungen abhängig und an sie gebunden und zugleich auch völlig frei und ungebunden sein. Ein solches in sich einheitliches und wohlgestaltetes Geschöpf, welches nur das Werk des Ein-Einzigen und Geheimnis der Einheit sein kann, unzähligen Zellen zuzuschreiben ist für jeden, der auch nur über ein Fünkchen klaren Bewusstseins verfügt, ganz klar und offensichtlich eine Unmöglichkeit; ja, das sind hundert Unmöglichkeiten.

Dritte Unmöglichkeit:

Wäre dein Körper nicht gleich einer Handschrift, geschrieben mit der Feder des Urewigen-Allmächtigen, welcher Ein-Einziger ist, sondern der Natur zugehörig, wie von den Ursachen gedruckt, dann müssten sich in deinem Körper entsprechend der Anzahl der Zellen und Organe deines Körpers tausende verschiedener natürliche Gussformen gleich ineinander verschachtelten

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Kreisen vorfinden. Denn wenn dieses Buch, das sich hier in unseren Händen befindet, eine Handschrift ist, so hat ein einziger Stift all dies geschrieben und es beruht auf der Kenntnis seines Schreibers.

Wenn es sich dabei aber um keine Handschrift handelt, die mit einer Feder geschrieben wurde, man vielmehr sagte, es sei aus sich selbst entstanden, oder die Natur habe es zustande gebracht, dann wäre gleich wie für den Druck eines Buches eine besondere Type für jeden einzelnen Buchstaben notwendig, um es drucken zu können. So wie sich in einer Druckerei ebenso viele Typen befinden, wie es Buchstaben gibt, damit die Buchstaben nachher auch in Erscheinung treten können, so müssen auch an Stelle eines einzigen Stiftes, ebenso viele Typen wie Buchstaben vorhanden sein.

Ja, es kommt manchmal vor, dass sich unter diesen Buchstaben einmal ein Riesenbuchstabe befindet, in dem eine ganze Seite mit einem kleinen Stift und feinen, dünnen Linien hinein geschrieben wurde, sodass für die Beschriftung eines einzigen Buchstabens Tausende von Drucktypen notwendig werden. Wenn sie nun aber sogar in wohlgeordneterweise miteinander verschachtelt sind und die Gestalt deines Körpers annehmen, dann müssen wir für jedes einzelne Organ, für jedes einzelne Gewebestückchen entsprechend der Anzahl der einzelnen Bestandteile ebenso viele verschiedene Gussformen verwenden.

Nun denn! Wolltest du auch jetzt noch alle diese hundert Unmöglichkeiten dennoch für möglich halten und die Herstellung aller dieser wohlgeordneten kunstvollen Drucktypen, dieser vollendeten Gussformen und Schreibfedern nicht wiederum auf einen einzigen Prototyp zurückführen wollen, dann benötigte man für die Verfertigung dieser Schreibfedern, Gussformen und Drucktypen wiederum eine gleichgroße Anzahl Modelle dieser Schreibfedern, Gussformen und Drucktypen. Denn auch sie wurden einmal hergestellt und auch sie sind vollendete

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Kunstwerke, usw... das setzt sich nacheinander so fort...

So verstehe denn auch du! Dies ist ein Gedankengang, der in sich eine so große Zahl Unmöglichkeiten und Irrtümer mit sich bringt, wie es Zellen gibt. Oh du dickköpfiger Nichtsnutz! Schäme auch du dich... Gib deinen Irrtum auf!

Dritte Streitfrage:

"Es erfordert die Natur", das heißt, die Natur macht es notwendig. Die Natur bringt das zu Stande. Siehe, diese Behauptung enthält viele Unmöglichkeiten. Um ein Beispiel zu geben, erwähnen wir drei von ihnen.

Erste Unmöglichkeit:

Wenn man das augenfällige und weisheitsvolle künstlerisch-kreative Schaffen, das sich in allem Sein, besonders aber in der belebten Natur zeigt, nicht der Feder des Bauplanzeichners und der Macht der Urewigen Sonne zuschreiben, sondern von der Natur und einer Kraft ableiten will, die taub und blind und ohne Verstand ist, dann müsste man auch die Natur mit zahllosen unsichtbaren Maschinen und Druckereien ausstatten, damit sie jedes Ding verfertigen kann, oder aber stattdessen jedes Ding mit einer Macht und Weisheit ausstatten, die das All zu erschaffen und zu regieren vermag.

Denn so wie die Sonne sich in jedem Glasstückchen und in jedem Wassertropfen auf der Erde widerspiegelt, so muss man auch, wollte man nicht alle diese winzigkleinen Sonnen auf die eine einzige Sonne am Himmel zurückführen, es annehmen, dass alle die besonderen Eigenschaften, welche die natürliche, erschaffene Sonne besitzt, sich in einem winzig-kleinen Glasstäubchen, in dem noch nicht einmal ein Streichholzköpfchen Platz finden kann, zwar sichtbar klein, aber in der ganzen Tiefe der Bedeutung der Sonne verkörpern. Ja, man muss sogar entsprechend der Anzahl der Glasstäubchen ebenso viele natürliche Sonnen annehmen. Genauso wie in diesem Beispiel müsste man, wollte man die Existenzen

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und Lebewesen nicht unmittelbar auf die Erscheinung der Namen der Urewigen Sonne zurückführen, in allen Existenzen, besonders aber in allem, was da lebt, eine Natur und eine Macht voraussetzen, die grenzenlose Macht, unendlichen Willen, unbegrenztes Wissen und ewige Weisheit besitzt, ja sogar ein Gott wäre.

Ein solcher Gedankengang aber ist der größte Aberglaube und Irrtum einer Unmöglichkeit, den es im Weltall gibt. Ein Mensch, der das Kunstwerk des Schöpfers des Alls einer vorgeblichen, belanglosen, entscheidungsunfähigen Natur zuschreibt, zeigt damit sicherlich, dass er hundertfach tierischer als das Tier ist und ohne jeden Verstand.

Zweite Unmöglichkeit:

Wenn diese überaus geordneten ausgewogenen Existenzen voll Kunst und Weisheit nicht einer einzigen Person zugeschrieben werden, die unendliche Macht und Weisheit ist, sondern stattdessen von der Natur abgeleitet werden, dann muss man voraussetzen, dass die Natur in jedem Stückchen Erde so viele Maschinen enthält, wie der Anzahl aller Druckereien und Fabriken Europas entspricht, und dass dieses Stückchen Erde das Wachsen und Gedeihen von zahllosen Blumen und Früchten veranlassen kann, deren Quelle und Werkbank es ist. Man kann in der Tat sehen, dass z.B. eine Schüssel voll Erde, die den Blumen als Topf dient, die Fähigkeit hat, aus den Samen - wie sie der Reihe nach hineingeworfen werden - Form und Gestalt aller Blumen in ihrer Mannigfaltigkeit und Verschiedenartigkeit zu bilden.

Wollte man dies nicht auf den glorreichen Allmächtigen zurückführen, dann könnten sie, fände sich nicht in dieser Schüssel voll Erde für jede einzelne Blume eine besondere unsichtbare Maschinerie der Natur, nicht in diesen Daseinszustand treten. Denn was die Samen betrifft, so sind sie wie die Spermien und die Eier aus der gleichen Substanz. Denn wie ein Teig bestehen sie aus einer Mischung von Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff, ungefügt und ungestaltet. Wind und Wasser,

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Wärme und Licht; jedes von ihnen wirkt einem Gießbach gleich in seiner undifferenzierten Art und ohne jedes Unterscheidungsvermögen auf sie ein und bringt aus dieser Erde zahllose, ganz verschiedene, überaus planmäßig und kunstvoll gestaltete Blumen hervor. Es müssen sich also offensichtlich und zwangsläufig in der Erde, die sich in dieser Schüssel befindet, ebenso viele unsichtbare Druckereien und Fabriken winzigen Ausmaßes befinden, wie man sie sich in Europa vorstellen kann, damit sie so viele lebendige Stoffe und tausenderlei verschiedene Textilien herstellen können.

Da kann man also nun vergleichen, in welchem Grade die Gedanken der ungläubigen Materialisten von der Bahn des noch Vernunftgemäßen abgewichen sind. Siehe, wie weit diese Törichten, Berauschten in Menschengestalt, die glauben, dass die Natur ein Erfinder sei und von sich selbst behaupten, dass sie Wissenschaftler und Männer von Verstand seien, sich von Verstand und Wissenschaft entfernt haben und was für einen hochkomplizierten und auf gar keine Weise möglichen Aberglauben sie sich selbst als Weg ausgesucht haben! Lache über sie und spucke vor ihnen aus!...

Sobald man sagt:

Man kann alles Sein auf die Natur zurückführen, entstehen derart merkwürdige Unmöglichkeiten, Probleme im Grade einer Negation. Wenn man aber das Sein der Persönlichkeit des Einen zuschreibt, der nichts und niemandes bedarf und dessen alle und alles bedarf, wie wird dann wohl diese Problematik gelöst? Wie kann man eine Schwierigkeit, die einer Unmöglichkeit gleich kommt, in eine Leichtigkeit umwandeln, die an Zwangsläufigkeit grenzt?

Antwort:

Im Falle der ersten Unmöglichkeit zeigt z.B. das Phänomen der Sonneneinstrahlung mit vollkommener Leichtigkeit und ohne alle Schwierigkeiten vom kleinsten Stäubchen bis zur Oberfläche des größten Meeres seine Fülle und seine segensreiche Wirkung ganz einfach in den kleinen Sonnen, die sich widerspiegeln. Wollte man aber von der Sonne absehen, dann müsste

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man, trotz einer bis zum Grade der Negation reichenden Komplikation es für möglich halten, dass die Sonne in den Dingen selbst reale Gestalt angenommen habe. Führt man in dieser Weise alles Sein unmittelbar auf die Persönlichkeit des Einen, der nichts und niemandes bedarf und dessen alle und alles bedarf, zurück, dann kann auch alles Sein alles das, was es benötigt mit der an Zwangsläufigkeit grenzenden Leichtigkeit und Automatik auf Grund dieses Phänomens und kraft dieser Verbindung von ihm erlangen. Wollte man aber von dieser Verbindung absehen und dieses Dienstverhältnis in Führerlosigkeit verkehren und alles Sein der eigenen Führung und der Natur überlassen, dann müsste man trotz hunderttausender Probleme und Komplikationen bis zum Grade einer Negation, notwendigerweise annehmen, dass die blinde Natur eine solche Macht und Weisheit besitzt, das All zu erschaffen und zu regieren und im Körper eines Lebewesens wie z.B. einer Mücke, die eine verkleinerte Inhaltsangabe des Alls darstellt, diesen Körper gleich einer wunderbaren Maschine erschaffen habe. Dies aber ist nicht nur eine Unmöglichkeit, dies sind vielmehr tausend Unmöglichkeiten.

Kurzum: So wie es unmöglich und ausgeschlossen ist, dass der Notwendig-Seiende in Seiner Person einen Teilhaber oder Gegenpol habe, ebenso ist es unmöglich und ausgeschlossen, dass Er in Seiner Herrschaft und bei der Erschaffung eines Dinges einen anderen als Teilhaber oder Mitwirkenden habe.

Was aber die Schwierigkeit der zweiten Unmöglichkeit betrifft, so wurde bereits in verschiedenen Abhandlungen bewiesen, dass das, was für ein einziges Ding leicht ist, ebenso für alle Dinge einfach wird, wenn man alle Dinge dem Einzigen und Alleinigen zuschreibt. Führt man sie aber auf die Ursachen und auf die Natur zurück, so wird das nicht nur für ein Ding, sondern auch für alle Dinge zur Schwierigkeit, was wir bereits mit verschiedenen unwiderlegbaren Zeugnissen bewiesen haben. Eine kurze

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Zusammenfassung eines solchen Zeugnisses ist Folgendes:

Wenn ein Mann als ein Soldat oder als ein Beamter in seines Königs Diensten steht, dann vermag dieser Beamte oder dieser Soldat auf Grund dieses Dienstverhältnisses hunderttausendmal mehr zu leisten als auf Grund seiner persönlichen Befugnisse. Und im Namen seines Kaisers kann er zuweilen sogar einen König gefangen nehmen. Denn für die Leistungen, die er erbringt und die Tätigkeiten, die er ausführt, verschafft er sich Vollmacht und Ausrüstung nicht selbst und braucht sie sich auch nicht selbst zu verschaffen... Auf Grund seines Dienstverhältnisses übernehmen die königliche Schatzkammer, das Zeughaus und das Heer, das für seine Versorgung zuständig ist, Ausrüstung und Verantwortung. Das heißt, dass die Werke, die er vollbringt, voll Majestät sein können wie die eines Königs und die Leistungen, die er zeigt, so wundervoll sein können wie die eines Heeres.

Auf diese Weise zerstört eine Ameise auf Grund ihres Dienstverhältnisses den Palast des Pharao... richtet eine Mücke in diesem Auftrage Nimrod zu Grunde... und aus diesem Verhältnis erwachsen dem Samenkorn eines Tannenbaumes, klein wie ein Weizenkorn, alle Äste und Zweige einer riesigen Tanne.

{(Anmerkung): Ja, wenn diese Verbindung gegeben ist, bekommt dieser Same einen Befehl von der Bestimmung Gottes, bringt solche wundervollen Werke hervor. Wollte man aber von dieser Verbundenheit absehen, so erforderte die Erschaffung eines solchen Samens eine noch weit größere Kunstfertigkeit, noch weit mehr Anlagen und Fähigkeiten als die Erschaffung einer riesigen Tanne. Denn dann müssten sich ja alle die Eigenschaften und Fähigkeiten der Tanne, die ein Werk der Macht ist und sich auf dem Berge verkörpert in diesem Baum, der in dem Samenkorn verborgen ist, das ein Werk der Bestimmung ist, wiederfinden. Denn die Fabrik, welche diesen riesigen Baum hergestellt hat, ist dieses Samenkorn. Der durch die Bestimmung in ihm enthaltene Baum wird durch die Macht nach außen hin sichtbar und nimmt die Gestalt einer Tanne an.}

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Wenn diese Verbindung aufgehoben und dieses Dienstverhältnis gelöst wird, muss er zur Durchführung dieser Arbeiten die Verantwortung auf seinen Schultern tragen und sich die Ausrüstung auf den eigenen Rücken laden. Dann müsste er seine Arbeit nach Maßgabe seiner winzigen Fäuste und nach Anzahl der Munition auf seinen Rücken laden. Wollte man dann noch von ihm erwarten, dass er seine Pflichten und Aufgaben mit der gleichen spielerischen Leichtigkeit ausführe wie zuvor, dann müsste er sicherlich die Kraft eines Heeres in seiner Hand halten und sich die königliche Rüstungsindustrie auf seinen Rücken laden. Selbst die Moritaten und Bänkelsänger, die Gaukler und Komödianten würden sich dergleichen Phantastereien schämen!...

Kurzum: Führt man alles Sein auf den Notwendig-Seienden zurück, dann ist alles mit zwangsläufiger Folgerichtigkeit ein Leichtes. Es aber vom Aspekt der Natur her zu betrachten, ist bis zum Grade der Negation kompliziert und liegt außerhalb der Reichweite des vernünftigen Denkens.

Dritte Unmöglichkeit:

Zwei Beispiele, die in einigen Abhandlungen erläutert worden sind, zur Erklärung dieser Unmöglichkeit.

Erstes Beispiel:

In ein Schloss, das in einer menschenleeren Wüste erbaut und errichtet und mit allem Komfort der Zivilisation eingerichtet und ausgestattet wurde, tritt ein völlig unzivilisierter Mensch ein, sieht sich darin um... erblickt darin tausende überragender Kunstwerke... sagt in seinem Mangel an Bildung und Zivilisation: "Von außen hat keiner daran mitgewirkt. Eines von den Dingen in diesem Schloss hat dieses Schloss erschaffen und alles, was sich darinnen befindet."

Und er beginnt es zu durchforschen. Welches Ding er auch immer betrachtet... auch sein primitiver Verstand vermag kein Ding zu erblicken, das dies alles erschaffen haben könnte. Dann findet er ein Heft, in dem der Bauplan dieses Schlosses, ein Inhaltsverzeichnis seiner Einrichtung

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und die Gesetze seiner Verwaltung niedergelegt sind. Zwar hat auch dieses Heft, ohne Hände, ohne Augen, ohne einen Hammer so wenig wie die übrigen Dinge in diesem Schloss irgendeine Fähigkeit, es einzurichten und auszustatten. Er findet aber keinen anderen Ausweg und weil er sieht, dass dieses Heft im Vergleich mit den anderen Dingen im Hinblick auf die Lehre von den Gesetzen der Wissenschaft in Beziehung zu dem Gesamt des Schlosses steht, sieht er sich gezwungen zu sagen: "Da also ist das Heft, das dieses Schloss erbaut, eingerichtet und ausgestattet hat und das diese Dinge erschaffen, verteilt und befestigt hat."... So wandelt er seine Primitivität in die Phantastereien der Toren und Trunkenbolde um...

Nun tritt also wie in unserem Beispiel ein primitiver Mensch, getragen von dem Gedanken des die Gottheit leugnenden Naturalismus, in dieses Schloss der Welt, das noch in unendlichem Maße besser geordnet und vollkommener ist als das Schloss in unserem Beispiel und allseits voll wunderbarer Weisheit. Er denkt nicht, dass dies ein Kunstwerk des Notwendig-Seienden ist, der in Seiner Person außerhalb des "Kreises der Möglichkeiten" (= die geschaffene Welt) ist und wendet sich von Ihm ab und wendet sich stattdessen dem Kodex der göttlichen Gesetze und dem Katalog der Kunstwerke des Herrn zu, der Tafel innerhalb des "Kreises der Möglichkeiten", welche vom göttlichen Geschick beschrieben und wieder abgewischt wird, dem Buch über die Ausführung der Gesetze der göttlichen Macht, auf Grund dessen alles verwandelt und neu gestaltet wird und das man so fälschlicher Weise "Natur" nennt. Und er sagt: "Da nun einmal diese Dinge nach einer Ursache verlangen, gibt es außer diesem Heft kein Ding, das zu ihnen in Beziehung stünde. Zwar akzeptiert der Verstand in keiner Hinsicht, dass dieses Heft ohne Auge, ohne Verstand, ohne Macht die Werke der vollkommenen Herrschaft zu Stande bringen könnte, die eine grenzenlose Macht erfordern. Da ich aber nun einmal einen urewigen Schöpfer nicht

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akzeptiere, glaube ich, dass es das Beste wäre, zu sagen, dass dieses Heft dies alles erschaffen hat und erschaffen kann." Wir aber sagen dagegen:

Oh du dummer Trunkenbold, der du noch dümmer bist als ein dumm gewordener Dümmling! Ziehe deinen Kopf aus dem Sumpf der Natur und sieh dich um! Blicke auf den glorreichen Meister, den alles, was da ist von den Atomen bis hin zu den Planeten, mit so vielen verschiedenen Zungen bezeugt und auf den sie mit ihrem Finger hinweisen... Siehe, wie der Urewige Architekt in diesem Schloss, das Er geschaffen und in diesem Heft, in das Er sein Programm hineingeschrieben hat, sichtbar wird... Lies Seinen Erlass! Höre Seinen Qur'an!.. Rette dich vor deinen Phantastereien!

Zweites Beispiel:

Ein völlig unzivilisierter Mensch betritt einen ausgedehnten Kasernenhof. Er sieht, wie ein ganzes, großes, wohlgeordnetes Heer gemeinsam exerziert und alle Bewegungen diszipliniert durchführt. Er beobachtet, wie auf die Bewegung eines Soldaten hin ein ganzes Bataillon, eine Kompanie, ein Zug aufsteht, sich setzt, auf einen Feuerbefehl hin Feuer gibt. Weil er in seinem primitiven, unkultivierten Denken nicht begreift, dass hier ein Kommandeur auf Anweisung der Regierung und nach königlichem Gesetz kommandiert und weil er das leugnet, stellt er sich vor, diese Soldaten seien durch ein Seil miteinander verbunden. Er denkt sich, was für ein wundersames Seil doch dieses vorgebliche Seil sein müsse, ist erstaunlich. Danach geht er wieder...

Er geht an einem Freitag in eine riesengroße Moschee, ähnlich der Hagia Sophia. Er wird Zeuge, wie die Gemeinde der Muslime auf das Wort eines Mannes hin aufsteht, sich verneigt, sich zu Boden wirft und sich setzt. Weil er die Schariah, die aus einer Sammlung geistiger, himmlischer Gesetze besteht und die inneren Prinzipien, die den Weisungen des Herrn der Schariah zugrunde liegen, nicht begreift, stellt er sich vor, dass handfeste Seile diese Gemeinschaft gebunden hätten und diese seltsamen Seile sie gefangen hielten und tanzen ließen.

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Er verlässt die Moschee mit solchen Gedanken eines Gauklers, wie sie selbst wilde Tiere in der Gestalt wildester Menschen zum Lachen gebracht hätten und geht davon...

Genauso also wie in diesem Beispiel betritt ein Ungläubiger, der das gottleugnende Gedankengut der Naturalisten vertritt, welches eine reine Grausamkeit ist, diese Welt, welche für unzählige Soldaten ein ausgedehnter Kasernenhof des Sultans von Ewigkeit zu Ewigkeit und den Kosmos, der eine wohlgeordnete Moschee des Ewig-Angebeteten ist. Er stellt sich die unsichtbaren, kosmischen Gesetze, welche Anordnungen des ewigen Sultans sind und Seiner Weisheit entstammen nur als einzelne, rein äußerliche Gesetze der Materie vor. Er vermeint, dass die theoretischen Gesetze der Herrschaft des Königs, die Naturgesetze des Ewig-Angebeteten, die unsichtbaren, nur den Wissenschaftlern bekannten Sitten- und Moralgesetze und alle Prinzipien nur eine äußerliche praktische Bedeutung hätten. Er setzt an Stelle der göttlichen Macht und den aus Seinem Wissen und Wort kommenden und nur den Wissenschaftlern vertrauten Gesetzen nur die natürlichen und menschlichen Gesetze ein, legt in ihre Hände die Erschaffung der Welt und bezeichnet sie sodann als "Natur". Er nimmt an, dass die Kraft, welche nur eine Erscheinung der Macht des Herrn ist, selbst eine Macht besäße und aus sich selbst zu allem immtande sei.

{Bediüzzaman gibt hier eine so kurz gefasste Zusammenschau der Gesetze, dass ihre Übersetzung mit einem einzigen deutschen Wort unmöglich wird. Wir bringen deshalb hier einen kurzen Kommentar.

1. Kavanin-i itibariye: Unsichtbare, nicht unmittelbar wirksame Naturgesetze, welche den Wissenschaftlern eine Beschreibung des Kosmos ermöglichen. Hierher gehören z.B. die Vermessung der Erde und ihre Längen- und Breitengrade.

2. Scheriat-i fitriye-i kübra: Die sichtbaren, unmittelbar wirksamen Gesetze. Sie werden in der Natur als Naturgesetze wirksam und erweisen sich unter den Menschen z.B. als Gottes Hilfe in Not.

3. Ahkam: Gebote, die Gott den Menschen befohlen hat, z.B. beten, fasten, Almosen geben sowie menschliche Gesetze, z.B. das Strafrecht und das Zivilrecht.

4. Düstur: Unsichtbare, aber sehr wohl wirksame Gesetze. Es sind dies in der Natur die Formeln zur Berechnung in der Mathematik, Physik, Chemie usw., z.B. Formeln zur Berechnung von Zeit, Raum, Materie, Energie usw. Im menschlichen Zusammenleben sind es Grundsätze, Prinzipien und Leitmotive, z.B. alle Menschen sehnen sich nach dem Licht.

5. a) Ilim: Das Wissen Gottes über alle Dinge.

b) Kelam: Das Wort, das Gott an den Menschen richtet, z.B. im Qur'an.

c) Vücud-u ilmi = Der Lehrkörper: Das Wissen, über das die Gelehrten unsichtbar verfügen, weil es für die Außenstehenden nicht sichtbar ist, z.B. die Gesetze des Rechtsgelehrten, die gültig und wirksam, aber nicht offensichtlich sind. (A.d.Ü.)}

Das alles aber bezeugt

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eine Primitivität des Denkens noch tausendmal simpler als die Primitivität in unserem Beispiel.

Kurzum:

Das Ding, das die Naturalisten "Natur" nennen und das nur in ihrer Vorstellung, aber nicht in der Realität existiert, kann bestenfalls und wenn es eine äußerliche Realität besitzt, nur ein Kunstwerk aber kein Künstler sein. Es ist eine Dekoration, aber nicht der Dekorateur. Es ist ein Rechtsspruch aber kein Richter. Es ist ein Naturgesetz, aber nicht der Gesetzgeber. Es ist ein erschaffenes Ehrenkleid, aber nicht der Schöpfer.

{Gott verhüllt sich hinter Seiner Schöpfung wie hinter einem Schleier. Die Menschen, welche Gott hinter diesem Schleier nicht zu erblicken vermögen und Seine Ehre nicht zu würdigen wissen, werden von Seiner Natur wie von einem Ehrenschild zurückgewiesen.}

Es ist ein reagierendes Objekt und kein agierendes Subjekt. Es ist ein Kodex von Gesetzen, nicht seine durchführende Instanz. Es verfügt selbst über keine Macht. Es ist eine Lineatur und nicht das Lineal...

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Kurzum:

Da es nun einmal eine Schöpfung gibt und da dies auch schon einmal am Anfang der Sechzehnten Anmerkung gesagt wurde, kann man sich logischerweise über die vier Wege hinaus keinen weiteren Weg mehr vorstellen, wie all das, was da ist, ins Dasein gelangt sein könne. Von diesen vier Aspekten haben sich drei - jeder von ihnen auf Grund dreier Unmöglichkeiten - mit absoluter Sicherheit als Aberglaube erwiesen. Dadurch ist mit absoluter Sicherheit der Weg der Einheit als der vierte Weg sicherlich zwangsläufig und offensichtlich bewiesen. Was aber den vierten Weg betrifft, so zeigt die Ayah

﴿ اَفِى اللّٰهِ شَكٌّ فَاطِرِ السَّموَاتِ وَالْاَرْضِ ﴾

{"Gibt es etwa einen Zweifel an Allah dem Schöpfer der Himmel und der Erde?" (Sure 14, 10)}

ohne Zweifel und Verdacht, dass die Persönlichkeit der notwendigen Existenz Gott ist und dass alle Dinge unmittelbar aus Seiner Macht hervorgehen und die Himmel und die Erde Ihm zur Verfügung stehen.

Oh du armseliger Mensch, der du deine Zuflucht zu den Ursachen nimmst und die Natur anbetest! Es ist nun einmal jeden Dinges Wesen genauso erschaffen wie das Ding selbst. Es ist ein Werk, das der Künstler erst neu gestaltet hat... Auch sein Ergebnis wurde gebildet gleich wie seine Ursache. Und es bedarf nun einmal zur Schaffung jeden Dinges sehr vieler Geräte und Werkzeuge. Es gibt also einen absoluten Allmächtigen, der diese Natur gemacht und diese Ursache erschaffen hat. Und warum sollte der vollkommene Allmächtige das Bedürfnis haben, solche ohnmächtigen Elemente bei der Erschaffung zu Partnern Seiner Herrschaft zu machen?! Gott behüte! Er hat das Ergebnis unmittelbar zusammen mit der Ursache erschaffen. Er hat diese Anordnung und Reihenfolge in diesem offensichtlichen Kausalitätsverhältnis verfügt, um das Aufscheinen Seiner Namen und Seine Weisheit zu erweisen. Er hat Ursachen und Natur zu einem Schleier vor Seiner Macht gestaltet, damit man sich an diese

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wenden und bei ihnen nachsuchen könne, wenn in den Dingen offensichtlich unheilvolle Fehler und Mängel auftreten. Auf diese Weise bleibt Seine Würde unangetastet.

Ist es für einen Uhrmacher etwa leichter, für eine Uhr Zahnräder zu verfertigen, um sie danach in die Uhr in Reih' und Ordnung einzufügen... oder ist es etwa leichter, in diese Zahnräder eine wundersame Maschine einzubauen und danach die Herstellung dieser Uhr den Händen einer solchen automatischen Maschine zu übergeben, damit sie eine Uhr herstellen solle? Wäre dies etwa nicht außerhalb der Möglichkeiten? Also auf, du, wenn du noch recht und billig zu denken vermagst... sei du der Richter!

Oder es habe ein Schreiber Tinte, Feder und Papier gebracht. Wäre es leichter, wenn er nun selbst dieses Buch schriebe... oder sollte er innerhalb des Papiers, der Tinte, der Feder einzig für dieses eine Buch noch mühsamer eine eigene Schreibmaschine erfinden, noch kunstvoller als dieses Buch, und danach zu dieser Maschine, die kein Bewusstsein hat, sagen: "Los! Nun schreib 'mal!" und sich selbst nicht weiter darum kümmern? Wäre das etwa nicht hundertmal schwieriger als das Schreiben selbst?

Wollte man sagen:

Ja, eine Maschine zu erfinden, die ein Buch schreiben kann, ist hundertmal schwieriger als dieses Buch. Aber wäre es nicht vielleicht doch eine Erleichterung unter dem Aspekt einer Maschine, die von dem gleichen Buch viele Exemplare schreiben kann?

Antwort:

Der urewige Künstler hat in Seiner grenzenlosen Macht in den Dingen ihr eigenes Wesen und Antlitz erschaffen und erneuert jederzeit das Aufscheinen Seiner Namen, um wieder eine andere Form zu zeigen, sodass kein Brief des Unwandelbaren und kein Buch des Herrn irgendeinem anderen Buche gleich wäre. In jedem Falle wird Er, um wieder andere Bedeutungen zum Ausdruck zu bringen auch wieder ein anderes Antlitz wählen. Wenn du Augen hast, betrachte das menschliche Antlitz

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und siehe: Von Adams Zeiten bis heute, ja vielleicht in Ewigkeit steht absolut sicher fest, dass jedes Antlitz in Anbetracht der Antlitze aller jedem Einzelnen gegenüber ein Unterscheidungsmerkmal aufweist und dabei in diesem kleinen Antlitz die Grundelemente übereinstimmen. Deshalb ist jedes einzelne Antlitz ein anderes Buch. Schon die künstlerische Gestaltung erfordert einen unterschiedlichen Schriftsatz, eine andere Gestaltung des Buches, eine andere Abfassung des Textes. Auch um das Material zusammenzubekommen und alles an den rechten Ort zu bringen, als auch um alles für den Körper notwendige richtig einzusetzen, benötigt man ein ganz und gar anderes Atelier.

Nun ja, wir haben einmal den unmöglichen Fall angenommen, die Natur unter dem Aspekt einer Druckerei zu betrachten. Eine solche Druckerei hätte aber außer der Aufgabe, die Texte zu setzen und zu drucken, d.h. in eine gefertigte Gussform zu bringen, auch noch die Aufgabe, die dazu benötigten Bestandteile in dem ihnen eigenen Maße von den Enden der Welt zusammenzubringen, nach einem besonderen System zu verarbeiten und dann dem Druckvorgang anzuvertrauen, wobei die Herstellung des Drucksatzes noch hundertmal schwieriger wäre als die Verarbeitung der Materie für den Körper eines Lebewesens. Für all das aber ist wiederum die Macht und der Wille eines vollkommen Allmächtigen erforderlich, der diese Druckerei erschaffen hat. Das aber heißt, dass die Annahme einer solchen Druckerei und ihrer Voraussetzungen ein ganz und gar unsinniger Aberglaube ist.

So also hat, wie in diesem Beispiel mit der Uhr und dem Buch, der glorreiche Meister, der aller Dinge Mächtige, der die Ursachen erschaffen hat, auch das Verursachte erschaffen. Er verbindet in Seiner Weisheit das Verursachte mit den Ursachen. Er bestimmt mit Seinem Willen die Natur der Dinge, deren Erscheinung nur ein Spiegelbild und eine Reflexion der Gesetze in den Dingen ist, ein Spiegelbild der großen Naturgesetze Gottes,

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die ein Ausdruck der Werke Gottes im Alltag sind und mit den Geschehnissen im Kosmos im Zusammenhang stehen. Er hat in Seiner Macht den Bauplan für die Natur erfunden, dementsprechend sie ihre äußere Gestalt zeigt und die Dinge dieser Naturanlage entsprechend erschaffen... So hat Er beides (Bauplan und Ausführung) miteinander verbunden... Ja, gibt es denn etwas noch Einfacheres als diese Annahme einer solchen Tatsache, die doch in einem solchen Grade verstandesgemäß und das Ergebnis zahlloser Beweise ist... Ja, ist das denn nicht im Grade einer Notwendigkeit sogar erforderlich?

Wäre es leichter, diese primitiven äußeren Gegebenheiten, ohne Einsicht und Bewusstsein, geschaffen und geprägt wie sie sind, die du als Ursachen und Natur bezeichnest, mit allen für das Zustandekommen eines Dinges notwendigen Geräten und Werkzeugen zu versehen, damit sie selbst ganz alleine mit Umsicht und Weisheit die Dinge verfertigen? Wäre dies nicht bis zum Grade einer Negation außerhalb des Möglichen? Wir überlassen dies deinen unklaren Vorstellungen zur Klärung!

Der Gottesleugner und Naturanbeter sagt:

Da du mich nun schon einmal zu Klarheit und Einsicht einlädst, sage auch ich: ich habe eingesehen, dass ich bis jetzt einen falschen Weg eingeschlagen hatte, der sowohl hundertfach unmöglich war, als auch sehr gefährlich und im äußersten Grade hässlich. Aus Ihren obigen kritischen Betrachtungen wird verständlich für jeden, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, dass es unmöglich und unvorstellbar ist, die Schöpfung den Ursachen und der Natur zuzuschreiben. Und jedes Ding unmittelbar dem Notwendig-Seienden zuzuschreiben, ist notwendig, ja zwangsläufig. "Lobpreis und Dank sei Allah für den Glauben!", sage ich und nehme den Glauben an.

Aber ich habe noch einen Zweifel. Ich akzeptiere es, dass Gott der Gerechte der Schöpfer ist. Aber was schadete es Seiner Königsherrschaft, wenn ein paar winzige Ursachen bei der Erschaffung unbedeutender Dinge

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beteiligt wären und dabei ein wenig Lob und Preis gewönnen? Würde dies Seinem Königtum Abbruch tun?

Antwort:

Wie wir in einigen Abhandlungen ganz klar bewiesen haben, besteht das besondere der Herrschaft darin, eine Beteiligung an ihr zurückzuweisen. Ja, noch nicht einmal ein unbedeutender Herrscher, ein Beamter, wird eine Beteiligung seines Sohnes an den Herrschaftsaufgaben dulden. Einige fromme Herrscher haben sogar ihre eigenen Kinder umgebracht in dem Verdacht, dass diese sich an ihrer Herrschaft beteiligen wollten; und das obwohl sie sogar Kalifen waren. Dies beweist, wie grundsätzlich das "Gesetz von der Ablehnung einer Teilhaberschaft" an der Herrschaft gilt. Angefangen bei dem Erscheinen zweier Direktoren in einer Provinz bis hin zu dem Auftreten zweier Könige in einem Reich, zeigt es sich, dass "das Gesetz von der Ablehnung einer Teilhabe", welches das Erfordernis der Unabhängigkeit in der Herrschaft ist, seine Macht in der Geschichte der Menschheit durch sehr seltsame Wirren erwiesen hat.

Siehe in welchem Grade diese, wenn auch nur schattenhaften Weisungs- und Herrschaftsbefugnisse unter schwachen und hilfsbedürftigen Menschen jegliche Teilhaberschaft zurückweisen, die Beteiligung anderer ablehnen und eine Partnerschaft in der Herrschaft nicht anerkennen und danach streben, mit einem schrankenlosen Fanatismus ihre Unabhängigkeit im Amt zu bewahren; und wenn du dann vergleichen kannst, in welchem Grade bei einer vollendeten Herrschaftsbefugnis, bei der Herrschaft Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Weisungsbefugnis, der der Erhabenheit Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Unabhängigkeit, bei der Einheit Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Autarkie, bei der Allmacht Gottes, Ihm, dem Glorreichen, diese Ablehnung einer Beteiligung, diese Zurückweisung einer Partnerschaft, diese Abwehr einer Teilhaberschaft, in welchem Grade dies bei einer solchen Herrschaft notwendig, zwangsläufig und unentbehrlich ist, dann vergleiche dies!

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Aber es ist noch ein Zweiter Punkt, über den ich im Zweifel bin:

Wollte man den Ursachen, einigen Winzigkeiten etwas göttliche Verehrung zuwenden, welchen Mangel erführe dadurch die Anbetung des Vollkommenen-Angebeteten, welcher der Notwendig-Seiende ist und dem die Geschöpfe vom Atom bis hin zu den Planeten dienen?

Antwort:

Der allweise Schöpfer des Weltalls hat den Kosmos wie einen Baum erschaffen, dessen vollendetste Frucht die mit Bewusstsein begabten Lebewesen sind. Unter allem aber, was Leben und Bewusstsein trägt, hat Er den Menschen gemacht, als die Frucht, welche alles in sich vereinigt. Und was für den Menschen am wichtigsten, ja sogar der Erschaffung des Menschen Folge, Ziel seiner Natur und Frucht seines Lebens, ist Gott zu danken, Ihn anzubeten und Ihm zu dienen. Wird der absolute Herrscher, der unabhängige Befehlshaber und der Eine-Einzige, der - um selbst geliebt zu werden und um sich zu erkennen zu geben - das All erschuf, den Menschen, der die Frucht des ganzen Universums ist, und die Dankbarkeit und die Anbetung, welche die größte Frucht des Menschen ist, dies in die Hände eines anderen geben? Wird Er wohl ganz im Gegensatz zu aller Weisheit das Ergebnis der Erschaffung und die Frucht des Alls zunichte machen? Nein und abermals nein!.. Wird Er damit einverstanden sein und es gestatten, dass der Dienst und die Anbetung Seiner Geschöpfe anderen dargebracht wird, in einer Weise, die es dahin bringt, Seine Weisheit und Seine Herrschaft zu verleugnen? Und würde Er, der in Seinen Taten in unendlichem Grade selbst geliebt werden möchte und sich zu erkennen geben möchte, sich selbst in Vergessenheit geraten lassen und all Seine vollkommensten Geschöpfe anderen ihren Dank abstatten und sich den Ursachen gegenüber erkenntlich zeigen und ihnen ihre Liebe und ihre Anbetung darbringen lassen? Oh du mein Freund, der du es nun aufgegeben hast, die Natur anzubeten! Auf nun und sprich!

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Und er sagt: "Elhamdulillah!" Diese meine beiden Zweifel sind nun beseitigt. Du hast zwei so glänzende und starke Beweise für die göttliche Einheit vorgelegt und dafür, dass Er in Wahrheit der Angebetete ist und keiner außer Ihm der Anbetung würdig ist; das abzustreiten käme einer Verleugnung der Sonne am lichten Tage gleich.

Nachwort

Der Mann, der die atheistische Naturphilosophie aufgegeben hat und zum Glauben gelangt ist, sagt: Elhamdulillah! Ich habe keine Zweifel mehr. Aber es gibt da noch einiges, was ich gerne wissen möchte.

Erste Frage:

Wir hören von vielen, die in ihrer Trägheit das Gebet aufgegeben haben und sagen: Hat Gott der Gerechte unseren Dienst und unsere Anbetung nötig, dass Er diejenigen, welche das Gebet aufgegeben haben, im Qur'an mit großer Macht und mit allem Nachdruck bedrängt und sie mit einer entsetzlichen Strafe wie der Hölle bedroht? Wie passt das zum Qur'an, der doch sonst so maßvoll, geradlinig und gerecht ist, wenn er auf einen winzigen Fehler im privaten Bereich mit solch äußerster Heftigkeit reagiert?

Antwort:

Gewiss, Gott der Gerechte hat deinen Dienst und deine Anbetung nicht nötig. Er braucht gar nichts von dir. Aber es ist für dich selbst vonnöten, zu dienen und anzubeten. Du bist innerlich krank. Denn wir haben bereits in vielen Abhandlungen bewiesen, dass es dieser Dienst ist und die Anbetung, die das Gegengift gegen die Wunden deiner Seele darstellen. Wird etwa ein Kranker, den ein gütiger Arzt dazu drängt, wegen seiner Krankheit eine heilsame Arznei zu trinken, zu dem Arzt sagen: "Hast du es nötig, mich dermaßen zu bedrängen?" Du verstehst, was für ein Unsinn das wäre.

Der Qur'an, der diejenigen, welche ihren Dienst aufgekündigt haben und von der Anbetung abgekommen sind, so fürchterlich bedroht und eine so schreckliche Strafe

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über sie verhängt, ist einem Könige vergleichbar, der darüber wacht, dass seine Untertanen ihre Pflicht erfüllen und einem aufsässigen Manne eine seiner Verfehlung entsprechende fürchterliche Strafe erteilt, wenn er seine Untertanenpflicht verletzt hat.

In gleicher Weise verletzt ein Mann, der Gott nicht mehr dient und Ihn nicht mehr anbetet, die Rechte alles dessen, was da ist, bedeutend und tut den Untertanen des Königs von Ewigkeit zu Ewigkeit im übertragenen Sinne ein schweres Unrecht an. Denn die Vollkommenheit allen Seins wird auf dem Antlitz derer sichtbar, die sich ihrem Meister zugewandt haben und Ihn rühmen und verehren. Diejenigen, welche Ihn nicht verehren und Ihn nicht anbeten, sehen diese Anbetung allen Seins nicht und können sie auch nicht sehen, ja leugnen sie vielleicht sogar. Zu gleicher Zeit verachten sie alles Sein, das Gott rühmt und Ihn preist und so einen hohen Rang einnimmt und deren jedes Einzelne ein Brief des Unwandelbaren und ein Spiegel der Namen des Herrn ist, indem sie es von seinem hohen Rang herabziehen und es als ohne Bedeutung, ohne Aufgabe, ohne Leben und ohne Ordnung begreifen, es in seiner Vollkommenheit leugnen und verletzen.

In der Tat sieht ein jeder das All gleich einem Spiegel seiner selbst. Gott der Gerechte hat den Menschen als einen Maßstab, als eine Waagschale des Alls geschaffen. Aus dieser Welt heraus hat Er jedem Menschen seine eigene Welt gegeben. Er zeigt ihm die Farbe dieser Welt entsprechend der inneren Einstellung dieses Menschen. Zum Beispiel sieht ein ganz hoffnungslos und traurig weinender Mensch alle Welt in einem Bilde hoffnungslosen Weinens. Ein Mensch aber, der freudig und vergnügt ob der frohen Kunde vollkommen fröhlich lächelt, sieht auch alle Welt fröhlich lachen. Ein Mensch, der in ernstem und tiefem Nachsinnen Gott rühmt und Ihn preist, entdeckt auch und sieht gewissermaßen, wie alles, was da ist, Gott eine solche Anbetung und einen

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solchen Lobpreis darbringt, wie es diesen auch in der Tat und in der Wahrheit gibt...

Ein Mensch aber, der Gott nicht achtet oder Ihn verleugnet und Ihn nicht mehr anbetet, macht sich von allem, was da ist, konträr und völlig im Gegensatz zu ihrer wahren Natur ein fehlerhaftes Bild und verletzt sie geistiger Weise in ihren Rechten. Zudem begeht ein solcher, der das Gebet aufgegeben hat, da er nicht Herr seiner Seele ist, ein Unrecht gegenüber seiner eigenen Seele, die ein Diener seines Herrn ist. Dieser ihr Herr droht dem Menschen, der seiner eigenwilligen Seele nachgibt, streng, damit dieser sie in ihre Pflicht nimmt. Zudem gilt die Aufkündigung seines Dienstes und die Unterlassung seiner Anbetung, als des Sinnes der Schöpfung und des Zieles der Natur, auch als eine Auflehnung gegen die göttliche Weisheit und den Willen des Herrn. Und dafür wird er seine Strafe empfangen.

Zusammenfassung:

Wer das Gebet unterlässt, tut damit seiner eigenen Seele unrecht - der Seele, die ein Diener und Verehrer und Eigentum Gottes des Gerechten ist - und verstößt dabei gleichzeitig gegen die berechtigten Ansprüche des Kosmos. Ja gerade so wie der Unglaube eine Beleidigung gegenüber der Schöpfung ist, so ist auch die Unterlassung des Gebetes eine Leugnung der Vollkommenheit der Schöpfung. Weil sie ein Verstoß gegen die göttliche Weisheit ist, ist sie auch mit einer so fürchterlichen Drohung verknüpft und zieht sie auch eine so strenge Bestrafung nach sich.

Um also diesem Rechtsanspruch und dem oben erwähnten Sachverhalt Ausdruck zu verleihen, wählt der Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, auf wunderbare Weise diesen strengen Ausdruck und stimmt so in seiner Aussage voll und ganz mit der Erfordernis der Situation überein, was man als die Wahrhaftigkeit in der Aussageweise bezeichnet.

Zweite Frage:

Der Mann, der den Naturalismus aufgegeben hat und zum Glauben gelangt ist, sagt:

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Es ist eine Tatsache von überwältigender Größe, dass ein jedes Sein in jeglicher Hinsicht, in jeglicher Beziehung, unter allen Umständen und Verhältnissen vom göttlichen Willen und der Macht ihres Herren abhängig ist. In Anbetracht ihrer gewaltigen Größe will uns dies nur schwer in den Kopf. Wo hingegen diese maß- und grenzenlose Überfülle, die sich vor unseren Augen ausbreitet und diese unbeschränkte Leichtigkeit, mit der sie erschaffen und gestaltet wurde, diese maß- und grenzenlose Leichtigkeit und Simplizität, mit der die Dinge aus der Einheit heraus gestaltet wurden, die sich auf Grund der oben angeführten Beweise bewahrheitet hat, diese maß- und grenzenlose Leichtigkeit, welche mit den Worten des Qur'an:

﴿ مَا خَلْقُكُمْ وَلاَ بَعْثُكُمْ اِلاَّ كَنَفْسٍ وَاحِدَةٍ ٭ وَمَآ اَمْرُ السَّاعَةِ اِلاَّ كَلَمْحِ الْبَصَرِ اَوْ هُوَ اَقْرَبُ ﴾

{"Eure Erschaffung und eure Auferstehung ist gleich der einer einzigen Seele." (Sure 31, 28) "Es ist aber weder eure Erschaffung noch Eure Auferstehung (schwieriger) als die einer einzigen Seele, und die Angelegenheit der Stunde nicht mehr als ein Augenzwinkern oder noch näher." (Sure 16, 77)}

dargelegt oder ähnlichen Ayat ganz offensichtlich gezeigt wird, diese überwältigende Tatsache zeigt sich in einer durchaus akzeptablen und völlig verständlichen Weise. Was ist das Geheimnis dieser Leichtigkeit und die Weisheit, die dahinter steht?

Antwort:

In der Erklärung zu: وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ {"Und Er ist aller Dinge mächtig." (Sure 5, 120)} wie sie sich im Zehnten Wort des Zwanzigsten Briefes findet, wird dieses Geheimnis auf eine absolut klare

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und deutliche und offensichtliche Weise erklärt... Besonders im Anhang zu diesem Brief wird noch weit klarer bewiesen, dass die Erschaffung allen Seins genauso leicht wird, wie die eines einzelnen Dinges, wenn man sie auf den Einzigen Meister zurückführt. Führt man sie aber nicht auf den Einen-Einzigen, den Gegenwärtigen zurück, dann wird die Gestaltung eines einzigen Dinges genauso schwierig wie die allen Seins und die eines Samenkorns ebenso kompliziert wie die eines Baumes. Führt man sie aber auf den wahren Meister zurück, dann wird das All so einfach wie ein Baum, ein Baum wie ein Samenkorn, das Paradies wie ein Frühling und der Frühling wie eine Blume.

Wir verweisen hier nur auf ein, zwei unter Hunderten von Beweisen, die die Quelle der Geheimnisse aufzeigen und die Weisheit, die hinter ihnen steht. In ihnen wird ganz klar und offensichtlich, mit welcher Leichtigkeit alles Sein so ganz und schnell, wohlgeordnet, wertvoll und kunstvoll gestaltet ins Dasein tritt, dessen grenzenlose Überfülle für jedermann offensichtlich ist. In ihnen findet sich für ein Geringes mit Leichtigkeit von jeder Gattung eine Fülle von Arten. Dies haben wir bereits in anderen Abhandlungen dargelegt. Z.B.:

So wie es hundertmal leichter ist, hundert Soldaten dem Kommando eines einzigen Offiziers zu unterstellen, als einen Soldaten dem Kommando von hundert Offizieren, die Ausrüstung eines Heeres von einem Hauptquartier aus durch ein einheitliches Gesetz zu regeln, von einer einzigen Fabrik aus durch den Befehl eines einzigen Königs ebenso leicht ist, als handelte es sich dabei um einen einzelnen Soldaten... ebenso ist es genauso schwierig, einzelne Soldaten durch verschiedene Hauptquartiere ausstatten zu lassen, ihre Ausstattung verschiedenen Fabriken und verschiedenen Kommandeuren zu überlassen, als handelte es sich dabei um ein ganzes Heer. Denn für die Ausrüstung eines einzelnen Soldaten müssen ebenso viele Fabriken vorhanden sein, wie für ein ganzes Heer notwendig sind.

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Desgleichen wird es unter dem Geheimnis der Einheit offensichtlich, dass die Lebenssubstanz, die einen Baum aus einer einzigen Wurzel, von einem einzigen Zentrum aus und durch ein einziges Gesetz ernährt, so wie dieser Baum Tausende von Früchten bringt, auch eine einzelne Frucht mit gleicher Leichtigkeit hervorbringt. Geht man aber von einer Vielheit aus, statt von der Einheit und käme die Lebenssubstanz, die für jede Frucht notwendig ist, von verschiedenen Stellen, dann wäre die Schwierigkeit für jede einzelne Frucht dieselbe wie für einen ganzen Baum. Ja, für ein einziges Samenkorn, welches das Urbild eines Baumes in sich enthält, und für sein Programm bestünde die gleiche Problematik wie für einen ganzen Baum. Denn all das, was für das Leben eines einzigen Baumes an Lebensnotwendigem erforderlich ist, ist auch für ein einziges Samenkorn notwendig.

So gibt es also gleich diesem Beispiel noch Hunderte von Beispielen, um zu zeigen, in welch grenzenlosem Maße das Sein tausendfach mit Leichtigkeit aus der Einheit heraus ins Dasein tritt, um wie vieles leichter noch als auch nur ein einziges Ding aus einer Vielheit und Mannigfaltigkeit heraus. Weil aber diese Tatsache schon in anderen Abhandlungen ebenso klar bewiesen wurde, wie zwei mal zwei vier ist, überlassen wir das diesen und wollen hier nur ein besonders wichtiges Geheimnis von dem, was so einfach und leicht ist, unter dem Gesichtspunkt der göttlichen Bestimmung, des Wissens und der Macht des Herrn darlegen. Es ist dies Folgendes:

Du bist und hast ein Sein. Wenn du dieses auf die urewige Macht (Gottes) zurückführst, hat Er dich in einem einzigen Augenblick durch einen Befehl, durch Seine unendliche Allmacht aus dem Nichts heraus erschaffen, so wie man ein Streichholz entzündet. Führst du dich aber nicht auf Ihn zurück, schreibst du vielmehr dein Sein den Ursachen der Materie und der Natur zu, dann wird es für dich, der du eine wohlgeordnete Zusammenfassung des Alls und seine Frucht bist, dessen verkleinertes Inhaltsverzeichnis und Liste, notwendig, die materiellen

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Bestandteile deiner Existenz aus dem All und seinen Elementen herauszusieben, sie mit feinen Instrumenten zu messen und zu wiegen und sie so von den Ecken der Welt her zusammenzubringen, um dich zu gestalten. Denn die materiellen Ursachen können nur sammeln und gestalten. Sie können nicht selber schaffen, was sie nicht vorfinden, was nicht vorhanden ist, nicht aus dem Nichts bilden. Alle Leute von Verstand werden dies bestätigen. Also müssen sie die Bestandteile für den Körper eines kleinen Lebewesens von den Enden der Welt her zusammenbringen.

So verstehe also nun, wie leicht dies alles für die Einheit Gottes ist und wie schwer für eine Vielheit und was für ein irriges Denken!

Zweitens:

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist alles unendlich leicht. Zum Beispiel: «Qader» ist eine Art der Wissenschaft, die für jedes Ding sein Maß und seine ihm eigene unsichtbare Gussform bestimmt. Und dieses durch "Qader" bestimmte Maß gilt für den Körper eines Dinges als sein Plan und sein Typ. Wenn die Macht es erschafft, dann erschafft sie es ganz leicht entsprechend diesem durch "Qader" bestimmten Maß. Wird dieses Ding nicht auf den Glorreichen, Allmächtigen zurückgeführt, der der Herr einer allumfassenden, grenzenlosen und urewigen Wissenschaft ist, dann tauchen - wie wir dies bereits oben erklärt haben - nicht nur tausend Schwierigkeiten, nein, hundert Unmöglichkeiten auf. Denn dann wird es notwendig, von außen her tausende materieller Gussformen im Inneren eines kleinen Tierchens zur Anwendung zu bringen, wenn es ein solches durch (Gottes) «Qader» und Wissen bestimmtes Maß nicht gäbe.

So verstehe also nun das Geheimnis der unendlichen Leichtigkeit in der Einheit und die grenzenlosen Schwierigkeiten im irrigen Denken und in der Vielheit und wisse, wie wahrheitsgemäß und hoch und recht die Wahrheit ist, welche in der Ayah:

— 296 —
﴿ وَمَآ اَمْرُ السَّاعَةِ اِلاَّ كَلَمْحِ الْبَصَرِ اَوْ هُوَ اَقْرَبُ ﴾

{"Es ist aber weder eure Erschaffung noch Eure Auferstehung (schwieriger) als die einer einzigen Seele, und die Angelegenheit der Stunde nicht mehr als ein Augenzwinkern oder noch näher." (Sure 16, 77)}

zum Ausdruck kommt!

Dritte Frage:

Der, welcher früher ein Feind war, jetzt aber sich bekehrt hat und ein Freund geworden ist, spricht: Die besonders fortschrittlichen unter den Philosophen unserer Tage sagen: "Aus dem Nichts kann nichts entstehen; und nichts kann verloren gehen. Was den Betrieb im Weltall aufrechterhält, ist nichts anderes als nur Synthese und Analyse."

Antwort:

Die modernsten unter den Philosophen, welche das Sein nicht im Lichte des Qur'an betrachten, sind in ihrer Betrachtungsweise dahin gelangt, einzusehen, dass die Entstehung und Gestaltung des Seins aus der Natur und aus den Ursachen heraus - so wie wir das bereits oben nachgewiesen haben - bis zur Unmöglichkeit schwierig ist und haben sich nun in zwei Gruppen gespalten.

Die erste Gruppe bilden die Nihilisten, welche von der Vernunft abgerückt sind, die eine Besonderheit des Menschen darstellt. Sie sind damit noch tiefer gesunken als die unvernünftigen Tiere. Sie leugnen die Existenz des Alls. Ja, sie leugnen sogar ihre eigene Existenz... Im Wege ihres Irrtums halten sie es für erheblich leichter, sowohl sich selbst als auch das All zu leugnen, als Ursachen und Natur zum Herrn der Schöpfung anzunehmen. Sie sind der absoluten Unwissenheit verfallen.

Die zweite wird von der Gesellschaft derer gebildet, welche eingesehen haben, welch grenzenlose Schwierigkeiten es mit sich bringt, wenn man irriger Weise von dem Standpunkt ausgeht, dass Ursachen und Natur als Schöpfer eine Mücke oder ein Samenkorn hervorgebracht

— 297 —

hätten. Denn das setzte eine Fähigkeit voraus, die außerhalb der Bandbreite menschlichen Verstandes liegt. Deshalb leugnen sie zwangsläufig die Schöpfung und sagen: "Es kann nichts aus dem Nichts entstehen" und halten auch den Untergang für unmöglich, indem sie urteilen: "Was einmal da ist, kann nicht wieder verschwinden."

Sie setzen eine Situation voraus und stellen sich vor, es handele sich in allem nur um eine Bewegung von Atomen, die - vom Winde des Zufalls umhergetrieben - Analyse und Synthese, Auflösung und Wiedervereinigung zu Stande brächten... So komm also nun und betrachte dir diese Leute auf der untersten Stufe der Unwissenheit und der Dummheit, die sich selbst doch für äußerst intelligent halten! Wisse, wie sehr ein solcher Irrealismus den Menschen zum Narren, zum Lumpen und zum Agnostiker werden lässt und ziehe daraus deine Lehre!

Es ist doch wohl eine noch größere Unwissenheit und Dummheit, die urewige Macht, die jedes Jahr gleichzeitig vierhunderttausend Arten auf der Erdoberfläche hervorbringt, welche die Himmel und die Erde in sechs Tagen geschaffen hat und in jedem Frühling in sechs Wochen eine neue Welt voll Leben hervorbringt, noch kunstvoller gestaltet als das All und mit noch größerer Weisheit erfüllt und im Rahmen eines urewigen Wissens nach einem vorgegebenen Maß und Plan allem, was da erst noch im Projektionsstadium vorhanden ist und noch nicht Gestalt angenommen hat, ganz leicht eine nach außen sichtbare Gestalt verleiht, so wie man z.B. eine Chemikalie auf ein Schriftstück aufträgt, das mit einem für das Auge unsichtbaren Mittel niedergeschrieben wurde, um es sichtbar zu machen; diese urewige Macht für ferne zu halten und ihr Wirken zu leugnen ist doch wohl noch dümmer als der Nihilismus der zuvor erwähnten Gesellschaft.

Diese Unglückseligen, die in ihrer absoluten Machtlosigkeit nichts anderes in Händen halten als ihr kleines Stückchen Selbstbestimmung, vermögen auch in ihrem

— 298 —

Pharaonenstolz kein Ding null und nichtig werden zu lassen und kein Stäubchen Materie aus dem Nicht-da- und Nicht-vorhanden-sein hervorzubringen und weil es nicht in der Hand der Natur und der Ursachen liegt, in die sie ihr Vertrauen setzen, etwas aus dem Nichts zu erschaffen, sagen sie in ihrem Unverstand: "Was nicht ist, kann auch nicht werden; und was schon vorhanden ist, kann unmöglich wieder zunichte werden." Diesen irrigen fehlerhaften Grundsatz wollen sie auch auf den Vollkommenen-Allmächtigen anwenden.

Ja, der Glorreiche, Allmächtige erschafft die Dinge in zweifacher Weise:

Erstens, durch Hervorbringung, Neuerschaffung. Das heißt, Er gibt das Sein aus dem Nichts, dem Nichtvorhandensein und stellt ihm auch alles notwendige zur Verfügung, indem Er es aus dem Nichts erschafft.

Zum anderen bildet und gestaltet Er neu. Das heißt, um die Vollkommenheit Seiner Weisheit und die Erscheinung vieler Seiner Namen aufzuzeigen und um der Tiefe Seiner Weisheit willen, erbaut Er einen Teil von allem Sein aus den Elementen des Kosmos. Er schickt ihnen durch das Gesetz der Fürsorge die Atome und die Zellen, die Seinem Befehle gehorchen und lässt diese in ihnen wirken. Ja, der Vollkommen-Allmächtige erschafft die Dinge auf diese beiden Arten, nämlich die Form der Neuschöpfung einerseits und die der Neugestaltung andererseits. Die Dinge vom Noch-vorhanden-sein ins Nicht-mehr-vorhanden-sein und vom Nicht-Sein ins Da-Sein zu rufen, ist vollkommen leicht, ist ganz und gar einfach, ja sogar ein immerwährendes und allgemein gültiges Gesetz.

Ein Mann, der angesichts dieser Macht, die im Frühling dreihunderttausend Arten lebender Geschöpfe Form und Gestalt, ja außer ihren Elementen auch noch alle ihre Modalitäten und Konditionen aus dem Nichts heraus zu verleihen vermag, noch sagt: "Es kann nichts aus dem Nichts entstehen", müsste ja selbst ein "Nichts" sein!..

Der Mensch, der den Naturalismus aufgegeben hat und zur Wahrheit gelangt ist, spricht nun: Gott dem Gerechten sei mein Lob, Preis und Dank zahllos wie der Sand

— 299 —

des Meeres! Ich habe den vollkommenen Glauben erlangt. Ich wurde vor Zweifel und Irrtum errettet und keine Unsicherheit mehr ist in mir zurückgeblieben. "Lobpreis und Dank sei Allah für die Religion des Islam und die Vollendung im Glauben!"

﴿ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ﴾

{"Dank sei Allah für die Religion des Islam und einem vollkommenen Glauben. Gepriesen seist Du! Kein Wissen besitzen wir, außer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise!" (Sure 2, 32)}

— 300 —

Das vierte Zeugnis für den Glauben

Zweite Anmerkung aus dem Dreißigsten Blitz
﴿ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ عِنْدَنَا خَزَآئِنُهُ وَمَا نُنَزِّلُهُ اِلاَّ بِقَدَرٍ مَعْلُومٍ ﴾

{"Und es gibt nichts, von dem wir nicht Schätze hätten. Doch senden wir es nur in bestimmten Maßen herab." (Sure 15, 21)}

Eine Anmerkung zu dieser Ayah und eine Erscheinung des Gottesnamens "'Adl, der Gerechte", der ein gewaltiger Name oder ein Licht von den sechs Lichtern des Lichtbündels ist, zeigte sich mir wie die Erste Anmerkung in dem Gefängnis in Eskischehir von Weitem. Um uns dies näher zu bringen, sagen wir wiederum mit einem Beispiel:

Dieser Kosmos ist ein Palast von der Art, dass es in diesem Palast eine Stadt gibt, die ständig zwischen Abriss und Wiederaufbau hin und her geworfen wird. In dieser Stadt gibt es ein Land, dass ständig in Krieg und Flucht brodelt. In diesem Land gibt es eine Welt, die sich ununterbrochen zwischen Tod und Leben hin und her wendet. In diesem Schloss, in dieser Stadt, in diesem Land, in dieser Welt herrschen aber eine solch Staunen erregende Ausgewogenheit, eine Harmonie, ein Gleichgewicht, dass sie offensichtlich beweisen, dass die Umsätze, die Einnahmen und Ausgaben dieser zahllosen Erscheinungsformen mit der Waage des Einen und Einzigen Herrn gemessen und gewogen werden, der jederzeit den ganzen Kosmos beobachtet und überwacht. Würden andererseits die Ursachen, gleich einem Fisch unter den Fischen mit tausend kleinen Eiern, einer Blume, die wie eine Mohnblume unter den Pflanzen zwanzigtausend Samen hervorbringt, oder die Elemente, die gleich einer Flut daher brausen, die Bedrohung durch Katastrophen, die das Gleichgewicht gewaltsam zu stürzen und alles mit sich zu reißen versuchen, ungebändigt oder dem planlos umherstreunenden Zufall und den maßlosen,

— 301 —

blinden Kräften und der unbewussten, finsteren Natur überlassen bleiben, würde dieses Gleichgewicht der Dinge und das Gleichgewicht des ganzen Kosmos so zerstört werden, dass es in jedem Jahr, ja sogar an jedem Tag in einem Tohuwabohu endete. Das heißt: Das Meer würde voll von chaotischen Dingen sein und stinken. Die Luft wäre von schädlichen Gasen vergiftet. Der Erdboden aber würde sich in einen Müllabladeplatz, in ein Schlachthaus, in einen Sumpf verwandeln und die Welt würde in ihm ersticken.

So wird denn nun alles, angefangen von den Zellen des tierischen Körpers, den roten und weißen Blutkörperchen, dem Stoffwechsel der Zellen und der Proportionalität der Organe, bis hin zu den Meeren mit (der Bilanz) ihrer Aufnahme und Abgabe, bis zu den Quellen und Brunnen unter der Erde mit allem, was sie füllt und was sie entleert, bis zu der Nachkommenschaft und dem Ableben der Tiere und der Pflanzen, bis zum Abbau im Herbst und dem Wiederaufbau im Frühling, bis zu den Elementen und den Sternen, dem Dienst, (den sie verrichten) und den Bewegungen, (die sie ausführen), bis zu Tod und Leben, Licht und Finsternis, Hitze und Kälte und allen Veränderungen, Auseinandersetzungen und Zusammenstößen, die sie bewirken, wird alles mit einer so empfindlichen Waage, mit einem so feinen Maß geordnet und ausgewogen, dass der menschliche Verstand nie und nirgends wirkliche Verschwendung und Sinnlosigkeit findet, sowie auch die menschliche Weisheit sich in allen Dingen in vollkommenster Ordnung und schönster Ausgewogenheit zeigt und erweist. Vielmehr ist die menschliche Weisheit eine Erscheinung und ein Sprachrohr dieser Ordnung und Wohlausgewogenheit.

Nun komm und betrachte das Gleichgewicht zwischen der Sonne und den zwölf voneinander verschiedenen Planeten. Zeigt etwa dieses Gleichgewicht nicht sonnenklar, dass der majestätische Herr der Gerechte und der Allmächtige ist?

— 302 —

Besonders unsere Erde, die zu den Planeten gehört, segelt gleich einem Schiff und durchreist in einem Jahr eine Laufbahn von fünfundzwanzigtausend Jahren Fußmarsch. Trotz ihrer außerordentlichen Geschwindigkeit wirft sie die Dinge, die auf dem Erdenboden geordnet und aufgestapelt sind, nicht durcheinander, erschüttert sie nicht und schleudert sie nicht in das Weltall. Wäre ihre Geschwindigkeit auch nur ein klein bisschen größer oder kleiner, würde sie ihre Bewohner durch die Luft schleudern und in den Weltraum hinaus katapultieren. Und verlöre sie für eine Minute, ja sogar nur eine Sekunde lang ihr Gleichgewicht, so würde sie unseren Lebensraum zerstören, vielleicht mit einem anderen (Planeten) zusammenstoßen und so einen Weltuntergang verursachen.

Und besonders zeigt das Gleichgewicht auf dem Antlitz der Erde, das sich in den Geburten, dem Ableben, der Versorgung und der Lebensweise von vierhunderttausend Arten in der Pflanzen- und in der Tierwelt in Barmherzigkeit offenbart, den einen gerechten und barmherzigen Herrn sowie uns die Sonne das Licht zeigt. Und besonders stehen die einzelnen Glieder, Organe und Empfindungen eines einzigen der unendlich vielen Angehörigen unendlich vieler Völker in so empfindlichem Gleichgewicht und in einer so harmonischen Beziehung zueinander, dass diese Beziehung, diese Ausgewogenheit geradezu offensichtlich auf den einen gerechten und allweisen Baumeister hinweist. Und besonders stehen die Zellen in jedem tierischen Körper, die Blutkörperchen und die Adern und die Atome dieser Blutkörperchen in einem so feinen, empfindlichen und wunderbaren Gleichgewicht zueinander, dass dies offensichtlich beweist, dass sie der eine gerechte und allweise Schöpfer mit Seiner Waage, durch Sein Gesetz und Seine Anordnungen versorgt und verwaltet, der die Zügel aller Dinge und die Schlüssel aller Dinge in Händen hält, wo das eine das andere nicht behindert, und der alle Dinge so leicht lenkt und leitet wie ein einziges Ding. Wer es für unmöglich hält, dass Dschinnen und Menschen, auf der gewaltig

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großen Waage der Gerechtigkeit vor dem größten Gericht am Tage der Auferstehung nach ihren Taten gewogen werden, und nicht daran glaubt, dann jedoch dieses umfassende Gleichgewicht, das er mit seinen eigenen Augen in dieser Welt wahrnehmen kann, aufmerksam betrachtet, dem wird auf jeden Fall kein Zweifel mehr daran bleiben.

Oh du unglückseliger Mensch, der du so verschwenderisch bist und keine Sparsamkeit kennst, der du dich so ungerecht verhältst und keine Gerechtigkeit kennst, der du so schmutzig bist und keine Reinheit kennst! Da du nicht auf Sparsamkeit, auf Reinheit und auf Gerechtigkeit achtest, die das Prinzip des Lebens im ganzen Kosmos und allen Seins ist, verdienst du es, dass durch deine Opposition alles, was da ist, seinen Abscheu und seine Wut gegen dich richtet. Worauf verlässt du dich denn, dass du die ganze Schöpfung mit deinem ungerechten, unausgewogenen, verschwenderischen und unreinen Verhalten in Wut gegen dich aufbringst?

In der Tat bewegt sich die ganze Weisheit des Kosmos, die von der gewaltigen Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakiem, der Weise" herrührt, auf der Ebene einer ökonomischen und sparsamen Haushaltsführung. Sie schreibt die Sparsamkeit vor. Die vollkommene Gerechtigkeit im Kosmos, die von der gewaltigen Erscheinung des Gottesnamens "Al-'Adl, der Gerechte" her stammt, hält alle Dinge im Gleichgewicht. Sie befiehlt den Menschen auch die Gerechtigkeit. In der Sure "Rahman" in den Ayat

﴿ وَالسَّمَآءَ رَفَعَهَا وَوَضَعَ الْمِيزَانَ ٭ اَلاَّ تَطْغَوْا فِى الْمِيزَانِ ٭ وَاَقِيمُوا الْوَزْنَ بِالْقِسْطِ وَلاَ تُخْسِرُوا الْميِزَانَ ﴾

{"Und den Himmel wölbte er empor und stellte die Waage auf, damit ihr das Maß nicht überschreiten möget. So haltet eure Waage recht und fälscht euer Maß nicht!" (Sure 55, 7-9)}

— 304 —

wird viermal "Mizan" {Mizan, Vezn: Waage, Maß} erwähnt, was auf vier Stufen hinweist, auf vier Arten von Waagen und die Größe, die außerordentliche Wichtigkeit und Bedeutsamkeit der Waage im Kosmos zeigt.

So wie es in der Tat bei keinem Ding eine Verschwendung gibt, so gibt es auch bei keinem Ding eine wirkliche Ungerechtigkeit oder Unausgewogenheit. Und die von der gewaltigen Erscheinung des Namens Gottes "Al-Quddus, der Reine, der Heilige" abgeleitete Reinigung, Läuterung macht alles, was da ist im gesamten Kosmos sauber und schön. Unter der Bedingung, dass die unreine Hand des Menschen sich nicht einmischt, ist bei keinem Ding eine wirkliche Unreinheit oder Hässlichkeit zu sehen.

So verstehe denn nun, wie grundlegend die Wahrheit des Qur'an und die Prinzipien des Islam, wie Gerechtigkeit, Sparsamkeit, Reinheit im menschlichen Leben fundamentale Grundsätze sind. Und wisse, in welchem Grade der Qur'an in seinen Bestimmungen mit dem Kosmos übereinstimmt und seine Wurzeln im Kosmos hat und in ihm verankert ist, und dass es genauso unmöglich ist, diese Wahrheit zu zerstören, wie den Kosmos zu zerstören und seine Gestalt zu verändern. Gleich diesen drei gewaltigen Lichtern, verlangen hunderte universeller Wahrheiten, wie die Barmherzigkeit, die Güte und die Bewahrung (der Schöpfung), das Jenseits und die Wiederauferstehung nach dem Tode und setzen sie voraus. Ja wäre es denn überhaupt möglich, dass sich die gewaltigen, universellen Wahrheiten, die im Kosmos und im ganzen Dasein herrschen, wie Barmherzigkeit, Güte, Gerechtigkeit, Weisheit, Genügsamkeit und Reinheit, nach dem Tode in Unbarmherzigkeit, Ungerechtigkeit, Sinnlosigkeit, Verschwendung, Unreinheit und Zwecklosigkeit verkehrt werden könnte, weil die Wiederauferstehung nicht stattfindet und das Jenseits nicht beginnt? Gott bewahre! Hunderttausendmal nein!

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Zerstören etwa die Barmherzigkeit und die Weisheit, die auch das Lebensrecht einer Mücke in Barmherzigkeit schützt, das unbegrenzte Lebensrecht aller Bewusstseintragenden und das unbegrenzte Recht der grenzenlos vielen Formen des Daseins dadurch, dass sie den Tag der Wiederauferstehung nach dem Tode nicht anbrechen lassen?

Gestattet etwa die Majestät einer Herrschaft, die auf Barmherzigkeit, Liebe, Gerechtigkeit und Weisheit so unendlich empfindlich und aufmerksam reagiert, und das Königreich einer Gottheit, die diesen Kosmos mit grenzenlos einzigartigen Kunstwerken und Gastgeschenken verziert, um Seine Vollkommenheit zu zeigen, sich bekannt zu machen und Seine Liebenswürdigkeit zu erweisen, dass - mit Verlaub zu sagen! - was untergegangen ist, nicht wieder auferstehen wird, was sowohl alle Seine Vollkommenheit in all ihren Erscheinungsformen, als auch alle Seine Geschöpfe zur Bedeutungslosigkeit herabsinken und sie nachgerade verleugnen ließe. Gott bewahre, nein! Eine so vollendete Schönheit erlaubt offensichtlich nicht eine ebenso vollendete Hässlichkeit.

In der Tat muss ein Mann, der das Jenseits bestreiten will, zuerst alle Welt und alle Tatsachen in ihr bestreiten. Anderenfalls wird die Welt und werden alle Tatsachen in ihr ihm mit hunderttausend Zungen widersprechen und ihm als einem Lügner seine Lüge hunderttausendfach beweisen. Das Zehnte Wort beweist mit sicheren Zeugnissen, dass die Existenz des Jenseits genauso sicher und zweifelsfrei ist, wie die Existenz des Diesseits.

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Das fünfte Zeugnis für den Glauben

Dritte Anmerkung, die auf das dritte Licht von den sechs Lichtern des gewaltigen Namens Gottes hinweist:
﴿ اُدْعُ اِلٰى سَبِيلِ رَبِّكَ بِالْحِكْمَةِ ﴾

{"Rufe auf den Weg deines Herrn mit Weisheit!" (Sure 16, 125)}

Die Bedeutung dieser Ayah und die Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakem, der Richter", der ein gewaltiger Name Gottes, beziehungsweise ein Licht von den sechs Lichtern des gewaltigen Namens Gottes ist, wurden mir im heiligen Monat Ramadan erkennbar. Dieser "Dritte Punkt", der aus "Fünf Punkten" besteht, wurde nur als ein Hinweis darauf in Eile niedergeschrieben und ist Manuskript geblieben.

Erster Punkt der dritten Anmerkung:

Entsprechend einem Hinweis im "Zehnten Wort" verlieh die gewaltige Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakem, der Richter" diesem Kosmos einen solchen Ausdruck eines Buches, dass auf jeder Seiner Seiten Hunderte von Büchern geschrieben stehen! Jede Zeile beinhaltet Hunderte von Seiten. Mit jedem Wort sind Hunderte von Zeilen gegeben. Jeder Buchstabe beinhaltet Hunderte von Wörtern. Mit jedem Punkt findet sich gleichsam ein kleines Inhaltsverzeichnis dieses Buches. Seine Seiten, seine Zeilen, bis hin zu den Punkten in diesem Buch zeigen in hundert Aspekten Seinen Designer und Schreiber so eindeutig, dass das Betrachten dieses kosmischen Buches hundertfach mehr als seine eigene (Buch)-Existenz die Existenz seines Schreibers und Seine Einheit beweist. Denn obwohl ein Buchstabe, die eigene Existenz in der Größe eines Buchstabens zum Ausdruck bringt, bringt er doch seinen Schreiber in der Größe einer Zeile zum Ausdruck.

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In der Tat ist die Erdoberfläche eine Seite dieses großen Buches. Man sieht mit eigenen Augen, dass auf dieser Seite entsprechend der Anzahl der Pflanzenarten und Tiergattungen im Frühling ebenso viele Bücher ineinander und nebeneinander geschrieben wurden, gleichzeitig, fehlerfrei, in makelloser Vollkommenheit. Auf dieser Seite gleicht jede Zeile einem Garten. Wir können mit eigenen Augen erkennen, dass darin so viele Kassiden (Gedichte) geschrieben wurden, wie es in diesem Garten Blumen, Bäume und andere Pflanzen gibt, ineinander, nebeneinander, fehlerfrei. Ein Wort in dieser Zeile gleicht einem Baum, der Blätter treibt, um Blüten und Früchte hervorbringen zu können. Diesem Wort aber entsprechen so viele sinnvolle Abhandlungen über den Lobpreis des majestätischen Richters, wie es wohlgeordnete, wohlausgewogene, wohlgestaltete Blätter, Blüten und Früchte gibt. Wie ein jeder Baum, der Blüten trägt, so ist auch dieser Baum eine Kasside, durch die er die Lobpreisungen seines Designers singt.

Des Weiteren ist es, als wolle der majestätische Richter Seine kunstvollen und einzigartigen Werke, die auf dieser Messe ausgestellt sind, welche unsere Welt ist, mit tausend Augen betrachten.

Des Weiteren ist es, als wollten sich die prächtig ausgestalteten Geschenke, die der urewige König diesem Baum verliehen hat, gleichsam als Orden und Flaggen in einer so wohl verzierten, ausgewogenen, geordneten und sinnvollen Form, bei dem Frühling, der Sein besonderes Fest, ein Empfang ist, vor den Blicken des Königs darstellen, und als wolle Er ihnen in Seiner Weisheit eine Form geben, die mit jeder Blüte und mit jeder Frucht wie mit vielen ineinander liegenden Aspekten und Zungen für die Existenz und die Namen ihres Designers Zeugnis ablegt. So befasst z.B. jede Blüte und jede Frucht ihr eigenes Maß. Und diese Ausgewogenheit passt in eine bestimmte Ordnung. Diese Wohlordnung wird durch ständige Erneuerung aufrecht und in der Waage gehalten; Rhythmus (tevzin) und Versmaß (tanzim) aber finden sich in Dichtung (zinet)

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und Kunst (san'at). Schönheit (zinet) und Kunst aber finden wir in Geruch und Geschmack, die Sinn und Weisheit in uns wachrufen. Daher verweist jede Blüte entsprechend der Anzahl der Blüten des Baumes mit ebenso vielen Zeichen auf ihren majestätischen Richter (Hakem-i Dhu l-Djelal). An diesem Baum, der ein Wort ist, gilt eine Frucht als ein Buchstabe und der Kern darin als ein Punkt. Er ist ein winziges Kästchen, welches das Inhaltsverzeichnis und das Programm des ganzen Baumes beinhaltet usw. Im Vergleich damit weisen alle Zeilen und alle Seiten des kosmischen Buches durch die Erscheinung der Namen "Al-Hakem, der Richter" und "Al-Hakiem, der Weise" jeweils und nicht nur mit jeder Seite, nein, sogar mit jeder Zeile, mit jedem Wort, jedem Buchstaben und jedem Punkt die Gestalt eines Wunders auf, sodass alle Ursachen zusammengenommen nicht einmal einen Punkt daraus nachbilden und sich nicht mit ihm messen könnten. Da nun in der Tat jeder Vers (Ayah) des Seins (kaun) in diesem gewaltigen Qur'an, dem Kosmos, so viele Wunder aufzeigt, wie dieser Vers (diakritische) Punkte und Buchstaben hat, können sich mit Sicherheit der umherschweifende Zufall, die blinden Kräfte und die ziellose, unausgewogene und unbewusste Natur keineswegs in diese empfindliche Ausgewogenheit und in diese überaus feine Wohlordnung, wie sie einem Weisen (hakiem), einem Sehenden (basir) entspricht, einmischen. Hätten sie sich eingemischt, so würden doch die Spuren des Durcheinanders sichtbar. Doch ein Mangel an Ordnung ist in gar keiner Weise bemerkbar.

Zweiter Punkt der dritten Anmerkung:

Er besteht aus zwei "Problemstellungen".

Erste Problemstellung:

Wie im Zehnten Wort erklärt, ist es ein grundlegendes Prinzip, dass eine Schönheit in unendlicher Vollkommenheit und eine Vollkommenheit in unendlicher Schönheit sich auf jeden Fall selber betrachten, sich anderen zeigen und darstellen will. Auf Grund dieses bedeutenden, umfassenden Prinzips also macht der urewige Designer dieses großen Buches, des Kosmos, in den verschiedenen Sprachen all dessen, was

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da ist, vom Kleinsten bis zum Größten, die Schönheit Seiner Vollkommenheit (djemal-i kemal) und die Vollkommenheit Seiner Schönheit (kemal-i djemal) bekannt und liebenswert, um sich durch diese Schöpfung mit jeder Seite dieses kosmischen Buches, mit jeder Zeile, ja, sogar mit jedem Punkt und Buchstaben vorzustellen und Seine Vollkommenheit bekannt zumachen.

Oh du gottvergessener Mensch! Obwohl dieser Herrscher und allweise Richter sich dir in all Seiner Majestät und Schönheit (Hâkim-i Hakem-i Hakiem-i Dhu l-Djelal Ve l-Djemal) in jedem seiner Geschöpfe in so zahllos vielen prächtigen Formen zu erkennen zu geben und dich dazu bewegen will, Ihn zu lieben, du aber Ihn trotz Seiner Bemühungen, Sich dir zu erkennen zu geben, nun dennoch nicht den Glauben aufbringst, Ihn zu erkennen und Seinen Bemühungen, von dir geliebt zu werden, nicht mit Dienst und Anbetung entgegenkommst und so Seine Liebe erlangst, wisse also und besinne dich darauf, was für eine grenzenlose, welch vielfache Unwissenheit, und welch ein Verlust das ist!

Zweite Problemstellung des zweiten Punktes:

In dem Eigentum des allmächtigen und allweisen Schöpfers (Sani-i Qadier ve Hakiem) dieses Kosmos ist für eine Teilhaberschaft kein Platz. Denn: Die unendliche Wohlordnung, die sich in allen Dingen findet, duldet keine Teilhaberschaft. Denn: Geraten in einer Arbeit viele Hände durcheinander, gerät die ganze Arbeit in ein Durcheinander. So wie in einem Land mit zwei Königen, in einer Stadt mit zwei Bürgermeistern oder einem Weiler mit zwei Dorfschulzen Verwirrung in allen Angelegenheiten dieses Landes, dieser Stadt, dieses Dorfes entstünde, so wird selbst noch der niederste Beauftragte die Einmischung eines anderen in seinen Aufgabenbereich nicht dulden, was zeigt, dass eines der grundlegendsten Kennzeichen der Herrschaft Unabhängigkeit und Selbständigkeit ist. Das heißt: Ordnung erfordert die Einheitlichkeit (vahdet) und Herrschaft (hakimiyet) die Selbständigkeit. Wenn also nun eine Herrschaft, flüchtig wie ein Schatten, von Menschen, die schwach und hilfsbedürftig sind, eine solche Einmischung zurückweist, muss sicherlich und

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notwendigerweise auch die wahre und absolute Herrschaft des absolut Allmächtigen (Qadier-i Mutlaq) eine Einmischung mit aller Heftigkeit zurückweisen. Gäbe es auch nur den Funken einer Einmischung, so würde diese Ordnung zerstört.

Denn der Kosmos ist in einer solchen Weise erschaffen, dass für die Erschaffung eines Kernes die selbe Macht notwendig ist, die einen ganzen Baum erschaffen kann. Um einen Baum zu erschaffen, ist die selbe Macht notwendig, die den ganzen Kosmos erschaffen kann. Gäbe es einen Teilhaber, der seine Finger im Kosmos (als ganzem) hätte, so müsste er auch noch seinen Anteil am kleinsten Kern haben. Denn dieser ist dessen Muster. In diesem Fall müssten zwei (Herren, deren) Herrschaft(sansprüche) in dem riesigen Kosmos keinen Platz finden können, in einem Kern, ja sogar in einem Atom ihren Platz finden. Das ist aber die sinnloseste und am weitesten entfernte Unmöglichkeit aller Unvorstellbarkeiten und irrigen Vorstellungen. Wisse, in welchem Grade ein vielfacher, unendlicher Widerspruch, ein Fehler, eine Lüge die Abgötterei und der Unglaube sind, welche die Ohnmacht des absoluten Allmächtigen, der alle Ereignisse und Zustände des riesigen Kosmos in der Waage Seiner Gerechtigkeit und in der Ordnung Seiner Weisheit hält, sogar auch in einem Kern erfordern, und dass die Einheit Gottes (tauhid) in unendlichem Grade recht, wahr und richtig ist und sage:

اَلْحَمْدُ لِلّٰهِ عَلٰى الْاِيمَانِ

{"Dank sei Gott für den Glauben!"}

Dritter Punkt:

Der allmächtige Schöpfer (Sani-i Qadier) setzte in diese Welt in Seinem Namen als der "Richter (Hakem)" und als der "Allweise (Hakiem)" tausende wohlgeordneter Welten ein. Inmitten dieser Welten erschuf er den Menschen, der aller Weisheit im Kosmos Mittelpunkt und Ausdruck ist, für Sich als Drehscheibe und Mittelpunkt. Die bedeutendsten Weisheiten und Nutzanwendungen in dem Verwaltungsbereich

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"Kosmos" sind auf den Menschen hin ausgerichtet.

In dem Verwaltungsbereich "Mensch" aber stellte Er die Versorgung in den Mittelpunkt. In der Menschenwelt sind die meisten Gegebenheiten und Angelegenheiten auf diese Versorgung hin ausgerichtet und werden im Zusammenhang mit ihr sichtbar. Im Bewusstsein des Menschen und im Genuss seiner Versorgung wird die Erscheinung des Gottesnamens "Al-Hakiem, der Allweise" auf glänzende Weise erfahrbar.

Jede Wissenschaft unter Hunderten von Wissenschaften, welche das menschliche Bewusstsein entwickelt hat, beschreibt jede einzelne Wissenschaft den Gottesnamen "Al-Hakem, der Richter" auf ihre Art und in Seiner eigenen Erscheinungsweise.

Fragt man zum Beispiel die Medizin: "Was ist diese Schöpfung?" wird sie sicherlich sagen:

"Sie ist eine überaus wohlgeordnete, vollkommene, riesige Apotheke. Darin sind alle Medikamente aufs Beste hergestellt und aufbewahrt."

Fragt man die Chemie: "Was ist diese Erdkugel?" Sie wird sagen: "Sie ist ein überaus wohlgeordnetes, vollkommenes, chemisches Institut."

Die Fachrichtung Maschinenbau wird sagen: "Sie ist eine überaus vollkommene Fabrik, ohne einen Fehler."

Die Agrarwissenschaft wird sagen: "Sie ist ein wohlbestellter Acker und ein vollkommener Garten, welche überaus ertragreich sind und jede Art Getreide und Körner zu rechter Zeit hervorbringen."

Die Wirtschaftswissenschaft wird sagen: "Sie ist eine überaus wohlgeordnete Messe, ein Markt in perfekter Ordnung und ein Geschäft für Waren von hoher Qualität."

Die Logistik wird sagen: "Sie ist ein überaus wohlgeordnetes Lager, das alle Arten Versorgungsgüter bereitstellt."

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Die Ernährungswissenschaft wird sagen: "Sie ist eine Küche Gottes des Herrn, ein Kessel, worin der Erbarmer, Hunderttausende von wohlschmeckenden Speisen gleichzeitig in vollkommener Wohlordnung zubereiten lässt."

Die martiale Wissenschaft wird sagen: "Die Erde ist ein Heerlager. In diesem Heer finden sich vierhunderttausend verschiedene Völker, die in jedem Frühling neu rekrutiert werden und auf dem Erdenrund ihre Zelte errichten. Ihre unterschiedliche Ernährung, ihre unterschiedliche Bekleidung, ihre Waffen, ihre unterschiedliche Aushebung und ihre Entlassung werden in vollkommener Ordnung, ohne irgendeinen zu vergessen oder zu verwechseln, durch den Befehl, die Kraft, die Barmherzigkeit und durch die Schatzkammer des einen, einzigen Oberkommandanten überaus wohlgeordnet vollendet, gelenkt und geleitet."

Fragt man die Elektrizitätslehre, so wird sie mit Sicherheit sagen: "Die Decke dieses prächtigen Weltenschlosses ist mit zahllosen elektrischen Lampen überaus wohlgeordnet und wohlausgewogen verziert. Diese Wohlordnung und diese Wohlausgewogenheit ist so wunderbar, dass alle diese Lampen am Himmel, allen voran unsere Sonne, die tausendfach größer als unsere Erdkugel sind, obwohl sie ständig brennen, weder ihr Gleichmaß verlieren, noch explodieren oder eine Feuersbrunst verursachen. Ihre Ausgaben sind unendlich hoch. Woher also kommen ihre Einnahmen, ihr Öl, ihre Brennstoffe? Warum erschöpfen sie sich nicht? Warum verliert ihre Brennstärke nicht ihr Gleichmaß? Selbst eine kleine Öllampe erlischt, wenn sie nicht regelmäßig versorgt wird. Betrachte diese Weisheit und die Macht des majestätischen Allweisen, der die Sonne,

{(Anmerkung): Berechnet man einmal, wie viel Holz, Kohle oder Öl für diese Sonne notwendig wäre, um einen Ofen oder eine Lampe für dieses Weltenschloss zu beschicken. Nach den Aussagen der Astronomen verbraucht sie jeden Tag so viel Brennstoff wie einer Million Erden Stöße Holz und tausender Meere Öl entspräche. Nun, denke einmal nach und betrachte die Größe (hashmeti), die Weisheit (hikmet) und die Macht (qudret) des Allmächtigen in Seiner Majestät (Qadier-i Dhu l-Djelal), der sie ohne Holz und ohne Öl ständig leuchten lässt, und sage so viele Male wie die Sonne Atome hat: "Subhan-a'llah, Gepriesen sei Gott; Masha-a'llah, So wie Gott will; Barek-a'llah, Möge Gott es segnen".}

die astronomisch gesehen

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Millionen Mal größer als unsere Erdkugel ist und seit mehr als einer Million Jahren besteht, ohne Kohle, ohne Öl brennen und nicht erlöschen lässt, und sage: «Subhanallah, Gott sei gepriesen.» Sprich entsprechend der Anzahl der Minuten und der Sekunden der Lebenszeit der Sonne so viele Male: «Masha'allah, So wie Gott es gewollt hat; Barek'allah, Gott möge segnen; La ilaha illa'llah, Es gibt keine Gottheit außer Gott».

Das heißt also, dass über diesen himmlischen Lampen eine ganz wunderbare Ordnung herrscht. Sie werden mit größter Aufmerksamkeit versorgt. Was aber diese so großen und so vielen Feuermassen und diese vielen strahlenden Leuchter betrifft, so ist es wohl die Hölle, deren Hitze unerschöpflich ist und die mit ihrer Hitze ohne Licht einen Dampfkessel speist. Die Lichtmaschine und zentrale Fabrik dieser elektrischen Lampen aber ist wohl das immerwährende Paradies, das sie mit Helligkeit und Licht versorgt. Durch die gewaltige Erscheinung des Gottesnamens «Al-Hakem, der Richter» und «Al-Hakiem, der Allweise» setzt sich ihr strahlendes Licht wohlausgewogen fort.

Und dergleichen viele andere Beispiele mehr.

Darüber hinaus stellen Hunderte von Wissenschaften sichere Zeugnisse dafür aus, dass diese Schöpfung vollkommen wohlgeordnet und frei von jeglichem Mangel in grenzenloser Weisheit und mit allem Nützlichen ausgestattet ist. Und diese wunderbare und alles umfassende Weisheit, diese Wohlordnung und Weisheit, von welcher der ganze Kosmos geprägt ist, sind auch noch im kleinsten Lebewesen und in verkleinertem Maßstab in einem Kern enthalten.

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Es ist ganz klar und deutlich, dass seinen Absichten, Einsichten und Zweckmäßigkeiten in schönster Ordnung zu folgen, nur in freier Entscheidung, mit einem bestimmten Willen, in fester Absicht und mit Bestimmtheit möglich ist, sonst aber nicht. Das aber kann nicht das Werk von Ursachen und Naturkräften sein, die über keine Entscheidungsfreiheit, keine Willenskraft und kein Bewusstsein verfügen, die nichts beabsichtigen, ja noch nicht einmal einen Einfluss ausüben können. Das aber heißt, den, der frei ist in Seinen Handlungen und Entscheidungen, den allweisen Schöpfer, den alles Sein in diesem Kosmos mit seiner grenzenlosen Wohlordnung und Zweckmäßigkeit voraussetzt und auf Ihn hinweist, nicht zu kennen oder Ihn gar zu verleugnen, wäre eine ganz erstaunliche Unwissenheit, eine solche Torheit, wie sie sich gar nicht beschreiben lässt. Wenn es in dieser Welt in der Tat etwas gibt, worüber man über alles staunen müsste, so ist dies eine solche Verleugnung. Denn: Bei dieser grenzenlosen Wohlordnung und Weisheit allen Seins im Kosmos, worin doch Zeugnisse für Seine Existenz und Einheit liegen, Ihn dennoch nicht wahrzunehmen und Ihn nicht erkennen zu wollen, bedeutet Verblendung und Ignoranz in einem Grade, die selbst der verblendetste Laie noch versteht. Ja, ich kann sogar sagen, dass die Sophisten unter den Leuten des Unglaubens, welche für verrückt gehalten werden, weil sie die Existenz des Kosmos bestreiten, noch am vernünftigsten sind. Denn: Da es nicht möglich ist und nicht sein kann, die Existenz des Kosmos zu bestätigen und dennoch nicht an Gott, Seinen Schöpfer, zu glauben, haben sie nun begonnen, die Existenz des Kosmos zu bestreiten, und am Ende auch sich selbst in Abrede gestellt. Indem sie sagten, es gibt gar nichts, und so ihren Verstand aufgaben, haben sie sich vor der grenzenlosen Unvernunft der übrigen Ungläubigen gerettet, die sich unter den Deckmantel ihrer Vernunft geflüchtet hatten und sind wieder ein wenig zur Vernunft gekommen.

Vierter Punkt:

Wir hatten bereits im "Zehnten Wort" darauf hingewiesen: Niemand, der über ein Denkvermögen

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verfügt, nimmt an, dass ein Baumeister, der überaus sinnvoll arbeitet und mit jedem Stein eines Schlosses, an dem Er baut, mit Sorgfalt hunderterlei Weisheiten verfolgt, kein Dach über dem Schloss errichten sollte, was doch dessen sinnlosen Zerfall zur Folge hätte, und damit all Seine sinnvolle Arbeit wieder zunichte machen würde. Es ist in keinerlei Hinsicht möglich, dass der absolute Allweise, der in seiner vollkommenen Weisheit aus einem Kern von einem Dirhem (ca. 3 g) Gewicht Ziel, Zweck und Nutzen, so gewichtig wie hunderte Batman (ca. 8 kg), mit Sorgfalt zu erlangen versucht, zu einer Verschwendung fähig sein sollte, die in ihrer Sinnlosigkeit Seiner Weisheit widerspricht, ihr entgegengesetzt ist, indem Er einen Baum, riesengroß wie ein Berg, mit sehr vielen Kosten versorgt, einzig zu einem Nutzen von einem Dirhem, einzig mit dem winzig kleinen Ziel, eine einzige Frucht hervorzubringen. Wenn der allweise Schöpfer (Sani-i Hakiem), der alles Sein und Leben in diesem kosmischen Schloss, mit hunderterlei Weisheiten versieht und es mit Hunderten von Aufgaben betraut, ja sogar jedem einzelnen Baum so viele Weisheiten wie Früchte und so viele Aufgaben wie Blüten gibt, den Tag des Weltuntergangs nicht anbrechen ließe und die Wiederauferstehung am Jüngsten Tag nicht bewirkte, so hieße das, dass alle grenzenlosen und zahllosen Weisheiten und diese unendlich vielen Aufgaben sinnlos, absurd, hohl und nutzlos verloren gingen. Man müsste dann der vollkommenen Macht (kemal-i qudret) des absolut Allmächtigen (Qadier-i Mutlaq) eine absolute Ohnmacht, der vollkommenen Weisheit (kemal-i hikmer) des absolut Allweisen (Hakiem-i Mutlaq) eine grenzenlose Sinnlosigkeit und Nutzlosigkeit, der Schönheit der Barmherzigkeit (djemal-i rahmet) des absolut Allbarmherzigen (Rahiem-i Mutlaq) eine unendliche Hässlichkeit, der vollkommenen Gerechtigkeit (kemal-i adalet) des Allgerechten (Adil-i Mutlaq) eine unendliche Ungerechtigkeit nachsagen. Das bedeutet, dass man die Weisheit, die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit, die sich jedem in diesem Kosmos zeigen, bestreiten müsste. Das aber wäre eine Merkwürdigkeit, deren Absonderlichkeit unendlich viele nichtige Dinge in sich enthielte.

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Da sollen doch nun einmal die Leute des Irrglaubens kommen und sich einmal ihren Irrglauben betrachten und sehen, welch schreckliche Finsternis, was für eine Dunkelheit, ein Loch voller Schlangen und Skorpione, sich in ihm findet, so als wäre es ihr Grab. Was aber den Glauben an das Jenseits betrifft, so werden sie ihn als eine Straße erkennen, so schön und lichtvoll wie das Paradies, und sie werden zum Glauben gelangen.

Fünfter Punkt:

Zwei Problemstellungen

Erste Problemstellung:

Der majestätische Schöpfer (Sani-i Dhu l-Djelal) bevorzugt stets, wie es Sein Name "Al-Hakiem, der Allweise" erfordert, bei jedem Ding die einfachste Art, den kürzesten Weg, die leichteste Methode und die zweckmäßigste Vorgehensweise, was zeigt, dass es in der Schöpfung keine Verschwendung, keine Sinnlosigkeit und keine Nutzlosigkeit gibt. Wie aber die Verschwendung mit dem Gottesnamen "Al-Hakiem, der Allweise" im Widerspruch steht, so ist auch die Sparsamkeit ein Erfordernis des Namens "Al-Hakiem, der Allweise" und dessen zu Grunde liegendes Prinzip.

Oh du verschwenderischer Mensch, der du nicht haushältst (iktisadsiz)! Wisse, inwieweit du dich der Wahrheit entgegengesetzt verhältst, da du nicht auf die Sparsamkeit achtest, welche ein grundlegendes Prinzip im ganzen Kosmos ist, und verstehe, welch ein grundlegendes und umfassendes Prinzip uns die Ayah كُلُوا وَاشْرَبوُا وَلاَ تُسْرِفُوا {"Ihr sollt essen und trinken, doch nicht verschwenden!" (Sure 7, 31)} unterrichtet!

Zweite Problemstellung:

Man kann sagen, dass die Gottesnamen "Al-Hakem, der Richter" und "Al-Hakiem, der Allweise" die Sendung des Ehrenwerten Gesandten Gottes, mit dem Friede und Segen sei, beweisen und notwendig machen. Ein so bedeutungsvolles Buch erfordert

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nun einmal einen Lehrer, der es unterrichtet; eine so makellose Schönheit einen Spiegel, worin sie sich selbst sehen und worin sie sich sichtbar machen kann, ein Kunstwerk, das so vollkommen ist, denjenigen, der es überall ausstellt und bekannt macht. Mit Sicherheit findet sich ein vollkommener Führer, ein großer Lehrer des Menschengeschlechtes, welcher Ansprechpartner dieses großen kosmischen Buches ist, das in jedem Buchstaben hunderte Bedeutungen und Weisheiten enthält, damit er die heiligen und wahrhaftigen Weisheiten, die sich in diesem Buch befinden, unterrichten kann. Vielmehr soll er von der Weisheit und Zweckmäßigkeit im Kosmos verkünden, das heißt dem Aufscheinen der Absichten seines Herrn, ja geradezu ihrer Erfüllung, zum Werkzeug dienen. Er soll die Vollkommenheit der Kunstwerke und die Schönheit der Namen des Schöpfers, die Er im ganzen Kosmos in ihrer Bedeutung aufzeigen will, bekannt machen und ihnen als ein Spiegel dienen. Da der Schöpfer von allem Sein geliebt werden will und von allen Bewusstsein tragenden Geschöpfen Anerkennung erwartet, wird einer im Namen dieser Bewusstsein tragenden Geschöpfe, dieser alles umfassenden Erscheinung der Herrschaft, mit einem ebenso umfassenden Dienst und in gleicher Anbetung entgegenkommen, und durch den Ruf seiner Verkündigung und seinen Lobpreis Land und Meer in Ekstase bringen, Himmel und Erde mit ihm füllen und so die Aufmerksamkeit dieser Bewusstsein tragenden Geschöpfe auf den Künstler und Schöpfer dieser Kunstwerke lenken. Er wird durch den ruhmreichen Qur'an, dessen heiligen Lektionen und Anordnungen alle Leute von Verstand ihre Ohren neigen, die göttliche Ziele des Designers, welcher der Richter und der Allweise (Sani-i Hakem-i Hakiem) ist, auf schönste Weise zeigen. Eine solche Persönlichkeit, die den Erscheinungen aller Weisheit Gottes, Seiner Schönheit und Seiner Größe (djelal) aufs Schönste entgegenkommt, ist für diesen Kosmos notwendig und zwangsläufig wie die Existenz der Sonne. Derjenige, der sich so verhält und diese Aufgaben auf das Vollkommenste versieht, ist offensichtlich der Ehrenwerte Gesandte,

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mit dem Friede und Segen sei. Daher erfordern die Weisheiten im Kosmos das Prophetentum Ahmeds (Mohammeds), mit dem Friede und Segen sei, so wie der Sonne das Licht und dem Lichte der Tag folgen muss. Wie die gewaltige Erscheinung des Namens Gottes «Al-Hakiem, der Allweise» im größten Umfang das Prophetentum Ahmeds (Mohammeds), mit dem Friede und Segen sei, erfordert, so erfordert auch jeder von den vielen Gottesnamen wie Allah, der Erbarmer (Rahman), der Barmherzige (Rahiem), der Freund (Vedud), der Geber (Mun'im), der Gastfreundliche (Keriem), der Schöne (Djemil) und der Herr (Rab) in ihrer gewaltig großen Erscheinung, die im Kosmos sichtbar ist, im gewaltigen Umfang und auf der sichersten Stufe das Prophetentum Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei.

Zum Beispiel: Die umfassende Barmherzigkeit, die die Erscheinung des Gottesnamens "der Allerbarmer" ist, wird durch diesen Herrn, der die Barmherzigkeit für die Welt ist, sichtbar. Dass Gott von uns geliebt werden und sich in Seiner Freundschaft uns bekannt geben will, welches die Erscheinung des Namens Gottes "Al-Vedud, der Freund" ist, kommt durch diesen Geliebten des Herrn der Welten erst zum Tragen und findet durch ihn seine Resonanz.

Alle Schönheiten, die ein Funke der Ausstrahlung des Namens "Al-Djemiel, der Schöne" ist, das heißt, die Schönheit, die Sein Wesen betrifft, die Schönheit Seiner Namen, die Schönheit Seiner Kunstwerke und die Schönheit der Geschöpfe, werden erst in diesem Spiegel Ahmeds (Mohammeds), mit dem Friede und Segen sei, sichtbar und können erst in ihm gesehen werden. Die Erscheinung der Größe Seiner Herrschaft und das Königreich Seiner Gottheit werden auch durch die Sendung des Herrn Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, und der der öffentliche Ausrufer des Königreichs Seiner Herrschaft ist, erfahren und erkannt, verstanden und bestätigt. Und so weiter...

Wie diese Beispiele legen die meisten der schönen Namen Gottes ein glänzendes Zeugnis für das Prophetentum

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Ahmeds (Mohammeds), mit dem Friede und Segen sei, ab.

Zusammenfassung:

Da dieser Kosmos nun einmal da ist und nicht geleugnet werden kann, so können auch die bezeugten Wahrheiten wie Weisheit, Güte, Barmherzigkeit, Schönheit, Ordnung, Ausgewogenheit und Verzierung, die die Farben, die Verzierungen, die Lichter, die Strahlen, die Kunstwerke, das Leben des Kosmos sind und ihn im Innersten zusammen halten, in keinem Fall geleugnet werden. Da das Leugnen dieser Eigenschaften und Tätigkeiten nicht möglich ist, kann auch der Herr, der Allweise (Hakiem), Barmherzige (Rahiem), Gastfreundliche (Keriem), Schöne (Djemiel), Richter ('Adl), Gerechte (Hakem), dessen Dasein notwendig (vadjib) ist und welcher der Träger all dieser Eigenschaften, der Täter all dieser Tätigkeiten und die Sonne über all diesen Lichtern ist, in gar keinen Fall geleugnet werden, und es ist nicht möglich, sein Dasein zu leugnen. Und mit Sicherheit kann auch das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, und welches die Quelle ist, aus der all diese Eigenschaften und Tätigkeiten in Erscheinung treten, ja sich sogar noch vervollkommnen, ja erst wirklich werden, welcher der große Führer, der vollkommenste Lehrer, der gewaltigste öffentliche Ausrufer, der Entdecker der verborgenen tiefen Wahrheiten des Kosmos, der Spiegel des Einzigartigen und der Geliebte des Allerbarmers ist, in gar keinem Fall geleugnet werden. Gleich wie die Lichtstrahlen in der Welt der Wirklichkeit und in der Wirklichkeit des Kosmos ist sein Prophetentum das glänzendste Licht des Kosmos.

﴿ عَلَيْهِ وَعَلٰٓى اٰلِهِ وَصَحْبِهِ الصَّلاَةُ وَالسَّلاَمُ بِعَدَدِ عَاشِرَاتِ الْاَيَّامِ وَذَرَّاتِ الْاَنَامِ ٭ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ﴾

{"Ihm und seiner Familie, seinen Gefährten Friede und Segen nach der Zahl der Sekunden der Tage, der Anzahl der Atome der Menschen." "Gepriesen seist Du! Wir haben kein Wissen, außer dem, das Du uns gelehrt hast, denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32)}

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Das Sechste Zeugnis für den Glauben

Neunte Wahrheit des Zehnten Wortes

Das Tor zu Leben und Tod ist eine Manifestation Seiner Namen "der Lebendige (Hayy)" und "der Unwandelbare (Qayyum)", "Lebensspender (Muhyi)" und "Todbringender (Mumit)".

Ja, wäre es denn überhaupt möglich, dass ein Allmächtiger, Allbarmherziger, Allwissender und Allweiser, der die tote, dürre, weite Erde wiedererweckt und wiederbelebt, der Seine Macht dadurch erweist, dass Er unter dieser Seiner Belebung mehr als dreihunderttausend Schöpfungsarten wieder hervorruft und verbreitet, deren jede einzelne hervorzubringen so wunderbar ist wie einen Menschen aufzuerwecken und der Sein allumfassendes Wissen dadurch erweist, dass Er diesen Unterschieden letzte Feinheit und Vorzüge zumisst, während Er sie hervorruft und verbreitet, obwohl sie doch so sehr untereinander vermischt sind, und der die Blicke aller Seiner Diener und Anbeter auf die ewige Glückseligkeit hinlenkt, indem Er den Menschen mit all Seinen himmlischen Erlassen die Auferstehung verspricht, und der Seine gewaltige Herrschaft dadurch erweist, dass Er alle Seine Geschöpfe dazu veranlasst, Kopf an Kopf, Schulter an Schulter und Hand in Hand miteinander zusammenzuwirken, sich im Kreise Seines Willens und Befehls zu bewegen, einander Hilfe zu leisten und sich Ihm zu unterwerfen und der dadurch erweist, welchen Wert Er dem Menschen beimisst, dass Er den Menschen als die vielseitigste, zarteste, empfindsamste, anspruchsvollste und sonnenhungrigste Pflanze am Baume der Schöpfung geschaffen, ihn als Seinen Partner im Dialog angenommen und ihm alles unterworfen hat, die Auferstehung nicht zu Stande bringen sollte? den jüngsten Tag nicht heraufführen sollte oder könnte? die Menschheit nicht auferwecken sollte oder könnte? einen höchsten Gerichtshof

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nicht abhalten könnte? Himmel und Hölle nicht schaffen könnte? Nein, das alles ist durchaus unmöglich!...

Tatsächlich schafft der glorreiche Lenker dieser Welten in jedem Zeitalter, in jedem Jahr, an jedem Tag auf diesem engen vergänglichen Erdball viele, zahlreiche Beispiele, Zeichen und Gleichnisse der Großen Versammlung und des Platzes der Auferstehung.

Kurzum: Bei der Versammlung im Frühling sehen wir, wie Er innerhalb von fünf, sechs Tagen mehr als dreihunderttausend Arten kleiner und großer Tiere und Pflanzen hervorbringt und verteilt. Er belebt die Wurzeln aller Bäume und Gräser und schenkt ihnen und auch einem Teil der Tiere neues Leben. Die übrigen erschafft Er in einer der Gleichheit entsprechenden Ähnlichkeit wieder neu. Den Samenkörnchen aber, die sich in ihrer Zusammensetzung doch kaum voneinander unterscheiden und noch dazu miteinander vermischt sind, werden innerhalb von sechs Tagen oder sechs Wochen ihre Vorzüge und ihre Unterschiede zugemessen und sie werden trotz dieser Schnelligkeit, Verbreitung und Leichtigkeit dennoch in vollkommener Ordnung und Ausgewogenheit wiederbelebt. Wäre es denn überhaupt möglich, dass dem Herrn, der diese Handlungen vollbringt, irgendetwas schwer werden könnte? dass Er Himmel und Erde nicht innerhalb von sechs Tagen erschaffen könnte? oder die Menschen nicht auf einen Posaunenstoß hin versammeln könnte? Bewahre!... Nehmen wir einmal an, es gäbe einen mit einer wunderbaren Fähigkeit begabten Dichter, der innerhalb einer einzigen Stunde dreihunderttausend Bücher, deren Buchstaben teils halb verwischt, teils gänzlich unleserlich geworden sind, zu gleicher Zeit auf einem einzigen Blatt wunderschön und fehlerfrei niederschreiben könnte, ohne die Buchstaben zu verwechseln, ohne sich zu irren, ohne einen auszulassen oder zu vergessen. Käme dir dann jemand, der behauptete, dass der Dichter dein Buch, das er verfasst hat, und das ins Wasser gefallen ist, in einer Minute aus dem Gedächtnis neu schreiben könne, würdest du dann sagen, er kann es

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nicht, ich glaube das nicht?... Oder ein wundertätiger König würde, um seine Macht zu zeigen, oder eine Lehre zu erteilen oder eine Vorführung zu veranstalten mit einem Fingerzeig Berge aufheben und Länder umgestalten, und du könntest sehen, dass Er das Meer in Land verwandelt hat. Wenn du dann einen großen Stein siehst, der in einen Bach gerollt ist und den Gästen, die der König zu seinem Gastmahl eingeladen hat, den Weg versperrt, sodass sie nicht weiter gehen können, und es käme dir jemand und sagte, dass der König diesen Stein, und sei er auch noch so groß, mit einem Fingerzeig aufheben oder zum Verschwinden bringen könnte, er werde seine Gäste nicht auf ihrem Wege allein lassen, würdest du ihm dann entgegnen, er werde sich nicht darum kümmern oder sei nicht dazu in der Lage? Oder ein Herr würde an einem Tage ein Heer neu aufstellen, und es käme dir jemand und sagte, dieser Herr werde seine Bataillone, dessen Soldaten sich zu einer Ruhepause verstreut haben, mit einem Posaunenstoß wieder versammeln, und die Bataillone würden sich wieder geordnet formieren, würdest du ihm dann zur Antwort geben "Ich glaube es nicht"? Verstehst du nun, wie töricht du dich verhältst?...

Wenn du also jetzt diese drei Gleichnisse verstanden hast, dann betrachte einmal, wie der ewige Designer das weiße Blatt des Winters vor unseren Augen umwendet, das grüne Blatt des Frühlings und des Sommers offen legt und mit der Feder Seiner Macht und Seines göttlichen Wissens (qader) in schönster Form mehr als dreihunderttausend Schöpfungsarten über das Antlitz der Erde hin wie auf ein Blatt aufzeichnet. Sie beeinträchtigen einander nicht und geraten nicht durcheinander. Er zeichnet sie alle gleichzeitig auf, und doch stören sie einander nicht. Sie bleiben nach Form und Inhalt voneinander getrennt und vermischen sich nicht. Seine Zeichnung ist ohne einen Fehler. Ja, darf man denn da noch fragen, wie dieser allweise und allerhaltende Herr, der das Programm auch des größten Baumes gleich seiner Seele wie einen Punkt, selbst in den kleinsten Kern hineinsetzt

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und bewahrt, die Seelen der Verstorbenen bewahren kann? Ja, darf man denn da noch fragen, wie der Allmächtige, der den Erdball wie in einer Schleuder herumwirbeln lässt, diese Erde Seinen Gästen aus ihrem Weg ins Jenseits räumen oder beseitigen kann? Ja, darf man denn da noch fragen, wie der Herr in Seiner Majestät, der die Heerscharen alles Lebendigen aus dem Nichts heraus wieder neu schafft, und in vollkommener Ordnung die Zellen in den Bataillonen aller Körper mit dem Befehl: كُنْ فَيَكُونُ {"Sei! Und es ist."} aushebt und einberuft und so die Heere aufstellt, mit einem Posaunenstoß die Grundbestandteile und Wesenselemente versammeln könne, die sich ja einander bereits kennengelernt hatten, als sie sich unter dem Kommando des Bataillons, dem der Körper gleicht, zusammengefunden hatten?

Überdies kannst du mit eigenen Augen betrachten, welch reichen Schmuck Er als Muster, als Entwurf, als Skizze der Auferstehung in jeder Kulturepoche, in jedem Zeitalter, ja, sogar im Wechsel von Tag und Nacht, ja selbst in der Bildung und Wiederauflösung der Wolken schafft, welcher der Wiederversammlung im Frühling gleich ist. Ja, wenn du dich in deiner Phantasie tausend Jahre zurückversetzt und dann Vergangenheit und Zukunft, welche die beiden Flügel der Zeit sind, einander gegenüber stellst, kannst du so viele Beispiele der Wiederversammlung und Vorbilder der Wiederauferstehung betrachten, wie der Zahl der Zeitalter und Tage entspricht. Wenn du dann noch, trotz so vieler Beispiele und Vorbilder, die du betrachtet hast, die leibliche Auferstehung für unverständlich und unvorstellbar halten und deshalb leugnen wolltest, so begreifst du nun, was für ein Irrsinn das wäre... Siehe nun, was der Große Königliche

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Erlass (ferman-i a'zam, der Qur'an) über die Wahrheit sagt, die wir besprochen haben:

﴿ فَانْظُرْ اِلَى آثَارِ رَحْمَةِ اللّٰهِ كَيْفَ يُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَآ اِنَّ ذلِكَ َلمُحْيِى الْمَوْتَى وَهُوَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ ﴾

{"Siehe die Male der Barmherzigkeit Allahs; wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder lebendig macht! Fürwahr, Er ist es, der die Toten wieder belebt; Er hat Macht über alle Dinge." (Sure 30, 50)}

Kurzum: Es gibt nichts, was die Wiederauferstehung unmöglich macht. Für das, was sie notwendig erscheinen lässt, spricht aber alles. Die glorreiche und ewige Herrschaft, die allmächtige und allumfassende Macht desjenigen, der dieser weiten Erde als Ort der Wiederversammlung einem einzelnen Tier gleich das Leben und den Tod schenkt, und sie für Mensch und Tier zu einer schönen Wiege oder einem prächtigen Schiff gemacht hat, die Sonne zu einer Licht und Wärme spendenden Lampe in der Herberge dieser Welt und die Planeten den Engeln zu Flugzeugen, kann sich unmöglich nur auf die vergänglichen, brüchigen, unsteten, bedeutungslosen, veränderlichen, unbeständigen, mangelhaften und unvollkommenen Angelegenheiten dieser Welt stützen oder auf sie beschränkt bleiben. Anders gesagt: Es gibt noch einen anderen Ihm würdigen, dauerhaften und beständigen Ort voll Majestät, der nicht dem Verfall unterworfen ist. Bei Ihm gibt es noch ein anderes, beständiges Reich, und um dieses sollen wir uns bemühen. Dorthin lädt Er uns ein. Alle Menschen erleuchteten Geistes, alle geistigen Pole (qutub) einer inneren Ausstrahlung, alle Menschen, die einen klaren Verstand besitzen und mit der Nähe Seiner Gegenwart geehrt wurden, bezeugen, dass Er uns dort hinüberholen wird, berichten einstimmig, dass Er Lohn und Strafe dort für uns bereit hält, teilen uns mit, dass Er uns wiederholt sehr starke Verheißungen gegeben und sehr ernsthafte Warnungen ausgesprochen hat.

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Sein Versprechen nicht einzulösen aber wäre sowohl eine Erniedrigung als auch eine Entwürdigung. Das wäre in keiner Weise mit der Erhabenheit Seiner Heiligkeit zu vereinbaren. Eine Drohung nicht wahr zu machen, wäre in gleicher Weise ein Zeichen der Verzeihung oder der Schwäche. Unglaube aber ist ein unendliches Verbrechen.

{(Anmerkung): Tatsächlich setzt der Unglaube den Wert des Seins herab und unterstellt ihm Bedeutungslosigkeit. Er ist eine Geringschätzung gegenüber dem ganzen Kosmos und eine Verleugnung der Manifestation der Gottesnamen in den Spiegeln des Seins, eine Verspottung aller Gottesnamen und weist das Zeugnis allen Seins von der Einheit Gottes (Vahdaniyet) zurück. Er erklärt die Erschaffung der Welt als Lüge. Er verdirbt die Fähigkeiten des Menschen in der Weise, dass dieser unwürdig wird, Frieden und Wohltaten zu empfangen. Zudem ist er ein so gewaltiges Unrecht, weil er eine Verletzung des Rechtes der ganzen Schöpfung und aller Gottesnamen darstellt. So also erfordert die Wahrung des Rechtes in Anbetracht dessen, dass die Seele des Ungläubigen nicht mehr dazu in der Lage ist, das Gute anzunehmen, dass dem Unglauben nicht mehr vergeben werden kann.

﴿ اِنَّ الشِّرْكَ لَظُلْمٌ عَظِيمٌ ﴾

("Fürwahr ist Götzendienst ein gewaltiges Unrecht." (Sure 31, 31))

bringt das Gesagte zum Ausdruck.}

Ihn zu entschuldigen ist nicht möglich... Hinzu kommt noch, dass der Allmächtige von jeglicher Schwäche frei und unberührt ist. Dessen sind sich alle Zeugen und Verkündiger, obwohl sie sich in ihren Wegen, Veranlagungen und Rechtsschulen unterscheiden, im Grundsatz dieser Frage unbestritten einig. Aufgrund ihrer Vielzahl erreichen sie den Grad allgemeiner Übereinstimmung (tevatur), und ihre Stimme hat das Gewicht einer ganzen Gemeinschaft. Jeder von ihnen bekleidet den Rang eines Sternes der Menschheit, ist das Auge einer ganzen Gemeinschaft und eine heiligmäßige Persönlichkeit in einem

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gläubigen Volk. Ihrer Bedeutung entsprechend sind sie in dieser Frage Fachleute, deren Aussage sowohl sachkundig als auch beweiskräftig ist. Dabei werden auf wissenschaftlichem oder künstlerischem Gebiet die Aussagen zweier Fachleute denen von tausend anderen Leuten vorgezogen, und die Nachricht zweier Zeugen wiegt schwerer als tausend Dementis. So macht z.B. die Nachricht zweier Männer, welche zu Beginn des Monats Ramadan die Mondsichel (hilal) gesehen haben, das Dementi von tausend Dissidenten zunichte. Kurzum: es kann in der Welt keine Botschaft geben, die richtiger, keine Verkündigung, die zuverlässiger, keine Wahrheit, die offensichtlicher wäre als diese. Das heißt, die Welt ist zweifelsohne ein Acker. Die Wiederversammlung ist die Zeit, die Ernte zu dreschen. Himmel und Hölle aber sind wie je eine Scheune.

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Das Siebte Zeugnis für den Glauben

Siebzehntes Fenster des Dreiunddreißigsten Briefes
﴿ اِنَّ فِى السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ َلاٰيَاتٍ لِلْمُؤْمِنِينَ ﴾

{"Siehe, in den Himmeln und auf Erden sind Zeichen (Ayat) für die Gläubigen." (Sure 45, 3)}

Wenn wir im Sommer das Antlitz der Erde betrachten, so sehen wir, dass bei der Erschaffung der Dinge, in ihrer grenzenlosen Vielzahl und unbegrenzten Produktivität, die doch Ursache für Ungenauigkeiten sind und Verwirrung hervorrufen müsste, eine so überaus große Logik, Konsequenz und Ordnung sichtbar wird. Dementsprechend betrachte z.B. einmal das Pflanzenkleid, mit dem das Antlitz der Erde geschmückt ist.

Des Weiteren sehen wir auch, wie die bei der Erschaffung der Dinge trotz Höchstgeschwindigkeit, die doch Unausgewogenheit und Verwirrung zur Folge haben müsste, dennoch eine vollendete Harmonie sichtbar wird. Dementsprechend betrachte z.B. einmal alle die Früchte, mit denen das Antlitz der Erde verziert ist.

Des Weiteren sehen wir auch, wie es trotz überwältigender Vielzahl, die doch eine Wertminderung, ja selbst den vollständigen Verlust der Schönheit zur Folge haben müsste, dennoch vollendet schöne Kunstwerke gibt. Dementsprechend betrachte z.B. einmal alle die Blumen, welche das Antlitz der Erde vergolden.

Des Weiteren sehen wir auch, wie in aller Erschaffung, trotz der ungeheuren Leichtigkeit, mit der sie geschieht, und die doch zur Folge haben müsste, dass sie uns als einfach, als primitiv und ohne jeden künstlerischen Wert erschiene, dennoch eine so unendlich große Kunstfertigkeit, Meisterschaft und Sorgfalt sichtbar wird. Dementsprechend schaue z.B. einmal aufmerksam alle die Samenkörner und Kerne an, welche einer Werkzeugkiste für alle Pflanzen auf Erden, Bäume und Sträucher gleichen,

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einem Dossier, das ihr Programm, die Geschichte ihres Lebens enthält.

Des Weiteren sehen wir auch eine völlige Übereinstimmung miteinander, wo doch Abstand und unendliche Entfernung eigentlich Verschiedenheiten und Divergenzen bewirken müssten. Dementsprechend betrachte z.B. einmal alle die Körner, die an allen vier Enden der Erde ausgesät sind.

Des Weiteren sehen wir auch, wie trotz einer völligen Vermischung, die doch zur Folge haben müsste, dass jedes aufeinander abfärbt und sich alles aufeinander überträgt, dennoch eine vollkommene Auslese und Absonderung sichtbar wird. Dementsprechend betrachte z.B. einmal, wie alle die Körner, die in bunter Mischung unter die Erde fallen und hinsichtlich ihrer materiellen Zusammensetzung doch einander gleichen, zur Erntezeit wieder vollständig voneinander getrennt werden, wie die verschiedenen Nährstoffe, die von den Bäumen aufgenommen werden, sich ganz und gar unterschiedlich auf Blätter, Blüten und Früchte verteilen, wie die verschiedenen Speisen, die in den Magen eingehen, den verschiedenen Zellen und Organen entsprechend voll und ganz ausgesondert und voneinander getrennt werden und erkenne darin die Vollkommenheit göttlicher Allmacht (Qudret) in der Vollkommenheit Seiner göttlichen Weisheit (Hikmet)!

Des Weiteren sehen wir, wie alles, obwohl es in überwältigender Fülle und dabei auch noch unendlich preisgünstig vorhanden ist und man daraus schließen sollte, dass es ohne Wert noch Bedeutung sei, dennoch auf dem ganzen Erdenrund vom handwerklichen wie vom künstlerischen Standpunkt aus in unendlichem Grade wertvoll und von außerordentlich kostbarer Qualität ist. Dementsprechend betrachte z.B. einmal unter all den zahllosen staunenswerten Kunstwerken besonders die verschiedenen Arten von Beeren, welche das Konfekt auf dem Tisch des Erdenrundes göttlicher Erbarmung darstellt!

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Siehe die Vollkommenheit der Erbarmung, die sich in vollendeter Kunstfertigkeit offenbart!

So legt denn alles auf dem Erdenrund durch seinen grenzenlos niedrigen Preis trotz seiner außerordentlichen Kostbarkeit, in seiner völligen Vermengung und Vermischung bei einem zugleich unendlich niedrigen Preis trotz unendlich hoher Differenzierung und Erlesenheit, in seiner völligen Entsprechung und Ähnlichkeit bei unendlich hoher Differenzierung und Erlesenheit trotz unendlicher Entfernung, in seiner überaus sorgfältigen Gestaltung bei einer vollendeten Leichtigkeit und Einfachheit trotz völliger Entsprechung und Ähnlichkeit, in seiner Harmonie und Ausgewogenheit in höchstem Grade unter konzentrierter und sparsamster Verwendung aller Mittel und Möglichkeiten bei Höchstgeschwindigkeit und Schnelligkeit trotz überaus sorgfältiger Gestaltung, durch alle die schönen Künste bei aller Vielzahl und Überfluss trotz aller Sparsamkeit der Mittel, durch seine vollkommene Ordnung bei einer unendlichen Freigiebigkeit trotz aller künstlerischen Schönheit... so wie der Tag für das Licht und das Licht für die Sonne Zeugnis für die Notwendigkeit der Existenz des Einen Allmächtigen in Seiner Majestät, des Allweisen in Seiner Vollkommenheit, des Allbarmherzigen in Seiner Vollendung (Djemal) und für die Vollkommenheit Seiner Macht, die Vollendung Seiner Herrschaft, Seine Allgegenwart und Seine Einheit ab. Es zeigt das Geheimnis von: لَهُ الْاَسْمَآءُ الْحُسْنٰى {"Alle schönen Namen sind Sein." (Sure 20, 8).}

Nun also, du armseliger Unwissender, Gottvergessener, Verbohrter Agnostiker (muattil)! Womit willst du nun diese gewaltige Wahrheit deuten? Womit willst du nun diese so unendlich wunderbaren, so über alles großartigen Gegebenheiten (keyfiyet) erklären? Und worauf willst du (die Erklärung) solcher höchst erstaunlichen Kunstwerke stützen? Und was für ein Schleier der Gottvergessenheit

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sollte das wohl sein, mit dem du dieses große und weltweite (17.) Fenster bedecken und verhüllen willst? Wo bleiben nun deine Zufälle? wo deine "Kollegin Natur", der du alles zuschreibst, auf die du so stolz bist und die doch gar nichts beurteilen und entscheiden kann? wo die Stützpfeiler deines Irrtums? wo bleibt ihr nun, du und diese deine Weggefährtin (die Natur)? Ist es nicht hundertmal unmöglich, dass in diesen Dingen ein Zufall seine Hand mit im Spiel haben könnte? Und wäre es nicht tausendmal unvorstellbar, dass von all diesen wunderbaren Dingen auch nur ein Tausendstel der Natur zugeschrieben werden könnte?

Oder hat etwa diese armselige, blinde Natur in jedem Ding eine unsichtbare Maschine? so viele Maschinen und Druckereien wie es Dinge (in der Natur) gibt, um diese Dinge herzustellen (ihnen Form, Aussehen und Gestalt zu verleihen)?...

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Das Achte Zeugnis für den Glauben

Bittgebet

So wie dieses Achte "Zeugnis für den Glauben" die Notwendigkeit der Existenz Gottes und Seine allgegenwärtige Einheit beweist, so beweist es auch unwiderlegbar, dass Seine Herrschaft alles umfasst und Seine Macht gewaltig groß ist. Des Weiteren beweist es, dass Seine Souveränität und Seine Barmherzigkeit alles erfasst und dass Seine Weisheit und Sein Wissen den Kosmos mit all seinen Bestandteilen umfasst.

Kurzum: Dieses Achte "Zeugnis für den Glauben" enthält in jedem Abschnitt acht Hauptanliegen. In jedem der acht Abschnitte werden diese acht Hauptanliegen mit den entsprechenden Zeugnissen bewiesen. Daher ist dieses Achte "Zeugnis für den Glauben" von besonderer Bedeutung.

Said Nursi
﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ إِنَّ فِى خَلْقِ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ وَاخْتِلاَفِ الَّيْلِ وَالنَّهَارِ وَالْفُلْكِ الَّتِى تَجْرِى فِى الْبَحْرِ بِمَا يَنْفَعُ النَّاسَ وَمَا أَنْزَلَ اللّٰهُ مِنْ السَّمَآءِ مِنْ مَآءٍ فَأَحْيَا بِهِ الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا وَبَثَّ فِيهَا مِنْ كُلِّ دَآبَّةٍ وَتَصْرِيفِ الرِّيَاحِ وَالسَّحَابِ الْمُسَخَّرِ بَيْنَ السَّمَآءِ وَالْاَرْضِ َلاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ ﴾

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Fürwahr, in der Erschaffung der Himmel und der Erde, in der Aufeinanderfolge von Tag und Nacht, in den Schiffen, die zum Nutzen der Menschen auf dem Meer fahren, darin, dass Gott Wasser vom Himmel sandte und mit ihm die Erde wieder belebte, nachdem sie gestorben war, dass Er sich alle die Tiere auf ihr ausbreiten ließ, im Wechsel der Winde, im Dienste der Wolken zwischen Himmel und Erde sind Zeichen für ein nachdenkendes Volk." (Sure 2, 164)}

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Oh Gott, oh mein Herr! Mit dem Auge des Glaubens, belehrt durch den Qur'an und in seinem Lichte unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und durch die Manifestation Deines Namens "der Allweise" sehe ich: Es gibt im Himmel überhaupt keinen Umlauf und keine Bewegung, die durch ihre Wohlordnung Deine Existenz nicht aufzeigt und beweist. Und es gibt überhaupt keine Himmelskörper, die nicht für Deine Herrschaft und Deine Allgegenwart Zeugnis ablegen und auf sie hinweisen, indem sie lautlos und ohne Lärm ihren Dienst versehen und sich frei ohne Stützpfeiler halten. Und es gibt auch keinen Stern, der durch seine wohlausgewogene Erschaffung, seine wohlgeordneten Verhältnisse, sein funkelndes Lächeln und durch das Siegel seiner Ähnlichkeit mit allen anderen Sternen nicht auf die Majestät Deiner Gottheit und Deine Allgegenwart hinweist und sie bezeugt. Und unter den zwölf Planeten gibt es keinen, der durch seine weisheitsvolle Bewegung, seine gehorsame Unterwerfung, seinen wohlgeordneten Dienst und seine zugehörigen Monde nicht für die Notwendigkeit Deiner Existenz Zeugnis ablegt und nicht auf das Königreich Deiner Gottheit hindeutet.

So wie alles, was in den Himmeln wohnt, Zeugnis ablegt, genauso legen alle gemeinsam in ihrer Gesamtheit - Oh Schöpfer, der Du die Erde und die Himmel erschaffst! - ein dermaßen klares Zeugnis für die Notwendigkeit Deiner Existenz und - Oh, der Du die Atome in ihrem wohlgeordneten Gefüge lenkst und leitest und diese Planeten mit ihren wohlausgewogenen Monden kreisen lässt und Deinen Befehlen unterwirfst! - ein dermaßen starkes Zeugnis für Deine Allgegenwart und Deine Einheit im Grade der Offensichtlichkeit ab, dass so viele leuchtende Zeugnisse und funkelnde Beweise, wie es Sterne am Himmel gibt, dieses Zeugnis bestätigen. Diese klaren, sauberen und schönen Himmel, die mit ihren überaus großen und überaus schnellbeweglichen Himmelskörpern die Form und Gestalt eines Heeres und

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einer königlichen Flotte, geschmückt mit elektrischen Lampen annehmen, zeigen ganz offensichtlich die Majestät Deiner Herrschaft und die gewaltige Größe Deiner alles erschaffenden Macht, weisen auf Deine Autorität, die den grenzenlosen Kosmos unterwirft, und auf Deine unendliche Barmherzigkeit, die alle Lebewesen in ihren Schoß aufnimmt, hin und bezeugt, dass Dein Wissen, das alle Angelegenheiten der Geschöpfe im Himmel erfasst, im Griff hält und ordnet, alles umspannt, und dass Deine Weisheit alles umschließt. Dieses Zeugnis und dieser Hinweis ist dermaßen sichtbar, als wären die Sterne Bekenntnisworte der Himmel und ihre lichtvollen Beweise, die einen Körper angenommen haben. Was die Sterne in der Arena, im Meer und im All des Himmels betrifft, so sind sie wie dienstbereite Soldaten, wohlgeordnete Schiffe, wunderbare Flugzeuge und einzigartige Lampen, die die Pracht Deiner göttlichen Königsherrschaft demonstrieren. Die Auswirkungen der Sonne, die ein Stern ist und diesem Heer einem Soldaten gleich angehört, auf die Planeten und auf unsere Erde machen uns deutlich und lassen uns ahnen, dass die Sterne, die die Gefährten der Sonne sind, nicht ohne Aufgaben sind und ein Teil von ihnen mit jenseitigen Welten in Beziehung steht, ja sie vielmehr Sonnen der beständigen Welten sind.

Oh der Du notwendigerweise da sein musst! Oh der Du der Eine, der Allgegenwärtige bist! Diese wunderbaren Sterne, diese einzigartigen Sonnen und Monde werden in Deinem Reich, in Deinen Himmeln, mit Deinem Befehl, mit Deiner Macht und Deiner Kraft, mit Deiner Lenkung und Leitung in Dienst gestellt, wohlgeordnet und beauftragt. Alle diese Himmelskörper preisen den einen und einzigen Schöpfer, der sie erschaffen hat, kreisen lässt und lenkt, machen Seine Größe bekannt und rufen in der ihr eigenen Weise: "Gepriesen sei Allah, Allah ist groß!" All ihre Lobpreisungen biete auch ich Dir dar und nenne Dich hochheilig.

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Oh majestätischer Allmächtiger, der Du im Glanz Deiner gewaltigen Ausstrahlung verborgen bist! Oh Du absolut Mächtiger, der Du auf Grund Deiner gewaltigen Größe unsichtbar bist! Belehrt durch Deinen Weisen Qur'an und unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, habe ich erkannt: Wie Himmel und Sterne Deine Existenz und Allgegenwart bezeugen, so bezeugt auch die Atmosphäre mit ihren Wolken, Blitzen, Donnern, Winden und Regen die Notwendigkeit Deiner Existenz und Deine Allgegenwart.

In der Tat ist es Deine Barmherzigkeit und Deine Weisheit, die eine Wolke ohne Leben und Bewusstsein mit dem Regen, der das Wasser des Lebens ist, den notleidenden Lebewesen zu Hilfe schickt. Der Zufall, der selbst nur ein Ausdruck des Chaos ist, kann hier nicht seine Hand im Spiel haben. Der Blitz, der die stärkste Form der elektrischen Energie darstellt, und durch den Hinweis seiner Leuchtkraft die Menschen dazu anspornt, sie in ihrem praktischen Leben anzuwenden, präsentiert Deine Macht in der Atmosphäre aufs Schönste. Der Donner, der die Ankunft des Regens ankündigt, die weite Atmosphäre zum Sprechen bringt und mit dem Hall seiner Rezitation den ganzen Himmel erfüllt, lobpreist Dich mit lauter Stimme und bezeugt Deine Herrschaft. Die Winde, die die lebenswichtigsten Mittel für die Versorgung der Lebewesen bringen, am einfachsten zu Nutzen sind, die Atemluft spenden, die Seelen erquicken und mit noch anderen ähnlichen Aufgaben betraut sind, weisen auf die Tätigkeiten hin, denen Deine Macht zu Grunde liegt, und bezeugen Deine Existenz, indem sie die Atmosphäre einer Weisheit zufolge in eine "Tafel der Manifestation von Zerstörung und Aufbau" verwandeln, das heißt, in eine Art "Schiefertafel", auf der die Winde mit Deiner Macht zeichnen, etwas zum Ausdruck bringen und wieder abwischen. Der Regen, der mit Deinem Segen von den Wolken gemolken zu den Lebewesen herabgesandt wird, legt mit den Worten seiner wohlausgewogenen und wohlgeordneten Tropfen Zeugnis für Deine

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grenzenlose Barmherzigkeit und für Deine unendliche Liebe ab.

Oh der Du die Verfügungsgewalt über alles besitzt und ununterbrochen erschaffst! Oh der Du der Erhabene bist in Deiner Fülle! So wie die Wolke, der Blitz, Donner, Wind und Regen, ein jeder die Notwendigkeit Deiner Existenz bezeugen, so weisen sie in ihrer Gesamtheit, in der sie eine Einheit bilden, zusammen sind, harmonisch ineinander laufen und sich gegenseitig in der Diensterfüllung beistehen, obwohl sie von ihrer Art und Weise her voneinander weit entfernt und von ihrem Wesen her einander entgegengesetzt sind, auf Deine Allgegenwart und Deine Einheit mit Nachdruck hin. Des Weiteren bezeugen sie, dass Deine Herrschaft in ihrer Größe den riesigen Himmel in einen einzigartigen Versammlungsort verwandelt und an manchen Tagen mehrmals füllt und leert, und dass Deine gewaltige Macht über diese weite Atmosphäre gleich einer Schiefertafel, auf der geschrieben und korrigiert wird, und gleich einem Schwamm, der ausgedrückt wird und dadurch den Erdengarten bewässert, verfügt und alles umfasst. Genauso zeigen sie, dass Deine Barmherzigkeit (rahmet) und Deine Souveränität (hakimiyet) in ihrer unendlichen Weite die ganze Erde, alles Geschaffene unter dem Himmelszelt versorgt, sie lenkt und leitet und allen Dingen zu Hilfe eilt. Die Luft in der Atmosphäre wird für so zweckmäßige Aufgaben gebraucht, und Wolke und Regen werden mit so großem Nutzen eingesetzt, dass dieser Gebrauch, dieser Einsatz ohne ein alles umfassendes Wissen (ilim) und ohne eine alles erfassende Weisheit (hikmet) nicht möglich ist.

Oh der Du mit Deinem freien Willen handelst! Deine Macht, die durch die Ereignisse in der Atmosphäre jederzeit eine Nachbildung der Wiederversammlung und der Wiederauferstehung vorführt, in einer Stunde den Sommer in den Winter und den Winter in den Sommer verwandelt, eine Welt hervorbringt und eine Welt in das Verborgene schickt und noch andere vergleichbare Tätigkeiten vollbringt, weist darauf hin, dass sie diese Welt

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in das Jenseits verwandeln und im Jenseits ewig bleibende Tätigkeiten darbieten wird.

Oh Majestätischer Allmächtiger! Die Luft, die Wolke und der Regen, der Blitz und der Donner, sie alle und die ganze Atmosphäre stehen in Deinem Reich, unter Deinem Kommando und Deiner Führung, versehen ihren Dienst in Deiner Kraft und Macht und sind mit verschiedenen Aufgaben betraut. Diese Geschöpfe des Himmels, die in ihrem Wesen voneinander weit entfernt sind, loben ihren Kommandeur und Herrscher und preisen Deine Barmherzigkeit, indem sie Deinen Befehlen und Kommandos rasch und ohne Säumen nachkommen.

Oh Du majestätischer Schöpfer der Erde und der Himmel! Belehrt durch Deinen Weisen Qur'an und unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten bekenne und erkenne ich: So wie die Himmel mit ihren Sternen und die Atmosphäre mit allem, was ihr zugehört, die Notwendigkeit Deiner Existenz, Deine Einheit und Deine Allgegenwart bezeugen, genauso legt die Erde mit all ihren Geschöpfen und zyklischen Veränderungen für Deine Existenz und für Deine Allgegenwart so viele Zeugnisse ab, wie viele verschiedene Formen des Seins es auf ihr gibt. In der Tat gibt es auf der Erde keine einzige Veränderung und keinen Wechsel wie das jährliche Wachstum der Baumrinde und die Häutung der Tiere - sei es nun im Kleinen oder Großen - die mit ihrer Wohlordnung nicht auf Deine Existenz und Deine Allgegenwart hinweisen sollte.

Zudem gibt es auch kein Tier, das nicht seiner Schwäche und Bedürftigkeit entsprechend barmherzig versorgt und mit lebenswichtigen Organen in Weisheit ausgestattet wird und Deine Existenz und Einheit nicht bezeugt.

Zudem gibt es überhaupt keine Pflanze und kein Tier, die nicht in jedem Frühling vor unseren Augen erschaffen werden und Dich nicht durch die einzigartige Kunst in ihnen, durch die feinsinnige Verzierung auf ihnen, durch ihre Hervorhebung mit ihren eigentümlichen Merkmalen

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und durch ihr Wohlgeordnetsein und Wohlausgewogensein bekannt geben.

Die fehlerlos, perfekt, verziert und mit Unterscheidungsmerkmalen erschaffenen und die Erdoberfläche füllenden, Tiere und Pflanzen genannten, Wunder Deiner Macht sind ein solches Zeugnis für die Existenz und die allgegenwärtige Einheit und Weisheit und unendliche Macht ihres weisen Schöpfers, dass es glänzender und stärker ist als das Zeugnis des Lichts für die Sonne. Die Pflanzen und Tiere, die die Erdoberfläche füllen und einzigartige und wunderbare Kunstwerke Deiner Macht sind, aus einer begrenzten Anzahl von großen und winzig kleinen Eiern, Spermien, Samenkörnern und Kernen, die aus den selben Bestandteilen bestehen und einander ähnlich aussehen, mit Unterscheidungsmerkmalen perfekt, geschmückt und fehlerlos erschaffen werden, legen ein dermaßen starkes und glänzendes Zeugnis für die Existenz, die allgegenwärtige Einheit, Weisheit und unendliche Macht ihres Schöpfers ab, das noch glänzender und stärker ist als das Zeugnis des Lichts für die Sonne.

Zudem gibt es überhaupt kein Element wie Licht, Luft, Feuer, Wasser und Erde, das nicht Deine Existenz und Einheit bezeugen sollte, indem es, wie mit Bewusstsein begabt, perfekten Aufgaben nachgeht, obwohl es über kein Bewusstsein verfügt; überaus wohlgeordnete und verschiedene Früchte und Ernten aus der unsichtbaren Schatzkammer herbeiholt, obwohl es gleichförmig ist, alles um sich herum einnimmt und sich überall bis in den letzten Winkel hinein ausbreitet.

Oh Du Schöpfer, der Du allmächtig bist! Oh Du Eröffner, der Du alles weißt! Oh Du Lenker und Leiter, der Du erschaffst! Wie die Erde mit all ihren Bewohnern bezeugt, dass ihr Schöpfer der Notwendig-Seiende ist, so bezeugt sie Deine Allgegenwart und Deine Einheit - oh Du allgegenwärtiger Einer! Oh Du Barmherziger und Erbarmer! Oh Du Spender und Versorger! - ganz offensichtlich durch die Einheit und Gemeinsamkeit der Gesichter ihrer Bewohner, dadurch, dass sie bunt gemischt einander

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Hilfe leisten und dass die Namen und Tätigkeiten, die ihre Versorgung betreffen, ein und dieselben sind, so viele Male, wie es Formen des Daseins gibt.

Und sowie die Erde, die einem Heerlager, einem Ausstellungsort, einem Ausbildungsplatz gleicht, und auf der vierhunderttausend verschiedene Völker von Pflanzen und Tieren ihre voneinander unterschiedlichen Ausrüstungen wohlgeordnet erhalten, die Majestät Deiner Herrschaft und Deine Macht, die alles erfasst, zeigt, genauso zeigt auch die gütige und freigiebige, unterschiedliche Versorgung all der zahllosen Lebewesen zur rechten Zeit am richtigen Ort, aus einfacher, trockener Erde und der Gehorsam all dieser zahllosen Lebewesen in vollkommener Bereitschaft gegenüber den Befehlen des Herrn, dass Deine Barmherzigkeit alles umfasst und Deine Herrschaft über allem steht.

Des Weiteren bezeugen die Lenkung und Leitung der Scharen der Geschöpfe, die sich auf der Erde ständig erneuern und in Tod und Leben der Reihe nach ablösen, und die Versorgung und die Verwaltung der Tiere und der Pflanzen, dass sie nur mit Deinem Wissen, das alles umfasst, und mit Deiner unbegrenzten Weisheit, die in allen Dingen herrscht, möglich sind. Eine dermaßen große Bedeutung, die dem Menschen, der für eine kurze Zeit auf der Erde zahllose Aufgaben versieht, und der über alles Dasein auf Erden verfügt, und der mit Begabungen und geistigen Fähigkeiten ausgestattet ist, als würde er eine endlose Zeit leben, (eine solche Bedeutung, die dem Menschen) auf dem Übungsgelände dieser Welt, diesem zeitweiligen Heerlager der Erde, diesem vorübergehenden Ausstellungsort beigemessen wird, (eine solche Bedeutung und) dermaßen große Ausgaben, dermaßen unendliche Erscheinungen der Herrschaft, dermaßen grenzenlos viele Ansprachen Gottes des Gepriesenen (an den Menschen durch die Natur) und so viele Gaben Gottes ohne Ende, passen mit Sicherheit keinesfalls in diese so kurze Spanne voll Leid, ein Leben voller Sorgen und voller Veränderungen und

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diese Welt voller Katastrophen und voller Vergänglichkeit. Vielmehr können sie nur für ein anderes und unendliches Leben und für einen ewig bestehenden Ort der Glückseligkeit sein. Daher weisen sie auf die Gottesgaben hin, die wir im Jenseits, in der ewig bestehenden Welt vorfinden werden, ja bezeugen dies.

Oh Du Schöpfer aller Dinge! Alle Geschöpfe dieser Erde werden in Deinem Reich, in Deiner Welt, durch Deine Macht und Kraft, durch Dein Vermögen und Deinen Willen, durch Dein Wissen und Deine Weisheit gelenkt und geleitet und sind Dir gehorsam.

Die Herrschaft, deren Aktivitäten auf dem Antlitz der Erde beobachtet werden, präsentiert einen dermaßen großen Umfang und Machtbereich, deren Verwaltung, Maßnahmen und Versorgung dermaßen vollkommen und dennoch dermaßen sensibel ist, deren Durchführungen überall in einer vollkommenen Einheit, Zusammenhalt und Gemeinsamkeit erscheint, was uns mitteilt, dass sie eine Verfügungsgewalt, eine Herrschaft ist, die eine Ganzheit bildet und überhaupt keine Unterteilung duldet. Des Weiteren heiligt die Erde mit all ihren Bewohnern den Schöpfer und gedenkt Seiner mit zahllosen Zungen noch klarer als sich mit Worten sagen lässt. Unausgesprochen durch ihre unendlich vielen Geschenke dankt sie dem majestätischen Versorger, lobt und preist Ihn.

Oh Du, der Du hinter der gewaltigen Macht Deiner Erscheinung verborgen bleibst! Oh Du, der Du Dich mit Deiner gewaltigen Größe verhüllst! Oh Du allheiliger Herr! Mit allem Gedenken und allen Lobpreisungen der Erde heilige ich Dich über allen Fehlern und Schwächen und allem, was sie Dir Beigesellen, und lobpreise Dich und danke Dir mit all ihren Lobpreisungen und Danksagungen.

Oh Du Herr über Land und Meere! Belehrt durch den Qur'an und unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, habe ich erkannt: So wie die Himmel, das Weltall und die Erde für Deine Existenz und Deine Einheit Zeugnis ablegen, genauso

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legen Meere, Ströme, Quellen und Flüsse für die Notwendigkeit Deiner Existenz und für Deine Einheit und Deine Allgegenwart im Grade der Offensichtlichkeit Zeugnis ab.

In den Meeren, welche die Staunen erregenden Verdunstungsbecken unserer Erde sind, gibt es in der Tat überhaupt kein Wesen, noch nicht einmal einen Tropfen Wasser, der nicht durch seine Existenz, seine Wohlordnung, durch seine Nützlichkeit und durch seine Beschaffenheit Seinen Schöpfer bekannt machen sollte. Unter den einzigartigen Geschöpfen, die in gewöhnlichem Sand und in gewöhnlichem Wasser bestens versorgt werden und unter den Meerestieren, die überaus wohlgeordnet erschaffen sind, besonders unter den Fischen, von denen einer mit einer Million Eiern die Meere belebt, gibt es kein einziges, das nicht durch seine Erschaffung, seine Aufgabe, seine Führung, seine Verwaltung und seine Versorgung ein Zeichen für seinen Schöpfer setzt und nicht Zeugnis für seinen Versorger ablegt.

Des Weiteren gibt es unter den wertvollen, besonderen, schön verzierten Schätzen im Meer keinen einzigen, der Dich nicht durch seine Erschaffung, den Zauber seiner Natur und seine nützlichen Eigenschaften erkennt und zu erkennen gibt. Sowie jedes Einzelne Dich bezeugt, so bezeugen sie auch in ihrer Gesamtheit Deine Einheit und Allgegenwart, in ihrer Gemeinsamkeit bei aller Vermischung, durch das einheitliche Siegel ihrer Erschaffung, in der Leichtigkeit ihrer Erschaffung und der Vielheit ihrer Anzahl. Genauso weisen diese Meere, die die Erdoberfläche mit ihren Kontinenten umspannen, frei schwebend und um die Sonne kreisend, ohne (ihr Wasser) zu vergießen oder zu verschleudern, ohne das Land zu überschwemmen, (die Meere) in denen aus gewöhnlichem Sand und Wasser verschiedene Lebewesen und Bodenschätze in schönster Ordnung erschaffen werden, ihre Versorgung und ihre sonstigen Bedürfnisse umfassend und reibungslos gesteuert und befriedigt werden, und auf denen keine der sonst zahllosen Kadaver zu sehen sind,

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auf Deine Existenz und die Notwendigkeit Deiner Gegenwart entsprechend der Vielzahl alles dessen, was in ihnen ist, hin und bezeugen es. So, wie sie Deine majestätischen Herrschaft (saltanat-i rububiyetinin hashmet) und majestätische Größe Deiner Macht (qudretinin azamet), die alles umfasst, in aller Deutlichkeit zeigen, genauso zeigen sie die grenzenlose Weite Deiner Barmherzigkeit (rahmet) und Deiner Souveränität (hakimiyet), die alles - angefangen von den riesengroßen Sternen, die über den (Weiten und Höhen) der Himmel ihre Bahnen ziehen, bis hin zu den winzig kleinen Fischen, die in den (Weiten und) Tiefen der Meere ihre Nahrung finden - erreicht und umfasst, und weisen durch ihre Wohlordnung, ihren vielfachen Nutzen, ihr Gleichgewicht, ihre Weisheit und ihre Ausgewogenheit auf Dein alles umspannendes Wissen (ilm) und Deine alles umfassende Weisheit (hikmet) hin. Seine Barmherzigkeit, die in diesem Gasthaus der Erde für die Reisenden derartige Wasserbecken bereit stellt, und die diese den Menschen für ihre Reisen und Fahrten, für ihre Schiffe, ihren Gewinn zur Verfügung stellt, zeigt, dass derjenige, der seinen Gästen, die auf ihrem Weg in dieser Herberge eine Nacht rasten, so viele Gastgeschenke aus dem Meer bietet, mit Sicherheit am ewig bestehenden Sitz Seines Königreiches (saltanat-i ebediye) ewige Meere Seiner Barmherzigkeit (rahmet) besitzt, sodass eine solche (Herberge) nur eine kleine, vergängliche Nachbildung davon ist. So zeigen die Meere, welche samt ihren Staunen erregenden Bewohnern die Kontinente in solch wunderbarer Weise umspannen und die Geschöpfe in den Meeren, die so wohl verwaltet und versorgt werden, ganz offensichtlich, dass sie nur durch Deine Macht (quvvet), Deine Stärke (qudret), Deinen Willen (irade) und Deine Weisungen (tedbir), in Deinem Reich (mulk) Deinen Befehlen (emr) folgen. Sie bringen auf ihre eigene Weise (lisan-i hal) den Lobpreis (taqdis) ihres Schöpfers zum Ausdruck und rufen: «Allahu Ekber, Gott ist groß!»

Oh majestätischer Allmächtiger, der Du die Berge für das Schiff der Erde als Masten voller Schätze {Schätze der Berge: Sind hier im weitesten nur möglichen Sinne zu verstehen, also nicht nur als Bodenschätze. Die Schätze der Berge sind auch alles, was auf den Bergen wächst und lebt: die Wälder und Felder, die Kräuter und Heilpflanzen, das Vieh und überhaupt alle Tiere. Ja, sogar die reine Luft ist ein Schatz der Berge. (A.d.Ü.)} errichtet

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hast! Unterrichtet durch den höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und belehrt durch den Weisen Qur'an verstand ich: So wie die Meere Dich erkennen und zu erkennen geben, genauso erkennen und verkünden Dich auch die Berge, die dazu dienen, das Land vor der Überflutung der Meere zu schützen, die Luft von den giftigen Gasen zu reinigen und das Wasser zu halten und zu speichern, und die den Lebewesen als Schatzmeister der notwendigen Mineralien dienen.

Es gibt keine von den Arten der Steine auf den Bergen, von den Sorten der Stoffe, die für verschiedene Krankheiten als Heilmittel gebraucht werden, von all den verschiedenen Mineralien, die für die Lebewesen, besonders für die Menschen so notwendig sind, von den Pflanzenarten, die die Berge und die Wüsten mit ihren Blumen und Blüten verzieren und mit ihren Früchten beleben - die durch ihre Zweckmäßigkeit und ihre Wohlgeordnetheit, die keineswegs einem Zufall zugeschrieben werden kann, durch ihre schöne Beschaffenheit, durch ihre Nützlichkeit, besonders der Mineralien wie Salz, und Alaun und Kristallen wie Zitronensäure und Chininsulfat, die zwar ähnlich aussehen, deren Geschmack sich aber stark voneinander unterscheiden, und besonders durch die Pflanzen, die aus gewöhnlicher Erde die verschiedensten Arten von Blüten und Früchten hervorbringen - nicht den Absolut-Allmächtigen, Allweisen, Allbarmherzigen und freigiebigen Meister und die Notwendigkeit Seiner Existenz offensichtlich bezeugen. Mit ihrer Gemeinsamkeit, durch ihre gleiche Verwaltung, gleiche Regeln und durch die Gemeinsamkeit ihrer Quelle, ihrer Wohnstatt, ihrer Erschaffung und ihrer Gestaltung, durch ihre Einheit, ihre Preiswürdigkeit, ihre einfache Art, ihre Vielzahl und durch ihr schnelles Entstehen bezeugen sie die Einheit und Allgegenwart ihres Meisters.

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So, wie die Geschöpfe, die auf der Oberfläche und im Innern der Berge - überall auf der Erde - zu finden sind, und jede Spezies von ihnen in gleicher Zeit, auf gleiche Art und Weise, ohne Fehler, überaus perfekt und schnell, ohne irgendwelche Verwechslung - obwohl sie mit verschiedenen anderen Arten vermischt waren - hervorgebracht werden, wobei eine Arbeit die andere nicht behindert, die Majestät Deiner Herrschaft und die gewaltige Größe Deiner Macht, der nichts zu schwer fällt, zeigen, so zeigen auch die Berge, deren Oberfläche mit wohlgeordneten Bäumen und Pflanzen, und deren Inneres mit Mineralien gefüllt ist, wie sie auf der ganzen Erde die zahllosen Bedürfnisse alles Lebendigen befriedigen, deren verschiedensten Krankheiten, ja sogar ihren unterschiedlichen Sinnen und Empfindungen dienlich sind, und den Bedürftigen zur Verfügung stehen, die unendliche Weite Deiner Barmherzigkeit und den grenzenlosen Umfang Deiner Herrschaft. Die Mineralien, die im Dunkel der Erde verborgen und vermischt waren, wurden durch den Allwissenden und Allsehenden, ohne Verwechslung, wohlgeordnet, den Bedürfnissen entsprechend bereit gestellt, wodurch man den Umfang Seines auf alles bezogenen Wissens, und Seine alles umfassende und jedes Ding ordnende Weisheit - durch die Anfertigung der Heilmittel und durch die Speicherung der Bodenschätze - die Schönheit der barmherzigen und freigiebigen Verwaltung Seiner Herrschaft und die vorsorgliche Feinheit Seiner Güte in aller Klarheit erkennt.

Diese riesigen Berge, die für die durchreisenden Gäste in dieser Herberge "Erde" als wohlgeordnete Versorgungslager für ihre Bedürfnisse in der Gegenwart und in der Zukunft, als Gerätelager und perfekte Magazine vieler Bodenschätze, die für das Leben notwendig sind, dienen, sind Hinweise, vielmehr Beweise, sogar Zeugnisse dafür, dass der Meister, der so freigiebig, gastfreundlich und so weise und zärtlich, so mächtig ist und Seine Herrschaft mit so viel liebender Sorgfalt ausübt, mit Sicherheit über ewige Schatzkammern mit ewigen Geschenken

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in einer ewigen Welt für die Gäste verfügt, die Er liebt. Anstelle der Berge hier (auf Erden) versehen dort (im Jenseits) die Sterne dieselbe Aufgabe.

Oh Du, der Du über alles mächtig bist! Die Berge sind Speicher in Deinem Reich, und was in ihnen ist, steht durch Deine Macht und Stärke, durch Dein Wissen und Deine Weisheit zur Verfügung. Sie loben und preisen den Schöpfer, der sie in dieser Weise beauftragt hat und zur Verfügung hält.

Oh barmherziger Schöpfer! Oh gütiger Herr! Unterrichtet durch den höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und belehrt durch den Qur'an habe ich verstanden: So wie das All und die Himmel, Erde, Meere und Berge mit dem, woraus sie bestehen und mit ihren Geschöpfen Dich erkennen und zu erkennen geben, so geben alle Bäume und Pflanzen, mit ihren Blättern, Blüten und Früchten Dich im Grade der Offensichtlichkeit zu erkennen und erkennen Dich. So wie alle Bäume und Pflanzen mit allen ihren Blättern, die sich im Gottesgedenken ekstatisch bewegen, mit allen ihren Blüten, die durch ihre Ausschmückung die Namen ihres Meisters beschreiben und bekannt geben, mit allen ihren schönen und guten Früchten, die in Seiner barmherzigen Erscheinung lächeln, und deren Wohlordnung wunderbaren künstlerischen Aufbaus, die keineswegs dem Zufall zuzuschreiben ist, deren wohlgeordnete Ausgewogenheit, ihre wohlausgewogene Ausstattung, deren verzierte Ornamente, deren verschiedene, schöne Düfte und deren verschiedene Geschmacksarten für die Notwendigkeit der Existenz des unendlich barmherzigen und freigiebigen Meisters im Grade der Offensichtlichkeit Zeugnis ablegen, so legen sie alle gemeinsam durch ihre Einheit und Zusammengehörigkeit auf der ganzen Erde, durch die Ähnlichkeit des Siegels ihrer Erschaffung, durch die Verbundenheit in ihrer Lenkung und Leitung, durch die Entsprechung der Umstände und des Ablaufs ihres Wachstums und durch die Entsprechung der auf sie bezogenen Namen des Herrn und durch die Verwaltung

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der zahllosen Einzelnen dieser hunderttausend Arten gleichzeitig ohne Verwechslung, obwohl sie miteinander vermischt sind, für die Einheit und Allgegenwart des Meisters, der notwendigerweise da sein muss, ein klares Zeugnis ab.

Wie sie für die Notwendigkeit Deiner Existenz und für Deine Allgegenwart Zeugnis ablegen, so zeigen zahllose Einzelne in dem Heer der Lebewesen auf der Erde, das aus vierhunderttausend Völkern besteht, welche auf Hunderttausende Arten und Weisen ohne Verwechslung und ohne Fehler ernährt und versorgt werden, die majestätische Größe Deiner allgegenwärtigen Herrschaft und die gewaltige Größe Deiner Macht, die einen Frühling in der Leichtigkeit einer Blume erschafft, und ihre Verbundenheit mit allem Sein. Des Weiteren zeigen sie die grenzenlose Weite Deiner Barmherzigkeit, die den zahllosen Tieren und Menschen überall auf der riesigen Erde verschiedenste Sorten zahllos vieler Speisen zur Verfügung stellt, und den grenzenlosen Umfang Deiner Herrschaft, die diese zahllos vielen Arbeiten vollbringt, Gaben verteilt, alle versorgt und alle ernährt, die Ihre Vorhaben bestens durchführt und deren Plänen und Ausführungen alles, sogar die Atome Gehorsam leisten und sich unterwerfen. Diese Bäume und Pflanzen, deren jedes Blatt, jede Blüte, jede Frucht, jede Wurzel, jeder Ast und jeder Zweig mit allem, was sie betrifft und wessen sie bedürfen, zeigen ganz offensichtlich, dass Dein Wissen alles umfasst und Deine Weisheit alles umschließt, und weisen mit zahllos vielen Fingern darauf hin - sie loben und preisen die Schönheit Deiner überaus vollkommenen Kunstfertigkeit und die Vollkommenheit Deiner überaus schönen Gaben mit zahllosen Zungen. Diese so wertvollen Gaben und Geschenke, der außerordentlich hohe Wert der gemachten Aufwendungen und der erwiesenen Gastfreundschaft, durch die Hände der Bäume und Pflanzen in dieser vorübergehenden Herberge, in diesem vergänglichen Gasthaus in wenig Zeit, einer nur kurzen Spanne, weisen darauf hin, ja legen vielmehr Zeugnis

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dafür ab, dass der barmherzige Herr, der Seinen Gästen hier so sehr Seine Güte erweist, sich nach all Seinen umfangreichen Ausgaben und zahlreichen Geschenken, durch die Er Seine Liebe zeigen und unter Beweis stellen möchte, nicht entgegengesetzt verhalten wird. Das heißt: damit die Geschöpfe nicht sagen könnten: "Er ließ es uns schmecken und machte dann mit uns ein Ende, bevor wir noch zu Ende gegessen hatten." und damit das Königreich Seiner Gottheit für sie nicht zusammenbricht, Er Seine grenzenlose Barmherzigkeit nicht verleugnet und nicht verleugnen lässt und damit alle Seine Freunde, die nach Ihm sehnsüchtig verlangen, durch Entsagung nicht zu Feinden werden, denen Er in einem ewigen Land, in einer ewigen Welt einen ewigen Aufenthalt gewährt, weshalb Er aus den ewig bestehenden Schatzkammern Seiner Barmherzigkeit in Seinen ewigen Paradiesen Frucht tragende Bäume und Blüten tragende Pflanzen, wie sie der Ewigkeit und dem Paradies würdig sind, bereit hält. Die aber, die hier zu sehen sind, sind nur Musterbeispiele, die den Kunden vorgeführt werden.

So, wie die Bäume und andere Pflanzen Dich mit all ihren Blättern, Blüten und Früchten - als ihren Worten - loben, preisen und Dir danken, so lobt dich auch ein jedes (von diesen Worten) besonders. Die unausgesprochenen Lobpreisungen, die durch ihre Taten, besonders durch ihre Früchte, die in einzigartigen Formen, mit sehr unterschiedlichem Fruchtfleisch, mit überaus bewunderungswürdiger Kunstfertigkeit, mit außergewöhnlich wunderbaren Kernen gemacht, und als Speisetafeln in die Hände der Bäume und auf die Häupter der Pflanzen gelegt und zu Seinen lebendigen Gästen gesandt werden, steigern sich zur Deutlichkeit eines gesprochenen Wortes. Sie alle stehen in Deinem Reich, durch Deine Kraft und Macht, mit Deinem Willen und Deinen Gaben, durch Deine Barmherzigkeit und Weisheit im Dienst und sind jedem Deiner Befehle gehorsam.

Oh allweiser Meister, der Du im Glanz Deiner gewaltigen Ausstrahlung verborgen bist! Oh Du allbarmherziger

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Schöpfer, der Du auf Grund Deiner gewaltigen Größe unsichtbar bist! Mit den Sprachen und der Anzahl aller Bäume und aller Pflanzen, aller Blätter, Blüten und Früchte heilige ich Dich über jeglichen Fehlern und Schwächen und allem, was sie Dir beigesellen, lobe und preise Dich.

Oh allmächtiger Schöpfer! Oh allweiser Lenker und Leiter! Oh allbarmherziger Erzieher! Unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und belehrt durch den Weisen Qur'an verstand und bekenne ich: So, wie die Pflanzen und Bäume Dich kennen und Deine heiligen Eigenschaften und Deine schönen Namen bekannt geben, so gibt es keinen unter den Menschen und den Tieren, die zu den beseelten, (fühlenden) Lebewesen gehören, der nicht durch innere und äußere Organe, die überaus wohlgeordnet in seinem Körper wie ein Uhrwerk gehen und angetrieben werden, durch Sinnesorgane und Empfindungen, die in seinem Leib mit einer überaus feinen Ordnung, mit einer hochempfindlichen Ausgewogenheit angelegt sind, und der nicht auf Grund seiner weisheitsgemäßen Ausstattung und der überaus feinen Ausgewogenheit seiner Glieder für die Notwendigkeit Deiner Existenz und für die Wahrheit Deiner Eigenschaften Zeugnis ablegt. Denn: bei einem so hochempfindlichen Kunstwerk, das nur das Werk eines Sehenden sein kann, einer so klarsichtigen Weisheit, die ein Bewusstsein voraussetzt, und einer so vollkommenen Ausgewogenheit, die gründliche Planung voraussetzt, können sicherlich blinde Kräfte, die unbewusste Natur und ein planloser Zufall nicht ihre Hände im Spiel gehabt haben. Es kann nicht ihr Werk sein und ist nicht möglich. Und aus sich selbst heraus zu entstehen und diese Formen anzunehmen, ist auch eine hundertfache Unmöglichkeit in einer Unmöglichkeit. Denn, in diesem Fall müsste jedes Atom ein so umfassendes Wissen und eine so umfangreiche Macht wie Gott besitzen, um alles, ja sogar die Entstehung unseres Körpers, selbst alles in der Welt, mit dem es in Kontakt kommt, kennen,

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erkennen und zu Stande bringen können. Dann könnte man die Entstehung des Körpers auf es zurückführen und sagen, dass er aus sich selbst entstanden sei. Unter den Sachverhalten, wie dem einer einheitlichen Planung in ihrer Gesamtheit, einer einheitlichen Lenkung und Leitung, der Einheit ihrer Arten und Gattungen und der einheitlichen Prägung bei ihrer Erschaffung, die aus der Übereinstimmung der Sinnesorgane in den Gesichtern aller, wie Auge, Ohr und Mund ersichtlich ist, die ein einheitliches Siegel der Weisheit, das sich in jedem einzelnen Gesicht jeder einzelnen Art erkennen lässt, und dem der Gleichheit bei der Versorgung und der Erschaffung und eines gemeinsamen Miteinanderlebens, gibt es keinen, der nicht für Deine Einheit und Allgegenwart ein sicheres Zeugnis ablegt. Es gibt kein einziges (Zeugnis) von ihnen, in dem sich die Erscheinungen aller Namen, die sich auf den ganzen Kosmos beziehen, finden, das für sich allein kein Zeichen für die Einheit Deiner Allgegenwart setzen könnte.

So, wie die Menschen mit den Tieren, die auf der ganzen Erdoberfläche in hunderttausend Arten verbreitet, wie ein wohlgeordnetes Heer ausgerüstet und Anordnungen unterstellt sind, Gehorsam leisten und in Dienst stehen, vom Kleinsten bis zum Größten von ihnen, unter denen die Befehle der Herrschaft wohlgeordnet fließen, die majestätische Größe Deiner Herrschaft zeigen, und ihre Erschaffung - die trotz ihrer großen Vielzahl sehr wertvoll, trotz ihres überaus schnellen Zustandekommens vollkommen einwandfrei und trotz ihrer kunstvollen Ausstattung dennoch sehr leicht verläuft - die gewaltige Größe Deiner Macht beweisen, so beweisen sie ganz deutlich auch den grenzenlosen Umfang Deiner Barmherzigkeit, die zu allen, von einer Mikrobe bis zum Nashorn, von der kleinsten Fliege bis zum größten Vogel überall, vom Osten bis zum Westen, vom Norden bis zum Süden, alle ihre Nahrung erreichen lässt, und die unendliche Weite Deiner Herrschaft, die jeden wie einen dienstbereiten Soldaten seinen natürlichen Aufgaben

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nachgehen lässt und die Erdoberfläche für das Heer der Neurekrutierten, anstelle der im Herbst Entlassenen, in jedem Frühling zu einem Heerlager macht.

So, wie jedes der Tiere, die als kleine Muster und verkleinerte Beispiele dieses Kosmos mit einem überaus tiefen Wissen und mit einer überaus feinsinnigen Weisheit, ohne ihre Organe miteinander zu vermischen oder zu verwechseln, in voneinander verschiedenen Formen, ohne eine Verwechslung, ohne einen Mangel, ohne einen Makel gebildet werden, dafür so viele Zeichen wie ihre Zahl setzen, dass Dein Wissen alles umfasst und Deine Weisheit über allem steht, so verweisen sie, indem jedes von ihnen als ein wunderbares Kunststück und als das Werk einer wunderbaren Weisheit kunstvoll und schön gemacht wird, auch auf die überaus vollkommene Schönheit der Kunstfertigkeit Deiner Herrschaft hin, die Du liebst und ausstellen möchtest. Alle, besonders die Jungtiere, die überaus zärtlich und fürsorglich ernährt und deren Launen und Wünsche befriedigt werden, erbringen grenzenlos viele Hinweise für die überaus anmutige Schönheit Deiner Güte.

Oh barmherziger Erbarmer! Oh Du Vertrauter, der Sein Versprechen hält! Oh Herr des Gerichtstages! Unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und gelehrt durch Deinen Weisen Qur'an verstand ich: Das erlesenste Ergebnis des Kosmos ist das Leben. Der erlesenste Extrakt des Lebens ist der Geist. Die erlesensten unter den Geisttragenden, sind diejenigen, die Bewusstsein haben. Der Vielseitigste unter den Bewusstseintragenden ist der Mensch. Der ganze Kosmos steht aber im Dienst des Lebens und arbeitet dafür. Die Lebewesen stehen denjenigen, die Geist besitzen, zu Diensten und helfen ihnen. Die Menschen lieben von ihrem Wesen her den Schöpfer innig und aufrichtig. Auch der Schöpfer liebt sie und versucht ihnen bei jeder Gelegenheit Seine Liebe zu erweisen. Die Begabungen des Menschen und seine geistigen Anlagen beziehen sich auf eine andere, ewig bestehende

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Welt und auf ein ewig dauerndes Leben. Das Herz des Menschen und sein Bewusstsein verlangt mit aller Kraft nach ewigem Bestehen. Seine Zunge bittet den Schöpfer mit zahllosen Gebeten um ewiges Bleiben. Mit Sicherheit und auf gar keinen Fall kann wahr sein und wäre es möglich, diese Menschen, die Ihn sehr lieben und von Ihm geliebt werden, die Liebende und Geliebte sind, dem Tod auszuliefern, ohne sie wiederzubeleben, und sie dadurch zu kränken und zu einer ewigen Feindschaft zu veranlassen, wo sie doch für eine ewige Liebe geschaffen sind. Vielmehr ist er zu dieser Welt gesandt worden, sich hier anzustrengen für ein glückliches Leben in einer anderen ewigen Welt und es zu gewinnen. Die Namen Gottes, die in dem Menschen erscheinen, weisen durch ihre Ausstrahlung in diesem vergänglichen und kurzen Leben darauf hin, dass die Menschen, die ihnen als Spiegel dienen, in der ewig bestehenden Welt deren bleibende Manifestationen erleben werden.

In der Tat wird der treue Freund des Ewigbestehenden für ewig bestehen und der bewusstseinstragende Spiegel des Beständigen muss beständig bleiben.

Dass die Seelen der Tiere für ewig bestehen werden, und dass einige bestimmte Tiere wie der Wiedehopf des Propheten Salomo, mit dem Friede sei, und seine Ameise, die Kamelstute des Propheten Salih, mit dem Friede sei, sowohl mit ihrer Seele als auch mit ihrem Leib in die ewige Welt gehen, und dass jede Tiergattung einen einzigen Leib besitzen wird, den sie ab und zu gebrauchen, geht aus einer zuverlässigen Überlieferung von dem Propheten hervor, was auch die Weisheit (Gottes), Seine Wahrheit, Seine Barmherzigkeit und Seine Herrschaft erfordern.

Oh Du Allmächtiger, unser unwandelbarer Halt! Alle, die da lebendig sind, eine Seele haben und über Bewusstsein verfügen, sind in Deinem Reich, nur durch Deine Kraft und Deine Macht und allein durch Deinen Willen und Deine Maßnahmen und durch Deine Barmherzigkeit und Deine Weisheit den Befehlen Deiner Herrschaft

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unterworfen und durch naturgegebene Dienste verpflichtet. Ein Teil von ihnen steht im Dienst des Menschen, nur durch Deine Barmherzigkeit, nicht wegen seiner Kraft und seiner Überlegenheit, sondern wegen seiner angeborenen Schwäche und Ohnmacht. Jede Gattung verrichtet ihr spezielles Gebet, indem sie auf ihre eigene Art und mit ihren eigenen Worten den Schöpfer und Angebeteten preist, Ihn über allen Fehlern und über allem, was sie Ihm beigesellen heiligt, Ihm für Seine Gaben dankt und Ihn lobt.

Oh, allheiliger Herr, der Du im Glanz Deiner gewaltigen Ausstrahlung verborgen und auf Grund Deiner Größe unsichtbar bist! Mit der Absicht, Dich mit der Lobpreisung aller Beseelten zu heiligen, rufe ich:

سُبْحَانَكَ يَا مَنْ جَعَلَ مِنَ الْمَآءِ كُلَّ شَىْءٍ حَىٍّ

{"Gepriesen seist Du, Oh Du, der Du jedes Ding durch das Wasser lebendig gemacht hast!"}

Oh Du Herr der Welten! Oh Du Gott der Ersten und der Letzten! Oh Du Herr der Himmel und der Erde! Unterrichtet durch den höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und belehrt durch den Weisen Qur'an habe ich verstanden und bin zur Überzeugung gelangt: So, wie der Himmel, das Weltall, die Erde, Land und Meer, Bäume, Pflanzen und Tiere mit ihrer Gesamtheit, mit ihren Gliedern und mit ihren Zellen Dich kennen, bekannt geben und Deine Existenz und Deine Einheit bezeugen, beweisen und darauf hinweisen, genauso bezeugen die Lebewesen die ein Auszug des Kosmos sind, die Propheten, die Heiligen und die Theologen, welche die Erwählten unter den Menschen sind, und ihr Herz und ihr Verstand, die aus ihnen geläutert sind, anhand ihrer Beobachtungen, ihrer geistigen Entdeckungen, ihrer Inspirationen und ihrer Erkenntnisse mit einer Sicherheit in der Kraft von Hunderten Folgerungen und Hunderten Übereinstimmungen der konkreten Kenntnisse

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die Notwendigkeit Deiner Existenz, Deine Einheit und Deine Allgegenwart und geben uns Kunde davon. Die Propheten und die Gottesfreunde beweisen diese Kunde durch ihre Wunder, die Theologen durch ihre Gewissheit. In der Tat gibt es in den Herzen überhaupt keine Erinnerung aus dem Verborgenen, die auf einen Herrn hinter dem unsichtbaren Schleier hinweist, keine echte Inspiration, die uns auf einen, der sie eingibt, lenkt, keine Gewissheit, die in Form einer wahrhaftigen Gewissheit Deine heiligen Eigenschaften und Deine Schönen Namen enthüllt, keinen Propheten und keinen Gottesfreund, der mit seinem lichtvollen Herzen die Lichter dessen, der notwendigerweise da sein muss, mit augenscheinlicher Gewissheit betrachtet, keinen Reinen und keinen Getreuen, der mit seinem erleuchteten Verstand die Zeichen der Notwendigkeit dessen, der alle Dinge erschafft, und die Zeugnisse Seiner allgegenwärtigen Einheit mit einer wissenschaftlichen Gewissheit bestätigt und beweist, welche die Notwendigkeit Deiner Existenz, Deine heiligen Eigenschaften, Deine Allgegenwart, Deine Einheit und Deine Schönen Namen nicht bezeugen, sie uns nicht zeigen und nicht auf sie hinweisen. Besonders unter den eindeutigen Wundern des höchst ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, dem Vorbeter, Führer und Erwählten unter allen Propheten, Heiligen, Theologen und Getreuen, und von den Versen über die Einheit Gottes und von den heiligen Fragestellungen über die Glaubensfragen im Qur'an, dessen Verkündigung ein Wunder ist, der die konzentrierte Zusammenfassung all der heiligen Bücher ist, welche die Wahrheit lehren, gibt es keine, die die Notwendigkeit Deiner Existenz, Deine heiligen Eigenschaften, Deine Allgegenwart, Deine Einheit und Deine Namen nicht bezeugen, nicht zeigen und auf sie nicht hinweisen.

So, wie alle diese Hunderttausenden zuverlässigen Berichterstatter auf Grund ihrer Wunder und Zeugnisse Deine Existenz und Deine Einheit bezeugen, genauso machen sie die Größe Deiner Herrschaft, die die allumfassenden

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Angelegenheiten Deines gewaltigen Thrones verwaltet, alle Erinnerungen, Wünsche und Gebete des Herzens, bis zu den Verborgensten und Einfachsten kennt, sie hört und ihnen nachgeht, und die gewaltige Größe Deiner Macht, die zahllos verschiedene Dinge vor unseren Augen gleichzeitig erschafft, und auch das größte Ding genauso leicht wie eine Mücke zu Stande bringt, ohne dass eine Tat eine andere Tat, eine Arbeit eine andere Arbeit behindert, übereinstimmend und gemeinsam bekannt, verkünden und beweisen sie.

So, wie sie außerdem den grenzenlosen Umfang Deiner Barmherzigkeit, die diesen Kosmos für die beseelten Wesen, besonders für die Menschen zu einem vollkommenen Schloss macht, das Paradies und die ewige Glückseligkeit für Menschen und Dschinnen vorbereitet, selbst das kleinste Lebewesen nicht vergisst und sich bemüht, selbst noch das schwächste Herz zu befriedigen und zu erfreuen, und die unendliche Weite Deiner Herrschaft, der alle Arten von Schöpfungen, angefangen von einem Atom bis zu den Planeten, ihren Befehlen Gehorsam leisten, die sie unterwirft und in den Dienst stellt, verkünden und anhand ihrer Wunder und Zeugnisse beweisen, genauso bezeugen sie übereinstimmend und gemeinsam, dass Dein Wissen, das den Kosmos zu einem großen Buch gemacht hat, dessen Abhandlungen ebenso zahlreich sind wie seine Teile, das den Lebenslauf alles dessen, was da ist, in dem "deutlichen Vorbild" (das Buch der Planungen) und in dem "deutlichen Buch" (das Buch der Ergebnisse) von den Büchern der "wohlverwahrten Tafel" überträgt, und das Inhaltsverzeichnis aller Bäume und ihre Programme in den Kernen und in den Lebenslauf jedes einzelnen Bewusstseintragenden in seinem Gedächtnis ohne Fehler geordnet einträgt, alles umfasst, und dass Deine Heilige Weisheit, die mit allem, was da ist, so viele nutzbringende Funktionen verbindet, sogar einen Baum entsprechend der Zahl seiner Früchte ebenso viele Ergebnisse hervorbringen lässt; die in jedem Lebewesen so viele Ziele verfolgt, wie es

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Glieder, Organe und Zellen hat, sogar der Zunge des Menschen so viele Aufgaben gegeben und sie mit ebenso vielen Geschmacksempfindungen, gleich kleinen Messinstrumenten, ausgestattet hat wie die Speisen Geschmacksnuancen haben, alles mit einschließt; dass sich die Erscheinungen Deiner majestätischen und anmutigen Namen, deren Beispiele wir in dieser Welt sehen, in der Ewigkeit in einer noch glänzenderen Form fortsetzen, dass Deine Gaben, deren Beispiele wir in dieser vergänglichen Welt betrachten, an dem Ort der Glückseligkeit in einer noch prunkvolleren Form ewig bestehen und weiter existieren; und dass diejenigen, welche sie in dieser Welt gesehen und so sehnsüchtig nach ihnen verlangt hatten, ihnen auch in der Ewigkeit wieder begegnen und sich mit ihnen zusammenfinden werden, dies alles zeigen uns die Propheten und verweisen darauf.

Vor allem verkündet Dein höchst ehrenwerter Gesandter, mit dem Friede und Segen sei, auf Grund hunderter seiner eindeutigen Wunder, mit Deinem Weisen Qur'an, gestützt auf hunderte seiner zuverlässigen Ayat, verkündigen alle Propheten durch ihren lichtsprühenden Geist, alle Gottesfreunde (Heiligen) aus ihrem erleuchteten Herzen und alle Theologen mit ihrem erleuchteten Verstand verkünden auf Grund Deiner in den heiligen Blättern und Büchern so oft wiederholten Versprechungen und Drohungen, vertrauend auf Deine heiligen Namen und Eigenschaften wie auf Deine Macht, Barmherzigkeit, Güte, Weisheit, Majestät und Schönheit, auf Deine majestätische Würde und auf das Königreich Deiner Herrschaft, anhand ihrer geistigen Entdeckungen, ihrer Visionen und ihrer wissenschaftlich fundierten Sicherheit, die ewige Glückseligkeit den Menschen und den Dschinnen. Sie tun kund, dass es für die Leute des Irrweges eine Hölle gibt, machen es öffentlich bekannt, bekennen und bezeugen es.

Oh Allweiser, Allmächtiger! Oh Erbarmer und Barmherziger! Oh Freigiebiger, der Sein Versprechen hält! Oh zorniger

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Herr voll Würde, Größe und Majestät! Du bist hunderttausendfach heilig über jedweder Bestätigung der Leute des Irrweges und des Unglaubens, die so viele Deiner Namen und Eigenschaften, so viele Deiner treuen Freunde der Lüge bezichtigen, so viele Deiner Versprechungen bestreiten, die Herrschaft Deines Königreiches als nicht erforderlich kategorisch ablehnen, die zahllosen Gebete und Anrufungen Deiner zahllosen geschätzten Diener, die Du liebst und die sich dadurch, dass sie Dich anerkennen und Dir ihren Gehorsam leisten, darum bemühen, von Dir geliebt zu werden, zurückweisen, die durch ihren Unglauben, ihre Empörung und indem sie Dein Versprechen für eine Lüge halten, Deine majestätische Größe und Würde und die Ehre Deiner Gottheit angreifen und die Liebe Deiner Herrschaft herabwürdigen, und ihrer Verleugnung der Auferstehung am Jüngsten Tag! Du bist grenzenlos hoch und erhaben! Ich bekenne, dass Deine grenzenlose Gerechtigkeit, Deine Schönheit und Deine Barmherzigkeit heilig ist und frei von einer solch unendlichen Ungerechtigkeit und Hässlichkeit! Die Ayah

﴿ سُبْحَانَهُ وَتَعَالٰى عَمَّا يَقُولُونَ عُلُوًّا كَبِيرًا ﴾

{"Gelobt sei Er und erhaben über das, was sie sagen, gepriesen ist Er, hocherhaben und groß!" (Sure 17, 43)}

möchte ich nach der Anzahl der Zellen meines Körpers sagen! Alle diese Deine treuen Botschafter und aufrichtigen öffentlichen Ausrufer Deines Königreiches bezeugen mit wahrhaftiger Gewissheit, mit augenscheinlicher Gewissheit und mit wissenschaftlich fundierter Gewissheit die Schätze Deiner Barmherzigkeit im Jenseits, die Fundgruben Deiner Gaben in der ewigen Welt und die wunderschönen Erscheinungen Deiner Schönen Namen, die in der ewigen Glückseligkeit vollständig hervortreten, weisen auf sie hin und geben von ihnen frohe Kunde. Sie bekennen, dass der große Strahl Deines Namens "Al-Haqq, der Wahre", der die Quelle, die Sonne und der

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Hort aller Wahrheiten ist, die Wahrheit der größten Wiederversammlung am Jüngsten Tag ist, und lehren es Deinen Dienern.

Oh Herr der Propheten und der Getreuen! Alle diese (Propheten...) stehen in Deinem Reich, unter Deinem Befehl, in Deiner Macht, durch Deinen Willen und entsprechend Deiner Führung, durch Dein Wissen und Deine Weisheit im Dienst und versehen ihre Aufgaben. Sie machen die Erdkugel durch ihre Anrufungen Deiner Heiligkeit und Deiner Größe, durch ihren Lobpreis und ihr Zeugnis (La ilaha illa'llah) zu einem gewaltig großen Gedenkhaus (dhikr) und die Schöpfung zur großen Moschee.

Oh Herr, der Du über mich und über die Himmel und die Erde verfügst! Oh Schöpfer, der Du mich und alle Dinge geschaffen hast! Um Deiner Macht, die die Himmel mit ihren Sternen, die Erde mit allem, was zu ihr gehört, und alle Geschöpfe mit all ihren Eigenschaften unterwirft, um Deines Willens, Deiner Weisheit, Deiner Herrschaft und Deiner Barmherzigkeit willen, lass mich meine Begierde (nefs) beherrschen! Und lass mich meine Wünsche beherrschen! Für den Dienst an Qur'an und Glaube lass die Risale-i Nur die Herzen der Menschen beherrschen! Gib mir und meinen Mitbrüdern einen vollkommenen Glauben und ein gutes Ende. So, wie Du den Propheten Moses, mit dem Friede sei, das Meer, den Propheten Abraham, mit dem Friede sei, das Feuer, den Propheten David, mit dem Friede sei, den Berg und das Eisen, den Propheten Salomo, mit dem Friede sei, die Menschen und Dschinnen, und den Propheten Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, die Sonne und den Mond hast beherrschen lassen, so lass nun auch die Risale-i Nur unsere Herzen und unseren Verstand beherrschen! Bewahre mich und die Schüler der Risale-i Nur vor dem Übel der Begierde und des Teufels, vor der Qual im Grab und vor dem Höllenfeuer und gib uns die ewige Glückseligkeit in den Gärten des Paradieses! Amin, amin, amin.

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﴿ سُبْحَانَكَ لاَعِلْمَ لَنَآ اِلاَّ مَاعَلَّمْتَنَآ اِنَّكَ اَنْتَ الْعَلِيمُ الْحَكِيمُ ٭ وَاٰخِرُ دَعْوٰيهُمْ أَنِ الْحَمْدُ لِلّٰهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ ﴾

{"Gepriesen seist Du! Kein Wissen haben wir, außer dem, was du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise." (Sure 2, 32) "Und der Schluss unseres Gebetes sei: 'Aller Lobpreis und Dank gebührt Allah, dem Herrn der Welten!'" (Sure 10, 10)}

Wenn ich mit diesem Unterricht, den ich den Bittgebeten des Propheten aus dem Qur'an und aus dem Djaushanul'Kebir (Anrufung der Namen Gottes) entnommen habe und als ein Gebet durch Nachdenken vor der Schwelle des barmherzigen Herrn darbringe, Fehler begangen habe, so bitte ich Seine Barmherzigkeit um Verzeihung, indem ich den Qur'an und das Djaushanu-l'Kebir mir zum Fürsprecher anbiete.

Said Nursi
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Das Neunte Zeugnis für den Glauben

Neunter Strahl (Schu'a)
Über die Wiederauferstehung

Einführung

﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ فَسُبْحَانَ اللّٰهِ حِينَ تُمْسُونَ وَحِينَ تُصْبِحُونَ ٭ وَ لَهُ الْحَمْدُ فِى السَّمٰوَاتِ وَ الْأَرْضِ وَ عَشِيًّا وَحِينَ تُظْهِرُونَ ٭ يُخْرِجُ الْحَىَّ مِنَ الْمَيِّتِ وَ يُخْرِجُ الْمَيِّتَ مِنَ الْحَىِّ وَ يُحْيِى الْأَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا وَ كَذٰلِكَ تُخْرَجُونَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِٓ أَنْ خَلَقَكُمْ مِنْ تُرَابٍ ثُمَّ اِذَآ أَنْتُمْ بَشَرٌ تَنْتَشِرُونَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِٓ أَنْ خَلَقَ لَكُمْ مِنْ أَنْفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِتَسْكُنُوٓا إِلَيْهَا وَ جَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَ رَحْمَةً إِنَّ فِى ذٰلِكَ َلاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِ خَلْقُ السَّمٰوَاتِ وَ الْاَرْضِ وَ اخْتِلاَفُ أَلْسِنَتِكُمْ وَأَلْوَانِكُمْ اِنَّ فِى ذٰلِكَ لَاٰيَاتٍ لِلْعَالِمِينَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِ مَنَامُكُمْ بِالَّيْلِ وَ النَّهَارِ وَ ابْتِغَآؤُكُمْ مِنْ فَضْلِهِ اِنَّ فِى ذٰلِكَ َلاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَسْمَعُونَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِ يُرِيكُمُ الْبَرْقَ خَوْفًا وَطَمَعًا وَ يُنَزِّلُ مِنَ السَّمَآءِ مَآءً فَيُحْيِى بِهِ الْأَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَآ اِنَّ فِى ذٰلِكَ َلاٰيَاتٍ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ ٭ وَ مِنْ اٰيَاتِهِٓ اَنْ تَقُومَ السَّمَآءُ وَالْأَرْضُ بِأَمْرِهِ ثُمَّ اِذَا دَعَاكُمْ ﴾
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﴿ دَعْوَةً مِنَ الْأَرْضِ اِذَآ أَنْتُمْ تَخْرُجُونَ ٭ وَلَهُ مَنْ فِى السَّمٰوَاتِ وَ الْأَرْضِ كُلٌّ لَهُ قَانِتُونَ ٭ وَ هُوَ الَّذِى يَبْدَؤُا الْخَلْقَ ثُمَّ يُعِيدُهُ وَ هُوَ أَهْوَنُ عَلَيْهِ وَ لَهُ الْمَثَلُ الْأَعْلٰى فِى السَّمٰوَاتِ وَ الْأَرْضِ وَ هُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ ﴾

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen; Lob, Preis und Dank sei Allah, wenn es für Euch Abendzeit und Morgenzeit geworden ist und Lob Ihm in den Himmeln und auf Erden zur Mittagsstunde und wenn der Tag sich neigt. Er bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und lässt das Tote entstehen aus dem Lebendigen. Er schenkt der Erde wieder das Leben nach ihrem Tode und so werdet auch Ihr wieder hervorgerufen werden. Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Er Euch aus dem Staube erschaffen hat. Siehe da wurdet Ihr zu Menschen, die sich ausbreiteten! Und zu Seinen Zeichen (ayat) gehört es, dass Er für Euch Gefährten erschaffen hat aus Euch selbst, dass Ihr ihnen beiwohnet. Und Er hat Liebe und Erbarmen unter Euch gesetzt. Wahrlich, darin finden sich ja Zeichen für solche, die nachdenken. Und zu Seinen Zeichen gehört die Erschaffung der Himmel und der Erde und die Verschiedenartigkeit Eurer Zungen (= Sprachen) und (Haut)farben. Wahrlich darin finden sich ja Zeichen für die Wissenden. Und zu Seinen Zeichen gehört Euer Schlaf in der Nacht und am Tage und Euer Trachten nach Seiner Huld (fadl). Wahrlich, darin finden sich ja Zeichen für solche, die hören. Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Er Euch den Blitz zeigt zur Furcht und zur Hoffnung und Wasser herabsendet vom Himmel und damit die Erde vom Tode erweckt. Wahrlich, darin finden sich ja Zeichen für Leute von Verstand. Und zu Seinen Zeichen gehört es, dass Himmel und Erde fest stehen auf Sein Geheiß. Wenn Er Euch dann wieder aus der Erde hervorruft, so ersteht Ihr neu. Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist und alles gehorcht Ihm. Er ist es, der die Schöpfung hervorbringt und sie sodann wieder erneuert, was für Ihn leichter ist. Und bei Ihm ist das höchste Gleichnis in den Himmeln und auf der Erde und Er ist der Mächtige, der Weise." (Sure 30, 17-27)}

In dem nun folgenden "Neunten Strahl" (Shu'a) wird ein besonders wichtiger Punkt dieser großen himmlischen Ayat erklärt, die einen Pol des Glaubens darstellen und eines von den gewaltigen Zeugnissen für die Wiederversammlung erläutern. Es war ein feinsinniges Gnadengeschenk des Herrn, als der Alte Said vor dreißig Jahren sein Werk mit dem Titel "Urteile" (Muhakemat) als Einführung zu seinem Kommentar beendete. Damals

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schrieb er: Zweite Abhandlung: Hier werden zwei Verse über die Wiederversammlung aus dem Qur'an kommentiert und erklärt.

﴿ نَخُو بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾

{"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen."}

Hier wurde er aber unterbrochen und konnte nicht mehr weiterschreiben. Lobpreis und Dank sei meinem Barmherzigen Schöpfer so viele Male wie es Beweise und Zeichen der Wiederversammlung gibt, dafür dass Er dreißig Jahre später in Seiner Güte (ihsan) den Erfolg gewährt hat. Tatsächlich verlieh Er vor zehn Jahren durch diese eine von den beiden Ayat:

﴿ فَانْظُرْ اِلٰٓى اٰثَارِ رَحْمَتِ اللّٰهِ كَيْفَ يُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَآ اِنَّ ذٰلِكَ لَمُحْيِى الْمَوْتٰى وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ ﴾

{"Siehe die Male der Barmherzigkeit Allahs wie Er die Erde nach ihrem Tode wieder lebendig macht. Für wahr Er ist es, der die Toten wieder belebt und Er hat Macht über alle Dinge." (Sure 30, 50)}

das Zehnte als dem einen und das Neunundzwanzigste Wort, als einen weiteren glänzenden und sehr starken Beweis und Kommentar zu diesem göttlichen Erlass. Sie haben die Leugner zum Schweigen gebracht. Er hat in dieser Abhandlung (Risale) den Kommentar zu den oben erwähnten großen Versen, die gleich zwei uneinnehmbaren Festungen des Glaubens an die Wiederversammlung sind, neun, zehn Jahre später zum Geschenk gemacht. So besteht also der folgende Neunte Strahl aus "neun erhabenen Stufen", auf die mit den oben erwähnten berühmten Versen hingewiesen wurde und einer bedeutsamen Einführung dazu.

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Einführung

Zwei Punkte, mit denen die lebenswichtigen Folgen und sehr viel geistiger Nutzen des Glaubens an die Wiederversammlung zu einem einzigen Ergebnis zusammengefasst, und in denen aufgezeigt wird, in welchem Grade dieser Glaube für das menschliche Leben und besonders für das Gemeinschaftsleben erforderlich, ja, sogar zwingend notwendig ist, und in denen der Glaube an die Wiederversammlung mit einem einzigen universellen bündigen Zeugnis unter vielen Zeugnissen dargestellt, und gleichzeitig zum Ausdruck gebracht wird, in welchem Grade der Glaube an die Wiederversammlung offensichtlich und ganz ohne allen Zweifel ist.

Erster Punkt:

Für das Dogma von der Auferstehung, welches das Grundprinzip des sozialen wie des individuellen Lebens ist und die Grundlage zur Glückseligkeit und zur Vervollkommnung des Menschen, wollen wir hier unter hunderten von Beweisen lediglich vier Beispiele anführen:

Erster Beweis:

Kinder, welche etwa die Hälfte der Menschheit ausmachen, können nur im Gedanken an das Paradies den Tod und die Trennung ertragen, die ihnen Furcht und Schrecken einjagt, sodass sie weinen. Nur so können sie in ihrer Empfindsamkeit und vergleichsweisen Schwäche die geistige Kraft für ihr Dasein aufbringen und bei ihrer so wenig widerstandsfähigen Gemütsverfassung, wo sie doch so leicht zum Weinen neigen, mit der Hoffnung auf das Paradies in Freude leben. Zum Beispiel sagt ein Kind im Gedanken an das Paradies: "Mein kleiner Bruder oder Freund ist gestorben. Nun ist er ein Vogel im Paradies geworden. Dort hat er es nun gut. Er fliegt im Paradies umher und lebt jetzt noch schöner als wir." Wäre das nicht so, fielen diesen hilflosen, schwachen und ängstlichen Kindern die Toten ins Auge, Große und auch Kleine in ihrem Alter, die immer und überall ringsum sie gestorben sind, vernichteten ganz und gar die Kraft ihres Widerstandes und die Stärke

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ihrer Seele, brächten nicht nur ihre Augen, nein, Herz, Sinn und Verstand, ihr ganzes Gemüt zum Weinen, zerstörten es gar, und die Kinder würden so verstörten, unglückseligen Tieren gleich.

Zweiter Beweis:

Die Alten aber, welche die andere Hälfte der Menschheit ausmachen, können sich nur mit dem Jenseits über die Nähe ihres Grabes hinwegtrösten. Nur so können sie sich in Anbetracht ihres eigenen Lebens im Besonderen, mit dem sie eng verbunden sind, und das doch so bald erlöschen wird, und das in Anbetracht dieses schönen Lebens allgemein, zu dem sich so bald die Türe schließen wird, noch weiter aufrecht erhalten. In ihrem Geist und Gemüt, das dem der Kinder ähnelt, können sie dem Schmerz und der Hoffnungslosigkeit, die aus dem Tod und Verfall erwächst, nur die Hoffnung auf ein bleibendes Leben entgegensetzen. Sonst würden alle diese sorgenvollen Väter und Mütter, würdig der Liebe (shefqat) und Verehrung, und bedürftig der Ruhe für ihre Seelen und des Friedens für ihre Herzen, ein solches Weh des Geistes und eine derartige Verwirrung des Herzens erleiden, dass ihnen die Welt wie ein finsterer Kerker und das Leben einer peinvollen Strafe gleich wäre.

Dritter Beweis:

Die jungen Leute, welche die Ausgangsbasis des menschlichen Gesellschaftslebens bilden, diese Jugendlichen in ihrer doch so heißblütigen Art, im Überschwang ihrer Gefühle und Leidenschaften, können sich nicht anders vor Ausschreitungen, Gewalttätigkeiten und Zerstörung zurückhalten und einen angenehmen Ablauf des gesellschaftlichen Lebens sicherstellen als nur in dem Gedanken an die Hölle. Anderenfalls, wenn die Furcht vor der Hölle nicht wäre, würden diese jungen Menschen in ihrem Rausch nach dem Motto:

اَلْحُكْمُ لِلْغَا لِبِ

{"Das Recht ist auf Seiten des Stärkeren"}

den Hilflosen, Schwachen und Armen je nach Lust und Laune das Leben zur Hölle machen, und die hohe Menschlichkeit in eine ganz gemeine Bestialität umwandeln.

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Vierter Beweis:

Im irdischen Leben des Menschengeschlechtes ist der universale Mittelpunkt, der Lebensnerv, ein Paradies irdischer Glückseligkeit, ein Zufluchtsort und eine Burg das Familienleben, das Zuhause ist für jedermann seine kleine Welt. Was aber in dieses Zuhause und sein Familienleben Leben und Glück hineinbringt, ist nur in inniger, ernster und treuer Verehrung, in aufrechtem, liebevollem und opferbereitem Mitleid möglich, und diese wahrhaftige Verehrung, das herzliche Erbarmen kann nur in dem Gedanken und auf dem Glaubensgrundsatz einer ewigen Freundschaft und einer ewigen Partnerschaft und einem immerwährenden Beieinandersein möglich sein in der Idee, sich für eine grenzenlose Zeit und ein unbegrenztes Leben in väterlicher, kindlicher, brüderlicher und freundschaftlicher Verbundenheit zusammenzufinden. So sagt ein Mensch zum Beispiel: "Diese meine Frau wird in einer ewigen Welt, einem ewigen Leben meine immerwährende Gefährtin sein. Es macht nichts, wenn sie jetzt alt und hässlich geworden ist. Denn ihr ist eine ewige Schönheit zu Eigen, die wiederkehren wird. Und ich bin dazu bereit, für eine solch immerwährende Kameradschaft jedes Opfer zu bringen und ihr Barmherzigkeit zu erweisen." So kann er seiner altgewordenen Frau mit der gleichen Liebe (muhabbet), Zärtlichkeit (shefqat) und Barmherzigkeit begegnen, wie einer Paradiesesjungfrau (huri). Anderenfalls würde eine Kameradschaft, die nach einem kurzen, ein-, zweistündigen, äußerlichen Beisammensein durch einen Abschied und eine Trennung auf ewig wieder gelöst wird, sicherlich nur eine Art von sehr oberflächlicher und nur vorübergehender emotionaler Bindung ohne jede Wurzel sein, worin Erbarmen nur ein Wort und Ehrerbietung nur gekünstelt bleibt. So wie im Tierreich würden arteigene Interessen und andere dominierende Eigenschaften über Ehrerbietung und Barmherzigkeit siegen und dieses irdische Paradies in eine Hölle verwandeln.

So betrifft also eine unter hundert Folgen des Glaubens an die Wiederversammlung das gesellschaftliche Leben

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der Menschen. Und diese eine einzige Folge hat aber hunderte von Möglichkeiten, sie zu betrachten und anzuwenden. Vergleicht man diese vier oben erwähnten Beweise mit den anderen (noch möglichen), dann wird es verständlich, dass die Wiederversammlung sich als ein tatsächliches Ereignis bewahrheiten wird, und dies mit der Gewissheit der Existenz der Menschheit und ihrer gemeinsamen Bedürfnisse. Ja, die Existenz eines Bedürfnisses im menschlichen Magen ist sogar ein offensichtlicher Beweis und ein klares Zeugnis für die Existenz der Nahrung. Ja, sie teilt diese Tatsache sogar noch viel deutlicher mit. Das aber beweist: Nimmt man der Menschheit die Schlussfolgerung, die sich aus der Tatsache der Wiederversammlung ergibt, weg, dann fällt dieses so wichtige, erhabene und lebendige Wesen der Menschheit, seine Seele, auf die Stufe eines Kadavers herab, der als Abfall nur noch den Mikroben dient und ungenießbar (murdar, unrein) ist. Diejenigen, welche sich so intensiv mit der Regierung, den Sitten und den gesellschaftlichen Beziehungen unter den Menschen beschäftigen, die Politiker, Moralisten und Soziologen sollen einmal die Ohren spitzen! Sollen sie doch endlich einmal sagen, wie sie diese Leere ausfüllen, und womit sie diese tiefe Wunde heilen wollen?

Zweiter Punkt:

Für die Tatsache der Wiederversammlung gibt es zahlreiche Beweise. Wir wollen hier nun einen dieser Beweise in sehr kurzer Form darlegen. Er wurde aus Zeugnissen zusammengestellt, die auf noch anderen Fundamenten des Glaubens beruhen. Es ist dies der folgende:

Alle Wunder, die das Gesandtentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, beweisen, und all die Beweise seines Prophetentums und seiner Wahrhaftigkeit beweisen und bezeugen zusammen, dass sich die Wiederversammlung tatsächlich bewahrheiten wird. Denn alles, was diese Persönlichkeit lehrte, konzentriert sich zunächst auf die Lehre von der Einheit (Vahdaniyet), danach aber auf die Wiederversammlung. In der Tat bezeugen alle seine Wunder und Beweise, die

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sämtliche Propheten zu ihrer Bestätigung gewirkt haben, und durch die sie als Propheten bestätigt worden sind, eben diese eine Wahrheit. In gleicher Weise führt وَبِرُسُلِهِ {"und an Seine Propheten."} das Bekenntnis des Glaubens an die Propheten (von Adam bis Mohammed, mit dem Friede und Segen sei), welches وَكُتُبِهِ {"und an Seine Schriften."} das Bekenntnis des Glaubens an die heiligen Schriften in seiner Klarheit noch steigert, zum Bekenntnis des Glaubens an eben diese eine Wahrheit. Dies ist wie folgt:

Vor allem führen sämtliche Wunder, Beweise und Tatsachen, welche die Wahrheit des Qur'an (als Gottes Wort), der ja offensichtlich selbst ein Wunder ist, belegen, insgesamt zu dem Bekenntnis des Glaubens, dass die Wiederversammlung sich als ein tatsächliches Ereignis bewahrheiten wird. Denn fast ein Drittel des Qur'an handelt von der Wiederversammlung, und die meisten kurzen Suren beginnen mit sehr starken Versen über die Wiederversammlung. Er berichtet in tausenden von Versen ausdrücklich oder inbegriffen von eben dieser einen Wahrheit, beweist sie, weist auf sie hin. Zum Beispiel:

﴿ اِذَا الشَّمْسُ كُوِّرَتْ ٭ يَآ أَيُّهَا النَّاسُ اتَّقُوا رَبَّكُمْ اِنَّ زَلْزَلَةَ السَّاعَةِ شَىْءٌ عَظِيمٌ ٭ اِذَا زُلْزِلَتِ الْاَرْضُ زِلْزَالَهَا ٭ اِذَا السَّمَآءُ انْفَطَرَتْ ٭ اِذَا السَّمَآءُ انْشَقَّتْ ٭ عَمَّ يَتَسَآءَلُونَ ٭ هَلْ أَتٰيكَ حَدِيثُ الْغَاشِيَةِ ﴾

{"Wenn die Sonne zusammengefaltet wird..." (Sure 81, 1) "Oh Ihr Menschen, fürchtet Euren Herrn. Siehe, das Beben der 'Stunde' ist ein gewaltig Ding." (Sure 22, 1) "Wenn die Erde gewaltig erbebt..." (Sure 99, 1) "Wenn der Himmel sich spaltet..." (Sure 82, 1) "Wenn der Himmel zerreißt..." (Sure 84, 1) "Wonach fragen sie einander..." (Sure 78, 1) "Ist die Kunde von dem gewaltigen Ereignis zu dir gedrungen?" (Sure 88, 1)}

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In dieser oder ähnlicher Weise zeigt der Qur'an am Anfang von dreißig, vierzig Suren mit völliger Gewissheit, dass die Tatsache der Wiederversammlung die bedeutendste Tatsache und die notwendigste (vadjib) in der Schöpfung ist. Und auch noch andere Ayat erklären diese Tatsache mit den verschiedensten Beweisen überzeugend. Ja, wäre es denn überhaupt möglich, dass der Glaube an die Wiederversammlung, der doch aus dem Zeugnis und der Lehre des Buches, das doch mit einem einzigen Zeichen eines einzigen Verses im Bereich der verschiedenen naturwissenschaftlichen und philosophischen islamischen Wissenschaften vor unseren Augen wissenschaftliche Tatsachen sonnenklar als Frucht hervorbringt, nicht wahr sein sollte? Wäre das nicht hundertmal unmöglich und irrig, als wollte man die Existenz der Sonne bestreiten und das Weltall als nichtvorhanden erklären? Ja, wäre es denn überhaupt möglich, dass sich tausende von Aussagen, Versprechungen und Warnungen eines so ehrenwerten und vertrauenswürdigen Königs als Unwahrheit und Lüge herausstellen sollten, obwohl sich doch zuweilen ein Heer auf einen einzigen Wink seines Königs in Marsch setzt, um zu kämpfen? Ja, wäre es denn für einen Menschen, der in seiner Ignoranz diese Wahrheit nicht annehmen will, obwohl doch dieser ruhmreiche, unsichtbare König, für den ein bloßer Wink genügt, um eine solche Tatsache zu beweisen, der seit dreizehn Jahrhunderten ununterbrochen über zahllose Geister, Intelligenzen, Herzen und Seelen Seines Reiches in Recht und Gerechtigkeit herrscht, sie unterweist und lenkt und leitet, die Tatsache der Wiederversammlung mit tausenden von Erklärungen erläutert und bewiesen hat, nicht notwendig, ihn mit der Hölle zu bestrafen, und wäre das nicht für ihn die wahre Gerechtigkeit?

In dieser oder ähnlicher Weise bestätigen, auch alle die himmlischen Bücher und heiligen Schriften, deren jedes

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in seinem Zeitalter und in seiner Kulturepoche maßgeblich war, jene Wahrheit von der Wiederversammlung, die der Qur'an, welcher für alle Zukunft und für eine jegliche Kulturepoche maßgeblich ist, ausführlich, mit Erläuterungen und Wiederholungen erklärt. Sie alle nehmen diese Wahrheit ihrem Zeitalter und ihrer Kulturepoche entsprechend als unumstößlich an, erklären sie kurz und bündig, behaupten und beweisen sie nachdrücklich, wenn auch die Bilder dabei manchmal etwas undeutlich bleiben. Sie alle unterstreichen und bestätigen diese Lehre des Qur'an wie mit tausenden von Unterschriften.

Hier noch das Ende eines Bittgebet (Risale-i Munadja'-at), in dem dieses Thema behandelt wird:

Es wird darin ein Grundpfeiler des "Glaubens an den Jüngsten Tag" im Zusammenhang mit noch anderen Grundpfeilern des Glaubens, besonders dem, welcher das Bekenntnis des Glaubens (shahada) an die Propheten und die heiligen Bücher betrifft, in Form eines Bittgebetes (munadja'at) als ein kurz und bündig zusammengefasster Beleg für die Wiederversammlung angeführt, der sehr stark ist und jeglichen Zweifel auszuräumen vermag. Es ist dies ein Bittgebet, in dem es folgendermaßen heißt:

Oh mein barmherziger Herr (Rabb-i Rahiem)! Unterrichtet durch Deinen höchst ehrenwerten Gesandten und belehrt durch den weisen Qur'an, habe ich verstanden: Vor allem der Qur'an und Dein hochehrwürdiger Gesandter, aber auch alle heiligen Bücher und Propheten bezeugen und beweisen übereinstimmend und weisen darauf hin, dass die Manifestationen Deiner glorreichen und anmutigen (Djelal ve Djemal) Namen, deren Abbilder wir hier in dieser Welt allüberall betrachten können, sich noch glanzvoller in der Ewigkeit der Ewigkeiten fortsetzen werden und dass Deine Gnadengaben (ihsan), deren Manifestationen und Abbildungen in Deiner Barmherzigkeit (rahimane) dieser Welt zum Zeugnis gegeben werden, noch majestätischer an der Stätte der Glückseligkeit für immer und ewig erscheinen werden,

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und dass diejenigen, die sie in diesem kurzen irdischen Leben voll Freude und Sehnsucht genossen haben, und die ihnen bis in die Ewigkeit hinüber Begleiter waren, ihnen auch dort noch Begleiter sein werden, wo es keine Trennung gibt.

Zudem verkünden auch, allen voran der hochehrwürdige Gesandte und Dein weiser Qur'an, so dann alle die Propheten erleuchteten Geistes, die Heiligen (auliya), welche die Pole (qutub) aller lichtvollen Herzen, die Getreuen (siddiq), welche die Quelle allen lichten und scharfen Denkens sind, gestützt auf Deine tausenden von Verheißungen und Warnungen, die sich in allen himmlischen Büchern und heiligen Schriften so oft wiederholen, und auch im Vertrauen auf Deine heiligen Namen (sh'en) und Eigenschaften (sifat): Allmacht (qudret), Barmherzigkeit (rahmet), Gnade (Inayet), Weisheit (hikmet), Majestät (Djelal) und Schönheit (Djemal), welche nach einem Jenseits verlangen, im Vertrauen auf die Würde Deiner Majestät und das Königreich Deiner Herrschaft, auch bauend auf ihre zahllosen (spirituellen) Entdeckungen und Erfahrungen (mushahade), welche sie uns übermitteln gleich Abbildern aus dem Jenseits und Tropfsteinen, (welche, von einer himmlischen Nährlösung gespeist, von dem Boden der diesseitigen Welt empor und von ihrer Decke herabwachsen) und im Vertrauen auf ihre Überzeugungen und ihren Glauben, welcher die Sicherheit der Wissenschaft und persönlicher Wahrnehmung (ilme-l'yaqin ve ayne-l'yaqin) besitzt, (verkünden sie mit einer solchen Sicherheit) den Menschen die ewige Seligkeit. Sie verkünden und erklären, dass für die Leute des Irrweges (dalalet) die Hölle und für die Leute der Rechtleitung (hidayet) das Paradies da ist. Daran glauben sie fest und bezeugen es...

Oh allmächtiger König! (Ey Qadir-i Hakim!) Oh barmherziger Erbarmer! (Ey Rahman-i Rahim!) Oh Freigiebiger und Getreuer in Deinen Versprechungen! (Ey Sadiqul'Va'di-l'Kerim!) Oh gewaltiger und majestätischer Herr der Ehren, dem keiner zu widerstehen vermag!... (Ey Izzet ve A'zamet ve Djelal sahibi Qahhar-i Dhu-l'Djelal). Gepriesen

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bist Du hunderttausendmal, grenzenlos rein und so hoch erhaben darüber, dass Du so viele Deiner treuen Freunde zu Lügnern stempeln solltest!... und dass sich so viele Deiner Versprechungen, Attribute und Taten als verlogen herausstellen sollten!... und dass Du die absoluten Erfordernisse des Königreiches Deiner Herrschaft verleugnen und ihnen nicht entsprechen solltest!... und dass Du die zahllosen Bitten und Gebete Deiner zahllosen Diener und Anbeter, die Du angenommen hast und liebst und die Deine Liebe dadurch erstreben, dass sie an Dich glauben (tasdiq) und Dir gehorchen, zurückweisen und nicht erhören solltest!... und dass Du die, welche auf Irrwegen (ehl-i dalalet) gehen, und die Ungläubigen, welche Deine gewaltige Größe angreifen, indem sie Dich in Deinem Versprechen der Auferstehung in ihrem Unglauben und ihrer Auflehnung zum Lügner stempeln wollen, welche Dich in der Ehre Deiner Majestät und in der Würde Deiner Göttlichkeit und in der Barmherzigkeit Deiner Herrschaft beleidigen wollen, in ihrer Verleugnung der Wiederversammlung bestätigen solltest! Über aller grenzenlosen Ungerechtigkeit und über aller grenzenlosen Abscheulichkeit sei über alles geheiligt Deine grenzenlose Gerechtigkeit, Deine grenzenlose Schönheit (Djemal) und Deine unbegrenzte Barmherzigkeit! Wir glauben mit aller Macht, dass die Zeugnisse der Propheten, der Gelehrten (asfiya) und der Heiligen (auliya), die die hunderttausend getreuen Botschafter und grenzenlos aufrechten Ausrufer Deines Königreiches bilden und die jenseitigen Schatzkammern Deiner Barmherzigkeit, die Tresore Deiner Gnadengaben (ihsan) in der ewigen (baqi) Welt und die Manifestationen Deiner wunderbaren schönen Namen, die sich im Hause der Glückseligkeit vollständig offenbaren, werden mit wahrhaftiger Sicherheit, mit augenscheinlicher Sicherheit, mit wissenschaftlicher Sicherheit (haqqa-l'yaqin, ayne-l'yaqin, ilmel'yaqin) bestätigen, richtig und wahrhaftig sind. Ihre Beschreibungen sind zutreffend und stimmen miteinander überein. Was sie verkündigen ist zutreffend, entspricht den Tatsachen. Sie glauben, dass der größte Strahl Deines

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Namens, auf den alle Tatsachen hinauslaufen, der ihre Sonne und ihr Beschützer ist, "der Wahre" (Haqq) heißt, und dass er die gewaltige Tatsache der Auferstehung ist, und unterrichten dieser Wahrheit entsprechend in Deinem Auftrag Deine Diener und Anbeter. Sie belehren darüber, was die Wahrheit selbst ist. Oh Herr! Um der Wahrheit dieses ihres Unterrichtes und der Ehrenhaftigkeit ihrer Belehrungen willen, schenke den Schülern der Risale-i Nur einen vollkommenen Glauben und ein gutes Ende! Gewähre uns, ihrer Fürsprache teilhaftig zu werden! Amen...

So wie aber nun einerseits alle Hinweise und Belege, welche die Wahrhaftigkeit des Qur'an, ja, sogar aller heiligen Schriften, beweisen, andererseits auch alle die Wundertaten und Zeugnisse des Prophetentums des Geliebten Gottes (Habibullah), ja, sogar aller Gesandten bestätigen, so beweisen sie alle auch die große Lehre vom Jenseits als einer Realität. In ähnlicher Weise bestätigen auch die meisten Hinweise und Belege, indem sie das Sein und die Einheit des Notwendig-Seienden bestätigen, gleichzeitig auch die Eröffnung des Hauses der Glückseligkeit, das die hauptsächliche Quelle und der Angelpunkt göttlicher Herrschaft, Seiner Erhabenheit und die Existenz einer beständigen Welt ist. Wie noch in den folgenden Abschnitten zu erläutern und zu beweisen sein wird, verlangen sowohl das Sein des Notwendig-Seienden als auch alle seine Eigenschaften, die meisten Seiner Namen und auch Seine Attribute wie Herrschaft (Rububiyet), Erhabenheit (Uluhiyet), Barmherzigkeit (Rahmet), Gnade (Inayet), Weisheit (Hikmet) und Gerechtigkeit (Adalet) mit der ihr eigenen Notwendigkeit nach einem Jenseits, fordern mit zwingender Notwendigkeit nach einer beständigen Welt, rufen mit Dringlichkeit nach einer Auferstehung und Wiederversammlung, dort zu belohnen und zu bestrafen.

Da es nun einmal einen Gott gibt von Ewigkeit zu Ewigkeit, wird es mit Sicherheit auch ein Jenseits geben, das der unvergängliche Sitz Seines Königreiches in Erhabenheit ist. Und da es nun einmal in diesem Universum

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und über allem Lebendigen eine vollkommene Herrschaft in außerordentlicher Majestät, Weisheit und Liebe gibt und sichtbar ist, wird sich mit Sicherheit auch ein Haus Ewiger Glückseligkeit finden, das die Majestät Seiner Herrschaft vor einem Umsturz, Seine Weisheit vor der Sinnlosigkeit und Seine Liebe (shefqat) vor der Grausamkeit bewahrt, und in das man eintreten wird.

Nun aber weisen zahllose sinnenfällig sichtbare Gnadengaben (nimet) und Geschenke (ihsan), für jeden, dessen Verstand noch nicht erloschen und dessen Herz noch nicht erstorben ist, Huld- (lutuf) und Gnadenerweise (kerem), Bezeigungen der Gunst (inayet) und Barmherzigkeit (rahmet) darauf hin, dass es wie hinter einem unsichtbaren Schleier in der Überfülle Seiner Erbarmungen einen verborgenen Herrn geben muss. Und es gibt und wird mit Sicherheit auch ein immerwährendes Leben in einer beständigen Welt geben, wo die Gnade vor dem Spott, die Güte vor dem Hohn, die Huld vor der Feindschaft, die Barmherzigkeit vor der Qual, die Gunst und die Güte vor dem Verrat bewahrt bleiben, wo die Güte zur Güte und die Gnade zur Gnade wird.

Überdies ist in jedem Frühling eine Feder des Allmächtigen damit beschäftigt, vor unseren Augen diese knappe Seite, welche unsere Erde darstellt, mit hunderttausend Büchern zu beschreiben und eines in das andere fehlerfrei hineinzukomponieren. Und der Besitzer dieser Feder hat hunderttausendmal geschworen und versprochen: "Ich werde an einem noch größeren Ort ein schönes unsterbliches Buch schreiben. Es wird dies noch leichter sein, als auf diesem begrenzten Platz das Buch des Frühlings, das so verwickelt und ineinander verschrieben ist. Das werde ich euch zu lesen geben." sagt Er und erwähnt dieses Buch in allen Seinen Erlassen. Sicher und gewiss ist das Original dieses Buches schon geschrieben, und auch die Anmerkungen dazu werden noch am Tage der Auferstehung und Wiederversammlung niedergeschrieben werden. Und auch das Berichtsheft mit den Taten und Werken aller wird sich

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darin aufgezeichnet finden. Nun aber ist die Erde in Anbetracht der Vielzahl alles Geschaffenen und als Wohnstätte, Ursprung, Fabrik, Messegelände und Versammlungsort hunderttausender äußerst verschiedener, ständig wechselnder belebter und beseelter Arten des Lebens das Herz, Zentrum, Mittelpunkt, Frucht und Ursache der Schöpfung des Alls, und hat als solche eine sehr große Bedeutung; sie ist trotz ihrer Kleinheit den unendlich weiten Himmelsräumen gleichgestellt. Deshalb ist in den himmlischen Erlassen immer vom

﴿ رَبُّ السَّمٰوَاتِ وَالْاَرْضِ ﴾

{"Herrn der Himmel und der Erde"}

die Rede. Nun aber kommt dem Geschlecht der Kinder Adams eine große Bedeutung zu. Sie herrschen allüberall auf der Erde, verfügen über die Mehrzahl alles Geschaffenen, ordnen sich die Mehrzahl aller Geschöpfe unter und sammeln sie um sich, ordnen die Mehrzahl alles Geschaffenen nach eigenen Neigungen, Vorstellungen, Plänen, Bedürfnissen, Grundsätzen auf das schönste, stellen sie aus, schmücken und verzieren sie, und sammeln sie entsprechend einer Liste ihrer kostbarsten Arten an einzelnen Orten, sodass sie sich nicht nur die Blicke der Menschen und Dschinnen, nein, sogar die aufmerksamen Blicke und das Wohlwollen aller Bewohner der Himmel und des ganzen Universums auf sich ziehen, den bewundernden Blick des Herrn des Alls auf sich lenken, was ihnen einen großen Wert und eine hohe Bedeutung verleiht. Sie zeigen mit ihren Künsten und Wissenschaften, dass sie die Weisheit in der Schöpfung des Alls, deren großen Sinn, ihre wertvolle Frucht und den Kalifen der Erde darstellen. Sie stellen ja die wunderbaren Kunstwerke des Meisters der Welt auf dem Antlitz der Erde so wunderschön aus und ordnen sie an. Trotz ihrer Auflehnung und ihres Unglaubens wurden sie auf der Erde belassen und ihre Strafe wurde ausgesetzt.

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Um dieses Dienstes willen wurde ihnen eine Frist gewährt und eine Möglichkeit gegeben, erfolgreich zu sein.

Es liegt aber nun einmal in dem, was die Natur der Kinder Adams ausmacht, dass sie in Anbetracht ihrer Beschaffenheit und Veranlagung außerordentlich schwach und hinfällig sind, weshalb ihnen ein ebenso mächtiger, weiser und liebevoller Herrscher in all ihrer Schwäche und Armseligkeit, ihrer grenzenlosen Bedürftigkeit und Not, dieses gewaltige Erdenrund zu einer Lagerstätte für jede Art Erz, entsprechend den Erfordernissen des Menschengeschlechtes, ein Lagerhaus für jede Art Nahrung, einen Laden verschiedenster Güter, wie sie dem Menschengeschlecht wohlgefallen, bereitgestellt hat, und der sich auf diese Weise um das Menschengeschlecht kümmert, es ernährt und dessen Wünsche befriedigt.

Es gibt nun einmal einen Herrn, der dieser Tatsache entspricht, der den Menschen sowohl liebt als auch von den Menschen geliebt werden möchte, der sowohl ewig besteht, als auch über ewig bestehende Welten verfügt, der sowohl jedes Werk in Gerechtigkeit verrichtet, als auch jedes Ding in Weisheit erschafft. Nun hat aber das Königreich des Urewigen Herrschers in Seiner Majestät, und die Unsterblichkeit Seiner Herrschaft in diesem kurzen irdischen Leben, in dieser allzu kurzen Spanne menschlichen Daseins, auf dieser zeitlich und räumlich so begrenzten Welt keinen Platz. Und all das, was sich unter den Menschen und ihrer Welt entgegen der Ordnung, Gerechtigkeit, Ausgewogenheit und vollkommenen Schönheit ereignet, diese so große Unterdrückung und Auflehnung, die dem widerspricht, der Verrat, die Verleugnung, der Unglaube gegenüber dem Freund und Wohltäter des Menschen, der ihn so liebevoll versorgt, bleibt im Diesseits unbestraft. Die grausamen Unterdrücker verbringen ihr Leben in Bequemlichkeit, während die Unterdrückten und Armen geschunden werden. Das Wesen vollkommener Gerechtigkeit aber, dessen Spuren wir im ganzen Weltall beobachten können, kann nicht

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dulden, noch erlauben, dass diese grausamen Unterdrücker und die hoffnungslos Unterdrückten einander im Tode gleichgestellt sein und nicht wiederauferstehen sollten. Dies stünde ganz und gar im Widerspruch dazu.

Gleich wie aber nun der Herr des Alls die Erde im All und das Menschengeschlecht von der Erde auserwählt hat, ihm einen so hohen Rang und ihm eine solche Bedeutung verliehen hat, so hat Er auch die Propheten, die Heiligen und Gelehrten, die mit den Zielen Seiner Herrschaft übereinstimmen, jene wahren Menschen, die in Glaube und Hingabe Sein Wohlgefallen erstreben, unter den Menschen auserwählt, sie sich zu Freunden und Ansprechpartnern gemacht, sie mit Wundertaten und Erfolgen ausgezeichnet und ihre Feinde mit außernatürlichen Katastrophen geschlagen.

Unter Seinen kostbaren und geliebten Freunden hat Er Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, ihnen als Leuchte des Glaubens erwählt, mit dessen Licht Er seit vielen Jahrhunderten eine bedeutende Hälfte des Erdenrundes und ein bedeutendes Fünftel der Menschheit erleuchtet... es scheint, als sei das Universum seinetwillen erschaffen worden, weil dessen Ziele sämtlich in ihm, in seinem Glauben und im Qur'an ihren Ausdruck finden. Er, der doch würdig und geeignet gewesen wäre, als Lohn Seiner grenzenlosen, so außerordentlich wertvollen Verdienste, die zu erwerben eine Million Jahre erforderlich gewesen wären, erhielt dafür nur jene kurze Lebensspanne von dreiundsechzig Jahren, erfüllt von Mühen und Kämpfen. Ja, wäre es denn in irgendeiner Hinsicht möglich, wahrscheinlich oder vorstellbar, dass diese Persönlichkeit nicht mit all seinen ihm gleichrangigen Freunden und Gefährten wieder auferweckt werden sollte? Ja, sollte er nicht hier und heute im Geiste vital und lebendig sein? Ja, sollten sie auf ewig verurteilt und vernichtet sein? Nein, keineswegs - Gott bewahre! - und tausendmal nein!...

Tatsächlich verlangt das ganze All, erfordern die Realitäten dieser Welt seine Auferstehung. Nun aber haben

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im «Ayetu-l'Kubra» (Das Große Zeichen) genannten "Siebenten Strahl" dreiunddreißig überwältigend einstimmige Beweise, ein jeder einzelne so stark wie ein Berg, ergeben, dass dieses ganze Universum aus einer einzigen Hand hervorgegangen, und das Eigentum eines einzigen Herrschers ist. Sie zeigen, dass die Einheit Gottes und Seine Allgegenwart (Vahdet ve Ahadiyet) die Quelle Seiner göttlichen Vollkommenheit ist. Unter dieser zweifachen Einheit wurde das ganze Weltall gleich gehorsamen Soldaten und dienstfertigen Beamten diesem einen Herrn unterstellt. Unter der Betrachtung des Kommens eines solchen Jenseits bleibt Seine Vollkommenheit vor dem Sturz, Seine absolute Gerechtigkeit vor grenzenlos gnadenlosem Spott, Seine universale Weisheit vor Torheit und Ausschweifung, Seine alles umfassende Barmherzigkeit vor lasterhaften Spielen und grausamen Vergnügungen, die Würde Seiner Allmacht vor würdeloser Schwäche bewahrt, rein erhalten und geheiligt. Sicherlich und gewiss wird der Jüngste Tag, wie wir aus hundert Anmerkungen über den Glauben an Allah (Iman-i billah) und aus den sechs vorangegangenen «madem (überdies, nun, aber, zudem)» -Abschnitten den Schluss ziehen müssen, in jedem Falle hereinbrechen. Die Wiederauferstehung und Wiederversammlung wird stattfinden. Es wird ein Haus der Bestrafung und der Belohnung eröffnet werden... sodass die obenerwähnte Bedeutung der Erde, ihre zentrale Lage und die Bedeutung der Menschheit und ihr Wert sich bewahrheiten. Dann wird sich die obenerwähnte Gerechtigkeit, Weisheit, Barmherzigkeit und Herrschaft des weisen Schöpfers und Herrn, des Lenkers und Leiters der Erde und ihrer Menschheit fest verankern und die obenerwähnten wahrhaftigen Freunde und alle, die sich nach Ihm sehnen, vor der ewigen Vernichtung bewahrt bleiben und er der größte und kostbarste unter diesen Freunden, der mit seinem heiligen Dienst das ganze Weltall glücklich und dankbar gemacht hat, seine Belohnung erhalten. So wird die Vollkommenheit des ewigen Königs vor Fehlern und Mängeln, Seine Macht vor Ohnmacht, Seine Weisheit vor

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Sinnlosigkeit und Seine Gerechtigkeit vor Ungerechtigkeit bewahrt, rein und geheiligt sein.

Kurzum: Da es nun einmal Gott gibt, gibt es mit Sicherheit auch ein Jenseits...

So wie aber nun die obenerwähnten drei Grundpfeiler des Glaubens (erkan-i imaniye: Allah, die Propheten und die heiligen Schriften) mit all den Zeugnissen, die ihnen zum Beweis dienen, zugleich auch Zeugnis und Beweis sind für die Wiederversammlung, so erfordern zugleich auch die anderen beiden Grundpfeiler des Glaubens in einer nachdrücklichen Weise diese Wiederversammlung und bezeugen und beweisen eine bleibende Welt:

وَبِمَلٰٓئِكَتِهِ وَبِالْقَدَرِ خَيْرِهِ وَشَرِّهِ مِنَ اللّٰهِ تَعَالٰى

{"Der Glaube an die Engel und die Macht (qader) des Guten und des Bösen von Allah dem Erhabenen."}

Es ist dies wie folgt: Alle Beweise, die zahllosen Zeugnisse und Dialoge, welche die Existenz der Engel, ihren Dienst vor Gott und die Anbetung, mit der sie beauftragt sind, bezeugen, bestätigen indirekt auch die Existenz der Welt der reinen Geister, die unsichtbare Welt, die beständige Welt, die Welt des Jenseits, jenes Haus der Glückseligkeit, das dereinst Dschinnen und Menschen beleben werden, das Dasein von Himmel und Hölle. Denn die Engel dürfen diese Welten mit göttlicher Erlaubnis schauen und besuchen, und alle die Engel vor Gottes Thron (melaike-i muqarrebin), die wie der Erzengel Gabriel vertrauten Umgang mit den Menschen pflegten, berichten übereinstimmend über die Existenz der obenerwähnten Welten, und dass sie selbst darinnen verweilen. So wie wir von der Existenz des amerikanischen Kontinents auch dann wissen, wenn wir nicht selbst dort gewesen sind, und zwar aufgrund der Nachrichten derer, die von dort herübergekommen sind, so müssen wir auch aufgrund der Kunde der Engel an die Existenz einer beständigen Welt, eines "Hauses des

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Jenseits", an Himmel und Hölle mit absoluter Sicherheit glauben, denn sie hat die hundertfache Kraft einstimmiger Überlieferung (tevatur). Und deshalb glauben wir daran.

Des Weiteren weisen auch alle die Zeugnisse, welche im "Sechsundzwanzigsten Wort", «Risale-i Qader» (Abhandlung über das göttliche Vorherwissen) genannt, den Glaubensgrundsatz des Glaubens an «Qader» bestätigen, indirekt auch auf die Wiederversammlung, die Offenlegung der persönlichen Auszeichnung (suhuf) und das Abwägen der Taten auf der Großen Waage hin. Denn die Konsequenz (qader) aller Dinge ist vor unseren Augen auf den Tafeln der Ordnung und Ausgewogenheit aufgezeichnet, der Lebenslauf alles Lebendigen ist aufgespeichert in seinem Erinnerungsvermögen, in den Samenkörnern und anderen, einer Tafel vergleichbaren Dingen, die Taten aller geistbegabten Wesen, insbesondere aber der Menschen sind eingetragen und festgehalten auf den Wohlverwahrten Tafeln (elvah-i mahfudha). Mit Sicherheit kann eine so umfangreiche Konsequenz (qader), eine Weisheit von solcher Folgerichtigkeit, eine so sorgfältige Aufzeichnung, diese schriftliche Aufbewahrung nur dem Zweck einer öffentlichen Verhandlung vor einem obersten Gerichtshof dienen, um eine ewige Belohnung oder Bestrafung auszusprechen. Anderenfalls bliebe diese umfangreiche und bis in die kleinsten Feinheiten hineinreichende Aufzeichnung und Aufbewahrung ganz und gar ohne Sinn und Wert. Sie würde der Weisheit und Wahrhaftigkeit widersprechen. Ja, mehr noch, würde eine Wiederversammlung nicht stattfinden, würde auch der ganze Sinn eines solchen universalen Buches, geschrieben mit der Feder folgerichtiger Bestimmtheit (qader), nichtig werden. Das aber kommt unmöglich in Betracht, wäre unvorstellbar, einer Leugnung des Universums vergleichbar, nicht mehr als ein Fieberwahn...

Zusammenfassung:

Die fünf Glaubensgrundsätze mit all ihren Beweisen zeigen uns die Belege für Tatsache und Ereignis der Auferstehung und Wiederversammlung,

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für Dasein und Eröffnung einer jenseitigen Wohnstatt und fordern uns dazu auf, dafür Zeugnis abzulegen. Da es nun aber für die Tatsache der Wiederversammlung solche ihrer Wichtigkeit völlig entsprechende, unerschütterliche und starke Stützen und Zeugnisse gibt, befasst sich ungefähr ein Drittel des Qur'an, der in seiner Verkündigung ein Wunder ist, mit der Wiederversammlung und dem Jenseits, macht sie zum Grundstein und baut alles auf diesem fundamentalen Prinzip jeglicher Wahrheit auf...

(damit schließt diese Einführung)

Am Anfang des ersten Kapitels von neun Kapiteln, welche die neun Arten von Zeugnissen für die Wiederversammlung behandeln, finden sich die folgenden Ayat als ein wunderbarer Hinweis:

﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ٭ فَسُبْحَانَ اللَّهِ حِينَ تُمْسُونَ وَحِينَ تُصْبِحُونَ ٭ وَلَهُ الْحَمْدُ فِى السَّموَاتِ وَالْاَرْضِ وَعَشِيًّا وَحِينَ تُظْهِرُونَ ٭ يُخْرِجُ الْحَىَّ مِنَ الْمَيِّتِ وَيُخْرِجُ الْمَيِّتَ مِنَ الْحَىِّ وَيُحْيِى الْاَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا وَكَذلِكَ تُخْرَجُونَ ﴾

{"Lob sei Allah, wenn für Euch die Abendzeit gekommen ist und die Morgenstunde und Preis sei Ihm in den Himmeln und auf der Erde zur Mittagsstunde und wenn der Tag sich neigt. Er schenkt der Erde wieder das Leben nach ihrem Tode und so werdet auch ihr wieder hervorgerufen werden." (Sure 30, 17-19)}

Wir wollen hier einen unumstößlichen Beweis und ein offensichtliches Zeugnis anführen, das sich aus dem Erlass über die Wiederversammlung ergibt, und es inshaallah (so Gott will!), erklären und erläutern.

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Das Zehnte Zeugnis für den Glauben

Zwanzigster Brief
بِاسْمِهِ سُبْحَانَهُ ٭ وَاِنْ مِنْ شَىْءٍ اِلاَّ يُسَبِّحُ بِحَمْدِهِ
﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾
لآ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ وَحْدَهُ لاَ شَرِيكَ لَهُ لَهُ الْمُلْكُ وَلَهُ الْحَمْدُ يُحْيِى وَيُمِيتُ وَهُوَ حَىٌّ لاَ يَمُوتُ بِيَدِهِ الْخَيْرُ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ وَاِلَيْهِ الْمَصِيرُ

{"Im Namen dessen, der gepriesen sei! Und es gibt wahrlich kein Ding, das Ihn nicht in Dankbarkeit preist." "Im Namen Gottes, des Erbarmens, des Barmherzigen." "Es gibt keinen Gott (ilah) außer Gott (Allah). Er ist der Einzige, Er hat keinen Partner. Ihm ist das Reich und Ihm gebührt der Dank. Er gibt das Leben und den Tod. Er ist der Lebendige. Nicht stirbt Er. Alles Gute liegt in Seiner Hand und Er ist aller Dinge mächtig und bei Ihm ist unsere Bestimmung."}

Dieser Satz, dessen Wiederholung nach dem Morgen und Abendgebet sehr viel Segen bringt, der die Einheit Gottes ausdrückt, und der nach einer zuverlässigen Überlieferung (des Propheten; rivayeti sahiha) die höchste Stufe des Gewaltigen Namens Gottes (ismi 'adham) in sich enthält, besteht aus elf Worten. In jedem seiner Worte liegt sowohl eine frohe Botschaft, als auch eine Stufe zur Einheit (Tauhid) in Seiner Herrschaft, wie auch die Größe und die Vollkommenheit Seiner Einheit (Vahdet) in Seiner Allgegenwart um Seines gewaltigen Namens willen. Wir überlassen die Erklärung dieser großen und erhabenen Wahrheit anderen "Worten (Abhandlungen)" und wollen hier wegen eines Versprechens kurz zusammengefasst eine sinngemäße Wiedergabe des Inhaltes in zwei "Kapiteln" und einer "Einführung" geben.

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Einführung

Wisse mit Sicherheit: Das höchste Ziel der Schöpfung und die erhabenste Frucht der Natur ist der Glaube an Gott. Die erhabenste Stufe der Humanität und der Menschheit höchster Rang (maqam) liegt in der Gotteserkenntnis, die aus dem Glauben an Gott erwächst. Überaus strahlende Glückseligkeit und süßeste Gnadengabe für Dschinnen und Menschen liegt in der Gottesliebe, die in der Gotteserkenntnis liegt. Die reinste Freude für die Seele (ruh) und ungetrübter Frohsinn für das Herz des Menschen liegt in dem Wohlgeschmack des Geistes, der in der Gottesliebe liegt.

In der Tat liegt alle wahre Glückseligkeit, reine Freude, angenehmer und ungetrübter Genuss mit Sicherheit in der Gotteserkenntnis und der Gottesliebe. Eines kann ohne das andere nicht sein. Wer Gott den Gerechten kennt und liebt, empfängt ohne alle Grenzen Glückseligkeit, Gnadengeschenke, Licht und (die Erkenntnis) der Geheimnisse entsprechend seinen Fähigkeiten oder Taten. Wer Ihn nicht wirklich kennt und liebt, muss hingegen physisch wie psychisch Qualen, Leiden und Sorgen ohne alle Grenzen erfahren.

Ein Mensch in dieser (von Katastrophen) geschüttelten Welt, unter dem ratlosen Menschengeschlecht, der in diesem seinem fruchtlosen Leben, so herrenlos, schutzlos, schwach und besitzlos, zwar der König der ganzen Welt wäre, was könnte es ihm bringen? So kann denn, wenn ein Mensch unter diesem ratlosen Menschengeschlecht, in dieser (von Katastrophen) geschüttelten Welt seinen Herrn nicht fände, seinen Meister nicht kennte, jeder verstehen, in was für einem Zustand heilloser Verwirrung er sich dann befindet. Wenn er seinen Herrn erkannt, seinen Meister gefunden hat, so kann er jederzeit zu Seiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen und sich auf Seine Macht stützen. Dann verwandelt sich diese öde Welt für ihn in einen Ausflugsort (zu dem er aus dem

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Paradies gekommen ist) und einen Marktplatz (an dem er seinen Handel für das Jenseits betreibt).

Erstes Kapitel

In jedem der Elf Wörter dieses Satzes, die das "Wort der Einheit (Tauhid)" formen, liegt eine frohe Botschaft. Und in jeder Botschaft liegt eine Genesung und in jeder Genesung eine innere Freude.

Erstes Wort:

In dem Wort

﴿ لآَ اِلٰهَ اِلاَّ اللّٰهُ ﴾

{"Es gibt keinen Gott außer Allah!"}

"La ilaha illa'llah" liegt folgende frohe Botschaft: Die Menschenseele (ruh), die grenzenlos vielen Bedürfnissen verfallen und den Angriffen von grenzenlos vielen Feinden ausgesetzt ist, findet in diesem Wort den Punkt, von dem aus sie um Hilfe bitten kann, der ihr das Tor zur Schatzkammer der Barmherzigkeit öffnet, die all ihre Bedürfnisse zu decken vermag, und sie findet darin den Stützpunkt, der ihr ihren Angebeteten und Schöpfer, der der Herr über die absolute Macht ist, die ihr Sicherheit vor allem Übel ihrer Feinde gewährt, zu verstehen gibt und ihr bekannt macht. Es zeigt ihr ihren Herrn und verweist darauf, wer ihr König ist. Dieser Hinweis befreit das Herz von ihrer vollständigen Einsamkeit und die Seele (ruh) von zerstörender Trauer und verschafft ewige Freude und bleibenden Frohsinn.

Zweites Wort:

وَحْدَهُ

{"Er ist ein einziger."}

"Vahdahu", in diesem Wort liegt eine heilende, glückliche,

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frohe Botschaft. Es ist dies wie folgt: Die Menschenseele und das Menschenherz, die mit den meisten Arten im Kosmos verbunden sind und durch diese Verbundenheit bis zum Ersticken ins Elend und in Verwirrung geraten, finden in dem Wort وَحْدَهُ {"Er ist ein einziger."} "Vahdahu" eine Burg und ihre Rettung, sodass sie aus aller Verwirrung und allem Elend befreit werden. Das heißt: وَحْدَهُ {"Er ist ein einziger."} "Vahdahu" sagt sinngemäß: Gott ist einer. Mach dir nicht solch vergebliche Mühe, indem du dich anderen Dingen (außer Gott) zuwendest. Verpflichte dich ihnen nicht zur Dankbarkeit, indem du sie anbettelst. Unterwirf dich ihnen nicht, indem du ihnen hinterher läufst. Zittere nicht vor ihnen in deiner Angst. Denn: Der König des Kosmos ist einer. Die Schlüssel aller Dinge liegen bei Ihm. Die Zügel aller Dinge liegen in Seiner Hand. Alles geschieht durch Seinen Befehl. Findest du Ihn, so hast du alles gefunden, was du wünschst und dich vor grenzenlos vielen Dankesschulden und Ängsten gerettet.

Drittes Wort:

لاٰشَرِيكَ لَهُ

{"Er hat keinen Partner."}

"La scharika lahu", das heißt: So wie Seine Gottheit und Seine Herrschaft keinen Teilhaber kennt, so kann es Gott nur in der Einzahl, nie in der Mehrzahl geben. Genauso braucht Er auch bei der Erschaffung (aller Dinge), der Versorgung (aller Lebewesen), und der Ausführung (all Seiner Pläne) keinen Teilhaber. Manchmal geschieht es, dass der König zwar nur einer ist, es in seiner Herrschaft auch keine Teilhaberschaft gibt, die Beamten aber in der

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Ausführung (seiner Pläne) sich als seine Teilhaber zählen und verhindern, dass ein jeder (frei und ungehindert) vor ihn hin treten kann. Sie sagen: "Du musst auch bei uns vorsprechen!" Gott der Gerechte, der der König aller Ewigkeiten ist, der keinen Teilhaber in Seiner Herrschaft kennt, braucht auch bei der Ausübung Seiner Herrschaft keine Helfer und keine Teilhaber. Ohne Seinen Befehl und Seinen Willen, ohne Seine Macht und Seine Kraft kann kein Ding an keinem Ding etwas bewirken. Jeder kann sich unmittelbar an Ihn wenden. Da Er keinen Teilhaber und keine Helfer hat, wird dem Mann, der sich an Ihn wenden will, nicht gesagt: "Das ist verboten. Du darfst nicht vor Ihn hin treten." So bringt denn jenes Wort für die Menschenseele folgende frohe Botschaft:

Die Menschenseele, die den Glauben mit ihren Händen ergriffen hat, kann ohne Hindernis, ohne Einmischung, ohne Sperre, ohne Widerstand, in jeder Lage, für jeden Wunsch, in jeder Zeit, an jedem Platz, in die Audienz des majestätischen Schönen, vollkommen Allmächtigen, der alle Ewigkeiten und die Schatzkammern der Barmherzigkeit besitzt und Herr über die Schätze der Glückseligkeit ist, treten und ihre Bedürfnisse vortragen. Indem sie Seine Barmherzigkeit findet und sich auf Seine Macht stützt, kann sie vollkommene Freude und Frohsinn erlangen.

Viertes Wort:

لَهُ الْمُلْكُ

{"Sein ist das Reich."}

"Lahul'mulk", das heißt: Das ganze Reich ist Sein Eigentum. Du bist sowohl Sein Eigentum. Ihm gehört, was du hast und was du bist, die Arbeit, die du verrichtest und der Platz, an dem du arbeitest. So verkündet dieses Wort eine solche heilende Botschaft und sagt dir: Oh Mensch! Halte dich nicht selbst für dein Eigentum. Denn du kannst dich selbst nicht verwalten. Diese Bürde ist dir zu schwer. Allein kannst du dich nicht schützen. Vor Unglücken kannst du dich nicht behüten und die elementaren

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Notwendigkeiten nicht herbeischaffen. Daher verfalle nicht unnötig in Sorge und quäle dich nicht! Das Reich gehört einem anderen. Jener Eigentümer ist sowohl allmächtig als auch barmherzig. Verlasse dich auf Seine Macht und bezweifele nicht seine Barmherzigkeit. Lass die Sorgen los und fühle dich wohl. Wirf die Mühsal von dir weg und finde zur Freude.

Darüber hinaus besagt es: Diese Welt, die du in deinem Inneren liebst und dich mit ihr verbunden fühlst, über deren desolaten Zustand du traurig bist und der du doch nicht helfen kannst, ist das Eigentum des barmherzigen Allmächtigen. Vertraue dieses Gut Seinem Eigentümer an. Überlass es Ihm! Ziehe nicht Anstrengung und Qual daraus, sondern Freude. Er ist sowohl der Weise als auch der Barmherzige. In Seinem Reiche verfügt Er nach Seinem Wohlgefallen, lenkt und leitet es, so wie Er es will. Im Moment des Schreckens sage wie Ibrahim Hakki "Wollen wir doch einmal sehen, was der Herr macht und wie schön Er es macht." Beobachte doch einmal vom Fenster aus und begib dich nicht hinein in die Dinge.

Fünftes Wort:

لَهُ الْحَمْدُ

{"Sein ist der Dank."}

"Lahul'Hamd", das heißt: Alles Lob, Preis und Dank gehört und gebührt Ihm. Also sind die Gnadengeschenke von Ihm und kommen aus Seiner Schatzkammer. Was aber die Schatzkammer betrifft, so ist sie immer vorhanden. Nun bringt dieses Wort eine frohe Kunde und sagt dir:

Oh Mensch! Gräme dich nicht, wenn Geschenke verfallen. Denn die Schatzkammer der Barmherzigkeit erschöpft sich nicht. Denke nicht an das Ende der Freude und klage nicht über dein Leid. Denn dieses Geschenk ist die Frucht einer unendlichen Barmherzigkeit. Solange noch der Baum lebt, gibt es immer wieder eine neue Frucht an Stelle der vorangegangenen. Wenn du in deiner

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Freude über ein Gnadengeschenk in Dankbarkeit an deine Freude über diese Gunst Seiner Barmherzigkeit denkst, welche eine noch hundert Mal größere Freude mit sich bringt, kannst du deine Freude mit einem Mal noch hundertfach steigern. Wie das Geschenk eines Apfels, welches ein ruhmreicher König dir macht, dich die Freude Seiner königlichen Huld erleben lässt, die die Freude über den Geschmack eines Apfels hundert, ja tausend Mal übersteigt, so öffnet dir das Wort لَهُ الْحَمْدُ {"Sein ist der Dank."} «Lahul'Hamd», das heißt mit Lob und Dank, d. h. indem du in der Gabe, in dem Geschenk die Schenkung verspürst, in ihr seinen Geber erkennst, und an die Gunst Seiner Barmherzigkeit denkst, d.h. an die Zuwendung Seiner Liebe und an die Fortdauer Seiner Schenkung, das Tor zu einer inneren Freude, die die Freude über das Geschenk tausendfach übersteigt.

Sechstes Wort:

يُحْيِى

{"Er belebt."}

"Yuhyi", das heißt: Derjenige der das Leben gibt, ist Er. Derjenige, der das Leben durch Versorgung fortsetzt, ist auch Er. Derjenige, der die Bedingungen für das Leben gewährleistet, ist wiederum Er. Die hohen Ziele des Lebens gehören Ihm und die bedeutenden Ergebnisse sind auf Ihn hin ausgerichtet. Neunundneunzig Prozent seiner Frucht gehören Ihm. Also ruft jenes Wort dem vergänglichen und schwachen Menschen, von weitem folgendermaßen zu, bringt ihm die frohe Botschaft und sagt:

Oh Mensch! Mühe und plage dich nicht, die schwere Last des Lebens auf deine Schultern zu nehmen! Verfalle nicht in Trübsal, wenn du an das Vergehen des Lebens denkst. Bereue nicht, dass du in die Welt gekommen bist,

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wenn du nur ihre irdischen und unbedeutenden Früchte siehst. Vielmehr gehört die Lebensmaschine in dem Schiff, das dein Körper ist, dem Aus-sich-selbst-bestehenden und Lebendigen (Hayy ve Qayyum). Er deckt alle Ausgaben und sorgt für alles Lebensnotwendige. Dieses Leben kennt sehr viele Zielsetzungen und (ebenso viele) Ergebnisse und Sein sind sie alle. Du bist nur ein Steuermann auf diesem Schiff. Versieh deine Aufgabe gut, dann nimm deinen Lohn und danach ruh dich aus! Denke daran, wie kostbar dieses Lebensschiff ist, welch schönen Nutzen es bringt, wie gastfreundlich und barmherzig der Herr ist, der der Eigentümer dieses Schiffes ist, freue dich, danke und verstehe, dass alle Ergebnisse, die dieses Schiff erbringt, in gewisser Weise in das Buch deiner Taten eingetragen werden und dir das Leben geben und sichern, das dir für die Ewigkeit bleibt und dauert, wenn du deine Aufgabe aufrichtig erfüllst.

Siebentes Wort:

وَيُمِيتُ

{"Und Er gibt den Tod."}

"Wa yumit", das heißt: Derjenige, der den Tod gibt, ist Er, d.h.: Er entbindet dich von der Aufgabe deines Lebens, tauscht deinen Platz in dieser vergänglichen Welt und befreit dich von den Anstrengungen deines Dienstes. Das heißt: Er versetzt dich aus dem vergänglichen Leben ins ewig bleibende Leben. Dieses Wort ruft den Menschen und Dschinnen mit lauter Stimme zu und sagt:

Gute Nachricht für Euch! Der Tod ist keine Hinrichtung, er ist nicht das Nichts, kein Verwehen und Vergehen, kein Ende, keine ewige Trennung, keine völlige Leere, kein Zufall, kein Abbruch ohne einen, der wieder aufbaut, im Gegenteil: er ist eine Entlassung durch einen allweisen und allbarmherzigen Schaffer (fa'il), ein Platzwechsel. Er ist ein Transport zur ewigen Glückseligkeit, zu Eurer eigentlichen Heimat. Er ist ein Tor, (hinter dem die

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Menschen) zusammenkommen, um (hinüber zugehen) in die Welt des Zwischenreiches (Bersah), ein Versammlungsort für Neunundneunzig Prozent Eurer Freunde.

Achtes Wort:

وَهُوَ حَىٌّ لاَ يَمُوتُ

{"Und Er ist der Lebendige, der nicht stirbt."}

"Wa huva hayyulla yamut", das heißt: Der unvergängliche Angebetete (Ma'budu Lamyesal), der immerwährende Geliebte (Mahbubu Layesal), der Schönheit (Djemal), Vollkommenheit (Kemal) und Güte (ihsan) besitzt, die unendlich hoch über aller Vollkommenheit, Schönheit und Güte steht, die in allem Sein der ganzen Schöpfung sichtbar wird und Anlass zur Liebe ist. Ein einziger Funke Seiner Schönheit ist genug für alle Geliebten. Sein immerwährendes Leben reicht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist rein von allem Unrat des Zerfalls und der Vergänglichkeit, ungetrübt von allen Störungen, verursacht durch Fehler und Mängel. So macht also dieses Wort allen Menschen und Dschinnen, allen, die über ein Bewusstsein verfügen, und allen (Gott)liebenden bekannt:

Gute Nachricht für Euch! Ihr habt einen Geliebten, der euch ewig bleibt, der die Wunden der grenzenlos vielen Trennungen von euren Geliebten heilt und mit Salbe bestreicht. Weil es Ihn aber gibt und da Er für ewig bleibt, soll euch kein Kummer quälen, was immer auch geschehen mag. Vielmehr sind die Schönheit und die Güte, die edlen Vorzüge und die Vollkommenheit, die der Grund eurer Liebe zu euren Geliebten ist, nur der Schatten eines überaus schwachen Schattens des Abglanzes ewiger Schönheit, der die vielen Schleier des Geliebten durchdringt, der für ewig bleibt. Ihr Untergang soll euch nicht verletzen. Denn sie sind eine Art Spiegel. Der Wechsel dieser Spiegel erneuert und verschönert die prachtvolle Erscheinung Seiner Schönheit. Ist Er aber da, so ist alles da.

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Neuntes Wort:

بِيَدِهِ الْخَيْرُ

{"In Seiner Hand ist das Gute."}

"Biyedihil'hayr", das heißt: Alle Wohltaten liegen in Seiner Hand. Alles, was ihr Gutes tut, wird auf Seinem Konto gebucht. Alle guten Taten, die ihr verrichtet, werden bei Ihm registriert. Dieses Wort ruft also den Menschen und Dschinnen zu und verkündet ihnen frohe Botschaft. Es sagt:

Oh ihr Hilflosen! Wenn ihr auf den Friedhof umzieht, sollt ihr nicht verzweifeln und wehklagen: "Oh weh! Unser Besitz wurde zerstört, und unsere Arbeit wurde zunichte. Wir sind aus dieser schönen und weiten Welt heraus und in jene enge Erde hineingekommen." Denn alles was euch gehört, wird für euch aufbewahrt. Alle eure Taten wurden aufgezeichnet. Alle eure Dienste wurden eingetragen. Der majestätische Herr, der eure Dienste belohnen wird und in dessen Hand alles Gute liegt und der alle Wohltaten hervorzubringen weiß, nimmt Euch hinweg und lässt euch vorübergehend unter der Erde verweilen. Dann lässt er euch in Seine Audienz bringen. Welch ein Glück für euch, dass ihr eure Dienste und eure Aufgaben zu Ende gebracht habt. Eure Mühe ist zu Ende und ihr geht in Seine Ruhe und Barmherzigkeit ein. Dienst und Anstrengung sind beendet und ihr geht, euren Lohn zu empfangen. Mit Sicherheit wird der majestätische Allmächtige, der die Samenkerne und Körner aufbewahrt, die die Seiten des Buches der Taten des vergangenen Frühlings und die kleinen Speicher seiner Dienste sind, und in dem kommenden Frühling überaus prachtvoll, ja hundertfach ertragreicher als den ursprünglichen Kern wieder aufkeimen lässt und ausbreitet, auch die Ergebnisse eures Lebens genauso aufbewahren und eure Dienste in Überfülle belohnen.

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Zehntes Wort:

﴿ وَهُوَ عَلٰى كُلِّ شَىْءٍ قَدِيرٌ ﴾

{"Und Er ist aller Dinge mächtig."}

"Wa huva ala kulli shay'in qadier", das heißt: Er ist der Eine in Seinem Herrschaftsbereich und in Seinem Wesen. Er ist aller Dinge mächtig. Nichts fällt Ihm schwer. Die Erschaffung eines Frühlings ist Ihm so leicht wie die Erschaffung einer Blume. Die Erschaffung des Paradieses ist Ihm so leicht wie die Erschaffung eines Frühlings. Die grenzenlos vielen Kunstwerke die Er an jedem Tag, in jedem Jahr und in jedem Jahrhundert von Grund auf neu erschafft, bezeugen mit unendlich vielen Zungen Seine unendliche Macht. Auch dieses Wort bringt eine gute Nachricht. Es sagt:

Oh Mensch! Die Dienste, die du versiehst, und die Anbetung Gottes, die du verrichtest, ist nicht vergeblich. Ein Ort der Belohnung, ein Land der Glückseligkeit sind für dich bereitgestellt. Anstelle dieser deiner vergänglichen Welt erwartet dich ein ewig bleibendes Paradies. Glaube an das Versprechen des majestätischen Schöpfers, den du anbetest, und den du erkennst, und verlass dich darauf. Es ist Ihm unmöglich, Seinem Versprechen entgegengesetzt zu handeln. Seine Macht kennt in keiner Hinsicht irgend eine Unvollkommenheit. In Seiner Tätigkeit kann eine Schwäche nicht aufkommen. Wie Er deinen Garten erschafft, so vermag Er auch das Paradies für dich zu erschaffen und hat es sogar erschaffen und es dir versprochen. Da Er es dir versprochen hat, wird Er dich auf jeden Fall auch dahin bringen.

Nun aber ist es ganz offensichtlich, dass in jedem Jahr mehr als dreihunderttausend Arten und Völker unter den Tieren und Pflanzen auf der Erde in vollkommener Ordnung und Wohlausgewogenheit, in höchster Geschwindigkeit und mit vollendeter Leichtigkeit wieder versammelt und verbreitet werden. Mit Sicherheit ist einer, der in

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Seiner Majestät so allmächtig ist (dies alles zu bewirken), auch dazu in der Lage, Sein Versprechen einzulösen. Da also nun ein so absolut Allmächtiger in jedem Jahr tausenderlei Musterbeispiele der Wiederversammlung und des Paradieses erschafft, und da Er nun einmal durch alle Seine vom Himmel herab gesandten Erlasse die ewige Glückseligkeit verspricht und das Paradies verkündet, und da alle Seine Ausführungen und Handlungen nun einmal wahr und wirklich, aufrichtig gemeint und ernst zu nehmen sind, und da alle Vollkommenheit (soweit wir sie wahrnehmen können) nun einmal durch das Zeugnis Seiner Werke auf Seine unendliche Vollkommenheit (jenseits unseres Fassungsvermögens) hinweisen und für sie Zeugnis ablegen und es bei Ihm keinerlei Fehler und Mängel gibt, und da als hässlichste Eigenschaften, als Fehler und Mängel gelten, nicht zu seinem Wort zu stehen, es zu brechen, zu lügen und zu täuschen, wird dieser Allmächtige in Seiner Majestät, der Allweise in Seiner Vollkommenheit, der Allbarmherzige in Seiner Schönheit mit Sicherheit und in jedem Fall Sein Versprechen einlösen, die Pforte zur ewigen Glückseligkeit öffnen und euch, oh Ihr Leute des Glaubens, ins Paradies, in die ursprüngliche Heimat eures Vaters Adam führen.

Elftes Wort:

وَاِلَيْهِ الْمَصِيرُ

{"Und zu Ihm ist unsere Bestimmung."}

"Wa ilaihil'masier", das heißt: Die Menschen, die für Geschäft und dienstlichen Auftrag mit wichtigen Aufgaben in diese Welt, an diesen Ort der Prüfung, gesandt werden, und ihr Geschäft abgeschlossen, ihren Auftrag erfüllt und ihren Dienst vollendet haben, werden wieder zu dem majestätischen Schöpfer, der sie gesandt hat, zurückkehren und sich mit ihrem gastfreundlichen (keriem) Herrn begegnen. Das heißt: Sie verlassen diesen vergänglichen Ort und werden mit der Gegenwart Seiner

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Hoheit an dem ewig bleibenden Ort beehrt. Das heißt: Sie befreien sich von dem Gewirr aus (bewirkenden) Ursachen und von dem verfinsternden Schleier aus (bewirkenden) Mitteln und werden sich mit dem allbarmherzigen Herrn am Sitz Seines ewigen Königreiches ohne alle verschleiernde (Mittel und Ursachen) treffen. Jeder wird unmittelbar (und ganz) persönlich den kennen lernen, der sein Schöpfer, Angebeteter, Versorger, Herr und Besitzer ist, und Ihn finden. Nun bringt dieses Wort eine solch frohe Botschaft, wie sie über jeglichen frohen Botschaft steht. Und sie besagt:

Oh Mensch! Weißt du eigentlich, wohin du gehst? Und wohin du geführt wirst? Du gehst in das Land der Barmherzigkeit und in die Gegenwart des majestätischen Schönen (Djemil), dessen Schönheit eine Stunde zu schauen nicht einmal einem tausendjährigen Leben im Paradies gleichkommt, wo eine einzige Stunde im Paradies zu leben aber nicht einmal einem glücklichen Leben von tausend Jahren auf Erden gleichwertig ist, wie bereits am Schluss des Zweiunddreißigsten Wortes gesagt wurde. Was die Schönheit und Vollkommenheit allen Seins auf Erden und derer, in die ihr verliebt und denen ihr verfallen seid, und nach denen ihr sehnsüchtig verlangt, betrifft, so sind sie eine Art Schatten der Erscheinung Seiner Schönheit und kommen von der Vollkommenheit Seiner Namen. Das ganze Paradies ist mit all seinen Feinheiten eine Erscheinung Seiner Barmherzigkeit. Was all die Arten von Liebe und Begeisterung, Zuneigung (des Schülers) und Anziehungskraft (des Lehrers) betrifft, so sind sie ein Funke Seiner Liebe. Ihr geht zu dem immerwährenden Angebeteten, dem für ewig Geliebten in das Land Seiner Gegenwart. Und ihr werdet eingeladen in das Paradies, wo Sein ewiges Gastmahl ist. Daher sollt ihr durch das Tor des Grabes nicht weinend gehen, sondern in Heiterkeit. Außerdem bringt dieses Wort folgende frohe Botschaft. Es besagt:

Oh ihr Menschen! Ihr sollt euch nicht vorstellen und nicht denken, dass ihr in die Vergänglichkeit, in das

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Nichts, in die Verlorenheit, in die Finsternis, in die Vergessenheit, in die Verwesung, in die Auflösung, geht, oder in der Vielfalt (der Ursachen) ertrinken werdet! Ihr geht nicht in die Vergänglichkeit (fena), sondern in die Beständigkeit (beqa), werdet nicht in das Nichts, das Fernesein, sondern in die immerwährende Anwesenheit geführt werden, tretet nicht in die Finsternis, sondern in die Welt des Lichtes ein. Ihr seid auf dem Weg zu eurem wahren Besitzer und Eigentümer und kehrt zur Residenz des ewigen Königs zurück. Ihr werdet nicht in der Vielfalt ertrinken, sondern im Lande der Einheit des Allgegenwärtigen wieder aufatmen dürfen. Ihr seid nicht auf Trennung, sondern auf eine Zusammenkunft hin angelegt.

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Das elfte Zeugnis für den Glauben

Zweiundzwanzigstes Wort
Erstes Kapitel
﴿ بِسْمِ اللّٰهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ ﴾
﴿ وَيَضْرِبُ اللّٰهُ الْاَمْثاَلَ لِلنَّاسِ لَعَلَّهُمْ يَتَذَكَّرُونَ ٭ وَتِلْكَ الْاَمْثاَلُ نَضْرِبُهَا لِلنَّاسِ لَعَلَّهُمْ يَتَفَكَّرُونَ ﴾

{"Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Allbarmherzigen. Gott stellt für die Menschen Gleichnisse auf, damit sie sich ermahnen lassen sollten." (Sure 14, 25) "Und so stellt Gott Gleichnisse für die Menschen auf, damit sie darüber nachdenken sollten." (Sure 59, 21)}

Einst wuschen sich zwei Männer in einem Teich. Da verloren sie wunderbarer Weise das Bewusstsein. Als sie ihre Augen wieder öffneten, sahen sie, dass sie in eine sonderbare Welt versetzt worden waren. Es war dies eine Welt, in der Anordnung und Einordnung an ein Königreich, ja eine Burg, ja sogar ein Schloss denken ließ. Voll Erstaunen blickten sie sich um. Sobald man sie in gewisser Weise betrachtete, schien sie eine riesengroße Welt zu sein. Betrachtete man sie in einer anderen Art, erschien sie ihnen wie ein wohlgeordnetes Königreich. Besahen sie sie in wieder einer anderen Art, glich sie einer vollendet schönen Burg. Und blickten sie abermals in einer anderen Weise auf sie, so kam sie ihnen wie ein Schloss vor, das eine weitere außerordentlich prächtige Welt in seinem Inneren beherbergte. Sie wanderten darin umher und betrachteten sie. Sie bemerkten, dass sie von Geschöpfen bewohnt war, die sich auf irgendeine Art miteinander verständigten. Doch verstanden sie deren Sprache

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nicht. Sie schlossen aber aus ihrem Verhalten, dass sie wichtige Aufgaben wahrnahmen und bedeutende Aufträge erfüllten.

Da sagte der eine der beiden Männer zu seinem Gefährten: "Dies ist eine wunderbare Welt, die sicherlich ihren Verwalter, ein wohlgeordnetes Königreich, das auch einen König, eine vollendet schöne Burg, die auch einen Burgherr, ein kunstvoll erbautes Schloss, das sicherlich auch seinen Baumeister hat. Wir sollten uns darum bemühen, ihn kennen zu lernen. Denn Er war es verständlicher Weise, der uns hierher gebracht hat. Wenn wir Ihn nicht kennen lernen, wer anders sollte uns dann helfen. Was können wir sonst schon von diesen armen Geschöpfen hier erwarten, deren Sprache wir nicht verstehen und die uns gar nicht beachten? Außerdem wünscht der Herr, der diese riesengroße Welt in der Gestalt eines Königreiches, in der Form einer Burg, nach Art eines Schlosses gemacht und von seinem Anfang bis an sein Ende von wunderbaren Dingen erfüllt hat, es mit allen Arten von Ornamenten verziert und es mit eindruckerweckenden Wunderwerken ausgestattet hat, sicherlich etwas von uns und all denen, die hierher gekommen sind. Wir wollen Ihn kennen lernen. Zudem wäre es notwendig, zu erfahren, was Er von uns will."

Doch der andere entgegnete ihm: "Ich glaube nicht, dass es so einen Herrn, wie du sagst, überhaupt gibt und er diese ganze Welt hier völlig allein regiert." Sein Gefährte gab ihm zu Antwort: "Lernen wir Ihn nicht kennen und bleiben Ihm gegenüber gleichgültig, so ist der Vorteil, den wir dabei haben, gar keiner, der Nachteil, den das haben könnte, jedoch ein gewaltiger. Bemühen wir uns darum, Ihn kennen zu lernen, ist unser Einsatz nur ein geringer, der Gewinn, den wir erzielen könnten, jedoch ein gewaltiger. Ihm gegenüber gleichgültig zu bleiben ist also völlig sinnlos." Jener Verblendete erwiderte jedoch: "Ich erblicke all meine Ruhe und mein ganzes Wohlergehen gerade darin, gar nicht an Ihn zu denken. Außerdem beschäftige ich mich nicht mit Dingen, die mein Verstand

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nicht erfassen kann. Alle diese Dinge hier sind nur zufällig. Ich verstehe zwar nichts von diesen Dingen, doch läuft hier alles von selbst und geht mich nichts an." Sein verständiger Gefährte meinte aber: "Deine Verbohrtheit kann auch mich, ja sogar noch viele andere ins Unglück stürzen. Es geschieht manchmal, dass wegen eines Menschen Sittenlosigkeit ein ganzes Königreich untergeht." Wiederum wandte jener Verblendete ein: "Entweder beweist du mir unwiderleglich, dass dieses riesige Königreich einen einzigen König, einen einzigen Meister hat, oder aber du störst mich nicht länger!" Nun machte ihm sein Gefährte folgenden Vorschlag: "Da also nun deine Verbohrtheit sich zum Irrsinn steigert, wirst du noch mit deiner Verbohrtheit den Zorn über uns und sogar das ganze Land heraufbeschwören. So werde ich dir also nun an Hand von zwölf Beweisen aufzeigen, dass diese Welt, die einem Schloss gleicht, dieses Königreich, das einer Burg gleicht, einen einzigen Meister hat und dass es einzig dieser Meister ist, der alles regiert. Bei Ihm gibt es weder Fehler noch Mängel. Dieser Meister, den wir nicht sehen können, sieht uns und alle Dinge, hört alle unsere Worte. Alle Seine Taten sind einzigartig und wunderbar. Alle diese Geschöpfe, die wir hier sehen, sind, auch wenn wir ihre Sprache nicht verstehen können, in Seinen Dienst gestellt."

Erster Beweis

Komm her und schaue dich nach allen Richtungen um! Gib Acht auf alles! In allen diesen Dingen ist eine verborgene Hand am Werk. Denn siehe: ein Ding, das so klein ist wie ein Kern, der kaum soviel wiegt wie ein Dirhem (etwa 3g), vermag eine Last von tausenden Batman (etwa 8kg) zu tragen.

{(Anmerkung): Anspielung auf die Samenkörner, welche Bäume auf ihrem Kopf tragen.}

Dinge, ohne auch nur ein Stäubchen von

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Verstand, versehen überaus weisheitsvolle Aufgaben.

Das also heißt, dass sie nicht aus eigenem Antrieb arbeiten. Es ist da jemand im Verborgenen, der ihr mächtiger Herr ist und sie ans Werk setzt. Würden sie dies von sich aus tun, dann müsste alles hier im Lande rings umher einem Wunder gleichen. Es müssten alles dies hier außerordentliche Dinge sein, die von einem Wundertäter bewirkt wurden. Das aber wäre jedoch absurd.

Zweiter Beweis

Komm und achte einmal darauf, wie schön alle diese Felder und Wälder, die Straßen und Plätze, die Häuser und Wohnungen geschmückt sind! In ihnen allen gibt es etwas, das von diesem verborgenen Herrn Kunde gibt. Es ist so als trügen sie alle ein Siegel oder Wappen, dass von ihrem verborgenen Herrn Kunde gibt. Sieh doch einmal, was Er hier vor unseren Augen aus einem Dirhem Baumwolle schafft!

{(Anmerkung): Anspielung auf ein Samenkorn, z.B.: der Samen des Schlafmohns, fein wie Staub; der Kern einer Aprikose, leicht wie ein Dirhem (3g); ein Melonenkern. Sie bringen aus der Schatzkammer der Barmherzigkeit (Gottes) Blätter hervor, die feiner gewebt sind als ein Tuch, weiße und gelbe Blumen, die klarer und schöner sind als Batist, und Früchte, die aromatischer sind als alle Süßigkeiten, wohlschmeckender als Köfte (eine Art türkische Klößchen, meistens mit Fleisch) und feiner als jegliche Packung Feinkost und bieten sie uns an.}

Siehe, wie viele Ballen Tücher aller Art wie Batist oder Batikstoffe u. dgl. Er daraus hervorbringt! Siehe, wie viele Arten Süßigkeiten, wohlschmeckende Bällchen Köfte hier hergestellt werden! Kämen auch tausende von Menschen wie wir, sich damit zu bekleiden oder davon zu

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essen, es würde für sie alle reichen! Und betrachte einmal weiter, wie Er das Eisen hier, die Erde, das Wasser, die Kohle, das Kupfer, Silber und Gold unsichtbar in Seine Hand nimmt (und sie formt und in Seiner Hand aus Erde) Fleisch wird.

{(Anmerkung): Eine Anspielung auf die Erschaffung der (Körper der) Tiere aus den Elementen (der Erde) bzw. deren Samen.}

So komm also nun und siehe... Oh du unverständiger Mensch! Alle diese Werke sind jenem Herrn zu eigen, in dessen (Hand und) wunderbarer Macht das ganze Land ruht, mit allem, was zu ihm gehört. Alle entsprechen sie Seinen Wünschen.

Dritter Beweis

Komm und siehe diese einzigartigen, beweglichen Kunstwerke!

{(Anmerkung): Anspielung auf Tiere und Menschen. Denn ein Tier ist ein kleines Inhaltsverzeichnis dieser Welt und da auch der Mensch ein verkleinertes Abbild der Schöpfung (Körper, Seele, Geist) ist, kann man auch sagen, dass sich für alles, was es (im Himmel und auf Erden) gibt, im Menschen ein Beispiel (Körper, Rede, Wille, Träume, Phantasie) findet.}

Jedes von ihnen ist so gestaltet, dass es von diesem riesigen Schloss ein kleines Abbild (= eine Welt im Kleinen) ist. Alles, was es in diesem Schloss gibt, findet sich in diesem winzigen beweglichen Werk wieder. Ja wäre es den überhaupt möglich, dass ein anderer als der Baumeister dieses Schlosses kommen und dieses wunderbare Schloss in solch einem kleinen Werk konzentrieren könnte!? Und wäre es außerdem überhaupt möglich, dass sich in einem Werk von der Größe eines kleinen Kistchens, obwohl es doch einen in sich (vollendeten) Kosmos im Kleinen umfasst, etwas fände, dessen Gang nur zufällig oder aber sinnlos wäre!? Das aber heißt, dass, wie viele dieser einzigartigen Kunstwerke das Auge auch erblickt, sie doch alle (Gute wie Böse) das Siegel des verborgenen Meisters tragen. Ja sie gleichen sogar einem Boten, einem Ausrufer. Sie sagen unausgesprochen:

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"Wir sind die Kunstwerke jenes Herrn, der diese unsere ganze Welt ebenso leicht zu erschaffen vermochte, wie Er auch uns selbst ganz leicht geschaffen und ins Dasein gerufen hat."

Vierter Beweis

Oh du eigensinniger Freund! Ich will dir etwas zeigen, was noch wunderbarer ist. Schau, in diesem Land hat sich jedes Werk, jedes Ding verändert und verändert sich weiterhin. Nichts verbleibt im selben Zustand. Gib Acht, alle diese toten Gegenstände, die wir hier sehen, diese Kästchen, die nichts zu empfinden scheinen, haben alle die Gestalt eines absoluten Herrschers angenommen. Es ist, als herrsche jedes Ding über alle anderen Dinge. Betrachte also einmal diese Maschine hier! Es ist als erteile sie ihre Befehle.

{(Anmerkung): Diese Maschine ist eine Anspielung auf die fruchttragenden Bäume. Denn es ist erstaunlich, wie sie ihre Blätter (gleich Tüchern) weben, sie mit Blumen schmücken, ihre Früchte zur Reife bringen und sie uns anbieten. Hunderte von Werkbänken und Fabriken scheinen sie dafür auf ihren dünnen Ästen zu tragen. Unterdessen bemühen sich so prächtige Bäume wie die Tanne und die Zeder weiterhin darum, ihre Werkbänke auf trockenem und steinigem Boden aufzustellen.}

So kommen denn alle Werkzeuge und Materialien, die sie für Schmuck und Werk benötigt, von weit entfernten Stätten herbeigelaufen. So siehe denn, wie auch dieses leblose Ding hier sich so, als ob es nur eines Winkes bedürfe, ein anderes riesengroßes Ding dienstbar macht und für sich arbeiten lässt.

{(Anmerkung): Anspielung auf die Getreidekörner und die Eier der Insekten. Da hinterlässt z.B. eine Wespenart ihre Eier auf den Blättern einer Ulme. Da verwandelt diese riesige Ulme plötzlich ihre Blätter den Eiern in einen Mutterschoß, eine Wiege, einen Speicher, gefüllt mit Nahrungsvorräten gleich Honig. Es ist, als ob der Baum auf diese Weise an Stelle seiner Früchte nun selbst lebendige Früchte hervorbrächte.}

Ziehe hierzu auch noch andere Dinge zum Vergleich heran! Es

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ist, als ob ein jedes Ding alles in der Welt erschaffene in seinen Dienst stellte. Wolltest du also nun diesen verborgenen Herrn nicht anerkennen, dann müsstest du alle die Meisterschaft, die Kunstfertigkeiten, Vollkommenheiten, die wir in allem Geschaffenen, in den Steinen, in der Erde, den Tieren und den Menschen finden, (Stück für Stück) jedem einzelnen Ding zuschreiben. So müssten also an Stelle des allein wunderwirkenden Herrn, (an den zu glauben dir) weit davon entfernt (erscheint,) vernünftig zu sein, Milliarden von Wundertätern da sein, die gleich Ihm und zugleich einander entgegengesetzt und dennoch einander gleich und wiederum ineinander zu finden sein sollten, sodass diese Ordnung nicht zerstört werde und die Welt nicht in Unordnung gerate. Würden sich jedoch in diesem Riesenreich auch nur zwei Finger (eines fremden Partners von außen) einmischen, (geriete alles) durcheinander. Denn wo zwei Schulzen in einem Dorf, zwei Meister auf einer Burg, zwei Könige in einem Reich wären, bringen sie alles durcheinander. Wie also wäre es denkbar oder möglich, dass es unzählige absolute Herrscher geben könnte!?

Fünfter Beweis

Oh du argwöhnischer Freund! Komm nun und achte auf die Kunstwerke dieses Schlosses, alle die Schönheiten dieser Stadt, die ganze große Ordnung in diesem Reich und denke über alle die wundervollen Werke in dieser Welt nach! Wäre die Feder des verborgenen Herrn, der so wunderbar und meisterhaft ist, nicht am Werke und müsste man also die Kunstwerke anderen unbedachten Ursachen, blindem Zufall und den tauben Kräften der Natur zuschreiben, so wäre es auch notwendig, dass in diesem Reich selbst jeder Stein und jedes Kraut ein so wundervoller Schreiber, ein so außerordentlicher Kalligraph sein müsste, dass er in einen einzigen Buchstaben tausend Bücher hineinschreiben und in einem einzigen Ornament Millionen von Kunstwerken zusammenfassen

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könnte. Denn sieh einmal wie sich in jedem dieser Steine die Kunstwerke des ganzen Schlosses, die Gesetze zur Verwaltung einer ganzen Stadt, das Programm zur Gestaltung eines großen Reiches wiederfinden. Das aber heißt, dass die Verfertigung solcher Kunstwerke ebenso wunderbar ist wie die Gestaltung des großen Reiches. Wenn das aber so ist, dann ist auch jedes Schmuckstück, jedes Kunstwerk gleich einer Verkündigung oder einem Siegel dieses verborgenen Herrn.

{(Anmerkung): Eine Anspielung auf den Menschen als die Frucht am Baume der Schöpfung und zugleich auch auf eine Frucht, die das Programm und Inhaltsverzeichnis dieses ihres Baumes in sich trägt. Denn was die Feder der Macht im großen Buche der Welt geschrieben hat, davon hat sie auch eine Zusammenfassung in den einzelnen Menschen hineingeschrieben. Was auch immer die Feder der Bestimmung in einen Baum, groß wie ein Berg, hineingeschrieben hat, das hat sie auch in seiner Frucht, nicht größer als ein Fingernagel, zusammengefasst...}

Da es aber nun einmal keinen Buchstaben geben kann, der nicht auf seinen Schreiber hinwiese, ein kunstvoll gestaltetes Schmuckstück, das nicht auch seinen Designer bekannt machte... wie könnte es dann sein, dass der Designer, der in einen einzigen Buchstaben ein ganzes großes Buch hineingeschrieben hat, in einem einzigen kunstvoll gestalteten Schmuckstück tausend Kunstwerke zusammengefasst hat, nicht durch Sein Buch und durch dieses Schmuckstück zu erkennen wäre...

Sechster Beweis

Komm, wandern wir über diese weite Ebene!

{(Anmerkung): Eine Anspielung auf das Antlitz der Erde im Frühling und im Sommer. Denn hunderttausende verschiedener Arten von Geschöpfen werden untereinander vermengt und vermischt, gleichzeitig erschaffen und auf der Erdoberfläche eingetragen. So werden sie ohne alle Mängel und Fehler in vollkommener Ordnung ausgetauscht. Tausende von Tafeln des Allbarmherzigen werden gedeckt und wieder aufgehoben, wieder und wieder neu gedeckt. Jeder Baum gleicht einem Kellner, jedes Beet einem Speisekessel.}

Siehe, da ist inmitten dieser Ebene ein hoher Berg. Da wollen wir

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hinaufsteigen, damit wir die ganze Umgebung betrachten können. Außerdem wollen wir gute Fernrohre mitnehmen, die uns alle Dinge in greifbare Nähe rücken. Denn in diesem wunderbaren Land geschehen wunderbare Dinge, ereignet sich in jeder Stunde, was die Vernunft übersteigt. Sieh nun! Es verwandeln sich plötzlich die Berge, die Ebenen und die Städte. Und wie sie sich verwandeln! Das geschieht auf folgende Weise: Millionen untereinander vermengter, vermischter Dinge werden in vollkommener Ordnung umgewandelt. Es findet da eine ganz erstaunliche Verwandlung statt. Es ist, als würden Millionen verschiedener Stoffe gleichzeitig am selben Ort gewebt werden. Siehe, jetzt sind alle die uns wie Blumen und Blüten lieb gewordenen und vertrauten Dinge verschwunden und an ihre Stelle sind in bester Ordnung andere, ihnen dem Wesen nach ähnliche, der Substanz nach aber verschiedene, neu gebildete getreten. Es ist, als glichen diese Berge und Ebenen einer Seite, auf die hunderttausende verschiedener Bücher geschrieben würden. Ja sie werden sogar ohne Fehler und Mängel geschrieben. So ist es denn hundertfach unmöglich, dass diese Dinge aus sich selbst entstanden sein sollten. Ja es ist sogar tausendmal unmöglich, dass diese in so unendlichem Grade kunstvollen und mit so viel Aufmerksamkeit gestalteten Dinge aus sich selbst entstanden sein könnten. Stärker als ihre eigene (Existenz) beweisen sie die ihres Meisters. Zudem ist der, welcher dies alles vollbringt, der Herr, der allein Wunder tut und sie mühelos tut. Tausend Bücher zu schreiben ist für Ihn genau so leicht, wie einen einzigen Buchstaben zu schreiben. Darüber hinaus siehe auch wie Er alles mit einer solchen Weisheit an seinen rechten Platz stellt und so freigiebig allen Seine Güte erweist, wie es ihnen zukommt. Des Weiteren öffnet Er allen huldvoll Türen und Tore,

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ihnen allen ihre Wünsche befriedigend. Des Weiteren bereitet Er ihnen allen ihre Tische so freigiebig, dass alle Völker Seines Reiches und auch die Tiere ihren Tisch finden, jedes nach seiner Art und Gattung, ja sogar jeder einzelne aus Seiner Huld einen Tisch mit seinem eigenen Namen und Zeichen empfängt. Könnte es also in dieser Welt etwas geben, was noch unvorstellbarer wäre, als dass unter diesen Dingen, die wir hier sehen, Dinge rein zufällig sein könnten, oder sinnlos oder nutzlos, oder dass sich verschiedene Hände (in ihre Verwaltung) einmischen könnten, dass ihr Meister nicht aller Dinge mächtig wäre, oder sie Ihm nicht dienstbar wären!? Nun denn, mein Freund! Wenn du nun noch dazu in der Lage bist, versuche doch noch einen Einwand dagegen vorzubringen!

Siebenter Beweis

Nun komm, mein Freund! Lassen wir nun die Einzelheiten und wollen wir stattdessen das Verhältnis der einzelnen Bestandteile dieser wunderbaren Welt zueinander betrachten, welche die Gestalt eines Schlosses hat. Siehe nun: In dieser Welt geschehen alle Dinge, vollziehen sich die großen, allgemeinen Umwandlungen in einer Ordnung von so hohem Grade, dass alle Steine, die Erde und die Bäume und alle Dinge, die wir in diesem Schloss (und in seinen Gärten) vorfinden, jede für sich wie selbständig handelnd, die ganze, umfassende Ordnung in dieser Welt beobachten und sich im Einklang mit ihr bewegen. Dinge, die am weitesten voneinander entfernt sind, eilen einander zu Hilfe. So siehe denn: Aus der unsichtbaren Welt kommt eine Karawane gezogen.

{(Anmerkung): Hier werden die Bäume und all die übrigen Pflanzen mit Karawanen verglichen, die allen Tieren ihre Nahrung bringen.}

Ihre Tragtiere sind die Bäume und alle die übrigen Pflanzen, ja selbst die Berge, sie tragen ein Tablett mit Speisen auf

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ihren Köpfen. Siehe nun: Sie bringen den verschiedenen Tieren, die auf dieser Seite (= dem Diesseits) warten, ihre Nahrung. Und siehe weiter: Jene gewaltige elektrische Lampe in der Kuppel (des Schlosses) spendet ihnen Licht und kocht ihnen zugleich auch all ihre Speisen auf das Beste.

{(Anmerkung): Jene gewaltige elektrische Lampe ist eine Anspielung auf die Sonne.}

Man braucht nur die Speisen, die wie von unsichtbarer Hand an einem Strick befestigt zu sein scheinen, zum Kochen vor sie zu halten.

{(Anmerkung): Was den Strick und die daran befestigten Speisen betrifft, so sind dies die kleinen Zweige der Bäume, an denen die wohlschmeckenden Früchte hängen.}

Und siehe nun weiter, wie dort vor diesen armen, schwachen, kraftlosen und hilflosen Jungen (der Tiere) kleine mit köstlicher Nahrung gefüllte Säckchen herabhängen, Brunnen gleich, an denen sich diese kraftlosen Geschöpfe nur noch mit ihrer Schnauze festzusaugen brauchen.

{(Anmerkung): Die Säckchen sind eine Anspielung auf die Zitzen der Muttertiere.}

Zusammenfassung:

Alle Dinge in dieser ganzen Welt helfen einander, als wären sie für einander bestimmt, reichen einander die Hand, als könnten sie einander erkennen und verstehen. Um sich einander zu vervollkommnen, stehen sie zueinander Schulter an Schulter. Sie stärken einander den Rücken und arbeiten zusammen. Du kannst nun alle Dinge heranziehen, um sie damit zu vergleichen! Die Anzahl der Beispiele ist nicht zu zählen... So zeigen denn alle diese oben angeführten Beziehungen und Verhältnisse mit der gleichen Sicherheit, mit der zwei mal zwei vier ist, dass dem Meister dieses wunderbaren Schlosses, d.h. dem Herrn dieser einzigartigen Welt, alle Dinge dienstbar sind. Jedes Ding arbeitet nach Seinem Willen. Alle Dinge gleichen Soldaten, die bereit sind, Ihm zu dienen. Alle Dinge laufen (wie ein Geschäft, eine Maschine) durch Seine Kraft. Alle Dinge bewegen sich auf Seinen Befehl. Alle Dinge werden in Seiner Weisheit geordnet. Alle Dinge helfen einander

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mit Hilfe Seiner Freigiebigkeit (d.h. des Menschen Hilfe kommt von Gott). Alle Dinge eilen in Seiner Barmherzigkeit einander zu Hilfe, d.h. sie werden durch sie in Bewegung gesetzt. Nun denn, mein Freund, wenn du nun noch dazu in der Lage bist, versuche doch noch ein Wort dagegen vorzubringen!

Achter Beweis

Komm, oh du mein unvernünftiger Freund, der du dich, gleich meiner Seele (nefs), selbst für klug hältst! Da willst du den Herrn dieses prächtigen Schlosses nicht anerkennen. Dabei weist doch jedes Ding auf Ihn hin, tut Ihn kund, legt für Ihn Zeugnis ab. Wie kannst du das Zeugnis all dieser Dinge leugnen! Doch in diesem Fall musst du auch dieses Schloss leugnen und sagen: "Die Welt gibt es gar nicht. Dieses Land gibt es nicht." und leugne dich selbst und dann löse dich selbst in Nichts auf! Oder aber komm zur Vernunft und höre mich an! So siehe denn: Es gibt in diesem Schloss einheitliche Elemente, Stoffe,

{(Anmerkung): Die Elemente, Stoffe, die so zahlreiche Aufgaben in bester Ordnung erfüllen und mit Erlaubnis ihres Herrn allen Bedürftigen zu Hilfe eilen und auf göttlichen Befehl überall hineindringen, ihnen Unterstützung bringen, alles Lebensnotwendige herstellen und alle Lebewesen damit ernähren, welche Quelle, Mutter und Wiege der Gewebe und aller Muster göttlicher Kunstwerke sind, spielen auf die vier Elemente: Luft, Wasser, Licht und Erde an.}

die dieses Schloss und das ganze Land erfüllen und es zugleich umschließen. Alle Dinge, die in diesem Lande hergestellt werden, sind offensichtlich aus diesen Stoffen gemacht. Das aber heißt, wem diese Stoffe gehören, dem gehören auch alle Dinge, die daraus verfertigt werden. Wem der Acker gehört, dem ist auch die Ernte. Wem das Meer gehört, dem ist auch alles, was darinnen ist. Und weiter siehe: alle diese gewebten Stoffe, diese mit kunstvollen Mustern angefertigten Tücher werden alle aus der gleichen Materie (z.B. aus Wollfäden) hergestellt.

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Derjenige, der das Ausgangsmaterial herbeischafft, es vorbereitet und sodann zu Fäden verspinnt, ist offensichtlich ein und derselbe. Denn diese Arbeit duldet keinen Partner. Da dies aber so ist, sind alle diese kunstvoll gewebten Stoffe Sein Eigentum. Und weiter siehe: alle diese hier gewebten und verfertigten Stoffe aller Art finden sich überall im ganzen Land. Alle diese Kinder von der gleichen Art sind so verbreitet, dass sie alle gleichzeitig miteinander, nebeneinander, in gleicher Weise hervorgebracht werden. Das aber heißt, dass dies die Tätigkeit eines einzigen Herrn ist, auf einen einzigen Befehl in Gang gesetzt wird. Anderenfalls wäre es unmöglich, dass sie in ein und der selben Zeit auf gleiche Art, auf die selbe Weise, übereinstimmend in Aufbau und Form miteinander harmonieren könnten. Da dies aber so ist, weisen alle diese kunstvoll gestalteten Dinge als eine Verkündigung jenes verborgenen Herrn auf Ihn allein hin. Es ist, als sagte jeder einzelne dieser geblümten Stoffe, jede kunstvolle Maschine, jeder wohlschmeckende Bissen als Siegel dieses wundertätigen Herrn, Sein Stempelabdruck, Sein Kennzeichen, als das Mal Seiner Spur unausgesprochen: "Ich bin das Kunstwerk dessen, welcher auch der Eigentümer der Kisten und der Besitzer der Kaufläden ist, in denen ich mich befinde." Und ein jedes Muster spricht: "Ich bin ein Muster, eingewebt in das Tuch dessen, der das Tuch und sein Muster und den ganzen Ballen Stoff gewebt hat." Jeder wohlschmeckende Bissen spricht: "Der mich zubereitet hat, ist auch derjenige, dem der Topf ist, in dem ich mich befinde." Jede Maschine spricht: "Der mich gebaut hat, ist auch derjenige, der im ganzen Lande alle die gebaut hat, die mir gleichen und der uns überall im ganzen Lande herstellt. Das heißt, Er ist auch der Eigentümer des Landes und der König dieses Reiches. Da dies aber so ist, kann nur der, dem das ganze Land gehört und welcher der Herr jenes Schlosses ist, unser Herr und Besitzer sein." Um z.B. ein einziges Koppelschloss oder einen einzigen Uniformknopf besitzen zu können, wäre es notwendig, alle Fabriken zu besitzen, die sie herstellen, um deren

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tatsächlicher Besitzer zu sein. Man würde (diese Dinge) sonst einem zivilen Angeber aus der Hand nehmen, ihm sagen, dass sie Militärgut sind, und ihn deswegen bestrafen.

Zusammenfassung:

Die Elemente dieses Landes sind Stoffe, die im ganzen Lande vorkommen. Auch ihr Besitzer kann nur ein Einziger sein, der Herr, dem auch das ganze Land gehört. So weisen denn die Kunstwerke, die im ganzen Reich verbreitet sind, da sie einander gleichen und die selbe Prägung tragen, ja alles, was sich überall im ganzen Lande findet, darauf hin, dass sie Kunstwerke eines einziges Herrn sind, der über alle Dinge herrscht.

Nun denn mein Freund! Es gibt nun einmal in diesem Lande, d.h. in jenem prächtigen Schloss, ein Merkmal der Einheit, ein einheitliches Siegel. Denn ein Teil der Dinge ist einfach und allumfassend. Ein anderer hingegen weist, obwohl sich (die Dinge einander) gleichen und sich überall finden, dennoch eine Einheit in seiner Art auf. Was diese Einheit betrifft, so weist sie immer auf den Einen hin. Das also heißt, dass sein Meister, sein Eigentümer, sein Herr, sein Erbauer ein und derselbe sein muss. Darüber hinaus achte nun auch darauf, wie hinter dem Schleier des Unsichtbaren ein Seil hervortritt.

{(Anmerkung): Das Seil ist eine Anspielung auf einen fruchttragenden Baum. Die tausenden von Fäden auf seinen Ästen und Zweigen und die an ihnen hängenden Diamanten, Orden, Gaben und Geschenken spielen auf die verschiedenen Arten von Blumen und Sorten von Früchten an.}

Siehe, wie sodann tausende von Fäden aus ihm hervor wachsen. Betrachte die Enden der Fäden: An ihnen sind Diamanten, Orden, Gaben und Geschenke angebunden. Sie bieten jedem das ihm entsprechende Geschenk an. Ja weißt du denn nicht, was für ein törichtes Verhalten es ist, einen solchen Herrn, der hinter einem so einzigartigen Schleier vor dem Unsichtbaren so wunderbare Gaben und Geschenke für Seine Geschöpfe hervorbringt, nicht anzuerkennen und Ihm nicht zu danken. Wolltest du Ihn jedoch nicht anerkennen, so wärest du ja gezwungen

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zu sagen: "Diese Fäden bringen an ihren Enden von selbst Diamanten und andere Geschenke hervor und bieten sie uns an." Dann aber müsste man auch einem jeden Faden die Bedeutung eines ganzen Königreiches zuschreiben. Dabei macht doch eine unsichtbare Hand vor unseren Augen diese Fäden und befestigt an ihnen die Geschenke. Das aber heißt, dass jedes Ding in diesem Schloss weit mehr auf jenen wundertätigen Herrn hinweist als auf sich selbst. Erkennst du Ihn nicht an, wirst du durch eine solche Leugnung all dieser Dinge hundertfach unter das Tier hinabsinken.

Neunter Beweis

Komm nun, mein Freund, der du nicht recht zu urteilen weißt! Du glaubst nicht an den Herrn dieses Schlosses und willst auch gar nicht an Ihn glauben. Denn das liegt dir fern. Da Seine Kunstwerke und Seine Taten so wunderbar sind, dass sie die Vernunft übersteigen, verirrst du dich zu deren Leugnung. Doch das, was dir wirklich fern liegt und was eigentlich schwierig für dich ist, die wahren Probleme und all die fürchterliche Mühsal entsteht daraus, dass du nicht an Ihn glaubst. Denn wenn wir an Ihn glauben, wird alles, was mit diesem Schloss, dieser Welt zu tun hat, so leicht, als handele es sich dabei nur um eine einzige Sache, wird ganz einfach. Darin findet sich die Quelle dafür, dass alles auf dem Markt so billig und so reichlich vorhanden ist. Wenn wir nicht an Ihn glauben und es Ihn gar nicht gäbe, dann würde jede einzelne Angelegenheit ebenso schwierig sein, wie sämtliche Angelegenheiten dieses ganzen Schlosses. Denn jedes einzelne Ding ist genauso kunstvoll wie das ganze Schloss. So bliebe dann nichts mehr, was noch billig und reichlich vorhanden wäre. Nichts mehr von den Dingen, die wir hier sehen, würde noch in unsere Hand, ja in niemandes Hände mehr gelangen. So betrachte denn nur

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einmal die hier an diesen Fäden hängenden Vorratspäckchen.

{(Anmerkung): Diese Vorratspäckchen sind eine Anspielung auf die Geschenke der Barmherzigkeit (Gottes) wie Zucker- und Wassermelonen und die Granatäpfel, die Vorratsbehältern aus der Macht (Gottes) gleichen und die Kokosnüsse, welche natürliche Milchdosen sind.}

Kämen sie nicht aus der Küche Seiner verborgenen Wunder, könnten wir sie nicht sogar gegen ein ganzes Vermögen erwerben, obwohl sie doch jetzt für ein paar Münzen zu haben sind.

Alles, was uns so fern liegt, alle Schwierigkeiten, Probleme, ja Katastrophen und alles, was unmöglich ist, entsteht in der Tat daraus, dass wir nicht an Ihn glauben. So bekommt ein Baum seine Lebenskraft aus einer einzigen Wurzel, entsprechend einem einzigen Gesetz, aus ein und dem selben Boden. Die Gestaltung tausender von Früchten geschieht demnach mit der gleichen Leichtigkeit wie die einer einzigen Frucht. Wenn die Früchte dieses Baumes mit jeweils einem anderen Platz, einer anderen Wurzel, einem jeweils unterschiedlichen Gesetz verbunden wären, würde die Gestaltung jeder einzelnen Frucht genauso schwierig werden, wie die des ganzen Baumes. Auch die Ausrüstung eines ganzen Heeres von einer einzigen Zentrale aus, einem einzigen Gesetz entsprechend und durch eine einzige Fabrik geschieht trotz einer großen Zahl (Soldaten) genauso leicht wie die Ausrüstung eines einzigen Soldaten. Erfolgte aber die Ausrüstung und Versorgung jedes einzelnen Soldaten an ganz verschiedenen Orten, so müssten für die Ausstattung jedes einzelnen Soldaten ebenso viele Fabriken vorhanden sein, wie man für die Ausrüstung eines ganzen Heeres benötigt.

Den beiden Beispielen entsprechend gilt: Es ist in diesem wohlverwalteten Schloss, in dieser vollkommenen Stadt, in diesem blühenden Land, in dieser prachtvollen Welt die Erschaffung all dieser Dinge, wenn man sie auf einen einzigen Herrn zurückführt, ebenso einfach, geschieht

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mit der selben Leichtigkeit, dass in ihr die Ursache dafür zu finden ist, dass (alles) so unendlich billig und reichlich und in solcher Fülle vorhanden ist. Anderenfalls wären alle Dinge mit so vielen Kosten und Schwierigkeiten verbunden, dass man nichts davon erhalten könnte, gäbe man auch die ganze Welt dafür.

Zehnter Beweis

Komm nun, mein Freund, der du ein wenig zur Einsicht gelangt bist! Seit fünfzehn Tagen sind wir jetzt hier.

{(Anmerkung): Die fünfzehn Tage sind eine Anspielung auf fünfzehn Lebensjahre und damit das Alter zur Eigenverantwortlichkeit im Glauben.}

Wenn wir die Anordnungen dieser Welt nicht kennen und ihren König nicht anerkennen, haben wir eine Strafe verdient. Es bleibt uns keine Entschuldigung mehr. Denn fünfzehn Tage lang ist man (als habe man uns eine Frist gesetzt) nicht an uns herangetreten. Doch sind wir sicherlich nicht ohne Auftrag hier. Inmitten dieser so empfindlichen, kunstvollen, schönen, harmonisch gestalteten und lehrreichen Kunstwerke können wir nicht wie Tiere umherlaufen und sie beschädigen und dürfen sie auch gar nicht beschädigen. Denn sicherlich ist auch die Strafe, die Seine Majestät, der König dieses Reiches verhängt, fürchterlich. Dass dieser Herr, welch mächtiger Herr Er in Seiner Majestät ist, mögt ihr schon daraus ersehen, dass Er diese riesengroße Welt lenkt und leitet, als sei sie ein Schloss und sie sich drehen lässt wie ein Schöpfrad. Er lenkt dieses große Reich so wie man einen Haushalt leitet, ohne dass dabei irgendwelche Mängel in Erscheinung treten. Siehe also, wie Er dieses Schloss, diese Stadt, dieses Land von Zeit zu Zeit in vollkommener Ordnung füllt und in vollkommener Weisheit wieder leert, so wie man eine Schale füllt und sie wieder leert. So wie man eine Tafel deckt und sie wieder aufhebt, so bringt Er in Seinem Riesenreich landauf, landab mit verborgener

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Hand der Reihe nach die verschiedensten Speisen, deckt damit die unterschiedlichsten Tafeln, lädt dazu ein und hebt sie wieder auf.

{(Anmerkung): Diese Tafeln sind eine Anspielung auf das Antlitz der Erde im Sommer, wenn hunderte von immer wieder frischen und immer wieder anderen Tafeln des Allbarmherzigen aus der Küche Seiner Erbarmung immer wieder neu gedeckt werden. Jedes Beet ist wie ein Kessel (in dieser Küche) und jeder Baum gleicht einem Diener (an einem dieser Tische)}.

Er hebt die eine auf und deckt schon wieder die nächste. Auch du kannst das beobachten und wenn du Verstand hast, kannst du verstehen, welch großzügige Gastfreundschaft sich hinter Seiner furchtbaren Majestät verbirgt. Und weiter siehe, wie alle diese Dinge Zeugnis für das Königreich ihres verborgenen Herrn und Seine Einheit ablegen. In gleicher Weise legen auch alle diese Umwandlungen und Veränderungen, (die vor unseren Augen vorüberziehen,) so wie Karawane um Karawane (vor unseren Augen) herangezogen kommt und vorüberzieht und so wie uns in der Tat (Blüten, die zu Früchten heranreifen,) Tisch um Tisch decken und danach die Tafel wieder aufheben, (wonach sich dann im Frühjahr mit Samen und Knospen der Kreis) wieder schließt, für Dauerhaftigkeit, Beständigkeit und Ewigkeit des Herrn ein Zeugnis ab. Denn zugleich mit allen vergänglichen Dingen vergeht auch ihre Zeit und mit ihr alles, was sie hervorgebracht hat.

Nach ihnen entsteht jedoch all das, was wir ihnen zugeschrieben hatten, wiederum neu. Das also heißt, dass nicht (diese vergänglichen Dinge) jene Werke hervorgebracht haben, es vielmehr die Werke dessen sind, (dessen Stern niemals sinkt und) der keinen Untergang kennt. Wenn des Stromes Wellen vergehen, der Glanz auf den ihnen nachfolgenden Wellen jedoch der gleiche ist wie der (Glanz der) ihnen vorangegangenen (Wellen), so wird daraus ersichtlich, dass (die Sonne), die ihnen Glanz verleiht, die (wahre) Herrin jenes hohen Lichtes ist, welches (das Wechselspiel aller Wellen) bescheint. So zeigt auch der rasche Wechsel aller Dinge und (der Umstand,

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dass) alle Dinge nach ihnen wieder die gleiche Farbe erhalten, dass dies eine Manifestation, ein Schmuck, ein Abbild, ein Kunstwerk des einen und ewigen Herrn ist, für den es nicht (Ende noch) Untergang gibt...

Elfter Beweis

Komm oh Freund! Ich will dir nun noch einen Beweis vor Augen führen, einen, der die gleiche Überzeugungskraft hat wie alle zehn vorangegangenen. Komm! Dort drüben in der Ferne ist eine Halbinsel. Wir wollen an Bord eines Schiffes gehen und hinüberfahren!

{(Anmerkung): Das Schiff ist die Geschichte und die Halbinsel das Glückliche Zeitalter des Propheten. An der dunklen Küste dieses Zeitalters legen wir diese einem mehr ärgerlichen als bürgerlichen Leben gemäße Kleidung ab und segeln an Bord des Schiffes der Geschichte über das Meer der Zeit zur Halbinsel des Glücklichen Zeitalters und gehen dort auf der Arabischen Halbinsel an Land, um den zu besuchen, auf den die ganze Welt stolz (Fahr-i Alem, mit dem Frieden und Segen sei) ist. Während wir ihn bei der Erfüllung seines prophetischen Auftrages betrachten, erkennen wir, welch strahlendes Zeugnis der Einheit Gottes er ist, sodass er das Erdenrund von einem Ende zum anderen und auch Vergangenheit und Zukunft, die beiden Gesichter der Zeit erhellt und die Finsternis des Unglaubens und des Irrweges vertreibt.}

Denn dort müssten die Schlüssel zu dieser verwunschenen Welt sein. Denn alle schauen nach dieser Halbinsel aus, richten auf sie ihre Erwartungen und erhalten von dort ihre Weisungen. Auf also, fahren wir hinüber! Wir sind also nun auf der Halbinsel angelangt. Siehe, dort findet eine mächtige Versammlung statt. Alle großen des Reiches scheinen sich da zu einer bedeutsamen Feier versammelt zu haben. Merke gut auf! Dort ist der Fürst, der Präsident dieser gewaltigen Versammlung. Komm, lass uns noch etwas näher herzutreten! Wir wollen diesen Fürsten kennen lernen!

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Sieh doch, welch berühmte Auszeichnungen

{(Anmerkung): Die tausend Orden sind die Wunder des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, deren Zahl nach Ansicht von Kennern und Forschern an die tausend erreicht.}

er hat, und die mehr als tausend Orden, die er trägt! Und wie mächtig er im Wort ist! Und wie angenehm ist dennoch seine Gesellschaft und die Unterhaltung mit ihm! Ich habe in diesen fünfzehn Tagen ein wenig von dem erfahren, worüber er spricht. Nun magst auch du es von mir lernen. Siehe, er spricht von dem wundertätigen König dieses Landes. Er sagt: "Jener ruhmreiche König hat mich zu euch gesandt." Siehe, er wirkt solche Wunder, dass kein Zweifel mehr daran bleibt, dass er der auserwählte Diener und Gesandte des Königs ist. Beachte nun, dass nicht nur die Geschöpfe dieser Halbinsel seinem Wort lauschen, er vielmehr auf wunderbare Weise alle im Land dazu bringt, ihn zu vernehmen. Denn von nah und fern bemüht sich jeder seine Rede hier zu hören. Ihm hören nicht nur die Menschen zu, sondern auch die Tiere, ja siehe, sogar die Berge hören die Befehle, die er erteilt, und sie erbeben. Jene Bäume begeben sich an den ihnen angewiesenen Platz. Wo immer er es will, da bringt er Wasser hervor. Ja seine Finger spenden sogar wie eine Mutter und tränken gleich dem Kauthar (-strom des Paradieses). Aus ihm lässt er lebensspendendes Wasser trinken. Siehe, die große Leuchte

{(Anmerkung): Die große Leuchte ist der Mond, welcher durch ein Zeichen von ihm in zwei Teile gespalten wurde. Das heißt, wie Maulana Djami (1415-96) sagt: Jener, des Schreibens unkundige, der niemals etwas geschrieben hatte, schrieb mit seinem Finger ein Elif (ein arab. Buchstabe, der die Form eines "I" hat) an den Himmel wie mit einer Feder auf ein Blatt und machte so aus einer "40" zwei "50". Das heißt, der Mond sah vor der Spaltung wie ein Mim (arab. Buchstabe "M"; seine Form ist rund und sein Zahlwert gleich "40") aus, nach der Spaltung waren zwei Sicheln entstanden wie zwei Nun (arab. Buchstabe "N"; sein Wert ist "50")}

dort oben an der hohen Kuppel des Schlosses, die doch ein Ganzes ist, spaltet sich auf ein Zeichen von ihm in zwei Hälften. Das heißt, dass

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das ganze Land mit allem, was darinnen ist, seinen Weisungen nachkommt. Sie horchen und gehorchen ihm, als wüssten sie: er ist "der erwählte und wahrhaftige Wortführer des verborgenen und wunderwirkenden Herrn, der Herold Seines Reiches, der Erschließer Seiner tiefen Geheimnisse (tilsim) und ein vertrauenswürdiger Gesandter, der Seine Befehle verkündet." So sagen denn alle vernünftig denkenden an seiner Seite zu jedem Wort, das er spricht: "Ja, so ist es richtig und recht." und bestätigen ihn damit. Ja sogar die Berge und die Bäume im Lande und die große Lampe, die alle Länder erleuchtet, sprechen wie ihr Haupt seinen Winken und Befehlen neigend: "Ja, das ist in der Tat so."

{(Anmerkung): Die große Lampe ist die Sonne. Einmal schlief der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, und hatte dabei sein Haupt in den Schoß Imam Alis, mit dem Gott zufrieden sein möge, gebettet, der dadurch sein Nachmittagsgebet versäumte. Da drehte sich die Erde in der Gegenrichtung wieder zurück und brachte die Sonne wieder zum Vorschein. Durch dieses Wunder vermochte er sein Gebet noch in der Zeit zu verrichten.}

Nun denn, oh du verblendeter Freund! Wäre es denn überhaupt möglich, dass sich irgendeine Art von Falsch oder Verlogenheit in den Attributen seines wunderwirkenden Herrn fände, die er mit ganzem Nachdruck erwähnt, und in den Befehlen, die er übermittelt, da er eine so lichtvolle, würdevolle und durchaus ernstzunehmende Persönlichkeit ist, geschmückt mit tausend Orden aus des Königs eigener Schatulle und bestätigt von allen Würdenträgern im Lande? Sollte darin eine Unwahrheit möglich sein, so müsste man auch sowohl die Existenz als auch den Sinn dieses Schlosses, seiner Lichter und der dort versammelten (Würdenträger) bestreiten. Wenn du es also jetzt noch vermagst, dann strecke einmal den Finger deiner Einwendungen dagegen aus und siehe, wie dein Finger unter der Macht der Beweise zerbricht und sich dir ins eigene Auge bohrt...

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Zwölfter Beweis

Nun komm also mein Bruder, der du nun schon ein wenig zur Vernunft gekommen bist! Über die gesamte Kraft der oben angeführten elf Beweise hinaus will ich dir nun noch einen weiteren Beweis zeigen. So siehe denn hier diesen leuchtende Erlass (ferman), der von oben herabgekommen ist und den jeder entweder mit Staunen oder mit Ehrfurcht, jedoch mit größter Aufmerksamkeit betrachtet.

{(Anmerkung): Der leuchtende Ferman ist eine Anspielung auf den Qur'an und das Siegel darauf bestätigt ihn als ein Wunder.}

Diese mit tausend Orden ausgestattete Persönlichkeit hält des Sultans Ferman in seinen Händen und erklärt allem Volk seinen Sinn. Siehe, die Abfassung dieses Fermans ist so glanzvoll, dass er die bewunderungsvollen Blicke aller auf sich lenkt und er erwähnt so ernste und bedeutende Fragen, dass jeder ihm sein Ohr leihen muss. Denn er erklärt nacheinander alle die Werke und Taten, die Befehle und auch die Qualitäten seines Herrn, der über dieses ganze Land regiert, der dieses Schloss geschaffen hat und alle diese wunderbaren Dinge hier hervorbringt. Siehe, wie dem ganzen Werk dieses Fermans das große Siegel aufgeprägt ist, wie zugleich auch jede Zeile, jeder Satz ein solch unnachahmliches Siegel trägt! So ist auch in dem Sinn, den Wahrheiten, Weisungen und Weisheiten, denen er Ausdruck verleiht, je eine Ihm eigentümliche Gestaltung in Form eines geistigen Stempels zu sehen, so wie er nur Ihm allein entspricht.

Zusammenfassung:

Dieser Große Ferman weist klar wie die Sonne auf Seinen Großen Herrn hin, sodass ein jeder, der nicht gerade blind ist, das erkennen kann...

Wohlan denn mein Freund! Wenn du nun zur Einsicht gekommen bist, so sollte dir dies genügen... Solltest du aber noch etwas zu sagen haben, dann sage es nun. Da gab jener hartnäckige Mann zur Antwort: "Ich kann zu diesen deinen Beweisen nur sagen: Dank sei Gott, ich glaube! Und nun glaube ich mit dem strahlenden Glanz

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der Sonne und der Klarheit des lichten Tages: Der König dieses Landes ist ein einziger in Seiner Vollkommenheit (Kemal). Der Herr (Sahib) dieser Welt ist ein einziger in Seiner Majestät (Djelal). Der Meister, der dieses Schloss erbaut hat, ist ein einziger in Seiner Vollendung (Djemal). (Dies) nehme ich (fest als meinen Glauben) an. Möge Gott mit dir zufrieden sein, weil du mich von meiner alten Verbohrtheit und von meinen Torheiten errettet hast. Jeder einzelne deiner Beweise hätte alleine schon ausgereicht, um diese Wahrheit aufzuzeigen. Ich wartete jedoch noch und hörte dir noch weiter zu, weil sich mit jedem Beweis, den du erbracht hast, die Schichten der Erkenntnis und die Blütenkelche des Wissens in noch größerem Wohlgeruch und immer reicherer Schönheit entfalteten und die Fenster zur göttlichen Liebe sich zu noch höherem Wohlgefallen, zur Fülle des Lichtes und der Güte geöffnet haben."

Dieses Gleichnis, das auf die Große Wahrheit der Einheit (tauhid) und den Glauben an Gott hinweist, ist hier zum Abschluss gekommen. Nun wollen wir mit dem Segen des Erbarmers, aus der Fülle des Qur'an und dem Lichte des Glaubens, aus der Sonne der wahren Einheit (tauhid) zwölf Strahlen (lem'a) und eine Einführung in Ergänzung dieser zwölf Beweise in Form des obigen Gleichnisses aufzeigen.

وَمِنَ اللّٰهِ التَّوْفِيقُ وَالْهِدَايَةُ

{"Und von Gott kommen aller Erfolg und die Rechtleitung."}